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Europas Sammlermagazin

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Serviettenringe Keramik


U2_Felzmann

09.05.2018

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www.felzmann.de


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09.05.2018

13:56 Uhr

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INHALT 3

TRÖDLER

ISSN 1863-0340

VERLAG

GEMI Verlags GmbH Pfaffenhofener Straße 3 85293 Reichertshausen Tel. 08441 / 4022-0 Fax 08441 / 71846 Internet: http://www.gemiverlag.de eMail: info@gemiverlag.de

GESCHÄFTSFÜHRER

Gerd Reddersen Rudolf Neumeier

CHEFREDAKTEUR

Karl Ruisinger eMail: karl.ruisinger@gemiverlag.de

REDAKTION

Nicola Fritzsch, Joscha Eberhardt, Karin Probst, Helene Stümpfle-Wolf

AUTOREN DIESER AUSGABE

Reinhard Bogena, Heidrun Th. Grigoleit, Kathrin Bonacker

REDAKTIONSASSISTENZ

Heike Genz

TERMINE

Anette Wagner, Tel. 08441/4022-35 Hans Neumeier, Tel. 08441/4022-34 eMail: termine@gemiverlag.de

LITHOS, SATZ, HERSTELLUNG

Westner Medien GmbH (Anschrift siehe Verlag)

ANZEIGEN

Markus Westner, Tel. 08441/4022-13 Hans Neumeier, Tel. 08441/4022-34

■ Expertenauskünfte

■ Ausstellungen – Messen – Märkte

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KULTURGESCHICHTE ■ Puppenmöbel

AUKTIONEN

18

■ Berichte –Preise – Termine

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KERAMIK ■ Fat Lava

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SCHALLPLATTEN ■ Schwarzes Gold für Sammler

Heike Genz, Tel. 08441/4022-18 Marlene Westner, Tel. 08441/4022-12

VERTRIEB

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TISCHKULTUR

ZEITSCHRIFTENHANDEL

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Jörg Kirschbaum Mobil 0172/4436638

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Gemi Verlags GmbH Postfach 85291 Reichertshausen Tel: 08441/4022-0 Fax: 08441/71846 eMail: info@gemiverlag.de westermann druck Gmbh

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MAGAZIN

KLEINANZEIGEN

DRUCK

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LESERFORUM

ONLINETIPP

80 87

■ Websites für Sammler

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SPIELZEUG / REKLAME ■ Werbemodell Tempo Wiking

FUNDSTÜCKE

90

■ Flohmarktpreise

TERMINE UND ANZEIGEN ERSCHEINUNGSWEISE

monatlich

TITELFOTOS

Swantje-Köhler-Verlag Kathrin Bonacker (www.kabinettstueckchen.de)

Alle Rechte vorbehalten. Kein Teil dieser Zeitschrift darf ohne schriftliche Genehmigung des Verlages vervielfältigt oder verbreitet werden. Unter dieses Verbot fallen die gewerbliche Vervielfältigung per Kopie, die Aufnahme in elektronische Datenbanken und die Vervielfältigung auf CD-ROM.

■ ANTIKMARKTTERMINE ■ SAMMLERBÖRSENTERMINE ■ AUSLANDSTERMINE ■ REGELMÄSSIGE TERMINE ■ FLOH- UND TRÖDELMARKTTERMINE ■ KLEINANZEIGEN IN DER SAMMLERBÖRSE

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09.05.2018

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LESERFORUM 4

EXPERTISEN

■ Papierarbeit

?

An dieser schönen Dame konnte ich bei meinem letzten Flohmarktbesuch nicht vorübergehen. Können Sie herausfinden, wer diese Zeichnung angefertigt hat? Wann sie gezeichnet wurde, lässt sich wohl mit großer Sicherheit sagen, entsprechend der Inschrift auf dem Blatt vermute ich, war es exakt am 27.07.1903. R. Wagner, o.O.

!

Das Motiv dieser Papierarbeit ist eine junge Dame, die vom Betrachter abgewendet gezeigt wird. Sie trägt eine Hochsteckfrisur, runde Ohrringe und ein als weiß angedeutetes Kleid. Der Zeichner hat hier Wert auf Darstellung gelegt und weitere Details des Kleides oder des Hintergrundes komplett ausgelassen. Die Tech-

nen sozialen Schichten. Aus diesem Kontext wird dieses Blatt wohl entstanden sein. Es ist als ein Geschenk an die Portraitierte anzunehmen, was die auf den Tag genaue Datierung nahelegt. Ein Marktwert ist somit als eher gering anzusetzen, da sich dieses Werk nicht mit einer Künstlerpersönlichkeit in Zusammenhang bringen lässt und auch das Motiv ist nicht ungewöhnlich. Der Wert eines solchen Blattes ist unter Einbezugnahme der Rahmung mit 40 bis 60 Euro anzusetzen.

gearbeiteten Zimmer-Szene. Der Tellerdurchmesser beträgt 33 cm, die Höhe ist 5 cm. Die Rückseite ist mit JM und einem „Stern über Baum“?-Zeichen und der Nr.1, darunter 5234 gemarkt, dazu links Bleistiftnotizen. Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie mir einiges über diesen Wandteller mitteilen könnten: Wie alt ist er, wo kommt er her, wie heißt die Manufaktur, der Künstler, der ihn gestaltete? Und natürlich bin ich auch neugierig, was der Teller wert ist. Rosemarie Heller, o.O.

Georg Ottomeyer, Berlin

! ■ Keramikteller

?

