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L Leben.Liebe.Laster.

08 Wohnreportage Hausen in Schwarz-Weiss 20 Unser Gesicht Lesbar wie ein Buch

24 Aufgetischt Ein revolution채res Kochbuch 38 Kurztrip Weihnachtsshopping in London 50 Klein, schwarz, legend채r Die Uniform der Frau

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Schwarze Versuchung Schlicht, elegant, zeitlos, geheimnisvoll, erotisch ...

VOL. 10/2013

Special

Black Edition

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Ladies’ Day Geniessen Sie jeden Mittwoch ein Glas Prosecco und nehmen Sie am monatlich wechselnden Gewinnspiel teil. Oktober: Super Cherry, November: Lotto, Dezember: Ladies Poker Spielzeiten: 17.00, 20.00 und 23.00 Uhr Ausnahme: Jeden dritten Mittwoch im Monat begrüssen wir Sie zu unserer einzigartigen Ladies’ Night mit sexy Dance Shows um 20.30 und 22.00 Uhr. Gruppe ab 4 Ladies: 1 Flasche Prosecco und 40 Franken Spielguthaben (Tisch- oder Automatenspiel) gratis.

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EDITORIAL 03 L...INSIDE.

Das «kleine Schwarze» für Ihre Handtasche

Moderedaktorin Anja Broger kümmert sich mit viel Hingabe um die Models der Fotostrecke.

Bewaffnet mit Haarspray und Kamm. Das Team vom Friseursalon Montfort Rankweil hat ganze Arbeit geleistet.

Vier wunderschöne Frauen posierten für den L...Fotografen Maurice Shourot.

COVER Caroline Büchel, 37 Lehrerin, aus Triesen Fotograf: Maurice Shourot

Schwarz ist chic, macht schlank und in Schwarz ist man immer gut gekleidet. Auch ich bin dieser Farbe zugetan. Designer und Architekten kleiden sich bekanntlich gern schwarz. Sagt man. Spass hatten in jedem Fall unsere LaienModels mit dem «petite robe noire» beim Fotoshooting zu unseren Modeseiten auf Seite 50.   Mittlerweile hat sich nicht nur in der Kleidung, das «kleine Schwarze» zum Must-Have etabliert. Auch Handys, Tablets und Co. sind zum stylischen Accessoire geworden und längst zählt nicht mehr nur Leistung und Qualität. Gerade im Produktdesign und in der Architektur besticht Schwarz durch seine klare simple Nicht-Farbigkeit und lässt Formen für sich sprechen. Zu sehen in unserer Wohnreportage auf Seite 8.   Was steckt hinter dieser Vorliebe für Schwarz? Kaum eine andere Farbe lässt so viele Assoziationen zu und kaum mit einer anderen Farbe lässt sich ein ganzes Ma­ gazin mit Themen dazu füllen. Sinnlichkeit und Erotik verbinden wir mit schwarzer Wäsche. Erotik bedeutet, der Phantasie einen Raum zu geben. Eine schwarze Fläche enthält nichts und ist dennoch alles. In dieser Reduktion liegt eine ganz besondere Kraft. Es.ist.einfach.schwarz.   Schwarz in seiner Schlichtheit besticht durch sein unbuntes Erscheinen. Es ist diese Einfachheit, in der eine ­gewisse Magie liegt. Scheinbar unauffällig, unscheinbar auffällig: In eleganter Zurückhaltung – nicht aufdringlich – dringt das Schwarze leise, aber mit unübersehbarer ­Präsenz zwischen der an Farben, Mustern und Effekten überfüllten Medienwelt hindurch.   Jetzt, wo die Tage wieder kürzer und die Nächte länger werden, hat die Farbe Schwarz oft etwas Geheimnisvolles und Mystisches. Kein Grund, sich finstere Gedanken zu machen. Wer abergläubisch ist, hält sich fern von schwarzen Katzen und liest keinesfalls unseren Bericht auf Seite 32.   Und hier ist es nun: das «kleine Schwarze» für Ihre Handtasche. Somit wünschen Ihnen viele inspirierende Momente und Freude mit unserer «Black Edition». ­Manuela Bischofberger, Art-Direktorin/Mit-Herausgeberin


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INHALT

Leben

Liebe

16 06 KOLUMNE Claudias neue Freundin 08 WOHNEN in Schwarz und Weiss 16 BLIND Auf Tuchfühlung mit George Nussbaumer 20 BUSINESS Was das Gesicht verrät 24 INTERVIEW Essen mit Hausverstand

08

24 29 KOLUMNE Junge Männer im Visier 30 KOLUMNE Wo die Untreue beginnt 32 SCHWARZ Magisch und erotisch 38 REISEVÖGEL Weihnachtsshopping in London 42 KULTUR Weisheiten zwischen zwei Pappkartons 46 KULTUR Highlights im Rheintal

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Laster

62 48 KOLUMNE Die ewige Frage, was Frauen wollen 50 MODE Klassiker in Schwarz 60 MAKE-UP Smokey Eyes 62 KAFFEE Schwarze Leidenschaft 64 KULINARISCHES Ungewöhnliche Kombinationen

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SCHARF IM SCHLAF Über Nacht keine Brille oder Linse mehr

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06  LEBEN | KOLUMNE

Überleben PELZTRÄGERIN Claudia Schanza

Das neue Familienmitglied trägt Pelz, auch im Sommer. Lucys treuherzigem Blick kann nicht mal mein Mann widerstehen.

Wie bei der klassischen «Heldenreise» musste ich erst durch ein Tal der Tränen gehen, um schliesslich glücklicher als vor dem Verlust zu werden. Aber der Reihe nach. Im März musste ich mich nach 15 Jahren von meiner lustigen, zärtlichen, eigensinnigen Katze Petzi verabschieden.   Als die finalen Würfel gefallen waren, stellte mein Mann noch am selben Abend im Schlafgemach die Frage aller Fragen: «Willst du wieder ein Haustier?» Schluchzend nickte ich und würgte ein «Mhmmm» heraus. Er: «Wieder ein Katze?» Welche Frage! Petzi war einmalig, eine Nachfolgerin könnte ihr nie das Wasser reichen und würde unter dem ungerechten Vergleich leiden. Ich schüttelte entrüstet den Kopf. Ihm schwante Schlimmes: « … einen Hund?!» Heftiges Nicken.   Sendepause im Schlafzimmer. Nach einem tiefen Blick in meine tränenverschleierten Augen sagt jener Mann, der seit seiner Kindheit kein inniges Verhältnis zu Caniden entwickelt hatte (vermutlich Angst, sagt die Küchenpsychologin): «Okay. Aber das ist dann aber DEIN Hund. Ich werde bestimmt nicht Gassi gehen und den Dreck von der Strasse putzen.» Ihn ekelt es bei vielen Gelegenheiten, dafür zeigte ich natürlich Verständnis.   Bereits zehn Tage später wedelte Lucy in unserem Haus. Ihre ungnädigen Vorbesitzer hatten den Jack-Russel-Beagle-Mix knallhart einen Tag vor Weihnachten im Tierheim entsorgt. Drei Monate später hatte sie noch immer keine neuen Besitzer, die Abschiebung in eine Tötungsstation stand unmittelbar bevor. Stundenlange Recherchen im Internet und einige Telefonate vermittelten

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mir das Gefühl, der so lange verschmähte Mischling und ich sollten eine lebenslange Verbindung eingehen. Dieser rührenden Vorgeschichte konnte sich auch der Göttergatte nicht verschliessen.   Jetzt hiess es, Zähne zusammenbeissen. Während der Monate im Zwinger hatte die anschmiegsame Hündin leider verlernt, stubenrein zu sein. So kletterte ich bei Schnee, Regen, Sturm nächtens dreimal aus dem Bett, um dem Tier Erleichterung zu verschaffen. Mein Mann grinste sich wohl heimlich eins, wenn er sich umdrehte, um süss weiterzuträumen.   Vier Monate später: Nach Einzeltraining und Hundeschule hat sich Lucy zur gesellschaftsfähigen Terrierdame entwickelt, die mich in Sitzungen und zu Terminen begleitet, ohne peinlich aufzufallen. Sie begleitet Peter beim Joggen und er trainiert bereits Radfahren mit Hund. Auf dem Santner-Klettersteig in den Dolomiten zeigte die Pelzträgerin, wie geländegängig sie ist. Als es wirklich vertikal wurde, schaute sie erfreut aus dem Rucksack. Es ist doch wunderbar, von Sherpa Peter Richtung Gipfel getragen zu werden. Und ich habe ihn dabei erwischt, wie liebevoll er sie dabei angeschaut hat. «Meine» Lucy ist inzwischen «unser» Hund. ▪

* Im März musste ich mich nach 15­ ­Jahren von meiner lustigen, zärtlichen, eigensinnigen Katze Petzi verabschieden.

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Leben.

  07 06 KOLUMNE Claudias neue Freundin 08 WOHNEN in Schwarz und Weiss 16 BLIND Auf Tuchfühlung mit George Nussbaumer 20 BUSINESS Was das Gesicht verrät 24 INTERVIEW Essen mit Hausverstand

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Kurz und gut

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E­nthusiasmus, so Psychologe Willibald Rauch von der Uni Zürich. Er zeigte per Studie, wer diese Charakterstärken bewusst und regelmässig trainiert, steigert automatisch

besitzen erleben generell mehr positive Gefühle. Ausserdem sehen sie mehr Sinn im Leben, haben bessere Beziehungen zu anderen und treten selten auf der Stelle.

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LEBEN | WOHNEN

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oft in Schwarz-Weiss L

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WOHNEN | LEBEN

Im Haus von Günther Thöny scheint auf den ersten Blick vieles anders als es tatsächlich ist – der Zweck ist das Mittel und nicht die Wirkung. Der bekannte Möbeldesigner und Innenausstatter hat sich in Triesen/FL ein Anwesen geschaffen, das Einfachheit und Modernität mit häuslichem Ambiente vereint und seine Besucher zu jeder Tages- und Nachtzeit staunen lässt. Text Claudia Amann Fotos Paul Trummer

Das Haus ist in Triesen als Kinderhort bekannt; wo sich heute das dunkle Stiegenhaus befindet, war einst der Eingang des Kindergartens. An einem kleinen Hang gelegen, in einer Sackgasse endend, ist gut vorstellbar, dass sich an dem Ort spielende Kinder eingefunden haben. Das Gebäude selbst wirkt mittlerweile nur noch äusserlich unbefangen freundlich, nach den Umbauten ist ein durchweg erwachsenes Domizil entstanden. Durchdachte Linie Nachdem der einstige Kinderhort zu einem Wohnhaus umgebaut wurde, hat Günther Thöny vor acht Jahren noch einen grossen Umbau in Betracht gezogen. Dem Haus ist sein starker Charakter bewusst nicht genommen worden, dennoch ist heute nichts mehr so, wie es einmal war − nur die Aussenfassade und die Struk-

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tur des Gebäudes sind erhalten geblieben. Günther Thöny hat erkannt, was dieses Haus zu fassen vermag und wie es sich bestmöglich nutzen lässt. Bevor es ins zweite Obergeschoss zu Thönys Wohnräumen geht, führt der Weg über steile Treppen an einer Bürowohnung und der Einliegerwohnung von Günther Thöny vorbei. Man

«In Triesen brauche ich Neutralität» kann diese leicht als Vorstufe zu  den Hauptwohnräumlichkeiten empfinden, ist sie doch strikt in SchwarzWeiss gehalten und minimalistisch eingerichtet. Gedacht sind die beiden Zimmer vor allem für Thönys Töchter und Gäste der Familie. Ganz oben im Haus hat sich früher ein Heustall befunden, nun ist dort eine Wohnung mit Loftcharakter entstanden: Unter dem acht Meter ►

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Die grossen Bogenfenster geben dem modern gestalteten Raum eine häusliche Atmosphäre.

langen Deckenbalken verbinden sich auf 40 Quadratmetern Küche, Essraum, Wohnzimmer und Diele. Das dominante Weiss wird von schwarzen Elementen durchtrennt; in keinem Winkel des grossen Wohnraums jedoch befindet sich ein Stück in

«Es ist kein typisches ­Wohnen» ­ arbe. «In Triesen brauche ich NeutF ralität», sagt Thöny, der viel mit Farbkonzepten arbeitet. Für ihn, der sich weit über die Grenzen Liechtensteins einen hervorragenden Ruf gemacht hat, reiht sich Auftrag an Auftrag. Zu Hause geniesst er die Ruhe und das Das grosse Sofa ergibt zusammengeschoben eine gemütliche «Insel».

