Badminton in Tröbitz 1957-1997 by René Born

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CHRONIK

1957 - 1997 40 JAHRE BADMINTON IN TRÖBITZ

DIE GESCHICHTE DES BV TRÖBITZ E.V.


Herausgeber:

Spendenkonto:

Badminton-Verein Tröbitz e. V. Organisationsgruppe "40 Jahre Badminton in Tröbitz" Hubert Höhne Liebenwerdaer Ch. 9 03253 Tröbitz

René Born Dorfstr. 95 03253 Schilda

Kontoinhaber: Bankverbindung: Konto-Nr.: Bankleitzahl: Verwendungsgrund:

Gemeinde Tröbitz Sparkasse Elbe-Elster 32 70 20 00 63 180 510 00 0560.0

Jens Scheithauer Liebenwerdaer Str. 18 03253 Tröbitz


Vorwort des Vereinsvorsitzenden Liebe Vereinsmitglieder, Freunde und Gäste, in der Woche vom 6. Juni bis 15. Juni können wir das 40jährige Bestehen unseres Badmintonvereins feiern. Wir wollen dies dem Anlaß entsprechend in diesem festlichen Rahmen tun. Alle Mitglieder, Freunde und Förderer unseres Vereins sind herzlich eingeladen und willkommen. Wir rechnen ganz fest mit einem großen Interesse und starker Beteiligung an unserer Festwoche. Wir sind stolz und glücklich, Ihnen diese Festschrift vorlegen zu können. Eine Vielzahl von Beiträgen schlägt eine Brücke von den bescheidenen Anfängen vor 40 Jahren zur Gegenwart. Wie ein roter Faden zieht sich durch alle Beiträge die Erkenntnis, daß es immer wieder der Initiative und des Idealismus Einzelner bedarf, um mit neuen Ideen und persönlichem Einsatz den Verein voranzubringen. Wir erkennen aber auch, daß sich viele Menschen angesprochen fühlen und auch aktiv mitmachen, wenn die Vereinsziele und die Aktivitäten in die jeweilige Zeit passen. Dies ist sicher auch ein Erfolgsgeheimnis unseres Vereins, denn nachdem die auch durch den politischen Umbruch bedingten Anlaufschwierigkeiten überwunden waren, konnten in den letzten zwei Jahren die größten Fortschritte erreicht werden: Tröbitz ist Landesleistungsstützpunkt im Badminton, die 1. Mannschaft behauptet sich weiterhin gegen die übermächtige Konkurrenz aus Berlin und Niedersachsen, die zweite spielt in der Landesklasse eine gute Rolle und der Nachwuchs ist führend im Land. Die Mitgliederzahl stieg 1996 erstmals über 100, eine Verdopplung gegenüber der Vereinsneugründung als BV Tröbitz. Mit unserer Festschrift ist uns eine fast lückenlose Darstellung unserer Vereinsgeschichte gelungen, die wohl auch zukünftigen Vereinsmitgliedern als reiche Informationsquelle dienen wird. Wir wünschen allen Lesern viel Spaß beim Lesen. Mein herzlicher Dank gilt allen, die zum Entstehen dieser Festschrift beigetragen haben: den Autoren der Beiträge und den Förderern, die durch ihre Unterstützung oder durch persönliche Mitwirkung das Erscheinen dieser Broschüre erst ermöglicht haben. Für die Zukunft wünsche ich dem Badmintonverein eine weitere erfolgreiche Entwicklung und seinen Mitgliedern und Freunden eine unvergeßliche Festwoche. Hubert Höhne


Grußwort des Amtsdirektors

Der BV Tröbitz e.V. feiert das Fest des 40jährigen Bestehens. Diese Festtage sind zweifellos sehr bedeutungsvolle Tage im Leben der Bevölkerung von Tröbitz und der Entwicklungsgeschichte ihres Badmintonvereins. Die Gründung des Sportvereins fiel in eine Zeit, deren Einstellung zum Sport sich mit der Gegenwart nicht vergleichen läßt. Vor 40 Jahren, als der Badmintonverein ins Leben gerufen wurde, bedeutete dies eine Pioniertat, die viele Beobachter zu ungläubigem Staunen veranlaßte. Getragen von einer wahren Begeisterung, um nicht zu sagen Leidenschaft der Vereinsmitglieder für den geliebten Sport, wurden die Fundamente für die zahlreichen Meisterschaftserfolge gelegt. Das oberste Ziel des Vereins bestand stets darin, der heranwachsenden Jugend durch Sport und Spiel Impulse für ihren weiteren Lebensweg zu geben. Seit ich ihn kenne, betrachtet er sich als eine große Gemeinschaft, als eine große Familie. Diese positive Einstellung hat wesentlich zu seiner Beliebtheit beigetragen. Sie hat diese Kontinuität gewährleistet, die seine Mitglieder jetzt das stolze Jubiläum feiern läßt. Zu diesem runden Geburtstag gelten dem Verein, seinem Vorstand und allen Mitgliedern herzliche Glückwünsche. Jeder, der zu diesem Ereignis beigetragen hat, darf sich nicht nur freuen, er hat vielmehr auch allen Grund, stolz zu sein. Zu hoffen bleibt, daß Mut, Tatkraft und Idealismus, Grundtugenden, die den bisherigen Werdegang des Vereins prägten, auch für dessen weitere Entwicklung bestimmend sein werden. In diesem Sinne wünsche ich dem Badmintonverein Tröbitz alles Gute und weiterhin viel Erfolg. Für die Durchführung der Festwoche wünsche ich allen viel Freude, gute und spannende Wettkämpfe sowie unterhaltsame und vergnügte Stunden in sportlicher und menschlicher Verbundenheit.

Sander Amtsdirektor


Grußwort des Schirmherren der Festwoche, des Bürgermeisters der Gemeinde Tröbitz

Liebe Vereinsmitglieder, liebe Mitbürger, verehrte Gäste, der Badmintonverein Tröbitz kann in diesem Sommer sein 40jähriges Bestehen feiern. Der Badmintonverein ist eine der größten und vor allen Dingen erfolgreichsten Vereine von Tröbitz. Immerhin wurden 115 DDR-Meistertitel, 67 2. Plätze und 53 3. Plätze in der Vereinsgeschichte erzielt. Somit hat der Badmintonverein zum guten Ruf und Bekanntheit unseres Dorfes erheblich beigetragen. Dafür danke ich seinem Vorstand und all seinen Mitgliedern im Namen der Gemeindevertretung Tröbitz. Der Badmintonverein hat einen wichtigen Platz im Freizeitangebot unseres Dorfes. Er trägt im wesentlichen dazu bei, daß sich alle Altersgruppen durch Spiel und Sport betüchtigen können. Hier wird tatsächlich angewandte Gesundheitsreform betrieben. Ich habe gern die Schirmherrschaft für diese Festwoche übernommen und werde selbstverständlich jetzt und in Zukunft, wann immer meine Zeit es zuläßt, als Gast an diesen Veranstaltungen des Vereins teilnehmen. In diesem Sinne möchte ich der Festwoche einen auch für die Zuschauer spannenden Verlauf und den Akteuren viel Erfolg bei den anstehenden Wettkämpfen wünschen.

Werner Mann Bürgermeister und Schirmherr der Festwoche


Grußwort des Präsidenten des Badminton-Landesverbandes

Liebe Mitglieder des Badmintonvereins Tröbitz e.V., liebe Freunde und Förderer des Badmintonsports! Anläßlich des 40jährigen Bestehens der Sportart Badminton in Tröbitz möchte ich Euch im Namen des Badminton-Landesverbandes Brandenburg e.V. die herzlichsten Glückwünsche übermitteln. Der Verein in Tröbitz wurde mit als einer der ersten in der damaligen DDR vom ersten Sektionsleiter, Herrn Heinz Fritzsche, gegründet und war von Anfang an eine Hochburg unserer schönen Sportart. Es wurden insgesamt 115 DDR-Meistertitel, davon 11 Mannschaftsmeistertitel der Erwachsenen, erkämpft. Das zeugt eindeutig von der guten Arbeit des gesamten Vereins. Einzelspieler wie Rita Gerschner, Monika Cassens, Gottfried Seemann, Joachim Schimpke und Jens Scheithauer brachten ihr ganzes Können in die Mannschaft ein. Nach der Wende konnte durch das Ministerium für Jugend, Bildung und Sport Tröbitz als erster Verein des Badminton-Landesverbandes Brandenburg e.V. als Landesleistungsstützpunkt bestätigt werden. Das ist Ausdruck einer kontinuierlichen Arbeit im Nachwuchsbereich. Die 1. Mannschaft vertritt das Land Brandenburg in der Oberliga Nord, Gruppe B. Die Turniere, die der Badmintonverein Tröbitz e.V. übernahm, wurden in einer hohen Qualität ausgetragen. Das beweist der Zuspruch der Teilnehmer. Macht weiter so! Liebe Badmintonfreunde, für diese Leistungen möchte ich Euch meinen Dank aussprechen. Ich hoffe, daß Tröbitz auch weiterhin ein Leistungsträger im Badminton-Landesverband Brandenburg e.V. bleiben wird und an die bisherigen Ergebnisse anknüpft. Ich wünsche Euch weiterhin viel Erfolg und eine gute Zusammenarbeit mit den Trägern des Sports im Territorium. Mein Dank gilt auch allen, die Euren Verein bei diesen Leistungen unterstützt haben. Mit sportlichem Gruß Runge Präsident des Badminton-Landesverbandes Brandenburg e.V.


40 Jahre Badminton in Tröbitz - Was ist denn eigentlich Badminton? Dem einen oder anderen Leser wird sich die obige Frage stellen, andere werden diese nur mit einem müden Lächeln quittieren. Trotzdem sei hier ein kleiner Exkurs in die Geschichte des Sports gestattet, in eine Geschichte, die weit vor 1957, dem Start in Tröbitz, begann. Oft wird man dem Begriff Federball begegnen, dem Namen, unter dem die Sportart Badminton bis 1989 in unseren Breiten firmierte. Lassen wir zur Geschichte des Sports die Sonderausgabe des "Federballs" von 1962 sprechen:

Federball - schon vor 150 Jahren anerkannt "Diese Art von Ballspiel ist noch die einzige, die in Deutschland hin und wieder von Erwachsenen ausgeübt wird .... sie verlangt ein gutes Augenmaß, viel Geschicklichkeit in Wendungen der Hand, und verdiente immer mehr in Mode zu kommen, anstatt daß sie immer mehr abzukommen scheint." Mehr als 150 Jahre sind vergangen, seit der deutsche Pädagoge G. U. V i e t h in seinem "Versuch einer Enzyklopädie der Leibesübungen" diese Worte schrieb. 150 Jahre sind vergangen bis das Federballspiel auch in Deutschland wieder "in Mode" kam. Das geschah allerdings in einem Umfange, wie es bisher bei keinem anderen Sportspiel beobachtet werden konnte. Obwohl genauere Untersuchungen über den Ursprung des Federballspiels noch fehlen, läßt sich doch mit einiger Sicherheit behaupten, daß es in seinen Grundformen schon vor mehr als 2000 Jahren gespielt wurde. Im alten Kulturland C h i n a hieß es Di-DschiänDsi und war weit verbreitet und besonders bei jungen Mädchen und Frauen beliebt. Es wurde in seiner Popularität erst 600 Jahre nach der Zeitenwende vom Vorgänger des Fußballspiels abgelöst. Im benachbarten Indien fand man Höhlenzeichnungen, die das Federballspiel zeigen, deren Alter auf 2000 Jahre geschätzt wird. Das indische "Poona" kann als der eigentliche Vorgänger unseres Spiels gelten, wenn wir seinen sportlichen Charakter im Vordergrund sehen. Natürlich waren die Spielgeräte den damaligen Produktionsbedingungen entsprechend einfach. Getrocknete Früchte waren der Ball, dem eingesteckte bunte Federn bessere Flugeigenschaften verleihen sollten. Federball war schon immer ein reines Flugballspiel. Besonders verbreitet war und vor allem ist das Spiel in Malaya. Aber auch in Europa war es schon im Mittelalter bekannt. Die Fürsten und ihre Lakaien jagten schon dem leichten Ball nach. Schiller spricht in seinem "Don Carlos" von unserem Spiel. Neben G. U. Vieth war es auch den Pädagogen Basedow und Guts-Muths schon zu Beginn des 19. Jahrhunderts bekannt. Aber diese gewissenhaften Pädagogen berichten noch nicht von irgendwelchen Regeln. Offensichtlich wurde es als reines Unterhaltungsspiel nur nach der Anzahl der Ballwechsel betrieben. Die Spuren des Sportspiels Federball führen, wie schon erwähnt, zum indischen Poona. Englische Kolonialoffiziere brachten es mit nach England. 1872 spielte man es in dem kleinen Badeort B a d m i n t o n in Glouchestershire zum ersten Mal nach Regeln. Als "Spiel von B a d m i n t o n" trat es nun seinen Weg in die Sportwelt an. Oberflächliche Betrachter könnten an Hand dieser Tatsache geneigt sein, England zum "Mutterland des Federballspiels" zu erklären. Aber wie gesagt, in England wurden lediglich die Regeln für unser Spiel entwickelt. "Das Spiel von Badminton" hatte es nicht leicht, sich gegen seinen großen Konkurrenten Tennis durchzusetzen. Denn vom Tennis waren die ersten Regeln übernommen worden. Dazu hatte man auch gleich noch das Netz und die Spielfeldmaße dem Tennis entliehen. Erst nach und nach paßte man Regeln und Feld den Eigenschaften des leichten Balles an. Die 1893 in Southsea gegründete Badminton-Vereinigung von England schuf eigene Regeln und damit die Grundlage für eine schnelle Verbreitung des Spiels. G. U. Vieths Wunsch ist in Erfüllung gegangen: Jung und Alt spielt Federball.


Die Anfänge Zu den ersten Badminton-Aktivitäten in unserer Region noch einmal ein Zitat aus der Sonderausgabe:

Wie es vor fünf Jahren begann... Es war während der Olympischen Spiele 1956 in Melbourne. In einer Olympia-Sonderausgabe des ,,Deutschen SportEcho" erschien folgende kleine Anzeige: "Gegner gesucht für Hallen-Federball-Turnier. BSG TRAKTOR DOBERLUG SEKTION FEDERBALL". Erfolg hatte dieser Aufruf nicht. Lediglich eine westberliner Mannschaft meldete sich. Was war denn Federball und wo lag dieses Doberlug? So mag mancher gedacht haben, der diese Anzeige gesehen hatte. Das wurde schon bald und sehr schnell anders. Es fällt schwer, heute die Geschichte der Entwicklung des Federballsports in der Deutschen Demokratischen Republik zu schreiben. Hätten nicht die Pioniere der ersten Stunde Material gesammelt, wäre dieser Beitrag nicht möglich gewesen. In einem Strandbad bei Doberlug-Kirchhain, nahe am Lausitzer Kohlenrevier, war die Jagd nach dem kleinen Ball für vier Ehepaare die größte Freude. Sie hielt auch im Herbst und im Winter in der Halle an. Der Sportfreund T z s c h i r i c h bemühte sich im November 1955, in der BSG Traktor Doberlug eine Sektion Federball zu gründen. Obwohl die Beteiligung noch gering blieb, wurde eifrig weitergespielt und geübt. So kam es dann ein Jahr später zu der obigen Anzeige. Gleich 2 Angebote für Traktor An der DHfK in Leipzig und in Berlin hatten "Fanatiker" einen Kreis um sich geschart, der mit Begeisterung dem kleinen Ball nachjagte. So kam es, daß Traktor Doberlug plötzlich gleich zwei Angebote für einen Sonntag erhielt. Am 14. April 1957 wollten sowohl die HSG DHfK als auch Empor BT Berlin erstmals offiziell Federball als Wettkampfsport austragen. Es spricht für die Begeisterung der Lausitzer, daß sie einfach am Sonnabend, dem 13. April, nach Leipzig fuhren und am Sonntag zu Hause gegen Berlin spielten. So traten die Mannschaften zum ersten offiziellen Federball-Vergleich in der DDR an: Doberlug: Frau Rosemarie Klaue, Frau Ursula Tietze und die Herren Dr. Maichus, Tzschirich, Teichgräber und Klaue. Leipzig: Frau Sigrid Mittag, Frau Erika Döbler und die Herren Dr. Döb1er, Florl, Mittag und Böhme. Die Leipziger Sportlehrer sahen zum ersten Mal "normale Bälle". Das heißt, eigentlich sahen sie diese nicht, denn am Ende stand es 11:0 für Doberlug. Die Berliner schafften am Sonntag wenigstens den Ehrenpunkt. Das magische Viereck Cottbus, Berlin, Leipzig und Karl-Marx-Stadt bestimmten in den Jahren 1957/58 wesentlich die Entwicklung des Federballspiels in der DDR. In Karl-Marx-Stadt war es besonders die "Harthauer Gruppe", in der einige Spieler bereits seit 1937 (!!) aktiv Federball spielten. Der Initiative von Walter D r e c h s l e r und Peter W a g n e r entsprangen nicht nur die ersten Sektionen, sondern auch der heute noch zahlenmäßig stärkste Bezirksverband. In Leipzig gelang es der DHfK, den ersten gesamtdeutschen Wettkampf zu organisieren. Blau-Gold Braunschweig siegte im Sommer 1957 mit 8:3. Das strahlte aus. Bald entstand der erste Fachausschuß und der Spielbetrieb begann. Auch in Berlin fiel am 20. Oktober 1957 der Startschuß. Folgende sechs Mannschaften beteiligten sich an den ersten Punktspielen: Post, Empor BT, Einheit Glienicke, Motor Köpenick, Empor Friedrichstadt, Empor Zentrum. Die Mannschaften des Bezirks Cottbus (Doberlug, Tröbitz, Cottbus und Lübbenau) beschränkten sich zunächst noch auf Freundschaftsspiele. Und im Bezirk Karl-MarxStadt setzte dank aufopferungsvoller Arbeit von Walter Drechsler und Peter Wagner eine beispielhafte Breitenarbeit ein. In dieser Beziehung steht der Bezirk heute noch an der Spitze. Die ,,Geburtsstunde" des Verbandes Die verantwortlichen Funktionäre dieser vier Bezirke kamen im Spätherbst 1957 mit dem damaligen Präsidenten des Deutschen Tennisverbandes, Alfred H e i l, und dem Abteilungsleiter im DTSB, Fritz S c h a a f, zusammen, um Vorbereitungen für eine Verbandsgründung zu treffen. Es wurde klargestellt, daß ein Anschluß an den Tennis-Verband unzweckmäßig sein würde. Am 10. November 1957 konstituierte sich das erste provisorische Präsidium mit Herrn Dr. G. R ö b l i t z (DHfK) an der Spitze. Die Bezirke Berlin (Czerwinski), Cottbus (Tzschirich) und Karl-Marx-Stadt (Bauer) waren durch Vize-Präsidenten vertreten. Zu Beginn des Sportjahres 1958 kamen am 10. Januar Vertreter aus allen Bezirken der DDR zusammen, um den Deutschen Federball-Verband zu gründen. Im Grauen Saal der Deutschen Sporthalle in der Karl-Marx-Allee in Berlin wurde eine neue Etappe der Entwicklung des Federballsports in der DDR begonnen. Die ersten großen Turniere Zur gleichen Stunde begann in der Sporthalle Berlin-Weißensee das erste große Turnier der DDR. Rundfunk, Fernsehen und Wochenschau waren anwesend. Von den heute noch bekannten Spielern fielen damals schon die Sieger der Jugendklasse Helmut Standfuß und Beate Herbst auf. Im Juni 1958 gab es in Doberlug das zweite Turnier der Spitzenklasse. Die Leistungen waren im Vergleich zu Berlin wesentlich verbessert. Namen wie J a s c h k e (Doberlug) und F r i t z s c h e (Tröbitz) wurden bekannt. Im November l958 war schließlich die Stadthalle in Gotha Austragungsort eines weiteren DDR-offenen Turniers. Der jetzige Vorsitzende des Trainerrates, Lothar R ä d i s c h, hatte alle bekannten Aktiven nach Gotha verpflichtet. Bei den Herren setzte sich Helmut S t a n d f u ß (Post) vor Hans Abraham (BT) und Gottfried S e e m a n n (Tröbitz) durch. Auf Initiative von Werner N e u m a n n lud die BSG Traktor Hilbersdorf zu einem ersten Pokal-Turnier für Mannschaften ein. Neben dem Gastgeber erschienen Post Berlin, Traktor Doberlug und Motor IFA Karl-Marx-Stadt. Doberlug holte den Pokal vor Post.


Die Regeln, die Ausrüstung Was sollte man wissen, bevor man loslegt? Dazu noch einmal die Sonderausgabe:

Überall ... Federball Eine kleine Plauderei Wenn auch eine Schwalbe noch keinen Sommer macht, so gehört doch der Federball Marke "Schwalbe" aus Sohland zu den sichersten Begleitern in den (Sommer-) Urlaub. Gibt es heute überhaupt noch Urlaubsgepäck, in dem Federballschläger und Ball fehlen? Man ist einfach unvollständig ausgerüstet, wenn es anders wäre. Der "Bazillus" Federball hat in den letzten Jahren in der DDR eine Verbreitung gefunden, die ein Mediziner als "die größte Epidemie seit 100 Jahren" bezeichnete. Dabei war er über diese Epidemie sehr erfreut, unterstützt sie doch seine Bemühungen um einen gesunden und leistungsfähigen Menschen. Dieser "Bazillus" mit den positiven Auswirkungen ist weder lokal noch personell gebunden. Er "wütet" mit der gleichen Intensität in den Dörfern des Thüringer Waldes und des Erzgebirges wie in den überfüllten Ostseebädern. Woran liegt das? Wir wissen heute, daß zu einer gesunden Lebensweise ein regelmäßiger körperlicher Ausgleich gehört. Das Bedürfnis nach freudvoller Bewegung schlummert in allen Menschen. Unser Staat schafft alle Voraussetzungen, dieses Bedürfnis zu befriedigen. Infolge der großzügigen Unterstützung von Körperkultur und Sport in unserer Republik sind die Mitgliederzahlen in vielen Sportverbänden gestiegen. Der Deutsche Federball-Verband steht dabei an der Spitze. Das Federballspiel bietet einige geradezu ideale Voraussetzungen für eine große Verbreitung: Das Spielgerät ist billig; Übungsmöglichkeiten bestehen an jedem Ort; die Spielregeln sind relativ einfach; eine vielseitige körperliche Betätigung in spielerischer Form reizt zum Mitmachen; die natürlichen Bewegungsformen (Technik) sind von jung und alt leicht erlernbar. Und wie in jedem Spiel: Man kann Sieger werden - entweder über den Gegner oder über die "Tücke des Objekts". Schläger müssen sein Ein Federballschläger ist mit seinen etwa 150 g Gewicht so leicht, daß ihn auch eine weniger kräftige Hand und ein schwacher Arm s pielend halten können.

