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SONDERAUSGABE

KOMMUNAL G E M E I N D E N . G E S TA LT E N . Ö S T E R R E I C H .

10A / 2015

Das Magazin des Österreichischen Gemeindebundes

KOMMUNALMESSE

Mehr als 14.000 m² Fläche und mehr als 180 Aussteller Seite 16 GEMEINDEFINANZEN

Kommunen bestätigen Rolle als größter öffentlicher Investor Seite 62

Zukunftsforen, Open-Space, Fachtagung, Action Day und jede Menge Innovationen – auf die Delegierten des Gemeindetages und die Besucher der KOMMUNALMESSE wartet ein Feuerwerk der Attraktionen. Alle Details ab Seite 6

Einzelverkaufspreis: EUR 4,90

Alles dreht sich um die Gemeinden


POLITIK & RECHT

UNSERE PROJEKTBERATUNG FÜR ÖSTERREICHS INFRASTRUKTUR. Investitionen in öffentliche Infrastruktur sind ein wichtiger Motor für die wirtschaftliche Entwicklung und die Sicherung der Zukunft. Die Expertinnen und Experten der Kommunalkredit Austria sorgen mit ihrem Know-how und ihrer Erfahrung dafür, dass Ihr Vorhaben nachhaltig erfolgreich wird – ob im Segment soziale Infrastruktur, Energie und Umwelt oder Verkehr. Von der Strukturierung über die ideale Finanzplanung bis hin zum Projektmanagement stehen wir Städten, Gemeinden und Unternehmen verlässlich zur Seite.

ENERGIE & UMWELT

SOZIALE INFRASTRUKTUR

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MEINUNG

KOMMENTAR

GERÜSTET FÜR DIE STÜRMISCHE SEE? Österreichs Gemeinden sind bisher ein gefestigter Ankerplatz.

A DIE GEMEINDEN SIND NICHT DIE BREMSER, SIE SIND DIE MOTOREN, DIE DIE REGIONALE WIRTSCHAFT IN SCHWUNG HALTEN.“

uch wenn die Winde immer rauer werden, haben die Kommunen ihren Bürgerinnen und Bürgern stets einen sicheren Hafen geboten. Die Infrastruktur ist trotz eines hohen Investitionsrückstands im Vergleich zu anderen Ländern intakt und sehr hoch. Die stets steigenden Anforderungen in Kinderbetreuung, Pflege, Sozial- und Gesundheitswesen wurden von den Gemeinden mit enormem Einsatz bewältigt. Doch die See wird noch rauer. Wir stehen vor den schwierigsten Finanzausgleichsverhandlungen, vor den Folgen der Finanzierung einer Milliarden-Steuerreform, vor steigenden Sozialhilfekosten und vor dem fast unlösbaren Problem der Unterbringung und Integration eines Zustroms an Flüchtlingen, deren Zahl niemand abschätzen kann. Und gleichzeitig werden stets neue Belastungen in Form von Gesetzen und Verordnungen ins Spiel gebracht, die die Gemeinden ins Mark treffen. Akademisierung der Krankenschwestern oder Kindergartenpädagoginnen, Eisenbahnkreuzungsverordnung oder zweites kostenloses Kindergartenjahr sind nur einige Beispiele. Nur durch ein geschlossenes und vehementes Auftreten der kommunalen Interessenvertreter ist es einigermaßen gelungen, die Kostenlawine zu bremsen. Aber die von uns verlangten Reformen blieben bisher in der Diskussion stecken. Die Gemeinden sind nicht die Bremser, sie sind die Motoren, die die regionale Wirtschaft in Schwung halten und für Bewegung sorgen. Um auf die stürmische See gerüstet zu sein, brauchen wir nicht statische Mauern, die brüchig geworden sind, sondern flotte Segeln, mit denen die Gemeindeschiffe die hohen Wellen bewältigen können. Diese wollen wir beim 62. Österreichischen Gemeindetag und der Kommunalmesse setzen. Herzlich willkommen und interessante, spannende Tage in Wien!

HELMUT MÖDLHAMMER Präsident des Österreichischen Gemeindebundes. helmut.moedlhammer @gemeindebund.gv.at KOMMUNAL 10A/2015 // 3


EDITORIAL Liebe Leserin, lieber Leser,

Michael Zimper, Geschäftsführer Kommunalverlag 4 // KOMMUNAL  10A/2015

/ 06

Gemeindetag & KOMMUNALMESSE Alle Programmdetails, Übersichtspläne und Informationen rund um den 62. Österreichischen Gemeindetag und die KOMMUNALMESSE 2015

/ 54

Pflicht oder Kür Ein verpflichtendes zweites Kindergartenjahr ist vorerst vom Tisch

CARTOON /  B. Haberzettel

Die Herausforderungen, vor denen Österreichs Gemeinden stehen, sind gewaltig. Die größte ist derzeit wohl der Flüchtlingsstrom, aber auch auf anderen Gebieten sind die Kommunen enorm gefordert. Die steigenden Kosten für das Gesundheits- und Sozialsystem, neue Anforderungen an Servicequalität und Bürgernähe sowie der Investitionsstau bei der Infrastruktur sind nur einige davon. Diese Faktoren sind aber entscheidend für die Attraktivität einer Gemeinde. Darum wollen wir den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern sowie allen, die in ihrer Gemeinde Verantwortung tragen, die Möglichkeit geben, mit hochrangigen Expertinnen und Experten zu diskutieren, wie die Gemeinde von morgen gestaltet werden kann. Das heuer erstmals stattfindende KOMMUNAL Zukunftsforum bietet den idealen Rahmen, sich über neue Entwicklungen zu informieren und gemeinsam Ideen zu entwickeln, wie Gemeinden attraktiv gehalten oder gemacht werden können. Das Ganze im Rahmen der größten Kommunalmesse, die es jemals in Österreich gegeben hat. Auf der Rekord-Ausstellungsfläche von 14.000 m2 präsentiert die Wirtschaft wirklich alles, was Gemeinden brauchen, um ihre vielfältigen Aufgaben im Sinne der Bürgerinnen und Bürger zu erledigen. Seien Sie herzlich willkommen!


INHALT 10A/2014 GEMEINDETAG & KOMMUNALMESSE

GESTALTEN & ARBEITEN Ein Dachjuwel im Venusgarten 72

Neue Architektur und eine skurrile Republik 12 Wien abseits des Gemeindetages

Wie Dachausbauten Platzprobleme lösen helfen

Messe & Aussteller

Bauhof Tulln ist Vorreiter

16

Wer ist wo auf der KOMMUNALMESSE?

Gemeinden sind wichtige Impulsgeber 43

/ 62

Wirtschaftskammer-Boss Christoph Leitl im Interview

LAND & LEUTE

Ein neues Werk begonnen

Noch mehr Frauenpower für Österreichs Gemeinden

Bürgermeisterinnentreff

46

Der Österreichische Gemeindebund und die Herausforderung der Zukunft

Investitionen in Gemeinden

Sicherheit

86

88

Die Tücken des Herbsts im Straßenverkehr

POLITIK & RECHT

Die Schulden wurden gesenkt, die Investitionen gesteigert

76

Durch ein modernes EDV-System wurde der Bauhof Tulln effizienter

Asylpolitik in der Sackgasse 50

Aus den Bundesländern Personalia & Termine

Ein Kommentar zur beherrschenden Debatte dieses Sommers

Zu guter Letzt

Die Wahrheit ist eine Tochter der Zeit 55

90

94

98

Ganztägige Schulangebote sind für die Gemeinden eine Herausforderung

Pflegekosten völlig unklar

56

Der Gemeindebund löst wegen der unklaren Folgekosten erneut den Konsultationsmechnismus aus

/ 82

So funktioniert das neue Online-Service zur Kommunikation

FOTOS /  shutterstock.com

Dolmetsch per Video

FACH- & SERVICEINFORMATIONEN Austria Glas Recycling GmbH Fachverband der Holzindustrie Österreichs FIAT Group Automobiles Austria GmbH Gesundheit Österreich GmbH Lindner Kommunalfahrzeuge

76 34 78 76 28

Münze Österreich Österreichische Apothekerkammer Philips GmbH Raufoss Metall Siemens AG Österreich Stausberg VertriebsGmbH

26 36 33 32 29 79

KOMMUNAL 10A/2015 // 5


KOMMENTAR

WILLKOMMEN IN WIEN! Es ist an der Zeit, eine Reform zu überlegen.

A

ls Bürgermeister der Stadt Wien heiße ich Sie herzlich willkommen. Es freut mich, dass der 62. Österreichische Gemeindetag heuer in Wien stattfindet. Österreichs Kommunen sind die erste Ebene des Staates. Die Ebene, die den BürgerInnen am nächsten ist, die auf die Fragen des Alltags rasch die richtigen Antworten bieten muss, die besten Service und beste Leistung zum Wohle der BürgerInnen erbringen muss. Die kommunale Infrastruktur, die Österreichs Städte und Gemeinden täglich zur Verfügung stellen, wird international kaum übertroffen. Wasserversorgung und Abwasserentsorgung, Gesundheit, Soziales, öffentlicher Nahverkehr, Kultur und Sport sind allesamt Leistungen im öffentlichen Interesse, die wir auf höchstem Niveau erfüllen. Regelmäßig durchgeführte Umfragen zeigen, dass die Bevölkerung mit diesen Leistungen sehr zufrieden ist und diese Dienstleistungen in öffentlicher Hand bleiben sollen. Denn das garantiert ihnen gleichbleibende Qualität zu einem akzeptablen Preis und damit Lebensqualität und Sicherheit. Dank der kommunalen Investitionen und des dichten sozialen Netzes konnten wir die Auswirkungen der Wirtschaftskrise in unserem Land zumindest abfedern. Grundvoraussetzung dafür ist natürlich, dass Österreichs Kommunen die dafür notwendigen finanziellen Mittel haben. 6 // KOMMUNAL  10A/2015

DIE AUFGABENREFORM IST EINE STRUKTURELLE FRAGE UND NICHT EIN PROBLEM EINZELNER.“

Seit 1962 stehen Österreichs Kommunen nun in Verhandlungen Bundesregierung und Bundesländern als gleichberechtigte Partner gegenüber. Die Realverfassung sieht jedoch ein wenig anders aus: In den letzten Jahren sind Österreichs Kommunen verstärkt in die Abhängigkeit der Bundesländer geraten. Durch die rasant steigenden Kosten im Bereich Gesundheit und Soziales, bei denen die Städte und Gemeinden anteilsmäßig mitzahlen müssen, sind einige Kommunen an den Rand der Finanzierbarkeit gekommen, sodass sie ihren eigentlichen Aufgaben zum Teil nicht mehr nachkommen können. Das ist kein Problem einzelner, sondern das ist eine strukturelle Frage, die dringend gelöst werden muss. Es ist an der Zeit, eine Reform zu überlegen, die die Aufgaben und deren Finanzierung zwischen Bund, Ländern und Gemeinden neu definiert. Darüber werden Sie in den kommenden Tagen diskutieren. Ich bin überzeugt, dass Wien dafür die perfekten Rahmenbedingungen bietet.

MICHAEL HÄUPL Bürgermeister der Stadt Wien und Präsident des Österreichischen Städtebundes.


GEMEINDETAG & MESSE KOMMUNALMESSE

Pläne und Ausstellerverzeichnis Seite 16 .

ZUKUNFTSFOREN & OPEN SPACE

Neue Plattformen für Ideen und Lösungen Seite 30

GEMEINDEN UND WIRTSCHAFT

Christoph Leitl im KOMMUNAL-Interview Seite 43

IN WIEN WIRD AUFGEGEIGT Es ist soweit! Der 62. Österreichische Gemeindetag und angeschlossen die größte KOMMUNALMESSE aller Zeiten gehen in den kommenden Tagen im Messezentrum Wien über die Bühne. Eine Vorschau mit allen Programm-Details.

Neben Bundespräsident Heinz Fischer werden zahlreiche Spitzenpolitiker aus Bund und Ländern zu Kommunalmesse und Gemeindetag erwartet.

KOMMUNAL 10A/2015 // 7


F

ür den 62. Österreichischen Gemeindetag und der KOMMUNALMESSE 2015 wurde ein Programm der Superlative gefunden. Gleich drei Zukunftsforen decken schon an Tag 1 wesentliche Aspekte der Gemeindeanliegen ab. Zahlreiche Open-Space-Vorträge und ein spektakulärer Action-Day auf dem Freigelände runden den ersten Tag dieses größten kommunalpolitischen Events Österreichs ab. Am Mittwoch gehen abschließend um 18 Uhr zwei weitere Top-Events im wahrsten Sinn des Wortes über die Bühne: In einer großen Gala wird der IMPULS-Innovationspreis 2015 verliehen. Der Ort des Geschehens ist die bekannte „Kolariks Luftburg“ – und dabei handelt es sich nicht um eine Kinder-Attraktion, sondern um das Prater-Restaurant „Luftburg & Himmelreich“, wo nach der Preisverleihung auch das traditionsreiche KOMMUNAL-OKTOBERFEST stattfindet. Der Donnerstag bietet dann ausgiebig Zeit für einen Besuch der KOMMUNALMESSE, wo auf mehr als 14.000 m² über 180 Firmen ihre teils spektakulären Innovationen vorstellen. Um 11 Uhr eröffnen dann Gemeindeministerin Johanna Mikl-Leitner und WirtschaftskammerChef Christoph Leitl den 62. Österreichischen Gemeindetag (Halle C3). Auch am Donnerstag finden ganztägig Open-Space-Vorträge statt.

Im Zukunftsforum 1 diskutiert Infrastrukturminister Alois Stöger mit Experten wie Trendforscher Harry Gatterer über den Standortfaktor „Infrastruktur & Technologie“ Alle Foren fin(Beginn den in der Halle 10 Uhr. C statt, alle Details

Um 14 Uhr der nächste Höhepunkt: Zum Thema „Gerechte Verteilung der Mittel, kommunales Rechnungswesen und die Auswirkungen der Steuerreform“ diskutieren Finanzminister Hans Jörg Schelling, Univ.-Prof. Gottfried Haber und Gemeindebund-Präsident Helmut Mödlhammer. Auf ein paar Knalleffekte kann gehofft werden! Der Tag klingt mit dem GemeindebundGalaabend aus. Am Freitag findet dann die Haupttagung statt, der 62. Österreichische Gemeindetag, der heuer unter dem Motto „Gesunde Gemeinde – lebenswerte Zukunft“ steht. Bundespräsident Heinz Fischer – einer der treuesten GemeindetagsBesucher – wird ebenso auftreten wie Städtebund-Präsident Michael Häupl. Die Festrede wird heuer Vizekanzler und Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner halten. Mti einem Messe-Rundgang des Bundespräsidenten und allerlei kulinarischen Schmankerln wird anschließend die KOMMUNALMESSE 2015 ausklingen. Um 14 Uhr findet dann noch ein besonderer Programmpunkt statt: Beim Ernst-HappelStadion gleich neben der Wiener Messe tritt die österrreichische Bürgermeister-Nationalmannschaft zu einem Fußballspiel gegen die Auswahl der Österreichischen Post „SV Elektra“ an. Ein abschließender Leckerbissen für alle FußballEnthusiaten.

Zukunftsforum 2 befasst sich ab 13.15 Uhr mit Fragen zu „Bürgernähe & Servicequalität“ – diskutieren werden unter anderem FranzReinhard Habbel vom Deutschen Städte- und Gemeindbund und Bundesratspräsident Gottfried Kneifel. finden Sie ab Seite 9 dieser Ausgabe und in ihrem „Programmheft & Ausstellerverzeichnis“.

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Das Zukunftsforum 3 ab 15 Uhr birgt besonderen Sprengstoff, dreht es sich doch um das Thema „Standortfaktor Gesundheit“. Hier werden sich unter anderem Karl Forstner, Chef der Ärztekammer Salzburg, Peter McDonald, Obmann des Hauptverbandes der SVA und Max Wellan, Präsident der Apothekerkammer dem Publikum stellen.


KOMMUNALMESSE UND GEMEINDETAG

DAS PROGRAMM Mittwoch, 9. September 2015 9.30

Eröffnung

10.00 - 11.30

Zukunftsforum Standortfaktor „Infrastruktur und Technologie“

Keynote: Alois Stöger, Bundesminister für Verkehr, Innovation und Technologie Podiumsdiskussion: Alois Stöger, Bundesminister für Verkehr, Innovation und Technologie Harry Gatterer, Trendforscher, Geschäftsführer des Zukunftsinstituts Ing. Gerald Gollenz, stv. Fachverbandsobmann der Immobilientreuhänder WKÖ Helmut Mödlhammer, Präsident des Österreichischen Gemeindebundes Moderation: Christian Rupp, Sprecher der Plattform Digitales Österreich

13.15 - 14.45

Zukunftsforum Standortfaktor „Bürgernähe und Servicequalität“

Franz-Reinhard Habbel, Sprecher des Deutschen Städte- und Gemeindebundes Franz Haugensteiner, MSc, Obmann FLGÖ Mag. Ulrike Huemer, CIO Stadt Wien Gottfried Kneifel, Bundesratspräsident Mag. Christian Schneider, Magistratsdirektor Waidhofen/Ybbs Moderation: Christian Rupp, Sprecher der Plattform Digitales Österreich

15.00 - 16.00

Zukunftsforum Standortfaktor „Gesundheit“

Dr. Clemens Martin Auer, Sektionsleiter Bundesministerium für Gesundheit Dr. Gerald Bachinger, NÖ Patienten- und Pflegeanwaltschaft, Sprecher der PatientenanwältInnen Ursula Frohner, Präsidentin des Österreichischen Gesundheits- und Krankenpflegeverbandes Dr. Karl Forstner, 1. Vizepräsident der Österreichischen Ärztekammer und Präsident der Salzburger Ärztekammer Mag. Peter McDonald, Geschäftsführender Obmann Hauptverband der SVA Mag. pharm. Max Wellan, Präsident der Apothekerkammer Moderation: Elisabeth Tschachler, Chefredakteurin ÖKZ

IMPULS-Preisverleihung und Oktoberfest

Im Restaurant Kolariks Luftburg, Waldsteingartenstraße 128, 1020 Wien ca. 10 Minuten vom Messegelände entfernt

18.00 ganztägig

Open-Space-Vorträge, Workshops und World Café zu den Themen IT-Sicherheit, Smart City, Infrastruktur und E-Government

Donnerstag, 10. September 2015 11.00

Eröffnung des 62. Österreichischen Gemeindetages

mit anschließendem Messerundgang Innenministerin Mag. Johanna Mikl-Leitner Wirtschaftskammer-Präsident Dr. Christoph Leitl

14.00

Fachtagung Gemeindetag

Thema: Gerechte Verteilung der Mittel, kommunales Rechnungswesen und die Auswirkungen der Steuerreform Finanzminister Dr. Hans Jörg Schelling Prof. Dr. Gottfried Haber Dr. Peter Filzmaier Gemeindebund-Präsident Helmut Mödlhammer

19.30

Galaabend

Messezentrum Wien

ganztägig

Open Space-Vorträge

Freitag, 11. September 2015 9.30

anschl.

Haupttagung zum 62. Österreichischen Gemeindetag

Präsident Helmut Mödlhammer LH Präs. Bgm. Dr. Michael Häupl /Vertreter Städtebund Bundespräsident Dr. Heinz Fischer Festrede: Vizekanzler BM Dr. Reinhold Mitterlehner

Messerundgang und kulinarischer Ausklang

STAND 28.8.2015

KOMMUNAL 10A/2015 // 9


GEMEINDETAG & KOMMUNALMESSE

WO IST WAS BEI MESSE & GEMEINDETAG Alle neun Jahre finden der Österreichische Gemeindetag und die KOMMUNALMESSE in Wien statt. Ein Problem in Österreichs Hauptstadt ist die Orientierung. Das Beste ist immer noch die Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln – oder mit Bussen, wie es viele der Delegierten praktizieren. Von den Hotels und Unterkünften in der Stadt ist die Anreise zum Messegelände mit der U-Bahn die einfachste und schnellste: Bei der U-2-Station Krieau aussteigen und geschätzte 150 m zum Eingang Wiener Messe gehen. Im Foyer D finden Sie als erstes einen InfoStand und ein Check-in-Schalter.

das kommunale Herz begehrt. Alle Details dazu auf den folgenden Seiten. Der Donnerstag klingt dann um 19.30 Uhr in der Halle D mit dem Galaabend aus.

Mittwoch und Donnerstag findet praktisch alles in der Halle C der Wiener Messe statt. Die KOM-

Der Freitag sieht als Hauptereignis ab 9.00 Uhr die Festtagung des 62. ÖSterreichischen Gemeindetages in der Halle D. Währenddessen hat zwischen 9.00 Uhr und 13.00 Uhr die KOMMUNALMESSE ihre Pforten ein letztes Mal für 2015 geöffnet.

MUNALMESSE mit ihren mehr als 180 Ständen sowie das Freigelände zwischenden Hallen C und D bieten an technischen Innovationen und Wirtschaftskompetenz alles, was

Am Mittwoch Abend findet um 18.00 Uhr als ein erster Höhepunkt die Verleihung des IMPULS-Gemeindeinnovationspreises und anschließend das KOMMUNAL-Oktoberfest statt. Fußläufige Entfernung: ca. 15 Minuten.

C D

MITTWOCH, 9. 9., 18.00 UHR

Kolariks Luftburg: Verleihung des IMPULSGemeinde-Innovationspreises 2015 und KOMMUNAL-Oktoberfest Fußweg Messe -> Kolariks Luftburg: ca. 15 Minuten

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MITTWOCH, 9. 9. BIS FREITAG, 11. 9.

FREITAG, 11. 9., 14.00 UHR

KOMMUNALMESSE 2015 in der Halle C

Fußballspiel des „FC Bürgermeister“ (Österreichs BürgermeisterNationalmannschaft) gegen den „AC Briefpapier“ (eine Post-Auswahl) auf dem Platz des ASK Elektra beim ErnstHappel-Stadion.

MITTWOCH, 9. 9. In der Halle D finden um 10.00 Uhr, um 13.30 Uhr und um 15.00 Uhr die Zukunftsforen statt.

DONNERSTAG, 10. 9., 19.30 UHR Galaabend des Österreichischen Gemeindebundes in der Halle D

FREITAG, 11. 9. 62. Östereichischer Gemeindetag in der Halle D

WIEN-PLAN zur Verfügung gestellt vom Kartographischen Verlag SCHUBERT & FRANZKE, ST. PÖLTEN. ZU FINDEN BEI DEN STÄNDEN 299 & 304 DER KOMMUNALMESSE

KOMMUNAL 10A/2015 // 11


WIEN ABSEITS DES GEMEINDETAGS

NEUE ARCHITEKTUR UND EINE SKURRILE REPUBLIK Die Sehenswürdigkeiten, die die Bundeshauptstadt zu bieten hat, werden jährlich von hunderttausenden Touristen besucht. Aber in Wien finden sich auch noch zahlreiche andere interessante Gebäude, die einen Besuch lohnen. Eine Auswahl.

Gleich neben dem Messegelände lohnt sich ein Spaziergang über den Campus der neuen Wirtschaftsuniversität. Er wurde 2013 eröffnet und ist der derzeit größte Universitätsneubau Europas und der größte Uni-Bau Österreichs. Die Gebäude wurden von renommierten Architekten entworfen. Vor allem der Bibliotheksbau von Zaha Hadid sticht aus dem Ensemble hervor.

Nur eine U-Bahn-Station weiter steht man vor der Kathedrale des österreichischen Fußballs, dem Ernst-Happel-Stadion. Erbaut zu Beginn der 30er-Jahre, hatte es zunächst ein Fassungsvermögen von 60.000 Zuschauern, in den 50er-Jahren wurde sie auf über 90.000 erweitert. Seit dem Umbau in den 80er-Jahren passen immerhin noch gut 50.000 in Österreichs größtes Stadion. Zur Wiedereröffnung spielte das Nationalteam ein Freundschaftsspiel gegen Deutschland und gewann 4:1 – der letzte Sieg gegen den großen Nachbarn. Nach dem Tod Ernst Happels wurde die bis dahin „Praterstadion“ genannte Sportstätte nach dem Startrainer umbenannt.

Wer die Verleihung des Gemeindeinnovationspreises IMPULS im Restaurant Kolariks Luftburg im Prater besucht, kann unweit des Riesenrades ein besonders skurriles Gebäude sehen. Nach dem Willen des Erbauers Edwin Lipburger ist das runde Haus ein eigener Staat, die Republik Kugelmugel. Der Künstler hatte es bereits 1971 in Katzelsdorf bei Wiener Neustadt aufgestellt, bekam aber Probleme mit den Behörden und musste sogar wegen Amtsanmaßung ins Gefängnis. Im Prater fand dann die „Republik“ – mit Wachhäuschen und von Stacheldraht umgeben – ein neues Zuhause. 12 // KOMMUNAL  10A/2015


Ein weiteres Großprojekt, wenn auch nicht unbedingt eine Sehenswürdigkeit, ist der neue Hauptbahnhof. Er wurde anstelle des alten Südbahnhofs errichtet und im Oktober 2014 eröffnet. Der Vollbetrieb soll im Dezember aufgenommen werden. Konzipiert wurde der Bahnhof als komplexes Verbindungselement: Er soll Ost-, Süd- und Westbahn verknüpfen, Verbindungen quer durch Europa schaffen und die Bezirke im Norden und Süden vernetzen. Gleichzeitig ist auf dem Areal des ehemaligen Frachtenbahnhofs ein neues Stadtviertel, das Sonnwendviertel, im Entstehen. Wenn man mit der U2 von der Messe Wien bis zur Endstation fährt, gelangt man zum bedeutendsten Stadterweiterungsprojekt der Gemeinde Wien, der Seestadt Aspern. Im Moment noch eine von Wiesen und Feldern umgebene Trabantenstadt, sollen in wenigen Jahren 20.000 Menschen auf dem Gelände wohnen und arbeiten. Rund die Hälfte der Grundfläche wird als öffentlicher Raum in Form von Plätzen, Grün- und Erholungsflächen sowie Wegen und Straßen zur Verfügung stehen. Errichtet wird die Seestadt auf einem Teil des früheren Flugfelds Aspern, das lange Zeit der größte Flughafen Österreichs war und auf dem ab den 50er-Jahren zahlreiche Autorennen stattfanden.

Feiern Sie mit uns 150 Jahre Wiener Tramway. FOTOS / Peter Gugerell/Wikimedia (3),, ÖBB/Roman Bönsch

Große Fahrzeugparade am Ring, am 27. September 2015.

Ab 10:00 U live am Ratha hr usplatz

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18.08.15 16:44 KOMMUNAL 10A/2015 // 13


Zwischen Donauinsel und Alter Donau findet sich Österreichs größte Moschee, das Islamische Zentrum Wien. Errichtet wurde es in den 70er-Jahren von der Firma des damals noch unbekannten Baumeisters Richard Lugner, der mit dem Bau erstmals in den Blickpunkt der breiten Öffentlichkeit gelangte. Der Auftrag kam vom damaligen saudischen König Faisal ibn Abd al-Aziz.

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FOTO / Bwag/Commons, Wikimedia

Passend zur Moschee, aber rund 100 Jahre älter als diese, steht im 19. Wiener Gemeindebezirk ein Gebäude im orientalisierenden Stil, die Zacherlfabrik. Der gelernte Zinngießer Johann Zacherl war mit der Produktion von Insektenvertilgungsmittel reich geworden, das er als „original persisches Pulver“ anpries. Sein Sohn setzte beim Marketing voll auf die Illusion des Orients und ließ den Firmensitz im orientalischen Stil erbauen. Die Firma musste in den 50er-Jahren ihren Betrieb einstellen, und das Fabriksgebäude stand jahrzehntelang leer. 2006 öffnete die Familie Zacherl das Gebäude für Kunstprojekte. Bis 2013 fanden während der Sommermonate Ausstellungen und Musikabende statt.


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KOMMUNALMESSE 2015

MEHR ALS 180 GRÜNDE FÜR IHREN BESUCH Die KOMMUNALMESSE 2015 ist die bislang größte in der Geschichte dieser Veranstaltung und bietet eine beeindruckende Leistungsschau der Innovationskraft der teilnehmenden Firmen. Auf den folgenden Seiten finden Sie Ihren Wegweiser durch die KOMMUNALMESSE 2015. Die Vorträge der Open Space-Veranstaltungen finden am Mittwoch und Donnerstag in unmittelbarer Nähe zum Tagungssaal statt. Details entnehmen Sie bitte dem Programm.

G

emeinden gestalten mit ihrer täglichen Arbeit die Zukunft unseres Landes. Dafür brauchen sie die besten Partner aus der Wirtschaft. Auf der Kommunalmesse finden Sie auf 14.000 m² bei mehr als 180 Ausstellern innovative Ideen und praktische Lösungen. Mit diesem kompakten Überblick möchten wir Sie unterstützen, Ihre Gemeinde noch lebenswerter zu machen. Das Thema Zukunft steht am ersten Messetag besonders im Mittelpunkt – am KOMMUNAL Zukunftsforum (Halle C) werfen wir einen Blick auf neue Entwicklungen und Trends, die das Leben in den Gemeinden einfacher gestalten – sowohl für die MitarbeiterInnen als auch für die BürgerInnen. Wir beleuchten dabei die verschiedensten Aspekte der Standortpolitik gemeinsam mit hochkarätigen Vortragenden. Sie sind herzlich eingeladen mitzudiskutieren! Die Messe bietet auch allen Praktikern ein Highlight. Bei unserem Action-Day (siehe Bericht Seite 18) sehen Sie verschiedene Produkte live bei der Arbeit – und Sie dürfen sie testen. Und da Geld nach wie vor knapp ist, muss man sich einen Überblick über das Angebot von den Leistungen für die Kommunen machen, Qualitäts- und Preisvergleiche anstellen und die Folgekosten genau berechnen. Dazu bietet die Kommunalmesse, die wieder im Rahmen des Österreichischen Gemeindetages stattfindet, eine ganz hervorragende Bühne. 16 // KOMMUNAL  10A/2015

Gemeinden gestalten mit ihrer täglichen Arbeit unsere Zukunft. Dafür brauchen sie die besten Partner aus der Wirtschaft.“ Michael Zimper, Geschäftsführer des Österreichischen Kommunalverlags

Im Tagungssaal C3 findet die Eröffnung des 62. Österreichischen Gemeindetages (10. 9.; 11.00 Uhr) und die Fachtagung (10. 9.; 14.00 Uhr) statt. Hier finden auch die Zukunftsforen der Kommunalmesse statt (9. 9. um 10.00 Uhr, 13.15 Uhr und 15.00 Uhr)


GENUSSSTÄNDE

GREEN ICE

MASSAGE-INSEL

WORLD CAFE

LPD WIEN

Tagungshalle C3 Eröffnung Österreichischer Gemeindetag Fachtagung Zukunftsforum  Eröffnung Kommunalmesse

Übergang zum Freigelände (siehe nächste Seite). Hier findet der Action-Day statt, wo Sie die Geräte der Top-Erzeuger testen können.

Die Eröffnung der KOMMUNALMESSE (9. 9.; 9.30 Uhr) findet im Tagungssaal C3 statt.

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KOMMUNALMESSE 2015

ACTION DAY DER MESSEHIT

EL

Hundestaffel

Zu jeder Messe und vor allem zur KOMMUNALmesse 2015 gehören Geräte und Fahrzeuge, die man(n) testen will, wenn man(n) kann. Der Action Day machts möglich! Den Action Day 2015 bestreiten die sechs Firmen Bakom, Kärcher, Nekam, Reformwerke, RKM Rasenpflege und Zeppelin (in alphabetischer Reihenfolge).

Bei BAKOM Kommunalmaschinen ist beispielsweise das Elektrozeitalter da! BAKOM transportiert, reinigt und saugt elektrisch. Und die Besucher können hier eine Weltneuheit erleben: den einzigen Abfallsauger, auf dem man stehen kann. Übergang von Halle C (siehe vorige Seite) mit den anderen Events der KOMMUNALMESSE 2015.

Messestand 242

ACTION DAY

Der Action Day der KOMMUNALMESSE (9. 9.; ab 13.00 Uhr) findet in diesem Bereich des Freigeländes statt.

Bei Kärcher auf Stand 397 können Sie einsteigen und die volle Leistung für das ganze Jahr erleben! Die Arbeitsaufgaben sind ja vielfältig. Von der Grünpflege bis zum Straßendienst, vom Schneeräumen bis zur Bewässerung. Mit den auf einer gemeinsamen innovativen Plattform aufbauenden kommunalen Fahrzeugen MC 130 und MIC 50 geben wir Ihnen die richtigen Lösungen für alle Anforderungen. Kärcher freut sich darauf, Sie beim Testen und Probieren der Maschinen betreuen zu dürfen.

Messestand 397

18 // KOMMUNAL  10A/2015


Zu 100 Prozent umweltfreundlich und flüsterleise ist NEKAM Kommunaltechnik unterwegs. Die elektrischen Müllsauger von Glutton überzeugen auch durch ihre Leistungsstärke und kinderleichte Handhabung. Testen Sie die Geräte am Action Day.

Messestände 247 & 248

Darauf können Sie vertrauen! Die Austria Gütezeichen sind eine Orientierungshilfe für KundInnen und AuftraggeberInnen mit einem hohen Qualitätsanspruch – die Auswahl von Produkten und Dienstleistungen wird erleichtert. Umfrageergebnisse (2014, ausgenommen Lebensmittel) bestätigen: ein hohes Maß an Vertrauen (1,8) wird dem Austria Gütezeichen entgegen gebracht. Auf Basis einer bildlichen Stützung kann sich das Austria Gütezeichen mit 85% als das präsenteste in der österreichischen Bevölkerung positionieren.

Einsteigen und losfahren heißt es auch bei den Reformwerken. Erleben Sie die Profis in der Kommunaltechnik hautnah: den innovativen REFORM-Transporter Muli T10 X HybridShift und das kompakte und wendige BOKIMOBIL. Hier bekommen Sie einen spannenden und praxisnahen Einblick in die REFORM-Palette und die Antwort auf sämtliche Fragen rund um innovative Kommunallösungen.

Die Prüfungen erfolgen regelmäßig, unabhängig und neutral. Nur jene Produkte/Dienstleistungen, die alle Anforderungen erfüllen dürfen mit den Austria Gütezeichen gekennzeichnet werden.

