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Europas Sammlermagazin

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Porzellan Luxuspapier


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INHALT 3

TRÖDLER

ISSN 1863-0340

VERLAG

GEMI Verlags GmbH Pfaffenhofener Straße 3 85293 Reichertshausen Tel. 08441 / 4022-0 Fax 08441 / 71846 Internet: http://www.gemiverlag.de eMail: info@gemiverlag.de

GESCHÄFTSFÜHRER

Gerd Reddersen Rudolf Neumeier

CHEFREDAKTEUR

Karl Ruisinger eMail: karl.ruisinger@gemiverlag.de

REDAKTION

Nicola Fritzsch, Joscha Eberhardt, Karin Probst, Helene Stümpfle-Wolf

AUTOREN DIESER AUSGABE

Reinhard Bogena Heidrun Th. Grigoleit Peter Leuter

REDAKTIONSASSISTENZ

Heike Genz

TERMINE

Anette Wagner, Tel. 08441/4022-35 Hans Neumeier, Tel. 08441/4022-34 eMail: termine@gemiverlag.de

LITHOS, SATZ, HERSTELLUNG

Westner Medien GmbH (Anschrift siehe Verlag)

ANZEIGEN

Markus Westner, Tel. 08441/4022-13 Hans Neumeier, Tel. 08441/4022-34

KLEINANZEIGEN

Heike Genz, Tel. 08441/4022-18 Marlene Westner, Tel. 08441/4022-12

VERTRIEB

Gerd Reddersen

ZEITSCHRIFTENHANDEL

VU Verlagsunion KG

MARKTVERTRIEB

Jörg Kirschbaum Mobil 0172/4436638

4

LESERFORUM ■ Expertenauskünfte

6

MAGAZIN ■ Ausstellungen – Messen – Märkte

PORZELLAN

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■ Royal Copenhagen

AUKTIONEN

20

■ Berichte – Preise – Termine

SCHALLPLATTEN

32

■ Schwarzes Gold für Sammler

AUTOMOBILIA

80

■ Borgward Hansa

ABOVERWALTUNG

DRUCK

Gemi Verlags GmbH Postfach 85291 Reichertshausen Tel: 08441/4022-0 Fax: 08441/71846 eMail: info@gemiverlag.de

ONLINETIPP

85

■ Websites für Sammler

PAPIER

86

■ Luxuspapier aus Prag

SPIELZEUG

94

■ Laubsägespiele

BLICKPUNKT

96

■ Lüsterweibchen / Jugendstilfenster

westermann druck Gmbh

FUNDSTÜCKE

98

■ Flohmarktpreise

TERMINE UND ANZEIGEN ERSCHEINUNGSWEISE

monatlich

■ ANTIKMARKTTERMINE

TITELFOTOS

Reinhard Bogena Bernd Schönfelder, Kulmain Porzellanikon Hohenberg/Eger

■ SAMMLERBÖRSENTERMINE ■ AUSLANDSTERMINE ■ REGELMÄSSIGE TERMINE

Alle Rechte vorbehalten. Kein Teil dieser Zeitschrift darf ohne schriftliche Genehmigung des Verlages vervielfältigt oder verbreitet werden. Unter dieses Verbot fallen die gewerbliche Vervielfältigung per Kopie, die Aufnahme in elektronische Datenbanken und die Vervielfältigung auf CD-ROM.

■ FLOH- UND TRÖDELMARKTTERMINE ■ KLEINANZEIGEN IN DER SAMMLERBÖRSE

Es gilt die Anzeigenpreisliste 1/11 (Preise gültig seit 01.08.2006)

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LESERFORUM 4

EXPERTISEN

benangriffen in Berlin während des Zweiten Weltkriegs zerstört. Auch deshalb sind recht viele Kopien von unterschiedlichster Qualität im Umlauf. Für diese Kopie möchte ich eine Schätzung von 35 Euro vornehmen. Auctionata Experte

■ Gemälde

?

Dieses Gemälde habe ich bei einer Erbschaft auf dem Dachboden gefunden. Die Bildgröße ist 70 cm x 50 cm. Etwas abenteuerlich liest sich für mich die rückseitige Beschreibung. Angegebene Telefonnummer W. Moll ist abgeschaltet. Nach meinem Dafürhalten ist diese Ölmalerei, auf einer furnierten Holzplatte schon professionell zu nennen oder was denken Sie? Ich bitte deshalb um Ihre Einschätzung zum Maler, der Qualität des Bildes sowie um eine Wertschätzung. Alois Pelzer, Jülich

!

Es handelt sich hier um die sehr einfach gemalte Kopie des Bildes „Dörfchen auf Rügen“ des deutschen Malers Konrad Alexander Müller-Kurzwelly (1855-1914),

lativ langen Gewindestab mit recht grobem Gewinde. Das Griffstück selbst ist innen hohl und dient wohl zur Aufbewahrung irgendeiner Flüssigkeit. Eine Punzierung ist nicht vorhanden. Laut Händlerin bzw. Juwelier, bei dem die Händlerin den Kamm hat prüfen lassen, ist der Kamm wie erwähnt aus Silber, partiell vergoldet und der hohle Griff soll zum Befüllen mit Haarpflegeöl dienen, welches direkt beim Kämmen durch kleine Löcher zwischen den Zinken aufgetragen werden soll. Ich selbst aber vermute eher, dass er zur Aufbewahrung von Duftwässerchen/Parfüm herhalten soll. Die Entstehungszeit des Kammes soll gegen Mitte bis Ende des 18. Jahrhunderts bzw. genauer zwischen rund 1760-1780 liegen. Nun würde mich natürlich Ihre fachkundige Expertenmeinung zu diesem Schmuckstück interessieren: Ist der Kamm wirklich schon so alt, wozu dient der hohle Griff tatsächlich, welchen ungefähren Schätzwert würden Sie ansetzen und, was für mich von größtem Interesse ist, woher stammt er? Wer war also wohl der Hersteller oder aber frühere Besitzer, hat der Kamm eventuell sogar eine nachvollziehbare Geschichte? Erich Bones, o.O.

!

Keineswegs stammt das Objekt aus dem 18. Jahrhundert, eher ist es frühes 19. Jahrhundert, denn im 18.Jahrhundert trug man in Europa keine Bärte. Mir scheint es auch, dass es sich eher um einen Steck-

■ Kamm

?

Bei meiner Anfrage handelt es sich um um einen kleinen silbernen, partiell vergoldeten und optisch sehr majestätisch wirkenden Bartkamm, welcher sicherlich nicht für den „kleinen einfachen Mann“ hergestellt wurde. Er misst in der Länge 7,5 cm, ist 5 cm hoch, oben am Griff 0,9 cm dick, die Zinkenspitzen messen 0,05 cm. Das Gewicht liegt laut digitaler Feinwaage bei 52,03 Gramm. Die oben zwischen den Vögeln (Tauben?) befindliche Krone ist abschraubbar und hat einen re-

offenbar gemalt von einem Amateur namens Walter Moll. Ein Maler dieses Namens taucht in keiner Liste auf. Der Vorlagenlieferant, der deutsche Maler Konrad Alexander Müller-Kurzwelly (geb. am 29. Juli 1855 in Chemnitz, gestorben am 4. Juli 1914 in Berlin) war ein einflussreicher Künstler des Naturalismus und einer der rar gesäten deutschen Impressionisten. Seine sinnlich erfahrbaren malerischen Wiedergaben der Natur stellten oft die Berliner Umgebung und die Ostseeküste dar. Ein Großteil seiner Werke wurde bei Bom03 / 17

■ In dieser Rubrik beantworten unsere Experten Ihre Fragen zu dem einen oder anderen guten Stück. Doch leider sehen wir uns außerstande, ganze Nachlässe oder sämtliche sich in Ihrem Haushalt befindlichen Trouvaillen bewerten und schätzen zu lassen. Auch bitten wir um Verständnis, wenn es mit der Bearbeitung länger dauert. Senden Sie uns also Ihre Anfrage nur zu einem zu bestimmenden Objekt – mit detaillierter Beschreibung und gutem Foto, auf dem das Objekt ganz abgebildet ist. Noch ein Hinweis zu den Preisen, die von Fall zu Fall von unseren Experten genannt werden: Hierbei handelt es sich um Richtwerte, die anhand von Fotos allein getroffen werden und je nach Zustand des Objekts nach oben oder nach unten korrigiert werden können. Ihre Anfrage schicken Sie bitte an: Gemi Verlags GmbH Redaktion Leserforum Pfaffenhofener Straße 3 85293 Reichertshausen


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LESERFORUM 5 kamm für eine Damenfrisur handeln könnte. In diesem Falle, auch bedingt durch die unbeholfene Silberarbeit, käme Süditalien in Frage, gehörig zu einer Tracht. Wenn es unbedingt ein Bartkamm sein soll, dann muss er im Bereich Nordafrika-Türkei anzusiedeln sein. Dr. Carl Ludwig Fuchs, Auctionata Experte

■ Max und Moritz

?

