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Drei Stiftungen, die aufkl채ren, vernetzen und mobilisieren.


„Wir können das System ändern.“

Liebe Freunde der Stiftungen Weltvertrag, Global Marshall Plan und Plant-for-the-Planet, das Scheitern von Kopenhagen und der Umstand, dass kaum Konsequenzen aus der Finanzkrise gezogen wurden, demonstrieren den Bürgern, dass Regierungen alleine mit global vernetzten, komplexen Herausforderungen offensichtlich überfordert sind und oft kurzfristigen Interessen erliegen. Die globalen Menschheitsherausforderungen sind längst nicht mehr isoliert von einem Akteur alleine zu lösen. Die Zivilgesellschaft mobilisierte weltweit 15 Millionen Menschen, die sich hinter die Forderung für einen „real deal based on climate justice“ in Kopenhagen gestellt haben. 100.000 Bürger aus aller Welt machten vor Ort aus der „Conference of Parties“ eine „Conference of People.“ Auch wenn der zivile Druck in Kopenhagen noch nicht groß genug war, um wirklich etwas zu verändern, zeigt sich eines sehr deutlich: Die Vernetzung der weltweiten Zivilgesellschaft schreitet schnell voran. Die Forderung nach einem Weltvertrag basierend auf Klimagerechtigkeit verbindet Umwelt- und Entwicklungsorganisationen und immer mehr Bürger erkennen in der Klimafrage die Nagelprobe für eine neue Weltordnung. Die Finanzkrise, die ihr zugrundeliegenden Exzesse der Kurzfristigkeit und das „weiter so!“ haben das Vertrauen in die Selbstheilungskräfte der „freien“ Marktwirtschaft zerstört. Der Ruf nach weltweiten Regeln wird immer lauter. Erste Silberstreifen sind das Trockenlegen der Steuersümpfe und der weitgehende Konsens für eine weltweite Trans­ aktionssteuer. Auch die erfolgreiche Gesundheitsreform in den USA gibt uns Mut, dass Wandel wirklich möglich ist. 2

Diese kleinen Erfolge dürfen aber nicht über den Ernst der Lage hinwegtäuschen: •

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20 Milliarden US$ haben sich die Banker der Wallstreet Ende 2009 als Boni nach ihrer Rettung mit Steuer­ geldern ausbezahlt. Erinnern wir uns zurück an den G8-Gipfel in Gleneagles im Jahr 2005: Die Regierungschefs hatten feierlich versprochen die Hilfe für Afrika bis zum Jahr 2010 zu verdoppeln. Das wären 30 Milliarden US$. In diesem Jahr bleiben sie um 20 Milliarden US$ zurück. Die weltweite Armut hat zugenommen. Die Biodiversitätskonferenz im Oktober 2010 in Japan wird offenbaren, dass auch das Versprechen vor zehn Jahren das Artensterben zu stoppen, gebrochen wurde. Die Entscheidung des obersten Gerichtshofs der USA vom Januar 2010, die Unternehmen erstmals jederzeit – auch vor politischen Wahlen – unbegrenzt politische Werbung erlaubt, wird gravierende weltpolitische Auswirkungen haben, wenn wir an den Einfluss intelligenter Kommunikation glauben. Die von ExxonMobil, Koch Industries u.a. kontrollierten Stiftungen haben Millionenbudgets zur Verfügung und streuen mit intelligenten Kampagnen erfolgreich Zweifel gegen Klimaforscher.

Der nächste Finanzcrash oder ein Scheitern der Klima­ verhandlungen von Mexiko 2010 oder Südafrika 2011 dürfte deswegen zu einer gefährlichen Radikalisierung der weltweiten Zivilgesellschaft führen.

Wir konzentrieren unsere Aktivitäten auf Aufklärung, Mobilisierung und Vernetzung, denn die Bürger der Welt vernetzen sich schnell und lernen mit einer Stimme zu sprechen. Unser Antrieb ist die Überzeugung, dass sich aus der Intelligenz von vielen Menschen und der Vernetzung von Wissen ein globales Bewusstsein entwickeln kann. Gelingt es der Zivilgesellschaft weltweit wirksame und aufmerksamkeitsstarke Kommunikations- und Mobilisierungskampagnen zu starten, wird damit das Bewusstsein und der Druck für eine fairere Weltordnung groß genug. Die mittlerweile drei Stiftungen verfügen zusammen zwar nur über bescheidenes Stiftungskapital, aber dank der Unter­ stützung vieler Menschen erreichen wir ein Jahresbudget von einer halben Million Euro, das unsere Mitarbeiter professionell, mit viel Elan, unermüdlichem Einsatz und einem großen Hebel extrem effizient einsetzen. Wir danken Ihnen für Ihr Vertrauen und Ihre finanzielle Unterstützung. Erhöhen Sie bitte mit Ihrer Spende unsere Schlagkraft.

12. April 2010

Karolin und Frithjof Finkbeiner

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„Friede kann ohne einen Vertrag der Völker unter sich nicht gestiftet oder gesichert werden.“

Immanuel Kant

AUFKLÄRUNG TUT NOT IN ZEITEN DER GLOBALISIERUNG Wie lässt sich die Welt am sinnvollsten ordnen?