Messestand 399

Brandaktuell Austria Gütezeichen Brandschutzmanagement

Bei RKM Rasenpflege & Kommunalmaschinen erleben Sie die geballte Power des Weltmarktführers. Erkennen Sie die unverkennbaren Leistungsmerkmale der Marke John Deere im Praxistest.

Messestand 398

Umfassend und systematisch mögliche Risken für das Gebäude, die MitarbeiterInnen und KundInnen minimieren – gehen Sie auf Nummer Sicher und gehen Sie über den herkömmlichen Betriebsbrandschutz hinaus!

Zeppelin Österreich GmbH bietet mit den Marken Caterpillar, Schäffer, Thwaites und Weber MT eine lückenlose Produktpalette für Kommunen und Gemeinden an. Erhalten Sie im Beratungsgespräch einen Einblick in das dicht geknüpfte Werkstätten- und Niederlassungsnetz in ganz Österreich und informieren Sie sich über unsere Vorteile wie eine hohe Ersatzteilverfügbarkeit und unsere bestens ausgebildeten, schnell verfügbaren Servicemonteure.

Messestand 403

Infos zur neu überarbeiteten Güterichtlinie: ÖQA Zertifizierungs-GmbH, Tel.: (+43 1) 535 37 48, E-Mail: oeqa@qualityaustria.com

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08.06.15 16:12


INFORMATION

DIE AUSSTELLER DER KOMMUNALMESSE 2015 FIRMA

STAND NR.

THEMENBEREICH

FIRMA

STAND NR. 311, 318

THEMENBEREICH Finanzdienstleistungen

A1 TELEKOM AUSTRIA AG

329

Ausstattung kommunaler und öffentlicher Einrichtungen, IT-Wirtschaft und E-Government, Verwaltung, Hardware, Software, Schulung, Verwaltungsreform

BAWAG P.S.K. BANK FÜR ARBEIT UND WIRTSCHAFT UND ÖSTERREICHSICHE POSTSPARKASSE AKTIENGESELLSCHAFT

ADEG

292

Nahversorgung

BAYER SCHILDER GMBH

99

Ausstattung kommunaler und öffentlicher Einrichtungen, Straßenerhaltung / Winterdienst, Verkehrstechnik und -sicherheit, Verkehrswegebau, Verwaltung, Hardware, Software, Schulung, Verwaltungsreform

BEV - BUNDESAMT FÜR EICH- UND VERMESSUNGSWESEN

86

Geobasisdaten von Österreich, Kataster, Karthografische Modelle, Eichwesen

BMVIT, BUNDESMINISTERIUM FÜR VERKEHR, INNOVATION UND TECHNOLOGIE

77-80

BUNDESBESCHAFFUNG GMBH

142

AE SCHRÉDER GMBH

51, 52, 57, 58

Kommunale Beleuchtung

AET- ENTWÄSSERUNGSTECHNIK GMBH

149

Verkehrswegebau, Wasser- und Kanaltechnik

AGENTUR FÜR RECHNUNGSWESEN

176

Finanzdienstleistungen

ALFRED KÄRCHER GMBH

397

Ausstattung kommunaler und öffentlicher Einrichtungen, kommunale Fahrzeuge und Geräte, Maschinen / Geräte, Straßenerhaltung / Winterdienst

ALIAXIS UTILITIES & INDUSTRY GMBH

83

ALTSTOFF RECYCLING AUSTRIA AG AM-LASER UND BAUGERÄTE HANDELSGMBH

281, 282

175

AMT DER NÖ LANDESREGIERUNG ABT. WOHNUNGSFÖRDERUNG

67-74

AMT DER NÖ LANDESREGIERUNG, GEMEINDEABTEILUNG

67-74

ARBEITSGRUPPE BAUM INGENIEURBÜRO GMBH

296

AUSTRIAN WATER

14, 15

BAKOM BAU- & KOMMUNALMASCHINEN, KARL KERNSTOCK

242

BAUERNFEIND GMBH

20 // KOMMUNAL  10A/2015

191, 196

Wasser- und Kanaltechnik Abfallwirtschaft, Recycling, Umweltschutz Abfallwirtschaft, Recycling, Umweltschutz, Energiewirtschaft, Katastrophen- und Hochwasserschutz, Maschinen / Geräte, Wasser- und Kanaltechnik, Vermessungs- & GPS Systeme Wohnbauförderung

BUNDESIMMOBILIENGESELLSCHAFT MBH

236, 237

Breitbandinfrastruktur

Ausstattung kommunaler und öffentlicher Einrichtungen, Energiewirtschaft, Gebäude-Management, IT-Wirtschaft und E-Government, kommunale Beleuchtung, kommunale Fahrzeuge und Geräte, Maschinen/Geräte, Sicherheitsdienste, Straßenerhaltung /Winterdienst, Verwaltung, Hardware, Software, Schulung, Verwaltungsreform, Einkaufsdienstleister für kommunale Einrichtungen Gebäude-Management, Schul-, Sport- und Spielplatzbau

BUNDESRECHENZENTRUM GMBH

143

IT-Wirtschaft und E-Government

CASE SOFTWARETECHNIK GMBH

300

IT-Wirtschaft und E-Government, Verwaltung, Hardware, Software, Schulung, Verwaltungsreform, Zeiterfassung, Leistungserfassung, Zutrittskontrolle

CEGELEC GMBH

306

Energiewirtschaft, kommunale Beleuchtung

Abfallwirtschaft, Recycling, Umweltschutz, kommunale Fahrzeuge und Geräte

CFT GROUP GMBH

357

Kommunale Beleuchtung, kommunale Fahrzeuge und Geräte, Umwelttechnologie, Wasser- und Kanaltechnik

Verkehrswegebau, Wasser- und Kanaltechnik

COMM-UNITY EDV GMBH

351

IT-Wirtschaft und E-Government, Verwaltung, Hardware, Software, Schulung, Verwaltungsreform

Verwaltung, Hardware, Software, Schulung, Verwaltungsreform Sicherheitsdienste, Baumkataster, Baumkontrolle, Analyse & Beratung Wasser- und Kanaltechnik


FIRMA

THEMENBEREICH

FIRMA

COMPURITAS GMBH

24

Ausstattung kommunaler und öffentlicher Einrichtungen , Maschinen / Geräte, Verwaltung, Hardware, Software, Schulung, Verwaltungsreform

EXCEET CARD AUSTRIA GMBH

260, 261

Finanzdienstleistungen, Public Consulting, Smartcards, NFC-Lösungen, Mobile-Access-Lösungen, Mobile Payment, Mobile-Marketing-Lösungen

CONTAINEX CONTAINER-HANDELSGESELLSCHAFT M.B.H

350

Errichtung und Sanierung kommunaler Bauten, Schul-, Sportund Spielplatzbau

FAMILIE & BERUF MANAGEMENT GMBH

344

Soziale Infrastruktur, Audit familienfreundliche Gemeinde

DEXWET INTERNATIONAL AG

139

Energiewirtschaft, Umwelttechnologie, Gesundheit

FLEXIM GMBH

257

Messtechnik

DIGILIGHT WERBEUND NETZWERK GMBH

313

Digitale Stadt- und Touristen­ information

DUSCHECK & DUSCHECK GMBH DYSON AUSTRIA GMBH

E. HAWLE ARMATURENWERKE GMBH

STAND NR.

35, 36, 41, 42

Verkehrswegebau, Brückenbau

276

Abfallwirtschaft, Recycling, Umweltschutz, Ausstattung kommunaler und öffentlicher Einrichtungen

11-13

Wasser- und Kanaltechnik

EEC ERNEUERBARE ENERGIE CONSULTING GMBH

50

Energiewirtschaft, kommunale Fahrzeuge und Geräte, Maschinen / Geräte, Public Consulting

ELKUCH EISENRING AG

211

Ausstattung kommunaler und öffentlicher Einrichtungen

E-MARKE AUSTRIA

405

Energiewirtschaft

ENERGIEALLIANZ AUSTRIA GMBH, WIEN ENERGIE VERTRIEB GMBH & COKG EIN UNTERNEHMEN DER ENERGIEALLIANZ AUSTRIA GMBH,

355

Energiewirtschaft

EVN ENERGIEVERTRIEB GMBH & COKG EIN UNTERNEHMEN DER ENERGIEALLIANZ AUSTRIA GMBH, ENERGIE BURGENLAND VERTRIEB GMBH & COKG EIN UNTERNEHMEN DER ENERGIEALLIANZ AUSTRIA GMBH EPOSA

243, 244

EPOSA Echtzeitdaten

ERSTE BANK DER ÖSTERREICHISCHEN SPARKASSEN AG

354

Finanzdienstleistungen

ESSECCA GMBH

137

Ausstattung kommunaler und öffentlicher Einrichtungen, Zutrittskontrollen, Alarmsysteme

EUROMICRON NBG FIBER OPTICS GMBH

30

IT-Wirtschaft und E-Government, Soziale Infrastruktur, passive Komponenten für Kommunikations- und Datennetzwerke

EUROPÄISCHES ZENTRUM FÜR ERNEUERBARE ENERGIE GÜSSING GMBH

48, 49

EWW AG - HABEN MESSESTAND

126, 127, 128, 131, 132, 133

Energiewirtschaft, Umwelttechnologie

Ausstattung kommunaler und öffentlicher Einrichtungen, Energiewirtschaft, Errichtung und Sanierung kommunaler Bauten, Gebäude-Management, kommunale Beleuchtung

STAND NR.

THEMENBEREICH

239, 246

Ausstattung kommunaler und öffentlicher Einrichtungen, Verkehrstechnik und -sicherheit

FRANZ JANSCHITZ GES.M.B.H.

43

Verkehrstechnik und -sicherheit

FRANZTECH MECHATRONIK GMBH

31

Maschinen / Geräte, Werkstätteneinrichtung, Hubtische

FORSTER VERKEHRSUND WERBETECHNIK GMBH

310

Schul-, Sport- und Spielplatzbau

FRIEDRICH EBNER GMBH

277, 278

Errichtung und Sanierung kommunaler Bauten, kommunale Beleuchtung, Verkehrswegebau, Wasser- und Kanaltechnik

FRITZ FRIEDRICH GESMBH

263, 264

Schul-, Sport- und Spielplatzbau

FREEGYM GES.M.B.H.

GABO SYSTEMTECHNIK GMBH

295

Breitband

GEMDAT NÖ GMBH

215-218

IT-Wirtschaft und E-Government, Verwaltung, Hardware, Software, Schulung, Verwaltungsreform

GEORG EBINGER & SOHN GESMBH & CO KG

359, 360

Verkehrstechnik und -sicherheit, Verwaltung, Hardware, Software, Schulung, Verwaltungsreform

GESTRA SPIEL- U. FREIZEITEINRICHTUNGEN GMBH

338-340

Schul-, Sport- und Spielplatzbau

GESUNDHEIT ÖSTERREICH GMBH FONDS GESUNDES ÖSTERREICH

301, 302

Gesundheitsförderung

GISQUADRAT GMBH

243, 244, 401

IT-Wirtschaft und E-Government, Verwaltung, Hardware, Software, Schulung, Verwaltungsreform

GRABKULT-DIE URNENSÄULE

229

Friedhofstechnik

GW ST. PÖLTEN INTEGRATIVE BETRIEBE GMBH

314

Ausstattung kommunaler und öffentlicher Einrichtungen, Energiewirtschaft, E-Mobilitätsprodukte wie E-Roller „UCARVER“, E-Pedelec „mi-bike“ und Leihfahrrad „mi-bike rent“ (www.motion-innovatioans.at) Produkte und Leistungen der Abteilung „Schilder.Druck.Werbetechnik“

H&G ENTSORGUNGSSYSTEME GMBH

106

Abfallwirtschaft, Recycling, Umweltschutz

HALI BÜROMÖBEL GMBH

309

Ausstattung kommunaler und öffentlicher Einrichtungen

HANSA LUFTBILD AG

296

Friedhofkataster, Straßen-, Grün­ flächenkataster

HAUS-TROCKEN.COM

134

Errichtung und Sanierung kommunaler Bauten, Mauerentfeuchtung, Infrarotwandtrocknung

HAWLE SERVICE GMBH

408

Wasser- und Kanaltechnik

HAWLE WATER TECHNOLOGY GMBH

407

Wasser- und Kanaltechnik

KOMMUNAL 10A/2015 // 21


FIRMA

STAND NR.

HEINZ BERGMANN E.KFM. MASCHINEN FÜR DIE ABFALLWIRTSCHAFT

231

HERMES TECHNOLOGIE GMBH

146

HF ROHRTECHNIK GMBH

345

THEMENBEREICH

FIRMA

Abfallwirtschaft, Recycling, Umweltschutz

ING. W. P. HANDLER BAUGES.M.B.H.

Ausstattung kommunaler und öffentlicher Einrichtungen, Errichtung und Sanierung kommunaler Bauten, Maschinen / Geräte, Straßenerhaltung / Winterdienst, Verkehrstechnik und -sicherheit, Wasser- und Kanaltechnik, Kanalsanierung, Schachtrahmenregulierung Errichtung und Sanierung kommunaler Bauten, Wasser- und Kanaltechnik, Kanalsanierung

HOBAS ROHRE GMBH

14, 15

Katastrophen- und Hochwasserschutz, Wasser- und Kanaltechnik

HOLLU SYSTEMHYGIENE GMBH

89, 90

Reinigung und Hygiene

HTI SCHMIDT’S WEYLAND HANDELSGESELLSCHAFT MBH

4, 5

Energiewirtschaft

HUSQVARNA AUSTRIA GMBH

402

Kommunale Fahrzeuge und Geräte, Maschinen / Geräte

HWK SPIELPLATZSERVICE GMBH

335

Schul-, Sport- und Spielplatzbau

HYPO NOE GRUPPE BANK AG IAL ZT GMBH

223, 230 140

Finanzdienstleistungen Verkehrswegebau, Straßenerhaltung

STAND NR. 161-166

THEMENBEREICH Errichtung und Sanierung kommunaler Bauten, Schul-, Sportund Spieplatzbau

ING. LEO RIEBENBAUER GMBH

238

Energiewirtschaft

INITIATIVE PRO STEILDACH

288

Errichtung und Sanierung kommunaler Bauten

INITIATIVE TUT GUT

67-74

INNOVAMETALL STAHL- U. METALLBAU GMBH

38

Ausstattung kommunaler und öffentlicher Einrichtungen, Fahrradinfrastruktur, Außenmöblierung

INTERAPP GES.MB.H.

19

Abfallwirtschaft, Recycling, Umweltschutz, Energiewirtschaft, Umwelttechnologie, Wasser- und Kanaltechnik

IS INKASSO SERVICE GMBH

348

Finanzdienstleistungen

ITEC TONTECHNIK GMBH

341

Rednerpulte, Lautsprecheranlagen, Medientechnik

KAPSCH BUSINESSCOM AG

198

IT-Wirtschaft und E-Government, Multimedia

KIGAGO ! ARGE KINDERGARTENOFFENSIVE

336

Errichtung und Sanierung kommunaler Bauten, Schul-, Sport- und Spielplatzbau, Kindergartenbau

KOGLER KRANTECHNIK GMBH

182

Kommunale Fahrzeuge und Geräte, Maschinen / Geräte

KOMMUNAL

332

Medien

Action

Day

Anpacken und Testen! 9. 9. 2015, ab 13 Uhr, Freigelände

KOMMUNALMASCHINEN

www.bakom.at

22 // KOMMUNAL  10A/2015


FIRMA KOMMUNALAKADEMIE NIEDERÖSTERREICH (COMMUNITY MANAGEMENT ACADEMY)

STAND NR. 67-74

KOMMUNALKREDIT AUSTRIA AG

308

KOMMUNIX GMBH

177

THEMENBEREICH

FIRMA

Aus- und Weiterbildung

LTV LEUCHTEN UND LAMPEN VERTRIEBSGESELLSCHAFT M.B.H

168-171

Ausstattung kommunaler und öffentlicher Einrichtungen, Gebäude-Management, kommunale Beleuchtung, Schul-, Sport- und Spielplatzbau

MAGISTRATABTEILUNG 48-ABFALLWIRTSCHAFT, STRASSENREINIGUNG UND FUHRPARK

207, 208, 213, 214

Abfallwirtschaft, Recycling, Umweltschutz, kommunale Beleuchtung, Straßenerhaltung / Winterdienst

Energiewirtschaft, Finanzdienstleistungen, kommunale Beleuchtung, Public Consulting, Schul-, Sport- und Spielplatzbau, Soziale Infrastruktur Ausstattung kommunaler und öffentlicher Einrichtungen, Errichtung und Sanierung k ommunaler Bauten , Gebäude-Management , IT-Wirtschaft und E-Government , Verwaltung, Hardware, Software, Schulung, Verwaltungsreform , (Online-)Terminverwaltung, Besuchersteuerung

KS KOMPETENZ UND STEUERBERATUNGS GMBH & CO KG

325

Steuerberatung

KUBICEK FÖRDERTECHNIK GMBH

210

Schul-, Sport- und Spielplatzbau, Fallschutz

KUNDENHERZ E.U.

221

Ausstattung kommunaler und öffentlicher Einrichtungen, Verkehrstechnik und -sicherheit

219, 220

Verkehrstechnik und -sicherheit

KURATORIUM FÜR VERKEHRSSICHERHEIT LEDITION GMBH LICHT & PLANUNG

6-10

Kommunale Beleuchtung

191, 196

Kommunale Beleuchtung

STAND NR.

MM KANAL-ROHRSANIERUNG GMBH

280

MMCITÉ 10 GMBH

305, 307

THEMENBEREICH

Wasser- und Kanaltechnik Ausstattung kommunaler und öffentlicher Einrichtungen, Außenmobiliar

MODULO BETON GMBH

87

Abfallwirtschaft, Recycling, Umweltschutz

MÜNZE ÖSTERREICH AKTIENGESELLSCHAFT

343

Medaillen, Plaketten, Anstecknadeln, Münzen

NEKAM KOMMUNALTECHNIK GMBH

247, 248

Abfallwirtschaft, Recycling, Umweltschutz, kommunale Fahrzeuge und Geräte, Maschinen / Geräte, Straßenerhaltung / Winterdienst, Umwelttechnologie

NEUHAUSER VERKEHRSTECHNIK GMBH

46, 47

Verkehrstechnik und -sicherheit

NÖ ENERGIE- UND UMWELTAGENTUR GMBH

67-74

Abfallwirtschaft, Recycling, Umweltschutz, Energiewirtschaft, Errichtung und Sanierung kommunaler Bauten, kommunale Beleuchtung

IMMER MEHR HEIMISCHE PRODUKTE UNTER DEM REWE-BOGEN

DIETMAR SCHWEIGGL Apfelbauer aus der Steiermark. Der Einzige, der in seinem Leben mehr Äpfel gesehen hat, als Frau Auracher.

JASMIN AURACHER Mitarbeiterin der REWE Group, Abteilung „Obst & Gemüse“. Überzeugt sich persönlich von der Qualität der 27.000 Tonnen Äpfel, die pro Jahr an die Filialen geliefert werden.

Gemeinsam für ganz Österreich. Mit immer mehr heimischen Produkten auf Ihrem Teller. Gemeinsam unter dem REWE-BOGEN. KOMMUNAL 10A/2015 // 23


FIRMA NÖ FAMILIENLAND GMBH KOMPETENZZENTRUM FÜR FAMILIENARBEIT IN NÖ

STAND NR. 67-74

THEMENBEREICH

FIRMA

Public Consulting, Schul-, Sportund Spielplatzbau, soziale Infrastruktur, schulische Tagesbetreuung und Ferienbetreuung, Gestaltung von Schulfreiräumen u. Spielplätzen-Förderaktion, Serviceleistungen für Famillien

OSMA TROCKNERSYSTEME GMBH

ÖSTERREICHISCHE ENERGIEAGENTUR

228

Abfallwirtschaft, Recycling, Umweltschutz, Förderungen

ÖSTERREICHISCHE FORSCHUNGSGESELLSCHAFT STRASSE-SCHIENEVERKEHR

303

Abfallwirtschaft, Recycling, Umweltschutz, kommunale Beleuchtung, Schul-, Sportund Spielplatzbau, soziale Infrastruktur, Straßenerhaltung / Winterdienst, Verkehrstechnik und -sicherheit, Verkehrswegebau, Wasser- und Kanaltechnik

ÖSTERREICHISCHE GLASFASER VERLEGUNGSGES.M.B.H.

2

Energiewirtschaft, Errichtung und Sanierung kommunaler Bauten, IT-Wirtschaft und E-Government, Verbände und Organisationen, Verkehrstechnik und -sicherheit, Verwaltung, Hardware, Software, Schulung, Verwaltungsreform, Glasfaserverlegung, FTTH, FTTC, FTTB, Lehrverrohrungsverlegung, Glasfasernetz, alternative Verlegemethode

Verbände und Organisationen, grabenlose Technologien

ÖSTERREICHISCHE POST AG

333, 334, 337

Ausstattung kommunaler und öffentlicher Einrichtungen, IT-Wirtschaft und E-Government, Dienstleistung

IT-Wirtschaft und E-Government, Verwaltung, Hardware, Software, Schulung, Verwaltungsreform

ÖSTERREICHISCHE VEREINIGUNG FÜR DAS GAS- UND WASSERFACH

279

Energiewirtschaft, Verbände und Organisationen, Wasser- und K analtechnik

Kommunale Infrastruktur

NÖ.REGIONAL.GMBH

67-74

Public Consulting

NOTRUF NÖ GMBH

67-74

Katastrophen- und Hochwasserschutz, Sicherheitsdienste, soziale Infrastruktur, präklinische Kommunikation, Notrufbetreiber Wasser- und Kanaltechnik

ÖBB-INFRASTRUKTUR AG

315-317

Verbände und Organisationen, Verkehrstechnik und -sicherheit, Verkehrswegebau

ÖBB-PERSONENVERKEHR AG

315-317

Verbände und Organisationen, Verkehrstechnik und -sicherheit, Verkehrswegebau

ÖGL ÖSTERREICHISCHE VEREINIGUNG FÜR GRABENLOSEN LEITUNGSBAU

100

ÖKOM PLANUNGS- UND EDV GMBH

129, 130

Trocknersysteme Verbände und Organisationen

67-74

22, 23

THEMENBEREICH

107 265-272

NÖ GLASFASERINFRASTRUKTUR GESMBH-NÖGIG

ÖAG AG GB KONTINENTALE

STAND NR.

Viele Gemeinden haben ähnliche Probleme.

ÖSTERREICHISCHE APOTHEKERKAMMER

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FIRMA

THEMENBEREICH

FIRMA

ÖSTERREICHISCHER GEMEINDEBUND

STAND NR. 332

Verbände und Organisationen

PROVLIES GMBH

141

ÖSTERREICHISCHER INTEGRATIONSFONDS (ÖIF)

178

Integration

Errichtung und Sanierung kommunaler Bauten, IT-Wirtschaft und E-Government, Straßenerhaltung / Winterdienst, Verkehrswegebau

ÖWD SECURITY & SERVICES GMBH

222

Sicherheitsdienste, Sicherheitstechnik, Gebäudereinigung, Versicherungsmakler, Softwarentwicklung, Zutritt und Personalzeiterfassung)

PUCHMANN GMBH

346

Stempel, Pokale, Schilder Abzeichen, Urkunden, Orden

QUESTER BAUSTOFFHANDEL GMBH

234, 235

Errichtung und Sanierung kommunaler Bauten, Verkehrswegebau, Wasser- und Kanaltechnik

PERGER MANFRED ABFALLHAI ÖSTERREICH

157

R. RACEK GMBH

27

Maschinen / Geräte, Umwelttechnologie

RABMER GREENTECH GMBH

181

Ausstattung kommunaler und öffentlicher Einrichtungen, Errichtung und Sanierung kommunaler Bauten, Umwelttechnologie, Wasser- und Kanaltechnik

Abfallwirtschaft, Recycling, Umweltschutz, Ausstattung kommunaler und öffentlicher Einrichtungen, kommunale Beleuchtung

PHILIPS AUSTRIA GMBH

93-96

Kommunale Beleuchtung

PLANTSCAPE FRESNER PETER HANDELSGMBH

312

Ausstattung kommunaler und öffentlicher Einrichtungen

PORR BAU GMBH

356

Abfallwirtschaft, Recycling, Umweltschutz, Errichtung und Sanierung kommunaler Bauten, Katastrophen- und Hochwasserschutz, Schul-, Sport- und Spielplatzbau, Soziale Infrastruktur, Verkehrswegebau, Wasser- und Kanaltechnik

POSCH ILLUMINATIONS

20

Kommunale Beleuchtung, Weihnachtsbeleuchtung

POSCHACHER NATURSTEINWERKE GMBH & CO KG

21

Ausstattung kommunaler und öffentlicher Einrichtungen, Errichtung und Sanierung kommunaler Bauten, Garten- und Landschaftsbau, Platzgestaltung

STAND NR.

THEMENBEREICH

RAIFFEISEN. MEINE BANK

322-324

Finanzdienstleistungen

RASTI GMBH

75

Ausstattung kommunaler und öffentlicher Einrichtungen

REFORM-WERKE BAUER & CO GESELLSCHAFT M.B.H.

399

Kommunale Fahrzeuge und Geräte

RKM RASENPFLEGE & KOMMUNAL MASCHINEN HANDELSU. DIENSTLEISTUNGS GMBH

398

Ausstattung kommunaler und öffentlicher Einrichtungen, Kommunale Fahrzeuge und Geräte, Maschinen / Geräte, Straßenerhaltung / Winterdienst

RMDATA GMBH

351

Software

KOMMUNAL 10A/2015 // 25


FIRMA

THEMENBEREICH

FIRMA

ROGO MEDIA GMBH

STAND NR. 138

Ortspläne, Bürgerinformationsbroschüren, Publikationen für Gemeinden u. Behörden

SIEMENS AG ÖSTERREICH

RUMPL GMBH

34

Abfallwirtschaft, Recycling, Umweltschutz, Ausstattung kommunaler und öffentlicher Einrichtungen, Winterdienst

319-321

Ausstattung kommunaler und öffentlicher Einrichtungen, Schul-, Sport- und Spielplatzbau

RUNNERSFUN CONSULTING GMBH SALINEN AUSTRIA AG

342

Straßenerhaltung / Winterdienst

SANTICUM MEDIEN GMBH

275

Medien

SAT-INTERNET.AT GMBH

313

Internet via Satellit

SCHUBERT & FRANZKE GES.M.B.H., KARTOGRAFISCHER VERLAG

299, 304

SEKISUI SPR AUSTRIA GMBH

145

SEKISUI SPR EUROPE GMBH SALES AND ENGINEERING OFFICE

145

SENECURA KLINIKEN UND HEIME

25, 26

SEPPELFRICKE SIMPLEX ARMATUREN AUSTRIA GMBH

3

Stadt- und Ortspläne, Wanderund Freizeitkarten, interaktive Onlinepläne, Apps Abfallwirtschaft, Recycling, Umweltschutz, Errichtung und Sanierung kommunaler Bauten, Umwelttechnologie, Wasser- und Kanaltechnik, Rohrsanierung, TV-Inspektion Abfallwirtschaft, Recycling, Umweltschutz, Errichtung und Sanierung kommunaler Bauten, Umwelttechnologie, Wasser- und Kanaltechnik Soziale Infrastruktur

STAND NR.

THEMENBEREICH

187

Ausstattung kommunaler und öffentlicher Einrichtungen, Energiewirtschaft, Public Consulting, Umwelttechnologie, Verwaltung, Hardware, Software, Schulung, Verwaltungsreform

SIERZEGA ELEKTRONIK GMBH

226, 227

Verkehrstechnik und -sicherheit

SIMONSVOSS TECHNOLOGIES GMBH

273

Ausstattung kommunaler und öffentlicher Einrichtungen, Gebäude-Management, digitale Schließ- und Zutrittskontrollsysteme

SMATRICS GMBH & CO KG

81

Ladesäulen für Elektroautos, Elektromobilitätsdienstleister

SPIRAL REIHS & CO. KG

121-124

Ausstattung kommunaler und öffentlicher Einrichtungen, Maschinen / Geräte, PSA, Hebezeuge, Steighilfen

STANGL REINIGUNGSTECHNIK GMBH

283-285, 400

Kommunale Fahrzeuge und Geräte, Maschinen / Geräte, Straßenerhaltung / Winterdienst

STEINZEUG KERAMO GMBH

172

Wasser- und Kanaltechnik

STERILSYSTEMS GMBH

39

Umwelttechnologie, Wasser- und Kanaltechnik

179, 180, 183, 184

Abfallwirtschaft, Recycling, Umweltschutz, Errichtung und Sanierung kommunaler Bauten, kommunale Beleuchtung, Schul-, Sport- und Spielplatzbau, Verkehrswegebau, Wasser- und Kanaltechnik

STRABAG AG

Wasser- und Kanaltechnik

MÜNZE ÖSTERREICH: KUNSTHANDWERK MIT TRADITION

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KONTAKT Münze Österreich AG, Mag. Sabine Deopito Am Heumarkt 1, 1030 Wien, Tel. 01/71715 – 181 medaillen@muenzeoesterreich.at www.muenzeoesterreich.at/medaillen

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FIRMA SW UMWELTTECHNIK ÖSTERREICH GMBH

SYNERGIS

STAND NR. 174

215-218

THEMENBEREICH

FIRMA

Ausstattung kommunaler und öffentlicher Einrichtungen, Umwelttechnologie, Verkehrswegebau, Wasser- und Kanaltechnik

VERO VERSICHERUNGSMAKLER GMBH

327

Finanzdienstleistungen

VIEW PROMOTION GMBH

125

Gebäude-Management , IT-Wirtschaft und E-Government

VIEWPOINTSYSTEM GMBH

82

Public Consulting, Sicherheitsdienste, Straßenerhaltung / Winterdienst, Verkehrstechnik und -sicherheit

VILLIGER ENTSORGUNGSSYSTEME AG

406

Abfallwirtschaft, Recycling, Umweltschutz, kommunale Fahrzeuge und Geräte

WIENER STÄDTISCHE VERSICHERUNG AG

354

Finanzdienstleistungen, Versicherungen

Kommunale IT-Lösungen für GIS, Infrastruktur und Facilitymanagement

TA TRIUMPH-ADLER ÖSTERREICH GMBH

167

IT-Wirtschaft und E-Government

TRIOTRONIK COMPUTER UND NETZWERKTECHNIK GMBH

118 / 119

IT-Wirtschaft und E-Government, Verwaltung, Hardware, Software, Schulung, Verwaltungsreform, kommunale Infrastruktur

UNIBIND AUSTRIA GMBH

29

Binde- und Laminiergeräte, Urkunden- & Standesamtmappen

UNICREDIT BANK AUSTRIA AG

328, 330

Finanzdienstleistungen

UNIQA ÖSTERREICH VERSICHERUNGEN AG

298

Finanzdienstleistungen

VENUZLE

45

Gebäude-Management, IT-Wirtschaft und E-Government, Schul-, Sport- und Spielplatzbau, Verwaltung, Hardware, Software, Schulung, Verwaltungsreform

VEREIN „NATUR IM GARTEN“

67-74

Abfallwirtschaft, Recycling, Umweltschutz, Gartenberatung

VERKEHRSVERBUND OST-REGION (VOR) / ITS VIENNA REGION

67-74

IT-Wirtschaft und E-Government, Verbände und Organisationen, Verwaltung, Hardware, Software, Schulung, Verwaltungsreform, Öffentlicher Verkehr, Mobilität, Verkehrstelematik

STAND NR.

THEMENBEREICH

WIRTSCHAFTSKAMMER ÖSTERREICH, FACHVERBAND DER IMMOBILIENTREUHÄNDER

293, 294

Errichtung und Sanierung kommunaler Bauten, Gebäude-Management, Public Consulting, Verbände und Organisationen, Entwicklung, Vermarktung und Verwaltung von Immobilien-Infrastruktur

WISAG SERVICE HOLDING AUSTRIA GMBH

150, 151

Gebäude-Management, Sicherheitsdienste, Facility-Management, Gebäudereinigung, Gebäudetechnik

ZEPPELIN ÖSTERREICH GMBH

403

Kommunale Fahrzeuge und Geräte, Maschinen / Geräte, Verkehrswegebau

ZIEGLER AUSSENANLAGEN GMBH

173

Ausstattung kommunaler und öffentlicher Einrichtungen, Stadtmöblierung, Überdachungslösungen

KOMMUNAL 10A/2015 // 27


LINDNER-KOMMUNALAKTION

DREI JAHRE GARANTIE UND SERVICE GRATIS

D

KONTAKT Lindners Kommunalaktion gilt für alle neuen Lintrac-, Unitracund Geotrac-Modelle, die bis 15. Dezember 2015 bestellt werden. Weitere Details zur Aktion gibt’s auf www.lindner-traktoren.at

Unitrac-Serie: Vielseitige Transporter: Gemeinden in ganz Europa setzen auf die Unitrac-Transporter, die als vielseitige Geräteträger punkten. Technische Highlights der Serie sind die 4-Rad-Lenkung, die Einzelradfederung mit Niveauregelung sowie die Komfortkabine, die ohne Werkzeug seitlich um 50 Grad gekippt werden kann.

Geotrac 134ep: Im Traktorenbereich bietet Lindner mit dem Geotrac 134ep das optimale Modell für Kommunalprofis. Der 134ep leistet 144 PS, das Getriebe gibt es bis zu 50 km/h. Die gefederte Kabine und die Frontachse punkten im anspruchsvollen Winterdienst mit langen Einsatzzeiten.

Lintrac: Stufenlos und wendig: Der Lintrac ist ein Standardtraktor mit Vierradlenkung, der dank LDriveBedienung besonders einfach zu bedienen ist. Beim Lintrac hat Lindner die jahrelange Erfahrung mit der 4-Rad-Lenkung der Unitrac-Transporter genutzt. Das Ergebnis ist eine Wendigkeit, die hintere Achse lenkt bis zu 20 Grad ein.

*Aktion gilt von 15. Juni bis 15. Dezember 2015 für alle Neubestellungen von Fahrzeugen in Kommunalaustattung (RAL 2011/Kommunalpaket) und ist nicht mit anderen Verkaufsaktionen kombinierbar. Siehe Aktionsblatt für genauere Informationen.