Ich sende Ihnen Fotos eines Keramiktellers mit einer plastisch (bis 3 cm tief)

nik dieser Papierarbeit ist wohl eine Gouache- oder Pastellzeichnung und der Untergrund ist ein getöntes Papier. Die Zeichnung ist monogrammiert mit „W. S. 27.7.03.“. Somit ist zumindest die Datierung auf den Tag genau mit dem 27. Juli 1903 genau zu bestimmen, wie sie ganz richtig vermutet haben. Die Qualität der Zeichnung, die Darstellung der Anatomie der Dargestellten als auch die Struktur und der Bildaufbau lassen darauf schließen, dass der Zeichner kein akademischer Künstler gewesen ist. Somit lässt sich das Monogramm „W. S.“ nicht unter Zuhilfenahme von kunsthistorischer Literatur auflösen. Eine künstlerische Ausbildung beziehungsweise Zeichenunterricht gehörte insbesondere im 19. und der ersten Hälfte der 20. Jahrhundert zu den Grundlagen der ästhetischen Erziehung der gehobe06 / 18

Der dekorative Wandteller in Ihrem Besitz wurde um 1880 von der Firma Johann Maresch im damaligen ÖsterreichUngarn seriell in großer Auflage hergestellt. Oft wird dieser Teller (Modellnummer 5234) zusammen mit einem zweiten Teller ähnlicher Thematik angeboten. Es

■ In dieser Rubrik beantworten unsere Experten Ihre Fragen zu dem einen oder anderen guten Stück. Doch leider sehen wir uns außerstande, ganze Nachlässe oder sämtliche sich in Ihrem Haushalt befindlichen Trouvaillen bewerten und schätzen zu lassen. Auch bitten wir um Verständnis, wenn es mit der Bearbeitung länger dauert. Senden Sie uns also Ihre Anfrage nur zu einem zu bestimmenden Objekt – mit detaillierter Beschreibung und gutem Foto, auf dem das Objekt ganz abgebildet ist. Noch ein Hinweis zu den Preisen, die von Fall zu Fall von unseren Experten genannt werden: Hierbei handelt es sich um Richtwerte, die anhand von Fotos allein getroffen werden und je nach Zustand des Objekts nach oben oder nach unten korrigiert werden können. Ihre Anfrage schicken Sie bitte an: Gemi Verlags GmbH Redaktion Leserforum Pfaffenhofener Straße 3 85293 Reichertshausen


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09.05.2018

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LESERFORUM 5 Leider ist sie am oberen Rand leicht angeschlagen. Wie würden sie das Stück qualitativ und preislich einschätzen? N. N.

!

Es handelt sich um einen Glasbecher in der Art der Biedermeier-Ranftbecher, mit Rotbeize Schliffdekor im Stil des Neorokoko, allerdings in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in Böhmen hergestellt. Solche Bechergläser sind heute schon für 20 bis 30 Euro zu kaufen. Klaus-Dieter Müller,

Szene könnte eine Sonntagsausfahrt bedeuten, wie sie Ende des 19. Jahrhundert häufig in der niederländischen und deutschen Malerei, wie beispielsweise bei Max Liebermann zu finden ist. Das Gemälde ist in der rechten unteren Ecke mit „Beer“ in einer eigentümlich unsicheren Schreibart signiert. Dieses Bild ist jedoch höchstwahrscheinlich späteren Datums. Insbesondere die Malweise und der Rahmen,

Kunstsachverständiger Lüneburg

sind auch Varianten mit einem breiten, reich ornamentierten Blechrand bekannt. Solche Wandteller waren reine Dekorationsgegenstände, oft zierten diese die Herrenzimmer und sind daher vielfach vom Zigarrenrauch gebräunt, bzw. fehlen durch falsche Reinigung Teile der kalten Bemalung. Über die Entwerfer ist meistens nichts bekannt, allerdings soll Reinhold Hanke dort in Aussig an der Elbe sein Handwerkszeug als Modelleur gelernt haben. Auf der Rückseite findet sich das Herstellerzeichen JM mit dem Jahreszeichen und dem Zusatz „Musterschutz“. Ein Begriff, der in der Vergangenheit bei amerikanischen Sammlern reichlich Verwirrung stiftete, da zu dieser „Firma“ Musterschutz partout keine Informationen zu finden waren. Vergleichbare Teller werden heute zu Preisen von 50 bis 150 Euro verkauft.

■ Strandszene

?

Dieses Ölgemälde mit dem pompösen Rahmen trägt ganz eindeutig die Signatur Beer. Könnte es sich dabei um Wilhelm Amandus Beer (Russen-Beer) handeln, der 1895 in den Niederlanden gelebt hat? Allerdings sehen seine späteren Signaturen ganz anders aus, oder handelt es

Klaus-Dieter Müller, Kunstsachverständiger Lüneburg

■ Glasbecher

?

Diese rote Vase mit Jagdmotiven, (ein kleiner sowie ein großer Vogel, zwei Hunde, ein Rehbock und zwei Burgen) ist 17 cm hoch und hat oben einen Durchmesser von 6 cm, unten misst sie 8 cm.

sich doch um einen ganz anderen Künstler oder auch nur Hobbymaler? Können Sie dieses Rätsel lösen und mir zudem auch einen etwaigen Wert für dieses Gemälde benennen? K. Schreiner, o. O.

!

Dieses Gemälde zeigt eine Szene, wie sie typisch ist für die niederländische Malerei der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Zu sehen ist eine Strandszene. Das Hauptmotiv dieses Gemäldes ist eine vierspännige Kutsche, die am Strand, beziehungsweise auf dem Meeresboden bei Ebbe eine Gesellschaft ausfährt. Die vier Insassen sind, wie in der besseren Gesellschaft üblich, teilweise mit einem Hut bekleidet. Im Hintergrund erstreckt sich die Uferlinie mit mehreren Segelschiffen. Weiter hinten sind allerlei Staffagefiguren am Strand verteilt. Der Hintergrund wird durch einen wohl abendlichen und bewölkten Himmel ausgefüllt. Die gemeinte

wobei dies ein veränderliches Element ist, lassen den Verdacht aufkommen, dass dieses Bild aus fernöstlicher Produktion stammt. Insbesondere in den 1970er- und 1980er-Jahren gelangten viele Gemälde nach europäischen Motiven aus chinesischer Produktion für rein dekorative Zwecke auf den europäischen und amerikanischen Markt. Diese Gemälde zeichnen sich durch eine übersteuerte Farbigkeit, schematische Malweise aufgrund des Kopierprozesses, und gewissen technischen Voraussetzungen aus. Diese technischen Details sind unter anderem folgende: Meist sind diese Gemälde auf eine Holzplatte bzw. Spanplatte gemalt, die an ihrer Rückseite nachträglich eingefärbt ist, und die Rahmen stammen ebenfalls aus chinesischer Massenproduktion. Dennoch sind diese Gemälde dekorative Objekte, die auf dem Markt 50 bis 100 Euro erreichen können. Georg Ottomeyer, Berlin 06 / 18