Bürger werden zu Weltbürgern

Ein Weltvertrag basierend auf Klimagerechtigkeit

Klima- und Finanzkrise, Ressourcenknappheit, Sicher­ stellung der Ernährung, Kampf der Kulturen, Terror, Krieg. Die großen Herausforderungen unserer Zeit haben zwei Dinge gemeinsam: Sie überschreiten die Grenzen unserer Nationen und ihre Ursachen sind vielfältig: Erfolgversprechende Lösungsansätze sehen daher viele in der Schaffung adäquater globaler Regelungen zur Beantwortung supra­ nationaler Fragen in einer Welt, die nach wie vor sehr weitgehend durch das Handeln von 193 Staaten bestimmt wird.

Die Staaten der Welt versuchen die entsprechenden ­Probleme in internationalen Übereinkommen zu adressieren. Die ­Abgabe nationaler Souveränität an internationale ­Regime hält sich – von der EU abgesehen – jedoch in Grenzen.

Die Stiftung Weltvertrag setzt sich für eine faire Global ­ overnance ein. Global Governance steht für eine Welt­ G ordnung, die sich durch multilaterale Kooperationen in allen wesentlichen Belangen der Weltgesellschaft auszeichnet und eine Perspektive auf Nachhaltigkeit, Frieden, Gerechtigkeit und eine gute Zusammenarbeit eröffnet. Ihre Notwendigkeit ergibt sich weitgehend durch den aus der Globalisierung ­entstehenden Regulierungsbedarf. Die grundsätzliche Leitfrage hinter dem Global Governance Ansatz lautet: Wie lässt sich die Welt am sinnvollsten ordnen?

Die Interessenlage, aber auch der Einfluss und die Machtmöglichkeiten dieser Staaten sind sehr verschieden, ebenso die Strukturen, innerhalb derer sie im internationalen Bereich operieren. Selbst wenn etwa in der Klimafrage alle übereinstimmen, dass die Gesamtemission von Klima­ gasen weltweit gesenkt werden muss, ist damit längst nicht geklärt, welches Land wie viel senken muss und ob nicht Einzelne aus guten Gründen sogar noch zulegen dürfen.

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Immer mehr Menschen erkennen, dass es nicht darum geht Fair-Trade Produkte zu kaufen, sondern dass wir weltweite Regeln brauchen, damit es gar keine „unfair-gehandelten“ Produkte mehr geben kann. Waren wir bei Gründung unserer ersten Stiftung Weltvertrag in 2001 noch so etwas wie ­„Vordenker“, so ist es heute zwar noch nicht „Mainstream“, aber die Zahl derer wächst, die sich gemeinsam für globale ­Lösungen und weltweite Spielregeln einsetzen.

Der Schwerpunkt unserer Stiftungsarbeit liegt seit 2001 in der verständlichen, ganzheitlichen Aufklärung der breiten Bevölkerung. Nur wenn immer mehr Menschen Systeme und deren Fehlentwicklungen verstehen lernen, erhöhen wir gemeinsam die Chance auf vernünftige Lösungen. Ein Weltvertrag basierend auf Klimagerechtigkeit und vernünftige Rahmenbedingungen für das globale Finanz­ system, werden in den nächsten Jahren die Schwerpunkte der Stiftungsarbeit sein.

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„Wenn Du schnell gehen musst, geh‘ alleine, wenn Du weit gehen musst, geh‘ mit vielen.“ Indianische Weisheit

VERNETZen für eine Welt im Gleichgewicht Global Marshall Plan Initiative Eine integrative Bewegung

World Commons Forum Neue Methoden der Zusammenarbeit entwickeln

Global Marshall Plan Academy Intensivschulung von Multiplikatoren

Als ein Projekt der Stiftung Weltvertrag startete 2003 in ­Zusammenarbeit mit vielen Partnern die Global Marshall­ Plan Initiative. Mit Vertretern aus Wirtschaft, Politik, Wissen­­ schaft und Zivilgesellschaft will sie die Vision eines auf ökologisch-sozialen Standards basierenden Weltvertrages voranbringen.

Wie schaffen wir es, Menschen zu vernetzen und ihre kollektive Intelligenz zu nutzen? Bei komplexen Mensch­ heits­­herausforderungen scheitern die bisherigen Methoden der Zusammenarbeit. Das World Commons Forum begegnet dieser Herausforderung durch die Entwicklung und Anwendung neuer partizipativer Formate.

Eine Welt in Balance ist mit fünf Maßnahmen möglich: 1. Durchsetzung vereinbarter Millenniumsziele 2. Aufbringung der hierfür zusätzlich erforderlichen ­­ 100 Mrd. US$ jährlich 3. Faire und wettbewerbsneutrale Aufbringung der benötigten Mittel auch über Belastung globaler Transaktionen 4. Schrittweise Realisierung einer weltweiten Öko­ sozialen Marktwirtschaft durch Verknüpfung bestehender globaler Regelwerke wie ILO-Kernarbeitsrechte und dem Welthandelsrecht 5. Neuartige Formen basisorientierter Mittelverwendung bei gleichzeitiger Bekämpfung von Korruption

