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Mensch Kultur Wein

Pfalz WEINLAND

2019

Entlang der Deutschen Weinstraße

GEWACHSEN WEIN & GEMÜSE  Kulinarische Esskapaden jenseits von Riesling und Leberwurst LET’S GO PFALZ 72h unterwegs mit der Pfalzcard  DIE WURSTWALZE  Königin, Pferderennen und traditionelle Wettbewerbe  GLÜCKSFELSEN  Die unvergesslichen Wände der Pfalz DIE MUTMACHERIN  Durch die Berge über den Berg  MIT AXT UND SÄGE  Das kleine Abenteuer im Advent


In diesem Heft Dass in der Pfalz viel Wein wächst, ist bekannt. Aber wussten Sie, dass hier auch Radieschen, Spargel und Mangold gedeihen? Sebastian Bordthäuser und Manuela Rüther zeigen, welch vielfältige Gemüseauswahl es in der Pfalz gibt, wie gut sich Gemüse mit Wein kombinieren lässt und dass es an der Deutschen Weinstraße nicht nur deftig zugeht. Wir ergänzen das mit hilfreichen Infos, interessanten Rezepten und einer eher winterlichen Wachstumsgeschichte: Denn Weihnachtsbäume aus dem Pfälzerwald, die man mit der Familie selbst auswählen und sägen kann, erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Aber, mögen Sie einwenden, Wachstum gibt es ja auch im übertragenen Sinne. Stimmt. Dem widmen wir uns im Bericht über den Purzelmarkt, das älteste Pfälzer Volksfest mit seinen über 570 Jahre gewachsenen Traditionen. Auch die Pfälzer Kletterer sind mit ihrem Sport gewachsen: Der Verein feiert 2019 seinen 100. Geburtstag und ist modern geworden ohne den Bezug zu seinen Traditionen zu verlieren. Und schließlich lesen Sie im Bericht »Die Mutmacherin« über die Pfälzerin Jacqueline Fritz, die über sich selbst hinausgewachsen ist und geschafft hat, was vor ihr noch niemandem gelungen ist: Sie überquerte die Alpen auf einem Bein und zwei Krücken. Und was hat das nun mit Ihrem Urlaub zu tun? Gewachsenen Pfalz-Fans und solchen, die es noch werden wollen, empfehlen wir die Pfalzcard. Die kostenlose Gästekarte ermöglicht freie Fahrt mit Bussen und Regionalbahnen und freien Eintritt in mehr als 100 Freizeiteinrichtungen in der Pfalz. Wir freuen uns auf Sie. Ihr Redaktionsteam der Deutschen Weinstraße

Für unsere Titelgeschichte unterwegs

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Titelgeschichte: Wein und Gemüse Kulinarische Esskapaden jenseits von Riesling und Leberwurst 16

Let’s go Pfalz! 72h unterwegs mit der Pfalzcard 18

Tradition: Die Wurstwalze 22

Klettern: Glücksfelsen Die Pfälzer Kletterer – Seit 100 Jahren auf der Route von Vernunft und Respekt 26

Portrait: Die Mutmacherin Durch die Berge über den Berg 30

Mit Axt und Säge: Das kleine Abenteuer im Advent 34

Die Pfalz zeigt sich als perfekter Ort für eine Feldstudie zum Thema Wein und Gemüse. Sebastian Bordthäuser und Manuela Rüther gehen gemeinsam auf eine Pfälzer Gemüsesafari.

Auf einen Blick: Praktisches & Service


Gewachsen

Vom Feld auf den Tisch. Wie dieser wunderschöne Mangold vom Neustadter Wochenmarkt. Direktvermarkter-Tipps im Überblick

S. 14, 35


Wahrhaft Pfälzisch Die Galerie Ingrid Zinkgraf in Leinsweiler bietet Keramik von der Lieblingstasse bis zum ganzen Service, außerdem Objekte und Gartenkeramik, darunter die berühmten Pfälzer Elwetritsche. Die handgearbeiteten Stücke variieren in Größe, Form und Farbe und vermitteln Individualität und ein besonderes Lebensgefühl.

Tag & Sinn Aus dem Trendstoff Kork entwickelt die Modedesignerin Hannah Rohde elegante Herrenfliegen in vielen Designs. Kork ist ein natürlicher, nachwachsender Rohstoff, dessen samtweiche Haptik stark an Leder erinnert.

Teezeit

Fliegen lassen

In der Weinbaugemeinde Ruppertsberg pflanzen, ernten und veredeln die Teegärtner Jessica Schönfeld und Christian Weiß wärmeliebende Zitronenverbene, Basilikum, Thymian, verschiedene Sorten Minze und Salbei, Spitzwegerich, Malven und einige Exoten. In Top-Qualität und ohne chemischen Pflanzenschutz

Das Ateliermotto von Ingrid Zinkgraf

„Kunst wischt den Staub des Alltags von der Seele“ Picasso

Patchwork Die Stickerei Wilhelm in Bad Dürkheim ist seit über 40 Jahren die Adresse für gestickte Abzeichen und bedruckte und bestickte Textilien wie T-Shirts, Geschirrtücher, Kissen und Tischdecken. Die typischen Pfälzer Dubbegläser gehören ebenso zum Sortiment wie klassische Winzerkittel und Winzerschürzen, Schmuck und Geschenkartikel.

Im historischen Ambiente des Französischen Tors in Landau findet sich das Atelier der Goldschmiedin Annette Schleuning. Aus feinsten Edelsteinen und mit Gespür für edle Materialien schmiedet sie Schmuckunikate, individuelle Schmuckprojekte zu Themen wie Weinkultur, Vauban, Architektur und Meer. Mal gradlinig elegant, mal märchenhaft verspielt, wie die mit einem Designpreis ausgezeichneten „Kronen an der Hand” vieler Weinhoheiten.

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Riesling und Feige? Die Firma Lang Weinessig in Edesheim produziert Essigkreationen, die im Eichenfass mehrere Monate zu ausdrucksstarken Persönlichkeiten reifen. Nach drei Jahren Planung und Vorbereitung bietet das Unternehmen zwölf ausgesuchte Essigspezialitäten, darunter Trinkessige, die – pur oder mit Sekt aufgefüllt – zum Aperitif getrunken werden, Vinaigrettes, Mus aus Essigtomate, Apfel und Walnuss und Tunken aus Wein und Früchten.

Ausgebrauchte Rotweinbarriquefässer sind das Recyclingmaterial, aus dem der Designer Magnus Mewes in Neustadt-Duttweiler Möbel produziert. Neben Stühlen und Hockern gehören auch Möbel auf Maß wie Tische, Bartische, Couchtische und Sideboards zum Sortiment.

„Vintage”

Verzeichnis aller Hersteller

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Bildschön Ein Gang durch die wundervolle Patina eines historischen Kulturzeugnisses. Die Ruine Wolfsburg liegt auf einem Bergrücken oberhalb von Neustadt an der Weinstraße und lässt sich auf dem Pfälzer Weinsteig erwandern.


Duftig Wie riecht eigentlich Trester? Ein Pfälzer würde sagen nach Herbst. Eine Beschreibung fällt schwer: Frisch von der Kelter riecht er nach Trauben, nach der Maischegärung nach Rotwein und wenn er im Laufe der Zeit anfängt sich zu zersetzen, wird der Duft zunehmend herber. Das Wort Trester leitet sich aus dem althochdeutschen „trestir“ ab, das „mit trübem Bodensatz Versetztes“ bedeutet. Wer Wein, Bier und Apfelsaft will, bekommt auch den Trester dazu. Trester ist das, was übrig bleibt. Wenn man Früchte presst, um den Saft zu gewinnen, bleiben die festen Pflanzenbestandteile der sogenannte Trester in der Presse zurück. Beim Traubensaft sind es Schalen, Kerne, das Fruchtfleisch und manchmal auch die Stielgerüste, die Rappen genannt werden. Dieser Trester kann – je nach dem wie stark er ausgepresst wird – eine recht breiige Masse sein oder ein eher fester, fast trockener Presskuchen. Aus 115 Kilo Weintrauben gewinnt man etwa 100 Liter Weinmaische, also die zerdrückten Weinbeeren in ihrem eigenen Saft. Nach dem Abpressen von etwa 65 bis 85 Litern Traubenmost bleiben ungefähr 25 Kilo Trester zurück. Das ist ziemlich viel, besonders, wenn man die Jahresproduktion der Weingüter mal hochrechnet: In ganz RheinlandPfalz fallen jährlich mehr als 150.000 Tonnen Trester an, das sind über 60 Prozent der Gesamtmenge in Deutschland. Da stellt sich schnell die Frage: wohin damit? Einfach in den Müll wäre falsch, denn der Trester enthält viele wertvolle Inhaltsstoffe. Früher wie heute landet deshalb ein großer Teil der Pressrückstände im Kompost, als Dünger direkt auf den Feldern oder wird ans Vieh verfüttert. Ein kleiner Teil der Traubenkerne wird zu wertvollem Traubenkernöl gepresst und zur Energiegewinnung kann

Trester

man Trester auch in Biogasanlagen füllen oder zu Pellets verarbeiten. Ja aber ... wird jetzt mancher einwenden ... der Begriff Trester wird doch auch für Schnaps verwendet. Völlig korrekt. Schon in den „Annalen der chemischen Literatur“ aus dem Jahr 1802 schreibt der Autor Friedrich Wolff, dass der Trester zur Bereitung von Grünspan, Weinessig und Weingeist Verwendung finde. In Italien Grappa genannt, in Frankreich Marc und in Deutschland und Österreich Tresterbrand, kann aus den Pressrückständen Alkohol destilliert werden. Im besten Fall – und einen versierten Schnapsbrenner vorausgesetzt – überbringt der Tresterbrand den Geschmack und den Duft des zugrundeliegenden Weins in seiner ganzen Fülle. Die Destillate aus Weißweinen wie Gewürztraminer oder Muskateller sind weinig, duftig und blumig-zart, während die Rotweintrester auch schokoladige und dunkel-würzige Noten in den Schnaps bringen. Je nach Lust und Geschmack können die Brände sofort abgefüllt, mehrere Monate in Stahl- oder Holzfässern gelagert oder auch mit Kräu-

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tern, Gewürzen und Früchten aromatisiert werden. Aus den 25 Kilogramm Trester von oben entsteht so ein halber bis ein Liter edler Brand oder einfacher Bauernschnaps. Da in der Pfalz dennoch nur ein Teil des Trester verfüttert und gebrannt wird, bleiben noch viele Tonnen für neue Erfindungen und wissenschaftliche Versuche übrig. So berichtete die Allgemeine Zeitung 2016, dass eine Binger Doktorandin in aufwändigen Versuchen herausgefunden hatte, dass die entzündungshemmenden Wirkstoffe des Trester – unters Futter von Milchkühen gemischt – spürbar zu deren Gesundheit beitragen und das Infektionsrisiko in der Schwanger- und frischen Mutterschaft reduziert. Und im Jahr 2017 erhielt eine Designstudentin aus Trier mehrere Preise für eine nachhaltige Idee, die sie in ihrer Masterarbeit verfolgt hatte: Aus Trester, vermischt mit natürlichen Bindemitteln, schuf sie schön anzusehende Objekte wie Weinkühler, Lampen und Verpackungen und damit neue Achtung für das, was übrig geblieben ist.

Weinland Pfalz


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Wie Stefan Bietighöfer Weinbau definiert: Rückbesinnung auf alte Werte und Orientierung an den naturgegebenen Rhythmen. Worauf es ihm vor allem ankommt? Individualität.