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KUlTUrGESCHiCHTE 14

Nachkriegsjahre

PUPPENMöbEl HEidrUN TH. GriGolEiT

„Wohnkultur der 50er-Jahre“ lautet der Titel eines bildbandes von Swantje Köhler, der Ende letzten Jahres im Swantje-Koehler-Verlag erschienen ist, und Puppenstuben-Möbel zum Thema hat. die farbigen bilder auf 295 Seiten stammen von Peter isler, der auch der Eigentümer der gezeigten Sammlung ist. Anhand von Puppenmöbeln als authentische Zeugnisse einer vergangenen Wohnkultur beschreibt der quadratische band die Kulturgeschichte des Wohnens in den 50er-Jahren. dabei korrespondieren die großformatigen Abbildungen von Möbel-Ensembles aus Puppenstuben jener Zeit mit originalabbildungen aus der realen Alltagswelt, die teilweise von bekannten designern entworfen wurden. Authentische, prägnante Textzitate über Wohnungseinrichtungen in den Jahren der Nachkriegszeit komplettieren die gezeigten Puppenmöbel. damit werden die modernen ideen der damaligen designer nicht nur im bild, sondern auch im Text verdeutlicht. Zudem werden in dem interessanten bildband die Herstellerfirmen der Möbel im Puppenformat für Wohn- und Schlafzimmer, Küchen und bäder, ausführlich vorgestellt.

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Stilbildend für die Möbel der Nachkriegsjahre war vor allen die große Raumnot nach den verheerenden Bombenangriffen auf deutsche Städte: Zu Kriegsende waren etwa sieben Millionen Wohnungen samt Inventar zerstört. Für die Überlebenden, aber auch für die Flüchtlingsströme aus dem Osten, musste nun neuer Wohnraum gefunden werden. Daher wurden in aller Eile staatlich geförderte Häuser mit kleinen Wohnungen in Größenordnungen von zwölf bis 16 Quadratmetern hochgezogen. Die Zuteilung der Wohnungen oblag einer „Wohnungsbehörde“. Durch geschickte Einrichtungen versuchte man trotz dieser beengten Platzverhältnisse, so viel Lebensqualität wir möglich zu schaffen. Früher hatte man wuchtige, schwere Möbel produziert, die nun viel zu groß für die kleinen Nachkriegswohnungen waren. Diese dunklen, verzierten, auf Hochglanz polierten Möbel mit Wurzelholzmaserung erinnerten zwar noch an „bessere Zeiten“ vor dem Krieg, doch nun nannte man sie nur noch spöttisch „Gelsenkirchener Barock“. Grund für die ironische Bezeichnung waren die protzigen Einrichtungen von Industriellen der Schwerindustrie im Ruhrgebiet, die im Dritten Reich zu Geld


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KUlTUrGESCHiCHTE 15 gekommen waren und in ihren herrschaftlichen Villen mit solchen wuchtigen Möbeln ihre materiellen Erfolge zur Schau gestellt hatten.

ein neues Einrichtungs- und Lebensgefühl auch in Deutschland.

Moderne Strömungen Einflüsse aus Europa und den USA Auf der ersten Möbelmesse nach dem Krieg im Jahre 1949 zeigte man noch schwere Stilmöbel. Denn die „nationale Biederkeit“ wurde erst allmählich überwunden durch einige ausgewanderte Designer, die Nazi-Deutschland verlassen hatten und nun wieder in ihre alte Heimat zurückgekommen waren. Sie waren von der Bauhaus-Bewegung beeinflusst, die in der Hitlerzeit hierzulande verpönt war. Aus

Befeuert wurden solche Strömungen auch von modernen Künstlern wie Kandinsky, Mirò oder Mondrian, die wild mit Formen, aber auch Farben experimentierten. Statt „Röhrender Hirsch“ und kitschiger Landschaft schmückten nun abstrakte Kunstdrucke oder minimalistische japanische Holzschnitte die deutschen Wohnzimmerwände. Der 1908 gegründete Deutsche Werkbund war nach dem Krieg ebenfalls bemüht und beteiligt, „die Form des 19. Jahrhunderts“ zu finden, die weder histo-

risierend noch allein dekorativ sein sollte. In Architektur und Design wurde „die gute Form“ angestrebt, die auf allen anderen Gebieten Gültigkeit hatte und Anwendung fand. Ziel war es, „über Zusammenbruch und Trümmern eine neue Welt der edlen Formen, der guten Formen des Gebrauchs aufzubauen. Eine Formkultur der Ehrlichkeit, der Werkgediegenheit, gerade aus der Not, der Knappheit und der Armut sparsam, werkstoffgerecht und wohlgebildet.“

die gute Form Formschlichtheit, Funktionsgerechtigkeit, gute Proportionierung der Gesamtform und ruhige Flächen ohne Zierrat propagierte auch die 1953 gegründete Ulmer Hochschule für Gestaltung als Grundprinzipien. Und auch auf Werbeanzeigen der Möbelindustrie wurde nun häufig mit dem Slogan „Formschönheit“ geworben. Als Gegenkultur gab es andererseits Antitendenzen zu den dort geforderten ruhigen Flächen mit Bastgeflechten, Mosaiken, Metalleinlagen, Rillen, Zierleisten und anderen Verzierungen und Mustern, da einige Möbelhersteller davon ausgingen, dass die Kunden die verordnete Schlichtheit ablehnen und weiterhin auf Stilmöbel beharren würden.

