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03 2017

DAS MAGAZIN DER ÖSTERREICHISCHEN BUNDES-SPORTORGANISATION

TOP-THEMEN

BSO-Pressekonferenz zu Regierungsbildung: „Sport fordert Ministerposten“

© iStockphoto/dane_mark

Erfolg für Sport im von der BSO unterstützten Musterprozess zu PRAE SONDERBEILAGE

Die BSO Cristall Gala 2017 im Rückblick Gastexpertise: „Richtig publizieren“ • Seite 10

5-Punkte-Programm zur Prävention von Ö|SPORT Missbrauch • Seite 24

BSO-Fortbildungsprogramm 2018 • Seite 23

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Ö|SPORT

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SELECT SPORT IST OFFIZIELLER PARTNER DER ÖSTERREICHISCHEN BUNDESSPORTORGANISATION


B S O -PRÄ SIDENT

Sehr geehrte Damen und Herren! Liebe Freundinnen und Freunde des Sports!

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ir, der Sport, fordern einen Ministerposten – diese Forderung habe ich im Rahmen der Pressekonferenz am 10. November in Richtung einer neuen Bundesregierung gerichtet. Denn der Sport braucht einen höheren politischen Stellenwert und darf nicht wieder zum Wanderpokal werden. Ich plädiere daher für den Beibehalt eines Sportministeriums idealerweise beim Verteidigungsressort. Zudem sind die finanziellen und rechtlichen Rahmenbedingungen für das Funktionieren unseres Freiwilligensystems im Sport seitens der Bundespolitik sicherzustellen. Neben einer Valorisierung der Besonderen BundesSportförderung fordern wir gleiche steuerliche Anreize wie Bildung, Soziales und Kultur, um nur einige wichtige Punkte zu nennen. Wenn man sich ansieht, dass Sport in Österreich jede Woche 4 Mio. Menschen begeistert, mehr als 500.000 Österreicherinnen und Österreicher jede Woche bereit sind, sich ehrenamtlich für ihren Sport zu engagieren, und

körperliche Aktivität dem Staat jedes Jahr bis zu 530 Mio. Euro spart, dann erwarte ich mir, dass die Politik diesen Fakten Rechnung trägt und den Sport im Programm einer neuen Bundesregierung entsprechend abbildet. Leider haben die letzten Wochen Meldungen betreffend Vorfälle von sexuellem Missbrauch im Sport überschattet, die ich selbstverständlich schärfstens verurteile. Wichtig ist aber auch, dass wir uns nicht zu Pauschalverurteilungen hinreißen lassen, denn der Großteil unserer Trainerinnen und Trainer leistet hervorragende Arbeit und hat mit diesen Geschehnissen nichts zu tun. Der BSO ist es ein Anliegen, die Verbände und Vereine mit Präventivmaßnahmen, Anlaufstellen, Materialien und Hilfestellungen zu unterstützen. Wir haben daher bei einer Pressekonferenz am 29. November ein 5-Punkte-Programm präsentiert. Dieses enthält unter anderem das Ziel, ein dichtes Netz an Vertrauenspersonen zum Kinderschutz in allen Mitgliedsverbänden aufzubauen oder

© Robert Polster

Meine Meinung

Rudolf Hundstorfer

die Empfehlung, bei Trainerinnenund Trainerbestellungen einen erweiterten Strafregisterauszug einzufordern und im Verein einen Ehrenkodex unterzeichnen zu lassen. Außerdem ist uns wichtig, die Opferschutzeinrichtungen an einen Tisch zu holen, um für alle Fälle aus dem Sport eine abgestimmte Vorgangsweise bei der Wahrung der Opferinteressen und der Folgemaßnahmen zu diskutieren. Diese Maßnahmen haben wir bereits begonnen umzusetzen und einzutakten, sodass wir über die Weihnachtsfeiertage Energie sammeln und tatkräftig ins neue Jahr starten können. Und das wünsche ich auch Ihnen allen! Euer

Rudolf Hundstorfer BSO-Präsident

PARTNER DER ÖSTERREICHISCHEN BUNDES-SPORTORGANISATION

Ö|SPORT

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ED ITO RI A L

I

n der letzten Ausgabe unseres ÖSport Magazins dieses Jahr widmen wir uns vor allem aktuellen (gesellschafts)politischen Themen. So richtete die BSO Anfang November im Rahmen einer Pressekonferenz Forderungen an eine neue Bundesregierung, die unter anderem auch den Verbleib eines für den Sport zuständigen Ministers betreffen. Ein besonderer Durchbruch gelang dem Sport in der seit mehreren Jahren in Diskussion stehenden Frage der Geltung und Anwendbarkeit der Pauschalen Reiseaufwandsentschädigung (PRAE) für alle Bereiche des gemeinnützigen Sports. Das Bundesverwaltungsgericht bestätigt hier die Position des Sports, dass bei der Einführung der PRAE im Jahr 2009 vom Gesetzgeber beabsichtigt war, jede Form der sportlichen Tätigkeit in gemeinnützigem Rahmen der Anwendung eines pauschalen Aufwandsersatzes zugänglich zu machen. Auch auf die aktuellen Geschehnisse rund um das Thema Missbrauch im Sport reagierte die BSO. Im Rahmen

einer Pressekonferenz Ende November wurde ein 5-Punkte-Programm von der BSO vorgestellt, das Verbänden und Vereinen Hilfestellungen zur Prävention von sexualisierter Gewalt im Sport bieten soll. Außerdem freue ich mich, Ihnen bereits unseren Fortbildungskalender für das Jahr 2018 ans Herz legen zu können. Alle Sportverein-Management Pflichtmodule finden Sie bereits in diesem Ö-Sport und auf unserer Website. Ergänzt wird das Angebot noch um Wahlmodule, TrainerInnenfortbildungen sowie Informationsveranstaltungen. Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Lesen und bereits jetzt frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

© privat

Liebe Leserin, lieber Leser!

Rainer Rößlhuber

Mag. Rainer Rößlhuber BSO-Geschäftsführer

© iStockphoto/TasiPas

Die Österreichische Bundes-Sportorganisation wünscht frohe Weihnachten und einen gelungenen Start ins neue Jahr 2018!

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Ö|SPORT


INHALT

In diesem Heft BS O - P RÄSI DEN T

© BSO/Hagen

Rudolf Hundstorfer im O-Ton Seite 3

AU SSER DEM I N DI ESEM HEFT

Editorial Seite 4

TO P -TH EMEN

6 © iStockphoto/Rawpixel

BSO-PRESSEKONFERENZ ZU REGIERUNGSBILDUNG: „SPORT FORDERT MINISTERPOSTEN“

BSO-Pressekonferenz zu Regierungsbildung: „Sport fordert Ministerposten“ Seite 6 Erfolg für Sport im von der BSO unterstützten Musterprozess zu PRAE Seite 8 GASTBE IT R AG

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Aktuelles Seite 24 Fit Sport Austria Seite 28 Versicherungsservice Seite 30 Aus den Verbänden Seite 31

S O ND E RBEI LAGE

Die BSO Cristall Gala 2017 im Rückblick Heftmitte

© Swarovski

GASTBEITRAG: RICHTIG PUBLIZIEREN – WIE SIE ZEITUNGEN, ZEITSCHRIFTEN UND FESTSCHRIFTEN GESTALTEN

Richtig publizieren – wie Sie Zeitungen, Zeitschriften und Festschriften gestalten Seite 10

Fortbildung Seite 23

Heftmitte DIE BSO CRISTALL GALA 2017 IM RÜCKBLICK

IMPRESSUM  Medieninhaber, Herausgeber und Verleger: Österreichische Bundes-Sportorganisation, 1040 Wien, Prinz-Eugen-Straße 12; Tel.: 01/504 44 55, Fax: 01/504 44 55-66; Internet: www.bso.or.at; E-Mail: office@bso.or.at; ZVR 428560407; DVR: 0737755; UID: ATU71067659; Für den Inhalt verantwortlich: GF Mag. Rainer Rößlhuber Redaktion: Mag.(FH) Georg Höfner-Harttila; Layout: Elias & Partner KG, Wiener Neudorf; Blattlinie: Die BSO ist die Interessenvertretung des gesamten österreichischen Sports und agiert als gemeinnütziges und überparteiliches Dach des Sports sowie als Service-Einrichtung für ihre Mitglieder. Die BSO ist der Verbreitung und Förderung des Sports in seiner Gesamtheit verpflichtet. Sie initiiert und koordiniert sportpolitische Aktivitäten. Ihre Aktivitäten zielen darauf ab, Kompetenz im Sport durch Förderung von Ehren- und Hauptamtlichkeit zu stärken. Die BSO bekennt sich zu den positiven Werten des Sports, insbesondere zu Fairness, Respekt, Gemeinschaft und Leistung. Disclaimer: Die BSO übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit, Authentizität und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen, insbesondere nicht für Inhalte Dritter. Den vollständigen Disclaimer finden Sie auf www.bso.or.at/disclaimer Sämtliche Inhalte sind urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ohne vorherige schriftliche Zustimmung des Herausgebers und Verlages, die über das Maß des gesetzlich zulässigen Zitates gem. § 42f UrhG hinausgeht, stellt eine entgelt- und schadenersatzpflichtige Urheberrechtsverletzung dar.

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TOP-T HE M A

BSO-Pressekonferenz zu Regierungsbildung: „Sport fordert Ministerposten“ Im Rahmen einer Pressekonferenz erhob die BSO am 10. November Forderungen an die sich in der Regierungsbildung befindende Politik. Freiwilligenbericht 2015). Mehr als 15 Mrd. € trägt der Sport direkt und indirekt zum BIP bei und ist Arbeitgeber für 333.000 Menschen – Ehrenamtliche nicht mitgerechnet. Körperliche Aktivität spart dem Staat jedes Jahr bis zu 530 Mio. Euro (vgl. SportsEconAustria-Studien). Und auch eine weitere Studie belegt, dass sich Investitionen in Sport und Bewegung bezahlt machen. Denn jeder in den Sport investierte Euro kommt fünffach zurück (vgl. Weiß)!

© BSO/Hagen

Sport begeistert in Österreich jede Woche 4 Mio. Menschen. 50% der ÖsterreicherInnen sind mindestens 1 Mal pro Woche mit mittlerer Intensität länger als 10 Minuten aktiv. Jede/r viert/e nimmt zumindest 2-3 Mal pro Monat an organisierten sportlichen Aktivitäten teil (vgl. IFES Bewegungsmonitoring 2017, demnächst veröffentlicht). Mehr als 500.000 ÖsterreicherInnen sind jede Woche bereit, sich ehrenamtlich für ihren Sport zu engagieren (vgl. BMASK

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T IT E LGTO E SP-THEMA CHICHTE

Die BSO erwartet, dass die Politik diesen Fakten Rechnung trägt und den Sport im Programm einer neuen Bundesregierung entsprechend abbildet und richtet an diese daher Forderungen unter anderem betreffend den Stellenwert des Sports, das Thema Bewegung für Kinder und Jugendliche, die Infrastruktur und Sportgroßveranstaltungen oder die Rahmenbedingungen für Spitzensport in Österreich. BSO-Präsident Rudolf Hundstorfer: „Der Sport braucht einen höheren politischen Stellenwert und darf nicht wieder zum Wanderpokal werden. Wir plädieren daher für den Beibehalt eines Sportministeriums idealerweise beim Verteidigungsressort. Zudem sind die finanziellen und rechtlichen Rahmenbedingungen für das Funktionieren unseres Freiwilligensystems im Sport seitens der Bundespolitik sicherzustellen. Neben einer Valorisierung der Besonderen Bundes-Sportförderung fordern wir gleiche steuerliche Anreize wie Bildung, Soziales und Kultur. Bereits vor der Wahl waren sich die Parteien in Punkten wie Sport und Schule oder Sportinfrastruktur einig. Nun gilt es, diese Inhalte auch einzufordern.“ BSO-Vize- und SPORTUNION-Präsident Hartwig Löger: „Kinder und Jugendlichen sind das Kapital unserer Zukunft. Aktuelle Studien verdeutlichen weiterhin die drastischen Entwicklungen in eine gesundheitsschädigende

Richtung. Wir fordern daher die Umsetzung der täglichen Bewegung an allen Kindergärten, Volkschulen und Schulen der 10-14-Jährigen in der nächsten Periode sowie eine hundertprozentige Offenheit des Bildungssektors für eine gemeinsame Zusammenarbeit. Auch die Haftungsbestimmungen für die vielen Tausenden Sportbetreuerinnen und -betreuer müssen entschärft werden!“ BSO-Vize- und AFBÖ-Präsident Michael Eschlböck: „Wir fordern die notwendigen Rahmenbedingungen für Spitzensport in Österreich. Dabei gilt es alle Beteiligten in die Pflicht zu nehmen und eine gesamtösterreichische Abstimmung zu gewährleisten, wenn es um Sportstätten und Bewerbungen für Sportgroßveranstaltungen geht. Es braucht auch ein auf den Sport abgestimmtes Bildungssystem, das bereits ab dem Alter von 10 Jahren Rücksicht auf die Erfordernisse ernsthaften Leistungssports nimmt, sportartenspezifische Leistungszentren, die bereits für den Nachwuchs offen sind, Arbeitsplätze in den Heeressportzentren am selben Ort, begleitende Berufsausbildungsangebote und eine finanzielle Basisunterstützung zum Beispiel in Form der Sporthilfe, die eine echte Entlastung darstellt.“ Die konkreten Forderungen können Sie im Web nachlesen: www.bso.or.at/forderungen

Bild links: BSO-Präsident Rudolf Hundstorfer und BSO-Vizepräsidenten Hartwig Löger und Michael Eschlböck fordern einen höheren Stellenwert für den Sport.