28 // KOMMUNAL  10A/2015 TRAKTORENWERK LINDNER GMBH Ing.-Hermann-Lindner-Str. 4, 6250 Kundl/Tirol, lindner-traktoren.at

Der echte Österreicher

ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

er Tiroler Fahrzeughersteller Lindner startet eine besonders attraktive Aktion für Gemeinden und Städte: Für alle kommunalen Lintrac-, Unitrac- und GeotracModelle, die bis 15. Dezember 2015 bestellt werden, gewährt Lindner drei Jahre bzw. 1800 Betriebsstunden Garantie und bietet den Service laut Wartungsplan inklusive Servicepaketen und Arbeitszeit gratis an. Der Service wird mindestens ein Mal jährlich in einer zertifizierten Lindner-Fachwerkstätte oder beim Lindner-Servicepartner durchgeführt. Nicht enthalten sind Öle, Betriebsmittel sowie Verschleißteile.


SIEMENS ADVANTAGE™ NAVIGATOR

ENERGIEMANAGEMENT FÜR GEBÄUDE

ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

M

it Advantage™ Navigator von Siemens erhalten Gemeinden Einblick in die langfristige Leistungsfähigkeit ihrer Gebäude. Die Überwachung der Gebäudesystemleistung, des Energiebedarfs sowie der Energieversorgung wird effektiver und effizienter. Die Plattform ist cloudbasiert, benutzerspezifisch und an die Gegebenheiten von Gebäuden anpassbar, unabhängig davon, ob man ein einzelnes Gebäude, einen Gebäudekomplex oder Liegenschaften überwachen will.

Mit dem Advantage Navigator werden große Mengen an Gebäudedaten gesammelt und analysiert. Das System zeichnet sich durch das leistungsstarke Berichtswesen und die Analysefähigkeit aus. Die erhaltenen Informationen können als Grundlage dienen, um einerseits die Investitionen in Energieeffizienzmaßnahmen zu optimieren und andererseits fundierte Entscheidungen zu treffen, um die Wirtschaftlichkeit zu verbessern. In seinem jüngsten Benchmark-Bericht zur Bewertung

von Energiemanagementsoftware für Gebäude stufte das unabhängige Marktforschungsunternehmen Verdantix die Advantage-Navigator-Plattform von Siemens als führend in einem hart umkämpften Marktsegment ein.

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KONTAKT Siemens AG Österreich Building Technologies Division Siemensstraße 90 1210 Wien Tel.: 051707-32290 ≤ building-technologies.at@ siemens.com www.siemens.at/bt

Stand 187 Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Ihr Weg zu einem intelligenten Gebäudeportfolio Hohe Energie- und Betriebseffizienz mit Siemens AdvantageTM Navigator

KOMMUNAL 10A/2015 // 29 siemens.com/bt/navigator


OPEN SPACE

WAS SIE BEIM OPEN SPACE ERWARTET STEFAN UND JOHANNES DUSCHECK, D2 Duscheck & Duscheck

GOTTHARD KLINGAN ADEG Regionalität ist das Gebot der Stunde – auch im Lebensmittelhandel. Rund 430 ADEG Märkte in ganz Österreich und ihre selbstständigen Kaufleute sind stark in ihrer Region verwurzelt und versorgen die Menschen nicht nur mit hochwertigen Lebensmitteln aus dem ADEG-Großhandelssortiment, sondern auch mit regionalen Produkten von lokalen Produzenten und Lieferanten. Für die Expansion dieses erfolgreichen Konzeptes suchen wir engagierte Kaufleute. Unser ADEG Gründerservice unterstützt und begleitet Interessenten auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit und im laufenden Geschäftsbetrieb.

THOMAS HEISSENBERGER A1 Durch meine Doppelfunktion als Bürgermeister von Hochneukirchen-Gschaidt und als Breitbandansprechpartner bei A1 kenne ich die Herausforderungen beider Seiten. Mir ist es ein persönliches Anliegen, dass die Breitbandversorgung in Österreich verbessert wird, da es ein wesentlicher Faktor für eine positive Gemeindeentwicklung ist.

30 // KOMMUNAL  10A/2015

D2 Duscheck & Duscheck (Johannes & Ing.Stefan Duscheck in Eichgraben/NÖ) hat als Totalunternehmer mit Planung und Bau für den Brückenbau, alles in einer Hand! Als einzige EU Firma plant und baut D2 Brücken mit allen Werkstoffen: Holz, Beton, Stahl, Aluminium, Stein und GFK Fiberglas. Gerade unsere patentierten Expressbrücken punkten mit Schnelligkeit, Leistungsstärke, Dauerhaftigkeit und Günstigkeit für die Gemeinden. Straßenbrücken für 60 Tonnen Belastbarkeit bis 16 Meter Spannweite innerhalb von sieben Tagen, das ist Express! Im Mai 2015 wurde die erste reine GFK Fiberglasbrücke Österreichs von D2 errichtet, das ist Innovation! Erfahrung von 165 errichteten Brücken in 16 Jahren macht D2 zum Schrittmacher im Bereich Brückenbau.

ANDREAS MATTHÄ ÖBB-Infrastruktur AG Steigendes Umweltbewusstsein, zunehmende Ressourcenknappheit und hohes Sicherheitsbedürfnis zeigen: Die Zeit spricht für die Bahn. Langfristige Konzepte wie das „Zielnetz 2025+“ weisen die Richtung. Der Ausbau und die Modernisierung der Bahn treiben nicht nur den Motor unserer Wirtschaft an, sondern sichern auch späteren Generationen eine lebenswerte Zukunft. Auf diesem Weg sind die Gemeinden ein wichtiger Partner


Die Open Space-Veranstaltungen finden am Mittwoch und Donnerstag in unmittelbarer Nähe zum Tagungssaal statt.

CHRISTIAN-THOMAS RETINGER Kapsch BusinessCom AG

GENUSSSTÄNDE

GREEN ICE

MASSAGE-INSEL

WORLD CAFE

Hundestaffel

LPD WIEN

Tagungshalle C3 Eröffnung Österreichischer Gemeindetag Fachtagung Zukunftsforum

ACTION DAY

THOMAS HOPPE UND RICHARD WOSCHITZ Kigao – ARGE Kindergartenoffensive Für Gemeinden sind verlässliche Partner die Terminen, Kosten und Qualitäten einhalten das wichtigste! Das Team von KIGAGO versteht das und hat vor Jahren eine modulare Lösung in Holzmodulbauweise für individuelle Kindergärten entwickelt. Mehrfach ist es gelungen in weniger als neun Monaten vom Auftrag zum fertigen Kindergarten zu gelangen. Neben der Wahl der richtigen Bauweise sind eine strukturierte Kommunikationsplattform, eingespielte Planungsabläufe und bereits umgesetzte Detaillösungen die Grundlage für eine verkürzte Projektlaufzeit bei hoher Qualität und Einhaltung der Kosten. Erfahren sie in einer halben Stunde direkt von zwei Gesellschaftern, was das Planerteam von KIGAGO für sie tun kann und nutzen sie die Möglichkeit im Anschluss zwei umgesetzte Kindergärten zu besuchen.

Vernetzung und Digitalisierung sind keine Schlagworte sondern längst schon Realität geworden. Digitale, plattformübergreifende Interaktion mit dem Bürger und M2MTechnologien (Mensch-to-Maschine) zur Gebäudesteuerung und sind nur zwei Beispiele wohin die urbane Reise geht. Dadurch soll in der Zukunft das Leben in Smart Cities noch komfortabler und nachhaltiger werden. Wie und vor allem wie weit werden zukünftige Technologien unser Leben beeinflussen und wo sind die Gefahren für unsere Individualität? Das soll unter dem Titel „SMART CITY – die vernetzte, digitalisierte Stadt“ behandelt werden. Das zweite Thema ist „Digital out of home – die Zukunft der kommunalen Werbung“. Digitale Werbung prägt das moderne Stadtbild. Die digitale Amtstafel, Besucherleitsysteme und digitale Werbeflächen prägen zusehends das Ortsbild moderner Gemeinden.Die Vorteile liegen klar auf der Hand! Zielguppengenaue, zentral gesteuerte Informationsverteilung, ein positiver Imagetransfer, Interaktion mit dem Bürger/ Tourist sowie eine 7*24 Stunden Informationsbereitstellung sind nur einige wenige Vorteile der kommunalen „Out of Home“ Digitalisierung. Darüber hinaus können sie entscheidend zur Mitarbeiterentlastung beitragen und sind ein ideales Vermarktungsmedium für eigene Betriebe. Wie lassen sich diese, neuen Technologien und Lösungen für Stadtmarketing und Tourismus nutzen und wo ist der Mehrwert für Gemeinden und Städte.

CHELES REDEN Bei Prozessen ist Oberfläche unter unserem Niveau. Wir schauen deshalb genauer hin und sorgen dafür, dass die richtigen Informationen für die richtige Person zur richtigen Zeit am richtigen Ort sind. KOMMUNAL 10A/2015 // 31

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MARKTNEUHEIT

PREMIERE AUF DER KOMMUNALMESSE

TRINKWASSERROHRLEITUNGEN SCHNELL & SICHER VERBINDEN ISIFLO präsentiert neue flexible Lösungen in der Verbindungstechnik durch den ISIFLO Flexi-Adapter.

D

Ein Adapter für unterschiedliche Rohrarten: Für den Einsatzbereich Kaltwasser bis 16 bar gibt es jetzt als Ergänzung zum ISIFLO-Baukastensystem Mehrbereichsverbinder aus einem hochwertigen technischen Kunststoff. Besonders bei Reparaturen rücken die Vorteile des FLEXIAdapters in den Vordergrund. Schnelle, einfache Montage: Als Übergangsfitting von Kunststoff auf alte Rohrmaterialien wie z. B. Stahlrohr ist die Montage per Hand und 32 // KOMMUNAL  10A/2015

Kontakt für das ISIFLO-Mobil: Thomas Bukovics, Tel. 0676/ 652 47 18 E-Mail: thomas.bukovics@isiflo.at. Mehr Informationen erhalten Sie unter: www.Isiflo.at

Rohrzange schnell und einfach. Der Adapter hat wenige Einzelteile und benötigt keine Spannschrauben. Eine neue Dimension an Flexibilität: Diese Verbindung bietet dem Nutzer größtmögliche Sicherheit, da die Zugfestigkeit auf dem Stahlrohr größer ist als das Kunststoffrohr auf der anderen Seite hält. Das Teil kann ebenfalls für Blei-, Guss-, Kupfer-, Edelstahl-... und nicht normgerechte Kunststoffrohre verwendet werden. Durch das neutrale Material wird der Adapter bereits auch als Elementtrenner genutzt. Für Rohre von 15 mm bis 64 mm erhältlich: Diese

FLEXI-Adapter gibt es für verschiedene Dimensionen zwischen 15 mm und 64 mm. Durch die konstruktive Kombination mit dem bewährten ISIFLO-Klemmverbindungsprogramm wird die gesamte Programmvielfalt an geraden Teilen, Winkeln, Verschraubungen ... als Übergang genutzt. Eine neue Dimension für flexible Lösungen. Ebenfalls aus faserverstärktem PA-Material ist das neue ISIFLO-Sprint Steckverbindungsprogramm. Dank ISIFLOSprint ist es möglich, die Vorzüge von Kunststoffen und Metallen in einem Werkstoff zu vereinen. Informationen gibt es während der Fachveranstaltung.

MEHR INFOS ISIFLO Österreich Kontakt: Thomas Bukovics Tel. 06766-52 47 18 E-Mail: thomas.bukovics@isiflo.at Website: www.isiflo.at

ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

as sichere und zuverlässige ISIFLO-Verbindungsprogramm ist seit Jahrzehnten ein bewährter Begleiter für die Verbindung von PE- und PVC-Rohren. Auf der KOMMUNALMESSE in Wien zeigt der Hersteller Lösungen für besondere Montagesituationen und stellt ein Kunststoffmaterial vor, das mit der Qualität von Metallen vergleichbar ist. Im Hausanschluss wurden in der Vergangenheit unterschiedlichste Rohrmaterialien und Rohrabmessungen eingesetzt, die inzwischen über viele Jahrzehnte in Betrieb sind.


PHILIPS LICHT PRÄSENTIERT AUF DER KOMMUNALMESSE 2015

INTELLIGENTE BELEUCHTUNGSUND LICHTREGELSYSTEME Die diesjährige Kommunalmesse steht für Philips Licht komplett im Zeichen von vernetzten Beleuchtungslösungen. Präsentiert werden webbasierte Lösungen in der Straßenbeleuchtung sowie der Büro- und Industriebeleuchtung bis hin zu Philips hue, dem App-steuerbaren Lichtsystem für den privaten Wohnraum.

ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

FOTO / Petra Spiola

Mit CityTouch zukunftsweisende Lebensräume schaffen Das heurige Motto der Messe „Lebensräume schaffen – Zukunft gestalten“ passt perfekt zu der Außenbeleuchtungslösung, die Philips heuer zeigt. Denn eine energieeffiziente intelligente Lichtlösung einer Stadt sorgt für ein helles,

lebendiges und abwechslungsreiches Stadtbild und erhöht dabei das Wohlbefinden und das Sicherheitsempfinden der Bürger. Eine zentrale Herausforderung für die öffentliche Außenbeleuchtung ist die Verbindung von Kostenreduzierung und Nachhaltigkeit bei gleichzeitig gleichbleibender oder verbesserter Lebensqualität für die Einwohner. Das innovative Online-Beleuchtungsmanagement CityTouch von Philips unterstützt Städte bei der Umsetzung dieser Zielsetzungen. Das einzigartige System bietet ein intelligentes und flexibles Lichtmanagement, das es Städten erlaubt, ihre Beleuchtung an alle wechselnden Bedingungen und Situationen, wie Jahreszeiten,

Norbert Kolowrat, Vertriebsleiter Philips Lighting: „Unsere intelligenten Beleuchtungslösungen unterstützen mit hochwertiger und nachhaltiger Technik bei der modernen Stadtplanung und -gestaltung. Deshalb freuen wir uns, die Messe als Informationsplattform nutzen zu können, um kommunalen Entscheidungsträgern den aktuellen Stand der Licht- und Steuerungstechnik im LED-Bereich näher zu bringen. Wir erwarten einen konstruktiven Austausch und hoffen auf einen regen Besucherzustrom.“

Die energieeffizeinte Beleuchtung in Grafenwörth ist ein Musterbeispiel für eine Leuchten-Sanierung von Philips.

Wetter oder Verkehrsaufkommen anzupassen. Besuchen Sie unseren Stand und lernen Sie zukunftsweisende LED-Beleuchtungssowie intelligente Lichtregelsysteme kennen. Erleben Sie die Dynamik von Licht, um

zukünftig Lebensräume in Ihrer Gemeinde oder Stadt optimal gestalten zu können: Halle C, Stand 93-06

IHRE ANSPRECHPARTNER Wien: Nermin Islamovic Tel. 0664 88478075 nermin.islamovic@philips.com

Oberösterreich & Salzburg: Thomas Franzmair Tel. 0664 1017841 thomas.franzmair@philips.com

Niederösterreich: Elisabeth Meisel Tel. 0664 88291850 elisabeth.meisel@philips.com

Tirol & Vorarlberg: Günter Neurauter Tel. 0664 2112224 guenter.neurauter@philips.com

Niederösterreich & Burgenland: Alexander Schmidt Tel. 0664 4308692 alexander.schmidt@philips.com

Steiermark, Kärnten & Burgenland: Franz Schöllauf Tel. 0664 4113450 franz.schoellauf@philips.com

KOMMUNAL 10A/2015 // 33


BÜRO

GESUND UND FIT AM ARBEITSPLATZ

ERGONOMISCHE BÜROMÖBEL AUS ÖSTERREICH Zu wenig Bewegung am Arbeitsplatz, eine ungesunde Haltung und langes Arbeiten am Computer machen vielen Menschen zu schaffen.

D

ie Folge ungesunder Haltung können Verspannungen, Rückenprobleme, Konzentrationsschwäche und Kopfschmerzen bis hin zu Migräneanfällen sein. Um am Arbeitsplatz körperlich wie mental fit zu bleiben, sollten Arbeitgeber und Arbeitnehmer gleichermaßen auf eine gesunde und körperunterstützende Büroeinrichtung achten. Die Mitgliedsunternehmen der Österreichischen Möbelindustrie – Bene, Blaha, Braun Lockenhaus, Hali, Neudoerfler und Wiesner-Hager – sind Experten im Bereich ergonomischer Büromöbel und tragen mit ihren Produkten nachhaltig zu einer verbesserten Arbeitsumgebung bei. Großzügig und flexibel – der Schreibtisch: Der richtige Büroschreibtisch muss vor allem viel Platz für die individuellen Aufgaben bieten. Laut der deutschen Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin betragen die Mindestmaße eines Schreibtischs ohne Computer 160 x 80 cm. Ist ein 34 // KOMMUNAL  10A/2015

Computer für die Arbeit erforderlich, so muss der Schreibtisch mindestens 100 cm tief sein, bei der Verwendung von Flachbildschirmen jedoch nur 80 cm. Für ausreichend Beinfreiheit unter dem Tisch sorgen intelligente Tischplatten-Trägerkonstruktionen in T- oder U-Form. So kann man die Beine bequem ausstrecken und die Sitzpositionen öfter wechseln. Sicher und komfortabel – der Drehstuhl: Wichtig bei einem Drehstuhl ist neben festem Stand, Kippsicherheit und angemessenem Rollwiderstand, angepasst an rutschige oder textile Bodenbeläge, eine angenehme Federung. Sie sollte beim Hinsetzen leicht nachgeben und so die Stoßbelastung der Wirbelsäule verringern. Die Stuhllehne sollte wie der Sitz in Höhe und Neigung verstellbar sein, um den Rücken in verschiedenen Körperhaltungen möglichst gut zu unterstützen. Empfehlenswert sind hier sogenannte Sitz-Lehnen-Neigverstellungen, auch Synchromechanik

bezeichnet, die bei jedem dynamischen Wechsel der Haltung die Versorgung der Bandscheiben ausreichend gewährleisten. Bequem und praktisch – der Konferenzstuhl: Auch bei Besucher- oder Konferenzstühlen ist eine ergonomische Sitzhaltung wichtig. Hier gelten die gleichen Anforderungen wie an einen Büro(dreh)stuhl, denn sollten Besprechungen länger dauern, ist auch hier komfortables Sitzen wichtig. Ergonomie im Raum – das ganzheitliche WohlfühlBüro: Der Begriff Ergonomie beschreibt per Definition die Gesetzmäßigkeiten der Arbeitsplatzgestaltung. Dass es dabei um mehr als nur Möbel geht, liegt auf der Hand. Für zusätzliche Aufenthaltsqualität und Atmosphäre im Büro sorgen beispielsweise gemütliche Lounge-Ecken, die zu Entspannung und Erholung einladen. Ausgestattet mit Sofas, Sesseln und üppigen Kissen, sind sie der ideale Ort für ruhige Mittagspausen, aber

Bene

Braun Lockenhaus

auch für Teambesprechungen. Im Sinne der Langlebigkeit sollte in einem solchen Lounge-Bereich auf hochwertige und strapazierfähige Materialien geachtet werden. Geeignet sind Bezugsstoffe aus Leder, Baumwolle oder innovative Mesh-Kombinationen. Für maximale Flexibilität sorgen modulare Sitzecken, die mit steigender Mitarbeiterzahl jederzeit erweitert oder an neue Grundrisse problemlos angepasst werden können.

MEHR INFOS Die Österreichische Möbelindustrie, Schwarzenbergplatz 4, 1030 Wien Tel.: +43 (0)1 / 712 26 01 Fax: +43 (0)1 / 713 03 09, E-Mail: office@moebel.at Web: www.moebel.at Ein Ergonomie-Video, wie man sich seinen Arbeitsplatz optimal einstellt, finden Sie auf: https://www.youtube.com/ watch?v=FlIPyyoPD44


BÜRO

DATAHOLZ.COM

DER INTERAKTIVE BAUTEILKATALOG

hali

neudoerfler

WiesnerHager

entsprechen. 2015 wurde der umfassende Bauteilkatalog mit der neuen Baustoffgruppe „Holzfußböden und Parkett“ ergänzt. Alle Produkte sind mit einer Kurzbeschreibung und einem ausführlichen Datenblatt hinterlegt, welches detaillierte Angaben, beispielsweise zu den technischen Regelwerken, Einsatzbereichen, Sortierungen, brandschutztechnischen Eigenschaften, ökologische Daten etc. der jeweiligen Produkte, aufweist.

dataholz.com: Aktuelle Baustoffinformationen und Holzbaukonstruktionen per Mausklick. 24 Stunden verfügbar.

Mit dataholz.com ist für den Holzhausbau ein innovatives, einmaliges und frei zugängliches Online-Nachschlagewerk auf dem Markt verfügbar. Planer, ausführende Firmen und Bauherren haben dadurch rund um die Uhr einen weltweiten, kostenlosen Zugang zu diesen Fachinformationen.

KOMMUNAL 10A/2015 // 35

ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

Blaha

D

er Bauteilkatalog dataholz.com – online seit 2004 – hat sich in den letzten Jahren zu einem unentbehrlichen Werkzeug für Architekten, Planer und Bauherren etabliert. Der interaktive Bauteilkatalog bietet bauphysikalische und ökologische Daten für Baustoffe, Bauteile und Bauteilanschlüsse. Diese Daten sind von akkreditierten Prüfanstalten geprüft, berechnet oder beurteilt. Die Datenblätter von dataholz.com dienen als Nachweise vor allem für Behörden, welche durch einen gesonderten Zugang („Behördenzugang“) online jederzeit in die hinterlegten bauphysikalischen Beurteilungen, Bewertungen bzw. Klassifizierungen Einsicht nehmen können. Vor allem für Planer/Architekten und Ausführende bedeutet dies eine große Erleichterung und Kostenersparnis, da die erforderlichen bauphysikalischen Nachweise sofort per Knopfdruck verfügbar sind und dadurch keine weiteren, teils sehr kostenintensiven Prüfungen notwendig sind. Derzeit stehen in dataholz. com rund 220 Grundbauteile und 1850 Bauteilvarianten zur Verfügung. Diese werden laufend aktualisiert und ergänzt. 2014 verzeichnete die Plattform rund 1.400.000 Seitenzugriffe von weltweit 195.000 Besuchern. Auch eine europaweite Anerkennung der Holzbaukonstruktionen ist gesichert, da die Nachweise den geltenden EN-Normen


STARKE LEISTUNG

APOTHEKEN SICHERN NAHVERSORGUNG Eine Apotheke ist ein wesentlicher Pfeiler in der Gesundheitsversorgung und wertet jede Gemeinde auf. Sie stärkt die Infrastruktur im Ort und leistet damit einen wichtigen Beitrag gegen drohende Abwanderung. Öffentliche Apotheken werden persönlich von Apothekerinnen und Apothekern betrieben, die vor Ort Arbeitsplätze, Frequenz und noch dazu mehr Gesundheit bringen.

Präsident Mag.pham. Max Wellan sind die Wünsche der Gemeinden ein großes Anliegen. 36 // KOMMUNAL  10A/2015

verbessert. In einer Apotheke arbeiten durchschnittlich 12 Personen, 11 davon sind Frauen. Insgesamt haben mehr als 16.000 Personen in den österreichischen Apotheken einen sicheren und hochqualifizierten Arbeitsplatz. Ein durchschnittlicher Apothekenbetrieb zahlt der Gemeinde Kommunalsteuer in Höhe von 6000 – 7000 Euro/Jahr. „Zum Glück haben wir eine Apotheke im Ort“ sagen deshalb viele Bürgermeister. In den letzten zehn Jahren wurden in 64 Gemeinden in Österreich Apotheken neu eröffnet, wo es vorher noch gar keine Apotheke gab. Das ist nicht weiter verwunderlich, ist eine Apotheke doch ein Gewinn für jede Gemeinde. Bei vielen Bürgerbefragungen wird eine öffentliche Apotheke als größter Wunsch der Bevölkerung genannt. Es braucht jedoch gewisse Rahmenbedingungen, damit sich eine

Eine Apotheke ist ein Gewinn für jede Gemeinde.

Apotheke vor Ort niederlassen darf. Der Betrieb einer neuen öffentlichen Apotheke bedarf einer behördlichen Bewilligung – nämlich der Verleihung der „Konzession“. Die Konzession ist bei der Bezirksverwaltungsbehörde, in deren Gebiet der Standort der Apotheke geplant ist, zu beantragen. Ausschlaggebend dafür sind die persönliche Eignung des Apothekers (Studium, Berufsberechtigung etc.), lokale Gegebenheiten und rechtliche Bedingungen. Aufklärung und Information über Arzneimittel Eine öffentliche Apotheke ist eine Aufwertung für eine Gemeinde. Die Apothekerinnen und Apotheker beraten ihre Kunden gewissenhaft bei

der Wahl der Medikamente, der richtigen Einnahme und Dosierung, wie auch bei Wechselwirkungen. Diese wichtigen Beratungsleistungen werden von den Kunden immer stärker in Anspruch genommen. Denn die Apotheke steht für beste Qualität und vermittelt ein Gefühl der Sicherheit bei der Einnahme von Medikamenten.

MEHR INFOS Österreichische Apothekerkammer www.apothekerkammer.at

ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

I

n Österreich gibt es 1350 öffentliche Apotheken, die alle privatwirtschaftlich als unabhängige Betriebe von einer Apothekerin oder einem Apotheker geführt werden. Durch die stetige Zunahme der Zahl der Apotheken wird die Arzneimittelversorgung der Österreicherinnen und Österreich ständig


Österreichs Gemeinden brauchen zuverlässige Partner. Damals wie heute. f der Besuchen Sie uns au en. Kommunalmesse in Wi

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Der U-Bahn-Ausbau bringt viel Arbeit mit sich. Und das ist gut so.

Durch den Ausbau des U-Bahn-Netzes in Wien werden langfristig nicht nur 1.200 Arbeitsplätze gesichert, sondern auch viele neue Stellen geschaffen. Damit leisten die Wiener Linien einen wertvollen Beitrag für das Wohl und die Zukunft der Stadt. www.wienerlinien.at

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UNVERZICHTBAR

FOTO /  shutterstock.com

BRANDSCHUTZ BEI BAUPROJEKTEN Kommunal hat Alfred Pölzl, Fachexperte für Brandschutzmanagement der ÖQA, zu Brandursachen, mangelndem Risikobewusstsein und wirkungsvollen Brandschutzmaßnahmen, die teilweise bereits im Zuge von Neu- und Umbauten getroffen werden können, befragt. KOMMUNAL: Wie häufig treten Brände auf und welche Auswirkungen haben diese? ALFRED PÖLZL: In Österreich brennt es jährlich rund 25.000 Mal. Dadurch entsteht ein Gesamtschaden von 260 Millionen Euro pro Jahr. Die Auswirkungen von Bränden sind verheerend. Innerhalb von 30 Minuten kann ein Brand die gesamte Geschäftsgrundlage eines Unternehmens zerstören. Die Hälfte aller von einem Großbrand betroffenen Unternehmen schafft es nicht mehr zurück auf den Markt. Ganze Existenzen werden mangels effektiver Brandschutzmaßnahmen zerstört. Im schlimmsten Fall kostet ein Brand auch Menschenleben. Aber nur rund zehn Prozent der Unternehmen weisen ein effektives Brandschutzmanagement auf. Was sind die häufigsten Ursachen für Brände? Technisch gesehen liegen die Ursachen am häufigsten im Bereich der Elektrotechnik, bei Leitungen und bei Betriebsmitteln. Rund 95 Prozent der Brände werden durch menschliches Fehlverhalten ausgelöst. Sei es durch fehlendes Wissen oder Können und vor allem Fahrlässigkeit. Die Missachtung von Sicherheitsbestimmungen, Unkenntnis von anerkannten Regeln der Technik und fehlende oder fehlerhafte Schnittstellenspezifikationen sind dabei am verbreitetsten. Fehlverhalten beginnt nicht erst kurz vor der Brandentstehung, sondern bereits in den ersten Planungsphasen eines Bauprojektes, indem wichtige Überlegungen zum Brandschutz unterlassen werden.

Rund 95 Prozent der Brände werden durch menschliches Fehlverhalten ausgelöst.“ Alfred Pölzl

Wer ist bei einem Bauvorhaben für den Brandschutz zuständig? Eine Vielzahl an Personen und Unternehmen sind bei einem Bauvorhaben abzustimmen. Die Kommunikation ist von einer unterschiedlichen Auffassung zur Wichtigkeit von Brandschutz, Zielen und Aufgaben geprägt. Der Architekt ist der Herr der Planung. Für einen effektiven Brandschutz fungiert aber idealerweise ein Brandschutzplaner, bei dem alle Fäden hinsichtlich des Brandschutzes zusammenlaufen. Wird das Thema Brandschutz in der Planungsphase nicht angegangen, kann es zum Stillstand von Bauvorhaben kommen, wie beim Stopp des Projekts Stuttgart 21 aufgrund von Brandschutzproblemen. Wann sollte ein Brandschutzplaner zu einem Bauprojekt hinzugezogen werden? Der Brandschutzplaner sollte so früh wie möglich involviert werden. Bereits zu Beginn der Planung kann Rücksicht auf sämtliche brandschutztechnische Maßnahmen und auf kleinere Brandabschnitte genommen werden. Dadurch erspart man sich kostenintensive Nachrüstungen, wie beispielsweise eine Brandmelde- oder Sprinkleranlage. Bei der architektonischen Gestaltung sowie bei allfälligen späteren Umbauten bzw. Adaptierungen ist man flexibler. Der Brandschutz wird später nicht als störend wahrgenommen. Wichtig ist dies besonders bei offenen Stiegenhäusern, der Festlegung von Brandabschnitten sowie einer allfälligen BrandKOMMUNAL 10A/2015 // 39


Alfred Pölzl über die Nachteile nachträglicher Brandschutzplanung

meldeanlage. Da die brandschutztechnische Planung bereits im Brandschutzkonzept enthalten und budgetiert wird, fallen für eine Planung im Vorfeld keine weiteren Kosten an. Im Gegenteil, eine frühzeitige Planung ermöglicht ein kostengünstigeres Bauen. Welche Nachteile ergeben sich durch eine spätere Planung? Erfolgt die Brandschutzplanung erst im Nachhinein, muss man sich an die baulichen Gegebenheiten anpassen. Zu große Brandabschnitte führen dazu, dass die Installation einer Sprinkleranlage unumgänglich wird. Dies ist in der Anschaffung, Wartung und aufgrund der geringen Erneuerungsabstände aufwändig und teuer. Nachträglich ergriffene Brandschutzmaßnahmen sind um den Faktor 1000 höher zu beziffern als im Vorfeld geplante. Profitieren auch Professionisten durch eine frühzeitige Planung? Ja, auch für Handwerker, vor allem für Installationen und Haustechnik beauftragte Unternehmen, ergeben sich durch eine Planung im Vorfeld Vorteile. Beispielsweise können Öffnungen in Brandwänden vorgesehen werden, um eine höhere Anzahl an Kabeln und Leitungen durchzuführen. Werden die Öffnungen nur in Standardgröße ausgeführt, kann es mitunter zu einer zu hohen Belegungsdichte führen. Dann müssen teure Speziallösungen eingesetzt werden, um normgerecht Leitungen durch Brandwände zu führen. Warum sind Installationen brandschutztechnisch besonders zu beachten? Eine Brandwand soll Brände so klein wie möglich halten. Jede Wanddurchführung ist brand40 // KOMMUNAL  10A/2015

ZUR PERSON Ing. Dr. Alfred Pölzl, MSc, ist Fachexperte für Brandschutzmanagement der Österreichischen Arbeitsgemeinschaft zur Förderung der Qualität (ÖQA) und Autor des Buches „Brandschutzmanagement – Neue Wege im betrieblichen Brandschutz“. Die ÖQA Zertifizierungs-GmbH ist die einzige Stelle Österreichs, die zur Vergabe und Prüfung des Austria Gütezeichens „Brandschutzmanagement“ berechtigt ist.

Wozu dient ein Brandschutzmanagementsystem? Ein Brandschutzmanagementsystem schützt vor dem wirtschaftlichen Knock-out und Personenschäden. Es ist hilfreich gegen Haftungsansprüchen Dritter und liefert nach einem Ernstfall bei einer gerichtlichen Verteidigung Beweise zur Haftungsminderung. Mit einem Brandschutzgütezeichen zeigt ein Unternehmen, dass der Sicherheitsanspruch über das gesetzliche Mindestmaß hinausgeht. Die im Zertifizierungsprozess eingeführten Steuerungstools und Best Practices helfen dem Unternehmen, ein effektives Brandschutzmanagementsystem aufzusetzen, die Betriebs- und Baukosten zu senken und die Wettbewerbsfähigkeit und Rentabilität zu steigern. Gütezeichen können mit den Sternen bei Hotels verglichen werden. Bei einem 4-Sterne-Hotel weiß man, was einen erwartet. Gleiches gilt für Betriebe mit Gütezeichen. Angenommen, ein Kindergarten besitzt das BrandschutzGütezeichen. Wenn die eigenen Kinder in diesen Kindergarten gehen, fühlt man sich dann nicht sicherer? Wer ist im Unternehmen für den Brandschutz verantwortlich? Zur Gewährleistung der Sicherheit und eines effektiven Brandschutzes ist die oberste Ebene gefragt. Der Brandschutz muss einen hohen Stellenwert einnehmen, im Leitbild verankert und aktiv wahrgenommen werden. Ein Großbrand ist immer ein Versagen des Managements. Zudem ist der Wissenstransfer zwischen Abteilungen unerlässlich, damit Brandschutzmaßnahmen nicht nur Insellösungen bleiben.

FOTO / Vorname Nachname / Bildagentur

NACHTRÄGLICH ERGRIFFENE BRANDSCHUTZMASSNAHMEN SIND UM DEN FAKTOR 1000 HÖHER ZU BEZIFFERN ALS IM VORFELD GEPLANTE.“

schutztechnisch zu behandeln. Abschottungen sind unbedingt erforderlich. Durch unsachgemäße Installationen kann das Feuer durch Installationskanäle Brandwände überbrücken. Kabel können bei schlechter Installation als Zündschnur wirken und so den Brand von einem Brandabschnitt auf einen anderen übertragen. Nicht nur der Brandschaden bis zum Totalausfall erhöht sich, sondern auch versicherungstechnisch ergeben sich Schwierigkeiten. Ein Übergreifen auf einen weiteren Brandabschnitt ist nicht gedeckt, da der Brand bei einem umfassenden Brandschutzsystem schlichtweg nicht übergreifen darf. Der Versicherer kann aus der Leistung aussteigen.