die 50er-Jahre Auch das Konsumverhalten änderte sich in den 50er-Jahren dahingehend, dass nun Modernität, aber auch Kurzlebigkeit

den 20er-Jahren entdeckte man nun auch wieder organische und geometrische Formen. Aus Skandinavien kamen Einflüsse, die dort seit den 20er-Jahren weiterentwickelt worden waren. Und aus Italien importierte man futuristische Stilmittel für Wohn- und Schlafzimmer, während aus den USA moderne und fortschrittliche Haus- und Küchentechniken ihren Weg über den Atlantik fanden. So entwickelte und veränderte sich in den 50er-Jahren links: Ein Möbelensemble der Firma Fritz Altmann aus bad driburg Stahlmöbel im bauhausstil der Firma Paul Hergenröther aus Nürnberg Eine Möbelgruppe des Schweizer Herstellers Johann Schneggenburger aus der Nähe von Zürich im traditionellen Stil der 30er-Jahre 06 / 18


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KUlTUrGESCHiCHTE 16 von Gebrauchsgegenständen im Trend lagen, während man früher auf Gediegenheit, Langlebigkeit und hohe Qualität Wert gelegt hatte. Das lag vielleicht auch daran, dass man sich an ausgefallenen Stücken schneller satt sah und nun immer wieder etwas Neues besitzen wollte. Damit wurde die Produktion und Wirtschaft angekurbelt, die in der heutigen „Wegwerf-Mentalität“ gipfelt. Aber während man vor dem Krieg für verschiedene Wohnbedürfnisse jeweils eigene Räume zur Verfügung hatte, spielte sich in den 50er-Jahren das gesamte Familienleben häufig in einem einzigen Raum ab. Für ein gesondertes „Herrenzimmer“ oder einen „Damensalon“ fehlte in den Nachkriegswohnungen einfach der Raum. Die Menschen mussten sich aber nicht nur mit weniger Räumen abfinden, sondern mussten auch in den nun viel kleineren Zimmern ihre Möbel platzsparend unterbringen. Es wurde Wert darauf gelegt, dass moderne Möbelstücke gleich mehreren Zwecken dienen konnten, und so entstanden in den 50er-Jahren äußerst kreative Möbelkombinationen: Eine moderne Anbauwand wurde jetzt mit einem Buffet und einem Bücherregal kombiniert. Ein Radio mit integriertem Plattenspieler verwandelte sich anhand einer Schiebetür in einen Fernsehapparat, Hausbar mit inbegriffen. Und das Wohnzimmersofa mit versteckter Klappfunktion entpuppte sich zur späten Stunde als bequemes Gästebett. Damals erfand man auch die praktischen niedrigen Couchtische, die mithilfe einer Kurbel höhenverstellbar zum bequemen Esstisch umfunktioniert werden konnten. Kombiniert wurden auch Stehlampen mit Blumen- oder Zeitungsständern. Wohnzimmermöbel der Firma Ullrich & Hoffmann aus Seiffen im Erzgebirge Esszimmermöbel der VEb Erzgebirgische Möbelund Spielwarenfabriken Niedersaida

Einbauküchen Auch in der Küche mussten die Hausfrauen nun auf kleinstem Raum agieren. Dieser realen Raumnot setzte man effektive neue Küchenmodelle entgegen, mit denen man die Arbeitsabläufe beim Kochen optimierte. Hier orientierte man sich an Schweden mit seinen bunten Einbauküchen, in denen der Platz optimal genutzt wurde. Damals erinnerte man sich auch wieder an die Frankfurter Architektin Margarethe Schütte-Lihotzky, die bereits 1926 die sogenannte „Frankfurter Küche“ entworfen hatte, die damals in 10.000 Wohnungen in einem Siedlungsprojekt verwirklicht worden war. Es waren reine enge Arbeitsküchen, die von einer Person bewirtschaftet werden konnten und die nun in Deutschland

als weiterentwickelte „Schwedenküchen“ die Möbelhäuser eroberten. In bunten fröhlichen Farben und aus leicht zu reinigendem Kunststoff entsprachen sie genau dem neuen Zeitgeist. Da man diese Küchen gleich in die Bauplanung miteinbezog, entstand nun der Begriff „Einbauküche“, der bis heute gebräuchlich ist. Auch die „Stromlinie“ fand in dieser Zeit Einzug in alle Bereiche der Architektur und im Design und kam nun auch in der Küche zur Geltung. Dabei legte man Wert darauf, dass die Küche aus einem Guss gestaltet war und dadurch ökonomische, rationelle und flüssige Arbeitsabläufe gestattete. Als Arbeitserleichterung wünschte man sich zudem elektrische Küchengeräte ganz nach amerikanischem Vorbild – mit Kühlschrank, Elektroherd und Mixer für die beliebten Mixgetränke, die ebenfalls aus Amerika stammten. Typisch für die 50erJahre war zudem, den Esstisch in die Küche zu stellen, die nun „Essküche“ genannt wurde und sich im Laufe der Jahre zur „Wohnküche“ weiterentwickelte.