Text Sebastian Bordthäuser Fotos Manuela Rüther

Manuela Rüther

Wein und Gemüse Inhaltund Gemüse Wein

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kochte nach dem Abitur in verschiedenen Sterneküchen, eine ihrer Stationen: Das Hotel Restaurant „Krone” in HerxheimHayna. Mittlerweile ist sie als selbstständige Fotografin und Autorin tätig. Ihre Bilder, Geschichten und Rezepte erscheinen regelmäßig in Magazinen und Büchern sowie in ihrem Blog und nicht zuletzt in ihren zahlreichen Kochbüchern. elaruether.de

Sebastian Bordthäuser

hat Germanistik studiert, entschied sich letztlich aber doch für die Flasche. Nach zahlreichen Stationen in der Gastronomie ist Bordthäuser nun dozierend, verkostend und schreibend für diverse Zeitungen und Zeitschriften unterwegs. Sein Interessenschwerpunkt ist die „Harmonie von Speisen und Wein”, die er unterhaltsam wie fundiert zu vermitteln mag. bordthaeuser.com

Weinland Pfalz


Zur cremigen Suppe aus Blumenkohl mit feiner Würze und nussigen Noten empfiehlt Sommelier Sebastian Bordthäuser einen maischevergorenen Weißwein mit zarter Taninstruktur, die der Suppe Kontur verleiht.

Kulinarische Esskapaden jenseits von Riesling und Leberwurst 9

Weinland Pfalz


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Wein & Gemüse sind nicht zwingend das Erste, was einem bei der Pfalz in den Sinn kommt. Obwohl sie untrennbar mit Wein verbunden ist, denken wir neben Riesling, Spätburgunder & Co. eher an deftige Genüsse wie Leberwurst, Blutwurst und natürlich Pfälzer Saumagen. Doch die Pfälzer Vielfalt erschöpft sich nicht allein in der Kombination von Wurst und Wein:

Wein und Gemüse

Wein & Gemüse sind aktueller denn je. Die Pfalz als traditionelles, landwirtschaftliches Mischgebiet ist Produzent erstklassiger Gemüse, überwiegend sogar in Freiland-Kultur. Grund genug, ein langes Wochenende vor Ort zu planen. Wir wollten schauen, wie junge Betriebe heute arbeiten, wo das Gemüse angebaut wird und welche Menschen und Philosophien dahinter stecken. Und natürlich wollen wir von allem kosten und unser Buch Wein & Gemüse im Praxis-Test mit Pfälzer Produkten vor Ort erproben. Der erste Termin führt uns direkt auf den Wochenmarkt. Der Landauer Markt ist die reine Augenweide und bietet alles, was das Herz begehrt. Die Blumenhändler an ihren farbenfrohen, duftenden Ständen bieten neben Schnitt- und Topfblumen auch vorgezogene Küchenkräuter von Dill bis Thai-Basilikum an. An den Gemüseständen versucht man sich gegenseitig mit üppigen Auslagen zu übertrumpfen, so reichhaltig und lustvoll arrangiert sind die Waren, mit stillem Stolz und dem Wissen um deren Güte präsentiert. Der Markt als Spiegel einer Region verrät schnell: Hier lässt es sich ausgezeichnet leben. Und die angebotenen Gemüse übertreffen die fleischlichen Genüsse um Längen. Wir füllen unseren Korb mit dem ersten Spargel, Himbeeren, jungem Blumenkohl, Gurken und frischen Kräutern für das geplante, große Kochevent. Nur der Wein fehlt, also machen wir uns auf zum zweiten Termin in Billigheim-Ingenheim, zum Weingut Bietighöfer. Dort werden wir bereits von Stefan Bietighöfer und seinem Kollegen Stefan Dorst erwartet, die im schattigen Hof die Verkostung vorbereitet haben. Zum Apéro probieren wir einen Schluck Merwut, einen Wermut von Stefan Dorst, und sofort schwingt das Pendel deutlich langsamer als auf dem quirligen Wochenmarkt. Während wir uns durch die Weine schmecken, erzählt Bietighöfer vom Gestern, Heute und Morgen des Betriebes. Qualität, so hört man es oft, beginne im Weinberg. Bietighöfer geht noch einen Schritt weiter und beginnt bei den Böden. Da in Billigheim sandige und lehmige Böden überwiegen, konzentriert er sich auf die Burgunder-Rebsorten statt auf Riesling. Seine

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Weine sind klar und fokussiert, die Frucht ist ohne Zierrat doch mit spürbarem Herkunftscharakter herausgearbeitet. Auch der Holzeinsatz ist vorbildlich und überschminkt die Weine nicht. Insbesondere Spätburgunder verzeihen zu viel Holz ganz schlecht, erklärt Bietighöfer und ist entsprechend behutsam beim Ausbau. Als Blindprobe kosten wir von einem Projekt von Stefan Dorst und Stefan Bietighöfer, das unter dem Namen „Dorst & Consorten“ vertrieben wird. Eine Hommage an einen vergessenen Weinstil aufgelegt: den großen, weißen Bordeaux. Dieser Wein aus Sauvignon blanc stellt qualitativ wie preislich Vieles in den Schatten, was derzeit auf dem Markt ist. Für alle, denen das zu kostspielig ist, plant Bietighöfer für nächstes Jahr bereits den nächsten Coup: Einen günstigen, qualitativ hochwertigen Wein in der Literflasche mit dem Namen Billigheimer. Wir packen eine Flasche Spätburgunder und einen Weißburgunder für unser Kochevent ein, bevor wir zum nächsten Termin aufbrechen. Das Traditionsweingut Fitz-Schneider in Edenkoben erwartet uns mit einem royalen Empfang. Über dreihundert Jahre betreibt die Familie bereits Weinbau und hat sage und schreibe fünf Weinhoheiten zu verzeichnen. Christine Schneider, ehemalige Weinprinzessin der Südlichen Weinstrasse und jüngste Tochter der Familie, heißt uns willkommen. Nach beendeter Ausbildung zur Weinbautechnikerin übernahm sie 2013 den Betrieb und ist seither verantwortlich für den Keller, während Vater Ludwig den Außenbetrieb leitet. Neben dem Weinbau betreiben sie ein Gästehaus und inmitten der Weinberge und üppiger Blumenrabatten einen kleinen Stellplatz für Wohnmobile. Die Liebe zum Wein ist Christine Schneider anzusehen, als wir die Weine verkosten und sie über den Betrieb erzählt, der über die Jahre Stück für Stück gewachsen ist. Aktuell ist sie Mitglied der „Jungen Südpfalz“, einer Vereinigung von Jungwinzern, aus deren Reihen eine Jury Jahr für Jahr die besten Produzenten mittels Blindverkostung ermittelt. Wir erweitern den Rebsortenspiegel für unser Kochevent und munitionieren uns auf mit Sauvignon blanc und Silvaner.


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Die Gemüse von Annette Goyert sind nicht nur im hauseigenen Hofladen, sondern auch auf den Wochenmärkten in Grünstadt und Mannheim erhältlich.

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Am nächsten Morgen werden wir auf dem Neuhof in Altleiningen erwartet. Annette Goyert ist dort für die Gärtnerei verantwortlich. Auf eineinhalb Hektar wird ganzjährig Gemüse angebaut, 1100 Quadratmeter unter Folie, der Rest im Freiland.

Auf dem Neuhof bei Altleiningen arbeiten die Geschwister Goyert Hand in Hand. Dabei hat jeder seine Aufgabe: Annette Goyert ist für die Gärtnerei und rund 30 bis 35 Gemüsearten verantwortlich.

Im Winter führt der Feldsalat sein frostiges Regiment, im Sommer wird die komplette Palette von Tomaten über Auberginen, Gurken, Bohnen, Zucchini und Paprika bespielt. Die Zertifizierung des gesamten Hofes nach Demeter-Richtlinien ist die höchste Eskalationstufe biologischer Landwirtschaft. Die Biodynamie setzt auf die Stärkung der Pflanzen und sieht sie in einem ganzheitlichen Umfeld, synthetische Dünger, Herbizide oder Pestizide sind nicht zugelassen und Schädlingen begegnet man mit Nützlingen, um das natürliche Gleichgewicht zu erhalten. Die Tomaten werden eigens mit einem eigenen Hummelvolk bestäubt. Sieht man, mit wieviel Mühe und Hingabe hier Gemüse produziert wird, bekommt man direkt Lust zu kochen. Jedem, dem das Gemüse vom Neuhof im Vergleich zur billigen Discounterware kostspielig erscheint, wird nach einem Besuch deutlich, dass billig nicht das einzige Argu-

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ment sein darf, wenn wir über Gemüse sprechen. Gemüse, das ist einer der zentralen Ansätze in unserem Buch, hat denselben Wert wie ein Steak. Eine Freilandtomate, deren Reifezeit nur knapp sechs Wochen beträgt und damit kürzer ist als die Spargelzeit, muss einen anderen Wert haben als Discounter-Ware. Allein Anzucht und Wachstum sind zeitintensiver als die Mast eines billigen Hähnchens. Sprechen wir in unserem Buch von Gemüse, dann meinen wir langsam gewachsenes Gemüse von gesunden Böden. Wie beim Wein. Gleiches Recht für alle. Für Privatkunden ist der Neuhof auf den Wochenmärkten in Mannheim, in Grünstadt und in Limburgerhof zu finden. Ein kleiner Teil der Produktion ist in ausgewählten Naturkostläden erhältlich. Wir kaufen Kräuter und Pflücksalate für die Wein- & Gemüse-Sause und machen uns auf den Weg nach Niederkirchen.

Weinland Pfalz


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Im Weingut von Martin und Georg Fußer sind die Böden ebenfalls zentrales Thema. Seit Juni diesen Jahres sind sie Mitglied der Gruppe „Respekt“ und befinden sich in Umstellung auf biodynamische Bewirtschaftung nach deren Richtlinien. Gesunde Böden, autarke Reben und der Verzicht auf synthetischen Kunstdünger sind die Prämissen, nach denen Fußers Trauben reifen. Spezialisiert auf Riesling, Weißburgunder und Spätburgunder haben sie vor einigen Jahren noch etwas Sauvignon blanc mit ins Portfolio aufgenommen. Die Weine sind herkunftsbezogen klassifiziert: Vom Gutswein, der Visitenkarte jeden Weinguts, über die Ortsweine aus Deidesheim und Ruppertsberg, bis hin zum großen Lagenwein aus dem Reiterpfad sind sie jeweils authentisches Artefakt ihrer Herkunft gepaart mit der Philosophie des Abwartens und der Ruhe. Ganzheitlichkeit bestimmt nicht nur das Handeln im eigenen Betrieb, und so zeichnet sich Martin Fußer auch verantwortlich für den Ausbau der Weine der Lebenshilfe in Bad Dürkheim e. V.

Zielstrebig und motiviert treffen die Brüder Martin und Georg Fußer alle Entscheidungen im Weingut gemeinsam. Das konsequente Arbeiten nach biologisch-dynamischen Richtlinien ist eine davon – der Erfolg gibt ihnen Recht.

