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Category 1: Employee-Media


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Category 1.1: Employee Newspapers


1.1 Employee Newspapers 03

ingolstAdt | oktober 2010

Audi

mobil

Die Zeitung für Mitarbeiter im Audi Konzern

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OrTSTermIn Ankunft A1 – Beim ersten Kunden besteht der neue Kleine seinen Praxistest STrATegIe Erweiterung Györ – reaktionen und Hintergründe zur entscheidung für den Ausbau rePOrTAge Rotes Mehr – Audi wagt die Provokation und fährt mit dem r8 zum Ferrari-Treffen >> menSCHen Lernen unter Strom – Wie der A8 hybrid schon jetzt generationen verbindet

ErfolgsWie macht er das nur? Der Audi Q5 hat aus dem Stand sämtliche Wettbewerber überholt und ist völlig unbeeindruckt durchs Krisenjahr 2009 gefahren. Ein Erklärungsversuch

einzelstück by Audi Jedes Detail muss stimmen: In wochenlanger Tüftelei entstand das Cabrio-Showcar für die Pariser Automesse >> Seite 4/5

>> Seite 25

Abschied von der Zettelwirtschaft In der Produktion beginnt eine neue Ära: Die elektronische Wagenbegleitkarte verändert den Arbeitsalltag >> Seite 6

kampf um den Pokal In györ kickten die besten Teams um den Audi Cup – neckarsulm holte den Pott >> Seite 22

Audi Coup: Der Q5 rollte schnell zum Bestseller.

Runde Sache – der Audi Cup

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AuDi MynEt: LeSerreAKTIOnen AuF DIe neue AuDImOBIL AB 6. OKTOBer

Audi mobil, Audi With the format 26 x 35 cm the employees newspaper of the company Audi is inbetween a newspaper and a magazine. The articles seem light through breakers, facts boxes and a creative handling of pictures. Especially reader-oriented: employees and their work in the company are presented. Audi mobil, D, Gold Award


1.1 Employee Newspapers 04

Audi

mobil

Start

inhalt 10/10 ausbau Der Audi Standort Györ wird bis 2013 ausgebaut, das Werksgelände mehr als verdoppelt. Die Erweiterung der Produktion ist Teil der Strategie 2015 – und nutzt auch den anderen Standorten wie Ingolstadt, Neckarsulm und Brüssel, an denen Audi ebenfalls weiter investiert.

Die Zeitung für Mitarbeiter im Audi Konzern

03 Ortstermin Ankunft A1 – Beim ersten Kunden besteht der neue Kleine seinen Praxistest 08 strategie Erweiterung Györ – reaktionen und Hintergründe zur entscheidung für den ausbau 10 rePOrtage Rotes Mehr – audi wagt die Provokation und fährt mit dem r8 zum Ferrari-treffen >> 18 menscHen Lernen unter Strom – Wie der a8 hybrid schon jetzt generationen verbindet

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ausbilDung In Ingolstadt, Neckarsulm und Györ hat eben das Ausbildungsjahr begonnen. Anlass zu einem Blick über den Tellerrand. Was tut sich sonst in der Branche? Vor allem bei den technischen Berufsbildern der Automobilindustrie und im Gewerbe bestimmt das Thema Elektrifizierung klar den Trend. Audi spielt dabei einmal mehr eine Vorreiterrolle.

einzelstück by Audi Jedes Detail muss stimmen: in wochenlanger tüftelei entstand das cabrio-showcar für die Pariser automesse. >> Seite 4/5

seite 16

Die neue auDiMobil Schon beim ersten Blick auf die Mitarbeiterzeitung ist sicher das neue Design aufgefallen: Sie sieht jetzt anders aus, ist auf anderem Papier gedruckt, fühlt sich anders an und hat jetzt einen eigenen Lokalteil. Aber das ist längst noch nicht alles. Was man sonst noch über den sogenannten Relaunch der Mitarbeiterzeitung Audimobil wissen sollte, steht auf

Abschied von der Zettelwirtschaft in der Produktion beginnt eine neue Ära: Die elektronische Wa- genbegleitkarte verändert den arbeitsalltag. >> Seite 6

kampf um den Pokal in györ kickten die besten teams um den audi cup – neckarsulm holte den Pott >> Seite 22

seite 14

RegisteR 10/10 PerSOnen: Margret Born Seite 2 | Dr. Werner

Widuckel 2 | Uwe Haller 4 | Tobias Schumm 6 | Alfred Schmidt 7 | Gabor Vörös 8 | Thomas Faustmann 8 | Daniel Schuster 10 | Corinna Braun 12 | Daniela Süßbauer 12 | Toni Melfi 14 | Dieter Omert 16 | Angela rudingsdorfer 17 | Hans Fleckenstein 18 | Tobias Häfele 19 | Christian Dannenbrink 20 | Thomas Sigi 20 | Armin Schmid 23 |

Das stemmen wir

ABTeilUnGen: Aufbau Fahrzeugkonzepte

4 | A3 Montage 7 | Werkstrukturplanung 8 | Gästebetreuung 12 | Interne Kommunikation 14 | Bildungswesen 16 | A6 Montage 18 | Windkanal 21 | Audi Sport 22 | Gastronomie 24 |

Vier Modellanläufe in einem Jahr. Die Neckarsulmer zeigen, was in ihnen steckt. >> Seite 25 „Starke“ Audia­ ner aus Neckars­ ulm (v. l. n. r): Verena Rudloff, Tobias Schäfer, Johann Martel, Paola Terrasi

Runde Sache – der Audi Cup

>>

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Audimobil Oktober 2010

VielfahReRin

auDi Mynet: Viele Themen „spielen“ wir online weiter – mit Filmen, Fotos & mehr. ein Kasten unter dem Beitrag zeigt dies an. im mynet bitte Stichwort ins Suchfenster eingeben.

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Für ihre Kollegen ist Margret Born die „Weltmeisterin im Audi Fahren“. Auch nach Feierabend sitzt die Vielfahrerin gerne selbst am Steuer.

ZAhlen deS MOnAtS

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chon am Morgen ist es im Audi Zentrum Fürth feierlich zugegangen: Unter dem Beifall von Kunden und Mitarbeitern wurden die Tücher von frisch eingetroffenen A1 Modellen gezogen. Mittags standen die Stammkunden „mit feuchten Händen“ vor dem neuen Audi – zur ersten Probefahrt, wochenlang vorher vereinbart. Aber so richtig, so echt geht es jetzt erst los, an diesem 27. August 2010. Es ist Freitagnachmittag in einem Gewerbegebiet am Rande von

Die 1,5-Millionen-autos-frau inGOlSTADT Dem nagelneuen Audi A3, der vor ihr steht, schenkt Margret Born nur einen kurzen Blick. Sie öffnet die Tür, steigt ein, dreht den Zündschlüssel um, fährt los. Nach ein paar Metern ist die Fahrt schon zu Ende. Born steigt aus und läuft wieder zurück. Und steigt in den nächsten Wagen. Rund 1,5 Millionen Autos hat die 58-Jährige so bereits gefahren. Born arbeitet in der Fahrzeugverladung – und das seit 37 Jahren. Alle fertigen A3 gehen durch ihre Hände oder die ihrer zwei Kollegen. Sie stellt die Autos in der richtigen Reihe ab: je nachdem, ob das Fahrzeug das Werk per Zug, per Transporter oder in Richtung Kundencenter verlässt. Jetzt freut sich die Ingolstädterin auf ihren Vorruhestand. Hatte sie nie Lust, mal was anderes zu machen? „Ich wollte immer eine Arbeit an der frischen Luft“, erzählt Born. „Ob bei 30 Grad oder Regen: Ich hätt̕ mit keinem tauschen wollen.“

Vor Ort

Audimobil Oktober 2010

»In 37 Berufsjahren kommt ganz schön was zusammen.«

ZitAt deS MOnAtS Stunden dauert die Paris Motor Show 2010. Vom 2. bis zum 17. Oktober zeigt Audi hier die nahe Zukunft der vier ringe.

35.000

Stunden brauchen die 200 Arbeiter, bis jedes Detail auf dem Audi Messestand stimmt.

»So nah wie jetzt waren wir den Wettbewerbern noch nie – sie können unseren Atem spüren.«

raus aus der Werbung und in die echte Werbewelt: Der erste A1 beim ersten Kunden in nürnberg

rupert Stadler Vorstandsvorsitzender, in den „Stuttgarter Nachrichten“ über die Wettbewerbssituation

Sagen Sie mal, Herr Dr. Widuckel … Der Personalvorstand antwortet Mitarbeitern

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Zum ersten Oktober verlassen Sie das Unternehmen – nicht ohne eine Vereinbarung zur Be­ schäftigungssicherung auf den Weg gebracht zu haben. Bis 31. Dezember 2014 schließt das Unter­ nehmen betriebsbedingte Kündigungen aus. ist das eine Art Abschiedsgeschenk von ihnen an die Mit­ arbeiter?

So kann man das natürlich auch sehen. (lacht) Allerdings hätte es diese Vereinbarung in jedem Fall gegeben. Mein Weggang hat damit nichts zu tun. Aber natürlich ist die Vereinbarung positiv. Sie steht für die Vereinbarkeit von Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigungssicherung. Dies ist mir ein besonderes Anliegen.

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Für welche Audi Themen konnten Sie sich in den vergan­ genen Jahren vor allem begeistern? Was lag ihnen am Herzen?

Besonders am Herzen liegt mir die hohe Qualität der Personalarbeit. Mir ging es darum, Mitarbeitern Chancen zu einer guten beruflichen Entwicklung zu erschließen und hiermit einen positiven Beitrag zur Entwicklung des Unternehmens zu leisten. Stichworte sind hier: Kompetenzentwicklung, Gestaltung des demografischen Wandels, Gesundheitsförderung und die Gestaltung von Arbeits- und Leistungsbedingungen. Ein attraktiver Arbeitgeber macht den Erfolg des Unternehmens zum Erfolg seiner Mitarbeiter.

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es heißt, Sie werden sich nun Forschung und lehre widmen. Wie planen Sie ihre berufliche Zukunft?

Ich bereite meinen Wechsel an eine Hochschule vor und freue mich auf neue Aufgaben. Fachlich werde ich im Themenfeld Personalmanagement sowie Qualifizierung und Arbeit in der Lehre und Forschung arbeiten. Ich habe 2003 berufsbegleitend promoviert. Das zeigt meine Neigung zu wissenschaftlicher Arbeit.

»

Im nächsten Heft steht Rupert Stadler Rede und Antwort. Ihre Frage-Vorschläge schicken Sie an audimobil@audi. de, Stichwort „Stadler“.

Fotos: Stefan Sauer (3), AUDI AG (2), Thomas Dashuber

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NeckArsulm | OktOber 2010

Nürnberg, Dorfäckerstraße 31. Auf dem Parkplatz eines ganz normalen Bürogebäudes wird der erste Audi A1 an einen Kunden ausgeliefert. Der allererste. Schick und glänzend steht er auf dem Parkplatz, etwas abseits, mit viel Platz um sich herum. Ein A1 1.6 TDI in Eissilber, innen schwarz mit Aluminiumoptik. Drumherum steht ein Dutzend neugieriger Beinahekunden. Der erste A1 ist nämlich bei einem Werbe- und Medienunternehmen gelandet; er geht ein in den Dienstwagenpark. „Unser neuer Kleiner ist angekommen“, hat Michael Schmidt, der Chef, gerade gesagt. Und jetzt dürfen alle mal gucken. „Der ist aber süß“, begeistert sich also Justine Duda. Joanna Walz ist ganz erstaunt, wie klein er ist. „Ich habe ihn mir größer vorgestellt.“ Ganz „knuffig“ findet Helmut Klein den A1, während Tatjana Philipp „nett, modern“ einfällt. Marion Baudrexl findet den Neuen schließlich „richtig schnuffig“. Um dann weise hinzuzufügen: „Es ist ja auch ein A1 und kein B2. Der muss also das

PReMieRe

»unser neuer

Kleiner

ist angekommen!« Der Audi A1 ist endlich beim Kunden. Audimobil war bei der ersten Auslieferung dabei. Nonplusultra sein.“ Ganz gut, fürs Erste. Und bis jetzt ging es ja in der Tat nur ums Design. Also rein und eine Runde um den Block. „Der fährt schon frech“, heißt es gleich. Zieht zackig um die Kurven. „Sportlich wie ein Gokart“ sei der neue A1, souffliert Lisa Schümmer. Die Zwanzigjährige hat den Wagen

vorhin vom Audi Zentrum überführen dürfen. Die Audi Verkaufsassistentin strahlt noch immer. Michael Schmidt, der Nureg-Chef, lässt sich gern anstecken von der guten Laune. In seinem Unternehmen gehört der Dienstwagen für viele zum Verdienst fest dazu, das schafft Bindung, Motivation, Sicherheit. 70 Autos stehen

deshalb im Fuhrpark der Firma, 44 davon sind von Audi. Das ist sicher einer der Gründe, dass die Nureg jetzt einen jener ganz frisch ausgelieferten A1 aus Fürth bekam, die zur Erstausstattung des Autohauses gehören. Die Nureg und Audi sind seit 16 Jahren gut im Geschäft. „Audi passt zu uns“, sagt Schmidt. „Wir

sind zu innovativ und zu jung für Mercedes, und zu bodenständig für allzu viele BMW 3er.“ Er lacht. Aber es ist ihm ernst: Der Hang zur Perfektion bei Audi ist der Nureg sehr vertraut. Was es leichter macht, kritisch zu sein. Thomas Adlfinger hält das Heck für „gewöhnungsbedürftig“. Manuela Green gefällt er nur in Rot. Egal. Sie hat schon ein A5 Cabrio. Wer in der Belegschaft den A1 bekommt, bleibt diskret unerwähnt. Der Chef vielleicht? Nein. Der hofft auf den A1 als Cabrio. TOM leVine/nürnBerG der Kunde

nureg Die Nureg GmbH, 1975 gegründet, produziert Kataloge, Werbemittel, e-CommerceLösungen und Werbekonzepte für große Kunden wie Adidas, Siemens, Nestlé/Schöller, Aida, Dertour, Grundig, Ergo Direkt und ADAC-Reisen. Anspruch des Full-ServiceMedienunternehmens: „Bester im Markt“ zu sein.

AuDi MyNET: LeserreaKtiOnen auF Die neue auDimOBiL aB 6. OKtOBer

Audi mobil, D, Gold Award


1.1 Employee Newspapers 05

Ingolstadt

Audimobil Oktober 2010

rund 530 Audi Q5 rollen pro tag vom Band. Für den Herbst sind mehrere Sonderschichten geplant.

Der Eroberer

Der Audi Q5 übertrifft alle Erwartungen – und sorgt für volle Auftragsbücher.

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Fotos: Stefan Sauer (4), BMW, Daimler AG

Keine Überraschung ist der Erfolg des kompakten SUV für Ulrike Becker: „Das Gesamtpaket stimmt einfach“, sagt sie.

Marko Jarczyk montiert Spoiler und fährt auch privat Q5. „Das ist das beste Auto, das wir je gebaut haben“, schwärmt er.

gung: Der SUV wird zusammen mit den Modellen A4 Avant und allroad auf einer Montagelinie gebaut. Einfach mal ein paar Q5 mehr zu bauen, geht nur bedingt: „Unsere Lieferanten arbeiten längst an ihren obersten Kapazitätsgrenzen“, sagt Gerhard Schneider, Leiter Fertigung A4/A5/Q5. Für den Herbst sind wieder mehrere Sonderschichten geplant.

Das Geheimnis seines Erfolgs Der entscheidende Kaufgrund ist für fast die Hälfte aller Kunden das Design, berichtet Ulrike Becker, Baureihenstrategin Q5: „Seine coupéhafte, kompakte Form in Verbindung mit dem großzügigen Platzangebot im Innern kommt einfach super an.“ Vor allem bei jungen, aktiven Leuten und Familien: „Wir haben die jüngsten Kunden im mittleren SUV-Segment, die meisten davon in den Vierzigern“, erzählt Becker. „Im Schnitt sind Q5-Fahrer über drei Jahre jünger als X3-Fahrer und über sieben Jahre jünger als GLK-Fahrer.“ Sie hat noch mehr Fakten parat: Im Schnitt hätten Q5-Fahrer mehr Kinder und ein höheres Einkommen als die Besitzer vergleichbarer Fahrzeuge. Ihr Geld legen sie gerne in

hochwertigen Sonderausstattungen an: Der Durchschnittspreis eines Q5 liegt bei rund 50.000 Euro. „Viele unserer Kunden könnten sich auch einen größeren SUV leisten – entscheiden sich aber lieber für das schönere Fahrzeug und statten es entsprechend aus“, sagt Michael Claus. Die Diskussion um hohe Spritpreise und CO₂-Ausstoß tut dem Erfolg des Q5 keinen Abbruch – Ulrike Becker weiß auch, wieso: „Wer einen Audi kauft, setzt voraus, dass das Fahrzeug die jeweils modernste und effizienteste Antriebstechnologie hat“, sagt sie. „Was Verbrauchswerte und CO₂Ausstoß angeht, zählt der Q5 zu den effizientesten Modellen in seinem Segment.“ Auf die Mitbewerber schaut die Baureihenstrategin in den nächsten Monaten allerdings ganz besonders gespannt: Der neue BMW X3 kommt im November auf den Markt, und auch ein neuer GLK ist angesagt. Schon deshalb ruht sich Audi nicht auf den Lorbeeren aus: Der Q5 hybrid steht bereits in den Startlöchern. Im nächsten Jahr startet der SUV mit kombiniertem Benzin- und Elektroantrieb. Nicht nur in der Entwick-

lung, auch in der Montage laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren: „Alle Mitarbeiter, die in der Vorserienproduktion mitarbeiten, sind bereits geschult“, sagt Robert Humig, Leiter Montage A4/A5/Q5. „Unser Ziel ist, dass mittelfristig alle Mitarbeiter den Umgang mit der Hybridtechnologie beherrschen“, sagt Humig weiter. So rüstet sich auch die Produktion für ein Auto, das mancher schon jetzt zum Erfolgsmodell der Zukunft erklärt. ISA

InfOs

DIE KonKUrrEntEn BMW X3 Der BMW X3 eröffnete 2004 das Segment der kompakten SUVs. Über 600.000 Fahrzeuge wurden seitdem verkauft. Die zweite Generation startet im november. Wie BMW X5 und X6 wird sie in Spartanburg, USA, produziert.

MB GLk

„Auch in Wachstumsmärkten wie China, Indien oder Brasilien läuft der Q5 super“, freut sich Michael Claus.

Kurz vor dem Start des Audi Q5 brachte Mercedes-Benz im Herbst 2008 seinen GLK auf den europäischen Markt. Über sein Design rümpften bei der Premiere viele die nase – die „Auto Bild“ beschreibt ihn als „kantigen typ, mit ins Blech gepressten Charakterfalten.“ Gebaut wird er in Bremen.

Lokales

NAchrichteN

Lohnsteuerkarte ohne Papier InGoLStAdt Die Lohnsteuerkarte wird elektronisch: Ab 2012 werden die Elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale (z. B. Steuerklasse, Freibeträge und Kinder) in einer Datenbank der Finanzverwaltung für die Arbeitgeber bereitgestellt. An die Beschäftigten und Werksrentner werden daher für 2011 keine Lohnsteuerkarten mehr versendet. Die Lohnsteuerkarte 2010 bleibt für den Übergangszeitraum ab 2011 gültig. Änderungen individueller Lohnsteuermerkmale sind darauf zu vermerken. Dafür ist das Finanzamt, nicht mehr das Einwohnermeldeamt zuständig. Dort reichen Sie Ihre Lohnsteuerkarte ein – die Neueinträge werden dokumentiert. Ihre Karte erhalten Sie zurück und geben sie wieder dem Arbeitgeber.

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AttrAktiv

in sportlicher, gut aussehender Familientyp – wer kann da schon Nein sagen? Oder gar treu bleiben? Offenbar nicht allzu viele: „Eine so hohe Eroberungsrate kann keiner der Wettbewerber aufweisen“, staunt Michael Claus. Der Produktreferent kann harte Zahlen nennen: Weit über die Hälfte aller Q5 Kunden fuhren zuvor ein Auto einer anderen Marke. Die hohe Nachfrage hat den Q5 zum absoluten Sieger seiner Klasse gemacht: Im vergangenen Jahr wurden in Westeuropa mehr Q5 neu zugelassen als BMW X3 und Mercedes GLK zusammen. Seit der Markteinführung im November 2008 hat Audi über 213.000 Exemplare des kompakten SUV (engl. für „Sports Utility Vehicle“) verkauft. Ein Ende der Erfolgsgeschichte ist nicht abzusehen, aus der ganzen Welt verzeichnet Audi nach wie vor überdurchschnittlich viele Bestellungen. Ein deutliches Anzeichen für den Boom: Seit Kurzem können Audi Manager den Q5 nicht mehr als Dienstwagen bestellen. Alle verfügbaren Autos werden für die Kunden gebraucht. Entsprechend brummt auch die Ferti-

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Audimobil Oktober 2010

»Man kriegt das Gefühl, mit diesem Auto darf man alles« Die Ingolstädter Siegerin des A1 Kreativwettbewerbs auf Tour durch Brüssel „tolles Auto, aber lieber in Schwarz-Silber“

A3 KArosseriebAu

» Ganz Audi schaut auf diesen bau « Das Riesenprojekt nimmt Formen an. Einzugstermin ist April 2011.

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chon von außen wirkt die neue Produktionshalle am Tor 7 beeindruckend – kein Wunder: Als einzige Halle am Standort beinhaltet sie zwei vollwertige, jeweils rund 15 Meter hohe Produktionsgeschosse. Im Innern herrscht emsiges Treiben: Vorne am Eingang rührt ein Arbeiter riesige Mengen Estrich an. Daneben werden Lüftungsrohre und Stromleitungen an der Decke montiert. Weiter hinten hängt schon ein Teil der Stahlbaubühne für die Fördertechnik. Hinter dieser sogenannten Felderwirtschaft steckt ein ausgeklügelter Plan: „Jedes Stockwerk ist in vier Quadranten aufgeteilt, in denen jeweils nur ein Gewerk arbeitet“, erklärt Roland Fürholzer. Wie jeden Tag schaut der Bau-Projektleiter nach dem Rechten, heute gemeinsam mit Rainer Weiß, dem Projektleiter vonseiten der Fertigungsplanung Karosseriebau. Sobald Fürholzer und sein mehr als zehnköpfiges Team aus der Werksplanung die Halle fertig gebaut haben, statten Weiß und seine Mannschaft sie mit Anlagen aus.

Audi Züge fahren jetzt mit Ökostrom

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arion Goppold kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus: „Man hat das Gefühl, mit diesem Auto darf man alles. Die Leute lassen einen durch, warten geduldig – und lächeln auch noch dabei“, erzählt die 20-Jährige. Keine Frage, der neue A1 fällt auf – und beschert seinen Fahrern einen gewaltigen Sympathiebonus. Den genossen die technische Produktdesignerin und ihre große Schwester Sabine in vollen Zügen. Mit einer selbst genähten Handtasche hatte Goppold beim Kreativwettbewerb in Ingolstadt gewonnen. Selbstverständlich

Jetzt kostenlos gegen Grippe impfen InGoLStAdt Audi bietet wieder eine kostenlose Grippeschutzimpfung an. Alle Mitarbeiter können sich vom 4. bis 29. Oktober von 7:30 bis 16:00 Uhr in den Gesundheitszentren Süd (A57, 1. OG) und Nord (N51, Eingang A, 1. OG) impfen lassen. Für die Beschäftigten der Dauernachtschicht besteht diese Möglichkeit am 13./14. Oktober im Gesundheitszentrum Nord und vom 25. bis 28. Oktober im Gesundheitszentrum Süd, je von 22:30 bis 5:30 Uhr.

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Roland Fürholzer und Rainer Weiß (v. l.) blicken durch ein Lüftungsrohr. Über acht Kilometer davon stecken in der neuen Halle.

steuerKArte: Mehr Infos gibt es dazu im Audi mynet. Einfach mal das Stichwort Lohnsteuerkarte elektronisch als Suchbegriff eingeben.

InGoLStAdt Als erstes Unternehmen in Deutschland nutzt Audi für den Transport der Autos zum NordseeVerladehafen in Emden Züge, die mit Ökostrom angetrieben werden. Das spart mehr als 50 Kilogramm CO₂ pro Fahrzeug – im Jahr mehr als 7.000 Tonnen. Der Strom wird auf nachhaltige Weise erzeugt, etwa in Wasser- und Windkraftwerken. Die Mehrkosten hierfür trägt Audi; Kooperationspartner ist DB Schenker, die Logistik-Marke der Deutschen Bahn. „Der CO₂-freie Bahntransport ist ein wichtiger Bestandteil unseres Engagements für die Umwelt“, sagt Ernst-Hermann Krog, Leiter Markenlogistik. Schon bisher setzte Audi wie kein anderer Autohersteller auf den umweltfreundlichen Bahntransport: Bis zu 70 Prozent aller Fahrzeuge gelangen auf der Schiene zu den Kunden.

Lokales

Audimobil Oktober 2010

eiN WocheNeNde Mit deM A1

Freuen sich aufs Meer: Sabine und Marion Goppold (v. l.)

Gutes team: das Konvoi-Fahren klappte trotz Sprachbarrieren.

war das gute Stück auch in Brüssel mit dabei: „Die Stickereien waren schon eine Heidenarbeit, aber für dieses Wochenende hat sich’s gelohnt“, sagt Marion beim Mittagessen im Atomium, dem bekannten Brüsseler Wahrzeichen. Im Konvoi mit den Gewinnern aus Brüssel, Györ und Neckarsulm kurvten die Schwestern zwei Tage lang durch Belgien. Bis ans Meer führte sie die vergnügliche Fahrt. Auf der Strandpromenade von Knokke hatte die internationale Truppe gut zu tun, die neugierigen Fragen der Touristen zu beantworten. Den Rückweg traten die Teams dann auf eigene Faust an. Nur mit einem Roadbook bewaffnet, navigierten sich Marion und Sabine Goppold quer durch Belgiens Südwesten – über Feldwege, Kopfsteinpflaster und ein paar heftige Anstiege. Ob über Land oder auf der Autobahn: Jede Menge Aufmerksamkeit war den beiden gewiss: „Einige haben uns extra überholt und sich dann zurückfallen lassen, um den A1 genauer anzuschauen“, erzählt Marion. Und ihre ältere Schwester meint: „Das wäre glaube ich in Deutschland nicht so, dass die Leute spontan winken, hupen oder dich sogar ansprechen.“ Und sie scheint das ein bisschen schade zu finden. ISA

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A1 MultiMediAl: Weitere Bilder und einen Film vom A1 Wochenende gibt’s im Audi mynet, Stichwort „Mit dem A1 auf tour“.

die Baustelle brummt: Über 200 Bauarbeiter sind derzeit im Einsatz.

Für beide ist der neue A3 Karosseriebau das erste Projekt dieser Größenordnung. Auf einer Fläche von knapp 80.000 Quadratmetern werden rund 800 Mitarbeiter und über 700 Roboter arbeiten. Bereits im Mai 2011 sollen hier erste Karosserien gebaut werden. Inklusive aller Anlagen kostet der Neubau über 300 Millionen. Produktionsvorstand Frank Dreves sieht in der Halle N60 ein klares Bekenntnis von Audi zum Produktionsstandort Ingolstadt. Die ersten Roboter ziehen erst zum Jahreswechsel ein. Dennoch kann Weiß vor

Ort schon erste Ergebnisse seiner Arbeit zeigen: „In dieser Schiene beispielsweise soll ein Kran zum Wechseln von Anlagenkomponenten laufen – so wie hier sehen Sie jetzt schon überall die ‚Fingerabdrücke‘ der zukünftigen Anlagen“, erzählt der Fertigungsplaner. Dies jetzt schon mit zu berücksichtigen, spart Zeit und Geld – deshalb arbeiten die beiden Projektteams von Anfang an eng zusammen. Die Aufteilung der Halle steht schon seit fast zwei Jahren fest, wie Weiß erzählt: „Im Erdgeschoss werden alle Arbeitsschritte erledigt, für die viele Teile von außen angeliefert werden müssen – das ist praktischer für die Logistik und damit wirtschaftlicher.“ Um die Arbeitsschritte so zu bündeln, setzten er und sein Team auf virtuelle Planung und intensive Layout-Workshops.

werden“, erläutert Fürholzer. „Wenn erst mal die massiven Stahlträger da oben hängen, kommt man viel schlechter dran.“ Aus diesem Grund wird, wo immer möglich, „von oben nach unten“ gearbeitet. „Oben“ ist anstelle eines flachen Hallendaches ein modernes Raumtragwerk. Mit seinen vielen Verstrebungen ist es in sich sehr stabil. Deshalb sind im Halleninnern viel weniger Stützpfeiler nötig, die zudem flexibel verschoben werden können. ISA

» Immer von oben nach unten « Im ersten Stock ist gerade der Stahlbau am Werk. Daneben montiert ein Elektriker eine filigrane Neonröhre. Jetzt schon? „Die Beleuchtung muss jetzt schon angebracht

die beiden Chef-Planer inspizieren die Brücke, die bald zur Lackiererei führt.

OUTRACE Fotos: Dieter Telemans (3), Stefan Sauer (3), Mathias Ziegler

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die spur des lichtes Ein „Arbeiter“ aus der Produktion über seine künstlerische Ader

H Buchstabe für Buchstabe entstehen hier nachrichten für die ganze Welt.

allo, ich bin KR 180! Eigentlich ist mein Revier die Fahrzeugproduktion. Karosserien sind mein Metier. Ich bin ja auch ein Industrieroboter. Im September allerdings schlüpfte ich zusammen mit sieben meiner Kollegen in London in die Rolle eines Künstlers. Als der Designer Clemens Weisshaar mit seiner Idee zu uns kam, waren wir zunächst etwas skeptisch. Wie sollten wir außerhalb unserer natürlichen Umgebung funktionie-

ren? Er aber glaubte an uns. Und unsere Betreuer rund um Otto Medele bestärkten uns darin, den Ausflug in das Reich der Kunst und der Kommunikation zu wagen. Wir zeichnen uns durch unsere Bewegungsfreiheit und Kraft aus. Erst durch unsere Technologie sollten die künstlerischen Nachrichten möglich werden. Beim London Design Festival produzierten wir keine Karosserien, sondern Botschaften. Wir wurden zum Kommunika-

tionsmedium für Menschen aus aller Welt. Statt Schweißgeräten trugen wir LEDLeuchten in unseren starken Armen. Unsere Lichtbotschaften wurden, vom Trafalgar Square aus, via Internet über den ganzen Globus verbreitet. Buchstabe für Buchstabe – OUTRACE – die Installation! Das Festival zeigte, wie flexibel wir einsetzbar sind – auch als Kommunikationsassistenten für den Menschen. Und ganz nebenbei bauen wir immer noch tolle Autos! Md

Audi mobil, D, Gold Award


1.1 Employee Newspapers 06

Unternehmen

Audimobil Oktober 2010

Unternehmen

Audimobil Oktober 2010

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Meinung

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WeLChe themen besChäftigen sie? Was regt Sie auf, was begeistert Sie? Hier ist künftig Platz für Ihre Meinung. Schreiben Sie uns! >> audimobil@audi.de

Audimobil Oktober 2010

Wachsen weltweit: Königsweg mit Risiken

Saft fürs E-Mobil: norbert Pichler (oben) misst alle ElektronikKomponenten. Passen muss auch die Verkleidung der Lenksäule (unten, rechts).

ie Zukunft des Automobils entsteht in einer Fabrikhalle, irgendwo in der Nähe von Ingolstadt. Die Grillen zirpen, Gartenzwerge zieren die Vorgärten, die Sonne scheint. „Aber vom Wetter kriegen wir nichts mit“, sagt Uwe Haller über seine Arbeit und die seiner Ingenieure. Haller leitet ein Team, das dafür sorgen soll, dass auf einer der schillerndsten Automobilmessen der Welt alle nur ein Thema kennen: den Elektrosportwagen von Audi. Den Audi e-tron Spyder. Dieser Tage präsentiert das Unternehmen dieses Fahrzeug in Frankreichs Hauptstadt. Mitte August ist in der kleinen Fabrikhalle am Rande der Stadt noch nicht viel zu sehen vom aufregenden Glanz eines Messe-Hits. Das, was einmal ein Traumauto

M

30 JAhre quAttrO

Vier-gefühl Wolfgang Egger arbeitet gerne mit Erinnerungen: Für die zweite Audi Studie in Paris stand ihm der quattro-Urahn Pate. Hingucker „Ich war 17 Jahre alt, als der Audi quattro auf den Markt kam“, erzählt Egger, „und total beeindruckt!“ Das war 1980, Egger lebte noch im Allgäu. Heute leitet er das Design im Audi Konzern und hat für den Autosalon Paris eine sehenswerte Studie gestaltet: den weißen quattro concept. Der Hingucker, entstanden im Konzept Design Studio München, hat einen Fünfzylinder-Turbo mit 408 PS, eine leichte Karosserie und einen quattro Antrieb der neuesten Generation. „Ich bin regelrecht verliebt in das Auto“, schwärmt Egger. Die Proportionen, der Hüftschwung, die Tornadolinie haben es ihm angetan, ganz besonders jedoch: die Front. „Da ist eine Schärfe drin“, erklärt Egger, „das deutet den nächsten Entwicklungsschritt in unserem Design an.“

VitaMin e

audi esprit >> VoN CHRISTIAN FAHRENBACH, INGoLSTADT

auch am tönernen Clay-Modell bereits auf, was den e-tron Spyder auszeichnet: neue Scheinwerfer, neue Heckleuchten, raffinierte Felgen aus mehr als 60 Einzelteilen und ein Antrieb, der einen herkömmlichen Verbrennungsmotor mit einem Elektromotor kombiniert.

»Im Normalfall haben wir jetzt vier bis fünf Monate, früher war es fast ein Jahr.« Uwe Haller, Ingolstadt „Genau das leisten Showcars inzwischen“, sagt Haller. Man könnte immer häufiger sagen: „Das ist ein Antrieb, den wir uns für die Zukunft vorstellen können.“ Natürlich sind solche Autos nicht alltagstauglich – „aber sie fahren“. Das sei seit dem

runde Sache: Ulrich roider (l.) und Oliver Mayrhofer schleifen eine Felge. rechts: Skizze des Interieur-Bodens.

Flitzer in Fabrikhalle: Mit Herzblut und detailliebe arbeiten die Macher am „e-tron Spyder“. das Showcar soll in Paris zu den Messe-Stars gehören.

Le-Mans-Showcar aus dem Jahr 2004 Standard. Mit gutem Grund: „Sobald die Autos fahren können, wird das Presseecho besser.“ Denn ein Showcar bündele „alle Kompetenzen in Design und Fahrzeugbau und bildet sie ab“, erklärt Haller.

Ein Lenkrad – zwanzig Frästeile Zum Kernteam des Projekts gehören etwa zehn Mitarbeiter von Audi. Auch mögliche spätere Zulieferer sind früh eingebunden. Designer, Ingenieure und Mechaniker zeichnen, schrauben und feilen um die Wette. Die Entstehung des e-tron Spyder als Einzelstück ist aufwendig, allein das Lenkrad besteht aus rund 20 einzeln gefrästen Teilen. Auch der Zeitdruck wächst. „Im Normalfall haben wir jetzt vier bis fünf Monate, früher war es fast ein Jahr“, sagt Haller. „Aber die hohe Qualität darf darunter nicht leiden.“ Bessere Prozesse und technischer Fortschritt machen dies möglich: Die Nacharbeit an den Einzel-

teilen und beim Zusammenbau sei durch konsequenten CAD-Einsatz am Computer deutlich gesunken. Mancher Journalist kritisiert, dass nicht alle Showcars in Serie gehen. Haller stört das nicht. Audi habe immerhin die höchste Umsetzungsquote von Showcars in der Premiumbranche. Zudem fließen hin und wieder innovative Ideen aus diesen Fahrzeugen in Serienmodelle ein, weiß Haller. Und es sei auch „der Job des ShowcarTeams, mal außergewöhnliche Ideen zu testen“, sagt er stolz. „Ein Fahrzeug, das dann tatsächlich in Serie gebaut wird, entschädigt für alles.“

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ShowcarS und MeSSe PariS: Filme, viele Bilder und aktuelle Texte gewünscht? Einfach mal nachgucken im Audi mynet, Stichwort „Messe Paris“.

Fantastische Vier: der zweisitzer erinnert an den Sport quattro von 1984.

Fotos: Stefan Sauer (9), Audi Italia, AUDI AG (3)

Dieser Tage beginnt die Automesse in Paris. Mit dem Showcar „e-tron Spyder“ zeigt Audi erneut, wie ein Sportwagen mit Elektromotor und TDI-Aggregat angetrieben wird. Immer schneller läuft auch das Geschäft des Showcar-Teams.

Im Blick: Christian Betz (l.) und Stefan Fischer montieren das Kombiinstrument.

ShOwcArS

FürS AUgE Und FürS HErz Sie sehen toll aus, ziehen Scharen von Fans in den Bann und sind Vorboten der Serienautos: die Showcars.

2003

2003

2007

Ferrari-Schreck

wahre Größe

Mini-Jäger

Schon bei seiner Vorstellung war klar: Audi bringt den FerrariSchreck! der Le Mans quattro, zweisitziger überflieger mit Mittelmotor, hatte 610 PS, fuhr 345 km/h. Aus ihm entstand der Audi r8.

Mit einem Hightech-Koloss stürmte Audi den geländewagengipfel: dem Pikes Peak. drei Jahre später brachten die Vier ringe den ersten SUV auf den Markt, den Audi Q7.

Klein, aber oho, verblüffte er in Tokio die Fachwelt: der Audi metroproject quattro. Und schickte sich bereits als Showcar an, den Mini zu jagen. nun ist der A1 am Markt – die Kunden jubeln.

anchmal ist Südafrika ganz nah. Oder Russland. Streiks im Land der Fußball-WM legten unlängst die deutschen Autobauer lahm – mit den Folgen beschäftigen sich seither die Chefetagen in Stuttgart, München und Wolfsburg. Mit höheren Einfuhrzöllen auf Neuwagen drohte Premier Putin. Ausländische Autobauer fürchten nun um ihre Geschäfte im Wachstumsland Russland. Aufhorchen ließ auch der Zwangsurlaub für 4.000 BMW-Mitarbeiter im August: Das Hochwasser in Tschechien blockierte Teilelieferungen für das Werk Dingolfing. Es sind drei Beispiele, die eines zeigen: Die Welt ist ein Dorf, Unternehmen tummeln sich auf seinem Marktplatz und buhlen um mehr Absatz, mehr Gewinne, mehr Bekanntheit. Meist mit Erfolg. Doch es gibt auch Risiken. Der globale Klimawandel, knapper werdende Ressourcen oder die um sich greifende Produktpiraterie sind mediale Dauerbrenner. Politische Kampfansagen, Streiks und Unwetter dagegen sind subtiler, weniger vorhersehbar – in ihren Folgen aber oft gravierend.

»Wir brauchen eine 360-Grad-Sicht und stets einen Plan B.« Droht der Expedition auf den Weltmärkten bald der Kollaps? Mitnichten. Die Weltliga bleibt der Königsweg, trotz aller Risiken. Denn mehr Märkte bedeuten mehr Chancen. Die zeigen sich derzeit in den Schwellenländern. Europa wächst nicht mehr so stark, China und Indien boomen. Auch für Audi brummt im Reich der Mitte das Geschäft – Tendenz weiter steigend. Das kurbelt die Modellentwicklung an, die Fertigung des China-Lieblings A8 in Neckarsulm floriert. Mit dem verdienten Geld kann das Unternehmen am Ball bleiben, in die Zukunft investieren, in qualifizierte Mitarbeiter, in Elektroautos, in maßgeschneiderte Produkte. Auslandsmärkte sind aber keine Einbahnstraße: Techniktrends kommen auch aus Schanghai und Mumbai, Impulse zu Formen und Farben längst nicht mehr nur aus Mailand und München. Der kulturelle Austausch der Mitarbeiter wächst, ebenso das gegenseitige Verständnis. So begreifen wir uns als Bürger des globalen Dorfs. Wer mit seinen Ideen, seinen Produkten in den Köpfen der Weltbürger präsent sein will, hat eine Fülle spannender Aufgaben. Er muss sich aber auch den Herausforderungen stellen und verantwortungsvoll handeln, sich so früh wie möglich mit den Risiken auseinandersetzen. Wie sagte doch ein Experte: „Wir brauchen eine 360-GradSicht und stets einen Plan B.“

Standorte

Audimobil Oktober 2010

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•• Brüssel

bunter kulturmix für den a1

von Tom Volpe Chefredakteur

D

werden soll, steht als Clay-Modell in einer Ecke. Die Designer und Ingenieure haben der tonähnlichen Masse zwar die Konturen eines Sportwagens verpasst, doch viele andere Teile können nur eine Ahnung davon vermitteln, wie der fertige Elektrosportler einmal aussieht: Der Türgriff ist mit schwarzem Band aufgeklebt – was sollte er auch öffnen? Auch Türen gibt es keine, sie sind ebenfalls nur mit Klebeband angedeutet. An der Wand hängt ein Zeitplan bis zur Pariser Messe: Noch hat das Team sechs Hat gut lachen: Uwe Wochen Zeit bis Haller, Leiter Showcarzur Enthüllung Team, freut sich auf die des Showcars. reaktionen in Paris. Trotzdem fällt

12

LeitartikeL

Luft durch Lamellen: die sichtbare Motorabdeckung kriegt Feinschliff.

Das Werk Brüssel ist derzeit eine Schmiede für interkulturelle Zusammenarbeit: 450 Kollegen auf Zeit arbeiten mit.

Fiat Panda (2009)

S

eit den Sommermonaten geht es im ohnehin schon mehrsprachigen Brüsseler Werk akustisch noch bunter zu: Zu der rund 1.800 Mann starken lokalen Produktionsmannschaft haben sich 400 Zeitarbeiter und 50 ungarische Kollegen aus Györ gesellt. Der Grund ist natürlich der A1 Anlauf, für den voraussichtlich bis Ende des Jahres zusätzliches Personal benötigt wird. Die belgische Zeitarbeitsagentur hatte alle Hände voll zu tun, um geeignete Kandidaten zu finden. 5.400 Interessenten aus Belgien und Frankreich hatten sich gemeldet, 400 wurden nach dem Auswahlverfahren mit Audi Arbeitskleidung versehen. Für viele der meist jungen Neulinge ist dieser Job der erste, für viele, wie für Faisal Eljalali, der im Karobau arbeitet, schlechthin „ein Traumjob“. Für den viersprachigen, aus den Niederlanden stammenden Marokkaner mit Elektronikerausbildung hat der Wunsch sich erfüllt, an Autos zu arbeiten, „und dann gleich an so einem!“ Er ist einer der zahlreichen, aus dem Brüsseler Raum stammenden praktizierenden Muslime, an deren religiöse und kulturelle Welt sich die Kollegen langsam gewöhnen. „Ich erzähle ihnen gerne mehr darüber, ich trage einen Bart wie unser Prophet und ich faste. Während des Ramadans zu arbeiten, verlangt einem je nach Tageszeit viel ab. Beten, das tue ich diskret während meiner Pause.“ Für die international erfahrene ungarische Verstärkung ist der Aufenthalt in Brüssel nicht der erste Auslandsjob. Jozsef Megyevi kommt aus Györ selbst:

FreMdGeFAhren

Quadratisch, praktisch, gut? Wer Audi gewöhnt ist, macht höchstens im Urlaub mal eine Ausnahme.

C

orinna Braun verreist für ihr Leben gerne. Zu ihren Lieblingszielen gehört Italien. Hier hat sie schon fast jede Region bereist ... jede, bis auf Sardinien. Im Juni dieses Jahres sollte sich aber auch das ändern. Und damit sie sich in „Bella Italia“ schnell heimisch fühlen würde, bucht sie vorab gleich einen „netten Italiener“. Fazit einer Reise durch Sardinien mit einem kleinen, kantigen Bären – dem Fiat Panda.

Die Entscheidung Ein Fiat Panda als Mietauto für den Urlaub? Für die Gästebetreuerin aus dem Audi Forum in Neckarsulm weniger eine emotionale Entscheidung als eine praktische. „Ich hatte erst sehr kurzfristig gebucht. Da war die Auswahl an Modellen eher bescheiden“, erklärt sie. Ein italienisches Auto sollte es aber schon sein. „Ich wollte einmal mit einem Italiener durch Italien fahren“, sagt sie schmunzelnd.

Der erste Eindruck Mit Vorfreude und Neugierde zugleich holt Corinna Braun ihren Panda schließlich ab. Mal sehen, was der so zu bieten hat, denkt sie. Doch schon als sie die Türe öffnet, wird klar: „Nettes Auto – aber wirklich kein Audi!“ Eine Audi Tür fühlt

und hört sich nämlich schon ganz anders an, weiß die Audi Mitarbeiterin. Beim Öffnen und Schließen des Fiats klappert der Kleine, als ob er schon vor der ersten Probefahrt Angst hätte. Denn der Italiener muss sich in Sardinien einem harten Praxistest stellen.

Was sofort auffällt ... „Die Ausstattung beim Panda ist eher dürftig. Überall nur billiges Plastik“, erinnert sich Corinna Braun ans erste Einsteigen. Doch nicht nur die lieblose Anmutung des Innenraums und das schmucklose kastenförmige Design sind für sie ein Minuspunkt. Beim Fahren knattert das Vehikel, als würde es um Gnade InFO

Audianerin trifft Fiat Erwischt: Corinna Nadel ist fremdgefahren. Im Urlaub, da passiert so etwas halt mal. Sie: Audianerin mit Liebe zum Detail, zu hoher Qualität und gutem Design. Er: ein kantiger Italiener mit dem Charme des Unperfekten. Ein Fiat Panda. Eine nette Begegnung, aber Liebe ist nicht daraus geworden.

winseln. Doch die Audianerin kennt kein Pardon. Auf den engen Pässen der Insel testet sie das Modell voll aus. Für den Fiat ist die Fahrt auf den italienischen Pässen jedoch kein Heimspiel: Denn so sportlich und sicher wie zum Beispiel ein Audi bewegt sich der Panda nicht. Und gegen den lärmenden Motor hilft nur eines: Radio anschalten, und zwar laut! „Sound kann man das zwar nicht nennen – aber zumindest konnte man dadurch die störenden Fahrgeräusche übertönen“, erzählt sie.

Fazit: Ganz okay, aber ... Italiens Städte sind vor allem eng. Für das Fahren und Parken in der Stadt sind kleine Autos daher besonders praktisch. Was das angeht, hat der Panda seine klaren Vorteile gegenüber jeder Audi Limousine. Auch die Heckklappe hat sich bewährt. „Zumindest haben alle Einkäufe in das Auto gepasst“, sagt Corinna Braun. Positiv aufgefallen ist ihr auch der enge Wendekreis des Panda. Die Bilanz der Audianerin bleibt jedoch eher nüchtern: „Für die Urlaubszeit war der Panda okay. Im Alltag wäre er aber nichts für mich“, meint sie. Da würde sie sich eher für ein Auto mit mehr Komfort und Qualität entscheiden. Aber im Urlaub lässt man sich nicht so schnell die Laune verderben. Mh

Ein ungar, ein Zeitarbeiter, ein Alteingesessener und eine Vorgabe für alle: Qualität

„Ich habe bereits in Ingolstadt am Q5 und bei Lamborghini gearbeitet. Hier bin ich in der Nacharbeit. Einmal im Monat können wir nach Hause. Ich freue mich, dass ich mit dem A1 die Liste meiner Erfahrungen

•• Ingolstadt

JA:

Braun ist das neue Weiß! Der bisherigen Modefarbe Weiß ist Braun dabei meilenweit überlegen. Der neue A7 sieht in Metallicbraun schließlich nicht nur richtig gut aus, sondern wirkt auch besonders edel. Die Farbe – von der tollen sportlichen Form ganz zu schweigen – verleiht dem Auto einen ganz eigenen Charakter. Schon das wäre für mich ein Grund, diese Farbe auszuwählen. Ich möchte natürlich auch einen Trend setzen und mich von anderen unterscheiden – sonst würde ich ja schließlich auch keinen Audi fahren. Aber es gibt noch einen wichtigeren Grund: Ich finde, dass man mit einer Modefarbe auch ein Statement abgibt. Noch in vielen Jahren werden Menschen meinen Wagen anschauen und sagen: Schau mal, die Trendfarbe 2010. Eben nicht beliebig wie eine „Normalfarbe“, so wie Schwarz oder Silber. Sondern einfach sensationell! Daniela Süßbauer, Mitarbeiterin Beschaffung Ingolstadt

Die Großbaustelle brummt: hier begutachten die Projektleiter eine neue Brücke.

NEIN:

Ich bevorzuge da eher die klassischen Farben. Haben Sie mal darüber nachgedacht, wie ein braunes Auto in sechs oder acht Jahren wirkt? Wie ein böser Traum. Wenn ich mich recht erinnere, war Braun als Lackfarbe das letzte Mal in den Siebzigern „in“. Mein Nachbar hatte damals jedenfalls einen braunen Simca, auf den er furchtbar stolz war. Ich glaube, er ist den nachher gar nicht mehr losgeworden. Nein, auf eine Modefarbe zu setzen, ist ziemlich kurzsichtig. Im Moment gefällt sie einem vielleicht, weil man sie viel in der Werbung sieht, aber in ein paar Monaten schon kann das ganz anders aussehen. Wer seinen Wagen etwas länger behalten will oder muss, tut gut daran, auf klassische Farben zu setzen. Schwarz geht immer, Weiß auch, Silber sowieso. Richard Mathes, Audi Rentner Ingolstadt

>> WeLChes thema sollen wir im nächsten Heft aufgreifen? Schreiben Sie uns: audimobil@audi.de, Stichwort „Pro-Contra“

verlängern kann. Er ist klein und sieht dabei gut aus!“ Und wie geht ein alteingesessener Belgier mit den neuen Kollegen um? Jérôme Godart ist Gruppensprecher in der Cockpitvormontage: „In meinem

•• Györ

Pro & Contra

Würden Sie ein braunes Auto kaufen?

Fotos: AUDI AG (8), Kurt Taube, Stefan Sauer, Mekliz

04

Neuer A3 Karosseriebau Schon von außen wirkt die neue Produktionshalle beeindruckend – kein Wunder: Als einziges Gebäude am Standort umfasst der A3 Karosseriebau zwei vollwertige, je rund 15 Meter hohe Produktionsgeschosse. Bereits im Mai 2011 sollen hier erste Karosserien gebaut werden – von rund 800 Mitarbeitern

und über 700 Robotern. Letztere ziehen zwar erst zum Jahreswechsel ein, dennoch sieht man schon jetzt überall die „Fingerabdrücke“ der zukünftigen Anlagen. „Diese jetzt schon mit einzuplanen, spart Zeit und Geld“, erklärt Rainer Weiß, Projektleiter vonseiten der Fertigungsplanung Karosseriebau.

Team sind Berufsanfänger, ein Moslem und ein Ungar. Wenn die Prozesse stimmen und die Vorgaben deutlich sind, dann kann jeder sein Bestes geben. Nur darauf kommt es an.“

naChriChten

Erste Stunde an der Audi hungaria Schule

Neues Fahrgelände nimmt Gestalt an

Am 1. September begann für 46 ungarische und 4 deutsche Schüler der Unterricht an der im Frühjahr gegründeten „Audi Hungaria Deutschen Grundschule und Gymnasium“ in Györ. Die Lehranstalt bietet ungarischen und deutschen Kindern ausgezeichnete Bildungschancen, da sie mit einem in Deutschland und Ungarn anerkannten Zeugnis abschließen können. Lehrstoff und Lehrplan entsprechen sowohl den Vorschriften der Kultusministerkonferenz als auch den Anforderungen des ungarischen Bildungsministeriums. Die Gründung der Schule ist ein wichtiger Meilenstein für die Unterstützungsarbeit des Unternehmens im Bereich der Bildung. Dank des Ausbaus des deutschsprachigen Unterrichts eröffnet sich den Schülern eine breitere Bildungsperspektive. Auch die Berufschancen nehmen durch den Erwerb ausgezeichneter deutscher Sprachkenntnisse zu. Für Audi Hungaria kommt es zudem darauf an, dass sich die kulturelle Zusammenarbeit zwischen Deutschland Schüler können die Sprache und Ungarn auch auf diese auch voneinander lernen. Weise entwickelt.

NEuBuRG Auf dem Papier nimmt es mehr und mehr Gestalt an: das neue Fahr- und Präsentationszentrum von Audi in Neuburg, rund 20 Kilometer westlich von Ingolstadt. Auf 400.000 Quadratmetern – etwa so groß wie 60 Fußballfelder – entstehen mehrere Fahrparcours. Im Januar soll der Bebauungsplan stehen.

Ökostrom-Züge liefern Autos INGolSTADT Drei von vier neuen Autos gehen per Bahn an die Kunden: Damit setzt Audi wie kein anderer Hersteller auf die Schiene. Ab sofort fährt die Bahn vierberingte Autos noch umweltfreundlicher: Die Züge zum Verladehafen in Emden rollen mit Ökostrom – spart 7.000 Tonnen CO2 im Jahr.

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1.1 Employee Newspapers 07

Menschen

PerSOnAlien

Wer macht was? Karrieren, Wechsel und Neuzugänge Dr. Hans-Peter Kleebinder Ab dem 1. Oktober leitet der Betriebswirt den Bereich Marketing Deutschland. Der 45-Jährige war zuletzt Leiter Vertrieb MINI Deutschland. Er folgt auf HansJoachim Radde, der jetzt das Geschäftsfeld Audi Sport bei der quattro GmbH verantwortet.

Dominique Boesch Der 44-Jährige ist seit September als Managing Director verantwortlich für den Audi Vertrieb bei FAW-Volkswagen in China. Sein Vorgänger Johannes Thammer leitet jetzt Vertriebsstrategie und Projekte im Volkswagen Konzern.

Klaus Schweiger Der 54-jährige Betriebswirt, zuvor Leiter Audi General Services, ist seit dem 1. September Personalleiter im Werk Ingolstadt. Er stieg bereits 1973 als Auszubildender bei Audi ein.

Josef Schelchshorn Der bisherige Ingolstädter Personalleiter ist seit Anfang September Personalvorstand bei Seat. Dort folgte der 49-jährige Betriebswirt auf Ramon Paredes Sánchez-Collado, der sich künftig als Vorstand um Regierungsbeziehungen kümmert. Schelchshorn arbeitet seit 1977 bei Audi.

Jan Maris Der 48-Jährige ist seit dem 1. Juli Fertigungsleiter im Werk Brüssel. Er folgte auf Willem de Belder, der in Ruhestand ging. Maris’ bisherige Position des Montageleiters übernahm der ebenfalls 48-jährige Peter Verschooris, zuvor Projektleiter für Audi A3 und A1.

H

ans Fleckenstein ist Pionier. 22 Jahre hat der 42-Jährige bei Audi Neckarsulm am Band gearbeitet – zuletzt in der A6 Montage. Jetzt gehört er zu den ersten 16 Absolventen des WeGebAU-Programms bei Audi, die eine Weiterbildung zum KfzMechatroniker mit Schwerpunkt Kommunikationstechnik absolviert haben. Aber nicht nur das macht ihn zu jemandem Besonderen: Er gehört auch zu den Ersten, die während ihrer Ausbildung bereits an der Zukunft von Audi arbeiten durften. Am A8 hybrid. Begonnen hat alles vor etwas mehr als einem Jahr. Schon länger war in dem gelernten Kfz-Mechaniker der Wunsch gereift, sich noch einmal weiterbilden zu wollen. „Ich suchte nach einer neuen Herausforderung“, sagt Fleckenstein. Dann die Chance: Für die kommenden ModellAnläufe in Neckarsulm benötigt der Standort hoch qualifizierte Facharbeiter für den Finishbereich. Dafür sollen Mitarbeiter aus der Montage, die älter sind als 40 Jahre, in einer zwölfmonatigen Vollzeitschulung zu Mechatronikern und Kfz-Mechatronikern weitergebildet werden. Teil der Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker ist auch die Zusatzqualifikation zur „EffT“ – Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten. Damit legt Audi schon heute den Grundstein für den Bau künftiger Hybridund Elektromodelle am Standort Neckarsulm. Fleckenstein bewirbt sich – mit Erfolg. „Die Zusage war für mich fast wie ein Sechser im Lotto“, sagt er. Ein paar Wochen später ist sein erster Schultag. Von seinen Kindern bekommt der zweifache Familienvater sogar eine Schultüte überreicht.

»eigentlich schade, dass die Ausbildung schon vorbei ist.« Hans Fleckenstein, Neckarsulm Der Start in den Schulalltag ist für ihn allerdings nicht ganz einfach. „Am Anfang war es ungewohnt, als ‚alter Hase‘ wieder auf der Schulbank im Bildungswesen zu sitzen“, sagt er. Auch wenn er als gelernter Kfz-Mechaniker bereits Vorkenntnisse in der Fahrzeugmechanik vorweisen kann; der Elektronikbereich ist für ihn noch Neuland. „Ohne Hausaufgaben ging es nicht. Dafür mussten auch einige Wochenenden geopfert werden“, erinnert er sich. Diese sind gut investiert. Zwölf Monate später kann

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Fit Für die ZukunFt

Lernen unter Strom Gemeinsam geht’s besser: Auszubildende und Teilneh mer einer Weiterbildungsmaßnahme trainieren zusammen für die Autos von morgen. Am A8 machen sie sich fit für den Hybrid und profitieren dabei vom Wissen und der Erfahrung des jeweils anderen. >> VON MAREIKE HIEBER, NECKARSULM

Finish am A8 Band: Tobias Häfele beim finalen Elektronikcheck des A8

A

er seine Weiterbildung erfolgreich beenden. „Ich habe mich gut vorbereitet gefühlt“, meint er rückblickend. Seit Juli arbeitet der ausgelernte Facharbeiter im Finishbereich. Hier prüft er vor der Endabnahme noch einmal alles durch – vom elektrischen Fensterheber bis zur Batterie. Für ihn ein Traumjob: „Ich bin genau da, wo ich immer hinwollte“, sagt er. Die Anstrengung des vergangenen Jahres hat sich für ihn schon jetzt ausgezahlt. „Die Ausbildung hat viel Spaß gemacht. Eigentlich schade, dass sie schon vorbei ist.“

uch Tobias Häfele hat eine Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker mit Schwerpunkt Kommunikationstechnik absolviert. Mit sehr guten Leistungen, sodass der 19-Jährige um sechs Monate verkürzen konnte – auf drei Jahre. Das eine oder andere Wochenende muss aber auch er dem Lernen opfern; Spaß gemacht hat es ihm trotzdem. „Meine Aufgaben waren sehr interessant und abwechslungsreich“, erzählt er. „Ich habe viel für meinen jetzigen Job im A8 Finish gelernt.“

»Spannend, an einem Auto zu arbeiten, das es eigentlich noch gar nicht gibt.« Tobias Häfele, Neckarsulm

„Alter Hase“ wieder auf der Schulbank: Hans Fleckenstein

Vom Fensterheber bis zur Batterie: Hans Fleckenstein prüft alle Elektronikteile der Modelle noch ein letztes Mal.

Menschen

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Fotos: AUDI AG (5), Kurt Taube (4). Infografik: KircherBurkhardt

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In der Ausbildung von Hans Fleckenstein gelernt: Tobias Häfele

Weil er gute Leistungen erbringt, darf Häfele sogar nach Italien zu Lamborghini. Drei Monate arbeitet er in der Montage des Autobauers in Sant̕Agata Bolognese und lernt den Standort genau kennen. Eine Zeit, die er nicht so schnell vergessen wird: „Bei Lamborghini zu arbeiten war toll“, strahlt er. Dort hat er nicht nur viel über die Montage in einer Manufaktur erfahren, er hat auch die Italiener und das Land kennen und schätzen gelernt. Allein dafür habe sich das Büffeln gelohnt, meint er. Tobias Häfele und Hans Fleckenstein (siehe nebenstehender Artikel) haben während ihrer Ausbildung meist unterschiedliche Stundenpläne. Die Zusatzqualifikation zur EFffT machen beide jedoch gemeinsam. Eine gute Erfahrung, finden sie, und eine gute Gelegenheit, dem anderen über die Schulter zu schauen. „Das Alter spielt bei der Zusammenarbeit keine Rol-

le“, stellt Fleckenstein fest. Das bestätigt auch sein jüngerer Kollege: „Wir haben viel voneinander gelernt und profitierten dabei unter anderem von den praktischen Erfahrungen der ‚alten Hasen‘“, sagt Häfele. Fleckenstein gibt das Lob zurück: „Dafür haben die jüngeren Auszubildenden oft mehr Theoriewissen.“ Daher sei es für die Älteren genauso lehrreich gewesen, den Jüngeren bei der Arbeit zuzuschauen, sagt er. Entscheidend sei, offen zu sein für die Meinung des anderen. Nur so profitierten alle Beteiligten von der Zusammenarbeit über die Generationen. Ein Highlight der Schulung war der A8 hybrid. „Spannend, an einem Auto zu arbeiten, das es eigentlich noch gar nicht gibt“, sagt Häfele. Bisher haben nur 120 Mitarbeiter am Standort Neckarsulm die Qualifikation, um an diesen Autos arbeiten zu dürfen. „Wir gehören zu den wenigen, die schon jetzt für eine Technologie der Zukunft ausgebildet sind“, sagt Fleckenstein stolz. Den A8 hybrid für die EffT-Qualifizierung hatten Häfele und seine Azubi-Kollegen zuvor in vielen Stunden umgebaut. Das erst machte es möglich, die Schulung überhaupt durchzuführen. WeGebAUler und Auszubildende können nun ihre Fähigkeiten in Sachen Hybrid weiter trainieren und ausbauen. „Schön etwas zu machen, von dem wir, die WeGebAUler und die nächste Generation von Auszubildenden etwas haben“, sagt Tobias Häfele. Der Umbau des Schulungsmodells und die EffT-Qualifizierung sind eine wichtige Investition in die Zukunft von Audi, findet der Youngster. Ein bisschen hat diese für Häfele und Fleckenstein bereits angefangen. Und eines ist sicher: Durch ihre Arbeit am A8 hybrid und ihr neu erlerntes Fachwissen sind die beiden auf die Zukunft von Audi schon heute gut vorbereitet.

infOS

WeGebAU – was ist das? Das WeGebAU-Programm ist eine Initiative der Arbeitsagentur zur Unterstützung von Weiterqualifizierung beschäftigter Mitarbeiter in Unternehmen. Dabei werden vor allem Personen über 40 Jahre gefördert. Am Standort wurden durch dieses Programm bisher 125 Audianer erfolgreich weitergebildet.

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1.1 Employee Newspapers 08

ArcelorMittal, ZA, Award of Excellence Layout


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ArcelorMittal, ZA, Award of Excellence Layout


1.1 1.1 Employee Mitarbeiter-Zeitungen Newspapers 10

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Ingolstadt

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Lokales

ArcelorMittal Harriman achieves safety milestone 1 Company 1 Community 1 Magazine ArcelorMittal USA January 2010 Vol. 3, No. 1

1 Company 1 Community 1 Magazine ArcelorMittal USA January 2010 Vol. 3, No. 1

AttrAktiv

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eiN WocheNeNde Mit deM A1

NAchrichteN

is to stay focused and not just maintain, but continue to improve our safety program and performance.”

Lohnsteuerkarte ohne Papier

ArcelorMittal locations. People have become more safety conscious than ever before.”

Some of the practices implemented to achieve this

ArcelorMittal Harriman achieves safety milestone Jolice Pojeta

>

A focused and committed

Safety “Journey to Zero” approach

is making a difference at ArcelorMittal Harriman. Located in Tennessee, Harriman has surpassed one year without a

a record for this Long Carbon facility.

From Sept. 6, 2008, to Nov. 5, 2009, Harriman’s 86 employees worked approximately 238,525 hours without an LTI. A greater emphasis on Health and Safety awareness, and enhanced

»

• Careful, frequent reviews of Rick Latshaw, Maintenance and potential hazards Safety Committee member, added, “More emphasis hassteuerKArte: been • Review of all incidents and “All employees at Harriman can corrective by the im plant be proud of their accomplishment placed on safety information Mehr Infos gibtactions es dazu sharing between other in working more than one year Audi mynet. Einfach mal without a lost time injury,” said das Stichwort LohnsteuBob Kennedy, Plant Manager, Harriman. “Our challenge now erkarte elektronisch als for the improved safety performance at this facility.

• Safety achievement recognition activities

To maintain this positive trend, Harriman will continue conducting daily crew meetings and shop

floor A1 audits,Kreativwettbewerbs all of which are Die Ingolstädter Siegerin des auf Tour durch Brüssel believed to have contributed to safer work practices and behaviors.

„tolles Auto, aber lieber in Schwarz-Silber“

“The hard-working employees at Harriman have taken Journey to Zero to heart,” said Sally Almond, Environmental and Safety Manager, ArcelorMittal Harriman. “This initiative has raised awareness for working safely and watching out for one another.”

A3 KArosseriebAu

» Ganz Audi schaut auf diesen bau «

Environmental and Safety Manager, ArcelorMittal Harriman. “This initiative has raised awareness for working safely and watching out for one another.”

Das Riesenprojekt nimmt Formen an. Einzugstermin ist April 2011.

ArcelorMittal Indiana Harbor Der Audi Q5 übertrifft alle Erwartungen – und sorgt für volle Auftragsbücher. gets a ‘little’Indiana safety help Audi Züge fahren ArcelorMittal Harbor

Fotos: Stefan Sauer (4), BMW, Daimler AG

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Frank Haers discusses global health and safety goals

jetzt mit Ökostrom

gets a ‘little’ safety help

Marko Jarczyk montiert Spoiler und fährt auch privat Q5. „Das ist das beste Auto, das wir je gebaut haben“, schwärmt er.

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Das Geheimnis seines Erfolgs

Jolice Pojeta

requires special attention

Participants included:

DIE KonKUrrEntEn

Participants included:

sich Audi nicht auf den Lorbeeren aus: Der Q5 hybrid steht bereits in den Startlöchern. Im nächsten Jahr startet der SUV mit kombiniertem Benzin- und Elektroantrieb. Nicht nur in der Entwick-

Rippey: Building a sustainable business with a focus on optimizing our resources Der entscheidende Kaufgrund ist für fast die Hälfte aller Kunden das Design, berichtet Ulrike Becker, Baureihenstrategin Q5: „Seine coupéhafte, kompakte Form in Verbindung mit dem großzügigen Platzangebot im Innern kommt einfach super an.“ Vor allem bei jungen, aktiven Leuten und Familien: „Wir haben die jüngsten Kunden im mittleren SUV-Segment, die meisten davon in den Vierzigern“, erzählt Becker. „Im Schnitt sind Q5-Fahrer über drei Jahre jünger als X3-Fahrer und über sieben Jahre jünger als GLK-Fahrer.“ Sie hat noch mehr Fakten parat: Im Schnitt hätten Q5-Fahrer mehr Kinder und ein höheres Einkommen als die Besitzer vergleichbarer Fahrzeuge. Ihr Geld legen sie gerne in

ArcelorMittal supplies steel for USS New York

M

>

Rail Crossing Safety Railattention Crossing Safety requires special

gung: Der SUV wird zusammen mit den Modellen A4 Avant und allroad auf einer Montagelinie gebaut. Einfach mal ein paar Q5 mehr zu bauen, geht nur bedingt: „Unsere Lieferanten arbeiten längst an ihren obersten Kapazitätsgrenzen“, sagt Gerhard Schneider, Leiter Fertigung A4/A5/Q5. Für den Herbst sind wieder mehrere Sonderschichten geplant.

