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Edition Breitkopf

E. Franck Sonate Nr. 1 fĂźr Violoncello und Klavier D-dur

Sonata No. 1 for Violoncello and Piano in D major op. 6 EB 32071


Eduard Franck 1817–1893

Sonate Nr. 1

fĂźr Violoncello und Klavier D-dur

Sonata No. 1

for Violoncello and Piano in D major op. 6

herausgegeben von | edited by

Nick Pfefferkorn

Edition Breitkopf 32071 Printed in Germany


Inhalt | Contents Vorwort . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . IV Zur Edition . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . V Preface . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . VI Editorial Note . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . VII Sonate D-dur | Sonata in D major op. 6 Allegro . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Adagio . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Menuetto . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Allegro assai . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

AuffĂźhrungsdauer | Performing Time ca. 35 Minuten

2 20 28 34


IV

VORWORT Der einer kunstsinnigen Breslauer Bankiersfamilie angehörende Komponist, Pianist, Dirigent und Lehrer Eduard Franck offenbarte seine musischen Gaben in früher Jugend. Schon der Neunjährige spielte Bachs Wohltemperiertes Klavier. Als Niccolò Paganini ihn 1831 in Bad Ems spielen hörte, wollte er ihn als Begleiter für sein Konzert einsetzen, doch die Mutter ließ es nicht zu. Sie war es aber, die zur rechten Zeit gemeinsam mit Eduards Bruder Hermann den schon berühmten Düsseldorfer Musikdirektor Felix Mendelssohn Bartholdy als Lehrer für ihren Sohn gewann und damit dessen Einstieg in den musikalischen Beruf entscheidend voranbrachte. In seiner Heimat galt Eduard Franck als Vorkämpfer der musikalischen Romantik. Sein freundschaftlicher Umgang mit geistesverwandten Musikern wie Robert Schumann und dem gleichaltrigen William Sterndale Bennett, erst recht aber Mendelssohn, wiesen ihm die Richtung und es verwundert nicht, dass diese Vorbilder prägend auf den jungen Mann wirkten. Seine ersten Publikationen fanden bei ihnen freundliche Aufnahme und Kritik. Das in Leipzig bei Kistner gedruckte Erstlingswerk, Zwölf Studien für das Pianoforte, konnte er 1837 seinem Lehrer Mendelssohn hochachtungsvoll zueignen. Trotz dieser starken Eindrücke blieb auf längere Sicht eine eigenständige Entfaltung nicht aus, wie es dem Beispiel der großen Meister entspricht, die ihre Zeit brauchten, sich zu entwickeln. Zunehmend trat er aus dem Schatten der Vorbilder hervor, und heute würdigt man ihn nicht so sehr als Nachfolger, als vielmehr Vermittler zwischen den Generationen, der bereits manches Neue der großen Geister wie Brahms und Bruckner vorwegnahm. Mendelssohn hatte das junge Talent in Düsseldorf und später in Leipzig gerne unter seine Fittiche genommen. Ihm widmete er seine Zuwendung und trat auch gemeinsam mit ihm auf. Franck gewann rasch öffentliche Anerkennung. Tiefen Eindruck machte besonders sein Klavierspiel, die klassische Ruhe, die wundervolle Gleichheit des Anschlags, die perlende Deutlichkeit der Figuren, die Wärme des Ausdrucks. Die Anerkennung beschränkte sich nicht auf Deutschland; er erwarb sie, wo immer er sich präsentierte. Im Freundeskreis um seinen Bruder Hermann traf er in Paris auf Frédéric Chopin und spielte ihm die neu erschienenen Variations Sérieuses von Mendelssohn vor. Die Zeit nach den Jahren bei Mendelssohn kann man durchaus Lehr- und Wanderjahre nennen, als Eduard Franck sich in Deutschland, Frankreich und England, am liebsten aber in Italien aufhielt. Reiche Anregung brachte ihm Rom, wo er Mitglied der Congregazione ed Accademia di Santa Cecilia wurde. Der Abschied von Italien fiel ihm schwer, aber er glaubte es seinem Fortkommen als „deutscher Musikant“ schuldig zu sein, in der Heimat zu wirken (1845). Die Mendelssohns traf er wieder in Berlin, wo Fanny Hensel in ihrem Salon einen Kreis hervorragender Musiker um sich versammelte. Dort begegnete ihm die aus Eckernförde stammende und von

