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Bayreuther

Sonntagszeitung www.bayreuthersonntagszeitung.de

Ausgabe 15 | 1. Jahrgang | 14. Juli 2013

Parküberwachung

Kleiner Ring

SpVgg Oberfranken

Die seit Anfang Mai geltende neue Form der Parkraumbewirtschaftung des Behelfsparkplatzes am Sendelbach sorgt für Unruhe bei der dortigen „Parkhausinitiative“. Diese vertritt mit ihrem Vorsitzenden Dieter Vogel die Anlieger. Seite 3

Aus Anlass des 200. Geburtstages von Richard Wagner wird im Europasaal des ZENTRUM eine vierstündige „Pocketversion“ des wagnerischen Heldenepos „Der Ring des Nibelungen“ aufgeführt. Regie führt Philippe Arlaud. Seite 5

Die SpVgg Oberfranken Bayreuth startet am kommenden Freitag zu Hause gegen die SpVgg SV Weiden in die neue Saison der Fußball-Bayernliga Nord. Wir sprachen mit SpVgg-Aufsichtsratsvorsitzendem Dr. Mathias Fleischmann. Seite 10

Vandalen wüteten in der Stadt

Wilhelminen-Büste vom Sockel gestoßen und zerstört – Am Reisebus der burgenländischen Delegation wurden Scheiben eingeschlagen BAYREUTH. Sie war eines der beliebtesten Fotomotive der Stadt. Doch Zerstörungswut kennt offenbar kaum mehr Grenzen. In der vergangenen Woche wurde die bronzene Wilhelminen-Büste im Rosengarten zwischen Markgräflichem Opernhaus und der Schlosskirche mit vermutlich schwerem Werkzeug vom Sockel gestoßen. Die Büste wurde vor mehr als 15 Jahren vom Verein Markgräfliches Bayreuth in Auftrag gegegeben, aufgestellt und dann der Stadt geschenkt. Lange wurde nach einem passenden Standort gesucht. Der Platz im idyllischen Rosengarten, zwischen dem Grab der Markgräfin in der Schlosskirche und mit Blick auf das von ihr konzipierte Opernhaus, erschien ideal. Der Vorsitzende des Vereins Markgräfliches Bayreuth, Walter Nadler, zeigte sich betroffen von dem Vorfall. „Die Täter müssen sich mit entsprechendem Werkzeug an der Büste zu schaffen gemacht haben. Nur mit bloßen Händen ist die Büste nicht aus der Verankerung herauszureißen“. Das Kulturamt der Stadt hat in der Sache inzwischen Strafanzeige gestellt. Zur Höhe des Schadens können derzeit noch keine Angaben gemacht werden. Die Pressestelle des Rathauses stellte jedoch klar: „Die Büste wird repariert und in absehbarer Zeit wieder aufgestellt. Derzeit ist sie beim Stadtgartenamt zwischengelagert. Mit der Reparatur, die eventuell auch in Regie der

Die im Sandstein fest verankerte Büste der Markgräfin wurde abgesägt und umgeworfen. Fotos: privat Stadt selber erfolgen könnte, muss wegen der laufenden polizeilichen Ermittlungen noch gewartet werden“. Für Werner Schnödt von der Einsatzplanung der Polizeiinspektion Bayreuth Stadt ist ein solcher Vorfall leider Routine. „Eine solche Sachbeschädigung im öffentlichen Raum ist eine Straftat“, sagt er auf Nachfrage der Bayreuther Sonntagszeitung. „Pro Jahr liegen der Polizeiinspektion zirka 200 Anzeigen über Sachbeschädigung vor“. Taten wie umgestoßene Verkehrsschilder, mit Graffiti beschmier-

te Hauswände, Vandalismus und grober Unfug, bewegen sich nach wie vor auf einem hohen Niveau. Gleichzeitig sinkt der Respekt vor fremdem Eigentum. „Meist sind es betrunkene Jugendliche, die einzeln oder in Gruppen diese Straftaten begehen“, so Werner Schnödt. Die Aufklärungsquote der Bayreuther Polizei liegt derzeit zwischen 30 und 50 Prozent. Sachbeschädigungen im öffentlichen Raum sind Bestandteile der Straßenkriminalität und haben Einfluss auf das Sicherheitsempfinden der Bürger. „Wenn wir den Eindruck haben, dass sich die Fallzahlen erhöhen, dann erhöhen wir die Anzahl der Streifenfahrten. Wir arbeiten auch präventiv“. Am Bürgerfestwochenende wurde leider nicht nur Wilhelmine vom Sockel gestoßen, sondern auch am Bus der burgenländischen Delegation wurden Scheiben eingeschlagen. gmu


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Aktuell

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Noch heute Musik der Extraklasse bei St. Georgen swingt Festival beginnt heute mit einem Gospelgottesdienst / Ganztägig Musikprogramm BAYREUTH. Bei sommerlichen Temperaturen startete gestern das Festival „St. Georgen swingt“. Bis heute um 21 Uhr ist Musik der Extraklasse, von New Orleans Jazz, Funk, Swing, Blues, Soul & Latin, Pop, Boogie, Gospel, Sinti-Jazz, Rockabilly bis hin zu Piano and more, zu hören. Dafür sorgen 24 Bands auf verschiedenen Bühnen im historischen Straßenzug und in den Innenhöfen. Heute beginnt das Fest traditionell mit einem Gottesdienst um 10

Uhr in der Ordenskirche. Die musikalische Gestaltung übernimmt der Gospelchor „Joy in belief“. Der dreißigköpfige Chor wird das Gotteshaus zum Swingen bringen und alle Besucher perfekt auf einen Sonntag voller Soul, Swing und Jazz einstimmen. Anschließend hat auch heute bei „St. Georgen swingt“ jeder der romantischen Hinterhöfe ein musikalisches Thema: Von Soul- und Latinmusic über Blues bis hin zu Klaviermusik. gmu / Fotos: Stefan Dörfler

Salonorchester Open Air

SPEINSHART. Zu einem OpenAir-Konzert wird am Samstag, 20. Juli, in das Kloster Speinshart eingeladen. Um 20 Uhr gastiert das Salonorchester Neustadt a.d. Waldnaab unter Leitung von Heribert Bauer im Innenhof des barocken Klosters. Es ist das erste Konzert vor der fertig sanierten Fassade der Klosterkirche im Innenhof. Der Erlös des Konzerts ist für die Sanierung der Klosteranlage. Auch in diesem Jahr spielen

die Musiker des Ensembles ohne Gage und tragen so zur Renovierung der Klosteranlage bei. Die Mitglieder des Orchesters verbindet eine ganz besondere Sache: „Die Freude am Musizieren!“ Deshalb ist es für die Musiker auch eine große Freude, dieses Benefizkonzert im Kloster Speinshart zu geben. Bekannt ist das Ensemble für sein Repertoire von Konzertwalzern, Polkas, Märschen, Charakterstücken, Intermezzos, Ouvertüren, aber auch

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Arien und Stücken aus Opern und Operetten. Der Eintritt zum Konzert ist frei. Nach dem Konzert wird aber um eine Spende für die Sanierung des Klosters gebeten. Die Besucher des Konzertes unterstützen so mit ihrer Spende die notwendigen Restaurierungsmaßnahmen der barocken Klosteranlage. Im Anschluss an das Konzert wird zu einer Begegnung in den Innenhof und im Kreuzgang eingeladen. red

K urzmeldung Erzählcafé BAYREUTH. Die Stadtbibliothek Bayreuth lädt gemeinsam mit dem Kirchplatztreff am Dienstag, 16. Juli, von 14.30 Uhr bis 16.30 Uhr zu einer weiteren Ausgabe ihres Literatur- und Erzählcafés in der Gruppenkabine (2. OG) des RW21 ein. Es gibt Geschichten, die das Leben schreibt, sie sind in den Erinnerungen der Menschen bewahrt. Und es gibt Geschichten, die beschreiben Leben, wie es ist oder sein könnte. Sie sind zwischen zwei Buchdeckeln bewahrt. Für beide bietet das Literatur- und Erzählcafé den idealen Rahmen. Diesmal geht es um den Roman „Tante Semra im Leberkäsland“ von Lale Akgün. Die Autorin ist SPD-Bundestagsabgeordnete und Islambeauftragte ihrer Partei. Das unterhaltsames Buch berichtet über die Vielfalt des Lebens der Migranten. Über diesen Inhalt wird diskutiert, aber auch über eigene Erlebnisse gesprochen. red

„Wagner Superstar“

Susanne Seilkopf stellt im Klinikum aus

Organisator Peter J. Osswald von „Kultur im Klinikum“ mit der Künstlerin Susanne Seilkopf. Foto: Stefan Dörfler BAYREUTH. In erfrischender Weise beschäftigt sich Susanne Seilkopf in ihren künstlerischen Experimenten mit dem Musikgenie Richard Wagner. Ihre Werke sind ab heute bis zum 12. Oktober im Klinikum Bayreuth zu sehen. Grafisch betont, farbstark und sichtlich von der Pop-Art beeinflusst, sind die Bilder der Mode- und Textildesignerin, die in Bayreuth

aufgewachsen ist und seit ihrem Studium überwiegend in Mailand lebt. In Italien hat sie ihre künstlerische Arbeit auch schon in einer beeindruckenden Zahl von Ausstellungen öffentlich präsentiert. „Richard Wagner ist eine Inspiration für mich und ist aus diesem Grund der Superstar für mein Jahr 2013“, erklärt die Künstlerin. rs

Spende für das Frauenhaus

Matineen in der Festspielzeit

impuls-agentur engagiert sich für soziale Projekte

BAYREUTH. Seit 33 Jahren sind die „Matineen in der Festspielzeit“ in der Bayreuther Schlosskirche fester Bestandteil des sommerlichen Kulturlebens in der Stadt Bayreuth. Am kommenden Samstag, 20. Juli, findet ein Orgelkonzert mit Michael Funke aus Bayreuth statt. Ein Orgelkonzert zur Premierenwoche mit Christoph Krückl steht am Samstag, 27. Juli, auf dem Programm. Dabei werden Transkriptionen und Paraphrasen von Liszt, Bruckner und Wagner vorgestellt. Christian Bischof aus München konzertiert am Samstag, 3. August, auf der Orgel, und ein Konzert mit Professor Mareile Schmidt aus Bayreuth steht am 10. August an. Höhepunkt de diesjährigen Matineen ist das Jubiläumskonzert am 17. August für Orgel und Orchester. Es erklingt das berühmte Konzert in g-Moll für Orgel, Orchester und Pauken von Francis Poulenc. Die Abschlussmatinee am 24. August bildet ein Orgelkonzert mit Ludwig Schmitt aus Regensburg. Der Eintritt zu den Matineen, die jeweils um 12 Uhr beginnen und etwa eine halbe Stunde dauern, ist frei. Karten für das Orchesterkonzert am 17. August gibt es im Vorverkauf an der Theaterkasse. red

BAYREUTH. Aufgrund einer Spende der impuls-agentur aus Weiden konnte im Wohn- und Esszimmer des Bayreuther Frauenhauses ein neuer Holzfußboden verlegt werden. Die impuls-agentur organisiert in erster Linie Sponsoring für soziale Einrichtungen oder für in Not geratene Menschen. „Es ist uns eine Freude, dem Bayreuther Frauenhaus zu helfen. Mit weit über 20.000 Euro konnten wir in den letzten Jahren verschiedenste Einrichtungen, wie auch die Bayreuther Tafel, sinnvoll unterstützen“, sagt Geschäftsführerin Marion Beer. Bereits im Rahmen einer Weihnachtsaktion wurde das Bayreuther Frauenhaus mit Einkaufsgutscheinen bedacht. „Bei diesem ersten Kontakt haben wir erfahren, dass der alte Teppichboden im WohnEssbereich dringend erneuert werden muss und stellten 1.300 Euro zur Verfügung“, so Marion Beer. Die Leiterin des Frauenhauses, Christine Ponnath, freute sich sehr über die gelungene Renovierung. „Der neue Boden lässt sich viel

Christine Ponnath und Marion Beer. besser pflegen und trägt deutlich zur Wohlfühlatmosphäre bei, vor allem weil wir uns auch für eine außergewöhnliche Farbgebung entschieden haben“.

Foto: Gabriele Munzert Das Bayreuther Frauenhaus ist seit 27 Jahren in Betrieb. Derzeit sind acht Frauen und fünf Kinder dort untergebracht. Kontaktaufnahme unter Tel. 0921/21116. gmu


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Barbara Stamm auf der Baustelle Landtagspräsidentin informiert sich im Opernhaus über die Sanierungsarbeiten BAYREUTH. Einen Besuch in Bayreuth in der vergangenen Woche nutzte Landtagspräsidentin Barbara Stamm auf Einladung von MdL Walter Nadler zu einem Besuch im Markgräflichen Opernhaus, um sich über die laufenden Sanierungsarbeiten zu informieren. Um das Bayreuther Welterbe zu erhalten, restauriert die Bayerische Schlösserverwaltung das Markgräfliche Opernhaus derzeit umfassend. Trotz der Arbeiten kann das Opernhaus jedoch besichtigt werden. Im Foyerbau wurde zu diesem Zweck von der Bayerischen Schlösserverwaltung für 270.000 Euro ein Informationszentrum eingerichtet, welches den Besuchern während der laufenden Arbeiten interessante Einblicke ins Opernhaus und Wissenswertes zu dessen Erhaltung bietet. Sogar ein Blick in die Baustelle ist durch Glasfenster möglich. Christine Maget, Leiterin der Schloss- und Gartenverwaltung Bayreuth-Eremitage führte die Landtagspräsidentin und MdL Walter Nadler durch das Haus. Die Bauarbeiten seien erfreulicherweise genau im Plan, so Christine Maget,

Per Touch-Screen durch das Opernhaus: Walter Nadler, Barbara Stamm und Christine Maget. Foto: Gabriele Munzert so dass mit einer termingerechten Fertigstellung der Weltkulturerbestätte gerechnet werden kann. Die

Sanierungsarbeiten werden allerdings noch bis 2017 andauern. Das Informationszentrum im

Druckfrisch und nicht von vorgestern!