ArcelorMittal USA launches employee photo competition Candice Olson

SUVs. Über 600.000 Fahrzeuge wurden seitdem verkauft. Die zweite Generation startet im november. Wie BMW X5 und X6 wird sie in Spartanburg, USA, produziert. Piper Long, granddaughter of Susan Kish, Tax

Kyle Polster, son of Janel MB GLk Polster, HR Group benefits

systems are critical to the transport of raw materials and finished goods throughout our plants. However, nothing is more important than the safety of those who work in our facilities. It’s vital that we take the time to be extremely cautious at all plant

tracks reducing the forklift to further it necessary emphasize rail incidents. To ensure safe rail operator’s visibility which was railroad. The collision occurred crossing, review the need employees and further tips by already jeopardized duefor to dirty accessing the latest rail safety windows contractors on the forklift. to bevideo cautious whenhttp://despite the fact that the on USA Intranet:

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locomotive operator sounded a A secondapproaching incident involved a plantnlbwebprod.ArcelorMittalUSA. rail crossings. pick-up truck that was struck by com/infosys/finddoc. warning while he approached the asp?doc=80047 a locomotive while the truck There is an increased need for crossing and applied the brakes. safety awareness according Upon investigation of the InGoLStAdt Audi bietet wieder eine to Andy Harshaw, Executive Victoria & Sophia Krzyston, incident, it was discovered two kostenlose Grippeschutzimpfung an. Operations, Vice President daughters of Edward Kryzston,könnenArcelorMittal vehicles were parked by the Alle Mitarbeiter sich vom 4. bis USA. “Our rail MEU Mason 29. Oktober von 7:30 bis 16:00 Uhr in tracks reducing the forklift systems are critical to the operator’s visibility which was den Gesundheitszentrentransport Süd (A57, of1. raw materials and OG) und Nord (N51, Eingang A, 1. OG) already jeopardized due to dirty finished goods throughout our impfen lassen. Für die Beschäftigten plants. However, nothing is more windows on the forklift. For updates and advisories der Dauernachtschicht besteht diese important than the safety of second incident involved a on H1N1 Flu, please access Freuen sichAaufs Möglichkeit am 13./14.those Oktober the following websites: whoimwork in our facilities. pick-up Meer: Sabine und truck that was struck by Gesundheitszentrum Nord und vom 25. • http://www.cdc.gov/h1n1flu/ It’s vital that we take the time to Goppold Marion a locomotive while the truck bisin rail 28. Oktober GesundheitszentAn increase safety incidents im requires extra caution when approaching rail crossings. • http://nlbwebprod. be extremely cautious at all (v.plant l.)

Darius Smith, son of Della Smith, Mailroom/Quality

Connor Small, son of Tom Small, Sales & Jennifer Small,

Kurz vor dem Start Procurement des Audi Q5 brachte Mercedes-Benz im Herbst 2008 seinen GLK auf den europäischen Markt. Über sein Design rümpften bei der Premi• If you do not have a tissue Protective Health Measures ere viele die nase – die „Auto Bild“ when you cough or sneeze, In the event of illness: covertyp, your mouth beschreibt ihn als „kantigen mit with the • Avoid contact with others if crook of your elbow inspossible; Blechif gepressten Charakterfalten.“ not, maintain a • Wear a mask to contain the Gebaut er 6infeet Bremen. distancewird of at least

Travel Pocket Reference: (H1N1 flu virus)

„Auch in Wachstumsmärkten wie China, Indien oder Brasilien läuft der Q5 super“, freut sich Michael Claus.

chon von außen wirkt die neue Produktionshalle am Tor 7 beeindruckend – kein Wunder: Als einzige Halle am Standort beinhaltet sie zwei vollwertige, jeweils rund 15 Meter hohe Produktionsgeschosse. Im Innern herrscht emsiges Treiben: Vorne am Eingang rührt ein Arbeiter riesige Mengen Estrich an. Daneben werden Lüftungsrohre und Stromleitungen an der Decke montiert. Weiter hinten hängt schon ein Teil der Stahlbaubühne für die Fördertechnik. Hinter dieser sogenannten Felderwirtschaft steckt ein ausgeklügelter Plan: „Jedes Stockwerk ist in vier Quadranten aufgeteilt, in denen jeweils nur ein Gewerk arbeitet“, erklärt Roland Fürholzer. Wie jeden Tag schaut der Bau-Projektleiter nach dem Rechten, heute gemeinsam mit Rainer Weiß, dem Projektleiter vonseiten der Fertigungsplanung Karosseriebau. Sobald Fürholzer und sein mehr als zehnköpfiges Team aus der Werksplanung die Halle fertig gebaut haben, statten Weiß und seine Mannschaft sie mit Anlagen aus.

Safety

“You wouldn’t be able to hold and die Safety, ArcelorMittal Indiana hochwertigen Sonderausstattungen an: lung, auch in der Montage laufen Employees from ArcelorMittal Harriman have worked more than one year without a lost time incident. Kelly Nissan Als erstes Unternehmen catch. I wouldn’t Harbor. to remind us hands or playInGoLStAdt Der Durchschnittspreis eines Q5 liegt bei Vorbereitungen auf Hochtouren: „Alle“Who better“You wouldn’t be able to hold and Safety, ArcelorMittal Indiana Employees ArcelorMittal Harriman worked more than one year without a lost time incident. Kelly Nissan die in der Vorserienproduktion infrom Deutschland nutzt für den like that, so please work safe for haveAudi than own kidsus and grandkids?” Gutes team: das hands or play catch. I wouldn’t Harbor. “Whoour better to remind rund 50.000 Euro. „Viele unserer Kunden Mitarbeiter, for than our own kids and grandkids?” like that, so please work safe Santa that gets help geschult“, Konvoi-Fahren klappte Transport der Autos zum Nordseearion Goppold kommt aus yourself and your family.” könnten sich auch einen größeren SUV It isn’t just mitarbeiten, bereits sagt It isn’t just Santasind that gets help and your family.” Several young helpers yourself from Arcelortrotz Sprachbarrieren. Several young helpers from Arcelortime oftime year. Recently, at this of year. Recently, Montage Verladehafen in Emden Züge, die mit dem Staunen nicht mehr Safety leisten – entscheiden sich aber lieber für at this Robert Humig, Leiter A4/A5/Q5. > Safety MittalMittal families donned hardhats, Taped messages from theTaped messages families donned hardhats, from the ArcelorMittal Indiana Harbor ArcelorMittal Indiana Harbor Ökostrom angetrieben werden. Das heraus: „Man hat das Gefühl, toured the facility das schönere Fahrzeug und statten es ent„Unser Ziel ist, dass mittelfristig alleand discussed children will be included in the entertained some “small” helpers themeans facility and children will be included what toured working safely to USAdiscussed safety videos provided to entertained some helpersmit as part of the“small” facility’s health spart mehr in alsthe 50 Kilogramm CO₂ pro mit diesem Auto darf man sprechend aus“, sagt Michael Claus. Mitarbeiter den Umgang der HybridThe children eagerly looked plants and on safety videos provided to and safety focus. Children of the them.what working safely all means towill be available USA offacility’s the facility’s health Fahrzeug – im Jahr mehr als 7.000 alles. Die Leute lassen einen durch, warten tosagt encourage their relatives to stay Indiana Harbor’s intranet training Die Diskussion um hohe Spritpreise undas parttechnologie beherrschen“, Humig employees were invited them. looked allToplants andTonnen. will be available on wird auf nachhaltion the The job. children eagerly site starting January, 2010. to focus. remind their relatives how and safety Children ofauch the focused Der Strom geduldig – und lächeln auch noch dabei“, CO₂-Ausstoß tut dem Erfolg des Q5 keinen weiter. So rüstet sich die Produktion view the videos, please go to: important it is to work safely. to encourage their relatives to stay Indiana Harbor’s intranet training imagine if you were missing were invited a“Just ge Weise erzeugt, etwa in Wasser- und erzählt die 20-Jährige. Keine Frage, der http://nlbwebprod.arcelor Abbruch – Ulrike Becker weiß auch, wieso:facility’s füremployees ein Auto, das mancher schon jetzt zum finger or even a hand,” said “We need to work safely so we focused on the job. mittalusa.com/infosys/doclist. site starting January, 2010. To Die Mehrkosten Windkraftwerken. neue A1 fällt auf – und beschert seinen their relatives how Krzyston, daughter of „Wer einen Audi kauft, setzt voraus, dassto remind Erfolgsmodell Zukunft erklärt. ISA can go home to ourder families,” said Victoria asp?dept=189&key=211& Edward Kryzston, MEU Mason. view the videos, please goAudi; to: Kooperationspartner Manager, Health func=267 hierfür trägt Fahrern einen gewaltigen Sympathiebonus. it isJacoby, to work safely. das Fahrzeug die jeweils modernste und importantScott “Just imagine if you were missing traveled through the rail crossing. railroad crossings.” http://nlbwebprod.arcelor Jolice Pojeta ist DB Schenker, die Logistik-Marke der Despite theDen genossen locomotive applying die technische Produktdesieffizienteste Antriebstechnologie hat“, a finger or even a hand,” said During one incident, a locomotive the emergency stop brakes, the “We need to work safely so we mittalusa.com/infosys/doclist. Deutschen Bahn. „Der Bahngnerin und ihre große Schwester Sabine in travelingCO₂-freie toward the rail crossing sagt sie. „Was Verbrauchswerte und CO₂A series of incidents involving InfOs engine slid on the rails and struck can go home to our families,” said Victoria Krzyston, daughter of asp?dept=189&key=211& made contactBestandteil with the front end the rear passenger istat ein wichtiger vollenside Zügen. trains andtransport moving vehicles of the Ausstoß angeht, zählt der Q5 zu den effiziEdward Kryzston, MEU Mason. Scott Jacoby, Manager, Health ArcelorMittal USA locations make of a forklift, pushing and turning func=267 concluded unseres Engagements für die Umwelt“, vehicle. Investigators Mit einer selbst genähten Handtasche entesten Modellen in seinem Segment.“ it necessary to further emphasize the smaller vehicle off the the collision was caused by railroad crossings.” traveled through the rail crossing. railroad. The collision occurred Ernst-Hermann Krog, Leiter Mar- reduced visibility hattedue Goppold beim Kreativwettbewerb in the need sagt for employees and to rain Auf die Mitbewerber schaut die BaureiJolice Pojeta Despite the locomotive applying contractors to be cautious when despite the fact that the the area. kenlogistik. Schonlocomotive bisher operator setztesounded Audi a and a fog inIngolstadt gewonnen. During oneSelbstverständlich incident, a locomotive the emergency stop brakes, the henstrategin in den nächsten Monaten approaching plant rail crossings. BMW X3 warning while he approached the These incidents could have wie kein anderer Autohersteller auf den traveling toward the rail crossing engine slid on the rails and struck allerdings ganz besonders gespannt: Der There is an increased need for beeninvolving avoided if the vehicle drivers crossing and applied the A series ofbrakes. incidents Der BMW X3 eröffnete umweltfreundlichen Bahntransport: Bis had taken necessary precautions. safety awareness according made contact with the front end the rear passenger side of the neue BMW X3 kommt im November auf Upon investigation of themoving vehicles at trains and to Andy Harshaw, Executive 2004 das Segment All employees, contractors and zu 70 Prozent aller Fahrzeuge gelanKyle Polster, son of Janel Connor Small, son of Tom Victoria & Sophia Krzyston, incident, it was discovered two den Markt, und auch ein neuer GLK ofata forklift, pushing and turning Vice President Operations, visitors must usemake extra caution ArcelorMittal locations vehicle. Investigators concluded Polster, HR Group benefitsder kompakten Small, Sales & Jennifer Small, daughters of Edward Kryzston, vehicles were parked by the USArail ArcelorMittal USA. “Our rail Schiene gen auf der zu den Kunden. crossings to eliminate future ist angesagt. Schon deshalb ruht the smaller vehicle off the Procurement MEU Mason

Rippey: Building a sustainable business with a focus on optimizing our resources 07 03 06 Keine Überraschung ist der Erfolg des kompakten SUV für Ulrike Becker: „Das Gesamtpaket stimmt einfach“, sagt sie.

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Suchbegriff eingeben.

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• Cover your nose and mouth when coughing or sneezing

spread of flu and be sure to use it correctly

• Mitigate risk to yourself and • DisposePiper of tissues carefully others by following Long, granddaughter of the and clean your hands company’s crisis management Susan Kish, Tax plan immediately if your illness is severe

arcelormittalusa.com/infosys/ doclist.asp?dept=25&key= 1391&func=4151

Darius Smith, son of Reprinted with permission from Carlson Wagonlit Travel Mailroom/Quality

Contact Information Personal physician: _________________________________________________________________________ Company travel manager: ___________________________________________________________________ Health insurance provider/Account number: ___________________________________________________ International emergency assistance: __________________________________________________________

Embassy: _________________________________________________________________________________

These incidents could have been avoided if the vehicle drivers had taken necessary precautions. All employees, contractors and visitors must use extra caution at rail crossings to eliminate future rail incidents. To ensure safe rail crossing, review further tips by accessing the latest rail safety video on USA Intranet: http:// nlbwebprod.ArcelorMittalUSA. com/infosys/finddoc. asp?doc=80047

rum Süd, je von 22:30 bis 5:30 Uhr.

When operating a moving

»

A1 MultiMediAl: Weitere Bilder und einen Film vom A1 Wochenende gibt’s im Audi mynet, Stichwort „Mit dem A1 auf tour“.

die Baustelle brummt: Über 200 Bauarbeiter sind derzeit im Einsatz.

Für beide ist der neue A3 Karosseriebau das erste Projekt dieser Größenordnung. Auf einer Fläche von knapp 80.000 Quadratmetern werden rund 800 Mitarbeiter und über 700 Roboter arbeiten. Bereits im Mai 2011 sollen hier erste Karosserien gebaut werden. Inklusive aller Anlagen kostet der Neubau über 300 Millionen. Produktionsvorstand Frank Dreves sieht in der Halle N60 ein klares Bekenntnis von Audi zum Produktionsstandort Ingolstadt. Die ersten Roboter ziehen erst zum Jahreswechsel ein. Dennoch kann Weiß vor

Ort schon erste Ergebnisse seiner Arbeit zeigen: „In dieser Schiene beispielsweise soll ein Kran zum Wechseln von Anlagenkomponenten laufen – so wie hier sehen Sie jetzt schon überall die ‚Fingerabdrücke‘ der zukünftigen Anlagen“, erzählt der Fertigungsplaner. Dies jetzt schon mit zu berücksichtigen, spart Zeit und Geld – deshalb arbeiten die beiden Projektteams von Anfang an eng zusammen. Die Aufteilung der Halle steht schon seit fast zwei Jahren fest, wie Weiß erzählt: „Im Erdgeschoss werden alle Arbeitsschritte erledigt, für die viele Teile von außen angeliefert werden müssen – das ist praktischer für die Logistik und damit wirtschaftlicher.“ Um die Arbeitsschritte so zu bündeln, setzten er und sein Team auf virtuelle Planung und intensive Layout-Workshops.

werden“, erläutert Fürholzer. „Wenn erst mal die massiven Stahlträger da oben hängen, kommt man viel schlechter dran.“ Aus diesem Grund wird, wo immer möglich, „von oben nach unten“ gearbeitet. „Oben“ ist anstelle eines flachen Hallendaches ein modernes Raumtragwerk. Mit seinen vielen Verstrebungen ist es in sich sehr stabil. Deshalb sind im Halleninnern viel weniger Stützpfeiler nötig, die zudem flexibel verschoben werden können. ISA

» Immer von oben nach unten « Im ersten Stock ist gerade der Stahlbau am Werk. Daneben montiert ein Elektriker eine filigrane Neonröhre. Jetzt schon? „Die Beleuchtung muss jetzt schon angebracht

die beiden Chef-Planer inspizieren die Brücke, die bald zur Lackiererei führt.

OUTRACE

die spur des lichtes Ein „Arbeiter“ aus der Produktion über seine künstlerische Ader

H Buchstabe für Buchstabe entstehen hier nachrichten für die ganze Welt.

allo, ich bin KR 180! Eigentlich ist mein Revier die Fahrzeugproduktion. Karosserien sind mein Metier. Ich bin ja auch ein Industrieroboter. Im September allerdings schlüpfte ich zusammen mit sieben meiner Kollegen in London in die Rolle eines Künstlers. Als der Designer Clemens Weisshaar mit seiner Idee zu uns kam, waren wir zunächst etwas skeptisch. Wie sollten wir außerhalb unserer natürlichen Umgebung funktionie-

ren? Er aber glaubte an uns. Und unsere Betreuer rund um Otto Medele bestärkten uns darin, den Ausflug in das Reich der Kunst und der Kommunikation zu wagen. Wir zeichnen uns durch unsere Bewegungsfreiheit und Kraft aus. Erst durch unsere Technologie sollten die künstlerischen Nachrichten möglich werden. Beim London Design Festival produzierten wir keine Karosserien, sondern Botschaften. Wir wurden zum Kommunika-

tionsmedium für Menschen aus aller Welt. Statt Schweißgeräten trugen wir LEDLeuchten in unseren starken Armen. Unsere Lichtbotschaften wurden, vom Trafalgar Square aus, via Internet über den ganzen Globus verbreitet. Buchstabe für Buchstabe – OUTRACE – die Installation! Das Festival zeigte, wie flexibel wir einsetzbar sind – auch als Kommunikationsassistenten für den Menschen. Und ganz nebenbei bauen wir immer noch tolle Autos! Md

When operating rail equipment, remember the following guidelines:

Dellavehicle, Smith, it is important to

remember to:

• STOP – Stop at all rail crossings (whether a locomotive is visible or not)

• Ensure the locomotive’s horn or bell and headlights are working properly

• LOOK – Look both ways after stopping to be certain there is no rail movement and it’s safe to cross. Make sure vehicle windows are clean and clear.

• Maintain your line of sight. It is the train crew’s responsibility to protect and control the movement of the train, particularly at the front of the movement.

• LISTEN – Listen for the train horn or bell that may indicate an approaching train.

• Ensure vehicle and pedestrian traffic is not present or is stopped before proceeding. It may be necessary for the train to slow down or stop.

Travel Pocket Reference: (H1N1 flu virus) Local 24-hour Emergency Service Center: ____________________________________________________

the collision was caused by reduced visibility due to rain and a fog in the area.

war das gute Stück auch in Brüssel mit dabei: „Die Stickereien waren schon eine Heidenarbeit, aber für dieses Wochenende hat sich’s gelohnt“, sagt Marion beim Mittagessen im Atomium, dem bekannten Brüsseler Wahrzeichen. Im Konvoi mit den Gewinnern aus Brüssel, Györ und Neckarsulm kurvten die Schwestern zwei Tage lang durch Belgien. Bis ans Meer führte sie die vergnügliche Fahrt. Auf der Strandpromenade von Knokke hatte die internationale Truppe gut zu tun, die neugierigen Fragen der Touristen zu beantworten. Den Rückweg traten die Teams dann auf eigene Faust an. Nur mit einem Roadbook bewaffnet, navigierten sich Marion und Sabine Goppold quer durch Belgiens Südwesten – über Feldwege, Kopfsteinpflaster und ein paar heftige Anstiege. Ob über Land oder auf der Autobahn: Jede Menge Aufmerksamkeit war den beiden gewiss: „Einige haben uns extra überholt und sich dann zurückfallen lassen, um den A1 genauer anzuschauen“, erzählt Marion. Und ihre ältere Schwester meint: „Das wäre glaube ich in Deutschland nicht so, dass die Leute spontan winken, hupen oder dich sogar ansprechen.“ Und sie scheint das ein bisschen schade zu finden. ISA

Fotos: Dieter Telemans (3), Stefan Sauer (3), Mathias Ziegler

E

27

Roland Fürholzer und Rainer Weiß (v. l.) blicken durch ein Lüftungsrohr. Über acht Kilometer davon stecken in der neuen Halle.

safety committee

»Man kriegt das Gefühl, mit diesem Auto darf man alles«

Harriman’s Health and Safety

InGoLStAdt Die Lohnsteuerkarte program is coordinated jointly by milestone include: wird elektronisch: Ab 2012 werden die a management and union team. Elektronischen Lohnsteuerabzugsmerk• Journey to Zero standards male (z. B. Steuerklasse, Freibeträge “Hosting safety meetings before • Enhanced safety und Kinder) in einer Datenbank derto reduce injuries,” work helps communications Finanzverwaltung für die Arbeitgeber said David Walker, Rolling Mill, bereitgestellt. An die Beschäftigten Harriman. “These meetings make • Daily face-to-face safety und Werksrentner werden daher each of usfür more aware of our job meetings prior to each shift 1 | ArcelorMittal USA | January 2010 4 2011 keine Lohnsteuerkarten mehrbefore acting and not by thinking • Frequent shop floor audits versendet. Die Lohnsteuerkarte 2010 taking chances.” arenottojustcreditArcelorMittal lost time employee injury (LTI) – auditingis topractices, safety committee locations. People staybleibt focused and für den Übergangszeitraum ab Jolice Pojeta • Careful, frequent reviews of for the maintain, improved safety a record for this Long Carbon have become more safety but continue to Rick Latshaw, Maintenance and • Safety achievement recognition 2011 gültig. Änderungen individueller than ever before.” improve our potential hazards performance atsafety thisprogram facility. consciousSafety facility. activities Committee member, and performance.” Lohnsteuermerkmale sind darauf zu Some of the practices A focused and committed To maintain this positive trend, added, “More to achieve thisemphasis has been Harriman’s Health and Safety vermerken. Dafür ist das Finanzamt, • Review of all incidents and “All employees at Harriman canimplemented From Sept. 6, 2008, to Nov. 5, Harriman will continue conducting “Journey to Zero” approach include:on safety information program is coordinated jointly by milestone placed daily crew meetings and shop corrective actions by the plant nichtand mehr das Einwohnermeldeamt be proud of their accomplishment 2009, Harriman’s 86 employees a management union team. is making a difference at floor audits, all of which are • Journeysharing to Zero standards zuständig. Dort reichen Sie Ihrebetween Lohn- other in working more one year worked approximately 238,525 believed to have contributed “Hosting safetythan meetings before ArcelorMittal Harriman. Located • Enhanced safety work helps to reduce injuries,” – die Neueinträge wer- to safer work practices and withoutsaid a David loststeuerkarte time injury,”ein said hours without an LTI. A greater communications in Tennessee, Harriman has behaviors. Walker, Rolling Mill, dokumentiert. Ihreface-to-face Karte erhalten Harriman.den “These meetings make Bob Kennedy, Plant Manager, emphasis on Health and Safety • Daily safety surpassed one year without a “The hard-working employees at each of usSie aware of und our jobgeben meetings prior to each shift zurück sie wieder dem Harriman have taken Journey to Harriman. “Ourmore challenge awareness, and enhanced by thinking before acting andnow not Zero to heart,” said Sally Almond, • Frequent shop floor audits Arbeitgeber. taking chances.” lost time employee injury (LTI) – auditing practices, are to credit

Der Eroberer in sportlicher, gut aussehender Familientyp – wer kann da schon Nein sagen? Oder gar treu bleiben? Offenbar nicht allzu viele: „Eine so hohe Eroberungsrate kann keiner der Wettbewerber aufweisen“, staunt Michael Claus. Der Produktreferent kann harte Zahlen nennen: Weit über die Hälfte aller Q5 Kunden fuhren zuvor ein Auto einer anderen Marke. Die hohe Nachfrage hat den Q5 zum absoluten Sieger seiner Klasse gemacht: Im vergangenen Jahr wurden in Westeuropa mehr Q5 neu zugelassen als BMW X3 und Mercedes GLK zusammen. Seit der Markteinführung im November 2008 hat Audi über 213.000 Exemplare des kompakten SUV (engl. für „Sports Utility Vehicle“) verkauft. Ein Ende der Erfolgsgeschichte ist nicht abzusehen, aus der ganzen Welt verzeichnet Audi nach wie vor überdurchschnittlich viele Bestellungen. Ein deutliches Anzeichen für den Boom: Seit Kurzem können Audi Manager den Q5 nicht mehr als Dienstwagen bestellen. Alle verfügbaren Autos werden für die Kunden gebraucht. Entsprechend brummt auch die Ferti-

Lokales

Audimobil Oktober 2010

1 | ArcelorMittal USA | January 2010 rund 530 Audi Q5 rollen pro tag vom Band. Für den Herbst sind mehrere Sonderschichten geplant.

Other: ____________________________________________________________________________________

Protective Health Measures In the event of illness: • Avoid contact with others if possible; if not, maintain a distance of at least 6 feet • Cover your nose and mouth when coughing or sneezing

03

Frank Haers discusses global health and safety goals

06

ArcelorMittal supplies steel for USS New York Jolice Pojeta

07

ArcelorMittal USA launches employee photo competition Candice Olson

• Dispose of tissues carefully and clean your hands immediately

• If you do not have a tissue when you cough or sneeze, cover your mouth with the crook of your elbow • Wear a mask to contain the spread of flu and be sure to use it correctly • Mitigate risk to yourself and others by following the company’s crisis management plan if your illness is severe

For updates and advisories on H1N1 Flu, please access the following websites: • http://www.cdc.gov/h1n1flu/ • http://nlbwebprod. arcelormittalusa.com/infosys/ doclist.asp?dept=25&key= 1391&func=4151 Reprinted with permission from Carlson Wagonlit Travel

Contact Information Personal physician: _________________________________________________________________________ Company travel manager: ___________________________________________________________________ Health insurance provider/Account number: ___________________________________________________ International emergency assistance: __________________________________________________________ Local 24-hour Emergency Service Center: ____________________________________________________ Embassy: _________________________________________________________________________________

An increase in rail safety incidents requires extra caution when approaching rail crossings.

When operating a moving vehicle, it is important to remember to:

When operating rail equipment, remember the following guidelines:

• STOP – Stop at all rail crossings (whether a locomotive is visible or not)

• Ensure the locomotive’s horn or bell and headlights are working properly

• LOOK – Look both ways after stopping to be certain there is no rail movement and it’s safe to cross. Make sure vehicle windows are clean and clear.

• Maintain your line of sight. It is the train crew’s responsibility to protect and control the movement of the train, particularly at the front of the movement.

• LISTEN – Listen for the train horn or bell that may indicate an approaching train.

• Ensure vehicle and pedestrian traffic is not present or is stopped before proceeding. It may be necessary for the train to slow down or stop.

Other: ____________________________________________________________________________________

ArcelorMittal, USA, Award of Excellence Audi mobil, Layout Audi


1.1 Employee Newspapers 11

BASF information, D, Award of Excellence Front Page


1.1 Employee Newspapers 12

BASF information, D, Award of Excellence Photography


1.1 Employee Newspapers 13

BASF information, D, Award of Excellence Infographics


1.1 Employee Newspapers 14

L eading v oic e s : Johan Elster, Leiter der Market Division NAFTA & Europe North (NEA) L ead i n g v o i c e s e xtr a : Robert Suter, CEO der Conzzeta B ystr o n i c e i n B Li c k e : Das neue Refurbishing Center Z we ite s g e s i c ht : Wie Jean-Claude Beghein den Menschen in Burma hilft

DAS INTERNATIONALE FORUM FüR ALLE BySTRONIC MITARBEITENDEN 3/ 09

By Positive

By Positive Beispiel schweiz die arbeitnehmervertretung (anv) vertritt am standort niederönz die interessen aller mitarbeitenden der bystronic laser ag gegenüber der geschäftsleitung. in Zusammenarbeit mit der geschäftsleitung setzt sie sich für ein gutes betriebsklima ein. legitimiert ist sie durch das mitwirkungsgesetz sowie durch die vereinbarung in der maschinen-, elektro- und metallindustrie (gesamtarbeitsvertrag – Webcode 9305). das gesetz und der gesamtarbeitsvertrag regeln, welche aufgaben, rechte und Pflichten die anv hat. ihre mitwirkung erstreckt sich über eine vielzahl von gebieten; welche dies bei der bystronic laser ag sind, legen die geschäftsleitung und die anv gemeinsam fest. die mitwirkungsrechte der anv sind abgestuft und reichen vom recht auf information über die mitsprache und die mitentscheidung bis hin zur selbstverwaltung. organisiert ist die anv nach statuten. Wahlberechtigt und wählbar sind alle mitarbeitenden der bystronic laser ag. nach möglichkeit wird darauf geachtet, dass die unterschiedlichen bereiche und abteilungen angemessen vertreten sind. momentan setzt sich die anv zusammen aus urs Pfister, max meier, thomas spahr, martin jaggi, thomas jost und Pius inderbitzin. Wer mehr über die anv erfahren möchte oder sich für eine mitarbeit interessiert, melde sich bei einem der mitglieder. auch an weiteren bystronic standorten bestehen ähnliche gesetzlich verankerte institutionen.

Wenn sich die Wolken lichten … noch sind die Zeiten stürmisch, eine allmähliche Wetterbesserung deutet sich jedoch an. Wie schnell der umschWung kommt, ist schWer Zu sagen. bystronic nach dem sturm, in der hoffnung auf baldigen sonnenschein. texte: lea freiburghaus, manga: david boller

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BystronicPeople 3/2009

Wie geht es den bystronic mitarbeitenden nach dem sturm? bystronicPeople hat den Puls gefühlt und festgestellt, dass es für alle sehr anspruchsvoll ist, unter diesen rahmenbedingungen zu arbeiten, denn der grösste motivator für die mitarbeitenden ist immer noch der erfolg. «da die wirtschaftliche situation noch lange schwierig bleibt, müssen wir jeden noch so kleinen erfolg feiern», so ceo ferdi töngi, «um die motivation auf einem hohen niveau zu halten. Weiter gilt es, kompetenzen auszufüllen und verantwortung wahrzunehmen, sich und anderen realistische Ziele zu stecken, weniger zu pla-

BystronicPeople 3/2009

nen, rascher zu entscheiden und dem entscheid auch taten folgen zu lassen. und nicht zu vergessen: der kunde steht immer im Zentrum unserer anstrengungen!» jürg sutter, leiter human resources, ergänzt: «leider sind wir in vielen Punkten noch etwas zurückhaltend – wir haben by+ noch nicht verinnerlicht.» Wie es heute in den märkten läuft und ob schon erste anzeichen für ein Wachstum zu sehen sind, hat bystronicPeople die marktverantwortlichen gefragt. mehr ab seite 6. dass bystronic heute trotz aller marktturbulenzen vergleichsweise gut dasteht, ist gemäss jürg sutter unter anderem der solidarität aller bystronic mitarbeitenden weltweit sowie der guten Zusammenarbeit zwischen arbeitnehmern und arbeitgeber zu verdanken. funktioniert hat diese nicht nur in ländern, wo die bystronic arbeitnehmerschaft organisiert ist, sondern mit wenigen ausnahmen auch da, wo mitarbeitende im direkten kontakt mit den jeweiligen sozialpartnern stehen. Zusammen mit den arbeitnehmervertretungen wurde partnerschaftlich darum gerungen, den abbau so sozial und fair wie möglich zu gestalten und, wo nötig, möglichst gute sozialpläne zu erstellen. «die Zusammenarbeit war gut, und gerade in niederönz, wo wir diese situation schon einmal gemeinsam durchstehen mussten, war sie sehr kooperativ», so jürg sutter. bystronicPeople wollte wissen, wie die arbeitnehmerseite die Zusammenarbeit bewertet. sie hat dazu stellvertretend stimmen bei der arbeitnehmervertretung (anv) der bystronic laser ag eingefangen. thomas spahr zum thema Zusammenarbeit: «Wir arbeiten auf der basis von treu und glauben. klar gibt es hin und wieder unstimmigkeiten; jeder kämpft für seine sache, hart, aber fair. im grossen und ganzen läuft es in niederönz jedoch super, das verhältnis zur geschäftsleitung ist gut. Wer ist die anv: der klassenfeind oder ein Partner? Wenn beide seiten einsehen, dass das verhältnis partnerschaftlich sein muss, kann am meisten erreicht werden. das war nicht immer so, aber heute sind wir Partner und werden ernst genommen.»

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B y P o s itive : Hoffen auf Sonnenschein – das Unternehmen nach dem Sturm

Bystronic People, D, Award of Excellence Illustration


1.1 Employee Newspapers 15

By Positive

Skrupellose Banker verursachen einen Sturm von epischer Stärke, der Firmen bedroht und ein Klima von Angst wie Schockwellen um die Erde sendet.

By Positive

Der Sturm aus den USA verstärkt sich...

...erreicht Europa, auch die Schweiz,...

Pius inderbitzin zum thema stellenabbau: «das geht an die substanz! da geht einiges ab im kopf: Wir wissen viel, werden von den mitarbeitern oft angesprochen, dürfen aber aus gründen der vertraulichkeit nicht alles sagen. das belastet natürlich unglaublich.» martin jaggi zum thema sozialplan: «die anv hat die möglichkeit, sozialpartner beizuziehen. das kann von vorteil sein, wenn es um den sozialplan geht, schliesslich sind wir keine juristen. Wir haben uns aber dagegen entschieden, weil wir in dieser hinsicht 2003 enttäuscht wurden. somit ist der aktuelle sozialplan in Zusammenarbeit zwischen der geschäftsleitung und uns entstanden. Wir haben

... zieht über Russland...

... bis nach Asien.

uns Zeit genommen und seriös gearbeitet; unter dem strich ist uns ein gutes resultat gelungen. Wichtig ist, dass wir uns auch jetzt, nach den verhandlungen, ohne vorbehalte mit der geschäftsleitung zusammensetzen können. der kooperative und anständige umgang war für mich eine grosse entlastung.» thomas jost zum thema interessenvertretung: «Wir sind alle im durchschnitt 20 jahre in der firma, jeder von uns kennt überdurchschnittlich viele leute und hat verbindungen, die meisten waren schon in verschiedenen abteilungen tätig. Wir spüren deshalb meist schon früh, wo der schuh drückt.»

Barometer bystronicPeoPle fühlt den Puls am markt. sehen die marktverantWortlichen Wirklich bereits licht am ende des tunnels? fünf regionen und ihre märkte Zu beginn des vierten Quartals 2009.

andr eas eWald für r ussland

Andreas Ewald, Leiter Market Region EE & CIS

6

B.P.: Wie beurteilen sie derzeit den russischen markt? a.e.: der russische markt hat sich in den letzten monaten auf niedrigem niveau stabilisiert. ab anfang nächstem jahr sieht es wieder besser aus. B.P.: Wie sind die aussichten? a.e.: den Prognosen zufolge dürfte der markt in russland in den nächsten jahren wieder ein jahreswachstum von 10 Prozent oder mehr erreichen. es herrscht jedoch nach wie vor grosse unsicherheit; die russische Wirtschaft ist immer noch stark vom Ölpreis abhängig. dabei besitzt russland von allen gus-staaten die besten chancen auf eine rasche erholung. B.P.: Welche anstrengungen haben sie in den letz-

ten Wochen und monaten unternommen, um sich am markt zu behaupten? a.e.: Wir haben in diesem jahr bereits drei kundenseminarblöcke in den meisten grösseren städten russlands durchgeführt. sie stiessen auf grosses interesse und generierten hohe teilnehmerzahlen. im Zentrum der seminare standen neue Produkte, die steigerung der Wertschöpfung mit hilfe unserer technologie sowie kundenanwendungen. B.P.: haben sie spezielle aktionen durchgeführt, um ihre marktpräsenz zu erhöhen? a.e.: unsere gebietsverkaufsleiter sind trotz der geringen anzahl Projekte am markt viel unterwegs, um neue geschäftskontakte zu potenziellen kunden herzustellen. das wird unsere marktabdeckung

BystronicPeople 3/2009

Am Bystronic Headquarter kommt man aus allen Himmelsrichtungen zusammen...

... diskutiert intensiv, sucht Lösungen.

erhöhen und sich auszahlen, sobald der markt wieder wächst. gegenseitiges vertrauen und solide beziehungen sind in russland die grundvoraussetzung für geschäfte. der aufbau solcher beziehungen erfordert Zeit und ist uns ein wichtiges anliegen. Wir werden uns nächsten frühling an der messe metalloobrabotka beteiligen und wir setzen aufs direktmarketing, um mit vernünftigen ausgaben eine möglichst gute Wirkung am markt zu erzielen. ausserdem konzentrieren wir uns vermehrt aufs internet, um für neue kunden sichtbar zu sein.

hugo alle mann für die sc hWe iz B.P.: Wie beurteilen sie derzeit ihren markt? h.a.: ein wichtiger gradmesser ist die auftragslage unserer kunden. je nach branchen, in denen unsere kunden tätig sind, reicht die auftragslage von sehr schlecht bis gut. lohnfertiger, die in vielen branchen zu hause sind, beklagen einen kleineren rückgang als kunden, die nur auf die maschinenindustrie fixiert sind. das gesamtvolumen der schneidstunden ist aber um mehr als 30 Prozent gesunken. Zurzeit ist es äusserst schwierig, unsere kunden von einer neuinvestition zu überzeugen. B.P.: Wie sind die aussichten? h.a.: unsere kunden verschieben die entscheidung zu investieren teilweise schon seit monaten. der investitionsdruck wird dadurch in nächster Zeit sicher leicht zunehmen, weil unsere kunden konkurrenzfähig bleiben müssen. ich gehe jedoch nicht von einer schnellen und deutlichen erholung aus, da im markt zurzeit immer noch genügend laserkapazität vorhanden ist. B.P.: Welche anstrengungen haben sie in den letzten Wochen und monaten unternommen, um sich am markt zu behaupten? h.a.: Wir haben mit allen verkaufsverantwortlichen hohe marktpräsenz gezeigt und haben zusätzlich ein open house sowie ein biegeseminar und einen softwareworkshop veranstaltet. B.P.: haben sie spezielle aktionen durchgeführt, um ihre marktpräsenz zu erhöhen? h.a.: ja. das Ziel des biegeseminars und des soft-

BystronicPeople 3/2009

Packen wir es an !

By Positive

Kurzarbeit. Solidarität.

Nichtsdestotrotz arbeitet die Bystronic Entwicklung an weiteren stolzen Produkten.

Doch bei allem Einsatz... es reicht nicht. Die Wolken sind zu düster, der Sturm gnadenlos.

wareworkshops ist es, in den köpfen unserer kunden präsent zu sein, lösungen aufzuzeigen, welche mit neuen maschinen möglich sind, und dadurch die anreize zur investition zu steigern.

By Positive

Die Produktion macht trotz Kurzarbeit das Bestmögliche.

Der Verkauf macht die richtigen Deals...

Dann der Schock: Im August wogt die Entlassungswelle.

Die Situation ist hart, für alle. Wir kämpfen weiter, im Namen von uns allen, auch jenen, die gehen mussten.

Patr ic k die de r ic h für de utsc hland B.P.: Wie beurteilen sie derzeit ihren markt? P.d.: der absatzmarkt für unsere Produkte in deutschland ist 2009 auf einem niedrigen niveau. die kurve, die sich bereits im herbst 2008 abflachte, zeigt seit september wieder eine leicht steigende tendenz. B.P.: Was sind die aussichten? P.d.: es ist schwierig, eine valide aussage zu machen. Zwar verbessern sich seit einigen Wochen die konjunkturindizes in deutschland in vielen branchen, die stark exportabhängigen bereiche leiden jedoch nach wie vor unter einer sehr niedrigen nachfrage. doch auch hier gibt es aktuell positive tendenzen. durch das konjunkturpaket und die flächendeckende inanspruchnahme der kurzarbeit in deutschland konnte bislang eine grosse Zunahme der arbeitslosigkeit vermieden werden, was einen massiven einbruch des Privatkonsums verhindert hat. bleiben die Zuwachsraten in deutschland aber weiterhin aus, sind strukturelle massnahmen und damit Personalabbau wahrscheinlich nicht zu vermeiden. dennoch, aus meiner sicht ist der tiefpunkt in unserem absatzmarkt durchschritten. auch vor dem hintergrund einer bereits festzustellenden entspannung in asien rechne ich für das jahr 2010 mit einer leichten erholung und stabilisierung des marktes in deutschland. B.P.: Welche anstrengungen haben sie in den letzten Wochen und monaten unternommen, um sich am markt zu behaupten? P.d.: nach der umsetzung der für den marktrückgang notwendigen strukturellen und organisatorischen massnahmen hatten die unterstützung des verkaufs und die sicherstellung der auslastung in den anderen bereichen oberste Priorität. dazu haben wir in allen bereichen des unternehmens aktionen entworfen und umgesetzt. Wir boten allen

... und der Service hilft den Kunden täglich weiter.

Management und Arbeitnehmervertretung arbeiten Hand in Hand, faire Lösungen werden gefunden.

bystronic kunden in deutschland an, ältere maschinen im verkauf gegen eine neue zurückzunehmen. im service boten wir einen «fitness-check» für laserschneidanlagen an, was einige revisionen nach sich gezogen hat. im bereich ersatzteile hatten wir einen gewissen umsatzrückgang bei den verschleissteilen festgestellt, den wir durch eine sonderaktion wettmachen konnten. teilweise halten diese aktionen nach wie vor an oder sie werden auf andere bereiche übertragen. B.P.: haben sie spezielle aktionen durchgeführt, um ihre marktpräsenz zu erhöhen? P.d.: die erhöhung der marktpräsenz ist meiner ansicht nach ein Prozess, der über einen längeren Zeitraum umgesetzt werden muss. kontinuität im vertrieb ist eine elementare voraussetzung, um einen hohen bekanntheitsgrad im markt sowie die entsprechende marktkenntnis zu erreichen. beginnend mit der umstellung auf direktvertrieb haben wir in deutschland in dieser hinsicht in den letzten jahren einige massnahmen umgesetzt. massnahmen, die wir auch 2009 fortgeführt haben. hierzu zählt neben einer intensiven und kontinuierlichen

Hugo Allemann, Geschäfts­ führer Bystronic Sales AG, Leiter Market Region CE

Patrick Diederich, Geschäftsführer Bystronic Deutschland GmbH, Leiter Market Region ME

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bearbeitung des adressenbestandes durch den verkäufer auch eine regelmässige kontaktaufnahme durch bystronic selbst. beispielsweise durch den versand der bystronicWorld, die wir jedes mal mit einem persönlichen anschreiben ergänzen, weiter durch die customernews, regionale Workshops und natürlich auch durch die fachmessen: die blechexpo in stuttgart im dezember 2009 und die euroblech in hannover im oktober 2010. alle neuheiten, die bystronic an der blechexpo ausstellt, sind zu sehen via Webcode 9308.

mic hae l zak r zeWsk i für die usa B.P.: Wie beurteilen sie derzeit ihren markt? m.z.: der us-markt hat sich auf tiefem niveau stabilisiert. obwohl das bruttoinlandprodukt leicht gestiegen und die rezession somit per definition zu ende ist, sind die konsumenten und unternehmen noch sehr zurückhaltend mit ausgaben. die usmärkte präsentieren sich uneinheitlich. viele hersteller haben ihre aktivitäten drastisch zurückgefahren und passen ihre lagerbestände dem niedrigen umsatzniveau an. trotz bedeutenden lagerabbaus

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liegt das verhältnis zwischen verkauf und lager über dem vorjahresniveau, so dass mit weiteren reduktionen zu rechnen ist. manche hersteller stocken ihre lager wieder auf, aber die aufträge sind kleiner und weniger häufig. B.P.: Wie sind die aussichten? m.z.: die kunden glauben, dass die us-Wirtschaft die talsohle erreicht hat, und die meisten unternehmen haben sich dementsprechend angepasst. die kunden besitzen genug kapazität, um die geringere nachfrage zu decken, mit der auch in nächster Zeit zu rechnen ist. die meisten maschinenbestellungen dienen dazu, veraltete ausrüstungen und Produktionsmethoden zu ersetzen. das dürfte auch 2010 so bleiben. für abkantpressen, insbesondere die beyeler Xpert, bestehen jedoch gute aussichten, weil die kunden mit der relativ kleinen investition grosse vorteile erzielen. Wie viel nächstes jahr ausgegeben wird, hängt davon ab, ob das jeweilige management jetzt bereit ist, entsprechende Projekte zu budgetieren und zu bewilligen. so darf 2010 eine gewisse erholung erwartet werden, bis zur rückkehr auf das niveau von 2007 dürfte es aber noch länger dauern. B.P.: Welche anstrengungen haben sie in den letzten Wochen und monaten unternommen, um sich am markt zu behaupten? m.z.: unsere stärke im ganzen nafta-raum ist der kundendienst. die eröffnung der bystronic canada ltd – eine äusserst erfolgreiche investition – hat unsere Präsenz in kanada verstärkt, und so konnten wir unseren umsatz dort während der ganzen rezession halten. unser kundendienst in den usa wurde 2008 reorganisiert. die bisher getrennten serviceabteilungen installationen und sonstiger aussendienst wurden zusammengelegt, um die kommunikation und das training zu optimieren und eine grössere flexibilität zu erreichen. die Priorisierung des kundendienstes hilft uns, unsere kunden trotz harter konkurrenz zu binden. dies kommt unserem image am markt zugute und generiert einnahmen in Zeiten, in denen wenige anlagen verkauft werden. auch haben wir verkauf und verwaltung in den usa anfang 2008 reorganisiert, um das management zu straffen. in gebieten mit schwacher marktabdeckung sind wir auf direktvertrieb umgestiegen. trotz verzögerung haben wir die für 2009 gesteckten absatzziele bereits erreicht. Zudem haben wir bereits 2008 massnahmen eingeläutet, mit denen wir 2009 unsere kosten erheblich reduzieren konnten. so können wir niedrigere Preise anbieten und sind wettbewerbsfähiger. in Zeiten wie diesen sind kommunikation und das engagement der mitarbeitenden von entscheidender bedeutung. alle haben sich für die änderungen eingesetzt, die nötig sind, damit wir konkurrenzfähig bleiben. viele sparmassnahmen wurden von mitarbeitenden verschiedenster unternehmensbereiche vorgeschlagen. dank dieses hohen engagements werden weitere ideen generiert, die es uns ermöglichen, gestärkt aus der rezession hervorzugehen. B.P.: haben sie spezielle aktionen durchgeführt, um ihre marktpräsenz zu erhöhen? m.z.: neben der einführung des direktverkaufs ha-

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ben wir auch in eine datenbank mit etwa 40 000 gelisteten us-unternehmen investiert. das hilft uns, verkaufsprojekte zu identifizieren und früher in den verkaufsprozess einzusteigen. Zudem haben wir einiges an aufmerksamkeit auf uns gezogen, als wir schon weit vor der fabtech-messe in chicago vom vergangenen november die bysprint Pro mit bylaser 4400 lancierten. Wir bewarben sie mit einem attraktiven Preis sowohl in unserem new yorker democenter als auch an demos in chicago. neben der Printwerbung setzen wir vermehrt auch auf elektronische medien. Wir führen sonderaktionen durch und bieten Pauschalangebote für anlagen. ausserdem unterbreiten wir spezialangebote im bereich service, beispielsweise für den resonatorumbau, oder monatsaktionen für ausgewählte ersatzteile.

BoB Wang für c hina B.P.: Wie beurteilen sie derzeit ihren markt? B.W.: das konjunkturprogramm, das die chinesische regierung ende 2008 einführte, hat die nachfrage in einigen für uns profitablen absatzmärkten aufrechterhalten – so etwa beim bau von lokomotiven und rollmaterial für den schienenverkehr. Wir erwarten 2009 eine umsatzsteigerung von über 20 Prozent, da wir bis zum jahresende eine rekordhohe anzahl anlagen ausliefern werden. B.P.: Wie sind die aussichten? B.W.: der export hat in den letzten 20 jahren einen grossen anteil des chinesischen Wirtschaftswachstums ausgemacht. mit dem exportrückgang infolge der weltweiten Wirtschaftskrise hat dieses jahr der einheimische konsum an bedeutung gewonnen. in einigen branchen, wie etwa eisen und stahl, Windkraft und silikon, bestehen klare anzeichen eines überangebots. die regierung hat begonnen, ihre kreditpolitik den inflationserwartungen für 2010 und die darauf folgenden jahre anzupassen, denn mit dem konjunkturprogramm lässt sich die langfristige entwicklung nicht steuern. andererseits braucht china ein biP-Wachstum von über 8 Prozent, um die soziale stabilität aufrechtzuerhalten, und dazu sind neue Wachstumsindustrien nötig. Wir sind optimistisch, dass unser geschäft 2010 weiter wachsen wird, und hoffen auf starken auftrieb durch eine erholung im export und durch den weltweiten Produktionswandel. B.P.: Welche anstrengungen haben sie in den letzten Wochen und monaten unternommen, um sich am markt zu behaupten? B.W.: ohne ins detail gehen zu wollen: Wir haben in den jeweiligen märkten und industrien verschiedenste aktionen durchgeführt. so konnten wir trotz sparsam eingesetzter ressourcen in einzelnen bereichen die gesteckten Ziele sogar übertreffen. Wir haben ausserdem mitarbeiter gezielt weitergebildet und interne Prozesse optimiert, um effizienter und günstiger zu arbeiten. all die massnahmen führten zu besseren abläufen und höheren marktanteilen. B.P.: haben sie spezielle aktionen durchgeführt, um ihre marktpräsenz zu erhöhen? B.W.: guangdong in südchina war die erste Provinz, die sich der aussenwelt gegenüber öffnete, und sie

Michael Zakrzewski, Geschäftsführer Bystronic Inc., Leiter Market Region NAftA

Bob Wang, Geschäfts­ führer Bystronic Co., Ltd (Shanghai), Leiter Market Region China

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By Positive

By Positive

Im harten Umfeld wird hart weitergearbeitet. Be positive! Daran hält man sich.

Wolkenbruch am Horizont.

Licht am Ende des Tunnels. Zuversicht kommt auf.

Selbstbewusst schreitet Bystronic in die Zukunft.

By+, By+, By+...

David Boller lebt in St. Gallen, Schweiz, und zeichnet Comics und Mangas für internationale Verlage sowie Storyboards für Unternehmen.

ist neben dem jangtse-delta das bestentwickelte gebiet. bystronic geniesst in china einen exzellenten ruf, unsere marke wird assoziiert mit Produktivität und erstklassigem service. um daraus auch in guangdong nutzen zu ziehen, haben wir 2008 in der stadt shenzhen eine weitere Zweigniederlassung mit schlagkräftigen verkaufs- und serviceteams gegründet. dort haben wir tage der offenen tür sowie roadshows veranstaltet und gezielte kundenberatungen durchgeführt. dadurch haben wir wertvolle kontakte zu unternehmen knüpfen kön-

nen, die mit unseren anlagen deutlich bessere renditechancen sehen als beispielsweise mit billigen laserschneidanlagen ohne Wechseltisch, an denen Zeitverluste bis 50 Prozent entstehen. so haben wir 2009 in guangdong unsere höchsten Wachstumsraten erzielt. dort und in anderen regionen wollen wir in den nächsten jahren marktführer werden. unbedingt lesen: ungekürzte versionen und stimmen aus anderen märkten im intranet via Webcode 9310.

auf k ur s es liegt in der natur des menschen, dass er sich in stürmischen Zeiten mehr um die Zukunft sorgt als in ruhigen. Wie sieht die Zukunft von bystronic aus? antWorten auf diese frage finden sich in der mittelfristPlanung und den roadmaPs. da sie vertraulich sind, Werden sie nur mündlich kommuniZiert, das heisst, sie kÖnnen im bystronicPeoPle nicht verÖffentlicht Werden. Wichtig ist, dass es sie gibt. denn sie sorgen dafür, dass bystronic auf kurs bleibt.

«Die Roadmap ist nicht in Stein gemeisselt. Sie ist ein Leitfaden.» jürgen hohnhaus, leiter division development

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roadmaP eine roadmap ist wie eine karte – sie zeigt, welchen Weg bystronic in einem gewissen bereich verfolgt. bystronic hat mehrere roadmaps. alle leiten sich aus der strategie ab und dienen dazu, die strategie auf die operativen bereiche runterzubrechen. beispiel division development: «die roadmap der entwicklung gibt an, welche maschinen und komponenten für laser und biegen bystronic in den kommenden jahren entwickeln wird», so jürgen hohnhaus, leiter entwicklung. Weiter zeigt sie auf, wann was auf den markt kommt, und sie legt fest, inwiefern bestehende maschinen überarbeitet und modernisiert werden. entstanden ist sie wie folgt: in

einem ersten schritt hat die division development alle kundenanforderungen gesammelt, gesichtet und priorisiert. darauf hat sie in Workshops herausgearbeitet, was aus ihrer sicht entwickelt werden sollte; selbstverständlich unter berücksichtigung der trends, die es momentan gibt und die auch an den hochschulen und forschungsinstituten verfolgt werden. schliesslich hat sie die ideen zusammengebracht und abgeglichen. daraus ist ende 2008 ein vorschlag zuhanden des bystronic management committee entstanden. nach der Prüfung im kleinen rahmen ist dieser ende april im grösseren rahmen diskutiert worden, bevor conzzeta ihn im juni zusammen mit der roadmap der entwicklung

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aus der division Waterjet abgesegnet hat. seit anfang juli sind die roadmaps in kraft, sie gelten bis 2013. bis dahin kann noch viel geschehen. «ja», meint jürgen hohnhaus, «und deshalb ist die roadmap auch nicht in stein gemeisselt. sie ist ein leitfaden, nach dem wir arbeiten wollen.» überprüft wird sie jährlich, und somit kann sie an nichtvorhergesehenes angepasst werden. anpassungen sind jedoch immer auf die strategie abgestimmt. und was für eine bedeutung hat die roadmap? «für eine entwicklung ist es sehr wichtig, einen roten faden zu haben, der vorgibt, bis zu diesem Zeitpunkt muss jenes Produkt reif sein für den markt, beispielsweise weil dann eine messe ansteht, an der das Produkt eingeführt werden soll. deshalb ist es ganz dringend notwendig, dass man eine roadmap hat, denn ohne geht es nicht», ist jürgen hohnhaus überzeugt.

mitte lfr istPlanung mittelfristplanung (mfP) gibt es nur eine und auch sie leitet sich aus der strategie ab. erstellt wird sie unter berücksichtigung der roadmaps. sie gibt einen ausblick über drei jahre und zeigt, welche finanziellen Ziele bystronic in dieser Zeit erreichen will, wie sie umgesetzt werden können und welche ressourcen dafür benötigt werden. die mfP besteht aus einem bericht und einem Zahlenteil. im bericht werden die annahmen beschrieben, die bystronic für die drei berichtsjahre trifft. Wie steht es um die Wirtschaft, wie um die margensituation? Wie um die organisation und die kostenstruktur von bystronic? Wie viel betriebsgewinn will bystronic erzielen und wie viel will sie in die entwicklung investieren? Wie viel flüssige mittel, cashflow, will sie erwirtschaften und wie viel geld kann sie binden? auf der grundlage des berichts entsteht dann der Zahlenteil, der eine erfolgsrechnung, eine bilanz sowie ein cashflow-statement beinhaltet.

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jedes jahr im juli erstellt cfo franco cornacchia in enger Zusammenarbeit mit dem bystronic ceo die mfP. als basis dienen die vorschau, der input aus den märkten und die roadmaps. nach der diskussion im management committee wird sie finalisiert und von der conzzeta konzernleitung sowie dem verwaltungsrat abgesegnet. ein dreijahresplan, der jedes jahr neu erstellt wird? Zum glück. so können getroffene annahmen angepasst werden, denn das wirtschaftliche umfeld ist nicht leicht zu beurteilen. «ich habe keine kristallkugel und weiss nicht, wie die Zukunft aussieht», gibt franco cornacchia zu bedenken, «und je weiter man in die Zukunft plant, desto schwieriger wird es.» deshalb ist das erste berichtsjahr stets das wichtigste – dazu gibt es am meisten informationen, muss am wenigsten simuliert werden. apropos simulation: entsteht eine mfP, werden immer verschiedene szenarien durchgespielt, bevor man sich für eines entscheidet. «Wenn ich auf eine dreitägige bergtour gehe, aber noch nicht weiss, ob das schöne Wetter hält, muss ich alles mitnehmen, damit ich auch einen allfälligen Wetterumschwung gut überstehe. und ich muss mir überlegen, was für alternativen ich habe», sagt der cfo. szenarienplanung hilft also, sich frühzeitig auf den extremfall vorzubereiten. «trotz guter Planung kann es vorkommen, dass man nicht optimal vorbereitet ist oder mit einer unvorhersehbaren situation konfrontiert wird; dann ist es matchentscheidend, wie flexibel die organisation ist und wie schnell sie sich den veränderten umständen anpassen kann.» Was geschieht, wenn bystronic die in der mfP gesetzten Ziele verfehlt? «dann wird genau analysiert, wie es dazu gekommen ist», so der cfo. sind äussere faktoren wie beispielsweise eine rezession der grund oder liegt es an bystronic? nicht zu vergessen: «ein Plan ist ein Plan – die realität wird zeigen, ob er sich abbildet. und auch der beste Plan bringt nichts, lässt man der Planung keine taten folgen.»

«Es ist match­ entscheidend, wie flexibel die Organisation ist und wie schnell sie sich anpassen kann.» franco cornacchia, cfo

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40. Jahrgang Nr. 4 September 2010

Die Zeitung der Universität Zürich Die Vermessung des Geistes

Neue Perspektiven für den wissenschaftlichen Nachwuchs

Viele glauben, Forschungsqualität in den Geisteswissenschaften könne man nicht quantifizieren. Wissenschaftsforscher HansDieter Daniel versucht es trotzdem. Seite 6

Europaweit bauen forschungsstarke Hochschulen die Doktoratsstufe aus. Auch die Universität Zürich. Ein Graduate Campus soll zukünftig neue Anreize für innovative und unkonventionelle Forschungsprojekte setzen. Dozierende der UZH diskutieren die Idee. Seite 9-11

Who is who Die Forschungsgruppe für Codierungstheorie und Kryptografie stellt sich vor. Seite 13

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Biobäuerin analysiert den Kopftuchstreit

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Im Fokus

Claudia Lazzarini aus dem Puschlav pendelt zwischen Wissenschaft, Kräutergarten und Gerichtssaal. Seite 15

Im Fokus: Unsere Charakterköpfe

Mit Ecken und Kanten Sie haben Institute geprägt und manchmal ganze Wissenschaftskulturen. Sie verhalfen der UZH zu Weltruhm oder brachten sie an den Rand ihrer Schliessung: unsere 15 Charakterköpfe aus 177 Jahren Universitätsgeschichte.

Unsere Charakterköpfe Persönlichkeiten, die an der UZH Geschichte schrieben Ake Senning, Herzchirurg.

Der Erfinder Verena Meyer, Physikerin, erste Rektorin der UZH.

Illustration Andreas Gefe

Die Pionierin

Sie bauten Teilchenbeschleuniger, erschlossen neue Klangwelten oder erfanden die Herz-Lungen-Maschine: Fünfzehn eigenwillige Persönlichkeiten, die an der UZH Massstäbe setzten.

David Werner und Sascha Renner

Erkennen Sie alle der abgebildeten Gesichter? Nein? Die 15 hier versammelten Persönlichkeiten erfanden Herzschrittmacher, kämpften für Gleichberechtigung, revolutionierten die Theologie, erhellten antike Mythen, lancierten Biotech-Firmen, brachen Literaturdebatten vom Zaun, gründeten Kliniken und Spitäler – oder sagten am Kap der guten Hoffnung der Pferdepest den Kampf an. Wir haben Professorinnen und Professoren von heute gebeten, in diesem Heft herausragende Persönlichkeiten aus der Geschichte der UZH vorzustellen. Men-

schen, die Ungewöhnliches wagten, die Massstäbe setzten und damit das heutige Gesicht der Universität mitprägten. Neugierig auf die Nachbarn Natürlich wäre auch eine andere Auswahl denkbar gewesen. Mit Sicherheit fällt Ihnen sofort jemand ein, der auch in diese «Hall of Fame» gehören würde. Die vorliegende Zusammenstellung erhebt keinen Anspruch auf Repräsentativität. Sie werden zum Beispiel schnell feststellen, dass Nobelpreisträger wie Rolf M. Zinkernagel, Karl Alex Müller, Paul Karrer, Erwin Schrödinger oder Albert Einstein fehlen. Der Grund: Die

Namen und Gesichter von Nobelpreisträgern sind einer breiteren Öffentlichkeit schon bekannt. Sie sind die Ausnahmen, die die Regel bestätigen: dass nämlich Forschende über die Grenzen ihrer Fachgemeinschaft hinaus selten wahrgenommen werden, und seien sie noch so bedeutend. Selbst innerhalb der Universität weiss man oft wenig von einander. Dabei ist der Reiz einer Volluniversität wie Zürich, dass sie das ganze Spektrum der Wissenschaften und einen enormen Reichtum an Fachkulturen versammelt. Das Journal (vormals unijournal), die Zeitung der Universität Zürich, will die

Nachbarn neugierig aufeinander machen. Es möchte dazu anregen, Entdeckungen vor der eigenen Büro- und Labortür zu machen – im Wissen darum, dass dafür im hektischen Forschungs- und Studienalltag meist wenig Zeit bleibt. Seit nunmehr vierzig Jahren erfüllt das Journal diese Aufgabe. Damit dies in Zukunft noch besser gelingt, erscheint das Heft nun in konzeptuell und visuell aufgefrischter Form. Das Journal soll Ihnen ein lebendiges Bild von der Vielfalt der Universität vermitteln – neu ganz in Farbe.

Ausgerechnet aus der Physik, einem Studiengang mit minimalem Frauenanteil, stammte die erste und bisher einzige Rektorin der Universität Zürich – ist dies ein Zufall? Verena Meyers Forschung in der Experimentalphysik zeichnete sich aus durch sorgfältige Analyse, Planung und Konstruktion eines passenden Experiments, das oft eine mutige technische Weiterentwicklung erforderte, und schliesslich eine kritische Betrachtung der Messdaten. Mit dieser Methodik war sie auch gut gerüstet für ihre administrativen Aufgaben an der Hochschule und für ihre spätere einflussreiche Tätigkeit in der Schweizer und der internationalen Wissenschaftspolitik. Bescheiden und frei von persönlicher Eitelkeit stellte sie sich in den Dienst der Sache, und beeinflusste ihr Umfeld dank konzentrierter Arbeit und natürlicher Autorität. Sie beeindruckte uns schon als Studierende, wenn sie uns einfühlsam und geduldig in Vorlesung und Praktikum sowie später im Labor, als Doktormutter, zur Seite stand. Die mächtigen experimentellen Einrichtungen, mit denen die Teilchenphysik heute Prozesse im frühen Universum nachvollziehen will, wären undenkbar ohne die Vorarbeit an dem kleinen Beschleuniger, den Verena Meyer am Physik-Institut in den Fünfzigerjahren mitbaute. Von 1948, als sie sich immatrikulierte, bis heute erstreckt sich ihr Wirken an der UZH. Uns bleibt insbesondere ihre Rede zum Universitäts-Jubiläum 1983 in Erinnerung. Die Wissenschaftspolitik trieb sie auch nach ihrer Emeritierung 1994 noch um, so gehörte sie dem Expertenrat an, der 2000 alle Universitäten in Nordrhein-Westfalen evaluierte. «Kreatives Alter» nennt sich eine der vielen Stiftungen, für die sie als Expertin tätig ist, ein Motto, dem sie in ihrem neunten Lebensjahrzehnt wahrlich nachlebt. Peter Truöl, Emeritierter Professor für Physik

Entscheidend für die Karriere des gebürtigen Schweden Ake Senning (1915–2000) war die Begegnung mit Clarence Crafoord, der ihn in die Herzchirurgie einführte und ihn anwies, eine Herz-Lungen-Maschine zu entwickeln, was rasch gelang. 1958 implantierte er bei einem Patienten mit AV-Block den ersten permanenten Schrittmacher und schrieb mit dem Elektroingenieur Rune Elmqvist Geschichte. Dennoch verzichtete er auf ein Patent: «Medizinische Entdeckungen gehören der Medizin und nicht dem Erfinder.» Lange vor der ersten Bypass-Operation führte Senning nach der Strip-Graft-Technik die erste Endarterektomie der Koronararterien und verschloss 1959 einen Vorhofseptumdefekt. Senning wurde 1961 an die UZH berufen. 1964 gelang ihm die erste Nieren- und 1968 die erste Herztransplantation der Schweiz. Ein letzter Geniestreich folgte 1981 mit einer neuen Korrektur des Budd-Chiari-Syndroms, bei der er die Einengung der Lebervenen durch eine direkte Anastomose an das rechte Herz umging. Senning war Mitglied zahlloser medizinischer Gesellschaften, erhielt viele Ehrungen und trat mit über 350 Publikationen hervor. Er machte Zürich zu einem weltweit anerkannten Zentrum der Herzchirurgie und in der Folge der Kardiologie. Thomas F. Lüscher, Professor für Kardiologie

Grenzen der Universität und die des Landes hinaus. Die Hingabe für den Gegenstand, die Emil Staiger (1908–1987) von jedem Germanisten forderte, verkörperte er selbst durch ein Charisma, das ebenso mitreissend wie unerbittlich wirkte. So jedenfalls schilderte es mir mein akademischer Lehrer, der sich selbst als Student 1960 aus München aufmachte, um ein Semester lang vom Zürcher Ordinarius die Kunst der Interpretation zu lernen. Der Literatur eine solche Geltung innerhalb der gesellschaftlichen Öffentlichkeit verschafft zu haben, erscheint mir heute als die vielleicht grösste Leistung. In diesem Sinn hat Emil Staiger eine ganze Generation von Germanisten geprägt. Diese öffentliche Stimme der Literaturwissenschaft hatte freilich auch ihre Schattenseite. Staigers unselige Scheltrede auf die moderne Literatur im Zürcher Literaturstreit 1966 stempelte ihn zum Traditionalisten. Heute wird sein Werk zu Recht wieder entdeckt. Für mich ist beispielhaft, wie er die Aufmerksamkeit auf die Komplexität der Darstellungsverfahren der Literatur richtete. Er nannte diese Achtsamkeit auf die sprachliche Form «die Lust am Wert des Sprachkunstwerks» oder auch schlicht «Stil». In der gegenwärtigen Debatte, ob der Literaturwissenschaft im Sog der allgemeinen Kulturwissenschaft ihr spezifischer Gegenstand abhanden komme, ist Staigers Beharren auf der spezifischen Kompetenz formbewusster Lektüre ein höchst aktueller Beitrag. Die Zürcher Germanistik hat heute noch ihre Identität in diesem Wissen um die sprachliche Vermitteltheit kultureller Wirklichkeiten. Sabine Schneider, Professorin für Neuere Deut­ sche Literaturwissenschaft

sischen Epoche», das wir als Studierende mit Hörerrabatt erwarben, ist heute ein Standardwerk. Wie auch Burkerts weitere Monografien zu antiken Mythen, Kulten und Riten sowie zum Kulturaustausch mit dem Vorderen Orient. Was beim Blättern dieses Buches sogleich auffällt – Breite des Zugriffs, unglaubliche Informationsdichte, Internationalität und selbstverständliche Interdisziplinarität, zupackender Stil –, zeichnete auch die Veranstaltungen aus. Er verstand es, fach- und zeitenübergreifend faszinierende Zusammenhänge und Einsichten in die von der Antike bis heute erstaunlich konstante Natur des Menschen zu erschliessen. Und dies in rasantem Tempo: Die 45 Minuten einer Vorlesung schienen oft zu kurz, um alles, was in Burkerts – nicht nur physisch die meisten Zeitgenossen überragenden – Kopf Eingang gefunden hatte, zu vermitteln. Als Studienanfänger war das eine Herausforderung, doch das Gefühl, Weltklasse Zürich in den Altertumswissenschaften zu erleben, beflügelte. Die Schaffenskraft des vielfach ausgezeichneten Forschers scheint ungebrochen: Die «Griechische Religion» wird spätestens im nächsten Jahr in überarbeiteter Fassung neu verfügbar sein. Christoph Riedweg, Professor für Klassische Philologie/Gräzistik

Hugo Krayenbühl, Neurochirurg.