Das erste Forum fand unter dem Vorsitz von SKH Prinz El Hassan bin Talal von Jordanien im März 2008 in Berlin statt. Ein computergestütztes Brainstorming moderiert von Peter Kruse führte zu den beiden wichtigsten Ergebnissen: Einbeziehung von Kindern und ­Jugendlichen sowie der Notwendigkeit der Entwicklung neuer Konferenzformate. Nach einer Konferenz im ­Kloster Hude im Oktober 2008 kamen Ende September 2009 auf Ein­ladung von SKH Prinz El Hassan bin Talal und dem Land Salzburg über 120 internationale Entscheidungsträger aus Zivilgesellschaft, Politik, Wirtschaft und Kommunikation­ in der Salzburger Residenz zusammen. Mit Eco-Social Market Economy, Redesign ECOSOC, Global Spirituality und dem ThinkCamp stellten Vertreter der Global Marshall Plan ­Initiative ein Drittel der präsentierten Projekte vor und entwickelten sie mit der E ­ xpertise der Teilnehmer weiter.

In der interaktiven Workshop-Reihe beschäftigen sich die Teilnehmer der Global Marshall Plan Academy intensiv mit Einzelaspekten des Global Marshall Plans. Sie bilden sich weiter und tauschen sich mit den Teilnehmern aus Deutschland und Österreich aus. Zudem werden rhetorische Fähigkeiten in der Gruppe geschult und gemeinsam Projektideen entwickelt. Jede Reihe besteht aus vier Wochenend-­ Seminaren an unterschiedlichen Orten. Zu jedem Seminar sind lokal engagierte Global Marshall Plan Unterstützer einge­ laden, sich einzubringen.

Die Träger im Netzwerk der Global Marshall Plan Initiative verfolgen eigenständige Projekte zur Verbreitung der Idee ­einer schrittweisen Realisierung einer weltweiten Ökosozialen Marktwirtschaft. Die vielfältigen Aktivitäten werden unabhängig realisiert, wirken aber alle auf das gemeinsame Ziel hin: einen Global Marshall Plan. Der Beitrag unserer Stiftung ist das Wirken als Katalysator, um mit der Kreativität und dem Potenzial vieler den Mainstream abzulösen.

Aufgrund des sehr positiven Feedback auf die Veranstaltung suchen wir für den Ausbau des Formats Partner und die Unterstützung von vielen Einzelpersonen und Organisationen, die sich finanziell oder mit ihren Kompetenzen einbringen.

30 Multiplikatoren konnten bereits ausgebildet werden. Sie sind im Umfeld der Global Marshall Plan Initiative aktiv, realisieren Projekte, mobilisieren und klären auf. Allein im diesjährigen Lehrgang entwickelten die Teilnehmer sieben Projektideen, die mit Unterstützung der Global Marshall Plan Foundation realisiert werden. Das von Mitgliedern der Initiative entwickelte Konzept der Academy hat sich bewährt und die Stiftung wird auch in den kommenden Jahren mithelfen, weitere Multiplikatoren auszubilden. Mittelfristig wird die Academy auch außerhalb des deutschsprachigen Raums stattfinden. Ein besonderes Dankeschön gilt allen ehrenamtlich arbeitenden Trainern und Moderatoren.

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ThinkCamp Konstruktive Querdenker für eine nachhaltige Zukunft

Global Marshall Plan Hochschul- und Lokalgruppen Dezentrale Organisation unterstützen

Babassu und Jatropha Ökosoziale Marktwirtschaft in der Praxis

Vorträge halten Menschen Mut machen aktiv zu werden

Lesen verändert die Welt Zukunftsliteratur als Dank für Ihre Spende

ThinkCamp ist eine Initiative für Menschen mit Unternehmergeist und dem Willen nachhaltig und positiv etwas verändern zu wollen. Sie richtet sich an Schüler, Studenten, Arbeitssuchende, Angestellte, Freiberufler und Führungskräfte, die ihre Zukunft aktiv in die Hand nehmen.

Wir brauchen viel mehr Menschen, die die globalen Zusam­men­hänge verstehen und in ihrem lokalen Umfeld als Multiplikatoren wirken. Die dezentrale Organisation ist die Stärke der Global Marshall Plan Initiative. In fast allen Regionen in Deutschland und Österreich finden sich mittlerweile aktive Hochschul- und Lokalgruppen. Sie realisieren auf lokaler Ebene viele Projekte und schaffen in der Bevöl­ kerung und der Politik Bewusstsein für eine Ökosoziale Marktwirtschaft.

Die theoretischen Ziele der Global Marshall Plan Initiative werden in zwei konkreten Projekten mit der Babassu-Nuss und der Jatropha-Pflanze im Staat Maranhão in Brasilien in die Praxis umgesetzt. Aus Teilen der Babassu-Nuss und den Jatropha-Samen wird nachhaltige Energie gewonnen, die eindeutig nicht im „Teller oder Tank“-Konflikt steht. Mit der dezentralen Gewinnung von Energieträgern, sowie von Dünge- und Futtermitteln soll die ländliche Bevölkerung von den Monopolen der Energielieferanten und Händlern unabhängiger werden. Babassu ist eine hoch aufschießende Palme, deren Nuss heute nur in geringen Mengen genutzt wird, der überwiegende Teil verrottet. Jatropha-Sträucher regenerieren verarmte Böden und eignen sich zur Konsortial-Pflanzung mit Dünge-, Futter- und Lebensmittel-Kulturen.