Bild oben: Teilen Sie das Video der Pressekonferenz mit den sportpolitischen Forderungen gerne auf Ihren Plattformen: https://youtu.be/qmAnU93r-io

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TOP-T HE M A

Großer Erfolg für den Sport: breiter Anwendungsbereich für die Pauschale Reiseaufwandsentschädigung (PRAE) im Vereins- und Verbandssport Bundesverwaltungsgericht bestätigt die Rechtsmeinung des organisierten Sports – ein Bericht von BSO-Geschäftsführer Mag. Rainer Rößlhuber. In der seit mehreren Jahren in Diskussion stehenden Frage der Geltung und Anwendbarkeit der Pauschalen Reiseaufwandsentschädigung (PRAE) für alle Bereiche des gemeinnützigen Sports ist Mitte November eine weitreichende Grundsatzentscheidung des Bundesverwaltungsgerichts ergangen. Von Seiten der Steuer- und Abgabenbehörden wurde in den letzten Jahren in Zweifel gezogen, dass die pauschalierte Abgeltung von Kostenersätzen an SportlerInnen und BetreuerInnen im Sport für jede Form der Sportausübung im Verein oder Verband möglich ist. Entgegen dem weit gefassten Gesetzeswortlaut war die Rechtsmeinung, die auch durch einen Erlass innerhalb der

Behörden schriftlich bestätigt wurde, die Geltung nur für Training und Meisterschaften in Wettkampfsportarten anzuerkennen. Das maßgebliche Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht geht zurück auf eine erstinstanzliche Entscheidung der Gebietskrankenkasse Salzburg gegen den ASKÖ Landesverband Salzburg. Die Bundes-Sportorganisation hat in diesem Verfahren die ASKÖ Salzburg bei der Bekämpfung eines Bescheids der Salzburger Gebietskrankenkasse unterstützt. Nach einem langwierigen Verfahren über mehrere Jahre liegt jetzt die noch nicht rechtskräftige Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts vor. Diese bestätigt die

© iStockphoto/vgajic

Bestätigt: Die PRAE gilt für jede Form der sportlichen Tätigkeit in gemeinnützigem Rahmen.

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T IT E LGTO E SP-THEMA CHICHTE

seit Jahren eingenommen Position des Sports, dass bei der Einführung der PRAE im Jahr 2009 vom Gesetzgeber beabsichtigt war, jede Form der sportlichen Tätigkeit in gemeinnützigem Rahmen der Anwendung eines pauschalen Aufwandsersatzes zugänglich zu machen. Im Rahmen der Gesetzwerdung waren 2009 der damalige BSO-Präsident Dr. Peter Wittmann und sein Vizepräsident Peter Haubner auch im parlamentarischen Verfahren eingebunden. Sie konnten in der Verhandlung des Bundesverwaltungsgerichts bestätigen, dass die Intention damals eben genau auf die Erfassung der gesamten Vereinstätigkeit gemeinnütziger Sportorganisationen gerichtet war. Eine Unterscheidung zwischen wettkampforientiertem und nicht-wettkampforientiertem Sport ist aufgrund der Schwierigkeit der Abgrenzung und des breiten Sportbegriffs nahezu unmöglich. Dieser Argumentation ist das Bundesverwaltungsgericht in seiner Entscheidung offensichtlich gefolgt. Konkret hält es fest: „…4.5.7. Zusammenfassend ist daher unter Berücksichtigung aller ausgeführten Aspekte nicht anzunehmen, dass der Gesetzgeber eine Einschränkung des Sportbegriffes beabsichtigt hatte, sondern im Gegenteil anzunehmen, dass der Gesetzgeber von einem für alle Erscheinungsformen des Sports offenen und für neue Sportarten zugänglichen Sportbegriff ausgegangen ist. Vom Sportbegriff des § 49 Abs. 3 Z 28 ASVG und des § 1 Z 1 VO 2002/409 idF BGBl II 2002/409

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sind daher sowohl der gegenständlich betroffene Gesundheitsund Fitnesssport umfasst, als auch der Wettkampfsport im Rahmen eines Trainings, welches nicht unmittelbar der Wettkampfvorbereitung dient (Anfänger-, Schnuppertraining, ...).“ Gegen diese Entscheidung steht allenfalls noch der Weg der Revision an den Verwaltungsgerichtshof offen, da es sich hierbei um die Klärung einer Rechtsfrage grundsätzlicher Bedeutung handelt. Die PRAE kann daher von allen Mitgliedsverbänden der BSO und ihren Vereinen für ihre SportbetreuerInnen weiter eingesetzt werden. Damit ist für den Sport in einer wichtigen Frage ein erfreulicher Durchbruch gelungen. Für die BSO ist die Absicherung der Vereine und die Vereinfachung der Spielregeln beim Eingehen von Dienstverhältnissen aber unabhängig von der PRAE-Frage ein vorrangiges sportpolitisches Anliegen. Es soll in Zukunft einfacher für Vereine werden, als Dienstgeber aufzutreten. Ziel der BSO ist, vereinfachte Dienstgebermodelle mit der Politik zu verhandeln. Dabei soll eine Versicherungspflicht mit einer Jahresmeldung erfüllt werden können und ein vereinfachtes formalisiertes Verfahren zur Verfügung stehen. Anleihe könnte man beim Dienstleistungsscheck nehmen, der für private Dienstgeber in Form von eingekauften Leistungsschecks mit Unfallversicherungsdeckung bereits besteht.

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G AST BEI T RAG

© iStockphoto/Rawpixel

Richtig publizieren – wie Sie Zeitungen, Zeitschriften und Festschriften gestalten

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Ö|SPORT


G AST BEITR AG

Im besten Fall sind Vereine lebendige Organisationen, bei deren regelmäßigen Treffen sich die Mitglieder persönlich austauschen können. Wie sagt man so schön: „Durch’s Reden kommen d‘Leut zam.“ Wenn eine Gruppe aber mehr als 150 Mitglieder hat, kommt die persönliche Kommunikation plötzlich an ihre Grenzen. In diesem Fall muss man auf Massenmedien zurückgreifen.

© Elias & Partner

Der Evolutionsantrophologe Robin Dunbar untersuchte, wie viele Individuen eine bestimmte Spezies in ihrer sozialen Gruppe hat. Dunbar berechnete, dass soziale Gruppen beim Menschen maximal 148 Individuen umfassen. Die Dunbar-Zahl wurde durch eine historische Analyse bestätigt:

AUTOR: MAG. JOCHEN ELIAS ELIAS & PARTNER

Neuzeitliche Bauerndörfer wurden von durchschnittlich 150 Menschen bewohnt. Dasselbe gilt auch für die Siedlungen der Hutterer, römische Berufsarmeen und moderne Militäreinheiten (vgl. Susan M. Weinschenk: 100 Dinge die jeder Designer über Menschen wissen muss). Wenn eine Gruppe mehr Individuen zählt, muss der persönliche Kontakt durch andere Kommunikationskanäle ergänzt werden. Vereine ab einer bestimmten Größe müssen also publizieren, um ihre Kommunikation zu optimieren. Denn nur durch ihre Publikationen können sie mit Menschen in Kontakt treten, zu denen es ansonsten keinen (persönlichen) Kon-

takt gibt. Die LeserInnen dieser Publikationen müssen dann nicht einmal Mitglieder der Organisation sein. Zur Wahl stehen gedruckte Publikationen – Zeitung, Zeitschrift/Magazin – und sogenannte wwdigitale (auch elektronische) Publikationen (siehe Kasten). Egal für welche Art man sich entscheidet, die Vorgehensweise ist immer ähnlich: 1. Auswahl des Redaktionsteams: Das Redaktionsteam sollte aus mind. zwei Personen bestehen. Die Redakteure entscheiden über Inhalt und Design der Publikation. Sie wählen die einzelnen Beiträge aus und entscheiden über die Platzierung. Als Bildredaktion müssen sie auch passende Fotos für die Beiträge suchen. In enger Abstimmung mit dem/der Grafik-DesignerIn gestalten sie die Publikation. Nur um hier kein Missverständnis aufkommen zu lassen: die Redaktion muss nicht alle Beiträge selbst schreiben. Die einzelnen Texte können ruhig aus der Feder des Vorstands, von Mitgliedern und von ExpertInnen stammen. Es können auch Pressemeldungen übernommen werden. 2. Erstellen eines Redaktionsplans: Zunächst werden die Erscheinungstermine der Publikation festgelegt. Vom Erscheinungstermin wird zurückgerechnet: Wie lange dauert die Auslieferung der Publikation? Wie lange dauert die Produktion, also der Druck? Wie viele Tage nimmt die Gestaltung in Anspruch? Ö|SPORT

Wie lange dauert der Redaktionsprozess (Auswahl und Bearbeitung der Texte, Bilder, etc.)? Bis wann müssen die einzelnen Beiträge bei der Redaktion abgeben werden (=Redaktionsschluss)? Am Ende entsteht ein Redaktionsplan in dem genau festgelegt ist, wann welcher Arbeitsschritt erledigt werden muss, damit die Publikation pünktlich bei den LeserInnen eintrifft. Machen oder machen lassen? Editorial Design, also die Kunst Publikationen zu gestalten, ist ein Spezialgebiet im Grafik Design. Neben umfassenden Kenntnissen zur richtigen Gestaltung benötigt man auch die geeigneten Werkzeuge dafür. Man sollte auf jeden Fall ein Layoutprogramm verwenden und keine Textverarbeitung. Denn nur Layoutprogramme bieten die notwendigen Funktionen für die Gestaltung von Textspalten, die Platzierung von Fotos und die Ausgabe einer druckfähigen pdf-Datei. Dabei kann man auch kostenlose Open-Source-Software wie das Programm Scribus verwenden (www.scribus.net). Ob man die Gestaltung selbst übernimmt oder an eine/n Grafik-DesignerIn übergibt, muss jede/r für sich entscheiden. Da dies auch eine Kostenfrage ist, verraten wir Ihnen hier noch einen Richtwert: Für die Gestaltung einer gedruckten Seite inklusive Bildbearbeitung wird aktuell ein Honorar von rund 150 Euro empfohlen. 11


G AST BEI T RAG

So sollte Text niemals gestaltet sein: Nur neun Punkt groß, in einer experimentellen Schrift gesetzt, die ausschließlich Großbuchstaben umfasst. Die Zeilenlänge ist zu lang, während der Zeilenabstand sehr klein ist. Er hörte leise Schritte hinter sich. Das bedeutete nichts Gutes. Wer würde ihm schon folgen, spät in der Nacht und dazu noch in dieser engen Gasse mitten im übel beleumundeten Hafenviertel? Gerade jetzt, wo er das Ding seines Lebens gedreht hatte und mit der Beute verschwinden wollte! Hatte einer seiner zahllosen Kollegen dieselbe Idee gehabt, ihn beobachtet und abgewartet, um ihn nun um die Früchte seiner Arbeit zu erleichtern? Oder gehörten die Schritte hinter ihm zu einem der unzähligen Gesetzeshüter dieser Stadt, und die stählerne Acht um seine Handgelenke würde gleich zuschnappen? Besser ist es, den Text nach den links vorgeschlagenen Tipps zu gestalten. So wie hier:

Er hörte leise Schritte hinter sich. Das bedeutete nichts Gutes. Wer würde ihm schon folgen, spät in der Nacht und dazu noch in dieser engen Gasse mitten im übel beleumundeten Hafenviertel? Gerade jetzt, wo er das Ding seines Lebens gedreht hatte und mit der Beute verschwinden wollte! Hatte einer seiner zahllosen Kollegen dieselbe Idee gehabt, ihn beobachtet und abgewartet, um ihn nun um die Früchte seiner Arbeit zu erleichtern? Oder gehörten die Schritte hinter ihm zu einem der unzähligen Gesetzeshüter dieser Stadt, und die stählerne Acht um seine Handgelenke würde gleich zuschnappen?

Typisches Zeitungslayout mit wenig Weißraum.

© iStockphoto/bgblue

Tipps für die Gestaltung Jede Publikation muss leserlich gestaltet sein. Hier einige Tipps für die Gestaltung von Zeitungen, Zeitschriften und Magazinen: • Fließtext wird immer in gut lesbaren Schriften gesetzt. Keine Experimente mit Schreibschriften oder exotischen Formen! • Fließtext sollte eine Lesegröße von zehn bis 12 Punkt haben. Nur kurze, erläuternde Texte können eine sog. Konsulationsgröße von neun Punkt oder kleiner haben. • Fließtext wird nicht in Großbuchstaben gesetzt. • Ein leicht erhöhter Zeilenabstand (>120 %) erleichtert das Lesen. • Menschen bevorzugen kurze Zeilen mit 45 bis 72 Zeichen pro Zeile. Das spricht übrigens für die Gestaltung von Text in mehreren Spalten. • Sorgen Sie für ausreichend Weißraum! Überladene Seiten werden schnell unübersichtlich. Bei Festschriften ist der Weißraum besonders wichtig. Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Inhalten und Freiraum erhält man z. B. durch den „Goldenen Schnitt“. • „Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte.“ Ergänzen Sie Ihre Beiträge mit ansprechenden Fotos. Fotos und Illustrationen können Sie günstig bei Bildagenturen ankaufen. Zumindest ein Bild pro Seite verhindert, dass Sie Textwüsten produzieren. Gönnen Sie sich also ein eigenes Budget für den Ankauf von Bildrechten.

Bei dieser Zeitschrift erhöht der Weißraum die Wirkung.

© iStockphoto/klerik78

INFOBOX Mag. Jochen Elias ist Grafik Designer, Markenberater und Lektor für Medientechnologie an der FH St. Pölten. E-Mail: jochen.elias@eliaspartner.at Web: www.eliaspartner.at 12

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G AST BEITR AG

© iStockphoto/ouh_desire

Mittels Veröffentlichung auf einem Online-Kiosk wird aus einem gedruckten Magazin schnell eine digitale Publikation.

Festschrift Eine Festschrift ist eine Publikation, die zu einem festlichen Anlass verfasst wird. Mit einer Festschrift werden Personen und Institutionen zu ihren Jubiläen geehrt. Außerhalb der Wissenschaft richten sich solche Publikationen an ein breiteres Publikum; der Inhalt kann unterschiedlicher Natur sein. Üblicherweise werden Festschriften in feierlichem Rahmen vorgestellt.

