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Die große Mitmachaktion!!!

Im August könnt ihr bei jedem Kurs mit trainieren ohne einen Cent zu bezahlen. Dieses Angebot gilt nur im gesamten August, und nur für Neueinsteiger und für unsere Schüler, die sich für weitere Kurse interessieren, die sie noch nicht belegt haben. Also nutzt die Möglichkeit, um nach den Ferien wieder durchzustarten ...!

Move -Times die tanzzeitung

Titelfoto: Barbara Ködel

Leitung: Stefan Kunzke Turnerstr.2 · 33602 Bielefeld Fon: 01 70 - 5 55 02 24 Fax: 0 52 02 - 92 45 57 Email:lebal@schoolofmovingarts.com www.schoolofmovingarts.com

school of moving arts

Mitglied im Deutschen Berufsverband für Tanzpädagogik e.V. Mitglied der Royal Academiy of Dancing

schoolofmovingarts.com


Neueröffnung!

Willkommen im Neuen Design Wie unschwer zu erkennen ist, haben wir für die Move-Times ein vollkommen neues Design entwickelt. Maßgeblich beteiligt am neuen Aussehen ist die Fotografin Jenny Kordus, die sich gerade mit ihrer Fotomanufaktur selbstständig gemacht hat. Wir gratulieren ihr ganz herzlich dazu. Außerdem auch die Grafikdesignerin und Modedesignerin Sabine Loose, die dem Erscheinungsbild den Schliff und das Feintuning gegeben hat. Ab dieser Ausgabe möchten wir uns auch ganz verstärkt jeweils einem Spezialthema nähern. In dieser Ausgabe versuchen wir das zum Thema Schmerz. Eines der zentralen Probleme denen man sich als Tänzer gegenüberstehen sieht. Doch ist Schmerz tatsächlich nur ein Problem. Ist er nicht vielmehr eine oft ungeahnte Möglichkeit seine Grenzen zu erfahren, um sie dann vorsichtig und diszipliniert zu erweitern. Wenn es uns hier gelingt umzudenken, dann wird tänzerische Entwicklung leichter und weiter. Stefan Kunzke


ms-tanzwerk

Tanzfestival Bielefeld 2007 – Raum für den zeitgenössischen deutschen Tanz

Der Tanzsommer Bielefeld ist eine wunderbare Gelegenheit für Tänzer und Tanzbegeisterte aus der Region sich nicht nur überregionale Tanzproduktionen anzusehen, sondern auch die Möglichkeit zu ergreifen, sich tänzerisch weiterzubilden.

Das Performance-Programm umfasst nicht nur die Eröffnungsveranstaltungen in der Rudolf-Oetker-Halle mit einer Tanzinstallation der Tchekpo Dance Company „Huegby- das andere Haus“, sondern ermöglicht auch Einblicke in drei zeitgenössische Stücke renommierter deutscher Kompanien. Diese Performances finden im Theaterlabor Tor 6 statt. Am 27. Juni kommt eines der erfolgreichsten Tanzensembles Deutschlands nach Bielefeld: Das Folkwang Tanzstudio zeigt mit „ If and only if“ ihre neueste Produktion. Zu brasilianischer Musik begeistern sie mit rasanten Bewegungen. Zur Halbzeit des Tanzfestivals, am 30. Juni präsentiert das Kulturamt Bielefeld auf dem Rathausplatz eine große Open-Air-Party. Am 1. Juli geht es dann sehr sinnlich weiter. Die Cie. ms-tanzwerk überrascht durch ein

tiefsinnig und manchmal abgründiges Tanztheater „Mental Maps & Patterns“. Dem modernen Alltag widmet sich die Gruppe Co>laps mit wunderlichen Geschichten aus der Welt der Online-Games am 4. Juli. „Cool Hunter- Just a game“ ist temporeich und humorvoll. Als Abschluss des Tanzfestivals gibt es auch in diesem Jahr wieder eine große Abschlusspräsentation in der Rudolf-Oetker-Halle. Am 7. Juli heißt es für Groß und Klein der Workshopteilnehmer am Tanzsommer: Raus ins Rampenlicht und die Bühne zum Beben bringen!