Auf einem See teilen sich Nacht für Nacht die Seerosen, sie verdoppeln jede Nacht ihre Zahl. Irgendwann wird der See voller Seerosen sein. Zehn Nächte vor diesem Zeitpunkt ist nur ein Tausendstel des Sees bedeckt, fünf Nächte vorher drei Prozent, dann geht es schnell. Genauso funktioniert es, wenn zwei Menschen zwei weitere Menschen überzeugen und diese wiederum dasselbe tun, ... Wenn sie sich für jede Multiplikation ein Jahr Zeit lassen, teilt in nur 33 Jahren die gesamte Menschheit dasselbe Ideal, eine Welt in Balance.

Angefangen hat die Multiplikation mit Büchern im Jahr 2003 mit der Investition der Vorjahresrücklagen der Stiftung Weltvertrag in Höhe von € 3.500 in 500 Exemplare des Buches „Balance oder Zerstörung“ und dem Versand des Buches aus einer Garage in Pähl. Diese dient noch heute mit 24 Regalmetern als Versandlager.

Das ThinkCamp SummerCamp richtet sich an junge Menschen. Sie werden befähigt und ermutigt, Dinge beim Namen zu nennen, sie anzupacken und etwas zu bewegen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im ThinkCamp Entrepreneur-Programm setzen zukunftsweisende Projekte in die Praxis um, die ökonomisch, ökologisch, gesellschaftlich und kulturell nachhaltig wirken. Die Idee für das ThinkCamp Konzept hat ihren Ursprung auf dem ersten Global Commons Forum. Mit Unterstützung der Global Marshall Plan Foundation und dem unermüdlichen Engagement vieler Unterstützer aus dem Netzwerk konnte die Idee weiterverfolgt und entwickelt werden. Im April 2010 wird das ThinkCamp als Genossenschaft verselbstständigt. Damit konnten Johannes Pfister und seine Freunde ihre Vision verwirklichen.

Durch gezielte Vernetzung und Informationen über den Newsletter befördern wir Kooperationen und schaffen eine Plattform für konkrete Handlungsmöglichkeiten auf lokaler Ebene: Jeder kann seine Kompetenz in ein Projekt einbringen und helfen, Ideen zu realisieren. So konnte z.B. der vom Ökosozialen Forum Österreich entwickelte Global Marshall Plan Maßnahmenkatalog von bayerischen Lokalgruppen auf Regionen in Deutschland angepasst werden. Die Global Marshall Plan Foundation bietet zahlreiche kostenlose Dienstleistungen wie Unterkonten, Übernahme der Buchhaltung und Erstellung von Spendenbescheinigungen für die Spender der Lokal- und Hochschulgruppen, so dass die ehrenamtlich arbeitenden Akteure sich auf ihre Projekte konzentrieren können. Besonders vielsversprechende Projekte fördern wir auch im Jahr 2010 wieder finanziell.

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Unsere Stiftung verfolgt folgende Ziele mit diesen Projekten: • Sicherung der Existenz von etwa 4.500 Familien • Schutz des gefährdeten Babassu-Palmenbestandes • Aufbau „Landwirtschaftlicher Zentren“ • Erhöhung der lokal unzulänglichen Lebens­­mittel­produktion • Erhöhung der lokal verfügbaren Geldmenge • Nachhaltige Gewinnung von preisgünstiger elektrischer Energie • Gewinnung eines hochwertigen, biologischen Treibstofföls. Alle Studien und Tests sind abgeschlossen und die Projekte befinden sich in der Finanzierungs- und Realisierungsphase.

Aufklärung ist essentiell, um Menschen zum Umdenken und einer Verhaltensveränderung zu bewegen. Heute sind Menschen vernetzt wie nie zuvor und Informationen verbreiten sich schneller. Je mehr Menschen wir ermutigen, selbst Vorträge zu halten, desto schneller können wir die Idee eines Global Marshall Plans verbreiten. An dieser Stelle seien mit Franz Fischler, Peter Grassmann, Peter Hesse, Uwe Möller, Franz Josef Radermacher, Josef Riegler, Klemens Riegler, Heribert Schmitz nur einige Menschen stellvertretend für die vielen anderen Aktiven unseres Netzwerkes hervorgehoben, die aus innerer Überzeugung jährlich in über tausend Vorträgen die Zuhörer wachrütteln und als Vorbilder andere Menschen motivieren. Zudem verbreiten Menschen wie Franz Josef Radermacher ihr Wissen über komplexe Zusammenhänge in Büchern in so verständlicher Form, dass es leicht fällt selbst Multiplikator zu werden.

Unsere Bücher und Inhalte stoßen auch bei vielen Schulen und Bibliotheken auf Interesse. Über tausend Schulen in Deutschland konnten wir schon mit relevanter Zukunfts­ literatur versorgen, darunter auch die Club of Rome Schulen. Gleichzeitig verschicken wir jedes Jahr kostenlos zigtausende Bücher an unsere Spender, Unterstützer und Multiplikatoren. Mit der Zukunftsliteratur klären wir Menschen auf, teilen Wissen und ermutigen, selbst aktiv zu werden. Auf­klärung erfolgt bei Freunden, bei Bekannten, am Arbeitsplatz, im Zug, bei Gesprächen nach Veranstaltungen – überall dort, wo Menschen mit Menschen zusammenkommen. Allen Spendern, die unsere Arbeit unterstützen und uns ihr Vertrauen schenken, sei recht herzlich gedankt – mit einem Buch!

