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E D E N

R O C K S

M A G A Z I N

A u s gab e

1

:

2 0 1 4

Interview

XUXUnismus Exklusives Interview mit Tea Xuxu Nanuti, Fotografin, Model, Musikerin und Mutter. S.48

Perfect Outdoor Shot

Featured People Stephanie Fink Verena Mandragora Rainer Ressmann STephanie Davis Katharina Ulz Philipp Knefz

S.44

Model Handling 10 Dinge die du wissen solltest, wenn du es mit einem professionellen Model zu tun hast. S.40

BEAUTY R e t u s c h e

Tutorial

Alles was RECHT ist

Profiretuscher Matthias Schwaighofer gewährt uns einen Einblick in seine Welt der Bildbearbeitung und verrät uns seine besten Tricks. S.94

Antworten über Urheberrechte, Verträge und dem Berufsbild Fotograf. S.108

Ö s t e r r e i c h i s c h e s

B E A U T Y

&

F A SHI O N

P H O T O G R A P H Y

M A G A Z I N


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IMPRESSUM Chefredakteur & Herausgeber

Philipp CHRISTOF Art Director

Isabella FRIEDMANN Reportagen & Berichte

Christina DOW Hedi Grager Martina SRAM Katharina ULZ Fotografen

NOBLESTYLE by STEFAN TAUCHER Art Director NobleStyle Academy Education Artist Loreal

KONTAKT +43 (0) 316 838063 Burggasse 8 A - 8010 Graz E: office@noblestyle.at W: www.noblestyle.at

Judith Bender-Jura Philipp CHRISTOF Steffi Fink Isabella FRIEDMANN Miki MACAVOI Verena MANDRAGORA Adrian Portmann Rainer RESSMANN Matthias Schwaighofer Garfield TRUMMER Katharina ULZ Tea XUXU

ÖFFNUNGSZEITEN Montag 11:00 - 17:00 Dienstag geschlossen Mittwoch 11:00 - 18:00 Donnerstag 11:00 - 20:00 Freitag 09:00 - 20:00 Samstag 10:00 - 17:00

Herausgeber: Philipp Christof Chefredakteur: Philipp Christof Lektorat: Bettina Dinopoulos-Rauch Druckauflage: 1.000 Stück Druck: Medienfabrik Graz GmbH, Dreihackengasse 2, A-8020 Graz Alle Rechte, auch die Übernahme von Beiträgen nach §44 Abs. 1 und 2 Urheberrechtsgesetz, sind vorbehalten. Irrtümer Satz- und Druckfehler sind vorbehalten. Alle Angaben ohne Gewähr. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Offenlegungstext gem. § 25 MedG ist unter www.edenrocks.at/impressum abrufbar. Informationen gemäß E-Commerce-Gesetz – Eden Rocks Magazin – Philipp Christof Körösistraße 40, 8010 Graz, Tel.: +43 (664) 30 666 25.


Editorial Ed e n r o c k s magaz i n

EDEN ROCKS! Let´s rock into a new world of photography. Mir war es ein besonderes Anliegen, nicht noch ein Magazin herauszubringen, das sich kaum von den anderen Magazinen unterscheidet. Sowohl was das Design als auch den Inhalt betrifft. Zusammen mit befreundeten Fotografen haben wir schon lange nach einem Magazin gesucht, das die Themen Beauty, Fashion und Art in einem Magazin abdeckt. Ein Magazin von und für Fotografen und kreative Menschen, die Freude an schönen Bildern haben! Deshalb bin ich auf die Idee von EDEN ROCKS gekommen. Jetzt – mit der ersten Ausgabe in meinen Händen – fühle ich mich wie im Garten Eden!

Es soll kreative Menschen rund um die Fotografie verbinden. Ob Model, Fotograf, Retuscher, Visagisten, Designer oder Stylisten - sie alle tragen dazu bei, dass aus einem Foto ein besonderes Kunstwerk wird.

Die Idee dahinter: Wir wollen damit die künstlerische Arbeit von Menschen rund um die Fotografie in den Vordergrund rücken und Talenten aus Österreich eine Plattform bieten, um sich und Ihre Arbeit zu präsentieren.

Ich bin sehr stolz und davon überzeugt, dass wir mit EDEN ROCKS ein Magazin geschaffen haben, das all diese Menschen – aber auch die „Betrachter“ verbindet. Denn was ist schon ein Foto wert, wenn es nicht gesehen wird. Ich hoffe die Leser von EDEN ROCKS sehen das genauso!

Vom perfekten Outdoorportrait, über Shootinglocations, bis hin zu rechtlichen Antworten rund um die Fotografie, ist für jeden etwas dabei.

In diesem Sinne „Be inspired, and keep your eyes wide open!“

Philipp Christof Chefredakteur

cONTRIBUTORS Isabella FRIEDMANN Art Director

Die gelernte Grafikerin ist seit 13 Jahren in der Werbebranche tätig und wurde für ihre Leistungen mehrfach ausgezeichnet. Somit ist sie in der Rolle als Art Director bei Eden Rocks in ihrem Element, vor allem da sie auch nebenberuflich mit Leidenschaft fotografiert. Nicht nur das grafische Auftreten des Magazins ist ihre Aufgabe, als rechte Hand von Philipp Christof kümmert Sie sich auch um die Organisation und hat es sich zum Ziel gesteckt, aus Eden Rocks etwas zu schaffen, das man nicht so schnell vergessen wird.

Katharina Ulz Interviews & Reportagen

Hedi Grager Interviews & Reportagen

Miki Makovei Berichte & Reportagen

Christina Dow Interviews & Reportagen

Garfield Trummer Fashion Shows & Events

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F체r alle Pixelliebhaber: Eden Rocks gibt es auch online zum Durchbl채ttern!

www.edenrocks.at


Inhaltsverzeichnis 08

Cover Girl

72

Ramona Perthel

10

Verena Mandragora

76

Rainer Ressmann

24

Events

86

Noble Style

31

Stefanie Fink

90

40

10 Dinge

94

Rebecca Bliemegger

Fiat Lux

Ausstellungen, Modeschauen, Workshops, ‌

They came from the woods

Die du wissen solltest, wenn du es mit einem professionellen Model zu tun hast.

44

Hot shot

46

Foto Wettbewerb

48

Tea Xuxu Nanuti

64

Apps, DVDs, Programms, Plugins

66

Short Cuts

Outdoor Portrait

Garten Eden

116

Das starke geschlecht

118

Art & Fashion Team

122

Carmen Pichler

Joma Fashion

124

Smokey Eyes

Matthias Schwaighofer

126

Hannes OberBichler

100

Perfect Places

130

Katharina Ulz

104

Shooting-Reisen

108

Alles was recht ist

112

Philipp Knefz

Fashion is my Religion

Interview

Portrait Serien

Friseur und Stylingspezialist Stefan Taucher

Das perfekte Outfit

Beauty Retusche

Schotterwerk & Kesselfall Klamm

Kolumne von Christina Dow

Interview mit Sascha Penkoff

Visagistin aus Leidenschaft

Make-Up Tutorial

im Portrait mit Hedi Grager

Madonna

Sonne, Strand und Meer

Copyright, TFP Vertrag, Modelvertrag, Berufsfotograf

Interview

Models und Fotografen im Ăœberblick

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De r A u f t a kt d e s D e s i g n f e s t i v a ls fa nd a u f d er Sch lo ß be r g bühn e Ka se m a tten s t a t t. Di e histo ris c h e Lo c a t i o n bi ld e t e d en s t il vo l l en Ra h me n, um extr a va ga n te M o d e e f f e k t v o ll i n S zen e z u s etz e n. Na tio n a l e u n d i n t e r n a t i on a le M odel a b el s z e i g t e n i h r e a ktu el l en Ko l l e k t i o n e n. Foto s : G a r f i el d Tr umme r

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Cover

GIRL Blonde Naturschönheit aus der Steiermark

Rebecca

Bliemegger Name: Rebecca Bliemegger, Alter: 23 Jahre GröSSe: 1.74 m, Gewicht: 54 kg, MASSe: 89-61-91 Beruf: Studentin, Wohnort: Graz

D

as auch Graz in der internationalen Modelszene mitmischen kann, ist schon lange kein Geheimnis mehr. Models wie Gratia Zach, Julia Ganster oder Hannes Oberbichler haben längst die Bretter der internationalen Laufstege erobert. Seit kurzem wird ein neuer Name in der heimischen Modelszene immer lauter. Rebecca Bliemegger! Mit 17 Jahren war Rebecca eigentlich eine Späteinsteigerin in die heimische Modelszene. Die darauf folgenden sechs Jahre hatten es jedoch in sich. Binnen kürzester Zeit wurde die Agenturlandschaft auf sie aufmerksam

und es folgten Engagements bei mittlerweile drei Agenturen in Graz, Linz und Wien. Trotz der zahlreichen Aufträge - darunter Titelseiten von Hochglanz-Magazinen, zahlreiche Fotostrecken, unzählige Werbesujets, ja sogar einige Hauptrollen in Musik- und Promotion-Videos folgten, und der Laufsteg ist nach weit über 150 Shows mittlerweile auch schon ein „alter Bekannter“ – so kann sich „Becci“ noch gut an ihren allerersten Modeljob erinnern. „Von der Genussregion Steiermark wurde ich für eine Käse-Prämierung abgelichtet. Es war schon sehr seltsam, sich selbst das erste Mal auf Foldern, Inseraten und sogar Plakatwänden zu betrachten, noch dazu mit

Käse“, schmunzelt die humorvolle Grazerin. Abseits des Scheinwerferlichtes fokussiert sich Rebecca gerade auf ihr Lebensmittel-Management Studium an der FH Joanneum und verbringt die neben Lernstress und Modelterminen spärliche Freizeit am liebsten bei Sport und kulinarischen Erlebnissen mit ihrem Freund. Auf die Frage nach der Zukunft gibt sich Rebecca überlegt bodenständig. „Die Ausbildung und berufliche Entwicklung stehen auf jeden Fall im Vordergrund. Das Model-Engagement... nun ja, solange es Spass macht und Kunden sowie Agenturen weiterhin mit mir zusammenarbeiten wollen, stecke ich voller Tatendrang.“


Verena

Mandragora Verena Mandragora – ein Name, den man sich für die Zukunft dringend merken sollte. Sie ist ein Ausnahmetalent, das sich in den letzten Jahren wie der Phönix aus der Asche einen Platz in der österreichischen Fotografenszene gesichert hat - und trotzdem auf dem Boden geblieben ist.

D

ie Powerfrau, die ursprünglich aus Niederösterreich stammt, lebt, liebt und arbeitet heute in Wien als freie Fotografin, wobei sie eigentlich aus der Theater-, Film- und Medienwissenschaft stammt. Nur durch einen glücklichen Zufall und einen kleinen Klaps von ihrem früheren Arbeitgeber kam Verena Mandragora vor einigen Jahren zur Fotografie, wobei sie sich auf den Bereich der Modefotografie spezialisiert hat – und ist heute kaum woanders hinzudenken…wobei…wer würde dies überhaupt wollen?

Mit ihren Arbeiten bringt sie so manch großen Kollegen – und alle anderen – zum Staunen. Ebenso imponierend wie ihre Werke ist ein Blick auf ihren beeindruckenden Lebenslauf, so kann sie bereits in ihren jungen Jahren auf namhafte Kooperationspartner wie L’Oreal Paris, Deichmann oder Kika zurückblicken, von ihren zahlreichen Zusammenarbeiten mit großen Magazinen und aufstrebenden Designern ganz zu schweigen. Und als wenn dies alles noch nicht ausreichen würde, um schwer beeindruckt seinen Hut vor dieser Frau zu ziehen,

Photographer: Thomas Raven

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überrascht sie im persönlichen Kontakt auch noch mit übersprühender Sympathie und Natürlichkeit und einem wunderbarem Tiefgang in ihrem Denken, so dass das Gegenüber fast das Bedürfnis verspürt, mit Spaten und Schaufel ein Loch zu graben, um besagten Hut noch ein Stückchen tiefer ziehen zu können. Eden Rocks hatte das Vergnügen, das kreative Energiebündel zum exklusiven Gespräch über ihre Arbeit, ihren Werdegang und ihren Zugang zu ihrer Leidenschaft zu treffen.


INTERVIEW Danke dass du dir Zeit für uns nimmst! Aber immer wieder gerne. Wenn man Fotografen fragt, wann ihre Leidenschaft fürs Fotografieren begonnen hat, wird meistens die erste DSLR genannt. War das bei dir auch der Startschuss? Nicht ganz. Fotos waren ja in meiner Generation irgendwie schon immer da, als Dokumentation von Geburtstagen, Urlauben, Familienfeiern. In die Fotografie als Beruf ich bin mehr oder weniger hineingerutscht und über den Text zum Bild gekommen - ich habe zuvor als Redakteurin gearbeitet. Irgendwo habe ich gelesen, dass auch mittelalterliche Rollenspiele „schuld“ daran waren? Das Magazin, für das ich tätig war, beschäftigte sich mit Geschichte und „reenactement“-Veranstaltungen. Ich war selbst einige Jahre lang im mittelalterlichen reenactement aktiv, worüber ich auch zu besagtem Magazin gekommen bin. An sich hat das nichts mit Rollenspiel zu tun, obwohl man sicher gewisse

schauspielerische und dramaturgische Elemente an historischer Darstellung diskutieren kann. Jedenfalls war es dann mein Chefredakteur, der irgendwann mal meinte, dass ich vielleicht in die Fotografie schnuppern sollte. De facto war er also der Anstoß, dass ich sechs Wochen später meine erste Spiegelreflex in der Hand hielt. Also warst du von Anfang an in der Peoplefotografie? Ja, es waren zumindest immer irgendwo Menschen in meinen Bildern. Der Plan war, sich jedem Jahr einem anderen Feld der Fotografie zu widmen, um das für mich optimale zu finden. Was daraus geworden ist, sieht man ja und irgendwie bin ich beim ersten Punkt „Mode“ hängengeblieben. Kannst du das Wissen aus deinem Studium eigentlich auch für deine fotografischen Arbeiten nutzen oder schöpfst du deine Inspiration aus anderen Quellen? Meine Kurse in Kunstgeschichte sind ein ganz zentrales Element was meine Vorkenntnisse in Bildkomposition an-

belangt. Die Theaterwissenschaft wiederum hat mir eine gewisse Dramturgie und auch Rezeptionsgeschichte von verschiedenen Strömungen nahe gelegt. Es ist also definitiv eine Grundlage, die ich nicht missen möchte. Beeinflussen lasse ich mich außerdem gerne von den verschiedenen Philosophien und Methoden der Auftraggeber, mit denen ich zusammen arbeiten darf. In den letzten Jahren hat zum Beispiel Maria Steiner (ruins of modernity) dazu beigetragen, dass das Element der „Leere“ in vielen meiner Bilder durch ihre Präsenz oder gerade durch ihre Abwesenheit als Konstante zu finden ist. Apropos Auftraggeber: In deinem Portfolio findet man viele Kooperationen mit aufstrebenden Designern. Wie gestaltet sich für dich die Zusammenarbeit mit den Labels? Ich gebe zu, ich genieße die Zusammenarbeit mit neuen Ansätzen und Sichtweisen junger, internationaler Kreativer. Die unterschiedlichen Standpunkte sind dabei für mich essentiell.

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Die Kooperationen gestalten sich dabei vielfältig von grundlegenden Dingen wie einem klassischen lookbook über Bilder mit kommerziellem Charakter oder völlig freien Modestrecken, die viele Freiheiten erlauben und oft eine völlig neue, andere Interpretation entstehen lassen, als das Label eigentlich im eigenen Selbstbild vertritt. Neben deinen Arbeiten für Labels hast du in unzähligen Magazinen publiziert, außerdem gab es eine Veröffentlichung auf vogue.it. Obwohl du noch so jung bist, bist du bekannt in der Szene. Wann kam der Durchbruch? Bin ich das? Ich nehme das selbst nicht wirklich wahr. Auch stehe ich gerade erst am Anfang und habe noch einen langen Weg zu gehen. Wo mich der hinführt und ob der geradewegs linear verläuft, wird man sehen. Ich habe mich in den letzten zwei Jahren vielleicht mehr konsolidiert und dem Markt angepasst. Es gibt noch genug zu entdecken und zu erarbeiten. Und der Gedanke, Wien zu verlassen und ins Ausland zu gehen, hat sich für dich noch nie gestellt? Doch. Der ist nach wie vor sehr präsent. Generell werde ich immer wieder nach Wien zurückkehren, ich liebe diese Stadt und sie ist - so kitschig es klingt - zu meiner Heimat geworden. Allerdings bestehen konkrete Pläne für ein paar Monate oder Jahre ins Ausland zu gehen, durchaus. Ich schnuppere immer wieder über unsere Grenzen hinweg, um zu sehen, wo ich mich wohl fühlen würde und werde Ende Februar zum Beispiel wieder in Paris sein. Norditalien oder auch asiatische Bereiche stehen aber ebenso zur Debatte. Du bist auch – als einzige Frau - in Wien in einer Studiogemeinschaft mit anderen, herausragenden Fotografen. Inwieweit beeinflusst ihr euch gegenseitig? Mir ist vor allem gegenseitiger Respekt und auch das Interesse an der Arbeit des anderen wichtig geworden. Die Akzeptanz von unterschiedlichen Arbeitsbereichen, aber auch der eigenen Stärken und Schwächen lassen aus einer recht praktischen Gemeinschaft schnell

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Freundschaften entstehen, wie es bei uns der Fall ist. Nicht zuletzt spornen die Erfolge der anderen ebenfalls an und ihre Meinungen zu deinen Bildern öffnen neue Sichtweisen. Gegenseitiger Respekt ist das um und auf.

Denkst du eigentlich, dass du als Frau einen anderen Zugang zur Fotografie hast als die Männer bei euch? Ich glaube generell, dass ich als Frau einen anderen Standpunkt der Fotografie einnehme. Das kann man auch, aber nicht nur am Geschlecht festmachen, sondern auch an den Rollenbildern, mit denen man aufgewachsen ist und über die man sich mittlerweile hinweggesetzt hat oder eben auch nicht. Klassische Glamourfotografie, wie man sie etwa im Playboybereich findet, bringe ich zwar technisch zustande, allerdings fehlt den Fotos der gewisse Esprit, dieser Schuss „Mandragora“, den meine anderen Arbeiten in sich tragen. Du hast uns erlaubt dein atemberaubendes Editorial „Fiat Lux“ zu publizieren. Wie bist du auf die Idee gekommen und wie hast du das Projekt umgesetzt? Lightpainting ist eines der Dinge, das früher oder später wahrscheinlich jedem Fotografen begegnet. Ich hatte mich nie mit der Taschenlampe nachts auf die Straße gestellt, also war es naheliegend, es früher oder später in meine Fotos einzubauen. Die Herausforderung ist dabei, zwei Felder miteinander in Einklang zu bringen, sie zu entfremden, aber dennoch erkennbar sein zu lassen. Die passionierten Lightpainter werden sich wahrscheinlich bei den Fotos ebenso an den Kopf greifen wie die klassischen Katalogfotografen. Aber ist es nicht genau diese unperfekte Perfektion, die die Bilder so besonders machen? Wahrscheinlich. Ja. Was macht für dich dann ein herausragendes Foto aus? Für mich ist es ein gewisser Standpunkt, der Hauch einer Meinung, vielleicht auch eine bestimmte Unmittelbarkeit. Es

muss nichts sein, was noch nie dagewesen ist, nichts besonders aufwendiges, nichts extrem surreales, obwohl es das natürlich nicht ausschließt. Wie gehst du von diesem Standpunkt aus an deine Projekte heran? Am Anfang steht die Idee. Gemeinsam mit einigen moods macht man sich dann auf die Suche nach den passenden Zutaten. Im Idealfall kann man die für seine Idee mit seiner Begeisterung anstecken und hat ein Team am Start, das die Arbeit zur Freude werden lässt und schon im Vorhinein die richtige Motivation mitbringt. Das Fotografieren passiert - hat man den richtigen Lauf - eigentlich ganz von selbst. Man muss zwar ab und zu auf die Grundlagen zurückgreifen, aber ich lasse gerne viel aus dem Shooting direkt entstehen. Was ratest du anderen Fotografen um sich weiterzuentwickeln? Man darf sich ruhig an Vorbildern orientieren und sich auch an ihnen festhalten, dabei allerdings nicht vergessen, dass ein eigener Weg beschritten werden sollte. Im Bereich der Modefotografie ist es zweifelsohne essentiell, sich mit der Geschichte und der Philosophie der jeweiligen Labels zu beschäftigen und auch die fashion weeks in den großen Städten zu verfolgen, was neue Strömungen in Schnitt, Stoffen, Mustern, Make up etc anbelangt. Auch sollte man sich anderen fotografischen Interpretationen nicht verschließen. Man muss sie ja nicht nachmachen. Das neue Jahr hat begonnen – welche Projekte schwirren dir für das neue Jahr im Kopf herum und worauf dürfen wir uns freuen? Um ehrlich zu sein, ist mir das selbst noch nicht ganz klar. Es stehen einige Reisen ins Ausland an, von denen ich hoffentlich mit neuer Inspiration und im Idealfall sogar mit ein paar neuen Bildern zurückkomme. Persönlich freue ich mich vor allem auf all die neuen Gesichter, die ich 2014 vor meiner Kamera begrüßen darf. Sie machen einen großen Teil meiner Motivation und meiner Fotografie aus.


Steckbrief Verena Mandragora Geboren am 6. Juli 1984 Studium der Theater-, Film- und Medienwissenschaften mit Schwerpunkt Kunstgeschichte, Universität Wien. Freie Fotografin (Mode & Beauty) Lebt, liebt und arbeitet in Wien.

Photographer: Verena Mandragora, Grooming: Jessica Lang, Model: Georg @ M Management

Publikationen: Faux Fox Magazine, Vangardist Magazine, vogue.it, Style up your Life, Style up your Life Men, Marionnaud Magazin, the Fashionisto, Standard, Kurier, Kronen Zeitung, LIVE!, VOLUME Magazin, Dark Beauty Mag, Tantalum Magazine, Elegant Mag, Ellements Magazine, HUF Magazine, Like a Lion Magazine, Kultur Magazine, Wien Live Magazin, REVS Magazine, Tinsel Tokyo, Kärntner Monat, DNA Magazine, VISUELLE magazine, MaleModelScene, trendhunter, les deux hommes, u.a. Labels: ruins of modernity, elke freytag, angel of pleasure, mark&julia, schirach+rosenthal, Magdalena Adriane, Luna Miller, enVie, [ep_anoui] by Eva Poleschinski, madame with a mission, House of Boing, Royal Black, Maison Bizarre, Mariella Morgana, Anja Lauermann, VeMini, neronyt, Suzana Rengeo u.a. Kooperationen: Deichmann, kika, L´Oreal Paris, ZDF, Marionnaud, metafilm, AMA Gütesiegel, VOOM Slovenia, filmpool combinat, Mondrean, Genio del Tempo, Ursis Haare, 12 festival, ATV, Unit F büro für mode, …

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FIAT LUX

Photographer: Verena Mandragora Make up & Hair: Jessica Lang Wardrobe: Ruins of Modernity Model: Silvia @ Exit Model Management Assistants: ronnie bรถhm, Thomas Raven


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das steirische delikatessenGeschäft von Graz. Auf nur 8m2 findet sich unglaubliche 800 steirische Produkte, teils auf Lager teils auf Bestellung.