Colabs

Folkwang


Die Geheimnisse des Körpers erforschen wir in unserer neuen Reihe „Die GesundSchmerz - unser heitsseite“. In ZusammenarFrühwarnsystem beit mit unserem Physiotherapeuten Uwe Kassen stellen wir Euch in den nächsten Ausgaben der Move Times die Eigenheiten des menschlichen Körpers vor. Sportliche Menschen kommunizieren viel mit ihrem Körper, andere bemerken ihn erst, wenn er krank oder schwach ist. Wie reagieren bestimmte Körperteile, welche Stärken und Schwächen haben sie und welche Bedeutung haben diese für Tänzer, deren größtes Kapital ihr Körper ist? Als Tänzer wird man täglich mit Schmerzen konfrontiert, es gilt sie im täglichen Training zu überwinden, um die körperlichen Grenzen zu erweitern.

Doch was ist eigentlich Schmerz? Schmerzen können stechend, ziehend oder drückend sein. Während drückender Schmerz, nach einem dumpfen Aufprall die Folge von einer Verletzung ist, die nicht mehr rückgängig zu machen ist, kann man mit stechenden oder ziehenden Schmerzen, wie z.B. in einem Moment, wo ein Muskel gedehnt wird, kommunizieren und einer Verletzung vorbeugen.

Man unterscheidet zwischen 5 Schmerzformen: 1. Entzündungsschmerz 2. Spastischer Schmerz (z.B. Kolik, Giftinfektion) 3. Nervenschmerz (z.B. Bandscheibenvorfall: die Nerven haben nicht genug Platz, wenn die Wirbelkörper zu eng aneinander geraten) 4. Fehlregulation (unangepasste Steuerung von Muskulatur, z.B. das Knie knickt weg bei zu viel Kraftaufbringung im Sprung) 5. Psychosomatischer Schmerz (unbewältigte psychische Probleme drücken sich in körperlichen Schmerzen aus) Schmerz ist ein Phänomen das wir alle kennen. Er wird meistens als unangenehm und störend empfunden. Seine positive Seite vergessen wir dabei allzu oft.

Schmerz ist ein Schutz. Akuter Schmerz hat eine Warnfunktion, z.B. bei Überdehnung oder Muskelriss. Er weist uns daraufhin, dass wir bewusst und vorsichtig mit einer Situation umgehen müssen, um einer Verletzung vorzubeugen. Ist die Verletzung hingegen schon passiert, hat Schmerz darüber hinaus eine Rehabilitationsfunktion, weil man die verletzten Körperteile schont. Mit Schmerz muss man verantwortlich umgehen. Es gilt ihn nicht sofort zu bekämpfen, sondern zu beobachten und zu versuchen, ihn so genau wie möglich kennen zulernen. Der tägliche Umgang mit Schmerz ist gerade im Tanz ein normales Phänomen. Interessant ist, dass die Reizschwelle schon vor dem eigentlichen Bewegungsstop auftritt. Überraschend wird hierbei oft eine Dehnung von außen (durch Lehrer, Physiotherapeuten oder Ärzte) erlebt, in der der Körper bereit ist, sehr viel weiter zu gehen, als man selbst


glaubt, sich dehnen zu können. Grund dafür ist die Bereitschaft, seine ANGST vor Schmerz ein Stück weit „aus der Hand“ geben zu können und somit „ENT-Spannung“ zu schaffen. Für Tänzer hat Schmerz noch eine weitere Bedeutung. Wie eine Tür, durch die man schreiten muss, um einen neuen Raum zu entdecken, ist Schmerz für Tänzer oft ein Punkt, den sie aushalten und überwinden müssen, um körperlich und tänzerisch die nächste Entwicklungsstufe erreichen zu können. Es gibt keinen Tanz ohne Schmerz!

der Unfall oder die Verletzung passiert ist.