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STOP Talking. start paying.

Für die jeweiligen Einzelabschlüsse wurden uns folgende Bescheinigungen (hier zusammengefasst) erteilt:

Wie lässt sich die Welt am sinnvollsten ordnen? Die Global Contract Foundation - Stiftung Weltvertrag ist eine Stiftung bürgerlichen Rechts mit Sitz in Hamburg als gemeinnützig anerkannt vom Finanzamt Hamburg-Nord.

Wie wirken Politik, Wirtschaft und Bürger zusammen? Die Global Marshall Plan Foundation ist eine Stiftung bürgerlichen Rechts mit Sitz in Hamburg als gemeinnützig anerkannt vom Finanzamt Hamburg-Nord.

Wie verstehen sich Kinder als Weltbürger? Die Plant-for-the-Planet Foundation ist eine Treuhandstiftung mit Büro in Pähl als gemeinnützig anerkannt vom Finanzamt Garmisch-Partenkirchen.

Ferdinandstrasse 28-30

Ferdinandstrasse 28-30

Kreuzeckstraße 2

20095 Hamburg Tel. +49 (0) 40 / 822 90 420 Fax +49 (0) 40 / 822 90 421 Konto 335 929 799 BLZ 720 200 70 IBAN DE83 7202 0070 0335 9297 99 BIC HYVEDEMM408

20095 Hamburg

82396 Pähl

Tel. +49 (0) 40 / 822 90 420

Tel. +49 (0) 8808 / 9345

Fax +49 (0) 40 / 822 90 421

Fax +49 (0) 8808 / 9346

Konto 212 BLZ 251 205 10

Konto 212 0000 212 BLZ 251 205 10

IBAN DE88 2512 0510 0000 0002 12

IBAN DE12 2512 0510 212 0000 212

BIC BFSWDE33HAN

BIC BFSWDE33HAN

Wir danken herzlich all unseren Partnern und Unterstützern Aktion Eichhörnchen, Alpine-Energie Österreich, AVINA-Stiftung, Bio-Seehotel Zeulenroda, bio verlag, BUND Naturschutz, BWA, Club of Logistics, Club of Rome, Degen Bedachungen, Deutscher Alpenverein, Deutsches CSR-Forum, Deutsche Post, Develey Senf & Feinkost, Eitzenberger Media Druck Logistik, Embassy of Dreams, Ernst & Young, Evangelische Kirche in Hessen und Nassau, Fischerhaus, flyeralarm, Forum Nachhaltig Wirtschaften, Freiland, Gamma-Service Recycling GmbH, Geocubes, Green City Energy, Hans Heinz GmbH Autohaus, Help the Planet, Hess Natur, HypoVereinsbank, Internationales Haus Sonnenberg, JBM Bildwiese, Kieferorthopäden, Land Salzburg, Leagas Delaney, Mood and Motion, natur+kosmos, Neuform, nextpractice, NTT Europe Online, Ökosoziales Forum, Panasonic, Perfect Day GmbH, Prolignis Energie Consulting, Regionalmanagement Oberösterreich, RobertJungk-Bibliothek für Zukunftsfragen, Rootz & Wingz, Rudolf Brugger KG, SEW, Sparda Bank München, SPES Zukunftsakademie, Toyota, Toyota Financial Services, Treffpunkt Wald, Waku Waku Hamburg, Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft, ... Antoschka, Bader Omar Al Dafa, Björn Bertoft, Andreas Biedermann, HRH Prince El Hassan bin Talal, Anita Bischoff, Malte Boecker, Evelyn Braun, Gabi Burgstaller, Daniel Dahm, Cobus de Swardt, Ulrich Martin Drescher, Bernhard Eckner, Peter Eigen, Felix Ekardt, Priscilla Elworthy, Werner Emde, Zeki Ergas, Per Eriksson, Oliver Fendt, Franz Fischler, Walter Fust, Peter Gabriel, Julian Geuder, Olivier Giscard d‘Estaing, Michael Glandon, Peter Grassmann, Hartmut Graßl, Christian Grünler, Bernadette Gruber, Tobias Guller, Prabhu Guptara, Alexander Hader, Kevin Hansen, Helmut Hartl, Bettina Hellelein, Hazel Henderson, Peter Hesse, Peter Hießberger, Benedikt Hitzler, Dirk Holterdorf, Michael Horbach, Klaus-Peter Hosfeld, Vittorio Hösle, Eva Huggenberger, Dirk Hulverscheidt, Fabian Jankl, Stefan Jessenberger, Annette Koroll, Arno Krause, Peter Kruse, Ole Leifels, Michael Lerner, Anke Lentroth, Robert Lewinske, Uwe Möller, Andreas Müller, Rupert Neudeck, Mick Nitschke, Bernd und Helga Oppermann, Kurt Oswald, Plamen Petrov, Johannes Pfister, Stefan Pfister, Vittorio Prodi, Thomas Rachel, Franz Josef Radermacher, Konrad Raiser, Margret Rasfeld, Josef Riegler, Klemens Riegler, Robert Rogner, Thomas Rosenthal, Christiane Rosmanitz, Heribert Scharrenbroich, Thomas Schauer, Heribert Schmitz, Max Schön, Bernd Schumacher, Manja Seelen, Markus Seidel, Jörg Singer, Michael Steger, Michael Stöger, Pedro Tarak, Kenneth Thomas, Klaus Töpfer, Jens Umbach, Tatjana von la Valette, Gerhard Waniek, Hermann Waterkamp, John Watts, Ernst Ulrich von Weizsäcker, Hans-Georg von Wolff, Wei Wei, Ellen Weller, Burkhard Zeunert, Georgios Zervas, Herbert Zinell und vielen, vielen Anderen. 10