Neue Materialien Anstelle von lackiertem Holz experimentierte man bei Kücheneinrichtungen nun viel mit neuen Materialien: Kunststoffen, Kork oder Stahl. Zum Einsatz kam zudem das hochmoderne Resopal, das mit traditionellen Mustern bedruckt werden konnte, was häufig bei Tischoberflächen Verwendung fand. Bei Kücheneinrichtungen setzte sich der moderne Trend jedoch nicht überall durch und es gab in Möbelhäusern und Versandkatalogen parallel noch lange Zeit die traditionellen monströsen Küchenbuffets, die an vergangene Zeiten erinnerten. Aber auch die Einrichtungsgegenstände und Möbel der 50er06 / 18


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KUlTUrGESCHiCHTE 17 hand der Miniaturmodelle in aller Klarheit erkennen, denn die Puppenmöbel sind häufig exakt den großen Einrichtungsgegenständen der realen Welt nachempfunden und kopiert. Das gilt nicht nur für die Wohn-, Schlaf- und Küchenzimmermöbel, sondern selbst für andere Gebrauchsgegenstände wie Geschirr, Vasen oder Tapeten der 50er-Jahre. Authentisch bis zum kleinsten Cocktail-Glas vermitteln sie Wünsche und Vorstellungen in der Nachkriegszeit: Erfreulicherweise haben die Puppenmöbelhersteller damals genau darauf geachtet, die kleine Puppenwelt so detailgetreu wie nur irgend möglich nachzubilden. Der Leser kann anhand der Puppenstuben und der darin enthaltenen kulturhistorisch wertvollen Einrichtungsminiaturen im informativen und liebevoll zusammengestellten Band „Wohnkultur der 50er-Jahre“ den damaligen Geschmack und Zeitgeist noch heute nachempfinden – und ältere Semester können in Erinnerungen schwelgen.

literatur Swantje Köhler, Wohnkultur der 50er-Jahre, Puppenstuben-Möbel, Fotos von Peter Isler, Swantje-Köhler-Verlag München, 2017, 295 Seiten, zahlreiche farbige Abbildungen, ISBN978-3-981152494. Fotos: Swantje-Köhler-Verlag

Ein Schafzimmer der Firma Crailsheimer Holzund Spielwarenfabriken in Crailsheim Ein badezimmer der Schweizer Firma Schneggenburger Eine Küche der Firma linus dähnert aus Wünschendorf im Erzgebirge

Jahre wurden irgendwann entsorgt und verschwanden aus der realen Welt. Als nostalgische Einzelstücke tauchen sie heute manchmal noch auf Flohmärkten oder in Antiquitätengeschäften auf.

Authentische Puppenmöbel Einen Eindruck dieser vergangenen Wohnkultur kann man sich hingegen bestens anhand der vielen noch sehr gut erhaltenen Puppenmöbel machen, die in dem Bildband gezeigt werden: In Puppenstuben haben sie die Jahre überdauert und bewahren dort die besondere Atmosphäre dieser vergangenen Zeiten. Auch die Ideen der Designer lassen sich an06 / 18


09.05.2018

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€ 300-500 Ersen (Mehmet Ersen Dinleten, geb. 1950) „Dünden Bugüne LP“, veröf€ 600-900 3 Hür-el „Hürel Arsivi LP”, erschienen 1974 in der Türkei auf Diskotür, No. „DTLP 10013”. Zweites Album der „Ethno Psych-Rockers” aus Anatolien um die Brüder Feridun (Saz-Guitar, Vocals), Onur (Bass) und Haldun (Drums, Percussion), die ihre Karriere in Istanbul starteten (1970-1977) und sich 1996 reformierten

€ 400-500 Alpay (Nazikioglu, geb. 1935 in Ankara) „Same (Güven Parki) LP”, veröffentlicht 1975 auf Yonca, No. „YCLPS 5010”. Alpay began seine Musikkarriere 1960, veröffentlichte seine erste Single „Norma Mia” 1963, coverte gerne französische und italienische Songs. Diese LP geht eher in die Richtung „Psych-Folk”

fentlicht 1977 auf Sahinler, No. „13“. Der außergewöhnliche Sänger spielte auch bei Mogollar, Kardaslar, 3 Hür-el mit

€ 200-300 Ilhan Irem (geb. 1955 in Bursa) „1973-1976 LP”, erschienen auf Diskotür 1976, No. „DTPL 10.021”. Ilhan veröffentlichte 24 Alben und zahlreiche Bücher € 200-400 Edip Akbayaram (geb. 1950) „Same LP“, 1974 auf Sayan Records Turkey, No. „LPFS 120”. „Psych”-Debüt-LP des aus Gaziantep stammenden Musikers. Er veröffentlichte bisher 22 Alben, obwohl er zwischen 1980 und 88 nicht im staatlichen Radio gespielt werden durfte

€ 400-500 Erol Büyüburc (1936-2015) „Hop Dedik” LP”, erschienen 1976 auf Diskotür, No. „10018”. Der aus Adana stammende Musiker und Schauspieler startete seine Karriere als „Jazz”-Sänger, wechselte dann zum „Turkish Pop”. Mit der „Hop Delik”-LP gelang dem Künstler ein interessanter Spagat zwischen „Pop” und „Psychedelic”

€ 150-250 Zafer Dilek (eigentlich Zafer Akansoy, geb. 1944 Adana) „Oyun Havalari LP”, veröffentlicht in der Türkei 1976 auf Yonca Records, No. „YCSLP 5010”. Der große „Elvis Presley”-Fan lernte anfangs Mandoline, wechselte dann zur Gitarre und spielte ab ungefähr 1962 bei „Mavi Gölgeler” (The Blue Shadows) in Adana. Da aber Adana wohl nicht der richtige Ort für „Beat”-Musik war, ging er folglich nach Istanbul und startete dort 1972 sein eigenes Projekt. Einige Tracks aus diesem Album wurden auch in Kemal Sunal Filmen als Filmmusik verwendet 06 / 18

€ 150-250 Cem Karaca (1945-2004) „With Apaslar, Kardaslar, Mogollar etc.Compilation LP”, veröffentlicht 1974 auf Yavuz Plak, No. „LP 1006”. Nach dem Militärputsch 1980 wurde er ausgebürgert (amnestiert 1987). Er lebte ab 1979 in Köln, wo er 1984 das deutschsprachige Album „Die Kanaken” veröffentlichte


