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Dokumentation 2009


Partner:

STIFTUNG PRESSE-GROSSO

• Albrecht / Alan

• Emmi

• randstad

• Bundesverband d. Anzeigenblätter

• Fonic

• UVK Verlag

• Durable

• Frankfurter Hof

• Victorinox


Inhalt



6 | Vorwort

21 | Einblick: Redaktionsbesuche

8 | Grußworte der Schirmherren

22 | Selbstgemacht: Medien-Workshops

10 | JugendMedienEvent im Überblick

25 | Gewusst wie: Kompetenzseminare

12 | JugendMedienEvent in Zahlen

28 | Poesie: Kulturnacht

15 | Auftakt: Diskussion und Eröffnungsabend

29 | Party: Young Publishers’ Night

17 | Information: Medienmesse

30 | Öffentlichkeit: Presse und Live-Zeitung

18 | Kontroverse: Arbeitsgruppen

32 | Ehrenamt: Veranstalter und Team

19 | Forderungen im Überblick

33 | Impressum




Zukunft.Medien.Vision – Das JugendMedienEvent im Umbruch Sehr geehrte Damen und Herren, nicht nur einmal war in Medien weltweit zu lesen, dass die quantitative und qualitative Ausbreitung von Internetangeboten einen ähnlich starken Umbruch bedeute, wie die Erfindung des Buchdrucks durch Johannes Gutenberg im 15. Jahrhundert. Junge Journalisten stehen somit heute vor wichtigen Zukunftsfragen: In welcher Mediengattung beginne ich meine Ausbildung? Ist Online-Journalismus ernst zu nehmen? Und navigiere ich mich mit einem Zeitungsvolontariat ins berufliche Abseits? Welcher Ort könnte besser passen, diese und weitere Fragen nach der (multi)medialen Zukunft zu stellen, als Mainz? Mainz beherbergt mit dem ZDF die größte Fernsehanstalt Europas, welche mit der ZDF.mediathek und dem HD-Übertragungs­ standard gerade in eine neue Zukunft des Fernsehens aufbricht. Vom 8. bis 11. Oktober 2009 lud die Junge Presse e.V. somit zum JugendMedienEvent in das Sendezentrum des ZDF auf dem Mainzer Lerchenberg. In enger Zusammenarbeit mit dem ZDF entstand ein Programm, das dem Anspruch, einen Ausblick auf die Zukunft der Medien zu wagen, gerecht werden konnte. Dazu trugen auch die Hauptpartner, die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) sowie die Axel-Springer-Akademie bei. Wie die diesjährige Rekordanmeldezahl beweist, überzeugte das Thema auch die jungen Journalisten aus ganz Deutschland. Rund 500 von ihnen wurden ausgewählt am Jugend­ MedienEvent in Mainz teilzunehmen und gaben begeisterte

Rückmeldungen – auch zum neuen Veranstaltungskonzept. Das Organisationsteam der Jungen Presse nutzte die Gelegenheit, viele Veranstaltungsteile aufgrund von Teilnehmerum­ fragen der vergangenen Jahre umfassend zu überarbeiten. Wir sind uns sicher, mit der Wahl des Themas ebenso wie mit dem neuen Veranstaltungskonzept den Nerv der jungen Medienmacher getroffen zu haben. Mit dieser Dokumentation fassen wir die Ergebnisse zusammen. Für Ihre Unterstützung, die das JugendMedienEvent erst möglich gemacht hat, und das Vertrauen in das Team der Jungen Presse möchten wir Ihnen herzlich danken.

Felix Winnands, Veranstaltungsleiter

Marcus Hammes, Vorsitzender







Schirmherren erarbeiten. Die Fähigkeit, Medien wie etwa das Internet zu nutzen, zu verstehen und selbst einsetzen zu können, ent­ scheidet somit mehr und mehr über gesellschaftliche Teilhabe, die aktive Gestaltung unserer Demokratie und die Eröffnung beruflicher Chancen. Die Junge Presse leistet einen wichtigen Beitrag: Als Jugendliche gestalten Sie hier Ihre eigenen Medien. Sie wirken somit aktiv an der Weiterentwicklung medialer Möglichkeiten mit.

Prof. Dr. Annette Schavan, Bundesministerin für Bildung und Forschung

Bildung und Wissen sind weit mehr als bloße Information – sie sind wesentliche Schlüssel dafür, dass wir in der täglichen Informa­ tionsflut den Überblick behalten und wichtige von unwichtigen Informationen unterscheiden können. Moderne Medien helfen dabei, sich zu orientieren, bereitgestellte Informationen einzuordnen und aus ihnen eigenes Wissen zu

Kurt Beck, Ministerpräsident des Landes Rheinland-Pfalz

In einer Zeit, in der sich stetig neue Medie­n und Formen medialer Kommunikation durch das Interne­t entwickeln, ist es wichtig, deren Nutzen und den Umgang mit diesen zu reflektieren. Dazu gehört Medienkompetenz, deren Vermittlung der Landesregierung Rheinland-Pfalz ein besonderes Anliegen ist. Junge Menschen, die in den nächsten Jahren im Medienbereich

Fuß fassen wollen, sollten sich mit den neuen medialen Möglichkeiten wie Blogs, Twitter und Podcasts auseinandersetzen und ihren persönlichen Weg in der Welt der Medien suchen. Der Nachwuchs hat die Chance, neue Medienformen mitzugestalten und die Gelegenheit, traditionelle Medien auf ihrem Weg in ein digitales Zeitalter zu begleiten. Mit dem JugendMedienEvent schaffen die Junge Presse und das ZDF eine wichtige Grundlag­e, um diese Herausforderung zu meistern.