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Unauffällig eingebaut ist der Wärme spendende Kamin.

offene Flair, das mit dieser Wohnung entstanden ist. Natur im Raum Hinter der Idee des Lofts steckt der Gedanke, dass die Küche nicht spürbar sein sollte. In der Tat sind die ­Küchenelemente erst auf den zweiten Blick erkennbar, sind sie doch in Form von Sideboards in den Raum integriert. Alle Funktionen sind ►

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12  LEBEN | WOHNEN

Oben links: Einziger Farbakzent: Stückweise Violett im Bad. Oben rechts: Düsterer Aufgang: Die Überraschung wartet im Obergeschoss.

Vorhang auf: Aktbilder nach Wunsch.

grifflos, Kochplatten und Abwasch sind unter unauffälligen Abdeckungen versteckt. Es ist ein «nicht typisches Wohnen», sagt Günther Thöny. «Aber es lässt sich mit sehr wenigen Möglichkeiten sehr viel integrieren.» Schwarz und Weiss sind die Basis. Wenn das Bedürfnis nach Farbe besteht, kann ein schlichter Blumenstrauss in der ruhigen, edlen Atmosphäre plötzlich zum Mittelpunkt des Raumes werden.

Allein die Natur bringe alle Jahreszeiten wie ein Bild herein, sagt Thöny. Zum Hang gerichtet hat er deshalb eine Glasfront angebracht, die in Form von Schiebetüren als Zugang zum Garten dient. Die grossen Bogenfenster auf der gegenüberliegenden Seite lassen nicht nur nach Triesen blicken, sondern bringen viel zusätzliches natürliches Licht in den Wohnraum. So ist es möglich, dass die Lampen nur als indirekte Leucht-

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quellen dienen. «Die zentrale Licht­ atmosphäre», wie Thöny sagt, «macht die Aura des Raumes erst aus.» Paradiesische Ruhe Zwei weitere Oasen hat sich Günther Thöny mit seinem Schlafzimmer und dem grossen Garten geschaffen. Das Zimmer für die Nacht ist völlig in Weiss gehalten und strahlt pure Ruhe aus. Je nach Gemütszustand bleiben die Vorhänge offen oder zu und ►


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14  LEBEN | WOHNEN

In der grosszügigen Gartenanlage ist der Pool ein wichtiges Element.

Himmelwärts, immer dem Licht entgegen ...

lassen den Blick auf riesige Aktfo­ tografien von Helmut Newton zu – oder eben nicht. Günther Thöny liebt Fotografien und sammelt Kunst, die durchweg plakativ ist. «Ich hole Emo­ tionen bei Bedarf herein», sagt er.

Wenn man das intus habe, sei es ganz einfach, jeden Tag etwas Neues, etwas Tolles zu erleben. «Ein Auge, das Freude an schönen Dingen hat, sieht alles.» ▪

zu Hause privat sein und wird oft dann genutzt, wenn Günther Thöny Gäste eingeladen hat. Bis in die späte Nacht hinein kann dann gefeiert werden, ohne Sorge tragen zu müssen, dass Nachbarn gestört werden.

«Die Lichtatmosphäre macht die Aura des Raumes aus» Ganzheitliche Ruhe lässt auch der Aussenbereich zu, der durch seine grandiose, uneinsichtige Lage am Hang besticht. Der grosszügige Garten mit Pool lässt den Geschäftsmann

Der Blick für das Schöne ist Günther Thöny sicher in die Wiege gelegt worden. Um überhaupt erst zu sehen, was in den Details steckt, muss man jedoch seine Augen offenhalten, sagt er.

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LEBEN | BLIND

George Nussbaumer

Farbe – für mich eine Fantasie!

Wir alle kennen den Moment, in welchem wir auf den Schalter drücken und kein Licht angeht. Innert Sekunden kennt man sich kaum in den eigenen vier Wänden aus. Tastet sich vor – stösst gegen die Tür oder stolpert über einen Gegenstand. Wie aber ist es, wenn das Licht nie angeht. George Nussbaumer ist Soul- und Gospelsänger, Pianist, Komponist und von Geburt an blind. Text Marion Kranz Fotos zvg

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BLIND | LEBEN  17

Herr Nussbaumer, wie stellt man sich die Welt vor, wenn man sie nie sehen konnte? Die Welt finde ich extrem gross, (lacht), also die kann man sich, auch wenn man sieht, nicht wirklich vorstellen, aber ich nehme an, sie meinen mit Welt mein Umfeld, also meine eigene Welt. Das stelle ich mir so vor wie ein Puzzle mit ganz vielen kleinen Einzelteilen, welche man fühlen, schmecken, riechen und auf diese Art und Weise wahrnehmen kann. Aus diesen Einzelteilen setzt sich dann die Vorstellung meiner Welt zusammen. Die man allerdings im Kopf nicht als Gesamtbild zusammenfügen kann. Also meine Welt besteht aus ganz vielen Einzelteilen. Gibt es spezielle Hilfsmittel, die einem das Leben erleichtern? Tja, Hilfsmittel gibt es einige. Leider sind die wirklich professionellen Hilfs­mittel teilweise extrem teuer. Man kann sich aber auch selbst einige Hilfsmittel zurechtbasteln, welche einem helfen und den Alltag erleichtern. Ich muss aber gleich dazu sagen − und das ist, glaub ich, das Allerwichtigste bei diesem Interview − man kann Blinde nicht in einen Topf wer-

einfachste Art herausfinden, ob in ­einem Raum Licht brennt oder nicht. Dies ist für mich sehr praktisch.

«Ich denke mir, rein technisch gesehen sind meine Sinne nicht besser ausgebildet wie bei anderen Menschen.» Wenn ich zum Beispiel Gäste bei mir habe und diese wieder gehen, kann ich so alle Lichter löschen. Herr Nussbaumer, Sie haben nicht die Möglichkeit, in einem Lokal jemanden per Blickkontakt kennenzulernen. Da muss schon etwas Aktives passieren. Genau, entweder dieser Mensch quatscht mich an oder ich quatsche den Menschen neben mir an. Also es muss verbal passieren. Und ich ­glaube − das ist jedoch einfach meine Theorie − in diesem Moment, in welchem man miteinander redet, ­ wird es auch gleich eine Spur tiefer. Was mir natürlich fehlt, ist die optische Beurteilung des Menschen, aber das sehe ich jetzt nicht wirklich als Nachteil. Wenn ich dann diese Person näher und länger kennenlerne, dann wird mein Bild über diesen Menschen auch immer grösser oder intensiver. Das heisst: Ich berühre ­ ihn zufällig − vielleicht weil er mich

«Auf der Bühne bekommt man unglaublich viel ­Bestätigung. Mehr als ein Arbeiter in einem ganzen Jahr.» fen. Es gibt nämlich nicht die Blinde oder den Blinden. Jeder Mensch empfindet, fühlt, spürt und entdeckt die Welt und das Leben auf seine ­eigene Art und Weise. Eines meiner wichtigsten Hilfsmittel ist der Lichtfinder. Mit diesem Gerät kann ich auf

zelt), dann macht es das für mich auch schwieriger. Danach kommt ganz schnell: Was erzählt diese Per-

i­rgendwo hinführen muss − oder ich klopfe dieser Person mal auf die Schulter. Dies ist eben jenes Bild, welches immer klarer und grösser wird. Und natürlich ist die Stimme dieser Person sehr wichtig. Wenn die Stimme irgendwie schwierig ist, (schmun-

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son. Ist das spannend oder ist das eher kompliziert. Also nicht viel anders als bei Sehenden. Nur dass sehende Menschen noch viel mehr Urteilungspunkte haben wie Kleider, Frisur, etc. Dann kommt bei mir noch ganz klar dazu, ob ein Mensch dezent fein riecht. Bei einem eher penetranten Geruch wird es natürlich auch wieder komplizierter. Würden Sie sagen, dass Ihre Sinne durch das «Nicht-sehen-Können» besser ausgebildet sind? Nein, das glaube ich nicht. Ich denke mir, rein technisch gesehen sind meine Sinne nicht besser ausgebildet wie bei anderen Menschen. Ich bin nur in der Lage, mehr aus diesen Informationen rauszuholen, da ich meine Sinne intensiver brauche. Schauen Sie auch TV? Klar, das geht wunderbar. Es ist im Prinzip wie Radiohören, nur dass im Radio mehr erklärt wird. Filme oder TV schauen als Blinder funktioniert meistens wunderbar, es sei denn, es geht nur um Landschaftsbilder, dann wird es schwierig. Ansonsten braucht man ein bisschen mehr Geduld, bis sich verschiedene Sachen von selbst erklären. Es gibt bereits Filme mit Audioerklärung und in den meisten Fällen sind diese Audioerklärungen sehr gut gemacht. ►


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LEBEN | BLIND

Sie stehen selbst auf der Bühne. Wie nehmen Sie das Publikum wahr? Ich nehme es natürlich nur akustisch und durch den Geruch oder die Ausstrahlung wahr. Das Publikum ist sozusagen eine anonyme Masse, vor welcher man keine Angst haben muss. Ich persönlich bin viel nervöser, wenn ich vor drei oder vier Leuten etwas vorführen muss als vor 200 Leuten. Auf der Bühne bekommt man unglaublich viel Bestätigung. Mehr als ein Arbeiter in einem ganzen Jahr. Wie geht man damit um, dass man sich selbst nie sehen konnte? Über das mache ich mir eigentlich ganz selten Gedanken. Ich glaube, dass sich auch die meisten Sehenden nicht sehen, wenn sie nicht gerade in einen Spiegel schauen. Sondern Sehende sehen eigentlich immer, was rund um sie herum passiert. Sich selbst beobachtet man eigentlich ganz selten. Ich glaube, dass ich von mir selbst dadurch, dass ich nichts sehen kann, viel mehr mitbekomme als ein Sehender von sich selbst mitkriegt. Ich spüre mich intensiver, ich nehme mich, glaub ich, intensiver wahr. Ich glaube, darum machen Sehende oft Meditationen, um sich selbst wieder wahrzunehmen und zu spüren. Ich glaube − ausser jetzt vielleicht ganz eitle Menschen, welche sich permanent im Spiegel betrachten −, dass man sich eher nicht so gern sieht. Genauso wie sich viele Menschen nicht gern hören. Und dann bin ich natürlich froh, dass ich nie in den Spiegel schauen muss. Sie sind öfter umgezogen, wie darf man sich eine «Neuorientierung» bei Ihnen vorstellen? Oh weh − ich bin ein ganz schlechter «Zügler». Ich hasse den Umzug an sich. Das haben Sie völlig richtig er-

George Nussbaumer ist auch bekannt, als die «schwärzeste Stimme Österreichs».

kannt, diese Neuorientierung: Also, bis wirklich wieder alles dort ist, wo es hingehört, dass ich es wiederfinde. Da bin ich wirklich ein bisschen unflexibel, aber das liegt einfach auch an mir, das hat nicht nur mit der Blindheit zu tun. Die Blindheit verstärkt diese Inflexibilität natürlich noch. Ich glaube sowieso, dass jede Behinderung genau das Problem verstärkt, welches man ohne Behinderung schon hat. Es ist schon oft ein Multiplikator. Ich zieh also nicht gern um, hab es trotz allem einige Male gemacht und bin immer froh, wenn ich mich wieder eingelebt habe. Herr Nussbaumer, Ihre schönste Erinnerung? Die Geburt meiner Tochter, das ist schon eine schöne Erinnerung. Ich tu mich immer schwer, mir die schönste Erinnerung vorzustellen. Vielleicht kommen ja noch ganz schöne Erlebnisse und dann hätte man sich zu früh festgelegt. Aber die Geburt meiner Tochter, so wie alles passiert ist, finde ich schon total schön. Was würden Sie sagen unterscheidet einen blinden Menschen von einem sehenden Menschen?