Wein und Gemüse

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Das Hofgut Ruppertsberg ist letzte Station und krönender Abschluss unserer Wein & Gemüse Tour durch die Pfalz. Chefkoch Moritz Knipser stellt uns seine Küche zur Verfügung um all die wunderbaren Produkte ihrer finalen Destination zuzuführen: Dem Test auf den Tellern unserer Gäste. Die beste Wein-Speisenkombination, soll herausgefunden und ausdiskutiert werden, denn über nichts sollte mehr gestritten werden als über guten Geschmack. Am besten bei einem Glas Wein und einer guten Mahlzeit. Während der Vorbereitungszeit hatten wir die Gelegenheit mit Bettina Bürklin-von Guradze über die Philosophie ihres Weinguts Dr. Bürklin-Wolf zu reden. Unser Eindruck, dass biologischer oder biodynamischer Weinbau derzeit das Thema sind, wurde dabei nicht bestätigt. Biodynamische Bewirtschaftung, so Bürklin-von Guradze, unterlag in den letzten Jahrzehnten einem klaren Wandel in

der Wahrnehmung. Wurde man in den 80er Jahren noch als „Öko“ belächelt, zahlen sich die Bemühungen um gesunde Böden heute aus und sind inzwischen akzeptierte Methoden zur Qualitätssteigerung der Weine. Spitzengewächse wie die Grand Crus aus dem Forster Kirchenstück, Ungeheuer oder Pechstein haben sich in den letzten Jahren zu auch international enorm gesuchten Kreszenzen entwickelt, sodass Bürklin-Wolf deren Verfügbarkeit reglementieren musste. Frau Bürklin-von Guradzes Überzeugung führte letztlich auch zum Entschluss, die Gastronomie des Hofguts an Jean-Philippe Aiguier zu übertragen, der es seitdem als Bio-zertifiziertes Restaurant betreibt. Ein erfolgreicher Betrieb wie das Hofgut bestätigt damit all die Produzenten, die wir in den Tagen besucht haben, in ihrer Haltung und dem enormen Mehraufwand, um die Pfalz als Herkunft zu dem zu machen, was im Hofgut erlebbar gemacht wird.

Bettina Bürklin-von Guradze erzählt über die naturnahe Ausrichtung ihres Weinguts, zu dem auch das historische Hofgut Rupperstberg gehört. Hier wird ebenso großen Wert auf ökologisch angebaute, pure Lebensmittel aus der Region gelegt.

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Zurück in der Küche wird geschält, gegrillt und gekocht, bis unser Menü aus den Köstlichkeiten vom Landauer Markt und von Annette Goyert serviert wird: der BlumenkohlSuppe mit brauner Butter und gerösteten, gesalzenen Haselnüssen folgen gegrillte Spargel, lauwarm mariniert mit Himbeer-Vinaigrette und Rucola, serviert mit Spargel-Stullen mit Ziegenkäse-SpargelAufstrich und Wildkräutern. Als kaltes Gericht gibt es Gurken-Salat mit den ersten Radieschen, Pflücksalat und Couscous. Dazu verkosten wir die Weine der besuchten Betriebe. Und welche Kombination hat gewonnen? Jeder hatte seinen eigenen Favoriten. Es ging uns auch nicht um eine finale Königskombination, sondern um den lustvollen Austausch am Tisch und die Konzentration auf den puren Geschmack des Produkts, dessen Herkunft und um die Menschen, die wir in den Tagen getroffen haben. Gemüse rückt als Thema immer häufiger in den Fokus der ambitionierten Gastronomie. Zu Recht, denn es verlangt mehr Kreativität, als ein Stück Fleisch dem Garpunkt zuzuführen. Jedes Gemüse hat seine eigene Struktur, Textur und seinen eigenen Geschmack. Und endlich werden auch die passenden Weine dazu serviert. Wir sehen unser Buch als Beitrag zur Auseinandersetzung mit diesem Thema. Es war spannend zu sehen, wo unsere Gemüse herkommen und dass der Wert eines Produktes weit über seinen Nährwert und seinen Preis hinausgeht. Zu sehen, unter welchen Bedingungen produziert wird und die Lücke zu schließen zwischen Verbraucher und Produzent, statt anonym produzierte Waren aus dem Supermarkt-Regal in unsere Einkaufskörbe zu schaufeln. Und das Beste an allem: Saisonale Gemüseküche ist so preiswert, dass am Ende genug Geld übrig bleibt für eine zweite oder dritte Flasche Wein. Oder den nächsten Pfalz-Besuch. Die guten Adressen dieser Tour

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Weinland Pfalz


Gemüsig Am besten kaufen Sie Pfälzer Gemüse immer frisch und zwar direkt beim Bauern, in einem der unzähligen Hofläden in der Region, auf einem Wochen- oder Bauernmarkt. Ein besonderes Highlight sind die Deutsch-Französischen Bauernmärkte, hier präsentieren Erzeuger aus dem Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen ihre naturnah produzierten Waren.

„Spargel-Stullen mit Ziegenkäse-Spargel“ Essen für 4

6 – 8 kleine, dünne Scheiben Baguette Meersalz aus der Mühle oder Fleur de Sel 1 Handvoll Pflücksalate oder Wildkräuter ½ Bund weißer Spargel 2 TL frisch gepresster Zitronensaft 150 g Ziegenfrischkäse Olivenöl zum Braten und Beträufeln Frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Die Brotscheiben nebeneinander auf ein Backblech legen. Mit Olivenöl beträufeln und mit Meersalz bestreuen. Im Ofen 10 bis 20 Minuten backen, bis die Scheiben kross sind. Weißen Spargel schälen, die Enden abschneiden und in kochendem Salzwasser 8 Minuten blanchieren. Spargel abkühlen lassen. Spargel in feine Scheiben schneiden und die Hälfte pürieren. Mit Ziegenfrischkäse und restlichen Spargelscheiben verrühren. Mit Salz, Pfeffer und etwas Zitronensaft abschmecken. Spargelcreme auf die Brotscheiben streichen und mit Salatblättern belegen. Mit Meersalz, Pfeffer, etwas Zitronensaft und Olivenöl beträufeln und sofort servieren. — LECKER!

Gemüse – Wo und Wann?

Stellt sich die Frage – was dazu trinken? Die Antwort und weitere Rezepte finden Sie online unter deutscheweinstrassepfalz.de/geschichten/ weinundgemuese

Diese Markttermine sollten Sie kennen: Grünstadt: Sa, 7–13 Uhr Bad Dürkheim: Mi und Sa, 6.30–13 Uhr (Apr–Okt: Jeweils am 1. Samstag Marktfrühstück mit Live-Musik) Haßloch: Sa, 7–12 Uhr Neustadt: Di und Sa, 7–14 Uhr (Apr–Okt: Auch Do) Edenkoben: Mi, 8–13 Uhr Landau: Di und Sa, 7–14 Uhr Annweiler: Fr, 8–12 Uhr Bad Bergzabern: Di und Fr, 8–13 Uhr

Das Buch Wein & Gemüse — Hunger? Durst? 60 Gemüse-Rezepte und kistenweise Wein in einem Buch! Kluge Leute machen sich Gedanken um Wein zum Fisch, Wein zum Schwein oder Wein zur Himbeersahnetorte … Doch Wein zum Gemüse? Schweigen! Das ändert dieses Buch! Erschienen 2017 im Fackelträger Verlag GmbH, Silbermedaille der Gastronomischen Akademie Deutschland e.V. 2018, ISBN: 978-3-7716-4687-5, Preis: 30,- €

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HARDENBURG Bad Dürkheim

VILLA LUDWIGSHÖHE Edenkoben

Wandeln Sie auf den Spuren der faszinierenden Geschichte unseres Landes. Atemberaubende Ausblicke, spektakuläre Baukunst und spannende Inszenierungen erwarten Sie. Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz – Wir machen Geschichte lebendig! Weitere spannende Ausflugs- und Wanderziele finden Sie unter www.burgen-rlp.de. Informationen: Tel. 0261/6675-4000


Wir beziehen unser kleines Ferienhaus an der Deutschen Weinstraße und zur Begrüßung überrascht uns unsere Gastgeberin mit der Pfalzcard. „Die ist ganz neu, in dieser Broschüre sehen Sie alle Freizeiteinrichtungen, in denen Sie während Ihres Urlaubs in der Pfalz freien Eintritt haben.“

Let’s go Pfalz! 72h unterwegs mit der Pfalzcard

Freitag (Anreise) 15.00 Uhr

Unsere Kids sind begeistert, eine Stunde später sitzen sie im Bus in den Nachbarort, um sich im Maikammerer Kalmitbad abzukühlen. Wir begleiten sie während der kostenlosen Busfahrt, haben uns dann aber für eine Weinprobe in der ortseigenen Vinothek entschieden.

ein Testbericht von Familie Wolf Bille (42), Henning (45), Felix und Tom (12 Jahre)

Pfalzcard

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Freitag 18.00 Uhr Samstag 19.00 Uhr Auf unserem kleinen Erkundungsspaziergang haben wir eine urige Weinstube in Maikammer entdeckt. Wir freuen uns auf „Unkompliziert” und „Echt Pfälzisch”, schnappen unsere gut eingeweichten Kids und bewegen uns Richtung Abendessen.

Samstag 9.30 Uhr

Beim Frühstück haben wir uns für eine Radtour entschieden. Erst einmal geht es mit dem Bus nach Kallstadt, wo wir uns für die ganze Familie Räder ausleihen. Auf unserer kleinen Tour über ein paar Weindörfer balancieren wir zwischen herzhaften Radelpassagen und schmackhafter Einkehr unseren Kalorienhaushalt aus.

Samstag 11.00 Uhr

Auch in der Pfalz kann man sich wohltuende Salzluft um die Nase wehen lassen und so lockt nach unserer Radtour der Gradierbau in Bad Dürkheim.

Samstag 13.00 Uhr

Vom Schloss gehts nun zu Fuß hinab in den kleine Winzerort Hambach. Freunde haben uns hier ein Restaurant empfohlen, in das wir unbedingt einkehren MÜSSEN! Was sollen wir sagen, es war so lecker und wir sind pappsatt! Zum Glück fährt noch ein Bus zurück!

Volles Programm Wir haben die Pfalzcard auf Herz und Nieren getestet. Die Möglichkeiten sind sehr vielfältig kombinierbar und haben uns viele Entdeckungen ermöglicht, die wir vor unserem Urlaub nicht auf unserer Planungsliste hatten. Wir geben den Tipp weiter! Wer schonmal selbst vorfühlen will: pfalzcard.de

Sonntag (Abreise) 10.00 Uhr

Am Sonntag um 10 sind wir dann bereit für den Check-Out aus unserer Ferienwohnung. Kurz darauf ist alles im Auto verstaut und wir fahren Richtung Landau. Tom ist unser Echsenfreund und die Eidechsen auf der Wanderung haben ihn immer nur kurz beglückt. Klar, dass wir noch alle zusammen ins Reptilium düsen.

Sonntag 14.00 Uhr

Einen letzten Stopp gibt es noch bevor wir endgültig unsere Heimreise antreten. Wir müssen nämlich noch unserem alten Steinzeitkumpel Herxi „Hallo” sagen, dafür zieht es uns ins historische Museum Herxheim. Herxi und die anderen archäologischen Funde sprühen einen Hauch Indiana Jones auf unsere verblassten Geschichtserinnerungen.

Fast hätten wir ihn verpasst, den Cabrio-Doppeldecker-Bus. Wie in den großen Metropolen in Deutschland fährt er von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit. Auch mit diesem tollen Gefährt können wir kostenlos fahren und machen uns „Hinauf, hinauf zum Hambacher Schloss” – die Wiege der deutschen Demokratie lockt mit einer Zeitreise in unsere Vergangenheit.

Seit unserem Pfalz-Urlaub wissen wir: 7000 Vor so vielen Jahren siedelte die erste Bauernkultur, die Bandkeramiker, in Mitteleuropa und vollzog ein merkwürdiges Totenritual in Herxheim- Kannibalismus in derJungsteinzeit?

Das Salz in der Suppe kam früher im Rheingraben oft aus natürlichen Salzsolen, die zur Erhöhung des Salzgehaltes über die Dornwände von Gradierbauten verrieselt und aufgefangen wurden.

2 × Klapp kommt aus der Pfalz. Erstens: Der alljährliche und skurrile Klapprad-Cup, bei dem sich einem Jahresmotto folgend die Seele aus dem Leib (und vielleicht auch Klapprad) gestrampelt wird, und Zweitens: Der Klappmeter, denn der Gelenkmaßstab mit Federsperre wurde 1886 von den Brüdern Franz und Anton Ullrich hier erfunden und 1889 erstmals auf der Weltausstellung in Paris präsentiert.