Prof. Markus Schächter, Intendant des ZDF

Thomas Krüger, Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung

Zum zweiten Mal kommt der Mediennachwuchs zu einem JugendMedienEvent auf den Mainzer Lerchenberg. Die Auf­takt­diskussion zur Frage, welche Medien wir eigentlich brauchen, könnte aktueller nicht sein. Denn drei Wochen nach dem Jugend­MedienEvent startet das ZDF seinen neuen Spartenkanal ZDFneo – ein Programm, das sich

vorrangig an ein jüngeres Publikum wendet. Natürlich hoffen wir, mit diesem neuen Angebot eine Antwort auf die Leitfrage des Events geben zu können. In Redaktions­besuchen und Workshops wollen wir mit dem Berufsnachwuchs ausloten, wie die ethischen und organisatorischen Rahmenbedingungen für das Medienangebot der Zukunf­t aussehen und welche Standards auch künfti­g gelten müssen, wenn die Grenze­n zwische­n klassischen Angeboten und neuen netzbasierten Plattformen verwischen.

Das Motto „Zukunft.Medien.Vision“ betont, dass die jungen Medien­ schaffenden nicht nur einen Blick in die Zukunft wage­n, sondern auch eigene Visionen verfolgen sollen. Dabei halte ich es für wesentlich, dass Nachwuchsjournalisten ihre Ideen für die Gestaltung der Medien von morgen einbringen. Denn sie sind es, die sich in dieser Vielfalt der medialen

Möglichkeiten zurechtfinden müssen. Der unabhängige und kritische Journalismus ist ein wesentlicher Teil unseres politischen Systems und einer erfolgreichen Demokratie. Er muss und wird es auch bleiben. Gerade deshalb ist es ent­scheidend, dass er verantwortungsbewusst weiterentwickelt wird. Ich möchte die Teilneh­menden einladen, den kritischen Blick für die Entwicklung der Medien zu bewahren, ohne dabei die Innovationskraft neuer Medien­formen außer Acht zu lassen.


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JugendMedienEvent im Überblick Mit frischem Schwung ins zwölfte Jahr: Hochkarätige Gäste und ergebnisorientierte Workshops zeichneten das Jugend­ MedienEvent 2009 aus. Die Junge Presse e.V., der in Nordrhein- Westfalen ansässige Verband junger Medienmacher, lud zusammen mit dem ZDF rund 500 junge Journalisten auf den Mainzer Lerchenberg. Mit einem überarbeiteten inhaltlichen Konzept unter dem Motto „Zukunft.Medien.Vision“ warteten acht Arbeitsgruppen, 30 Redaktionsbesuche sowie über 60 Seminare und Workshops auf die jungen Journalisten. Drei wesentliche, inhaltliche Bestandteile brachten den jugendlichen Teilnehmern die Welt der Medien näher: Inhaltliche Diskus­ sions- und Arbeitsgruppen zu einem medienspezifischen Thema, praxis- und ergebnisorientierte Medienworkshops sowie Kompetenzseminare zum gezielten Ausbau von Soft Skills. Und kein Veranstaltungsort eignete sich besser dafür, als das ZDF-Sendezentrum in Mainz. Ergänzt wurde das Programm durch eine Infomesse, auf der Medienunternehmen, Hochschulen und Kooperationsparter des JugendMedienEvents über Einstiegsmöglichkeiten in die Medienbranche informierten. Ein anspruchsvolles, jugendliches Abendprogramm mit einer Mischung aus Kabarett, Livemusik, Poetry Slam und Party rundete das JugendMedien­ Event ab. Die Bilanz ist durchweg positiv: Ein Anmelderekord, ein reibungsloser Ablauf, gute Noten von Teilnehmern und Partnern sowie zufriedene Gesichter beim Abschlussplenum am Sonntagnachmittag bescheinigen den Erfolg des JugendMedienEvents 2009.


Ablauf

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Donnerstag, 8. Oktober 2009 15:00 Uhr

Medienmesse

18:00 Uhr

Eröffnung und Auftaktdiskussion

21:30 Uhr

Eröffnungsabend beim ZDF

Freitag, 9. Oktober 2009 10:00 Uhr 15:00 Uhr

Redaktionsbesuche beim ZDF, der Verlagsgruppe Rhein Main, dem SWR und der Studentenzeitung StuZ

Arbeitsgruppen zu aktuellen Medien-Themen im Konferenzzentrum des ZDF

20:00 Uhr

Kulturnacht

Samstag, 10. Oktober 2009 10:00 Uhr

Medien-Workshops: Medienpraktische und ergebnisorientierte Seminare – beim ZDF, der Verlagsgruppe Rhein Main, in der Katholischen Fachhochschule, Fachhochschule Mainz, beim offenen Kanal Mainz und dem Journalistischen Seminar der Universität Mainz