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Also, wenn ein Sehender die Blindenschrift lesen kann und wenn er sie dazu noch gut lesen kann, dann kann er auch lesen, wenn es dunkel ist. (Lacht) Nein, Spass beiseite: Ein blinder Mensch merkt nicht, wenn im Treppenhaus plötzlich das Licht ausfällt und kann trotzdem ganz entspannt weitergehen. Ansonsten gibt es da nicht viele Unterschiede, ja, vielleicht ist ein Blinder mehr auf die Audiogeschichten angewiesen, und ein Blinder ist in der heutigen Zeit − durch diese vielen optischen Reize, die auf einen einströmen − nicht so überfordert. Ich denke, jeder Mensch ist ein Individuum, und wenn wir uns dessen bewusst sind, dass wir alle Individuen sind, aber dass wir miteinander schöne und spannende Sachen machen können, dann gibt’s da nicht so viele Unterschiede. ▪

*ZUR PERSON George Nussbaumer ist ein österreichischer Soul- und Gospelsänger, Pianist und Komponist, er wohnt in Alberschwende, seit seiner Geburt ist er blind. Er wird aufgrund seiner Stimme als «schwärzeste Stimme Österreichs» bezeichnet.

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20  LEBEN | BUSINESS

Ein Gesicht kann so gut wie alles über einen Menschen verraten. Dies haben mittlerweile auch schon Firmen bei Einstellungsgesprächen bemerkt und ­lassen ihre Mitarbeiter im Gesichtlesen aus­bilden. Eric Standop ist einer, der vom Gesichtlesen lebt. Er sagt: «Wenn alle Menschen besser auf die ­Ge­sichter der Menschen schauen würden, wären wir ­toleranter, ehrlicher und wahrhaftiger.»

Vom Äusseren ins Innere Text Gabriella Hummel Foto zvg

Was war Ausschlag gebend für Ihre jetzige Berufung? War es vielleicht ein bestimmtes Gesicht? Es war mein eigenes krankes Gesicht. Vor über zehn Jahren hatte ein erstes Burn-out meine ManagementKarriere in der Unterhaltungsindustrie kurzfristig etwas abgebremst, doch die Lehren konnte ich damals nicht wirklich ziehen. So startete ich nochmals erfolgreich durch, erkrankte wiederum folgenschwer und musste zwangsläufig meine Karriere an den Nagel hängen. Schulmedizinisch konnte mir niemand und nichts wirklich weiterhelfen, also suchte ich mein Glück in der «Selbstheilung». Auf diesem Weg war das erste Aufeinandertreffen mit einem Face Reader sehr prägend. Ich machte eine für mich völlig neue Erfahrung. Alles, was er mir sagte, das stimmte, und doch konnte ich nicht begreifen, ­warum das so ist. Dieses erste Erlebnis auf einer meiner Reisen weckte ­meine Neugierde. Über viele Recherchen und Umwege fand ich einen

a­lten Herrn, einen Sonnerschauer (altdeutscher Begriff für Gesichtbzw. Gesundheitleser), der mir in den folgenden beiden Jahren sein Wissen vermittelte. Danach folgten Reisen nach Südamerika, wo ich auch in Kolumbien «zufällig» einen Face Reader traf und ihn danach zum Lehrmeister hatte. Zuletzt noch Asien. Hier wurde Hongkong für Jahre meine Ersatzheimat und zugleich ermöglichte mir die Stadt Zugang zu einem Zirkel chinesischer Gesichtleser, deren Wissen und Herangehensweise. Auch hier fand ich einen Meister, der mich und meine Arbeit fortan prägte. Die Menschen, die das Gesichtlesen bei Ihnen lernen – aus welchen Gründen tun sie es? Hier unterscheide ich zwischen zwei Gruppen, die eines verbindet: Wissensdurst und Neugier. Da gibt es die Gruppe, die das Gesichtlesen aus beruflichen Gründen lernen möchte. Hierzu gehören Heilpraktiker und mittlerweile auch Ärzte, Ermittler,

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Personalchefs, Personalvermittler, Ge­ schäftsführer und viele weitere, die ihr Wissen mit den Kenntnissen der Antlitzdiagnostik ergänzen wollen. Selbst ein Pokerspieler war schon dabei. Wer nicht aus beruflichen ­ Gründen kommt, möchte sich aus privatem Zweck weiterbilden. Der oder die möchte wissen, wie die Mitmenschen ticken, was sie wirklich fühlen, welche authentische Seite sich hinter der Maske verbirgt, die wir alle nur zu gern und oft aufsetzen. Das ist hilfreich in der Liebe, beim Kennenlernen oder im Umgang mit den Nachbarn, auch was die eigenen Kinder betrifft. Eigentlich überall und täglich anwendbar. Können Sie persönlich überhaupt noch ein Gesicht «normal» anschauen, ohne es gleich zu analysieren? Stellen wir uns mal vor, wenn dies bei allen Berufszweigen so wäre, dann müsste jeder Friseur die Haarschnitte und Farben aller Menschen analysieren. Aber es stimmt, denn zu


BUSINESS | LEBEN  21 Königsgesicht: Königsgesichter sind Menschen, die nicht gerne folgen, sondern lieber selbst führen. Zumindest aber selbstbestimmt durch das Leben gehen. Dies beinhaltet alle Bereiche, nicht nur den Beruf, auch die Partnerschaft. Deshalb fällt es Königen auch schwer Kompromisse einzugehen. Sie sind wundervolle Eltern, aber als Partner oft schwierig, insbesondere , wenn sich zwei Könige in einer Partnerschaft «treffen». Könige sind schon in jungen Jahren der Macht und/ oder dem Wissen zugeneigt. Bereits als Kinder deshalb oft sehr dominant und besitzergreifend. Sie testen schon früh ihre Grenzen aus und besetzen jeden Freiraum. Da Macht und Wissen eine große Rolle spielen, finden sich viele Könige, im Rahmen ihrer Möglichkeiten, an der Spitze von Unter­ nehmen, aber auch überproportional viele im «Knast». Könige sind dem Genuss verschrieben, deshalb beispielsweise sehr empfänglich für Genussmittel jeder Art. Weitere individuelle Merkmale spielen eine Rolle, wenn es darum geht heraus zu finden, um welche Art des Genießens es geht. Es muss nicht immer das Essen, Trinken oder gar Rauschmittel sein, auch das Körperliche kann dabei eine große Rolle spielen. Könige sind in jungen Jahren noch oft auf ihrem «Kreuzzug», von ­daher eher streitbare oder diskussionsfreudige, oft auch ehrgeizige Zeitgenossen. Je älter sie werden, umso mehr werden sie ruhig und «regieren» wie ein gönnerhafter Patriarch, weshalb sie mit zunehmendem Alter immer beliebter werden. Immer ein Ohr für die «Kleinen» haben.

Anfang ist es sicherlich verlockend. Man hat etwas gelernt und will es auch anwenden. Es wäre einfach zu anstrengend, andauernd zu analy­ sieren und zu ordnen. Gesichtlesen ordnet die Merkmale und ihre Aussagen, es wertet nicht. Heute, nach fast zehn Jahren Tätigkeit, ist es so, dass ich in meiner Freizeit fast kein Gesicht lese. Ich sage fast, denn es kann sein, dass ich aus Langeweile, an einer Kasse anstehend, dann doch mal ein seltenes Merkmal erblicke oder die Neugierde mich überkommt. Wenn ich in meinem früheren Leben durch die Strassen lief, konnte ich die Menschen höchstens nach Alter, Attraktivität oder Stimmung unterscheiden. Bin ich heute unterwegs, so ist es wie der Weg durch eine Bibliothek. Ein Gesicht ist ein Buch, es spricht Bände, hat viele Seiten, aber die möchte ich nun wirklich nicht dauernd lesen. Und doch: Zumindest der Buchtitel, der wäre schnell erfassbar. Den lese ich auch gern mal nebenbei.

Welche Vorteile hätten wir als Ge­ sellschaft, wenn wir alle Gesichtlesen könnten? Stellen wir uns vor, wir wären alle über Nacht Gesichtleser! Für mich ein amüsierender Gedanke, denn ­ alles, was wir Menschen aufgebaut h ­ aben, damit wir unsere Absichten und unser wahres Ich verschleiern könnten, wäre ohne Nutzen. Das würde anfänglich sicherlich für sehr viel Verwirrung sorgen. Worte hätten nicht mehr diesen hohen Stellenwert. Taten würden wieder in den Vordergrund rücken. Zurzeit sind noch Worte, Zahlen und vermeintliche Fakten oft das Einzige, an das wir uns halten. Nach Tagen der Verwirrung hätten wir uns aber darauf eingestellt. Lügen machen keinen Sinn mehr. Ebenso wenig wäre es hilfreich, Gefühle und Emotionen zu verbergen. Auch die Persönlichkeit muss nicht mehr gewechselt und durch Masken versteckt werden. Unsere Gesellschaft­ wäre am Ende toleranter, ehrlicher, wahrhaftiger.

