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VORWORT

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GRIT RICHTER STEFAN SANDROCK MARTIN BRONSEMA SVEN KAHLERT KI YOON KO IGOR MAIER LOW BROS

Doppelte Verneinung Isabelle Busch

04–11

Dem Weltgeist einen Schnurrbart ins Gesicht malen Natias Neutert

12–19

Archivar des Absonderlichen Lena Schramm

20–27

Merle Radtke

28–35

Felicitas Rhan

36–43

Natur & Urbanität

Rudolf D. Klöckner

BIOGRAFIEN IMPRESSUM

44–51 52–56

BACKCOVER


EMERGING ARTISTS 2012


VOR WORT

AUTOR Judith Waldmann

Die Emerging Artists Exhibition 2012 gibt einen Einblick in die facettenreiche und lebendige junge Kunstszene Hamburgs. Sechs sehr unterschiedliche Positionen werden hier zusammengeführt und einander gegenübergestellt. Grit Richter, die in ihren Arbeiten den spannungsreichen Dialog zwischen klaren geometrischen Formen und ungebändigten organischen Verlaufeffekten aufgreift, setzt sich auf formaler Ebene mit den Antipoden Konstruktion und Zufall auseinander. Die abstrakten Arbeiten Richters treffen auf die narrativen Werke Stefan Sandrocks, der in seinen phantastischen Collagen Heterogenes zu einem neuen surrealen Ganzen zusammenfügt. Hierbei erschafft Sandrock Welten, die der Phantasie des Betrachters keine Grenzen setzen und dazu auffordern, mit Geschichten belebt zu werden. Wie Sandrock bedient sich auch Martin Bronsema vorgefundenem Bildmaterial. Abbildungen aus Zeitungsartikeln, alten Kochbüchern oder Romanklassikern werden aus ihrem ursprünglichen Kontext herausgelöst und durch Übermalung oder Neuzusammensetzung verfremdet. So wird zum Beispiel die alltägliche Szenerie des Brotbackens durch die lila Einfärbung der Teigmasse zu einer irritierenden, geradezu abstoßenden Handlung umformuliert, die den vertrauten Vorgang zur Kuriosität werden lässt. Den zum Teil humoristischen, figurativen Arbeiten von Sandrock und Bronsema stehen die abstrakten, formverliebten Arbeiten von Swen Kählert gegenüber. In einigen Werken Kählerts - der ursprünglich aus der Architektur kommt hat die technische Formsprache des Reißbretts Eingang gefunden. So fühlt sich Merle Radtke, Autorin dieses Bandes, bei Swen Kählerts Arbeiten oftmals an »klassische städtische Strukturen und Rasterungen« erinnert »in denen unterschiedliche Zentren, Hauptverkehrsadern und kleine Nebenstraßen« existieren.

Auch Künstler der urbanen, subversiven Kunstszene Hamburgs sind auf der Emerging Artists Exhibition vertreten. Der Südkoreaner Ki Yoon Ko hat in kongenialer Zusammenarbeit mit Igor Maier Arbeiten geschaffen, die gerade in der Verbindung der so unterschiedlichen Arbeitsweisen ihren ganz besonderen Reiz finden. Zeitlich versetzt arbeiten die Künstler im jeweiligen Alleingang an einem Werk, fordern sich gegenseitig heraus, deuten um, ironisieren und ergänzen sich. Das Künstlerkollektiv der Low Bros, das seine Anfänge ebenfalls in der Streetart findet, kombiniert in seinen graphischen Arbeiten Elemente des Comics mit Elementen des Designs. »So entstehen fantasievolle Tierwesen […], gepaart mit menschlichen Charakteren und Attitüden, wie sie dem städtischen Habitus und der Kultur der Großstädte entspringen.« Danken möchte ich Jörn Wiemann, der mit seiner großzügigen finanziellen Unterstützung dazu beigetragen hat, sowohl die Ausstellung als auch den dazugehörigen Begleitkatalog zu realisieren. Natürlich gilt mein Dank auch den teilnehmenden Künstlern und Autoren dieses Bandes wie unserem Artdirektor Christoph Bruns und dem Messedirektor Oliver Lähndorf. Ihnen allen wünsche ich eine inspirierende Zeit auf der Messe und spannende Endeckungen auf der Emerging Artits Exhibition. Judith Waldmann Kuratorin

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GRIT RICHTER

AUTOR

Isabelle Busch

Doppelte Verneinung Wie durch ein Diorama betrachtet gibt die kleinformatige, quadratische Leinwand »Langsam dran vorbeisegeln« (2010) den Blick auf eine fantastische, dunkle Berglandschaft nicht unmittelbar frei, sondern hält den Betrachter mit einem Rahmen auf Distanz: Ein Guckloch, in seiner Unregelmäßigkeit wie mit einer Schere grob aus der gemalten Fläche herausgeschnitten, betont den Raum zwischen Betrachter und Landschaft. Neben der Kadrierung der Leinwand verstärkt diese zusätzliche Ebene den Eindruck, dass lediglich ein ausgeschnittener Teil eines Panoramas zu sehen ist. Statt der horizontalen Weite einer Landschaft blicken wir durch voneinander abgesetzte Ebenen in die räumliche Tiefe des Bildes. Ganz im Gegensatz zu einer solchen Bewegung ins Innere des Bildes hinein, treten Arbeiten wie »Wasteland good end« (2011) oder »A letter from therewhere« (2012) aus dem Bild heraus und stehen dreidimensional aufgefächert im Raum. Wenn die Malerin Grit Richter ganze Rauminstallationen aus Wandmalereien oder Tapeten, Leinwänden und Skulpturen, aber auch aus spiegelnden Polystyrolflächen oder durch den Raum verlaufenden Stoffbahnen zusammenstellt, so ist darin stets ein Austarieren der Oberflächengrenze ihres Materials und der des Raums zu erkennen. Für derlei Untersuchungen liegt es nahe die Mittel zu reduzieren, sich auf abstrakte Formen zu beschränken und damit Figuration und Narration zu vermeiden.