Ich sammle seit ein paar Jahren altes Kinderspielzeug aus Sonneberg und so sind mir auch diese zwei lustigen Spitzbuben in die Hände gefallen, die ja alle aus Kindheitstagen kennen, Max und Moritz. Sie haben ihre Originalkleidung an und sind wohl aus Masse. Die Augen sind aus Glas und die Perücke aus Baumwolltroddeln. Der Körper ist weich gestopft und Arme und Beine sind aus Masse mit Scheibengelenken. Sie sind ca. 29 cm groß. Ich habe die Köpfe entfernt und auf dem Rand der Einbindeköpfe stehen die Zahlen 1390 und 1391. Leider konnte ich sie in Ciesliks Puppenbestimmbuch, Erkennen und Entschlüsseln, 1880-1950, 4. Auflabe, nicht finden. Die Verkäuferin hat sie bei ihrer Mutter auf dem Dachboden gefunden, als die Wohnung aufgelöst wurde und meinte, sie seien um 1950 hergestellt worden. Meine Vermutung wäre, dass sie von der Firma Seyfarth und Reinhardt, Waltershausen hergestellt wurden. Petra Letz, Leonberg

!

Das ist wirklich ein lustiges Pärchen, das Sie uns hier präsentieren! Max und Moritz als Dachbodenfund – das lässt wohl das Herz so manchen Puppensammlers höher schlagen. Die beiden 29 cm großen Lausbuben, deren Geschichte Wilhelm Busch im Jahr 1865 der Öffentlichkeit erstmals präsentierte, sind abgesehen von der etwas bespielten Originalbekleidung in bemerkenswert gutem Zustand. Lediglich Moritz mit der kecken Tolle hat anscheinend eine abgewetzte Nasenspitze. Die etwas plump und ohne Zwischenräume modellierten Finger können ein Hinweis sein, dass Arme und Beine und vermutlich auch die Köpfe des netten Pärchens aus „Masse“ gefertigt wurden. „Masse“ ist ein Gemisch aus Sand, Kleister, Gips, Knochenleim etc., das bereits ab 1870 in der Puppenproduktion verwendet wurde. Jeder Puppenhersteller hatte dafür seine eigenen Rezepturen, deren Zusammensetzung streng gehütet wurde.

„Masse“ konnte je nach Bedarf in der benötigten Stärke von flüssig bis breiartig angerührt werden. Dieses robuste und preiswerte Material wurde zunächst hauptsächlich in der Herstellung von Puppenkörpern verwendet. Ab dem Beginn der 1920er-Jahre wurden aus Einsparungsgründen in zunehmendem Maße auch Puppenköpfe aus „Masse“ gefertigt, die das bis dahin verwendete, weitaus teurere und empfindlichere Porzellan sowie das feuergefährliche Celluloid ersetzen sollte. Ab dem Ende der 1920er-Jahre wurden kaum mehr Porzellanköpfe produziert. Ihre beiden Lausebengel sind mit sogenannten „Einbindeköpfen“ ausgestattet, die vermutlich aus Masse bestehen. Schade, dass keine Angaben vorliegen über das Füllmaterial, mit dem die erstaunlich gut erhaltenen Stoffkörper ausgestopft wurden. Stopfmaterial wie feine Holzwolle, Baumwollfasern, Schaumstoffflocken oder ein formgeschäumtes Inneres können bei der Altersbestimmung von Puppen sehr hilfreich sein. Puppen mit drolligen karikaturhaften Gesichtern und Perücken aus dicken, bunten Wollfäden und weichen Körpern aus Stoff (z.B „Holly Hobby“ und „Cabbage Dolls“) kamen in den 1970er-Jahren nach großen Erfolgen in Amerika auch bei uns auf den Markt. Innerhalb kurzer Zeit begeisterten ähnliche Puppen auch hierzulande die kleinen Puppenmütter. In dieser Zeit ist vermutlich auch Ihr fröhliches Pärchen entstanden.

Die Perücken, der starke Glanz der Gesichter und Gliedmaßen, die Filzbekleidung und nicht zuletzt der geradezu ladenneu wirkende Stoff mit dem die Körper überzogen sind, weisen auf eine Herstellung in den 1970er-Jahren hin. Ihre Frage nach dem Hersteller der beiden Puppen ist schwer zu beantworten. In der Zeit der Hochblüte der Thüringischen Puppenindustrie gab es viele Puppenfabriken, wie Theodor Recknagel, Kämmer & Reinhardt, Daniel Kestner, Margarete Steiff etc., die Max und Moritz Puppen in ihrem Programm hatten; Ihr Puppenpaar ist aber ein

paar Generationen jünger. Dasselbe gilt für Fachbücher: Es gibt für Puppen, die nach 1950 produziert wurden, außer gelegentlichen Beiträgen in Fachjournalen, keinerlei Literatur – ausgenommen der Käthe Kruse-Puppen und Barbiepuppen. Die Zahl der Sammler, für die es sich lohnen würde, Fachbücher zu schreiben, wird immer kleiner. Deshalb können auch die im Nacken eingeprägten Serienummern Ihrer beiden Puppen (1390 bzw. 1391) nicht entschlüsselt werden. Es wundert mich jedoch sehr, dass außer diesen Zahlen weder eine Herstellermarke noch ein „Made in...“ also Hinweis auf das Land, in dem das Puppenpärchen erzeugt wurde, zu finden ist. Haben Sie schon versucht, die Perücke im Nacken ein wenig abzulösen? Mit viel Vorsicht und etwas lauwarmem Wasser könnten Sie vielleicht fündig werden. Leider sind Puppen, die ab dem Ende der 1950er-Jahre produziert wurden – mit Ausnahme der Käthe KrusePuppen für Sammler (noch!) nicht interessant. Das gilt auch für die Puppenpreise, für die es ebenfalls keine Vergleichsmöglichkeiten oder andere Anhaltspunkte gibt. Man kann daher in derartigen Fällen nur Liebhaberpreise nennen. Diese sagen jedoch nur aus, wieviel ein bestimmtes Objekt einem bestimmten Käufer zu einem bestimmten Zeitpunkt wert war. Puppen, wie Ihr gut erhaltenes, seltenes Max und Moritzpärchen sind nette Raritäten. Ein Liebhaber wird derzeit für das Pärchen rund 150 bis 170 Euro bezahlen. Reingard Ecker, Wels (A)

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ROYAL COPENHAGEN HEIDRUN TH. GRIGOLEIT

Die großen und bedeutenden Porzellanmanufakturen Europas sind Thema einer Ausstellungsreihe, die das Porzellanikon Hohenberg an der Eger gestartet hat, und die bis zum 1. Mai gezeigt wird. Den Auftakt der Reihe bildet die traditionsreiche Manufaktur Royal Copenhagen.

Porzellanmanufakturen Die Porzellanmanufakturen des 18. Jahrhunderts zählen bis heute zu den großen Einrichtungen des Barock und Rokoko.

Sie waren jedoch viel mehr als nur Wirtschaftsbetriebe, die den Adel und das Großbürgertum mit repräsentativem Porzellan versorgten: Sie waren auch ein Spiegelbild von Kultur und Gesellschaft und zudem Kunstanstalten, in denen herausragende Werke geschaffen wurden,

die noch heute große Bewunderung erregen. Denn Namen wie Meißen, KPM Berlin, Augarten, Nymphenburg und Sèvres stehen für allerhöchste Qualität. In diese Reihe gehört auch zweifellos die königliche Porzellanmanufaktur Royal Copenhagen mit dem berühmten königlichen Service aus Schloss Rosenborg.

