Issuu on Google+

07–11 /09 /2011 t ive a i t i n  I    us ic  M    n e e r G am e r c S imal r P e g d r r a o ede  w u S A c i s   B oy   Ge Mu w e N r e r now   S u ite e h t   Beginn e  ICAS    g e 2 a ll ts   Th n e s n e e r n Ësto i ö T l  Y    i   CTM   p r L au e?! t t i  M    , p nd  mm U a    o     L k    s ’ p h t o O a P    Wh ac h t d  N l    s o n g i i n hof e t h a b adio t   San r p au e k a l H t  B    a ue r e i a r b   Jame s r   u o Ku lt t   Di sc n e l i S / rli n e  B    t e   U-Ton e s M trik k e l  E    l t illex igh r  N    k t S   Gener a k a a ats t S / h t i cht B e rg a  X n    b b u u l l   Audiol  C  C e e k   l   &   a  W v    i c t i s s e u  F .HBC   B e rli n   B e rli n   M m i rte r a u ind r q e w d e a sp  r e    n  H   C a i    eek b e rl  W    c i s u  M h ow  S    d r   B e rli n   a l t iva r   Aw s e e f m mm l a i    F DJ   Hell M e ta l   H   i n-e dit i sco my e  D    n e  E t    a ac c c i k l s  B    r e e l o l   Publ l A Ro e p a a c v o  E s ion    t t c a e e n r n  G   Ja zz an Th e   h   Co c n e r F e z i er i o n n r s y u t o r B    K icke ive ss a e k  M c    ll h u c m t t a l A r u m c e S    h s. K T v l l i t s o lfgang K   Kl angk o W ure t u F   Odd


GERMAN ACTS 07/09 HOFKONZERTE LIVE Postfuhramt 20:00 NYLON JAZZ GENRE

myspace.com/nylonberlin

CTM PRESENTS THE ICAS SUITE Monarch 21:00 DIRK DRESSELHAUS (SCHNEIDER TM)

ELECTRONICA / EXPERIMENTAL myspace.com/dirkdresselhaus

C-Club 19:00 JULIA MARCELL

INDIE / SINGER-SONGWRITER juliamarcell.com

HUNDREDS

INDIE / ELECTRONIC / POP It is hard to get hold of the band Hundreds. Eva and her brother Philipp are on tour all over the world. With their soft synthesizerpop music they create their own magical microcosm. This duo from Hamburg create wonderful tunes that makes your heart jump and let’s you forget the rest of the world. hundredsmusic.com

DEAR READER INDIE-POP

09/09 METAL HAMMER AWARD SHOW Kesselhaus 20:00 DIE APOKALYPTISCHEN REITER METAL

calibanmetal.com

AUDREY HORNE dearreadermusic.com

EXPERIMENTAL / INDIE

21:00

audreyhornemusic.com

CASPER

HIP-HOP – 19:40 casperxo.com

SOZIALPALASTMOBIL

BERLIN FESTIVAL

Kulturbrauerei 20:00

Flughafen Tempelhof 21:20

TOUCHY MOB

APPARAT BAND

FOLK / ELECTRONIC

BRANDT BRAUER FRICK

INDIE / POP

CTM PRESENTS THE ICAS SUITE

Flughafen Tempelhof

TER HAAR

ME & MY DRUMMER

djhell.com

BERLIN FESTIVAL

primalfear.de

meandmydrummer.com

Levee Club 20:30

ELECTRONIC / DANCE / DISCO

10/09

METAL

METAL

The ever raving one man band. Touchy Mob from Berlin plays a warm guitar sound to the harsh language of electronic beats. He is performing like a singer/songwriter, while his songs can be entirely different in sound yet cohesive in general aesthetic or mood, not a dense mass, but a mass to get lost in. touchymob.com

SINNBUS LABEL NIGHT

DJ HELL

mikrodisko.net

CALIBAN

METAL

08/09

05:30

ELECTRONIC

PRIMAL FEAR

myspace.com/robertlippok

jacobkorn.de, uncannyvalley.de

CLUB XBERG

KASSEM MOSSE

reitermania.de

ELECTRONICA / EXPERIMENTAL

ELECTRONIC / HOUSE

ACOUSTIC TECHNO

PANTHA DU PRINCE

ELECTRONIC/EXPERIMENTAL 19:40

ELECTRONICA / EXPERIMENTAL INDIE

panthaduprince.com

apparat.net

BOYS NOIZE

WHITE TRASH Diamond Lounge 22:00

ELECTRONIC / HIP-HOP / DISCO 21:00 boysnoize.com

OH,NAPOLEON

BEGINNER

INDIE-ROCK

HIP-HOP – 22:30

myspace.com/weareohnapoleon

beginner.de

INITIATIVE MUSIKgGmbH

Initiative Musik gGmbH Friedrichstr. 123 D-10117 Berlin T +49 (0) 30 - 531 475 45 - 0 E mail(at)initiative-musik.de W initiative-musik.de

terhaarmusic.de

Musikstadt Berlin. Das heißt in schlichten Zahlen ausgedrückt: mindestens hundert Konzerte, Partys, Events pro Tag. 365 Tage im Jahr. Tendenz: steigend. Die Berlin Music Week könnte also in jeder Woche des Jahres stattfinden und hätte eine gute Chance, zahlreiche Highlights ins Programm aufzunehmen. Dass die Berlin Music Week vom 6. bis 11. September stattfindet, liegt jedoch an einer Konstellation von Partnern, die auch für Berlin herausragend ist. Mit der Popkomm findet die wichtigste deutsche Musikmesse in diesem Zeitraum statt. Dort treffen internationale Konzertagenturen, Verlage, Vertriebe, Plattenfirmen auf die Musikwirtschaft Berlins. Das Berlin Festival ist der mutigste und erfolgreichste Versuch, mitten im urbanen Raum ein Popfestival zu etablieren. Die Werkstatt all2gethernow konzentriert sich auf die Schnittstelle zwischen Konsument und Produzent, die dank der digitalen Techniken eng zusammengerückt sind. Ein zweiter Aspekt der Newcomer-Förderung ist der New Music Award, der bundesweit von den Jugendradios der ARD veranstaltet wird. Das Finale im Admiralspalast ist zugleich die Eröffnung der Berlin Music Week. Die Berlin Music Week Clubnacht zeigt mit rekordverdächtiger Beteiligung eine Clublandschaft, die weltweit einzigartig ist. Mit der Kulturbrauerei gibt es ein perfektes Cluster von Live-Orten, an dem von Mittwoch bis Sonntag der Bär steppt. Die ICAS Suite aus dem Gedankenlabor des Club Transmediale bringt mehr als ein Dutzend Festivals für elektronische Musik aus aller Welt nach Berlin. Die Berlin Music Commission zeigt die Arbeit der in Berlin ansässigen Labels, Künstler und Agenturen mit Formaten wie der public space Party U-Ton und den softwaregesteuerten Wirtschaftsgesprächen bei „Meet Berlin“. Und das Projekt „What’s Up, Mitte?!“ zeigt mit Konzerten, Musikfilmfestivals und Clubnächten den weiten Weg, den Mitte zwischen Kunstspielplatz nach Mauerfall und Einflugschneise der Billigflug-Touristen genommen hat. Die faszinierende und weltweit strahlende Vielfalt der Kreativmetropole und Musikstadt Berlin wird in der Berlin Music Week zusammengefasst, die in ihrer Verbindung aus Fachmesse, Konferenzprogramm, Newcomerförderung und Publikumsfestival einen neuen Akzent für die Musikwirtschaft in Deutschland setzt.

RADIOEINS NACHT

ROBERT LIPPOK (TO ROCOCO ROT)

JACOB KORN & CUTHEAD AKA KORNHEAD

ii n n tt r r o o

AT BERLIN MUSICWEEK 2011

brandtbrauerfrick.de

The Initiative Musik gGmbH is a funding agency set up by the German federal government to promote the music industry in Germany. The core field is popular music, particularly Rock, Pop and Jazz. Approx. 400 artist projects and 50 infrastructure projects are financed by the Federal Government Commissioner for Culture and Media on the basis of a resolution passed by the German Bundestag.

04 – 05  Musikstadt Berlin 06 – 07  Interview  mit Harald  Wolf  08 Green  Music Initiative 09 New  Music  Award  / Eröffnung der Berlin Music Week

10 – 11  CTM  presents The ICAS Suite 12 ­– 14 Popkomm 15  all2gethernow (a2n) 16 What's up Mitte?!  17 Red Bull Academy World Tour  /

Get No Sleep mit Tiësto und Gästen 

19 – 22 Alle Termine und Adressen

zum Herausnehmen

23  U-TON – Silent Disco im Hauptbahnhof 24 – 25 Kulturbrauerei 26– 33 Berlin  Festival & Club X-Berg 34 – 35 Berlin  Music Week  Clubnacht 36  Berlin Music Week Headquarter im

.HBC/in-edit Filmfestival

37   Tipps 38   Impressum


Musikstadt Berlin

Interview Harald Wolf   Green Music New Music Award Ctm Popkomm a2n

what’s up mitte!? red bull academy

Get No Sleep

termine adressen u-ton radio 1 nacht kulturbrauerei berlin festival und club x berg clubnacht

Headquarter im .hbc in-edit   Tipps

Hört das denn nie auf? Die Musikstadt Berlin bezieht ihren Ruf derzeit aus der florierenden Club- und Technoszene – dabei lockte die deutsche Hauptstadt bereits vor beinahe 100 Jahren als überbordende Musikmetropole Menschen aus aller Welt an

Musik, Musik, Musik. In Berlin geht nichts ohne Musik. Nirgendwo in Europa sind die Nächte länger und ist das Angebot an Clubs und Bars größer. Auf Konzerten herrscht Hochbetrieb. Musik ertönt auf Straßenfesten und Umzügen. Plattenfirmen haben in der Hauptstadt Büros eröffnet, das Musikfernsehen hat sich an der Spree niedergelassen und Auszeichnungen werden heute überwiegend in Berlin verliehen. Und nicht zuletzt leben Musiker aus dem In- und Ausland an der Spree. Der Stand der Technik macht es möglich, dass jeder für sich unkompliziert am Rechner produzieren kann. Man hätte es sich denken können, dass es irgendwann wieder so kommt. Berlin war schon in den Goldenen Zwanzigern des 20. Jahrhunderts eine vibrierende Musikmetropole. Die Stadt, damals eine der größten der Welt, zog die Menschen ähnlich an wie London oder Paris. Der Erste Weltkrieg war vorbei, man wollte sich vergnügen und von wilhelminischer Strenge lösen. Die sich entwickelnde Moderne mit größerer Mobilität und neuen Medien förderte die Verbreitung eines neuen Geistes. Der Charleston wurde in Revuen und Tanzlokalen heimisch, der Jazz war nicht zu überhören und eine Josephine Baker stand mit ihren wilden Tänzen für die selbstbewusster werdende Frau. Heute erinnern daran historische Stätten und bekannte Namen. Der Admiralspalast wurde unlängst wieder herge-

richtet, seit knapp zwanzig Jahren gibt es das neue Wintergarten-Varietétheater an der Potsdamer Straße und im Heimathafen im Saalbau Neukölln lebt der Geist des alten Vergnügungsviertels Rixdorf auf. In der Nürnberger Straße gibt es das Ellington Hotel, zum Gedenken an frühere Auftritte des Jazzmusikers. Und Max Raabe lässt mit seinem Palast Orchester das deutsche Liedgut der damaligen Zeit aufleben. Es dauerte bis zu den Neunzigern, bis Musik in der Stadt erneut in ähnlich starker Weise das Lebensgefühl prägte. Wieder war es das Resultat der Befreiung von historischen Lasten. Der Westteil war schon lange ein Anziehungspunkt für internationale Stars wie David Bowie, Iggy Pop, Nick Cave, U2 oder Depeche Mode. Das Nachtleben war herausragend, es gab viele Clubs und Discos, vor allem rund um den Ku’damm. Für Konzertveranstalter wirkte sich die Insellage aber oft nachteilig aus. Viele Bands kamen nicht nach Berlin, weil sie den beschwerlichen Weg mit zwei Grenzkontrollen nicht auf sich nehmen wollten. Im Ostteil hatte man mit fast sechs Jahrzehnten Leben in der Diktatur zu kämpfen. Sich einen Weg vorbei an staatlicher Kontrolle zu bahnen, war nicht einfach. Mit der Befreiung von politischen Zwangsjacken kam es zu einer Explosion. Techno, House und Acid hatten sich schon kurz vor dem Mauerfall in den Kiezen des Westens ausgebreitet. Ab 1990 feierten Pioniere der elektroni-

04

schen Musik in Ruinen und leer stehenden Gebäuden im Osten. Clubs wie der alte Tresor oder das E-Werk wurden zur Begegnungsstätte. Erstmals seit vielen Jahrzehnten konnten sich Nachtschwärmer aus beiden Teilen der Stadt gemeinsam amüsieren. Techno wurde der Soundtrack zur Wiedervereinigung, der rapide Zulauf bei der Love Parade zum Sinnbild für eine sorglose Zeit. Eine neue Ära hatte begonnen und dieses Mal erfuhr sie nicht so einen jähen Einbruch wie in den späten Zwanzigern. Zwar waren die Meldungen über den Zustand der Wirtschaft zuletzt nicht erfreulich, aber es hat sich gezeigt, dass einem auch bei schmalerem Geldbeutel die Lust an der Musik nicht vergehen muss. Die Mischung aus günstigen Flugpreisen, bezahlbaren Übernachtungskosten und Mieten und dem guten alten Ruf der Partymetropole haben für immensen internationalen Zustrom gesorgt, durch den eine neue Dynamik entstand. Früher wäre es für Veranstalter ein Risiko gewesen, wenn Konzerte parallel zur Konkurrenz stattgefunden hätten. Heute kann man davon ausgehen, dass Fans eigens anreisen, um bestimmte Gigs zu besuchen. In Spitzenzeiten findet man in Berlin ein ähnliches Abendangebot wie in London vor. Das Interesse ist groß genug, die Läden sind voll, nicht selten geben Musiker hier ihr einziges Deutschlandkonzert. Und wenn der Auftritt vorbei ist, geht es in den Clubs weiter. Da sollte man weiterhin kein Problem haben, seine Nische zu finden. Bei entsprechender Kondition kann man von Freitagnacht bis Montagmorgen durchtanzen – einmalig in Europa. Wer keine Lust auf Techno hat, muss noch lange nicht zu Hause bleiben. Wer andere Richtungen der elektronischen Musik, also Electro, Drum’n’Bass oder Dubstep, bevorzugt, kommt ebenfalls auf seine Kosten. Man findet auch eine Heimat, wenn man eher auf Reggae, Soul, HipHop, Weltmusik oder Schlager aus ist. Der Fantasie der Berliner Partymacher sind keine Grenzen gesetzt. Jetzt, da ein neues Jahrzehnt begonnen hat, dürften wieder Veränderungen bevorstehen. Einige Clubbetreiber suchen nach alternativen Standorten und spielen mit dem Gedanken, andere Viertel als die üblichen auszutesten. Das war ja auch immer eine Besonderheit in dieser Stadt: Man hat es nie zu lange an einem Fleck ausgehalten. Man hatte immer Mut zu Veränderung. So konnte die Musikstadt Berlin in Bewegung bleiben und auf ihre ganz eigene Art inspirierend wirken. Hört das denn nie auf? Hoffentlich! Thomas Weiland

05


Musikstadt Berlin Interview Harald Wolf   Green Music New Music Award Ctm Popkomm a2n

what’s up mitte!? red bull academy

Get No Sleep

sion über Digitalisierung und die neuen Trends in der Musikwirtschaft.

»Wir müssen keine künstlichen Inhalte kreieren. Es ist ja alles da« Berlins Musik- und Clubszene ist längst ein ernstzunehmender Wirtschaftsfaktor dieser Stadt – diesem Umstand trägt auch Wirtschaftssenator Harald Wolf Rechnung. Im Gespräch mit ­Heiko Zwirner und Stefan Guther erläutert er, wie ernst der Senat die Popkultur nimmt und mit welchen Mitteln man zu ihrer Förderung beitragen will Wieso interessiert sich der Berliner Wirtschaftsenator für Popmusik und Clubkultur? Harald Wolf: Die Musikszene ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und gleichzeitig auch ein wichtiger Imagefaktor, der die Attraktivität unserer Stadt ausmacht. Viele Touristen kommen deswegen hierher, und wir stellen auch fest, dass Berlin eine starke Anziehungskraft auf junge Musiker aus aller Welt ausübt, weil die Bedingungen für sie so gut sind: Berlin ist einer der vielfältigsten Veranstaltungs- und Konzertorte in Deutschland, die Netzwerke funktionieren und es gibt – noch immer, zum Glück – die entsprechenden Freiräume. Die Zahlen belegen das: Wir haben über 1 800 Unternehmen im Bereich der Musikwirtschaft. Das ist eine ganze Menge. Es gibt über 70 Studios und eine Unmenge von Veranstaltungsorten, also stimmen die Voraussetzungen für wirtschaftliche Aktivitäten, die für die Stadt wichtig und interessant sind, weil sie die Wertschöpfung und neue Arbeitsplätze bedeuten. Viele dieser 1 800 Unternehmen sind Klein- und Kleinstbetriebe. Welche Auswirkungen hat dieser Bereich auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung der Stadt? Harald Wolf: Zu den 1 800 Unternehmen zählen aber auch die großen Player – das ist schon ein relevanter Faktor für Wirtschaftskraft, der sich auch auf andere Bereiche auswirkt. Man muss auch sehen, dass die Musikwirtschaft mit anderen Bereichen der Kreativwirtschaft vernetzt ist. Es gibt immer wieder Querverbindungen, die wir auch voranbringen wollen, zum Beispiel mit dem IT-Sektor – Stichwort Digitalisierung –, mit der Filmwirtschaft oder mit dem Modebereich.

06

termine adressen u-ton radio 1 nacht kulturbrauerei berlin festival und club x berg clubnacht

Es geht also einerseits darum, dem Publikum auch über Berlin hinaus zu zeigen, was die Stadt in Sachen Musik zu bieten hat, und andererseits darum, den Austausch innerhalb der Branche zu fördern? Harald Wolf: Genau. Wir wollen deutlich machen, welches Potenzial in Berlin vorhanden ist, und damit unsere Position als Musikhauptstadt unterstreichen. Dazu müssen wir auch keine künstlichen Inhalte kreieren. Es ist ja alles da.

Ist Ihr Ziel die Ansiedlung von weiteren Unternehmen aus der Kreativwirtschaft? Harald Wolf: Wir freuen uns natürlich immer, wenn sich ein Unternehmen entscheidet, nach Berlin zu kommen, um hier zu investieren und auch Arbeitsplätze zu schaffen, aber ich sage immer: Es ist unsere Pflicht, das Wachstum der hier ansässigen Unternehmen zu unterstützen, und die Ansiedlung von neuen Unternehmen ist die Kür, das Sahnehäubchen obendrauf. Berlin ist nur dann attraktiv für Unternehmen – und das gilt nicht nur für die Musikwirtschaft, das gilt für alle Sektoren –, wenn sich das eigene Potenzial entwickelt. In der Musikwirtschaft haben wir da eine hervorragende Situation, weil wir über einen kreativen Humus mit vielen kleinen Labels und einer lebendigen Clubszene verfügen, der es den größten Unternehmen ermöglicht, neue Künstler zu entdecken. Auch in Zeiten des Internets ist die persönliche Begegnung alles andere als überflüssig. Wenn Sie neue Trends aufspüren wollen, dann ist auch wichtig, gut vernetzt zu sein und direkte Kontakte zu pflegen. Das wissen auch die größeren Unternehmen. Welche Rolle spielt in diesem Zusammenhang die Berlin Music Week, die im September zum zweiten Mal stattfindet? Harald Wolf: Die Berlin Music Week ist eine Dachmarke, mit der wir versuchen, eine Vielzahl von Veranstaltungen zu bündeln, um nach außen hin sichtbar zu machen, was die Berliner Musikszene ausmacht. Ihre wichtigsten Säulen sind das Berlin Festival, die Clubnacht und die Popkomm, es gibt Live Acts, Preisverleihungen, Tagungen und Kongresse, bei denen die Zukunft der Musikindustrie diskutiert wird. Ähnlich wie bei der Fashion Week ist es unsere Idee, dass unter dieser Dachmarke die ganze Stadt bespielt wird. Ich glaube, wir haben 2010 einen guten Grundstein gelegt, auf dem wir jetzt aufbauen können. Die Vorbereitung läuft und ich kann nur noch mal betonen: Es handelt sich um ein offenes Format, und alle, die ihr Angebot im Rahmen der Berlin Music Week präsentieren wollen, sind aufgerufen, mitzumachen. Was versprechen Sie sich von der Dachmarke Berlin Music Week? Harald Wolf: Durch die Bündelung verschiedener Aktivitäten unter einer Dachmarke ergeben sich Synergieeffekte für Veranstalter, Künstler und Besucher. Alle können davon profitieren, weil die Marke die Attraktivität der einzelnen Veranstaltungen erhöht. Für einen einzelnen Event würde man vielleicht nicht nach Berlin kommen, aber für das Gesamtpaket schon. Und dann entdeckt man neben den bekannten Live Acts auch neue Künstler und erlebt zugleich die Diskus-

Stehen die Größe und die Weitläufigkeit der Stadt dem Gedanken einer Dachmarke nicht ein bisschen im Wege? Harald Wolf: Nein, das glaube ich nicht. Der Größe und der Weitläufigkeit der Stadt entsprechen nämlich die Größe und die Vielfältigkeit der Szene. Zwar wird Tempelhof der Hauptort sein, aber es werden auch etliche Clubs in der ganzen Stadt bespielt. Ich denke, dass es durchaus möglich ist, Berlin mit Musik zu füllen. Bei der Pressekonferenz im Lido haben Sie gesagt, dass die Berlin Music Week besser werden muss. Was genau gilt es zu verbessern? Harald Wolf: Die Berlin Music Week 2010 war die erste Veranstaltung dieser Art. Für ein Event dieser Größenordnung ist sie relativ kurzfristig organisiert worden. Da muss sich einiges einpendeln. Das fängt mit dem vorzeitigen Schluss des Berlin Festivals an, weil die Überleitung der Besucher in die Hangars nicht funktionierte. Das ist ein ganz offensichtlicher Mangel, das wird in diesem Jahr anders organisiert werden. Klar ist auch, dass es bei der Vielfalt der Akteure einen großen Abstimmungsaufwand gibt. In einer so breiten Szene herrscht natürlich auch Konkurrenz, und an der einen oder anderen Stelle gibt es Eifersüchteleien. All das will moderiert werden. Mittlerweile aber hat sich schon ein gemeinsames Verständnis herausgebildet. Es wäre ja nahezu tragisch, wenn wir nach der Auftaktveranstaltung nicht noch besser werden können. Der Senat unterstützt die Berlin Music Week mit einer halben Million Euro. Manchen ist das nicht genug. Vertreter der Branche haben kürzlich in einem Thesenpapier zur Musikhauptstadt 2020 gefordert, dass zehn Prozent der von der Berliner Musikindustrie erwirtschafteten Steuergelder für verschiedene Fördermodelle zur Verfügung gestellt werden sollen. Was halten Sie davon? Harald Wolf: Ich glaube, dass es sinnvoll und zielführend ist, eine Diskussion darüber zu führen, wie wir andere Schwerpunkte in der Kulturförderung setzen können. Diese Diskussion hat schon begonnen, und ich habe Interesse daran, sie auch in der nächsten Legislaturperiode weiterzuführen, um zu neuen Akzenten zu kommen. Auf den ersten Blick erscheint eine Subventionierung der Popkultur abwegig. Das ist doch eigentlich ein Bereich, der von unten wächst und wuchert. Wo könnte eine Förderung da überhaupt ansetzen? Harald Wolf: Sicher wuchert und wächst Popkultur von unten, aber all das, was von unten wächst und wuchert, braucht möglicherweise an bestimmten Wegmarken eine finanzielle Unterstützung, damit es sich weiterentwickeln kann und das zarte Pflänzlein nicht abstirbt, sondern den nächsten Wachstumsschritt machen kann. Über die genauen Ansatzpunkte stehen wir am Anfang der Diskussion. Man wird vielleicht gar keine riesigen Summen brauchen, aber es ist wichtig, dass man ein Instrument hat, um Entwicklungen zu fördern. Diese Entwicklungen werden ja nicht künstlich geschaffen. Vielmehr braucht das, was gärt und wächst, hier und da noch einen Anschub, damit es den nächsten Wachstumsschritt machen kann. Dabei kann es aber nicht um eine flächendeckende Subventionierung gehen. Das wäre in der Tat absurd. Welche Größenordnung könnte eine solche Förderung haben? Harald Wolf: Man muss es anders herum diskutieren. Die Diskussion muss doch laufen: An welcher Stelle wird Unterstützung benötigt, was sind die sinnvollen Instrumente? Daraus leite ich dann eine Summe ab, die im Einklang mit den finanziellen Handlungsmöglichkeiten der Stadt Berlin stehen muss, statt einfach pauschal zu sagen, zehn Prozent von irgendwas. Wir sind noch nicht so weit, dass wir eine sinnvolle Summe nennen können.

