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SPEKTRUM

Philipp Burch Mit dem Laser auf Pollenjagd

Flexible Arbeitswelt: Die Grenzen zwischen Freizeit und Job verschwinden.

Erwerbstätige übernehmen unternehmerische Risiken Dank Laptop und Smartphone kann praktisch überall und zu jeder Zeit gearbeitet werden. Die Grenzen zwischen Freizeit und Arbeit, zwischen Angestellten und Selbstständigen verschwinden. Immer mehr Unternehmen übertragen unternehmerisches Risiko auf die Angestellten. Was die Folgen für Erwerbstätige sind, untersuchte Ökonom Jens Meissner mit einem Team der Hochschule Luzern und der Fachhochschule Nordwestschweiz im Auftrag von TA-Swiss, dem Zentrum für Technologiefolgen-Abschätzung. «Einigen Verbesserungen in der Arbeitsqualität stehen viele kleine Verschlechterungen in der sozialen Sicherung gegenüber», sagt Meissner. So arbeiten Erwerbstätige zwar selbstbestimmter, doch wer sich nicht managen kann, dem

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Hochschule Luzern 3 | 2016

drohen Selbstausbeutung und Überlastung. Und wer sich mit Mikrojobs (Crowdworking) über Wasser hält, dem fehlt die soziale Absicherung. Um die individuellen und gesellschaftlichen Folgen flexibilisierter Arbeit stärker in eine positive Richtung zu lenken, schlagen die Autoren verschiedene Massnahmen vor: «Mitarbeitende und Vorgesetzte müssen die Risiken von flexibler Arbeit thematisieren und Regeln aufstellen.» Zudem sind gesetzliche Anpassungen nötig: Zum Beispiel müssen Arbeitszeitregelung mit Mindest­r uhezeiten auf abweichende flexible Arbeitszeitmodelle adaptiert und Lücken bei den Sozialversicherungen im Bereich der Kurzarbeitseinsätzen geschlossen werden. www.hslu.ch/flexible-neue-arbeitswelt

In der Schweiz leiden rund 1,2 Mio. Menschen an einer Pollenallergie. Bisher werden Pollenflugdaten an wenigen Standorten und nur wöchentlich durch MeteoSchweiz erhoben. «Das ist für Allergiker viel zu selten», sagt Philipp Burch. Der Absolvent des Master of Science in Engineering nahm sich des Problems in seiner Diplomarbeit an der Hochschule Luzern an. Basis dafür war die Tatsache, dass Pollen, die mit UV-Licht bestrahlt werden, für einige Nanosekunden leuchten. «Ähnlich wie die Leuchtzeiger einer Uhr», erklärt Burch. Seine Master-Arbeit ist Teil der Entwicklung einer automatischen Messstation, welche diesen fluoreszierenden Effekt mit einem Laser auslöst und eine Unterscheidung der vorbeifliegenden Pollen ermöglicht. «Das System hat das Potenzial, sehr genau zu zeigen, wo und wann welche Pollen fliegen», so Burch. Um es auf den Markt zu bringen, gründete der 27-Jährige mit zwei Hochschulkollegen das Start-up Swisens AG und konnte bereits einen ersten Erfolg verbuchen: Für seine Abschlussarbeit erhielt Philipp Burch den diesjährigen «Preis der Hochschule Luzern». Ebenfalls mit dieser Auszeichnung geehrt wurde Catalina Jossen Cardozo, Absolventin im Master Design. Sie entwickelte eine Online-Plattform, die kolumbianische Schuhmacher dabei unterstützen soll, sich gegen Grossproduzenten zu behaupten.

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Das Magazin der Hochschule Luzern, Ausgabe 23, Oktober 2016  

Das Magazin der Hochschule Luzern, Ausgabe 23, Oktober 2016  

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