Markgräflichen Opernhaus ist täglich zwischen 9 und 18 Uhr für Besucher geöffnet. gmu

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Kundenfreundliche Parkwächter

Behelfsparkplatz am Sendelbach: Parkhausinitiative fürchtet Nachteile für Dauerparker durch Toleranz gegenüber Kurzparkern BAYREUTH. Die seit Anfang Mai geltende neue Form der Parkraumbewirtschaftung des Behelfsparkplatzes am Sendelbach sorgt für Unruhe bei der „Parkhausinitiative“ mit ihrem Vorsitzenden Dieter Vogel. Seit dem Abriss des alten Parkhauses am Sendelbach gibt es an dessen Stelle einen Behelfsparplatz. Im vorderen Bereich an der Straße sind geschotterte Stellplätze für Kurzparker, der hintere Bereich ist für Dauerparker reserviert. Bislang wurde nur der vordere Bereich des unter Regie der Bayreuther Verkehrs- und Bäder-GmbH (BVB) betriebenen Parkplatzes durch den Städtischen Parküberwachungsdienst betreut. Im hinteren Bereich gab es keine geregelte Ahndung, wenn ein Kurzzeitparker auf einem Dauerparker-Stellplatz parkte. Seit Anfang Mai liegt die Bewirtschaftung des Parkplatzes am Sendelbach jetzt in den Händen der PRS Parkraum Service GmbH aus Wickede. Die Parkraumüberwachung auf dem gesamten Platz hat seitdem die Bayreuther Sicherheitsfirma GSB übernommen. Dieter Vogel beobachtete dabei, dass zwar der Bereich für die Dauerparker überwacht werde, die auf der Parkplatztafel angedrohten 15 Euro „Sondernutzungsgebühr“ würden jedoch nur verhängt, wenn jemand sein Fahrzeug ganz ohne Parkschein auf den Flächen für die Dauerparker abstellt – ohne Sanktion blieb jedoch, wer mit einem Kurzparkticket auf einem Dauerparker-Stellplatz parkte. Vogel erklärte hierzu im Gespräch mit der Bayreuther Sonntagszeitung, dass momentan in der Urlaubszeit die Stellplätze für die Dauerparker vielleicht noch ausreichen könnten, es jedoch spätestens im Herbst und in der Adventszeit zu massiven Konflikten kommen werde, falls weiter Kurzparker einfach ihre Fahrzeuge auf den Dauerparkplätzen abstellen können und die Dauerparker dann nicht mehr genug Stellplätze vorfinden. Vogel vermutete hinter der

Dieter Vogel, der Vorsitzende der Parkhausinitiative am Sendelbach, fordert, dass durch die neue Parkraumbewirtschaftung des Behelfsparkplatzes den Dauerparkern keine Nachteile entstehen dürfen. Foto: Roland Schmidt Vorgehensweise „eine Strategie der BVB, die ohnehin schon sehr gute Wirtschaftlichkeit des Ersatzparkplatzes weiter verbessern zu wollen“. Auch sei die Parkhausinitiative, die sich als Sprachrohr der Dauerparker im Bereich Sendelbach sieht, Anfang Mai überhaupt nicht über die neue Form der Parkraumbewirtschaftung informiert worden. BVB-Geschäftsführer Werner Schreiner wies diese Darstellung zurück. Zwar stimme, dass Kurzzeitparker derzeit kein Knöllchen erhalten, wenn sie mit Parkschein innerhalb ihrer gebuchten Parkdauer auf einem der Stellplätze für Dauerparker parken. Dies geschehe jedoch aus einer Kundenorientierung heraus.

Es seien auch in solchen Fällen schon Informationsblätter unter die Scheibenwischer geklemmt worden, dass man eigentlich falsch parke und das nächste Mal bitte die Parkflächen für Kurzzeitparker nutzen möge. Man setze seitens der BVB zunächst auf Information, da man davon ausgehe, dass in den meisten Fällen unbewusst falsch geparkt wurde. „Es handelt sich hier also durchaus um Falschparken, nur wird dies zur Zeit in Absprache mit uns nicht sanktioniert. Natürlich kann und wird in Zukunft schärfer durchgegriffen werden, wenn sich herausstellen sollte, dass Dauerparker nicht mehr genügend Stellflächen zur Verfügung haben“, stellte Schreiner klar.

Die neue Parkraumbewirtschaftung werde den Dauerparkern keinesfalls zum Nachteil gereichen, im Gegenteil: Insgesamt habe sich die Situation im Bereich der Dauerparker wesentlich entspannt. Früher, als es kaum Kontrollen in diesem Areal gab, hätten wesentlich mehr Kurzzeitparker dort ihre Fahrzeuge abgestellt. „Diese positive Entwicklung seit Anfang Mai bestätigten mehrere Dauerparker“, betonte Schreiner. Zur Frage, wie lange der provisorische Parkplatz am Sendelbach überhaupt noch bestehen bleibt und wann das dort immer angedachte neue Parkhaus mit Einzelhandel und möglicherweise Wohnungen Realität werden könnte, gibt es nicht viel Neues. Immer noch ist laut Schreiner ein Gutachter damit beschäftigt, zu ermitteln, inwiefern die im städtebaulichen Sanierungsgebiet am Sendelbach liegenden Grundstücke, darunter auch das Areal des früheren Parkhauses, an Wert gewonnen haben und welche Ausgleichsbeträge eventuell fällig werden. Bislang ist der Wert des Parkhausgrundstückes noch nicht abschließend festgestellt. Genau dies sei jedoch erforderlich, um die angestrebte europaweite Ausschreibung für die Verwertung des Parkhaus-Areals durchführen zu können. Dieter Vogel sieht einen wesentlichen Grund für das Gutachten auch darin, für einen künftigen Investor den Kaufpreis möglichst weit nach oben zu treiben. „Wenn man sich mit Insidern unterhält, gehen diese nicht davon aus, dass in den nächsten vier Jahren etwas in Sachen Parkhausneubau konkret wird. Ich persönlich bin sogar der Meinung, dass es fünf Jahre oder noch länger dauern wird. Schließlich ist der Behelfsparkplatz für die BVB sehr wirtschaftlich und kein wirklicher Druck da, dass sich die momentane Situation ändert. Auch die Parkhausinitiative hält insoweit still, so lange genügend Parkplätze für Dauerparker vorhanden sind“.rs

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Impressum Bayreuther Sonntagszeitung Die Bayreuther Sonntagszeitung wird an alle Haushalte in Altenplos, Bayreuth, Bindlach, Eckersdorf, Gesees, Heinersreuth, Hummeltal, Mistelbach, Mistelgau und Neunkirchen kostenlos verteilt.

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Herausgeber: SaGa Medien & Vertrieb OHG Richard-Wagner-Straße 36, 95444 Bayreuth Tel. 09 21 / 1 62 72 80-40 Fax 09 21 / 1 62 72 80-60 info@btsz.de www.bayreuthersonntagszeitung.de Geschäftsführung: Gabriele Munzert, Martin Munzert Anzeigenberatung: Renate Hofmann, Christina Kolontourou Hans-Jürgen Hümmer, Peter Gröschel anzeigen@btsz.de

Redaktion: Gabriele Munzert, Roland Schmidt, Stefanie Meister redaktion@btsz.de Druck: Frankenpost Verlag GmbH Schaumbergstraße 9, 95032 Hof Zustellung: SaGa Medien & Vertrieb OHG Martin Munzert (verantwortlich) Zurzeit gültige Anzeigenpreisliste Nr. 1/01.04.2013

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Termine

14. Juli 2013

H ighlights der Woche

Richard! Mein Leben! WAGNER-LOUNGE Wiederaufnahmepremiere der Studiobühne am 20. Juli bei Steingraeber

Bayreuth Porträts im Neuen Schloss

Die Schloss- und Gartenverwaltung Bayreuth-Eremitage bietet am heutigen Sonntag 14. Juli, eine Sonderführung im Neuen Schloss an. Hierbei geht es um die verschiedenen Porträtgemälde, die im Neuen Schloss zu sehen sind. Der Eintritt inklusive der Führung beträgt 5,50 Euro, ermäßigt 4,50 Euro. Treffpunkt für die Teilnehmer ist um 14 Uhr an der Museumskasse. Sonntag, 14. Juli, 14 Uhr Neues Schloss

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Gralserzählung in der WunderBar

BAYREUTH. „Wagner mal anders“. Einen Mix aus Lounge, Elektro, klassischem Clubsound und 70s wird beweisen, wie tanzbar Walkürenritt, Gralserzählung und Preislied sein können. Veranstalter dieses reizvollen Events sind die Festspielmäzene „Gesellschaft der Freunde von Bayreuth“. Ganz unter dem Stern der Klassik ist DJ James Munich, der immer wieder bei Großveranstaltungen auftritt und als einer der legendärsten DJs der Party Szene

Sanspareil Burgbelebung

Am kommenden Wochenende, 20. und 21. Juli, zieht auf die Burg Zwernitz in Sanspareil wieder mittelalterliches Leben ein. Die ArGe Sanguis et Aurum zeigt in Kooperation mit der Schloss- und Gartenverwaltung Bayreuth-Eremitage, wie es gegen Ende des 15. Jahrhunderts auf einer Burg zugegangen sein könnte. Geschichte wird dabei anschaulich lebendig. Sa., 20., und So., 21. Juli Burg Zwernitz, Sanspareil

DJ James Munich gesehen wird, für die Auswahl der Musik, verantwortlich. Die Wagner Lounge findet am Mittwoch, 17. Juli ab 22.30 Uhr inder WunderBar statt. Karten gibt es an der Abendkasse. red

Filmgespräch„DieJagd“ Cineplex und Evangelisches Bildungswerk laden am Mittwoch, 17. Juli, ein

Himmelkron 6. Himmelkroner Garten- und Kunstmesse

In der wunderschönen Baille Maille Lindenallee in Himmelkron sind bei der 6. Himmelkroner Garten- und Kunstmesse am kommenden Sonntag, 21. Juli, von 10 bis 18 Uhr über 140 Aussteller mit geschmackvollen Keramiken, Handarbeiten, Dekos für Haus und Garten, Rosenzauber und vielem mehr präsent. Außerdem steigt das Alleefest des Förderkreises Himmelkron mit Fränkischen Köstlichkeiten, Musik und Theater sowie Kinder-Workshops. Sonntag, 21. Juli, 10 bis 18 Uhr, Baille Maille Lindenallee in Himmelkron

BAYREUTH. Die Studiobühne Bayreuth hat im Rahmen ihrer Sommerspiele am Samstag, 20. Juli, um 20 Uhr auf dem Hoftheater im Steingraeber-Palais Wiederaufnahmepremiere von „Richard! Mein Leben!“, einer Komödie mit Musik von Uwe Hoppe. Cosima erzählt ihrem Sohn Siegfried, wie es wirklich war: Sie, die Tochter des großen Klaviervirtuosen Franz Liszt und Ehefrau des berühmten Dirigenten Hans von Bülow, verliebt sich in Richard Wagner. Wagner selbst ist noch

unglücklich verheiratet und steht in ehebrecherischer Beziehung zu Mathilde Wesendonck. Zwei außergewöhnliche Menschen finden trotz aller Widerstände der bürgerlichen Gesellschaft zusammen und werden das Paar des Jahrhunderts. Weitere Aufführungstermine sind am 24. und 30. Juli sowie am 2., 6., 9., 13., 16., 17., 18., 20., 21., 23. und 24. August. Beginn ist jeweils um 20 Uhr. Karten gibt es im Vorverkauf bei der Theaterkasse Bayreuth in der Opernstraße 22, Telefon 0921/69001. rs

Diesmal zwei Bühnen Afrika-Karibik-Festival vom 19. bis 21. Juli

Kulmbach Willy Astor

Er ist musikalisch, witzig und talentiert – seit gut einem Vierteljahrhundert textet, reimt und singt sich Willy Astor durch die deutsche Comedyszene. Gekonnt vereint er auch in seinem aktuellen Programm „Nachlachende Frohstoffe“ wieder intelligenten Sprachwitz und Musik. Am 18. Juli um 20 Uhr ist er im Schönen Hof der Plassenburg in Kulmbach live zu erleben. Donnerstag, 18. Juli, 20 Uhr Plassenburg, Schöner Hof

Kulmbach Hans Söllner

Im Rahmen des diesjährigen OpenAir-Festivals auf der Kulmbacher Plassenburg ist am Freitag, 19. Juli, der kultverdächtige bayerische Sänger und Songwriter Hans Söllner zu Gast im Schönen Hof des Kulmbacher Wahrzeichens. Das Vorprogramm bestreitet der Bayreuther Musiker Mellow Mark, der in diesem Jahr sein zehnjähriges Bühnenjubiläum feiert. Beginn ist um 20 Uhr. Freitag, 19. Juli, 20 Uhr Plassenburg, Schöner Hof

Bamberg Benefizkonzert der Bamberger Philharmoniker

Im Jahr des 20-jährigen Jubiläums des UNESCO-Weltterbetitels für die Stadt Bamberg finden zwei bedeutende Kulturinstitutionen zusammen: Die Stiftung Weltkulturerbe Stadt Bamberg und die „Bamberger Symphoniker – Bayerische Staatsphilharmonie“ als international tätiges Orchester von Weltrang. Sie geben unter ihrem Chefdirigenten Jonathan Nott am Freitag, 19. Juli, um 20 Uhr in der Stechert-Arena ein Benefizkonzert zugunsten der Stiftung Weltkulturerbe Stadt Bamberg. Gespielt wird Carmina Burana von Carl Orff. Der Erlös des Benefizkonzerts fließt direkt in die Sanierung des Himmelsgartens der Klosterkirche St. Michael. Freitag, 19. Juli, 20 Uhr Stechert-Arena Bamberg

Das Organisationsteam mit Heinz Riedel, Patrick Martin und Christian Wedlich (v. l.) freut sich auf das Afrika-Karibik-Festival. Foto: red BAYREUTH. Noch größer, noch mehr Musik. So präsentiert der Bayreuth Event & Festival e.V. vom 19. bis zum 21. Juli wieder das Afrika-Karibik-Festival in der Bayreuther Innenstadt. Bereits zum achten Mal heißt es „Wakadjo – Kommt zum Tanzen!“ Erstmals wird es in diesem Jahr zwei Bühnen geben: eine auf dem Stadtparkett und eine im Ehrenhof. Dabei müssen die Besucher des Festivals aber keine Angst haben, etwas zu verpassen, denn die Bühnen werden immer abwechselnd bespielt – allerdings gibt es keine Umbaupausen mehr. Auf den Bühnen findet jeweils ab 10 Uhr ein buntes Programm statt, bei dem die Bayreuther auch zum Mitmachen aufgefordert sind, beispielsweise beim TrommelWorkshop. Die Highlights finden auf jeden Fall in den Abendstunden statt: Am Freitag Abend das LiveKonzert von ManGroove, die Jazz und aktuelle Musik auf traditionellen afrikanischen Instrumenten spielen,

am Samstag um 21 Uhr das LiveKonzert von Salsamania auf dem Stadtparkett sowie am Sonntag um 19 Uhr der Auftritt von Thomas Soukou und „Les cauris du Bénin“, die mit Marionetten musizieren. Gefeiert und getanzt wird auf jeden Fall bis 24 Uhr. Ergänzt wird das musikalische Festival wieder von einem Basar, der in der gesamten Fußgängerzone für afrikanisches Flair sorgen wird. Über 50 Händler haben sich angesagt – für die Organisatoren ein Beweis dafür, wie beliebt das Festival in Bayreuth inzwischen ist. Für kulinarische Genüsse sorgen 14 Stände mit Spezialitäten aus allen Regionen Afrikas. Hier darf gerne probiert werden… . Der Eintritt ist wie immer zu allen Veranstaltungen kostenlos. Die Organisatoren vom Bayreuther Event & Festival e.V. mit Organisator Patrick Martin hoffen natürlich auf schönes, afrikanisches Wetter. Dann wird es nicht lange dauern, bis die ersten auf dem Marktplatz tanzen: Wakadjo! red

BAYREUTH. Am Mittwoch, 17. Juli, um 19.30 Uhr lädt das Cineplex zusammen mit dem Evangelischen Bildungswerk zu einem weiteren Filmgespräch ein. Im Mittelpunkt steht „Die Jagd“ – so auch der gleichnamige Filmtitel – eines vermeintlichen Täters im Fall eines Kindesmissbrauchs. Deutlich zeigt sich in dieser modernen Hexenjagd, wie schnell der Zusammenbruch einer Normalität geschehen kann und ein ganzes Dorf von Vorveruteilungen blind agiert. Ein Thema, das jedem im Alltag ganz schnell begegnen kann... Für das anschließendene Nachge-

spräch steht Karsten Schieseck aus Bayreuth als Gesprächspartner zur Verfügung. Als Fachanwalt für Strafrecht und Lehrbeauftragter an der Universität Bayreuth kann er Auskunft darüber geben, wie schnell Vorverurteilungen live und zunehmend auch im Internet als sogenannter „Shitstorm“ geschehen können und welche Folgen dies juristisch und menschlich hat. Weitere Informationen unter Telefon 0921/56 06 81 0 oder im Internet unter den Adressen www. ebw-bayreuth.de und www.bayreuth.cineplex.de. rs

10. Schaffest 20./21. Juli im Gerätemuseum Ahorn AHORN. Am Samstag, 20. und Sonntag, 21. Juli, findet jeweils von 10 bis 18 Uhr das 10. Schaffest in Zusammenarbeit mit der Vereinigung Oberfränkischer Schafhalter, dem Ziegenzuchtverband Oberfranken und dem Kreisverband der Rassekaninchen- und Rassegeflügelzüchter Coburg statt.