Angst vor dem Schmerz kennt jeder. Gerade wenn es um Verletzungen geht, die man sich schon öfter zugezogen hat. Das Körpergedächtnis merkt sich das unangenehme schmerzhafte Gefühl und die oft mühsame Regenerationsphase, die für Tänzer Pausen bedeutet und somit auch eine Rückentwicklung ihrer mühsam erworbenen technischen und konditionellen Qualitäten. So entwickelt der Körper Ängste in bestimmten Körperregionen und vor gewissen Bewegungen, bei denen

In der nächsten Ausgabe beschäftigen wir uns mit verschiedenen Strategien zur physischen und mentalen Bewältigung von Verletzungstraumata, wie z.B. nach Sportunfällen.

Wann wird der Schmerz gefährlich? Wenn Schmerzen nach 3 Tagen nicht abklingen, sollte man einen Arzt aufsuchen und gezielt an der Ursache arbeiten. Bei einer Schmerzdauer, von über 6 Monaten, spricht man von chronischem Schmerz. Die eigentlichen Funktionen von Schmerz, die Warn, - und Rehabilitationsfunktion sind schon lange weggefallen, es kann zu Depressionen und Tablettenmissbrauch kommen. Schmerz ist nie neutral, jeder Mensch hat ein individuelles Schmerzgedächtnis. Es ist außerdem falsch, zu behaupten, Schmerzen seien nur eingebildet. Wenn man keine körperliche Diagnose stellen kann, liegt die Ursache meistens im psychosomatischen Bereich.

Gut mit Schmerzen zu leben ist machbar! Wichtig ist, dem Körper Ruhe, - und Regenerationsphasen zu gönnen. Kältezufuhr bei entzündlichen Prozessen und Wärme bei Verkrampfungen sind eine wunderbare erste Hilfe bei Schmerzen. Außerdem sollte jeder Tänzer wert auf ausreichende Aufwärmung vor dem täglichen Training, sowie ein ausgiebiges Cool- Down nach einer Trainingseinheit achten. So kann vielen Verletzungen und Schmerzen vorgebeugt werden.

Uwe Kassen

Physiotherapie Energiearbeit Cranio-Sakral-Therapie

Am Hartlagerholz 18 33607 Bielefeld fon: 0521-305801 02 mobil: 0160-910613 97


Nurejews Hund oder Was Sehnsucht vermag

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von Elke Heidenreich und Michael Sowa…

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Literatur Mineralien und Edelsteine Schmuck Geschenkartikel Entspannungsmusik Aura Soma Kristall-Salz/Lampen Etherische Öle Räucherwerk Feng-Schui-Produkte Wir besorgen Ihnen jedes lieferbare Buch (mit Versandservice)

Öffnungszeiten: Mo - Fr 10.00 - 18.30 Uhr, Sa 10.00 - 16.00 Uhr

Der Buchtipp

… ist die Geschichte von Oblomow, dem Hund des weltberühmten Tänzers Rudolf Nurejew. Eines Tages tritt der träge Hund auf ungewöhnliche Weise in das Leben des Künstlers, den er von nun an auf Schritt und Tritt begleitet. Im Ballettsaal verfolgt er das Geschehen aufmerksam. Als Nurejew stirbt, bleibt Oblomow zurück. Zugleich anrührend sowie amüsant und fantasievoll erzählt Elke Heidenreich von den letzten sechs Lebensjahren des Hundes, die er bei Olga Piroshkowa, einer ehemaligen Ballerina der Leningrader und Pariser Oper, verbringt. Auf seine alten Jahre entwickelt Oblomow ein besonderes Talent. Es scheint, als würde Nurejews Tänzerseele in ihm weiterleben: Eines Nachts ertappt Oblomow sich selbst beim Tanzen … Auf nur 50 Seiten versteht es Elke Heidenreich, einen Einblick in die Lebensart der großen Künstler zu geben. Das Eintauchen in diese Welt wird durch das Französisch des klassischen Balletts sowie kurze (und später übersetzte) Wortwechsel auf Russisch für den Leser noch intensiver. Diese Geschichte handelt von Sehnsucht und dem, was sie auszulösen vermag. Eine wirklich schöne Lektüre, die nicht nur Tanzinteressierte in einem Zug durchlesen werden. Judith Raum