Tenthousand dreams of my youth, 2010 Mischtechnik auf Papier _____ 28 x 19,7 cm

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Langsam dran vorbeisegeln, 2010 _____ Öl und Schlagmetall auf Leinwand _____ 170 x 130 cm

Aber auch in der Abstraktion kann sich Narratives hervortun und beispielsweise im gewählten Format in Erscheinung treten: Die Wahl eines Querformats etwa hat eher Tendenz ein zeitliches Nacheinander darzustellen als ein Quadrat oder ein Tondo. Auch die Art des Farbauftrags kann narrative Qualitäten besitzen, wenn Schlieren im Bild verlaufen oder der Duktus sich in die dicke Farbpaste einschreibt. Die Figuration lässt sich ebenfalls nur schwer gänzlich aus einem Bild entfernen. Will man etwa die einfache formale Nähe einer Dreiecksstruktur zu einer Berglandschaft oder Ähnlichkeiten der Proportion einer menschlichen Figur eliminieren, gerät man an Grenzen.

Es sind diese Grenzbereiche, die Grit Richter interessieren. Bei einer in Wien entstandenen Serie erlegt sie sich bewusst selbst Grenzen auf: Auf Flohmärkten erstand sie Rahmen und fertigte für diese festgelegten Formate Aquarelle an. Das Aquarell ist eine Technik, die einen gewissen Kontrollverlust mit sich bringen kann, wenn das Wasser sich auf dem Papier seinen eigenen Weg bahnt. Grit Richter arbeitet mit Grenzen und deren Auflösung, sowohl in medienspezifischer und räumlicher Hinsicht, als auch bildimmanent. Sobald sich ein Weg, den sie geht, zu stark zu definieren droht geht sie zu einem anderen über und schafft damit eine »doppelte Verneinung« innerhalb ihrer Arbeit. 05


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Der falsche Gaul, 2011 _____ テ僕 auf Leinwand _____ 170 x 130 cm _____ Courtesy of the artist


07 Am Ende sind wir doch gefahren, 2012 _____ テ僕 auf Leinwand _____ 140 x 110 cm _____ Courtesy of the artist


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The Movement Series 05, 2011 _____ テ僕 auf Leinwand _____ 61 x 49 cm _____ Courtesy of the artist


09 The Movement Series 06, 2011 _____ テ僕 auf Leinwand _____ 61 x 49 cm _____ Courtesy of the artist


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Wasteland Good End, 2011 _____ Beton, Lack, Papier, Polystyrol _____ MaĂ&#x;e variabel, pro Modul ca. 32 x 32 x 27 cm


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Liegenbleiben, Weiterziehen, 2012 _____ SW-Kopien, Dispersion, Holz, Lack, Acrylglass, テ僕, Leinwand, Kabel & Glテシhbirne _____ ca. 400 x 270 cm


STEFAN SANDROCK

AUTOR

Natias Neutert

Dem Weltgeist einen Schnurrbart ins Gesicht malen. Kunstwerke sind Darbietungen, die den uns innewohnenden Möglichkeitssinn stärken. Ähnlich unseren Ahnen paläolithischer Höhlenzeichnungen betreiben wir in schwächeren Momenten oft ‚Abwehrzauber.’ So als Jugendliche, wenn wir einer aufgesetzt lächelnden Werbeplakatschönheit mit Filzstift die Zahnlücke malten. Und stießen auf eins der wichtigsten ästhetischen Prinzipien: mit geringstmöglichem Aufwand, die größtmögliche Wirkung zu erzielen. Wir befanden uns in bester Gesellschaft — der von Marcel Duchamp. Er schockierte die Kunstwelt 1919, indem er Da Vincis Mona Lisa Schnurrbart und Spitzbart verpasste. Wenn auch nur symbolisch, auf einer Postkartenreproduktion. Seine Travestie auf »La Gioconda« provozierte dadurch, dass er für sie das Titel-Kürzel »L.H.O.O.Q.« wählte. Laut gelesen, klang es französischkundigen Ohren wie elle a chaud au cul, frei übersetzt ‚Sie hat ’n geilen Arsch.’ Unübersehbar gleichwohl, dass Duchamp besagten Maximal-Minimalismus stets mit geringstmöglichem Aufwand und größtmöglicher Wirkung betrieben hat. Dabei ist sein Einfluss feinnerviger in die Weltkultur aufgenommen worden, als es kunstgeschichtlicher Kanon wahrhaben will.

So bei Stefan Sandrock, der bei »Don« ebenfalls mit einem Eingriff auskommt. Zwei Elemente — Magazinseite plus Übermalung — werden zu integralen Bestandteilen der Komposition. Was sieht man? Vor allem den Herrrn, der sich im sonnenbeschienen Innenhof des klosterähnlichen Anwesens in Positur wirft. Und die Statue dahinter — Artemis, Göttin der Jagd, in lässiger Standbein-SpielbeinHaltung. Es liegt im Wesen des Photos, das beim Druck als Vorlage diente, ein Beweis zu sein, dass physische Wirklichkeit sich in ihm eingezeichnet hat: Die zwei Gestalten müssen genau dort, auf dem Innenhof dieses Anwesens existiert haben. Soviel zur Sichtbarkeit von Wirklichkeit. Was aber ist mit dem, was man nicht sieht? Die Übermalung auf dem Papier — weiße Acrylfarbe lasiert — verändert das, was sich im Bildraum abspielt. Man ist geneigt, die Pinselspur unbedingt identifizieren und irgendwie einordnen zu wollen. Verständlich bei dem surreal durch die Luft schwappenden Milchstrahl, der Rätsel aufgibt.

