s c n - Sustainable Conscious Nutrition (PREVIEW)

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scn Sustainable Conscious Nutrition Informationen zu den Auswirkungen der eigenen Ernährung auf die Umwelt

Reportagen mit nachhaltig produzierenden Betrieben der Region

Rezepte mit 100% regionalen und nachhaltigen Zutaten



Eine Maturaarbeit von Domenica Elena Schödler Kantonsschule Baden, 2021


EDITORIAL

Klimawandel, Nachhaltigkeit, Veganuary, und Meatless Monday sind Begriffe, die uns täglich durch verschiedenste Kanäle eingeflüstert werden. Gleichzeitig werden wir auch pausenlos auf die Gefahr einer drohenden Klimakatastrophe hingewiesen. Auch bei mir hallen diese Begriffe nach. Die Umwelt ist mir wichtig. Das soll aber nicht bloss eine schöne Floskel sein, denn wenn man diese Aussage ernst nimmt, dann muss man sich vertieft mit diesem Thema befassen und dabei eine ehrliche Haltung entwickeln. Die Konsequenz aus dieser persönlichen Auseinandersetzung mit dem Thema fordert einen nachhaltigen und umweltschonenden Lebensstil. Dazu gehört auch die eigene Ernährung.

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Seit eineinhalb Jahren ernähre ich mich vegetarisch. Das heisst, ich verzichte bewusst auf Fleisch und Fisch und auch die meisten Milchprodukte ersetze ich durch pflanzliche Alternativen. Aber reicht das? Während des Prozesses der Recherchearbeit kamen immer mehr Themen und Aspekte zum Vorschein, die es zu hinterfragen lohnte. Dabei wurde mir klar, dass eine umweltfreundliche Ernährung viel mehr ist als «nur» sich vegetarisch oder vegan zu ernähren. Trotzdem habe ich versucht, die Komplexität der Inhalte auf einen kurzen Titel zu reduzieren: s c n – Sustainable Conscious Nutrition Eine nachhaltige Ernährung kann man mit Fakten und Zahlen begründen. Die bewusste Ernährung setzt eine persönliche Auseinandersetzung und definierte Haltung zum Thema voraus. Anhand dieser zwei Begriffe werde ich in diesem Magazin eine nachhaltige und bewusste Ernährung genauer erklären und einfache und praktikable Möglichkeiten für deren Umsetzung im Alltag beschreiben. Das vorliegende Magazin ist in folgende vier Kapitel aufgeteilt. regional und saisonal – biologisch – pflanzlich – abfallfrei In jedem Kapitel werden zuerst Basis-Informationen vermittelt. Die darauffolgende Reportage, die sich im Speziellen auf die Region Baden bezieht, wird mit einem eigenen Rezept aus regionalen Zutaten abgerundet. Es ist nicht die Absicht dieses Magazins mit dem Mahnfinger auf Leute und deren Lebens- und Essgewohnheiten zu zeigen. Vielleicht können aber meine hier beschriebenen Erkenntnisse und Gedanken einen Anstoss geben, dass Sie, liebe Leserin und lieber Leser, sich mit diesem Thema bewusst befassen. Womöglich erkennen Sie den Sinn einer nachhaltigen Ernährung und lassen dies in Ihren Essalltag einfliessen, denn es wäre eine Veränderung, die Sie selbstbestimmt in der Hand haben.

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Was passiert, wenn die Temperaturen ansteigen? Wie wir uns ernähren beeinflusst die Umwelt und unser Klima. Und umgekehrt gefährdet der Klimawandel unsere Ernährung. Mit jedem Temperaturanstieg von einem Grad stehen der Weltbevölkerung 6% weniger Weizen, 7% weniger Mais sowie 3% weniger Reis und Soja zur Verfügung.2 Das ist vor allem beunruhigend, weil die Bevölkerungszahl stets zunimmt.

NACHHALTIGKEIT IN DER ERNÄHRUNG Eine nachhaltige Ernährung verbindet Genuss mit Verantwortung. Sie bedingt eine gesteigerte Achtsamkeit gegenüber unserem täglichen Konsum von Lebensmittel. Das heisst: Wir müssen wieder ein Bewusstsein dafür schaffen, mit was wir täglich unseren Teller füllen. Dieses Magazin beleuchtet in den folgenden Seiten vier der Grundsätze der nachhaltigen Ernährung1 mit dem Fokus auf die Region Baden.

1. 2. 3. 4.