Das ist

Rita Gerschner Deutsche Meisterin 1962 im Einzel und Doppel In der Form hat er Ähnlichkeit mit einem Tennisschläger. Für den allgemeinen Bedarf haben sich Schläger mit einem Holzoder Glasfiberschaft bewährt. Der Griff unseres Schlägers sollte mit Rauhleder oder Frotteestreifen umwickelt sein. Er wird damit griffiger und liegt auch fest in der Hand, wenn diese schwitzt. Schläger mit Kunststoffgriff sind unzweckmäßig. In Fachgeschäften kann man sich aber Griffleder anbringen lassen. Der Ball, der nicht rollt Eigentlich hat der Ball, der unserem Spiel den Namen gab, nur noch wenig

Im Finale des 1. Internationalen Damenturniers schlug sie Vizeweltmeisterin Ursula Smith! mit einem Ball gemein. Auch von Federn wird bei den meisten Arten kaum noch etwas zu sehen sein. In Turnieren zeigte sich, daß die besten Gänsefedern der teuersten Federbälle den harten Schlägen auf die Dauer nicht gewachsen sind. Deshalb mußte für den Volkssport ein Ball entwickelt werden, der gute Flugeigenschaften mit ausgezeichneter Haltbarkeit vereinigt. Der Industrie ist es verhältnismäßig schnell gelungen, aus der Zauberküche der modernen Chemie das entsprechende Material zu gewinnen. Die "Schwalbe" und der "Pirol" aus Sohland werden allen Anforderungen gerecht.


5 Gramm nur Für das Spiel im Freien darf ein Ball nicht mehr als 10 Gramm wiegen. Ist er bei gleicher Form schwerer, pfeift er raketengleich durch die Luft. Ein ordentliches Spiel ist damit nicht möglich. Beim Turnierspiel werden Bälle verwandt, die höchstens 5 Gramm wiegen. Erst dadurch kommt die Vielfalt und Schönheit des Federballspiels zustande. Die Spielkleidung dürfte kein Problem sein. Hemd, Hose und leichte Schuhe genügen. Lediglich zum Spielen in einer Halle sind absatzlose Schuhe mit einer profilierten Gummisohle zu empfehlen. Jedermann und überall - immer wieder Federball Es gibt wenig andere Spiele, die so geringer Voraussetzungen bedürfen. Der Ball hat eigentlich nur einen ernsthaften Feind: den Wind. An allen windstillen oder windgeschützten Stellen kann man also spielen. Schon das einfache Hinund Herschlagen ist interessant und macht Spaß. Dazu braucht man nicht einmal Spielregeln zu kennen. Es wird einfach gespielt, mit so wenig Unterbrechungen wie möglich. Weder ein vermessenes und markiertes Feld noch ein Netz muß dazu vorhanden sein. Wer jedoch annähernd wettkampfgerecht spielen möchte, muß schon einige Anforderungen an das Spielfeld stellen. Ein ebener Untergrund, eine Ausdehnung von etwa 7 mal 15 m und Windstille sind schon fast ideale Bedingungen. Wenn kein Netz vorhanden ist, genügt eine einfache Schnur. Um Streit darüber zu vermeiden, ob der Ball über oder unter der Schnur war, hängt man an zwei oder drei Stellen eine Zeitung oder ein Tuch über die Leine. Die Schnur oder das Netz wird an zwei etwa 6,50 m entfernten Pfosten oder Bäumen in einer Höhe von 1,55 m befestigt. Die Länge des Federballschlägers (etwa 0,65 m) kann als Anhaltspunkt für das Vermessen dienen. Oft genügt es, die Spielfeldbegrenzung einfach in den Boden zu ritzen. Besser ist es jedoch, das Spielfeld mit hellem Sand zu markieren. Um Mißverständnisse von vornherein auszuschalten: Alle Linien der Begrenzung gehören zum Spielfeld. Bälle, die auf der Linie landen, sind also gültig. Man sollte jedoch auch bei einfachsten Spielformen auf ein ebenes Spielfeld achten. Löcher oder größere Steine verursachen leicht Verletzungen. Das Spielen auf Wegen oder Straßen birgt zumeist zahlreiche Gefahren für Spieler und Verkehrsteilnehmer und sollte unterbleiben. Die Idee des Federballspiels besteht darin, daß zwei oder vier Partner den Ball so in das gegnerische Feld schlagen, daß er für den Gegner nicht mehr oder nur schwer zu erreichen ist. Man kommt dem Spielgedanken und den Wettkampfregeln schon sehr nahe, wenn man zunächst alle Bälle, die innerhalb oder außerhalb des Spielfeldes den Boden berühren, als Fehler wertet. Federball ist wie Volleyball ein reines Flugballspiel. Vom Volleyballspiel wurde auch mit geringfügigen Änderungen die Zählweise übernommen. Danach kann nur die Partei Punkte erhalten, die gerade Aufschlagrecht hat. Wenn also Spieler A aufgeschlagen hat und Spieler B kann nicht verhindern, daß der Ball in seinem Feld zu Boden fällt, so erhält A einen Punkt. Das ist auch der Fall, wenn B den Aufschlag zwar über das Netz, aber nicht in die Spielfeldgrenzen bringt. Wenn allerdings dem aufschlagenden Spieler A ein Fehler unterlaufen ist, erhält B das Aufschlagrecht (nicht aber einen Punkt). Diese Grundsätze genügen vorerst für ein einfaches sportgerechtes Spiel. Graue Theorie Zwar haben Sie sich inzwischen mit den wesentlichen technischen und den einfachsten taktischen Überlegungen vertraut gemacht, doch wissen Sie noch nicht genau, was als Fehler gewertet wird, wie gezählt wird usw. Deshalb wollen wir Sie mit den Spielregeln vertraut machen - nicht etwa mit allen, sondern nur mit den wichtigsten - damit auch beim hitzigsten Spiel jeder weiß, was erlaubt und was unstatthaft ist. Wer schon etwas mehr Ehrgeiz hat, als nur gelegentlich auf der Wiese zu spielen, sollte sich an die offiziellen Wettkampfregeln halten. Vor dem Aufschlag, mit dem das Spiel beginnt, muß gelost werden, wer den ersten Aufschlag erhält. Wir lassen dazu einen Ball fallen. Die Wahl hat der Spieler. in dessen Feld der Ballkopf zeigt. Der nun Wahlberechtigte kann den ersten Aufschlag, den Rückschlag oder die Spielfeldseite wählen. Dem anderen Spieler gehört die Wahl zwischen den beiden verbleibenden Möglichkeiten. Im Spiel geht es um Punkte. Wer zuerst 15 (oder 11) hat, ist Sieger (eines Satzes). Zu einem erfolgreichen Spiel gehören zwei gewonnene Sätze. Die Spielregeln schreiben vor, daß männliche Spieler und alle Doppelspieler 15 Punkte für einen Satz brauchen. Für Frauen sind 11 Punkte erforderlich. Wofür gibt es nun die begehrten Punkte? Bevor wir diese Frage klären, muß erst eine grundsätzliche Bedingung erläutert werden. Punkte kann nur der Spieler (oder die Mannschaft) erhalten, der gerade aufgeschlagen hat (wie beim Volleyball). Ein Fehler des Aufschlagenden hat also nur einen Aufschlagwechsel zur Folge, nicht aber einen Punkt für den Gegner. Auf diese Weise wechselt das Aufschlagrecht mit jedem Fehler des jeweils Aufschlagenden.


Fehler sind möglich aber nicht nötig! Angenommen, Sie haben das Los gewonnen und den ersten Aufschlag gewählt. Nun stellen Sie sich in die rechte Hälfte Ihres Spielfeldes und eröffnen das Spiel mit einem (hohen und weiten) Schlag in das diagonal gegenüberliegende Feld. Ihr Partner schlägt den Ball in das Netz. 1:0 für Sie. Sie gehen nun in die linke Hälfte Ihres Spielfeldes (bei Einzelspielen muß Ihr Partner natürlich auch wechseln) und schlagen wieder auf. Nach einigen Ballwechseln schlägt Ihr Gegenüber den Ball ins Aus. 2:0 für Sie. Sie gehen wieder in die rechte Hälfte und schlagen auf. Dabei kann man sich gleich merken: Bei gerader Punktzahl für den Aufschläger (0, 2, 4, 6 usw.) steht dieser beim Aufschlag in der rechten Hälfte seines Feldes, bei ungerader Punktzahl in der linken. Entscheidend ist also immer die Punktzahl des Aufschlägers. Der Partner wechselt entsprechend mit. Beim Doppel ist die Zählweise etwas komplizierter. Zu Beginn eines jeden Satzes schlägt der im rechten Feld stehende Spieler auf, ebenso bei einer neuen Aufschlagserie. Zu Beginn des Spiels hat nur der im rechten Feld stehende Spieler das Aufschlagrecht. Das ist während des Spiels etwas anders. Zum Beispiel: Spieler 1 einer Mannschaft hat zu Beginn des ersten Satzes aufgeschlagen, sein Partner kann die Rückgabe des Gegners nicht erreichen. Also Verlust des Aufschlages an die Gegenpartei (ohne Punktverlust!). Der im rechten Feld stehende Gegner hat den ersten Aufschlag nun so lange, bis einem der beiden Partner ein Fehler unterläuft. Jetzt erhalten Sie nicht das Aufschlagrecht zurück, sondern der zweite Spieler des Gegners schlägt auf. Er beginnt in dem Feld, in dem er stand, als er das Aufschlagrecht erhielt. Nach jedem erzielten Punkt muß er aus einer anderen Hälfte des Feldes aufschlagen. Sie selbst nehmen an diesem Wechsel nicht teil. Nach der Spielregel darf kein Spieler zwei Aufschläge nacheinander annehmen. Versuchen wir einmal, die Unterschiede zur Zählweise im Einzel festzustellen. 1. Grundsätzlich haben beide Partner eines Doppels das Aufschlagrecht nacheinander. Ausnahme: zu Beginn eines Satzes! 2. Grundsätzlich erfolgt der erste Aufschlag - dazu zählt auch das erhaltene Aufschlagrecht während des Spiels - aus dem rechten Spielfeld. Der Spielstand ist in diesem Fall gleichgültig! Der Aufschlag ist also auch bei ungeradem Punktstand von rechts möglich! : 3. Bei jedem erzielten Punkt wechseln die Spieler der Aufschlagpartei die Spielfeldseite. Die Gegner bleiben an ihrem Platz! 4. Zu Beginn eines Satzes kann ein beliebiger Spieler den ersten Aufschlag ausführen. Es ist also gar nicht so schwierig. Nach einiger Übung bereitet die ungewohnte Zählweise keine Schwierigkeiten mehr. Eine Besonderheit sei noch erläutert, die Sie zunächst nicht anzuwenden brauchen, die aber bei Wettkämpfen eine Rolle spielt. Es handelt sich um das "Setzen". Nach den Spielregeln ist es erlaubt, daß ein Spieler oder eine Mannschaft bei einem Spielstand von 13:13 oder 14:14 ,,setzt". Der Spieler, der zuerst 13 oder 14 Punkte erreicht hat, kann das Spiel bis zu 18 Punkten (bei 13:13) oder bis zu 17 Punkten (bei 14:14 Punkten) verlängern. Bei Frauen ist dies bei 9:9 (bis 12) und 10:10 (bis 12) möglich. Sind drei Sätze nötig, werden die Seiten bei 8 bzw. 6 gewechselt. Die 15 nach den Spielregeln möglichen Hauptfehler wollen wir natürlich vermeiden und bekämpfen. Einige werden gar nicht erst auftreten, wenn Sie die nachstehenden Hinweise beachten. Drei Fehler sind bereits beim Aufschlag möglich: 1. Der Ball wird oberhalb der Gürtellinie getroffen. 2. Der Ball fliegt nicht in das diagonal gegenüberliegende Feld. 3. Vor oder während der Ausführung des Aufschlages wird ein Fuß vom Boden gelöst (Fußfehler). Diese Fehler sind bei einiger Aufmerksamkeit leicht zu vermeiden. Der erste und der dritte sind für einfache Spiele noch belanglos. Als Fehler gilt, wenn ein Ball außerhalb der Spielfeldgrenzen landet. Ob "aus" oder nicht, ist nicht immer leicht zu entscheiden. Immer wenn eine gute Rückschlagmöglichkeit besteht, sollte geschlagen werden. Das erspart Enttäuschungen, wenn ein Ball, den wir bewußt nicht angenommen haben, wider Erwarten doch noch auf der Linie landet. Es muß nämlich beachtet werden, daß alle Linien zum Feld gehören. Bälle, die ganz sicher über die Spielfeldgrenzen hinwegfliegen, werden durchgelassen, denn mit der eigenen Kraft gilt es hauszuhalten. Gelegentlich kommt ein Ball einmal so hoch über das Netz, daß wir geneigt sind, ihn unmittelbar am Netz zurückzuschlagen. Wir müssen ihn jedoch in jedem Fall das Netz erst überfliegen lassen. Bei der Schlagbewegung darf unser Schläger dann das Netz überqueren, aber nicht berühren. Wer während des Spiels (solange der Ball in der Luft ist) aus irgendeinem Grunde das Netz berührt, verstößt gegen die Spielregeln. Dabei ist es gleichgültig, ob der Körper, die Kleidung oder der Schläger das Netz berühren. Auch außerhalb des Spielfeldes bleibt ein Spieler im Spiel. Man darf also einen Ball, von dem man glaubt, daß er ausgeht, nicht einfach auffangen. Selbst wenn er einen Spieler dort gegen seinen Willen trifft, gilt das als Fehler gegen ihn. Bei allem Spieleifer darf man sich nie dazu verleiten lassen, sich Vorteile durch unlautere Mittel zu verschaffen. Dazu gehört das Behindern des Gegners. Auf keinen Fall sollten wir vergessen, vor Beginn eines Spiels festzulegen, was erlaubt oder verboten ist. Wir brauchen uns nicht immer an die Wettkampfregeln zu halten. Was jedoch vereinbart ist, muß konsequent eingehalten werden.


Der Beginn in Tröbitz Auch wenn der Start in Tröbitz nicht ganz so idyllisch und reißerisch war wie in dem folgendem Artikel aus dem Magazin 8/66, die Tröbitzer Verhältnisse spiegelt er ganz gut wieder:


Die (Plaste-) Federbälle der DDR und die Reklame fßr diese High-Tech-Produkte


Damit greift der Autor jedoch schon Ereignissen vor, Ăźber welche es noch zu berichten gilt...Verziehen sei ihm auch, daĂ&#x; er aus unserem Friedel Horst machte!


Der erste Titel Wer holte denn nun den ersten Titel im DDR-Maßstab für Tröbitz? Selbst Insidern wird die Antwort auf diese Frage schwer fallen. Sicher werden die meisten auf den ersten Mannschaftsmeister 1960 tippen, aber es gibt da noch einen Titel der Schülerinnenbesten 1959:


Noch ein erster Titel Christel Petruschke, Pietruschka, Pietruschke, Petruschka. Genau soviel Artikel wie Schreibweisen finden sich in den damaligen Zeitungen und Zeitschriften. Nicht allen wird bekannt sein, daß sich hinter der ersten Tröbitzer Titelträgerin unsere jetzt noch aktive Christel Richter verbirgt!!! Den ersten Titel bei den Erwachsenen holten dann wirklich die ersten Mannschaftsmeister 1960. In der Federballzeitung 3/60 bzw. 4/60 findet man die Meisterschaft wie folgt beschrieben:

Dreimal wird in Tröbitz trainiert / Porträts der Meister Die Entwicklung der Tröbitzer Mannschaft begann im Spätsommer des Jahres 1957, als sich wenige Jugendliche, etwa 3 Mädchen und 5 Jungen, erstmalig in einer behelfsmäßigen Halle des Werkes zusammenfanden, um den bis dahin am Straßenrand und auf Plätzen geschlagenen Federball als wettkampfmäßigen Sport zu betreiben. Zu einem offiziellen Wettkampf traten die Tröbitzer Sportler zum Doberluger Turnier im Sommer 1958 an die Öffentlichkeit. Die eingesetzten Spieler Gottfried Seemann, Gerolf Seemann und Hans Bräuer schieden bereits in der 1. Runde aus. Annemarie Fritzsche konnte sich hier allerdings schon durchsetzen. Sie schlug die starken Sportfreunde Wallner (Berlin) und Faßtrop (Karl-Marx-Stadt) und verlor im Endspiel gegen Jaschke (Doberlug). Weitere Erfolge brachte die erste Bezirksmeisterschaft im Oktober 1958, indem die Mannschaft der BSG Aktivist Tröbitz den Favoriten Doberlug mit 8:3 schlagen konnte. Außerdem gingen eine erhebliche Zahl Einzelmeister nach Tröbitz. Am Turnier in Gotha am 8. und 9. November 1958 nahmen die Sportfreunde Gottfried Seemann und Gerolf Seemann und die Sportfreundin Annemarie Fritzsche teil. Gottfried erreichte hier einen 3. Platz hinter Standfuß und Abraham und die Sportfreundin Fritzsche setzte sich bis zum Endspiel durch, welches sie gegen Weißheit (Gotha) verlor. Weitere Erfolge wurden beim internationalen Turnier in Güstrow und beim DDRoffenen Turnier im 2. und 3. Januar 1960 in Tröbitz erreicht. Entscheidend war aber in allen Wettkämpfen und Freundschaftsspielen die Leistung des Mannschaftskollektivs! Fast alle Vergleichskämpfe in den Bezirken konnten von der Mannschaft siegreich gestaltet werden. Größter Gegner waren immer wieder die beiden starken Berliner Mannschaften. Das sportliche Geschehen, insbesondere auch der Federballsport in Tröbitz, hat durch den Neubau einer schönen Sporthalle einen großen Aufschwung genommen. Die Trainingsarbeit wird sehr ernst genommen und dreimal in der Woche trainiert das Kollektiv der 1. Mannschaft, wobei allerdings die Doppel- und Mixedpaarungen durch das Fehlen des Soldaten Gerolf Seemann und des Studenten Joachim Ecknig etwas kurz kommen.

Gottfried Seemann

20 Jahre alt, Maschinenschlosser, Mannschaftskapitän und Übungsleiter, sehr intelligenter, reaktionsschneller Spieler, äußerst konditionsstark, zählt z. Zt. zur Spitze der Republik. Gerolf Seemann Vetter von Gottfried Seemann, 19 Jahre alt, Soldat der Nationalen Volksarmee, er spielt an Platz 2 der Mannschaftsrangliste und gemeinsam mit Gottfried das Doppel, abwehrstark mit guter Kondition. Annemarie Fritzsche 17 Jahre alt, Technischer-Zeichner-Lehrling, 1. Dame, spielt mit Gottfried das 1. Mixed, technisch versierte Spielerin, hervorragende Trainingsleistungen, in entscheidenden Wettkämpfen jedoch oft nervös. Helga Krüger 24 Jahre alt, kfm. Angestellte, 2. Dame, durchschnittliche Spielbefähigung, jedoch noch entwicklungsfähig. Hans Bräuer 20 Jahre alt, Glasschleifer, 3. der Rangliste, eleganter Angriffsspieler mit ausgefeilten technischen Fähigkeiten, der bei weiterem ernsthaften Training in die Spitzengruppe der Republik vorstoßen kann. Joachim Ecknig 21 Jahre alt, Student, guter Abwehrspieler, von der körperlichen Konstitution her jedoch etwas langsam und dadurch benachteiligt. Ersatzspieler in der Meistermannschaft waren die Spieler Ina P e u t e n 18 Jahre alt, Laborantin und Klaus V o g e l 21 Jahre alt, Glasschleifer.


Der erste Deutsche Federball-Meister heißt AKTIVIST TRÖBITZ Empor Brandenburger Tor wurde Vizemeister vor Einheit Gotha Die Sporthalle der BSG Lokomotive Dresden war zu Ostern für viele Federballfreunde Endpunkt der Frühlingswanderung oder -fahrt. Fünf Mannschaften kämpften dort zum ersten Mal in der Geschichte unseres Landes um den stolzen Titel eines Deutschen Mannschaftsmeisters. Lokomotive Wittenberge, Chemie Leuna, Einheit Gotha, Empor Brandenburger Tor Berlin und Aktivist Tröbitz als Sieger der Bezirksgruppenausscheide waren die Endspielgegner. Da jede Mannschaft gegen jede spielen mußte, waren bei 10 Mannschaftskämpfen 110 Einzelkämpfe auszutragen. Einzelspieler mußten im bisher härtesten Turnier bis zu 12mal antreten. Hier konnten nur die konditionsstärksten Sportlerinnen und Sportler bestehen. Oft wurde in kräftezehrenden Dreisatz-Kämpfen erbittert um die Punkte gerungen und meist lagen sich nach dem Spiel völlig erschöpfte Spieler in den Armen. Trotz dieser schweren Kämpfe herrschte aber eine ausgezeichnete Wettkampfatmosphäre, denn jeder Spieler bemühte sich stets um einen sportlich fairen Kampf. Aktivist Tröbitz, der Favorit dieser ersten Meisterschaft, enttäuschte seinen zahlreich erschienenen Anhang nicht. Überlegen wurden alle Spiele und damit die Meisterschaft gewonnen. Von Gegner zu Gegner konnten die Spieler um Friedel Seemann und Annemarie Fritzsche ihre Leistungen steigern. Im ersten Kampf gegen Brandenburger Tor siegten sie trotz eines 0:3-Rückstandes noch sicher 7:4. Fast in allen Disziplinen blieben die Spieler aus dem Lausitzer Kohlenrevier ungeschlagen.

