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crossing europe filmfestival linz // 24. – 29. april 2012


INHALT / Content // 002

GRUSSWORTE / Best Wishes

// 003

VORWORT / PREFACE

// 004

partner / Partners

// 005

Förderer, SPONSOREN / Patrons, Sponsors

// 006

DANKSAGUNGEN / Acknowledgements

// 007

CROSSING EUROPE PREISE / AWARDS

// 012

RAHMENPROGRAMM / SUPPORTING PROGRAM

// 013

FESTIVALINFORMATION / Festival Information

// 014

Festivalpublikationen und -Formate

// 015

FESTIVAL TEAM

// 016

Bisherige PreisträgerInnen / Award Winners so far

// 017

WETTBEWERB EUROPÄISCHES KINO / EUROPEAN COMPETITION

// 027

PANORAMA EUROPA Fiction / EUROPEAN PANORAMA Fiction

// 039

PANORAMA EUROPA DOcumentary / EUROPEAN PANORAMA Documentary

// 053

PANORAMA EUROPA Specials / EUROPEAN PANORAMA Specials

// 054

Arbeitswelten / Working Worlds

// 060

Transition Spaces – Nowhere Places

// 066

hfg karlsruhe @ crossing europe

// 071

Tribute to Anca Damian

// 077

it's animated!

// 085

NACHTSICHT / NIGHT SIGHT

// 093

LOCAL ARTISTS

// 109

Cross Over

// 110

OK Artist in Residence – Holzfeind & draeger

// 115

OK cyber arts

// 116

Performing Films

// 118

lentos featured artist

// 119

kunstraum goethestraSSe xtd.

// 120

kiosque

// 121

Kooperationen / Cooperations

// 122

// 125

EU XXL Forum

// 126

East Silver, CEnt east, eye on films

// 129

INSERATE / Advertisements

// 157

REGISTER der Regisseurinnen und REGISSEURE / Index of Directors

// 158

REGISTER der FILME / Index of Films

// 160

IMPRESSUM / Imprint

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Austrian Screenings


GRUSSWORTE / BEST WISHES

Crossing Europe, das alljährlich stattfindende Fest des europäischen Films, ermöglicht uns auch 2012 wieder einen vielfältigen und interessanten Streifzug durch das Filmschaffen Europas. Erstmals wird heuer eine Jury der europäischen FilmkritikerInnenvereinigung FEDEORA am Filmfestival teilnehmen. Dies verdeutlicht die starke Positionierung des Festivals im gesamteuropäischen Kontext und veranschaulicht, wofür Crossing Europe steht: für grenzüberschreitende Vielfalt! // Crossing Europe, the annual celebration of European film, provides us again in 2012 with a diverse and interesting crosssection of European filmmaking. For the first time, a jury from the European federation of film critics FEDEORA will take part in the film festival. This highlights the festival’s strong position in a pan-European context and illustrates what Crossing Europe stands for: border-crossing diversity!

Dr. Claudia Schmied Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur // Federal Minister for Education, Arts and Culture

Seit 2004 bietet das grenzüberschreitende Filmfest Crossing Europe einen bunten und innovativen Raum für internationale und heimische Filmkunst. Durch die Schaffung des OÖ Kulturquartiers ist dieser Raum größer als je zuvor. Spannende Tage, kreative Vielfalt und kultureller Austausch sind garantiert! // Since 2004 the border-crossing film festival Crossing Europe provides a colorful and innovative space for international and local film art. The establishment of the Upper Austrian Culture Quarter has made this space even bigger than before. Exciting days, creative diversity and cultural exchange are guaranteed!

Dr. Josef Pühringer Landeshauptmann und Kulturreferent des Landes Oberösterreich // Governor and Speaker for Culture of the Federal Province of Upper Austria

Film ab für die neunte Runde! Bereits zum neunten Mal macht Crossing Europe heuer Linz zur internationalen Filmstadt, wenn junge Filmschaffende, CineastInnen sowie VertreterInnen der Filmbranche und der Presse hier aufeinandertreffen. Gemeinsam mit dem heimischen Kinopublikum können sie an den sechs Festivaltagen herausragende Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme in entspannter Atmosphäre genießen. In diesem Sinne wünsche ich der Veranstaltung einen ebenso guten Verlauf wie in den Jahren zuvor. // Hit the lights for the ninth round! Now for the ninth time, Crossing Europe turns Linz into an international film city again, when young filmmakers, cineasts, representatives of the film industry and press come together here. Together with the local cinema audience they can enjoy outstanding feature films, documentaries and short films for six days in a relaxed atmosphere. Best wishes for a festival as successful as in previous years.

Dr. Franz Dobusch

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Bürgermeister der Landeshauptstadt Linz // Mayor of the City of Linz

Crossing Europe ist auch bei seiner 9. Auflage ein Synonym für zeitgenössisches internationales Kino. Ein abwechslungsreiches Programm zieht dabei wieder viele (inter-)nationale Gäste in seinen Bann und erfüllt die europäische Kulturhauptstadt 2009 mit einer tollen Festivalatmosphäre. // Now in its ninth edition, Crossing Europe is still a synonym for contemporary international cinema. A diverse program captivates many national and international guests again, filling the European Capital of Culture 2009 with a wonderful festival atmosphere.

Dr. Erich Watzl Vizebürgermeister und Kulturreferent der Stadt Linz // Vice-Mayor and Cultural Speaker for the City of Linz


Willkommen bei CROSSING EUROPE!

Welcome to CROSSING EUROPE!

Zum neunten Mal schon kredenzt Crossing Europe Filmfestival  Linz ein sorgsam zusammengestelltes Programm von vielversprechenden aktuellen filmischen Positionen aus ganz Europa. In 160 Programmen präsentieren wir, zumeist als österreichische Erstaufführungen, 146 Filme, die auch von zahlreichen Filmgästen persönlich vorgestellt werden. Erfreulicherweise hat sich durch die Eröffnung des OÖ Kulturquartiers ein zusätzlicher Spielort für uns erschlossen, den wir bei stetig wachsendem Publikumsinteresse auch dringend benötigen. RegieEntdeckungen, die man in den letzten Jahren bei Crossing Europe machen konnte, haben sich in der Zwischenzeit am internationalen Festivalmarkt erfolgreich etabliert. So waren im heurigen Wettbewerb in Berlin z.B. Alain Gomis oder Ursula Meier – der wir 2009 ein Tribute gewidmet hatten, und die dort einen Silbernen Bären erhielt – vertreten. RegisseurInnen wie Andrea Arnold, Teona Strugar Mitevska, Ruben Östlund und Joachim Trier waren mit ihren ersten oder zweiten Spielfilmen in Linz, und sind mit aktuellen Filmen – allesamt in Berlin/Cannes/Venedig uraufgeführt – wieder bei Crossing Europe vertreten. Die thematischen Programme widmen sich der europäischen Arbeitswelt; den Durchgangsräumen, Warte-  zonen und anderen unwirtlichen Orten (Filmprogramm in Kooperation mit dem Architekturforum OÖ). Ein Spezialprogramm setzt sich mit aktuellen animierten Dokumentarfilmen auseinander und neue Positionen des Genrekinos halten wieder Einzug in die NACHTSICHT. Das Tribute ist der vielseitig versierten rumänischen Filmkünstlerin Anca Damian, und ein Special den Filmstudierenden der HFG Karlsruhe – die maßgeblich vom Ausnahmedokumentaristen Thomas Heise geprägt sind – gewidmet. Besonders erfreulich ist, dass wieder viele österreichische und internationale Filmstudierende das Festival im Rahmen von Lehrveranstaltungen zum Netzwerken nützen. Heuer gibt es erneut unter der Leitung von Kin05 eine Fortsetzung des Crossing Europe FestivalTVs, produziert von Studierenden der Kunstuniversität Linz und Filmstudierenden der Nachbarländer – unterstützt von DorfTV, Kunstuniversität Linz und deren ÖH. Das regionale Filmschaffen ist mit 24 Local Artists Programmen prominent vertreten, und versammelt einen bunten Querschnitt von Talent und Innovation, der auch den internationalen Vergleich nicht zu scheuen braucht. Vernetzung auf vielen Ebenen gibt es ebenso im Bereich Cross-Over. Das OK steuert eine Ausstellung und Filmprogramme der OK Artists in Residence Heidrun Holzfeind und Christoph Draeger bei, sowie einen Performance(film)abend mit Willi Dorner/Michael Palm und Šejla Kamerić (OK AIR 2007). Das LENTOS gestaltet für Crossing Europe einen Abend mit der Künstlerin Ursula Biemann, und der KunstRaum Goethestrasse xtd die Ausstellung „The Third Place“. Der Verein Kiosque wird an zwei Abenden Kurzfilme an Hauswänden der Stadt projizieren. Eine Veranstaltung dieser Größenordnung braucht natürlich starke und bekennende Partnerschaften. An dieser Stelle ein herzlicher Dank an alle PartnerInnen, FördergeberInnen und SponsorInnen, die uns ideell und finanziell unterstützen und somit ermöglichen, das facettenreiche Filmschaffen aus Europa einer interessierten Öffentlichkeit zugänglich machen. Eine inspirierende Festivalwoche wünscht Ihnen im Namen des gesamten Festivalteams

For the ninth time, Crossing Europe Film Festival Linz serves up a carefully prepared program of promising current film positions from all over Europe. In 160 programs we present 146 films, most of them Austrian premieres, which numerous film guests will personally introduce. Fortunately, the opening of the Upper Austrian Culture Quarter has also opened up a new venue for us, which we urgently need due to the continuously growing interest of the public. Directors that could be discovered in recent years at Crossing Europe have meanwhile become successfully established in the international festival market. Taking part in this year’s competition in Berlin, for example, were Alain Gomis, and Ursula Meier – to whom we devoted a Tribute in 2009 and who also won a Silver Bear there. Directors such as Andrea Arnold, Teona Strugar Mitevska, Ruben Östlund and Joachim Trier were in Linz with their first or second feature films and return to Crossing Europe with their current films – which all premiered in Berlin/Cannes/Venice. Thematic programs are devoted to the European working world; transition spaces, waiting zones and other uncomfortable places (film program in cooperation with the Architecture Forum Upper Austria). A special program explores current animated documentary films, and new positions of genre cinema are found again in the NIGHT SIGHT. The Tribute is devoted to the multi-talented Romanian film artist Anca Damian, and a Special to the film students of the Karlsruhe University of Arts and Design – who have been substantially influenced by the exceptional documentarist Thomas Heise. We are especially happy that many Austrian and international film students are again using the festival for networking in conjunction with courses. The Crossing Europe FestivalTV is continued under the direction of Kin05, produced by students from the Art University Linz and film students from neighboring countries – supported by DorfTV, the University of Art Linz and its Student Union. Regional filmmaking is prominently represented with 24 Local Artists programs, bringing together a colorful cross-section of talent and innovation that can also stand on its own in an international comparison. Networking also happens at many levels in the cross-over area. The OK contributes an exhibition and film programs by the OK Artists in Residence Heidrun Holzfeind and Christoph Draeger, as well as a performance (film) evening with Willi Dorner/Michael Palm and Šejla Kamerić (OK AIR 2007). LENTOS presents an evening for Crossing Europe with the artist Ursula Biemann, and KunstRaum Goethestrasse xtd the exhibition “The Third Place”. On two evenings, the association Kiosque will project short films on the walls of buildings in the city. An event of this size naturally needs strong and loyal partnerships. Heartfelt thanks to all the partners, funders and sponsors, who support us both ideally and financially, thus enabling us to make the many facets of filmmaking from Europe accessible to an interested audience. With best wishes for an inspiring festival week on behalf of the entire festival team

Christine Dollhofer, Festival Director

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Foto: Gerald Harringer

VORWORT / PREFACE


Veranstaltungs- & Kooperationspartner / Organisation & cooperation partners AFO Architekturforum Oberösterreich AK Oberösterreich / Kultur Ann & Pat Jugendkulturbox, Linz Atelierhaus Salzamt, Linz Audioweg Gusen Austrian Film Commission, Wien Bigoli Bar Restaurant, Linz Botschaft des Staates Israel, Wien Café Bar Restaurant Lentos, Linz Café Bar Solaris, Linz Café Lounge Bar Kijani, Linz Café Stern, Linz CentEast – Alliance of Central and Eastern European Film Festivals Cinema Next, Wien Diagonale, Graz DOK Leipzig – Int. Festival für Dokumentar- und Animationsfilm, DE Donauschiffahrt Wurm + Köck DORF TV, Linz East Silver Caravan, CZ EU XXL Forum, Wien Eye on Films, FR Fachhochschule Hagenberg Fachvertretung der Film- und Musikindustrie in OÖ FEDEORA - Federation of Film Critics of Europe and the Mediterranean, GB Festival du film francophone, Wien Filmcasino Wien FilmFestival Cottbus, DE Filmgalerie Krems Filmladen, Wien Frameout, Wien Freibeuter Film, Wien Hosi - Homosexuellen Initiative, Linz Institut Français d'Autriche, Wien Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft, Uni Wien Institut für Kommunikationswissenschaft, Uni Salzburg Int. Documentary Film Festival Jihlava, CZ Kin05, Wien Kino Freistadt Kiosque, Linz Kolik, Wien Kulturverein KAPU, Linz

Kunstuniversität Linz KUPF - Kulturplattform OÖ KunstRaum Goethestrasse xtd. Kunsthaus Graz Landesschulzentrum für Hör- und Sehbildung, Linz Langbein & Partner, Wien Linzer City Ring Lentos Kunstmuseum, Linz MEDIA Desk Austria Medien Kultur Haus Wels NISI MASA European Network of Young Cinema, FR ÖH-Kulturreferat der Johannes Kepler Universität in Kooperation mit dem Kulturinstitut an der JKU, Linz ÖH Kunstuniversität, Linz One World Filmclubs, Wien OÖ Presseclub, Linz Österreichisches Filmmuseum, Wien Restaurant Gelbes Krokodil, Linz Restaurant U.Hof, Linz Rumänisches Kulturinstitut, Wien ServusTV, Salzburg Schwedische Botschaft, Wien Schweizerische Botschaft, Wien sixpackfilm, Wien Slash Filmfestival, Wien Spirali Restaurant, Linz Staatliche Hochschule für Gestaltung Karlsruhe, DE Stadtkino Verleih, Wien Stifterhaus, Linz Thimfilm, Wien Wega Film, Wien Wiener Video- & Filmtage Wirt am Graben, Linz Wissensturm Linz Youki Filmfestival, Wels Wir danken allen Filmschaffenden, Filminstitutionen, Produktionsfirmen, Verleihfirmen und Weltvertrieben für die Bereitstellung der Filmrechte und -kopien. // We thank all the filmmakers, film institutions, production companies, distributors and sales agencies for providing us with both the screening rights and film prints.

Medienpartner / media Partners 2012 //004 crossing europe filmfestival linz

Hauptmedienpartner / Main Media Partners

Medienpartner / Media Partners


Förderer, SPONSOREN 2012 / Patrons, SPONSORS 2012 Wir danken unseren Förderern, Sponsoren und Kooperationspartnern, ohne die das Filmfestival in dieser Form nicht hätte stattfinden können. // We would like to thank our patrons, sponsors and cooperation partners. Without their support the festival would not have been possible this way.

Förderer / Patrons

EIN NACHFOLGEPROJEKT VON LINZ 2009 KULTURHAUPTSTADT EUROPAS

Weitere Sponsoren / Additional Sponsors

Festivalhotels / Festival Hotels Park Inn by Radisson Linz – First Hotel Partner

Blue Danube Airport Linz Donauschiffahrt Wurm + Köck Gragger, Bio Holzofenbäckerei GmbH K&K Hofbäckerei Fritz Rath Linz Tourismus

Neuburger GmbH & Co. KG Passage City Center Rauch Fruchtsäfte Synchro Film, Video &   Audio GmbH

Hotel Mühlviertler Hof youthotel linz Austria Classic Hotel Wolfinger Pixelhotel Landgraf Hotel & Loft Design Hotel Harry‘s Home Linz

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Hauptsponsor

Sponsoren / Sponsors


DANKSAGUNGEN / Acknowledgements

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Unser besonderer Dank gilt Martin Sturm (künstlerische Leitung OÖ Kulturquartier), Wilhelm Schwind (Obmann Kinoverein Moviemento) und Wolfgang Steininger (Geschäftsführer Moviemento, City-Kino). Sonja Ablinger Peter Affenzeller Katharina Albrecht-Stadler Gunnar Almer Susanne Alt Sirikit Amann Susi Anderle Michael Autengruber Susanne Auzinger Frank Aydt Anna Bader Herwig Bartosch David Bauduin Fritz Bauer Aki Beckmann Arnaud Bélangeon-Bouaziz Ignacio Benedeti Alfred Bergmair Dieter Berner Ursula Biemann Zdenek Blaha Susanne Blaimschein Herbert Born Sebastian Brameshuber Daniel Breu Otto Bruckner Hannes Buchberger Katrin Rosalind Bucher Robert Buchschwenter Bernd Buder Claire Bugni Brigitta Burger-Utzer Alexandra Buzas Viola Calabrese Christoph Cerny Vincent Coen Jean-Claude Crespy Peter Da Rin Anca Damian Familie Dangl Massimo D'Anolfi Matthieu Darras Aylin Derinsu Robert Diesenreither Ute Dilger Thania Dimitrakopoulou Willi Dorner Alicia Dornier Christoph Draeger Anita Dumfahrt Claudia Dworschak Mercedes Echerer Andrea Ecker Josef Ecker Silvia Ehrengruber Martin Eichtinger Michi Englert Sandra Enzlmüller Barbara Eppensteiner Gustav Ernst Joxean Fernández David Fisher Andreas Fock Barbara Fränzen Manuela Frésil Karin Frohner

Gerhard Funk Michael Gams Helga Gebetsroither Frank Gerdes Marine Girardin Tudor Giurgiu Andrea Glawogger Franz Grabner Helmut Gragger Victoria Greif Melanie Greß David Gross Gregor Gschwendtner Herta Gurtner Erich Hackl Daniela Hainberger Arevik Hakobian Irmgard Hannemann-Klinger Christian Haselmayr Stefanie Hattmannsdorfer Georg Haushofer Veit Heiduschka Thomas Heise Suad Helac Cecile Hiernaux Bernadette Hinterdorfer Elisabeth Hinterholzer Gerhard Hinterleitner René Hintersteiner Marc Hirte Magnus Hofmüller Heidrun Holzfeind Walter Holzner Gerhard Höninger Michaela Hoppe Alexander Horwath Chris Howard Christoph Huber Anna Ifkovits Horner Holger Jagersberger Tina Janker Alexander Janssen Mitko Javritchev Philipp Kaindl Gabriele Kaiser-Mühlecker Dominik Kamalzadeh Séverine Kandelman Reinhard Kannonier Jan Karlsson Michael Katz Srđan Keča Andreas Kepplinger Gabriele Kepplinger Christian Kieslinger Monika Kijas Familie Klinglmüller Kathrin Kneissel Sabina Köfler Hans König Simon König Esther Krausz Franziska Krenmayr Claudia Landsberger Wolfgang Langeder Anne Laurent Anton Lazzeri Peter Leisch Franky Lemke Markus Lidauer Dawid Liftinger Liza Linardou Matthias Lindenthal James Lingwood Corinna Macheiner Sanam Madjedi

Eva-Maria Manner Nicole Marjanovic-Zoubek David Marsh Anne-Claire Martin Gabriele Mathes Reinhard Mattes Lukas Maurer Manfred Maurer Günter Mayer Maya McKechneay Jurij Meden Rafael Meyerhofer Sebastian Mez Colţan Mihaela Labina Mitevska Teona S. Mitevska Andreas Mittrenga Nora Molitor Kate Moore Sabine Moser Gabriela Mühlberger Claus Muhr Gisela Müller Werner Müller Alexandru Nebejea Katharina Neißl Valeska Neu Hermann Neuburger Marcel Neudeck Gabriele Neudecker Oliver Neumann Gerhard Niederleuthner Helmuth Nitsch Beatrice Nouh Herbert Obermayr Mattia Oddone Fritz Ofner Lucía Olaciregui Stine Oppegaard Daniel Otto Michelle Palant Michael Palm Martina Parenti Kerstin Parth Moritz Peters Rene Pfatschbacher Claus Philipp Barbara Pichler Wilhelm Pilsner Nadja Piplits Karl Ploberger Igor Prassel Tristan Priimägi Werner Prödl Kurt Rammerstorfer Pascale Ramonda Beate Rathmayr Remo Rauscher José Luis Rebordinos Isabella Reicher Heinrich Reinthaler Margit Reischl-Noé Regina Reisinger Huckey Renner Paul Richer Franz Rohringer Stella Rollig Galit Ronen Ina Rossow Guillaume Rousson Stefan Schartlmüller Waltraud Schermaul Peter Schernhuber Karin Schiefer Leo Schiefer

Dagmar Schink Marion Schirrmacher Regina Schlagnitweit Peter Schmid Michael Schmidt Florian Schneider Micha Schöbel Gernot Schödl Kerstin Schröder Franka Schwabe Martin Schweighofer Juli Schymik Gerlinde Seitner Irit Shimrat Josef Sigl Viktor Sigl Ines Skrbic Joachim Smetschka Elfi Sonnberger Edith Sonnleithner Eva Maria Sonntagbauer Eva Steegmayer Georg Steiner Melissa Steinlechner Michael Stejskal Stefanie Stejskal Julius Stieber Richard Stockinger Kira Sturm Agata Szymanska Julia Tauber Roland Teichmann Martina Theininger Andreas Thim Christoph Thorwartl Bettina Töchterle Sofia Tonicher Monika Tonner-Fiechtl Dominik Tschütscher Annemarie Türk Andreas Ungerböck Nina Valach Martina Varga Rik Vermeulen Ana Vicente Zlatko Vidackovic Florian Voggeneder Markus Vorauer Tanja Waldhör Gerhard Wasserbauer Gerald Weber Christof Wehmeier Christoph Weidinger Jennifer Weiss Wolfgang Widerhofer Alexander Wieser Susanne Wieser Ute Wiltschek Walter Winetzhammer Brigitte Winkler-Komar Jeffrey Winter Ursula Witzany Luis Wohlmuther David Wöss Iris Zappe-Heller Manfred Zaunbauer Klaus Zöbl Allen MitarbeiterInnen von Moviemento, City-Kino, OÖ Kulturquartier, KAPU, sowie der Festival-Gastrobetriebe.


PREISE / AWARDS 2012 CROSSING EUROPE Award European Competition € 10.000,Im Wettbewerb laufen erste und zweite europäische Langspielfilme. Die Internationale Festivaljury vergibt im Rahmen der Preisverleihung den CROSSING EUROPE Award European Competition an die Regisseurin/den Regisseur des prämierten Filmes. First and second European feature-length films are shown in the Competition. The international festival jury awards the CROSSING EUROPE Award European Competition to the director of the prizewinning film during the Award Ceremony.

Lluís galter (Spain) Geboren 1983 in Figueres, Spanien. Er studierte Audiovisuelle Kommunikation an der Pompeu Fabra Universität in Barcelona, besuchte die Film- & TV-Schule der Prager Akademie für Performing Arts und realisierte mehrere Dokumentar- und Kurzfilme. Sein erster Spielfilm Caracremada (2010) hatte seine Weltpremiere bei den Filmfestspielen von Venedig, Sektion Orizzonti, und gewann den CROSSING EUROPE Award European Competition 2011.

Born 1983 in Figueres, Spain. After earning his B.S. in Audiovisual Communication from Universitat Pompeu Fabra in Barcelona, Lluís Galter has written and directed several short films, two of them during his studies at the Film and TV School of the Academy of Performing Arts in Prague. Caracremada (2010), his first feature film, had its world premiere at the 67th Venice International Film Festival and won the CROSSING EUROPE Award European Competition 2011.

Filme (Auswahl) / Films (Selected): Homenaje a Calders (Homage to Calders, 2003, short), Aventuras y desventuras del acordeón que dijo basta (Adventures and misadventures of the accordion that said that's enough, 2004, doc), Berlín. Nueva sinfonía en 326 postales (2005, doc), K apr (2005, doc), L a ràdio de K irk D ouglas (2007, short), C aracremada (2010; CE '11)

camille rousselet (france) Geboren 1982, studierte bis 2005 Film in Paris und arbeitete anschließend bei Loic Magnerons internationalem Filmvertrieb Wide Management. In enger Zusammenarbeit mit dem Verkauf entwickelte sie die FestivalAbteilung der Firma. Als deren Leiterin vernetzte sie sich in den vergangenen fünf Jahren weltweit mit den DirektorInnen sämtlicher großer Filmfestivals. Zuletzt arbeitete Rousselet an dem Projekt Eye on Films (siehe S. 31 & 128) mit, einer Initiative zur Vermarktung von Erstlingsfilmen sowohl in als auch außerhalb Europas. Seit April 2012 vertritt sie als unabhängige Beraterin die Interessen internationaler ProduzentInnen.

Born 1958, studied management and anthropology of cinema in Warsaw and was an active member of student film clubs in in the 1980s. In 1985, he founded the Warsaw Film Festival and served as director of the event until 1992. In 1994, he established Gutek Film, which is now one of the leading art house film distributors in Poland. For the past 12 years, Gutek has been the director of New Horizons International Film Festival in Wroclaw, currently the biggest film festival in Poland. In 2010, he created the American Film Festival, which focuses on showcasing American independent films.

Born 1982, she joined Loic Magneron’s international sales company Wide Management in 2005 after graduating from Cinema University in Paris, France. She developed the Festivals Department, closely working together with the Sales Department. As Head of Festivals at WIDE Management for more than 5 years, Camille has been in touch with directors of all the major festivals worldwide. In 2011/2012, she was handling the project Eye on Films (see pages 38 & 126), an initiative for the promotion of first feature films in Europe and third countries. Since April 2012 she is representing the interests of several producers on international markets as an independent consultant.

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roman gutek (poland) Geboren 1958, studierte Management und Film in Warschau und war in den 1980er Jahren aktives Mitglied studentischer Filmclubs. 1985 gründete er das Warschau Filmfestival und leitete es bis 1992. 1994 gründete er Gutek Film, mittlerweile einer der führenden Arthouse Filmverleihe in Polen. In den letzten zwölf Jahren steht er an der Spitze des größten Filmfestivals Polens, das New Horizons International Film Festival in Breslau. Zudem gründete er 2010 das American Film Festival mit dem Schwerpunkt auf amerikanische Independent-Produktionen.


NEW VISION Award powered by SILHOUETTE € 5.000,Die international besetzte NEW VISION AWARD-Jury wählt unter den Langspielfilmen der Programmsektion PANORAMA EUROPA Fiction jenen, den eine herausragende Leistung im visuellen Bereich auszeichnet. Der Preis geht an die Regisseurin/den Regisseur des prämierten Films. The international members of the NEW VISION AWARD jury select one of the feature films from the program section PANORAMA EUROPA Fiction for outstanding achievement in the visual field. The award will be given to the director of the prize-winning film.

Birgit gudjonsdottir (Iceland / Germany) 1962 in Reykjavik geboren. Besuchte von 1979 bis 1984 die Abteilung Fotografie an der Höheren Graphischen Lehr- und Versuchsanstalt in Wien und arbeitete danach neun Jahre als Kameraassistentin und Schwenkerin. Ist seit 1992 selbst als Kamerafrau und Bildgestalterin tätig und unterrichtet an der Filmakademie Baden-Württemberg, der Deutschen Film- und Fernsehakademie in Berlin und an der Hochschule für Film und Fernsehen (HFF) „Konrad Wolf“ in PotsdamBabelsberg.

Born 1962 in Reykjavik, attended the Höhere Graphische Lehr- und Versuchsanstalt in Vienna, department for photography, from 1979 till 1984. The she worked as a camera assistant for nine years. Since 1992 she is a director of photography, and teaches at the Filmaka-  demie Baden-Württemberg, the German Film and Television Academy in Berlin and at the Film and Television University „Konrad Wolf“ (HFF) in Potsdam-Babelsberg.

oleg novkoviĆ (Serbia) Oleg Novković ist einer der bedeutendsten neuen Regisseure Serbiens. Seine feinfühligen Porträts der „verlorenen Generation“ Ex-Jugoslawiens brachten ihm die Aufmerksamkeit internationaler Filmfestivals. Sein jüngster Film Beli beli svet (White White World, 2010) feierte beim Filmfestival Locarno 2010 Premiere und gewann dort den goldenen Leoparden für die beste Hauptdarstellerin. In Linz holte er den New Vision Award powered by Silhouette 2011.

Oleg Novković is one of the most important new Serbian filmmakers. His sensitive portraits of ex-Yugoslavia’s “lost generation” have won him the attention of international film festivals and audiences. His most recent film Beli beli svet (White White World, 2010) premiered at Locarno Film Festival 2010, where it won the Golden Leopard for Best Lead Actress. In Linz, it won the New Vision Award powered by Silhouette 2011.

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Filme (Auswahl) / Films (Selected): K azi zasto me ostavi (1993), Normalni ljudi (Normal People, 2001), Sutra ujutru (Tomorrow Morning, 2006; CE '07), Beli, beli svet (White White World, 2010; CE '11)

stella rollig (Austria) Geboren 1960 in Wien, ist Direktorin der Museen der Stadt Linz und künstlerische Leiterin des LENTOS Kunstmuseum Linz. Kunstpublizistin und Kuratorin. Mehrere Lehraufträge, zahlreiche Publikationen. Im LENTOS zeigte sie unter anderem Einzelausstellungen mit Darren Almond, Monika Oechsler, Matt Mullican, Edgar Arceneaux und Charles Gaines, Lois und Franziska Weinberger, Michaela Melián, Asta Gröting,  Mathilde ter Heijne und Markus Schinwald.

Born 1960 in Vienna, is the director of the Museums of the City of Linz and artistic director of the LENTOS Art Museum Linz. Art journalist and curator. Several teaching assignments, numerous publications. Solo exhibitions she has shown at LENTOS include Darren Almond, Monika Oechsler, Matt Mullican, Edgar Arceneaux and Charles Gaines, Lois and Franziska Weinberger, Michaela Melián, Asta Gröting, Mathilde ter Heijne and Markus Schinwald.


Fedeora Awards for European Documentaries 2012 vergeben zum ersten Mal zwei FEDEORA-Jurien, bestehend aus je drei FilmkritikerInnen der Kritiker-  Innenvereinigung FEDEORA (Federation of Film Critics of Europe and the Mediterranean, www.fedeora.eu) die FEDEORA Awards an ausgewählte Dokumentarfilme aus der Sektion PANORAMA Europa. Die beiden Jurien vergeben je einen Preis für die Kategorien "Dokumentarfilme von RegisseurInnen unter 33 Jahre"* und "Dokumentarfilme von RegisseurInnen über 33 Jahre"**. Zur Auswahl stehen alle Dokumentarfilme der Sektion PANORAMA EUROPA Documentary und aus allen PANORAMA EUROPA Specials-Programmen mit einer Mindestlänge von 45 Minuten, österreichische Erstaufführung und Produktionsjahr 2011/2012 vorausgesetzt. Die Preise gehen an die RegisseurInnen der prämierten Filme.

Simone Boria (Great britain / Austria) * Geboren in Manchester, studierte Mode- und Kostümdesign, Bildende Kunst, Kunsttheorie. Lehrbeauftragte für Film- und Medienkunst an der Kunstuniversität Linz. Zahlreiche Projekte im Spannungsfeld Interkultur, Medien und Kunst. Lebt und arbeitet seit 2007 in Linz, u.a. als freie Journalistin für DORF TV und Radio FRO.

Born in Manchester, studied fashion and costume design, fine art, art theory. Lecturer for Film and Media Art at the Art University Linz. Scenic artist for various film and theater productions. Numerous projects in the field of interculture, media and art. Lives and works in Linz since 2007, e.g. as a freelancer for DORF TV and Radio FRO.

JETON BUDIMA (kosovo) * Geboren in Priština, studierte Theater- und Filmregie. Budima war bereits bei zahlreichen Filmfestivals Jurymitglied und unterrichtet Fotografie und Film. Er ist Drehbuchautor, Filmkritiker bei verschiedenen Tageszeitungen und führt Regie bei Kurz- und Dokumentar-  filmen sowie TV-Shows und Theateraufführungen.

Born in Prishtina, studied Theater/Film Directing at Prishtina University. Budima teaches Photography and Film and has been a jury member at numerous festivals. He is also a screenwriter, a film critic for daily newspapers and directed short films, documentary films, television movies and theater shows.

Eva af Geijerstam (Sweden) ** Filmkritikerin und Journalistin. Sie arbeitete sowohl im Filmbereich als auch für das öffentlich-rechtliche Fernsehen und Radio in Schweden. Seit 1974 ist sie Filmkritikerin bei der schwedischen Tageszeitung "Dagens Nyheter". Sie unterrichtet Filmkritik an der Universität Stockholm und publizierte zahlreiche Bücher.

Swedish film critic and journalist, has worked actively with film, as well as for Swedish public service television and radio, before joining the Swedish morning daily "Dagens Nyheter", where she has been a film critic since 1974. She lectures on film criticism at Stockholm University and has published several books.

dean Kotiga (croatia) * Geboren in Motovun, Kroatien. Ist Mitglied der kroatischen Vereinigung der Filmkritiker, der Vereinigung internationaler Filmkritiker (FIPRESCI) sowie der FEDEORA. Er war bei unzähligen Filmfestivals Juror und ist seit 2012 Programmberater beim Kratkofil Plus Kurzfilmfestival in Banja Luka, Bosnien und Herzegowina.

Born in Motovun, Croatia. Is a member of the Croatian Society of Film Critics, FIPRESCI (International Federation of Film Critics) and FEDEORA. He has participated in many festival juries and is a program advisor for Kratkofil Plus, a short film festival held in Banja Luka, Bosnia and Herzegovina since 2012.

bernhard lichtenberger (austria) ** 1963 in Altheim geboren und in Linz aufgewachsen. Ist seit 1987 bei den OÖNachrichten beschäftigt. Arbeitet seit 1996 im Kultur-Ressort, wo er sich schwerpunktmäßig mit den Bereichen Film, Fernsehen, Medien und Musik beschäftigt. Seit 2007 leitet er das Kulturressort.

Born 1963 in Altheim (Upper Austria), grew up in Linz and began his work as a journalist in 1985. He is working for the newspaper OÖNachrichten since 1987. Since 1996 he works in the culture section, with an emphasis on the fields of film, television, media and music. Head of the culture department since 2007.

oscar peyrou (Argentina / spain) ** Geboren in Buenos Aires, Argentinien, ist Schriftsteller, lebt in Spanien und arbeitet dort als Filmkritiker für die Nationale Presseagentur EFE. Als Präsident der Spanischen Vereinigung der Filmkritiker und als Mitglied bei FIPRESCI und FEDEORA war er bereits in zahlreiche internationale Festivaljurys eingeladen.

Born in Buenos Aires, Argentina. Is a writer and film critic and lives in Spain. He works for the Spanish National Press Agency EFE. Currently he is the president of the Spanish Association of Film Critics. He has been a member of FIPRESCI and FEDEORA juries at several international film festivals.

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In 2012 two FEDEORA juries, each consisting of three film critics from the FEDEORA critics association (Federation of Film Critics of Europe and the Mediterranean, www.fedeora.eu), award the FEDEORA Awards for the first time to the selected documentary films from the section EUROPEAN PANORAMA. The two juries each award a prize for the categories "Documentary Films by Directors under the Age of 33"* and "Documentary Films by Directors over the Age of 33"**. All documentary films from the section EUROPEAN PANORAMA Documentary are eligible and all EUROPEAN PANORAMA Specials programs with a minimum length of 45 minutes, Austrian premiere and production year 2011/2012 provided. The prizes are awarded to the directors of the prize-winning films.


CROSSING EUROPE Award Local Artist € 4.000,- gestiftet vom Land Oberösterreich / Kultur sponsored by the Federal Province of Upper Austria / Culture € 2.000,- Gutschein der Firma Synchro Film, Video & Audio Bearbeitungs GmbH, Wien voucher from the company Synchro Film, Video & Audio Bearbeitungs GmbH, Vienna Im Wettbewerb sind alle Filme/Videos, die in der Programmsektion LOCAL ARTISTS präsentiert werden. Ausgenommen sind TV-Produktionen sowie Kinofilme, d.h. Filme, die einen regulären Kinostart und Verleih haben/haben werden. Eine Fachjury vergibt im Rahmen der Preisverleihung den CROSSING EUROPE Award Local Artist an die Regisseurin/den Regisseur des prämierten Filmes. All the films/videos presented in the program section LOCAL ARTISTS are in the competition, except TV productions and theatrical films, i.e. films that have or will have a regular theatrical release and distribution. A jury of experts awards the CROSSING EUROPE Award Local Artist to the director of the prize-winning film during the Awards Presentation.

Brigitta Burger-Utzer (Austria) Geboren 1960 in Wien, studierte Theaterwissenschaft und Fotografie. 1990 Gründung von sixpackfilm (Organisation für Verleih und Vertrieb österreichischer künstlerischer Filme und Videos; gemeinsam mit Lisl Ponger, Martin Arnold, Alexander Horwath und Peter Tscherkassky) und seit 1992 Geschäftsführerin. Erarbeitet Konzepte und/oder organisiert Filmschauen in Wien und im Rahmen von internationalen Festivals. Seit 1994 Betreuung der Reihe ”IN PERSON: Internationale KünstlerInnen der Avantgarde stellen ihr Werk zur Diskussion”.

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Jürgen Hagler (austria) Studium an der Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung Linz. Professor für Computeranimation und Animation Studies am Department für Digitale Medien an der FH Oberösterreich, Campus Hagenberg. Seit 2009 Co-Kurator des Ars Electronica Animation Festivals.

ella raidel (austria) Geboren 1970, promovierte an der Kunstuniversität Linz, lebte und arbeitete in Berlin und Taipei. Raidel ist Videokünstlerin und Filmemacherin, präsentierte ihre Arbeiten auf internationalen Video- und Filmfestivals sowie in Ausstellungen. Sie veröffentlichte ihre Dissertation „Subversive Realitäten- Tsai Ming-Liang und seine Filme“ im Schüren Verlag (2011). Raidel erhielt den Crossing Europe Award Local Artist 2011 für SUBVERSES China in Mozambique und 2010 für Slam Video M aputo.

Born 1960 in Vienna, studied in the field of theater and photography. Co-founded sixpackfilm (organization for the distribution of Austrian art films and videos; together with Lisl Ponger, Martin Arnold, Alexander Horwath and Peter Tscherkassky) in 1990, managing director since 1992. Conceptualization and/or organization of film screenings in Vienna and in conjunction with international festivals. Since 1994 responsible for the series “IN PERSON: International Artists of the Avantgarde Present Their Work for Discussion”.

Studied at the University for Art and Industrial Design Linz. Professor for Computer Animation and Animation Studies at the Department for Digital Media at the University of Applied Sciences Upper Austria, Campus Hagenberg. Since 2009 co-curator of the Ars Electronica Animation Festival.

Born 1970, received a PHD from the Art University Linz, has lived and worked in Berlin and Taipei. Raidel is a video artist and filmmaker, has presented her work at international video and film festivals and in exhibitions. Her PHD-Thesis “Subversive Realitäten- Tsai MingLiang und seine Filme” has been published by Schüren Verlag (2011). Raidel received the Crossing Europe Award Local Artist 2011 for SUBVERSES China in Mozambique , and in 2010 for S lam Video M aputo.

Filme (Auswahl) / Films (Selected): Slam Video M aputo (2009; CE '10), SUBVERSES China in Mozambique (2010; CE' 11), P lay L ife Series (2011; CE '12)


CROSSING EUROPE Award Local Artist Atelierpreis powered by Atelierhaus Salzamt der Stadt Linz Das Atelierhaus Salzamt der Stadt Linz und CROSSING EUROPE Filmfestival Linz nominieren eine/n in Oberösterreich lebende/n Künstler/in unter 40 Jahren aus dem aktuellen LOCAL ARTIST Programm. Diese/r erhält für 12 Monate einen Atelierplatz in den Räumlichkeiten des Salzamtes. Die Kultureinrichtung der Stadt Linz unter der Leitung von Holger Jagersberger ist ein Atelierhaus für junge KünstlerInnen aus dem In- und Ausland. http://salzamt.linz.at The Atelierhaus Salzamt of the City of Linz and CROSSING EUROPE Film Festival Linz nominate an artist under the age of 40 living in Upper Austria from the current LOCAL ARTIST program. The artist is given atelier space for 12 months in the facilities of the Salzamt. This cultural facility of the city of Linz under the direction of Holger Jagersberger is an atelier building for young artists from Austria and abroad. http://salzamt.linz.at

CROSSING EUROPE AUDIENCE AWARD sponsored by Park Inn by Radisson Linz – First Hotel Partner of Crossing Europe Das Publikum bestimmt seinen Lieblingsfilm aus den Spielfilmen der Sektion WETTBEWERB EUROPÄISCHES Kino, in dem neun erste und zweite europäische Langfilme als österreichische Erstaufführungen laufen. Die Regisseurin/Der Regisseur des Gewinnerfilms erhält den Preis: € 1.000,- & Hotelgutschein* (Wochenende für 2 Personen) sponsored by Park Inn by Radisson Linz. Als besonderes Zuckerl wird unter allen an der Abstimmung teilnehmenden ZuschauerInnen ebenfalls ein Hotelgutschein* (Wochenende für 2 Personen) sponsored by Park Inn by Radisson Linz verlost.

The audience chooses its favorite film among the feature films in the section EUROPEAN COMPETITION, in which nine first and second European features are shown. The director of the award-winning film receives a prize of € 1.000,- & hotel voucher* (weekend for 2) sponsored by Park Inn by Radisson Linz. As a special incentive, all the viewers taking part in the voting will also take part in a drawing for a hotel voucher* (weekend for 2) sponsored by Park Inn by Radisson Linz.

* Der Hotelgutschein sponsored by Park Inn by Radisson Linz - First Hotel Partner of CROSSING EUROPE gilt für zwei Übernachtungen im Doppelzimmer in einem Hotel der Radisson-Gruppe. Destinationen zur Wahl sind: Radisson BLU Hamburg, Radisson BLU Berlin, Park Inn by Radisson Nottingham oder Park Inn by Radisson Prag.

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* The hotel voucher sponsored by Park Inn by Radisson Linz - First Hotel Partner of CROSSING EUROPE is valid for two nights in a double room in a hotel of the Radisson Group. Choice of destinations: Radisson BLU Hamburg, Radisson BLU Berlin, Park Inn by Radisson Nottingham or Park Inn by Radisson Prague.


Rahmenprogramm / SUPPORTING PROGRAM Dienstag, 24. April / Tuesday, April 24 18:30 Eröffnung / Opening CROSSING EUROPE Film Festival Linz, OÖ Kulturquartier – Ursulinensaal ab/starting 20:30 Eröffnungsfilme / Opening Films ab/starting 22:00 Nightline, OK Mediendeck Mittwoch, 25. April / Wednesday, April 25 16:00 Crossing Europe TALKS – Meet the Directors, OK Mediendeck 17:00 “The Third Place” by Karin Fisslthaler & Bernd Oppl – Die KünstlerInnen führen durch die Ausstellung / Guided exhibition tour with the artists, KunstRaum Goethestrasse xtd 19:00 Johannes Kepler Universität, Hörsaal 2 - Screening Work Hard – Play Hard (DE, 2011) 20:30 Ausstellungsrundgang “Tsunami Architecture” mit den KünstlerInnen Heidrun Holzfeind und Christoph Draeger / Guided exhibition tour with the artists, OK Offenes Kulturhaus, 2. Stock Donnerstag, 26. April / Thursday, April 26 16:00 Crossing Europe TALKS – MEDIA Get-Together / Meet the Students, OK Mediendeck 18:00 Tanzperformance / Dance Performance accompanying Set in Motion (AT, 2012) basierend auf dem Stück / based on “above under inbetween” (Choreographie Willi Dorner),  OÖ Kulturquartier 21:00 Kiosque meets Crossing Europe, Open Air Screening Calle L ibre (GT / CO / AR / SV / CL / BR / MX, 2011),   On the Motorway-Metronomy (FR, 2010). Ehemaliges Zollamtsgebäude, Innenhof; open bar 18:00  Freitag, 27. April / Friday, April 27 16:00 Crossing Europe TALKS – Meet New Talents: Umut Dag (Kuma), Kunstuniversität Linz-Urfahr 17:00 Lentos Kunstmuseum Linz “URSULA BIEMANN. Mission Reports”, Führung und Künstleringespräch / Guided exhibition tour and talk with the artist 19:30 HOSI-TALK zu Weekend (GB 2011), “Die Suche nach dem Traumprinz” Homosexuelle Initiative (HOSI) Linz 20:00 ann and pat Jugendkulturbox – Screening Local Artists Selected Shorts 21:00 Kiosque meets Crossing Europe, Open Air Screening “Farbformrausch” Music Videos & Video Art. Ehemaliges Zollamtsgebäude, Innenhof; open bar 18:00   Samstag, 28. April / Saturday, April 28 21:00 Preisverleihung / Award Ceremony, Ursulinensaal Sonntag, 29. April / Sunday, April 29 12:00 FESTIVALBILANZ / GUESTS' FAREWELL, Festivallounge Ursulinensaal 18.00 Special Premiere: Grenzfälle – Erzählt von Robert Menasse (AT, 2012), Ursulinensaal Mittwoch, 24. April – Freitag, 27. April / Wednesday, April 24 – Friday, April 27 14:00 – 16:00 EU XXL Forum, Pressezentrum OÖ Kulturquartier

CROSSING EUROPE Nightline

@ OK Mediendeck

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Mittwoch, 25. April /  Wednesday, April 25 "BACKLAB-NIGHT" Live: Elektromuppets (AT) DJ Len (AT) Disco Demons (AT)

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Dienstag, 24. April /  Tuesday, April 24 Candelilla (DE) Mischgeschick (AT)

Donnerstag, 26. April /  Thursday, April 26 The Mighty Mocambos & Caroline Lacaze (FR/DE) DJ Mushroom (Michael Grasberger) (AT) Freitag, 27. April /  Friday, April 27 Elektro Guzzi (AT) DJ Miss Andaka (AT) Samstag, 28. April /  Saturday, April 28 Quehenberger / Kern (AT) DJ Virgin Helena (HR) Sonntag, 29. April /  Sunday, April 29 Festival Chillout:  Alexander Ryba (AT) @ Solaris Bar/Café


Festival Information 2012 WWW.CROSSINGEUROPE.AT From April 13 featuring the entire festival program, news, press, cinemas, location and much more information revolving around the Film Festival. INFO HOTLINE +43 (0) 680 506 1 506 Starting April 13, daily 5 p.m. – 10 p.m. From April 24 – 29, daily 10 a.m. – 11 p.m. Tickets ADVANCE TICKET SALES From April 13 – 23, daily from 5 p.m. to 10 p.m. at Moviemento. TICKET SALES & RESERVATIONS During the festival from April 24 – 29, daily from 10 a.m. to 11 p.m. at Moviemento and City-Kino: MOVIEMENTO OK Platz 1, 4020 Linz CITY-KINO Graben 30, 4020 Linz

TICKET PRICES Single tickets € 8.Single tickets reduced € 7.MovieMembers € 6.Block of 6 € 40.- / € 35.Festival Pass € 58.- / € 48.Youth Festival Pass € 29.CrossingMovie card € 65.– (Reduction on presentation of ID or membership card for students, senior citizens, military and alternative service to society, Arbeiterkammer service card, Friends of Passage, MovieMember, OÖNcard, OK Friends, Ö1 Club card, 4youCard, Silhouette staff members, Der Standard subscription discount card*, forumcard 2011) Aktion „Hunger auf Kunst & Kultur“ Initiated in 2003 by Schauspielhaus Vienna and the Conference on Poverty. (2 tickets at max. per screening) FREE SEATING

FESTIVAL CENTER 1) P  ress-/guests office, info desk April 24 – 29, open daily from 10 a.m. OK Offenes Kulturhaus and Ursulinensaal // OÖ Kulturquartier OK Platz 1, 4020 Linz T +43 732 785 700 Video Library April 24 – 29, open daily 10 a.m. – 9 p.m. April 29, 10 a.m. – 7 p.m. FESTIVAL VENUES 2) MOVIEMENTO OK Platz 1, 4020 Linz 3) NEW: URSULINENSAAL @ OÖ KULTURQUARTIER Ursulinenhof, (2nd floor), OK Platz 1, 4020 Linz 4) CITY-KINO Graben 30, 4020 Linz 5) Kulturzentrum KAPU (evening box office) April 24 – 28, daily from 7.30 p.m. Kapuzinerstraße 36, 4020 Linz

Free choice of seating for all shows.

6) A K Oberösterreich Volksgartenstraße 40, 4020 Linz

FRINGE EVENTS

7) KUNSTRAUM GOETHESTRASSE XTD Goethestraße 30, 4020 Linz

Free admission to all events (nightline, presentations, discussions, award ceremony)

8) A  NN AND PAT Jugendkulturbox Lederergasse 7, 4020 Linz

9) A FO Architekturforum Oberösterreich Herbert-Bayer-Platz 1, 4020 Linz 10) ÖH-Kulturreferat der Johannes Kepler Universität Altenberger Straße 69, 4040 Linz 11) LENTOS KUNSTMUSEUM Ernst-Koref-Promenade 1, 4020 Linz 12) HOSI Homosexuellen Initiative Linz Fabrikstraße 18, 4020 Linz 13) A  telierhaus Salzamt Obere Donaulände 15, 4020 Linz 14) K unstuniversität Linz Urfahr Reindlstraße 16-18, 4040 Linz KIOSQUE Ehemaliges Zollamtsgebäude, Zollamtsstraße 7, 4020 Linz NIGHTLINE April 24 – 28, 10 p.m. – 3 a.m. OK Mediendeck and OK lounge OK 3rd floor April 29, Festival Chillout, 10 p.m. – 3 a.m. Solaris Bar/Café (ground floor OK)

* Der Standard presents you with one bottle of Trumer Pils. Happy Hour: between 10 p.m. and 11 p.m. you can redeem your ticket of the day at the Nightline bar, OK, 4th floor. While stocks last.

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Reserved tickets must be picked up at the respective cinema one hour before the start of the screening at the latest. For sold-out screenings, some remaining tickets may be available at the box office.


FESTIVALPublikationen und -Formate 2012 Crossing Europe Medien CROSSING EUROPE Festivalzeitung Wie schon in den vergangenen Jahren bietet die Festivalzeitung (produziert in Kooperation mit ray Filmmagazin) einen Überblick über das reichhaltige Film- & Musikprogramm sowie alle Sonder- & Rahmenprogrammveranstaltungen. Erhältlich in allen Festivallocations, über Kooperationspartner und in zahlreichen Lokalen und Geschäften in Linz, Oberösterreich und Wien. CROSSING EUROPE Newsletter Updates, Programmhighlights und Terminhinweise liefert der CROSSING EUROPE Newsletter. Registrierung unter www.crossingEurope.at CROSSING EUROPE Website www.crossingEurope.at Die Festivalwebsite präsentiert alle wichtigen Informationen rund um CROSSING EUROPE: neben dem vollständigen Festivalprogramm auch detaillierte Filmbeschreibungen, Servicetipps, Termine und die Möglichkeit zum Download von Festivalzeitung und Katalog. Außerdem: die Fotogalerie mit aktuellen Schnappschüssen und Porträts der FestivalbesucherInnen, der Festivaltrailer, Videos, FestivalTV und Links zu den Web 2.0 Channels von Crossing Europe. CROSSING EUROPE xBlog Der xBlog bietet dem interessierten Publikum und Filmfachleuten eine Plattform zur Auseinandersetzung mit dem Programm von CROSSING EUROPE, und auch persönliche Berichte vom täglichen Film- und Rahmenprogramm – nachzulesen auf crossingeurope.twoday.net. CROSSING EUROPE im Web 2.0 Via Facebook, google+, Twitter, YouTube und Bambuser ganz nah am Festivalgeschehen sein: Neben allen Informationen und Neuigkeiten rund um CROSSING EUROPE werden aktuelle Veranstaltungshinweise gepostet. Zusätzlich gibt es Gelegenheit zum Echtzeit-Austausch mit anderen CROSSING EUROPE-Fans. Auf flickr gibt es eine Auswahl der besten Fotos seit Bestehen des Festivals. CROSSING EUROPE FestivalTV Die TV-Sendung zu CROSSING EUROPE Festival Linz auf DORF TV, von und mit jungen Filmschaffenden aus Österreich und Europa. Am Programm stehen Live-Gespräche mit RegisseurInnen, Publikumsstimmen und Berichte direkt vom Festival. Das alles auf DORF TV, dem Sender für usergeneriertes Fernsehen, zu empfangen über DVB-T im oberösterreichischen Zentralraum und auf www.crossingEurope.at/videos. Wiederholungen an den Folgetagen. CROSSING EUROPE FestivalTV ist ein Projekt von kino5 – Plattform für unabhängige Filmschaffende, in Kooperation mit DORF TV, der ÖH Kunstuniversität Linz und der Kunstuniversität Linz–Institut für Medien, im Rahmen von CROSSING EUROPE und mit Unterstützung von NISI MASA. Sendetermine: Mittwoch, 25. bis Sonntag, 29. April, jeweils um 20.00 Uhr.

Sonderformate von Crossing Europe Medienpartnern Ausführliche Interviews, Filmkritiken und Hintergrundinformationen erhalten Sie täglich während der Festivalwoche im Freien Linzer Stadtradio auf 105.0 MHz. Für all diejenigen, die eine Sendung verpasst haben, gibt es den Podcast auf www.fro.at/xe12.

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Im Rahmen der diesjährigen Ausgabe von CROSSING EUROPE bloggt ein Team des jungen OnlineMagazins und berichtet täglich neu in Wort und Bild übers Festivalgeschehen auf www.subtext.at. Okto bringt am 15. und am 22. April eine Sendung zu CROSSING EUROPE 2012: ein Studiogespräch mit Christine Dollhofer und Wiktoria Pelzer, und im Anschluss die Ausstrahlung von ANTON, IN THE SHADOWS (R: Julia Kowalski, FR/PL 2010), der 2011 bei CROSSING EUROPE in der Sektion Pano-  rama Documentary gezeigt wurde. DORF TV sendet am 17. April um 20.00 Uhr ein Live-Gespräch mit Festivalleiterin Christine Dollhofer. Thema ist selbstverständlich CROSSING EUROPE 2012, durch den Abend führt Simone Boria. Das Gespräch ist ab drei Tage später auch online abrufbar im Sendungsarchiv auf http://dorftv.at/ videos.