Regional und saisonal Biologisch Pflanzlich Abfallfrei

1 Gemäss einer Publikation von Dr. oec. troph. Karl von Koerber (Fünf Dimensionen der Nachhaltigen Ernährung und weiterentwickelte Grundsätze – Ein Update, 2014) 2 Gemäss dem Bericht des Deutschen Bundeszentrums für Ernährung (Ernährungsrisiko Klimawandel – Klimarisiko Ernährung, November 2011) 3 Gemäss den Berechnungen der Schweizer Organisation Eaternity (eaternity.org)

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50% der durch unsere Ernährung entstehenden Umwelbelastungen können durch eine nachhaltigere Ernährung reduziert werden.3


DIE AUSWIRKUNGEN UNSERER ERNÄHRUNG

30% der klimaschädlichen Treibhausgasemissionen gehen in der Schweiz auf die Ernährung zurück.4 Sie entstehen durch:

Erzeugung

Verarbeitung

Transport

Vermarktung

Zubereitung

Entsorgung

10 mal höher ist der Stickstoffeintrag in den Gewässern heute im Durch die Gewinnung von neuen Anbauflächen, etwa für Vergleich zur vorindustriellen Zeit. Verdreifacht hat sich auch Soja- und Palmölfelder, sind weitere, ökologisch wichtige der Phosphoreintrag in den Weltmeeren und Süssgewässern. Teile der Natur in Gefahr (z.B. der Regenwald). Auch die Übernutzung der Süsswasseressourcen für die Diese drohen durch die Überdüngung zu versauern.5 Damit Landwirtschaft ist problematisch.6 sind wichtige Gewässerökosysteme gefährdet.

Unsere Welt ist durch die modernen Technologien so stark vernetzt wie nie zuvor. Auch unsere täglich konsumierten Nahrungsmittel sind in viele internationale Produktionsketten eingebunden. Exotische Früchte, fremde Gewürze und ausländische Kultur- und Landesgerichte: Sie sind für uns jederzeit nur einen Ausflug in den nächsten Supermarkt entfernt. In der Schweiz ist der Import von ausländischen Nahrungsmitteln und Getränken stark angestiegen. Lagen die Ausgaben für Importprodukte im Jahr 2000 noch bei 7,5 Milliarden Franken, stiegen sie bis 2016 auf 10,6 Milliarden Franken an. Tendenz steigend.6 Das breite Sortiment an Konsumgüter bedeutet zugleich auch einen hohen Energie- und Ressourcenverbrauch. Diese entstehen entlang der ganzen Produktionskette und damit vor allem auch im Ausland.

Unsere Ernährungsentscheidungen tragen ihre Folgen auch in den wirtschaftlichen und sozialen Bereichen. Unsere Konsummittel sind einen ruinösen Preiskampf verwickelt. Die Verbraucherpreise sinken stetig. Daran leiden vor allem Landwirte, Verarbeiter und kleine Händler. Die unfairen Preise gefährden deren Existenzsicherheit und Arbeitsplätze.1 Die tiefen Löhne sind unter anderem dafür verantwortlich, dass viele Menschen nach wie vor an Unterernährung leiden, sodass aus Not auch inhumane Lebens- und Arbeitsbedingungen in Kauf genommen werden.7

50% der Umwelbelastungen, die durch unsere Ernährung enstehen, wirken sich im Ausland aus.6

4 Gemäss einer Studie von FehrAdvice & Partners AG und dem BAFU Schweiz (Ernährung & Nachhaltigkeit in der Schweiz: Eine verhaltensökonomische Studie, November 2015) 5 Gemäss einem Bericht des Deutschen Bundeszentrums für Ernährung (Nachhaltige Ernährung, Oktober 2020) und dem Factsheet der Akademie der Naturwissenschaften Schweiz (SCNAT) (Übermässige Stickstoff- und Phosphoreinträge schädigen Biodiversität, Wald und Gewässer, Factsheet 15 (8), 2020) 6 Gemäss des Umweltberichts des BAFU (Umwelt Schweiz 2018) 7 Gemäss einem Artikel der Aachener Stiftung Kathy Beys (Lexikon der Nachhaltigkeit- Nachhaltige Ernährung, 2015)

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INHALT 1

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Regional & Saisonal

Biologisch

8 Übersicht Regional & Saisonal

Übersicht Biologisch

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45

Reportage Gemüsegenossenschaft Biocò

Reportage Wendelinhof

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53

Tipps zum eigenen Gemüseanbau

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Rezepte Regional & Saisonal

5

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Rezept Biologisch


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4

Pflanzlich

Abfallfrei

58

76

Übersicht Pflanzlich

Übersicht Abfallfrei

63

81

Reportage Engel Tofu

Reportage Unverpacktladen ohne.ch

71

87

Rezept Pflanzlich

Interview Deborah Knecht

91

Rezept Abfallfrei

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REGIONAL UND SAISONAL Nahrungsmittel sind regional und saisonal, wenn sie in der Region und in der entsprechenden Jahreszeit verarbeitet, verpackt und verkauft werden. Der Weg vom Erzeuger bis zum Konsumenten soll möglichst kurz sein.

