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Glaubensgeneration

DEINE CHANCE

Glauben und Bauen

7 Wunder - die Gott vollbrachte


Glaubensgeneration Diese Zeitschrift wurde herausgegeben von der Evangeliumskirche «Glaubensgeneration» Duisburg e.V. Nr. 1 / 2011 Verantwortlicher Redaktor Katharina Wesner Design Alessia Epp Interviews wurden durchgeführt von Ivan Peters Ihre Anliegen und Wünsche senden Sie bitte an folgende postale Adresse: Evangeliumskirche «Glaubensgeneration», Albert-Hahn-Str.20, 47269 Duisburg oder folgende E-Mail-Adresse: office@glaubensgeneration.de Telefonisch erreichen Sie uns unter: + 49 (0) 203 578 36 26

www.glaubensgeneration.de

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INHALT Seite 3

Wunder - die Gott vollbrachte

Seite 4

1. Wunder – Die Erde

Seite 6

2. Wunder – Das Wetter

Seite 8

3. Wunder – Der Schutz Gottes

Seite 10

4. Wunder – Die Fähigkeiten

Seite 14

5. Wunder – Die Fahrt nach Israel

Seite 16

6. Wunder – Die Finanzen

Seite 18

7. Wunder – Die Einheit


Wunder - die Gott vollbrachte Wunder… Ja gerade Wunder sind das, was einen gläubigen Menschen vom ungläubigen unterscheiden. Die Interpretation von Wundern beiderseits ist ebenfalls unterschiedlich. Auf alle Argumente des Gläubigen, findet der Ungläubige immer eine Erklärung der Geschehnisse, die das Übernatürliche ausschließt. So auch bei der Errichtung des WERA - Forums. Jedoch ist es nicht einfach folgende Vorkommnisse zu erklären: - Ungeachtet aller Widerstände und vorheriger Verbote, wurde die Baugenehmigung für das WERA-Forum trotzdem erteilt. - Ohne jegliche Sponsoren ging eine Gruppe von Gläubigen an die Errichtung eines Gebäudes, mit der Fläche von 3200 m² und einer 1600m²-großen Tiefgarage mit 45 Stellplätzen, heran. - Mit nur vier - mit der Arbeit überlasteten - Elektrikern, drei Schweißern und zwei Schlossern (die übrigen am Bau beteiligten 15 bis 20 Mann sind anderer - nicht baubezogener - Berufe) wurden die Innenarbeiten auf einem hochprofessionellen Standards entsprechenden Niveau, welches man in nicht vielen Gebäuden in Deutschland antrifft, vollendet. Das Gebäude besteht aus vier, bei Notwendigkeit gleichzeitig nutzbaren Sälen; einer professionellen Bühne mit einem drehbaren Boden und ausfahrbaren Stufen; einer aus größtenteils Holz und Milchglas bestehenden Innenverkleidung; einer einzigartigen Beleuchtung, in den Wänden eingebauten Bildschirmen, zwei Aufzügen, einem extra Zugang direkt aus der Tiefgarage zu den Umkleideräumen für die Auftretenden und zu zwei Bühnen. - Einfache Mitglieder der Gemeinde lernten zu verputzen, zu projektieren und Entwürfe zu verstehen, Glas zu verarbeiten, Fliesen und unterirdische Kommunikationsverbindungen, Kabel zu verlegen, Betonwände zu gießen, Stahlkonstruktionen zu berechnen und die kompliziertesten Details zu verschweißen, einen Kran zu bedienen, mit einem 20-Tonnen Bagger zu graben und zu verladen, auf dem Dach dreitonnenschwere Balken zu errichten und Vieles, Vieles mehr. All das taten sie nach der regulären Arbeitszeit in ihren Unternehmen im Laufe von 3,5 Jahren. Wir beteten und handelten, fragten, beteten, überlegten, opferten, beteten, vertrauten auf den Herrn, wurden nicht selten nervös, mussten des Öfteren umarbeiten, beteten und zogen aufs Neue in den Kampf… Genau das sind Wunder! Wir glauben und glauben. Glauben an Wunder und sehen sie!!! Alexander Epp

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Wir werden nicht bauen! Die Entscheidung das Gemeindehaus nicht selbst zu bauen, sondern ein bereits existierendes Kirchengebäude zu kaufen, wurde scheinbar ein für alle Mal getroffen. Es gab genügend Argumente, die diesen Wunsch untermauert hatten, und sie alle überzeugten. Allein der Gedanke daran, dass wir als Gemeinde den Staffelstab des Dienstes für Gott in einem Gebäude, das Ihm geweiht ist, übernehmen, hat nicht nur unseren Pastor begeistert. Denn jedes Detail eines Kirchenbaus jeder beliebigen Konfession ist durchtränkt mit Tausenden von Umkehrgebeten, mit dem Wunsch Gott zu gefallen, mit der Freude der Errettung. Von jeder Kirchenbank aus erhob sich der Lobpreis und erreichte das Herz des himmlischen Vaters. Zu bleiben und Gott zu dienen in solch einem Gebäude, das von der jahrhundertelangen Gegenwart Gottes durchdrungen ist, wäre eine große Ehre für jeden von uns. Ein weiterer Faktor, der uns nicht von einem eigenen Gebäude träumen ließ, war ein banaler Mangel an Geld. Ebenso hatten wir keine Erfahrungen im Errichten der Bauwerke solcher Größe. Darüber hinaus fürchteten wir uns vor negativen Erlebnissen anderer Gemeinden, wo während des Baus Menschen, die Gott das ganze Leben zu widmen leidenschaftlich versprachen, in der Tat ihre Zeit, ihre Kraft und ihr Geld doch für sich selbst verbrauchten. Manche von ihnen erlitten sogar einen Glaubensschiffsbruch auf Grund von Unzufriedenheit und Auflehnung. Die Liste der Argumente gegen den Bau eines eigenen Gemeindehauses endete mit der Tatsache, dass die zum Kauf angebotenen Grundstücke in der Stadt Duisburg sehr ungünstig lagen. Sie befanden sich am Stadtrand mit problematischem Anschluss der öffentlichen Verkehrsmittel. Im Wort Gottes lesen wir: „So spricht der Heilige, der Wahrhaftige, der den Schlüssel Davids hat, der öffnet, so dass niemand mehr schließen kann, der schließt, so dass niemand mehr öffnen kann…“ (Offenbarung 3,7) Das, was der Herr öffnet, kann niemand mehr schließen. Wenn wir unser heute bereits vollendetes Gebäude des WERA-Forums anschauen, können wir das Lächeln nicht

unterdrücken, da wir uns an die damaligen unschlagbaren Argumente gegen den Bau erinnern. Wir preisen Gott, der für alles gesorgt hat. Alle unlösbaren Probleme, alle unsere wohlerwogenen und durchdachten „Nein“ zersplitterten an einem einzigen „JA“, das aus dem Munde unseres allmächtigen Gottes kam. Jenny Vogelmann