Crossing Europe xShop Für alle, die sich an CROSSING EUROPE nicht satt sehen können, gibt es online auf www.crossingEurope.at/ xshop und im Foyer des Festivalzentrums ausgewählte Stücke aus der Festival-Kollektion.


Festival Team 2012 Program Consultants/KuratorInnen Lina Dinkla (Arbeitswelten), Sabine Gebetsroither, Markus Keuschnigg (Nachtsicht), Wiktoria Pelzer, Lotte Schreiber (Transition Spaces), Neil Young

Kuratorin: Genoveva Rückert Produktion: Martina Rauschmayer Medientechnik: Andreas Steindl Öffentlichkeitsarbeit: Maria Falkinger Interne Kommunikation Gerda Haunschmid Grafik: Alexander Kremmers

Geschäftsführung Christine Dollhofer, Wolfgang Steininger

FotografInnen Team subtext.at

Kopien- und Programmkoordination Wiktoria Pelzer Mitarbeit: Leonard Wegscheider

Helping Hands Miguel José Gonzalez Gonzalez, Valentin Gradischnig, Eginhard Helmstetter, Roland Laimer, Larissa Lica, Alexander Ryba, Claudia Kärcher

Marketing, Medienkooperationen, Protokoll Gerald Harringer Mitarbeit: Elisa Andessner, Sara Köppl Sponsoring Waltraud Steinlechner Gäste- und Pressebüro Sabine Gebetsroither Mitarbeit: Marija Milovanovic, Matthias Heschl, Franz Jud, Liubov Kemenova Katalogredaktion Alexander Kremmers Korrekturen: Thomas Taborsky Übersetzungen: Aileen Derieg Produktion, Eventmanagement Katharina Riedler Mitarbeit: Fisch, Maria Steinbauer Technik Leonard Wegscheider Joschi Viteka

Vorführung/Kopienkontrolle Stefan Allerstorfer, Ronald Dobrovolny, Luzi Katamay, Stefan Messner, PhilipMarcel Michael, Reinhard Pachinger, Mario Pargfrieder, Edith Stauber, Thomas Wodal, Markus Zöchling Moderationen Tiziana Aricó, Catherine Ann Berger, Wilbirg Brainin-Donnenberg, Robert Buchschwenter, Bernd Buder, Lina Dinkla, Anna Katharina Laggner, Hans Christian Leitich, Markus Keuschnigg, Sandra Krampelhuber, Jurij Meden, Heidelinde Neuburger, Michael Omasta, Wiktoria Pelzer, Julia Pühringer, Otto Reiter, Peter Schernhuber, Karin Schiefer, Wolfgang Schmutz, Lotte Schreiber, Alexandra Seibel, Thomas Taborsky, Wolfgang Widerhofer Gebärdendolmetscherin Manuela Gusenleitner

EDV-Betreuung Peter Hütmannsberger † Jörg Lehner, Egon Barfuß

Saalregie Benjamin Gruber, Laura Nöbauer, Andreea Săsăran, Peter Schernhuber, Marlies Stöger, Tancredi Volpert

Datenbank Markus Krottenhammer

Ticketing Manfred Peter Müller

Webpräsenz Redaktion: Gerald Harringer Programmierung: seam media group Mitarbeit: Elisa Andessner Crossblog: Barbara Hinterleitner, Katharina Loidl, Daniel Steiner, Nick Wolfinger

Kartenverkauf Petra Bachl-Erjavec, Manuela Gruber, Eva-Kristina Heininger, Dominik Harrer, Sigi Hölzl, Judith Maule, Christine Pavlic, Daniela Pirklbauer, Paul Plöchl, Martin Rath, Marlies Stöger, Ute Wiltschko, Christine Pavlic

Controlling / Finanzen Andrea Strasser Buchhaltung / Lohnverrechnung Gattringer, Schiller & Partner Sonja Rotter, Helga Mitmasser Crossing Europe – Corporate Design / Sujet Peter Schmid (d.signwerk) Foto: Gerhard Wasserbauer

Auswertung Publikumspreis Peter Müller FahrerInnen Agnes Flotzinger, Martin Flotzinger, Claudia Nickl, Thomas Scharl, Wolfgang Tragseiler, Luis Wohlmuther Kooperation AFO Gabriele Kaiser-Mühlecker

CE Designtaschen recycled Doris “Mitzi” Sattelberger

Kooperation AK-OÖ Kultur Elfi Sonnberger

Reinigung Nimet Dalkilic, Elifhan Tuerk

Kooperation Eye on Films Camille Rousselet / Michelle Palant

OÖ Kulturquartier Künstlerische Leitung: Martin Sturm Projektleitung: Brigitte Rosenthaler

Kooperation ann and pat Jugendkulturbox Rene Hintersteiner, Anna Bader

Kooperation Atelierhaus Salzamt Linz CE Award Local Artist Atelierpreis Holger Jagersberger Kooperation Lentos Kunstmuseum Linz Stella Rollig, Magnus Hofmüller Kooperation Diagonale Barbara Pichler Kooperation DORF TV Claudia Dworschak, Gabriele Kepplinger Kooperation East Silver Caravan Zdenek Blaha Kooperation EU XXL Forum Mercedes Echerer, Aylin Derinsu, Katharina Albrecht-Stadler Kooperation HOSI Gerhard Niederleuthner Kooperation KAPU Christian Haselmayr Kooperation Kin05/FestivalTV Philipp Kaindl, Matthias Lindenthal Kooperation Kunstuniversität Linz Gerhard Funk Kooperation ÖH-Kulturreferat der Johannes Kepler Universität Arevik Hakobian, Gayaneh Issayan, Katharina Neißl Kooperation KunstRaum Goethestrasse xtd. Susanne Blaimschein, Beate Rathmayr Kooperation HFG Karlsruhe Thomas Heise, Marcel Neudeck Kooperation Kiosque Luis Wohlmuther, Christoph Weidinger, Gregor Graf Kooperation ÖH Kunstuniversität Linz Dawid Liftinger, Florian Voggeneder Kooperation ServusTV Frank Gerdes Catering Wirt am Graben, Kulinarium, Monique Muhayiamana Gastronomie Nightline Hermann Grabner, Hedwig Hofstadler, Mitarbeit: Simone Schaumberger, Florian Hackl, Rainer Landerl, Otmar Schaumberger, Michael Eibl, Judith Hofstadler, Katharina Kloibhofer, Julia Prager, Simon Tossmann, Nora Wimmer, Tamara Zeller, Kathrin Zinsmeister Nightline OK - Mediendeck corridor Anatol Bogendorfer & Andreas Mayrhofer Betreuung: Victoria Schuster Nightline Flyer: Katharina Loidl CROSSING EUROPE Trailer 2012 S ub (Remo Rauscher, Rafael Mayrhofer)

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Festivalleitung, Programm Christine Dollhofer


bisherige PreisträgerINNEN / Award Winners so far CROSSING EUROPE Award European Competition 2004: K ako ubiv svetec (How I Killed a Saint), Teona S. Mitevska (MK) ⋅ 2005: Demi-Tarif (Half Price), Isild Le Besco (FR) ⋅ 2006: Gisela, Isabelle Stever (DE) ⋅ 2007: Die Unerzogenen (The Unpolished), Pia Marais (DE) ⋅ 2008: Charly, Isild Le Besco (FR) ⋅ 2008 Special Mention: Diorthosi (Correction), Thanos Anastopoulos (GR) ⋅ 2009: Uzak İhtimal (Wrong Rosary), Mahmut Fazil Coskun (TR) ⋅ 2009 Special Mention: De Ofrivilliga (Involuntary), Ruben Östlund (SE) ⋅ 2010: Crnci (The Blacks), Zvonimir Jurić & Goran Dević (CR) ⋅ 2011: Caracremada, Lluís Galter (ES) & Im A lter von Ellen (At Ellen’s Age), Pia Marais (DE) Audience Award 2006: Kontakt, Sergej Stanojkovski (MK/DE) ⋅ 2007: Avril (April in Love), Gérald Hustache-Mathieu (FR) ⋅ 2008: L jubav i drugi zlocini (Love and Other Crimes), Stefan Arsenijević (RS/DE/AT/SI) ⋅ 2009: Unmade Beds, Alexis Dos Santos (GB) ⋅ 2010: Coeur A nimal (Animal Heart), Séverine Cornamusaz (CH/FR) ⋅ 2011: Pál A drienn (Adrienn Pal), Ágnes Kocsis (HU/NL/AT/FR) New Vision Award powered by Silhouette 2011: Beli Beli Svet (White White World), Oleg Novković (RS/DE/SE) Crossing Europe Award European Documentary 2010: Videocracy, Erik Gandini (SE), 2011: Into Eternity, Michael Madsen (DK/FI) Crossing Europe Award Local Artist 2004: Jet, Michaela Schwentner ⋅ 2004 Special Mention: Blowfeld, Rainer Gamsjäger ⋅ 2004 Special Mention: nix gscheit‘s drin, Regina Stefanschitz ⋅ 2005: mirror mechanics, Siegfried A. Fruhauf ⋅ 2005 Special Mention: SW-NÖ 04, Barbara Musil, Karo Szmit ⋅ 2006: Wir L awog-Frauen haben‘s schön, Gisela Hesser, Gregor Stadlober ⋅ 2006 Special Mention: A m Hauptplatz, im Wald, Sofie Thorsen ⋅ 2006 Special Mention: fuge 1.6180339887 - part 2, Robert Praxmarer  ⋅ 2007: Bleiben will ich, wo ich nie gewesen bin, Libertad Hackl ⋅ 2007: Nach der Eishöhle, Lukas Marxt, Michael Petri ⋅ 2007 Special Mention: Fatsy, Oliver Stangl, Christian Tod ⋅ 2008: market sentiments, Barbara Musil ⋅ 2008 Special Mention: Brachland, Ernst Spießberger ⋅ 2008 Special Mention: Eintritt zum Paradies um 3€20, Edith Stauber ⋅ 2009: Drauf - Martin Music ⋅ 2009: Dropping Furniture ⋅ Harald Hund, Paul Horn ⋅ 2009 Special Mention: Romeo und Julia (Franz und Rosi), HS Steinerkirchen ⋅ 2010: Sinister Sisters Slaughterhouse, Michaela Mandel ⋅ 2010: Slam Video Maputo, Ella Raidel ⋅ 2011: Subverses–China in Mozambique, Ella Raidel & Daschka, Ludwig Löckinger Crossing Europe Award Local Artist Atelierpreis 2010: The L aw of the Time - Ritornell, Gloria Gammer & Sigrid Nagele ⋅ 2011: The Streets of the Invisibles, Remo Rauscher

Europe loves European Festivals A privileged place for meetings, exchanges and discovery, festivals provide a vibrant and accessible environment for the widest variety of talent, stories and emotions that constitute Europe’s cinematography.

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The MEDIA Programme of the European Union aims to promote European audiovisual heritage, to encourage the transnational circulation of films and to foster audiovisual indus-  try competitiveness. The MEDIA Programme acknowledges the cultural, educational, social and economic role of festivals by co-financing every year almost 100 of them across Europe. These festivals stand out with their rich and diverse European programming, networking and meeting opportunities for professionals and the public alike, their activities in support of young professionals, their educational initiatives and the importance they give to strengthening inter-cultural dialogue. In 2011, the festivals supported by the MEDIA Programme have programmed more than 40.000 screenings of European works to nearly 3 million cinema-lovers. MEDIA is pleased to support the 9th edition of the Crossing Europe Film Festival Linz and we extend our best wishes to all of the festival goers for an enjoyable and stimulating event. European Union MEDIA PROGRAMME For more information on MEDIA please visit our website: http://ec.europa.eu/media


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wettbewerb europ채isches kino // european competition


Lisa Aschan Sweden, 2011

Apflickorna She Monkeys

Drehbuch / Screenplay Josefine Adolfsson, Lisa Aschan Kamera / Cinematography Linda Wassberg Schnitt / Editing Kristofer Nordin Ton / Sound Johanna Printz Musik / Music Sami Sänpäkkilä ProduzentIn / Producer Helene Lindholm Koproduktion / Co-Production Film i Väst, Trollhättan SVT, Stockholm Nordisk Film Post Production, Stockholm Kameraten Mit / Cast Mathilda Paradeiser, Linda Molin, Isabella Lindquist, Sergej Merkusjev, Adam Lundgren, Sigmund Hovind

Produktion / Production Atmo Media Network AB Götgatan 9 116 46 Stockholm Sweden T +46 8 462 26 90 F +46 8 462 26 97 info@atmo.se www.atmo.se

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Weltvertrieb / World Sales The Yellow Affair P.O. Box 47087 100 74 Stockholm Sweden T +46 8 645 12 12 F +46 8 645 12 12 contact@yellowaffair.com www.yellowaffair.com Verleih in Österreich / Austrian Distribution Polyfilm   Margaretenstraße 78 1050 Vienna T +43 1 581 39 00 20  F +43 1 581 39 00 39 polyfilm@polyfilm.at www.polyfilm.at

35mm / color / 84 min. Austrian Premiere

In Bildern von unterkühlter Nüchternheit und tiefer, emotionaler Intensität erzählt Lisa Aschan in ihrem Spielfilmdebüt die Geschichte von Emma und ihrer kleinen Schwester Sara. Als Emma neu zu einer Voltigiergruppe stößt, entsteht zwischen ihr und der erfahrenen Reiterin Cassandra schnell eine fordernde Bindung, die sowohl auf sportlicher Disziplin, als auch auf körperlichem Verlangen basiert. Cassandra erkennt in Emma, die mit beherrschten, kraftvollen Bewegungen die Pferde an die Kandare nimmt, sofort deren besonderes Talent. Doch die fragile Beziehung zwischen den beiden jungen Frauen wird zunehmend durch Missverständnisse, Streit und Konkurrenz bedroht. Unterdessen hat Emmas Schwester Sara mit ihrer aufblühenden Sexualität zu kämpfen. Die Siebenjährige ist verliebt in ihren Cousin, und wünscht sich nichts mehr, als einen Bikini mit Leopardenmuster. When 15-year-old Emma joins a local riding club, she meets Cassandra. They initiate a relationship filled with physical and psychological challenges and Emma does whatever it takes to master the rules of the game. Lines are crossed and the stakes get higher and higher. Despite this, Emma cannot resist the intoxicating feeling of total control. Meanwhile, Emma‘s curious and innocent seven-year-old sister Sara is prematurely spurred to confront the treacherous frontiers of sexuality and womanhood on her own. Lisa Aschan, born 1978 in Ängelholm, Sweden. Graduated from The National Film School of Denmark in 2005 and first received attention for the short Fuck the R apist (2004), a collection of fictional advertisements for spiked tampons. She also attended Sweden‘s Royal University College of Fine Arts and worked at Stockholm‘s Royal Dramatic Theater. She Monkeys, her debut feature, nabbed top prize in the world narrative competition at the Tribeca Film Festival 2011. // Films (Selected): In Transit (2005, short), Goodbye Bluebird (2007, short), A pflickorna (She Monkeys, 2011)


Konstantin Bojanov Bulgaria, 2011

AvÉ

Drehbuch / Screenplay Konstantin Bojanov, Arnold Barkus Kamera / Cinematography Nenad Boroevich, Radoslav Gotchev Schnitt / Editing Stela Georgieva Ton / Sound Momchil Bozhkov, Chris Davis, Tom Paul Musik / Music Susan Jacobs, Tom Paul, Jackie Mulhearn Produzenten / Producers Dimitar Gotchev, Geoffroy Grison, Konstantin Bojanov KoproduzentInnen /Co-Producers Metodius Petrikov, Boryana Puncheva Mit / Cast Anjela Nedyalkova, Ovanes Torosyan, Martin Brambach, Svetlana Yancheva, Nikolay Urumov, Elena Rainova, Krasimir Dokov, Iossif Sarchadzhiev, Bruno S.

Weltvertrieb / World Sales Le Pacte 5, rue Darcet 75017 Paris France T +33 1 44 69 59 59 F +33 1 44 69 59 42 a.aubelle@le-pacte.com www.le-pacte.com

35mm / color / 88 min. Austrian Premiere

In seinem ersten Langspielfilm, erzählt uns Konstantin Bojanov die Geschichte von Avé und Kamen, die sich zufällig beim Trampen durch Bulgarien kennenlernen. Er will zur Beerdigung eines Freundes, der sich das Leben genommen hat. Sie ist anscheinend auf dem Weg zu ihrer Großmutter –   nur eine der Lügen, die sie den Menschen in ihrer Umgebung auftischt. Die 17-jährige Avé sagt selten die Wahrheit. Ständig erfindet sie neue Identitäten und Geschichten. Doch im Laufe ihrer Reise kommen die beiden sich und der Wahrheit näher. Ein Roadmovie, so spontan wie die Abenteuer der beiden Charaktere. While hitchhiking from Sofia to Ruse, Kamen meets Avé, a 17-year-old runaway girl. With each ride they catch, Avé invents new identities for them, and her compulsive lies get Kamen deeper and deeper into trouble. Reluctantly drawn into this adventure, Kamen begins to fall in love with the fleeting girl. Avé is a roadmovie as spontaneous and freewheeling as the characters’ adventures. And, despite the unfolding of two deeply personal dramas, it does not lack levity and humor. „Avé is about those exceptional moments in a young person’s life when time feels suspended, and one’s responsibility is only to the beat of one’s own heart.“ (Konstantin Bojanov) Konstantin Bojanov, born 1968 in Bulgaria. After studying cinema and sculpture in Bulgaria, then at the Royal College of Art in London, he made a name for himself as an artist in the arena of modern art with exhibitions in Zurich, Shanghai and Los Angeles. He made his first short L emon is L emon in 2001. Avé, his first feature film, had its world premiere at Semaine de la Critique at Cannes 2011 and won the Special Jury Prize at Sarajevo Film Festival 2011. // Films (Selected): 3001 (2002, short), Un peau Moins (2004, short), Invisible (2005, short), Red Hook (2010, short), Avé (2011)

//019 crossing europe filmfestival linz

Produktion / Production Camera Ltd.  48 Shipka Str. 1504 Sofia  Bulgaria  T + 35 92 94 638 95 F + 35 92 84 673 8  gotchev@camera.bg www.camera.bg


Alice Rohrwacher Italy / Switzerland / France, 2011

Corpo Celeste

Drehbuch / Screenplay Alice Rohrwacher ` Louvart Kamera / Cinematography Hélene Schnitt / Editing Marco Spoletini Ton / Sound Daniela Bassani, Marzia Cord Musik / Music Piero Crucitti ProduzentInnen / Producers Carlo Cresto-Dina, Jacques Bidou, Marianne Dumoulin,Tiziana Soudani KoproduzentInnen /Co-Producers JBA production (FR), Amka Films (CH), Arte France Cinéma (FR), RSI Radiotelevisione svizzera (IT), SRG SSR idée suisse (CH) Webpage www.corpoceleste.it Mit / Cast Yile Vianello, Salvatore Cantalupo,   Pasqualina Scuncia, Anita Caprioli, Renato Carpentieri

Produktion / Production Tempesta Film 1st Floor, 53 Greek St London W1D 3DR Great Britain T +44 207 287 42 23 corpoceleste@tempestafilm.eu www.tempestafilm.eu Weltvertrieb / World Sales RAI Trade Via Umberto Novaro 18 00195 Rome  Italy T +39 335 60 49 456 rossi@rai.it

35mm / color / 100 min.

//020 crossing europe filmfestival linz

Austrian Premiere

Die 13-jährige Marta kehrt nach zehn Jahren in der Schweiz mit ihrer Mutter und der älteren Schwester wieder zurück nach Italien. Die scheinbare Heimat ist ihr fremd und sie fühlt sich wie eine völlige Außenseiterin. Hier im tiefen italienischen Süden ist die Kirche allgegenwärtig und durchdringt den Alltag der Menschen. Marta bereitet sich schon bald auf ihre Firmung vor. Im Religionsunterricht regen sich jedoch erste Zweifel in dem Mädchen, ob der ihr vorgebetete Weg wirklich so allgemeingültig ist, wie alle glauben. Kritisch distanziert beobachtet Marta die katholischen Rituale und beginnt in kleinen Schritten ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Set deep in the south of Italy, Corpo Celeste is the story of 13-year-old Marta who is struggling to resettle after ten years of growing up in Switzerland. Bright-eyed and restless, she observes the sights, sounds and smells of the city but feels very much an outsider. Marta is about to undergo the rite of confirmation. Obeying the convention of Catholic Church she takes catechism, but confronts the morality of the local Catholic community. From experiencing her period to making a bold decision to cut her hair, Marta begins to shape her own life for the first time since moving back to Italy.

Alice Rohrwacher, born 1984 in Tuscany, Italy. She studied literature and philosophy at the University of Turin and did a master's degree in screenwriting and documentary languages. Corpo celeste is her feature-length writing and directing debut and won the Citta di Roma Award at Cannes Film Festival 2011. Her previous work has been in documentary films, including the collaborative film Checosamanca (2006), where she was one of ten young Italian filmmakers, and Un piccolo spettacolo (2005), on which she served as writer, editor and cinematographer.


Jan Zabeil Germany, 2011

Der Fluss War Einst Ein Mensch The River Used to Be a Man

Drehbuch / Screenplay Jan Zabeil, Alexander Fehling Kamera / Cinematography Jakub   Bejnarowicz Schnitt / Editing Florian Miosge Ton / Sound Anton Feist, Magnus Pflüger Produzenten / Producers Benny Drechsel, Karsten Stöter, Jan Zabeil Koproduktion / Co-Production HFF PotsdamBabelsberg, SWR Mit / Cast Alexander Fehling, Sariqo Sakega,   Obusentswe Dreamar Manyima, Babotsa Sax‘twee, Nx‘apa Motswai

Weltvertrieb / World Sales Rohfilm Berlin GmbH Schwedenstraße 14 13357 Berlin Germany T +49 30 499 19 888 0 F +49 30 499 19 888 9 contact@rohfilm.de www.rohfilm.de

DCP /color / 80 min. Austrian Premiere

Ein junger Deutscher reist durch ein afrikanisches Land. Am Ufer eines Flusses begegnet er einem alten Fischer, der ihn in seinem Holzboot tief in die Wildnis mitnimmt. Am nächsten Morgen findet er sich allein in einem schier endlosen Flussdelta. Es beginnt ein intimer Kampf mit dem Tod, seinen Ängsten und der eigenen Wahrnehmung. Nach tagelangem Umherirren gelangt er in ein Dorf fern der Zivilisation, doch seine Odyssee nimmt kein Ende. Immer mehr verliert er in den Unwägbarkeiten einer fremden Kultur die Kontrolle. Der junge Regisseur Jan Zabeil und sein Darsteller Alexander Fehling begeben sich an die Abgründe des Fremdseins. Jan Zabeil’s highly original and atmospheric debut feature is an otherworldly  survival tale exploring divergent European and African sensibilities. A young German travels through a country in Africa. Near a river he meets an old fisherman who takes him deep into the wilderness in his wooden boat. The next morning he finds himself alone in the middle of an endless delta. Here his intimate battle with death, his fears and perceptions of the outside world begins. After days of drifting through the wilderness, he arrives in a very isolated village, far away from civilization. But his odyssey is not over yet. His continuous loss of control leads him further into a world far beyond his own comprehension.
 JAN zabeil, born 1981 in Berlin, Germany. Studied cinematography at the Film and Television University (HFF) „Konrad Wolf“ in Potsdam from 2003 to 2009 and works as director and cinematographer. His works were shown at international film festivals and won numerous awards. The river used to be a man was part of his final project at the HFF Potsdam and recieved the New Directors Award at the International Film Festival in San Sebastian 2011. // Films (Selected): L.H.O. (2007, short), Hör ich auf getreu zu sein (2010, doc), Der Fluss war einst ein Mensch (The River Used to Be a Man, 2011)

//021 crossing europe filmfestival linz

Produktion / Production Rohfilm Berlin GmbH Schwedenstraße 14 13357 Berlin Germany T +49 30 499 19 888 0 F +49 30 499 19 888 9 contact@rohfilm.de www.rohfilm.de


Cyril Mennegun France, 2011

Louise Wimmer

Drehbuch / Screenplay Cyril Mennegun Kamera / Cinematography Thomas Letellier Schnitt / Editing Valérie Brégaint Ton / Sound Alexandre Widmer Musik / Music Laurent Petitgrand Produzent / Producer Bruno Nahon Koproduktion /Co-Production Arte France Cinéma Mit / Cast Corinne Masiero, Jérôme Kircher, Anne Benoit, Marie Kremer, Jean-Marc Roulot, Frédéric Gorny, Cécile Rebboah, Annie-France Poli, Maud Wyler, Nicolas Woirion

Produktion / Production Zadig productions 70 rue Amelot 75011 Paris France T +33 1 58 30 80 10 F +33 1 58 30 68 69 info@zadigproductions.com www.zadigproductions.com Weltvertrieb / World Sales Films Distribution 34, rue du Louvre 75001 Paris France T +33 1 53 10 33 99 F +33 1 53 10 33 98 info@filmsdistribution.com www.filmsdistribution.com

35mm / color / 80 min.

//022 crossing europe filmfestival linz

Austrian Premiere

Regisseur Cyril Mennegun macht auf jene Menschen in der französischen Gesellschaft aufmerksam, deren Lohn aus einer sogenannten prekären Beschäftigung nicht ausreicht, um die Miete für eine Wohnung zu bezahlen. Er zeigt dieses Problem anhand einer fünfzigjährigen Frau: Louise Wimmer. Tagsüber macht sie ihren Gelegenheitsjob in einem Motel, die Nächte verbringt sie in ihrem alten Auto. Nach der schmerzhaften Trennung von ihrem Mann dreht sich das Leben von Louise nun um den täglichen Kampf, wieder auf die Beine zu kommen - und diesen möchte sie ganz alleine bestreiten. Niemand soll ihr helfen. Doch um ihren Weg zu finden, wird sie sich wieder öffnen müssen, Schritt für Schritt. Mittlerweile arbeitet Cyril Mennegun bereits an Insight, seinem nächsten Spielfilmprojekt. Louise Wimmer goes from one small job to another. Despite her loud speech and tall height she‘d rather stay alone to avoid any conflict. Her past life is now far behind her and everything she owns is in her car. At the dawn of her fifties, she lost everything when separating from her husband, but she wants to make it by herself. Nonetheless it is only if she accepts to open herself to others that she will be able to start her life again. A new feature film project is already in pre-production: Insight.

CYRIL MENNEGUN, born 1975 in France, directed his first short L e premier des deux qui rira in 1998. In 2002 he started his first big cinematographic adventure in documentary film with Quel Travail. Since, he has directed several documentaries, including Tahar l’étudiant in 2005, which received an Award at Lussas Doc Film Festival. L ouise Wimmer is his first feature film and was screened in the Settimana della crittica section in Venice. // Films (Selected): Quel travail (2002, doc), Nous les apprentis (2003, doc), Tahar l’etudiant (2005, doc), 20 ans, le monde et nous (2009, doc), L ouise Wimmer (2011)


Keti Machavariani Georgia, 2011

Marilivit Tetri Salt White

Drehbuch / Screenplay Keti Machavariani Kamera / Cinematography George Shvelidze Schnitt / Editing Nodar Nozadze Ton / Sound Irakli Ivanishvili, Paata   Godziahshvili Musik / Music Giorgi Tsintsadze ProduzentInnen / Producers Gia Bazgadze, Levan Korinteli, Jaga Grip Koproduzentin / Co-Producer Constantine Rizhinahsvili Webpage www.saltwhite.ge Mit / Cast Nino Koridze, Gagi Svanidze, Fea Tsivadze, George Kipshidze, Nestan Kvnikadze, Giorgi Giorganashvili, Ketuta Khalvashi, Rezi Esadze, Megi Kobaladze, Luka Khurtsilava

Weltvertrieb / World Sales Keti Machavariani 15 Shio Myvimeli 0179 Tbilisi Georgia T +995 5 99 13 90 89 kinoke@gmail.com

35mm / color / 80 min. Austrian Premiere

Georgien in der nachsowjetischen Ära: Nana arbeitet als Saisonkellnerin am Schwarzen Meer. Sie teilt sich mit einigen anderen Frauen ein Zimmer. Immer wieder kommt es zum Streit um Schlafplätze oder die Reihenfolge beim Duschen. Nana erträgt ihre Lebensverhältnisse kaum, tröstet sich aber mit dem Traum von einem kleinen Café in ihrem Heimatort. Irgendwann begegnet sie dem Polizist Niko, der sich ebenso wie sie gefangen fühlt in seinem Schicksal, das ihn zwingt, sich um seine Eltern zu kümmern, mit denen er, gemeinsam mit anderen Flüchtlingen, in einer Absteige lebt. Aus dem Kampf ums Überleben wird ein Kampf um die Zukunft. Post-Soviet Georgia in the beginning of the 21st century. Nana, 35, a single woman, works as a seasonal worker at a summer resort on the Black Sea coast. Nana saves her income dreaming to purchase a small café in her hometown. She occasionally meets patrol officer Niko, a refugee from Abkhazia. Niko takes care of his old parents, living in a hotel with other refugees. The father is looking after the amnesic mother, who isn’t able to recognize even her own son. Nana and Niko’s closed world is disrupted by the homeless child Sopo. She points them to a new path – a path of hope.

Keti Machavariani, born 1973 in Georgia. Graduated from Tbilisi State University in 1995, then studied film directing at State University of Film and Theatre. She did a practical course at the Italian state television network RAI, directed several shorts, worked as a producer in television, and became involved in film production. S alt White is her debut feature film. // Films (Selected): Tsipruli miakhloveba (Digital Zoom, 2002, short), M ariami (Maryam, 2003, short), Shushis namskhvrevi (Glass Fragment, 2003, short), M arilivit tetri (Salt White, 2011)

//023 crossing europe filmfestival linz

Produktion / Production Jaga Grip 4 Niagvari 0179 Tbilisi Georgia T +995 99 71 75 73 giorgi003@gmail.com


Joachim Trier  Norway, 2011

Oslo, 31. August Oslo, August 31st

Drehbuch / Screenplay Eskil Vogt, Joachim Trier – inspired by the novel „Le feu follet“ by Pierre Drieu La Rochelle Kamera / Cinematography Jakob Ihre Schnitt / Editing Olivier Bugge Coutté Ton / Sound Gisle Tveito Musik / Music Ola Fløttum, Torgny Amdam ProduzentInnen / Producers Yngve Sæther, Sigve Endresen, Hans-Jørgen Osnes Koproduktion / Co-Production Don’t Look Now AS (NO) Mit / Cast Anders Danielsen Lie, Malin Crépin, Aksel M. Thanke, Hans Olav Brenner, Ingrid Olava, Øystein Røger, Tone B. Mostraum, Kjærsti Odden Skjeldal, Petter Width Kristiansen, Emil Lund, Johanne Kjellevik Ledang, Renate Reinsve, Andreas Braaten, Anders   Borchgrevink

Produktion / Production Motlys AS  Sagveien 18  0459 Oslo  Norway  T +47 22 80 83 70 motlys@motlys.com www.motlys.com

//024 crossing europe filmfestival linz

Weltvertrieb / World Sales The Match Factory GmbH  Balthasarstraße 79-81 50670 Cologne Germany T +49 221 539 709 0  F +49 221 539 709 10  info@matchfactory.de www.the-match-factory.com Festival Rights Norwegian Film Institute   P.O.Box 485 Sentrum  N-0105 Oslo  Norway T +47 22 47 45 00  F +47 22 47 45 99 post@nfi.no www.nfi.no DCP /  color / 105 min. Austrian Premiere

Im Rahmen seines beinahe abgeschlossenen Drogenentzugs am Land darf Anders für ein Vorstellungsgespräch in die Stadt. Allerdings beschließt er etwas länger zu bleiben, um in Oslo herumzustreifen und alte Bekannte zu besuchen, die er schon lange nicht mehr gesehen hat. Anders ist 34, gut aussehend, intelligent und kommt aus einem intakten Elternhaus. Ihn quält aber der Gedanke, dass er in seinem Leben viele Chancen verpasst und einige Leute enttäuscht hat. Das Leben scheint für ihn schon am Ende, doch im Laufe der Zeit, die Anders in Oslo verbringt, keimt in ihm die Hoffnung auf, doch wieder Liebe, Hoffnung und ein neues Leben finden zu können. Anders will soon complete his drug rehabilitation in the countryside. As part of the program, he is allowed to go into the city for a job interview. But he takes advantage of the leave and stays on in the city, drifting around, meeting people he hasn‘t seen in a long while. Thirty-four-year-old Anders is smart, handsome and from a good family, but deeply haunted by all the opportunities he has wasted, all the people he has let down. He is still relatively young, but feels his life in many ways is already over. For the remainder of the day and long into the night, the ghosts of past mistakes will wrestle with the chance of love, the possibility of a new life and the hope to see some future by morning.

Joachim Trier, born 1974 in Copenhagen, Denmark. After attending the European Film College in Denmark, he trained at the British National Film and Television School. He made his feature debut in 2006 with Reprise, which in the same year received the Discovery Award at Toronto Film Festival and the Amanda Award for Best Film, Best Director and Best Screenplay. Oslo, August 31st was shown in the Official Selection at Cannes 2011. // Films (Selected): Pietà (1999, short), Still (2001, short), Procter (2002, short), Reprise (2006; CE '07), Oslo, 31. August (Oslo, August 31st, 2011)


Andrew Haigh Great Britain, 2011

Weekend

Drehbuch / Screenplay Andrew Haigh Kamera / Cinematography Ula Pontikos Schnitt / Editing Andrew Haigh Ton / Sound Tim Barker Musik / Music John Grant, Hook & The Twin, Milk, Sawtooth Produzent / Producer Tristan Goligher Koproduzentin / Co-Producer Clare Mundell Koproduktion / Co-Production The Bureau, Synchronicity Films, EM Media Webpage www.weekend-film.com Mit / Cast Tom Cullen, Chris New, Jonathan Race, Laura Freeman, Jonathan Wright, Loretto Murray, Sarah Churm, Vauxhall Jermaine, Joe Doherty, Kieran Hardcastle, Mark Devenport, Julius Metson Scott, Martin Arrowsmith

Weltvertrieb / World Sales The Film Collaborative 418 Bamboo Lane, Suite A Los Angeles, CA 90012 United States of America contactus@thefilmcollaborative.org www.thefilmcollaborative.org Kopie / Printsource GMfilms Michael Höfner Varziner Straße 3 12159 Berlin Germany T +49 30 8 51 98 61 F +49 30 8 59 34 23 gmfilms@gmfilms.de www. gmfilms.de DCP / color / 96 min. Austrian Premiere

Russell und Glen sind im Prinzip grundverschiedene Typen: Russell ist bescheiden, arbeitet als Bademeister und redet sehr ungern über sich und seine Homosexualität. Glen dagegen redet sehr gern und viel, ist ein selbstbewusster Künstler und macht keinen Hehl aus seiner Liebe zu Männern. Als sich die beiden jedoch eines Abends zufällig in einem Club treffen, sind sie betrunken genug, um sich attraktiv zu finden und die Nacht miteinander zu verbringen. Der darauffolgende Morgen scheint anders als nach solch einer Nacht üblich und plötzlich stellt sich die Frage einer gemeinsamen Zukunft.   „Weekend ist ein kleiner, dokumentarisch anmutender Film über die Möglichkeit von Liebe, die eigentlich gar nicht möglich sein kann.“ (spiegel.de) On a Friday night after hanging out with his straight mates, Russell heads out to a nightclub, alone and on the pull. Just before closing time he picks up Glen. And so begins a weekend - in bars and in bedrooms, getting drunk and taking drugs, telling stories and having sex - that will resonate throughout their lives.
A one-night stand that becomes something more – Andrew Haigh tells us an unconventional love story between two young men trying to make sense of their lives.

ANDREW HAIGH, born in the United Kingdom. After working for years as an editor in the film industry, he concentrated on writing and directing his own work. He has made a number of short films that have played at festivals worldwide including Berlinale, Edinburgh, Nashville and London. His first feature Greek Pete (2009) won the Special Jury Award at Atlanta Film Festival in the same year. Weekend (2011) is his second feature and premiered at South by Southwest Film Festival 2011 in Austin/ Texas where it won the Audience Award in the Emerging Visions section.

//025 crossing europe filmfestival linz

Produktion / Production Tristan Goligher / Glendale Picture Company Antenna Media Centre Beck Street Nottingham NG1 1EQ  Great Britain T +44 207 033 0555 tg@thebureau.co.uk


Anka and Wilhelm Sasnal  Poland, 2011

Z daleka widok jest piękny It Looks Pretty from a Distance

Drehbuch / Screenplay Anka and Wilhelm Sasnal Kamera / Cinematography Wilhelm Sasnal, Aleksander Trafas Schnitt / Editing Beata Walentowska Ton / Sound Igor Kłaczyński ProduzentInnen / Producers Anton Kern Gallery, Anka and Wilhelm Sasnal  Webpage www.itlooksprettyfromadistance. com Mit / Cast Marcin Czarnik, Agnieszka Podsiadlik, Piotr Nowak, Elżbieta Okupska, Jerzy Łapiński, Hanka Chojnacka, Michał Pietrzak, Oskar Karaś, Beata Zygarlicka, Waldemar Czyszak, Dawid Wolski

Produktion / Production Filmpolis  ul. Dolna 7/9  00-773 Warsaw  Poland  T +48 514 593 757 szymanska.agata@gmail.com www.filmpolis.pl Weltvertrieb / World Sales Filmpolis  ul. Dolna 7/9  00-773 Warsaw  Poland  T +48 514 593 757 szymanska.agata@gmail.com www.filmpolis.pl

35mm / color / 77 min.

//026 crossing europe filmfestival linz

Austrian Premiere

Irgendwo in einem kleinen Dorf in Polen: Alte und kaputte Gegenstände liegen auf verwahrlosten Höfen verstreut umher. Abgegrenzt durch wacklige Zäune leben die Menschen hier zwischen Müll und Abfall – auch Paweł, der sich mit dem Sammeln von Altmetall seinen Lebensunterhalt verdient. Er wohnt zusammen mit seiner senilen Mutter, deren Krankheit zunehmend zur Last wird und verhindert, dass Paweł endlich mit seiner Verlobten jenes Leben führen kann, das sich beide erträumen. Eines Tages verschwindet Paweł plötzlich, ohne einen Hinweis auf seinen Verbleib zu hinterlassen. Der Film lief beim New Horizons Film Festival 2011, wo er mit dem Preis für den besten neuen polnischen Film ausgezeichnet wurde. The directorial debut of visual artists Wilhelm and Anka Sasnal takes place in a secluded Polish village near the woods and a river. It is here where the story of a scrapper and a girl unfolds. In an air of ubiquitous secrecy, the villagers and the couple live their everyday dull lives of hardship until the scrapper vanishes. His disappearance triggers a chain of unexpected events. In strikingly beautiful surroundings, under a scorching sun, human evil surfaces. It Looks Pretty from a Distance was screened at the New Horizons Film Festival 2011, where it got an award for Best New Polish Film.

Anka Sasnal, born 1973 in Poland. She is an editor and scriptwriter and lives and works in Kraków, Poland. // Films: Z daleka widok jest piękny (It Looks Pretty from a Distance, 2011) Wilhelm Sasnal, born 1972 in Tarnów, Poland. He is a painter, drawer, author of comic books and filmmaker, and his artistic works can be found among others in Centre Pompidou, Tate Modern or the Museum of Modern Art. // Films (Selected): Świniopas (Swineherd, 2008), Z daleka widok jest piękny (It Looks Pretty from a Distance, 2011)


//027 crossing europe filmfestival linz

panorama europa fiction // european panorama fiction


ANDREÏ ZVYAGINTSEV Russia, 2011

elena

Drehbuch / Screenplay Oleg Negin, Andreï Zvyagintsev Kamera / Cinematography Mikhail Krichman Schnitt / Editing Anna Mass Ton / Sound Andrey Dergachev, Stas   Krechkov Produzenten / Producers Alexander   Rodnyansky, Sergey Melkumov Mit / Cast Andrey Smirnov, Nadezhda   Markina, Elena Lyadova, Alexey Rozin, Evgenia Konushkina, Igor Ogurtsov, Vasiliy Michkiv, Alexey Maslodudov

Produktion / Production NON-STOP PRODUCTION Uspenskiy pereulok 3, bld 2 127006 Moscow  Russia T +7 916 641 67 19 shneyderova@gmail.com Weltvertrieb / World Sales Pyramide International 5, rue du Chevalier St George 75008 Paris  France T +33 1 42 96 02 20 F +33 1 40 20 05 51 distribution@pyramidefilms.com www.pyramidefilms.com

DCP / color / 109 min.

//028 crossing europe filmfestival linz

Austrian Premiere

Im Zentrum der Geschichte steht Elena, eine großherzige, ungebildete Mutter aus der Mittelschicht. Sie bedient ihren reichen Mann und hilft ihrem arbeitslosen Sohn, der bereits zum dritten Mal Vater wird. Ihr Mann Vladimir hat ein Appartement im elitären Moskauer Stadtteil Ostoschenka und eine Tochter, die nur des Geldes wegen den Kontakt zum Vater aufrecht erhält. Als Vladimir eine Unterstützung für Elenas Enkel verweigert und schließlich nach einem Herzinfarkt auch noch sein Testament zu Gunsten seiner Tochter ändern will, scheint die Gutmütigkeit der ansonsten fürsorglichen Frau endgültig am Ende. Elena and Vladimir are an older couple, they come from different backgrounds. Vladimir is a wealthy and cold man, Elena comes from a modest milieu and is a docile wife. They have met late in life and each one has children from previous marriages. Elena’s son is unemployed and is constantly asking Elena for money, while Vladimir’s daughter has a distant relationship with her father. A heart attack puts Vladimir in hospital, where he makes an important decision: his daughter will be the sole heiress of his wealth. Elena‘s hopes to financially help her son suddenly vanish and she comes up with a plan to give her son and grandchildren a real chance in life.

ANDREÏ ZVYAGINTSEV, born 1964 in Novosibirsk, Russia. He graduated from the acting department of the Russian Academy of Theatre Arts. In 2000 he made his directorial debut with three episodes of REN TV’s “The Black Room”. His first feature film The Return won a Golden Lion at the Venice Film Festival in 2003 for the best directorial debut. Elena premiered at the 2011 Cannes Film Festival in the Un Certain Regard section, where it won the Jury Prize. // Films (Selected): Vozvrashchenie (The Return, 2003), Izgnanie (The Banishment, 2007), A pocrypha (2009, short), Elena (2011)


Nicolas Provost  Belgium / Sweden, 2011

L‘Envahisseur The Invader

Drehbuch / Screenplay Nicolas Provost, François Pirot Kamera / Cinematography Frank van den Eeden Schnitt / Editing Nico Leunen Ton / Sound Paul Maernoudt, Senjan Jansen, Luc Thomas Musik / Music Evgueni & Sacha Galperine ProduzentInnen / Producers Jacques-Henri Bronckart, Olivier Bronckart  KoproduzentInnen / Co-Producers Antonio Lombardo, Helena Danielsson Koproduktion / Co-Production Prime Time (BE), Hepp Film (SE) Mit / Cast Issaka Sawadogo, Stefania Rocca, Serge Riaboukine, Dieudonné Kabongo, Tibo Vandenborre, Hannelore Knuts

Weltvertrieb / World Sales Bac Films Distribution 88 rue de la Folie Méricourt 75011 Paris France T +33 1 53 53 52 52 F +33 1 53 53 52 53 f.schwabe@bacfilms.fr www.bacfilms.com

DCP / color / 95 min. Austrian Premiere

Amadou ist ein afrikanischer Flüchtling. Er schafft es über Italien nach Belgien, wo er sich in Brüssel ein neues Leben aufbauen möchte. Er schuftet jeden Tag hart für seine Schlepper, um die Kosten seiner Reise abzuarbeiten. Schließlich hat er genug von den kriminellen Machenschaften der Schleuser und versucht sich selbstständig über Wasser zu halten. Bald lernt er Agnès kennen: eine Geschäftsfrau, attraktiv und clever, doch scheinbar genauso einsam und verloren wie er. Amadou steht als Einwanderer auf der anderen Seite unserer exklusiven Wohlstandsgesellschaft. Provost skizziert diesen Charakter des Außenseiters, der mit aller Macht versucht, seinen Traum zu verwirklichen, bewusst provokant und konträr zu den üblichen, politisch korrekten Sozialdramen, die Flüchtlinge stets als Opfer zeigen. Amadou, a strong and charismatic African man, is washed up on a beach in southern Europe. Fate leads him to Brussels where, full of optimism, he tries to make a better life for himself. Exploited by traffickers, his daily life is slowly drained of hope, until he meets Agnès, a beautiful and brilliant businesswoman. She is seduced by his charm and force of character, while he projects all his hopes and dreams onto her. The illusion quickly shatters, and Agnès breaks all contact with Amadou, who little by little sinks into destructive violence, struggling with his inner demons. Nicolas Provost, born 1969 in Belgium. He graduated from the Royal Academy of Fine Arts in Gent, Belgium in 1994, but spent the last two years of his studies as an exchange student experimenting with video at the academy in Bergen, Norway. Afterwards he worked as an illustrator, graphic designer and art director. In 1999 he started making short films. The Invader, his feature debut, was screened in the Orizzonti section at Venice Film Festival 2011. // Films (Selected): E xoticore (2004, short), Gravity (2007, short), Long Live the New Flesh (2009, short), L‘envahisseur (The Invader, 2011)

//029 crossing europe filmfestival linz

Produktion / Production Versus Production Quai de la Goffe 9 4000 Liège Belgium T +32 4 223 18 35 F +32 4 223 21 71 info@versusproduction.be www.versusproduction.be


Dominique Choisy  France, 2011

les fraises des bois Wild Strawberries

Drehbuch / Screenplay Dominique Choisy Kamera / Cinematography Laurent Coltelloni, Alexis Kavyrchine, Julien Roux Schnitt / Editing Isabelle Debraye Ton / Sound Luq Lebel ProduzentInnen / Producers Emmanuel Barraux, Agnès Vallée Mit / Cast Juliette Damiens, Julien Lambert, Stéphane Lara, Nathalie Richard, JeanMichel Noirey, Yannick Becquelin

Produktion / Production 31 Juin Films 41 rue de Trévise 75009 Paris France T +33 1 48 00 83 39 F +33 1 48 00 00 27 juinfilms@yahoo.fr Festival Manager RAMONDAParis Pascale Ramonda 91 rue de Ménilmontant 75020 Paris France T +33 1 43 58 60 29 pascale@pascaleramonda.com

DCP / color / 99 min.

//030 crossing europe filmfestival linz

International Premiere

In seinem zweiten Spielfilm zeigt uns Regisseur Dominique Choisy zwei junge Leute, die die Gewalt unserer Zeit erleben. Für Violette liegt die Gefahr scheinbar in der eigenen Familie. Sie lebt mit ihren reichen Eltern auf einem Bauernhof im Herzen Frankreichs. Gabriel, ein homosexueller Mittdreißiger, ist ein Opfer des wirtschaftlichen Zusammenbruchs und arbeitet an der Kasse eines kleinen Supermarkts. Während die Jahreszeiten langsam verstreichen, versuchen sich die beiden aus der bedrückenden Zufälligkeit ihres Lebens zu befreien. Doch der vor ihnen liegende Weg ist unberechenbar und die Mittel, die Violette und Gabriel einsetzen, um aus ihrem Alltag auszubrechen, sind radikal. Violette lives in the heart of the French countryside with her parents, who are rich farm owners. Gabriel works at a supermarket checkout. These two inconspicuous characters may appear to have little history, but they are suffocating in their daily lives, and both hide dark secrets. From hesitant meetings to chance encounters, in the course of the seasons they will travel an unpredictable path as they seek to break free of their chains… and resort to radical solutions.

Dominique Choisy, born in France. He is a former student of the French cinema school l’IDHEC. After directing 5 short films, he shot Modern Comfort, his first feature film, in 1999, which won the Fipresci Prize at the Mar del Plata Festival (Argentina) in 2001. He teaches writing and directing at the Université Picardie Jules Verne (UPJV) in Amiens where he lives, and is a member of the French association l’ACID, which supports and promotes independent movies from all over the world. // Films (Selected): Confort moderne (Modern Comfort, 1999), L es fraises des bois (Wild Strawberries, 2011)


naDAV LAPID  Israel, 2011

Hashoter Policeman

Drehbuch / Screenplay Nadav Lapid Kamera / Cinematography Shai Goldman Schnitt / Editing Era Lapid Ton / Sound Michael Goorevich Produzent / Producer Itai Tamir Mit / Cast Yiftach Klein, Yaara Pelzig, Michael Mushonov, Menashe Noi, Michael Aloni, Gal Hoyberger, Meital Berdah, Shaul Mizrahi, Rona-Lee Shimon, Ben Adam

Produktion / Production Laila Films Ltd. 20 Ben Avigdor Street 67218 Tel Aviv Israel T +972 3 624 07 99 F +972 3 624 07 81 itai@laila-films.com

DCP / color / 105 min. Special Screening

In Zusammenarbeit mit Eye on Films   (siehe Seite 128) // In collaboration with   Eye on Films (see Page 128)

Yaron ist ein Hashoter, ein Polizist. Allerdings kein gewöhnlicher, sondern Teil einer israelischen Antiterror-Einheit, die normalerweise im Einsatz gegen arabische Terroristen, Selbstmordattentäter und Staatsfeinde ist. Yaron und seine Kampfgenossen sind eine verschworene Machotruppe, lauter Freunde, die auch Familienleben und Freizeit teilen. Die Begegnung mit einer Gruppe linker Aktivisten, die eine neue soziale Ordnung im Land fordert, wird ihn allerdings mit dem israelischen Klassenkampf konfrontieren. Nadav Lapid lenkt die Aufmerksamkeit weg vom israelisch-palästinensischen Konflikt, um gekonnt die innere gesellschaftliche Kluft Israels anzusprechen. Yaron is one member of a group of elite policemen belonging to the Israeli anti-terrorism unit. He and his fellow team members are the weapon; the gun the state is pointing at its opponents, the 'Arab enemy'. Yaron worships his unit, the male comradery, his muscular body, his beauty. Yaron is excited, his wife is expecting their baby very soon; he could become a father any minute. An encounter with a radical, violent, extraordinary group will confront him with the Israeli class war as well as with the war within his own soul.

Nadav Lapid, born 1975 in Israel, studied history and philosophy in Tel Aviv, then film at the Sam Spiegel Film & Television School in Jerusalem. He made several shorts including Border Project (2004) and Road (2005), which were selected for numerous festivals. His graduation film Emile’s Girlfriend (2006) was screened in Cannes. His first novel, Continues to Dance, was published in 2001. In 2007 Nadav Lapid was selected for a Cannes Festival residency, where he wrote the script for his feature film debute Hashoter (Policeman, 2011), which was awarded at several international film festivals.

//031 crossing europe filmfestival linz

Weltvertrieb / World Sales Wide Management 40 rue Sainte-Anne 75002 Paris France T +33 1 53 95 04 64 F +33 1 53 95 04 65 wide@widemanagement.com www.widemanagement.com


BRUNO DUMONT France, 2011

Hors satan Outside Satan

Drehbuch / Screenplay Bruno Dumont Kamera / Cinematography Yves Cape Schnitt / Editing Bruno Dumont, Basile Belkhiri Ton / Sound Philippe Lecoeur, Emmanuel Croset ProduzentInnen / Producers Jean Brehat, Rachid Bouchareb, Muriel Merlin Koproduktion /Co-Production CRRAV NordPas de Callais (FR), Le Fresnoy in association with Cinemage 5 (FR) Webpage www.tadrart.com/tessalit/  horssatan/horssatan.html Mit / Cast David Dewaele, Alexandra Lematre, Valerie Mestdagh, Sonia Barthelemy, Juliette Bacquet, Christophe Bon, Dominique Caffier, Aurore Broutin

Produktion / Production 3B Productions 10, passage des Taillandiers 75011 Paris France T +33 1 43 13 10 60 F +33 1 43 13 10 66 contact@3b-productions.com www.3b-productions.com Weltvertrieb / World Sales Pyramide International 5, rue du Chevalier St George 75008 Paris  France T +33 1 42 96 02 20 F +33 1 40 20 05 51 distribution@pyramidefilms.com www.pyramidefilms.com

//032 crossing europe filmfestival linz

DCP / color / 110 min. Austrian Premiere

Im Mittelpunkt der Geschichte steht ein Fremder, der sich in einer kargen Landschaft an der französischen Atlantikküste angesiedelt hat. Einzig ein junges Nachbarsmädchen scheint der namenlose Mann an sich heranzulassen. Er bezieht sie in seine religiösen Rituale ein und gemeinsam durchstreifen die beiden immer wieder zusammen die raue Landschaft – scheinbar ohne Ziel, fallen sie unversehens auf die Knie und scheinen ins Gebet versunken. Doch der nahegelegene Weiler mit seinen Bewohnern birgt dunkle Geschehnisse, denen der mysteriöse Landstreicher den Kampf angesagt hat. Hors Satan lief 2011 in der offiziellen Selektion Un Certain Regard in Cannes. At the edge of the English Channel, on the Côte d‘Opale, near a hamlet, its dunes and marshes, there lives a strange fellow who gets by somehow, poaches, prays and builds fires. A vagrant who appears from nowhere and who, in a single breath, hounds out the evil from a village haunted by the devil and sets the world away from Satan. Murder, resurrection and lurid sex spill from the screen and we are left uncertain whether the frightening guy is an evil psychic manifestation or a twisted messiah. Bruno Dumont‘s sixth full-length feature film Outside Satan was screened in the Un Certain Regard section at Cannes in 2011. Bruno Dumont, born 1958 in Bailleul, France. He has taught philosophy and directed more than forty commercials, shorts and documentaries. After the two short films Paris (1993) and M arie et Freddy (Marie and Freddy, 1994), he directed his first feature film L a vie de Jésus (The Life of Jesus, 1997), winner of a Golden Camera special mention at Cannes. // Films (Selected): L‘humanité (Humanity, 1999), Twentynine Palms (2003; CE '04), Flandres (Flanders, 2006; CE '07), H adewijch (2009; CE '10), Hors Satan (Outside Satan, 2011)


ruben östlund Sweden / France / Denmark, 2011

play

Drehbuch / Screenplay Ruben Östlund Kamera / Cinematography Marius Dybwad Brandrud Schnitt / Editing Ruben Östlund, Jacob Schulsinger Ton / Sound Jens De Place Bjørn Musik / Music Saunder Jurriaans, Daniel Bensi Produzenten / Producers Erik Hemmendorff, Philippe Bober Koproduzenten / Co-Producers Jessica Ask / Film i Väst, Gunnar Carlsson/Sveriges Television, Peter Possne/Sonet Film, Alexander Bohr/ARTE/ZDF Koproduktion / Co-Production Coproduction Office ApS (DK), Parisienne de Production (FR) Mit / Cast Anas Abdirahman, Sebastian Blyckert, Yannick Diakité, Sebastian Hegmar, Abdiaziz Hilowle, Nana Manu, John Ortiz, Kevin Vaz

Weltvertrieb / World Sales Coproduction Office 24, Rue Lamartine 75009 Paris France T +33 1 56 02 60 00 F +33 1 56 02 60 01 sales@coproductionoffice.eu www.coproductionoffice.eu

Zwischen 2006 und 2008 gelang es im schwedischen Göteborg einer Gruppe junger Migranten im Alter von 12 bis 14 Jahren, mehrere Kinder auszurauben. Dabei hatten sie eine so ausgefeilte Sprache entwickelt, dass sie weder explizit drohen noch physische Gewalt anwenden mussten. In seinem dritten Langfilm nimmt Ruben Östlund diese wahre Begebenheit als Grundlage, um Sprache und Rollenverhalten der Jugendlichen zu durchleuchten. Die Diebe spielen mit den Vorurteilen ihrer Opfer und der Regisseur mit den Vorurteilen des Publikums. Play is an astute observation based on real cases of bullying in Gothenburg, Sweden. The writing of this film began for Ruben Östlund with a newspaper article in which a group of boys aged 12-14 robbed other children on about 40 occasions between 2006 and 2008. The thieves used an elaborate scheme called the ‘little brother number’ or ‘brother trick’, involving advanced roleplay and gang rhetoric rather than physical violence.