Zeitung, Zeitschrift/Magazin Beide Arten von Publikationen erscheinen regelmäßig. Zeitungen üblicherweise häufiger (z. B. täglich, wöchentlich, …) als Zeitschriften/ Magazine (monatlich, vierteljährlich, …). Allein durch den Erscheinungsrhythmus kann man noch keine Abgrenzung vornehmen. Eine Zeitung ist der Aktualität verpflichtet, das ist ihr inhaltliches Kennzeichen. Zeitschriften/Magazine dagegen berichten über Dinge von allgemeinem Interesse oder spezielle Themen, z. B. Sport. Ein weiteres Kennzeichen von Zeitschriften/Magazinen ist der hohe Stellenwert von Fotos. Bei ihnen nimmt Bildmaterial deutlich mehr Raum ein; etliche Zeitschriften/Magazine haben sogar Fotostrecken über mehrere Seiten. Ein weiteres Kennzeichen von Zeitschriften/Magazinen: Diese Publikationen sind typischerweise geheftet oder geklebt (Bindung). Auch dadurch unterscheiden sie sich von Zeitungen. Ö|SPORT

Digitale Publikation Digitale Publikationen werden nicht gedruckt, sondern für das Lesen am Computer, Tablet, eReader oder Smartphone produziert. Inhalt und Design werden für das Endgerät optimiert. Digitale Publikationen können auch mit multimedialen Inhalten (Videos, Animationen, Audio) ergänzt werden. Im Gegensatz zu ihrer gedruckten Variante haben digitale Publikationen ein Problem mit ihrer Langzeitverfügbarkeit. Während gedruckte Werke auch noch nach Jahrhunderten lesbar sind, müssen digitale Publikationen speziell archiviert werden damit sie auch nach langer Zeit noch genutzt werden können.

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E X T R A B E IL A G E

M I T F R E U NDL I C H E R U NT E R ST Ü TZU NG DE R Ö ST E RRE ICH IS CH E N LOT T E RIE N BSO Cristall Gala 2017

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19. BSO Cristall Gala 2017 Strahlende Awards für strahlende Vorbilder Bereits seit 19 Jahren ehrt die Österreichische Bundes-Sportorganisation, dieses Jahr am 10. November 2017, im Rahmen der BSO Cristall Gala im Studio 44 – Haus der Lotterien jene Menschen, die ihre Zeit, ihr Engagement und ihre Kompetenz überwiegend ehrenamtlich in den Dienst des Sports stellen. Mit Trophäen aus dem Hause Swarovski ausgezeichnet werden dabei jährlich die Top-Funktionärin und der Top-Funktionär, der Top-Sportverein, der/die TopTrainerIn, das Frauen-Power Projekt sowie der/die Top-SportbotschafterIn. Die geehrten Persönlichkeiten bzw. Institutionen dienen hinter den Kulissen als Motor des Sportes – und auch sie sollen einmal am Siegerpodest stehen dürfen. Rund 400 Gäste aus Sport, Wirtschaft, Medien, Politik und Gesellschaft ließen sich diese traditionelle Veranstaltung im österreichischen Sport nicht entgehen. Für den BSO-Präsidenten Rudolf Hundstorfer sind Personen wie sie bei der Cristall Gala geehrt werden Vorbilder für die Gesellschaft: „Ich möchte mich bei allen Menschen bedanken, die den österreichischen Sport Jahr für Jahr und Tag für Tag möglich machen. Unzählige freiwillig engagierte Funktionärinnen und Funktionäre leisten Unglaubliches für den Sport und verdienen sich Anerkennung und Respekt für ihren Einsatz. Ihr Beitrag ist unbezahlbar und ich bin stolz, Teil dieser Sportfamilie sein zu dürfen!“

© BSO/RGE-Media (3)

Alle SiegerInnen, LaudatorInnen und ehrende Personen der BSO Cristall Gala 2017.

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BSO Cristall Gala 2017


Die GewinnerInnen 2017

Top-Sportbotschafter 2017 Peter Kleinmann mit BSO-Präsident Rudolf Hundstorfer und Casinos Austria Vorstandsdirektor Prof. Dietmar Hoscher.

Top-Trainer 2017 Dominik Thalhammer mit BSO-Präsident Rudolf Hundstorfer, Teammanagerin Isabel Hochstöger und Szigeti Marketing Manager Hans Peter Hofmann.

TOP-SPORTBOTSCHAFTER 2017: PETER KLEINMANN (VOLLEYBALL) In diesem Jahr ging eine Ära zu Ende: Peter Kleinmann stand 16 Jahre dem Volleyball Verband als Präsident vor. Als er den Verband übernahm, hatte dieser mit Schulden zu kämpfen und war sportlich erfolglos. Kleinmanns Plan hatte zum vorrangigen Ziel, Volleyball populärer zu machen. Dazu holte er Volleyball-Großevents nach Österreich und verbesserte die Infrastruktur. Das Ergebnis waren etliche Medaillen und ein aufstrebender Verband. Nebenbei setzte sich Kleinmann immer für die Anliegen des Sports allgemein ein und predigte unermüdlich die Wichtigkeit von Sport und Bewegung für Kinder. In seiner Zeit als Vizepräsident der BSO von 2010-2013 zeichnete sich Kleinmann vor allem durch seinen Einsatz im Rahmen der Initiative für die „tägliche Turnstunde“ aus. Durch seine Kontakte und sein enormes persönliches ehrenamtliches Engagement erfuhr diese Initiative ein großes Medienecho. 150.000 Unterschriften und eine Umsetzung der täglichen Bewegungseinheit vor kurzem waren der Lohn. Kleinmann ließ sich von seinem Weg nie abbringen und kämpfte für wichtige Themen mit Emotion und Nachdruck. Der Sport hat ihm viel zu verdanken.

TOP-TRAINER 2017: DOMINIK THALHAMMER (FUSSBALL) Dominik Thalhammer kam 2011 in den ÖFB und hat sich sofort mit vollem Engagement dem Frauenfußball gewidmet. Seiner Persönlichkeit und seiner Kompetenz als Trainer und Teamchef ist es zu verdanken, dass das Nationale Zentrum für Frauenfußball in St. Pölten exzellente Arbeit leistet und dadurch große sportliche Erfolge erzielt werden. Ein untadeliger Charakter und ein sympathisches Auftreten zeichnen ihn aus, ebenso wie seine hervorragende konsequente und hochprofessionelle Mitarbeit in allen Belangen der Sportdirektion. Seine Erfolge können sich sehen lassen: erstmalige Qualifikation zur EM 2013 mit dem ÖFB-U17-Frauennationalteam, erstmalige Qualifikation zur EM 2017 mit dem ÖFB-Frauennationalteam sowie der unvergessliche 3. Platz bei der UEFA Women´s EURO 2017 mit dem ÖFB-Frauennationalteam.

BSO Cristall Gala 2017

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© BSO/RGE-Media (4)

Die SiegerInnen im Detail

Die Top3-Sportvereine 2017 mit BSO-Vize- und AFBÖ-Präsident Michael Eschlböck und Swarovski Head of Business Support Stefan Wildauer.

Die Top3-Frauen Power Projekte 2017 mit ASKÖ-Präsident Hermann Krist und Behindertensport-Präsidentin Brigitte Jank.

TOP-SPORTVEREIN 2017 1. PLATZ: INLINE SKATE VEREIN „TIGERS“ STEGERSBACH Seit der Gründung im Jahre 1997 wurde kontinuierlich an der sportlichen und infrastrukturellen Weiterentwicklung des Vereins aus dem Burgenland gearbeitet – und das mit großem Erfolg. 250 aktive Mitglieder haben seither in dem in der Region äußerst populären „Tigers Cage“ ihre Heimstätte gefunden. Der „Tigers Cage“ ist die moderne Heimspielstätte des Inline Skate Vereins „Tigers“ Stegersbach und zugleich das Bundesleistungszentrum für Inline Skaterhockey. Absolute Priorität genießt in diesem Verein die gezielte Jugendarbeit und Nachwuchsförderung. Kooperationen mit Schulen und Kindergärten aus dem Burgenland und der Steiermark stehen an der Tagesordnung und sorgen für einen ungebrochenen Zulauf an jungen hungrigen Skaterinnen und Skatern und für eine hohe Auslastung der Halle in Stegersbach. Zudem werden Projekte zur Förderung der Gleichberechtigung von Mädchen und Burschen im Sport und auch Projekte zur Integration von Kindern mit Migrationshintergrund initiiert und umgesetzt. Um möglichst gut und professionell mit den Sportlerinnen und Sportlern zu arbeiten, werden alle Mannschaften (U10, U13, U16, U19, 2 Landesliga Mannschaften und die Kampfmannschaft) ausschließlich von staatlich ausgebildeten Trainerinnen und Trainern trainiert. Ein Qualitätskriterium, das sich der Verein selbst auferlegt hat. So viel Weitblick und Engagement zahlt sich auch sportlich aus: Österreichischer Staatsmeister 2016 und 2017 in der allgemeine Klasse.

FRAUEN-POWER-PROJEKT 2017 1. PLATZ: ÖFB FRAUEN-NATIONALTEAM Groß war bereits die Freude, als sich im Oktober 2016 das Frauen-Fußball-Nationalteamerstmals für eine Europameisterschafts-Endrunde qualifizieren konnte. Was jedoch dann heuer, im Sommer 2017, in den Niederlanden passieren sollte, wagten im Vorfeld nicht einmal die kühnsten Optimisten für möglich zu halten: Das ÖFB Frauen-Nationalteam rund um Trainer Domink Thalhammer sorgte für ein Sommermärchen, das das ganze Land, und zwar Frauen wie auch Männer, in Euphorie versetzte. Nach einem hart erkämpften 1:0 Sieg gegen die Schweiz, dem famosen 1:1 gegen den Favoriten Frankreich und einem souveränen 3:0 Sieg gegen Island beendeten die bravourös aufspielenden Österreicherinnen die Gruppenphase als ERSTE. Das Team um Kapitänin Viktoria Schnaderbeck eroberte die Herzen der Fans in Österreich mit unbändigem Willen, Leidenschaft, Freude und bedingungslosem Einsatz im Sturm. Die Euphorie kannte plötzlich keine Grenzen mehr. Unglaubliche 1,2 Millionen Fußballfans drückten den Damen im Viertelfinal-Krimi gegen Spanien vor den Fernsehschirmen die Daumen – ein Rekord für ein Frauenfußballspiel. Und die ZuschauerInnen wurden belohnt: Die ÖFB-Auswahl setzte sich gegen den Weltranglisten-13. Spanien nach torlosen 120 Minuten im Elfmeterschießen mit 5:3 durch und war damit unter den besten vier Teams Europas. Und das beim allerersten Antreten bei einer EMEndrunde. Ein unglaublicher, ein phantastischer, ein mit viel Power erarbeiteter Erfolg. Erst im Elfmeterschießen des Halbfinales gegen Dänemark endet das zweiwöchige Sommermärchen dieser sympathischen und außergewöhnlichen Truppe. Trotz dieses unglücklichen Ausscheidens und des damit verpassten Final-Traumes sind sich alle ExpertInnen bis heute einig – diese Mannschaft hat Geschichte geschrieben.

2. PLATZ: SPORT- UND KULTURVEREIN FC-DONALD 3. PLATZ: SV SCHWARZACH

2. PLATZ: MAMANET AUSTRIA 3. PLATZ: AUSTRIAN OLYMPIC JUDO GIRLS IV

BSO Cristall Gala 2017


Die Top3-Funktionärinnen 2017 mit BSO-Vize- und SPORTUNIONPräsident Hartwig Löger und Harald Sippl, Geschäftsführer des Bundesgremiums des Handels mit Mode und Freizeitartikeln WKÖ.

Die Top3-Funktionäre 2017 mit ÖPC-Generalsekretärin Petra Huber und Michael Nendwich vom Bundesgremium Handel Mode und Freizeitartikeln WKÖ.

TOP-FUNKTIONÄRIN 2017 1. PLATZ: KERSTIN GOVEKAR (ROLLSTUHLTANZEN) Bereits im Jahr 2004 entwickelte die ehemalige AmateurTurniertänzerin gemeinsam mit dem Klinikum Chemnitz Projekte für das Rollstuhltanzen in Deutschland. Nach ihrem Umzug von Sachsen nach Salzburg musste sie feststellen, dass der Stellenwert des Rollstuhltanzens in Österreich weit unter der öffentlichen Wahrnehmungsgrenze war. Seit damals setzte sie sich vehement für die Entwicklung, Anerkennung und Aufnahme des Rollstuhltanzens als Sportart im Österreichischen Behindertensportverband ein. Gemeinsam mit ihrem Mann, Diethard Govekar, etablierte sie diese Sportart zuerst in Salzburg durch die Gründung des „Salzburger Rollstuhltanzsportverein WheelChairDancers“. Von Salzburg aus setzte sich Rollstuhltanzen schlussendlich auch in ganz Österreich durch. Derzeit ist Österreich aus der internationalen Weltspitze im Para Dance Sport nicht mehr wegzudenken. Ohne das Engagement, ihr Herz und ihre Hartnäckigkeit bei der Umsetzung der Interessen des Rollstuhltanzsports würde diese inklusive Sportart in Österreich gar nicht oder zumindest nicht so erfolgreich existieren. Ein Impuls von außen kann auch im Sport Großartiges bewirken.