Besonders frisch:

Bauernbrot, Eier, Käse, Speck... und unglaublich, aber wahr handgemachte frische Pralinen und Schokoladentrüffel.

Besonders süss:

Schokoladenspeziälitäten teils aus eigener Erzeugung, teils aus aller Welt.

Besonders spannend:

Endlich ein Geschäft in Graz, dass sich vom Biermainstream abhebt und 11 steirische Kleinstbrauereien mit rund 150 verschiedenen Bierspezialitäten anbietet.

Besonders neu:

Handgefertigte, liebevoll eingekochte Produkte von diversen Hoferzeugern, welche hervorragende Qualitäten ins (zumeist) Glas bringen und gerade erst mit ihren Ideen durchstarten.

Besonders intensiv:

Umfassende Beratung und Information zu jedem einzelnen Produkt! Löchern Sie uns bitte, wir bleiben Ihnen keine Antwort schuldig! ... eben einfach besonders, Gaumenfreuden mit Herz:

Guat steirisch!

Gerne gestalten wir ihnen Geschenkskörbe, Firmengeschenke und ausergewöhnliche Gaumenfreuden!

EKZ Shopping Nord GmbH Wiener Straße 365, 8051 Graz Öffnungszeiten Montag - Freitag: 09.00-19.00 Uhr Samstag: 09.00-18.00 Uhr


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EVE N TS A U SSTELL U N G E N M O D ESCH A U E N W O R K SH O P S

Sunny, Wien, 1997 © Andreas H. Bitesnich

F O T O A U SSTELL U N G

A nd r e a s H. Bitesnich 25 Years of Photography

b i s 9 . J un i 2 0 1 4 Der österreichische Starfotograf Andreas H. Bitesnich feiert 2014 seinen 50. Geburtstag und zieht Zwischenbilanz. Im Rahmen einer großen Retrospektive im KUNST HAUS WIEN gewährt er einen noch nie dagewesenen Einblick in sein persönliches fotografisches Universum. Andreas H. Bitesnich ist es gelungen, in den verschiedenen Genres der Fotografie, mit denen er sich in den letzten 25 Jahren beschäftigt hat, jeweils einen eigenen, unverwechselbaren Stil zu entwickeln. In seiner Aktfotografie erregte er bereits früh in seiner Laufbahn durch einen skulpturalen Umgang mit dem menschlichen Körper und durch perfekte Lichtsetzung Aufsehen.

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Bitesnichs ins Extrem getriebene Ästhetik lässt seine Aktfotos zu Meditationen über das Thema „Form“ werden. Die Ausstellung präsentiert Arbeiten aus seinen verschiedenen Aktserien und stellt diese in einen neuen Zusammenhang. In seiner Reisefotografie schuf Andreas H. Bitesnich mit dem Buch „Indien“ einen Meilenstein der fotografischen Auseinandersetzung mit anderen Kulturkreisen. Er reflektiert dabei die Konventionen und Klischees historischer Reisefotografie und erarbeitet sich zugleich auch in diesem Genre eine persönliche Bildsprache von hoher Eindringlichkeit. Mit Fotografien aus verschiedenen, in den letzten 25

Jahren bereisten Ländern macht die Ausstellung das breite Spektrum seiner Reisefotografie und deren Stellung in seinem Gesamtwerk deutlich. Die Ausstellung versammelt in einer eigenen Porträtgalerie auch wichtige Schlüsselbilder aus dem Schaffen des Porträtfotografen Andreas H. Bitesnich. Diese Arbeiten wurden noch nie zusammen gezeigt und lassen die Intensität seiner Porträts erkennen, deren Ästhetik eher seiner Reisefotografie verwandt erscheint als seiner sonstigen Studiofotografie.


Djalil, 2011 © Andreas H. Bitesnich

Florence, Wien, 2003 © Andreas H. Bitesnich

A nd r e a s H. Bitesnich – 25 Years of Photography 27. Februar bis 9. Juni 2014

K U N ST H A U S WIE N 1030 Wien, Untere Weißgerberstraße 13 Eintritt: € 10,www.kunsthauswien.com

Zu den jüngsten Teilen von Andreas H. Bitesnichs Werk zählen die Ergebnisse seiner fotografischen Auseinandersetzung mit wesentlichen Metropolen der Welt. Dieses fotografische Langzeitprojekt mündete in eine Serie von Büchern, deren erste Editionen bereits Kultstatus erlangt haben. Bitesnich deutet in einer stark grafisch geprägten Ästhetik die Stadtlandschaften von vielfotografierten Städten auf eine sehr persönliche Weise neu. Die Ausstellung bietet auch einen Blick hinter

die Kulissen: Erstmals werden zahlreiche Dokumente ausgestellt, die es erlauben, die Arbeitsweise von Andreas H. Bitesnich hautnah mitzuverfolgen. Kontaktbögen und Polaroids, Buchdummies und dokumentarisches Filmmaterial ergeben ein besonders spannendes Making-of zur Ausstellung und zum Werk von Andreas H. Bitesnich. Die speziell für das KUNST HAUS WIEN in enger Zusammenarbeit mit dem Fotografen

entwickelte, von Andreas Hirsch kuratierte Ausstellung zeigt neben den Ikonen aus 25 Jahren fotografischen Schaffens von Andreas H. Bitesnich auch viele noch nie präsentierte Werke, sie versammelt frühe Fotografien und aktuellste Arbeiten. Eine Ausstellung des KUNST HAUS WIEN in enger Zusammenarbeit mit Andreas H. Bitesnich.

Kurator: Andreas Hirsch.

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EVE N TS A U SSTELL U N G E N M O D ESCH A U E N W O R K SH O P S

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a s s e mb l y am Schlossberg Der Auftakt des Designfestivals fand auf der Schlossbergb端hne Kasematten statt. Die historische Location bildete den stilvollen Rahmen, um extravagante Mode effektvoll in Szene zu setzen. Nationale und internationale Modelabels zeigten ihre aktuellen Kollektionen. Fotos: Garfield Trummer

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„They came from the woods...“

Photographer Steffi Fink Models Michelle Frei @BrodybookingS Miriam Repa Hair & Makeup Adela Filtro, Designer Maria Mavridou Assistant Regina Röthinger

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„They came from the woods...“

Shooting Background Ich liebe alles, was märchenhaft und mystisch ist und einen einfach verzaubert. Deshalb habe ich mich auch ganz besonders gefreut, die Serie „They came from the woods...“ umsetzen zu können, und das mit einem so tollen Team. Durch Zufall bin ich dann auf die angehende Designerin Maria gestoßen, deren Kleider einfach unfassbar gut zu dem gepasst haben, was ich so in meinem Kopf rumschwirren hatte - natürlich, wild und frei. Als Models haben wir uns Michelle und Miriam geschnappt. Mit beiden habe ich schon gearbeitet und beide finde ich gerade wegen ihrer Natürlichkeit und lustigen Art besonders toll. Adela als Hair & Make up Artist mit ihrem unglaublichen Talent durfte natürlich auch nicht fehlen. Als Location haben wir einen See ausgewählt, der für uns deshalb so faszinierend war, weil er durch

sein Ufergewächs nicht aussieht wie ein typisch europäisches Gewässer. In Verbindung mit dem Rauch konnten wir so eine mystische, interessante Umgebung erzeugen. Für die Rauchpatronen, hatte ich mir noch eine Hilfe mitgenommen, um den Rauch in die gewünschte Richtung zu fächern, was nicht immer ganz so einfach war und die Mädels teilweise im Rauch versunken sind. Dadurch sind allerdings auch absolute Lieblingsbilder von mir entstanden. Was mir an dem Shooting so gefallen hat, ist, dass sich alle austoben und neue Sachen probieren konnten und wieder sehr viel Spontanität mit dabei war. Das ist meiner Meinung nach eines der wichtigsten Dinge, um voran zu kommen. Einfach mutig sein und probieren.

Stefanie Fink Alter: 27 Jahre Heimatort: Steirisch Tauchen (Österreich) Derzeitiger Wohnort: Ulm (Deutschland) Ausbildung: BWL Studium WU Wien Homepage: www.stefanie-fink.de Fotografiere seit: Anfang 2012 (Ich bin relativ spät darauf gekommen, dass Fotografie mein Ding ist. Anfang 2012 hab ich mir meine Kamera - Nikon D90 - gekauft und mit der kleinen Schwester von meinem Freund rumprobiert. Mein erstes Shooting mit einem Hobbymodel hatte ich dann im Mai 2012.) Lieblingskamera: Ich bin eigentlich ein Nikon-Mädchen aber seit kurzem bin ich auch analog unterwegs und da hab ich mich sehr in mein analoges Baby die Canon AE-1 verliebt

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P H O T O G R A P HERS TI P P S

10 Dinge die du wissen solltest, wenn du es mit einem professionellen Model zu tun hast.


Text: Martina SRAM Fotos: PHILIPP CHRISTOF Model: Sabrina Taucher

Mit „TOP“ Models, zu arbeiten bedarf mehr Aufmerksamkeit als man vielleicht annehmen würde. Sie sind mit der Arbeitsweise von Fotografen vertraut und benötigen daher weniger Anweisungen als newcomer Models. Sie sind jedoch auch viel anspruchsvoller und schwerer zu beeindrucken. Damit ihr Shooting mit diesen edlen Geschöpfen nicht zum Reinfall wird, haben wir einige wichtige Punkte zusammen gesucht, die ein Fotograf über Models wissen sollte:

Models vertrauen Fotografen Eine Sache, was für alle Models spricht ist: sie vertrauen dem Fotografen komplett. Sie wissen, dass es das Ziel des Fotografen ist, bestmögliche Fotos zu schießen, somit wissen sie auch, dass sie nicht bei jedem Foto in die Kamera sehen müssen. Models sind sich darüber bewusst, dass das Foto auch noch bearbeitet werden muss, um das bestmöglichste Ergebnis zu bekommen. Mit prüfenden Blicken während des Shootings über wegstehende Haare, verblasstes Make-up oder kurzen Hinweis ein neues Lächeln zu geben, zeigt dem Model ihre Professionalität und ihren Blick für das Wesentliche.

Models kennen Ihre SCHOKOLADEN Seite Models werden viel öfter als normale Personen fotografiert, weshalb sie dahingehend bereits eine große Erfahrung mitbringen. Sie kennen ihre bessere Seite und den schöneren Winkel besser als jeder Andere und nach einigen Shootings wissen sie definitiv, welcher Look ihnen am besten steht. Wenn man bereits vor dem Shooting erfragt, welche Seite die „gute Seite“ ist, hilft das natürlich den Aufbau und die Beleuchtung zu planen. Kein Model wird sich jemals für ihre schlechte Seite entscheiden, somit verschwenden Sie auch keine Zeit dies mit unzähligen Fotos heraus zu finden.

Models sollten wie sie selbst aussehen Der Grund wieso Models von Agenturen gebucht werden ist, weil sie so aussehen wie sie aussehen. Als gebuchter Fotograf Sedcard Bilder zu shooten, ist es Ihre Aufgabe die zahlreichen Charakteristiken des Models mit der Kamera einzufangen. Versuchen Sie nicht einen anderen Menschen aus Ihrem Model zu machen. Diese Sedcard Fotos spiegeln das Model bei ihrer Auftragssuche, Agenten und anderen Klienten wieder. Deshalb wäre es besser, den echten Look des Models wiederzugeben.

Models möchten involviert, aber doch geleitet werden Auch Models sind kreative Künstler, die gute Vorschlägen einbringen können. Daher seien Sie hierfür immer wieder offen, denn die Models haben viel Erfahrung, in dem was sie machen und die meisten benötigen daher keine ständigen Anweisungen. Trotz allem wollen Models geführt werden, sie hören auf das, was der Fotograf zu sagen hat, weil sie darauf vertrauen, dass der Fotograf hinter der Kamera die Dinge besser betrachten kann. Hin und wieder ist es gut, wenn Sie dem Model Posen vorgeben, die verschiedenen Gesichtsausdrücke und Posen zeigen, welche Sie von Ihrem Model sehen wollen. Motivieren und ermutigen Sie das Model während dem Shooting, sich so viel wie möglich zu bewegen. Zeigen sie dem Model immer wieder anhand des Kameradisplays die Ergebnisse und besprechen zusammen etwaige Verbesserungen.

Models kennen sich untereinander sehr gut Die Modelwelt ist klein und daher ist die Chance sehr groß, dass das eine Model das Andere kennt. Mundpropaganda fasst in einer Branche wie dieser sehr schnell Fuß. Wenn ein Model ein Shooting hat, deren Bilder besser als erwartet sind, werden diese Neuigkeiten Gesprächsthema Nummer Eins in deren Umfeld sein. Mit dieser Info stets im Hinterkopf sollten Sie auf jeden Fall immer höflich, professionell und ein gutes Auftreten haben, dann müssen sie sich über eine schlechte Nachrede keine Sorgen machen.

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P H O T O G R A P HERS TI P P S

Models müssen besser aussehen Ganz gleich wie hübsch das Model ist, sie wissen genau, wie wichtig die Zusammenarbeit mit Stylisten und Visagisten ist. Die meisten Models bevorzugen natürlich Visagisten/Stylisten, die sie kennen bzw wissen wie diese arbeiten und schrecken ein wenig zurück, wenn es sich hierbei um einen „NoName“ handelt, dessen Arbeitsweise und Referenzen unbekannt sind. Immerhin hängt das Aussehen und folglich auch das Shootingergebnis davon ab. Also versuchen Sie, einen Visagisten/Stylisten mit einzubeziehen, der bereits eine gute Referenz mit sich bringt und den man kennt. Berücksichtigen Sie bei der Auswahl ebenfalls die Charaktere der Stylisten/Visagisten, sodass diese auch von der Persönlichkeit her zum Model passt; nicht dass hier noch schlechte Stimmung aufkommt. Denn Model und Visagist/Stylist arbeiten das gesamte Shooting über eng miteinander zusammen.

Models benötigen die Aufnahmen je nach Bedarf Wie auch andere Klienten benötigen Models ihre Bilder für bestimmte Zwecke, deshalb fragen Sie Ihr Model, welche Bilder es benötigt, da Sie anhand dieser Information dann Ihre Location, Ihr Licht, ja sogar den Modestyle danach ausrichten können. Behalten Sie auch hierbei im Hinterkopf, dass das Model, weitere Beteiligte und Sie bei der Arbeit professionell bleiben. Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit danach, welche Art von Bilder benötigt werden und halten Sie sich hierbei mit Ihren Vorstellungen etwas zurück und bauen Sie diese nur vorsichtig ein, sodass ein Ergebnis erzielt werden kann, welches beiden gefällt.

Models haben ihre eigene Komfort-Zone Wie jeder andere Mensch haben auch Models ihre eigene Komfort-Zone, auch wenn sie sehr oft fotografiert werden. Als ihr Fotograf ist es Ihre Hauptverantwortung, dass sich das Model wohl fühlt, da dies auch zum Shootingergebnis beiträgt. Respektieren Sie eine gewisse Distanz und sprechen Sie sich mit dem Model ab. Als Fotograf sollten Sie sich immer das Einverständins des Models holen, wenn sie „Hand anlegen“ wollen. (Bsp.: Haare oder Textilmarken richten.)

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Models brauchen Hilfe bei der Outfitwahl Models investieren viel Geld in ihre Outfits. Meistens bringen sie zu einem Shoot mehr Kleidung als notwendig mit. Als Fotograf sind Sie berechtigt ihnen mitzuteilen, welche Art von Kleidung mitgebracht werden soll. Sollten Sie sich entschieden haben, mit einem Stylisten zusammen zu arbeiten, hilft ihnen dies in der Form, als dass dieser genau weiß, welches Outfit besser zum Shootingthema/Shootinglocation passt. Wenn ein Fotograf zusätzliche Accessoires oder Schmuck hat, steht es Ihm natürlich frei, diese beim Shoot einzubauen. Models lieben es, neue Sachen zu tragen und es gibt Ihnen mehr Kontrolle darüber, wie Ihre Zielvorstellung aussehen wird.

Models sind nicht reich, falls du das dachtest Models sind nicht reich und bekommen nicht das bezahlt, was Sie vielleicht glauben zu verdienen. Models daher mit Extrakosten zu belasten, stellt eine immense finanzielle Belastung dar. Fotografen sollten daher berücksichtigen, dass viele Models diesen Job nicht machen würden, wenn sie keinen Zusatzverdienst bekommen würden. Die meisten Models haben einen „normalen“ Job wie wir alle, sodass es besser ist, sie nicht nur besser zu behandeln, sondern auch gut zu bezahlen. Models sind keine Geldgeber, also verstehen Sie, dass die Shootings mit ihnen zwar billiger sein sollten, als andere Shoots die Sie sonst anbieten, jedoch werden Sie dafür mit viel atemberaubenderen Bildern belohnt. Natürlich besteht auch die Option mit dem Model zu vereinbaren, die geshooteten Bilder fürs eigene Portfolio zu verwenden und seine Referenzen zu erweitern.


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3

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Aneitung zum perfekten:

Outdoor

Portrait

Fotograf: Miki Macovei Models: Britta Winkler, Engelschall Anna-Maria.


HOT SHOT

Outdoor Portrait 1

LOCATION Erst die Wahl der richtigen Location, verleiht dem Bild Charakter und unterstreicht das gewünschte Thema sowie die Stimmung. Die Harmonie zwischen Location und Model ist das A und O eines stimmigen Fotos. Tipp: Um zu vermeiden, dass für den Betrachter das Bild unruhig wirkt, sollte man auf zuviele Details im Hintergrund verzichten.

2

Licht Das richtige Licht zu finden, ist eine der schwersten Aufgaben eines Fotografen. Hier spielt nicht nur die Tageszeit, sondern auch das Wetter eine wichtige Rolle. Zur Mittagszeit sollte man das Fotografieren vermeiden, da hier die Sonne am höchsten steht und dies zu unvorteilhaften Schattenbildungen (Nase, Augen, Hals) kommen kann. In diesem Fall sollte man diese Bereiche durch künstliche Lichtquellen aufhellen. Die Morgen- oder Abendsonne sind bei Fotografen sehr beliebt, da der tiefere Sonnenstand eine bessere Ausleuchtung des Models ermöglicht. Tipp: Für ein optimales Ergebnis fotografieren Sie gegen die Sonne und hellen dann das Model frontal mit einem Reflektor auf.

3

BOKEH Ein weiches Bokeh verleiht dem Portrait Tiefe und hebt das Model in den Vordergrund. Die Intensität des Effektes ist einerseits stark abhängig von der Distanz des Models zum Hintergrund und anderseits von der verwendeten Blendeneinstellung.

3

Fazit: Umso größere die Blende, desto weicher wird das Bokeh im Hintergrund.

4

FOKUS Die Schärfe eines Bildes führt den Betrachter zum Wesentlichen eines Portraits und spielt daher eine sehr wichtige Rolle. In der People-Fotografie sollte man daher versuchen, die Hauptschärfe auf die Augen zu setzen. Tipp: Wählen Sie den von Ihnen gewünschten Bildausschnitt und setzten Sie anschliessend mit Hilfe der Kameraeinstellungen den Fokuspunkt direkt über das Auge.

5

1

Model Auch das Model sollte gut gewählt sein, denn nicht jeder Typ passt zu jedem Thema. Pose und Ausdruck sollten authentisch wirken und mit Makeup und Outfit eine Harmonie ergeben. Tipp: Machen sie sich bereits vor dem Shooting Gedanken, wie das Ergebnis aussehen soll und stimmen den Rest darauf ab.

EDEN ROCKS MAGAZIN 45


Deine Fotos Unser Wettbewerb Deine Chance

WETT BEWERB – Ga rte n Eden –

Jeder kann mitmachen, ob Profi oder Hobbyfotograf. Gesucht wird das kreativste Foto zum Thema „EDEN“! Zeig der Jury was du unter „EDEN“ verstehst und (ver)führe sie mit deinen Fotos in das Paradies. Zapfe deine Quelle der Inspiration an und lasse deiner Fantasie freien Lauf!

Die Jury

Thema Vorgabe

Teilnahme Info

Jedes zum Thema eingesendete Foto wird von der Eden Rocks Jury gesichtet und objektiv bewertet.

Passend zum Namen des Magazins ist das Thema des Fotowettbewerbs der „Garten Eden“. Alle kennen die Geschichte, der Garten, Adam und Eva, die Schlange, der verbotene Apfel. Lasse dich von der Geschichte inspirieren und setze diese mit tollen Ideen neu um.

Teilnehmen kann jeder der über 18 Jahre alt ist. Du musst nicht im Besitz einer Profi-Kamera sein, ein Handy oder eine Kompaktkamera reichen voll aus. Denn hier kommt es wirklich auf die Idee an.

Die besten Fotos werden in der nächsten Ausgabe und auf unserer Facebookseite sowie Website veröffentlicht. Die besten 3 Einsendungen erhalten tolle Sachpreise.

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Alle Infos auf www.edenrocks.at

Auf www.edenrocks.at findest du ein Formular, über welches du uns dein Foto zukommen lassen kannst, um am Wettbewerb teil zu nehmen.

Einsendeschluss ist der 30.06.2014


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Teilnahmebedingungen: Der/die Teilnehmer/in muss zum Zeitpunkt der Einsendung des Fotos das 18. Lebensjahr erreicht haben, andernfalls kann die Teilnahme nicht berücksichtigt werden. Alle vollständig ausgefüllten Einsendeformulare samt Fotos, die bis 30.6.2014 zum Thema „Garten Eden“ bei Eden Rocks eingegangen sind, nehmen am Wettbewerb teil. Teilnahmeschluss ist der 30.6.2014. Juryentscheidung fällt am 30.8.2014 unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Gewinner werden schriftlich verständigt. Gewinne können nicht in bar abgelöst werden. Die Übergabe des 1. Und 2. Preises erfolgt im Shopping Nord in Graz. Der 3. Preis wird von COWstyle per Post übermittelt. Mit der Teilnahme am Fotowettbewerb erklärt sich der/die Teilnehmer/in einverstanden, dass personenbezogene Daten und Fotos von Eden Rocks und EKZ Shopping Nord GmbH, gespeichert und zu Marketingzwecken jeglicher Art verwendet werden und er/sie per E-Mail Informationen erhalten. Diese Zustimmung kann jederzeit widerrufen werden. Weiters erklärt sich jeder Teilnehmer damit einverstanden, dass ihre/seine Fotos kostenlos im Eden Rocks Magazin bzw. in allen mit Eden Rocks zusammenhängenden Medien wie Website und Facebook veröffentlicht werden dürfen und macht keinerlei Urheberrechtsansprüche geltend. Über den Fotowettbewerb wird kein Schriftverkehr geführt.