Eröffnung ist am Samstag um 11 Uhr. Die kleinen Besucher dürfen sich jeweils um 14 und 16 Uhr auf das Korbtheater Alfred Büttner mit „Tom das Schaf“ und „Der kleine Rabe Socke“ freuen. Am Samstag findet ab 19 Uhr der Züchterabend im Schafstall statt. Der Eintritt auf das Gelände kostet für Erwachsene 2 Euro. Für Kinder ist der Eintritt frei. red


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Der „kleine“ Ring im ZENTRUM

Das Heldenepos von Richard Wagner in nur vier Stunden – Inszeniert von Philippe Arlaud – Sechs Mal im ZENTRUM

BAYREUTH. In dieser Saison erleben Opernfans eine kleine Sensation: Im Festspielhaus wird anlässlich des 200. Geburtstages von Richard Wagner eine Neufassung der Operntetralogie „Der Ring des Nibelungen“ in der Regie von Frank Castorf aufgeführt. Im Europasaal des ZENTRUM probt derzeit Philippe Arlaud an einem Pocketformat des wagnerianischen Heldenepos. Bereits 2006 erarbeitete der französische Opernregisseur, zusammen mit Nicolaus Richter als Dirigent und musikalischem Leiter, an einer kammermusikalischen Fassung des größten deutschen Musikwerkes und brachte diese unter anderem in Bayreuth zur Aufführung. Nun gestaltet Philippe Arlaud die Kurzfassung von vier Stunden mit Bühnenbild und Kostümen. Die Bearbeitung stützt sich ausschließlich auf die Originalmusik und den Originaltext. Acht Sängerinnen und Sänger stellen alle Partien dar. Das Orchester ist mit zwanzig Musikern kammermusikalisch besetzt. „Wir konnten international erfahrene Künstler verpflichten“, so Philippe Arlaud, „die durchaus auch im Festspielhaus auftreten könnten“. Das Ensemble teilt sich, den Stimmfächern folgend, die Vielzahl der Rollen und macht so die Handlungsstrukturen deutlich. „Der Kostümwechsel ist eine große

Sie schmieden den Ring: Nicolaus Richter und Philippe Arlaud. Herausforderung“, so Philippe Arlaud im Gespräch. Die Bühne im ZENTRUM sei wegen fehlender Höhe und Tiefe zwar nicht ganz ideal, so der Regisseur, trotzdem werde er die Zuschauer verzaubern. „Ich verzichte völlig auf Videoeinspielungen und Hightech. Reduziere das Bühnenbild bis auf das Nötigste und arbeite mit ganz traditionellen Lichteffekten. Wenn man gespannte Metallfäden entsprechend anleuchtet, wird eine

Bergbau in Franken Frankenbund lädt nach Goldkronach GOLDKRONACH. Der dritte Fränkische Thementag des Frankenbundes e.V. findet am kommenden Samstag, 20. Juli, ab 9.30 Uhr in Goldkronach statt und widmet sich dem Thema „Bergbau in Franken“. In „Bayerns steinreicher Ecke“ sind durch geologische und tektonische Prozesse, durch Sedimentierung, druck- und temperaturbedingte Metamorphosen, aber auch durch Vulkantätigkeit und Erosionen abbauwürdige Vorkommen von Gesteinen und Erzen sowie von Edelmetallen entstanden. Gerade in Goldkronach – ein Ort, der im 14. und 15. Jahrhundert die reichsten Goldfunde in Deutschland aufweisen konnte – ist die Tradition des Bergbaus noch lebendig. Mit einem reich ausgestatteten Bergbaumuseum und in der Nähe gelegenen Bergwerkstollen, die für Besucher zugänglich sind, ist Goldkronach der ideale Ort für den Thementag. Auf dem Programm stehen Vorträge, eine geführte Begehung eines Bergwerkstollens wie auch die Besichtigung des Goldkronacher Bergbaumuseums. Aus dem vielfältigen Angebot können sich die Teilnehmer am Nachmittag ihr eigenes Programm nach ihren Interessen zusammenstellen. Für Familien mit Kindern gibt es ein Extra-Programm: Am Vormittag werden den Kindern im Bergbaumuseum vielfältige Aktivitäten wie eine Kellerführung, Goldwaschen, Edelsteinsieben, mikroskopische Untersuchungen von Mineralien

und Fossilien sowie eine Museumsrallye angeboten. Nachmittags können Eltern mit ihren Kindern einen Bergwerkstollen erkunden: Der Stollen „Mittlerer Name Gottes“ ist für Kinder ab 8 Jahre in Begleitung einer Aufsichtsperson frei, der Schmutzlerstollen ist ohne Altersbeschränkung in Begleitung einer Aufsichtsperson begehbar. Die Teilnahmegebühr beträgt pro Person 20 Euro, für Familien 35 Euro, für Studenten 15 Euro; darin enthalten sind WillkommensFrühstück, Tagungsgebühr sowie Eintritte in das Museum und den Stollen wie auch der Bustransfer. Anmeldungen über die Bundesgeschäftsstelle des Frankenbundes e.V., Stephanstr. 1, 97070 Würzburg; Tel.: (0931)5 67 12. Informationen zum Programm im Internet unter www.frankenbund.de . rs

Foto: Gabriele Munzert

Wirkung erzielt, die den Zuschauer an Baumschatten erinnert“.

samt kommen 420 Besucher in den Genuss einer Vorstellung.

Europasaal aufgewertet Sämtliche Aufführungen finden im ZENTRUM statt, das nach umfassender Sanierung seit wenigen Wochen wieder den Betrieb aufgenommen hat. Wegen Brandschutzvorgaben ist die Bestuhlung im Europasaal nunmehr anders angeordnet. Neu sind 50 Sitzplätze auf der Galerie. Insge-

Premiere hat die Ring-Kurzfassung am 24. Juli. „Mit diesem Termin nutzen wir den Generalproben-freien Tag im Festspielhaus und ermöglichen dem Zuschauer die Option, beide Versionen anzuschauen“, meint Philippe Arlaud. Weitere Vorstellungen: 26., 28., 30. Juli und am 1. und 3. August jeweils um 18 Uhr im ZENTRUM. gmu

„Wagner Calling“ Ein Discomärchen mit Boy George am 3. August in der Bayreuther Stadthalle BAYREUTH. Pop-Idol der 80-er, Mode-Ikone und weltweit gefeierter House-DJ – am Samstag, 3. August, beflügelt der Weltstar Boy George höchstpersönlich die Bayreuther Stadthalle. Mit elektronischer Tanzmusik und HipHop als universellem Schlüssel richtet sich „Wagner Calling“ an Party-People. Die Stadthalle verwandelt sich in eine riesige Disco auf mehreren Floors. Richard Wagners Helden erwachen für junge und jung gebliebene Bayreuther zum Leben, die Story „Der Ring des Nibelungen“ wird discoadäquat und häppchenweise vermittelt. Der tanzende Besucher wird Teil der Inszenierung. Das Discomärchen als völlig neues Eventformat feiert Weltpremiere. Spektakuläre Lichter und Laser begleiteten die DJ-Performance. Traumhafte Visuals und surreale Videokunst der Münchner Künstler Betty Mü und Hiltmeyer.Inc nehmen die tanzenden Gäste mit auf eine Reise. Schlüsselszenen aus „Der Ring des Nibelungen“ werden durch glitzernde Show-Acts aus Tanz und Akrobatik vermittelt. Das Discomärchen startet pünktlich um 22 Uhr. Auf drei Floors spielen weitere grandiose DJs wie Marc Vedo, Funky Fresh, Steve Senderos, Mex Vivendo, Alex Estévez, Roy leFreak und DJ Peny bis in den frühen Morgen. Die Bar- und Foyerbereiche

Boy George, Pop-Idol der 1980erJahre, ist der Star bei „Wagner Calling“ am 3. August in der Bayreuther Stadthalle. Foto: red

locken als originelle Schauplätze wie dem „Brunnen der Weisheit“, „Garten der ewigen Jugend“ und dem „Göttermahl auf Wallhall“ mit heißen Snacks und erfrischenden Drinks. So bleiben bei diesem nachtfüllenden Spektakel auch garantiert alle bei Kräften! Tickets sind im Vorverkauf für 20 Euro (inklusive 5 Euro-Gutschein von Media Markt) erhältlich beim Bayreuther Media Markt, an der Theaterkasse, in Engin’s Ponte, in der Rosenau, im BASE-Shop Rotmain-Center sowie auf Facebook unter „Wagner Calling“. red

Uni kommt in die Stadt BAYREUTH. Universitätsprofessoren halten Vorträge an nicht alltäglichen Orten. In Zusammenarbeit mit der Bayreuth Marketing & Tourismus GmbH (BMTG) und Bayreuther Einzelhändlern ist das Projekt City Campus in der Innenstadt entstanden. Mit dieser erstmalig durchgeführten Aktion möchten die Universität und die Bayreuther Innenstadt enger zusammenrücken. City Campus ist eine Vortragsreihe der Universität Bayreuth in Einzelhandelsgeschäften, im Hotel Goldener Anker und im Bayreuth Shop am 17. Juli. Von 10 bis 18 Uhr haben interessierte Besucher und Zuhörer beim City Campus die Möglichkeit, sich über hochinteressante und spannende Themen zu informieren, wie „Der Einfluss von Steuern

auf den Biermarkt“ oder „Wie neue Nachweisverfahren uns vor Lebensmittelskandalen schützen“. Professoren und Referenten der Uni Bayreuth halten dazu 20- bis 30-minütige Kurzvorträge und werden anschließend mit den Zuhörern über die jeweiligen Themen diskutieren. Die Vorträge bieten die Möglichkeit, ganz unkompliziert die atemberaubende Vielfalt der Forschung auf verschiedenen Themenrouten kennenzulernen. Vor und nach den Vorlesungen haben die Gäste natürlich die Möglichkeit das weitere Sortiment des jeweiligen Veranstaltungsortes kennenzulernen. Der Eintritt zu sämtlichen Vorträgen ist frei. Weitere Informationen: Bayreuth Marketing & Tourismus GmbH.


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Boulevard

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Bayreuther Sonntagszeitung

A uf eine Tasse Kaffee Diesmal im Gespräch mit Gabriele Munzert: Axel Kober ist seit 2009 Generalmusikdirektor der Deutschen Oper am Rhein mit Spielorten in Düsseldorf und Duisburg. In diesem Jahr hat er das Dirigat im „Tannhäuser“ bei den Bayreuther Richard Wagner-Festspielen übernommen. Geboren wurde Axel Kober 1970 in Kronach. Er studierte in Würzburg, erste Engagements führten ihn nach Schwerin, Dortmund und Mannheim, wo er fast das komplette BayreuthRepertoire dirigierte. Zwischen 2007 und 2009 war er als Musikdirektor und stellvertretender Generalmusikdirektor an der Oper

Leipzig tätig, auch dort mit dem Schwerpunkt Richard Wagner. BTSZ: Am Festspielhaus in Bayreuth ist heuer Ihr Debut. Wie beschreiben Sie ihre Arbeit dort? Axel Kober: Ich freue mich über das Engagement und empfinde dies als Anerkennung meiner bisherigen Arbeit. Ich bin in Kronach, nicht weit von Bayreuth entfernt, aufgewachsen. Ich kenne Bayreuth gut, da ich Mitglied des Jugendsymphonieorchesters der Städtischen Musikschule gewesen bin. Zu der Zeit konnte ich auch Generalproben der Bayreuther Festspiele besuchen. Ich empfinde es als sehr anregend,

Es sei eine Ehre, mit den besten Künstlern im Festspielhaus zu arbeiten, so Axel Kober. Foto: red

nun selbst bei den Richard WagnerFestspielen mit den besten Künstlern des Musiktheaters zusammenarbeiten zu dürfen. BTSZ: Die Oper „Tannhäuser“ in der Inszenierung von Sebastian Baumgarten bekommt damit zum dritten Mal einen neuen Dirigenten. Wie gehen Sie an diese besondere Aufgabe heran? Axel Kober: Zunächst gibt natürlich die Partitur den Rahmen vor, daran werde ich mich halten. Die Konzeption der Oper ist zudem bereits erarbeitet. Natürlich ist es reizvoller, gemeinsam mit dem Team ein Werk neu zu inszenieren. Dennoch werden die Opernbesucher in diesem Jahr einige Szenen des „Tannhäuser“ neu oder anders erleben. Dies umso mehr, wenn nicht nur auf das Bühnengeschehen sondern auch auf Details oder Bewegungsabläufe der Sänger geachtet wird. BTSZ: Ihre eigentliche Karriere begann im Jugendsymphonieorchester der Internationalen Musikbegegnungsstätte „Haus Marteau“ in Lichtenberg im Landkreis Hof! Axel Kober: Im Symphonieorchester von „Haus Marteau“ spielte ich zunächst Geige. Schon bald erkannte ich, dass ich mich weniger zum Einzelmusiker eigne sondern vielmehr in verantwortungsvoller