Royal Copenhagen Die groß angelegte kulturhistorische Ausstellung in Hohenberg an der Eger spannt in der ersten Schau der Reihe einen Bogen von der Gründung der dänischen Manufaktur Royal Copenhagen im Jahr 1775 unter dem Patronat von Königin Juliane Marie über die Designgeschichte, Sondereditionen und Sammelteller bis zur heutigen, historische Muster neu interpretierenden Produktion. Bei der Umsetzung der Ausstellung kooperiert das Porzellanikon mit expo2508 Ausstellungskonzeption und -gestaltung in Bonn sowie der Manufaktur Royal Copenhagen selbst. Der Betrieb wurde 1775 als bürgerliche Manufaktur gegründet und bereits 1779 vom dänischen Königshaus übernommen. Zum dänischen Reich zählten damals neben Grönland und Norwegen als Kolonien auch die Jungferninseln in der Karibik. Wie die anderen Königshäuser jener Zeit wollte auch die dänische Krone mit aufwändiBüste der Königinwitwe Juliane Marie, Arnold Krog nach Carl Frederik Stanleys Marmorvorbild von 1776, um 1923-1935, Royal Copenhagen Collection. Clay, Museum of Ceramic Art Denmark Eisglocke mit Untersatz, „Flora Danica“, Royal Copenhagen, 2016, H. 28 cm, Dm. 28 cm, Royal Copenhagen, Porzellanikon Foto: Bernd Schönfelder, Kulmain 03 / 17


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PORZELLAN 13 Jahrzehnte mit einer sich wandelnden Zeit und dem sich verändernden Geschmack in der Gesellschaft deutlich wider. Immer nahm und nimmt die Produktionsstätte in Kopenhagen aber kreativ und einfühlsam viele wirkmächtigen Strömungen der jeweiligen Zeit auf – das Repräsentationsbedürfnis des Adels und der Eliten ebenso wie bürgerliche Lebensphilosophie, historistische Tendenzen oder japanische Einflüsse ebenso wie moderne neue Ausdrucksformen in der Porzellangestaltung: Gezeigt werden die ersten, europäische Formen und Dekore kopierende Geschirrstücke am Ende des 18. Jahrhunderts, die umfangreichen Service des 19. Jahrhunderts, Tierfiguren sowie moderne multifunktionale Stücke der aktuellen Kollektionen. Mit rund 200 Leihgaben aus Dänemark und Deutschland und ausgewählten Sammlerstücken des Porzellanikons dokumentiert die Ausstellung eindrucksvoll ein Stück dänische Kulturgeschichte.

gem Porzellan einen kunstsinnigen und standesgemäßen Lebensstil pflegen, wozu speziell das berühmte Flora DanicaService hergestellt wurde.

Auf dänischen Tischen Seit über 240 Jahren findet man Porzellan der Manufaktur Royal Copenhagen aber nicht nur auf den Tischen der dänischen Eliten, sondern in fast jedem dänischen Haushalt. Zudem kann man es weltweit in Museen und Sammlungen bestaunen. Royal Copenhagen gehört quasi zum kulturellen Erbe Dänemarks und ist sowohl in seiner historischen als auch gegenwärtigen Relevanz ein Identität stiftender Faktor für das kleine Königreich. Dabei hat sich die Tischkultur – nicht nur in Dänemark – seit der Gründung der Manufaktur stark gewandelt: Die zunehmende Bedeutung von Funktionalität und ein veränderter Zeitgeist sind dafür nur zwei Faktoren, die sich auch in der Entwicklung der Geschirrserien bei Royal Copenhagen deutlich zeigen.

Flora Danica Service

Sichtbar wird dies in den Produkten selbst, denn das unterschiedliche Porzellan der renommierten Manufaktur Royal Copenhagen spiegelt den Umgang durch die

In der Ausstellung werden auch 42 ausgewählte Originalteile des ersten Flora Danica-Services präsentiert. Dieses herrliche, royale Service gehört zu den bedeutendsten Porzellanservicen weltweit. Das erste Service, das 1790 in Auftrag gegeben wurde, befindet sich – bis auf wenige Stücke – noch heute im Besitz des dänischen Königshauses. Ursprünglich für 80 Personen vorgesehen, erhöhte man im Jahr 1797 die Anzahl der Teile, so dass nunmehr für 100 Personen eingedeckt

Kasserolle und Terrine mit Untersetzplatte aus dem Flora Danica-Service, 1790-1802, The Royal Danish Collection Große Platte, „Flora Danica“ in heutiger Ausführung mit dem Motiv „Quercus foemina Roth“, 2016, Dm. 35m, Royal Copenhagen, Porzellanikon Foto: Bernd Schönfelder, Kulmain Teekanne „Flora Danica” mit „Delphinium Consolida L.“, 2005-2009. Porzellan, Aufglasur- und Goldbemalung, H. 14,5 cm, B. / W. 27,5 cm, T. / L. 14 cm, Privatbesitz, Porzellanikon Foto: jahreiss. kommunikation foto film, Hohenberg a. d. Eger Kaffeetasse mit Untertasse „Flora Danica” mit „Potentilla retusa Müll.“, 2005-2009, H. 7,5 cm, Dm. 13,5 cm, Privatbesitz, Porzellanikon Foto: jahreiss. kommunikation foto film, Hohenberg a. d. Eger 03 / 17


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PORZELLAN 14 werden konnte. Von den ursprünglich 1.802 Teilen, die in zwölf Jahren (17901802) angefertigt wurden, existieren heute noch 1.530. Somit gehört das Service nicht nur zu den umfangreichsten, sondern auch zu den am besten erhaltenen seiner Zeit. Zur Aufbewahrung wurde das umfangreiche Service nach 1851 auf die Schlösser Rosenborg, Christiansborg und Amalienborg verteilt.

Pflanzendarstellungen Als Vorlage für das Dekor dienten die Pflanzendarstellungen aus dem gleichnamigen botanischen Tafelwerk „Flora Danica“. Im Jahre 2006 wurde das Service und Tafelwerk gemeinsam in den Kulturkanon des dänischen Kulturministeriums aufgenommen. Über 127 Jahre dauerte die vollständige Herausgabe dieses wegweisenden botanischen Tafelwerks, das in 17 Bänden von 1761 bis 1888 insgesamt 3.240 Kupferstiche mit den Pflanzen dokumentiert, die in den Königreichen Dänemark und Norwegen, den Herzogtümern Schleswig und Holstein sowie den Grafschaften Oldenburg und Delmenhorst wild wachsen.

Vom Tafelwerk zum Service Wer genau die Idee für das von Kronprinz Friedrich, dem späteren König Friedrich, im Jahre 1790 in Auftrag gegebenen Service hatte, ist nicht bekannt. Einen großen Einfluss auf das Projekt hatte jedoch der damalige Direktor der Königlichen Porzellanmanufaktur, der Botaniker Theodor Holmskjold. Er arbeitete mit dem Maler Johann Christoph Bayer zusammen, dessen Name heute fast ausschließlich mit der kunstvollen Bemalung des originalen Services genannt wird – obwohl man davon ausgehen muss, dass nicht ein einziger Maler alleine am Flora Danica-Service gearbeitet hat. Mit der allerhöchsten Genauigkeit wurden die etwa 1.260 Illustrationen des Tafelwerks, die zu dem Zeitpunkt existierten, auf das Porzellan übertragen. Und auf der Unterseite jeden Stücks wurde damals wie heute der lateinische Name der abgebildeten Pflanze handschriftlich vermerkt. Da die Vorlage neben den vielen Pflanzen auch Pilze und Algen umfasste, wurden auch diese auf dem herrlichen Luxusgeschirr genauestens abgebildet. Diese Motivwahl spiegelt auch ein großes naturhistorisches Interesse bei dem Projekt wi-

der. Denn so präsentierte das dänische Königshaus mit dem Porzellan nicht nur die fantastische Kunstfertigkeit seiner Porzellanmanufaktur, sondern dokumentierte auch gleichzeiig die variantenreiche Pflanzenvielfalt des Landes und das hohe Niveau der eigenen wissenschaftlichen Aufgeklärtheit. „Flora Danica“ ist nach wie vor ein fester Bestandteil des Repertoires von Royal Copenhagen und wird auch weiterhin nur von Hand gefertigt. Auch wenn es prinzipiell unverändert fortgeführt wird, sind doch Unterschiede zwischen dem originalen Service und späteren Stücken zu erkennen: Bemalung, Motive und Formen haben sich im Laufe der Jahre entsprechend verändert. Während beispielsweise das erste Service den Anspruch hatte, jeden bis zu diesem Zeitpunkt veröffentlichten Stich des Tafelwerkes mit wissenschaftlicher Genauigkeit wiederzugeben, wurde schon das zweite Service von einem anderen Zeitgeist geprägt, das als Geschenk zur Hochzeit der dänischen Prinzessin Alexandra mit dem späteren König Edward VII. von Großbritannien im Jahre 1863 gefertigt wurde. Die Motive für dieses herrschaftliche Hochzeitsgeschirr konnten nun aus über 3.000 Tafeln ausgesucht werden und erfolgten nach ästhetischen Kriterien: So wurden dafür vor allem Blumen und zarte Pflanzen ausgewählt. Auch heute sind es vor allem Blumenmotive, die sich einer großen Beliebtheit erfreuen. Ebenfalls Ausdruck einer sich wandelnden Tischkultur ist die Einführung neuer Formen bei gleichzeitigem Wegfall zahlreicher anderer. So gehörten zum ursprünglichen Speiseservice weder Kannen noch Tassen. Diese wurden erst später in das Sortiment eingeführt. Manche Stücke – Relikte einer vergangenen Tischkultur wie Gläserkühler, Salznäpfchen Die aufwändige Aufglasurmalerei des Flora Danica-Dekors erfolgt per Hand Eistopf mit Einsatz und Deckel aus dem Flora Danica-Service, Königliche Porzellanmanufaktur Kopenhagen, 1790-1802, H. 26,5 cm, Dm. 18 cm, The Royal Danish Collection © The Royal Danish Collection Foto: Iben Kaufmann

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auf der ganzen Welt fotografiert wurden, diente als Vorlage für das kuriose Service, das man als Neuinterpretation des enzyklopädischen Ansatzes des Auftraggebers verstehen kann.