20:00 Uhr

Young Publishers’ Night

Sonntag, 11. Oktober 2009 10:00 Uhr

Kompetenzseminare

14:30 Uhr

Abschlussplenum


Überschrift: Journalistische Tätigkeit

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JugendMedienEvent in Zahlen Der durchschnittliche Teilnehmer des JugendMedienEvents 2009 ist weiblich, wird bald volljährig, besucht ein Gymna­sium im Westen oder Süden Deutschlands und engagiert sich dort in der Schülerzeitung. So ließen sich die demografischen Daten der Teilnehmerbefragung zusammenfassen. Zwei Drittel der Teilnehmer sind weiblich, im Durchschnitt sind sie gut 17 Jahre alt und streben das Abitur am Gymnasium an. Obwohl sich weiterhin die meisten jungen Medienmacher bei der Schülerzeitung engagieren (56 Prozent der Teilnehmer), nehmen andere Medienbereiche zunehmend mehr Raum ein: Tageszeitungen 20 Prozent, Online-Medien 14 Prozent. Dies bedeutet zum einen, dass der klassische Einstieg in den Journalismus über die schülereigenen Medien weiterhin Bestand hat. Andererseits gewinnen professionelle Medien ebenso wie der Online-Bereich zunehmend an Bedeutung. Die Gesamtveranstaltung schnitt bei der Befragung, an der sich 350 der rund 500 Teilnehmer beteiligten, durchweg positiv ab. Insbesondere die Neuerungen im Konzept wie Medien-Work­shops und Arbeitsgruppen wurden von den Jugendlichen besonders gewürdigt. Die besten Werte erhielten die praxis­orientierten Medien-Workshops am Samstag und die Redak­tionsbesuche am Freitag – jeweils 4,4 von 5,0 Punkten. Gefolgt werden sie von den sonntäglichen Kompetenz­semi­ naren (4,1) und den Arbeitsgruppen (3,8). Dies unterstützt das Konzept, welches in diesem Jahr stark auf praktisches und ergebnisorientiertes Arbeiten ausgerichtet war. Dadurch, dass

Journalistische Tätigkeit Tageszeitung 20%

Fernsehen 3%

Schülerzeitung 56%

Online 14%

Arbeitsgruppen Redaktionsbesuche Medien-Workshops Kompetenzseminare

Radio 7%

3,75 4,44 4,43 4,05 Überschrift Gute Noten für das Programm

Gute Noten für das Programm Kompetenzseminare

Medien-Workshops

Redaktionsbesuche

Arbeitsgruppen 1,00

2,00

3,00

4,00

5,00


Überschrift: Positive Reaktionen

sich die Teilnehmer in den Arbeitsgruppen zudem mit einem selbst gewählten Thema auseinandersetzen konnten, wurde die inhaltliche Qualität der Veranstaltung gesteigert. Dies belegen die insgesamt besseren Ergebnisse für alle Veran­ staltungsbestandteile. Die hochwertigen Seminare (4,5 von 5,0 Punkten) sind ebenso wie der Wunsch die eigene Medienkompetenz zu verbessern (4,6) Gründe, das JugendMedienEvent zu be­suchen. Doch auch der Wunsch, gleichgesinnte junge Medienmacher kennen zu lernen und Erfahrungen auszu­ tauschen (4,1), das gemeinsame Interesse für Journalismus (4,2) und die hochkarätig besetzten Diskussionsrunden (3,6) bewogen die Jugendlichen dazu, ihre Anmeldung zur Veranstaltung auszufüllen. Dabei sind mit rund 50 Prozent die meisten Teilnehmer über die regelmäßigen Postaussendungen, Plakate und Broschüren auf die Veranstaltung aufmerksam geworden. Zusätzlich sind Mitschüler und Lehrer (35 Prozent) wesentliche Multiplikatoren für die Bewerbung des Jugend­ MedienEvents. Und schließlich wurden die Erwartungen der Teilnehmer voll erfüllt: Der Wert „Es gefiel mir richtig gut“ erreichte 4,2 von 5,0 Punkten und somit nahezu volle Zustimmung. Mit einem Wert von 4,1 wurden nahezu alle Erwartungen voll erfüllt. Die Ergebnisse der Teilnehmerbefragung können sich sehen lassen: Eine hochwertige Zielgruppe, die über die geplanten

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Positive Reaktionen

Teamer waren nett und hilfsbereit Gefällt mir richtig gut Richtig gut organisiert Erwartungen voll erfüllt

1,00

2,00

3,00

4,00

5,00

Werbeträger und Mund-zu-Mund-Werbung angeworben wurde, hat mit hohen Erwartungen, die nahezu vollständig erfüllt wurden, am JugendMedienEvent 2009 teilgenommen. Für den Erfolg spricht auch, dass bereits wenige Tage nach dem Event erste Anfragen für die Anmeldefrist 2010 vorlagen.


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Auftakt: Diskussion und Eröffnungsabend nicht mehr an das Papier gebunden sein.“ Er unterstrich den Stellenwert von Zeitungen und ihre Bedeutung für die Medienkultur in Deutschland und Europa. Dies nutzte Satiriker Jan Böhmermann, bekannt aus der Harald-Schmidt-Show der ARD, um festzustellen, dass es doch irritierend sei, in der Zeitung immer nur Nachrichten von gestern zu lesen. Gemeinsam mit Radio­-moderator und Blogger Daniel Fiene sowie Martin Stadelmaier, Chef der rheinland-pfälzischen Staats­ kanzlei, kam die Runde zu dem Konsens: Ein großer Teil der Zukunft des Journalismus liegt im Internet. Dabei, sagte er, sei auch ein großer Anspruch an den Nutzer gestellt – er muss sich mit der Qualität von Informationen auseinander setzen.

Getreu dem Veranstaltungsmotto „Zukunft.Medien.Vision“ beschäftigten sich 500 junge Journalisten bei der Auftakt­ diskussion im Konferenzzentrum des ZDF mit der Frage „Was für Medien brauchen wir eigentlich?“. Dabei stand unter anderem ZDF-Intendant Prof. Markus Schächter den Teilnehmern Rede und Antwort. Er hob zwar die Errungenschaften des ZDF in Bezug auf die ZDF.mediathek hervor, bekräftigte jedoch allgemein den Bedarf gut ausgebildeter Journalisten in allen Medienarten: „Für gut ausgebildete Profis gibt es immer Bedarf; das gilt für die klassischen wie für die neuen Medien.“ Hans-Georg Schnücker, Geschäftsführer der Verlagsgruppe Rhein Main und Vize-Präsident des Bundes­ verbands deutscher Zeitungsverleger regte zum Nachdenken an: „Zeitungen wird es immer geben. Aber sie werden vielleicht

Selbstverständlich nutzten die Teilnehmer des JugendMedien­ Events die Chance, den erfahrenen Podiumsgästen ihre Fragen zu stellen. Diese reichten von der Frage nach der richtigen Berufswahl, über mögliche Gefahren für den Qualitätsjour­ nalismus durch das Internet bis hin zur Berücksichtigung von Menschen mit Migrationshintergrund. Die rege Diskussion mündete nach rund zwei Stunden in den Eröffnungsabend des JugendMedienEvents. Ein Buffet, begleitet von der Jazz-Musik, einer Liveband, sowie ein buntes Programm mit Jan Böhmermann, dem Improvisationstheater „Die Stereotypen“ und Kurzfilmen der Mainzer Fachhochschule luden zum Netzwerken und angeregten Austausch ein. Hier wurden neue Freundschaften geknüpft und Zukunftsperspek­tiven in angenehmer Atmosphäre besprochen.