35mm / color / 101 min. Austrian Premiere

Ruben Östlund, born 1974 in Sweden, studied film at the University of Gothenburg. Originally a director of skiing films, he directed his feature debut The Guitar Mongoloid in 2004, which won the Fipresci Award in Moscow in 2005. Involuntary premiered at the Cannes Film Festival 2008. P lay was selected for the Quinzaine des Réalisateurs section of Cannes 2011 and won several international awards. // Films (Selected): Gitarrmongot (The Guitar Mongoloid, 2004), De ofrivilliga (Involuntary, 2008; CE '09), Händelse vid bank (Incident by a Bank, 2009, short), P lay (2011)

//033 crossing europe filmfestival linz

Produktion / Production Plattform Produktion  Vallgatan 9d  411 16 Gothenburg  Sweden   T + 46 31 711 66 60   mail@plattformproduktion.se www.plattformproduktion.se


João Canijo   Portugal, 2011

Sangue Do Meu Sangue Blood of My Blood

Drehbuch / Screenplay João Canijo Kamera / Cinematography Mário Castanheira Schnitt / Editing João Braz Ton / Sound Olivier Blanc, Ricardo Leal, Gerard Rousseau, Elsa Ferreira Produzent / Producer Pedro Borges Mit / Cast Rita Blanco, Anabela Moreira, Cleia Almeida, Rafael Morais, Marcello Urgeghe, Nuno Lopes, Beatriz Batarda, Fernando Luís, Teresa Madruga, Teresa Tavares, Francisco Tavares, Wilma de Brito

Produktion / Production Midas Filmes Rua do Loreto, 13, sobre/loja Nº 19 – 2º Esq. 1200-241 Lisbon Portugal T +351 213 479 088 F +351 211 955 440 midas@midas-filmes.pt www.midas-filmes.pt Weltvertrieb / World Sales Abril Filmes Praça de São Paulo, 19, 2 Esq 1200-425 Lisbon Portugal T +351 21 346 10 10 F +351 21 347 90 88 abril@abril-filmes.pt www.abril-filmes.pt

DCP / color / 139 min.

//034 crossing europe filmfestival linz

Austrian Premiere

In dem preisgekrönten Werk von João Canijo, geht es um Márcia, eine allein-  erziehende Mutter mit zwei Kindern. Sie arbeitet als Köchin und teilt ihr Haus mit ihrer Schwester Ivete, einer Friseurin in einem Einkaufszentrum.  Eines Tages beichtet Claudia ihrer Mutter Márcia, dass sie sich in einen älteren, verheirateten Mann verliebt hat. Als Márcia herausfindet, wer der Auserwählte ihrer Tochter ist, erkennt sie, dass sich ihre Familie in großer Gefahr befindet. Unterdessen scheitert ihr Sohn Joca bei bei dem Versuch, ein Drogengeschäft auf eigene Faust durchzuziehen – was fatale Folgen hat. Ein packender Film über die bedingungslose Liebe zweier Frauen und deren Kampf, ihre Lieben zu beschützen. Márcia is a single mother with two grown-up children, who works as a cook and shares her home with her sister Ivete, a hairdresser. One day, her daughter Cláudia tells her that she has fallen in love with a married man who is much older than her. When Márcia finds out who he is, she realizes that the relationship poses a terrible threat to her family. Meanwhile, her son Joca, a small-time drug pusher, tries to get one over on his own dealer, but the plan misfires. A film about unconditional love – the love of a mother for her daughter and of an aunt for her nephew – and about the lengths those women are prepared to go to in order to protect the ones they love. João Canijo, born 1957 in Portugal. In the 80‘s he worked as an assistant director to Wim Wenders, Alain Tanner and Werner Schroeter, among others. His first film Three L ess Me was selected for the Rotterdam Film Festival. His film Get a L ife was screened in the Un Certain Regard section at the 2001 Cannes Film Festival. Blood of my Blood won the Fipresci Award at San Sebastian Film Festival 2011. // Films (Selected): Três Menos Eu (Three Less Me, 1988), Noite E scura (In the Darkness of the Night, 2004), Fantasia L usitana (Lusitania Illusion, 2010), S angue do meu S angue (Blood of My Blood, 2011)


BÉla Tarr, Ágnes Hranitzky  Hungary / France / Switzerland / Germany, 2011

A Torinói ló The Turin Horse

Drehbuch / Screenplay Béla Tarr, László Krasznahorkai Kamera / Cinematography Fred Kelemen Schnitt / Editing Ágnes Hranitzky Ton / Sound Gábor Erdélyi jr. Musik / Music Mihály Víg ProduzentInnen / Co-Producers Gábor Téni, Marie-Pierre Macia, Juliette Lepoutre, Ruth Waldburger, Martin Hagemann Koproduktion / Co-Production MPM FILM (FR), Vega Film (CH), zero fiction film (DE) Mit / Cast Erika Bók, János Derzsi, Mihály Kormos, Ricsi

Weltvertrieb / World Sales Films Boutique  Skalitzer Straße 54 A 10997 Berlin Germany T +49 30 69 53 78 50 F +49 30 69 53 78 51 info@filmsboutique.com www.filmsboutique.com

35mm / black and white / 146 min. Austrian Premiere

1889 schritt in Turin der Philosoph Friedrich Nietzsche vor seiner Wohnung gegen einen Kutscher ein, der auf sein Pferd einschlug. Dies war die letzte Tat Nietzsches, bevor er dem Wahnsinn verfiel. Regisseur Béla Tarr interes-  siert sich jedoch nicht für den Philosophen, sondern für das Pferd, über des-  sen Verbleib nichts bekannt ist.   „Der Film porträtiert die Sterblichkeit, diesen tiefen Schmerz, den wir zum Tode Verurteilten alle fühlen.“ (Béla Tarr) In Turin in 1889, Friedrich Nietzsche flings his arms around an exhausted carriage horse, then loses consciousness and his mind.  “Our film follows up this question: What did in fact happen to the horse? Ohlsdorfer, the carter, and his daughter live out their lives on their farmstead. They subsist on hard work: their only source of income is the horse and cart – that’s what they live on. The father takes on carting jobs, his daughter takes care of the household. It’s a very meagre life and infinitely monotonous. Their practiced movements and the changes in seasons and times of day dictate the rhythm and routine which is cruelly inflicted on them. The film portrays mortality, with that deep pain which we, who are under sentence of death, all feel.” (Béla Tarr)

Béla Tarr, born 1955 in Pécs, Hungary. Tarr is an associate professor at the German Film and Television Academy Berlin. The Turin Horse premiered at Berlinale 2011 and also won the Jury Grand Prix, Silver Bear. // Films (Selected): Sátántangó (Satantango, 1990-94), Werckmeister harmóniák (Werckmeister Harmonies, 2000), A londoni férfi (The Man from London, 2007), A torinói ló (The Turin Horse, 2011) Ágnes Hranitzky graduated as an editor from the Budapest University of Theatre and Cinema in 1972. She has been Béla Tarr’s permanent associate since 1978.

//035 crossing europe filmfestival linz

Produktion / Production T.T. Filmmühely Rona Utca 174 1145 Budapest Hungary T +36 1 251 99 69 ttfilmmuhely@t-online.hu


Teona Strugar Mitevska  Macedonia / Germany / Slovenia / Belgium, 2012

The Woman who brushed off her tears

Drehbuch / Screenplay Teona Strugar Mitevska Kamera / Cinematography Matyas Erdely Schnitt / Editing Nicolas Gaster Ton / Sound Paul Heymans, Fred Meert, Philippe Baudhuin Produzentin / Producer Labina Mitevska KoproduzentInnen / Co-Producers Ana Jordanova (Luminary Media, MK), Marcel Lenz & Guido Schwab (ostlicht filmproduktion, DE), Danijel Hočevar (Vertigo Film, SI) Sebastien Delloye & Diana Elbaum (Entre Chien et Loup, BE) Mit / Cast Victoria Abril, Labina Mitevska, Jean Marie Galey, Arben Bajraktaraj, Firdaus Nebi, Kaeliok Fonenimum Varka, Dimitar Gjorgjievski

Produktion / Production Sisters and Brother Mitevski Production F. Ruzvelt 4-38 1000 Skopje Republic of Macedonia T / F +389 23 06 44 55 info@sistersandbrothermitevski.com www.sistersandbrothermitevski.com Weltvertrieb / World Sales Urban Distribution International  14 rue du 18 Août 93100 Montreuil France T +33 1 48 70 73 76 contact@urbandistrib.com www.urbandistrib.com

//0036 crossing europe filmfestival linz

35mm / color / 103 min. Austrian Premiere

Teona Strugar Mitevskas dritter Film verwendet märchenhafte Elemente, um von familiären Tragödien zu erzählen. The Woman Who Brushed Off Her Tears beginnt in Frankreich und schickt seine ProtagonistInnen in die tiefsten Wälder Mazedoniens. In Paris kommt der Sohn von Helena auf tragische Weise ums Leben. Auf der verzweifelten Suche nach Kompensation versucht sie, den abzuschiebenden Flüchtling Lucian zu einem Teil ihres Lebens zu machen. In Mazedonien lebt auch Lucians Geliebte Ajsun, mit der er einen gemeinsamen Sohn hat. Während die letzten beiden Filme der Regisseurin am postkommunistischen Balkan spielten, kontrastiert hier das moderne Paris mit dem mazedonischen Landleben. Streunende Wölfe, magische Kräfte und seltsame Zufälle durchdringen die Geschichte zweier Frauen, die trotz unterschiedlichster Lebensbedingungen und ihrer Herkunft aus gegensätzlichen Kulturen um das gleiche Ziel kämpfen: Selbstbestimmung. Helena witnesses her son’s suicide. From this moment on, her world is turned upside down as her struggle for survival transforms into a hunt for revenge. Ajsun is a dreamer who lives with her father and her son Ilkin. She dreams to be reunited with Lucian, the father of her son. Both women aspire to be free. The Woman Who Brushed Off Her Tears tells a story about the various types of imprisonment we create for ourselves or are forced into. Teona Strugar Mitevska, born 1974 in Skopje, Macedonia. In 1998, she enrolled in the MFA film program at New York University’s Tisch School of Arts. She debuted as short film director in 2001 with Veta . In 2004 she won the European Competition at Crossing Europe with How I killed a Saint. Her third feature The Woman Who Brushed Off Her Tears had its world premiere at Berlinale 2012. // Films (Selected): K ako ubiv svetec (How I Killed a Saint, 2004; CE '04), Jas sum od Titov Veles (I Am from Titov Veles, 2008; CE '08), The Woman Who Brushed Off Her Tears (2012)


Andrea Arnold  Great Britain, 2011

Wuthering Heights

Drehbuch / Screenplay Andrea Arnold, Olivia Hetreed Kamera / Cinematography Robbie Ryan Schnitt / Editing Nicolas Chaudeurge Ton / Sound Nicolas Becker, Rashad Omar Musik / Music Original Title Song ‘The Enemy’ written and performed by Mumford & Sons Produzenten / Producers Robert   Bernstein, Douglas Rae, Kevin Loader Koproduktion / Co-Production Don’t Look Now AS (NO) Mit / Cast Kaya Scodelario, James Howson, Solomon Glave, Shannon Beer, Steve Evets, Oliver Milburn, Paul Hilton, Simone Jackson, Lee Shaw, Amy Wren, Nichola Burley

Weltvertrieb / World Sales HanWay Films  24 Hanway Street London W1T 1UH Great Britain T +44 0 207 290 07 50 F +44 0 207 290 07 51 info@hanwayfilms.com www.hanwayfilms.com Verleih in Österreich / Austrian Distribution filmladen Filmverleih GmbH  Mariahilfer Straße 58/7 1070 Wien T +43 1 523 43 62 0 F +43 1 526 47 49  office@filmladen.at www.filmladen.at

DCP / color / 128 min. Austrian Premiere

Heathcliff kommt als Findelkind auf eine Farm im abgelegenen Moorland von Yorkshire. Während der Farmerssohn Hindley den neuen Bruder seiner dunklen Hautfarbe wegen nie akzeptiert, freundet sich seine Schwester Catherine mit Heathcliff an. Zwischen den beiden jungen Menschen entwickelt sich im Lauf der Jahre eine Romanze ohne Worte. Andrea Arnolds Leinwand-Adaption des gleichnamigen Romans von Emily Brontë zeigt eine ganz neue Herangehensweise an die Literaturvorlage. Sie verlässt sich in ihrer Version der Geschichte fast gänzlich auf Klänge, Farben und Formen. Ausufernde Naturaufnahmen und die Rauheit der Bilder spiegeln die emotionalen Konflikte der Protagonisten um obsessive Leidenschaft, verletzte Ehre und grausame Rache. A farmer on a visit to Liverpool finds a homeless boy on the streets. He   takes him home to live as part of his family on the isolated Yorkshire moors where the boy forges an obsessive relationship with the farmer’s daughter. Arnold’s third feature film shows us a new kind of approach to Emily Brontë’s classic novel. She uses natural sounds in place of a score, emphasizing the rhythms of wind, voices and silence, and the handheld camera work captures every look and touch exchanged between the passionate young lovers. Andrea Arnold, born 1961 in Dartford, England. She studied at the American Film Institute Conservatory in Los Angeles, where she graduated in 1991. In 2003, her film Wasp won the Academy Award® for Best Live Action Short. Red Road, her first feature, was awarded the Jury Prize at Cannes 2006. Wuthering Heights had its world premiere at the Venice Film Festival 2011, winning The Osella Award for Best Cinematography. // Films (Selected): Milk (1998, short), Dog (2001, short), Wasp (2003, short), Red Road (2006; CE '07), Fish Tank (2009), Wuthering Heights (2011)

//0037 crossing europe filmfestival linz

Produktion / Production Ecosse Films Brigade House 8 Parsons Green London SW6 4TN Great Britain T +44 0 207 371 02 90 F +44 0 207 736 34 36 info@ecossefilms.com www.ecossefilms.com


David Mackenzie  Great Britain, 2011

You instead

Drehbuch / Screenplay Thomas Leveritt Kamera / Cinematography Giles Nuttgens Schnitt / Editing Jake Roberts Produzent / Producer Gillian Berrie Mit / Cast Luke Treadaway, Natalia Tena, Sophie Wu, Mathew Baynton, Gavin Mitchell, Alastair MacKenzie, Ruta Gedmintas, Kari Corbett

Produktion / Production Sigma Films Govan Road Glasgow G51 2LY Great Britain T +44 141 445 04 00 F +44 141 445 69 00 latenights@sigmafilms.com www.sigmafilms.com Weltvertrieb / World Sales Bankside Films  Douglas House 3 Richmond Buildings, 4th Floor London W1D 3HE Great Britain T +44 207 734 35 66 F +44 203 230 10 59 stephen@bankside-films.com www.bankside-films.com

//038 crossing europe filmfestival linz

Rechte für Österreich / Austrian rights Wild Bunch Germany GmbH Holzstraße 30 80469 Munich Germany T +49 89 444 55 66 44 F +49 89 444 55 66 59 office@wildbunch-germany.de  www.wildbunch-germany.de

35mm / color / 80 min. Austrian Premiere

Regisseur David Mackenzie drehte seinen bisher siebten Langfilm während des Musikfestivals „T in the Park“ in Schottland. Seine Protagonisten – Adam, ein arroganter Indie-Star und Morello, punkige Bandleaderin – sind nicht gerade die besten Freunde. Eigentlich betrachten sich die beiden Musiker sogar als Feinde und würden den anderen am liebsten kilometerweit entfernt wissen. Doch auf dem Musikfestival, bei dem die zwei mit ihren jeweiligen Bands auftreten sollen, werden sie für 24 Stunden mit Handschellen aneinander gefesselt. Aus Frustration wird widerwillige Akzeptanz und langsam entstehen sogar echte Gefühle. Shot on location at the world famous music festival “T in the Park”: American pop star Adam and minor British rock chick Morello are playing at the same venue. The only other thing they have in common is their mastery of sarcastic wisecracks. As their childish spat escalates, a mischievous preacher handcuffs them together as punishment before disappearing into the crowd with the only key. All attempts to break free are thwarted. Respective band mates and romantic partners are caught in the crossfire but can only look on as Adam and Morello begin to realise there is no escape. 24 hours of mayhem and festival revelry ensues but when the cuffs are off and the dust has settled, their lives may never be the same again. David Mackenzie, born 1966 in Scotland. After completing nine shorts and a documentary, his first feature was The L ast Great Wilderness (2002). He gained first international attention with Young A dam (2003), which won the Best New British Feature award at the 2003 Edinburgh International Film Festival, and David won British Newcomer of the Year from the 2004 London Critics Circle Film Awards. You Instead was screened in official selections at SXSW and Glasgow Film Festival 2011. // Films (Selected): Hallam Foe: This Is My Story (2007), Spread (2009), Perfect Sense (2011), You Instead (2011)


//039 crossing europe filmfestival linz

panorama europa documentary // european panorama documentary


Sebastian Mez   Germany, 2011

Ein Brief aus Deutschland A Letter from Germany

Drehbuch / Screenplay Sebastian Mez Kamera / Cinematography Sebastian Mez Schnitt / Editing Katharina Fiedler Ton / Sound Maximilian Haslberger, Helmar Jungmann, Katharina Fiedler, Sebastian Mez Produzent / Producer Sebastian Mez

Produktion / Production Filmakademie Baden-Württemberg Akademiehof 10  71638 Ludwigsburg Germany  T +49 7141 969 0  F +49 7141 969 299  info@filmakademie.de   www.filmakademie.de Weltvertrieb / World Sales Filmakademie Baden-Württemberg Akademiehof 10  71638 Ludwigsburg Germany T +49 7141 969 0  F +49 7141 969 299 festivals@filmakademie.de www.filmakademie.de

DCP / color / 50 min.

//040 crossing europe filmfestival linz

Austrian Premiere

Im Zentrum des Films stehen die Erfahrungen dreier Frauen aus Osteuropa. Sie fuhren nach Deutschland auf der Suche nach einem besseren Leben, und erzählen von ihrem langsamen Abstieg in die Hölle, in die Fänge der Prostitution. Während anonyme Stimmen Briefe vorlesen, die den Gefühlen und Erlebnissen dieser Frauen Geltung verschaffen, reicht die Bildebene des Films von den Heimatorten der Frauen bis hin zu Abstraktionen möglicher Orte und Erinnerungen. Ein Brief aus Deutschland zeigt eine Umgebung, die so anonym, kalt und sinnbildlich ist wie die Geschichten der Frauen selbst. Ein filmischer Versuch, dem Thema Frauenhandel den reißerischen Charakter zu entziehen, und in einer reduzierten, strengen Form zum Nachdenken anzuregen. The film focuses on the experiences of three women from Eastern Europe who left home in hope for something better, and whose life is now dominated by pain and exploitation. While anonymous voices read out letters which enforce the feelings and experiences of these women, the images of the film range from their hometowns to abstractions of possible places and memories. A filmic effort to eliminate the lurid character of the issue of human trafficking and to deal in a strict and reduced form of film.

Sebastian Mez, born 1982 in Essen, Germany. After graduating high school, he did a one-year internship at Caspari film and then worked as a freelancer. In 2007 he shot his first documentary Do the Right Thing that premiered at the Max Ophüls Festival 2008. Since 2007 he has been studying at Filmakademie Baden-Württemberg. A L etter from Germany was awarded the prize for the best mid-length film at Visions du Réel Filmfestival Nyon 2011. // Films (Selected): Erinnere dich ans Fliegen (2009, short doc), Brasa (2011, short), Ein Brief aus Deutschland (A Letter from Germany, 2011, doc)


Kurt Langbein  Austria / Italy, 2012

GRENZFÄLLE – erzählt von Robert Menasse Crossing Borders – narrated by Robert Menasse

Drehbuch / Screenplay Robert Menasse, Kurt Langbein Kamera / Cinematography Caroline Heider, Florian Gebauer, Daniel Mahlknecht Schnitt / Editing Angela Freingruber Ton / Sound Armin Koch Musik / Music Otto Lechner, Toni Burger ProduzentInnen / Producers Elisabeth   Hinterholzer, Kurt Langbein Koproduktion / Co-Production ServusTV (AT), RAI Bozen (IT)

Produktion / Production

Langbein & Partner Media GmbH & Co KG Spittelberggasse 3/13 1070 Vienna Austria T +43 1 535 36 96 0 F +43 1 535 36 96 9 redaktion@langbein-partner.com www.langbein-partner.com

Special Premiere powered by ServusTV

Gibt es „natürliche Grenzen“, Sprachgrenzen, Kulturgrenzen? Sie erweisen sich als Fiktionen, auch und gerade wenn sie die Realität wirklich durchschneiden. Menasse beginnt seine Reise an der österreichischtschechischen Grenze, wo er als Kind seine Ferien im Haus der Großmutter verbracht hatte, dicht am damaligen Eisernen Vorhang. Heute ist die Grenze offen. Auf der Reise entlang der österreichischen und der europäischen Grenzen stellt sich heraus: Wenn Grenzen sich öffnen, sind sie noch lange nicht verschwunden, wenn sie verschwinden, haben sie sich nur verschoben. Kultur und Mentalität sind Folge von Grenzziehungen, und nicht umgekehrt. Und um menschlich an die Grenze zu gehen, und sie gar zu überwinden – dazu braucht es besondere Menschen. In Grenzfälle begleitet Regisseur Kurt Langbein den Schriftsteller Robert Menasse beim Besuch solcher Menschen, die Besonderes beim Überwinden der Grenzen leisteten. Together with the dedicated Austrian writer Robert Menasse we seek the inner and outer borders of his country in the heart of Europe. The film accompanies the writer on his quest for a European culture into a new, never known boundlessness, as well as for new borders. Crossing Borders illustrates the limitations in minds and in landscapes as well as in culture and politics. Kurt Langbein, born 1953, studied sociology in Vienna. From 1979 to 1989 he worked as a documentarist and journalist at the Austrian Broadcasting Corporation ORF. Since 1992 Kurt Langbein has been an executive at "Langbein & Partner Media" and has made numerous documentaries and TV reports as producer and director. Langbein is also the author of various nonfiction books. // Films (Selected): Die Milliardenmacher – Geldvermehrung zw. Gier & Ethik (2008, doc), Vom Sinn des Gebens – die Evolution der N ächstenliebe (2011, doc), Grenzfälle – erzählt von Robert Menasse (2012, doc)

//041 crossing europe filmfestival linz

digital / color / 94 min.


Thomas Heise  Germany, 2012

Die Lage Condition

Drehbuch / Screenplay Thomas Heise Kamera / Cinematography Peter Badel, Robert Nickolaus, Maxim Wolfram Schnitt / Editing Mike Gürgen Ton / Sound Robert Nickolaus, Thomas Heise Musik / Music Konrad “Conny” Bauer Produzent / Producer Heino Deckert

Produktion / Production

ma.ja.de. filmproduktion Marienplatz 1 04103 Leipzig Germany T +49 341 983 96 96 F +49 341 215 66 39 leipzig@majade.de www.majade.de Weltvertrieb / World Sales Deckert Distribution  Marienplatz 1 04103 Leipzig  Germany T +49 341 215 66 38 F +49 341 215 66 39  info@deckert-distribution.com www.deckert-distribution.com

HDCAM / black and white / 73 min.

//042 crossing europe filmfestival linz

Austrian Premiere

„Aufgrund räumlicher und sicherheitsbedingter Einschränkungen übernehmen ausschließlich die deutschen öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten und privaten TV-Sender im Rahmen des Berliner Modells die Funktionen des Host-TV und produzieren gemeinsam das Weltbild. Dadurch stehen von allen Hauptveranstaltungen des Papstbesuches in Berlin, Erfurt, Etzelsbach und Freiburg für alle in- und ausländischen Rundfunksender Bildsignale zur Verfügung. Parallel zum Bildsignal wird auch das Tonsignal durch das TV-Weltbild zur Verfügung gestellt und kann im Pressezentrum abgegriffen werden. Die Vergabe der Aufsagerpositionen ist abgeschlossen.“   (Media Guide zur Apostolischen Reise Papst Benedikts XVI. Hrsg. Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz, 2011) The motorway has been shut. Rows of portable toilets line the edge of the forest. Police stand in front. What’s happening? The film Condition tells of the very same, when in September 2011 Pope Benedict XVI travelled to Germany as part of his plan to promote the New Evangelization, paying visits to the city of Erfurt and a site in the Eichsfeld region, both in Thuringia. The situation there is as one might expect. A few weeks later at St. Peter’s Basilica, the Pope announced his decision to declare a “Year of Faith”, to begin on October 11, 2012. Thomas Heise, born 1955 in Berlin, Germany, studied at the Academy of Film & Television in Potsdam-Babelsberg. His first documentary Wozu denn über diese Leute einen Film (1980, doc; CE '06) was banned from public screening. For many years Heise's documentaries have been attracting international attention. Since 2007 he has been teaching at Hochschule für Gestaltung Karlsruhe. Condition was screened at Berlinale 2012. // Films (Selected): Stau – Jetzt geht's los (1992, doc; CE '08), Im Glück (Neger) (2006, doc; CE '06), Sonnensystem (Solar System, 2011, doc), Die L age (Condition, 2012)


Fritz Ofner   Austria, 2012

Libya Hurra Free Libya

Drehbuch / Screenplay Fritz Ofner Kamera / Cinematography Fritz Ofner Produzent / Producer Fritz Ofner Location Manager Houssan Al Deen

Produktion / Production Friedrich Ofner Film-und Videoproduktion Goldschlaggasse 28/24 1150 Vienna Austria  T +43 650 530 15 05  office@fritzofner.info  www.fritzofner.info

digital / color / 72 min. World Premiere

Libyen im September 2011: Die Rebellen haben Tripolis erobert und nur noch drei Städte sind in der Hand von Gaddafis Truppen. In den letzten Wochen der Revolution reiste Regisseur Fritz Ofner quer durchs Land und hielt die Situation filmisch fest. Momentan arbeitet der Filmemacher bereits an einem neuen Dokumentarfilm: Beirut Blend wird eine filmische Hommage an Jim Jarmuschs Coffee and Cigarettes und die libanesische Hauptstadt Beirut. Libya, September 2011. The rebels have conquered Tripoli, and only three cities are still held by pro-Gaddafi troops. During the final weeks of the revolution the filmmaker traveled through the country, capturing snapshots of the situation. Fritz Ofner is currently working on a new documentary: Beirut Blend will be a filmic homage to Jim Jarmusch’s Coffee and Cigarettes and to the Lebanese capital Beirut.

Fritz Ofner, born 1977 in Styria, Austria. He studied journalism and ethnology in Vienna. After graduating he worked as an NGO activist, freelance journalist and TV producer. Extensive travels through Asia, Africa and Latin America led him to making documentaries. In 2011 he received the Axel Springer Award for his TV documentary From Baghdad to Dallas. Ofner is a freelance film director and cameraman, and lives in Vienna. // Films (Selected): Walking with Cecilia (2006, short), From Baghdad to Dallas (2010, doc short), Evolution der Gewalt (2011, doc), Libya Hurra (Free Libya, 2012, doc)

//043 crossing europe filmfestival linz

Weltvertrieb / World Sales Friedrich Ofner Film- und Videoproduktion Goldschlaggasse 28/24 1150 Vienna Austria  T +43 650 530 15 05  office@fritzofner.info  www.fritzofner.info


Katharina Pethke   Germany, 2011

LouisA

Drehbuch / Screenplay Katharina Pethke Kamera / Cinematography Katharina Pethke, Bettina Herzner Schnitt / Editing Daniela Kinateder Ton / Sound Timo Selengia Produzentin / Producer Ute Dilger

Produktion / Production

Academy of Media Arts Cologne Peter-Welter-Platz 2 50676 Cologne Germany T +49 221 20 189 0 F +49 221 20 189 17 presse@khm.de www.khm.de Weltvertrieb / World Sales

Academy of Media Arts Cologne Peter-Welter-Platz 2 50676 Cologne Germany T +49 221 20 189 0 F +49 221 20 189 17 dilger@khm.de www.khm.de

Digi-Beta / color / 64 min.

//044 crossing europe filmfestival linz

Austrian Premiere

Louisa ist 23 und kann und will sich endgültig nichts mehr vormachen: Sie hört nichts. Gar nichts. Ihr ganzes Leben hat sie mit aller Kraft versucht, so zu sein wie alle anderen. Kommunikation war ein ungerechter Kampf des Lippenlesens – begleitet von einem ständigen Gefühl des Versagens. Damit ist es jetzt vorbei. Louisa beginnt, die Gebärdensprache zu lernen, entscheidet sich gegen ein Hörimplantat und zieht in ihre erste eigene Wohnung. Dass sie trotz alledem Hip-Hop liebt und Texte schreibt, soll für die anderen ein Widerspruch sein – nicht für sie. Louisa is 23 when tests show a total failure of her hearing organs. To her this is not a disaster but rather an occasion to take a decision. Modern medicine could restore her hearing by means of an operation. But does she want this operation with all its risks? Wouldn’t it be just another act of assimilation? Katharina Pethke makes us experience the wealth of our sensual perceptions. You can experience music physically in the vibration of space, understand by reading lips and talk by using sign language. After all, Louisa’s deafness doesn’t mean that she is mute, on the contrary: the young woman with the wild hair is an extremely talkative and moreover stubborn person. A person who communicates differently to the majority also thinks outside of conventions. (Cornelia Klauß, DOK Leipzig) Katharina Pethke, born 1979 in Hamburg, Germany. Studied German Language, Literature and Art History in Hamburg from 2001 to 2003, and at the Academy of Media Arts Cologne from 2003 to 2010. L ouisa was part of her diploma project, was awarded the Golden Dove at International Leipzig Festival for Documentary and Animated Film and won the Special German Short Film Award. // Films: A nophtalmus (2005, short), In L iebe – Britta S chmidt (With Love - Britta Schmidt, 2007), In Dir Muss Brennen (Burning Within, 2009, doc; CE 2010), L ouisa (2011, doc)


David Fisher Israel, 2011

MOSTAR HALOCH VASHOV Mostar Round-Trip

Drehbuch / Screenplay David Fisher 
 Kamera / Cinematography Edan Sasson, David Fisher, Haris Zugor, Goran Kresic Schnitt / Editing Hadas Ayalon Musik / Music Amnon Fisher Produzent / Producer David Fisher  Koproduzentin / Co-Producer Irit Shimrat Mit / Cast Yuval Fisher, Salam Sa’adi, Neus Giner Garcia, Niva Alush, Niv Bahr

Produktion / Production Fisher Features Ltd 7 Petachya Street   69549 Tel Aviv  Israel   T +972 3 64 93 574 F +972 3 64 84 787   info@fisherfeatures.com www.fisherfeatures.com

Digi-Beta / color / 73 min. Austrian Premiere

In Mostar Round Trip folgt David Fisher seinem Sohn Yuval, der ein Jahr zuvor nach Mostar in Bosnien-Herzegowina zog, um dort das United World College zu besuchen. Insgesamt dreimal reist der Vater zu seinem Sohn und dokumentiert dabei nicht nur deren Beziehung zueinander, sondern auch das Verhältnis seines Sohnes zu dessen israelischen Freunden, zu seiner spanischen Freundin Neus und vor allem zu seinem Mitbewohner Salam, einem arabischen Israeli. Der Film zeigt nicht nur das Erwachsenwerden Yuvals und die damit verbundenen Konflikte zum Vater, sondern auch die stetig wachsende Toleranz zwischen Jugendlichen unterschiedlichster Herkunft. One year after 17-year-old Yuval leaves his home in Israel to attend UWC international high-school situated in Mostar, Bosnia-Herzegovina, filmmaker David Fisher, his father, follows. During three round-trips to Mostar, Yuval’s relationships unfold: with his father, his Israeli peers and his Spanish girlfriend, Neus. Although Yuval is far from home, this actually brings father and son closer together. Yuval and his roommate Salam, an Israeli Arab, have passionate political debates. Far from home these youngsters learn to open up to other cultures, and this changes their perception of their not-sobeloved neighbors.

David Fisher, born 1956 in Israel. He has been writing, producing, and directing documentaries for Israeli television since 1989. Mostar Round-Trip is the second part of David Fisher’s family trilogy and was among others selected for the Jerusalem Film Festival and the Exground Filmfest 2011 in Wiesbaden, Germany. // Films (Selected): K avru O.O. V‘hu Chan (Buried Alive, 1996), A chat K‘tanah A chat G‘dolah (Little Big Sister, 1998), L ove Inventory (2000; first part of his family trilogy), Mostar Haloch Vashov (Mostar Round-Trip, 2011), Six Million A nd One (2011; CE '12)

//045 crossing europe filmfestival linz

Weltvertrieb / World Sales Cinephil 18 Levontin St. 65112 Tel Aviv Israel T +972 3 56 64 129 F +972 3 56 01 436 info@cinephil.co.il www.cinephil.co.il


Srđan Keča Serbia / Great Britain, 2011

Pismo tati A Letter to Dad

Drehbuch / Screenplay Srđan Keča Kamera / Cinematography Srđan Keča Schnitt / Editing Katherine Lee Ton / Sound Tudor Petre Musik / Music Alcyona Mick Produzent / Producer Srđan Keča  Webpage www.skeca.com/lettertodad

Produktion / Production Srđan Keča  National Film and Television School  Beaconsfield Studios  Station Road HP9 1LG Beaconsfield  Great Britain T +44 149 467 123 4  festivals@nfts.co.uk  www.nfts.co.uk Weltvertrieb / World Sales Srđan Keča  StudioStrike Artist Studios  68 Clapham Manor Street  SW4 6DX London  Great Britain  T +44 750 638 65 22  festivals@skeca.com  www.skeca.com

Digi-Beta / color / 48 min.

//046 crossing europe filmfestival linz

Austrian Premiere

Srđan Kečas Vater stirbt im Krankenhaus, ohne jemanden über seine Einweisung informiert zu haben. Doch warum hat der Vater so gehandelt? Im Kopf des Sohnes häufen sich unbeantwortete Fragen, vor allem beim Durchsehen alter Fotos, Briefe und Videokassetten. Fragen über seine Kindheit im damaligen Jugoslawien, über die Beziehung seiner Eltern und über den Krieg, der einen tiefen Eindruck hinterlassen hat. In diesem sehr persönlichen Film spricht der Regisseur mit seiner Mutter, alten Jugendfreunden des Vaters und seinem alkoholkranken Onkel. Durch die emotionalen Dialoge kommen nach und nach auch die Antworten zu Tage, die Srđan Keča zu finden versucht. Die gewonnenen Erkenntnisse teilt er mittels Off-Stimme fortwährend seinem Vater mit: „Hey Dad, Mom has been protecting you all these years.“ „Hey Dad, you died suddenly.“ The filmmaker, trying to make sense of the way his father chose to die, opens several boxes, all that is left behind. The forgotten photos, letters and home videos take the film back to 1970s' Yugoslavia, when his parents became lovers. But the journey through the years, to family members, lost friends and places, reveals the lingering horrors of the recent Balkan wars still tearing people and families apart. A film that, in the most immediate way, questions the individual responsibility of ordinary people caught in the winds of war. Srđan Keča, born 1982 in Pancevo, former Yugoslavia. Studied filmmaking at the Ateliers Varan and subsequently the National Film and Television School in Great Britain, and now lives both in London and Serbia. A L etter to Dad had its international premiere at International Documentary Film Festival Amsterdam 2011 and was nominated for the Silver Eye Award for Best Mid-Length Documentary. In the same year he was also awarded the Discovery Award at Film Festival Cottbus. // Films (Selected): A fter the War (2006), Mirage (2011), Pismo Tati (A Letter to Dad, 2011)


Florian Schneider   Germany, 2011

Pushed

Drehbuch / Screenplay Florian Schneider Kamera / Cinematography Felix Zenker Schnitt / Editing Florian Schneider Ton / Sound Florian Schneider Musik / Music Sebastian Eubel, Johan   Hansson ProduzentInnen / Producers Florian Schneider, Lars Greiwe, Bertrand Trichet, Edeltraud Baer Koproduktion / Co-Production Carhartt, Hessische Filmförderung Mit / Cast Stefan Marx, Adam Sello, Bobby Puleo, Pontus Alv

Weltvertrieb / World Sales Florian Schneider Holstenstraße 68 22767 Hamburg Germany  T +49 40 76 99 32 14  sznydoers@googlemail.com

digital / color / 82 min. Austrian Premiere

Pushed begleitet vier unterschiedliche Protagonisten der Skateboardszene in ihrem täglichen Leben, Schaffen und der Auseinandersetzung mit Skateboarding als In- und Outputquelle. Der Künstler und Grafiker Stefan Marx aus Hamburg, der Fotograf Adam Sello aus Berlin, der Beton-Avantgardist und Filmemacher Pontus Alv aus Malmö sowie der New Yorker Bobby Puleo, der Collagen aus Müll erstellt, den er während des Skatens findet, zeigen verschiedenste Herangehensweisen auf, wie man mit dem Einfluss eines Spielzeugs aus Holz und Polyurethan ein Gespür für Do-It-Yourself, visuelle Gestaltung, Raumwahrnehmung, aber auch eine kritische Herangehensweise in Bezug auf medialen Umgang und das Alter bekommen kann. The protagonists in this densely filmed full-length documentary are photographer Adam Sello from Berlin, artist and designer Stefan Marx from Hamburg, concrete avantgardist and filmmaker Pontus Alv from Malmö and the urban artefact collector Bobby Puleo from New York. They have been followed for several days and weeks, giving insights into their everyday life, their work, their motives, their successes and failures. Although skateboarding is always connected to the people and the shown issues it stays in the back most of the time and tries to be what it was once for the protagonists: a big motivation and inspiration to do things. Florian schneider was born in Kassel, Germany, where he studied Visual Communications at the Art Academy with a focus on Film. After having filmed and edited his friends' skateboarding in the late nineties, he became interested in filmmaking itself. With the support of Carhartt and the Hessian Film Fund, he was able to start working on P ushed in December 2008. The film celebrated its world premiere at the Exground Filmfest 2011 in Wiesbaden, Germany. He lives and works in Hamburg, where he is currently studying at the School of Fine Arts. // Films: P ushed (2011)

//047 crossing europe filmfestival linz

Produktion / Production Florian Schneider Holstenstraße 68 22767 Hamburg Germany  T +49 40 76 99 32 14  sznydoers@googlemail.com


David Fisher Israel / Germany / Austria, 2011

SIX MILLION AND ONE

Drehbuch / Screenplay David Fisher 
 Kamera / Cinematography Ronen Mayo, Claudio Steinberg, Ronen Schechner Schnitt / Editing Hadas Ayalon Ton / Sound Amos Zipori, Frank Kubitsky, Gil Toren Musik / Music Ran Bagno Produzent / Producer David Fisher  Koproduktion / Co-Production ZDF/Arte (DE), Yes Docu (IL) Mit / Cast The Fisher Family

Produktion / Production Fisher Features Ltd 7 Petachya Street   69549 Tel Aviv  Israel   T +972 3 64 93 574 F +972 3 64 84 787   info@fisherfeatures.com www.fisherfeatures.com Weltvertrieb / World Sales Cinephil 18 Levontin St. 65112 Tel Aviv Israel T +972 3 56 64 129 F +972 3 56 01 436 info@cinephil.co.il www.cinephil.co.il

//048 crossing europe filmfestival linz

Verleih in Österreich / Austrian Distribution Thimfilm GmbH Hermanngasse 18/5 1070 Wien T +43 1 236 21 90 F +43 1 236 21 90 9 buero@thimfilm.at www.thimfilm.at

Nach dem Tod von David Fishers Vater findet der Filmemacher dessen Memoiren, welche von der grausamen Zeit erzählen, die Joseph Fisher im Zweiten Weltkrieg miterlebt hat. 2010 beschließt der Regisseur mit seiner Schwester und zwei seiner Brüder von Israel nach Österreich zu reisen, um die Schauplätze von damals zu besuchen. Sie kommen nach Gusen, wo ihr Vater in einem Außenlager des KZ Mauthausen inhaftiert war. Konfrontiert mit ihrer eigenen Geschichte und der ihrer Familie, begegnen sich die Geschwister lachend und weinend in einer skurilen, intimen Situation in den Katakomben des Lagers. Joseph Fisher‘s memoir was discovered only after his death. His children refused to confront it, except for David, the filmmaker, for whom it became a compass for a long journey. When he found it unbearable to be alone in the wake of his father‘s survival story and his struggle not to lose his sanity, David convinced his brothers and sister to join him in the hope that this would also contribute to releasing tensions and making them as close as they used to be. In the dark depths of the tunnels, part of an Austrian concentration camp, where their father had slaved during the Holocaust, illuminated only by flashlights, the Fishers seek meaning in their personal and family histories. As their deepest pains are exposed, they find themselves crying and laughing, in bittersweet scenes that give this personal film a rare sense of intimacy.

DCP / color / 93 min. Austrian Premiere

David Fisher, born 1956 in Israel. Love Inventory was Fisher’s first autobiographical film which won the Best Documentary Award at the Jerusalem Film Festival in 2000 and had its international premiere at the Berlinale 2001. Six Million and One - the final, third part of David Fisher’s family trilogy - had its world premiere at the International Documentary Film Festival Amsterdam 2011. // Films (Selected): K avru O.O. V‘hu Chan (Buried Alive, 1996), Achat K‘tanah Achat G‘dolah (Little Big Sister, 1998), Love Inventory (2000), Mostar Haloch Vashov (Mostar Round-Trip, 2011; CE '12), Six Million and One (2011)


Jeanie Finlay Great Britain, 2011

Sound it out

Drehbuch / Screenplay Jeanie Finlay Kamera / Cinematography Jeanie Finlay Schnitt / Editing Barbara Zosel Ton / Sound Pip Norton Musik / Music Graham Langley Produzentinnen / Producers Jeanie Finlay Sally Hodgson Webpage www.sounditoutdoc.com,   www.facebook.com/SoundItOutFilm Mit / Cast Tom Butchart, David Laybourne, Shane Healey, Chris Smith, Aaron Frankey McGlade, Kelly Laybourne, Sam Howard, Gareth Williams, John Taylor, Dave Weedall

Weltvertrieb / World Sales Dogwoof Unit 211 Hatton Square Business Centre 16 - 16a Baldwins Gardens London EC1N 7RJ Great Britain T +44 20 7831 7252 info@dogwoof.com www.dogwoof.com

DCP / color / 75 min. Austrian Premiere

Regisseurin Jeanie Finlay zeigt in ihrer Dokumentation den Alltag des einzigen unabhängigen Plattenladens in Stockton-on-Tees, einem tristen Städtchen im Norden Englands. Über 500 Plattenläden haben in den letzten fünf Jahren in Großbritannien ihre Pforten schließen müssen; nicht so „Sound It Out Records“ – nicht nur ein Plattenladen, sondern Anlaufstelle für Nerds und Außenseiter aller sozialen Schichten und Altersstufen, Konzert-Location und Heimat für über 50.000 Schallplatten in einem. Sound It Out porträtiert neben Tom Butchart – dem Ladenbesitzer – nicht nur Mitarbeiter und (Stamm-)Kunden, sondern auch die kulturell und sozial integrative Wirkung, die von diesem fest in der Popkultur verwurzelten Geschäft in einer ansonsten von Arbeits- und Perspektivlosigkeit beherrschten Gegend ausgeht. Over the past five years one independent record shop has closed in the UK every three days. Sound It Out is a documentary portrait of the very last surviving vinyl record shop in Stockton-on-Tees, North-East England. A cultural haven in one of the most deprived areas in the UK, Sound It Out documents a place that is thriving against the odds and the local community that keeps it alive. Directed by Jeanie Finlay who grew up three miles from the shop. A distinctive, funny and intimate film about men, the North and the irreplaceable role music plays in our lives. High Fidelity with a Northern accent. Jeanie Finlay, born in England, is an artist and filmmaker who makes documentaries for the cinema, for broadcast and for gallery spaces. She is obsessed with music and this passion runs through all her work. In 2008 Jeanie set up Glimmer Films and is currently in co-production on two new feature documentaries. S ound It Out had its world premiere at SXSW Film Festival 2011 and was the official film of International Record Store Day in the same year. // Films (Selected): L ove Takes (2003, short), Teenland (2007, doc), G oth Cruise (2008, doc), S ound I t O ut (2011, doc)

//049 crossing europe filmfestival linz

Produktion / Production Glimmer Films   Broadway Cinema   14-18 Broad Street   NG1 3AL Nottingham   Great Britain   T +44 791 810 5045   jeanie@jeaniefinlay.com www.glimmerfilms.com


Marten Persiel   Germany, 2012

this ain't california

Drehbuch / Screenplay Martin Persiel, Ira Wedel Kamera / Cinematography Felix Leiberg Schnitt / Editing Maxine Gödecke, Toni Froschhammer, Bobby Good Musik / Music Lars Damm Animation Sasa Zivkovic Produzenten / Producers Ronald Vietz, Michael Schöbel Koproduktion / Co-Production ARTE/Rundfunk Berlin Brandenburg – RBB, Mitteldeutscher Rundfunk – MDR Webpage www.thisaintcalifornia.de

Produktion / Production Wildfremd production GmbH Torstraße 106 10119 Berlin Germany T +49 30 473 756 43 F +49 30 473 756 56 info@wildfremd.com www.wildfremd.com

//0050 crossing europe filmfestival linz

Weltvertrieb / World Sales Colibri Media  Aegertenstrasse 16 8003 Zurich  Switzerland T +41 44 7259600 smalis@colibri-media.com Rechte für Österreich / Austrian Rights  Farbfilm Verleih GmbH Boxhagener Str. 106 10245 Berlin Germany T +49 30 29 77 29 44 F +49 30 29 77 29 79 info@farbfilm-verleih.de www.farbfilm-verleih.de

In This A in't California wird der Blick auf die DDR geschärft: Die Subkultur der Skater zeigt, dass es dort nicht nur Grau in Grau und „Trabbiausdünstungen“ gab. Das, was die Produzenten und Regisseur Marten Persiel aus Originalausschnitten über die „Rollbrettfahrer“-Szene im Osten der 80er Jahre, aus Animationen und der Wiederbegegnung mit den Protagonisten im Heute zusammengestellt haben, ist nicht nur eine eigene, in sich geschlossene Geschichte; dieser Film setzt auch ästhetisch einen Maßstab, an dem es sich zu orientieren gilt. „Skaten als Befreiung“ – ist einer der programmatischen Sätze. Ein Film, der eine Generation zeigt, über die es noch nie einen Film gegeben hat – frei von den gängigen DDR-Klischees, derer sich gerne mit Blick aus dem Westen bedient wird. “The GDR was not supposed to be that way – the streets were not for playing around”, we hear at one point in the film – just as the “wheel-boards” roll across Alexanderplatz in footage from the 80s: hotpants, sex and music right beside government-organized processions. The story is authentic right down to the production and creative teams, which are made up of East and West German skaters. This A in't California has a lighthearted yet powerful soundtrack as limitless as the vitality of its protagonists.

digital / color / 90 min. Austrian Premiere

Marten Persiel, born 1974 in Berlin, Germany. He entered the film industry working as an assistant editor for the film production company HKF in Hamburg. From 1997 to 98 he studied mixed media art at Portsmouth University, and from 1998 to 2001 directing at Westminster University in London. This A in’t California is his first feature-length documentary, which was screened at Berlinale 2012. // Films (Selected): Buhay Na Tubig (Living Water, 2004, doc short), 8 S chritte (2008, doc short), Welcome En Casa (2010, middle-length doc), This A in't California (2012, doc)


Zoé Chantre   France, 2011

TIENS MOI DROITE Keep Me Upright

Drehbuch / Screenplay Zoé Chantre Kamera / Cinematography Zoé Chantre Schnitt / Editing Zoé Chantre Ton / Sound Zoé Chantre Produzentin / Producer Françoise Widhoff

Produktion / Production

Les films de l’Astrophore 83 rue Michel Ange 75016 Paris France T +33 1 45 27 42 26 Weltvertrieb / World Sales RAMONDAParis Pascale Ramonda 91 rue de Ménilmontant 75020 Paris France T +33 1 4358 6029 pascale@pascaleramonda.com

Austrian Premiere

Früher oder später sind wir alle mit den Beschränkungen unseres Körpers  konfrontiert. Für Zoé Chantre, bei der als Kind Skoliose, eine starke Verkrümmung der Wirbelsäule, diagnostiziert wurde, gilt dies umso mehr. Chantres damit einhergehender Sinn für körperliche Auflösungserscheinungen bildet den Dreh- und Angelpunkt von Tiens moi droite, ihr audiovisuelles Tagebuch über die Suche nach Worten und Bildern für körperliche Symptome und Zustände. Chronologisch verbindet Chantre auf verspielte Weise Bleistiftskizzen von Körpern, medizinische Schaubilder und filmisches Bildmaterial zu einem Assoziationsstrom aus Bildern, Sprache und Tönen. (Berlinale) “When I was a child they found I had a giant S-shaped scoliosis of the spine and a large angioma of the left brain. These conditions prevented my carrying anything heavy and gave me ophthalmic migraines. Under pressure, I started to draw. Later, when I rediscovered these drawings, I decided to make a film all by myself, with no crew and as little gear as possible in order not to overburden my back: just one small camera with built-in mike and a computer to edit on. I spent five years harvesting images, assembling, erasing and ordering them to tell this tale of one little woman and soulmates: a tale that builds gradually over time, around spine and angioma and has become my way of handling the spokes in my wheel.” (Zoé Chantre) Zoé Chantre, born 1981 in Tulle, France. From 2002 to 2007 she studied at the École supérieure des arts décoratifs (E.S.A.D.) in Strasbourg. Since then she has published several books and made a number of short films. Tiens moi droite is her first feature-length film and was screened at the Berlinale 2012. // Films (Selected): Pipi (2000, short), Jean-L ouis. Portrait of a Collector (2004, short, in cooperation with Alexandra Pianelli), L e carnaval de Torres Vedras (2009, short), L e mur de chercheurs (2011, short), Tiens moi droite (Keep Me Upright, 2011)

//0051 crossing europe filmfestival linz

Digi-Beta / color / 65 min.


Jaan Tootsen   Estonia, 2011

Uus Maailm The New World

Drehbuch / Screenplay Jaan Tootsen, Jaak Kilmi Kamera / Cinematography Mihkel Soe, Jaan Tootsen, Jaak Kilmi Schnitt / Editing Marta Pulk, Jaan Tootsen Ton / Sound Horret Kuus Produzent / Producer Jaak Kilmi

Produktion / Production Kuukulgur Film Niine 11 10414 Tallinn Estonia T +372 60 09 237 F +372 60 09 238 info@kuukulgur.ee www.kuukulgur.ee Weltvertrieb / World Sales Estonian Film Foundation Uus 3 10111 Tallinn Estonia T +372 627 60 60 F +372 627 60 61 film@efsa.ee www.efsa.ee

Digi-Beta / color / 88 min.