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SCHALLPLATTEN 79

€ 300-500 Erkin Koray (geb. 1941) „Elektronik Türküler LP”, 1974 auf Dogan Plak, No. „LP 1”, Gatefold. Koray erhielt schon mit 5 Jahren Piano-Unterricht, mit 16 Jahren gab er sein erstes Konzert und 1967 veröffentlichte er wohl die erste „TRPsych”-7 Inch mit „Anma Arkadas”

€ 250-400 Baris Manco (1943-1999) „2030 LP”, 1975 auf Yavuz Plak, No. „1015”. Der Mann mit den langen Haaren plus Schnurrbart war einer der bedeutendsten türkischen „Rockmusiker”. Er komponierte über 200 Songs in seiner Karriere und war ein populärer Fernsehmoderator

€ 200-300 Mogollar „Anadolu Pop LP”, veröffentlicht 1973 auf Yavuz Plak, No. „1005”. Die 1967 gegründeten „Mongolen” gelten als die Pioniere des „Anadolu Rock”; westlich geprägte Rockmusik kombiniert mit türkischen Rhythmen, Harmonien und Instrumenten

€ 1.000-1.500 Mustafa Özkent Ve Orkestrasi „Genclik Ile Elele („Hand In Hand With You”) LP”, erschienen 1973 auf Evren, No. „1003”. „Turkish Folk Meets Latin, Soul, Jazz, Rock & Beat!”. Ökzent startete vorab seine Musikerkarriere 1960 mit der Band „The Teenagers”. Die außergewöhnliche LP wurde 1972 live in den legendären Istanbuler Grafson Studios (ohne Overdubs und Multi Channel Recording) eingespielt

€ 300-400 Selda „Same LP”, 1976 auf Tür-küola, No. „304”. Selda Bagcan (geb. 1948 in Mugla, Volkssängerin & Gitarristin) wurde wegen ihrer Lyrics nach dem Militärputsch vom 12. September 1980 mehrfach verhaftet

€ 300-400 Tayfun & Stardust International „Same LP”, erschienen 1975 auf Diskotür Turkey, No. „10017”. Der Sänger Tayfun Karatekin (1945-1982) nahm die „Jazzrock”-LP schon 1973 mit diversen Studiomusikern in Schweden auf

€ 400-600 Erol Pekcan, Tuna Ötenel, Kudret Öztoprak „Jazz Semai LP”, veröffentlicht 178 auf Emi Turkey, No. „1274”. Pekcan (geb. 1933, Drums, Percussion) wurde in der Türkei berühmt mit seiner Sendung „Jazz Disc Jokey” (ab 1959). Ötenel (geb. 1947, Piano, Saxophone, Percussion) gilt als Multiinstrumentalist und Öttoprak (geb. 1948, Bass, Percussion) spielte in diversen Big Bands

€ 400-500 Mavi Isiklar (The Blue Lights) „Same LP”, veröffentlicht 1967 auf Sayan, No. „LPFS 105”. „Die 5 türkischen Beatles” aus Istanbul wurden 1964 beim Altin Mikrofon Song Contest entdeckt

Alle angegebenen Schallplattenpreise verstehen sich als ungefähre Richtpreise, die bei Internet-Auktionen, Schallplattenbörsen, Sammler-Foren, Festpreislisten, Privatverkäufen etc. erzielt oder angeboten wurden. Die Preise gelten in der Regel für Mint/Mint- Exemplare (neuwertig bzw. minimale Gebrauchsspuren).

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ONLINETIPP 87

n Die Besucher von Wallfahrtsorten erwerben dort häufig Erinnerungsstücke an ihre Pilgerreise, z. B. Heiligenbilder, Kerzen, Wimpel, kleine Statuen usw. Jahrhunderte zählten auch Abzeichen in verschiedenen Formen zu den Mitbringseln, mit denen Pilger sich auf dem oft beschwerlichen Rückweg auch „ausweisen" konnten und den Zweck ihrer Reise erkennen ließen. Danach blieben die Abzeichen, wenn sie nicht schon unterwegs verloren wurden, oft lange im Familienbesitz und gelangten über Nachlässe in Sammlerhände. Fundorte bieten Historikern häufig Erkenntnisse über den Einzugsbereich von Wallfahrtsorten und beliebte Pilgerrouten.

PILGERZEICHEN n Virtuelle Ausstellung – Pilgerzeichen Als Einführung in das Thema ist diese kurze und mit ein paar Bildern versehene Abhandlung ganz gut geeignet. www.spessartprojekt.de/?page_id=18680

n Pilgerzeichenforschung Für eine intensive Beschäftigung mit Pilgerzeichen und der Pilgerzeichenforschung bietet sich diese ausführliche und bebilderte Abhandlung an. Das über 60 Seiten umfassende Werk steht auch zum Download zur Verfügung. www.academia.edu/2429673/Pilgerzeichen_ und_ Pilgerzeichenforschung_in_MecklenburgVorpommern

n Pilgerzeichendatenbank

n Pilgerzeichen Der Zugang zu dieser Sammlung erschließt sich über alphabetisch geordnete Alben und nach anderen Kriterien, z. B. Motiven und Ländern, sortierten Kategorien. Von allen Stücken sind ausgezeichnete Abbildungen vorhanden und in kleinen Fenstern werden dazu Informationen angeboten. Ein umfangreiches Lexikon bietet ausführliche Angaben zu Wallfahrtsorten, Heiligen u.v.a.m. www.pilgerzeichen.at

n Wallfahrtsmedaillen Neben einer kurzen Einführung zur Entwicklung des Pilgerwesens und der Bedeutung von Anhängern, Abzeichen und Medaillen für die Pilger wird hier in mehreren Kategorien, dort wiederum nach verschiedenen Kriterien geordnet, reichhaltiges Bildmaterial verschiedenster Art aus der Welt der Pilger in einer Datenbank präsentiert. Zu allen Fotos sind ausführliche Beschreibungen vorhanden, dazu führen

häufig noch Verweise zu weiteren Informationen über Heilige, Wallfahrtsorte usw. Über ein Suchfeld lassen sich mit Stichworten rasch und gezielt bestimmte Inhalte der Datenbank finden. Diese Präsentation ist ein vorzügliches Beispiel für die Möglichkeit, auch ohne eigene Sammlung ein Sammelgebiet kompetent und umfangreich vorzustellen. www.wallfahrtsmedaillen.at/a