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Information: Medienmesse

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Den aufsehenerregendsten Stand präsentierte der Mitveranstalter des JugendMedienEvents, das ZDF: In einer MultimediaLounge zum Thema HD-TV zeigte die Fernsehanstalt Techno­ logien der nächsten Generation – eindrucksvoll und zum Ausprobieren. Zusätzlich gab es Informationen über Ausbildungsplätze und weitere Einstiegschancen in die Fernsehwelt. Weiterer Publikumsmagnet war der Stand der Bundeszentrale für politische Bildung, die ihr breites Angebot an Büchern und Informationsmaterial zu unterschiedlichen politischen Themen präsentierte und zur späteren Lektüre weitergab. Ebenso viele weitere Institutionen und Partner gaben umfassende Einblicke in ihre Angebote und fachkundige Auskunft über Berufschancen. Zum Auftakt des JugendMedienEvents wurden die wichtigsten Fragen der jungen Medienmacher aufgegriffen: Wie werde ich Journalist? Wie kann ich in andere Medienberufe einsteigen? Bringe ich alle notwendigen Kriterien mit? Wo kann ich mich bewerben? Die Medienmesse in der Meistermannhalle des ZDF präsentierte Wirtschaftsunternehmen, Bildungseinrichtungen und Partner des JugendMedienEvents. Diese stellten dort ihr Ausbildungs- oder Studienangebot vor, gaben Hinweise zur Ausbildung und informierten zum Beispiel zu politischen Themen. Die Jugendlichen nutzten die Möglichkeit sich an den Infor­ mationsständen mit den Experten der unterschiedlichen Branchen zu unterhalten und ihre Karrierechancen auszuloten.

Weitere beliebte Stände präsentierten Microsoft, die tages­ zeitung sowie die Journalistische Nachwuchsförderung der Konrad-Adenauer-Stiftung. Ebenso gern halfen die Fachhochschule und Katholische Fachhochschule Mainz sowie die Fachhochschule für Oekonomie und Management, die IHK und die Arbeitsagentur der Stadt Mainz bei Fragen weiter. Das Konzept der Medienmesse, als Möglichkeit sich selbst einen Überblick über die Medienbranchen und Berufschancen zu verschaffen, wurde von den Teilnehmern positiv bewertet. Und auch die engagierten Mitarbeiter der Partner freuten sich über den Andrang und das ernsthafte Interesse der 500 Teilnehmer an ihren Angeboten.


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Kontroverse: Arbeitsgruppen Pressefreiheit genauer. Mit dabei waren auch noch andere prominente Gäste, beispielsweise Peter Königsberger (stell­ vertretender Chefredakteur Allgemeine Zeitung Mainz), Theo Koll (Leiter des ZDF Auslandsjournals), Dr. Christoph Kucklick (stellvertretender GEO-Chefredakteur), Richard Meng (Sprecher des Berliner Senats), Dr. Franz Metzger (Herausgeber G/Geschichte), Rudolf Porsch (Geschäftsführer Axel-SpringerAkademie) und Dr. Franz Zink (ZDF-Börsenredaktion).

Am Freitag des JugendMedienEvents durfte ordentlich diskutiert werden: In acht Arbeitsgruppen zu aktuellen Medienthemen ließen sich etwa 40 Diskussionsgäste von dem neugierigen Journalistennachwuchs mit Fragen löchern. Die Themen, die zur Diskussion standen, waren ebenso abwechslungsreich wie die Gäste. So diskutierten unter anderem Dr. Thomas Leif (Vorsitzender netzwerk recherche), Philipp Schindera (Leiter Unternehmenskom­ munikation Deutsche Telekom AG) und Dr. Peter Frey (Leiter ZDF-Hauptstadtstudio) über den wirtschaftlichen Einfluss auf den Journalismus. Manfred Protze (Sprecher des Deutschen Presserats) und Peter Zock (Redaktionsleiter leute heute, ZDF) sowie weitere Gäste betrachteten mit den Nachwuchsjour­ nalisten den Zwiespalt zwischen Persönlichkeitsrechten und

In den Arbeitsgruppen sollte jedoch nicht nur kontrovers über die Themen diskutiert werden. Die dreistündigen Runden starteten mit einer kurzen filmischen Einführung in das Thema. Anschließend stellte jeder Gast in einem etwa fünfminütigen Impulsreferat seinen Standpunkt vor. Danach diskutierten die jungen Medienmacher die Hauptthese der Gäste in mehreren Kleingruppen, um sich so bereits auf die folgende Podiums­ diskussion unter allen Gästen und Teilnehmern vorzubereiten. Nach der etwa einstündigen gemeinsamen Diskussion formulierten die Arbeitsgruppen-Teilnehmer Forderungen, die das widerspiegelten, was sie sich zu den verschiedenen Themen wünschen. Diese Forderungen wurden als Ergebnisse aller Arbeitsgruppen zu einem gemeinsamen Dokument zusammengefasst. Insgesamt konnte so dank der unterschiedlichen Themen der Arbeitsgruppen ein umfassendes Bild davon gezeichnet werden, was sich der Nachwuchs in Zukunft von der Medienwelt erhofft.