STEFAN SANDROCK: Don, 2010 Acryl auf Magazinseite, 24x17cm, sign., dat., rechts unten Courtesy of Natias Neutert

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Daselbst, 2012 _____ Object trouvé _____ 7x11 cm _____ Courtesy of the artist

Gerade dessen Unfassbarkeit erregt unsere Aufmerksamkeit und hält sie über die bloße sinnliche Wahrnehmung hinaus bis zur allmählich einsetzenden ästhetischen Wahrnehmung wach. Das rätselhafte Gebilde fungiert als visuelle Variable, in deren offenen Raum unsere Phantasie hineinlegt, was sie möchte und wozu sie fähig ist. Was verändert sich dadurch in der Beziehung zwischen Betrachter und Betrachtetem? Niemand würde widersprechen, wenn Sandrocks rätselhafter Strang als das geheime Band gesehen werden würde, das Natur und Kunst miteinander verbindet.

Bei der Photocollage »Der Tod ist nicht für uns« verfährt Sandrock strikt nach dem Figur-Grund-Prinzip und kombiniert die steil ansteigende, prachtvoll überwölbte Marmortreppe des päpstlichen Palastes mit den Figuren zweier entlaufener Pferde. Ungestüm brechen sie in die Erhabenheit und Stille ein. Mögen aufbäumende Pferde laut christlicher Symbolik für aufsteigende Seelen stehen — sie wirken eher wie Vorboten drohenden Unheils. Unser Hirn nimmt die Diagonale im Bild als etwas auf, was abwärts zu stürzen droht. Diese Vorstellung aktiviert unsere Nervenzellen und löst über einen Reiz jene Reaktion aus, dem Stürzenden beizuspringen. Kann man als Betrachter empathischer ‚im Bilde sein?

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Mortem spernere, 2012 _____ Fotocollage/Scan/C-Print _____ 70 x 50 cm _____ Courtesy of Power Gallery


15 Christophs Landgang, 2012 _____ Fotocollage/Scan/C-Print _____ 70 x 50 cm _____ Courtesy of Power Gallery


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Einlagewunsch, 2012 _____ Stift auf Object trouvĂŠ _____ 8x9 cm _____ Courtesy of the artist


17 H端hbris, 2011 _____ Kugelschreiber auf Bambuspapier _____ 32x24 cm _____ Courtesy of the artist


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K端nstler unter sich, 2012 _____ Foto _____ 12x17 cm _____ Courtesy of the artist


19 K端nstler an sich, 2012 _____ Foto _____ 12x17 cm _____ Courtesy of the artist


MARTIN BRONSEMA

AUTOR

Lena Schramm

Archivar des Absonderlichen Martin Bronsemas Werke zeichnen sich durch eine mediale und materielle Komplexität aus. Er arbeitet in den Techniken Malerei und Collage, die sich bei ihm gegenseitig bedingen. Die Collagetechnik dient Bronsema für die Bildfindung seiner großformatigen Ölmalerei und umgekehrt haben seine Collagen einen malerischen Impetus. Zwischen diesen beiden Polen erfindet Bronsema eine Staffelung der Techniken, die er »Übermalungen«, »Überleimungen« oder »Anmalungen« nennt. Dabei reflektiert er in seinen Arbeiten die Materialität von ephemeren Papierprodukten und die Bildwelten vergangener Jahrzehnte. Seine Fundstücke – alte Zeitungsausschnitte, Verpackungen oder Bild- und Textfragmente aus Illustrierten, Lexika und Büchern – fügt Bronsema mit einer hohen Affinität zum Material so zusammen, dass eine neue Bildsprache entsteht, wobei der Zufall ein wichtiges Kriterium für die Bildfindung ist. Es entstehen unvorhersehbare und überraschende Bilder. Bronsema macht die ästhetischen Qualitäten des Materials sichtbar, gleichzeitig verfremdet er den ursprünglichen Kontext und generiert eine phantastische Welt, die nicht an Absurdität und Humor entbehrt: Jungs experimentieren mit Bratpfannen und Brüsten, Tortenguss-Verpackungen gehen eine Verbindung mit verzweifelten Frauengesichtern oder Ohren ein, Kuchenteige beginnen zu fluoreszieren.

verweist auf seine Nutzung alter Medien. Der Filzstift bringt, wie das Bildmaterial, eine eigene Dynamik mit, wobei seine Textur immer transparenter wird, der Stift haucht sein letztes Leben aus. Bronsema vereint zwei Altersschwache: Bild und Farbe, belebt sie ästhetisch wieder und überwindet damit die Vergänglichkeit.

In Bronsemas Anmalungen von ausgeschnittenen Buch- oder Zeitungsbildern werden bestimmte Gegenstände oder Körperteile farblich akzentuiert. So wird die Intimität einer Begegnung von einer Frau mit einem Dackel verstärkt, indem ihre Arme farblich in einem Rosa-Ton herausstechen und ihrem Streicheln die Wärme beimessen, die ein blasses Schwarzweiß-Bild nicht vermittelt. Bemerkenswert ist dabei die Konsistenz von Bronsemas Materialbewusstsein. Die Wahl eines gebrauchten Filzstifts

Goppel, 2012 Anmalung, Filzstift _____ 9,6 x 6,2 cm _____ Courstesy of the artist

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o.T. (Küchenserie), 2011_____ Anmalung, Filzstift _____ 16,4 x 12,5 cm _____ Courtesy of the artist

Auch Licht setzt Bronsema ein, um eine Vereinigung der Materialien und Bildebenen zu bewirken. In seinen jüngsten Lichtcollagen begibt sich der Künstler auf medienarchäologische Spurensuche, indem er Bildseiten aus Druckerzeugnissen aufspürt, deren Vorder- und Rückseite auf der gleichen Stelle mit einem Foto bedruckt sind. Ihre Durchleuchtung bringt beide Bilder wie bei einer Doppelbelichtung zusammen. Dem fügt Bronsema eine weitere Bildebene hinzu, die Doppelbelichtung wird zur Collage.