Das Kunstgewerbemuseum in Berlin baut eine Datenbank mit Pilgerabzeichen vom 11. bis zum beginnenden 16. Jahrhundert auf. In dem schon jetzt beträchtlichen Bestand lassen sich über Motive, Fund- und Wallfahrtsorte bestimmte Exponate finden, auch eine Volltextsuche ist möglich. Als Ergebnisse werden häufig Bilder, oft verbunden mit umfassenden Beschreibungen samt Datierungen, Angaben zum Hersteller, Karten von Fundorten usw. vorgestellt. Unter „Über das Projekt" und „Gegenstand" wird eine Einführung zum Thema Pilgerzeichen geboten. www.pilgerzeichen.de

n Fundsache Pilgerzeichen Das Landesamt für Denkmalpflege Sachsen-Anhalt berichtet hier ausführlich über den Fund eines Pilgerzeichens in Stendal, bietet nebenher aber auch eine fundierte und bebilderte Einführung in das Pilgerwesen und die Bedeutung von Pilgerzeichen. www.lda-lsa.de/landesmuseum_fuer_ vorgeschichte/fund_des_monats/2008/august 06 / 18


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REKLAME 88 Tempo-Werbemodell mit originaler Faltschachtel als Garage. – Heckansicht. – Ob Vati darauf gehört hat?

WERBEMODELL TEMPO WIKING REINHARD BOGENA

17 PS leistet. Schnell fand der Volksmund einen passenden Spitznamen für den kleinen Transporter: „Fischmaul", denn die etwas plump wirkende Frontpartie mit der Kühleröffnung erinnert in der Tat an das geöffnete Maul einiger Fischarten. Zu seiner Ehrenrettung sei jedoch gesagt, dass Tempo-Fahrzeuge nicht unter dem Aspekt Schönheit entwickelt wurden; so erfolgte die Gestaltung des Fahrerhauses allein nach praktischen Gesichtspunkten, ebenso wie bei seinen direkten Konkurrenten von Gutbrod (Typ „Atlas") und Goliath (GV 800), deren Aussehen und Größe ganz

Eine Rarität aus früher Nachkriegszeit

„Fischmaul” Werbemodelle sind beliebte Sammlerstücke. Verbindet man ihre Provinienz darüber hinaus mit einem gewissen Bekanntheitsgrad, ist ein gewisser Wert geradezu garantiert. In diesem Falle geht es um die Kleinausgabe eines Lieferwagens aus den frühen 50er-Jahren, der von einem berühmten Modellauto-Hersteller produziert wurde: Wiking. Mit Wiking assoziiert man in erster Linie kleine Modellautos im Maßstab 1:87, die als unverzichtbares Ausstattungsdetail auf Modelleisenbahnanlagen dienen. Darüber hinaus pro-

duzierte der Berliner Hersteller diverse Werbemodelle in kleinerer Auflage, die heute als Sammlerstücke sehr gesucht sind. Eines davon entstand für die Firma Vidal und Sohn / Tempo. Man kennt sie hauptsächlich durch ihre Dreiradfahrzeuge, die in den Wiederaufbaujahren nach dem Krieg wegen ihres günstigen Unterhalts sehr begehrt waren und bis in unsere Zeit sogar noch in Indien vom Band liefen. Die Ursprünge der ehemals in HamburgHarburg ansässigen Firma gehen auf das Jahr 1928 zurück. Neben einfachen und 06 / 18

seit dieser Zeit hergestellten Nutzfahrzeugen entstand ab 1949 ein Vierrad-Lieferwagen mit der Bezeichnung „Matador", der in der Zeit des Wiederaufbaus vielen Gewerbetreibenden aber zu teuer war. Deshalb wurde ihm ab Mai 1953 ein günstigerer, aber auch schwächerer Typ für bis zu 850 kg Nutzlast zur Seite gestellt, der „Wiking" – lustigerweise derselbe Name wie der des Modellautobauers, der dann auch das Werbemodell hierzu produzierte. Angetrieben wurde der Tempo Wiking von einem Zweitakt-Heinkel-Motor, der gleich hinter der Vorderachse sitzt und

ähnlich war. Immerhin sollen mehr als 12.000 Einheiten vom Tempo gebaut worden sein. Um sie unters Volk zu bringen, ließ der Hersteller bei Wiking Werbemodelle wie das hier gezeigte im Maßstab 1:50 produzieren, die dann zusammen mit einer bedruckten und als Garage gestalteten Schachtel ausgeliefert wurden. Neben weiteren Tempo-Fahrzeugen sind ebenfalls Volkswagen-Busse sowie ein Hanomag Diesel Lkw als Werbemodell dieses Maßstabs aus Berlin bekannt. Während die 1:87-Modelle zu der Zeit noch unverglast hergestellt wurden, ha-