Musselmalet-Service

oder die für Royal Copenhagen typische Eisglocke – erleben unabhängig von ihrer ursprünglichen Funktion heute, beispielsweise zu dekorativen Zwecken, wieder eine Renaissance.

potamus-Service, das der Sammler Richard Baron Cohen 2004 in Auftrag gab: Bilder von über 300 Nilpferden, die in Zoos

Als einen weiteren Höhepunkt der Ausstellung wird das erste Service der Manufaktur, das ultramarin bemalte Musselmalet-Service im Porzellanikon gezeigt. Ein Jahr nach der Gründung der Königlichen Porzellanmanufaktur Copenhagen im Jahr

Variationen von Flora Danica Nach dem zweiten Flora Danica-Service konnten auch Privatleute das exklusive Porzellan erwerben, das in mehreren Varianten aufgelegt wurde – etwa als Fauna Danica mit unterschiedlichen Tierdarstellungen. Eine Sonderedition ist das HippoSchale auf hohem Fuß, Musselmalet, Vollspitze Royal Copenhagen, Entwurf Form: Arnold Krog, 1885-1886, Entwurf Dekor: 1775, Überarbeitung durch Arnold Krog, 1880er-Jahre, Royal Copenhagen, 2015/16, Porzellan, Unterglasurbemalung H. 17,5 cm, Dm. 28,5 cm, Privatbesitz Porzellanikon Foto: Bernd Schönfelder, Kulmain Suppenterrine oder Punschschüssel mit Deckel, „Musselmalet Gerippt“, Entwurf Form: Nachbildung einer Form des 19. Jahrhunderts, 2000 Entwurf Dekor: 1775, Überarbeitung durch Arnold Krog, 1880er-Jahre Royal Copenhagen, 2000, Porzellan, Unterglasurbemalung H. 31 cm, Dm. 35 cm, Privatbesitz Porzellanikon Foto: Bernd Schönfelder, Kulmain Teller mit Motiv Nr. 8 aus dem HippopotamusService mit dem Nilpferd „Mike“ aus dem Zoologischen-Botanischen Garten Stuttgart, 2004-2009, Gronert Kunsthandel Berlin 03 / 17


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PORZELLAN 16 1775 wurde die Porzellanproduktion gestartet. Seitdem wird das typische Musselmalet-Dekor ununterbrochen hergestellt. Mit seinen zahlreichen Neuinterpretationen ist es bis heute charakteristisch für Royal Copenhagen und findet sich in fast jedem dänischen Haushalt. In der Ausstellung wird die Entwicklung dieses stilprägenden Dekors von der Gründung bis heute nachvollziehbar. Obwohl Musselmalet aus dem Meißner Strohblumenmuster (1740) abgeleitet und somit nicht dänischen Ursprungs ist, gilt es – neben dem Dekor Blaue Möwe (1892) von Bing & Grøndahl – als das wohl charakteristischste Dekor Dänemarks. Die Neuinterpretationen des Dekors Musselmalet sind Ausdruck eines sich wandelnden Geschmacks und Stilempfindens. Neben dem blauen Dekor sind es jedoch vor allem Form und Formenvielfalt, die über die Jahrhunderte aufgrund der sich wandelnden Tischkultur verändert wurden. So gibt es heute Musselmalet Gerippt, Musselmalet Vollspitze und Musselmalet Halbspitze. Die Herkunft des Namens Musselmalet ist unklar – eine Theorie vermutet, dass sich dieser auf die gerippte, an eine Muschel erinnernde Form bezieht, da der Begriff Mussel mit der dänischen Bezeichnung Musling in Verbindung gebracht wird. Eine andere Vermutung lautet, dass der Begriff mit der blauen Farbe des Porzellans zusammenhängt.

Gustav Friedrich von Hetsch Eine neue Handschrift verlieh der deutschdänische Architekt Gustav Friedrich von Hetsch (1788-1864) den Produkten der Königlichen Porzellanmanufaktur Kopenhagen, der im Jahr 1828 als künstlerischer Leiter zum Unternehmen kam. Geprägt von der Formensprache antiker Architektur und deren Aufleben im französischen Empire-Stil, weisen seine Porzellanentwürfe einen klassizistisch-architektonischen Aufbau auf. Für das Tee- und Kaffeeservice Henriette (1835) entwarf Hetsch eine polygonale Form, die durch die Dekoration der Kanten in Gold zusätzlich betont wird. Tasse mit Untertasse mit Schloss Frederiksborg, Entwurf: Gustav Friedrich von Hetsch, um 1840, Königliche Porzellanmanufaktur Kopenhagen, 1840-1890, Porzellan, Aufglasur- und Goldbemalung, H. 9,3 cm, Dm. 14,2 cm, Carsten-Antik, Potsdam © Porzellanikon Foto: Bernd Schönfelder, Kulmain Vase mit Koi und Vase mit Gänsen, 1888 und 1890, Bröhan-Museum Berlin, Landesmuseum für Jugendstil, Art Deco und Funktionalismus 03 / 17


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Arnold Krog Der große und andauernde Erfolg des Musselmalet-Dekors ist übrigens besonders Arnold Krog zu verdanken (18561931). Als Architekt war dieser bei der Restaurierung der Inneneinrichtung von Schloss Frederiksborgs tätig, das bei einem Brand im Jahre 1859 zerstört worden war. 1885 wurde er zum künstlerischen

Jugendstil Auch der Jugendstil als eigene Motiv- und Formensprache spiegelt sich auf den Servicen wider. Zusammen mit neuen Techniken der Unterglasurmalerei und neuen Kunstglasuren veränderte sich das Verhältnis von Farben, Form und Dekor. Ein herausragendes Beispiel dafür stellt das Margaritenservice dar, für das die Porzel-

als naturgetreue Insekten ausgearbeiteten Griffen und Henkeln. Als Variationen wurden Dekore produziert, die vollflächig mit Landschaften oder Vegetation bemalt sind.

Tischkultur damals und heute Die Formen der Neuinterpretationen Musselmalet Vollspitze und Halbspitze zu Zeiten Krogs waren ein Ausdruck des damaligen Zeitgeistes. Sie passten hervorragend in die aufwändige Tischkultur der wohlhabenden Oberklasse des ausgehenden 19. Jahrhunderts, die die in aristokratischen Kreisen beliebte Speisenfolge des „Service à la russe“ übernahm. Hierbei wurden die Speisen verschiedener Gänge nicht gleichzeitig in der Tischmitte, sondern jedem Gast einzeln serviert. Deshalb kam den einzelnen Gedecken mit speziellen Behältnissen für unterschiedliche Speisen eine große Bedeutung zu. Die Tischmitte wurde mit Tafelaufsätzen für Obst oder Konfekt sowie Blumenarrangements dekoriert. Krog verstand es, die DeMärchen, Entwurf: Gerhard Henning, 1914, Königliche Porzellanmanufaktur Kopenhagen, Porzellan, Aufglasur- und Goldstaffage, H. 23 cm, B. 16,7 cm, T. 14,5 cm Foto: Bernd Schönfelder, Kulmain Royal Copenhagen

Leiter der königlichen Porzellanmanufaktur berufen und verhalf der damals wirtschaftlich angeschlagenen Manufaktur aus der Krise. Er gab dem Dekor Musselmalet Gerippt seine bis heute charakteristische Gestaltung mit einer feinen, jedoch lebendigen Pinselführung.

lanmanufaktur auf der Weltausstelltung in Paris 1900 mit dem Grand Prix ausgezeichnet wurde: Ein zarter Farbauftrag des reduzierten Dekors betont das strahlende Weiß des Porzellans mit seinen auffällig,

Teile aus dem Service „Triton“, Entwurf: Arje Griegst, 1978, Königliche Porzellanmanufaktur Kopenhagen, Porzellan, teils Unterglasurbemalung oder farbig glasiert, Kaffeekanne, 1980-1984, H. 22,5 cm, B. 26 cm, T. 12,5 cm, Sahnekännchen, 1985-1991, H. 14 cm, B. 9,7 cm, T. 7 cm, Zuckerdose, H. 14,5 cm, Dm. 10,5 cm © Royal Copenhagen Collection. Clay, Museum of Ceramic Art Denmark Foto: Bernd Schönfelder, Kulmain

Japonismus Mit Hilfe neuer technischer Möglichkeiten setzte Krog besondere künstlerische Maßstäbe auch beim Japonismus, der in Europa um 1870 bis 1910 in Mode kam. Er unternahm dazu Forschungsreisen und nahm Impulse aus Japan auf, die er in der Porzellanmalerei dann neu interpretierte. So begann er beispielsweise Motive in Anlehnung japanischer Kunst wie Gemälde mit sanften Farbübergängen auf das Porzellan zu bringen. Später übersetzte er die neue Bildsprache auch auf die dänische Flora und Fauna. Der als „Kopenhagener Stil“ bezeichnete nationale dänische Japonismus verlieh den Produkten der Manufaktur einen ganz neuen Ausdruck und wurde auch international sehr erfolgreich. 03 / 17