Bronsema erweist sich als Archivar des Absonderlichen, der in seinem künstlerischen Schaffensprozess durch Schichtung der Versatzstücke und Materialien die Mythen und Stereotypen des Alltags ins Subtile und Geheimnisvolle wendet. Ob großformatige Ölmalerei oder kleinstformatige Lichtcollage, ein Werk baut auf dem anderen auf und in jeder Arbeit verdichtet sich eine magische und irritierende Gegenwelt zur Bildwelt des Alltags.

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Mehr als ein Job, 2011 _____ Collage, Filzstift _____ 13,2 x 16,2 cm _____ Courtesy of the artist


23 o.T., 2011 _____ Collage, Filzstift. テ僕kreide _____ 14,5 x 18,2 cm _____ Courtesy of the artist


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Hergestellt und w채chst, 2011 _____ Collage, Filzstift _____ 18,6 x 10,6 cm _____ Courtesy of the artist


25 o.T., 2011 _____ Collage _____ 10,6 x15,5 cm _____ Courtesy of the artist


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Deutschlands billigster Tag, 2010-11 _____ Collage, Acryl, テ僕 _____ 60,5 x 45 cm _____ Courtesy of the artist


27 o.T., 2012 _____ Hintermotivcollage _____ 4,6 x5 cm _____ Courtesy of the artist


SVEN KÄHLERT

AUTOR

Merle Radtke

In seinen Gemälden arbeitet Swen Kählert mit Kontrasten, Texturen, Farbverläufen sowie dem Wechselspiel von Linie und Fläche. Seine Arbeit Getriebenes Eis (2012) ist geprägt von zwei Polen, zwi-schen denen eine Spannung herrscht. Von links und rechts läuft weiße Farbe ins Bild. Ein Streifen bricht aus, der andere weicht zurück, mal berühren sie sich, dann laufen sie aneinander vorbei, dazwischen die schwarze Leinwand. Aus der Entfernung fängt das monochrome Bild an zu flimmern, so dass sich nur schwer ausmachen lässt, was Vorder- und was Hintergrund, was weißer Farbauftrag und was schwarze Leinwand ist. An einigen Stellen bricht die weiße Farbe auf, scheint förmlich wegzuschmelzen. In seinen fragilen Bildern macht Kählert die Kräfte sichtbar, die während und nach dem Malprozess auf die Materialien einwirken. Die Reduktion von Form und Farbe bedeutet für ihn ein Ausblenden von Unbedeutendem. Die Materialästhetik wird zum entscheidenden Faktor seiner Werke, nicht nur derjenigen auf Leinwand: 2007 gestaltete er im Rahmen des Kunstfestivals Velada Santa Lucía in Venezuela die Fassade einer Garage. Für seine Arbeit Fringe wählte er das einzig schwarze Haus in dem ansonsten farbenfrohen Straßenzug und ließ an der Fassade weiße Latexfarbe hinunterlaufen. In unregelmäßigen Bahnen suchte sich die Farbe ihren Weg; dabei entwickelte sie eine Kraft, ähnlich derjenigen eines Wasserfalls. Bei der Arbeit handelt es sich nicht um eine Wandmalerei im klassischen Sinne, sondern vielmehr um eine plastische Struktur, welche sich durch die venezuelanische Hitze stetig verändert und eine immer knochigere Struktur entwickelt hat.

In seinen Collagen, in einigen Fällen könnte man auch von Assemblagen sprechen, kombiniert Kählert seine Malerei mit alltäglichen Materialien, die er aus ihrem ursprünglichen Kontext löst. Für Die Höhle des Otters (2011) hat er aus Kreppband strenge geometrische Formen angelegt, die räumliche Qualität entwickeln und dem Betrachter entgegenzukommen scheinen. Durch ihre Auflösung in der wässrigen Farbe werden die Formen jedoch an die Leinwand gebunden. Den kontrollierten Formen steht die fließende Farbe gegenüber, die an der Leinwand hinunterläuft und der Collage trotz der leuchtenden Neonfarben einen melancholischen Grundton verleiht. Kählert spielt die Eigenheiten der Materialien gegeneinander aus und visualisiert Dynamiken und Spannungen, die sich durch die Art und Weise des Farbauftrags ergeben. Dass Kählert ursprünglich aus der Architektur kommt, merkt man den strengen geometrischen Formen in seinen Gemälden und Collagen an, in besondere jedoch seinen Zeichnungen, die am Computer entstehen und einen sehr technischen Charakter besitzen. Sie sind oftmals klassischen städtischen Strukturen und Rasterungen nachempfunden; es gibt unterschiedliche Zentren, Hauptverkehrsadern und kleine Nebenstraßen. Die Werke von Swen Kählert sind Ergebnisse des Experimentierens mit unterschiedlichen Materialien. Seinen meist abstrakten Gemälden und Collagen gehen Studien voraus, in denen er die Texturen und Verläufe von Farben sowie unterschiedliche Möglichkeiten des Farbauftrags testet und mit Alltagsgegenständen experimentiert, dennoch bleibt das letztliche Ergebnis unvorhersehbar. Um die Qualität der Materialien in den Vordergrund zu rücken, bedarf es eines großen Bewusstseins um ihr Verhalten und ihre Beschaffenheit. Nicht zuletzt dieses Wissen macht es dem Künstler möglich den Kontrollverlust über die Materialien als Technik einzusetzen. 28


Ohne Titel - Nr. 4, 2012 _____ Aus der Serie INCIDENTS OF MICRO AND MACRO _____ Mischtechnik auf Leinwand _____ 110 x 110 cm _____ Courtesy of the artist