So gewannen Annemarie Fritzsche, Friedel Seemann, Gerolf Seemann und Hans Bräuer alle ihre Einzelspiele. Auch im DamenDoppel und im 1. Gemischten Doppel beendeten Fritzsche/Krüger bzw. Fritzsche/Seemann ihre Spiele ungeschlagen. Tröbitz wies also nach, daß es auf fast allen Plätzen gut besetzt ist und verdient Meister wurde. Erbittert wurde um den 2. Platz gekämpft. Empor Brandenburger Tor und Einheit Gotha meldeten ihre Ansprüche auf den Vizemeister-Titel an Es entwickelte sich ein Kampf, der die zahlreichen Zuschauer mitriß. Ein ständiger Führungswechsel schraubte die Spannung immer höher. Erst die letzten Spiele entschieden über Sieg oder Niederlage der Mannschaft. Glücklich und verdient mit 6:5 kamen schließlich die Berliner auf den Ehrenplatz. Ihre Überlegenheit zeigte sich besonders in den Herren-Doppeln (Abraham/Adam und Winkler/Görges bzw. Raband) und im 2. FrauenEinzel (Karin Füller), die alle Spiele für ihre BSG gewannen. Gab es positive oder negative Überraschungen? Positiv fielen besonders die Sportler von Einheit Gotha auf. Sie bewiesen, daß sie ihren Vorsatz, erstes sozialistisches Sportkollektiv unseres Verbandes zu werden, sehr ernst nehmen. Hier ist ein leistungsfähiges Kollektiv entstanden, dessen Entwicklung noch längst nicht abgeschlossen ist. Enttäuscht haben die Chemiker aus Leuna. Selbst die sonst sehr starken Frauen Höfler und Pohl wurden von der Nervosität ihrer Partner angesteckt.

So verlor die Turnfestsiegerin Höfler gegen Fritzsche (Tröbitz) nach einem DreisatzKampf. Das Damen-Doppel ging gar gegen Tröbitz und Berlin verloren. Lok Wittenberge stand von vornherein vor einer unlösbaren Aufgabe. Noch sind die Bezirke Schwerin, Rostock und Neubrandenburg in der Leistungsentwicklung hinter den meisten Bezirken zurück. Sicher aber wird nicht zuletzt die Teilnahme von Lok Wittenberge dem Spielniveau in den nördlichen Bezirken neue Impulse verleihen. Insgesamt gesehen wurde eine erfreuliche Aufwärtsentwicklung des Leistungsvermögens der besten Mannschaften des Deutschen Federball-Verbandes nachgewiesen. Auch in der Breite wurden beachtliche Fortschritte erzielt, stehen doch Mannschaften wie Traktor Hilbersdorf, SG Gittersee oder Traktor Beyendorf den Endspielgegnern von Dresden kaum etwas nach. Meisterschaftsstatistik Tröbitz - Berlin: Tröbitz - Gotha: Tröbitz - Leuna: Tröbitz - Wittenberge: Berlin - Gotha: Berlin - Leuna: Berlin - Wittenberge: Gotha - Leuna: Gotha - Wittenberge: Leuna - Wittenberge: Endstand: Aktivist Tröbitz Empor BT Berlin Einheit Gotha Chemie Leuna Lok Wittenberge

7:4 8:3 8:3 11:0 6:5 9:2 11:0 9:2 11:0 9:2

16:8 18:8 18:9 22:0 14:13 19:5 22:1 19:4 22:1 19:6

4:0 34:10 74:25 3:1 30:14 63:35 2:2 28:16 62:37 1:3 16:28 37:62 0:4 2:42 9:85

Die erste Pioniermannschaft von Aktivist Tröbitz: Sitzend (v. l. n. r.): Krusche, Rädisch, Hapke, Stehend: Trainer Rädisch, Czerwenka, Färber, Bromann, Deinert, Neuland, Bommel


Niederlage gegen Post Bei der Mannschaftsmeisterschaft 1960/61 gab es die bitterste Niederlage in den 60ern: Mit dem 5:6 gegen Post Berlin verlor man äußerst knapp den Titel. 1960/61 belegte Tröbitz den 2. Platz in der Mannschaftsmeisterschaft. Die ersten großen internationalen Turniere fanden statt: Ostern 1959: Das erste internationale Mannschaftsturnier in Tröbitz mit Comet Braunschweig und Elmshorn. Tröbitz wurde 4. Beim zweiten Turnier 1960 hatten dann die "Aktivisten" aus Tröbitz die Nase vorn vor Post Berlin, Elmshorn und Braunschweig. Das erste internationale Turnier des DFV fand mit dänischer Beteiligung im Dezember 1960 in Leipzig statt. Friedel Seemann verlor das Endspiel gegen Jörn Petersen vor 600 Zuschauern in drei Sätzen. Friedel war zu diesem Zeitpunkt zwei Jahre in der DDR ungeschlagen! Sein Drittrunden-spiel gegen Klaus Katzor brauchte er übrigens nicht austragen, Klaus war schon zum Handballpunktspiel abgereist. Hans Bräuer verlor im Achtelfinale gegen Adam (Berlin). Beide "Seemänner" verloren im Doppel überraschend gegen Adam/Abraham im Achtelfinale. Annemarie Fritzsche verlor das Endspiel bei den Damen gegen Rita Gerschner und gewann mit Friedel das Mixed in drei Sätzen gegen Petersen/Lövendahl. Aus dem ersten gesamtdeutschen Turnier wurde nichts: Düsseldorf und Hannover mußten am letzten Tag vor Spielbeginn absagen, sie erhielten keine Startgenehmigung von ihrem Verband. Die Hannoveraner reisten dennoch als Zuschauer an. Drei Titel holte Friedel Seemann nach Tröbitz, das Damendoppel gewann Annemarie Seemann mit ihrer Spremberger Partnerin Hansche und das Dameneinzel gehörte einmal mehr Rita Gerschner, die damals noch für Traktor Hilbersdorf startete.


Die ersten Einzelmeisterschaften Ostern 1961 weilte der HBC Kopenhagen in Tröbitz, damals Aufsteiger zur zweiten dänischen Liga. Tröbitz gewann 8:3. Erfolglos blieben die Tröbitzer dagegen bei den 1. Jugendmeisterschaften: Keine einzige Medaille!

Erfolge gab es bei den 1. Einzelmeisterschaften der Erwachsenen: Friedel Seemann gewann das Einzel und mit Gerolf Seemann das Doppel, im Mixed wurde er mit Annemarie Fritzsche (Bild oben) Dritter. Im Doppel wurde Annemarie Zweite. Das Spiel um Platz drei im Einzel verlor sie gegen Karin Horn (DHfK Leipzig). Im Herreneinzel schied Gerolf im Achtelfinale aus, Klaus Katzor im Viertelfinale gegen Trettin.

Bei den Rückspielen in Braunschweig und Hannover gab es für die Tröbitzer einen 10:1- und einen 8:3-Sieg in der Besetzung: Friedel Seemann, Klaus Katzor, Peter Schurig, Lothar Rädisch, Annemarie Fritzsche, Helga Krüger. In der Bezirksrangliste Cottbus war bei den Herren viermal Tröbitz vorn: Klaus Katzor vor Peter Schurig, Erich Wilde und Lothar Rädisch. Bei den Damen lag Helga Krüger auf dem zweiten Platz. Man schien gut gerüstet für die nächste Mannschaftsmeisterschaft 1961/62...


STUCKAS


Dänische Asse in Tröbitz Das III. Tröbitzer Neujahrsturnier hatte die dänische Elite zu Gast: Erland Kops, inoffizieller Weltmeister, Knud-Age Nielsen, Kirsten Dahl, Ulla Rasmussen. Die Finals gewannen die Dänen dann auch allesamt. Seemann/Seemann verloren das Finale gegen Nielsen/Kops klar, achtbarer zogen sich Gerschner/Fritzsche mit einer knappen Dreisatzniederlage gegen Rasmussen/Dahl aus der Affaire. Das Herrenund Dameneinzel wurde zur rein dänischen Angelegenheit. Erland Kops gewann in drei Sätzen gegen Knut-Age Nielsen und Kirsten Dahl besiegte ihre Mannschafts-kameradin Ulla Rasmussen.


Wieder Meister Nach dem internationalen Turnier (Bild links, v.l.n.r.: Rädisch, Gerschner, Fritzsche, Seemann, Seemann, Nielsen, E. Rasmussen, Dahl, Kops) war der zweite Meistertitel das erklärte Ziel der Trö-bitzer. Mit klaren Er-folgen in allen Punkt-spielen konnte der Ti-tel auch errungen werden. Schließlich konnte man in der DDR-Rangliste unter den ersten zehn vier

Tröbitzer Herren finden (Platz 1,2,4 und 9). Bei den Damen lagen unsere Spielerinnnen auf Platz 1 und 3. Auf dem Bild links sind vertreten: Helfried Wunderlich, Klaus Katzor, Rita Gerschner, Peter Schurig, Erich Wilde (stehend), Gerolf Seemann, Helga Krüger, Annemarie Fritzsche, Friedel Seemann. Bei den zweiten Einzelmeisterschaften wurden bis auf das Herrendoppel alle Titel geholt. Für Seemann/Seemann reichte es nur zum 3. Platz. Schurig/Wilde und Rädisch/Katzor schieden schon im Viertelfinale aus. Im Herreneinzel dagegen der totale Triumph: Platz 1 bis 5 für Tröbitz, Meister wurde Friedel. Nur Trainer Lothar Rädisch schied schon in der ersten Runde aus. Das Dameneinzel gewann Rita Gerschner, die zuammen mit Friedel vor einer großen Reise nach Indonesien stand (Bild unten). Für Annemarie war im finale Endstation. Beide gewannen anschließend das Damendoppel souverän. Rita holte ihren dritten Titel mit Erich Wilde im Mixed. Die Jugend konnte noch nicht Schritt halten mit den Erfolgen der "Großen". Jürgen Bommel holte den dritten Platz bei den Jugendmeisterschaften. Mehr Lorbeeren konnten die ganz kleinen bei ihrer Bestenermittlung ernten: Jürgen Bommel wurde erster, Heidi Hapke Vize, gemeinsam gewannen sie das Mixed. Zum dritten Mal gelangte Jürgen im Doppel aufs oberste Treppchen (mit seinem Partner Klaus Vater). Und was schreiben die Zeitgenossen dazu?


Entdeckungsreise nach Tröbitz Von Leipzig über Eilenburg, Torgau und Falkenberg nach Doberlug-Kirchhain benötigt man mit dem Eilzug runde 90 Minuten, von dort bis Tröbitz mindestens die selbe Zeit, aber nun zu Fuß. Der Überland-Omnibus fährt nur einmal am Tag, also heißt es laufen, wenn man ihn nicht zufällig erwischt... Verlaufen ist ausgeschlossen, der Weg führt immer gerade aus. Vorbei an Feldern und dunkeltraurigen Kiefernwäldern in diesem feuchtkalten, grauen November. Einladend ist diese Umgebung in einer so trüben Jahreszeit gewiß nicht. Aber spricht man irgendwo vom Federball, dann denkt man unwillkürlich an Tröbitz. Hier sind bekannte Deutsche Meister daheim, hier macht der Nachwuchs von sich reden, der Vorsitzende des Trainerrates ist hier tätig, kurzum, Tröbitz ist schon ein Begriff. Demnach ist der Anreiz gegeben, sich hier einmal umzusehen. Tauchen die Umrisse des Industriekombinats in Tröbitz aus dem graufeuchten Nebelvorhang auf, ist man überrascht. Eine riesige, hochaufragende Brikettfabrik, die nahe Braunkohlengrube und das Eisenwerk ergänzen sich zu einer Stätte emsigen, geräuschvollen Schaffens. Über 1200 Kumpel, Techniker und Stahlwerker sind hier vereinigt. Aus Eisenbahnschienen biegt und formt man zweckgebundene Teile des Schienenstrangs der Eisenbahn und ähnlicher Transportanlagen aber auch Weichen und eiserne Schwellen. Kohle wandelt sich hier in Energie, diese wiederum findet gleich an Ort und Stelle nützliche Verwendung. Alle Bauten zweckmäßig, modern, aus ihrer Bestimmung heraus gesehen schön. Kommt der Besucher näher, folgt die nächste Überraschung: Vor den beiden Werkbauten breiten sich Sportanlagen aus, wie man sie meist nur in Großstädten oder in der Nachbarschaft unserer größten Industriekombinate vermutet. Geht man dem Werktor entgegen, grüßt rechter Hand die moderne Turnhalle. Sattgrüner Rasen zeichnet anschließend ein Spielfeld aus, hinter dem sich noch eine Hartplatzanlage mit Rundbahn und allen Einrichtungen für die technischen Wettbewerbe der Leichtathletik erstreckt. Wenden wir uns vom Werktor um und gehen zurück nach der Turnhalle, dann liegt jetzt zur Rechten das große Kulturhaus. Schnell einen Blick hinein: Ein großer Festsaal für 800 Besucher, eine geräumige Gaststätte, Garderoben, Clubzimmer und zwei sportgerechte Kegelbahnen laden zum Verweilen ein. An der Stirnseite des schmucken Gebäudes werden zur Zeit ein Café und eine Bar angebaut. Eindruck: großstädtisch! Und davor ein riesiger Bauplatz. Im kommenden Jahr hat er sich in ein Schwimmbad verwandelt. 50 Meter lang, 16 Meter breit; mit Warmwasserzufuhr aus dem Werk ist das Wasser auf angenehme Temperaturen zu bringen, genau so wie im Leipziger Stadion oder im Berliner Friesenbad. Dazu ist ein "Kleid" aus Glas und Stahl bestellt, ebenfalls wie in Leipzig und Berlin. Bitte schön, in Tröbitz, j. w. d. (,,janz weit draußen" wie der Berliner sagt!), für die 1300 Tröbitzer und die Einwohner der benachbarten Ortschaften, für die Kumpel und Industriewerker der Umgebung! "Ja, unter s o 1 c h günstigen Bedingungen ist dort alles viel leichter zu schaffen als bei unseren schwierigen Verhältnissen". Man hört geradezu diese Meinungsäußerung vieler unserer gewiß unermüdlich tätigen Funktionäre in anderen Gemeinschaften. Doch wir lassen sie nicht unwidersprochen gelten. Auch anderswo trifft man solche oder ähnliche vorteilhaften Bedingungen, aber dennoch herrscht da nicht das selbe blühende, pulsierende Leben wie in Tröbitz. Der Schwung fehlt meist, der Motor, der den Sportbetrieb und das Gemeinschaftsleben antreibt und auf voller Tourenzahl hält. D i e Sportfreunde fehlen dann zumeist, die selbstlos und aufopfernd, unverdrossen und ideenreich ankurbeln, ihre Sportfreunde mitreißen und die Gegenmittel für alle sich auftürmenden Schwierigkeiten finden. Es ist kein Personenkult, wenn wir betonen, daß die Kraft der Persönlichkeit eine gewaltige Rolle spielt. Vereinen sich gar beide Faktoren, d.h. die günstigen Bedingungen und ideenreiche, vorwärtsdrängende Funktionäre, dann lassen die Erfolge nicht auf sich warten. In Tröbitz ist das der Fall. Werkleiter F r i t z s c h e spielt selbst Federball, seine Tochter ist Spitzenspielerin, er bewährt sich als Vorsitzender des Bezirksfachausschusses Cottbus, bearbeitet als Mitglied des Präsidiums alle Fragen des nationalen und internationalen Sportverkehrs! Ihm ist die Förderung des Federballspiels mehr als ein Zeitvertreib, er übersieht in seiner wichtigen gesellschaftlichen Position auch nicht die Gesichtspunkte, die eine Leistungsförderung und Gesunderhaltung der Arbeiter im Betrieb durch sportliche Betätigung erstreben. Nein, auch andere Sportarten werden gefördert, seien es nun Fußball, Handball, Turnen, Gymnastik, Leichtathletik, Rhönradsport, Kegeln und Angeln: keine wird vernachlässigt. So wirken die Aufgaben sozial-politischer und sportlicher Natur ineinander. Sportfreund Fritzsche steht nicht allein, er findet bei dem Bürgermeister, beim BGL-Vorsitzenden, den Lehrern der Schule und den Handwerksmeistern, ebenfalls begeisterte Federballspieler bzw. Anhänger, alles Verständnis. Das ist um so wertvoller, weil es noch einen "Ankurbeler" gibt, der nur seine Aufgabe kennt, alles andere hinten anstellt: Trainer Lothar Rädisch. Unerhört, was dieser Mann alles leistet. Morgens ist er "Geschäftsführer", auch "Sozialbeauftragter" für seine Sportler, Initiator für immer neue Vorhaben.


Nachmittags beginnt dann seine eigentliche Lehrtätigkeit mit den "Anfängern", dann mit den Pionieren, zuletzt mit der 1. und der Jugend-Mannschaft. Fleißig, aufgeschlossen, impulsiv, explodierend - aber rundheraus gesagt, solche geballte Energien sind nur nützlich, wenn sie gebändigt und in die richtigen Kanäle geleitet werden. Lothar Rädisch hat sich die allgemeine Anerkennung redlich verdient, und er mag dankbar sein, daß er Männer fand, die ihn in seinem Leistungsstreben nicht hemmen, aber lenken. In diesem Wirkungskreis wird er noch mehr reifen. Doch nun in die Turnhalle. Ein Schmuckkästchen! Modern, hohe Fenster, Parkettboden, Geräteraum, Umkleidekabinen, auch Heizungs- und Entlüftungsanlage, Waschräume und eine Verbindung zur Sauna. Ja, gewiß, eine original finnische Sauna! Die Spieler sind verpflichtet, einmal in der Woche diese gesundheitsfördernde und schweißtreibende Einrichtung zu benutzen - in Tröbitz wohlgemerkt. Die Anfänger haben sich gegen 16 Uhr eingefunden, d.h. eine von drei Gruppen. Alter 6-12 Jahre, Jungen und Mädchen. Eine kurze Belehrung, dann werden die verschiedenen Schlagarten geübt; einundeinhalb Stunden lang. Anschließend Wettspiele, zusätzlich eine halbe Stunde. Einfach großartig, wie die junge Schar dabei ist. Das Zählen können sie meist noch nicht, aber dafür sind die Pioniere da. Sie sind bereits sehr sachverständige Helfer. Und der Trainer spielt mal mit dem, mal mit jenem. Disziplin ist vorbildlich, denn sie wird freiwillig geübt. Stolz melden die "Sieger" in den Wettkämpfen dem Trainer ihren Erfolg am Schluß der Übungsstunde ganz gewiß ein wertvoller Fingerzeig. Unterdessen haben sich die Männer und Frauen der 1. Mannschaft und die Jugendmannschaft eingefunden. Wiederum werden Schläge aller Variationen geübt. Viel Wert legt der Trainer auf Stoppbälle, sie werden sogar gezählt und das Ergebnis eines bestimmten Zeitabschnittes auf einer Liste vermerkt. Dann Spiele: Einzel, Doppel, Mixed - alle unter Wettkampfbedingungen! Der Trainer wieder mit dabei. Hier wird der Grundsatz "Training gleich Wettkampf" verwirklicht. Doch der Gast soll die speziellen Konditionsübungen kennenlernen. Neun gibt es, alle dem wettkampfmäßigen Federballspiel angepaßt. Über sie wird im Einzelnen in einer späteren Ausgabe näher zu berichten sein, denn noch sollen sie vom Trainerrat erprobt und beurteilt werden. Das Wichtigste dabei: jede Übung wird wieder wettkampfmäßig betrieben - eine Minute lang. Da wird gehüpft, gebeugt, gestreckt, gestartet, wird Kraft aufgewandt, werden Schnelligkeit, Gewandtheit und Zähigkeit gefordert. Die Spieler dampfen, und man spürt neben der harten körperlichen Belastung die eigene Bereitschaft zur Höchstleistung. Da kann man nicht mehr von Disziplin sprechen, von einem "Befehl" des Trainers, nein, jeder Sportler ist offensichtlich von der Notwendigkeit dieser körperlichen "Schwerarbeit" überzeugt und strengt sich gewaltig an. Die Leistungen der einzelnen Spieler sind gar nicht so unterschiedlich, wenngleich man erkennt, daß "Friedel" S e e m a n n schon rein körperlich besser veranlagt ist. Doch Wilde, Katzor, S c h u r i g, diese drei vielversprechenden Kameraden des Meisters stehen ihm nur wenig nach. Annemarie Fritzsche und ihre Freundinnen sind ebenfalls auf "Draht". Alle Leistungen, d.h. Übungen, zählt der Sportler selbst und gibt sie am Schluß der Minute dem Trainer bekannt, der sie notiert und beurteilt. Wir haben aufgepaßt wie die "Heftelmacher", nicht ein einziges Mal wurde "gemogelt", jeder gab die tatsächlich erzielte Leistung an. Dann bauten die Sportler die Netze usw. ab, ohne Aufforderung! Und die "große Konkurrenz" in der Gunst des Tröbitzer Publikums - die Handballspieler - lösten die Vertreter des Federball ab. Noch ein kurzes Bad und dann ging jeder nach Hause. Für irgendwelche Unterhaltung bestand keine Neigung. Das ist kein Wunder, denn alle stehen ab 6 Uhr morgens am Arbeitsplatz. Viermal in der Woche ab 17.30 Uhr Training, je einmal Taktik, Technik, Kondition und Einzeltraining, das reicht ganz gewiß. Der "junge" W i l d e ist seit 1. September Soldat. Ab früh 5 Uhr ist er im Dienst. Nichts wird ihm geschenkt. Er darf aber zum Training nach Tröbitz fahren. Erstaunlich, wie der bisherige Oberschüler sich gekräftigt hat. Peter S c h u r i g, 18 Jahre alt, blond, aufgeschossen, kein Gramm überflüssiges Fett auf den Rippen. Steht um 5 Uhr auf, fährt dann 5 km zur Arbeitsstelle, wirkt als Elektriker, kommt gegen 16.30 Uhr, wieder mit dem Fahrrad, nach Hause. Eine Stunde später ist er mit dem Rad zur Turnhalle gefahren und macht zwei Stunden mit. Dann wieder "Radpartie". Rita G e r s c h n e r, jetzt in Tröbitz, arbeitet von 6-14 Uhr. Dann geht sie zum Training. Fünfmal die Woche, denn sie will aufholen, will sich technisch noch verbessern. Wir fragen sie nicht nach ihrem Gemeinschaftswechsel, dazu hat sie sich ja im "Federball" bereits geäußert. Aber wir beobachten aufmerksam, wie gut sie sich mit den Tröbitzer Sportfreunden versteht. Wir meinen, sie könnte Wurzeln schlagen...