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ÜBERSICHT REGIONALE & SAISONALE ERNÄHRUNG

UMWELT Der Transport von ausländischem Gemüse und Nahrungsmittel aus Treibhäusern, die mit fossilen Früchten in die Schweiz macht 6% der UmweltbeBrennstoffen beheizt werden, sind 10-mal umweltlastung der gesamten Nahrungsmittelindustrie aus.1 belastender als die im Freien angebauten Produkte.2 Dieser Anteil vergrössert sich jedoch stark, wenn Daher können Lebensmittel, die zwar importiert, der Import durch ein Flugzeug aber im Freien angepflanzt erfolgt. Beim Transport entstehen wurden, ökologischer sein als DURCH DEN TRANSPORT klimawirksame Gase durch das MIT DEM FLUGZEUG KANN regionale Produkte aus dem Verbrennen fossiler Brennstoffe. Treibhaus. Es ist darum wichtig, DIE UMWELTBELASTUNG Je kürzer die Lieferwege, desto DES PRODUKTS UM DAS dass die Lebensmittel nicht nur geringer sind auch die entstehen20-FACHE ANSTEIGEN.1 aus der Region kommen, sondern den Treibhausgasemissionen. auch nur dann gekauft werden, Mit einem Anteil von vierzig Prozent ist der wenn sie draussen auf den Feldern wachsen. So Transport der Lebensmittel vom Laden zum Endwird durch den Kauf von regionalen verbraucher fast für die Hälfte dieser Emissionen und saisonalen Lebensmitteln verantwortlich.2 Ein Vergleich: Die CO2-Emissionen unsere Umwelt geschont. einer Autofahrt vom Supermarkt nach Hause sind etwa gleich gross, wie die des Schifftransports von einem Kilogramm Obst von Südamerika nach Europa.1 Es macht also Sinn, die Einkäufe mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, dem Velo oder zu Fuss zu erledigen, anstatt das Auto zu nehmen.

Gesundheit & Genuss Regionale und saisonale Lebensmittel sind vitalstoffreicher und gesünder. Importprodukte werden unreif geerntet, damit sie während dem Transport in die Zieldestinationen nachreifen können und nicht faulen. Gemüse und Früchte, die in der Region angepflanzt wurden, bleiben bis zu ihrer vollen Reife auf den Feldern. Durch diesen optimalen Reifezustand haben sie einen höheren Gehalt an Vitaminen und anderen bioaktiven Substanzen, die zellschützend wirken und die Lebensmittel aromatischer machen.3 Sie unterscheiden sich also

auch geschmacklich von Importprodukten. Der Kauf von regionalen und saisonalen Lebensmitteln fördert auch eine abwechslungsreiche Ernährung. So sind je nach Jahreszeit andere Produkte im Angebot. Beim Einkauf in kleineren Lädeli, z.B. einem Hofladen, können auch regionale Lebensmittel entdeckt werden, die es nicht ins Sortiment der Grossverteiler schaffen, weil sie nur im kleinen Stil angebaut werden oder sich nicht durchsetzen konnten. Regionale und saisonale Lebensmittel erhöhen also den eigenen Genuss und verbessern die Gesundheit.

1 Gemäss einer Publikation von Stephanie Hess (ÖKOlogisch!, 2020) 2 Gemäss einem Artikel von Swissveg (Transportweg, 2020) 3 Gemäss einem Artikel von Medizinfuchs (Warum saisonale Lebensmittel so gut sind, 2019) und einem Artikel von GesundGekauft (Warum saisonale und regionale Ernährung wichtig und gesund ist, 2017)

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Wertschätzung Beim Einkauf von regionalen Produkten kann man sich durch die transparente und kurze Nahrungsmittelkette über die Erzeugung und die Qualität der Lebensmittel informieren. Es wird sichtbar, was in den Produkten steckt. Dabei sind nicht nur die Inhaltsstoffe gemeint, sondern auch die harte Arbeit, die vom Erzeuger geleistet wurde, um das Produkt herzustellen. Durch den Kauf der lokalen Produkte werden somit regionale Produzenten unterstützt und ihre Existenz gesichert. Dabei geht das Geld keine Umwege über diverse Händler, sondern landet direkt beim Erzeuger, der in die Qualität seiner Produkte und in bessere (und ökologischere) Produktionsmethoden investieren kann.

PRÜFE DEINEN AKTUELLEN EINKAUFSZETTEL! Welche Produkte kannst du direkt bei regionalen Erzeugern einkaufen? Auch in einem Supermarkt findet man Produkte aus der Region. Trotzdem haben diese Lebensmittel bereits weite Wege hinter sich gelegt, da sie vom Erzeuger zunächst über grössere Umwege in diverse Logistikzentren transportiert werden, bis sie schliesslich in den Läden landen. Am besten kauft man daher direkt beim Erzeuger ein. Auf der Seite 95 dieses Magazins findest du eine ganze Liste an nachhaltigen Einkaufsmöglichkeiten der Region Baden. Wie oft stehen (exotische) Lebensmittel aus dem Ausland auf deiner Liste? Viele ausländische Lebensmittel lassen sich ganz einfach durch einheimische Produkte ersetzen. Ein Beispiel dafür ist das Rezept auf Seite 31. Gewisse Labels verbieten ausserdem den Import mit dem Flugzeug. Eine Übersicht zu den Schweizer Biolabels findest du auf: www.labelinfo.ch Wachsen die aufgelisteten Früchte- und Gemüsesorten in der aktuellen Jahreszeit? Ganzjährig wachsende oder gut lagerbare Gemüse und Früchte sind zu jeder Jahreszeit verfügbar. Dazu gehören Kartoffeln, Lauch, Rüebli, Zwiebeln und Äpfel und Birnen. Hier findest du einen übersichtlichen Saisonkalender für die Schweiz:

www.gemuese.ch/Saisonkalender

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„KLIMAFREUNDLICH“ ESSEN BEDEUTETET FÜR MICH...