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Ohne Titel - Nr. 14, 2012 _____ Aus der Serie COLORFALLS _____ Mischtechnik auf Leinwand _____ 90 x 90 cm _____ Courtesy of the artist


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Getriebenes Eis, 2012 _____ Aus der Serie COLORFALLS _____ Gouache und Acryl auf Leinwand _____ 90 x 90 x 4,5 cm _____ Courtesy of the artist


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Die Hรถhle des Otters, 2011 _____ Aus der Serie COLORFALLS _____ Mischtechnik auf Leinwand _____ 200 x 200 x 4,5 cm _____ Courtesy of the artist


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Kunst im รถffentlichen Raum _____ Kunstfestival Santa Lucia, Venezuela, 2012 _____ Courtesy of the artist


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KI YOON KO IGOR MAIER Künstlerzusammenarbeiten kennt man hauptsächlich aus dem niederländischen Barock. In Flandern war es damals üblich, dass Maler sich auf bestimmte Sujets spezialisierten und gemeinsam Aufträge erfüllten. So war es etwa in der Werkstatt von Jan Brueghel d. Ä. gängige Praxis, mit Hendrick van Balen zusammenzuarbeiten. Während Letztere für die figürlichen Szenen verantwortlich war, ergänzte Brueghel d. Ä. die Blumen und Landschaftselemente im Bild. Doch eine Arbeitsteilung wie bei den beiden Künstlern Ki Yoon Ko und Igor Maier ist neu. Hier werden nicht bestimmte Bildelemente vom anderen Maler ergänzt, nein, das ganze Konzept wird überholt und verändert. Es entsteht ein Gesamtkunstwerk, bei dem sich beide Teile bedingen – und dennoch erscheinen, als gehörten sie von vornherein zusammen. Das größte Kompliment an die Kunst der beiden ist demnach ihr ganzheitlicher Eindruck.

AUTOR

Felicitas Rhan

listischen Schwarz-weiß-Figuren in feinmeisterlicher Manier mit Hilfe einer besonderen Technik auf die Leinwand. Sein Pinsel berührt dabei niemals die Leinwand, viel mehr mischt der Maler Grafit mit Wasser, taucht den Pinsel ein und spritzt mit seinem Finger die Schattierungen der Figuren aufs Blatt. Danach überlässt er Igor Maier den Raum – wortwörtlich. Dieser darf dann mit den Mitteln der Farbe das Bild nach seinem Geschmack ergänzen und verändern. Die Kollaboration besteht seit 2009. Zentrales Motiv der Serie ist die Hasenmaske, die in allen Bildern auftaucht. Sie entstand nach Fotografien von Ki Yoon Ko, auf denen eine Freundin des Künstlers verkleidet im Hamburger Vorort Blankenese spazierte. Ikonografisch steht der Hase als Symbol für Fruchtbarkeit und Lebenslust, nach Erwin Panofsky versinnbildlicht er den Sanguiniker unter den vier Menschen-Temperamenten: heiter, aktiv und leichtsinnig. Ähnlich erscheinen die Personen auf den Gemälden, sie wirken ausgelassen. Doch der Bruch zwischen menschlichem Körper und tierischer Maske lässt sie zugleich unheimlich wirken, die Szenerien muten surreal an. Eine Absicht hinter den Aktionen der Figuren bleibt dem Betrachter verborgen, genau wie ihre Gesichter hinter den Masken. Die farbigen Elemente im Bild von Igor Maier unterstützen den traumhaften Charakter. Mal scheinen sich bunte Gedärme aus den Körpern zu schlängeln, mal schießt die Hasenmaske geometrische Laserformen durch die Augen. Der Zusammenhang zwischen Traumwelt und Hasenkopf lässt dabei noch weitere Assoziationen zu, unwillkürlich denkt man an Lewis Carrolls Alice im Wunderland. Und so wie das weiße Kaninchen, die Allegorie des Erwachsenseins mit seinem ständigen Zeitdruck und seiner Arbeitsamkeit, Alice den Eintritt ins Wunderland verschafft, bieten die Hasen-Menschen dem Betrachter genug Projektionsfläche, seinen (Arbeits-)Alltag zu verlassen und in die fantastische Welt von Ki Yoon Ko und Igor Maier einzutauchen.

Denn streng genommen dienen die Zeichnungen des Südkoreaners Ki Yoon Ko im Bild als Form, die Farbe wird vom kirgisischen Maler Igor Maier addiert. Daraus resultieren allerdings keine schlicht kolorierten Grafiken, sondern Kompositionen, die erst durch die Verbindung der beiden Techniken ihre Bedeutung erhalten und im Kopf bleiben. Es scheint so, als ob mit der Farbe auch die wahre Intention des Bildes hinzugefügt wurde. Das wiederum ist das eigentlich Ungewöhnliche an der gemeinsamen Kunst, denn sie arbeiten nicht zusammen, sondern chronologisch. Dabei bringt zuerst der studierte Künstler aus Südkorea seine natura-

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37 Ohne Titel, 2010 _____ Akryl, Graphitpuder, Kohle, Tusche, Farbfolie _____ 42 x 59 cm


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39 Ohne Titel, 2010 _____ Akryl, Graphitpuder, Kohle, Tusche, Farbfolie _____ 100 x 100 cm


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Ohne Titel, 2010 _____ Akryl, Graphitpuder, Kohle, Tusche, Farbfolie _____ 100 x 100 cm


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Ohne Titel, 2010 _____ Akryl, Graphitpuder, Kohle, Tusche, Farbfolie _____ 42 x 59 cm


43 Ohne Titel, 2010 _____ Akryl, Graphitpuder, Kohle, Tusche, Farbfolie _____ 21 x 28 cm


LOW BROS

AUTOR

Rudolf D. Klöckner

Das junge Künstlerduo Low Bros besteht aus den Hamburger Künstler Florin und Christoph Schmidt. Seit einigen Jahren haben die beiden Brüder (Jahrgang *1982 und *1984) ihre künstlerischen Einzelcharaktere Qbrk und Nerd weitestgehend in den Hintergrund gerückt, um gemeinsam unter dem Namen Low Bros zu arbeiten. Als Low Bros bereichern sie seit dem durch ihre gemeinsam entwickelten Motive und umgesetzten Bilder die junge deutsche Kunstszene.