Axel Kober

Aufgabe, mit anderen zusammen, an einem Orchesterwerk arbeiten wollte. Deshalb belegte ich an der Hochschule für Musik in Würzburg den Studiengang Dirigieren. BTSZ: Festspielsprecher Peter Emmerich bezeichnete Sie in einem Interview als „Wagner-affin“ und „Wagner-erfahren“. Sie sind auf Wagner-Opern spezialisiert? Axel Kober: Richtig ist, dass ich eine Vorliebe für die Musik von Richard Wagner entwickelt habe. Das liegt daran, dass ich im Rahmen meiner Tätigkeiten an verschiedenen Opernhäusern immer wieder mit Werken Richard Wagners konfrontiert wurde. Dass mir die Musik dieses großen Komponisten immer wieder begegnete, war allerdings eher zufällig. An der Oper Leipzig dirigierte ich „Die Meistersinger von Nürnberg“ und „Tristan und Isolde“. Mein aktueller Tätigkeitsschwerpunkt, die Deutsche Oper am Rhein, ist zudem als traditionsreiches Wagner-Haus bekannt. BTSZ: Kronach ist ihre Geburtsstadt. Wohnen sie während der Festspielzeit auch dort? Axel Kober: Natürlich ist es reizvoll, so nahe der Heimat eine so ehrenvolle Aufgabe, wie das Dirigat des „Tannhäuser“, zu übernehmen. In Kronach bin ich meistens nur kurz

Axel Kober stammt aus Kronach und dirigiert in diesem Festspielsommer den „Tannhäuser“ bei den Bayreuther Festspielen. Foto: Bayreuther Festspiele auf der Durchreise zu Besuch. In diesen Wochen bleibt jedoch mehr Zeit für Besuche bei Familie und Verwandten. Da ich bereits mit 17 Jahren aus der Region weggezogen bin, liegt mein Lebensmittelpunkt natürlich inzwischen woanders. Während der Bayreuther Festspielzeit wohne ich bei meiner Schwester in Thurnau. Die Marktgemeinde Thurnau liegt für mich zentral, mit dem Auto bin ich schnell in Bayreuth oder in Kronach. BTSZ: Im „Tannhäuser“ haben weitere Kronacher, in der Regieas-

B abys im Bayreuther Klinikum

sistenz und als Statisten, Aufgaben übernommen. Kannten Sie diese Mitwirkenden schon vorher? Axel Kober: Nein, wir kannten uns nicht. Aber der gemeinsame Heimatort verbindet irgendwie und ist zudem eine Basis, an der sich immer ein gutes Gespräch anknüpfen lässt. Überhaupt ist das gesamte „Tannhäuser“-Team eine sehr angenehme Gemeinschaft. Da es bei den Sängern in der diesjährigen Produktion keine Umbesetzungen gibt, kennt und schätzt man sich. Bis zur Premiere steht uns jedoch noch reichlich Arbeit bevor, mit bis zu acht Probenstunden pro Tag.

Z uhause gesucht Fünf Meerschweinchen, die ausgesetzt wurden, suchen ein liebevolles, artgerechtes Zuhause. Am kommenden Sonntag, 21. Juli, sind alle Tierfreunde von 12 bis 18 Uhr zum Tierheim-Fest eingeladen.

Im Bayreuther Klinikum kamen in der vergangenen Woche insgesamt 24 Babys zur Welt. Beim Fototermin präsentierten sich (von links): Patrick Luca Zeilmann (09.07.), Herr Litavski (08.07.), Isabella Hoffmann (10.07.), Pia Berger (10.07.) und Eray Goektas (11.07.). Allen Neugeborenen und den Kindern, die beim Fototermin bereits zu Hause waren, auf diesem Wege alles Gute! Foto: Stefan Dörfler

Diese und viele weitere Tiere werden im Bayreuther Tierheim vermittelt. Foto: Stefan Dörfler Tierheim Bayreuth Telefon 0921/62634 www.tierheim-bayreuth.de

W etter

Wir wünschen viel Spaß beim Rätseln!

Sonntag

Montag

Dienstag

Sonnig und leicht bewölktgeringes Regenrisiko 24°

Die Sonne lacht vom Himmel über Bayreuth 23°

Den ganzen Tag sonnig und sommerlich warm 26°

S chon gewusst, dass... ...Moertel Lugner: Stress und Hitze waren wohl zu viel für den 81-jährigen österreichischen Baulöwen und Freund schöner Frauen. Bei einer Opern-Premiere im österreichischen St. Margareten brach der 81-jährige, der traditionell alljährlich zum Wiener Opernball in Aufsehen erregender Begleitung erscheint, zusammen und musste laut Zeitungsberichten mit der Trage abtransportiert und eine Stunde lang von den Sanitätern behandelt werden. Nach zwei Infusionen war sein Kreislauf wieder stabil und „Moertel“ konnte seinen Fans Entwarnung geben. Seit April ist Richard Lugner übrigens mit Rapperin Bahati Venus, genannt „Kolibri“, liiert.


Aktuell

Bayreuther Sonntagszeitung

Kulturerbe macht Schule

Schüler des Markgräfin Wilhelmine-Gymnasium erstellen Museumsführer mit Audio-Guide für die Burg Zwernitz

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Bilder der Woche Tag der Franken

BAYREUTH. Schule einmal anders: Das MWG und die Stiftung „denkmal aktiv“ kooperieren unter dem Motto „Kulturerbe macht Schule“. Das Ergebnis der Arbeit ist ein Kinderführer für die Burg Zwernitz und dazu ergänzend ein Audio-Guide. Am Anfang der Projektarbeit stand eine Erkundung der Burg Zwernitz in Sanspareil für interessierte Schüler der 7. Klassen. Schnell entwickelten die Schülerinnen und Schüler Begeisterung für die Arbeit, so dass ganz spontan die Idee für den Audio-Guide geboren wurde. Dank der finanziellen Unterstützung des Rotary Clubs BayreuthEremitage konnte die Idee realisiert werden. Die Siebtklässler erweckten sozusagen die Steine zum Leben: Als „Zeitzeugen“-Kinder aus der jeweiligen Epoche erklären sie den heutigen jungen Besuchern das Leben auf der Burg. Von Heinrich, dem Sohn eines Torwächters des Walpoten Ulrich von Zwernitz, der im Mittelalter lebte, oder von Johann, dem Sohn eines Amtmanns aus dem 16. Jahrhundert. Schließlich noch Sophie, die Dienstmagd des Markgrafen-

Der Tag der Franken wurde eine Woche lang in Franken gefeiert. Höhepunkt war der zentrale Festakt mit Ministerpräsident Horst Seehofer und Gästen im Herzogkeller. V.l. Innenminister Joachim Herrmann, Gerswid Herrmann, MdL Walter Nadler, Marion Resch-Heckel und Alt-MdL Dieter Heckel.

Die Siebtklässler des MWG sind stolz auf den von ihnen erstellten Kinderführer für die Burg Zwernitz. Mit im Bild Christine Maget (3. Reihe, rechts) von der Schloss- und Gartenverwaltung Bayreuth sowie Dieter Funk und Gernot Steiger vom Rotary Club Bayreuth-Eremitage. Foto: Stefan Dörfler paars Friedrich und Wilhelmine, die im 18. Jahrhundert den Verfall der Burg verhinderte. Da sich die Kinder einen Museums-Führer reich bebildert vorstellten, war eine Ergänzung durch Fotos und selbst gemalten Bildern notwendig. Um die drei großen

Epochen der Burggeschichte noch besser zu vermitteln, regten die beteiligten Schüler an, Texthefte durch Geschichten, Spielszenen und Musik auf Audioguides zu ergänzen. Vier Schülerinnen der Klasse 8a studierten auf eigene Initiative ent-

sprechende Musikstücke ein. Diese aufwändige Projektarbeit bezog immer mehr Schüler mit ein, so dass zum Schluss ein Gesamt-MWGProjekt daraus wurde. Der Führer ist natürlich inzwischen auf der Burg Zwernitz erhältlich. gmu

Ministerpräsident Horst Seehofer, Bezirkstagspräsident Günther Denzler.

Bezirksheimatpfleger Günter Dippold, Bernd Sauer / HWK.

Die farbenfrohe Welt des Künstlers Otmar Alt

Ausstellung im Porzellanikon in Selb – Eröffnung mit Kinderfest BAYREUTH. „Farbzeichen und die Lust zur Kunst – Otmar Alt, der Zeichensetzer“ lautet der Titel einer Sonderausstellung, die noch bis zum 6. Oktober im Porzellanikon in Selb läuft. Otmar Alt zählt zu den bedeutendsten und beliebtesten Künstlern in Deutschland. Seine farbenfrohen, fantasievollen und originellen Werke sind unverwechselbar. Die

Ausstellung gibt einen umfassenden Einblick in sein künstlerisches Repertoire. Es sind Werke aus seiner bisheriger Schaffenszeit. Neben Bildern zeigt die Ausstellung Großplastiken, Bronzen, Holzund Glasobjekte sowie die für Rosenthal und später auch für Arzberg gestalteten Porzellane. Anlässlich der Sonderausstellung findet am Samstag, 20. Juli, ab

Otmar Alt

Foto: red

14 Uhr ein Familienfest mit Kinderflohmarkt statt. Für Live-Musik sorgen „Pepitas 66“. Angeboten werden Speisen & Getränke sowie Kaffee und selbstgebackener Kuchen. Eine Musical-Show zeigt die „Tanzschule Swing“. Zudem startet die Filmreihe „Nachts im Museum“, mit dem Film „Die fantastische Welt von Oz“. Schirmherrin ist Staatssekretärin Melanie Huml. red

Campus erleben

Erlebnistag auf dem Uni-Campus am 20. Juli ab 14 Uhr

BAYREUTH. Am Samstag, 20. Juli, wird das Gelände der Universität Bayreuth zum großen Experimentierfeld für alle! Die Universität Bayreuth lädt alle Bürgerinnen und Bürger, Studierende, Studieninteressierte, Ehemalige und Beschäftigte – gerne mit der ganzen Familie – ein, ab 14 Uhr bis weit in den Abend hinein herauszufinden, was den Uni-Campus so besonders macht: die Faszination für Wissenschaft, Forschung und Kunst! Der grüne Campus der Universität Bayreuth mit seinem kreisrunden und sternförmig von Wegen durch-

zogenen Rondell wird zur Bühne für rund 40 Programmpunkte, die zum Staunen und Mitmachen einladen.

dent eigenhändig Musik auflegt. Lernen Sie, wie Sie mit Licht schreiben können. Lassen Sie sich von afrikanischen Rhythmen in Fernweh versetzen. Werden Sie selbst zu Künstlerinnen und Künstlern. Lassen Sie sich vorlesen oder binden Sie sich selbst ein Heft. Probieren Sie in Sekunden hergestelltes Speiseeis. Jazzen und swingen Sie mit. Lassen Sie Ihre Augenbewegungen sichtbar machen. Spielen Sie mit Gleichgesinnten an einer Spielekonsole, die Sie schon vor Jahren auf dem Flohmarkt entsorgt haben und es hinterher bereut haben. Genießen Sie Brezen und Bier unter Palmen. Fordern Sie Rechenprofis mit einem Ihrer schwersten Sudokus heraus. Entdecken Sie beim Falten, Flechten und Basteln mathematische Phänomene oder lassen Sie sich von dem Ineinanderfließen von mittelalterlichen Tex-

Landgerichtspräsident Jörn Bernreuther, Elisabeth Bernreuther, Kerstin Olga Hirschmann, Norbert Hübsch / Historischer Verein für Oberfranken.

Alt-MdL Dieter Heckel, Staatssekretärin Melanie Huml, Bürgermeister Georg Birner / Gemeinde Mistelgau.

ten, Bildern und Musik faszinieren. Und finden Sie im Rahmen Ihres Besuches auf dem Universitätscampus einfach selbst heraus, was es noch alles zu erleben gibt! Unter www.uni-bayreuth.de/ campus-erleben ist das komplette Programm zu finden. Kostenloser Bus-Shuttle Nutzen Sie kostenlos den BusShuttle von der Zentralen Omnibushaltestelle (ZOH) bis zum Campus und wieder zurück. Zum Erlebnis wird die Fahrt auch in einem der kleinen Busse, die wie afrikanische Taxis dekoriert sind. Zusteigemöglichkeiten bestehen am Iwalewa-Haus (Münzgasse), an der Stadthalle (Jean-PaulPlatz) und am Campus (Mensa). Auf dem Universitätscampus stehen aber auch genügend Parkplätze zur Verfügung. red

Norbert Kollmer / Präsident ZBFS, Stephanie Kollmer, Polizeipräsident Reinhard Kunkel, MdL Ludwig Freiherr von Lerchenfeld.

Regierungspräsident Wilhelm Wenning, Christiane Wenning, Bürgermeister Richard Müller / Gemeinde Hummeltal, Sparkassendirektor Siegmund Schiminski.

Gehen Sie in die Luft Die Gewinnerin/der Gewinner einer Verlosung darf am Veranstaltungstag vom Sportgelände der Universität aus eine Ballonfahrt antreten und das Campusgelände und das bunte Treiben darauf aus der Luft betrachten! Auf zu neuen Horizonten und anderen Blickwinkeln! Buntes Programm Seien Sie mit dabei, wenn Maschinen Fasern so fein wie Spinnenseide produzieren und der Präsi-

Peter Rutzenhöfer / Vorstand Bayreuther Bierbrauerei, Margareta Rutzenhöfer, MdL Gudrun Brendel-Fischer, Christine Maget / Leiterin Schloss- und Gartenverwaltung. Fotos: Munzert


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Aktuell

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Auch wenn in den letzten Jahren mit medienwirksamen Insolvenzverfahren wie Schlecker oder Rosenthal Unternehmensinsolvenzen in der Mitte unserer Gesellschaft angekommen sind, scheuen sich Unternehmer, deren Firma in eine wirtschaftliche

Schieflage geraten ist, immer noch, rechtzeitig professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Wenn es zum Äußersten kommt und ein Insolvenzantrag nicht mehr vermeidbar ist, wird dieser oftmals so lange hinausgezögert, bis das Unternehmen sprichwörtlich in den Brunnen gefallen und nicht mehr zu retten ist. Grund ist die weit verbreitete Ansicht, dass ein Insolvenzverfahren nur das endgültige „Aus“ für ein Unternehmen darstellen kann. Auch die Vorstellung, dass ein betriebsfremder Insolvenzverwalter die Geschicke des Unternehmens übernimmt, ist für einen engagierten Firmeninhaber oftmals ein Hemmnis, frühzeitig geeignete Schritte einzuleiten. Um diesen Befürchtungen entgegen zu treten, hat der Gesetzgeber das Gesetz zur Erleichterung der Unternehmenssanierung

Schiminski in Ruhestand Ab 1. September künftig Doppelspitze bei der Sparkasse Bayreuth BAYREUTH. Siegmund Schiminski, der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Bayreuth, tritt mit Ablauf des 31. August 2013 nach insgesamt 49 Dienstjahren und 28 Jahren Amtszeit als Vorstandvorsitzender in den Ruhestand. Der Verwaltungsrat hat in seiner Sitzung am vergangenen Freitag beschlossen, dass die Sparkasse Bayreuth künftig von einer Doppelspitze geführt wird. Der Vorsitz im Vorstand wechselt ab 1.September 2013 im zweijährigen Turnus zwischen den beiden Vorstandsmitgliedern Wolfgang Hetz und Wolfram Münch. Die Übergabe des Vorstandsvorsitzes erfolgt Ende August von Siegmund Schiminski an Wolfgang Hetz.