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Weinland Pfalz


Die Wurstwalze In der Pfalz gibt es viele traditionelle Feste, darunter den Dürkheimer Wurstmarkt und die Geißbockversteigerung in Deidesheim. Das älteste Volksfest der Pfalz ist der Purzelmarkt in BilligheimIngenheim. Hier gibt es eine Königin, Pferderennen und zahlreiche traditionelle Wettbewerbe. Einer davon ist die Wurstwalze, für die man Mut und Geschicklichkeit braucht – und bei Erfolg mit einer Wurst belohnt wird.

Text Sigrid Frank-Eßlinger Fotos Christian Ernst

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Die Wurstwalze ist eine ziemlich einfache Vorrichtung. Sie besteht aus einem waagrecht aufgehängten runden Holzstamm, der glatt poliert ist und sich um die eigene Achse drehen kann. Aufgabe ist es, auf einer kleinen Leiter hoch- und dann den Balken entlang zu klettern, um an dessen Ende nach einer dort aufgehängten Wurst zu schnappen. Was die Sache noch ein bisschen schwieriger macht: Wilfried Eck, der Mann an der Wurstwalze, kann an der Schnur ziehen, sodass die Wurst hoch und runter wippt und man echte Geschicklichkeit auf dem wackligen Holzstamm braucht, um sie mit dem Mund zu erwischen und festzuhalten. Der gebürtige Billigheimer kam eher zufällig zu seiner Aufgabe an der Wurstwalze, die er inzwischen seit über 15 Jahren in jedem September erfüllt: „Ich war damals Gemeinderat, und wie alle anderen Honoratioren hatte ich eine Schärpe um und ging beim Festumzug mit“, erzählt der Krankenpfleger, der mit Frau und

Die Wurstwalze

zwei Kindern in Billigheim wohnt. „Später, bei den Wettbewerben auf der Festwiese, war wie immer ziemlich viel Trubel und ich habe an der Wurstwalze ausgeholfen. Anschließend hat mich der Verein gefragt, ob ich das nicht übernehmen will. Seitdem bin ich quasi zu einem Gesicht des Purzelmarktes geworden.“ Neben dem auffälligen Bart und der runden schwarzen Brille trägt dazu natürlich auch Ecks traditionelle Kleidung bei: Schwarzer Dreispitz und lange schwarze Jacke, weißes Hemd mit schwarzer Schleife und dunkelrote Weste. Während des Festumzugs trägt er dazu als Erkennungszeichen die kleine Leiter der Wurstwalze über der Schulter und eine lange Kette aus Würsten um den Hals.

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„Unser Umzug ist schon wild und bunt. Wir versuchen einen Spagat zwischen historisch und modern und schauen, dass es nicht zu sehr Fasching wird.“

„Die Wurstwalze ist ein einfaches Ding, aber die Kinder sind nach wie vor begeistert.“

„Wir sind ja alle mit dem Purzelmarkt groß geworden, für jeden hier im Dorf ist er das Highlight des Jahres. Und an die Wurstwalze kann ich mich noch aus meiner Kinderzeit erinnern, als ich selbst drüber geklettert bin“, erzählt Eck. „Damals ging es noch recht wild zu, heute sind wir eher vorsichtig geworden und helfen den Kindern auch. Die Wurstwalze ist ein ganz einfaches, eher altertümliches Gerät, aber die Kinder sind nach wie vor begeistert. Und wenn die Kinder fertig sind, wollen es die Erwachsenen auch noch mal versuchen,“ lacht Eck. „Aber die Walze ist bestimmt schon hundert Jahre alt. Im vergangenen Jahr ging sie kaputt, als eine Erwachsene hochgeklettert ist, und musste repariert werden.“ Der Purzelmarkt in Billigheim, das zwischen Bad Bergzabern und Landau liegt, ist das älteste Volksfest der Pfalz und findet inzwischen seit fast 570 Jahren statt. Er geht zurück auf das Jahr 1450, als Kaiser Friedrich III dem Ort im Klingbachtal Stadtrecht und Marktfreiheit verlieh. Der seit damals übliche Wochenmarkt wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts eingestellt, der herbstliche Jahrmarkt, mit wenigen Unterbrechungen in jedem Jahr begangen, blieb erhalten. In den früheren Jahrhunderten waren Samstag bis Montag die wichtigen Handelstage, am Dienstag fand der traditionelle Marktabschluss statt. Daraus entwickelt sich das heutige


„Was mich wirklich freut ist, dass auch zahlreiche junge Leute beim Festumzug mitmachen.“

und anregender gestalten zu helfen“. Die Ehrenamtlichen achten darauf, neben allen notwendigen Neuerungen die beliebten und typischen traditionellen Wettbewerbe zu erhalten. Dazu gehört natürlich das Purzeln der Jungen, das dem Fest seinen Namen gegeben hat, und über eine Strecke von 50 Metern den besten Purzelbaum-Schlager ermittelt. Außerdem gibt es Dreibeinlaufen, Sackhüpfen, Wassertragen, Stangenklettern und das sogenannte Rapstuchspringen, bei dem die Kinder unter einem großen aufgespannten Tuch durchrennen. Zum Start des Festes findet jedes Jahr ein ökumenischer Gottesdienst in Pfälzer Dialekt statt und aus den Reihen der Trachtengruppe wird eine Purzelmarktkönigin gewählt und gekrönt. Samstags herrscht in den Hofschänken und auf der Festmeile bereits buntes Festtreiben mit Musik und Tanz – schließlich ist Billigheim-Ingenheim die viertgrößte Weinbaugemeinde der Pfalz. Und dann fiebern alle dem großen Festumzug am Sonntag entgegen. Ein Glockengeläut kündigt den Beginn an. Der Zug führt traditionell vom oberen Tor, dem letzten der vier historischen Stadttore aus dem 15. Jahrhundert, zur Festwiese. Musikvereine, Trachtengruppen, Tänzer, Reiter, maskierte Fußgänger und Mottowagen wechseln sich in bunter Folge ab. Auch Wagen aus den Nachbardörfern sind dabei und Szenen aus dem bäuerlichen Leben.

Volksfest für die Region mit seinen volkstümlichen Wettkämpfen. Heute sind neben dem Festumzug die Reitwettbewerbe der größte Zuschauermagnet des Purzelmarktes. Statt – wie früher – über die etwas holprige Festwiese zu galoppieren, auf der währenddessen noch Kinderwettbewerbe stattfanden, ist für die Pferde inzwischen eine professionelle Rennbahn mit sicheren Absperrungen entstanden. Organisatorisch und finanziell engagiert sich hier neben der Gemeinde der Billigheimer Purzelmarkt-Verein, der 1905 gegründet wurde um „den alljährlich stattfindenden Purzelmarkt zu heben und das Fest in jeder Hinsicht verschönern

Die Wurstwalze

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Weinland Pfalz


„Unser Umzug ist schon wild und bunt “, sagt Wilfried Eck, „wir versuchen einen Spagat zwischen historisch und modern und schauen, dass es nicht zu sehr Fasching wird. Was mich wirklich freut ist, dass auch zahlreiche junge Leute beim Festumzug mitmachen, zum Beispiel Theos Lieblinge, die nun schon seit einigen Jahren immer wieder einen ausgefallenen Wagen ausstatten.“ An die 10.000 Besucher zählt die Gemeinde an solchen Tagen, an denen dann auch Wilfried Eck im Festumzug mitgeht, als Erkennungsmerkmale den Dreispitz, die Leiter und die Wurstkette. Viele alte Freunde und Bekannte, die in Billigheim aufgewachsen und dann irgendwann weggezogen sind, kommen ganz bewusst zum Purzelmarktwochenende zu Besuch nach Hause. „Das ist immer wie ein großes Familientreffen“, erzählt Wilfried Eck, der sich auch noch an die Musik erinnert, die früher sonntagmorgens vor dem Festumzug im ganzen Ort gespielt wurde: „In den sechziger und siebziger Jahren, als es noch kein Amtsblatt gab, hatten wir in Billigheim eine OrtsrufANZEIGE

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„Über die Wurstwalze bin ich als Kind selbst gekrabbelt um vorne die Wurst zu schnappen. Damals ging es noch recht wild zu, heute sind wir eher vorsichtig geworden.“

Wilfried Eck, ein gebürtiger Billigheimer, kam eher zufällig zu seiner Aufgabe an der Wurstwalze, die er inzwischen seit über 15 Jahren in jedem September erfüllt.

anlage. Das waren kleine, leitungsgebundene Lautsprecher, die im Ort verteilt an vielen Häusern hingen. Üblicherweise wurden dort abends wichtige Neuigkeiten aus der Verwaltung verkündet, aber am Sonntag des Purzelmarkts wurde schon morgens über diese Lautsprecher Musik gespielt. Das war toll.“ So wie Eck und seine Freunde, sind auch seine Kinder mit dem Purzelmarkt aufgewachsen. Ecks Sohn ist als Kind sogar im Festumzug mitgegangen, jetzt, in der Pubertät, ist das gerade nicht so attraktiv. „Das verstehe ich, aber ich freue mich auch jedes Jahr, wenn ich sehe, dass so viele Kinder noch Lust haben mitzurennen und zu klettern“, sagt er. „Wir können die Kinder offenbar mit diesen einfachen Wettbewerben begeistern, obwohl viele von ihnen heute doch so gerne mit Computern spielen. Aber ich glaube, all die Eltern, die eingefleischte Purzelmarktgänger sind, wollen auch, dass ihr Kind mal auf die Wurstwalze geklettert ist.“ Lust auf noch mehr Traditionsfeste?

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Glücksfelsen Text Andi Dick aus DAV Panorama 5/2017

Illustrationen Leonie Völkle

Fragile Wabenstrukturen, wacklige Reibungspassagen, widerspenstige Risse und eine anspruchsvolle Absicherung machen die grandiosen Linien an den roten Sandsteintürmen in der Waldlandschaft der Südpfalz in jeder Hinsicht unvergesslich. Pfälzer Kletterer

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P

Hier gibt es noch echte Linien und sie rufen „Kletter mich! Wenn du es bringst!”