„Die Buchführungen, die Einnahmen-/AusgabenRechnungen 2009 sowie die Vermögensrechnungen zum 31.12.2009 der Global Marshall Plan Foundation und der Global Contract Foundation – Stiftung Weltvertrag entsprechen nach meiner pflichtgemäßen Prüfung den Grundsätzen einer ordnungsmäßigen Rechnungslegung, den gesetzlichen Vorschriften und den Satzungen. Die Prüfung der Erhaltung der Stiftungsvermögen und der satzungsgemäßen Verwendung der Erträge der Stiftungsvermögen hat keine Einwendungen ergeben. Die Höhe der weitergeleiteten Baumspenden ist durch Spendenbescheinigungen und Quittungen der empfangenden Organisationen nachgewiesen. Pro 1 € Baumspende wurde ein Baum erworben.“ Pähl, 23. März 2010 Claudia Klafs, Wirtschaftsprüferin

Trotz Wirtschaftskrise konnten wir die Rücklagen auch im Jahr 2009 wieder steigern. Die Kinderaktivitäten haben sich im dritten Jahr so stark entwickelt, dass wir – wie im Jahr 2003 für Global Marshall Plan – im Jahr 2010 eine eigene Kinderstiftung errichtet haben. Jede Stiftung widmet sich ihrer besonderen Fragestellung und alle drei Stiftungen werden buchhalterisch getrennt geführt. Durch die enge Zusammenarbeit und den ständigen Austausch der Mitarbeiter können wir viele Synergieeffekte nutzen. Den Mitarbeitern sei an dieser Stelle ausdrücklich gedankt. Allen voran Helge Bork, die im Jahr 2002 als Praktikantin bei der Stiftung Weltvertrag anfing sowie Claudia Ehardsberger, Maike Grundmann, Karolina Hafenmayer, Andreas Huber, Anna Jark, Timothy Klofski, Juliane Krüger, Miriam Lakemann, Melanie Landau, Christopher Lüderitz, Michaela Mattern, Sabine Neumayr, Olga Scheiermann, Rosemarie Ücker und Matthias Wobben. Die nächste Kampagne sollte das Ziel haben, dass die Menschen am besten bezahlt werden, die versuchen die Welt zu retten und nicht die, die versuchen die Welt zu zerstören. Bitte helfen Sie schon jetzt mit! Über jede Ihrer Spenden erhalten Sie eine in Deutschland steuerlich abzugsfähige Zuwendungsbescheinigung automatisch bis April des Folgejahres zusammen mit einem Buchgeschenk zugeschickt. 11


Plant-for-the-Planet Akademien Kinder bilden Kinder aus! Seit Oktober 2008 finden Plant-for-the-Planet Akademien – zunächst in Deutschland – jetzt auch weltweit statt. In über 20 Akademien wurden mehr als 1.200 Klimabotschafter ausgebildet. Die Akademien sind Veranstaltungen von Kindern für Kinder: Kinder, die sich bereits als Klimabotschafter enga­gieren, geben in den Akademien anderen das beste Beispiel dafür, dass sie die Klimakrise nicht untätig ­hinnehmen. Sie zeigen, dass sie soziale Verantwortung übernehmen und ihre Zukunft aktiv gestalten können, indem sie über die Klimakrise informieren, Baumpflanzaktionen organisieren und andere zum Mitmachen anregen. In Deutschland, Österreich und der Schweiz haben wir mittlerweile über 1.200 Klimabotschafter. Im November 2009 fand sogar die erste Klimabotschafter-Akademie in China statt. Mit viel Engagement tragen die Klimabotschafter die Idee weiter und erfahren, dass Erwachsene und Politiker ihnen zuhören und ihr Anliegen ernst nehmen! Bis 2020 haben sie sich vorgenommen, eine starke Gemeinschaft von einer Million Klimabotschaftern weltweit zu sein.