namhaften Dichtern umschwärmte Pianistin Tony Thiedemann, die er 1850 heiratete. Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor, unter ihnen der spätere Komponist Richard Franck, der wie sein Vater in Bezug auf die Musikentwicklung eine eher konservative Haltung zeigte. Eduard Franck konnte 1849 im Leipziger Gewandhaus sein Clara Schumann gewidmetes erstes Klavierkonzert in d-moll vortragen, dem Ignaz Moscheles „edle Haltung, poetische Ideen und gute Instrumentation“ bescheinigte. Auch mit einer Reihe anderer Werke hatte er Erfolg, sodass er 1851 an die Rheinische Musikschule in Köln als Lehrer für Klavier, Partiturspiel und Musiktheorie berufen wurde, seit 1852 auch als Leiter des Städtischen Gesangvereins. Sehr fruchtbar gestaltete sich der enge persönliche und fachliche Kontakt mit Ferdinand Hiller, unter dessen Leitung die Schule zu einer der führenden Institutionen dieser Art ausgebaut wurde. Die dort geschaffenen Werke Francks fanden durchweg gute Resonanz, so neben Orchesterwerken (Sinfonien, Ouvertüren) auch die Violinsonaten op. 19 und 23 und andere Kammermusikwerke. Einen Triumph brachte ihm das unter Hillers Leitung aufgeführte erste Violinkonzert in e-moll (1855). 1859 wechselte Franck an die neu gegründete Musikschule in Bern, deren Leitung er übernahm. Geehrt mit dem Titel eines Professor honorarius und dem Doktortitel, war er weitgehend verantwortlich für das Musikleben von Stadt und Universität. Bücher zur Geschichte des Konservatoriums und Manuskripte zu mehreren Klaviersonaten sind dort zu seinem Andenken verwahrt. Allerdings zeigte er damals eine Scheu zu publizieren, die vorwiegend in einer ausgeprägten Selbstkritik begründet gewesen sein mag. 1867 gewann Julius Stern Eduard Franck für sein Berliner Konservatorium, und von 1878 bis 1892, also bis ins 75. Lebensjahr, wirkte er an Emil Breslaurs Konservatorium. Hier, in Berlin, schüttete er ein Füllhorn längst vollendeter, aber früher zurückgehaltener Werke aus, darunter eine weitere Symphonie, das Streichsextett op. 41, ein Klavierquintett, ein Streichquartett und etliche Klaviermusik. Der ersten Violoncellosonate op. 6 ließ er mit op. 42 eine zweite folgen. Die spät publizierten, ebenso aber die erst posthum aufgegriffenen oder wiederentdeckten Werke – von 18 Klaviersonaten sind bis heute erst neun veröffentlicht – belegen nachdrücklich, dass Franck in den Jahren seines Schweigens ungebrochen kompositorisch tätig war. Die beiden 1882/84 und posthum erschienenen Sextette op. 41 und 50 sind bedeutende Bestandteile einer späteren Schaffensperiode, besonders deutlich bei op. 50 angesichts seiner wehmütigen, retrospektiven Grundstimmung.