„Pass gut auf jetzt“, warne ich meine Frau. Zwanzig Meter tiefer steht sie am Waldboden, zwischen uns läuft das Seil durch eine Serie großer und ganz großer Friends, denen ich aber nicht über den Weg traue und die ich vor meinem inneren Auge bei einem Sturz der Reihe nach aus dem Riss ratschen sehe, bis mein Kadaver unten aufplatscht. Dabei ist es nur V+. Also die viel zu runde Risskante packen, die Füße an die Gegenwand pressen, durchpiazen und irgendwie hinaufwursteln, mit Techniken, die sich einer Beschreibung widersetzen – schwer atmend wälze ich mich über die runden Gipfelfelsen, lenke um und schwebe nassgeschwitzt und mit am Knie durchgebluteter Hose dem Wandfuß entgegen. Die „Große Südverschneidung“ am Backelstein reicht mir so ziemlich als Tagewerk, souveränes Klettern fühlt sich anders an. Dabei hatte ich vor fast 35 Jahren, bei meinem ersten Pfalzbesuch, die schwierigere Bockverschneidung relativ solide vorgestiegen. Werd’ ich alt? Liegt’s an der relativ frischen Hüftprothese, die das Piazen schmerzhaft macht? Oder bin ich einfach „raus“ aus diesem eher alpinen Kletter-Metier? Denn wer auf Sandstein und Verschneidungen eingestellt ist, muss begeistert sein von dieser perfekten Linie: zwei rechtwinklig stehende Wände, ein Riss, kein Ring. Melanie spreizt und tänzelt entspannt hinauf, legt halb so viele Friends wie ich. Und Elmar Hasselwander hat die Route 1961 free solo geklettert, nachdem seine Erstbegehung angezweifelt worden war. Wer’s mag, wird selig werden in der „Palz“. Schon bei der Anfahrt aus der Rheinebene, hinein zwischen die sanften Kuppen des Pfälzerwalds, entspannt sich die Seele. Die Straße schlängelt sich durchs Tal, über Fachwerkdörfern stehen Burgen oder Ruinen auf den Hügeln. Dann springen rote Felsenriffe ins Auge, die wie Schlachtschiffe aus den bewaldeten Hängen herausfahren: schmal und lang, oft von einem Block gekrönt, der als Kommandobrücke oben aufsitzt. Vom Parkplatz schlendert man den Waldweg hinauf, zwischen ehrwürdigen Baumgestalten, Moos und Farn, es duftet würzig nach Harz und Pilzen. Dann plötzlich stehst du unter einem Turm, der sich wie ein Donnerkeil in den Himmel schraubt, oder unter einer langgestreckten Wandflucht – und siehst die Linien: dunkle Kamine, perfekte Verschneidungen, Risse jeder Breite, scharf geschnittene Kanten, ganze Wände aus erodierten Wabenstrukturen oder griffigen Löchern. Wo in Kalymnos oder Arco die Bohrhakenreihen fast willkürlich durch gleichförmigen Fels ziehen, gibt es hier noch echte Linien – und sie rufen: „Kletter mich! Wenn du es bringst!“ Um viele Routen ranken sich Geschichten, in fast allen kann man seine eigenen Geschichten erleben. Manche Linien springen mit einem Panthersatz ins Auge, viele furchen sich tief

in die Erinnerung. Ein Besuch in der Pfalz hinterlässt flammende Begeisterung – oder ein überzeugtes „Nie wieder!“ Klettern in der Pfalz: Das hatte schon immer etwas Klassisches, Heroisches. Aber auch etwas zutiefst Romantisches. „Für mich sind das die Felsen des Glücks“, schrieb Reinhard Karl, der legendäre Bergfotograf und -schriftsteller, in seinem letzten Aufsatz „Unterwegs nach Hause“, in dem er auf der Klosterwand sein Leben Revue passieren lässt; ein halbes Jahr vor seinem Lawinentod am Cho Oyu. „Ein Schatzkästchen, in dem man Harmonie und Zufriedenheit finden kann, wenn man nur genau hinschaut und offen ist. Im Frühjahr sind die Wiesen millionenfach übersät mit dem starken Gelb des Löwenzahns. Später im Jahr, wenn sich das schönste Unkraut zu farblosen Pusteblumen verwandelt hat, kommt dann der Sommerwind, der den Samen über die Felder bläst und Wärme und ein starkes Lebensgefühl erzeugt, auf das man bis in kalte, graue Dezembertage zurückgreifen kann. (…) Im Herbst sind die Blätter der Esskastanienbäume rot, nur das Grün der Wiesen bleibt noch bis in den November, wenn schon alles sich dem Regengrau des Winters ergeben hat. Die Wiesen blinken jetzt wie Silber durch das Licht, das über den Mittelgebirgskuppen – Hügel einer großen Mutter – gebrochen wird.“ Hans Laub, der nach dem Zweiten Weltkrieg mit Fred Frey in 20 Jahren rund 500 Neutouren eröffnet hat und noch heute die Szene beobachtet, schrieb: „Auf dem (Bärenbrunner) Hof, bei Mutter Guth, schliefen wir in der gut gefüllten Scheuer im Heu und sangen das Lied von den wilden Gesellen, denen die Sonne nicht untergeht.“ Oder vielleicht auch das Pfälzerlied, so eine Art Nationalhymne: „Da steh‘ ich auf des Berges Gipfel und schau‘ auf dich in süßer Ruh‘ / und jubelnd ruft’s in meinem Herzen: O Pfälzerland, wie schön bist du!“

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Weinland Pfalz


gehen [muss], die Felsen so zu erklettern, wie sie uns die Natur erschaffen hat.“ 1919 gründeten die Brüder Mann und einige andere Kletterer auf dem Asselstein die PK, die „Vereinigung der Pfälzer-Kletterer“, deren Mitglieder in den 20er-Jahren Abseilringe setzten, Gipfelbücher auflegten und mit Honigfels-Normalweg und Bockverschneidung den sechsten Grad erreichten. Kühnes Freiklettern blieb immer angesagt in der Pfalz, Hakenhilfe war nur für kurze Stellen toleriert. Typisch ist der Spruch von Fred Frey, der gerne per kontrolliertem Handstandüberschlag vom Rad abstieg: „In Erstbegehungen von mir findest du unter fünf Metern keinen Haken – da spring ich ab!“ Die PK etablierte sich als Ansprechpartner für die Behörden, ihre „Richtlinien für sanftes Klettern im Wasgau-Felsenland“ geben den Weg der Vernunft vor. Vorsichtiges Erschließen, Beachten von Sperrungen und zurückhaltende Verwendung von Magnesia sind zentrale Punkte, mit denen Besucher sich als Gäste der Natur beweisen können. Die PK saniert regelmäßig marode Haken, macht einmal jährlich eine Wegebauaktion und vertritt die Region Pfalz in der DAV-Kommission Klettern und Naturschutz. Und die PKler von heute sind die Revolutionäre von einst, dabei entspannt-weltoffen wie alle Pfälzer. Und dass die Namen vieler Pfälzer Felsen – Bruchweiler Geierstein, Spirkelbacher Rauhfels, Dahner Kuckucksfels, Eppenbrunner Altschlossfelsen – an berühmte Weinlagen erinnern (Laumersheimer Kapellenberg, Birkweiler Kastanienbusch, Kallstadter Saumagen), kann kein Zufall sein – sie stehen für Genuss. Denn der Buntsandstein, der vor 250 Millionen Jahren in einer Sahara-ähnlichen Wüste des damaligen Großkontinents Pangäa entstanden ist und sich dann bei der Absenkung des Rheintalgrabens aufgesteilt hat, ist verblüffend solide. Übrigens auch in den benachbarten Nordvogesen, die deshalb gemeinsam mit der Pfalz den „Wasgau“ bilden, benannt nach dem keltischen Waldgott Vosego. In den Vogesen stecken mehr Haken als in der Pfalz. Deswegen nutzen viele Genusskletterer diese Alternative. Und die Extremen finden hier nicht mehr viel Potenzial und emigrieren in den Frankenjura, sagt der Local Julius Westphal, der 2014 mit „Gegen den Strom“ (XI) die aktuell schwerste Route begangen hat. Schade wär’s, wenn sich Vosegos Geister mit Moos und Kraut die verschmähten Felsen zurückerobern würden. Wer auf große Linien steht, auf kontrolliertes Klettern im persönlichen Kompetenzbereich, wer einen Gaumen hat zum Genießen und eine Seele zum Erleben, der wird dem weltgereisten Reinhard Karl kaum widersprechen: „Ich bin immer wieder hierher zurückgekommen, hierher in die kleine Pfalz. Ich bin immer groß weggegangen und wieder klein zurückgekommen. Ich habe den anderen immer erzählt, wie großartig es woanders ist, und verschwiegen, dass es nirgendwo besser ist.“

„Der Ehrgeiz und das Streben des Kletterns muss dahin gehen, die Felsen so zu erklettern, wie sie uns die Natur erschaffen hat.” Auf die Gipfel raufzusteigen, das hat hier um 1860 begonnen, als ein Jäger den Asselstein, den markantesten Pfalz-Gipfel, mit Holzleitern und Baumstämmen eroberte und beim Abstieg drei junge Wanderfalken „mitnahm“. 1903 stiegen dann Karl und Oskar Mugler durch die Rödelstein-Nordwand (II), ohne Hilfsmittel zu verwenden – das „freie“ Klettern breitete sich auch in der Pfalz aus, obwohl einige Gipfel noch durch angelegte Baumstämme oder Seilwurf erobert wurden. Fritz und Theo Mann, führende Erschließer der Zeit um den Ersten Weltkrieg, formulierten nach einem Besuch im Elbsandstein ihre „Merksätze für den jungen pfälzischen Kletterer“ und schrieben unter anderem, „dass das Klettern ein ebenso schöner, wie gefahrvoller Sport ist, welcher die höchsten Anforderungen an Kraft, Gewandtheit und Schneid an Sie stellt“ und dass „der Ehrgeiz und das Streben des Kletterns dahin

Pfälzer Kletterer

Tipps zum Artikel

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Klettern

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Seit 100 Jahren auf der Route von Vernunft und Respekt vor der Natur

Kletterpolitik zeichnet sich maßgeblich durch die Naturschutzpolitik aus. Dieser Bereich nimmt einen großen Teil der Vereinsarbeit ein. In diesem Zusammenhang wurde, unter Einbindung der Natur- und Umweltschutzverbände und -behörden, der Arbeitskreis Klettern & Naturschutz Pfalz gegründet. Der Arbeitskreis gilt heute als vorbildliche und effiziente Arbeitsgruppe, die in der Kletterlandschaft Deutschlands ihresgleichen sucht. So wurde die PK in den letzten beiden Jahrzehnten zur zentralen Interessensvertretung von Kletterangelegenheiten im Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen. Der Verein ist dabei „modern“ geworden, jedoch ohne den Bezug zu seinen Traditionen und damit zu den älteren Mitgliedern zu verlieren. Denn nicht zuletzt die gewachsene Struktur und die traditionsreiche Geschichte halfen der PK das zu werden, was sie heute ist, ein von allen Seiten akzeptierter Kletterverband. Um großflächige Kletterverbote in der Südpfalz zu vermeiden, geben sich die Pfälzer Kletterer selbst einen Verhaltenskodex. Darin heißt es: „Die Spuren, die unser Sport zwangsläufig hinterlässt, müssen so minimiert werden, dass die Natur so wenig wie nur irgend möglich beschädigt wird. Nur so wird es uns gelingen, die Klettermöglichkeiten in der Südpfalz für die Zukunft zu erhalten.“

Der Verein der Pfälzer Kletterer (PK)

In die Tat umsetzen Der Artenschutz und hierbei speziell der Vogelschutz ist ein zentrales Anliegen der Naturschützer, da z.B. die Wanderfalken die Felsen der Südpfalz als Brut- und Aufzuchtstätte nutzen. Aus diesem Grund liegt die Hauptaufgabe der Fachgruppe „Vogelschutz und Felssperrungen” der PK in der temporär befristeten Festlegung von Felssperrungen für Wanderfalken und Uhu. Die einzelnen Brutfelsen werden von den Vogelschützern während der Sperrphase bewacht.

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Weinland Pfalz


Text Michael Dostal

Fotos JackSenn

Die Mutmacherin Jacqueline Fritz ist etwas gelungen, was noch niemand vor ihr geschafft hat: Sie überquert die Alpen auf einem Bein und zwei Krücken. Einen großen Teil des Trainings absolviert sie an Felsen und auf Pfaden in ihrer Heimat Pfalz. Die Mutmacherin

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Weinland Pfalz


„Ich habe die Berge gehasst und den Strand geliebt. Auch im Pfälzerwald bin ich nie gewandert.”