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PORZELLAN 18 kore an die Vielzahl unterschiedlicher Formen anzupassen und die Formensprache weiterzuentwickeln. Auf verspielte Art und Weise platzierte er Masken und andere Dekorationen unterhalb von Kannenausgießern, ließ Eidechsen und Faune an den Kandelabern emporklettern und entwarf Tafelaufsätze, die von Putten getragen werden. Die Modelle entwickelte Krog mit dem Bildhauer Carl Frederik Liisberg (1860-1909), der ebenfalls seit 1885 für die Manufaktur tätig war. Royal Copenhagen bezeichnet eine Schüssel aus dem Jahre 2015 als Suppenterrine. Derartige Behältnisse wurden im 18. Jahrhundert bei der Königlichen Porzellanmanufaktur Kopenhagen jedoch auch für Punsch hergestellt. Während in der Vergangenheit die hohe Anzahl unterschiedlicher Serviceteile als Ausdruck einer wohlhabenden, gehobenen Tischkultur galt, nimmt heute die Bedeutung von Multifunktionalität zu. Die-

se Ansprüche spiegeln sich auch in den modernen Musselmalet-Stücken wider. So verschwimmen die Grenzen zwischen den Funktionen des Servierens und Aufbewahrens von Speisen, wie beispielsweise bei den Serien Mega Blau Gerippt und Mega Schwarz Gerippt. Angepasst auch an die heutige Wohnkultur erfüllen Teile der Service auch zunehmend dekorative Funktionen – beispielsweise eines der heute 17 verbliebenen Teile aus der Serie Musselmalet Vollspitze: die Schale auf hohem Fuß.

„Prinzessin auf der Erbse“ Acht Monate arbeitete Gerhard Henning an seiner „Prinzessin auf der Erbse“, die 1912 auf dem Pariser Salon prämiert wur-

de. Inspiriert von Hans Christian Andersens gleichnamigem Märchen, ist die Dekoration mit Drachen, Kriegern und Haremsdamen hingegen der orientalischen Märchenwelt entlehnt. Die Kostümierung der Prinzessin verweist wiederum auf die Mode des 18. Jahrhunderts, was typisch für die figurative Plastik jener Zeit ist.

Arje Griegst Arje Griegst (1938) studierte für das TritonService seine Sammlung an Konchylien (Gehäuse von Weichtieren wie Muscheln Bonbonniere „Prinzessin auf der Erbse“, Entwurf: Gerhard Henning, 1911, Königliche Porzellanmanufaktur Kopenhagen, Porzellan, Aufglasur- und Goldstaffage, H. 43 cm, Dm. 25,5 cm Royal Copenhagen © Royal Copenhagen Foto: Bernd Schönfelder, Kulmain Entenpaar, Entwurf: Carl Frederik Liisberg, um 1902, Königliche Porzellanmanufaktur Kopenhagen, 1923-1950, Porzellan, Unterglasurbemalung, H. 16 cm, B. 30 cm, T. 22,3 cm, Porzellanikon – Staatliches Museum für Porzellan Hohenberg a. d. Eger / Selb, Sammlung Dr. Gerhard Woeckel © Porzellanikon Foto: Bernd Schönfelder, Kulmain Zierschale mit zwei Eisbären, Entwurf nach 1902, H. 17,8 cm, Dm. 24,7 cm, Porzellanikon – Staatliches Museum für Porzellan, Hohenberg an der Eger / Selb, Sammlung Dr. Gerhard Woeckel © Porzellanikon Foto: Bernd Schönfelder, Kulmain 03 / 17


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PORZELLAN 19 1909) und Knud Kyhn (1888-1969), die lebendigen Vorbilder. Hierfür begaben sie sich unter anderem in den nahe gelegenen Zoologischen Garten, auf Forschungsreisen oder holten die tierischen Modelle sogar in ihr Atelier. Die neuen Techniken der Unterglasurmalerei erlaubten durch die zarten Farbtöne und -übergänge eine besonders naturalistische Ausformung. Diese wurde für die Königliche Porzellanmanufaktur Kopenhagen zum Leitmotiv bei der Gestaltung von Tierplastiken. Neben der Bemalung war es die Art der Darstellung, die keinerlei allegorischen Charakter aufwies und die Natür-

und Schnecken). Seine Entwürfe bedienen sich ihrer organischen Formen und der rillenartigen Oberfläche. Die stark glänzende Glasur verstärkt die Assoziation mit nassglänzenden Muscheln und auch die rosige Farbigkeit erinnert an ihr Innenleben. Stilistisch verweist das Service auf die organisch verschlungenen Naturformen des Rokoko.

Weihnachtsteller 1979: „Der Weihnachtsbaum wird ausgewählt“, Entwurf Dekor: Kaj Lange, 1979, Königliche Porzellanmanufaktur Kopenhagen, 1979, Porzellan, Unterglasurbemalung, Dm. 18,2 cm, Porzellanikon – Staatliches Museum für Porzellan Hohenberg a. d. Eger / Selb Seelöwe, Entwurf: Theodor Christian Madsen, um 1900, Königliche Porzellanmanufaktur Kopenhagen, Porzellan, Unterglasurbemalung, H. 27,7 cm, B. 24,2 cm, T. 21 cm, Sammlung Dr. Gerhard Woeckel © Porzellanikon Foto: Bernd Schönfelder, Kulmain Hungriger Eisbär, Entwurf: Carl Frederik Liisberg, 1894, Königliche Porzellanmanufaktur Kopenhagen, um 1894, Porzellan, Unterglasurbemalung, H. 31,1 cm, Porzellanikon – Staatliches Museum für Porzellan, Hohenberg an der Eger / Selb, Sammlung Dr. Gerhard Woeckel © Porzellanikon Foto: Bernd Schönfelder, Kulmain

Im Jahr 1908 begann auch die Königliche Porzellanmanufaktur Kopenhagen mit der Produktion der blauen Weihnachtsteller. „Maria mit Kind“ war der erste Weihnachtsteller der Porzellanmanufaktur, den Christian Thomsen entwarf. Seitdem werden ohne Unterbrechung die beliebten Sammelteller mit religiösen oder winterlichen Szenen herausgegeben. Heute zieren die Tellerfahne traditionell Tannenzapfen, ein Weihnachtsstern sowie die Aufschrift der jeweiligen Jahreszahl. Bis 1953 tragen die Teller auch die Aufschrift „Jul“ (Weihnachten), teilweise auch in deutscher, englischer und tschechischer Sprache. Die Weihnachtsteller erzählen meist eine in sich geschlossene Geschichte. Einige Motive nehmen aber auch auf das zeitgeschichtliche Geschehen Bezug oder werden im Nachhinein mit diesem verknüpft. Dies mag auch der Grund dafür sein, dass der bekannteste Weihnachtsteller der Königlichen Porzellanmanufaktur Kopenhagen, jener aus dem Jahr 1945 ist – dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Fotos: wie angegeben, Porzellanikon Hohenberg an der Eger und Katalog

Tierfiguren Dass Porzellan auch eng mit dem Thema Sammelleidenschaft verwoben ist, wird deutlich bei der Präsentation zahlreicher Tierfiguren, die sowohl durch ihre kunstvolle Verarbeitung, als auch Kuriosität begeistern. Ebenso werden in der Ausstellung Einblicke in den künstlerischen Entstehungsprozess der Produkte Royal Copenhagens und die Produktion gewährt. Für den Entwurf naturalistischer Tierplastiken studierten Bildhauer und Porzellanmaler wie Carl Frederik Liisberg (1860-

Weihnachtsteller

lichkeit des Dargestellten unterstrich, indem unter anderem bewusst auf einen Sockel verzichtet wurde. Diese Tierplastiken erfreuten sich großer Beliebtheit und gehörten bald zu den am meisten verkauften Produkten der Manufaktur. Zunächst wurden Motive aus der maritimen Tierwelt Dänemarks bevorzugt. Eine besonders raffinierte optische Wirkung erzielt eine Zierschale mit zwei auf dem Gefäßrand stehenden Eisbären, bei der drei unterschiedliche Techniken eingesetzt wurden: Während die Eisbären in der Unterglasurtechnik bemalt sind, ist die üppige Schneedecke mit einer Laufglasur aufgebracht und der Boden des Gefäßes wirkt durch eine Craqueléglasur wie glitzerndes Eiswasser.