Ihre Werke lassen dabei vor allem zwei immer wiederkehrende Elemente erkennen: Das Urbane und das Natürliche. So entstehen fantasievolle Tierwesen – entsprungen aus der Natur –, gepaart mit menschlichen Charakteren und Attitüden, wie sie dem städtischen Habitus und der Kultur der Großstädte entspringen. Dargestellt über vorwiegend flächige, architektonisch anmutende Grafikelemente, entstehen als künstlerische Einheit abstrakte und gleichzeitig organische Motive, die die Arbeiten der Low Bros unverwechselbar machen. Mit ihren Arbeiten definiert das Künstlerduo ein eigenes und weitestgehend neues visuelles Genre. Ihre Bilder lassen sich einordnen zwischen Graffiti, Street Art, Illustration und Grafikdesign. Dabei lassen die detailreichen Illustrationen fast kubistische Grundzüge erkennen, die wiederum immer wieder Elemente und Einflüsse aus der Comicszene und von Videospielstilen und Spaceart der 80er Jahre aufgriefen. Dabei wirken die Motive trotz ihrer geometrischen Grundkonstruktion nicht hart, sondern lassen durch Flächen, die oftmals fast die grafische Präzision computergestützter Vektorzeichnungen annehmen, und der Wahl ausdrucksstarker Farben das Organische nie verloren gehen. Gleichzeitig lassen die Low Bros ihren künstlerischen Hintergrund aus dem Graffiti immer wieder durscheinen, ohne, das dieser zu stark in den Vordergrund drängt.

Aufgewachsen in Hamburg, entwarfen die beiden Brüder schon in ihrer Kindheit zusammen Geschichten und Fantasiewelten beim Spielen auf städtischen Hinterhöfen und bei Aufenthalten auf dem Land und setzen diese zeichnerisch um. Mit ihrem Werdegang sammelten beide – teils gemeinsam, teils allein – jahrelange Erfahrungen im Bereich des Graffiti. Sie waren unter anderem die Mitbegründer der TPL (The Posse‘s Large) Crew in der sie mit namenhaften Graffitkünstlern wie Anus One, Auge, Dekan, Rolle und Smok malten und ausstellten. Parallel profilierten die Brüder ihre künstlerischen Fähigkeiten durch das Studium von Design und Illustration. Heute leben beide Künstler in Berlin und entwerfen und setzen ihre Motive gemeinsam als symbiotisches Künstlergespann unter dem Namen Low Bros um.

Was in der Kindheit mit dem gemeinsamen Erschaffen von fantastischen Welten zwischen Stadt und Natur als Spiel begann, hat sich über die Jahre, sowie dem Weg über Graffiti und Grafikdesign zu einem eigenem, authentischen Stil der Low Bros entwickelt. Die Bilder der Low Bros geben dem Betrachter genau soviel vor, dass Raum zur Interpretation bleibt und zum nachdenklichen Zurückschauen auf frühere Jahrzehnte, voller Erinnerungen an kindlicher Fantasiewelten zwischen Großstadt und Natur, bleiben. 44


45 Column, 2012 _____ Acryl- und Spr端hfarbe auf Holz _____ 65 x 150 cm


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Oh Deer!, 2012 _____ Acryl- und Spr端hfarbe auf Holz _____ 150 x 110 cm


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State of Blind, 2011 _____ Acryl- und Spr端hfarbe auf Holz _____ 80 x 120 cm


49 Tiger Hoods, 2012 _____ Acryl- und Spr端hfarbe auf Holz _____ 42 x 59,4 cm


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51 WTF!?!, 2012 _____ Acryl- und Spr端hfarbe auf Holz _____ 75 x 60 cm


GRIT RICHTER 1977 Geboren in Dresden (lebt und arbeitet in Hamburg) 1997 – 1999 Studium der Malerei und Grafik an der Hochschule für bildende Künste Dresden 1999 – 2007 Studium der Freien Künste an der Hochschule für bildende Künste Hamburg bei Bogomir Ecker, Thomas Scheibitz und Norbert Schwontkowski 2007 Diplom der Freien Künste an der HfbK Hamburg unter Prof. Norbert Schwontkowski seit 2007 Arbeit als freischaffende Künstlerin in Hamburg EINZELAUSSTELLUNGEN 2012 2011 2010 2009 2008 2007

Das schöne Ende, Power Galerie, Hamburg (mit Stefan Sandrock) OUTBACK Girl, im Rahmen von Open Museum der Gruppe Baltic Raw auf dem Plateau der Hamburger Kunsthalle, Hamburg Kiss Goodbye Hello, Elektrohaus, Hamburg Wolle was da komme, Galerie Seiler, München Pondor, Westwerk, Hamburg Monolith, Stellwerk, Kassel Den Wald vor lauter Bäumen nicht, Diplomausstellung, HfbK Hamburg Grit Richter, Astrid Köppe, Galerie Carolyn Heinz, Hamburg