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CHRISTOPH LEITL IM INTERVIEW

„GEMEINDEN SIND WICHTIGE IMPULSGEBER“ Jede KOMMUNALMESSE ist immer auch eine Leistungsschau der Wirtschaft. Wirtschaftskammer-Boss Christoph Leitl über die Rolle von Wirtschaft & Gemeinden. Welche Bedeutung hat die KOMMUNALMESSE für Österreichs Wirtschaft? Die Kommunalmesse ist Treffpunkt und Plattform für Gemeinden und Wirtschaft. Fachmessen wie diese geben unseren Betrieben die Gelegenheit, ihre Leistungen und Angebote vor kompetentem Publikum zu präsentieren. Wie wichtig sind die Gemeinden insbesondere für die regionale Wirtschaft? Die Gemeinden sind in wirtschaftlicher Hinsicht wichtige Impulsgeber vor allem für die örtliche Wirtschaft. In der Hand der Gemeinden liegt die Entscheidung über die Mehrheit aller öffentlichen Investitionen. Daher ist eine Kooperation zwischen den ortsansässigen Betrieben und Kommunen unerlässlich. Dafür ist die Beibehaltung der erhöhten Schwellenwerte, welche eine Direktvergabe bis 100.000 Euro ermöglichen, sehr wichtig. Insgesamt gilt: Bei Aufträgen und den damit verbundenen Beschäftigungseffekten kommt den Gemeinden große Verantwortung zu. Die Gemeinden sind die einzige Gebietskörperschaft, die trotz Einsparungen Schulden abgebaut hat. Die Schuldenstände von Bund und Ländern hingegen haben sich erhöht. Ihre Stellungnahme zum Finanzmanagement der öffentlichen Hand? In den letzten Jahren hat es bei den öffentlichen Finanzen durchaus Schritte in die richtige Rich-

Es müsste eine bessere Zusammenführung der Aufgaben-, Ausgabenund Einnahmenverantwortung auf jeder Ebene des Staates erreicht werden.“ Christoph Leitl, Präsident der WKO, zu einer möglichen Reform des Finanzausgleichs

tung gegeben, jedoch immer wieder mit Unsicherheiten behaftet. Die Konsolidierungspakete des Bundes und die Adaptierung des Österreichischen Stabilitätspaktes 2012 haben Wirkung gezeigt. Der Preis dafür ist aber die gestiegene Steuer- und Abgabenlast durch einnahmeseitige Maßnahmen, welche sich ungünstig auf den Wirtschaftsstandort Österreich auswirken. Zudem trägt die Wirtschaft den Großteil der Gegenfinanzierung der kommenden Steuerreform. Schauen wir auf die andere Seite: Die ausgabenseitigen Maßnahmen lassen leider ein gesamtheitliches Konzept vermissen. Sie beschränken sich auf punktuelle Verbesserungen. Aus meiner Sicht ist daher etwa eine umfassende Staats- und Verwaltungsreform unumgänglich. Die bereits gestarteten Finanzausgleichsverhandlungen können dafür eine optimale Voraussetzung bieten, die es zu nutzen gilt. Wermutstropfen bei der Geschichte ist, dass es aufgrund des Spardrucks einen gewissen Investitionsrückstau gibt. Sehen Sie die Rolle der Gemeinden als größter öffentlicher Investor durch „zu viel Sparen“ gefährdet? ... Die Gemeinden können sich selber zusätzliche Spielräume für Investitionen schaffen, etwa mit einer verbesserten regionalen Standortpolitik und verstärkten Gemeindekooperationen in der Daseinsvorsorge, die zusätzliche steuerliche Einnahmen bringt. .... Regionale Standortpolitikstrategien in Zusammenarbeit mit der regional ansässigen KOMMUNAL 10A/2015 // 43


Wirtschaft sind daher sinnvoll. Die gerade anlaufenden Finanzausgleichsverhandlungen bieten den Gemeinden auch Chancen auf mehr Investitionsspielraum. Hier besteht die Möglichkeit, die Mittelverteilung zwischen den Gebietskörperschaften durch eine grundlegende Reform des Finanzausgleichs effizienter zu gestalten und die so eingesparten finanziellen Mittel für zusätzliche Investitionen zu nutzen. Aus meiner Sicht muss eine bessere Zusammenführung der Aufgaben-, Ausgaben- und Einnahmenverantwortung auf jeder Ebene des Staates erreicht werden. Welche Maßnahmen sollte eine Gemeinde ergreifen, um sich als Investitionsstandort optimal zu positionieren? Klein- und Mittelbetriebe sind das Rückgrat unserer Wirtschaft. Ohne KMU gibt es auch kein funktionierendes Leben in der Region und in den Gemeinden. Daher muss alles darangesetzt werden, für die heimischen Arbeitgeber ein wirtschaftsfreundliches Umfeld zu schaffen. Dazu zählen Strukturreformen und Bürokratieabbau und auf der anderen Seite Infrastrukturausbau und geeignete Industrie- und Gewerbestandorte. Was halten Sie von der geplanten Registrierkassenpflicht?

Interview redaktionell gekürzt.Den Volltext finden Sie auf kommunal.at oder unter folgendem QR-Code:

ZUR PERSON Christoph Leitl ist Unternehmer und Politiker. Seit 2002 ist er Präsident der Wirtschaftskammer Österreich

Grundsätzlich stört mich der dadurch in den Raum gestellte Generalverdacht gegenüber den Unternehmen. Berechtigte Forderungen der WKÖ wie eine höhere Umsatzgrenze für die Registrierkassenpflicht sowie die Beibehaltung der „KaltenHände-Regelung“ ohne Umsatzgrenze wurden leider nicht berücksichtigt. ... Immer öfter hört man, dass auch aus Gründen der Wirtschaftlichkeit Unternehmensstandorte in urbane Gebiete verlegt werden. Fürchten Sie nicht, dass „aus Gründen der Wirtschaftlichkeit“ der ländliche Raum immer mehr zurück gedrängt wird? Damit dies nicht passiert, braucht es ein aktives Entgegenwirken der Politik, damit ein unternehmer- und wirtschaftsfreundliches Klima im ländlichen Raum aufgebaut und erhalten wird. Dazu braucht es klare Statements wie Infrastrukturausbau, Stichwort Breitbandoffensive. Dazu braucht es genügend hochqualifizierte Mitarbeiter und eine gute Erreichbarkeit. Ich glaube aber, kein Unternehmer siedelt gern aus seiner Heimatregion ab, wenn es die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht zwingend erfordern. Finanzminister Schelling hat im Interview mit KOMMUNAL bekräftigt, dass die Umsatzsteuer-

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44 // KOMMUNAL  10A/2015


Damit der ländliche Raum nicht zurückgedrängt wird, brauchen wir ein aktives Entgegenwirken der Politik.“ Christoph Leitl zu der immer stärker werdenden „Urbanisierung“ Österreichs

pflicht bei Gemeindekooperationen „enorm hinderlich für Kooperationen ist“ und würde sogar ein „Verfahren riskieren, weil dann Bewegung in die Sache kommt“. Ihre Meinung zu diesem Thema? In erster Linie ist das ein europarechtliches Problem. Ich sehe es auch als problematisch, wenn sinnvolle Kooperationen behindert werden. Natürlich soll es durch eine Nichtbesteuerung aber auch zu keinen Wettbewerbsverzerrungen gegenüber den Unternehmen kommen. Letzte Frage: Wenn Sie für den österreichischen Staat eine Aufgaben- und Kompetenzreform durchführen müssten, wie würde die aussehen? Welche Aufgaben mit welchen Kompetenzen würden Sie beim Bund sehen, welche bei den Ländern und welche bei den Gemeinden? Die derzeitige Aufgabenverteilung zwischen Bund und Ländern ist gekennzeichnet durch Kompetenzzersplitterungen, Teilzuständigkeiten von Bund und Ländern und einer Vielfalt von Rechtsquellen – diese Unübersichtlichkeiten sollten beseitigt werden. Die europäische Ebene kommt da mitunter noch verschärfend dazu, weil europäische Politikansätze oft umfassende Lösungen bieten wollen. ... Ohne einer umfassenden Neuordnung der Gesetzgebungskompetenzen vorzugreifen: Wir brauchen vordringlich einmal dort Vereinfachungen, wo es besonders dringend ist. Nehmen Sie zum Beispiel die Baubranche: Im Baurecht und Bautechnikrecht ist die gegenwärtige Situation mit neun zum Teil ganz unterschiedlichen Bauordnungen wettbewerbsfeindlich und kostentreibend. ... Wir fordern daher eine Bundeskompetenz für die Gesetzgebung und Vollziehung insbesondere in den Bereichen anlagenbezogenes Baurecht, Bautechnikrecht sowie Baustoffzulassung. Außerdem sollten Fragen des Umweltschutzes, insbesondere Umweltverträglichkeitsprüfungen, Abfallwirtschaft und Lärmschutz, sowie das Energiewesen als Bundeskompetenz geregelt werden. Soweit es um regionalspezifische Besonderheiten geht, sollte aber weiterhin die Landeskompetenz bestehen. KOMMUNAL 10A/2015 // 45


Die Innsbrucker Bürgermeister-Legende Alois Lugger (links) war der erste „Mr. Europa“ des Gemeindebundes.

Der Steirer Josef Krainer führte den Gemeindebund vor 1947 mit ...

46 // KOMMUNAL  10A/2015

... dem Tioler Franz Kröll. ...

Florian Födermayr (OÖ), 1. Gemeindebund-Präsident von 1948 – 1957.

... und dem Niederösterreicher Johann Waltner

Ernst Grundemann-Falkenberg (OÖ), 2. Gemeindebund-Präsident von 1957 – 1971.

Ferdinand Reiter (NÖ), 3. Gemeindebund-Präsident von 1971 – 1987.

Ernst Brosig, Schöpfer der ersten modernen Gemeindeordnung und die niederösterreichische Kommunallegende Franz Laferl.


DER ÖSTERREICHISCHE GEMEINDEBUND 1947 – 2015

DIE GEMEINDEN HABEN EIN NEUES WERK BEGONNEN Mit dem Zitat „Die Gemeinden haben mit dem Werk begonnen“ meinte Karl Renner im April 1945 den Wiederaufbau des zerstörten Österreichs. Heute stehen die Gemeinden vor neuen Aufgaben.

E

TEXT / Hans Braun

Franz Romeder (NÖ), 4. Gemeindebund-Präsident von 1987 –1999

s liegt heute an den Gemeinden, den ländlichen Raum am Leben zu erhalten, ja mehr noch, ihn lebenswert zu erhalten. Dabei erhalten sie zwar oft Hilfe, aber genauso oft sind es Steine, die ihnen in den Weg gelegt werden. Immer neue Aufgaben, immer mehr Belastungen werden ihnen zugeschoben. Der Ruf nach einer Aufgabenreform – natürlich mit den für die Aufgaben erforderlichen Mitteln – verhallt ungehört. Der 62. Österreichische Gemeindetag ist eine Gelegenheit, nicht nur einen Blick in die Vergangenheit zu werfen, auch und besonders die Herausforderungen der Zukunft sollte ins Bewusstsein gerückt werden. Der offizielle Gründungstag des Gemeindebundes ist der 16. November 1947. An diesem Tag wurde im Palais Todesco in der Wiener Kärntner Straße der überparteiliche „Österreichische Landgemeindenbund“ konstituiert, dieser etwas sperrige Namen wurde bereits wenige Monate später in „Österreichischer Gemeindebund“ geändert. Motor war ein weitsichtiger Oberösterreicher: Der Landwirt Florian Födermayr, auf dessen Initiative 1936 der Oberösterreichische Landgemeindenbund gegründet wurde und der Kontakte in Richtung auf eine österreichweite Vertretung der Landgemeinden knüpfte. Der „Anschluss“ im März 1938 setzte diesen Bemühungen aber ein vorläufiges Ende. Nach dem Zu-

sammenbruch des Nazi-Regimes und dem Ende des Weltkrieges nahm Födermayr den Kampf wieder auf. Bestärkt wurde er vor allem durch die Verhandlungen über den neuen Finanzausgleich, in denen die kleineren und mittleren Gemeinden keine Stimme hatten. 1946 zeichnete sich die Einführung des abgestuften Bevölkerungsschlüssels ab, die ungerechte Benachteiligung der kleinen und mittleren Gemeinden. Gleichzeitig mit dem Aufbau des Gemeindebundes erfolgte jener der Landesverbände. Zum Zeitpunkt der Gemeindebund-Gründung im November 1947 gab es bereits in drei Bundesländern, nämlich in Oberösterreich, Salzburg und Tirol, überparteiliche Landesorganisationen. Und wenige Wochen zuvor hatten sich in Niederösterreich Gemeindevertreterverbände der ÖVP und der SPÖ konstituiert. Später sollte auch das Burgenland diesen Weg gehen, während in den anderen drei Ländern ebenfalls ein gemeinsamer Verband gegründet wurde. Geführt wurde der neugegründete Gemeindebund in den ersten Monaten von einem Aktionskomitee und ab März 1948 von einem provisorischen Vorstand. An dessen Spitze stand ein dynamischer Steirer, der bald zu einem der herausragendsten Landespolitiker der Zweiten Republik aufsteigen sollte: Josef Krainer sen., zu dieser Zeit Landesrat und Bürgermeister der kleinen Gemeinde Gasselsdorf im Bezirk Deutschlandsberg. Am 2. und 3. Oktober 1948 war Salzburg KOMMUNAL 10A/2015 // 47


(2)

In den Jahren nach dem Krieg wurden aus Feinden (1) während des Wiederaufbaus Besatzer (2) und aus Besatzern Freunde (3). Fremde Soldaten gehörten zu den ersten Menschen, die Ehrungen des neuen Östereichs erhielten(4).

Schauplatz des 1. Österreichischen Gemeindetages und der konstituierenden Generalversammlung des Gemeindebundes. Deren wichtigster Tagesordnungspunkt war die Wahl des Vorstandes. Zum Obmann – später Präsident – wurde Florian Födermayr gewählt. Er war damit der erste von bisher insgesamt fünf Präsidenten des Österreichischen Gemeindebundes. Es waren dies Florian Födermayr (Oktober 1948 bis Dezember 1957), Ernst GrundemannFalkenberg (Dezember 1957 bis Jänner 1971), Ferdinand Reiter (Jänner 1971 bis Februar 1987), Franz Romeder (Februar 1987 bis Februar 1999) und seit Februar 1999 Helmut Mödlhammer. Ende der 40er-Jahre war der Aufbau des Gemeindebundes und seiner Landesverbände praktisch abgeschlossen, nur mehr eine verschwindend kleine Minorität von Gemeinden stand abseits. Und es war sicher ein großer Erfolg, als im Mai 1954 ein Runderlass des Bundekanzleramtes verfügte, „dem Österreichischen Gemeindebund und dem Österreichischen Städtebund von wichtigen Gesetzesentwürfen und Verordnungen, die das Interesse der Gemeinden berühren, Kenntnis zu geben und ihnen so die Möglichkeit zu eröffnen, neben den Ämtern der Landesregierungen ....die Interessen der Gemeinden zur Geltung zu bringen.“ Von einer echten, gesetzlich verankerten Interessenvertretung war man allerdings immer noch weit entfernt. Der lange Weg zur heutigen Position der österreichischen Kommunen, um die den Gemeindebund heute viele in Europa beneiden, war von weiteren „Meilensteinen“ geprägt, die hier nur auszugsweise Platz haben. 48 // KOMMUNAL  10A/2015

(1)

Damals machte in Ost-Österreich der Spruch die Runde: „Von welcher Partei?“ „Derzeit Kommunist“. Erinnerungen an die besonderen Bedingungen der Besatzungszeit in der sowjetischen Zone.

QUELLE: Herbert Waldhauser, „Chronik eines Erfolgs“, Wien, 1997

(3)

(4)

Dem Gemeindebund kam in diesen Anfangsjahren vor allem seine große europäische Tradition zugute. Österreichs Gemeinden waren Vorkämpfer der Europaidee, bereits in den 50erJahren gehörte der Gemeindebund zu den Gründungsmitgliedern des „Rates der Gemeinden Europas“, des späteren „Rates der Gemeinden und Regionen Europas“, sowie der „Konferenz der Gemeinden und Regionen“ beim Europarat. „Motor“ war dabei vor allem der geschäftsführende Bundesobmann Alois Lugger, der zum „Mr.Europa“ des Gemeindebundes avancierte. Auch die Idee, durch die Verschwisterung von Gemeinden über Grenzen hinweg die Menschen einander näher zu bringen, fiel in Österreich auf fruchtbaren Boden und wurde vom Gemeindebund kräftig gefördert Am 12. Juli 1962 beschloss der Nationalrat die Gemeindegesetznovelle 1962, mit der die kommunale Selbstverwaltung in der Verfassung verankert wurde, und die es den Gemeinden ermöglichte, ihr Eigenleben zu intensivieren. Es war der entscheidende Schritt von der Verwaltungs- zur Gestaltungsgemeinde. Gestalten statt nur Verwalten – das bedeutete für die Gemeinden natürlich auch neue Herausforderungen und Aufgaben, wie etwa die örtliche Raumplanung, Ortsbildgestaltung und Umweltschutz. Viele Jahre dauerte der Kampf um die Verankerung von Gemeinde- und Städtebund als gesetzliche Interessenvertretungen. Widerstand kam von einigen Bundesländern, aber auch von namhaften Verfassungsrechtlern, die den Vereinscharakter der kommunalen Verbände ins Treffen führten. Dennoch schlug am 29. November 1988 eine „Sternstunde“: Der Nationalrat


Britanniens Queen Elizabeth (die spätere „Queen Mum“) besuchte 1951 Kärnten (5), das offizielle Österreich feiert die Freiheit mit einem beinahe „illegalen“ Feuerwerk am Heldenplatz (6), der Europa-Gemeindetag 1975 rückt Österreich noch mehr in die Mitte des Kontinents (7) und schließlich ist unter tatkräftiger Mithilfe der Gemeinden wieder eine Etappe erreicht: Österreich tritt der Europäischen Union bei (8).

(5)

(6)

(7)

(8)

FOTOS // Gemeindebund / Land Niederösterreich / Nicolaus Drimmel

beschloss eine Novelle zur Bundesverfassung mit dem entscheidenden Passus im Artikel 115: „Der Österreichische Gemeindebund und der Österreichische Städtebund sind berufen, die Interessen der Gemeinden zu vertreten.“ Damit hatten Österreichs Gemeinden und ihre Interessenvertretung eine rechtliche Stellung erkämpft, die europa- und weltweit als einzigartig und vorbildlich angesehen wurde und wird. Am 10.Dezember 1996 unterzeichneten Bundesregierung, Länder und kommunale Interessenvertreter den Vertrag über die Einrichtung des Konsultationsmechanismus. Er soll verhindern, dass eine Gebietskörperschaft einer anderen durch legistische Maßnahmen gegen deren Willen zusätzliche Kosten aufbürdet. Unabhängig vom europäischen Aspekt hatten die Gemeinden aufgrund vieler leidvoller Erfahrungen mit dem „grauen Finanzausgleich“ schon lange ein solches Instrument gefordert. „Chronik eines Erfolges“ lautete 1997 der Titel der Festschrift zum 50-jährigen Bestehen des Gemeindebundes. Der Titel passt immer noch. Geschlossenheit über parteipolitisches Denken und regionale Interessengegensätze hinweg, Engagement, Zähigkeit und Innovationsbereitschaft haben Fortschritte ermöglicht, von denen die Pioniere vor sechs Jahrzehnten nicht einmal zu träumen gewagt hätten. Unverändert geblieben aber ist der Grundsatz: Arbeit für die Gemeinden, für die bürgernächste Gebietskörperschaft, das ist Arbeit für alle Österreicherinnen und Österreicher. Jeder Staatsbürger ist zunächst einmal Gemeindebürger. Und ohne starke und selbstbewusste Gemeinden kann es auch keine starken

Alle hatten Tränen in den Augen – und wir schämten uns der Tränen nicht.“ Martin Purtscher, Landeshauptmann von Vorarlberg von 1987 bis 1997 und Mitglied der österreichischen Delegation bei den Beitrittsverhandlungen 2004, erinnert sich an die legendäre Dankesrede von Außenminister Alois Mock an den griechischen Außenminister Theodorus Pangelos beim Treffen auf Korfu.

Bundesländer und keine starke Republik geben. Die Gemeinden haben eine neue Aufgabe begonnen: Ein Blick in die Geschichte ist immer auch ein Blick zurück auf die eigenen Leistungen. Und diesen Blick können die Gemeinden voll Stolz machen, denn was sie in den vergangenen 68 Jahren erreicht und bewältigt haben, macht ihnen so schnell niemand nach.Ruft man sich die Bedingungen ins Gedächtnis, so scheinen diese Leistungen noch bedeutender. Allein deswegen können die Gemeinden erhobenen Hauptes in die Finanzausgleichsverhandlungen 2015 gehen, sie müssen sich nicht verstecken, sie haben bewiesen, was sie wert sind und wozu sie in der Lage sind. Der Bund und die Länder wissen auch um die Bedeutung der Gemeinden und die Bedeutung der Aufgaben, die die Gemeinden heute übernommen haben. Der Themenkreis „ländlicher Raum“ ist einer der komplexesten und sensibelsten überhaupt. Der „ländliche Raum“ wird sich verändern und die Gemeinden haben sich an die neuen Zeiten angepasst. Was man nicht von allen sagen kann. Es ist auch für den Bund und die Länder hoch an der Zeit, sich zu bewegen. Die Verhandlungen zum Finanzausgleich 2015 sind die beste Gelegenheit dazu.

HANS BRAUN IST CHEFREDAKTEUR VON KOMMUNAL hans.braun@kommunal.at KOMMUNAL 10A/2015 // 49


MEINUNG

KOMMENTAR

ASYLPOLITIK IN DER SACKGASSE Das Asylthema beherrscht die aktuelle politische Debatte in Österreich und in vielen anderen Ländern Europas.

E

s mag zutreffen, dass mit dem enormen Anstieg der Asylwerber niemand gerechnet hat. Dass gerade Österreich, Deutschland und Schweden bevorzugte Zielländer sind, liegt aber wohl nicht allein an der landschaftlichen Schönheit, sondern auch an den Rahmenbedingungen. Solange keine effektive Umsetzung des DublinAbkommens erfolgt und keine faire Aufteilung der Flüchtlinge auf ganz Europa gelingt, besteht die Notwendigkeit 1. die Asylverfahren rasch abzuwickeln, 2. eine klare Unterscheidung zwischen Wirtschafts- und Kriegsflüchtlingen zu treffen und 3. für eine menschenwürdige Unterbringung der Asylwerber zu sorgen. Anerkannte Flüchtlinge müssen in der Folge integriert werden. Für die Gemeinden ergeben sich dabei viele Aufgaben: Unterbringungsplätze und Wohnungen müssen bereitgestellt werden, genauso wie in der Folge Kindergarten- und Schulplätze. Der Zugang und die Integration in den Arbeitsmarkt muss im nächsten Schritt erfolgen. Dass dies in kleineren Einheiten besser gelingen kann als in großen, wurde schon mehrfach dargelegt. Nur so kann die unbedingt erforderliche Akzeptanz in der Bevölkerung erzielt werden. Der Richtwert von 1,5 Prozent der Bevölkerung erscheint akzeptabel. Woran scheitert aber die Unterbringung in kleineren Gemeinden? Und ist der ungeheuerliche Vorwurf der Sabotage durch die Gemeinden gerechtfertigt? Mitnichten. Auf der einen Seite verfügen die Gemeinden nicht über eine große Anzahl leerstehender geeigneter Gebäude. Hier gilt es Privatquartiere zu finden. Diese werden auch entsprechend angeboten. Allerdings verfügen 50 // KOMMUNAL  10A/2015

Das Bundesverfassungsgesetz mit einem Durchgriffsrecht für den Bund mag zwar den Druck erhöhen, wird aber keine Lösung bringen.“

sie nicht über die rechtlichen Voraussetzungen die an derartige Quartiere gestellt werden. Nicht nur die raumordnungsrechtlichen und baurechtlichen Bestimmungen, sondern auch die Bautechnik, das Gewerberecht etc. sind vielfach Hinderungsgründe. Daneben sind die vorgegebenen Mindeststandards betreffend die Unterbringung in der Grundversorgung in Österreich nicht nur nicht bundeseinheitlich, sondern vielfach überschießend. Werden Quartiere von der öffentlichen Hand adaptiert, instandgesetzt oder überhaupt neu errichtet, so kommt zusätzlich das Vergaberecht ins Spiel. Die rechtlichen Rahmenbedingungen, mit denen sich übrigens die Wirtschaft und die Bürger laufend herumschlagen müssen, sind nicht geeignet, diese Krisen oder Notsituationen zu bewältigen. Nicht anders kann man allerdings die Situation bezeichnen. Allein im August sind über 26.000 Flüchtlinge und damit fast doppelt so viele wie im Juli nach Serbien gekommen. Sie sind auf dem Weg in die EU. Argumente, wonach bei nichtadäquaten Unterbringungsplätzen eine Haftung im Raum steht, sind nicht zielführend. Wer haftet für die obdachlosen Flüchtlinge im Erstaufnahmezentrum Traiskirchen? Das Bundesverfassungsgesetz mit einem Durchgriffsrecht für den Bund mag zwar den Druck erhöhen, wird aber keine Lösung bringen. Nur wenn die europäischen Aufgaben gelöst und die nationalen rechtlichen Rahmenbedingungen angepasst werden, werden auch die Gemeinden gemeinsam mit der Bevölkerung ihren Beitrag leisten können.

HOFRAT DR. WALTER LEISS ist Generalsekretär des Österreichischen Gemeindebundes. walter.leiss@gemeindebund.gv.at


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D

iese Sonderausgabe von Der parallel stattfindende KOMMUNAL steht ganz Österreichische Gemeindetag im Zeichen der Komsteht unter dem Motto „Gemunalmesse 2015 in Wien. Die sunde Gemeinde, lebenswerte zentralen Standardfaktoren, Zukunft“ und widmet sich wie etwa Infrastruktur und den notwendigen InvestitioTechnologie, Servicequalinen, ebenfalls unter Berücktät und Bürgernähe sowie sichtigung der teils prekären Gesundheit Finanzsituation. sind dabei die Dabei sind für die Richtschnur Kommunen in der erstmals als Kooperation mit Die KOMMUNALihren Partnern Zukunftsforum kluge InvestitioGemeinden ausgelegten nen notwendig, sind offen für Messe. um zukunftsfähige innovative Arbeits- und LeIn drei Foren Veranstaltungs- bensbedingungen geht es darum, zu ermöglichen. formen.“ gemeinsam mit Interkommunale Praxisexperten Zusammenarbeit wichtige Zudient dabei der kunftsfragen unAusgabenoptimieserer Gemeinden zu erläutern. rung und ergänzt privatwirtDie Veranstaltung findet vor schaftlich bedeutsame Bereiche den teils widersprüchlichen des Outsourcings. Hintergründen politischer Machbarkeit, vor allem aber Der demografische Wandel auch finanzieller Leistbarkeit steht dabei ebenso im Zentrum statt. wie die Herausforderungen des modernen Arbeitslebens. In den als Open Spaces Unbestritten bleibt jedenfalls, konzipierten Vorträgen sollen dass unsere Gemeinden als den anstehenden Problemen Zukunftsforen clever agieren moderne Lösungskonzepte müssen. Dies besonders, um gegenübergestellt werden. weiterhin ihre zentralen AufMehr als drei Viertel der komgaben bei der Gestaltung des munalen Stakeholder stimmen kommunalen Lebensraumes, diesbezüglich in einer aktuelaber auch als regionaler Imlen Pitters KOMMUNALTrendpuls- und Arbeitgeber erfüllen Erhebung der Aussage zu, dass zu können. die Gemeinden zunehmend offen für innovative Veranstaloffice@pitters.at tungsformen sind. www.pitters.at

52 // KOMMUNAL  10A/2015

Herausforderung für den Finanzausgleich Vor einigen Wochen legte die Österreichische Raumordnungskonferenz (ÖROK) ihre Regionalprognosen zur Bevölkerungsentwicklung bis 2030 vor. Wie die unten stehende bundesländerweise Darstellung dieser Prognose zeigt, wächst die Einwohnerzahl (mit Ausnahme Kärntens) auch weiterhin. Dieses Wachstum wird jedoch fast ausschließlich durch Zuwanderung erreicht und der Trend der Alterung der Bevölkerung hält an. Allen Bundesländern voran wird Wien mit über 17 Prozent bis 2030 wachsen, neben Wien werden nur Tirol und Vorarlberg über dem Österreich-Durchschnitt von 8,3 Prozent liegen. Regional gesehen, werden 34 der aktuell 114 österreichischen Bezirke bis 2030 Einwohner verlieren. In Kärnten sind dies 7 von 10 Bezirken, mit Ausnahme von Klagenfurt, Villach und Klagenfurt Land. Auch 9 von 13 steirischen Bezirken werden Einwohner verlieren, hier führt hauptsächlich der prognostizierte Zuwachs der Stadt Graz von fast 16 Prozent dazu, dass die Steiermark weiterhin wächst. Die prozentuell größten Verlierer sind die Bezirke Leoben, Liezen und Wien Innere Stadt mit einem Minus von rund 8 Prozent. Die größten Gewinner sind Wien Favoriten und Wien Donaustadt mit rund plus 22 Prozent, gefolgt von Wien Simmering und Wien Umgebung mit rund 19 bzw. 17 Prozent. Die höchst unterschiedliche regionale Entwicklung der Einwohnerzahlen ebenso wie die sozio-demografischen Trends führen zu großen Herausforderungen für die Finanzierung kommunaler Aufgaben. Die Gemeinden, die im Gegensatz zu Bund und Ländern in sehr hohem Ausmaß Pflichtaufgaben erbringen, werden künftig noch stärker darauf dringen müssen, dass die Gesetzgeber mehr Kostenbewusstsein an den Tag legen und insgesamt, dass freiwillige Leistungen zurückgefahren werden müssen. BEVÖLKERUNGSENTWICKLUNG 2014 BIS 2030 EW 2014 Bgld. Ktn.

287.416

EW 2030

%

301.381

4,86%

555.881

552.697

-0,57%

1.625.485

1.738.547

6,96%

1.425.422

1.509.598

5,91%

534.270

569.333

6,56%

1.215.246

1.255.091

3,28%

722.038

796.275

10,28%

Sbg. Stmk. Tirol Vbg.

375.282

414.088

10,34%

Wien

1.766.746

2.077.300

17,58%

Österreich

8.507.786

9.214.310

8,30%

QUELLE: ÖROK Regionalprognosen 2015

Die Gemeinden als Zukunftsforen


MEINUNG

KOMMENTAR CHRISTIAN RUPP ÜBER DEN DIGITALEN WANDEL RECHNUNGSHOF UND BMF UNEINIG

Nationalrat soll über VRV 2015 entscheiden Das Tauziehen um das neue Haushaltsrecht für Länder und Gemeinden ist um eine Facette reicher. Nachdem sich der Rechnungshof in den seit Herbst 2013 laufenden Verhandlungen zur neuen Voranschlags- und Rechnungsabschlussverordnung (VRV) nach wie vor wenig kooperativ zeigt, indem er u. a. den Regelungsumfang der VRV exzessiv auslegt und weiterhin darauf beharrt, den 9 Ländern und vor allem den 2100 Gemeinden weitestgehend das umfangreiche Bundeshaushaltsrecht ohne Rücksicht auf die Kosten und Umsetzungsprobleme und Streuungsverluste aufzubürden, soll nunmehr die Legislative über die Verordnung des Finanzministers entscheiden. Finanzminister (dieser kann eine VRV nur im Einvernehmen mit dem RH ändern/ erlassen) und Rechnungshofpräsident haben sich darauf verständigt, dass am 15. September 2015 im Budgetausschuss des Nationalrates eine (Schieds-)Entscheidung fallen soll. Bereits im Rahmen eines Rechtsgutachtens sollte noch vor dem Sommer Klarheit über die Kompetenzfrage (was kann der Finanzminister in der VRV regeln und wo ist die Landesgesetzgebung zuständig) gewonnen werden, doch selbst dieses Gutachten namhafter Verfassungs- bzw. Finanzexperten fiel nicht eindeutig aus und wurde daher auch nicht als Schiedsspruch anerkannt. Ob den Mitgliedern des Budgetausschusses auch noch andere Entscheidungen abverlangt werden, etwa was das Inkrafttreten für die Gemeinden oder die Umsetzung des Gemeindebund-Vorschlags betrifft, ist schwer abzuschätzen. Unabhängig von den (verfassungs)rechtlichen und politischen Bedenken an einer solchen Vorgehensweise wurde von kommunaler Seite an die Mitglieder des Budgetausschusses im Nationalrat appelliert, sich für eine praxisgerechte Lösung auf Gemeindeebene auszusprechen, wie sie der Österreichische Gemeindebund mit seinem Überleitungsmodell vorgeschlagen hat, das nicht nur die Vorteile der alten und der neuen VRV kombiniert, sondern auch die Umstellungsprobleme und –kosten drastisch vermindert, weil die vorhandenen Rechenwerke nicht einfach über Bord geworfen werden.