Foto: Verena Mandragora

Tea Xuxu Nanuti

XUXUnismus 3 EDEN ROCKS MAGAZIN


IM PORTRAIT mit Hedi Grager

„Fotografie ist meine Leidenschaft, mein Leben, meine Absicht“, steht auf Ihrer Homepage. Und genau das spüre ich im Gespräch mit Tea, als wir gemütlich im Cafe Purberg am Grazer Hilmteich sitzen. Text: Hedi Grager

T

ea ist das, was man unter einem Shootingstar versteht. 2011 war sie die offizielle Fotografin des Elite Model Look Austria, es folgten Shootings mit Aylin, der Gewinnerin von Austria‘s next Topmodel, in Zusammenarbeit mit dem Wiener Fashionlabel Callisti und dem Topfotografen Phil Meinwelt, ein Covershooting mit Germany‘s Next Topmodel Kandidatin Anja Platzer für das Grazer Magazin Unikat und ein Cover- und Editorialshooting für das angesagte österreichische Onlinemagazin Vangardist mit dem Ausnahmemodel Dejan Dukic.

Tea wurde in Bosnien geboren. Sie war ungefähr sechs Jahre alt, als ihr Vater sie und ihre Mutter vor dem Krieg zu ihrer Oma nach Deutschfeistritz brachte. Ihre Eltern sind für sie ein großes Vorbild, wie sie sich aus schlechten Zeiten wieder hochgekämpft haben und ist ihnen

auch sehr dankbar, dass sie sie immer unterstützten und sie ihre Träume leben ließen. Ich spüre im Gespräch mit Tea, dass sie schon sehr viel erlebt hat – viel Schlimmes, aber auch sehr viel Schönes. Vor einigen Monaten wurde sie Mutter. Ihr kleiner Nox ist ihr Sonnenschein. Sich selbst würde Tea als kompliziert, dynamisch und kreativ beschreiben. Natürlich möchte ich wissen, warum kompliziert? Sie lacht und verrät, dass sie ihr bosnisches Temperament manches Mal zügeln muss und sie durchaus zur Eskalation neigt, ständig mit dem Kopf gegen die Wand. „Aber alle, die das überstehen, sind meine besten Freunde“, fügt sie noch hinzu, „abgesehen davon kann ich nie lange böse sein und ich sehe meine Fehler ein“. Sie nennt sich auch einen „Schicksalsfanatiker“, ist überzeugt, dass alles im Leben einen Sinn hat und dass jede Entschei-

dung Dich Deinem vorbestimmten Ziel näher bringt. Nachdem Tea die Tourismusschule in Gleichenberg beendet hatte, ging sie nach Kärnten, um Journalismus zu studieren. Schnell erkannte sie, dass der Journalismus nicht ihres war, begann aber dennoch, für die Kärntner Woche zu schreiben. Da sie auch selbst fotografieren musste, kaufte sie sich ihre erste eigene Kamera – gut beraten von ihrem Freund Philipp Christof, selbst ein leidenschaftlicher Fotograf. „Wenn ich zurückdenke, habe ich immer schon die Fotos bei Partys und Feiern gemacht – nur habe ich damals aber nie bewusst fotografiert“, erinnert sich Tea. Nach einem halben Jahr in Kärnten wurde es ihr etwas zu eng und sie ging nach Köln – ein wenig auch der Liebe wegen und begann hier Mediamanagement zu studieren.

Ich muss mich aufs Model, auf die Situation in diesem Moment einstellen, muss schauen, wie sie drauf ist, was sie gerne macht. Jedes Model ist unterschiedlich. Etwas kopieren mag ich einfach nicht!

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Tea nachdenklich: „Ich musste diese Eindrücke alle erst einmal verarbeiten, bin eigentlich immer noch beim Verarbeiten“. Nach so vielen Eindrücken in einer doch sehr oberflächlichen Branche mit Kurzlebigkeit sich nun wieder mit den wirklich wichtigen Dingen des Lebens zu beschäftigen, fällt nicht einfach. Tea holt sich immer und überall ihre Inspiration, es gibt fast nichts, was sie nicht inspirieren könnte. Ich spreche mit ihr über meinen Eindruck, dass ihr Kopf fast ununterbrochen am Arbeiten und aufnehmen ist. Dass sie Eindrücke und Ideen speichert, um sie dann bei entsprechender Gelegenheit zu holen. Sie lacht und bestätigt es mir. „Genau, ich nehme ständig alles aus meiner Umgebung auf. Ich studiere auch Innovationsmanagement, und auch da ist es wichtig, alles aufzunehmen. Schau, wenn ich diese Karte ansehe (sie sieht auf die Speisekarte) läuft es bei mir schon automatisch ab, wie ich sie optimieren könnte. Und das ist auch beim Fotografieren so“, erzählt sie.

Foto: Jo la vie

Foto: Jürgen Knoth

Was Tea beim Fotografieren absolut hasst ist, wenn jemand mit einer Vorlage kommt und es genauso haben möchte.

„Warum soll ich ein Foto machen, das es schon gibt? Das bringt doch nichts, das Foto gibt es ja schon“, meint sie emotional. „Ich muss mich aufs Model, auf die Situation in diesem Moment einstellen, muss schauen, wie sie drauf ist, was sie gerne macht. Jedes Model ist unterschiedlich. Etwas kopieren mag ich einfach nicht“, setzt sie noch mit Nachdruck hinzu. Natürlich möchte ich von ihr wissen, was sie vom Retuschieren hält und sie erzählt: „Was ich auch an mir selber merke, wenn Du etwas gut beherrscht, willst Du es auch vermehrt einsetzen. Menschen, die Fotokurse belegen, wollen das auch einsetzen. Deshalb sträube ich mich gegen Fotokurse, auch wenn es sinnvoll wäre. Aber wenn Du eine Kamera total beherrscht, genau weißt, wie das Licht zu setzen ist, wie es beleuchtet sein muss, bist Du auch festgefahren und das möchte ich nicht. Wenn Du keine Erfahrung hast, machst Du es nach Intuition. Wahrscheinlich sehen deshalb meine Fotos etwas anders aus, weil ich mich mit dem Technischen nicht so auseinander setze“. Sie ergänzt noch: „Das ist mir auch bei der Musik aufgefallen. Mein Gitarrenspiel ist eine Katastrophe und ich mache Griffe, auf die ein Profi gar

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nicht kommen würde, weil sie eigentlich absurd sind. Aber es hört sich ganz cool an. Das finde ich spannend“…. Tea macht Musik, sie schneidet Videos, modelt, fotografiert und liebt es, die Sachen, die sie trägt, zu verändern, damit sie anders aussehen. Sie erzählt: „Meine Mama und meine Oma haben beide sehr gut genäht. Ich weiß noch, wie meine Mama alte Sachen meiner Urgroßmutter aus dem Keller in Bosnien geholt hat, alte Decken, Vorhänge und Stühle. Daraus haben sie beispielsweise neue Röcke gemacht oder eine Brosche aus einem kleinen Stück eines alten Stuhles.“ Liebevoll lächelnd erinnert sie sich daran, wie ihr Opa die Beine des Stuhles absägte, um daraus die Knöpfe zu machen – und welchen Spaß er dabei hatte. Handwerklich sei sie aber nicht wirklich begabt, fügt sie noch hinzu.


Steckbrief

Ich möchte aber nochmals auf die Fotografie zurückkommen und darauf, wie sie an ein Foto herangeht. „Ich versuche auf alle Fälle zu vermeiden, mir ein Foto ganz klar vorzustellen, damit ich nicht enttäuscht bin. Ich gehe sozusagen mit einem leeren Bild hin und freue mich, wenn es dann ausgefüllt wird“. Das heißt, Du hast ein paar Zutaten, die Du verwendest und freust Dich dann über das Gericht, das dabei herauskommt, frage ich und sie meint lächelnd: „Schöner Vergleich“. Ich spreche sie darauf an, wie sie Nicht-Profis vor der Kamera locker macht, die ja eher scheu sind. „Ich weiß nicht was es ist, vielleicht meine offene Art. Ich bin nicht kritisch, ich bringe sie einfach dazu, sie selbst zu sein, ehrlich zu sein, offen zu sein. Ich mag keine Standardposen und sage ihnen, dass sie sich ganz normal wie im Privatleben bewegen sollen, gebe nur kleine Anweisungen. So entstehen die natürlichsten Fotos. Natürlich hilft mir da meine eigene Erfahrung als Model. Ich weiß, wie es sich anfühlt, mit den verschiedensten Fotografen zu arbeiten, was toll oder was schlimm war. Ich finde es sehr schön, wenn Leute dann selbst kreativ werden. Nur von Profis erwarte ich mir, dass sie es können“. Teas Lieblingsmodel ist das Klagenfurter Model Stephanie Davis. „Ich arbeite sehr gerne mit ihr, wir sind ein eingespieltes Team. Ich weiß bei ihr einfach, dass wir nicht „proben“ müssen. Wenn ich ein Projekt in sehr kurzer Zeit machen muss, arbeite ich am liebsten mit ihr. Sie weiß, wie ich funktioniere, was ich will, und sie bringt das alles. Außerdem ist sie schön zum Ansehen, zum Fotografieren und unkompliziert.“ Tea verrät: „Ich liebe es, wenn Frauen sich bewegen können, mit ihrem Körper im Reinen sind.“ Für Tea sind Falten kein Problem, das komplett gestraffte Gesicht mag sich nicht.

Anfang 2013 verließ sie Köln, war kurz in Kärnten und lebt jetzt in Graz - und bekam ihren süßen Sohn. Nox ist jetzt natürlich ihr Lieblings-Fotomodell. Auf meine Frage, ob sich ihr Leben dadurch nicht total änderte meint die alleinerziehende Mutter: „Es hält sich eigentlich im Rahmen. Ich habe mit Nox echt Glück. Er ist jetzt 9 Monate alt und ich kann ihn überall hin mitnehmen. Natürlich ist es eine Organisationsgeschichte, aber es geht“. Sie gesteht, keine Übermami zu sein. Sie findet es schön, sich mit ihrem Sohn zu beschäftigen, aber nicht 24 Stunden am Tag. Sie möchte, dass Nox früh andere Kinder und Menschen kennenlernt und erzählt schmunzelnd, dass der Kleine schon jetzt ein kleiner Frauenheld ist. Wenn er im Kindergarten ankommt, empfängt ihn schon die zweijährige Viktoria, nimmt ihn in die Arme und weg ist er.

Name: Tea Acimovic

Aktuell arbeitet Tea gemeinsam mit ihrem Freund Christoph an einem neuen Musikprojekt: Lervic. Der Name setzt sich übrigens aus beider Namen zusammen: Christoph Schöggler & Tea Acimovic. Sie kreieren aus den verschiedensten Stilen und Musikrichtungen einen Mix, der so vielfältig ist, wie unsere Gesellschaft: mal laut, mal leise, schnell und wieder langsam, gefühlvoll, dennoch stark, stylish, dann wiederum zurückhaltend. Mit ihren Songs möchten sie die Zeit immer wieder für Sekunden anhalten….

Lustigstes

Alter: 25 Jahre Geburtsort: Banja Luca

aUSBILDUNG: - Hotelfachschule Bad Gleichenberg - Bachelor Media Managment in Köln - Master Studium seit 2013 in Innovationsmanagement am Campus02 Graz

rEFERENZEN: Elite Model Look, Joachim Baldauf, div. Magazine

Erste Kamera: Sony Alpha 100 Lieblings Model: Stephanie Davis

Shooting-Erlebnis: Einer meiner ersten männlichen Models die ich hatte ist ein sehr „körperbewusster“ Mann. Seine Lieblingsfotos sind immer die, wo man seinen 6 Pack sieht. An dem Abend wollt ich von ihm eigentlich Anzug Fotos machen. 2 Sekunden nachdem er durch die Tür kam, fing er an sich auszuziehen. Ich fragte ihn „Was machst du den, wir machen Fotos im Anzug“ er ganz entsetzt „Wie??? Das man meinen 6 Pack nicht sieht? Jetzt hab ich den ganzen Tag extra nix gegessen“

Kontakt: info@teaxuxu.com teaxuxu.tumblr.com www.lervic.com


Photographer: Tea XUXU Nanuti Model: Stephanie Davis


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STePhanie Davis FITNESS MODEL

Ein Leben zwischen Fitnesstraining und Shootings. Die junge Klagenfurterin zeigt uns, wie mann MuskelTraining und weibliche Rundungen in perfektion vereint. Fotos: Tea Xuxu, Philipp Christof, Isbella Friedmann


sENSUAL & sTRONG

„Sport habe ich mein ganzes Leben schon betrieben, sei es Reiten, Kunstturnen, Leichtathletik etc.“ erzählt uns die fesche Kärntnerin. „Schon als Kind konnte ich nicht still sitzen und musste immer und überall meine körperlichen Grenzen austesten.“ Mit 16 begann Stephanie zu modeln und hatte Shootings für Magazine wie „FHM“, Elle“ oder „The View“. 2011, entdeckte sie dann ihre Leidenschaft für den Fitnesssport, seitdem fand man sie 3-4 mal in der Woche im Fitnessstudio. „Ich brauche nur die Hanteln und Geräte zu sehen und schon bin ich motiviert – Beast Mode ON“ . Das harte Training machte sich bezahlt und so gewann Stephanie 2012 die Wahl zur Miss World of Fitness und 2013 den IFFB Internationalen Bikini Fitness Wettbewerb. Für das Fitness-Model sind Bewegung und gesunde Ernährung ein wichtiger Bestandteil ihres Lebens. Dabei achtet sie auf eine sehr Kohlenhydrat arme Ernährung und verwendet Gewürze wie Ingwer, Chili und Zimt. Ihre Motivation holt sie sich bei anderen Fitnessmodels und auch bei ihren männlichen Trainingspartnern. „Ein Mann muss unbedingt einen starken Bizeps & Trizeps haben.“ lacht sie „es gibt nichts Schlimmeres als Männer mit dünnen Ärmchen, die nicht mal eine Bierkiste die Treppen rauftragen können!“. Die 22. Jährige arbeitet als Motivator & gibt außerdem gerne Tipps und Tricks an Frauen weiter, die sich auch für Fitness interessieren. Ihr Credo: „Der Körper muss trainiert sein, aber soll dennoch weiblich aussehen“.

www.stephanie-davis.com


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Programms Plugins Heutzutage sind Bearbeitungsprogramme in der Fotografie kaum mehr wegzudenken. Die Auswahl an Software ist groß. Hier findet Ihr 3 der bekanntesten Programme im Überblick.

Adobe Photoshop CS6

Plugins erweitern Bearbeitungsprogramme wie z.B. Adobe Photoshop und ermöglichen dem User spezielle Features in der Bearbeitung. Diese 3 legen wir Ihnen besonders ans Herz.

Color Efex Pro 4

An diesem Programm kommt kein Fotograf vorbei. Photoshop zählt zu den führenden Bildbearbeitungsprogrammen weltweit und bietet den Nutzern unendliche Möglichkeiten. Ein gewisses Maß an Know-How sollte man für dieses Programm jedoch mitbringen, um das gesammte Potential auszunutzen. Preis: 875,79 €

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Es umfasst zahlreiche Effekte, die Fototechniken und Vorsatzfilter für Kameraobjektive simulieren. Praktisch ist, dass sich die Filtereffekte mittels eines neuen Auswahlwerkzeugs quasi auf das Bild malen lassen. Mit 55 Filtern und mehr als 250 Effekten können Sie hochwertige Retuschierungen, Farbkorrekturen und kreative Bearbeitungen Ihrer Fotos vornehmen. Preis: 149 USD

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Eine kostenlose Alternative zu Photoshop findet Ihr in GIMP, welches online zum Download bereit steht. Die Freeware leistet mehr als so manches 50-Euro-Produkt. Trotz kleinerer Mängel lohnt sich die Installation auf jeden Fall.

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SHORT CUTS

Das Österreich in der internationalen Model- und Fotoszene mitmischen kann, ist schon lange kein Geheimnis mehr. Unsere heimischen Models haben längst die Bretter der internationalen Laufstege erobert und die Fotos unserer Fotografen schmücken Hochglanzmagazine rund um den Erdball. In unserer Serie stellen wir euch vielversprechende Talente aus Österreich vor, von denen wir in der Zukunft noch Großes zu erwarten haben.

Fotos: Judith Bender-Jura Philipp Christof Isabella Friedmann Chris Wiener Garfield Trummer Robert Glinik

tATJANA oFFENBACHER Model, 22 Jahre aus Graz

Die 22-Jährige Grazerin entdeckte schon sehr früh ihre Leidenschaft als Model. Schon als Kind liebte Sie es, vor der Kamera zu posen, am liebsten waren ihr doch witzige Grimassen, die jeden zum Schmunzeln brachten. Mit der Zeit hat sich aus dem kleinen Mädchen eine junge und selbstbewusste Frau entwickelt, welche nun voll als Model durchstartet. Entdeckt wurde Sie von Philipp Christof, der im Sommer 2012 auf sie aufmerksam wurde. Durch gemeinsame Shootings mit Ihm und bekannten Fotografen aus der steirischen Region, arbeite sie sich bis zum Cover Model hoch! Zu Ihren Referenzen zählen: der österreichische Schuhkonzern Monzero, das Grazer Studenten Magazin Unikat, Shopping Nord, Kuschelhotel Maiers, Grazetta, das Hochglanz Magazin Moments und vieles mehr. Neben Ihren Shootings, hatte sie auch einen Auftritt in einem Musikvideo, von Dubtal3nt ft. Big J., welches unter dem Namen „Fuck you“ veröffentlicht wurde. Wir können auf jedenfall gespannt sein, was wir noch alles von Ihr sehen werden!

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Carletto Ferrari

vERA VIDECNIK

Mit dem Studium der Rechtswissenschaften in Graz und Utrecht (Holland) schlug der unternehmungslustige Kärntner anfangs eigentlich einen recht konservativen Lebensweg ein. Nach erfolgreicher Beendigung des Studiums öffnete ihm seine Tätigkeit als internationales Model für namhafte Agenturen in Mailand, Deutschland, Asien etc. die Türen zu den Modemetropolen der Welt und verschaffte ihm bemerkenswerte Aufträge, unter anderem den Campari Europe TV-Commercial, Kampagnen für Volvo, A1 oder Shows von Trussardi, Intimissimi und Co. Schließlich entschied er sich für eine Erweiterung und wechselte somit auch hinter die Linse. Dank seiner Erfahrung als Model liegen seine Stärken – neben der fotografischen Umsetzung der Idee – in der Kommunikation am Set. Dadurch erreicht er für Kunden und Models optimale Resultate mit einer maximalen Effizienz, ohne den natürlichen Zugang einer Bildidee aus den Augen zu verlieren. Als Ergebnis seiner konservativen Erziehung gehören gegenseitiger Respekt und Verlässlichkeit zu seinen Grundprinzipien. www.carletto.at

Die gelernte Industriekauffrau setzt sich nicht nur beruflich, sondern auch privat mit dem Thema Schönheit auseinander. Das Know-How dafür holt sie sich bei ihrer Arbeit als Visagistin und Parfumerieverkäuferin. In ihrer Freizeit wird sie häufig als Model für den Laufsteg oder diverse Werbekampagnen gebucht. Mit ihrer Körpergröße von 173 cm macht Vera nicht nur am Laufsteg eine gute Figur, sondern präsentiert sich auch bei Shootings als ein sehr wandelbares Motiv. „Mein größter Traum wäre es, als Victoria Secret Model zu arbeiten“ erzählt die ehrgeizige Naturschönheit strahlend. „Deshalb lege ich sehr viel Wert auf eine gesunde Ernährung und arbeite hart an mir, um mir diesen Traum zu erfüllen“ . Für ihren perfekten Körper trainiert Vera beinahe täglich im Fitnesscenter. Wer Vera auch einmal vor der Linse haben möchte, kontaktiert sie am besten auf ihrer Facebookseite unter: www.facebook.com/vera.valentina.7 oder bucht sie über ihre Agentur „Profashion Models“.

fOTOGRAF, 42 Jahre aus Klagenfurt

Model, 21 Jahre aus WagNa in der STMK

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gARFIELD tRUMMER

Tamara Freiler

Er selbst sieht sich als Bildermacher, da er vor allem im Bereich Composing/Digital Art arbeitet. Bei seinen Arbeiten geht es nicht um die hyperrealistische Abbildung einer Szene. Das Fotografieren an sich ist nur ein kleiner Teil seines „Bildermachens“. Seine spektakulären Actionszenen entstehen zum Großteil am Computer, das fertige Bild wird in mühevoller Kleinstarbeit aus verschiedensten Bildelementen zusammengesetzt. Seine Bilder erzählen Geschichten und lassen dem Betrachter genug Spielraum, um sich selbst seine eigene Geschichte daraus zu basteln. Viele seiner Arbeiten wurden schon prämiert. Wie z.B. beim internationalen „Al-Thani Award“ – ein Preis aus Kuwait. Es ist der dritte Preis den er innerhalb eines Jahres bekam. Denn auch bei dem „Trierenberg Super Circuit“ räumte er zwei der Auszeichnungen ab. Somit ist er der erste Österreicher überhaupt, dem es gelang, bei beiden Bewerben drei mal ausgezeichnet zu werden. www.garfield-art.com

Mit 7 Jahren Erfahrung zählt Tamara zu den alten Hasen im Model-Geschäft. Dabei rutschte die gelernte Krankenschwester rein zufällig in dieses Business. „Ich hatte noch nie mit dem Gedanken gespielt, als Model zu arbeiten“ erzählt Sie lächelnd, „Erst eine Bekannte weckte meine Neugierde und verschaffte mir mein erstes Shooting.“ Ein Shooting folgte nach dem anderen und bald folgten Aufträge für Laufstege und Werbung. Ihre natürliche Ausstrahlung und ihr seriöses Auftreten verhalfen ihr zu Jobs für namhafte Designer wie La Hong oder Buchungen bei der Vienna Fashion Week. 2013 wurde Tamara zur Miss Online gekührt und qualifizierte sich damit zur Miss Austria Wahl. Für ihren tollen Körper schwingt sich die Vegetariarin jeden zweiten Tag in ihre Laufschuhe und hält sich mit leichtem Muskeltraining fit. Außerdem ist sie eine leidenschaftliche Balletttänzerin. Neben ihrem süßen Chihuahua „Ares“ verbringt Tamara ihre Freizeit am liebsten mit ihrer Familie. www.tamarafreiler.com

fOTOGRAF, 47 Jahre aus Graz

Model, 28 Jahre aus Friedberg in der STMK


Robbie Gee

Stefanie Angerer

Er ist gebürtiger Kärntner und ausgelernter Fotokaufmann. Seit Herbst 2011 studiert er Medien und Kommunikationswissenschaften an der Universität Klagenfurt und als Ausgleich beschäftigt er sich mit der Fotografie. Sein Augenmerk hat er auf die Modelfotografie gelegt, wo er speziell außergewöhnliche Shootings bevorzugt. Bei seinen Fotos ist es ihm wichtig, dass sie nicht 0815 wirken. Er liebt das „Spezielle“ bei der Kreation seiner Fotos. Durch die vielen Möglichkeiten von Photoshop kann er sich bei der Bearbeitung frei entfalten. Ein besonderes Foto soll sich aus seiner Sicht klar von der Masse abheben und Wiedererkennungswert haben. Eine gewisse Technik erlernen kann man schnell, jedoch mit einem eigenen Stil überzeugen, können nur wenige. Sein Motto: Sei kein Kopierer, sondern mach aus einem Bild deine eigene Kreation. www.robertglinik.com

Wie bei vielen Models war es auch bei Stefanie so, dass sie durch Zufall durch einen Fotografen entdeckt wurde. Das war bereits vor 6 Jahren und seit damals zählt das Modeln zu ihrer größten Leidenschaft. Durch ihre Größe von 1,59 ist Catwalk für sie leider kein Thema, aber das Posieren vor der Kamera und immer wieder in andere Rollen zu schlüpfen, das macht für Stefanie die Faszination aus. Fit hält sie sich durch regelmäßige Fitnessstudiobesuche, Rad fahren und laufen. Shootings im Bereich Dessous und Fashion, Unterwassershootings mit den unterschiedlichsten Fotografen und Veröffentlichungen in diversen Fotomagazinen kann Stefanie in ihrem Modelbook vorweisen.

fOTOGRAF, 27 Jahre aus Klagenfurt

Model, 23 Jahre aus Klagenfurt

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Bella Petz

Celine Briselli

Eigentlich rutschte die gelernte Verwaltungsassistentin ganz zufällig in das Modelbussines. „Seit meiner Kindheit hatte ich eigentlich immer mit Übergewicht zu kämpfen, da wäre ich niemals auf die Idee gekommen, als Model zu arbeiten“ erzählt die selbstbewusste Steirerin „aber dann entdeckte ich die Männer und plötzlich waren sie interessanter als Gummibärchen und Schokolade!“ Petz stellte von einem Tag auf den anderen ihre Ernährung um, verzichtete auf Kohlenhydrate und Zucker und in kürzester Zeit waren 30 kg weg. Die hart erkämpfte Traumfigur wollte sie natürlich festhalten und so folgten 2006 die ersten Shootings. Seitdem arbeitete Petz mit über 60 Fotografen zusammen und konnte heuer ihr 130. Shooting verbuchen. Durch ihr schauspielerisches Talent und ihre natürliche und herzliche Art, zählt sie zu den Lieblingsmodels vieler Fotografen. Nach einer längeren Shootingpause möchte sie 2014 wieder richtig durchstarten. www.facebook.com/bellapetz

Hinter diesem wunderschönen Namen verbirgt sich ein nicht minder hübsches Gesicht. Celine hatte ihren ersten Kontakt mit der Modelbranche durch einen Schulkollegen, der einen Ferialjob bei einem Fotografen hatte. Der Fotograf suchte ein Model für ein Magazin und wollte unbedingt Celine. Da war sie gerade 11.