GRUPPENAUSSTELLUNGEN 2012 2011 2010 2009 2008 2007 2006

AGORA, Frappant, Hamburg Hôtel Particulier, Galerie Oel-Frueh, Hamburg Moraltarantula V, Zollamt, Hamburg BewerberInnen für das Arbeitsstipendium Bildende Künste der Stadt Hamburg, Kunsthaus, Hamburg Powerhouse, Powergallery, Hamburg Moraltarantula IV, Elektrohaus, Hamburg N.N., Doppel De, Dresden Herpst 9, Powergallery in der Sternschanze 1, Hamburg Selbstportrait, Neuer Kamp, Hamburg BewerberInnen für das Arbeitsstipendium Bildende Künste der Stadt Hamburg, Kunsthaus, Hamburg WirnennenesHamburg, Kunstverein Hamburg (Katalog) Pegnitz rechts Hersbruck, Westwerk, Hamburg Junge Kunst im BMU - Erwerbungen 2006 & 2007, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Bonn Gestern, Heute, Übermorgen, Westwerk, Hamburg Eleven Mastern from the Academy of Fine Arts, German Ambassador’s Residence /London/U.K. International Times, 78 Lyndhurst Way/Spaceplatform/London/U.K. Pudelkollektion, Hamburg INDEX 07, Kunsthalle, Hamburg (Katalog) INDEX 06, Kunsthalle, Hamburg (Katalog) Das Haus der Glücksseligkeit und der Blick auf die Nordseite, HfbK, Hamburg

PREISE UND STIPENDIEN 2009/10 2012

DAAD Reisestipendium, Wien Hamburger Arbeitsstipendium für Bildende Kunst

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STEFAN SANDROCK 1976 1992 – 1996 1996 – 1997 1998 – 2000 2001 – 2002 2003 – 2004 2004 – 2007 2007 – 2010 2010

Geboren in Bilbao, Spanien (lebt und arbeitet in Hamburg) aufgewachsen in Bielefeld Ausbildung zum Kommunikationselektroniker Zivildienst Hochschulreife Westfalenkolleg Bielefeld Studium der Architektur an der FH Lemgo Studium der Kunstgeschichte an der Universität Hamburg Studium der freien Kunst an der Hochschule für Kunst Bremen Klasse für Zeitmedien Jean-François Guiton Studium der freien Kunst an der Hochschule für bildenden Künste Hamburg; Klassen Marie-José Burki, Monika Baer, Jeanne Faust (Diplomprofessorin) Aufenthalt in Florenz

EINZELAUSSTELLUNGEN 2012 2011 2010

Das schöne Ende, Power Galerie, Hamburg (mit Grit Richter) Die verborgene Hand, Powergalerie, Hamburg In der Werkmeisterei, Raum links/rechts, Hamburg

GRUPPENAUSSTELLUNGEN 2010 2009 2008 2007 2007 2007 2006 2005

Index 10, Kunsthaus, Hamburg Wer will der hat noch nicht, Gruppenausstellung, Vorwerkstift, Hamburg Two worlds collide, Damin Art Space, Istanbul Die Beste Methode einen Löwen zu erlegen, Aktuelle Positionen der Videokunst, Kunsthalle Bremen Förderkunstpreis der Stadt Bremen 2008, Kunstverein Bremen Muse heute, aktuelle Inspirationsquellen, mit Sharon Welzel, Kunsthalle Bremen Your Private Dancer mit Daniela Milosevic, Hinterkonti, Hamburg Kreuzwege, Ausstellung im öffentlichen Raum, Hafencity, Hamburg

AUSZEICHNUNGEN 2007

Muse heute, Bremen, dritten Platz der Jury

WEITERE PROJEKTE 2011 2011 1996 – 2001

Kurzfilm Lurkidammerburschen (Premiere Flensburgerkurzfilmfest 2011) Mai, Mitwirkung als Schauspieler bei Bruce la Bruces Theater/Filmprojekt Ulrikes Brain (Kampnagel Hamburg) Sänger der Hardcore-Punkband enfold zahlreiche Veröffentlichungen, Touren in Deutschland, Europa und USA

MARTIN BRONSEMA 1968 Geboren in Mainz (lebt und arbeitet in Hamburg) 1990 – 1992 Kunstgeschichtliches Seminar, Universität Hamburg

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1992 – 1995 seit 1998 2000 2001 seit 2005 2008

Fachhochschule für Gestaltung, Hamburg Veröffentlichungen im Merlin Verlag, Gifkendorf Dokumentation Lichtbringer – ein Bild von M. Bronsema von J.H. Schmitt Levit lernt lesen vierzigteilige Tableauserie im Lager Falckenberg, Hamburg-Harburg Verheiratet und Vater Plakatmotiv für Fast Tracking, Hamburg Schauspielhaus

EINZELAUSSTELLUNGEN 2011 2010 2008 2006 2005 2003 2001 2000 1997

Galerie Oel-Früh, Hamburg Museum Mesdag, Den Haag – Niederlande Galerie Anne Moerchen, Hamburg Projekthaus Hamburg Het Kunstmagazijn, Dordrecht – Niederlande Kunstverein Buchholz / Nordheide e. V. Het Kunstmagazijn, Dordrecht – Niederlande Sezession NordWest e.V, Wilhelmshaven Elektrohaus, Hamburg Galerie Merlin Verlag, Gifkendorf Galerie Neue Kunst, Mannheim Kunsttreppe, Hamburg

GRUPPENAUSSTELLUNGEN 2012 2011 2009 2008 2007 2003 2002 1999

Galerie Oel-Früh zu Gast in Leipzig Galerie Hermann Breker zu Gast in Kassel Kunstverein Buchholz / Nordheide e. V. Wahrschau, MS Bleichen, Hamburg Sommerblut, Kolbhalle, Köln P40, Alte Pathologie, Hamburg Galerie Oel-Früh, Hamburg Nort Art 08, Rendsburg Bürgerstolz und Stadtfrieden, Kassel Kunstverein Worms, e.V. Cranach-Stiftung, Wittenberg Erotic Art Museum, Hamburg Altes Rathaus, Fürstenwald/Spree BBK in der Speicherstadt, Hamburg