Nach dem Willen Gottes handeln. Interview mit Daniel Ikkert Was empfandest du, als der Bau anfing? - Was ich empfand? Freude und ein Verlangen zu bauen. Außerdem veränderte der Herr alle Umstände so, dass ich mich komplett dem Bau widmen konnte. Und wie wurdest du zum Bauleiter? Wie fing alles an? Ich nehme an, du sahst dich nicht unbedingt in dieser Rolle? - Ja, es war nicht mein Wunsch, aber der Herr stellte mich auf diese Position, damit ich Ihm dienen konnte. Für mich war all‘ das nicht nur neu, sondern auch sehr interessant. Nach der ersten Erdanalyse, kam auch die erste Enttäuschung. Doch damals beteten wir alle gemeinsam und riefen zu Gott, baten Ihn um ein Wunder. Und Gott vollbrachte das Wunder. Die zweite Analyse der Erde war so gut, dass man sie zum Zuschütten eines Wasserkanals nahm. Als wir Gottes Hilfe in solchen Situationen sahen, kam große Freude auf und die Gewissheit, dass wir alles nach Seinem Willen tun. Was hattest du für einen Eindruck, als wir den Boden auf der ersten Etage gossen? War das schwer für dich? - In meinem Leben musste ich schon immer hart arbeiten. Neu und schwer war es, anderen etwas beizubringen, was ich parallel eigentlich selbst erlernte. Denn Spezialisten hatten wir keine. Wie überwindest du Schwierigkeiten, die während der Bauzeit aufkommen? Gibt es eine bestimmte Herangehensweise oder Methodik? - Die Methodik ist einfach. Ich hoffe auf den Herrn, gebe alles in Seine Hand, bete und fange an zu arbeiten. Ich musste mir bestimmte EDV-Kenntnisse aneignen, Vieles erlernen. Zum ersten Mal bestellte ich Ware und so weiter Schritt für Schritt. Natürlich sandte der Herr Menschen, welche mir beim Bauen halfen. Beispielsweise gab mir der Mitarbeiter einer Firma, bei der wir Baumaterial bestellten, Ratschläge bei vielen Angelegenheiten. Darüber hinaus versorgte er mich mit Kontakten zu verschiedensten Unternehmen, bei welchen ich die not-

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wendigen Informationen erhielt. Die Errichtung des Gebäudes lief nicht immer glatt: mal fehlten die Finanzen, mal die Spezialisten, mal einfach nur Arbeitskräfte. Erzähle bitte, wann du spürtest, dass endlich der Durchbruch kam? - Ich fühlte den Durchbruch, als wir den Kredit bekamen. Da kam die Zuversicht, dass der Bau sich nicht noch über Jahre hinziehen wird, sondern Gott eine Zeit bestimmt hatte, wann wir diesen beenden. Denn wenn keine finanziellen Mittel zur Verfügung stehen, begreifst du, dass früher oder später man alles verlegen oder gar einfrieren muss und wie lange es dauern wird, ist nicht abzusehen. Welche besonderen Momente blieben dir in Erinnerung? - Freudebringende Momente waren: das Gießen des Bodens der ersten Etage, die ersten Wände, das fertige Dach. Es war überwältigend, als wir mit dem Rohbau fertig wurden. Für das notwendige Material für die Fenster und das Dach fehlte uns eine bedeutende Summe. Doch wir beteten, opferten alle gemeinsam und staunten, auf was für eine wunderbare Weise Gott uns die Finanzen gab. Über die Dauer des Baus warst du praktisch nie zu Hause, wie war das für deine Frau und Kinder? - Meine Familie, in erster Linie meine Frau, steht auf meiner Seite, sie unterstützt mich vollkommen. Sie versteht, dass ich das nicht für mich tue, sondern für den Herrn. Gott sieht mein Herz und meinen Wunsch Ihm zu dienen, bedeckt meine Fehler und die Mängel in der Familie mit Seiner Gnade. Natürlich fehle ich meinen beiden

1. Wunder – Die Erde Bei den Beträgen, die uns von den für die Entsorgung der Erde zuständigen Unternehmen genannt wurden, entsprach der niedrigste Betrag dem Preis eines Einfamilienhauses. Nachdem wir mit der gesamten Gemeinde dafür gebetet und die Erde gesegnet hatten, war der Betrag um mehr als das Dreifache gesunken. Jungs und meiner Tochter. Jedoch sehen sie die Resultate dessen, was ich tue und können nachvollziehen, wofür ich so arbeite. Ich erkläre ihnen, dass wir schon bald fertig sind und wir uns nur ein bisschen gedulden müssen. Was bedeutet der Bau für dich persönlich? - Ich wurde stärker im Glauben und erwarb ein großes Vertrauen auf Gott. Mit dem Herrn ist alles möglich, wenn man Sein Werk vollbringt. Ich erfuhr, was Brüderschaft in der Gemeinde bedeutet; erfuhr, wer sich wie in gewissen Situationen verhält; erkannte auch meine Schwächen, obwohl ich dachte, dass ich sie nicht habe. Ich begriff, dass in meinem Charakter noch ein Feld für Gottes Wirken existiert. Daniel, vielleicht möchtest du noch etwas hinzufügen? - Ich denke, dass wir nicht umsonst anfingen zu bauen. Der Herr vollbrachte all das für Sein Königreich. Gott erhob Brüder; Er machte uns zu einer Einheit – einer Familie. Ich denke, dass es auch für das weitere Gemeindeleben wichtig ist. 5