Model, 26 Jahre aus Leibnitz

Model, 18 Jahre aus Klagenfurt

Seit 2 Jahren arbeitet sie nun intensiv als Model. Sie hat schon internationale Plakatkampagnen, Covershootings und Fashionshootings hinter sich und war auch in einem Musikvideo zu sehen. Wie jedes Model hat auch Celine ihren Lieblingsfotografen - bei Celine ist es Judith Bender-Jura.


Angi Hou

SaraH Kiss

Mit ihrem zarten Gesicht und ihren blauen Augen gleicht sie einem Engel. Angi, die blonde Schönheit kam mit 17 durch den Elite Model Contest in die Model-Branche, als sie bei einem Street-Cast in Podersdorf entdeckt wurde. Seitdem ist sie bei der Agentur Modelrepbulic Wien unter Vertrag und hat sich im Laufe der Jahre zu einem gefragten Fotomodel hochgearbeitet. Durch ihr freundliches Auftreten, ihrer bezaubernden Ausstrahlung und ihrem professionellen Auftreten, wird sie immer wieder gerne von Fotografen und Firmen gebucht. Zu Ihren Referenzen zählen Callisti, Cassida, Ninali, Bipa, Marionnaud, Wintersport Eybl und noch viele mehr! Ihren Körper hält Sie durch regelmäßiges Laufen und Workouts im Fitnessstudio fitt! „Auf die Ernährung achte ich leider nicht so sehr“, sagt die schlanke Blondine mit einem lächeln, „aber mein Tipp - Viel Wasser trinken und auf Softdrinks verzichten!“.

Mit 21 Jahren entdeckte Sie die Lust, vor der Kamera zu stehen und die Leidenschaft als Model zu arbeiten, wurde entfacht. Ihre extravagante Frisur, die bunten Tattoos und ihr markantes Gesicht zählen zu ihren Markenzeichen.

Model, 28, Bezirk Neunkirchen

Model, 24 Jahre aus Graz

Genau mit diesem Look setzte sie als Model Maßstäbe und wurde schon für mehrere Kampagnen und Shootings gebucht. Firmen wie Fugoo, Karlinka und Infected zählen zu ihren Referenzen. Auch am Laufsteg machte Sie für den Austrian Hairdress Award eine gute Figur! Pläne für das Jahr 2014 sind auch schon geschmiedet, darunter ein Kollektions-Shooting für ein Deutsches Label. Wir dürfen gespannt sein!

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Ramona

Perthel Sie ist blond, vollbusig, bildhübsch und hat mehr im Köpfchen, als man ihr auf den ersten Blick zutrauen würde. Angefangen hatte alles mit ein paar harmlosen Fotos für das FHM Magazin. Die Krankenschwesternlehranstalt verwies Ramona wegen der „berufsschädigenden“ Fotos der Schule. Ein harter Schlag für die junge Steirerin. Doch wie man heute sieht, hatte sich dieser Skandal nur positiv auf ihre Kariere und ihr Leben ausgewirkt. Exklusiv bei uns erzählt Ramona von einem Leben zwischen Modelszene und dem Weg zurück zum Familienleben. Fotos: Adrian Portmann


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Ramona

Perthel

i n t e rv i e w Wie bist du eigentlich in das Modelbusiness gekommen? Ach, das hat relativ früh angefangen. Während meiner Schulzeit hatte ich schon den einen oder anderen Job für Zeitungen und Magazine und somit hat dann alles seinen Lauf genommen. Hast du in der Zeit deines Rauswurfs aus der Krankenschwesternschule, jemals bereut, dass du freizügige Fotos gemacht hast? Bereut nicht, da ich schöne ästhetische Bilder (keine Nacktfotos !) für ein internationales Magazin gemacht habe und auch vorher sogar noch „um Erlaubnis gefragt habe“. Diese Zeit damals hat mich schon sehr sehr geprägt, war für mich und meine gesamte Familie eine harte Zeit und ich bin sehr dankbar, dass sie mich immer unterstützt haben und hinter mir gestanden sind. Wie würdest du dich selbst beschreiben? Ach, es ist sehr schwierig, sich selbst zu beschreiben, aber eigentlich bin ich ein recht unkomplizierter und lustiger Mensch. Die meisten denken immer ich sei oberflächlich und arrogant, aber im Prinzip bin ich das komplette Gegenteil, auch wenn mein „Äußerliches“ vielleicht etwas täuscht. Glaubst du haben deine großen Brüste deine Karriere beschleunigt? Man glaubt es kaum, aber ich finde große Brüste können im Modellbusiness sogar eher hinderlich sein. Für mich ist es zb schwierig wenn ich für Dessous gebucht werde, das passende „Oberteil“ zu bekommen, da mir kaum etwas passt. Also würde ich diese Frage eher mal verneinen. Was ist ein absolutes „no go“ für dich bei einem Fotoshooting? Ein absolutes NO GO und da spreche ich sicherlich für alle Models, sind Fotografen und Set-Mitarbeiter, die nicht professionell arbeiten und eventuell schmierige Kommentare abgeben, sodass man sich nicht mehr wohlfühlt am Set oder auch im

Backstageberreich. Vor allem wenn man weniger bekleidet ist (wie zB Dessous), ist es umso wichtiger, dass man sich als Model wohlfühlt, um ein schönes Ergebnis zu erzielen. Aus deiner Sicht als Model – was ist am Set besonders wichtig für dich? Professionelles und schnelles Arbeiten sowie auch natürlich Spass. Wie bereitest du dich auf ein Shooting vor? Ach grundsätzlich kann man sich nicht wirklich auf ein Shooting vorbereiten, außer vielleicht dass man sich einen gesunden Lebensstil aneignet um fit zu sein und auf ein gepflegtes Äußeres achtet. Was möchtest du in deinem Leben noch als Model noch erreichen – Playboy, Penthouse sind das Ziele für dich? Ich habe derartige Angebote von diesen Magazinen schon bekommen und sie abgelehnt. Ich bin der Meinung es soll als Model nicht wirklich ein Ziel sein , sich „nackig“ zu machen. Hast du einen Tipp für Newcomer Models? Der beste Tipp ist eigentlich, sich selbst treu zu bleiben und nur seriöse Jobs anzunehmen.

Wie hast du deinen Mann kennengelernt? Mein Mann und ich haben uns kennengelernt als Timo noch bei Sturm Graz Fußball gespielt hatte. Ja und daraus wurde dann Liebe. verliebt…verlobt….verheiratet….und dann ist aus unsrer Liebe ein „Mini-Perthel“ entstanden ;) Du bist ja jetzt Mama – welche Werte möchtest du deinem Kind vermitteln? Ich möchte unbedingt, dass unser kleiner Mann ebenfalls ein „Herzensmensch“ wird, sich nicht von anderen beeinflussen lässt, andere Mitmenschen nicht kategorisch in Schubladen steckt und für seine Ziele kämpft.

Du bist ja von Österreich nach Braunschweig gezogen. Hast du dich schon eingelebt bzw. was ist der große Unterschied zu Österreich? Ja natürlich habe ich mich in Deutschland schon eingelebt und habe hier schon viele nette Menschen kennengelernt, die mir auch dabei geholfen haben. Eigentlich gibt es nicht wirklich viel Unterschied zwischen Österreich und Deutschland. Natürlich gibt es da Dinge, die mir hier in Deutschland einfach fehlen, wie zb meine Familie, Freunde, der steierische Dialekt oder auch die leckere österreichische Küche. Hat dir Timo schon die Abseitsregel erklärt? Hehe ne, die musste mir Timo nicht erklären. Ich bin mit einem sportbegeisterten Bruder aufgewachsen, der selber jahrelang Fußball gespielt hat. Eher lasse ich mir hin und wieder erklären, wie das Fußballbusiness so „Hinter den Kulissen“ abläuft (Transfers etc) Als du gewusst hast, dass du schwanger bist, da hast du einen wunderschönen Satz auf FB gepostet: Wenn aus Liebe ein kleiner Mensch entsteht: Wie war für dich die Zeit als Schwangere? Genau, das Jahr 2013 war ein wundervolles Jahr für mich und meinen Mann, sei es unsere Traumhochzeit am Strand von Miami oder als wir erfahren haben dass „wir“ schwanger sind. Ich hab die Zeit als Schwangere sehr genossen und auch genutzt, um mich optimal auf mein „neues Leben als Mami“ vorzubereiten. Wenn es möglich wäre, die Zeit zurück zu drehen, würdest du alles genauso machen? Ich würde absolut nichts ändern wollen., da erstens alles im Leben seinen Sinn hat und zweitens ich so glücklich bin wie nie zuvor. Was bedeutet für dich Glück? Für mich bedeutet Glück: Zufriedenheit, Gesundheit, familiärer Zusammenhalt


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P H O T O G R A P HER I N TERVIEW Text: Katharina Ulz, Foto: Rainer Ressmann

Ra i n e r

RESS M A N N Rainer Ressmann ist ein Mann von Format. Wie aus dem jungen Wilden aus der Steiermark einer der perfektionistischsten Portrait-Fotografen in der österreichischen Fotografen-Branche wurde, wie er den Spagat zwischen Beruf und Leidenschaft meistert und was ihn zu dem gemacht hat, was er heute ist, erzählt er uns exklusiv im Interview. Danke, dass du dir die Zeit für uns genommen hast! Sehr gerne, es ist immer schön, ein Teil von neuen, kreativen Projekten zu sein! Apropos kreativ – du bist, was deinen Hauptberuf betrifft, ausgesprochen weit von der kreativen Branche entfernt, studiert hast du ja an der BOKU. Woher kam für dich der Anreiz, dich kreativ auszuleben? Das ist eine gute Frage. Allerdings denke ich, dass die meisten Menschen intuitiv nach dem ergänzenden Teil suchen. Ich denke, das war auch bei mir der Fall. Außerdem war meine Mutter immer sehr darauf bedacht, dass wir uns neben der Schule auch kreativ betätigen. Warum es am Ende die Fotografie und nicht etwa Malerei wurde, liegt vermutlich daran, dass die Fotografie einer der technisierten Bereiche ist, nach dem Prinzip „Männer und ihre Spielzeuge“… (lacht)

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Und wie schwierig ist für dich persönlich der Balanceakt zwischen Beruf und Leidenschaft? Mein Vater hat einmal zu mir gesagt: „Du kannst den Tag nur nach vorne verlängern“, dieses Zitat geht mir immer durch den Kopf wenn mich jemand auf das Thema anspricht. Mittlerweile ist die Fotografie ein Teil meines Tages geworden, obwohl es manchmal wirklich schwer ist, die Balance zu halten, aber ich denke, es gelingt mir bis jetzt ganz gut! Und die Frage, ganz in die Fotografen-Branche zu wechseln hat sich für dich noch nie gestellt? Doch, diese Frage stellt sich mir immer wieder und ich denke, dass sie mich noch länger begleiten wird. Vorerst zählt für mich aber, dass mir beide Jobs sehr viel Spass machen und sich

die Waagschale halten, um für mich ein gutes Gleichgewicht zu ergeben. Der Einstieg in die Berufsfotografie ist ja jetzt um einiges leichter geworden, wobei viele Profis der Meinung sind, dass das nur zu qualitativen Einbußen führen wird. Wie siehst du das? Du sprichst ein heikles Thema an, das hat in den letzten Monaten ja immer wieder für böses Blut gesorgt. Ich befürworte, dass das Gewerbe geöffnet wurde. Was die „qualitativen Einbußen“ betrifft finde ich, dass es schwer zu beurteilen ist, da Fotografie ja künstlerische Arbeit ist. Es ist schwierig zu definieren, wie man die Qualität von Kunst beurteilen soll.


Da hast du dich ja bewusst dazu entschieden, dir den Großteil deines Wissens autodidaktisch anzueignen. Worin liegt für dich der Vorteil dieser Methode? Ich denke, ein großer Vorteil liegt darin, dass ich mir meine Themen immer gezielt heraussuchen konnte und man bei eigener Recherche ja oft über andere Inhalte stolpert. Auch aus technischer Sicht kann man damit eine große Bandbreite abdecken und durch die autodidaktische Arbeitsweise lernt man auch aus Erfahrung viele Dinge über Themen wie den richtigen Umgang mit dem Model etc. Grade der Umgang mit dem Model ist für deine Arbeiten wichtig, liegt dein Hauptbereich doch auf Portraits. Man hat fast das Gefühl als könntest du unter die Fassade deiner Modelle blicken. Wie schaffst du diesen Tiefgang? Ich denke, dass Fotografien von Menschen immer mit Vertrauen zu tun hat. Wir alle bauen in Situationen, in denen wir uns unsicher fühlen ganz automatisch eine Art Schutzwall auf. Je besser es einem Fotografen gelingt, diesen mit Einfühlungsvermögen zu reduzieren, desto eher wird das Gegenüber einem das eigene Ich zeigen. Was fasziniert dich so am Bereich Portrait? Der Mensch an sich, seine Vielfältigkeit und Wandlungsfähigkeit. Eine kleine Änderung in der Mimik des Models, im Einfallswinkel des Lichtes und das Bild erzählt eine völlig andere Geschichte. Gerade im Monochrom-Bereich. Das hat für mich ein eigenes Flair. Ich denke, dass gerade durch das Fehlen von Farbe die Ablenkung für den Betrachter vermindert wird und der Fokus sich eher auf das Wesentliche richtet.

Was reizt dich daran? Es ist weniger ein Reiz als die Tatsache, dass es ein anderes Aufnahmemedium ist, das ein anderes Handling erfordert. Vielleicht kann man es mit Aquarell- und Kreidezeichnungen vergleichen. Heute arbeite ich bei einigen Shootings sogar parallel und fotografiere analog und digital nebeneinander. Was war für dich eigentlich der prägendste Moment in deiner Laufbahn? Ich denke, das war der Punkt an dem mich nicht mehr nur meine Freunde darauf angesprochen haben und als dann Anfragen von Agenturen kamen, die an einer Zusammenarbeit interessiert waren, wurde mir klar, dass ich es geschafft habe, durch meine Arbeiten auch bei anderen Menschen Anklang zu finden. Du bist vor unserem Gespräch fleißig gewesen und hast gerade ein Shooting beendet? Ja, ich hatte die Möglichkeit, mit einem Model Farbfolien auszutesten. Bisher hatte ich noch nie die Gelegenheit, deshalb wollte ich das heutige Testshooting dafür verwenden. Und welche Projekte schwirren für die nächste Zeit in deinem Kopf herum? Man darf gespannt sein, was kommen wird. Für die meisten Ideen stehe ich bereits in Kontakt mit den Beteiligten, einiges hoffe ich noch dieses Jahr abschließen zu können.

T h i s i s a man ‘ s w o r l d Rainer Ressmann erblickte am 11. Juni 1983, einem sonnigen Samstag, das Licht der Welt – um schnell zu erkennen, dass er diese nicht nur mit seiner bloßen Anwesenheit beehren will. Der Gentleman der Fotografie begann seinen kreativen Eroberungszug mit einer analogen Kamera, die – in Ermangelung seiner genauen Erinnerung an das Modell liebevoll als „Gucki Drucki“ in die Geschichte eingegangen ist. Geographisch gesehen ist Ressmann seit einigen Jahren in Wien stationiert, wo er auf der beständigen Suche nach Perfektion durch alle Diapositiv-Bereiche wuselt, wobei sein Herz schnell an den Portraitbereich verlorengegangen ist. Um diese Liebe ins schönste Licht zu rücken, erklimmt er auch mal todesmutig hohe Mauern – die geplatzte Jeans wird dabei als notwendiges Übel augenzwinkernd weggeschmunzelt. Abgesehen davon hat Ressmann nur noch eine Schwäche – als Fotograf kamerascheu zu sein, sorgt nämlich regelmäßig für Verwirrung. Aber was soll man sagen… ein Gentleman schweigt und genießt.

So geheimnisvoll – mehr verrätst du uns also nicht? Es ist gut, die Spannung aufrecht zu erhalten. (lacht)

Du reduzierst allgemein sehr gerne – auch bei der Technik? Bist du noch analog unterwegs? Ja, ich arbeite sogar sehr gerne mit Film, vor allem im Format 6x7 und 4x5, die Monochrom-Aufnahmen entwickle ich sogar noch selbst. Ich habe damit in meiner Schulzeit begonnen, meine erste DSRL habe ich mir erst nach der Matura geleistet. Ich habe mich dann eine Weile nur auf DSRL fokussiert, aber der Wunsch, wieder analog zu arbeiten kam bald wieder. Damit kam der Einstieg ins analoge Mittelformat, der Weg ins Großformat war von da an nicht mehr weit.

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on t h e r oof Those photos are part of my impressions of my trip to the USA. Model: Helena C., Agency: STARS model management


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Lazy af t e r noon I had the chance to spent an afternoon with the actor and model Robert Ritter in vienna. We had a great time walking around in one of the new upcoming bussiness places in the second district.

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A u t umn B r e e z e

This shooting took place on a cloudy day in the mountains at the end of August. The weather felt like autumn already spreads his cold breath. Model: Julia Ganster 3 EDEN ROCKS MAGAZIN


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T h e po e t and t h e s e a Those photos are part of a short photostory that i shot on the empty beach in Grado (italy) on a cloudy weekend in april. Model: David Hummelberger

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NobleStyle & NobleStyle Academy:

F r i s eur und Stylingsp ezial ist

S T E F A N T A UCHE R „Ich finde, Haare sind der ehrlichste und natürlichste Schmuck der Menschen und wichtig für das äußere Erscheinungsbild und unser Wohlbefinden. Sie sind ein wichtiger Bestandteil der Mode und unserer Lebenskultur“, sagt Stefan Taucher, der junge, charmante und erfolgreiche Grazer Friseur. In seinem Salon setzt er auf individuel-

86 86 EDEN EDENROCKS ROCKSMAGAZIN MAGAZIN

le Kundenberatung und höchste Professionalität, seinen Kunden schenkt er seine ungeteilte Aufmerksamkeit. Auf der “Hair-Show” INSIDER im Rahmen der Vienna Fashion Week wurde er 2012 von den Moderatoren, Wiens angesagten Hairstylisten Andreas und Patrick Raitz, als Newcomer des Jah-

res präsentiert. 2013 arbeitete er auf der Fashion Week sogar mit Charlie Le Mindu, dem Friseur von Lady Gaga, zusammen. Seit Gründung seiner NobleStyle Academy ist er offizieller Education Partner von L’Oreal Professionnel.


Kind hei t und Ausbild ung Sein Handwerk erlernte er in Graz bei Cut World Hair Design & Cut World Academy und wurde schon in seinem ersten Lehrjahr bei einem Lehrlingswettbewerb in zwei Kategorien Erster. Er arbeitete bei bekannten Grazer Friseuren wie Kaiserschnitt, Peter Hödl, Olivers Haarwerkstatt und dem international bekannten Dieter Ferschinger.

Schon mit 19 Jahren übernahm er seine erste Geschäftsführung. Stefan erinnert sich lächelnd: „Hair‘gricht war der Name des Salons. Es war eine tolle Gelegenheit, in die Führungsebene reinzuschnuppern und hat mir sehr viel Spass gemacht“. Gleichzeitig machte er die internationale Trainerausbildung und ging dann für knapp ein Jahr nach London. Er arbeitete bei Friseurakademien für Fotoshootings und erweiterte sein Können.

Fotos: L‘Oréal Professionnel/Charlie LeMindu

Stefan wurde im Juni 1986 im weststeirischen Köflach geboren, wo er mit seinem ‚kleineren‘ nunmehr 19-jährigen Bruder aufwuchs. Für ihn kam nie ein anderer Beruf in Frage. „Schon im Alter von 10 Jahren habe ich eine Schminkpuppe bekommen. Diesen Puppenkopf habe ich geschminkt und habe ihm seine Haare geschnitten. Mein Papa hat sich schon ein bisschen Sorgen gemacht“, ergänzt er noch laut und herzlich lachend.

F ühru ng und S e lbständigk eit Mit Führungspersönlichkeiten hatte Stefan aber schon immer ein Problem. „Ich bin ein kleiner Stur- und Dickschädel, am liebsten war mir immer, freie Hand zu haben“, meint er mit einem Lächeln. Selbständigkeit war also vorprogrammiert. Vor zwei Jahren hat sich der 27-jährige seinen Traum erfüllt und sich mit seinem Salon NobleStyle selbständig gemacht. „Mich selbst zu verwirklichen, selbst zu gestalten und natürlich auch für Fehler gerade zu stehen ist ein sehr schöner Lernprozess, man lernt erwachsen zu werden“, meint er. Sehr gezielt arbeitete er auf diese Selbständigkeit hin. „Privat bin ich sehr glücklich verheiratet und ich kann mich voll auf mein berufliches Weiterkommen konzentrieren“, erzählt Stefan: „Sabrina ist mir eine große Hilfe.