Hungriger Eisbär Als überaus lebendig erscheint Liisbergs Hungriger Eisbär aus dem Jahr 1894. Die Plastik wurde bei diversen internationalen Ausstellungen präsentiert – unter anderem in Krefeld (1897), Paris (1900) und Brüssel (1910) – und über die Maßen gelobt. Der Eisbär zählte auch zu den bevorzugten Sujets Knud Kyhns, der sowohl für die Königliche Porzellanmanufaktur Kopenhagen als auch für Bing & Grøndahl Tierplastiken entwarf. 03 / 17


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.. SCHWARZES GOLD FUR SCHALLPLATTEN-SAMMLER

€ 40-60 Bjorn & Benny, Anna & Frida „Ring Ring LP”, erschienen 1973 in der BRD auf Polydor, Nr. „2374106”. Da die AbbaMitglieder bis zum Erfolg des Titeltracks noch in vielen weiteren Musik-Projekten tätig waren, hatte die Band bis dahin noch keinen Namen. Das Debütalbum kam erstmals in Schweden auf Polar heraus

€ 40-80 The Beatles „It Won’t Be Long 7 Inch”, 1965 auf Amiga DDR, Nr. „450 493”, Mono. Wegen den Stones-Krawallen in Berlin folgte im Herbst 1965 ein flächendeckendes Verbot von Beatgruppen in der DDR. Die nächste Lizenzpressung erschien erst 13 Jahre später (Bee Gees)

€ 200-400 The Chordettes „Charlie Brown 7 Inch”, erschienen 1959 bei Heliodor, Nr. „403 001”. Deutsche Stereo-Pressung der US-amerkanischen A-Capella-Group, die mit „Mr. Sandman” und „Lollipop” weltweit bekannt wurde. Sie gelten als Prototyp für die zahlreich nachfolgenden und erfolgreichen „Girl-Popgroups”

€ 50-100 The Damned „Damned Damned Damned LP”, Erstpressung von 1977 auf Stiff Records UK, No. „SEEZ1”. Gravur in der Auslaufrille: „The Sound In The Plastic”. Mit ihrer Single „New Rose” (er-schienen am 22.10.1976) und dem Debüt-Album, war sie die erste „Punk”-Band, die Studiomaterial veröffentlichte. Unangepasst wie sie waren, trat jeder bei Live-Auftritten so auf, wie er wollte. So erschien Horrorfan und Sänger Dave Vanian schon mal im Bela Lugosi-Look, während Captain Sensible im Krankenschwester-Kostüm oder Ballett-Tutu auftrat € 50-90 Feeling B „Hea Hoa Hoa Hea Hea Hoa LP”,1989 auf Amiga DDR, Nr. „856 477”. „Punk”-Band, gegründet 1983 in Ost-Berlin unter dem Namen Feeling Berlin. Mit ihrer systemkritischen Haltung zählte man sie zu den „Anderen Bands”, deren Beteiligte in den letzten Jahren der DDR die „Wende von 1989” mitprägten. Einige Mitglieder gingen später zu der international erfolgreichen „Rock”-Band Rammstein

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€ 500-850 Gerogerigegege „Senzuri Champion LP”, veröffentlicht 1987 in Japan auf dem Eigenlabel Vis A Vis Audio Arts, No. „V-001”, 2 Beilagen, 1.000 Copies. Erstes Album des „Industrial Harsh Noise”Kult-SM-Projekts von Juntaro Yamanouchi

€ 60-90 Herbie Hancock „Maiden Voyage LP”, erschienen 1969 in der BRD auf Blue Note, Nr. „BST 84 195K”. Auf seinem 5. Album wendet sich der aus Illinois stammende „Jazz”-Musiker, stilistisch dem „Hard Bop” und dem „Modal Jazz” zu

€ 50-80 Kraan „Same LP”, veröffentlicht 1972 in der BRD auf Spiegelei, Nr. „28 778-9 U”. Erstes Album der aus Ulm stammenden „Krautrocker”. Nach 10-jähriger, produktiver Unterbrechung spielt die Band seit 2000 wieder zusammen


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€ 40-70 Van Morrison „Astral Weeks LP”, erschienen 1968 bei Warner Bros., Nr. „WS 1768”, Matrix-Nr. „S-039535/6”, manufactured in Germany, laminiertes Cover. Zweites Album des Ex-Them-Sängers

€ 7.000-12.000 Billy Nicholls „Would You Believe LP”, veröffentlicht 1968 auf Immediate UK, No. „IMCP009”. Das stark vom „Pop” beeinflusste Album ist eines der gesuchtesten „Psychedelic Rock”-Platten

€ 50-100 The Rattles „Hurra Die Rattles Kommen LP”, erschienen 1965 in Deutschland auf Star-Club Records, Nr. „158 013 STY”. Soundtrack mit „Beat”-Musik aus dem gleichnamigen Film. Produziert von Siegfried E. Loch. Er war bereits mit 25 Jahren Manager v. United Artists Germany, 1971 Chef v. WEA-Germany, 1982 v. WEA Europe

€ 300-460 The Swedish Modern Jazz Group „Sax Appeal LP”, erschienen 1960 in Schweden auf Barben Records, No. „BLP 1004”. Einziges Album der Formation, bestehend aus Harry Bäcklund (Tenor Sax), Rolf Billberg (Alt Sax), Lars Gullin (Bariton Sax), Nils Lindberg (Dirigat), Allan Lundström (Tenor Sax), Sture Nordin (Bass) und Conny Svensson (Drums)

€ 3.500-4.400 The Shaggs „Philosophy Of The World LP”, erschienen 1969 in den USA auf Third World Recordings, No. „TCLP 3001”. Ihrer Zeit stilistisch gefühlt um „Lichtjahre” voraus waren die Shaggs Blaupause für nahezu jede Girl-„Punk”Band. Sie sorgten zu ihrer Zeit mit ihrer asymmetrischen Spielweise und verschleppten Rythmen für verständnissloses Kopfschütteln. Vielleicht mit Absicht die „schlechteste” Band der Welt

€ 40-50 Stricher „Same LP”, erschienen 1982 auf David Volksmund Produktion, Nr. „DVP 555”, printed Innersleeve und Textblatt. „Deutschpunk” mit „New Wave”-Einflüssen, aufgenommen von Rio Reiser (Ton Steine Scherben)

€ 100-150 David Sylvian „Blemish LP”, veröff. 2004 auf Samadhisound, No. „001”. Ruhige, experimentell abstrakte Electronic und die markante Stimme des Ex-Japan-Sängers bestimmen das Album. 2.000 Copies

€ 2.500-3.500 The Topics „Giving Up LP”, 1976 auf TSG Records USA, No. „TSG 810”, Unter den Pseudonymen Topics, The Topics & Friends sowie The Tropics brachte Ronald McCoy ein recht überschaubares Repertoire von 3 „Funk/Soul”-Alben und ein knappes Dutzend Singles heraus

Alle angegebenen Schallplattenpreise verstehen sich als ungefähre Richtpreise, die bei Internet-Auktionen, Schallplattenbörsen, Sammler-Foren, Festpreislisten, Privatverkäufen etc. erzielt oder angeboten wurden. Die Preise gelten in der Regel für Mint/Mint- Exemplare (neuwertig bzw. minimale Gebrauchsspuren).

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ONLINETIPP 85

■ Seit über 60 Jahren ist der Name Schleich für Spielzeugfiguren aller Art weltweit bekannt. In dieser Zeit entstand genug Material, um auch mehrere Sammlergenerationen zu bedienen. Die nicht mehr ganz so junge Sammlerschar bemüht sich seit Jahrzehnten vorwiegend um die alten Biege- und Werbefiguren, andere suchen Comicgestalten wie Schlümpfe oder die Biene Maja, der Sammlernachwuchs scheint naturgetreue Tierdarstellungen und Fantasiefiguren zu bevorzugen. Die ganze Schleichwelt kann inzwischen mit vielen Informationen und noch mehr Bildern auch im Internet bewundert werden.

SCHLEICH-FIGUREN ■ Die blauen Seiten Die hier vorgestellte Sammlung umfasst weit über 1.000 Schlumpffiguren, darunter sehr viele von Schleich mit Angabe der Artikelnummer. In rund 20 Kategorien wird kleinformatiges Bildmaterial mit spärlichen Informationen geboten. www.mister-blue.de/schlumpf11/schlumpf07. php

ren, den im Laufe der Jahre verwendeten Markenzeichen und vielen bebilderten Hintergrundinformationen wird das Thema Biegefiguren umfassend dargestellt. Die Vorstellung der umfangreichen Sammlung erfolgt in sechs Kategorien mit exzellentem Bildmaterial samt Datierungen, Größenangaben, Herstellungsverfahren, Besonderheiten und Angaben zur Seltenheit für jede einzelne Figur. Liebhaber von Biegefiguren sollten sich auch die Tauschund Suchliste ansehen. www.bieger-fundus.de/einleitung.html

■ Schleichtiersammler Unzählige Tierfiguren verschiedener Hersteller bietet diese äußerst umfangreiche Präsentation. Der Schwerpunkt liegt auf Schleich-Produkten mit 25 Haupt- und vielen Unterkategorien, in denen die Objekte mit gutem Bildmaterial und Angaben zu den Erscheinungsjahren zu sehen sind. In Anbetracht der enormen Bilderflut erweist sich die integrierte Suchfunktion als sehr hilfreich.