TOP-FUNKTIONÄR 2017 1. PLATZ: HUBERT LANG (LEICHTATHLETIK) Mit seinem umfangreichen Fachwissen und großen Engagement hat der heute pensionierte Lehrer als Trainer, Obmann, Organisator und Funktionär die österreichische Leichtathletik in all ihren Facetten über die letzten Jahrzehnte geprägt. Das breite Engagement in der Leichtathletik hat seine Wurzeln in Langs Heimatgemeinde Natternbach. Denn dort hat er 1978 als 24-Jähriger eine eigene Sektion Leichtathletik gegründet, die heutige Sportunion IGLA long life. Als Vereinsobmann und langjähriger Sektionsleiter hat er mit dem Silvesterlauf – zuerst in Natternbach, mittlerweile in Peuerbach – eine international beachtete Großveranstaltung ins Leben gerufen und etabliert. Als Präsident des Oberösterreichischen Leichtathletik-Verbands gelang es ihm, mit einem engagierten Team, das Leichtathletik-Bundesleistungszentrum Linz zu einem erfolgreichen Trainings- und Wettkampf-Stützpunkt zu entwickeln. Mit der Eröffnung des Hallenprojekts „Original Kornspitz Leichtathletik-Zentrum Sportland Österreich“ am 07.07.2017, bei der Hubert Lang von der Planung bis zur Umsetzung federführend beteiligt war, realisierte er einen lang gehegten Traum und setzte einen weiteren Meilenstein für die Entwicklung in der österreichischen Leichtathletik.

2. PLATZ: EVA PAUSCHENWEIN (KARATE) 3. PLATZ: SILVIA EHRENGRUBER (JUDO)

2. PLATZ: FRANZ HEHER (ASKÖ) 3. PLATZ: MANFRED HAUSBERGER (JUDO)

BSO Cristall Gala 2017

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© BSO/RGE-Media (9)

Impressionen

Sporthilfe-Geschäftsführer Harald Bauer und Parasportler Thomas Geierspichler.

ASKÖ-Präsident Hermann Krist, ÖOC-Präsident Karl Stoss und Pater Bernhard Maier (v.l.n.r.).

BSFF-Geschäftsführer Wolfgang Gotschke (l.) und BSO-Vize- und AFBÖ-Präsident Michael Eschlböck.

Special Olympics-Präsident Jürgen Winter mit BSO-Präsident Rudolf Hundstorfer und ÖOC-Präsident Karl Stoss (v.l.n.r.).

BSO-Präsident Rudolf Hundstorfer (l.) mit Sportbotschafter Peter Kleinmann.

BSO-Präsident Rudolf Hundstorfer mit „seinen“ erfolgreichen World Games AthletInnen: Inline-Speedskater Christian Kromoser, Jiu-Jitsu Weltmeisterinnen Mirneta und Mirnesa Becirovic sowie Bogenschützin Laurence Baldauff (v.l.n.r.).

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BSO Cristall Gala 2017


BSO-Präsident Rudolf Hundstorfer mit ÖFB-Teamspielerin und Gewinnerin des Frauen Power Awards 2017 Lisa Makas und ÖFB-Frauennationalteamtrainer und Top-Trainer 2017 Dominik Thalhammer (v.l.n.r.).

Behindertensport-Präsidentin Brigitte Jank und ÖOC-Präsident Karl Stoss.

© Swarovski

BSO-Vize- und SPORTUNION-Präsident Hartwig Löger (l.) und Casinos Austria-Vorstandsdirektor Prof. Dietmar Hoscher (r.) gratulieren Peter Kleinmann zur Auszeichnung.

Fast schon Tradition: Seit 19 Jahren ist der BSO Cristall eine begehrte Trophäe in der Sportwelt.

BSO Cristall Gala 2017

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WI R BEDA N K E N U NS B E I U N S E R E N PART NE RN FÜ R DIE FRE U NDLICH E U NT E RST Ü TZ UNG.

D I E B S O C R I STA L L GA L A WU RDE ALS Ö K Ö -E VE NT DU RCH G E FÜ H RT.

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BSO Cristall Gala 2017


FO RT B I LDUNG

BSO-Fortbildungskalender 2018 Fr., 19.01.2018

13:00 - 17:00 Uhr

Struktur & Aufbau des Sports in Österreich

Eisenstadt

Fr., 26.01.2018

13:00 - 17:00 Uhr

Vereins-/Haftungsrecht

Salzburg

Fr., 02.02.2018

13:00 - 17:00 Uhr

Grundlagen Sportsponsoring

Klagenfurt

Do., 08.02.2018 17:00 - 21:00 Uhr

Präsentationstechniken

Wien

Fr., 09.02.2018

14:00 - 18:00 Uhr

Gesellschaftspolitische & Soziale Aspekte

St. Pölten

Fr., 16.02.2018

13:00 - 17:00 Uhr

Kommunikation & Rhetorik

Dornbirn

Fr., 23.02.2018

13:00 - 17:00 Uhr

Sportverein & Steuerpflicht

Eisenstadt

Fr., 09.03.2018

13:00 - 17:00 Uhr

Grundlagen Sportmarketing & Social Media Marketing

Innsbruck

Fr., 16.03.2018

13:00 - 17:00 Uhr

Grundlagen Pressearbeit

Eisenstadt

Fr., 06.04.2018

13:00 - 17:00 Uhr

Grundalgen Kommunikation

Linz

Fr., 13.04.2018

13:00 - 17:00 Uhr

Grundlagen Sportsponsoring

Salzburg

Fr., 27.04.2018

13:00 - 17:00 Uhr

Struktur & Aufbau des Sports in Österreich

Dornbirn

Fr., 04.05.2018

13:00 - 17:00 Uhr

Sportverein & Steuerpflicht

Linz

Fr., 04.05.2018

13:00 - 17:00 Uhr

1x1 Selbstmanagement

Wien

Do., 17.05.2018 17:00 - 21:00 Uhr

Aufwandsentschädigung & Beschäftigungsverhältnisse

Wien

Fr., 25.05.2018

14:00 - 18:00 Uhr

Grundlagen Sportmarketing & Social Media Marketing

St. Pölten

Fr., 25.05.2018

13:00 - 17:00 Uhr

Vereins-/Haftungsrecht

Klagenfurt

Fr., 08.06.2018

13:00 - 17:00 Uhr

Präsentationstechniken

Klagenfurt

Fr., 08.06.2018

13:00 - 17:00 Uhr

Gesellschaftspolitische & Soziale Aspekte

Innsbruck

Fr., 15.06.2018

14:00 - 18:00 Uhr

Grundlagen Pressearbeit

Linz

Fr., 22.06.2018

13:00 - 17:00 Uhr

Grundlagen Budgetierung/Finanzierung

Graz

Fr., 13.07.2018

13:00 - 17:00 Uhr

Aufwandsentschädigung & Beschäftigungsverhältnisse

Klagenfurt

Fr., 07.09.2018

13:00 - 17:00 Uhr

Grundlagen Budgetierung/Finanzierung

Innsbruck

Fr., 14.09.2018

13:00 - 17:00 Uhr

Sportverein Zukunft (Marketing)

Graz

Fr., 21.09.2018

13:00 - 17:00 Uhr

Grundlagen Pressearbeit

Dornbirn

Fr., 05.10.2018

13:00 - 17:00 Uhr

Grundlagen Kommunikation

Eisenstadt

Fr., 12.10.2018

13:00 - 17:00 Uhr

Struktur & Aufbau des Sports in Österreich

Linz

Do., 18.10.2018 17:00 - 21:00 Uhr

Grundlagen Sportsponsoring

Wien

Fr., 19.10.2018

1300 - 17:00 Uhr

Grundlagen Sportmarketing & Social Media Marketing

Graz

Fr., 19.10.2018

13:00 - 17:00 Uhr

Sportverein & Steuerpflicht

Dornbirn

Fr., 09.11.2018

13:00 - 17:00 Uhr

Aufwandsentschädigung & Beschäftigungsverhältnisse

Salzburg

Fr., 16.11.2018

13:00 - 17:00 Uhr

Gesellschaftspolitische & Soziale Aspekte

Graz

Fr., 23.11.2018

13:00 - 17:00 Uhr

Vereins-/Haftungsrecht

Wien

Fr., 30.11.2018

14:00 - 18:00 Uhr

Grundlagen Budgetierung/Finanzierung

St. Pölten

Fr., 07.12.2018

13:00 - 17:00 Uhr

Präsentationstechniken

Salzburg

Ö|SPORT

INFOBOX Ihr Ansprechpartner in der BSO-Geschäftsstelle: Mag. Martin Domes

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Bitte beachten Sie, dass es sich bei dieser Auflistung um in Planung befindliche Workshops vorbehaltlich etwaiger Änderungen handelt. Details bzgl. ReferentInnen, Ort und Inhalt folgen. Die aktuellen Veranstaltungen und auch mögliche Änderungen entnehmen Sie bitte unserer Website: www.bso.or.at/fortbildungskalender

m.domes@bso.or.at

01/504 44 55-18 23


AKT UE L L E S

5-Punkte-Programm der BSO zur Prävention von Missbrauch im Sport

Die aktuell in breiter Öffentlichkeit diskutierten Fälle sind für die BSO der Anlass, ihre bisherigen Aktivitäten in diesem Bereich in Erinnerung zu rufen und weitere wirksame Maßnahmen zu planen. Nach der Unterzeichnung einer gemeinsamen Erklärung gegen sexuelle Übergriffe und für Respekt und Sicherheit im Sport im November 2015 durch alle TeilnehmerInnen der Österreichischen Sportversammlung wurden in Umsetzung der EU-Strategie für Gleichbehandlung im Sport in einer Arbeitsgruppe unter Führung des Vereins 100% Sport Maßnahmen und Handreichungen für Verbände und Vereine erarbeitet. Es gilt jetzt, diese Maßnahmen verstärkt in der täglichen Arbeit unserer Mitgliedsorganisationen zu verankern. Zum Zweck der Minimierung der Gefahren, die durch die Spezifitäten des Sports – wie die Körperlichkeit oder das notwendige Vertrauensverhältnis zwischen TrainerIn und SportlerIn – gegeben sind, wurde ein 5-Punkte-Programm des Österreichischen Sports ausgearbeitet: 1. Im Grundkonsens über die Priorität des Schutzes von Kindern und Jugendlichen wird der Österreichische Sport schnellstmöglich ein dichtes Netz an Vertrauenspersonen zum Kinderschutz in allen Mitgliedsverbänden aufbauen. Bis Mitte 2018 soll ein Netzwerk von 100 geschulten Vertrauenspersonen vorhanden sein, die in allen Sportarten verankert sind. 2. Bis Mitte 2018 schicken die BSO und der Verein 100% Sport externe ExpertInnen in alle Führungsgremien der Bundesverbände, um in diesem internen Rahmen offen und sachlich die Ausgangslage, die Bedrohungspotenziale und die möglichen Maßnahmen zu besprechen. 3. Den Verbänden wird empfohlen, bei ihren TrainerInnenbestellungen und bei denen ihrer Mitgliedsvereine auf die persönliche Eignung der TrainerInnen besonderes Augenmerk zu legen, einen erweiterten Strafregisterauszug einzufordern und einen Ehrenkodex unterzeichnen zu lassen. 4. Die Bundes-Sportorganisation verstärkt ihr bereits vorhandenes Fort- und Weiterbildungsprogramm durch Verdoppelung der Workshops zur Prävention. 5. Als zweite Säule neben der innerverbandlichen Präventionsarbeit und der Implementierung von Notfallplänen im Anlassfall verstärkt die BSO die Kooperation mit externen Fachinstitutionen. Zu diesem Zweck lädt die BSO noch in diesem Jahr zu einem Round Table mit den Opferschutzeinrichtungen ein, um für alle Fälle aus dem Sport eine abgestimmte Vorgangsweise bei der Wahrung der Opferinteressen und der Folgemaßnahmen zu diskutieren. Durch die verstärkte Kooperation mit fachlichen ExpertInnen soll eine Anlaufmöglichkeit außerhalb des 24

© iStockphoto/gofugui

Der Schutz vor Gefahren von Missbrauch in jeglicher Form – besonders von Kindern und Jugendlichen – ist in Österreichs Sportverbänden und -vereinen ein gemeinsames Grundprinzip.

„Systems“ Sport geboten werden und eine externe Begleitung der Maßnahmen des Sports sichergestellt sein. Mit diesen Maßnahmen dokumentiert die BSO auch ihre Verantwortung für die 15.000 Sportvereine, die für die Gesellschaft – insbesondere für Kinder und Jugendliche – unverzichtbare und positive Leistungen erbringen, wie BSO-Präsident Rudolf Hundstorfer klarstellt: „Wir verurteilen Vorfälle wie sie in letzter Zeit in den Medien waren. Wichtig ist aber auch, dass wir uns nicht zu Pauschalverurteilungen hinreißen lassen, denn der Großteil unserer Trainerinnen und Trainer leistet hervorragende Arbeit und hat mit diesen Geschehnissen nichts zu tun. Es ist uns daher ein Anliegen, die Verbände und Vereine mit Präventivmaßnahmen, Anlaufstellen, Materialien und Hilfestellungen zu unterstützen. Ein Strafregisterauszug oder ein Ehrenkodex können bereits erste Maßnahmen zur Bewusstseinsbildung sein.“ Konkrete Hintergrundinformationen und Materialien zum Thema finden Sie auf http://www.bso.or.at/missbrauch Das Forschungsprojekt „Safe Sport“ befragte in Deutschland rund 1.800 KaderathletInnen aus 57 Sportverbänden und 128 Sportarten zum Thema sexualisierte Gewalt. Sport ist ein Umfeld, das geprägt wird von Vertrauen und Respekt. Sport bietet enorm viel Potential für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Nur durch die nötige Unterstützung des gesamten Umfelds können SportlerInnen ihre persönlichen Bestleistungen erzielen. Die im Sport entstehende Nähe und Bindung können jedoch auch ausgenutzt werden. Leider treten damit auch im Sport unterschiedliche Formen der Machtausübung und Grenzverletzungen auf, die bis hin zu sexualisierter Gewalt reichen können.