Die Kinderseite

- school of moving arts

Erol Tezel

Rond de jambe bei dieser Übung soll das Spielbein einen ganzen und wunderschönen Halbkreis auf den Boden malen, wie ein großes D!

Nun hat unser kleiner Ballethase seine richtige Kleidung gefunden. Wenn ihr unser Bild mit dem in der letzten Move-Times vergleicht, könnt ihr genau sehen wo die Unterschiede liegen.

ist ein Praxisbezogenes Ausbildungszentrum für Tanz und Tanzpädagogik. Unsere erfahrenen Pädagogen bieten eine individuelle Betreuung für alle Tanzanfänger und Fortgeschrittenen durch eine eigens entwickelte Unterrichtsmethodik im Ballett, HipHop, Jazz, Streetjazz. Ein weiteres Highlight ist unsere Showformation. 17 junge Menschen begeistern durch immer wieder neue und vollkommen verschiedene Choreographien von‚ Show über Jazz bis HipHop. Im professionellen Bereich besticht die Company of moving arts durch abendfüllende, aussagestarke Choreographien, die ihren eigenen Charakter einer Spartenübergreifenden Kunst erreichen. Zusätzlich bieten wir eine eigene dreijährige tanzpädagogische Ausbildung an. Wenn ihr Interesse an uns habt, haben wir auf der letzten Seite der Move-Times noch ein besonders Schnäppchen für Euch.

Leitung: Stefan Kunzke Turnerstr.2 · 33602 Bielefeld Fon: 01 70 - 5 55 02 24 Fax: 0 52 02 - 92 45 57 Email:lebal@schoolofmovingarts.com www.schoolofmovingarts.com


Tanztipps im TV

Prix de Lausanne 2007 So, 27. Mai 2007, 11:00 h, 3sat Ballroom Memories So, 3. Juni 2007, 10:35h, arte Lebe Deinen Traum Teil 1 Mo, 4. Juni 2007, 15:00 h Pro Sieben Lebe Deinen Traum Teil 2 Di, 5. Juni 2007, 15:00 h Pro Sieben Getanzt wird trotzdem So, 17. Juni 2007, 9:45 h, arte Step up! Traum vom Tanzen Sa, 23. Juni 2007, 21:55 h, 3sat

... im ZDF Theaterkanal Die schlecht beh端tete Tochter 1./13./18./23. Juni, 16.00 h Der Choreograf Stephan Thoss und Le Sacre du Printemps 3./08./20./25./30. Juni, 21.00 h Folkwang meets Africa 6./11./16./28. Juni, 12.20 h Compagnia Aterballetto tanzt "Les Noces" 13./18./23. Juli, 19.40 h

Der kleine rote Prinz 3./8./20./25./30. Juli, 17.15 h Pulcinella 2./14./19./24./29. Juni, 12.30 h

Mehr Infos, weitere Termine und noch mehr Tanztipps im TV unter schoolofmovingarts.com


Das Interview mit dem Regisseur Andreas Morell

Die Move-Times traf Andreas Morell in Berlin, wo er gerade seinen Kinofilm „Unschuld“ abdrehte, in dem auch company of moving arts Mitglied Aylin Tezel eine Hauptrolle übernahm. Andreas Morell hatte unter Anderem großen Erfolg mit dem Dokumentarfilm „Tanz ist der Spiegel der Seele“ - ein Film über die Compagnia Aterballetto aus Italien. Andreas, wie sieht deine bisherige Laufbahn aus?