Der Visionär

Walter Burkert, Gräzist.

Der Überragende Emil Staiger, Literaturwissenschaftler.

Der Formbewusste Das Auratische seiner berühmten 11-UhrVorlesungen in der Aula wirkte über die

Als ich im Herbst 1977 in Zürich klassische Philologie und Musikwissenschaft zu studieren begann, wurde schnell klar, dass wir es bei unserem hochgewachsenen Griechischprofessor mit einer Ausnahmeerscheinung zu tun hatten. Sein Buch «Griechische Religion der archaischen und klas-

Hugo Krayenbühl (1902–1985), begründete als Volontärsarzt ohne Salär 1937 die Schweizer Neurochirurgie. Nach einer neurochirurgischen Ausbildung in London kehrte er mit eigenen Instrumenten nach Zürich zurück, wo er die ersten Hirnoperationen durchführte. Auch in anderen Bereichen leistete er Pionierarbeit: Er setzte erste intratracheale Narkosen und erstmals Penicillin in der Schweiz in seiner Klinik ein. Hugo Krayenbühl praktizierte eine ganzheitliche Medizin, indem er Patienten medizinisch, psychiatrisch und neurologisch untersuchte, alle diagnostischen Abklärungen selbst durchführte, die Narkose leitete und während der Operation anhand des

pathologischen Präparates die Diagnose stellte. Er sah aber auch die Notwendigkeit von Subspezialitäten wie Neuropathologie, Neuropsychologie, Neuroopthalmologie, Neuroradiologie und Epileptologie, und förderte sie. Die Hirnchirurgie in Zürich war durch diese Aktivitäten führend und der Zeit voraus, insbesondere was die Einführung der Mikrochirurgie anbelangt, deren Bedeutung Krayenbühl früh erkannte. Helmut Bertalanffy, Professor für Neurochirur­ gie, und Niklaus Krayenbühl, Enkel von Hugo Krayenbühl und Oberarzt am USZ

Ernst Hadorn, Entwicklungsbiologe.

Der Strenge

Charles Weissmann, Molekularbiologe.

Der Schlagfertige Brillant, streng, humorvoll-schlagfertig. Das sind die Stichworte, die mir zu Charles Weissmann (* 1931) einfallen. Er war in den Siebzigerjahren mein Doktorvater. Man hatte mich vorgewarnt: lange Arbeitszeiten, Laborbesprechungen jeweils am Samstagmorgen, gnadenlose Kritik für unsorgfältiges Experimentieren oder nachlässiges Denken ohne Ansehen der Person. In der Tat war er stets präsent, stets fordernd; wir haben Charles Weissmann nie anders als «Monsieur cent mille Volts» erlebt. Diskussionen gingen immer um die Sache, er kehrte nie den Herrn Professor heraus, sondern konnte auch den blutigen Anfänger für eine gute Idee loben. Dies machte seine Dominanz erträglich. Gelegentlich veräppelte er einen Mitarbeiter. Zum Beispiel präsentierte ich ihm einmal voller Stolz eine von mir entwickelte Mini-Apparatur für Elektrophrese. Unbemerkt befestigte er ein Band daran, liess den Apparat scheinbar fallen und amüsierte sich köstlich über mein Gesicht. Sein Humor schloss auch augenzwinkernde Selbstkritik mit ein. Überhaupt konnte er zu jeder Situation einen passenden Witz zum besten geben, ein Grossteil davon aus der jüdischen Lebenswelt. In den Sechziger- und Siebzigerjahren arbeiteten er und sein Team auf Bakteriophagen und tumorerzeugenden Viren der Vögel, dann auf Interferon, einer körpereigenen antiviralen Substanz. Das Interferon-Patent überliess er grosszügig der UZH, in deren Kasse es Dutzende von Millionen Franken spülte. Dann wandte er sich den rätselhaften Prionen zu, welche unter anderem die Creutzfeld-Jakob-Krankheit verursachten. 2004 wurde er als Scientific Director ans Scripps Institute nach Florida berufen, wo er nach wie vor auf Prionen arbeitet und wegweisende Beiträge leistet. Walter Schaffner, Professor für Molekular­ biologie

Die Entdeckung, dass frühe Organanlagen der Fliege Drosophila unter gewissen experimentellen Bedingungen ihre Bestimmungsrichtung ändern, also etwa statt Beinen Flügel oder Antennen bilden können – die Entdeckung der «Transdetermination» also –, brachte Ernst Hadorn (1902–1976), dem bedeutendsten Schweizer Entwicklungsbiologen seiner Zeit, Weltruhm ein. Begonnen hatte er seine akademische Laufbahn 1931, als er – zuvor Primarlehrer – in Bern promovierte. Später arbeitete er als Rockefeller Fellow in den USA, wurde als Professor für Zoologie nach Zürich berufen, wurde Rektor der UZH und später Initiant des Forschungscampus Irchel, für den er sich bei der denkwürdigen Volksabstimmung von 1970 leidenschaftlich einsetzte. Als Institutsdirektor war er – gewiss einer der alten Garde – vorbildlich: Er erkannte die Umwälzungen in den Biowissenschaften eher und schärfer als andere, sah das molekularbiologische Zeitalter heraufdämmern, etablierte an seinem Institut die Neuro- und Verhaltensbiologie und förderte – zum Beispiel in seinem legendären Literaturseminar – schon früh das Denken über die Fachgrenzen hinaus. An uns Jüngere, die fasziniert in seinen Bannkreis traten, stellte er hohe Ansprüche. Er war hart, wo er es sein musste, und mild, wo er es durfte. Als ich ihn in meinem ersten Assistentenjahr einmal fragte, ob ich an den wöchentlichen Staff Meetings immer teilnehmen müsse, da ich im Labor so viel zu tun hätte, lächelte er hinter seiner Maispfeife: «Gehen Sie nur; ich sage Ihnen dann schon, was ich entschieden habe.» Er hatte immer recht entschieden. Rüdiger Wehner, Em. Professor für Neurobiologie

Journal Die Zeitung der Universität Zürich

andersetzung um den Theologen David Friedrich Strauss (1808–1874), der 1839 zum ordentlichen Professor für Kirchengeschichte und Dogmatik gewählt worden war. Strauss war damals bereits wissenschaftlich ebenso berühmt wie in kirchlichen Kreisen berüchtigt für sein 1500 Seiten starkes Buch «Das Leben Jesu» (1835/36), das er als 27-Jähriger verfasst hatte und das die Evangelien nicht als Berichte über historische Tatsachen, sondern als deren mythologische Ausgestaltungen beschrieb. Zwar sei, so Strauss, Jesus in Nazareth aufgewachsen, lehrend im Land Israel herumgezogen und schliesslich aufgrund seiner Konflikte mit der Obrigkeit hingerichtet worden. Doch wurde dieses historische Gerüst in den Evangelien nachträglich breit ausgestaltet mit frommen Ideen und religiösen Interpretationen. Auch wenn die heutige Bibelwissenschaft diesen Befund etwas anders analysieren und interpretieren würde, so gehört seine Grunderkenntnis, dass die Evangelien Historie mit späteren Glaubensaussagen des Urchristentums verbinden, zu den unhintergehbaren Grundlagen der modernen Theologie. Seine Berufung löste den «Züriputsch» aus, der zwar nicht die Universität, aber doch die Zürcher Regierung zu Fall brachte und nur durch die vorzeitige Pensionierung von Strauss, noch vor dessen Amtsantritt, beruhigt werden konnte. Strauss fand zeitlebens keine Anstellung mehr an einer Universität. Sein Name erinnert aber an die Notwendigkeit der Unabhängigkeit des Denkens von Dogmen, vorgefassten Meinungen, gängigen Überzeugungen und dergleichen. Dieser Unabhängigkeit müssen Wissenschaft und Universität verpflichtet sein, wenn sie ihrem Auftrag gerecht werden wollen. Konrad Schmid, Professor für Theologie

Die Couragierte

Der Kämpfer

Der Furchtlose Die UZH wurde 1833 gegründet und stand sechs Jahre später bereits wieder vor ihrer Schliessung. Anlass dazu gab die Ausein-

konnte. Er hatte unter dem Eindruck einer psychotischen Erkrankung seiner geliebten Schwester den Plan aufgegeben, Naturwissenschaften zu studieren, und sich der Medizin und Psychiatrie zugewandt. Er wollte das Los von psychisch kranken Menschen verbessern, zunächst durch ein tieferes Verständnis ihrer Problematik dank Anteil nehmender Beobachtung, dann mit geeigneteren Therapien. Das erste Ziel hat er zweifelsohne erreicht. Nicht nur sein 1911 erschienenes Hauptwerk «Dementia praecox oder Gruppe der Schizophrenien», das ihn weltberühmt machte, zeugt davon. Auch die Aufnahme seiner Schizophrenielehre in die Lehrbücher aller Kontinente macht deutlich, wie seine Verbindung von psychodynamischer Wahndeutung und neurobiologischen Grundannahmen das Verständnis der Schizophrenie im 20. Jahrhundert geprägt hat. Eugen Bleuler ist nicht nur der Schöpfer von Krankheitsbegriffen wie Schizophrenie, Autismus oder Ambivalenz. Er war als Direktor des Burghölzli (1898–1927) ein früher Wegbereiter der Psychoanalyse. Auch wenn Bleuler dem damaligen Zeitgeist der Eugenik nicht widerstand, war ihm Populismus fremd. Er blieb, was er war – auch als Rektor der Universität (1924– 1926): eine Persönlichkeit mit Ecken und Kanten. Daniel Hell, Emeritierter Professor für Psychiatrie

Brigitte Woggon, Psychiaterin.

Eugen Bleuler, Psychiater.

David Friedrich Strauss, Theologe.

Nr. 4, September 2010

«Leicht nach vorne geneigt, ..., das schmale, scharf geschnittene Gesicht beim Sprechen überlebhaft gespannt.» So wurde das Auftreten Eugen Bleulers (1857–1939) an psychiatrischen Kongressen charakterisiert. Tatsächlich betrat Bleuler die akademische Arena (nach den Worten seines Sohnes Manfred Bleuler) «wie ein Krieger, der sich in einer kritischen und feindseligen Welt seinen Platz erkämpfen musste.» Denn Eugen Bleuler, von bäuerlicher Abstammung, wollte den Akademikern seiner Zeit zeigen, was «ein Arzt aus dem Volke» leisten

Brigitte Woggon war neben ihrem Hauptberuf als Professorin für Pharmakotherapie langjährige Präsidentin der Gleichstellungskommission (GLK) der UZH. Trotz ihrer Beteuerungen, dass ihr zumindest zu Beginn der Präsidentschaft das anvertraute Amt etwas fremd war, hat sie sich während ihrer mehr als siebenjährigen Amtszeit intensiv und engagiert mit der Gleichstellung befasst. Ihre offene, herzliche und bodenständige Art und ihre klaren Worte ebneten ihr den oft mühsamen Weg. Während ihrer Präsidentschaft wurden namhafte Projekte realisiert; so wurde zum Beispiel das Bundesprogramm Chancengleichheit fester Bestandteil der Gleichstellungsförderung, der Anteil der Frauen an der UZH, insbesondere der Professorinnen, ausgebaut, die Kinderbetreuung forciert, die Gender Policy verabschiedet und implementiert und die Nachwuchsförderung zum Themenschwerpunkt der GLK erhoben. Brigitte Woggon wurde 2008 mit dem Symposium Zivilcourage für ihre VerFortsetzung auf Seite 5

5 Im Fokus: Unsere Charakterköpfe

dienste in Sachen Gleichstellung geehrt und in den Unruhestand als Psychiaterin in ihre neu gegründete Praxis verabschiedet. Brigitte Tag, Professorin für Strafrecht, Strafprozessrecht und Medizinrecht

Sir Arnold Theiler, Veterinärmediziner.

Der Abenteurer Arnold Theiler (1867–1936) eröffnete nach seinem Staatsexamen in «Tierarzneikunde» an der UZH eine Privatpraxis in Beromüns­ ter, doch befriedigte ihn diese Tätigkeit nicht. Damals waren die therapeutischen und prophylaktischen Möglichkeiten in der tierärztlichen Praxis sehr begrenzt. 1891 wanderte Theiler nach Südafrika aus. Nach schwierigen Anfangsjahren als Farmarbei­ ter (bei einem Unfall verlor er die linke Hand) und als Praktiker in Pretoria wurde die Regierung auf ihn aufmerksam, als er zur Bekämpfung einer Pocken­Epidemie 1892 die Herstellung einer Vakzine empfahl. Mit Energie und grosser Professionalität führte Theiler in dem auf seine Anregung hin gegründeten Ondersteport Veterinary Research Institute (bei Pretoria) systemati­ sche Forschungsarbeiten durch. Theiler war erster Direktor dieses Institutes und erster Dekan der 1920 gegründeten Faculty of Ve­ terinary Science. Theiler gilt als Vater des Veterinärwesens in Südafrika. Er lieferte entscheidende Beiträge zur Klärung der Ur­ sache wichtiger Infektionskrankheiten wie Ostküstenfieber oder Afrikanische Pferde­ pest und entwickelte Bekämpfungsverfah­ ren gegen Zecken. Seine interdisziplinär ausgerichtete Grundlagenforschung beein­ flusste die Entwicklung der Veterinärmedi­ zin in vielen Ländern. Johannes Eckert, Em. Professor für Parasitologie

Beatrice Weber-Dürler – erste Frau auf einem Lehrstuhl für öffentliches Recht in der Schweiz.

Die Gradlinige Sie war und ist in jeder Beziehung ein Vor­ bild: Eine brillante Dozentin, didaktisch be­ gabt und auf jede Stunde gewissenhaft vor­

bereitet; eine Rechtswissenschaftlerin der Spitzenklasse, die sich auf Grundsatzfragen des Verfassungsrechts konzentrierte, sie messerscharf analysierte und in präzisen, knappen und klaren Darlegungen Lösungen aufzeigte. Ein Anliegen war ihr die Gleichberechti­ gung der Geschlechter, das sie ohne Pathos, aber konsequent und überzeugend vertrat. Sie wirkte nicht durch «feministische» Auf­ tritte in der Öffentlichkeit, sondern schlicht durch ihren Erfolg als Professorin. Wir männlichen Kollegen hatten es nicht einfach neben ihr. Dass die Studentinnen ihre Lehr­ veranstaltungen den unseren vorzogen, konnten wir noch wegstecken. Aber auch die Studenten liefen in Scharen zu ihr über. Dabei unterrichtete sie stets nüchtern und sachlich. Auf Showeffekte und Unterhal­ tung legte sie keinen Wert. Sie begeisterte die Studierenden ebenso wie die Wissen­ schaftsgemeinschaft mit ihrer stringenten Gedankenführung, ihren anschaulichen Er­ klärungen und überzeugenden Argumen­ ten. Trotz all ihren Erfolgen ist sie beschei­ den und zurückhaltend, jedem Personenkult abhold geblieben. Georg Müller, Emeritierter Professor für Staatsund Verwaltungsrecht und Gesetzgebungslehre

Journal Die Zeitung der Universität Zürich

anderen Licht. Hindemith gilt als einer sei­ ner bedeutendsten Komponisten. Die Provokation seiner Tätigkeit an der Universität Zürich, seiner unerbittlich am Menschen ausgerichteten musikalischen Wissenschaft ist, in Zeiten sich überschla­ gender Turns, Approaches und Strategien, aktueller denn je. Laurenz Lütteken, Professor für Musikwissenschaft

Nr. 4, September 2010

Marie Theres Fögen hat das Rechtswis­ senschaftliche Institut der Universität Zü­ rich zudem auch kaum «geprägt», zum Bei­ spiel, weil sie weniger hineinpresste, sondern eher herausragte – und aus manch anderem Grund … Hier soll jedoch für ein­ mal Verweigerung stattfinden und gar keine Geschichte gedruckt werden – ob­ wohl gerade sie es so gut konnte: Geschich­ ten erzählen, beispielsweise Rechtsge­ schichten. Paul Oberhammer, Professor für Schweizerisches und Internationales Zivilprozessrecht, Schuldbetreibungs- und Konkursrecht sowie Privat- und Wirtschaftsrecht

Marie Theres Fögen, Rechtswissenschaftlerin.

Die Scharfsichtige

Paul Hindemith, Komponist, Musikwissenschaftler.

Der Humanist

Die Berufung von Paul Hindemith (1895– 1963) an die UZH im Jahr 1949 war eine Sensation. Nicht nur gelang es auf diese Weise, den berühmten, im amerikanischen Exil lebenden Komponisten nach Europa zurückzuholen, bei einer erstaunlichen ad­ ministrativen Elastizität. Vielmehr stellte seine Berufung einen nachdrücklichen Ver­ such dar, den Kunstwissenschaften im Sinne einer philosophischen Anthropologie neue Geltung zu verleihen. Der Komponist wehrte sich dagegen, die Wissenschaft von der Musik auf historische Quellenkunde zu reduzieren. Eine Kunstwissenschaft sollte, dies der Tenor der Zürcher Antrittsvorle­ sung von 1951, dem Menschen gelten und ihm dienen, auch und gerade in der diffe­ renzierten Aneignung der Geschichte. Und er machte ernst damit: Es gab in Eu­ ropa wohl keine einzige Universität, an der man 1957, wie in Zürich, eine Vorlesung über Schönbergs Streichquartette hören konnte. Nach seinem Tod und noch in den Achtzigerjahren galt er in den selbstverlieb­ ten Zirkeln einer vermeintlichen Avant­ garde als Komponist «von gestern». Inzwi­ schen jedoch erscheint das 20. Jahrhundert mit all seinen teleologischen Geschichts­ konstruktionen auch in der Musik in einem

«… das Subjekt droht spurlos zu ver­ schwinden. Die Welt wird dadurch nicht gemütlicher. Mit Strukturen kann man nicht plaudern und mit Systemen nicht spa­ zieren gehen. (…) In der zunehmend durch anonyme Kräfte und kaum kontrollierbare Entwicklungen bestimmten Situation der Gesellschaft spenden Biographien Trost. Nicht nur, weil sie einen Teil lebensge­ schichtlicher Gemütlichkeit wiederherstel­ len. Sie haben darüber hinaus den un­ schätzbaren Vorteil, bereits Bekanntes zu wiederholen. (…) Wiederholt wird in Bio­ graphien, auch wenn sie weniger berühm­ ten Leuten gewidmet sind, jedenfalls das, was jeder kennt: Geburt und Tod, und das meiste, was dazwischen liegt. Wer sich auf Biographien einlässt, muss sich nicht auf prinzipiell Unbekanntes einlassen, was un­ gleich anstrengender wäre. Der ‹sparsame Umgang mit kognitiven Ressourcen› (…) bevorzugt Redundanz.» Was hätte die Autorin dieser Zeilen von der vorliegenden Publikation gehalten? In der Tat steht der grassierende akademische Personenkult in genau dem Verhältnis zur voranschreitenden Entwertung des Sub­ jekts (hier: im wissenschaftlichen Feld), das Marie Theres Fögen (1946–2008) etwa im eben zitierten NZZ­Artikel 2001 so schel­ misch beschrieb: Rührende Viten personifi­ zierter Wissenschaft verhüllen schamlos die Macht stumpfsinniger Technokratie. Wer würde sich da besser eignen, der Zür­ cher Juristenfakultät (natürlich nur unfrei­ willig­posthum) «lebensgeschichtliche Ge­ mütlichkeit» zu spenden als die 2008 im 62. Jahr so jung Verstorbene? Im Aufgebot zum hier vorliegenden Text bat die Redaktion des «Journals»: «Wir wol­ len zeigen, wie einzelne Persönlichkeiten Institute und deren Kulturen die Universi­ tät Zürich prägten». Die derlei zugrunde liegende Hypothese hätte Marie Theres Fö­ gen wohl kaum geteilt. Die Erwähnung in einer «Hall of Fame» hätte sie dennoch ge­ freut.

Johann Lukas Schönlein, Mediziner.

Der Exilant Mit Johann Lukas Schönlein (1793–1864) gewann die neu gegründete UZH 1833 den berühmtesten Kliniker seiner Zeit. Der an­ regende, mitreissende Lehrer dozierte deutsch statt wie vielfach üblich lateinisch. Er begründete die «Naturhistorische Schule», die von der spekulativen «Natur­ philosophie» abrückte und strengere wis­ senschaftliche Methoden einforderte. Da­ bei entwarf der Franke eine Krankheitslehre mit einer Charakteristik beziehungsweise Definition der verschiedenen Krankheiten. Grundlagen boten ihm sorgfältige Beob­ achtungen am Krankenbett, die exakten Be­ funde von Leichensektionen, die chemi­ schen Untersuchungen von Blut und Exkrementen sowie die Perkussion (Ab­ klopfen) und Auskultation (Abhorchen) der inneren Organe. Schönleins Therapie war energisch und einfach: Aderlass, Blut­ egel, Klistiere, Bettruhe, spezifische Diät, kaltes Wasser oder Heilmittel wie Quecksil­ ber, Chinin und Digitalis. Der liberale Katholik war zuvor aus poli­ tischen Gründen als Direktor des Julius­ spitals in Würzburg abgesetzt worden. Die damals herrschende liberal­radikale Zür­ cher Mehrheitspartei griff begeistert zu. Schönlein amtete als erster Dekan der Me­ dizinischen Fakultät und internistischer Chef des Kantonsspitals. Rasch übte er gro­ sse Anziehungskraft auf Studenten des In­ und Auslandes aus. Und ermöglichte damit vielleicht sogar das Überleben der jungen Universität. Den Patienten wie den Behör­ den begegnete er so direkt, dass der Aus­ druck «grob wie Schönlein» sprichwörtlich wurde. 1839 folgte Schönlein einem Ruf nach Berlin, wo er nochmals zwanzig Jahre als gefeierter Kliniker und Leibarzt des preussischen Königs wirkte. Christoph Mörgeli, Medizinhistoriker

Mehr zum Thema ab Seite 2.

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Provinzial Info 166 Mai 2010

„In Zukunft mehr grüne Verkäufer“ Wertschätzung ist also von großer Bedeutung? Dankelmann: Ja natürlich, deshalb werden wir auch bei den „Besten-Clubs“ etwas ändern. Wir werden neue Clubs schaffen für unsere Kundenberater und auch für die Auszubildenden, weil sie uns einfach wichtig sind. Und wie gehen Sie bei den GLs vor? John: Hier kommt den Vertriebsleitern für OrgaAusbau künftig eine sehr wichtige Rolle zu. Personal suchen, den Einstieg erleichtern, bei der Qualifizierung helfen und letztlich die GLs langfristig an die Provinzial binden – damit werden sie einen herausragenden Beitrag für die erfolgreiche Weiterentwicklung unserer GL-Orga zu leisten haben. Das klingt nach professionellerer Personalplanung in den GD’s. John: Ja, genau das ist es. Künftig sollen die Vertriebsleiter sozusagen einen Werkzeugkoffer haben, in dem alles drin ist, was man für die erfolgreiche Einstellung eines GL braucht – ob das der eigene Nachwuchs ist oder man sich auf dem Markt umschaut. Wieviel Geschäftsstellen streben Sie an? John: Wir verfolgen keine plakativen Ausbauziele. Vielmehr geht es uns um eine qualitative Verbesserung und gesunde Erweiterung der GL Orga. Wird das zulasten der Bestände der GLs gehen? John: Nein! Es gibt nicht das strategische Ziel, die Bestände unserer derzeitigen Partner zu verkleinern. Wir haben fünf Modelle für neue GLs er-

Fortsetzung von Seite 1

Und wie gehen Sie da vor? Dr. Fassbender: Jeder soll sich in Ruhe mit den Komponenten des neuen Vergütungssystems vertraut machen und – wenn er möchte – zugreifen. Alle Vermittler, die sich in der Struktur des Modells nicht wiederfinden, können sich für den Verbleib in der bisherigen Vergütungsstruktur entscheiden.

Reichen Werkzeugkoffer und Clubs dafür aus? Dankelmann: Natürlich nicht, wir müssen auch unseren Service für die GLs auf den Prüfstand stellen.

Das klingt sehr entgegenkommend. Dr. Fassbender: Ich denke, das ist eine sehr faire Lösung. Jeder Geschäftsstellenleiter trifft für sich seine ganz persönliche Entscheidung und erhält dafür ausreichend Zeit. Dies ist für uns ein sichtbares Zeichen des Respektes auch vor der vertrieblichen Leistung unserer Vertragspartner – oder anders ausgedrückt: Mehr Vertriebsorientierung geht nicht.

Was heißt das konkret? Dankelmann: Wir bieten unseren Geschäftsstellen von Düsseldorf aus schon heute jede Menge Unterstützung. Nehmen Sie zum Beispiel unsere betriebsorganisatorische Beratung oder unser Agentursystem ProNet. Aber wir müssen dafür sorgen, dass diese Leistungen noch mehr aus einem Guss sind. Klingt nach Zentralisierung. John: Ja, es ist notwendig, dass wir unsere Beratungsleistungen künftig deutlich straffer organisieren. Daran müssen wir noch hart arbeiten. Wir wollen daher eine zentrale Beratungseinheit für GLs im Vertrieb schaffen.

Können Sie kurz beschreiben, was das Ziel des neuen Systems ist? Dr. Fassbender: Das zukünftige Provisionssystem soll zusätzliche Chancen bei erfolgreichem Vertrieb bieten und dabei einfach, transparent und zukunftssicher sein.

Im Schulterschluss: Landesdirektor Thorsten John (r.) und Dirk Dankelmann (l.), Projektverantwortliche für die Ausweitung der GL-Organisation.

„Hier ist noch viel zu holen“ Jedes vierte Gebäude im Rheinland ist bei der Provinzial versichert. Damit ist das Unternehmen Marktführer und will es auch bleiben. Seit April hat die Provinzial nun eine neue Wohngebäudeversicherung – mit neuen Leistungsbausteinen. Provinzial Info im Gespräch mit Dr. Martin Creutz (Bereichsleiter PW) über die Möglichkeiten, die sich Vertrieb und Kunden damit bieten.

Stück weit auf die Wetter-Ereignisse der letzten Jahre und Monate. Nehmen Sie etwa die Stürme „Kyrill“ oder „Xynthia“ oder die durch Starkregen verursachten Überschwemmungen der letzten Jahre. Deshalb ist die Preisbildung auch so schwierig gewesen.

Was bedeutet „KlimaschutzPlus“? Die Technik hat sich weiterentwickelt. Mittlerweile sind viele Gebäude zum Beispiel mit Fotovoltaikanlagen ausgestattet. Für diesen Fortschritt bei der Haustechnik bieten wir nun einen innovativen Versicherungsschutz gegen viele weitere Gefahren. Wir reagieren aber auch auf behördliche Auflagen.

Provinzial Info: Was ist neu am Wohngebäudeprodukt? Dr. Martin Creutz: Fast alles! Wirhaben unser Produktangebot in verschiedenster Hinsicht deutlich verbessert und dabei eine Reihe von Anregungen des Vertriebes – auch aus dem Projekt ProWin – berücksichtigt.

Dr. Martin Creutz, Bereichsleiter PW, hat den neuen Wohngebäudetarif auf rund 40 Vertriebsveranstaltungen vorgestellt.

Sieht der Vertrieb das auch so? Ja, das hoffe ich sehr. Meine Mitarbeiter und ich haben das neue Produktangebot detailliert auf rund 40 Vertriebsveranstaltungen vor Ort vorgestellt. Das war für uns in PW eine neue Erfahrung. Wir konnten dabei viele Hintergrundinfos zu den Themenfeldern transportieren.

Was ist für die Vermittler das Wichtigste am neuen Produkt? Mit der neuen Wohngebäudeversicherung wird unser Vertrieb am Markt selbstbewusst auftreten können. Das Produkt hat neue Leistungsbausteine. Unterschiedliche Kundenwünsche können so ganz individuell realisiert werden. Das gilt besonders für die Ab-

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sicherung von Elementarrisiken wie „Starkregen“ oder „Schneedruck“, die nun separat für alle Kunden angeboten werden können.

Ist das neue Produktangebot auch eine Reaktion auf die klimatischen Veränderungen? Ja, natürlich reagieren wir auch ein

Was heißt das konkret? Es gibt mittlerweile höchstrichterliche Urteile, die Verbraucher verpflichten, ihre Wohngebäude nach einem Schaden entsprechend der aktuellen Gesetzeslage wieder instandzusetzen. Das kann unter Umständen jede Menge Geld kosten, auch dafür bieten wir jetzt und für die Zukunft einen entsprechenden neuen Leistungsbaustein an. Wie schätzen Sie das Erfolgspotenzial des neuen Produkangebots ein? Die Wohngebäudeversicherung ist ein

Was heißt das konkret? Dr. Fassbender: Mit Blick auf unsere Wachstumsziele möchten wir in erster Linie den vertrieblichen Erfolg unserer Geschäftsstellenleiter noch besser honorieren. Oder anders formuliert: Wer erfolgreich Vertrieb macht und zum notwendigen Wachstum der Provinzial beiträgt, soll eine höhere Vergütung bekommen als bisher. Klingt einleuchtend, aber wie bekommt man das hin? Dr. Fassbender: Durch zusätzliche pro-

Mehr Leistungen, mehr Verkaufschancen mit der neuen Wohngebäudeversicherung

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Wertschätzung, das verbesserte Modell auch allen unseren derzeitigen Geschäftsstellenleitern anzubieten.

arbeitet, denen feste Bestandsgrößen zugrunde liegen. Frei werdende Bestände werden nicht mehr automatisch 1:1 an den Nachfolger übertragen und somit besser ausgeschöpft.

Was heißt das alles für unsere Stellung im Markt? Dankelmann: Unser Ruf und unser Image sind schon heute sehr gut im Markt. Insgesamt wird die Provinzial Rheinland für Vertriebspartner aber noch deutlich attraktiver werden – durch mehr Service, bessere Karrierechancen und eine professionellere Betreuung. Eines können wir schon heute versprechen: Wir werden auch am Vermittlermarkt wieder eine Rolle einnehmen, die unseren Marktanteilen und ProWin Zielen entspricht.

16:09 Uhr

Mehr Chancen für mehr Wachstum

Die GL-Orga wird für die Zukunft weiter fit gemacht Fortsetzung von Seite 1

27.08.2010

Vermittlers zwischen der Präferenz für ein eher erfolgsorientiertes Vergütungssystem ohne oder für ein mehr tätigkeitsorientiertes System mit einer Verlängerungsprovision ab. Dies soll jeder Vertragspartner auf Basis seiner individuellen Situation selbst bewerten. Zusätzlich wird jeder, der sich mit dem neuen Modell beschäftigt, feststellen, dass es weitere Vorteile jenseits der eigentlichen Vergütung gibt.

duktionsabhängige Vergütungsanreize einerseits und Verbesserungen bei den planbaren Einnahmen andererseits. Zudem ist es uns wichtig gewesen, ein transparentes und einfaches System zu schaffen. Die Provisionsbestimmungen sind im Laufe vieler Jahre durch zahlreiche Regelungen und einem Wust an Provisionssätzen sehr komplex und umfangreich geworden. Das neue ist kürzer, übersichtlicher und dadurch klar in den Aussagen und in der Wirkung.

Welche sind das? Dr. Fassbender: Unsere Geschäftsstellenleiter werden im neuen Modell z. B. künftig kostenfrei mit dernotwendigen EDV ausgestattet. Im Klartext: Die EDVMiete entfällt. Ich finde, das ist mehr als nur ein schöner Nebeneffekt.

Sie sprachen von Rechts- und Zukunftssicherheit des neuen Systems, können Sie das erläutern? Dr. Fassbender: Aufbauend auf der bereits angesprochenen Novellierung des VVG erwarten wir weitere rechtliche Neuerungen – Stichwort nochmalige Reduzierung derVertragslaufzeiten. Hinzu kommen einige Gerichtsurteile mit Blick auf umsatzsteuerliche Fragen, die Teile der Vergütung unserer Vermittler betreffen. Alle diese Veränderungen berücksichtigt das neue System schon heute. Es ist somit weitgehend rechts- und zukunftssicher. Wie sehen die Geschäftsstellenleiter das neue System? Dr. Fassbender: Die beschriebene Entschlackung der Provisionsbestimmungen und die Ausrichtung auf ein einfaches, transparentes sowie rechts- und zukunftssicheres System sind in den bisherigen Gesprächen mehrheitlich begrüßt worden. Oftmals konzentriert sich die Diskussion auf die Verlängerungsprovision, die mit ca. drei Prozent der Provisionseinnahmen weniger eine existenzielle, jedoch eine hohe emotionale Bedeutung hat. Das haben wir sehr ernst genommen und uns unsere Entscheidung nicht leicht gemacht. Die Beurteilung des Systems hängt also auch vom jeweiligen Standpunkt des

Wie werden Sie informieren? Dr. Fassbender: Wir haben im Juli 2010 zunächst unsere Gebietsdirektoren und Vertriebsleiter informiert. Diese Kollegen sind derzeit in Einzelgesprächen mit unseren Vermittlern, um das modifizierte System zu erläutern – und zwar vor allem mit Blick darauf, was das individuell für den Einzelnen bedeutet. Mal ganz persönlich, sind Sie zufrieden mit dem neuen System? Dr. Fassbender: Als Sohn eines Provinzial-Geschäftsstellenleiters und durch meine eigene Zeit als Kundenberater kenne ich viele Facetten des Verkaufs. Daher weiß ich, dass ein solches Thema zu komplex ist, um es allen recht machen zu können. Und gerade deshalb soll jeder wissen: Mein Herz schlägt für den Vertrieb und ich bin vom neuen System vollständig überzeugt. Es ist ein ausgewogenes Ergebnis zwischen der Sicherheit einer fest kalkulierbaren Vergütung und der Chance auf zusätzliche Einnahmen bei entsprechendem Erfolg.

Dr. Jürgen Faßbender

Videokonferenz zwischen Lippische und Provinzial Produkt, in dem es um Absicherung hoherWerte geht – unserVertrieb kann hier mit guter Beratung sicher viel erreichen. 80 Prozent der Wohngebäude in unserem Bestand haben noch keinen Schutz gegen das Elementarrisiko „Starkregen“. Hier ist noch viel zu holen – vor allem auch für Kunden, die diesen Schutz einfach zusätzlich brauchen!

Der neue Tarif ist allerdings etwas teurer geworden, oder? Ja, bei unserer Marktposition müssen wir vor allem über ein ansprechendes Preis-Leistungs-Verhältnis punkten. Wir wissen, dass der Wettbewerb auch in diesem Segment immer härter wird. Wir werden deshalb mit gezielten Aktionen, den SB-Varianten und neuer tariflicher Flexibilität (Stichwort „SAVE“) dagegenhalten. Künftig wollen wir noch stärker in gute Risiken investieren. Außerdem werden wir die Kundenbindung und Kundengewinnung über innovative Mehrwertleistungen verstärken, etwa durch günstigen Energiebezug für Provinzial-Kunden (siehe auch Seite 1, Anm. d. Red.).

Technik überbrückt viele Kilometer Der Weg von Düsseldorf nach Detmold ist gut 200 Kilometer weit und zeitaufwändig. Doch seitdem die Lippische Landes-Brandversicherungsanstalt zum Konzern Provinzial Rheinland gehört, müssen regelmäßig Besprechungen abgehalten werden.

S

Die Projektleitergruppe zu LUPO 2 in der Videokonferenz mit der Lippischen.

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pontane kurze Treffen sind durch die Entfernung der beiden Unternehmen nicht möglich. Um dem reisebedingten Zeitverlust, den Fahrtkosten und dem Stress auf den Straßen zu entgehen, wurde in Detmold und Düsseldorf jeweils ein Besprechungsraum mit aktueller Videokonferenztechnik ausgestattet. Die Videokonferenz ist ein audiovisuelles Telekommunikationsverfahren, bei dem in Echtzeit Bewegtbilder und Tonsignale der Konferenzteilnehmer übertragen werden. Mit den neu installierten Videokonferenzsystemen können Konferenzen zwischen zwei oder mehreren Standorten in HD-Qualität durchgeführt werden. Parallel zur Videoübertragung der Konferenzteilnehmer können beispielsweise Präsentationen oder Bildschirminhalte übertragen werden. Darüber hinaus erleichtert diese Kommunikation stand-

ortübergreifende Absprachen und Entscheidungsfindungen in Echtzeit. Seit Mitte Mai gibt es Videokonferenzen zwischen den Mitarbeitern der Lippischen und der Provinzial Rheinland. In einem 14-tägigen Turnus finden Projektleiter-Treffen statt; bei Bedarf werden Konferenzen zu akuten Themen einberufen. Die Gruppengröße variiert auf beiden Seiten zwischen zwei und zehn Personen. Bei Videokonferenzen müssen sich alle Teilnehmer disziplinieren. So sollte es einen Moderator geben, der dafür sorgt, dass eine gezielte Diskussion stattfinden kann. Außerdem dürfen keine Nebengespräche geführt werden, da das Zuhören und das Gehörtwerden stark unter der zusätzlichen Geräuschkulisse leiden. Für die Provinzial bedeutet die Einführung von Videokonferenzen einen weiteren Schritt in Richtung Umweltschutz, besonders bei der CO2 -Emissionseinsparung. Durch den Wegfall von Dienstreisen wird die Umweltbelastung erheblich gesenkt. Wenn vier Mitarbeiter eine Anreise von 200 Kilometer vermeiden, wird die Umweltbelastung bei einem einzigen Videotreffen um rund 544 Kilogramm CO2 reduziert.

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Service & Soziales Roche Nachrichten · Ausgabe 9/2009

Kultur & Leben Roche Nachrichten · Ausgabe 9/2009

Die Dienste von Übersetzern und Dolmetschern sind wegen der Globalisierung immer gefragter. Hier helfen buchstäblich die Roche Sprachen-Services.

Arabisch 2,2 % Deutsch 9,6 %

Sonstige 0,9 % Englisch 47,7 %

Französisch 9,7 %

Spanisch 29,9 %

Volumina der Zielsprachen über alle Dienstleistungen (2008)

Englisch ja, aber welches?

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em Urdu ziemlich spa- den und externen Lieferanten. «Wir von werden ausser Haus vergeben: nisch vorkommt, der ist prüfen die eingehenden Texte darauf, «Das Arbeitsvolumen könnten wir mit bei den Roche-Sprachen- welche Fachkenntnisse und Sprachkom- unseren internen Ressourcen gar nicht Services genau richtig. binationen erforderlich sind und wann bewältigen», erklärt Claudine Nick. Neben den drei Projektmanagern Sie bieten Hilfe gegen jegliche babylo- der Abgabetermin ist – danach wählen nische Sprachverwirrung: «Es gibt kaum wir einen geeigneten Anbieter aus.» Je- beschäftigen die Sprachen-Services eine Fremdsprache, die wir nicht anbie- der Übersetzer ist auf ein Fachgebiet sechs sogenannte Sprachexperten (sieten», erklärt Claudine Nick, Projektma- spezialisiert, etwa auf Informatik, Per- he Kasten). Sie fertigen zum Teil selbst nagerin Sprachen-Services. Auch Urdu, sonalfragen oder Medizin. «In unserer Übersetzungen an, wenn es um kurze, die National- und Amtssprache von Pa- Lieferantenkartei sind auch Ärzte, die und besonders dringende oder vertrauliche Texte geht. Doch ihr Schwerpunkt kistan. Dank des grossen Netzwerks mit für uns übersetzen.» rund 30 Agenturen und Freelancern Am häufigsten werden die Sprachen liegt auf der Qualitätskontrolle der weltweit finden die Sprachen-Services Englisch und Spanisch nachgefragt. Texte, die Externe bearbeitet haben. Das Spektrum der Aufträge ist breit: auch für die exotischsten Übersetzungs- Aber auch Chinesisch, Japanisch sowie Aufträge die passende Lösung. Dafür die osteuropäischen Sprachen sind im Menü-Pläne, Briefe an die Mitarbeitensorgen Claudine Nick und zwei weitere Kommen. 88 Prozent der bei den Spra- den, Einladungen zur Einweihung Projektmanager (siehe Kurzporträts). chen-Services eingehenden Aufträge Fortsetzung auf Seite 18 Sie sind die Drehscheibe zwischen Kun- sind Übersetzungen. Drei Viertel da-

Wer heute in einem globalen Geschäftsumfeld reüssieren will, muss nicht nur Englisch können, sondern auch das gerade gängige ‘Biz Speak’ beherrschen. Den richtigen Jargon zu kennen, der gerade en vogue ist, verschafft ungeahnte Karrierevorteile. Eine linguistisch-ironische Betrachtung von Peter Brügger.

E

s ist inzwischen eine triviale Erkenntnis, dass der Einfluss englischer Wörter auf die Geschäftssprache gerade auch im deutschen Sprachraum allgegenwärtig ist. Zahllos sind die Beispiele dafür, und in den Sitzungszimmern multinationaler Unternehmen wird heute auch zwischen deutschsprachigen Einheimischen ‘Denglisch’ gesprochen – ein schillerndes Gemisch aus Deutsch und Englisch. Einige Beispiele gefällig? Nun: Dass sich hoffentlich einige blockbuster in der pipeline befinden, der event manager das nächste kick-off meeting plant, an workshops fleissig gebrainstormt wird und in der breakout session wichtige benchmarks definiert werden – all das ist heutzutage auch in Deutschland, der Schweiz und in Österreich gängige Sprechpraxis in den grossen Firmen. Es soll sogar Manager deutscher Zunge geben, die es neuerdings als challenge, pardon, als Herausforderung empfinden, eine Präsentation auf Deutsch zu halten. Und wir alle kennen Fälle von ebensolchen Führungskräften, die sich bei ihrem deutschsprachigen Publikum zuerst dafür entschuldigen, leider keine Zeit mehr gehabt zu haben, die Texte auf den Slides der Powerpoint-Präsentation noch ins Deutsche übersetzen zu lassen. Was man unbedingt wissen muss

Martina Waldhecker ist Leiterin der

Claudine Nick ist Projektmanage-

Sprachen-Services, die bei Standort Services (PSS) in Basel angesiedelt sind. Seit 2000 arbeitet die DiplomBiologin, Umweltmanagerin, Industrie- und Fremdsprachenkauffrau für Englisch in verschiedenen Positionen bei Roche. Hobbys: zwei Pferde und barockes Dressur-Reiten.

rin und arbeitet seit 13 Jahren für das Unternehmen. Die gebürtige Französin hat eine Ausbildung als Fremdsprachenkorrespondentin für die Sprachen Englisch, Deutsch und Italienisch. Hobbys: Club-Präsidentin des Twirling-Clubs Hégenheim (F), Lesen, Theater und Reisen.

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Karin (Kaya) Hérancourt arbeitet als Projektmanagerin bei den SprachenServices mit den Schwerpunkten Deutsch, Englisch und Französisch. Seit 1989 ist sie für Roche tätig. Hobbys: Tauchen, Ski fahren, Joggen, Tiere und Reisen.

Enrique Nuño ist Projektmanager und

seit 9 Jahren im Unternehmen. Der diplomierte kaufmännische Angestellte spricht Deutsch, Spanisch, Französisch, Englisch und Italienisch. Hobbys: Reisen, Lesen, Autos, Tanzen.

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Claudia Rickli ist diplomierte Übersetzerin und bei Roche seit 22 Jahren für das Lektorat in den Sprachen Deutsch, Französisch, Englisch, Spanisch und Italienisch zuständig (siehe Kasten). Hobbys: Kultur und Soziales.

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Selbstverständlich gibt es zahlreiche Ausdrücke und Begriffe, die man einfach kennen muss, um in Meetings, bei denen Englisch gesprochen wird, eine gute Figur zu machen. So sollte man beispielsweise wissen, was eine USP, das heisst eine unique selling proposition, oder auch was ein break-even point ist, um nicht blöd dazustehen, muss man mit Ausdrücken wie walk the talk, layer of clay, think outside the box, quick wins und low-hanging fruit unbedingt zur rechten Zeit um sich werfen können. Auch muss man natürlich den Unterschied zwischen outplacement und outsourcing, output und outcome, outperformer und high potential kennen. Selbstverständlich muss man auch eine Ahnung davon haben, was eine matrix organisation ist, sollte man wissen, worin best practices und competitive advantages bestehen, muss sich dafür interessieren, wie man added value generiert und einen turnaround schafft. Was schliesslich ein interface ist, wie man eine gap analysis macht und wie der return on investment (ROI) beziehungsweise das total

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cost of ownership (TCO) berechnet werden sollen, davon braucht man zwar keinen blassen Schimmer zu haben, muss hier also nicht unbedingt in the loop sein, sollte aber dennoch diese Begriffe bei Gelegenheit in die geneigte Runde werfen. Damit kann man nämlich ungemein Eindruck schinden …

zu gelten. So muss es unbedingt heissen: ‘to drive the business’, ‘to grow the bottom line’, ‘to own the change initiative’, ‘to deliver added value’. Wer hier andere Tätigkeitswörter benutzt, schadet möglicherweise seiner Karriere, denn er erweist sich als Analphabet im Newspeak der Business-Welt. Darüber hinaus: Man sollte nie das Wort fired in den Mund nehmen, sondern ausschliesslich von headFeinschliff für Fortgeschrittene count reduction und von down- oder gar rightsizing sprechen. Heute Beherrscht man erst einmal das Grundvokabular der wichtigsten will auch niemand mehr support oder backing für seine Anliegen geschäftsrelevanten Ausdrücke, muss man ausserdem noch wissen, erfahren, sondern vielmehr buy-in bekommen. Und deutlich profeswelche Sprechcodes gerade im Schwange sind, um als echter Insider sioneller als brand value gilt heute der Ausdruck brand equity, viel zu gelten und somit seiner Karriere weiteren Schub zu verleihen. besser als many times macht sich multiple times, und eindrücklicher als to develop the business klingt taking the business to the next level. Kapiert? Wenn Sie sich jetzt fragen, warum das alles so wichtig sein soll, «Heute will auch niemand mehr dann kann ich Ihnen leider auch keine gute Antwort darauf geben. support oder backing für seine Und wenn Sie finden, das sei doch unausstehlich, dieser scheinbare Zwang zur politischen Korrektheit im Gebrauch des ‘richtigen’ EngAnliegen erfahren, sondern vielmehr lisch-Jargons, dann sind Sie in bester Gesellschaft, hat doch schon der buy-in bekommen.» gute Dilbert ausgerufen: «How do I hate that corporate crapola jingoism stuff.» Aber im Ernst: Es gibt Psychologen, die im gemeinsamen GeWer heute beispielsweise sagt: «Please get in touch with John Mil- brauch eines spezifischen, als ‘in’ geltenden Geschäftsvokabulars ler», beweist, dass er völlig passé ist und absolut keine Ahnung hat. eine communal bonding experience ausfindig gemacht haben wollen. Heute muss man sagen: «Please liaise with John Miller», um ‘in’ zu Sie weisen darauf hin, damit befriedige man unter anderem auch das sein und als kompetent zu gelten. Und wer sagt: «Make the best use Bedürfnis, als kompetent und auf der Höhe der Zeit zu gelten. Man of your capabilities and resources», gilt als vollkommener Anfänger signalisiere: Auch ich gehöre zum ‘Club’, auch ich gehöre dazu. in Managerkreisen, denn heute muss es heissen: «Leverage your ca- Durchaus möglich sei aber auch, dass man sich damit das persönlich pabilities and resources.» Wer ferner nicht jeden zweiten Satz mit gefärbte und ziemlich anstrengende Denken erspare, indem man auf «Going forward» einleitet, beweist, dass er zu wenig zukunftsgerich- ein gängiges Repertoire an semantischen Versatzstücken zurückgreitete Dynamik hat; wer es unterlässt, seinen Aussagen bisweilen ein fe, die jederzeit abrufbar seien. «as we speak» hinterherzuschieben, zeigt, dass seine Voten nicht ganz Mein Fazit: Was auch immer dahinterstecken mag, ziemlich auf der Höhe der aktuellsten Information sind. Redet man zudem nur wichtig ist es allemal. Allerdings kann man sich auch relativ leicht von focus und nicht von laser-sharp focus, verrät man damit, dass die blamieren, denn wer bei seinem intensiven Bemühen, stets die eigene Fokussiertheit auf den gerade gängigsten Jargon noch arg zu gerade angesagtesten Ausdrücke zu gebrauchen, einmal voll daneben greift, bei dem ist der Parcours from hero to zero dann doch wünschen übrig lässt. Ferner sollte man wissen, dass man bei gewissen Ausdrücken recht kurz. stets ganz bestimmte Verben verwenden sollte, um als echter Kenner ■

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Roche Nachrichten, CH, Award of Excellence Visualization


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Commerzbanker Unser Mitarbeitermagazin AuSgABe 1/2010

Jana PröMel, Group Markets Operations, Frankfurt

Internationale Commerzbank

Kampfansage an den Coba-Franzl bittet Klimawandel zum Tanz

Lesen Sie im Themenschwerpunkt, wie die Commerzbank ihre Chancen über die Landesgrenzen hinaus nutzt

Klimaschutz bietet auch Banken große Vertriebsassistent Maxi Schafroth wird Chancen. Die Commerzbank hat das erkannt als aufgehender Stern am deutschen und eine Klimastrategie erarbeitet Kabaretthimmel gefeiert

Commerzbanker The employees magazine “Commerzbanker” is designed in a very noble way. The used paper creates an all-in-all significant impression. The corporatedesign colour yellow is used in an extensive way throughout the whole magazine. A lot of times employees are being introduced through pictures. On the front page and page 2 and 3 single employees and their team are shown during their freetime activities. The high quality of the pictures wrap up the overall view. Commerzbanker, D, Gold Award


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Commerzbanker

unSer fOkuS inTernaTiOnal

unSer fOkuS inTernaTiOnal

„Unsere Niederlassung liegt an der ‚Place de l’Opéra‘ und ist umgeben von unzähligen Brasserien.“ Dass Tanja Velmer einmal in der Nähe des Oriental Pearl Towers in Schanghai arbeitet, hätte sie selbst nicht gedacht.

Illustrationen: Susuma Uchida

OliVier mOlenaar

Ein neues Leben in der Fremde Mut, Neugier und Ehrgeiz haben drei Commerzbanker bewiesen, als sie für die Bank den Schritt ins Ausland wagten: Tanja Velmer entdeckt Schanghai, OliVier mOlenaar zog es nach Paris und juan Gruben arbeitet in Riga. 12

Tanja Velmer glaubt an keine Zufälle im Leben. Nach nur 30 Sekunden fiel ihr Ja auf die Frage, ob sie die Leitung der Personalabteilung für fünf asiatische Standorte übernehmen wolle. Nun betreut sie als „Regional Head of Asia Group Human Resources“ rund sechshundert Mitarbeiter in den Städten Tokio, Singapur und Hongkong, außerdem in China Schanghai, Peking und Tianjin. „Asien hat noch nicht mal auf meiner Urlaubs-Wunschliste gestanden, aber man sollte Chancen nutzen, die sich einem bieten“, ist sie überzeugt. Auch Juan Gruben und Olivier Molenaar haben nicht lange überlegt: Gruben spürte ein „freudiges Kribbeln im Bauch“ bei der Anfrage, ob er die Repräsentanz von Financial Institutions in Riga übernehmen wolle. Und wer sagt schon zur Traumstadt Paris Nein, wenn er wie Olivier Molenaar an der Umsetzung der neuen Strategie der Commerzbank in Frankreich mitwirken darf.

ist der Vater von sechs, zum Großteil erwachsenen Kindern zuständig für die Betreuung und Akquisition von Banken und anderen Finanzinstituten. Auch Estland und Litauen fallen in sein Gebiet.

Schnell einGelebT

leckere VielfalT

Seit Januar ist Molenaar nicht mehr Gruppenleiter im Großkundencenter Nord in Hamburg, sondern „Head of Corporate Banking“ in der Stadt an der Seine. „Ein bisschen prädestiniert war ich für diese Aufgabe auch deshalb“, sagt er, „weil ich mit dem Land und der Sprache recht vertraut bin.“ Ihm gefällt, dass viele Kollegen vor Ort über internationale Arbeitserfahrung verfügen. So sei sein Chef Franzose, habe aber bisher erst wenige Jahre in Frankreich gearbeitet. „Die Rolle des ‚Le patron‘, also des Vorgesetzten, ist hier etwas anders“, erklärt Molenaar, „denn die Franzosen denken sehr hierarchisch, auch wenn sie beruflich schnell beim Du sind.“ Er pendelt fast jedes Wochenende mit dem Flieger, denn Frau und Tochter werden erst in ein paar Monaten nachkommen. Juan Grubens Familie hat sich in Lettlands Hauptstadt schon eingelebt, ist durch Stationen in Buenos Aires und Lissabon auslandserprobt. Der Jurist und Bankfachwirt Gruben kommt aus der „grünen“ Bankwelt. In der 1994 von der Dresdner Bank in Riga eröffneten Repräsentanz

„Mein Weg ins Büro war in keinem Land so kurz wie hier“, meint er. Auch die anderen „Expatriates“, Mitarbeiter, die für eine begrenzte Zeit ins Ausland gehen, genießen ihre kurzen Wege zur Arbeitsstelle. Tanja Velmer ist froh, nicht die völlig überfüllte UBahn nehmen zu müssen, wo Rücksichtnahme ein

Olivier Molenaar wechselte im Januar vom Großkundencenter in Hamburg nach Paris.

„Asien hat noch nicht mal auf meiner Urlaubs-Wunschliste gestanden, aber man sollte Chancen nutzen, die sich einem bieten.“ Tanja Velmer

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Commerzbanker UNSERE STRATEGIE

Commerzbanker unSere Kollegen Mein hobby

PRODUKTE UND DIENSTLEISTUNGEN Finanzierung erneuerbarer Energien: Center of Competence Renewable Energies ist mit einem Portfolio von 4 Mrd. € Marktführer in Deutschland. Finanzierte Windenergieanlagen sparen beispielsweise bundesweit jährlich 8,6 Mio. t CO2. Emissionshandelsprodukte: Commerzbank ist einer der Hauptakteure im Kohlenstoffmarkt und im EU-Emissionshandel, Marktanteil: rund 5 %. Klima-Coach: Commerzbank berät Firmenkunden seit April 2009 in Energiefragen. Nachhaltige Anlageprodukte: Vertriebskooperation mit Allianz Global Investors bietet Nachhaltigkeitsfonds.

Unsere Klimastrategie Wenn sich Banken für Klimaschutz stark machen, sie auf Ökostrom umsteigen und klimafreundliche Finanzlösungen anbieten, dann entsteht oft der Eindruck, dies geschehe nur zu PR-Zwecken. Wer genauer hinsieht, bemerkt aber schnell, dass es um mehr geht: zum einen um unternehmerische Verantwortung. Zum anderen bietet Klimaschutz ein enormes wirtschaftliches Potenzial. Die Commerzbank hat das erkannt und eine eigene Klimastrategie erarbeitet. Die folgende Grafik zeigt Ihnen die vier Säulen der Strategie.

Aufgewachsen ist Maxi Schafroth (24) auf dem väterlichen Hof im Allgäu. Oder ist er dort vielleicht doch eher „von Geburt an als V-Mann eingeschleust?“ Diese Frage stellt sich der Nachwuchskabarettist in seinem derzeitigen Programm. Ein Erfolgsprogramm. Die Süddeutsche Zeitung feiert seine „mitreißende Komik und Gestik“. Größen wie Ottfried Fischer laden den Commerzbanker zu ihrem TV-Stammtisch ein, und Michael Mittermeier sitzt bei seinen Auftritten in der ersten Reihe. Lacher und Lob sind also auf seiner Seite, doch ist am Ende alles nur brotlose Kunst? „Kabarett zur Sicherheit“

Eigentlich nicht, wenn man seinen eigenen Worten Glauben schenken darf. Er könne bereits schon sehr gut leben von seinem Bühnenprogramm, versichert Schafroth. Trotzdem arbeitet er noch als Vertriebsassistent im Firmenkundenbereich bei der Commerzbank in München. Und das hat vor allem einen Grund: „Meine Leidenschaft ist die Bank. Das Kabarett mach ich doch nur zur Sicherheit.“

KOMMUNIKATION ZUM KLIMASCHUTZ

BETRIEBLICHES UMWELTMANAGEMENT

Mitgliedschaften in Klimaschutzinitiativen wie Finanzforum Klimawandel des Bundesforschungsministeriums Mitwirkung bei der Aktionswoche Klima und Finanzen des Bundesumweltministeriums oder dem Verein für Umweltmanagement in Banken, Sparkassen und Versicherungen Mitarbeiterinformationen: zum Beispiel Wettbewerb „European Energy Trophy“ und Aktionen zum internationalen „Tag der Umwelt“ Kundeninformationen: Unternehmer-Perspektiven „Klimaschutz – Chancen und Herausforderungen für den Mittelstand“

CO2-Fußabdruck: rund 203.392 t CO2 im Jahr 2008 Ziel bis 2011: Reduzierung um 30 %, ausgehend vom Basisjahr 2007 SOLL ERREICHT WERDEN DURCH:

Gebäudeeffizienzmaßnahmen Bezug von Ökostrom: mindestens 90 % ab 2010, 100 % ab 2012 Dienstwagen und Poolfahrzeuge mit niedrigem CO2-Ausstoß Video- oder Telefonkonferenzen statt Dienstreise Bahn statt Flugzeug oder Auto

Die Lebenswelten von Maxi Schafroth lassen sich selten ganz trennen. Sein Insiderwissen von Bank und Bauernhof dient immer auch als Fundgrube für die nächste Pointe: So erzählt er bei der Prunksitzung von „Schwaben weißblau“ im Bayerischen Fernsehen von einem Jour Fixe zur Optimierung der Communicative Structure. Dort sei allen Ernstes vorgeschlagen worden, im E-Mail-Verkehr auf „persönliche Floskeln“ wie Anrede, bitte und danke zu verzichten, um pro Tag doch immerhin eine Zeitersparnis von 18,2 Sekunden zu erreichen. Im Vergleich zu den kommunikationsfreudigen Bankern brauche es solche Maßnahmen auf dem väterlichen Hof nicht. Der Rededrang der Allgäuer ist laut Schafroth „dann doch eher eingeschränkt“. Man sei Freund der Tat, und da könne ein Auszubildender auf dem väterlichen Hof schon froh sein, wenn ihm das Kommando „Heu rauf – Silo runter!“ mit auf den Weg gegeben werde.

ANTEILE AM CARBON FOOTPRINT 2008 CO 2 -EMISSIONEN

ANTEILE

1,3 %

Coba-Franzl bittet zum Tanz

0,6 % 0,1 %

175.000

Mehr Infos: http://nachhaltigkeit2009.commerzbank.de www.cdproject.net www.cfi21.org www.klima-und-finanzen.de www.vfu.de www.unternehmerperspektiven.de/de/studie/klimaschutz/start.htm www.energytrophy.org

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Nicht vermeidbare Treibhausgase werden durch den Ankauf von Emissionsminderungszertifikaten aus Klimaschutzprojekten kompensiert. Beispiel: Nachhaltigkeitsbericht 2009: 14,6 t CO2 über ein Windenergieprojekt in der Türkei kompensiert Center of Competence Renewable Energies (CoC RE) und Emissionshandel erarbeiten weitere Maßnahmen.

17,3 %

150.000 125.000 100.000

80,7 %

75.000

Die etwaS anDere banKKarriere

50.000 25.000

ENERGIEVERBRAUCH

DIENSTREISEN

PAPIER

WASSER

ABFALL

ENERGIEVERBRAUCH DIENSTREISEN PAPIER ABFALL WASSER

Maxi S. führt ein Doppelleben. Sein Einsatzort: zwischen Milchkühen und M-Dax. Seine Identität: Bauernbub und Banker. Seine Mission: zwei Welten infiltrieren, ihr Geheimnis lüften und sich schließlich gehörig über sie lustig machen. Sein „bayerischer Hochzeitstanz“ von Coba-Franzl und Dreba-Resi hat in den letzten eineinhalb Jahren Commerzbank-Deutschland erobert. 35

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Fotos: privat

KLIMANEUTRALITÄT

Es sind ländliche Lebensweisheiten und Anekdoten aus dem väterlichen Stall, die den Erfolg von „Faszination Allgäu“, Schafroths erstem Bühnenprogramm, ausmachen. Mit Seppelhut und Hüftschwung singt er gegen den sinkenden Milchpreis an: „Ich streck meine Milch mit Wasser!“ oder verlegt die floridanische Delphintherapie für Stadtkinder als Allgäuversion mit Paddel-Rindern in das ehemalige Güllebecken.

„Meine Leidenschaft ist die Bank. Das Kabarett mach ich doch nur zur Sicherheit.“ Maxi Schafroth

„Die Leute amüsieren sich eben am besten über das, was sie aus ihrem Umfeld kennen“, ist Schafroth überzeugt. Und diesem Kabarettstil bleibt er treu, wenn die Bank zur Bühne wird. Denn in maßgeschneiderten Programmen setzt Schafroth auch für seinen Arbeitgeber den Seppelhut auf. Seine Auftrittshistorie liest sich dabei wie eine steile, wenn auch etwas andere Bankkarriere: Januar 2007: Erster Zehn-Minuten-Auftritt bei der Geburtstagsfeier von Abteilungsdirektor Eduard Grath. Führungskräfte im Publikum verpflichten den Kabarettisten stehenden Fußes für weitere Engagements. Januar 2008: Er sorgt bei der Verabschiedung von Walter Anzengruber, AFK-Leiter in München, für Lacher. Wieder empfehlen ihn begeisterte Gäste weiter. April 2008: Der Nachwuchskabarettist steht bei der Auftaktveranstaltung von „Stay on Top“ in München auf der Bühne. 600 Besucher. Sein größter Auftritt bis dahin. Mai 2008: Schafroth erhält eine Einladung nach Kiew zu den offiziellen Feierlichkeiten rund um den Kauf der Bank Forum. Zusammen mit einer

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Commerzbanker unSeR TeAM

Commerzbanker Unser Mitarbeitermagazin AUSgAbE 2/2010

beilage Mit Sonder all-WM! zur Fußb

Nonstop-Rennen durch die USA

Stephan Kandelhardt, Spezialist Vertriebsförderung IClM, hamburg

Unsere Marke kommt

Steiniger Erholungspfad

Helfen Sie den Adressforschern

Es ist soweit: Ab dem 15. Juni wird die Filialwelt auf die neue Marke umgestellt

Vorstand Jochen Klösges spricht im Interview darüber, wie sein Segment den Weg aus der Krise bestreitet

Wir verraten Ihnen, wie Ihre Post in Zeiten von Umzügen und Umbenennungen schneller ankommt

Stunden müssen wir Washington erreicht haben. Das wird eine richtige Plackerei, denn wir sind rund um die Uhr unterwegs. Aber Sie kommen doch nicht 200 Stunden ohne Schlaf aus … Nein, natürlich nicht. Wir wechseln uns beim Fahren ab – je nach Schwierigkeitsgrad der Strecke etwa alle zwei Stunden, sodass jeder Fahrer durchschnittlich sechs Stunden und bis zu 180 Kilometer pro Tag fährt.