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Sie ist durch die Berge über den Berg. Jacqueline Fritz, geboren 1985, aus dem südpfälzischen Impflingen lebt heute in Birkenhördt. Die gelernte Grafikdesignerin, ausgebildet an der Kunsthochschule Karlsruhe, betreibt eine Werbeagentur. Und sie hält Vorträge in Reha- und Krebskliniken sowie integrativen Schulen, absolviert viele Messe- und Fernsehauftritte oder wirkt in Werbespots für Kameras, Bergschuhe und Sportbekleidung mit. Begonnen hat diese Karriere 2016 mit einer Alpenüberquerung auf einem Bein und mit zwei Krücken. Denn Jacqueline Fritz musste im Alter von 22 Jahren der rechte Unterschenkel amputiert werden. Aus einem tiefen Tal hat sie sich danach im wahrsten Sinne des Wortes wieder nach oben gearbeitet und will damit anderen Mut machen. Es werden dann über 300 Kilometer und 35.000 Höhenmeter. „Fünfbeinig über die Alpen“ könnte das Motto dieser großen Tour zu sich selbst lauten. Denn immer

„Die Idee der Alpenquerung war zu abgedreht. Bei der Sponsorensuche haben die Firmen zunächst nicht geglaubt, dass ich es schaffen kann.” Die Mutmacherin

„Am Anfang waren die Leute über meine Offenheit irritiert. Heute finden sie meine Aktionen cool.” mit dabei ist Mischlingshund Loui, den Jacqueline Fritz zum Bergbegleithund ausgebildet hat. Loui sucht Wege für sie und achtet auf Gletscherspalten, Steinschlag oder Lawinen. Bei Jacqueline Fritz versteht sich von selbst, dass sie den Alpencross nicht auf dem Standard-Fernwanderweg E5 angegangen ist. Ihre Route sollte alles umfassen, was den sportlichen Reiz der Alpen ausmacht: schmale Pfade, Kletterpassagen, Gletscher und Geröllfelder. Von Hammersbach bei GarmischPartenkirchen führte der Weg, neben Hund Loui war Kamerafrau Laila Tkotz mit dabei, zunächst auf den höchsten deutschen Gipfel, die Zugspitze. Weiter ging es über Leutasch, die Peter-Anich-Hütte und die Dortmunder Hütte ins Stubaital. Von dort über die Schneeberghütte und den Meraner Höhenweg nach Meran. Rund einen Monat hat die Tour gedauert. Fürs Bergsteigen, so hat Jacqueline Fritz ausgerechnet, braucht sie im Schnitt doppelt so lange wie ein zweibeiniger Mensch. Sportlich aktiv ist Jacqueline Fritz schon immer. Als Mädchen war sie im Luftgewehrschießen, beim Reiten und vor allem im Ballett aktiv, was sie auf Leistungsniveau tanzte. Dabei passierte es im Alter von 15 Jahren: Bänderriss am Sprunggelenk. Eine Leidensgeschichte begann, die in der Amputation mündete. „Behinderte Frauen sind ein ganz spezielles Thema, die denken, das Leben ist vorbei. Jungs sind offener“, erklärt Jacqueline Fritz den Moment, ab dem sich die Spirale nach unten zu drehen beginnt. Sie habe durch ihre Schmerzen eine „Flucht ins Morphium“ begonnen, die in die Abhängigkeit führte. Bei einem Entzug, so Jacqueline Fritz, sei sie „aufgewacht“. Aus einem Tunnel wur-

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de dabei ein heller Gang. Während eines Reha-Aufenthaltes im Allgäu passierte es dann: Jacqueline Fritz entdeckte ihre Leidenschaft für die Berge. Freunde wollten sie zunächst nicht mitnehmen, doch sie trainierte heimlich. Beim Chiemsee war dann zusammen mit den Freunden eine Hütte das erste wirkliche Ziel. „Der Hüttenwirt hat uns wieder runtergefahren und ich dachte, das kann ich öfter machen“, erinnert sich Jacqueline Fritz. Weil bei den Touren der Kopf frei und die Schmerzen vergessen wurden, entstand die Idee vom Alpencross. Die Pfalz hält Jacqueline Fritz für barrierefreies Wandern sehr geeignet. „Es ist super. Es gibt gute Forstwege und auch geeignete Singletrails. Man kann bei uns sogar Höhenmeter machen“, so die behinderte Sportlerin, die vor allem die vorhandenen Naturwege herausstellt. Diese finde man in Bayern, Österreich und der Schweiz weniger. „Anderswo gibt es oft nur noch Splittwege und die sind mit Krücken ein Problem“, verweist sie auf eine hohe Sturz- und Verletzungsgefahr, die sie im Alltag genauso wie andere Behinderte treffe. Bei der Planung, so empfiehlt Jacqueline Fritz, sollten Menschen mit Handicap einbezogen werden, die Erfahrung haben und wissen, auf was geachtet werden müsse. Dieses Thema betreffe viele Menschen, ganz gleich, ob sie zum Beispiel mit dem Kinderwagen oder dem Rollator unterwegs seien. „Inklusion wird nicht umgesetzt. Viele Leute wollen sich nicht in der ‚Randgruppe‘ sehen“, appelliert Jacqueline Fritz gegenzusteuern und „nicht das schicke Penthouse oder Auto, sondern den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen“.


Mit weiteren Aktivitäten will Jacqueline Fritz Inklusion voranbringen und weiter anderen Mut machen. Im Spätsommer 2018 standen die „Seven Summits“ des Stubaitals auf dem Programm. Um die sieben Gipfel, davon vier 3000er, zu besteigen, galt es über 110 Kilometer mit über 21.000 Höhenmetern zu bewältigen. Zusätzlich führte sie ihr Weg zur KletterWeltmeisterschaft in Innsbruck sowie zur Deutschen Meisterschaft im Sportschießen in München. Konkrete Pläne für 2019 gibt es auch schon: Von Slowenien soll es mit dem Kanu bis nach Albanien gehen. Klettern und Bouldern natürlich inklusive, denn Berge gehören bei Jacqueline Fritz einfach immer mit dazu.

„Wir müssen mit dem Thema Behinderung provokativer umgehen und dazu stehen. Nur so kann Inklusion gelingen.”

Für Alle! Der Landkreis Bad Dürkheim mit der Stadt Neustadt an der Weinstraße und die Südliche Weinstraße gehören zu den zehn Modellregionen für barrierefreien Tourismus in Rheinland-Pfalz.

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Weinland Pfalz


Das kleine Abenteuer im Advent


Familienausflüge mit Axt und Säge: Weihnachtsbäume aus dem Pfälzerwald erfreuen sich immer größerer Beliebtheit Text Michael Dostal Fotos TIZIE Photographie

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„Nehmen wir den?“ „Nein, der ist nicht dicht genug!“ Ein kurzer Dialog am Samstag vor dem dritten Advent. Aufgeschnappt früh morgens im Wald bei Höningen (Landkreis Bad Dürkheim). Das Paar greift nach Beil und Säge und geht zielstrebig ein Stück weiter. Kurz darauf sie: „Ich finde den besser.“ Er pflichtet bei: „Der sieht aber gut aus.“ Wenige Minuten später tragen die beiden gemeinsam „ihre“ Fichte auf dem Waldweg in Richtung Parkplatz Langenthal. Dort steht Förster Markus Leuteneker an der Kasse. Nach dem Bezahlen wird noch das Transportnetz über den frisch geschlagenen Baum gezogen und es geht los. Jetzt kann das Fest kommen. Selbst Weihnachtsbäume schlagen hat mittlerweile Tradition im Pfälzerwald.

Das kleine Abenteuer im Advent

Weihnachtsbaum-Tipps Transport Baum beim Transport auf dem Autodach in Folie einschlagen, damit ihm der Fahrtwind kein Wasser entziehen kann

Lagerung Baum an kühlem Platz, am besten im Freien, stehend lagern Baum vor direkter Sonneneinstrahlung schützen Baum am Fuß eine etwa zwei Zentimeter große Scheibe abschneiden und in einen Eimer mit Wasser stellen (eventuell gesamten Baum mit Wasser benetzen) Baumnetz immer von unten nach oben öffnen

Vorbereitung Baum so spät wie möglich ins Zimmer holen Baum vor dem Aufstellen am Stammende frisch beschneiden Baumständer mit Wasserreservoir benutzen Baum einmal täglich mit Wasserzerstäuber leicht befeuchten

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Immer mehr Menschen lieben das kleine Abenteuer in der Adventszeit. Am Parkplatz Langenthal herrscht schon vor dem offiziellen Beginn um 10 Uhr reger Betrieb. Sie kommen in Autos mit Gepäckträgern oder Anhängern. Beile und Sägen, zum Teil sogar mit Motor, werden ausgeladen. Manche rücken in Truppenstärke an. Andere alleine oder als Paar. Und dann sind da noch viele Familien, die den Weihnachtsbaum gemeinsam auswählen. „Die Kinder wollen sehen, wo der Baum herkommt“, erklärt ein Opa aus Ludwigshafen, der zusammen mit den beiden Enkeln und deren Vater angereist ist. Letzterer ergänzt: „Der Baum ist hier auch frischer und hält länger.“ Die Forstämter bieten in der Adventszeit zahlreiche Termine an. Vor Ort sind zudem bereits geschlagene und zugekaufte Bäume erhältlich. „Die beliebte Nordmanntanne wächst im Pfälzerwald nicht“, nennt Joachim Weirich vom Forstamt Bad Dürkheim einen der Gründe dafür. Außerdem brauchen die Bäume Zeit zum Wachsen. Mindestens zehn Jahre, um etwa zwei Meter groß zu werden. Die Faustregel zur Altersschätzung: pro Jahr wächst ein Kranz mit Ästen. Die wichtigste Maßnahme, die mit dafür sorgt, dass die Weihnachtsbäume groß genug werden, ist übrigens das Abzäunen der Kulturen. Nur so lassen sich Wildschweine davon abhalten, die Setzlinge mit viel Stärke in den Wurzeln zu fressen. Später verhindern die Zäune außerdem, dass Rehe, die das frische Grün der Knospen lieben, diese abknabbern. Der Verkauf der Weihnachtsbäume ist kein Geschäft, sagt Joachim Weirich. „Für uns sind diese Termine aber eine Chance, unsere Inhalte zu transportieren, weil wir ins Gespräch kommen“, nennt er sie eine besondere Form der Öffentlichkeitsarbeit. Zudem erfülle man den Menschen ein Bedürfnis. Denn das Grün im weihnachtlichen Wohnzimmer, eine Tradition über viele Jahrzehnte, sei „ein Tröster und mache Mut, dass nach dem Winter die Vegetation wieder losgeht“. Wichtig ist Joachim Weirich der Hinweis, dass sich auch die Kiefer als Weihnachtsbaum eignet. Sie ist die am meisten verbreitete Baumart

Weinland Pfalz


Die Bäume brauchen Zeit zum Wachsen. Mindestens zehn Jahre, um etwa zwei Meter groß zu werden. Die Faustregel zur Altersschätzung: pro Jahr wächst ein Kranz mit Ästen.