Vieles vermag ein Gebet des Gerechten* Interview mit Irina Epp Irina, wie entstand diese Idee, eine Gebetsgruppe zu gründen? - Am Anfang des Baus hatten wir viele Schwierigkeiten und uns wurde klar, dass wenn wir nicht beten würden, der Teufel den Bau stören würde. So wurde die Entscheidung getroffen jede Woche für die Anliegen des Baus und ebenso den Schutz aller Bauenden zu beten. Was sind die Hauptanliegen, für welche die Gruppe gebetet hat? - Wir beten dafür, dass auf dem Bau immer genug Hände zum Anpacken, Finanzen und alle notwendigen Baumaterialien vorhanden sind. Wir bitten darum, dass Gott die Anliegen derer erfüllt, die auf dem Bau dienen, sie mit Gesundheit segnet, ihnen Frieden und Ordnung in der Familie gibt. Wir beten, dass die Menschen Gottes Hand sehen und wissen, dass Er für ihre Nöte sorgt, wenn sie Ihm dienen. Im Matthäus Evangelium** steht, dass wir zu allererst nach dem Reich Gottes trachten sollen und alles andere wird uns zugelegt werden. Wer kommt meistens zum Gebet? - Dadurch, dass das Gebet am Morgen stattfindet, kommen überwiegend Frauen, die zu dieser Zeit die Möglichkeit dazu haben. Gab es irgendwelche besonderen Tage? Geschahen Wunder? - Es ist schwierig einen besonderen Tag hervorzuheben. Wir hatten immer den Glauben, dass Gott Sein Werk vollbringt. Aber Wunder gab es viele. Es gab Situationen, in denen nach dem Gebet die Kosten für Material und andere Dienste für den Bau geringer wurden, sogar bis zu 5.000€. Und als die finanziellen Mittel ausgeschöpft waren, beteten wir – und sie wurden auf wundersame Weise wieder aufgefüllt. Ein Wunder

jedoch würde ich gern besonders hervorheben, welches während der Außen- und Dacharbeiten geschah. Wir beteten, dass es zu dieser Zeit nicht regnen sollte und es regnete nicht. Die Männer mussten sogar nachts arbeiten. Und als diese Arbeiten beendet wurden, begann ein starkes Gewitter. Unser großer Gott hatte auf unsere Gebete geantwortet. Was lehrte Sie dieses Gebet? - Zu aller erst Beständigkeit. Wir denken bereits daran, auch nach Vollendung des Baus uns weiterhin zum Gebet zu treffen. Jedes Mal wenn wir zum Bau kamen, sahen wir wie das Gebäude - als greifbare Antwort auf unsere Bitten - wuchs. Das bringt Freude und stärkt den Glauben. Jakobus, Kapitel 5, Vers 16

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Matthäus Evangelium, Kapitel 6, Vers 23


2. Wunder – Das Wetter Solange die Arbeiten draußen stattfanden, beteten wir immer wieder dafür, dass es nicht regnet. Oft war es so, dass wenn wichtige Außenarbeiten verrichtet werden mussten, der Regen aufhörte. Er begann erst dann wieder, wenn die Arbeiten fertig waren oder es regnete nachts und tagsüber viel kein Tropfen.

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Glaube der Wunder ermöglicht „Denn wahrlich, ich sage euch: Wenn jemand zu diesem Berg spricht: Hebe dich und wirf dich ins Meer! und in seinem Herzen nicht zweifelt, sondern glaubt, dass das, was er sagt, geschieht, so wird ihm zuteilwerden, was immer er sagt. Darum sage ich euch: Alles, was ihr auch immer im Gebet erbittet, glaubt, dass ihr es empfangt, so wird es euch zuteilwerden!“ (Bibel, NT, Mk. 11, 23-24) Der Glaube und die Hoffnung auf den Herrn waren es, die uns Mut verliehen haben, mit dem umfangreichen Bauprojekt zu beginnen. Alle als Eins stand die Gemeinde im Gebet und später nicht nur in Wort, sondern auch in Tat. „Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, eine Überzeugung von Tatsachen, die man nicht sieht.“ (Bibel, NT, Heb. 11,1) Die Mauern ragten empor, als könne man Gottes Treue berühren - zur Vollendung des Rohbaus fehlten nur noch das Dach, die dazu nötigen Finanzen. Jedoch nicht die Courage, nicht der Mut! „Siehe, ich habe dir geboten, dass du stark und mutig seist. Fürchte dich also nicht und hab keine Angst; denn der Herr, dein Gott, ist mit dir in allem, was du tun wirst.“ (Bibel, AT, Josua 1,9)

„Sei stark und mutig“ war das Gebot der Stunde.

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„Sei stark und mutig“ war die Devise der Männer, die Seite an Seite standen und gemeinsam gebaut haben. Wie einst vor den Riesen, gegen die das Volk Israel sich fürchtete zu kämpfen, um ins verheißene Land einzuziehen, befanden sich die Männer nun vor einer großen Aufgabe - der Errichtung des Daches. Jedoch wie bereits Kaleb seine Tapferkeit bewies und in völligem Gehorsam vor dem Herrn bereit war, den Kampf anzutreten, schraken auch unsere Männer vor dem Dach - dem Riesen – nicht zurück. Sie kämpften bis nachts um drei Uhr und stürmten um sechs Uhr morgens erneut in die Schlacht. So Tag für Tag, bis ein dichtes Dach - ein Wunder - fertiggestellt war. Das Vertrauen auf die Treue Gottes besiegte jeden Zweifel an der Errichtung des Wera-Forums. Sogar die Skeptiker, die bis zuletzt stur behaupteten, dass dieses Gebäude nicht stehen wird, mussten sich geschlagen geben. Denn nun stand es da – ein Beweis, eine Bestätigung, eine Tatsache, dass es Wunder gibt.


Der kluge Baumeister Ein kluger Baumeister baut sein Gebäude auf einem festen Fundament, damit es einen festen Halt hat und nicht wankt. Mindestens genauso wichtig sind auch die Dachdeckerarbeiten, die sein Haus wind- und wetterfest machen. Es wird das Dach errichtet, die Wärmedämmung an Dach- und Außenwänden vorgenommen und anschließend verkleidet. So wird das Haus zur Festung, die nichts von außen durchdringen kann und die kein Angreifer erschüttern kann – ein Zufluchtsort. Ähnlich ist es auch im Leben eines Christen. „Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid, und dass der Geist Gottes in euch wohnt?“ (Bibel, NT, 1. Kor. 3,16) Man muss fest verwurzelt im Glauben sein oder wie es im Wort Gottes steht, auf einem Felsen – dem Felsen des Glaubens – bauen. Die Mauern und das Dach ist Gott, der uns beschützt und nie im Stich lässt. Unsere persönliche geistliche Beziehung zu Ihm ist wie die Wärmedämmung, denn sie bewahrt uns vor Unwettern – Problemen oder Schwierigkeiten, lässt uns nicht erkalten und das Feuer der Liebe zum Herrn nicht erlöschen. Wie König David einst in den Psalmen über den Herrn schrieb: „ Du bist mein Schutz, Du behütest mich vor Bedrängnis, Du umgibst mich mit Rettungsjubel!“ (Bibel, AT, Ps. 32,7). Da war er nun, der fertige Rohbau des Wera-Forums – ein hart erkämpfter Sieg im Reich Gottes. Marina Peters

3. Wunder – Der Schutz Gottes Das Wort Gottes sagt uns, dass Gott seinen Engeln befehlen wird, uns auf all unseren Wegen zu beschützen. Während der gesamten Bauzeit erlebten wir immer wieder, dass die Engel Gottes Menschen, die auf dem Bau dienen, vor Verletzungen und Unfällen bewahrten, und auch das Gemeindeeigentum vor Dieben schützten.