V Mit 19 Filmhochschule München, dann London. Ich habe dann angefangen Filme zu machen, 40 Dokumentarfilme, 180 Folgen Serie, viele Tanz, -Theater, -und Opernaufzeichnungen, Theaterinszenierungen, ein großes Fernsehspiel und jetzt dieser Kinofilm. Ist es für einen Regisseur „die Spitze des Berges“ wenn der eigene Film im Kino landet?

V Ich habe mich bemüht, es nicht so zu empfinden, sonst wäre ich vermutlich wahnsinnig angestrengt. Zwei meiner Filme sind im Kino gelandet, ohne dass das geplant war. Ein schöner Zufall. Und bei diesem Film jetzt bin ich sehr froh, dass ich ein Team gefunden habe, was trotz geringer finanzieller Möglichkeiten verrückt genug war, ihn auf die Beine zu stellen.

Du hast für die Fernsehaufzeichnung vieler Tanz und Ballettstücke Regie geführt. Wie viel kannst du da noch eingreifen, denn die Choreographie steht ja schon?

V Es gibt ja nur 15 Leute in Europa, die diese Art merkwürdiger „SecondHand“ Regieaufzeichnungen machen, da gehen die Leute sehr unterschiedlich ran. Viele wollen das Stück kohärent und objektiv abbilden. Ich verstehe mich eher als der Zuschauer, der dieses Stück guckt, aber seine eigene Sicht auf das Stück mit draufwirft und natürlich hofft, dass es dann noch 80.000 andere Zuschauer gibt, die das genauso sehen. Ich versuche eine Form zu finden, die nicht so theaterkonform sondern sehr viel filmischer ist, eine Bildsprache, die möglicherweise vom Theater weit weg ist, aber dann trotzdem den Kern dessen, was ich da auf der Bühne gefunden habe, ins Fernsehen umsetzt. Wie ist die filmische Arbeit mit Tänzern, die oft weder schauspielerisch ausgebildet sind noch Kameraerfahrung haben?

V Tänzer sind ja wahnsinnig genau in ihrer Arbeit und sehr präzise im Umsetzen von bestimmten Dingen, die sie immer gleich machen, was dazu führt, dass man darauf vertrauen kann, dass die Bilder, die man macht immer dieselben sind. Und wenn man ihnen sagt, das Bild sieht besser aus, wenn du einen halben Meter weiter links tanzt und das für dich irgendwie noch geht von der Bewegungsrhythmik her, dann tun sie das auch und zwar mit einer tödlichen Sicherheit. Von daher ist es sehr angenehm mit ihnen zu arbeiten. Tanz ist schon eine ungewöhnliche Welt. Aber auch da gibt es natürlich


riesige Unterschiede. Ich habe von Tanztheater wie Les Ballets C. de la B. bis hin zu wirklichem Ballett von Malakhov alles Mögliche gemacht. Da sind so „Malakhovs“ für mich deutlich langweiliger, als C. de la B., Pina Bausch oder Joachim Schlömer, weil die ein Tanztheater machen, was für meine Zwecke viel geeigneter ist. Bei C. de la B. zum Beispiel, da waren Tänzer, Schauspieler und Musiker auf der Bühne. Die Tänzer konnten Renaissance-Gesänge singen, dass mir schwindelig wurde, die Schauspieler konnten irgendwie ein bisschen tanzen und die Musiker konnten vor allem musizieren, aber irgendwie auch noch spielen. Diese übergreifende Form ist sehr spannend. Wenn Leute diese offensichtlich nicht vorhandenen Grenzen sprengen, das finde ich toll. Du hast für deinen Film das Aterballetto in ihrem Alltag, bei Proben und Auftritten begleitet. Und du hast sogar bei ihrem morgendlichen Training mitgemacht. Da bist du dieser Tänzerwelt sehr nah gekommen.