KONRAD GSCHWANDTNER, BAKK. BA ist Fachreferent in der Abteilung Recht und Internationales des Gemeindebundes konrad.gschwandtner@gemeindebund.gv.at

Breitband ist eine Grundvoraussetzung

D

ie Revolution vollziehe sich schneller, als viele Akteure in Politik und Wirtschaft es wahrhaben wollen!“, war das Antrittsstatement von EUKommissar Oettinger. Die digitale Wirtschaft wächst siebenmal so schnell wie die übrige Wirtschaft, aber ohne europaweite Maßnahmen drohen bis 2020 mehr als 800.000 IKTArbeitsplätze unbesetzt zu bleiben. Die digitale Welt hat unser Leben, Kommunikation, Arbeit und Wirtschaft bereits verändert und ist Realität. Daher hat jeder Bürger das Recht auf elektronische Kommunikation/Zustellung von und mit den Behörden. Die Effizienz verpflichtet ebenso die zwingende elektronischen Kommunikation zwischen den Behörden. Die Digitalisierung ist die Garantie für Wachstum, Beschäftigung, Lebensqualität, Demokratie, attraktiver Wirtschaftsstandort usw. Gleichzeitig müssen wir unsere kritische digitale Infrastruktur schützen und niemanden zurücklassen. Die Digitalisierung werden wir nur gemeinsam schaffen und somit auch die Potenziale heben. Daher haben Staatssekretärin Sonja Steßl und Staatssekretär Harald Mahrer im Auftrag der Bundesregierung die „digitale Roadmap“ gestartet, um einen Fahrplan zu erarbeiten, welche Maßnahmen in den diversen Handlungsfeldern zu setzen sind, um den digitalen Wirtschaftsstandort Österreich zu festigen. Der flächendeckende Breitbandausbau ist eine Grundvoraussetzung, aber eine Industrie 4.0 benötigt auch eine Verwaltung 4.0 sowie eSkills. Das Internet der Dinge (IoT) braucht ganz neue gesetzliche Rahmenbedingungen. Dies hat auch der Bundesrat erkannt und Präsident Kneifel will mit der Initiative Digitaler Wandel und der Plattform „besserentscheiden.at“ herausfinden, was politisch oder rechtlich geändert werden muss, damit wir den digitalen Wandel nutzen können.

christian.rupp@bka.gv.at Christian Rupp, ist Sprecher der Plattform Digitales Österreich im Bundeskanzleramt

KOMMUNAL 10A/2015 // 53


POLITIK & RECHT

GRATISKINDERGARTEN

PFLICHT ODER DOCH KÜR? Nachdem die Art. 15a B-VG-Vereinbarung über das verpflichtende Gratiskindergartenjahr noch in diesem Jahr ausläuft, muss rasch gehandelt werden. Ein zweites verpflichtendes Kindergartenjahr ist dabei vorerst vom Tisch.

TEXT / Bernhard Haubenberger

G

anzjähriger Betrieb, ganztägige Betreuung, höchste Qualitätsstandards, akademisch ausgebildetes Personal, verpflichtender und kostenloser Besuch. Die (An-)Forderungen, die an den Kindergarten von heute gestellt werden, ließen sich noch lange fortsetzen. Der klassische Kindergarten, in dem Kinder für wenige Stunden am Tag schlicht beaufsichtigt wurden, hat längst ausgedient. Heute gilt der Kindergarten als Bildungseinrichtung, Betreuungspläne werden zu Bildungsplänen, aus halbtags wird ganztags, aus einer Einrichtung für Kinder ab drei Jahren wird eine Einrichtung für Kinder von Geburt weg, aus freiwillig wird verpflichtend, aus kostenpflichtig wird beitragsfrei. Viele hundert Millionen Euro wurden und werden investiert. Mit beispiellosem Erfolg kommt das Geld auch tatsächlich an, wofür es bestimmt ist – für den Ausbau des institutionellen Kinderbetreuungsangebots in quantitativer und qualitativer Hinsicht, für die sprachliche Frühförderung, für die Bereitstellung eines kostenlosen Angebots. Alles in allem sind es positive Schritte, die dem Wohl des Kindes dienen, den Eltern Entlastung bringen und zugleich Möglichkeiten eröffnen, Beruf und Familie in Einklang zu bringen. Und doch muss man vorsichtig sein, dass in dieser Geschwindigkeit der Blick für das Wesentliche nicht verloren geht und die Entwicklung nicht die eigentlichen Bedürfnisse und vor allem Möglichkeiten überholt. Denn trotz dieser Initiativen, die in den letzten Jahren gesetzt und auch für die nächsten Jahre fixiert wurden, kommen bereits weitergehende Forderungen, die zwar durchaus ihre Berechtigung haben, jedoch derzeit nicht umsetzbar, weil nicht finanzierbar sind. Im Zuge des erneuten Auslaufens der Art. 15a B-VG-Vereinbarung zwischen dem Bund und

54 // KOMMUNAL  10A/2015

Viele hundert Millionen Euro wurden und werden investiert. Mit beispiellosem Erfolg kommt das Geld auch tatsächlich an, wofür es bestimmt ist ...

Umsetzbar sollte nur sein, was nachhaltig finanzierbar ist.“

den Ländern über die Einführung der halbtägig kostenlosen und verpflichtenden frühen Förderung in institutionellen Kinderbetreuungseinrichtungen werden - dem Regierungsprogramm folgend – bereits Überlegungen angestellt, neben dem letzten Kindergartenjahr auch das vorletzte Kindergartenjahr verpflichtend und kostenlos anzubieten. Zunächst sollen die Eltern jedoch mittels Empfehlungen von der Sinnhaftigkeit des Kindergartenbesuchs ihres vierjährigen Sprösslings überzeugt werden. Darüber hinaus soll der Besuch auch der Vierjährigen kostenlos oder aber zu ermäßigten Tarifen angeboten werden. In Anbetracht dessen, dass die von Seiten des Bundes bislang bereitgestellten Mittel als teilweise Abdeckung der Beitragsausfälle nicht erhöht werden sollen und aus einem Topf nicht mehr geschöpft werden kann als sich darin befindet, sollte der Schritt – gleich ob kostenlos oder zu ermäßigten Tarifen - wohl überlegt sein.


POLITIK & RECHT

SCHULISCHE NACHMITTAGSBETREUUNG

DIE WAHRHEIT IST EINE TOCHTER DER ZEIT

Neben Investitions- und Personalkosten sehen sich Gemeinden zunehmend mit Problemen der Organisation und Administration des Personals für den Freizeitteil konfrontiert.

Ganztägige Schulangebote sind für die Gemeinden in mehrfacher Weise eine Herausforderung.

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or wenigen Jahren hat der Bund die Weichen in Richtung flächendeckenden Ausbau der ganztägigen Schulangebote gestellt. Diese bestehen aus dem Unterrichtsteil, der Lern- und der Freizeit. Es gibt sie in verschränkter Form und in getrennter Abfolge. Wenn die räumlichen Voraussetzungen gegeben sind, dann hat der Schulerhalter ab 15 Anmeldungen eine Tagesbetreuung einzurichten, unter bestimmten Voraussetzungen reichen bereits zwölf Anmeldungen. Was früher als Pilotprojekt ohne Regelung über die Kostentragung begonnen hat, soll nunmehr unter der Finanzierungsverantwortung der Gemeinden österreichweit umgesetzt werden. Zugleich werden die zeitlichen, inhaltlichen und qualitativen Vorgaben angehoben. Ein neues Schuljahr hat begonnen und mit diesem auch zahlreiche Neuerungen. So ist es das erste Jahr, in dem an ganztägigen Schulen verpflichtend eine tägliche Bewegungseinheit anzubieten ist - was nicht im Turnunterricht geschieht, muss im Freizeitteil nachgeholt werden. Erstmals unterliegt auch der Freizeitteil im Rahmen der ganztägigen Schulangebote der Schulaufsicht. Diese wird ein strenges Auge darauf werfen, ob die – nun auch um den Freizeitteil erweiterten – Betreuungspläne eingehalten werden. Das erforderliche Personal für den Freizeitteil ganztägiger Schulangebote müssen Gemeinden bereitstellen. Und diese stehen, abgesehen von der Finanzierbarkeit, zunehmend

vor dem Problem der Administrierbarkeit des erforderlichen Freizeitpersonals. Abhilfe und eine qualitative Aufwertung sollte der neu geschaffene „Freizeitpädagoge“ bringen. Dieser kann jedoch sinnvollerweise nur in städtischen Regionen eingesetzt werden, in ländlichen Regionen lässt sich weder für die getrennte und schon gar nicht für die verschränkte Form der ganztägigen Schulangebote geeignetes und bereitwilliges Personal finden, das für wenige Stunden am Tag bzw. in der Woche Schüler betreut. Neben der fehlenden Auslastung erschweren auch Urlaubszeitenregelung, Ersatzpersonal im Urlaubs- und Krankheitsfall zusätzlich die Personaladministration. Ursächlich hierfür ist unter anderem die Zersplitterung im Personalbereich. Dass an einer Schule bis zu drei Dienstgeber alleine nur für das pädagogische Personal zuständig sind, wird auf anderen Ebenen nur ungern gehört. Bis Einsicht darüber besteht, dass die derzeitige Personalsituation in ganztägigen Schulen weder ökonomisch noch zeitgemäß ist, werden vermutlich noch mehrere Schuljahre vergehen.

MAG. BERNHARD HAUBENBERGER IST FACHREFERENT DER ABTEILUNG RECHT UND INTERNATIONALES BEIM GEMEINDEBUND bernhard.haubenberger@ gemeindebund.gv.at KOMMUNAL 10A/2015 // 55


POLITIK & RECHT

DER KONSULTATIONSMECHANISMUS Die Vereinbarung über einen Konsultationsmechanismus wurde 1998 zur besseren Koordination zwischen den Finanzausgleichspartnern bei der Vorbereitung von Gesetzen und Verordnungen abgeschlossen. Der Inhalt der Vereinbarung: qq Wechselseitige Informationspflichten mit der Gelegenheit zur Stellungnahme über alle rechtsetzenden Maßnahmen. qq Das Recht, innerhalb der Begutachtungsfrist Verhandlungen im Konsultationsgremium der FAGPartner zu verlangen. qq Abgabe einvernehmlicher Empfehlungen des Konsultationsgremiums an den Gesetzgeber über die Kostentragung. qq Regelungen der Kostentragung, insb. automatische Kostenersatzpflichten, wenn die Mindestbegutachtungspflichten nicht eingehalten werden oder das Konsultatiosngremium nicht einberufen bzw. dessen Entscheidungen nicht Rechnung getragen wurde. Zum Wortlaut im Gesetz siehe BGBl. I Nr. 35/1999 und VfGHErkenntnis F1/2013

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PFLEGE: KONSULTATIONSMECHANISMUS AUSGELÖST

FOLGEKOSTEN VÖLLIG UNGEKLÄRT Der Gemeindebund hat in der Frage der Reform der Gesundheits- und Pflegeberufe Verhandlungen im Konsultationsgremium eingefordert.

TEXT / Konrad Gschwandtner

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ls Träger der Sozialhilfeverbände ebenso wie der Mehrheit der Pflege- und Altersheime sind die Gemeinden von den nun vom Gesundheitsministerium vorgeschlagenen Änderungen im Gesundheits- und Krankenpflegegesetz unmittelbar und umfangreich betroffen. In mehrfacher Weise hat der Österreichische Gemeindebund eine Einbindung in die Gespräche zu den vorgeschlagenen Änderungen gefordert, Informationsaustausch und Verhandlungen erfolgten jedoch nur zwischen Bund und Ländern. Diesem Umstand ist es auch zu verdanken, dass der vorliegende Entwurf (das Begutachtungsverfahren endete am 4. September) in erster Linie die Probleme auf Spitalsebene beziehungsweise in größeren Einheiten zu lösen versucht, hingegen die Erfordernisse im extramuralen Bereich und in kleineren Einrichtungen negiert. Allein die Administration des Personals (Dienstpläne, Vertretungen etc.) von hinkünftig drei statt zwei Pflegeberufen (Pflegeassistenz, Pflegefachassistenz und universitär ausgebildetes Personal) mitsamt Spezialisierungen vermag vielleicht in größeren Einheiten machbar sein, in kleineren Einheiten ist sie nur schwer umsetzbar. Auch ist im Spitalsbereich tatsächlich durch die Übertragung ehemals ausdrücklich Ärzten vorbehaltenen Tätigkeiten an Pflegepersonal mit kostendämpfenden Wirkungen zu rechnen, im Pflegebereich hingegen tritt aus Sicht der Träger dieser Einrichtungen der gegenteilige Effekt ein und es steht zu befürch-

ten, dass durch die Höherqualifizierung und der Übertragung ärztlicher Tätigkeit an das Pflegepersonal die entstehenden Mehrkosten von den Gemeinden zu tragen sind. Es ist nicht damit zu rechnen, dass den durch diese bundesgesetzliche Maßnahme und den Folgemaßnahmen der Länder drohenden Belastungen der Gemeinde-Sozialbudgets (wo der Pflegebereich nach wie vor angesiedelt ist) eine auch nur annähernde Entlastung der kommunalen Gesundheitsbudgets gegenübersteht. Vielmehr muss man davon ausgehen, dass selbst die Länder durch die Maßnahmen der GuKG-Novelle 2015 kaum mit Einsparungen im Gesundheitsbereich rechnen, sonst hätten wohl die vom Gesundheitsministerium Ende April bei den Ländern erhobenen finanziellen Implikationen abseits der reinen Ausbildungskosten Einzug in das Vorblatt des Begutachtungsentwurfs gefunden. In der im Bundeshaushaltsgesetz bzw. in der Konsultationsvereinbarung vorgeschriebenen Darstellung der finanziellen Auswirkungen gesetzgeberischer Maßnahmen auf eine am Finanzausgleich beteiligte andere Gebietskörperschaft findet sich das Wort Gemeinde lediglich einmal, und zwar wenig überraschend dahingehend, dass dem Bund und den Gemeinden keine Änderungen bei den Ausbildungskosten entstehen. Hinsichtlich der Höherqualifizierung und der stärkeren Ausdifferenzierung der Pflegeberufe wird in der „Wirkungsorientierten Folgenabschätzung“ lapidar ausgeführt: „Es ist […] mit einem effizienteren Einsatz, einer


POLITIK & RECHT

DAS AUSLÖSEN DES KONSULTATIONSMECHNISMUS HEISST NICHT, DASS SICH DIE GEMEINDEN GRUNDSÄTZLICH GEGEN EINE AUFWERTUNG DES PFLEGEBERUFS AUSSPRECHEN.“

höheren Berufszufriedenheit bei aufrechter Versorgungsqualität und letztlich einer besseren Steuerung der erforderlichen Ressourcen der öffentlichen Hand im Rahmen der Gesundheitsversorgung zu rechnen, deren finanzielle Auswirkungen sich nicht beziffern lassen.“ In keinem Wort werden also die finanziellen Auswirkungen für die Gemeinden, die in mehrfacher Weise von dieser Novelle betroffen sind (im Wege der Umlagen, als Träger von Sozialverbänden, als Träger von Alten- und Pflegeheimen und zum Teil auch von Krankenanstalten), ausgeführt. Dass sich die finanziellen Auswirkungen schwer „beziffern“ lassen, vermag vielleicht zutreffen. Klar ist jedoch, dass diese Novelle im Falle einer Gesetzwerdung massive Kostenfolgen im wohl zweistelligen Prozentbereich für die Gemeinden verursachen würde (Personalkosten, Einschulungskosten, Personalbereitstellungskosten). Abgesehen davon, dass die Kostenfrage bereits im Rahmen der bisherigen Verhandlungen unter Einbindung der kommunalen Spitzenverbände zu klären gewesen wäre, lässt sich mit einem – gemessen am Umfang der Novelle – adäquaten Aufwand sehr wohl eine Kostenfolgenschätzung durchführen. Da der Begutachtungsentwurf des Gesundheitsministeriums zur Frage der finanziellen Auswirkungen auf die Gemeinden keinerlei Aussagen getroffen hat, stellt die Vorgangsweise des Bundes einen Verstoß gegen die Vereinbarung zwischen dem Bund, den Ländern und

Nachdem die Gemeindeebene weder in die Verhandlungen zur aktuellen Novelle des Gesundheits- und Krankenpflegegesetzes (GuKG-Novelle 2015) eingebunden war, noch der Begutachtungsentwurf des Gesundheitsministeriums ansatzweise Auskunft über die finanziellen Auswirkungen dieser Reform gibt, hat der Gemeindebund nun den Konsultationsmechanismus ausgelöst.

LINKS ZUM THEMA www.kommunal.at Hier finden Sie ein PDF mit dem Wortlaut des Bundesgesetzblattes BGBl. I Nr. 35/1999, in dem diese Vereinbarung am 2. Juli 1998 kundgemacht wurde.

den Gemeinden über einen Konsultationsmechanismus und einen künftigen Stabilitätspakt der Gebietskörperschaften sowie gegen das Bundeshaushaltsgesetz dar. Dass der Österreichische Gemeindebund zu diesem geplanten Bundesgesetz nun mit 19. 8. 2015 den sogenannten „Konsultationsmechanismus“ ausgelöst hat, heißt aber nicht, dass er sich grundsätzlich gegen die Aufwertung der Pflegeberufe oder gegen die Übertragung zusätzlicher Aufgaben an das Pflegepersonal ausspricht, sondern dass er neben nötigen Änderungen hier mehr Kostenbewusstsein (nicht nur für die reinen Maßnahmen- sondern auch die Folgekosten) des Gesetzgebers einfordert und ganz generell ein wesentlich höheres sowie langfristiges finanzielles Engagement des Bundes, aber auch der Länder im Zukunftsbereich Pflege. Eine Rückmeldung des Gesundheitsministeriums beziehungsweise eine Einladung zu Gesprächen stand zu Redaktionsschluss dieser KOMMUNAL-Ausgabe noch aus. Weitgehend offen ist ebenfalls, wie es landesgesetzlich bei den aus dieser geplanten GuKG-Novelle resultierenden Maßnahmen (Personalschlüssel, Gehaltsschemen etc.) weitergeht. Auch hier bleibt ausreichend Raum für Gespräche mit den jeweiligen kommunalen Interessensvertretungen, doch die Erfahrung zeigt, dass die Gemeindebünde auf Landesebene meist auch ohne das In-AussichtStellen des Konsultationsmechanismus in Reformprozesse eingebunden werden. KOMMUNAL 10A/2015 // 57


POLITIK & RECHT

INFOS AUS DEM BMI

BÜRGERSERVICESTELLEN

EINE STELLE FÜR ALLE FÄLLE In den Bürgerservicestellen der Landespolizeidirektionen werden sämtliche Behördenwege an einer Stelle abgewickelt – vom Antrag bis zur Erledigung.

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om Auszug aus dem Strafregister bis zur Ausstellung eines Waffenpasses: In den Bürgerservicestellen können die Bürgerinnen und Bürger sämtliche Leistungen einer Landespolizeidirektion an einer einzigen Stelle in Anspruch nehmen. Die Behördenwege werden dadurch für den Bürger verkürzt und erleichtert. Im Zuge der Behördenreform 2011/12 wur-

den bei den Landespolizeidirektionen und deren Außenstellen (Wr. Neustadt, Schwechat, Steyr, Wels, Leoben und Villach) zentrale und serviceorientierte Anlaufstellen für die Bürgerinnen und Bürger eingerichtet, die als Bürgerservicestellen den Bürgerinnen und Bürgern als Ansprechpartner und Auskunftsstellen zur Verfügung stehen. Die Servicestellen sind Montag bis Freitag von 7.30 bis 15.30 Uhr

Umfrage: 92 Prozent der Kunden in den Bürgerservicestellen waren mit dem Service sehr zufrieden.

erreichbar. In diesen Bürgerservicestellen können die Bürger nachstehend angeführte Leistungen einer Landespolizeidirektion an einer einzigen Stelle in Anspruch nehmen. Die Aufgaben: Parteienverkehr; Einhebung unbarer und barer Gebühren bzw. Verwaltungsabgaben; Lenkerberechtigungen-Erstausstellung und Ausdehnung; Ausstellung von Taxilenkerausweisen; Ausstellung von Schülertrans-

portausweisen; Bescheid-Ausstellungen (L17, Übungsfahrt); Führerscheinausstellung (Umtausch, Verlängerung); Ausstellung Verlustanzeige und Unbedenklichkeitsbescheinigung; Wunschkennzeichen-Antrag bearbeiten; Bewilligung Probefahrtkennzeichen; Antragstellung für Veranstaltungen; Ausstellung von Pyrotechnikausweisen; Ausstellung von Sprengmittelbezugsscheinen; Antrag-

STANDORTE BÜRGERSERVICESTELLEN Landespolizeidirektion Burgenland 7001 Eisenstadt, Neusiedler Straße 84 Tel.: 059133/10/0 Fax: 059133/10/1009 lpd-b@polizei.gv.at

Polizeikommissariat Wr. Neustadt 2700 Wiener Neustadt, Burgplatz 2 Tel.: 059 133-3360-542 od. 543 (Vermittlung) pk-n-wr-neustadt@polizei.gv.at

Landespolizeidirektion Steiermark 8011 Graz, Parkring 4 Tel.: 059 133-60-6211 lpd-st@polizei.gv.at

Landespolizeidirektion Kärnten 9020 Klagenfurt, Buchengasse 3 Tel.: 059133/20/0 Fax: 059133/20/1009 lpd-k@polizei.gv.at

Landespolizeidirektion Oberösterreich 4020 Linz, Nietzschestraße 33 Tel.: 059133-40 6666 lpd-o@polizei.gv.at

Polizeikommissariat Villach 9500 Villach, Trattengasse 34 Tel.: 059 133-26 5555 pk-k-villach@polizei.gv.at

Polizeikommissariat Steyr 4400 Steyr, Berggasse 2 Tel.: 059133/46/2410 pk-o-steyr@polizei.gv.at

Polizeikommissariat Leoben Bürgerservicestelle 28700 Leoben, Josef-Heißl-Straße 14 Tel.: 059 133-66-0 pk-st-leoben@polizei.gv.at

Landespolizeidirektion Niederösterreich 3100 St. Pölten, Neue Herrengasse 15 Tel.: 059133/30/0 Fax: 059133/30/1009 lpd-n@polizei.gv.at

Polizeikommissariat Wels 4600 Wels, Dragonerstraße 29 Tel.: 059133/47/5555 pk-o-wels@polizei.gv.at

Polizeikommissariat Schwechat 2320 Schwechat, Wiener Straße 13 Tel.: 059 133-3290 533 pk-n-schwechat@polizei.gv.at

Landespolizeidirektion Salzburg 5020 Salzburg, Alpenstraße 90 Tel.: 059 133-50-6666 lpd-s@polizei.gv.at

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Landespolizeidirektion Tirol 6020 Innsbruck, Kaiserjägerstraße 8 Tel.: 059133/70/0 Fax: 059133/70/6009 lpd-t@polizei.gv.at Landespolizeidirektion Wien Verkehrsamt 1090 Wien, Josef-Holaubek-Platz 1 Tel.: 01-31310


INFOS AUS DEM BMI

POLITIK & RECHT

ASYL-QUARTIERE

Koordinierungsstelle für Flüchtlings-Quartiere

FOTO // Copyright LPD Salzburg/Michael Korber)

stellung für waffenrechtliche Urkunden; kostenpflichtige Auskunftserteilung (Anwälte); Eintragungen in Typenschein; Ausstellung von Strafregisterbescheinigungen; Namensund Adressänderung; Einbringung von Anträgen. Angelegenheiten, die auf Grund notwendiger Erhebungen oder zeitintensiver Verwaltungstätigkeiten nicht sofort erledigt werden können, werden im Anschluss in den Fachabteilungen abgearbeitet und anschließend kundenfreundlich wieder von der Bürgerservicestelle erledigt. Umfrage. Um die Kundenzufriedenheit in den Bürgerservicestellen in Erfahrung zu bringen, fand im April und Mai 2015 eine Umfrage unter Kunden in den Bürgerservicestellen statt. Ziel der Befragung war es festzustellen, wie der Service von den Kunden angenommen wird und ob es Verbesserungsbedarf gibt. „Es haben 3.015 Bürgerinnen und Bürger an der Umfrage teilgenommen“, sagt Nicole Kobalter von der Koordinationsstelle im BMI. „Die häufigsten Gründe, warum die Bürgerinnen und Bürger zu den Bürgerservicestellen gekommen

sind, sind Strafregister- und Führerscheinangelegenheiten gewesen.“ Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Umfrage konnten unter sechs Aspekten ihren Besuch in den Bürgerservicestellen beurteilen. Die Aspekte „Freundlichkeit und Kompetenz der/des Bediensteten“ waren den Bürgerinnen und Bürgern am wichtigsten. Die Umfrage brachte insgesamt ein erfreuliches Ergebnis: 92 Prozent der Befragten gaben an, mit dem Service sehr zufrieden gewesen zu sein. Von den acht Prozent der Unzufriedenen waren zwei Drittel mit der Ausstattung im Wartebereich und mit der Orientierung im Amtsgebäude nicht zufrieden, dem restlichen Drittel missfiel die Wartezeit, die Bearbeitungszeit und die Kompetenz/Freundlichkeit der/des Bediensteten. Die Verbesserungsvorschläge wurden aufgenommen und werden bearbeitet. „Die Umfrage hat ein für uns sehr erfreuliches Ergebnis geliefert, das die gute und professionelle Arbeit widerspiegelt, die in der Sicherheitsverwaltung geleistet wird“, sagt der zuständige Abteilungsleiter im BMI, Mag. Manfred Zirnsack.

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ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG DES BUNDESMINISTERIUMS FÜR INNERES

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n Anbetracht der laufend steigenden Asylanträge kommt es derzeit zu einem Engpass in der Bereitstellung von ausreichend Quartieren für Menschen, die in Österreich Schutz vor Verfolgung suchen. Das Bundesministerium für Inneres hat eine zusätzliche Möglichkeit geschaffen, um weitere Quartiere zu beschaffen und in weiterer Folge zu belegen. Zur Abwicklung dieser Unterstützungsstruktur wird durch einen im jedem Bundesland vorhandenen Single Point of Contact (SPOC) eine strategische Vernetzung der relevanten regionalen Akteure (Grundversorgungsabteilung BMI, Grundversorgungsstelle des Landes, NGO, LPD und BFA) herbeigeführt, um eng und abgestimmt zusammenarbeiten zu können. Diese ergänzende Struktur stellt eine Unterstützungsstruktur für das Gesamtsystem Grundversorgung dar und soll in einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit dem jeweiligen Bundesland erfolgen. Der Vertreter des BMI im SPOC stellt sicher, dass Quartierangebote entgegengenommen werden. Dazu wurde auf Bundesebene eine Hotline eingerichtet, die dem SPOC in den Ländern verfügbare Quartiere meldet. Diese Quartierangebote werden sodann in einem ersten Schritt an die Grundversorgungsstelle des Landes gemeldet. Bei negativer Rückmeldung wird in einem zweiten Schritt das Quartierangebot an eine NGO zur Anmietung und Bereitstellung von Betreuung vor Ort übermitteln. Durch dieses System soll die Zusammenarbeit aller Beteiligten gestärkt werden, um im gesamten Grundversorgungssystem mit mehr Stärke arbeiten zu können. Interessenten können sich kostenlos aus allen Netzen unter 0800-23 00 90 oder per E-Mail unter quartiersuche@ bmi.gv.at an das Bundesministerium für Inneres wenden.


POLITIK & RECHT

BLICK ÜBER DIE GRENZEN

FRANKREICH

KINDERKRIPPE, PFLEGEHEIM? WAS WIRD GESCHLOSSEN? In der Konfrontation zwischen Budgetkürzungen und der Belastung der französischen Gemeinden wurden jetzt in einer Art Aktionismus die ersten Guillotinen aufgestellt, Symbol der Terrorherrschaft von 1793/94 .

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TEXT / Daniela Fraiss

riechenland beherrscht die Schlagzeilen. So sehr, dass mitunter vergessen wird, dass auch andere Länder ihren Bürgern einiges abverlangen. Frankreich ist so ein Fall. Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Eurozone nähert sich einem öffentlichen Schuldenstand von 98 Prozent, die EU-Kommission gewährte Anfang des Jahres eine Frist bis 2017, um das Haushaltsdefizit auf drei Prozent zu drücken. Aber welche Maßnahmen wurden beschlossen und wie wirken sich diese auf die gut 36.500 französischen Gemeinden aus? Nun, das der EU-Kommission im April 2014 notifizierte Sparprogramm betrifft die kommunale Ebene massiv und sorgt für eine noch nie dagewesene Konfrontation zwischen dem großen französischen Bürgermeisterverband AMF (Association des Maires de France) und der sozialistischen Regierung unter Premierminister Valls. Im Jahr 2014 trat das Finanzgesetz in Kraft, welches die jährlichen Transfers für die Kommunen um 3,67 Mrd. Euro kürzt. Diese direkten Mittelkürzungen führen nach Berechnungen der AMF zu einem jährlichen Wohlstandsverlust von 4,3 Mrd. Euro, da die kommunale Ebene auch in Frankreich der größte öffentliche Investor ist. Kommunale Leistungen und sozialer Zusammenhalt in Gefahr? Die AMF warnt davor, dass viele der 36.000 französischen Gemeinden Leistungen zurückfahren oder einstellen müssen, in vielen Bereichen auch Gebührenerhöhungen anstehen werden. Problematisch erscheint dies auch im gesamtwirtschaftlichen Kontext, da viele kommunale Leistungen darauf abzielen, Arbeitnehmern eine Vollzeitbeschäftigung zu ermöglichen. Zu nennen sind etwa Kinderkrippen,

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Schulkantinen, Nachmittagsbetreuung, Pflegeheime und mobile Pflegedienste. Insbesondere in ländlichen Gemeinden droht den freiwilligen Angeboten wie Kinderkrippen oder Kantinen jedoch das Aus. Was dies für den ländlichen Raum bedeutet, kann man sich ausrechnen. Auch sportliche oder kulturelle Angebote sind von Einsparungen betroffen. Entweder durch Kürzung der Vereinsförderung oder durch Unterlassen notwendiger Reparaturen und demzufolge Zusperren von Freizeiteinrichtungen wie Schwimmbädern oder Mehrzweckhallen. Der französische Bürgermeisterverband befürchtet, dass durch einen Rückgang bei Freizeitangeboten und ein allfälliges Vereinssterben der ohnehin schon bröckelnde soziale Zusammenhalt gefährdet ist. Vorausschauende Politik sollte die aktuellen Einsparungen mit absehbaren Problemen und deren Kosten in Verbindung setzen und die entsprechenden Schlüsse ziehen. Einsparungspotenzial in den Gemeinden? In den Gemeinden selbst wurden bereits viele Maßnahmen gesetzt, um den Effekt fehlender Mittel aus der Zentralkasse abzufedern. Beklagt wird jedoch, dass die Regierung den Kommunen immer wieder neue Aufgaben überträgt sowie Regelungen beschließt, die sich direkt auf die kommunalen Haushalte auswirken. Auf den Kosten bleiben die Gemeinden sitzen; die Mitspracherechte sind gering, einen Konsultationsmechanismus wie hierzulande gibt es nicht.

MAG. DANIELA FRAISS IST LEITERIN DES BRÜSSELER BÜROS DES ÖSTERREICHISCHEN GEMEINDEBUNDES oegemeindebund@ skynet.be


BLICK ÜBER DIE GRENZEN

Eine zentrale Forderung der AMF richtet sich daher gegen die weitere einseitige Belastung der kommunalen Ebene durch Beschlüsse der Pariser Regierung. Damit tritt der französische Bürgermeisterverband wohl auch der Einschätzung der EU-Kommission entgegen, die in der aktuellen länderspezifischen Empfehlung für Frankreich dezidiert den Anstieg der Verwaltungskosten auf kommunaler Ebene kritisiert und die Reduktion der staatlichen Transfers befürwortet. Man fragt sich, wie die Kommission zu diesem Schluss kommt. Wurde auch die Zunahme der lokalen Aufgaben berücksichtigt? Gesetze über die Anhebung des Mindestlohns, von denen viele Gemeindebedienstete profitieren, die sich allerdings direkt auf die Gemeindebudgets auswirken? Die erhöhte Nachfrage nach Sozialleistungen, die von den Gemeinden erbracht werden? Die AMF betont jedenfalls, dass die 30-prozentige Kürzung der staatlichen Zuweisungen nicht Subventionen, sondern Ausgleichszahlungen für Steuerausfälle bzw. für die Übertragung zusätzlicher Aufgaben betrifft. In Summe müssen die Gemeinden also mehr leisten, bekommen dafür aber weniger Mittel. Zusammenlegungen auch in Frankreich? In Anbetracht der angespannten Finanzlage stellt sich die Frage, ob nicht auch in Frankreich Gemeindezusammenlegungen als Mittel der Effizienzsteigerung geplant sind. Vordergründig ist die Zusammenlegung von Regionen beschlossene Sache, bei der Gemeindezusammenlegung wird jedoch auf Freiwilligkeit gesetzt. Finanzielle Anreize gibt es für jene Gemeinden, die sich noch in diesem Jahr mit Nachbarn ihrer Wahl zusammenschließen. Das entsprechende Gesetz trat im Frühjahr 2015 in Kraft, bisher haben 70 Kommunen mit einer Gesamteinwohnerzahl von 64.000 Personen davon Gebrauch gemacht. So entstanden 25 neue Gemeinden. Frankreich kennt allerdings nicht nur Kommunen, sondern auch über 2000 Gemeindeverbände. Diese erfüllen zahlreiche lokale

POLITIK & RECHT

Großes Aufsehen erregte die Gemeinde Givors im Süden Lyons, wo Anfang Juni eine Guillotine als Symbol für die Kürzung der Gemeindefinanzen aufgestellt wurde.