Die Forderungen im Überblick Die Meinungsmacher? – Journalisten zwischen Wirtschaft und Wahrheit Die jungen Journalisten erwarten eine klare Trennung zwischen Journalismus und PR und einen unabhängigen Journalismus. Die Quellen sollten in der Berichterstattung deutlich gekennzeichnet werden. Zwischen Rezession und Aufschwung – wohin schreiben uns die Medien? Der Mediennachwuchs wünscht sich eine verständlichere sowie ehrliche Wirtschaftsberichterstattung anstatt Beschö­ nigungen oder Panikmache. Die Journalisten sollten die Chance zur unabhängigen Recherche haben. Twitter, Blogs und YouTube auf dem Vormarsch – Gefahr oder Chance für den Journalismus?

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Die Medienfalle – Politik zwischen Inhalt und Inszenierung Dass hinter jeder Inszenierung in der Politik auch Inhalte stehen sollten, wünschen sich die Medienmacher und hoffen gleichzeitig auf ein größeres Engagement der Wähler sich zu informieren. Berufsbild Idealist? – Welche Chancen haben junge Journalisten? Um guten Mutes in ihre berufliche Zukunft starten zu können, stehen bei den Jungjournalisten gute Ausbildungsmöglichkeiten im Vordergrund. Um auch selbst ihren journalistischen Spürsinn einsetzen zu können, wünschen sie sich mehr Mut für Neues und Qualität vor Tempo. Medienlust und Medienfrust – Journalismus zwischen Persönlichkeitsrechten und Pressefreiheit

Wenn es um die neuen Phänomene der Medienwelt geht, wird gefordert Grundregeln nicht aus den Augen zu verlieren und auf ein Zusammenspiel aller Medienarten zu setzen.

Um einen seriösen Journalismus zu fördern, fordern Nachwuchsjournalisten klare Grenzen durch ein europäisches Presserecht und freuen sich, wenn Journalisten besser auf Extremsituationen vorbereitet würden.

Zwischen Wahrheit und Einschaltquoten – Geschichtsvermittlung in den Medien

Gesundes Halbwissen – Können wir durch die Medien lernen?

In der Geschichtsvermittlung erwarten die Teilnehmer eine Balance zwischen Entertainment und Fakten. Zudem sollte eine wahrheitsgetreue Berichterstattung keine Qualitäts­verluste gegenüber Unterhaltungsformaten hinnehmen.

Von Wissen(schafts)berichterstattung erwarten die Teilnehmer gut recherchiert, aber interessant verpackt zu sein, um auch Jugendliche anzusprechen. Die Journalisten sollten dabei als Vermittler zwischen Wissenschaft und Publikum auftreten.


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Einblick: Redaktionsbesuche

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Fernsehens zu erklären. Der Blick hinter die Kulissen eröffnete dabei vielen jungen Journalisten neue Perspektiven für Auf­gaben- und Tätigkeitsfelder. Besonders spannend: Auch in die Redaktionen des neuen Senders „ZDF.neo“ durften die Jugendlichen bereits vor dem Sendestart schauen. Fernsehen ist spannend, doch auch die anderen Medien­ gattungen standen für eine Besichtigung zur Auswahl: Die Verlagsgruppe Rhein Main öffnete die Türen ihrer PrintRedaktionen. Für viele der angehenden Redakteure war der Blick in eine Tageszeitungsredaktion neu und spannend. Die Profis der Allgemeinen Zeitung konnten dabei jeden Wissensdurst stillen und zudem auch ihr Online- und Video-Angebot darstellen. Einmal den Profis über die Schulter schauen: Jeder Jungredakteur erhielt die Gelegenheit in einem Medienbereich seiner Wahl – Print, Online, Fernsehen oder Radio – einen Einblick in die Redaktionsarbeit zu erhalten. Unterstützt wurden die Redaktionsbesuche dabei von den Redaktionen des ZDF: Neben einem exklusiven Einblick in das neue, „Die grüne Hölle“ genannte Nachrichtenstudio, öffneten Bereiche ihre Türen, die für den normalen ZDF-Zuschauer meist im Verborgenen bleiben: Die Musikredaktion, Requisite und Medienforschung standen ebenso auf dem Programm wie ZDFonline, Kirche und Leben sowie die Pressestelle. Gestandene Profis nahmen sich für die Kleingruppen Zeit, um den Tages- und Sendungsablauf ebenso wie die Tricks des

Journalismus auf allen Kanälen – dies bot der SWR in Mainz. Im Mittelpunkt der Redaktionsbesuche stand der Hörfunk. Neben der hochmodernen Verkehrsnachrichten-Zentrale präsentierte auch der SWR sein Portfolio von Fernseh- und Online-Angeboten. Die Zeitschrift „STUZ – Stadt, Land, Campus“ stand dem in nichts nach. Die erfolgreiche Studentenzeitung stellte ihren Journalismus für junge Menschen vor und traf damit den Nerv der Teilnehmer. Das Hochschulmagazin ist seit Jahren erfolgreich in Mainz und Wiesbaden aktiv. Professionalität und Spaß am Journalismus stehen hier im Vordergrund, wie die Teilnehmer des JugendMedienEvents erfahren durften.


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Selbstgemacht: Medien-Workshops Dass zu einer Nachrichtensendung oder einer Fernsehpro­ duktion viel mehr gehört, als das reine Sprechen und Schneiden der Beiträge, konnten die Teilnehmer in den Workshops beim ZDF erleben. So erfuhren sie dort zum Beispiel wie neue Fernsehformate entstehen, was ein Kameramann können muss oder wie der Ton zum Bild kommt, aber auch – ganz klassisch – wie eine Nachrichtensendung entsteht oder Fernsehbeiträge produziert werden.