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AKT UELLES

Erschreckend ist, dass die Mehrheit der AthletInnen bei der ersten Gewalterfahrung unter 18 Jahre alt war. Die Mehrheit der Ereignisse sexualisierter Gewalt findet im Verein statt. Die Größe des Vereins scheint keinen Einfluss zu haben, jedoch scheint es aus subjektiver Sicht der Betroffenen einen Einfluss zu haben, ob in den Vereinen eine Kultur des Hinsehens herrscht (Ansprechperson bei Beschwerden, Regeln für Verdachtsfälle etc.). Daher lohnt es, auf Präventionsmaßnahmen von Sportorganisationen zu setzen. In Deutschland sind ein Großteil der Verbände der Ansicht, die Prävention von sexualisierter Gewalt sei ein relevantes Thema für den organisierten Sport, jedoch fehlen fundierte Kenntnisse zum Thema. Weitere Informationen zum Forschungsprojekt „Safe Sport“: https://www.dsj.de/handlungsfelder/praevention/ kinderschutz/forschungsprojekt-safe-sport

INFOBOX Ihre Ansprechpartnerin in der BSO-Geschäftsstelle: Mag. Anna-Maria Wiesner

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Bisher gab es nur wenige wissenschaftliche Erkenntnisse über Machtmissbrauch und Gewalt im Sport. Mit dem Forschungsprojekt „Safe Sport“ wurden in Deutschland von 2014 bis 2017 Ausmaß und Formen sexualisierter Gewalt im Sport untersucht und förderliche bzw. hemmende Bedingungen für die Umsetzung von Präventionsmaßnahmen identifiziert und analysiert. Darauf aufbauend können Maßnahmen zur Prävention und Intervention im Sport weiterentwickelt und somit zum Schutz vor sexualisierter Gewalt im organisierten Sport beigetragen werden. Projektpartner waren die Deutsche Sportjugend (dsj), das Institut für Soziologie und Genderforschung sowie das Institut für Sportökonomie und Sportmanagement der Deutschen Sporthochschule Köln und die Klinik für Kinder und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie des Universitätsklinikums Ulm. Die Studie „Safe Sport“ befragte rund 1.800 KaderathletInnen aus 57 Sportverbänden und 128 Sportarten. Studien zur Häufigkeit von Gewalt im Breitensport fehlen bislang noch. Ausgewählte Ergebnisse der Forschungsstudie „Safe Sport“: Eine/r von drei AthletInnen gab an, bereits zumindest eine Form von sexualisierter Gewalt im Sport erfahren haben (37 %), eine/r von 10 AthletInnen schwere und/oder länger andauernde sexualisierte Gewalt (11 %). Heruntergebrochen auf das Geschlecht, sind etwa ein Viertel der befragten männlichen Athleten und fast die Hälfte der befragten weiblichen Athletinnen betroffen.

a.wiesner@bso.or.at

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BSO-Jahresbericht 2017 Der aktuelle Tätigkeitsbericht der BSO-Geschäftsstelle gibt einen Rückblick auf die Geschehnisse im und um den Sport im Jahr 2017. Sport- und gesellschaftspolitische Themenschwerpunkte sind ebenso Teil des Berichts wie die Veranstaltungen, Fortbildungen und das Mitgliederservice der BSO. Abgerundet wird der kompakte Überblick mit allen wichtigen Basisinformationen zur BSO und zum organisierten Sport in Österreich. www.bso.or.at/jahresbericht

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AKT UE L L E S

BSO koordiniert auch 2018 die Europäische Woche des Sports Ganz im Sinne von #BeActive sollen aber auch während des gesamten Jahres die Menschen in Österreich bewegt werden. In den 15.000 Sportvereinen und durch das Engagement von über 500.000 freiwillig und ehrenamtlich engagierten Menschen ist dies auch möglich. Über die Facebookseite www.facebook.com/beactiveaustria werden auch während des Jahres Impulse gesetzt, bis es im September 2018 wieder heißt: #BeActive Österreich, #BeActive Europa! Die Europäische Woche des Sports ist eine Initiative der Europäischen Kommission und wird in 32 europäischen Ländern umgesetzt.

INFOBOX Ihre Ansprechpartnerin in der BSO-Geschäftsstelle: Mag. Anna-Maria Wiesner

Motiviert blicken wir bereits auf das Jahr 2018: Die BSO wird auch dann wieder die Koordination der Europäischen Woche des Sports in Österreich übernehmen, die von 23. bis 30. September angesetzt und somit auch Teil des Österreichischen Vorsitzes im Rat der Europäischen Union ist.

a.wiesner@bso.or.at

01/504 44 55-12

Sport & Menschenrechte Rund um Sportgroßereignisse nimmt die öffentliche Kritik an Menschenrechtsverletzungen zu, wenn es beispielsweise um die Umsiedlungen und Vertreibung der Wohnbevölkerung, den Arbeitsbedingungen auf Baustellen oder Kinderarbeit geht. Der Sport bietet jedoch nicht zuletzt durch seine gesellschaftliche und wirtschaftliche Bedeutung ein enormes Potential, positive Werte zu vermitteln und die Realisierung einer Kultur der Menschenrechte zu unterstützen. Auch in Österreich kann auf Verbandsebene und im Vereinsalltag ein Beitrag geleistet werden.

2015 wurde vom Sportministerium eine Arbeitsgruppe Sport und Menschenrechte ins Leben gerufen. Insbesondere geht es darum, ein tragfähiges Netzwerk aufzubauen. Personen aus österreichischen Sport- und Menschenrechtsorganisationen sind durch diese Plattform in Austausch, um voneinander zu lernen, Herausforderungen und Potentiale zu diskutieren und nationale Standpunkte abzugleichen. www.sportundmenschenrechte.at

„Aktion 20.000“: Kostenlose Arbeitskräfte für Verbände und Vereine Die Aktion 20.000 ist eine Arbeitsmarktinitiative der Bundesregierung für Menschen über 50 Jahre, die seit mindestens einem Jahr durchgehend arbeitslos gemeldet waren. Für sie werden 20.000 neue Arbeitsplätze in ganz Österreich im gemeinnützigen Sektor geschaffen. Dabei übernimmt das AMS für einen Zeitraum von 1.1.2018 bis maximal 30.6.2019 bis zu 100% der Lohn- und Lohnne26

benkosten der neu eingestellten MitarbeiterInnen. Auch der Sport in Vereinen und Verbänden kann an dieser Aktion teilhaben und von der Arbeitsmarktförderung profitieren.

www.bso.or.at/aktion20000

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Die Europäische Woche des Sports hat 2017 über 12 Millionen Menschen auf 35.000 Events in ganz Europa bewegt. In Österreich konnten wir mit den Initiativen „50 Tage Bewegung“, „Bewegt im Park“, „Workplace on Tour“, dem Tag des Sports und zahlreichen anderen Maßnahmen und Veranstaltungen einen wichtigen Beitrag dazu leisten.


AKT UELLES

Gemeinsam mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden, Armin Assinger, stellte Sportminister Hans Peter Doskozil am 16.11.2017 die künftigen Geschäftsführer der Bundes-Sport GmbH vor. Clemens Trimmel wird Geschäftsführer für Förderungen der Sportorganisationen und Michael Sulzbacher Geschäftsführer für kaufmännische Angelegenheiten und gleichzeitig Geschäftsführer der Bundessporteinrichtungen Gesellschaft mbH. Wie im Juni 2017 vom Nationalrat mit dem Bundes-Sportförderungsgesetz 2017 (BSFG) beschlossen, soll der Bundes-Sportförderungsfonds mit Wirksamkeit 1.1.2018 in eine BundesSport GmbH umgewandelt und die Bundessporteinrichtungen GesmbH zur Tochtergesellschaft werden. Aufgaben der Gesellschaft sind unter anderem • Vergabe, Abwicklung und Kontrolle von Förderungen nach dem Gesetz • Abwicklung sonstiger Förderungen im Bereich des Sports • Förderung zur Vorbereitung und Durchführung von Sportgroßveranstaltungen von internationaler

Bedeutung (Olympische Spiele, Paralympische Spiele, Weltspiele der Special Olympics, WM und EM sowie Sportveranstaltungen gesamtösterreichischer Bedeutung) • Förderung des Frauen- und Mädchensports sowie benachteiligter Gruppen • Förderung von Vorhaben sportwissenschaftlicher Bedeutung • Spitzensportförderung, Inklusion von Menschen mit Behinderung im Sport Die Geschäftsführer wurden für die Dauer von fünf Jahren bestellt. Die Bestellung des wirtschaftlichen Geschäftsführers erfolgte auf Vorschlag eines Personalberatungsunternehmens. Aus einem Bestellungsvorschlag des Unternehmens wurden vom Aufsichtsrat drei Kandidaten vorgeschlagen, aus denen der Minister den sportlichen Geschäftsführer bestimmt hat. Der Aufsichtsrat der Bundes Sport GmbH besteht aus vier Mitgliedern, die laut den Bestimmungen des Bundes-Sportförderungsgesetz 2017 wie folgt bestellt werden:

© HBF/Pusch

Geschäftsführer der neuen Bundes-Sport GmbH vorgestellt

Sportminister Hans Peter Doskozil (l.) und Aufsichtsratsvorsitzender Armin Assinger (r.) stellten die Geschäftsführer der BundesSport GmbH Michael Sulzbacher (2.v.l.) und Clemens Trimmel (2.v.r.) vor.

• ein Mitglied vom Bundesminister für Landesverteidigung und Sport, das zugleich Aufsichtsratsvorsitzender ist – Armin Assinger • ein Mitglied vom Bundesminister für Finanzen – Mag. Ulrich Zafoschnig • zwei Mitglieder der BSO, eines davon auf Vorschlag des ÖOC – Rudolf Hundstorfer und Dr. Karl Stoss Die Bundes-Sport GmbH, die zu 100 % im Eigentum des Bundes steht, soll mit 1.1.2018 ihren Betrieb aufnehmen.

Der scheidende Schach-Präsident Prof. Kurt Jungwirth wurde im Rahmen der 48. Österreichischen Sportversammlung am 10.11.2017 von der BSO für sein jahrelanges Engagement im Sport geehrt. Neben einer Anerkennungsurkunde überreichte BSO-Präsident Rudolf Hundstorfer Kurt Jungwirth eine personalisierte Schachfigur in Form einer Glastrophäe. Sie ist somit wie Jungwirth selbst ein wahres Unikat. Jungwirth war seit 1971 Präsident des Österreichischen Schachbundes und zudem von 1978 bis 1986 Vizepräsident der Fédération Internatio-

nale des Échecs FIDE, von 1986 bis 1998 Präsident der European Chess Union ECU, von 1990 bis 1998 Kontinentalpräsident der FIDE für Europa und ist seit 1998 Mitglied des Ehrenpräsidiums der FIDE. Für sein Wirken überreichte Landeshauptmann Voves 2010 ihm den Ehrenring des Landes Steiermark. Im Jahr 2007 verlieh ihm Bundespräsident Fischer das Große Goldene Ehrenzeichen mit dem Stern für Verdienste um die Republik Österreich. Ein besonderes Anliegen war Jungwirth immer, die Begeisterung der Kinder für Schach zu wecken. Ö|SPORT

© BSO

Prof. Kurt Jungwirth von BSO bei Sportversammlung für Verdienst um Sport geehrt

Prof. Kurt Jungwirth wurde von BSO-Präsident Rudolf Hundstorfer (Mitte), BSO-Vizeund AFBÖ-Präsident Michael Eschlböck (l.) und ASKÖ-Präsident Hermann Krist (r.) geehrt.

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Rund 400.000 Bewegungsund Sporteinheiten! Qualitätssiegel-Bewegungsangebote, Kinder gesund bewegen & Tägliche Bewegungs- und Sporteinheit: ASKÖ, ASVÖ, SPORTUNION und die Sportvereine bringen gesunde Bewegung für ALLE! Kinder gesund bewegen & Tägliche Bewegungs- und Sporteinheit In diesen beiden Initiativen brachten es die drei Partner gemeinsam mit ihren Vereinen auf mehr als 170.000 Bewegungseinheiten im abgelaufenen Schuljahr. Nach dem Burgenland hat sich nun auch Oberösterreich zur landesweiten Ausrollung der „Täglichen Bewegungs- und Sporteinheit“ entschlossen. In den anderen Bundesländern wird diese neue Initiative in unterschiedlichem Maße getestet. Bislang sind rund 440 Schulen (ca. 8%) und 1.670 Klassen (ca. 4,5%) mit dabei. www.kindergesundbewegen.at www.tbus.at

www.fitsportaustria.at

Die Kongresse Einer der großen Vorteile der Qualitätssiegelauszeichnung ist die vergünstigte Teilnahme an den Fortbildungsveranstaltungen, dem Fit Sport Austria-Kongress sowie dem Kinder gesund bewegen-Kongress. Der 11. Fit Sport Austria-Kongress fand vom 20.22. Oktober 2017 in Saalfelden statt. 420 TeilnehmerInnen konnten aus 92 praktisch-methodischen Arbeitskreisen jeweils 4 auswählen. Vom 13.-14. April 2018 findet der 3. Kinder gesund bewegen-Kongress in Wr. Neustadt statt. Vor allem der Fit Sport AustriaKongress beweist Jahr für Jahr wie wichtig, effektiv und erfolgreich die Zusammenarbeit der drei Breitensportverbände in diesem Bereich ist.