Wie sind Sie auf diese verrückte Idee gekommen? Unser Teamcaptain Matthias Wolter ist ein großer USA-Fan und träumt schon lange davon. Als er hörte, dass man auch als Viererteam antreten kann, hat er seine Idee in der BetriebsAm 9. Juni startet das Race Across America (RAAM). Sie treten sportgemeinschaft erzählt und sofort Mitstreiter gefunden. Bis auf Thilo Bock sind alle Fahrer Commerzbanker und haben als Commerzbank-Team an. Was kommt da auf Sie zu? Ganz genau wissen wir das natürlich noch nicht, weil noch kei- auch beruflich sehr engen Kontakt. Dieses Gemeinschaftsproner von uns an dem Rennen quer durch die USA teilgenommen jekt schweißt auch beruflich zusammen. hat. Eines ist aber klar: Es ist eines der härtesten Radrennen der Welt. Wir werden als Team eine Strecke von 5.000 Kilometern Wie wichtig ist Teamgeist, wenn Sie die etappen alleine fahren? zurücklegen und eine Höhendifferenz von insgesamt 30.0000 Teamgeist ist sehr wichtig. Schließlich treten wir alle für ein Metern überwinden. Los geht’s in Los Angeles, nach 216 Ziel in die Pedale und haben hart trainiert: Wir wollen das

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Rennen umbedingt bis zum Ende durchhalten. Unser selbst haben wir in der Sauna unseres Fitnessstudios trainiert. Aber gestecktes Ziel ist es, unter 180 Stunden zu bleiben. auch die Orgacrew ist seit Monaten mit Vorbereitungen beschäftigt. Wer gehört zum Team? Wir haben fünf Fahrer: Thilo Bock, Matthias Kairies, Stephan Worauf freuen Sie sich am meisten? Kandelhardt, Matthias Wolter und Frank Zenk. Matthias Kai- Auf reizvolle Landschaften wie die Rocky Mountains, das Mories ist unser Ersatzfahrer, falls vor dem Start noch jemand nument Valley und die Canyons, die man ansonsten nur aus ausfällt. Ganz wichtig ist aber auch unsere sechsköpfige Hel- Cowboy- und Indianerfilmen kennt. ap fer- und Orgacrew – übrigens alle Mitglieder unserer Betriebssportgemeinschaft. Sie begleiten und versorgen uns während des Rennens, waschen Wäsche, buchen Motelzimmer, kaufen 01 FRAnk Zenk, WealTh managemenT ein und kümmern sich um die Orga. Ohne sie wäre eine Teil- 02 keRSTIn STAhMeR, PrIvaTe-BankIng-BeraTerIn nahme am Rennen nicht möglich. 03 LARS FAbIAnSkI, exTernes CreWmITglIed 04 STephAn kAndeLhARdT, verTrIeBsFörderung IClm

Wie haben Sie sich auf das Rennen vorbereitet? Wir haben eineinhalb Jahre hart dafür trainiert. Teilweise gemeinsam bei Trainingslagern der Betriebssportgemeinschaft auf Lanzarote oder Mallorca, bei Radrennen in Deutschland, teilweise aber auch alleine auf dem heimischen Ergometer. Um uns auf Temperaturen von über 50 Grad Celsius vorzubereiten, die in der amerikanischen Wüste auf uns zukommen,

05 ThILo boCk, exTerner Fahrer 06 MATThIAS WoLTeR, verTrIeBsBeTreuung 07 ThoRSTen STAhMeR, PrIvaTe-BankIng-BeraTer 08 MARIT Zenk, exTernes CreWmITglIed

Foto: Isadora Tast

unSeR TeAM

Mehr Infos: www.raam-bsg-radsport.de

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Commerzbanker unser Team

unser Team unser Team

Nonstop-Rennen Banker alsUSA Biker durch die

Unser Mitarbeitermagazin AusgABe 3/2010

seit wann gibt es das motorrad-Team? Begonnen hat alles 2003: Damals haben sich ein paar Kollegen aus unserer Gruppe in der damaligen ZIT zusammengefunden und Wochenendfahrten unternommen. Doch das hatte sich schnell herumgesprochen, sodass wir auch Anfragen aus anderen Einheiten bekamen. Heute gehören etwa 20 Motorradfahrer aus verschiedenen Bereichen der Bank zum Team. Das klingt nach einem rein männlichen Team … Ja, leider! Es gab zwar schon Interessentinnen, die haben sich aber bisher nicht getraut, mit uns Männern auf Tour zu gehen. Dabei sind wir wirklich keine bösen Jungs!

sie kommen gerade von Ihrer diesjährigen saison-HighlightTour. Wohin führte die reise denn? IT und motorrad fahren – das scheint ja eine ganz besondere Wir tourten dieses Jahr neun Tage durch die Cevennen in Süd- Verbindung zu sein. Gibt es da Gemeinsamkeiten? frankreich. Dort sahen wir das Aquädukt Pont du Gard, die Ja, die gibt es: Wie in der IT gibt es am Motorrad immer etwas Tarnschlucht und durchfuhren den Viadukt von Millau. Wir hat- zum Schrauben oder zu verbessern. Und ganz besonders ten richtig Glück mit dem Wetter: In Frankfurt schüttete es ja, wichtig ist Teamwork. Das Fahren in einer Motorrad-Gruppe aber in den Cevennen hatten wir schönstes Motorradwetter. erfordert Konzentration und Rücksichtnahme, allein schon aus

Sicherheitsgründen. Dann macht es aber auch richtig Spaß. faktor auf dem Weg ins Büro. Gute Laune bei der Arbeit ist Sonst sind wir auf unseren Ausfahrten aber eine „IT-freie“ dann garantiert. mh Zone. Im Vordergrund stehen das Hobby Motorrad und die Geselligkeit. 01 HolGer DIeTl, Senior Bank Clerk, GS-Mo

Wie viel Zeit investieren sie in Ihr Hobby? Pro Saison sind wir zwei bis drei Wochen mit der Gruppe unterwegs. Es gibt drei feste „Events“, die wir mit Abkürzungen versehen haben: die „SST“ (Saison-Start-Tour), die „SHT“ (Saison-Highlight-Tour) und die bald anstehende „SAT“ (SaisonAbschluss-Tour). Zwischen diesen festen Touren gibt es je nach Wetterlage noch spontane Wochenendausfahrten. Unbestrittenes Highlight war bisher die 19-tägige Fahrt zum Nordkap im Jahr 2006. Kommen echte „Biker“ denn auch mit ihren maschinen zur arbeit? Natürlich! Wenn sich das Wetter nicht gerade von seiner allerschlechtesten Seite zeigt, ist das Motorrad ein absoluter Spaß-

02 ralpH saGHIr, SpeCialiSt orGaniSational ManaGeMent, GS-or 03 THomas maTZen, DepartMent HeaD, GS-itr 04 Claus sCHöneICH, Senior appliCation ManaGer, GS-itC 05 peTer KummermeHr, Senior SeCurity enGineer, GS-itr 06 THeoDoros papaDopoulos, SoFtware DevelopMent enGineer, GS-itC 07 BernHarD HeInZ, Senior SeCurity enGineer, GS-itr

sie sind mit Ihren Kollegen in der Freizeit aktiv und möchten unser nächstes Titelteam werden? mehr Infos im Comnet: Aktuelles & Archiv – Publikationen – Commerzbanker – Mitmachen – Werden Sie Titelteam

Fotos: Heli Hinkel

Commerzbanker

Theodoros PaPadoPoUlos, Group Information Technology, Frankfurt

Auf dem Weg zu mehr Qualität

20 Jahre wiedervereint

Schlagartig sprachlos

Der Themenschwerpunkt zeigt, wie die Commerzbank mit Kundencharta und Co. ihre Beratung verbessern will

Horst Ahrens ist zu Besuch in Halle, wo er die erste Commerzbank-Filiale der neuen Bundesländer aufbaute

Markus schneider erzählt, wie er nach einem schlaganfall den Berufseinstieg wieder schaffte 2

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CHRISTINE CHOBOTSKY (34) (links) und SUZANNE WEISCH (29) sind im Backoffice des Stadionmanagements beschäftigt. Hotelkauffrau Suzanne Weisch koordiniert die Führungen durch die CommerzbankArena. „Zu uns kommen Kindergärten, Seniorengruppen, Fanclubs und viele andere mehr“, erzählt sie. Fünf bis zehn Führungen täglich. Mit individuellem Besuchsprogramm. Christine Chobotsky, Hotelfachfrau mit Touristikstudium, ist die Herrin der Logen. Sie stimmt ab, welche freien Logen vermietet werden können, und koordiniert die Nutzung. Sie schätzt „das junge, tolle Team und den einzigartigen Ort“. Zum Backoffice gehört aber auch eine weniger spannende Tätigkeit: Buchhaltung.

HENNING ENSTE (34)

hat bis zur B-Jugend bei der Eintracht gekickt; verletzungsbedingt ging es fußballerisch nicht weiter, aber als Prokurist der Stadion Frankfurt Management GmbH hat der Wirtschaftsingenieur eine so enge Verbindung zum Fußball wie kein anderer. Der 34-Jährige ist der Verbindungsmann zum Bundesligisten Eintracht Frankfurt und dem Deutschen Fußball-Bund, „modern gesagt: der Key-Account-Manager“.

ANDRÉ ROTHE (51)

CHRISTOPHER FIORI (30)

ist zufrieden, wenn eine Veranstaltung, die er geplant hat, von Anfang bis Ende klappt. Der 30-Jährige ist Prokurist bei der Stadion Frankfurt Management GmbH. „Ich bin so etwas wie der Außenminister“, sagt er. Er hat die Schnittstellenfunktion zwischen den Veranstaltern, die die Commerzbank-Arena mieten wollen, und dem Arenabetreiber inne, wenn es um Kultur- oder Großveranstaltungen geht. So zum Beispiel bei den Konzerten von U2 und den Rolling Stones. Fiori hat Betriebswirtschaft studiert und kümmert sich auch um Marketing und Kommunikation des Arenabetreibers.

CARSTEN SIMON (46)

PATRIK MEYER (42)

sorgt als Geschäftsführer der Stadion Frankfurt Management GmbH dafür, dass die Commerzbank-Arena schwarze Zahlen schreibt und deutlich mehr Gewinn erwirtschaftet als einst erwartet. Der 42-jährige gelernte Bankkaufmann studierte – nach einem kurzen Intermezzo als Schlagzeuger – Betriebswirtschaft, ging dann als kaufmännischer Leiter und Controller zu einem Konzertveranstalter. Nachdem Meyer, der übrigens „Stadionmanager des Jahres 2010“ ist, jetzt einen Box-WMKampf nach Frankfurt geholt hat, bleibt noch ein Ziel: „Ein Papstbesuch.“

hatte in seinem Jugendzimmer in der DDR das aus dem Westen geschmuggelte EuropapokalPlakat der Frankfurter Eintracht hängen. Insofern schließt sich für den 51-jährigen Moderator des Hessischen Rundfunks seit 1998 ein Kreis: Seitdem ist er – mit Unterbrechungen – Stadionsprecher des Bundesligisten. „Die Fans hier sind schon etwas ganz Besonderes“, sagt Rothe, der an der Arena die Nähe zum Spielfeld schätzt. „Der Funke springt hier viel schneller über als im alten Waldstadion.“ Für die Arena hat er eine treffende Definition: „Ein modernes Kolosseum.“

GERHARD WORST (51)

bringt kaum etwas aus der Ruhe. Der 51-Jährige ist mit vier Mitarbeitern für die gesamte Elektrik der Arena verantwortlich. Vom Flutlicht über den Videowürfel bis zum Ton bei den Pressekonferenzen. „Bei uns gibt es kein ,Gestern ging’s aber noch’ oder ein ,Da kommt morgen jemand vorbei’“, sagt der Fernmeldeanlagenelektronik-Meister, der seine Laufbahn bei Siemens begann. Er qualifizierte sich zum „Meister Veranstaltungstechnik“ und war damit der Richtige, als HSG Zander 2005 einen fähigen Mann suchte.

SEBASTIAN MADL (21)

kümmert sich um das satte Grün. Der 21-Jährige ist der Greenkeeper der Commerzbank-Arena, vier Kollegen und er sind für den „heiligen Rasen“ im Stadion sowie die Trainingsplätze drum herum verantwortlich. Der gelernte Landschaftsgärtner hat einen aufmerksamen Blick für das Grün, denn es gilt, es zu düngen, zu pflegen, zu mähen, zu wässern, zu sanden, zu aerifizieren – und zu beleuchten. Von Ende September bis März sorgt eine verschiebbare Lampenbatterie dafür, dass der Rasen genug Licht abbekommt. Und es gilt, Pilzbefall des Rasens zu vermeiden.

Foto: Adrian Schulz

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denkt bei Fußballspielen in drei Kategorien: A, B und C. Zu A gehören die „normalen“ Besucher, B sind die ausgewiesenen Fans und C Hooligans. Besonders im Blick hat der Chef der Sicherheitsfirma Safe die „Kuttenträger“: „Ihre Stimmung kann von der einen auf die andere Sekunde kippen.“ Bis zu 680 Ordner sind pro Spieltag im Einsatz, sorgfältig geschult, damit es nicht zu Eskalationen kommt und auf die Polizei zurückgegriffen werden muss: „Mein Motto: Wie man in den Wald hineinruft, schallt es heraus.“

MARKUS PLANK (36)

kennt sich aus mit Würstchen und Sauergespritztem (für Nicht-Hessen: Apfelwein mit einem Schuss Mineralwasser). Er ist für die Catering-Firma Aramark als Standleiter des Kiosks Nummer N-4-2 an der Nordtribüne im Einsatz. Der 36-Jährige freut sich darüber, dank seines Berufs die vielfältigen Veranstaltungen in der Arena mitzuerleben – vor allem, wenn Fußball angesagt ist. Sein Job sei zwar stressig, aber die gute Stimmung im Team mache das wett.

KATJA SCHÖN (30)

hat ein wachsames Auge auf sein Umfeld. Das ist berufsbedingt, denn der 39-Jährige gehört zur Arena Control. Sein Arbeitsplatz ist die Loge in der Welcome Area der Haupttribüne, an ihm kommt nur vorbei, wer dazu die Erlaubnis hat. Aber der ehemalige Berufssoldat der griechischen Streitkräfte ist kein Zerberus, er hat Stil und geleitet Besucher bei Bedarf an ihr Ziel. Der Grieche ist seit 2005 in der Commerzbank-Arena tätig und mag seinen Job. Was er nicht mag: wenn Unbefugte auf dem Rasen vor der Haupttribüne kicken.

könnte über seine Arbeit sagen: „Alles fließt.“ Der gelernte Gas- und Wasserinstallateur ist Chef von fünf Mitarbeitern und kümmert sich um die gesamte Wasserversorgung der Arena. Auch die Heiz- und Klimatechnik gehört dazu, Rasenheizung inklusive. Dornufs Aufgabenbereich ist vielfältig und komplex – und hält auch etwas für Schwindelfreie parat: „Einmal im Jahr muss ich in die Dachkonstruktion klettern, um die Regenabläufe zu kontrollieren.“ Das Brauchwasser speist zwei Zisternen für die Toilettenspülung.

TIZIAN MINDT (16)

ALINA ROTH (23)

hat die 2.17 fest im Griff. Das Raumkürzel steht für die Loge des RheinMain-Verkehrsverbundes im zweiten Obergeschoss der Haupttribüne. Einer von 83 Räumen, die an Firmen vermietet werden, auch die Commerzbank verfügt über eine eigene Loge. Die Aufgabe der 23-jährigen AramarkServicekraft ist die Betreuung der zehn bis 30 Gäste der RMV-Loge, VIP-Catering inklusive. „Die Arbeit macht Spaß – und sie hilft mir dabei, mein Studium zu finanzieren.“

ist als Praktikant Junge für alles. Sozusagen. Der 16-jährige Gymnasiast möchte Einblicke ins Berufsleben gewinnen und hat sich mit der Commerzbank-Arena einen Ort ausgesucht. „Es ist cool, hier zu arbeiten“, sagt der Elftklässler, der für sein Traumpraktikum täglich mit dem Zug aus Wald-Michelbach im Odenwald kommt. Als Junge für alles darf Tizian auch mal als Arena-Maskottchen „Charly“ ran. Den Job findet er übrigens nur begrenzt „cool“: „In dem Kostüm wird es einem ganz schön warm.“

sorgt dafür, dass es in der Commerzbank-Arena blitzeblank ist. Die 30-Jährige hat mit 16 ihre Ausbildung zur Glasund Gebäudereinigerin gestartet, heute koordiniert sie für HSG Zander die gesamte Reinigung nach Großveranstaltungen. Zwischen 30 und 60 Mitarbeiter sind dann im Einsatz. Zu tun gibt es genug, nach einem Fußballspiel fallen im Schnitt 4.000 Kilogramm Müll an. Zunächst wird grob gereinigt, am Tag darauf folgt der „Feinschliff“.

Fotos: Timo Volz

UWE DORNUF (49)

IOANNIS KORONAKIS (39)

Commerzbanker, D, Gold Award


  



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DAS MAGAZIN DER

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1.1 Employee Magazines 30

Feind aufgelaufen auf Sperre 302, weicht aus über Norddurchlass, bezieht dort Stellung.

HEAVY METAL

r feuert blitzschnell von einer Hügelkuppe aus. Zwei Schuss, zwei Treffer! Keine 500 Meter entfernt stehen nun die beiden feindlichen Marder – kampfunfähig. Der Leopard prescht weiter voran. Und: Dieser „Leo“ ist nicht allein. Sofort rücken drei weitere nach. Dabei ist auch der Panzer des Kompaniechefs. Über ihnen kreist eine GPS-gesteuerte Aufklärungsdrohne als fl iegendes Auge am Himmel. „H H ie ierr ALADIN ALAD AL ADIN AD IN. W „Hier Weiterer Schützenpanzer bei Planzeiger 555 551 51 1 in i n Stellung, S el St ellu lung u ng g, kommen“, ertönt es über Funk. Vier Kameras senden d ihre ih Bilder Bild in i Echtzeit E ht it aus bis zu 150 Meter Höhe an die Bodenstation. Der Adrenalinspiegel der Männer steigt, der Feind liegt direkt vor ihnen. Eine schwarze Abgaswolke entlädt sich aus dem Heck des Kampfpanzers, als das Aggregat mit seinen 1.500 Pferdestärken aufheult, aus dem Stand die 60 Tonnen auf knapp 70 Stundenkilometer beschleunigt. Schlamm spritzt meterweit hinter den breiten Ketten hoch. Der Boden vibriert unter dem Stahlkoloss, der sich seinen Weg durch das hügelige Heideland bahnt. Wo sich das Ungetüm seinen Weg in die Heide frisst, hinterlässt

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Y – DAS MAG A ZIN DER BUNDESWEHR

Fotos: IMZ Bw/Michael Mandt, Y/KircherBurkhardt

Eigene Absicht: Mit zwei Panzerzügen nebeneinander, Schwerpunkt rechts; Panzergrenadiere rechts folgend. FOXTROTT 4 folgt auf Befehl.

Y – DAS MAG A ZIN DER BUNDESWEHR

Y06_026-035_SKR_Panzertruppen.indd 27

21.05.10 10:56

PA N Z ER

Gelände geschickt hi kt ausnutzen, t sich in die Senke verschieben, frontal mit Panzerung binden, flankierend mit Grenadieren.

ALPHA bezieht Stellung im Munrosee, sprengt HOTEL 2 nach Aufnahme letzter Teile AV, danach ... ALPHA, Euer Sprungziel Bunker West. Mir kommt es darauf an, dass ihr dann als Spitzenzug koordiniert. Ihr stellt mir sicher, dass ...

Fotos: IMZ Bw/Michael Mandt (3), Y/KircherBurkhardt

LLuftunterstützung uf tunterstützung du durch den Panzeraabwehrhubschrauber abw ab ehrhubschrauber Bo1 B oo1 05 P/M Bo105

Aufträge und entscheidet über AnträA g e der Kompaniechefs. Jetzt, nach der Bege ffe eh fehlsausgabe, wendet er sich an Hauptma m mann Rieß: „Nutzen Sie die Artillerie!“ Auf die Operation verbundener Kräfte A llegt le eg er viel Wert. Noch wird der Artilleri ieb riebeschuss hier nur auf der Lagekarte si im simuliert, doch während des Zug- und K om Kompaniegefechtsschießens ändert sich d ie Wichtig ist, den letzten Aufschlag an dies. d en Chef zu melden, sodass er mit seiner den Kom K Kompanie den Angriffsschwung aufnehmen kann, um die feindlichen Verteidigungslinien zu durchstoßen. Die Umsetzung des Befehls beginnt noch in derselben Nacht. Der Mond scheint hell. Es ist ein Uhr, als sich die beiden Kampfpanzer – CHARLIE 2 und CHARLIE 3 – der blauen Kompanie in Bewegung setzen. Ihr Auftrag: Gefechtsaufklärung, das heißt Fühlung zum Feind herzustellen. Mit Schrittgeschwindigkeit tasten sich die beiden Panzer durch das Gelände. Per Funk koordinieren die Kommandanten ihr Vorgehen. Mit Wärmebildgeräten und Nachtsichtbrillen überwachen sie die Hügellandschaft. Sie müssen auf der Hut sein. Irgendwo lauert

der Feind. Nach zwei Kilometern halten die Panzer abrupt. Drei Wölfe, Fahrzeuge des Aufklärungs- und Verbindungszuges der roten Kompanie, wurden aufgeklärt. Augenblicke später werden sie von drei Maschinengewehrsalven vom Turm des Kampfpanzers CHARLIE 2 bekämpft, eine Sache von Sekunden. Was im Feld passiert, wird rund um die Uhr im Gefechtsstand des Schießübungszentrums mitverfolgt. Eingerichtet ist er im Truppenlager Bergen-Hohne, einer britischen Kaserne. Vor dem Gebäude stehen drei Fünftonner mit Fernmeldetechnik: Hier laufen die Funkkreise der Züge, der Kompanien und der Schiedsrichter auf. Drinnen werden Powerpointfolien mit den Lagekarten an die Wand projiziert, per Mausklick die taktischen Zeichen auf den Karten verschoben und der Lageentwicklung angepasst. „Wir könnten noch besser sein, mit der richtigen technischen Ausstattung“, erklärt Major Probst. UM 2:13 UHR werden die Jäger selbst zu Gejagten: Der Feldposten DELTA 2, ein Kampfpanzer der roten Kompanie, eröffnet das Feuer und zerstört CHARLIE 2, bevor er selbst von CHARLIE 3 kampf-

unfähig geschossen wird. Grell blinkende Leuchtdioden markieren den Treffer. Der Kommandant von CHARLIE 2 funkt seinem Kompaniechef: Der Fahrer ist tot, ebenso der Ladeschütze. Der Richtschütze ist schwer verwundet, er selbst leicht verletzt. „Den Verletzten bergen und versorgen“, befiehlt der Kompaniechef. „Um null-siebenhundert werden sie von der Kompanie aufgenommen.“ Beide Kompanien haben Verluste erlitten. Doch es ist nicht nur das Gerät, das ausfällt, es sind weitere Kameraden verwundet worden, einige sogar gefallen. „Natürlich macht man sich darüber Gedanken“, sagt die Chefi n der roten Kompanie, Oberleutnant Kalkofen, später mit ernstem Blick. Es wirkt distanziert, wenn von einem Ausfall die Rede ist. „Im Moment des Gefechts ist es das auch“, überlegt die 29-Jährige. Das

Wie kommt es zur Anwendung?

Wie wird ausgewertet?

Schießübungszentrums Panzertruppen steht das Führungskönnen und -verhalten der Kompanie-

Truppenübungsplatz Bergen zur Verfügung, der mit 284 Quadratkilometern und einer maximalen

chefs und deren Teileinheitsführer. „Wir sind ein

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Unterricht am Sandkasten: ein Kompanieschiedsrichter weist in die Lage ein niere gehört ebenso zum

Ausdehnung von 26 mal 18

Programm wie Luftaufklä-

Dienstleister der Truppe“, beschreibt Oberstleutnant Bernd Prill den Stellenwert

Kilometern größte Europas. Inklusive eigenem Klima – nämlich immer jenes, welches man gerade

rung durch die ALADINDrohne der Heeresaufklärungstruppe. Ebenfalls durch die Leitungstruppe

des Übungszentrums. Die Tage in Munster sind fest

nicht braucht. Es gibt hier genügend Platz für rund

eingesetzt wird die Elek-

geplant: Zwei Tage angeleitete Ausbildung mit den Kompanien, eine 72-stün-

40 gepanzerte Gefechtsfahrzeuge. Darunter sind Leopard-Kampfpanzer,

dige Ausbildungsübung und jeweils zweitägige

Marder-Schützenpanzer, Transportpanzer vom Typ

Gefechtsschießen mit den Zügen und Kompanien. Aber auch die Einsatz-

Fuchs, der Minenräumpanzer Keiler, der Brückenlegepanzer Biber und

Stören des Funkverkehrs zusätzliche Schärfe in die Übung bringen. Auf individuelle Wünsche

vorbereitung gehört zum Repertoire des SchÜbZ.

Skorpion-Minenwerfer. Weitere Kampfun-

der Truppe geht man in Munster ein. Gemeinsam

Das AGDUS-Gefecht ist letztlich die Vorbereitung für die Gefechtsschießen

terstützung bieten Artilleriegeschütze und Panzerabwehrhubschrauber. Das Verlegen und Spreng gen ge von Minen durch durc urch h PioP Pio

mit den Kommandeuren der übenden Truppe legt der Leiter des Übungs-

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tronische Kampfführung. Sie zeichnet den gesamten Funk der Kompanien auf, überwacht das Sendeverbot und kann auch durch

zentrums bereits sechs Monate zweiMon onate a vor dem m zwe z i

wöchigen Aufenthalt die Schwerpunkte fest. Drei Monate bevor der erste Schuss fällt, erkunden die

PA N Z ER

umfangreicher Erfahrung. Die Kompanieschiedsrichter im Offizierrang sind ehemalige Kompaniechefs und haben selber am SchÜbZ geübt.

jeder Übungsdurchgang mit

Altgediente Unteroffiziere

einer angeleiteten Ausbildung: zunächst auf Zug-, dann auf Kompanieebene – Sandkastenausbildung und Gelände-

begleiten die Übungstruppe und stehen mit Rat und Tat zur Seite. Materiell werden die übenden Kompanien bestens

begehungen inklusive. Je nach Gefechtsverlauf können einzel-

versorgt: Die Munition, die für einen Durchgang benötigt wird, stammt aus dem Jahreskontingent des Ausbildungszentrums.

Vier Wochen vor Übungsbeginn legen sie ihren Operationsplan sowie die Kompaniebefehle für das dreitägige Übungsgefecht vor. Das Schießübungszentrum muss sich immer wieder neu auf den unterschiedlichen Ausbildungsstand der Truppen einstellen. Denn nicht immer bleibt den Kompanien ausreichend Zeit zur optimalen

S T R EI T K R Ä F T E

Der Marsch mit einer verstärkten Panzerkompanie zieht sich über ein bis eineinhalb Kilometer

Pioniere – ist ein Experte mit

S3-Stabsoffizier Christian Probst keine Kompromisse ein. Um dennoch die Besatzungen auf einen einheitlichen Ausbildungsstand zu bringen, beginnt

ne Phasen wiederholt werden. Jeder der rund 30 Ausbilder – Panzermänner, Grenadiere und

Kompaniechefs schon das Gelände.

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Gefecht ist zu schnelllebig, die Situation häufig zu brenzlig, als dass man sich in diesem Augenblick mehr Gedanken über die menschlichen Verluste machen könnte. Und trotzdem lässt es einen nicht los. „Wenn ein Panzer ausfällt, stehen dahinter immer Menschenleben. Du hast die Gesichter im Kopf. Aber im Moment

20-MILLIMETER-PATRONEN VERSCHIESSEN DIE SCHÜTZENPANZER

beherrscht werden.“ Da geht

Dafür steht der NATO-

LITER TREIBSTOFF SCHLUCKEN DIE GEFECHTSFAHRZEUGE IN 14 TAGEN

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300

120-MILLIMETER-GESCHOSSE VERFEUERN DIE KANONEN DER LEOPARDEN PRO DURCHGANG

Im Mittelpunkt des

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DURCHGÄNGE IM JAHR BESTREITEN DIE 30 MANN DES ÜBUNGSZENTRUMS

SOLDATEN NEHMEN DURCHSCHNITTLICH AN EINER ÜBUNG TEIL

Alle Soldaten, Waffen und Fahrzeuge sind mit den Sensoren ausgestattet. Jeder Treffer wird auf einem Display angezeigt. Soldaten tragen eine Karte bei sich, auf der die Art der Verwundung steht.

Die Wirkung der Munition wird nach dem festgelegten Verwundbarkeitsmodell dargestellt. Auf Speicherkarten werden technische und taktische Ereignisse festgehalten.

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Im scharfen Schuss: der Leopard 2 A6

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121.000

DAS SCHIESSÜBUNGSZENTRUM IN MUNSTER SCHAFFT OPTIMALE BEDINGUNGEN FÜR DIE KAMPFKOMPANIEN DER PANZERTRUPPEN. DAFÜR STEHT EUROPAS GRÖSSTER ÜBUNGSPLATZ ZUR VERFÜGUNG. IM SCHARFEN SCHUSS KÖNNEN SICH DIE ÜBENDEN TRUPPEN AUCH ABSEITS DER SCHIESSBAHNEN BEWEISEN. DAS GIBT ES HIER. TRUPPE NUR HI HIER ER. E R ME MEHR HR R TRU T PPE GE GEHT NICHT! T!

500

Das Ausbildungsgerät Duell Simulator sendet hör- und sichtbar Informationen mittels Laser im aktiven Schießsystem. Gefechtsübungen verbundener Waffen sind so realitätsnah möglich.

70.000 Y – DAS MAG A ZIN DER BUNDESWEHR

Auswertung der Bilder am ALADIN-Bediengerät

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Geübt wird hier, ausgewertet zu Hause. Das Take-Home-Package hilft dabei.

im scharfen Schuss – einmalig in der Bundeswehr. hr.

30 3 0

gegen die Planen, drinnen drängen sich die Zugführer auf Holzbänken um zwei wacklige Tische. Blaue und gelbe Linien machen aus einer schwach beleuchteten Gummimatte eine Lagekarte. Holzwürfel mit taktischen Zeichen markieren die feindlich-roten und freundlich-blauen Kräfte. Hauptmann Rieß weist mit präziser Sprache in die Lage ein und leuchtet mit seinem Laserpointer auf die ihm gegenüberliegende Bildwand. Die angesprochenen Zugführer schieben mit klammen Fingern die ihnen zugeordneten Würfel über die Lagekarte. Der Plan steht. So wird auch die zweite Manövernacht kurz. Schlaf wird Rieß in den nächsten drei Tagen nur wenig fi nden, genau wie sein Gegner. Wenn, dann macht er es sich im Schlafsack auf der Heckplatte des Leoparden bequem. Vom Motor erwärmt, spendet sie auch bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt wohlige Wärme. „Lieber zwei Stunden gut schlafen, als vier Stunden schlecht“ ist seine Devise. Im sogenannten Leadership-Training werden die übenden Kompanien ständig vom Leitungspersonal des Schießübungszentrums Panzertruppen (SchÜbZ PzTr) begleitet. Den Kompaniechefs stehen jeweils ein erfahrener Kompanieschiedsrichter derselben Truppengattung zur Seite. Oberstleutnant Bernd Prill (46), Leiter des Übungszentrums, sowie sein S3-Stabsoffi zier Major Christian Probst (34) kommentieren, stellen bohrende Fragen. Prill schlüpft darüber hinaus in die Rolle des blauen als auch roten Bataillonskommandeurs – er erteilt

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MEHR INFORMATIONEN ÜBER W W W.DEUTSCHESHEER.DE STICHWORT: SCHIESSÜBUNGSZENTRUM

Was ist das AGDUS-System?

Einweisung der abgesessenen Grenadiere

Anmarsch übende Truppe: Die blaue Kompanie

S T R EI T K R Ä F T E

W… W… W…

Der Feldposten DELTA 2, ein Kampfpanzer der roten Kompanie, eröffnet das Feuer und zerstört Kampfpanzer CHARLIE 2

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HINTERGRUND

PA P A N Z ER ER

S T R EI T K R Ä F T E

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S T R EI T K R Ä F T E

Schuss wird hier mit dem AGDUS-System geübt, einer Art Laser-Simulation, bei der es knallt, blitzt und raucht. Dass es sehr oft kracht, dafür sorgt „Kräuterbad“, Deckname für Oberleutnant Anika Kalkofen, die es Rieß nicht leicht macht. Sie ist Chefi n der 2. Kompanie des Panzergrenadierbataillons 411 aus dem mecklenburgischen Viereck. Sie verkörpert die rote, die gegnerische Kompanie. Ihr Auftrag lautet, die Bewegung der blauen Truppen zu hemmen, erst durch zeitlich begrenzte Verteidigung, also konzentrierte Gegenwehr, dann durch Verzögern der geplanten Raumaufgabe, um Zeit zu gewinnen. So sieht es der Operationsplan vor. DER GRUNDSATZ der Ausbildung, auch während der Übungsunterbrechungen, lautet: Leben in der Lage. Die bekommt gleich jeder zu spüren, der den Gefechtsstand der 3. Kompanie betritt. Der Verhau aus Rohrwischerstangen, befestigt am Heck zweier sich gegenüberstehender Kampfpanzer, ist überspannt mit Zeltplanen, die kein Licht hindurch lassen. Draußen trommelt der Eisregen

Nur beim Übungsgefecht kam Manövermunition zum Einsatz

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es im Sand bis zu einem halben Meter tiefe Kanäle. Geschützt durch das Dickicht des Waldes, rast die Panzergruppe auf das sternförmige Wegekreuz zu. Kompaniechef Hauptmann Marvin Rieß (31), Deckname „Findling“, bezieht dabei mit seinem Panzer kurz Stellung am Wegrand. M Mit it d den en n A rmen Zeichen gebend, rm Armen weist i t er d den nachrückenden h ü k d „„Leos“ LLeos eos Be Beobachtungs- und Wirkbereiche zu. Es ist ein Samstagvormittag im März. Seit mehr als 20 Stunden ist die Kompanie im Gefecht. Rieß, ein ZweimeterHüne, ist Führer der blauen Kräfte – der 3. Kompanie des Panzerbataillons 33 aus Neustadt am Rübenberge. Was es heißt, im Gefecht zu bestehen und dabei seine Männer zu motivieren, lernt man nur hier – in der Schlammzone. Hier gibt es keinen abstrakten Gegner. Hier gibt es einen erklärten Feind, der zurückschießt und Lücken in die eigene Formation reißt. Als Vorbereitung auf den scharfen

Ausläufer Grenadierschneise gesperrt, SPz ausgewichen durch Norddurchlass auf ...

Wir greifen an mit zwei Panzerzügen vorn im Zuge Bockumer Weg auf Norddurchlass, dann ...

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Kräuterbad: „Frustmomente habe ich einfach am Panzer ausgelassen. Dem macht es nichts aus, wenn man ein paar Mal irgendwo gegen tritt – im Gegensatz zu meinem Fuß. Damit war das Thema dann durch.“

Fotos: IMZ Bw/Sebastian Wilke (2), IMZ Bw/Michael Mandt; Illustration: Y/KircherBurkhardt

Der Gegner hört mit! Auf den folgenden Seiten stehen Funksprüche der Übung. Blau sind die Angreifer, rot sind die Verteidiger. Die Kommentare des Schießübungszentrums Panzertruppen sind grau gekennzeichnet.

Sauberer Operationsplan, Führungsorganisation optimieren, Wege erkunden, Stellungen finden, wenn Auftrag nicht erfüllbar, und selbst im Gefahrenbereich dann Meldung!

PA N Z ER

Übergabe und Übernahme der Sperren zu oberflächlich. Arbeitsplan abarbeiten, ohne Sendeverbot zu brechen.

ALADIN-Aufklärung hat ergeben, Feind sprengt KILO 2.

E

Taktik bedeutet, Kräfte und Mittel nach Raum und Zeit zu koordinieren. Soweit die Theorie. Am Schießübungszentrum Panzertruppen in Munster folgt die Praxis. Hier treten zwei Wochen lang zwei Kompanien gegeneinander an, mit 500 Soldaten und 40 Gefechtsfahrzeugen.

Mit Vollgas durch die Heide: ein mit AGDUS ausgerüsteter Kampfpanzer Leopard 2 A6

DELTA, Wechsel der Kampfweise durchführen, ALPHA dahinter.

CHARLIE sofort eindrehen, Geschwindigkeit S T R EI E T K R Ä Faufnehmen, T E PA ANZE ER R dann Angriff auf Bunkerhöhe. Ab sofort Niederhalten bei 807 für fünf Mike!

S T R EI T K R Ä F T E

Fotos: IMZ Bw/Sebastian Wilke (2), IMZ Bw/Michael Mandt, Y/KircherBurkhardt

S T R EI T K R Ä F T E

PA N Z ER

PA N Z ER

des Gefechts darfst du nicht zögern.“ Im Nachhinein gibt die Auswertung der Sensoren genauen Aufschluss. Später nach der Übung wird die Statistik zeigen: Blau wird 62 ausgefallene Soldaten zu beklagen haben, Rot 75. ZU BEGINN der Schlussbesprechung bekommen die Chefs und Zugführer einen Film zu sehen, ein Best-of mit den wichtigsten Szenen der Übung. Anschließend analysieren die Schiedsrichter verschiedene Phasen des Manövers. „Wir sind ein Übungszentrum, kein Könnenszentrum“, gibt Major Probst zu bedenken. Oberstleutnant Prill ergänzt: „Wichtig ist, die Eindrücke mitzunehmen, sie zu verarbeiten, um dann sagen zu können: ‚Das habe ich jetzt verstanden‘.“ Vor allem Wegstrecken und Zeitanhalte werden häufig unterschätzt. Die Marschkolonne einer verstärkten Panzerkompanie – immerhin um die 20 Gefechtsfahrzeuge – zieht sich schon mal über ein bis eineinhalb Kilometer. Das Öffnen einer Richtminensperre kann i weit über eine Stunde dauern. Und „ein ch mehr meh ehrr als a ls drei dre d reii Minuten Minu Mi nute ten n Panzer, der sich

Der Leiter (r.) in der Rolle des Bataillonskommandeurs: OL Kalkofen en (l.) tr trägt r ägt vor

Vorbereitung. Als Erstausbildungszentrum versteht man sich hier nicht. „Das grüne grü rüne e Handwerk rk sollte sol

1.500.000 EURO KOSTET EIN DURCHGANG – OHNE TRANSPORTKOSTEN

m Funk unk nkk Im Gefechtsstand laufen die Fäden zusammen: Major Probst (l.) am

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g es el l s c h a f t

STARTER

High-Tech-Flugzeug beim Start

SENKRECHT-

Fotos: Lockheed Martin, Lockheed Martin/Damien A. Guarnieri

T e c hnik   F - 3 5 L i g h t nin g ii

F - 3 5 L i g h t nin g ii  T e c hnik

Die F-35 Lightning II könnte de facto das NATOFlugzeug der Zukunft werden. Der Mehrzweckjäger soll in den USA und in den Partnerstaaten 13 gegenwärtige Flugzeugtypen ablösen, darunter auch die A-10, F-16, F/A-18 sowie Harrier II.

M

indestens acht NATO-Mitglieder wollen ihre gegenwärtigen Jäger und Jagdbomber ganz oder teilweise durch den Mehrzweckjäger F-35 Lightning II ersetzen. Die künftige Jagdflotte der U.S. Air Force soll beispielsweise zu 90 Prozent aus F-35 bestehen. Voraussichtlich wird die Bundeswehr das Waffensystem

Zukunftsvision: die „C-Variante“ für Flugzeugträger

ze Wee

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nicht anschaffen. Deutsche Streitkräfte werden aber mehrere Jahrzehnte lang Seite an Seite mit den F-35 der Partnerländer arbeiten. Es gibt drei Ausführungen der Lightning II. Alle sind in der Luft betankbar. Die „A“-Variante ist ein konventioneller Jagdbomber. Diese Ausführung wird von der U.S. Air Force und von vielen anderen Luftstreitkräften erworben. Die „B“Variante ist ein STO/VL-Flugzeug, also ein Senkrechtstarter (Short Take-Off and Vertical Landing). Die F-35B kann mit voller Nutzlast von kurzen Landebahnen – etwa auf amphibischen Trägern – starten und unter Einsatz eines Hubgebläses schweben und senkrecht landen. Mit einer reduzierten Nutzlast kann sie auch senkrecht starten. Die Senkrechtfähigkeit erlaubt auch das Starten und Landen im Gelände. Das Flugzeug kann so in Frontnähe betankt und neu bewaffnet werden und binnen Minuten wieder den Bodentruppen

g es el l s c h a f t

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Der Joint Strike Fighter soll das beste Flugzeug werden, ist aber aufgrund hoher Stückkosten von derzeit knapp 160 Millionen US-Dollar mit das teuerste 72

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n rei i Saue

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S a ni tät S auS S tat t un g

B

ei schweren Verletzungen durch Sprengladungen oder Schusswunden ist die Versorgung in den ersten Minuten das Entscheidende“, sagt Oberstabsarzt Nico Dembofski vom Einsatzführungskommando in Potsdam. 2008 war er Chef der Sanitätskompanie im afghanischen Feldlager Kunduz. „Insbesondere das Stillen von stark blutenden Wunden hat oberste Priorität.“ Hier hilft die neue persönliche Sanitätsausstattung, darin enthalten sind das QuikClot®, eine spezielle Kompresse mit blutstillendem Mittel, und das Tour-

S a ni tät S auS S tat t un g

niquet, eine Staubinde für Blutgefäße. „Das Tourniquet ist eine saubere Sache“, bestätigt Oberfeldwebel Michael Gruber vom Sanitätszentrum Höxter. Er war letztes Jahr als Rettungsassistent auf einem Beweglichen Arzttrupp (BAT) in Kunduz eingesetzt. „Wir mussten das Tourniquet glücklicherweise nicht bei Kameraden anwenden, aber einem afghanischen Polizisten hat es nach einem Unfall das Leben gerettet.“ Weitere Bestandteile der Ausstattung sind unter anderem ein Autoinjektor mit dem Schmerzmittel Morphinsulfat, Vinyl-Handschuhe, Antibiotika-Tabletten, eine Rettungsdecke und ein Verbandpäckchen Brandwunde. Doch ohne einweisung keine Anwendung. „Für alle Artikel der persönlichen Sanitätsausstattung gilt: Wissen um deren Nutzen und Anwendung in bestimmten Situationen ist Pflicht“, sagt Oberfeldapotheker Dr. Roger Müller-Pfaff vom Sanitätsamt der Bundeswehr. Die nötige Ausbildung findet auch im Ausbildungszentrum der Vereinten Nationen in Hammelburg statt. Hier wird Personal für die Einsätze in den Maßnahmen der erneuerten Sanitätsversorgung ausgebildet. Die Resonanz der Lehrgangsteilnehmer auf die Ausbildung spricht deutlich für die neue Ausrüstung. Stabsunteroffizier Nadine Wolf* wird demnächst in den Einsatz nach Afghanistan verlegt. Die 25-Jährige ist froh, dass sie bereits vor ihrem ersten Einsatz am Material ausgebildet wird und nicht erst im Einsatzland. „Der Umgang mit den einzelnen Komponenten ist so einfach und verständlich, dass ich denke, dass man selbst in brenzligen Situationen automatisch und sicher damit arbeiten wird. Man geht mit einem guten Gefühl in den Einsatz.“

s t r ei t k r ä f t e

1   quikClot® Die synthetische Kompresse besteht aus einem im Labor hergestellten Stoff, ähnlich wie Lavagestein. Sie stillt die Blutung, da sie wie ein Schwamm wirkt. Das QuikClot ® absorbiert flüssige Moleküle ohne chemische Reaktion und bildet so stabile Blutklumpen. Die Kompresse wird nicht vom Körper absorbiert und kann daher so lange in Wunden belassen werden wie nötig.

Das sieht auch Hauptmann Jens Hof (36) so, der bereits vor seinem achten Einsatz steht. Auch er ist von der einfachen Handhabung der neuen Sanitätsausstattung überzeugt. Der Hauptmann sieht im Material eine deutliche Verbesserung zur Ausrüstung vergangener Jahre. „Uns wird das Gefühl gegeben, dass man mit wenigen Handgriffen auch unter der äußeren Belastung der Einsatzsituation den Kameradinnen und Kameraden helfen kann. Speziell, was das betrifft, sind wir viel besser gewappnet als noch vor drei, vier Jahren.“ | Mat thias seeliger

2  tourNiquet Das Wort bedeutet im Französischen „Drehtür“ und wird in der Medizin für Staubinden verwendet. Es ermöglicht bei stark blutenden, lebensbedrohlichen Wunden an Armen oder Beinen ein schnelles Abbinden, bevor der Blutverlust zu groß ist. Gerade beim Tourniquet ist das genaue Wissen um die Anwendung wichtig. Die genaue Positionierung beim ersten Zugriff entscheidet über den Erfolg des Druckverbands.

3  N   otfallbeatMuNgstuCh

4  M   orphiN autoiNjektor

Es schützt bei der Atemspende sowohl den Spender als auch den Empfänger. Neben hygienischen Aspekten verringert es durch einen integrierten Filter die Gefahr von Infektionen. Ein aufgedrucktes schemenhaftes Gesicht und eine Bedienungsanleitung machen die Anwendung einfach. Vor dem Gebrauch ist es zusammengefaltet und somit nicht größer als die Fläche einer Zigarettenschachtel.

Das Schmerzmittel darf ausschließlich bei stärksten Schmerzen im Rahmen der Selbst- oder Kameradenhilfe eingesetzt werden. Zur Anwendung des Autoinjektors muss zuerst die Schutzkappe entfernt werden. Der Injektor wird anschließend auf die Oberschenkelmuskulatur gesetzt. Kräftiger Druck löst die Injektion aus. Die Nadel dringt – notfalls durch Stoff – ins Gewebe.

5  NotverbaNd Dabei handelt es sich um eine Binde mit integrierter Kompresse zum Anlegen eines Druckverbandes. Den Notverband gibt es in zwei Größen: 10 und 15 Zentimeter. Durch die eingebaute Druckstange wird die blutungsstillende Eigenschaft verbessert. Der Notverband kann an Kopf, Arm, Bein oder Rumpf eingesetzt werden.

allererste hilfe

Sie heißen QuikClot®, Tourniquet oder Notverband. Ihre Aufgabe: Leben retten. Jeder Soldat, der in Afghanistan das Feldlager verlässt, hat seit letztem Jahr eine neue, persönliche Sanitätsausstattung am Mann. Y stellt die wichtigsten Neuerungen vor. Fotos: IMZ Bw/Andrea Bienert

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T HEM A

R ES S O R T

TTHEM UNINAG RTES E CSHNIK ORT

PIMP MY

CAR

1

Tiefer, lauter, optisch auffallend – so müssen für viele junge Autofahrer die fahrbaren Untersätze „aufgemotzt“ sein. Auch bei der Bundeswehr werden für die Nutzung im Inland Fahrzeuge getuned. Doch das geschieht aus ganz anderen Gründen. ullig, kraftvoll, grün – wer behauptet, die Bundeswehr sei uncool, der saß noch nie im neuen Geländewagen der Feldjäger. Der 4,74 Meter lange Nissan Pathfi nder, das kommende Fahrzeug für die Militärpolizisten, macht Eindruck. Tiefer Sound, mattgrüne Optik und die schwere Bereifung ringen dem Betrachter Respekt ab. Vom Serienfahrzeug unterscheidet sich der Geländewagen deutlich. Egal ob Funkgerät, Fahrwerk oder Innenausstattung: In der Feldjäger-Version bietet das Allradfahrzeug seinen Nutzern außergewöhnliche Extras. Neben Standheizung, Kunstledersitzen und herausnehmbaren Fußmatten haben die Neuerungen vor allen Dingen praktischen Nutzen. Vom Durchschnitts- zum Sonderfahrzeug mausert sich der Pathfi nder dabei im Norden Deutschlands. In Oldenburg. IM GE WERBEGEBIE T der 160.000-Einwohner-Stadt rüsten die Mitarbeiter der Firma INTAX das Fahrzeug um. In etwa 90 Arbeitsstunden stellen die Mechaniker den Nissan komplett auf den Kopf: Stoßdämpfer und Federn werden ausgetauscht, Zusatzbatterien werden installiert und ein zweiter Rückspiegel eingebaut. Winkerkelle, Taschenlampe und die von der Bundeswehr zugelieferten Funkgeräte werden angebracht, Anhängerkupplung und Tarnbeleuchtung

kommen dazu. Besonders stolz sind Produktionsleiter Thomas Luitjens und Geschäftsführer Jörg Hatscher auf den Trick mit der Folie. Anstatt die Fahrzeuge grün zu lackieren, wird das ganze Auto einfach penibel in Folie „eingepackt“. Optisch gibt es keinen Unterschied, der Lack wird vor Kratzern und Sonneneinstrahlung geschützt. Vor dem Wiederverkauf kann die Folie abgezogen werden. Darunter ist ein nagelneuer, schwarzer Lack in bestem Zustand. Bereits den Vorgänger, den im Einsatz der Bundeswehr inzwischen hundertfach bewährten Nissan Patrol, haben die Angestellten von Hatscher für die Bundeswehr einsatzklar gemacht. Neben der etwas runderen und bulligeren Optik des neuen 2007er Modells, unterscheiden sich die beiden Wagen vor allem bei der Motorenleistung. Aus 118 KW (160 PS) bei 380 Nm wurden 128 KW (174 PS) bei 403 Nm – trotz kleinerem Hubraum (aus einem 3,0-Liter-Motor wurde ein 2,5-Liter-Aggregat). Zusätzliche Sicherheit bietet

8 Bitte folgen Kein Blaulicht und Martinshorn? Geht nicht. Ein Sondersignalbalken übernimmt alle Pflichtaufgaben und zeigt via ausfahrbarer, programmierbarer LED-Anzeige auch Botschaften für andere Fahrzeuge.

2 3

Schleichfahrt

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Zweite Haut Jeder Pathfinder hat eine schwarze Seele. Zur Schonung des Originallacks beschützt eine exklusive, etwa 100 μm (wie ein Haar) dicke Folie den Geländewagen. Der Vorteil: Coole Optik und beim Wiederverkauf ein nagelneuer Lack.

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Feldweg, Schotterpiste oder Schnee: Ein Feldjägerfahrzeug darf sich nicht aufhalten lassen. Die 17-Zoll-Alufelgen mit 255er „Grabber AT2“-Reifen haben eine Menge Profil und garantieren AllTerrain-Tauglichkeit.

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Hält immer Die Ladefläche des Jeeps ist multifunktional. Was auch transportiert werden soll: Dank des Schienensystems im Ladeboden wird alles sicher, schnell und einfach befestigt.

Im Funkkreis

WENN SIE DIESE SEITE VERTIK AL L ZUR HÄLFTE FALTEN, ERHALTEN SIE EIN N VÖLLIG NEUES L AYOUT. T.

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Gut versteckt Den Geländewagen bei einer Übung schnell tarnen? Kein Problem! Einfach die passgenaue magnetische Tarnabdeckung auf Fenster, Signalbalken und Reflexionsstellen legen.

jetzt das serienmäßige ESP. Die Veränderungen an der Fahrleistung sind dabei Nissan-Standard, denn an die Motoren legt INTAX keine Hand an. SO GUT das Feldjäger-Auto auch aussieht: Zivil sind die meisten Veränderungen des für den Einsatz in Deutschland bestimmten Autos nicht nutzbar. Mehr noch: Die Modifi kationen erschweren den Weiterverkauf nach Ablauf der Dienstzeit. Deswegen kann alles, was die sieben Arbeiter in Oldenburg umbauen, wieder rückgängig gemacht werden. Egal ob Anhängerkupplung, Feldjägerschriftzüge oder Gewehrhalterung: Bei Bedarf hinterlässt nichts davon Spuren am Pathfi nder. | MA XIMILIAN HAUPT

Kommunikation ist alles. Um jederzeit Verbindung aufnehmen zu können, sind die Funkgeräte (SEM 80/90 oder 93) im Innenraum integriert, die Antennen dazu befinden sich auf dem Dach oder am Kühlergrill.

Ziv vill sind d die me eis ste en militärischen Veränderungen an den Fa ahrrze eug gen n nic chtt nu utz zba ar un nd ersc chw were en den Weitterv verk kau uf nach h derr Nutz zung gsz zeiit, doch h sind d die ese Komp pone entten n beim m Pa ath hfiinde er sp purrlos rüc ckrrüs stb ba r

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Y02_056-059_TE_Auto.indd 56

Wie immer gilt: Die Waffen müssen in Reichweite sein. Im Pathfinder sorgt ein INTAX-Gewehrhalter mit Heckler&Koch-Befestigungselementen zwischen Vorder- und Rücksitzen dafür, dass alle vier Soldaten jederzeit an ihr G36 kommen.

7

Einfach durch

3,2 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht und trotzdem voll geländetauglich? Starke Stoßdämpfer, Federn und bis zu 70 mm mehr Bodenfreiheit lassen den Pathfinder Mensch und Material sicher bewegen.

Griffbereit

6

Das „Sehen, aber nicht gesehen werden“ regelt ein einfacher Schalter: Umlegen, und das komplette Fahrzeug ist im Tarnmodus. Bremslicht und Hupe: Fehlanzeige; vorne nur dünne, zwei Watt starke Lichtstreifen.

Schwergewicht

Illustration: KircherBurkhardt Infografik; Foto: IMZ Bw/Andrea Bienert

T E C HNIK

T UNIN G

1.1 Employee Magazines 33

02 / 2010

02 / 2010

22.01.2010 13:43:00 Uhr

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Y – DAS MAG A ZIN DER BUNDESWEHR

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20.01.2010 14:17:50 Uhr

Y, Das Magazin der Bundeswehr, D, Silver Award


1.1 Employee Magazines 34

g es el l s c h a f t   ta l ism a ne

g es el l s c h a f t   ta l ism a ne

ta l ism a ne  g es el l s c h a f t

ta l ism a ne   g es el l s c h a f t

ganz nah an meinem herzen Wenn deutsche Soldaten in den Einsatz gehen, verlassen sich die meisten nicht nur auf ihre Ausbildung, ihre Waffe oder die Schutzweste. Y-Redakteur Leutnant Pascal Ziehm ließ sich kurz vor dem Abflug nach Afghanistan zeigen, was den Kameraden Glück bringt.

Oberstabsarzt Dr. Sabine W. trägt ihren selbstgeschmiedeten Ehering

Stabsunteroffizier Alexander K. bekam „Indiana Jones“ von seiner Gruppenführerin

Auch Oberfeldwebel Philipp M. besitzt einen Schutzengel mit seinem Namen Den Anhänger von Hauptgefreiter Christopher K.s Kette ziert eine Botschaft seiner Freundin

Das Kuschelmonster von Oberfeldwebel Sebastian M. ist einsatzerfahren

Oberfeldwebel Steffen R. fand die Plüschfigur vor kurzem auf seinem Schreibtisch

Fotos: Wilhelm Breuer

F

Feldwebel Christoph S. bekam neben dem Rosenkranz vom Pater auch einen Anhänger von seiner kleinen Tochter

lughafen Köln-Bonn, auf dem militärischen Teil: Über 100 Soldaten fliegen heute mit dem Luftwaffen-Airbus nach Termez/ Usbekistan, bevor es nach einer Übernachtung mit der Transall weiter in den Norden Afghanistans geht. Pünktlich um 12.30 Uhr soll die Maschine zu ihrem sechsstündigen Flug abheben. Es ist früher Vormittag, die Sonne scheint. Die ersten Soldaten sitzen in ihren Wüstentarn-Uniformen im Eingangsbereich des neuen Abfertigungsgebäudes. Nach und nach kommen weitere hinzu. Einige werden von ihren Familien zum Abflug gebracht. Man lässt sich Zeit mit der Verabschiedung. Tränen fließen nicht. Ein letzter Kuss von der Freundin oder der Ehefrau, ein Schulterklopfer vom Vater, eine Umarmung von der Mutter. Die Wünsche der Angehörigen und Freunde sind deutlich: „Komm’ gesund wieder!“ Um diesen Wünschen nachzukommen, tragen viele Kameraden etwas bei sich, entweder in der Uniform oder gut verpackt im Handgepäck: Einen Talisman oder einen Glücksbringer. Die meisten

Christopher K. trägt die große Liebe um seinen Hals: „Diese Kette habe ich vorgestern von meiner Freundin bekommen.“ 70

Hauptgefreiter Moritz S. hat das Kreuz an seiner Erkennungsmarke befestigt

Oberfeldwebel Jeannine T. wird vom Schutzengel ihrer Eltern begleitet

Bringt gLüCK

Soldatinnen und Soldaten wirken schüchtern, fast verlegen, wenn man sie danach fragt. So auch Oberstabsarzt Dr. Sabine W., die erst Mitte November geheiratet hat. Trotzdem zeigt sie ihren goldenen Ehering voller Stolz. „Dass er selbstgeschmiedet ist, brachte mir einige Diskussionen mit meinem Mann“, erzählt die junge Ärztin. Der hatte ihr geraten, das gute Stück zu schonen und einen anderen Ring mitzunehmen. Sabine W. wollte das nicht. „Aber ich werde gut auf ihn und mich aufpassen!“. Auch Hauptgefreiter Christopher K. verbindet mit

hufeisen Darf nicht in der Schmiede besorgt, sondern muss gefunden werden. Den Glücksbringer immer mit der Öffnung nach oben aufhängen, sonst fällt das Glück heraus. Er macht angeblich unverwundbar und kann Naturkatastrophen abwehren. Kleeblatt Wer ein Vierblättriges findet, dem wird kurz darauf etwas Gutes widerfahren. hasenpfote Soll als Anhänger ihrem Träger Glück im Leben, besonders beim Kartenspiel, bescheren. schornsteinfeger Besonders viel Glück soll es bringen, einen seiner Knöpfe zu berühren. Zudem soll Ruß vor Gefahren und Krankheiten schützen.

seinem Talisman die große Liebe. Um seinen Hals trägt er eine silberne Kette. „Die habe ich vorgestern von meiner Freundin bekommen“, sagt er. Die beiden haben sich erst einen Monat zuvor kennengelernt. Deshalb ist auch das Datum dieses Tages auf der einen Seite des Anhängers eingraviert, auf der anderen Seite eine Botschaft. „Da hänge ich wirklich dran, und mit der Kette trage ich meine Freundin immer ganz nah an meinem Herzen.“ Einen SchutzengelAnhänger trägt Oberfeldwebel Philipp M. an seiner Erkennungsmarke. „Dass 0 2  /  2 0 1 0          Y  –  d a s  m a g a z i n d e r b u n d e s w e h r

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Y   –  d a s   m a g a z i n  d e r   b u n d e s w e h r           0 2  /  2 0 1 0

mir dieser auch in Afghanistan Glück bringen wird, hat er vor ein paar Tagen schon bewiesen“, erzählt M. In seinem Haus hat es gebrannt, doch seine Wohnung ist verschont geblieben. Da scheint das Geschenk der neuen Freundin doch schon die erste Bewährungsprobe hinter sich zu haben. EinsatzErfahrEn ist bereits das Kuschelmonster von Sebastian M. Der Oberfeldwebel war bereits in Afghanistan. Seine Freundin hatte die hellgrüne Stoffpuppe mit den blauen Tatzen damals extra für ihn anfertigen lassen. Auf dem Rücken des Kuschelmonsters steht ihr Kosename. „Meine Freundin hat das Gegenstück mit meinem Spitznamen. Deshalb gibt es nach meiner Rückkehr gleich eine doppelte Familienzusammenführung“, freut sich M. Während seines letzten Einsatzes hatte er das kleine Monster in verschiedenen Situationen fotografiert und die Bilder nach Hause geschickt. Und auch seine Freundin hatte das Pendant in verschiedenen Situationen ihres Alltags abgelichtet. Jeder Talisman hat seine eigene Geschichte, die noch den kleinsten

Gegenstand zu etwas Besonderem für seinen Besitzer macht. Alexander K. holt eine Lego-Figur aus der Ärmeltasche seiner Feldbluse. „Das ist Indiana Jones.“ Von seiner Gruppenführerin hatte der Stabsunteroffizier den handlichen Helden geschenkt bekommen. Was es damit auf sich hat? „Irgendwie passt es doch. Denn Indiana Jones schafft, was er will – mit dem, was er hat. So wie ich“, überlegt M., während er das Spielzeug zwischen seinen Fingern dreht und wendet. Wenn sein Talisman hält, was er verspricht, will der junge Soldat ihn nach seiner Rückkehr an andere Kameraden weitergeben, wenn sie in den Einsatz gehen. Den meisten ist ein Glücksbringer allein nicht genug. So wie Oberfeldwebel Jeannine T., nehmen viele gleich mehrere mit auf ihre Mission. Die junge Frau durchsucht eine Weile ihre Umhängetasche, bevor sie eine kleine Holzschatulle in den Händen hält. Auch sie hat einen Schutzengel bekommen, von ihren Eltern. Außerdem ist eine Schneekatze aus Plüsch mit dabei, ein Geschenk von den Soldaten ihrer Einheit, die nicht mit in

Jeder talisman hat seine eigene geschichte, die noch den kleinsten gegenstand zu etwas Besonderem für seinen Besitzer macht den Einsatz gehen. Und dann ist da noch das schwarze Lederarmband an ihrem Handgelenk. „Das erinnert mich an einen wundervollen Abend, gemeinsam mit meinem Freund“, strahlt sie. Der Lautsprecher ertönt und ruft die Wartenden zum Check-In auf. Die meisten Talismane und Glücksbringer sind längst wieder im Handgepäck verschwunden und werden wohl erst in Afghanistan wieder ans Tageslicht geholt. Nach Passieren der Sicherheitsschleuse und letzter Kontrolle der Bordkarte nehmen die Soldatinnen und Soldaten am Gate Platz. Die Stimmung ist gut. Bei einigen kommt deutlich erkennbare Wiedersehensfreude auf, als sie Kameraden begegnen, die sie bereits kennen. Einige lesen Zeitung, andere dösen. Unzählige Telefonate werden geführt, letzte Kurznachrichten werden getippt, bevor das Mobiltelefon ausgeschaltet in der

Im Terminal warten die Soldaten auf ihren Flug mit dem Luftwaffen-Airbus 0 2  /  2 0 1 0           Y   –   d a s  m a g a z i n  d e r   b u n d e s w e h r

73

Y, Das Magazin der Bundeswehr, D, Silver Award


1.1 Employee Magazines 35

Forum Magazin der Deutschen Bank The typography and visual language of the magazine “Forum� is very modern. Infographics, figures and facts combined with longer stories characterize the magazine. Double pages with one big picture support the rhythm of small and big topics that shape this magazine. Forum, Magazin der Deutschen Bank, D, Bronce Award


1.1 Employee Magazines 36

focus

focus

AUSGABE 3 2010

TiTel

Inhalt

EinE invEstition in diE Zukunft

FOCUS TITEL: NACHHALTIGKEIT IN DER DEUTSCHEN BANK

TITEL ILLUSTRATION

Anna Garforth

EINE INvESTITION IN DIE ZUKUNFT 12

Ressourcen, Produkte, Strategie: Was die globale Herausforderung durch den Klimawandel in der Praxis bedeutet

WiE hAt Sich diE ÖkoBilAnz dEr dEUtSchEn BAnk EntWickElt Und Wo StEht SiE in pUncto nAchhAltiGkEit? AntWortEn AUf diESE frAGEn findEn SiE in dEr titElGESchichtE diESEr AUSGABE

PANORAMA 34 MEIN JOB

Der schwierige Beruf des Testamentvollstreckers Tarek Lahham

Intranet dbnetwork.intranet.db.com/forum

36

E-mail mailbox.forum@db.com Herausgeber Deutsche Bank AG Theodor-Heuss-Allee 70, 60486 Frankfurt

RADAR

Chief Publications Officer Uli Pecher uli.pecher@db.com Tel.: +49 (0) 69 910 33406 Fax: +49 (0) 69 910 43840

EDITORIAL

Redaktion Klaus Bender Desirée Christelis-Windfuhr Antje Lilienthal Annette Schlosser-Schultheis Bitte geben Sie Adressänderungen in HR Online ein. Sollten Sie keinen Zugriff haben, informieren Sie bitte HR Solutions Service Center Germany, Theodor-HeussAllee 72, 60486 Frankfurt.

3 Umweltschutz und Wirtschaftswachstum

4 AUSBLICK

Gary Hattem über die Möglichkeiten einer Energiewende

NEUE WELT

17

INTERvIEW

22

Die renovierten Deutsche BankTürme in Frankfurt am Main sind ein glänzendes Beispiel für eine umweltschonende und moderne Arbeitsumgebung

illusTRATioN Anna Garforth

PROFIL

Wie Louise Kitchen eine der erfolgreichsten Frauen der Finanzindustrie wurde

Produktion LDV AG, Zug

6 MONITOR 1

Die Deutsche Bank schließt das 2. Quartal 2010 erfolgreich ab

Internationale Kunst und interaktiver BrandSpace

AuToR clive ruby

24

Fotografie Archivaufnahmen oder einzeln nachgewiesen

Der Herausgeber übernimmt keine Haftung für in dieser Publikation getroffene Aussagen. Die Informationen sind nicht als Grundlage für unmittelbare wirtschaftliche Entscheidungen bestimmt.

14

Wie CO2-Coach Dave Hampton seinen Klienten hilft, ihren Lebensstil zu überprüfen

Art direction Studio 2br Michael Kornmann

Risiken zukunftsgerichteter Aussagen Diese Veröffentlichung enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Naturgemäß beinhalten zukunftsgerichtete Aussagen Risiken und Unsicherheitsfaktoren. Eine Vielzahl wichtiger Faktoren kann dazu beitragen, dass die tatsächlichen Ergebnisse erheblich von zukunftsgerichteten Aussagen abweichen. Diese Faktoren werden im SEC Formular 20-F der Deutschen Bank in dem Abschnitt „Risikofaktoren“ näher beschrieben. Dieses Dokument ist auf Anfrage erhältlich oder kann unter www.deutsche-bank.com/ir heruntergeladen werden. Wir übernehmen keine Verpflichtung, zukunftsgerichtete Aussagen im Licht neuer Informationen oder künftiger Ereignisse öffentlich weiterzuentwickeln.

DEUTSCHE BANK-TüRME SAUBERE GELDMASCHINE

Die Bank ist Innovationsführer bei nachhaltigen Finanzprodukten

26 AUFTRITT

Die Deutsche Bank auf der ExPO 2010 in Shanghai

38 BOTSCHAFTER DER BANK

Mitarbeiter in Japan und London laufen für einen guten Zweck

40 LESEZEICHEN

Konzepte für nachhaltiges und profitables Wirtschaften, Erlebnisse auf einer Weltreise mit dem Tandem, plus Webseite: www.worldwatch.org

42 IT-TIPPS

„Grüne“ Apps für Smartphones

8

44

MONITOR 2

Chronik der Finanz- und Wirtschaftskrise seit Mai 2010

UNTERWEGS

Feiern unter freiem Himmel – von New York bis xi’an

46 AUSZEICHNUNGEN UND RANGLISTEN

28 GUT ZU WISSEN

Die integrierte CIB-Struktur

30 10 DB NETWORK

Nachrichten aus dem Intranet, u. a. CIB-Betriebsversammlung, Londoner WEB-Konferenz, CHIO 2010 in Aachen, Wertpapierverwahrung an der Börse Tadawul

AKqUISITIONEN

Die Geschichte des Aufstiegs der Deutschen Bank in die Topliga

32 GESCHICHTE

Das Jahrtausend-Metall – eine kurze Geschichte des Goldes

Deutsche Bank holt den begehrten Euromoney-Preis „Beste Globale Investmentbank“

47 vERMISCHTES

Commitment Index auf hohem Niveau, Forum wieder mehrfach ausgezeichnet

W

enn Sie x-beliebige personen nach ihrer Meinung zu dem thema nachhaltigkeit fragen, bekommen Sie viele unterschiedliche Antworten. die persönliche Wahrnehmung ist von eigenen Erfahrungen geprägt und davon, was die Medien aus dem thema machen. die einen sprechen von recycling und wie wichtig es ist, leere cola-dosen zu sammeln, die anderen fordern ein knallhartes durchgreifen der politik, um künftig Ölkatastrophen wie die im Golf von Mexiko zu verhindern. nachhaltigkeit bedeutet für die deutsche Bank zukunftsfähigkeit: Jeder Mensch ist für seine Umwelt verantwortlich. deshalb motiviert die Bank Mitarbeiter und kunden zu umweltfreundlichem Verhalten. In der Öffentlichkeit werden Probleme und Lösungsmöglichkeiten heftig und häufig kontrovers diskutiert. Einig ist man sich aber darin, dass alle an einem Strang ziehen müssen. Bundeskanzlerin Angela Merkel bringt es auf den punkt: „Weder ein land noch ein kontinent allein kann das klima retten… (es) geht um globale Verantwortung.“ US-präsident Barack obama stößt ins gleiche horn: „der zeitpunkt ist gekommen, an dem wir uns zusammentun müssen, um unseren planeten zu retten.“ die deutsche Bank hat das frühzeitig erkannt. Bereits 2007 rief sie das konzernweite und bereichsübergreifende Environmental Steering committee ins leben. Vice-chairman caio koch-Weser (siehe Editorial, Seite 3) leitet das lenkungsgremium und bringt hier führungskräfte aller Geschäftsbereiche und wichtiger infrastrukturfunktionen zusammen. Wie er schon 2008 in forum (Ausgabe 3) betonte, werden „die eigentlichen fortschritte beim Umweltschutz von den Geschäftsbereichen erzielt. Sie zeigen beispielhaft, wie wir auf allen Ebenen zusammenarbeiten können“. Seitdem sind zwei Jahre vergangen. Wo steht die Bank heute? der kampf wird an drei fronten geführt: Einsatz von ressourcen, finanzprodukte und Bewusstseinsbildung. Aber was bedeutet das in der praxis?