Mein Dienst für Gott begann damit, dass ich beschloss, am Bau unseres Gebäudes teilzunehmen. Ja, ich wünschte mir eine Ausbildung, hatte auch Gedanken über die Gründung einer Familie. Jedoch entschied ich mich dazu, den Dienst an die erste Stelle zu setzen und im Rest auf Gott zu vertrauen, betend, dass Er für mich sorgt. So geschah es und ich bekam meine Ausbildungsstelle auf eine ganz wunderbare Weise. Ich verschickte einige Bewerbungen, erhielt jedoch nur Absagen. Dann beschloss ich, noch Eine zu verschicken und man stellte mich ein. Zudem noch rückwirkend vom Beginn des bereits seit zwei Monaten laufenden Ausbildungsjahres. Zur selben Zeit verlobte ich mich mit einer wundervollen jungen Frau, die nun meine Ehefrau ist. So sorgte und richtete der Herr alles ein! Serge Vogelmann

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Der Innenausbau Der Rohbau steht, das Richtfest ist vollbracht, doch der schwerste Teil ist noch nicht überwunden. Aus Erfahrung weiß man, dass der Innenausbau und die Feinarbeit mehr Zeit und Mühe in Anspruch nimmt als der grobe Rohbau. Viele Arbeitsfronten öffneten sich auf einmal: Wände verputzen, Fliesen legen, Kabel verlegen, Schaltkästen anschließen, Holzwände montieren, Decken abhängen und streichen, Geländer schweißen und viele andere Details für deren Aufzählung eine Seite nicht reichen würde, kamen auf die Männer zu. Man entschied sich für eine Teilung der gemeinsamen Bautruppe in einzelne Spezialbrigaden wie z.B. Elektriker und Schweißer. Einziges Problem: Es gab sie kaum, die Spezialisten. Somit teilte sich jeder dort ein wo er sich selbst am besten vorstellen konnte - jedoch brachte fast niemand Kenntnisse mit sich. Taxifahrer lernten Decken abzuhängen und Lehrer krochen durch die Katakomben um Kabel zu verlegen. Lernfähigkeit war das oberste Gebot. Der Innenausbau lehrte unsere Gemeinde dass das Innere mehr Fürsorge braucht als das Äußere. Dies ließ uns auch an uns selbst arbeiten und unser Inneres verändern. Wir lernten auch, dass wir Großes vollbringen können, wenn wir uns von Gott gebrauchen lassen. Demut und Gehorsam wurden sehr wichtig um etwas zu erreichen. Das Leben eines Christen wurde uns noch klarer: Um sein Inneres zu verändern, wie es Gott von uns will, muss man den Heiligen Geist regelmäßig Stück für Stück an sich arbeiten lassen, bis alles glänzt und strahlt. Es fanden sich leider auch Menschen, die weder am Gebäude noch an sich selbst arbeiten wollten und sich aus dem Gemeindeleben zurückzogen. Der Innenausbau gestaltete sich schwieriger und langwieriger als es die Meisten erwartet hatten. Müdigkeit und Enttäuschung war an einigen Gesichtern abzulesen. Doch die, die auf den Herrn hoffen, sind wie junge Adler und bekommen neue Kraft sagt uns die Bibel – und so war es auch: Neue Kraft wurde geschöpft, Hoffnung und Freude verbreitete sich jeden Tag neu und die Müden wurden stark und die Enttäuschten bekamen Hoffnung. Der Geist Gottes war unsere Kraftquelle. Deshalb weiß heute jeder, der mitgeholfen hat, dass das Gebäude nicht aus unserer Kraft und nicht durch unsere Fähigkeiten erbaut wurde, sondern durch die Kraft des Herrn und die Unterstützung seines Geistes. Ohne ihn wäre kein Stein gehoben und kein Pinselstrich gemacht worden. Walter Epp

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4. Wunder – Die Fähigkeiten Gott schenkte auf eine übernatürliche Weise Erfahrungen im Bauwesen, obwohl es keine professionell ausgebildeten Bauarbeiter unter uns gab.

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Mit Gott ist alles möglich

einander an, lernten nicht beleidigt zu sein. Somit besaßen wir zum Ende des Baus nicht nur die professionelle Fertigkeit, sondern auch den Abschluss einer Beziehungsschule. Der Herr prüfte unsere Treue.

Interview mit Igor Merkel

Nach den Putzarbeiten fing das Fliesenverlegen an, es formte sich ein neues Team. Vor uns stand ein Gigant mit der Größe von 1500 m². Dabei durfte man nicht einfach hingehen und „hinklatschen“ wie es einem beliebt, sondern musste alles planen, berechnen, vorbereiten. Die Brüder aus Rumänien haben uns sehr geholfen, die uns unter anderem zeigten, wie ein warmer Boden gefertigt wird. Wir versuchten uns in alle Details einzuarbeiten. Interessant ist, dass zur Zeit des Gießens vom Estrich wir schon keine Angst vor diesen Arbeiten hatten. Der Herr brachte die benötigten Leute zu uns, antwortete auf Gebete, gab Weisheit bei der Entscheidungsfindung. Einen solchen Umfang an Arbeiten mit dieser enormen Verantwortung, ohne Gott und mit eigenen Kräften zu erfüllen ist unmöglich.