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen: Das Schönste am Schlagen des eigenen Tannenbaums im Pfälzerwald ist sicher das besinnliche Beisammensein bei einem wärmenden Glühwein und einer guten Wildbratwurst. Jetzt kann Weihnachten kommen!

im Pfälzerwald. In den dortigen Kulturen wachsen ansonsten überwiegend Fichten und Tannen. Wie man diese unterscheidet? „Die Fichte sticht, die Tanne nicht“, erklärt Jochen Weirich. Über 70 Prozent aller Weihnachtsbäume – in Deutschland werden pro Jahr rund 30 Millionen verkauft, davon knapp 2 Millionen in Rheinland-Pfalz – sind nach wie vor Nordmanntannen, die überwiegend aus landwirtschaftlichen Plantagen stammen. Ursprünglich sind diese in unseren Breiten gar nicht gewachsen, weshalb die Entscheidung für eine regionale Baumart wie Fichte, Kiefer oder Tanne, immer die bessere ist. Denn auch beim Weihnachtsbaum gilt, kurze Transportwege wirken sich positiv auf die Ökobilanz aus. Seit 2016 gibt es in RheinlandPfalz sogar Öko-Weihnachtsbäume, die mit einem „Forest Stewardship Council (FSC)-Siegel“ zertifiziert sind. Voraussetzung dafür ist ein sozial- und umweltverträglicher Anbau ohne Mineraldünger und Pestizide. Diese Weihnachtsbäume werden mit steigender Stückzahl nach und nach zu einer Alternative zu Bäumen aus riesigen Baumkulturen. Schon heute sind die Blaufichten und Weißtannen aus dem Pfälzerwald bei Höningen eine Alternative. Selbst die zugekauften Christbäume, die hier angeboten werden, stammen aus Rheinland-Pfalz. Forstunternehmer Alois Hörl holt sie aus dem Hunsrück. Am Ende des Tages sind rund 200 Bäume verkauft – je 100 selbst geschlagene und angekaufte. „Die sind alle ganz neidisch auf unseren Baum“, meint ein kleiner Junge strahlend, der an der Packstation „seinen“ Baum nicht mehr aus den Augen lässt. Derweil gibt es einen kleinen Rückstau an der Kasse. Der frotzelnde Kommentar dazu: „Das ist ja fast wie beim Aldi an der Kasse.“ Die Atmosphäre im Wald bei Höningen ist aber ansonsten eine völlig andere. Längst lodert ein heimeliges Lagerfeuer. Und Wildbratwürste und Glühwein munden nach getaner Arbeit ganz besonders gut. Informationen

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Das kleine Abenteuer im Advent

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Weingut Fußer, Niederkirchen mfg-wein.de; (Mitglied bei respekt BIODYN respekt-biodyn.bio/de) Weingut Dr. Bürklin-Wolf, Wachenheim buerklin-wolf.de (Mitglied bei Biodyvin, biodyvin.com)

Advent im Forst 2019 Termine der Forstämter zum Tannenbaumschlagen entlang der Weinstraße finden Sie unter deutscheweinstrasse-pfalz.de/ winterland

Per PKW: Anreise über A65, A6 und B10 Per Flug: Flughafen Baden-Airpark (Karlsruhe) und Mannheim Per Bahn & Bus: ICE- und IC-Bahnhöfe gibt es in Mannheim, Ludwigshafen, Kaiserslautern, Neustadt/Wstr. und Karlsruhe. Von dort aus fahren die Bahnen stündlich oder in noch kürzerer Taktung. bahn.de Vor Ort bequem per Bahn & Bus: Ideal für Ihre Unternehmungen in der Urlaubsregion Deutsche Weinstraße ist die Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Die Busse und Bahnen im Verkehrsverbund RheinNeckar (VRN) oder dem Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) fahren mindestens im Stundentakt, die S-Bahn auf der Strecke Mannheim – Neustadt – Kaiserslautern sogar im 30Minuten-Takt an die Deutsche Weinstraße. Fahrplan-, Ticketinformationen und Tickets: VRN Fahrplanauskünfte rund um die Uhr (kostenlos): Tel. 0621/1077 077 vrn.de KVV Fahrplanauskünfte Mo-Fr: 7-19 Uhr, So: 7-13 Uhr: Tel. 0721/6107 5885 kvv.de Ticketverkauf: Online, an den Fahrkartenautomaten (Bhf.) oder beim Fahrpersonal im Bus. Cabrio-Doppeldecker-Bus Deutsche Weinstraße: Ganz besondere Aus- und Einblicke erlebt man von Mai bis Ende Oktober mit drei verschiedenen Cabrio-Doppeldecker-Buslinien: Bad Dürkheim Tour (Linie 497), Burgunder Tour (Linie 498), Riesling Tour (Linie 499). Im Cabrio-Bus gelten die normalen VRN-Fahrscheine. deutsche-weinstrasse.de/cabriobus Wanderbusse und Ausflugszüge: Von Mai bis Oktober verkehren zusätzliche Wanderbusse, zum Beispiel der Kalmit-Express (Linie 503) oder der Leiningerlandbus (Linie 454) sowie Ausflugszüge, zum Beispiel das Kuckucks-Bähnel in Neustadt/Wstr. in den Pfälzerwald. vrn.de suedlicheweinstrasse.de/wanderbusse

Weingut Fitz-Schneider, Edenkoben wein-fitz-schneider.de

S. 30–32 Das kleine Abenteuer im Advent

Reisetipps

Barrierefrei Reisen

Gipfelbücher aus 100 Jahren Klettergeschichte Seit den Anfängen des Kletterns in der Pfalz wurden Gipfelbücher auf den Gipfeln deponiert um die Besteigungen zu dokumentieren. Derzeit befinden sich 488 Gipfelbücher im Archiv der PK. Genießen Sie einen Auszug unter pfaelzer-kletterer.de Die PK Gipfelbucharchiv

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Die Deutsche Weinstraße ist eine gastfreundliche Region – hier ist jeder herzlich willkommen! Bei uns gibt es ein großes barrierefreies Angebot: Von gemütlichen Unterkünften über urige Weinstuben bis hin zu attraktiven Ausflugszielen. Auf unseren Webseiten finden Sie jede Menge Detailinformationen. Dort haben wir zum Beispiel alle geprüften Unterkünfte, Restaurants, Ausflugsziele und Feste zusammengestellt. Somit kann jeder Gast seine individuelle Reise planen. deutsche-weinstrasse.de/barrierefrei suedlicheweinstrasse.de/barrierefrei

Weinland Pfalz


Wein & Genuss

Tradition

Bock zu feiern

Genussvolles aus der Pfälzer Küche: Kreative Rezepte ( S. 14 ) rund um beliebte Pfälzer Produkte, wie Spargel, Wild und Co. und typische Pfälzer Klassiker, wie Saumagen finden Sie unter deutscheweinstrasse-pfalz.de

In Deidesheim wird die Langeweile auf die Hörner genommen. Und das hat Tradition. Denn die historische Geißbockversteigerung am Dienstag nach Pfingsten die gibt es schon seit 1404.

Kulinarische Wanderungen

Historische Geißbockversteigerung mit Geißbockwanderung Bereits der 616. Geißbock wird am Pfingstdienstag vor dem historischen Rathaus in Deidesheim versteigert. deidesheim.de

Außerdem sollten Sie auf keinen Fall verpassen: Hansel-Fingerhut-Fest Am Sonntag Lätare (3 Wochen vor Ostern) feiert Forst das Sommertagsspiel, das bis in das Jahr 1721 nachweisbar ist und 2017 in das immaterielle Kulturerbe aufgenommen wurde forst-pfalz.de 569. Billigheimer Purzelmarkt 13.-16. September 2019 ( S. 18–21 ) Der Festumzug startet am Sonntag den 15. September purzelmarkt.de

Dürkheimer Wurstmarkt Seit mehr als 600 Jahren wird am 2. und 3. Septemberwochenende auf den Brühlwiesen gefeiert. Alle Informationen zum größten Weinfest der Welt gibt es unter duerkheimer-wurstmarkt.de Deutsches Weinlesefest Bereits 80 Pfälzische Weinköniginnen wurden im Rahmen des Deutschen Weinlesefestes in Neustadt an der Weinstraße gewählt. neustadt.eu/weinlesefest

25.–27.1.2019 Rotweinwanderung, Freinsheim 26.–27.1.2019 Erlebnis in Rot, Landau-Nußdorf 8.–9.3.2019 Weinbergnacht, Bad Dürkheim 27.–28.4.2019 WeinWanderWochenende Pfalz 4.–5.5.2019 Weinwanderung, Weisenheim/Berg 4.–5.5.2019 Weyherer Weinpanorama 12.5.2019 WEINperPEDES, Bockenheim 18.–19.5.2019 Kulinarische Wanderung ins Himmelreich, Herxheim/Berg 18.–19.5.2019 Erlebnis in Weiß, Landau-Nußdorf 25.–26.5.2019 Kulinarische Wanderung um Obst, Spargel und Wein, Erpolzheim 1.–2.6.2019 Weinbergswanderung Höllenpfad, Grünstadt-Sausenheim 7.–8.6.2019 St. Martiner Weinweg, St. Martin 8.–10.6.2019 Birkweiler Weinfrühling 15.– 16.6.2019 Weinpanorama am Herrenpfad, Heuchelheim-Klingen 6.–7.7.2019 Grenzenlos Wein, Schweigen-Rechtenbach 20.–21.7.2019 WeinGenussGarten, Albersweiler 27.–28.7.2019 Kalmitweinfest, Ilbesheim 31.8.–1.9.2019 Kulinarische Wanderung um die Quetsch, Weisenheim/Sand 15.9.2019 Kulinarische Weinbergswanderung Siebeldingen 20.–22.9.2019 Kulinarische Weinwanderung Freinsheim

Jahresübersicht der Pfälzer Highlights Damit Sie sehen, was in Ihrer Reisezeit Besonderes los ist. Mandelblüte

Spargelzeit

Präsentationen neuer Jahrgänge

Weinlese & Neuer Wein

Weinfeste

Musikalischer Sommer Keschdezeit

Weihnachtsmärkte 01

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Praktisches & Service

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Weinmessen und Events 23.–24.2.2019 GROSSE WEINE, Barrique Forum Pfalz, Bad Dürkheim 2.–3.3.2019 Mußbacher Spitzen, NW-Mußbach 24.3.2019 Edesheimer Weinexchange 6.4.2019 Fass uff de Gass, NW-Duttweiler 7.4.2019 Kleinfischlinger Weinfrühling, Kleinfischlingen 13.–14.4.2019 Bockenheimer Weintage 13.–14.4.2019 Wein am Dom, Speyer 26.–28.4.2019 WeinTestival, Rhodt u. Rietburg 27.–28.4.2019 6 auf der Höhe, Meckenheim 27.–28.4.2019 Burgunderfrühling, Schweigen-Rechtenbach 4.–5.5.2019 LagenKOSTbar, Forst 18.–19.5.2019 Silvanerwettstreit, Hochstadt 24.–27.5.2019 Niederkirchener Vinotour 1.6.2019 Duttweiler Weinblüten 8.–10.6.2019 CuliVino, NW-Hambach 15.–16.6.2019 Hainfelder Weinrunde 21.-23.6.2019 Weintage der Südlichen Weinstraße, Landau 6.7.2019 Nacht der Weinforscher, Siebeldingen 13.7.2019 Nacht der Weine, Herxheim bei Landau 2.10.2019 Nacht der offenen Weinkeller, Landau-Nußdorf 4.–5.10.2019 Tag der offenen Weinkeller, Impflingen 30.11.2019 VDP. Lange Nacht der offenen Weinkeller

Keschdezeit: In den Herbstmonaten purzeln auch die Keschde (Esskastanie) in unseren Wäldern am Haardtrand von den Bäumen. Zu verkosten in zahlreichen Restaurants, zu erleben bei Kastanienführen wie in Wachenheim, St. Martin und rund um das Hambacher Schloss und in allen Formen zu kaufen auf den Kastanienmärkten in Annweiler und Edenkoben. keschdeweg.de Adventszeit/Weihnachtsmärkte Thomas-Nast-Nikolausmarkt in Landau von Donnerstag vor dem 1. Advent bis 4. Advent Rhodter Advent in Rhodt unter Rietburg am zweiten und dritten Adventswochenende Weinwinter in Birkweiler am zweiten

Adventswochenende Mittelalterlicher Weihnachtsmarkt auf Burg Landeck bei Klingenmünster am dritten Adventswochenende Weihnachtsmarkt der Kunigunde in Neustadt an der Weinstraße von Montag vor dem 1. Advent bis zum 4. Advent Deidesheimer Advent an allen vier Adventswochenenden Weihnachtsmarkt in Neuleiningen am ersten und zweiten Adventswochenende Weihnachtsmarkt der 1000 Lichter in Haßloch an allen vier Adventswochenenden Dürkheimer Advent in Bad Dürkheim an allen vier Adventswochenenden Weihnachtsmarkt Freinsheim an allen vier Adventswochenenden