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Nennen Sie mal ein Beispiel, wie Sie in Gesichtern lesen? Wo und wie schauen Sie hin? Der erste Kontakt, den wir miteinander haben, findet über die Augen statt. Er vermittelt einen gewichtigen Eindruck. Menschen schauen sich gern in die Augen und finden es eher verstörend, wenn andere Zeitgenossen den Blickkontakt tunlichst vermeiden. Wir haben sofort das Gefühl, dass dieser etwas verbergen möchte. Wenn ich in Augen blicke, dann interessiert mich weniger die Farbe, vielmehr die Pupille eines Menschen. Über ihn erfahre ich schnellstmöglich, ob der Mensch, mit dem ich es gerade zu tun habe, mir gerade gefühlsbetont oder ob er mir über das Faktische, den Kopf, begegnet. Für mich ist dies bereits ein entscheidender Moment. Danach stelle ich mich entsprechend auf den Kunden ein. Hat sie oder er grosse Pu­ pillen, werde ich eher in bildhafter Sprache und stark gefühlsbetont sprechen. Sind sie klein, so bevorzuge ►


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Baumgesicht: Wie ein Baum seine Äste schützend ausbreitet, so möchte auch ein Baumgesicht seine Lieben schützen, unterstützen, Trost spenden, Sicherheit vor stürmischen Zeiten geben. Auch Schatten und Früchte liefern, wenn dies vonnöten ist. Baumgesichter sind sehr gut im Unterstützen und Fördern. Wie ein Baum, so wächst auch das Baumgesicht sein ganzes Leben. Es will immer dazulernen oder immer materiell wachsen. Je nach Ausprägung. Ein Baumgesicht will nie seine individuelle Note verlieren, nicht sein wie jeder Baum im Park. Bäumen sieht man den erlittenen Schmerz schnell an. Ein Ast fehlt oder die Blätter fallen. Auch ein Baumgesicht kann den erlittenen Schmerz nur sehr schwer verbergen. Wenn Baumgesichter sich verwurzeln, fühlen sie sich wohl. Auch haben sie immer gerne Menschen um sich.

ich Fakten und lebensnahe Beispiele in meiner Wortwahl. Danach orientiert sich dies an den Kun­ den­ wünschen. Welche Themen sind für sie oder ihn interessant bzw. die wichtigsten? Geht es beispielsweise um Ernährung, so schaue ich eher nach Verfärbungen, Schwellungen, Glanz und Schatten oder auch ­Pickeln. Andere Herangehensweisen verlangen Themen wie Liebe, Gesundheit, Persönlichkeit, Schicksal, Lebensaufgaben oder Job und Talente. In der Arbeitswelt wird das Gesichtlesen auch schon genutzt. Macht das Sinn? Inwiefern? Die europäische wie auch die chinesische Gesichtlesekunst kennt das Aufspüren von Talenten im Gesicht. Die Chinesen gehen gar so weit, dass sie

über das Gesicht Rückschlüsse auf das jeweilige Arbeitsverhalten ziehen. Das klingt für unsere Ohren sehr befremdlich und unser Kopf will solche Aussagen schnell ablehnen. Wir dürfen aber nie vergessen, dass unser Gesicht immer das Ergebnis unserer Lebensweise ist. Dazu gehören auch elementar der Beruf und unsere Arbeitsweise. Haben wir erst einmal gelernt, welche Gesichtsform und welche Merkmale im Gesicht diesbezüglich Aussagen treffen, ist es viel leichter, dem Kunden seine berufliche Heimat näherzubringen. Beruf hat im Idealfall etwas mit Be­rufung zu tun und die wiederum orientiert sich an Talenten. Eine Berufung folgt unserem Innersten, dem Unterbewussten, dem Gefühlten und ist auch deshalb sichtbar im Gesicht. Es ist

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nichts, was man erlernen kann. Man kann es durch Lernen jedoch verfeinern, stärken oder ausbauen. Auf dieses Wissen setzen in China viele Menschen. So wird sichergestellt, dass jeder nach seinen Stärken zum Einsatz gelangt. Burn-out oder neuerdings auch Bore-out werden vermieden. Der Personalchef will keine Fehlbesetzungen. Die können teuer werden, auch sind permanente Wechsel auf einer Position nicht h ­ ilfreich für ein Unternehmen. Der orientierungslose junge Mensch ist hin- und hergerissen zwischen Anforderung, Berufsaussichten, Interessen und sicherlich auch kultu­rellen oder familiären Vorgaben. Er kann das Gesichtlesen nutzen, um wieder Richtung für sein weiteres Berufsleben zu erlangen. Sei es für Ausbildung oder Studium.


BUSINESS | LEBEN

Ausgangslage: Die Fotografie zeigt eine junge Frau mit unterschiedlicher Lippengrösse. Beim genauen Hinsehen, erkennen wir, dass die Oberlippe sich kleiner darstellt als die Unterlippe. Der Mund ist keinesfalls balanciert, sondern weist einen leichten Schiefstand auf. Die Mundwinkel zeigen jedoch nach oben. Schnellanalyse: Trotz einer optimistischen Grundhaltung und Zuversicht, enthüllt der Mund auch viele Unsicherheiten und fehlendes Vertrauen. Vermutlich die Folge ihrer bisherigen Lebenserfahrung. Bewegungsdrang und Neugier überspielen allerdings diese Wesensmerkmale. Im Umgang mit anderen dürfte deshalb mit fantasievollen, aber auch trickreichen Aktionen zu rechnen sein. In der Liebe ist mit mitreissender Leidenschaft und grosser Eifersucht zu rechnen. Die Liebe wird primär körperlich gelebt. Überhaupt stehen materielle Themen im Vordergrund. Das Ideelle, das Gefühlsbetonte, spielt derzeit die zweite Rolle. Jedoch mit viel Potenzial zur möglichen Änderung.

Wenn jemand eine sogenannte gute Menschenkenntnis besitzt, könnte das auch einfach eine schwache Form von Gesichtlesen sein? Warum eine schwache? Vielleicht ist es sogar eine starke Form des Gesichtlesens! Wer eine gute Menschenkenntnis besitzt, benötigt ein «Tool», ein Werkzeug, mit dem er den anderen «erkennt». Diese Menschenkenntnis wird sich dann nicht an Geschriebenem, auch weniger an Gesagtem festhalten. Selbst Kleidung und andere Oberflächlichkeiten spielen dabei keine Rolle. Menschenkenntnis orientiert sich an Verhaltensweisen, Gesten, Körpersprache und eben auch an der Mimik, die Teil des Gesichtlesens ist. Sie orientiert sich auch am Gesicht selbst. Ob wir nun diese Menschenkenntnis durch Gesichtlesen erlernt oder wieder aufgefrischt haben oder ob wir diese unterbewusst nutzen, das spielt dabei keine Rolle. Wir alle sind Menschenkenner, wir alle sind Gesichtleser.

Wir haben dieses Wissen tief in uns, denn es gab eine Zeit, bevor Worte, Zahlen, Kleidung, Auftreten und das Maskenhafte eine Rolle spielten. Dieses uralte tiefe Wissen eines Menschen ist verankert und sucht sich einen Kanal, einen Weg, damit wir uns wieder erkennen und verstehen lernen. ▪

*ZUR PERSON

Eric Standop gründete die Face Reading Academy und unterrichtet Menschen in zahlreichen Gesichtlesetechniken. Eric Standop ist zudem Lehrbeauftragter für Entspannungstechniken.

*WEITERE INFOS

www.gesicht-lesen.com www.facebook.com/readtheface

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LEBEN | INTERVIEW

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Männer Ziel

Leo Pruimboom, Martin Rinderer und Daniel Reheis stellen viele Ernährungsmythen in den Schatten und können das auch belegen. Sie finden, dass es an der Zeit ist, die Leute wachzurütteln und schreiben darum aktuell an einem WirkKochbuch. Interview Marion Kranz Fotos Maurice Shourot Herr Rinderer, wie wurden Sie drei zusammengewürfelt? Rinderer: Leo ist einer der weltweit führenden Wissenschaftler der Fachrichtung klinische Psycho-NeuroImmunologie (kPNI), wissenschaftlicher Direktor der Ausbildung und Dozent. Daniel und ich durften ihn

als Studenten vor 2,5 Jahren kennenlernen. Dann ging alles ganz schnell: Vom Dozent zum Freund und gemeinsamen Buch. Das schwierige Wort ist schon gefallen: klinische Psycho-Neuro-Immunologie. Was steht dahinter?

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Rinderer: Um es kurz zu machen: Die wichtigsten Instrumente der klinischen Psycho-Neuro-Immunologie (kPNI) sind das Auslösen einer Verhaltensänderung (Deep Learning), der Einsatz der Nahrung als Medizin und die spezifische Behandlung mit natürlichen Substanzen und Nähr-


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stoffen sowie die physiologische Unterstützung der Lösung durch Bewegung. UND: Evolutionäre Me­dizin ist Grundlage der kPNI. Und die evolutionäre Medizin ist ja entscheidend abhängig von unserer menschlichen Biologie. Reheis: Genau. Die menschliche Biologie hat sich durch die Millionen Jahre der Evolution bis heute ent­ wickelt. Also ist die Evolution die Grundlage für unsere heutige Bio­ logie. So kann man auch die Evolution (unser Leben, wie wir bis heute überlebten usw.) als die Grundlage der Medizin bezeichnen. Herr Pruimboom, warum beschäftigen Sie sich schon 27 Jahre mit kPNI und haben noch kein Buch geschrieben mit Nahrung als Medizin? Pruimboom: Erwischt (lacht). Dieses Buch ist schon seit Jahren in meinem Kopf. Ich hatte nur keine Zeit, es umzusetzen und es haben mir die Sparring-Partner gefehlt. Und das sind Daniel und Martin. Zwei junge Kerle mit einem sehr intelligenten Kopf, die in der Lage sind, das alles anwendbar, praktikabel und in die Sprache der Menschen umzusetzen. Wenn man sich in so einem Gebiet aufhält, ist natürlich auch «Schulmedizin» ein Thema: Pruimboom: Ohne Schulmedizin wür­ den wir noch immer an be­stim­mten Infektionen hilflos sterben und es würden viele Menschen unnötig leiden. Trotzdem hat die konven­ ­ tionelle Medizin in den letzten ­Jahr­zehnten nur wenig wirkliche ur-

sächliche Lösungen für Menschen mit chronischen Krankheiten gebracht. Es geht immer mehr um Linderung statt um Be­ kämpfung und Lösung von Ursachen. Ich «verurteile» die Schulmedizin auf keinen Fall, aber ich würde sagen, dass sie von sehr grossem Nutzen ist bei akuten Leiden (Knochenbrüchen, Vergiftungen, usw.), aber es ist an der Zeit, dass wir nach neuen Lösungsmöglichkeiten suchen für chronifizierte Probleme. Alle Krankheiten fangen irgendwann in der Vergangenheit an. Das Gute ist, dass die Vergangenheit bzw. deren Folgen veränderbar sind. Das kann z. B. schon in der Schwangerschaft be­ gonnen haben und zu einer Erkrankung im Alter von 60 ­ Jahren führen. Es ist NIE zu spät, eine Veränderung herbeizuführen, um eine Verbesserung oder Lösung zu erreichen. Herr Rinderer, Krankheiten beginnen in der Vergangenheit. Wie kann man die gefundenen Ursachen verändern? Rinderer: Es klingt einfacher als viele meinen ... mit einer angepassten Ernährungsumstellung, Bewegungs­in­ terventionen, emotionalen und men­ talen Komponenten. Und das alles auf der Grundlage evolutio­ närer Medizin und bestmöglicher wissenschaftlicher Studien. Warum schreiben Sie drei jetzt gerade ein WirkKochbuch (WKB) und nicht wie alle anderen medizinische Kochbücher, die Krankheiten behandeln? Reheis: Das ist genau unsere Kraft. Die meisten Krankheiten entstehen über einen bestimmten, krankheits-

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spezifischen Entwicklungsweg, der bei vielen Krankheiten universell ist. Die Ursachen sind oft die gleichen und die Ursachen aktivieren dann bestimmte Stoffwechselme­ chanismen/Wir­­kungsmechanismen. Darum haben wir die Theorie mit der Praxis verknüpft, um damit gleich alle drei Erfolgsfaktoren zu benutzen: 1. Menschen wollen wissen, wie es funktioniert 2. Menschen wollen wissen, wo es herkommt 3. Menschen wollen wissen, was zu tun ist Genau diese drei Bedingungen werden durch unser Buch erfüllt! Aus vielen Statistiken geht ja hervor, dass die Menschheit allgemein zu Übergewicht neigt und das nicht nur quantitativ (Körpergewicht und Fettanteil), sondern auch qualitativ. Rinderer: Stimmt genau. Das bedeutet, dass immer mehr Menschen noch schwerer werden, ABER dass auch die Art des Fettes, das gespeichert wird, im Laufe der letzten Jahrzehnte immer mehr Krankheiten auslöst. In diesem Falle muss es verschiedene Arten von Körperfett geben, oder? Rinderer: Ja, es gibt viele Arten von Fettgewebe. Braunes und weisses Fett, Fettgewebe mit kleinen Fett­ zellen und mit grossen: Bauchfett, Unterhautfettgewebe und Organfett. Jede Art hat seine eigene Funktion und ist physiologisch sinnvoll, wenn sie alle im richtigen Mengen- ►