Nachdem am Freitag Redaktionen besucht und in Arbeits­ gruppen inhaltlich gearbeitet wurde, konnten die Teilnehmer des JugendMedienEvents in den Medien-Workshops am Samstag selbst aktiv werden. Das „Medien machen“ stand in den ganztägigen Workshops im Vordergrund. Unter Anleitung von Profi-Journalisten schrieben die Teilnehmer Texte, fingen als Videojournalisten die spannendsten Geschichten ein oder suchten als Fotojournalisten die passenden Motive für die Bebilderung einer Zeitungsseite. Sechs Orte, 31 Workshops, 49 Referenten – die Eckdaten verdeutlichen bereits das breite Spektrum der angebotenen Workshops, aus dem die Teilnehmer ihren persönlichen Favoriten auswählen konnten.

Bei den Workshops der Verlagsgruppe Rhein Main konnten die Jungjournalisten hingegen eine eigene Zeitungsseite mit Inhalt füllen und als Videojournalisten für den multimedialen Input der Internetseite sorgen. In den Räumlichkeiten der Fachhochschule Mainz, der Katholischen Fachhochschule Mainz, des Journalistischen Seminars der Johannes Gutenberg-Universität Mainz sowie des Offenen Kanals Mainz gaben darüber hinaus zahlreiche weitere ehrenamtliche Referenten aus ganz Deutschland ihr Wissen und ihre Erfahrungen an den Nachwuchs weiter. So lernten die jungen Medienmacher was einen guten Reisejournalisten ausmacht, wie das Jugendmagazin NEON entsteht, ein Radio-Beitrag gesprochen oder ein stilistisch guter journalistischer Text geschrieben wird. Die jungen Nachwuchsjournalisten konnten sich auf diese Weise einmal selbst als Medienmacher ausprobieren und herausfinden, ob sie auch in Zukunft ihren Weg in der Medienwelt suchen möchten.


Medien-Workshops und Partner

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•Auf den Punkt gebracht: Kurze Fernsehbeiträge

•Interview-Training

•Onlinemedien im Dialog mit dem Leser

•Investigativer Journalismus

•Print-Reportage

•Berufsbild Videojournalist Der Videojournalist – die Ein-Mann-Kapelle

•Journalistisches Schreiben und Stilistik

•Radio-Reportage

•Kamera-Workshop: HDTV: Schärfer sehen – anders drehen!?

•Reisejournalismus – Überleben am Buffet?

•Kameraarbeit für Einsteiger

•Schreib-Workshop

•Kulturjournalismus

•Sprache des Journalismus

•Live vor Ort berichten – Der JME-Spiesser

•Tageszeitungsjournalismus

•Fotojournalismus

•Lokaljournalismus – Von der Recherche bis zum Text

•Geistiges Eigentum in Netz

•TV-Nachrichten schreiben und präsentieren

•Magazin-Journalismus und Blattmachen

•Gutes gehört gehört – Projektplanung und Öffentlichkeitsarbeit

•Videojournalismus

•Magazinjournalismus

•Die Nachrichtenprofis •Eventmanagement •Fernsehen machen •Formatentwicklung – Was WIR sehen wollen

•Ton beim Fernsehen

Partner der Medien-Workshops: •Axel-Springer-Akademie

•Katholische Fachhochschule Mainz

•SpiriTV

•derwesten.de

•Katholische Jugendwerke Köln e.V.

•DGB Bildungswerk

•marqueur

•tiva.tv - the international video­ journalist agency

•die tageszeitung

•Microsoft

•Vereinigung Deutscher Reisejournalisten

•Fluter

•NEON

•Verlagsgruppe Rhein Main

•Fachhochschule Mainz

•neues handeln

•WirtschaftsWoche

•Frankfurter Rundschau

•Radio Siegen

•ZDF

•Journalistisches Seminar Mainz

•Spiesser


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Gewusst wie: Kompetenzseminare

Niemand ist allein mit Fachwissen groß geworden – auf die richtigen Kompetenzen kommt es an! In den dreistündigen Seminaren am Sonntag vermittelten Profi-Referenten den Teilnehmern was zählt. Bei dem vielfältigen Angebot war für jeden etwas dabei. So wurden die Teilnehmer zum Abschluss noch einmal richtig fit gemacht – rein geistig natürlich. Am letzten Tag des JugendMedienEvents trafen sich noch einmal alle 500 Teilnehmer in der Fachhochschule Mainz. Aus den unterschiedlichen Themen konnte jeder Teilnehmer im Vorfeld auswählen welches Seminar er besuchen möchte. Insgesamt wurden 27 Seminare angeboten, die dank der technisch sehr gut ausgestatteten Fachhochschule Mainz in einer angenehmen Arbeitsatmosphäre stattfanden.

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Ganz oben auf der Präferenzliste standen Seminare die journalistische Grundkenntnisse vermitteln: Erfolgreiche Recherche, Einstieg in den Sportjournalismus oder Presse­ fotografie sind nur ein paar Beispiele. Mit Profis konnten die Teilnehmer erste eigene Schritte wagen. Aber nicht nur journalistisches Können wurde in den Seminaren vermittelt, auch im Berufsleben immer wichtiger werdende „Soft Skills“ standen auf dem Stundenplan: klassische Themen wie Rhetorik, Argumentation und Projektmanagement, aber auch „Spiele zur Stressbewältigung in der Redaktion“ und „Wege in die Selbstständigkeit“. Dank der 32 ehrenamtlichen Referenten aus allen Bereichen der Medien und der Wirtschaft konnten die Teilnehmer aus erster Hand neue Kompetenzen erlernen oder vorhandene vertiefen. Ihr neu gewonnenes Wissen können sie bei ihrer Arbeit in der eigenen Schüler- oder Lokalzeitung und bei ihrem ehrenamtlichen Engagement anwenden. Außerdem sind die vermittelten Kompetenzen enorm wichtig für ihr späteres Berufsleben. Langjährige Referenten des JugendMedienEvents ebenso wie neue Gesichter gestalteten in diesem Jahr die Kompetenzseminare. Mit dabei waren in diesem Jahr unter anderem Referenten der Deutschen Flugsicherung, der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien, der Deutschen Presse-Agentur, der Deutschen Post und dem Debattierclub der Universität Mainz. Auch dieser Programmpunkt traf ins Schwarze: Die Teilnehmer und Referenten fanden viel Freude an der gemeinsamen Arbeit.