Burgen & Schlösser

Deutsch-Französische Bauernmärkte 5.5.2019 Neustadt an der Weinstraße 12.5.2019 Bad Bergzabern 8.9.2019 Wissembourg (Elsass) 22.9.2019 Grünstadt 29.9.2019 Silz, Wild- & Wanderpark 20.10.2019 Kirrweiler Gartenmärkte 13.–14.4.2019 Pflanzen- und Gartenmarkt Edenkoben 5.5.2019 Kräutermarkt Wachenheim 2.6.2019 Herxheimer Erdbeermarkt 17.–18.8.2019 Pfälzer Gartenmarkt Maikammer Pfälzer Jahreszeiten Pfälzer Mandelwochen: Das triste Grau des Winters tauschen wir an der Deutschen Weinstraße schon sehr früh gegen das zarte Rosa der Mandelblüte. Vom 1. März bis zum 14. April 2019 wird nicht nur auf dem Gimmeldinger Mandelblütenfest, der Mandelmeile in Edenkoben und bei VinoLumino in zahlreichen Vinotheken gefeiert, sondern auch bei unzähligen weiteren Veranstaltungen rund um die Mandelblüte und den Frühling. mandelbluete-pfalz.de

Aussicht aus alten Gemäuern Nirgendwo sind die Burgen so spannend und gruselig, erzählen so viele Geschichten und liegen so idyllisch wie in der Pfalz. Zahlreiche Burgen und andere historische Bauwerke sind Attraktionen in der Pfalz. Sie sind einerseits steinerne Zeugen einer traditionsreichen und wechselvollen Geschichte. Andererseits stellen sie eine attraktive Bühne dar. deutscheweinstrasse-pfalz.de Burg Landeck Die Landeck ist leicht zu erreichen und perfekter Ausgangspunkt für Wanderungen. landeck-burg.de Madenburg Die Madenburg liegt 250 Meter oberhalb der Gemeinde Eschbach auf einem Felsausläufer des Rothenbergs. madenburg-pfalz.de Hardenburg Eine der größten Burganlagen der Pfalz mit multimedialer Zeitreise in die Vergangenheit. schloss-hardenburg.de Burg Neuleiningen Die Ruine einer Höhenburg, die um 1240 durch die Leininger Grafen erbaut wurde. neuleiningen.de

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Erkunden

Sehenswürdigkeiten

Hambacher Schloss Seit dem Hambacher Fest 1832 zählt das Hambacher Schloss zu den bedeutendsten Orten der deutschen Geschichte. hambacher-schloss.de Villa Ludwigshöhe König Ludwig I. (1786–1868) liebte Italien so sehr, dass er sich in der Pfalz ein Domizil nach italienischem Vorbild erbauen ließ. schloss-villa-ludwigshoehe.de Trifels Die vornehmste Königsfestung der Stauferzeit steht auf dem höchsten der drei kegelförmigen Burgberge oberhalb Annweilers, dem Sonnenberg, der drei­geteilt ist – vermutlich kommt daher der Name Trifels. reichsburg-trifels.de

Weinland Pfalz


Trekking

Neue Routen und Plätze Abenteuer, Wildnis und Abgeschiedenheit auf 15 Plätzen im Pfälzerwald

Gepäckservice Pfalz: Deidesheim gepaeckservice-pfalz.de

beim Hotel Schloss Edesheim schlossfestspiele-edesheim.de

Genussradeln Pfalz: Geführte Touren entlang der Deutschen Weinstraße genussradeln-pfalz.de

Ganzjährig Laientheater, in vielen Gemeinden entlang der Deutschen Weinstraße deutscheweinstrasse-pfalz.de

Mountainbikepark Pfälzerwald: 900 Streckenkilometer, verteilt auf 20 perfekt markierte MTB-Touren mit bis zu 25% Singletrailanteil. mountainbikepark-pfaelzerwald.de

Kleinkunst und Kabarett, in Neustadt an der Weinstraße, z. B. im Herrenhof neustadt.eu

Kultur

Palatia Jazz: Jazzkonzerte in historischen Stätten palatiajazz.de

Gästeführer, Naturführer Pfalz und Kulturund Weinbotschafter: Zahlreiche gut ausgebildete Gästeführer zeigen, was die Deutsche Weinstraße zu bieten hat deutscheweinstrasse.de suedlicheweinstrasse.de naturfuehrer-pfalz.de kultur-und-weinbotschafter.de

Limburg Sommer: Open Air Festival der Stadt Bad Dürkheim mit Schauspiel, Konzerten und Operngalas bad-duerkheim.com/ limburg-sommer.html

Musiksommer

Wachenheimer Serenaden: Übers ganze Jahr hinweg an verschiedenen Schauplätzen in Wachenheim wachenheimer-serenade.de

Theater/Kulturbühne HAMBACHER MusikFEST: KammermusikFestival in der Fronleichnamswoche hambachermusikfest.de

Boulevard-Theater Deidesheim boulevard-deidesheim.de

Auf diesen Plätzen, die von April bis Oktober genutzt werden können, ist das Übernachten im Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen ganz offiziell erlaubt. Und man muss sich gar nicht weit von den bekannten Wegen entfernen, um das Gefühl zu haben, ganz allein mit Fuchs und Reh im Wald zu sein. trekking-pfalz.de

Aktiv

Chawwerusch-Theater Herxheim chawwerusch.de

Burgsommer Neuleiningen: Weniger klassisch wird auf der Burg Neuleiningen gefeiert burgsommer-neuleiningen.de Villa Musica: Ein Garant für hochwertige Musikveranstaltungen mit historischen Spielorten. villamusica.de

Kulturbühne im Brennofen, Ilbesheim mein-brennofen.de/de/kulturbuehne Schlossfestspiele Edesheim, Kulturprogramm in den Sommermonaten auf der Seebühne

Trifelsserenaden: Im Kaisersaal der Burg Trifels finden jährlich die Trifelsserenaden statt. villamusica.de/spielstaetten/annweiler

Nützliches

Hütten Pfälzerwald-Hütten: Mehr als 100, vorrangig am Wochenende bewirtschaftete Hütten im Pfälzerwald, z. T. mit Übernachtungsmöglichkeiten pwv.de, naturfreunde-rlp.de Klettern Fitz Rocks, Landau

Theader Freinsheim, das kleinste Theater Deutschlands theader.de

fitzrocks.de

Klettergarten im Steinbruch Neustadt-Gimmeldingen Wandern und Radeln

1) Die Pfalz feiert Alle Weinfeste, Weinmessen und traditionellen Kerwen im kleinen Format oder als Web-App pfalz.de/app  2) Radkarte Pfalz Zertifizierte Themenrouten, Mountainbiketouren, E-Bike- und Fahrradverleiher der Region sowie das flächendeckende Netz an E-Bike Ladestationen in der Pfalz pfalz.de  3) Radkarte Südpfalz Urlaub auf zwei Rädern – die schönsten Touren entlang Rhein, Wein und Wald in der Südpfalz suedlicheweinstrasse.de  4) Tourenkarte „Wandern und Radfahren“ Deutsche Weinstraße-Mittelhaardt deutsche-weinstrasse.de 5) Bauernmärkte Die übersichtliche Broschüre mit allen Bauernmärkten gibts unter pfalz.de  6) Broschüre Freizeittipps für die Pfalz: mit Burgen, Schlössern, Kirchen, Museen und vielem mehr pfalz.de  7) Winterland Die Broschüre und weitere Informationen zum Winter an der Deutschen Weinstraße gibt es unter deutscheweinstrasse-pfalz.de/winterland

Wandermenü Pfalz: Alle zertifizierten Wanderwege auf einen Blick wandermenue-pfalz.de

Deutsche Weinstraße Mittelhaardt

Wandern und Radfahren Tourenkarte

Wandern und Radeln ohne Gepäck: Zahlreiche Arrangements beispielsweise entlang des Pfälzer Weinsteigs oder des Radwegs Deutsche Weinstraße. Komplett organisierte Angebote inkl. Gepäcktransfer und vielen weiteren Leistungen suedlicheweinstrasse.de

Praktisches & Service

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Ein großes Stück Pfälzer Lebensfreude erwartet die Gäste in unserem KNAUS Campingpark Bad Dürkheim. Neben regionalen Attraktionen und kulinarischen Köstlichkeiten sorgen aber auch die parkeigenen Einrichtungen für entspannte Urlaubstage. So ist unser schöner Almensee besonders an heißen Tagen ideal, um sich herrlich zu erfrischen. Aktiver geht es beim Standup-Paddling, Geo-Caching, Bogenschießen sowie beim Reiten auf der Old River Ranch zu. Restaurant mit Terrasse und Blick auf den See Imbiss mit Beachbar Supermarkt mit Gasverkauf Freizeitprogramm und Kinderanimation in der Haupsaison Streichelzoo und Reitstation Sportplätze, Kinderspielplatz, Kinderspielhaus und Kinder-Kino Kanu-Kurse und -Verleih, Fahrradverleih Großzügige Stellplätze für Wohnwagen und Zelte Voll ausgestattete Mobilheime Echte Indianer-Tipis Gemütliche Residenz- oder Bungalowzelte Rustikale Campingfässer direkt am Seeufer KNAUS Campingpark Bad Dürkheim**** In den Almen 1 | 67098 Bad Dürkheim | Tel.: +49 63 22 6 13 56 badduerkheim@knauscamp.de | GPS: 49° 28‘ 25‘‘ N, 8° 11‘ 30‘‘ O

Impressum Herausgeber Südliche Weinstrasse e. V. An der Kreuzmühle 2 76829 Landau i. d. Pfalz Tel. 06341/940-400 Fax 06341/940-502 info@suedlicheweinstrasse.de Deutsche Weinstraße e. V. – Mittelhaardt – Martin-Luther-Straße 69 67433 Neustadt an der Weinstraße Tel. 06321/912333 Fax 06321/912330 info@deutsche-weinstrasse.de Designkonzeption und Umsetzung magma, Karlsruhe Druck und Verarbeitung pva, Landau

Camping mit Esprit

Redaktionsschluss Oktober 2018 Alle Angaben und Anzeigen in diesem Magazin wurden sorgsam zusammengestellt und erfasst. Wir können Fehler jedoch nicht vollständig ausschließen. Daher bitten wir um Verständnis, dass die Angaben ohne jegliche Verpflichtung oder Garantie erfolgen und keinerlei Verantwortung bzw. Haftung für falsche Angaben vom Herausgeber übernommen werden kann. Text und Gastautoren Sigrid Frank-Eßlinger Michael Dostal Sebastian Bordthäuser Andreas Dick Bildnachweis Christian Ernst Rolf Goosmann Kurt Groß (gliglag.de) Hendrik Haase JackSenn Photographer Matthias Kantereit Dominik Ketz Lang Weinessig Event GmbH Igor Trushkin

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Manuela Rüther TIZIE Photographie Michael Holz David Haase Markus Scheuermann Stickerei Wilhelm & Sohn Thomas Schleuning Matthias Trenn Fotografie Illustrationen Leonie Völkle Bildarchive Bildarchiv Südliche Weinstrasse e. V. Bildarchiv Deutsche Weinstraße e. V. Bildarchive der Büros für Tourismus entlang der Deutschen Weinstraße Wir bedanken uns bei Fischer - die Fahrradmarke GDKE Rheinland-Pfalz HORNBACH Baumarkt AG KNAUS Campingpark Pfalzwerke Aktiengesellschaft Staatskanzlei Rheinland-Pfalz Bei allen Betrieben, die uns bei der Recherche unterstützt, Tür und Tor geöffnet, Tisch gedeckt und Gläser gefüllt haben.

Weinland Pfalz


Wir unterstützen Millionen Menschen beim Verschönern ihres Zuhauses. Und haben hier selbst immer noch das Schönste.

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Urlaubsmagazin Deutsche Weinstraße - Ausgabe 2019  

Spannende Geschichten rund um die Deutsche Weinstraße

Urlaubsmagazin Deutsche Weinstraße - Ausgabe 2019  

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