Wer wollte verlangen, daß die anderen Gemeinschaften, vornehmlich die der Verbandsliga, unter gleichen Anforderungen trainieren und an sich arbeiten. Dazu sind die Bedingungen nicht überall gleich gut, aber wer wollte uns die Meinung verübeln, daß ganz gewiß hier und da mehr getan werden kann, als es heute der Fall sein dürfte. Nicht die günstigen Verhältnisse wollen wir hervorheben, sondern die Bereitschaft der Tröbitzer Spielerinnen und Spieler, sich zu vervollkommnen; hier können und sollen sie als Vorbild gelten. Dafür noch eine Beobachtung, die nicht vorenthalten werden darf. Als die Anfänger zur Übungsstunde kamen, da waren die "Bommel & Co" d.h. die Pioniere da, halfen mit und erwiesen sich als verständnisvolle Zuschauer. Als dann die "Stars", der "Friedel" Seemann, Wilde, Katzor, Schurig usw. auftauchten, da wurden aus den Zuschauern unbestechliche Kritiker, Experten, Sachverständige. Ein überraschendes Bild, wie sie aufmerksam beobachteten, plötzlich mitzuspielen schienen, die Hände und Körper sich im Spielrhythmus mitbewegten, und wie kurz Bemerkungen ausgetauscht wurden. Hier wird der Grund gelegt zu einer planmäßigen Aufbauarbeit auf weite Sicht. Ein Handballer vertrat uns gegenüber die Meinung, daß dann, wenn der Deutsche Meister Gottfried Seemann einmal "aufhören" würde, es mit der Blütezeit des Federballs in Tröbitz sicherlich vorbei sei. Nun, er wird sich wundern, denn d e r Nachwuchs, den wir unter den Pionieren und den Jugendlichen beobachten konnten, der wird in die Fußstapfen "Friedels" eintreten und dessen Erfolge fortsetzen. B o m m e 1, dieser hoffnungsvolle Jüngling war der Einzige, den wir zu einem "Interview" aufforderten. Aber nicht über Federball, nein über seine Leistungen in der Schule. Nun, sie sind gut, sehr gut sogar und berechtigen zur Verwirklichung des Wunsches, als Sportlehrer an der DHfK zu studieren. Aber er ist vernünftig. Erst lernt er im Betrieb als Elektriker, will dann bei der Nationalen Volksarmee dienen und anschließend studieren. Mutter und Vater arbeiten in verantwortlichen Stellungen, kennen das Leben und sind der Meinung, daß auf diese Weise ihr Junge die beste Schule durchmacht. Gegen 21 Uhr abends versperrte die Bahnschranke unserem Wagen (jetzt brauchten wir nicht zu laufen) die Weiterfahrt. Vor uns standen drei "Jünglinge" mit Sportbeutel. Daraus ragten die Federballschläger. Sie gehörten nicht zur BSG Aktivist Tröbitz, sondern zu einer BSG aus Doberlug-Kirchhain. Auf unsere Frage, ob sie in Kirchhain daheim wären, antworteten sie uns: "Nein, wir kommen aus Finsterwalde mit der Bahn, die Woche zwei- bis dreimal". Na bitte, also nicht nur in Tröbitz gibt es solche prächtigen jungen Sportler, die den langen Weg, die Bahnfahrt und die Kosten nicht scheuen. Wir meinen, unser Federball-Verband kann stolz sein auf solche Pioniere, solche stillen, bescheidenen und doch so strebsamen Sportfreunde. In der Großstadt ist manchem jungen Freund oft der Weg zu weit, will er die Straßenbahn bezahlt haben, will er "umschmeichelt" werden hier, "j. w. d." könnte er sich informieren, aus welchem Holz die Burschen und Mädchen geschnitzt sind, die zu guten Leistungen berufen sind. Anfang Januar fahren wir nochmals hin, wenn Weltmeister E r 1 a n d K o p s zu Gast da ist. Auch damit schaffen die Tröbitzer wieder günstige Voraussetzungen, diesmal für a 11 e Auswahlspieler unserer Republik. Doch dazu bedarf es eines Einsatzes, der nicht alltäglich ist. Schrotteinsatz heißt das Mittel. Alle Spieler und Spielerinnen, der Trainer an der Spitze, werden an vier Sonnabenden Schrott aussortieren und verladen. Reinerlös etwa 1000 DM. Genau der Betrag, der noch notwendig ist, um die Differenz zwischen den Einnahmen beim Turnier und den tatsächlichen Kosten zu decken. Wenn der Trainer deshalb an einem November-Sonnabend auf eine "Prämien"-Reise nach Prag verzichtete und seine Schwiegermutter als Begleiterin der Gattin ausersah, dann beweist das zumindest, daß er seinen Schützlingen nichts abverlangt, was er nicht selbst täte. Wahrhaftig, Tröbitz war diese Reise wert...


Der Nachwuchs kommt in Fahrt Verstärkt wird nun auch dem Nachwuchs die Aufmerksamkeit gewidmet. Hier sind einige Mannschaften aus den frühen Sechzigern abgebildet. Bild rechts (v.l.n.r.): Roland Riese Bernd Bäcker Monika Thiere Renate Kolditz Bernd Schurig Werner Michael

Bild links (v.l.n.r.): Gerd Wendt Klaus-Peter Färber Gerlinde Krusche Heidi Hapke Hubert Höhne Jürgen Bommel

Bild rechts (v.l.n.r.): Werner Schwabe Horst Michael Rainer Schulz Roswita Riese Sigrid Kolditz Rosemarie König Roland Riese Werner Michael


Zum dritten Mal Mannschaftsmeister Der dritte Mannschaftstitel wurde in der Saison 1962/63 erkämpft. Das Endspiel um die Meisterschaft wurde gegen Post Berlin mit 11:0 gewonnen! Nur das 1. Doppel und das erste Mixed mußten einen Satz abgeben. Im Finale trat Tröbitz mit Friedel und Gerolf Seemann, Erich Wilde, Klaus Katzor, Rita Gerschner und Annemarie Fritzsche an. Auf unsere Damen wartete im Herbst 1962 ein ganz großes Highlight: Das 1. Internationale Damenturnier in Leipzig mit Teilnehmern aus Dänemark, Schweden, England und Österreich. Und Rita gewann das Einzel!

Nach den internationalen Aufgaben warteten die nationalen Titelkämpfe auf die Tröbitzer. Im Herreneinzel siegte wieder einmal Friedel, hatte jedoch drei Sätze lang die starke Gegenwehr von Erich zu überwinden. Rita gewann drei Titel: Das Einzel, das Doppel mit Annemarie und das Mixed mit Friedel. Das Herrendoppel beherrschten Erich und Friedel ebenfalls klar. Die Berliner Münch und Basdorf waren im Finale ohne Chance. Die Bronzemedaille im Mixed sicherten sich Erich und Annemarie.

Im Januar 1963 sollte das nächste internationale Turnier in Tröbitz folgen. Dänische, indonesische, schwedische und österreichische Spitzenklasse war am Start. Und das Fernsehen war dabei! Der Siegellack des Kulturhausbodens mußte diesem Fakt Tribut zollen - die Scheinwerfer des DDRFernsehens brachten diesen zum Schmelzen. Die Semifinalpaarungen lauteten dort Ferry Sonneville gegen Göran Wahlquist und Friedel Seemann gegen Hartmut Münch.

Die Favoriten setzten sich in beiden Spielen durch, so daß es zum Finale Seemann gegen Sonneville kam. Friedel mußte die Überlegenheit von Ferry Soneville in diesem Spiel anerkennen: Er verlor deutlich mit 2:15 und 10:15. Auch das Herrendoppel ging klar an Wahlquist/Sonneville (gegen Seemann/Wilde). Wahlquist holte seinen zweiten Sieg im Mixed gegen Fritzsche/Wilde mit seiner Partnerin Eva Pettersson. Rita Gerschner sorgte schließlich dafür, daß wenigstens ein Titel in Tröbitz blieb. Sie gewann einmal mehr das Dameneinzel.


Erfolge der Jugend und Schüler Bei der dritten Bestenermittlung der Schüler konnte Tröbitz vier von sechs Titeln erringen. Bei den Mädchen 12/13 siegte Heidi Hapke, bei den Jungen 12/13 Harry Deinert. Harry wurde anschließend im Doppel Vize mit Hubert Höhne. Heidi gewann das Doppel mit Ingrid Rädisch bei den Mädchen, Ingrid siegte zusätzlich in der Altersklasse 10/11 im Einzel. Bernd Bäcker (1.) und Roland Riese (3.) komplettierten in der AK 10/11 das sehr gute Abschneiden des Nachwuchses. Bei den Jugendmeisterschaften holte sich Jürgen Bommel den Titel von Volker Herbst. Im Mixed verlor er mit Heidi Hapke dagegen das Finale gegen Richter/Renner. Heidi errang ihren zweiten Vizemeistertitel im Doppel mit Gerlinde Krusche im Doppel. Erstmals konnten die Tröbitzer sich auch in einem Mannschaftswettkampf durchsetzen: Der 3. FDJ-Pokal wurde durch Bommel, Färber, Deinert, Wendt, Kirmse, Hapke und Krusche gewonnen Erstmals fanden 1963 Titelkämpfe bei den Senioren statt. Lothar "Joker" Rädisch erkämpfte in der AK I alle drei Titel! Im Einzel mußte er dabei im Halbfinale und Finale über drei Sätze gehen. Das Spiel um Platz drei gewann Helfried Wunderlich gegen Braasch (Demmin) ebenfalls in drei Sätzen. Den Doppeltitel konnten sich die beiden Tröbitzer gemeinsam sichern. Mit seiner Frau Helga konnte Lothar schließlich auch noch das Mixed gewinnen. Helga wurde mit ihrer Partnerin Pösch (Lok Cottbus) Meisterin im Doppel. Den totalen Rädisch-Triumph verhinderte Ahnert (Chemie Karl-Marx-Stadt) im Dameneinzel. wo Helga "nur" Dritte wurde. Eine weitere Medaille konnte Walter Skobowsky in der AK III im Herreneinzel erringen. Er gewann das Spiel um Platz drei gegen den Dresdner Haupt.


Weiter erfolgreich

1963 konnte Bernd Bäcker seinen Titel in der AK 10/11 verteidigen und holte damit die einzige Medaille für Tröbitz in dieser Altersklasse. Die darauffolgende Saison 1963/64 führt zum ersten Mal Monika Thiere in der Siegerliste (im Doppel mit Angelika Seifert). Das Finale im Einzel verlor sie gegen Zeiß. Sportfreund Michael verlor sein Einzelfinale ebenfalls. In der AK 12/13 sicherten sich Ingrid Rädisch und Roland Riese in den Einzeldisziplinen Bronze. Ingrid erkämpfte mit ihrer Tröbitzer Partnerin Kolditz Silber im Doppel. Überraschend war der Zweifacherfolg im Jungendoppel durch Riese/Bäcker und Schurig/Michael. 1963/64 holte Roland Riese beide Titel (im Doppel mit Bernd Schurig). Im Jugend- und Erwachsenenbereich gab es 1964 den totalen Triumph für Aktivist: Alle Titel gingen nach Tröbitz!!! Jürgen Bommel und Heidi Hapke holten jeweils drei Titel. Jürgen gewann neben dem Einzel und dem Mixed mit Heidi auch das Doppel mit Siegfried Kirmse, Heidi das Doppel mit Gerlinde Krusche, die auch eine Bronzemedaille im Einzel holte. Bei den Erwachsenen siegte im Herreneinzel wieder einmal Friedel Seemann, der das Finale klar gegen Klaus Katzor gewann. Erich Wilde verlor das Spiel um Bronze gegen Klaus Basdorf. Rita Gerschner erkämpfte sich den Damentitel (Annemarie Fritzsche wurde Vierte), den Doppeltitel (mit Annemarie) und den Mixedtitel (mit Friedel). Klaus Katzor wurde Vierter im Mixed (mit Hansche). Friedel konnte dann auch noch das Doppel mit Erich Wilde gewinnen. Und Mannschaftsmeister wurde "selbstverständlich" Tröbitz bei den Erwachsenen und den Jugendlichen! Den Titel bei den Erwachsenen holten Friedel und Gerolf Seemann, Erich Wilde, Klaus Katzor, Rita Gerschner, Annemarie Fritzsche und Gitta Rost. Gerlinde Krusche, Heidi Hapke, Siegfried Kirmse, Jürgen Bommel, Klaus-Peter Färber, Hubert Höhne und Gerd Wendt waren für die Tröbitzer Jugendmannschaft erfolgreich.


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Tröbitz, Tröbitz, Tröbitz Auch Seniorenmeisterschaften fanden 1964 wieder statt. Helfried Wunderlich konnte den Doppeltitel (mit Pösch, Cottbus) verteidigen und das Mixed mit Helga Krüger gewinnen. Helga konnte sich im Dameneinzel noch über Bronze freuen. Bei den Ältesten (AK IV) holte Klaus Katzors Vater Hubert Bronze im Einzel. Internationale Turniere waren die nächsten Höhepunkte für die Tröbitzer Nationalspieler. In Leipzig schieden Erich Wilde gegen Willy Lundh und Gerolf Seemann gegen Benny Wihlborg im Viertelfinale aus. Im Dameneinzel hatte Eva Pettersson die Chance zur Revanche gegen Rita Gerschner, verlor jedoch erneut.

In Tröbitz wurden zum traditionellen Turnier Gäste aus Malaysia, Österreich, Schweden und der CSSR erwartet. Im Achtelfinale siegten u.a. Klaus Katzor gegen Erich Wilde, Friedel Seemann gegen Jürgen Bommel und Kurt Johnsson gegen Gerolf Seemann. Auch Friedel unterlag anschließend gegen Kurt. Klaus lieferte Dr. Oon aus Malaysia ein gutes Spiel, konnte den Erfolg des späteren Turniersiegers jedoch nicht verhindern. Eine Revanche gegen Oon/Johnsson glückte Friedel und Erich auch im Doppelfinale nicht. Das Damendoppel entschieden Ruth Preuß und Rita Gerschner gegen Dahlström /

Hansche für sich. Die Siegerinnen im Doppel trugen gegeneinander auch das Einzelfinale aus. Rita Gerschner hatte am Ende einmal mehr die Nase vorn. Zum Saisonabschluß spielte die Tröbitzer Mannschaft gegen TJ Liben Lodenice in Prag. Gegen die Prager BVe r t r e t u n g g e w a n n e n sowohl die Jugend als auch die II. Mannschaft, gegen die A-Auswahl verloren beide.


Was sagt die Welt zu den Trรถbitzer Erfolgen?


Der fünfte Mannschaftstitel 1964/65 wurde Aktivist Tröbitz zum fünften Mal Titelträger bei den Mannschaften. Die zwei Erstplazierten der beiden Staffeln der höchsten Spielklasse trugen die Finalrunde in Hohenstein-Ernstthal aus. Tröbitz reiste dort mit zwei verletzten Spielern an - und das waren ausgerechnet Friedel und Rita! Friedel spielte gegen die DHfK und Motor IfA KarlMarx-Stadt noch die Doppel, mußte dann aber aufgeben und ärztlich behandelt werden. Die am Fuß verletzte Rita verlor gegen die DHfK Einzel und Doppel. Der Rest der Mannschaft kämpfte jedoch für Friedel und Rita mit: 7:4 für Tröbitz. Motor hoffte nach diesem knappen Spielausgang auf einen Ausrutscher der Tröbitzer, doch in mannschaftlicher Geschlossenheit gewann Aktivist 9:2. Im letzten Spiel der Meisterschaft gegen den ständigen Rivalen der 60er Post Berlin mußte die Entscheidung fallen. Post gewann gleich das 1. Mixed. Bei diesem einen Punkt blieb es allerdings auch!

Bei der Endrunde dabei waren neben Friedel und Rita Gitta Rost, Klaus Katzor, Erich Wilde, Gerolf Seemann und Peter Schurig. An ihn appelliert die FederballZeitung: "Sportfreund Schurig ist zu empfehlen, in Zukunft seine Burschikosität etwas zu dämpfen". Schließlich warteten die Meisterschaften...

Bei den Einzeltitelkämpfen dominierten wieder einmal Rita und Friedel. Beide holten drei Titel! Das Herreneinzel gewann Friedel wie im Vorjahr gegen Klaus Katzor. Klaus erreichte mit seinem Partner Migdahl überraschend auch das Finale in Doppel, unterlag allerdings wiederum Friedel und Erich (Gerolf Seemann weilte zu dieser Zeit in Indonesien und Klaus-Peter Färber zog sich in einen Sehnenriß zu). Das Damendoppel gewann Rita schließlich noch mit Beate Herbst (DHfK). Als Fazit schreibt der "Federball": "Spielen wie Friedel, kämpfen wie Klaus und nach einer Niederlage noch lächeln wie Joachim Schimpke!"


Bekannte Namen im Nachwuchs Gleichzeitig mit den Meisterschaften der Großen wurden im Jugend- und Schülerbereich die Besten ermittelt. Bei den Jugendlichen dominierte einmal mehr Jürgen Bommel, im Jungeneinzel kam nur Lothar Diehr (EBT Berlin) aus dem "Schneider". Über den Sieg im Doppel war bei Lothar die Freude nicht so groß:

Bei den Jüngsten gab es 1965 für Tröbitz nichts zu holen. In der AK 12/13 wurde Bernd Bäcker Titelträger im Jungeneinzel. D a s D o p p e l B äcker/Sappok wurde Vizemeister. Angelika Seifert schied dagegen im Viertelfinale gegen Tietze (Gittersee) aus, im Doppel mit Dreilich (Lok Leipzig) ebenfalls.

Klaus-Peter Färber konnte durch seine Verletzung auch das Spiel um Platz drei im Jungeneinzel nicht mehr aus-tragen. Alle anderen Tröbitzer Starter schieden im Achtelfinale aus (Hubert Höhne, Roland Riese, Harry Deinert, Werner Schwabe). Ebenfalls im Ach-telfinale war im Doppel für Höhne/Deinert Endstation. Riese/Schwabe überstanden das Viertelfinale nicht. Klaus-Peters Verletzung hatte auch auf das Mixed Einfluß. Er konnte zum H a l b f i n a l e g e g e n B elow/Kandziora und zum Spiel um Platz drei mit seiner Hoyerswerdaer Partnerin Schröter nicht mehr antreten

Das Jungendoppel ging durch KlausPeter Färbers Verletzung kampflos an Diehr/Franz. Heidi Hapke eroberte sich alle drei Titel bei den jungen Damen: im Mixed mit Jürgen Bommel und im Doppel mit der Dorfchemnitzerin Vera Below.

Im Seniorenbereich konnte Helfried Wunderlich seinen Titel im Doppel mit seinem Cottbuser Partner Pösch verteidigen. Etwas überraschend war jedoch, daß diese Medaille im Herrendoppel die einzige bei den 65er Seniorenmeisterschaften blieb.


Nummer 6! Die Jugendlichen und Erwachsenen durften sich nun wieder in internationalen Turnieren bewähren. Bei den Swedish Open bot Klaus Katzor nach überstandener 1. Hauptrunde Erland Kops einen guten Kampf, führte im zweiten Satz auch 12:3, konnte dennoch den Sieg nicht einfahren. Friedel schied ebenso wie die beiden Mixed in der ersten Runde aus. Im Doppel hielten sich unsere Männer achtbar und unterlagen erst im Achtelfinale. Die Jugendauswahl mit Hapke, Bommel, Färber belegte beim I. Internationalen Mannschaftsturnier von Spoje Prag den 2. Platz. Zu einem der kuriosesten Wettkämpfe weilte Aktivist in Polen. Dort wurde im Stadion von Ursus und im Tennisstadion von Gdynia mit 8g schweren Bällen unter freiem Himmel gespielt! Tröbitz hatte danach im September indonesische Sportler zu Gast!!! Die Indonesier gewannen 7:2. Für Tröbitz konnten nur Joachim Schimpke (18:17 im 3. Satz gegen die Nummer 5 der indonesischen Rangliste, Unang) und Rita Gerschner, ebenfalls in drei Sätzen, punkten. Klaus Katzor verlor das 2. Einzel im dritten Satz genauso wie das Damendoppel Annemarie Seemann-Fritzsche/Rita Gerschner (14:15). Nach so viel Internationalität hieß es, sich auch in den Meisterschaften wieder zu bewähren. Die "Alten" konnten die Erwartungen erfüllen und erkämpften sich Titel Nummer sechs, die Jugend verlor gagegen in einem hochdramatischen Spiel mit fünf Dreisatzspielen gegen Einheit Greifswald 5:6 und wurde Vizemeister.


FDJ-Pokal nach Tröbitz

Der Jugendmeistertitel war futsch, da wollte man sich wenigstens im FDJ-Pokal schadlos halten. Nachdem man in der Vorsaison mit 8:3 gegen Empor Pritzwalk und 10:1 gegen Lok Falkenberg den bisherigen Pokal zum wiederholten Male gewonnen hatte und dieser damit für immer in Tröbitz blieb, wurde 1966 ein neuer Modus eingeführt: Mädchen- und Jungenmannschaften getrennt! Die Mädchen waren in der Endrunde ohne die verletzte Heidi Hapke chancenlos und wurden vierte, die Jungen besiegten auch ohne Jürgen Bommel Gittersee 8:1, Freiberg 7:2 und Greifswald 5:4. Im Frühjahr starteten dann Spieler aus Dänemark, Finnland, Österreich und der CSSR beim internationalen Turnier in Tröbitz. Der Däne Herlevsen besiegte im Halbfinale Friedel Seemann und im Finale Jürgen Bommel, der vorher knapp Joachim Schimpke bezwungen hatte. Im Doppel besiegte Herlevsen mit Kaargard knapp Seemann/Wilde. Bei den Damen dominierten ebenfalls die starken Däninnen.