07

Headquarter im .hbc in-edit   Tipps

Aus Veranstalterkreisen sind immer wieder Klagen über Schwierigkeiten mit den Bezirksämtern zu hören, wenn es um Genehmigungen geht. Was kann der Senat tun, um da zu vermitteln? Harald Wolf: Die Schwierigkeiten werden in der Regel nicht von den Bezirksämtern gemacht, sondern von der geltenden Rechtslage. Da gab es nun mal eine Verschärfung, was den Lärmschutz angeht. Wir arbeiten aber schon seit vielen Jahren eng mit der Club Commission zusammen. Wir versuchen auch, moderierend einzugreifen, wenn wir auf bestimmte Probleme angesprochen werden. Wir können den Erfolg zwar nicht garantieren, aber hin und wieder klappt es doch. Spielt es aus Sicht des Wirtschaftsenators eine Rolle, welche Inhalte und Musikstile gerade besonders angesagt sind? Harald Wolf: Wir legen uns da nicht fest. Berlin zeichnet sich ja gerade durch die Vielfältigkeit der Szene aus. Ich hätte zum Beispiel überhaupt nichts dagegen, wenn das Thema Klassik im Rahmen der Berlin Music Week eine größere Rolle spielen würde. Wir wollen die ganze Breite und Vielfalt. Es wäre der falsche Weg, sich auf der politischen Ebene auf eine Richtung festzulegen und die Marke Berlin damit einzuengen. Welche Zukunftsperspektiven hat die Musikstadt Berlin? Harald Wolf: Meine Zielsetzung ist, dass es uns gelingt, in Berlin bei aller positiven wirtschaftlichen Entwicklung genug Freiräume zu erhalten und Experimentierfelder zu schaffen, in denen sich Kreativität entwickeln kann, in denen Neues entsteht. Die Räume werden mittlerweile enger, Sie haben das Thema Lärmschutz schon angesprochen, und wir haben die Situation, dass experimentelle Räume mittlerweile dann auch Investoreninteressen zum Opfer fallen. Deshalb halte ich es für eine ganz wichtige Aufgabe, diese Räume für das gesamte Spektrum vom jungen Experimentalmusiker bis hin zum Major-Unternehmen offenzuhalten, damit es immer wieder neue Schübe und Entwicklungen geben kann. Wir wollen die Gärungsprozesse aufrecht erhalten, den experimentellen Charakter, für den Berlin auch international so geschätzt wird.


Musikstadt Berlin Interview Harald Wolf   Green Music

New Music Award

Ctm Popkomm a2n

what’s up mitte!? red bull academy

Get No Sleep

/\ /\ /\ /\ /\ /\ /\ /\ /\ /\ /\ /\ /\ /\ /\ /\ /\ /\ /\ /\ /\ /\ /\ /\ /\ /\ /\ /\ /\ /\ /\ /\ /\ /\ /\ /\ /\ /\ /\ /\ /\ /\ /\ /\ /\ /\ /\ /\ /\ /\ /\ | /\ | /\ | /\ | /\ | /\ | /\ | /\ | /\ | /\ | |----_---_---_---_---_---– | | | | |----_---_---_---_--| | | | ----_---_---_---_---_---– ----_---_---_---_--www.greenmusicinitiative.de Infos zum Thema Green Clubbing http://greenclubindex.de

Für eine Stadt wie Berlin mit mehr als 100 Veranstaltungsarealen im Musik- und Clubbereich, einer Berlin Music Week und nicht zuletzt einem Berlin Festival, für das etwa 20 000 Tickets verkauft werden und das an zwei Tagen 20 Mal so viel Strom verbraucht wie ein Drei-Personen-Haushalt im Jahr, gibt es daher dringenden Handlungsbedarf. Und längst wird ja auch gehandelt. Im vergangenen Jahr haben die Kulturprojekte Berlin zusammen mit Jacob Bilabel und seiner Green Music Initiative eine Vision für die Berlin Music Week 2020 formuliert: In zehn Jahren soll die Hälfte des Stroms, der bei der Berlin Music Week verbraucht wird, von Ökostrom­ anbietern kommen, der Energieverbrauch insgesamt soll um 30 Prozent gesenkt werden. Einfach ist die Umsetzung von grünen Zielen in der Musikbranche nicht. „Wir befinden uns immer noch in dem Dilemma, dass Umweltschutz mit Verzicht gleichgesetzt wird“, sagt Bilabel. „Aber das ist nicht so. In der Musikszene muss Klimaverträglichkeit kein Verzicht sein.“ Und dass sich diese Denkweise ändert, daran arbeiten Bilabel und seine Mitarbeiter. „Der Wechsel zum Ökostrom ist der erste und wichtigste Schritt“, sagt Bilabel. Nicht nur bei den Veranstaltern der Berlin Music Week und dem Berlin Festival hat bereits ein Umdenken stattgefunden, auch viele Berliner Clubs und Konzerthallen, wie Tresor, Matrix, Tempodrom und Zitadelle Spandau sind seit einiger Zeit dabei, erste Schritte hin zu mehr Klimaverträglichkeit zu gehen. Anfang des Jahres hat die Max-Schmeling-Halle das Green Globe-Zertifikat erhalten und ist damit die erste grüne Multifunktionshalle Deutschlands. „Berlin ist deutschlandweit einer der Vorreiter in Sachen Green Music“, sagt Bilabel. „Aber andere Städte in anderen Ländern, etwa in Skandinavien sind schon weiter.“ Das Øya-Festival in Oslo beispielsweise hat sich ein eigenes Stromnetz gebaut. Als ein weiteres Vorbild für Berlin und das Berlin Festival nennt Bilabel das Melt!-Festival mit seinen Solarzellen: „Eine Solaranlage auf dem Flughafen Tempelhof, das ist längst überfällig. Damit könnte man auch die anderen Festivals und Messen, etwa Bread&Butter versorgen!“

Sich einen Namen beim Publikum und bei den Leuten aus der Musikbranche zu machen, das wird für unbekannte, aufstrebende Bands immer schwieriger. Die Flut der Newcomer ist kaum noch überschaubar. Eine Vielzahl von Bandcontests will jungen Musikern eine Chance geben und ihnen den ersten Schritt ins Musikbusiness ermöglichen. So auch der New Music Award, der in diesem Jahr zum vierten Mal verliehen wird. Die jungen Radiosender der ARD – das sind Bremen Vier (Radio Bremen), DASDING (SWR), 1LIVE (WDR), Fritz (rbb), MDR SPUTNIK, N-JOY (NDR), on3 (BR), 103.7 UnserDing (SR) sowie YOU FM (hr) – haben unter Hunderten jungen Bands ihre neun Favoriten ausgewählt. Die Finalisten treten nun zum Auftakt der Berlin Music Week im Admiralspalast gegeneinander an. Die Siegerband erhält neben der Trophäe einen Gutschein im Wert von 10 000 Euro für Musik-Equipment. Hadnet Tesfai von Radio Fritz führt als Moderatorin durch den Abend. „Wessen Aufgabe ist es, neue Musik zu fördern, wenn nicht die der jungen ARD-Radioprogramme? Viele Sender unterstützen Nachwuchswettbewerbe. Bei uns bekommen die Bands nicht nur einen Preis fürs Regal, sondern werden auch im Radio gespielt“, sagt Reinhard Bärenz, der Musikchef von MDR SPUTNIK. Die Elektro-Punk-Band Bonaparte, die 2008 den Radiopreis mit nach Hause nehmen konnte, gehört wohl zu den berühmtesten Gewinnern. Ihr zweites Album „My Horse Likes You“ ist längst erschienen, die Berliner Combo mit ihren spektakulären Kostümen und ihrer Zirkus-Bühnenshow ist längst auch international bekannt. Nicht zuletzt der New Music Award hat ihnen zu ihrem Erfolg verholfen. Im vergangenen Jahr gewannen KraftKlub aus Chemnitz den Radiopreis, in diesem Jahr sind sie der Headliner des Finales im Admiralspalast. Die fünfköpfige Band mit ihrer Mischung aus Rap, Indie und Pop – RandiePop heißt es auf ihrer Website – werden mittlerweile in einem Atemzug mit anderen deutschen Rappern wie Casper, K.I.Z. und auch Deichkind genannt. Im Juli haben sie ihr neuestes Video veröffentlicht, „Zu Jung“ heißt der Song, eine Auskopplung aus ihrer aktuellen EP „Adonis Maximus“.

Die neun Nominierten in diesem Jahr kommen aus ganz Deutschland, aus Großstädten wie Hamburg und Berlin und aus eher kleineren Orten wie Zeven und Wolfratshausen. Während in den vergangenen zwei Jahren mit KraftKlub und Jona:S zwei indielastige HipHop-Bands von der Jury gekürt wurden, sind in diesem Jahr vor allem Bands aus der Sparte Elektro-Pop und Indierock mit Techno-Einflüssen unter den Favoriten, so etwa The Dashwoods, Random Hero, Ira Atari, Captain Capa und The Astronaut’s Eye. Feinkost, eine Hamburger Band, hingegen machen eher solide Popmusik und besingen die große Liebe und die große Sehnsucht mit deutschen Texten. Und dann wäre da noch die Berliner Band Pickers, ausgewählt von Radio Fritz, die die Radiomoderatoren mit klassischem Indie-Rock überzeugten. Welche Band letztendlich die Jury um die Sängerin Joy Denalane, Musikredakteure der ARD und Mira Pfetzing, die Managerin der Band Juli, im Admiralspalast überzeugen wird, wird vor allem auch von ihrer Live-Performance am 6. September abhängen. Katharina Wagner

Die Finalisten: The Dashwoods aus Zeven Ira Atari aus Kassel Random Hero aus Erlangen Feinkost aus Hamburg Captain Capa aus Bad Frankenhausen Tuó aus Wolfratshausen Pickers aus Berlin Jonas David aus Wuppertal The Astronauts’s Eye aus Mannheim Finale New Music Award 2011 Admiralspalast Berlin, Di 6.9.2011, Einlass 18 Uhr, Beginn 19 Uhr, Gratis zum New Music Award? Einfach anmelden unter: www.fritz.de/nmakarten und auf Bestätigungsmail warten Alle Infos unter www.sputnik.de/newmusicaward

Katharina Wagner

08

Headquarter im .hbc in-edit   Tipps

Mit dem New Music Award richten die neun Jugendwellen der ARD bereits zum vierten Mal ihren viel beachteten Talentwettbewerb aus

Ziel der Green Music Initiative ist es, die Musikindustrie grüner zu machen. Und Strom­sparen, Klimaverträglichkeit oder Müllvermeidung sind Bereiche, in denen sich Clubs, Konzerthallen oder Festivalveranstalter wirkungsvoll für eine bessere Umwelt engagieren können Sobald die beiden Jungs zu langsam werden oder ganz aufhören zu treten, geht die Musik aus. Bevor die Band mit dem nächsten Song beginnt, geben sie auf. Zwei Mädels aus dem Publikum steigen als Ersatz auf die Räder, es geht weiter. Wer mal versucht hat, ein Konzert per Muskelkraft mit Strom zu versorgen, der weiß, wie anstrengend dies ist. Auf dem Melt!-Festival in diesem Jahr gab es eine Bühne, auf der neben den Instrumenten und Sängern auch zwei Fahrräder standen. Diese waren mit den Boxen und der Musikanlage verbunden. Erst wenn kräftig in die Pedale getreten wurde, wurde ausreichend Strom produziert. An eine Lightshow war nicht zu denken. Die Fahrrad-Konzertbühne auf dem Melt!-Festival ist eine der vielen Ideen der Green Music Initiative. Die Green Music Initiative wurde im September 2008 von Jacob Bilabel gegründet und ist ein Zusammenschluss von Wissenschaftlern und Leuten aus der Musikbranche, also aus Künstlern, Festival- und Konzertveranstaltern, Clubbesitzern. Die Initiative berät die Musikszene und bringt sie zum Beispiel mit Ökostromanbietern oder Herstellern von Solaranlagen zusammen. So hat beispielsweise auf dem Melt!-Festivalgelände Ferropolis die Firma Q-Cells Solarzellen auf Gebäudedächern installiert. Ziel der Green Music Initiative ist es, die Musikindustrie grüner zu machen. Dass das dringend notwendig ist, zeigt ein Blick auf die Zahlen: Ein Festival in der Größenordnung des Melt! hat den CO2-Fußabdruck einer Kleinstadt. Der Stromverbrauch für Musik- und Lichtanlagen, die Anreise der Künstler mit dem Flugzeug und die der Festivalbesucher mit dem Auto, der Müll, den sie hinterlassen – all das sind Faktoren, die Musikfestivals, wie sie im Sommer auf der ganzen Welt stattfinden, zu Umweltsündern in einer beeindruckenden Größenordnung machen. Und es sind nicht nur die Festivals, auch der normale Betrieb von Konzerthallen und Clubs ist alles andere als klimaverträglich.

termine adressen u-ton radio 1 nacht kulturbrauerei berlin festival und club x berg clubnacht

09


Musikstadt Berlin Interview Harald Wolf   Green Music New Music Award Ctm

Popkomm a2n

what’s up mitte!? red bull academy

Der Reiz

Get No Sleep

Jenseits aller Marktinteressen deckt das »CTM-Festival for Adventurous Music and Related Arts« die Schnittstellen von experimenteller Klangkultur und urbaner Lebenswirklichkeit auf

Woher kommt Musik, was transportiert sie auf welchen Kanälen und wen spricht sie an? Zentrale Fragen jeder tiefer gehenden Auseinandersetzung mit Tonund Klangkunst, die jedoch im gängigen Festival- und Konzertbetrieb kaum Beachtung finden. Da geht es oft eher um Ticketverkäufe und gute Presse, um auch für die Zukunft gerüstet zu sein. Das aus der Club Transmediale hervorgegangene CTM-Festival setzt mit seiner diesjährigen ICAS Suite einen Kontrapunkt. ICAS steht für das Netzwerk International Cities of Advanced Sound, das sich aus 30 stilistisch offenen Festivals und Organisationen rund um den Erdball zusammensetzt. Die ICAS Suite will den Arbeitsstand des Netzwerks über vier Tage in fünf Berliner Clubs dokumentieren und laut Selbstverpflichtung „künstlerische Schnittstellen von Musik, Kunst, Technologie und Gesellschaft fördern“. Gemessen an diesem Anspruch erscheint die Struktur des Festivals zunächst recht konventionell. An mehreren Spielstätten treten nacheinander verschiedene Musiker und Performer auf. Der Unterschied zu anderen Festivals liegt im Detail. Die Auswahl der auftretenden Acts wird nicht von einem autokratischen Festivaldirektor in Berlin vorgenommen, sondern an die Partnerinstitutionen der beteiligten Länder von Litauen und Tschechien über Norwegen, die Niederlande und Frankreich bis Kanada und Argentinien delegiert. Auf diese Weise wird das Event zu einem Forum für Begegnungen und Entdeckungen künstlerischer Idiome ganz unterschiedlicher Regionen. Große Namen sucht man im Programm vergeblich. Es geht im Gegenteil um eine Nische, die vom Markt und dessen Zentren weitgehend ignoriert wird.

„Die Künstler, mit denen wir zusammenarbeiten, sind zwar nicht alle völlig unbekannt, aber die meisten von ihnen operieren unterhalb jenes Levels, auf dem der Markt einen starken Zwang erzeugt“, bestätigt CTMKoordinator Jan Rohlf. Zu den bekannteren Klangabenteurern des Festivals gehört der holländische Produzent 2562 alias Dave Huismans. Er ist zwischen Techno und Dub Step unterwegs, gibt sich aber mit derartigen Schlagworten niemals zufrieden. Huismans’ Ausgangspunkt ist zwar der Computer, er nimmt ihm jedoch alles Sterile und Abstrakte und führt seine Sounds auf eine physisch griffige Basis zurück, deren unablässige Phasenverschiebungen von Minimal Music zu einfachem Pop in keiner Weise vorhersehbar sind. 2562 ist ein typischer Vertreter jener CTM-Künstler, die sich dem Markt entziehen, indem sie ihm kreativ vorauseilen. Für die interaktive Szene Norwegens haben Genregrenzen noch nie eine Rolle gespielt. Klassik-Komponisten, DJs, Rockbands und Jazzimprovisatoren bilden einen Pool unabhängiger Klangkünstler, der ungezählte organische Hybride hervorbringt. Aus diesem Umfeld kommt das audiovisuelle Projekt The Magic State von Nadine Byrne, das okkulte Brücken zwischen Mystik und Alltag, Unterbewusstsein und Wahrnehmung schlägt. Ihre gleichermaßen beängstigenden und beglückenden Klangbilder rühren an den Urgründen unserer zivilisierten Befindlichkeit in der unerforschten Natur. In die Wüste geht die französische Secousse Crew, deren virulenter Partymix die Trennlinien zwischen Compound und Moloch, offener Landschaft und Be-

termine adressen u-ton radio 1 nacht kulturbrauerei berlin festival und club x berg clubnacht

der Nische

tonwüste aufhebt. Die Franzosen suchen nach den Wurzeln der modernen Dance Kultur weder in New York noch in Berlin, sondern in Afrika. Secousse-Sprecher Etienne Tron will nicht weniger, als eine Verbindung zwischen den zahlreichen lokalen Ghetto-Kulturen der Welt herstellen. Der kanadische DJ und Audio-Kurator Eric Mattson initiiert unter dem Motto „Play“ einen Abend mit freien Improvisationen. Verschiedene Künstler werden in den Räumlichkeiten des Monarch installiert, um unter Mattsons Dirigat in freien Konstellationen aktiv zu werden. Überhaupt wird der Improvisation auf dem CTM-Festival ein großer Stellenwert beigemessen. „Es gilt darüber nachzudenken, ob improvisierte Musik nicht eine ganz wichtige Kommunikationsform für eine demokratische Gesellschaft ist“, so Rohlf, „und im gegenseitigen Zuhören innerhalb eines Dia- oder Multilogs zu einer gemeinsamen Form zu finden.“ Die ICAS Suite hat sich eine größtmögliche Bandbreite von Avant Pop, Experiment, Noise und Improvisation auf die Fahnen geschrieben. Verbindendes Element all dieser Klangdialekte ist die Elektronik. Ob dieses Paradigma noch absolut zeitgemäß ist, mag dahingestellt sein, denn gegenwärtig probieren immer mehr Soundartisten die Klangphysis alltäglicher Materialien aus, ohne zum herkömmlichen Instrument zurückzukehren. Die Initiatoren des CTM-Festivals sind sich dieser Tendenz bewusst, müssen aber neben programmatischen auch pragmatische Gesichtspunkte berücksichtigen. „Alle Klänge sind schon da“, frohlockt Jan Rohlf. „Es gibt natürlich verschiedenste Vorstellungen von Experiment und Improvisation, aber global gesehen ist die Elektronik das adäquate Ausdrucksmittel für diese Art von offenem Soundverständnis. Allerdings haben wir für die ICAS Suite auch nur ein relativ kleines Budget, mit dem wir möglichst viele Künstler nach Berlin bringen wollen. Wir stellen unseren Partnern ein gewisses Budget zur Verfügung und die entwickeln daraus ihre Programm­ idee. Aus diesem Grund tendieren wir eher zu Solokünstlern, die meist elektronisch arbeiten, als zu größeren Bandformaten.“ Wohin die Reise im Einzelnen geht, wird sich erst zeigen, wenn die ICAS Suite ihre Pforten öffnet. Der Kontext wird bewusst offengehalten, es gibt keinerlei stilistische Vorgaben und die Künstler werden ihrem eigenen Instinkt folgen. Musik als Dialogfeld an der Schnittstelle zur Gesellschaft – ein heilsames Konzept für die gesamte Music-Community. Wolf Kampmann

10

Headquarter im .hbc in-edit   Tipps

CTM presents The ICAS Suite Infobox Monarch Mi 7.9., 21 Uhr: Today's Art (Clubmusik aus Benelux) Paloma Do 8.9., 22 Uhr, Groove (die Redakteure des Groove Magazins legen auf ) West Germany Fr 9.9., 21 Uhr: RIAM Marseille (Drone und Noise aus Frankreich) Festsaal Kreuzberg Sa 10.9., 22 Uhr: Mutek Americas (Lateinamerikanische Clubmusik) Alle Bands und das komplette Programm unter www.ctm-festival.de


Musikstadt Berlin Interview Harald Wolf   Green Music New Music Award Ctm Popkomm

a2n

what’s up mitte!? red bull academy

Get No Sleep

popkomm 2011 popkomm 2011

Popkomm Mi 7. – Fr 9.9. Popkomm 2011 mit B2B-Marktplatz, Showcases und Konferenzen im ehemaligen Flughafen Tempelhof

Während das Showcase Live-Programm im und um den ehemaligen Flughafen Tempelhof nachmittags nur den Popkomm-Fachbesuchern vorbehalten bleibt, spielt die Mehrzahl der dort auftretenden Bands und Künstler im Rahmen der Berlin Music Week abends auch öffentliche Konzerte in der ganzen Stadt wie etwa beim MiniFestival „What’s Up, Mitte?!“, bei den Konzerten in der Kulturbrauerei, während der Clubnächte und beim Berlin Festival. Im Interview erklärt Paul Cheetham, Musikmanager der Popkomm Showcases, das neue Konzept.