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verhältnis vorhanden sind. Das Problem ist nur, dass die meisten Menschen immer mehr weisses Bauch­fett mit sehr grossen Fettzellen haben. Dasselbe Bauchfett mit kleineren Fettzellen wäre schon gesünder. Denn: Dieses Fettgewebe hat die schlechteste aller physiologischen Eigenschaften: Es ist «billig». Billig? Herr Pruimboom, was heisst das? Pruimboom: Dieses Fettgewebe «kostet» 4,3 kcal/24 Stunden, um es durch unseren Körper «am Leben zu erhalten». So braucht jemand mit 30 Kilo Bauchfett nur 130 kcal über die Nahrung aufzunehmen, um das Fett zu behalten. Darum ist es kaum möglich, das Fett abzubauen; es ist zu billig. Da genügt auch ausreichend Bewegung nicht. ABER man kann durch die richtigen Kombinationen von Lebensmitteln dieses gefähr­ liche, «billige» weisse Fett effektiv und schnell verbrennen. Im Buch beschreiben wir diesen sehr gut untersuchten und auch gut schmeckenden «Nahrungsmittel-Cocktail». Wo liegt die Lösung? Pruimboom: Alles, was der Mensch schon immer getan hat, Nahrung und Bewegung, klingt doch einfach?! Unser Buch nutzt Nahrung als Medizin, Bewegung als Heilmittel und hilft bei der Verbesserung der Entscheidungsfähigkeit, um nicht in

Rinderer: Man muss noch etwas vorwegnehmen. In der ganzen Evolution war Stress überlebensnotwendig. Darum können Menschen sehr gut mit Stress umgehen, wenn aber nur ein Stressfaktor gleichzeitig anwesend ist. Was heisst das genau? Rinderer: Stress wird fachlich de­ finiert als eine Störung eines Gleich­ gewichtes im Körper. Das kann

«Geniess das Leben, esse so gut wie möglich, bewege dich, habe Spass ...» Leo Pruimboom alte Muster zurückzufallen. Das Entscheidende für den Erfolg ist die Kombination dieser Punkte und deren Reihenfolge bei der Durchführung! Noch ein sehr akutes Thema ist Stress. Herr Rinderer, hat Nahrung Einfluss darauf?

durch eine Änderung der Aussentemperatur, also durch Kälte, durch einen erhöhten Glukosespiegel nach dem Essen, aber auch durch psy­ choemotionelle, ungelöste Probleme (Hypotheken, Scheidung usw.) entstehen. Hunger, Kälte und andere «evolutionär altbekannte Stressfaktoren» können Menschen stress­to­

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leranter machen. Und natürlich auch Nahrung und Bewegung selbst wirken sich positiv aus. Neue Stress­ faktoren wie ein Scheidung können hingegen das Gegenteil bewirken. Herr Pruimboom, welche Lebensmittel können da unterstützen? Pruimboom: Lebensmittel wie Ingwer und Knoblauch beinhalten corti­ solähnliche Substanzen (Cortisol = Stresshormon), wodurch diese Nahrungsmittel direkt Einfluss nehmen auf die Art und Weise, wie wir mit Stress umgehen. Rucola beinhaltet morphinartige Substanzen, die als Schmerzhemmer genutzt werden im Körper. Ist das nicht alternative Medizin? Reheis: Das ist eine Frage, die wir natürlich erwartet haben. Was bedeutet alternativ? Heisst alternativ anders? Wird alternativ als nicht wissenschaftlich angesehen? Oder nur als


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1/4 Wir sind für Sie da bei • Fragen rund um Schwangerschaft und Geburt • Überlastung • Problemen in der Partnerschaft • ungeplanter Schwangerschaft • rechtlichen, finanziellen Fragen • vorgeburtlichen Untersuchungen • Fehlgeburt / Totgeburt • Stimmungstief nach der Geburt • unerfülltem Kinderwunsch • nach Schwangerschaftsabbruch

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eine andere Möglichkeit, als Alternative? Jeder darf für sich die Antwort selbst geben. Wir können nur so viel sagen, dass viele Aussagen, die wir in diesem Buch machen, unterstützt werden durch sehr neue und starke wissenschaftliche Untersuchungen und wir diese ­Referenzen auch alle angeben. Wenn Nahrung wie Medizin wirkt und gezielte ­Bewegung förderlich für die Heilung ist, warum wird das dann nicht häufiger genutzt? Pruimboom: Weil wir immer weiter von der Natur weggegangen sind, vielleicht. Oder weil wir total vergessen haben, dass Menschen wie auch alle Tiere ihre spezifischen Nahrungsnotwendigkeiten haben. Würden wir einem Löwen Getreide geben? Oder sollen Kühe Fleisch fressen? Wahrscheinlich nicht, das ist uns klar. Was ist eigentlich Essen für Menschen? Menschen essen die heutigen Lebensmittel, als hätte es diese immer schon gegeben, aber das heisst noch nicht, dass es wirklich «Menschennahrung» ist. Wir denken, dass wir mit diesem Buch nicht nur medizinisch ausgebildete Menschen informieren, sondern ►


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Ein Sporttherapeut, ein Psycho-Neuro-Immunologe und ein Theologe beschäftigen sich mit gesundem Essen. Von links: Daniel Reheis Leo Pruimboom und Martin Rinderer.

allen Lesern eine Idee über die Wichtigkeit der wirklichen Menschennahrung für unsere Gesundheit geben. Für Sportler soll diese Lebensform aussergewöhnlich gut sein. Warum? Pruimboom: Weil sie die Basis für Gesundheit ist. Aber viele Amateursportler, Leistungssportler und

*ZU DEN PERSONEN Daniel Reheis · Studierte Theologie und Philosophie. · Arbeitete über 10 Jahre in allen Bereichen der gehobenen Gastronomie. · Heute: eigene Praxis für Physiotherapie und klinische Psycho-Neuro-Immunologie in Hittisau.Therapeut, Coach und Referent. Leo Pruimboom · Einer der Begründer der klinischen Psycho-Neuro-Immunologie. · Unterrichtet seit 30 Jahren Ärzte und Fachleute, betreibt innovative Forschung und schreibt Fachpublikationen. · Heute: Experte für klinische, interdisziplinäre Medizin in den Bereichen Psychologie, Neurologie, Endokrinologie und Immunologie. Martin Rinderer · Als Sport-Physiotherapeut und kPNITherapeut gehört Martin Rinderer BSc in Liechtenstein und der Schweiz zu den anerkanntesten Experten für Ernährung und Bewegung im Kontext mit Gesundheit und Krankheit. · Heute: Coach im Leistungssport, kPNI-Therapeut und Referent.

Hochleistungssportler bauen heutzutage ihre Leistungsfähigkeit nicht auf Gesundheit auf ! Es entstehen immer wieder kleinere oder grössere Verletzungen, Überlastungen und dadurch Pausen. Beispiel Tennis: Nadal und jetzt auch Federer sind häufiger verletzt und brauchen längere Pausen. Der Sandplatzspezialist David Ferrer lebt schon seit seiner Kindheit und der Betreuung durch Leo nach den evolutionären Prinzipien. David Ferrer ist seit vielen Jahren konstant unter den Top 10 und hat kaum/nie Verletzungen, was einzigartig ist. Und dies über Jahre und in einer Sportart, die sehr hohe Belastungen auf den Körper verursacht und das ganze Jahr Saison hat. Er hat auch einen Kommentar in unserem Buch geschrieben. Was möchten Sie drei gern weitergeben? Pruimboom: Die Besessenheit ist die grösste Ursache für Krankheit, die es je gab. Wir möchten allen LeserInnen klarmachen, dass wenn Menschen versuchen, alles zu kontrollieren, der Kontrollverlust die sichere Konsequenz ist. Das gilt auch fürs Abnehmen, Gesundwerden oder andere Themen im Leben! Geniess das Leben, esse so gut wie möglich, bewege dich, habe Spass und alles so gut wie gerade möglich ist!

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Das heisst doch, dass es auch gesunde Süssigkeiten/Nachspeisen im Buch geben muss? Reheis: Natürlich. Und die sind sehr lecker und auch gesund! Nutze Honig, dunkle Schokolade, Kokosmilch und Obst. Diese Zutaten zusammen ergeben im Kochbuch ein Topgericht mit einer optimalen Schutzwirkung bei Übergewicht. Für welche Personen-/Lesergruppen ist das Buch? Reheis: Gesunde, um gesund zu bleiben und leistungsfähiger zu werden. Kranke, um ihnen auf der Suche nach  Lösungen zu helfen. Jung und Alt, Schwangere, Laien, Ärzte, Paramediziner und besonders für alle Kochbegeisterten: tolle neue Rezeptideen, einfach zu kochen und SUPER lecker. ▪

*WIRKKOCHBUCH

Das Kochbuch umfasst 200 Seiten mit circa 80 Rezepten inkl. einer Einführung in die zwölf Wirkungsmechanismen. Das Buch erscheint im Oktober 2013. Infos unter www.wirkkochbuch.at. Rezepte aus dem neuen Wirkkochbuch finden Sie auf Seiten 64 und 65.


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*ZUR PERSON

Dr. Georg Pfau ist Sexualmediziner.

Männer ticken anders, Frauen sowieso

Lack und Leder in der Sexualität «Ich glaube, mein Mann ist pervers», stammelte die junge Frau, dann begann sie bitterlich zu weinen, so, als wäre aller Tage Ende. «So kann ich nicht weitermachen», wandte sie sich an ihren Therapeuten, der ihre Hand nahm und versuchte, sie zu beruhigen. Was war passiert? Nach acht Jahren «Blümchensex» ­entdeckte diese Frau durch Zufall die andere Seite ihres Mannes. Wie sonst sollte sie all diese Dinge deuten, die sie in jenem schwarzen Koffer entdeckte, der bisher völlig unbeachtet in einer Ecke der Garage stand? Er war bis obenhin gefüllt mit Utensilien, die man sonst nur in einer Folterkammer suchen würde, alle möglichen Klamotten in Lack und Leder, Handschellen, Peitschen und Seile. Die Frau war ausser sich, sie fühlte sich nicht nur belogen und betrogen, sie fühlte sich am Ende ihrer Beziehung und das wog doppelt schwer, angesichts der konkreten Zukunftspläne, die die beiden erst jüngst geschmiedet haben. Nun, so schien es, war alles zu Ende.

Nach acht Jahren «Blümchensex» ­entdeckte diese Frau durch Zufall die ­andere Seite ­ihres Mannes. Tatsächlich scheint dieser Mann einen ganz wesentlichen Wesenszug seiner Sexualität verschwiegen zu haben, wie die weiteren Gespräche ergaben, «stand» er auf Lack und Leder in Verbindung mit sadomasochistischen Rollenspielen. «Früher habe ich dies alles auch ausgelebt, mit den verschiedensten Sexualpartnerinnen, in Clubs und anderen Etablissements, als ich aber meine Frau kennengelernt habe, schämte ich mich dafür, packte den ganzen

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Plunder in den Koffer und gelobte, von nun an ein ‹anständiges Leben› zu führen. Eine Zeit lang ist es ganz gut gegangen, dann aber wurde der Zwang immer grösser und ich begann, die alten Sachen wieder auszupacken.»