Siegmund Schiminski Die Sparkasse dankt Siegmund Schiminski für die hervorragende langjährige Tätigkeit im Dienst der Sparkasse Bayreuth und wird dies noch angemessen würdigen. red

(ESUG), welches am 1. März 2012 in Kraft getreten ist, geschaffen. Dieses gibt dem Geschäftsführer in geeigneten Fällen die Möglichkeit, sein Unternehmen auch in der Krise selbst zu leiten und zu lenken. Im Rahmen der sogenannten „Eigenverwaltung“ wird statt eines Insolvenzverwalters lediglich ein Sachverwalter, der dem Geschäftsführer beratend zur Seite steht, bestellt. Voraussetzung für eine Eigenverwaltung ist allerdings, dass diese nicht zu einer Benachteiligung der Gläubiger führt. Dies wird immer dann der Fall sein, wenn bei Einleitung des Insolvenzverfahrens die Buchführung des Unternehmens geordnet ist, die Forderungen gegenüber dem Finanzamt und den gesetzlichen Krankenkassen gering sind und das Stadium der Insolvenzverschleppung noch nicht erreicht ist. Flankierend hat der Gesetzgeber

Bayreuther Sonntagszeitung

die Möglichkeit eines sogenannten „Schutzschirmverfahrens“ geschaffen. Steht das Unternehmen am Anfang einer Krise, kann es für die Dauer von drei Monaten einen Schutz vor Zwangsvollstreckungsmaßnahmen seiner Gläubiger erlangen. Diese Zeit kann der Unternehmer nutzen, mit den Gläubigern eine außergerichtliche Einigung zu suchen. Scheitert eine außergerichtliche Einigung, kann die Sanierung des Unternehmens in einem Insolvenzverfahren fortgesetzt werden. Um die Voraussetzungen für Schutzschirmverfahren und Eigenverwaltung zu schaffen, ist eine frühzeitige professionelle Unterstützung erforderlich. Kompetente Beratung finden Sie bei den Anwälten des Bayreuther Anwaltvereins. www.bayreuther-anwaltverein.de

Wagner, Liszt und Götz

Staatskapelle Weimar gibt heute Open-Air-Gratiskonzert BAYREUTH. „Wagner für alle“ lautet das Motto, unter dem die Stadt Bayreuth im Rahmen des Wagner-Jubiläumsprogramms am heutigen Sonntag, 14. Juli, um 15 Uhr auf den Ehrenhof vor dem Alten Schloss in die Bayreuther Fußgängerzone einlädt. Die Staatskapelle Weimar spielt unter freiem Himmel Werke von Richard Wagner und Franz Liszt. Das Open-Air-Ereignis wird moderiert von Sänger, Musiker, Moderator und Schauspieler Götz Alsmann. Der Eintritt ist frei. Bei schlechtem Wetter findet die Veranstaltung im Großen Haus der Stadthalle Bayreuth statt. Platzkarten sind in diesem Fall ab 13

Uhr am Kassenschalter erhältlich. „Es gibt solche gutlaunigen Schlagersänger, die selbst Regentagen noch ein Grinselied abtrotzen, denen nie die Frisur verrutscht und die stets ihr Herz auf der Zunge tragen (FAZ).“ Zu dieser Kategorie zählt Götz Alsmann ohne Zweifel. Gemeinsam mit der Staatskapelle Weimar wird er im Jubiläumsjahr „Wagner für alle“ in einem außergewöhnlichen Open-Air-Event präsentieren. Die Staatskapelle Weimar, die auf eine über 400-jährige Geschichte zurückblicken kann, wird hierbei unter der Leitung ihres Generalmusikdirektors und Chefdirigenten Stefan Solyom stehen. red

Kultmusiker Götz Alsmann moderiert das heutige Konzert der Staatskapelle Weimar auf dem Ehrenhof. Foto: red


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Aktuell

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Bayreuther Sonntagszeitung

Professionalisierung geht voran

SpVgg-Aufsichtsratschef Dr. Mathias Fleischmann im Gespräch

Großes Programm Saisonauftaktspiel der SpVgg: VIPKarten für die Bayern zu gewinnen BAYREUTH. Beim Eröffnungsspiel der Bayernligasaison 2013/14 am kommenden Freitag um 19 Uhr gegen Weiden gibt es neben einem sportlichen Highlight auch ein grosses Rahmenprogramm. Die SpVgg Oberfranken Bayreuth hat Vertreter aller Vereine der Bayernliga Nord zu Gast im Hans Walter Wild-Stadion in Bayreuth. Die erste Damenmannschaft der Altstadt wird die Trikots aller Nord-Bayernligisten vor dem Spiel in großem Rahmen präsentíeren. Die F-Jugendmannschaften aller Bayreuther Fußballclubs wurden angeschrieben, als Einlaufkids und Balljungen aktiv zu werden. Damit möglichst viele Kinder (und Eltern) im Stadion sind, kau-

fen Bayreuther Firmen Schülerkarten (pro Stück zwei Euro). Diese Karten werden vor dem Spiel an Bayreuther Schulen verteilt. Ein ganz besonderes Highlight kann die SpVgg gemeinsam mit dem Audi Zentrum Bayreuth präsentieren: Verlost werden zwei VIP-Tickets für den Audi-Cup am 1. August in der Allianz-Arena in München (Spiel um Platz 3 sowie Endspiel) inklusive Anfahrt ab Bayreuth mit dem Bayernbus. Jedes Ticket hat einen Wert von 350 Euro. Darüber hinaus kann sich der Gewinner des Halbzeitspiels über einen Audi-Seat direkt am Spielfeld freuen – ebenfalls während des Audi-Cups, aber schon am ersten Turniertag mit den Vorrundenspielen am 31. Juli. red/rs

BAYREUTH. Mit dem Heimspiel gegen Aufsteiger SpVgg SV Weiden am Freitag, 19. Juli, um 19 Uhr beginnt für die neu aufgestellte SpVgg Oberfranken Bayreuth die neue Saison in der Fußball-Bayernliga Nord. In der vergangenen Woche wurde nun auch der neue Trikotsponsor der Altstadt vorgestellt: Es handelt sich um das Unternehmen Franken Maxit aus Azendorf, ein überregional tätiges Unternehmen aus der Baubranche. „Wir sind mit der Neugründung der Spielbetriebs-GmbH voll im Zeitplan, das gut harmonierende Geschäftsführer-Duo Jörg Neukam und Christian Höreth hat seine Arbeit aufgenommen. Dies ist ein Aufbruch auf alter Basis mit neuen Vorzeichen“, erklärte SpVgg-Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Mathias Fleischmann im Gespräch mit der Bayreuther Sonntagszeitung. Einen weiteren Meilenstein in der positiven Entwicklung stelle die Partnerschaft mit der Firma Franken Maxit dar. „Bodenständigkeit, Kompetenz und wirtschaftlicher Erfolg sind die Merkmale, die unseren neuen Trikotsponsor kennzeichnen – und genau diese Attribute müssen auch wir als Verein mit Akribie verfolgen“, so Dr. Fleischmann. Besondere Affinität zur Altstadt

Daniel Sevo kehrt heim DEL-erfahrener Akteur verstärkt EHC BAYREUTH. Der DEL-erfahrene, gebürtige Bayreuther Daniel Sevo kehrt in die Heimat zurück und verstärkt in der neuen Saison die Abwehr des EishockeyOberligisten EHC Bayreuth. Zwölf Jahre lang spielte Sevo außerhalb von Bayreuth erfolgreich für diverse namhafte Vereine. Unter anderem stehen über 150 Einsätze in der Zweiten Bundesliga (mit München gewann er die Meisterschaft in der 2. Liga und den DEB-Pokal) sowie gut 120 DEL-Einsätze für die Hamburg Freezers und die Nürnberg Ice Tigers in seiner Vita. Zwei Mal wurde Daniel Sevo dabei zum besten Neuling der Woche in der DEL gewählt. Jetzt konnten die Verantwort-

lichen der Tigers und die sportliche Leitung um Dietmar Habnitt Daniel Sevo zurück nach Bayreuth lotsen. Beim EHC wird er in der neuen Saison sicher eine tragende Rolle in der Abwehr spielen. rs

Attraktive Gruppe Brose Baskets in der Euroleague BAMBERG. Die Brose Baskets bekommen es in der Basketball Turkish Airlines Euroleague 2013/14 in der Gruppe B mit Real Madrid, Anadolu Efes Istanbul, Zalgiris Kaunas, EA7 Emporio Armani Mailand und Strasbourg IG zu tun. Dies ergab die Gruppenauslosung. Brose Baskets-Manager Wolfgang Heyder: „Bei unserer sechsten Euroleague-Teilnahme in den letzten acht Jahren haben wir eine sehr attraktive aber natürlich auch schwere Gruppe erwischt: Traditionsverein Real Madrid ist der überragende spanische Meister, Efes Istanbul hat uns letztes Jahr große Schwierigkeiten bereitet und da ist eigentlich eine Revanche fällig. Kaunas ist litauischer Meister und seit vielen Jahren ein Name in Europa. Im letzten Jahr gab es für uns gegen Kaunas ja auch zwei extrem unglückliche Niederlagen. Eine Mannschaft, die wir in der Euroleague noch nicht kennengelernt

haben, ist Mailand. Momentan ist das Team schwer einzuschätzen, aber wir gehen davon aus, dass Mailand als Ausrichter des Final Fours eine sehr starke Mannschaft auf die Beine stellen und ein sehr attraktiver Gegner sein wird. Strasbourg hatten wir bereits als Gegner in unserer ersten Euroleague-Teilnahme, als wir unsere Spiele in Nürnberg und in Strasbourg gewinnen konnten. Vielleicht ist das ein gutes Zeichen. Mit Campbell und Greer haben sie zwei Spieler, die wir sehr gut kennen. Insgesamt ist das eine hoch attraktive Gruppe. Zurzeit ist sicherlich noch nicht abzuschätzen wie unsere Chancen wirklich sind, weil wir die Teams noch nicht kennen. Madrid wird wohl einen Großteil des letztjährigen Teams zusammenhalten. Aus meiner Sicht sind sie großer Favorit. Alles andere ist aus meiner Sicht aber noch offen.“ Die Euroleague-Saison beginnt am 17./18. Oktober. red/rs

Franken Maxit-Geschäftsführer Hans-Dieter Groppweis erklärte, dass er als geborener Bayreuther seit jeher eine besondere Affinität zur Altstadt hat: „Albrecht ,Bongo‘ Dörfler war mein Patenonkel und dank ihm war ich in den 60er-Jahren schon bei der Altstadt. Auch später in der Zweitligazeit habe ich natürlich mit dem Verein immer mitgefiebert. Es wäre schön, wenn unsere Firma durch ihr Sponsoring dazu beitragen könnte, dass es mit der SpVgg Bayreuth etappenweise wieder nach oben geht. Wunschziel wäre natürlich eines Tages die Dritte Liga“. Die Überzeugungsarbeit, dass die Firma Franken Maxit, die sich unter anderem auch bei den Brose Baskets Bamberg engagiert, als Trikotsponsor der SpVgg Oberfranken Bayreuth auftritt, leisteten Alois Dechant sowie Dr. Fleischmann. „Zu beiden hat unsere Firma seit langem geschäftliche Beziehungen und mein alter Freund Dechant forderte mich mit den Worten ,mach halt auch ein bisschen mit‘ zur Unterstützung des neuen Projektes auf“, so Groppweis. Der Vertrag mit der Firma Franken Maxit läuft laut Dr. Fleischmann zunächst für drei Jahre. Mittlerweile umfasst der Etat der Ersten Mannschaft in der Spielbetriebs-GmbH

Julian Pötzinger (Mitte) präsentierte das Altstadt-Trikot für die kommende Saison. Links SpVgg-Aufsichtsratschef Dr. Mathias Fleischmann, rechts Franken Maxit-Geschäftsführer Hans-Dieter Groppweis. Foto: Roland Schmidt rund 400.000 Euro, für den Stammverein mit dem Nachwuchsleistungszentrum stehen rund 150.000 Euro zur Verfügung. „Der Etat ist dabei in ganz wesentlichen Teilen unabhängig von Zuschauereinnahmen. Wir wollen aber alles tun, um möglichst viele Fußballfreunde zu unseren Heimspielen ins Hans Walter Wild-Stadion sowie zu ausgesuchten Begegnungen ins Waldstadion nach Weismain zu bekommen. So werden etwa zum Saisoneröffnungsspiel am kommenden Freitag gegen Weiden mehrere Aktionen laufen, unter anderem sollen zahlreiche Karten an Schüler verteilt werden, um viele Zuschauer und gute Stimmung zu bekommen“. Zu den drei Heimspielen, die bis zur Winterpause in Weismain ausgetragen werden sollen, erklärte Dr. Fleischmann gegenüber der Bayreuther Sonntagszeitung, dass es „um den Verein und nicht um den Spielort“ gehe. „Wenn es für den Aufbau nötig ist, glaube ich, dass ein echter Fan den Verein unabhängig davon, in welchem Stadion Spiele stattfinden, unterstützt“, so der Aufsichtsratsvorsitzende. Mit den Flutlichtspielen in Weismain wolle man auch der Konkurrenz durch die im Bezahlfernsehen übertragenen Bundesligaspiele am Samstag Nachmittag aus dem Weg gehen. Der Aufsichtsratsvorsitzende macht sich auch keine Illusionen, was etwaige Ertüchtigungs- oder Umbaumaßnahmen im Hinblick auf eine verbesserte Nutzbarkeit des Hans Walter Wild-Stadions für den Fußball angeht. „Ich gehe davon aus, dass dort bis 2020 nichts

passiert. Das Drittligataugliche Stadion, das wir momentan zur Verfügung hätten, wäre in Weismain“, so Dr. Fleischmann. Zum Training böten sich für die Erste Mannschaft in Neudrossenfeld gute Möglichkeiten. Darüber hinaus sind Platzertüchtigungen auf der Jakobshöhe geplant und die Kooperation mit dem PosT-SV – zusammen mit dem ebenfalls in der Altstadt beheimateten Verein stellt die SpVgg in der kommenden Saison eine dritte und vierte Mannschaft im Punktspielbetrieb – biete ebenfalls gute Perspektiven, zumal in der dritten und vierten Mannschaft auch sehr viele Studenten von der Bayreuther Universität mitspielen. Semiprofessioneller Fußball „In der Bayernliga muss, wenn man vorne mitspielen will, in jedem Fall semiprofessioneller Fußball organisiert werden. Auch haben wir heuer die Saisonvorbereitung professioneller gestaltet. Dies wird auch für die Vorbereitung der Mannschaft auf die Rückrunde während der Winterpause gelten. Das Trainerteam mit Heiko Gröger an der Spitze hat unser volles Vertrauen und hat auch die zunehmende Professionalisierung im Verein voll angenommen und verinnerlicht“. Die Kaderplanung für die neue Saison ist laut Dr. Fleischmann vorläufig abgeschlossen. Derzeit beabsichtige man keinen weiteren Stürmer als Ersatz für Francis Kioyo, der seinen eigentlich noch ein Jahr laufenden Vertrag vor kurzem aufgelöst hat, zu engagieren. „Wir haben einige junge Spieler,

die Mittelstürmer spielen können. Neben Stefan Kolb sind dies Michael Eckert, Maximilian Großmann, Perparim Gashi und eventuell auch Josef Rodler. Man muss hier sehr gut aufpassen, dass eine weitere Neuverpflichtung nicht kontraproduktiv auf das Mannschaftsgefüge wirkt“, so Dr. Fleischmann. Wichtig sei, dass durch die Neuzugänge Florian Ascherl, Mario Zitzmann und Michelle Rinchiuso die Abwehr gegenüber dem vergangenen Jahr verstärkt wurde. Dies gebe auch im Mittelfeld und Sturm mehr Sicherheit. Mit dem gebürtigen Gräfenberger Andreas Sponsel, der als Torhüter von RotWeiß Erfurt zur Altstadt wechselte, habe man zudem einen echten Top-Transfer gelandet. „Ich will den Trainern nicht reinreden, aber Andreas Sponsel wird wohl als Torhüter Nummer 1 gesetzt sein. Ein Nachwuchsmann wie Sebastian Eck kann sicher auch als Reservetorwart profitieren und von ihm lernen“, so Dr. Fleischmann. Ziel der SpVgg sei es, in der Bayernliga Nord um den Aufstieg in die Regionalliga Bayern mitzuspielen. „Wir wissen aber auch, dass man den Erfolg nicht erzwingen kann. Teams wie der Würzburger FV, Frohnlach, Eltersdorf, Weiden, Großbardorf oder Amberg werden harte Konkurrenten an der Spitze sein und vielleicht überrascht auch die eine oder andere als schwächer eingeschätzte Mannschaft. Insofern wird unser Saisonauftakt mit einer Englischen Woche und den Partien gegen Weiden, in Frohnlach und gegen Würzburg schon ein echter Gradmesser“, ist sich der Aufsichtsratsvorsitzende sicher. rs