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Seminarübersicht Argumentationstraining Debattierclub Johannes Gutenberg e.V. Berufseinstieg in die Medienbranche AIM Ausbildung in Medienberufen Köln Bewerbungstraining Junge Presse e.V. Crashkurs Schülerzeitung Junge Presse e.V., Deutsche Post Debattieren Debattierclub Johannes Gutenberg e.V. Ehrliche Kommunikation: PR und Werbung Profitext.com Entstehung einer SocialKampagne buergerclever – Agentur für couragierte Kommunikation Erfolgreiche Recherche: Wie komme ich an Aktenschätze? die tageszeitung


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Grundlagen des journalistischen Schreibens neues handeln GmbH

Rhetorik Akteur – Birgit Ladwig-Tils

InDesign: Layout-Grundlagen Junge Presse e.V.

Stress in der Redaktion? – Spiele und Übungen zur Stressbewältigung Katholische Jugendwerke Köln e.V.

Kommunikation in der Krise DFS Deutsche Flugsicherung GmbH Kommunikationstraining und Assessment Center Barmer Menschen im Pressefoto Fotografie Katrin Heyer Organisation einer Schülerzeitung Junge Presse e.V. Präzise Kommunikation Institut für unternehmerische Freiheit Presseethik und Globalisierung Institut für unternehmerische Freiheit Projektmanagement Verein zur Förderung politischen Handelns

Strittige Medieninhalte Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien Traumberuf Sportjournalist Deutsche Sporthochschule Köln Überzeugend argumentieren Tilbury House Debating Union Überzeugend auftreten – Körpersprache gezielt einsetzen Theater abgelehnt Von der Pressemitteilung zur Agentur-Nachricht Deutsche Presse-Agentur Wege in die Selbstständigkeit Gronemeyer Consulting Wie das Internet den Journalismus verändert anyMOTION Graphics GmbH


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Poesie: Kulturnacht Dass Kultur nicht langweilig sein muss, hat das Jugend­Medien­Event in diesem Jahr mit der Kulturnacht bewiesen. Theater muss nicht nur von Shakespeare, Goethe und Schiller kommen und Gedichte müssen nicht immer staubtrocken vorgetragen werden. Poetry Slam heißt die Mischung aus lyrischen Texten und einem Vortragsstil, der manchmal vielleicht ein wenig an Rap erinnert. Die vier Poetry-Slammer Jasper Diedrichsen, Annika Blanke, Julian Heun und Christian Bruns präsentierten im „Frankfurter Hof“ in der Mainzer Altstadt ihr Können. In einem fairen Wettbewerb entschied das Publikum über die Qualität der Vorträge und urteilte mittels Applaus über die Künstler. Für die musikalische Gestaltung des Abends sorgten zudem die musikalischen Ausnahmetalente von „Fuse-Box“. Rockige Töne präsentierten die jungen Musiker, die bereits den BandContest des ZDF-Fernsehgarten gewonnen hatten. Der zweite Musikact des Abends, Jasper, überzeugte dann mit ruhigeren Tönen. So gab es für jeden die Möglichkeit bei rockigen Rhythmen zu tanzen oder zu romantischen Balladen zu träumen. Das Finale mit Luftballonregen von der Saaldecke gab dem Abend den krönenden Abschluss, den er verdient hatte, bevor der zweite Tag des JugendMedienEvents endete.


Party: Young Publishers’ Night Ein bunter Abend in Wiesbaden erwartete die 500 Teilnehmer am Samstag. In der historischen Halle „Alte Schmelze“ traten nicht nur Top-Bands vor den Jugendlichen auf, sondern heizten auch DJs und eine Feuershow der „Young Publishers’ Night“ ein, während ein Lounge-Bereich zum Netzwerken einlud. Die junge Band „Kensington Road“, die sich in der deutschen Musik-Szene mit einigen Erfolgen bereits einen Namen machen konnte begeisterte mit ihrer perfekten Show. Nur wenige Teilnehmer konnten der Versuchung der Tanzfläche widerstehen. Während dessen bot der Lounge-Bereich die Möglichkeit, das Geschehen auch in Bildern Revue passieren zu lassen. Eine Großleinwand zeigte die schönsten Fotos des diesjährigen Events, welche vom Junge-Presse-Fototeam in den vergangenen drei Tagen geschossen wurden. Lauter und ausgelassener ging es im hinteren Bereich der „Schmelze“ weiter. Dort entfaltete der Abend seinen ganzen Charme: Während „Fire-Sail“ der Stimmung im wahrsten Sinne des Wortes mit ihrer Feuer-Jonglage einheizten, präsentierten die Tänzer von „Manace“ ihr Taktgefühl. Zwei DJs begleiteten schließlich die tanzwütigsten der Teilnehmer in den weiteren Abend hinein bevor auch der dritte Tag des JugendMedienEvents ein großartiges Ende fand.