Meet Berlin – Gebündelte Potenziale Als übergreifendes Netzwerk der Berliner Musikwirtschaft bringt die Berlin Music Commission Akteure aus allen Bereichen der Branche zusammen. Die ganztägige Matchmaking-Veranstaltung im Popkomm Networking_ Gate richtet sich an das Fachpublikum. Veranstalter, Clubbetreiber, Labels, Verlage und Medien tauschen sich aus über die Themen Standortentwicklung und Kreativwirtschaft, Digitalisierung, neue Strategien, Geschäftsmodelle und Wertschöpfungspotenziale. Diskutiert wird, wie verschiedene Branchen mit der Herausforderung einer digitalisierten Welt umgehen, wie in Berlin eine nachhaltige Standortentwicklung für die Kreativindus­ trie aussehen soll und, wie mit noch fremden Branchen gemeinsame Geschäftsmodelle um Musik entwickelt werden können. Bei den Music Supervisor Sessions laden Andrea von Foerster und Gary Calamar zum direkten Pitch, während prominente Referenten wie Tess Taylor, Präsidentin der National Association of Record Industry Professionals (USA), Vorträge halten. Zudem werden zusammen mit dem Berliner Musikmagazin „de:bug“ verschiedene „Round Tables“ veranstaltet, bei denen sich das Fachpublikum in die Diskussionen einbringen kann. Und im Panel „Nachhaltigkeit im Club und Veranstaltungsbereich“ präsentiert die Clubcommission Berlin ihr bundesweites Pilotprojekt ClubConsult. Stefan Guther

Popkomm Studententicket Für Studenten gibt es das ermäßigte 1-TagesTicket (ohne Berlin Festival) für 39,90 Euro. Das Studenten-Ticket beinhaltet Zugang zum B2B-Marktplatz, Networking Events, Media_Gate, Popkomm Konferenz und Listung im Online Teilnehmerverzeichnis, Popkomm Day Showcases in Tempelhof und außerdem ein BVG-Ticket. www.popkomm.de www.popkommlive2011.com

Meet Berlin Mi 7.9. ab 11 Uhr beim Popkomm Networking_Gate im ehemaligen Flughafen Berlin Tempelhof www.berlin-music-commission.de www.berlin-music-week.de

Was sind Ihre Auswahlkriterien für das Popkomm Showcase Programm? Paul Cheetham: Eine Band live auf der Bühne zu erleben, ist für mich der wichtigste Eindruck. Deswegen verbringe ich sehr viel Zeit mit Reisen und besuche andere Showcase Events, Festivals und Konzerte. Dann bekomme ich viel Musikmaterial über das Ausschreibungsverfahren der Popkomm zugschickt und wäge ab, ob es für die Leute aus dem Musik-Business spannend wäre, die Band live zu sehen und inwieweit der Künstler davon profitieren kann. Oft beratschlage ich mich mit Kollegen und bekomme Feedback von Festival-Veranstaltern, Labels, Verlagen, Agenturen und Musikmagazinen. Zudem pflegt die Popkomm Partnerschaften mit vielen Festivals und unterstreicht damit ihren internationalen Anspruch. Wie profitieren Newcomer-Bands von der Teilnahme? Berlin ist die Schlüsselstadt für das deutsche und europäische Musik-Business und die Popkomm Showcases bieten eine Plattform, wo Künstler zuerst von der Musikindustrie, dem Publikum und den Medien entdeckt werden können. Hier haben Bands die Chance, neue Fans zu finden und von anderen Festivals, Agenturen, Bookern und Labels ins Portfolio aufgenommen zu werden. In unserer Betreuung steht der Künstler im Mittelpunkt. Wir lassen die Bands nicht nur Konzerte in der ganzen Stadt spielen, sondern sorgen bereits im Vorfeld dafür, dass die Aufmerksamkeit hoch ist und sie die richtigen Leute treffen. Wie organisieren Sie das? Wir fragen die Künstler und Delegierten nach ihren Prioritäten. Wenn also eine Band einen Booker sucht, dann versuchen wir, beide Parteien zusammenzubringen. Und wenn ein Label neue Künstler aus einer bestimmten Musiksparte sucht, dann informieren wir die Delegierten, wo und wann welche Band ohne Plattenvertrag spielt. Dazu haben wir letztes Jahr erfolgreich das Konzept „Ask the Expert“ eingeführt und die Leute aus der Musikindustrie befragt, welche drei PopkommKünstler sie am meisten interessieren. Das hatte den Effekt, dass alle Bands Beachtung fanden und schon im Vorfeld ein echtes Interesse für die Acts aufgebaut wurde. Wie sieht der Tagesablauf einer Showcase-Band aus? Frühmorgens akkreditieren sich die Bands und Künstler für ihre Showcases im und um den ehemaligen Flughafen Tempelhof. Das Band-Equipment wird aufgebaut und die Soundchecks absolviert. Danach performen die

12

Headquarter im .hbc in-edit   Tipps

Popkomm Showcases – Das Beste aus zwei Welten

Internationaler Marktplatz für die Musikindustrie. Die 22. Ausgabe der Popkomm fokussiert das digitale Musik-Business Nach dem Neustart auf dem Gelände des ehemaligen Zentralflughafens Berlin-Tempelhof im letzten Jahr zog die Popkomm eine positive Bilanz. Anders als zuletzt ist der internationale Branchentreff der Musikindustrie, der auch 2011 wieder unter dem Dach der Berlin Music Week abgehalten wird, nun jedoch eine reine Business-Veranstaltung für die Fachbesucher. Durch den digitalen Musikkonsum befinden sich die klassischen Vertriebs- und Marketingstrukturen der unterschiedlichen Musikbranchen im Umbruch. Das spiegelt sich auch auf der Popkomm wider, die auf die Vermittlung von digitalen Vermarktungsstrategien setzt und aufzeigt, welche Möglichkeiten die verschiedenen Technologieanbieter der Musikindustrie auf dem Markt anbieten. Die Eingangshalle des historischen Bauwerks dient in diesem Jahr als große moderne Kommunikationsplattform. Im Networking Gate vernetzt sich die lokale und internationale Musikwirtschaft. Die Hauptrolle spielt dabei das Media Gate als neuer zentraler Bestandteil der Popkomm. Das neue Eventformat stellt die digitale Musikwirtschaft in den Mittelpunkt, schafft Wissenstransfer und soll den Austausch aller Beteiligten unterstützen. Thematisiert werden hier auch innovative Technologien wie Mobile Cloud-Streaming oder Social Media Anwendungen. An drei Tagen stehen zahlreiche Konferenzen, Panels, Workshops und Keynotes auf dem Programm. „Social Media und Social Commerce sind ein wichtiger Kanal für Künstler, Bands und Marken. Somit fokussieren wir das Thema auch in diesem Jahr mit einem eigenen Panel“, betont Daniel Barkowski, der Geschäftsführer der Popkomm. So zeigt sich die Popkomm 2011 als Treffpunkt für zukunftsweisende digitale Musikservices. Für Studenten wird erstmals ein ermäßigtes Ticket angeboten.

termine adressen u-ton radio 1 nacht kulturbrauerei berlin festival und club x berg clubnacht

Künstler vor dem Fachpublikum. Die Mehrheit der Bands, die tagsüber bei den exklusiven Showcases auftreten, performen auch abends bei den öffentlichen Konzerten in der ganzen Stadt. Wir haben rund 100 Bands und Künstler, die bei der Popkomm, dem Berlin Festival, in der Kulturbrauerei, der Clubnacht und den vielen Events im Rahmen der Berlin Music Week wie beispielsweise bei „What’s Up, Mitte?!“ auftreten werden. So bekommen die Acts das Beste aus beiden Welten. Das wird eine sehr umtriebige Woche für alle Beteiligten. Was wäre der ideale Erfolgsweg einer Band nach dem Showcase? Erfolg muss nicht unbedingt damit gleichgesetzt werden, dass eine Band plötzlich auf Platz 1 der nationalen Charts schießt. Die Künstler und ihre Manager wollen eine konstante Entwicklung der Karriere sehen. In diesem Sinne bedeutet Erfolg, wenn etwa ein Künstler durch seinen Auftritt bei den Popkomm Showcases einen Deal mit einer Plattenfirma oder Booking-Agentur bekommt. Eine gute Konzert-Kritik in einem wichtigen Musikmagazin wäre ebenso ein gutes Ergebnis. Erfolg ist eine Anhäufung von positiven Ergebnissen und die Popkomm kann einer dieser Schritte auf dem Weg zu größeren Dingen sein. Welchen Vorteil sehen Sie in der Kooperation mit der Berlin Music Week? Zusammen mit der Berlin Music Week haben wir die Chance, ein sehr vielseitiges Event zu präsentieren, das die Exaltiertheit der Stadt einfängt und Leute aus der ganzen Welt anzieht, seien es die Musikfans, die zum Berlin Festival fliegen oder die Delegierten aus der Musik­industrie, die neue Acts bei den Popkomm Showcases sehen wollen. Als Dachmarke kümmert sich die Berlin Music Week um die öffentlichen Veranstaltungen, so kann sich die Popkomm vollkommen auf den Business-Part konzentrieren, der attraktiv für viele internationale Unternehmen ist. Stefan Guther

13


Musikstadt Berlin Interview Harald Wolf   Green Music New Music Award Ctm Popkomm

a2n

what’s up mitte!? red bull academy

Showcases während der Berlin Music Week. Hier eine kleine Auswahl der öffentlich zugänglichen Konzerte der Popkomm Showcase Acts, die unter dem Dach der Berlin Music Week in der ganzen Stadt über die Bühne gehen

Tallinn Music Week Bei den „Great Escape Awards“ im Mai in Brighton wurde die Tallinn Music Week zur „Best New Conference“ gekürt. Im März 2011 veranstaltete das 2009 gegründete Showcase Festival und Networking Event aus Estland seine dritte Ausgabe mit rund 150 Bands. Vier davon performen im Rahmen der Berlin Music Week. Die drei estnischen Bands Kreatiivmootor, Aides und Ewert & The Two Dragons bewegen sich musikalisch zwischen Lo-Fi Dada-Pop, Rock, Punk, Indie, Metal und Jazz und geben damit einen Soundquerschnitt der Tallinn Music Week. Mit dabei ist auch das finnische Rockquintett French Films. Der Eintritt ist frei.

Headquarter im .hbc in-edit   Tipps

In der a2n Werkstatt werden Musiker mit pragmatischem Input und praxisbezogenen Workshops rund um die aktuellen Themen der Musikwirtschaft versorgt. Wir sprachen mit Andrea Goetzke, Mitbegründerin der all2gethernow (a2n) und Mitglied des geschäftsführenden Vorstands, über das öffentliche Coaching im Rahmen der Berlin Music Week

Alle Infos unter: www-berlin-music-week.de

Do 8.9. ab 19.30 Uhr The Great Escape im Maschinenhaus der Kulturbrauerei mit Dry The River, I Am Oak, Lucy Swann und Choir Of Young Believers www.escapegreat.com

termine adressen u-ton radio 1 nacht kulturbrauerei berlin festival und club x berg clubnacht

Der Der Musiker Musiker im im Mittelpunkt Mittelpunkt

popkomm live popkomm live

The Great Escape Im Frühjahr waren die Berlin Music Week und die Popkomm gemeinsam zu Gast bei The Great Escape in der südenglischen Küstenstadt Brighton. Jetzt präsentiert sich das englische Musikfestival mit spannenden Bands im Rahmen der Berlin Music Week. Bereits Mitte Mai konnte das Londoner Quintett Dry The River um den Frontmann und Sänger Peter Liddle das Publikum in Brighton von seinem Folkpop-Sound überzeugen, ebenso die norwegische Musikerin Lucy Swann. Im Maschinenhaus der Kulturbrauerei mit dabei sind auch I Am Oak aus Holland und die dänischen Jungrocker Choir Of Young Believers. Dry The River performen zudem am 09. September beim Berlin Festival im ehemaligen Flughafen Tempelhof.

Get No Sleep

New Fall Festival Warm Up Show Bevor das New Fall Festival im Oktober in Düsseldorf über die Bühne geht, kann man sich bei der Warm-up-Party unter dem Dach der Berlin Music Week schon mal auf das kleine, aber feine Event einstimmen lassen. „Konzerte leben von Atmosphäre. Musik und Ort beeinflussen einander”, sagen die Veranstalter und haben im Roten Salon in Berlin-Mitte die für ihre Zwecke goldrichtige Location gefunden. Dargeboten wird mit Miracle Fortress aus Kanada, dem Norweger Einar Stray, Kill It Kid aus UK und der Berliner Band Norman Palm eine gesunde Mischung aus bekannten und geheimen Acts. Do 8.9. SSC-Group presents New Fall Festival Warm-up-Show ab 20 Uhr im Roten Salon mit Miracle Fortress, Einar Stray, Kill It Kid und Norman Palm www.newfallfestival.com Charter Party Charter sind eine Erfolgsgeschichte der Popkomm Showcases. Letztes Jahr ergatterte die Berliner Rockband nach ihren Auftritten während der internationalen Musikmesse sowohl einen Plattenvertrag bei BMG als auch einen Booking-Deal mit der X-Why-Z Agentur. Mittlerweile hat das Quartett um den finnischen Frontmann Antti Koskinen zahlreiche Bühnen des Landes bespielt und jetzt wird, genau ein Jahr später, das nächste Kapitel aufgeschlagen: Charter präsentieren das von John Fryer (Him, Depeche Mode) produzierte Debüt-Album „Impossible You“ im Frannz Club. Den Support gestalten die Berliner Kollegen von The Mint und Go Back To The Zoo aus Amsterdam. Fr 9.9. Charter Party featuring Charter, The Mint, Go Back To The Zoo www.chartermusic.de Stefan Guther

Do 8.9. Tallinn Music Week ab 19 Uhr im NBI mit Kreatiivmootor, Ewert & The Two Dragons, Aides und French Films www.tallinnmusicweek.ee

14

lungen zu dem, was möglich ist und wie man strategisch vorgehen kann: Wie kann ich eine Online-Vermarktungs- und Vertriebs-Strategie für meine Musik erstellen, wie einen Booker finden, wie selbst Veranstaltungen machen, wie geht Crowdfunding, soll ich mich bei der Gema melden oder besser CC lizensieren, wie funktioniert klassische Pressearbeit und wie nutze ich Social Media, wie bringe ich meine Musik in Filmen und Games unter, und wie mache ich ein Musikvideo? Neben den Beratungsgesprächen und praxisrelevanten Workshops beziehen sich unsere Themen auch auf neue anwendungsorientierte Strategien wie etwa auf die Ansätze des Do-It-Yourself (DIY) und Do-ItTogether (DIT).

Warum sind Musiker die „wahren Helden der Musikwirtschaft“? Andrea Goetzke: Weil sie die Musik machen. Alle anderen sind natürlich auch wichtig, leben aber auf der Basis dieser Kreativität, denn ohne die Musiker gäbe es nichts zu senden, zu promoten oder zu veranstalten. Steht die Musikindustrie nicht im Fokus der a2n Werkstatt? Goetzke: Bei der a2n Werkstatt konzentrieren wir uns auf die Interessen der Musiker und bieten spezielle Formate an. In unseren anderen Veranstaltungen, Workshops, Salons und besonders auch im Camp geht es all2gethernow aber natürlich um alle Akteure der Musikwirtschaft! Die a2n steht, aus meiner Perspektive, für eine Musikwirtschaft, die geprägt ist von einem fairen Miteinander-Arbeiten, welches Interessen zwischen verschiedenen Akteuren ausgleicht, unnötig prekäre Verhältnisse vermeidet und Musik und Musikkultur im Mittelpunkt sieht. Aus unserer Perspektive gehören auch die sogenannten „Prosumer“ dazu, mit mehr oder weniger professionellem Anspruch, denn eine rein geschäftliche Perspektive auf die Musikbranche greift für uns in der digitalen Welt zu kurz. Was können Newcomer in der a2n Werkstatt im Rahmen der Berlin Music Week lernen? Goetzke: Es gibt einen Tag lang Austausch und Input zum Musikmachen und allem drum herum. Musiker und Bands spielen einen Song oder Track vor und bekommen Feedback von Experten, die schon lange im Geschäft sind und von denen man auch über Bewertungsmuster verschiedener Akteursgruppen wie Labels, Musikmedien, Booker und Veranstalter lernen kann. Wir geben in unseren Workshops Hilfestel-

Hat das DIT das DIY abgelöst? Goetzke: Mit geringeren Budgets in der klassischen Musikindustrie und der gleichzeitig wachsenden Zahl an digitalen Werkzeugen im Netz sowie immer mehr Leuten, die Musik veröffentlichen, wird DIY immer als der neue Weg postuliert. Aber ist es wirklich die Lösung, alles selber zu machen? Für mich, und das hat sich so auch immer wieder in den Diskussionen in unseren Workshops ergeben, bietet DIT, also Unabhängigkeit bewahren und gleichzeitig miteinander arbeiten, eine wesentlich sympathischere und sinnvollere Zielrichtung. Was sind die dringlichsten Fragen, die junge Musikkünstler in Ihren Workshops stellen? Goetzke: Viele Musiker suchen nach Orientierung und neuen Ideen, wie sie ihre Arbeit professionalisieren und mit ihrer Musik Geld verdienen können. Wichtig sind auch Kontakte und Netzwerke, sodass man Gleichgesinnte und Leute treffen kann, die neue Ideen verwirklicht haben, die aus anderen Bereichen der Branche kommen und frische Perspektiven mitbringen, welche die eigene erweitern und bereichern. Stefan Guther

Die all2gethernow (a2n) versteht sich als Plattform für den offenen Austausch in der Musikbranche jenseits aller Genre- oder Hierarchiegrenzen. Gegründet wurde sie im Sommer 2009 als Reaktion auf die damalige Absage der Popkomm. Bei der a2n Werkstatt im Rahmen der Berlin Music Week steht der Musiker im Mittelpunkt. Angeboten wird u.a. ein öffentliches Coaching von einem ExpertenPanel in Kooperation mit „Fritz Unsigned“.

a2n Werkstatt Mi 7.9. ab 10 Uhr im .Hbc www.all2gethernow.de www.berlin-music-week.de

15


Musikstadt Berlin Interview Harald Wolf   Green Music New Music Award Ctm Popkomm a2n

what’s up mitte!?

red bull academy

Get No Sleep

termine adressen u-ton radio 1 nacht kulturbrauerei berlin festival und club x berg clubnacht

Headquarter im .hbc in-edit   Tipps

Heilige Hallen

Die Red Bull Music Academy kombiniert innovative Popklänge Berlins mit der Würdigung des glorreichen Hansa Studios

Die viertägige Reihe „What’s Up, Mitte?!“ zeigt, dass sich im Zentrum Berlins die Landschaft an Live-Clubs weiterhin sehen lassen kann Das Motto „What's Up, Mitte?!“ klingt herausfordernd und so ist es von Kristian Wolff, langjährigem Booker im Roten Salon und Organisator der am 7.9. startenden Reihe, auch gedacht. Statt zu beklagen, dass Mitte nach der Schließung einiger berühmter Clubs nicht mehr die international favorisierte Ausgehmeile sei, gelte es, die Stärken einer gewachsenen Infrastruktur zu zeigen. „Wir möchten die Aufmerksamkeit auf Veranstaltungsorte mit weniger kommerziellem Charakter lenken, wo das Berliner Publikum wegen den Künstlern oder einer bestimmten musikalischen Richtung hingeht.“ Besonders Freunde spezieller Retro-Stile –sei es live, sei es in Form regelmäßiger DJ-Sets – hätten hier seit Jahren ihre festen Adressen: Bohannon, Kaffee Burger, King Kong Klub, White Trash, ZMF – alles Spielstätten, die „für ambitionierte Programme zu fairen Preisen stehen“. Dies ergäbe eine ganz andere Atmosphäre als in vielen Kreuzberger Clubs, auf die in derzeitigen Berlin-Guides verwiesen wird. „Der heutige Club-Tourismus, wo große BookingAgenturen ihre Acts in die angesagten Locations rund ums Schlesische Tor hinein buchen, ist mit den Verhältnissen vor fünfzehn Jahren nicht zu vergleichen“, so Wolff. „Damals konnte man noch in Mitte in einem Haus mit ungeklärten Eigentumsverhältnissen ein paar Boxen aufstellen und Partys veranstalten.“ An jene Gründerzeit hauptstädtischer Techno-Kultur wird am 7.9. im Kinosaal des .HBC erinnert, wo im Filmprogramm „Berlin << Rewind“ unter anderem Ben Hardyments Doku „Berliner Trance“ von 1993 gezeigt wird. Mit Manfred Jelinskis „Neonnächte Westberlin“ präsentieren die Kuratoren Christine Kisorsy und Florian Wachinger aber auch Material, das vor dem Mauerfall entstand. „In den Jahren 1979 bis 1986 durchforstete Jelinski Kultorte wie das SO 36 und hielt dabei unter anderem den ersten Die-Ärzte-Auftritt auf FujiColor fest“, berichtet Wachinger. An diesen zum Teil noch nie zuvor gezeigten Punk-Dokumenten „in bester Direct-Camera-Tradition“ schätzt er vor allem „den

niemals wertenden Blick“. Ergänzend dazu laufen in einer Installation im .HBC-Foyer Videoclips der letzten zehn Jahre, die „Berlin als Stadt der Projektionsflächen“ – von Ellen Alien bis zu den Torpedo Boyz – thematisieren. Diese bunte Mischung setzt sich auch am Auftaktabend von „What’s Up, Mitte?!“ fort: im Hof des Postfuhramts ertönt Chill-out-Jazz von Nylon, im Kaffee Burger US-Garagenpunk mit den Howlies und im King Kong Klub der Psycho-Blues-Afro-Beat-Jazz-Mix von Peculiaroso. Bekanntem wie vergessenem Liedgut widmet sich die im Kaffee Burger gezeigte Performance-Reihe „Ein Hit ist ein Hit“, die vor drei Jahren von den Autoren Lothar Berndorff und Tobias Friedrich ins Leben gerufen wurde. Ursprünglich nur als Buchpräsentation ihres Nachschlagwerks „1000 ultimative Charthits“ gedacht, entwickelte die Kombination „Lektionen in Popcharts-Geschichte plus werktreue Live-Umsetzung“ bald ein Eigenleben: Während der letzten zwei Berlinalen rissen sich Schauspiel-VIPs ums Mikrofon und bei der 14. Folge zum 70. Dylan-Geburtstag würdigte sogar Judith Holofernes ihren Helden. Auch der Rote Salon in der Volksbühne steht seit jeher für multimediales Entertainment. Nach umbaubedingter Pause bietet er am 8.9. gleich eine Art Mini-Festival. Auf Lesungen wird zwar verzichtet, doch die kanadische Soft-Psych-Band Miracle Fortress, die British-BluesAufsteiger Kill It Kid und der Berliner Norman Palm repräsentieren durchaus das Theatralische im Pop. Im selben Ambiente wird tags darauf unter dem Motto „Wilder Westen versus Wilder Osten“ die aus Seattle stammende Country-Combo Brent Ameker & The Rodeo auf die Bolschewistische Kurkapelle Schwarzrot treffen und einen augenzwinkernden „Kampf der Systeme“ austragen. Und an den Turntables werden sich nicht erst zur zweitägigen Clubnacht Lokal-Koryphäen (z.B. Schneider TM am 8.9. im ZMF, Namosh am 10.9. im Roten Salon) mit internationaler Prominenz (u.a. ExLibertines Carl Barat am 9.9. im White Trash, Arnold Scheepmaker vom Kill-All-Hipsters-DJ-Team am 10.9. im Levee) abwechseln. Das Aufgebot bei „What’s Up, Mitte?!“ ist also groß, aber durchaus repräsentativ für die aktuelle Vielfalt in diesem Bezirk. Insofern kann die Antwort auf die Motto-Frage nur lauten: „Einiges!“

16

Markus von Schwerin

„What’s Up, Mitte?!“ Mi 7.9. – Sa 10.9. an fünfzehn verschiedenen Spielstätten, Anfangszeiten und Eintrittspreise auf www.berlin-music-week.de

Nicht alle Kultstätten des Pop liegen in Berlin rund ums Schlesische Tor verteilt. Das Gebäude der Hansa Studios könnte man glatt verpassen, so versteckt liegt es im Schatten des brummenden Potsdamer Platzes, im Grenzbereich, in dem einst die Mauer winkelig die Stadt teilte. Zeitig zum 50. Jahrestag des Mauerbaus steht das bedeutende Studio im Zentrum der Red Bull Music Academy. Die jährlich in anderen Metropolen stattfindende Kreativplattform richtet sich seit 13 Jahren an innovative Nachwuchstalente – ob Jazzer oder Soundtüftler – und bietet dann während mehrerer Wochen Workshops, Jam Sessions und Lectures mit einflussreichen Köpfen an, in vergangenen Academy-Jahrgängen etwa mit DetroitTechno-Pionier Moodyman, Komponist Steve Reich oder Mark Ronson. Im Rahmen der Berlin Music Week findet nun eine Art Kompaktausgabe der Hauptveranstaltung statt. Während der offenen Lectures etwa werden Berliner Shooting Stars wie Casper und Bodi Bill von ihrer Arbeit berichten und sich den Fragen der Teilnehmer stellen. Letztere teilen sich auch die Bühne zum Eröffnungskonzert im Meistersaal, neben unter anderem DJStar Radioslave und Moritz von Oswald. Der Hauptfokus aber gehört Insidern aus der goldenen Ära des Studios: zum einen der Brite Gareth Jones, der hinter dem Sound prägender Alben von Depeche Mode, Wire oder den Einstürzenden Neubauten steht; auch spannend dürften die Begegnung mit Toningenieur Tom Müller werden, der Einblicke in die Hansa-Jahre in den Siebzigern gibt. Nach dem Kopfsport wird die Academy in die Nacht ausschwärmen: auf die Tanzflächen des neuen Party-Horts Kater Holzig.