Nickel auf dem Vormarsch

Wenig Neues gab es bei den Einzelmeisterschaften. "Nickel" kratzte am Thron von Katzor und Seemann, es reichte aber nicht. Es gab letztendlich die gleichen Titelträger wie im Vorjahr. Lediglich Annemarie Seemann ersetzte Beate Herbst an der Seite von Rita Gerschner. Klaus und Nickel verloren das Finale im Herrendoppel gegen Seemann/Wilde. Im Jugendbereich setzte Jürgen Bommel wieder Maßstäbe: er holte alle drei Titel (im Doppel mit Roland Riese, im Mixed mit Ruth Mertzig). Höhne/Deinert verloren den Kampf um Platz drei. In der AK 12/13 gewinnt Monika Thiere den Einzeltitel und mit Angelika Seifert den Doppeltitel. Klaus Skobowsky macht 1966 in der AK 10/11 ersmals von sich reden. Er siegt im Einzel und im Doppel (mit Gerhard Riese). Beim traditionellen Turnier in Prag verteidigte die Erste von Aktivist Tröbitz den Pokal klar gegen die Mannschaften von Meteor Prag, Ljubljana, Budapest und Rehberge (Berlin-West).



Und wieder Mannschaftsmeister

1966/67, zum zehnjährigen Jubiläum, gab es für Tröbitz den siebenten Mannschaftstitel zu feiern. Mit der Nationalmannschaft waren unsere erfolgreichen Spieler Friedel Seemann und Klaus Katzor zu den österreichischen internationalen Meisterschaften eingeladen. Sie belegten im Doppel einen beachtlichen zweiten Platz und im Einzel sogar die Plätze zwei und drei. Das Mixed Seemann/Preuß wurde ebenfalls Dritter. Beim Bergmannspokal in Tröbitz hatte die Jugendmannschaft den dänischen Meister HBC Kopenhagen zu Gast. Man verlor gegen die Dänen 4:7, konnte sich jedoch über eine Meisterschaftsrevanche gegen Greifswald freuen (6:5). Beim ersten Jugend-Länderkampf gegen die CSSR waren mit Monika Thiere, Roland Riese und Bernd Bäcker drei Tröbitzer vertreten. Sie trugen wesentlich zum 9:2-Sieg bei. Die Senioren kamen von ihren Meisterschaften mit drei Bronzemedaillen zurück: Pösch (Cottbus)/Wunderlich und Jurgk (Blankenburg)/Krüger in der AK I sowie Heinz Färber/Walter Skobowsky in der AK II.


Friedel tritt zurück Auch 1967 war Friedel bei den Meisterschaften nicht zu bezwingen. Wieder errang er alle drei Titel (mit Erich und Rita) und trat zurück! Klaus Katzor konnte Friedel zum wiederholten Male im Endspiel nicht bezwingen. Joachim Schimpke komplettierte im Einzel den Tröbitzer Erfolg.

Im Doppel scheiterten Schimpke/Katzor im Finale. Rita Gerschner konnte nur ihren Mixedtitel verteidigen. Im Einzel und im Doppel (mit Annemarie Seemann) wurde sie Zweite. Bei den Jugendlichen stand im Einzel und im Mixed (mit Roland Riese) Monika Thiere zweimal ganz oben. Klaus Skobowsky verteidigte beide Titel in der AK 10/11. Glowka/Manig belegten im Mädchendoppel Platz vier. Beim internationalen Tröbitzer Turnier siegten Klaus Katzor, Katzor/Schimpke, Ruth Preuß, Gerschner/Wilde und Gerschner/A. Seemann. Die Jugend wurde bei ihrem Mannschaftsturnier wieder zweiter hinter Kopenhagen. 1967/68 brachte in der Mannschaftsmeisterschaft nichts Neues (Friedel stand für die Mannschaft noch zur Verfügung). Der achte Titel wurde errungen! Die Einzelwettbewerbe und damit der Nachfolger von Friedel wurden dafür um so mehr erwartet. Und Klaus Katzor blieb ewiger Zweiter. Joachim Schimpke schnappte ihm den Titel vor der Nase weg! Rita Gerschner verletzte sich im Doppelfinale und mußte dadurch

auch das Einzelfinale kampflos abgeben. Im Herrendoppel sicherten sich in der spannendsten Entscheidung der Meisterschaften Klaus Katzor und Joachim Schimpke den Titel. Die Jugendmannschaft holte ebenfalls den Titel nach Tröbitz. Auch gegen HBC Kopenhagen konnte zum internationalen Turnier anläßlich des Tages des Bergmannes in Tröbitz endlich einmal gewonnen werden (6:5).


Tröbitz zum neunten! Von den Jugendmeisterschaften kam Monika Thiere wieder mit zwei Titel im Einzel und im Mixed (mit Roland Riese) zurück. Im Jungendoppel holte Roland mit Bernd Bäcker noch einmal Bronze, ebenso wie unser Doppel Michael/Kraus. Bernd erkämpfte sich ebenfalls Bronze im Einzel. Klaus Skobowsky wurde in der AK 10/11 zum dritten Mal Einzelmeister. Im Doppel sicherte er sich mit Lutz Dähne Silber. In der nächsthöheren Altersklasse wurde er im Einzel Dritter! Gerhard Riese wurde dort Vize. Auch die Senioren trafen sich zu ihren Titelkämpfen. Helfried Wunderlich unterlag im Einzelfinale, mußte im Doppel-k.o. anschließend auch noch eine Niederlage im Spiel um Platz zwei quittieren. Seinen Titel errang er anschließend im Doppel mit Gerhard Dietze. Walter Skobowsky verlor in der AK II ebenfalls das Spiel um Platz zwei und wurde Dritter. Die 1. Mannschaft holte sich endgültig den Pokal aus Prag und marschierte in der Saison 68/69 wieder zielstrebig in Richtung Titel. Klaus Katzor machte auch international von sich reden, als er in Österreich im Einzel und im Doppel das Finale erreichte. Im ersten Damenländerspiel gegen Schottland unterlag unsere Auswahl 1:6. Monika Thiere war es vergönnt, den einzigen Punkt zu erkämpfen. 1969 fanden die Einzelmeisterschaften bei den Damen ohne Tröbitzer Beteiligung statt, nachdem Annemarie Seemann und Rita Gerschner zurückgetreten waren. Außerdem existierte wie 1968 die Regelung, daß nur in zwei Disziplinen gestartet werden darf. Im Herreneinzel gab es nur eine Bronzemedaille für Tröbitz durch Joachim Schimpke. Klaus Katzor, Klaus-Peter Färber und Roland Riese mußten vorzeitig die Segel streichen. Färber/Riese schieden auch im Doppel ohne Medaille aus. Ins Finale konnten sich Schimpke/Katzor vorkämpfen, verloren jedoch in einem hochdramatischem Spiel gegen die Michalowsky-Zwillinge. Erfolgreicher trat die Jugend auf, die durch Thiere/Bäcker im Mixed und durch Monika im Einzel zwei Titel holte. Bernd Bäcker und Alfred Kraus wurden gemeinsam Dritte im Einzel. Angelika Seifert verlor das Finale im Mädchendoppel mit ihrer Partnerin Meisel (Fraureuth). Klaus Skobowsky gewann in der AK 12/13 den Einzeltitel und Silber im Doppel mit Jürgen Meißner. Als Krönung gewann die Jugend den Mannschaftstitel!


Der Jubiläumstitel Zum 10. Mal sicherte sich unsere Mannschaft 1970 den Titel! In der ganzen Saison wurde nicht ein einziges Punktspiel verloren! Auch die beiden Jugendmannschaften gewannen sowohl bei den Mädchen als auch bei den Jungen den FDJ-Pokal. Klaus Katzor holte 1970 endlich seinen Titel im Einzel. Im Finale bezwang er Nickel 18:15, 15:14. Roland Riese mußte im Viertelfinale passen. Klaus war so gut in Form, daß er gleich noch das Doppel mit Roland gewann.

Monika Thiere überraschte im Einzel und siegte erstmals bei den Erwachsenen. Mit Rita Gerschner holte sie auch noch den Titel im Doppel. Rita wiederum gewann mit Joachim Schimpke das Mixed und wurde damit zum 30. Mal Meisterin! Angelika Seifert vertrat als Einzige die Tröbitzer Farben bei den Jugendmeisterschaften. Sie gewann im Einzel Bronze und im Doppel Silber. Zweimal Silber (Einzel, Doppel) brachte Klaus Skobowsky von der Meisterschaft der 12/13 mit.

Die Seniorenmeisterschaften 1969 endeten ohne Tröbitzer Titelgewinn. Helfried Wunderlich gewann Bronze im Einzel und Silber mit Gerhard Dietze im Doppel. Walter Skobowsky holte in der AK II Silber mit seinem Leipziger Partner Wallsteiner. 1970 war Walter der einzige Medaillengewinner für Tröbitz: Silber im Einzel in der AK III. Monika Thiere hatte an zwei weiteren Siegen maßgeblichen Anteil: Die Mädchen sicherten sich zum zweiten Mal und damit endgültig den FDJ-Pokal und die JugendNationalmannschaft gewann 10:1 gegen die CSSR. Beim internationalen Jugendturnier in Prag gewann Monika alle 10 Spiele und trug damit nicht unwesentlich zum zweiten Platz der Jugendnationalmannschaft hinter der BRD, gegen welche man 3:4 verlor, bei. Im ersten offiziellen Vergleichskampf der Erwachsenen gegen Österreich verlor man 2:5, wobei Klaus Katzor und Monika Thiere ihre Einzel gewannen. Klaus wurde im Einzel dann 3. und Monika sogar internationale Meisterin!


Zehn Meistertitel in Folge 1971 hieß es zum letzten Mal: Mannschaftsmeister Tröbitz! Es wurden wieder alle Punktspiele gewonnen, die Konkurrenz aus Greifswald war aber schon ein großes Stück nähergerückt. Monika Thiere konnte bei den internationalen schwedischen Meisterschaften im Damendoppel mit Angela Cassens einen beachtlichen dritten Platz erringen.

Bei den Junioreneuropameisterschaften 1971 schaffte Monika ihr Glanzstück: Sie holte Bronze! Ihre Klasse bestätigte sie bei den DDR-Meisterschaften, wo sie mit Rita Gerschner das Doppel gewann und auch im Einzel ganz oben auf dem Treppchen stand. Schimpke/Gerschner und Katzor/Riese holten zwei weitere Titel nach Tröbitz. Nur im Einzel gab es keine Goldene, da Nickel im Finale Edgar Michalowsky unterlag. Roland Riese und Harry Deinert waren bereits im Achtelfinale ausgeschieden. Auch Angelika Seifert kam im Dameneinzel nicht über das Achtelfinale hinaus. Im Jugendbereich gab es nichts zu holen für Tröbitz, lediglich G. Riese/Pörsel kamen im Jungendoppel ins Viertelfinale. In der Starterliste der AK 12/13 findet sich nicht einmal ein Tröbitzer Starter!

Auch die Nachwuchsmannschaften waren nicht erfolgreicher: In der Jugendkategorie wurde Tröbitz abgeschlagen Vierter. Den gleichen Platz belegte man beim Verbandspokal der Jugend. Auch das traditionelle Turnier in Tröbitz wurde an Kopenhagen abgegeben. Zu guter letzt verlor die 1. Mannschaft der Erwachsenen den FDGB-Pokal an Vizemeister Einheit Greifswald.



Nicht mehr Meister Für das 15. Jahr des Bestehens des Tröbitzer Vereins stand Rita Gerschner für die Mannschaft nicht mehr zur Verfügung. Angelika Seifert wurde Stammspielerin an der Seite von Monika Thiere. Bei den Herren gehörten Schimpke, Riese, Färber und Werner Michael zum Stamm. Auch auf Klaus Katzor und Friedel Seemann konnte man in manchen Begegnungen nicht verzichten. Trotzdem siegte man nur einmal gegen Greifswald - zu wenig, um den Titel zu verteidigen. Auf Roland Riese und Monika Thiere wartete in dieser Saison ein Länderkampf gegen Schweden (2:5). Im Einzelturnier siegte Monika im Damendoppel mit Angela Cassens. Das Mixedfinale verlor Monika mit Erfried Michalowsky. Monika qualifizierte sich in dieser Saison für die Europameisterschaft. Dort konnte sie sich bis ins Viertelfinale vorkämpfen. Im Doppel schied sie mit Annemarie Richter in der zweiten Runde aus. Gerhard Riese trug 1972 zum Sieg im Jugendländerkampf (10:1) gegen Ungarn bei.

Bei den DDR-Einzelmeisterschaften unterlagen Roland Riese und Klaus-Peter Färber im Viertelfinale des Einzels. Joachim Schimpke verlor wiederum das Endspiel. Auch das Doppelfinale verloren S c h i m p k e / R i e s e . F ä rber/Deinert scheiterten im Viertelfinale. Im Damendoppel erlitten Schumann/Seifert das gleiche Schicksal. Monika Thiere besserte mit zwei Titeln (im Mixed mit Roland Riese und im Einzel) die Tröbitzer Bilanz deutlich auf.


Harald kommt

Nachdem bei den Jugendmeisterschaften nur Gerhard Riese auf sich aufmerksam machen konnte und die "Erste" beim FDGB-Pokal wieder Greifswald den Vortritt lassen mußte, sollte 1972/73 alles besser werden. Man startete gleich mit einem 6:5 in die neue Saison. Doch Niederlagen gegen die DHfK und in den

den nächsten Runden auch wieder gegen die gerade bezwungenen Greifswalder machten alle Tröbitzer Hoffnungen wieder zunichte. Silber wie im Vorjahr hieß es am Ende der Punktspielrunde, trotz tatkräftiger Unterstützung von Friedel Seemann und Klaus Katzor. Da ihre Mannschaft abstieg, konnte mit den Karl-Marx-Städtern Annemarie und Harald Richter jedoch sehr gute Verstärkungen für die nächste Saison gefunden werden. 1973 machten auch die Ober-Zwillinge erstmals auf sich aufmerksam. Christine und Carmen holten in der AK 10/11 Platz 1 und 2 im Einzel, Gold im Doppel und Silber und Bronze im Mixed. Klaus Skobowsky blieb bei der Jugend dagegen medaillenlos. Zum traditionellen Bergmannsturnier wurde die Tröbitzer Jugendmannschaft abgeschlagen nur Vierter (hinter EBT Berlin, Kopenhagen mit Jesper Helledie - und Kosice).


Drei Meistertitel für Monika Die 13. DDR-Titelkämpfe waren für Monika wahrlich keine unglücklichen: Sie gewann alle drei Titel. Im Einzelfinale bezwang sie die schon für Tröbitz startende Annemarie Richter. Mit ihr holte sie Gold im Doppel und im Mixed erneut Gold mit Roland Riese. Alle fünf Herrenstarter schieden im Einzel gegen die Michalowskys aus: Werner Michael im Achtel-, Harald Richter und Klaus-Peter Färber im Viertel- sowie Joachim Schimpke und Roland Riese im Halbfinale. Roland und Joachim ereilte gemeinsam im Doppelhalbfinale das gleiche Schicksal. Die Tröbitzer Mixedpaarungen Cassens/Seifert und Richter/Richter belegten Platz drei und fünf. Angelika Seifert kam auch im Damendoppel mit ihrer Karl-Marx-Städter Partnerin Kunath nicht über das Viertelfinale hinaus.

Für das FDGB-Pokal-Finale waren gleich zwei Tröbitzer Mannschaften qualifiziert. Aber keine konnte Greifswald bezwingen, so daß nur die Plätze 2 und 3 belegt werden konnten. Beim internationalen Turnier in Magdeburg konnten die Greifswalder die Ergebnisse der Meisterschaft umkehern und siegten im Damendoppel und Mixed. Joachim wurde Zweiter im Einzel, Roland Dritter ebenso wie Katzor/Schimpke, Annemarie Richter und van Euwyk (NL)/Seifert. Der Länderkampf gegen die Niederlande wurde mit Roland Riese und Monika Thiere 6:1 ge-wonnen. Aus Aktivist war mittlerweile Fortschritt Tröbitz geworden, beim internationalen Jugendturnier in Tröbitz unterlag man jedoch erneut Kopenhagen und Dorfchemnitz.


Viermal 5:6 Fortschritt Tröbitz lief 1973/74 noch einmal zur Hochform auf. Alle Punktspiele gegen Greifswald waren an Dramatik nicht zu überbieten. Oft fehlte nur ein Punkt im dritten Satz, um aus einer 5:6-Niederlage einen 6:5Sieg zu machen. Doch wenn und aber und hätte helfen nicht: Denkbar knapp mit 5:6 wurden alle Begegnungen gegen Greifswald verloren und es blieb wieder nur der Vizemeistertitel für Tröbitz. Diesen erkämpften Annemarie und Harald Richter, Joachim Schimpke, Roland Riese, Klaus-Peter Färber und Monika Thiere für unsere Farben.

Erstmals wurde im Oktober 1973 das internationale Werner-Seelenbinder-Turnier ausgetragen. Monika gewann das Doppel und das Einzel und wurde mit Roland im Mixed Zweite. Zweite im Doppel wurde Annemarie Richter, einen dritten Platz belegten Richter/Richter, Joachim Schimpke und Böttcher (DHfK)/Riese. Monika hatte bei den II. Internationalen Meisterschaften der CSSR drei Titel zu verteidigen. Das gelang ihr nur teilweise: im Mixed unterlag sie mit Roland im Finale. Roland konnte im Doppel noch einen dritten Platz erkämpfen. Nickel unterlag im Einzel erst im Finale. Die Nachwuchsauswahl mit Klaus Skobowsky kam gegen die CSSR zu einem 7:0-Erfolg. Vor den Einzelmeisterschaften traf es Tröbitz hart: Mit der Heirat von Monika Thiere-Cassens und dem Weggang von Annemarie Richter und KlausPeter Färber

nach Frankfurt mußten für die nächste Saison gleich drei Leistungsträger ersetzt werden! Bei den Meisterschaften verlor Nickel wieder das Finale im Einzel, Roland schied in der Vorschlußrunde aus. Noch eine Runde früher mußte er im Doppel mit seinem Bruder Gerhard passen. Joachim (mit Böttcher) revanchierte sich dafür im Doppel und wurde Meister! Analogie bei den Jugendlichen: Klaus Skobowsky verliert das Einzelfinale und gewinnt das Doppel mit seinem Fürstenwalder Partner Sperrfeldt! Eine Altersklasse tiefer gewinnen Carmen und Christine Ober das Mädchendoppel, Christine wird Zweite im Mixed und Dritte im Einzel, Carmen erkämpft sich die Bronzemedaille ebenfalls im Mixed.


Moni unersetzbar

Nach internationalen Aufgaben für Roland und Joachim gegen die CSSR (9:2) und in der UdSSR stand für die Mannschaft mit den Ober-Zwillingen, Harald Richter, Roland Riese und Klaus Skobowsky der FDGB-Pokal an. Mit den drei Jugendlichen konnte man immerhin Platz drei belegen! Und die nächste schwere Saison stand schon vor der Tür. Rena Scheithauer und die Obers mußten die schwere Bürde der Nachfolge von Monika und Annemarie antreten! Und gleich in der ersten Saison hielten sich die drei sehr achtbar! Bei den Herren mußten neben den drei Stammspielern des Vorjahres Klaus Skobowsky und Altmeister Katzor ran. In einer an Spannung nicht zu überbietenden Saison sicherte sich Tröbitz wieder Platz 2! Beim II. Werner-Seelenbinder-Turnier konnte Nickel im Doppel siegen. Im Einzel wurde er Dritter. Bei den Internationalen der CSSR schied er im Einzel im Viertelfinale und im Mixed im Halbfinale aus. Länderkämpfe gegen die CSSR wurden sowohl bei den "Großen" (mit Roland und Nickel) als auch beiden "Kleinen" (mit Rena) mit 6:5 gewonnen.

Joachim konnte mit dem Leipziger Böttcher bei den Einzelmeisterschaften seinen Titel nicht verteidigen. Sie unterlagen den Michalowskys im Finale in drei Sätzen. Im Einzel war für Nickel diesmal im Halbfinale Endstation. Roland und "Skobo" überstanden das Achtelfinale nicht. Immerhin erkämpften sich beide im Doppel die Bronzemedaille! Die noch bei den Schülern (!) startberechtigten Obers holten dort Gold und Silber im Einzel, Gold im Doppel und mit den Luckauer Partnern Huber und Lorenz Silber und Bronze im Mixed. Roland Riese und Joachim Schimpke starteten auch 1975 bei den Internationalen in Prag, doch war diesmal schon im Viertelfinale sowohl im Einzel als auch im Doppel Schluß. Die DDR-Auswahl mit Joachim Schimpke unterlag in einem Vergleichskampf der Ukraine mit 4:5


Schlimmer geht`s nicht!

Die Saison 1975/76 begann mit knappen Niederlagen für die 1. Mannschaft mit Carmen, Christine, Roland, Joachim, Harald, Klaus und Werner Michael. Niemand dachte daran, daß es im gesamten Spieljahr so laufen wird. Immer wieder 5:6-Niederlagen und am Ende stand nicht ein einziger Sieg auf der Haben-Seite! Tröbitz mußte in die Relegation gegen Niederwürschnitz. Auswärts erwischte Roland auch noch einen rabenschwarzen Tag, verlor alle drei Spiele und Fortschritt damit 5:6. Für das Rückspiel mußte dann Friedel noch einmal ran! Und Roland brannte auf eine Revanche, die ihm auch vollends glückte: Er gewann diesmal alle drei Begegnungen klar in zwei Sätzen, u.a. gegen Pasler, gegen den er in Niederwürschnitz verloren hatte, mit 15:0 und 15:3. Auch Friedel gewann seine beiden Spiele (gegen Buschmann 15:4, 15:4!). Nur Carmen und Christine gestatteten den Gästen zwei Erfolge, so daß Tröbitz mit 9:2 doch noch im Oberhaus verblieb! Die Erfolgslosigkeit setzte sich bei den Einzelmeisterschaften fort. Roland und Joachim blieben ohne Medaille. Etwas freundlicher sah es im Jugendbereich aus: Christine verlor zwar zwei Finals (das Doppelfinale mit Carmen und das Einzel), sicherte sich so aber zweimal Silber. Bei den Jüngsten gab es zwar keine Medaillen, aber neue Tröbitzer Namen: Matthias Unger, Heike Wilhelm und Thomas Dittrich standen im Viertelfinale. Beim Seelenbinder-Turnier holte sich Roland Riese erstmals den Titel im Doppel. Im Einzel wurde er Dritter. Nickel Schimpke blieb diesmal jeweils eine Runde eher "hängen" als Roland. Im Mixed schieden beide mit ihren Partnerinnen im Viertelfinale aus. Nickel trug im Länderkampf gegen die CSSR wesentlich zum 7:4-Sieg bei.