Totopokal: Altstadt besiegt Saas BAYREUTH. Erste Qualifikationsrunde zum Toto-Pokal auf Landesebene: Mit einem 2:0 (2:0)-Sieg im Lokalderby beim Nordost-Landesligisten BSC Saas sicherte sich Nord-Bayernligist SpVgg Oberfranken Bayreuth gestern Nachmittag den Einzug in die nächste Runde. Die Saaser hielten lange ein torloses Unentschieden, erst kurz vor der Halbzeitpause brachten Eduard Root und Julian Pötzinger mit einem Doppelschlag die klar favorisierten Altstädter mit 2:0 in Führung. In der zweiten Qualifikationsrunde gastiert die SpVgg Oberfranken Bayreuth nun am 31. Juli zu einem weiteren Derby beim Landesligisten TSV Neudrossenfeld. Der Sieger dieser Partie steht dann in der ersten Totopokal-Hauptrunde. rs

Michael Trat (BSC Saas) drängt Sebastian Horter (SpVgg) ab, links Florian Dörfler (BSC). Foto: Klaus-Peter Volke


Gesundheit

Bayreuther Sonntagszeitung

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S prechstunde am Sonntag

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Stoßwellentherapie – 16. Internationaler Kongress in Salzburg – von Dr. med. Stefan Gycha

Auf dem 4-tägigen Welt-Kongress vom 16. Juni bis 19. Juni 2013 in Salzburg wurden die neuesten Forschungsergebnisse zu den Grundlagen der Stoßwellentherapie vorgestellt. Forscher und Ärzte aus 37 Ländern und fünf Kontinenten diskutierten die aktuellen wissenschaftlichen Resultate und die medizinischen Ergebnisse, insbesondere zur biologischen Wirkungsweise der Stoßwellentherapie, aber auch über Erfolge und Erfolgsaussichten bei verschiedenen Erkrankungen. Eine Zusammenfassung dieses Kongresses der ISMST (International Society for Medical Shockwave Treatment) gibt uns der Bayreuther Arzt Dr. Stefan Gycha, Facharzt für Allgemeinmedizin, Sportmedizin und Chirotherapie, Zentrum für nicht operative Gelenk- und Wirbelsäulentherapie. Die extracorporale Stoßwellentherapie (ESWT) wurde vor über 30 Jahren entwickelt, um Nierensteine zu zertrümmern. Damals stand der mechanische Ansatz der Stoßwellentherapie ganz im Vordergrund. Bei weiteren Versuchen fand man heraus, dass sich mit der ESWT auch die Kalkschulter erfolgreich behandeln ließ. Der nächste Gedanke war dann, auch den Fersensporn mittels Stoßwellentherapie „zu zertrümmern“. Zu dem damaligen Zeitpunkt war man noch der Meinung, durch Stoßwellen verkalktes Gewebe zerstören zu müssen, um eine Heilung zu erzielen. Dieser mechanistische Gedanke war völlig falsch. Da im weiteren Verlauf aber auch andere chronische Schäden wie der Tennisellbogen oder die chronische Achillessehnenentzündung erfolgreich behandelt wurden, konnte die

Zertrümmerungstheorie nicht die wirkliche Erklärung für die Wirkungsweise der Stoßwellen sein. Man erklärte sich dann die Wirkung der ESWT dadurch, dass im Gewebe durch die Stoßwellen mikroskopisch kleine Schäden (micro lesions) gesetzt würden und dadurch ein Heilvorgang im Gewebe in Gang gesetzt würde. Auch von dieser Therapie weiß man inzwischen, dass sie völlig falsch ist. Durch die neuesten Forschungsergebnisse konnte man jetzt die Wirkungsweise der Stoßwellentherapie aufklären: Der Begriff der Mechanotransduktion wurde geprägt, was bedeutet, dass ein mechanischer Impuls bzw. tausende von mechanischen Impulsen (Stoßwellen) zu einer biologischen Antwort auf zellulärer Ebene führen. Der mechanische Reiz wird in biochemische Signale übersetzt und befähigt so die Zellen, respektive das Gewebe, zu regenerieren. - Der Stoffwechsel der einzelnen Zelle erhöht sich. - Die Mitochondrien (die Kraftwerke der einzelnen Zelle) werden aktiviert. - Die Interaktion der Zellen untereinander steigert sich. - Viele verschiedene Wachstumshormone werden freigesetzt. - Heilsubstanzen reichern sich an. - Stammzellen werden mobilisiert und kommen durch Migration in das behandelte Gewebe und differenzieren dort. - Neue Gefäße entstehen am Ort der ESWT-Behandlung und führen zu einer besseren Durchblutung, - Neue Lymphgefäße entstehen. Zusammenfassend bedeutet dies, das degenerativ veränderte, das geschädigte Gewebe bekommt wieder die Fähigkeit sich zu regenerieren, zu heilen.

Auch wenn die Stoßwellentherapie öfters in dem behandelndem Gebiet akut schmerzstillend ist, ist dies nicht die eigentliche Wirkungsweise, sondern dieser biologischer Prozess der Heilung dauert mindest 6, eher 12 Wochen, manchmal sogar etwas länger. Am Beispiel der Kalkschulter bedeutet dies z.B., dass man nicht den Kalk zertrümmert, sondern man behandelt das kranke Gewebe direkt um den Kalk herum. Dieses kranke Gewebe war ja der Grund, dass sich im Laufe der chronischen Entzündung der Kalk gebildet hat. Heilt dieses Gewebe, wird es mit seinen Fresszellen den Kalk „aufessen“. So sieht man den Erfolg der ESWT-Therapie bei der Kalkschulter am Röntgenbild auch nicht sofort nach der Stoßwellenbehandlung, sondern es dauert mehrere Monate bis der Kalk verschwunden ist. Die Gewebe, von denen wir heute wissen, dass sie positiv auf die Stoßwelle reagieren sind: - Sehnen und Sehnenansätze - Muskulatur - Knochen - Haut - Nerven So gehören heute A) Zu den anerkannten Standardindikationen der Stoßwellentherapie 1. Die chronischen Tendopathien (Sehnenerkrankung) - Entzündung der Plantarfaszie mit oder ohne Fersensporn - die Achillessehnenentzündung - der Tennisellbogen - Entzündungen an den Sehnen der Rotatorenmanschette (Schultergelenk) mit oder ohne Verkalkung (Kalkschulter) - Entzündung der Patellarsehne

Künftig ein „Thermenduo“ Therme Obernsees und Lohengrin-Therme wollen enger kooperieren und sich effizienter am Markt positionieren

OB Brigitte Merk-Erbe, Doris Stahlmann, Betriebsleiterin der Lohengrin-Therme, Landrat Hermann Hübner und Uli Gesell, Betriebsleiter der Therme Obernsees. Foto: Gabriele Munzert BAYREUTH. Durch eine engere Zusammenarbeit wollen Lohengrin Therme und die Therme Obernsees ihre Präsenz auf dem Thermenmarkt effektiver gestalten und sich für die Zukunft stärken. „Auf einem stark umkämpften Markt gilt es nun den Schulterschluss zu vollziehen“, so Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe vor der Presse und Vertretern der

Tourismusbranche und Hoteliers. Die Ausrichtung beider Thermen sei unterschiedlich und spreche verschiedene Personengruppen an: Die Therme Obernsees werde hauptsächlich von Familien besucht. Vorzugsweise ältere Gäste und Senioren fühlen sich in der Lohengrin Therme wohl. Geht das Konzept der beiden Badbetreiber auf, so kann die gesamte Region profitieren, davon

sind sowohl Landrat Hermann Hübner wie auch OB Brigitte Merk-Erbe überzeugt. Derzeit wird schon an gemeinsamen Aktionen gearbeitet, zu der auch eine Saunanacht gehören soll. Geplant ist auch ein Busshuttle zwischen den Thermen. „So könnten wir es schaffen, 24-Stunden-Thermenbetrieb anzubieten“, erklärte Jürgen Bayer, BVB-Geschäftsführer und Betreiber der Lohengrin Therme. gmu

- Trochanterschmerz-Syndrom (Außenseite Hüfte) 2. Ungenügende Knochenheilung - Pseudarthrose (nicht verheilender Knochenbruch) - verzögerte Knochenbruchheilung - Streßfrakturen des Knochens - das frühe Stadium der Knochennekrose (z. B. Hüftkopfnekrose) - das frühe Stadium der Osteochondrosis dissecans (Ablösung eines Knochen-Knorpelteils im Gelenk) (Etliche Untersuchungsergebnisse haben darauf hingedeutet, dass die Knochenheilung nach einer Fraktur mit anschließender Stoßwellentherapie schneller abläuft als ohne. Es wäre allerdings verfrüht hier eine generelle Empfehlung abzugeben). B) Indikation aus allgemeiner klinischer Erfahrung - Tendopathie (Sehnenerkrankungen) - Golferellbogen - Adduktorensyndrom - Pes ansertinus-Syndrom (Sehnenansatz an der Innenseite des Kniegelenkes) - Muskelschäden - Muskelfaszien-Syndrom - Muskelverletzungen ohne Muskeldurchtrennung - ungenügende Wundheilung/ Geschwüre - Verbrennungen C) Derzeit noch im Forschungsstadium Gelenkarthrose/Knorpelschaden (eine Forschungsgruppe hat in ihrer Studie einen sehr positiven Effekt von der Kombination von Hyaluronsäure und gleichzeitiger Stoßwellentherapie bei Knorpelschaden aufzeigen können. Eine andere Forschergruppe hat bei einem fortgeschrittenen Knorpelschaden am menschlichen Kniegelenk ebenfalls eine gute Knorpelre-

generation durch Stoßwellentherapie nachgewiesen. Man darf aber nicht vergessen, wir befinden uns hier noch im Forschungsstadium.) - Nervenschädigungen - Schädigungen des Herzmuskels nach Durchblutungsstörung (So wurde erstmals nach einem Herzinfarkt während der anschließenden Bypass-Operation gleichzeitig am schlagenden Herzen eine Stoßwellenbehandlung an dem Infarkt-Gebiet durchgeführt ). Die Forschungen gehen intensiv weiter. Man hat (anscheinend) mit der Stoßwellenbehandlung eine ganz große Therapiemöglichkeit zur Reparatur von geschädigtem, abgenütztem, degenerativ verändertem, nicht heilendem Gewebe bekommen. Und wenn die Kontraindikationen beachtet werden - Kein Lungengewebe im Fokusbereich - Keine Wachtumsfugen im Fokus - Kein bösartiger Tumor im Fokus gibt es keinerlei ernsthafte Nebenwirkung.

Dr. med. Stefan Gycha Facharzt für Allgemeinmedizin, Sportmedizin und Chirotherapie, Zentrum für nicht operative Gelenk- und Wirbelsäulentherapie

Ein vorübergehend vermehrter Schmerz nach der Stoßwellentherapie, eine Rötung der Haut oder ein möglicher kleiner Bluterguss verschwinden schnell wieder. Summary of the congress: ESWT is an extraordinary tool for tissue regeneration and remodelling. Your body`s ability to heal is greater than you are permitted to believe. PS: Es wurde bewusst auf hochgradig beeindruckende „Vorher-NachherFotos“ der einzelnen Behandler und Forscher verzichtet, um keiner übertriebenen Erwartungshaltung Vorschub zu leisten.

In unserer nächsten „Sprechstunde am Sonntag“ in der Ausgabe am 21. Juli lesen Sie einen Beitrag von Professor Dr. med. Thomas Rupprecht, dem Leiter der Klinik für Kinder- und Jugendheilkunde der Klinikum Bayreuth GmbH, zum Thema „Unklare Erkrankungen bei Kindern – Diagnostik mit Ultraschall und anderen schonenden Untersuchungsmethoden

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S tichwort Wetterfühligkeit Wetterfühlige Menschen sind keineswegs überempfindlich: Sehr viele Menschen leiden unter dieser Erscheinung. Je extremer der Wetterwechsel, desto belastender ist er tatsächlich für den Körper. „Der Organismus muss sich wechselnden Temperaturen und Luftdruckschwankungen ständig anpassen – das kann Schwerstarbeit für ihn bedeuten“, so Ilona Birner von der AOK-Direktion Bayreuth-Kulmbach. Ist der Wechsel sehr ausgeprägt, kann das Beschwerden von Kreislauf-Problemen über Kopfschmerzen bis hin zu Mattigkeit und schlechter Stimmung auslösen. Besonders belastend ist das oft für Patienten, die bereits Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben oder an Diabetes, Rheuma oder Asthma erkrankt sind. Wer empfindlich reagiert, kann sich an solchen Tagen mit einigen Tricks helfen: Dazu gehört es, viel zu trinken – mindestens 1,5 Liter am Tag. Am besten eignen sich Wasser, ungesüßte Tees oder Fruchtsaftschorlen. Auf fettes und blähendes Essen sollte man zu diesen Zeiten verzichten, weil es den Organismus zu sehr beschäftigt. Stattdessen sollten leichte Gerichte wie Salat auf dem Speiseplan stehen. Sinnvoll ist es auch, langsam und mit kleinen Übungseinheiten aufzustehen. Zum Beispiel kann es helfen, erst einmal ein paar Runden im Liegen ‚Radzufahren‘, bevor man aus dem Bett steigt“, so Ilona Birner.