Aufgaben, sind aber ein reines Verwaltungskonstrukt. Ein von der Regierung vorgelegter Reformvorschlag wurde auf Druck der französischen Bürgermeister zwar dahingehend geändert, dass die Mitglieder der Verwaltungsräte weiterhin von den beteiligten Gemeinden ernannt und nicht – wie in der Regierungsvorlage vorgeschlagen – direkt von den Bürgern gewählt werden. Auch das beabsichtigte Einzugsgebiet von mindestens 20.000 Einwohnern konnte nach Intervention der AMF auf 15.000 reduziert werden. Ausnahmen gibt es jedoch nur für dünn besiedelte Regionen und Bergregionen, d.h. politische, wirtschaftliche und geografische Realitäten anderer Art spielen keine Rolle mehr. Die Verbände werden aber auch ohne die Einführung der Direktwahl gestärkt, die Gemeinden verlieren die Zuständigkeiten für Wasserversorgung, Abwasserentsorgung und Tourismus. Alles in allem Grund genug, wachsam zu bleiben. Dass die Verbände die Gemeinden mittel- bis langfristig „schlucken“ werden, steht im Raum. Aufgrund all dieser Entwicklungen ruft die AMF zu einem nationalen Mobilisationstag am 19. September auf, wo v.a. die Bürger über die Auswirkungen der Sparpolitik informiert werden sollen. Doch viele Gemeinden und Regionalverbände warten nicht bis zum Herbst. Großes Aufsehen erregte die Gemeinde Givors im Süden Lyons, wo Anfang Juni eine Guillotine als Symbol für die Kürzung der Gemeinde-finanzen aufgestellt wurde. Und die Bevölkerung wird sich insgesamt unangenehme Fragen stellen müssen. Um mit den Worten eines Bürgermeisters zu sprechen: „Sollen wir eher die Kinderkrippe oder das Pflegeheim schließen?“ KOMMUNAL 10A/2015 // 61


GESTALTEN & ARBEITEN

GESTALTEN   & ARBEITEN REPORTAGE

Ein Dachjuwel im Venusgarten Seite 72

STUDIE: INVESTITIONEN IN DEN GEMEINDEN

SCHULDEN GESUNKEN INVESTITIONEN GESTIEGEN SO PLANEN GEMEINDEN IHRE INVESTITIONEN In diese Bereiche investieren Österreichs Kommunen: Geplante und beschlossene Investitionen der Gemeinden  Investitionen geplant  Investitionen beschlossen

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GESTALTEN & ARBEITEN

Die Gesamtfinanzschuld der österreichischen Gemeinden (exklusive Wiens) ist auf elf Milliarden Euro gesunken. Seit 2010 ist das ein Rückgang um 2,9 Prozent. Gleichzeitig wurde mehr investitiert: Vor allem bei „Straßen und Wasserbau“, „Bildung“ und „öffentlicher Ordnung“ hatten die Gemeinden in den vergangenen Jahren hohe Anstiege der Netto-Ausgaben zu verzeichnen. Sie bleiben also allen Widrigkeiten zum Trotz ihrer Rolle als größter öffentlicher Investor gerecht.

SO VIEL WOLLEN GEMEINDEN INVESTIEREN

SO VIEL INVESTIEREN GEMEINDEN GESAMT

So hoch werden die Kosten für die geplanten oder beschlossenen Investitionen in den einzelnen Bereichen sein:  < 100.000 €  < 1.000.000 €  < 5.000.000 €  > 5.000.000 €

Auf Basis fester Erwartungswerte errechnete Gesamtinvestitionssummen in den Bereichen  in Millionen Euro.

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GESTALTEN & ARBEITEN

FINANZEN

85

Prozent der Befragten glauben, dass die derzeitige Situation der öffentlichen Finanzen in Österreich neue Investitionen erschwere. Tatsächlich steigt das öffentliche Defizit im Bundessektor konstant an. Der steigende öffentliche Schuldenstand wird von den Entscheidungsträgern in den Gemeinden als Hindernis für die Finanzierung neuer Investitionen gesehen. Konstant zwei Drittel der Gemeinden sagen, dass ihre eigene finanzielle Situation neue Investitionen erschwere (66 Prozent). Auf Gemeindeebene verlief die Entwicklung des öffentlichen Schuldenstands im Vergleich zur Bundesebene stabiler: 2010 lag er bei 2,2 Prozent des BIP, 2011 ebenfalls, 2012 ist er auf 2,1 Prozent gesunken, 2013 jedoch wieder auf 2,2 Prozent und damit rund sieben Milliarden Euro gestiegen. Einen weiteren Aufschluss zur finanziellen Situation der Gemeinden liefern Daten der Statistik Austria zu den Gesamteinnahmen und Gesamtausgaben: Im Jahr 2013 führten Gesamtausgaben in der Höhe von 18.394 Millionen Euro, denen Gesamteinnahmen von 18.391 Millionen gegenüberstanden, zu einem Abgang von drei Millionen Euro. Angesichts der weiterhin angespannten finanziellen Lage schauen sich viele Gemeinden mittlerweile nach Partnerschaften für die Umsetzung neuer Projekte um. Rund drei Viertel der Gemeinden arbeiten laut der aktuellen Umfrage bei Infrastrukturprojekten mit anderen Gemeinden zusammen (74 Prozent). 43 Prozent der Gemeinden sind bzw. waren darüber hinaus Partner in Einkaufsgemeinschaften; der Anteil ist gegenüber 2014 um 6 Pp. zurückgegangen. Drei aus zehn Gemeinden sind Teil von Projekten mit privaten Partnern (30 Prozent). Ein Drittel der Gemeinden (33 Prozent) gibt an, dass die Ausgliederung von Aufgaben der Gemeinde helfen würde. Neu abgefragt wurde die zunehmende Problematik von Leerstand: Das Leerstehen von Immobilien ist meist Merkmal von stattfindenden Schrumpfungsprozessen, die häufig durch Bevölkerungsrückgänge und demografisch bedingte Strukturveränderungen signalisiert werden. Von Leerstand betroffen sind vor allem strukturschwache Gemeinden und Regionen in peripheren Lagen. Österreichweit sagen 37 Prozent der Gemeinden, dass leer stehende Immobilien für sie ein zunehmendes Problem darstellen.

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ÜBER DIE STUDIE „INVESTITIONEN IN DEN GEMEINDEN“ Im Rahmen dieser Untersuchung führte Dr. Harald Pitters, Pitters® Trendexpert, zu Jahresbeginn 2015 insgesamt 546 OnlineInterviews mit Verantwortlichen auf Gemeindeebene durch. Die durchschnittliche Interviewdauer lag bei rund zwölf Minuten. Zentrale Fragen der Studie, die erstmals beim KWF 2015 präsentiert wurde, waren die aktuelle finanzielle Situation der Gemeinden sowie Hindernisse und Möglichkeiten künftiger Investitionen. Insgesamt nahmen österreichweit 546 Entscheidungsträger in den einzelnen Gemeinden an der Umfrage teil, das entspricht einem Rücklauf von 26 Prozent sämtlicher Gemeinden Österreichs.

Aufgrund steigender Abwanderung müssen sich immer mehr Gemeinden in ruralen Gebieten mit leer stehenden Gebäuden und Schrumpfungsprozessen auseinandersetzen. Leer stehende und brachfallende Gebäude sind dabei wesentliche Auswirkungen und Indikatoren von Schrumpfungsprozessen im Zuge eines stattfindenden Strukturwandels. Vor allem strukturschwache Gemeinden und Regionen sind davon häufiger betroffen. Eine Studie der BOKU Wien identifizierte auf Basis zweier Analyseebenen (Bezirks- und Gemeindeebene) mit jeweils angepassten Indikatoren strukturschwache bzw. strukturstarke Regionen in Österreich. Eine vollständige statistische Übersicht über aktuelle Leerstände in Österreich nach Regionen ist jedoch noch ausständig. Aus diesem Grund wurden in der diesjährigen Umfrage von Pitters℗ Trendexpert zum ersten Mal auch Schätzungen zum Leerstand in der Heimatgemeinde erhoben. Demnach schätzen jeweils rund vier von zehn Gemeinden den Leerstand an privaten und gemeindeeigenen Immobilien bei sich auf weniger als zehn Prozent ein, 29 Prozent der Gemeinden schätzen den Leerstand bei privaten Immobilien auf zehn bis weniger als 20 Prozent, 16 Prozent auf 20 Prozent und mehr. Der Leerstand bei privaten Immobilien ist damit höher als bei gemeindeeigenen: nur sieben Prozent der Gemeinden beziffern den Leerstand gemeindeeigener Immobilien auf zehn bis weniger als 20 Prozent, nur vier Prozent auf 20 Prozent oder mehr.


FINANZEN GESTALTEN & ARBEITEN

DIE GEMEINDEN BLEIBEN EINE EBENE, AUF DER FÜR POLITISCHE ENTSCHEIDUNGSTRÄGER NOCH HANDLUNGSSPIELRAUM BESTEHT.“ Dr. Harald Pitters, Trendexperte und Kommunalforscher

Auffallend ist, dass fast die Hälfte der befragten Entscheidungsträger dazu keine Angabe machen konnte oder wollte. Während konstant zwei Drittel der Gemeinden angeben, ihre derzeitige finanzielle Situation sei hinderlich für künftige Investitionen, hat sich die grundsätzliche Einschätzung der aktuellen finanziellen Situation etwas verbessert. Während 2012 nur 37 Prozent aller Befragten die finanzielle Situation als „sehr“ bzw. „eher gut“ bezeichneten, waren es in der letztjährigen Umfrage bereits 50 Prozent dieser Anteil ist auf 51 Prozent gestiegen. Demgegenüber sagen 50 Prozent, die finanzielle Situation ihrer Gemeinde sei „schlecht“, ein Prozent konnte oder wollte keine Angabe dazu machen. Vor allem kleine Gemeinden mit weniger als 1000 Einwohnern geben mehrheitlich an, ihre finanzielle Situation sei insgesamt schlecht, mittlere und größere Gemeinden schätzen ihre finanzielle Situation demgegenüber besser ein. Nach wie vor geht die Mehrheit der Gemeinden (59 Prozent) von stabilen finanziellen Entwicklungen in den kommenden Jahren aus. Allerdings hat sich der Anteil an Gemeinden, die von einer Verbesserung ihrer finanziellen Situation ausgehen, von 2014 auf 2015 halbiert (sechs Prozent), während mittlerweile wieder mehr als ein Drittel (35 Prozent) eine Verschlechterung befürchtet. Vor allem Gemeinden mit mehr als 10.000 Einwohnern gehen mehrheitlich

(53 Prozent) von einer Verschlechterung ihrer finanziellen Lage in den kommenden Jahren aus. Gemeinden, die ihre derzeitige finanzielle Lage bereits als schlecht bezeichnen, gehen zu 42 Prozent davon aus, dass sich die Lage auch in den kommenden Jahren verschlechtern wird, während Gemeinden, die ihre Finanzen positiv beurteilen, eher an stabile Entwicklungen 2015/16 glauben. Die Sozialausgaben in Österreich sind weiter im Steigen. Nicht zuletzt aufgrund des demografischen Wandels werden die Pflege und Betreuung älterer bzw. kranker Menschen zur immer stärkeren finanziellen Belastung für die kommunale Ebene. Die Gemeinden kommen dabei gemeinsam mit den Ländern primär für die Sachleistungen (z. B. in Form mobiler Dienste oder Seniorenheime) auf. Die Befragung bestätigt diesen Trend: 78 Prozent sagen, die Ausgaben seien in den letzten zehn Jahren vor allem im Bereich Gesundheit/Soziales bzw. bei Altenund Pflegeeinrichtungen wesentlich stärker gestiegen als die durchschnittlichen Gemeindeausgaben. Abhilfe dabei sollte der „Pflegefonds“ schaffen, der 2011 eingerichtet wurde, um Länder, Städte und Gemeinden bei der Bewältigung der zu erwartenden Pflegedienstleistungen zu unterstützen. 67 Prozent der Befragten geben weiters an, die Ausgaben seien für den Erhalt und Bau von Straßen und öffentlichen Plätzen sowie für die Verkehrssicherheit gestiegen. Mittlerweile mehr KOMMUNAL 10A/2015 // 65


GESTALTEN & ARBEITEN

FINANZEN

als die Hälfte der Befragten (56 Prozent) gibt an, die Kosten für den Erhalt und Bau von Bildungseinrichtungen seien gestiegen. In 46 Prozent der Fälle sagen die Befragten, die Kosten seien für den Erhalt und Bau in der Siedlungswasserwirtschaft gestiegen, bei 44 Prozent für EDV, Computer, IT & E-Government sowie Hard- und Software. Ebenfalls 44 Prozent der Befragten geben an, die Kosten für Katastrophen- und Umweltschutz sowie Rettungskräfte seien in den letzten zehn Jahren deutlich gestiegen. 29 Prozent der Befragten geben ferner an, die Gemeindekosten für den Erhalt und Bau kommunaler Bauten seien gestiegen. Am seltensten geben die Befragten an, die Kosten seien für den Erhalt und Bau der Abfallwirtschaft (15 Prozent), die Gebäudetechnik (16 Prozent), Freizeit- und Tourismuseinrichtungen/Kunst & Kultur (18 Prozent) sowie die Personalwirtschaft und Weiterbildungen (19 Prozent) gestiegen. Am unteren Ende stehen „Freizeit- und Tourismuseinrichtungen, Kunst & Kultur“ (18 Prozent), Personalwirtschaft, Ausund Weiterbildungen (17 Prozent) sowie Gebäudetechnik (14 Prozent). Mit Abstand am häufigsten werden wie in den Vorjahren Infrastrukturprojekte zum Erhalt bzw. Bau von Straßen und öffentlichen Plätzen sowie zur Verkehrssicherheit geplant oder beschlossen (86 Prozent). Am zweithäufigsten werden Investiti-

DIE INVESTITIONSSCHWERPUNKTE DER GEMEINDEN LIEGEN BEI BILDUNGSEINRICHTUNGEN UND DER SIEDLUNGSWASSERWIRTSCHAFT.“ Dr. Harald Pitters, Trendexperte und Kommunalforscher

SO FINANZIEREN GEMEINDEN IHRE INVESTITIONEN

Finanzierungsarten nach Wichtigkeit  Eher wichtig  Eher nicht wichtig  kenne ich nicht  keine Angabe

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onen in den Erhalt und Bau der Siedlungswasserwirtschaft geplant oder beschlossen (70 Prozent). Hochrechnung der erwarteten Investitionen: Jene Gemeinden, die Projekte geplant oder beschlossen haben, wurden gebeten, die Höhe der geschätzten Kosten dafür anzugeben. Die Reihung nach den unterschiedlichen Kategorien zeigt dabei bereits eine ungefähre Einschätzung, die sich mit jener aus den letzten Jahren weitestgehend deckt. Demnach wird für „Personalwirtschaft/Aus- und Weiterbildung“ und „EDV, Computer, IT & E-Government, Hard- oder Software“ vermutlich am


FINANZEN GESTALTEN & ARBEITEN

wenigsten Geld nominal investiert, während insbesondere für den Erhalt bzw. Bau von neuen Bildungseinrichtungen hohe finanzielle Mittel veranschlagt werden. Österreichs Gemeinden planen demnach, mit rund 1,6 Milliarden Euro in Projekte zum Erhaltung und Bau von Bildungseinrichtungen zu investieren. An zweiter Stelle stehen Projekte zum Erhalt und Bau in der Siedlungswirtschaft – hier sind Investitionen in der Höhe zwischen rund 950 Millionen und eine Milliarde Euro geplant. Mit Investitionen in der Höhe von rund 793 bis 938 Millionen Euro liegen Projekte im Bereich „Erhaltung und Bau von Straßen und öffentlichen Plätzen, Verkehrssicherheit“ an dritter Stelle, gefolgt vom Erhalt und Bau kommunaler Bauten mit 620 bis 714 Millionen Euro und dem Katastrophen- und Naturschutz mit geplanten Kosten von zwischen 476 und 569 Millionen Euro. Auffällig ist, dass die genannten Investitionssummen im Vergleich zum Vorjahr wieder gesunken sind, am deutlichsten beim Erhalt und Bau der Bildungseinrichtungen: hier wurden letztes Jahr noch Investitionen in der Höhe von mehr als zwei Milliarden Euro geplant. Bei den Investitionen in kommunale Bauten sowie den Straßenbau überwiegen nach wie vor der Erhalt und die Renovierung von bestehenden Bauten (61 Prozent) im Vergleich zu Neubauten (13 Prozent). Die Absicht, in Neubauten

HINDERNISSE BEI PUBLIC PRIVATE PARTNERSHIPS

HINDERNISSE BEI INVESTITIONEN UND PUBLIC PRIVATE PARTNERSHIPS Die Studie untersuchte auch die größten Hindernisse bei der Realisierung geplanter öffentlichprivater Partnerschaften und bei Investitionen auf Gemeindeebene:

zu investieren, ist im Vergleich zur Befragung letztes Jahr gleich geblieben. Die Hochrechnungen legen teilweise beträchtliche Investitionssummen der Gemeinden in die einzelnen Projekte offen, gleichzeitig stellt sich damit auch die Frage der Finanzierung der geplanten bzw. bereits beschlossenen Projekte, zumal die Hälfte der Gemeinden in Österreich ihre aktuelle finanzielle Situation als „schlecht“ einschätzt. Wie bereits in den Jahren zuvor stehen Landesförderungen in der Wichtigkeit ganz oben: für 93 Prozent aller Gemeinden, die Projekte planen oder beschlossen haben, sind diese wichtig. An zweiter Stelle stehen Eigenmittel (81 Prozent), an dritter Stelle Bundes-Förderungen (69 Prozent) und Darlehen (69 Prozent). Die Bedeutung von EU-Förderungen ist im Vergleich zu 2014 deutlich gesunken: nur noch 29 Prozent der Gemeinden erwarten sich von der EU finanzielle Unterstützung bei der Umsetzung anstehender Investitionen, 2014 waren es noch 41 Prozent. Die Bedeutung der spezifischen Kosten für die jeweiligen Investitionsentscheidungen wurde auch abgefragt, neu hinzugekommen ist die Einstufung der Relevanz sogenannter Lebenszykluskosten. Die Befragten wurden gebeten, die Kostenarten in eine Reihenfolge zu bringen; beginnend bei den wichtigsten. Investitionskosten stellen für 50 Prozent

HINDERNISSE AUF GEMEINDEEBENE

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GESTALTEN & ARBEITEN

FINANZEN

demnach den wichtigsten Kostenpunkt bei Investitionsentscheidungen dar, für 22 Prozent stehen diese auf dem zweiten Rang. Für ein Fünftel der Gemeinden stellen Finanzierungskosten die wichtigsten Kosten, nach denen sie ihre Investitionsentscheidungen treffen, dar. Lebenszykluskosten stehen für 15 Prozent der Gemeinden an erster Stelle, allerdings sagen 44 Prozent – und damit die relative Mehrheit – dass diese für sie keine Bedeutung bei der Abwägung von Investitionsentscheidungen einnehmen. Betriebskosten stellen für zwölf Prozent die wichtigste Entscheidungsgrundlage dar, Energiekosten nur noch für drei Prozent. Die Realisierung der geplanten bzw. beschlossenen Projekte erfordert immer häufiger auch neue Formen der Finanzierung. Besonders häufig schätzen die Gemeinden Formen der interkommunalen Zusammenarbeit als wichtig ein (60 Prozent), gefolgt von strategischem Beschaffungsmanagement (40 Prozent). Beide Aspekte sind im Vergleich zu 2014 wieder gestiegen. Als größtes Hindernis nannten die Befragten vergangenes Jahr offene Rechtsfragen. Die aktuelle Befragung zeigt, dass mittlerweile sogar schon für zwei Drittel der Gemeinden (66 Prozent) offene Rechtsfragen in Bezug auf Haftungen oder die Abwicklung ein Hindernis für künftige öffentlich-private Partnerschaften darstellen. An zweiter Stelle stehen fehlende Informationen (53 Prozent), gefolgt von langen Vertragsbindungsdauern (49 Prozent). Ähnlich hoch liegen die Hindernisse „keine regionale Wertschöpfung“ (44 Prozent), „lange Verfahrensdauer“ (43 Prozent), „teure Vergabeverfahren“ (42 Prozent) und „hohe Transaktionskosten“ (42 Prozent). Am seltensten stellt mangelndes Vertrauen in den/die Partner ein

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Hindernis für die befragten Entscheidungsträger dar (37 Prozent). Wie auch schon in den Jahren zuvor ist die fehlende Finanzierung für 60 Prozent der Gemeinden das größte Hindernis für Investitionen auf kommunaler Ebene, wobei der Anteil merklich gesunken ist. An zweiter Stelle rangieren fehlende Förderungen. Sämtliche sonstige Hindernisse wie z. B. fehlende Konzepte oder fehlender politischer Konsens auf übergeordneter Ebene stellen nur noch für rund jede zehnte Gemeinde Hindernisse auf dem Weg zur Finanzierung ihrer geplanten Investitionsvorhaben dar.

DIE STUDIE

„INVESTITIONEN IN DEN GEMEINDEN“ ist als PDF auf der Website www.kommunal.at zu Download bereitgestellt.

Noch eine Aussage lässt sich anhand der Studie treffen: Die Gemeinden sind offen für den sogenannten „Feedback-Loop“ mit den BürgerInnen und nutzen dazu zunehmend Soziale Medien, wie Facebook, Twitter etc. Als unumgänglicher Zukunftsbereich ist auch die Analyse und Nutzung bestehenden Datenmaterials (Stichwort: Big Data) in den Gemeinden angekommen. Gerade in den für die Gemeinden so zentralen Themenbereichen Infrastruktur, Gesundheit, Pflege und Bildung gilt es unter Berücksichtigung sämtlicher bestehender datenschutzrechtlicher Regelungen optimal mit den vorhandenen Daten und Informationen umzugehen. Dieser sorgfältige Umgang erscheint jedenfalls geboten, denn mehr als zwei Drittel der BürgerInnen vertrauen den lokalen und regionalen Entscheidungsträgern und – als europaweiter Spitzenwert – gar 92 Prozent fühlen sich mit ihrem Heimatort verbunden. Gerade hier tragen moderne und ästhetische Investitionen besonders zur Verbesserung der Lebensqualität bei.


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REPORTAGE

DACHAUSBAU ALS MEHRFACHER GEWINN

EIN DACHJUWEL IM VENUSGARTEN Eine Musterbaustelle zu besichtigen, kann manchmal ein echter Augenschmaus sein. Wann kommt man schon dazu, einen Dachausbau zu besichtigen, der eine geradezu atemberaubend gute Platznutzung aufzeigt? Eine Reportage.

TEXT / Hans Braun

S

ehr groß ist das niederösterreichische Willendorf in der Wachau ja nicht, aber alt und weltberühmt. Und wie viele dieser lieblichen alten Dörfer hat es eine Eigenheit, die einen Besucher zur Verzweiflung treiben kann: Keine Straßennamen, nur Nummern! Auf der Suche nach der Adresse „Venusgarten in Willendorf 35“ hat es mich nach 15 Minuten wieder an den Rand der Siedlung gebracht. Und als ich kurzentschlossen einen netten Herrn nach der Adresse gefragt habe, erhielt ich zur Antwort, „das müsste der Schauer sein. Do runter, unten links, dann rechts und do bist.“ Da war mir dann auch klar, dass ich dort schon zweimal vorbeigefahren bin, ohne was zu merken. „Zum Schauer in den Venusgaren nach Willendorf 35“ wollte ich unter anderem, weil dort ein beeindruckender und preisgekrönter Dachausbau zu finden ist, der sich nicht nur in die althergebrachte Dachlandschaft Willendorfs fügt, sondern auch in die Landschaft passt. Verwendet wurden ausschließlich österreichische Materialien, wie Hausherr Stefan Schauer in vielen Berichten und Interviews schon erzählt hat. Aber die Frage ist: Welche Vorteile bietet ein Steildach – oder auch Satteldach – dem Bauherrn oder einer Gemeinde, die selbst bauen will? Dazu nahmen Richard Rothböck, HolzbauBundesinnungsmeister, Michael Walter, Geschäftsführer von Velux-Fenster, und Michael

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Man würde sich viele neue Flächenwidmungen sparen.“ Michael Walter, Vizepräsident Pro Steildach, über einen kommunalen Vorteil von Dachausbauten

LINKS ZUM HAUS AM VENUSGARTEN Nö. Holzbaupreis 2014: www.holzbaupreisnoe.at Videotipp: http://vimeo. com/72721820

Utvary von Bramac Stellung. „Der handgreiflichste Vorteil eines Steildaches in einem Land wie Österreich ist natürlich die schon durch die Konstruktion bedingte höhere Sicherheit bei Schnee. Das ist einer der Punkte, den die Initiative ,Pro Steildach‘ promoten will“, wie Michael Walter, Geschäftsführer von Velux, ausführt. „Worum es uns mit unserer Initiative geht, sind nicht nur, die Vorzüge eines Steildachs zu betonen. Es geht uns auch um Fragen wie Ortsbildgestaltung in dem Sinn, dass aus Platznot viele Ortskerne veröden, weil die Menschen an den Rand der Gemeinden ziehen. Und mit einem Dachausbau, der allerdings nur mit einem Steildach möglich ist, könnte man eine Menge zusätzlicher Räume gewinnen. Man würde sich viele neue Flächenwidmungen sparen.“ Es würde nicht nur Platz gespart, es würden auch keine Aufträge an die regionale Wirtschaft wegfallen. Ein Punkt, auf den Bundesinnungsmeister und Obmann von Holzbau Austria Richard Rothböck, vehement hinweist: „Dachstühle und Dachausbauten sind Grundpfeiler unseres Gewerbes. Ein geneigtes Dach ist auch wesentlich sicherer. Das müssen wir erhalten, nicht zuletzt im Sinne des Handwerks.“ Michael Utvary, Geschäftsführer von Bramac, bringt die eigentliche Dramatik der Entwicklung auf den Punkt: „Wir hatten 1997 ein Dachvolumen von 18 Millonen Quadratmeter – eineinhalb Millionen davon Flachdach und der Rest Steil-


REPORTAGE GESTALTEN & ARBEITEN

Wir verlieren ein immenses Volumen an Wertschöpfung, das nicht in Österreich bleibt.“ Der Autor im Gespräch mit Stefan Schauer, Gastgeber und Bewohner des Hauses am Venusgarten, Kommerzialrat Richard Rothböck, Obmann holzbau Austria, Dipl.-Ing. Michael Walter, Geschäftsführer der Firma Velux und Dr. Michael Utvary, Geschäftsführer von Bramac.

FOTOS: Gregor Nesvadba / Weinwurm

dach. Heute sind es siebeneinhalb Millionen m² Flach- und achteinhalb Millionen m² Steildach. Wir verlieren hier ein immenses Volumen an Wertschöpfung, das nicht in Österreich bleibt. Im Gegensatz zu Steildächern werden nämlich die Materialien für Flachdächer meist im Ausland erzeugt. Was die Dachkonstruktionen betrifft, schadet dies der österreichischen Holzwirtschaft enorm. Und es gibt keine Chance auf einen zusätzlichen Platzgewinn.“ „Es ist ja nicht nur die Mär, dass ein Flachdach ökologisch besser wäre“, wirft Michael Walter ein. „Viele unserer Gesprächspartner, Architekten, Auftraggeber oder Bauherren, haben zugegeben, an ein Steildach gar nicht zu denken.“ Rothböck schlägt in diese Kerbe und gibt zu bedenken, dass die heutige Architektenausbildung eine zu große Lastigkeit für das Flachdach aufweist. Es gibt viele handfeste Argumente zugunsten eines Steildachs, wie der weitere Gesprächsverlauf zeigt. Betrachtet man die Kosten für den Bauteil Dach, also die Dachhülle inklusive der Konstruktion, ist das Steildach sowohl in der Anschaffung als auch im Lebenszyklus (50 Jahre) günstiger. Auch in Hinblick auf die Gesamtkosten liegt das Haus mit Steildach vorne: Durch das größere Platzangebot eines ausgebauten Steildachs beträgt die Ersparnis gegenüber dem Flachdach innerhalb eines Lebenszyklus mehr als 400 Euro pro Quadratmeter.

TU-STUDIE „LEISTBARES WOHNEN UNTERM STEILDACH“

20 t

CO2 Einsparung werden bei einer angenommenen Grundfläche von 200 m² durch eine Bauweise mit Steildächern erzielt.

83 300 Euro Ersparnis. Auf den Lebenszyklus von 50 Jahren betrachteter Vorteil des Steildachs gegenüber einem Flachdach.

QUELLE / TU-Studie des Forschungsbereichs für Industriebau und interdisziplinäre Bauplanung der TU Wien, durchgeführt von Dr. Iva Kovacic, 2014

Michael Utvary, Präsident Pro Steildach, über ein Manko des Rückgangs von Steildächern

Einer Studie der TU Wien (auf der Website www.meinsteildach.at erhältlich) zufolge zeigt sogar das ausgebaute Steildach noch eine Kostenersparnis: Geht man von einem Einfamilienhaus mit einer Grundfläche von 200 m² aus, so wird der Unterschied zwischen den Dachtypen vollends deutlich: Auf den Lebenszyklus gesehen, liegt die Ersparnis des ausgebauten Steildaches gegenüber dem Flachdach bei 83.300 Euro und der Einsparung von 20 Tonnen CO2. Österreicher sehen Trend zum Steildach: Die in der Vergleichsrechnung der TU-Studie belegten wichtigsten Vorteile von Steildach-Konstruktionen decken sich exakt mit den modernen Anforderungen der Österreicher an das Dach über dem Kopf. Laut der im Sommer 2014 präsentierten Dach-Studie von meinungsraum.at bevorzugen weit mehr als zwei Drittel der Österreicher ein Steildach. „Mit den Ergebnissen der TU-Vergleichsstudie können viele Bauchentscheidungen von Bauherren nun durch Fakten belegt werden. Skeptiker sollten sich vom neuen Blickwinkel auf den Lebenszyklus einer Dachkonstruktion und in der damit verbundenen Kosten- und Aufwandsfrage, dazu überzeugen lassen, den Fokus auf langfristige Planung zu legen“, sehen die Studienautoren ihre Ergebnisse bestätigt. www.meinsteildach.at Initiative Pro Steildach KOMMUNAL 10A/2015 // 73


FOTO: Stadtgemeinde Tulln

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Arbeiteten an der Umsetzung und der Optimierung des neuen Programms: Bauhof-Leiter Ing. Florian Pauser (hinten) und Michael Schabus, Bereichsleiter für Verwaltung und Betrieb.

EDV-PROJEKT

BAUHOF TULLN IST VORREITER Als erste Gemeinde Österreichs setzt Tulln im Bauhof ein modernes EDV-System mit allen verfügbaren Modulen ein. Dies vereinfacht Prozesse und ermöglicht transparente und punktgenaue Planung, Abrechnung und Kostenzuteilung – kurz: der Bauhof arbeitet wesentlich effizienter und auf dem neuesten Stand der Technik.

H

andgeschriebene Listen und geschätzte Arbeitsaufwände waren gestern: Wenn ein Trupp des Bauhofs früh morgens ausrückt, ist seit diesem Jahr ein Smartphone mit einer eigenen App sein stetiger Begleiter: Bei Arbeitsbeginn wird die Zeit für die Partie erfasst und die Tagesaufgaben scheinen automatisch am Display auf – sei es Rasenmähen an der Donaulände oder diverse Arbeiten für Veranstaltungen. Die für die Durchführung der Arbeiten erforderlichen Fahrzeuge und Geräte werden durch Einscannen eines QR-Codes erfasst und deren Kosten automatisch dem jeweiligen Auftrag zugeordnet. Aufwand: minimal. Nutzen: riesig – denn damit ist eine effiziente und exakte Kosten- und Zeitplanung sowie -abrechnung möglich. Die Bereichsleiter des Bauhofs planen die Arbeit ihrer Teams

Handgeschriebene Listen waren gestern.“

vorab und teilen Aufgaben zu, die direkt auf die insgesamt 17 Diensthandys übertragen werden. Automatisch werden die dabei entstehenden Kosten aufgeschlüsselt nach Personal-, Maschinen- und Materialkosten erfasst. Über ein Jahr dauerten die Vorbereitungsarbeiten für die Einführung des neuen EDV-Systems mit dem Namen „k5 Wirtschaftshof“ der gemdat NÖ. Im Endeffekt ist ein auf den Tullner Bauhof optimal zugeschnittenes EDV-Werkzeug entstanden, das in Zusammenarbeit mit der gemdat laufend ausgebaut und optimiert wird. Für den Ankauf des Programms und dessen Inbetriebnahme investierte die Stadtgemeinde Tulln rund 11 000 Euro – ein Bruchteil dessen, was mit der erreichten Effizienzsteigerung eingespart wird.

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BRAMAC TEGALIT DIE KUNST DER REDUKTION Klare Formen für neue Architektur. Das ist Bramac Tegalit. Ein Dachstein für allerhöchste Ansprüche an zeitgemässes Design und zukunftsweisende Stiltrends. Sein ebenes Erscheinungsbild und seine klassischen Farben schiefer, zinkgrau und ziegelrot zeigen bewusst Klarheit und lassen moderne Architektur für sich selbst sprechen. Sein Plus: Für andauernde Schönheit, Langlebigkeit und 5-fachen Schutz garantiert seine feinporig glatte Bramac Protector Plus Oberfäche in matt!

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FOTOGRAF: Ludwig Schedl/APA

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Eröffneten die Pilotanlage in Auersthal: Theresia Vogel (Klima- und Energiefonds), Stefan Szyszkowitz (EVN), Minister Alois Stöger, Elisabeth Engelbrechtsmüller-Strauss (Fronius International GmbH), Manfred Leitner (OMV Downstream).

PILOTPROJEKT

BMVIT UND KLIMA- UND ENERGIEFONDS ERÖFFNEN ERSTE POWER-TO-GAS-ANLAGE IN ÖSTERREICH Die Energiewende auf Basis von Wind- und Solarkraft ist zur wirtschaftlichen Realität geworden. Erneuerbare, nachhaltige Energie steht jedoch vor einer großen Herausforderung: der Speicherung. Die Mitte August von Bundesminister Alois Stöger eröffnete Pilotanlage „Wind-

2Hydrogen“ am Standort der OMV im niederösterreichischen Auersthal wird zur Lösung dieser beitragen. Das Projekt zielt darauf ab, Strom aus erneuerbaren Quellen in Wasserstoff umzuwandeln, zu speichern, ins Erdgasnetz einzuspeisen oder als hochreinen Was-

serstoff für die Mobilität zu nutzen. Diese Anlage ist die erste Power-to-GasPilotanlage in Österreich und die einzige europaweit, die sich mit der Neuentwicklung eines flexiblen HochdruckElektrolyseurs beschäftigt. Das Projekt wurde vom Klima- und Energiefonds

im Rahmen seines Energieforschungsprogrammes mit rund 1,2 Millionen Euro gefördert.

Infos & Kontakt: www.energy-innovationaustria.at

Schneller ankommen – und was mach’ma mit der gewonnenen Zeit?

Ganz sicher nicht motzen!