Plant-for-the-Planet Pflanzaktionen Gemeinsam pflanzen – jeder Einzelne kann etwas tun! Mit Baumpflanzaktionen zeigen sie, dass sie aktiv an einer Lösung des Problems der Klimakrise arbeiten, und weisen darauf hin, dass die Erwachsenen ihrerseits endlich aufhören sollen zu diskutieren und ebenfalls aktiv werden sollen. In Deutschland haben die Kinder ihr Ziel bereits fast erreicht und pflanzen am 4. Mai den millionsten Baum. Jeder einzelne dieser Bäume steht für Klimagerechtigkeit und ist ein Symbol für die Forderung der Kinder nach weltweit einheitlichen Emissionsrechten. Egal ob in Afrika, Asien, Europa oder Amerika – gemeinsames Aufforsten weltweit verbindet die Kinder zu einer globalen Gemeinschaft und macht sie stark. Auch finanzielle Hilfe kann direkt in Baumpflanz­ aktionen umgesetzt werden. Schon 100 € reichen aus um 100 Bäume z.B. in Malaysia, im Kongo, in Costa Rica, in Namibia, in Ecuador, ... zu pflanzen. Auf einer Urkunde sieht man, wo die Bäume gepflanzt sind. Die Kinder wissen, dass ihr Ziel hoch gesteckt ist, aber es ist schaffbar: Sie wollen in jedem Land der Erde eine Million Bäume pflanzen.

Plant-for-the-Planet Foundation Die Stiftung mit dem jüngsten Vorstand Am 31. Januar 2010 wurde die Plant-for-the-Planet Foundation errichtet. Die Schülerinitiative ist als Kinderstiftung organisiert und wird von einem Stiftungsbeirat sowie einem Kinderrat (Children-Coordination-Council / CCC) geleitet. Die 21 Mitglieder des Kinderrats der Plant-for-the-Planet Foundation, die alle als Klimabotschafter aktiv sind, Pflanzaktionen organisieren und Vorträge halten, führen die Aktivitäten der Stiftung selbständig aus, soweit dies Minder­ jährigen möglich ist. Sie beraten den aus Erwachsenen bestehenden Stiftungsbeirat, der die Stiftung formal leitet. Der Kinderrat hat sich konstituiert aus 21 Klimabotschaftern: Alina, Clara, Felix, Franziska, Jona, Josia, Joy, Julian, Karoline, Lea, Leon, Liam, Max, Melik, Merle, Mira, Moritz, Niklas, Raphael, Sophie und Szesima und dürften mit einem Durchschnittsalter von zwölf Jahren altersmäßig das jüngste Gremium einer Stiftung in Deutschland darstellen. Der Stiftungsrat wird erweitert um aktive Klima­ botschafter aus der ganzen Welt.

Werden Sie Partner der Kinder! Helfen Sie mit Kinder aus über 70 Ländern wollen mitmachen! Sie wollen pflanzen, Akademien organisieren und ihre Idee verbreiten. Wir brauchen dringend Ihre Hilfe, um die Kinder bei Ihren Aktivitäten und Plänen zu unterstützen. Ob als Unternehmer,­als Privatperson, anonym oder mit Logo, ... Spenden Sie für den Aufbau eines internationalen Kindernetzwerks – einmalig oder regelmäßig – international oder ländergebunden • Mit 1.500 € pro Monat betreuen wir gemeinsam mit Ihnen Kinder in Ihrer Stadt oder Gemeinde z.B. ein Ziel von 100.000 Bäumen in drei Jahren zu erreichen • Mit 500 € pro Monat übernehmen Sie – zusammen mit anderen Partnern – die Patenschaft für ein Land Werden Sie Pate für einen Klimabotschafter • Mit 25 € monatlich ermöglichen Sie die Ausbildung, Weiterbildung und Betreuung eines Klimabotschafters Schenken Sie Bäume • Für 10 € monatlich pflanzen wir je 10 Bäume in Ländern des Südens. Widmen Sie Ihre Spende einem Land und unterstützen Sie so das Landesziel der Kinder

„Die kleinen Dinge, die Menschen tun, zeigen Wirkung. Das wird auf Dauer den Unterschied machen. Meine kleinen Dinge bestehen darin, dass ich Bäume pflanze.“ Wangari Maathai (70 Jahre), Friedensnobelpreisträgerin und Umweltaktivistin

„Wenn wir uns als Weltfamilie verstehen, können wir auch die Klimakrise meistern“

Clara (12), Klimabotschafterin aus Augsburg

„Zukunft bedeutet für Euch Erwachsene noch 20 oder 30, aber für uns Kinder 80 oder 90 Jahre. Ob der Meeresspiegel um 1, 2 oder 3 Meter ansteigen wird, ist für Euch eine akademische Frage. Für uns ist es eine Frage des Überlebens.“

Max (12), Klimabotschafter aus Berlin

„Kinder und Jugendliche wollen [...] selbst aktiv werden. Wichtig ist ihnen dabei vor allem, dass ihre Freunde mit von der Partie sind und dass die gute Tat Spaß macht. Sie wollen etwas lernen und zeigen, dass sie etwas können.“

Gerhard de Haan (59 Jahre), Deutsche UNESCO-Kommission

„Reden allein stoppt das Schmelzen der Gletscher nicht und hindert die Regenwälder nicht am Verschwinden.“

Lea (13), Klimabotschafterin aus Erlangen

Sie wollen einen eigenen Fond oder eine Namensstiftung errichten? Ab 10.000 € ist dies für einen bestimmten Zweck wie z.B. ein Land, eine Schule, ... möglich? Sprechen Sie bei Interesse Melanie Landau an.