Igor, für Sie ist die Errichtung unseres Gebäudes nicht die erste Baustelle im Leben, an der Sie teilnehmen. Gibt es Unterschiede? - Die erste Baustelle, an der ich teilnahm, war auch die Errichtung eines Kirchengebäudes. Dort sah ich zum ersten Mal, wie Gläubige bauen, und wie ein Pastor sich am Prozess beteiligt. Und bei der Errichtung unseres Gebäudes nicht dabei zu sein, war für uns keine Alternative, es ist doch unsere Gemeinde. Jedes Mal wenn ich auf die Baustelle kam, erfüllte sich mein Herz mit Freude. Denn hier werden Menschen errettet! Tatsache ist, dass eine Kirche zu bauen, nicht nur eine gewöhnliche Teilnahme an irgendeiner Baustelle ist. Und es erhält bei Weitem nicht jeder Mensch die Möglichkeit eine Gemeinde zu bauen. Nun war der Rohbau fertig, der Innenausbau begann. Wie war das für Sie? - Weißt du, wann mir bewusst wurde, dass wir bauen? Als ich die Mauer hinaufstieg, um die letzten Ziegelsteinreihen zu legen und den ganzen Umfang unseres Gebäudes sah. Erst dann wurde mir bewusst, was für ein Gebäude wir errichten. Und der Anfang der Innenarbeiten erst… Ich wusste, dass es nicht einfach wird. Spezialisten hatten wir nicht, das, was wir konnten, war nicht professionell. Ich konnte mir noch nicht einmal vorstellen, wie sich alles entwickeln würde, wer wird arbeiten? Doch der Herr erhob die Männer, die mit ihren eigenen Händen, durch Gottes Hilfe komplizierte Sachen vollbrachten. Wenn wir sagen, dass am Innenausbau keine einzige Firma mitwirkte, glaubt man uns schlicht und weg nicht. Wir bemühten uns, in die Arbeit all unsere Liebe hineinzulegen, all die Details als wäre es für uns selbst. Obwohl unser Pastor immer sagt: „Im Haus Gottes muss alles besser sein, als in unserem zu Hause!“ Igor, Sie leiteten die Verputzer. Wie war die Arbeit, die Ausbildung? - Unser Gebäude zu verputzen war eine kolossale Arbeit. Gott sei Dank, dass uns im Anfangsstadium Brüder halfen, die als Verputzer bei einer Firma beschäftigt waren. Sie brachten uns alles bei. Ich hatte schon mit Putzarbeiten bei dem Bau der deutschen Gemeinde zu tun, aber für die anderen war es schwer, doch sie bemühten sich und lernten viel dazu. Ich z.B. staunte immer über die Geduld von Jura Kinn. Er lernte in dieser Zeit zu verputzen und erhielt eine Qualifikation. Wir alle wurden nicht nur in Innenarbeiten ausgebildet, sondern auch im Umgang mit einander. Wir schliffen die Rauheit, passten uns 12

Welche Bedeutung hat die Errichtung des Gebäudes für Sie persönlich und Ihre Familie? - Unserer Familie brachte diese Zeit neue Offenbarungen und eine neue Beziehungen mit Gott. Ich danke Gott für die Geduld und das Verständnis, die Er meiner Frau schenkte. Es gab Zeiten, als meine Kräfte sich dem Ende neigten, doch meine Familie unterstützte mich. Gott segnete die Finanzen und das Eigentum unserer Familie, in der Zeit des Baus. Seine Gnade, Kraft und Schutz waren immer über uns.


Darüber hinaus möchte ich noch hinzufügen, dass, wenn nicht wir die Errichtung des Gemeindegebäudes angegangen wären, Gott andere gefunden hätte, jedoch könnten wir dann an diesem Werk nicht mehr teilnehmen. Das ist eine große Ehre - ein Gebäude für die Herrlichkeit Gottes zu bauen. Darüber jauchzt unser Geist!

Gottes Herausforderung annehmen und auf Ihn vertrauen Interview mit Alexander Krebs Alexander, erzähle uns bitte, wie es dazu kam, dass du beim Bau des Gebäudes für die gesamte Elektromontage als Verantwortlicher gestellt worden bist? - Wie es dazu kam? Ich habe nie daran gedacht mal ein Gemeindehaus zu bauen. Zu der Zeit, als wir noch unser Cafè in Ruhrort hatten, wurde ein Elektroniker zum Auswechseln von Kabeln, Ersetzen von Schaltern usw. gebraucht. Damals war ich noch ganz neu in der Gemeinde und gerade noch in der Ausbildung zum Elektroniker. Später habe ich verstanden, dass Gott mich berufen hat.

Leuchter für die Wände im Eingangsbereich und hatten noch keinen Plan für die Notbeleuchtung. Jedoch musste man die Elektroleitungen zu demselben Zeitpunkt verlegen, als die Wände verputzt wurden. Wir konnten uns nicht vorstellen, wie und von welcher Seite wir dieses Problem angehen sollten. Nach einem Gebet, haben wir einen annähernden Plan skizziert und die Leitungen nach diesem Plan verlegt. Als wir dann den offiziellen Plan aus dem Ingenieurbüro erhielten, war dieser identisch mit dem, den wir erstellt hatten.

Bist du Elektriker von Beruf? - Ja, ich bin Elektriker. Jedoch in der Automatisierung von Industrieanlagen und nicht von Wohnhäusern. Daher musste ich im Verlauf des Baus mich in diese Materie einarbeiten. Wie löst du die Probleme, die mit dem Bau auf dich zu kommen? - Wie ich die löse? Ganz einfach: ich bete, dann frage ich die Spezialisten, versuche den Kern des Problems zu verstehen und löse es. Welches Projekt war während des gesamten Baus am schwierigsten? - Man kann eigentlich sagen, dass alles im Zusammenhang mit dem Bau eine große Herausforderung ist. Ich tue hier das, was mit meinem Beruf direkt eigentlich nichts zu tun hat, doch Gott gibt Weisheit. So planten wir beispielsweise

Alexander, was denkt deine Familie über deine ständige Anwesenheit auf dem Bau und deine Abwesenheit zu Hause? - Ehre sei Gott für meine Familie und ihre Unterstützung, ohne die ich mich nicht in diesem Ausmaß am Bau beteiligen könnte. Gott gibt meiner Frau die Kraft sich um den Haushalt und die Kinder zu kümmern, und dann auch mich zu unterstützen. Was bedeutet der Bau für dich persönlich? - Das Vertrauen auf den Herrn! Du weißt ganz genau, dass du es nicht kannst, aber es gelingt. Wenn wir etwas brauchen und den Herrn darum bitten, dann erfüllt er all unsere Anliegen. Wir brauchten Finanzen – wir wurden versorgt, wir brauchten Spezialisten für die Elektrotechnik – sie kamen. Gott tut alles zur rechten Zeit! Ehre sei Ihm dafür! 13


Bittet für den Frieden Jerusalems!