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eine Steigerung um 63% gegenüber dem Vorjahr zeugt vom ungebrochenen Engagement der Verbände und Vereine, wenn es um die Aktivierung der Bevölkerung zu mehr Bewegung geht. Gemeinsam mit den Partnern Fonds Gesundes Österreich und dem Verband Alpiner Vereine haben die drei Verbände die Idee der „50 Tage Bewegung“ überarbeitet und weiterentwickelt. Die Initiative umfasst unter anderem die „Europäische Woche des Sports“ im Rahmen derer auch der #BeActive-Fachaustausch der BSO stattgefunden hat – oder auch den Tag des Sports. Erstmals fand auch der Tag des Schulsports in Wien am Tag vor dem Tag des Sports statt. Rund 1.800 SchülerInnen aus dem Bereich Wien, Niederösterreich, Burgenland und sogar Oberösterreich konnten auf den Sportanlagen der Wiener Landesorganisationen von ASKÖ, ASVÖ und SPORTUNION sowie des Wiener Leichtathletikverbandes Neues und Altbewährtes ausprobieren. www.gemeinsambewegen.at www.fitsportaustria.at/go/tagdesschulsports

www.fitsportaustria.at/go/kongress2017

„50 Tage Bewegung“ Die Weiterentwicklung des Fitwandertages am Nationalfeiertag aus den 70er Jahren hat in seinem zweiten Jahr eine erstaunliche Entwicklung gemacht: 1.212 Veranstaltungen –

© Fit Sport Austria (3)

Qualitätsgeprüfte Bewegungsangebote der Vereine 200.000 bis 250.000 gesundheitsorientierte Bewegungseinheiten stehen derzeit den ÖsterreicherInnen Jahr für Jahr bundesweit zur Verfügung. Diese Summe ergibt eine kurze Hochrechnung auf Basis der rund 7.000 bis 8.000 mit dem Qualitätssiegel ausgezeichneten Bewegungsangebote über den Zeitraum eines Sportjahres. Vereine, die den Zug der Zeit erkannt haben und Teil dieser wichtigen Initiative wurden, lassen ihre gesundheitsorientierten Bewegungsangebote mit dem Fit Sport Austria-Qualitätssiegel auszeichnen und generieren so einen

Mehrwert für ihren Verein. Die drei Sport-Dachverbände freuen sich natürlich auch weiterhin über jeden interessierten und engagierten Verein, der mit seinen Bewegungsangeboten ebenfalls Teil dieser gemeinsamen Initiative wird.

Ö|SPORT

Activity Square Europe Das gemeinsame EU-Projekt mit dem hehren Ziel 80 Millionen Kinder in Europa zu bewegen, biegt bereits in die Zielgerade. Noch bis 15. Dezember 2017 sind zwei Wettbewerbe für Vereine, Universitäten und interes-


FIT S PO RT AUSTR IA

sierte Einrichtungen im Laufen, um neue Ideen und Best Practice Modelle zu finden. Von 22.-24. November 2017 fand ein weiterer „Onsite-Visit“, diesmal in Budapest, statt. Dabei wurden die Bemühungen unserer Nachbarn begutachtet und deren Projekte präsentiert und diskutiert. In Ungarn gibt es übrigens die tägliche Turnstunde bereits seit 2012. Das Projekt läuft noch bis Sommer 2018. www.activity-square-europe.eu

Medienarbeit Der Geschäftsführer der Fit Sport Austria war im November Gast in einer Sendung des Bürgeranwalts zum Thema übergewichtige Kinder. Im Wesentlichen ging es um die Relevanz von ausreichend Bewegung und gesunder Ernährung. Die praktischen Umsetzungsprobleme der „Täglichen Bewegungs- und Sporteinheit“ wurden ebenso themati-

siert wie die ausschließliche Finanzierung durch die Sportförderung und der Ruf nach einer finanziellen Beteiligung seitens Gesundheits- und Bildungsresort. Zum unglücklichen Kindergarten-OGH-Urteil wurden im Rahmen der Presseaussendung zum Fit Sport Austria-Kongress einige grundsätzliche Anmerkungen gemacht. Abseits der rechtlichen Aspekte konzentrierte sich unsere zentrale Aussage darauf, wie wichtig vielfältige Bewegungserfahrungen für die Entwicklung eines Kindes sind und wie wertvoll die entsprechend zur Verfügung gestellten Freiräume sind. Auch zum öffentlich viel diskutierten Thema des starken Anstiegs der übergewichtigen Kinder hat die Fit Sport Austria eine entsprechende Presseaussendung verfasst, in der vor allem auf die Initiative Kinder gesund bewegen als wichtige Strategie hingewiesen wurde.

Fit Sport Austria GmbH Waschhausgasse 2 / 2. OG 1020 Wien Tel.: +43/1/504 79 66 Fax: +43/1/504 79 66-900 E-Mail: office@fitsportaustria.at Web: www.fitsportaustria.at

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Vier gewinnt! – Teil 2: Die BSO Vereins-Rechtsschutzversicherung Warum eine Vereins-Rechtsschutzversicherung? Bei einer Herbst-Trainingsfahrt mit den Inlineskates wurde Dominic im Ortsgebiet vom Anhänger eines PKW angefahren und kam zu Sturz. Der 22-jährige Sportler zog sich einen komplizierten Knöchelbruch und mehrere Bänderrisse zu. Das Resümee des Unfalls: eine länger andauernde Arbeitsunfähigkeit und eine langwierige Regeneration. Für den Ausdauersportler schien klar, dass die KFZ-Haftpflichtversicherung des PKW in vollem Umfang schadenersatzpflichtig sei. Diese sah den Vorfall jedoch anders und wehrte die Schmerzensgeldforderung ab. Dominic hätte für seine eigene Sichtbarkeit zu wenig beigetragen und hätte ebenso einen Schwenk in Richtung Fahrbahnmitte gemacht. Mit Hilfe der BSO-Vereins-Rechtsschutzversicherung wird der zu Schaden gekommene Athlet nun, ohne eigens Kostenrisiko, seine Schadenersatzforderungen einklagen.

Die Aufgabe der Vereins-Rechtsschutzversicherung Grundsätzlich gilt, dass die Rechtsschutzversicherung zwei wesentliche Funktionen hat: Einerseits geht es, wie in Dominics Fall, um die rechtliche Durchsetzung eigener Ansprüche. Hierbei übernimmt die Rechtsschutzversicherung – bei vorliegender Deckung – die anfallenden Kosten für Rechtsanwälte, Sachverständige, Zeugen- & Dolmetsch-Gebühren als auch die Gerichtsgebühren. Zugleich trägt die Rechtsschutzversicherung das Prozessrisiko, denn wichtig zu wissen ist: im Zivilverfahren muss die unterlegene Partei auch die Kosten der Gegenseite übernehmen. Zum Zweiten ist im Strafverfahren ebenso die Verteidigung von Rechten des Versicherungsnehmers Gegenstand der Rechtsschutzversicherung. Thema Strafrecht Anders als in einem Zivilverfahren ist im Strafverfahren die Republik Österreich Klägerin. Das hat zur Folge, dass selbst bei einem Freispruch der/die Angeklagte einen Großteil der entstandenen Kosten selbst zu tragen hat. Wichtig zu wissen: Bei Vorsatzdelikten können die entstandenen Kosten nur nachträglich von der Rechtsschutzversicherung übernommen werden und auch nur dann, wenn ein Freispruch oder eine Einstellung des Verfahrens erfolgte. Umfang des BSO-Vereins-Rechtsschutzes Die BSO Vereins-Rechtsschutzversicherung umfasst die für Sportvereine wesentlichen Rechtsschutzbausteine, mit einer Versicherungssumme von € 120.000,- pro Schadenfall, versichert zu einer Jahresprämie von € 45,- (bis zu 125 Mitglieder, jedes weitere € 0,36,-). • Schadenersatz-RS (Mitglieder gelten als mitversichert) • Straf-RS (Mitglieder gelten als mitversichert) • Arbeitsgerichts-RS (für den Verein) • Sozialversicherungs-RS (für den Verein) • Beratungs-RS (für den Verein) Die Vereins-Rechtsschutzversicherung ist die notwendige und sinnvolle Ergänzung zur Vereins-Haftpflichtversicherung für alle FunktionärInnen, TrainerInnen und SportlerInnen des versicherten Vereins.

INFOBOX

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Versicherungsberatung Held & Held Hauptstraße 25 2353 Guntramsdorf Tel.: +43/2236/53 086-0 Fax: +43/2236/53 086-4 E-Mail: sportversicherungen@diehelden.at Web: www.diehelden.at 30

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ASKÖ: Glanzvolle Feier 125 Jahre Arbeitersport Im Wiener Rathaus feierte der Arbeitersport (ASKÖ, Naturfreunde, ARBÖ, ASKÖ-Flugsport und Arbeiterfischer) sein 125-jähriges Jubiläumsfest. Mehr als 400 Persönlichkeiten waren der Einladung der ASKÖ gefolgt und erlebten einen tollen Abend. ASKÖ-Präsident Hermann Krist begrüßte und Olivia Peter führte durch den Festabend. Dieser beinhaltete Videosequenzen der ersten 100 und der letzten 25 Jahre sowie Präsentationen der SportlerInnen Ria Richetsky, Roland Königshofer, Corinna Kuhnle, Conny Wilczynski und Benni Wizany. Die Danube Dragons-

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für dieses Playoff qualifiziert. Der Gewinner der Best Of 3-Serie wird 2019 an der EM in Deutschland teilnehmen, das gleichermaßen Qualifikationsturnier für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio ist. Das Österreichische Baseball Nationalteam konnte beim fünften Anlauf das Finale der B-Pool EM gewinnen. Dabei setzten sich die heimischen Baseballer gegen Bulgarien, Griechenland, Serbien, Schweiz und Israel durch.

Bild 2: Die Athletics feiern ihren vierten Baseball Staatsmeistertitel.

Bogensport: 3D WM-Titel Zahlberger – Outdoor: Junioren WM Argentinien; WM Mexiko Das 3D Nationalteam mit Bundestrainer Erich Schöber und Coach Christian Wöll bestritt in Robion/Frankreich die WM. Für die Instinktivbogenschützin Heldis Zahlberger konnte die Saison nicht besser enden. Nach ihrem Europameistertitel 2016 konnte sich die Oberösterreicherin heuer ebenso erfolgreich bei der Weltmeisterschaft gegen ihre Kontrahentinnen durchsetzen. Knapp am Podest vorbei schrammten Nico Wiener (Compound) und Alexander Parschisek (Instinktiv) mit Platz 4. – Outdoor: Betreut von Coach Daniel Uschounig bestritten Nico Wiener und Stefan Heincz

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toren Jürgen Preusser, Manfred Polt, Michael Zink (v.l.), Michael Maurer und Raimund Fabi (v.r.) mit dem sichtlich stolzen Hermann Krist.

Baseball: Athletics sind Staatsmeister, Playoff für EM 2019 in Österreich Aller guten Dinge sind sieben: Die Attnang-Puchheim Athletics schlagen im siebenten Spiel um die heimische Baseballmeisterschaft die Vienna Wanderers mit 9:3 und sind erneut Baseball Staatsmeister. Zuvor gewannen die Wiener noch Spiel 6 in der Serie mit 5:3. Nach 2008, 2010 und 2016 ist es insgesamt der vierte Meistertitel für die Oberösterreicher. Baseball EM 2019: Österreich hat den Zuschlag für das EM-Playoff zwischen Österreich und Litauen im kommenden Jahr erhalten. Österreich und Litauen haben sich mit dem Gewinn ihres B-EM Qualifikationsturniers 2017

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Cheerleaderinnen wussten mit ihrer Darbietung zu beeindrucken. Die ASKÖ bekam für über 20 Jahre Engagement für Fair Play Sport in Österreich von Fair-Play-Weltpräsident Jenö Kamuti ein Ehrendiplom überreicht. Im Mittelpunkt stand aber die Präsentation des neuen Jubiläumsbuches „Sport für uns alle – 125 Jahre Arbeitersport in Österreich“, das um 29,90 Euro im Buchhandel oder bei der ASKÖ-Bundesorganisation erhältlich ist. / Bild 1: Die Au-

die Junioren WM in Rosario/Argentinien. Nico erzielte den sehr guten 6. Platz. Anschließend ging es weiter nach Mexiko zur WM „Allgemeine Klasse“. Mit drei Recurve- und drei Compound AthletenInnen startete das Team von Bundestrainer Samo Medved in den Bewerb. Die lange Saison und die klimatische Veränderung zeigten ihre Spuren. Nach einer guten Qualifikation konnte sich keiner in den Eliminationsrunden durchsetzen. Nach einer kurzen Pause geht es in die Indoorsaison. Nächstes Großsportevent ist die Indoor WM 2018 in Yankton (USA). / Bild 3: Heldis Zahlberger

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Stocksport Champions League: ESV Jimmy Wien vor EV Rottendorf Seiwald Die Wiener sicherten sich in einem packenden Finalspiel mit 23:21 den Gewinn der ersten European Stocksport Champions League. 800 Fans kamen in die Raiffeisen Arena Wels, um dieses erste Finalspiel live mitzuerleben. Im Finale musste ESV Jimmy Wien nach 12 Kehren auf einen Fehler der Kärntner hoffen, um als Sieger von der Bahn gehen zu können. Der EV Rottendorf Seiwald hatte die Finger bereits am Pokal. Christian Almbauer, Christian Hobl, Andreas Czesniczewski, Karl Reiterer und Markus Bischof (ESV Jimmy Wien) gewannen mit diesem knappen

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Franz Thaler (Team-Manager), Markus Bischof, Christian Almbauer. 1. Reihe: Christian Hobl, Andreas Czesniczewski und Sponsor Andreas Lenz, Firma Stocksport HLS (v.l.n.r.).

Frisbee Sport: Nationale Highlights Bei den Österreichischen Staatsmeisterschaften in der Ultimate Mixed Division sicherten sich die SpielerInnen der Wiener Mischung (EÖFC, Wien) bereits zum dritten Mal in Folge die Goldmedaille. Bei den Herren konnte sich Forward (Ultimate Vienna, Wien) und bei den Damen Mantis (Ultimate Vienna, Wien) an die Spitze setzen. Der Österreichische Junioren-Meistertitel im Ultimate ging in beiden Klassen (U17 und U20) an HuskEZ (EÖFC, Wien). Im Disc Golf durfte sich Katharina Gusenbauer als Staatsmeisterin feiern lassen. In der allgemeinen Klasse setzte sich Jakob Gusenbauer im Stechen vor Otfried Derschmidt

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Erfolg den Champions-League-Pokal und einen Siegerscheck in der Höhe von 5000 Euro. Platz 2 ging an den EV Rottendorf Seiwald aus Kärnten, geteilte Dritte wurden die RSU Leitersdorf i. R. (St) und der SV ASVÖ Lichtenberg bei Linz. Für den optischen Aufputz und viel Show sorgten die Cheerleaders des Basketballclubs Wels, 2018 soll es eine Fortsetzung geben. / Bild 1: 2. Reihe: Karl Reiterer,

durch. Laurenz Schaurhofer dominierte die Juniorenklasse. Die Doubles Meisterschaften wurden in der offenen Klasse von Leon und Stefan Sonnleitner und im MixedBewerb von Katharina Gusenbauer und Johannes Hielfer gewonnen. Bei der „Österreichisch-Ungarischen Disc Golf Tour 2017“ ging der Tourtitel bei den Damen an Katharina Gusenbauer und bei den Herren an Lukas Froschauer.