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Öffentlichkeit: Presse und Live-Zeitung

Professionell gestaltete Flyer und Plakate, eine übersichtliche und „junge“ Internetpräsenz sowie zahlreiche Pressemitteilungen, Freianzeigen und zielgerichtete Direktmailings per Post und E-Mail-Newsletter sind einige der beschrittenen Wege, um

auf das JugendMedienEvent aufmerksam zu machen. Darüber hinaus bescherten Medienkooperationen – zum Beispiel mit der „taz“ – eine Rekordnachfrage nach freien Plätzen. Die Kombination dieser werbewirksamen Schritte, zahlte sich aus.


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War das Interesse von Presse, Internet und Hörfunk bereits vor dem Event groß, so erhielt die Junge Presse e.V. auch während des JugendMedienEvents und im Anschluss zahlreiche Interviewanfragen. Berichte in vielen Medien waren deutschlandweit die Früchte einer geglückten Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. So berichteten die Deutsche PresseAgentur, die Frankfurter Rundschau sowie die Medien der Verlagsgruppe Rhein Main über das JugendMedienEvent in Mainz. Für interessierte Jugendliche, deren Eltern, aber auch Jour­nalisten steht die Internetseite „www.jugendmedien­ event.de“ zur Verfügung. Übersichtlich gestaltet und ständig aktualisiert, bietet die Internetpräsenz sorgfältig aufbereitete Informationen rund um das Geschehen vor, auf und nach dem JugendMedien­Event. Vor allem personalisierte Direktmailings per Post und E-MailNewsletter lockten die Jugendlichen nach Mainz. Die Junge Presse erreichte über 12.000 medieninteressierte Jugendliche in ganz Deutschland. Viele dieser Schüler, Studenten und jungen Medienschaffenden unterstützten mit zahlreichen Veröffentlichungen in Lokalzeitungen und jugendeigenen Medien wie Schülerzeitungen die Pressearbeit des veran­ staltenden Vereins. Die jeweils unterschiedlich schwerpunkt­ gerichteten Pressemitteilungen erreichten annähernd 7.500 Journalisten in der gesamten Bundesrepublik. Doch es wurde nicht nur nach außen geworben und informiert. Auch für die rund 500 Jugendlichen auf dem JugendMedien­

Event gab es zahlreiche Möglichkeiten zur Information. So berichtete eine Online-Redaktion der Jungen Presse laufend vom Eventgeschehen. Den Teilnehmern wurde zum Abschluss der viertägigen Großveranstaltung die Live-Zeitung „Main VZ“ überreicht. In Kooperation mit der Jugendzeitung „SPIESSER“ dokumentierte ein Redaktionsteam alle vier Veranstaltungs­tage für die teilnehmenden Jugendlichen. Im Rahmen der Medien-Workshops am Samstag erhielten darüber hinaus acht Jugendliche die Möglichkeit, die Live-Zeitung mit zu gestalten. Interviews mit Referenten, Politikern und natürlich den Teilnehmern aber auch kleine Kolumnen und eine FotoLovestory entstanden so. Doch auch Tipps für einen erfolgreichen Schritt in einem Medienberuf wurden aufgezeigt.


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Ehrenamt: Veranstalter und Team Als einer der größten bundesweit aktiven Jugendmedienverbände organisieren die zahlreichen Ehrenamtler der Jungen Presse das JugendMedienEvent. Rund 50 große und kleine Projekte wie Tages- und Wochenendseminare, Recherchebesuche und Live-Berichterstattungen richtet die Junge Presse jährlich aus. Darunter auch den Deutschen Schülerzeitungspreis als bundesweit großen Wettbewerb für jugendeigene Medien. An allen Projekten sind immer auch Partner aus Politik, Wirtschaft und der Medienbranche beteiligt. Ziel aller Aktionen ist es, medieninteressierten Jugendliche einen Einblick in die Arbeit von Journalisten und in andere Medienberufe zu geben, um ihnen den Einstieg in den Beruf zu erleichtern. Die Teamer des JugendMedienEvents: Sebastian Amaritza, Mario Arnold, Katharina Back, Lennart Bar, Daniel Bär, Florian Berscheid, Denis Brem, Annika Bremen, Thorben Geyer, Violetta Gringersch, Marcus Hammes, Katharina Hartmann, Tobias Hauck, Valentin Helm, Christoph Henrichs, Marc Hörcher, Gleb Karbachinsky, Verena Kerat, Christoph Koitka, Lisa Korte, Sabrina Krallmann, Jonny Kumar, Jennifer Küppers, Anna-Catharina Mayer, Tobias Müller, Veroníka Naydyonova, Marcel Nürnberger, Sabine Probst, Marius Ranft, Paul Reinker, Katrin Rulle, Wendelin Sandkühler, Florian Sandmann, Steffen Schmidt, Lena Scholz, Pascal Schröder, Nicolas Schweers, Dennis Stachel, Laura Stellmacher, Philipp Sümmermann, Lena Unterberg, Phillip Voigt, Laura Vuljan, Felix Winnands, Kara Wullenkord, Asare Yeboah, Thomas Zittlau


Impressum

Herausgeber

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Verantwortlich für den Inhalt (ViSdP) Marcus Hammes Projektleitung JugendMedienEvent Felix Winnands

Junge Presse e.V. Hammacher Straße 33 45127 Essen Telefon: 0201 24 80-358 Telefax: 0201 24 80-348 E-Mail: info@junge-presse.de www.jugendmedienevent.de www.junge-presse.de

Veranstaltungsleitung Daniel Bär Marcus Hammes Lena Scholz Felix Winnands Gestaltung Annika Bremen

Fotos Marcus Hammes Florian Sandmann Dennis Stachel Philipp Vogt Titelfoto John Otten (www.semiendo.de) (c) Copyright 2009-2010, Junge Presse e.V. Alle Rechte vorbehalten.


Junge Presse e.V. | Hammacher StraĂ&#x;e 33 | 45127 Essen

JugendMedienEvent-Dokumentation 2009  

Alles, was man über das Event wissen muss