Eines der erstaunlichen Ereignisse im Leben der Gemeinde seit dem Beginn der Errichtung des Gebäudes war die Reise nach Israel. Das war ein echtes Wunder Gottes. Anfangs dachten wir, dass wir erst nach der Vollendung des Gemeindegebäudes nach Israel fahren werden. Doch Gott fügte die Umstände so, dass am 31. Mai im Jahr 2010 sich 140 Besucher unserer Gemeinde und noch 50 aus Geschwistergemeinden anderer Städte Deutschlands an den Flughäfen Düsseldorf und Frankfurt versammelten, um sich auf eine aufregende Tour zu begeben. Eine Sache ist es die Bibel zu lesen und sich abstrakte Bilder dazu auszumalen: Orte, an denen Jesus war; Berge, in denen sich David versteckte; der Fluss Jordan, der sich für das jüdische Volk teilte. Und etwas ganz anderes ist es, wenn man die Wasser des Sees Genezareth berühren kann und das nicht nur an seinem Ufer stehend, sondern von einem Boot aus, wie einst Jesus und Seine Jünger. Über das Land Israel zu wandeln, ist wie durch die Vergangenheit zu reisen, indem man Jahrtausende zurückspult. Man könnte unendlich die Geschichte des Verheißenen Landes erforschen, doch wie könnte man damit eine reale Berührung ersetzen? Wir konnten es kaum erwarten das Land, in dem unser Retter geboren wurde und wo er wandelte, mit eigenen Augen zu sehen. Das wichtigste Ziel unserer Reise war jedoch das Gebet für Israel, das jüdische Volk. Genauer gesagt, war alles auf dieser Fahrt wichtig! Und endlich – Tel Aviv, das Heilige Land! „… Es ist ein Land, um das sich der Herr, dein Gott, kümmert, auf das die Augen des Herrn, deines Gottes, allezeit gerichtet sind, vom Anfang des Jahres bis zum Ende des Jahres.“ (5. Mose 11, 12) Das nähere Kennenlernen mit Israel begann in den Kibbuzen am Galiläischen Meer. In der Nähe des Meeres sprach Jesus Seine berühmte Bergpredigt, dort ging er über das Wasser und beruhigte den Sturm. Es gab nicht allzu viel Zeit für Gemeinschaft, doch trotzdem war es unmöglich die eigenen Eindrücke und Offenbarungen 14

nicht mit anderen zu teilen. Es war interessant zu hören, wie Gott an diesem Ort im Leben anderer Menschen wirkt.

Von ihren Eindrücken erzählt Familie Rybalko: „Die Reise nach Israel war für uns sowohl ein besonderes Erlebnis als auch ein großer Segen von Anfang an. Ungeachtet dessen, dass die Errichtung des Gemeindegebäudes voll im Gange war, segnete uns der Herr mit den notwendigen Finanzen für diese Fahrt. In unserer Gemeinde sind wir Mitglieder des Dienstes für das jüdische Volk und gerade deshalb war es für uns so wichtig mit eigenen Augen das Leben des israelischen Volkes, das uns so nahe stand, zu sehen. Es war alles interessant: wie lebt Israel, wie entwickelt es sich, seine Kultur und sogar wie seine Sprache klingt – die Sprache, in der wir in unserem Dienst die Lieder singen. Das Wort Gottes wurde lebendig, als wir die Orte besuchten, wo Jesus wandelte, wo Er Wunder vollbrachte. Eine besondere Gegenwart erlebten wir auf dem Berg der Seligpreisungen, auf dem Jesus die Bergpredigt hielt und im Garten Gethsemane, in dem förmlich alles von den Leiden des Retters sprach und es schien, dass selbst die Olivenbäume sich an das Gebet Jesu erinnern. Bei der Rückkehr nach Hause nahmen wir in unseren Herzen eine noch größere Liebe für Israel mit und ein noch größeres Verlangen danach, dem Volk Gottes zu dienen.“


5. Wunder – Die Reise nach Israel In Seinem Wort verspricht Gott die finanzielle Versorgung allen, die Ihn lieben. Er segnete uns, damit wir für den Bau der Gemeinde opfern konnten und auf eine unglaubliche Weise nahmen gleichzeitig 120 Personen an der Gebetsreise nach Israel teil, die man nur durch Gottes Segen bezahlen konnte.

Wenn wir vom Weiten auf Israel schauen, wissen wir irgendwo im Inneren, dass es ein Heiliges Land ist. Vor Ort fühlt man diese Außergewöhnlichkeit des Landes. Die lebendig werdenden Bilder der biblischen Orte, die so real und nahe sind, erfüllen einen mit dem unbeschreiblichen Gefühl von besonderer Nähe zum Herrn. Jeder Tag war gesegnet und reich an Exkursionen. Bei jeder Gelegenheit versammelten wir uns und beteten gemeinsam für Israel, um Gottes Aufruf zu erfüllen: „Bittet für den Frieden Jerusalems!“ (Psalm 122, Vers 6). Die ganze Atmosphäre war durchtränkt mit Seiner Gegenwart. Unvergesslich war ebenfalls die Taufe im Fluss Jordan, in dem vor 2000 Jahren Johannes der Täufer das Volk taufte, dort ließ sich auch unser Herr Jesus Christus taufen. Wir lebten in Jerusalem, besuchten die Klagemauer, gingen die Via Dolorosa entlang, den Weg, den Jesus zum Kreuz geführt wurde, waren am Fuß von Golgatha, besuchten Sein Grab und stellten erneut fest – es ist leer! Er ist auferstanden! Sehr rührend war die Baumpflanzung. Mit Tränen in den Augen pflanzten wir klitzekleine Stiele in eine trockene, steinige Erde und beteten, damit jeder davon überlebt… Müde, jedoch glücklich, mit einem großen Gepäck voller Eindrücke verließen wir das Land, das uns innerhalb nur einer Woche so nahe und heimatlich wurde. Wir glauben, dass das Gebet für das israelische Volk nicht nur Juden oder Araber in Israel zur Rettung bringt. Gott wird das Herz vieler Menschen diverser Nationalitäten hier, in Deutschland, erweichen. Wir wünschen, dass der Herr auch Dein Herz berührt, unser teurer Leser. Alla Luft