RED BULL ACADEMY, Mi 7.9. – Fr 9.9. Mi 7.9., 19 Uhr, Hansastudio, Meistersaal (Eröffnungskonzert) Bodi Bill, Moritz von Oswald, Radioslave, Andreya Triana, Mano Le Tough VVK: 10 Euro Do 8.9., 16 Uhr, Lecture I: Thomas Müller (TonIngenieur Hansa Studios) / 18 Uhr, Lecture II: Manfred Praecker (Produzent „99 Luftballons“) /  20 Uhr, Workshop: Robot Koch Fr 9.9., 16 Uhr, Lecture I: Casper / 18 Uhr, Lecture II: Gareth Jones / 20 Uhr, Workshop: Gareth Jones Weitere Informationen zu den Lectures und Workshops auf www.redbull.de/musik

Ulrike Rechel

Superlative lassen die verwöhnten Berliner in dieser Stadt des Understatements ja eher kalt, ihnen wird es vermutlich egal sein, mit wie vielen Medaillen Tiësto und seine Gäste sich behängen dürfen. Mindestens sechs Stunden Tanzen versprechen die Veranstalter. Das ist in Berlin dann auch eher gesundes Mittelmaß als Rekord. Aber: Hauptsache, die Musik ist gut und elektronisch und das Motto der Party stimmt: Get No Sleep. Ja, damit können Berliner etwas anfangen. Anne Lena Mösken

Schlaflos an der Spree Mit Tiësto legt ein DJ der Superlative in der O2 World auf Eigentlich ist die O2 World mit ihren 17 000 Plätzen ein bisschen klein für Tiësto. 70 000 Zuschauer, das ist schon eher seine Größenordnung, gerne auch mal ein paar Millionen, das ist sein Rekord und vermutlich auch Weltrekord: 2004 legte er zur Eröffnungsveranstaltung der Olympischen Sommerspiele in Athen auf und Menschen auf der ganzen Welt sahen und h��rten ihm dabei zu. Tiësto ist ein DJ der Superlative: Drei Mal in Folge wurde der 42-jährige Holländer bereits Anfang der Nullerjahre von den Lesern des britischen Musikmagazins DJ Mag zum besten DJ der Welt gewählt. Seitdem füllt er die Stadien rund um den Globus, spielt bis zu 100 Gigs im Jahr, er hat 9,5 Millionen Facebook-Fans und verkaufte bis heute 2,5 Millionen Platten weltweit. Königin Beatrix schlug ihn zum Ritter für seine Dienste an der niederländischen Elektroszene. Jetzt kommt der DJ-Gigant, der Megalomaniac des Trance, also mal wieder nach Berlin, zusammen mit drei illustren Freunden: Fedde Le Grand, der derzeit schon seit Monaten mit gleich mehreren Tracks in den Top 10 der Charts des digitalen Musikladens Beatport ist, und mal für Madonna, mal für will.i.am produziert. Sander van Doorn, der hin und wieder für Robbie Williams arbeitet und der französische House-DJ Martin Solveig, der 2010 seinen Track „Hello“ gleich in mehreren europäischen Ländern zu Gold zu machte.

17

Get No Sleep mit Tiësto, Fedde Le Grand u.a. Fr 9.9., O2-World, 23 Uhr. VVK: 43-56 Euro€


termine adressen u-ton radio 1 nacht kulturbrauerei berlin festival und club x berg clubnacht

Den tip Berlin gibt es jetzt auch fürs iPad! Bereits Dienstagabend vor Erscheinen des Heftes verfügbar! Ab sofort im iTunes-Store für nur 2,99 € je Ausgabe!

Alle Termine Dienstag 06.09.2011 Eröffnung Admiralspalast 19:00 New Music Award Kraftklub & 9 Newcomer Acts, Award Tipps .HBC 10:00 Deine Stimme gegen Armut, Pressekonferenz Berghain 21:00 Yellow Lounge LiveAct: Anoushka Shankar DJs: DJ Canisius & Paul Frick (Brandt Brauer Frick) VJ: ma.beat Klassik Berliner Dom 20:30 Verdi Requiem Orchester und Chor der Nationaloper Kharkov – Ltg.: Roland Bader, Elena Zelenskaia, Irina Dolzhenko, Alexandr Zacharov, Mikhail Kazakov (Solisten des Bolschoi Theaters Moskau)

Mittwoch 07.09.2011 CTM präsentiert The Icas Suite Monarch 21:00 THE ICAS SUITE: TodaysArt Peter van Hoesen / 2562 / Conforce Paloma 22:00 THE ICAS SUITE: Insomnia! (Tromsoe) & Cynetart (Dresden) Boska, Charlotte Bendiks, Galina, Hardgrove West Germany 21:00 Sperm (Prag) Bells & Wistles Table / Popper-C / Teve / Jan Stramek

Erleben Sie den tip Berlin ganz neu: 4 4 4 4 4 4 4

Tagesaktueller Veranstaltungskalender Dynamischer Seitenaufbau im Hoch - & Querformat Zahlreiche aktive Links ins Web Videos und Kinotrailer Anspielen & Kaufen von Musik und Alben über iTunes Spektakuläre Bilderstrecken Alle Berlin-Highlights der nächsten 14 Tage

Kulturbrauerei Alte Kantine 22:00 Wellness Club: Dj Funky Henning mit Rock-, Pop-, Dance Classics frannz 1st Floor 20:00 Institut Ramon Llull presents "Catalan Pop Night"/Popkomm on Berlin Music Week 20:00 Marcel Cranc / 21:10 Litoral / 22:20 The Suicide of Western Culture frannz 2nd Floor 22:00 Elektrik Garden finest minimal, tech-house & elektro

Gleich ausprobieren!

Kesselhaus 20:00 Nordic Night/ Popkomm on Berlin Music Week Lauri Ylönen (The Rasmus/Finland)/ Tove Styrke (Sweden) / Felix Zenger (Finland) Maschinenhaus 19:30 NEMIS – New Music In Sweden in cooperation with Kick Start and Export Music Sweden/ Popkomm on Berlin Music Week This Is Head / You Say France & I Whistle / Dolly Daggers / State Of Grace / Tantrum To Blind

What´s up Mitte Grüner Salon 20:00 “Tel Aviv Showcasing”/Popkomm on Berlin Music Week Live: 20.00 Mary Ocher / 20.45 The Raw Men Empire / 21.30 Daniela&Ben Spector/ 22.15 Rutsi Buba

Donnerstag 08.09.2011

Grüner Salon 20:00 Austria Sounds Great Diver, Bensh, My name is Music

CTM präsentiert The Icas Suite Blumenbar 23:00 THE ICAS SUITE: Unsound (Krakau), Rokolectiv (Bukarest) & Cynetart (Dresden) Rochite / Jacob Korn & Cuthead aka Kornhead - mit DJs: Cosmin TRG, Jam City

Kaffee Burger 21:00 Konzert Live: The Howlies (Garage House, Pop, Rock) Kaffee Burger 23:00 Independent Fan Club Dj Set by: She Said Yeah & He Said Wow Party Kim Bar 22:00 See you after Business Clubbing Berlin #1 Dj-Sets by Thieves like us, Jools Hunter, V Team KingKongKlub 21:00 Live: Peculiaroso & DJ Al-Ex Insane Anders Schokoladen Mitte 19:00 Solaris Empire Label Night/ Popkomm on Berlin Music Week Live: 20.00 Bernhard Eder (Austria), 21.00 Kitty Solaris (Germany)

Kesselhaus 20:00 French Connection/ Popkomm on Berlin Music Week 20.00 Loane / 21.15 Axel and the Farmers / 22.30 General Elektriks / 23.45 Fortune Kulturbrauerei Freigelände 22:00 Silent Disco Open Air Elektro und Dance Classics Maschinenhaus der Kulturbrauerei 19:30 The Great Escape presents… /Popkomm on Berlin Music Week 19.30  I Am Oak /20.30  Lucy Swann / 21.30 Choir Of Young Believers/ 22.30 Dry The River

Magnet Club 17:00 3. Internationaler Revolver-Kicker-Cup

nbi 20:30 Tallinn Music Week presents .../Popkomm on Berlin Music Week Kreatiivmootor (Estonia) / Ewert & The Two Dragons (Estonia) / Aides / French Films (Finland) Konzert/ Rock Pop

Magnet Club 21:00 Nordic by Nature/ Scandinavian Music in Berlin Ikons / Zebra and Snake / Marcus Price / Sleep Party People / Chimes and Bells / Tog / Edda Magnason – mit DJs: This Is Head DJ set, Die

Levee 20:30 Sinnbus Label Night Live. Rue Royale (UK)/ Me and my drummer (DE) / Ter Haar (DE) & DJSet Maxim Gorki Theater 19:30 The Johnny Cash Songbook Live: Katharina Heyer, Aenne Schwarz, Holger Ackermann, Thomas Anzenhofer, Jens Gebhardt u. a. Picknick Club 21:00 "THURSDAY" Live: Kap Bambino / Punk'd Royal/ Slagsmålsklubben/ Ludwig Van/ I'm Not A Band/ Gregor McEwan & DJ: DJ Candie Hank

Schokoladen Mitte 19:00 Siluh Records Labelnight/ Popkomm on Berlin Music Week Live: 19.30 Gary (Austria)/ 20.25  Luise Pop(Austria) / 21.20 Killed by 9V Batteries (Austria)

frannz 2nd floor 21:00 Swing & Wine Die ausgelassene Ära des Swing und der Genuss guter Weine

K 17 21:00 Suomi Darkness-Sounds Like Finland Kinetik Control/ Beati Mortui/ Cold Cold Ground/ Silent Scream/ Black Light Discipline/ Hellcity Punks/ Turmion Kätilöt

KingKongKlub 22:00 Body Heat Live: Pierre Normal + DJ Set by Dolina

Paloma 22:00 THE ICAS SUITE: Groove Thilo Schneider, Florian Sievers, Heiko Hoffmann

frannz 1st floor 20:00 Meet PolandNordland Art Festival –  20.00 Blisko Pola / 21.00 Polaris / 22.00 Kamp / 23.00 Dash

Hansa-Tonstudios 19:00 Red Bull Music Academy Berlin Bodi Bill / Moritz von Oswald / Radioslave / Mano Le Tough (Meistersaal)

Kaffee Burger 23:00 Salon de Lüxx – Balkan, Swing, Burlesque Dj AK

Roter Salon 20:45 SSC-Group presents the New Fall Festival Warm-Up Show/ Popkomm on Berlin Music Week 20.45 Miracle Fortress (CAN) / 21.30 Einar Stray (NO)/ 22.30 Kill It Kid (UK) / 23.30 Norman Palm (DE)

Kulturbrauerei Alte Kantine 22:00 Everybody Dance Now! Funky Henning

Tipps Festsaal Kreuzberg 20:45 Spex Live gig/ Popkomm on Berlin Music Week 20.45 Sparrow And The Workshop – Dan Black /  Ali Love /  D.R.U.G.S.

Kaffee Burger 21:00 Ein Hit ist ein Hit Vol.15 Live: Lothar Berndorff & Überraschungsäste

Monarch 21:00 THE ICAS SUITE: Eric Mattson&CTM present Play Dirk Dreselhaus / Adam Thomas aka Preslav Literay School / Jan Zimmermann / Benjamin L. Aman/ Schneider TM/ Mario de Vega/ Robert Lippok

Headquarter .HBC 10.00 Panel – How to start a creative business. Fördermöglichkeiten der Stadt Berlin (Eintritt frei) 13.00 Mediengespräch: Entwicklungen des Crowdfunding im Musikmarkt (Eintritt frei) 14.00 Panel: Erfahrungen und Möglichkeiten des Crowdfunding in der Musikwirtschaft (Eintritt frei) 16.00 Panel: Soul-Clap – Berliner Kulturbotschafter & Netzwerkaufbau in Asien. Mit DJ DSK (Kunming, China) , DJ URI (Mumbai, Indien), DJ MARC HYPE (Berlin, Germany) 19.00 Party: Berlin Music Week Blue Hour

What?! 23:00 Audiolith & Staatsakt präsentieren: Audiolith Geldparty – Eine junge Firma stellt sich vor… Egotronic DJ-Set, Mediengruppe Telekommander, Frittenbude, Xbergdhirty6 & Special Live-Act

Popkomm Flughafen Tempelhof 11:00 Popkomm –  The International Music Business Market Marketplace, Conference, Showcases *Just for delegates 10:00 Meet Berlin One-on-One Matchmaking, Panels, Round Tables, Music Supervisor Sessions *Just for delegates

SchwuZ 20:00 Queer Noises Festival powered by Siegessäule Pop:sch, Alexander & Kimono Kops - mit DJ Desolation Disko King

Klassik Berliner Dom 20:30 Verdi Requiem Orchester und Chor der Nationaloper Kharkov – Ltg.: Roland Bader, Elena Zelenskaia, Irina Dolzhenko, Alexandr Zacharov, Mikhail Kazakov (Solisten des Bolschoi Theaters Moskau)

What´s up Mitte?! C/O Berlin im Postfuhramt 20:00 Berlin Music Week Hofkonzert Nylon und Gäste

.HBC 20:30 berlin<<rewind Clipping Berlin – Musikdokumentationen und Videoclips aus Berlin, kuratiert von Florian Wachinger und Christine Kisorsy: Nick Cave  – The Last Birthday Party, BRD 83, 25 Min, R: Heiner Mühlenbrock / Neonnächte Westberlin – Musikfilme von Manfred Jelinski, BRD 79-86. ca. 80 min.

Soda 20:00 Ronny & Ernesto Salsaparty mit Tanzkurs Party, Tanz

Willy-Brandt-Haus 19:30 Pop Meets Politics Die Berge, DJ Enzanza (Atrium)

nbi 00:00 Shade Inc. Electrorock + Katebushrock mit Kate Boss & Ol!

White Trash 20:00 Danish Invasion/ Popkomm on Berlin Music Week Upstairs: Dad Rocks! / Lydmor/ Thew New Spring/ Let Me Play your Guitar / Downstairs: Emma Acs / CallmeKat/ Deer Bear

Neue Mythologen DJ set, Am Track, Nordic by Nature, Bror (Magnet & Comet)

Wild At Heart 22:00 Konzert Freeze / A State Of Grace

nbi 19:30 Upload Festival presents/ Popkomm on Berlin Music Week Marco Notari – Sycamore Age / Quintorigo /  Management Del Dolore Post-Operatio

Headquarter .HBC 10:00 all2gethernow – Werkstatt I: öffentliche Feedback-Gespräche zur Musik all2gethernow – Werkstatt II: Workshops zu Aktivitäten um das Musikmachen herum

Headquater im .hbc in-edit   Tipps

What?! 23:00 Awesome DJ Sets by: Cobra Krames, Jubilee, Marcus Price, Leonard de Leonard, Rat Catcher White Trash 19:00 In Edit Film Festival Upside Down The Creation Records Story White Trash 22:00 Popkomm on Berlin Music Week Live: Little Barrie (UK) / Acid Baby Jesus (GR) ZMF 23:00 Belgique Cest Chique Live: The Von Duesz (live), DJ-Set by Schneider TM, Visuals: Crowd Controll, Licht by WG 86 Popkomm Flughafen Tempelhof 10:00 Popkomm –  The International Music Business Market Marketplace, Conference, Showcases *Just for delegates Tipps C-Club & Crystal 19:00 Radioeins Nacht Julia Marcell (Singer-Songwriter) / Hundreds (Elektropop) / Dear Reader (Indiepop) u. a. Comet Club 19:30 Music from Ireland/ Popkomm on Berlin Music Week  19.30 Last Days of 1984 / 20.00 We Cut Corners / 21.30 Ham SandwicH / 22.30 Funeral Suits / 23.30 Le Galaxie Hansa-Tonstudios 16:00 Red Bull Music Academy Lectures & Workshops Thomas Müller / Moritz von Oswald K 17 21:00 Danse Macabre Festival Das Ich, Gothminister, Eisenfunk Lovelite 20:40 Brescia Indizi SonoriThe Northern Italian Night/Popkomm on Berlin Music Week– 20.40 Jules Not Jude /21.25 Seddy Mellory / 22.10 Ovlov / 23.00 The Pink Holy Days Postbahnhof 21:00 Crystal Productions & Port01 present Karocel / Museum

19


Musikstadt Berlin Interview Harald Wolf   Green Music New Music Award Ctm Popkomm a2n SO 36 21:30 Target Records/ Mighty Music presents "Dance with Danes"/Popkomm on Berlin Music Week 21.30 Siamese Fighting Fish / 22.20 Helhorse / 23.10 Surfact /00.00  Rock Hard Power Spray

Hangar 49 23:00 Bum Bum Techno Berlin Beddermann und Dahlmann, Tetsuo, Royse, Jim Nastic, Cpt. Coons (Dance) Huxleys Neue Welt 22:00 Roller Disco #6 Rollschuhbahn auf 600 qm + Dancefloor (Rock)

Klassik Berliner Dom 20:30 Verdi Requiem Solisten des Bolschoi Theaters Moskau, Orchester und Chor der Nationaloper Kharkov/Ukraine – Ltg.: Roland Bader Klassik

Icon 23:30 Hobbyhorse Falty DL, XXXY, Delfonic, Eli Pavel

Neuköllner Oper 20:00 Rheingold Feuerland Oper

Disko Djs: Tim, Christian, Spencer, ReAnka-Nation Roter Salon East vs. Wild West Live: Brent Amaker And The Rodeo (US) / Bolschewistische Kurkapelle Schwarz-Rot 2.0 (OstBerlin) – & DJs-Sets by Martin Petersdorf & Sp Vgg Breitbarth

Music Week Tako Loko (Balkan) – Eastblok Music Label DJs AK & Pixie

Wild At Heart 22:00 Popkomm on Berlin Music Week Don Fernando (AUSStoner) / Corroded (FI-Metal)

Soda 23:00 House meets Soul Soda resident Djs

Kaffee Burger 22:00 l ive: Gabriel Hirsch Kaffee Burger 00:00 Indie Tanznacht DJ Set by: A Design for Life Kiki Blofeld Club 22:00 Clubparty

Freitag 09.09 Berlin Festival Flughafen Tempelhof 14:00 Berlin Festival Apparat Band / Austra / Battles / Clap Your Hands Say Yeah / CSS / Dry the River / Health / Hercules And Love Affair / James Blake / LFO / Oh Land / Mount Kimbie / - Primal Scream present Screamadelica / Rainbow Arabia / Santigold / Suede / The Drums / The Rapture / Wire / Yelle Flughafen Tempelhof Popkomm on Berlin Festival Retro Stefson (Iceland)/ Firefox AK (Sweden) Clubnacht Beginn: 23:00 .HBC 22:00 Eröffnung Clubnacht/Rhythm & Beat Organization (R&R, Garage-Punk, Psychedelischer Soul) – mit DJs Edem, Harry Chestwig (House u. a.) Bassy Cowboy Club 21:00 The Obsidians (60s Beat & R&B) – mit DJs The Mytch & Mr. Garage Blumenbar 23:00 THE ICAS SUITE: CTM, MUTEK & Full Pull (Berlin / Montréal/Malmö) Deadbeat / Lillevan Live AV, Mokira, Jonsson / Alter , Kontra Music, Ulf Eriksson,Kassem Mosse, The Mole, Ossie Bohannon 23:00 Unique vs Hip City Soul Club Berlin Live: Al Supersonic & The Teenagers; Dj´s Marc Forrest, Lars Bulnheim, Henry Storch Brunnen 70 22:00 Clubnacht Hula hula Reisegruppe, Gunne - Urban-Art-Künstler der Sam-Crew und Fate85 (Techno, Disco) Calabash Club 22:00 3 Jahre Calabash Club - Special Killamajaro Sound, Bass Station Crew (Dancehall, HipHop, Soca) live: Nerd School (Rock, Beasty) Clärchens Ballhaus 20:00 DJane Clärchen und Tanzkapelle live (Schwoof ) Club 23/Soda 22:00 Silent Disco Open Air (Elektro, Danceclasscis, 90er) Club der Polnischen Versager 21:00 SupHumanBros (Japan) DJ MakotoSakamoto, DJ YutakaSakamoto (ElectroBeats, Dance) Delicious Doughnuts 23:00 Concorde Soulcompany Karel Duba (Soul, Funk u. a.) - "Good Morning Vietnam" - Houseboat (House) frannz 22:00 Tour de frannz Elektrik Garden Plunsh, Stan, Moses, Schulle, Schliffterstudio & Friends (Minimal, Tech-House, Elektro) – 2 Floors

Last Cathedral 22:00 Night of Vampires Goth, Rock, Elektro, Mittelalter Levee 22:00 Roseland Ballroom/ Popkomm on Berlin Music Week Live: Leyan / Anoraak (Indie, Pop, Retro) - & DJ Set Almost Tropical (Motor FM/ White Noise Club)

Lovelite 21:00 Punk-, Liedermacher- & Folk-Abend

Spindler & Klatt 20:00 R!se 101% RnB DJ Size, DJ Beatnut, Rocfam DJ-Team – Dinner und Party (ab Uhr)

Tipps Forum Factory 21:00 The Unkown DJ Thunfisch zum Frühstück, Schimpanotti, El Manolito, Martin Kern, Alexander Berge

Steinhaus 22:00 Friday Night Club (Disco, House, R&B)

Freilichtbühne Zitadelle Spandau 19:30 Magic of Brazil – Show

Trust 23:00 Rachel/Carte Blanche

Hansa-Tonstudios 16:00 Red Bull Music Academy Lectures & Workshops Casper, Gareth Jones

Club XBerg Arena Berlin 23:00 Club Xberg Boy George & Marc Vedo, Diplo, Daniel Wang, Berlin Battery w/ Shir Khan & Jack tennis, A-Trak, Andy Butler, Hell, Kruder & Dorfmeister, Boysnoize Records Special w/ Strip Steve vs Das Glow, Djedejotronic, Jan Driver & Audionite u. a.