■ Schleichtiersammler Eine beachtliche Kollektion mit rund 1.300 Figuren, darunter vorwiegend Tiere, von Schleich kann hier betrachtet werden. In 20 Kategorien werden die Exemplare, die hauptsächlich neueren Datums sind, mit kleinen Vorschauen und großformatigen Bildern samt Hinweisen zu den Erscheinungsjahren präsentiert.

www.schleichtiersammler.de

■ Schleich Tierwelten Nach Angaben der Homepagebetreiber wird „eine annähernd komplette Übersicht über die von Schleich hergestellten Tiere und Zubehörteile" vorgestellt. Deshalb

sollte man sich für die Betrachtung der Bildergalerien in gut einem Dutzend Kategorien mit jeweils mehreren Untergruppen schon reichlich Zeit nehmen, denn viele Objekte werden auch in mehreren Ansichten angeboten. Als sehr guter Service sind nach Artikelnummern sortierte Listen vorhanden, die neben Verweisen zu den Bildern auch Kurzbeschreibungen, Datierungen und häufig noch weitere Informationen enthalten. Unter „Spezial" sind Prospekte, Werbeartikel, Schlüsselanhänger u.a. von Schleich zu sehen. www.tiewe.de

schleichtiersammler.jimdo.com

■ Schleichis Mit gut 200 Tierfiguren ist die hier vorgestellte Sammlung eher bescheiden. Wer nicht mehr als einen kleinen Eindruck von der Vielfalt der Schleichfiguren gewinnen möchte, ist hier richtig. schleichis.jimdo.com/meine-sammlung

■ Schleich Biegefiguren Diese Präsentation kann als ausgezeichnetes Vorbild für viele Sammelgebiete betrachtet werden, denn sie lässt kaum Wünsche offen. Mit Angaben zur Firmenhistorie, Entwicklungs- und Herstellungsverfah03 / 17


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SPIELZEUG 94

LAUBSÄGESPIELE REINHARD BOGENA

Holz – ein wunderbares Material, mit dem Kinder zumindest in früheren Zeiten zuerst in Berührung gekommen sind, egal ob arm oder reich. Holz lässt sich in vielfacher Form be- und verarbeiten, u. a. zu Sperrholz, das aus mehreren kreuzweise übereinandergelegten und dann gepressten Schichten besteht. Diese über 4000 Jahre alte Methode der Verarbeitung wurde quasi im Zeitalter der Industrialisierung wiederentdeckt. Man nutzte es zunächst in der Möbelindustrie, bevor es auch als Spielzeug eine Verwendung fand. Durch alle Bevölkerungsschichten hindurch waren seither Laubsägekästen äußerst beliebt, um aus Sperrholz Figuren auszusägen und zu bemalen.

gramm, sondern baute zudem Filialen in verschiedenen Ländern (bis in die USA und Japan) auf. Im damaligen ÖsterreichUngarn wurde er dadurch gar zum kaiserlichen Hoflieferanten. Nach seinem Tod im Jahr 1910 übernahmen seine vier Söhne und sein Bruder die Firma. Etwa aus dieser Zeit stammen die hier gezeigten Laubsäge-Spiele.

Militärische Motive Die militärischen Motive entsprechen dem Zeitgeist jener Jahre – der Erste Weltkrieg begann 1914. Darüber hinaus spielte die geschäftliche Verbindung zu den damaligen Kaiser- und Königshäusern wohl auch eine Rolle. Dort gingen die Offiziere des Heeres ein- und aus, und vom (männlichen) Nachwuchs erwartete man, dass er sich im Dienste des Reiches bewähren möge. Richters Laubsägespiele dienten daher als willkommene Vorbereitung für eine mögliche Auseinandersetzung mit einem späteren Gegner. „Infanterie im Sturm", „Infanterie im Angriff", „Ulanen", „Artillerie", „Gefecht", „Franzosen", „Engländer", „Österreich im Kampf mit den Russen", „Bulgaren und Türken im Kampf mit Serben" waren entsprechende Motive und Titel der Laubsägevorlagen, um den Nachwuchs mit geschichtlichen Hintergründen vertraut zu machen. Weitere Kästen waren friedlicheren Zwecken gewidmet; sie beschäftigen sich mit dem Wald, dem Dorf, den Tieren des Waldes, der Schäferei und Haustieren: „Lehrreich als Anschauungsmaterial, nützlich für die Handfertigkeit", und weiter: „Das Selbstgeschaffene und Einfache ist immer des Kindes liebstes Spiel". In der EigenToll, dass so etwas über 100 Jahre lang in diesem guten Zustand überlebt hat. – Am Rock sind unschwer die Schotten zu erkennen

Richter in Rudolstadt Vorlagen für Laubsägearbeiten kennen wir in vielfacher Form; die hier vorgestellten gehören zu den ganz frühen Vertretern und dürften in ihrem vollständigen und unbespielten Zustand einmalig sein. Produziert wurden sie von Friedrich Adolf Richter & Cie. in Rudolstadt (südlich von Weimar gelegen). Richter (geboren 1846) hatte 1876 seinen Firmensitz dorthin verlegt, nachdem er seinen Betrieb in Nürnberg nicht erweitern durfte. Zwei Jahre später gründete er das Anker-Werk, Herstellungsort der bekannten Anker-Bausteine. Der Firmeninhaber war als rühriger Geschäftsmann bekannt, so forcierte er nicht nur ein sehr vielseitiges Produktionspro01 / 17


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werbung ist außerdem die Rede „Von hoher erzieherischer Bedeutung für die Beobachtungsgabe und das zeichnerische Erfassen der einfachen, charakteristischen Formen, für die Sicherheit der Hand, für Pünktlichkeit und Ausdauer, und vor allem als Anreiz zu eigener schöpferischer Tätigkeit." Nanu, denkt sich da manch einer, werden da nicht Werte genannt, die heute oft schmerzlich vermisst werden? Tatsächlich stellen die Figuren keine geringen Ansprüche an die Ge-

schicklichkeit ebenso wie an Ausdauer bzw. Geduld, wenn es gilt, sie mit der Laubsäge aus dem Brett zu befreien. Die mit farbig ausgemalten Motiven versehenen Sperrholzbrettchen haben eine Größe von ca. 30 x 20 cm, drei davon waren jedem Kasten (aus Pappe) beigelegt. Auf jedem Brett finden sich um die zwölf Figuren (aufrecht stehend ca. 8 cm hoch) zum Aussägen. Qualitativ macht dieses antike Holzspielzeug insgesamt einen sehr hochwertigen Eindruck, was nicht zuletzt

Jede einzelne Figur musste ausgesägt werden. – Das exakte Aussägen förderte Geduld und Sorgfalt. – Die Zeit des Ersten Weltkriegs machte sich auch bei den Spielzeugen bemerkbar. – „Franzosen”. – Beilage, Seite 1. – Seite 2 der Beilage seiner wunderbar detaillierten Ausführung zu verdanken ist. Verwunderlich hingegen ist das nicht, wurden Spielzeuge in jener Zeit doch vorwiegend für eine gehobene Bürgerschaft produziert, die auch bereit war, dafür Geld auszugeben. Einen Herstellernamen sucht man (auch auf der doppelseitig bedruckten Beilage) vergebens, sieht man einmal von den Buchstaben „WR" ab. Dabei konnte an dieser Stelle leider nicht geklärt werden, was das „W" zu bedeuten hat, wenn wir das „R" als Name des Herstellers deuten. Auf dem Kasten findet sich lediglich die Bezeichnung D.R.G.M.; das ist aber nur der Hinweis auf ein Patent und bedeutet „Deutsches Reich GebrauchsMuster". Eingeführt im Jahr 1891 vom Kaiserlichen Patentamt, fand es bis 1945 Verwendung. Die hier gezeigten Laubsägespiele dürften in ihrer unbespielten Form wenn nicht einmalig, dann aber auf jeden Fall äußerst selten sein. Dank ihrer Motive kommt ihnen darüber hinaus auch eine geschichtliche Bedeutung zu. Der Wert jedes einzelnen Spiels darf in dem gezeigten und kompletten Zustand daher im dreistelligen Euro-Bereich liegen. Mit Dank an Heinrich Herzog Fotos: Reinhard Bogena