Dauerhaft besser aussehen!

Die Kosmetikerin & Micropigmentistin Carolin Jehnes über Permanent Make-up BAYREUTH. Vorteile von Permanent Make-up (kosmetische Tätowierungen) sind ideal geschwungene Augenbrauen, perfekt betonte Augen und Longlasting Effekt für die Lippen. Carolin Jehnes erklärt weitere Vorteile: Frage: Welche weiteren Vorteile bietet Permanent Make-up? Ein professionell pigmentiertes PMU bietet dem Träger für mehrere Jahre ein dauerhaftes, perfektes Make-up. Zudem ist es möglich, gewisse Makel, wie Asymmetrien oder Haarausfall zu kaschieren. Es erspart Ihnen zudem viel Zeit und ist absolut wischfest. Frage: Gibt es auch Nachteile? Das Risiko von Nachteilen hängt von der Ausbildung der Pigmentistin und den Hygienestandards im Kosmetikstudio ab. Sind diese nicht optimal, kann es zu Entzündungen oder einem misslungenen PMU kommen. Zudem arbeiten die meisten Studios noch mit eisenoxydhaltigen Farben. Diese

neigen zu einem unschönen Verfärben in einen rötlichen oder bläulichen Ton. Wir bieten als eines der ersten Studios Farben, die frei von diesen Oxyden sind. Das Ergebnis ist dauerhaft sichtbar. Frage: Wie kann man sich im Vorfeld darüber informieren? Einem PMU geht immer mindestens ein Beratungsgespräch voraus. In diesem sollte eine Anamnese erfolgen und die Risiken angesprochen werden. Bei Allergikern ist ein vorheriger Test möglich und das Voranzeichnen mit der echten Pigmentierfarbe sollte Sie vom späteren Ergebnis begeistern. red


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Anzeigen-Sonderseite Kfz

14. Juli 2013

Punktereform Der Bundesrat hat der größten Reform in der über 50-jährigen Geschichte der Flensburger Punktekartei zugestimmt. Damit steht einem Umbau des Registers, in dem aktuell über neun Millionen Bundesbürger eingetragen sind, nichts mehr im Weg. In den vergangenen Monaten war die jetzt verabschiedete Reform unter der Federführung des Bundesverkehrsministeriums und mit aktiver Unterstützung des ADAC erarbeitet worden. Damit ist das Punktsystem noch einfacher und für alle Verkehrsteilnehmer transparenter. Die neue Regelung tritt am 1. Mai 2014 in Kraft. red

Bayreuther Sonntagszeitung

Urlaubs-Check fürs Kfz

Gründliche Prüfung zu empfehlen, um sicher in die Ferien zu kommen BAYREUTH. Am 31. Juli beginnen in Bayern wieder die Sommerferien. Wer mit dem Auto in die Ferien fahren will, sollte den fahrbaren Untersatz vorher einem Urlaubs-Check unterziehen. Bei einem Urlaubscheck werden alle sicherheitsrelevanten Fahrzeugteile einer gründlichen Prüfung unterzogen, damit Sie sicher in den Urlaub kommen. „Besonders die Reifen sollten dabei überprüft werden“, empfiehlt Hermann Lorenz, Geschäftsführer der Reifen Lorenz GmbH mit Hauptsitz in Lauf an der Pegnitz. Denn an ihnen können bislang unbemerkte Schäden entstanden sein, die besonders für lange Fahrten mit hohem Tempo und beladenem Auto ernste Pannen- und Unfallrisiken bergen. „Wer deutliche Reifenschäden wie Einstichverletzungen, auffälligen Reifenabrieb oder andere Unregelmäßigkeiten feststellt, sollte umgehend vorbeikommen, damit wir das Problem schnell beheben können, und ein sicherer Start in den Urlaub nicht in Gefahr ist“, empfiehlt Robert Müller, Leiter der Niederlassung in Bayreuth. Auch sollte regelmäßig der Luftdruck überprüft werden, denn sowohl zu hoher als auch zu niedriger Luftdruck können den Reifen schaden.

Vor dem Start in die Urlaubsreise sollten alle sicherheitsrelevanten Fahrzeugteile gründlich gecheckt werden. Foto: red Reifen Lorenz ist aber nicht nur Reifenspezialist, sondern baut seit über 25 Jahren auch den Kfz-Service aus. Fast alle Reifen LorenzFilialen sind mittlerweile freie KfzMeisterwerkstätten mit eigenem Kfz-Meister. Zum Leistungsumfang gehören u.a. Achsvermessung, das Auslesen des Fehlerspeichers mit modernen Diagnosegeräten, Bremsenreparatur, KlimaanlagenService, Kundendienst nach Herstellervorschrift inkl. Mobilitätsgarantie, Ölwechsel, Sofort-Reparatur und TÜV-Abnahme im Haus.

Reifen Lorenz verfügt über einen hohen Qualitätsstandard beim Personal und hat die modernsten Diagnosegeräte und Spezialwerkzeuge im Einsatz. Dies bestätigen auch die TÜV-Zertifizierung nach DIN ISO 9001:2008 sowie das Michelin Gütesiegel „Zertifizierter Fachbetrieb 2013“. Durch eine lückenlose Dokumentation aller Lieferwege und Arbeitsprozesse stellt Reifen Lorenz seine Leistungsfähigkeit und Kompetenz unter Beweis. Zusätzlich wurden alle Filialen mit dem wdk-Zertifikat vom

Warnwestenpflicht gilt Der Bundesrat hat dieser Tage in Berlin eine Warnwestenpflicht für Deutschland beschlossen und folgt damit dem Vorbild der europäischen Nachbarstaaten. Wer bislang noch keine Warnweste im Auto hat, sollte sich zügig eine entsprechende Weste (Europäische Norm EN 471) zulegen und – ebenso wie das Warndreieck – jederzeit mitführen. Spätestens ab dem 1. Juli

2014 muss in jedem Fahrzeug eine Weste vorhanden sein. Die neue Regelung betrifft alle in Deutschland zugelassenen Pkw, Lkw und Busse. Motorräder bleiben ausgenommen. In vielen europäischen Ländern gibt es bereits die Pflicht, eine Warnweste im Auto mitzuführen beziehungsweise diese Signalweste bei einer Panne oder einem Unfall zu tragen. Eine Tragepflicht für jeden, der das Fahrzeug verlässt, gilt in

Wirtschaftsverband der deutschen Kautschukindustrie ausgezeichnet. Damit wird bescheinigt, dass die einzelnen Standorte über die notwendige hochwertige Technik zur Montage von Notlaufreifen und Ultra High Performance-Reifen verfügen. Geschäftsführer Hermann Lorenz: „Wir legen die Latte für unsere Qualitäts-Anforderungen ständig höher. Das Zertifikat bestätigt uns auf diesem Weg, gibt uns weitere Sicherheit und stärkt das Vertrauen in unsere Arbeit. Wir freuen uns darüber, unserer Kunden auch in Zukunft durch Fachkompetenz rund um das Produkt Reifen und die damit verbundene Qualität im Service zu überzeugen.“ Auch Fahrer von Leasingfahrzeugen sind bei Reifen Lorenz willkommen, denn Reifen Lorenz ist Partner aller namhaften Leasingfirmen, wie z.B. ALD, Alphabet, Arval, Deutsche Leasing, Europcar, Lease Plan, Sixt oder Volkswagen Leasing. red Reifen Lorenz GmbH An der Feuerwache 21 95445 Bayreuth Telefon: 0921 / 22000 E-Mail: bayreuth@reifen-lorenz. de, Internet: www.bayreuth. reifen-lorenz.de, www.facebook. com/Reifen.Lorenz .

K urzmeldung

Belgien, Italien, Luxemburg, Slowenien, Spanien und Ungarn. Eine gekoppelte Verpflichtung, wonach sowohl eine Weste im Auto sein als auch im Bedarfsfall zwingend getragen werden muss, gibt es aktuell in Frankreich, Kroatien, Norwegen, Österreich, Portugal und der Slowakei. Die Strafen bei Zuwiderhandlung betragen je nach Land zwischen 14 und 600 Euro. Quelle: ADAC

Schilderwald lichten Auf Deutschlands Straßen stehen zu viele Verkehrsschilder. Dieser Meinung waren knapp zwei Drittel der gut 1000 Autofahrer, die an einer aktuellen Befragung des ADAC teilgenommen haben. Fast drei Viertel der Befragten wünschen sich, dass die Flut von Werbeschildern und Plakaten eingedämmt wird. 38 Prozent meinten, der Wald aus Park- und Halteverbotsschildern gehöre kräftig durchforstet. red

MÜB, PEG und EBS Ab sofort können im Bayreuther Landratsamt wieder alte Autonummern beantragt werden

Bis 1972 trugen Autos aus dem heute zum Landkreis Bayreuth gehörigen Hollfelder Bereich ein Ebermannstädter Kennzeichen. Unser Bild zeigt ein historisches Exemplar aus dem Jahr 1967. Wer Interesse hat, kann jetzt wieder ein „EBS“-Nummernschild beantragen. Foto: Roland Schmidt BAYREUTH. Entgegenkommen für Nostalgiker, Erhalt der Tradition oder einfach nur ein heilloses Durcheinander? – Wie auch immer, ab sofort können im Bayreuther Landratsamt wieder Kraftfahrzeugkennzeichen der 1972 im Zuge der kommunalen Gebietsreform aufgelösten Landkreise beantragt werden. Bürgerinnen und Bürger, die an einem der früher zugelassenen Kennzeichen (neben BT für Bayreuth auch MÜB für Münchberg, KEM für Kemnath, ESB für Eschenbach, PEG für Pegnitz und EBS für Ebermannstadt) interessiert sind, müssen für die sogenannte „Umkennzeichnung“ folgende Unterlagen bereithalten: Zulassungsbescheinigung Teil II

(Fahrzeugbrief), Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein) und die alten amtlichen Kennzeichen. Alle Kennzeichen stehen allen Bürgern im gesamten Landkreis zur Verfügung, wobei aber zum Beispiel bei dem Kennzeichen „PEG“ für Pegnitz aufgrund der jetzigen Zugehörigkeit zu mehreren Landkreisen dem Landratsamt Bayreuth nur bestimmte Nummern-Serien zugeteilt werden. Bis auf Pegnitz, wo bereits rund 50 Bürgerinnen und Bürger den Wunsch nach einem Altkennzeichen geäußert haben, ist die Nachfrage derzeit noch verhalten. Landrat Hermann Hübner kommentiert: „Mit dem neuen Angebot halten wir eine neue Dienstleistung bereit und haben dem Bürgerwunsch Rechnung getragen.“ rs


Bayreuther Sonntagszeitung

Aktuell / Anzeigen-Sonderseite Reisebüros

Zurück an die Alma Mater Alt-OB Dr. Hohl mit neuer Führungsaufgabe an der Uni BAYREUTH. Eine weitere neue Aufgabe für Alt-Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl: Die Forschungsstelle für Familienunternehmen (FoFamU) der Universität Bayreuth hat Dr. Hohl zum Geschäftsführer bestellt. „Ich freue mich darauf, die Universität Bayreuth auf diese Weise unterstützen zu können“, kommentiert der Jurist Bayreuther Schule die Rückkehr zu seiner Alma Mater. „Die Forschungsstelle bearbeitet aktuelle und sehr wichtige Themen. Familienunternehmen sind gerade für unsere Region prägend und haben global einen großen Anteil an Wertschöpfung und Innovation“, erklärt Dr. Hohl anlässlich seiner Bestellung als Geschäftsführer. Der Alt-OB wird als Geschäftsführer die Professoren Kay Windthorst (Geschäftsführender Direktor), Rolf Uwe Fülbier (Direktor für den Bereich Wirtschaftswissenschaften) sowie Knut Werner Lange (Direktor für den Bereich Jura)

Der neue Geschäftsführer Dr. Michael Hohl (Mitte) mit Geschäftsführendem Direktor Professor Kay Windthorst (links) und Professor Rolf Uwe Fülbier, dem Direktor für den Bereich Wirtschaftswissenschaften. bei der Führung der laufenden Geschäfte unterstützen. Die 2011 gegründete Bayreuther Forschungsstelle für Familienunternehmen ist die erste Forschungsstelle für Familienunternehmen an einer öffentlichen Universität in Deutschland. Sie bietet mit

über 50 Personen (Professoren und wissenschaftlichen Mitarbeitern) einen einzigartigen Kompetenzpool für Familienunternehmen. Zugleich fördert die Forschungsstelle die interdisziplinäre Zusammenarbeit und den Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis. red

14. Juli 2013

7. Weidenberger Kellernacht Am 19. Juli am historischen Obermarkt mit seinen Sandsteinkellern WEIDENBERG. Bei der 7. Weidenberger Kellernacht am kommenden Freitag, 19. Juli, gibt es ab 18 Uhr bis nach Mitternacht im historischen Obermarkt und in den Sandsteinkellern ein reges Treiben mit vielen Attraktionen, Künstlern und Darbietungen. Auf dem Programm stehen ein Schlosskonzert im Kulturkeller, Kirchenführungen in St. Michael, ein Schüler-Kellerprojekt im Ratskeller sowie Führungen mit dem GeoPark. Für musiklaische Unterhaltung sorgen Solar Flare, die Kantorei Weidenberg, Grex Konfusus sowie Simon Mertel mit „Schall und Rauch“. Ferner gibt es Auftritte der Jugend- und Kindertanzgruppe des Fichtelgebirgsvereins (FGV), clowneske WalkActs mit den Freudentränern, Nachtwächterführungen mit Adrian Rossner, die Möglichkeit zur „Einkehr bei stillen Klängen“ in Sankt Michael sowie eine Feuershow des „Rebasius Funkenflug“. Der Eintritt ist frei und für das leibliche Wohl der Besucher ist bes-

Der historische Obermarkt in Weidenberg mit seiner Kellerlandschaft steht kommenden Freitag im Mittelpunkt der 7. Kellernacht. Foto: Roland Schmidt tens gesorgt. Für den Besuch der Keller wird festes Schuhwerk und eine Jacke empfohlen, da die Temperatur in den Kellern lediglich acht Grad Celsius beträgt. Parken ist nur an den ausgewiesenen Parkplätzen

Den Urlaub im Reisebüro buchen

erlaubt, der Obermarkt bleibt autofrei. Die letzte Fahrt mit der Bahn in Richtung Bayreuth ist um 23.30 Uhr. Veranstalter sind das „Organisationsteam Kellernacht“ und der Markt Weidenberg. rs