Bild 2: Lisa-Maria Hanghofer (Chuck Bronson, Nr. 26) mit einem Backhand-Pass gegen Hemma Gritsch (Wiener Mischung, Nr. 12).

Goldenes Verdienstzeichen für die Golfhelden Einen historischen Erfolg erzielte das Herren-Team des Österreichischen Golf-Verbandes vergangenes Jahr bei der World Amateur Team Championship 2016. Markus Maukner, Michael Ludwig und Matthias Schwab holten WM-Edelmetall in Mexiko. Gold ging an Australien, Silber an England. Österreich holte sich verdient die Bronzemedaille. Das war der größte und bedeutendste Erfolg, den jemals eine österreichische Mannschaft im Golf bei einer Weltmeisterschaft erzielen konnte. Für diese Leistung wurde den drei ÖGV-Kaderspielern am Tag des Sports

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2017 das Goldene Verdienstzeichen verliehen (siehe Foto). Auch in der Saison 2017 konnten bereits international beachtliche Ergebnisse erzielt werden, die die gute Arbeit der Eltern, Trainer und Landesverbände widerspiegeln: Luca Denk gewann die Swiss Amateur und bekam dadurch einen Startplatz bei dem Omega European Masters. Emma Spitz qualifizierte sich erneut für den Junior Solheim Cup und Maxi Steinlechner gewann die Internationale, die Nationale und die Österreichische Jugendmeisterschaften der U 18-Katgorie.

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Handball: Frauen gelingt Sensation über Olympiasieger, Männer in EM-Vorbereitung Im zweiten Spiel der Qualifikation für die EURO 2018 feierte Österreichs Handball Frauen Nationalteam eine der größten Sensationen der jüngeren Vergangenheit. Vor Heimpublikum drehte man, dank einer überragenden Abwehrleistung und einer in Bestform befindlichen Petra Blazek im Tor, den 13:16-Pausenrückstand gegen Russland in einen 27:24-Erfolg. Bereits seit Juni erfolgreich für die EM im Jänner in Kroatien qualifiziert, bestritt das Männer Nationalteam im Herbst zwei Freundschaftsspiele gegen Serbien. Musste man sich im ersten noch knapp mit 32:34

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euro.com / Bild 4: Österreich besiegt Olympiasieger Russland.

Jiu-Jitsu: Medaillenregen für JuniorenTeam bei U18/U21 EM in Bukarest Die erfolgreichste Junioren EM in der Geschichte des JJVÖ absolvierte das junge Team von 27.-29. Oktober 2017 in Bukarest, an der über 500 AthletInnen aus 26 Ländern teilnahmen. Österreichs SportlerInnen erkämpften sich sieben Medaillen, davon viermal Gold und dreimal Bronze, sowie weitere acht Top Ten Platzierungen. Darüber hinaus wurde Anna Fuhrmann (B) nach Gold in den Disziplinen Fighting und Ne-Waza als beste Kämpferin Europas gekürt. So konnte auch der Jugendkader nach den beiden beeindruckenden Siegen bei den Ende Juli in Woclaw ausgetragenen World Games von Becirovic/Becirovic und

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geschlagen geben, holte man im zweiten Spiel einen Rückstand von sechs Toren auf und erkämpfte ein verdientes 38:38-Unentschieden. Ab 2. Jänner kommt das Team zur finalen Vorbereitung auf die EURO 2018 zusammen. In der Vorrunde trifft man am 12. Jänner auf Weißrussland, am 14. Jänner auf Weltmeister Frankreich und am 16. Jänner auf Vize-Weltmeister Norwegen. Alle drei Spiele bestreitet man in Porec, wohin das Team von über 600 Fans begleitet wird. Tickets und Informationen: www.oehb.at; cro2018.ehf-

Bichler/Vosta aufzeigen und untermauern, dass gerade in der Jugendarbeit die eingeschlagene Richtung stimmt. Die MedaillengewinnerInnen sind im Fighting System Anna Fuhrmann (B) und Lisa Fuhrmann (B), im Ne Wasa System Anna Fuhrmann (B) und im Duo System Marc Hendrich (N), Matthias Käfer (N), Cornelia Bergen (W), Andrea Brauneis (W), Ricarda Biehl (N), Veronika Rejzek (N), Petra Vekszler (N) und Elena Rehberger (N).

Sensationelle Saison 2017 für Österreichischen Kanuverband: 14 Medaillen Den Auftakt machte Slalom-Kanutin Corinna Kuhnle. Sie krönte sich in Tacen/SLO zur K1-Europameisterin. Die erst 19-jährige Nadine Weratschnig holte in Slowenien Bronze im C1. Im Para-Kanu war Markus Mendy Swoboda das Maß aller Dinge. Der Oberösterreicher krönte sich zum DoppelEuropameister und holte bei der WM in Racice/CZE zwei Mal Silber. Das K2-Sprint Duo Viktoria Schwarz/Ana Roxana Lehaci belegte in Tschechien über 200m Platz 6. Tolle Ergebnisse auch im Nachwuchs: Felix Oschmautz krönte sich in Bratislava/SVK zum Junioren-Weltmeister, Mario Leitner

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holte U23-Silber. Gleich fünf Medaillen gab es bei der U23EM Hohenlimburg/GER: Gold im K1 durch Viktoria Wolffhardt und Mario Leitner, Silber (Wolffhardt) und Bronze (Nadine Weratschnig) im C1 sowie Bronze im K1-Team durch Leitner, Felix Oschmautz und Matthias Weger. Zum Abschluss gewann das Trio Corinna Kuhnle, Viktoria Wolffhardt und Lisa Leitner bei der Kanu-Slalom-WM in Pau/FRA Silber im K1-Team. Als Anerkennung wurden sie bei der Wahl zum Sportler des Jahres der Österreichischen Sporthilfe als bestes Team nominiert. / Bild 6: Kuhnle holt EM-Gold.

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Karate jubelt über eine „goldene“ Nachwuchs-WM Sensationell verlief die Nachwuchs-WM Ende Oktober auf Teneriffa: Nach Kata-Silber durch Funda Celo (NÖ/Kadetten) und Patricia Bahledova (V/Junioren) erkämpfte Lora Ziller (OÖ) sensationell U21-Silber in der Kumite-Klasse +68 kg. Dazu gab es noch Kata-Bronze durch Kristin Wieninger (NÖ), die 2016 in Linz WM-Fünfte wurde. ÖKB-GS Ewald Roth: „Es war die erfolgreichste Junioren-WM: Bislang erreichten wir maximal einen Podestplatz – nun feiern wir unglaubliche vier Medaillen.“ Neben den drei Kata-Erfolgen glänzt Zillers Kumite-Silber: „Sie kam ohne

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dova (v.l.n.r.) mit WM-Edelmetall.

Kraftdreikampf: Pflichttermin und Jahresrückblick Die jährliche Staatsmeisterschaft im Kraftdreikampf Classic findet heuer am 16. und 17. Dezember statt. Es ist das größte Kraftdreikampf Event Österreichs und es wird eine neue Rekordzahl an Athleten erwartet. Moderator des Events ist kein geringerer als Geno Powerlifting Biancheri, der eigens dafür aus den USA eingeflogen wird. Für einen reibungslosen Ablauf und für die Sicherheit der Athleten wird das international bekannte Czespotterteam sorgen. Austragungsort ist „Das Gym“, Handelskai 340, 1020 Wien. Details dazu finden Sie auf der Homepage www.kraftdreikampf.at. Das Jahr 2017 war ein erfolgreiches für das das

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Gegentreffer ins Finale, war einfach perfekt eingestellt“, gratulierte Roth Coach Juan Luis Benitez Cárdenes. Erst im Finale musste die BORG Linz-Schülerin gegen Risa Sugimoto (JPN) ihre ersten Treffer einstecken, verlor 0:3. In der Allg. Klasse war Alisa Buchinger wieder einmal das Maß aller Dinge: In ihrer neuen Gewichtsklasse bis 61 kg feierte die 68 kg-Weltmeisterin Anfang Oktober ausgerechnet beim Heimturnier in Salzburg ihren ersten Serie A-Sieg. / Bild 1: Kristin Wieninger, Funda Celo und Patricia Bahle-

Nationalteam und für den ÖVK. Unsere Athleten konnten einige Medaillen auf internationalen Wettkämpfen nach Hause bringen. Der ÖVK konnte die Firma Titan Support Systems als neuen Sponsor für sich gewinnen.

Moderner Fünfkampf: Erfreuliche Ergebnisse bei Militär- und Biahtle/Triathle-WM Gustav Gustenau (HSV Wr. Neustadt) krönte seinen Saisonabschluss 2017 mit einem hervorragenden 8. Platz bei der Militärweltmeisterschaft CISM im polnischen Drzonkov. Trotz hochwertigem Starterfeld mit insgesamt 43 Athleten konnte er seine Form bestätigen. Nach Rang 5 in der Qualifikationsrunde hatte Gustav die Weltmeisterschaft mit Platz 8 erfolgreich abgeschlossen. Bei der Weltmeisterschaft im Biathle und Triathle im spanischen Viveiro waren 7 ÖsterreicherInnen vertreten. Einen erfreulichen Erfolg feierten Anna Swoboda (Kolland Top Sport) und Nina

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Waldner (HSV Graz). Bei der Weltmeisterschaft Triathle holte sich Anna die Silbermedaille in der Juniorenklasse. Nina belegte den 3. Platz in der Allg. Klasse.

Bild 3: Gustav Gustenau.

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Paralympisches Committee: Gemeinsam Talente entwickeln Das Österreichische Paralympische Committee hat heuer das Projekt „Paralympics 2024/2026 – The next generation“ gestartet. Ziel ist es, den Mitglieds-Fachverbänden und den involvierten Organisationen und Institutionen paralympisches Knowhow und Expertise zur Verfügung zu stellen und so den Inklusionsprozess zu unterstützen. „Inklusion im paralympischen Sport bedeutet Veränderung, vor allem aber ist es eine große Chance“, sagt ÖPC-Präsidentin Maria Rauch-Kallat über das Projekt, das vom BSFF unterstützt und vom Institut für Sportwissenschaft der

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Rodeln: Die Magie der fünf Ringe Der Internationalen Rodelverband (FIL) bemüht sich um Aufnahme von Rennrodeln auf Naturbahn in das olympische Programm. Es ist die ursprünglichste Form des Rodelns, die Aktive und Zuschauer gleichermaßen begeistert. Nun gibt es einen neuen massiven Vorstoß der FIL, dass das Rennrodeln auf Naturbahn in das olympische Programm aufgenommen wird. Läuft alles nach Plan, könnte es schon 2022 in Peking soweit sein. In der Vergangenheit war das Ansinnen, Naturbahnrodeln olympisch zu machen, vor allem am Widerstand anderer Nationen gescheitert. Neben den sportlichen Reizen wird auch ganz

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stark auf die Themen Nachhaltigkeit, geringe Kosten und Umweltverträglichkeit geachtet, sodass der Sport in all seinen positiven Eigenschaften zur Geltung kommt. Werbung für den Naturbahnrodelsport und für eine Aufnahme ins Olympia-Programm soll bereits am 2. und 3. Dezember gemacht werden, wenn in Kühtai wieder die neue Weltcupsaison eingeläutet wird.

ÖRSV: Erfolg auf Rollen Erfolgreicher Sommer für den ÖRSV: Aufnahme in die ÖOC-Familie, 6 x Edelmetall bei Europameisterschaften, Startschuss „Skateboarding“. Auftakt war das erfolgreiche Abschneiden der Inline-SpeedskaterInnen bei der EM in Lagos/Portugal. Sprintspezialistin Vanessa Herzog sicherte sich auf der Bahn Gold, Silber und Bronze, auf der Straße folgten zwei weitere Goldmedaillen – sie war erfolgreichste Skaterin dieser EM. Langstreckenspezialist Jakob Ulreich erskatete über 1.000 m auf der Bahn Rang 6 und in der Juniorenklasse gab es Top-Ten Ergebnisse

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Universität Wien wissenschaftlich begleitet wird. „Inklusion ist ein langfristiger Prozess, der Konzepte und Strategien erfordert, weil jeder Verband vor unterschiedlichen Herausforderungen steht“, weiß ÖPC-Generalsekretärin Petra Huber. Im Rahmen einer zweiteiligen Workshop-Reihe referierten nationale und internationale ExpertInnen über paralympische Themen, welche entsprechend der in einem Online Fragebogen erhobenen Wünsche der Verbände ausgewählt wurden. Mehr Informationen zum Projekt und die Vortragsinhalte zum Download auf www.oepc.at

durch Katherina Thien und Anna Petutschnigg, was uns große Hoffnung für die Qualifikationen zur YOG 2018/Buenos Aires gibt. Der Inline-Freestyler Pedram Vakili holte Anfang Oktober bei der in Italien abgehaltenen EM den Vize-Europameister-Titel in seiner Disziplin Inline Speed Slalom und führt dort die Weltrangliste an. Herzlich begrüßen wir die Skateboarderin Julia Brückler. Julia ist aktuell in der Disziplin „Park“ Erste der Weltrangliste und bereitet sie sich nun unter der Schirmherrschaft des ÖRSV auf Olympia 2020 in Tokyo vor.