Die ÖBB bauen aus – Österreich wird schneller und umweltfreundlicher Investitionen in die Bahn bringen allen was: 6.500 Züge schonen täglich unsere Umwelt. Immer mehr Menschen – in ganz Österreich – nutzen die Vorteile der Bahn. Moderne Bahnhöfe und Strecken werden gebaut. 130 km Hochleistungsstrecke sind seit 2012 fertiggestellt, damit Sie schneller ankommen. Auf in die Zukunft ! Teileröffnung Güterzentrum Wien Süd

2026

Graz; Vollinbetriebnahme Wien Hauptbahnhof

2016

Salzburg, Attnang Puchheim, Wien Hauptbahnhof

2015

Meilensteine Bahnhofsoffensive Wels – Attnang Puchheim

2014

Wien – St. Pölten und Unterinntal

2013

2012

Hochleistungsstrecken

Fertigstellung Neue Südstrecke

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Alle Infos unter oebb.at/zukunftbahn


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GESUNDHEITSFÖRDERUNG

GEMEINSAM GESUND IN ÖSTERREICH zu können. Die Förderschiene „Gemeinsam gesund in …“ will Gemeinden und Städte dazu motivieren, mit einem Gesundheitsförderungsprojekt die Rahmenbedingungen für ein gutes nachbarschaftliches Zusammenleben zu verbessern. Kofinanziert werden Projekte qq mit mehreren aufeinander abgestimmten Maßnahmen zum Thema „Auf gesunde Nachbarschaft!“

Der FGÖ übernimmt 50 Prozent der Kosten. Die maximale Gesamtprojektkostensumme richtet sich nach der Einwohner/innenzahl. Unter www.gesunde-nachbarschaft.at finden Sie Projektbeispiele und Informationen zur Förderschiene „Gemeinsam gesund in… “.

Eine Hilfestellung für die Projektplanung bietet der Leitfaden für Gesundheitsförderung in Gemeinden, Stadtteilen und Regionen. Bestellung kostenfrei per Mail an fgoe@goeg.at

KONTAKT Gesundheit Österreich GmbH Fonds Gesundes Österreich Aspernbrückengasse 2, 1020 Wien Anna Krappinger, MA anna.krappinger@goeg.at www.fgoe.org www.gesunde nachbarschaft.at

qq mit dem Ziel, das Zusammenleben in der Gemeinde zu verbessern qq mit einer Laufzeit von 12 bis 24 Monaten

ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

A

m 62. Österreichischen Gemeindetag und der begleitenden Kommunalmesse im Messezentrum Wien (10. bis 11. 9. 2015) können sich zahlreiche Besucher/ innen im Nachbarschaftscafé über die Fördermöglichkeiten und Aktivitäten des Fonds Gesundes Österreich informieren. Funktionierende Nachbarschaften können viel zur Lebensqualität und zum Wohlbefinden beitragen. Dies wiederum wirkt sich positiv auf die (psychosoziale) Gesundheit aus. Nachbarschaften brauchen geeignete Rahmenbedingungen und manchmal auch einen Impuls oder etwas Unterstützung von außen, um richtig gedeihen

AUSTRIA GLAS RECYCLING

„glasartig“ – die erste App, die Recycling belohnt

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KONTAKT Austria Glas Recycling GmbH Monika Piber-Maslo Obere Donaustraße 71 1020 Wien www.agr.at www.agr.at/glasartig www.facebook.com/ austriaglasrecycling

ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

Hand aufs Herz – wie halten Sie‘s mit Glasrecycling? „Mach ich regelmäßig, ist Umweltschutz.“ „Muss sein.“ „Ist mir egal“. Welcher Antwort auch immer Sie am ehesten zustimmen, mit der App glasartig gönnen Sie sich einen (zusätzlichen) Motivationsschub. Laden Sie die kostenlose App glasartig aufs smartphone. Beim Glascontainer: glasartig starten und

Altglas einwerfen. Jedes Klirr, das durch das Einwerfen der leeren Glasverpackungen zu hören ist, wird via Mikrofon erfasst und gezählt. Das sichert Ihnen die Chance auf Ihre Lieblingsmusik: Wer bei glasartig mitmacht, nimmt an der monatlichen Verlosung von iTunes oder GooglePlay-Gutscheinen teil.


GESTALTEN & ARBEITEN

PREMIERE

VERLEIHUNG DES EUROPA-STAATSPREISES 2015 Anlässlich des 20-JahrJubiläums des EU-Beitritts Österreichs wurde heuer erstmals der vom BMEIA initiierte Europa-Staatspreis verliehen. Mit dem Preis soll außerordentliches Engagement von BürgerInnen und Organisationen für Europabewusstsein und Europaverständnis gewürdigt werden. Die Überreichung des Europa-Staatspreises durch Bundesminister Sebastian Kurz erfolgte am 13. Juni im Rahmen des Europaforums Wachau. Der Europa-Staatspreis in der Kategorie „Zivilgesellschaft“ erging an das

Die Preisträger des Europa-Staatspreises 2015: Wolfgang Böhm, Rainer Nowak (beide: Die Presse), Daniel Gerer (eu2014.at), Anna Gabriel (Die Presse), Sebastian Kurz, Leo Kaserer, Erwin Zangerl (beide AK Tirol, letzterer: AK-Tirol-Präsident).

Sozialprojekt „Rückenwind“ der Arbeiterkammer Tirol, welches sozial und bildungsmäßig benachteiligten

Jugendlichen die Teilnahme an Auslandsprojekten ermöglicht. Die Auswahl der PreisträgerInnen aus

rund 130 Einreichungen aus allen Bundesländern erfolgte durch eine Fachjury. In der Kategorie „Europaberichterstattung“ gewann das EU-Ressort der Tageszeitung „Die Presse“, in der Kategorie „Jugend“ die Jugendkampagne eu2014.at, die von den Jungen Europäischen Föderalisten mit Europe Direct Österreich und der Europäischen Bewegung im Vorfeld der Europawahl ins Leben gerufen wurde. Der Europa-Staatspreis 2016 wird im kommenden Frühjahr ausgeschrieben. Mehr auf www.bmeia.gv.at

Ich mach mir keine Sorgen im Alter. Ich geh zu SeneCura.

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www.senecura.at


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ALTERNATIVE ANTRIEBE, KNOW-HOW & SERVICE

DAS GEHEIMNIS DES ERFOLGS Nutzfahrzeuge aus dem Hause Fiat sind in Österreich höchst beliebt. Und das gleich aus mehreren Gründen! Welche das sind, verrät uns Markus Wildeis im Exklusiv-Interview. Mag. Markus Wildeis, Direktor Fiat Professional Österreich.

Der Markt der leichten Nutzfahrzeuge wächst weiter und zeigt sich heuer wieder positiv. Dieser Trend spiegelt sich auch bei Fiat Professional wieder. Wird es so weitergehen? Bereits 2014 war für Fiat Professional ein herausragendes Jahr. Auch 2015 entwickeln sich alle Modelle positiv, wobei Ducato und Doblò Cargo im Vergleich zum Vorjahr herausstechen. Der Markt selbst befindet sich auf einem hohen und konstanten Niveau. Unserer Auffassung nach ist die unterschiedliche Entwicklung der Segmente eher auf die Modellzyklen der einzelnen Hersteller zurückzuführen. Fiat Professional liegt in Österreich seit Jahren an den vordersten Plätzen. Jetzt sind der neue Ducato und der neue Doblò Cargo im Markt etabliert. Was ist für die Zukunft zu erwarten? Anfang 2015 kam der neue Doblò Cargo auf den Markt und ist mit einem Spitzenwert von über 18% Marktanteil im Segment dabei, diese Erfolgsgeschichte noch weiter auszubauen. Ducato und Doblò 78 // KOMMUNAL  10A/2015

Cargo treiben Fiat Professional zu einem weiteren Rekordjahr und mit dem Ducato nehmen wir damit klar die Führungsposition im Segment der Nutzfahrzeuge von 3 bis 3,5 Tonnen ein. Im Moment haben wir den weiteren Ausbau von Spezialumbauten unserer Modelle im Fokus. Wir haben das Know-how und können jeden erdenklichen Wunsch erfüllen. Speziell Gemeinden und Vereine können wir mit werksseitigen Lösungen unterstützen und sind mit unserem großen Händlernetz allen Anforderungen gewachsen. 2016 vollziehen wir die Erneuerung unserer Modellpalette und stoßen sogar in ein bisher neues Segment für Fiat Professional vor. Daher blicken wir gespannt und Erwartungsvoll in die Zukunft. Lassen Sie uns das Stichwort Händlernetz aufgreifen. Wichtig für viele Kunden ist der enge Kontakt zu den Händlern, um Vertrauen in den Bereichen Service und Werkstatt aufbauen zu können. Wie ist der aktuelle Stand der Fiat Professional-

Zentren in Österreich? Nutzfahrzeugkunden benötigen spezifische, professionelle Betreuung an jedem Ort in Österreich. Und genau hier unterscheidet sich unsere Strategie klar von vielen Mitbewerbern. Wir konzentrieren unsere professionelle Kompetenz nicht auf einige Stützpunkte in Zentren – Fiat Professional deckt mit einem Netz von 103 Vertriebs- und 139 Servicepartnern den österreichischen Markt in jeder Region perfekt ab. Diese Betriebe erfüllen alle nutzfahrzeugspezifischen Standards und zwar genau dort, wo Sie benötigt werden. Das bedeutet perfektes Service ohne lange Anfahrtswege mit allen Dienstleistungen, die auch ein großes Zentrum nicht besser erbringen kann. In aller Munde sind momentan alternative Antriebe. Wie ist der Stand der alternativen Antriebe im Nutzfahrzeugbereich? Aufgrund der derzeitig verfügbaren Speichermedien spielen elektrobetriebene Fahrzeuge im Nutzfahrzeugbereich keine große Rolle. Das liegt einerseits im hohen Anschaffungs-

preis, der geringen Reichweite, der langen Ladezeiten und andererseits nimmt die Batterie viel Platz, Gewicht und dadurch Nutzlast weg. Eine Alternative zu den herkömmlichen Antrieben stellt die Variante Erdgas dar: Wegen seiner hohen Alltagstauglichkeit liegt der CNG(Compressed Natural Gas) Markt noch über dem mit Elektroantrieb, spielt aber leider im Gesamtmarkt noch immer eine untergeordnete Rolle. Abgesehen von den ökologischen Gesichtspunkten ist der betriebswirtschaftliche Vorteil von CNG-Fahrzeugen, je nach Modell und Einsatz schon unter 10.000 km/Jahr wirtschaftlich klar darstellbar. Das mittlerweile dichte Tankstellennetz, die einfache Bedienung und die guten Reichweiten machen diese Technologie bei Nutzfahrzeugen nach wie vor zur wichtigsten alternativen Antriebstechnik. Wir sind in der glücklichen Lage, eine breite Modellpalette mit umweltschonendem Erdgasantrieb anbieten zu können, und sehen hier das Potenzial noch lange nicht ausgeschöpft.


GESTALTEN & ARBEITEN

FREIRAUM-MÖBEL AUS ACRYL

BÄNKE, DIE WIND UND WETTER TROTZEN reich ansässigen Schwesterfirma STAUSBERG STADTMÖBEL GmbH. Was Kunststoff für Außenanwendungen betrifft, so gilt Acryl als das beste Produkt, nicht zuletzt wegen der extremen Widerstandsfähigkeit. Stadtmöbel aus Acryl müssen über die kalte Jahreszeit nicht abgebaut und eingelagert werden, denn sie trotzen Eis und Schnee nach Belieben. Selbst Streusalz kann ihnen nichts anhaben. Fakten, die Acryl als Werkstoff für den Außenbereich geradezu prädestinieren.

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Einer für alles.

17.08.2015

Der MAN TGM Euro 6. MAN kann.

17:23

MEERSBURG ist ein schlichtes Acryl-Bankmodell, das sich ganz nach Bedarf unaufdringlich ins Stadtbild einfügt, aber ebenso – durch eine große zur Verfügung stehende Farbpalette – bewusst in Szene gesetzt werden kann.

Gerade für Gemeindeverwaltungen besitzen Außenmöbel mit Acrylbelattung einen hohen Stellenwert: So wurden beispielsweise sämtliche ASFINAG-Raststätten von der STAUSBERG STADTMÖBEL GmbH österreichweit mit solchen Sitzbänken ausgestattet.

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Seite 1

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MAN kann. KOMMUNAL 10A/2015 // 79

ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

S

tadt- und Parkmöbel im Außenbereich müssen besonderen Ansprüchen gerecht werden. Eine Tatsache, die die NUSSER-GRUPPE von jeher erfolgreich umsetzt: Ansprechendes Design, gekoppelt mit technischem Know-how, die Verarbeitung qualitativ hochwertiger Materialien und handwerkliches Können machen die Outdoor-Möbel des innovativen Unternehmens so einzigartig. Aktuell wurde das Portfolio um neue Bänke, Tische und Sitzgruppen mit Acryloberfläche erweitert – eine Spezialität der in Öster-

Est volut quiber Quas consed es aut inum repudae Lorem.


Die aktuelle Wespenplage ist nur gefühlt.“ Christian Erhard, Zoologe der Universität für Bodenkultur, über die jährlich um diese Zeit in sämtlichen Zeitungen erscheinenden WespenArtikel. Grund für die Panik ist, dass die Bevölkerung seiner Meinung nach noch nicht verstanden hat, dass Wespen im Hochsommer das Maximum ihrer Volksgröße erreichen. QUELLE: ORF Science, 11.8.2015

74%

der Gemeinden arbeiten bei Infrastrukturprojekten mit anderen Gemeinden zusammen. QUELLE: Pitters Studiengutachten „Investitionen in den Gemeinden“

80 // KOMMUNAL  10A/2015

NEWS

Das limitierte D-MAX-Sondermodell ist wahlweise in den edlen Außenfarben Cosmic Black Mica oder Silky White Pearl erhältlich.

ISUZU D-MAX-SONDERMODELL LIMITED EDITION Seit September 2015 ist das neue Sondermodell Limited Edition des kraftvollen Pickups ISUZU D-MAX im Handel erhältlich. Die Basis des stylischen Sondermodells bildet der D-MAX in der Double Cab-Variante mit zuschaltbarem Allradantrieb, Automatikgetriebe, einem starken 2,5-Liter-Twin-Turbo-Dieselmotor mit 163 PS sowie einer luxuriösen PremiumAusstattung. Das limitierte D-MAX-Sonder-modell ist serienmäßig

mit folgenden Highlights ausgestattet: einer Dachreling in Schwarz, Einstiegsleisten aus Edelstahl, Anhängerkupplung, Klimaautomatik, Clarion-Navigationssystem, -Mediacenter und -Rückfahrkamera, schwarzen DesignApplikationen im Innenraum, Dachhimmel und A- und B-Säulen-Innenverkleidung in Schwarz, elektrisch verstellbarem Fahrersitz, schwarzen Ledersitzen mit Sitzheizung vorne, Tempomat sowie einem übersichtlichen Multi-Infor-

mationsdisplay. Die 17-ZollLeichtmetallfelgen, der Kühlergrill, die Haubenleiste und die seitlichen Trittbretter sind in schickem Dark Gray und die Türgriffe, der Außenspiegel und der Heckklappengriff in elegantem Cosmic Black Mica gehalten. Der Preis des attraktiven Sondermodells „Limited Edition“ liegt bei 37.550 Euro.

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FOTOS / Isuzu/Verlag Pichler/TAWV

GESTALTEN & ARBEITEN


NEWS GESTALTEN & ARBEITEN

QUERGESCHRIEBEN

Breite Basis für Tirol: Die Obmänner der acht Tiroler Abfallverbände ziehen an einem Strang.

TIROL: ABFALLVERBÄNDE ZIEHEN AN EINEM STRANG Acht Tiroler Abfallverbände und Kommunalbetriebe haben sich zu einer gemeinsamen Interessensvertretung, dem Tiroler Abfallwirtschaftsverein (kurz TAWV), zusammengeschlossen. Der neue Dachverband soll künftig durch den gemeinsamen Auftritt bei Bund und Land mehr bewegen. „ Unser vorrangigstes Ziel ist die Unterstützung der kommunalen Abfallwirtschaft mit einem verantwortungsvollen

Wertstoffmanagement“, so der gewählte TAWV-Obmann Dr. Alfred Egger (Geschäftsführer ATM-Abfallwirtschaft Tirol Mitte). Er verspricht eine effizientere Abfallwirtschaft durch eine Bündelung der Kräfte:

„Kooperationen, die dazu dienen, Kräfte zu bündeln und Synergien zu nutzen, sind sehr positiv für Gemeinden und Bürger im Sinne der geforderten Sparsamkeit, Bürgernähe und Verwaltungsvereinfachung.“

„Dort, wo es vergleichbare Dachverbände gibt, sind die Abfallgebühren am niedrigsten.“ Diesen Vorteil für die Bürger schätzt auch der für die Gemeinden zuständige Landesrat Johannes Tratter:

Der neue Dachverband soll zudem dem Erfahrungsaustausch und der stärkeren Zusammenarbeit der einzelnen Mitglieder dienen.

50 Dinge, die ein Wiener getan haben muss Dieses Buch ist anders - es richtet sich an Einheimische und an Besucher, die das Besondere suchen. So verraten die Autorinnen Alexandra Gruber und Marliese Mendel zum Beispiel, welche Bande sich in der Oper „herumtreibt“ oder warum man im Dunkeln durch die Kaiserappartements gehen sollte. Pichler Verlag, ISBN: 9783-85431-702-9, Erscheinungstermin: 21. 9. 2015 www.styriabooks.at

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KOMMUNAL 10A/2015 // 81


LAND  & LEUTE NOCH MEHR FRAUENPOWER

In Bernstein trafen sich die Bürgermeisterinnen Seite 86 DIE TÜCKEN DES HERBSTS

Gefahren durch veränderte Straßenverhältnisse Seite 88

EINFACH ALLE VERSTEHEN

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Per Videoschaltung dolmetschen ist ebenso einfach wie kostengünstig. Eine österreichische Firma hat diese Art der Verständigung optimiert und unterstützt Behörden dabei, effizient und serviceorientiert zu arbeiten.

KOMMUNAL 10A/2015 // 83


LAND & LEUTE

D

TEXT / Andreas Hussak

as Problem kennt jede Gemeinde: Bürger mit unzureichenden oder überhaupt keinen Deutschkenntnissen haben einen Amtsweg zu erledigen und hadern dabei mit der Kommunikation. Die Folge daraus: Missverständnisse, Ärger, mitunter Angst und sicher alles andere als eine optimale Gesprächssituation. Die Rechtslage ist klar. In Österreich ist die Amtssprache Deutsch, und sollten die betreffenden Personen sich nicht verständlich machen können, so haben sie selbst dafür aufzukommen, um übersetzen bzw. sich dolmetschen zu lassen. In der Regel sieht das allerdings so aus, dass Verwandte, Bekannte oder oft sogar minderjährige Kinder für diese Aufgabe einspringen müssen, und damit nicht selten völlig überfordert sind. Das betrifft den Volksschüler, dem es am Wissen über medizinische Fachbegriffe mangelt, wenn er seiner aufgelösten Mutter die Diagnose einer unheilbaren Krankheit klarmachen muss; das betrifft aber auch ratlose Hauptschüler, wenn ihnen juristische Fachausdrücke weder auf Deutsch noch in ihrer Muttersprache etwas sagen. Kurz gesagt: Es ist für alle Beteiligten mühsam und belastend. Auch für die Gemeindebediensteten. Daher haben manche Kommunen die Initiative ergriffen und die Organisation von kompetenten und professionellen Dolmetschern selbst übernommen. Die Probleme, die sich dabei stellen, sind vor allem die Vielzahl der Sprachen und der daher breite Pool notwendiger Dolmetscher sowie deren hohe Kosten. Die Lösung dafür scheint mit der Möglichkeit des Videodolmetschen gefunden zu sein. Doch was ist Videodolmetschen eigentlich? Grundsätzlich ist es das mündliche „Übersetzen“ per Videoschaltung. Das heißt, der sprachliche Vermittler befindet sich nicht am selben Ort wie die beiden zu dolmetschenden Parteien, ist aber von den beiden akkustisch und visuell wahrnehmbar. Die Vorteile liegen bei dieser Methode auf der Hand: Zuallererst fallen Fahrtkosten und Wartezeit auf die Dolmetscher weg. Die Auswahl an Sprachen und Personen ist wesentlich größer als bei physisch vor Ort verfügbaren Dolmetschern, und umso bedeutender, je seltener die

84 // KOMMUNAL  10A/2015

MEHR ALS

500

qualifizierte Dolmetscher stehen bei „Videodolmetschen“ zur Verfügung

Sprache: Die Situation, dass der Dolmetscher aus dem gleichen Umfeld des zu Dolmetschenden stammt, tritt de facto nicht mehr auf. Schließlich spricht noch ein wesentlicher Punkt für die Videokommunikation: Die Hemmung, selbst bei kurzen Gesprächen oder spontan auftretenden Verständigungsproblemen auf Profis zurückzugreifen, fällt weg. Und das ist erfreulich, denn dass Profis den Job besser erledigen als Laien, ist beim Dolmetschen nicht anders als bei jeder anderen Arbeit.

MEHR ALS

50

Sprachen sind verfügbar, von Arabisch bis Vietnamesisch.

120

Sekunden dauert es maximal, bis sich ein Dolmetscher arbeitsbereit zuschaltet, nachdem er mit nur einem Klick angefordert wurde.

„Videodolmetschen“ ist aber auch der Name des marktdominierenden Anbieters der gleichlautenden Dienstleistungen. Die SAVD Videodolmetschen GmbH entstand aus einer Kooperation des Vereins „Plattform Patientensicherheit“ mit der Institut für Ethik und Recht in der Medizin, dem ServiceCenter ÖGS.barrierefrei und dem Zentrum für Translationswissenschaft der Universität Wien. Ziel des Projekts war ursprünglich die bessere Verständigung mit fremdsprachigen Patienten in Krankenhäusern. Mittlerweile fand das System auch in Justizanstalten Verwendung, wird in mehreren österreichischen Städten, wie Graz, Salzburg oder Innsbruck, im Magistrat eingesetzt, und dieser Tage startet es auch probeweise an drei Wiener Kundenzentren des AMS. Die Probephase hat man in Innsbruck hingegen bereits hinter sich gelassen, und die gemachten Erfahrungen waren durchwegs positiv. So verwundert es nicht, dass das Projekt auf unbe-


LAND & LEUTE

Der Syrer konnten sich dank Arabisch-Dolmetscherin sofort verständlich machen (links). Die gewünschte Dolmetscherin ist binnen Sekunden zugegen. (rechts)

loslegen. Neben einer monatlichen Videolizenz fallen für das Dolmetschen minutengenau abgerechnete Kosten von 2 €/min. für die ersten 15 min. sowie 1 €/min. für alle weiteren Minuten an. Die Videosoftware-Lösung entspricht dabei den Datenschutzvorgaben des jeweiligen Bundeslandes.

stimmte Zeit verlängert und die Zugriffsmöglichkeiten zum Videodolmetsch-Programm auf alle SachbearbeiterInnen ausgeweitet wurde.

Als zusaätzliches Service können Gemeinden über kommunalnet.at jederzeit innerhalb kürzester Zeit mittels single-sign-on zu übersetzende Texte hochladen und diese übersetzt bekommen, bei Bedarf natürlich auch beglaubigt.

Dr. Bernhard Holas, seines Zeichens Magsitratsdirektor der Stadt Innsbruck, bestätigt die guten Erfahrungen: „Speziell für den Bereich Soziales (Mindestsicherung und Kinder- und Jugendhilfe) sowie für Wohnungsservicestellen (Wohnungsvermittlung; Mietzinsbeihilfe und Förderungsverwaltung) erscheint Videodolmetschen sehr empfehlenswert!“

Die Firma SAVD Videodolmetschen GmbH ist die mit Abstand größte Anbieterin von Videodolmetschleistungen in Österreich, nicht aber die einzige. Beispielsweise gibt es die noch junge Tiroler Firma InterprAID (www.interpraid.org), die sich als Plattform für soziale Einrichtungen versteht, sowie einige weitere lokale Anbieter.

Zwar bietet das Unternehmen eigene, standardisierte Cisco-Hardware an und sorgt auf Wunsch auch für die komoplette Infrastruktur, allerdings funktioniert das Videodolmetschen mit allen Plattformen. So wurden etwa auch in Innsbruck die bereits bestehenden Computer genutzt und keine Extra-Geräte angeschafft, und trotzdem versicherte man dort KOMMUNAL gegenüber die Qualität als alternativlos gut. Die Möglichkeiten des Videolometschens sind aus Sicht der Gemeinden natürlich auch beim Thema Integration und Zuwanderung hochinteressant. Der Österreichische Gemeindebund hat daher für die Kommunen ein innovatives und kostengünstiges Lösungsangebot flächendeckend ausverhandelt. Und so sieht das Angebot aus: Mit nur einem Klick erhält man binnen maximal zwei Minuten eine Videoverbindung zum gewünschten Dolmetscher und kann sofort

Die Initiative von Videodolmetschen zusammen mit Kommunal und dem Österreichischen Gemeindebund soll mit einem österreichweiten Dolmetscherpool für Qualität, Kostenersparnis und Mitarbeiterentlastung sorgen. Gemeinden werden im Berecih Asylwesen und Migrartion nicht alleine gelassen! Sie bietet Unterstützung in der dauerhaften, nachhaltigen gesellschaftlichen Aufgabe, Integration zu fördern und Integrationspotenziale zu erkennen. Ganz abgesehen von der gleichzeitgen Unterstüzung auf dem Weg zur gesetzlich vorgeschriebenen Barrierefreiheit. Weiterführende Informationen dazu: ANDREAS HUSSAK REDAKTEUR BEI KOMMUNAL

videodolmetschen.at kommunalnet.at KOMMUNAL 10A/2015 // 85


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BÜRGERMEISTERINNENTREFFEN

NOCH MEHR FRAUENPOWER Rund ein Drittel aller Bürgermeisterinnen in Österreich traf sich in Bernstein zum jährlichen Gedankenaustausch. Diese drei Tage dienten nicht nur der Motivation.

I

TEXT / Carina Rumpold

ch bekomme diese Woche 100 Asylwerber und kann meine Gemeinde in dieser Zeit nicht alleine lassen. Ich bedaure es sehr, denn das sind meine einzigen drei Tage, an denen ich mir für mich Zeit nehme.“ Mit diesen Worten sagte eine Bürgermeisterin ihr Kommen beim Bürgermeisterinnentreffen, das dieses Jahr im Burgenland vom 17. bis 19. August stattfand, ab. Das zeigt, welch hohen Stellenwert dieses Treffen mittlerweile hat. „Im Zentrum stehen für uns der Austausch und das Kennenlernen abseits der eigenen Gemeinde. Das ist wichtig, um mit ausreichend Abstand auf die Probleme in der eigenen Gemeinde blicken zu können“, weiß die Organisatorin des heurigen Treffens, Bernsteins Bürgermeisterin Renate Habetler. Wie schwierig es ist, sich auch nur für diese drei Tage „freizuschaufeln“, zeigt nicht nur das oben genannte Beispiel. Auch für Elisabeth Rechberger aus der Gemeinde St. Veit im Mühlkreis ist die Teilnahme etwas Besonderes: „Ich bin Geschäftsführerin in einem Betrieb mit elf Mitarbeitern, habe eine große Familie und bin Bürgermeisterin. Für mich war es eine große Herausforderung, diese drei Tage so zu organisieren, dass ich weg kann. Zum Glück hat es heuer geklappt und ich genieße diese kleine Auszeit.“ Kein Weg zu weit: Frauen nehmen ihre Verantwortung in diesem Job sehr ernst. Umso höher anzurechnen ist der heurige Besucherrekord: Rund ein Drittel - 35 Bürgermeisterinnen aus Österreich und eine aus Slowenien - reisten zum Bürgermeisterinnentreffen an. Die seit zwei Monaten amtierende Anifer Bürgermeisterin 86 // KOMMUNAL  10A/2015

Im Zentrum stehen für uns der Austausch und das Kennenlernen abseits der eigenen Gemeinde.“ Renate Habetler, Bürgermeisterin von Bernstein und Organisatorin des Treffens 2015, über die Motivationen der Teilnehmerinnen

Gabriella Gehmacher-Leitner nahm den 350 Kilometer langen Anreiseweg ins gemeinsame Hotel in Bad Tatzmannsdorf ebenso auf sich, wie die bereits seit elf Jahren tätige Bürgermeisterin Maria Zwölfer aus Lermoos (580 Kilometer Strecke). Ein Novum beim heurigen Treffen war, dass auch die Vizebürgermeisterinnen eingeladen wurden. Für Renate Habetler eine Selbstverständlichkeit: „Die Vizebürgermeisterinnen von heute sind die Bürgermeisterinnen von morgen. Für mich war es wichtig, auch sie einzubinden.“ Die Mischung macht‘s: „Das Bürgermeisterinnentreffen ist kein Kurzurlaub, ganz im Gegenteil. Aber es ist eine Auszeit aus dem politischen Trott, um sich auszutauschen und sich mit Sachen zu beschäftigen, für die man sonst aufgrund des Alltagsstresses keine Zeit hat“, erklärt Ulrike Böker, Ortschefin in der BaukulturGemeinde Ottensheim. So stand ein ganzer Tag für Workshops zur Verfügung. Petra Gajar vom Fonds Gesundes Österreich zeigte auf, worauf es ankommt, um Politik, Beruf und Privatleben miteinander zu vereinbaren und lange gesund zu bleiben. Um dieses Wissen zu vertiefen, nahmen sich viele vor, die Bürgermeister-Gesundheitsseminare, die der Österreichische Gemeindebund mit dem Fonds Gesundes Österreich veranstaltet, zu besuchen. Der Nachmittag mit einem Führungs- und Konfliktmanagement-


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Die Bürgermeisterinnen vor der Kulisse des Mittelburgenlands.

wie sie das kulturelle Leben erweitern, seltene Handwerksbetriebe in ihren Gemeinden halten, sondern auch, wie sich eine Verwaltungsgemeinschaft in der Praxis gestaltet. Unterstützt wurden sie vom Österreichischen Gemeindebund sowie dem GVV Burgenland und dem Burgenländischen Gemeindebund. „Wir gehen gestärkt aus diesen drei Tagen wieder in unsere Gemeinden zurück. Wir wissen, dass die Probleme überall ähnlich sind. Durch den Austausch haben wir neue Ansätze, wie man an die Probleme herangehen kann“, resümiert Maria Skazel, Bürgermeisterin der steirischen Gemeinde St. Peter im Sulmtal.

Bundesland

Gemeinden

Bürgermeisterinnen März 2014

Frauenanteil

März 2015

Burgenland

171

7

7

4,1%

Kärnten

132

3

7

5,3%

573

44

56

9,8%

442 (2014:444)

29

34

7,7%

Salzburg

119

3

3

2,5%

Steiermark

287 (2014: 539)

29

16

5,6%

Tirol

279

11

11

3,9%

Vorarlberg

96

6

7

7,3%

Wien

1

0

0

0,0%

2100

132

141

6,7%

SUMME

(2014: 2354)

Coaching von Nicole Mayr-König (dieesche) brachte zwei Themen aufs Tableau, die für viele keine leichte Kost waren. „Es geht nicht darum, zu erlernen, wie man Konflikte verdrängt, sondern sich so mit ihnen auseinanderzusetzen, sodass sie einen selbst nicht mehr emotional belasten. Ändert man seine eigene Einstellung zu einem Konflikt, ändert dies meist auch die Reaktionen der anderen“, erklärt Mayr-König. Die restlichen zwei Tage, den 17. und den 19. August, nutzten Bürgermeisterin Renate Habetler, Klaudia Friedl, Landtagsabgeordnete und Bürgermeisterin von Steinberg-Dörfl, sowie Michaela Raber, Ortschefin der 400-Einwohner-Gemeinde Rauchwart, um ihre Gemeinden von ihrer besten Seite zu präsentieren. Sie zeigten dabei nicht nur,

MAG. CARINA RUMPOLD ist Redakteurin bei Kommunalnet carina.rumpold@ gemeindebund.gv.at

Immer noch eine seltene Spezies: Es braucht eine große Portion Mut und das Quäntchen Idealismus, um dieses Amt trotz der immer enger werdenden rechtlichen Schranken anzustreben. „Wir wollen mit unserer Zusammenkunft auch darauf aufmerksam machen, dass es mit 141 Bürgermeisterinnen derzeit zwar österreichweit so viele Frauen an der Gemeindespitze gibt wie noch nie, aber es immer noch zu wenige sind“, betont Bürgermeisterin Michaela Walla aus Warth (NÖ), die bereits seit vielen Jahren zum Treffen kommt. In den letzten zehn Jahren hat sich die Anzahl der Bürgermeisterinnen dennoch mehr als verdreifacht, verdeutlichte Gemeindebund-Präsident Helmut Mödlhammer bei seinem Besuch: „1999, das Jahr, in dem ich GemeindebundPräsident wurde, hatten wir zum Vergleich nur 41 Bürgermeisterinnen. Trotzdem sind die 141 Bürgermeisterinnen, die wir heute haben, immer noch nur 6,7 Prozent aller Bürgermeister in Österreich. Das muss sich weiter verbessern.“ Neben den sozialrechtlichen Aspekten, wie Arbeitslosengeld als Überbrückung für den beruflichen Wiedereinstieg nach einer Abwahl, brauche es aber immer noch den Gestaltungswillen für dieses Amt. „Ohne den geht es nicht“, so Mödlhammer. „Die Anforderungen an unsere Bürgermeister werden nicht weniger, wie sich in diesen Tagen zeigt.“ SAVE THE DATE! Das nächste Bürgermeisterinnentreffen findet von 8. bis 10. August 2016 in Stuhlfelden (Sbg.) statt!

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LAND & LEUTE

HERBSTBEGINN

DIE TÜCKEN DES HERBST Im Herbst müssen sich alle Verkehrsteilnehmer auf veränderte Straßenverhältnisse einstellen.