//052 crossing europe filmfestival linz

Austrian Premiere

Jaan Tootsens Dokumentarfilm gewährt Einblicke in die „New World“Bewegung im Herzen von Estlands Hauptstadt, Tallinn. Eine Gruppe unter-  schiedlicher junger Leute, voller Ideen und dem Mut zur Veränderung, ver-  sucht in ihrer Nachbarschaft eine bessere Welt in die Tat umzusetzen. Von einigen als Störenfriede abgestempelt, von anderen als Hippies abgetan und von Gleichgesinnten als Helden angesehen, versuchen sie ihre guten Absichten, die gemeinsamen Ziele und auftretenden Schwierigkeiten unter einen Hut zu bekommen. A group of young people are active in Tallinn’s New World neighborhood. Some consider them noisy disturbers of the peace; some see them as an irresponsible bunch of hippies, and still others think they are heroes. They started out as anarchist urban guerillas whose mission was to fight for a cleaner and car-free environment by legal and illegal means, thereby creating headaches for the police and the vigilant citizenry. But one day, recognition, attention and funding arrive. The New World is an observational documentary. It follows the main characters and the dynamics of their revolution from the very beginning of it – four years ago. We see euphoria, passion, compromises, frustration, hurt feelings and broken hearts. It is the anatomy of one revolution. Jaan Tootsen, born 1975 in Estonia, studied at the Estonian Institute of Humanities and graduated from Tallinn Pedagogical University. He is working as a program editor at Estonian Radio. Tootsen has directed several documentaries and compiled over 100 radio programs. The New World was screened at Jihlava International Documentary Film Festival 2011 and in the same year won the prize for the best film from the Estonian Association of Film Journalists. // Films: Uus M aailm (The New World, 2001)


panorama europa specials // european panorama specials arbeitswelten / working worlds transition spaces – nowhere places

//053 crossing europe filmfestival linz

hfg karlsruhe @ crossing europe


//054 crossing europe filmfestival linz

Arbeitswelten

Working Worlds

Leben oder Streben

Living or Striving

Lina Dinkla (DOK Leipzig)

Lina Dinkla (DOK Leipzig)

Mögen die Sichtbarkeit von Fabriken in unseren Städten, das Arbeiten am Fließband, Arbeitskämpfe und das sich daraus bildende Selbstverständnis einer Klasse zu einer anderen Zeit gehören: Das Streben nach Produktivität, Effizienz und Optimierung ist nicht nur für Industrie-, sondern erst recht für Dienstleistungsgesellschaften die Grundvoraussetzung ihrer Existenz und ihres Erfolges. Dass in und aus Fabriken strömende Arbeiter zumindest in Europa zu einem seltenen Bild geworden sind, heißt jedoch noch lange nicht, dass diese Arbeit verschwunden ist oder dass sich die optimierten Abläufe von entpersonalisierter Arbeit nicht genauso gut auch vor Computerbildschirmen und in Konferenzräumen finden lassen. Mit fünf Filmen wird ein Bogen geschlagen von den äußeren zu den inneren Umständen, die diese Welt der Massenarbeitsplätze im 21. Jahrhundert ausmachen, Orte, die sich wirklich jeglicher Romantik entledigt haben. Es ist ein schon manisch zu nennendes Streben, mit welcher Hingabe sich ganze Berufsgruppen heutzutage damit beschäftigen, Arbeitsabläufe zu optimieren, wie am geschicktesten mit den eigenen Angestellten als Erfolgsgröße umgegangen wird und wie all das dem ewigen Wachstumsglauben unterworfen ist. Es sind Bilder von dekadenter Massenproduktion – von Lebensmitteln bis hin zu Müll -, von obszöner Verschwendung, Vernichtung und gezielter, weil rein rechtlich gestatteter Ausbeutung. Um die komplett abstrakte Gewinnmaximierung in Großunternehmen geht es Carmen Losmann in Work Hard – Play Hard bei ihrer Betrachtung von Innenarchitektur in Großfirmen, wo in Assessment-Centern Mitarbeiter zu mehr "Performance" angeregt werden und Software zum Einsatz kommt, das eigene "Humankapital" zu überwachen. Ähnlich distanziert streift der Filmessay Mercado de Futuros die tatsächliche Arbeit als solche eher am Rande. Mercedes Alvarez hält sich vor allem dort auf, wo mit Objekten Sehnsüchte geweckt werden und aus Illusionen Profit geschlagen wird: Immobilien- und Anlagemessen, wo Gebäude lediglich als Spekulationsfläche fungieren, was in Spanien dazu geführt hat, dass ganze Landstriche voller toter Abschreibungsobjekte veröden. Die Verwandlung von Landschaften durch die schiere Menge an Produktion lässt sich auch in San Agustin – Marea baja En el mar del plástico begutachten. In Almería befindet sich die größte zusammenhängende Fläche von Obst- und Gemüseplantagen, die sich wie eine einzige Plastikplane bis zum Horizont zu erstrecken scheint. Den drei Filmemachern ist das aber nur ein Aspekt am Rande: Sie nähern sich den Zusammenhängen dieser "Landwirtschaft" in mehreren Kapiteln und über ihre Protagonisten. Die komplexen Ausmaße ihres filmischen Subjekts erfassten sie dabei erst während des Drehens. Ebenso stehen für Manuela Frésil in Entrée du personnel vor allem die Protagonisten im Mittelpunkt, anhand derer sie die vollständig entmenschlichten Tätigkeiten nachzeichnet, denen in einer Fleischfabrik nachgegangen wird. Noch weiter unten, am allerletzten Ende der Verwertungskette – oder vielleicht schon wieder einem Neuanfang – stehen die sieben Protagonisten von Proti Yli. Christos Karakepelis filmte über einen langen Zeitraum mehrere Metallsammler in Athen und steuert damit den aktuellsten Beitrag der Reihe bei.

Even if the visibility of factories in our cities, work on the conveyor belt, labor struggles and the resultant self-perception of a class may belong to a different era: striving for productivity, efficiency and optimization is not only the fundamental precondition for the existence and success of industrial societies, but even more so for service societies. The fact that workers streaming into and out of factories have become a rare sight at least in Europe does not at all mean that this work has disappeared or that the optimized procedures of depersonalized labor are not to be found just as well in front of computer screens and in conference rooms. Five films arch from the external to the internal conditions that make up this world of mass workplaces in the 21st century, places that have truly divested themselves of all romantic notions. It is a striving that is already to be called manic, the devotion with which entire professions now seek to optimize work processes, how cleverly one deals with one’s employees as an indicator of success, and how all of that is subjected to one’s own eternal faith in growth. There are images of decadent mass production – from food to rubbish – of obscene wastefulness, destruction and deliberate (because legally permitted) exploitation. In Work Hard – Play Hard, Carmen Losmann focuses on the wholly abstract maximization of corporate profit in her consideration of interior architecture in corporations, where employees are motivated to more “performance” in assessment centers and software is used to keep the corporation’s “human capital” under surveillance. Similarly dissociated, the film essay Futures Market touches on the actual work as such only peripherally. Mercedes Alvarez goes primarily to where desires are to be aroused with objects and profit made with illusions: real estate and investment trade fairs, where buildings function solely as speculation surfaces, as a result of which entire districts in Spain are decaying, filled with dead write-off objects. The transformation of landscapes through the sheer amount of production can also be appraised in San Agustin – L ow Tide in the Plastic Sea . The largest contiguous area of fruit and vegetable plantations is located in Almería. It seems to stretch all the way to the horizon, like a single plastic tarp, but for the three filmmakers, this is only a marginal aspect. They approach the conjunctions of this “agriculture” in multiple chapters and through their protagonists. Doing this, they only first grasped the complex extents of their film subject in the course of shooting. In Staff Entrance Manuela Frésil also focuses primarily on the protagonists. On this basis, she traces the completely dehumanized activities that are carried out in a meat factory. Even further down, at the very last end of the chain of exploitation – or perhaps already at a new beginning – there are the seven protagonists of R aw Material. Christos Karakepelis filmed several metal collectors in Athens over a longer period of time, thus contributing the most topical film of the series.

Mit freundlicher Unterstützung von  With generous support from


Manuela Frésil France, 2011

ENTRÉE DU PERSONNEL Staff Entrance

Kamera / Cinematography Jean–Pierre Mechin Schnitt / Editing Marc Daquin  Ton / Sound Benjamin Rosier Produzent / Producer Dominique Cabrera

Produktion / Production Ad Libitum  9 rue du 18 Août 93100 Montreuil France dominique.cabrera@wanadoo.fr Weltvertrieb / World Sales Ad Libitum  9 rue du 18 Août 93100 Montreuil France dominique.cabrera@wanadoo.fr

Austrian Premiere

Die Darstellung der Arbeit in einer Fleischfabrik birgt zunächst die offensichtliche moralische Komponente. Da ist der reißerische Blick auf tote, massige Tierleiber, in endlosen Reihen die Produktionsstraße durchlaufend. Die ambivalent geführte Diskussion um die Unmenschlichkeit im Umgang mit der Kreatur interessiert Manuela Frésil jedoch nur am Rande. Fast choreografisch mutet es an, wie sie jene Menschen ins Bild rückt, die solch „unmoralische“ Arbeit verrichten und dem stets steigenden Druck ausgesetzt sind, in immer kürzerer Zeit immer mehr zu produzieren. Bis zur Unbrauchbarkeit werden die „Produktionskräfte“ durch extrem einseitige Bewegungsabläufe abgenutzt – der Nutzen von Regeneration für die Produktivität ist schließlich unbewiesen und der Arbeitgeber sitzt mangels Jobalternativen immer am längeren Hebel. (Lina Dinkla) A film about industrial slaughterhouses? The idea isn’t new. Images of animals being put to death and the cutting of meat, morbidly fascinating, have inspired more than one filmmaker. Manuela Frésil’s subject, however, doesn’t restrict itself to a cinematographic exploitation of this hypnotic ballet, or an environmental tract denouncing the treatment of animals. It is humans we are dealing with here, and the hell of mass production. A terrifying film on obsession with productivity and its attempts to transform humans into machines.

Manuela FrÉsil began her film career as a writer of fiction and documentary in the 90s. Staff Entrance competed for the Grand Prix of the French Competition at Marseille International Film Festival 2011. // Films (Selected): Terre-Neuvas (1992), Notre campagne (1999), S i loin des bêtes (2003), P our de vrai (2003), L es Nuits de la préfecture (2010, short), Entrée du personnel (Staff Entrance, 2011)

//055 crossing europe filmfestival linz

digital / color / 60 min.


Mercedes Álvarez Spain, 2011

Mercado de Futuros Futures Market

Drehbuch / Screenplay Arturo Redín,   Mercedes Álvarez Kamera / Cinematography Alberto Rodríguez Schnitt / Editing Pablo Gil Rituerto  Ton / Sound Marisol Nievas, Amanda   Villavieja Musik / Music Sergio Moure ProduzentInnen / Producers Ignacio   Benedeti, Xosé Zapata, Eva Serrats Webpage www.futuresmarket.es

Produktion / Production IB CINEMA Avda de Nostian Nave 3 E-15008 A Coruña Spain T +34 98 12 59 247 F +34 98 11 48 067 produccion@ibcinema.com www.ibcinema.com Weltvertrieb / World Sales PENINSULA T +34 90 21 02 516 direccion@peninsulagroup.eu www.peninsulagroup.eu

Digi-Beta / color / 113 min.

//056 crossing europe filmfestival linz

Austrian Premiere

Eine meditative Studie zur komplexen Welt der Immobilien- und Anlagemärkte, die einerseits sehr konkret aus Häusern, Wohnungen und den darin gelebten Biographien besteht und andererseits rein immateriell aus dem titelgebenden „Markt der Zukunft“, wo Illusionen und Träume mithilfe von Projekten verkauft werden, die nur in Prospekten und Modellen existieren. In parallelen Montagen folgen Bilder vom Abriss eines Hauses unkommentierten Eindrücken von Immobilienmessen, Konferenzen und Terminkontraktbüros und enden in Aufnahmen von Trödelmärkten, der Endstation von verbrauchten Objekten. Alvarez gibt den Rhythmus ihres Films in gewaltigen Plansequenzen vor. Ein geschulter Blick formt konzentrierte Aufnahmen einer Welt der Illusionen und Objekte, und kommentiert am Beispiel Spaniens und seiner Immobilienblase die aktuelle Finanzkrise. (Lina Dinkla) The abandonment and demolition of an old house, with all its furniture and its full load of personal memories, becomes the starting point for this film, which tries to portray some of the aspects of the new world. The camera peeps into the real estate furor, turned into a showroom and promise of financial gain or of the paradise. Deep down, it remains as a look into the virtualization of the urban space, the eviction of the personal and collective memory and the banalization of dreams and desires, ultimately transformed into pure merchandise. Mercedes Álvarez, born 1966 in La Aldea, Spain. She completed a master's degree in documentary film at the Universidad Pompeu Fabra in Barcelona, made the short El viento africano (1997) and edited José Luis Guerín's documentary En construcción in 2001. Her first feature-length documentary E l cielo gira (The Sky Turns, 2005) gained both the unanimous acclaim of critics and numerous international awards, and has been shown in more than 30 countries. // Films (Selected): Cinco elementos para cualquier (2010), Mercado de futuros (Futures Market, 2011, doc)


Christos Karakepelis Greece, 2011

Proti Yli Raw Material

Drehbuch / Screenplay Christos Karakepelis, Natassa Segou Kamera / Cinematography Dionissis   Efthimiopoulos Schnitt / Editing John Chalkiadakis  Ton / Sound Orestis Kaberidis, Costas   Fylaktidis Musik / Music Vassilis Michailidis Produzenten / Producers Costas   Labropoulos, Christos V. Konstantakopoulos Koproduzent / Co-Producer Hristos   Karakepelis Koproduktion / Co-Production Faliro House Productions, Greek Film Center, ERT S.A (Hellenic Broadcasting Corporation) Mit / Cast Plumbi Pelumb, Hussein Mustafa, Gogo Sokol, Gurdevr Jasvinder

Weltvertrieb / World Sales CL Productions Vrilissou str 65 11476 Athens Greece T +30 210 64 12 700 F +30 210 64 12 709 info@clproductions.gr www.clproductions.gr

35mm / color / 78 min.

Im Schatten der Akropolis sind sie kaum wahrzunehmen, die Metallsammler Athens am allerletzten Ende der Verwertungskette. Exemplarisch als Teil einer ganzen unsichtbaren Armee begleitete Christos Karakepelis sieben dieser Randgestalten. Sechs Jahre lang sammelte er Bilder, so wie sie Altmetall und anderes wiederverwertbares Material in mühseliger Kleinarbeit zusammentragen. Diese Fülle an beindruckendem Filmmaterial ist auch die große Stärke des Films, der einen sorgfältigen und würdevollen Blick auf das Leben der Ärmsten gewährt. Vielleicht sollte man einen Moment lang „Griechenland“, das derzeitige Symbol für „Staatsbankrott“, trotz oder vielleicht auch gerade wegen der ausgedehnten Finanzkrise immer noch als Teil und Blaupause der gesamten westlichen wohlhabenden Welt verstehen. (Lina Dinkla) The famous Acropolis affords a view of one of the most poverty-stricken districts in Athens. This improvised shantytown is home to a diverse community of people who subsist on collecting discarded metal. Director Christos Karakepelis spent six years putting this film together and thus offers the viewer an utterly authentic perspective on the lives of people for whom, as one of them described it, scrap metal is both their „treasure and mistress.”

Austrian Premiere

Christos Karakepelis, born 1962 in Serres, Greece. He studied Social Sciences at Panteion University in Athens and Film Directing at the Stavrakou Film School. While working in advertising since 1985, directing commercials for many years, he made two short films. The House of Cain, his first feature film, was shown at prestigious festivals and won many awards. R aw M aterial was screened, among others, at Zurich Film Festival 2011. // Films (Selected): To spiti tou K ain (The House of Cain, 2000, doc), Proti Yli (Raw Material, 2011, doc)

//057 crossing europe filmfestival linz

Produktion / Production CL Productions Vrilissou str 65 11476 Athens Greece T +30 210 64 12 700 F +30 210 64 12 709 info@clproductions.gr www.clproductions.gr


Gudrun Gruber, Alexander Hick, Michael Schmitt Germany, 2012

SAN AGUSTÍN – Marea baja En el mar del plástico SAN AGUSTÍN – Low Tide in the Plastic Sea

Drehbuch / Screenplay Gudrun Gruber,   Alexander Hick, Michael Schmitt Kamera / Cinematography Aline László Schnitt / Editing Nina Ergang 

Produktion / Production HFF-Munich Production Gabelsbergerstraße 33 80333 Munich Germany T +49 89 689 57 0 F +49 89 689 57 9900 info@hff-muc.de www.hff-muc.de Weltvertrieb / World Sales HFF-Munich Production Gabelsbergerstraße 33 80333 Munich Germany T +49 89 689 57 0 F +49 89 689 57 9900 info@hff-muc.de www.hff-muc.de

DCP / color / 78 min. World Premiere

Die ersten Gewächshäuser hat Mercedes noch mit eigenen Händen mitaufgebaut, Tag und Nacht wurden Steine geschleppt. Heute ist sie eine alte Frau, und Almería Europas Obst- und Gemüsegarten. 90 Prozent der Paprika, die in Europas Supermärkten landen, kommen von der sogenannten Plastikküste. In neun Kapiteln loten die drei Filmemacher die verschiedensten Aspekte – von illegalen Einwanderern bis hin zur Gurkenkrise – mit ironischer Distanz aus. Geschickt sind Bilder von verrottenden Gemüse-  bergen mit denen von Benidorms Partymeilen und Bettenburgen montiert,   denn der Gemüseanbau im Süden Spaniens dient ebenso wie die dort wildwuchernde Urlaubsindustrie als Sinnbild für einen obszön-dekadenten Lebensstil. Am Ende jedoch steht wie so oft die Frage: Wer ist hier eigentlich das schwarze Schaf? (Lina Dinkla)

//058 crossing europe filmfestival linz

In the midst of Europe's biggest fruit and vegetable garden, the so-called „Mar del Plastico“, lies the Andalusian village of San Agustin. There, a mysterious virus threatens the harvest, bacteria attack the plants and the authorities are after the illegal workforce in the greenhouses. Two families, a village tavern and a lot of vegetables. One harvest season in nine chapters. Gudrun Gruber, born 1984 in Austria. Studied at the Academy of Fine Arts in Vienna and at The Royal Institute of Art in Stockholm. // Films: Stilllegung (2010) Alexander Hick, born 1985 in Germany. Studied at the Academy of Fine Arts in Vienna and at the Escola Massana, Barcelona. // Films (Selected): St. Germain (2010) Michael Schmitt, born 1983 in Germany. Studied at the Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg and at the University of Ghana in Accra. // Films (Selected): Sechs Uhr Vorstellung (2010) Since 2009 they have been studying together at the University of Television and Film Munich, where they also made SAN AGUSTÍN – Low tide in a plastic sea (2012).


Carmen Losmann   Germany, 2011

Work Hard – Play Hard

Drehbuch / Screenplay Carmen Losmann Kamera / Cinematography Dirk Lütter,   Matthias Schellenberg Schnitt / Editing Henk Drees   Ton / Sound Ulla Kösterke, Andreas   Hildebrandt, Frank Bubenzer Produzenten / Producers Erik Winker, Martin Roelly, Andreas Brauer

Produktion / Production HUPE Film- und Fernsehproduktion Brauer Roelly Winker GbR Antwerpener Str. 14 50672 Cologne Germany T +49·221·205 33 700 F +49·221·205 33 703 hupe@hupefilm.de www.hupefilm.de

HDCAM / color / 90 min. Austrian Premiere

Streng kadrierte und minutiös durchdachte Bildkompositionen sind die prägenden Stilmittel, mit denen Carmen Losmann sich in ihrer Innenschau moderner Büroarbeitswelten börsennotierten Unternehmen nähert – und damit treffsicher das schon manisch zu nennende Vorhaben spiegelt, mit-  hilfe von Architekten, Coaching und Consulting-Agenturen den „idealen“ Arbeitsplatz für eine optimale „Performance“ zu schaffen. Diese auf Übereffizienz getrimmte Arbeitswelt hinterlässt nicht erst dann ein erhebliches Unwohlsein, wenn es um den Einsatz von Überwachungssoftware geht. Doch auf einmal erscheint dieser Perfektionswahn schon wieder halb so wild, wenn sich zeigt, dass ein auf Optimierung getrimmtes System ganz leicht durch menschliches Verhalten zum Scheitern gebracht wird, sei es durch intuitives Trotzverhalten, Nichtwissen oder Ignoranz. (Lina Dinkla) A film about non-territorial office space, multi-mobile knowledge workers, Blackberries and Miles&More. A road movie discovering the working world of tomorrow. This documentary will take you on a journey through the postindustrial knowledge and services workshops, our supposed future working place.

Carmen Losmann, born 1978 in Crailsheim, Germany. Studied Film and TV at the Academy of Media Arts Cologne from 2003 to 2008. Works as a freelance director in Berlin and Cologne. Work H ard – P lay H ard is her feature-length debut and premiered at DOK Leipzig 2011, where it was awarded with three prizes. // Films (Selected): A rbeit am E nde (2005, doc short), Studieren und K ontrollieren (2007, doc short), Nicht wie jeder (2009, short; in cooperation with Dirk Lütter), Work H ard – P lay H ard (2011)

//059 crossing europe filmfestival linz

Weltvertrieb / World Sales Taskovski Films 7 Granard Business Centre Bunns Lane London UK NW7 2DQ Great Britain T +387 65 652 046 festivals@taskovskifilms.com www.taskovskifilms.com


Transition Spaces – Nowhere Places Von Durchgangsräumen, Wartezonen und „anderen“ Orten

On Transition Spaces, Waiting Zones and “Other” Places

Lotte Schreiber, Kuratorin

Lotte Schreiber, Curator

1966 träumte der französische Philosoph Michel Foucault von einer wissenschaftlichen Disziplin, die die „vollkommen anderen Orte“ einer Gesellschaft erforschen sollte. Er verwendete für diese besonderen Räume den Begriff der Heterotopie, der sich aus dem griechischen hetero (anders) und topos (Ort) zusammensetzt. Als Beispiele für Heterotopien nannte Foucault unter anderem Jugend- und Altenheime, psychiatrische Kliniken und Gefängnisse – Orte, an denen von der herrschenden Norm abweichendes Verhalten ritualisiert und lokalisiert wird. Er stellte fest, dass diese Art der Räume in besonderer Weise die gesellschaftlichen Verhältnisse reflektieren, indem sie diese repräsentieren, negieren oder umkehren.

In 1966 the French philosopher Michel Foucault dreamed of an academic discipline that should research the “completely different places” of a society. He used the term heterotopia for these special spaces, composed from the Greek hetero (different) and topos (place). Some examples of heterotopias that Foucault named were juvenile shelters, senior citizen homes, psychiatric clinics and prisons – places where behavior deviating from the dominant norm is ritualized and localized. He noted that these kinds of spaces especially reflect social conditions by representing, negating or inverting them.

//060 crossing europe filmfestival linz

Foucaults Annahme, dass jede Gesellschaft neue Heterotopien hervorbringen könne, bestätigt sich nicht zuletzt dadurch, dass im postkolonialistischen Europa des 20. und 21. Jahrhunderts ein gänzlich neuer Typus erschaffen wurde: der des sogenannten Auffanglagers auf der einen Seite, der des Übergangszentrums auf der anderen. Vordergründig als “temporäre Unterkünfte” konzipiert, also als spezielle Formen von Transit-  räumen, dienen diese institutionellen Orte in erster Linie dazu, deren Insassen einer strengen Kontrolle zu unterwerfen. Das diesjährige, in Kooperation mit dem afo architekturforum oberösterreich zusammengestellte Themenprogramm möchte einer Aktualisierung des Foucault'schen Heterotopie-Begriffs nachgehen und präsentiert vier Dokumentarfilme, die uns Einblick in unterschiedliche Formen dieser “andersartigen Orte” gewähren. Einer davon ist das Schubhaftgefängnis Frambois in Genf. Jedes Jahr werden in der Schweiz Tausende unbescholtene Männer und Frauen ohne Verfahren und ohne Verurteilung in einem der 33 Ausschaffungsgefängnisse des Landes inhaftiert. Sie können dort für bis zu achtzehn Monate eingesperrt werden, bevor ihnen die Abschiebung droht. Der Regisseur Fernand Melgar hat sich für seinen eindrucksvollen Dokumentarfilm Vol Spécial in die Haftanstalt Frambois begeben und erzählt vom perspektivenlosen Alltag der Männer, die dort ausharren müssen, in Ungewissheit darüber, wann und wohin sie abgeschoben werden. Im Ungewissen gelassen werden auch die drei MigrantInnen in Steffen Köhns und Paola Clavos Film Sag mir wann…. Auf ihrem Weg nach Europa sind sie, wie so viele, im Center for the Temporary Stay of Immigrants in der spanischen Enklave Melilla gestrandet und warten dort seit Jahren auf ihr Weiterkommen. Ein Ort, der seinen BewohnerInnen nur für einen begrenzten Zeitraum ein Zuhause ist, steht auch im Mittelpunkt von Christophe Hermans' einfühlsamer Dokumentation Les enfants. Der Film erzählt aus dem Innenleben eines belgischen Kinderheims, und gewährt uns Einblick in den Alltag der kleinen BewohnerInnen und deren BetreuerInnen zwischen Windel wechseln, Elternbesuchen und Teambesprechungen. Einen Durchgangsort im traditionellen Sinn präsentiert Il Castello der beiden italienischen Regisseure Massimo D’Anolfi und Martina Parenti. Ein Jahr lang filmten sie auf dem Mailänder Flughafen Malpensa, um den dortigen Alltag festzuhalten und uns Einblicke in die restriktiven Sicherheitsmaßnahmen dieses Transitraumes zu eröffnen.

Foucault’s assumption that every society can produce new heterotopias is affirmed, not least of all, by the fact that an entirely new type has been created in post-colonialist Europe of the 20th and 21st century: the so-called detention center on the one hand and the transition center on the other. Ostensibly conceived as “temporary shelters”, as a special form of transit spaces, in other words, these institutional places primarily serve to subject their inmates to rigid control. This year’s thematic program prepared in cooperation with the afo Architecture Forum Upper Austria seeks to pursue a modernization of the Foucaultian heterotopia concept and presents four documentary films offering insights into the various forms of these “different kinds of places”. One of them is the deportation prison Frambois in Geneva. Every year thousands of blameless men and women are incarcerated without trial and without conviction in one of the country's 33 deportation prisons. They can be imprisoned there for up to eighteen months before they are threatened with deportation. For his impressive documentary film Special Flight, director Fernand Melgar went into the prison Frambois and tells of the everyday life of the men without perspectives, who must wait there with no certainty about when or to where they will be deported. Living with uncertainty is also the state that three migrant women are left in in Steffen Köhn and Paola Clavo’s film Tell me when…. Like so many others, on their way to Europe they are stranded in the Center for the Temporary Stay of Immigrants in the Spanish enclave Melilla, waiting there for years to be able to go on. A place that is only a home for its residents for a temporary period of time is also central to Christophe Hermans's sensitive documentation The Children. The film tells of life inside a Belgian children’s home, offering insight into the everyday life of the small residents and their caretakers between changing diapers, parents’ visits and team meetings. A transitional place in the traditional sense is presented by The Castle by the two Italian directors Massimo D’Anolfi and Martina Parenti. They filmed for one year at the Milan airport Malpensa to capture everyday life there and provide us with insights into the restrictive security measures of this transit space.

Eine Kooperation mit dem afo architekturforum oberösterreich In cooperation with the Architecture Forum Upper Austria


Massimo D’Anolfi, Martina Parenti Italy, 2011

Il Castello The Castle

Drehbuch / Screenplay Massimo D'Anolfi, Martina Parenti Kamera / Cinematography Massimo D'Anolfi Schnitt / Editing Massimo D'Anolfi, Martina Parenti Ton / Sound Massimo Mariani, Studio Barzan Musik / Music Massimo Mariani ProduzentInnen / Producers Massimo D'Anolfi, Martina Parenti Koproduktion / Co-Production RAI Cinema (IT)

Produktion / Production Montmorency Film  Via Burigozzo, 8   20122 Milan   Italy T / F +39 02 58 31 1361 montmorencyfilm@yahoo.it

Digi-Beta / color / 90 min.

Seit den verheerenden Anschlägen des 11. September 2001 mutieren internationale Flughäfen immer mehr zu scheinbar uneinnehmbaren Festungen. Die lückenlose Präsenz von Geheimdiensten, Polizei, Zollbeamten, Suchhunden, Überwachungskameras etc. reflektiert die ständig wachsende Angst vor einer drohenden, unbekannten Gefahr und die strengen Sicherheitsauflagen dringen immer mehr in die persönliche Sphäre jedes einzelnen Fluggastes ein. Lange, präzise komponierte Kameraeinstellungen und eine strenge Montage dominieren die bereits mehrfach preisgekrönte Alltagsstudie Il Castello über den Mailänder Flughafen Malpensa. Die beiden italienischen Filmemacher gewähren uns Einblick in eine Hochsicherheitszone, in der gesellschaftliche Spannungen durch den Konflikt zwischen Sicherheit, individueller Freiheit und Respekt des privaten Lebens verstärkt werden. (Lotte Schreiber) The Castle is a movie about Malpensa airport, a place where bureaucracy, procedures and control put a serious strain on the freedom of individuals, animals and goods passing through. The airport is a strategic place where all law enforcement agencies of a country come together. Here's where new control measures are reviewed: a permanent security testing area unlike any other public place. Massimo D'Anolfi, born 1974 in Pescara, Italy. He started with video works in the early 1990s and ended up in full-fledged cinema. Together with Martina Parenti he has already made two documentaries, I promessi sposi (The Betrothed, 2006, doc) and Great E xpectations (2009, doc), that premiered at Locarno IFF. Martina Parenti, born 1972 in Milan, Italy. She makes documentaries for cinema and television. Il Castello (The Castle, 2011, doc) is her latest project in collaboration with Massimo D'Anolfi and won the Special Jury Prize at Hot Docs Film Festival 2011.

//061 crossing europe filmfestival linz

Weltvertrieb / World Sales GA&A Piazza Martiri di Belfiore, 2 00195 Rome Italy T +39 06 36 13 480 F +39 06 36 14 042 gioiaa@gaea.it www.gaea.it


Christophe Hermans Belgium, 2011

Les enfants The Children

Drehbuch / Screenplay Christophe Hermans, Laurence Van Ruymbeke Kamera / Cinematography Emilie Montagner, Emilie Gueret Schnitt / Editing Joel Mann Ton / Sound Yves Bemelmans Musik / Music Thomas Vacquie ProduzentInnen / Producers Thierry Zamparutti, Christine Pireaux Koproduktion / Co-Production WIP (BE),PBC Pictures SPRL (BE), Tout est possible asbl (BE)

Produktion / Production Ambiances… asbl   Thierry Zamparutti   500 rue de Gembloux, bat. 23   5002 Namur Belgium   T / F +32 81 73 97 20   info.ambiances@skynet.be www.ambiancesproductions.over-blog.com Weltvertrieb / World Sales Wallonie Image Production (WIP) 16-17 quai des Ardennes 4020 Liège Belgium T +32 4 340 10 40 F +32 4 340 10 41 info@wip.be www.wip.be

Digi-Beta / color / 52 min.

//062 crossing europe filmfestival linz

Austrian Premiere

Christophe Hermans' Film erzählt die Geschichte einer ganz besonderen Familie. In ihr leben 25 Kinder im Vorschulalter an einem besonderen Ort – ohne Eltern, die auf sie aufpassen würden. Doch da sind andere Erwachsene, die sich liebevoll um sie kümmern und sie beim Großwerden begleiten. Mit großem Respekt vor den kleinen BewohnerInnen gewährt uns Christophe Hermans einen Einblick in den Mikrokosmos eines belgischen Kinderheims. Unvoreingenommen und behutsam beobachtet er die Kinder und BetreuerInnen bei ihren alltäglichen Handlungen und ergründet in Interviews die psychisch teilweise sehr belastenden Anforderungen, die dieses Leben an Kinder wie Erwachsene stellt – wie etwa wenn ein Geschwisterpaar voneinander getrennt wird, weil der Junge aus Altersgründen in ein fortführendes Jugendheim überstellt werden muss.   (Lotte Schreiber) There are 25 children living in this particular family. They have different names and there are no parents watching over them. But some other adults take care of the kids and watch them on their way to growing up. Like guardian angels. This is the story of a certain type of nursery and its occupants...

Christophe Hermans, born 1982 in Namur, Belgium. He studied directing at the Institut des Arts de Diffusion in Louvain-la-Neuve, Belgium. His thesis documentary short Poids Plume (Featherweight, 2005) made quite a splash on the international festival circuit. Afterwards, Hermans has taken turns at making fiction and documentary films. He lives and works in Liège, Belgium. // Films (Selected): L a balançoire (The Swing, 2009, short), Étrangère (Stranger, 2010, short), Fancy-Fair (2011, short), Corps étranger (A Stranger's Skin, 2011, doc), L es enfants (The Children 2011, doc)


Steffen Köhn, Paola Calvo Germany, 2011

sag mir wann… Tell Me When…

Kamera / Cinematography Paola Calvo Schnitt / Editing Steffen Köhn, Paola Calvo, Wolfgang Gessat, Santiago Chillari Soberon Ton / Sound Steffen Köhn Produzenten / Producers Steffen Köhn, Paola Calvo

Produktion / Production dffb   Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin  Potsdamer Str. 2  10785 Berlin  Germany   T +49 30 25 759 F +49 30 25 759 162   info@dffb.de www.dffb.de

DCP / color / 55 min. Austrian Premiere

Melilla ist eine spanische Enklave an der nordafrikanischen Küste, ein Stück Europa in Afrika, ein Überbleibsel aus der Zeit des Kolonialismus. Hier sind der Pakistani Shabaz, der Nigerianer Opara und die Marokkanerin Ilham auf dem Weg nach Europa gestrandet. Seit Jahren warten sie auf gültige Papiere respektive auf ihren Abschiebungsbescheid. „Wait-time is the weapon Europe uses against the movement of unwanted people“, erklärt eine Stimme zu Beginn des Films – das „Wartenlassen” hat Methode. Man gibt den verzweifelten Wartenden zu Essen, und im "Zentrum für den vorübergehenden Aufenthalt von Immigranten" ein Dach über den Kopf – doch niemand teilt ihnen mit wie lange “temporär” bedeutet: Wochen? Monate? Jahre? Tell Me When… zeichnet ein beklemmendes Bild von der ausweglosen Lage, in der sich AsylwerberInnen und Flüchtlinge in Europa befinden.   (Lotte Schreiber) Melilla is a small Spanish exclave on the North African coast. A piece of Europe in Africa, a remnant of colonialism. Here, a huge 12-km-long fence seperates rich Europe from the global South, keeping away migrants seeking their fortune in Europe. The film tells the story of three migrants who have made it across the fence. One foot on European soil, they wait for their papers or their final deportation. Steffen Köhn, born 1980 in Kirchheimbolanden, Germany. Took Social Anthropology and Film Studies in Mainz and Berlin. Since 2006 study of Film Direction at German Film and Television Academy in Berlin. // Films (Selected): Morokapel´s Feast (2006), The Photographer (2009, short), Sag mir wann… (Tell Me When…, 2011, doc) Paola Calvo, born 1980 in Caracas, Venezuela. Media studies at Universidad Complutense Madrid. Since 2006 Cinematography Studies at the dffb. // Films (Selected): I can see L ucia ... (2007, short), S ag mir wann… (Tell Me When…, 2011, doc)

//063 crossing europe filmfestival linz

Weltvertrieb / World Sales dffb   Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin  Potsdamer Str. 2  10785 Berlin  Germany   T +49 30 25 759 F +49 30 25 759 162   info@dffb.de www.dffb.de


FERNAND MELGAR Switzerland, 2011

Vol Spécial Special Flight

Drehbuch / Screenplay Fernand Melgar Kamera / Cinematography Denis Jutzeler Schnitt / Editing Karine Sudan Ton / Sound Christophe Giovannoni Musik / Music Wandifa Njie Produzent / Producer Fernand Melgar Koproduktion / Co-Production RTS / Unité des films documentaires: Irène Challand, Gaspard Lamunière; SRG SSR: Alberto Chollet, Urs Fitze; ARTE G.E.I.E / Unité documentaire: Annie Bataillard, Christian Cools Webpage www.volspecial.ch Mit / Cast Serge, Jeton, Wandifa, Jean-Michel Claude, Geordry, Ragip, Julius, Alain

Produktion / Production Climage  Rue du Maupas 8   1004 Lausanne   Switzerland   T +41 21 648 35 61 F +41 21 646 27 87   climage@climage.ch www.climage.ch Weltvertrieb / World Sales CAT&Docs 18 rue Quincampoix 75004 Paris France T +33 1 44 59 63 53 info@catndocs.com www.catndocs.com

35mm / color / 103 min.

//064 crossing europe filmfestival linz

Austrian Premiere

Die Kamera ist nah am Geschehen und beobachtet, als ein festgehaltener Asylwerber im Genfer Schubhaftgefängnis Frambois die Nachricht bekommt, dass er ausgewiesen wird. Sie ist Zeuge zerstörter Hoffnungen und erschütternder Schicksale. Im Zentrum der Dokumentation von Fernand Melgar stehen vor allem die schwierigen Beziehungen zwischen Gefängnispersonal und Insassen: Auf der einen Seite steht ein Team von Aufsehern mit durchaus menschlichen Wertvorstellungen, auf der anderen Seite Männer, deren Leben tagtäglich von Ungewissheit, Angst und Stress dominiert wird. Die Beziehungen untereinander sind geprägt von Freundschaft und Hass, Respekt und Auflehnung. Bis zum Moment der Abschiebung. Melgars Film vermeidet weitgehend simple Schwarzweißmalerei, und präsentiert ein beeindruckendes Porträt von Menschen in Ausnahmesituationen. (Lotte Schreiber) Awaiting definite deportation from Swiss territory, rejected asylum seekers and illegal immigrants are jailed at the administrative detention center Frambois. Behind closed prison doors, tension builds day by day. On one side there are wardens with a quite humane value concept, on the other there are men beset with fear and stress. In this extreme situation, despair has a name: special flight. The film premiered at the Locarno International Film Festival 2011. Fernand Melgar, born 1961 Tangier, Morocco. He emigrated with his family to Switzerland in 1963. In 1983 he began making various experimental films and iconoclastic reports for television. In 1985 he joined Climage, a collective under whose auspices he has realized around a dozen documentaries. In 2008 The Fortress was awarded the Golden Leopard at the International Film Festival Locarno. // Films (Selected): Remueménage (Storm in a C-Cup, 2002, doc), EXIT, Le droit de mourir (EXIT, The Right to Die, 2005, doc), La forteresse (The Fortress, 2008, doc), Vol Spécial (Special Flight, 2011, doc)


Lotte schreiber Austria / Mexico, 2011

Tlatelolco

Drehbuch / Screenplay Lotte Schreiber Kamera / Cinematography Johannes Hammel, Rafael Ortega Schnitt / Editing Lotte Schreiber Ton / Sound Fridolin Schönwiese Musik / Music Steven Hess, Stefan Németh Produzentin / Producer Lotte Schreiber  Mit Unterstützung von / Supported by Foro Cultural de Austria Mexico (MX), Graz Kultur (AT), Innovative Film Austria (AT), Cinestyria (AT), Wien Kultur (AT)

Weltvertrieb / World Sales sixpackfilm Neubaugasse 45/13 1070 Vienna  Austria   T +43 1 526 09 90 0 F +43 1 526 09 92   office@sixpackfilm.com www.sixpackfilm.com

Film der Kuratorin / Curator's film

The square in the center of the Tlatelolco-Nonoalco quarter in Mexico City is a veritable epicenter in the pages of Mexican history. Rather than focusing on the monuments and representational architecture of the Plaza, Tlatelolco concentrates on the neighboring residential high-rises. Built in the 1960s under the supervision of the modernist Mario Pani, Unidad Habitacional Nonoalco-Tlatelolco, is the largest apartment complex in Mexico City. The fading of an urban architectural utopia is captured by Schreiber and cine-  matographer Johannes Hammel in hundreds of material details including the peeling, weathering, and improvisations necessitated by the building’s decline. (Joachim Schätz) Lotte schreiber, born 1971 in Mürzzuschlag, Austria. Studied Architecture at TU Graz, University of Edinburgh and in Naples. Schreiber is an artist working in the the fields of film, video and installation. Her work has been shown at various exhibitions and film festivals around the world. Since 2001 she is also an assistant teacher at the Institute of Space und Design at the University of Art and Design, Linz. // Films (Selected): Quadro (2002, short), I E (Site O1 Isole Eolie) (2004, short), Domino (2005, short), Borgate (2008, short), Tlatelolco (2011)

//065 crossing europe filmfestival linz

HDCAM / color / 75 min.

Der Platz im Zentrum des Viertels Tlatelolco-Nonoalco in Mexiko-Stadt ist ein veritables Epizentrum mexikanischer Geschichtsschreibung. Statt auf die Denkmäler und Repräsentationsarchitekturen der Plaza fokussiert Tlatelolco allerdings auf die benachbarten Wohnhochhäuser: Unidad Habitacional Nonoalco-Tlatelolco, errichtet in den sechziger Jahren unter der Lei-  tung des Modernisten Mario Pani, ist der größte Appartementkomplex in Mexiko-Stadt. Das Verblassen einer städtebaulichen Utopie fangen Schreiber und Kameramann Johannes Hammel in einer Hundertschaft materieller Details des Abblätterns, Verwitterns und notgedrungenen Improvisierens ein. (Joachim Schätz)


HfG Karlsruhe @ Crossing Europe Dokumentarfilm hält länger als der Staat, in dem er gedreht wird. Thomas Heise, Film- und Theaterregisseur an der HFG Karlsruhe

Documentary film lasts longer than the country in which it is made.  Thomas Heise, film and theater director at HFG   Karlsruhe

Warum Dokumentarfilm? Das ist eine Frage ans Eingemachte. Sie muss so gar nicht gemeint sein, hat aber, denkt man darüber nach, den Blick auf das Eingemachte zur Folge. Eine genaue Antwort weiß ich nicht. Es ermöglicht mir z.B. Austausch mit anderen. Ich brauche offenbar diesen Umweg. Von diesem Umweg, der auch mein Leben ist, erzählt dann ein Film. Es ist eine Form der Aneignung von Welt. Vielleicht ist ein Grund auch der Wunsch, das Vergehen zu fassen. Mit etwas, das selbst vergeht, aber Spuren in uns hinterlässt, wie die Zeit auch. Es gibt nichts Notwendigeres, als sich ein Bild zu machen von der Welt. Von dem, was ist, dem, was heraufkommt und dem, was vergeht. Es zwingt einen nicht nur zu immer wieder neuem, genauem Hinsehen, dem Durchdringen von Oberfläche und Spiegelei. Es zwingt einen, das Allgemeine in Konkretes und einen konkreten Menschen als eben dieses Allgemeine in seiner Zeit, zu fassen. Das Bild auf den Begriff zu bringen. Der hier nichts Gesagtes ist, sondern etwas, das gezeigt wird. Eine Sache, die in Bewegung bleibt, nichts Endgültiges und diese Offenheit nicht verbergend, wie ihre Schwächen. Guter Dokumentarfilm ist immer auch ein gutes Stück Ideologiezertrümmerung. Interessant ist, was daran nachhaltig ist. Bomben, in die Zeit geschossen. Nachricht. Von einem Leben zum Beispiel. Archäologie der realen Existenz. Die kann eines Tages in einen anderen Speicher, ein Gedächtnis der Gattung übertragen werden. Nachricht von Existenzen einer Zeit. Auch davon, wie gedacht wird. Gegen den Strom. Das allgemeine Bild, die Machtverhältnisse, infrage stellend. Das macht übrigens Spaß. Ein Dialog zwischen Gegenwart und Gegenwart und Zukunft. Es geht auch um die Zeit, die man sich dafür nimmt, und die Form, die man ihr gibt. Jede der hier vorgestellten, sehr verschiedenen und sehr persönlichen dokumentarischen Arbeiten von StudentInnen der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe zeugt davon, denn:

Why documentary film? This is a crucial question. That may not even be the intention, but if we think about it, this question draws attention to the crux of the matter. I don’t know the exact answer. For instance, it enables me to exchange with others. I obviously need this detour. This detour, which is also my life, is then told about in a movie. It is a way of appropriating the world. Perhaps another reason is also the wish to grasp transience. With something that is also transient, but still leaves traces in us, just as time does. There is nothing more necessary than picturing the world to oneself, what is, what is emerging and what is passing. This compels us not only to take a close, precise look again and again, to penetrate the surface and the mirroring, but it also compels us to put the general into the concrete and to grasp a concrete person as what is specifically general about his time. To bring the image to a point. This point is nothing that is said here, but what is shown. Something that remains in motion, nothing final, nothing that hides this openness or its weaknesses. Good documentary film is, to some extent, also always smashing ideology. Interesting about it is its lasting part. Bombs dropped into time. News. Of a life, for example. Archeology of real existence. This can be transferred someday to a different storage, a memory of the species. News of existences of a time period. Also of how people think. Against the stream. Questioning the general image, power relations. This is fun, by the way. A dialogue between present and present and future. It is also a matter of the time you take for it and the form you give it. Each of the very different and very personal documentary works by students of the Karlsruhe University of Arts and Design presented here, shows something of this, because:

//0066 crossing europe filmfestival linz

„Eine Zeit, die das Gedächtnis für die Dinge, die ihr Leben formen, verloren hat, weiß nicht wo sie steht, und noch weniger, was sie will. Eine Zivilisation, die das Gedächtnis verloren hat, und von Tag zu Tag, von Ereignis zu Ereignis taumelt, ist unverantwortlicher als das Vieh, denn dieses verfügt über die Sicherheit der Instinkte.“ Diesem Satz aus Siegfried Giedions 1948 erschienenem „Herrschaft der Mechanisierung“, seinem Beitrag zur anonymen Geschichte, wie er es nannte, ist vorerst nichts hinzuzufügen.

“An age that has lost its consciousness of the things that shape its life will know neither where it stands nor, even less, at what it aims. A civilization that has lost its memory and stumbles from day to day, from happening to happening, lives mores irresponsibly than the cattle, who at least have their instincts to fall back upon.” This sentence is from Siegfried Giedion's “Mechanization Takes Command”, published in 1948, his, as he called it, contribution to anonymous history, and for now there is nothing more to add to it.


Eduard Stürmer Deutschland 2010

Das mit laura

Ton / Sound Jonathan Pauli Produktion / Production Hochschule für Gestaltung Karlsruhe radio play / 55 min. / Austrian Premiere

September 2004. Pflastersteine. Zigaretten. Kerzen und Metall. Ich mache ein Foto. Ich sitze mit meinen Freunden auf dem Boden. Wir trinken Bier. Wir schweigen. Vier Jahre später. Lauras Mantel hängt immer noch in meinem Schrank. Jetzt sprechen wir. Jetzt sprechen wir über Laura. Laura ist vom Brückengeländer gesprungen. Vor den Augen ihrer Schwester, kurz bevor die Polizei sie zurückhalten konnte. Sie war nicht sofort tot, aber alles an und in ihr war zerstört. Sie war 18 Jahre alt. Freunde und vor allem ihre Schwester sind noch vier Jahre nach diesem unerklärlichen Selbstmord auf der Suche nach Antworten. Zwischen schmerzhaft gedehnten Pausen kommen ihre Erinnerungen hoch. Minutiös, sachlich und tief verletzt. Im vorliegenden O-Ton-Hörspiel sprechen sie erstmals über diesen Tod. Über das Leben davor und danach. Über ihre eigenen Verwundungen. Und sie arbeiten sich vor bis zu einer klar formulierten Wut, von Laura im Stich gelassen worden zu sein.

September 2004. Paving stones. Cigarettes. Candles and metal. I am taking a picture. I am sitting on the ground with my friends. We are drinking beer. We remain silent. Four years later. Laura’s coat is still hanging in my closet. Now we talk. Now we are talking about Laura. Laura jumped off the bridge. Before her sister’s eyes, shortly before the police could hold her back. She wasn’t immediately dead, but everything in and of her was destroyed. She was 18 years old. Four years after this incomprehensible suicide, her friends and especially her sister are still searching for answers. Memories arise between the painfully extended pauses. Detailed, factual and deeply wounded. In this radio play of original recordings, they talk about this death for the first time. About life before and afterward. About their own wounds. And they gradually work themselves up to a clearly formulated anger that Laura abandoned them.

Eduard Stürmer, geboren 1987 in Tschkalowo, Kasachstan. 1992 nach Deutschland übersiedelt. Seit 2007 Studium der Medienkunst mit dem Schwerpunkt Film an der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe.

René Frölke Deutschland 2011

Führung Guided Tour

In October 2008, at the height of an economic crisis, the highest German statesman visits a university of fine arts. It is but a small sequence – a 37-minute excerpt of an encounter. A universal event: “the statesman, the representative, the dignitary meets a group of representatives.” there is talk of the arts and repeatedly of economy. It is also the attempt at communication under pressure. All those involved appear somewhat tense. Details are getting lost, simplifications occur. But underneath the rubble heap of text the movements of our time, our epoch become visible. Maybe something that in later days will be allocated as typical or characteristic for this time. Drehbuch / Screenplay René Frölke Kamera / Cinematography René Frölke Schnitt / Editing René Frölke Ton / Sound Robert Nickolaus Produktion / Production Ann Carolin Renninger (joon film) HDCAM / black and white / 37 min.

Für Bio- & Filmografie siehe Seite 69

//0067 crossing europe filmfestival linz

Im Oktober des Jahres 2008, auf dem Höhepunkt einer Wirtschaftskrise, besucht der höchste Mann des Staates eine Kunsthochschule. Ein Zeitdokument. Der Film feierte seine Premiere bei der Berlinale 2011.


Melanie Jilg Deutschland 2011

Hauptfriedhof Cemetery

Nebel. Auf der nahen Schnellstraße fahren Lastwagen. Gehwege zeichnen sich als dunkle Linien in den Schnee. Die Friedhofsmauer. Grabsteine. Kahle Äste. Ein Labyrinth. Ein Mann hackt Eis vom Asphalt. In der Ferne singen Fußballfans. Holz. Stein. Asche. Erde. Haut. Haar. Schnee. Metall. 49 Einstellungen fügen sich in 62 Minuten zu einer Bild- und Tonkomposition zusammen. Zu einer Erzählung, die sich dem Rhythmus des Tageslichts und der Jahreszeiten anpasst, in der der Ort in seiner Stille und Lautheit, in seiner Urtümlichkeit und Anderwelt porträtiert wird. 49 shots are conjoined in 62 minutes into an image and sound composition. Into a narrative that adapts to the rhythm of the daylight and the seasons, in which the place is portrayed in its stillness and loudness, in its primalness and its otherworldliness. Kamera / Cinematography Florian Haag Schnitt / Editing Melanie Jilg Ton / Sound Christine Wölfle, Cornelia Böhm Produktion / Production Hochschule für Gestaltung Karlsruhe DCP / black and white / 62 min. Austrian Premiere

Melanie Jilg, geb. 1984 in München. Von 2004 bis 2011 Studium an der HfG Karlsruhe im Fachbereich Medienkunst/Film & Grafik, u.a. bei Thomas Heise. // Filme (Auswahl): Die K atze wäre eher ein Vogel… (2007, Dok), Von alltäglichen Dingen – zum Beispiel im Juni (2009, Dok), Hauptfriedhof (2011, Dok)

Serpil Turhan Deutschland 2010

HERR BERNER UND DIE WOLOKOLAMSKER CHAUSSEE Ein Altersheim in Karlsruhe: Herr Berner liest Heiner Müllers "Wolokolamsker Chaussee". Der Text führt ihn zurück in seine Vergangenheit. "Genieße den Krieg, denn der Frieden wird grausam sein." Förderpreis der Stadt Duisburg / 34. Duisburger Filmwoche.

//0068 crossing europe filmfestival linz

A senior citizens’ residence in Karlsruhe. Mr. Berner is reading Heiner Müller’s “Volokolomsk Highway”. The text leads him back to his past. “Enjoy war, because peace will be cruel.” Young Talent Award from the City of Duisburg / 34th Duisburger Filmwoche

Drehbuch / Screenplay Serpil Turhan Kamera / Cinematography Simon Quack, Serpil Turhan Schnitt / Editing Eva Hartmann, Serpil Turhan Ton / Sound Eva Hartmann, Marco Kugel Digi-Beta / black and white / 39 min. Austrian Premiere

Serpil Turhan, geb. in Berlin, studierte von 2001 bis 2004 Theaterwissenschaften an der Freien Universität Berlin. Seit 2006 Studium Medienkunst/Film an der Hochschule für Gestaltung, Karlsruhe. // Filme (Auswahl): Minimal (2006, KF), Herr Berner und die Wolokolamsker Chaussee (2010, Dok)


Bettina Büttner Deutschland 2011

kinder Kids

Der Alltag in einem Kinderheim, fernab jeder soziologischen Studie. Marvin, 10 Jahre, kehrt zu seiner Mutter und seiner jüngeren Schwester zurück. Wie kann das Familienleben fortgesetzt werden? Ich habe vom Herbst 2008 bis zum Sommer 2009 die Kinder im Kinderheim und Marvins Familie zu Hause besucht. Der Film beschäftigt sich mit den Dingen, die ich dabei gesehen und erlebt habe. Es gibt Lücken. Manchmal glaube ich Spuren oder Zusammenhänge zu erkennen. Die Konflikte bleiben. Everyday life in a children’s home, far from any sociological study. Marvin, age 10, returns to his mother and his younger sister. How can family life be continued? From autumn 2008 to summer 2009 I visited the children in the children’s home and Marvin’s family at home. The film deals with the things I saw and experienced. There are gaps. Sometimes I think I recognize traces or connections. The conflicts remain. Drehbuch / Screenplay Bettina Büttner Kamera / Cinematography Eduard Stürmer Schnitt / Editing Bettina Büttner, Eduard Stürmer Digi-Beta / black and white / 65 min. Austrian Premiere

Bettina Büttner, geb. 1983 in Adlitz, Deutschland. Studierte von 2003 bis 2009 bildende Kunst und Kunsterziehung an der ADBK Nürnberg. Seit 2006 studiert sie bei Prof. Thomas Heise und Prof. Andrei Ujica Medienkunst und Film an der HFG Karlsruhe. // Filme: Kids (2011, Dok)

René Frölke Deutschland 2010

VON DER VERMÄHLUNG DES SALAMANDERS MIT DER GRÜNEN SCHLANGE

Of the Salamander's Espousal with the Green Snake Jürgen ist Klomann am Strand und Künstler. Ein Künstler, der nie eine Akademie besucht hat. Seine Mutter, Edeltraud, berichtet von einer Reise, die vor langer Zeit begann und sich in die Erzählung ihres Lebens eingegraben hat. Langsam tastet sich der Film durch das Leben dreier Menschen in der kleinen Stadt Glücksburg. Vater, Mutter, Sohn.