Effizienterer Einsatz von Ressourcen

48

Im Jahr 2008 hat sich der Vorstand verpflichtet, die deutsche Bank bis 2012 zu einem co2-neutralen Unternehmen zu machen. dieses ziel soll durch reduktion der co2-Emissionen um 20 prozent jährlich

WORT FüR WORT

Zitate über die Ölpest im Golf von Mexiko, Umweltschutz und die Verantwortung der Wirtschaft FORUM AUSGABE 3 2010

1

12

FORUM AUSGABE 3 2010

gegenüber dem referenzjahr 2007 sowie den kauf von Emissionszertifikaten erreicht werden. Bisher wurden beispielsweise 200 Mio Euro in die energetische Sanierung der zwillingstürme der deutschen Bank in frankfurt investiert und der globale Einkauf von erneuerbaren Energien ausgeweitet. inzwischen stammen bereits 69 prozent der weltweit in der Bank verbrauchten Elektrizität aus erneuerbaren Energiequellen, verglichen mit nur 7 prozent im Jahr 2007.

Die Deutsche Bank als Finanzintermediär

in den vergangenen Jahren waren die volatilen Märkte eine herausforderung für klimafreundliche investments, aber trotzdem bleiben die fundamentalen langfristigen trends für das Marktsegment stark. die deutsche Bank spielt in diesem Bereich als finanzintermediär eine führende rolle. Als Asset Manager investiert sie in Unternehmen mit geringem co2-Ausstoß, als handelshaus stellt sie liquidität für den co2-Markt bereit, und sie beschafft Fremd- und Eigenkapital zur Finanzierung von Unternehmen und projekten für saubere technologien. Mit der Verdreifachung der Erträge in diesem Bereich bis zum Jahr 2012 hat sich die Bank ein ehrgeiziges ziel gesetzt. dass sie die finanzkrise und den folgenden Umbruch genutzt hat, um ihre Wettbewerbsposition zu stärken, wird ihr dabei zugutekommen.

Bewusstseinsbildung

die bisherigen Erfolge zeigen, dass die deutsche Bank ihr Wissen im Bereich Nachhaltigkeit effizient und zielführend nutzt. indem sie sich weltweit um die Sensibilisierung für wichtige klimaziele bemüht, ist die deutsche Bank zu einem wichtigen know how-träger und Meinungsbildner in diesem Bereich geworden. Aus diesem Grund wurde caio koch-Weser im März in ein Beratergremium zur finanzierung des klimawandels berufen, die so genannte high level Advisory Group, die von Un-Generalsekretär Ban ki-Moon zusammengestellt wurde. koch-Weser betonte in einer rede die große Bedeutung dieses strategischen Schwerpunktes für die Bank: „Meine Erfahrungen mit politischen Entscheidungsträgern in einer reihe von ländern bestätigen, dass wir uns als wichtiger Akteur in diesem Bereich positionieren können und uns dabei sogar einen wichtigen Vorsprung vor vielen unserer Wettbewerber verschaffen. Darum ist das, was ich gerne als co2-diplomatie bezeichne, ein wesentlicher teil unserer klimawandelstrategie.“

Erfolge erzielt die Bank auch mit eigenen wirtschaftswissenschaftlichen forschungsergebnissen. diese sind eine gute Basis für Gespräche mit politischen Entscheidungsträgern auf globaler und lokaler Ebene und bieten die Möglichkeit, auf gesetzliche Bestimmungen zum klimaschutz, insbesondere in Schlüsselmärkten wie den USA, Brasilien und china zu drängen. Auch bedeutende Geschäftserfolge gibt es bereits. Aufgrund ihrer globalen Expertise und ihren Beziehungen zu nationalen regulierungsbehörden hat die Bank den zuschlag für wichtige Schlüsselprojekte erhalten. dazu gehören das Beratungsmandat für eine Projektfinanzierung in höhe von sechs Mrd dollar für Solar trust of America. In diesem Zusammenhang profitiert die Bank auch von der Expertise ihres climate change Advisory Board, der mit hochrangigen externen Experten zum thema nachhaltigkeit besetzt ist. Wie zahlreiche Branchenpreise und Auszeichnungen in den verschiedenen Geschäftsfeldern belegen, verschafft sich die Deutsche Bank mit Aktivitäten rund um das thema klimawandel Anerkennung bei Mitbewerbern und kunden (weitere informationen finden Sie im Internet unter http://a-passion-for-theplanet.intranet.db.com/sustainability/). das thema nachhaltigkeit bedeutet zweifelsohne eine große globale herausforderung, und es ist ein thema, für das sich die deutsche Bank ohne Wenn und Aber engagiert. ob es um persönliche initiativen von Mitarbeitern geht, die planung und nutzung von Gebäuden oder die interaktion mit kunden, regierungen und regulierungsbehörden, das ziel ist immer das gleiche: eine ökologisch nachhaltige zukunft für alle. lesen Sie dazu auch die Beiträge auf den Seiten 14 bis 23, das Editorial auf Seite 3, den Expertenausblick auf den Seiten 4 und 5, die Buchtipps auf den Seiten 40 bis 41 sowie die it-tipps auf den Seiten 42 und 43 unserer „grünen“ Forum-Ausgabe. .

FORUM AUSGABE 3 2010

13

Forum, Magazin der Deutschen Bank, D, Bronce Award


1.1 Employee Magazines 37

FOCUS

FOCUS

focus

focus

AufTRITT

TITEL

SAUBERE GELDMASCHINE

Green

NACHHALTIGE FINANZPRODUKTE HABEN ENORMES WACHSTUMSPOTENZIAL. DIE GESCHÄFTSBEREICHE DER BANK BIETEN IN DIESEM MARKT VIELFÄLTIGE FINANZIERUNGSLÖSUNGEN FÜR UNTERNEHMEN UND ANLAGEMÖGLICHKEITEN FÜR INVESTOREN

Banking on Green: Die Webseite informiert über nachhaltige Finanzprodukte der Bank sowie über aktuelle Projekte und stellt Forschungsbeitäge zu Nachhaltigkeit und Umwelt von DB Research zur Verfügung. www.banking-on-green.com

EXPO 2010 SHANGHAI

CO

PWM stellt seine Vermögensverwaltung in Deutschland klimaneutral und bietet seinen Kunden damit die erste komplett klimaneutral produzierte Finanzdienstleistung am Markt

Meilensteine 1999

Asset Finance & Leasing (AFL) finanziert die ersten Windkraftanlagen und Equity Capital Markets (ECM) berät die SolarWorld AG bei ihrem Börsengang

2000

Als eines der ersten Finanzinstitute investiert die Bank in den damals bahnbrechenden Prototyp Carbon Fund

2006

DeAM legt ihren ersten Fonds im Bereich grüne Investments auf

2009

Kapitalerhöhung über 242 Mio US-Dollar für chinesischen Solarkonzern Yingli Green Energy Holding Co. Ein Geschäftsabschluss, der von Euromoney und Ernst & Young als Equity Deal des Jahres ausgezeichnet wird

E

ine bessere Stadt, ein besseres Leben“ (Better City, Better Life) – das Motto der Weltausstellung passt so perfekt zur Gastgeberstadt Shanghai wie zu keiner anderen Metropole. Shanghai hat heute eine Bevölkerung von fast 20 Millionen und ist damit eine der weltweit größten und am schnellsten wachsenden Städte. Hier gründete die Deutsche Bank 1872 ihre erste Niederlassung außerhalb Deutschlands. Während um 1800 gerade mal zwei Prozent der Weltbevölkerung in Städten lebten, wohnen heute nach Schätzungen der Vereinten Nationen über die Hälfte der Menschen in Ballungsräumen. Die EXPO 2010 will Konzepte für harmonische städtische Lebensstile sowie die künftige städtische Entwicklung entwerfen und so den Besuchern eine besonders lehrreiche und unterhaltsame Plattform bieten. Im Deutsch-Chinesischen Haus – einem zweigeschossigen Gebäude aus Bambus – präsentiert sich die Initiative „Deutschland und China – Gemeinsam in Bewegung“. Als offizieller Partner zeigt sich die Deutsche Bank mit ihrer Vision von Nachhaltigkeit und ist im benachbarten Deutschen Pavillon mit einer interaktiven Multimediapräsentation zum CO2-Handel vertreten. Die EXPO dient dem Austausch von Ideen und will die Entwicklung der Wirtschaft, Kultur, Wissenschaft und Technologie weltweit fördern. Zu der vom 1. Mai bis zum 31. Oktober stattfindenden Weltausstellung werden mehr als 70 Millionen Besucher erwartet. .

Deutsche Bank berät spanischen Mischkonzern Acciona bei der 2,4-Mrd-Euro-Übernahme des Bereichs Erneuerbare Energien des spanischen Versorgungsunternehmens Endesa AUTOR Klaus Bender

S

eit mehr als zehn Jahren ist die Bank Innovationsführer bei der Entwicklung „grüner“ Finanzprodukte. Bereits 1999 engagierten sich Geschäftsbereiche erstmals mit größeren Transaktionen auf diesem Geschäftsfeld. Asset Finance & Leasing (AFL) finanzierte die ersten Windkraftanlagen und Equity Capital Markets (ECM) beriet die SolarWorld AG bei ihrem Börsengang – eine der ersten Solaraktien weltweit. Im Jahr darauf investierte die Bank als eines der ersten Finanzinstitute in den damals bahnbrechenden Prototyp Carbon Fund, einen von der Weltbank aufgelegten CO2Fonds zur Durchführung von Emissionsminderungsprojekten.

Klimawandel als Wirtschaftsfaktor

Dabei ist es nicht geblieben. In den vergangenen Jahren finanzierte die Bank zunehmend Projekte zur Nutzung erneuerbarer Energien und beriet Firmen14

FORUM AUSGABE 3 2010

kunden, die auf dem Gebiet innovativer kohlenstoffarmer Technologien aktiv sind. Seit 2006 ist sie ein wichtiger Akteur in der Origination und Strukturierung sowie im Vertrieb und Handel mit Emissionszertifikaten. Im gleichen Jahr legte der Unternehmensbereich Deutsche Asset Management (DeAM) seinen ersten Klimawandelfonds auf und bot 2007 als erste Investmentfondsgesellschaft einen Klimawandelfonds in den USA an. Mit wegweisenden Geschäften und innovativen Fonds setzt die Deutsche Bank ihr Engagement bei der Entwicklung „grüner“ Finanzprodukte auch heute fort. Früher als andere Wettbewerber erkannte sie, dass der Klimawandel nicht nur ein politisches, soziales oder moralisches Thema ist – es ist auch von wachsender wirtschaftlicher Bedeutung. Nachhaltigkeit ist kein Modethema, sondern globaler Megatrend: Ob Windkraft, Solarenergie, ob nachhaltige Mobilität oder Wasser- und Abfallwirtschaft – ein rasant steigender weltweiter Energiebedarf, knappe fossile Ressourcen und der einset-

zende Klimawandel machen den Einsatz von energieeffizienten Technologien zur dringenden Notwendigkeit. Rund 162 Mrd Euro wurden weltweit 2009 in saubere Energien investiert, so Bloomberg New Energy Finance. Mit einem weiteren Anstieg auf 348 Mrd Euro jährlich bis 2020 werde gerechnet, wobei Sektoren wie die Landwirtschaft noch nicht berücksichtigt sind. In diesen Bereichen werden Anpassungen an den Klimawandel Jahr für Jahr ebenfalls Investitionen in zweistelliger Milliardenhöhe erfordern. Treiber dieser Entwicklung sind politische Entscheidungen und technologische Innovationen. Wegen des vielfach erforderlichen hohen Kapitaleinsatzes eröffnen sich für Finanzinstitute neue Geschäftsmöglichkeiten. Tatsächlich wird das „Geschäftsmodell der Zukunft“ nach Ansicht von Caio Koch-Weser, Vice Chairman der Deutschen Bank und Vorsitzender des konzernweiten Environmental Steering Committee (ESC), klimafreundliche Technologien und Dienstleistungen besonders berücksichtigen. Das

ESC, das auch die treibende Kraft bei der Umsetzung der Ökostrategie in den verschiedenen Geschäftsfeldern ist, verfolgt ein ehrgeiziges Ziel: Die in diesem Bereich erwirtschafteten Erträge sollen bis 2012 verdreifacht werden.

Nachhaltigkeit in CIB

Die Corporate & Investment Bank (CIB) unterstützt Unternehmen aus den Bereichen Umwelttechnologie und Erneuerbare Energien bei Anleiheemissionen, Börseneinführungen und Privatplatzierungen im Rahmen von Fremd- und Eigenkapitalmaßnahmen zur Finanzierung von Investitionen in saubere Technologien. 2009 begleitete die Bank bedeutende Projekte – Aktivitäten, die sich auch im ersten Halbjahr 2010 fortsetzten (siehe Box). AFL hält für die gesamte Wertschöpfungskette eines Projekts zu erneuerbaren Energien die passenden Finanzierungslösungen parat: Von der Projektentwicklung von Wind-und Solaranlagen, der Zwischenfinanzierung bis zur Strukturierung von Betei-

ligungskonzepten für internationale private und institutionelle Investoren. Und zwar weltweit, in Deutschland, Europa und Asien sowie in den USA. Im 1. Halbjahr 2010 schloss AFL bereits mehr als zehn Transaktionen im Bereich Erneuerbare Energien in Europa sowie Nord- und Südamerika ab. Im Rahmen dieser Geschäfte beteiligt sich die Bank an Photovoltaik-Anlagen sowie an der Finanzierung von Windparks auf dem Festland und an Offshore-Standorten. Auch im Handel mit Emissionsrechten nimmt die Bank eine führende Rolle ein. Es ist ein noch relativ junges Geschäft, aber eines mit großen Wachstumsraten. An 61 Projekten ist die Bank nach Angaben des Analyseinstituts Point Carbon beteiligt, in deren Rahmen bis 2012 rund 213 Millionen Emissionszertifikate ausgegeben werden. Zahlreiche dieser Projekte sind innovative Partnerschaften zur Einsparung von Emissionen. Dazu gehört eine im 1. Halbjahr 2010 mit der Regierung von Ecuador vereinbarte Partnerschaft, die die Verteilung von Energiesparlampen an 1,5 Millionen arme private Haushalte des Landes vor-

Strukturierung und Sicherstellung einer Projektfinanzierung über sechs Mrd US-Dollar für USTechnologieunternehmen Solar Trust of America. Die Transaktion hat zum Ziel, mehrere solarthermische Kraftwerke im Südwesten der USA zu errichten

2010

Konsortialführer beim Börsengang des Elektroautoherstellers Tesla, mit dem dieser 1,6 Mrd Euro am Kapitalmarkt einsammelt. Es war das erste IPO eines US-Autoherstellers seit der Notierung von Ford Motor vor mehr als 50 Jahren Im 1. Halbjahr schloss AFL bereits mehr als zehn Transaktionen im Bereich Erneuerbare Energien in Europa und Amerika ab. Unter anderem den Verkauf des WindparkVorhabens in der Ostsee mit einer geplanten Leistungsfähigkeit von 400 MW an Iberdrola Renovables FORUM AUSGABE 3 2010

15

foTo: © Germany and China – Moving Ahead Together/www.kingkay.com

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FORUM AUSGABE 3 2010

FORUM AUSGABE 3 2010

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Forum, Magazin der Deutschen Bank, D, Bronce Award


1.1 Employee Magazines 38

RADAR

AUSGABE 2 2010

RADAR

MONITOR 1

ERNEUT ERTRAGSSTÄRKE BEWIESEN

Inhalt FOCUS

TITEL ILLUSTRATION

eboy

TITELGESCHICHTE:

IN EINEM SICH AUFHELLENDEN WIRTSCHAFTLICHEN UMFELD IM 1. QUARTAL 2010 ERWIRTSCHAFTETE DIE DEUTSCHE BANK DAS ZWEITBESTE QUARTALSERGEBNIS VOR STEUERN IN IHRER GESCHICHTE

12

SOzIALER NUTzEN

Was Banken für Wirtschaft und Gesellschaft leisten

€1,8Mrd Gewinn nach Steuern

PANORAMA Intranet dbnetwork.intranet.db.com/forum

32

E-mail mailbox.forum@db.com

GESCHICHTE

RAdAR

Chief Publications Officer Uli Pecher uli.pecher@db.com Tel.: +49 (0) 69 910 33406 Fax: +49 (0) 69 910 43840

EdITORIAL

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4

Aslihan Guelec berät türkischstämmige Kunden der Deutschen Bank

3 Leben Sie diese Kultur!

Chefredakteur Neil Fitzgerald neil.fitzgerald@db.com Tel +49 (0) 69 910 34747 Fax +49 (0) 69 910 47258

DB Research analysiert die Gründe für die wirtschaftlichen Spannungen in der Eurozone und wie sie gelöst werden können

6 MONITOR 1

Bitte geben Sie Adressänderungen in HR Online ein. Sollten Sie keinen Zugriff haben, informieren Sie bitte HR Solutions Service Center Germany, Theodor-HeussAllee 72, 60486 Frankfurt.

Deutsche Bank erwirtschaftet im 1. Quartal 2010 das zweitbeste Quartalsergebnis vor Steuern in ihrer Geschichte 9,6

Fotografie Archivaufnahmen oder einzeln nachgewiesen

6,3

1,3 0,1

-0,0

Corporate Banking & Securities

Global Transaction Banking

Asset and Wealth Management

Perspektiven/ Hauptfaktoren – Steigerung des kundenbezogenen Geschäfts/Marktanteils bei vorsichtiger Übernahme von Risiken – Rekordergebnis im traditionell starken 1. Quartal

1,5

1,0

2,6

– Expansion in Schlüsselregionen und Kundensegmenten – Wachstumspotenzial aus dem Anstieg des Zinsniveaus

0,2

2,9

Private and Business Clients

Geschäftsbereiche insgesamt*

6,2

CORPORATE CITIzENSHIP

20 9,0

0,2

1,8

1,6

&$$)

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10 dBNETWORk

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Sonstige '%"A}f&$%$

Nachrichten aus dem Intranet, 78 u. a. Umweltzertifikate für Deutsche Sal. Oppenheim Bank-Gebäude, Expo 2010 in Akquisition Shanghai, WEB-Konferenz

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Entspannen in luftiger Höhe – Sky Bars von Shanghai bis Toronto BOTSCHAFTER dER BANk

Essien Leroy hilft beim Wiederaufbau in Haiti

47 BRIEFkASTEN

AUFTRITT

Der Jungfernflug des &$$ Solarflugzeugs Solar Impulse

Über den Wachstumsmarkt Asien, boomende Kapitalmärkte, den neuen Deutsche Bank plus Stadträtsel96% Markenauftritt,

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28

48

INTERVIEW

WORT FüR WORT

%*$ Deutsche Bank-Manager Pavan

Sukhdev über den Wert der Natur

69%

Zitate über Reputation, die renovierten Internationale 1 Wettbewerber Deutsche Bank-Türme etc.

%($

FORUM AUSGABE 2 2010

28%

%&$

19

Marktentwicklung

880 '%"8Yn&$$-

9 Nettomittel-

reported 1.Banking Quartal 2010 berichtet Global Transaction Corporate 1,3 Banking & Securities 2,6 2.6 0,1 0.1

1

1,5

1,0

1,3 1.3 Phase 4 Potenzial 2,6 0,1 Geschäftsjahr 2011 -0,0 1Q 2010

UNTERWEGS

46

&&$

2

EIN STARKES ERSTES QUARTAL

Erträge, jeweils 1. Quartal In Mrd EUR

Ergebnis vor Steuern, jeweils 1. Quartal In Mrd EUR

9,6

6,2

Eigenkapitalrendite (nach Zielgrößendefinition)

5,0

6,2 6.2

5,0 5.0

6,2

8,0 8.0

6,6 6.6

8,0

7,2

9,6

7,2 4,6

6,6

&$$(

8,0 &$$*

&$$)

&$$+

7.2

2,6

4,6

9,6

&$$'

9,0 9.0 9,0

7,2

4,6 4.6

5,0

Leverage Ratio

9,0

9,6 9.6

8,0 6,6

9,0 &$$,

&$$-

7,2

0,2 &$$' 0,2 0.2

&$%$

1,6 1,6 1.6

&$$(

1,6

1,8 1,8 1.8 &$$)

1,8

2,6 2.6 2,6 &$$*

1,0 1.0

Asset and Wealth Management 1,0 -0,0 0.0

10,0

1,5 1.5 0,2

2,9

Private and 1,5 Business Clients 0,2 0.2

Geschäftsbereiche 2,9 2.9 insgesamt*

Private and Asset and Wealth Transaction Corporate Banking Geschäftsbereiche Total: all 6,3 Global Business Clients Management Banking Perspektiven/ & Securities business insgesamt* divisions 2,6 0,1 -0,0 0,2 2,9 Hauptfaktoren – Steigerung des – Expansion in – AM: Vorteile Private aus – Von Verkaufsinitiativen and Asset and Wealth Global Transaction Corporate Banking Geschäftsbereiche Perspektiven/ Prospects and kundenbezogenen SchlüsselregionenManagement und der Optimierung in Deutschland und Business Clients Banking & Securities insgesamt* Hauptfaktoren key features Geschäfts/Marktanteils Kundensegmenten der Plattform Europa profitieren – capture Steigerung client des flow / – expansion – Expansion in key in – AM: benefits – AM: Vorteile from aus – reap benefits – Vonfrom Verkaufsinitiativen bei vorsichtiger Über– Schlüsselregionen Wachstumspotenzial – PWM: Nutzungsales der initiatives – Positive kundenbezogenen market with regions and client und right-sizing derthe Optimierung in Deutschland in Auswirkungen und nahme share von Risiken Perspektiven/ aus dem Anstieg platformunumstrittenen Geschäfts/Marktanteils prudent risk taking sectors Kundensegmenten der Plattform Germany der Europa andMaßnahmen Europe profitieren Hauptfaktoren des Zinsniveaus Marktführerschaft zur Effizienzsteigerung – Rekordergebnis im bei vorsichtiger –– Steigerung des Über-– upside –– Expansion in AM: Vorteile aus Von Verkaufsinitiativen record performance Wachstumspotenzial potential – PWM:––exploit PWM: Nutzung – positive der Positive from Auswirkungen im Heimatmarkt und ––impact 1,5 traditionell nahme vonstarken Risiken 1,3 und kundenbezogenen Schlüsselregionen der Optimierung Deutschland und in traditionally from aus interest dem Anstieg undisputed unumstrittenen home efficiencyin der measures Maßnahmen 1,0 in Asien Wachstum 1. Quartal der Plattform Europa profitieren strong first quarter rateKundensegmenten des increase Zinsniveaus market leadership Marktführerschaft zur Effizienzsteigerung *ohne Corporate – Geschäfts/Marktanteils Rekordergebnis im bei vorsichtiger Überand grow im Asia Heimatmarkt und traditionell starken Investments und – Wachstumspotenzial – PWM: Nutzung der – Positive Auswirkungen nahme von Risiken Wachstum in Asien 1. Quartal aus dem Anstieg -0,0 unumstrittenen der Maßnahmen Consolidation & Adjustments 2,6 0,1 des 0,2 2,9 *ohne Corporate Zinsniveaus Marktführerschaft zur Effizienzsteigerung – Rekordergebnis im Investments und Private Heimatmarkt und and Asset andim Wealth Global Transaction Corporate Banking Geschäftsbereiche traditionell starken Consolidation Clients Wachstum in Business Asien Management Banking &1. Securities Quartal insgesamt* & Adjustments *ohne Corporate Investments und Perspektiven/ Consolidation & Adjustments Hauptfaktoren Phase – Steigerung des 4 – Expansion in – AM: Vorteile aus – Von Verkaufsinitiativen Potential kundenbezogenen Schlüsselregionen und der Optimierung in Deutschland und 2011 Geschäfts/Marktanteils Kundensegmenten der Plattform Europa profitieren Phase 4 bei vorsichtiger ÜberPotential – Wachstumspotenzial – PWM: Nutzung der – Positive Auswirkungen nahme von Risiken 2011 aus dem Anstieg unumstrittenen der Maßnahmen des Zinsniveaus Marktführerschaft zur Effizienzsteigerung – Rekordergebnis im Phase 4 im Heimatmarkt und traditionell starken Potential Wachstum in Asien 1. Quartal 2011 *ohne Corporate 1Q 2010 Investments und reported Rundungsdifferenzen möglich Hinweis: Consolidation & Adjustments 1Q 2010 reported

Der Unternehmensbereich Corporate Banking & Securities erzielte einen Gewinn vor Steuern in Höhe von 2,6 Mrd EUR nach 1,3 Mrd EUR im Vergleichsquartal 2009. Dieses außerordentlich gute Ergebnis reflektiert den positiven Effekt aus gesunkenen negativen Marktwertanpassungen, ein Rekordergebnis im Handel mit Kreditprodukten sowie ein verbessertes Ergebnis im klassischen Aktienhandelsgeschäft. Das Ergebnis vor Steuern in Global Transaction Banking betrug 119 Mio EUR und lag damit 47 % unter dem Wert des Vorjahresquartals. Das anhaltend niedrige Zinsniveau im US-Dollar- und Eurobereich sowie niedrigere Transaktionsvolumina im inländischen Wertpapierverwahrungsgeschäft waren Ursache für den Rückgang. Der Bereich Asset and Wealth Management berichtete einen Verlust von 5 Mio EUR vor Steuern nach einem Minus von 173 Mio EUR im ersten Quartal 2009. Die Invested Assets in AWM nahmen gegenüber Dezember 2009 um 122 Mrd EUR zu, wovon 82 Mrd EUR auf die Konsolidierung von Sal. Oppenheim zurückzuführen sind. Insgesamt erhöhte der Konzernbereich PCAM sein betreutes Vermögen auf 1,005 Milliarden. Das Ergebnis vor Steuern in Private & Business Clients belief sich im Berichtsquartal auf 189 Mio EUR und lag damit 8 % unter dem Ergebnis des Vorjahresquartals, welches von einer Risikovorsorgeauflösung in Höhe von 60 Mio EUR profitiert hatte.

3

DAX

,$

2,8 2.8

1,8 1.8 &$$-

1,8

2,8

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4,6

PCAM: GESTÄRKTE VERMÖGENSBASIS

0,2

&$$'

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&$$)

&$$*

&$$+

Sal. Oppenheim Akquisition1

78

Nettomittelzuflüsse

880

FXEffekte

-2 Sonstige

1 005

Sonstige '%"A}f&$%$

-2 Sonstige 1 005

-2

-2

21 FX-Effekte 9 Nettomittel-

21 FX-Effekte

aufkommen

9 Nettomittel- 21 FX-Effekte

'%"8Yn&$$'%"8Yn&$$-

9 Nettomittel-

880

880

19

78

Marktentwicklung Sal. Oppenheim Akquisition

aufkommen

'%"A}f&$%$

aufkommen

19

Marktentwicklung

21 FX-Effekte 880

9 Nettomittel-

&$$-

&$%$

Internationale Wettbewerber 1 DAX

&&$

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Deutsche DAX Bank

%&$ %$$ ,$ %,$

DAX

69% 28% 28% 28% 96%

Internationale Wettbewerber 1

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96% 69% 96% 69%

69%

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96%

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28%

DAXSuisse, Banco Santander, (1) Internationale Wettbewerber (Goldman Sachs, JPMorgan Chase, Credit

(1) Zum Konsolidierungszeitpunkt 31. Jan 2010

'%"8Yn&$$-

1 005

Sonstige '%"A}f&$%$

Marktentwicklung

Deutsche Bank Internationale Wettbewerber 1 Internationale International Wettbewerber peers1

&$$ %,$ %*$

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Marktentwicklung

&$$,

Deutsche Bank Deutsche Bank

&&$ &$$ %,$

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19

2,8 -0,3

&$$+

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Sal. Oppenheim Akquisition

19

880

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1 005

3,2

0,2

Total Shareholder Return, in lokaler Währung &$$' 1. Jan. &$$( &$$) &$$* Indexiert, 2009 = 100

&&$

Sal. Oppenheim Akquisition

78

19

'%"8Yn&$$-

1 005

78-2 Sonstige '%"A}f&$%$ Sal. Oppenheim Akquisition 78

Marktaufwertung

21

9

&$$,

-0,3

1,8 1,8 1,6 AKTIENMARKT BELOHNT UNSERE LEISTUNG

4

Betreute Vermögen, in Mrd EUR

'%"8Yn&$$-

%$$

1,8 -0,3 &$$, -0,3 (0.3)

&$$) 6,6

&$$)

FORUM AUSGABE 2 2010 Phase 4 Potential 2011

2,8

3,2 3.2

&$$(

&$$(

1Q 2010 reported

6

3,2

3,2 &$$+

&$$'

&$$'5,0

Hinweis: 2003 – 20056,2 basierend auf U.S. GAAP berichteten Zahlen, seit 2006 basierend auf IFRS berichteten Zahlen

2,6

Phase 4 potential 6,3 2011

1. Q. 2010 AUF KURS, UM DIE ZIELE FÜR 2011 ZU ERREICHEN

1,3 Ergebnis vor Steuern, in Mrd EUR

iPad-Konkurrenten – die 1,8neuesten elektronischen Lesegeräte

WACHSENdES ANSEHEN

26

– AM: Vorteile aus – Von Verkaufsinitiativen der Optimierung in Deutschland und der Plattform Europa profitieren – PWM: Nutzung der – Positive Auswirkungen unumstrittenen der Maßnahmen Marktführerschaft zur Effizienzsteigerung im Heimatmarkt und Wachstum in Asien *ohne Corporate Investments und Consolidation & Adjustments

1

2,8

IT-TIPPS

25 Neueste Daten zur Reputation der Deutschen Bank und ihres Vorstandsvorsitzenden

1 005

42 3,2

-0,3

&$$(

GUT zU WISSEN

Zahlen und Fakten zur Mitarbeiterstruktur der Deutschen Bank

€9 Mrd 30 % 23

Erträge (1.Quartal 2009: 7,2 Mrd Euro)

6,3 6.3

Das Präsentationsgeheimnis von Steve Jobs, Neues über die Finanzkrise, Twitter, Karriere; plus Web-Tipp: www.treehugger.com

22&$$'

KENNZAHLEN FÜR DAS 1. QUARTAL

10,0

6,3

40

2,6

Der Herausgeber übernimmt keine Haftung für in dieser Publikation getroffene Aussagen. Die Informationen sind nicht als Grundlage für unmittelbare wirtschaftliche Entscheidungen bestimmt.

Die neuesten Auszeichnungen der Fachwelt für die Deutsche Bank

LESEzEICHEN

8 MONITOR 2

AUSzEICHNUNGEN UNd RANGLISTEN

Im 1. Quartal 2010 gab es Anzeichen für eine weitere Stabilisierung der Weltwirtschaft, wobei einem kräftigen Wachstum in vielen Schwellenländern eine gemäßigtere Normalisierung in den Industrieländern gegenübersteht. „In diesem ökonomischen Umfeld hat die Deutsche Bank erneut ihre Ertragsstärke bewiesen“, sagte Vorstandsvorsitzender Josef Ackermann mit Blick auf das Quartalsergebnis. „Der Konzernbereich Corporate and Investmentbank erzielte mit 2,7 Mrd Euro ein neues Rekordergebnis vor Steuern in einem Quartal. Das ist umso bemerkenswerter, als wir seit Ausbruch der Krise unseren Eigenhandel10,0 massiv verringert und die Risikopositionen kräftig 10,0 10.0 abgebaut haben.“

Der neue CSR-Bericht 2009

7,2

&$$+ der Finanz&$$, &$$&$%$ Chronik und Wirtschaftskrise seit Februar 2010

38

MEHR ALS GELd

Über die Neubesinnung auf die Leistungskultur

4,6

&$$*

Wangechi Mutu – die Künstlerin des Jahres 2010 der Deutschen Bank

39

8,0 6,6

Risiken zukunftsgerichteter Aussagen5,0 Diese Veröffentlichung enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Naturgemäß beinhalten zukunftsgerichtete Aussagen Risiken und Unsicherheitsfaktoren. Eine Vielzahl wichtiger Faktoren kann dazu beitragen, dass die tatsächlichen Ergebnisse erheblich von zukunftsgerichteten Aussagen Diese &$$'abweichen. &$$( &$$) Faktoren werden im SEC Formular 20-F der Deutschen Bank in dem Abschnitt „Risikofaktoren“ näher beschrieben. Dieses Dokument ist auf Anfrage erhältlich oder kann unter www.deutsche-bank.com/ir heruntergeladen werden Wir übernehmen keine Verpflichtung, zukunftsgerichtete Aussagen im Licht neuer Informationen oder künftiger Ereignisse öffentlich weiterzuentwickeln.

21 FX-Effekte Phase 4 Potential 2011

36 15

„WIR SCHAFFEN MEHRWERT“

Roundtable-Gespräch mit den Chefs der Regionen über die Rolle der Deutschen Bank bei der Wiederherstellung der ökonomischen Stabilität POTENzIAL AUSSCHöPFEN

Art direction Studio 2br Michael Kornmann

Produktion LDV AG, Zug

MEIN JOB

AUSBLICk

Redaktion Klaus Bender Desirée Christelis-Windfuhr Antje Lilienthal Annette Schlosser-Schultheis

10,0

Unterwegs – Persönliche Erinnerungen von Vorstandsmitgliedern an Geschäftsreisen im Ausland

Herausgeber Deutsche Bank AG Theodor-Heuss-Allee 70, 60486 Frankfurt

%>Ub '%A}f Index basierend '$>ibauf lokaler '$GYd '%8Yn Barclays, BNP Paribas); Währung, Total Shareholder Return'%A}f und &&5df %$$Marktkapitalisierungsgewichtungen. Quelle: Bloomberg ,$

FORUM AUSGABE 2 2010

7

*$

aufkommen %>Ub

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1Q 2010 reported

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1Q 2010 reported

Forum, Magazin der Deutschen Bank, D, Bronce Award


1.1 Employee Magazines 39

63,5%

64%

2009

63,5%

64%

64,4%

2009

2008

2007

5,4 8,4 • <24 • 25–34 63,5% • 35–44 • 45–54 2009 • >55

RaDaR

RaDaR

Aus Aller Welt

US-Dollar-Spende der Deutschen Bank für die Erdbebenopfer in Chile

Platz zwei bei Nachhaltigkeit

Die Deutsche Bank belegt im nachhaltigkeitsrating von Sustainalytics platz zwei von 93 untersuchten internationalen finanzdienstleistern und kann sich damit im Vergleich zur letzten Erhebung 2008 um zwei plätze verbessern. Sustainalytics bezieht die Bereiche Umwelt, Soziales und Unternehmensführung in die Untersuchung ein. Die Bank schneidet im Bereich Umwelt gut ab, wo sich u. a. der wachsende Einsatz erneuerbarer Energien auswirkt. Spitzennoten erhält die Bank auch für ihre Sozialstandards im kreditgeschäft und ihre Strategie zur korruptionsverhinderung.

EUROPa 1

umweltfreundliche fiat punto gehören zur Vertriebsflotte der Deutschen Bank in italien

Umweltzertifikat in Warschau

im märz erhält die pBC-filiale der Deutschen Bank in der Johannespaul-ii-Allee vom US Green Building Council (USGBC) das LEED-Zertifikat (leadership in Energy and Environmental Design) in Gold für gewerbliche innenräume. Es ist das erste bis dahin in polen vergebene lEED-zertifikat in Gold und ein weiterer Beleg dafür, dass die Deutsche Bank beim Umweltschutz eine Vorreiterrolle einnimmt. 2

PBC Top-Arbeitgeber in Polen

private & Business Clients zählt zu den attraktivsten Arbeitgebern in polen, ergibt eine landesweite Erhebung des Crf researchinstituts. Die Deutsche Bank verfüge über eine solide und langfristig angelegte personalstrategie sowie eine beeindruckende kommunikations- und organisationskultur. 1

3 1 Die Deutsche Bank präsentiert sich auf der Weltaus stellung in China

10

FORUM AUSGABE 2 2010

„Grüne Flotte“ in Italien

Seit märz sind 140 fiat punto Evo natural power mit kombiniertem Benzinund Erdgasantrieb im Einsatz. Das triebwerk stößt 25 % weniger Co2 und rund 50 % weniger Stickoxide aus.

7

Deutsche Gulf Finance

DEUTschlaND 4

Ruhr Collection Tours

Seit märz fördert die Bank die Collection tours, ein gemeinsam mit dem Verband ruhrkunstmuseen (rkm) realisiertes kunstvermittlungsprojekt. Speziell bemalte Busse fahren die Besucher zu den 20 Ausstellungshäusern der rkm. Die Collection tours sind der Beitrag der Bank zu rUhr.2010 und ermöglichen mehr als 20 000 kindern und Jugendlichen aus dem ruhrgebiet sowie mehreren tausend Erwachsenen Begegnungen mit der kunst des 20. und 21. Jahrhunderts. Das ruhrgebiet ist kulturhauptstadt Europas 2010. 5

WEB-Konferenz 2010

Unter dem titel: „Embracing Complexity – Flexible Minds“ treffen sich Ende märz auf Einladung der Bank mehr als 500 Gäste zur 11. women in European Business Conference in frankfurt am main. Das GEC hat sich verpflichtet, die Zahl der Frauen in führungspositionen deutlich zu erhöhen, sagt Josef Ackermann. „Das ist nicht nur eine frage der fairness, sondern auch eine betriebswirtschaftliche notwendigkeit.“

NahER OsTEN UND NORDaFRIKa 6

Islamic Microfinance Challenge 2010

Anfang märz gibt die Bank ihre Unterstützung der Islamic Microfinance Challenge 2010 bekannt, die dem thema „innovation nachhaltiger, skalierbarer und marktorientierter modelle“ gewidmet ist. Die Veranstaltung wird von der Deutschen Bank, dem CGAp researchcenter, der islamic Development Bank und Grameen Jameel initiiert und fördert die innovative Gestaltung von Scharia-konformen produkten für die Mikrofinanzbranche.

Gemeinsam mit investoren aus SaudiArabien gründet die Bank mitte April die Deutsche Gulf finance. Das Joint Venture, an dem die niederlassung der Bank in riad zu 40 % beteiligt ist, soll Scharia-konforme kredite für wohnimmobilien in Saudi-Arabien anbieten. Eine schrittweise Ausdehnung der Aktivitäten auch auf Bahrain, katar und kuwait ist geplant.

3 7 6 8 9

asIEN/PaZIFIK 8

Investorenkonferenz in Mumbai

Anfang März veröffentlicht die Bank auf ihrer jährlichen investorenkonferenz in mumbai ihre konjunktur- und marktaussichten für indien 2010. mit über 350 investoren sowie Vertretern von 90 indischen Unternehmen zählt die Veranstaltung zu den größten investorenkonferenzen indiens.

@

NORD- UND sÜDaMERIKa

im märz erhält die Bank von der malaysischen nationalbank eine lizenz, mit der sie ihren institutionellen kunden in Asien einen besseren zugang zu Scharia-konformen Commercialund investment Banking-Dienstleistungen in ausländischen währungen bieten kann. kunden in Asien erhalten damit einen besseren zugang zur führenden globalen islamic Bankingplattform der Bank, sagt raymond Yeoh, CCo der Bank in malaysia. )

EXPO 2010 in Shanghai

im rahmen der Veranstaltungsreihe „Deutschland und China – Gemeinsam in Bewegung“ präsentiert sich die Bank im mai und Juni auf der EXpo 2010. Die reihe, die bereits in nanjing, Guangzhou, Shenyang und wuhan zu Gast war, will die deutschchinesische kooperation und das Bild von Deutschland als zukunftsorientiertem land stärken.

JaPaN !

Fünf Auszeichnungen für Japangeschäft

FinanceAsia kürt die Bank mit fünf Japan Achievement Awards for 2009. Deutsche Securities erhält als einzige globale investmentbank zwei „house“-Awards, den „Best fX house“ im dritten Jahr in folge sowie den „Best Structured products house“-Award. Außerdem wird die Bank für die Abwicklung des globalen zeichnungsangebots der Japan Bank for international Cooperation in höhe von 2,5 mrd US-Dollar mit dem „Best international Bond“ ausgezeichnet. Den „Deal of the Year“ und „Best m&A Deal“ erhält sie für ihre leistungen in zusammenhang mit der übernahme der restbeteiligung an lion nathan durch kerin.

Goldman Sachs Bank of America

JPMorgan Chase Wells Fargo

19,0

• 25–34

in %

2009

7

Deutsche Bank

8

ING Group

• 45–54

BNP Paribas Société Générale

63,5%

2006

2008

2007

5,4 8,4

2006

5,0 9,9

19,0 32,2

59,7%

4,6

17,9 35,0

35,5

32,3

35,2

1 429 41 in %

2009

2008

teilnehmer (in tausend)

trainingstage

82,7

56,3

Persönliche und Teamentwicklung 40,0

30,3

Informationstechnologie

12,8

053 Führung und77 Management

80 456

Berufliche Qualifikation 2009

18,9 23,9

78 291

21,1

12,7 2008

FORUM AUSGABE 2 2010 2009

2008

PCAM

178,2

22,1 2007

142,6

CIB

PCAM

PCAM

2009

Infrastruktur

44,5%

2008

16,1%

80 456

2009

2008

78 291

2009

2008 2008

2007

2009

2008

Focus

2007

14 177

Infrastruktur/ Regional Management

32 200

30 648

CIB

CIB

32 200

80 456 PCAM

PCAM 30 648

Infrastruktur/ 32 200 Regional Management

PCAM

Infrastruktur/ Regional Management

77 053

80 456

78 291

2009 77 053

2008 80 456

2007 78 291

44,3 % der Beschäftigten im Konzern sind Frauen. Sie Qualifizierte Mitarbeiter gewinnen und halten, die Kultur 21,4% Deutschland stellen aber nur rund 30 % der Angestellten mit Corpoder Vielfalt fördern, eine leistungsgerechte Vergütungs35,5% rate Title und nur 16,1 % der Mitarbeiter in den struktur bereitstellen – der Infrastrukturbereich Human Nord- und Managementpositionen Resources (HR) unterstützt die Bereiche der Bank in allen Asien/PazifikManaging Director (MD) und Südamerika 21,4% Director (D). Über Frauenkonferenzen und Netzwerke Personalfragen und leistet so seinen Beitrag zur Umsetzung 14,5% Deutschland hinaus hat die Bank vielfältige Initiativen35,5% gestartet, um den der Strategie der Deutschen Bank. Anteil von Frauen Nordundin mittleren und höheren Europa (ohne Deutschland) Von den insgesamt gut 900 HR-Mitarbeitern in 41 Ländern Südamerika zu steigern. Dazu Naher Führungspositionen zähltOsten, das Afrika 28,6% Strategy“arbeiten 36 % in Deutschland, während 15 % in Groß„Accomplished14,5% Top Leaders Advancement britannien, 15 % in Nord- und Südamerika, 13 % in der Programm. Jedes Jahr werden dafür 20 Frauen aus allen Europa Deutschland) Region EMEA und 21 % in der Region APAC tätig sind. Geschäftsbereichen und Regionen der Bank(ohne mit dem Ziel Naher Osten, Afrika % % ausgewählt,21geeignete Kandidatinnen für16 die 12% 19% 28,6% Führungsspitze der Bank zu fördern. Und mit dem „Women Zugang zu den Angeboten von HR finden Sie über die Homepage von HR: https://goto.hr.intranet.db.com Global Leaders“-Programm sollen die Führungsqualitäten

Asien/Pazifik 21,4%

80 456

77 053

Nord- und Südamerika 2009 14,5%

78 291 Deutschland 35,5%

2008

2007 Europa (ohne Deutschland) Naher Osten, Afrika 28,6%

Asien/Pazifik 21,4%

Deutschland 35,5%

12%

16%

19%

2009 Asien/Pazifik

2008

44,3%

12%

44,5%

Insgesamt

16%

44,7%

weiblicher Direktoren gestärkt werden. 21%

12%

44,3%

PCAM

CIB

Deutschland 35,5%

44,3% 21% 21%

16%

44,5%

12% 12%

44,3%

CIB CIB

15,6% 44,5% 44,5%

2008 2008 2008

Insgesamt

HRdirect ist erster Ansprechpartner für alle Fragen zu Personalthemen wie Gehaltsabrechnung, zum Arbeitsverhältnis oder zu freiwilligen Leistungen der Bank. Auch bei elektronischen Anwendungen wie HR Online, PMO oder db Learn helfen die Teams in Berlin und Bangalore. So erreichen Sie HRdirect:

2009

CIB

2008

Infrastruktur 2007

44,3%

Insgesamt

44,5%

2008

2007

Deutschland: +49 30 6676 9000 UK und MENA: +44 20 7545 5588

APAC: interne Anrufe: 88999 9088

Anteil von Frauen in Managementpositionen 2009 16,1 2008 15,6% 2007 14,8% % (Anteil MD & D in % aller MD & D)

E-mail: hr.direct@db.com

44,7%

Hohe Verbundenheit mit Bank14,8% % 16,1% 15,6der

Jährlich lässt die Bank die Zufriedenheit der Mitarbeiter mit ihr als Arbeitgeber messen. Der sogenannte CommitmentIndex setzt sich zusammen aus der Leistungsbereitschaft, der Erwartung, weiterhin bei2008 der Bank zu bleiben, und der 2009 2007 emotionalen Bindung an das Unternehmen. 2009 erreichte 2008 2007 der Wert des2009 Index den Höchststand von 77 (2008:74) – ein Zeichen für die hohe Identifikation der Beschäftigten mit der Bank, auch in Zeiten 16,1% der Finanzkrise. 15,6% 14,8%

16,1%

15,6%

14,8%

2009

2008

2007

19%

10,1 2009

2008

2009

2008

2007

Jahre ist die durchschnittliche Unternehmenszugehörigkeit der Mitarbeiter

9 784

2007

Beschäftigte aus 138 Nationen oder 11,8 % aller Mitarbeiter arbeiten außerhalb ihres Heimatlandes

72

In so vielen Ländern ist die Deutsche Bank präsent

3 000

verschiedene Seminare wurden 2009 auf der elektronischen Trainingsplattform db Learn angeboten

FORUM AUSGABE 2 2010

23

19% 19%

Insgesamt Insgesamt

14,8% 44,7% 44,7%

2007 2007 2007

15,6% 15,6%

2008 2008

44,7%

2007

Infrastruktur Infrastruktur

16,1% 44,3% 44,3%

19% Insgesamt

44,7%

44,5%

44,7%

16% 16%

2008

2009 2009 2009

16%

44,5%

Infrastruktur

19%

78 291 78 291

Europa (ohne Deutschland) Infrastruktur Insgesamt EuropaOsten, (ohneAfrika Deutschland) Naher Naher Osten, Afrika 28,6% 28,6%

CIB

HR: Vielfältige Aufgaben

2007

US: +1 212 250 9000

PCAM

Deutschland 35,5% Deutschland

21,4%

14,8%

2007

Schwerpunkt Frauenförderung

28,6%

der Mitarbeiter haben einen Corporate Title 35,5%

PCAM PCAM

2007

78 291 Infrastruktur/ Regional Management

teilzeitbeschäftigte in Deutschland 2009 PCAM CIB Infrastruktur

49,3%

2009 2009

Nord- und Südamerika 14,5%

35,2

2007

5,7%

5,7%

30 648

21% und NordSüdamerika

Europa2007 (ohne Deutschland) 2007 Afrika Naher Osten, 28,6%

Asien/Pazifik

Asien/Pazifik % 21,4% 21 12% Nord- und Nord- und Südamerika 14,5% Südamerika 14,5%

Insgesamt

44,7%

15,6%

2008

32,3

5,7%

2007

14,5% Balance von Beruf und Privatleben: entwicklung des Frauenanteils im Konzern (in % PCAM Gesamtpersonal) Jeder fünfte Arbeitsplatz in Deutschland CIB Infrastruktur Europa (ohne Deutschland) ist in Teilzeit Naher Osten, Afrika

5,7% 5,7%

80 456 80 456

2009 2009

16,1% 16,1%

Deutschland 35,5%

35,5

2008

5,4%

Personalstand nach Regionen 2009

35,2 35,2

2007 2007

32 200

Asien/Pazifik 21,4%

2007

Asien/Pazifik 21,4%

31,7

5,4%

2008

2008 2007 Gut jeder2009 Dritte arbeitet in Deutschland

PCAM Infrastruktur/ 2008 Regional Management 2007 2008 2007

2009

Infrastruktur/ Regional Management

77 053

5,4% 5,4% 30 648

Nord77 und 053 Südamerika 77 053 14,5%

der Prüflinge in Deutschland wurden 2009

44,3%

32,3 32,3

2007

Mitarbeiterzahl jeweils zum Jahresende

52%

CIB

10,0 10,0

4,6 17,9 17,9

35,5 35,5

2008 2008

Kapazitätsanpassungen in 200Infrastruktur30den 648Produkt-32und 32 200 von 4,2 % 648 bereichen führten 2009 zu30 einem 14053 177 80 456Personalabbau 78 291 77 14Vorjahr. 177 gegenüber dem Im 1. Quartal 2010 hingegen stieg die Zahl der Mitarbeiter um 3 796 auf 80 849. Der CIB PCAM Infrastruktur/ Heimatmarkt Deutschland zählte zum 30. März 2010 mit Regional Management CIB PCAM Infrastruktur/ 2009 2008 als 2007 Grund ist Regional 30 839 Beschäftigten 3 518 mehr Ende Management 2009. vor allem die Übernahme von Sal. Oppenheim.

32 200

30 648

14 177

35,0

2009

2009

12% nach Ausbildungsende 16% 19% übernommen

für die Berufsausbildung auf

5,7%4,6

5,0 9,9 17,9 17,9

31,7 31,7

2008

35,2 %

Im Branchenvergleich relativ geringer Beschäftigungsabbau

Europa (ohne Deutschland) Naher Osten, Afrika 28,6%

% 5,7 Mio Euro wendete die Bank 2009 21%

2007

32,3

21%

PCAM

22

%35,5

5,4%5,0 9,9

35,0 35,0

2009 2009

CIB 2009 2009

Anmerkung: Mitarbeiter, die zwei oder mehrere Seminare besucht haben, werden mehrfach erfasst; ohne Schulungen in den Bereichen Aufsicht und Compliance Asien/Pazifik 21,4% Deutschland 35,5% Nord- und Südamerika 14,5%

2007

5,4% 5,4% Zahl der Auszubildenden in Deutschland in 2009

32,2

2007

10,0

17,9

31,7

5,4 8,4 19,0 19,0

32,2 32,2

14 177

3

11

17,9 % 35,0

5,4% 5,4 8,4

2009

Von Finanzen14 und Bankwesen bis hin zur 177 Führungskräfteentwicklung: Mehr als 178 000 Mitarbeiter insgesamt haben 2009 an den Trainingsprogrammen der CIB PCAM Infrastruktur/ Bank teilgenommen. Regional Management

Insgesamt

10,0

17,9

31,7

17,9 2007

2009

32 200

2008

14 177

4,6

32 200

30 648

64,4%

17,9 2008

59,7%

2007

Personalstand nach Bereichen 2009

Training: Schwerpunkt auf Finanzen und Bankwesen

64%

2009

FORUM AUSGABE 2 2010

64,4%

5,0 9,9

19,0 32,2

%

• <24 <24 •• 25–34 25–34 •• 35–44 35–44 •• 45–54 45–54 •• >55 • >55 in % in %

5,7%

2007

Finanzen und Bankwesen

2 Busse der Collection Tours fahren Besucher zu Kunstausstellungen im Ruhrgebiet

Gut • 25–34 • 35–44 gemischt

5,4% 5,4%

9 10

• <24 • 25–34 • 35–44 • 45–54 • >55

10,0

2007

5,4%

2008

Mitarbeiter mit Hochschulabschluss (in %)

2

• <24

4,6 17,9

2008

2009

Fast zwei Drittel der Mitarbeiter haben ein Hochschulstudium abgeschlossen. 2009 verfügten weitere 19,1 Prozent über die Hochschulreife.

3 Josef Ackermann spricht auf der diesjährigen Women in European Business Conference über Frauen im Management

64% 2008

2009

59,7%

17,9

5,4%

Morgan Stanley Credit Suisse Group

5 6

19,0 2009

2006

Altersstruktur der Beschäftigten 2009-2007

Mitte März eröffnet in Santiago de Chile die Ausstellung „Beuys and Beyond – teaching as Art“ aus der Sammlung Deutsche Bank. Jose miguel Alcalde, Country head der Bank in Chile, sagt bei der Eröffnung, dass die Bank über 1 mio US-Dollar für die Erdbebenhilfe gespendet hat.

$ Sustainable Banking Award Anfang mai wird die Bank für die Auszeichnnung „Sustainable investor of the Year“ nominiert, die im rahmen der diesjährigen ft Sustainable Banking Awards vergeben wird.

2007

entwicklung Auszubildende in Deutschland 2007 bis 2009 (Auszubildendenquote in %)

Brain Trust Deutsche Bank

£ Leadership Award im April erhält Josef Ackermann den Distinguished Business leadership Award des Atlantic Council für die „bemerkenswert starke rolle, die die Deutsche Bank unter seiner leitung im internationalen Bank- und finanzwesen eingenommen hat sowie für seine führende rolle bei der Erholung und Stabilisierung der finanzmärkte“.

64,4%

2008

63,5 64,4 der Belegschaft 59,7 Ende 2009%betrug das64 Durchschnittsalter • >5563,5 % 64 64,4% 59,7% im in Konzern 37,7 Jahre. Mit einem Anteil stellen 2008 2007 von 67,2 % 2006 %2009 2009 2008 2007 2008 2007 die 25-2009 bis 44-Jährigen unter den Beschäftigten die 2006 größte Altersgruppe.

@

Kunst in Chile

9

Islamic Banking-Lizenz in Malaysia

64%

2009

In• Deutschland befanden sich 2009 insgesamt 1 429 35–44 Nachwuchskräfte in der Berufsausbildung bei der Bank. • 45–54 32,2 35,0 31,7 35,5 32,3 35,2 Das sind rund 5,4 % aller unbefristet beschäftigten • >55 Mitarbeiter in der Region.

3

4,6 10,0 32,3 35,2

35,2

2007

5,4%

CIB

63,5%

Stabile Nachwuchssicherung 5,4 8,4 5,0 9,9 in• <24 Deutschland

4

5,0 9,9 31,7 35,5

14 177

Umfragen belegen: Unter Hochschulabsolventen ist die Bank ein bevorzugter Arbeitgeber. So hat sie in der angesehenen Arbeitgeberstudie „The World Most Admired Companies“, die von der Hay Group in Zusammenarbeit mit dem Fortune Magazine herausgegeben wird, deutlich an Boden gewonnen. Unter den „Most Admired Banks“ rückte sie von Rang 16 in 2008 auf den siebten Platz vor. 2

5,4 8,4 32,2 35,0

5,4%

32,3

2008 2008

2009

10,0

17,9

5,4%

10,0

2006 4,6

17,9

in %

4,6

59,7%

2007 5,0 9,9

19,0

17,9

35,5

30 648

14 177

Arbeitgeber Deutsche Bank – Employer of Choice für Akademiker

1

• 45–54 • >55

5,7%

31,7

2009

5,4%

CIB 77 053

!

2007

5,0 9,9 17,9

35,0

59,7%

2006

64,4%

2008 5,4 8,4

• <24 • 25–34 • 35–44 • 45–54 <24 •• >55 • 25–34 in % • 35–44

59,7%

2007

64%

2009

10,0

64,4%

2008

63,5%

32,3 2006 35,2

5,4%

32,2

2009

5,4 8,4

)

64,4%

2008

19,0

5,4%

in %

4,6 17,9

31,7 2007 35,5

5,4 8,4

63,5%

4 12 5 £$

64%

2009

• <24 • 25–34 • 35–44 • 45–54 • >55

mehr informationen zu diesen themen und weitere aktuelle Nachrichten finden Sie auf dbnetwork, dem online-portal der Deutschen Bank, unter Forum (siehe Nützliche Links).

GlOBal

5,0 9,9 17,9

32,2 2008 35,0

in %

Zahlen und Fakten zu den Mitarbeitern der Deutschen Bank Wie viele Angestellte der Bank haben ein Hochschulstudium? Wie hoch ist der Altersdurchschnitt der Beschäftigten und in welcher Region sind die meisten Mitarbeiter beschäftigt? Die Antworten lesen Sie hier:

1 Mio

UmwEltzErtifikAtE für „GrünE“ GEBäUDE in wArSChAU UnD SinGApUr, JoSEf ACkErmAnn AUf DEr wEB-konfErEnz in frAnkfUrt Am mAin, DEUtSChE BAnk AUf DEr EXpo 2010 in ShAnGhAi

140

Focus

Gut zu wissen

DBNETWORK

19,0

59,7% 2006

14,8% 14,8%

2007 2007

Europa (ohne Deutschland) Naher Osten, Afrika 28,6%

21%

PCAM

12%

CIB

16%

Infrastruktur

44,3%

2009

44,5%

2008

16,1%

2009

44,7%

2007

15,6%

2008

19%

Insgesamt

14,8%

2007

Forum, Magazin der Deutschen Bank, D, Bronce Award


1.1 Employee Magazines 40

Panorama

Panorama

mein Job

AslihAn Guelec DiE SEnior KUnDEnBErAtErin Spricht DiE SprAchE ihrEr KUnDEn UnD iSt vErtrAUt mit ihrEr KUltUr. SiE iSt wiE SiE türKiSchEr ABStAmmUnG UnD vErmittElt ihnEn DAS AnGEBot DEr DEUtSchEn BAnK für türKEn – BAnKAmiz

I

m investment & finanzcenter (ifc) in höchst stehen an diesem Donnerstag kurz nach 11.00 Uhr knapp ein halbes Dutzend Kunden Schlange. vor dem Schalter warten männer und frauen aus dem kleinen industrievorort von frankfurt am main. Einige im leichten mantel, andere im Anorak, auch ein mann mit schwarzem häkelkäppi. Deutsche, italienische und türkische Wortfetzen fliegen hin und her. fast mediterran geht es draußen in der fußgängerzone zu. Die menschen machen es sich im Eiscafé Arnold gemütlich, kaufen im 1 Euro-Shop, im höchster tabakladen oder bei der handy Börse Aker. Eine frau mit schwarz-weiß-kariertem Kopftuch schaut kurz ins ifc und verschwindet dann wieder. Königsteiner Straße 16: Hier befindet sich der Arbeitsplatz von Aslihan Guelec. „wir betreuen schon ein buntes völkchen“, schmunzelt sie. „Einige Kunden sprechen nur gebrochenes Deutsch, ganz wenige ein bisschen Englisch. manche kommen mit einem wörterbuch in der hand an. Eine chinesin schlägt schon mal wort für wort nach „und hält uns für die Antworten ihr Buch hin. in solchen fällen raten wir, mit einem Dolmetscher wiederzukommen“.

In zwei Kulturen zu Hause

1

autor

Antje lilienthal FotograF

thorsten Jansen

2

34

FORUM AUSGABE 2 2010

ihre türkischstämmigen Kunden haben dieses Sprachproblem nicht Sie werden von Aslihan Guelec und einer Kollegin, beide selbst türkischer Abstammung, in türkischer und deutscher Sprache betreut. wie viele ihrer Kunden gehört die 29-jährige Senior Kundenberaterin zur dritten Generation von türkischstämmigen Bürgern in Deutschland. in Kiel geboren, in mühlheim am main aufgewachsen. ihre wurzeln hat sie in Deutschland, hier ist ihre heimat. Sie hat nicht vor, so wie ihre Eltern im ruhestand in die türkei zu ziehen. trotzdem verspürt sie Sehnsucht nach dem land ihrer Großeltern, nach verwandten und freunden, die sie zusammen mit ihrem ebenfalls türkischstämmigen mann jedes Jahr besucht. „ich fühle mich als Deutsche und zugleich als türkin“, erzählt die traditionsbewusste türkin. Sie hält sich während des fastenmonats ramadan zumindest an wochenenden an die rituale und feiert das islamische opferfest Bayram zum Ende des ramadan. Aber sie besucht zu weihnachten auch ihre ehemalige Grundschullehrerin. „in zwei Kulturen zu hause zu sein, ist sehr bereichernd.“ Die türkische Kultur verbindet sie mit ihren Kunden. Die meisten sind Arbeiter aus der Autoindustrie, der Bau- und pharmabranche. Sie weiß, wie sie leben, wozu sie Geld brauchen und wofür sie sparen könnten. wenn ein Kunde einen Kredit über 20 000 Euro braucht, um das hochzeitsfest für den Sohn auszurichten, erschrickt sie nicht. in der tür-

3

4

kei ist es üblich, dazu mindestens 400 Gäste einzuladen. von denen bekommt das Brautpaar dann auch Gold oder Geld geschenkt. Geld, das angelegt werden will. Und wenn ein kleiner Junge auf die welt gekommen ist, dann wird es in einigen Jahren ein großes fest geben. Ein guter Anlass, um der familie ein Ansparen der dann fälligen Summe zu empfehlen. Sie kennt auch die unterschiedlichen Bedürfnisse der verschiedenen Generationen. Die Jüngeren wollen eher in Deutschland für ihre familien und sich selbst vorsorgen. Die Älteren dagegen brauchen häufiger Kredite für ihre Investitionen in der türkei, weil sie dort ihren lebensabend verbringen wollen.

Intensive Beratung

Bei ihren Beratungsgesprächen trifft Aslihan Guelec mühelos den ton ihrer Klientel. „Ganz viel small talk, reden über die türkei und die familie.“ Sie weiß, dass Entscheidungen in finanziellen Dingen nicht nur familienangelegenheit sind, sondern häufig auch im Freundeskreis besprochen werden. wenn ein junger Kunde einen Bausparvertrag abschließen will, kommen nicht selten die Eltern, ältere Geschwister und freunde mit. Sie sitzen dann alle um den extra großen Beratertisch von Aslihan Guelec und diskutieren ausgiebig. „Das ist sehr anstrengend, hat aber auch einen vorteil. ich kann gleich einer ganzen Gruppe ein produkt erklären, und häufig vereinbaren wir dann an Ort und Stelle weitere termine.“ Bis es zu einem Abschluss kommt, führt Guelec meist mehrere Gespräche. Es gibt auch Kunden, die ihr zuliebe ein produkt kaufen wollen. Davon hält sie gar nichts. „Das ist nur scheinbar ein leichtes Geschäft“, erklärt sie. „in

ein paar Wochen treffen sie vielleicht einen Finanzberater, der ihnen auch sympathisch ist und stornieren den Auftrag wieder. oder sie merken irgendwann, dass sie mit dem produkt gar nichts anfangen können. mir ist sehr wichtig, dass meine Kunden sich ein Geschäft genau überlegen, bevor sie unterschreiben. Die Entscheidung muss richtig sitzen.“ Sicher sei das alles sehr beratungsintensiv. „Aber die Erträge stimmen trotzdem.“ Denn zufriedene türkischstämmige Kunden empfehlen in der regel gerne weiter. Guelec gewinnt zum Beispiel im Schnitt doppelt so viele neukunden wie andere personal Banking-Berater. nicht nur aus frankfurthöchst, sondern auch aus den umliegenden ortschaften nied, liederbach, hattersheim und hofheim.

5

1 Aslihan Guelec: Traditionsbewusste PBC-Senior Kundenberaterin 2 Türkische Spardose 3 Türkischer Tee: Willkommen bei Bankamız 4 Fußballtrikot: Beliebte Prämie für Kundenempfehlungen 5 Fußgängerzone in Frankfurt/Höchst

In der Gemeinde vernetzt

Sie selbst geht gerne in die türkischen Geschäfte in der nähe der filiale und schaut bei der Gelegenheit gleich nach, ob noch genügend visitenkarten von ihr ausliegen. vom „Brotbäcker“ holt sie sich das frühstück. Bei „Ali Baba“ schmecken ihr der türkische tee, die türkische Süßspeise Baklava und die gefüllten Börek, vom türkischen lebensmittelgeschäft das frische Gemüse. Und im „Salon 11“ lässt sich Aslihan Guelec die haare machen. Die meisten ihrer türkischstämmigen Kunden haben ein ausgeprägtes markenbewusstsein und sind stolz darauf, von der Deutschen Bank betreut zu werden – dazu noch von einer Beraterin, die ihre Sprache spricht. manche Kunden kommen am tag des Bayram-festes nach dem moschee-Besuch in der filiale vorbei, um ihr alles Gute zu wünschen. Einige bringen ihr dann Süßigkeiten mit. .

Bankamız – „unsere Bank“ Der Bereich private & Business clients bedient seit 2006 unter dem Slogan Bankamız seine türkischstämmigen Kunden mit einem speziellen Angebot. Dazu gehören die derzeit mehr als 100 zweisprachigen Berater türkischer herkunft, die in zurzeit 56 ifcs mehr als 70 000 Kunden betreuen. Das ebenfalls zweisprachige marketing nimmt traditionell türkische motive, Accessoires und themen auf. Die Kunden erhalten die gesamte produktpalette von pBc, ergänzt um einige zielgruppenspezifische Angebote wie zum Beispiel jährlich fünf kostenlose überweisungen in die türkei. FORUM AUSGABE 2 2010

35

Forum, Magazin der Deutschen Bank, D, Bronce Award


blueprint # 02_09

Foto: Benne Ochs

1.1 Employee Magazines 41

Vielfalt

das bilfinger berger mitarbeitermagazin

Interview Herbert Bodner

Dienstleistungskonzern mit Kernkompetenz Bau Technology Conference 2009

Vom Wissen der Kollegen profitieren Bewegte Zeiten

Maria Schmitt blickt zurück

Starker Rückhalt

Wegbereiter für Kürzere fahrzeiten

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Meter für Meter arbeitet sich der Betondeckenfertiger voran. Der sechsspurige Ausbau der Auto­ bahn A1 auf dem viel befahrenen Abschnitt zwischen Hamburg und Bremen ist mit einem Investitions­ volumen von 650 Millionen Euro eines der größten Public­Private­ Partnership­Projekte Deutschlands. Die Bilfinger Berger­Gesellschaften Project Investments und Ingenieur­ bau kümmern sich um Planung und Finanzierung sowie um Bau und Betrieb des Autobahnabschnitts.

5

blueprint #02_09

teamWOrK

teamWOrK Foto: Eric Vazzoler

Vielfalt

Foto: Jarek Januszewski

Wolfferts-Mitarbeiter Sven Gelezas (links) und Sascha Starker

Foto: Markus Kirchgessner

Wie erfahrene Mitarbeiter jungen Kollegen in den Lehrjahren mit Wissen und Charakter zur Seite stehen

5 Fragen an … Pikkie Williams

Ewa Sienkiewicz

Schweißer, Steinmüller Africa, Pretoria, Südafrika

Bauingenieurin, Bilfinger Berger Budownictwo, Warschau, Polen

Woran arbeiten Sie zurzeit, Herr Williams? Gerade baue ich ein Montagegestell für Heizelemente. Die Elemente werden später für das Kraftwerk Medupi im Norden von Südafrika benötigt.

Woran arbeiten Sie gerade, Frau Sienkiewicz? Ich bin zurzeit auf einer Baustelle im Zentrum Warschaus tätig. Hier entsteht der Zebra Tower, ein Bürogebäude mit 16 Stockwerken.