Ohne sie würde ich das gar nicht schaffen. Ich kann in Worten gar nicht ausdrücken, wie sehr ich sie schätze“. Mit einem Augenzwinkern erzählt er, dass sie sehr viel Geduld mit ihm habe, denn er sei oft schon sehr anstrengend. Ihre Meinung ist Stefan sehr wichtig und deshalb wird Sabrina auch in alle seine Entscheidungen einbezogen. Bei der Kerastase Couture Styling Night war sie schon als Modell dabei. „So bekommt sie Einblick in die Szene und das ist sehr schön, weil wir uns dann noch besser darüber unterhalten können“, schwärmt Stefan. Gleichzeitig mit seinem Geschäft gründete er die NobleStyle Academy, um qualifizierten Friseuren und Unternehmen professionelles Wissen weiterzugeben. „Es ist mir sehr wichtig, mein Wissen und meine Fähigkeiten mit anderen zu teilen. Junge Men-

schen zu unterrichten und zu begeistern, das ist meine Leidenschaft und macht mir einfach nur Spass“. Stefans Begeisterung ist in jedem seiner Sätze zu spüren. Auf meine Frage, ob der Druck nicht manchmal zu groß sei und alles ein wenig zu schnell gehe meint Stefan: „Zu schnell? Nein, mir geht es viel zu langsam. Wenn es richtig stressig wird, fühle ich mich eigentlich erst wohl. Wenn man etwas bewegen will, muss man es angehen. Ich war als Kind hyperaktiv. Diese Hyperaktivität ist definitiv noch da, ich versuche aber, sie in meinen Arbeitsmodus einfließen zu lassen, sie also positiv zu nutzen“. Woher sich Stefan diese Kraft holt? „Sie ist einfach da“, er zuckt die Schultern.

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Koop erati on mit L‘ Or eal Für L’Oreal als Partner entschied er sich, weil „sie mich sehr ernst genommen haben, obwohl ich so jung war. Als ich Ihnen meine Konzepte vorgelegt habe, ist die L’Oreal Führungsriege nach Graz gekommen“, erzählt er stolz. „Das war schon sensationell. Sie haben mir den Weg geebnet und mir die Chance gegeben, mich zu

verwirklichen - und das, obwohl mich damals noch keiner kannte. Ich arbeite für L’Oreal als Education Artist und Kérastase K-Stylist, und bin verantwortlich für die Kérastase Couture Styling Nights“. Ob bei Seminaren, Presseauftritten oder Präsentationstermine für L’Oreal - Stefan liebt es, auf der Bühne zu

stehen. Sobald er sie betritt, ist sein Lampenfieber vorbei und er arbeitet konzentriert und mit Freude. „Ich gebe gerne Know how weiter und versuche, Menschen zu begeistern. Applaus ist für mich das schönste Geschenk und Lob“. Und ich bin sicher, dass Stefan noch sehr viel Applaus bekommen wird!

Stefan und s ei n T eam Stefan ist sich aber auch der Wichtigkeit eines guten Teams bewusst. „Erfolg zu haben ist nur möglich mit der vollen Rückendeckung des Teams. Ich habe schon einige Höhen und Tiefen mit Mitarbeitern erlebt, aber jetzt habe ich ein sensationelles, professionelles und auch familiäres Team“, schwärmt

er. „Meine Frau Sabrina unterstützt mich seit kurzem im meinen Salon. Als gelernte Make-Up Artistin und durch Ihrer jahrelangen Erfahrung als Model, bringt Sie das perfekte KnowHow mit um die Kunden mit dem perfekten Make-Up zu verzaubern. Priscilla ist die jüngste Entdeckung unseres Teams,

durch Ihren Esprit und Charme ist sie eine perfekte Ergänzung. Costa ist Fachtrainer von L’Oreal und kennt sich sensationell im Farbbereich aus und ist dazu auch Spezialist für Strähnen Techniken, und mein Lehrling Saskia hat sich auch wahnsinnig gut entwickelt“.

Stefan pri vat Sich selbst bezeichnet er als zielstrebig, ehrgeizig, ungeduldig und nervös. Fast zu ehrgeizig, wie er gesteht. „Ich muss gewinnen, so war ich schon immer. Ich verliere sehr ungern“. Menschen begegnet er ohne Vorurteile. „Für mich ist jeder Mensch interessant, denn ich kann von jedem etwas lernen“, meint er etwas nachdenklich. In seinem Salon versucht er, jedem das Feeling zu vermitteln, das er selbst gerne hätte. Schmunzelnd erzählt mir Stefan, der mir gegenüber wirklich kaum ruhig sitzen kann, dass er bei einer Trainerausbildung einmal folgendes Angebot

bekam: Wenn ich 10 Minuten ruhig sitze, bekomme ich 14 Punkte mehr – das war ihm aber unmöglich, das geht einfach nicht. Wenn er an einem Wochenende einmal nicht arbeitet, was kaum passiert, dann verbringt er gerne Zeit mit seiner Frau Sabrina und Sammy, seinem Hund. „Sammy ist auch ein wichtiger Teil meines Lebens, mit ihm kann ich mich sehr gut entspannen“. Berufliche und private Dinge ausblenden kann er auch beim Golfen, das er vor kurzem für sich entdeckte. „Haare schneiden ist sehr ähnlich dem Golf spielen“, meint Stefan nachdenklich, „Du

musst eine gewisse Kontinuität und Spielpraxis haben. Ich bin dabei, das zu erlernen, aber bei der ständigen Konzentration muss ich noch üben“, lacht er. Für junge Menschen, die Friseur werden wollen, sieht er Zielstrebigkeit und Kreativität als die wichtigsten Voraussetzungen, und dass sie keine Angst vor Veränderungen haben sollten. „Man kann fast alles lernen, aber mit Grundtalent geht es schneller, sage ich immer“, lächelt Stefan.

Spann end es N eu es Jahr 2014 wird in der Frisurenwelt ein sehr interessantes Jahr. „Trends kommen und gehen, aber Individualität ist gefragt“, meint Stefan selbstsicher. „Im Herrenbereich werden die Haare wieder etwas länger und die Frisuren verspielter. Die Herren werden unabhängig vom Alter immer stylischer. Die Frisuren müssen unkompliziert und individuell sein und leicht umzustylen. Bei den Damen kommen Locken und

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Volumen wieder sehr stark.“ Auch für Stefan selbst wird es ein sehr spannendes Jahr. „Ich werde gemeinsam mit Bertram Kainzner - er ist das Gesicht und der Markenbotschafter von L’Oreal - mit der Tecni Art Tour quer durch ganz Österreich unterwegs sein, und das ist eine große Ehre für mich“, erzählt Stefan stolz. Das erste Halbjahr ist schon vollkommen ausgebucht. Die Tecni Art, exklusiv für

Friseure, dauert jeweils einen Tag mit 200 geladenen Gästen. Stefan wird dabei den Herrenpart präsentieren. Und es gibt viele Pläne, über die er noch nicht detailliert sprechen kann. Nur soviel: Stefan wird Graz, dem sein Herz gehört, treu bleiben, und NobleStyle wird uns 2014 einige Überraschungen bereiten.


Nam e: Stefan Taucher

Alte r: 27 Jahre

S te rnze iche n: Zwilling

aUS BILD UNG:

Cut World Academy International

rE FERENZEN: Art Director Noble Style Academy Education Artist Loreal Professional K-Stylist Kérastase L´Oreal Vienna Fashion Week 2012 Vienna Fashion Week 2013

In habe r: Noblestyle Burggasse 8 8010 Graz Tel.: 0316/83 80 63

wEBS ITE: www.noblestyle.at


Exklusiv

für Eden Rocks haben wir die Fashion Profis aus Graz getroffen und Sie zu den aktuellen Trends befragt. Was modetechnisch 2014 auf uns zu kommen wird und was in keinem Kleiderschrank fehlen darf, findet ihr auf den nächsten Seiten.

Foto © www.teresa-rothwangl.com

Text: Hedi Grager

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Bürgergasse 8, A-8010 Graz Tel +43 316 - 82 76 56 Fax +43 316 - 82 76 57 Öffnungszeiten: Mo-Fr 09:30 - 18:30 Uhr Samstag 09:30 - 17:00 Uhr oder nach Vereinbarung

w w w . jomafa s h i on . a t


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J O M A F a s h i on Con c e p t s t o r e Manuela und Markus Jocher sind das, was man ein Glamourpaar nennen könnte: attraktiv, charmant, modebewusst und sehr sympathisch. Seit einigen Jahren führen die beiden erfolgreich ihren JOMA Fashion Conceptstore inmitten der schönen Grazer Altstadt. Ihre Kunden, darunter auch einige heimische Stars, genießen es, in diesem gemütlichen und entspannten Ambiente einzukaufen. JOMA Fashion ist der Ausstatter für offizielle Auftritte des SK Sturm Graz und auch Philipp Knefz, Mister Austria 2013, wurde bei seiner Wahl und für diverse Shootings von JOMA Fashion ausgestattet. Zum In-Treffpunkt mit Wohnzimmer-Atmosphäre hat sich die JOMA CafeBar entwickelt: Freunde treffen, gemeinsam die neuesten Teile probieren,

sich bei chilliger Musik mit einem Glas Prosecco stärken. Die Trendlabels Guess, Guess by Marciano, rich&royal, Aeronautica Militare, Armani Jeans, ana alcazar, please, Imperial und mehr werden laufend mit Neuheiten direkt aus Italien ergänzt. Als sich die beiden vor einigen Jahren überlegten, was sie gerne machen würden, kamen sie auf die Idee, ein Modegeschäft zu eröffnen – und waren von Beginn an erfolgreich. Etwas einfach sehr gerne zu machen, immer nett und freundlich zu sein und der Kunden das Gefühl zu geben, dass sie immer willkommen ist, das ist für sie der Schlüssel zum Erfolg. Manuela wirft ein, dass sie auch sehr liebe Freunde hatten, die von Anfang an zu ihnen kamen und wiederum ihre Freunde mitbrachten.


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w w w . jomafa s h i on . a t Aus ihrer Sicht sollte sich im Kasten einer Frau unbedingt Folgendes finden: lässige trendige Jeans, ein schöner Gürtel, eine weiße Bluse, ein enggeschnittenes Sakko und eine schöne Lederjacke - im Kombination mit coolen Boots oder High Heels. Ähnlich verhält es sich im Kasten eines Mannes. Hier sollten sich schöne Schuhe finden, lässige Jeans, ein schönes Hemd und ein Sakko, das man eventuell gut mit Pullover und Schal kombinieren kann. Die Beschreibung erinnert mich sehr an den Look von Markus…. Natürlich frage ich nach Trends und Farben, die uns 2014 begleiten werden. Manuela lacht und meint: „Wenn Du von Farben sprichst, tut es mir leid, aber es kommen weiß, beige und rose. Aber da wir unsere Kunden kennen

und wissen, dass sie auch etwas Farbe benötigen, haben wir natürlich dafür gesorgt. Pink beispielsweise wird es nach wie vor geben. Es wird wieder viel Leder geben, in wunderbaren Rottönen, in Cognac und natürlich wie immer auch schwarz. Ein absolutes Must have bleiben die kastenförmigen weiteren Oberteile, die auch Du so liebst, Hedi“, verrät Manuela lachend. „Vielleicht etwas kürzer, aber sie sind nach wie vor Trend.“ Bei Männern sind beige, grau und viele pastellige Töne ein großes Thema. Besonders Guess hat auf pastellige Töne wie zart gelb, hellblau und rosé gesetzt. „Mehr werden wir Dir nach den Berliner Modemessen erzählen können“, meinen die beiden noch abschließend mit einem Augenzwinkern.


Name: Matthias Schwaighofer Alter: 32 Jahre Wohnort: Innsbruck Ausbildung: Schnitzschule, Meisterfotograf Referenzen: Adobe, Red Bull, FUJIFILM Wesbite: www.schwaighofer-art.com Workshops: Infos auf der Website

MAtthias

Schwaighofer Tiroler auf den Spuren von Photoshop

Ein Tag in seinem Kopf muss sich anfühlen wie eine knallbunte Achterbahnfahrt. Der Meisterfotograf Matthias Schwaighofer aus Innsbruck gilt als eines der Ausnahmetalente im Bereich Fotografie und Bildbearbeitung in Österreich und schafft es regelmäßig, seine Kreativität durch seinen persönlichen Wahnwitz neu zu erfinden. Dabei war ein Eintritt in die Fotobranche planmäßig eigentlich gar nicht vorgesehen. So absolvierte er zuerst die Schnitzschule Elbigenalp und war als Restaurator und Schildermacher tätig. Als Ausgleich zu seinem stressigen Beruf begann er schließlich – zuerst analog – seine ersten Bilder zu

schießen. Schnell wurde aus dem Interesse eine wahre Leidenschaft, die man auch an jedem einzelnen seiner Werke erkennen kann. Mit dem Jahre 2006 kam die Wende – Schwaighofer wechselte hauptberuflich in die Fotografenbranche. Ein Glücksfall – wie man mit Sicherheit behaupten darf. Seine Arbeiten sind einzigartig und weisen einen unschätzbaren Wiedererkennungswert auf, ohne sich dabei zu wiederholen. Dabei darf auch das typische Augenzwinkern bei seinen Bildideen nicht zu kurz kommen – Humor als Schlüssel zum Erfolg. So scheut er sich selbst auch nicht, immer wieder für seine eigenen

Beauty

Retusche

Die Beautyretusche ist in der heutigen Zeit aus den Printmedien nicht mehr wegzudenken. Hauptsächlich in der Werbung oder auch anderen Bereichen wie zB CD Covers und Zeitschriften stößt man häufig auf retuschierte Bilder. Die Aufgabe des Bildbearbeiters ist es jedoch Retusche nicht sichtbar, sondern unauffällig und versteckt anzuwenden, und dem Betrachter eine Welt von perfekter Schönheit und makellosen Körpern vorgaukeln zu können. Matthias Schwaighofer zeigt ihnen seine Technik des Retuscheworkflows anhand seines Models Madeleine Handle. Schnell werden sie feststellen, wie aufwendig eine leichte Beautyretusche sein kann.

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geistigen Ergüsse Model zu stehen, um dem Betrachter ein breites Grinsen ins Gesicht zu tapezieren. Heute kann Schwaighofer bereits auf eine erfolgreiche Vergangenheit zurückblicken, so konnte er bereits für namhafte Kunden wie Adobe, FUJIFILM oder Red Bull arbeiten und sich mit seiner eigenen Werbe- und Fotoagentur erfolgreich selbständig machen. Außerdem gilt er als begehrter Workshop-Leiter – für die stimmungsaufhellende Wirkung verlangt er allerdings keinen Aufschlag, die gibt’s umsonst dazu…


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Tipps

Vorher


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Bildoptimierung im RAW-Converter Öffnen Sie das Bild in Camera RAW/Lightroom oder Adobe Bridge und ziehen Sie die Kontraste auf +9. Um die Highlights im Bild zu reduzieren, schieben Sie die Lichter auf -82 und die Tiefen auf +32. Um zu intensive Schwarzbereiche abzusoften, ziehen Sie den Regler Schwarz auf +50. Zu guter Letzt setzen Sie den Klarheitsregler auf +5.

Ideale Schärfe Ziehen Sie den Betrag auf 49 und die Details auf 33. Der Radius sollte in dieser Art von Schärfetechnik nicht verändert werden. Die Schärfe liegt nun über dem gesamten Bild, was jedoch nicht Ziel des idealen Schärfens sein sollte. Aus diesem Grund halten Sie die alt-Taste gedrückt und schieben den Maskierenregler auf einen Wert von 49. Photoshop aktiviert somit eine Hilfsebene, die ihnen in einem Maskenmodus zeigt, wo die Schärfe in dem Bild nun auftritt (weiße Stellen sind nun geschärft, schwarze Stellen bleiben maskiert). Öffnen Sie das Bild mit Objekt öffnen und starten Sie mit der Bearbeitung im Photoshop.

In den goldenen Schnitt gerückt Wählen Sie mit dem Freistellungswerkzeug eine Auswahl um das gesamte Bild und ziehen sie den linken Bereich des Bildes nach Außen, um den Bereich des Bildes, in welchen das Model blickt, zu öffnen. Drücken Sie den rechten Bildrand auch noch in Richtung Schulter des Models. So liegt nun der goldenen Schnitt in etwa bei dem rechten Auge des Models. Bestätigen Sie alles mit Enter.

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Erweiterung des Hintergrunds Ziehen sie mit dem Auswahlrechteck/werkzeug eine Auswahl im grauen Bereich der linken Schulter im Bild auf, drücken Sie cmd+t, und ziehen Sie den nun transformierbaren Bereich nach Links, um die schwarze Fläche füllen zu können. Bestätigen Sie mit Eenter.

Vorbereitung zur Frequenztrennung Duplizieren Sie die Hintergrundebene cmd+j zwei mal und benennen die obere Ebene mit Struktur und die untere mit Farbe. Deaktivieren Sie die Strukturebene und wenden Sie auf der Farbebene den Filter Rauschfilter/Helligkeit interpolieren an.(Radius 35 Pixel) Schalten Sie nun die Strukturebene wieder ein und setzen selbige im Ebenenmodus auf lineares Licht.

Die Frequenztrennung Über Bild/Bildberechnung ist es ihnen nun möglich, die Strukturen von den Farben zu trennen. Stellen Sie dabei alle Regler wie im Beispielbild gezeigt ein. Wenn Sie alles richtig gemacht haben, sollte das Bild wieder wie am Anfang aussehen, nur ist es ihnen nun gelungen, die Strukturen von den Farben zu trennen.


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Hautstruktur verschönern Aktivieren Sie den Bereichsreperatur-Pinsel und retuschieren Sie über alle kleinen Hautunreinheiten wie Sommersprossen oder Muttermale. Diese Arbeit kann einige Minuten dauern. Machen Sie dies auf einer Bildgröße von 100% um auch die kleinsten Details zu sehen.

Optimales Hautbild Nun können Sie ins Detail gehen. Das Ausbesserungswerkzeug ist bei dieser Art von Retusche ein ständiger Begleiter. Es ist ihnen nun möglich, Strukturen im Bild beliebig zu verschieben. Suchen Sie sich einfach eine schöne Hautpartie und ersetzen Sie die nicht so schön strukturierte mit der Selbigen. Eine Retusche dieser Art kann langwierig sein, aber je saubere Sie gemacht wird, umso schöner wird ihr Endresultat.

Hautfarben anpassen Eine sehr simple Technik, die Hautfarbe anpassen zu können, ist folgende Methode. Duplizieren Sie die Ebene Farbe und beschriften Sie diese mit Farbe weich. Aktivieren Sie nun wiederum den Filter Helligkeit interpolieren mit einer Stärke von rund 40 Pixel. Mit gedrückter alt-Taste setzen Sie eine Maske und haben nun die Möglichkeit, mit einem weißen Pinsel(weiche Kante) über alle Hautpartien einen leichten seidigen Schimmer zu legen. Dies verfeinert die Hautfarbe und lässt Rötungen oder fleckiges Hautbild besser erscheinen.

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Zusatztipp Hautfarbe Durch die Technik der Kanaltrennung sind Sie nun in der Lage sehr viele Veränderungen an der Haut vornehmen zu können. Beispielsweise ist es ihnen möglich überbelichtete Stellen im Bild unterhalb der Strukturebene mit einem neuen Hautfarbton zu verdecken. Haare können mit dieser Technik eingefärbt werden oder es können auch Highlights in den Lippen gesetzt werden.

Perfekte Augen Setzen Sie eine Einstellungsebene Belichtung und ziehen Sie den Belichtungsregler auf +0,55, um die Highlights in den Augen hervorheben zu können. Gammakorrektur auf 0,93. Invertieren Sie die Ebene mit cmd+i und pinseln die Augen mit einem weißen Pinsel (Deckkraft 100%) aus. Die gleiche Technik kann auch im Bereich der Zähne angewandt werden, um die Zähne brillanter wirken zu lassen. Eine weitere Einstellungsebene Helligkeit und Kontrast (Kontraste 36) wird ihnen den Wimpernbereich verstärken(cmd+i und mit einem weißen Pinsel ausmaskieren).

Make up Eine sehr einfache Technik des digitalen Schminkens bedient sich der Hilfe einer Einstellungsebene Farbbalance. Cyanrot +3, Magenta/Grün -19, Gelb/Blau +14. Invertieren Sie die Ebene und malen Sie mit einem weichen Pinsel (Deckkraft50) nun Lidschatten und etwas Rouge auf die Wangen. Sollte das Make-Up zu stark aufgetragen sein, reduzieren Sie die Deckkraft der Ebene.


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Digitales Zahnweiß In der Werkzeugleiste finden Sie unterhalb der zwei Farben den Button „im Maskierungsmodus bearbeiten„. Einmal darauf gedrückt können Sie nun mit der Vordergrundfarbe Schwarz eine farbige Auswahl in ihr Bild malen (diese dient nur als Orientierungshilfe). Drücken Sie wiederum auf den Button Maskierungsmodus um eine Auswahl zu erhalten. Kehren Sie die Auswahl um und setzen Sie eine Einstellungsebene Farbton/Sättigung. Reduzieren Sie im Bereich der Gelbtöne die Sättigung auf einen Wert von -40 und im Bereich der Standarttöne die Helligkeit auf +4.

Colourlook Legen Sie oben im Ebenenstapel eine neue Einstellungsebene selektive Farbkorrektur an. Ändern Sie jetzt nur im Bereich der Grautöne/Farben: Grautöne die Werte der oberen drei Regler nach ihrem Belieben. Der Schwarzregler wird hierbei nicht verwendet. Ich habe für meinen Bildlook eine Einstellung von Cyan: +21, Magenta: -4, Gelb: -15 angewandt.

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Akzente setzen Setzen Sie eine neue leere Ebene und benennen Sie Sie Lichtschein. Aktivieren Sie den Ebenenmodus weiches Licht und pinseln Sie nun mit einem großen weichen Pinsel (Farbe weiß) im rechten Bereich des Bildes/über der Schulter einen neuen Highlightbereich. Diese Technik kann auch auf der gegenüberliegenden Seite oberhalb der Hand angewendet werden.

Finales Schärfen Über Ebene (alt-Taste gedrückt halten) sichtbar auf eine Ebene reduzieren, bekommen Sie eine Kopie aller bisherigen Ebenen in ihrem Stapel. Aktivieren Sie über Filter/sonstiger Filter/Hochpass den Hochpassfilter. Ein Radiusbereich von 2,5 Pixel wird ihr Bild nun ausgiebig schärfen, nachdem Sie den Ebenenmodus in weiches Licht gesetzt haben.

Mehr Tutorials und WorkshopS von Matthias Schwaighofer auf

www.facebook.com/SchwaighoferART www.schwaighofer-art.com

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PerfectPlaces Gut zu wissen: UM ERLAUBNIS FRAGEN Im Vorfeld schon abklären, ob der Eigentümer der geplanten Shootinglocation (Weizenfelder, Schottergruben etc.) mit dem Fotografieren einverstanden ist. Die wenigsten haben etwas dagegen, wollen jedoch informiert werden - außerdem ist es eine Sache von Anstand und Respekt. Ansonsten muss man schon damit rechnen, dass man mitten im Shooting verscheucht wird oder im schlimmsten Fall eine Besitzstörungsklage bekommt.

NIEMANDEN BELÄSTIGEN Bei Akt Shootings ist es wichtig zu vermeiden, dass sich andere Personen (vorallem Kinder) gestört fühlen. Ein nackter Körper in der Öffentlichkeit präsentiert, empört so manchen und kann daher zu Anzeigen (Ordnungsstörung) führen.

ANREISEWEGE KENNEN Sich vorher bereits über den Anreisewege einer Location zu informieren erspart böse Überraschungen. Auch dem Model sollte klar sein, welches Schuhwerk sie benötigt, um z.B. eine Klam zu erreichen.