Carmen und Christine im Nationalteam

Christine und Carmen wurden für die Jugend-Nationalmannschaft nominiert, in welcher sie auch zum 9:2 gegen die CSSR beitrugen (die nächsten Vergleichskämpfe endeten 2:9 und 5:6). Die Schwestern hatten danach in Bulgarien großen Anteil an den Siegen über Polen, Ungarn und die Gastgeber. Und im Einzelturnier lagen beide ebenfalls vorn. Auch in der Mannschaft lief es wieder besser, u. a. dank der Verstärkung durch Frank-Thomas Sey-farth. Souverän wurde der Vizemeistertitel errungen. Nur drei knappe Niederlagen gegen Greifswald gingen in die Negativbilanz ein. Bei den internationalen ungarischen Meisterschaften siegten Erfried Michalowsky und Roland Riese im Doppel, Nickel schied mit "Eddie" in der Vorschlußrunde aus. In Prag hingen die Trauben etwas höher. Diesmal erreichte Roland mit Eddie das Halbfinale, Nickel im Einzel das Viertelfinale. Beim Seelenbinder-Turnier siegte das Doppel wieder und Nickel kam bis in das

Finale des Herreneinzels. Beide Tröbitzer starteten auch beim Länderkampf DDRUdSSR (6:3). In Polen wurde Roland Zweiter im Einzel und Joachim zweimal Dritter in den Doppeldisziplinen. Zum hervorragenden 3. Platz beim Helvetia-Cup trugen sie ebenfalls bei. Auch bei den DDR-Meisterschaften gab es wieder Medaillen: Nickel wurde im Einzel 3., Roland und Nickel im Doppel 2.! Carmen und Christine siegten bei den Jugendmeisterschaften im Doppel, Christine auch im Mixed mit Jens Scheithauer. Im Einzel wurden die Obers Dritte. Erstmals wurden 1977 die Meisterschaften der AK 14/15 ausgetragen. Die Schwestern gewannen erneut das Doppel. Im Einzel kam diesmal Carmen vor Christine auf dem 2. Platz ein und holte auch im Mixed noch Silber (mit Huber). Thomas Dittrich holte in der 10/11 Silber im Doppel.


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Nickel wieder Einzelmeister Nickel brachte 1978 ein Kunsstück fertig, daß ihm kaum jemand nachmachen wird: Zehn Jahre nach seinem bisher einzigen Einzeltitel gewann er erneut bei den Herren! Im Viertelfinale des Herreneinzels standen mit Roland Riese und Klaus Skobowsky zwei weitere Tröbitzer! Im Doppel unterlagen Roland und Joachim jedoch überrraschend Kämmer/Franz mit 14:15, 15:3, 11:15 im Halbfinale. Roland hielt sich dafür im Mixed schadlos und wurde mit seiner Hohensteiner Partnerin Schreiber Vize. Für die anderen Tröbitzer Paarungen Skobowsy/Ober und Seyfarth/ Ober war dagegen wiederum im Viertelfinale Endstation. Für Christine kam im Einzel im Achtelfinale das Aus, mit Carmen erreichte sie im Doppel jedoch einen beachtlichen dritten Platz. Die genannten Tröbitzer Spieler, ergänzt um Harald Richter, hatten in der Mannschaftsmeisterschaft nach einer spannenden Saison im Rennen um Platz 2 die Nase vorn. Im FDGB-Pokal konnte diese gute Plazierung und der zweite Platz aus dem Pokal des Vorjahres nicht verteidigt werden. Man wurde nur 5. Christine und Carmen kamen von den Jugendmeisterschaften mit Silber im Doppel zurück. Carmen wurde im Einzel 3., Christine 2. Christine wurde im Mixed sogar noch Meisterin (mit Rutsatz aus Zittau). In der AK 12/13 kämpfte sich Thomas Dittrich im Doppel bis ins Viertelfinale. Nach den nationalen sollten auch 1978 wieder internationale Bewährungsproben auf unsere Aktiven warten. Beim Seelenbinder-Turnier waren bessere Plazierungen als der 5. Platz nicht möglich: Schimpke/Riese, Richter/ Seyfarth im Doppel und Joachim Schimpke im Einzel ereilte alle das gleiche Schicksal. Riese/Schreiber, Skobowsky/Hahndorf im Mixed und Roland und Frank-Thomas im Einzel schieden gar noch zeitiger aus. In Prag hingen die Trauben noch höher. Plazierungen unter den besten Sechzehn durch Nickel im Einzel und Riese/Schreiber waren die Ausbeute der Tröbitzer Spieler. Beim Kosicer Mannschaftsturnier belegten die Tröbitzer Platz drei. Christine startete erneut beim Jugendturnier der Freundschaft. Im Mädcheneinzel belegte sie ebenfalls Platz drei.


Erneut Vizemeister Viele knappe Spielausgänge gab es in der Punktspielserie 78/79. Der klare Vorsprung der Tröbitzer auf Rang drei (8 Punkte) spiegelt die damaligen Kräfteverhältnisse nicht ganz wider. Den Vizemeistertitel hol-ten übrigens die gleichen Spieler wie im Vorjahr nach Tröbitz. Beim FDGB-Pokal reichte es allerdings nur zum vierten Platz (ohne die Obers und Nickel). 1979 standen im Viertelfinale der Einzelmeisterschaften 4 Tröbitzer! Am Ende sprang reichte es aber nur zu Bronze für Roland und Joachim. Auch im Doppel erreichten alle das Viertelfinale. Hier gewann Nickel (mit Franz, Dreifswald) Silber und Roland (mit Richter, Leipzig) Bronze. Im Mixed kam für Frank-Thomas und Christine im Achtelfinale das Aus, Klaus und Carmen scheiterten in der nächsten Runde. Die Ober-Zwillinge verteidigten im Damendoppel ihren Vorjahresrang 3. Im Einzel kam Christine übers Achtelfinale jedoch nicht hinaus. Beim Seelenbinder-Turnier waren bis auf Nickel alle genannten Tröbitzer im Einsatz. Allerdings erreichte nur das Doppel Riese/Richter

das Viertelfinale. In Polen gab Christine ihre Premiere in der Nationalmannschaft der Erwachsenen. Und wie sie diese gab! An der Seite von Monika Cassens gewann sie das Damendoppel! Im Mixed konnte sie sogar noch 3. werden. Joachim Schimpke er-reichte seine beste Plazierung im Doppel (Achtelfinale). Christine mußte auch in der Jugend noch ran. Mit der Auswahl gewann sie 6:5 gegen die CSSR. Beim Turnier der Freundschaft war sie ebenfalls am Start. Die Einzelmeisterschaften der Jugend wurden mit drei Bronzemedaillen durch sie abgeschlossen, im Mädchendoppel selbstverständlich mit Carmen an ihrer Seite. In der AK12/13 scheiterte Thomas Dittrich zweimal im Viertelfinale. Die Nationalmannschaft verlor mit Roland Riese und Klaus Skobowsky gegen die CSSR. Die B-Auswahl mit Klaus und FrankThomas gewann gegen Ungarn 10:1. Frank-Thomas Seyfarth holte bei den Studentenmeisterschaften zweimal Gold und einmal Bronze. Vom Turnier in Kosice kehrte die Tröbitzer Mannschaft mit Wilhelm, Steffens, Riese, Skobowsky, Richter und Seyfarth als Vierter zurück.


Es lebe der Zentralfriedhof Dieser Song von Wolfgang Ambros ist das Markenzeichen von FrankThomas Seyfarth. Im Notfall mußte der Lichtschalter im Umkleideraum dran glauben, um den Kassettenrecorder anzuschließen. Die Saison 79/80 war jedenfalls ganz erfolgreich für "Seife": Die Einzelmeisterschaft schloß er mit dreimal Bronze ab. Und vielleicht wäre noch mehr daraus geworden, wenn er sich im Doppel mit Klaus Skobowsky nicht verletzt hätte...Auch mit der Mannschaft lief es gut. Der Vizemeistertitel wurde in der gleichen Besetzung des Vorjahres verteidigt. Für die Nationalmannschaft wurde er ebenfalls nominiert und startete in Polen, der CSSR und zum Seelenbinder-Turnier. Dort scheiterten alle vier Tröbitzer Herren im Viertelfinale. Auch im Doppel war für Frank-Thomas das Viertelfinale nicht zu überwinden. Riese/Skobowsky kamen eine Runde weiter. Das Mixed Seyfarth/Tobien und Damendoppel Ober/Ober schieden wieder im Viertelfinale aus. Noch schlechter erging es Carmen Ober und Klaus Skobowsky sowie Riese/Zierath, die schon eine Runde vorher die Segel streichen mußten. Christine Ober verlor mit Fred Fiebig gar in der Auftaktrunde. Zum Saisonabschluß mußte sich die Tröbitzer Mannschaft noch einmal im FDGB-Pokal bewähren. Die Endrunde in Greifswald schloß man diesmal mit einem zweiten Platz ab. In dramatischen Spielen gewann man gegen die DHfK Leipzig und Lok HfV Dresden jeweils 6:5. Aktivist Niederwürschnitz wurde mit 10:1 bezwungen. Gegen Einheit Greifswald war man allerdings klar mit 3:8 unterlegen. Ziemlich düster sah es jedoch im Nachwuchsbereich aus. In allen Altersklassen, angefangen von der AK 10/11 über die 12/13 und 14/15 bis hin zur AK 16/17 konnte nicht eine einzige Medaille geholt werden. An manchen Meisterschaften war nicht einmal ein einziger Tröbitzer Spieler am Start. Diese Entwicklung sollte sich allerdings erst in einigen Jahren rächen...


Bronze für die Mannschaft

1980/81 reichte es für das Team nur zum dritten Platz. Bis zum letzten Spieltag war das Rennen um Platz zwei noch offen, aber eine 3:8-Niederlage in eigener Halle gegen Dresden entschied den Kampf um die Silbermedaille. Im FDGB-Pokal gelang die Revanche nicht, über einen dritten Rang kam man auch dort nicht hinaus. Bei den Einzelmeisterschaften sicherten sich Frank-Thomas Seyfarth und Ober/Ober jeweils Bronze. Unsere Mixed Riese/Ober und Seyfarth/Ober scheiterten im Viertelfinale. Die beiden Damen schieden im Einklang in der gleichen Runde im Einzel aus. Auch Seyfarth/Fiebig überstanden diese Runde im Herrendopel nicht. Roland und Klaus schieden schon eine Runde eher aus, Klaus im Einzel sogar in der 1. Runde. Frank-Thomas schied beim Seelenbinder-Turnier im Viertelfinale des Einzels aus, im Doppel mit Andreas Benz im Achtelfinale. Die Tröbitzer Mannschaft weilte zum Saisonabschluß zu einem Vergleichskampf in Liberec und gewann dort mit 8:3. Aus dem Nachwuchsbereich gibt es auch 1980/81 nicht viel zu berichten. In der Rangliste wurden durch Jörg Deutschmann und Antje Pohling in der AK 10/11 Resultate unter den besten Zehn erreicht.


Auch wieder Medaillen beim Nachwuchs Im Jahre des 25jährigen Bestehens der Sektion wollte man wieder etwas besser dastehen. Zum Saisonanfang stand traditionsgemäß das Seelenbinder-Turnier auf dem Plan. Seyfarth/ Ober und Seyfarth/Riese standen im Viertelfinale. Christine schaffte es mit Petra Tobien bis ins Halbfinale. Roland schied im Einzel im Achtelfinale aus, Frank-Thomas eine Runde eher. Probleme hatten alle mit dem von den Sideks kreierten Aufschlag. Die Mannschaft hatte sich auch einiges für die Saison vorgenommen.

Trotzdem konnten Joachim, Roland, Frank-Thomas, Harald, Klaus, Carmen und Christine die knappen Erfolge von Dresden gegen Tröbitz im Duell um den 2. Platz nicht verhindern und wurden erneut auf den Bronzerang verwiesen. Aber wenigstens bei den Einzelmeisterschaften wollte man sich rehabilitieren. Nickel und Seife standen im Viertelfinale, aber nur Frank-Thomas konnte sich aufs Podest kämpfen. Riese/Schimpke schieden im Doppel im Viertelfinale aus. Frank-Thomas kam mit seinem Greifswalder Partner Thomas Mundt sogar bis ins Finale. Mit Christine schaffte er seine dritte Medaille (Bronze) im Mixed. Die Obers blieben im Doppel diesmal medaillenlos und unterlagen im Viertelfinale. Frank-Thomas spielte auch 1982 wieder in der Nationalmannschaft mit, u.a. gegen Polen 6:5. Im Pokal wurde die Tröbitzer Mannschaft zum wiederholten Male 3. Positives gab es ebenfalls vom Nachwuchs zu sehen. In der AK 14/15 holten Andrea Pohling und Petra Schubert Bronze im Doppel nach Tröbitz. Im Einzel unterlagen beide im Viertelfinale. Das Mix Deutschmann/Schubert schied im Achtelfinale aus. In der AK 12/13 wurde Petra im Einzel Dritte. Im Jungendoppel verpaßten Deutschmann/Born diesen Erfolg im 3. Satz gegen Joseph/Wolf. Die Schülermannschaft mit Heiko Vogt an Nummer zwei errang in dieser Saison gleich zwei dritte Plätze bei den Mannschaftsmeisterschaften und im Pokal. Im Seniorenbereich wurde Joachim Schimpke Meister in der AK I und Vizemeister im Doppel mit K. Müller aus Greifswald.


Im Osten nichts Neues Im Spieljahr 1982/83 reichte es erneut nicht zu Silber für die Mannschaft. Verstärkt machten sich dazu Personalsorgen bemerkbar. So kamen zwar Thomas Dittrich, René Born und Petra Schubert zu einigen Einsätzen in der 1. Mannschaft, aber vor allem bei den Männern war für die jüngeren Spieler nichts zu holen. Petra kam immerhin auf 5 Siege in ihrem Debütjahr. Für die Tröbitzer Nummer 1 Frank-Thomas Seyfarth standen wieder internationale Vergleiche an in Polen und zum SeelenbinderTurnier. Im Doppel und Einzel mußte er zu diesem Turnier im Viertelfinale passen. Christine Ober schied in der gleichen Runde im Doppel aus. Dafür konnte sie sich mit Frank-Thomas im Mixed und im Einzel bis ins Halbfinale vorkämpfen. Bei den Einzelmeisterschaften war für beide im Mixed schon im Viertelfinale Endstation. In den Einzeldisziplinen sicherten sie sich dagegen wieder die Bronzemedaille, Christine noch zusätzlich im Damendoppel. Das Doppel Seyfarth/Scheithauer setzte mit der Silbermedaille dem ganzen noch eine Krone auf. Für "Ditti" und Petra reichte das Können und das Auslosungsglück nicht zum Erreichen der zweiten Runde im Einzel und Mixed. Auch im FDGB-Pokal hatte man Auslosungspech: Man wurde in die Gruppe mit Dresden und Greifswald gelost, so daß am Ende nur der fünfte Rang blieb. Die Meisterschaften im Nachwuchs brachten auch einige Medaillen für Tröbitz. Besonders die zwei Erfolge von Petra in der AK 14/15 im Doppel und Mixed schlagen positiv zu Buche, in der AK 16/17 reichte es allerdings nur für das Viertelfinale im Doppel. Von den Meisterschaften der AK 10/11 existieren leider keine Berichte, so daß eventuelle Erfolge der Tröbitzer im Dunkeln bleiben. Immerhin spielten die Schulze, Czerwenka und Gattermann eine gute Rolle beim Sommerturnier in Zwikkau. Nicht vergessen sind die Silbermedaille von Christine und Carmen bei den Studentenmeisterschaften im Doppel und die Bronzenen im Einzel sowie die Plazierungen von Nickel (1. im Einzel) und Friedel (2. in der AK II und 2. im Doppel mit Nickel in der AK I der Senioren).



Roland fällt aus - Jens kommt Mit der Verstärkung durch den Spieler und Trainer Jens Scheithauer konnten neue Ziele für 1983/84 gesteckt werden. Diese Planungen erlitten einen herben Rückschlag durch eine schwere Verletzung von Roland Riese, dessen Karriere damit abrupt ein Ende fand. Die Senioren erfüllten ihre Pflicht in dieser Saison bei den Bezirks- und DDRMeisterschaften vorbildlich. Nickel wurde in der AK I wieder Meister und unterlag mit Friedel nur Pigola/Herbst im Finale des Herrendoppels. Friedel gewann auch Silber in der AK II, wo er im Finale Köstler in drei Sätzen unterlag. Für die Mannschaft mit Joachim Schimpke, Frank-Thomas Seyfarth, Jens Scheithauer, Harald Richter, Klaus Skobowsky, Thomas Dittrich, Andrea Pohling und Petra Schubert reichte es dagegen in der Meisterschaft wieder nur zu Platz drei. Beim Seelenbinder-Turnier erreichte Nickel das Halbfinale im Doppel und das Achtelfinale im Einzel, wo auch Frank-Thomas stecken blieb. Im Doppel mit Jens reichte es für das Viertelfinale. Bei den polnischen internationalen Meisterschaften schied Seife in allen Disziplinen vor dem Viertelfinale aus. Zu den Meisterschaften der Jüngsten zahlte sich die Arbeit des hauptamtlichen Trainers Jens Scheithauer schon aus. Ines Gattermann und Mirco Czerwenka holten Gold im Mixed! Der Silberplatz belegten im Mädchendoppel Peggy Richter und Ines Gattermann. Im Jungendoppel und -einzel sowie im Mädcheneinzel scheiterten Ines und Mirco im Viertelfinale. In der AK 12/13 blieb man dagegen erfolglos. Höhepunkt für die Tröbitzer Jugendlichen war die Meisterschaft der AK 14/15 in der eigenen Halle. Für das Doppel Deutschmann/Born reichte es diesmal zu Bronze. Jörg vergab im Einzel eine mögliche Medaille durch eine 3-Satz-Niederlage. Silber gab es dann schließlich noch für Petra Schubert im Einzel und Born/Schubert im Mixed. Der erhoffte Titel blieb jedoch aus.


Die 24. Titelkämpfe in Tröbitz

Bevor Tröbitz Gastgeber der 24. Einzelmeisterschaften wurde, fanden die Titelkämpfe der Nachwuchsmannschaften und die Meisterschaften der AK 16/17 statt. In der letztgenannten Altersklasse holte Petra wieder Silber im Einzel. Bronze gewann sie im Doppel. Das Mixed Born/ Schubert scheiterte im Viertelfinale an der durchaus lösbaren Aufgabe Zippel/Schlotte. Auch Gadow, Pohling, Deutschmann und Vogt schieden vorzeitig aus. Die Mannschaftsmeisterschaft der Jugend wollte man dann unbedingt mit einer Medaille abschließen. Mit 3:4- Niederlagen gegen die Konkurrenten DHfK Leipzig und Einheit Greifswald sowie einer 1:6Schlappe gegen Meisterschaftsfavorit EBT Berlin verpaßte man jedoch die mögliche Medaille äußerst knapp. Zum absoluten Höhepunkt in Tröbitz sollten bei den Erwachsenen zum Saisonabschluß die Meisterschaften werden. Dazu wurde die Sporthalle re-noviert und für die Eröff-

nungsfeier ein kleines Kinderballett unter der Choreographie von Jens Scheithauer einstudiert. In den Einzeln sollte wenigstens eine Medaille für unsere Farben herausspringen. Diese sicherte erwartungsgemäß FrankThomas Sey-farth. Petra Schubert und Jens Scheithauer blieben eine Runde vor dem Medaillentraum stecken. Für beide gemeinsam reichte es auch im Mixed nicht. Wieder war das Viertelfinale Endstation. Auch unserer anderen Paarung Seyfarth/Maertin erging es nicht bes-ser. Der Clou der Meisterschaft wurde aber das Doppel. Im Halbfinale hatten der 40jährige Schimpke und Thomas Mundt die Favoriten ausgeschalten. In der anderen Hälfte s e t z t e n s i c h S e yfarth/Scheithauer bis ins Finale durch, so daß dort auf einmal drei Tröbitzer standen. An Dramatik nicht zu überbieten wurde im Finale auch noch ein dritter und damit entscheidender Satz notwendig.


Seyfarth/Scheithauer vorn Über die Stationen 4:1, 8:5 und 11:8 hatten Seyfarth/Scheithauer beim Stande von 14:9 den ersten Spielball. Den regelgerechten Aufschlag sah der Schiedsrichter im Aus. Thomas Mundt hatte der Entscheidung schon vorgegriffen, indem er den Ball auch im Spielfeld sah und seinen Schläger wegschleuderte. Diesen mußte er erst einmal wieder zurückholen, um das Spiel fortsetzen zu können. Durch diese Fehlentscheidung des Schiedsrichters kamen Jens und Frank-Thomas aus dem Rhythmus und Nickel und Thomas noch einmal auf 14:14 ran und hatten schließlich selbst Matchball bei 16:16. Diesmal konnten Seife und Jens jedoch noch einmal kontern: Sieg mit 17:16!!!