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Erfolgreiche Saison für den Österreichischen Ruderverband Der Österreichische Ruderverband (ÖRV) blickt auf eine äußerst erfolgreiche Saison zurück. Magdalena Lobnig holte sich nebem dem Welcup-Sieg in Poznan in Polen den Gesamtweltcup-Sieg und krönte ihre sensationelle Saison mit der WM-Bronzemedaille. Die U23-Nationalmannschaft waren mit Silber und Bronze nicht nur bei der WM in Bulgarien erfolgreich, sondern konnten auch bei der U23-EM Anfang September in Kruszwica (Polen) fünf Medaillen gewinnen. Und auch bei den Wold Games konnten mit ÖRV-Athleten mit Gold, Silber und Bronze überzeugen.

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Rugby: Sieg und Niederlage in der 15s EM Österreichs Herren 15s Rugby Nationalteam startet mit einem Sieg und einer Niederlage in die Rugby Europe Conference 2 South 2017/18. Nachdem in der letzten Saison der erste Platz und der damit verbundene Aufstieg in die Conference 1 mit einer Niederlage in Belgrad knapp verpasst wurde, hatten Österreichs „Steinböcke“ gleich zum Start der neuen Saison die Chance auf eine Revanche gegen Serbien. Diese gelang mit einem 27:25 Erfolg am Wiener Sportclub-Platz – dem ersten Sieg von Österreich gegen Serbien im fünften Duell. Ein gelungener Auftakt für den neuen Coach Jim Crick, der nach dem Rückzug

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ÖRV-Präsident Horst Nussbaumer: „Die Rudersaison 2017 war eine besonders erfolgreiche für die Athletinnen und Athleten des ÖRV. Unsere Mannschaften konnten bei Welt- und Europameisterschaften insgesamt acht Medaillen gewinnen. Gekrönt wurde die Saison durch die WMMedaille von Magdalena Lobnig, die auch den Weltcup Gesamtsieg 2017 erringen konnte. Wir sind damit optimistisch in die neue Olympiade gestartet und dürfen uns noch auf viele Erfolge freuen.“

von Steve Doyle im Sommer das Amt übernommen hatte. Im zweiten Spiel auf Zypern lief es weniger nach Wunsch. Der Weltrekordhalter an Siegen in Folge (24) zeigte dem jungen österreichischen Team mit schnellem, physischen Spiel seine Grenzen auf und siegte souverän mit 42:5. Österreich steht damit auf Rang drei in der Tabelle. Im Frühjahr stehen ein Heimspiel gegen die Slowakei (24.3.) und ein Auswärtsspiel in Slowenien (7.4.) auf dem Programm.

Bild 2: Try für Österreich.

Sportschießen: Der ÖSB-Kader 2018 Im Rahmen des Kadereingangslehrgangs Anfang Oktober in Innsbruck kam der für das Jahr 2018 nominierte ÖSB-Kader ein erstes Mal zusammen. Mit 55 SchützInnen wird das ÖSB-Team in die kommende Saison starten. Der Gewehrkader, bestehend aus 28 Mitgliedern (sechs Frauen, neun Männer, zehn Juniorinnen und drei Junioren), hat mit Verona Fölzer und Christine Schachner zwei junge Neuzugänge aus der ÖSB-Talentegruppe erhalten. Auch im Pistolenkader mit nun sechs SchützInnen gab es Veränderungen: ÖSB-Vorreiterin Sylvia Steiner bekommt durch die amtierende Ös-

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terreichische Luftpistolen-Staatsmeisterin Sandra Weitersberger Verstärkung. Und Daniel Kral ist nach drei Jahren Abwesenheit wieder in den Pistolen-Juniorenkader zurückgekehrt. Das Armbrustteam ist um drei SchützInnen stärker als im Vorjahr und geht mit 21 AthletInnen, davon sieben Frauen und 14 Männer, in das Jahr 2018. Neue Namen sind Daniel Heidegger und Florian Lamplmayr. Nach einer Pause wieder in den Kader geschafft haben es Thomas Lampl und Michaela Scheucher. Der gesamt ÖSB-Kader kann online unter www.schuetzenbund.at > Sport eingesehen werden.

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Schwimmen: Höhentraining zur EM-Vorbereitung In Blickrichtung Kurzbahn-EM von 13. bis 17. Dezember 2017 in Kopenhagen und der Langbahn-EM von 2. bis 12. August 2018 in Glasgow hat der OSV für seine Nationalkader drei mehrwöchige Höhentrainingslager angesetzt. Unter der Leitung von OSV-Sportdirektor Dario Taraboi und sportwissenschaftlicher Aufsicht des IMSB sowie der beiden OSV-Trainer Balasz Fehervari und Marco Wolf, waren alle verfügbaren Athleten und Athletinnen des OSV-A-Kaders und OSV-Juniorenkaders drei Wochen auf dem ersten Kurs in den Südtiroler Bergen. Das Intensivtraining auf

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Segeln: Zwei Topplatzierungen in Japan Einen ganzen Monat weilten die 470er Teams Bargehr/ Mähr, Kampelmühler/Czajka sowie die 49erFX Gespanne Frank/Abicht und Kohlendorfer/Farthofer in Japan, um im Segelrevier für die olympischen Spiele 2020 zu trainieren. Mit am Programm stand auch der World Cup vor Gamagori, wo sich Frank/Abicht Platz 2 sicherten. Zum Abschluss des Trainingslagers nahmen die Teams noch an der Olympic Sailing Week vor Enoshima teil und auch dort segelte man auf einen Spitzenplatz. Die WM-Bronzemedaillengewinner Bargehr/Mähr verließen mit Platz 3 das Olympiarevier mit

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einem positiven Gefühl. Insgesamt zog Bundestrainer Georg Fundak ein sehr zufriedenes Resümee über die letzten Wochen in Japan: „Grundsätzlich war zu sehen, dass wir International top sind. Im 470er hat man gesehen, egal welche Bedingungen vorherrschen, dass wir gut mitspielen können. Im 49erFX gibt es noch ein paar Punkte die man aufholen muss. Wir haben viele Stärken aber auch Schwächen gezeigt, müssen die nächsten Monate gut und genau planen, um für die WM vor Aarhus bestmöglich vorbereitet zu sein.“

Werner Josef Stadelwieser ist „Special Olympics Sportler des Jahres 2017“ Der Titel „Special Olympics Sportler des Jahres“ geht heuer nach Tirol, genauer gesagt an Werner Josef Stadelwieser. Der 35-Jährige aus Pfunds gewann bei den World Winter Games in Graz, Schladming und Ramsau im März einen kompletten Medaillensatz (Gold, Silber, Bronze) im Schneeschuhlauf und war somit einer der erfolgreichsten Athleten Österreichs. Über die 800 Meter holte er sich die Silbermedaille, die er bei der Siegerehrung von SpecialOlympics-Botschafter Alexander Pointner überreicht bekam. Mit seinen Teamkollegen aus der Steiermark (An-

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den vier 25m-Bahnen im Schnalstal auf 2.034 Höhenmetern war der erste von drei geplanten Intensiv-Trainingskursen. Die beiden weiteren Trainingslager sind ebenfalls auf drei Wochen angesetzt und finden im Februar und Juni 2018 jeweils in einem Langbahn-Leistungszentrum auf 2.320 Metern in der Sierra Nevada in Spanien statt. Alle drei Intensivkurse werden mit einem Wettkampf abgeschlossen. In Südtirol hatte OSV-Sportdirektor Dario Taraboi über seine guten Kontakte für den gesamten Kader eine Einladung zu einem Schwimm-Meeting in Bozen.

drea Edegger und Wolfgang Pfingstl) und Wien (Martin Schmid) sicherte er sich über die 4x100 Meter die Bronzemedaille, ehe über die 1.600 Meter seine große Stunde schlug: Mit einer Zeit von 12:25 Minuten setzte er sich gegen seine Konkurrenten durch und krönte seine großartige Leistung mit Gold. Es waren Stadelwiesers erste Medaillen bei Weltspielen, bei den World Winter Games 2009 in Boise (Idaho, USA) musste er sich noch mit den Plätzen 4 und 6 begnügen. / Bild 6: Alexander Pointner überreichte Stadelwieser bei den Weltspielen die Silbermedaille.

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3. Bundeskonferenz der SPORTUNION Unter den Schwerpunkten „Fitness- und Gesundheitssport: Strategie“ sowie „Kommunikation in der SPORTUNION“ fand am 6. und 7. Oktober 2017 die 3. Bundeskonferenz der SPORTUNION statt. 75 TeilnehmerInnen aus ganz Österreich nutzten das Trainingszentrum der SPORTUNION in Niederöblarn, sich über aktuelle Themen auszutauschen. Zum Einstieg beschäftigte man sich mit dem European Fitness Badge, einem Fitnesstest für Erwachsene. Den Eröffnungsvortrag zum Thema „Kommunikation und Marke“ hielt Michael Holzer von der Firma Mensch & Marke. Aber auch Aktionismus durfte an diesem Tag nicht

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Österreichischer Tanzsport Verband im Zeichen von drei Heimweltmeisterschaften Vom 16.-19.11.2017 finden zum 24. Mal die traditionellen Austrian Open Championships im Multiversum Schwechat statt. Der ÖTSV konnte nach 2015 mit der WM in den Lateintänzen erneut die international bedeutendste WM nach Österreich holen. Aus österr. Sicht gilt es den Staatsmeistern Gustavs Ernests Arajs/Katharina Würrer und den Vizestaatsmeistern Hunor Sebesi/Jaroslava Huber die Daumen zu drücken. Am 9.12. finden mit der WM der Profis im Showdance Standard und der WM der Formationstänzer zwei weitere int. Tanzhighlights statt. Im Formationstanz sind

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fehlen: Ein Riesenpuzzle der SPORTUNION Kugel wurde gemeinsam zusammengebaut! Abgerundet wurde der Tag mit Kamingesprächen. Präsident Hartwig Löger: „Die Bundeskonferenz ermöglicht uns, auch mit Landesfunktionärinnen und -funktionären über Themen zu diskutieren, die uns auf Bundesebene beschäftigen. Wir nehmen die Länderinputs sowohl im Bereich Marke als auch im Bereich Fitness und Gesundheit sehr ernst und können somit konstruktiv in beiden Themenbereichen weiterarbeiten.“

– mit dem aktuellen Staatsmeister TSC Schwarz Gold und dem Vizestaatsmeister HSZ Zwölfaxing – zwei aussichtsreiche österr. Vertreter am Start. Im Showdance wollen die österr. Titelverteidiger und Vierfachweltmeister Vadim Garbuzov und Kathrin Menzinger mit ihrer neuen Kür „Elisabeth“ erneut Tanzsportgeschichte schreiben. Auch Danilo Campisi und Julia Burghard treten bei der Showdance-WM unter österreichischer Flagge an. Für das ÖTSV-Paar ist dies zugleich der Abschied von ihrer aktiven Turnierkarriere. / Bild 2: Vierfach Weltmeister als Favoriten bei Heim-WM.

Austrian Open mit Platinum-Premiere im Rampenlicht der Tischtennis-Welt Luxus-BMW, Weltklasse-Inszenierung, Top-Preisgelder und Wahnsinnsspiele – die Austrian Open schrieben mit ihrer Europa-Premiere der Platin-Tour Geschichte. „Wir setzten neue Maßstäbe im Welt-Tischtennis, bekamen größte Anerkennung“, zeigte sich ÖTTV-Präsident Hans Friedinger stolz auf sein OK-Team. Noch etwas macht ihn glücklich: Im Reigen der WeltklassespielerInnen aus China, die drei der vier Endspiele für sich entscheiden konnten, blühte auch eine Linzerin auf: Sofia Polcanova holte mit ihrer DoppelPartnerin Wang Yidi (Chn) Bronze! Der Weltverband ITTF

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bedankte sich für diese Top-Veranstaltung, die aus Linzer Sicht von Sofia Polcanova geprägt wurde. Bei den Herren begeisterte Robert Gardos, der im Doppel mit Daniel Habesohn gegen Fang Bo, Vize-Weltmeister 2015, und Zhou Yu im Viertelfinale verlor. Im Einzel konnte Gardos den späteren Sieger, den Asien-Cup-Champion Lin Gaoyuan, als einziger unter Druck setzten, führte 2:0 und 3:2 und musste sich im 1/16-Finale knapp mit 3:4 geschlagen geben. Damen-Gold gewann die Chinesin Wang Manyu. Bild 3: Sofia Polcanova gewinnt Bronze im Doppel.

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Triathlon: Allen Grund zum Feiern Zum 30-jährigen Verbandsjubiläum gab es im ÖTRV allen Grund zum Feiern. Der heimische Triathlonnachwuchs konnte erstmals die ETU-Nationenwertung im JuniorenEuropacup für Österreich (32 Nationen in der Wertung) entscheiden. Mit kontinuierlichen Spitzenergebnissen (drei Siege und insgesamt acht Podiumsplätze in zehn Rennen von April bis Oktober) konnte man sich vor Triathlonnationen wie Ungarn, Frankreich und Großbritannien durchsetzen. Ein weiterer Meilenstein konnte im Oktober mit der Aufnahme des 300. Triathlonvereins erzielt wer-

den. Zählte der Verband mit seinen neun Landesverbänden im Jahr 2005 noch 151 Vereine, so konnte heuer die 300er-Marke geknackt werden (Stand: 31.10.2017). Damit hat sich in den letzten zwölf Jahren die Anzahl der Vereine im ÖTRV verdoppelt. Auch im Bereich der Lizenznehmer konnte in diesem Jahr erfreulicherweise erneut ein Zuwachs verzeichnet werden. Waren 2016 noch 2.201 LizenznehmerInnen beim ÖTRV registriert, so sind es aktuell rekordverdächtige 2.417 (Stand: 31.10.2017) – ein Plus von knapp 10 %. / Bild 4: Österreichs erfolgreicher Triathlonnachwuchs.

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Ö-Sport 03/2017