DAS WETTER Den Wetterbericht zu kennen, ist nie ein Nachteil. Von einem Regenguss überrascht zu werden, mag vielleicht dem Model nichts ausmachen - jedoch wird es der Fotoausrüstung nicht gefallen.

NATUR ACHTEN Wenn man sich in der Natur bewegt, sollte man sehr bemüht sein, die vorhandene Idylle nicht zu beschädigen oder zu verschmutzen.

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Jeder von Euch hatte bestimmt schon mal eine Idee für ein Foto aber keine passende Location. Dabei ist die Wahl der richtigen Shootinglocations eines der wichtigsten Elemente, um Fotos den richtigen Feinschliff zu verpassen. Vom Wasserfall mitten in einer idylischen Moos- und Naturlandschaft, über Schottergruben, märchenhaften Schlossgärten, verlassene Ruinen, endlosen Weizenfeldern bis hin zum Schilfteich oder einer herrlichen Altstadt - Österreich hat hier einiges zu bieten. Damit das Shooting nicht ins Wasser fällt, sollte man im Vorfeld einige Punkte abklären. In unserer Serie „PERFECT PLACES“ stellen wir euch immer wieder neue Shootinglocations vor und geben euch einige Tipps für einen erfolgreichen Shootingtag. Fotos : Miki Macovei


SchotterWerk Eine Schottergrube ist zwar keine Goldgrube, aber für interessierte Outdoorfotografen kann diese zu einer werden. Grau, karg, staubig und aus fotografischer Sicht doch voller Leben sind Schottergruben, zahlreich in der Südsteiermark anzutreffen. Eine konkrete Empfehlung darf man hier nicht geben, da manche nicht ohne Genehmigung beim jeweiligen Betreiber zugänglich sind. Aber es gibt ein paar kleine Gruben in der Gegend um Jöss. Dieses kleine Örtchen befindet sich eine halbe Stunde südlich von Graz und gewisse Stellen sind ohne Genehmigung nutzbar. Kosten: Im Grunde kostenlos. Auf vielen Schottergruben ist der Zutritt jedoch strengstens verboten und eine Genehmigung ist Pflicht. Anreise: Zu den Schotterwerken um Jöss gelangt man in einer knappen halben Stunde. Die Gruben sind nicht weit von der Bundesstraße entfernt und man kann auch sein Auto am Straßenrand abstellen.

Unsere Meinung: Man kann in solchen Gruben wirklich wunderbare Fotos machen. Gerade Sonnenaufgänge und Sonnenuntergänge kommen hier besonders gut zur Geltung. Aufgrund der Weitläufigkeit solcher Plätze hat man ausreichend Platz für Ausrüstung und Aufstellung des Models. Ein Tipp am Rande. Nehmt immer ein großes Handtuch als Auflage für eure Ausrüstung mit, sonst verstaubt diese schnell mal! Wertung: 3 von 5 Punkten. Bildtechnisch betrachtet könnte diese Location auch 5 Sterne erhalten, aber aufgrund der schwierigen Zugangsmöglichkeiten der meisten Schottergruben vergeben wirt nur ein „Befriedigend“ als Wertung. kOSTEN gÜNSTIG aNREISE mÖGLICHKEITEN lOCATION IN suMME

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Kesselfall klamm Naturliebhaber und Fotografen schätzen die Steiermark für ihre wunderschönen Plätze. Die Kesselfallklamm ist ein wunderbares Stück Natur mit Wasserfällen, Felsen, Wald und vieles mehr. Für die Fotografen, die Outdoorshootings schätzen, ist so eine Klamm wie eine wahre Goldgrube. Von Graz aus braucht man nicht länger als eine halbe Stunde zu dieser Location und einer der großen Vorteile ist auch die Beschaffenheit dieser Klamm. Aufgrund ihrer Verwinckelung, hat man auch bei starkem Sonnenschein die Möglichkeit an schattigen Plätzen tolle „available light“ Aufnahmen zu machen. Ganz ohne Aufwand gelangt man aber nicht zu den schönen Felsen und den Wasserfällen. Es empfiehlt sich auf jeden Fall, geeignetes Schuhwerk zu verwenden, denn mit High Heels hat man hier keine guten Karten. Die Klamm an sich ist recht klein, aber man muss anfangs schon ein gutes Stück gehen, um zu den besseren Plätzen zu kommen. Ein Tipp noch: Wer in vollkommener Ruhe und Abgeschiedenheit arbeiten möchte, der muss schon sehr früh und unter der Woche dort sein, denn ansonsten wird man hier immer wieder auf den einen oder anderen Wanderer treffen. kOSTEN gÜNSTIG aNREISE mÖGLICHKEITEN lOCATION IN suMME

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Anreise: Von Graz weg sind es ca. 30 Minuten. Ihr solltet auf die Beschilderung achten, sobald ihr auf der Bergstraße seid, denn eine wichtige Abbiegung nach rechts kann leicht übersehen werden und das Navi führt euch nicht zur richtigen Stelle. Das Auto parkt ihr am Parkplatz am Ende der Straße und geht von dort aus zu Fuß los. Anfangs ist ein Gasthaus zu sehen, danach überquert ihr einen kleinen Bach und müsst euch dann links halten. Ab dem Zeitpunkt könnt ihr euch nicht mehr verlaufen. Kosten: Eine Spende/Eintritt in Höhe von 2€ für die Erhaltung der Steige kann an der kleinen schwarzen Hütte am Weg abgegeben werden. UNsere Meinung: Den Parkplatz bis zur Klamm erreicht man wirklich sehr rasch mit dem Auto. Ein wenig wandern und schon ist man am Ziel. Die Klamm bietet einige ungewöhnliche Felsformationen und Wasserfälle und ist auf jeden Fall ein Shooting wert. Wertung: 4 von 5 Sternen. Eigentlich hat sich die Location noch mindestens einen weiteren halben Stern verdient. Aber es kommt in heißen Monaten vor, dass sehr wenig Wasser in der Klamm vorhanden ist und man somit auf die tollen Wasserfälle verzichten muss!


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Sh oot i ng- REISE N ja ! Kann es wirklich sein, dass man sich allein aufgrund von Sonne, Strand und Meer einen ziemlichen Aufwand antut, sowohl zeitlich als auch finanziell, nur für ein paar Fotos in einer anderen Location?

D i e A n t w o r t l au t e t e i nd e u t i g

Seit meinen Anfängen in der Fotografie spielte ich mit dem Gedanken, dass ich mal mit einem Model ans Meer muss. Vielleicht ist die Faszination nur persönlicher Natur, vielleicht auch deswegen, weil Österreich kein Meer hat oder einfach nur, die Möglichkeit für einmalige Fotos. Erste Überlegung, wo soll es hingehen? Das Projekt muss selbst finanziert werden, also war mir schon mal klar, es wird Kroatien oder Italien. Italien bietet aber hauptsächlich Sandstrände, die teilweise auch voll sind mit Touristen. Kroatien hingegen ist vielfältiger, bietet mehr Plätze, die nicht überlaufen sind und auch die Erreichbarkeit verschiedenster Orte ist mit drei bis vier Stunden Fahrtzeit deutlich attraktiver. Durch meine vielen Reisen in Kroatien fiel die Entscheidung schnell auf die Insel Rab. Nicht ganz so nah wie anfangs geplant, aber dieses kleine Stück Land im adriatischen Meer ist einer der vielfältigsten Inseln, die ich bisher kenne. Rab bietet sowohl eine schöne Altstadt, gutes Essen, mediterranisches Flair, als auch wunderschöne Strände. Faszinierend daran ist vor allem, dass man auf dieser Insel in der Gegend um Lopar echte Sandstrände findet! Also, die Location stand fest. Rab, eine Insel sowohl mit Sandstränden, als auch spannenden Küstenformationen. Was fehlt noch? Natürlich ein Model. Da ich möglichst viele verschiedene Ideen verwirklichen wollte und auch viele Konzepte geplant waren, fiel die Entscheidung darauf, gleich zwei Modelle mitzunehmen.

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Die Wahl fiel auf die beiden wunderschönen Modelle, Anna und Britta. Beide sind mir natürlich bekannt und ich empfehle auch für solche Ausflüge sich Modelle auszusuchen, die man kennt und wo man sicher sein kann, dass die Zusammenarbeit stimmt. Man geht eben nicht einfach nur für zwei, drei Stunden auf ein Shooting. Somit ist die Chemie untereinander schon auch entscheidend. Zusätzlich habe ich noch meine hübsche Freundin als Assistentin und „Mädchen für alles“ mitgenommen.

Tipp: Ihr müsst in Kroatien an den Stationen direkt auf der Autobahn die Maut zahlen. Die meisten zahlen bar. Damit ihr z.B. vor Zagreb auf der Rückfahrt dem Stau entkommen könnt, empfehle ich die Bezahlung per Kreditkarte. Um ein vielfaches schneller, da weniger Autos. Ankunft war wie geplant nach knapp vier Stunden Fahrt bei der Fähre vor Rab. Danach war die Wartezeit auf die Fähre zum Glück recht kurz und somit waren wir um die Mittagszeit endlich am Ziel.

Tipp: Wenn es möglich ist, unbedingt eine weitere Person mitnehmen. Ob zum Tragen des Equipments, als Lichtassistent oder einfach nur als ein kleines Helferchen für verschiedenste Dinge! Nun es ist nicht ganz einfach, vier Leute an einem Termin bzw. einer Zeitspanne zusammen zu kriegen. Aufgrund diverser Faktoren wurde das verlängerte Wochenende im August ausgesucht.

Gebucht wurde eine Ferienwohnung für vier Leute. Die Unterkunft war eine der letzten freien überhaupt. Im August herrscht Hochsaison und man muss am besten schon sehr früh buchen.

Als Dauer wurden drei Tage geplant, damit die Kosten möglichst gering ausfallen, jedoch die Zeit für verschiedene Ideen ausreichend ist. Der Start des Shootingtrips war am Donnerstagmorgen um sieben Uhr. Mein Auto war trotz großem Kofferraum gerade noch ausreichend. Die Mädels hatten doch nicht nur einen Bikini eingepackt und so eine Fotoausrüstung ist ziemlich sperrig. Ich hab mehr mitgenommen als wahrscheinlich notwendig, aber man will ja auf fast alles gefasst sein! Gewählt wurde die Fahrtroute über Zagreb, da diese kürzer ist und man den Großteil der Strecke nur auf der Autobahn fährt.

Tipp: Oder, was ich als Ratschlag mitgeben kann, man sucht vor Ort eine Unterkunft. Viele Einheimische sind noch nicht im Internet vertreten und die haben tolle Appartements oder Ferienwohnungen zu günstigen Preisen.

Aus eigener Erfahrung noch ein Hinweis. Fragt ein paar der Inselbewohner nach der Adresse der Unterkunft, die ihr gebucht habt. Google Maps zeigt zwar alles an, leider sind die Angaben aber nicht immer korrekt und ihr irrt, so wie ich, eine Zeit lang umher!

Facts : - Location: Insel Rab Kroatien, Gegend Lopar - Modelle: Anna & Britta - Assistent/in: Bella


Zusammenfassung: - Mindestens 3 Tage einplanen für den gesamten Trip - Vignette für Slowenien besorgen (7 Tages Vignette) - Tickets für die Fähre, für Hin und Rückfahrt zugleich, besorgen - Früh genug eine Unterkunft buchen oder direkt vor Ort suchen - Einheimische auf Rab nach dem Weg fragen zur genauen Adresse

Nun waren wir endlich da. Ein wenig geschlaucht von der Fahrt, aber voller Vorfreude auf den Strand wurde mal alles aus dem Auto ausgepackt und wir machten uns bereit für den Nachmittag an der Küste. Ich hab mein Equipment an den Strand mitgenommen. Ah ja, eventuell interessiert es euch, was alles dabei war? Ich hatte zwei DSLR‘s dabei. Man will ja nicht riskieren, dass bei so einem Event die Kamera ausfällt und man dann mit der Digicam weitermachen muss. Zusätzlich ein Stativ, den Sun Bouncer Mini, einen mobilen Blitzgenerator mit einer Octabox und einem Beauty Dish und diverse Kleinigkeiten. Ihr seht, gar nicht so wenig. Das war auch eine Art Fitness Training für mich, denn jetzt kommt die Beschreibung zu den tollen Locations auf Rab.

Tipp: Ein guter und großer Wanderrucksack ist bestens geeignet, damit ihr Ausrüstung, Badehose, Handtücher und Getränke verstauen könnt. Dadurch könnt ihr gemütlich euer ganzes Zeug transportieren, denn die Wege zu den Stränden sind nicht ganz ohne. In der Gegend um Lopar auf Rab sind die wunderschönen Sandstrände angesiedelt. Damit man diese erreicht, muss man aber erst mal mit dem Auto durch enge (wirklich sehr enge!!!) Gassen bis auf einen Hügelkamm hochfahren. Dort kann man gegen ein paar Kuna (ca. 2-3€) sein Auto auf einen halbwegs befestigten und beaufsichtigten Parkplatz abstellen und danach geht es zu Fuß weiter. Bis zu den Stränden ist eine viertelstündige Wanderung angesagt, aber sobald man die Strapazen hinter sich gebracht hat, wird man von den tollen Stränden und zugleich Locations fasziniert sein.

Es gibt dort wirklich alles. Sandstrände und flaches Wasser, Klippen mit tollen Felsformationen und eine wüstenähnliche Landschaft, die man dort nicht vermuten würde. Allein zu den Locations wäre ein ganzer Artikel notwendig, aber die Bilder sagen mehr als tausend Worte. Der Ablauf der Reise war recht durchplant und bis auf die Mittagszeit, in der wir alle faul am Strand oder im Meer baden waren, wurde entweder fotografiert oder gegessen (Frühstück und Abendessen). Also, gibt es was Schöneres für begeisterte Modelle und Fotografen? Natürlich nicht! Am Samstagnachmittag war der Trip zu Ende und wir sind alle recht erschöpft, aber total zufrieden wieder auf den Heimweg unterwegs gewesen.

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Shooting - REISEN

Die Fak ten im Überblick 3 Tage auf der Insel Rab 5 Stunden Fahrtzeit je Wegstrecke. Gerechnet samt Zeit auf der Fähre 2 Modelle und eine Assistentin 1 Ferienwohnung für 4 Personen 2 Sonnenuntergänge und 1 Sonnenaufgang waren fix fürs Fotografieren geplant 2 Kameras sind fast Pflicht (falls eine ausfällt) 1 Reflektor ist ebenso fast Pflicht (ohne Reflektor/Blitz seid ihr einfach nicht so flexibel)

Auflistung der relevanten Kosten: Spritkosten sollten für ca. 1000km Fahrt gerechnet werden. Bei meinem Auto waren es € ~80, Fähre kostet für hin und retour, 4 Personen und 1 Pkw € ~50, Vignette Slowenien € ~15, Mautkosten Autobahn in Kroatien € ~20, Unterkunft für 2 Nächte war bei € ~200, Frühstück gab es beim Bäcker, Obst/Getränke für zwischendurch im Supermarkt und Abendessen in den tollen Restaurants. In Kroatien sind die Kosten relativ günstig. Es reicht ca. mit 20-25€/Person dafür zu rechnen In Summe waren es € ~130,- pro Person! Also ist der Kostenaufwand recht überschaubar. Die Unterkunft war in Ordnung, aber keine Luxusklasse möchte ich noch an dieser Stelle erwähnen.

Fazit Dieser Shootingtrip war es auf jeden Fall wert. Die beiden Modelle waren fantastisch, meine Assistentin hat einen fabelhaften Job gemacht und die Ergebnisse haben uns absolut zufrieden gestellt. Rab als Location kann ich nur empfehlen. Gute Planung ist für einen reibungslosen Ablauf sehr von Vorteil. Denn ihr erspart euch Stress und Kosten.

Was hätte ich besser machen können? Eigentlich nicht viel. Eventuell einen Tag länger einplanen, sofern es zeitlich möglich ist. Aber zwei Shootingtage reichen wirklich aus.

Was war das schönste an dem Trip für mich persönlich? Also abgesehen von den tollen Fotos mit den Modellen gab es eine Sache. Beim Abendessen im Restaurant mit drei wunderschönen Mädchen aufzutauchen, macht mächtig Eindruck bei Kellern und anderen Männern

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B e r i c h t v on M i k i M a c o v e i b e r uf s fo t og r af Als Schüler habe ich mein Talent für graphische Gestaltung entdeckt und habe mit viel Liebe zum Detail Objekte festgehalten, aber eine Person zeichnerisch abzubilden, wollte mir einfach nicht gelingen. Nun habe ich seit ein paar Jahren meine Passion für die Fotografie entdeckt und was mich hierbei am meisten interessiert, ist es Menschen perfekt abzulichten. Und ja, diesmal gelingt es so gut, dass ich mir ein Leben ohne die Arbeit als Fotograf nicht vorstellen kann. Ange-

regt durch die anfänglichen Shootings mit meiner wunderschönen Partnerin, ist die Fotografie ein fester Bestandteil meiner Freizeit geworden. Die Arbeit mit der tollen Ästhetik der Frauen hat es mir besonders angetan. Mein Schwerpunkt ist die Outdoorfotografie und ich bin immer wieder auf der Suche nach speziellen Locations, ausgefallenen Konzepten und Ideen. Auch das Thema Shootingreisen ist bereits fester Bestandteil meiner Arbeit. Für mich ist eines der wich-

tigsten Aspekte eines Shootings die Kommunikation und das Verständnis mit dem Model. Funktionieren diese Punkte, dann entstehen auch großartige Bilder. Für die Qualität meiner Arbeit stehe ich mit meinem Namen. Unter macovei.at bzw. facebook.com/miki. macovei.photography findet man viele meiner Arbeiten und kann sich selbst davon überzeugen.


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A LLES W A S RECHT IST

Copyright

Bericht von Miki Macovei

Grundsätzlich ist jegliche Art von Fotos urheberrechtlich geschützt. Grundsätzlich ist jegliche Art von Fotos urheberrechtlich geschützt. Unterschieden wird dabei zwischen Lichtbildern (unveränderte Wiedergabe wie z.B. Produktfotografie, Berichterstattung) und Lichtbildwerken (Fotogestaltung als Hauptkriterium). Am Computer erstellte, fotorealistische Grafiken fallen nicht unter dieselben Kriterien wie Lichtbilder/-werke. Ein Foto muss nicht mit dem ©-Copyright Zeichen versehen werden, damit es geschützt ist. Dies ist nur im USRecht verankert und wurde als Trend übernommen. Es empfiehlt sich aber ein eigenes Logo, einfachste Möglichkeit ist der eigene Name, auf ein Foto zu vermerken, damit man in der heutigen Bilderflut den Urheber schneller ausmachen kann. Das Urheberrecht dient zur Wahrung der Urheberpersönlichkeitsrechte und Nutzungsrechte. Auch das Veröffentlichungsrecht räumt dem Urheber die Möglichkeit ein, zu entscheiden ob und wie sein Bild veröffentlicht wird. Dies gilt allerdings nur bis zur Erstveröffentlichung. Weiterst hat man das Entstellungsrecht auf seine Bilder. Diese dürfen ohne Einwilligung nicht verändert werden. Als Veränderung gilt z.B. schon eine Farbveränderung. Viele stellen sich die Frage, ob bei einer Porträtaufnahme die abgebildete Person, ohne die Erlaubnis des Erstellers, das Bild beispielweise für den Druck eines Magazins verwenden darf. Grundsätzlich hat der Fotograf das Urheberrecht und auch das

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Nutzungsrecht und darf somit bestimmen was mit dem Bildmaterial passiert. Es kommt aber auf die Vereinbarung zwischen Fotograf und Model an. Hier entscheidet der Vertragsinhalt (z.B. Tfp-Vertrag). Spätestens dann, wenn ein Bild verkauft wurde, gehen viele Rechte an den Käufer über. Er kann mit dem Bild anstellen, was er will. Die Vervielfältigung zählt aber nicht dazu, außer man hat dies beim Verkauf bereits eingeräumt. Im Falle einer Urheberverletzung drohen dem Verletzer zivilrechtliche Folgen (Unterlassung, Beseitigung, Schadenersatz, etc.). Unterlassungsansprüche können mittels einstweiliger Verfügung gesichert werden. Als Abschluss dieses kleinen Exkurses zum Urheberrecht ist noch zu sagen, dass das Urheberrecht nicht übertragbar ist und bis 70 Jahre nach dem Tod aufrecht bleibt. Eines sei noch am Rande erwähnt: das Recht am eigenen Bild ist kein Urheberrecht. Kurz gesagt sind ohne Einwilligung der jeweiligen Person, Aufnahmen dieser nicht erlaubt. Das Gericht hat dies aber nicht genau definiert und es wird im Einzelfall entschieden, wann dieses Persönlichkeitsrecht verletzt wird. (z.B.: den Nachbar in seinem Garten fotografieren ist verboten. Den Nachbar vor dem Eifelturm zu fotografieren ist dagegen erlaubt, solang nicht der Nachbar den Mittelpunkt des Bildwerkes darstellt.)


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TFP Vertrag Die Bezeichnung leitet sich aus dem englischen „time for prints“ ab und stellt den Tausch der Leistungen zwischen Model und Fotograf dar. Weder Fotograf noch Model erhalten eine Gage, sondern die entstandenen Bilder sind das Honorar für die Beteiligen. Tfp-Verträge finden am häufigsten im Amateurbereich Verwendung, aber auch im professionellen Bereich ist der Tfp-Vertrag ein nicht unübliches Mittel. Der Zweck einer solchen Zusammenarbeit zwischen Model und Fotograf ist vielfältig. Hauptsächlich dient es zur persönlichen Werbung und zielt nicht auf kommerzielle Nutzung ab. Oft wird einfach experimentiert, um das Können der Beteiligten unter Beweis zu stellen und neue Erfahrungen zu sammeln. Ein leider nicht unumstrittenes Thema sind die Nutzungsrechte/Verwertungsrechte von diesen entstandenen Aufnahmen. Der Urheber ist immer der Fotograf und dieser hat sämtliche Urheberrechte am Bild. Dem gegenüber steht das Recht am eigenen Bild des Models. Deswegen ist ein klar geregelter Vertrag auf Tfp-Basis wichtig. Die Model-Kartei ist eine bekannte Seite unter Fotografen und Models. Dieser link führt zu einem Standard Tfp-Vertrag, der die Rechte zwecks Veröffentlichung und Nutzung klärt. model-kartei.de: http://www.stack.de/modelvertrag-tfp.pdf

Was muss bzw. soll ein Tfp-Vertrag auf jeden Fall beinhalten: • Tfp-Vertragspartner (Name, Adresse, Geburtsdatum. natürlich beider Parteien) • Gültigkeit des Vertrages (z.B.: dieser Vertrag gilt für das Shooting am vereinbarten Datum) • Vertragsinhalt (Kostenlose Zusammenarbeit zur Erstellung von Bildern, die nicht für die kommerzielle Nutzung verwendet werden. Nutzung für Sedcards, Portfolios wird gestattet) •

Vertragsinhalt im Detail (Bildrechte gehen unwiderruflich und zeitlich unbefristet an den Fotografen. Model erhält Bilder in bearbeiteter Form zur Veröffentlichung auf ihrer Homepage/Sedcard)

• Fotos (Das Model erhält in einem Zeitraum von zwei Wochen eine bestimmte Anzahl an Bildern) • Allgemeiner Teil (Haftungen werden ausgeschlossen und es wird vereinbart, dass das Model durch keinen Exklusivvertrag gebunden ist)

Modelvertrag Der Modelvertrag ist die Zustimmung, der abgebildeten Person, zur Veröffentlichung der Bilder durch den Fotografen. Im Gegensatz zu Tfp-Verträgen wird eine Partei, Model oder Fotograf bezahlt. Erhält das Model eine Gage, dann ist somit der Aufwand abgegolten und das Model hat kein Recht auf Bildmaterial aus einem Shooting (außer es wird anders vereinbart). In einem sogenannten Model-Release Vertrag werden

sämtliche Nutzungsrechte (z.B. kommerzielle Nutzung der Bilder) geklärt. Da ein Honorar für eine Partei bezahlt wird, sind Modelverträge individuell gestaltet und es gibt keine konkreten allgemeinen Richtlinien. Ein Model beispielweise verzichtet auf das Persönlichkeitsrecht (Recht am eigenen Bild), sobald im Vertrag eine Gage für die Arbeit festgelegt wird.