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Regional & Saisonal

BEIKRAUT, NICHT UNKRAUT ZU BESUCH BEI DER GEMÜSEGENOSSENSCHAFT BIOCÒ DER REGION BRUGG-BADEN Tomaten aus Spanien, Reis aus Indien und Cashewnüsse aus Bolivien – in der heutigen

globalisierten Welt verliert man schnell den Überblick über die Herkunft der Lebensmittel auf unserem täglichen Essensteller. «Wir wollten wissen, woher unser Essen wirklich kommt»,

erklärt Marion Erdin, Mitglied der Gemüsegenossenschaft Biocò. Dabei reiche die abgedruckte

Herkunftsdeklaration auf der Verpackung nicht aus. Denn wie und unter welchen Umständen

die Lebensmittel hergestellt werden, bleibe trotzdem ungeklärt. Die Idee der solidarischen Landwirtschaft (siehe Infobox) entstand bereits in den 1970er Jahren und auch Michael und Astrid

Köhnken kannten dieses Landwirtschaftsprinzip bereits, als sie vor zwölf Jahren aus Deutschland in den Aargau zogen und den Geisshof auf dem Gipfel über Gebenstorf übernahmen.

«In Michael und Astrid haben wir endlich die passenden Bauern für eine aargauische «Solawi» gefunden, sodass die Gründung der Gemüsegenossenschaft Biocò schnell beschlossen war»,

erzählt Marion. Heute zählt die Genossenschaft sechzig Abos und es werden gemeinsam mit Michael und Astrid neun Hektaren Land bewirtschaftet, auf dem über vierzig verschiedene Gemüse- und Kräutersorten wachsen.

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was bedeutet solidarische landwirtschaft (solawi)? Die Solidarische Landwirtschaft basiert auf dem Wunsch nach einer bedürfnisgerechten Produktion von gesunden und frischen Nahrungsmitteln in einer nachhaltigen Landwirtschaft. Dabei arbeiten Konsumenten und Produzenten direkt miteinander. Die Konsumenten bezahlen jährliche Betriebsbeiträge, die die vollen Produktionskosten abdecken und somit die Produktpreise der Lebensmittel ersetzen. Die Produzenten erhalten dadurch Planungssicherheit und können sich unabhängig von Subventionen und Marktpreisen einer verantwortungsvollen und innovativen Landwirtschaft widmen. Die Existenz der in der Landwirtschaft tätigen Arbeiter wird

Hier findest du andere Solawis in deiner Nähe: www.ernte-teilen.org

gesichert, sodass sie weder die Natur noch sich selbst ausbeuten müssen. Die KonsumentInnen helfen meist aktiv im Betrieb mit, z.B. bei der Feldarbeit, und erhöhen so ihre persönliche Wertschätzung gegenüber den produzierten Lebensmitteln und der Arbeit der Landwirte und Landwirtinnen. Die Beteiligten erhalten schliesslich die gesamte Ernte an regionalen und saisonalen Nahrungsmitteln.1

«DIE LEBENSMITTEL VERLIEREN IHREN PREIS UND ERHALTEN SO IHREN WERT ZURÜCK.» WOLFGANG STRÄNZ

Wie funktioniert die Gemüsegenossenschaft Biocò? Die Mitglieder der Genossenschaft beteiligen sich aktiv am Gemüsebau auf dem Geisshof von Astrid und Michael Köhnken. Mit ihrer Arbeit können sie virtuelle Rüebli sammeln, die auf ihrem Online-Profil gespeichert werden. Es gilt ein Minimum von 10 Rüebli bzw. 5 Halbtagen Mitarbeit auf dem Hof pro Jahr.

1 Gemäss einem Artikel der Kooperationsstelle für solidarische Landwirtschaft (Was ist solidarische Landwirtschaft, 2021)

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Wöchentlich werden Körbe mit dem frisch geernteten Bio-Gemüse vom Hof an die verschiedenen Depots in der Umgebung BruggBaden verteilt und von den Mitgliedern der Genossenschaft abgeholt. Die Grösse des Korbes hängt von der Anzahl gekauften Anteilsscheinen an der Genossenschaft und der Höhe des Mitgliederbeitrags ab.


Regional & Saisonal Die Jungpflanzen stammen von Bio-Produzenten und wachsen ohne Kunstdünger.