V Ich versuche Dokumentarfilme nur über Dinge zu machen, die mir am Herzen liegen und die Menschen sehr gut kennen zu lernen, damit ich Filme machen kann, die sehr nah an ihnen dran sind. Wir sind mit einem kleinem Team nach Reggio Emilia gereist, haben dort eine längere Zeit gedreht und ich habe tatsächlich eine sehr große Nähe zu den Menschen entwickelt, bin mit vielen heute noch befreundet. Eine der Tänzerinnen des Aterballetto hat zum Beispiel jetzt in dem Kinofilm eine kleine Rolle gespielt. Ich hab tatsächlich dann irgendwann angefangen mitzutrainieren, weil

ich fand, dass ich dick werde und was dagegen tun wollte. (lacht) Das sieht natürlich total albern aus, aber da der Pianist, Bruno Moretti auch mittrainiert, dachte ich es ist nicht ganz so peinlich, wenn ich da in der Ecke ein bisschen mitmache... Gibt es eine Farbe, einen Geruch etc., was du mit deiner Arbeit verbindest?

V Ich verbinde alles, was ich im Leben tue mit Musik. Deswegen verbinde ich auch meine Arbeit mit Musik. Wenn du deinen Beruf als eine Landschaft beschreiben müsstest, welche Landschaft würdest du dir aussuchen?

V England. England ist mir das nächste Land auf der Welt. Wenn ich da mit dem Flugzeug drüber einschwebe kommen mir die Tränen, weil es ist mir wirklich näher am Herzen ist, als sonst etwas. Und alles was mir nah am Herzen ist, wie auch Filmemachen verbinde ich irgendwie mit England. Welcher Bergriff fällt dir spontan zu dem Wort Tanz ein?

V Leidenschaft und Entbehrung

Ab sofort können Sie die aktuellen und schon erschienen Interviews auch auf unserer homepage www.movetimes.de direkt anhören.


Kulturevolution in NRW!

Die Kulturkonferenz OWL versammelt die Spitzen der Kulturschaffenden in NRW

Modellregion“ – ein Titel, mit dem sich Nordrheinwestfalen und im Speziellen die Region Ostwestfalen/Lippe in Sachen Kultur nach dem Einvernehmen der Redner der Kulturkonferenz OWL 2007 (11. Mai) zu Recht schmücken darf. Und die Liste der Redner kann sich sehen lassen: neben Marianne Thomann-Stahl (Regierungspräsidentin), Hans-Georg Vogt (Vorstandsvorsitzender der Sparkassen in und um Bielefeld) und Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff (Staatssekretär f. Kultur d. Landes NRW) waren zahlreiche weitere Vertreter regionaler Kultureinrichtungen, Schulen und Gemeinden unter den 250 geladenen Gästen. Das Ausbildungszentrum für Tanz und Tanzpädagogik „le bal – school of moving arts“ war durch Andreas Wegwerth vertreten, der für das Land NRW verschiedene Tanzprojekte an Bielefelder Schulen entwickelt und leitet, darunter eines mit einer 5. Integrations-Klasse der Gesamtschule Stieghorst. Die 24 SchülerInnen entwickelten mit dem Tanzpädagogen und der Klassenleitung (Christiane Hermsen-Schäffer) während eines gesamten Schuljahres eine tänzerisch-schauspielerische Umsetzung des „Kleinen Prinzen“. Sie „ernteten begeisterten Applaus von Ihren Eltern“ und „nach der Aufführung sagten zwei Schülerinnen, dass sie gerade vor Glück weinen könnten und das Gefühl hätten, einen 1. Preis gewonnen zu haben“ (NW,15.05.07). Das Projekt fand bei Klassen- und Schulleitung so enormen Zuspruch, dass es nach ausdrücklichem