L

aub auf der Straße, nasse Gehwege und schlechte Sichtverhältnisse für Autofahrer – im Herbst lauern im Straßenverkehr viele Gefahren. Zeit, das Verhalten im Straßenverkehr den geänderten Witterungsverhältnissen anzupassen. Für Fußgänger sind im Herbst vor allem Regen, Nebel und nasses Laub häufige Gefahrenquellen auf öffentlichen Wegen, Straßen und in Parks. Durch starken Niederschlag und abgefallene Blätter wird der Gehweg rutschig, das Risiko eines Sturzes steigt. Jährlich verletzen sich tausende Menschen in Österreich durch Ausrutschen bei Regen, Nebel oder Laub auf öffentlichen Flächen so schwer, dass sie im Krankenhaus behandelt werden mussten. Rund jeder zweite Verletzte war älter als 60 Jahre. Unfälle, die aufgrund der herbstlichen Witterungsbedingungen passieren, sind vermeidbar, wenn einige Sicherheitstipps berücksichtigt werden. So sollte festes Schuhwerk mit griffigem Profil in der nasskalten Jahreszeit eine Selbstverständlichkeit sein. Auch wenn Schuhe mit hohem Absatz noch so schick sind, sollten sie bei Regen, Nebel und rutschigen Straßenverhältnissen lieber im heimischen Schuhschrank bleiben. Für ältere und gebrechliche Menschen ist es am besten, unnötige Wege bei starkem Niederschlag und glattem Boden zu vermeiden. 88 // KOMMUNAL  10A/2015

Im Herbst ist es Zeit, das Verhalten im Straßenverkehr der geänderten Witterung anzupassen.“

Vorsicht bei schlechter Sicht: Bei Nebel und dadurch bedingter schlechter Sicht ist besondere Vorsicht geboten. Beim Überqueren von Schutzwegen oder am Straßenrand werden Fußgänger von Autofahrern nur sehr schlecht erkannt. Erhebungen des KFV zeigen, dass viele Verkehrsteilnehmer die Geschwindigkeit trotz großer Regenmengen oder bei Nebel nicht reduzieren. Sie passen ihr Fahrverhalten nicht an geänderte Wetter- und Sichtverhältnisse an. Ungeschützte Verkehrsteilnehmer müssen daher verstärkt auf ihre Sichtbarkeit achten. Ein einfaches Hilfsmittel, das zur Sicherheit beiträgt: Reflektormaterial in unterschiedlichen Formen auf Kleidung, Schuhen, Taschen, Rucksäcken und Schirmen erhöht die Sichtbarkeit deutlich. Mit Reflektoren an der Kleidung oder körpernahen Gegenständen ist die Wahrscheinlichkeit, auch bei schlechter Sicht gesehen zu werden, deutlich größer. Ein Fußgänger mit reflektierender Kleidung ist bei Abblendlicht vom Autofahrer bereits aus 150 Meter Entfernung deutlich zu erkennen. Dunkel gekleidete Personen werden hingegen erst aus 20 Meter erkannt. Besonders Kinder sind gefährdet, denn zusätzlich zur schlechten Sicht von Autofahrern werden sie auch bei Tageslicht aufgrund ihrer Größe oft nicht entdeckt. Durch die eingeschränkte Sicht können Autofahrer in der Nacht noch schlechter auf unvorhergesehenes Verhalten der Kleinen reagieren.


LAND & LEUTE

BLICK ÜBER DIE GRENZE

INITIATIVE FÜR DIE ORGANSPENDE

S Herbst-Gefahr: Laub, aber auch Ackerschmutz können die Fahrbahn in eine Rutschbahn verwandeln. Hier hilft: vorausschauend fahren, frühzeitig und vor allem sanft bremsen – und ebenfalls möglichst „sanft“ fahren.

KFV-Tipps zur Erhöhung der Sicherheit: q Die Geschwindigkeit der Sichtweite anpassen und mit zusätzlichem Sicherheitsabstand fahren. Das gilt nicht nur bei Nebel, sondern auch dann, wenn bei starkem Regen Gischtfontänen hinter den Fahrzeugen die Sicht versperren. q Bei schlechter oder auch schon eingeschränkter Sicht das Fahrlicht einschalten. Die Nebelschlussleuchte jedoch darf nur bei Nebel und nur bei Sichtweiten unter 50 Meter eingesetzt werden. q Bei starkem Regen mit Aquaplaning rechnen. Verlieren die Räder einmal den Kontakt zur Fahrbahn, versuchen, nicht abrupt zu bremsen, sondern auszukuppeln und das Lenkrad gut festzuhalten, bis man wieder sicheren Straßenkontakt spürt. q Laub, aber auch Ackerschmutz können die Fahrbahn in eine Rutschbahn verwandeln. Hier hilft: vorausschauend fahren, frühzeitig und vor allem sanft bremsen – und ebenfalls möglichst „sanft“ fahren. q Besonders in den frühen Morgenstunden kann sich in schattigen Waldschneisen, auf Brücken und in Senken unvermutet Glatteis bilden. Deshalb an solchen Stellen vorsorglich das Tempo reduzieren. Mehr Infos auf www.kfv.at

pende LEBEN - dona VITA“ nennt sich die Informations- und Sensibilisierungskampagne zur Organspende, welche die Landesabteilung Gesundheitswesen der Autonomen Provinz Bozen in Zusammenarbeit mit dem Südtiroler Sanitätsbetrieb, den Südtiroler Gemeinden und der Vereinigung für Organspende AIDO vor Kurzem ins Leben gerufen hat. Die große Kluft zwischen der Bereitschaft zur Organspende und dem Bedarf an Spenderorganen war ausschlaggebend für den Start der Kampagne. Die Zahlen sprechen leider eine eindeutige Sprache: 80 Südtiroler Patienten schienen im Jahr 2014 auf den Wartelisten für eine Organspende auf, aber lediglich zwanzig Organe von Spendern aus Südtirol konnten transplantiert werden. Die schwerkranken Patienten warten oft jahrelang auf ein Organ und nicht selten versterben die Betroffenen, weil zu wenig Organe verfügbar sind. Ziel der Initiative ist es, auf das Thema aufmerksam zu machen und zu informieren. Mit einer Plakataktion sowie einer neuen Informationsbroschüre soll in den nächsten Wochen und Monaten auf die Organspende aufmerksam gemacht werden. Schwerpunkt der Kampagne ist eine Reihe von Informationsveranstaltungen zu verschiedenen Themen rund um die Spende, von der Notfallmedizin und dem medizinischen Fortschritt über die ethischen

Ab dem Herbst wird es möglich sein, die Willenserklärung in der Gemeinde abzugeben.“ Andreas Schatzer, Präsident des Südtiroler Gemeindenverbandes

Gesichtspunkte bis hin zum Leben nach einer Transplantation. „Ab dem Herbst wird es möglich sein, eine Willenserklärung in der Gemeinde abzugeben“, erklärt der Präsident des Südtiroler Gemeindenverbandes, Andreas Schatzer. „Mit dem Hinweis zur Fälligkeit des Personalausweises erhalten die Bürger künftig auch Informationen zur Organspende. Im Zuge der Ausstellung bzw. Erneuerung des Personalausweises kann dann jeder Bürger seine Bereitschaft zur Organspende schriftlich erklären. Falls gewünscht, kann der Wille zur Organspende auch auf dem Personalausweis vermerkt werden.“

Informationen: Südtiroler Gemeindenverband Tel. +39 0471 304655 presse@gvcc.net KOMMUNAL 10A/2015 // 89


LAND & LEUTE

BUNDESLÄNDER

BURGENLAND

KÄRNTEN

Geld für Leader-Regionen

Das Freibad in Jennersdorf.

Hitze war gut für Gemeindebudgets Die kommunalen Freibäder waren im heurigen Rekordsommer gut ausgelastet. Sie bleiben zwar Zuschussbetriebe, aber die zusätzlichen Einnahmen wirken sich positiv auf die Finanzen der Gemeinden aus. Laut einem Bericht im „Kurier“ rechnet der GüssingerAmtsleiter Gustav Glatter für das lokale Schwimmbad mit einem Minus von 45.000 bis 50.000 Euro. Im vergangenen Jahr waren es

Straßenprojekt mit Ungarn Im Mittelburgenland entsteht das erste gemeinsame EU-Straßenbauprojekt zwischen Österreich und Ungarn. Es geht um die Weiterführung der B61a über die Grenze und die Umfahrung der Therme in Lutzmannsburg. „Die B61a bringt durch die Verkehrsentlastung mehr 90 // KOMMUNAL  10A/2015

noch 67.000 Euro gewesen. In Oberwart liegen, so der „Kurier“, die Einnahmen zehn Prozent über dem Vorjahr. Und auch in Eisenstadt freut man sich, dass bisher rund 6500 Eintrittskarten mehr verkauft worden waren als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Bisher wurden 60.000 Euro eingenommen, dabei waren bis Anfang September nur 52.000 Euro veranschlagt gewesen.

Lebensqualität für über 8000 Personen in den Gemeinden Oberpullendorf, Frankenau-Unterpullendorf, Steinberg-Dörfl, Mannersdorf und Oberloisdorf, mehr Verkehrssicherheit und eine wirtschaftliche Aufwertung der Region“, sagt Straßenbaulandesrat Helmut Bieler. Voraussetzung für eine Förderung durch die EU sind ein österreichischer und ein ungarischer Teil.

Sechs Regionen aus Kärnten wurden in der aktuellen EU-Programmperiode 2014–2020 neuerlich als LEADER-Region anerkannt. Insgesamt stehen für diese sechs Regionen bis zum Jahr 2020 nun 23,5 Millionen an EU-Geldern für Projekte zur Verfügung. Die sechs Kärntner LEADER-Regionen sind: Villach Umland, Großglockner/ Mölltal-Oberdrautal, Nockregion-Oberkärnten, die Regionalkooperation Unterkärnten bzw. die Regionen Hermagor und kärnten:mitte. Die EU-Mittel sollen vor al-

lem dazu eingesetzt werden, um die peripheren Regionen mit Leben zu erfüllen. Landeshauptmann Peter Kaiser betont aber, dass man mit dem Geld auch gegen das „Triple A“ (Arbeitslosigkeit, Abwanderung, Armut) vorgehen will. Bürgermeister und Regionalmanager sind sich einig, dass es speziell im Bereich der Widmungen zu einem Bürokratieabbau kommen muss. Größte Herausforderung für alle Regionen in den nächsten Jahren werden die demografischen Veränderungen, die Abwanderung und die Überalterung sein.

Landeshauptmann Peter Kaiser, Bürgermeister und Beamte der Landesverwaltung präsentierten die Kärntner Leader-Regionen.

„Klimaatlas Kärnten“ vorgestellt Mit dem „Klimaatlas Kärnten“ sollen in Zukunft bessere Analysen durchgeführt werden, wie sich das Land Kärnten bestmöglich an den Klimawandel, zum Beispiel in den Bereichen Katastrophenschutz, Umwelt, Tourismus und Gesundheit,

anpassen kann. Landesrat Rolf Holub: „Besonders freut es mich, dass der Klimaatlas auch ein Beitrag zur Förderung von Open Government Data ist und alle Bürgerinnen und Bürger auf die Daten zugreifen können.“ www.klimaatlas.ktn.gv.at


BUNDESLÄNDER

NIEDERÖSTERREICH

LAND & LEUTE

OBERÖSTERREICH

Forderung nach „Gemeinden-Milliarde“

Bei der Naturbestattung übernimmt die Natur die Grabpflege.

Bestattung in der freien Natur in Purkersdorf

FOTOS / burgenland.info, Fotoservice Land Kärnten, paxnatura

Das Salzburger Naturbestattungsunternehmen Paxnatura hat in Kooperation mit der Gemeinde Purkersdorf und den Österreichischen Bundesforsten eine Naturbestattungsfläche eröffnet. Die Bestattungsfläche liegt oberhalb der Stadt auf dem Aussichtspunkt Feihlerhöh und bietet Baumbestattungsplätze an den Wurzeln verschiedenster Baumarten. Viele Menschen suchen Alternativen zu den her-

Neues Leben für Eggenburg In Eggenburg hat man Ideen entwickelt, um den allmählich aussterbenden Stadtkern neu zu beleben. In leerstehende Geschäftslokale soll Handwerkskunst einziehen. Derzeit kontaktiert man Innungen und Fachhochschulen, um mög-

Den Gemeinden fehlt der Spielraum für notwendige Investitionen. „Ich warne eindringlich vor einer Abwärtsspirale aus verminderter Investitionskraft, stagnierenden Ertragsanteilen, rückläufiger regionaler Wirtschaftskraft und steigender Arbeitslosigkeit“, sagt LandeshauptmannStellvertreter Reinhold

Entholzer (SPÖ) und hat auch gleich Lösungsvorschläge parat: „Als erste Maßnahme muss sich das Land Oberösterreich – das eine bestimmende Rolle in den Finanzausgleichsverhandlungen einnimmt – für eine Gemeinden-Milliarde stark machen. Für Oberösterreich bedeutet das rund 160 Millionen Euro.“

kömmlichen Friedhöfen. Bei der Naturbestattung übernimmt die Natur die Grabpflege. Blumenschmuck, Kerzen oder Grabdenkmäler gibt es nicht. Karl Schlögl, Bürgermeister von Purkersdorf: „Vielfach wurde der Wunsch aus der Bevölkerung an uns herangetragen, Alternativen zur Erdbestattung und Grabpflege zu schaffen. Mit dem Angebot der Naturbestattung wird unser Stadtimage weiter verstärkt.“

Schritt in Richtung Fusion

Energiesparende Schulen

liche Anbieter von altem Handwerk ausfindig zu machen. Interesse besteht etwa an einem Schuster sowie an einer Modistin oder Kleidermacherin. Ein wichtiger Bestandteil der Strategie ist auch die Wiedereröffnung des Landgasthauses Seher, das früher ein wichtiger Bestandteil des Lebens in der Stadt war.

In Eferding will man über eine Fusion der Gemeinden Eferding, Fraham, Hinzenbach und Pupping diskutieren. In einem überparteilichen Forum soll mit Vertretern der vier Kommunen debattiert werden. Das Projekt soll von Experten begleitet werden. Aufs Tapet gebracht hatte das Thema der junge Bürgermeisterkandidat der VP, Severin Mair.

Bereits 300 oberösterreichische Schulen sind „Sonnenschulen“, die selbst Sonnenstrom produzieren und Sonnenenergie und Energieeinsparung zum Unterrichtsthema machen. Die derzeit in Bau befindliche Neue Mittelschule und Landesmusikschule in Schwanenstadt wird ihre Energie aus der Abwärme der Eismaschine einer lokalen Eislaufanlage beziehen.

Durch Investitionen in Gemeinden soll die Arbeitslosigkeit gesenkt werden, meint der oberösterreichische LH-Stv. Entholzer.

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LAND & LEUTE

BUNDESLÄNDER

SALZBURG

STEIERMARK

Steirer sind Vereinsmeier

Radboxen sollen helfen, den öffentlichen Verkehr forcieren.

Gratis Radboxen für Gemeinden Das Land und die Stadt Salzburg forcieren die Aufstellung von Radboxen im Umfeld von Haltestellen des öffentlichen Verkehrs. Das Land Salzburg hat für die Radboxen bei öffentlichen Haltestellen eine Bundesförderung (klima+energie fonds) erhalten: Gemeinden, die Interesse haben, Radboxen bei Haltestellen aufzustellen, können sich

In der Steiermark waren mit Ende des Vorjahres 17.608 Vereine gemeldet. „Eine exakte Erfassung des Vereinswesens ist aber schwierig ist, da mit der Einführung des Vereinsgesetzes 2002 keine Sammelabfragemöglichkeiten des Vereinsregisters mehr bestehen“, erklärt der Leiter der Landesstatistik Steiermark, Martin Mayer, auf www.meinbezirk.at. „Viele Gemeinden wissen daher selbst nicht über die genaue Anzahl ihrer Vereine Bescheid.“

Die Bandbreite der Vereine ist enorm vielfältig und reicht von Einsatz- und Hilfsorganisationen über Sport- und Tanzvereine bis zu Vogelschutzvereinen und Vereinen, die sich um die Erhaltung alter Burgen und Schlösser kümmern. Die meisten Vereine gibt es in Graz. Dort sind 3988 gemeldet. Auf Platz zwei liegt der Bezirk Bruck-Mürzzuschlag mit 1592 Vereinen. An dritter Stelle kommt der Bezirk Hartberg-Fürstenfeld mit 1476.

an die Geschützten Werkstätten wenden, die im Auftrag des Landes die Radboxen aufstellen, verwalten und vermieten. Die Aufstellung ist für die Gemeinden kostenfrei. Ansprechpartner sind die Geschützten Werkstätten (Tel.: 0662/80910-0, E-Mail: office@gws.at). www.radbox.at

Vereinssport Fußball

Gesundheit für Benachteiligte 2014 startete das Projekt „Gesundheit für alle“. Es handelt sich um ein niederschwelliges Gesundheitsförderungsprojekt für sozioökonomisch benachteiligte Menschen, das vom Land Salzburg und vom Fonds Gesundes Österreich finanziert und von AVOS Prävention und Gesundheitsförderung umgesetzt wird. Im April 2015 begann dazu der erste 92 // KOMMUNAL  10A/2015

Ausbildungslehrgang der Gesundheitsmentoren, um die Schwerpunkte „Ernährung“, „Bewegung“, „Psychische Gesundheit“ und „Gesundheitssystem“ zu vermitteln. Die Mentoren, die sich entschieden haben, den Lehrgang zu besuchen, kommen aus zahlreichen Ländern. Ziel ist es, Zugang zu den jeweiligen Lebenswelten zu bekommen und in den eigenen Communities Gesundheitsinformationen weiterzugeben.

Jugend in der Obersteiermark Das Regionalmanagement Obersteiermark hat erhoben, welche Angebote es für Jugendliche gibt. Im Bezirk Leoben wurden am häufigsten (120Mal) Sportvereine genannt, gefolgt von anderen Freizeitvereinen, Lokalen und öffentlichen Sportplätzen.

Im Bezirk Bruck an der Mur dominieren Freizeitvereine (255) vor Sportvereinen und Lokalen. Eine ausgewogene Anzahl zwischen den Bezirken gibt es bei der baulichen Infrastruktur für Jugendangebote – etwa Proberäume oder Jugendzentren – sowie bei Informationskanälen, die verwendet werden, um Jugendliche zu erreichen.


BUNDESLÄNDER

TIROL

LAND & LEUTE

VORARLBERG

Intakte Nahversorgung bringt Lebensqualität

Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf und Wohnbaulandesrat Johannes Tratter bei dem Pressetermin auf der Seegrube.

FOTOS / Land Salzburg/Hemetsberger, Shutterstock/makieni, Land Tirol/Die Fotografen

Geld für 500 neue Wohnungen Mit 53 Millionen zusätzlicher Mittel aus dem insgesamt 135 Millionen starken „Impulspaket“ sollen 500 Wohnungen geschaffen werden. „Das ist eine Entlastung für viele Wohnungssuchende, vor allem im Zentralraum“, sagt Wohnbaulandesrat Johannes Tratter. Bei einem Pressetermin auf der Innsbrucker Seegrube lenkte er den Blick auf die großen raumordnungs- und wohnbaupolitischen Herausforderungen: „Mit freiem Auge sind die vorhandenen

Radwegoffensive

Mit dem „Impulspaket“ (siehe oben) wird auch der Tourismus gefördert. Bis Herbst 2017 stehen über neue Förderschienen dafür zusätzliche Budgetmittel in Höhe von elf Millionen Euro zur Verfügung. Geld gibt es für barrierefreien Tourismus, für bessere Unter-

Die Landesregierung unterstützt die Arbeit des Vereins „Dörfliche Lebensqualität und Nahversorgung“ heuer mit 49.000 Euro. Zu den Kerndienstleistungen des Vereins zählt die Beratung von Gemeinden und Dorfläden. Es werden auch Bürgerstammtische und Vortragsveranstaltungen zum Thema organisiert.

bzw. nicht vorhandenen Baulandressourcen und der enge Handlungsspielraum zu erkennen. Belebung der Ortskerne, Verdichtung nach innen, Sanierung und Ausbau bestehender Objekte haben daher Priorität!“ Grundsätzlich seien aber auch die Gemeinden gefordert, stärker geeignete Grundstücke zu widmen, denn leistbares Bauen und Wohnen sei das Ergebnis eines Zusammenspiels von Widmung, Objekterrichtung durch einen Bauträger und Wohnbauförderung.

Neue „familieplus“Gemeinden

künfte von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie für die Schaffung bzw. Verbesserung von regionalen Bade- und Freizeitanlagen. Um die Fördermittel können Gemeinden und Gemeindeverbände sowie Tourismusverbände und juristische Personen, die in öffentlicher Hand sind, ansuchen.

Brand und Bürserberg sind dem Vorarlberger Programm für familienfreundliche Gemeinden „familieplus“ beigetreten. Damit sind nun bereits 13 Vorarlberger Gemeinden im familieplus-Programm. „Es geht darum, dass in allen Bereichen – von Wirtschaft, Mobilität und Wohnen bis Bildung und Integration – die Entwicklungen und

Darüber hinaus wird mit der Initiative „Dorfladen“ versucht, die Öffentlichkeit noch stärker zu sensibilisieren. Der Verein sieht sich als Lerngemeinschaft, in der nach Strategien gesucht wird, um Handlungsoptionen für die verschiedenen Ebenen herauszuarbeiten. www.nahversorgung.org

Vorarlberg will gleichwertige Lebensbedingungen in allen Teilen des Landes sicherstellen.

Entscheidungen auf Gemeindeebene nicht isoliert betrachtet, sondern stets im Zusammenhang mit den Bedürfnissen der Familien abgestimmt werden“, erläutert Landeshauptmann Wallner das Ziel von familieplus. Das 2011 vom Land Vorarlberg gestartete ist ein österreichweit einzigartiges Beispiel für mehr Kinder-, Jugend- und Familienfreundlichkeit. Das Land unterstützt die Gemeinden mit einem Servicepaket. KOMMUNAL 10A/2015 // 93


LAND & LEUTE

PERSONALIA EHRUNGEN MIT ENTSCHLIESSUNG VOM 1. JUNI 2015 HAT BUNDESPRÄSIDENT DR. HEINZ FISCHER VERLIEHEN:

Das Goldene Verdienstzeichen der Republik an Franz Steinbichler, ehem. Bürgermeister der Gemeinde Berg im Attergau, Oberösterreich, und an Franz Wampl, ehem. Bürgermeister der Gemeinde Gschwandt, Oberösterreich.

MIT ENTSCHLIESSUNG VOM 16. JULI 2015

Das Goldene Verdienstzeichen der Republik an Johann Auer, ehem. Bürgermeister der Marktgemeinde Steinerkirchen an der Traun, Oberösterreich, sowie

Das Silberne Verdienstzeichen der Republik an Georg Eckmair ehem. Vizebürgermeister der der Marktgemeinde Steinerkirchen an der Traun, Oberösterreich.

Peter Stauber ist neuer Präsident des Kärntner Gemeindebundes KLAGENFURT / ST. ANDRÄ// Veränderungen brachte die Landesversammlung des Kärntner Gemeindebundes am 19. Juni 2015. Peter Stauber, Bürgermeister von St. Andrä, folgte Ferdinand Vouk als Präsident des Kärntner Gemeindebundes nach. Stauber betonte, dass er als Bürgermeister einer Stadtgemeinde sowohl die Probleme von Landgemeinden als auch jene von Städten genau kenne. „Meine Prioritäten liegen klar in der Erhaltung und Weiterentwicklung der Infrastruktur im ländlichen Raum. Es darf zu keinem weiteren Kahlschlag kommen.“ Ebenso sprach Stauber sich für eine gerechtere Verteilung der Gemeindeeinnahmen zwischen

einzelnen Bundesländern und Größenklassen aus. „Den Gemeinden wurden laufend Aufgaben überantwortet, ohne dass andere Gebietskörperschaften sich um die Finanzierung gekümmert haben. Hier ist Transparenz und Fairness erforderlich.“ Und auch die demografische Entwicklung steht im Zentrum von Staubers Agenda. „Hier müssen Bund, Land und Gemeinden offen miteinander umgehen. Wir wissen, in dieser Thematik gibt es kein Wunschkonzert, jedoch müssen den schönen Worten des Bundes auch Taten folgen, damit die Einwohner ländlicher Gemeinden annähernd gleiche Lebensbedingungen wie Städter haben.“

MIT ENTSCHLIESSUNG VOM 24. JULI 2015

Das Goldene Verdienstzeichen der Republik an Martin Seeleithner, ehem. Bürgermeister der Gemeinde Bürmoos, Salzburg.

MIT ENTSCHLIESSUNG VOM 31. JULI 2015

Das Silberne Verdienstzeichen der Republik an Norbert Peham, ehem. Vizebürgermeister der Gemeinde Heiligenberg, Oberösterreich, sowie

Das Goldene Verdienstzeichen der Republik an Karl Roiter, ehem. Bürgermeister der Gemeinde Heiligenberg, Oberösterreich.

94 // KOMMUNAL  10A/2015

Schlechter folgt Mühlberger KÖSSEN// Die im Tiroler Kaiserwinkl gelegene Gemeinde Kössen bekommt nach über 17 Jahren einen neuen Ortschef. Langzeitbürgermeister Stefan Mühlberger verkündete bereits vor einigen Monaten aus Gesundheitsgründen seinen Rückzug aus der Kommunalpolitik. Im Zuge der Gemeinderatswahl am 11. August 2015 wurde das Amt an Vinzenz Schlechter übergeben. Schlechter galt bereits im Vorhinein als Wunschkandidat von Mühlberger.


LAND & LEUTE

Wir sind

wo Sie uns brauchen.

Über 200.000 Gemeindebedienstete Österreichs in über 200 Berufsgruppen sind 365 Tage im Jahr da, wo Sie sie brauchen.

Die Gemeindebediensteten. www.wirsindda.at

KOMMUNAL 10A/2015 // 95 Eine Initiative der GdG-KMSfB


LAND & LEUTE

TERMINE IM HERBST

06 /

Oktober

7. PUBLIC MANAGEMENT IMPULSE

Gemeinden brauchen Strategien Weiterbildungsveranstaltung für Führungskräfte und Interessierte aus Politik, Verwaltung und öffentlichkeitsnahem Umfeld. Vorträge behandeln unter anderem Themen wie „Strategie – Notwendigkeit für zukunftsfähige, innovative und nachhaltige Gebietskörperschaften“ oder „Strategie und meine Gemeinde: Erfahrungen und nächste Schritte für die Praxis“.

Was ist ein Wildbach? Was sind Wildbacheinzugsgebiete und deren Bestandteile, wie laufen Wildbachprozesse ab, welche Wildbachtypen gibt es? Die Kenntnis dieser Dinge ist zu einer realistischen Gefahrenbeurteilung notwendig.

Anmeldungen unter dominika.amsz@fh-linz.at Ort: FH Oberösterreich, Campus Linz

Oktober

13. ÖSTERR. PHOTOVOLTAIK-TAGUNG

Photovoltaische Trends – Perspektiven für die Wirtschaft Die Österreichische Photovoltaik-Fachtagung, die zum dreizehnten Mal veranstaltet wird, – diesmal eine Kooperation mit dem Land und dem Cluster Erneuerbare Energien der Standortagentur Tirol – hat sich als DER Treffpunkt der heimischen Photovoltaikwirtschaft und -forschung etabliert und soll auch heuer wieder für Impulse, Innovationen und neue Ideen sorgen. http://www.pvaustria.at/wp-content/ uploads/2015-06-25-PV-Tagung-A4-Einladung-.pdf Ort: SZentrum, Schwaz 96 // KOMMUNAL  10A/2015

11-13 /

November

Ausbildungskurs zum/zur „ÖWAV-Wildbachaufseher/in“ Ziel des ÖWAV-Kurses „Ausbildungskurs zur/zum WildbachaufseherIn“, der in Kooperation mit der WLV (Wildbach- und Lawinenverbauung) entwickelt wurde, ist die Schulung von Wildbachaufsichtsorganen, um die Aufgaben im Bereich der Wildbachaufsicht und laufenden Überwachung von Schutzbauwerken gem. § 101 Forstgesetz zu erfüllen. Die Ausbildung ist umfassend und interdisziplinär ausgerichtet und deckt alle relevanten Inhalte in rechtlicher, technischer, ökologischer, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht ab, wobei das Wissen praxisnahe mit ausreichend Zeit im Gelände vermittelt wird. www.oewav.at

Ort: Gmunden.

FOTO / Shutterstock / Kichigin

05-07 /


LAND & LEUTE

17-18/

23-24 /

Professionalität und Effizienz

Urban Green Infrastructure Conference in Wien

Oktober

Mit hochkarätigen Referenten kann die Bundesfachtagung des Fachverbandes der leitenden Gemeindebediensteten im Oktober in Telfs aufwarten. „Miteinander zum Erfolg“ ist die Devise, die auch ein topaktuelles und zugleich hochsensibles Thema aufnimmt: Gemeindekooperation versus -fusion. http://bundesfachtagung.flgt.at Ort: Tels

November

Die vom 23. bis 24. November 2015 stattfindende Konferenz bringt führende europäische Politiker, Stadt- und Landschaftsplaner, Bauträger, Bauunternehmer, Architekten, Landschaftsarchitekten, Bauherren, Produkthersteller, Gemeinschaften, Unternehmen und NGOs zusammen, um offene Fragen bezüglich urbaner grüner Infrastruktur zu diskutieren und Lösungen gemeinsam zu entwickeln. www.urbangreeninfrastructure.org Ort: Wien.

20-21/

Oktober

Kongressmesse b.mobile – smart city Mit der Kongressmesse b.mobile–smart city dreht sich von Dienstag, 20. bis Mittwoch, 21. 10. 2015 im Messezentrum Salzburg alles um das Thema Smart City mit dem Schwerpunkt zukunftsorientierte Mobilität. Ziel der b.mobile – smart city ist es, die Wirtschaft und Wissenschaft zu vernetzen und einen erfolgreichen IdeenAustausch anzuregen. Weiters werden im Rahmen der Kongressmesse die Wirtschaftlichkeit von smart-mobility-Maßnahmen unter Beweis gestellt und die neuesten Konzepte in diesem Bereich aufgezeigt. Im Mittelpunkt der Betrachtung stehen hierbei nicht nur Städte und Metropolen, sondern auch Gemeinden und Regionen.

www.bmobile-smartcity.at Ort: Salzbrg KOMMUNAL 10A/2015 // 97


STADT&&LEUTE LAND LAND

ZU GUTER LETZT ...

„UNNÜTZES“ WISSEN WAS SIE NOCH NIE WISSEN WOLLTEN

Deutschland hat zwei Zeitzonen!

A

ls Deutschland im Jahr 1980 die Sommerzeit wieder einführte, zog nur eine Gemeinde nicht mit. Büsingen, eine Gemeinde des Bundeslandes Baden-Württemberg, die gänzlich von Schweizer Staatsgebiet umgeben ist, orientierte sich an der Zeitzonenregelung des Nachbarlandes und führte die Sommerzeit erst im Jahr 1981 wieder ein. Somit galt in Büslingen im Sommer 1980 die Mitteleuropäische Zeit, während im Rest Deutschlands die Mitteleuropäische Sommerzeit galt.

IHRE KONTAKTE AUF DER KOMMUNALMESSE Mag. Irmgard Butter (Messeleitung) Elisabeth Seidl (Messeleitung)

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Büsingen wird unter anderem in der Zeitzonendatenbank des Common Local Data Repository bis heute separat aufgeführt. Würde Deutschland die Sommerzeitregelung wieder abschaffen, würden die zwei unterschiedlichen Zeitzonen wieder zur Geltung kommen.

http://www.hna.de/ http://de.wikipedia.org 98 // KOMMUNAL  10A/2015

IMPRESSUM Herausgeber Österreichischer Gemeindebund, Löwelstraße 6, 1010 Wien Medieninhaber Österreichischer Kommunal-Verlag GmbH., Löwelstr. 6, 2. Stock, 1010 Wien, Tel. 01/532 23 88, Fax 01/532 23 77, E-Mail: kommunalverlag@kommunal.at www.kommunal.at Geschäftsführung Mag. Michael Zimper Redaktion Tel.: 01/ 532 23 88; Mag. Hans Braun - DW 16 (Chefredaktion) hans.braun@kommunal.at; Mag. Helmut Reindl - DW 15 helmut.reindl@kommunal.at; Andreas Hussak - DW 37 andreas.hussak@kommunal.at; Adressverwaltung Elisabeth Leitner - DW 18 elisabeth.leitner@kommunal.at Grafik Thomas Max - DW 42 thomas.max@kommunal.at Fotos www.shutterstock.com; www.bilderbox.at; Anzeigenberatung Tel.: 01/532 23 88; Mag. Sabine Brüggemann - DW 12, sabine.brueggemann@ kommunal.at; Martin Mravlak - DW 28, martin.mravlak@kommunal.at; Martin Pichler - DW 11, martin.pichler@kommunal.at; Redaktionsbeirat Mag. Ewald Buschenreiter (Verband der sozialdemokratischen Gemeindevertreter NÖ), Mag. Nicolaus Drimmel (Österreichischer Gemeindebund),Mag. Amra Ducis (BM für Europa, Integration und Äußeres), Daniel Kosak (Österreichischer Gemeindebund), Dr. Walter Leiss (Österreichischer Gemeindebund), Prof. Helmut Mödlhammer (Österreichischer Gemeindebund), Mag. Alexander Marakovits (BM für Inneres), Mag. Arnold Obermayr (BM für Europa, Integration und Äußeres), Mag. Johannes Pasqual (BM für Finanzen), Prof. Dietmar Pilz (Österreichischer Gemeindebund), Mag. Christian Rupp (IKT-Board im Bundeskanzleramt), Univ.-Prof. Dr. Reinbert Schauer (Johannes-Kepler-Universität Linz), Mag. Michael Zimper (Österreichischer Kommunalverlag) Hersteller Leykam Druck, 7201 Neudörfl; PEFC zertifiziert: Dieses Produkt stammt aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern und kontrollierten Quellen – www.pefc.at Druckauflage 6000 Persönlich gezeichnete Artikel fallen unter die Verantwortlichkeit des Autors und müssen sich nicht unbedingt mit der Meinung von KOMMUNAL decken. Hinweis zu Gender-Formulierung Bei allen Bezeichnungen, die auf Personen bezogen sind, meint die gewählte Formulierung beide Geschlechter, auch wenn aus Gründen der leichteren Lesbarkeit die männliche Form verwendet wird.


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Kommunal 10A/2015  

Kommunal 10A/2015  

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