Hofarbeit ist Handarbeit Nur genau einen schäbigen Traktor trifft man auf dem Geisshof an, dafür aber umso mehr starke und flinke Hände, die den Boden und das Gemüse bearbeiten. «Wir Mitglieder übernehmen zum Beispiel das Säen und die Pflege der Setzlinge», erklärt Marion. Die Jungpflanzen wachsen in den Töpfen so lange, bis man sie in den Boden setzen kann. Dann ist Jäten angesagt. «Auf unserem BioBetrieb werden keine Herbizide oder Pestizide eingesetzt, die bewirken, dass nur das wächst, was man will. Darum muss auf den Feldern immer wieder viel Kraut ausgerissen werden», erläutert Marion. «Wir nennen es Beikraut, nicht Unkraut. Es gehört dazu». Auf den Feldern

wird das Gemüse in Bahnen angebaut. Dabei setzt Bauer Michael auf Mischkulturen. «Pflanzen wachsen „PFLANZEN WACHSEN NICHT nicht für sich allein, FÜR SICH ALLEIN. SIE denn sie ergänzen ERGÄNZEN SICH GEGENSEITIG. sich gegenseitig. MONOKULTUREN HAT DER Monokulturen hat der MENSCH ERFUNDEN.“ Mensch erfunden», begründet er. Beispielsweise werden Hafer, Bohnen und Erbsen als Mischkultur angebaut. Durch die Bahnen können auch grössere Probleme mit Schädlingen wie der Weissen Fliege oder Schnecken verringert werden. Diese breiten sich weniger stark aus und befallen so meist nur eine Saat, anstatt das ganze Feld. «Es gibt jedes Jahr Saaten, die kaputt gehen. Wir sind keine

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Regional & Saisonal

Profis, die beispielsweise nur auf Blumenkohl setzen. Wir haben viele verschiedene Gemüsesorten, und dann geht auch einmal etwas schief», führt Marion aus. Auch die Grösse der geernteten Gemüse ändert sich jedes Jahr. «Manchmal haben wir grosse Randen, manchmal sind sie ganz klein. Aber es ist wahnsinnig, was auf unseren Schweizer Böden alles wachsen kann», findet sie. Und doch gibt es eben auch Einiges, was auf diesem Hof nicht angepflanzt wird. Für

viele exotische Gemüsesorten sind die Bedingungen ungünstig. «Wir sind hier nicht im Süden. Und wir wollen unsere Felder auch nicht gänzlich mit Plastikhäusern überdecken. Das passt nicht zu unserer Philosophie», verkündet Marion. Von Hand wird das Gemüse schliesslich geerntet, in Gemüsekörbe abgepackt und mit dem Auto an die verschiedenen Depots geliefert. Dort wird das Gemüse von den Mitgliedern abgeholt – und dann ist Geniessen angesagt.

Wetterempflindliche Gemüsesorten werden in den Gewächshäusern angepflanzt. Diese werden jedoch nicht zusätzlich beheizt.

„ES IST WAHNSINNIG, WAS AUF UNSEREN SCHWEIZER BÖDEN ALLES WACHSEN KANN.“


Regional & Saisonal

Der Geisshof und die umliegenden Felder gehören der Edith-MarionStiftung, die sich für eine faire Landschaftsverteilung in der Gesellschaft einsetzt.

Regionales Gemüse auf der Überholspur «Ich denke, dass es vielen Leuten mittlerweile bewusst ist, dass es mit der heutigen Lebensweise so nicht weitergehen kann», äussert Marion. Das Bewusstsein für die Umwelt zeigt sich auch in der Ernährung. Während das Gemüse früher nur als Beilage zum Fleischgericht diente, sei es heute in vielen Haushalten als Hauptbestandteil auf dem Teller anzutreffen. «Dass das Gemüse einen höheren Stellenwert bekommen hat, sehen wir auch am gestiegenen Interesse an unserer Gemüsegenossenschaft», stellt Marion fest. «Wir besitzen bereits eine Warteliste, denn wir können nicht unendlich viele

Mitglieder aufnehmen». Die Regionalität wird beim Einkauf immer mehr geschätzt. Das zeigt auch die Coronakrise. Wer nämlich sein eigenes Gemüse anbaut, der muss sich nicht vor Lebensmittelengpässen oder steigenden Marktpreisen fürchten. Der eigene Gemüseanbau stärkt auch das Bewusstsein für Saisonalität. «In einem Laden wie der Migros sieht das Gemüse jederzeit frisch und reif aus, aber Vieles kommt tatsächlich von weit her oder aus einem Gewächshaus», erzählt Marion. Das frische Bio-Gemüse vom Geisshof unterscheide sich vom Supermarkt-Gemüse auch durch

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Auf dem Geisshof leben und arbeiten Tiere, Pflanzen und Menschen zusammen. So entsteht ein geschlossener Hofkreislauf.

Konflikte gemeinsam lösen seinen intensiveren Geschmack. Für die Gründer der Gemüse«Ausserdem müssen wir endlich genossenschaft Biocò war von begreifen, dass es kein NormenAnfang an klar, dass sie auf gemüse gibt. Bei uns wird einem Bio-Bauernhof arbeiten jedes Gemüse möchten. Das „BEI UNS WIRD JEDES verteilt und bedeutet aber GEMÜSE VERTEILT UND gegessen, auch, dass mehr GEGESSEN.“ egal ob gross Arbeit und Zeit in oder klein, verschrumpelt oder glatt. In den Supermärkten sieht jedes Gemüse genau gleich aus. Wenn die Form oder die Farbe nicht passt, werden sie nicht verkauft und weggeworfen», kritisiert Marion.