Was ist Ihr wichtigstes Arbeitswerkzeug? Neben meiner Schutzkleidung – Maske, Hand- und Sicherheitsschuhe – ist die Schweißpistole am wichtigsten.

Was ist Ihr wichtigstes Arbeitswerkzeug? Das Ziel meines Arbeitstags sind gut geführte Protokolle zur Projektdokumentation und -organisation. Daher kann ich mir meinen Job nicht mehr ohne Computer und Programme wie Excel und AutoCAD vorstellen. Und auch mein Handy ist für die Arbeit, bei der ich viel vor Ort unterwegs bin, unersetzlich.

Wie erklären Sie Freunden Ihre Arbeit? Meine Aufgabe als Schweißer ist das Aneinanderfügen von zwei Stahlteilen, normalerweise sind dies Rohre. Dazu erhitzt man mit der Schweißpistole das Verbindungsmaterial und schweißt die Teile zusammen. Wenn die Verbindung abgekühlt ist, ist sie äußerst stabil.

Wie erklären Sie Freunden Ihre Arbeit? Ich versuche ihnen zu beschreiben, aus wie vielen Facetten die Arbeit auf einer Baustelle besteht und welche Rolle ich dabei übernehme, um Informationen zentral zusammenzufassen und auszuwerten.

Was finden Sie an Ihrer Arbeit besonders interessant? Ich lerne immer wieder dazu, für jede Sorte Stahl gibt es eine andere Schweißtechnik. Außerdem gebe ich meine Erfahrungen gerne an Jüngere weiter. Ich selbst fing schon als Teenager mit dem Schweißen an.

frisChe luft für Kühle Köpfe

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Zwölf Klima­ und Lüftungsanlagen versorgen die Räume der Deutschen Bank in der Großen Gallusstraße in Frankfurt mit warmer oder kalter Luft. Mitarbeiter von HSG Zander warten die Anlagen und halten sie in Stand. So sorgt das Tochterunter­ nehmen der Bilfinger Berger Facility Services für ein angenehmes Raum­ klima bei den Finanzexperten.

Was finden Sie an Ihrer Arbeit besonders interessant? Es ist einfach schön, mit vielen verschiedenen Leuten zu arbeiten, die alle ihren Teil zum Projekt beitragen. Mein Job an einer Schnittstelle der Baustelle fordert mich daher jeden Tag neu heraus, und gerade das macht sehr viel Spaß.

Was ist Ihre Leidenschaft? Fußball! Jede Woche gehen meine Frau und ich mit unserem fünfjährigen Sohn Kyle ins Stadion und feuern unser Team an, die Mamelodi Sundowns. Ganz besonders freuen wir uns auf die Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika. Auch wenn es nicht einfach wird, versuche ich auf jeden Fall, Karten für eines der Spiele zu bekommen.

Was ist Ihre Leidenschaft? Ich bin ein großer Sportfan. Ich fahre Snowboard und segele gerne. Dabei gefallen mir die Begegnung mit der Natur und das Gefühl von Freiheit.

Stellen Sie hier Ihre Arbeit vor – einfach eine E­Mail schreiben an: blueprint@bilfinger.de

blueprint #02_09

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Blueprint, Bilfinger Berger, D, Award of Excellence Photography


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Foto: Johann Ployer

1.1 Employee Magazines 42

Vielfalt

das bilfinger berger mitarbeitermagazin

In Aktion

Teamwork am Block 9 Integration

Angekommen: MCE bei Bilfinger Berger In Form

Athleten im Konzern

Wir in Südafrika

14 KilOmeter sCHWeissnaHt auf engstem raum

Power Services Mitarbeiter Salvador von Neuberg (links) und Andreas Niehaus in Südafrika.

4

blueprint #01_10

Foto: Klaus Helbig

Wie Kollegen von Bilfinger Berger daran mitarbeiten, die Energieversorgung des Landes zu modernisieren

In ihrem Innern bietet die mit Hightech ausstaffierte Stahlrohrleitung nur wenig Platz. Auf engstem Raum erneuern die Experten von Bilfinger Berger hier Teile der Druckschachtpanzerung einer Wasserkraftanlage um den Stausee Grande Dixence nahe Sion im Schweizer Kanton Wallis. Dazu schweißen sie etwa 12.800 Tonnen Stahlrohrleitungen bei einer Wanddicke von bis zu 81 mm zusammen. 14 Kilometer Schweißnähte sind dafür nötig.

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teamWOrK

Vielfalt

teamWOrK

Gemeinsam durchstarten

intensiVKur für den rasen Die Mitarbeiter der Facility Services Tochter HSG Zander sorgen als Greenkeeper in der Frankfurter Commerzbank-Arena für immergrüne Verhältnisse. Dazu braucht es eine wahre Intensivkur: Mit Mini-Spaten trennen sie geschundene Grünflächen in kleinen Quadern aus der Rasenfläche heraus und ersetzen sie durch frische Grasbüschel. Um die Fotosynthese anzuregen, kommt in der kalten Jahreszeit eine Beleuchtungsanlage zum Einsatz, die künstliches Sonnenlicht spendet.

Die Weichen sind gestellt: Vier Monate nach der Übernahme der MCE Gruppe haben Industrial Services und Power Services die Integration der neuen Gesellschaften formal abgeschlossen. Künftig wollen sie Marktchancen im Bereich der Industrie- und Kraftwerksdienstleistungen gemeinsam nutzen. Text: sabine Höfler Fotos: JOHann plOyer, CHristOpH busse, martin eder

D

er tonnenschwere Koloss aus Gussstahl ragt in den Raum wie eine futuristische Skulptur. Trotz des schwachen Lichteinfalls glänzen die gefrästen Seitenflächen wie poliertes Silber. Neben der Schmiedemaschinenkomponente in der riesigen Werkhalle wirken die Experten des Maschinen- und Apparatebaus im österreichischen Linz geradezu winzig. Die Spezialisten, die seit Anfang Februar zu Bilfinger Berger Power Services gehören, haben das Ungentüm vier Monate lang bearbeitet. Zwischen Fertigungsanlagen und Lastkränen leisten sie Präzisionsarbeit an wuchtigen Werkstücken. Dazu zählen auch Dampfturbinengehäuse, Chemiereaktoren, Bremsteile für den Eurofighter oder Tankdeckel für die Ariane-V-Rakete. Das ist nur ein Ausschnitt aus der Palette anspruchsvoller Produkte, die die Linzer als Einzelstücke oder in Kleinserie planen, fertigen und schlüsselfertig montieren. Das Unternehmen repräsentiert nur einen Bereich der ehemaligen MCE Gruppe. 30 Einzelgesellschaften decken mit ihren Services den gesamten Lebenszyklus von Industrie- und Kraftwerksanlagen ab. Seit der Übernahme von MCE im Dezember 2009 sind sie Teil des Bilfinger Berger Konzerns, der damit das margenstarke Dienstleistungsgeschäft deutlich ausbaut und seine führende Position in Europa stärkt. Die Mehrheit der Firmen mit einem Leistungsvolumen von insgesamt 730 Millionen Euro wurde zum 1. April 2010 in die Industrial Services (BBIS) integriert. Ein Volumen von rund 130 Millionen Euro ging über in die Power Services. Die MCE Energie-

Ihre Leistungsvielfalt gehört zu den Stärken der neu hinzugekommenen Unternehmen im Konzern. Dazu zählt die umfassende Instandhaltungskompetenz für Industrieanlagen, etwa am Chemiestandort Leuna (rechts), ebenso wie der Bau und die Montage von Rohrleitungen für Wasserkraftwerke (ganz oben) oder die hochpräzise Bearbeitung von Werkstücken (oben).

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blueprint #01_10

technik mit Schwerpunkt Rohrleitungsbau wird entsprechend der Auflage der Europäischen Kommission verkauft.

VOn der tiefrOHrleitung bis zur raumfaHrtKOmpOnente Zu den Stärken der neu hinzugekommenen Firmen im Konzern zählt ihre Vielfalt. Leistungen reichen von Tiefrohrleitungen bis hin zu Raumfahrtkomponenten. Die rund 5.500 neuen Kollegen verfügen über ausgeprägtes Branchen-Know-how unter anderem in der Energiewirtschaft, im Stahlbau, in der Biotechnologie und in der Feinchemie. Beratungs-, Engineering- und Personaldienstleistungen ergänzen das Angebotsspektrum. Für mehr Flexibilität im Projektgeschäft sorgt eine Agentur für den Verleih von Fachkräften, die Kapazitätsspitzen mit qualifiziertem Personal abdeckt. Ein Werkzeug-, Maschinen- und Gerätepark stellt die technische Infrastruktur für Baustellen bereit. 50 Standorte in acht europäischen Ländern – Österreich, Deutschland, Schweiz, Polen, Tschechien, Slowakei, Ungarn und Ukraine – gewährleisten Kundennähe. Die Projekte sind weit gefächert: Der Stahlund Maschinenbau, heute ein Teil der Industrial Serives Division Northern & Eastern Europe, errichtet etwa die Montageanlagen für das neue Großraumflugzeug Airbus A350 XWB an den Standorten Hamburg und Nordenham in Deutschland sowie im französischen Saint-Nazaire. Im österreichischen Haidach arbeitet die VAM Anlagentechnik noch bis 2010 am Ausbau des zweitgrößten Untertage-

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Blueprint, Bilfinger Berger, D, Award of Excellence Photography


1.1 Employee Magazines 43

Meilensteine 23

2000 Coop Supercard

2003 Im Mai 2000 führt Coop die Supercard ein, eine Kundenkarte, welche gratis an Personen über 16 Jahren abgegeben wird. Neben einer breit angelegten Werbekampagne mit verschiedenen TV-Spots, Inseraten und Plakaten, erhalten 2,5 Millionen Haushalte den Superkatalog mit der Übersicht über die attraktiven Prämien. Die Supercard funktioniert ganz einfach: Jeder Franken, den der Konsument bei Coop oder den Partnerfirmen ausgibt, wird diesem als Superpunkt vergütet. Und zwar ganz automatisch: Nach dem Vorweisen der Supercard an der Kasse, werden die Punkte automatisch dem Supercard-Konto gutgeschrieben. Hat der Kartenbesitzer einmal das gewünschte Superpunkte-Guthaben erreicht, kann er es ganz einfach gegen eine der 600 attraktiven Prämien eintauschen.

2002

Übernahme EPA

Coop übernimmt in diesem Jahr die Warenhauskette EPA. Als gesamtschweizerische Warenhaus-Unternehmen agieren zur damaligen Zeit im mittleren und hochpreisigen Bereich Globus, Manor und Coop und im niedrigpreisigen Bereich die EPA. Nach der Übernahme werden kommerziell erfolgreiche EPA-Filialen bis 2004 umgestaltet und als Coop City-Warenhäuser weitergeführt. Mit aktuell rund 33 Verkaufsstellen an erstklassigen Lagen und über 3300 Mitarbeitenden ist Coop City mittlerweile der zweitgrösste Anbieter im nationalen Warenhausmarkt. Und der Erfolg kommt nicht von ungefähr. So nutzte Coop die Tradition und die Warenhauskompetenz von EPA und verband diese mit dem Innovationspotenzial und der Marketingkompetenz von Coop.

nr. 1 – Februar 2010

Prix Garantie 2005 lanciert Coop eine Niedrigpreislinie. Das Unternehmen lässt sich nicht unterbieten und garantiert seinen Kundinnen und Kunden auf dem ganzen Prix Garantie-Sortiment Tiefstpreise. Die Einführung der Produktlinie hat

zum Ziel, faire Preise zu erreichen und letztlich die Zufriedenheit seitens der Kundinnen und Kunden zu verbessern. Coop stellt die Tiefstpreisgarantie durch wöchentliche Preisvergleiche mit Migros, Denner und Aldi sicher.

Übernahme Waro Coop Pronto In diesem Jahr übernimmt Coop die Waro AG. Aus den ehemaligen Waro-Filialen entstehen 26 CoopVerkaufsstellen verschiedener Formate. Nach der Bewilligung des Kaufs der Waro AG durch die Wettbewerbskommission im Frühjahr 2003 wurden die Verkaufsstellen und die Administration der Waro in das Coop-Umfeld eingebunden. Mit dem grossflächigen Supermarkt-Konzept und der ausgeprägten Ausrichtung auf Frischprodukte, stand Waro damals in direkter Konkurrenz zu den Grossverteilern Migros und Coop. Dazu kommt, dass auch andere in- und ausländische Mitbewerber zunehmend Interesse an Waro zeigten. Dies alles waren wesentliche Gründe, weshalb der Verwaltungsrat der Eigentümergesellschaft Rast Holding dem Verkauf von Waro an Coop zustimmte.

2005

Gründung transGourmet

Mit der deutschen Rewe Group gründet Coop im Jahr 2005 die Holdinggesellschaft transGourmet Schweiz AG. Seither engagiert man sich gemeinsam im Abhohl- und Belieferungsgrosshandel für die Gastronomie. Die beiden Unternehmensgruppen besitzen je eine 50-Prozent-Beteiligung an dem Gemeinschaftsunternehmen. Von Seiten der Rewe wurden die Unternehmen Prodega CC, Growa CC, Howeg und die Gruppe Aldis Service Plus (Belieferungsgrosshandel mit Lebensmitteln und Hygienebedarf in Frankreich) eingebracht, von Coop das Unternehmen Bell Gastro Service. Die international ausgerichtete transGourmet Holding S.E. wurde im Jahr 2008 gegründet.

Weight Watchers

Naturaline

2005 startet die Kooperation mit Weight Watchers. Coop arbeitet als erste Detailhändlerin mit der weltweit tätigen Ernährungsorganisation zusammen und bietet mit der Weight Watchers-Sortimentslinie fett-, zucker- und kalorienreduzierte Lebensmittel an.

2005 feiert Naturaline seinen zehnten Geburtstag. Das Label bietet Textilien aus BioBaumwolle, produziert nach strengen sozialen und ökologischen Standards. Coop ist die weltweit grösste Anbieterin von fair hergestellten Textilien aus Bio-Baumwolle.

Coop, Coop Forte Magazin, CH, Award of Excellence Concept

MF


1.1 Employee Magazines 44

Coop, Coop Forte Magazin, CH, Award of Excellence Concept


1.1 Employee Magazines 45

70 Personalnachrichten – Informazioni del personale – Informations du personnel

MARTHA BRÖNNIMANN Bern Wankdorf 26.4.1965

40 JAHRE VRE BE

VRE BE

WALTER OTTI Bettlach 14.4.1975

COOP CITY

25 JAHRE

URSULA CHRISTEN Wareneingang VZ Gwatt 27.3.1980

ERICH BURKHALTER Transport VZ Bern 31.3.1980

ROSMARIE BÜRKI Thun Strättligen Markt 1.3.1985

15 JAHRE

20 JAHRE

VRE BE

VRE BE

KARL JENZER Werkstatt VZ Bern 1.3.1985

ELISABETH LÖFFEL Langnau 22.3.1985

IDA HEID Zweisimmen 1.3.1990

IN PENSION

VRE BE

VRE BE

BEATRICE WERTHMÜLLER Bern Eigerplatz 6.3.1990

MARYA KOBRA HATEF Aarberg 16.3.1990

HANS-UELI DICK Kerzers 1.3.1995

COOP CITY

ROLF TAUSS Bäckerei VZ Bern 1.3.1995

THERESE GUNZINGER Zollikofen 8.3.1995

URSULA WENGER HW/Heimtextil Thun Kyburg 28.4.1975

INTERDISCOUNT CYRILL ANCHISI Bäckerei VZ Bern 1.4.1980 ALOIS DIETRICH Laupen 1.3.1970

ERWIN GÄUMANN Konolfingen 1.4.1980

CHRISTIAN REUTELER Gstaad 1.4.1985

30 JAHRE VRE BE

BARBARA BARTLOME Steffisburg 8.4.1980

KURT HUNZIKER Matten 14.4.1980

KARIN KÜNG Riggisberg 15.4.1985

LISELOTTE MESSERLI Uetendorf 2.3.1970

COOP FORTE – NR. 1 – FEbRuaR 2010 / N° 1 – FévRiER 2010 / N. 1 – FEbbRaiO 2010

HANSPETER BRECHBÜHL Langnau 1.3.1980

HANSPETER FAHRNI Werkstatt VZ Gwatt 13.4.1970 IRENE STEINER Grenchen 13.4.1970

KURT GERBER Frutigen 1.3.1980

RUTH SCHNYDER Rest. Heimberg Center 15.3.1980

WERNER SUTTER Bern Bethlehem 3.3.1975 RUTH LÜTHI Hindelbank 15.4.1975

URSULA WEBER Biel Moserstrasse 17.4.1980

THERESE DÄHLER Thun Schönau 21.4.1980

VRE BE

35 JAHRE VRE BE

MARLENE ABT Bern Zähringerstrasse 9.4.1985

THOMAS BURN Frutigen 15.4.1985

VERENA GALFETTI Biel Mett 1.4.1990

PHILIPP SCHAAD Verkauf ZB BE 1.4.1990

BEATRICE TSCHANNEN Transport VZ Bern 7.4.1990

THERESE VON ALLMEN Steffisburg 14.3.1995

RITA REINHARD Interlaken Ost 15.3.1995

THATPARANANTHAM SHANMUGAM Rest. Biel Bahnhof 15.3.1995

ERICH STREIT Repair Center Bümpliz 1.3.1975

ESTHER JORDI Bern Wankdorf 16.3.1980

BEAT DICK Sicherheit 1.3.1980 ANNELISE JOOST Lützelflüh 21.4.1980 CHRISTOPH BÜHLER Ittigen 21.4.1980

MARGRIT MEIER Kirchberg 1.4.1980 BARBARA MISCHLER Biel Bahnhof 21.4.1980

DOMENICO REPETTO Logistikregion Bern 29.4.1985 INTERDISCOUNT

ANDY PELLEGRINI Wankdorf XXL 29.4.1985

HEIDI SENTI Grenchen 18.4.1985

HANS-PETER BIGLER Bern Bümpliz 29.4.1985

VRE BE LUDWIG SWOBODA Bäckerei VZ Bern 1.4.1985

NATHALIE GROSSENBACHER CCM VRE ZB BE 29.4.1985

HANS EGGIMANN Hasle-Rüegsau 15.4.1985

URS KÄSER NVZ Langenthal 17.3.1980

CHRISTIAN SCHELLING Hauptsitz Informatik 9.4.1985

REGULA SCHWENDIMANN Dekoration 30.4.1990 MADELEINE RIESEN Niederscherli 12.3.1990

MARIANNE DIETRICH Münsingen 2.4.1990

SPRESA ZULI Bern Bethlehem 23.4.1990

URS BRAUN Bäckerei VZ Bern 1.4.1990

ROBERT HUMAIR Werbeatelier 1.4.1985

SUBRAMANIAM NAGAMUTHTHU Food Bern Ryfflihof 3.4.1990

ERIKA BAERTSCHI Food Bern Marktgasse 15.4.1985

GERTRUD SOLTERMANN HW/Heimtextil Thun Kyburg 18.4.1990

COOP CITY

COOP CITY

URS SEMPACH Metzgerei Thun Kyburg 1.3.1980

HANNI DUBOIS Bettlach 28.4.1990 THERESE WÜRSTEN Gstaad 1.3.1990

COOP CITY

HAUPTSITZ

CHRISTINE REBER Food Bern Ryfflihof 21.4.1985

JEAN-DIDIER TATY Niederwangen 23.4.1990 MAYA SCHÄFER Rest. Heimberg Center 1.3.1990

INTERDISCOUNT

MONIKA MANNHART Heimberg Center 1.3.1990

YVONNE JUNGO Heimberg Center 2.4.1990

BAU+HOBBY PETER BECK Hauswartung Oberburg 1.4.1990

CORNELIA KERNEN Food Bern Ryfflihof 18.4.1985

SELMA ALIOV Burgdorf Schützenmatte 1.4.1995

RUTH HALDEMANN Grosshöchstetten 1.4.1995

WERNER RUBIN Zweisimmen 1.4.1995

NELLY MINDER Aarberg 3.4.1995

COSIMA SCARCIA Bern Bethlehem 3.4.1995

ANNA JOST Jegenstorf 10.4.1995

VRE BE HEIDI HODEL TASKIN Bern Sulgenbach 1.3.1995

LULE LOKAJ Köniz Stapfenmärit 1.3.1995

ALZIARA PENA SOBRALES Düdingen 1.3.1995

DANIELA REGULA KESSLER Gstaad 6.3.1995

MONIKA AEMMER Interlaken Ost 1.4.1995

RENATE WIEDEMANN Biel Mett 1.3.1995 BEAT ARNOLD Visp Eyholz 1.4.1995

URSULA GASSER Gümligen 1.4.1995

ROLF JAGGI Heimberg Center 1.4.1995

MARCEL MEGERT Uetendorf 1.4.1995

ALFRED SCHÜPBACH Lyss 1.4.1995

MARIA-PIA LISENA Köniz Steinhölzli 10.4.1995

VRE BE MONIKA WIELAND Kerzers 18.4.1995

COOP CITY ROSMARIE SCHLAPBACH Food Thun Kyburg 1.3.1995

MARTIN BAUMANN Metzgerei Thun Kyburg 3.3.1995

MARGRIT SCHWARZ Food Bern Ryfflihof 1.3.1995

BAU+HOBBY BARBARA RITSCHARD Zentraler Bereich VZ Gwatt 15.3.1995

BAU+HOBBY

VRE BE

TOPTIP

STEFAN KÄSTLI Verkauf Bern Bethlehem 10.4.1995

BEATRIX AEMMER Zentraler Bereich Interlaken 15.3.1995

ROGER ZAUGG Verkauf Oberburg 3.4.1995

OLIVIER DUBI Verkauf Münsingen 13.3.1995

MARKUS AEMMER Lager Interlaken 15.3.1995

HOBBY HEIMBERG IRMA MINDER Zentraler Bereich Heimberg 2.3.1995

10 JAHRE VRE BERN SUSANNE HOCHULI Niederwangen, 1.3.2000 HANNI MEGERT Uetendorf, 1.3.2000 SYLVIA VONLANTHEN Murten, 1.3.2000 MATTHIAS STALDER Bäckerei VZ Bern, 2.3.2000 MONIKA LÜTHI Bern Bethlehem, 14.3.2000 MANFRED PELLET Rest. Köniz Stapfenmärit, 20.3.2000 DORIS GEISSBÜHLER Rest. Worb, 27.3.2000 ANITA SCHAFER Düdingen, 27.3.2000 DORLI BERTSCHY Bäckerei VZ Bern, 1.4.2000 DANIEL CHRISTEN Transport VZ Bern, 1.4.2000 HERBERT DECORVET Rest. Biel Nidaugasse, 1.4.2000 MARIA DO CEU PARDAL RUNIC Rest. Interlaken Ost, 1.4.2000 STEFANIE SANTSCHI Burgdorf Stadt, 1.4.2000 ANDREA TSCHERRIG Naters, 1.4.2000 LILIANE ZIMMERMANN Adelboden, 1.4.2000 URSULA LEUENBERGER Aarberg, 3.4.2000 TRUDY ZURBRIGGEN Saas-Grund, 3.4.2000 HEDWIG FLÜKIGER Bern Breitenrain, 10.4.2000 CÉLIA MARIA LOPES FERNANDES Rest. Biel Bahnhof, 15.4.2000

ERNST STETTLER Fraubrunnen 1.3.2010

ASTRID AUDERSET Düdingen, 17.4.2000 NICOLE HIRSCHI Heimberg Center, 17.4.2000 SANDRA VON ALLMEN Biel Bahnhof, 25.4.2000

HAUPTSITZ CARLOS GIL NVZ, Langenthal, 1.3.2000 ARDIAN SELMANI NVZ, Langenthal, 27.3.2000

ELISABETH ZWAHLEN Schwarzenburg 1.3.2010

COOP CITY MARGRIT STETTLER Food, WH Bern Marktgasse, 1.3.2000 TINA BONETTI Verkauf, WH Bern Ryfflihof, 6.3.2000 BRIGITTE BRUNNER HW/Heimtextil, WH Thun Kyburg, 1.3.2000 KATHARINA GAGGIOLI Food, WH Thun Kyburg, 11.4.2000

SUSANNE SCHENK Grosshöchstetten 1.4.2010

TOPTIP ROMAN HEINIGER Lager, Zollikofen Logistik, 1.3.2000 INTERDISCOUNT THOMAS SOLLBERGER Hauptsitz, Informatik, 1.4.2000 KATHRIN JAKOB Hauptsitz, Beschaffung, 1.4.2000 ROLAND BOBST Hauptsitz, Logistik/Warenausgang, 17.4.2000 CHRIST SUSANNE ZÜRCHER Verkauf, Thun, 1.4.2000

TODESFÄLLE VRE BERN IN PENSION HANS BREIHOLTZ Bern 12.9.2009 VRE BERN IN PENSION WILLI KOPP Belp 15.11.2009

FRANZ BRÜLHART AW/GE/NF VZ Bern 1.3.2010

IN PENSION FRANZ STAUFFER Biel 7.10.2009

IN PENSION ANNA ROHRER Thun 8.10.2009

INTERDISCOUNT IN PENSION OSKAR SCHAUB Repair Center Bümpliz 14.1.2010

IN PENSION MARGRIT BEYELER Steffisburg 22.10.2009

COOP CITY IN PENSION ANNA KAPFENSTEINER EPA Bern 25.10.2009

IN PENSION EMANUEL GYGAX Ehem. Personalchef von Radio TV Steiner AG 25.11.2009

HAUPTSITZ

VERENA BURRI Depositenkasse Bern 30.4.2010

REGINA GÖTZ Thun Schönau 1.3.2010

ANNAROSA TONACINI Biel Nidaugasse 1.3.2010

MARLISE JAISLI Münchenbuchsee 1.3.2010

VERONIKA WYSS Belp 1.3.2010

MARGRIT BRÜLHART Flamatt 1.4.2010

ELISABETH KEHRLI Wengen 1.4.2010

HANSRUEDI SCHOLL Werkstatt VZ BE 1.3.2010

RUTH BEYELER Frutigen 1.4.2010

ELISABETH MUSTER Burgdorf Stadt 1.4.2010

INTERDISCOUNT

SUSANNE SCHNEIDER Hauptsitz Vertragsverwaltung 01.3.2010

COOP CITY EMMA RUTISHAUSER HW/Heimtextil Thun Freienhof 31.3.2010

UELI RUTSCHI Lager Thun Freienhof 31.3.2010

CHRIST ANNA BILL-KARRER Verkauf Bern Marktgasse 31.3.2010

ERIKA BÜRKI Verkauf Biel/Bienne Boujean 31.3.2010

Region Zentralschweiz-Zürich

45 JAHRE 35 JAHRE 30 JAHRE VRE BE

ELSBETH ZAUGG Food Thun Freienhof 31.3.2010

TOPTIP MARLIES SCHNEIDER Zentraler Bereich Biel/Bienne 31.3.2010

Bau+HOBBy

HaNSRueDi HeieRLi VZ Gossau 14.4.1975

BRuNO LippuNeR Beringen 3.3.1980

20 JaHRe

VR Ot

aLeX BRitScHGi Verkaufsgr.1 Gossau 15.4.1985

KaRiN peRRiNi Schlosspark Frauenfeld 5.3.1990

cORNeLia HaSeNfRatZ WaWi Gossau 11.3.1990

SLaDJaNa SaVic Grüze Markt Winterthur 12.3.1990

aNNa-KatHaRiNa GaNSNeR Inventardienst Gossau 19.3.1990

DONatO mONDeLLi Viganello 21.3.1990

RemO GaSSeR Pizol Center Mels 15.4.1985

eLmaR KeLLeR Stadtmarkt Wil 15.4.1985

SaNDRa fumi Roveredo 28.3.1990

StJepaN caLuSic Verteilzentrale Chur 1.4.1990

cLauDia HaLteR Thur Markt Weinfelden 1.4.1990

cHRiStOpH OeRtLi Verteilzentrale Gossau 1.4.1990

SONJa StOOB Rickenbach 1.4.1990

aNDRea WeiDmaNN Aadorf 15.4.1985

LuZia KeLLeR Verteilzentrale Gossau 15.4.1985

aLi aKca VZ Chur 9.4.1990

cLauDiO NOtaRO Vendita 2 Ticino 15.4.1990

HeLeNe BaRiLLi Amriswil 17.4.1990

iReNe fORReR Embrach 26.3.1985

JaSmiNa miLutiNoViC Gallus Markt St. Gallen 1.3.1995

otto SCHWaNDer Rickenbach 1.3.1995

BerNaDetta DeraGiSCH Flims 6.3.1995

mara urietti Dongio 6.3.1995

urSuLa StriCKer Bad Ragaz 1.3.1995

BeatriCe ZeHNDer Gallus Markt St. Gallen 1.3.1995

30 JaHRe

maRiO feDi Scuol 1.4.1980

40 JaHRe

tRuDy HOfmaNN Wülflingen Winterthur 1.3.1970

ROSmaRie BÜHReR Schlosspark Frauenfeld 14.4.1970

35 JaHRe

KaRL fiNDa Verteilzentrale Chur 1.4.1980

aNita ScHWeNDeNeR Buchs 1.4.1980 cWK-ScS

cOOp city

GiuSeppe patRiaRca Non Food Lugano 1.3.1980

maRKuS VON aLLmeN Winterthur 1.4.1980 GeORG WaSeR Winterthur 24.3.1980

mauRiZiO De peLLeGRiNi Steckborn 1.4.1975

Bau+HOBBy fRaNcO mORaNDi Vendita Castione 1.4.1985

20 JaHRe

eDitH eGGeR Uzwil 1.3.1985

ROLf SyfRiG Verteilzentrale Gossau 1.3.1985

ROLf WÜRmLi Landquart 1.4.1990 miRa VuJaSiNOVic Gruben Schaffhausen 11.4.1990

iNteRDiScOuNt cHRiStiaN eiGeNmaNN Widnau 1.3.1990

VR Ot

25 JaHRe

GaBRieLa BRaeKeR Buchs 23.4.1990

maNueLa GammeteR SchaffhausenStadt 17.4.1990

cOOp city

iNteRDiScOuNt

maRia caNtONpOSiLLipO Bioggio 9.4.1990

maRLieS BRauNWaLDeR Kronengut Goldach 1.3.1990

NeLLy HaNGaRtNeR Kronengut Goldach 1.3.1990

eLiSaBetH acKeRmaNN Mels Dorf 2.3.1990

aNGeLiKa cRuceNZO Schlosspark Frauenfeld 5.3.1990

impORtpaRfumeRie StOJa LemaL-ZRiLic Logistik Zent. Winterthur 1.3.1990

VR Ot Kata cuSimaNO-BOZic Canobbio M. Resega 1.3.1990

RutH KOHLeR Karussell Kreuzlingen 1.3.1985

paOLa DamiaNO Chiasso Dogana 25.3.1985

aNtoNio GÖSteriS CD Castione 13.3.1995

DaNieLe De fiLippo Giubiasco 15.3.1995

moNiCa friZZo S. Antonino 1.4.1995

GaBrieLa GLeiCHWeit Romanshorn 1.4.1995

maRia caNNiZZaRO Vendita, Lugano 1.4.1990

BaRBaRa BReNNeR Textil Schaffhausen 1.3.1990

uRSuLa fRaueNfeLDeR WinterthurMarkt 1.3.1990

DipLOme cOOp city faBiaN BaumGaRtNeR Verkauf Chur DetailhandelsSpezialist mit Eidg. FA

DJuLJfera JoNuZi Trübbach 1.4.1995

iDa mariNeLLi Losone 4.4.1995

VR Ot

Coop CitY

ROmaN BÜSSeR Verteilzentrale Chur 1.3.1995

JaKOB euGSteR Degersheim 1.3.1995

maRtHa HeReNSpeRGeR Schlosspark Frauenfeld 1.3.1995

maRGaReta HiNtZ Gallus Markt St. Gallen 1.3.1995

aLOiS meyeR Schlosspark Frauenfeld 1.3.1995

RicHaRD amStaD Verteilzentrale Gossau 1.3.1995

eRiKa iteN Buchs 1.3.1995

JeLeNa tRaVica Thayngen 1.3.1995

maRia ROSa VaLeSiNi Lugano Sud 1.3.1995

fLaVia GuLiSaNO Minusio 13.3.1995

cONNy SpaNRiNG Oberriet 1.4.1995

maRtHa ScHmiD Grüze Markt Winterthur 3.4.1995

RutH HeDiGeR Oberi Winterthur 10.4.1995

cHRiSt GiSeLa cODONi Verkauf St. Gallen Multergasse 1.4.1995

VR Ot yVONNe meyeR Amriswil 27.3.1995

StefaNo GioVaNNiNi Taverne 20.3.1995

cOOp city

15 JaHRe

VRe Ot

VR Ot

fRaNZ HÄNSLi Uzwil 1.3.1975

GiORGiO feRRaRi CD Castione 1.1.1985 SeRGiO citRiNi Biasca 2.4.1985

iSaBeLL StooSS Stadtgarten Winterthur 10.3.1995

aStRiD peZZuttO Bissone PY 2.4.1990

SaNDRa HÄRteR Gallus Markt St. Gallen 15.4.1985

Rita HeRZOG Gutschick Winterthur 1.4.1980

aLeX BLöcHLiNGeR Turbenthal 21.4.1980

heIDI SCherer ZH Hofwiesenstrasse 20.4.1970

werNer KrÖPFL Bäck W Spedition 20.4.1970

NICOLAS ALVAreZ FM/TD VST VRE ZZ 1.4.1975

COOP CITY

rOLF SChATZMANN Lager, Zürich St. Annahof 14.4.1975 rOSMArIe BAUr HW/Heimtextil Zürich St. Annahof 22.4.1975 UrSULA GAGLIArDI Verkauf Zürich St. Annahof 1.3.1975

JOSeF wALDVOGeL Verkauf 1 ZB ZZ 1.4.1980

15 JAhre

Vre ZZ

MArGrIT KNOBeL Netstal Wiggispark 14.4.1980

ThOMAS GrÄTZer Total Store ZZ 20.3.1980

rOSMArIe BIGLer Bachenbülach 3.3.1980

rOLAND LAUBSCher Rümlang Riedmatt 1.4.1980

erNA STOOP Uznach Linthpark 14.4.1980 ANDreA BAUMGArTNer Zürich Eleven 2.3.1980

heDI ZILTeNer Siebnen 14.4.1980

rOBerT KUNZ Cham Seehof 1.3.1985

NIKLAUS MING Cham Seehof 29.3.1985

SALVATOre CArONIA Dietikon Florastr. 16.4.1985

hAUPTSITZ

INTerDISCOUNT

ThOMAS TUrGYAN Infor. Ser. Center POS, Dietikon 22.4.1985 SwISSMILL

MONIKA ZANDer RegionalVerkaufsleiterin Region Zürich 22.4.1985

heINZ FUChSer Emmen 14.4.1990

SILVIA SChUhMACher ZH Universitätsstr. 5.3.1990

BrUNO hIrT Dietlikon Industrie 5.3.1990

SrIrANJAN TheIVeNDrAN F&G VZ Dietikon 15.3.1990

LUCIA GArrAPA Horgen Waldegg 1.4.1990 PIerINO rOSSI Bäck W Spedition 20.4.1990

herBerT STeIMANN Bäck W Bäckerei 25.3.1990

COOP CITY

ANDreAS MeIer Produktion Zürich 14.4.1980

LOreNZA De PASQUALe Niederglatt 15.3.1990

SeMA ArISAN Bäck W Bäckerei 19.3.1990

Vre ZZ

SwISSMILL

ChOCOLATS hALBA

VIKTOr MeIer Halba Prod. Hinwil 21.4.1980

PhILIPP weChSLer Rapperswil Sonnenhof 9.4.1985

ABDerAZAK ZOUBA Dietikon Florastr. 13.3.1990

10 JaHRE

15 JaHRE

Vre ZZ

VRE ZZ

hASAN CeYLAN Hinwil Wässeri 1.4.1995

YVoNNE HEiNiGER-BÜHLER Hinwil Wässeri 18.4.1995

MIrA DJUKArIC Bäck W Konditorei 1.4.1990

SArA TINNer Verkauf Zürich Oerlikon 9.4.1990

20 JAhre

VLADAN MILANOVIC Thalwil 29.1.1990

INTerDISCOUNT

eMMA eBerLe Restaurant Zug 17.4.1990

ELSi BaNGERtER Effretikon Effimärt 1.3.1995

eDwIN ZUrBUCheN Entwicklung Zürich 1.3.1990

LUKAS ThOMA Uznach Linthpark 1.3.1995

SABINA BAUMGArTNer Kommunikation ZB ZZ 1.3.1995

GIULIANO SMIDerLe Wädenswil 1.4.1990

LJILIANA PeTrOVIC Glattbrugg 24.4.1995

15 JAhre

PEtER HaLLER Rüti 1.4.1995

iSEN BERiSHa Bäck W Bäckerei 1.4.1995 MicHEL aEGERtER ZH Altstetten 1.4.1995

iMPoRtPaRFuMERiE

BAU+hOBBY

Vre ZZ

25 JAhre Vre ZZ

AGNeS VON MATT Kriens Pilatusmarkt 11.3.1985

MArIe-ThereS BrUNNer Rothenburg 11.3.1985

MArGrIT GISLer Altdorf Restaurant 1.3.1985

FLUrIN SChOCher Verkauf 2 ZB ZZ 15.4.1985

BrUNO GrAF Verkauf Volkiland 1.4.1995

MArGrIT AeCherLI Kriens Pilatusmarkt 1.4.1990

MArGrITh FrANK Ruswil 12.3.1990

UrS Beer Dietikon Silbern 6.3.1995

eVeLINe ANDerhUB Luzern Löwencenter 1.4.1995

BerNhArD AreGGer Hochdorf 1.4.1995

MArGrITh GrABer Zug Neustadt 1.4.1995

COOP CITY

MArGrITh MUFF Ruswil 15.3.1990

eLeONOrA GISLer Baar Delfin Restaurant 1.4.1990 SALVATOre MANGIONe Alpnach 1.3.1990

OThMAr VILLIGer Rotkreuz 3.4.1995

GerTrUD BerGer Richterswil Obermatt 13.3.1995 UrSULA LANDOLT Bonstetten 1.3.1995

ANNALIeSe ZÜrCher Oberägeri 1.3.1995 MIrIBANe MUSTAFI Affoltern a.A. Restaurant 1.3.1995

hUBerT BLArer Hinwil Wässeri Haus. 24.4.1995 FATIh SÖNMeZ Zug Herti 3.4.1995

JACQUeLINe VONArBUrG Verkauf Zürich St. Annahof 1.4.1995 CLAUDINe FALITI Verkauf Volketswil 8.4.1995

rUTh ArNOLD Erstfeld 15.3.1990

ANNA BAUMANN Zug Herti 1.3.1995

VESNa aNGELoVSki Uznach Linthpark 21.3.1995

coRNELia ZÜSt-HEiMaNN Hinwil Wässeri 18.4.1995

SELVEta BatiJaRi Uznach Linthpark 15.3.1995

DaNiELa kÜHNE Dielsdorf 1.3.1995

HEiNZ BRÄNDLE Uznach Linthpark 1.3.1995

SwISSMILL MArCeL BOSSArD Transport VZ Dietik. 1.3.1990

JOhANN ULrICh FÄrBer Produktion Zürich 22.4.1985

Vre ZZ

rUZICA CVIJANOVIC ZH Scheffelstrasse 1.3.1995

iZaHiR iSLaMi Hinwil Wässeri 1.4.1995

BRiGita u. FEER tRauB Geschäftsf. Zürich Stadelhofen 1.4.1995 aNtoiNEttE SiGENtHaLER Verkauf Netstal 24.4.1995 cHRiSt

EVa iRZL Verkauf Pfäffikon SZ 1.3.1995

HaNS-RuDoLF ZoLLiNGER Total Store ZZ 1.4.1995

iBRaHiM FEtiu Bäck W Bäckerei 18.4.1995

toDESFÄLLE VRE ZZ aktiV SiEGLiNDE StauB Horgen Leue-Huus 14.11.2009 aktiV PiuS HoDEL Schenkon 26.12.2009 cooP citY iN PENSioN VERENa HuBER-HaGEN Zürich St. Annahof 21.9.2009 iN PENSioN SoPHiE HuBER EPA Luzern 17.10.2009 iN PENSioN JoSEF StuDER EPA Zentrale Zürich 21.10.2009 aktiV ELiZaBEtH StREBEL Zürich St. Annahof 24.11.2009

FERNaNDo GoNZaLEZ Pfäffikon SZ Seedamm 3.4.1995

MoNika StuDER Wetzikon 6.4.1995

MaNuELa DiEtHELM Meggen 5.4.1995

GaEtaNo MiRaGLia Dietlikon Industrie 29.4.1995

caRMELa PERRoNacE Hinwil Wässeri 18.4.1995

ELiSaBEtH StaDELMaNN ZH Letzipark 4.3.1995

10 JaHRE VRE ZZ RuZica cVEtkoVic Dietikon Silbern, 4.4.2000 MaNuELa DuRaN kaBa Bachenbülach, 1.4.2000 SaNJa PEtRoVic Bachenbülach Rest., 1.4.2000 PatRiZia WiPFLi Erstfeld, 1.3.2000 VaSitHaRaN aPPutHuRai Luzern Löwencen. Rest., 1.3.2000 MaRGRitH FELDER Malters, 1.3.2000 aGNES aLBiSSER Ruswil, 1.4.2000 aNita BÜHLER Ruswil, 1.4.2000 aRMiN BaLtENBERGER Affoltern a.A., 27.3.2000 BaLaSEGaRaM VaRNakuLaSiNGaM Affoltern a.A. Rest., 1.3.2000 DRENka VukSaN Affoltern a.A., 1.3.2000 EMiR ZENkic Affoltern a.A., 1.4.2000 iRENE HuSiStEiN Adligenswil, 1.3.2000 NaSREEN aHMaDi Volketswil Volkiland, 1.3.2000 aYDa akGuEL Volketswil Volkiland, 3.4.2000 SuSaNNa MELLiGER Schlieren Lilien, 1.3.2000

iN PENSioN

BEatRiX FLuDER Rümlang Riedmatt, 17.4.2000 JaDWiGa aNNa GoNZaLEZ ZH Scheffelstrasse, 1.3.2000 uRSuLa LEucH Zürich Triemli, 20.3.2000 NaDia ZiMMERMaNN ZH Wehntalerstrasse, 10.4.2000 caRMELiNa PREZiuSo ZH Hofwiesenstrasse, 1.3.2000 aLBERt WEYERMaNN ZH Stadelhofen, 20.3.2000 GRaZia aDiNoLFi Herrliberg, 3.4.2000 GJuLtEN aSLaNi Netstal Wiggispark, 20.3.2000 RENÉ BEYELER Netstal Wiggispark, 1.4.2000 ELiSaBEtH FELLER Rüti, 1.4.2000 RutH RaiMaNN RutZ Pfäffikon SZ Seedamm, 1.4.2000 PEtER kÜPFER CCM VRE ZB ZZ, 1.4.2000 NaDJa ScHuLER Personal ZZ, 1.4.2000 JuLio MaNuEL Da SiLVa LGZ VZ Dietikon, 1.4.2000 NEDZat SaBaNi F&G VZ Dietikon, 1.4.2000 Sait LatiFi Transport VZ Dietik., 1.3.2000 NaSiR MEMEti Transport VZ Dietik., 27.3.2000 SiLVaN VoLkaRt Transport VZ Dietik., 1.3.2000 LiRiE DZaFERi-LuMa Bäck W Verpackerei, 28.3.2000 HÜSEYiN GÜNDÜZ Bäck W Konditorei, 20.3.2000 REMo StÄuBLi Bäck W Betr-technik, 6.3.2000 WaLtER ZaGHEt Bäck W Betr-technik, 1.4.2000

cooP citY GaBRiELE GRaF Rest., Zürich Bellevue, 1.3.2000 FatiME GaSHi Food, Zürich Bellevue, 1.4.2000 StEPHaN SPÖRRi Food, Zürich Bellevue, 10.4.2000 SoLiN aMiN Food, Zürich Oerlikon, 6.3.2000 SLaDaNa MitRoVic HW/Heim., Zürich Oerlikon, 17.4.2000 FaRiJE JaGoDiNi Verkauf, Zürich Oerlikon, 26.4.2000 VERENa auFRaNc Lager, Zürich St. Annahof, 1.3.2000 HEiDi ScHaEFLi Verkauf, Zürich St. Annahof, 10.4.2000 GJYLa kaLaNica Food, Zürich St. Annahof, 3.4.2000 Bau+HoBBY PaMELa SEViLLEJa Verkauf, Affoltern, 1.3.2000 BEatRicE DENZLER Verkauf, Affoltern, 1.3.2000 RoMELia BuRki Verkauf, Affoltern, 1.3.2000 MaRGaREtHa MatHiS Verkauf, Cham, 25.4.2000 JENNY GiESE Zentr. Bereich, Dietikon, 1.3.2000 LiSa EStERMaNN Zentr. Bereich, Schenkon, 1.4.2000 JÖRG LiMacHER Verkauf, Schenkon, 1.4.2000

iNtERDiScouNt GioVaNNi PaRaDiSo Zürich Sihlstrasse XXL, 1.3.2000 MaRco aucHLi Sursee, 13.3.2000 aDRiaN tHoMa Thalwil, 21.3.2000 EStHER HÖSLi Netstal, 1.4.2000 NataSa JaNackoVic Zürich Shop-Ville, 1.4.2000 iMPoRt PaRFuMERiE FaBiENNE NikLauS-BÜHLER Verkauf, Zürich Letzipark, 1.4.2000

VRE ZZ

aNNaLiSE ScHERER Brunnen 31.3.2010

kLaRa BiENZ Kriens Schappe 31.3.2010

MaRia StaMMLER kÖSELER Zug Neustadt 31.3.2010

MaRtHa BacHtHaLER Zürich Wiedikon 31.3.2010

MaRtHa RYFFEL Kloten Center 30.4.2010

NELLi ScHMiD Zürich Universitätsstr. 30.4.2010

cHocoLatS HaLBa PatRiZia HYSENi Halba Schoggih. Wall, 1.3.2000 cHRiSt JaNE coMiNi SutER Verk., Zürich Bahnhofstr., 6.3.2000

DiPLoME SWiSSMiLL

tHoMaS MEiER höh. Fachprüfung für Lebensmitteltechnologie

VRE ZZ ZiHREt kaSi Dietikon Florastr. Detailhandelsspezialist mit Eidg. Fachausweis MaRcEL MEiStER Bäckerei Wallisellen Eidg. Dipl. Lebensmitteltechnologe aDEM MaLiqi Dielsdorf Eidg. Dipl. DetailhandelsÖkonom REto koBEL Bachenbülach Detailhandelsspezialist mit Eidg. Fachausweis

cHRiStiaN StEttLER höh. Fachprüfung für Lebensmitteltechnologie aNDREaS BRautLEcHt Ausbildung Ausbilder mit Eidg. Fachausweis FRaNciS MaRoLF Baar Gotthard Detailhandelsspezialist mit Eidg. Fachausweis REto koBEL Bachenbülach Detailhandelsspezialist mit eidg. Fachausweis FikREt MuRati Wallisellen Eidg. Dipl. Detailhandelsökonom

cHRiSt cHocoLatS HaLBa SoNJa ScHÄRER kERStiN Geschäftsf. ScHRÖck Zürich Sihlcity Halba Prod DetailhandelsWallisellen Spezialistin mit Eidg. Dipl. Eidg. FA LebensmittelcHocoLatS HaLBa technologin kaRoLiNa MicHaEL toPtiP LEBaN BERGuicH RoGER aNLikER Halba Prod. Halba Prod Zentraler Bereich, Horw, 8.3.2000 Wallisellen Wallisellen Eidg. Dipl. Eidg. Dipl. LuMiMaRt LebensmittelLebensmittelMaRkuS MÜLLER technologin technologe Geschäftsführ., Dübendorf, 1.3.2000

PEtER HaLLER Rüti 31.3.2010

HEDY aGGELER Bachenbülach 31.3.2010

uRSuLa BoSSHaRD Volketswil Volkiland 31.12.2009 StoJaN MiLaNoVic F&G VZ Dietikon 30.4.2010

MaRGRit FEiERaBEND Jona Jonacenter 31.3.2010

cHRiSt

cooP citY

caRoLiNE BEtti Brunnen 31.3.2010 MaDELEiNE tRoSSMaNN Zentr. Bereich Zürich St. Annahof 31.3.2010

MaRGREtH HoNEGGER Verkauf Volketswil 30.4.2010

Bau+HoBBY iRENE SaVaZZi Verkauf Bülach 31.3.2010

ERika GRoB Verk. Zürich St. Annahof 31.3.2010 VERENa PoPoW Zentr. Bereich Zürich St. Annahof 30.4.2010 FERDiNaND ScHWaRZENtRuBER Geschäftsf. Zürich Bellevue 30.4.2010

74 Personalnachrichten – Informazioni del personale – Informations du personnel 10 JaHre

15 JaHre Vre ot

VR Ot

VR Ot

KaRL DiLitZ Geschäftsführung Rickenbach 20.4.1965

VR Ot

COOP FORTE – NR. 1 – FEbRuaR 2010 / N° 1 – FévRiER 2010 / N. 1 – FEbbRaiO 2010

VR Ot

raDuNKa paNCiC Karussell Kreuzlingen 1.4.1995 Bau+HoBBY

DorotHea raSCHLe Verkauf Winterthur Töss 1.3.1995

CWK-SCS

eLSBetH pHiLipp Quader, Chur 1.4.1995

maNueL rufiNo VZ Gossau 1.4.1995

rutH WiLHeLmer Verkauf Rickenbach 1.4.1995 Bau+HoBBY

BriGitte StraSSer Verkauf Rickenbach 1.3.1995

roSaNNa ruBiN Verkauf Rickenbach 1.3.1995

reNate forSter Restaurant Schaffhausen 1.4.1995

SaDiYe BaSKaYa Winterthur 18.4.1995

toDeSfÄLLe Vre ot aKtiV CarmeLa mariNaZZo Losone Mezzana 15.12.2009

Coop CitY iN peNSioN KLara HaDSCHiS Winterthur 17.11.2009

arDeLiNa arifaJ ZiKoLLi Fronwagplatz, Schaffh., 3.4.2000 aNDreaS GiaCometti Cevio, 3.4.2000 SiViLai ZimmermaNN Karussell, Kreuzlingen, 3.4.2000 maria BroNZ Bosco Gurin, 4.4.2000 Lara BoZZiNi MALVAGLIA, 10.4.2000 GiuSeppe parLato CD Castione, 10.4.2000 CorNeLia ZWiCKer CCM, Gossau, 10.4.2000 XHeVDet DemHaSaJ Bahnhof, Winterthur, 15.4.2000 aDriaNo paNDoLfi Verteilzentrale, Gossau, 15.4.2000 Demet KaNDemir Canobbio, M. Resega, 17.4.2000 LuCa maNZoNi Roveredo, 17.4.2000 aNtoNeLLa LauriNi SaCCo Canobbio, M. Resega, 17.4.2000 aNita WaGNer Degersheim, 17.4.2000 aNNi LeHmaNN Werbung, Gossau, 25.4.2000

JaCQueLiNe GrÜter Verkauf Rickenbach 1.3.1995

toptip fritZ meSSmer Lager, St. Gallen, 1.4.2000

erNSt friCK Haag 28.2.2010

marGrit HaNGartNer Gallus Markt St. Gallen 31.3.2010

fritZ iSLer Verteilzentrale Gossau 31.3.2010

peter meierHofer Verteilzentrale Gossau 31.3.2010

HeLeNa pfiffNer Pizol Center Mels 31.3.2010

fraNCoiSe BoNi Via Soldini Chiasso 30.4.2010

45 JAhre 40 JAhre Vre NW

eDUArD BAChMANN Pratteln Bahnhof 19.4.1965

CWK-SCS JeaN miCHeL LuCaS Winterthur, 13.3.2000 CHriSt CLauDia Suter-freHNer Verkauf, Herisau, 1.4.2000 SuZaNa aNDerau-ButeriN Lager, Zentr. Winterthur, 18.3.2000

iN peNSioN Vre ot

iDaiJe amZai Bellevue St. Moritz 31.12.2009

tHereS frei Oberi Winterthur 31.12.2009

HeLGa meier Gallus Markt St. Gallen 31.12.2009

VreNi NieDerer Goldach 31.12.2009

emiLie riCKeNBaCHer Nesslau 31.12.2009

rutH SCHieDHeLm Neftenbach 31.12.2009

HorSt StrauB VZ Chur 31.12.2009

eLKe VoN oW Herblingen 31.12.2009

urSuLa BruNSCHWiLer Gossau 31.12.2009

aNNemarie DeraGiSCH Sedrun 31.12.2009

maGDaLeNa frei Sevelen 31.12.2009

mariSa LoSa Losone, M. Cattori 31.12.2009

iVaNa GiaNiNi Tesserete 30.4.2010

CarmeN maSSera Giubiasco 31.12.2009

CLara SemBeNi Kurfirsten, Chur 31.12.2009

pauL aLpiGer Verteilzentrale Gossau 31.1.2010

DorotHea Dorta Klosters 28.2.2010

VeroNiKa mÄDer Gruben Schaffhausen 30.4.2010 NeLLY, mÜLLer Wiesendangen 30.4.2010 HeiDi WaNNer Gruben Schaffhausen 30.4.2010

CWK-SCS

miCHeL DeSCLouX Winterthur 31.3.2010

CWK-SCS

aNtoN treSCH Winterthur 31.3.2010

BruNo KaufmaNN Winterthur 30.4.2010

MArIANNe rOhrer Support Verkaufsreg. Basel 18.4.1970

COSIMO eLIA LNA Pratteln 1.4.1970

reNÉ DOrST Frenkendorf 19.4.1965

40 JAhre Vre NW

Vre NW

MArKUS KArrer Breitenbach 14.4.1980 MONIKA TAGLIAPIeTrA Gebenstorf 14.4.1980

heIDI SPÖrrI Biberist Hauptstrasse 1.4.1975 eVeLYN WIDMer Fahrwangen 14.4.1975

GABY SChOPFer Basel Klybeck 14.4.1975

hAUPTSITZ VITO BrUZZeSe LNA Frenkendorf 1.4.1975 COOP CITY UrSULA BrUCh Textil Basel Pfauen 14.4.1975

hAUPTSITZ VereNA TSChANZ Beschaffung Non Food Wangen 3.3.1975 INTerDISCOUNT JACQUeS hArTMANN Aarau XXL 1.4.1975

VereNA eICheNBerGer Lager Aarau 18.3.1975

30 JAhre

eVA GANGWISCh Muttenz Dorf 1.3.1980

MONIKA WIDMer Lernendenbetreuung Zofingen 17.3.1980

WOLFGANG AMMANN Basel Hardstrasse 14.4.1980 MArLeNe ZGrAGGeN Lupfig Birrfeld 14.4.1980

hAUPTSITZ BrIGITTe UeBeLhArT Depositenkasse Zuchwil 15.4.1980

hAUPTSITZ

hULISI YILDIZ Personalrestaurant Basel 1.3.1980

hASAN AYAN Hotel Baslertor Muttenz 10.3.1980 rUTh STUDer Organisation/ Dienste Wangen 1.3.1980

BrIGITTe FISCher Münchenstein Gartenstadt 8.4.1985

CLAUDIA STUDer Solothurn Westring 16.4.1985

SANDrA KeIST Reiden 22.4.1985

COrNeLIA BreChBÜhLer Dornach 8.4.1985

IreNA PINSONe Laufen 9.4.1985

STeFAN VOGeL Kaiseraugst Hobbyland 8.4.1985 Vre NW MONIKA FISCher Lenzburg 15.4.1985

BerNhArD BrOCh Basel Europe 8.4.1985

JeANNeTTe MOSer Mutschellen 22.4.1985

ChrISTINe WÄLTY Langenthal Tell Restaurant 1.3.1985

MArIA BrOGLI Möhlin 5.3.1985

hANS eGGIMANN Leergutzentrale VZ Schafisheim 1.4.1985

rOLF IMFeLD Magden 8.4.1985

PhILIPPe NUSSBAUMer Münchenstein Gartenstadt 8.4.1985 hAUPTSITZ ChArLeS ABT Hotel Europe Basel 1.3.1985

TIZIANA CArDIeLLO Dottikon 15.4.1985

DANIeL DeGeN Dispo-Pool Food Wangen 1.3.1985

hAUPTSITZ

rOLAND KOhLer Hauswartung Basel Pfauen 3.4.1980

JÖrG ACKerMANN Mandate VGL Basel 1.3.1985

ANDreA BÜhLMANN Personalentwicklung Zentrale Schafisheim 21.4.1980

NICOLe MODeSPACher Personal/Ausbildung Basel 11.4.1985

eGIDIO CASTrONUOVO NVZ Wangen 1.4.1985 ANDrÉ BOVON NVZ Wangen 1.3.1985 PrISKA OBrIST Depositenkasse Aarau 29.4.1985 COOP CITY BrIGITTe KISSLING Textil, Olten 16.4.1985

FrANCeSCO MAINArDI Rechtsdienst Basel 1.4.1985

COOP CITY

hANS BAUMANN NVZ Rupperswil 1.4.1985

TOPTIP

FRANK HERRLE Basel Aeschenplatz 1.4.1990

CHRISTIAN KÖLLEMANN Oberwil (BL) 1.4.1990

GABrIeLA hArTMANN Aarau Telli 2.4.1990

MAHESAN SRITHERAN Langenthal Tell 20.4.1990

MARKUS MUNTWYLER Bremgarten 30.4.1990

MArIe ChrISTINe WerNerT Basel Bäumlihof 27.3.1990 SYLVIe ALLeMANN Reinach Surbaum 6.4.1990 MArIeTTA LOOSLI Langenthal Tell 30.4.1990

ANKICA NIKOLIC Möhlin 1.3.1985

DOrIS SChMID Riehen Lörracher 4.3.1985

reTO SANer Total Store Basel 1.3.1990

URS AMMANN Reinach (AG) 1.4.1990

URSULA FREI Niederbipp Bahnhof 3.4.1990

DANICA PREVENDAR Langenthal Bäregg 23.4.1990

BARBARA AEBI Kriegstetten 28.4.1990

PHILIPPE EBERLE Bâle Hotels Basel 1.4.1990 RADAN POPOVIC NVZ Wangen 17.4.1990

TRADING

COOP CITY SELVARAJAH ARUMUGATHTAN Rest. Aarau 1.4.1990

GrAZIeLLA FLUrY Würenlingen Aarepark 15.3.1990 LISBeTh STUTZ Würenlingen Aarepark 1.3.1990

WALTer INGOLD CCM Basel 19.3.1990

ANITA ZeTZSChe Food Olten 5.3.1990 MAThILDe BerTSChI Food Aarau 1.4.1990

CLAUDIA hOSSMANN Zofingen 12.3.1990

eSTher BÖSCh Near Food Aarau 1.3.1990

20 JAhre

TereSITA BÖrLIN Kaiseraugst Hobbyland 5.3.1990 WILMA JOST Schönenwerd Gösgerstrasse 1.3.1990

PATRICK GÖPFERT Werkstatt VZ Basel 1.4.1990

HAUPTSITZ RUDOLF SANER LNA Pratteln 1.3.1990 ROCHUS TRESCH Infor. Entwicklung Basel 1.4.1990 COOP CITY

SUSANNe ANDrIST Near Food Basel Pfauen 7.4.1990

MYRIAM RISS Oberwil (BL) Restaurant 19.3.1990

GERTRUDE WININGER Basel Spalemärt 9.4.1990

DOMeNICO BASILe Organisation/ Dienste Basel 1.4.1990

CArOLINe BrACher Einkauf, Zent. Oberentfelden 1.4.1985

Vre NW

BEATRICE ZEINDLER Allschwil Ziegelei 1.4.1990 ASTRID EICHENBERGER Langenthal Bäregg 12.3.1990

BrIGITTe BADer Zent. Bereich Basel Pfauen 8.4.1985

25 JAhre rITA reIChMUTh Mellingen 1.3.1990

MONICA BrUNO Pronto Shop VZ Schafisheim 1.4.1980

rOLAND PhILIPONA Transport Garage VZ Basel 1.4.1990

hAUPTSITZ

Vre NW

BrUNeLLA BArTeLLONI CCM Schafisheim 1.4.1980

VRE NW

Vre NW

TrADING

DOrLY TÜSCher Gelterkinden 1.4.1970 hANS-rUDOLF KÄSer AW/GE/NF VZ Schafisheim 27.4.1970

15 JAHRE

20 JAHRE VRE NW

DANIEL SCHMIDT Bremgarten 1.3.1995

hANSPeTer BAUMANN Basel Bahnhof SBB 1.4.1985

COOP CITY ThOMAS VOLLeNWeIDer NVZ Wangen 14.4.1980

COOP CITY MArKUS MAeDer Restaurant Basel Pfauen 15.4.1980 IreNe CrIBLeZ Non Food Aarau 14.4.1980

Vre NW

VreNI TÜSCher Sissach 1.4.1970

20 JAhre Vre NW

Vre NW reNee SChLUrAFF Basel Hardstrasse 1.3.1980

YVeTTe WITWICKI Bäckerei VZ Basel 24.4.1980 hANS WeBer Lernendenbetreuung Zofingen 1.3.1975

25 JAhre

30 JAhre hAUPTSITZ ChrISTIANe ChrIST Rechnungswesen Basel 1.4.1970

35 JAhre

ANDreAS SUrY Oftringen Perry Center 15.4.1965 rita BruGNoLi Inventari, Ticino 30.4.2010

Vre NW

Vre NW

reNÉ BOSSerT Basel Mattenstrasse 19.4.1965

eSTher ZÜLLI Münchenstein Gartenstadt 22.4.1965

import parfumerie maria piLar roDriGueZ Logistik, Zentr. Winterth., 10.4.2000

10 JaHre Vre ot LeoNarDa toCi iSaKu Lugano Nord, 22.2.2000 pierGioVaNNi BaGGioLiNi Lugano Nord, 1.3.2000 SoNJa feHr Stadtgarten, Winterthur, 1.3.2000 BriGitte frei Heerbrugg, 1.3.2000 reGHiNa GerSteNmaier WaWi, Gossau, 1.3.2000

Vre ot

Coop CitY CLauDia fLoriN HW/Heimtextil, Chur, 15.3.2000 CorNeLia KNauS-farDiN Food, Lugano, 20.4.2000

feLiX Leupi Verkauf Rickenbach 1.3.1995

importparfumerie Bau+HoBBY tHomaS BoaKYe Logistik Zentrale Winterthur 1.4.1995

iN peNSioN

CorNeLia GuLLa Sicherheitsdienst, Gossau, 1.3.2000 DraZeNKa HaBuLaN Oberi, Winterthur, 1.3.2000 miCHaeLa meier Quader, Chur, 1.3.2000 miJo NoVoSeLeC Wülflingen, Winterthur, 1.3.2000 armeriNDa oeHLer Heerbrugg, 1.3.2000 JeNNifer roSSi Lugano Nord, 1.3.2000 aNtoNio peCorieLLo Verteilzentrale, Gossau, 4.3.2000 CHriStiNa HaLLauer Fronwagplatz, Schaffh., 14.3.2000 ÖZLem YiLDirim Stadtgarten, Winterthur, 16.3.2000 paoLa BertoSSa Roveredo, 20.3.2000 romaN eiSeNLoHr Verteilzentrale, Gossau, 20.3.2000 SteLLa GaLLo Losone, M. Cattori, 20.3.2000 ViNCeNZo GuiDoNe Lugano Nord, 21.3.2000 rita mooSmair CCM, Gossau, 21.3.2000 romaN DuCret Total Store, Gossau, 1.4.2000 erNSt forrer Grüze Markt, Winterthur, 1.4.2000 aNDrea HuGeNtoBLer Neugasse, St. Gallen, 1.4.2000 JuDitH JuCKer Neugasse, St. Gallen, 1.4.2000 HiLDa KaSt Rheineck, 1.4.2000 miLaNKa maKuLJeViC Verteilzentrale, Gossau, 1.4.2000 HaNSpeter moSer Thusis, 1.4.2000 HaNSueLi Nef Verteilzentrale, Gossau, 1.4.2000 GiaNNi NeGri Bellinzona, Centro, 1.4.2000 fraNCa SCarDiNa Quader, Chur, 1.4.2000 LJiLJaNa StaNiSaVLJeViC Davos, 1.4.2000 HuLDa ZimmermaNN Mels Dorf, 1.4.2000

Region Nordwestschweiz

HeiDi ScHmiD Löhne/Versicherungen Gossau 20.4.1965

VR Ot

COOP FORTE – NR. 1 – FEbRuaR 2010 / N° 1 – FévRiER 2010 / N. 1 – FEbbRaiO 2010

Region Ostschweiz-Ticino

45 JaHRe 35 JaHRe 30 JaHRe 25 JaHRe

Vre ZZ ASTrID BÜhLer Engelberg 18.4.1985

ThereS FreI Verkauf 1 ZB ZZ 1.3.1980

Vre ZZ

MARTIN RAMP Hausbäckerei Bern Ryfflihof 31.3.2010

20 JAhre

25 JAhre

Vre ZZ

Vre ZZ PAUL ZeLLer Verkauf 2 Dietikon 15.4.1970

BAU+HOBBY HANSPETER LÜTHI Verkauf Bern Bethlehem 31.3.2010 COOP CITY

72 Personalnachrichten – Informazioni del personale – Informations du personnel VR Ot

40 JAhre 30 JAhre Vre ZZ

35 JAhre

COOP FORTE – NR. 1 – FEbRuaR 2010 / N° 1 – FévRiER 2010 / N. 1 – FEbbRaiO 2010

Region Bern

68 Personalnachrichten – Informazioni del personale – Informations du personnel

GéRARD STRACK LNA Pratteln 1.4.1990

BAU+HOBBY MARCEL BAUMGARTNER Verkauf Frick 24.4.1990 TOPTIP PATRICK PARMENTIER Verkauf Zwingen 26.4.1990

MARIA GUMINA WAWI/Inventuren Zent. Schafisheim 1.4.1990

VRE NW

ALICE LEHMÜLLER Warenwirtschaft Basel 1.3.1995

EDITH STADELMANN Roggwil 20.3.1995 HANS PETER FELBER Leergutzentrale VZ Schafisheim 3.4.1995 TABITA MELINO TRAZZERA Oberwil (BL) 18.4.1995

HAUPTSITZ

ADRIAN WERREN Controlling Basel 18.4.1995

VERONIKA JAGGI Wangen an der Aare 4.3.1995 RUDOLF ZIMMERLI Dornach 1.3.1995

POOPALASINGAM SELLATHURAI Bubendorf Restaurant 15.3.1995 ALPHONSE COLLAONE Bubendorf 1.3.1995

AYSEL TASCAN Bäckerei VZ Basel 3.4.1995 GUY ANGELMANN Bäckerei VZ Basel 1.4.1995 HAUPTSITZ

DOMINIqUE CORDONIER Bremgarten 3.4.1995 SUNA SARICAM Bäckerei VZ Basel 1.4.1995

REGINA BÜRGI Wettingen Tägipark Restaurant 3.4.1995 SE CHUL YOON AW/GE/NF VZ Schafisheim 1.4.1995

BERNHARD EICHENBERGER Finanzen Basel 1.3.1995

MANUELA JUD Coop Bildungsz. Muttenz 1.3.1995

LAURENT BERNASCONI Inform. Prozesse WW, Basel 1.3.1995 BAU+HOBBY MARTIN FLÜCKIGER Verkauf Egerkingen 1.3.1995

ERINA DROSOVSKA LNA Pratteln 19.4.1995

COOP CITY AGATA KOVACEVIC-IVANCIC Rest. Baden 26.4.1995 MADELEINE SCHÄRERBUCHER HW/Heimtextil Aarau 15.3.1995

INTERDISCOUNT ETELVINA MARIA DA SILVA COSTA CAMPANA Solothurn 1.3.1995

DIPLOME HAUPTSITZ SéBASTIEN JACqUET LRE SR, Aclens eidg. dipl. Logistikleiter PETRA SCHÖNENBERGER Besch. Non Food Wangen Executive Master of Business Admin. (EMBA) CHRISTIAN GUGGISBERG Besch. Food Basel, Certificate of Adv. Studies in finanz. Führung und Controlling

15 JAHRE

YVONNE PLÜSS Rothrist 1.3.1995

HANSPETER LUZIO Verkauf Lenzburg 1.4.1995

CORINNE CHAVANNE Versicherungen Münchenstein Sozialversicherungsfachfrau mit eidg. FA BARBARA SCHNYDER Sozialdienst Basel MAS in Supervision und Organisationsberatung JULIE BERTSCHMANN CBZ Muttenz Direktionsassistentin mit eidg. FA

NADIA FURRER CBZ Muttenz Direktionsassistentin mit eidg. FA

SANDRA ODERMATT Beschaff. Non Food, Wangen eidg. dipl. Marketingleiterin

RUDOLF DÄTWYLER CCM Near Food/ HW Wangen eidg. dipl. Marketingleiter

VRE NW MARTIN KRÄHENBÜHL VZ Schafisheim Logistikfachmann EF

VRE NW RUTH MORELL Wettingen Tägipark 1.3.1995 MONIKA BRACK Nussbaumen bei Baden 3.4.1995

MILKA JOVANOVIK Basel Neuweilerplatz 21.4.1995 MARIANNE DÖSSEGGER Villmergen 1.4.1995

VOLKER GOLOSSEK Frick 1.3.1995

JOAqUIM DUARTE LOPES LNA Pratteln 7.3.1995

MARKUS BÖHLER Inform. Entwicklung Basel 1.4.1995

JAN BESTVINA Informatik Prozesse WW Basel 5.4.1995

KLARA FLURY NVZ Wangen 10.4.1995

MAHMUT CILOGLU NVZ Wangen 20.3.1995

OTTO LYSSER CCM Frischprodukte/Restaurants Basel 1.4.1995 INTERDISCOUNT

ANTONIO FARESE CSS Wangen 1.3.1995 TOPTIP

ADRIANO ROSE NVZ Rupperswil 1.3.1995

HELENA KELLER Wettingen Tägipark 1.4.1995

THOMAS GARDINI EMILIO FLÜCKIGER SONIA LITZLER Verkauf Basel-Märthof Logistik, Zent. Allschwil XXL Oberentfelden 7.4.1995 1.4.1995 1.3.1995

10 JAHRE VRE NW ROSMARIE BÜTZBERGER Frenkendorf, 1.3.2000 THOMAS HECK Basel Fischmärt, 1.3.2000 BEATRICE DERRER Muttenz Dorf, 1.3.2000 JUDITH GRABER Gelterkinden, 1.3.2000 SILVIA KAMMERMANN Kaisera. Hobbyland, 1.3.2000 WALTER SCHWARZ Bottmingen, 1.3.2000 ANNEROES BAUMANN Invent. Langenthal, 1.3.2000 MANUELA SIEBER Zofingen, 1.3.2000 ELISABETH NEUENSCHWANDER Kriegstetten, 1.3.2000 MARLIS SIGG Buchs (AG), 1.3.2000 KÄTHY URECH Brugg Neumarkt, 1.3.2000 ISABELLA FRUCI Bremgarten, 1.3.2000 NELLY BALDINGER Zurzach, 1.3.2000 MARKUS SCHMID Arlesheim Eremitage, 1.3.2000

FATMA CAL Muttenz Dorf, 1.3.2000 MARIANNE FANKHAUSER Herzogenbuchsee, 2.3.2000 BORIS WADEL Reinach Dorf Restaurant 13.3.2000 BRIGITTE OBI Subingen, 13.3.2000 JEANNETTE KOCH Villmergen, 13.3.2000 MILUTIN PAUNOVIC Muttenz Dorf, 20.3.2000 MATHIAS SUTTER Gebenstorf, 20.3.2000 ELIANA ZINGARELLI Langenthal Tell, 20.3.2000 IRENE LAUPER Mondovino, 23.3.2000 VERENA MÜLLER Mondovino, 23.3.2000 ERIKA BISSEGGER Aarau Telli, 27.3.2000 NICOLE KIPFER Basel Neuweilerplatz, 1.4.2000 JEAN-PAUL KIPFER Münchenstein Gartenstadt 1.4.2000 FREDERIC WOLFF Basel Bachletten, 1.4.2000 THOMAS MEUTER Rheinfelden Restaur., 1.4.2000

MANUELA FURRER Oftringen Perry Center, 1.4.2000 RENATE DÄHLER Niederbipp Bahnhof, 1.4.2000 SELJVET ALJIJI Dulliken, 1.4.2000 ERWIN ROTH AW/GE/NF VZ Schafisheim 1.4.2000 THOMAS FRANZ ULRICH Wettingen Tägipark, 1.4.2000 LJILJANA MILOVANOVIC Oftringen Perry Center 1.4.2000 MARIJA BUSAM Oberwil (BL), 1.4.2000 SABINE BAUMANN Kaiseraugst Hobbyland 3.4.2000 ROSMARIE PEYER Herzogenbuchsee, 3.4.2000 HEIDY KASPAR Lenzburg, 3.4.2000 EMINE FELDMANN Windisch, 3.4.2000 PATRICK ROHRER Möhlin, 12.4.2000 NATHALIE JUNCKER Basel Volta Zentrum 17.4.2000

Coop, Coop Forte Magazin, CH, Award of Excellence Concept


1.1 Employee Magazines 46

Editorial

euroscope

euroscope

Für die BASF-Mitarbeiter in Europa, Nr. 2/2010

Für die BASF-Mitarbeiter in Europa, Nr. 2/2010

Das Zitat Karen Hesse, Chefredakteurin euroscope

Die Weltbevölkerung wächst rasant. Nie zuvor lebten so viele Menschen auf der Erde wie heute. Aber mehr Menschen wollen auch mehr essen. Bereits heute könnte das Ungleichgewicht zwischen Arm und Reich, zwischen Hunger und Nahrungsüberfluss kaum größer sein. Gesunde und bezahlbare Nahrungsmittel prägen in Europa unseren Alltag und lassen uns vergessen, dass sie keine Selbstverständlichkeit sind. Eine gesunde und ausreichende Ernährung für alle zu sichern, bleibt die große globale Herausforderung der nächsten Jahrzehnte. Mit innovativen Lösungen für eine nachhaltige Landwirtschaft, den sicheren Transport und die Lagerung von Nahrungsmitteln leistet die BASF entscheidende Beiträge, um mit der steigenden Nachfrage Schritt zu halten.