Drehbuch / Screenplay René Frölke Kamera / Cinematography Philipp Diettrich, Jutta Tränkle, René Frölke Schnitt / Editing Karin Schöning Musik / Music Elliott Carter, Tim Buckland Produktion / Production Ann Carolin Renninger (joon film) HDCAM / color / 94 min. Austrian Premiere

René Frölke, arbeitete mehrere Jahre als freier Cutter und Kameramann für Dokumentar- und TV-Projekte. Von der Vermählung… ist sein erster langer Dokumentarfilm, und gewann den ARTE-Dokumentarfilmpreis der 34. Duisburger Filmwoche. // Filme: Von der Vermählung… (2010, Dok), Führung (2011, Dok)

//0069 crossing europe filmfestival linz

Jürgen is a restroom attendant at the beach and an artist. An artist who has never attended an academy. His mother, Edeltraud, tells of a journey that began a long time ago and has burrowed itself into the story of her life. The film slowly probes the life of three people in the small town of Glücksburg. Father, mother, son.


Nicolai Zeitler Deutschland 2011

Rastplatz Eine stumme Beobachtung. Ein Rastplatz im Pfälzer Wald, Zwischenhalt für Fernfahrer. Ein Drehtag, eine Rolle 16mm-Material, von Hand im Eimer entwickelt. A silent observation. A rest stop in the Palatinate Forest, stopping place for long-distance truck drivers. One day of shooting, one roll of 16mm material, developed by hand in a bucket.

Kamera / Cinematography Nicolai Zeitler Schnitt / Editing Nicolai Zeitler Musik / Music Karlsruher Stummfilmtage 2011 digital / black and white / 5 min. Austrian Premiere

Nicolai Zeitler, geb. 1985 in Berlin. Dreht seit seiner Kindheit Filme und arbeitete bereits als Produktionsleiter bei Kinospielfilmen. Studierte Medienkunst/Film an der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe. Ab 2011 Studium Spielfilm-Regie an der Hochschule für Fernsehen und Film München.

Robert hamacher Deutschland 2011

Sonntags

//0070 crossing europe filmfestival linz

S onntags ist die Beobachtung einer Sonntagsmesse in ihren Ritualen, Regeln und Bewegungsabläufen. Der Priester und die Messdiener vollziehen choreographierte Bewegungen durch den Raum, und werden in ihren weißen Gewändern und der dunklen Umgebung der Kirche zu umherschweifenden Lichtpunkten. Während des Abendmahls schwenkt der Blick nach oben und offenbart die mächtige und erdrückende Größe des Gotteshauses. S onntags (Sundays) is the observation of a Sunday mass in its rituals, rules and movements. The priest and the altar servers carry out choreographed movements through the space and become roaming points of light in their white garments and the dark surroundings of the church. The view pans upward during communion, revealing the powerful and oppressive size of the place of worship. Kamera / Cinematography Robert Hamacher Schnitt / Editing Robert Hamacher Musik / Music Birke Bertelsmeier digital / black and white / 4 min. Austrian Premiere

Robert Hamacher, geboren 1987 in Münster. Seit 2009 Studium an der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe, Bereiche Dokumentarfilm, Fotografie. // Filme: S onntags (2011), Vor-Weihnachtsessen (2010), H appy End (2011)


//071 crossing europe filmfestival linz

tribute to anca damian


Tribute to anca damian

//072 crossing europe filmfestival linz

„Wenn ich meine Reise durch die Welt des Films in wenigen Worten beschreiben soll, würde ich sagen, ich habe als Kamerafrau begonnen, dann als Drehbuchautorin weitergemacht und schließlich auch begonnen, Filme zu machen, damit ich sie ganz nach meinen Vorstellungen realisieren konnte. Ich muss sagen, ich habe Glück, weil ich mehr Ideen habe, als ich umsetzen könnte. Natürlich war es eine riesige Herausforderung – wenn es hart auf hart geht, ist man ganz auf sich selbst gestellt, man muss die Flamme der Begeisterung entfachen und für das Team, das einen umgibt, nähren und am Leben erhalten.“ In dieser Stellungnahme kommt Anca Damians Persönlichkeit deutlich zum Ausdruck. Sie ist eine der wenigen Frauen, die in der rumänischen Filmindustrie nach 1989 aktiv sind. Ihre Arbeit zeichnet sich vor allem dadurch aus, immer wieder über sich selbst hinauszugehen und mit Neuem zu experimentieren. Ihre Entschlossenheit ist zweifelsohne auf ihre Leidenschaft für die Filmkunst zurückzuführen. Es ist nicht einfach, den eigenen Weg in einer Männerwelt wie der Filmindustrie in Rumänien und auch anderswo zu finden. Mit Geduld und Entschlossenheit nahm Anca Damian eine Stufe der Karriereleiter nach der anderen, wobei sie die den jeweiligen Herausforderungen eigenen Gesetze gründlich studiert hat, sei es in Hinblick auf Genres (Dokumentarfilm – Spielfilm – Trickfilm) oder Kompetenzen (Kamerafrau – Regisseurin – Produzentin). Die Dokumentarfilme, die berühmten Malern, wie Victor Brauner oder Ion Nicodim, gewidmet sind, zeugen von ihrem profunden und detaillierten Wissen über die Welt der Künstler. Dieses Wissen zeigt sich auch in den Filmen, in denen Musiker (Road to Romania , 2004) oder Amateurschauspieler die Hauptrolle spielen, wie etwa die Häftlinge in A fi sau a nu fi, einer Auseinandersetzung mit der geistigen Welt verurteilter Straftäter, die unglaubliche Bemühungen für die Kunst unternehmen, die sie als spirituell stärkend und läuternd empfinden. Ihr erster Spielfilm – Întâlniri încrucişate – ist ein Episodenfilm, der drei Erzählstränge und die Schicksale einiger Charaktere, die scheinbar in keiner Verbindung zueinander stehen, miteinander verknüpft. Der Film wurde bei vielen internationalen Festivals, von Busan über Goa, Göteborg, Cottbus und Rom bis Chicago, positiv aufgenommen. Die Filmkritik hob das intelligente Drehbuch und die subtilen Dialoge hervor und empfahl, die Entwicklung der Filmemacherin im Auge zu behalten. Diese Entwicklung verlief überraschend, weil Anca Damian mit Crulic – Drumul spre dincolo das Genre wechselte und einen Animationsfilm drehte, der gleichzeitig ein Dokumentarfilm über ein viel diskutiertes Thema ist: den Fall eines rumänischen Mannes, der sich 2008 in einem polnischen Gefängnis zu Tode hungerte. Die Regisseurin kombiniert in Crulic – Drumul spre dincolo auf raffinierte Weise mehrere Techniken (Handzeichnung, Collage, Stop-Motion-Verfahren und Cut-out-Animation), und erzählt eine kafkaesk anmutende Geschichte, die kraftvoll, schön und gleichzeitig sehr berührend ist. Der Film startete seine Festivalkarriere letztes Jahr in Locarno, und setzt sie weltweit (Telluride, Reykjavik, Warschau, London, Florenz, Cottbus, Vilnius etc.) fort. Anca Damian ist zweifelsohne eine starke Filmemacherin, von der noch viel zu erwarten ist. (Cristina Corciovescu)

“To sum up the journey I have travelled in cinema, I can say I’ve started by shooting, I went on with writing and recounting films, and later on, to be able to make them as I think it was the best, I started to produce them too. I say I was lucky, because I have more ideas than I could make. Of course it was overwhelming, and when the going gets tough, you’re all by yourself, and you have to light the flame and keep it alive for the ones around you too”. The aforementioned brief characterization presents Anca Damian’s personality extremely well. She is one of the few women that have been active in the Romanian movie indus-  stry after 1989. Her desire to constantly outrun herself as well as the desire to experiment with new things are basic features. Undoubtedly, her passion for the cinematographic art sets the basis of her determination. It is not that easy to find your way in a men’s world, like the Romanian film industry, and not only the one here. With patience and determination she has passed from one stage to another of her career, only after having thoroughly learned the laws specific to each and every of them, be it about genres (documentary – fiction – cartoons) or about skills (operator – director – producer). The documentaries dedicated to some famous painters such as Victor Brauner or Ion Nicodim are proof of her deep and detailed understanding of the artists’ world. The same is valid for those dedicated to several musicians (Trip to Romania , 2004) or to some amateur actors, such as the inmates in To Be or Not to Be, an analysis of the spiritual universe of some condemned beings that show incredible efforts toward the artistic act, which makes them spiritually higher and purifies them. Her first feature film – Crossing Dates – is a relay drama which interweaves three storylines and the destinies of some characters apparently without any connection be-  tween them. The film was well received at many international festivals from Pusan to Chicago, passing through Goa, Goteborg, Cottbus and Rome. And the film critics underlined the intelligent script and some subtleties of the dialogue. They recommended keeping a close eye on the evolution of the author. This evolution was surprising because, with Crulic – The Path Beyond, Anca Damian changed genres by making an animated feature which is, at the same time, a documentary on a much-hyped subject, the case of a Romanian man who died in a Polish prison in 2008. Ingeniously combining several techniques (hand drawn, collage, stop-motion and cut-out animation), Crulic is a rather Kafkaesque story, powerful, beautiful and at the same time very touching. Its international career began last year in Locarno and is continuing in many other festivals of the world (Telluride, Reykjavik, Warsaw, London, Florence, Cottbus, Vilnius etc). Without doubt, Anca Damian is a strong filmmaker whose career is in full ascent. (Cristina Corciovescu)


Anca Damian 1962 in Rumänien geboren. Sie studierte an der Akademie für Theater und Filmkunst in Bukarest, wo sie mit einem Diplom im Bereich Kamera abschloss. Anschließend arbeitete sie als Kamerafrau bei zwei Spiel- und einigen Kurzfilmen, sowie zahlreichen Dokumentationen mit. 2008 drehte sie mit Crossing Dates ihren ersten Langfilm, welcher im gleichen Jahr unter anderem bei Festivals in Pusan, Chicago, Cottbus und Rom gezeigt wurde. Ihr zweiter Langfilm, Crulic – The Path to Beyond, feierte 2011 seine Premiere beim Filmfestival in Locarno. Im Moment arbeitet Anca Damian sowohl an einem neuen Filmprojekt (A Very Unsettled Summer) als auch als Professorin an der Nationalen Universität für Theater und Filmkunst in Bukarest. Born 1962 in Romania. She studied at the Academy of Theatre and Film Arts in Bucharest where she obtained a diploma in cinematography. She then worked as a Director of Photography on two feature films, as well as on many shorts and documentaries. In 2008, she made her feature debut with Crossing Dates (2008), a Romanian-Finnish co-production, which was screened amongst others at Pusan, Chicago, Cottbus and Rome Independent Film Festival. Crulic – The Path to Beyond, her second feature, premiered at Locarno 2011. At the moment Anca Damian is dividing her work between the pre-production of a new feature (A Very Unsettled Summer) and her function as professor at the National University of Theatre and Film Arts in Bucharest. Ausgewählte Filme als Regisseurin / Selected films as director: Trecatorul pamantului – Ion Nicodim (Earth’s Passerby – Ion Nicodim, 1998, doc short), Eminescu – O calatorie virtuala in absolut (Eminescu – A Virtual Journey within the Absolute, 2000, doc short), Imposibilul paradis (The Unattainable Paradise, 2001, short), Chipuri de lut (The Clay Faces, 2002, doc short), Chipuri ( Faces, 2002, doc short), E xercitiu de libertate (Liberty Exercise, 2003, doc short), A fi sau a nu fi (To Be or Not to Be, 2007, doc), Întâlniri încrucişate (Crossing Dates, 2008), Crulic – Drumul spre dincolo (Crulic – The Path to Beyond, 2011)

anca damian Romania, 2002

Chipuri Faces

Sie machen ein einfaches Foto – Sie versuchen, nur eine Sekunde still zu halten. Die Zeit vergeht und das Foto hält eine Sekunde ihres Lebens fest. Auf dem Friedhof werden die Fotos zu Symbolen des "Andenkens an den Toten".

Drehbuch / Screenplay Anca Damian, Laurentiu Damian Schnitt / Editing Vadim Staver Mit / Cast Cristian Baleav, Rodica Poiata, Liviu Simioncencu Produktion / Production Anca Damian digital / color / 6 min. Austrian Premiere

//073 crossing europe filmfestival linz

The movie explores the emphasis of the human face in the photo frame. The orchestra of faces forms a visual essay about human life.


Anca damian Romania, 2007

A Fi Sau A Nu Fi To Be or Not to Be

Drehbuch / Screenplay Anca Damian Kamera / Cinematography Ilya Zogovski Schnitt / Editing Aleksandar Zikov Ton / Sound Vadim Staver  Produzentin / Producer Anca Damian

Produktion / Production Editura Video 1 Piata Presei Libere, Floor 7, Room 738 71341 Bucharest Romania T / F +40 21 224 39 92 edvideo@b.astral.ro www.editura-video.ro Weltvertrieb / World Sales Editura Video 1 Piata Presei Libere, Floor 7, Room 738 71341 Bucharest Romania T / F +40 21 224 39 92 edvideo@b.astral.ro www.editura-video.ro

digital / color / 86 min. Austrian Premiere

In A fi sau a nu fi erzählt uns Anca Damian die Geschichte einer Theatergruppe im Hochsicherheitsgefängnis von Arad, Rumänien. Gekonnt stellt sie dabei einige Fragen: Wer verbirgt sich tatsächlich hinter langen Namenslisten, anonymen Nummern und verurteilten Verbrechern? Was erleben diese Personen, die von den Zuschauern und deren inneren Ängsten bereits vorverurteilt wurden? Und vor allem die Frage, wo die wahre Freiheit, die unausweichliche Schuld, die ehrliche Reue und das echte Theater genau zu finden sind.

//074 crossing europe filmfestival linz

This movie is about a theater troop from the high-security penitentiary of Arad. Who are the "actors", this long line of names, of IDs, of sentences, of guilts...? What's happening to them, and to us, the people who are watching them, prejudging them on the basis of our own fears, dependences, preconceptions? And after all, where can real freedom, genuine guilt, true repentence or real theatre exactly be found?


Anca Damian Romania / Poland, 2011

Crulic – Drumul spre dincolo Crulic – The Path to Beyond

Drehbuch / Screenplay Anca Damian Schnitt / Editing Catalin Cristutiu Ton / Sound Piotr Witkowski, Sebastian Włodarczyk Musik / Music Piotr Dziubek Animation Dan Panaitescu, Raluca Popa, Dragos Stefan, Roxana Bentu, Tuliu Oltean Produzentin / Producer Anca Damian Koproduzent / Co-Producer Arkadiusz   Wojnarowsky Koproduktion /Co-Production Fundacja im. Ferdynanda Magellana (PL), Romanian   Ministry of Culture (RO), The Romanian Heritage (RO), Editura Video (RO), Krakow Festival Office (PL) Webpage www.crulic.ro Erzähler / Narrators Vlad Ivanov, Jamie Sives

Weltvertrieb / World Sales WIDE Management 40 rue Sainte-Anne 75002 Paris  France T +331 53 95 04 64 F +331 53 95 04 65 infos@widemanagement.com www.widemanagement.com

35mm / color / 73 min. Austrian Premiere

In ihrem ersten animierten Dokumentarfilm rekonstruiert Anca Damian die Biografie von Claudiu Crulic. Der Rumäne wird im Juli 2007 in Polen anhand eines Fotos identifiziert und des Diebstahls an einem polnischen Politiker beschuldigt. Trotz des Einwands, zum besagten Zeitpunkt in Italien gewesen zu sein, wird Crulic zu Unrecht eingesperrt. Dieser sieht keinen Ausweg mehr und tritt in den Hungerstreik, um auf seinen Fall aufmerksam zu machen. Er versucht, beim rumänischen Konsulat und anderswo Beistand zu finden – vergebens. Durch zu spätes Eingreifen der Behörden und Ärzte stirbt Crulic schließlich an den Folgen seiner Unterernährung.   Mit Hilfe verschiedenster Animationstechniken lässt Anca Damian ihren Protagonisten Claudiu Crulic anfangs mit heiterer, dann mit gebrochener Geisterstimme sein Leben von der Geburt bis zum Tod rekapitulieren. Crulic – The Path to Beyond tells the life story of Claudiu Crulic. The 33-yearold Romanian was falsely arrested in 2007 for robbing a Polish politician. He died in a Polish prison while on hunger strike to draw attention to his case. Acclaimed Romanian actor Vlad Ivanov narrates Crulic’s ironic voiceover from beyond the grave. A strong visual style, the result of beautiful hand drawings, collage, stop-motion and cut-out animation techniques, creates a striking, surprisingly integrated and memorable film.

//075 crossing europe filmfestival linz

Produktion / Production Aparte Film Calea Calarasi, no 165 030614 Bucharest Romania T +40 21 320 41 28 contact@aparte-film.net www.aparte-film.net


Anca damian Romania / Finland, 2008

Întâlniri încrucişate Crossing Dates

Drehbuch / Screenplay Anca Damian Kamera / Cinematography Liviu Marghidan Schnitt / Editing Dana Bunescu Ton / Sound Alex Dragomir, Sebastian   Zsemlye  Musik / Music Pessi Levanto ProduzentInnen / Producers Tudor Giurgiu, Oana Giurgiu, Kaarle Aho Koproduktion /Co-Production Making Movies Oy (FI), Hai-Hui Entertainment (RO), Aparte Film (RO) Mit / Cast Oxana Moravec, Matti Ristinen, Mimi Brănescu, Andi Vasluianu, Doru Boguţă, Diana Cavallioti

Produktion / Production Libra Film Productions 52 Popa Soare Street, Et.1, Ap 4, 2nd district Bucharest Romania T +40 21 326 64 80 F +40 21 326 02 68 office@librafilm.net www.librafilm.net Weltvertrieb / World Sales Libra Film Productions 52 Popa Soare Street, Et.1, Ap 4, 2nd district Bucharest Romania T +40 21 326 64 80 F +40 21 326 02 68 office@librafilm.net www.librafilm.net

//076 crossing europe filmfestival linz

35mm / color / 100 min.

Drei Episoden – scheinbar zufällige Begegnungen. Die Erzählung stellt die Beziehungsgeflechte mit ungewöhnlichen Perspektiven "überkreuz" und mit einander verwoben dar. Ein Radiomoderator besucht im Gefängnis einen Mann, der sein Doppelgänger sein könnte. Die Gefängnisdirektorin trifft sich mit einem ehemaligen Liebhaber aus Finnland, der zu einem Kongress nach Rumänien gekommen ist. Im Hotelzimmer finden die beiden ein verwirrt erscheinendes junges Mädchen vor. Sie ist die Schwester eines vor kurzem aus dem Gefängnis Entlassenen – und es werden noch weitere diffuse und zufällig erscheinende Kreise zwischenmenschlicher Beziehungen unter den Protagonisten offen gelegt… (Filmmuseum München) Each day of our lives brings us new encounters with our fellow men: our paths cross, we see each other, and speak or don’t speak to each other. Then we walk away to the next encounter. Both chance and intention play a part in these encounters, and the consequences can remain like footmarks on the paths of our lives. The movie mingles 3 separate stories which take place over two days. The characters’ paths intersect, and they affect each other unintentionally. The three stories are united not only by the characters but also by re-readings of the same theme at different registers.


//077 crossing europe filmfestival linz

it‘s animated!


//078 crossing europe filmfestival linz

It's animated! Animation und Dokumentarfilm – wie geht das zusammen?

Animation and Documentary Film – How Do They Go Together?

Wiktoria Pelzer

Wiktoria Pelzer

Die an sich gegenläufig positionierten Genres pflegen schon seit vielen Jahrzehnten eine interessante Verwandtschaft, oder zumindest eine Koexistenz. Das Zusammenwachsen beider Formen zu den viel diskutierten Animated Documentaries verpasst der Animation einen neuen Kontext - denn besonders seit Marianne Satrapis Persepolis oder Ari Folmans Waltz With Bashir sind diese Filme salonfähig. Spätestens hier ist nicht mehr nur von Kinderfilm und Zeichentrick die Rede. Der Animationsfilm findet trotzdem abseits der spezialisierten Festivals kaum Beachtung. Nur wenige traditionsreiche Festivals wie DOK Leipzig, das schon 1990 „Internationale Leipziger Filmwoche für Dokumentar- und Animationsfilm“ hieß, wie auch das Krakow Film Festival, Polens ältestes Festival, das seit 1961 besteht, geben beiden Genres eine gemeinsame Bühne. Auch deswegen widmet CROSSING EUROPE dieser Form nun einen eigenen Schwerpunkt.

For many decades already, there has been an interesting affinity, or a least a co-existence, between the inherently counter-positioned genres. The way that the two forms have grown together into the widely discussed animated documentaries gives animation a new context – for especially since Marianne Satrapi’s Persepolis or Ari Folman’s Waltz With Bashir, these films have become socially acceptable. At this point at the latest, there is no more talk of children’s films and cartoons. With few exceptions, however, animated film has received little attention outside specialized festivals. Only a few ones with a rich tradition, such as DOK Leipzig which was already called the “International Leipzig Film Week for Documentary and Animation Film” in 1990, or Cracow Film Festival, Poland’s oldest film festival in existence since 1961, give both genres a shared stage. This is one of the reasons why CROSSING EUROPE now devotes a special focus to this form.

In den hier gezeigten fünf Programmen werden verschie-  denste Techniken präsentiert sowie neue ästhetische und assoziative Möglichkeiten sichtbar gemacht. Es tun sich dabei zwei „Genres“ auf: einerseits die Animated Documentaries und andererseits eine Form, die ich als Animated Realities bezeichnen würde. Der zentrale Langfilm der Sektion, Crulic, bedient sich besonders vieler unterschiedlicher Techniken, um den Leidensweg von Claudiu Crulic, einem 33-jährigen Rumänen, zu zeichnen, der sich in der polnischen Justiz verliert und dessen Hungerstreik in einer Tragödie endet. Die Filmemacherin und Künstlerin Anca Damian verwendet bei diesem Film erstmals Animation. Der tschechische Filmemacher Tomáš Luňák verfilmt mit Alois Nebel eine tschechische Comic-Trilogie. Das Werk erzählt die Geschichte eines tschechoslowakischen Fahrdienstleiters nahe der polnischen Grenze: Alois Nebel leidet an Halluzinationen, und beginnt die Realität mit Erinnerungen an die Vertreibung der deutschen Bevölkerung nach dem Zweiten Weltkrieg zu vermischen. Diese beiden Filme machen sehr deutlich, wie Animation die dokumentarische Form erweitert, wie sie es möglich macht, bilderlosen Dingen oder auch Gefühle und Gedanken auf neue Weise ein Bild zu geben. Der dritte Film im Bunde, eine Animated Reality, ist die Altersheim-Komödie Wrinkles von Ignacio Ferreras. Die kurzen Animated Documentaries beschäftigen sich wiederum mit persönlichen Geschichten, die Erinnerung wiederherstellen (Leonids Story, 1989), oder auch mit einer intimen Ekstase (Little Deaths). Die Animated Realities beobachten ihre Umgebung und geben sie im wahrsten Sinne des Wortes überzeichnet wieder, wie Daniel Chester mit seinem unterhaltsamen Porträt Mad Dogs and Englishmen, oder sie erweitern die Realität um Dinge, die unmöglich erscheinen, wie Till Nowak in seinem The Centrifuge Brain Project. Die Beobachtung von Realität und Alltag fällt dabei nicht selten humorvoll aus.

Most diverse techniques are presented in the five programs shown, as well as new aesthetic and associative possibilities. Two „genres” crystallise here: Animated Documentaries on the one hand, and on the other a form that I would call Animated Realities. Crulic, the central movie in this section, makes use of particularly many different techniques to portray the ordeals of Claudiu Crulic, a 33-year-old Romanian who got lost in the Polish justice system and whose hunger strike ended in tragedy. For this movie, filmmaker and artist Anca Damian used animation for the first time. With A lois Nebel, Czech filmmaker Tomáš Luňák has created a film version of a Czech comic trilogy. The movie tells the story of a Czechoslovak train dispatcher near the Polish border. Alois Nebel suffers from hallucinations and starts to confuse reality with memories of the expulsion of the German population after the Second World War. Both of these films illustrate how animation expands the documentary form, making it possible to depict image-less things or even feelings and thoughts in a new way. Film number three, an Animated Reality, is the retirement home comedy Wrinkles by Ignacio Ferraras. Meanwhile, the Animated Documentaries deal with personal stories that reestablish memory (Leonids Story, 1989) or with an intimate ecstasy (Little Deaths). Animated Realites observe their surroundings and render them in a way that is literally overdrawn, as Daniel Chester does with his entertaining portrait Mad Dogs and Englishmen, or they expand reality with things that seem impossible, as Till Nowak demonstrates in his The Centrifuge Brain Project. It is not unusual for this observation of reality and everyday life to turn out to be quite humorous.

So kann dieses Jahr Europa auch durch die Augen ihrer AnimatorInnen erblickt werden, und die Animation macht laut und leise auf sich aufmerksam: IT’S ANIMATED!

So, this year Europe can also be seen through the eyes of its animators, and animation both quietly and audibly calls attention to itself: IT’S ANIMATED!


Tomáš Luňák Czech Republic / Germany / Slovakia, 2011

Alois Nebel

Drehbuch / Screenplay Jaroslav Rudiš, Jaromír 99 – based on the graphic novel „Alois Nebel“ Kamera / Cinematography Jan Baset Střítežský Schnitt / Editing Petr Říha Ton / Sound Viktor Ekrt, Ondřej Ježek Musik / Music Petr Kružík Produzent / Producer Pavel Strnad Koproduzenten / Co-Producers Thanassis Karathanos, Karl Baumgartner   (Pallas Films, DE) Henrich Držiak (Tobogang), Jaroslav Kučera (Česká televize, CZ), Vít Komrzý (UPP, CZ), Radim Janeš, Pavel Rejholec (Soundsquare, CZ) Webpage www.aloisnebel.cz Mit / Cast Miroslav Krobot, Marie Ludvíková, Karel Roden, Leoš Noha, Alois Švehlík, Tereza Voříšková

Weltvertrieb / World Sales The Match Factory GmbH Balthasarstraße 79-81 50670 Cologne  Germany T +49 221 539 709-0 F +49 221 539 709-10 info@matchfactory.de www.the-match-factory.com

DCP / black and white / 84 min.

Wie vor ihm sein Vater hat Alois Nebel sein ganzes Leben auf der Schiene verbracht, zuletzt als Bahnvorsteher. Er sammelt Fahrpläne, trinkt Bier, raucht und sieht von Zeit zu Zeit Dinge, die außer ihm niemand sonst sehen kann. Irgendwann im Laufe der Zeit wurde er selbst benebelt von vorbeifahrenden Zügen, die den Bahnhof passieren, auf dem er arbeitet und sich ihren Weg quer durch das Jahrhundert bahnen. In diesem Zustand trifft Alois den Stummen, einen Unbekannten, der wie aus dem Nichts erscheint, als käme er aus der Vergangenheit. Alois wird in einen Mord involviert, der in Polen geschah, und dessen Ursprung viel näher am kleinen Bahnhof liegt, als es ihm scheint. (Pallas Films) It is the end of summer 1989. Alois Nebel works as a train dispatcher at a small railway station in the Sudetenland, a mountainous region on the Czechoslovak border. He is a loner who prefers old timetables to people, and he finds the loneliness of the station tranquil - except when the fog rolls in. Then he hallucinates, seeing ghosts and shadows from the dark past of this region, where after WWII harsh revenge was exacted on the German population. Alois cannot get rid of these nightmares and with the help of the railway worker Wachek, he eventually ends up in a sanatorium. After a while Alois gets better and leaves the sanatorium, but things have changed outside. Tomáš Luňák, born 1974 in Zlín, Czech Republic. He studied animation directing at the Zlín Film School and Prague Film School FAMU. Since graduating he has directed a number of music videos and promotional films. A lois Nebel is his feature film debut and was screened at Venice and Toronto International Film Festival 2011. // Films (Selected): Šepot (The Whisper, 1995, short), E xpedice (The Expedition, 1998, short), A krobat (Acrobat, 2000; short), Č tvrtek , pátek (Thusday, Friday, 2006, short), A lois Nebel (2011)

//079 crossing europe filmfestival linz

Produktion / Production Negativ Film Productions Ostrovní 30 110 00 Prague Czech Republic T +420 224 933 755 F +420 224 933 472 office@negativ.cz www.negativ.cz


Ignacio Ferreras Spain, 2011

Arrugas Wrinkles

Drehbuch / Screenplay Ángel de la Cruz, Paco Roca, Ignacio Ferreras, Rosanna Cecchini; based on the comic "Arrugas" by Paco Roca Kamera / Cinematography David Cubero Character Design John Chalkiadakis  Ton / Sound Cinemar Films, Carlos García, Diego S. Staub Musik / Music Nani Garcia Produzenten / Producers Manuel Cristóbal, Oriol Ivern Animationskoordinator / Animation Supervisor Baltasar Pedrosa  Webpage www.arrugaslapelicula.com/en/ Koproduktion / Co-Production Cromosoma (ES) Stimmen / Voices Alvaro Guevara, Tacho Gonzalez, Mabel Rivera

Produktion / Production Perro Verde Films C/ Manuel Azaña 30 15011 La Coruña Spain T +34 881 896 165 produccion@perroverdefilms.com www.perroverdefilms.com Weltvertrieb / World Sales 6sales Real Baja 18, 1º C   Majadahonda 28220 Madrid  Spain  T +34 911 723 734 info@6sales.es www.6sales.es

Basierend auf dem gleichnamigen Comic von Paco Roca, erzählt der spanische Animationsfilm A rrugas von der Freundschaft zweier Männer. Emilio und Miguel sind beide Bewohner eines Seniorenheims. Aufgrund seiner Alzheimererkrankung hat Emilio Angst vor der Verlegung auf die gefürchtete Station in der obersten Etage des Hauses. Um dies zu vermeiden, hilft Miguel seinem Freund mit viel Humor. Somit ist auch der triste Alltag der beiden Herren bald vergessen. Schließlich erscheint die immer schneller verstreichende Zeit von Emilio und Miguel weniger als Ende als vielmehr der Beginn von etwas Neuem. Wrinkles portrays the friendship between Emilio and Miguel, two aged gentlemen shut away in a care home. Recent arrival Emilio, in the early stages of Alzheimer's, is helped by Miguel and colleagues to avoid ending up on the feared top floor of the care home, also known as the lost causes or "assisted" floor. Their wild plan infuses their otherwise tedious day-to-day with humor and tenderness, because although for some their lives is coming to an end, for them it is just beginning.

//080 crossing europe filmfestival linz

DCP / color / 90 min. Austrian Premiere

Ignacio Ferreras can already look back on a solid career in the field of animated film, having worked in the art department of the TV series Rugrats and of the film A stérix et les vikings (Asterix and the Vikings, 2006). He was also involved in animating the Dreamworks production Joseph: K ing of Dreams (2000) and the Oscar-nominated L’Illusionniste (The Illusionist, 2010). His short film How To Cope With Death (2002) received awards at several international festivals. A rrugas (Wrinkles, 2011) won two Goya Awards: for Best Animated Film and Best Adapted Screenplay.


Anca Damian Romania / Poland, 2011

Crulic – Drumul spre dincolo Crulic – The Path to Beyond

Drehbuch / Screenplay Anca Damian Schnitt / Editing Catalin Cristutiu Ton / Sound Piotr Witkowski, Sebastian Włodarczyk Musik / Music Piotr Dziubek Animation Dan Panaitescu, Raluca Popa, Dragos Stefan, Roxana Bentu, Tuliu Oltean Produzentin / Producer Anca Damian Koproduzent / Co-Producer Arkadiusz   Wojnarowsky Koproduktion /Co-Production Fundacja im. Ferdynanda Magellana (PL), Romanian Min-  istry of Culture (RO), The Romanian Heritage (RO), Editura Video (RO), Krakow Festival Office (PL) Webpage www.crulic.ro Erzähler / Narrators Vlad Ivanov, Jamie Sives

Weltvertrieb / World Sales WIDE Management 40 rue Sainte-Anne 75002 Paris  France T +331 53 95 04 64 F +331 53 95 04 65 infos@widemanagement.com www.widemanagement.com

35mm / color / 73 min. Austrian Premiere

In ihrem ersten animierten Dokumentarfilm rekonstruiert Anca Damian die Biografie von Claudiu Crulic. Der Rumäne wird im Juli 2007 in Polen anhand eines Fotos identifiziert und des Diebstahls an einem polnischen Politiker beschuldigt. Trotz des Einwands, zum besagten Zeitpunkt in Italien gewesen zu sein, wird Crulic zu Unrecht eingesperrt. Dieser sieht keinen Ausweg mehr und tritt in den Hungerstreik, um auf seinen Fall aufmerksam zu machen. Er versucht, beim rumänischen Konsulat und anderswo Beistand zu finden – vergebens. Durch zu spätes Eingreifen der Behörden und Ärzte stirbt Crulic schließlich an den Folgen seiner Unterernährung.   Mit Hilfe verschiedenster Animationstechniken lässt Anca Damian ihren Protagonisten Claudiu Crulic anfangs mit heiterer, dann mit gebrochener Geisterstimme sein Leben von der Geburt bis zum Tod rekapitulieren. Crulic – The Path to Beyond tells the life story of Claudiu Crulic. The 33-yearold Romanian was falsely arrested in 2007 for robbing a Polish politician. He died in a Polish prison while on hunger strike to draw attention to his case. Acclaimed Romanian actor Vlad Ivanov narrates Crulic’s ironic voiceover from beyond the grave. A strong visual style, the result of beautiful hand drawings, collage, stop-motion and cut-out animation techniques, creates a striking, surprisingly integrated and memorable film.

For Anca Damian's detailed bio and filmography see page 77.

//081 crossing europe filmfestival linz

Produktion / Production Aparte Film Calea Calarasi, no 165 030614 Bucharest Romania T +40 21 320 41 28 contact@aparte-film.net www.aparte-film.net


Animated documentary shorts Thor Ochsner

1989 (Dengang jeg var 5 år gammel) 1989 (When I was 5 years old) DK 2010, digital, 10 min.

1989 (Dengang jeg var 5 år gammel)

1989 (Dengang jeg var 5 år gammel) ist ein animierter Dokumentar-Kurzfilm, in dem der Regisseur seine traumatischen Erinnerungen an einen Autounfall in seiner Kindheit rekonstruiert.

1989 (When I was 5 years old) is a short animated documentary reconstructing the traumatic memories of a car accident that the director experienced when he was five years old.

Isabel Herguera (KIMUAK)

ÁMÁR

ES 2010, digital, 8:10 min.

Ámár

Inés reist nach Indien, um dort ihren Freund Ámár zu besuchen, der schon seit einigen Jahren in einer psychiatrischen Einrichtung lebt. Inés erinnert sich an die letzten gemeinsamen Tage und ihr Versprechen, zurückzukehren.

Inés travels to India to visit her friend Ámár, who has been living in a mental institution for years. Inés remembers the last days they spent together and her promise to return.

Marie-Margaux Tsakiri-Scanatovits (Royal Academy of Art)

My Mother's Coat

IT / GR 2010, digital, 6:06 min.

My Mother's Coat

Der Film handelt von der Mutter der Filmemacherin und deren Erinnerungen an ihr Leben in Griechenland. Sie redet über die Ankunft im post-diktatorischen Athen der 70er, ihren Kampf, sich an die griechische Mentalität anzupassen, und die lang anhaltende Sehnsucht von einer Rückkehr in ihr Heimatdorf in Italien.

This film is about my mother and her confessions about her life in Greece. She talks about her arrival in post-dictatorship Athens in the 70s, her struggle to adjust to the Greek mentality, but also her long lasting desire to move back to her small hometown in Italy. (MarieMargaux Tsakiri-Scanatovits)

Rainer Ludwigs

Istoriya Leonida Leonid’s Story DE / UA 2011, digital, 19 min.

//082 crossing europe filmfestival linz

Istoriya Leonida

Eine Familie auf der Suche nach einem bescheidenen Zuhause gerät in eine riesige Tragödie. In Istoriya Leonida werden Zeichnungen, Fotografien und Dokumentarfilm-Elemente kombiniert, um die Emotionen rund um die TschernobylKatastrophe von 1986 einzufangen.

A Soviet family searching for a modest paradise is swept into an immense disaster. This animated film combines drawing, photography and documentary video to capture the emotions of the Chernobyl tragedy of 1986.

Ruth Lingford

Little Deaths GB / USA 2010, digital, 11 min. L ittle Deaths ist eine, auf Interviews basierende, animierte Reflexion über das Erleben eines Orgasmus. Little Deaths

An animated reflection on the experience of orgasm, based on taped interviews.


José Miguel Ribeiro

Viagem a cabo verde Journey to CapE Verde PT 2010, digital, 17 min. Der Film erzählt die Geschichte einer 60 Tage andauernden Wanderung auf Kap Verde. Kein Mobiltelefon, keine Uhr, keine Pläne – nur das Allernötigste im Rucksack.

This is the story of a sixty-day long walk in Cape Verde. No mobile phone, no watch, no plans for what to do next – only the bare essentials in the backpack.

Viagem a cabo verde

Luiz Lafayette Stockler (Royal Academy of Art)

Vovô

GB 2010, digital, 2:34 min. Er hatte eine Glatze mit ein paar Altersflecken auf dem Kopf…

He was bald with some liver spots on his head… Vovô

Animated Reality shorts Urszula Paluśińska

CoŚ w tym Gatunku Bits and Pieces PL 2010, digital, 6:38 min. Der Film beschäftigt sich mit der Frage der Vielfalt, indem er sich spielerisch auf Konventionen aus gefundenen Lehrfilmen beruft.

The film deals with the issue of diversity, playfully invoking conventions found in educational films. Coś w tym Gatunku

Ülo Pikkov (Nukufilm)

Keha Mälu

Body Memory EE 2011, digital, 10 min. Unser Körper erinnert sich an mehr als wir uns vorstellen können, er erinnert sich sogar an das Leid und den Schmerz unserer Vorfahren. Aber wie weit kann unsere körperliche Erinnerung zurück gehen?

Our body remembers more than we can expect and imagine, our body also remembers the sorrow and pain of the predecessors. But, how far back is it possible to go in your bodily memory?

Keha Mälu

Kto by pomyślał? Who would have thought? PL 2011, digital, 11 min.

Ein Mann verschwindet unter ungeklärten Umständen. Wird das Rätsel jemals gelöst werden?

A certain man disappears under unclear circumstances. Will the mystery ever be solved? Kto by pomyślał?

//083 crossing europe filmfestival linz

Ewa Borysewicz (Cracow Academy of Fine Arts)


Patrick Chappatte, Marco Dellamula (PointProd SA)

La Mort Est Dans Le Champ Death Is In The Field CH 2011, Digi-Beta, 12 min.

La mort est dans le champ

Der Film basiert auf einem gezeichneten Bericht von der Reise Patrick Chappattes in den Libanon 2009. Eine direkte und einfache Geschichte über den Alltag von Menschen, die neben Blindgängern aus dem vergangenen Krieg leben.

The film is based on a cartoon report by Patrick Chappatte, on his travel to south Lebanon in February 2009. A direct and simple story on the daily lives of people coexisting with bombs which failed to explode months after the war had ended.

Daniel Chester (Royal College of Art)

Mad Dogs and Englishmen GB 2010, digital, 4:42 min.

Der Inbegriff eines britischen Sommertages im Freien: Picknick, Hitzköpfe, nach traditioneller Methode gebrautes Bier und etwas guter, alter Patriotismus.

A quintessential British summer's day out. Picnics, spitfires, real ale, naps and some good old fashioned patriotism.

Mad Dogs and Englishmen

Przemysław Adamski (Studio Munka)

Noise

PL 2011, digital, 7 min. Der Ton spielt eine wichtige Rolle in diesem Film – in gewissem Ausmaß generiert er die Bilder. Die Geräusche, die in die Wohnung des Protagonisten sickern, sind seiner individuellen Interpretation ausgesetzt.

Sound plays the leading role in this film, to some extent generating images. The noises seeping into the protagonist's flat are subject to his individual interpretation, offering random images which interact with each other.

Noise

Peter Larsson (Kungliga Konsthögskolan)

7 dagar i skogen

Seven Days in the Woods SE 2010, digital, 6 min. Die Bäume entlang der Straße, alles war verschwommen. Irgendwoher kam ein schwaches elektrisches Summen. Es war feucht und rau, wie die Steinzeit.

The trees alongside the road, everything was blurry. There was always a faint electrical buzz from somewhere. It was damp and raw, like the Stone Age.

7 dagar i skogen

Till Nowak

The Centrifuge Brain Project DE 2011, digital, 6:35 min.

//084 crossing europe filmfestival linz

The Centrifuge Brain Project

Das Projekt begann in den 70ern. Dr. Brenswick war in die Erforschung der Auswirkung von Kinderkarussellfahrten auf die Lernkurve von Vierjährigen, involviert. Wir entwickelten die Idee, ein größeres Gerät zu bauen, um den Effekt bei Erwachsenen zu untersuchen.

The „Centrifuge Brain Project“ started in the 70s. Dr. Brenswick was involved in a research on the effects of children's carousel rides on the learning curve of 4-year-olds. We developed the idea of building a larger, stronger device to examine the effects on adults.

Daniel Šuljić

U Lancima IN CHAINS HR 2011, digital, 7:30 min.

U Lancima

Eine Vielzahl von Skizzen über Menschen ohne Antworten, Monster, die sich gegenseitig beleidigen und Katzenzauberer.

A bunch of sketches about people without answers, monsters insulting each other, or cat magicians.


//085 crossing europe filmfestival linz

nachtsicht // night sight


//086 crossing europe filmfestival linz

Nachtsicht / night sight Totenwache mit (ganz viel) Cholesterin

Deathwatch with (a Lot of) Cholesterol

Markus Keuschnigg

Markus Keuschnigg

„Wir kennen unsere Schattenseiten gar nicht mehr. Wir hören auf zu rauchen, zu saufen, was lassen wir noch alles weg? Wo soll da noch Interessantes entstehen? Jeder achtet halt auf seinen Cholesterinspiegel.“ Das sagt der deutsche AusnahmeRegisseur Dominik Graf in einem Interview mit Artechock.de. Die diesjährige Nachtsicht-Selektion zeigt fetthaltige Filme. Weil sie sich der vorherrschenden Produktionslogik widersetzen, weil sie mutig und unvernünftig sind. Sie sind ein Risikoinvestment. Hell jedenfalls: der unerhörte Versuch einer Apokalypse steht wie ein Monolith inmitten der Sondermülldeponie des deutschen Erzählkinos. Da hat es schon einen produzierenden Roland Emmerich gebraucht, um das außergewöhnlich sinnliche Debüt von Tim Fehlbaum überhaupt zum Fliegen zu bringen. Dem Genrekino haftet im Bernd-Eichinger-Land immer noch das Stigma der Erfolglosigkeit, Untadeligkeit und Anrüchigkeit an, sofern es sich nicht als Nazi-Dramolett, Comedian-Klamotte oder TilSchweiger-Beziehungskiste verkleidet. Auch Óskar Thór Axelsson versicherte sich der Hilfe von „ganz oben“, um dem filmkulturell vor sich hin marodierenden Island den ersten Eintrag in den Gangsterfilm-Kanon zu spendieren. Svartur á Leik (Black’s Game), immerhin produziert vom dänischen Gewalt-Poeten und Crossing Europe-Darling Nicolas Winding Refn, ist höchst unanständig in seinem hyperkinetischen Formalismus. Zwischen Kamera-Posen und posierenden Kerls eingekeilt kauert die Unschuld: ein Relikt des letzten Jahrtausends. Bis an die Grenzen gehen auch die Wiedergänger des Programms. Das gallische Duo Julien Maury und Alexandre Bustillo vermisst in Livide das schauergotische Motiv der „haunted mansion“ neu: Statt Gewaltexzessen wie in ihrem Debütfilm À l'intérieur (Inside; Nachtsicht 2008) kredenzen sie atmosphärische Tapeten, statt Reiz-Reaktions-Dramaturgie setzen sie auf ephemere Schwingungen. Livide ist ein unbedingter Leidenschaftsfilm, ein kommerzieller Harakiri von zwei Fanboys, die von Hollywood gefickt wurden und in den Schoß Frankreichs zurückgekehrt sind. Dorthin, wo man Individualisten im Kino noch mag und schätzt und ehrt. Wider alle Vernunft. Trotz allem Risiko. Radikal sind auch die beiden spanischen „Nachtsicht“-Beiträge: Jaumé Balaguero und Paco Plaza haben mit ihrer Ko-Regiearbeit [REC] (Nachtsicht 2008; gefolgt von [REC]² in der Nachtsicht 2010) das Hysterienkino neu erfunden. Jetzt wandelt der eine auf Hitchcocks Spuren und beschwört mit einer handwerklich erhabenen Suspense-Miniatur mit dem nicht unironischen Titel Mientras Duermes (Sleep Tight). Und der andere reißt die REC-Reihe zurück in die Vergangenheit: [REC]3 Genesis pfeffert die Wackelkamera in die Ecke, reißt das Gruselhaus ein und flüchtet in eine neue, trügerische Freiheit. Die Monster sind jetzt Geisterbahnfiguren in einer vulgäruntergriffigen, im besten Sinne rohen Splatter-Komödie, die sich letzten Endes als Liebesfilm herausstellt. Halten wir also Totenwache für diese schönen Wiedergänger und Neuankömmlinge und ihre Geschichten. Für all diejenigen, die saufen und fressen und rülpsen und furzen. Für alle, die noch am Leben sind.

“We do no longer know our dark sides. We stop smoking, stop drinking, what else do we give up? How can anything interesting come out of that? Everyone just keeps watching their cholesterol.” That is what the exceptional German director Domink Graf said in an interview with Artechock. de. This year’s Night Sight selection shows high-fat films. Because they defy the predominant logic of production, because they are daring and unreasonable. They are a risk investment. Hell in any case: the outrageous experiment in apocalypse stands like a monolith in the midst of the hazardous waste deposit of German narrative cinema. A producer like Roland Emmerich was needed to make the extraordinarily sensuous debut by Tim Fehlbaum fly at all. In Bernd-Eichinger-land, genre cinema is still associated with the stigma of failure, irreproachability and obnoxiousness, if it is not disguised as a Nazi mini-drama, slapstick comedy or Til Schweiger romantic entanglement story. Óskar Thór Axelsson also secured help from “high up” to provide the first entry in the gangster film canon for the corroding film culture of Iceland. Svartur á L eik (Black’s Game), produced by none other than the Danish violence poet and Crossing Europe darling Nicolas Winding Refn, is highly indecent in its hyper-kinetic formalism. Innocence cowers, wedged in between camera poses and posing dudes: a relict of the last millennium. The program revenants also go to the limits anew. In  L ivide, the Gallic duo of Julien Maury and Alexandre Bustillo remixes the horror gothic motif of the “haunted mansion”: instead of excesses of violence as in their debut film À l'intérieur (Inside; Night Sight 2008), this time they serve up atmospheric tapestries; instead of a dramaturgy of stimulation-response, they rely on ephemeral vibrations. L ivide is a film of unconditional passion, a commercial harakiri by two fanboys, who were fucked by Hollywood and have returned to the bosom of France. There, where cinematic individualists are still liked and appreciated and revered. Against all reason. Despite all risks. The two Spanish “Night Sight” contributions are radical as well: with their directorial co-effort [REC] (Night Sight 2008; followed by [REC]² in Night Sight 2010), Jaumé Balaguero and Paco Plaza re-invented hysteria cinema. Now one is following in the footsteps of Hitchcock, conjuring up a sublimely crafted suspense miniature not unironically titled Mientras Duermes (Sleep Tight). And the other hauls the REC series back into the past: [REC]3 Genesis hurls the shaky camera into the corner, tears down the house of horror and flees into a new, deceptive freedom. Now the monsters are ghost train figures in a vulgarly nasty, in the best sense raw splatter comedy that in the end turns out to be a love story. So let’s hold a deathwatch for these delightful revenants and newcomers and their stories. For all those who still drink and feast and burp and fart. For all who are still alive.


Tim Fehlbaum Germany / Switzerland, 2011

Hell

Drehbuch / Screenplay Tim Fehlbaum, Thomas Wöbke, Oliver Kahl Kamera / Cinematography Markus Förderer, Tim Fehlbaum Schnitt / Editing Andreas Menn Ton / Sound Jan Illing, Hugo Poletti Musik / Music Lorenz Dangel ProduzentInnen / Producers Gabriele   Walther, Thomas Wöbke Koproduktion /Co-Production Ruth Waldburger (Vega-Film), Dr. Stefan Gärtner (Seven Pictures GmbH ), SRF Schweizer Radio & Fernsehen (CH) Webpage www.hell-derfilm.de Mit / Cast Hannah Herzsprung, Stipe Erceg, Lars Eidinger, Lisa Vicari, Angela Winkler

Weltvertrieb / World Sales Beta Cinema Gruenwalder Weg 28d 82041 Oberhaching / Munich Germany T +49 89 673 469 828 F +49 89 673 469 888 beta@betacinema.com www.betacinema.com

DCP / color / 86 min. Austrian Premiere

Im Jahr 2016 hat die Sonnenstrahlung stark zugenommen. Ein paar Minuten unter freiem Himmel lassen die Haut verkohlen. Eine Handvoll vermummter Überlebender sucht die verbrannte Erde ab: nach Benzin, nach Wasser, auch nach Hoffnung. Es heißt, oberhalb der Waldgrenze soll es noch Quellen geben. Aber die Reise dorthin führt ans Ende der Menschlichkeit, durch eine Welt ohne Nacht, durch helles Land. Jungregisseur Tim Fehlbaum nennt seinen Debütfilm Hell und meint damit nicht nur die gleißende Helligkeit seiner Endzeitvision, sondern auch die Hölle selbst. Mit extremer Stilisierung, durchdringender Spannung und einem erstklassigen SchauspielerEnsemble (darunter: Hannah Herzsprung und Lars Eidinger) gelingt ihm der Sonderfall eines deutschen Genrefilms, der sich vor internationaler Konkurrenz nicht nur nicht zu verstecken braucht, sondern ihr einige Schritte voraus ist. Produziert hat im Übrigen Roland Emmerich.   (Markus Keuschnigg) In this sense, Hell could conceivably be billed as The Road meets The Texas Chainsaw Massacre (minus the hardware), since it’s a truly violent film that shows little, if any violence. It attacks us with desolation and humanity’s ability to deceive, but also makes us believe that we have witnessed atrocities that were never in any frame. (The Hollywood Reporter) Tim Fehlbaum, born 1982 in Basel, Switzerland. Studied directing from 2002 to 2009 at the University of Television and Film Munich. He has made numerous music videos, commercials and short films, including Für Julian (2003), which won the First Prize in 2004 at the Shocking Shorts Awards. Hell was screened at the Berlinale 2012 and Locarno Film Festival 2011, and won the Best Director Award at Munich Filmfest 2011. // Films (Selected): Stereotyped (2001, short), Nicht meine Hochzeit (2004), Wo ist Freddy (2006, short), A m Flaucher (2006, short), Hell (2011)

//087 crossing europe filmfestival linz

Produktion / Production Caligari Film- und Fernsehproduktions GmbH Reisingerstraße 5 80337 Munich Germany T +49 89 54 80 95 0 F +49 89 54 80 95 22 info@caligari-film.de www.caligari-film.de


Julien Maury, Alexandre Bustillo  France, 2011

Livide Livid

Drehbuch / Screenplay Julien Maury,   Alexandre Bustillo Kamera / Cinematography Laurent Bares Schnitt / Editing Baxter Ton / Sound Emmanuel Augeard Musik / Music Raphaël Gesqua Produzenten / Producers Vérane Frédiani / Franck Ribière Koproduktion / Co-Production SND Groupe M6, La Ferme! Productions, Plug FX Mit / Cast Jérémy Kapone, Chloé Coulloud, Catherine Jacob, Félix Moati, Marie-Claude Pietragalla, Chloé Marcq

Produktion / Production La Fabrique 2  25 rue Henry Monnier  75009 Paris  France T +33 1 43 44 05 11 Weltvertrieb / World Sales SND-GROUPE M6  89, Av.Charles de Gaulle 92575 Neuilly-sur-Seine Cedex France T +33 1 41 92 66 66  F +33 1 41 92 79 07 www.sndm6group.com Rechte für Österreich / Austrian Rights Tiberius Film GmbH & Co. KG Schellingstr. 45 80799 Munich Germany T +49 89 13 01 42 00 info@tiberiusfilm.de www.tiberiusfilm.de

//088 crossing europe filmfestival linz

DCP / color / 91 min. Austrian Premiere

In einem gewaltigen Anwesen tritt Lucy die Pflege einer (ur-)alten Komapatientin an. Durch Zufall erfährt sie, dass sich in dieser Nachtschattenwelt aus unzähligen Zimmern und dunklen Gängen auch ein Schatz befinden soll. Gemeinsam mit Freunden beschließt Lucy, danach zu suchen. Aber je tiefer sie in das Gebäude vordringen, desto unausweichlicher wird die Erkenntnis, dass dort noch etwas anderes haust. Livide ist die Avantgardevariante eines Schauerhausfilms: Ein Leidenschaftsuniversum ohne Rücksicht auf zeitliche und räumliche Logik, gebaut aus Teilstücken der Genrefilmgeschichte. Das Ergebnis ist ein gotisches Schauermärchen, ebenso orientiert an den Fantasien der Gebrüder Grimm wie an Klassikern des Horrorkinos. Ein wildes Filmbiest, das sich allen Zuordnungen verweigert. (Markus Keuschnigg) Livid feels poetic and entirely drenched in the nightmare logic of more stylistically-concerned foreign horror. It’s exciting and enthralling, and showcases some of the best imagery, production design and art direction you’re likely to see this year. Livid makes reference to many beloved horror films, two very explicitly, with the filmmakers seemingly celebrating that to those of us who love the genre unconditionally, these films were our contemporary fairy and cautionary tales, keeping alive the truly grim nature of many fables’ origins. (Fangoria) Julien Maury, born in Paris, France. Graduated from l’École Supérieure de Réalisation Audiovisuelle. He worked for French television before directing documentaries, music videos and short films. Alexandre Bustillo, born 1975 in Saint-Cloud, France, graduated from l’Université de Paris XIII with an M.A. in cinema. Their first project À l'intérieur called international attention to Maury and Bustillo. // Films together: À l'intérieur (Inside, 2007; CE '08), L ivide (Livid, 2011)


Jaume Balagueró Spain, 2011

Mientras Duermes Sleep Tight

Drehbuch / Screenplay Alberto Marini Kamera / Cinematography Pablo Rosso Schnitt / Editing Guillermo de la Cal Ton / Sound Jordi Rossinyol Musik / Music Lucas Vidal Produzenten / Producer Julio Fernández, Carlos Fernández, Alberto Marini Webpage   www.mientrasduermeslapelicula.com Mit / Cast Luis Tosar, Marta Etura, Alberto San Juan

Weltvertrieb / World Sales Filmax International C/ Miguel Hernández, 81-87 08908 Barcelona Spain T +34 933 368 555 filmax@filmax.com www.filmaxinternational.com Rechte für Österreich / Austrian Rights Senator Film Verleih Schönhauser Allee 53 10437 Berlin Germany T +49 30 880 91 799 F +49 30 880 91 703 m.gress@senator.de www.senator.de

DCP / color / 102 min. Austrian Premiere

César ist Portier in einem Wohnhaus. Nach außen wirkt der immer höfliche Mann glücklich. Im Inneren ist er allerdings schon längst an der Welt da draußen zerbrochen. César ist hasserfüllt und unglücklich, hat aber entdeckt, wie sich sein Leben leichter ertragen lässt: Nachts, wenn alle Bewohner schlafen, schleicht er sich in ihre Wohnungen und spielt seine Macht aus. Wenn César andere unglücklich macht, fühlt er sich immer besser. Als er allerdings beginnt, für die junge Clara Gefühle zu entwickeln, droht sein perfektes System zu implodieren. Mit eleganten Kamerafahrten zeichnet Jaume Balagueró die Bewegungen des „Invasoren“ auf. Als Publikum begleitet man ihn, liegt mit ihm unter dem Bett, atmet mit ihm. Im Hintergrund dreht sich die Hitchcock’sche Suspense-Schraube immer weiter. Sleep Tight ist ein feines Stück Edelthriller geworden, ein ausgefuchster und abgründiger Trip, inszeniert als voyeuristisches, unstatthaftes, hoch spannendes Kammerspiel. (Markus Keuschnigg) Balagueró creates scenes that are the definition of nerve-jangling, not necessarily because of the threat of extreme physical violence – though that's an always-present concern when you're dealing with a villain this cruel – but because it's dangling out at the edge of believability. Perhaps Balagueró crosses the line a time or two. But I savored every suspenseful moment that flew by, literally biting my nails, right up to the dreaded, though somewhat inevitable, time bomb of an ending. You may not be able to do what the title suggests after you see this movie.” (Twitchfilm.com) Jaume Balagueró, born 1968 in Lleida, Spain, studied communication science in Barcelona. Afterwards he worked for some years as assistant to the argentinean filmmaker Héctor Fáver and as a filmjournalist. Balgueró made several shorts before directing his first feature film Los sin nombre (The Nameless, 1999). Sleep Tight was screened at Fantastic Fest Austin and Sitges Film Festival 2011. // Films (Selected): Darkness (2002), Frágiles (Fragile – A Ghost Story, 2005), [REC] (2007, together with Paco Plaza; CE '08), [REC]² (2009, together with Paco Plaza; CE '10), Mientras Duermes (Sleep Tight, 2011)

//089 crossing europe filmfestival linz

Produktion / Production Filmax Entertainment C/ Miguel Hernández, 81-87 Distrito Económico Hospitalet de Llobregat 08908 Barcelona Spain T +34 933 368 555 filmax@filmax.com www.filmax.com


Paco Plaza  Spain, 2012

[REC]3 Genesis

Drehbuch / Screenplay Luiso Berdejo, Paco Plaza Kamera / Cinematography Pablo Rosso Musik / Music Mikel Salas Produzent / Producer Julio Fernandez Webpage www.recoficial.com Mit / Cast Carla Nieto, Leticia Dolera, Diego Martín, Àlex Monner, Mireia Ros, Ismael Martínez, Ana Isabel Velásquez, Emilio Mencheta, Blai Llopis

Produktion / Production Filmax Entertainment C/ Miguel Hernández, 81-87 Distrito Económico Hospitalet de Llobregat 08908 Barcelona Spain T +34 933 368 555 filmax@filmax.com www.filmax.com Weltvertrieb / World Sales Filmax International C/ Miguel Hernández, 81-87 08908 Barcelona Spain T +34 933 368 555 filmax@filmax.com www.filmaxinternational.com

//090 crossing europe filmfestival linz

Rechte für Österreich / Austrian Rights Universum Film GmbH Neumarkter Straße 28 81673 Munich Germany T +49 89 4136 9600 info@universumfilm.de www.universumfilm.de

35mm / color / 80 min.  