Heinz Minki  22:00 – Nacht und Nebel präsentiert Voltage Musique 40 Releases of *fantastique musique for fantastique people* Marquez Ill feat. Leigh Myles, David Pasternack, Konrad Ritter, Stefan Krogmann

Headquarter .HBC 10.00 Pressekonferenz und Panel: Green Music Initiative. Masterplans Green Berlin Music Week 2020 (Eintritt frei) 12.00 Panel: GO Group Meeting - Energy Storage at Festivals & Music Events (Invitation only) 12.00 Panel: Try and Qualify – on Open Cities' Broadband Testbed" (Eintritt frei) 15.00 Panel: Clubnacht Gastland UK: Workshop/ Präsentation by Verbal Vigilante (Eintritt frei) 20.00 Party: Opening Berlin Music Week Club Night (Invitation only) 23.00 Party. Berlin Music Week Clubnight: Rhythm & BeatORGANization, DJs: edem (three4house); Harry Chestwig (Melody Farm)

Monarch 21:00 THE ICAS SUTE: FULL PULL (Malmö) Islaja / The Magic State / Midaircondo & Michaela Ostergaard-Nielsen , Ulf Erksson Monster Ronson's 19:00 Karaoke Show mit Resident-KJs (Schwerpunkt: Alternative & Disco) Paloma 22:00 THE ICAS SUITE: DIS-PATCH (Belgrade) DJ Moodswinger & guests Postbahnhof 23:00 UniCocktail Vanessa, Diss'n, Waikiki (Electro, Rock, Indie, Black) (Fritz Club) Projekt U-Ton Sozialpalastmobil (s. S. 23)

Kulturbrauerei Alte Kantine 20:00 Foxy Freestyle Foxy Freestyle: Improvisationstheater

Radialsystem 22:00 Sven Dohse, Acid Pauli

Rosi's 23:00 Karrera Klub – Indie Pop

Popkomm Flughafen Tempelhof 10:00 Popkomm –  The International Music Business Market Marketplace, Conference, Showcases *Just for delegates

ZMF 22:00 DJ-Sets by: Mareena Sonderbar, Sam Buca, Kalle Kalektro (Techno, Deephouse) – Art, Video & Electronic Music – mit NTSC Picture Show

M-BIA Berlin 23:59 Human Electronique pres. Frucht Label Showcase #007 Patrick Bateman, Mike Wall, Coeter One, Ixel, Sakid (Minimal, Techno) – live: Dubit, Splatter

Grüner Salon 21:00 Popkomm on Berlin

Silver Wings 20:00 Popkomm on Clubnacht Live: Rutsi Buba (Israel)

Yaam 23:00 Vintage Night Barney Millah, Stefan (Such a Sound)

Matrix 22:00 Energy Berlin: We Love To Party Real, Em-Tee, Krs.age, MC Caramel (House, R&B, Electro)

Goya 21:00 Party mit 80er, 90er & Charts

White Trash 19:00 In-Edit Film Festival White Stripes (Film)

White Trash Diamond Lounge 22:00 Snowhite/ Death by Popkomm Oh Napoleon (Pop) – mit DJ Carl Barat (of the Libertines)

Malzfabrik 22:00 Chaos On The Catwalk Dirty Doering, Anja Zaube, Nur Josch (Electronics) – live: Tok Tok vs. Soffy O, Pilocka Krach, Überwassersystem

Alte Kantine 23:00 Kantine Deluxe Dj Toxic Twin & Dj Pasi Party frannz 1st Floor 20:00 Charter Party feat. friends/ Popkomm on Berlin Music Week 20.00 The Mint / Go Back To The Zoo / 

20

Kesselhaus 20:00 Metal Hammer Award Show Die Apokalyptischen Reiter / Caliban / Primal Fear / Audrey Horne – mit DJ Iron Anz

SchwuZ 22:00 Partysane (Elektro, Pop & Urban Sound)

White Trash Restaurant 20:00 South American Night The Autoramas (Garage, Pop) / The Tormentos (Pop, Surf, Garage)

Magnet Club/ Comet Club 23:00 Musikexpress Klub Die Boy (Deichkind), Wild Bunch, Musikexpress DJ-Team (Indie, HipHop, Elektro

Charter (Record Release)

Schokoladen Mitte 19:00 Wood In The Fire (Groovy Jazzy Reggae) – anschl. Band als DJs

West Germany 21:00 THE ICAS SUITE: RIAM (Marseilles) Antilles (Erik Minkinnen, Lionel Fernandez, Jerome Berg, FR, live), Jac Bérrocal / Vincent Epplay / David Fenech (FR, live) ,Miosine (FR, live) Why am I Mr. Pink? (FR, DJ)

Lido 23:00 Rock AG Wilson, Triplegym, Vermona (Rock, Indie, Alternative) – Floor 2: Silent Disco Party mit Kopfhörer und DJ-Wahlmöglichkeit

Get No Sleep

What´s up Mitte?! K-TV 22.00 Sonar Kollektiv Label Special live (unplugged): Stee Downes, DJ Sets by Jazzanova DJ´s, Hunee, Dirk Rumpff, Stee Downes, Daniel W. Best, Morid & Special Guests

Sophienclub 22:00 Dr M, KlangKlangKlang (Party Hits & Dancefloor Classics, Indie, -tronics) – 2 Floors

KingKongKlub 22:00 Death # Disco Live. Frustration / Pinoreks – & DJ Set by Ian P. Christ & NecroPhil

Ritter Butzke 23:59 Ritterstraße 'feathered Sun' feat Nu, Jo.Ke & Raz Ohara, Leonid Weidemann (Minimal, House)

what’s up mitte!? red bull academy

K 17 15:00 Greentunes-Festival Friends, Not Just Food – Vorträge/Lesungen von Mark Benecke, Katja Lührs, Joachim Hiller und Uschi Herzer, Marsili Cronberg, Mikael Vogel, Barbara Rütting K 17 17:00 Greentunes Festival Filmvorführungen: Meat The Truth, Vegan, Glass Walls, Making the Connection K17 19:00 Greentunes Festival Live-Musik: Leaves' Eyes (Akustikset), Pyro One (Hip Hop), Das Ich & Freiends (Gothic), Kafkas (Punk), Myra (Metal), Sweet Sister Pain (Ambient Independent Klassik), Metallspürhunde (Elektro), Nessi (Folk), Transit Poetry (Alternative Pop) O2 World 23:00 Get no Sleep Tiesto / Fedde le Grand / Martin Solveig / Sander van Doorn / Dennis Kuyo (Techno, Trance, Electro) Werkstatt der Kulturen 20:00 Creole-Gewinner Konzerte Cyminology feat. Martin Stegner (Bratsche) (Kammermusikalischer Jazz, persische Lyrik) (Cymin Samawatie voc, Benedikt Jahnel - p, Ralf Schwarz - b, Ketan Bhatti - dr) Wild At Heart 22:00 Konzert Boobie Trap (Punk) / Nancy and I (Pop/Rock) Klassik Berliner Dom 20:30 Verdi Requiem Orchester und Chor der Nationaloper Kharkov – Ltg.: Roland Bader, Elena Zelenskaia, Irina Dolzhenko, Alexandr Zacharov, Mikhail Kazakov (Solisten des Bolschoi Theaters Moskau Hauptstadtoper 20:00 „Ein Ehemann vor der Tür“ Oper von Jaques Offenbach Oper Konzerthaus 19:00 Einführung Konzerthausorchester Berlin Konzerthaus Berlin 20:00 Violincello Konzert mit Li-Wie Qin Konzerthausorchester Berlin – Ltg.: Michel Tabachnik, Li-Wei Qin (Violoncello) – Beethoven: Ouvertüre zu Goethes Trauerspiel "Egmont" f-Moll op. 84; Elgar: Konzert für Violoncello und Orchester e-Moll op. 85; Ravel: "Rapsodie espagnole"; "Boléro" – Ballettmusik für Orchester (Gr. Saal) (anschl. Nach(t)gespräch mit den Künstlern)

termine adressen u-ton radio 1 nacht kulturbrauerei berlin festival und club x berg clubnacht Neuköllner Oper 20:00 Rheingold Feuerland Oper

Hafenbar 21:00 Käpt'ns Karaoke Party + Ahoi Sause Party Supa Sushi (Rock, Pop, Soul, German Classics) – mit KJ Joe Hatchiban

Samstag 10.09.2011

Hangar 49 22:00 Astonishing Clubnight Rogall Soundsystem feat. Earl Zinger –  Bühnenwunder Jenz Steiner, Royal Berlin Twins, El Potranco Blanco (Techno, House)

Berlin Festival Flughafen Tempelhof 13:00 Alex Winston / Aloe Blacc  /  Beginner  /  Beirut  /  The Black Angels / The Bloody Beetroots Death Crew 77 / Boys Noize / Buraka Som Sistema / Casper / dEUS / Florrie / Mogwai / Pantha Du Prince / The Naked And Famous / Tune-Yards/ Yuksek/Firefox AK/ Last Days of 1984 u. a. Flughafen Tempelhof Popkomm on Berlin Festival Dry The River (UK), Oh Land (Denmark), Last Days of 1984 (Ireland) Clubnacht ADS 21:00 Spreepiraten Festival – 6 Jahre Spreepiraten Sascha Braemer, Robin Drimalski, Turmspringer, Chanell X, Phonique, Märtini Brös, Ralf Kollmann, Daniel Rajkovic – Dan Curtin, Larsson, Youandme, Mitja Prinz, Cookamy, Magit Caccon, Andre Chrom, Chroma, Edelmann, Sportbrigade Sparwasser – Live-Konzert: Laing, Glasperlenspiel, live: Pier Bucci, Johannes Heil, Exercise one, Sweet 'n' Candy, Aka Aka, Oliver Gehrmann (Elektro, House, Techno) – Party geht bis 11.9., Astra Kulturhaus 00:00 Diamonddog, Perez, Guy Mar (HipHop, Funk, Beats) – After Show Party zum 'HipHop meets' GypHop'Konzert von HaDag Nachash feat. Ohrbooten Bassy Cowboy Club 21:00 The Mean Things (Garage, Punk u. a.) – mit DJ Mystic N. Brunnen70 22:00 Klangkost vs. Kultmucke Whatyes, Soukie&Windish, The Glitz, Criminal Robots, Holger Nielson (Techno, House) C-Club 22:00 Rumsommern 2011 – 3rd Edition Tikal / Audio Hijack / Sunday Lights / Parasystem / Liquid Move / Connected Visions / The Legend of The Giant – mit DJs Chriss Fullmoon, Liquidroom, Team Psykaholiks, Anubis, Aliye, Akhsuna, Deeluna, Reikja, Happytroll (Psy-Trance, Progressive, Trance) Club der Polnischen Versager 21:00 SupHumanBros (Japan) DJ MakotoSakamoto, DJ YutakaSakamoto (ElectroBeats, Dance) Delicious Doughnuts 23:00 The Maxwell Implosion Maxwell (House, Breakbeats, Up-Tempo, Electro Pop u. a.) –  "Good Morning Vietnam" – The Henrik Maneuver Festsaal Kreuzberg 22:00 THE ICAS SUITE: MUTEK LATINAMERICAS (Buenos Aires, Mexico City, Santiago de Chile) Canibal Negro (AR, ZZK Records, DJ) Un Mono Azul (AR, ZZK Records, DJ) Fauna (AR, ZZK Records, live) Los Refrescos (CL/ VE, Cadenza, Mobilee, Ruta5, aka Andrés Bucci, Argenis Brito & Miguel Toro , live) Toy Selectah (MX, Mad Decent, DJ) frannz 22:00 tannz im frannz – Elektrik Garden Pasi, Dr. M, Mig & Triplegym, Schliffterstudio & Friends (Minimal, TechHouse, Elektro) – 2 Floors Goya 23:00 Propaganda Party Propaganda Kid Rox, Maringo, Biggy von Blond, Barbie Breakout, Sexy Cyndy & Shooterboys (House, Electro, Pop, Charts – live: Aerialist – Gay-Party Grüner Salon 22:00 Emergenza Acoustic Showcase Tour Live: Josh Beech, Sofie La Torre

Headquater im .hbc in-edit   Tipps

Roter Salon 22:00 Scratch! DJs-Sets: Khan of Finland, Scratch Massive DJ Set & Visuals, Annoraak, Namosh Soda 23:00 High Fidelity Club House und Electroparty im Club 23, RnB, Black Classics Schokoladen Mitte 22:00 Katze (GermanComicPunkPop) u. a.

Icon 23:00 Recycle The Greenman, N'Dee, MC Mace (D&B)

SchwuZ 22:00 Popkicker (Modern Pop, Elektropop, Deutschpop)

Kaffee Burger 22:00 Russendisko DJ Sets by Kaminer & Gurzhy

Sophienclub 22:00 Sophies Welt Maze u. a. (Alltime Favourites, Club Classics, Electric Swing, Balkan Beats) – 2 Floors

Kesselhaus & Maschinenhaus 22:00 Move iT! – die 90er Party Djs Söhnlein B, Michel & !Holg – 90er-Jahre-Party

Tresor Club 23:00 Clubparty mit Residents (Elektro, Techno-House) Trust 23:00 Get Physical Jannis Siopis

Last Cathedral 22:00 Bllod Night (Goth, Rock, Elektro, Mittelalter)

West Germany 21:00 THE ICAS SUITE: SKANU MEZS (Riga) & MUSIKPROTOKOLL (Graz) Mārtiņš Roķis (LV, live) Edgars Rubenis (LV, live) Sohrab (IR, Touch, live) Dunian (LV, No Pain in Pop, Disaro, live) Kodek (LV, Live)

Levee 22:00 Kill All Hipsters! Live: Lyre Le Temps (F) / Roa (RO) – mit DJ Set by Arnold Scheepmaker (NI/ Kill All Hipsters) & DJ Set Almost Tropical (Indie-Electro, Indietronic, Electric Pop) Lovelite 21:00 Der Bass macht den Beat Vol. 6 – HipHop meets Electronic Music Lauren (Electronic HipHop & Trash Pop) / Kiko King & Creativemaze (Dubstep & Rap) – mit DJs Mills, Milton John vs. Freaky Cutz, Raw D, Force, Crazy Soul, Oliver Raumklang, Marvin Hey, TbJz, Torress, Raoul Dunke, Beatnick (HipHop) Magnet Club / Comet Club 23:00 Karrera Klub – Indie Pop Disko Tim, Christian, Spencer, Christian Vorbau (Indie Pop) – live: Toy Horses, Soft Bullets – TheKooks-Album-Release-Party mit Tombola

M-BIA Berlin 22:00 Ruhetag Dj Sets by Linda Lu, D-ZyBell, Klaus & Achim Selbst, Murian Benz, Knows/Noise, A. Schlecker, Vince Vice (House, Minimal, Techno) live: Milk&Coffee Monarch 21:00 THE ICAS SUITE: LES SIESTES ELECTRONIQUES (Toulouse) DJ Zhao (CN/US, Ngoma Soundsystem) Secousse Sound System (FR, Etienne Tron & Mo DJ, DJ) Jess & Crabbe (FR, Mental Groove, DJ)

Konzerthaus Berlin 19:00 Einführung Konzerthausorchester Berlin) (Klassik)

ZMF 22:00 Aftershowparty von Dance on the Tightrope I.M. Trompete, Animals & Orchestra, Jonny Romeo – mit Live-Act

Konzerthaus Berlin 20:00 Violincello Konzert mit Li-Wie Qin Konzerthausorchester Berlin – Ltg.: Michel Tabachnik, Li-Wei Qin (Violoncello) – Beethoven: Ouvertüre zu Goethes Trauerspiel "Egmont" f-Moll op. 84; Elgar: Konzert für Violoncello und Orchester e-Moll op. 85; Ravel: "Rapsodie espagnole"; "Boléro" – Ballettmusik für Orchester (Gr. Saal) (anschl. Nach(t)gespräch mit den Künstlern) (Klassik)

Headquarter .HBC 19.00 Party: Berlin Music Week Blue Hour: Metal Special 20.00 Filmfestival: in-edit – Metal Night: Lemmy, der Film & Wacken 2010

Neuköllner Oper 20:00 Rheingold Feuerland Oper

Kulturbrauerei Alte Kantine 20:00 Kantinenlesen – das Gipfeltreffen der Berliner Volksbühnen Dan Richter u.v.m.

Sonntag 11.09.2011

What´s up Mitte?! Bohannon 23:00 Grand Central Soul Dj Sets by Resoul & Chris Party Brunnen 70 22:00 Klangkost vs. Kultmucke Dj Sets by Whatyes, Soukie & Windish, The Glitz, Criminal Robots, Holger Nielson u. a

Paloma 22:00 THE ICAS SUITE: DEBUG (Berlin) Fauna / Los Refrescos , Bleed & Guests (DE, DJ)

KingKongKlub 21:00 Homies – Where My Heart – Ein netter Familienabend… Live: Dagobert / PHLPP / Kutzkelina / Parabelles (tbc) & DJ Martin Petersdorf & Dj Anna

Pfefferberg 22:00 Indie Noise El Mano, Live-Karaoke, Du on Stage mit Live-Band (Indie, Alternative, Britpop)

Roadrunner's Club 21:00 When The Man Comes Around. A Johnny Cash Memorial Night Live: Union Avenue (UK)+ Support – Record Hop with The Louisiana Wax Team (Berlin)

Postbahnhof 23:30 FritzClubParty Dangerclaus, Diss'n, Kofferboys (Electro, Rock, Indie, Black) Projekt U-Ton Sozialpalastmobil (s. S. 23)

Tipps Astra Kulturhaus 21:00 HipHop meets GypHop Ohrbooten / Hadag Nachash – Konzert im Rahmen der Jüdischen Kulturtage – mit DJs Diamondog, Perez, Guy Mar

Radialsystem 22:00 Party mit Elektro, House, Techno & Acid-Jazz Raumklang 22:00 Berlin macht Laut! Uniquex & Christine Lau, Miguel Mea, DieDinos (Technohouse, Minimal, Techno) live: Dominik Vaillant

Haus der Kulturen der Welt 19:00 Ubiet / Keroncong Tenggara/ Abdourahmane Diop 6 the Griot Company

21

Klassik Berliner Dom 20:30 Verdi Requiem Orchester und Chor der Nationaloper Kharkov – Ltg.: Roland Bader, Elena Zelenskaia, Irina Dolzhenko, Alexandr Zacharov, Mikhail Kazakov (Solisten des Bolschoi Theaters Moskau)

Yaam 23:00 Jamaican Dancehall Night Puma L.P. International

Freigelände 22:00 Silent Disco Open Air Elektro & Dance Classics

Oranke Orange 22:00 Nacht-Aktiv-BerlinParty Marcus Meyea, Moon, Squizz Wenka, Hinz + Kunz, Main Stream, Daniel Diks (Elektro, Minimal, Techno)

Wild At Heart 22:00 The DeRellas (GlamPunk, Rock-Pop) + Guest

White Trash 22:00 Berlin Music Night / Popkomm on Berlin Music Week Live: The Blanko (HU), Bankrupt (FI)

Alte Kantine 23:00 Megapearls the all time favourites

Monster Ronson's 19:00 The Real Tranny Olympics (Elektro, Disco, Pop) – Party für Transexuelle & Genders, mit 50-MeterStöckel-Rennen, Performances u. a.

Waldbühne 19:00 13. Berliner Taschenlampenkonzert Rumpelstil – mit Tänzern der Staatlichen Ballettschule und Artisten der Artistenschule Berlin (Sonstige)

Konzerthaus Berlin 15:30 Von Bach zu Reger Joachim Dalitz (Orgel) – J. S. Bach: Toccata und Fuge F-Dur; Buxtehude: Passacaglia in d; Franck: Choral E-Dur; Reger: Fantasie über den Choral "Wachet auf, ruft uns die Stimme" op. 52 Nr. 2

Club XBerg Arena Berlin 23:00 Club XBerg Public Enemy, Mr. Oizo, Diplo, Bag Raiders, Remmidemmi, Brodinski, Housse De Racket, Jimmy Edgar, Skrillex , DJ Feadz, Gesaffelstein live u.a. u. a. 

Matrix 22:00 Fruity! 100% Berlin Fruits Dj sets by Real, Bow-tanic, Zissa, Track, MC Caramel (House, R&B, Electro) - live: Urbanize

Spindler & Klatt 23:00 Nachtlegenden Markus Binapfl (Big World), Cream, Beatnut (Partys) Nachtlegenden Markus Binapfl (Big World), Cream, Beatnut Party Wabe EuroPendent Rock Vol. 8 Dance On The Tightrope / Snapshot of MyLo / Guests: City Of Glass / Kiss Me, I'm The Cook Party, Rock, Konzert

Kulturbrauerei Alte Kantine 22:00 Wünsch Dir Wat! Party frannz (1st Floor ) 20:00 Tatort frannz – aktuelle Folge Tatort oder Polizeiruf 110 Film Soda 20:00 Ronny & Ernesto – Salsaparty mit Tanzkurs Tipps Comet Club 20:00 Konzert Phrasenmäher Werkstatt der Kulturen 19:00 Kavpersaz Anatolische Musik (Saal) Klassik Berliner Dom 20.30 Verdi Requiem Orchester und Chor der Nationaloper Kharkov – Ltg.: Roland Bader, Elena Zelenskaia, Irina Dolzhenko, Alexandr Zacharov, Mikhail Kazakov (Solisten des Bolschoi Theaters Moskau) Hauptstadtoper 16:00 „Ein Ehemann vor der Tür“ Oper von Jaques Offenbach


Musikstadt Berlin Interview Harald Wolf   Green Music New Music Award Ctm Popkomm a2n

A A .HBC Karl-Liebknecht-Str. 9, Mitte, u s Alexanderpl., Tram M4, M5, M6 ­— Admiralspalast Friedrichstr. 101-102, Mitte, u s Friedrichstr., Bus N5, N6 — ADS ehem. Maria am Ostbahnhof, An der Schillingbrücke, F'hain, s Ostbhf., Bus 40, 147 — Alte Kantine in der KulturBrauerei, Knaackstr. 97, Ecke Danziger Str., Prenzlb., u Eberswalder Str., Bus N2, Tram M1, M10, 12 — Arena Berlin Eichenstr. 4, Treptow, u Schlesisches Tor, s Treptower Park, Bus 265, N48 — Astra Filmpalast Sterndamm 69, Niederschönew., s Schöneweide, Bus 160, 165, Tram 27, 67 — Astra Kulturhaus Revaler Str. 99, F'hain, u s Warschauer Str. — Bassy Cowboy Club ehem. PfefferBank, Schönhauser Allee 176a, Prenzlb., u Senefelderpl., Bus N2 — Berliner Dom am Lustgarten, Unter den Linden, Mitte, u Alexanderpl., s Alexanderpl., Hackescher Markt, Bus 100 — Blumenbar Prinzenstr. 85, Kreuzb., u Moritzpl., Bus 140 — Bohannon Dircksenstr. 40, Mitte, u Alexanderpl.,s Alexanderpl., Hackescher Markt, Bus N5, N6, N8, Tram N54, N92 — Brunnen70 Brunnenstr. 70, Wedd., u Voltastr., Bus N8 — C/O Berlin im Postfuhramt Oranienburger Str. 35, Ecke Tucholskystr., Mitte, u Oranienburger Tor,s Oranienburger Str., Tram M1, M6 — Calabash Club ehem. Fire Club, Veteranenstr. 21, Mitte, u Rosenthaler Pl., Tram M1, M8 — C-Club Columbiadamm 9-11, Tempelh., u Platz d. Luftbrücke, Bus N4, N6, 104 — Clärchens Ballhaus Auguststr. 24, Mitte, u Oranienburger Tor, s Oranienburger Str. — Club 23 Kulturbrauerei, Knaackstr. 97, Prenzlb., u Eberswalder Str., Bus N2, Tram M1, M10, 12 — Club der Polnischen Versager Ackerstr. 170, Mitte, u Rosa-Luxemburg-Pl., Rosenthaler Pl., Bus N8, Tram M2, M8 — Comet Club Falckensteinstr. 47, Kreuzb., u Schlesisches Tor, Bus N65 — Delicious Doughnuts Rosenthaler Str. 9, Mitte, u Rosenthaler Pl.,s Hackescher Markt, Bus N8, Tram M1