Paul Feuchte


V

ZUR EDITION Einleitung Die vorliegende Sonate erscheint im Rahmen der Edition gedruckter und nachgelassener Werke Eduard Francks, die sein musikalisches Schaffen beleuchten und erstmals vollständig und in einheitlicher Textgestalt zugänglich machen soll. Die Nachfahren des Komponisten, Paul Feuchte (Freiburg) und Andreas Feuchte (Hamburg), haben in jahrelanger minutiöser Arbeit nahezu jedem Werk, dessen Autograph sich nicht im Nachlass des Komponisten und damit im Besitz der Erben befindet, eine direkte Quelle zuweisen können. Auffällig ist hierbei jedoch, dass bei zu Lebzeiten Francks erschienenen Werken fast durchgängig keine authentischen handschriftlichen Quellen überliefert sind. Die Sonate in D op. 6 erschien 1846 im Verlag von Stern & Co. in Berlin und ist (laut Titelblatt der Erstausgabe) dem Grafen Mathieu Wielhorski gewidmet. Wielhorski war Cellist, einflussreicher Musik­ mäzen und Gründer der Kaiserlich-Russischen Musikgesellschaft in St. Petersburg. Robert Schumann widmete ihm 1845 sein Klavier­quartett Es-dur op. 47. Die vorliegende Sonate verweist auf Beethoven (den Schöpfer der Cellosonate) und Mendelssohn, wobei es bei Letzterem bereits zu einem vollkommen gleichberechtigten Zusammenspiel zwischen Klavier und Soloinstrument kommt. Dass sich auch Franck mit der heiklen Problematik der Klang­balance zwischen beiden Instrumenten auseinandersetzte zeigt seine Lösung, das Cello entweder in der hohen Lage spielen zu lassen, um seine schöne Tenor-Farbe zu unterstreichen, oder in der Tiefe spielen zu lassen, um ein zusätzliches Bassfundament zu liefern. Der zweite Satz der Sonate, das Andante, erschien bereits 1845 als Albumblatt und wurde für den Musiksammler Ludwig Landsberg in Rom geschrieben. Für die vorliegende Urtextausgabe bilden somit verschiedene Quellen die Basis:

(P) Erstausgabe der Klavierstimme, erschienen 1846 im Verlag von J. Stern & Co. in Berlin, ohne Plattennummer. (S) Erstausgabe der Violoncellostimme, ebenda. (A) Autographe Klavierpartitur mit überlegter Violoncellostimme des zweiten Satzes, vollendet im Februar 1843 in Rom. Im Besitz der Staatsbibliothek Berlin, Signatur: Mus.ms.autogr. Franck, E. 1 M. Das Andante enthält folgende Widmung: „Seinem lieben Landsberg zur Erinnerung an die musikalischen Leiden und Freuden in Rom von Eduard Franck.“

Editionsprinzipien Es ist deutlich zu erkennen, dass es sich bei der überlieferten Handschrift des zweiten Satzes nicht um eine Reinschrift handelt. Die wenigen Phrasierungs- und Vortragsbezeichnungen weichen deutlich von der späteren Druckfassung ab. Dennoch ist sie, abgesehen von einigen wenigen Ungenauigkeiten, nahezu fehlerfrei. Die wenigen autographen Korrekturen beschränken sich auf Streichungen (vorwiegend von Phrasierungsbögen und Balkungen), seltener jedoch auf Noten. Im 3. Satz, Menuetto, kürzt Franck die Wiederholung des A-Teils und den anschließenden Sprung in die Coda durch die Verwendung von Segno (}) und Kopfzeichen (:) ab. Um unnötiges Blättern in der Klavierstimme zu vermeiden, wurde in dieser Edition darauf verzichtet und der Notentext nochmals ausgeschrieben. Diese Edition ist frei von willkürlichen Zutaten oder Änderungen durch den Herausgeber. Sämtliche Emendationen oder Änderungen sind eindeutig als solche gekennzeichnet. Verwendet wurden eckige Klammern bei Vortragsbezeichnungen [a tempo] und Dynamiken [cresc.], [ sf ] sowie Akzidenzien [h] etc., sowie Strichelungen bei Bögen oder Crescendo-Gabeln . Nick Pfefferkorn