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den Gemüseanbau auf dem Geisshof investiert werden muss. «Wir können nicht einfach mit riesigen Fahrzeugen über die Felder fahren und die Pflanzen mit Pestiziden vor Schädlingen schützen», erklärt Marion. Durch das sei der Boden

aber viel länger nutzbar. «Das Problem mit den Pflanzenschutzmitteln ist, dass sie für die Konsumenten nicht fassbar sind. Man sieht sie nicht, man schmeckt sie nicht. Aber sie sind in unseren Böden und in unserem Essen», stellt Marion fest. Als Marion vor ein paar Jahren mit ihrem Auto durch spanische Orangenfelder gefahren sei, auf denen der Bauer gerade die Pflanzen gespritzt habe, sei ihr ganzes Auto danach mit einer klebrigen Substanz überzogen gewesen. Seither


Regional & Saisonal

„WIR MÜSSEN DIE PROBLEME GEMEINSAM ANGEHEN.“

kann sie sich nicht vorstellen, je wieder Lebensmittel zu essen, die mit solchen Stoffen bespritzt wurden. «Irgendwann muss man damit stoppen, sonst geht unsere Umwelt und unsere Überlebensgrundlage kaputt», fordert Marion. Die Biocòs sind sich aber einig, dass die Verantwortung bei uns allen liegt. Aussagen wie «der böse Bauer», «die böse Migros» oder «die böse Gesellschaft» seien falsch und führen zu nichts. «Wir müssen die Probleme gemeinsam angehen», finden sie. Ausserdem sei es eine absurde Vorstellung, dass die ganze Verantwortung der

Nahrungsmittelerzeugung an die Bauern abgegeben wird, die die Arbeit allein stemmen müssen, findet ein Biocò-Mitglied und ergänzt: «Die Problematik mit den Pflanzenschutzmitteln entsteht doch auch nur, weil der Bauer allein die Bewirtschaftung seiner Böden und seiner Pflanzen ohne diese Stoffe nicht bewältigen könnte». Die Solidarische Landwirtschaft bildet eine Möglichkeit, wie man die kommerzielle Landwirtschaft umstellen könnte, sodass die Landwirte und die Natur entlastet werden. Dass solche Konzepte immer mehr an Interesse gewinnen, stimmt die Biocòs positiv.



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SCHRITTE ZUM EIGENEN GEMÜSEGARTEN

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Regional & Saisonal Die Hochbeete hinter dem Haus bieten viel Platz für grössere und kleinere Gemüsesorten.

Seit diesem Jahr stehen neben unserer Garage alte Weinfässer, die wird mit Erde befüllt und danach bepflanzt haben.

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In einem alten Betonbrunnen sammeln wir Regenwasser, um damit die Pflanzen zu Wässern.

MEIN EIGENER GARTEN Meine beiden Eltern haben einen grünen Daumen: Meine Mutter pflegt leidenschaftlich ihre Blumenbeete und das liebste Hobby meines Vaters ist das Gärtnern. Schon seit meiner Kindheit bin ich es mich gewohnt einen eigenen Gemüsegarten zu haben. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich bereits als kleines Mädchen im Garten mitgeholfen habe, sei es beim Wässern der Pflanzen oder beim Pflücken der Himbeeren. Doch je älter ich wurde, desto weniger Zeit fand ich für das Mitwirken im

Garten – dementsprechend wenig wusste ich auch über den eigenen Gemüseanbau. Das sollte sich nun durch meine Maturaarbeit ändern und so habe ich seit dem April dieses Jahres fleissig im Garten mit angepackt. Zusammen mit meinen Eltern haben wir unseren Garten nochmals erweitert und viele verschiedene Gemüsesorten ausprobiert. Anhand der gewonnenen Erkenntnisse und den Misserfolgen möchte ich nun einige meiner Erfahrungen mit euch teilen.

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Regional & Saisonal

Schritt 1: Planen! Beim Gemüseanbau im eigenen Garten ist eine gute Planung sehr wichtig. Bevor also wahllos Samen oder Setzlinge eingekauft werden, müssen zuerst folgende Fragen geklärt werden:

WIE VIEL PLATZ HABE ICH FÜR MEINEN GARTEN ZUR VERFÜGUNG? WELCHE TEILE WERDEN GUT VON DER SONNE BESCHIENEN? WO HAT ES ZU WELCHER TAGESZEIT SCHATTEN?

Verschiedene Pflanzen brauchen unterschiedlich viel Platz beim Wachsen. So breiten sich beispielsweise Kürbisse und Zucchetti-Pflanzen stark aus und „wandern“ gerne über den Gartenrand. Auch Tomatenbäume werden sehr gross und müssen in der Höhe befestigt werden. Diese brauchen zudem viel Sonne und Wärme. Das gilt für alle Gemüse- und Früchtesorten, die normalerweise im Süden wachsen. Es ist also wichtig zu erkennen, wie viel Platz und Sonneneinstrahlung dein Garten zur Verfügung stellt. So kannst du passende Gemüse- und Früchtesorten aussuchen.

WAS ESSE ICH GERNE? WAS MÖCHTE ICH ANPFLANZEN? WIE VIEL ZEIT UND GELD MÖCHTE ICH INVESTIEREN?