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„Das Mehl im Topf soll nicht ausgehen und das Öl im Krug nicht abnehmen…“ * Finanzen - das ist das Erste, was viele Menschen bewegt, die dieses Gebäude sehen. Wie viel hat es gekostet? Wo ist das ganze Geld her? Dabei verdächtigt man oft mich, als Pastor und zweiten Initiator dieses Projekts - der erste Initiator ist der Herr - des Betrugs und der Aneignung der Spenden. Ein Mensch, der dieser großen Geschichte unserer Gemeinde fremd ist, würde sich beim Anblick dieses Gebäudes denken:„Hier stimmt etwas nicht. Hier ist irgendetwas anders.“ Und ich bin damit einverstanden, denn hier ist alles anders. Hier ist alles besonders und anders als es in der Welt, die voller Neid, Gier, Egoismus und Misstrauen ist. Wir sind Kinder des großen Gottes. Menschen, die Seine Liebe erkannt und erlebt hatten und nun wissen, wofür dem Mensch das Geld und seine Fähigkeiten gegeben werden. Gott gibt uns all’ das nicht damit wir das eigene Leben egoistisch gestalten und es selbstbezogen leben. Denn es ist unser Gott und das ist unsere Gemeinde! Von Gott und Seiner Gemeinde hängen unsere Gegenwart und unsere Zukunft, das Leben unserer Kinder, unsere Gesundheit und vieles andere ab, was wir Glück nennen. Menschen, die dies nicht verstehen, verziehen das Gesicht, wenn sie in die Gemeinde kommen und der Spendenkorb an ihnen vorbeigereicht wird. Doch diejenigen, die die Liebe Gottes erlebt haben, erwarten diesen Moment der Spende mit Freude. Und genau das ist das wichtigste Geheimnis unserer Finanzierung. Als wir zu Beginn unseres Baus beteten, empfingen wir eine Offenbarung aus der Bibel: „Das Mehl im Topf soll nicht ausgehen und das Öl im Krug nicht abnehmen bis auf den Tag, an dem der HERR Regen geben wird auf den Erdboden.“ Genau das proklamierten wir, darüber beteten wir immer und immer wieder und der Herr gab. Im Verlaufe des Baus gab es verschiedene Situationen. So sagte mir Daniel einmal, dass man Ziegelsteine bestellen müsste, doch wir hatten absolut kein Geld. Was sollte wir machen? Bestellt man sie nicht im Voraus - bleibt der Bau stehen. Bestellt man die Ziegelsteine auch wenn gerade kein Geld da ist – was werden wir dann machen, wenn wir auch später kein Geld für die Bezahlung haben? Solche Momente der Ungewissheit gab es immer wieder während der gesamten Bauzeit. Ich ging weg, rief zu Gott, weinte vor Machtlosigkeit und vertraute darauf, dass Gott uns nicht verlassen wird. Am Tag darauf besuchte mich der Pastor einer kleineren Gemeinde. Er wusste nichts von unserem Problem und ich erzählte ihm auch nichts. Wir tranken Kaffee und plötzlich holte er 10.000€ hervor und sagte: „Ich möchte euch das Geld für fünf Jahre ausleihen. Ich stand in der Bank und hörte die Stimme Gottes, dass ich euch das Geld geben soll.“ Mir kamen Tränen in die Augen. Wir haben einen so wunderbaren Herrn! Und einmal überwies uns ein Mensch 3.000€. Ich hatte ihn noch nie gesehen und schrieb ihm einen Brief, in dem ich fragte, warum er es getan hatte. Er antwortete, dass er von unserem Bau erfahren und sich gedacht hatte, dass heute nicht allzu viele Kirchen gebaut werden, also müsste man helfen. Wir fingen den Bau mit 200.000€ an, wobei alleine die Entsorgung der Erde 180.000€ kosten sollte. So können Sie selbst urteilen, wie wir Gott vertraut, geopfert und gearbeitet haben. Einen Kredit erhielten wir erst eineinhalb Jahre nach dem Baubeginn, jedoch reichte auch er nicht für alles aus. Gott ist groß und Ihm dienen wir! Ihm zu opfern und Seinen Willen zu erfüllen ist ein gewaltiges Privileg für jeden Menschen auf dieser Erde. *1.Buch der Könige, Kapitel 17, Vers 14

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Alexander Epp


6. Wunder – Die Finanzen Wir begannen den Bau mit einer für so ein Bauprojekt zu geringen Finanzsumme und jedes Mal, wenn wir mit der Decke der anstehenden Etage fertig waren, endete das Geld und kam erst nach Gebeten wieder. Gott schickte uns keine Millionäre, Er gab uns immer die Mittel, die wir für die Fortsetzung des Baus brauchten. Alle Banken verschlossen vor uns die Türen. Als alle Möglichkeiten ausgeschöpft waren, keine Hoffnung verblieb und wir dennoch nicht aufhörten zu beten, kam ein Anruf. So erreichte uns die gute Nachricht, dass eine der Banken unsere Kreditanfrage zur Fertigstellung des Gebäudes, welches bereits im Rohbau mit Fenstern und Türen fertig war, bewilligte. Und da die gewährten finanziellen Mittel für die Inneneinrichtung, die uns auf dem Herzen lag, nicht ausreichten, geschahen die Wunder Gottes auch weiterhin.

Als wir beschlossen hatten zu bauen, stellte sich gleichzeitig unbewusst die Frage, wie und wo unsere Bauarbeiter essen werden? So entstand ein wunderbarer Dienst – die Frauen entschieden, den Dienst auf der improvisiert eingerichteten Küche unter sich aufzuteilen. So dienten sie alle dreieinhalb Jahre von morgens bis abends den Bauarbeitern, indem sie Frühstück, Mittag- und Abendessen zubereiteten. Von der Redaktion Es standen die härtesten Prüfungen meines Studiums an. Ich betete und traf die Entscheidung zu lernen, jedoch für keine dieser Klausuren den Herrn zu vernachlässigen. Dank Gott, bestand ich alle 4 Prüfungen, 3 als Beste - darunter mit den Noten 1,0 und 1,3. Eine der Klausuren bestanden nur 2/7 Studenten – ich war Eine der Glücklichen! Es waren die bisher besten Ergebnisse, Ehre sei allein Gott!

Marina Peters

Ich danke Gott dafür, dass Er mir eine erstaunliche Möglichkeit schenkte, in meiner Fachhochschule etwas dazu zuverdienen, damit ich für den Bau unseres Gemeindehauses opfern konnte. Es gab viele Gründe warum meine Einstellung eigentlich nicht möglich war. Jedoch als ich fest beschloss, dass ich all das verdiente Geld für den Bau opfere, stellte man mich am nächsten Tag ein...