VI

PREFACE The composer, pianist and conductor Eduard Franck was born into a cultivated and art-loving family of bankers in Breslau (now Wrocław in Poland). He showed such precocious talent in his early childhood that Nicolò Paganini, who heard the boy play in Bad Ems, invited him to perform at one of his concerts in 1830. Young Eduard outgrew the pedagogical abilities of his teachers in Bres­lau during the years that followed and, in 1834, his older brother Hermann arranged for him to study in Düsseldorf with his friend – and Eduard’s musical hero – Felix Mendelssohn Bartholdy. After spending a profitable and congenial year with Mendelssohn, Franck returned to Breslau to complete his general education. He rejoined his mentor in Leipzig when Mendelssohn was appointed director of the Gewandhaus concerts and there became part of the city’s musical circle, befriending the English composer and pianist William Sterndale Bennett, the violinist Ferdinand David (for whom Mendelssohn was to write his E minor Concerto in 1844) and Robert Schumann. Franck toured throughout Europe as a pi­ anist during the early 1840s before settling in Berlin 1845, where he met Tony Tiedemann, a pianist and friend of Mendelssohn’s sister, Fanny. He married her in 1850 and they had three children together, one of whom was the composer Richard Franck; Richard, like his father, maintained a more conservative attitude in relation to the ongoing developments in music during his lifetime. While continuing to perform and compose prolifically, Eduard Franck also established an excellent reputation as a teacher at conservatories in Cologne (1851–1859), Berne (1859–1867) and Berlin (1867–1892). He died in Berlin on December 1, 1893. At home Eduard Franck was considered a pioneer of musical Romanticism. His friendly relationships with Robert Schumann, William Sterndale Bennett and – especially – with Mendelssohn, showed him his future path and it’s not surprising, that these role models had a profound influence on the young man. His first publications were well-received and elicited positive notices from the critics. He respectfully dedicated his first work, the Zwölf Studien für das Pianoforte (Twelve Studies for piano) printed by Kistner in Leipzig 1837, to his esteemed teacher Mendelssohn, though his later music shows a more expansive emotional quality that may have been influenced by that of his friend Robert Schumann. Today Eduard Franck is appreciated not so much as a follower than as a mediator between the generations, one who had already anticipated many of the great composers to come, such as Brahms and Bruckner. Franck quickly gained public recognition and his piano technique made a particularly deep impression for the classical equanimity and expressive warmth of his playing, the beautiful poise of his keystrokes and the sparkling clarity that he brought to keyboard figuration. This recognition of his talent was not only confined to Germany but manifested itself wherever he appeared as a musician. Through his brother Hermann’s circle of friends, he met Frédéric Chopin in Paris and played the newly published Variations sérieuses by Mendelssohn for him.

The period following his years with Mendelssohn was one both of further learning and of travelling, during which time Eduard Franck journeyed in Germany, France, England and, most satisfyingly, in Italy. Rome, where he became a member of the Congregation ed Accademia di Santa Cecilia, was the source of immense stimulation. Leaving Italy behind was hard for him but he decided it was essential, for his further progress as a “German Musician“, to live and work in his home country (1845). He composed his Piano Concerto in D minor Op. 13 during the early 1840s, putting the work into its final form not later than 1846; it was published in 1849 or 1850. The work’s first public performance took place on March 15, 1849 at the Leipzig Gewandhaus and Franck dedicated it to Clara Schumann. Ignaz Moscheles declared that the piece displayed “noble bearing, poetic ideas and good instrumentation“. The very successful reception of a number of other works led to an appointment at the Rhenish Music School in Cologne in 1851, as a teacher of piano, score reading and music theory; from 1852 he also became director of the Municipal Choral Society. His close personal and professional contact with Ferdinand Hiller, under whose leadership the school developed into one of the leading institutions of its kind in Germany, proved very productive. The works of this period were consistently well received: in addition to orchestral works (symphonies, overtures), these included the Violin Sonatas Opp. 19 and 23 and other major chamber music works. The 1855 first performance of his Violin Concerto in E minor, under Hillers direction, was a triumph. In 1859 Franck moved to Berne, becoming director of the newly established music school. Honoured with title of a honorary professor and a doctorate, he was responsible for the musical life of both city and university. Books on the history of the Conser­va­tory and manuscripts of several piano sonatas serve as reminders of his time there. However, he continued to show restraint when it came to publishing his works, which was obviously due to his strong self-criticism. In 1867 Julius Stern succeeded in obtaining Eduard Franck for his new conservatory in Berlin and from 1878 to 1892, into his late seventies, he taught at Breslaur’s Conservatory. Here in Berlin, he poured out a cornucopia of works that had been completed earlier but withheld, including another symphony, the String Sextet Op. 41, a piano quintet, a string quartet and diverse piano music. He composed a second Cello Sonata (Op. 42), a late successor to the first one, which had been his Op. 6. These works, published late in his life, as well as the posthumously rediscovered works (only 9 of 18 piano sonatas are published so far) prove that Franck must have been working constantly during his “silent” years. The two Sextets published in 1882/84 (Op. 41 and posthumous Op. 50) are impor­ tant examples of his later style, the nature of which is particularly evident in Op. 50, with its melancholic, retrospective mood.