Mellenbach

Zur Erholung weilten die Badmintonspieler oft in Mellenbach. Dieses und andere Objekte des Fortschritt-Kombinates waren nicht nur für unsere Sportler ein begehrtes Urlaubsziel. Wer in Mellenbach gewesen ist, berichtet jedenfalls noch heute gern über die Aufenthalte dort. Ein paar Tage ohne Badmintonschläger waren und sind noch heute eine notwendige Pause zwischen den Wettkampfhöhepunkten. Daß der Sport in dieser badmintonfreien Zeit trotzdem nicht zu kurz kam, sollen die nebenstehenden Schnappschüsse mit fliegendem Hubert Höhne und Harald Richter beweisen.


Erster Titel für Peggy

In der Saison 1984/85 gelang der Mannschaft in der Besetzung Seyfarth, Scheithauer, Skobowsky, Richter, Schimpke, Dittrich, Maertin und Schubert ein sicherer dritter Platz. Der Dauerkonkurrent Dresden konnte sogar einmal bezwungen werden. Im Pokal gelang dieser Sieg erneut und man konnte Silber erobern. Bei den Einzelmeisterschaften standen Jens, Frank-Thomas und Joachim im Viertelfinale, der Sprung auf das Treppchen gelang allerdings nur Frank-Thomas. Im Dameneinzel war für Petra ebenfalls das Viertelfinale Endstation. Mundt/Schimpke verloren auch in diesem Jahr das Endspiel im Doppel, die Tröbitzer Titelverteidiger schieden schon im Halbfinale aus. Im Doppel der Damen wurden Bohn/Schubert Dritte. Diese Plazierung gelang Petra mit Jens im Mixed nicht. Dort reichte es nur für das Viertelfinale. Nickel kam anschließend von den Seniorenmeisterschaften mit Gold im Einzel und Bronze im Doppel (mit Harald) zurück. In den Siegerlisten des Nachwuchses taucht in diesem Spieljahr erstmals der Name Peggy Richter auf. Sie gewann das Mädcheneinzel in der AK 10/11. Im Doppel wurde sie Vizemeisterin. Die gleiche Plazierung gelang Jean Deinert im Jungeneinzel. Drei Titel holte er 3 Monate später bei der Verbandsspartakiade, wo auch Peggy zweimal erfolgreich war. In der AK 12/13 gelangten Hampel/Gattermann im Mixed am weitesten. Sie unterlagen erst im Finale. Zwei dritte Plätze erkämpfte Sven Michael im Einzel und im Doppel (mit Marcus Hampel). In der AK 14/15 gelang nur Petra Schubert eine Medaille (im Mixed). Heike Höhne erreichte im Doppel das Achtelfinale. Dafür war Petra in der 16/17 erfolgreicher. Im Doppel wurde sie Meisterin mit Kerstin Bohn und im Mixed Vize mit Mike Joseph (beide Greifswald).


Mannschaftstitel für die Schüler

Eine sehr gut besetzte Schülermannschaft schaffte den Sprung ganz nach vorn: Sie wur-den Meister! Die Jugendmannschaft wurde in dieser Saison als Bezirksmeister nicht für die Qualifikation gemeldet und verschenkte damit den Bronzeplatz an Medizin Luckau. Bei der Verbandsspartakiade der AK 12/13 in Tröbitz unterlagen Hampel/Michael, Hampel, Gattermann und Seyfarth/Gattermann jeweils im Halbfinale. Zu internationalen Einsätzen kamen in diesem Spieljahr Petra Schubert und Frank-Thomas Seyfarth als Spieler sowie Jens Scheithauer als Nationalmannschaftstrainer. In Prag verlor Petra mit der Jugend gegen die CSSR 5:6. Bei den Jugendwettkämpfen der Freundschaft wurde die Mannschaft Vierter. Im Einzel war jedoch schon Runde 1 nicht zu überwinden. Für Frank-Thomas gab es bei den Internationalen Meisterschaften von Polen nichts zu gewinnen. Sowohl im Einzel als auch im Doppel schied er frühzeitig aus. Ähnlich erging es ihm in Moskau. Besser lief es beim Internationalen Werner-SeelenbinderTurnier. Die Doppel Schimpke/Mundt und Seyfarth/Scheithauer erreichten das Halbfinale. Im Einzel war dagegen im Viertelfinale Endstation für Frank-Thomas Seyfarth und im Achtelfinale für Joachim Schimpke. Ins Achtelfinale des Mixed konnten sich Seyfarth/Bohn vorkämpfen. Die Paarung Wippich/Schubert kam sogar noch eine Runde weiter. Im Einzel kam für Petra das Aus wieder im Achtelfinale. Der Tröbitzer Mannschaft der Erwachsenen gelang beim Niederwürschnitzer Mannschaftsturnier nur ein Sieg gegen die 3. Mannschaft der Gastgeber und erreichte Platz 5.



Senioren bleiben am Ball Mitte der 80er Jahre stellten die Tröbitzer Senioren immer eine schlagkräftige Truppe für die Bezirksmeisterschaften zusammen. Bei den folgenden republikweiten Titelkämpfen schaffte in der Saison 1985/86 Achim Schimpke den dreifachen Titelgewinn: im Einzel, im Doppel mit Harald Richter und im Mixed mit Angela Michalowsky. Seine Klasse bewies Nickel auch beim SeelenbinderTurnier. Dort schied er im Einzel gegen den späteren Finalisten Anatoli Skripko nur knapp in 3 Sätzen aus. Im Doppel erreichte er das Viertelfinale. Petra Schubert schied in allen Disziplinen in Runde 1 aus. Frank-Thomas Seyfarth überstand im Einzel und Doppel das Viertelfinale und im Mixed das Achtelfinale nicht. Die neu für Tröbitz startende Michaela Junker erreichte nur im Mixed die 2. Runde. International waren Seife und Petra dabei. Petra gewann mit der Nachwuchsnationalmannschaft gegen die CSSR 6:5 und wurde bei den Jugendwettkämpfen der Freundschaft 5. in der Mannschaftswertung. Bei den Einzelmeisterschaften holte sich Petra bei den Erwachsenen überraschend Silber im Doppel. Im Einzel und im Mixed mit Jens Scheithauer erreichte sie das Viertelfinale. Jens und Frank-Thomas schafften im Doppel den Einzug ins Halbfinale, unterlagen dort aber Mundt/Schimpke, die anschließend das Finale verloren. Im Einzel reichte es für Seife und Nickel nur zum Viertelfinale. Im Mixed war für Michaela Junker in der gleichen Runde Schluß, dafür holte sie zweimal Bronze in den anderen Disziplinen. Die Mannschaft bestätigte die guten Resultate mit Platz 2 in der um Michaela ergänzten Besetzung des Vorjahres. In dieser Spielserie konnten alle vier Begegnungen gegen Dresden gewonnen werden. Beim Pokal reichte es allerdings nicht: Durch überraschende Niederlagen gegen EBT Berlin und Dresden langte es nur zu Platz 4. Besser machten es die Nachwuchsmannschaften. Die Schüler verteidigten ihren Titel und die Jugend kam durch ein hauchdünnes 6:5 mit einem Zitterdoppel von Marcus Hampel und Sven Michael (17:16 im 3. Satz) gegen Mühlhausen und einem 6:5 gegen EBT Berlin zu Bronze.


Das Aus für die Mannschaft 1986 sorgen in der AK 10/11 René Dolhun und Thomas Riese mit Bronze im Doppel für die einzige Tröbitzer Medaille. In der 12/13 holten Mirko Czerwenka und Ines Gattermann überraschend Silber im Mixed. Ines schafft des weiteren den 3. Platz im Einzel. Im Doppel schieden Czerwenka/Czerwenka im Viertelfinale aus. Noch eine Runde früher kommt für beide das Aus im Einzel. Ebenfalls im Viertelfinale ist in der AK 14/15 für unsere Starter Ines Gattermann im Einzel und Gattermann/Goedicke im Doppel Endstation. Im Einzel der AK 16/17 vergeben René Born gegen den späteren Vizemeister Mews und Jörg Deutschmann gegen Fruhen durch knappe Dreisatzniederlagen ihre Medaillenchancen. Petra Schubert holte bei diesen Meisterschaften in Tröbitz zwei Goldmedaillen in den Doppeldisziplinen und Silber im Einzel. 1987 war die AK 12/13 die Paradedisziplin der Tröbitzer. Peggy Richter und Jean Deinert sicherten sich alle drei Titel. Medaillenlos blieb man dagegen in der 16/17 und 10/11. Erfreulicheres aber in der AK 14/15: Durch Ines Gattermann und Marcus Hampel wurden in den Einzeln Bronzemedaillen gewonnen. Gemeinsam wurden beide auch Dritte im Mixed. Dort eroberten sich Sven Radigk und Peggy Richter den Titel. Peggy und Ines holten ebenfalls Bronze im Doppel. Für Heike Goedicke reichte es in dieser Disziplin sogar zu Silber. Den gleichen Platz erreichte Marcus Hampel im Jungendoppel. Für die Mannschaft sprang bei den Meisterschaften ein beachtlicher 5. Platz heraus. Durch einen merkwürdigen Beschluß des DTSB wurde Jens Scheithauer als Trainer das Spielen in der Oberligamannschaft untersagt. Dies hatte schwerwiegende Folgen: Die Mannschaft wurde nur 5. und für die nächste Saison nicht mehr gemeldet! Im Pokal wurde gar nur Platz 9 belegt! Die einzigsten Medaillen bei den Einzelmeisterschaften holten Junker/Schubert im Damendoppel (Silber) sowie Seyfarth/Wippich und Schimpke/Hickl mit Bronze im Herrendoppel. Im Einzel reichte es für die beiden Frauen nur zum Viertelfinale. Dort kam auch das Aus für Frank-Thomas im Einzel und Junker/Wippich im Mixed. Seyfarth/ Schubert gelangten bis ins Achtelfinale. Nickel schied schon in der 1. Runde des Einzels aus. Er konnte dafür bei den Seniorenmeisterschaften Gold im Doppel und Silber im Einzel erkämpfen. Beim Seelenbinder-Turnier mußte er wiederum in Runde 1 passen. Seife schaffte dort Bronze. Im Doppel scheiterte er im Viertelfinale ebenso wie Bölke/Schubert im Mixed und Schubert/ Junker im Doppel. In Prag konnte sich Frank-Thomas nicht plazieren, schaffte dafür aber bei den internationalen ungarischen Meisterschaften einen beachtlichen zweiten Platz mit Thomas Mundt im Herrendoppel. Im Mixed kam das Aus im Viertelfinale, im Einzel schon in Runde 1.


Neubeginn in der DDR-Liga Die 2. Mannschaft schaffte für die Saison 1987/88 in einer hochdramatischen Aufstiegsrunde die Qualifikation zur DDR-Liga, der dritthöchsten Spielklasse im Land. Nach den ersten Spieltagen der neuen Punktspielrunde fand man sich auf dem letzten Platz wieder. Mit einem starken Endspurt und vier Siegen in Folge konnte man sich am Ende sogar noch über einen dritten Platz freuen. In der Nachwuchsarbeit konnten weiterhin Erfolge verzeichnet werden. Bei der Meisterschaft der Jüngsten erkämpfte sich Thomas Riese Bronze im Einzel sowie Silber im Doppel und Mixed. In der AK 12/13 blieb man dagegen medaillenlos. Drei Titel waren die Ausbeute in der AK 14/15. Peggy Richter gewann in dieser Altersklasse das Einzel sowie das Doppel mit Ines Gattermann. Ines sicherte sich ihren zweiten Titel im Mixed (mit Marco Czerwenka). Im Einzel konnte sie sich Bronze erkämpfen. In der Altersklasse 16/17 schaffte die frischgebackene Titelträgerin der 14/15jährigen Peggy Richter Bronze im Einzel sowie Bronze im Mixed mit Jean Deinert. Marcus Hampel scheiterte im Doppel überraschend bereits im Viertelfinale. Aufgrund der guten Leistungen wurde Peggy in diesem Jahr erstmals für die Jugendnationalmannschaft nominiert und nahm an den Jugendwettkämpfen der Freundschaft teil, war dort aber chancenlos. An den Einzelmeisterschaften der Erwachsenen nahm als letzter Tröbitzer Mohikaner Thomas Dittrich teil. Er unterlag in seiner einzigen Disziplin gleich im ersten Spiel Mike Joseph mit 11:15 und 5:15. Zum Saisonabschluß starteten unsere Vertreter bei den Seniorenmeisterschaften (Dagmar Müller, Harry Deinert) sowie die Schüler in der Mannschaftsmeisterschaft. Sie unterlagen in ihrer Gruppe Stahl Merseburg und Aktivist Oelsnitz klar und blieben bei diesen Titelkämpfen ohne Medaille.


Aufstieg in die Oberliga

Die Ligamannschaft startete furios in die Spielserie 1988/89. Nach zwei klaren Siegen folgte eine Niederlage gegen Fürstenwalde. Glück hatte man dafür im nächsten Spiel: Aus einem 5:6 wurde am grünen Tisch ein 6:5 gegen KWO Berlin II, weil diese die Doppel verkehrt aufstellten. Vor dem letzten Spiel stand der Staffelsieg dann schon fest. Aus drei Ligastaffeln durfte jedoch nur eine Mannschaft aufsteigen. In der Aufstiegsrunde warteten mit Lok Gera (mit Frank-Thomas Seyfarth) und Lok HfV Dresden II zwei starke Gegner. Nachdem im ersten Spiel Dresden beim 7:4 über Gera beobachtet werden konnte, sollte die Vorentscheidung schon im nächsten Spiel gegen den Gewinner der vorangegangenen Partie fallen. Peggy Richter, Christine Maertin (gegen Mengs) und René Born (gegen Walendi) brachten Tröbitz gleich 3:0 in Führung. Jens Scheithauer bezwang nach 80 Minuten und 12:14-Rückstand im 3. Satz Jugendmeister Otto zum 4:0. Der für diese Aufstiegsrunde reaktivierte Klaus Skobowsky erhöhte auf 5:0. Marcus Hampel verlor sein Einzel jedoch gegen Dieter Krompaß. Tröbitz gewann die anschließenden Doppel ungefährdet und zog auf 8:1 davon. Da die Mixed pari pari ausgingen, hieß der Endstand 9:2 für uns. Am darauffolgenden Tag hätte man sich also eine 4:7-Niederlage gegen Gera leisten können, ohne den Aufstieg zu gefährden. Aber man wollte gewinnen! Nach den Einzeln stand es aber nur 3:3 und das Damendoppel wackelte bei diesem vorentscheidenden Spielstand gewaltig, fiel aber nicht. 4:3 und damit Aufstieg geschafft! Scheithauer/ Born und Dittrich/Hampel (gegen Seyfarth/Stübchen) stellten sogar noch den Sieg sicher!


Jugend Vizemeister 1988/89 wurden die zwei Schüleraltersklassen zu einer vereinigt, analog verfuhr man bei den Jugendlichen. Bei den Schülern gab es die einzige Medaille durch Thomas Riese im Doppel (Bronze). Im Einzel und Mixed schied er im Viertelfinale aus. In der AK 14-17 gab es einen neuen Starter für Tröbitz: Maik Schubert. Er konnte bei den Meisterschaften zwei Bronzemedaillen gewinnen: im Doppel mit Marcus Hampel und im Einzel. Marcus hatte mit Peggy Richter den Mixedtitel zum Greifen nahe. Beide unterlagen jedoch im Finale in drei Sätzen. Für Peggy war im Einzel im Halbfinale Endstation. Den Titel im Doppel ließ sie sich aber nicht nehmen. Überraschend stand mit Heike Goedicke (mit Mädler) eine weitere Tröbitzerin im Finale und gewann Silber. Für die Mannschaft reichte es bei den Meisterschaften zu Silber. In der Besetzung Schubert, Hampel, Deinert, Riese, Winkler, Richter und Goedicke wurde das Finale gegen Greifswald mit 4:7 verloren. Bei den Einzelmeisterschaften der Erwachsenen vertraten nur zwei Jugendliche unsere Farben: Peggy Richter verlor im Einzel in der ersten Runde, im Mixed mit Marcus kam im Achtelfinale das Aus. Auch die folgenden Einzelmeisterschaften verliefen nicht besser. Dort war gar nur Peggy am Start und schied in ihren beiden Disziplinen wiederum in der ersten Runde aus. Besser in Szene setzen konnte sie sich bei den Jugendlichen. Sie gewann in dieser Altersklasse das Mixed und holte im Einzel und Doppel Silber. Mit der gleichen Ausbeute kehrte Thomas Riese von den Schülermeisterschaften zurück. Er wurde jedoch Meister im Einzel und Vize im Mixed und Doppel. Die 1. Mannschaft der Erwachsenen war in der Oberliga als Neuling nahe dran am Staffelsieg. Gegen Zittau entschied sich der Kampf um den 1. Platz jedoch zu Gunsten der Sachsen. Vor allem im Heimspiel hätte eigentlich ein Sieg eingefahren werden müssen nach den 1:0-, 2:1-, 3:2- und 4:3Führungen. 5:6 stand es aber am Ende. Dennoch hieß der 2. Platz am Ende Rückkehr unter die Top 8 Ostdeutschlands.


1. Platz und kein Aufstieg 1990/91 hieß das Ziel Aufstieg durch einen ersten Platz! Am Saisonende mußte man jedoch feststellen, daß die Funktionäre Tröbitz um dieses Ziel betrogen: Vor der Saison sollte der 1. direkt aufsteigen, am Ende auf einmal nicht mehr! Nicht einmal Relegationsspiele fanden statt. Man hatte sich also eine ganze Spielserie umsonst angestrengt, denn das sportliche Ziel (der erste Platz) wurde erreicht. Mit Grenzöffnung wurden erstmals wieder Vergleichskämpfe gegen Mannschaften aus dem anderen Teil Deutschlands möglich (Lüneburg 4:7, Forchheim 9:2, Wolfenbüttel, Solingen). Zu diesem Zeitpunkt firmierten unsere Badmintonspieler unter dem Namen Grün-Weiß Finsterwalde. Nicht nur dieser Fakt war neu, auch die Regionaleinteilung wurde geändert. Von nun an gab es Brandenburg-Meisterschaften. Erster Meister wurden Richter/Born im Mixed gegen Dittrich/ Höhne. Auch alle anderen Titel wurden errungen:Im Herreneinzel gab es einen Dreifacherfolg durch Scheithauer, Dittrich und Born, im Doppel einen doppelten durch Scheithauer/Dittrich vor Schubert/Riese. Bei den Damen gewannen Peggy Richter und Heike Höhne das Doppel und Peggy das Einzel. Peggy schaffte als Krönung im letzten DDR-Jahr den Sprung in die Nationalmannschaft der Großen und nahm an den German Yonex Open und den internationalen tschechischen Meisterschaften teil. In der U18 holte sie zwei Titel. Für das Mixed Dolhun/Richter reichte es zu Bronze. Die U16 dominierte Thomas Riese. Er gewann das Mixed mit Beate Deinert und das Einzel und wurde im Doppel 3. mit Matthias Teitzel. Friedrich/Deinert wurden im Mädchendoppel Vierte. In der U12 gelang mit dem 2. Platz von Katja Schimpke die beste Plazierung. Wunderlich/Leinweber, Schulz/Schimpke sowie Wunderlich/Schulz wurden 3. Die U14 war für Jörn Teige eine wahre Goldgrube. Er gewann alle drei möglichen Titel. Erstmals wurden Meisterschaften der U22 ausgetragen. Dort konnten sich unsere Sportler nur bei den Damen durchsetzen. Peggy Richter gewann das rein Tröbitzer Finale gegen Heike Höhne. Das Doppelfinale gewannen sie gemeinsam. Peggy konnte sich ihren dritten Titel im Mixed mit Robert Samtleben sichern. Heike schlitterte mit dem 4. Platz im Mixed nur knapp an einer Bronzemedaille vorbei. Bei den Meisterschaften der U22 der Gruppe Ost wurden ebenfalls Peggy im Einzel und Heike und Peggy im Doppel Titelträger. Riese/Schubert wurden Vize im Herrendoppel. In der U18 war Peggy ebenfalls zweimal erfolgreich (Einzel und Doppel). Thomas Riese war in der U16 gleich dreimal erfolgreich. Die Qualifikation für die deutsche Meisterschaft schafften in der U14 weiterhin Matthias Teitzel (Doppel, Einzel) und Jörn Teige (Mixed, Doppel). Bei den bundesweiten Titelkämpfen in Wesel konnte jedoch wiederum nur Peggy auf sich aufmerksam machen


Wieder Weltklasse bei uns zu Gast Mitte 1991 organisierte unser Verein eine Station der Men`s Doubles Challenge Tour in Finsterwalde. An diesem High-light nahmen die Weltklassedoppel HolstChristensen/Stuer-Lauridsen, Axelsson/ Jonsson und Ponting/Wright teil. Mit dem politischen Umbruch wurden solche Veranstaltungen für uns wieder möglich, es kamen aber auch neue und ungewohnte Anforderungen auf die Vereinsmitglieder zu - und das nicht nur im Sport, sondern vor allem im privaten und beruflichen Leben. Der Anstrengung aller Mitglieder ist es zu verdanken, daß der Verein die Wendezeit unbeschadet überstand und an alte Erfolge angeknüpft werden konnte. Als einziges Manko bleibt aus dieser Zeit der Verlust einiger Ergebnisse zu berichten (U18, U14, U12). Trotz der Verstärkung durch Andreas Benz konnte bei den BrandenburgMeisterschaften nicht an die Erfolge des Vorjahres angeknüpft werden. Den einzigen Titel holten Scheithauer/Riese im Doppel. Benz/Born wurden in dieser Disziplin Dritte. Jens konnte im Einzelfinale Michael Huber nicht bezwingen und holte damit Silber. René Born wurde wiederum nur Dritter. Die Meisterschaften der U16 dominierte Jörn Teige. Er gewann das Doppel mit Matthias Teitzel und das Mixed. Im Einzel holte er Silber. Silber gab es auch für Matthias im Mixed sowie Bronze im Einzel. Bronze sicherte sich im Mixed ebenfalls Markus Wilde. Juliane Friedrich wurde im Mädchendoppel Landesmeisterin und Vizemeisterin im Einzel. Bei den Norddeutschen Meisterschaften gewann Jörn Teige im Doppel Bronze mit Sven Landvoigt (Eichwalde). Eichwalde war für die Schüler auch Gegner im entscheidenden Spiel um den Brandenburgtitel der Schülermannschaften. Tröbitz verlor trotz 3:0-Führung 3:5. Bei den Meisterschaften der Senioren in Tröbitz gewann Jens Scheithauer das Herreneizel in der O32 gegen Andreas Benz. Gemeinsam wurden sie Meister im Doppel. In der O40 wurden Riese/Müller Vizemeister im Mixed. Die guten Ergebnisse konnte Jens und Andreas bei den Norddeutschen Seniorenmeisterschaften wiederholen. Es sprangen für beide im Doppel und für Jens im Einzel zwei Silbermedaillen heraus. Damit waren sie für die Deutschen Meisterschaften qualifiziert. Dort holten beide mit Bronze im Doppel die erste gesamtdeutsche Medaille nach Tröbitz. Neuerungen waren ebenfalls in der Talentförderung zu verzeichnen: Es wurde ein kleines Netz von Landesleistungsstützpunkten auf die Beine gestellt. Tröbitz konnte als erster Landesleistungsstützpunkt im Badminton bestätigt werden. Die Talente werden bei diesem System in Leistungskategorien unterteilt. Im Land ist die höchste Leistungsgruppe der D4-Kader. Zu den ersten Tröbitzer Kadern gehörten Thomas Riese, Jörn Teige, Ronny Probst und Marlon Walter. Diese Sportler konnten sich auch für die Norddeutsche Rangliste qualifizieren. Auch die Ligen wurden neu eingeteilt. Unser am 1.1.1992 als eigenständiger Verein gegründeter BV Tröbitz e.V. fand sich in der vierthöchsten Spielklasse Gesamt-Deutschlands wieder und hatte sich mit den Mannschaften Niedersachsens und Berlins auseinanderzusetzen, zwei der stärksten Badmintonregionen der BRD. Mit einem 6. Platz konnte der Klassenerhalt gesichert werden!