Dr. Stefan Marcinowski, Vorstandsmitglied BASF

Gemeinschaftsprodukt James Bond und zahlreiche Märchen setzen auf sie. Man kennt die sieben Weltwunder, die sieben Tage einer Woche und die Erschaffung der Welt in sieben Tagen. Die Zahl Sieben ist bis heute in nahezu allen Kulturen eine Zahl mit herausragender Bedeutung, eine Glückszahl. Und auch euroscope feiert in diesem Jahr eine besondere Sieben, nämlich seinen siebten Geburtstag. Ein Rückblick: Als im Jahr 2003 die Geburtsstunde des europaweiten Mitarbeitermagazins schlug, befand sich das „BASF-Europa“ in einer Umbruchphase. Es war gerade mal zwei Jahre her, dass in den Ländern der Europa-Organisation die Business Center eingeführt wurden, regionale und lokale Gesellschaftsstrukturen waren weiterentwickelt worden, lokale Tochtergesellschaften wurden restrukturiert, und, und, und... Mit euroscope wollte man der BASF-Welt ein Medium an die Hand geben, das diese neue Europastruktur stärkt und langfristig bei den Mitarbeitern ein „Wir-Gefühl“ erzeugt. Dass das sehr gut klappt, bekommen wir immer wieder zurückgespiegelt – in Leserbriefen, -befragungen und Anrufen bei den Redakteuren in den verschiedenen Ländern. Das Konzept des euroscope hat sich in diesen sieben Jahren bewährt und fast unbemerkt weiterentwickelt. Umso mehr erschien das radikale „Facelifting“ des Magazins vor einem Jahr wie ein Paukenschlag, ein Auftakt zu etwas Neuem. Und dass dieses Neue auch dem „Blick von außen“ standhalten kann, haben wir in ebendiesem siebten Jahr des Bestehens auf ganz besondere Weise erfahren: Gleich mehrfach wurde das Mitarbeitermagazin von einer internationalen Jury ausgezeichnet, unter anderem mit dem Platinum Award der American League of Communication Professionals und dem Award of Excellence beim 11. European Newspaper Award. Besonders gut kamen bei den internationalen Juroren das inhaltliche Konzept und das Design an. All das Lob verstehen wir als Ansporn. Wir wollen weiter mit der Zeit gehen, in eine Zeit, in der alles über Web 2.0 redet – das Zusammenspiel von Autor und Leser und deren gemeinsames Gestalten von Inhalten im World Wide Web. Unser erster Gehversuch: ein Fotowettbewerb. Wir wissen, dass wir bei BASF etliche Hobbyfotografen haben, die fotografieren können wie ein Profi. Deshalb fordern wir auf: Entführen Sie uns mit Ihrem schönsten Foto in Ihre Heimat! Alle Fotos werden im Intranet veröffentlicht (mehr dazu auf Seite 43 dieser Ausgabe). Jeder Mitarbeiter in Europa kann diesen Fotografien Punkte vergeben. Und aus den zwölf bestbewerteten drucken wir am Jahresende einen Kalender – ein echtes europäisches Gemeinschaftsprodukt. Wie euroscope. Ihre

Mehr zum Thema Ernährung im Schwerpunkt dieser Ausgabe ab Seite 8.

Ernährung

Ernährung

Speiseplan der Zukunft

Speiseplan der Zukunft 2

euroscope 2/2010

euroscope 2/2010

3

Kompakt

Inhalt

Mehr Kombiverkehr in Europa 23

Vor Ort

36

Märkte & Kunden

38

Leute

Schwerpunkt

23

Multikulti im Kleinformat

34

Urlaub mit Uvinul

38

Ohne Worte

Ernährung

26

Kick-Tipp

36

Energie für Europa

40

Auch Pferde brauchen Ferien

08

Die Ernährung von morgen

28

Wie lief die Ciba-Integration?

41

Taschentipps für Kapstadt

12

Das perfekte Dinner

14

Intelligent verpackt

16

Ist Bio öko?

18

Die Welt in Zahlen

20

Die Küche als Labor

Impressum Herausgeber: BASF SE, Corporate Communications Europe, EO/PE – C 100, 67056 Ludwigshafen, Deutschland Editorial Advisory Board: Dr. Walter Seufert (EU); Wouter De Geest (BASF Antwerpen); Frank Halder (EO/P); Dr. Uwe Kirchgässner (E-CPO); Jürgen Lahr (GP/G); Erwin Rauhe (BC Europe South) Chefredaktion: Karen Hesse (verantwortlich), EO/PE; Honorata Doba (Stellv.), EO/PE

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euroscope 2/2010

22 Art-Direktor: Ahad Pirahmadian, Sequoia Media GmbH Köln Grafik: Klaudia Wiesen Verteiler: Ivana Mojzisova, EUC/W Autoren: Dr. Susan Becker, Sandra Bohnert, Marc Borufka, Anza Dali, Rebekka Edlund, Daan Esch, Birgit Hellmann, Kate Hoyland, Philippe Krasnopolski, Kerstin Krause, Noèlia Meijide

Fernandez, Bernice Ridley, Michael Wadle, Nicole Wehner, Katharina Wiest Fotos: Arnau Bach: (S. 6, 38–39) BASF: Hans-Juergen Doelger (S. 17); Christian Liepe (S. 3); Michel Wiegandt (S. 40); Foto Wilke (S. 7); (S. 4, 6, 15, 22, 23, 28-31, 33, 36, 43) Corbis: Peter Adams (S. 41); Danny Lehman (S. 41) Marc Darchinger: (S. 4, 24-25) Fotolia: Monika Adamczyk (S. 22); Andreas Edelmann (S. 42); Kaarsten (S. 27); (S. 6, 7, 8, 10, 13, 42)

BASF setzt beim Transport von Waren verstärkt auf den kombinierten Verkehr: Auf langen Strecken werden die Produkte mit der Bahn transportiert, den Weg zur Bahn bewältigt der LKW. „Damit wir die Container von den LKWs auf die Bahn effizient verladen können, brauchen wir Kombiverkehrsterminals in der Nähe der Produktionsstätten. So wurde am 29. April das Terminal in Antwerpen eingeweiht, und am 12. Mai haben wir mit einem symbolischen Spatenstich den weiteren Ausbau des Terminals in Ludwigshafen gefeiert“, sagt Holger Schmiers, Beauftragter für die Kombiverkehrsterminals bei der BASF (WLL/R). Die neuen Terminals sind weitere Schritte zur Umsetzung einer europaweiten Logistikstrategie, die gemeinsam von den Abteilungen Global Logistics Solutions and Procurements und Supply Chain Operations Europe sowie den großen Standorten erarbeitetet wurde. Dieser moderne Logistikansatz hat nicht nur wirtschaftliche Vorteile, sondern ist auch besonders umweltverträglich. Im Vergleich zum reinen Straßenverkehr werden die CO2-Emmissionen je Transport um zirka 60 Prozent reduziert.

08

Was isst Europa?

laif: Di Crollalanza Astrid / Gamma / Eyedea Presse (S. 20) Pixelio: Elmakarl (S. 43) Plainpicture: (Cover, S. 11, 35) Klaudia Wiesen: (S. 18-19) Sprachen: Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Niederländisch, Spanisch

Schwefelfrei tanken Einen neuen Katalysator zur Erdgasentschwefelung erproben zurzeit Wingas und BASF an Tankstellen. Ziel des Forschungsprojekts ist es, die Eigenschaften von Erdgas beim Kraftstoffeinsatz weiter zu verbessern und sicherzustellen, dass die Grenzwerte der aktuellen KraftstoffDIN deutlich unterschritten werden. Dazu soll der Katalysator den im Erdgas natürlich vorkommenden Schwefel herausfiltern. „Es ist ein einzigartiger Vorteil von Wingas, exklusiv auf das Know-how der BASF zurückgreifen zu können“, erklärt Detlef Mirsch, bei Wingas für das Fachgebiet Technische Dienstleistungen zuständig. „Der Katalysator soll helfen, den jetzt schon saubersten Kraftstoff noch umweltfreundlicher zu machen.“ Auch RWE und Eon Ruhrgas sind an dem Projekt beteiligt.

Weltweites Online-Netzwerk für alle Mitarbeiter

Produktsuche leicht gemacht

connect.BASF eröffnet den Zugang zum gemeinsamen Wissensschatz der BASF: Seit Mai können sich Mitarbeiter der BASF-Gruppe im neuen Online-BusinessNetzwerk miteinander vernetzen, Experten zu verschiedenen Themen finden, Erfahrungen austauschen und in internationalen Teams leichter zusammenarbeiten. Mitmachen kann jeder, der einen namentlichen Lotus-Notes-Zugang hat und bei einer Gesellschaft arbeitet, die zu 100 Prozent der BASF gehört. Mitarbeiter legen ihr persönliches Profil an, in dem sie ihre Erfahrungen und Kompetenzen darstellen. Je mehr Kollegen sich beteiligen, umso besser funktioniert das BASF-Netzwerk, das nur im Intranet verfügbar ist. connect.BASF ermöglicht auch die Bildung von Gruppen (Communities), die weltweit an den gleichen Themen oder Projekten arbeiten. Das fördert den Teamgeist über Einheits- und Ländergrenzen hinweg. Sinnvolle Informationsquellen sind außerdem Blogs und Wikis, die ebenfalls in connect.BASF zu finden sind. In Foren kann unabhängig vom Arbeitsort über diverse Themen diskutiert werden.

Seit Ende Mai gibt es auf der Corporate Website der BASF den „Product Finder“, eine online-Anwendung, die die Suche nach BASF-Produkten in der Sprache des Marktes einfacher macht. „Im ‚Product Finder‘ sind alle wichtigen Produkte der BASF hinterlegt und marktgängigen Kriterien zugeordnet. Die Benutzer können nicht nur nach Produktnamen suchen, sondern auch nach Anwendungen, Verwendung, Abnehmerbranchen, chemischen Grundstoffen und Verfügbarkeit in verschiedenen Ländern“, erklärt Dorothea Reder-Hübner (EUM/M) Projektleiterin. Der User definiert die gewünschten Suchparameter und bekommt eine Liste mit Produkten, die den Suchkriterien entsprechen. Zu jedem Produkt gibt es auch eine kurze Beschreibung, Links zu weiterführenden Informationen und die Kontaktdaten der Ansprechpartner. „Dank dem ‚Product Finder‘ können die Produkte der BASF nun auch leichter über die üblichen Suchmaschinen wie ‚Google‘ oder ‚Yahoo‘ gefunden werden und somit entstehen neue Geschäftspotenziale für die BASF“, so Reder-Hübner.

Wechsel an der Spitze im BC Europe Central

Übernachten in einem Nationaldenkmal Kindern zeigen, wie spannend Chemie sein kann, und sie dazu motivieren, sich selbst damit zu beschäftigen – das ist das Ziel des flämischen Unterrichtsprojekts „Chemie – schön und cool“, das die BASF Antwerpen zusammen mit der Universität Antwerpen entwickelt hat. Seit Beginn der Aktion im Jahr 2005 haben sich bereits mehr als 1000 flämische Schulen daran beteiligt. Höhepunkt war ein Wettbewerb, bei dem 50 Grundschulen Versuchsprojekte einreichten, die unter Beweis stellen, wie cool Chemie sein kann. Die Siegerklasse gewann eine Übernachtung in einer Kugel des Brüsseler Atomiums, einem 100 Meter hohen Aluminium-Modell eines Atoms. Das Atomium ist vermutlich Belgiens bekannteste Touristenattraktion. Der flämische Bildungsminister Pascal Smet reiste zum Frühstück an.

Am 1. Mai übernahm Dr. Joachim Meyer die Leitung des Business Center Europe Central (EUC). Er folgt auf Herbert Frankenstein, der Ende April nach 42 Dienstjahren bei der BASF in den Ruhestand ging. Meyer war zuletzt im Ressort V in der Europa-Organisation tätig. Zuvor hatte er unterschiedliche Funktionen in der Forschung und im Unternehmensbereich Feinchemie inne, für die er in Ludwigshafen und Seoul arbeitete. Meyer freut sich auf die neuen Herausforderungen in Zentraleuropa: „Das Business Center bietet eine große Vielfalt interessanter Möglichkeiten, die Position der BASF weiter auszubauen. Ich erwarte, dass auch zukünftig die Wachstumsraten über denen von Westeuropa liegen werden. EUC bietet dafür alle Voraussetzungen.“

Mehr Info: http://www.basisschoolpiusx.be/filmpje.htm

Mehr Info: www.basf.com/produktsuche

Mehr Info: https://connect.basf.net

03 Editorial 06 Kompakt 32 Ein Blick zurück 43 Vorschau / euroscope Fotowettbewerb euroscope 2/2010

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Euroscope, BASF, D, Award of Excellence Concept


1.1 Employee Magazines 47

Schwerpunkt // Ernährung

Schwerpunkt // Ernährung

sehen, lassen sich die Verbraucher in Deutschland, um ein Beispiel zu nennen, ganz schematisch in drei Gruppen einteilen. Etwa die Hälfte achtet beim Essenseinkauf vor allem auf die Kosten. Auf dem anderen Extrem der Skala stehen die fünf Prozent der Verbraucher, für die nur Bio-Produkte in Frage kommen. Und für die der Preis eine deutlich untergeordnete Rolle spielt. Dazwischen gibt es eine wachsende Gruppe von Konsumenten, die sich gesund ernährt, mit gutem Gewissen einkaufen will und dennoch darauf achten muss, ihr Budget nicht zu sprengen. Ein Ziel der BASF ist es, Landwirte bei der Produktion von hochwertigen und sicheren Lebensmitteln zu unterstützen, die den steigenden Verbrauchererwartungen entsprechen. Deshalb arbeitet das Unternehmen eng mit Landwirten weltweit, aber auch mit dem Lebensmitteleinzelhandel, unabhängigen Analyseinstituten sowie Wissenschaftlern und Non-Profit-Organisationen zusammen. So werden Lebensmittel hergestellt, die hohen Qualitätsansprüchen bezüglich nachhaltiger Produktion und Lebensmittelsicherheit genügen. Dazu gehört der korrekte und verantwortungsvolle Umgang mit Pflanzenschutzmitteln – von der Forschung, Entwicklung und Herstellung über die Anwendung beim Landwirt bis hin zur Entsorgung der Altbestände und Verpackungen.

Die Ernährung von morgen

Die Weltbevölkerung wächst auf neun Milliarden

Der Mensch muss essen. Die Frage ist nur, was und wie viel. Denn die Weltbevölkerung wächst stetig – mehr Anbauflächen gibt es aber nicht. Die VERSORGUNG gerät so immer weiter aus dem Gleichgewicht. Eine Herausfordung zwischen Lebensstandard und Grundbedürfnis. Von Rebekka Edlund Ernährung bleibt für den Menschen eine Herausforderung, auch mehr als 7000 Jahre nach Erfindung des Pfluges. Stets über eine große Auswahl von frischem Obst und Gemüse höchster Qualität zu verfügen, ist heute für viele von uns eine Selbstverständlichkeit. Und seitdem wir nicht mehr selber zur Jagdflinte greifen müssen, um mit Freunden zu grillen, steigt auch der Fleischkonsum stetig. Um den Erwartungen der Verbraucher des 21. Jahrhunderts an Qualität, Sicherheit und Verfügbarkeit frischer Lebensmittel gerecht zu werden, müssen jeden Tag vom Anbau bis zur Verteilung viele Dinge perfekt ineinandergreifen. Und oft läuft auch alles rund, und zumindest in den meisten europäischen Ländern haben wir heute im Supermarkt scheinbar unendlich viele Möglichkeiten, um unser Grundbedürfnis nach Ernährung zu befriedigen. Wenn man allerdings abends einmal kurz durch die Fernsehkanäle zappt, zwischen Diät-Reality-Shows und Bildern aus Somalia, dem Land mit der höchsten Unterernährungsrate der Welt, wird schnell klar: Es ist uns noch nicht wirklich gelungen, die richtige Balance zu finden zwischen Mangelernährung und Nahrungsüber8

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fluss, zwischen Magersucht und Übergewicht. Denn jenseits von Molekularküche, Mikrowellengerichten und Mondphasendiäten bleibt Ernährung auch im 21. Jahrhundert eine ganz reale Herausforderung. Dabei ist Nachhaltigkeit das große Stichwort. Wissenschaftler, die Vereinten Nationen und die Weltbank sind sich einig: Die Weltbevölkerung wächst und es ist höchste Zeit, sich Gedanken um eine gesunde, ausreichende Ernährung und gerecht verteilte Nahrungsmittel für kommende Generationen zu machen. In der Tat deutet vieles darauf hin, dass Ernährung neben Klimawandel und Energie zu den großen globalen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts gehört. „Heute haben wir es mit einer Gesellschaft zu tun, die in Sachen Ernährung und Umwelt zutiefst verunsichert ist“, so die These von Udo Pollmer, Leiter des Europäischen Instituts für Lebensmittelund Ernährungswissenschaften (EU.L.E). Wir haben verlernt, normal und unverkrampft zu essen, behauptet er. Aber auch wenn wir verunsichert sind, essen müssen wir trotzdem. Von individuellen Vorlieben und Abneigungen einmal abgeeuroscope 2/2010

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Dank moderner Anbaumethoden, die seit den 1960er Jahren entwickelt wurden, werden heute theoretisch genügend Nahrungsmittel hergestellt, um jeden Menschen auf diesem Planeten angemessen zu ernähren. Bis 2050 soll die Weltbevölkerung allerdings auf neun Milliarden anwachsen. Und Experten gehen davon aus, dass die landwirtschaftliche Produktion in den nächsten 20 Jahren verdoppelt werden muss, um den steigenden Bedarf an Nahrungsmitteln zu decken. Da die landwirtschaftliche Nutzfläche aber begrenzt ist, müssen weltweit dringend neue Lösungen gefunden werden. „Wir brauchen innovative Ansätze, um die wachsende Weltbevölkerung gesund zu ernähren“, sagt Dr. Martin Jager, Leiter Nutrition Ingredients (EMN). „Unser Portfolio an Vitaminen, Carotinoiden und Omega-3-Fettsäuren trägt dazu bei. Zudem engagiert sich die BASF bei der Bekämpfung von Mangelernährung. Ein Ansatz ist die öffentlich-private Partnerschaft mit der deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ). Das Ziel: kostengünstige, mit Vitamin A angereicherte Grundnahrungsmittel für Menschen mit niedrigen Einkommen in Entwicklungsländern. Dabei werden Grundnahrungsmittel wie Mehl, Öl und Zucker mit Vitamin A angereichert, um so Vitamin-A-Mangel vorzubeugen, der Hauptursache für die Erblindung von Kindern in Afrika, Lateinamerika und großen Teilen Asiens.“ Obwohl es auch eine Frage des politischen Willens und der gesellschaftlichen Akzeptanz ist, ob es genügend Lebensmittel für alle gibt, spielen natürlich Landwirtschaft und Logistik eine zentrale Rolle. Insbesondere gibt es hier Herausforderungen in Schwellenländern, wo derzeit der Lebensstandard steigt und 10

damit auch die Nachfrage nach Fleisch, Fisch, Milch und anderen tierischen Proteinen. Da es im Durchschnitt 2,5 Kilo Getreide braucht, um ein Kilo Fleisch herzustellen, brauchen wir deutlich mehr Anbauflächen für Viehfutter, wenn in Zukunft pro Person mehr Fleisch konsumiert wird. Hier spielen neue Konzepte in der Landwirtschaft sowie Forschung und Entwicklung eine bedeutende Rolle. Zunehmend wird heute die sogenannte integrierte Landwirtschaft wichtiger. Hierbei werden unterschiedliche Anbaumethoden und Optionen der Düngung oder des Pflanzenschutzes genutzt und sinnvoll kombiniert − von natürlichen bis hin zu synthetischen Lösungen. Die noch nach der sogenannten Grünen Revolution in den 1960er Jahren sehr verbreitete Maxime „viel hilft viel“ ist längst überholt und wird nicht mehr praktiziert. Moderne und sichere Pflanzenschutzmittel, die von den Landwirten gezielt und sparsam eingesetzt werden, werden mit Praktiken wie beispielsweise dem Einsatz von Nützlingsinsekten kombiniert. So arbeitet die nachhaltige Landwirtschaft heute mit einer intelligenten Kombination von zeitgemäßer Technologie und altbewährten sowie natürlichen Methoden. Neu hinzu kommt heute die sogenannte Grüne Gentechnik. In Europa ist diese Technologie seit 15 Jahren umstritten, aber mittlerweile wachsen weltweit bereits auf über 130 Millionen Hektar gentechnisch veränderte Nutzpflanzen. Diese Produkte werden zu Lebensmitteln oder Viehfutter verarbeitet. Zurzeit werden Nutzpflanzen wie Mais, Soja, Baumwolle und Raps entwickelt, die einen höheren Ertrag und höhere Widerstandskraft gegenüber ungünstigen Umwelteinflüssen aufweisen. BASF plant zusammen mit Monsanto für 2012 beispielsweise die Markteinführung von trockentolerantem Mais. Innovationen wie diese können in Zukunft dazu beitragen, die vorhandenen Ackerflächen effizienter zu nutzen und gleichzeitig Energie und Wasser zu sparen. „Wir sehen für die Landwirtschaft der Zukunft eine steigende Bedeutung von Nachhaltigkeit“, so Markus Heldt, Leiter des Unternehmensbereichs Crop Protection. „Dabei gilt es zum Beispiel auch, auf dem afrikanischen Kontinent zusammen mit Landwirten und Agrarfachleuten vor Ort effizientere Produkte und Methoden zu entwickeln, um die Erträge zu optimieren. Das Verbesserungspotenzial ist groß, denn obwohl die nutzbare Anbaufläche Afrikas doppelt so groß ist wie die Europas, werden in Afrika laut einer Statistik der Welternährungsorganisation FAO 80 Millionen Hektar Anbaufläche weniger genutzt als in Europa.“ „Um weltweit möglichst vielen Menschen eine gesunde Ernährung zu ermöglichen, brauchen wir eine innovative und nachhaltige Landwirtschaft. Für die BASF gehört die Pflanzenbiotechnologie dazu“, ergänzt BASF Plant Science Chef Dr. Peter Eckes. „In Nord- und Südamerika ist diese Technologie breit akzeptiert. Dies gilt leider noch nicht für Europa. Wir sind aber überzeugt, dass gentechnisch veränderte Pflanzensorten mehr und mehr an Bedeutung gewinnen werden, wenn es darum geht, eine wachsende Weltbevölkerung dauerhaft mit hochwertigen Lebensmitteln zu versorgen.“

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Leute

Ohne Worte

Ein Blick zurück

Josep Maria Cucurull Josep Maria Cucurull ist 1958 im katalonischen Sabadell geboren. Direkt nach seinem Chemiestudium kam er vor 25 Jahren zu BASF, wo er seine Karriere als Mitarbeiter in den Anlagen für Synthesegas und OXO-Alkohole in Tarragona begann. 1993 wechselte er in den Einkauf, wo er verschiedene Funktionen in den Bereichen Rohstoffe und Verpackungen innehatte, bevor er 1999 zum Abteilungsleiter aufstieg. Heute ist Cucurull für die Einkaufsplattform des BC South der BASF verantwortlich. Und wer ist Josep Maria Cucurull privat? Er ist verheiratet und hat drei Söhne im Alter von 9, 15 und 19 Jahren. In seiner Freizeit treibt er viel Sport. Sein großer Traum ist eine Fahrt mit dem Wohnwagen nach Norwegen und – für die ferne Zukunft – eine Welt, in der seine Enkelkinder in Frieden leben können.

Zuerst waren sie in Frankreich auf dem Markt, 1965 kommen sie dann auch in Deutschland in den Handel: Milchflaschen aus dem BASF-Kunststoff Lupolen. Die Verpackung aus Lupolen ist hygienisch, bruchsicher und leicht – und eines von vielen Beispielen, wie fertig verpackte Waren in den 1960er Jahren den Lebensmitteleinzelhandel erobern. Heute sind sie aus unseren Supermärkten nicht mehr wegzudenken.

Was macht Sie besonders?

Wie freuen Sie sich über ein besonders gelungenes Projekt?

Was ist Ihr Lieblingshobby?

Was ist Ihr größter Traum?

Mit welchem Gesichtsausdruck kann man Sie provozieren?

Wie fühlen Sie sich nach einem stressigen Tag?

Weitere Informationen zu historischen Themen unter: www.comportal.basf.net/unternehmensarchiv

Wie verbringen Sie Ihren nächsten Urlaub?

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1.1 Employee Magazines 48

Schwerpunkt // Social Media

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Für die BASF-Mitarbeiter in Europa, Nr. 3/2010

Für die BASF-Mitarbeiter in Europa, Nr. 3/2010

Netzwerker im Unternehmen Jetzt ist es für alle Mitarbeiter der BASF-Gruppe verfügbar. Höchste Zeit, sich das weltweite OnlineNetzwerk CONNECT.BASF genauer anzusehen. Denn es ist weit mehr als nur eine Kontaktliste: ein Informations- und Arbeitsmittel. Zwei Kolleginnen – zwei Generationen – zwei Meinungen.

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Die Revolution im Netz

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Schon wieder finde ich eine „Einladungsmail“ in meinem Postfach: Meine Bürokollegin fordert mich auf, ihrem Netzwerk in connect.BASF beizutreten. So viel Interesse ehrt mich, zumal sich in der Mailbox bereits ungefähr zwei Dutzend gleichlautende EinIadungen befinden – die meisten bis jetzt unbeantwortet. Warum sollte ich auch elektronische Einladungen annehmen, wenn ich mich mit denselben Kollegen regelmäßig in Team-Meetings oder in der Kantine austausche? Und kann ich diese neue Plattform im Intranet überhaupt für meine tägliche Arbeit nutzen? Bisher läuft doch alles prima über Mail, Sametime und Telefon. Okay, Joelma aus Brasilien und Eike aus Hongkong sehe ich wirklich nicht jeden Tag, da klicke ich jetzt doch mal auf den Einladungslink und füge die beiden Kolleginnen damit auch zu meinen Kontakten hinzu. Sie gehören zu meinem globalen Expertenteam, an das ich regelmäßig Info-Mails mit Einladungen, Protokollen oder Präsentationen verschicke. Das kann ich eigentlich genauso weiter betreiben wie bisher – oder eine geschützte Community gründen und damit Sammelmails überflüssig machen? Das hat meine Bürokollegin für unser gemeinsames Projekt schon gemacht. Vielleicht sollte ich das tatsächlich mal ausprobieren, um künftig weniger Arbeit mit der Vorbereitung zu haben. Voraussetzung ist allerdings, dass alle bei connect.BASF mitmachen. Mal kurz die Suchfunktion testen... Ja, alle acht Kollegen sind aktiv, und manche schreiben sogar täglich, womit sie sich gerade beschäftigen. Nun ja, das wäre mir zu mühsam – außerdem will ich auch niemanden damit langweilen, dass ich gerade mit der SupportHotline für den online reporter kämpfe oder Material über „BASF bei der Expo 2010 in Shanghai“ sammle. Doch halt – was sehe ich gerade bei Eike? Sie arbeitet an einer umfassenden Präsentation zu einem Thema, das ich auch gerade recherchiere. Schnell mal nachfragen, ob wir dieses Wissen miteinander teilen können. Sobald sich unser Team in connect.BASF etabliert hat, könnte ich für Fragen an alle auch das Forum nutzen, und jeder könnte alle Antworten lesen – ohne ellenlangen Mailwechsel. Mal sehn, was die Plattform noch so bereithält, vielleicht finden sich ja unter „Blogs“ interessante Einträge? Selbst mitmachen würde ich eher nicht, höchstens vielleicht bei Spezialthemen, zu denen ich tatsächlich etwas Sinnvolles beitragen kann. Zu bloggen, nur damit die BASF-Welt meinen Namen lesen kann – das liegt mir nicht. Da schaue ich doch lieber mal ins BASF-Wiki – in der Hoffnung, dort etwas Neues von Experten zu erfahren. Und was steckt wohl hinter den anderen Buttons in der Navigationsleiste, zum Beispiel hinter „Lesezeichen“? Mal vorsichtig herantasten – vielleicht lohnt es sich ja doch, in connect.BASF aktiv zu werden... 16

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Endlich ist sie da: die Einladungsmail zu connect.BASF. Ja, genau das haben wir gebraucht! Jetzt muss ich keine externen Plattformen mehr nutzen, um BASF-Kollegen zu finden. Schließlich sind Facebook oder MySpace für den privaten Gebrauch gedacht. Die Fotos von der letzten Grillparty möchte ich mit engen Freunden, aber nicht unbedingt mit allen Arbeitskollegen teilen. Und da gibt es noch die Sicherheitsfragen: Können wir uns hier wirklich ungestört auch über den Berufsalltag unterhalten? In connect.BASF weiß man, wo man ist: unter sich. Austausch von beruflichen Informationen ist erwünscht, sogar gefragt, denn es ist zur dienstlichen Nutzung bestimmt. Es ist modern, effizient, einfach cool! Voller Vorfreude melde ich mich an und beginne die Suche nach meinen Kollegen. Zuerst die, mit denen ich tagtäglich zusammenarbeite. Ist ja klar: Sie sollen immer wissen, was ich gerade mache, ob ich ansprechbar bin. Es reicht ein Blick auf die Statusmeldungen. Wen ich nicht finde, den lade ich über E-Mail einfach dazu ein. Meine Kollegin am Schreibtisch gegenüber schaut mich etwas verdutzt an. „Werden wir uns jetzt nur online unterhalten?“. Sie ist verunsichert. „Keine Sorge. Wir vereinfachen damit nur unsere Arbeit“, versichere ich und mache gleich weiter, denn es ist viel zu tun: Profil anlegen, mein Arbeitsgebiet beschreiben, Lebenslauf einstellen, Tags (also die Begriffe für die Suche) definieren. Schließlich will ich gefunden werden vor allem von denjenigen, die nach Unterstützung oder Informationen aus meinem Arbeitsbereich suchen. Ich hoffe, dass auch andere Kollegen ihre Profile pflegen werden, denn ohne Beteiligung klappt es nicht. connect.BASF ist so intelligent wie die Gemeinschaft, die es nutzt. Die Voraussetzung: Alle sind bereit, ihr Wissen zu teilen. Ich mache einen Test und gebe in die Suche das Wort „Bus“ ein. Bingo! Jemand hat schon ein Lesezeichen gesetzt. Ich klicke den Link an und finde sofort den internen Busfahrplan. Sehr praktisch. Und was kann ich anbieten? In meiner Linksammlung sind einige richtig informative Internetseiten, die ich erst nach langer Recherche gefunden habe. Das möchte ich meinen Kollegen ersparen, also setze ich eigene Lesezeichen: „Bitte bedient euch!“ Jetzt eröffne ich noch eine Community für mich und meine Bürokollegin: eine geschlossene Community, denn hier werden wir alle Unterlagen zu unserem großen gemeinsamen Projekt ablegen. Später, wenn andere Kollegen in das Projekt einsteigen, werden wir die Community erweitern. Mails hin und her schicken oder spezielle Laufwerke einrichten werden wir nicht. In der Community finden die Neuen alles. Und wenn Fragen aufkommen oder Diskussionsbedarf entsteht? Dann richten wir uns ein Forum ein! Am Schreibtisch gegenüber sehe ich endlich ein begeistertes Gesicht. Mit connect.BASF kann ich morgen weitermachen, jetzt muss ich mein Versprechen einlösen. „Und was machst du am Wochenende?“, frage ich. Nicht online, sondern ganz direkt. euroscope 3/2010

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Vor Ort

Das Ende einer Odyssee

Ein Blick zurück Über ein Jahrzehnt hat die BASF Plant Science auf ihre Zulassung gewartet. Seit diesem Jahr darf die Stärkekartoffel AMFLORA in der EU angebaut werden. Tschechien ist Vorreiter und beackert die größste Fläche. Die erste Ernte steht bereits unmittelbar bevor. Von Filip Dvořák

Sie sieht aus wie ein ganz normaler Erdapfel: die Stärkekartoffel Amflora.

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13 Jahre dauerte es in Summe. Eine echte Odyssee. In diesem Jahr hat die EU-Kommission schließlich die Genehmigung erteilt: Die gentechnisch modifizierte Kartoffel Amflora darf nun in Europa zum kommerziellen Nutzen angebaut werden. Eine Knolle, die reines Amylopektin liefert. Der Markt für diese Industriestärke ist groß: Die europäische Stärkeindustrie schätzt die jährliche Nachfrage mittelfristig auf einige hunderttausend Tonnen. Mehr als die Hälfte der 250 Hektar, die in Europa als Anbaufläche für Amflora vorgesehen sind, sind in der Tschechischen Republik. Dort werden die Kartoffeln der Sorte Amflora in den Gemeinden Radešínská Svratka, Nové Městona Moravě und Velké Losenice von drei Unternehmen angebaut. Jedes dieser Unternehmen baut die Stärkekartoffel bisher auf ungefähr 50 Hektar an. „Wir erwarten, dass in zwei bis drei Jahren die Anbaufläche für Amflora auf 450 bis 500 Hektar ansteigen

wird. Um unsere Stärkefabrik voll auszulasten, müssen wir 3000 Tonnen Stärke produzieren“, erklärt Jaroslav Michal, Manager des Unternehmens Proagro in Radešínská Svratka. „Für uns ist die Sorte eine interessante Möglichkeit, ein Erzeugnis anzubauen, das wirklich zuverlässig Profit erwirtschaftet“, sagt Michal und verweist auf die gegenwärtig schlechte Marktsituation für zahlreiche landwirtschaftliche Erzeugnisse. Bei den benachbarten Bauern der Gemeinde Radešínská Svratka gab es bisher keine Vorbehalte gegen die im Labor modifizierte Amflora-Kartoffel, wie dies in anderen Teilen Europas mitunter der Fall ist. Das stärkt Proagro weiter in der Entscheidung, sich ausschließlich auf die Amflora-Sorte zu konzentrieren. Die Ernte dieses Jahres wird komplett in einer Stärkefabrik verarbeitet, die im Besitz der Bauern selbst ist und künftig nur noch mit gentechnisch

veränderten Nutzpflanzen gespeist werden soll. Verwendet werden soll die Stärke hauptsächlich für die Herstellung von Papier und Wellpappe. Der Vertrieb der Stärke – für die Herbsternte wird mit etwa 1000 Tonnen gerechnet – wird über verschiedene Stärkeproduzenten erfolgen. Die tschechischen Bauern bewerten die gentechnisch modifizierten Feldfrüchte vor allem nach den Vorteilen, die sie ihnen bieten. Dabei sind sie hauptsächlich an einer guten Erntequalität interessiert. „Neue Technologien wie gentechnisch veränderte Feldfrüchte sind durchaus interessant für die tschechischen Bauern“, erklärt Professor Drobník, einer der Biotechnologie-Pioniere in Tschechien. „Sie möchten auf effiziente Weise qualitativ hochwertige Erzeugnisse produzieren, ohne dabei der Natur zu schaden. Und mit genetisch modifizierten Pflanzen können sie beide Ziele erreichen.“ euroscope 3/2010

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Als die Geschäftspost der BASF um 1914 einen immer größeren Umfang annimmt und allein externe Schreiben jeden Morgen säckeweise eintreffen, installiert sie ein neues internes Kommunikationsmedium: die Rohrpost. 15 Büros sind über das Rohrpost-Leitungssystem der BASF miteinander verbunden, um Schriftstücke jederzeit und mit bislang ungekannter Schnelligkeit zwischen den Abteilungen transportieren zu können. Über 300 000 Schriftstücke werden so allein 1916 werksintern befördert.

Weitere Informationen zu historischen Themen unter: www.comportal.basf.net/unternehmensarchiv

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Wir wissen alle, dass die derzeitige wirtschaftliche Situation nicht einfach ist. Das sollte uns jedoch nicht davon abhalten, unsere Mission zu erfüllen, die führende Sportmarke der Welt zu werden. adidas steht für Innovation, Inspiration, Ehrlichkeit, Authentizität, Leidenschaft und Engagement und unsere Konsumenten vertrauen uns und der Qualität unserer Produkte. Aus diesem Grund sollten wir alles daran setzen, unseren Markenwerten gerecht zu werden, weiterhin Marktanteile zu gewinnen und es unseren Kunden noch leichter zu machen, die Marke adidas zu mögen.

Liebe Kolleginnen und Kollegen, lange bevor adidas ein Markenzeichen wurde, hatte Adi Dassler eine Vision: Schuhe für Athleten herzustellen, die auf die individuellen Bedürfnisse eines jeden Sportlers abgestimmt sind, um sie mit der bestmöglichen Ausrüstung zu versorgen. Vor 60 Jahren, am 18. August 1949, ließ Adi Dassler den Firmennamen adidas registrieren – eine Kombination aus den ersten Buchstaben seines Vor- und Nachnamens. Ein Name, den unser Unternehmen bis heute mit Stolz trägt. Übrigens: Im Rumänischen, bedeutet „adidas“ sogar „Turnschuh“. Liebe Leser,

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adidas hat in den letzten 60 Jahren viel erlebt: das Wunder von Bern, Nadia Comanecis perfekte 10,0, Bob Beamons Weitsprung in die Geschichtsbücher, David Beckham an sich oder Steffi Grafs Golden Slam. Und am Anfang all dieser Erfolge steht ein Mann: Adi Dassler. Seine Vision war es, jeden Sportler mit der für ihn perfekten Sportausrüstung auszustatten. Nicht mehr, nicht weniger. Und mit diesem einfachen Motto, das wir uns noch heute auf die Fahnen schreiben, hat er eine ganze Industrie revolutioniert und ein Imperium geschaffen, das von der kleinen Stadt Herzogenaurauch aus die Welt erobert hat.

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als wir anfingen, Ideen und Inhalte für diese Jubiläumsausgabe zu sammeln, glaubten wir, wir wüssten schon recht viel über die Geschichte von adidas. Aber die schiere Anzahl an Veranstaltungen und Athleten, mit denen die Marke verbunden ist und die vielen kleinen Geschichten, die über die letzten sechs Jahrzehnte rund um die Marke mit den 3-Streifen entstanden sind, waren auch für uns überwältigend.

Und so, mit einem anerkennenden Gruß an die Vergangenheit und einem Blick in die Zukunft feiern wir „60 Years of Soles and Stripes“. Aber nicht nur die Marke adidas feiert in diesem Jahr ein Jubiläum. TaylorMade wird 30, Reeboks Pump 20, der Superstar 40 und Scheinfeld, die letzte adidas eigene Produktionsstätte in Deutschland, feiert ihren 50sten. Lasst die Party beginnen!

Was mit den ersten Schuhen 1920 begann, wurde zu einem der bekanntesten Unternehmen der Welt. Damals wie heute sind es Sie, unsere Mitarbeiter, und all diejenigen, die unser Unternehmen in den letzten 60 Jahren tatkräftig unterstützt haben, die das Unmögliche möglich machen. Daher möchte ich Ihnen allen persönlich danken für Ihre Leidenschaft und für Ihre tägliche gute Arbeit.

Wenn wir zurückblicken, hatte auch Adi Dassler im Jahr 1949 mit schwierigen Bedingungen zu kämpfen. Denn es war nur kurze Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg, als er sich entschloss seinen Traum zu verwirklichen und sein Leben, sowie das seiner Familie, der Entwicklung von Produkten zu widmen, die halfen, nicht nur die Träume von Einzelnen, sondern sogar die ganzer Nationen wahr werden zu lassen. Denken Sie nur an 1954, als Deutschland Fußballweltmeister wurde, oder an 2004, als die Außenseiter aus Griechenland den Titel bei der Fußball-EM gewannen. Darum geht es bei adidas: mit unserer Hingabe und unserem Glauben an das, was wir tun, lassen wir Träume entstehen und wahr werden. Lassen wir diesen Geist unseres Gründers weiterwirken und unsere Träume leben sowie unsere Grenzen überwinden. Wir sind diejenigen, die die Zukunft unserer Marke in der Hand haben. Gemeinsam sind wir stark, gemeinsam sind wir adidas. Herzlichst, Ihr Erich Stamminger President und CEO der Marke adidas

INHALT

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Der Mann, der adidas seinen Namen gab Die Geschichten hinter der adidas Geschichte Am Anfang war der Schuh 60 Years of Soles and Stripes adidas und Musik 50 Jahre adidas Scheinfeld

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Adi Dassler

Der Mann , der adidas seinen Namen gab

30 Jahre TMaG

Adi Dassler – der Bäcker? Wäre es nach seinem Vater gegangen, hätte er genau das werden sollen. Seines Zeichens selbst Schuhmacher hatte Christoph Dassler paradoxerweise einen anderen Weg für sein jüngstes Kind vorgesehen und so absolvierte Adi nach seinem Schulabschluss zunächst eine Bäckerlehre. Zum Glück setzte Adi am Ende doch noch seinen Willen durch. Nach seiner Rückkehr aus dem Ersten Weltkrieg verfolgte der damals 20-Jährige seinen eigenen Traum, übernahm mit Unterstützung seines Vaters das Familienunternehmen und begann mit der Produktion von Sportschuhen.

20 Jahre Reebok Pump Die Hannwegs - 100 Jahre für 3-Streifen Jubilare / Impressum Designideen für 2069

Im Jahr 1924 stieg sein älterer Bruder Rudolf in das Geschäft mit ein, das nun in „Gebrüder Dassler Schuhfabrik“ umbenannt wurde. Nur wenige Jahre später brachten die Brüder ihre Produkte auf die ganz große Bühne: Bei den Olympischen Spielen 1928 in Amsterdam gewann eine deutsche Leichtathletin namens Lina

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Viel Spaß beim Lesen!

Radke die Goldmedaille im 800m-Lauf in Schuhen, die von den Dasslers gefertigt worden waren. Und im Jahr 1936 wurde Jesse Owens als erster afroamerikanischer Leichtathlet berühmt, weil er nicht nur eine, sondern gleich vier Goldmedaillen holte – alle in Schuhen von den Gebrüdern Dassler.

Zu jener Zeit produzierte Adi Dassler bereits 30 verschiedene Schuhtypen für elf Sportarten und beschäftigte knapp 100 Mitarbeiter. In weniger als zwei Jahrzehnten stieg das Unternehmen zum weltweit führenden Sportschuhhersteller auf. Nach dem Zweiten Weltkrieg beendeten die Brüder ihre Partnerschaft und jeder gründete sein eigenes Unternehmen. Erstaunlicherweise sollten sich beide zu zwei der erfolgreichsten und bekanntesten Sportfirmen der Welt entwickeln. adidas, eine Kombination aus dem Vor- und Nachnamen von Adolf „Adi“ Dassler, wurde am 18. August 1949 in Fürth in der Nähe seiner Heimatstadt Herzogenaurach in das Handelsregister eingetragen. Mit der Hilfe von 47 Mitarbeitern verfolgte Adi weiterhin seine Vision, jeden Sportler mit den optimalen Schuhen für seine jeweilige Disziplin auszustatten. Von diesem Grundsatz ließ er sich bis an sein Lebensende im Jahr 1978 leiten.

nicht genug. Tennis, Gewichtheben, Skilanglauf, Radsport, Skispringen, Fechten, Handball, Marathonlauf, Kurzstreckenlauf - es gibt kaum eine Sportart, für die er nicht die passenden Schuhe entwickelt hätte. 700 Patente sowie andere gewerbliche Schutzrechte weltweit sind der Beweis seiner ständigen Suche nach Perfektion. Seit Mitte der 60er Jahre stellt adidas auch Wettkampfund Trainingsbekleidung her. Die Ballproduktion begann 1963 und seit 1970 ist der offizielle Spielball bei ausnahmslos allen großen Fußballturnieren ein adidas Produkt. Adi Dassler war bis zuletzt für sein Unternehmen da – ein Unternehmen, das er selbst ins Leben gerufen, groß gemacht, vorangetrieben und weiterentwickelt hatte. Doch der Grundstein seines Erfolgs waren die Leidenschaft und Motivation bei der täglichen Arbeit, die auch heute noch Profi- und Alltagssportler jeder Disziplin weltweit dabei unterstützen, ihr eigenes „Impossible“ zu erreichen.

Der Durchbruch für adidas kam 1954, als Adi die deutsche Fußballnationalmannschaft mit einer ganz neuen Art von Fußballschuhen für die Weltmeisterschaft in der Schweiz ausstattete. Doch das war Adi Dassler

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Mehr gibt’s im eZine

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1994 - Der Ball ist rund, oder etwa nicht? Eine Innovation ist gut und schön, aber Timing ist manchmal doch alles. Im Jahr 1995 hatte ein Erf inder aus dem Ball-, Torwarthandschuh- und Schienbeinschützer-Bereich die Idee einen maschinengenähten Fußball zu

60 Jahre adidas

kreieren und so den Näher durch eine Nähmaschine zu ersetzen. Nach seinem Entwurf benutzte er dazu die klassische Konstruktion mit Latexblase und anstelle der Fünf- und Sechseck-Paneele einen durchgehenden

60 Jahre adidas

Im eZine findet Ihr vie Schuhg le weitere eschichte n

Steppmaschine, wie sie auch zum Nähen von Fußballschuhen verwendet wurde, nach vorne nähend bearbeiten.

Gute Idee? Wie bei so vielen innovativen Vorschlägen war die Welt aber einfach noch nicht bereit. Mit seiner Methode konnte der Ball zwar eff izient hergestellt werden, es entstand aber kein wirklich runder, sondern vielmehr ein ovaler Ball. Er erfüllte dabei weder die FIFA-Rundheitskriterien noch die Anforderungen von

Sprungeigenschaften bestanden. Nach einigen Tests wurde das Projekt Ende 1995 aufgegeben und der maschinengenähte Ball fand erst Ende der 90er mit Hilfe einer neuen Konstruktion und Herstellungsmethode den Weg auf den Platz.

1999 - Haile und McDonald’s Liebe Kinder, gesunde Ernährung ist wichtig, wenn Ihr Sportgrößen werden wollt. Nun, außer Ihr wollt mehrmals Gold gewinnen, regelmäßig Weltrekorde brechen und der beste Marathonläufer werden: Denn dann müsst Ihr, wie’s aussieht, hin und wieder zu McDonald’s gehen. Stimmt wirklich.

Die meisten von Euch kennen die Geschichte von adidas oder wissen zumindest, wo man sie nachlesen kann. Deshalb werden wir nicht einfach die komplette Geschichte noch einmal wiedergeben, sondern Euch einige kurze Erzählungen und Anekdoten präsentieren, die veranschaulichen, wofür adidas steht, und erklären, wie adidas zu dem wurde, was es heute ist. Es gibt zahllose Geschichten, aber am Ende mussten wir uns entscheiden: Hier ist also unsere kleine aber feine Auswahl.

Für adidas begann alles mit Schuhen. Schuhe, in denen man spielen kann. Schuhe, in denen man besser spielen kann. Schuhe, in denen man gewinnen kann. Schuhe, die eines Tages Wembley und Wimbledon betreten und bei den Olympischen Spielen und der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ Medaillen einbringen würden. Meister würden sie tragen, Rekordbrecher und Gewinner. Weil diese Schuhe leistungsstark waren und weil die Form sich nach der Funktion richtete. Dieses Prinzip hat adidas zu einer weltweit bekannten, führenden Marke gemacht.

1952 - Die Zátopeks und der Besen Emil Zátopek gewann bei den Olympischen Spielen 1952 in Helsinki drei Goldmedaillen in drei Langstreckenläufen: beim 5.000m und 10.000m Lauf sowie beim Marathon. Kurz nach seinem Sieg im 5.000m Lauf gewann seine Frau Dana den Speerwurfwettbewerb. Somit wurden Emil und Dana das einzige Paar, das am selben Tag im selben Jahr geboren wurde und zudem innerhalb der gleichen Stunde eine olympische Goldmedaille gewann.

Heute möchten wir einige dieser Geschichten erzählen – Geschichten über Schuhe, Meister und Rekordbrecher. Geschichten über adidas eben. 1949 - 1959

Kein geringerer als Haile Gebrselassie, zweifellos einer Aus vielen Gründen wird die Fußballweltmeisterschaft 1954 immer noch als das Wunder von Bern bezeichnet: Deutschland, nach dem Zweiten Weltkrieg zerstört, hatte dringendere Anliegen als sich mit dem Fußballturnier in der Schweiz zu beschäftigen. Aber wie sich herausstellen sollte war dies genau das, was das Land brauchte.

heute 26 Weltrekorde brach und zahlreiche Olympia- und Weltmeistertitel gewann, ist ein großer McDonald’s Fan. Ihr glaubt es nicht? Dann schaut ins eZine!

diese Obwohl es nicht wirklich eine Anekdote ist, können wir Euch wir Geschichte nicht vorenthalten. Während unserer Recherche gruben

Es tief und fanden ein Video, das wir Euch unbedingt zeigen müssen. soviel sei zu beschreiben, würde dem Video nicht gerecht werden, aber gesagt: manchmal werden Produkttests auf höchster Management-Ebene viel preis. wie dem Vorstand durchgeführt. Ok, wir geben schon viel zu Also, schaut Euch das Video im eZine an!

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Uwe Seeler war einer der talentiertesten deutschen Fußballspieler der 60er Jahre. In der Anfangszeit seiner Fußballkarriere sollte er während eines Fußballtrainingscamps für Adi Dassler Schuhe testen. Adi wollte herausf inden, wie man die Laufsohle weiter verbessern könnte und wollte die getragenen, vorzugsweise schmutzigen Fußballschuhe untersuchen, um zu sehen, wo genau an der Laufsohle der Schmutz haften blieb. Leider wusste Uwe nichts von diesem Plan und wollte nach einem harten Training die Schuhe nicht schmutzig an Adi zurückgeben. Deshalb ging er nach dem Training in die Kabine zurück und putzte die Schuhe gründlich. Adis Reaktion? Naja, er war nicht gerade überglücklich. Die beiden vertrugen sich aber schnell wieder und wurden sogar enge Freunde. Jahre später entwickelte Adi für Uwe einen speziellen Fußballschuh für seine Karriere gefährdende Verletzung an der Achilles-Sehne, so dass Uwe trotzdem bei der Weltmeisterschaft 1966 einsatzfähig war.

1972 - Die “Seifenoper” Wie wir alle wissen, war Adi Dassler stets bemüht, seine Produkte zu verbessern, und er war dafür bekannt, seine Innovationen persönlich zu testen bzw. bei Athletentests persönlich dabei zu sein. Im Vorfeld der Olympischen Spiele 1972 in München wurde er erneut gefordert, denn die Spiele fanden zum ersten Mal auf synthetischen und nicht auf Aschebahnen statt. Adi wusste, dass seine Schuhe bei nassen Bahnen nun verbesserten Grip und

Was tat er also? Er lud einige bereitwillige„“Versuchskaninchen” ein. Die deutschen Leichtathleten Heide Rosendahl und Kurt Bendlin kamen zu Adi, um Tests in seinem Garten durchzuführen. Dort fanden sie eine Tartan-Laufbahn, zwei Hürden und Adi Dassler vor, der Wasser und Spülmittel auf die synthetische Laufbahn sprühte, um sie wirklich rutschig und nass zu machen. Einen Nachmittag und mehrere Testläufe später war die Innovation geboren: das „Saugnapfprof il“ für Laufsohlen, das später auch bei Heides Schuhen eingesetzt wurde und ihr zur Goldmedaille bei den Olympischen Spielen 1972 in München verhalf. Was für eine Seifenoper!

Diesen Teil der Geschichte habt Ihr vielleicht schon mal gehört. Aber

Ein Sieg für die Deutschen, die Underdogs, im Endspiel gegen die unschlagbaren Ungarn schien unmöglich. Aber dann kam Adi ins Spiel. Als enger Freund des Trainers Sepp Herberger stattete er die Spieler mit neuartigen Schuhen aus dünnerem, leichterem Leder und mit Schraubstollen aus. Aufgrund des Dauerregens beim Finale hatten die Ungarn mit schweren durchnässten Schuhen und Stollen, zu kurz, um in dem schlammigen Feld Halt zu finden, zu kämpfen, während die Deutschen das für den Sieg entscheidende dritte Tor dank mehr Halt und einem besseren Ballgefühl erzielten.

Ball 2002 - Der Vorstand testet den Fevernova

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mehr Griff igkeit haben mussten.

Leidenschaft, Authentizität, Innovation, Inspiration, Ehrlichkeit und Engagement – das bedeutet adidas für uns. Es sind jedoch vor allem die Erfolgsgeschichten, die Adi Dasslers Idee und sein Prinzip „kein Sportler bleibt zurück“ auf den größten Sportschauplätzen der Welt mit Leben gefüllt haben.

der besten Langstreckenläufer aller Zeiten, der bis

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Frühe 60er Jahre - Uwe Seeler und die geputzten Fußballschuhe

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Materialstreifen. So konnte man den Ball mit einer fast normalen

adidas nach richtungsunabhängigen Eigenschaften. Anders ausgedrückt: es entstand - neben der ungenügenden Rundheit - der Nachteil, dass er sich je nach Belastungsrichtung unterschiedlich verformte und damit unterschiedliche Sprung- und Flugeigenschaften aufwies. Dieser Ball hätte keinen der FIFA-Tests für Rundheit und

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1982 - Biomechanische Forschungen und der ZX 930

wusstet Ihr auch, dass Emil Zátopek nicht nur ein talentierter Athlet,

Innovation ist nicht nur einer der wichtigsten Werte unserer Marke, sondern auch die

sondern auch ein begeisterter Gärtner war? Eines Tages brach der

Triebkraft der letzten sechs Jahrzehnte. Die ersten biomechanischen Forschungsarbeiten,

Stiel seines Besens ab und auf der Suche nach Ersatz war das Erste,

die adidas unternahm, wurden in den frühen 80er Jahren in Zusammenarbeit mit Schweizer

was ihm ins Auge stach Danas Speer. Also sägte er einfach die Spitze

Experten aus dem Bereich Biomechanik durchgeführt.

ab und befestigte den Schaft als neuen Stiel am Besen. Der reparierte

Für Deutschland bedeutete der Sieg neues Selbstvertrauen, für adidas und Adi Dassler brachten die innovativen Fußballschuhe internationale Anerkennung und eine führende Marktposition im Fußballgeschäft.

Besen tat seine Dienste, und Dana und Emil benutzten ihn noch viele

Unter den ersten Entwicklungen waren Laufschuhe, die nach einem neuen Konzept gefertigt

Jahre lang. Allerdings dürfte Dana mit ihrem Emil doch geschimpft

wurden, um den Fuß in allen Phasen des Laufs zu dämpfen, stützen und führen. Der ZX

haben, als sie von der „“Tat“ erfuhr. Und nun wissen wir auch, warum

930, im elsässischen Landersheim hergestellt, dämpfte beispielsweise nicht nur beim Lauf

Emils einem Autogramm eine Zeichnung beifügte, auf der eine Frau mit

auf hartem Asphalt mit einer weichen Polsterung unter der Ferse, sondern legte auch den

Speer (Dana) abgebildet war, die einen Läufer jagt (er selbst).

Grundstein für das System, das später als Torsion® System bekannt wurde. Die graue Zone, die auf der Sohle des Schuhs zu sehen ist, war aus weicherem Material, was eine gewisse Drehbewegung ermöglichte und so zu mehr Komfort und einer natürlicheren Laufbewegung führte.

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Inside, Adidas Group, D, Award of Excellence Layout


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1960 - 1969

1980 - 1989 Hätte es den adidas Slogan „Impossible is Nothing” bereits in den Sechzigern gegeben, so wäre Wilma Rudolph die perfekte Botschafterin dafür gewesen. Wilma, das 20. von insgesamt 22 Kindern, erkrankte im Alter von vier Jahren an Kinderlähmung und erhielt die Diagnose, dass sie möglicherweise nie mehr laufen könne. Aber mit der Hilfe ihrer Mutter und dank ihrer eigenen Willenskraft nahm Wilma allen Widrigkeiten zum Trotz 1960 im Alter von 20 Jahren an den Olympischen Spielen in Rom teil und gewann dort drei Goldmedaillen. Sie war die erste Amerikanerin, der dies gelang. adidas stattete Wilma mit „Rennschuh“ genannten Spikes aus sehr dünnem und leichtem Känguruh-Leder aus, die eine NylonSpikeplatte und einen Mittelfuß-Einsatz hatten, um sie beim Laufen bestmöglich zu unterstützen.

Wenn der Schuh, den man trägt, schon „Weltrekord” heißt, warum nicht dem Namen alle Ehre machen? Bob Beamons legendärer Weitsprung fand während der Olympischen Spiele 1968 in Mexiko Stadt unter dunklem Wolkenhimmel statt. Beamon hob im wahrsten Sinne des Wortes wie eine Rakete ab, hielt sich unmöglich lange in der Luft und landete weit außerhalb der Erwartungen – und des Maßbandes. Nachdem die Organisatoren eilig ein zusätzliches Maßband an der langen Sprunggrube angebracht hatten, wurde der unglaubliche Weltrekord von 8,90m, der 23 Jahre nicht gebrochen wurde, bestätigt – und so die Bestimmung des Schuhs erfüllt.

Mit seiner silbernen Farbgestaltung, der abgedeckten Schnürung und dem integrierten Mikrocomputer schien er nicht von dieser Welt zu sein: der ursprüngliche Micropacer hatte einen Sensor im Bereich des großen Zehs, der Signale gab, sobald sich der Schuhträger mit dem linken Fuß vom Boden abstieß. Der integrierte Computer des Schuhs maß zurückgelegte Strecken, durchschnittliche Geschwindigkeit und sogar Kalorienverbrauch, was zu dieser Zeit eine bahnbrechnende Technologie war.

Bis 1989 waren die Kriterien Dämpfung, Stabilität und Führung alle in einem Schuh vereint. Mit der TORSION® Ära kam ein andersartiger Schuh, speziell für verschiedene Laufstile und Läufer entworfen: der ZX 7000 für Führung, der ZX 8000 für Dämpfung und der ZX 9000 für Stabilität.

Im gleichen Jahr kam Robbie Williams auf adidas zu, um zu fragen, ob es möglich sei, einige speziell designte adidas Trainingsanzüge für das Cover seines Albums Rudebox zu verwenden. Anlässlich dieses Projekts entstanden drei verschiedene Trainingsanzüge, die als limitierte Edition auch im Einzelhandel erhältlich waren.

1986 – Run-DMC

Wenn man der Bestseller-Fußballschuh von adidas werden will, muss man alle positiven Eigenschaften vereinen. Der Predator®, erstmalig bei der Fußball-WM 1994 in den USA vorgestellt, hatte Gummizonen am Schaft sowie Nähte, die den Spielern bessere Kontrolle, mehr Schusskraft und mehr Effet am Ball brachten. In Verbindung mit der neuen Traxion Technologie in der Laufsohle war der Predator® die größte Revolution in Sachen FußballschuhDesign seit 1954. Der Predator® wird bei der FIFA WM 2010™ in Südafrika in die zehnte Generation gehen und neben dem adiPURE sowie dem F50i zu den Topmodellen der adidas Fußballschuhe für der WM gehören.

2008 – Lang Lang Im Jahr 2008 kreierte adidas Originals ein einzigartiges Paar Turnschuhe für den weltberühmten chinesischen Pianisten Lang Lang: eine mit Musik assoziierte limitierte Auflage des erfolgreichen adidas Originals Modells Gazelle. Der 27-jährige Lang Lang gilt als einer der hervorragendsten Pianisten unserer Zeit und ist bereits mit den besten Orchestern und Dirigenten der Welt aufgetreten. Zudem ist Lang Lang sportbegeistert und seit langem von der Marke adidas fasziniert. Über die Zusammenarbeit sagte er: „Als internationaler Pianist verbinde ich Kunst und Begeisterung für den Sport – vor allem für den Fußball. Daraus entstand die Idee, ein spezielles adidas Schuhmodell für Künstler herzustellen. adidas als Marke ist mehr als nur Sport und auch in der Musikbranche sehr gut vertreten. Deshalb ist die Verbindung von Sport und Kultur eine durchaus natürliche Kombination.“

2004 – Missy Elliott Mit Respect M.E. stellte adidas eine komplette, sportlich inspirierte Kollektion mit Schuhen, Bekleidung und Accessoires vor, die die Wurzeln von adidas in sportlicher Streetwear mit Missy Elliotts Persönlichkeit, Flair und Stil verband. Missys Vorliebe für adidas kommt von ihrer Leidenschaft für Old School Hip-Hop aus der Ära, als adidas zum ersten Mal bei Urban Athletic und Street Style den Ton angab: „Ich unterstützte adidas, weil ich die Marke schon gut fand, als ich noch nicht unter Vertrag stand“.