Seriosität und Markterfahrung der Reise-Spezialisten helfen kompetent bei der Auswahl Zwar gibt es Urlauber, die eine Online-Buchung vorziehen, wenn es darum geht, die schönsten Wochen des Jahres zu planen. Meist ist hier der Zeitvorteil entscheidend. Bei der Buchung im Reisebüro ergeben sich jedoch viele andere Vorzüge: Hier gibt es individuelle Beratung, hier werden Sonderwünsche erfüllt. Und an dem Gerücht, dass online gebuchte Reisen stets billiger sind, ist meist auch nichts dran. Sicherlich hat das Internet gewisse Vorteile bei der Buchung einzelner Segmente, die weniger beratungsintensiv sind, zum Beispiel Flug- und Bahntickets, Hotels oder Mietwagen. Bei der Suche nach der geeigneten Pauschalreise bevorzugen viele Urlauber hingegen Reisebüro. Zu Recht, denn dort kann der

Reisebüro VOIT Bad Berneck wieder ausgezeichnet

V.l. Andrea Voit, Artur Voit, Jennifer Stumpf, Christina Walter. BAD BERNECK. Das TUI TRAVELStar Reisebüro Voit aus Bad Berneck hat es wieder geschafft und gehört auch in diesem Jahr zu den fünf besten TUI TRAVELStar Reisebüros deutschlandweit, berichtet Frau Voit, Inhaberin des TUI TRAVELStar Reisebüro Voit. Im Rahmen der TUI TRAVELStarJahrestagung im ROBINSON CLUB Cala Serena auf Mallorca wurde die Mitgliedschaft im StarCLUB bestätigt, in den es nur die 50 besten TUI TRAVELStar Reisebüros aus ganz Deutschland schaffen. Maßgeblich für die Aufnahme sind die Punkte Service, Qualität, Qualitätssicherung, Beratung und Innovation. Im Wettstreit um die begehrte Auszeichnung standen insgesamt fast 440 Kooperationspartner. Das TUI TRAVELStar Reisebüro

Voit hat an diversen Schulungen teilgenommen und konnte so seine hohe Qualität bei regelmäßig durchgeführten Testkäufen beweisen. Neben der sehr hohen Kundenzufriedenheit wurden beim StarCLUB Wettbewerb auch die Teilnahme an verschiedensten Maßnahmen, Länderwissen und die Entwicklung neuer Ideen bewertet. In allen Bereichen hat das TUI TRAVELStar Reisebüro Voit gepunktet. Frau Voit sieht die Auszeichnung und Mitgliedschaft im StarCLUB weiterhin als Ansporn einen Service auf höchstem Niveau zu bieten und zu den Besten der Besten zu gehören. Ihre Kunden wissen das zu schätzen und nehmen die freundliche und kompetente Beratung gerne für die Reiseplanungen Ihres Urlaubs in Anspruch. red

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Kunde auf das Know-how der Mitarbeiter zurückgreifen, die oft selbst sehr reiseerfahren sind, das Land, die Region oder in vielen Fällen gar das Hotel persönlich kennen. Die Suche nach dem passenden Angebot im Netz ist oft sehr zeitintensiv. Der Laie, der ein- oder zweimal im Jahr verreist, hat es schwer, sich dort zurechtzufinden. Die Reisebüros dagegen übernehmen die Funktion des Lotsen. Sie bieten dem Kunden alles, was er zur Reiseplanung benötigt, aus einer Hand. Dazu zählen auch Angebotsund Preisvergleiche, Hilfestellung bei der Reiseplanung, Informationen über die beste Reisezeit und reisemedizinische Vorschriften, Auskünfte zu den Einreisebestimmungen sowie den persönlichen Rat des Urlaubsexperten im Reisebüro. Seriosität und Markterfahrung spielen darüberhinaus eine wichtige Rolle. Wer also besonderen Wert auf eine individuelle, persönliche Beratung in entsprechender Atmosphäre legt, fühlt sich im Reisebüro sicher bestens aufgehoben. Und was den Preis angeht, hat der Kunde immer dann einen Volltreffer gelandet, wenn er mit dem Urlaub rundherum zufrieden war. red


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14. Juli 2013

Anzeigen-Sonderseite Biergärten

Bayreuther Sonntagszeitung

Genussvielfalt in oberfränkischen Biergärten Den Sommer draußen genießen

Für Genießer lässt es sich in Oberfranken so gut leben wie kaum irgendwo anders. Schließlich gibt es in der Region weltweit die größte Dichte an Metzgereien, Bäckereien und Konditoreien sowie an Bierbrauereien – und die meisten dieser Betriebe werden noch traditionell als Familienunternehmen geführt. Die Vielfalt der Genussmöglichkeiten kann man kaum an einem anderen Ort besser erleben als in traditionellen Gasthäusern und Biergärten. In Oberfranken werden knapp 1.000 verschiedene Biere gebraut: vom Pils und Märzen über die dunklen Biere zu den Saison- und Festbieren, mit den festlich inszenierten Bockbieranstichen; von den unfiltrierten und ungespundeten Kellerbieren, dem Beck’n Bier oder dem Kräusen bis hin zu den verschiedenen Weizenbieren oder den Spezialbieren wie dem Roggala oder dem Rauchbier. Wenn man jeden Tag ein anderes Bier trinken wollte, hätten man erst nach drei Jahren alle oberfränkischen Biere durchprobiert. Zum Bier schmecken im Biergarten natürlich deftige Speisen und Brotzeiten von Metzgern aus der Region. Bratwürste sind traditionell das Aushängeschild der ober-

fränkischen Metzger. Hier gibt es ebenfalls eine unglaubliche Vielfalt im Angebot – ob grob, mittelgrob oder fein, mit Ei oder Eisschnee, Majoran, Mazis und Zitrone hergestellt – in Coburg, Bamberg, Hof oder Kulmbach schmecken die

Bratwürste traditionell ganz unterschiedlich! Probieren sollten man aber auch die guten, über Wochen eingelegten und mild geräucherten Landschinken oder die vielen traditonellen Hausmacher Wurstwaren. Die Liste der kulinarischen Köstlichkeiten in Biergärten ist lang und lässt den Genießern das Wasser im Munde zusammenlaufen. Zu den Klassikern gehören neben der legendären Bratwurstvielfalt mit ihrer gesudenen Variation „blaue Zipfel“ in jedem Fall der Zibelas-Käs, der „Ogabatzte“, Zwetschgenbaames, HausmacherSülze, roter und weißer Pressack, Blut- und Leberwürste sowie geräucherter Schinken und kalter Braten mit heimischem Meerrettich – natürlich alles mit einem frisch gebackenen, knusprigen fränkischen Landbrot. rs


Stellenmarkt

Bayreuther Sonntagszeitung

Konjunktur weiter robust Repräsentativumfrage im oberfränkischen Handwerk BAYREUTH. Die Handwerkskonjunktur in der Region verlief auch im zweiten Quartal 2013 weiter stabil und robust, die Betriebe erwarten nochmals leichte Zuwächse. Dieses Ergebnis ergab eine Repräsentativumfrage unter 509 oberfränkischen Handwerksbetrieben mit 8.853 Beschäftigten, deren Ergebnis jetzt die Handwerkskammer für Oberfranken (HWK) darstellte. Nach 75 Prozent im vergangenen Quartal beurteilen zur Jahresmitte ca. 85,5 Prozent der Betriebe die Geschäftslage als gut oder befriedigend (43,5 Prozent gut, 42 Prozent befriedigend). „Dieser Wert liegt damit zwar unter dem hohen Niveau des Vorjahres (90 Prozent), insgesamt kann aber festgehalten werden, dass sich die Handwerkskonjunktur weiterhin als stabil und durchaus robust erweist“, so HWKPräsident Thomas Zimmer. Im Baugewerbe sorgen vor allem Nachholeffekte für zusätzliche Impulse. Auch die Nachfrage der privaten Verbraucher bleibt eine wichtige Stütze der Handwerkskonjunktur. Thomas Zimmer weiter: „Erfreulich ist vor allem, dass unsere Betriebe auch für das nächste Quartal mit einem zufriedenstellenden bis guten Geschäftsverlauf rechnen“. Die Auslastung der Betriebe ist gegenüber dem Winterquartal um neun Prozentpunkte deutlich angestiegen. Deutlich positiver als noch im vorangegangenen Quartal wird auch die Entwicklung der Nachfrage und der Auftragseingänge beurteilt. 35,5 Prozent der Betriebe berichten von gestiegenen und 48 Prozent von konstanten Umsätzen. Diese positive Entwicklung spiegelt sich auch in den Beschäftigungsverhältnissen wieder. Im ersten Quartal dieses Jahres berichteten noch 20 Prozent der Betriebe von zurückgehenden Beschäftigungsverhältnissen. Dieser Wert ist aktuell auf 10,5 Prozent gesunken. 18 Prozent der Betriebe

K urzmeldung „Jugend forscht“: KSB neuer Partner

Der Pumpen- und Armaturenhersteller KSB unterzeichnet im Beisein des Regierungspräsidenten Wilhelm Wenning, Vorsitzender von Oberfranken Offensiv e.V., die Patenschaftsvereinbarung für den Regionalwettbewerb „Jugend forscht Oberfranken“. Das Unternehmen KSB Aktiengesellschaft, Pegnitz, wird ab nächstem Jahr neben dem Sparkassenbezirksverband Oberfranken und der Brose Fahrzeugteile GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, Coburg, den Regionalwettbewerb Oberfranken finanzieren. Die KSB Aktiengesellschaft engagiert sich in mehreren Projekten, die das Interesse der Schüler und Jugendlichen an naturwissenschaftlichen Themen fördern sollen. Außerdem hat das Unternehmen den Hilfsfonds KSB CARE gegründet, um die Ausbildung junger Menschen weltweit zu unterstützen. Die Vertragsunterzeichnung fand im Rahmen der alljährlichen Jahrestagung der bayerischen Wettbewerbsleiter und Patenvertreter auf Kloster Banz statt. Seit der Durchführung des 1. Regionalwettbewerbs „Jugend forscht“ Oberfranken im Jahr 2002 entwickelt sich der oberfränkische Wettbewerb kontinuierlich zu einem der größten Regionalwettbewerbe Bayerns. red

Erfolgreiche KinderUni Rund 2.000 Kinder bei den Vorlesungen im Audimax der Bayreuther Universität BAYREUTH. Die KinderUni 2013 war wieder ein voller Erfolg. Trotz teilweiser Rekordtemperaturen von über 36 Grad waren an vier Terminen an die 2.000 Kinder ins Audimax, den größten Hörsaal der Universität Bayreuth, gekommen, um die Vorlesungen der von ihnen selbst mit über 1.200 Stimmen gewählten Professoren zu verfolgen. Auch diesmal haben die Kinder, die drei oder mehr Vorlesungen der

90 Prozent des Kraftfahrzeug-Handwerks in Oberfranken sind mit ihrer Geschäftslage zufrieden. Foto: red haben jetzt wieder neue Beschäftigte eingestellt. Die Handwerksbetriebe in Oberfranken rechnen für das nächste Quartal weiterhin mit einer positiven Geschäftsentwicklung. 88 Prozent gehen von guten und befriedigenden Geschäften aus. Die Entwicklung der Beschäftigten sowie die Nachfrage nach Handwerksprodukten und Handwerksdienstleistungen bleiben in den kommenden Monaten stabil. HWK-Hauptgeschäftsführer Thomas Koller stellt fest, dass „die Konjunktur-Lokomotive weiterhin die private Nachfrage im Bestandsbau ist. Besonders im Bau- und Ausbauhandwerk wird deshalb die Geschäftslage sehr positiv eingeschätzt. Außerdem sorgen Nachholeffekte aus den ersten Monaten des Jahres für zusätzliche Impulse“. Den von der Industrie und dem Export besonders abhängigen Handwerkssparten des gewerblichen Bedarfs macht nach wie vor die schwächere gesamtwirtschaftliche Konjunkturentwicklung zu schaffen. Im Branchenvergleich schneidet das Kfz-Handwerk mit am besten ab. 90 Prozent der KfzBetriebe sind mit ihrer Geschäftslage zufrieden. Obwohl sich die Umsätze der Nahrungsmittelbetrie-

be im letzten Quartal gut entwickelt haben, liegen die Einschätzungen der konjunkturellen Entwicklung deutlich unter dem Vorjahreswert und die Betriebe gehen mit gedämpften Erwartungen in die kommenden Monate. Bei den Gesundheitshandwerken schätzen noch 57,5 Prozent und bei den Friseuren und Kosmetikern nur noch 70,5 Prozent der Betriebe ihre Geschäftslage als gut oder befriedigend ein. Damit verlief in beiden Branchen die Geschäftsentwicklung schwächer als zu Beginn des Jahres und auch gegenüber dem Vorjahr. Trotzdem halten die Betriebe an ihren Beschäftigten fest. „Die robuste Entwicklung im Handwerk, verbunden mit einer stabilen Beschäftigung, ist aber kein Selbstläufer“, so HWK-Hauptgeschäftsführer Koller. „Wir dürfen und können uns nicht auf der aktuell robusten konjunkturellen Lage ausruhen. Vor allem die Stärkung unserer Binnenwirtschaft muss ständig im Mittelpunkt unseres Handelns stehen. Und dazu brauchen wir eine Politik, die Wachstum fördert und gleichzeitig konsequente Sparanstrengungen unternimmt“. red

14. Juli 2013

Top-Arbeitgeber: AOK auf Spitzenplatz BAYREUTH. Bei den TOP 15 der besten Arbeitgeber in der Versicherungsbranche hat die AOK einen Spitzenplatz erreicht. In einer Studie des Focus Spezial belegte die AOK den zweiten Platz und bei den regionalen Krankenkassen sogar den ersten Platz. „Das Ergebnis der Studie freut uns sehr, zeigt es doch, dass uns Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer als Unternehmen mit sehr guten Arbeitsbedingungen wahrnehmen“, so Klaus Knorr, Direktor der AOK-Direktion Bayreuth-Kulmbach. Der Focus befragte in seiner Untersuchung fast 13.000 Mitarbeiter zu 820 Unternehmen. Kriterien waren unter anderem das Image und die soziale Verantwortung des Arbeitgebers, aber auch Bezahlung und Anerkennung. Die AOK Bayern ist die viertgrößte Krankenkasse Deutschlands. Rund 10.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betreuen über 4,3 Millionen Versicherte. Im Raum Bayreuth-Kulmbach ist nahezu jeder zweite Bürger AOK-Kunde und vertraut der Gesundheitskasse. Über 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kümmern sich um die mehr als 120.000 Versicherten der Region. red

KinderUni besuchten, die Möglichkeit, sich an dem Preisausschreiben der KinderUni zu beteiligen. Einfach das Studienbuch an die Pressestelle der Universität Bayreuth, 95440 Bayreuth, einsenden und schon winken über 50 tolle Preise, zum Beispiel Bücher, Bücher-Gutscheine, Nachtwächterführungen in der historischen Bayreuther Innenstadt und in St. Georgen sowie Gutscheine für einen interessanten Besuch im Bayreuther Urweltmuseum. red

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Bayreuther sonntagszeitung vom 14 07 2013  
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