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BerufsFotograf Nun ist es passiert. Auch in Österreich ist die letzte Hürde gefallen und jeder hat die Möglichkeit sein Gewerbe anzumelden und die Chance in der Branche FuSS zu fassen! Aber es war ein langer Weg bis schlussendlich ein Urteil des VfGH am 18.12.2013 dazu führte, dass die moderne Fotografie keine Gefahr für den Menschen darstellt. Ja tatsächlich, die Argumentation der Innung beruhte lange darauf, dass ein Kunde zu Schaden kommen könnte durch die Verpflichtung eines Fotografen, der nicht die Befähigung des Berufsfotografen hatte. Ein Elektriker, ein Maurer, ein Ingenieur und viele weitere brauchen eine entsprechende Befähigung, denn eine falsch verkabelte Steckdose kann tatsächlich Lebensgefahr bedeuten. Die meisten werden diese Aussagen bejahen. Aber wieso ein Fotograf in der heutigen modernen und technisch hochentwickelten Zeit, eine ähnliche Gefahrenquelle darstellen soll, war vielen ein Rätsel. Das Urteil des Verfassungsgerichtshofes beschreibt genau die relevanten Aspekte zu diesem Thema. Jeder, der einen Fotografen beauftragt, kann sich spielend leicht über Internetseiten und co einen Eindruck verschaffen, ob dieser Fotograf tatsächlich die geforderten Ansprüche erfüllt.

Und ja, das ist auch wichtig. Nehmen wir beispielweise den Bereich der Hochzeitsfotografie. Viele einmalige Momente entstehen über den ganzen Tag verteilt und einmalig ist dabei wirklich wörtlich zu verstehen. Wenn der Fotograf nicht entsprechend erfahren und ausgerüstet ist, dann kann sowas schnell mal zu einer Enttäuschung führen. Aber wie bereits erwähnt, sich vorab ein Bild der Fähigkeiten des Beauftragten zu machen ,ist heutzutage für jeden machbar und empfehlenswert. Am 27.12.2013 gab es auch die Kundmachung der Gesetzesänderung im Bundesgesetzblatt und die Woche zwischen Veröffentlichung des Entscheids bis zur Kundmachung füllte zig Foren und Social Media Seiten mit Aufregung und Freude zugleich. Einige aktive und bestehende Berufsund Meisterfotografen fürchten die hohe Konkurrenz, die jetzt auf sie zukommen könnte. Manche sagen, die Branche sei dadurch ruiniert.

Ist das nun tatsächlich der Untergang für etablierte Berufsfotografen? Bestimmt nicht. Es kann durchaus sein, dass die nächsten ein bis zwei Jahre eine leichte Überflutung an Fotografen entsteht, aber es ist auch die Chance, dass dieser Markt, der nun offen ist, sich selbst und frei entwickelt und Künstler weitere Möglichkeiten eröffnet. Denn eines wird bestimmt passieren: Der Markt regelt sich auf kurz oder lang von selbst. Diejenigen, die ihr Können unter Beweis stellen können, die aus der Menge herausragen und sich stetig entwickeln, genau diese werden auch Erfolg haben. Alle anderen, seien es die „Neuen“ oder die „Alten, die einfach nicht für dieses Gewerbe, diese Art von Kunst und mittlerweile technischen Verständnis geeignet sind, werden wahrscheinlich von dieser Branche nicht leben können!

Ein Funken Wahrheit ist natürlich dabei, grad am Anfang werden viele die Möglichkeit nutzen und die Zahl an Berufsfotografen wird deutlich steigen.

Zahlen und Fakten: • Als sogenannter Kleinstunternehmer (Gewinn jährlich unter 5000€; Umsatz max. 30000€) zahlt man jährlich ca. 250€, abweichend je nach Bundesland, an Gewerbekosten. • Zusätzlich muss man sich bei der SVA (Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft) für eine Unfallversicherung melden, die in etwa 100€ im Jahr ausmacht

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In t e r v i e w Fotos von Philipp Christof Simon Baptist

PHILIP P

K N E FZ

Sixpack, charmantes Lächeln, eiserner Wille. Attribute, die unseren Mister Austria Philipp Knefz auszeichnen.

Warum hast du dich für die Mister Styria Wahl angemeldet und bist nicht „nur“ Model geworden? Hahaha nicht nur „Model“. Einen Mister mit einem professionellen Model zu vergleichen, fällt mir sehr schwer, da man hier von verschiedenen Eigenschaften, die verlangt werden, ausgehen muss. Natürlich gibt es Parallelen. Beide stehen häufig vor der Kamera und vermarkten ihren Körper. Zu den Aufgaben eines Mister zählen aber nicht nur die perfekte Präsentation der Kleider oder Produkte sondern da geht es auch um die Repräsentation von Österreich. Man muss nicht nur gut aussehen, sondern sollte auch die Werte unseres Landes verkörpern. Ich wollte eben beides. Das Foto mit deinem Slogan „I am made in Styria“, den du dir auf den Oberkörper gepinselt hast, war ja omnipräsent. Wie bist du auf diese Idee gekommen? Ich habe so einen ähnlichen Slogan bei meinen Recherchen auf Facebook gesehen und da es bei den weiblichen Nutzern sehr gut angekommen ist, habe ich die Idee aufgegriffen. Zusammen mit dem Fotografen Philipp Christof habe ich dann die Idee bei einem Shooting für das Shopping Nord umgesetzt. Es ist mein Lieblingsfoto - da es zeigt, wo meine Wurzeln sind und für welche Werte ich stehe.

Instagram, facebook, youtube,…du bist überall zu finden. Was bedeuten likes, followers und Fans für dich? Meine Fans, liker und follower sind die Basis meines Erfolges. Gerade in der heutigen Zeit nehmen Onlinemedien einen immer höheren Stellenwert im Bereich Werbung und Marketing ein. Daher sind die OnlineNutzer und die Aktivität dieser, ein Maß des derzeitigen Erfolges von jedermann. Wie schaut es mit bezahlten Modeljobs aus? Bist du mit deinen Buchungen zufrieden? Natürlich bin ich mit meinen Buchungen zufrieden. Ich bin fast nur unterwegs, komme zu Sachen und Events, die ich mir davor nie erträumt hätte und bekomme auch noch Geld dafür. Aber es liegt in der Natur des Menschen nach immer höher hängenden Früchten zu strecken und daher bin ich bemüht, mich weiter zu entwickeln und vielleicht in einem nächsten Interview dieselbe Frage mit einem Ja und noch breiterem Grinser im Gesicht, beantworten zu können. Models werden sehr oft nur auf das Äußere reduziert. Du studierst Bauingenieurwesen. Wirst du oft unterschätzt? Da ich mich wie oben beschrieben jetzt nicht als Model sehe, sondern als Mister,

sehe ich diese Sache wieder aus einem ganz anderen Gesichtspunkt. Die Leute sehen oberflächlich nur dass, was sie sehen wollen und sicher wird man als Mister auch sehr klischeehaft mit den Attributen „schön und nichts im Hirn“ beschrieben. Aber wer mich kennengelernt hat und das nicht nur oberflächlich, lernt mich auch als Mensch zu schätzen und merkt auch, was sich hinter dieser Misterfassade versteckt. Wenn ich nicht doch vielleicht Attribute hätte, von denen viele nichts wissen, würde ich nicht da sein, wo ich jetzt bin! Oder hat irgendjemand in den letzten 5 Jahren jemals etwas von einem Mister Austria gehört, der so präsent ist? Welche Erfahrung war im Zusammenhang mit der Wahl und den Hype um dich am prägendsten? Die Erfahrung auf einmal in den Medien präsent zu sein und das Interesse der Medien zu wecken, ist sicher eine Erfahrung, die ich erst zu nutzen gelernt habe und die Anfangs leider mit dem einen oder anderen Ausrutscher bestraft wurde. Man muss echt aufpassen, wie und was man sagt. Leichtfertige oder zum Teil scherzhafte Aussagen werden gern mal falsch interpretiert und kommen dann wie ein Boomerang auf einen zurück.

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Im Moment bist du everybodys Darling! Hast du Angst davor in ein Loch zu fallen, wenn der nächste Mister Austria gewählt wird und dich ablöst? Es liegt jetzt an mir dieses Jahr so gut wie möglich zu nutzen. Angst davor, in ein Loch zu fallen, habe ich keine, da es egal wie immer weiter geht, sich jeder seinen eigenen Weg baut oder seinen eigenen Weg findet. Man darf auch nicht vergessen, dass der neue Mister erst einmal gewählt werden und sich dann unter Beweis stellen muss. Aber diese Sachen sind für mich noch zu weit weg, um 10 Monate davor schon darüber zu sprechen. Was planst du für die Zeit danach? Jetzt über die Zeit danach zu schreiben, finde ich persönlich noch sehr früh. Aber um eine Antwort zu geben: Es wird sicher wieder mein Studium irgendwann in den Fokus meiner Prioritäten rücken, jedoch weiß ich nicht, ob es schon nach diesem Jahr sein wird oder erst später, da ich ja auch noch andere Baustellen habe Wie hat sich dein „Marktwert“ nach der Wahl in Bezug auf Frauen gesteigert? Um einen sogenannten Marktwert zu haben, muss man sich ja auch selber umschauen

und auf der Suche sein. Ich mache mir derzeit wenig Sorgen darüber wie mein Marktwert bei Frauen ist, da ich mich auf andere Sachen im Leben konzentriere. Wenn man sich darauf konzentriert Frauen zu bekommen, geht sehr viel Zeit für andere wichtigere Sachen verloren und ich sag mal so, die richtige Frau darf man nicht suchen sondern diese kommt eh meistens irgendwann von alleine. Was war der plumpste Anmachspruch, den du dir seither anhören musstest? Bist du nicht der Mister Austria? Maaah du bist so geil…. Du kannst mit mir alles machen was du willst…. Ist es dir auch schon passiert, dass dir Männer eindeutig- zweideutige Anfragen geschickt haben oder dich auf diese Weise persönlich angesprochen haben? Natürlich! Aber das sehe ich nüchtern und als Kompliment. Jeder hat gewisse Vorstellungen von Männern, die er attraktiv findet und anscheinend falle ich da auch öfters in das Beuteschema von Homosexuellen. Aber so lange es nicht niveaulos wird, finde ich es immer relativ amüsant und es stört mich auch nicht. Ich bringe es aber dann auch immer gleich

ins Gespräch mit ein, dass ich nicht die selben sexuellen Vorlieben habe und somit verstehen es auch die meisten und verbleiben mit einer Bekanntschaft mit mir. Du hast ja schon einige Shootings hinter dir. Welcher ist sozusagen dein „Lieblingsfotograf“? Bei dieser Frage kann ich mich wirklich nicht auf einen Fotograf beschränken sondern muss jedem einzelnen, der mit mir bisher gearbeitet hat, ein Lob aussprechen, dass er mich ertragen hat. Um gute Fotos zu machen, braucht man immer mindestens 2 dazu und daher muss das Team und das Klima passen und das war bei mir bisher immer optimal. Jedoch gibt es einen Fotografen der mir bisher sehr viel geholfen hat und mich sozusagen auch entdeckt hat. Nämlich den Paz Stammler, der sich mit mir weiterentwickelte und jetzt auch mit mir gemeinsam schon sehr viele Erfolge hatte.


Steckbrief Name: Philipp Knefz Geburtsdatum: 05.06.1992 Geburtsort: Judenburg in der Stmk Familienstand: Single Geschwister: 1 Schwester Hobbys: Sport, Ern채hrung, Kochen Ausbildung: HTL Zeltweg, Bautechnik TU Graz, Bauingenieurwesen Website: www.knefz.at


Foto: Philipp Christof, Models: Georgiana Nita, Silviu Zaharia

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Das starke Geschlecht Eine Kolumne von Christina Dow Irgendwie ist ja heutzutage alles ein bisschen retro. Der Coffeeshop um die Ecke, die neue Modeboutique, das 8.000-EuroAgentur-Logo. Sind also vielleicht auch zwischenmenschliche Beziehungen gerade retro? Die klassische Rollenverteilung Männlein-Weiblein, die wir noch aus Opas Geschichten unter dem Titel „Früher war alles anders“ kennen, würde in diesen Zusammenhang doch super zwischen Vintage-Möbel, Tellerröcke und 70er-Jahre Radio passen. Doch irgendwie sind vor allem wir Frauen dann doch ein bisschen zu wenig retro und lassen uns nicht gern in die Häkel-Muster-Tischdeckchen-Schublade stecken. Was man(n) ja auch eigentlich total gern mag: Frauen, die stark sind. Stark zum Beispiel auf sexueller Ebene: Wenn sie via SMS erzählt, was jetzt alles so richtig geil wäre oder wo sich seine Hand verdammt noch mal hin zu bewegen hat, findet er das scharf. Stark auf beruflicher Ebene: Wenn sie einmal sagt, wo‘s lang geht und wann daheim die Wäsche zu bügeln ist, weil ein wichtiges Meeting ansteht, ist das Business Lady pur. Rattenscharf. Und stark auch auf finanzieller Ebene: Man(n) ruht sich doch gerne auf dem Kontostand der Herzdame aus, wenn dadurch mehr Zeit zum Fußballschauen und Fortgehen bleibt. Das taugt dem männlichen Geschlecht zunächst alles ziemlich. Aber dann kommt man(n) drauf, dass er damit gar nicht klar kommt, wenn es wirklich ernst wird. Wenn die Hose plötzlich von Angesicht zu Angesicht und nicht nur via SMS geöffnet wird. Wenn die Business Lady nur mehr busy und nicht mehr bissi zu Hause ist. Oder wenn klar gestellt wird: Wer zahlt, schafft auch an! Dann taugt es Mann eigentlich nicht mehr so und er wünscht sich eine ordentliche Portion retro zurück, bei der Frau nicht das (zu) starke Geschlecht ist, sondern Männlein und Weiblein wieder mit klaren Rollen leben. Es lebe retro – oder: Männer, stärker werden für das starke Geschlecht!

Journalistin und Werberin public! die öffentlichkeitsagentur www.christinadow.at


Fotos: Lumo Arto

Das Art & Fashion Team ist die größte Modellagentur im Süden Österreichs und zählt zu den führenden Showgestaltern für Modenschauen im gesamten deutschen Sprachraum. Die Agentur vermittelt auch professionelle Models für

Fotoshootings

Auftraggeber

und

immer

garantiert

dabei

Rechtssicherheit

für

dem alle

gewährten Veröffentlichungsrechte. Die Agentur hält also Ihre Kunden garantiert klag- und schadlos in Sachen gebuchter Verwendungsrechte. Anfragen bitte an info@aft.at Modellagentur Art & Fashion Team Penkoff GmbH A-8010 Graz, Leonhardstraße 2 Das Art & Fashion Team betreibt außerdem noch vier Friseursalons in Graz und Umgebung und eine Eventagentur in jeweiligen Schwesterunternehmen. Für eine Übersicht siehe

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M O D EL A G E N T U R – A r t & F a s h i on T e am

Foto: Antonios Larentzakis

In t e r v i e w m i t Sa s c h a P e nkoff

Sascha Penkoff ist Inhaber und Geschäftsführer des „Art & Fashion Team“, der größten Modellagentur im Süden Österreichs und damit auch der Agentur unseres Covermodels Rebecca B. Hier, im ausführlichen Interview, verrät er uns einige Tipps für den Einstieg in das Modelbusiness, plaudert über den täglichen Job als Model-Agent und erzählt uns seine Meinung über Miss-Wahlen und Model-Castingshows wie „Austria’s Next Topmodel“. Seit wann gibt es die Modelagentur Art & Fashion Team? Bereits seit 1994. Wir feiern heuer im Frühjahr also bereits unser 20-jähriges Bestehen! Wie viele Models habt ihr im Moment in eurer Kartei? Da muss ich jetzt selber auf www.aft. at/models nachschauen, denn dort sind alle Models immer topaktuell in einer Übersicht: aha, derzeit also 114. Wir versuchen jedenfalls, uns immer auf nur rund 100 Standard-Models (also alle ausgenommen der Kategorie „people“ mit Models im fortgeschrittenen Alter) zu beschränken und dabei auch immer eine gute Auswahl aller Typen anbieten zu können. Mehr Models als 100 machen nämlich keinen Sinn, weil der Markt bei uns zu klein ist, und dann bekommen 2/3 der Models nie einen Job, so wie das bei anderen Agenturen leider der Fall ist. Wie ist die Aufteilung in Prozent – Frauen / Männer? ca. 2/3 Frauen und 1/3 Männer. Die Model-Branche ist also eine der wenigen, in der die Quotenregelung kein Thema ist …. und wo im Top-Segment Frauen sogar mehr verdienen als Männer! Welche Leistungen bietet eine Agentur den Models? Das ist eine sehr gute Frage, weil mir das Thema sehr am Herzen liegt! Denn eine Agentur sollte ja mehr

sein als bloßer Vermittler zwischen Auftraggeber und Model! Eine professionelle Agentur sollte natürlich entsprechende Jobs für ihre Models haben, also für Arbeit sorgen, aber ihren Models dabei auch ein Maximum an Sicherheit und eine professionelle Abwicklung bieten: also das geht von umfassenden Infos über jeden Auftrag bis hin zum rechtlichen Schutz der Models z.B. bei Veröffentlichungsrechten. Welcher Typ an Models ist jetzt gerade gefragt? Bei uns sind nach wie vor die „classical beauties“, also hübsche große Models mit toller Figur, gefragt, die auch Ausdruck, Ausstrahlung und Bewegungstalent vor der Kamera oder am Laufsteg haben. Was muss ein Mädchen/Junge haben, um als Model arbeiten zu können bzw. in eurer Kartei aufgenommen zu werden? Das, was ich in der vorigen Frage aufgezahlt habe! Bei den meisten scheitert es leider häufig an der Körpergröße (Mädchen sollten 174-179cm groß sein, Jungs bei 183-189cm). Am besten reinklicken unter aft.at/models/bewerbung. Da steht alles ganz genau beschrieben und da kann man sich auch gleich direkt bewerben! Wann ist das optimale Alter, um mit der Arbeit als Model zu beginnen? Gibt es ein Alterslimit?

Bei uns geht es nicht so früh los wie im internationalen Bereich, wo die Mädchen immer jünger werden: ab 16 Jahren kann man sich bei uns bewerben, ab 18 Jahren kann man arbeiten. Das sind rechtliche Gründe, weil man/frau als Model selbständig tätig und auch viel unterwegs ist. Wir haben als Folge der ganzen Model-Castingshows im TV seit einigen Jahren sehr viele junge Bewerberinnen im Alter von ca. 12-14 Jahren, die wir leider immer wieder enttäuschen müssen! Wie kommt ihr zu den Models? Macht ihr Castings? Ja. Bei uns muss man sich schriftlich bewerben (siehe oben) und wenn man die Kriterien erfüllt, dann wird man von uns zu einem Casting in die Agentur eingeladen. Bietet ihr auch Ausbildungen an, wie früher einmal Missen-Mama Elfie Ortner? Ja, allerdings nur für unsere eigenen Models. Also diese Kurse sind nicht öffentlich zugänglich, wie es bei Elfi Ortner war, sondern es sind rein interne Schulungen. Wir bilden unsere neuen Models darin gezielt aus und geben ihnen dabei wichtige soft skills mit auf den Weg in die Selbständigkeit. Wir haben ja nur professionelle Models in unserer Kartei und das verlangt natürlich bestimmte Qualifikationen von jedem Model und berufliches Know-how.

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In t e r v i e w m i t Sa s c h a P e nkoff

Thema Sedcard/Book: Was ist der Unterschied? Eine Sedcard ist wie die Visitenkarte eines Models in Form von einer kompakten Fotozusammenstellung. Also vorne ist meist ein aussagekräftiges Portrait am Titel und auf der Rückseite präsentiert sich das Model möglichst vielseitig und wandelbar. Dazu stehen dann auch noch die Körperdaten des Models mit drauf. Ein Model-Book ist einfach eine Sammlung der besten Fotos, die man in seiner bisherigen Karriere als Model schon gemacht hat. Die kommen in eine Mappe hinter Folie und sollen bei einem Casting einen umfassenderen Eindruck geben als eine Sedkarte. In unserem digitalen Zeitalter verlieren diese beiden Portfolios aber immer mehr an Bedeutung. Es wird immer wichtiger, dass Fotos von Models sofort online verfügbar sind, z.B. auf der Webseite der Agentur oder des Models selbst, oder dass die Fotos von den Agenturen individuell gemailt werden können. Das geht schneller und einfacher als gedruckte Portfolios. Auch das Model-Book betrachtet man daher immer häufiger am Tablet oder am Notebook.

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Arbeitet ihr mit bestimmten Fotografen für die Erstellung der Setcard zusammen? Ja, mit unterschiedlichen FotografInnen, je nach Anforderung, auch um unterschiedliche Stile auszuprobieren. Wir organisieren das als Agentur oftmals als Service für unsere Models, in dem wir mehrere Models zu einem gemeinsamen Shooting-Tag inkl. professioneller Stylistin und Betreuung durch uns zusammenbringen. Ziel ist jedoch nicht zwangsläufig eine Sedcard, sondern einfach nur, immer möglichst aktuelle und zeitgemäße Fotos zu haben. Ich kann es nur immer wieder betonen, gerade hier im neuen Eden Rocks: Gute Fotos sind das wichtigste Werkzeug für ein Model, um erfolgreich arbeiten zu können! Was kostet diese im Schnitt? Wie gesagt, eine gedruckte Sedkarte wird bei uns kaum noch produziert. Und dann hängt es immer davon ab, welchen Aufwand man für die Erstellung betreibt. Aber so ein Fotoshooting geht los ab Kosten von Euro 150.- pro Model, sollte aber auch nicht mehr als Euro 300.- kosten.