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ben die größeren zumindest schon durchbrochene Fenster, durch die man eine einfache Innenausstattung und das Lenkrad sieht. Anders als die Wiking-Autos im kleineren Maßstab (in dem es nur den Typ „Matador", aber nicht das „Fischmaul" gab) besitzen die Scheinwerfer sogar Einsätze. Gut zu erkennen ist außerdem der Wiking-Schriftzug (als Modellbezeichnung wie beim großen Original) und das Tempo-Signet, das nochmal groß und Der Ausdruck „Fischmaul” kommt nicht von ungefähr: hier ein Originalprospekt aus der Zeit. – Das Fahrgestell ist einfach gestaltet, aber ans Original angelehnt. – Die Türen des Tempo sind so geprägt, dass sie wie beim Original nach hinten aufgehen (sofern man sie denn öffnen könnte). – Damals waren die meisten Prospekte noch kunstvoll gezeichnet. – Wie bei allen Wiking-Modellen lässt sich auch hier die Plane abnehmen. – Das Werbemodell ist um einiges größer als die üblichen Wiking-Autos wie hier das Tempo-Dreirad und der Tempo Matador. – „Knautschgesicht” sagte der Volksmund zum Tempo Matador

deutlich auf der Ladefläche eingeprägt erscheint. Die (einseitig geöffnete) Plane des Pritschenwagens ist abnehmbar. „Vati, kauf uns doch einen Tempo-Wiking!", steht auf der einen Seite der Faltschachtel in kindlicher Schreibschrift gedruckt und „Wenn ich groß bin, kaufe ich mir auch einen Tempo!" auf der gegenüber liegenden Seite. Stellt man die Schachtel auf den Kopf, gibt es auf der Unterseite (sozusagen versteckt wie eine Verschwörung) zusätzlich eine Art Brief an den kleinen „Tempo-Freund", in dem er noch einmal aufgefordert wird, seinen Vater zum Kauf eines solchen Transporters zu animieren: „Dein Vati hat auch schon einen richtigen Tempo-Wiking? Oder will er sich erst noch einen kaufen? Frag ihn doch mal!" Ein paar dieser Werbemodelle hatten das Glück, im unbespielten Zustand zu überleben. Sie werden zu Preisen von etwa 130 bis 200 Euro gehandelt, ein Betrag, der durchaus reell ist (mit geringem Potenzial nach oben), begründet sich dieser Wert doch auf mehreren Voraussetzungen: Da ist einmal die objektiv vorhande-

ne Seltenheit, dann die von vielen Sammlern begehrte Herstellermarke Wiking und nicht zuletzt stellt dieser Tempo eines der ersten Transportfahrzeuge dar, die in den Wiederaufbaujahren nach dem Krieg dringend benötigt waren. Lange Zeit sah man sie noch auf Wochenmärkten, wo Obstund Gemüsehändler ihre Waren von der Pritsche aus unters Volk brachten. Das Werbemodell gehört zu ihrer, zu unserer Geschichte. Fotos: Reinhard Bogena


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FUNDSTÜCKE 90

FLOHMARKTPREISE n Design Hängeleuchte „Flowerpot VP 1“, Entwurf Verner Panton (1926 Gamtofte - 1998 Kopenhagen), Ausführung Louis Poulsen, Dänemark, ab 1968, Durchmesser 23 cm. Der Leuchtkörper besteht aus zwei einander zugewandten, halbkugelförmigen Schalen im leuchtenden Orange-Rot, innen weiß emailliert. Der Durchmesser der oberen Schale ist doppelt so groß wie der der unteren Schale. Die untere Schale verdeckt die Glühbirne, ihre Innenseite dient gleichzeitig als farbige Reflektorfläche. Emailliertes Metall/Stahlblech, textilummanteltes originales Stoffkabel, Länge 150 cm, daran wurde zwecks fehlender Deckenstromverkabelung ein praktischer Schalter mit Stecker angebracht. Glühbirnenfassung aus Porzellan – frühe Ausführung! Klassiker des Danish Designs, der auch noch aktuell produziert wird (Neupreis circa ab 200 Euro). Sehr schöner Erhaltungszustand mit nur geringen Altersspuren. Als Original preislich zuwischen 150 bis 250 je nach Farbe und Zustand anzutreffen. Flohmarktpreis: 80 Euro

n Design Vase „1001 Nacht“, Entwurf Björn Wiinblad (1918 Kopenhagen - 2006 Lyngby, dänischer Maler, Designer, Bühnenbildner und bildender Künstler), Ausführung Rosenthal studio line, Selb, ab 1969, Maße 28 x 12,5 x 9 cm. Wiinblad („Ich mache eigentlich nur Dinge, die ich selber brauche“) war von 1957 an 49 Jahre lang Chefdesigner der Rosenthal AG. Er entwarf 1969 die Geschenkserie „1001 Nacht“ für die Selber Porzellanfirma. Wiinblads Werke findet man in Museen und Dauerkollektionen (Victoria & Albert Museum London, Museum Of Modern Art, Nationalmuseum Stockholm etc.), besonders begehrt sind seine bedruckten Möbel wie der Esstisch für France & Son sowie Möbelstücke für Rosenthal. Die verspielte und leicht exotische „1001 Nacht“-Vase dürfte 150 bis 250 Euro einspielen.

Emailschild des „Münchner Merkur“ (jedoch leicht gewölbt) aus den 1950er-Jahren mit dem Schrift-Zusatz „Anzeigen-Annahme“, das preislich wohl noch etwas höher anzusiedeln wäre. Flohmarktpreis: 120 Euro

Flohmarktpreis: 40 Euro

n Reklame Werbeschild „Die Große Tageszeitung Münchner Merkur“, Hersteller Münchener Emaillierwerk, Titan-Email, flach, abgekantet, seitlich mit Befestigungsschienen für Zeitungsexemplare, Schlagzeilenblätter etc., neuwertiger Zustand, vermutlich 1950er-/1960er-Jahre. Die Print-Ausgabe des „Münchner Merkur” wurde im Jahr 1946 als bayerische Abonnement-Tageszeitung mit Sitz in München gegründet. Wahrscheinlich wurden nicht allzu viele Emailschilder zu Werbezwecken damals hergestellt. Somit dürfte ein Liebhaber-Betrag von 150 bis 300 Euro möglich sein. Es existiert auch noch ein weiteres „Titan“06 / 18

Erscheinungstermin Juli-Ausgabe: Abo-Versand 18.06.2018 Erstverkaufstag Handel 22.06.2018


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09.05.2018

13:55 Uhr

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