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RAUM FÜR VERBESSERUNG Auf der Erde ist noch Luft nach oben da.

Analogastronautinnen des ÖWF auf dem Analog-Mars, in der Wuste Negev. TEXT Irina Zelewitz

»T

here ist no Planet B«, das steht auf vielen Demoschildern bei Klimaprotesten und soll ausdrücken, dass man sich um diese eine Erde besser kümmern soll und wir nicht so weiterleben können, als gäbe es einen Plan B, zu dem wir umschwenken könnten, wenn wir unseren Planeten zerstört haben: einen Planet B. Denn den gibt es nicht, das weiß jedeR, deswegen funktioniert der Spruch. Gleichzeitig beschäftigt sich die Wissenschaft doch einigermaßen konkret mit diversen Fragen des (Über-)Lebens im All – und schlagzeilenfähig ist hier neben spektakulärer Technik vor allem das, was die menschliche Sehnsucht nach Antworten auf die Frage befriedigt, ob wir denn wirklich ganz allein in den unendlichen Weiten des Universums

sein können. Seit geraumer Zeit kommen hierzu auch Fragen nach der Möglichkeit unseres Überlebens auf anderen Planeten. Ob nun freiwillig oder gezwungenermaßen, weil unsere Erde unbewohnbar wurde. Immerhin hat der Physiker Stephen ­Hawking 2017 in der BBC-Dokumentation »Tomorrow’s World« prognostiziert, dass die Menschheit womöglich nur mehr 100 Jahre überleben könnte, und den Klimawandel, Asteroideneinschläge, Epidemien und Bevölkerungswachstum als größte Gefahren identifiziert. Damit hat er seine eigene Prognose aus dem Jahr zuvor auf einen Bruchteil korrigiert: 2016 war er noch der Meinung gewesen, es blieben 1000 bis 10.000 Jahre für uns auf dem Blauen Planeten. Der vielzitierte Imperativ, der sich