Erfahrungsbericht
Erfahrungen am Hauptbahnhof Graz von 14:00-15:00 an einem Montag: Bei Betreten des Bahnhofs kommen uns drei Securitys entgegen. Mit Leuchtwesten ausgestattet strahlen sie gleichzeitig ein Sicherheits und Unsicherheitsgefühl aus. Securitys vermitteln immer, das es überhaupt nötig ist, die Menschen zu schützen. Die Straßenbahnhaltestelle beim Grazer Hauptbahnhof befindet sich geschützt unterirdisch. Ab dem Aussteigen befindet man sich in einem Überwachungssystem. Der ganze Bahnhof wird videoüberwacht. Die Haltestelle ist sehr modern und geräumig und nach oben schnell geöffnet. Dadurch ist es trotz des vermeintlichen Schutzes recht kalt und zügig. Über den großen, weitläufigen Europaplatz geht es in den Bahnhof hinein. Der Platz bietet an vielen Stellen Überdachung, jedoch keinerlei Schutz von der Seite. Sowohl am Vorplatz als auch im Bahnhofsinneren sind verschiedene, gesellschaftliche Schichten unterwegs. Pendler, die den Service der ÖBB nützen, Anrainer, die ihren Einkauf erledigen. Genauso aber auch andere Schichten, die das Bahnhofsgelände als Treffpunkt oder Verweilort nützen. Wir wollten als eine der ersten Fragen klären, wie lange der Bahnhof überhaupt offen hat, ob es Möglichkeiten gibt nächtens dort zu verweilen. Nach längerem Suchen finden wir wieder die drei Securitys, die wohl gemeinsam Runden drehen und daher nicht immer an Ort und Stelle sind.