Wieviele bzw. welche eurer Models haben schon national außerhalb der Steiermark bzw. international gearbeitet? Fast alle, würde ich meinen. Man könnte als Model oder als Agentur wirtschaftlich nämlich nicht überleben, wenn wir uns nur auf die Steiermark beschränken würden! Wir als Agentur und folglich auch unsere Models arbeiten in ganz Österreich und Deutschland, ganz selten durch eine Produktion auch mal in Italien, Slowenien oder Ungarn. Vor allem durch unsere unterhaltsamen Modeshows sind wir im gesamten deutschsprachigen Raum bekannt und kommen viel rum! Welche Models sind am erfolgreichsten? Das sind immer die Models, die konsequent Engagement zeigen, immer professionell arbeiten und damit die richtige Einstellung zum Job haben. Was verdient ein Model bei Euch im Durchschnitt? Das hängt natürlich immer von der Art eines jeden Jobs und der jeweiligen Dauer ab.


Fotos: Art & Fashion Team

Aber in den starken Monaten in der Hochsaison können das schon mehrere tausend Euro pro Monat sein. Aber dann gibt es natürlich auch immer wieder Monate, in denen es keinen Job gibt, das muss man dabei auch sehen. Aber generell ist der Job als Model nach wie vor sehr gut bezahlt. Es soll ja auch eine Abgeltung sein für herausragende Qualifikationen, wie in vielen anderen Top-Jobs auch.

kaum was außer Ärger. Oftmals wird leider nur versucht, eine Veranstaltung möglichst billig auf die Beine zu stellen, die dennoch halbwegs Zuschauer anlockt. Dementsprechend niedrig ist dann das Niveau. Häufig will man sich durch eine derartige Veranstaltung auch einfach nur die Kosten für die Buchung eines professionellen Models ersparen, in dem man selbst neue Models sucht!

Was hältst du von Nacktfotos – sind diese eher karrierefördernd oder das Gegenteil? Karrierefördernd sind sie selten, außer man will gezielt Karriere als Körpermodel machen. Wenn sie professionell gemacht und edel fotografiert sind, werden sie einem Model aber auch nicht schaden.

Was hältst du von den diversen Casting Shows – Austria´s Next Topmodel etc? Auch die werden mittlerweile leider inflationär angeboten. In erster Linie geht es ja dem jeweiligen Sender darum, so wie in allen Castingshows, damit Quote zu machen. Die Karriere danach wird zwar groß angekündigt und versprochen, aber davon ist danach leider nichts mehr zu merken, weil man schon wieder die nächste oder den nächsten GewinnerIn sucht! Das Original von Tyra Banks in den USA oder auch das Franchise von Heidi Klum in Deutschland halte ich dabei noch für die besten Beispiele, weil sie teilweise tatsächlich realistische Einblicke in die Arbeit als Model zeigen, und sich durch die große Auswahl auch wirklich gute Talente her-

Was sagst du zu Misswahlen? Misswahlen mit dem Stellenwert von früher gibt es ja heute eigentlich nicht mehr. Meist sind es ja auch Model-Castings, von denen sich manche die Chance auf den Einstieg in diesen Beruf versprechen. Leider sind aber bis auf wenige Ausnahmen die meisten Misswahlen oder Model-Castings sehr schlecht organisiert und bringen den Teilnehmerinnen

auskristallisieren. Bei Austria‘s Next Topmodel hingegen ist das Niveau erschreckend niedrig bis peinlich, weil kaum eine Teilnehmerin das Prädikat Topmodel verdient, weil sie nicht mal die Grundvoraussetzungen erfüllt. Das liegt aber meist an den Knechtund Knebelverträgen der Sender bei gleichzeitig geringer Aussicht auf die große Karriere, sodass diesen Vertrag kein echtes Topmodel jemals unterschreibt! Welchen Tipp kannst du den angehenden Models mit auf den Weg geben? Generell kann ich allen jungen Mädchen empfehlen, die gerade vom Job als Model träumen, jedenfalls die Schulausbildung fertig zu machen und erst danach mit dem Modeln anzufangen. Das ist früh genug! Der Job als Model sollte auch immer nur als Nebenjob gesehen werden, also man sollte immer nebenbei noch ein zweites Standbein in Sachen Job oder Ausbildung haben!

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VIS A G ISTI N A U S LEI D E N SCH A F T

Ca r m e n P ICHLER Die gebürtige Judenburgerin Carmen Pichler ist im obersteirischen Weisskirchen aufgewachsen. Die smarte Business Lady, wie sie sich selbst bezeichnet, war schon immer ein kreativer Kopf: Nachdem sie ihre Ausbildung als Grafikerin erfolgreich abgeschlossen hatte, sammelte sie Erfahrungen als Model bei diversen Fotoshootings und Laufsteg-Events. Der Wunsch, mehr über perfektes Schminken zu lernen, um sich selbst noch besser in Szene setzen zu können, war schließlich ausschlaggebend für eine Ausbildung als Visagistin und Make-up Artist im Jahr 2010. Schnell stellte

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sich heraus, dass Schminken eindeutig zu den Leidenschaften der 27-Jährigen zählt. Nicht nur sich, sondern auch anderen Menschen durch professionelles Make-up eine starke Persönlichkeit zu verleihen, faszinierte sie. Die Zielstrebigkeit der Obersteirerin hat sich bezahlt gemacht: Nach weiteren Fortbildungen und Kursen für Hairdesign und Make-up für Film und Fernsehen in Wien und Deutschland ist sie inzwischen österreichweit tätig und über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Miss Wahlen, Fashion Weeks, Fotoshootings mit namhaften Firmen oder ein Filmdreh

mit dem ORF sind nur kleine Auszüge ihrer bisherigen Arbeit. Auch ihre Ziele für die Zukunft sind hoch gesteckt: Neben weiteren Weiterbildungen im In- und Ausland strebt Carmen Pichler eine Karriere als Visagistin in der Film-Industrie an.

Visagistik Innovation Tel.: 0676 9053633 E-Mail: office@visa-innovation.at www.visa-innovation.at


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Model: Janine Wenzel

Foto: Judith Bender Jura

Foto: Garfield-Trummer


GettheLook

HOW TO DO SMOKEY EYES by Tatjana Offenbacher

1 eine gute Basis

Um eine gute Basis zu schaffen, trage mit einem Pinsel einen Highlighter oberhalb und unterhalb am Auge auf. Das ganze wird am besten mit Puder fixiert.

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Weiche Übergänge.

Oberhalb des schwarzen Bereichs, direkt in die Lidfalte, wird der nächsten Farbton des Liedschattens aufgetragen und nach außenhin fein schattiert. So erhält man einen weichen und schönen Übergang.

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2 Kajal richtig setzen.

Verwende einen weichen Kajal beim oberen und unteren Augenlid. Dieser wird bis zum Wimpernrand großzügig aufgetragen. Mit einem Pinsel schön ausschattieren.

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HIGHLIGHTS sETZTEN

Um dem ganzen noch etwas Glanz zu verleihen, setze mit einem losen Lidschatten, in die Mitte einen Highlighter.

3 mehr Tiefe

Um eine tolle Tiefe zu bekommen, klopfe den dunkelsten Lidschatten auf den Kajal. Anschließend zeichne mit dem Pinsel wieder weiche Übergänge.

6

dAS BESTE ZUM SCHLUSS

Zum Schluss umrande mit einem schwarzen Eye-Liner die Augen und tusche deine Wimpern. Fertig!


Foto: Philipp Christof


I M P O RTR A IT m i t H e d i G r ag e r

H A N N ES O B ER B ICHLER Grazer Model erobert internationale Modewelt. Text: Hedi Grager, Fotos: Antonis Delta, Tom Binder, Szilveszter Mako, Anton Björkman, Federico Sorrentini, Matteo Rigamonti

Hannes Oberbichler everybodys Darling? – Nein, danke. “Ich bin perfektionistisch und auch gerne mal etwas selbstverliebt”, tönt es sehr ehrlich von Hannes Oberbichler: 20 Jahre jung, 1,90 groß, modelt erfolgreich seit er 15 ist – und er polarisiert: Auffallen, nur nicht zu glatt sein, immer extrem, nie den bequemsten Weg gehen. Schon als kleines Kind wollte Hannes immer Aufmerksamkeit. Mit 5 Jahren saß er im Einkaufswagerl und hat laut gesungen. So laut, dass jeder ihn hören musste. „Ich habe die Mama noch gefragt, hören sie mich wohl eh alle?“, erzählt er mir mit einem Schmunzeln an einem herrlichen Sommertag in Graz. Ende November treffe ich ihn dann in Mailand, wohin er gezogen war, um hier durchzustarten. Er erzählt mir von seinen vielen Castings, dass er viel zu tun habe, aber die Konkurrenz natürlich groß sei. Das Leben in Mailand mache ihm Spass, auch wenn er sich seine Wohnung mit sieben anderen Models teilen müsse. Er erzählt mir auch von einem Angebot, für einige Wochen nach Hongkong zu gehen – und jetzt ist es tatsächlich soweit: im März geht Hannes nach Hongkong. Im Interview in Graz sprechen wir über Talent, Hochnäsigkeit, seine bisher wichtigsten Stationen und sein Leben als Model. Hannes ist jemand mit vielen Talenten, doch etwas faul, wie er selbst von sich sagt. Er lernte Klavier und spielte sogar bei Konzerten und Wettbewerben. Er sang bei den Keplerspatzen im ausverkauften Stefaniensaal und durfte als einer der wenigen den Vorbereitungskurs überspringen. Mit 13 Jahren begann er sich fürs Tanzen zu interessieren, denn da gab es viele Mädels – und fast keine Burschen. Das war damals etwas Großartiges und Aufregendes, vor allem in einer Gemeinde mit etwa 4000 Einwohnern. Hannes ab-

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solvierte gleich drei Tanzkurse, machte drei Jahre Jazzdance und vier Jahre Hip Hop. „Hannes, Du bist ein Typ, der auf die Bühne gehört“, sage ich zu ihm. Er lächelt und meint: „Ich wollte nie wie viele andere Kinder Pilot oder Feuerwehrmann werden. Ich wollte Sänger oder Tänzer werden und auf alle Fälle etwas machen, wo mich viele Leute sehen können. Musicaldarsteller würde mich interessieren“.

„W e r s i c h e i n bisschen auf mich einlässt weiß, wie ich wirklich bin“

Hannes lebte vor seinem Umzug nach Mailand noch bei seinen Eltern in Gratwein. Sein Bruder Markus ist als Förster in Tirol weit weg von der Model-Welt. Seine Eltern drängten Hannes nie, eher bremsten sie ihn ein wenig. „Für meinen Papa ist es etwas schwierig zu begreifen, wo die Anstrengung und der Spass liegen, wenn man als Mann stundenlang geschminkt wird und vor der Kamera steht – für gerade mal 2 Fotos….“ Mit 15 ließ er auf dem Schlossberg heimlich Fotos von sich machen. „Anfangs hat es mir nichts gebracht außer Likes auf Facebook. Aber ich habe wieder neue Fotografen kennen gelernt, die etwas mit mir machen wollten“, erzählt er rückblickend.


„Ich wollte nie wie viele andere Kinder Pilot oder Feuerwehrmann werden.“

Mit 16 Jahren folgte das erste große Shooting mit dem Grazer Fotografen Philipp Meinweilt, der in Berlin sehr erfolgreich arbeitet. Hannes hatte ihn über Facebook kontaktiert, weil ihm seine Fotos gefielen. Und er gefiel dem Fotografen. Dieser kam mit der gesamten Ausrüstung und einer Stylistin zu Hannes nach Hause. „Das war schon etwas Besonderes“, erzählt Hannes. Hannes ist sehr ehrgeizig, zielstrebig, genau und sehr strukturiert. „Wenn ich in eine fremde Stadt muss, bin ich schon eine Woche zuvor beschäftigt zu recherchieren, wohin ich genau muss, wie ich dorthin komme, wo ich Karten bekomme, einfach alles“. Weniger gut ist, dass Hannes immer etwas unpünktlich ist. „Bis zu einer Viertelstunde muss man bei mir schon einrechnen“, verrät er, „das kommt natürlich nicht gut an, und ich versuche es mit einem netten

Lächeln und Charme gerade zu biegen“. Er war 17, als er das erste Mal nach Berlin flog. „Ich habe für den Flug gespart und wusste, ich bin nur für 16 Stunden dort“, erzählt er. „Ich hatte mir zwei Fotografen ausgesucht, deren Arbeiten mir gefallen hatten. Wieder hatte ich das Glück, dass sie etwas in mir gesehen haben und mich gratis shooteten. Ein Hotel konnte ich mir damals nicht leisten. So bin ich nach dem ersten Shooting zurück zum Flughafen und habe dort, meine Tasche fest eingeklemmt, zwei Stunden geschlafen und bin dann zum nächsten Shooting“. Gebracht hat ihm diese Aktion tolle Fotos und weitere Kontakte. Unglaublich. Hannes erzählt weiter: „2011 hat dann jemand über Facebook angefragt, ob ich eine Agentur in Wien hätte. Ich hatte noch keine, wusste aber genau, welche fünf in Wien gut sind“. Eine Woche später war er in Wien. Schon die erste Agentur gab ihm nach dem Shooting die Mappe mit den Worten: ‚Wenn Du möchtest, bist Du jetzt bei uns‘. erzählt er stolz. Er war das jüngste Model mit einer Agentur in Wien – es war die Agentur Stella Models. „Das war schon extrem wichtig für mich, man braucht einfach eine Agentur, die einen betreut und fördert. Auch für die eigene Glaubwürdigkeit“, erzählt er. Sehr geprägt hat ihn 2011 die erste internationale Modenschau in London. „In Österreich war ich es gewohnt, durch meine Größe und Figur heraus zu stechen. In London musste ich plötzlich feststellen, dass es dort keine sogenannte „g’mahte Wiesn“ für mich war“, erzählt er offen: „Ich habe das erste Mal Ablehnung erfahren, das war komplett neu für mich“. Mittlerweile war er schon oft in London. Er liebt diese Multi-Kulti-Stadt, in der Grenzen

verschwimmen. London gibt ihm immer wieder einen Kick, meint und erzählt humorvoll weiter: „2012, ich hatte in London meine ersten bezahlten Aufträge, hat mir meine Mami ihre beste Freundin als Aufpasserin mitgeschickt“. Er machte Shootings für Magazine. Hannes erzählt aber auch von den negativen Seiten gerade für junge Models. Designer zahlen oft gar nichts oder nur sehr wenig, denn sie wissen natürlich, dass die jungen Models auf Shootings angewiesen sind. Fairerweise muss man sagen, dass Shootings auch immer eine Chance sind. Hannes hält es sowieso mit dem Motto, ‚dass man keine Möglichkeit, die sich einem bietet, ausschlagen sollte, weil genau diese Möglichkeit dich zu dem machen könnte, was du immer sein wolltest‘.

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„Im Jogginggewand das Haus zu verlassen, ist für mich ein absolutes NOGO!“ Es gehe ihm nicht immer nur um Geld, wie er noch ergänzt, manches ist ihm einfach eine Herzensangelegenheit. „Das Interview mit dir war mir eine Herzensangelegenheit“, sagt er mit charmantem Lächeln und versucht gleich, mich um den Finger zu wickeln. Hannes wurde von den Medien aber schon ordentlich „geohrfeigt“, als ein von ihm angekündigter Auftritt für einen namhaften Designer nicht stattfand. Auf meine Frage, ob oder was er daraus gelernt habe, antwortet er: „Diese mediale Klatsche war schon schwierig für mich. Ich wurde damals angerufen, ob ich nicht eine Neuigkeit hätte, und ich hatte einfach etwas ausgeplaudert, das nur mündlich vereinbart war“. Natürlich hat er daraus gelernt und Informationen gibt es nur mehr nach schriftlichen Vereinbarungen. Ehrlich plaudert er aus, dass er mit eigenem Geld nicht gut umgehen kann, und sich immer wieder Geld ausborgen musste. Mittlerweile verwalten andere seine Finanzen, „die haben zum Glück ein Händchen für mein Geld“. Hannes spielt gerne, will provozieren und lächelt über Bezeichnungen wie hochnäsig: Wenn er gelegentlich raucht, dann am liebsten eine Zigarre. „Alle rauchen ihre Memphis oder Marlboro, mit einer Zigarre falle ich mehr auf. Auch wenn ich mit meiner Ex-Freundin etwas gemeinsam gemacht habe, war es meist inszeniert. Jeder Ort, den ich mit ihr gemeinsam besucht habe, war davor genau ausgesucht.“ Ach Hannes! lache ich und er fährt fort: „Wer sich aber ein

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bisschen auf mich einlässt weiß, wie ich wirklich bin“, meint er mit einem Lächeln. „Obwohl, ganz privat kennen mich nur ganz ganz Wenige, wie eben meine besten Freunde. Ich selektiere sehr, wer mich privat kennenlernen darf“, fügt er noch hinzu. „Kannst Du in deinen eigenen vier Wänden auch mal du selbst sein oder kannst du das gar nicht mehr?“ möchte ich wissen. „Meist braucht es schon ein bisschen Zeit, bis ich wieder ich bin“, kommt es sehr ehrlich. Am Boden halten ihn seine Familie und seine zwei Freunde. „Ich habe das Glück, seit zehn Jahren zwei sehr gute Freunde zu haben, die mir im richtigen Moment ehrlich ihre Meinung sagen. „Schon beim kleinsten Anflug von Überheblichkeit holen sie mich wieder runter“. Hannes machte natürlich schon die Erfahrung, dass mit dem Erfolg die „Schulterklopfer“ kommen. Und auch Mädchen: „Sie glauben, durch mich zu Einladungen zu kommen, schöne Geschenke zu erhalten usw.“. Ärgern kann er sich darüber, dass manche meinen, dass er vor richtiger Arbeit Angst habe. Hast Du denn Angst, möchte ich wissen. „Eigentlich nicht“, entgegnet er. „Ich finde es schön, Geld mit meinem Aussehen und dem Modeln zu verdienen und es macht mir Spass. Dass ich körperliche Arbeit genauso gerne mache, merkte ich jetzt beim Zivildienst im Krankenhaus, wo ich mit normalem Polo und nicht gestylter Frisur arbeitete. Das war eine großartige Erfahrung für mich, etwas Neues und

Anderes“. Kaum zu glauben bei einem so eitlen Menschen wie Hannes. Es gibt keinen Spiegel, in den er nicht schaut, sein Blick geht auf alles, was reflektiert. „Wie eine Elster“, gibt Hannes lachend zu. Ein NoGo für ihn ist, in Jogginggewand das Haus zu verlassen. Er ist immer so gekleidet, dass er jederzeit und sofort zu einem Job fahren kann. Ihm gefallen dunkelhaarige Mädchen mit gutem Aussehen – aber einen tollen Charakter müssen sie schon haben. Ein großartiges Erlebnis waren für ihn seine letzten beiden Shootings in London. Der Fotograf Ram Shergill, der beispielsweise die Filmplakate für Harry Potter 1-7, Emma Watson oder Amy Winehouse shootete, gestand Hannes durchaus eine Zukunft in der ModelWelt zu. Der Fotograf Joseph Sinclair ging nach der Arbeit mit Hannes sogar zu einem Shooting mit Dannie Minogue. „Das ist schon ein Ritterschlag für jemanden wie mich“, kommt es stolz. Zu seinen Zukunftsplänen gehören neben seiner Modelkarriere aber auch das Nachholen der Matura und ein Wirtschaftsstudium an der Eliteuniversität in St. Andrews auf seinem Plan. „Natürlich muss man für St. Andrews exorbitant gut sein – aber ich traue es mir zu“. Aber jetzt sind wir erst mal gespannt, wie Hannes in Hongkong durchstarten wird und was er in diesen 12 Wochen alles erleben wird.


Hedi Grager beim Interview mit dem Model Hannes Oberbichler.


Ulz

Katharina

UK Photography Katharina Ulz studiert zwar an der Karl-Franzens Universität Graz Germanistik, ist aber neben ihrem Studium als Fotografin tätig. Neben ihren Auftragsarbeiten hat sie sich darauf spezialisiert, Fashionbilder mit ganz normalen Menschen ohne jede Modelerfahrung zu machen. Sie möchte mit ihren Bildern vermitteln, dass jeder Mensch schön ist und beweist dies mit ihren Fotos immer wieder eindrucksvoll aufs Neue. Bei diesen Shootings legt sie auch schon mal selbst Hand an und schneidert ihren Models

kurzerhand ein Outfit auf den Leib oder zaubert ihnen ein tolles Make-Up ins Gesicht. Auch das eine oder andere Accessoire hat sie für ihre Bilder schon selbst gebastelt und macht damit ihre Bilder zu etwas ganz Besonderem. Besonders stolz ist der vielseitige Wirbelwind darauf, ein Autodidakt auf ihrem Gebiet zu sein, denn: Alles, angefangen bei den fotografischen Grundlagen, der digitalen Bildbearbeitung, bis hin zur Visagistik hat sie sich selbst beigebracht. www.facebook.com/ukphotographyaut

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Ma don na

Photographer KATHARINA ULZ Model BRITTA WINKLER Make Up KATHARINA ULZ Assistence ISABELLA FRIEDMANN

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Britta Winkler

Die dunkelhaarige SchĂśnheit modelt zwar erst seit diesem Sommer, aber was das Posen betrifft, steht sie den erfahreneren Models um nichts nach: Sie versteht es, sich perfekt in Szene zu setzen. Das Newcomer Model besticht vor allem durch ihr einzigartiges Gesicht, das besonders bei Portraitfotos gut zur Geltung kommt. Sie spielt gekonnt mit der Kamera und weiĂ&#x; genau, wie sie sich ins rechte Licht rĂźcken kann. Unterstrichen wird ihr starker Ausdruck durch ihr markantes Gesicht und ihre eisblauen Augen.


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WIR LIEBEN IHR PROJEKT

ALS MEDIENFABRIK GRAZ SIND WIR IHR PARTNER FÜR ALLE IDEEN, DIE BEGLEITET UND PROFESSIONELL UMGESETZT WERDEN WOLLEN. DENN IHR PROJEKT IST UNSERE LEIDENSCHAFT!

MEDIENFABRIK GRAZ Dreihackengasse 20, 8020 Graz Telefon: +43 (0)316 / 8095-0 Fax: +43 (0)316 / 8095-55 E-Mail: office@mfg.at, www.mfg.at

BOGENOFFSETDRUCK DIGITALDRUCK VERPACKUNGSLÖSUNGEN MEDIENDESIGN VEREDELUNG MAILING & PERSONALISIERUNG IT-DIENSTLEISTUNGEN LOGISTIKSERVICES PROJEKTMANAGEMENT


WIR WOLLEN ES NICHT JEDEM RECHT MACHEN. IHNEN SCHON!

Ihr Breitband- und Rechenzentrumsdienstleister mit eigenem Glasfasernetz STANDORTVERNETZUNG

Ob ein Anschluss für einen Standort oder die Vernetzung mehrerer Standorte, national oder auch international: Ihr Netzwerk ist bei uns in besten Händen.

INTERNETACCESS

Wir liefern nicht irgendeine Internetanbindung! Wir garantieren höchste Verfügbarkeit und höchste Geschwindigkeiten.

RECHENZENTRUMS-DIENSTLEISTUNGEN SPEZIELL FÜR KMU

Vom Rack bis zum virtuellen Server oder Speicher, alles auf den beiden Rechenzentren der Citycom in Graz. Sie wissen, wo Ihre Daten liegen!

Citycom Telekommunkation GmbH Steyrergasse 111 8010 Graz Tel. 0316 8876225

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Österreichisches Beauty & Fashion Photograph Magazin.

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