Zwischenfall bei einer Hochzeitsfeier: Der Onkel des Bräutigams stürzt von einer Brüstung und bleibt reglos liegen. Während sich Schlagerschnulzen und Schrei-Choräle auf der Tonspur vermischen, schnellt der alte Mann hoch und beißt seiner Frau in die Kehle. Während der aufkommenden Panik wird das frisch getraute Ehepaar voneinander getrennt und versucht, wieder zueinander zu finden. [REC]3 Genesis unterzieht die erfolgreiche spanische Horrorreihe einer Schubumkehr. Schon nach zwanzig Minuten landet die Wackelkamera in der Ecke. Statt Hochspannung und Schockmomenten kredenzt Regisseur Paco Plaza eine grotesk-anarchische Komödie, die sich irgendwo zwischen Splatstick, Überlebenshorror und Telenovela einpendelt. [REC]3 Genesis ist ein wilder Ritt durch die spanische Pop- und Horrorkultur, ein zitatgeiler Reigen mit Spongebob-Imitatoren, Kitschmusik und einer blutüberströmten Braut. (Markus Keuschnigg) REC-aficionados will notice that Part 3 switches from "found footage" to a traditional method of cinematography about a half hour in, and here is just another example of how the whole series keeps you guessing: after two full movies done in "first person" perspective, the third movie switches to a normal camera style and just keeps chugging along, as if to say "the gimmick isn't what matters." And I couldn't agree more.” (Fearnet.com)

Austrian Premiere

Paco Plaza, born 1973 in Valencia, Spain, holds a master's degree in Audiovisual Journalism from the San Pablo CEU University in Valencia. Plaza’s feature film debut was El segundo nombre (Second Name, 2002), with a script he co-wrote that was based on Ramsey Campbell’s book of the same title. The horror thriller Romasanta . L a caza de la bestia (Romasanta : The Werewolf Hunt, 2004), his second feature, was released worldwide. // Films (Selected): [REC] (2007, together with Jaume Balagueró; CE '08), [REC]² (2009, together with Jaume Balagueró; CE '10), [REC]3 Genesis (2012)


Óskar ThÓr Axelsson Iceland, 2012

Svartur á Leik Black's Game

Drehbuch / Screenplay Óskar Thór Axelsson Kamera / Cinematography Bergsteinn   Bjorgulfsson Schnitt / Editing Kristjan Lodmfjord Ton / Sound Ingvar Lundberg Produzenten / Producers Thor S.   Sigurjonsson, Skuli Fr. Malmquist, Arnar Knutsson, Nicolas Winding Refn Mit / Cast Thorvaldur David Kristjansson, Johannes Haukur Johannesson, Damon Younger, Egill Einarsson, Maria B. Bjarnardottir

Weltvertrieb / World Sales TrustNordisk Filmbyen 28 2650 Hvidovre Denmark T +45 36 86 87 88 F +45 36 77 44 48 info@trustnordisk.com www.trustnordisk.com Rechte für Österreich / Austrian Rights Koch Media GmbH Lochhamer Str. 9 82152 Planegg Germany T +49 89 242 450 F +49 89 242 45100 office@kochmedia.com www.kochmedia.com

DCP / color / 104 min. Austrian Premiere

Reykjavík, 1999: Nach einer Schlägerei bittet Stebbi einen Jugendfreund, ihm einen guten Anwalt zu organisieren. Im Gegenzug soll der junge Mann ein paar Kilo Drogen in einer Wohnung sicherstellen. Und schon ist Stebbi angekommen in der isländischen Unterwelt der ausgehenden 90er. Erst als Bruno, der brutale Kopf der Bande, die Bühne betritt, wird klar, was genau die Gelegenheitsgauner in dieser reizüberfluteten Twilight Zone verspielt haben. Óskar Thór Axelsson macht keinen Hehl daraus, welchen Fußstapfen er mit Black’s Game folgen will: Von Martin Scorsese bis Nicolas Winding Refn, der hier als Produzent auftritt, reicht der Referenzraster. Darin und darum herum blüht eine hyperkinetische und wild stilisierte UnterweltOper auf. Angesiedelt am Ende des vorigen Jahrtausends, fällt Stebbi einem Zeitenwandel zum Opfer: Internationale Verbrecher verdrängen die isländischen Unterwelt-Größen, und importieren eine neue Härte der Körpervernichtung, der zuerst die Unschuld zum Opfer fällt. (Markus Keuschnigg) Black's Game may not be the most epic or original rise-and-fall-of-acriminal-empire-film ever but it comes pretty close, and sure is a mighty enjoyable entry in that field. Competently made, briskly paced, charismatically acted by its (often creepy) cast and totally hiding any evidence of a low budget, it turned out to be a crowdpleaser.” (Twitchfilm.net) Óskar ThÓr Axelsson, born 1973 in Iceland. He graduated from NYU’s Film Department, has an extensive background in TV commercials production and made numerous short films. His NYU thesis, Misty Mountain (2007) was nominated for the Student Academy Awards and won three Craft Awards at NYU’s First Run Film Festival. Black's Game marks Axelsson´s feature film debut and was screened at IFF Rotterdam 2012. // Films (Selected): N ylon (2003, short), Traveler (2004, short), Behind the E ightball (2006, short), Svartur á leik (Black's Game, 2012)

//091 crossing europe filmfestival linz

Produktion / Production Zik Zak Filmworks  Fiskislóð 45m  101 Reykjavik Iceland T +354 511 20 19 F +354 511 30 19   zikzak@zikzak.is www.zikzak.is


//092 crossing europe filmfestival linz


//093 crossing europe filmfestival linz

local artists


Michael palm Österreich 2011

Low Definition Control – Malfunctions #0 Den Umstand, dass Risikoprävention und Sicherheit "der politische Alleskleber" geworden sind, nimmt Michael Palm zum Anlass, mit seinem Film über die Implikationen der zunehmenden Technisierung der Wahrnehmung im öffentlichen Raum und in der Medizin nachzudenken. Low Definition Control ist Science Fiction im buchstäblichen Sinn des Wortes - eine visionäre Vorwegnahme von längst im Gange befindlichen biopolitisch-gouvernementalen Prozessen, in denen die Technik sich in das Verhalten der Menschen so einschreibt, dass nach einer Disziplinar- und einer Kontrollgesellschaft irgendwann eine Gesellschaft körperloser, berechenbarer Schnittstellensubjekte treten könnte. (Bert Rebhandl) Drehbuch / Screenplay Michael Palm Kamera / Cinematography Michael Palm Schnitt / Editing Michael Palm Ton / Sound Michael Palm Musik / Music Maurice Ravel, Trevor Duncan Produzent / Producer Johannes Hammel Webpage members.inode.at/michaelpalm Weltvertrieb / World Sales sixpackfilm  Neubaugasse 45/13, 1070 Vienna, Austria office@sixpackfilm.com 35mm / color, black & white / 95 min.

The fact that security and risk prevention now represent “political superglue” prompted Michael Palm to reflect on the implications of the growing mechanization of perception, in both the public space and the field of medicine. Low Definition Control is science fiction in a literal sense: a visionary anticipation of biopolitical/governmental processes that began some time ago, in which technology is so deeply inscribed into human behavior that a disciplinary and control society could at some point be replaced by one comprising disembodied, predictable interface subjects. (Bert Rebhandl) Michael Palm, geb. 1965 in Linz. Studien an der Wiener Filmakademie und an der Universität Wien. Seit 1988 ist er als freier Filmschaffender in den Bereichen Schnitt und Musik/Tongestaltung aktiv, seit 2001 als Regisseur. // Filme (Auswahl): Edgar G. Ulmer – The Man Off-screen (2004; CE '05), L aws of Physics (2008; CE '09), Body Trail (2009, gemeinsam mit Willi Dorner; CE '10), Low Definition Control – Malfunctions #0 (2011), Set in Motion (2012, gemeinsam mit Willi Dorner; CE '12)

Michael Palm Österreich 2001

Sea Concrete Human – Malfunctions #1

//094 crossing europe filmfestival linz

In einer menschenleeren "région centrale" trifft die Melancholie von L a Jetée anno "2001" auf Carpenters Antarktisstation, Nebel und undeutlich dastehende Phantome, auf Sounds und Sager aus Alien 1 & 2 ("Ich bekomme dauernd falsche Daten"). Wie beim frühen Cronenberg scheitern filmgewordene Testreihen am Eigensinn des Lebendigen; "memory-effects" und "ghostimages" überlagern den Willen zum Wissen, wie in paranoiden Fake-Dokus. Ein Film, der vieles andeutet und dennoch karg bleibt. Ein Foucaultscher Sci-Fi-Thriller. Unheimlicher Vitalismus beim Tasten durchs Atmosphärische von Materie und Gedächtnis. (Drehli Robnik) Drehbuch / Screenplay Michael Palm Kamera / Cinematography Michael Palm Schnitt / Editing Michael Palm Ton / Sound Michael Palm Musik / Music Michael Palm Produzent / Producer Johannes Hammel Weltvertrieb / World Sales sixpackfilm  Neubaugasse 45/13, 1070 Vienna, Austria office@sixpackfilm.com 35mm / color, black & white / 29 min.

In an empty "région centrale," the melancholy of L a Jetée in the year 2001 meets Carpenter's Antarctic station, Fog and indistinct Phantoms, sounds and quotes from Alien 1 & 2. Just as in the early Cronenberg, filmed series of tests fail due to the willfulness of the living, memory effects and ghost images supersede the will to know as in paranoid fake documentaries. A film which implies a great deal though it remains scarce. A Foucaultian sci-fi thriller. Uncanny vitality is demonstrated in a tentative journey through the atmospheric quality of matter and memory. (Drehli Robnik)

Detaillierte Bio- und Filmografie siehe oben.


Bernhard Pötscher Österreich 2012

Kleine perestrojka Little Perestroika

Shailo Djekshenbaev ist Fotograf und Künstler. Mit seinen Bilder dokumentiert er die Veränderungen in seiner Heimat Kirgisistan. Bis 1991 war das Land Teil der Sowjetunion. Nach mehreren Revolutionen ist Kirgisistan das erste Land Zentralasiens das sich an einer parlamentarischen Demokratie versucht. Ethnische Konflikte zwischen Usbeken und Kirgisen erschüttern und belasten jedoch die Republik. Mit Shailo planen wir eine Reise in den unruhigen Süden.

Drehbuch / Screenplay Bernhard Pötscher Kamera / Cinematography Bernhard   Pötscher Schnitt / Editing Bernhard Pötscher Ton / Sound Atanas Tcholakov Produzent / Producer Bernhard Pötscher Webpage www.poetscher.com Weltvertrieb / World Sales sixpackfilm  Neubaugasse 45/13, 1070 Vienna, Austria office@sixpackfilm.com HDCAM / color / 90 min.

Shailo Djekshenbaev is a photographer living in Bishkek. For years he has been documenting the changes in his country, Kyrgyzstan. The little-known republic in Central Asia was under Soviet rule until 1991. Following a revolution in April 2010, Kyrgyzstan became the first country in Central Asia to introduce a parliamentary democracy. But ethnic conflicts between Uzbeks and Kyrgyz led to terrible riots. We join Shailo on a journey to his country's turbulent south.

bernhard pötscher, geb. 1961 in Schwanenstadt, war bei zahlreichen TV-Produktionen, Spielfilmen und Dokumentarfilmen als Kameramann tätig. Er lebt und arbeitet in Wien. // Filme (Auswahl): Achtung Staatsgrenze (1996; Koregisseur), The Rounder Girls (1999; Koregisseur), Kleine Schwester (2004, Kamera; CE '05), Vom Orchesterleben (2008; Produktion & Kamera), Kleine Perestrojka (2012)

Erich Hackl, Libertad Hackl Österreich 2012

Der Heimwehträger

Drehbuch / Screenplay Erich Hackl Kamera / Cinematography Libertad Hackl, Ariel Wolf Schnitt / Editing Libertad Hackl World Premiere digital / color / 86 min.

The film portrait follows the memories of the exile writer Fritz Kalmar (1911-2008) from his early childhood up to the present of the film recordings. The real themes are Kalmar’s homesickness for the city from which he was driven out because of his Jewish background, his bitter résumé of two halfhomelands – Austria and Uruguay- and the impossibility of joining them into a whole, his “true” patriotism (in contrast to the aggrieved patriotism of those enticed), and his sense of having lived wrongly, due to his own fault as well as the social circumstances, and renouncing his artistic bent for far too long. erich hackl, geb. 1954. Nach dem Studium der Germanistik und Hispanistik Lektor und Lehrer in Madrid und Wien. Seit 1983 freier Schriftsteller und Übersetzer. // Filme als Drehbuchautor (Auswahl): Sidonie (1990, Regie: Karin Brandauer) libertad hackl, geb. 1980. Studierte Drehbuch und Regie an der Filmakademie Wien. // Filme (Auswahl): Bleiben will ich , wo ich nie gewesen bin (2007; CE '07)

//95 crossing europe filmfestival linz

Das Filmporträt folgt den Erinnerungen des Exilschriftstellers Fritz Kalmar (1911-2008) von der frühen Kindheit bis in die Gegenwart der Filmaufnahmen. Eigentliche Themen sind Kalmars Heimweh nach der Stadt, aus der er seiner jüdischen Herkunft wegen vertrieben wurde, sein bitteres Resümee von den zwei halben Heimaten – Österreich und Uruguay – und der Unmöglichkeit, sie zu einem Ganzen zu fügen, sein "wahrer" Patriotismus (gegenüber dem gekränkten der Verführten) sowie die Empfindung, sowohl aus eigenem Verschulden als auch infolge der gesellschaftlichen Umstände falsch gelebt und allzu lange den künstlerischen Neigungen entsagt zu haben.


Markus Binder Österreich 2012

Attwenger fluxgigs 8. April 2011: Veröffentlichung des Attwenger-Albums Flux. Anschließend 19 Gigs in 18 Städten in 4 Ländern innerhalb von 13 Wochen. Ständig wechselnde Schauplätze, Leute, Geschichten, Dialekte, Musik. Das Mobiltelefon ist die Kamera, mit der hier gefilmt wird, der Film ein Remix dieser wilden Fahrt durch 3 Monate, 6 mit Footage angereicherte Videoclips inklusive. Ein Handyroadmovie. Viel Bewegung drin. April 8, 2011: release of the Attwenger album Flux. Subsequently, 19 gigs in 18 cities in 4 countries within 13 weeks. Constantly changing locations, people, stories, dialects, music. The cell phone is the camera used to film here, the film is a remix of this wild ride through three months, including six video clips with additional footage. A cell phone road movie. With a lot of motion. Drehbuch / Screenplay Markus Binder Kamera / Cinematography Markus Binder u.a. Schnitt / Editing Markus Binder Musik / Music Attwenger Produzent / Producer Markus Binder Webpage www.attwenger.at World Premiere DCP / color / 68 min.

Markus Binder, geb. 1963 in Österreich. War von 1983 bis 1990 als Multimediakünstler und Programmgestalter in der Stadtwerkstatt Linz tätig. Seit 1990 Schlagzeuger und Texter des Duos Attwenger. Bisher 7 Studioalben und 650 Konzerte. 2001 Veröffentlichung des Soloalbums "photos 01". 2005 erscheint im Berliner Verbrecher Verlag der Erzählband "Testsiegertrasse". // Filme (Auswahl): A in´t See Film (1985), Rondeau (1988), St. Valentin - L inz (2003), Attwenger Fluxgigs (2012)

jakob kattner Guatemala / Kolumbien / Argentinien / El Salvador / Chile / Brasilien / Mexiko 2011

calle libre Der 27-jährige Jakob Kattner möchte ein authentisches Bild der heutigen Street-Art- und Graffiti-Szene in verschiedenen Ländern Lateinamerikas (Guatemala, Kolumbien, Argentinien, El Salvador, Chile, Brasilien, Mexiko) vermitteln. Er verbringt daher ein Jahr in Südamerika, um verschiedene Künstler, Einzelpersonen, Gruppen und Kollektive aufzusuchen und ihren Weg der kreativen Selbstverwirklichung und Identitätsbildung zu zeigen.

//96 crossing europe filmfestival linz

27-year-old Jakob Kattner wants to paint a vivant picture of today's street art and graffiti scene in various countries of Latin America (Guatemala, Colombia, Argentina, El Salvador, Chile, Brazil, Mexico). Therefore he spends one year in the continent to visit artists, individuals, groups and collectives and depict their way of self-expression and identity formation. Drehbuch / Screenplay Jakob Kattner Kamera / Cinematography Fernando Teixeira Schnitt / Editing Dieter Strauch Musik / Music Phillip Kroll Produktion / Production Jakob Kattner Webpage www.callelibre.schnitzplatz.net World Premiere digital / color / 45 min.

jakob kattner, geb. 1984 in Wels. Studierte Bildende Kunst und Kulturwissenschaften an der Zürcher Hochschule der Künste und der Kunstuniversität Linz. Der Musiker und Filmemacher hielt sich von 2010 bis 2011 in Lateinamerika auf, um Calle L ibre zu realisieren. Neben einigen Kurz- und Dokumentarfilmen zeichnet er sich auch für eine Vielzahl von Musikvideos verantwortlich. // Filme (Auswahl): The Ticket (2006, Musikvideo), Ohhh (2006, Musikvideo), Back A gain (2008, Musikvideo), Was ist L os? (2009, Musikvideo; CE '10), Streetqueen (2010, Musikvideo), RocknRolla (2010, Musikvideo), Calle L ibre (2011, Dok)


Gabriele Neudecker Österreich 2012

Deserteur!

Glorious Deserter Ein Blick auf vergessene Opfer der Nazis: Deserteur! porträtiert vier junge Männer vom Land, die ihre persönlichen Geschichten über Widerstand, Verweigerung und Desertion direkt in die Kamera erzählen. Im Hungerwinter 1946 verschmilzt ihre Gegenwart mit der Vergangenheit, und traumatische Erinnerung mit gesellschaftlicher Ausgrenzung – die überlebenden Deserteure ahnen nicht, dass ihre offizielle Rehabilitierung erst im Jahr 2009 durchgesetzt wird… 

Drehbuch / Screenplay Gabriele Neudecker Kamera / Cinematography Stefan Aglassinger, Gabriele Neudecker Schnitt / Editing Gabriele Neudecker, Katrin Kerschbaumer Ton /Sound Matias Monteagudo, Paul Estrela Musik / Music Doris Kirschhofer, Brigitte Wagner ProduzentInnen / Producers Gabriele   Neudecker, Peter Neudecker Mit / Cast Franz Kranzinger, Alexander Kortoletzky, Markus Klampfer, Peter Neudecker jun. Webpage www.drehbuchwerkstatt.eu DCP / color / 80 min. Austrian Premiere

A look at the forgotten victims of the Nazis: Deserteur! portrays four young men from the country, who tell their personal stories of resistance, refusal and desertion directly to the camera. In the "Winter of Starvation" 1946, their present merges with the past, and traumatic memories coalesce with social exclusion – the surviving deserters have no idea that they will not be officially rehabilitated until 2009…

gabriele Neudecker, geb. 1965 in Salzburg. Studierte Film und Fotografie in Salzburg und Berlin und ist künstlerische Leiterin der Drehbuchwerkstatt. Sie realisiert politische Filme und sprengt dabei die Grenzen von Spielfilm und Dokumentation. Nach zahlreichen kurzen Arbeiten ist Deserteur! Neudeckers erster Langfilm. // Filme (Auswahl): Freaky (2001), Graffiti Underground (2006), White girls happy on Z ambezi (2009), Really hard be a good M asai (2010), Deserteur! (2012)

Oona Valarie Schager, Ufuk Serbest Nicaragua / Österreich 2011

Von Hexen und verrückten Kühen In einem der ärmsten Länder der Welt waren und sind „Frauenrechte" – großteils noch immer – kleingeschrieben. Dass es doch zu Veränderungen kommt, ist einzelnen Aktivistinnen und Kollektiven zu verdanken. Gezeigt werden die Lebensumstände der nicaraguanischen Frauen, von der sandinistischen Revolution der 80er, bis zur reaktionären Rechtsregierung von heute.

digital / color / 67 min.

Oona Valarie Schager, geb. 1983 in Linz, und Ufuk Serbest, geb. 1979 in Linz, haben ein besonderes Interesse, gesellschaftliche Spannungsfelder künstlerisch darzustellen. Themen wie Individualismus/Kollektivismus, Jugendkulturen, Alternativbewegungen, kulturelle Öffentlichkeit und Systemkritik bearbeiten sie mit Mitteln der bildenden Kunst und der neuen Medien. // Filme (Auswahl): Reclaim the Colors (2005, Experimentalfilm), Urban Beautyfication (2006, KF), Productive Destruction (2008, VideoInstallation), Von Hexen und verrückten Kühen (2011, Dok)

//97 crossing europe filmfestival linz

Drehbuch / Screenplay Helga Schager, Oona Valarie Schager, Ufuk Serbest Kamera / Cinematography Ufuk Serbest Schnitt / Editing Ufuk Serbest, Oona Valarie Schager Musik / Music Norma Helena Gadea, La Baca Loca, Hermanos Ortiz con Meyling – Celosa, Sol Triniteno – Que le pongan Produktion / Production KV Peligro Webpage www.peligro.at

In one of the poorest countries in the world, “women’s rights” were and are marginalized – largely even up to the present. The fact that changes have been achieved is due to individual activists and collectives. The film shows the living conditions of Nicaraguan women, from the Sandinista revolution in the 80s to the reactionary right-wing government of today.


Dariusz Kowalski Österreich 2012

Richtung Nowa Huta Jugendliche drehen mit ihren Autos Kreise auf einem stillgelegten Indus-  triegelände. Ein frischvermähltes Ehepaar lässt sich in den verfallenen Baracken einer Fabrik fotografieren. Der Touristenführer fährt Besucher mit einem Trabanten durch die Stadt und erläutert ihnen Schauplätze der Auseinandersetzungen von 1989. Drei Szenen aus Dariusz Kowalskis Dokumentarfilm Richtung Nowa Huta , die dessen Ausrichtung trefflich veranschaulichen: Gegenwart und Geschichte bilden keine zwei voneinander getrennten Schichten, sondern durchdringen und kommentieren sich wechselseitig. (Dominik Kamalzadeh) Drehbuch / Screenplay Dariusz Kowalski Kamera / Cinematography Martin Putz Schnitt / Editing Dieter Pichler Ton / Sound Mariusz Wawrzeń Musik / Music Matchume Zango Produzent / Producer Manfred Neuwirth Produktion / Production Medienwerkstatt Wien Weltvertrieb / World Sales sixpackfilm  Neubaugasse 45/13, 1070 Vienna, Austria office@sixpackfilm.com DCP / color / 78 min.

Young people spin their cars around in the closed-down industrial grounds. A newlywed couple have their picture taken in dilapidated barracks. A tourist guide drives visitors through the city in his Trabant, pointing out the sites of clashes from 1989. Three scenes from Dariusz Kowalski’s documentary Toward Nowa Huta , which offer splendid illustration of its organization: present and past mutually penetrate and comment on one another rather than forming two separate layers. (Dominik Kamalzadeh)

Dariusz Kowalski, geb. 1971 in Krakau, Polen, lebt seit 1991 in Österreich. Studierte von 1998 bis 2004 visuelle Mediengestaltung an der Universität für angewandte Kunst in Wien. Lebt und arbeitet in Wien. // Filme (Auswahl): Ortem (2004), Luukkaankangas – updated revisited (2004; CE '08), E lements (2005), Interstate (2006), Optical Vacuum (2008), Interrogation Room (2009; CE '10), Richtung Nowa Huta (2012)

David Gross Österreich 2011

Holy Waters

//98 crossing europe filmfestival linz

Holy Waters ist eine sehr persönliche Annäherung an das universelle Thema Wasser. Es geht um die eigene Oma, die kein Wasser mehr trinken will, weil sie das Leben nicht mehr freut. Es geht aber auch um Menschen, die im Wasser den Sinn ihres Lebens gefunden haben. Eine tragisch-komische Reise, ausgehend von einer kleinen Quelle in der oberösterreichischen Provinz. Wir begegnen Marienverehrern, Metzgermeistern, Moraltheologen, dem Wunder-Doktor aus Lourdes, und schließlich dem prominenten Wasserkristall-Guru aus Japan. Holy Waters wirft Fragen auf: Kann Wasser Wunder wirken, und darf Leberkäse heilig sein?

Drehbuch / Screenplay David Gross Kamera / Cinematography Daniel Samer Schnitt / Editing Bernhard Braunstein Ton / Sound Korbinian Blöckner Produzent / Producer David Gross World Premiere Digi-Beta / color / 74 min.

Holy Waters is a very personal approach to the universal theme of water. The starting point is a small spring in Upper Austria, which becomes a mirror image of human desires. An associative journey revolving around venerators of the Virgin Mary, master butchers, the doctor from Lourdes and the guru from Japan. Can water work miracles and can baloney be holy? David Gross, geb. 1978 in Salzburg. Studierte Publizistik und Theaterwissenschaften in Wien, und Journalismus in Krems. Seit 2003 ist er freier Filmemacher und Journalist, und drehte eine Vielzahl von Reportagen, Dokumentationen, und Dokumentarfilmen für Fernsehen und Kino. // Filme (Auswahl): Stellvertretend in den Tod (2003), Reisen im eigenen Zimmer (2006), Pharao Bipolar (2008), Holy Waters (2011)


MARKUS ENGLMAIR Österreich 2011

Neben meinem bruder

Next to my Brother

Seit ihrer Geburt teilen sich die Zwillinge eine Identität. Die Brüder gehen abwechselnd zur Schule, schlafen gemeinsam in einem Bett und hören auf den Namen Thomas. Trotz aller Unterschiedlichkeit verbindet sie die Leidenschaft der Malerei. Nach Jahren des geheimen Zwillingsdaseins stehen die Brüder kurz vor ihrem Durchbruch, als alles anders kommt als geplant, und sie sich dem stellen müssen, was seit jeher verschwiegen wurde.

Drehbuch / Screenplay Markus Englmair Kamera / Cinematography Julia Richter Schnitt / Editing Tanja Schmoller, Julia Richter, Harald Prochaska Musik / Music Martin Sachsenhofer Produzentin / Producer Tanja Schmoller Webpage www.neben-meinem-bruder.at Mit / Cast Pierre Kiwitt, Jodie Ahlborn, Michael Hase, Steven Cloos, Ricarda Zimmerer, Tatjana Scheel, Anja Karmanski, Hans Bumberger, Philipp Breitfuß, Steve Hardt, Aaron Thiesse digital / color / 80 min.

The twins have shared one identity since birth. The brothers take turns going to school, sleep together in one bed and answer to the name Thomas. Despite all their differences, they share a passion for painting. After years of a covert twin existence, the brothers are on the verge of a breakthrough, when everything turns out differently than it was planned, and they have to face what has always been kept secret.

Markus Englmair, geb. 1986 in Linz. Schon während seiner Gymnasialzeit fand er zur Filmkunst. Erste Projekte verwirklichte er als Vierzehnjähriger. Nach einem Bachelor-Grad im Studienfach Digitales Fernsehen schloss er 2011 an der FH Salzburg den Master-Studiengang MultiMediaArt ab. // Filme (Auswahl): Vertan, Vertan …, (2007), Auf der Spur einer Sprache (2009), Spotlight (2010), Neben meinem Bruder (2011)

Gloria r. gammer c.m. Österreich 2011

hong se de lian he wu wei ming xing The Red Face and Five Stars Der filmische Essay Hong Se De Lian He Wu Wei Ming X ing oder The Red Face and Five Stars setzt sich mit den Themen Gesicht und Gesichtswahrung in der heutigen chinesischen Gesellschaft auseinander. Ein visuelles Kaleidoskop, eine überwältigende Flut an Eindrücken, eine kulturelle Annäherung.

Kamera / Cinematography Gloria R. Gammer C.M., Anna Bertsch Schnitt / Editing Gloria R. Gammer C.M., Daniel Hoesl Musik / Music Roman Gerold, Richard Eigner Produzentin / Producer Gloria R. Gammer C.M. Webpage www.rainbowwarrior.at digital / color / 41 min.

Gloria r. Gammer c.m., geb. 1985 in Linz. Studierte Regie an der CECC Filmschule in Barcelona. Lebt mittlerweile in Frankreich, Deutschland und Österreich, und ist als Künstlerin mit dem Schwerpunkt Film und Videoinstallation tätig. // Filme (Auswahl): L a Guerra de Eva (2007), The L aw of the Time (2010, in Zusammenarbeit mit Sigrid Nagele; CE '10), Hong Se De L ian He Wu Wei Ming X ing (2011)

//99 crossing europe filmfestival linz

In the cinematic essay Hong Se De Lian He Wu Wei Ming X ing, or The Red Face and Five Stars, the topics of face and saving face in Chinese contemporary society are explored. A visual kaleidoscope, an overwhelming flow of impressions, a cultural approach.


Local Artists Kurzfilme / Shorts 2012

Cristóbal Hornito

9. Studie zu 'Ein Film ist ein Film ist ein Film…' AT 2011, digital, 11:23 Min.

9. Studie zu 'Ein Film ist ein Film ist ein Film…'

9. Studie zu 'Ein Film ist ein Film ist ein Film…' ist Teil einer zwölfteiligen Kurzfilmreihe. Er handelt von einer Beziehung: dem Kennenlernen, der Phase des Verliebtseins, dem Schlußmachen, dem zufälligen Wiedersehen und dem Vergessen. Das Besondere an der Darstellung ist dabei, dass die Geschichte nicht aus der Sicht der Protagonisten erzählt wird, sondern aus der Sicht der Statisten. 9. Studie zu 'Ein Film ist ein Film ist ein Film…' is part of a twelve-part short film series. It deals with a relationship: becoming acquainted, the phase of being in love, breaking up, chance meeting and forgetting. What is unusual about the depiction is that the story is not told from the view of the protagonists, but rather from the view of the extras.

Abgestempelt

Cristóbal hornito (Christoph Hornak), geb. 1985 in Wels. Seit 2009 studiert er an der Akademie der bildenden Künste „Kunst und Film“ bei Harun Farocki. // Filme (Auswahl): Icarus – Die P hotographie des ausgelöschten S chlosses (2009; CE '10), 120 (2010), De memoria et reminiscentia (2011; CE '11), Studien zu 'Ein Film ist ein Film ist ein Film…' (2011)

Michael Rittmannsberger

abgestempelt

AT 2011, DCP, 11 Min. Ein junger Vater arabischer Herkunft wird Ziel einer Polizeikontrolle. Er weiß nicht, wie er die Situation seinem Sohn erklären soll – und er weiß nicht, dass die unerklärbarsten Ereignisse dieser Nacht noch bevorstehen.

//100 crossing europe filmfestival linz

Die ArbeiterInnen verlassen die Fabrik

A young father of Arab origins is subjected to a police control. He doesn't know how to explain the situation to his son – and he doesn't know that the most inexplicable events of this night are yet to come. Michael Rittmannsberger, geb. 1982 in Linz. 2003 bis 2008 Studium der Multimedia Art an der FH Salzburg und der University of Westminster (Media Arts & Design) in London. Michael Rittmannsberger arbeitet als Werbetexter und Regisseur in Wien. // Filme (Auswahl): Valencia (2008), Vorstellungsgespräche (2010), S ister (2010; CE '10), A bgestempelt (2012)

Katharina Gruzei

Die Arbeiterinnen verlassen die Fabrik AT 2011/12, 35mm, 11 Min.

Der Aufstand der kleinen Dinge

Das Werk bezieht sich auf den Film Die A rbeiter verlassen die Fabrik der Brüder Lumière aus dem Jahr 1895. In besonderer Weise wird hier auf die deutsche Übersetzung des Titels verwiesen, indem dieser zeitgemäß überarbeitet wurde. Durch die abgewandelte Betitelung wird die Aufmerksamkeit auf die ProtagonistInnen gelenkt, die bereits im Originalfilm mehrheitlich Frauen sind. The work refers to the film Workers L eaving The Lumière Factory in Lyon by the Brothers Lumière from 1895. There is a special focus here on the German translation of the title through the modernization of it. The altered title ("ArbeiterInnen" = women workers) draws attention to the protagonists, the majority of which had already been women in the original film. Katharina Gruzei, geb. 1983. Studierte experimentelle audiovisuelle Gestaltung und Kunst- und Kulturwissenschaften an der Kunstuniversität Linz, und war Studentin der Meisterklasse Katharina Sieverding an der UdK Berlin. // Filme: Dialoge I – IV (2008/09), Die A rbeiterInnen verlassen die Fabrik (2011/12)

Barnabas Huber

Der Aufstand der kleinen Dinge AT 2011, digital, 6:27 Min.

Der Aufstand der kleinen Dinge fokussiert ein Stück scheinbar animierter Natur. Die statische Kamera zeigt einen Schilfgürtel, in dem der Wind eine Choreographie des Zufalls aufführt. Die Tonebene greift den Minimalismus der Bildebene auf und so entstehen durch minimale Eingriffe maximale Attraktionen. In Zusammenarbeit mit dem Musiker ddkern. The Revolt of Small Things focuses on a bit of apparently animated nature. The static camera shows a belt of reeds, in which the wind is performing a choreography of chance. The sound echoes the minimalism of the images, so that minimal interventions result in maximal attractions. In collaboration with the musician ddkern. Barnabas huber, geb. 1976 in Vöcklabruck. Studium Bildende Kunst und Fotografie an der Universität für angewandte Kunst Wien. Gründungs- und Vorstandsmitglied von "fullframe". // Filme (Auswahl): L auf. (2008; CE '09), Auspizien 2010 (2010; CE '11), Der Aufstand der kleinen Dinge (2011)

Luzi Katamay & Christian Dietl (LasGafas)

Bauan liang ned – Hinterland AT 2011, digital, 4:13 Min.

Es gibt doch allen Ernstes Rapper, die sich in Sachen Aufrichtigkeit mit dem durch und durch ehrlichen Berufsstand des Landwirtes messen wollen!


In all seriousness, there are indeed rappers who want to measure their sincerity against that of the thoroughly honest profession of the farmer! The video for the most recent single from the album "Voixsmusik" by Hinterland attempts to sound out the truth of the audacious statement that farmers don't lie. Luzi Katamay, geb. 1982. Studium Audiovisuelle Gestaltung an der Kunstuniversität Linz. Tätig u.a. als Regisseurin und Kamerafrau. Christian Dietl, geb. 1984. Studium Audiovisuelle Gestaltung an der Kunstuniversität Linz. Tätig u.a. in der Postproduktion und als Regisseur. Zusammen gründeten sie LasGafas Filmproduktion. // Gem. Filme (Auswahl): Voixsmusik – Hinterland (2009; CE '10), P lanet Disco – A.G. Trio (2010; CE '11), Die Dramaturgie der E reignisse – Texta (2011; CE '12), B auan liang ned – Hinterland (2011)

Nikki Schuster

Berlin Recyclers

DE 2012, digital, 6:02 Min. Berlin – Techno, Pflastersteine und viel Graffiti. Berlin Recyclers porträtiert die kulturellen, sozialen und urbanen Strukturen dieser Stadt auf experimentelle Weise. Der Betrachter wird zu urbanen Verstecken animierter Kreaturen geleitet. Diese sind aus gesammeltem Müll und typisch lokalen Produkten digital konstruiert. Ihre ratternden Körperteile interagieren mit der Klangkulisse von Berlin. Berlin – techno, paving stones and lots of graffiti. Berlin Recyclers portrays the cultural, social and urban structures of this city experimentally. The viewer is guided to the urban hiding places of animated creatures. These are digitally constructed from collected rubbish and typical local products. Their rattling body parts interact with the soundscape of Berlin. Nikki Schuster, geb. 1974 in Steyr, lebt und arbeitet in Berlin als Animationskünstlerin. 2001 gründete sie ihr Animationsfilmlabel „Fiesfilm“. // Filme (Auswahl): Drowning (2005), Robotant (2007; CE '08), Paris Recyclers (2011; CE '11), Berlin Recyclers (2012)

Rafael Mayrhofer

Between two Points – The glitch mob ft. swan AT 2011, digital, 2:15 Min.

Between Two Points ist das offizielle Musikvideo zu dem gleichnamigen Lied von 'The Glitch Mob ft. Swan'. Es erzählt die Geschichte von zwei Wesen, die in fantastischen Welten getrennt, aber doch verbunden leben. Sie wirken im Kreislauf des Lebens aufeinander ein, und stehen damit in ständiger Abhängikeit zueinander.

Between Two Points is the official music video for the song of the same title by 'The Glitch Mob ft. Swan'. It tells the story of two creatures living in fantastic worlds, seperately yet linked. They mutually influence one another in the cycle of life and are thus constantly mutually dependent. Rafael Mayrhofer, geb. 1986 in Chania/ Griechenland. Studierte an der FH Hagenberg Animation. 2011 hat er sein Studium mit Between Two Points beendet und arbeitet seither in New York. // Filme: Drop Out (2009; CE '10), Between Two Points (2011)

Bauan liang ned – Hinterland

Susi Jirkuff

The Bitch

AT 2011, digital, 3:35 Min. Mrs. B sieht am liebsten B & B ('The Bold and the Beautiful', bei uns: 'Reich und Schön') und die Darsteller aus der Serie dienten als Vorlage für die Animation. Mrs. B nimmt dabei chamäleonartig die Charaktere der jeweiligen weiblichen Figuren ein, und bewegt sich gleichzeitig innerhalb und außerhalb deren Welt. Berlin Recyclers

Mrs. B. likes to watch B & B ("The Bold and the Beautiful"), and the characters from the series served as models for the animation. Like a chameleon Mrs. B. assumes the character of the respective female figures, moving simultaneously within and outside of their world. (ausführliche Bio- und Filmografie siehe Seite 103)

Christoph Brunner, Stefan Brunner

blackstory

AT 2011, digital, 30 Min. Max liebt Lucille, und Lucille spielt mit Gabriel, und Gabriel kommt Fred in die Quere, und Fred hat Ärger mit Sylvester, und Sylvester schläft mit Lucille, und Lucille braucht Max, und Max trifft Fred. Eine höllische Kombination in einer einzigen rabenschwarzen Nacht, die allen nur eines bringt: den Tod. Max loves Lucille, and Lucille plays with Gabriel, and Gabriel gets in Fred's way, and Fred has trouble with Sylvester, and Sylvester sleeps with Lucille, and Lucille needs Max, and Max meets Fred. A hellish combination in a single dark black night that only brings one thing to everyone: death.

Between two Points – The Glitch Mob ft. Swan

The Bitch

Christoph Brunner, geb. 1978 in Linz. Regie- und Kamerastudium an der Filmakademie Wien. Arbeitet freischaffend in Wien. // Filme (Auswahl): C ontact High (2009, Cutter), The Road Home (2010, Kamera), Blackstory (2012) Stefan Brunner, geb. 1976 in Bern/ Schweiz. Regiestudium an der Filmakademie Wien und seit 2004 freischaffender Drehbuchautor. // Filme (Auswahl): Washing Day (2005), K rankheit der Jugend (2006), Blackstory (2012)

Blackstory

//101 crossing europe filmfestival linz

Das Video zur jüngsten Single aus dem Album "Voixsmusik" von Hinterland versucht dem Wahrheitsgehalt dieser vorlauten Äußerung auf den Zahn zu fühlen.


Dominique Sellitsch

Blue Jay in the Sky AT 2012, digital, 3 Min.

Blue Jay in the Sky

Bye, bye – Nana D.

Jay, der Junge mit den federartigen Haaren, ist scheinbar anders als alle anderen. Deshalb findet er bislang keinen Anschluss, weder bei seinen Schulkollegen noch bei seiner Familie – bis ihm im Traum der Vogel Blue Jay begegnet. Als er aus dem Traum erwacht, beschließt er sich aus dem goldenen Käfig zu befreien. Jay, the boy with feather-like hair, seems to be different from all the others. For this reason he feels he doesn't belong anywhere, not with his fellow pupils nor with his family, until he meets the bird Blue Jay in a dream. When he awakes from the dream, he decides to free himself from the golden cage. Dominique Sellitsch, geb. 1985 in Oberpullendorf. Bachelor-Studium Zeitbasierte und Interaktive Medien an der Kunstuniversität Linz. Anschließend Master-Studiengang Digital Arts an der FH Hagenberg. // Filme (Auswahl): Switch-Kosovarian Memories (2008), Ribbu (2009), Delusion (2010; CE '11), Blue Jay in the Sky (2012)

Max von Lux (alias Manuel Bauer)

bye, bye – nana d. AT 2011, digital, 3 Min.

Eine aristokratisch anmutende junge Dame wird von zwei Verehrern zum romantischen Rendez-vous ausgeführt. Der eine nimmt sie mit zur Jagd, der andere zu einem Bootsausflug. Doch die romantische Stimmung hält nicht lange an...

Cell Phone

An aristocratic-like young lady is invited to a romantic rendezvous by two suitors. One takes her hunting, the other boating. However, the romantic mood does not last long... Manuel Bauer alias Max von Lux, geb. 1981 in Haslach a.d. Mühl. Absolvierte das Studium MultiMediaArt an der FH Salzburg und studiert derzeit an der Kunstuniversität Linz zeitbasierte Medien. // Filme (Auswahl): A etas Gallina (2010), Farewells – The S orrow (2011; CE '12), bye, bye – nana d. (2011) Ivan Petkov Straschmir

Cell Phone

//102 crossing europe filmfestival linz

Conference (Notes on Film 05)

AT 2011, digital, 0:48 Min. Cell Phone ist der leere Raum zwischen Menschen und deren Mobiltelefonen. Kann eine Geschichte nur durch leuchtende Displays und darauf tanzenden Fingern erzählt werden… und gibt es die Möglichkeit, lediglich durch unsere "smarten" Telefone zu kommunizieren? Cell Phone is the empty space between people and their mobile phones. Could a story be told just through shiny displays and fingers dancing on them… and the ability to comunicate reduced just to the ability to use "smart" phones?

Daddy's Pride

Ivan Petkov Straschmir, geb. 1976 in Gabrovo/Bulgarien. Studien an der Kunstuni Linz, der Kunstakademie Sofia und der Kunsthochschule für angewandte Künste Triavna. // Filme (Auswahl): Eingesperrt im kurzen Z eitsegment ( 2006), Hormonic -H armonic (2009), Clotheshorse (2011), Cell P hone (2011)

Norbert Pfaffenbichler

CONFERENCE (notes on film 05) AT 2011, 35mm, s/w, 8 Min.

65 Hitler-Darsteller tauchen auf in Conference (Notes on Film 05), der historische allerdings nicht, und doch vermeint man diesen in jedem von ihnen irgendwie zu sehen: Bürstenbärtchen und Seitenscheitel reichen dafür völlig aus. Oder auch nicht. Sixty-five actors portraying Hitler make an appearance in Conference (Notes on Film 05), but the original is never seen. However, one has the impression that a little bit of him is present in every one: A toothbrush moustache and side part are all that´s necessary. Or maybe not. Norbert Pfaffenbichler, geb. 1967. Studium an der Universität für angewandte Kunst, Meisterklasse Medien. Künstler, Filmemacher und Kurator. // Filme (Auswahl): notes on film 01 else (2002), a1b 2c 3 (2006), Mosaik Mecanique (2007; CE '08), Conference (notes on film 05) (2011), Intermezzo. Notes on Film 04 (2012; CE '12)

Dinko Draganovic

Daddy's Pride

AT 2012, digital, 24 Min. Nermin und Ivana sind in Österreich lebende Migrantenkinder. Die Jugendlichen führen eine heimliche Beziehung. Als die Eltern jedoch davon erfahren, werden sie gezwungen, einander aus dem Weg zu gehen. Deren stolze Väter sind Freunde und Arbeitskollegen, verhalten sich aber so, als wäre nichts geschehen. Nermin and Ivana are migrant children living in Austria. The young people have a secret relationship, but when their parents find out, they are forced to avoid one another. Their proud fathers are friends and colleagues at work, but act as though nothing had happened. Dinko Draganovic, geb. 1988 in Bosnien & Herzegowina. Seit 2011 Master-Studiengang zeitbasierte und interaktive Medien an der Kunstuniversität Linz. // Filme (Auswahl): Daydream (2010; CE '11), Toilet (2010), Spassfreie Zone (2011), Daddy's P ride (2012)

Laura Ettel, Lukas Maul, Peter Schernhuber und Skater aus Wels

Deckerinnerungen – Von Handläufen und Sitzgelegenheiten AT 2011, digital, 25:12 Min.

'Skateboarding is not a sport' lautet ein schon etwas in die Jahre gekommener Slogan, der Auskunft darüber gibt, dass Skaten schon immer weitaus mehr als Sport oder Freizeitbeschäftigung war.


'Skateboarding is not a sport', is a meanwhile somewhat faded slogan pointing out that skating has always been far more than a sport or a leisure pastime. Deckerinnerungen is a film portrait of the skateboard scene of the city of Wels. Laura ettel, geb. 1987. Studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaft. Derzeit Studium an der Filmakademie Wien. Lukas Maul, geb. 1988. Studium am Technikum Wien. Arbeitet derzeit für eine NGO und ist als Skateboard-Videomacher tätig. Peter Schernhuber, geb. 1987 in Wels. Studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaft und Zeitgeschichte in Wien und leitet das YOUKI Jugend Medien Festival Wels.

Bernd Oppl

Delay Room

AT 2011, digital, s/w, ohne Ton, 6 Min. In Delay Room transferiert der Künstler zunächst filmische Szenen in ein bewegliches Miniaturmodell, um dieser Vorlage schließlich eine Videokamera zu implementieren und das daraus resultierende Bildmaterial in Echtzeit wiederzugeben. Der leere Raum ist dabei nicht nur Kulisse, sondern Hauptdarsteller, der in einem choreographierten und endlos fortdauernden Bewegungsablauf verharrt. In Delay Room the artist first transfered cinematic scenes into a moving miniature model, to implement a video camera into this model and play back the resulting images in real time afterwards. The empty space is not just a backdrop, but the main character, who remains in a choreographed and continuing sequence of movements. Bernd Oppl, geb. 1980. Studium Malerei & Grafik an der Kunstuniversität Linz sowie Video- und Videoinstallation an der Akademie der Bildenden Künste Wien. // Filme (Auswahl): L ow End (2008; CE '09), Korridor (2009; CE '10), Flock (2010; CE '11), Delay Room (2011)

Luzi Katamay, Christian Dietl (LasGafas)

Die Dramaturgie der Ereignisse – Texta AT 2011, digital, 5:28 Min.

M. C. Escher lässt grüßen! Im Video zum lebensreflexiven Song "Die Dramaturgie der Ereignisse" von Texta wird das Raumund Zeitprinzip sprichwörtlich auf den Kopf gestellt und der Frage nachgegangen, ob es nun wirklich stimmt, das mit dem Vorbeiziehen des Lebens, kurz bevor man… Shades of M. C. Escher! In the video for the song "Die Dramaturgie der Ereignisse", in which Texta reflects on life, the principle of space and time is literally turned upside down, and the question pursued of whether it is really true that life passes before your eyes just before…

(ausführliche Bio- und Filmografien siehe Seite 101)

Susi Jirkuff

The Elusive Life of Mr. A AT 2010, digital, 4:05 Min.

In einer Zeit, in der alles nach dem Licht der medialen Präsenz strebt, sammelt sich auch eine dicke Schicht an Unbeachtetem. Diese Welt erforscht Mr. A., ist aber sehr gekränkt, als ihm ein ähnliches Schicksal widerfährt.

Deckerinnerungen …

At a time when everything seeks the light of media presence, there is also a thick layer growing of what is disregarded. This is the world that Mr. A. explores, but he is quite aggrieved, when he experiences a similar fate. Susi Jirkuff, geb. 1966, studierte an der Kunstuniversität Linz. Jirkuff ist bildende Künstlerin mit Schwerpunkt Zeichnung, Video und Animation. Ihre Videos wurden bereits bei zahlreichen internationalen Festivals und im Fernsehen gezeigt. // Filme (Auswahl): remote control (2001), Hold Us Down (2005), How We Do (2005), Travel Stained (2009), The elusive L ife of Mr. A (2010)

Delay Room

Siegfried A. Fruhauf

ETÜDE

AT 2011, Digi-Beta, s/w, 2 Min. Mit Hilfe der filmischen Lichttonspur kann Bild direkt in Ton übersetzt werden. Dieser Ansatz eines synthetisch generierten Sounds führt zurück in eine frühe filmische Avantgarde. Etüde ist eine digital bearbeitete Miniatur zur Annäherung an die Strömungen des "absoluten Films", der sich als "Musik zum Sehen" verstand. An image can be translated directly into sound with the help of a film optical sound track. This approach of a synthetically generated sound leads back to the early film avant-garde. Etüde is a digitally manipulated miniature approximating the currents of "absolute film", which was considered "music for the eyes". Siegfried A. Fruhauf, geb. 1976 in Grieskirchen. Studierte experimentelle visuelle Gestaltung an der Kunstuniversität Linz. Seit 2001 Organisation von unterschiedlichsten Film- und Kunstveranstaltungen. // Filme (Auswahl): Höhenrausch (1998; CE '04), E xposed (2001), Frontale (2002; CE '04), Mirror Mechanics (2004; CE '05), Night Sweat (2008; CE '08), Palmes d'Or (2009; CE '10), Etüde (2011)

Die Dramaturgie der Ereignisse – Texta

The Elusive Life of Mr. A

Etüde

//103 crossing europe filmfestival linz

Deckerinnerungen versucht ein filmisches Porträt der Welser Skateboard-­Szene.