Festsaal Kreuzberg Skalitzer Str. 130, Kreuzb., u Kottbusser Tor, Bus N29 — Flughafen Tempelhof Columbiadamm 2-6, Tempelh., u Platz d. Luftbrücke, Bus N6, 104 — Forum Factory Besselstr. 13-14, Kreuzb., u Kochstr. — frannz in der KulturBrauerei, Schönhauser Allee 36, Ecke Sredzkistr., Prenzlb., u Eberswalder Str., Bus N2 — Freilichtbühne Zitadelle Am Juliusturm, Spand., u Zitadelle, Bus X33 — Goya Nollendorfpl. 5, Schöneb., uNollendorfpl., Bus M19, N5 — Grüner Salon in der Volksbühne, RosaLuxemburg-Pl., Mitte, u Rosa-Luxemburg-Pl., Bus N2, N54 — Hafenbar Chausseestr. 20, Ecke Zinnowitzer, Mitte, u Naturkundemuseum, Bus N6, Tram M6, M8 — Hangar 49 Holzmarktstr. 15-18, / S-Bahnbogen 49, Mitte, u s Jannowitzbrücke — Hansa-Tonstudios Köthener Str. 38, Tierg., u s Potsdamer Pl., Bus M41 — Hauptstadtoper Rungestr. 12, Mitte, u Heinrich-Heine-Str., s Jannowitzbrücke, Bus 147 — Haus der Kulturen der Welt John-FosterDulles-Allee 10, Tierg., s Bellevue, Bus 100 — Huxleys Neue Welt Hasenheide 107-108, Neuk., u Hermannpl., Bus M41, N8 — Icon Eing. bei Fiat Service, Cantianstr. 15, Prenzlb., u Eberswalder Str., Bus N2, N52, Tram M1 — K 17 Pettenkoferstr. 17 a, F'hain, u s Frankfurter Allee — Kaffee Burger Torstr. 60, Mitte, u Rosa-Luxemburg-Pl., Rosenthaler Pl., Bus N8, Tram M2, M8 — Kesselhaus in der KulturBrauerei, Knaackstr. 97, Ecke Danziger Str., Prenzlb., u Eberswalder Str., Bus N2, Tram M1, M10, 12 — Kiki Blofeld Club Köpenicker Str. 48/49, Mitte, u Heinrich-Heine-Str., Bus 265 — KingKongKlub Brunnenstr. 173, Mitte, u Rosenthaler Pl., Bus N8, Tram M8, 12 — Konzerthaus Berlin Gendarmenmarkt, Mitte, u Stadtmitte — K-TV Chausseestr. 36, Mitte, u Naturkundemuseum, Bus N6, Tram M6, M8 — Kulturbrauerei Knaackstr. 97, Prenzlb., u Eberswalder Str., Bus N2, Tram M1, M10, 12 — Last Cathedral Schönhauser Allee 5, Mitte, u Rosa-Luxemburg-Pl., Bus N2, Tram M8

what’s up mitte!? red bull academy

Levee ehem. Bang Bang Club, Neue Promenade 10, Mitte, s Hackescher Markt, Tram M2, M4, M5 — Lido Cuvrystr. 7, Kreuzb., u Schlesisches Tor, Bus 265 — Lovelite Simplonstr. 38-40, F'hain, s Ostkreuz, Tram M13 — Magnet Club Falckensteinstr. 48, Kreuzb., u Schlesisches Tor, Bus N65 — Malzfabrik Bessemerstr. 2-14, Tempelh., s Südkreuz, Bus M46 — Maschinenhaus der Kulturbrauerei Knaackstr. 97, Ecke Danziger Str., Prenzlb., u Eberswalder Str., Bus N2, Tram M1, M10, 12 — Matrix Warschauer Pl. 18, F'hain, u s Warschauer Str., Bus N29 — Maxim Gorki Theater Am Festungsgraben 2, Mitte, us Friedrichstr., Tram M1, 12 — M-BIA Berlin Dircksenstr. 123, Ecke KarlLiebknecht-Str., Mitte, u sAlexanderpl., Bus N5, N8, Tram N54, N92 — Minki Vor dem Schlesischen Tor 3, Kreuzb. — Monarch Skalitzer Str. 134, Kreuzb., u Kottbusser Tor, Bus N29 — Monster Ronson's Ichiban Karaoke Warschauer Str. 34, F'hain, us Warschauer Str. — nbi Schönhauser Allee 36, Prenzlb., u Eberswalder Str., Bus N2 — Neuköllner Oper Karl-Marx-Str. 131-133, Neuk., u Karl-Marx-Str. — O2 World Hedwig-Wachenheim-Str., O2World-Pl. 1, F'hain, us Warschauer Str. — Oranke Orange Karl-Marx-Allee 93, F'hain, u Weberwiese — Paloma Skalitzer Str. 134, Kreuzb., u Kottbusser Tor, Bus N29 — Pfefferberg Schönhauser Allee 176, Prenzlb., u Senefelderpl., Bus N2 — Picknick Club Dorotheenstr. 90, Mitte, u Friedrichstr., s Friedrichstr., Unter den Linden — Postbahnhof Str. der Pariser Kommune 8, F'hain, s Ostbhf. — Radialsystem V Holzmarktstr. 33, F'hain, s Ostbhf. — Raumklang Libauer Str. 1, F'hain, u s Warschauer Str., Tram M13 — Ritter Butzke Ritterstr. 24, Kreuzb., u Moritzpl. — Roadrunner's Club Saarbrücker Str. 24, Prenzlb., u Senefelderpl., Bus N2, Tram M2 — Rosi's Revaler Str. 29, F'hain, u s Warschauer Str., Tram M13 — Roter Salon in der Volksbühne, Rosa-Luxemburg-Pl., Mitte, u Rosa-Luxemburg-Pl., Bus N2, N54

22

Get No Sleep

Schokoladen Mitte Ackerstr. 169-170, Mitte, u Rosenthaler Pl., Tram M8, 12 — SchwuZ Schwulenzentrum, Mehringdamm 61, Kreuzb., u Platz d. Luftbrücke, Mehringdamm, Bus M19, N4, N6, N19, N84 — Silver Wings Club Columbiadamm 8, Tempelh., u Platz d. Luftbrücke, Bus N4, N6, 104 — SO 36 Oranienstr. 190, Kreuzb., u Görlitzer Bahnhof, Bus M29, N8, N29 — Soda Club, Restaurant, Salon (Kulturbrauerei), Knaackstr. 97, Prenzlb., u Eberswalder Str., Bus N2, Tram M1, M10, 12 — Sophienclub Sophienstr. 6, Mitte, u Weinmeisterstr., s Hackescher Markt, Bus N5, N6 — Spindler & Klatt Köpenicker Str. 17, Kreuzb., u Schlesisches Tor, Bus 265 — Steinhaus Straßburger Str. 55, Prenzlb., u R.-Luxemburg-Pl., Bus N2, N52 — Tresor Club Köpenicker Str. 59-73, Mitte, u Heinrich-Heine-Str. — Trust Torstr 72, Mitte, u Rosa-Luxemburg-Pl., Tram M2, M8 — Wabe Kulturhaus im Ernst-Thälmann-Park, Danziger Str. 101, Prenzlb., s Greifswalder Str., Tram M10 — Waldbühne Glockenturmstr., Ecke Passenheimer Str., Charlottb., u Olympiastadion — Werkstatt der Kulturen Wissmannstr. 31-42, Neuk., u Hermannpl., Bus M29, 194 — West Germany Büro für postmoderne Kommunikation, Skalitzer Str. 133, Kreuzb., u Kottbusser Tor — What?! Karl-Liebknecht-Str. 11, Mitte, u s Alexanderpl., Tram M4, M5, M6 — White Trash Fast Food Schönhauser Allee 6-7, Mitte, u Rosa-Luxemburg-Pl., Bus N2, Tram M8 — Wild At Heart Wiener Str. 20, Kreuzb., u Görlitzer Bahnhof, Bus M29, N29, N44 — Willy-Brandt-Haus Wilhelmstr. 140, Kreuzb., u Hallesches Tor, s Anhalter Bhf., Bus M41 — Yaam Stralauer Pl. 35, F'hain, s Ostbhf. — ZMF Zurmoebelfabrik Brunnenstr. 10, HH, Mitte, u Rosenthaler Pl., Bus N8, Tram M1, M8, 12

z z

termine adressen

u-ton

radio 1 nacht kulturbrauerei berlin festival und club x berg clubnacht

Headquarter im .hbc in-edit   Tipps

Zufallsbegegnungen Unter dem Namen U-TON gestalten Berliner Labels und Musikverlage ein gemeinsames Programm: im Internet, im Wohnmobil und an Bahngleisen

Der Kern der Berlin Music Week dreht sich um Vernetzung. Darum geht es auch den rund 40 Berliner Labels und Musikverlagen, die unter dem Namen U-TON gemeinsame Sache machen. Vergangenen Sommer nutzten die zumeist in der Indie-Welt verwurzelten Firmen den Untergrund vor den Toren des Flughafens Tempelhof. Ein Soundsystem bot den Besuchern von Popkomm oder Berlin Festival einen Rundumschlag von Berlins Labelkultur. U-TON geht jetzt in die nächste Runde. Dann wollen sich geschätzte alte Bekannte wie City Slang, Motor Entertainment, !K7 Records oder Morr Music neben

Entdeckenswertem präsentieren wie Asphalt Tango Records, Krautopia oder MaM Records. Die Spielstätte wurde vom UBahnhof sprichwörtlich höher verlegt, in den Hauptbahnhof. Das verspricht massigen Strom an potenziellem Fußpublikum aus Fachleuten und Fans, vor allem aber werden viele „Uneingeweihte“ darüber stolpern, auf ihrem täglichen Weg von A nach B. Nach dem Prinzip des Partykonzepts „Silent Disco“ wird man sich mitten im Bahnsteigtumult Kopfhörer aufsetzen und den gemischten Label-Favoriten im Rotationskurs lauschen können. Zweimal am Tag bieten zudem ausgewählte Labels ihre „Happy Hour“, um sich ausführlicher zu präsentieren: Morr Music etwa oder Staubgold, Revolver Distribution Services oder Piranha Musik. Auf den Überraschungseffekt baut bei U-TON auch das „Sozialpalastmobil“. Erfunden in der Unistadt Münster und dort für grandios befunden, erlebt die spezielle Variation des Open-Air-Konzerts seine Berlin-Premiere: Ein umgebautes Wohnmobil wird dann durch die

Zwei Premieren in einer Nacht

Stadt rollen und an ausgewählten Musikstätten parken, um jeweils zwei Berliner Bands – Brandt Brauer Frick etwa oder Touchy Mob– live vorzustellen. Während die Musiker im Fahrzeuginnern unter sich bleiben, erleben die Zuhörer den Auftritt draußen via Projektion – mit der Buslängsseite als Leinwand.

Wer zwischen Bahnsteighektik und Freilicht-Kontemplation zwischenzeitig den Überblick verliert, kann sich übrigens später das gebündelte U-TON-Programm in Ruhe zu Gemüte führen: via Personal Radio AUPEO! Im Internet, dem Dritten im Bunde der Vernetzung, neben Wohnmobil und Bahn. Ulrike Rechel

U-Ton Mi 7.9. – Sa 10.9., 10–20 Uhr, Silent Disco im Hauptbahnhof Live-Sessions mit dem Sozialpalastmobil, ca. 20 Uhr (Beginn bei Dämmerung): Do 8.9. Kulturbrauerei, Innenhof Brandt Brauer Frick, Touchy Mob Fr 9.9. Kiki Blofeld Blockflöte des Todes Sa 10.9. RAW Tempel e.V., auf dem Gelände Berge, Desiree Klaeukens und Florian Glässing www.berlin-music-commission.de www.aupeo.de/u-ton

geboten. Dazu stehen wir nach wie vor und werden im Crystal drei Acts präsentieren. Hier haben wir die Qual der Wahl und eine hohe Qualität ist garantiert! Warum engagiert sich radioeins erneut bei der Berlin Music Week? Radszuhn: Wir sind als Radiosender für Berlin und Brandenburg Teil der Musikszene, der Popkultur und letztlich auch indirekt der Musikwirtschaft. Außerdem halten wir es für unsere gute öffentlich-rechtliche Pflicht, ausführlich von der Berlin Music Week zu berichten.

Neu ist auch das Clubvoting von radioeins. Was hat es damit auf sich? Radszuhn: Berlin hat weltweit einen Ruf als absoluter Hot Spot in Sachen Club- und Nachtleben und wir als Medium empfehlen unseren Hörern täglich etliche Konzerte, Shows, Partys und DJ-Sets in unterschiedlichsten Clubs und Venues. Wir möchten nun in Zusammenarbeit Die „radioeins Nacht“ debütiert im Rahmen der Berlin   mit der Club Commission Berlin wissen, welche Locations bei unseren Music Week und erstmals werden auch die drei besten Berli- Hörern am besten ankommen. In drei Kategorien, "Club", "Live Club" ner Clubs mit dem „radioeins Hot Spot“ ausgezeichnet. Wir und "Große Musiklocation", kann auf www.radioeins.de bis Ende August abgestimmt werden. Die Sieger werden mit dem "radioeins Hot Spot" sprachen darüber mit radioeins-Musikchef Peter Radszuhn ausgezeichnet. Stefan Guther Bei der ersten „radioeins Nacht“ performen drei sehr unterschiedliche Acts. Weshalb? Peter Radszuhn: Die drei Acts stellen einen der Größe des C-Clubs radioeins Nacht angemessenen Querschnitt durch das Musikformat von radioeins dar: Elektro, Pop, Indie, Singer/Songwriter. Die polnische Sängerin Julia MarColumbiaClub + Crystal, Do 8.9., 19 Uhr u.a. mit cell ist auch für uns eine bemerkenswerte Entdeckung – der musikaliJulia Marcell, Hundreds und Dear Reader. radiosche Blick nach Osten wird immer interessanter. Hundreds aus Hamburg haben es geschafft, ihr Debüt-Album in vielen europäischen Ländern zu eins sendet live von 19–1 Uhr und überträgt Konveröffentlichen und die südafrikanische Indie-Band Dear Reader begleizerte und Interviews aus dem C-Club ten wir schon länger.

www.radioeins.de

Und im benachbarten Crystal treten Berliner Bands auf. Radszuhn: radioeins hat sich immer auch für die lokale Musikszene stark gemacht und vielen Bands eine erste Plattform im Hörfunk

23


Musikstadt Berlin Interview Harald Wolf   Green Music New Music Award Ctm Popkomm a2n

what’s up mitte!? red bull academy

Die Kulturbrauerei versteht sich als alternativer Spielort für Partys und Konzerte, bei denen die Gitarre nicht zu kurz kommt. Neben Heavy Metal drehen sich zur Berlin Music Week auch Abende um Rock aus Skandinavien sowie das allzeit spannende Pop-Land Frankreich Die 17 Hippies sagten mal, französische Musiker wären zu beneiden. Nicht nur um den Ozean um die Ecke, sondern auch um die Werbetrommel, die das Nachbarland traditionell für seine Bands rührt. Dazu gehört unter anderem der Konzertabend, den das Pariser Bureauexport seit 2004 traditionell zu Popkomm-Zeiten in der Kulturbrauerei ausrichtet und bei dem sich eine Reihe französischer Neuentdeckungen sowie namhafte Größen das Mikro in die Hand geben. Dem Geschmack der Talentförderer konnte man sich bisher immer blind anvertrauen, etwa wenn spannende Vertreter der Nouvel Scène zum Gig nach Berlin anreisten, ob nun Benjamin Biolay, Coralie Clément, Francoiz Breut oder – im vergangenen Jahr – Charme-Bolzen Zaz sowie Sixties-Connaisseur Ben L’Oncle Soul: beides Auftritte, von denen anwesende Gäste im Nachhinein stolz sagen konnten, die beiden Senkrechtstarter als Erste live erlebt zu haben. Zu den Entdeckungen der jüngsten French Connection- Ausgabe zählt neben Axel & The Farmers, Fortune und General Elektriks auch die Pariserin Loane. Mit angenehm angerautem Timbre erinnert sie leicht an Carla Bruni. „Le Lendemain“ heißt das zweite Album, auf dem sich Loane deutlich vom akustisch geprägten ChansonStil ihres Debüts entfernt. Ihre feinen Melodien versieht sie mit einer leichten Hülle aus Synthie-Klängen und elektronischen Beats, bewahrt sich dabei aber ihre bittersüße Ausstrahlung. Die Rolle der übernächtigten Sirene am Klavier, wie in „Le Gout Des Autres“, steht der Frühdreißigerin ebenso gut wie die der leicht skurrilen Pop-Spielerin. Davon ließ sich übrigens auch Rocker Lenny Kravitz

24

umgarnen, den Loane im bittersüßen „Save Us“ zu einem Duett bat. Einen eleganten Flirt mit dem Synthiepop der 80er-Jahre liefert auch Axel Concato auf seinem Debütalbum. Seine Band Axel And The Farmers gründete der Multiinstrumentalist aus der Normandie schon Mitte der Nullerjahre in London. Doch aufgrund seiner vielen Tätigkeiten – als Produzent für Kollegen wie die Retrorocker Hushpuppies, als Live-Keyboarder oder auch mal Teilzeit-Model – musste das eigene Debütalbum bislang warten. Das selbstbetitelte Album, das Axel And The Farmers nun in Berlin vorstellen, lebt von einer verspielten, oft freundlich versponnenen Klangpalette – und Concatos elegantem, dunklen Poptimbre. Mit Veranstaltungen wie dieser betont die Kulturbrauerei ihr Profil als stilistisch wie räumlich vielseitige Live-Konzertstätte. Und Partys wird es auch geben: zunächst eine Ausgabe der hauseigenen 90er-Partyreihe Move It!, die seit April erfolgreich hinter den Brauereiwänden steigt. Außerdem lockt die Silent Disco auf die Tanzfläche unter freiem Himmel. Dann setzen sich Clubgänger Kopfhörer auf und haben die Wahl zwischen zwei verschiedenen DJ-Sets, zwischen denen sich hin- und herschalten lässt – was entsprechend unterschiedliche Tanzbewegungen mit sich bringt, mit erfahrungsgemäß ulkiger Wirkung für den Betrachter. Bei der Nordic Night dagegen dreht sich wieder alles um Live-Musik, in dem Fall mit Blick auf die popmusikalische Landkarte Skandinaviens. Dabei ergänzen sich bekannte Namen und junge Entdeckungen

Get No Sleep

termine adressen u-ton radio 1 nacht

kulturbrauerei berlin festival und club x berg clubnacht

auf zwei Bühnen der Kulturbrauerei. Das lauschige Maschinenhaus unterm Dach verschreibt sich neuen Tönen aus Schwedens Indierock-Szene. Eine Treppe tiefer wird derweil Raukehlchen Lauri Ylönen im Kesselhaus sein Solodebüt geben, Popfans als Sänger der finnischen Melodic Rocker The Rasmus bekannt. „Das ist eine Art Vorpremiere seines Soloalbums, die er exklusiv in diesem Rahmen geben möchte“, erzählt Anja Mößle von der Kulturbrauerei. „Wir wissen auch noch nicht, wie das neue Album klingt, aber es liegt wohl nicht zu weit entfernt von seiner Hauptband, das kann man zumindest aus der ersten Single ‚Heavy‘ schließen.“ Als klanggewaltiges Alleinstellungsmerkmal im Riesenprogramm der Berlin Music Week bietet die Kulturbrauerei zudem einen Konzertabend, der unter der Flagge des Heavy Metal segelt. „Damit möchten wir einerseits dem härteren Fach innerhalb des riesigen Gesamtangebots ein attraktives Forum bieten“, erzählt Anja Mößle, „außerdem möchten wir uns auch als Ort empfehlen, der für alternative Musikgenres steht. Wir grenzen uns da glaube ich ganz wirkungsvoll ab von Angeboten wie beispielsweise dem Berlin Festival, wo der Fokus eher auf elektronischer und Dance Music liegt.“ Mit der Redaktion des „Metal Hammer“ sind die angemessenen fachdienlichen Partner gefunden. Das Neuberliner Fachmagazin stellt zudem einen DJ bereit und wird im Lauf des Abends seinen „Metal Hammer Award“ vergeben: ein Preis an eine per Jury- und LeserVotum bereits ausgesuchte Band, der bisher im Rahmen des Wacken-Open-Airs verliehen wurde. Stilecht auch das Line-up des Abends. Bands wie Die Apokalyptischen Reiter, Primal Fear, Audrey Horne und die deutsche Metalcore-Truppe Caliban garantieren dafür, dass Gitarrenriffs und Double-Bass-Drumgewitter bei der Berlin Music Week nicht zu kurz kommen werden. Ulrike Rechel

Headquarter im .hbc in-edit   Tipps

Nordic Night Kesselhaus, Mi 7.9. ab 18 Uhr mit Lauri Ylönen (Finland), ToveStyrke (Sweden), Felix Zenger (Finland) Nemis – New Music In Schweden Maschinenhaus, Mi 7.9. ab 18 Uhr mit TantrumTo Blind, State Of Grace, This Is Head You Say France And I Whistle, Dolly Daggers French Connection mit Loane, Axel & The Farmers, Fortune, General Elektriks Kesselhaus, Do 8.9., 20 Uhr, VVK: 14 Euro (zzgl. Gebühr), freier Eintritt für Popkomm-Akkreditierte Metal Hammer Award Show mit Die Apokalyptischen Reiter, Caliban, Primal Fear, Audrey Horne Kesselhaus, Fr 9.9., 20.45 Uhr, VVK: 22 Euro (zzgl. Gebühr), freier Eintritt für Popkomm-Akkreditierte

25


Musikstadt Berlin Interview Harald Wolf   Green Music New Music Award Ctm Popkomm a2n

A A N N L L Das Berlin Festival setzt auf seine Kombination aus klingenden Bandnamen und spannenden Indie- und Club-Neuerern. Außerdem expandiert es dieses Jahr ins nächtliche Clubleben hinein. Wenn Conny Opper auf die ersten fünf Berlin Festivals zurückblickt, gab es für den Veranstalter fast bei jeder Runde Momente des aufregenden „ersten Mals“: das erste Mal überhaupt, als das Festival 2005 vor den Toren der Stadt auf dem Lande startete; das erste Mal, als es sich von einem auf zwei Tage ausdehnte, als es später mit dem Poststadion in Mitte erstmals ins Zentrum rückte. Danach die neue, spektakuläre Location am Flughafen Tempelhof. Schließlich das erste Line-up unter Federführung von Chefbooker Stefan Lehmkuhl, der schon dem Melt!-Festival ein starkes Profil an der Grenze zwischen Song- und Electro-Zunft verpasst hatte. Letzten Sommer wagten Opper und Co dann den Schritt zu neuer Größe und internationaler Ausstrahlung. Ein solch imposantes Aufgebot gab es auf dem noch immer jungen Konzertmarathon noch nie: von den wiedervereinigten Gang Of Four mit ihrer einzigen Deutschlandshow des Jahres über das deutsche Live-Comeback von Crooner Edwyn Collins bis zur Zusage von Berlinfan Fatboy Slim, neben Fever Ray, Tricky, Soulwax oder Boys Noize. Dass es zum überraschend verfrühten Ende des ersten Veranstaltungstags kam – aus Vorsicht aufgrund erhöhten Gedränges zur späten Stunde an den Eingängen einer der beiden Hangar-Bühnen –, prägte sich als Wermutstropfen ein. Opper hat die Situation, die unter anderem zur Absage von Fatboy Slims Auftritt führte, nicht vergessen. „Klar war das für uns sehr enttäuschend, da geht es dir als Veranstalter nicht anders als jedem Musikfan“, sagt er. Für die fast komplett im Festivalbüro durchwachte und durchplante Nacht belohnte ein entspannter Abschlusstag. „Da war die Atmosphäre fantastisch“, erinnert er sich, „es zeigte sich auch, wie toll das Publikum mitgemacht hatte.“ Nun ist nach dem Festival bekanntlich vor dem Festival. Wie immer bringt die nächste Runde am Flughafen Neues mit sich. Die wichtigste Neuigkeit ist die Ausweitung des Konzert-Reigens um eine Club- und Nightlife-Komponente in Kreuzberg, dem sogenannten Club XBerg. Während die Live-Musik in Tempelhof aus Rücksicht gegenüber Anwohnern um Mitternacht endet, geht es in Club-Atmosphäre weiter. Ab 23 Uhr öffnen sich Toren und Türen des Areals an der Arena in Treptow; als zusätzliche Dreingabe stehen für Festivalbesucher rund 60 beteiligte Adressen der Club Night der Berlin Music Week zur Auswahl. „Natürlich muss es nach Mitternacht weitergehen, mit Clubkultur – all night long. Schließlich sind wir in Berlin!“, findet der Vollblut-Nachtmensch, auf dessen Konto Berliner Clubs gehen wie einst das „Rio“ oder die „King Size Bar“. Somit ist das ungeliebte und in Berlin auch ungewohnte SperrstundenProblem gelöst. Derweil bietet das Club-Xberg-Gelände mit Halle, Hoppetosse, Badeschiff und Glashaus Platz genug, wenn drinnen Koryphäen auflegen wie Diplo, A-Trak, die Down-Beat-Klassiker Kruder & Dorfmeister

what’s up mitte!? red bull academy

Get No Sleep

ll l l ii gh g h tt o n g o n g

oder auch Skrillex aus Los Angeles, Oppers Spezial-Tipp: „Er macht oft die Openings für Stadienrockbands wie Linkin Park und hat auch mit Korn zusammen produziert. Für mich schlägt Skrillex die Brücke zwischen Elektronik und Rock oder Metal. Er ist in allen möglichen Genres unterwegs und passt daher super zum Berlin Festival.“ Auch auf dem Flughafen wechseln klingende Namen mit gepriesenen Neulingen. „Wir haben, denke ich, eine Reihe Klassiker dabei, immer in Kombination mit ,neuem heißen Scheiß‘“, fasst Opper das musikalische Prinzip zusammen. Die New Yorkerin Santigold etwa verkörpert Indie-Eigensinn mit Popstar-Aura, die reformierten Suede strahlen in reifen Jahren wieder so viel Glamour aus wie zu Britpop-Hype-Zeiten. Mit Hercules & Love Affair, Aloe Blacc und Deus finden sich weitere Live-Lieblinge unterschiedlichster Spielart. Junge, hungrige Truppen rücken dagegen mit den Bag Raiders an oder den Bloody Beetroots, laut Opper eine Art „elektronische Punkband, bei der es extrem abgeht“. Darum gehe es ihm beim Berlin Festival: neue Musik zu entdecken – anderes auch mal wieder zu entdecken. „HipHop zum Beispiel ist ja wieder im Kommen“, weiß Opper. Dafür stünden im Programm Odd Future oder der Rapper Casper. Mit dem Zuschlag der Beginner als Headliner ist Booker Lehmkuhl zudem ein Coup geglückt. Die Hamburger HipHop-Philosophen geben ihren ersten gemeinsamen Auftritt nach sieben Jahren Auszeit und allerlei erfolgsgekrönten Solokarrieren. „Welches Festival würde die nicht gern auf der Bühne sehen! Die hatten Bock aufs Berlin Festival und spielen hier ihren einzigen Auftritt in diesem Jahr“, freut sich der Festivalchef. Auch der Auftritt von Primal Scream zählt zu den Besonderheiten, wenn die Madchester-Pioniere eigens ihren Albumklassiker ‚Screamadelica’ von 1991 Titel für Titel spielen. Zu den Senkrechtstartern zählt dagegen Dub step-Poet James Blake. „Er wird am Freitag die große Bühne eröffnen. Bei ihm geht es um feine Nuancen und ruhige Töne, da ist es gut, wenn er die große Bühne für sich allein hat, da wird es auch keine Nebengeräusche aus den Hangars geben“, so Opper. „Das wird ein toller Auftakt, und für die Leute hoffentlich auch ein Anreiz, früh zu kommen.“ Noch eine weitere Neuigkeit hat das Berlin Festival zu vermelden. Das Organisationsteam – bestehend aus Opper und Lehmkuhl sowie Matthias Hörstmann und Hilary Kavanagh – ist um Festivalveteran Melvin Benn angewachsen. Der Brite gilt als eine Art Guru der Open-Air-Branche; als Kopf der Festivalklassiker in Reading, Leeds und Glastonbury versteht er fraglos sein Handwerk. Wie genau Benn seine Duftmarke in Berlin setzen wird, das sei momentan weitgehend „Zukunftsmusik“, so Opper. „Aber jetzt gehört er erst mal zur Familie.“ Die ist fortan internationaler. BerlinFans gibt es schließlich auch außerhalb der Stadt.