Zinédine Zidane, Predator® Spieler und größter Star der FußballWM in Frankreich 1998, hat seinen Platz in den Geschichtsbüchern für immer gesichert. Die Weltmeisterschaft in seinem Heimatland zu gewinnen war erst der Anfang von vielen Erfolgen, einschließlich des Siegs bei der UEFA EURO 2000™ nur zwei Jahre später. Im selben Jahr wurde der Superstar von der FIFA zum „Besten Spieler des Jahres“ ernannt. Since 2000

“Feel the Breeze”. 2002 führte adidas eine weitere Innovation im Schuhbereich auf dem Markt ein – ein 360° Ventilationssystem, genannt CLIMACOOL®. Die atmungsaktiven Materialien wurden später auch bei Kleidung eingeführt. Inzwischen gibt es komplette Produktkollektionen, die mit dieser Technologie ausgestattet sind, wie die Kollektion für die Athleten bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking sowie die Mehrzahl der adidas Fußballtrikots.

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2009 - Def Jam adidas Originals arbeitet mit dem Hip-Hop-Plattenlabel Def Jam Recordings zusammen, welches dieses Jahr sein 25-jähriges Bestehen feiert. Die Kooperation erstreckt sich auch auf eine Schuh- und Bekleidungskollektion mit den Logos beider Partner sowie Grafiken wie dem legendären Def Jam Plattenteller-Tonarm. Highlights der Kollektion sind die Signature-Produkte der Def Jam Künstler Redman, Methodman, Ghostface und Young Jeezy.

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Wo das Schuh-Know-how zuhause ist

50 Jahre adidas Scheinfeld Die einzige adidas eigene Schuhfabrik befindet sich in Scheinfeld, etwa 40 Minuten von Herzogenaurach entfernt, und feiert im Oktober ihren 50. Geburtstag. adidas Scheinfeld ist bekannt für einzigartige Kompetenz in der Schuhproduktion: Im Laufe der Jahre hat sich der Standort von einer ganz gewöhnlichen Fabrik zu einem hoch flexiblen Servicecenter entwickelt. Heute produziert adidas Scheinfeld 2.500 Paar Fußballschuhe (die Modelle „Copa Mundial“ und „World Cup“) pro Tag sowie rund 900 Paar maßgefertigte Schuhe pro Monat für unsere Topathleten. Zudem stellt die Firma Spezialschuhe für die Olympischen Winter- und Sommerspiele her und ist mit exklusiven Designprojekten betraut.

2006 – Robbie Williams 20 Jahre nachdem Run-DMC adidas Tribut zollte, erklärte Robbie Williams, einer der größten Popstars unserer Zeit, „Rock die drei Streifen nicht die Asics“. Diese Zeile stammt aus seinem Song „Rudebox“ (2006) aus dem gleichnamigen Album, in dem es zu Beginn heißt “Okay then back to basics, grab your shell toes and your fat laces” (“Ok, dann zurück zu den Anfängen, pack deine Shell Toes und deine dicken Schnürsenkel.”)

Run-DMC brachten 1986 ihr Lied „My adidas” auf den Markt. Sie hatten die Idee, ein Lied über den adidas Superstar zu schreiben, nachdem ein gewisser Dr. Dees, der für eine Lokalzeitung Artikel über ihr Viertel in Hollis im New Yorker Stadtbezirk Queens schrieb, Menschen mit adidas Schuhen, neuen Lee Jeans und Goldketten als Verbrecher bezeichnete. Das Lied „My adidas“ führte nicht nur dazu, dass die Schuhe kulturell akzeptiert wurden, sondern sich sogar zu einem wahren ModeStatement entwickelten. Bis heute verbinden Anhänger der weltweiten Hip-Hop-Szene Run-DMC mit adidas.

1990 - 1999

“Float like a butterfly, sting like a bee” (“Schwebe wie ein Schmetterling und stich wie eine Biene”). Wer kennt diesen berühmten Ausspruch von Muhammad Ali nicht? Und ein besonderer Boxer benötigt einen besonderen Schuh: Im Dezember 1970 kämpfte Ali gegen den argentinischen Boxer Oscar Bonavena im Madison Square Garden in New York. Für diesen Kampf bat Ali adidas nur 24 Stunden vor Kampfbeginn, einen speziellen BoxerStiefel herzustellen. Ali träumte von einem Schuh, der von den mit Fransen behangenen Kostümen eleganter Tänzerinnen inspiriert war. Die Lösung: ein einzigartiger Schuh mit den 3-Streifen und roten Fransen. Man muss wohl nicht erwähnen, dass diese Stiefel, genannt Ali-Shuffle, danach das Gesprächsthema Nummer eins in der Stadt waren.

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Aber nicht nur Run-DMC, sondern noch viele weitere weltweit bekannte Musikstars werden mit adidas assoziiert, wie zum Beispiel JQ, der Sänger der Band Jamiroquai, Alanis Morrisette, Def Jam, Missy Elliott, Young Jeezy, Noel und Liam Gallagher von Oasis, Estelle, Lang Lang, Madonna, Method Man, Robbie Williams, Katy Perry oder The Ting Tings.

Beim ersten biomechanischen Schuh, dem ZX 8000, wurde die einzigartige TORSION® Technologie mit der natürlichen, unabhängigen Bewegung von Ferse und Vorfuß gekoppelt, um sich dem Boden besser anzupassen und mehr Stabilität und Kontrolle zu erreichen. Läufer schätzten besonders die zusätzliche Flexibilität und Komfort.

1970 - 1979

Der 1978 vorgestellte World Cup ist bekannt als der letzte Schuh, an dem Adi Dassler noch selbst arbeitete bevor er im selben Jahr starb. Neben nach außen abgewinkelten Stollen, die den Fußabdruck zwecks besserer Stabilität vergrößerten, war der Schuh auch mit einer revolutionären Sohle in zwei unterschiedlichen Härtegraden ausgestattet: Während die weißen Bereiche in der Form einer „acht” aus hartem Synthetik bestanden, waren die schwarzen Bereiche zu einer weicheren Fußauflage geformt. Als Vorbild für Stärke und Flexibilität ebnete der Schuh den Weg für alle kommenden Fußballschuhmodelle.

adidas Music

Über die Jahre hinweg hat adidas nicht nur Athleten unterstützt, um ihr persönliches „Impossible“ zu erreichen … auch viele Musikstars werden mit den 3-Streifen in Verbindung gebracht. Run-DMC waren wahrscheinlich die ersten aus der Musikbranche, die stolz ihre adidas Produkte trugen. Mit ihrem Hit „My adidas”, der dem adidas Schuh Superstar gewidmet war, kreierten sie einen eigenen Street-Look und kultivierten in der Szene der 80er ihren ganz individuellen Stil.

sowie auf Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit ausgerichtet sind. Sowohl die Qualitäts- als auch die Umweltmanagementsysteme der Fabrik sind nach neuesten Standards zertifiziert. Bis zum heutigen Tag spielt Scheinfeld als Ausbildungsbetrieb für Lehrlinge und Führungsnachwuchskräfte im Bereich Schuhe eine entscheidende Rolle. Aufgrund seiner einzigartigen Kompetenz in der Schuhproduktionstechnik agiert adidas Scheinfeld ebenfalls als Berater für adidas Subunternehmer und Kooperationspartner weltweit. Die m2m-Abteilung mit 20 Arbeitskräften produziert ca. 900 Paar maßgefertigte Schuhe pro Monat für prominente Sportler wie David Beckham, Kaká, Michael Ballack, Phillips Idowu, Ana Ivanovic, Novak Djokovic und viele andere, wie auch personalisierte Schuhe für Einzelkunden. Dieser Bereich erfreut sich steigender Nachfrage und wird auf jeden Fall ausgebaut und weiterentwickelt. Und wenn wir auf unsere Ursprünge zurückblicken, so stellen wir fest, dass Adi Dasslers beständiges Streben, den perfekten Schuh für die individuellen Bedürfnisse jedes einzelnen Sportlers herzustellen, heute genauso aktuell ist wie vor 60 Jahren.

Die Anfänge Wir schreiben das Jahr 1959. Die drei Streifen haben gerade ihr 10-jähriges Bestehen gefeiert. Das Familienunternehmen in Herzogenaurach läuft gut und befindet sich auf Wachstumskurs. Als erkennbar wird, dass die Produktionskapazitäten in Herzogenaurach nicht mehr ausreichen, um die Nachfrage zu decken, eröffnet adidas ein erstes Zweigwerk in Scheinfeld, nicht weit von Herzogenaurach entfernt. Scheinfeld beginnt mit der Produktion von leichten Trainingsschuhen und erweitert das Angebot schon bald um Fußballschuhe. Im Laufe der Jahre etabliert sich die Firma als Kompetenzzentrum für Produktions- und Prozessinnovationen, stets unter Einsatz modernster Produktionstechniken, um mit Hilfe technischer Neuerungen auch immer bessere Produkte herzustellen. Dies hat insbesondere dazu beigetragen, unter den Mitarbeitern herausragende Qualifikationen, Fähigkeiten und Fachkenntnisse zu entwickeln, die eine wertvolle Hilfe beim Aufbau und technischen Support weiterer adidas Produktionsstandorte weltweit bieten.

Gute Zeiten / Schlechte Zeiten Auf dem Höhepunkt der Produktivität des Werkes Scheinfeld im Jahr 1984 fertigen 1.200 Mitarbeiter 11.500 Paar Schuhe täglich, vorwiegend Fußball- und Tennisschuhe. Die Maschinen laufen rund um die Uhr, die Arbeiter kommen und gehen in drei Schichten. Doch die Auswirkungen des weltweiten Wettbewerbs und der Zwang zu Kosteneinsparungen verschonen Scheinfeld ebenso wenig wie die restliche Schuhindustrie in Europa. So sind die 80er Jahre geprägt von der Verlagerung eines Großteils der Schuhproduktion nach Asien. In Scheinfeld macht sich der Rückgang ab 1986 in Form von Kurzarbeit und ersten Entlassungen im Jahr 1987 bemerkbar. 1995

wird die Stepperei geschlossen; die Schäfte werden nun in Osteuropa gefertigt, wo Arbeitskräfte billiger sind. Schwere Schläge für die Arbeitnehmer in Scheinfeld, die seit Jahrzehnten stetige Produktionssteigerungen gewohnt sind und einen maßgeblichen Beitrag zum Unternehmenserfolg geleistet haben.

Auch ist der Standort Scheinfeld mit exklusiven Designprojekten betraut, wie z.B. das Schuhmodell „Crystal Superstar“, das in Zusammenarbeit mit Swarovski kreiert und in limitierter Auflage produziert wurde.

Doch das Werk in Scheinfeld verschwindet nicht von der Bildfläche und übernimmt neue Aufgaben. 1989 wird die Produktion von Spezialschuhen von Herzogenaurach nach Scheinfeld verlegt. Der Standort produziert nun auch Schuhe für Leichtathletik, Gewichtheben, Boxen, Ringen und Skilanglauf sowie für die Olympischen Winter- und Sommerspiele. 1995 folgt die Made-to-Measure-Abteilung (m2m), was bedeutet, dass sich der Standort nun auch der Herstellung von maßgefertigten Schuhen für die Topathleten der Marke annimmt.

Und wie sieht die Zukunft aus? Josef Mayr, Betriebsleiter der adidas Schuhproduktion in Scheinfeld, beantwortete uns diese Frage folgendermaßen:

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„Lasertechnologie zum Aufrauen des Schuhbodens“ zur Investition vorbereitet. Künftig soll der Zwickeinschlag nicht mehr mittels Bürste aufgeraut werden, sondern die Zurichtung des Leders soll per Laser geöffnet werden, um den Klebstoff eindringen zu lassen. Das bringt eine weitaus höhere Präzision und stellt somit eine weitere Qualitätsverbesserung dar. Ich bin von der Laserrautechnik für unsere Produkte überzeugt. adidas Scheinfeld könnte – wie schon wiederholt der Fall – eine Vorreiterrolle in dieser Zukunftstechnologie spielen. Ein wichtiges Projekt läuft außerdem im m2m-Bereich: Um unseren Topathleten optimalen Support zu bieten und den stetig steigenden Bedarf zu decken - seit 2004 hat sich die Nachfrage verdoppelt - müssen wir m2m technisch und organisatorisch, aber auch mit orthopädischem Know-how an diese Herausforderungen anpassen. All diese Projekte haben das Ziel, dass unser Standort im Hochlohnland Deutschland ein wettbewerbsfähiger Vorzeigebetrieb bleibt.“

Was noch? Insgesamt sind heute 150 adidas Mitarbeiter am Standort Scheinfeld tätig. Außer der Schuhproduktion sind in Scheinfeld angesiedelt:

adidas Test Center und Materiallabor Seit 1997 werden im für die Öffentlichkeit geschlossenen adidas Test Center Innovationen, Materialien und Produkte vor ihrer Markteinführung unterschiedlichen Performance-, Material- und Haltbarkeitstests unterzogen. Auch der offizielle Spielball der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2010™ muss dort die verschiedensten Teststationen durchlaufen, bevor er den Vorschriften der FIFA und der adidas Tester gerecht wird. In der nächsten inside findet Ihr einen ausführlichen Bericht über das Test Center.

„adidas Scheinfeld ist ein hochmoderner Betrieb mit außergewöhnlich gut qualifizierten Mitarbeitern. Dank des hohen Automatisierungsgrads sind wir sehr leistungsstark Veredelung und setzen alles daran, dass dies auch so bleibt. Priorität Seit November 2005 befindet sich in Scheinfeld die Nummer eins bleibt nach wie vor der Kunde: Der Veredelung für Artikel wie Trikots, Trainingsanzüge, Konsument kann unter dem Label „Made in Germany“ ein Stadionjacken und Bälle. Alle offiziellen Spielbälle der FIFA Top-Produkt erwarten, das alle Anforderungen an Qualität Fussball-Weltmeisterschaft 2006™ wurden hier mit den und Nachhaltigkeit erfüllt. Namen der gegeneinander antretenden Mannschaften, dem Datum der jeweiligen Partie sowie dem Spielort versehen. Überhaupt sind wir sehr darum bemüht, Zukunftsvisionen Rund 22 Mitarbeiter arbeiten jährlich an 900.000 Artikeln, zu realisieren: Neben kleineren Projekten in den die anschließend weltweit verschickt werden. Bereichen Umwelt, Ausbildung, IT, Maschinen oder Klebstoffe arbeiten wir auch an größeren Konzepten: Beispielsweise denken wir an ein eigenes Profit Center, Das HR Global Training Center ist ein Ausbildungs-, das maßgefertigte Schuhe für Privatkunden herstellt. Konferenz- und Ausstellungszentrum auf einer Fläche von 2.000 m². Neben diesen Einrichtungen für adidas Um die Schuhproduktion technologisch weiterhin auf dem Mitarbeiter befinden sich hier auch Gästebüros und diverse neuesten Stand zu halten, haben wir aktuell das Projekt Ausstellungsräume zur Firmengeschichte.

Gegenwart Heute produzieren in Scheinfeld 30 Mitarbeiter pro Tag durchschnittlich 2.500 Paar „Copa Mundial“ und „World Cup“ Fußballschuhe, wobei in Spitzenzeiten eine Tagesproduktion von 3.500 Paar erreicht wird, wie es anlässlich der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2006™ der Fall war. Eine ähnliche Produktionsspitze wird für die nächste Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika erwartet. Die Schuhe aus Scheinfeld tragen das Etikett „Made in Germany“ – ein weltweit anerkanntes Gütesiegel für Qualität.

adidas Training Center

adidas Scheinfeld verfügt über modernste Produktionstechniken und erprobt in Zusammenarbeit mit der Zulieferindustrie innovative Maschinen und Materialentwicklungen, die schwerpunktmäßig auf Prozessoptimierung für erhöhte Wirtschaftlichkeit

Josef Mayr, Factory Manager adidas Scheinfeld

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1.1 Employee Magazines 54

TaylorMade-adidas Golf

Innovativ seit 30 Jahren Alles begann mit drei Mitarbeitern und einem einzigen Produkt. Heute beschäftigt TaylorMade-adidas Golf mehr als 1.500 Menschen weltweit und gilt als Innovationsführer im Bereich Golfausrüstung. Von Anfang an hatte sich das junge Unternehmen darauf eingeschworen, innovativ, authentisch und wettbewerbsfähig zu sein – eine Devise, die sich seit 30 Jahren bewährt hat und die TaylorMade-adidas Golf auch in eine erfolgreiche Zukunft führen wird.

I

m Frühjahr 1979 nahm Gary Adams, damals noch Handelsvertreter für Golfartikel, eine Hypothek in Höhe von 24.000 US-Dollar auf sein Haus auf und gründete die TaylorMade Golf Company. Er mietete ein ca. 1.800 m2 großes Gebäude, in dem zuvor ein Montagewerk für Fernsehgeräte untergebracht gewesen war. Außer ihm gab es nur zwei weitere Mitarbeiter und ein einziges, dafür aber innovatives Produkt: einen 12-Grad-Driver aus gegossenem Edelstahl. Dieses sogenannte Metallholz sah anders aus und hörte sich anders an als die herkömmlichen Hölzer, die – wie der Name sagt - traditionell aus Holz gefertigt wurden, vor allem aber verhielt es sich anders. Die Gewichtsverteilung am Rand des Schlägerkopfes bot eine höhere Fehlertoleranz, während der tiefer gelegene Schwerpunkt dafür sorgte, dass man den Ball leichter in die Luft befördern konnte. Dennoch war die Form des Schlägerkopfes an die traditionelle Fertigungsweise angelehnt, denn Adams bestand als Sohn eines

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Golfprofis darauf, dass die TaylorMade Schläger optisch und haptisch weiterhin an das erinnerten, was richtige Golfer von einem echten Golfschläger erwarteten. Abgesehen von dem Vorsatz, Innovation und Authentizität miteinander in Einklang zu bringen, nahm sich TaylorMade vor, wettbewerbsfähig zu sein – hart zu arbeiten, um Fuß zu fassen und zu wachsen. An diesen drei Leitmotiven ausgerichtet sollte es das Unternehmen noch sehr weit bringen. Adams konnte sein Ziel, einen TaylorMade Driver in die Hände von Weltklassespielern zu legen, noch im selben Jahr verwirklichen. Beim MONY Tournament of Champions setzten die Tourprofis Ron Streck und Jim Simons erstmalig auf der PGA Tour die Metallhölzer ein. Im Rahmen der PGA Merchandise Show jenes Jahres beliefen sich die Bestellungen für Metallhölzer auf insgesamt 47.000 US-Dollar. Damit hatte sich TaylorMade bereits gut etabliert. Ganz im Sinne der Vision von Adams, dass TaylorMade eines Tages ein komplettes Sortiment an Golfausrüstungen anbieten würde, erweiterte sich die Produktlinie innerhalb von zwei Jahren um Fairwayhölzer und Eisen. Unterdessen konnten die Metallhölzer von TaylorMade, die nun den Spitznamen „Pittsburgh Persimmon“ auf dem Schläger eingraviert trugen, Golfspieler aus der ganzen Welt für sich begeistern. Gerade mal zwei Jahre nachdem das Unternehmen seine Pforten geöffnet hatte, gewann Streck 1981 die Houston Open; ein Jahr später siegte Simons beim Bing Crosby National Pro-Am. Beide Erfolge verstärkten den Ehrgeiz von TaylorMade, Innovation mit TourTauglichkeit zu verbinden. Die Umsätze für das Jahr überschritten erstmalig die 1-Million-Dollar-Marke. Der unaufhaltsame Aufstieg von TaylorMade begann, und die folgenden Jahre brachten zahlreiche weitere TourErfolge für die innovativen Golfausrüstungen der Marke.

„Hoch in die Luft steigen ... und ewig fliegen“ Was erwartet man von einem perfekten Golfschläger? Genau: Er soll helfen, perfekte Schläge zu platzieren und die perfekte Flugbahn zu erzielen – auch wenn man den Ball einmal „off-centre“ trifft. Oder, wie Dr. Benoît Vincent, F&E-Leiter bei TMaG in Carlsbad, Kalifornien, es ausdrückt: „Wir wollen erreichen, dass der Golfball ganz hoch in die Luft steigt und lange, lange Zeit fliegt... und schliesslich landet und ausrollt.“ Im folgenden Interview berichtet Dr. Vincent über das, was TaylorMade in der Entwicklung der Metallhölzer in den vergangenen 30 Jahren erreicht hat. Im eZine könnt ihr das ganze Interview auf Video sehen.

Dem Erfolg von TaylorMade schlossen sich die weltbesten Spieler an und unterstützten somit die Marke beim Erreichen ihrer Führungsposition auf Tour-Ebene. In den vergangenen 30 Jahren haben Hunderte von Golfprofis mit TaylorMade Ausrüstungen gespielt und gewonnen. Die Driver von TaylorMade sind bei jeder Major Championship sowie bei unzähligen anderen Profiturnieren weltweit als Schlüssel zum Sieg eingesetzt worden. Auch das erste Metallholz, mit dem die USMasters gewonnen wurden, war von TaylorMade – ein Prototyp des Burner Bubble aus dem Jahr 1994. Nachdem die Driver von TaylorMade ab 1979 die Rangliste der PGA Tour mehrmals angeführt hatten, konnten sie sich schließlich im Jahr 2001 als Nummer 1 der PGA Tour behaupten und haben diesen Titel seither nicht mehr abgegeben.

Dr. Vincent, welche wesentlichen Fortschritte sind bei den Metallhölzern von TaylorMade vom Burner Plus bis zum heutigen R9 erzielt worden?

„Der Burner Plus von TaylorMade war 1985 ein fantastischer Driver. Bevor TaylorMade mit der Produktion von Metallhölzern begann, wurden die Driver aus Holz gefertigt. Der Burner Plus von TaylorMade war jedoch – das war ja die Grundidee von TaylorMade-Gründer Gary Adams – aus Stahl. Der große Unterschied lag darin, dass wir bei der Verwendung von Metall das gesamte Material

Was mit zwei Spielern begann, umfasst heute über 120 Tour-Profis aus aller Welt, darunter derzeit Sergio Garcia, Retief Goosen, Sean O’Hair, Jason Day, Darren Clarke, Tom Lehman, Kenny Perry, Martin Kaymer, Mike Weir, Hale Irwin, Loren Roberts, Nick Faldo, Paula Creamer und Natalie Gulbis.

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Und so funktioniert es Kein Fuß gleicht dem anderen. Nicht einmal die Füße ein und des selben Menschen sind identisch. Denn tatsächlich ist der linke Fuß nicht genauso groß wie der rechte, und im Laufe des Tages verändert sich sogar die Form. Schuhe jedoch – jedenfalls die meisten – werden in Standardgrößen hergestellt, die der Fußwirklichkeit bestenfalls annähernd entsprechen. Die Kombination aus Pumpe und Ablassventil ermöglicht eine exakte Dosierung der Luftmenge, die in den Schuh gepumpt wird, damit er perfekt am Fuß anliegt. Dies wird durch ein Luftkissen unterstützt, das wie eine gesteppte Bettdecke in Zonen unterteilt ist. Es kontrolliert die

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Der erste TaylorMade Schläger war ein kleiner (125 cc) 12-Grad-Driver aus Stahl, der anders aussah, sich anders anhörte und sich anders verhielt als die bis zu diesem Zeitpunkt üblichen Driver aus Holz.

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Burner driver Der erste Burner Driver wurde 1983 vorgestellt – ein 7-Grad-Driver mit Vertiefungen an der Außenseite, um die Aerodynamik des Schlägerkopfs zu verbessern.

Raylor utility wood Der legendäre Raylor, ein Utility Wood aus Stahl, wurde 1988 zum ersten Mal präsentiert.

Burner Bubble driver Fünf Jahre dauerte die Entwicklung des kupferfarbenen Burner Bubble Drivers, der mit dem innovativen Bubble-Schaft zur Verbesserung der Schwunggeschwindigkeit ausgestattet war.

Luftmenge, die in bestimmte Bereiche um den Fuß herum gepumpt werden kann, jedoch nicht an die Stellen, wo der Fuß Beugebewegungen ausführt, sondern vielmehr in die schwer anzupassenden Bereiche wie z.B. den Hohlraum zwischen Ferse und Knöchel.

Das war vor 30 Jahren. Jetzt möchte ich Ihnen zeigen, wie weit wir bis heute gekommen sind. Kürzlich haben wir unseren neuen R9-Driver auf den Markt gebracht – eine fantastische Revolution. Was Ihnen als Erstes auffallen wird, ist der Schlägerkopf, dessen Umfang im Vergleich zum alten Burner Plus etwa dreimal so groß ist. Um das zu erreichen, haben wir Titan anstelle von Stahl verwendet. Da Titan um die Hälfte leichter ist als Stahl, konnten wir bei gleichem Gewicht größere Schlägerköpfe herstellen. Als Zweites haben wir die Wände extrem dünn gehalten. Wir haben einen größeren Schlägerkopf geschaffen, der sich weitaus fehlertoleranter bei “OffCentre”-Schlägen verhält.

Dieser neue Driver ist also wahrhaftig eine Revolution im Vergleich zu dem, was vor 30 Jahren möglich war, denn nun kann man die Flugbahn des Balls an den eigenen Schwung anpassen. Und man kann etwa 25 bis 35 Meter mehr erzielen als früher. Vor 30 Jahren erzeugten die Driver einen kleinen Abschlagwinkel mit hohem Spin. Der Ball startete in Bodennähe, um gegen Ende der Flugbahn hoch aufzusteigen und steil herabzufallen. Heutzutage soll der Golfball gleich zu Anfang des Fluges hoch in die Luft steigen, oben bleiben, lange, lange Zeit fliegen … und dann landen und ausrollen. Und genau das ist es, was wir bei TaylorMade im Laufe der Jahre erreicht haben.“

Doch damit nicht genug. Wir haben drei Technologien miteinander vereint: Die erste, die Inverted Cone Technology der Schlagfläche, wird seit 2002 angewandt und ermöglicht sogar bei Off-Centre-Treffern eine

24. November 1989: The Pump wird geboren. Der erste Schuh, den Reebok mit der Pump-Technologie ausstattete, war für Basketball gedacht und wurde im Rahmen einer großen Werbekampagne eingeführt, bei der auch NBA-Ikonen mitwirkten, die nur eines zu sagen hatten: „Pump, Pump, Pump, Pump, Pump“. The Pump war auf dem Basketballfeld so erfolgreich, dass Reebok die Technologie auch für American Football, Tennis, Fußball, Running, Training, Walken und Aerobic weiterentwickelte. 1994 ging Reebok sogar noch einen Schritt weiter: Mit Instapump Fury war die PumpTechnologie als auffälliges, umlaufendes Außenskelett gestaltet, das den gesamten Fuß umschloss und stützte und damit sogar Schnürsenkel überflüssig machte.

Familie Hannweg

100 Jahre für 3-Streifen

Die Zeit hat gezeigt, dass diese Technologie mehr ist als nur ein Trend. In 2010 wird Reebok einige der ursprünglichen Designs wieder aufleben lassen sowie neue Schnitte und Designs einführen. Ihr könnt Euch also freuen auf die Rückkehr des Pump!

Georg Hannweg hatte seinen ersten Arbeitstag bei adidas am 09. März 1964 und hat in den letzten 45 Jahren in der Maßanfertigung der Schuhproduktion, dem heute so genannten Made-to-Measure-Bereich, so einiges erlebt. Auch seine Frau Doris – die er natürlich bei adidas kennengelernt hat – sowie sein Sohn Thomas sind bei der Marke mit den 3-Streifen beschäftigt. Zusammen bringen es die Hannwegs auf 100 Jahre Unternehmenszugehörigkeit. Grund für uns, die drei mal an ihrem jeweiligen Arbeitsplatz zu besuchen.

auch an Stiefeln für Pop-Ikone Madonna war er schon beteiligt.

Georg Hannwegs Arbeitsplatz war anfangs in Herzogenaurach. Später zog er zusammen mit der gesamten Schuhproduktion nach Scheinfeld. Während seiner Zeit bei adidas hatte Georg Gelegenheit, Adi Dassler persönlich kennenzulernen, wobei ihm vor allem eine Geschichte im Gedächtnis geblieben ist: „Früher haben wir noch am Samstag gearbeitet und da ging Adi jedes Mal persönlich durch die Werkstatt und hat jedem Mitarbeiter 5 Mark für die Mittagspause gegeben.“

Der Sohn der beiden, Thomas, ist seit 13 Jahren als Fahrer bei der adidas Group tätig und als solcher für den Vorstand und die Geschäftsleitung sowie Gäste, Kunden und VIPs zuständig. Besonders gerne erinnert er sich an eine dreistündige Fahrt mit Uwe Seeler und die rege Unterhaltung mit dem sympathischen ehemaligen Spieler der deutschen Fußballnationalmannschaft.

Seine Frau Doris Hannweg ist als Payroll Specialist in der Personalabteilung beschäftigt und mittlerweile seit 42 Jahren bei adidas tätig. Als besondere Zeit hat sie den Wiederaufstieg des Unternehmens unter Robert Louis-Dreyfus in den 90ern empfunden: „Es war toll mitzuerleben wie es wieder bergauf ging, besonders weil unsere Familie so eng mit adidas verbunden ist.“

Wir danken der Familie Hannweg herzlich für ihre 100 Jahre bei adidas!

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Zuzanna Asztemborska Petra Maria Auerbacher Jochen Bartl Martina Bleil Cathleen Bochmann Udo Breithaupt Britta Brings Erin Camaioni Adrian Carney Petra Charchulla Stefan Gnad Thomas Hilpert Ingo Hommel Josefine Hussenether John Leonidopoulos Martina Lukmann Johannes Mergler Gert Model Wolfgang Muehlbauer Harald Noetzel Susanne Perrey Karin Poeche Nina Romano Ulrike Schaubert Silvia Scheller Heiko Schlarb Hasan Sezgin Sandra Vasquez Corinna Wagner Cornelia Weaver Christof Wolpert Stefan Zehetbauer Hua Zhao

15 Jahre

60 Sekunden für 60 Jahre

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r7 quad driver Die Movable Weight Technology wurde 2004 mit dem r7 Quad Driver eingeführt.

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Burner driver Mit der Neuauflage des Burners wurde auch die SuperFast Technology vorgestellt.

Rescue Mid-Hybrid-Schläger Der Erfolg der HybridSchläger auf dem heutigen Golfmarkt ist dem Rescue MidSchläger zu verdanken.

10 Jahre

Anlässlich des 60. Geburtstags von adidas haben wir Euch aufgefordert, kreativ zu werden und eine 60-sekündige Glückwunschbotschaft auf Video aufzunehmen. Seit Anfang August laufen die eingereichten Videos auf dem adiweb, wo Ihr Eure Bewertungen und Kommentare zu den Videos Eurer Kollegen abgeben konntet. Im eZine könnt Ihr Euch nun die siegreichen Filmteams sowie deren Videos ansehen.

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Driver der Serie 300 Die Serie 300 bestand nicht aus einem, sondern drei verschieden großen Schlägern, wovon jeder für jeweils eine der drei vorherrschenden Schwungtypen entwickelt wurde.

Jubilare

Der Aufstieg von The Pump

Videowettbewerb

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sehr hohe Ballgeschwindigkeit. Die zweite Technologie nennt sich Movable Weight Technology und wurde mit dem r7-Driver im Jahr 2004 eingeführt. Sie bietet drei verschiedene Gewichte, deren Position man ganz einfach selbst ändern kann, um den Schwerpunkt des Schlägerkopfes zu verlagern und so die Flugbahn nach oben oder unten bzw. von links nach rechts anzupassen. Im Jahr 2009 haben wir eine dritte Technologie, die Flight Control Technology, hinzugefügt. Damit kann man Loft-, Lie- und Face-Winkel über den Schaftansatz selbst einstellen, um den Ballflug zu kontrollieren.

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Aktuell arbeitet er an maßgefertigten Schuhen für Athleten wie Novak Djokovic und David Beckham. Aber

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aus dem Inneren des Drivers nach außen verlagern konnten, sodass eine leere Hülle entstand. Dadurch änderten sich die Eigenschaften des Drivers in einer bemerkenswerten Weise: Es gelang uns, einen Driver zu kreieren, der bei “Off-Centre”-Treffern fehlertoleranter reagiert. Der Schlägerkopf rotierte weniger und erzeugte dadurch eine höhere Ballgeschwindigkeit und mehr Weite. Er war mit einem langen Schaftansatz (Hosel) versehen, der gebogen werden konnte, um den Neigungsoder den Schlagflächenwinkel zu verändern und somit die Flugbahn zu beeinflussen.

Tour Staff von TaylorMade

ls Erstes fragt man sich, wer überhaupt auf solche Ideen kommt. Die Pump-Technologie entsprang einer unternehmerischen Vision, einem gestalterischen Wagnis und dem Wunsch, den Sportlern etwas zu bieten, was sie nie zuvor gehabt hatten. Die Reebok Entwickler nahmen einfach drei Dinge, die nichts miteinander zu tun hatten, nämlich den Gummibalg von einem Blutdruckmessgerät, ein Fahrradschlauchventil und einen Infusionsbeutel, und kreierten daraus eine innovative Schuhtechnologie. Durch die Kombination dieser drei unkonventionellen Dinge konnte den Sportlern ein Wunsch erfüllt werden, der ganz oben auf ihrer Prioritätenliste stand: eine individuelle Passform.

Wer sie zum ersten Mal sieht, muss sie einfach anfassen. Wer sie einmal angefasst hat, muss sie ausprobieren. Und wer sie ausprobiert hat, muss sie haben. Die PumpTechnologie hat bis heute nichts von ihrer Faszination eingebüßt. Im November 2009 startet Reebok eine einjährige Feier des 20. Geburtstags von The Pump und stellt im Laufe des kommenden Jahres neben klassischen Modellen auch neue Schnitte und Designs vor.

Metallhölzer von TaylorMade: vom Burner Plus bis zum R9

Die TaylorMade Produkte, die dem ersten Metallholz folgten, haben in der Welt des Golfsportbedarfs mittlerweile einen legendären Ruf erlangt. Dazu zählen die Golfschläger wie Burner, Tour Burner, Tour Preferred, Raylor, Burner Bubble, Serie 300, Serie R500, r7 und die Neuauflage des Tour Burner sowie der R9. Abgesehen davon, dass es sich bei all diesen Produkten um Metallhölzer handelt, haben sie eines gemeinsam: Ihre Entwicklung war von dem Bestreben geprägt, authentische und dennoch immer innovativere Produkte zu schaffen, die Golfern aller Klassen zu Bestleistungen verhelfen sollten. Im Jahr 2004 führte TaylorMade die revolutionäre Movable Weight Technology beim r7 Quad Driver ein. Diese Technologie ermöglicht es dem Spieler, die Abschlagbedingungen des Golfschlägers zu verändern, um eine größere Distanz und Genauigkeit zu erzielen. Die Movable Weight Technology ist heute bei einer Vielzahl von TaylorMade Metallhölzern und Puttern, u.a. dem Monza Spider, erhältlich.

Theodor Berber Jessica Flotzinger Sieglinde Foerster Christine Korb Daniela Kraft Birgit Kretschmer Beate Leitz Katja Nett

Christian Noelp Erika Nottrott Rolf Reinschmidt Monika Skoric Susanne Stuart Daniela Wirtz

20 Jahre Maria Gimperlein Achim Kaleita Andrea Kern Peter Martin Lydia Rossmanith Helga Rueckel Claus Schmidt Patricia Thomann-Chassaing

25 Jahre Ulrich Bauer Richard Debus Anne Garreis Manfred Jakob-Anderl Edith Micheel Peter Neubauer Bernhard Scharold Wolfgang Scholz Thomas Schorr Werner Tutsch

30 Jahre Cornelia Broese Olga Heidel Liselotte Hufnagel Rosemarie Welz

35 Jahre Katharina Meister

45 Jahre Margit Wallrath

R9 driver TaylorMades revolutionäre Flight Control Technology, mit deren Hilfe der Spieler den Schlagflächenwinkel anpassen kann, macht den R9 im Jahr 2009 zum absoluten „Muss“ für jeden Golfer.

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Impressum inside – Das Mitarbeitermagazin der adidas Group

HERAUSGEBER adidas AG Postfach 1120, 91072 Herzogenaurach Telefon: +49 9132 840

VERANTWORTLICH Human Resources, Matthias Malessa Corporate Communications, Jan Runau

REDAKTION Kris Koopmann, Christian Kuhna, Matthias Malessa, Liz Rouiller, Jan Runau, Martin Scheuß, Julia Zellner

GESTALTUNG BF BlogForm Digital Magazines GmbH www.blogformgroup.com

ÜBERSETZUNG Lesley Aures, Monika Scheibenberger, Andrea Spies

Mitwirkende Lauran Babineau Oliver Baunach Mark Britton Meghan Grimaldi Ina Heumann Barbara Hölschen Ken VanKampen Ryan Lauder Josef Mayr Udo Müller Erich Stamminger Noah Sussman Benoit Vincent Alle Informationen korrekt zum Zeitpunkt der Drucklegung. Anregungen, Kommentare, Ergänzungen, Korrekturen, Artikel, was auch immer Euch hier fehlt oder am Herzen liegt bitte an die Redaktion: inside@adidas-Group.com.

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1.1 Employee Magazines 55

June 2010 p employee magazine the adidas Grou

A UTH AFRIC adidas SO

BUILDING A LEGACY

“THE WORLD CUP IS A ONCE-IN-A-LIFETIME

english

Zobuzwe Ngobese, PR Manager

Ashleigh Melvill, Communications Assistant

(OR ON OUR HEADS)

EXPERIENCE”

P WORLD CUITION ED

THE MOON LANDING,

JFK’s assassination, Princess Diana’s death, the fall of the Berlin Wall, 9/11 – some dates and events pass the test of time and stay with us forever. At first sight, May 15th, 2004, might not be one of those dates. Unless you are South African – then chances are that this is one of the most triumphant of them all. It was on that day that FIFA President Sepp Blatter announced that South Africa will be the host country of the 2010 FIFA World Cup™. A historic moment because the 19th edition of the world’s biggest football tournament is the first being held on the African continent. Since then, the preparations have been under way and the anticipation has grown – in the whole nation as well as among adidas South Africa. We asked some of the 195 employees how they feel about the World Cup, their country playing host and their personal expectations.

Deborah Miller, Senior Communications Manager

“The 2010 FIFA World Cup™ means a great deal to me, professionally and personally. Professionally, because as PR Manager I have been and will be very much involved in all events that we are doing before and during the tournament. Personally, because it’s quite significant that my own country is hosting this big football event and I hope that we’re going to give the world the best one ever. So, we look forward to it and I hope my country and my team Bafana Bafana will win the World Cup.”

Andrew Lottering, Key Accounts Co-ordinator

“The World Cup is definitely one of the most exciting opportunities that has ever come to South Africa. And working at adidas is giving me a first-hand experience of how amazing this opportunity is and of how excited South Africans are to be part of it.”

Cliffird Thudinyane, PR Intern

Founded by the Nelson Mandela Foundation and inspired by his Robben Island Prison Number, 46664 (four, double six, six four) is the campaign vehicle of the charities established by Nelson Mandela, designed to inspire individual and collective action towards a better world for everyone. With the FIFA World Cup™ rolling into the country he helped reform and transform, adidas has partnered with the not-for-profit entity in an effort to develop long-term projects that leave a legacy long after the World Cup is over. Because, as Mandela said, “sport has the power to change the world, the power to inspire, the power to unite people in a way that little else can.”

Gavin Cowley, Marketing Director “I think the World Cup is a once-in-a-lifetime experience for all South Africans. We know that in our lifetime we will not experience another FIFA World Cup™ in our country. The most important thing for me is the opportunity for us to come together as one nation. It’s a real privilege for me and all South Africans to be able to be part of this. And I’m really happy that adidas as a brand can contribute to the nation-building process in this country and to perhaps make this World Cup the best one ever in the history of the competition.”

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With UMU you can look like your favourite player or …

No person is as closely connected to South Africa as Nelson Mandela. The life of the 91-year-old is shaped by his fight against apartheid, his 27-year-long sentence as a political prisoner and, finally, his election to become the first president of South Africa in a democratic election. Since his retirement from political office, Mandela’s primary commitment has been to charity work and the fight against AIDS, violence, poverty, lack of education, gender inequality, lack of access to health facilities and the denial of economic opportunities. Now adidas has joined his good cause by working together with his 46664 campaign.

… accessorise

… cheer for your team

… be the captain

… go incognito

… be sexy

… fall in love

And this is where yellow headbands come into play. “The World Cup is the greatest event ever and now it’s coming to our country. In the build-up over the last few months we have seen the most incredible unity of the diverse cultures of our country South Africa. Everyone has united in pride and celebration behind this great event. And it has been an amazing experience to be part of the biggest team ever: all South Africans.

“I think the World Cup has put South Africa on the map as a sporting nation. The vibe in the country at the moment with all the football fans coming to visit us is really awesome. For me as a South African it is a huge honour to welcome all these people and I think it is a great opportunity for us.”

To help the 46664 campaign, adidas launched its own initiative, called the adidas UMU campaign. UMU stands for Unite Mzansi Unite (“Mzansi” meaning “South Africa” in Nguni Bantu language) and is meant to inspire South Africans to unite as a nation wearing yellow, the colour of the Bafana Bafana World Cup jersey. One aspect of this campaign is a yellow tubular band called UMU. Available in retail as well as at adidas Sport Performance stores, all proceeds go directly to 46664.

“For me, the World Cup means diversity, it means bringing almost everyone together – from South Africa, the African continent and the entire world. This is the first of its kind on African soil and everyone is looking forward to embrace and cheer for the teams. Phambili Bafana Bafana Phambili [“Forward Bafana Bafana Forward”]!”

I have personally had the privilege of activating our local UMU (Unite Mzansi Unite) campaign and I’m extremely excited that it’s almost time for kick-off. We look forward to welcoming our global colleagues to our country. I hope that they will feel as much part of the World Cup experience as we do when they experience the diverse cultures of South Africa and see the activation of our signed giant South African jersey, that travelled the whole nation since November 2009.”

The unusual tubular form of the UMU featuring 3-Stripes and the Unite Mzansi Unite slogan makes for a fun game because it allows you to wear it basically any way you want: from headband to face mask, and from bandanna to wristband – the possibilities are (almost) endless. We figured that this is a great opportunity to explore the many ways the UMU can be worn… May this serve as inspiration to you all to go out, buy one and support the UMU campaign to make sure that when the World Cup moves on from South Africa, a legacy is left behind.

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Other adidas Charity Activities Apart from 46664, adidas also supports FIFA’s Football for Hope movement and cooperates with the non-profit organisation SCORE, both using the power of sport for positive social development and change.

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Inside, Adidas Group, D, Award of Excellence Layout


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inside, Mitarbeitermagazin der LBBW, D, Award of Excellence Front Page


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FOKUS

Das neue Leitbild der UniCredit Group: Wie ist es entstanden? Warum gerade jetzt? Wie soll es umgesetzt werden? Das und mehr wollten wir von CEO Alessandro Profumo wissen. Wesentliche Fragen der Mitarbeiter in Deutschland zum Leitbild beantwortet Dr. Theodor Weimer, Sprecher des Vorstands der HVB und Country Chairman Germany der UniCredit Group, in einer Spezialausgabe von »Weimer direkt«. Aber zuvor wollten wir schon erfahren, wie das Leitbild auf die Mitarbeiter wirkt und haben deshalb mit acht Kolleginnen und Kollegen aus allen Teilen Deutschlands und den verschiedensten Einheiten in einer Runde diskutiert.

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Sagenhaft: Der Reichtum der Maharadschas

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Betreuung von ganzem Herzen: Sonja Kellner

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ausstellung in der kunsthalle: Maharaja – Pracht der indischen Fürstenhöfe

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Group role Models … one4C … kapazitätsplanung mit kaPssY … uEFa Champions League: aktionen in Europa … kurzmeldungen

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EditoriaL

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unser Leitbild PuG: Jahresauftakt 2010 … internes servicebarometer … »Champions for Growth«-Gewinner 2009 … Cib: Large-Cap-betreuertag … CrEF-strategie … WEM: strategie 2010 … Jahresauftakt Vertrieb

UNSER LEITBILD

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franz.denk@unicreditgroup.de

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FOKUS

Kundenorientierung pur: Die 16 Role Models der UCG

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MAGAZIN FÜR DIE MITARBEITER DER UNICREDIT GROUP IN DEUTSCHLAND

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Leserbriefe … townhall Meetings 2010

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Diskussionsrunde rund um das neue Leitbild

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MÄRZ | 2010

Was ist das eigentlich genau – ein Leitbild? Kurz nachgedacht und dann zum Duden für sinn- und sachverwandte Wörter gegriffen. Schnell die linke Spalte auf Seite 422 durchforstet, und dann: Ernüchterung! Nur ein mickriger Verweis auf den Begriff »Muster«. Die vage Hoffnung, dort mehr zu finden, erfüllt sich auf Seite 467 tatsächlich: Vorbild, Modell, Ideal, Urbild, Archetyp, Abgott, Absicht, Einbildung, Exempel, Exponent, Regel und Nachahmung. Eine breite Palette, nur: Was trifft denn nun am besten auf unser neues Leitbild? Gehen wir die Begriffe kurz durch: Vorbild klingt zwar ganz ähnlich, ist aber irgendwie passiv, Modell etwas zu konstruiert, Ideal zu weit weg. Obwohl: Knut Bleicher, ehemaliger BWLProfessor an der Universität St. Gallen, bezeichnet das Leitbild als »realistisches Idealbild, an dem sich alles Handeln orientieren soll«. Das kommt schon mal gut hin. Aber weiter im Text: Urbild und Archetyp sind zu »archetypisch«, zu wenig speziell; vor einem Abgott mögen wir bitte verschont bleiben, von Absicht ist auszugehen, und von Einbildung kann hier keine Rede sein. Exempel passt nicht wirklich, was Exponent in dieser Reihe verloren hat, bleibt der Dudenredaktion vorbehalten. Verbleiben noch Regel und Nachahmung. Auch keine wirklichen Synonyme, aber eine gewisse Regel stellt das Leitbild schon dar, und zur Nachahmung ist es wärmstens empfohlen. Sie sehen schon, es lohnt sich, über das Leitbild nachzudenken und darüber zu diskutieren. Wir haben es – mit vielen anderen – in unserem Schwerpunkt getan.

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14 Liebe Leserinnen, liebe Leser

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One, UniCreditGroup, D, Award of Excellence Front Page


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Steinkohle, das Mitarbeitermagazin der RAG, D, Award of Excellence Infographics


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TITELTHEMA

WINTERSHALL INFORMATION

Informationen zu Land, Leuten und der WM in Südafrika unter: www.suedafrika.net

VIELFALT IST DAS REZEPT FÜR DEN ERFOLG

AUSGABE NR. 2 / JUNI 2010 MAGAZIN FÜR MITARBEITER UND FREUNDE

In Südafrika spielen 32 Nationen um den Weltmeistertitel im Fußball. Elf verschiedene Talente kämpfen für die beste Mannschaftsleistung. Eine guter Grund um über Vielfalt nachzudenken, mit der es besser geht als mit Einfalt. Katharina Lotter

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uf dem Wappen Südafrikas, der WM-Nation 2010, steht dieser Satz: !ke e: /xarra //ke. Was bedeutet das? Ist das ein Programmiercode? Nein. Es ist ein klares Bekenntnis des Landes, das als Regenbogennation bekannt ist. Ein Bekenntnis zur Vielfalt. Der Zungenbrecher bedeutet soviel wie „Unterschiedliche Völker vereinen sich.“ Schon deshalb ist Südafrika ein idealer Ort um Fußball zu spielen und über Vielfalt nachzudenken. In einem Land, das über elf offizielle Amtssprachen verfügt, ist die Vielfältigkeit Programm. Auch in Europa und den USA kennt man den Wert der Vielfalt. „In Vielfalt geeint“ ist das relativ unbekannte Motto der Europäischen Union. „E pluribus unum“, aus der Vielfalt eine Einheit, steht auf der Vorderseite des Siegels der USA. Nur – wir wissen es: Es reicht nicht, sich etwas Nettes über Vielfalt auf die Fahnen zu schreiben. Wir müssen auch in der Praxis dazu bereit sein, die vielen verschiedenen Kulturen, Werte und Traditionen zu respektieren und als

Spektrum an Sorten Das Öl und seine Unterschiede

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WINTERSHALL INFORMATION

TERMINE und weitere Informationen sowie einen Diversity Kalender mit Veranstaltungen zum Thema Vielfalt in Unternehmen gibt es im Internet unter www.vielfaltals-chance.de

Sprache, Kultur, Nationalität: Die Unterschiede zu einer erfolgreichen Einheit zu kombinieren, darin besteht die Kunst.

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Kartoffelsuppe zur Stärkung. Einheitsbrei. Die Moral wäre schnell am Boden. Abwechslung braucht verschiedene Zutaten, Gewürze, unterschiedliche Kochzeiten. Vielfalt ist das Gegenteil von Langeweile. Es gibt eine weit verbreitete Volksweisheit: Was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht. Was bedeutet diese Angst vor dem Neuen für ein Team, eine Organisation, ein Unternehmen? Eintönige, gleichförmige Strukturen und uninspirierte Lösungen, die am Kunden vorbei gehen. Niemand möchte immer die gleiche Pampe essen oder stets nach Schema F arbeiten Aber können wir es uns in unserem Arbeitsalltag überhaupt leisten vielfältig zu sein, neue Wege auszuprobieren? Es gibt soviel zu tun. Alles muss reibungslos und schnell funktionieren. Vielfalt, also Abwechslung, stört. Aber warum schüttelt unser griechischer Geschäftspartner den Kopf, wenn er „ja“ sagt? Will er uns austricksen? Weshalb macht unser Besuch aus Japan zwischen seinen Sätzen immer so lange Pausen? Will er uns verunsichern? Wem die interkulturelle Kompetenz fehlt, wer also über andere Kulturen und Menschen nichts weiß, der liegt nicht nur falsch, sondern wird in unserer globalen Welt scheitern. Das Geschäft machen dann eben diejenigen, die Vielfältigkeit zu nutzen wissen. Dieser Unterschied macht den Erfolg aus. Verschiedenartigkeit ist die wichtigste Kraft im Universum. Das behaupten die bekannten amerikanischen Marketingexperten Al and Laura Ries. Die beiden haben die größten Konzerne der Welt beraten. Mit ihrer Auffassung sind sie auf jeden Fall auf der richtigen Seite, nämlich jener der Evolution. Der Vater der Evolutionstheorie, Charles Darwin, hat uns gelehrt, dass alle Lebewesen immer auf der Suche nach Unterschieden und Verschiedenartigkeit sind. Die Evolution baut auf Vielfalt auf. Mit „Survival of the fittest“ hat Darwin nie gemeint, dass der Stärkere in der Natur gewinnt, sondern der, der sich unterschiedlichen Bedingungen am besten anpasst. Diejenigen, die lernen und von der Vielfalt zu profitieren wissen. Vielleicht inspirieren uns Menschen, die anders sind als wir selbst, deshalb so sehr. Auch, weil sie etwas wissen, was wir gut nutzen können. Gemischte Teams aus Frauen und Männern, verschiedenen Nationen und Altersklassen bringen erwiesenermaßen mehr kreative und verwertbare Lösungen zustande. Kunden verlangen heute,

CHARLES DARWIN: DIE EVOLUTION BAUT AUF VIELFALT AUF

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Zeitzonen gibt es, in denen Wintershall aktiv ist.

ANREDE

Die übliche Form in Russland besteht aus dem Vornamen und dem Namen des Vaters in abgewandelter Form. Beispiel: Ihr Gegenüber heißt Sergej und dessen Vater Valery, dann lautet die korrekte Anrede Sergej Valerywitsch. In Libyen ist die förmliche Anrede mit Mr. und Vorname nicht ungewöhnlich: Mr. Helmut. In Argentinien ist die Anrede mit Vornamen geläufig. In Deutschland werden akademische Grade dem Namen vorangestellt.

HEISS & KALT

Extremer könnte der Unterschied kaum sein: Der heißeste Arbeitsplatz bei Wintershall befindet sich in Libyen mit mehr als 40 Grad Celsius im Schatten. Der kälteste in Sibirien mit bis zu minus 65 Grad Celsius.

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Vielfalt

Es sind die unterschiedlichen Denkweisen und Kulturen der Mitarbeiter, die den Erfolg von Wintershall ausmachen. Individuelle Köpfe, die aus verschiedenen Blickwinkeln Herausforderungen und Chancen anpacken und gemeinsam die besten Lösungen finden, bringen das Unternehmen vorwärts.

Im Schnitt gehen pro Tag 550 Briefe in der Zentrale in Kassel ein, verschickt werden rund 300 Briefe. E-Mails: unzählige.

Soviel Mitarbeiter sind für Wintershall tätig und das in einem vielfältigen Kulturkreis: Sie kommen aus 35 Nationen.

300

Wintershall ist weltweit an rund 300 Lizenzen für die Suche und Förderung von Erdöl und Erdgas beteiligt.

nah & fern Die Opco mit der größten Entfernung zur Zentrale ist Wintershall Energía in Buenos Aires, Argentinien: 11 630 Kilometer. Am nächsten an Kassel liegen die Erdölwerke in Barnstorf mit 225 Kilometern.

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Viele Pakete für die Opcos: Allein aus der Zentrale Kassel bekommt jede Opco 250 Pakete per Hauspost zugesandt.

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dass ihre Wünsche in die Tat umgesetzt werden. Sie fordern immer persönlichere Produkte und Lösungen. Wer alle gleich behandelt, wird diesen Anforderungen nicht mehr gerecht. Gleichbehandlung kann manchmal ganz schön unfair sein. Denn der eigentliche Charme der Vielfalt ist doch, dass wir uns aus der großen Menge an Möglichkeiten das aussuchen können, was am besten zu uns passt. Was uns gefällt, was für uns richtig ist. So führt die Vielfalt wieder zueinander. Ein Unternehmen, das großen Wert auf Unterschiede legt, ist nicht einfach nur besonders menschenfreundlich und sozial oder auf sein Image bedacht. Es ist vor allem am Erfolg interessiert. Innovatives Denken, höhere Kundenorientierung und besseres

Erdöl besteht zu 85 Prozent aus Kohlenwasserstoffen. Insgesamt besteht das unraffinierte Naturprodukt jedoch aus über 17 000 Bestandteilen, die unterschiedliche Konsistenzen bilden.

Freund von Teamarbeit Fünf Menschen, fünf Geschichten. Lassen Sie sich von der Vielfalt der Kollegen und ihrer Begeisterung für andere Menschen, Länder und Denkweisen anstecken.

Jianqiang „John“ Gao, 48 Jahre, ist in höchst unterschiedlichen Kulturkreisen zuhause. Aufgewachsen ist er in China, besitzt aber mittlerweile die kanadische Staatsbürgerschaft. Vielleicht ein Grund, warum er seinen Vornamen zu einem einfachen John verkürzt hat. Vor sechs Jahren kam er nach Libyen, seit 2007 arbeitet der Lagerstätteningenieur für Wintershall in Tripolis. Asien, Nordamerika, Afrika – John Gao hat auf diesen Kontinenten vielfältige Erfahrungen gesammelt. „Die Arbeit mit Menschen verschiedener Herkunft gibt mir immer wieder neue Anregungen“, schwärmt der Job-Globetrotter. „In Kanada habe ich die Bedeutung von Teamarbeit und Diskussionen kennengelernt“, sagt er. „Dadurch entstehen viele gute Ideen. Ich bin immer daran interessiert zu sehen, wie andere Menschen leben und arbeiten. Es gibt in jeder Kultur Neues zu entdecken“, erklärt er seine Ortswechsel. Im Büro Tripolis fällt er als einziger Asiat durchaus auf. „99 Prozent meiner Kollegen haben mich mit offenen Armen empfangen, nur einige waren anfangs reserviert. Aber auch die kennen und schätzen mich mittlerweile“, weiß John Gao. An seinen chinesischen Wurzeln hält er auch in Tripolis fest. Er ist Mitglied im chinesischen Basketballteam und trifft sich mit Landsleuten. Nur eins fehlt ihm: Frau und Sohn, die in Kanada leben.

Ist von Deutschland überrascht Yaqoob al Saadi, 36 Jahre, ist in vielen Welten zuhause. In welcher, das zeigt sein jeweiliges Outfit. Anzug, Freizeitlook oder traditionelle omanische Tracht – alles ist bei dem im Oman geborenen Geologen möglich. Sein größtes kulturelles Abenteuer hat Yaqoob vor zwei Jahren bestanden. Für den Job bei Wintershall zog er mit Frau und Kindern ins kalte Deutschland nach Kassel. „Bei Deutschland habe ich an ein Land der Ordnung, Disziplin und Technologie gedacht. Hier angekommen, habe ich ein Land voller kultureller Schätze und Schönheit der Natur kennengelernt.“ Er selbst nennt seine Zeit in Kassel noch immer sein zweijähriges Abenteuer. „Die deutschen Kollegen sind im Umgang miteinander sehr entspannt“, erinnert sich al Saadi. „Das mag ich“. Viele hätten ihn zu sich privat eingeladen und ihm bei der Integration in die neue Umgebung geholfen. Es sei nicht leicht, sein gewohntes Leben zu verlassen, aber die Zeit in Kassel habe seinen Horizont erweitert. „Ich hoffe, meine deutschen Kollegen konnten auch etwas von mir lernen“ wünscht sich al Saadi. „Wenn Menschen aus verschiedenen Kulturen zusammen arbeiten, tauschen sie Ideen aus. Das bereichert die Arbeit und erhöht die Kreativität.“ Mittlerweile lebt der 36-jährige Geologe samt Familie in Katar. Dort ist er an den Bohrungen im Block 4N im Golf beteiligt. „Mein nächstes großes Abenteuer“.

Fotos: Shadi Eideh, Heiko Meyer Illustrationen: Norbert Bayer (3)

Facetten eines Tages Kollegen zeigen ihren Arbeitsplatz

Illustration: Norbert Bayer

Vielfalt von Kulturen Internationalität begeistert Mitarbeiter

EINHEITSBREI IST LANGWEILIG UND SCHWÄCHT DIE MORAL

INITIATIVE

VIELFALT in Unternehmen fördert seit 2006 die Unternehmens-initiative „Charta der Vielfalt“. Schirmherrin ist Bundeskanzlerin Angela Merkel.

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Mutter und Managerin

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In zwei Welten zuhause

Mari Plümacher, 41 Jahre, hat früh begonnen, die Welt zu erkunden. „Schon als Kind habe ich beim Schüleraustausch nach England mitgemacht.“ Die 41-Jährige hat viele Kulturen kennengelernt: Sie ist in Finnland aufgewachsen, hat in den USA studiert und arbeitet jetzt in Kassel. „Aus jedem Land habe ich positive Erfahrungen mitgenommen. An meiner Heimat schätze ich die Ruhe. Außerdem sind Finnen sehr pragmatisch, das gefällt mir.“ Beim Studium in Albuquerque, New Mexico, lernte sie eine andere Mentalität kennen. „Die Amerikaner sind zielstrebig. Sie wissen, was sie wollen und setzen es durch.“ In Amerika hat sie nicht nur studiert. „Ich bin gereist, habe viel erlebt und dort meinen Mann kennengelernt.“ Nach drei Jahren zogen beide zurück nach Europa und kamen über drei Stationen nach Kassel. „Ich fand das Klima hier anfangs schrecklich“, erinnert sie sich. Dafür schätzt sie die deutsche Zuverlässigkeit und das soziale Miteinander. „Das hat mir in den USA gefehlt, ebenso wie das Interesse an anderen Kulturen.“ Arbeit und Familie bekommt die WINGAS-Prognosemanagerin und dreifache Mutter gut unter einen Hut: „Das ist nichts Besonderes. Meine Eltern waren beide berufstätig.“ Auch privat ist die ehemalige Profi-Skilangläuferin vielfältig. „Ich lese, reise und jogge. Deshalb liebe ich Kassel: In zehn Minuten bin ich raus aus der Stadt und im Wald. Nur der Schnee fehlt.“ 02 / 2010

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KLISCHEES ÜBER BORD WERFEN IST KEINE LEICHTE SACHE

Sie arbeitet an der Quelle

Emmanuel Kwame Kesse, 32 Jahre „Meine Begegnung mit Deutschland war keine Liebe auf den ersten Blick“, sagt der 32-jährige Lagerstätteningenieur. Zum Studium kam der in Ghanas Hauptstadt Accra geborene Kesse zunächst nach Kiel. „Es war Anfang Oktober, es war kalt, und die Leute wirkten auf mich ebenfalls kalt, verschlossen und unfreundlich. Es hat eine Weile gedauert, bis ich die norddeutsche Lebensart zu schätzen wusste.“ Mit dem SPEADProgramm hat Emmanuel Kesse mittlerweile Erfahrungen mit vielen Kulturen gemacht. Er war in Argentinien und Libyen und hat in Barnstorf und Kassel gearbeitet. Als Wanderer zwischen den Welten fühlt er sich inzwischen wohl und genießt die Begegnung mit unterschiedlichen Menschen. „Die kulturelle Vielfalt zu erleben und zu verstehen ist ein großer Vorteil in meinem Beruf und für meine Karriere sehr förderlich“, ist sich der SPEAD sicher. In diesem Herbst wird er sein Trainee-Programm bei Wintershall beenden, an dem er die vielfältigen Kontakte zu Menschen und Kollegen in aller Welt schätzt. Kesse fühlt sich an zwei Plätzen in der Welt wohl: „In Deutschland, bei meiner Frau, bin ich zuhause, aber Ghana ist noch immer meine Heimat.“ Kulinarisch bevorzugt er Kassler mit Sauerkraut. 7

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Margarita Hoffmann, 42 Jahre, seit Mai Leiterin von Wintershall Russland, wandelt schon ihr Leben lang zwischen den Kulturen. „Ich bin das Ergebnis eines deutsch-russischen Joint Ventures“, sagt die Tochter eines deutschen Vaters und einer russischen Mutter. In Russland geboren, ist sie dort und in Ostdeutschland aufgewachsen. Sie studierte im Land ihres Vaters Soziologie und ging im wiedervereinigten Deutschland in die Wirtschaft. „Bei Wintershall habe ich die strategische Planung und bis vor kurzem die Nord-Stream-Koordination verantwortet. Mein interkultureller Hintergrund hat mir viel geholfen, als es darum ging, in den Ostseeländern über unser Pipelineprojekt zu informieren.“ Die 42-Jährige glaubt nicht, dass nationale oder kulturelle Unterschiede bei der Arbeit eine bestimmende Rolle spielen. „Sie werden von den individuellen Unterschieden wettgemacht“, betont sie. Auch das Geschlecht sei eher Nebensache. Dass noch immer deutlich weniger Frauen in Führungspositionen zu finden sind als Männer, findet die zweifache Mutter erstaunlich. „Männer mit einer berufstätigen Partnerin müssen doch Familie und Beruf genauso unter einen Hut bringen.“ In Kürze zieht sie mit der Familie nach Russland um. Über die neue Aufgabe freut sich Hoffmann. „Ich arbeite jetzt an der Quelle. Dort, wo es sprudelt.“

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Fotos: Khairy Shaban (2), Gulliver Theiss Illustrationen: Norbert Bayer (2)

In Vielfalt steckt Erfolg

Bereicherung zu sehen. Das klingt schwer nach Moral, bringt aber handfeste Vorteile mit sich. Klar – die Vielfalt ist ein schwieriges Geschäft. Manchmal wäre es wirklich bequemer, wenn wir alle gleich wären. Oft wäre es uns am liebsten, wenn sich jeder so verhalten würde, wie wir es kennen. Aber: Wir leben in einer globalisierten Welt – ob es uns passt oder nicht. Unsere Nachbarn, Kollegen, Kunden und Chefs kommen heute oft aus ganz unterschiedlichen Ländern. Sie haben eine andere Geschichte und Kultur. Unterschiede gibt es aber auch, wenn man den gleichen Pass besitzt. Bei jeder Begegnung bringen Menschen ihre ganz persönlichen Erfahrungen, Interessen und Meinungen mit. Konträre Ansichten, unterschiedliche Weltbilder, das kann einen schon mal verunsichern. Beim Fußball hat der Unterschied einen hohen Stellenwert. Von den elf Spielern bringt jeder sein ganz spezielles Talent auf dem Platz mit ein. Elf Experten, elf Individualisten. Ihre Fähigkeiten führen nur im Zusammenspiel zum Erfolg. Fußballprofis sind die prominentesten Vertreter von erfolgreich eingesetzter Vielfalt am Arbeitsplatz. Profis – das sind Menschen, die einen Unterschied machen. Leute mit Kontur, von denen jeder etwas ganz besonders gut kann und die wissen, was andere können. Profis reden mit anderen Profis. Sie spielen sich die Bälle zu. Das macht sie zu Siegern. Stellen wir uns vor, die Mannschaft bekäme nach jedem einzelnen Spiel eine dicke

Qualitätsbewusstsein bei den Mitarbeitern sind gute Gründe für gelebte Vielfalt. Wirtschaftlicher Erfolg durch eine vielfältige Belegschaft ist deshalb auch die Mühe wert, die ein buntes Team aus Leuten mit unterschiedlichem Alter, Geschlecht und Nationalität mit sich bringt. Denn um mit Menschen, die anders sind, sinnvoll zusammenarbeiten zu können, braucht es eine gehörige Portion Kraft. Zuhören, nachfragen, verstehen, das ist anstrengend. Seine eigene Voreingenommenheit über Bord zu werfen, ist keine leichte Sache. Niemand springt einfach so über seinen eigenen Schatten. Es ist leichter, an Klischees zu glauben, als den Menschen so zu sehen, wie er vor uns steht. Die Fußball-Weltmeisterschaft ist eine gute Gelegenheit, sich von Vorurteilen zu verabschieden. 32 verschiedene Nationen treten gegeneinander an. Schauen wir doch einfach mal, was wir bei dieser Gelegenheit über die teilnehmenden Länder erfahren. Bestimmt entdecken wir beim gemeinsamen Fernsehen oder in einem Kantinengespräch über den vergangenen Spieltag auch ganz neue, andere, positive Seiten an den Menschen, mit denen wir tagtäglich zu tun haben. Und vielleicht gucken wir uns im Internet nicht nur die schönsten Torszenen an, sondern lesen auch mal in der Wikipedia nach, aus welchem Land, welcher Kultur die Spieler kommen. Suchen wir den Unterschied. Wir brauchen ihn.

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Wintershall Information, D, Award of Excellence Visualization


ICMA One, The REsults of the First ICMA ­ International Corporate Media Award