Max von Lux (alias Manuel Bauer)

Farewells – The Sorrow

through a segment of this performance installation by SIGNA.

Ein älteres Paar experimentiert mit Extrakten aus Insekten, um sich gegenseitig künstlich am Leben zu erhalten. Dies funktioniert über einige Jahrzehnte, doch die Injektion reicht immer nur für eine Person, sodass immer eine der beiden im Wachkoma liegt, während der andere die Forschungen betreibt.

Erich Goldmann, geb. 1968 in Freistadt, u. Arthur Köstler, geb. 1972 in Gmunden, arbeiten seit 2005 zusammen mit Signa Köstler an der filmischen Interpretation der Performance-Installationen von SIGNA. // Gem. Filme (Auswahl): The Dorine Chaikin Institute (2007; CE '08), Germania S ong (2009; CE '10), S alo (2011), Hundsprozesse Zi. 102-128 (2011)

AT 2011, digital, 5:19 Min.

Farewells – The Sorrow

An older couple experiments with extracts from insects to keep each other alive artificially. This works for several decades, but the injection is always only enough for one person, so that one of the two is always in a persistent vegetative state, while the other carries out the research. (ausführliche Bio- und Filmografie siehe Seite 102)

Gabriele Mathes

Flaschenpost

AT 2012, digital, 33 Min. Flaschenpost

Beim Umzug finde ich die alte Videokamera, die vor vielen Jahren mein Exfreund aus dem Schaufenster eines Fotogeschäfts entwendet hat. Vor dem Hintergrund von Studentendemos und Anti-Waldheim-Protest erzähle ich vom dramatischen Ende einer Beziehung und von einem Neuanfang.

Hundsprozesse Zi. 102-128

Packing up to move, I find the old video camera that my ex-boyfriend stole out of the shop window of a photo shop many years ago. Against the backdrop of student demos and anti-Waldheim protests, I tell the story of the dramatic end of a relationship and of a new beginning. Gabriele Mathes, geb. 1960 in Wels. Studierte an der Universität für Musik und Darstellende Kunst, Abteilung Film und Fernsehen, bei Axel Corti und Peter Patzak. Arbeitet in Wien als Filmemacherin und Drehbuchautorin. // Filme (Auswahl): Eine Million K redit ist ganz normal , sagt mein Grossvater (2006; CE '07), Flaschenpost (2011)

Erich Goldmann, Arthur Köstler, Signa Köstler

Hundsprozesse Zi. 102-128 AT/DE 2011, digital, 9 Min.

//104 crossing europe filmfestival linz

Intermezzo (Notes on Film 04)

Nachbehandlung

Norbert Pfaffenbichler

Intermezzo (Notes on Film 04) AT 2011, digital, s/w, 2 Min.

Ein kurzer Ausschnitt aus Charlie Chaplins The Floorwalker (Der Ladenaufseher, 1916) dient als Ausgangssequenz für INTERMEZZO. Die Einstellungen, die Pfaffenbichler aus dem Originalfilm herausgelöst, vergrößert, teils ins Negativ gesetzt bzw. farblich verfremdet hat, sind nach einem besonderen Versschema geordnet. Gleichzeitig geriert sich die begleitende Musik immer wilder und ungestümer, was dem rasenden Stillstand kongenialen Ausdruck verleiht. A brief excerpt from Charlie Chaplin’s The Floorwalker (1916) serves as starting sequence for INTERMEZZO. Pfaffenbichler arranges the takes that he has pulled from the original film, enlarged, and, in part, set as negatives or alienated in terms of color, according to a special verse scheme. At the same time, the accompanying music turns wilder and more impetuous, congenially expressing the frenzied standstill. (ausführliche Bio- und Filmografie siehe Seite 102)

Edith Stauber

Nachbehandlung

AT 2012, digital, 11 Min. In der Nachbehandlungsstation eines Krankenhauses: Die Patienten warten, versehen mit Verbänden, Krankenbefunden und Gratiszeitungen, auf den Aufruf zu Röntgen 3, Gipskontrolle 4, Beobachtung 2. Die Anzeigemonitore machen Ping. Der Kaffeeautomat surrt. Aus einer alltäglichen Situation entsteht ein klanglichoptisch choreographiertes Mosaik, die Beschreibung eines Mikrokosmos, eine Momentaufnahme des Lebens.

In einem verlassenen ehemaligen Amtsgebäude der Stadt Köln hat sich ein Gericht angesiedelt, dessen Bestimmung und Zuständigkeitsbereich niemand einzuordnen vermag. Die Angestellten üben vielerlei Funktionen aus und unterstehen einer streng hierarchischen Ordnung. Hundsprozesse Z i. 102-128 navigiert Sie durch einen Abschnitt dieser Performanceinstallation von SIGNA.

In the aftercare station of a hospital: the patients with bandages, diagnostic reports and free newspapers are waiting to be called to X-Ray 3, Cast Control 4, Observation 2. The monitors go ping. The coffee machine whirrs. An everyday situation turns into a sonic-optically choreographed mosaic, the description of a microcosm, a snapshot of life.

In an abandoned former city office building of the City of Cologne, a court has settled in. No one is able to assess its purpose and area of responsibility. The employees carry out all kinds of functions and are subjected to a strict hierarchical order. Hundsprozesse Zi. 102-128 navigates you

Edith Stauber, geb. 1968 in Linz, studierte an der Kunstuniversität Linz. Seit 1995 arbeitet sie im Bereich Dokumentar- und Animationsfilm. // Filme (Auswahl): Über eine Strasse (2004; CE '04), E intritt zum Paradies um 3€20 (2008; CE '08), N achbehandlung (2012)


ein paar hundert kilometer AT 2011, digital, 12 Min.

Dieser essayartige Kurzfilm handelt vom Zustand des Unterwegsseins: Ein paar hundert Kilometer Landschaft ziehen stetig am Fenster vorbei, nichts lässt sich festhalten, die Zeit vergeht, man fährt immer weiter …und vielleicht steigt man einfach nie wieder aus? This essay-like short deals with the state of being on the road: a few hundred kilometers of landscape pass constantly by the window, nothing can be captured, time passes, you travel on and on, … and maybe you'll never get out again. Katharina Riedler, geb. 1984 in Linz, studierte Audiovisuelle Gestaltung an der Kunstuniversität Linz. Lebt in Linz und arbeitet als Regie- und Produktionsassistentin. // Filme: Ein paar hundert K ilometer (2011)

Ella Raidel

Play Life Series

CN 2011, digital, 11 Min. Play L ife Series entstand während eines Aufenthalts in Peking, und führt an diverse Drehorte chinesischer SeifenopernProduktionen. In den Episoden Play L ife Fight, Play L ife L ove, Play L ife A rt wurden Vorgänge am Set, wie das ständige Wiederholen von Einstellungen, dokumentiert und zu dramatischen Inszenierungen verdichtet. Play L ife Series was made during a stay in Peking and leads to various film locations of Chinese soap opera productions. In the episodes P lay L ife Fight, Play L ife L ove, Play L ife A rt, occurrences on the set, such as the constant repetition of settings, are documented and condensed into dramatic productions. Ella Raidel, geb. 1970, studierte an der Kunstuniversität Linz und präsentierte ihre Arbeiten bereits auf internationalen Filmfestivals. //Filme (Auswahl): Slam Video M aputo (2009; CE '10), SUBVERSES China in Mozambique (2010; CE' 11), P lay L ife S eries (2011)

Thomas Steiner

Rotonda – Xanadu

AT 2012, Digi-Beta, 2 Min. Palladios Villa Rotonda und das Schloss Xanadu in Orson Welles' Citizen K ane sind beides klassische Beispiele architektonischer bzw. filmischer Konstruktion. Als Basis für Rotonda - X anadu wurde die geheimnisvolle Eingangssequenz von Citizen K ane nachgebaut. Die Dekonstruktion dieser Sequenz setzt mit dem willkürlichen Austausch der ursprünglichen Filmbilder ein und wird mittels heftiger Eingriffe in die einzelnen Kader fortgeführt. Palladio's Villa Rotonda and the castle Xanadu from Orson Welles's Citizen K ane are both classic examples of architectural

or film construction. The basis for Rotonda – X anadu is a reconstruction of the mysterious opening sequence from Citizen K ane. The deconstruction of this sequence starts with the random replacing of the original film images and is continued with massive interventions in the single frames. THOMAS STEINER, geb. 1956. Filmemacher, Maler, Grafiker. Lebt und arbeitet in Linz. // Filme (Auswahl): A lferjewo (2004; CE '05), romance (2006; CE '07), notes on the economy of art (2007; CE '08), C ernivara (2008, CE '09), Camping Cézanne (2009; CE '10), Worth a Trip (2011), Rotonda - X anadu (2012)

Ein paar hundert Kilometer

Karin Fisslthaler

Satellites

AT 2011, 35mm, 7 Min. Satellites zeigt Bilder eines rätselhaften, auf der Videoplattform YouTube verbreiteten Ohnmachts-Rituals unter Jugendlichen. Im Mittelpunkt stehen die Pose, Geste und Berührungen. Körper werden aus dem „entkörperlichten“ Raum des Internets herausgelöst und in den sozialen Kontext des Kinos eingebettet.

Play Life Series

Satellites shows images of a mysterious ritual of fainting among young people that is distributed on the video platform YouTube. Pose, gesture and touch are central. Bodies are detached from the "disembodied" space of the Internet and embedded in the social context of the cinema. karin Fisslthaler, geb. 1981 in Oberndorf. Seit 2012 PhD-Stipendiatin eines künstlerisch-wissenschaftlichen Forschungsprogramms an der Kunstuniverstität Linz. Arbeitet in den Bereichen Video/Film, Installation und Sound. // Filme (Auswahl): The S ound of...(Past P erfect) (2007; CE '08), Imaging M achine (2008; CE '09), I'll be your mirror /PT.1 (Norma ) (2010; CE '10), 18 Women (2010; CE '11), S atellites (2011)

Rotonda – Xanadu

Sigrid Nagele

SCHUACHBREAKEN – GAJETANO AT 2012, digital, 3 Min.

S chuachbreaken ist ein Breakdance-Musikvideo-Kurztanzfilm mit alpenländischem Einfluss. Wir begleiten Alois Partytiger und seine Lederhose auf ihrem Streifzug durch Wald und Wiese, allzeit bereit für ein Tänzchen hier und einen Schabernack da. Alois = Style. S chuachbreaken is a breakdance music video dance short with Alpine folk music influence. We accompany Alois Partytiger and his lederhosen on their foray through forest and meadow, always ready for a little dance here and a little nonsense there. Alois = style. Sigrid Nagele, geb. 1982 in Linz. Studium der MultiMediaArt an der FH Salzburg, mit den Schwerpunkten Video, Fotografie und Animation. Ist als Kamerafrau und in der Videoproduktion tätig. // Filme (Auswahl): The Unseen (2005), The L aw of the Time (2010; CE '10), O ld Rose (2011; CE '11), Künstlerportraits (2011), S chuachbreaken – Gajetano (2012)

Satellites

Schuachbreaken – Gajetano

//105 crossing europe filmfestival linz

Katharina Riedler


Siegfried A. Fruhauf

Bernhard Riener

AT 2011, 35mm, 10 Min.

AT 2011, digital, 6:14 Min.

Schwere Augen

S chwere Augen entwirft, durchaus im Sinne seines Titels, eine Fiktion des filmischen Sehens: eine Trägheit des Blicks, die nicht nur die Illusion von Bewegung herstellt, sondern auch die beunruhigende Vervielfachung der äußeren Ereignisse. Schwere Augen

S chwere Augen, in line with its title, outlines a fiction of filmic vision involving a lethargy of the eyes which creates both the illusion of movement and an unsettling multiplication of external events. (ausführliche Bio- und Filmografie siehe Seite 103)

Markus Kaiser-Mühlecker

Shakin My Brain – Attwenger AT 2011, DVD, 3:47 Min.

Shakin my Brain – Attwenger

Sie

Bei Jerry Lee Lewis hieß es noch: Shakin my nerves and rattle my brain. Go and stop. So wie bei Chuck Berry und Little Richard, USA inmitten der fünfziger Jahre. In dem Song Shakin My Brain werden Gstanzln in die alte Rock´n´Roll-Form gebracht. Die goldenen Anzüge sind ein Faschingsscherz, so wie die letzte Phase von Elvis has left the building. By the way: a kua scheißt an gressan dreg ois wia a hen. With Jerry Lee Lewis it was still: shakin' my nerves and rattle my brain. Go and stop. As with Chuck Berry and Little Richard, the U.S. in the mid-fifties. In the song Shakin' My Brain, Austrian country ditties are put into rock'n'roll form. The gold suits are a carnival joke, like the last phase of Elvis has left the building. Markus Kaiser-Mühlecker, geb. 1979 in Eberstalzell. Absolvierte den Diplomstudiengang MultiMediaArt an der FH Salzburg mit Schwerpunkt Film & Musik und ist seit 2005 selbstständig tätig. // Filme (Auswahl): Von H aider zu H ader (2004), Attwenger A dventure (2007; CE '07), Wie G ott in S chlierbach (2009), Shakin my Brain – Attwenger (2011)

Sabine Retschitzegger

Sie

AT 2011, digital, 18 Min.

//106 crossing europe filmfestival linz

Der Sohn und sein Vater

Ein leerstehendes altes Haus, eine Stadt ohne Menschen und die leidenschaftliche Beschäftigung mit Fotos. Ihr Lebensentwurf scheint perfekt – bis zu jenem Moment, als sich eine Person, nur wenige Sekunden, in ihre Wahrnehmung drängt. A vacant old house, a city without people and a passionate preoccupation with photos. Her life seems perfect – up to the moment when, for only a few seconds, a person intrudes into her perception. SABINE RETSCHITZEGGER, geb. 1971 in Linz. Studierte an der Kunstuniversität Linz, lebt seit 1999 in Linz und Berlin und unterrichtet an der FH Hagenberg. // Filme: Sie (2011)

SundayDay – Minor Sick & Abby Lee Tee

Der Sohn und sein Vater In einer kleinen abgewrackten Wohnung vertreiben sich der Sohn und sein Vater ihren Alltag. Sie beginnen ein Spiel zu spielen. Beide scheinen genau zu wissen, was zu tun ist. Der Handlungsablauf des Spiels gleicht einem Ritual. Das Spiel – ein inszenierter Banküberfall. Oder vielleicht doch mehr als nur ein Spiel? In a small dilapidated apartment, the son and his father are killing time. They start playing a game. Both seem to know exactly what to do. The course of the game resembles a ritual. The game – a staged bank robbery. Or is it perhaps more than just a game? Bernhard Riener, geb. 1980 in Altenberg. Studierte an der FH Salzburg und der Southampton University (UK) Media & Arts / Film Studies. // Filme: Freischwimmer (2009/10; CE '10), Der S ohn und sein Vater (2011)

Andreea Săsăran

SundayDay – minor sick & Abby Lee Tee AT 2011/12, digital, 3:52 Min.

Das Musikvideo Sunday Day ist ein experimentelles Video, das durch überlagerte Unterwasser- und etliche Rauchaufnahmen die Umweltverschmutzung von heute darstellen soll. Von blinkenden Lichtern bis zum grauen Rauch – eine Metapher zu unserer kapitalistischen Konsumgesellschaft vs. der Natur, die dadurch beeinträchtigt wird. The music video Sunday Day is an experimental video intended to depict the environmental pollution of today with superimposed underwater and smoke shots. From blinking lights to grey smoke – a metaphor for our capitalist consumer society vs the nature damaged by it. Andreea Săsăran, geb. 1986 in Rumänien. Studierte zeitbasierte Medien an der Kunstuniversität Linz. Săsăran ist als freischaffende Video- und Fotokünstlerin in Linz und Timisoara tätig. // Filme: Sundayday – Minor Sick & A bby L ee Tee (2011/12)

Thomas Renoldner

Sunny Afternoon AT 2012, 35mm, 7 Min.

Sunny A fternoon lässt eine Art Avantgardefilm und eine Art Musikvideo aufeinanderprallen, und wirft damit die Frage auf, welchen Klischees und Tabus verschiedene Genres unterworfen sind. Beide Teile werden dabei artgerecht vertont. Sunny A fternoon bringt ein vor mehr als 20 Jahren begonnenes Filmprojekt zu Ende, und reflektiert damit natürlich die Zeit. Sunny A fternoon ist ein Selbstporträt. In Sunny A fternoon a kind of avant-garde film and a kind of music video collide, raising the question of the clichés and taboos that different genres are subject to.


Thomas renoldner, geb. 1960 in Linz. Studierte Animationsfilm an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien. Renoldner ist in den Bereichen Musik, Malerei, Film, Installation und Performance tätig. // Filme (Auswahl): Warten Sie auf etwas Besonderes? (1985), S ophia's Year (1998), Mozart Party '06 (2006), Sunny A fternoon (2012)

Michael Wirthig

Sunrich Orange

AT 2012, digital, 3 Min. "Die, die sich zur Sonne dreht…". Die besondere Eigenschaft der Sonnenblume ist, dass sie sich immer dem Licht zuwendet. Bei Sunrich Orange wurden die zahlreichen Oberflächen und Strukturen dieser Pflanze nach einer bestimmten Abfolge analog abfotografiert. Die aneinander gereihten Kleinbildfilme ergeben diesen Experimentalfilm. Durch die "Projektion" der Sonnenblume wird sie selbst zur Lichtquelle und der Zuseher wird zu dem, der sich zur Sonne dreht. "The one that turns to the sun…". A special characteristic of the sunflower is that it always turns to the light. In Sunrich Orange the manifold surfaces and structures of this plant have been captured in a particular sequence with analog photography. The 35mm films strung together result in this experimental film. Through the "projection" of the sunflower, it becomes a light source itself and the viewer becomes the one who turns to the sun. Michael wirthig, geb. 1978 in Linz. Studierte Mediengestaltung an der Kunstuniversität Linz, und beschäftigt sich seit 2000 mit Experimentalfilm und künstlerischer Fotografie. // Filme (Auswahl): Neuland (2007), Inside1014 (2007; CE '08), Inside-R3 (2009; CE '09), Sunrich Orange (2012)

Susanna Flock

Trying to Build a Sentence AT 2011, digital, 2:43 Min.

Die Worte -Back--to--back--they--faced-each--other- wurden jeweils auf die Rücken von sieben Kühen aufgetragen. Das Verhältnis einzelner Satzelemente zueinander kreuzt sich mit der Verhaltensweise einer Herde. Somit wird die sprachliche Syntax durch ein anderes System veranschaulicht. Die Zusammenhänge der einzelnen Worte untereinander ergeben durch die Willkür der Kühe verschiedene Kombinations- und Lesemöglichkeiten. The words – back – to – back – they – faced – each – other were applied one each to the backs of seven cows. The mutual relationship of individual sentence elements crosses with the behavior of a herd. The linguistic syntax is thus illustrated by a different system. Due to the random behavior of the cows, the connections

between the single words result in various combinations and possibilities of reading. Susanna Flock, geb. 1988 in Graz. Studiert seit 2008 experimentelle Gestaltung an der Kunstuniversität Linz und seit 2011 Medienkunst an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. // Filme (Auswahl): S crambled Eggs (2011), Trying to Build a Sentence (2011)

Herwig Kerschner

Sunny Afternoon

Vortag

AT 2011, digital, 7 Min. Eine künstliche Lichtquelle scheint von unten auf natürliche Organismen im urbanen Raum, um deren Angepasstheit an den Menschen zu unterstreichen. Spinnengleich vernetzt der Vortag das, was danach geschieht. Fragmente einer zurechtgestutzten Natur streben zitternd nach der Rückeroberung ihres Lebensraumes. Innen ist außen, Tag ist Nacht und oben ist unten, wenn Blickwinkel zu Kreisen werden. An artificial light source shines from below onto natural organisms in urban space to highlight their conformity to human beings. Like a spider, the day before spins a web to what happens afterward. Fragments of nature cut down to size tremblingly strive to reconquer their living space. Inside is outside, day is night and up is down, when perspectives become circles. Herwig Kerschner, geb. 1985 in Linz. Student des Masterstudienganges Zeitbasierte Medien an der Kunstuniversität Linz und freischaffender Medienkünstler mit Schwerpunkt Video und Audio. // Filme (Auswahl): N achnacht (2009; CE '10), Botanisches Warten (2010), Vortag (2011)

Sunrich Orange

Trying to Build a Sentence

Sigrid Garstenauer

Watched

AT 2011, digital, 3:37 Min. Durch den Mitschnitt einer Einschulung auf eine neue Überwachungssoftware wird das Publikum Zeuge eines „Missgeschicks“ des Überwachungspersonals. Der satirische Kurzfilm stellt mit dem Stilmittel der Überzeichnung im regionalen Dialekt sowohl den voyeuristischen Aspekt als auch die verschiedenen Ebenen der Überwachung dar. Dabei fließen digitale und analoge Elemente auf den Bedeutungsebenen ineinander.

Vortag

Through a live recording of a training with new surveillance software, the audience witnesses a "mishap" on the part of the surveillance personnel. Using the stylistic device of exaggeration in regional dialect, this satirical short presents both the voyeuristic aspect and the various levels of surveillance. At the same time, digital and analog elements merge in the levels of meaning. sigrid garstenauer, geb. 1978 in Steyr. Studium Medientechnik und -design in Hagenberg. Derzeit im Masterstudium Digital Arts in Hagenberg. // Filme (Auswahl): Monotonie (2008), Wachkoma (2011), Watched (2011)

Watched

//107 crossing europe filmfestival linz

Both parts are accompanied by an appropriate soundtrack. Sunny A fternoon brings a film project to a conclusion that started more than twenty years ago, thus naturally reflecting on time. Sunny A fternoon is a self-portrait.


Martin Music

WEEPING OVER MY IDEALS – Cherry sunkist DE/AT 2011/12, digital, 4:30 Min.

Weeping Over My Ideals – Cherry Sunkist

Wem gehört diese Stadt? – B.R.A.

Im Musikvideo von Cherry Sunkist wird die Stadt als spontane Bühne benutzt. Durch die Aneignung urbaner öffentlicher Räume und der spontanen Einbindung der PassantInnen wird ein Dialog provoziert, der in seinem Mix aus Vergnügen und übersteigerten popkulturellen Posen und Gesten die zentrale Frage des Songs verhandelt: “In front of bodies and belongings, I´m standing here, not sure if the hat, the base, the beat, can beat my words, my words, my words…” In Cherry Sunkist's new music video, the city is used as a spontaneous stage. Appropriating urban public space and spontaneously involving passers-by provokes a dialog that negotiates the central question of the song in a mix of pleasure and exaggerated pop-cultural poses and gestures: "In front of bodies and belonging, I'm standing here, not sure if the hat, the base, the beat, can beat my words, my words, my words…" martin music, geb. 1976 in Linz. Studierte Experimentelle Gestaltung an der Kunstuniversität Linz. Gründer von Atelier Music_Filmproduktion und Kulturverein Hobbyraum_m.u.s. Wien - Berlin. // Filme (Auswahl): Drauf (2008; CE '09), Glass – Cherry Sunkist (2010; CE '10), 1stTest (2011), Weeping over my Ideals – Cherry Sunkist (2011/12)

MKH Workshop unter der Leitung von Luzi Katamay / Produktionsleitung: Elisabeth Zach, Boris Schuld

Wem gehört diese Stadt? – B.R.A. Without You – Junip

AT 2011, digital, 3:32 Min.

In einer Stadt, in der nichts mehr glatt läuft und die Jugendlichen alles satt haben, gedeiht nicht viel – außer gutem Hip-Hop. Wem gehört diese Stadt? In a city where nothing goes smoothly anymore and young people are tired of everything, not much can grow – except good hip hop. Who does this city belong to? (ausführliche Bio- und Filmografie siehe Seite 101)

Antonin Pevny

Without You – Junip

AT 2011, digital, 5:30 Min. Der Film nähert sich seinem Protagonisten vorsichtig und in genauer Beobachtung. Ein großer Tag mit einer Idee zur Lebenswandlung, wird begleitet durch Einsamkeit, Depression, Zorn und Ärger. Erst als “der Verlassene“ loslassen kann, findet auch der Zuseher seine Ruhe. Es bleibt Raum zur Selbstreflexion. The film approaches its protagonist cautiously and in meticulous observation. A great day with an idea for a life change is accompanied by loneliness, depression, rage and aggravation. It is not until "the one left behind" can let go that the viewer also finds peace. What remains is a space for self-reflection. Antonin Pevny, geb. 1975 in Wien. Studierte visuelle Mediengestaltung / Film. Seine Arbeiten stehen für visualisierte Identität und Wiedererkennung cineastischer Botschaften entlang der Genres Kurzfilm, Musikvideo und Werbefilm. // Filme (Auswahl): 30 Pieces (2008; CE '09), K aribische Träume (2011; CE '11), Die Zeit steht still (2011), A fter – Moby (2011), Without You –Junip (2011)

Crossing Europe Trailer 2012 Remo Rauscher, Rafael Mayrhofer

Österreich 2011

sub

//108 crossing europe filmfestival linz

Bizarre Physik, rostende Liebe, eine Glühbirne. Ein surreales Präfix im Sinne des schöpferischen Apparats: Kino. Bizarre physics, rusty love, a bulb. A surreal prefix in terms of a cinematic apparatus.

Konzept & Animation Remo Rauscher, Rafael Mayrhofer Sound Design Irad Lee DCP / Farbe / 1 Min.

Remo Rauscher, geboren 1984. Preisträger des CROSSING EUROPE Award Local Artist-Atelierpreis 2011 für The Streets Of The Invisibles (AT 2010). // www.thestreetsoftheinvisibles.com Rafael Mayrhofer, geboren 1986. Mit Between Two Points – The Glitch Mob ft. Swan (AT 2011) bei CROSSING EUROPE 2012. // www.motiphe.org Mit Unterstützung von Sabine Retschitzegger, Gitti Vasicek & Kunstuniversität Linz, Peter Willnauer, Andreas Kepplinger, Atelierhaus Salzamt, Herr Reinhard, Leonard Wegscheider, Christoph Einfalt, Backlab Collective


cross over OK artist in residence OK cyberarts PerfOrming films lentOs featured artist Kunstraum gOethestrasse xtd.

//109 crossing europe filmfestival linz

KiOsque


ARTIST IN RESIdenCE: Christoph Draeger und Heidrun Holzfeind Ein Projekt von Crossing Europe und OK Offenes Kulturhaus Oberösterreich //   A Project of Crossing Europe and OK “Offenes Kulturhaus” Upper Austria

„Tsunami Architecture“

„Tsunami Architecture“

2004 löste ein Erdbeben der Stärke 9.1 auf der Richterskala im indischen Ozean den Boxing Day Tsunami aus, eine der größten Naturkatastrophen der Geschichte. Während die internationale Aufmerksamkeit schon lange verflogen ist, sind Auswirkungen der Flutwelle auf das soziale Gefüge in Siedlungen an den betroffenen Küstenabschnitten immer noch zu spüren. Auf einer dreimonatigen Reise im Winter 2010/11 in die fünf am stärksten betroffenen Länder – Thailand , Aceh/Indonesien, Sri Lanka, Malediven und Südost Indien – haben Christoph Draeger und Heidrun Holzfeind den heutigen Zustand von Bauten und Dörfern, die in der Folge des Wiederaufbaus nach dem Tsunami errichtet wurden, untersucht. Sie interviewten Überlebende, Augenzeugen, Hilfsarbeiter und Rettungsmannschaften, und sammelten vor Ort Homevideos und Found Footage vom Tsunami.

The 2004 “Boxing Day” Tsunami was one of the worst natural catastrophes in history. While international attention has faded, post-tsunami challenges continue to have an impact on affected communities. During a three-month journey in the winter of 2010/2011 to the five regions most affected – Thailand, Aceh / Indonesia, Sri Lanka, the Maldives and Southeast India – the artists documented the current state of architecture built or reconstructed in the aftermath of the Tsunami. Christoph Draeger and Heidrun Holzfeind interviewed survivors, eyewitnesses, aid workers and rescue personnel, and collected home videos and found footage.

„Dabei interessiert uns einerseits, wie die Naturgewalt urbane und ländliche Räume verändert hat; andererseits wie die enormen Spenden die betroffenen Regionen transformiert und lokale Ökonomien und Gemeinden neu gestaltet haben. Ein besonderes Augenmerk gilt den Fragen, wie die nach dem Tsunami gebaute Architektur heute im Alltag funktioniert; wie sehr die Betroffenen selbst in den Wiederaufbau involviert waren; wie diese Bauten von den Bewohnern akzeptiert und über die letzten Jahre adaptiert wurden; inwiefern Architektur soziale oder gemeinschaftliche Strukturen beeinflusst hat.“ (Draeger/Holzfeind) Die Ergebnisse ihrer sorgfältig recherchierten und poetischen Untersuchung werden im Zuge des Artist in Residence Programms in einer Ausstellung im OK in Videoinstallationen und Fotoserien aufbereitet. Das Projekt führt die doch sehr unterschiedlichen Arbeitsweisen der beiden Künstler – Holzfeinds Recherche über soziale und architektonische Utopien und Christoph Draegers langjähriger Auseinandersetzung mit Katastrophen – produktiv zusammen. Gemeinsam mit dem begleitenden Symposium im AFO Architekturforum Oberösterreich am 20.4. zu „Emergency Architecture“ (als Teil des größeren Themenkomplexes Social Architecture) bietet sich eine fundierte Auseinandersetzung mit der Thematik. Um den unterschiedlichen Arbeitsweisen der beiden Künstler, die für dieses Projekt kooperiert haben, gerecht zu werden, werden ihnen hier bei Crossing Europe eigene Filmprogramme gewidmet.

“What interested us most, was how the forces of nature changed urban and rural spaces, and how the flood of aid money has transformed the affected regions, rebuilt and refashioned local economies. Has architecture built after the Tsunami been able to respond to the individual needs of affected communities? Were these communities able to participate in the recovery process? Have these structures been adapted over time by their inhabitants, and did architectural interventions alter societal and communal structures?”(Draeger/Holzfeind) The results of their thorough and poetic investigation are presented in an exhibition at the OK, as part of the OK center's Artist-In-Residence program, in form of video installations and photo series. The project productively merges their different ways of working – Holzfeind’s research based investigation of architectural and social utopias and Draeger’s long-term engagement with disasters. The exhibition, together with an accompanying symposium at the AFO Architecture Forum Upper Austria on “Emergency Architecture” (as part of the broader thematic complex Social Architecture) on April 20, provides a well-founded exploration of the thematic complex. In keeping with the different artistic practices of the two artists who have cooperated for this project, separate film programs are devoted to each of them in the framework of the Crossing Europe Film Festival. (Genoveva Rückert, Curator OK)

//110 crossing europe filmfestival linz

(Genoveva Rückert, Kuratorin OK) Heidrun Holzfeind, geboren 1972 in Lienz, Österreich. Ihre Arbeit befragt immanente architektonische und soziale Utopien und lotet die Grenze zwischen Geschichte und Identität, zwischen individuellen Geschichten und den politischen Narrativen der Gegenwart aus. // www.heidrunholzfeind.com Christoph Draeger, geboren 1965 in der Schweiz, beschäftigt sich seit mehr als 15 Jahren mit dem Thema Katastrophe. Er stellte u.a. in der Shedhalle Zürich, im Kunstverein Medienturm Graz, im MoMA Museum of Modern Art New York, beim European Media Art Festival EMAF in Osnabrück und im Centraal Museum Utrecht aus.  // www.christophdraeger.com


Heidrun Holzfeind Austria / Poland / USA, 2009

Za Żelazną Bramą Behind the Iron Gate

Drehbuch / Screenplay Heidrun Holzfeind Kamera / Cinematography Heidrun Holzfeind Schnitt / Editing Radek Chrzescianski, Heidrun Holzfeind, David Gray Musik / Music Aphonia, Cluster, Pijani Powietrzem, Zelazna Brama Produzentin / Producer Heidrun Holzfeind Koproduktion / Co-Production air lab / CCACenter for Contemporary Art Ujazdowski Castle (PL)

Weltvertrieb / World Sales sixpackfilm Neubaugasse 45/13 1070 Vienna Austria T +43 1 526 09 90 0 F +43 1 526 09 92 office@sixpackfilm.com www.sixpackfilm.com

Heidrun Holzfeind porträtiert in ihrem Dokumentarfilm einen Stadtteil im Zentrum Warschaus, der einst zu den Vorzeigevierteln polnisch-kommunistischer Bauplanung zählte. Die neunzehn 15-stöckigen Blocks der Wohnsiedlung Za Żelazną Bramą wurden in den Jahren 1965-72 für insgesamt 25.000 Menschen erbaut. Die Zeit allerdings hat den ehemaligen Modernismus dieser Gebäude längst eingeholt: Waren deren Appartements früher beliebt wegen des zentralen Standorts und des Wohnkomforts, so sind manche dieser Vorzüge heute durch die jüngste rege Bautätigkeit, im Zuge derer noch höhere Gebäude rundherum errichtet wurden, geschmälert. Der Film lässt ein zeitgenössisches Bild einer nicht immer sozialen polnischen Alltagsrealität entstehen, indem rassistische und auch antisemitische Äußerungen von BewohnerInnen ebenso dokumentiert werden wie die dreiste Auseinandersetzung eines jugendlichen Rappers mit einem Weltkriegsveteranen. (Patricia Grzonka) In her documentary film, Heidrun Holzfeind portrays a central Warsaw city district that was once considered a showcase neighborhood of Polish communist architecture. The nineteen, fifteen-story tower blocks of the residential complex Za Żelazną Bramą were built from 1965 to 1972 for a total of 25,000 residents. However, time has long overtaken the former modernism of the tower blocks. A resident explains that the apartments were popular for their central location and comforts. Some of these benefits have meanwhile been diminished through recent brisk building activity, which has seen the construction of even higher buildings all around them. The film thus lets emerge a picture of everyday reality in today's Poland that is not necessarily a sociallyaware one, in that residents racist and anti-Semitic slurs are documented as is the brazen confrontation of a young rapper with a world war veteran.   (Patricia Grzonka)

//111 crossing europe filmfestival linz

Digi-Beta / color / 55 min.


Heidrun Holzfeind Austria / USA, 2011

Colonnade PARK

Drehbuch / Screenplay Heidrun Holzfeind Kamera / Cinematography Heidrun Holzfeind Schnitt / Editing Heidrun Holzfeind Produzentin / Producer Heidrun Holzfeind Koproduktion / Co-Production Laura Barlow /   CCS BARD (US)

Weltvertrieb / World Sales sixpackfilm Neubaugasse 45/13 1070 Vienna Austria T +43 1 526 09 90 0 F +43 1 526 09 92 office@sixpackfilm.com www.sixpackfilm.com

HDCAM / color / 54 min.

//112 crossing europe filmfestival linz

Mit Colonnade Park, dem letzten Teil einer dokumentarischen Trilogie über modernistische Wohnarchitekturen, wendet sich Heidrun Holzfeind nach Rom (Corviale, Il Serpentone, 2001) und Warschau (Behind the Iron Gate, 2009) erstmals der Neuen Welt zu: dem Hochhaus Colonnade sowie der beiden Pavilion-Gebäude von Mies van der Rohe in Newark, New Jersey. In den 1950er-Jahren gebaut, um einer mittelständischen Elite das Leben im Zentrum von Newark wieder schmackhaft zu machen, hat das Gebäude eine bewegte Geschichte hinter sich, die über urbane Entwicklungen hinaus auch von gesellschaftlichen Verwerfungen erzählt. Holzfeind bringt auf dem direkten Weg ein eindrückliches Ergebnis hervor. Noch mehr als in den Filmen davor ist es hier das Haus, das die Struktur vorgibt – gleich einem Setzkasten, der mit Porträts von gegenwärtigen Bewohnerinnen und Bewohnern der Häuser gefüllt wird. (Dominik Kamalzadeh) With Colonnade Park, the last part of a documentary trilogy about modernist residential buildings, Heidrun Holzfeind, after turning toward Rome (Corviale, Il Serpentone, 2001); and Warsaw (Behind the Iron Gate, 2009); for the first time turns to the New World with the high-rise Colonnade as well as two pavilion buildings by Mies van der Rohe in Newark, New Jersey. Built in the 1950s to appeal to a middle-class elite and make living in the center of Newark attractive again, the building has a moving story behind it, which tells, over and above urban developments, of social shifts. Holzfeind immediately produces an impressive result. Even more so than in previous films, here it is the house that provides the structure – like a figure display case filled with portraits of current residents of the house. (Dominik Kamalzadeh)


Heidrun Holzfeind Austria / Italy, 2001

Corviale, Il Serpentone The Snake

Corviale ist eine 1 Kilometer lange Wohnanlage etwas außerhalb von Rom. Das Gebäude wurde von einem Architekten-Team rund um Mario Fiorentino im Auftrag des Instituts für Sozialwohnbau im Jahre 1972 entworfen. Es sollte die Wohnungsnot der Arbeiterfamilien beheben und gleichzeitig der Idee von Le Corbusier folgen, alle notwendige Infrastruktur einer Stadt direkt in den Komplex zu integrieren. Aus vielerlei Gründen sind einige dieser Pläne auch fast 20 Jahre nach dem Einzug der ersten Mieter noch nicht umgesetzt. Das Werk von Heidrun Holzfeind stellt die Fehlplanung moderner Architektur im alltäglichen, sozialen Leben in den Mittelpunkt.

Drehbuch / Screenplay Heidrun Holzfeind Kamera / Cinematography Heidrun Holzfeind Schnitt / Editing Heidrun Holzfeind Ton / Sound Songuel Boyraz, Giancarlo Norese, Valentina Palmieri, Simone Zaugg Musik / Music DJ Baro, Kaotici, Mone e Basta, Phella, Piotta, Sparo Digital / color / 34 min.

Corviale is a 1 km long housing complex in the periphery of Rome. The building was commissioned in 1972 by the IACP (Institute for social housing) to a group of architects directed by Mario Fiorentino to solve the acute lack of housing for working class families. The building was based on the idea of social housing according to Le Corbusier, to provide all infrastructures of a city needed within the complex itself, and to encourage social contacts between the occupants. For internal and political reasons many of these originally planned structures were never realized or are, almost 20 years after the first occupants moved in, still unfinished. The work addresses the failure of the utopian modernist architecture in social and everyday life.

Heidrun Holzfeind Austria / Egypt, 2008

FRIDAY MARKET (long shot)

Drehbuch / Screenplay Heidrun Holzfeind Kamera / Cinematography Josef Saad Schnitt / Editing Heidrun Holzfeind Produzent / Producer Hassan Mahfouz Digital / color / 8 min.

In one long shot the camera travels along the section of Cairo’s Friday market that is set up on railroad tracks. Here, framed by the highway and the Al-Imam As Safi’i cemetery, every Friday locals and vendors from all over the city offer their products for sale, set up on tables or spread on the ground. The camera moves at a steady, slow pace along the tracks, like a train passing a closed-down station. The people inhabiting the market – the sellers and buyers, and the people living at its edge become the protagonists of the film, collapsing the borders between performance, documentary and fiction film.

//113 crossing europe filmfestival linz

Auf einem verlassenen Eisenbahngelände in Kairo bieten Menschen jeden Freitag ihre Waren an: von gebrauchten Radios, über Bücher, Fahrräder, Haushaltsgeräte, Werkzeuge, kaputte Telephone, Glühbirnen. In einem ruhigen Long Shot bewegt sich die Kamera gleichmäßig langsam den Schienen entlang über den Markt, wie ein Zug der eine verlassene Station durchquert. Die Protagonisten des Films, der die Grenze zwischen Dokumentarischem und Fiktion verwischt, sind die Menschen die den Markt bewohnen und die Gegenstände die sie anbieten.


Christoph Draeger USA, 2002

Black September Christoph Draeger lässt in Black September die Ereignisse rund um die Geiselnahme israelischer Sportler durch palästinensische Terroristen während der Olympischen Spiele 1972 in München auf paradoxe Art und Weise wieder aufleben. Historisches Filmmaterial wird in jener Wohnung abgespielt, in der die Geiseln einst festgehalten wurden. Durch diese gezielte Mischung von Original-TV-Berichterstattung und der gekonnten Reinszenierung des Raumes verschwimmen die Grenzen zwischen Realität und Fiktion, Vergangenheit und Gegenwart, Beobachtern und Betroffenen.

Kamera / Cinematography Reynold Reynolds Schnitt / Editing Christoph Draeger Mit / Cast Christoph Draeger, Rainer Ganahl Digital / color / 14:30 min.

Black September presents a partially fictional depiction of the hostage-taking of eleven members of the Israeli Olympic team by Palestinian terrorists during the Olympiad in Munich 1972. Draeger’s installation includes reworked excerpts from the contemporary TV coverage, visible from within a reconstruction of the room itself. Fact and fiction are mingled and so are past and present, as the line between live and documentary, between observer and participant, are blurred.

Christoph Draeger Hungary / USA, 2005

Helenés – Apparition of Freedom 1998 fand Christoph Draeger in Ungarn, nahe der Grenze zu Rumänien, in einem Katastrophenschutz-Lager einen Raum mit alten 16mm-Filmrollen. Er schaffte es trotz fehlender Erlaubnis, eine dieser Rollen mitzunehmen, und entdeckte den Mitschnitt einer Militärübung aus dem Kalten Krieg. Nicht sicher, wie er das Material verarbeiten konnte, kam ihm erst 2005 die Idee zum vorliegenden Film. So kombinierte Draeger das Original-Filmmaterial mit Auszügen einer Rede von George W. Bush, um eine neue Symbiose zu schaffen.

Digital / color / 18:30 min.

In 1998, Christoph Draeger found in Hungary, in a former civil protection/disaster prevention camp, a storage room with some TV and editing equipment, and shelves with dozens of 16mm film rolls. He decided to smuggle at least one roll out – which is the film Helenés, a dramatic and apocalyptic rendering of one of the exercises they performed during the Cold War, in anticipation of the nuclear holocaust of World War III. In 2005, he decided to subtitle the narrator’s voice with one of George W. Bush's presidential election speeches. That way, both form a new symbiosis.

Christoph Draeger, Martin Frei Switzerland / Japan, 1999

UN GA NAI

//114 crossing europe filmfestival linz

Bad Luck

Un Ga Nai ist eine Odyssee durch Japan des Jahres 1995 – jenem Jahr, in dem die Weltuntergangssekte Aum 12 Menschen in der Tokioter U-Bahn ermordete, und in dem die Menschheit des fünfzigsten Jahrestags des Atombombenabwurfs auf Hiroshima und Nagasaki gedachte. Entlang der Spuren von neuen und alten Zerstörungen durchmisst der Film eine hochtechnologisierte Zivilisation, deren Struktur seit jeher die drohende Vernichtung verinnerlicht.

Co-Regie / Co-Directors Martin Frei, Thomas Thümena Musik / Music Jad Fair, Gilles Rieder Digital / color / 42 min.

Bad Luck is an odyssey through Japan during the year of 1995 when the Aum end-ofthe-world sect launched an attack on the Tokyo subway system that resulted in the death of 12 people at a time when the nation was commemorating the 50th anniversary of the dropping of the atomic bombs on Hiroshima and Nagasaki. Following in the footsteps of other disasters, old and new, the film takes the measure of a hightech civilization that tends to rationalize the ever-present threat of annihilation.


cyberarts 2011

Honorary Mention Hybrid Art: Wim Janssen Das OK Offenes Kulturhaus Oberösterreich produziert und präsentiert neue, aktuelle Strömungen und Tendenzen in der zeitgenössischen Kunst. Die CyberArts Prix Ars Electronica Ausstellung ist seit Jahren ein wichtiger Teil des ambitionierten Programms von wechselnden Themenausstellungen und Einzelpräsentationen.

Continuization Loop A 35mm film that consists solely of black and transparent frames runs over 150 guide rollers, thus creating the appearance of an image of video static. Wim Janssen’s “wall of film”, produced entirely without projection, thus evokes elements from three generations of visual media: the materiality of film, the emptiness of the video signal and the binary logic of the digital. This work was recognized for its nimble argument with references to media art at PRIX ARS ELECTRONICA with an Honorary Mention in the category of Hybrid Art. © Wim Janssen, Foto: Otto Saxinger

Wim Janssen lebt und arbeitet in Serbien und Belgien. Er studierte Experimentellen Film an der Sint-Lukas Hochschule in Brüssel. Als Grundlage seiner Filme, Videos und Installationskunst, dienen Strategien und Technologien im Bereich des Sehens bzw. der optischen Wahrnehmung. Ausstellungen u.a.: Biennale für junge Kunst in Moskau, EFA Project Space New York, Artefact Leuven, Internationales Filmfestival Rotterdam. // www.werktank.org

Wim Janssen lives and works in Belgrade, Serbia and Antwerp, Belgium. He studied experimental film at Sint-Lukas Hogeschool Brussels. He works in film, video and installation art. His work focusses mainly on strategies and technologies of seeing and has been shown at the Moscow Biennial for Young Art, the EFA Project Space New York, Artefact Leuven and International Film Festival Rotterdam. // www.werktank.org

//115 crossing europe filmfestival linz

Continuization Loop Ein nur aus schwarzen und transparenten Kadern bestehender 35mm- Film läuft über 150 Führungsrollen, und erzeugt so den Eindruck von Videorauschen. Wim Janssens (ganz ohne Projektion) entstandene „Wand aus Film“ greift damit Elemente aus drei Generationen visueller Medien auf: die Materialität des Films, die Leere des Videosignals und die binäre Logik des Digitalen. Diese Arbeit wurde für ihre leichtfüßige Auseinandersetzung mit Referenzen zur Medienkunst bei PRIX ARS ELECTRONICA mit einer Honorary Mention in der Kategorie Hybrid Art ausgezeichnet.

OK “Offenes Kulturhaus” Upper Austria produces and presents new, contemporary currents and trends in contemporary art. For years, the CyberArts Prix Ars Electronica has been an important part of the ambitious program of changing thematic exhibitions and solo presentations.


Šejla Kamerić Great Britain / Bosnia-Herzegovina, 2011

1395 dana bez crvene 1395 Days without Red

In Zusammenarbeit mit / In collaboration with Anri Sala, Ari Benjamin Meyers Drehbuch / Screenplay Šejla Kamerić, Anri Sala Kamera / Cinematography Patrick   Ghiringhelli Schnitt / Editing Penda Houzangbe Produzent / Producer James Lingwood KoproduzentInnen / Co-Producers Amra Bakšić Čamo, Jovan Marjanović Mit / Cast Maribel Verdú, Sarajevo Symphony Orchestra

Produktion / Production Artangel  31 Eyre Street Hill   London EC1R 5EW   Great Britain   T +44 20 7713 1400 F +44 20 7713 1401   info@artangel.org.uk www.artangel.org.uk Weltvertrieb / World Sales SCCA/pro.ba Husrefa Redžića 20 71000 Sarajevo Bosnia-Herzegovina T +387 33 444 535 office@pro.ba www.pro.ba www.scca.ba

DCP / color / 63 min.

//00116 crossing europe filmfestival linz

Austrian Premiere

Während der Belagerung Sarajevos zwischen 1992 und 1996 mussten die Einwohner tagtäglich Straßen queren, die im Visier von Scharfschützen lagen. In diesem Zeitraum von exakt 1395 Tagen wurden tausende Menschen auf dem Weg in die Arbeit, zu Freunden oder in den Supermarkt getötet oder angeschossen. In 1395 dana bez crvene bewegt sich eine unauffällig gekleidete Frau durch das heutige Sarajevo, als läge die Stadt noch immer unter serbischem Beschuss. Sie duckt sich vor imaginären Scharfschützen und rennt im Zickzack-Kurs durch die Straßen – stets die Ungewissheit im Hinterkopf, ob sie unversehrt ihr Ziel erreichen wird. The siege of Sarajevo lasted for one thousand three hundred and ninety-five days from 1992 to 1996. During the siege, thousands of citizens had to cross streets threatened by snipers every day: to go to work, buy food, visit friends, relatives and lovers, keep on living. Some 10,000 people were killed and over 56,000 were wounded by sniper bullets and exploding grenades. The film follows a woman as she makes her way through this route. She stops, hesitates, runs. She waits, calculates and bends down. Every crossing is a new challenge and new calculation. The woman is reliving the experience of others in the place where the trauma occurred. It is her individual journey in their collective past. Whatever has happened beforehand is happening again, now. Šejla Kamerić, born 1976 in Sarajevo, Bosnia-Herzegovina. In 1999 she graduated at the Academy of Fine Arts in Sarajevo, Department of Graphic Design. She uses mainly photography, video and film as media juxtaposing an explicit social context with intimate perspectives. In 2007 she was Artist in Residence at OK Offenes Kulturhaus, Linz. Her first short film Sta ja znam (What Do I Know, 2007; CE '08), premiered in Corto Cortissimo section of Venice International Film Festival 2007. 1395 dana bez crvene (1395 Days without Red) premiered at Manchester International Festival 2011.


Willi Dorner, Michael Palm Austria, 2012

SET IN MOTION

Nach einer Choreographie von Willi Dorner / Based on a choreography by Willi Dorner Kamera / Cinematography Johannes Hammel, Eugen Pell Schnitt / Editing Michael Palm Ton / Sound Michael Palm PerformerInnen / Performers Sebastian Geç, Katie Green, Nick Keegan, Werner Nigg, Lisa Oettinghaus, Anna Reitbauer, Esther Steinkogler

Produktion / Production Cie. Willi Dorner  Schloßgasse 15/10 1050 Vienna  Austria  T +43 1 581 93 52  office@ciewdorner.at www.ciewdorner.at

World Premiere

Tanzperformance zu Set in Motion (AT, 2012), basierend auf dem Stück "above under inbe-  tween" (Choreographie Willi Dorner) am 26. April, 18 Uhr im OÖ Kulturquartier / Dance Performance accompanying Set in Motion (AT, 2012) based on "above under inbetween" (choreography: Willi Dorner) at OÖ Kulturquartier on April 26, 6 p.m.

Set in Motion ist eine gleichermaßen humoristische wie unheimliche filmische Kettenreaktion, die die wechselvollen und nicht immer unproblematischen Beziehungen zwischen menschlichen Körpern und Möbeln choreographiert. Eine Lagerhalle für Gebrauchtmobiliar wird zu einem Schauplatz entfesselter Kinetik umfunktioniert. Sieben PerformerInnen bilden mit einzelnen Möbelstücken (ein Sessel, ein Tisch, ein Hocker) einen skulpturalen Dialog: Hockend, kauernd, liegend bilden sie Flächen, Winkel, Ebenen, Verstrebungen und lassen ihre Gliedmaßen als Verlängerungen hervorschauen. Neue dynamische Skulpturen entstehen, loten aus, wie Körper mit Möbeln verschmelzen können, wie es sich anfühlt, ein Tisch, ein Sessel, ein Fauteuil zu sein. Aktionen der Körper lösen Reaktionen des Materials aus, sodass ein filmischer Belastungstest entsteht, der die Grenzen zwischen Mensch und Ding verwischt. Set in Motion is a humorous, grotesque cinematic chain reaction which choreographs the varied relationships between the human body and furniture. In five "tableaux vivants", a furniture store is converted into a site of unleashed kinetics.

Willi Dorner, born 1959 in Baden, Austria, studied dance pedagogy at the Conservatory of the City of Vienna and also attended the Erick Hawkins School for Dance in New York. Dorner is a dancer, choreographer and Alexander Technique teacher. He and his productions have appeared at well-known international festivals such as the ImPuls-  Tanz Festival in Vienna and on stage in Austria and abroad. He has been lauded with numerous national and international awards. MICHAEL PALM, born 1965 in Austria. For detailed bio- and filmography see page 94.

//00117 crossing europe filmfestival linz

digital / color / 20 min.


Featured Artist Featured Artist des LENTOS Kunstmuseum Linz zum Crossing Europe Filmfestival Linz 2012.

Featured Artist from LENTOS Kunstmuseum Linz to Crossing Europe Film Festival Linz 2012.

URSULA BIEMANN. Mission Reports  

//118 crossing europe filmfestival linz

10. Februar bis   6. Mai 2012 /   February 10th till Mai 6th 2012

Ursula Biemann untersucht in ihren Videoessays und –installationen Themen wie Migration und Geschlechterpolitik vor dem Hintergrund von Globalisierung, Freihandelszonen, virtueller Kommunikation und dem Ausbau der Grenzfestungen hoch entwickelter Staaten. Die Künstlerin – auch als Kuratorin, Lehrende und Netzwerkerin international aktiv – bezieht ihr Material aus Videoaufzeichnungen vor Ort, Interviews mit ExpertInnen, aus Archiven und virtuellen Informationsquellen sowie theoretischen Texten. Das Sammeln von Beobachtungen und Informationen, die intensive Begegnung mit Menschen vor Ort und die kritische Reflexion von Bildproduktion und Berichterstattung sind die Grundlage, auf der Biemann nicht-lineare, vielschichtige und vielstimmige Erzählungen entwickelt.

In her video essays and installations, Ursula Biemann investigates themes like migration and gender politics against the background of globalization, free trade zones, virtual communication and the construction of border defenses on the part of highly developed states. The artist, who is also internationally active as a curator, teacher and networker, draws her material from video recordings on site, interviews with experts, from archives and virtual information sources, and from theoretical texts. Collecting observations and information, intensive encounters with people on site and critically reflecting on image production and reportage are the basis on which Biemann develops non-linear, multifaceted and polyvocal narratives.

