Uni oder FH
Ausbildungswege in der Übersicht
Welcher Weg passt zu mir?
Schulische Ausbildung
Den Schulabschluss in der Tasche und so viele Fragen: Was ist der Unterschied zwischen Uni und FH? Ist ein duales Studium dasselbe wie eine duale Ausbildung? Und was ist eigentlich das Besondere an einer Abiturientenausbildung? Aber immer der Reihe nach!
Duale Ausbildung Uni oder FH?
Duales Studium
Wer studieren möchte, hat zwei Möglichkeiten: das Studium an einer Universität oder an einer Fachhochschule. Ein erster Unterschied findet sich bereits in den Zugangsvoraussetzungen: Während an einer Fachhochschule das Fachabitur die erforderliche Zugangshürde markiert, benötigt man für den Gang an eine Universität die allgemeine Hochschulreife – zumindest für den ersten akademischen Abschluss, heute meistens der Bachelor. Mit einem solchen in der Tasche können auch Fachhochschulabsolventen einen Master an der Universität absolvieren. Umgekehrt ist ein Wechsel ebenfalls möglich. Egal ob man einen Master-Studiengang an einer FH oder Universität studiert, der Master-Abschluss berechtigt grundsätzlich zur Promotion. Jedoch können nur Universitäten einen Doktortitel verleihen, denn nur sie besitzen ein eigenständiges „Promotionsrecht“. Hier lässt sich auch ein weiterer Unterschied zwischen den beiden Hochschulformen festmachen: Während bei der universitären Lehre Wissenschaft und Forschung im Vordergrund stehen, geht es an Fachhochschulen praxis- und anwendungsorientierter zu. Somit bereiten Fachhochschulen konkreter auf ein bestimmtes berufliches Ziel vor, während Universitätsstudiengänge eher grob in eine bestimmte berufliche Richtung führen. Einen weiteren Unterschied kann man im Fächerangebot erkennen. Dieses fällt an Fachhochschulen oft deutlich geringer aus und beschränkt sich häufig auf Fächer aus dem Sozialwesen, der Wirtschaft oder der Technik. Für Fächer wie Jura, Medizin oder Germanistik kann man sich dagegen nur an einer Universität einschreiben.
Wer die Theorie eines Studiums konkret mit beruflicher Praxis verbinden will, für den kommt ein duales Studium infrage (zum dualen Studium in den Ingenieurwissenschaften siehe Seite 24). Dabei studiert man an einer Hochschule und hat gleichzeitig einen hohen Praxisbezug direkt in einem Unternehmen. Duale Studiengänge können ausbildungsintegrierend sein, sodass der duale Student neben dem Studium eine anerkannte Berufsausbildung absolviert und somit gleich zwei Abschlüsse anstrebt. Eine andere Form des dualen Studiums ist das praxisintegrierende Studium, das sich zwar durch längere Praxisphasen in einem Unternehmen auszeichnet, jedoch am Ende „nur“ den Hochschulabschluss verleiht. Auch für das Absolvieren der Theorie- und Praxisphasen gibt es verschiedene Modelle. Während duale Studenten im Blockmodell jeweils mehrere Monate am Stück im Unternehmen oder an der Hochschule verbringen, wechseln sich diese Phasen im Wochenmodell im Wochenverlauf ab.
44 ∙ Einstieg ∙ 1/2014