Paul Feuchte


VII

EDITORIAL NOTE Introduction This sonata is released as a part of the edition of printed and posthumous works by Eduard Franck intended to highlight his compositional output and make it completely available in a unified, published format for the first time. The composer’s descendants, Paul Feuchte (Freiburg) and Andreas Feuchte (Hamburg), have assigned a direct source to almost every work for which the original manuscript is not in the estate of the composer and hence owned by the heirs. It is remarkable that almost no authentic handwritten sources have survived of the works that were published during Eduard Franck’s lifetime. The Sonata in D major Op. 6 was first published in 1846 by Stern & Co. in Berlin and is dedicated (according to the title page of the first printing) to Count Mathieu Wielhorski. Wielhorski was a cellist, influential music patron and founder of the Imperial Russian Musical Society in St. Petersburg. Robert Schumann dedicated his 1845 E-flat major Piano Quartet Op. 47 to Wielhorski. Franck’s Sonata Op. 6 refers to Beethoven (the creator of the Cello Sonata) and Mendelssohn, who already managed the complete equality of both Violoncello and Piano. Franck also had to deal with the tricky problem of the balance between the two instruments. He found his own solution, however, by using the cello either in the high register to underline its beautiful tenor-character or, on the other hand, it provides additional bass-foundation by playing in the lower registers. The second movement of the sonata, the Andante, was already published in 1845 as an album page for the music collector and close friend of Eduard Franck, Ludwig Landsberg in Rome. For the present Urtext-Edition, various sources form the basis:

(P) First edition of the piano part, published in 1846 by J. Stern & Co. in Berlin, without plate number. (S) First edition of the cello part, ibid. (A) Autograph piano score with the cello part in a seperate stave. Completed in February 1843, Rome. In possession of the Staats­ bibliothek Berlin, shelfmark: Mus.ms.autogr. Franck, E. 1 M. The Andante contains the following dedication: ”To his dear Landsberg, in memory of the musical joys and sorrows in Rome by Eduard Franck.“

Editing principles One can tell at a mere glance, that the handwritten score of the second movement is not the final version. It contains only a few dynamic marks and a rather lax slurring, which do not correspond with the later printed version. It is, however – give or take a few inaccuracies – almost entirely free of errors. The few autograph corrections that exist are limited to deletions – mainly of slurring and beaming but rarely of notes. In the third movement, Menuetto, Franck abbreviates the final return of the opening section by making a sudden transition to the coda, marked by (}) and (:). In order to avoid unnecessary page turns in this edition, we have re-set the piano part. This edition of the sonata is free from any arbitrary corrections or changes by the editor. All emendations and corrections have been clearly identified as such with square brackets for expression marks e.g. [a tempo], dynamics [cresc.], [ sf ] etc. and dashing for slurs, ties and hairpins . Nick Pfefferkorn (Translated by Justin Peacock)


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EB 32071 – E. Franck, Sonate Nr. 1  

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