Seriösen Schätzungen zufolge beinhaltet die Sexualität von fast dreissig Prozent aller Männer fetischistische Züge. Seriösen Schätzungen zufolge beinhaltet die Sexualität­ von fast dreissig Prozent aller Männer fetischistische Züge. Sie können auf Objekte, Körperteile oder auch gewisse Eigenschaften eines Menschen gerichtet sein und drücken sich primär in sexuellen Fantasien aus, deutlich seltener in der sexuellen Praktik. Das Fatale daran ist, man sucht sich diese Orientierung nicht aus; Fetischismen sind – genauso wie alle anderen Erregungsmuster – grundsätzlich schuldlos akquiriert und unveränderbar. Fetischismen sind in der Gesellschaft nicht akzeptiert und gelten als abartig, was – wie sich auch hier herausstellt – ein folgenschwerer Fehler ist. Die fehlende Ak­ zeptanz in der Gesellschaft ist der eigentliche Grund für deren Verheimlichung gegenüber dem Sexualpartner, wohl aus Angst, ihn zu erschrecken oder gar zu verlieren. Weil aber die sexuelle Zufriedenheit die wesentlichste Voraussetzung für Beziehungszufriedenheit ist, ist die Strategie des Verschweigens die allerschlechteste. Zwei sich liebende Menschen sollten in der Lage sein, auch über ihre geheimen Wünsche ganz offen zu reden, um erst dann entscheiden zu können, ob sie wirklich für­ einander bestimmt sind. ▪

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Scharf nachgedacht «JA, GEHÖRT SICH SO WAS DENN?» ELFRIEDE GERDENITS

Der 1967 erschienene Film «Die Reifeprüfung» war vor allem wegen der Beziehung des Collegeabsolventen Benjamin Braddock zur deutlich älteren Elaine Robinson ein ziemlicher Aufreger. Die Frage, die damals öffentlich diskutiert wurde: «Ja, gehört sich so was denn?», verbieten sich Frauen heute glücklicherweise. Was für Männer seit Ewigkeiten gänzlich normal und meist auch eine enorme Stärkung ihres Selbstverständnisses ist, eine junge Frau an der Seite zu haben, das gönnen sich zunehmend auch Frauen, die um die Zeit der Erfindung des Kassettenrekorders geboren wurden. Und das völlig zu Recht. Was ist die Magie des jüngeren Mannes? Da brauchen wir nicht lange rumreden: Sie zeigt sich vorrangig beim Sex: Es ist ihre Fantasie, ihre Gier, ihr Durchhaltevermögen, ihre Neugierde. Sie lassen sich begeistert auf unsere Experimentierfreude ein, mögen es, wenn wir ihnen zeigen, wo es lang geht, haben den Ehrgeiz, sich uns zu beweisen und sie bringen nun mal mehr Standfestigkeit und Durchhaltevermögen.   Sex mit einem jüngeren Mann kann ungemein erfrischend sein. Wir, die reiferen Frauen, sind uns unseres Frauseins bewusster als wir es in jüngeren Jahren waren. Wir können geniessen und uns nehmen, was wir mögen. Wir ­stellen keine Besitzansprüche, wollen keine Familien gründen, uns gemeinsam mit dem Mann beim Nestbau in finanziellen Verpflichtungen verlieren. Wir sind frei und wir denken beim Sex nicht mehr daran, dass wir den Bauch einziehen, die Pobacken anspannen, wir wollen einfach geniessen. Und das fällt in den Armen eines stürmischen Jungen sehr leicht. Sie kommen mit mehr Begeisterung, sie kommen garantiert und sie kommen häufiger als ältere Männer. Warum also darauf verzichten?

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Frauen erwähnen immer wieder den Kick, den das eigene Ego erfährt, die zügellose Hingabe, die erfreulich hohe Frequenz kreativer Orgasmen, die Exzessivität, die sie er­leben. Junge Männer ehren reifere Frauen auf eine ganz besondere Art und entwickeln einen wohltuenden Ehrgeiz, uns zu zeigen, dass sie «richtige» Männer sind. Das, kombiniert mit Entdeckungsgeist, Neugierde und Verspieltheit, ergibt eine Mischung erotischer Faktoren, die wir nicht auslassen sollten.   Mein Rat: Achten Sie darauf, sich nicht als Mutterersatz instrumentalisieren zu lassen, weisen Sie die jungen Männer ein in alles, was Ihnen gut tut. Brechen Sie jedes Tabu, das Sie irgendwo einmal kennengelernt haben und geniessen Sie bedingungslos. Benehmen Sie sich wie eine Göttin, dann wird Ihr junger Lover Sie wie eine Göttin ­behandeln. Wenn Sie also das nächste Mal einen junger Mann «You’re trying to seduce me» seufzen hören, sagen Sie einfach «Yes, indeed». Werden Sie zur Cougardame und fühlen Sie sich so jung, wie der Mann ist, der sich eben fordernd an Sie schmiegt. ▪

* Sex mit einem jüngeren Mann kann

ungemein erfrischend sein.

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Liebe.

  31 29 KOLUMNE JUNGE MÄNNER IM VISIER 30 KOLUMNE WO DIE UNTREUE BEGINNT 32 SCHWARZ Magisch und erotisch 38 REISEVÖGEL Weihnachtsshopping in London 42 KULTUR Weisheiten zwischen zwei Pappkartons 46 KULTUR Highlights im Rheintal

Sex ist Kultur

Kurz und gut UNZUFRIEDENE SCHWEIZER

Die C-Date-Studie hat aus­ serdem ergeben, dass Männer in der Schweiz generell unzufriedener mit ihrem Sexleben sind als die Frauen. Und: Die Frauen sind sogar bis ins hohe Alter ziemlich zufrieden damit.

Eine Studie einer der gröss­ ten europäischen CasualDating-Webseiten «C-Date» bringt Spannendes zutage. Beispielsweise hatten die meisten Frauen in religiöseren Ländern (z. B. 77 Prozent

in Italien) nie Sex mit Männern, die sie nicht kannten. In liberaleren Ländern (z. B. 67 Prozent in Norwegen) aber verhält sich die Zahl so gut wie umgekehrt. Das Fazit der Studie: Egal, wie man

es dreht und wendet – in ­Europa ist die Kultur ausschlaggebend dabei, ob man gern mit Fremden Sex hat oder nicht. Ausserdem: Je gebildeter ein Mensch ist, desto mehr Sex hat er.

Paradies: Liebe Falls Sie noch nichts von diesem Film gehört haben sollten, dann ist es gut, wenn Sie jetzt davon hören. Denn er zeigt eine ganz andere Sicht von Liebe, wie wir sie aus Hollywood-Produktionen kennen. Ulrich Seidls Filmdrama «Paradies: Liebe» ist eine inszenierte Dokumentation über eine 50-jährige Österreicherin, die Ferien in Kenia macht, um mit den lokalen Männern gegen Geld Sex zu haben. Ein (Tabu-) Thema, das so noch selten dargestellt wurde. Die beiden anderen Filme der Tri­ logie «Paradies: Hoffnung» und «Paradies: Glaube» sind ebenso kritisch und es wert, gesehen zu werden.

ICH LIEBE DICH

Wenn Ihr Partner das nächste Mal unaufgefordert staubsaugt oder den Müll rausbringt, dann ist das gleichzusetzen mit einem «Ich liebe dich». Denn: Frauen sagen die drei magischen Worte lieber, während Männer sie eher ­zeigen. Dies hat eine US-Studie ergeben.

WUSSTEN SIE …

... was die sogenannte reziproke Zuneigung ist? Sie ­wurde bereits 1984 in der Psychologie beschrieben und besagt, dass wir Menschen attraktiver finden, je mehr wir annehmen, dass uns diese Person mag. Wir sind dann nämlich offener, selbstbewus­ ster und auch liebenswer­ter.

HABEN SIE ...

... heute Ihren Liebsten schon gesagt, dass Sie sie lieben? Dann ist das hier eine Aufforderung. Denn: Man kann es nie oft genug sagen. Und: Verlieren kann man dabei auch nichts – eher ein «Und ich dich erst!» gewinnen.

WEST SIDE STORY

Öffnungszeiten Migros Schaan / Vinothek & More / Fellini MO-FR SA-SO

08.00 – 19.00 08.00 – 17.00

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Es gibt keine Liebesgeschichte, die tragischer und zugleich schöner ist als die von Romeo und Julia. Das Musical «West Side Story» hat daraus ein modernes Märchen gemacht. Anfang 2014 zu sehen im Zürcher Theater 11.


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LIEBE | REPORTAGE

as bunte Unbunte

Kaum eine Farbe ist in der Mode und im täglichen Leben so präsent wie Schwarz. Gleichzeitig ist keine andere Farbe so stark mit negativen Assoziationen verbunden. Ein ziemlicher Widerspruch – und längst nicht der einzige. Text Ralf Bruggmann Fotos Shutterstock In der Einleitung ist von der Farbe Schwarz die Rede, und schon recken sich die mahnenden Zeigefinger, weisen darauf hin, dass Schwarz keine Farbe sei. Der Einspruch ist natürlich berechtigt, schliesslich wird er häufig genug vorgebracht. Richtiger wird er deshalb nicht. Schwarz ist durchaus eine Farbe. Zwar eine der unbunten Farben, die sich lediglich in ihrer Helligkeit voneinander unterscheiden, nicht aber in Farbton oder Sättigung. Aber eben, eine Farbe, nicht zuletzt gemäss der Definition von Farbe nach DIN 5033. Auch wenn unbunte Farben zum Teil als NichtFarben bezeichnet werden. In der Farbenlehre unbunt, zeigt sich Schwarz im allgemeinen Sprachgebrauch in äusserst bunter Vielfalt.

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Der Peter, das Schaf, die Katze, der Mann, die Liste, die Zahlen, die Brille, die Malerei, die Brennerei, die Arbeit, ein Kontinent, der Freitag, der Humor, die Magie, der Tod – sie alle erhalten eine besondere Bedeutung, wenn sie im Kontext der Farbe Schwarz stehen. Diese Bedeutung gibt selten Anlass zur Freude. Zwar schätzen Buchhalter schwarze Zahlen, wer ins Schwarze trifft, hat das Glück auf seiner Seite, und beim schwarzen Humor ringt man ernsten Themen immerhin ein Lachen ab. Doch in den meisten Fällen sind schwarz gefärbte Redewendungen und Ausdrücke negativ bewertet. ►

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«In der Temperamentenlehre wird die Farbe Schwarz dem Melancholiker zugeordnet.»