Das LENTOS präsentiert vier exemplarische Arbeiten. Black Sea Files (2005) untersucht die transnationale Infrastruktur einer Pipeline durch den südlichen Kaukasus und die Türkei, die kaspisches Rohöl von Aserbaidschan auf den Weltmarkt pumpt. Eine digitale Welt, die mit Daten der allgegenwärtigen Beschränkung von Mobilität gefüttert wird, und die instabilen, translokalen Lebensformen, die dazwischen und daneben entstehen sind die diametral gegensätzlichen Schauplätze von Contained Mobility (2004). Embankment (2011) beschreibt den Akt eines kommunalen Deichbaus im Delta von Bangladesch. Mit seinen losen Querverbindungen und seiner weit ausgreifenden Geografie ist Sahara Chronicle (2006) gleichsam ein Spiegelbild des Migrationsnetzwerks in Afrika.

LENTOS presents four exemplary works. Black Sea Files (2005) investigates the transnational infrastructure of a pipeline through the southern Caucasus and Turkey, which pumps Caspian crude oil from Azerbaijan to the world market. A digital world, filled with data on the omnipresent limitation of mobility, and the unstable, translocal forms of living that emerge in between and alongside this are the diametrically opposed locations of Contained Mobility (2004). Embankment (2011) describes the act of a communal construction of a dike in the delta of Bangladesh. With its loose cross-connections and its vast geography, Sahara Chronicle (2006) is essentially a mirror image of the migration network in Africa.

Screening, Führung und Künstlergespräch am 27. April 2012, 17-19 Uhr

Screening, guided tour and artist's talk on April 27th 2012, 5-7 pm

Ursula Biemann, born 1955 in Switzerland, studied in Boston, Mexico and New York City. She is an artist, theorist and curator who has in recent years produced a considerable body of work on migration, mobility, technology and gender. She lives in Zurich. // Selected works: Contained Mobility (2004, video project, 21min.), Black Sea Files (2005, video essay in 10 parts, 43min.), Sahara Chronicle (2006-2007, a collection of 12 videos, 76min.), Embankment (2011, videoinstallation), Egyptian Chemistry (2012, video project in production) // Contact: ursula@geobodies.org / www.geobodies.org

© Ursula Biemann, Sahara Chronicle (2006)

LENTOS Kunstmuseum Linz, Ernst-Koref-Promenade 1, 4020 Linz / info@lentos.at, www.lentos.at / T +43 732 7070 3600


KunstRaum Goethestrasse xtd „The Third Place“ by Karin Fisslthaler & Bernd Oppl  19. April – 9. Mai 2012 / April 19 – May 9, 2012 Ausstellungseröffnung / Exhibition opening:   Mittwoch, 18. April, 19.30 Uhr / Wednesday, April 18, 2012, 19:30

KunstRaum Goethestrasse xtd, ein Angebot von pro mente OÖ /   Goethestr. 30, 4020 Linz / T +43 732 65 13 46, www.kunstraum.at

Soziales und Kunst zu verbinden, spielerische und partizipative Angebote für breite Zielgruppen und kontinuierliche regionale und internationale zeitgenössische Kunstproduktion, Raum für Experiment und erfolgreiche Kooperationen kennzeichnen die bisherige Arbeit des KunstRaum Goethestrasse xtd.

To date, connecting the social and the arts, playful and parcipitatory offers for broad audiences and a continuous regional and international contemporary art production, space for experiments and successful cooperations have distinguished the work of KunstRaum Goethestrasse xtd, an offer from pro mente OÖ.

Die Installation „The Third Place“ von Karin Fisslthaler und Bernd Oppl beschäftigt sich mit der architektonischen und sozialen Struktur der Shopping Mall in den Stadtzentren. Ausgehend von der Architektur des ersten, in den 50er Jahren in Detroit errichteten Einkaufszentrums des österreichischen Architekten Victor Gruen, wird die aktuelle Verschiebung dieser Orte in die Stadtzentren untersucht. Karin Fisslthaler und Bernd Oppl beschäftigen sich mit dieser Veränderung und der Wahrnehmung der Shopping Malls als scheinbar öffentliche Orte vor allem in Hinblick auf deren Funktion als Aufenthaltsort für Jugendliche, für die das Einkaufzentrum die Straße als Erlebnis-, Repräsentations- und Wahrnehmungsort und auch als Testfeld ihrer eigenen Identitätsbildung, zum Teil abgelöst hat.

The installation „The Third Place“ by Karin Fisslthaler and Bernd Oppl deals with the architectonic and social structure of the shopping mall in city centers. The current shift of these locations into the city centers is examined by taking the architecture of the first mall by Austrian architect Victor Gruen, built in the 1950s in Detroit and planned by him as the materialization of a social utopia and a compacted suburban space in the periphery, as a starting point. Karin Fisslthaler and Bernd Oppl address this change and the perception of shopping malls, as ostensively public spaces, particularly in respect of their function as abodes for youths, for whom the shopping center has to some extent replaced the street as place of experience, representation and perception, and also as test area of their own formation of identity.

Einen weiteren Teil der Ausstellung bildet eine partizipative Installation, die gemeinsam mit SchülerInnen der Berufsschule Linz 9 in der oberen Etage des KunstRaum Goethestrasse xtd entstanden ist. Die KünstlerInnen führen durch die Ausstellung: Mittwoch, 25. April, 16.30 Uhr

Another part of the exhibition is constituted by a participatory installation that was developed together with pupils of Berufsschule Linz 9 on the ground floor of KunstRaum Goethestrasse xtd. Guided tour through the exhibition with the artists: Wednesday, April 25, 16:30

//119 crossing europe filmfestival linz

Videostill "The Third Place", © 2012 / Karin Fisslthaler & Bernd Oppl


kiosque Angelehnt an den Slogan „Jetzt am Kiosk“ und inspiriert von der Imbissbudenkultur, bedient sich das Projekt „kiosque“ deren soziokulturellen Potentials und spürt so urbanis-  tische Anliegen auf. „kiosque“ wartet nicht, bis eine Aufgabe aufgezeigt wird, sondern agiert unmittelbar und handelt aus der Wahrnehmung von Möglichkeiten heraus. Das Instrument dazu ist eine mobile Einheit, die an verschiedenen Orten auftaucht. Ein ausrangierter Steyr Daimler City Bus (Baujahr 1978) dient als Kommunikationsvehikel. Das Einsatzfahrzeug füllt, öffnet, erweitert und transformiert Leerräume, schafft im Vorhandenen Neues, produziert Öffentlichkeit und artikuliert damit neue Bedürfnisse und Anforderungen an die temporär eingenommenen Räume. Alleine durch seine Anwesenheit und seine Funktion als mobile Imbissbude beginnt der „kiosque“ mit seinem Umraum und dessen BenützerInnen zu kommunizieren – Qualitäten und Defizite im Leer-Raum-Stadt-Raum können so spontan aufgezeigt werden. An zwei Abenden werden Filme im urbanen Raum gezeigt; es geht um bemalte Fassaden, temporäre Kunst im öffentlichen Raum und Jugendkultur. Zwei Programme aus Dokumentationen, Musikvideos und Videokunst feiern einen Farb- und Formenrausch an der Wand. > Akteure / Protagonists: Clemens Bauder, Andreas Dworschak, Claus Ganzberger,  Gregor Graf, Aron Rynda, Christoph Weidinger, Jörg Weidinger, Luis Wohlmuther Filmprogramme kuratiert von Wiktoria Pelzer

PROGRAM #1 On The Motorway-Metronomy, Jul& Mat (FR 2010, 2:30 min.) Calle Libre, Jakob Kattner (GT, CO, AR, SV, CL, BR, MX 2011, 45 min.) PROGRAM #2 Disruptive B y Design, Takuya Hosogane (JP 2010, 50 sec.) Tinamv 1, Adnan Popovic (AT 2011, 4 min.)

The project “kiosque” borrows from the slogan “at kiosks now” and is inspired by fast food kiosk culture, making use of the socio-cultural potentials of both and thus detecting urban issues. “kiosque” does not wait for a task to be pointed out, but instead takes action directly and operates from the perception of possibilities. The instrument for this is a mobile unit, which turns up in various places. A discarded Steyr Daimler City Bus (built in 1978) serves as a communication vehicle. This vehicle fills, opens up, expands and transforms vacant spaces, creating something new in what is already there, producing public space and thus articulating new needs and demands posed to the temporarily occupied spaces. Simply through its presence and its function as a mobile fast food stand, the “kiosque”  starts communicating with its surroundings and the users – thus spontaneously pointing out qualities and deficits in vacant-space-urban-space. Films will be projected in urban spaces on two evenings, involving painted facades, temporary art in public space and youth culture. Two programs consisting of documentaries, music videos and video art are celebrating a rush of color and forms on the wall. Programs curated by Wiktoria Pelzer

//120 crossing europe filmfestival linz

Grindin', Rogier van der Zwaag (NL 2010, 3 min.) Noise, Przemysław Adamski (PL 2011, 8 min.) A nimals, Kristofer Ström (SE 2005, 4 min.) The City, Dirk Koy (CH 2010, 4:10 min.) M atter In Motion, Semiconductor (GB 2008, 6 min.) The Music Scene – Blockhead, Anthony Schepperd (US 2010, 5:21 min.) Z zz Is P laying: Grip, Roel Wouters (NL 2007, 4:14 min.) L ove & Theft, Andreas Hykade (DE 2010, 6:50 min.) Collision, Max Hattler (DE/GB, 2 min.) A pache – Danger Beach, Ned Wenlock (NZ 2011, 2:30 min.)

(Location: Ehemaliges Zollamtsgebäude / Zollamtstraße 7, 4020 Linz)


//121 crossing europe filmfestival linz

kooperationen // cooperations


Austrian Screenings library 2012

CROSSING EUROPE bietet in Kooperation mit der DIAGONALE – Festival des österreichischen Films wieder die Möglichkeit, neue österreichische Filme, die im Rahmen der DIAGONALE 2012 in Graz präsentiert wurden, in der Crossing Europe Library zu sichten. Ausgewählte Filme werden auch im Kino projiziert. Ein besonderer Dank gilt der DIAGONALE für die Organisation/Koordination sowie allen RechteinhaberInnen, die uns ihre Filme zur Verfügung gestellt haben. // In cooperation with the DIAGONALE – Festival of Austrian Film, CROSSING EUROPE offers an opportunity to view new Austrian films that were presented at the DIAGONALE 2012. The films can be watched in the Crossing Europe Library, and selected films will also be screened at the cinema. Mehr Informationen zu den Filmen // for more information: www.diagonale.at Folgende Titel sind in der Video Library für Akkreditierte des Festivals zugänglich // Following titles are available to accredited festival guests at the Video Library

Title

Director

Genre

3 Stimmen

Miriam Bajtala

Experimentalfilm kurz

13 min

366 Tage

Johannes Schiehsl

Experimentalfilm kurz

12 min

Addicted

Reinhold Bidner

Experimentalfilm kurz

3 min

Adele1

Kurdwin Ayub

Experimentalfilm kurz

Am Ende des Tages

Peter Payer

Spielfilm

92 min

Anfang 80

Sabine Hiebler, Gerhard Ertl

Spielfilm

90 min

Apnoe

Harald Hund

Experimentalfilm kurz

10 min

Die ArbeiterInnen verlassen die Fabrik

Katharina Gruzei

Experimentalfilm kurz

11 min

arcana

Henry Hills

Experimentalfilm kurz

31 min

Atmen

Karl Markovics

Spielfilm

93 min

Aun – der Anfang und das Ende aller Dinge

Edgar Honetschläger

Spielfilm

100 min

Ausgleich

Matthias Zuder

Spielfilm kurz

The Back Room

Mirjam Baker, Michael Kren

Experimentalfilm kurz

Barylli's Baked Beans

Gabriel Barylli

Spielfilm

baumaxx inspired by bauhaus

Roland Rauschmeier

Experimentalfilm kurz

Der Besuch

Conrad Tambour

Experimentalfilm kurz

Brand

Thomas Roth

Spielfilm

The Bull Laid Bear

Oliver Ressler, Zanny Begg

Experimentalfilm kurz

24 min

Colonnade Park *

Heidrun Holzfeind

Dokumentarfilm

54 min

Conference (Notes on Film 05) *

Norbert Pfaffenbichler

Experimentalfilm kurz

//122 crossing europe filmfestival linz

Cornelius Kolig – Anleitungen an die Ewigkeit oder/or Don’t Fuck with Paradise

Sasha Pirker

Length

5 min

10 min 6 min 90 min 8 min 9 min 105 min

8 min

Dokumentarfilm kurz

15 min

Donauspital

Nikolaus Geyrhalter

Dokumentarfilm

80 min

du und ich

Ruth Rieser

Spielfilm

Empty Rooms

Claudia Larcher, Constantin Popp

Experimentalfilm kurz

Etüde *

Siegfried A. Fruhauf

Experimentalfilm kurz

Evolution der Gewalt

Fritz Ofner

Dokumentarfilm

FLAMING FLAMINGOS

Katrina Daschner

Experimentalfilm kurz

11 min

Flaschenpost *

Gabriele Mathes

Spielfilm kurz

30 min

Foal

Christoph Rainer

Spielfilm kurz

16 min

Friedl

Viki Kühn

Experimentalfilm kurz

18 min

Funny Games Ghost

Stefan Hafner, Karin Hammer

Experimentalfilm kurz

10 min

The Future's Past – Creating Cambodia

Susanne Brandstätter

Dokumentarfilm

91 min

Gaelle Obiegly

Friedl vom Gröller

Experimentalfilm kurz

Griffen – Auf den Spuren von Peter Handke

Bernd Liepold-Mosser

Dokumentarfilm

Hatch

Christoph Kuschnig

Spielfilm kurz

19 min

Heldenkanzler

Benjamin Swiczinsky

Experimentalfilm kurz

13 min

Hotel Room

Bernd Oppl

Experimentalfilm kurz

6 min

Hypercrisis

Josef Dabernig

Experimentalfilm kurz

17 min

Ibiza Occident

Günter Schwaiger

Spielfilm

86 min

Im Freien

Albert Sackl

Experimentalfilm kurz

23 min

Die Inseln, die wir sind.

Clara Stern

Spielfilm kurz

12 min

Intermezzo (Notes on Film 04) *

Norbert Pfaffenbichler

Experimentalfilm kurz

2 min

It Looks like a Japanese Film

Sasha Pirker

Dokumentarfilm kurz

2 min

Jackson/Marker 4am

Ruth Beckermann

Dokumentarfilm kurz

4 min

Jour Sombre

Johannes Hammel

Experimentalfilm kurz

8 min

Katzenjammer

Kurdwin Ayub

Experimentalfilm kurz

Kern

Veronika Franz, Severin Fiala

Dokumentarfilm

103 min 11 min 2 min 77 min

3 min 79 min

5 min 95 min


Title

Director

Genre

Kleine Perestrojka *

Bernhard Pötscher

Dokumentarfilm

Length

Kreis Wr.Neustadt/A to A

Johann Lurf

Experimentalfilm kurz

Kuma *

Umut Dag

Spielfilm

93 min

Das Labyrinth unter der Sonne

Maximilian Liebich

Spielfilm kurz

15 min

Low Definition Control – Malfunctions #0 *

Michael Palm

Dokumentarfilm

95 min

Menschen am Sonntag

Friedl vom Gröller

Experimentalfilm kurz

Michael

Markus Schleinzer

Spielfilm

Nerven Bruch Zusammen

Arash T. Riahi

Dokumentarfilm

94 min

No Quick Fix

Stephan Bergmann

Spielfilm kurz

25 min

Nr. 7

Michael Schindegger

Dokumentarfilm

87 min

Der Papst ist kein Jeansboy

Sobo Swobodnik

Dokumentarfilm

74 min

Pasolinicode02112011

Ludwig Wüst

Experimentalfilm kurz

16 min

Das persische Krokodil

Houchang Allahyari

Dokumentarfilm

58 min

the place we left

Clarissa Thieme

Dokumentarfilm

59 min

Postcard from Somova, Romania

Andreas Horvath

Dokumentarfilm kurz

20 min

Protest ohne Ästhetik und Form

Manfred Rainer

Experimentalfilm kurz

14 min

QVID TVM

Mara Mattuschka, mit Reinhard Jud

Spielfilm

85 min

Richtung Nowa Huta *

Dariusz Kowalski

Dokumentarfilm

78 min

Der Rücken der Dirigentin

Marion Porten

Dokumentarfilm kurz

14 min

scapes and elements

Manfred Neuwirth

Dokumentarfilm

52 min

Schnitt A-A' (Diagonale Trailer 2012)

Sofie Thorsen

Experimentalfilm kurz

2 min

Schwere Augen *

Siegfried A. Fruhauf

Experimentalfilm kurz

10 min

Sommer 1972

Wilma Calisir

Dokumentarfilm

89 min

Spanien

Anja Salomonowitz

Spielfilm

102 min

Die Sprache des Körpers

Barbara Gräftner

Dokumentarfilm

100 min

Spur

Krisztina Kerekes

Dokumentarfilm

40 min

Stillleben

Sebastian Meise

Spielfilm

77 min

Stoff der Heimat

Othmar Schmiderer

Dokumentarfilm

97 min

Strobogramm

Flora Watzal

Experimentalfilm kurz

3 min

Sunny Afternoon *

Thomas Renoldner

Experimentalfilm kurz

7 min

Tinamv 1 *

Adnan Popovic

Experimentalfilm kurz

Tlatelolco *

Lotte Schreiber

Dokumentarfilm

Transition 89

LIA

Experimentalfilm kurz

5 min

TURRET

Björn Kämmerer

Experimentalfilm kurz

10 min

Twinni oder so

Lisa Weber

Spielfilm kurz

12 min

U.I.F.

Jakub Vrba

Experimentalfilm kurz

Unser Lied

Catalina Molina

Spielfilm kurz

vers.augt

Tone Fink

Experimentalfilm kurz

Way of Passion

Joerg Burger

Dokumentarfilm

Die Welt sehen – Der Fotokünstler Paul Albert Leitner

Tristan Zahornicky

Dokumentarfilm kurz

33 min

What Is Love

Ruth Mader

Dokumentarfilm

79 min

White Light/White Heat

Rainer Kohlberger, Wilm Thoben

Experimentalfilm kurz

Whores' Glory

Michael Glawogger

Dokumentarfilm

118 min

Wie man leben soll

David Schalko

Spielfilm

100 min

XXX!

Dietmar Brehm

Experimentalfilm kurz

9 min

zounk!

Billy Roisz

Experimentalfilm kurz

6 min

90 min 5 min

3 min 96 min

4 min 75 min

2 min 29 min 6 min 89 min

* Filmscreening im Rahmen des Festivalprogramms / Film screening within the festival program

//123 crossing europe filmfestival linz

7 min


Austrian Screenings 2012 UMUT DAG Austria / Turkey, 2012

kuma Kuma handelt von der Freundschaft zwischen zwei Frauen einer türkischen Familie in Wien: Fatma, um die fünfzig, Ehefrau und Mutter von sechs Kindern, die in Wien lebt, aber aus Anatolien stammt, und die in Traditionen und Wertvorstellungen der Heimat verhaftet ist. Und Ayse, 19, mit deren Hochzeit in Anatolien der Film beginnt. Diese Freundschaft wird auf die Probe gestellt, als ein Schicksalsschlag Ayse mehr von der Welt um sie herum entdecken lässt. Bei der Berlinale 2012 feierte der Film seine Weltpremiere.

Drehbuch / Screenplay Petra Ladinigg, based on an idea by Umut Dag Kamera / Cinematography Carsten Thiele Schnitt / Editing Claudia Linzer Ton / Sound Sergey Martynyuk Produzenten / Producers Veit Heiduschka, Michael Katz Mit / Cast Nihal Koldas, Begüm Akkaya, Vedat Erincin, Murathan Muslu, Alev Irmak Webpage www.kuma-film.com Produktion / Production Wega-Filmproduktion, www.wega-film.at DCP / color / 93 min.

Kuma is a film about the friendship between two women in a Turkish family in Vienna: Fatma, a mother with principles, who values her family above all else, and Ayse, a girl from rural Turkey who becomes the newest member of the family. This friendship is put to the test when fate forces Ayse to learn more about the world around her. The film premiered at Berlinale 2012.

umut dag, born 1982, grew up as the eldest child of a Kurdish immigrant family in Vienna. After attending Vienna Business School, he studied International Development, Religious Studies and Education. With time he concentrated more on his short films and eventually worked simultaneously in the Austrian advertising and movie landscape, where he cooperated at Productions such as Die Fälscher (The Counterfeiters, 2007, by Stefan Ruzowitzky). Since 2006, he is studying directing at the Vienna Film Academy with Peter Patzak and Michael Haneke. // Films (Selected): Todesnachrichten (2008, short), A us eigener K raft (2009, doc), Papa (2011, short), Kuma (2012)

Sebastian Meise, Thomas Reider Austria, 2012

Outing

//124 crossing europe filmfestival linz

Sven, ein junger Archäologiestudent aus Deutschland, beschließt sich zu outen. Seit seiner Pubertät fühlt er sich zu Kindern hingezogen. Er hat noch nie offen über seine pädophilen Neigungen gesprochen, außer in der Therapie. Sein Outing ist für ihn der erste Versuch, sich und seine Umwelt damit zu konfrontieren und das Schweigen zu brechen – ein Schritt, den nur wenige wagen. Mit Fortdauer der Dokumentation verschieben sich die Grenzen, die er sich selbst im Umgang mit Minderjährigen gesetzt hat. Gedanken an sich sind straffrei. Wo beginnt Schuld, wo kriminalisiert die Gesellschaft vorschnell? (Diagonale)

Drehbuch / Screenplay Sebastian Meise, Thomas Reider Kamera / Cinematography Klemens Hufnagl Schnitt / Editing Joana Scrinzi, Sebastian Meise Ton / Sound Stefan Rosensprung, Sebastian Meise, Thomas Reider ProduzentInnen / Producers Sabine Moser, Oliver Neumann Produktion / Production FreibeuterFilm, www.freibeuterfilm.com HDCAM / color / 82 min.

Sven has sensed he had pedophilic tendencies since the beginning of puberty. After undergoing therapy, he decides to speak openly about it – a step that few dare take. Where does guilt begin, and when does society criminalise prematurely? Outing is a film that puts morality and sexual awareness to a stern test. (Diagonale)

Sebastian Meise, born 1976 in Autria, studied painting and philosophy before switching to directing at the Vienna Film Academy. Thomas Reider, born in Lienz, Austria, in 1980, studied Script and Dramaturgy at the Vienna Film Academy. He works as a screenwriter in Vienna. Films together: Prises de vues (2003, short), R andom (2005, short), Dæmonen (2006, short), Stillleben (2011, premiered at San Sebastian Film Festival 2011), Outing (2012)


zu Gast bei CROSSING EUROPE Filmfestival Linz 2012 / Guest at the 2012 CROSSING EUROPE Film Festival Linz Kontakt, Information und Registrierung / Contact, information and registration:   EU XXL FILM, Schrankgasse 12/3, 1070 Vienna, Austria, Tel. +43(0)1-4081140, forum@eu-xxl.at, www.eu-xxl.at

EU XXL FORUM 2012: 25. bis 27. April 2012 in Linz

EU XXL FORUM 2012: April 25 to 27, 2012 in Linz

(OÖ Kulturquartier, Pressezentrum 1. Stock, OK Platz 1, 4020 Linz)

(OÖ Kulturquartier, Press Center, 1st floor, OK Platz 1, 4020 Linz)

Das EU XXL Forum dient seit 2005 dem Wissenstransfer und der Vernetzung heimischer wie europäischer Filmschaffender und ihrer Positionen sowie Forderungen an die Politik. In Vorträgen, Paneldiskussionen und Arbeitsgruppen werden von unabhängigen Expertinnen und Experten im Beisein von europäischen Politikerinnen und Politikern filmpolitisch relevante Themen und Probleme diskutiert und neue Lösungsansätze erarbeitet.

Since 2005 the EU XXL Forum has supported the transfer of knowledge and networking among local and European filmmakers and their positions, as well as policy demands. In lectures, panel discussions and working groups, topics and problems relevant to film policies are discussed by independent experts with European politicians present, and new approaches to solutions are developed.

25.4.2012 14.00 – 16.00 Uhr „Digital oder tot – kontroverse Aspekte der Digitalisierung“

April 25, 2012 2:00 pm – 4:00 pm “Digital or Dead – Controversial Aspects of Digitalization”

26.4.2012 14.00 – 16.00 Uhr „Der europäische Verwertungsspagat – im Alleingang oder gemeinsam“

April 26, 2012 2:00 pm – 4:00 pm “The Balancing Act of European Exploitation of Rights – Alone or Together”

27.4.2012 14.00 – 16.00 Uhr „Öffentlich-rechtliches Fernsehen auf Abwegen?“

April 27, 2012 2:00 pm – 4:00 pm “Public Television on the Wrong Path?”

EU XXL FILM präsentiert / presents: Dieter Berner Österreich 2011

Zusätzlich wird das zehnminütige, von Dieter Berner gedrehte Making-of gezeigt. / The film's 10-minute making-of by Dieter Berner will be also screened. KoregisseurInnen / Co-Directors Anna Katharina Wohlgenannt, Mathias   Mitzerschling, Nicolas Neuhold digital / color / 52 min.

Der Episodenfilm Zimmer 34 ist das Ergebnis eines zweisemestrigen universitären Schauspiel-Lehrgangs „Acting for the Screen“, der von EU XXL FILM und der Donau-Universität Krems unter der Leitung von Dieter Berner durchgeführt wurde. Um ihre schauspielerischen Kompetenzen für die Arbeit vor der Kamera zu vertiefen, erarbeiteten junge Schauspielerinnen und Schauspieler im Rahmen dieses Lehrgangs Filmfiguren und Szenen, die erst improvisatorisch erprobt und dann in eine drehfertige Fassung gebracht wurden. Auf der Grundlage dieser gemeinsam entwickelten Drehbücher entstanden in zwölf Drehtagen vier höchst unterschiedliche Episoden, die alle in demselben Hotelzimmer spielen. The episodic film Zimmer 34 is the result of a two-semester university drama course "Acting for the Screen", which was a project of EU XXL Film and Danube University Krems, conducted under the direction of Dieter Berner.

//125 crossing europe filmfestival linz

Zimmer 34


East silver 2012 East Silver is the only market exclusively supporting producers and distributors from Central and Eastern Europe. Every year, about 350 films from more than 29 countries are introduced by the market. The project is organized by the Institute of Documentary Film (www.dokweb.net). In 2012, the East Silver Market will take place biannually for the first time: A March round in Prague and an October one in Jihlava. The new East Silver Videolibrary, open to industry professionals in March, will be held within the inaugural East Doc Platform, organized by the Institute of Documentary Film in association with the One World International Human Rights Documentary Film Festival.

EAST SILVER TV FOCUS - designed to enhance and increase documentary TV broadcast. Gaining substantial knowledge of broadcasters’ slots and current programming needs, we handpick and recommend particular documentaries directly to international TV stations and networks.

ONLINE CATALOGUE AND DATABASE – an essential starting point for Eastern European docs. An online version of a printed catalogue, distributed to over 800 film professionals, is mirrored into an easy-to-navigate online database, available at www.eastsilver.net. It gathers the current production of Eastern European documentaries (2004 – 2012) in one place and forms a searchable, up-to-date archive of more than 2000 titles with full film credits and trailers.

October 23 – 28, 2012 - East Silver Market, Jihlava IDFF, Jihlava

EAST SILVER CARAVAN – a festival and market service. Each year, East Silver Caravan promotes selected Eastern European documentary films at the most important international documentary film festivals and markets, and aims to secure festival screenings of these documentaries.

March 6 – 11, 2012 - East Silver Videolibrary within East Doc Platform, Prague Organized by Institute of Documentary film in association with the One World International Human Rights Documentary Film Festival, Prague, Czech Republic

Organized by Institute of Documentary film in association with the Jihlava International Documentary Film Festival, Jihlava, Czech Republic East Silver Skolska 12, 110 00, Prague 1 Czech Republic Tel.: +420 223 018 694 GSM: +420 775 602 555 office@eastsilver.net www.eastsilver.net

The East Silver Caravan provides the following titles for the Crossing Europe Video Library. Open April 24 – 28 daily from 10 a.m. to 9 p.m., April 29 from 10 a.m. to 7 p.m.

Bulgaria, Germany

Czech Republic, South Africa

Romania

Dad Made Dirty Movies

Punk In Africa

Oxygen

2011, Jordan Todorov, 57 min.

2011, Keith Jones, Deon Maas, 82 min.

2010, Adina Pintilie, 30 min.

Czech Republic

Estonia

Romania, Switzerland, USA

A Catapult Of Fate

Over and Out

Our School

2011, Jan Gogola, 86 min.

2011, Toomas Järvet, 15 min.

2011, Mona Nicoară, Miruna Coca-

Chronicle Of Oldrich S.

The New World *

2011, Rudolf Šmíd, 17 min.

2011, Jaan Tootsen, 88 min.

Cozma, 93 min.

Serbia, Great Britain A Letter to Dad *

Into Oblivion 2011, Šimon Špidla, 51 min.

Germany, Ukraine

2011, Srđan Keča, 48 min.

Leonid's Story * 2011, Rainer Ludwigs, 19 min.

Russia

Obscurantist and his Lineage //126 crossing europe filmfestival linz

2011, Karel Vachek, 199 min.

I Will Forget This Day

Hungary

2011, Alina Rudnickaja, 25 min.

Strong – A Recovery Story On The Outside

2011, András Kollmann, 85 min.

2011, Veronika Sobková, 78 min.

Motherland or Death 2011, Vitaly Manskiy, 99 min.

Latvia, Germany Solar Eclipse

Ramin

2010, Martin Mareček, 81 min.

2011, Audrius Stonys, 58 min.

* Filmscreening im Rahmen des Festivalprogramms


centeast

The Alliance of Central and Eastern European Film Festivals

Austria - Linz Crossing Europe Film Festival Linz Graben 30, 4020 Linz, Austria T: (43 70) 785700 / F: (43 70) 785700-40 info@crossingEurope.at www.crossingEurope.at contact: Christine Dollhofer, festival director dates: April 23-28, 2013 Bosnia-Herzegovina - Sarajevo Sarajevo Film Festival Zelenih beretki 12/1, 71000 Sarajevo, BosniaHerzegovina T: (387 33) 209 411, 263 380 / F: (387 33) 263 381 info-sff@sff.ba www.sff.ba contact: Mirsad Purivatra, festival director dates: July 6-14, 2012 Bulgaria - Sofia Sofia International Film Festival 1 Bulgaria Sq., Sofia 1463, Bulgaria T: (359 2) 9166 029, 952 64 67, 851 93 51 F: (359 2) 9166 714 office@sofiaiff.com www.siff.bg contact: Stefan Kitanov, director dates: March 2013 Croatia - Zagreb Zagreb Film Festival SC – Savska 25, 10000 Zagreb, Croatia T: (385 1) 48 29 477 / F: (385 1) 45 93 961 info@zagrebfilmfestival.com www.zagrebfilmfestival.com contact: Boris T. Matic, festival director Lana Ujdur, festival coordinator dates: October 14-21, 2012

For all issues related to CentEast please contact its coordinators: Stefan Laudyn, Warsaw International Film Festival festiv@wff.pl Roland Rust, FilmFestival Cottbus r.rust@filmfestivalcottbus.de Below is the list of members:

Italy - Trieste Trieste Film Festival A Project by Alpe Adria Cinema Via Donota 1, 34121 Trieste, Italy T: (39 040) 3476076 / F: (39 040) 662338 info@alpeadriacinema.it www.triestefilmfestival.it www.alpeadriacinema.it contact: Annamaria Percavassi, festival director dates: January 2013 Latvia - Riga Riga International Film Forum „Arsenals“ Marstalu 14, 1050, Riga, Latvia T: (371) 67 22 1620 / F: (371) 67 82 04 45 arsenals@arsenals.lv www.arsenals.lv contact: Sarlote Liduma, festival director dates: September 2012 Lithuania: Vilnius - Kaunas - Klaipeda Nordic Film Forum Scanorama Ozo Str. 4, 08200, Vilnius, Lithuania T: (370 5) 276 0367 /F: (370 5) 277 0994 e-mail: info@kino.lt www.scanorama.lt contact: Grazina Arlickaite, artistic director dates: TBA Macedonia - Skopje Skopje Film Festival bul. Kuzman Josifovski - Pitu 34/1, 1000 Skopje, Macedonia T: (389 2) 125 495 / F: (389 2) 125 496 contact@skopjefilmfestival.com.mk www.skopjefilmfestival.com.mk contact: TBA dates: TBA

Estonia - Tallinn Black Nights Film Festival Telliskivi 60a, 10412 Tallinn, Estonia T: (372) 631 46 40 /F: (372) 631 46 44 poff@poff.ee www.poff.ee/en contact: Tiina Lokk, festival director dates: November 13-28, 2012

Poland - Warsaw Warsaw International Film Festival P.O. Box 816, 00-950 Warsaw 1, Poland T: (48 22) 621 4647 / F: (48 22) 621 6268 festiv@wff.pl www.wff.pl contact: Stefan Laudyn, director dates: October 12-21, 2012

Germany - FilmFestival Cottbus / Festival of East European Cinema W.- Seelenbinder-Ring 44/45, 03048 Cottbus, Germany T: (49 355) 43 107-0 /F: (49 355) 43 107-20 info@filmfestivalcottbus.de www.filmfestivalcottbus.de contact: Roland Rust, festival director dates: November 6-11, 2012

Romania - Cluj Napoca Transilvania International Film Festival St. Popa Soare Nr. 52 Et. 1 Ap. 4 Bucharest, Sector 2, Romania T: (40-21) 326 02 68 / F: (40-21) 326 64 80 info@tiff.ro www.tiff.ro contact: Mihai Chirilov, festival director dates: June 1-10, 2012

Russia - Moscow Moscow International Film Festival Mediafest, ul. M. Kozihinski per. 11, Moscow, 123001 Russia T/F: (7-495) 699 06 25 info@moscowfilmfestival.ru www.moscowfilmfestival.ru contact: Kirill Razlogov, program director dates: June 2012 Serbia and Montenegro - Belgrade Belgrade International Film Festival, FEST Majke Jevrosime 20a, 11000 Belgrade, Serbia T: (381-11) 334 69 46 / F: (381-11) 334 68 37 info@fest.rs www.fest.rs contact: Borislav Andjelić – artistic director dates: February 24 – March 4, 2012 Slovakia - Bratislava International Film Festival Bratislava Lovinského 18, 811 04 Bratislava, Slovakia T: (421-2) 54 41 06 73 / 54 41 5310 F: (421-7) 54 41 06 74 iffbratislava@ba.sunnet.sk www.iffbratislava.sk contacts: Vladimír Krajniak - producer dates: November/December 2012 Slovenia - Ljubljana Ljubljana International Film Festival Cankarjev Dom, Presernova 10, 1000 Ljubljana, Slovenia T: (386-1) 241 7150 / F: (386-1) 241 7298 simon.popek@cd-cc.si www.liffe.si contact: Simon Popek, programming director dates: November 7-18, 2012 Ukraine - Kyiv Kyiv International Film Festival Molodist bul. Esplanada 2, office No. 6, Kiev, Ukraine T: (38-044) 461 9803 / F: (38-044) 289 2336 info@molodist.com www.molodist.com contact: Andriy Khalpakhchi, general director, Mila Novikova, program director dates: October 20-28, 2012 The initiative is kindly supported by: Karlovy Vary International Film Festival Panska 1, 110 00 Praha 1, Czech Republic  T: (420-2) 24 23 54 12, 24 23 77 35 F: (420-2) 24 23 34 08 program@iffkv.cz www.kviff.com contact: Eva Zaoralova, artistic consultant dates: June 29 – July 7, 2012

//127 crossing europe filmfestival linz

CentEast is a network of key film festivals of feature films in Central and Eastern Europe which includes one festival per country. The purpose of CentEast is to promote European cinema, with special attention paid to cinema from Central and Eastern Europe, to help films from the region find a place on the international market and to encourage collaboration between the member festivals. CentEast was initiated by the Warsaw International Film Festival in the autumn of 2001 and was officially founded at the Cottbus Film Festival on November 7th, 2003.


eye on films filmlist 2012

Eye on Films is a unique, global network of film professionals, which guarantees the circulation of a selection of first feature films in festivals partners in Europe and third countries, and the commercial exploitation of these films by distribution partners in Europe and third countries. Developed by Wide Management with the support of the MEDIA Mundus program, the Eye on Films project (EoF) has launched on March 14th, 2011 a call for films, in order to enhance the circulation of European and non-European films, everywhere in the world.

Title

Director

Land

Length

Genre

Red Heart

Halkawt Mustafa

NO, IQ

78 min.

Fiction

Fear Of Falling

Bartosz Konopka

PL

90 min.

Fiction

H ashoter / Policeman

Nadav Lapid

IL, FR

105 min.

Fiction

The Mole

Raphael Lewandosky

PL, FR

108 min.

Fiction

The First R asta

Hélène Lee

FR

90 min.

Documentary

L ast Days in Jerusalem

Tawfik Abu Wael

IR,FR,DE

80 min.

Fiction

Night 1#

Anne Emond

CN

91 min.

Fiction

Mourning

Morteza Farshbaf

IR

85 min.

Fiction

Oliver Sherman

Ryan Redford

CN

82 min.

Fiction

Noor

Çagla Zencirci, Guillaume Giovanetti

FR, PK

79 min.

Fiction

Beast Paradise

Estelle Larrivaz

FR

103 min.

Fiction

Loic Magneron General Manager T + 33 6 60 43 96 86 lm@eyeonfilms.org

Nawid Sarem Project Assistant T +33 1 53 95 04 62 ns@eyeonfilms.org

Eye on Films – Wide Management 40 rue Sainte-Anne 75002 – Paris France www.eyeonfilms.org

//128 crossing europe filmfestival linz

Bringing together 31 international partners, including 15 festivals and 16 distributors, the project aims to implement a selection of a dozen of recent films, 1st or 2nd feature films (fiction, animation, long-length documentaries), never screened or released outside their country of origin. Selected by the members of the EoF network, the films will have the opportunity to get selected in the different festival partners and to be released via the distributors of the network.


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Wir freuen uns auf die Vorführung von Satellites Karin Fisslthaler

Nachbehandlung Edith Stauber

Schwere Augen Siegfried A. Fruhauf

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Notes on Film 04 Intermezzo und Notes on Film 05 Conference Norbert Pfaffenbichler

im Rahmen von Crossing Europe Filmfestival Linz 2012 Im Jahr 2011 wurden von der Filmabteilung des bm:ukk insgesamt 65 Filme gefördert. Alle if-Kataloge online unter: www.bmukk.gv.at/kunst/service/publikationen.xml

Kulturell engagiert? Immer. Besonders für ambitionierte Projekte! Darum unterstützt die HYPO Oberösterreich Projekte, die sich über das Mittelmaß erheben. Das Festival „Crossing Europe“ ist solch ein Projekt. Kompromisslos in puncto Qualität und Anspruch und mit einer programmatischen Ausrichtung, die den sprichwörtlichen Blick über den Tellerrand nicht scheut. Egal ob bei der Präsentation heimischen Filmschaffens oder beim internationalen Programm. Und genau das ist es, was uns verbindet.

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INTERNATIONAL YOUTH MEDIA FESTIVAL November 20 –24 2012 / Wels, Autriche

Ein Filmprogramm der Verbindungen. Zwischen Film und Musik. Kino und Kunst. Publikum und KünstlerInnen.

28/04-05/05/2012

Mit den Kurzfilmen Animation Avantgarde 01, dem Konzertfilm Sigur Rós – Inní, The Ballad of Genesis and Lady Jaye u.v.m.

zu Gast im Kino im Kesselhaus

Freier Eintritt mit gültigem donaufestival-Ticket.

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Next submission deadline: June 30, 2012

More info at www.eastsilver.net

Jihlava October 23 – 28, 2012 Prague March, 2013

An umbrella industry event dedicated to East European documentary films in all stages of completion. Prague March, 2013

DOKweb.net portal www.dokweb.net

Ex Oriente Film Workshop

Market Caravan TV Focus Silver Eye Award Streaming

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East European Documentary Film Market organized by Institute of Documentary Film (IDF)

DOKweb.net portal – www.dokweb.net

JUST DO IT

F . R W P t R E r Ř F D U W V C J G L I M A e Zrv Submission Deadline April 20, 2012 Dates June 2012 October 2012 March 2013


Kino & Gastronomie in der Linzer Innenstadt Moviemento / City-Kino / Gelbes Krokodil / Stern / Solaris / www.moviemento.at www.krokodil.at


//156 crossing europe filmfestival linz


REGISTER DER REGISSEURINNEN und Regisseure / Index of Directors Przemysław Adamski................... 84, 120 Mercedes Álvarez................................. 56 Andrea Arnold....................................... 37 Lisa Aschan.............................................. 18 Óskar Thór Axelsson.................... 86, 91

B Jaume Balagueró............................ 89, 90 Dieter Berner....................................... 125 Markus Binder....................................... 96 Konstantin Bojanov............................. 19 Christoph Brunner............................ 101 Stefan Brunner................................... 101 Alexandre Bustillo....................... 86, 88

C Paola Calvo............................................. 63 João Canijo.............................................. 34 Zoé Chantre............................................ 51 Patrick Chappatte................................ 84 Daniel Chester................................. 78, 84 Dominique Choisy................................... 30

D Umut Dag......................................... 123, 124 Anca Damian.............................. 72 – 76, 81 Massimo D'Anolfi............................. 60, 61 Christian Dietl..................... 100, 101, 103 Willi Dorner.................................... 94, 117 Christoph Draeger...................... 110, 114 Dinko Draganovic................................ 102 Bruno Dumont........................................ 32

E Markus Englmair.................................. 99 Laura Ettel........................................... 102

F Tim Fehlbaum.................................... 86, 87 Ignacio Ferreras............................. 78, 80 Jeanie Finlay........................................... 49 David Fisher....................................... 45, 48 Karin Fisslthaler....................... 105, 119 Susanna Flock..................................... 107 Martin Frei............................................ 114 Manuela Frésil................................ 54, 55 René Frölke...................................... 67, 69 Siegfried A. Fruhauf................. 103, 106, 122, 123

G

Gloria R. Gammer C.M............................ 99 Sigrid Garstenauer............................ 107 Erich Goldmann................................... 104 David Gross.......................................... 6, 98 Gudrun Gruber...................................... 58 Katharina Gruzei......................... 100, 122

H Erich Hackl............................................. 95 Libertad Hackl....................................... 95

Andrew Haigh......................................... 25 Robert Hamacher.................................. 70 Thomas Heise......................... 42, 66, 68, 69 Isabel Herguera.................................... 82 Christophe Hermans...................... 60, 62 Alexander Hick...................................... 58 Heidrun Holzfeind............. 110 – 113, 122 Cristóbal Hornito.............................. 100 Ágnes Hranitzky.................................... 35 Barnabas Huber.................................. 100

P

J

Michael Palm........................... 94, 117, 123 Urszula Paluśińska............................. 83 Martina Parenti.............................. 60, 61 Marten Persiel...................................... 50 Katharina Pethke................................. 44 Antonin Pevny...................................... 108 Norbert Pfaffenbichler. 102, 104, 122 Ülo Pikkov................................................ 83 Paco Plaza................................... 86, 89, 90 Bernhard Pötscher..................... 95, 123 Nicolas Provost.................................... 29

Melanie Jilg............................................. 68 Susi Jirkuff................................... 101, 103

R

K Markus Kaiser-Mühlecker.............. 106 Šejla Kamerić....................................... 116 Christos Karakepelis................... 54, 57 Luzi Katamay.................. 100, 101, 103, 108 Jakob Kattner................................ 96, 120 Herwig Kerschner.............................. 107 Steffen Köhn.................................... 60, 63 Arthur Köstler................................... 104 Signa Köstler....................................... 104 Dariusz Kowalski.......................... 98, 123

L Luiz Lafayette Stockler..................... 83 Kurt Langbein........................................ 41 Nadav Lapid...................................... 31, 128 Peter Larsson........................................ 84 Ruth Lingford........................................ 82 Carmen Losmann............................. 54, 59 Rainer Ludwigs.............................. 82, 126 Tomáš Luňák...................................... 78, 79

M Keti Machavariani................................. 23 David Mackenzie..................................... 38 Gabriele Mathes.......................... 104, 122 Lukas Maul.................................... 102, 103 Julien Maury..................................... 86, 88 Rafael Mayrhofer...................... 101, 108 Sebastian Meise........................... 123, 124 Fernand Melgar.............................. 60, 64 Cyril Mennegun..................................... 22 Sebastian Mez......................................... 40 Teona Strugar Mitevska.................... 36 Martin Music......................................... 108

Ella Raidel............................................ 105 Thomas Reider...................................... 124 Thomas Renoldner..................... 106, 123 Sabine Retschitzegger............. 106, 108 José Miguel Ribeiro............................... 83 Katharina Riedler.............................. 105 Bernhard Riener................................. 106 Michael Rittmannsberger.............. 100 Alice Rohrwacher................................. 20

S Andreea Săsăran................................ 106 Anka Sasnal............................................ 26 Wilhelm Sasnal..................................... 26 Oona Valarie Schager.......................... 97 Peter Schernhuber........................... 103 Michael Schmitt..................................... 58 Florian Schneider................................ 47 Lotte Schreiber............................. 65, 123 Nikki Schuster..................................... 101 Dominique Sellitsch........................... 102 Ufuk Serbest.......................................... 97 Edith Stauber....................................... 104 Thomas Steiner.................................... 105 Ivan Petkov Straschmir.................... 102 Eduard Stürmer.............................. 67, 69 Daniel Šuljić........................................... 84

T Béla Tarr.................................................. 35 Jaan Tootsen.................................. 52, 126 Joachim Trier.......................................... 24 Serpil Turhan......................................... 68

V Max von Lux.................................... 102, 104

N

W

Sigrid Nagele.................................. 99, 105 Gabriele Neudecker............................. 97 Till Nowak.......................................... 78, 84

Michael Wirthig................................... 107

O Thor Ochsner.......................................... 82 Fritz Ofner...................................... 43, 122 Bernd Oppl.............................. 103, 119, 122 Ruben Östlund....................................... 33

Z Jan Zabeil................................................. 21 Nicolai Zeitler....................................... 70 Andreï Zvyagintsev............................... 28

//157 crossing europe filmfestival linz

A


REGISTER der FILME / Index of Films

# [REC] 3 Genesis ...........................................90 1395 dana bez crvene ......................... 116 1989 (Dengang jeg var 5 år gammel) .8 2 7 dagar i skogen .....................................84 9. Studie zu "Ein Film ist ein Film ist ein Film" ..................................................100

A A Fi Sau A Nu Fi .........................................74 Abgestempelt .......................................100 Alois Nebel ..............................................79 Ámár ...........................................................82 Apflickorna ............................................18 Arbeiterinnen verlassen die Fabrik, Die . ......................................100 Arrugas ....................................................80 Attwenger fluxgigs .............................96 Aufstand der kleinen Dinge, Der ............................................................101 Avé................................................................19

//158 crossing europe filmfestival linz

B Bauan liang ned – Hinterland .......100 Berlin Recyclers ................................101 Between Two Points – The Glitch Mob feat. Swan ..............................................101 Bitch, The ................................................101 Black September ................................. 114 Blackstory ............................................101 Blue Jay in the Sky . .............................102 Brief aus Deutschland, Ein ...............40 bye,bye – nana d. ..................................102

C Calle Libre ..............................................96

Castello, Il .............................................. 61 Cell Phone .............................................102 Centrifuge Brain Project, The . .......84 Chipuri .......................................................73 Colonnade Park ................................... 112 Conference (Notes on Film 05) .......102 Corpo Celeste ........................................20 Corviale, Il Serpentone ................... 113 Coś w tym gatunku ................................83 Crulic – Drumul Spre Dincolo ....75, 81

D Daddy's Pride ........................................102 Deckerinnerungen – Von Hand-  läufen und Sitzgelegenheiten ......102 Delay Room .............................................103 Deserteur! ...............................................97 Dramaturgie der Ereignisse, Die –   Texta ........................................................103

E Elena ..........................................................28 Elusive Life of Mr. A, The . .................103 enfants, Les ............................................62 Entrée du personnel...........................55 Envahisseur, L'.........................................29 Etüde.........................................................103

F Farewells – The Sorrow ..................104 Flaschenpost .......................................104 Fluss War Einst Ein Mensch, Der .....21 Fraises Des Bois, Les ............................30 Friday Market ....................................... 113 Führung.....................................................67

G

Grenzfälle – erzählt von Robert Menasse .................................................... 41

H Hashoter ..................................................31 Hauptfriedhof .......................................68 Heimwehträger, Der ............................95 HelenÉs – Apparition of Freedom . 114 Hell ............................................................87 Herr Berner und die   Wolokolamsker Chaussee . ...............68 Holy Waters..............................................98 Hong Se De Lian He Wu   Wei Ming Xing............................................99 Hors Satan................................................32 Hundsprozesse Zi. 102-128..................104

I Întâlniri încrucişate ...........................76 Intermezzo (Notes on Film 04) . .......104 Istoriya Leonida .....................................82

K Keha Mälu .................................................83 Kinder ........................................................69 Kleine Perestrojka .............................95 Kto by pomyślał .....................................83 Kuma .........................................................124

L Lage, Die ....................................................42 Libya Hurra ..............................................43 Little Deaths ..........................................82 Livide ..........................................................88 Louisa .........................................................44 Louise Wimmer ........................................22


S

V Viagem a cabo verde .............................83 Vol Spécial ...............................................64 Von Der Vermählung Des   Salamanders Mit Der   Grünen Schlange . ................................69 Von Hexen und   verrückten Kühen.................................97 Vortag.......................................................107 Vovô.............................................................83

Oslo, 31. August ......................................24 Outing ......................................................124

Sag mir wann... ........................................63 SAN AGUSTÍN – Marea baja   En el mar del plástico . ......................58 Sangue Do Meu Sangue ........................34 Satellites ..............................................105 schuachbreaken – GAJETANO .........105 Schwere Augen ....................................106 Sea Concrete Human –   Malfunctions #1 . ..................................94 set in motion ......................................... 117 Shakin My Brain – Attwenger .........106 Sie ..............................................................106 Six Million and One ...............................48 Sohn und sein Vater, Der ..................106 Sonntags ..................................................70 Sound It Out .............................................49 SundayDay – Minor Sick &   Abby Lee Tee ...........................................106 Sunny Afternoon ................................106 Sunrich Orange ...................................107 Svartur á Leik .........................................91

P

T

paar hundert kilometer, ein ..........105 Pismo tati ..................................................46 Play . ...........................................................33 Play Life Series ....................................105 Proti Yli .....................................................57 Pushed .......................................................47

This Ain't California .............................50 Tiens moi droite .....................................51 Tlatelolco . .............................................65 Torinói ló, A .............................................35 Trying to Build a Sentence ..............107

R

U Lancima .................................................84 Un Ga Nai ................................................. 114 Uus Maailm ...............................................52

M Mad Dogs and Englishmen .................84 Making of: Zimmer 34 ..........................125 Marilivit Tetri ........................................34 Mercado De Futuros ............................56 Mientras Duermes ................................89 mit Laura, Das .........................................67 Mort Est Dans Le Champ, La ...............84 Mostar Haloch Vashov ........................45 My Mother's Coat ...................................82

N Nachbehandlung ................................104 Neben meinem Bruder ..........................99 Noise . .........................................................84

O

Rastplatz .................................................70 Richtung Nowa Huta .............................98 Rotonda – Xanadu ...............................105

U

W Watched ..................................................107 Weekend ....................................................25 Weeping over my ideals –   Cherry Sunkist .....................................108 Wem gehört diese Stadt? –   B.R.A. .........................................................108 Without You – Junip . ...........................108 Woman Who Brushed off her   tears, The .................................................36 Work Hard – Play Hard ........................59 Wuthering Heights ...............................37

Y You Instead ..............................................38

Z Z daleka widok jest piękny . ..............26 Za Żelazną Bramą................................ 111 Zimmer 34.................................................125

//159 crossing europe filmfestival linz

Low Definition Control –  Malfunctions #0 ...................................94


IMPRESSUM Herausgeber / Publisher: Crossing Europe Filmfestival gemeinnützige GmbH Katalogredaktion / Catalog Editor: Alexander Kremmers Mitarbeit / Assistance: Christine Dollhofer, Wiktoria Pelzer Übersetzungen / Translations: Aileen Derieg Endlektorat / Copy Editor: Thomas Taborsky Layout: Alexander Kremmers Umschlag- und Plakatmotiv / Cover and Poster Motif: d.signwerk linz Sujetfoto / Cover Photography: Gerhard Wasserbauer Herstellung / Production: Print & Service Verkaufspreis / Price: EUR 5.© 2012 Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved Printed in Austria Der Inhalt dieses Katalogs basiert auf dem Wissensstand vom 16. März 2012. Informationen, die nach diesem Termin eintrafen, konnten nicht berücksichtigt werden. / The contents of this catalog are based on the information available by March 16, 2012. Information received after this date could not be taken into consideration. Das Festival konnte in einzelnen Fällen die Inhaber der Rechte an den reproduzierten Fotos nicht ausfindig machen. Wir ersuchen, bestehende Ansprüche dem Festival mitzuteilen. / In certain cases, the festival was not able to ascertain the copyright holders to the photos reproduced here. Please notify the Festival about existing claims. crossing europe filmfestival linz Graben 30 4020 Linz Austria T +43 732 785 700 F +43 732 785 700 40 info@crossingEurope.at www.crossingEurope.at

CROSSING EUROPE 2013 – 10. Festivalausgabe / 10th Festival Edition 23. – 28. April 2013 / April 23 – 28, 2013


In Andenken an unseren Kollegen und lieben Freund Peter H端tmannsberger


HENRIQUE OLIVEIRA 17. März – 29. April 2012

CHRISTOPH DRAEGER / HEIDRUN HOLZFEIND Tsunami Architecture 14. März – 29. April 2012

OK Offenes Kulturhaus im OÖ Kulturquartier, OK Platz 1, A-4020 Linz, T.+43.732.784178, office@ok-centrum.at, www.ok-centrum.at


2012 FESTIVAL CATALOG CROSSING EUROPE