Hier geht es um deinen eigenen Garten. Du hast es in der Hand, was du in deinem Garten anpflanzt und was du schliesslich ernten und essen wirst. Gleichzeitig musst du dir aber auch überlegen, wie viel Aufwand du betreiben willst.

WAS KANN ICH MIT MEINEN JETZIGEN FÄHIGKEITEN GUT ANBAUEN? WELCHE INFORMATIONEN BRAUCHE ICH NOCH?

Gerade als Anfänger ist es am besten, wenn man möglichst simple und robuste Sorten aussucht, bei denen nicht viel falsch gemacht werden kann. Informieren kann man sich leicht über das Internet oder durch diverse Garten-Bücher. Es ist oft auch sinnvoll, den Profis in den Gartencenter oder an den Wochenmärkten konkrete Fragen zu stellen. BUCHTIPPS: «Gemüse – Die besten Arten und Sorten», «Küchengärten», «Aroma-Revolution im Garten» und «Selbstversorger-Garten»

TIPP 1: Mithilfe einer groben Skizze kannst du dir eine Übersicht über deinen Garten schaffen und dir deine Planung vereinfachen.

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Regional & Saisonal

TIPP 2: Informiere dich bereits beim Planen, welche Gemüsesorten sich nebeneinander im selben Topf einpflanzen lassen (Mischkulturen). Grundsätzlich gilt: Pflanzen derselben Gattung, z.B. Knoblauch und Lauch, sollte man lieber nicht kombinieren, da sie dieselben Nährstoffe brauchen.

SAMEN ODER SETZLINGE? Setzlinge haben den Vorteil, dass die Pflanzen bereits robst und kräftig sind. So geht beim Einpflanzen im Garten oft weniger schnell etwas schief, weil sie nur noch gewässert werden müssen und keine intensive Pflege mehr benötigen. Zudem dauert es weniger lange, bis man das jeweilige Gemüse ernten kann. Besonders für Anfänger sind Setzlinge daher sehr gut geeignet.

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Regional & Saisonal

Schritt 2: Richtig Einkaufen! Achte darauf, dass die Samen oder Setzlinge biologisch produziert wurden und aus der Region stammen. Das Gartencenter Zulauf in Schinznach-Dorf bietet ein riesiges Angebot an biologischen Samen und in der Region gezüchteten Setzlingen. Zusätzlich werden verschiedene Fachkurse rund ums Thema Garten angeboten, z.B. zur Gartenplanung, zum eigenen Anbau von Kräutern und Gemüse und zum Pflanzenschutz und Düngung im Garten. Die Max Schwarz AG kultiviert ein breites Spektrum an BioKräutern und Bio-Jungpflanzen in den Gewächshäusern in Villigen. Diese werden ganz ohne fossile Brennstoffe versorgt. Die Pflanzen werden in 100% natürlichen und biologisch abbaubaren Ökotöpfen eingepflanzt. Erhältlich sind die Bio-Jungpflanzen unter anderem im Weber Gartencenter in Kirchdorf oder auch am Badener Wochenmarkt.

TIPP 3: Damit die Pflanzen gut wachsen, brauchen sie auch nährstoffreiche Erde. In den Gartencentern gibt es spezielle Bio-Gemüseerden. Wähle dabei die torffreie Variante. Der Torfabbau schadet dem Klima, weil dabei sehr viel Kohlendioxid freigesetzt wird.

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ANBAUEN IM KLEINEN STIL Urbanroots ist ein neues Unternehmen aus Basel, das sich für das sogenannte «Urban Gardening» einsetzt, also das Bepflanzen von Stadtteilen mithilfe von Balkonen oder Terrassen. Auf ihrer Website können einzelne Bio-Saatgute, aber auch ganze Saatboxen und weiteres Gartenzubehör gekauft werden. Es besteht auch die Möglichkeit, ein Saatpost-Jahresabo zu lösen. So wird man jeden Monat mit einem jahreszeitlich passenden Bio-Saatgut inklusive Tipps und einem saisonalen Rezept beliefert.

Dieses Angebot eignet sich besonders für Anfänger, weil die Planungsarbeit und das selbstständige Informieren über die Kultivierung der verschiedenen Gemüsesorten wegfallen. Nebst dem grosszügigen Angebot an Gartenzubehör bietet Urbanroots auch Workshops zum Thema Urban Gardening. Viele Fragen zum eigenen Anbau beantwortet auch der Blog auf ihrer Website. Es lohnt sich also, einmal einen Blick auf die Website zu werfen.

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Schritt 3: Anpflanzen! Um die Samen auszusäen und die Setzlinge zu pflanzen, brauchst du natürlich auch das dafür benötigte Equipment. Handschuhe, Hacke und Giesskanne sollten daher immer griffbereit sein. Deine Pflanzen müssen direkt nach dem Einsetzen in die Erde gewässert werden. Dafür eignet sich besonders Regenwasser, denn so wird kein Wasser verschwendet. In der Erde eingepflanzt sind die Pflanzen vielen Schädlingen ausgesetzt. Diese lassen sich aber durch natürliche Mittel beseitigen. So wirkt zum Beispiel getrockneter Kaffeesatz, der auf die Erde rund um die Pflanze gestreut wird, gleichzeitig als Dünger und auch als Schädlingsbekämpfer.