Der Tod trägt Schwarz Überraschend ist dies nicht. In kulturellen und religiösen Zusammenhängen steht die Farbe Schwarz häufig für Unheil. In der christlichen Farbsymbolik etwa ist Schwarz die Farbe der Trauer, des Todes und der Vergänglichkeit. Daher verwundert es nicht, dass in unseren Breitengraden zu Beerdigungen häufig Schwarz getragen wird, obwohl diese Gepflogenheit wahrscheinlich auf einer alten jüdischen Tradition beruht. Im Urchristentum kleidete man sich zu Begräbnissen noch in weisse Gewänder, doch bereits in der talmudischen Zeit galt Schwarz als bevorzugte Kleidungsfarbe bei Beerdigungen.   Auch in vielen anderen Religionen und Kulturen symbolisiert die Farbe Schwarz den Tod, die Unterwelt, die Todesgöttinnen und -götter. In der ägyptischen Mythologie tritt Anubis schwarz und schakalköpfig als Wächter am Tor der Gräber oder als Hüter des Eingangs zum Totenreich auf. Schwarz sind auch die griechischen Unterweltgötter, sowohl der Fährmann Charon, der die Toten in die Unterwelt geleitet, als auch Kerberos, der Höllenhund, der den Eingang zum Hades bewacht. Im Hinduismus ist Kali, Sanskrit für «die Schwarze», die Göttin des Todes und der Zerstörung.   Aber nicht immer ist die Farbe Schwarz ausschliesslich sinnbildlich für Tod und Unglück. So gilt die schwarz dargestellte Isis zwar als ägyptische Göttin der Toten, ist

gleichzeitig aber auch Lebensmutter. Sie sammelte die im Nil versenkten einzelnen Körperteile ihres getöteten Bruders und Geliebten Osiris, fügte sie zusammen, erweckte ihn zum Leben und zeugte mit ihm den Sohn Horus. Fruchtbarkeit und Erneuerung stehen auch in anderen Kulturkreisen mit der Farbe Schwarz in Zusammenhang. In der indischen Chakra-Theorie, in welcher die Energiezentren (Chakren) mit dem Farbspektrum in Verbindung gebracht werden, zählt Schwarz neben Rot und Orange zu den Farben des Unterbewusstseins und verkörpert den Trieb, den Instinkt, die Arterhaltung. Verführerisch und gefahrvoll Von Trieb und Fruchtbarkeit ist der Weg nicht weit zu Sex und Erotik, und auch dort spielt Schwarz eine zentrale Rolle. Schwarze Dessous wirken klassisch und edel, eignen sich aber auch, um die mysteriöse und verruchte Seite einer Frau zu betonen. Vor allem, wenn ausgesuchte Materialien wie Spitze und Satin die erotisierende Wirkung verstärken. «Schwarz ist eindeutig die beste Farbe für Reizwäsche», meint Autor und Farbpsychologe Klausbernd Vollmar. «Bei Schwarz schwingt eine Idee von Exklusivität und Geheimnis mit, die verführerisch wirkt. Ausserdem harmoniert Schwarz am besten mit allen Hauttönen.»   Die erotische Farbe Schwarz wird oft mit dem Heimlichen, dem Verbotenen, dem Unbewussten assoziiert,

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gilt als sinnlich und gefahrvoll. Sie symbolisiert zudem Macht, mitunter auch gewaltvolle Macht, und verleiht Gewicht. Nicht zuletzt sind die Spielarten von BDSM und vor allem der Sadomasochismus stark mit der Farbe Schwarz verknüpft. Wie Schwarz in Mode kam Nicht nur in der Erotik-, Reiz- und Unterwäsche, sondern auch in allen anderen Bereichen der Mode zählt Schwarz zu den beliebtesten Farben. Die Gründe hierfür sind vielfältig – und die Geschichte, wie Schwarz in Mode kam, begann früh.   Vor 1000 Jahren war richtiges Schwarz für die Färberei nur sehr schwierig zu finden und entsprechend teuer. In der Regel war das Tragen von schwarzen Kleidern vor allem Geistlichen vorbehalten. Erst ab dem 15. Jahrhundert, mit dem Aufkommen des Bürgertums, waren schwarze Gewänder in breiteren Gesellschaftsschichten akzeptiert. Doch noch immer galt Schwarz als edle und luxuriöse Farbe. Für die Färbung wurde häufig der Gallapfel verwendet, das schönste und tiefste Schwarz entstand jedoch mit Blauholz, das mit der Entdeckung Amerikas nach Europa gelangt war und teuer importiert werden musste.   Durch das verstärkte Aufkommen des Färber-Handwerks und das entsprechend grössere Angebot wurde gefärbter Stoff aber allmählich günstiger und somit auch für die breite Bevölkerung erschwinglicher. ►


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«Heute ist Schwarz aus der Mode nicht mehr wegzudenken und erfreut sich zeitloser Beliebtheit in allen Schichten.»

Mit dem Aufstieg Spaniens als Seeund Weltmacht im 16. Jahrhundert kam bunte Kleidung endgültig aus der Mode. Schwarz wurde zur vorherrschenden Farbe des spanischen Hofes, und auch das Volk tat gut daran, seine Frömmigkeit durch sittsame und dunkle Kleidung zu untermauern, um den Fängen der Inquisitoren zu entgehen. Von Luther zum «kleinen Schwarzen» Zu Zeiten der Reformation entwickelte sich Schwarz zur Farbe der bürgerlichen Autoritäten wie Richter oder Bürgermeister, beeinflusst vom schwarzen Talar von Martin Luther. Einerseits sollte eine gewisse Bescheidenheit zum Ausdruck kommen, gleichzeitig verlieh die schwarze Kleidung Würde und Unnahbarkeit, wirkte abgrenzend.   Gerade diese abgrenzende Wirkung macht Schwarz auch heute noch bei allen Gruppen populär, die sich jenseits der Masse und der allgemeinen Werte bewegen. Also nicht nur Geistliche und Justizpersonen, sondern auch Rocker, Punks, Vertreter der Gothic-Szene oder Existenzialisten.   Eine buchstäblich kleine Revolution folgte in den 1920er-Jahren, als Coco Chanel ein kurzes schwarzes Chanel-Kleid präsentierte und damit

dazu beitrug, die Farbe Schwarz in der Alltags- und Festkleidung zu etablieren. Einen erneuten Popularitätsschub erhielt das «kleine Schwarze» durch Audrey Hepburn, unter anderem im Film «Breakfast at Tiffany’s». Beliebt, aber nicht geliebt.   Vom Anzug bis zur Socke, von den Strümpfen bis zum T-Shirt, vom Cocktailkleid bis zu den Schuhen – heute ist Schwarz aus der Mode nicht mehr wegzudenken und erfreut sich zeitloser Beliebtheit in allen Schichten. Auch die Gegenstände des Alltags wie Autos, Elektronikgeräte oder Möbel sind überdurchschnittlich oft schwarz. Dennoch rangiert Schwarz bei unseren Lieblingsfarben auf den hinteren Plätzen, weit hinter Blau, Rot und Grün. Was wohl nicht zuletzt daran liegen dürfte, dass Schwarz neben den Assoziationen Unglück, Tod und Trauer auch sinnbildlich für kummervolle Gefühle steht, für Schwermut, Depressionen und Weltschmerz. Schwarz ist die Farbe der Nacht, der Finsternis, der Dunkelheit. Schwarz ist der Abgrund, das Loch, der Tunnel. In psychologischen Persönlichkeitsmodellen wie der Temperamentenlehre wird die Farbe Schwarz dem Melancholiker zugeordnet, ebenso dem Pessimisten. Man spricht von der Begegnung mit dem Schatten, der dunklen Seite der menschlichen

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Psyche, mit Bezug auf die psychotherapeutischen Schriften von C.G. Jung. Ein Schweigen ohne Zukunft?   Dass die Farbe Schwarz im Kontext von Seele und Psyche so negativ behaftet ist, hat zwar durchaus auch rationale Gründe. So beruht die Wirkung von Schwarz unter anderem auf dem Erlebnis des Dunkelwerdens und dem Erlöschen des Lichtes, was als innerer Eindruck zweifellos beängstigend empfunden werden kann. Doch zum grössten Teil sind es religiöse oder kulturelle Traditionen, Mythen und Sprichworte, die der Farbe Schwarz ihr schlechtes Image verschafft haben. «Wie ein Nichts ohne Möglichkeit, wie ein totes Licht nach dem Erlöschen der Sonne, wie ein ewiges Schweigen ohne Zukunft klingt innerlich das Schwarz», fand auch der Maler Wassily Kandinsky.  Und trotzdem, wenn nun ein Kind in der Schule ein vollkommen schwarzes Bild malt, muss man es nicht direkt beim Psychologen anmelden, um die mutmassliche Depression zu behandeln. Viel wahrscheinlicher ist es, dass die Vorliebe des Kindes für die Farbe Schwarz einfach daran liegt, dass sie ihm gefällt und hervorragende Kontraste liefert. Die zumeist düstere Symbolik von Schwarz lernen Kinder nämlich erst viel später kennen. ▪


Das Leben ist bunt.

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Feuerrot packend: Die Jungfrau von Orleans, Was ihr wollt Orange Knallbonbons: Monty Python, Oropax, Rob Spence, Lapsus, Ursus und Nadeschkin Taubenblaue Zugvögel: Past is present, Der Junge mit dem Koffer Honiggelbe Stimme: Anne Sofie von Otter Clowns-Weiss: Dimitri Grauschwarze Zeitgeschichte: Krieg und Frieden Dschungelgrünes Theater: Die Verlobung in Santo Domingo oder My Sweet Haiti Rot wie guter Wein: Mahler Chamber Orchestra Nachtblaue Klänge: Konstantin Wecker, Pippo Pollina, Sväng Rosarot: Dornröschen, Annamateur Schlau wie blau: Die Geschichte vom Fuchs Messinggold: Raschèr Saxophone Quartet, Big Band Liechtenstein


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tadt, die nicht satt macht

Norwegen schenkt London jedes Jahr eine Tanne. Der imposante Christbaum steht beim Trafalgar Square.

Warum Christmas Shopping in London? Einen Katzensprung – nur knapp zwei Flugstunden – entfernt, liegt die laut dem Global Shopper Index beste Shopping-Stadt Europas. Die Stadt der Superlative bietet etwas für jeden Geschmack und jedes Budget: knapp 12 000 Restaurants, 240 Museen, Tausende Geschäfte und trendige Märkte. Darum! Text Mandeep Lakhan Fotos www.visitlondon.com

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Auch das West End erstrahlt im weihnächtlichen Glanz.

Vor allem in der Weihnachtszeit gilt es, aufgrund der Menschenmassen, die Oxford Street zu meiden, es sei denn, frau will das europaweit grösste Schuhgeschäft mit über 100 Marken plündern. Dann muss sie unbedingt zum Selfridges. Der Besuch wird sich lohnen, denn auch auf den anderen Etagen kann frau (fast) alles finden, was ihr Herz begehrt – und zwar unter einem Dach. Übrigens nicht zu verpassen sind zum einen die schön weihnachtlich dekorierten Schaufenster und zum anderen der Christmas Shop, wo man fürs ­Weihnachtsfest exquisite Dekorationen, Christmas crackers (Knallbonbons mit kleinen Geschenken gefüllt) sowie «Stockings» besorgen kann.

Zu jeder Jahreszeit bietet London etwas, aber es die Weihnachtszeit, in der die Stadt in all ihrer Pracht erstrahlt. Nicht nur in der Oxford Street und der Regent Street, sondern auch in der Carnaby Street, Marylebone High Street und Covent Garden – überall können die Weihnachtsbeleuchtungen bestaunt werden. Zur besonderen weihnachtlichen Atmosphäre tragen zudem die Weihnachtsmärkte bei.

Trendig Auf der anderen Stadtseite liegt Shoreditch im End East, eine noch wenig bekannte Gegend. Vor allem in den letzten Jahren hat sie sich in der Modeszene einen Namen gemacht. Hier findet man alles: internationale Marken, Designer Boutiquen, kleinere eigenständige Modelabels, aber auch «quirky» Geschenke, z. B. bei Laden Showroom, Tatty Devine und Labour and Wait.   Unweit von dieser Hipster-Gegend (entlang Commercial Street) liegt Spitalfields. Am gleichnamigen Markt, wo Fashionistas sich samstags von

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den Style Saturdays inspirieren lassen, laden die verschiedenen Stände dazu ein, durchzustöbern und das perfekte Geschenk zu entdecken. Pause fällig? Für etwas Süsses müssen Sie unbedingt zur Patisserie Valerie gehen, wenn der Hunger grösser ist, soll der Spaziergang zurück Richtung Shoreditch bzw. Brick Lane – bekannt als die Londoner «Curry Meile» – gehen. Es gibt übrigens den Brick Lane Market, der immer beliebter wird und einen Besuch wert ist – am besten Sonntagfrüh.   Ein weiterer Markt, der v. a. von Foodies unbedingt besucht werden muss, ist der Borough Market (Nähe London Bridge). Hier bekommt man viele frische und leckere Köstlichkeiten. Und für echte Kaffeegeniesser darf ein Zwischenstopp bei der Monmouth Coffee Company auf keinen Fall fehlen; nicht nur der Kaffee, sondern auch die süssen Verführungen schmecken himmlisch. Dessous Auch in Sachen Unterwäsche bleibt kein Wunsch offen. Sollten Sie eine von der Mehrheit der Frauen sein, die noch nie ein professionelles BHFitting hatte, dann empfiehlt sich jedenfalls ein Besuch zu Rigby & Peller oder – besonders für grössere ►


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Schlittschuh laufen mitten in der Stadt, möglich ist das im Hof des Somerset House.