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„Ein Moskito kann nichts gegen ein Rhinozeros ausrichten, aber Tausende Moskitos können das Rhinozeros dazu bringen die Richtung zu ändern.“

Jule (13), Klimabotschafterin aus Axstedt

EMPOWERMENT VON JUNGEN WeLTBÜRGERN

Den Sprung zur internationalen Bewegung macht Plant-forthe-Planet im August 2009 auf der UNEP Kinderkonferenz in Südkorea. 132 Kinder aus 56 verschiedenen Ländern schließen sich Plant-for-the-Planet an. Seitdem erreichten uns zahlreiche Berichte aus Bangladesch, der Elfenbeinküste, Namibia, den Philippinen, Polen, der Schweiz, dem Senegal, der Türkei und vielen anderen Ländern. Mittlerweile engagieren sich Kinder in 72 Ländern.

Die Schülerinitiative Plant-for-the-Planet wurde im Jahr 2007 ins Leben gerufen und hat ihren Ursprung in einer Hausaufgabe des damals 9-jährigen Felix Finkbeiner über die Klimakrise. Im Rahmen seiner Recherchen stößt er auf die kenianische Umweltaktivistin und Friedensnobelpreisträgerin Wangari Maathai, die in 30 Jahren 30 Millionen Bäume gepflanzt hat.

Diplomaten in Gummistiefeln Kinder tragen ihre Idee in die Welt!

„Lasst uns in jedem Land der Erde eine Million Bäume pflanzen!“

Felix entwirft am Ende des Referats die Vision, Kinder könnten in jedem Land der Erde eine Million Bäume pflanzen. Die Lehrerin schickt Felix in andere Klassen, die Direktorin an andere Schulen. Schon wenige Wochen später finden die ersten Pflanzaktionen statt und Klaus Töpfer wird Schirmherr der Schülerinitiative. Seitdem verbreiten die Kinder ihre Visionen weltweit, organisieren Pflanzaktionen, bilden sich gegenseitig zu Klimabotschaftern aus und halten Vorträge. Sie erfahren, dass jeder Einzelne etwas tun kann und dass sie als Welt­ familie globale Probleme anpacken können. Später werden der Club of Rome, die Global Marshall Plan Foundation und die UNEP erste Förderer der jungen Schülerinitiative.

Nach dem Scheitern von Kopenhagen ist der im Dezember 2010 in Mexiko stattfindende Klimagipfel (COP 16) wichtigstes Ereignis für die Schülerinitiative. Deshalb pflanzen 45 Kinder am 4. Mai den millionsten Baum in Deutschland zusammen mit Umweltministern aus 45 Ländern auf dem Petersberg bei Bonn. Damit wollen die Kinder der Schüler­ initiative Kinder auf der ganzen Welt ermutigen auch Bäume zu pflanzen und so die Botschaft zu senden: „Wir Kinder mischen uns ein, denn es geht um unsere Zukunft.“ • Wir pflanzen in jedem Land der Erde eine Million Bäume für Klimagerechtigkeit. • In Plant-for-the-Planet Akademien schaffen wir ein weltweites Netzwerk und handeln als Weltbürger. • Unser Netzwerk spiegelt die Verteilung de­r­ Weltbevölkerung wieder. Bis 2020 wollen wir eine Million Kinder in 20.000 Akademien zu Klimabotschaftern ausbilden. •

„Stop talking. Start planting“ Eine freche weltweite Kampagne Wie werden die wirklich wichtigen Dinge auch relevant für das Leben eines jeden Einzelnen? Überlebenswichtige Inhalte werden nicht allein deswegen mehr wahrgenommen, weil sie wichtiger sind. Ethisch wertvolle Inhalte stehen leider in Konkurrenz zu kommerziellen Inhalten. Die Kampagne „Stop talking. Start planting“, die die Agentur Leagas Delaney für die Kinder entwickelt hat, wurde anfangs von den erwachsenen Beiräten der Kinder abgelehnt. Die Kinder haben sich durchgesetzt und die Prominenten lassen sich ohne Zögern den Mund zu halten. Eine Auswahl der Unterstützer in Reihenfolge des Titelbilds Malini Mehra, Zilore S. Mumba, Wei Wei, Fürst Albert II von Monaco, Michael Stich, Anote Tong, Rajendra Pachauri, Hans Küng, Prinz Turki Al Faisal von Saudi-­ Arabien, Gabi­Burgstaller,­Daniel Wermus, David Suzuki, Bill McKibben,­Anwar Fazal, Jörg Haas, Eric Ezechieli,­ Horst Seehofer, Christian Ude, Vittorio Prodi, Rajendra Gandhi, Edward Ayensu, Michael Otto, Javier Quero Guerra,­Barbara Stocking, Prinzessin Haya Bint Al Hussein von­­Jordanien, Mathis Wackernagel, Kumi Naidoo, August Faller, Wangari Maathai, Aubrey Meyer, Mary Robinson, Liz Mohn, Tiemoko Sangare, Arne Ljungqvist, Daniel Stauffacher, Franz Fischler, Gisele Bündchen, Gesine Schwan, Pete Postlethwaite, Han Seung-soo, Achim Steiner, Muhammad Yunus, Ashok Khosla, Anthony Hill, Michael Nikalubo, Peter Maffay, Franz Alt, Wolfgang Schüssel, Jia Zhibang, Franz Fehrenbach.


Bericht 2010  

Bericht der Global Marshall Plan Foundation 2010

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