Wunsch der Schule auch im nächsten Jahr fortgeführt werden soll. Aus einer über Jahrzehnte forcierten Evolution der Kultur in Schulen, so dann auch der Tenor der Kulturkonferenz, ist fast eine kleine Revolution der künstlerischen Förderung geworden. Was wir jetzt brauchen sind nachhaltige Konzepte, zum Beispiel im Bereich der Jungenförderung, welche auch das Thema von Wegwerth´s Konzept für das kommende Schuljahr an der Gesamtschule Stieghorst ist. Eine fortlaufende kulturelle Förderung in diesem Sinne wäre eine wahre Revolution.

rosé im le bal - Events & Hochzeitssaal der Extraklasse

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Sommertanzworkshops 2007

Training und Urlaub - oder: wie man 2 Fliegen mit einer Klappe schlägt.

Bei dem Wort Urlaub schlägt das Herz gleich höher. Doch mehrere Wochen ohne Training? Für Tänzer undenkbar! Hier nun also die Lösung. In der Sonne liegen, ein paar Tage Kunst und Kultur und Faulenzen irgendwo im Süden.....und ganz nebenbei viel Tanz sehen, kennen lernen und vor allem bei internationalen Dozenten Tanzstile schnuppern und trainieren. Laien ,-und Profiklassen tagsüber und Performances am Abend solch ein Programm hat sich bei den meisten Sommertanzworkshops bewährt. Hier unsere Tipps für euren Tanz- Sommer: Bolzano Danza Tanzsommer Bozen 16.- 28. Juli

Dem italienischen Charme dieser wunderschönen kleinen Provinzstadt in Südtirol muss man einfach erliegen. Große Plätze, die umsäumt sind von zahlreichen italienischen Straßencafés, enge kopfsteingepflasterte Gassen, welche von der Mofa ,- und Fahrradjugend Bozens mit fast akrobatischer Schnelligkeit passiert werden. Das Workshopprogramm bietet dem Laien, wie dem Profi gleichermaßen sehr gute Dozenten. Von Ballett, über Jazz, Funky- Dance bis hin zu Flamenco und Kids- Specials ist für jeden Geschmack etwas dabei. In den 2 Wochen des Tanzsommers ist Bozen bevölkert von jungen Tanzeleven mit auswärtsgedrehten Füßen. Ein Sprachgemisch aus italienisch, deutsch und englisch liegt über der Stadt. Infos unter www.bolzanodanza.it

ImPulsTanz - internationale Tanzwochen Wien 15. Juli 11. August

Das Tanzfestival in Wien steht in erster Linie unter dem Stern des zeitgenössischen Tanzes. Es gehört zu den größten Tanzfestivals in Europa. Dozenten, die in den Bereichen Modern Dance, Body Work und Contemporary Dance am Puls der Zeit stehen schlagen hier ihre Zelte auf. Auch die Performances ermöglichen einen Einblick in die neuesten Entwicklungen im zeitgenössischen Tanz. Es gibt außerdem Forschungs,und Coaching Projekte für professionelle Tänzer und Choreographen, mit Dozenten wie Mathilde Monnier, Erna Omarsdottir oder Philippe Riera. Wien selbst bietet im 1. Bezirk rund um das Burgtheater eine wahre kulturelle Vielfalt. Von der imposanten Architektur, bis hin zu den großen Museen erleben Kunstliebhaber hier einen wahren Genuss. Gold und Stuck säumt die Stadt. Infos unter www.impulstanz.com Tanzfestival Bielefeld 25. Juni 07. Juli

Der letzte Sommer hat es uns gezeigt: Auch Bielefeld kann Sonne und Urlaubstemperaturen anlocken. Wer seine Sommerferien dieses Jahr in heimatlichen Gefilden verbringt, braucht auf den Tanz nicht zu verzichten. In den Räumen der Rudolf-Oetker-Halle wird auch diesen Sommer wieder geschwitzt. Vertreter der Sparten Ballett, Modern, Jazz, HipHop, Afrikanischer Tanz, Samba und Salsa bieten Kurse an. Infos unter www.tanzfestival-bielefeld.de

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