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Aufrechter Gang Mehrwert in der Gastronomie

Von asiatisch bis gut bürgerlich kochen Poulet sweet & sour mit Basmatireis, Riesencrevetten mit roter Currysauce und Jasminreis, Nudelsuppe mit Pilzen, Entenbrust Hoisin, gelbes Kichererbsencurry, Nasi Goreng; im Restaurant Weitblick gibt es eine Spezialkarte: Asia-Wochen! Wie bitte? Das ist, als würde man in Spezialkarten zum Thema Italien Pizza, Spaghetti Bolo usw. anbieten. Und wie kocht man asiatisch? Wie soll man dem grössten Kontinent mit so vielen Regionen und dementsprechend mannigfaltigen kulinarischen Ausrichtungen in EINER Karte gerecht werden? Mit Lieblingsgerichten der Europäer in europäischer Kochmanier bestimmt nicht. Eine Spezialitätenkarte soll interessant sein, eine Abwechslung bieten, auf den Betrieb aufmerksam machen und nicht zuletzt Umsatz und Deckungsbeitrag erhöhen. Liebe Gastronomen Grenzen Sie das Gebiet ein, wenn Sie eine Spezialitätenkarte zum Thema Land/Region erstellen und bestücken Sie das Angebot mit typischen, teils bekannten aber auch aussergewöhnlichen Gerichten. Wichtig ist bei Aktionen und den Gerichten stets die Authentizität! Schauplatzwechsel: „Im Bahnhöfli essen Sie gut bürgerlich!“ Gut essen ja, aber bürgerlich? Was charakterisiert denn eine bürgerliche Küche? Oder wie sollte man sich verhalten um bürgerlich zu essen? Geschichtlich gesehen war die bürgerliche Küche mit ausgesuchten Produkten, welche in der bäuerlichen Küche und den eher ärmlichen Verhältnissen nicht zu finden waren, bestückt. Heute, in einer völlig anderen Gesellschaft, ohne klassisches Bürgertum, sind mit dem Begriff „bürgerliche Küche“ wohl traditionelle, heimische, kulinarische Genüsse gemeint. Die Charakteristik des Angebots, abgestimmt auf Zielgruppe und Ihren Betrieb bzw. Marketingkonzept, ist essentiell, wird von Gästen wahrgenommen und als speziell eingestuft. Deshalb, liebe Gastronomen, sollte Ihr Angebot verständlich, authentisch und klar definiert sein. Als Beispiel: nicht gut bürgerlich sondern traditionell regional. Roger Zeender, Kisotec GmbH Der aufrechte Gang in der Gastronomie Über Jahrtausende entwickelte sich der Mensch und lernte den aufrechten Gang – Stolz und Selbstsicher geht er seitdem seinen Weg. In der Gastronomie aber, haben wir es verlernt. Sicher, es gibt zahlreiche Ausnahmen, die seien hier ausdrücklich gelobt, aber in den meisten Fällen „verstecken“ sich die Köche in einer abgetrennten Küche, die Serviceangestellten „tun“ ihren Job und bringen Speis und Trank, die Etagen-Angestellten reinigen die Zimmer in biederen Uniformen und Receptionsmitarbeiter zählen brav auf, wo sich was befindet. Wo ist hier der Stolz, die Selbstsicherheit, die Freude, der Verkauf und damit verbunden Zufriedenheit und Wirtschaftlichkeit? Kisotec GmbH zeigt Ihnen in einer losen Anzahl von Kurzreports Wege und Ideen, bringt Tipps und Tricks für einen aufrechten Gang und Mehrwert in der Gastronomie. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen und Umsetzen! Mehr Informationen unter: www.kisotec.ch contact@kisotec.ch Obwohl aus Gründen der Lesbarkeit im Text die männliche Form gewählt wurde, beziehen sich die Angaben auf Angehörige beider Geschlechter. Namen sind alle frei erfunden. Übereinstimmungen mit tatsächlich vorkommenden Orten, Häusern und Gegenständen sind rein zufällig.

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