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FUNDSTÜCKE 98

FLOHMARKTPREISE

■ Spielzeug Hubschrauber „Polizei ET R261/259“, ungemarkt, auf Bodenrumpf gestempelt „Made in Japan“, 35 x 16 x 12 cm (mit ausgefahrenen Rotoren). Lithografiertes Blech, zwei bewegliche Tandemrotoren, Deutschland-Fahne und Typenbezeichnung, im Cockpit Vier-Mann-Besatzung, Gummibereifung, mit Uhrwerkantrieb, verschiedene Funktionen, neuwertiger Zustand. Der Hubschrauber weist Ähnlichkeiten mit den Modellen „Nakayama Vertol-107 Sightseeing Helicopter / United Nation Helicopter / Army Helicopter“ auf, so dass er wohl auch von der Nakayama Company in Japan hergestellt sein dürfte. In den 1960er-Jahren waren Hubschrauber ein beliebtes Blechspielzeug für junge Flieger. Zahlreiche japanische Firmen wie Marusan, Horikawa, Nomura, Asahi, Mansei Toys, T.P.S., Yagikei, Masudaya, Yachio, Yoneya, Cragstan oder auch deutsche Firmen wie Hans Biller, Gama, Technofix und Blomer & Schüler brachten die rotierenden Hubschrauber/Helikopter in die deutschen Kinderzimmer. Der Wert für ein solches Exemplar dürfte zwischen 50 bis 100 Euro liegen.

rungs-Gesellschaft, genannt Colonia“, die heute zum französischen AXA-Konzern gehört. Die Hersteller-Firma Boos & Hahn, 1917 in Offenburg von den ehemaligen Mitarbeitern der Firma C. Robert Dold, Wilhelm Boos und Anton Hahn, gegründet, zog 1922 nach Ortenberg und produzierte dort zahlreiche Reklameschilder. Dieses kleine Türschild wurde auch in einer

größeren Variante (41 x 30 cm) mit dem Zusatz „Agentur & Ferro-Email“ von dem Aetz- und Emailierwerk C. Robert Dold in Offenburg/Baden produziert. Für das kleine und neuwertig erhaltene Exemplar dürfte ein Preis zwischen 50 bis 80 Euro realisierbar sein.

■ Technik

da auch Orthopäden vor Knieverletzungen und Wirbelsäulenschäden vorbeugend warnten. Doch der „Mode-Tanz“ für die Jugend war nicht mehr aufzuhalten. Ted Herold, Caterina Valente, Manfred Krug und Susi Schuster in der DDR eroberten die Tanzflächen und Herzen der Jugend im Sturm. Auch die Fitness-Branche sprang damals erfolgreich auf die „Twist“-Welle auf. In den USA werden solche skurrilen Original-Exponate für ungefähr 50 bis 80 Dollar angeboten. Auch deutsche „Twist“-Freunde dürften bei diesem Preis sicher interessiert sein.

Flohmarktpreis: 40 Euro

Flohmarktpreis: 35 Euro

■ Reklame Tür-Emailschild „Colonia Versicherung, gegr. 1839“, Hersteller „Pyro-Email Boos & Hahn, Ortenberg-Baden, ca. 1930-1960, leicht gewölbt, 15,5 x 12,5 cm. Mit dem „Gesetz über das Mobiliar-Feuer-Versicherungswesen”, im Jahr 1837 vom preußischen König Friedrich Wilhelm III. erlassen, sollte die Verfügung ausländische Versicherer zugunsten heimischer Unternehmen verdrängen. 1839 gründeten angesehene Kölner Kaufleute unter der Führung des Bankhauses Sal. Oppenheim Jr. & Cie. die „Kölnische Feuer-Versiche-

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„Hypno-Twist Family Exerciser“, Hersteller Home Equipment MFG. Co. Westminster California, USA, Anfang 1960er-Jahre. Schwarzweiß lackiertes Metall (Gewicht ca. 3 kg) mit beweglicher Drehscheibe (100 Kugellager), in originaler und zweiseitig bedruckter Schachtel, Gebrauchsspuren, 29,5 x 29,5 cm. Ein Fitnessgerät zum „Twisten“ und gleichzeitigen Abnehmen, umweltbewusst, ohne Strom und Batterie, für die ganze Familie. Aber auch nicht ganz ungefährlich, wie eine damalige Anwenderin bemerkte: „Ever since I discovered the Hypno-Twist, I spend less time on the treadmill, and more time in the hospital! Thanks, Hypno-Twist!” Die „Twist-Welle” startete 1958 in den USA mit dem Song „The Twist“ von Hank Ballard. Zum Symbolsong für den gleichnamigen Tanz entwickelte sich erst Chubby Checkers (*1941, bürgerlich Ernest Evens) Coverversion von 1960, die sich über drei Millionen Mal verkaufte. In Deutschland sorgte der „Twist“ für Aufregung, als der Film „Twist … dass die Röcke fliegen“ 1962 in die Kinos kam. Die kreisenden und schiebenden Bewegungen der Hüfte wurden damals gern als „Sexualtrauma“ bezeichnet, was teils zu „Twist“-Verboten führte,

Flohmarktpreis: 35 Euro

Erscheinungstermin April-Ausgabe: Abo-Versand 21.03.2017 Erstverkaufstag Handel 24.03.2017


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Termine im März 01 Mi Köln-Porz-Eil

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Autokino Essen, Sulterkamp

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03 Fr Köln-Porz-Eil

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04 Sa Köln-Porz-Eil

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05 So Köln-Marsdorf

Globus, Max-Planck-Straße

Kopp

08 Mi Köln-Porz-Eil

Autokino Porz, Rudolf-Diesel-Straße

Anton

09 Do Essen-Bergeborbeck

Autokino Essen, Sulterkamp

Anton

10 Fr Köln-Porz-Eil

Autokino Porz, Rudolf-Diesel-Straße

Anton

11 Sa Köln-Porz-Eil

Autokino Porz, Rudolf-Diesel-Straße

Anton

12 So Köln-Porz-Eil

Autokino Porz, Rudolf-Diesel-Straße

Anton

15 Mi Köln-Porz-Eil

Autokino Porz, Rudolf-Diesel-Straße

Anton

16 Do Essen-Bergeborbeck

Autokino Essen, Sulterkamp

Anton

17 Fr Köln-Porz-Eil

Autokino Porz, Rudolf-Diesel-Straße

Anton

18 Sa Köln-Porz-Eil

Autokino Porz, Rudolf-Diesel-Straße

Anton

19 So Köln-Ossendorf

IKEA, Am Butzweilerhof

Kopp

22 Mi Köln-Porz-Eil

Autokino Porz, Rudolf-Diesel-Straße

Anton

23 Do Essen-Bergeborbeck

Autokino Essen, Sulterkamp

Anton

24 Fr Köln-Porz-Eil

Autokino Porz, Rudolf-Diesel-Straße

Anton

Globus IKEA

25 Sa Köln-Porz-Eil

Autokino Porz, Rudolf-Diesel-Straße

Anton

Samstag vor Ort

26 So Köln-Godorf

IKEA, Godorfer Hauptstraße

Kopp

29 Mi Köln-Porz-Eil

Autokino Porz, Rudolf-Diesel-Straße

Anton

Globus IKEA

30 Do Essen-Bergeborbeck

Autokino Essen, Sulterkamp

Anton

31 Fr Köln-Porz-Eil

Autokino Porz, Rudolf-Diesel-Straße

Anton

Anton, günstige Kopp Kopp (0221) 28 39 100 Anton,derder günstige Pauschale nach Fahrzeug

StandBreite breite

mit/ohne Pkw Pkw mit Hänger Bus/Transporter mit Hänger Lkw

bis 4 m bis 8 m bis 8 m bis 12 m bis 12 m

Kopp Veranstaltungs – GmbH & Co. KG Homburger Straße 22 50969 Köln-Zollstock Telefon: (0221) 36 47 03 Telefax: (0221) 360 56 67 www.kopp-maerkte.de

Kopp-Märkte Preise pro Termin Grundgebühr pro Stand 5€ Trödel, je Meter 10 € Neuware, je Meter 20 € Mindeststandgröße 2 Meter. Fahrzeug am Stand Pkw ab 4 m Stand Pkw mit Hänger ab 6 m Stand Bus/Transporter ab 6 m Stand Bus mit Hänger ab 8 m Stand Lkw ab 8 m Stand

Platzreservierung Montag bis Donnerstag im Büro 10-16 Uhr 10-16 Uhr 17 Uhr 17 Uhr

Sonn- und Feiertag vor Ort Globus IKEA

ab 6 Uhr ab 6 Uhr

Telefon: (0221) 28 39 100

Autokino AutokinoKöln-Porz Porz Autokino Essen Autokino Köln-Porz VerkehrsübungsAutokino Köln-Porz Autokino Köln-Porz Handelshof Köln-Poll Dienstag/Donnerstag Mittwoch Donnerstag Freitag platzSamstag Samstag Sonntag Sonn-/Feiertag

40 € 60 € 60 € 80 € 80 €

40 € 80 € 80 € 100 € 100 €

30 € 30 € 30 € 30 € 30 €

40 € 60 € 60 € 80 € 80 €

40 € 60 € 60 € 80 € 80 €

40 € 60 € 60 € 80 € 80 €

Keine Platzreservierung erforderlich, einfach ab 6 Uhr kommen und mitmachen. Trödel und Neuware zahlen den gleichen Preis.

03_Kopp_A4_Heftrueckseite.indd 1

07.01.17 15:01

Troedler 0317  
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