SVEN KAHLERT 1969 1997 Seit 2000 2011

Geboren in Hamburg studierte Architektur an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Studien u. a. beim Maler und Grafiker Prof. Armin Sandig. Auslandsstipendium der Carl Duisberg Gesellschaft für Caracas - Venezuela Kählert widmet sich den Bereichen Malerei, Architektur, Design und Bühnenbild Sommerakademie Pentiment, bei Thorsten Brinkmann

EINZELAUSSTELLUNGEN 2012 2010 2004

NORDPOL SÜDPOL / installative Malerei / Galerie Holzhauer Hamburg Lucas Carrieri Art Gallery / Berlin Galerie Resenberg / Hamburg

54


2003 1998

Galerie Mesaoo Wrede / Hamburg Galerie Renate Kammer / Hamburg

GRUPPENAUSSTELLUNGEN 2012 2012 2010 2010 2010 2009 2008 2007 2005 2004 2003

Velada de Santa Lucia Remix / Hamburg 12. Velada de Santa Lucia / Maracaibo / Venezuela FLUCHTLINIEN UND STRÖMUNGEN / Cap San Diego / Hamburg TRANSFER: GLÜCK / Kunstmeile / Hamburg-Harburg Cornelia Open House / Chicago / USA GEZEITEN / Kunstmeile / Hamburg-Harburg Unterstützung Einzelausstellung Federico Herrero / Kunstverein Freiburg 7. Velada de Santa Lucia / Maracaibo / Venezuela Kunstmeile St. Georg / Hamburg Petersburger Hängung / Artist group „Blau“ Hamburg Lied-Installation mit Daniel Dodd-Ellis&Jakob Vinje / Galerie M. Wrede / Hamburg

KI YOON KO IGOR MAIER 2000 – 2001 Studium der Malerei am San Francisco Art Institute, San Francisco, Kalifornien 1993 – 1994 Studium der Illustration am Pratt Institute · Brooklyn, New York 1989 – 1993 Studium der Malerei und Drucktechniken an der Virginia Commonwealth University, Richmond, Virginia EINZELAUSSTELLUNGEN 2012 2011 2004 2001 2000

Die Kupferdiebe, Hamburg Raum 21, Hamburg Chinese Contemporary, London heliumcowboy artspace, Hamburg Oxygen Bar, San Francisco Acabello, San Francisco Walzwerk, San Francisco

GRUPPENAUSSTELLUNGEN 2011 2010 2009 2008

Hiromart Gallery , Tokyo Kultur Klash, Hamburg Hiromart Gallery , Tokyo November 2010 Hiromart Gallery , Tokyo July 2010 Hiromart Gallery , Tokyo June 2010 Hiromart Gallery , Tokyo Art Whino Gallery , Crystal City Feinkunst Krueger , Hamburg Art Whino Gallery, Miami Frappant, Hamburg Beck‘s Urban experience, Hamburg Kutscherhaus, Hamburg Kutscherhaus, Hamburg Gallery Jen/Zen, Dänemark Kunst Im Tresor, München Byron C. Cohen Galley, Missouri heliumcowboy artspace, Hamburg Kulturforum Altona, Hamburg 55


2006 2003

Chinese Contemporary, London Index 03, Kunsthaus, Hamburg

TEILNAHME AN KUNSTMESSEN 2010 2009 2006 2005

Stroke Urban Art Fair , Berlin Art Whino/Charcoal City , Miami Scope Miami Art Brussels Arco Madrid Art Brussels

LOW BROS CHRISTOPH SCHMIDT 1984 seit 2011

Geboren in Hamburg (lebt und arbeitet in Berlin) Studium der Visuellen Kommunikation an der UdK Berlin

FLORIN SCHMIDT 1982 Geboren in Hamburg (lebt und arbeitet in Berlin) 2006 – 2011 Studium Kommunikationsdesign an der HAW Hamburg EINZELAUSSTELLUNGEN 2012

Oh Deer, Pictoplasma Kitchen, Berlin Wild Cats, Montana Gallery, Lissabon, Portugal

GRUPPENAUSSTELLUNGEN 2012 2011

F

Ö

4560, Saarbrücken, zusammen mit Vhils, SatOne, Amose, Alexone, u.a. Escape The Golden Cage, Wien, mit Abner Preis, Dan Witz, Mark Jenkins, Robert Proch, WK Interact, u.a. Where The Weird Things Are, Pictoplasma Festivals, Berlin mit Billy Berlin Bandits, Neonchocolate Gallery, Berlin mit Billy und Mr. Penfold Stroke 4.0 Urban Art Fair, Berlin Freedom Park, berliner Mauerstücke, mit Miss Van, Nunca, Dave The Chimp, Mc Bess u.a. Stroke 3.0 Urban Art Fair, München Backstreet Toys, Kupferdiebe Galerie – Hamburger Gängeviertel, mit Dxtr, 44Flavours, Peachbeach, The Walters und Klub7

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G E S T A L T U N G

WWW . ON-N-ON . DE

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IMPRESSUM

BACKCOVER

JUDITH WALDMANN OLIVER LÄHNDORF

Herausgeber

JUDITH WALDMANN

Kuratorin

ISABELLE BUSCH RUDOLF D. KLÖCKNER NATIAS NEUTERT MERLE RADTKE FELICITAS RHAN LENA SCHRAMM JUDITH WALDMANN COURTESY OF THE ARTISTS CHRISTOPH BRUNS

Autoren

Abbildungen

Konzept & Gestaltung

SELTMANN GMBH LÜDENSCHEID 500

Druck

Auflage

PROFISILK

Papier

NEUZEIT

Schrift

AFFORDABLE ART FAIR HAMBURG 2012 Alle Rechte vorbehalten, insbesondere die des Abdrucks und der fotomechanischen und/oder digitalen Wiedergabe

54585948497

ISBN


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Emerging Artists 2012  

Dies ist der Katalog für die Emerging Artists Exhibition im Rahmen der Affordable Art Fair Hamburg 2012 die vom 15.11. bis 18.11.2012 in den...

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