termine adressen u-ton radio 1 nacht kulturbrauerei

berlin festival und club x berg clubnacht

Z ugabe ug ga ab b ee Zu Mit dem Club X-Berg gibt es jetzt auch eine lange Nacht des Berlin Festivals

Kreuzberg ist ein riesiger Club. Wer abends in der Schlesischen Straße unterwegs ist, kann jedenfalls schnell zu diesem Schluss gelangen. Vielleicht suchten sich die Veranstalter des Berlin Festivals deshalb auch das Gelände der Arena am östlichen Ende der Partymeile für ihre offizielle Aftershow-Party aus und nannten sie: Club X-Berg. Um Mitternacht wird nämlich Schluss sein in Tempelhof, aus Rücksicht auf die Anwohner. Die Festivalbesucher, die ein Berlin Music Week-Ticket haben, können auf dem Rollfeld in den Shuttlebus steigen und sich die wenigen Kilometer zur Arena fahren lassen. Für die anderen Festivalbesucher ist die Anfahrt mit der BVG nach Treptow kostenlos. Die komplette Arena wird bis in den Morgen hinein bespielt. In Halle, Club, Glashaus und auf der Hoppetosse gibt es Gigs, DJ-Sets und Performances. Am Freitag werden unter anderem Boy George und Marc Vedo Platten auflegen, Techno Urgestein DJ-Hell ist dabei und die österreichischen Old-School-Hiphopper Kruder und Dorfmeister. Am Samstag dann geht es weiter mit den Soul-Scheiben der Berliner Jungs von G.I. Disco und einem Live Auftritt der HipHop Granden Public Enemy. Und auch das vermeintliche One-Hit-Wonder Mr. Oizo, der mit Flat Beat und dem kopfnickenden Kuscheltier im dazugehörigen Video vor über zehn Jahren einen Track lieferte, der nicht mehr aus dem Kopf zu kriegen war, legt beim Club X-Berg auf. Mr. Oizo ist mittlerweile ein etablierter Produzent, der unter anderem mit Größen wie Justice zusammenarbeitet. Das Festival ist mit dem Club X-Berg ein Stückchen mehr Berlin geworden. Denn um Mitternacht nach Hause gehen, das pass einfach nicht zu dieser Stadt. Anne Lena Mösken

Berlin Festival Flughafen Tempelhof & Club Xberg Fr 9.9. + Sa 10.9. Berlin Music Week Ticket Gültig für Freitag und Samstag, inkl. Berlin Festival @Flughafen Tempelhof, Club Xberg @Arena Berlin, Berlin Music Week Clubnacht, BVG-Ticket und weiteren Vergünstigungen 89 Euro zzgl. VVK-Gebühren Berlin Festival 2-Tagesticket Gültig am Freitag und Samstag bis Mitternacht, inkl. Berlin Music Week Clubnacht und BVG-Ticket 74 Euro zzgl. VVK-Gebühren Berlin Festival Tagesticket Gültig für Freitag oder Samstag bis Mitternacht, inkl. BVG-Ticket 44 Euro zzgl. VVK-Gebühren Club Xberg Tagesticket (streng limitiert) Gültig für Club Xberg @ Arena Gelände Berlin am Freitag oder Samstag 24 Euro zzgl. VVK-Gebühren Tickets erhältlich über alle bekannten VVK-Stellen, Eventim und www.berlinfestival.de

Ulrike Rechel

26

Headquarter im .hbc in-edit   Tipps

27


Musikstadt Berlin Interview Harald Wolf   Green Music New Music Award Ctm Popkomm a2n

what’s up mitte!? red bull academy

Get No Sleep

 Neustart Offiziell haben sich die Beginner nie aufgelöst, dass sie nun aber, nach sieben Jahren Pause, ein exklusives Konzert beim Berlin Festival geben, lässt nicht nur Deutschlands HipHop-Szene erneut aufhorchen

termine adressen u-ton radio 1 nacht kulturbrauerei

berlin festival und club x berg clubnacht

Headquarter im .hbc in-edit   Tipps

Die Beginner machen es spannend. Seit fast sieben Jahren standen sie nicht als Band auf der Bühne, ebenso lange ist es her, dass ihr letztes Album „Blast Action Heroes“ erschien. Und nun sind sie auf einmal Headliner des Berlin Festivals, von der „Reunion des Jahres“ ist die Rede – dabei hatte es nie eine offizielle Trennung gegeben. Warum nun also dieser Auftritt? Arbeiten DJ Mad, Eizi Eiz und Denyo etwa an einem gemeinsamen neuen Album? Man kann nur raten, denn mit öffentlichen Statements hält sich die Band zurück. Interviews gibt es nicht, nicht zum Auftritt, nicht zu möglicherweise neuen Songs. Gegenüber einem Internetmagazin erklärte DJ Mad nur vage, die lange Pause habe sich nun mal so ergeben, und vielleicht, ja, vielleicht sei das Berlin Festival ein inoffizielles Startsignal für mehr. Man arbeite an neuem Material, aber wer weiß, wie lange das dauert. Die drei Beginner haben auch ohne Band viel zu tun. Frontmann Jan Eißfeldt kennt man heute besser als Jan Delay. Er ist Popstar, vielleicht der authentischste, den Deutschland derzeit hat, einer der völlig unaufgeregt den Spagat zwischen Subkultur und Mainstream schafft, zwischen immer mal wieder in Interviews bekundeten Sympathien für anarchistische Revolten in der Hamburger Innenstadt und dem Glitzerglitzer-Spektakel Eurovision Songcontest, bei dem er im Mai in Düsseldorf auftrat. Seit 2001 sein Album „Searching For The Jan Soul Rebels“ erschien, macht er eine deutsche Mischung aus Soul, Funk und Disco, immer noch mit unverkennbar nordischem Akzent und rotziger Attitüde, aber mit Krawatte, Hut und mittlerweile zwei Echo-Preisen im Regal. DJ Mad und Denyo arbeiten unterdessen als Produzenten für zahlreiche deutsche HipHop-Künstler und immer wieder an eigenen Soloprojekten, sie drehen Musikvideos und moderieren Radiosendungen. Dass die Beginner viel zu tun haben und neben der Band in zahlreichen anderen Projekten mitwirken, das war eigentlich schon immer so, schon als sie, die damals noch Absolute Beginner hießen und zu siebt waren, 1992 ihren ersten Track auf der HipHop-Compilation „Kill The Nation With A Groove“ herausbrachten. 1996 folgte das erste Album „Flashnizm“, das damals von den Plattenkritikern als das Beste, was der deutsche HipHop zu bieten hat, gelobt wurde. Der kommerzielle Durchbruch kam dann zwei Jahre später: Universal nahm die Absoluten Beginner unter Vertrag und brachte „Bambule“ heraus, mit den Charts-Singles „Füchse“, „Hammerhart“ und „Liebeslied“. Die Band hatte mittlerweile nur noch vier Mitglieder, als auch noch Mardin austrat, benannte sie sich 2003 schließlich in Beginner um. Seit 2004 ist es nun also ruhig geworden um die selbst ernannte „derbste Band der Welt“. Die Beginner können sich ausruhen darauf, mit nur drei Studioalben bis heute eine der einflussreichsten deutschsprachigen HipHop-Combos zu sein. Der ganz eigene Stil der Beginner hat Kollektiven wie Aggro Berlin mit Tracks wie „Gustav Gans“ Rap entgegengehalten, der ohne Pseudo-Gangsta-Gefasel auskommt. Stattdessen lieferten die Beginner immer Wärme in ihren Tracks, wie man sie so weit im Norden kaum vermutet, hüftschwungkompatible Ohrwürmer, sommerhittauglich, dabei aber rhythmisch anspruchsvoll und auch ein bisschen politisch. Die drei Beginner sind jetzt Mitte 30, sie stehen schon lange nicht mehr nur hinter Plattentellern und Mikro, sondern kümmern sich auch um Kinder und Haushalt. Man würde gerne hören, wie „Bambule“ in erwachsen klingt, wie hammerhart Popstars und Familienväter noch sein können. Live gibt es das nun auf jeden Fall auf dem Berlin Festival. Ob das dann auch irgendwann zum Album gepresst wird, nun ja, vielleicht verraten die Beginner ja auf der Bühne mehr. Anne Lena Mösken

Beginner Sa 10.9. beim Berlin Festival Flughafen Tempelhof


Musikstadt Berlin Interview Harald Wolf   Green Music New Music Award Ctm Popkomm a2n

Der letzte Schrei

what’s up mitte!? red bull academy

Get No Sleep

Primal Scream werden ihr epochales Album „Screamadelica“ zwanzig Jahre nach dessen Erscheinen wieder komplett live spielen Bobby Gillespie kennt sich gut aus in Berlin. Seinen ersten Auftritt hatte er 1984 im Loft als Behelfsschlagzeuger von The Jesus & Mary Chain. Diese Band war damals das heißeste Ding in der Musikszene. Ihre Auftritte dauerten so lange wie eine Seite eines Vinylalbums, wurden von ohrenbetäubendem Verzerrerkrach zerfräst und waren überhaupt an aufregender Unangepasstheit nicht zu überbieten. Drei Jahre später weilte Gillespie wieder in der Stadt, dieses Mal als Sänger seiner eigenen Band Primal Scream. Die hatte gerade ein braves, mit Klingelgitarreneinerlei bestücktes Debüt veröffentlicht, da dachte man sich nichts Böses. Aber der Schotte hatte so viel Alkohol intus, dass er sich kaum mehr auf den Beinen halten konnte. Das Bühnengebaren des hageren Kerls ließ erahnen, dass in ihm mehr Gefahrenpotenzial steckt, als er musikalisch vorgab. Es folgte aber noch ein Album mit traditionshörigem Gitarrenpop, das so hieß wie die Band. Damit war das Ende von Primal Scream eigentlich besiegelt, wie Gillespie in diesem Jahr dem „New Musical Express“ erzählte: „1989 hatten wir als Band keine Perspektive. Auf unserem Label waren wir eine kümmerlich kleine Nummer. Der Chef unterstützte uns, wo er konnte – wir waren mit ihm aufgewachsen und durch Erlebnisse in

Primal Scream Fr 9.9. auf dem Berlin Festival Flughafen Tempelhof

der Punk-Ära zusammengewachsen, er liebte uns. Aber wir verkauften keine Platten. Niemand gab auch nur einen Pfifferling auf uns.“ Immerhin enthielt das Album einen Song namens „I’m Losing More Than I’ll Ever Have“. Der gefiel dem damals unbekannten DJ Andrew Weatherall so gut, dass er einen Remix anbot. Heraus kam ein praktisch völlig neuer Track, der „Loaded“ getauft wurde. Trippige Dance-Beats, ein Hauch Soul und eine euphorische Grundstimmung – Primal Scream hatten ihren ersten Hit. Die Band entschied sich, genau da weiterzumachen. Die Woche wurde aufgegliedert. Von Dienstag bis Freitag arbeiteten die Schotten konzentriert im Studio. Die drei folgenden Nächte feierte man bis zum Umfallen. Der Montag war frei und diente der Ausnüchterung. Dadurch blieb die Band am Puls der Zeit, spürte sie, was draußen los war. Im Studio hörte man 13th Floor Elevators, Sly Stone, Dub-Reggae oder Miles Davis – alles, was sich nach nicht formatierter Musik anhörte. Das Ergebnis war „Screamadelica“, eines der großen Alben der Neunziger. Mit ihm begann eine neue Zeitrechnung. Rock und elektronische Musik fanden nicht mehr in unterschiedlichen Welten statt, es kam zur Fusion. Jetzt, 20 Jahre später, erinnert man sich dieser epochalen Tat mit einer Jubiläumsedition. Primal Scream spielen das Album dazu komplett live, auch auf dem Berlin Festival. Ob sich der inzwischen verheiratete Gillespie und seine Freunde besser im Griff haben als bei der Uraufführung von „Screamadelica“ im Metropol? Damals begann das Konzert mit zwei Stunden Verspätung. Die Band musste erst ausfindig gemacht werden. Man entdeckte sie fröhlich feiernd in einem irischen Pub um die Ecke ... Thomas Weiland

30

termine adressen u-ton radio 1 nacht kulturbrauerei

berlin festival und club x berg clubnacht

Headquarter im .hbc in-edit   Tipps

Nach drei Jahren hat das Warten nun endlich ein Ende: Santigold, eine der interessantesten Frauen im Popgeschäft, wird beim Berlin Festival ihre neuen Songs vorstellen

Wer die heißeste Sängerin der Welt ist? Santigold natürlich! Diese Nachricht verbreitete sich vor drei Jahren über die britische Presse, die ja immer schnell bei der Sache ist, wenn es um das Abfeiern von neuen Künstlern geht. Im Falle von Santigold legten sich die Inselredakteure des „New Musical Express“ besonders ins Zeug. Zuerst wurde sie als „neue Königin des Pop“ hofiert, kurz danach war sie schon eine der 50 einflussreichsten Persönlichkeiten in der Musik. Ganz schön viel Vorschusslorbeeren auf einmal. Aber die Frau, die eigentlich Santi White heißt, hatte sich das Lob voll verdient. Das erste nach ihr benannte Album begeisterte mit einer erfrischend unkomplizierten Mischung aus New Wave, Pop, Ska, R&B und Rock. Das sahen nicht nur Kritiker so, sondern auch die Kollegen Björk, M.I.A. und sogar der sonst so traditionell ausgerichtete Paul Weller. In der Szene war die in New York lebende Frau vorher schon länger bekannt. Um die Jahrtausendwende herum arbeitete sie als Künstlerrepräsentantin bei der Plattenfirma Epic Records. Den Schreibtischjob kündigte sie aber bald wieder, um Songs für das Album „How I Do“ der R&B-Kollegin Res aus dem Jahr 2001 zu schreiben. Eine eigene Band hatte White auch schon. Sie hieß Stiffed und versuchte sich an einem ähnlichen Stilmix wie Santigold heute. Damals etwas verfrüht, wie sich bald herausstellte. „Wir waren mit Verlaub gesagt nicht schlecht, hatten aber angesichts der konservativen Haltung der Musikindustrie von vornherein keine Chance. Wenn Plattenfirmen eine schwarze Frau sehen, wollen sie reinen R&B oder HipHop von ihr hören, nicht irgendetwas Seltsames mit Ska und Rock drin. Wir wurden bewusst ausgebremst“, erzählte White im Interview,

allerdings ohne Blick zurück im Zorn. Sie weiß, dass man sich Erfolg hart erarbeiten und dafür auch mal Hindernisse überwinden muss. „Ich habe eine Menge wichtiger Erfahrungen gemacht und möchte keine davon missen. Jetzt hat die Musikindustrie ohnehin nicht mehr so viel Macht und muss mitansehen, wie sich die Hörer ihre eigene Meinung bilden. Und siehe da: Die Fans kümmern sich nicht darum, wie ich aussehe und welche Musik ich mache. Wenn sich für sie etwas gut anhört, unterstützen sie es unabhängig von allen Oberflächlichkeiten.“ Das alles ist inzwischen drei Jahre her. Seitdem hat man nicht mehr viel von Santigold gehört. Vor einem Jahr machte das Gerücht die Runde, es könnte ein neues Album erscheinen, aber bis heute gibt es keinen konkreten Veröffentlichungszeitpunkt. Im Frühjahr war ihr Name auf dem neuesten Album der Beastie Boys zu lesen. Sie ist Gastinterpretin beim Song „Don’t Play No Game That I Can’t Win“. Ihr Auftritt beim Berlin-Festival deutet an, dass der lang erwartete Nachfolger ihres überragenden Debüts aber nun doch bald vor der Tür steht. Dann wird sich zeigen, ob die Königin ihren Thron verteidigen kann. Zuzutrauen ist es ihr absolut.

31

Thomas Weiland

Santigold Fr 9.9. auf dem Berlin Festival Flughafen Tempelhof


Musikstadt Berlin Interview Harald Wolf   Green Music New Music Award Ctm Popkomm a2n

what’s up mitte!? red bull academy

Eingängig und doch komplex

Get No Sleep

termine adressen u-ton radio 1 nacht kulturbrauerei

berlin festival und club x berg clubnacht

Schwer vorstellbar, aber vor vier Jahren hatte James Blake mit elektronischer Musik noch nichts am Hut. Deshalb war es ein schicksalhafter Abend, als er mit ein paar Freunden zufällig im Londoner Club Plastic People landete, wo gerade Dubstep lief. Seine Begleiter waren davon schnell genervt und zogen weiter. Blake blieb alleine zurück, weil er plötzlich fasziniert war, von den Bässen und den elektronischen Klängen, die er dort hörte. Sie eröffneten ihm eine völlig neue Perspektive in der Musik. Unmittelbar nach diesem Erlebnis begann Blake selbst am Computer Songs zu schreiben und ist nun, mit 22 Jahren, der erste Pop-Star des Genres Dubstep. Mit seiner Pilzkopffrisur und dem blassen Teint sieht er aus wie ein gewöhnlicher Vorstadtjunge aus der britischen Mittelschicht. Aufrichtig und schüchtern wirkt er in Interviews. Er versteckt sich nicht hinter großspurigen Künstler-Allüren – Blake möchte, dass er und seine Musik verstanden werden. Eingängig soll sie sein, dabei aber trotzdem komplex, womit er sich an seinem erklärten Vorbild, dem französischen Komponisten Erik Satie, orientiert. Besonders herausragend sind jene Remixe von HipHop und R&B Stücken, die vor allem im Netz unter Blakes Pseudonym Harmonimix kursieren. So hat er beispielsweise Destiny’s Child oder Outkast geremixt und, allen voran, Lil Wayne’s Proll-Hymne „A Milli“ neu programmiert. An dem Südstaatenrapper begeisterte ihn die Melancholie, die er in seiner Stimme zu hören glaubte und die er durch einen melodischen und filigranen

James Blake ist der erste Popstar des Dubstep, weil er es vermag, dieses Club-Genre wie selbstverständlich in die Sphären des Pop zu transportieren

Headquarter im .hbc in-edit   Tipps

Remix besonders hervorhob. Sein in diesem Februar erschienenes Album-Debüt „James Blake“ ging aber plötzlich in eine völlig andere Richtung: Während seine vorangegangenen Veröffentlichungen tanzbar und zugleich experimentell waren, zeigte er sich nun von seiner Songwriter-Seite und entfachte damit einen immensen Hype, der aber seine Berechtigung hat. Über 6 Millionen Mal wurde seine Neuinterpretation eines Feist-Songs, „Limit To Your Love“, auf Youtube geklickt. Verwunderlich für einen Pop-Song, der ein Gewitter aus digitalem Bass in den Mittelpunkt stellt. Auf dem ganzen Album definiert Blake beständig die Grenzen von Pop-Musik neu, wenn er zarte Piano-Melodien mit losen Klangfragmenten kombiniert, die nur durch die drückenden Sub-Bässe zusammengehalten werden. Dazu schüttet Blake sein Herz in melancholischem Falsett-Gesang aus, bei dem seine Stimme, die er gerne mit Effekten verfremdet, jeden Moment zu brechen scheint. Blake ist der Prototyp des Bed­ room-Producers, denn er schreibt und spielt seine Songs in völliger Eigenregie. Glücklicherweise wurde er von der BBC-Radio-Moderatorin Mary Anne Hobbs entdeckt. Sie begann seine Stücke in ihrer Radiosendung „Breezeblock“ zu spielen und ebnete so seinen Weg vom Untergrund ins Pop-Geschäft. Dort ist Blake ganz gut aufgehoben, denn seine Berufung sieht er als Sänger am Klavier. Während seiner Live-Auftritte sieht man ihn meist auf einem Schemel sitzend, umringt von drei Tastaturen. Blake spielt Akkorde mit gelenken Fingern und singt dabei in sein Mikrofon, während seine zweiköpfige Band aus dem Gitarristen Rob McAndrews und dem Schlagzeuger Ben Assiter seinen Stücken einen organischeren Klang verleiht. Elektronische Musik ist für ihn ein Mittel, um klassische Kompositionen aus einem anderen Winkel zu betrachten und ein facettenreicheres Verständnis dafür zu entwickeln. Angeblich gibt es noch eine ganze Menge reiner Klavierkompositionen von ihm. Die Zeit, um diese herauszubringen, sei aber noch nicht reif, sagte er kürzlich in einem Interview. Offenbar hat er bis dahin noch einiges vor. Lucas Negroni

James Blake Fr 9.9. auf dem Berlin Festival Flughafen Tempelhof

32

33


Musikstadt Berlin Interview Harald Wolf   Green Music New Music Award Ctm Popkomm a2n

Schau

der

what’s up mitte!? red bull academy

Get No Sleep

clubnacht

Headquarter im .hbc in-edit

Tipps

Fenster

nacht Bei der Clubnacht müssen sich Berlins Clubs nicht besonders herausputzen – der Reiz besteht darin, in kurzer Zeit eine guten Ein- und Überblick aufs Berliner Nachtleben zu bekommen