Tröbitz überrascht

Für die Spielserie 1992/93 standen mit Thomas Dittrich und Heike Höhne zwei Stammspieler, die alle Höhen und die wenigen Tiefen seit dem Ligaaufstieg dieser Mannschaft miterlebt hatten, nicht mehr zur Verfügung. Beide hatten schon längere Zeit ihren Wohnsitz in Bayern. Mit Robert Samtleben und Janet Zander aus Potsdam konnte Ersatz für Heike und Thomas gefunden werden. Vor allem Janet gab der Mannschaft durch ihre stets hohe Einsatzbereitschaft und überdurchschnittlichem Kampfgeist, selbst bei schweren Verletzungen, neue Impulse. Verletzungen und Ausfälle kennzeichneten leider den gesamten Saisonverlauf. Nur zu den Auswärtsspielen gegen KWO Berlin und Berliner Lehrer konnte die Mannschaft in Bestbesetzung auflaufen. Trotzdem überraschte man in der Endabrechnung mit einem 5. Platz. Ligaübergreifend bedeutete dies den inoffiziellen 4. Platz der Mannschaften der neuen Bundesländer. Auch für die Einzelmeisterschaften war man bestens gerüstet. Im Herrendoppel stand Jens zum dritten Mal hintereinander ganz oben, diesmal mit Andreas Benz. Ins Finale schafften es auch Richter/Zander, Born/Richter und René Born. Alle drei Endspiele gingen jedoch verloren. Dritte Plätze im Mixed konnten sich Scheithauer/Zander und Graf (Potsdam)/Samtleben sichern. Robert war der einzige Teilnehmer für Tröbitz an der Norddeutschen Meisterschaft. Dort verlor er in allen drei Disziplinen in Runde 1. Auch die Nachwuchsmannschaften waren erfolgreich. Beide wurden Mannschaftsmeister! Bei den U18-Einzelmeisterschaften gab es allerdings nur zweimal Edelmetall: Jörn Teige gewann das Einzel und Stengl/Probst holten Bronze im Doppel. Erfolgreicher schnitt man in der U16 ab. Jörn gewann wiederum das Einzel. Dritte wurden Marlon Walter und Markus Wilde. Im Doppel gab es einen Zweifacherfolg durch Teige/ Probst und Stengl/Walter. Silber holten Jörn Teige und Melanie John im Mixed. Bronze gewannen Gampe/John im Doppel sowie Graf (Potsdam)/Walter im gemischten Doppel.


WM-Teilnehmer für Tröbitz! In der U14 holten Walter/Wunderlich Silber im Doppel. Für Richter/Thiere kam im Viertelfinale das Aus. Marlon holte sein 2. Silber im Einzel. Bronze gab es im Mixed für Katja Schimpke ebenso wie für John und Wunderlich. Richter/Becker und Schulz/Neubert überstanden wiederum das Viertelfinale nicht. Im Einzel gewannen Melanie John und Katja Schimpke Bronze. Den Bronzerang belegten auch Becker/Riese und Schimpke/Leinweber im Doppel. Zu Silber reichte es für Neubert/ John. Marlon durfte damit bei der Norddeutschen Meisterschaft starten. Mit dem Erreichen des Viertelfinales schaffte er seine beste Plazierung. Jörn Teige war in der U16 chancenlos. Die Jugendmannschaft startete in dieser Saison auch bei den Erwachsenen. In der Landesliga wurden sie 5.! Thomas Riese (Jugend) und René Born (O18) wurden aufgrund ihrer Leistungen für die Landesauswahl nominiert. Zu Saisonbeginn 1993/94 wartete Tröbitz mit einem Paukenschlag auf: Der WM- und EM-Teilnehmer Petr Basa stand an Nummer 1 in Tröbitz! Mit ihm an der Spitze startete man hervorragend in die neue Spielserie. Ansonsten zeichnete sich die Punktspielrunde durch eine starke Ausgeglichenheit der ersten sieben Mannschaften aus. Nur Merseburg konnte nicht punkten. Am letzten Punktspielwochenende hätte unsere Mannschaft mit zwei Siegen den Staffelsieg aus eigener Kraft schaffen können. Es reichte aber nur zu einem Sieg und einem Unentschieden. So mußten am Ende sogar die Sätze gezählt werden, um den Staffelsieger zu ermitteln. Und es reichte für uns! Die Satzdifferenz war um 5 besser gegenüber TuS Seelze. Einen direkten Aufsteiger gab es jedoch nicht, so daß man in die Aufstiegsrunde mußte. Dort konnte man leider nur einen Punkt holen und wurde unglücklicher Vierter - die anderen drei Mannschaften stiegen auf. Die Jugend- und Schülermannschaften konnten ihre Vorjahreserfolge nicht wiederholen. Die Jugend wurde 2., die Schüler 4. Bei den U22Meisterschaften gewann Thomas Riese Silber, Marlon Walter wurde 4. Beide wurden im Doppel 3. Von den Senioren waren nur Rudi und Christel Richter erfolgreich. Rudi gewann im Doppel Silber und beide im Mixed Bronze. In der U12 gab es für Susan Bieligk zwei Silbermedaillen im Doppel und Einzel sowie eine Bronzemedaille im Mixed. Bea-trice Stengl (3. im Doppel) und Steffen Richter (2. im Doppel) gewannen Medaillen in der U14.


Die stärkste Mannschaft seit 10 Jahren Erfolgreicher schnitten unsere Teilnehmer in der U18 und U16 ab. In der U16 gab es drei Goldene durch Teige/Walter, John/Neubert und Teige/John. Dazu kamen noch ein 2. Platz für Jörn Teige im Einzel und ein 3. Platz für Yvonne Riese im Doppel. Jörn drehte im Endspiel der U18 den Spieß um und wurde Meister! Dafür reichte es im Mixed mit Melanie nur zu Bronze. Melanie holte sich einen weiteren dritten Platz im Doppel mit Nancy Neubert. Von den Norddeutschen Einzelmeisterschaften kehrte Jörn mit einer Goldmedaille aus dem Doppel zurück. Marlon Walter schied in dieser Disziplin im Viertelfinale aus. In der neuen Saison war wieder ein neuer Name in der Mannschaftsaufstellung von Tröbitz zu finden: Lída Básová, die Frau von Petr. Auch sie schon EM-erfahren! So hatte Tröbitz auf einmal eine TopTruppe zusammen! Nach einem verpatzten Saisonstart spielte man immer in der Spitzengruppe mit, mußte am Ende aber die Überlegenheit des Aufsteigers Gildehaus anerkennen. Es reichte letztendlich zu einem sicheren vierten Platz.

Von den Einzelmeisterschaften der Erwachsenen kehrte Tröbitz erstmals ohne Titel zurück. Alle vier Endspiele mit Tröbitzer Beteiligung gingen verloren. Scheithauer/ Richter unterlagen im Mixed, Peggy im Einzel, Richter/Zander konnten wegen Janets Verletzung im Damendoppel nicht antreten und Scheithauer/Born verloren im Herrendoppel. René Born sicherte sich im Einzel noch einen 3. Platz genau wie Riese/Teige im Doppel. Titellos blieb man auch in der U18: Dort schafften es nur John/Teige und Walter/ Teige ins Finale und unterlagen. Dritte Plätze gab es durch Marlon, Jörn und Melanie im Einzel, John/Riese im Doppel sowie Marlon im Mixed. Von der U16 kehrten Marlon und Melanie mit 3 Silbermedaillen zurück. Bronze gab es noch für Schulz/Geißler im Doppel sowie Riese/Schulz im Mixed. Yvonne war auch an der Silbernen des Doppels beteiligt. Melanie und Marlon erkämpften zusätzlich noch Bronze bei den Norddeutschen Meisterschaften der U16. Bei den deutschen Meisterschaften schieden sie in Runde 1 aus.

Freude gab es am Ende keine: Mit Peggy Richter (nach Bayern), Janet Zander (Verletzung), Andreas Benz (nach Großenhain) und Jens Scheithauer (Ende aktiver Laufbahn) verließen vier Leistungsträger die Mannschaft. Eine schwere nächste Saison kündigte sich an... Die Jugendmannschaft stand besser da: Sie sicherte sich 1994/95 die Goldmedaille. In der U14 zeichnete wieder einmal allein Susan Bieligk für unsere Medaillenausbeute verantwortlich: Im Einzel konnte sie Bronze gewinnen, im Doppel holte sie Silber. Sowohl in der U12 als auch bei den Schülermannschaften war Tröbitz nicht am Start.


Glück gehabt! Zum Saisonabschluß schaffte Thomas Riese erneut eine Silbermedaille bei der U22 im Einzel und auch eine im Doppel mit Marlon Walter. Das Damendoppel John/Riese holte Bronze. Erstmals fand im Mai 1995 in Tröbitz das Schülereinladungsturnier statt. In der 1. Mannschaft gab es trotz der vielen Abgänge nur einen Neuzugang: Katja Gragert. Der gleich am ersten Punktspielwochenende erkämpfte Punkt blieb lange Zeit der einzige. Nur mit einem starken Endspurt und der Reaktivierung von Jens Scheithauer schaffte die Mannschaft den Klassenerhalt. Glück hatte man dabei noch, daß es keinen Absteiger in die Tröbitzer Staffel gab, so daß der 7. Platz reichte. Auch bei den Landesmeisterschaften schnitt man so schlecht wie noch nie ab. Katja Gragert holte im Dameneinzel die einzige Silbermedaille. Bronze holten Born/John im Mixed, Walter/Born im Doppel und Marlon Walter im Einzel. Die U18 schloß Marlon mit einmal Gold im Doppel sowie zweimal Bronze (im Mixed mit Melanie und im Einzel) ab. Katja Gragert wurde Titelträgerin im Doppel und im Mixed, verlor aber das Endspiel im Einzel. Silber erkämpfte weiterhin

Melanie im Doppel. Marlon und Katja starteten anschließend bei der Norddeutschen Rangliste U18. Die neue Trainingsgruppe der U12 setzte bei ihren Meisterschaften einige Achtungszeichen. Daniel Pohling erkämpfte im Doppel mit Michel Scheithauer und im Einzel Bronze. Meist war jedoch schon im Viertelfinale Endstation. In dieser Runde schieden Weinert/Weinhold, Prinz/Richter im Jungen- bzw. Mädchendoppel sowie Scheithauer/Bieligk, Prinz/ Pohling und Weinert/Richter im Mixed aus.

In der Mannschaftsmeisterschaft konnten sich unsere Jüngsten noch nicht plazieren und schieden in der Vorrunde aus. Bei der U22 vertrat nur Katja Gragert unseren Verein. Sie gewann Silber im Einzel und Bronze im Doppel. Für die neue Saison stand Katja uns jedoch nicht mehr zur Verfügung sie wechselte zurück nach Potsdam. Als Verstärkung stießen zur Oberligamannschaft 1996 Sandra Boche und Patrick Nelte aus Luckenwalde, die auch in der Jugendmannschaft zum Einsatz kamen.


Es geht voran

Die Jubiläumssaison 1996/97 verlief besser als die vorangegangene. Bis auf Neuling Südring Berlin, die unangefochten Staffelsieger wurden, konnte jeder jeden schlagen. Am Ende reichte es zu Platz 6, der zum Klassenerhalt genügte. Für die Punkte zeichneten vor allem Lida, Petr und Jens verantwortlich, in der zweiten Halbserie wurde auch Thomas Riese zum Leistungsträger. Patrick Nelte und René Born konnten nur in einigen Begegnungen punkten. Unsere Damen Melanie John, Antje Schaff, Yvonne Riese, Berit Bellstedt, Birgit Weinert und Ines Scheithauer spielten gut mit, schafften es aber nicht, die Konkurrenz zu bezwingen. In dieser Spielserie war auch wieder eine zweite Mannschaft mit dem Mannschaftsleiter Klaus Weinert in der Landesklasse am Start. Es reichte (noch) nicht zum Staffelsieg, aber zu einem sicheren 2. Platz. Der Jugendmannschaft wurde der Titel am grünen Tisch aberkannt, man wurde so ebenfalls nur Zweiter. Auch die Schülermannschaft qualifizierte sich für die Endrunde und errang die Bronzemedaille. Bei den Einzelmeisterschaften holten unsere Sportler dreimal Bronze: Nelte/Boche im Mixed, Riese/Nelte im Doppel und René Born im Einzel. Zweimal Bronze hieß es in der U18: Melanie John im Einzel und John/Riese im Doppel erkämpften diese Medaillen für Tröbitz. In der U16 war Patrick Nelte erfolgreich: Er holte drei Titel, einen davon im Mixed mit Sandra Boche. Sie wurde im Einzel Dritte. Große Fortschritte gab es in der U12. Dort konnten zwei Titel, dreimal Silber und dreimal Bronze errungen werden. Daniel Pohling gewann das Mixed mit Linda Scheithauer und das Einzel. Linda wurde im Doppel mit Christin Bieligk und im Einzel Zweite. Christin schaffte noch zwei dritte Plätze: im Mixed mit Michel Scheithauer und im Einzel. Michel wiederum erkämpfte sich Silber mit Daniel Pohling im Doppel und Bronze im Einzel. Als letzte Meisterschaften fanden die Titelkämpfe der U22 statt. Riese/Nelte gewannen dort erstmals den Doppeltitel. Im Einzel reichte es für Thomas zu Silber und für Patrick zu Bronze. Nelte/Boche schafften noch einmal Bronze im Mixed. Melanie John und Yvonne Riese kamen über das Viertelfinale nicht hinaus. Bei den Norddeutschen der O18 erreichte Thomas die 2. Runde.


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Die kulturellen Highlights

Nicht immer geht es im Verein um Punkte und Medaillen. Einige Veranstaltungen finden nun schon traditionell statt, wo Geselligkeit und SpaĂ&#x; im Vordergrund stehen. Allen voran das Rosenmontagslinksturnier, welches, wie der Name schon sagt, jeden Rosenmontag um 18.00 Uhr beginnt. Jeder hat dabei mit seiner ungeĂźbten Hand Badminton zu spielen! Tradition ist auch das WeihnachtsfuĂ&#x;ballturnier. Dieses findet stets am 25. Dezember statt. Beginn: 9.00 Uhr. Gespielt wird nicht auf Tore, sondern auf Kastenteile! Nach einer kleinen Pause soll mit der steigenden Mitgliederzahl auch unser Fasching im Februar wieder stattfinden! Seit Jahrzehnten stabil sind auch die Trainingszeiten der Erwachsenen: dienstags 19.00 Uhr, mittwochs 18.30 Uhr, freitags 20.00 Uhr. Die Kinder treffen sich derzeit montags 16.30 Uhr (ab 11 Jahren), mittwochs 15.30 Uhr und freitags 14.30 Uhr (ab 7 Jahren).


SchnappschĂźsse von den Linksturnieren


Die letzte Seite Ganz am Ende möchte ich mich bedanken für die Zuarbeiten zu dieser Chronik, für die Bereitstellung von Fotos, Zeitungen und Informationen. Dabei sind nicht nur die jetzt noch aktiven Sportler in Erscheinung getreten, sondern auch viele Ehemalige und Nicht-Tröbitzer. Empfehlen kann ich für alle Freunde des Badmintons das umfangreiche Archiv und die Zeitzeugenberichte von Walter Skobowsky. Ohne ihn wäre so manches Jahr im Dunkeln geblieben. Berichte aus den ersten Jahren stellten mir Werner Scheithauer, Gottfried Seemann und Dieter Zedlick zur Verfügung. In ihren Fotoalben ließen mich Hubert Höhne, Jens Scheithauer, Walter Skobowsky, Heidi Milde, Thomas Dittrich sowie Roland und Thomas Riese blättern. Rudi und Christel Richter warteten mit sehenswerten Urkunden auf. Viele Berichte über den Tröbitzer Badmintonsport fand ich in den Betriebszeitungen von Wolfram Dittrich und Max Czekalla. Auch Klaus Kreft wurde in seinen Unterlagen fündig. In diesem Sinne möchte ich mich an alle Sportfreunde wenden, die vielleicht noch Fotos, Zeitungsartikel oder andere Materialien über den Tröbitzer Badmintonsport besitzen und diese für eine nächste Chronik gern zur Verfügung stellen würden. Von Interesse sind zum Beispiel auch Punktspielergebnisse, Mannschaftsaufstellungen, Ranglisten, Turnierverläufe, Spielberichtsbögen für eine lückenlose Statistik. Meldet Euch! Oder wer kann uns noch ehemalige Mitglieder nennen, die vielleicht schon in Vergessenheit geraten sind? Wer war von wann bis wann Mitglied in unserem Verein? Wie hießen die Gründungsmitglieder des Vereins? Viele Fragen, die auf eine Antwort harren und wo Hilfe von Euch notwendig ist. Ich hoffe, daß alle Freude am Lesen und Anschauen des Chronik hatten und viele angenehme Erinnerungen wieder wach geworden sind. Weiterhin möchte ich meine Hoffnung zum Ausdruck bringen, daß es unseren Verein auch in zehn Jahren, zum halben Jahrhundert Badminton in Tröbitz, noch gibt und wir weiter an die alten Erfolge anknüpfen können. Vorher soll es aber voraussichtlich am

15. JUNI 2002 heißen

Festveranstaltung 45 Jahre Badminton in Tröbitz René Born


Gedenktafel In diesen Tagen des 40jährigen Jubiläums möchten wir auch all jenen gedenken, die die Festwoche nicht mehr mit uns erleben können: Helfried Wunderlich Bärbel Wunderlich Georg Seidel Hans Bräuer Heiko Höhne Heinz Glormos Ekkehard Manig Hermann Kolditz Erich Krusche Alfred Krykorka Karl Thiere Paul Schulze Hans Birkholz Heinz Fritzsche


* Danke *** Danke *** Danke *** Danke *** Danke * Wir wollen es nicht versäumen, uns bei allen Förderern und Sponsoren für die umfangreiche und vielfältige Unterstüzung in den vergangenen Jahren und in der Festwoche zu bedanken: OPEL-Autohaus Meyer und Ziegler Finsterwalde Küchenstudio Stuckas Beutersitz Boden- und Parkettleger Karsten Kipp Falkenberg Videopoint Doberlug-Kirchhain Bausanierung Maertin Beutersitz Rico´s Reiseladen Finsterwalde / Doberlug-Kirchhain Henry Witt Elektroanlagen Tröbitz Sparkasse Elbe-Elster Glaswerk Schönborn RJ Badminton Europe Gaststätte Zum Krug Tröbitz Hotel & Gaststätte Parkschlößchen Maasdorf Hans-Jürgen Bahr Sanitär Heizung Klima Doberlug-Kirchhain Tröbitz System-Technik Zahnarzt Teitzel Tröbitz Himmelsberger Reinigungsfirma Opitz Elektro- und Wärmetechnik Manfred Ruh Schilda City-Sport Finsterwalde Druckerei Krahl Prestewitz Mineralquellen Bad Liebenwerda Sportagentur "A" Gaby Benz Radebeul i.V.m. Pro Kennex Sport Lady Finsterwalde i.V.m. Tecno Pro Antennen- und Sat-Anlagenbau Rainer Schulz Tröbitz Fürstenberg Brauerei Donaueschingen Etapart GmbH Rottenburg Gärtnerei Winde Schönborn Autohaus Hampel Tröbitz Stadtwerke Finsterwalde GmbH Facharzt für Allgemeinmedizin Heinrich Müller Tröbitz Bauplanung und Beratung Detlef Schröter Tröbitz Metall- und Maschinenbaubetrieb Jürgen Lorenz Schönborn Heidrun Schellschmidt, SPD-Bundestagsfraktion Stahlbau Statik Dipl.-Ing. Peter Schöler Tröbitz Fahrschule Siegfried Aust Tröbitz Dr. Egbert Weber Schilda, Praktischer Arzt Tief- und Wasserbau GmbH Doberlug-Kirchhain Getränke und Lebensmittel Petra Löhnhard Schilda Fuhrgeschäft Fritz Socher Tröbitz Tischlerei Wilfried Becker Tröbitz Heizung- und Sanitärinstallation Edlich & Schulze GmbH Prestewitz Kfz-Elektrodienst Dieter Sägling Rothstein

Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg Landessportbund Brandenburg Badminton Landesverband Brandenburg Sport- und Jugendamt des Landkreises Elbe-Elster Kreissportbund Elbe-Elster Gemeinde Tröbitz


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