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Regional & Saisonal

TIPP 4: Pflanzen reagieren sensibel auf ihre Umwelt. Auch mir hat das kalte Wetter im Frühling einen Strich durch die Rechnung gemacht. So haben es ein paar Gemüsesorten leider nicht bis auf meinen Teller geschafft. Trotzdem: Nicht die Geduld verlieren und von Fehlern lernen.

TIPP 5: Beim Wässern die Blätter der Setzlinge mit der Hand festhalten und das Wasser über die Hand fliessen lassen. So werden die Blätter nicht vom Wasser auf die Erde gedrückt.

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Regional

BROCCOMOLE APÉRO Die mexikanische Guacamole gehört weltweit zu den beliebtesten Apéro-Dips. Die Avocados aus dem Supermarkt stammen meist aus Südamerika, denn bei uns in der Region Baden wachsen die Trendfrüchte leider (noch) nicht. Glücklicherweise gibt es ein anderes grünes Gemüse, das sich hervorragend für das Zubereiten des Dips eignet: Der Brokkoli. Dieser wächst auch in unserer Klimazone und ist von Sommer bis Herbst an den Wochenmärkten der Region zu finden. Auch im eigenen Garten wächst der Brokkoli wunderbar. Probiere es aus und lass dich von dieser hundertprozentigen Badener Broccomole überzeugen!

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Regional

Baden-Broccomole 25 Minuten, Für 8 Personen 200g Brokkoli 25g Zwiebeln 0.5 TL Apfelessig 2 TL Gewürzmischung von Chalira aus der Gewürzmühle Aarau, z.B. „Grillada“ ERHÄLTLICH IM BIOLADE BADE

Salz Mais-Tortilla Chips und MaisPopcorn von „Topcorn“ aus Schneisingen ERHÄLTLICH ONLINE, IM VOLG SCHNEISINGEN UND IM UNVERPACKTLADEN OHNE.CH

1. Brokkoli im Wasserbad dämpfen, bis er weich ist. Dazu mit der Gabel in die Brokkoliröschen stechen. 2. Brokkoli abkühlen lassen. 3. Zwiebeln in kleine Würfel schneiden. 4. Brokkoli und Zwiebeln im Küchenmixer fein pürieren. 5. Apfelessig und Gewürze beigeben und nochmals gut mischen. Mit Salz nach Belieben nachwürzen. Für eine extra-cremige Broccomole ein wenig (Soja-) Joghurt daruntermischen. 6. Als Apéro mit Chips und Popcorn servieren. Tipp: Einen Teil des Brokkolis durch gekochte Erbsen ersetzen. Dadurch wird die Broccomole noch feiner und milder im Geschmack.


Saisonal

FOCACCIA APÉRO Diese Focaccia beeindruckt nicht nur optisch, sondern überzeugt mit seinem luftigen Teig und den feinen Toppings auch geschmacklich auf ganzer Linie. Mit frischen Zutaten aus dem eigenen Garten oder vom Bauernhof deiner Nähe kannst du ganz nach deinen Vorlieben ein kleines Kunstwerk kreieren - und das zu jeder Jahreszeit.

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Garten-Focaccia 1 Stunde 45 Minuten, Für 8 Personen 500g Pizza-Mehl von der Lindmühle Birmenstorf ERHÄLTLICH IN DER LINDMÜHLE ODER BEI DER BÄCKEREI LEHMANN IN BIRMENSTORF

verschiedene Tomatensorten vom Tomatelädeli in Rütihof, z.B. Cherry-Tomaten ERHÄLTLICH IM TOMATELÄDELI DER FAMILIE MEIER IN RÜTIHOF

Saisonales Gemüse und Kräuter, z.B. Schalotten, Peperoni, Rucola, Peterli und Schnittlauch AUS DEM EIGENEN GARTEN, VOM WOCHENMARKT ODER EINEM HOFLÄDELI DEINER NÄHE

1. Mehl mit 2 TL Salz und 1 Päckchen Trockenhefe in einer Schüssel mischen. 3dl Wasser und 3-4 EL Öl beigeben und mit dem Knetmixer zu einem Teig mischen. Den Teig zudecken und für mindestens 1 Stunde aufgehen lassen. 2. Die Tomaten und das saisonale Gemüse in der Zwischenzeit in feine Scheiben schneiden. 3. Küchenfläche mit Mehl bestäuben und den Teig zu einem 1 cm dicken Fladen auswallen. Diesen auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Nochmals für mindestens 15 Minuten aufgehen lassen. 4. Den Teig mit Rapsöl bestreichen. Das Gemüse und die Kräuter auf dem Teig nach Belieben anrichten – Kreativität ist gefragt! Mit Salz bestreuen. 5. Backofen auf 230°C vorheizen. Im Ofen für ca. 25 Minuten backen, oder bis die Focaccia goldgebacken ist.

Rapsöl ERHÄLTLICH AM WOCHENMARKT BADEN

Salz

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Diese Version ist eine Vorschau. Kontakt für den Zugang zum ganzen Magazin: domenica.schoedler@gmail.com


Domenica Elena Schödler