Seit 2001 findet die Clubnacht regelmäßig statt. Mittlerweile ist sie das größte Event dieser Art weltweit. 17 000 Besucher kamen allein im vergangenen Jahr. Über 60 Clubs machen in diesem Jahr mit. „Das ist unser Rekord“, sagt Lutz Leichsenring, Sprecher der Club Commission, die die Clubnacht veranstaltet. Die Clubnacht ist wie ein Kaleido­skop des Berliner Nachtlebens. Hier bekommen Besucher die Möglichkeit, die einzelnen Clubs so zu erleben, wie sie auch im Alltag vorzufinden sind. Und die Auswahl der Club Commission, die in Zusammenarbeit mit dem Berlin Festival und der Berlin Music Week entstanden ist, ist wirklich ein Abbild all dessen, was gerade im Berliner Nachtleben passiert. Eine Bestandsaufnahme. Ein Schaufenster in die Nacht. Neue Läden sind dabei: das Trust von Week-End-Betreiber Marcus Trojan und Kollege Cookie oder das Levee, der Nachfolger des Bang Bang Clubs am Hackeschen Markt. Dann gibt es Kurioses wie die Hafenbar, die seit Jahren mit Stimmen in Aspik die einzige funktionierende Schlagerparty der Stadt veranstaltet und zu Karaoke mit Joe Hatchiban aus dem Mauerpark einlädt. Vor allem aber sind da jene Clubs, die im Programm mit einem Ausrufezeichen versehen sein werden, weil unsicher ist, wie lange es sie überhaupt noch gibt. Die unzähligen Freiräume und Brachen im Zentrum der Stadt sind mittlerweile rar geworden, Häuser werden verkauft, und neue Vermieter kündigen die Zwischennutzungsverträge, mit denen viele Clubs über die Jahre zu fest etablierten Institutionen geworden sind. Das Kiki Blofeld an der Spree zum Beispiel feiert diesen Sommer

34

termine adressen u-ton radio 1 nacht kulturbrauerei berlin festival und club x berg

seine Abschiedssaison und ist bei der Clubnacht dabei. Der Nachfolger-Club der Maria ein Stück weiter Spree aufwärts ebenfalls. Der Ort ist der gleiche geblieben, nur heißt die Maria jetzt schlicht ADS, kurz für die Adresse „An der Schillingbrücke“. Der neue Name drückt den Protest des Betreibers Ben De Biel aus, dass der Vermieter Ludger Inholte ihm erst kündigte und De Biel erst dann aus der Presse erfuhr, dass vor Ende des Jahres nichts auf dem Gelände passieren würde und Ludger Inholte nichts dagegen habe, wenn die Maria bliebe. Doch da war schon die Closing Party anberaumt, erste Verträge gekündigt, kein Booking fürs zweite Halbjahr geplant. De Biel wollte so nicht weitermachen. Clubs sind heute, das zeigt sich an der Maria, kleine Unternehmen, oft mit Dutzenden Angestellten. Wer ganz oben mitspielen will, der braucht, wie jedes andere Unternehmen auch, Planungssicherheit. Die Closing Party der Maria wurde also nicht abgesagt, der Club danach demonstrativ umbenannt. Wie lange es noch weitergeht, weiß keiner. Ben De Biel lässt jetzt verschiedenen Veranstaltern freien Gestaltungsraum im ADS. In der Clubnacht werden die Spreepiraten dort ihren sechsten Geburtstag feiern. Auch den Schokoladen in der Ackerstraße und den Club der Polnischen Versager eine Tür weiter im selben Haus sollte man sich anschauen. Beide wird es in Zukunft vielleicht bald gar nicht mehr geben. Auch hier lässt sich viel erzählen über das, was gerade in Berlin passiert, steckt viel Zeitgeist in der Geschichte eines Clubs. Einst in einem besetzten Haus eröffnet, später als Verein Zuhause für eine ganze Gruppe Künstler, Musiker und kultureller Projekte, steht der Schokoladen nun vor dem Aus. Der Besitzer will sanieren, hat den Mietern gekündigt. Die Räumungsklage steht nun aus. Derweil muss der Schokoladen seine Konzerte vorverlegen, weil Nachbarn sich wegen der Lautstärke beschweren. Doch liest man aus dem Programm der Clubnacht nicht nur die Probleme des Nachtlebens, es zeigt auch, dass es vielen Veranstaltern und Betreibern gelungen ist, über viele Jahre hinweg Partyreihen und Locations zu etablieren – inmitten der Schnelllebigkeit der Szene, die bei allem Lamento über das derzeitige Clubsterben auch das Markenzeichen Berlins ist. Es gibt sie, die Traditionspartys, die Klassiker. Der Karrera Klub ist einer von ihnen, Berlins erfolgreichste Indie-Party, sie hat sich nie groß neu erfunden in den vergangenen Jahren, aber sie ist immer noch da, mit Gitarrenpop und seit einiger Zeit auch ein bisschen Elek-

tro. Es gibt immer mal neue Indie-Reihen, einige davon machen einiges besser als der Karrera Klub, andere laufen eine Weile und verschwinden dann wieder. Da ist es gut, dass es sie immer noch gibt, DJ Spencer, der die Reihe einst vor 15 Jahren ins Leben rief, und seine Kollegen. Zur Clubnacht legen die Karrera-Klub-DJs nun in ihrer Homebase, dem Magnet, auf. Auch die Russendisko des Schriftstellers und Vorzeigerussen Wladimir Kaminer ist dabei, im Kaffee Burger, dem alten DDR-Künstlerkneipen-Kleinod in der Torstraße, das es trotz all der Umbrüche in Mitte in den vergangenen Jahren geschafft hat, sich, bis auf ein paar kleine Umbauten, so gut wie gar nicht zu verändern. Im Lido wiederum gibt es die Balkanbeats von Robert Soko, ebenfalls eine der mittlerweile traditionellen Partyreihen Berlins, die erste Ausgabe fand 1993 statt. Und wie gewohnt hat die Clubnacht ein Partnerland, im vergangenen Jahr war es Indien, dieses Jahr wird es Großbritannien sein. Vier Bands aus Liverpool und Manchester werden anreisen und Konzerte spielen, die dann live vom BBC übertragen werden. Die Clubnacht versucht ganz bewusst, die kleineren Clubs zu präsentieren, große Namen wie das Berghain, das Watergate, das Cookies sind nicht vertreten. Der Fokus soll auf jene gerichtet sein, die über das Jahr nicht so viel Aufmerksamkeit bekommen. „Die kleinen Läden bieten oft ein Nischenprogramm“, sagt Lutz Leichsenring. „Aber genau das macht die Vielfalt des Berliner Nachtlebens aus, das macht Berlin so besonders.“ Anne Lena Mösken

Berlin Music Week Clubnacht, Fr 9. + Sa 10.9. Eine Nacht: 12 Euro, beide Nächte 18 Euro, in den Tickets für die Berlin Music Week und den 2-Tages-Tickets für das Berlin Festival ist der Eintritt bereits enthalten Alle Orte und das gesamte Programm unter www.berlin-clubnacht.de und www.berlinfestival.de/info/clubnacht/

35


Musikstadt Berlin Interview Harald Wolf   Green Music New Music Award Ctm Popkomm a2n

.HBC

what’s up mitte!? red bull academy

Get No Sleep

Tipps

Wichtiger als eine pittoreske Außenhülle ist bekanntlich ein wertvolles Inneres. Das galt für den Betonkoloss in der Karl-Liebknecht-Straße 9 schon zu DDR-Zeiten, als dort das „Haus der Ungarischen Kultur“ einzog. Es gilt erst recht, seit hier das .HBC residiert und den SiebzigerOst-Schick von Tagungsräumen, Restaurant und Kino mit Neuberliner Indie-Charme verkuppelt. Mit Konzerten, Lesungen und feiner Küche hat sich das .HBC schnell zum angesagten AusgehZiel gemausert. Während der Berlin Music Week steigt das Kulturhaus am Alex nun erstmals in den Rang der Schaltzentrale auf. Neben InfoCounter, gratis-W-Lan-Computerplätzen und Gastronomie gibt es ein vielfältiges Angebot. So lädt das Netzwerk all2gethernow zum Gedankenaustausch über die Zukunft der Musikbranche ein. Das Panel des EU-Projekts Open Cities dreht sich um die digitale Dimension urbaner Musiksphären, mit Referentinnen wie der Pariser Digitalwelt-Expertin Nadia Echchihab. Für die Macher der Musikfilm-Festivals In-Edit und Berlin Rewind – mit Fokus auf die Musikstadt Berlin – öffnet das .HBC seinen Kinosaal, das ehemalige „Balazs“. Auch das Foyer steht im Zeichen der Popkultur mit einer Ausstellung des Fotografen Joachim Zimmermann (von ihm ist auch das Foto). Der Wahlberliner fotografiert seine Musikerporträts abseits von Publicity-Ästhetik und gern im scheinbar „falschen Moment“: Mando Diao etwa wenden sich von der Kamera ab, um der Fotoassistentin beim Richten eines Vorhangs zuzusehen, und Jesse Hughes von Eagles Of Death Metal sieht auch in einem Behördengang so aus wie ein Rockstar alter Schule.

Den Gedanken des internationalen Filmfestivals nimmt das In-Edit etwas wörtlicher als andere. In sechs Ländern findet das Indie-Festival für Musikdokus inzwischen statt: Neben dem Gründungsfestival in Barcelona gibt es Ableger in Argentinien, Mexiko, Brasilien und Chile – und seit diesem Jahr auch in Berlin. Hier wie dort geht es darum, den Blick abseits kommerzieller Bahnen zu lenken. „Wir wollen uns die Gelegenheit nicht entgehen lassen, unser Festival noch mal auf der Berlin Music Week zu präsentieren“, sagt Marc Llop, der mit Stefanie Dörper die Berliner Ausgabe leitet. „Wir bewegen uns als Musikfilm-Festival ja in der goldenen Mitte zwischen beiden Bereichen“, sagt der gebürtige Spanier, der sich zuvorderst als „Musikverrückter“ sieht. „Musikfans finden beim In-Edit eine einmalige Mischung aus neuen internationalen Highlights und lokalen Produktionen: Filme, die im regulären Kinoprogramm kaum Platz haben.“ Während der Berlin Music Week wird an vier Abenden Programm gemacht, im Festival-Headquarter .HBC und dem White Trash. Neben Filmen über die White Stripes oder 20.30 Uhr: Berlin Rewind Filmfestival das einflussreiche briDo 8.9. 10–12 Uhr: Panel – How to start a creative tische Label Creation Records widmet sich business. Fördermöglichkeiten der Stadt Berlin ein Abend dem Heavy (Eintritt frei) 13–14 Uhr: Mediengespräch: EntwickMetal. Vom Kinosessel aus lassen sich dann lungen des Crowdfunding im Musikmarkt (Eintritt gemütlich Filme über frei) 14–16 Uhr Panel: Erfahrungen und MöglichWacken oder Motörheads Lemmy geniekeiten des Crowdfunding in der Musikwirtschaft ßen – mal ganz ohne (Eintritt frei) 16–18 Uhr: Panel: Soul-Clap – BerliSchlammbad oder Hörsturz. ner Kulturbotschafter & Netzwerkaufbau in Asien. Ulrike Rechel

.HBC Karl-Liebknecht-Straße 9, täglich ab 10 Uhr geöffnet mit Info-Counter, W-Lan Working Stations, Ausstellung mit Bildern von Joachim Zimmermann (Eintritt frei) Mi 7.9. – Sa 10.9., ab 19 Uhr: Berlin Music Week Blue Hour mit Live-Musik, DJs, Special Sundowner Drink und Verlosungen: Gewinne Berlin Music Week Tickets, CDs und T-Shirts (Eintritt frei) Mi 7.9. 8–19 Uhr: Werkstatt: all2gethernow 36

Fr 9.9. 10–12 Uhr: Pressekonferenz und Panel: Green Music Initiative. Masterplans Green Berlin Music Week 2020 (Eintritt frei) 15–17.30 Uhr Panel: Clubnacht Gastland UK: Workshop/ Präsentation by Verbal Vigilante (Eintritt frei) 23 Uhr: Party Berlin Music Week Clubnight: Rhythm & BeatORGANization, DJs: edem (three4house), Harry Chestwig (Melody Farm) Sa 10.9. 19 Uhr: Party Berlin Music Week Blue Hour: Metal Special 20 Uhr Filmfestival: in-edit – Metal Night: Lemmy, der Film & Wacken 2010

Die Werkstatt der Kulturen lädt zwei der Gewinner des diesjährigen "Creole"-Bundeswettbewerbs für Weltmusik zum Konzert ein. Während die Musiker von Cyminology (Fr 9.9.) auf die Symbiose von kammermusikalischem Jazz und persischer Lyrik setzen, präsentiert das Quartett Kavpersaz (So 11.9.) traditionelle anatolische Instrumentalmusik in modernen Gewändern. Werkstatt der Kulturen Wissmannstraße 32, Neukölln Fr 9.9., 20.00, So 11.9., 19.00 Karten: 9 Euro/ 6 Euro – 2. B wie Bolero Cello-Star zu Gast

Eine hochkarätige Auswahl des pulsierenden lesbisch-schwulen musikalischen Untergrunds: Die Italodisco-Trash-Popper POP:SCH: aus Österreich kritisieren in ihren Texten die Gesellschaft. Der Brite Alexander bezeichnet seine House-Musik als Morose Disco Soul und Kimono Kops kreiert Electro-PopWave-Soundcollagen. Partysane-Act Aurora Kiss perfektioniert seinen Romantic Synthpop und Normal Love ihre Vision von Electro-Postpunk. SchwuZ Mehringdamm 61, Kreuzberg Mi 7.9., Fr 9.9. (Showcase), Fr 16.9. (Showcase), Eintritt 6 Euro – 6. 13. Taschenlampenkonzert Taschenlampen statt Feuerzeuge

Der Shanghaier Cellist Li-Wei Qin wird nicht nur von der internationalen Presse für seine Technik und Intonation hochgelobt, er gewann auch bereits zahlreiche Musikpreise. Nun gibt Qin in Berlin eine Kostprobe seines Könnens. Zusammen mit dem Konzerthausorchester spielt er Meisterwerke von Maurice Ravel und das berühmte Cellokonzert von Edward Elgar. Konzerthaus Berlin, Großer Saal Gendarmenmarkt, Mitte Fr 9. + Sa 10.9., 20.00 Karten: 19-50 Euro – 3. Rheingold Feuerland Wagner runderneuert Bernhard Glocksins Stück erzählt von Abhängigkeiten in der globalen Finanzwelt und von fünf ganz unterschiedlichen Lebenswegen. Wie schon im "Ring des Nibelungen" wird das Sein der Protagonisten von Ehrgeiz, Gier und Geschäftssinn bestimmt. Die Anlehnung an Wagner bleibt nicht ausschließlich thematisch – auch die Musik von Simon Stockhausen bewegt sich zwischen Rückblick und Neukomposition. Neuköllner Oper Karl-Marx-Straße 131-133, Neukölln u.a. Do 1. – Sa 3.9., Do 8. – Sa 10.9., 20.00 Karten: 9–24 Euro weitere Infos, Spielzeiten und Tickets unter: www.neukoellneroper.de – 4. Ubiet & Kroncong Tengara

Es ist Zeit für den Familienrockabend. Die Berliner Band Rumpelstil lädt traditionell Anfang September ein, um die Funktionsfähigkeit der Taschenlampen zu überprüfen. Groß und Klein rücken näher zusammen gegen die aufziehende kalte Jahreszeit. Alle haben ihren Spaß, schunkeln, lachen, schauen in den Himmel und das alles gemeinsam. Taschenlampen und alles, was leuchtet, sind sogar Pflicht, Zeit zum Kreativwerden. Waldbühne Glockenturmstraße 1, Charlottenburg Sa 10.9., 19.00 –– 7. HaDag Nachash und Ohrbooten Exklusives Konzert der Jüdischen Kulturtage

Headquarter im .hbc

in-edit   Tipps

Deine Stimme gegen Armut

– 5. 2. Queer Noises Festival Queer Underground & Berlin Music Week

– 1. Cyminology / Kavpersaz

Die Plattenzentrale Im .HBC bündelt sich bei der Berlin Music Week ein spartenübergreifendes Programm aus Popdebatte, Musikfilmen, Ausstellung, Gastronomie und Party

termine adressen u-ton radio 1 nacht kulturbrauerei berlin festival und club x berg clubnacht

Kurzinterview mit der Campaignerin Anke Scheid.

Frau Scheid, die Initiative „Deine Stimme gegen Armut“ wurde 2005 gegründet, um eine größere Akzeptanz für Entwicklungspolitik zu schaffen. Was haben Sie bisher erreicht? Anke Scheid: Politisch hat die Kampagne dazu beigetragen, dass Deutschland seine Entwicklungszusammenarbeit steigert, also mehr Geld für Armutsbekämpfung ausgibt. Zudem haben wir bislang 740 000 Stimmen gesammelt und eine nie da gewesene Unterstützung für entwicklungspolitische Themen in der deutschen Bevölkerung hervorgerufen.

HipHop aus Israel? Und dann noch bekannt in Hollywood? HaDag Nachash wurden schon von Adam Sandler für seinen Erfolgsfilm „Leg dich nicht mit Zohan an“ gecastet. Im Rahmen der Popkomm trifft die Gruppe auf die hiesigen Ohrbooten. Für einen Abend verschmelzen intelligenter hebräischer Rap und Berliner Wortwitz. ASTRA Kulturhaus Revaler Straße 99, Friedrichshain, Sa 10.9., 21.00

Warum beteiligen Sie sich mit Ihrer In­itiative bei der Berlin Music Week? Anke Scheid: Unsere Zielgruppe sind Jugendliche unter 29 Jahren. Ein Konzert bietet da die perfekte Mischung. Einsatz zeigen kann auch Spaß bringen – Engagement ist nichts Verstaubtes.

– 8. Messa da Requiem Szenische Aufführung

Was kann man selbst tun, um die Initiative zu unterstützen? Anke Scheid: Sammel Stimmen gegen Armut, bewege deine Abgeordneten, Einsatz zu zeigen und schaffe Aufmerksamkeit mit einer Aktion. Bei der Ausführung sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.

Verdis Requiem, erstmals 1874 aufgeführt, ist als konzertantes Werk bekannt. Der Berliner Dirigent Roland Bader konzipierte eine szenische Umsetzung der Trauermesse und hat Balletttänzer des Bolschoi Theaters Moskau eingeladen. Die Ukrainische Staatsoper Kharkov sorgt für die hochkarätige musikalische Aufführung. Berliner Dom Am Lustgarten, Mitte Fr 2. – So 11.9., 20.30, Tel. 202 69 136

Die für ihre Vielseitigkeit bekannte indonesische Sängerin Ubiet präsentiert mit ihrer achtköpfigen Band ein KroncongProgramm. Dabei mixt sie die traditionelle indonesische Volksmusik mit Stilelementen aus Pop, Jazz und Klassik und in der europäischen Musiktradition verwurzelten Instrumenten wie Akkordeon und Cello. Haus der Kulturen der Welt John-Foster-Dulles-Allee 10, Tiergarten Sa 10.9., 20.00, Eintritt 13 Euro/ 10 Euro (inklusive Ausstellung)

37



Stefan Guther

Mi 07.09. Deine Stimme gegen Armut präsentiert Nylon live um 20 Uhr beim C/O Berlin Hofkonzert im Postfuhramt. Bei Regen findet das Konzert indoor statt. Der Eintritt ist frei. Mehr Infos unter: www.deine-stimme-gegen-armut.de www.berlin-music-week.de


popXport > präsentiert populäre Musik aus Deutschland auf DW-TV > zeigt jede Menge Clips: Hits, Tipps und Klassiker > gibt es auf Deutsch und Englisch > wird moderiert von Catherine Vogel und Markus Schultze

Berlin Music Week – Realisation Kulturprojekte GmbH Moritz van Dülmen (Geschäftsführung) Simone Leimbach (Projektmanagement) Björn Döring (Programm Management) Katja Gross (Business Affairs) Tommy Nick (Kommunikation) sowie Julia Waldmann und Kerstin Raehmel (Programm-Manager), Karoline Kuhles (Assistenz Programm-Management), Antje Schröder (Kommunikation), Stefan Guther (Projektleitung der Berlin Music Week Zeitung) Dank an der Beirat der Berlin Music Week Senator Harald Wolf (Vorsitzender), Olaf Kretschmar (Stellvertretender Vorsitzender, Berlin Music Commission), Jutta Adler (Konzert-Direktion Adler), Sabrina Baerthel (Axel Spinger Verlag), Daniel Barkowski (Popkomm), Elmar Bassen (Summer of Berlin), Jacob Bilabel (Thema1, Green Music Initiative), Sören Birke (Berlin Music Commission), Verena Bley (Gema), Birgit Böcher (DMV), Martin Brem (a2n), Gerhard Buchholz (visitBerlin), Rolf Budde (Budde Musik), Fred Casimir (BMG), Marc Chung (VUT), Nadja Clarus (SenWTF), Robert Eysoldt (create Berlin), Elmar Giglinger (Medienboard), Andrea Goetzke (a2n), Dieter Gorny (BVMI), Uwe Gralapp (Berlin Partner), Rainer Grigutsch (Club Commission), Joachim Grupp (Berlin Partner), René Gurka (Berlin Partner), Marko Hegner (Berlin Festival), Harald Heker (Gema), Volker Heller (Senatskanzlei Kulturelle Angelegenheiten), Nadine Jüdes (Berlin Partner), Eva Kiltz (VUT), Ina Keßler (Initiative Musik), Ralf Kleinhenz (Popkomm), Stefan Lehmkuhl (Berlin Festival), Lutz Leichsenring (Club Commission), Katja Lucker (Berlin Music

Commission), Hartwig Masuch (BMG), Richard Meng (Senatskanzlei), Olaf Möller (Club Commission), Bettina Müller (Gema), Lars Potyka (VUT), Peter Radszuhn (rbb), Helge Rehders (Senatskanzlei Kulturelle Angelegenheiten), Tim Renner (a2n), Burchard Roeper (Embassy of Music), Michael Russ (Verband der deutschen Konzertdirektion), Jürgen Schepers (IHK), Rainer Schmidt (Axel Springer AG), Regine Schneider (MTV), Anja Seugling (visitBerlin), Christoph von Knobelsdorff (IHK), Konrad von Löhneysen (Ministry of Sound), Ingrid Walther (SenWTF), Horst Weidenmüller (K7, Impala), Bettina Werner (visit Berlin), EC Zander (rbb), Martina Zeyen (create Berlin)

Sendezeiten und Informationen zur Sendung finden Sie unter www.dw-world.de/popxport

Herausgeber (V.i.S.d.P.) Kulturprojekte Berlin GmbH Geschäftsführer: Moritz van Dülmen Klosterstraße 68, 10179 Berlin www.kulturprojekte-berlin.de

Dank an die Förderer, Unterstützer und Medienpartner

In Zusammenarbeit mit dem tip Berlin Kontakt info@berlin-music-week.de Dank an Partner

Bildnachweise Redaktion Hagen Liebing (Redaktionsleitung), Katharina Wagner Autoren Stefan Guther, Wolf Kampmann, Anne Lena Mösken, Lucas Negroni, Ulrike Rechel, Katharina Wagner, Markus von Schwerin, Thomas Weiland, Heiko Zwirner Grafische Konzeption und Gestaltung Martin Kaumanns Druck AROPRINT Druck- und Verlagshaus GmbH

S. S. S. S. S. S. S. S. S. S. S. S. S. S. S.

03: 04: 07: 08: 09:

RCA Harry Schnitger David Goltz (unten links) Iwona Bielecka (rechts) Marcus Maschwitz Photography (oben rechts) 10: Kulturprojekte Berlin GmbH / Stefan Wieland 12: Tom Oldham 13: Laurent 15: Red Bull Music Academy (oben) 16: Joachim Zimmermann, Manfred Jelinski 22: Nicholas Bruno (rechts) 23: Marc Obin (rechts) 30: Dan Wilton 34: Joachim Zimmermann 35: Gang-Feng Wang (oben links), Cezary Zacharew (oben mitte)

DEINE STIMME GEGEN ARMUT

-

.de

Für die Unterstützung der Eröffnungsfeier bedanken wir uns ganz herzlich bei

Programmheftstand 16. August 2011, Änderungen vorbehalten

Lotus Watches unterstützt die Eröffnung der Berlin Music Week 2011

38



Berlin Music Week Programmzeitung