Поколение веры

Ina Dandörfer 17


In Einheit mit Gott! Einheit ist ein abstrakter Begriff - man kann sie nicht berühren, aber man kann sie sehen und fühlen. Einheit ist eine notwendige Bedingung für den Erfolg unserer Zusammenarbeit. Sie basiert auf Treue, Vertrauen, Liebe, gegenseitigem Verständnis, Achtung und Unterstützung. Als Verbindungsglied unserer Beziehungen dient der Heilige Geist. Er durchströmt und erfüllt, bringt alles in Bewegung – ohne Ihn könnten wir noch nicht mal atmen. Es ist sehr wichtig in Einheit mit einander zu sein, jedoch noch wichtiger ist es, in dieser beunruhigenden Welt in Einheit und Frieden mit Gott zu sein. Denn dann kommt auch der Frieden und Harmonie in unsere Familien, unsere Herzen, unseren Verstand. Durch die Einheit mit Gott erhalten wir Segen. Er segnet reichlich alle Bereiche unseres Lebens. Man könnte hunderte von Zeugnissen anderer Menschen hören, jedoch das, was man persönlich beim Treffen mit dem lebendigen Gott erlebt – Leben im Überfluss, Gesundheit, Freude, Seine Liebe und Gnade – all das im vollen Maß kann Ihnen kein Mensch auf dieser Erde geben. In Einheit mit dem Herrn zu sein, bedeutet sich mit Ihm durch die Bekehrung zu versöhnen, errettet zu werden und das ewige Leben zu erhalten. Um die Errettung zu behalten und bis zum Ende mit Gott zu gehen, kann man nur schaffen, wenn man zur Gemeinde - zur Familie Gottes gehört. Gott leitet Seine Gemeinde durch den Pastor mit Seinem Heiligen Geist. Er erschafft Seine Gemeinde, verändert, reinigt und heiligt sie, erneuert und verleiht ihr Einheit. Das wunderbare Gebäude, welches wir gebaut haben, ist ein Zeugnis der Einheit unserer Gemeinde. Ein Zeugnis der Gnade und der Liebe des Herrn zu uns. Er segnet die, die Ihn lieben. Und wir lieben den Herrn einfach deswegen, weil Er ein großer, allmächtiger und allgegenwärtiger Gott ist – der Schöpfer von allem! Svetlana Ovcarova

Bau der Gemeinde Rund drei Jahre war unsere Gemeinde am Bau unseres neuen Gebäudes tätig. Viele Erwachsene und Jugendliche konnten dabei auf den verschiedensten Gebieten, 18

wie zum Beispiel in der Elektrik, beim Bohren oder einfach nur durch Aufräumen mit anfassen und dazu beitragen, das Gebäude schnellstmöglich zu vollenden. Besonders die Teenager konnten dabei Teamfähigkeit, Verantwortung und die Freude am Helfen lernen. Gerne denkt man die Anfänge des Baus, das gemeinsame Streichen zurück und bis heute prägt die gemeinsame „Operation Enklave“ die Erinnerung aller Teenager. Ursprünglich war diese Aktion nur für Jungs gedacht, jedoch beeindruckte dies so viele Mädchen, dass auch sie daran teilnahmen. So verbrachten die Jugendlichen fünf gemeinsame Tage auf dem Bau und hörten abends Predigten. Sie sprachen über die Zukunft und überlegten gemeinsam, wie das Gebäude - einst fertig und von Menschenmassen überfüllt - aussehen werde. Jesus hat uns allen eine wundervolle Zeit geschenkt und die Möglichkeit einen Teil zu Errichtung unseres Gemeindegebäudes beizutragen. Und ich denke ich spreche für alle, wenn ich sage, dass Jesus uns durch den Bau auf eine einzigartige Weise lehrte, Verantwortung zu übernehmen, uns neuen Aufgaben zu stellen, für einander da zu sein und in einer Einheit – auch und insbesondere als Teenager - Sein Werk zu tun. Ella Lander

„Wieso nicht ich?“ Der Bau unserer Gemeinde ist ein riesengroßer Segen für alle, die sich daran beteiligen. Als wir mit dem Bau noch so ziemlich am Anfang waren, realisierte ich erst mal gar nicht, wie wichtig er eigentlich ist. Deshalb kam ich anfangs nur selten zum Helfen. Zudem war ich zu der Zeit noch ganz neu in der Gemeinde und verstand all das noch nicht ganz. Pastor hat jeden Gottesdienst alle daran erinnert, wie wichtig der Bau ist, dass wir alle mithelfen und zwar nicht nur die Männer, die sowieso schon jeden Tag dort arbeiteten. Irgendwann wurde mir bewusst, dass auch ich damit gemeint bin. Ich fragte mich, wieso ich, wo ich doch auch zur Gemeinde dazu gehöre, eigentlich nur so selten mithelfe. Also fing ich an, so oft ich konnte, zum Bau zu kommen. Die Atmosphäre, die dort herrschte, war einfach unbeschreiblich. Alle, „Bauarbeiter“ wissen, dass sie es für Gott tun und dass es Gott gefällt. Denn jeder einzelne erlebte einen besonderen Segen durch seine Arbeit auf der Baustelle. Die Errichtung unseres Gebäudes schweißte die ganze Gemeinde enger zusammen, besonders als es nach erneuten Kreditabsagen darum ging, nicht aufzugeben. Auch mein Glaube wurde immer mehr gestärkt, je weiter wir Schritt für Schritt im Gebet und im Vertrauen darauf, dass Gott uns nicht im Stich lässt, weiter bauten. Für mich war es eine Ehre, dass ich mithelfen konnte und ich weiß, wenn ich mich in diesem Gebäude des Glaubens befinde, dass auch ich etwas dazu beitrug. Das macht mich sehr glücklich und dankbar. Eugen Stoll


7. Wunder – Die Einheit Es gab immer ausreichend Arbeit für alle – Frauen und Jugendliche. Es bauten alle, von jung bis alt. Für die Jugendlichen sind die drei Jahre ein bedeutender Abschnitt ihres Lebens und ihr Erwachsenwerden fand an der Seite ihrer Eltern statt, denen sie beim Bauen halfen. Es gab aber auch diejenigen, die in der Seele jung blieben und Gott schenkte ihnen Kraft, um neben den Jungen zu bauen. Im Jahr 2008 berührte der Herr das Herz eines Trainers für Ringen – Viktor Wick und von diesem Zeitpunkt an, ungeachtet seiner 70 Jahre, ist er beinahe jeden Tag auf der Baustelle, fürchtet sich nicht vor harter Arbeit und erfüllt diese mit Freude und einem Lächeln. 19


Glaubensgeneration


Deine Chance - 7 Wunder