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Fazit 146

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Anzeige Foto: Joanneum Research / Manuela Schwarzl

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Freuen sich über mehr Umsatz und mehr Beschäftigte im steirischen Handel: Spartenobmann Gerhard Wohlmuth, Sparten-GF Helmut Zaponig (r.) und Ernst Gittenberger (l.) von der KMU Forschung Austria.

Verteidigungsminister Mario Kunasek (li.) und JR-GF Wolfgang Pribyl präsentierten den Kooperationsvertrag.

Erfreuliche HalbjahresBundesheer verlängert bilanz für steirischen Kooperation mit Einzelhandel Der steirische Handel steht im Zeichen der zunehmenden Digitalisierung des Konsums und damit vor großen Herausforderungen, es eröffnen sich aber auch neue Chancen. Alles in allem ist es eine höchst erfreuliche Halbjahresbilanz.

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ie KMU Forschung Austria weist für den stationären Einzelhandel in der Steiermark ein Umsatzplus von 2,1 Prozent aus. „Gestiegen ist auch die Zahl der Beschäftigten, und zwar um 1,4 Prozent, das sind 600 neue Jobs“, freut sich Gerhard Wohlmuth, Obmann der Sparte Handel in der WKO Steiermark: „In absoluten Zahlen sind es vier Milliarden Euro, die der steirische Einzelhandel im ersten Halbjahr netto umsetzen konnte.“ Damit liegt man auch deutlich über dem Bundesschnitt, wie Ernst Gittenberger von der KMU Forschung Austria zu berichten weiß: „Österreichweit beträgt das Plus 1,3 Prozent, im steirischen Einzelhandel sind es 2,1 Prozent.“ Unter Berücksichtigung der Inflation und sämtlicher Preiseffekte, ist das Absatzvolumen damit real um insgesamt 0,2 Prozent gestiegen. Weiter starkes Wachstum im Onlinesektor Ein rasantes Wachstum zeigt 20 /// FAZIT OKTOBER 2018

nach wie vor der Onlinehandel. Insgesamt kaufen schon 60 Prozent bzw. 560.000 Steirer Dienstleistungen und Waren via Internet ein. Für Wohlmuth braucht es aufgrund dessen mehr Augenmerk auf die Durchsetzung von fairen Spielregeln. Heimische Handelsbetriebe sehen sich im Internet oft mit Billigkonkurrenz aus dem Ausland konfrontiert, die weder im Lohn- und Abgabenbereich noch bei den Sozialstandards Vergleichbares leisten, so Wohlmuth: „Hier müssen wir die Bemühungen auf europäischer Ebene verstärken.“ Für den heimischen Handel spielt die mobile Internet-Nutzung eine bedeutende Rolle, Smartphone-optimierte Websites und Online-Shops werden immer wichtiger. Heuer wurde daher der Lehrberuf E-Commerce-Kaufmann/-frau eingeführt, die Ausbildung dazu findet – neben den Betrieben – in der Landesberufsschule Feldbach statt.

JOANNEUM RESEARCH Am 21. September wurde die seit fünf Jahren bestehende Kooperation zwischen dem Österreichischen Bundesheer und der JOANNEUM RESEARCH in Beisein von BM Mario Kunasek um weitere fünf Jahre verlängert. Mit ihren sieben Forschungseinheiten ist es dem Unternehmen möglich, dem Bundesheer interdisziplinäre Lösungsansätze anzubieten.

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us der erfolgreichen Kooperation ging eine neue Kompetenzgruppe bei DIGITAL, dem Institut für Informations- und Kommunikationstechnologien, hervor: „Cyber Security and Defence“ agiert mit verstärktem Engagement im Verteidigungssektor. DIGITAL arbeitet schon weit länger mit und für das Österreichische Bundesheer. Ein Beispiel dafür ist die Entwicklung des „ABC-Informationsmanagementsystems (ABCIS)“ im Bereich Aufklärung: Über mehrere Generationen wurde das System permanent technologisch und funktional weiterentwickelt. Technologiesprünge in der Sensorik und Rechenleistung erlauben neue Forschungsergebnisse: Ein aktuelles Spezialgebiet bildet die Detektion und Ortung von unbemannten Flugobjekten. „Die aktuellen Herausforderungen an Streitkräfte erfordern

einen Schulterschluss zwischen Forschung, Wirtschaft, Industrie und Bundesheer. Wir müssen unsere Fähigkeiten weiterentwickeln und neue Möglichkeiten erforschen, um auch künftig für die Sicherheit sorgen zu können. Die JOANNEUM RESEARCH ist uns ein wichtiger und verlässlicher Partner in der österreichischen Forschungslandschaft“, erklärte der Verteidigungsminister bei der Unterzeichnung. „Aufbauend auf einer langjährigen Kooperation im Bereich der Frühwarnsysteme wurde 2013 erstmals eine fünfjährige Kooperationsvereinbarung abgeschlossen. Es freut mich daher besonders, jetzt feststellen zu können, dass sich die Erwartungen in die Intensivierung dieser Zusammenarbeit nicht nur erfüllt haben, sondern deutlich übertroffen wurden“, ergänzte JR-Geschäftsführer Wolfgang Pribyl.


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