Weihnächtliche Melodien stimmen ein in die schönste Zeit des Jahres.

Shopping im West End.

Grössen und aufgrund der angenehmen Atmosphäre mein persönlicher Favorit – zu Bravissimo (Nähe Oxford Circus und Covent Garden). Bei beiden kann frau schöne, sexy Sets finden, wobei Bravissimo sich vom Preis her deutlich mehr leisten lässt. Will frau doch etwas mit mehr «Va Va Voom», vielleicht sogar als Geschenk für ein gute Freundin, dann wird sie sicherlich bei weiteren britischen Marken wie Agent Provocateur (u. a. Nähe Oxford Circus), Ann Summers (u. a. Oxford Street) oder Coco de Mer (Covent Garden) fündig.

oder nach Green Street (mit der Tube nach Upton Park). An beiden Orten gibt es zahlreiche Geschäfte, die Bekleidung bzw. Stoffe vom indischen Subkontinent anbieten. Allein wegen der angebotenen Accessoires lohnt sich die Fahrt. Farbenprächtige Armringe, gestickte Schuhe, Halsketten und Ohrringe mit indischem Design – solche Stücke finden Sie kaum anderswo. Das Beste: Anschliessend können Sie sich ein leckeres Essen von einem der vielen Restaurants gönnen. Besonders zu empfehlen ist das Punjabee in Southall (vor allem wegen der Samosas).

Multikulti Bekanntlich ist London eine wahrhaft multikulturelle Stadt, die eben durch die diversen Kulturen unterschiedlich geprägt wird. Für ein Shopping-Erlebnis der anderen Art ist deshalb ein Trip nach Southall Broadway (zwanzig Minuten mit dem Zug von Paddington nach Southall)

Und noch mehr Highlights Gönnen Sie sich nach einem langen Einkaufstag bei einem Glühwein etwas Auszeit, denn auch in London gibt’s das: z. B. im Winter-Wunderland im Hyde Park oder beim Weihnachtsmarkt auf der South Bank. Auch dort können Sie die Stände nach Geschenken durchforsten. Und wer

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REISE | LIEBE

*LONDON AUF EINEN BLICK Flug und Weiterreise Aufgrund der besseren Verkehrsverbindungen lohnt es sich, folgende Flughäfen anzufliegen: London City: circa 35 min mit dem DLR und der U-Bahn London Heathrow: circa eine Stunde mit der U-Bahn London Gatwick: circa 50 min mit dem Zug und der U-Bahn Jedenfalls zu empfehlen ist ein Kauf einer Oyster Card. Mit ieser wiederaufladbaren Smartkarte kommen Sie nicht nur von London City oder Heathrow in die Stadt, sondern können auch in der Stadt mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren. Mehr Infos und einen Fahrtplaner finden Sie unter: www.tfl.gov.uk. Das Riesenrad, ein weiteres Wahrzeichen von London. Foto rechts: Schaufenster bei Selfridges.

noch mehr Bewegung braucht, kann an verschiedenen Orten wie beispielsweise im Somerset House (am Strand), Schlittschuh laufen. Von London wird man einfach nicht satt, denn die Stadt ändert sich andauernd und da ist immer etwas Neues los. Daher empfiehlt es sich, sich über mögliche Veranstaltungen im Vorhinein zu informieren unter www.visitlondon.com/de. ▪

*ZUR PERSON

Die Autorin Mandeep Lakhan ist in East London aufgewachsen, sie wohnt im Tirol und fliegt dreibis viermal im Jahr nach Hause.

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Infos im Netz Informationen bzgl. Termine bzw. Preise werden jetzt im Herbst laufend bekannt gegeben, Infos dazu unter www.visitlondon.com/de. Weihnachtsmärkte Southbank Centre Christmas Market 16. November bis 24. Dezember, Eintritt gratis; www.southbankcentre.co.uk/ winter-festival/markets Winter Wonderland im Hyde Park 22. November bis 5. Januar, 10 bis 22 Uhr, Eintritt gratis, www.hydeparkwinterwonderland.com Carol Services Southwark Cathedral, http://cathedral.southwark.anglican.org/ worship/calendar St. Martin-in-the-Fields, www.stmartin-in-the-fields.org St. Paul’s Christmas Carols, www.stpauls.co.uk Trafalgar Square, ab Mitte Dezember, www.london.gov.uk Westminster Abbey, www.westminster-abbey.org Weihnachtsbeleuchtung Carnaby Street Christmas Lights Marylebone Christmas Lights Oxford Street Christmas Lights Regent Street Christmas Lights Trafalgar Square at Christmas

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Fenster in andere Welten Das Rheintal steckt voller junger Kunstschaffenden. Eine davon ist M ­ artina Morger. Der Name ihres malenden Alter Egos «Leia Luke» entstammt ­einem ihrer Lieblingsfilme, der Star-Wars-Reihe von George Lucas. D ­ iese ­Filme sind für sie nicht nur eine Inspirationsquelle, sondern auch eine ­geistige Reise in weite Fernen. Ihre Arbeiten sind keine Bilder, es sind Fenster in andere Welten. Text Gabriela Hummel Bilder Leia Luke

SEHNSUCHT

FUEGO

Jeden Tag suchen wir nach unseren Sehnsüchten, nach Bestätigung, Freiheit, Selbst­verwirklichung. Das Gefühl, sich frei von Vorurteilen, Unsicherheiten, Erwartungen einer Person hingeben zu können, eins zu werden mit ihr, nicht nur körperlich, auch geistig und auf dieser fernen Insel zu bleiben, auch wenn es nur kurze Augenblicke sind, bis man wieder in der Realität ankommt, bis man wieder in seiner Höhle ist und nur noch hinaus ins blendende Licht schauen kann, suchend nach dem Paradies und der völligen Erfüllung.

Eine Waldlichtung im Winter, das Leben pulsiert noch in den Bäumen und in der Erde. Oberflächlich scheint alles eingefroren zu sein. Wie lange der Winter noch dauern wird? Alles scheint stehen geblieben. Als ob man selbst stehen geblieben ist. Ist man noch motiviert auf dem eigenen Weg, den man einmal vor sich gesehen hat? Hat man noch das volle Leben und die Leidenschaft in sich oder ist man selbst zu einem kalten Baum unter anderen kalten Bäumen geworden? Wo ist das Feuer?

FOLDING MY DREAMS ◄ Jeder von uns ist ein Raumschiff im Universum. Eigentlich frei überall hinzufliegen. Die Kunst ist, nicht im Raum zu verharren, sondern sich frei zu bewegen. Menschen, die Träume und zugleich den Mut haben, diese zu verwirklichen, sind faszinierend. Menschen, die sich aus den Zwängen unserer Welt lösen und sich nicht zu sehr von der Gesellschaft einschränken lassen. So ist zwar jeder von uns ein Raumschiff, die wenigsten erreichen es aber, sich zu befreien und ihrer gewünschten Richtung zu folgen, in fremde, vielleicht auch ferne Welten vorzudringen, um mit unschuldigen Augen die Welt neu betrachten zu können.


KULTUR | LIEBE

MOTHER ◄ Die Evolution des Säugens begann vor über 200 Millionen Jahren und war ein grosser Fortschritt in der Entwicklung der Arten. Wobei die Brüste des Homo sapiens die einzigen sind, welche schon ab der Pubertät und nicht nur während der Schwangerschaft beginnen zu wachsen. Durch diese Entwicklung ist der Mensch eine erfolgreiche Tierklasse geworden. Die Brust ist ein Körperteil, welches eine nähere Betrachtung wert ist, da sie bei der Entwicklung vieler anderer menschlicher Eigenschaften eine wichtige Rolle gespielt hat. Die Form und Funktion der Brustwarzen hat die Entwicklung der Mundmuskulatur gefördert, die uns schlussendlich das Sprechen und Küssen ermöglicht. Diese Ausprägung der Natur in ihrer Vollendung fasziniert und schärft den Blick für andere geniale Formen in unserer Umwelt. Die Muttermilch als unseren ersten Lebenssaft. Was nährt und treibt uns heute an?

ROSES ◄ Eine Billion ist die Anzahl, auf welche der weltweite Plastiktütenverbrauch pro Jahr geschätzt wird. Nur ein Bruchteil der global verbrauchten Plastiktüten wird wiederverwertet. Etwa 90 Prozent landen auf Mülldeponien. Bis Plastiktüten vollständig zerfallen, benötigen sie je nach eingesetztem Kunststoff 100 bis 500 Jahre. Ein grosses Problem ist der durch den Zerfall entstehende Mikroplastik im Meer. Wie weit diese Verschmutzung schon fortgeschritten ist, zeigt die Definition eines sauberen Meeresgebietes: Ein Meeresgebiet gilt dann als sauber, wenn pro Tier nur zehn Plastikstücke im Magen gefunden werden. Die Beleuchtung dieses Umstandes ist unangenehm, aber notwendig und kann durch die Ästhetik der Kunst immer wieder ins Bewusstsein geholt werden.

ÄHREN Ähren im Wind tanzen und vermitteln eine Ruhe, wecken Assoziationen zu einer zerbrechlichen Fläche, welche einen zu tragen vermag. Und doch sinkt man hinein. Das Loslassen, Nichtstun, Meditieren vielleicht sogar das Verstecken in einem Feld, nur bei sich sein, entspannt nach neuen Gedanken und Ideen suchen. Finden.

*ZUR PERSON

Leia Luke wurde am 20. Januar 1989 in Vaduz als Martina Gabriela Helena Morger geboren. Nach der Matura am Liechtensteinischen Gymnasium studierte sie in Zürich Publizistik-, Kommunikations- und Kulturwissenschaften und absolvierte danach ein Fotografiestudium an der Cape Town School of Photography. ▪

*WEITERE INFOS

Leia Lukes neue Ausstellung «Rückenwind» ist vom 27. September bis zum 27. Oktober 2013 im Kulturzentrum Alter Pfarrhof Balzers/FL zu sehen.

MIT WISSEN WEITERKOMMEN - WEITERBILDEN www.bzb-weiterbildung.ch bzb Weiterbildung Berufs- und Weiterbildungszentrum 9470 Buchs

Kanton St.Gallen

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LIEBE | KULTUR

«DIE GROSSE VOLKSVERARSCHE» Wie Industrie und Medien uns zum Narren halten von Hannes Jaenicke, Gütersloher Verlagshaus, 192 Seiten, 27.90 CHF Der Schauspieler Hannes Jaenicke blickt hinter die Kulissen und hält Industrie, Politik und Medien den Spiegel vor. Verpackungswahn, Banken, Pharmaindustrie, Energiewende, Bekleidungsindustrie, Autolobby bis hin zur Macht des Konsumenten sind die Themen im Buch. Er gibt uns die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, ob wir die Machenschaften und Manipulationen von skrupellosen Konzernen weiterhin unterstützen möchten. Kinder- und Sklavenarbeit sind an der Tagesordnung. Die Tricks und Lügen, mit denen wir zum Konsumieren animiert werden, sind ausgeklügelt. Ein spannendes und sehr provokantes Werk für den kritischen Verbraucher. Unterhaltsam geschrieben. «Wer weiss, dass er verarscht wird, hat die Freiheit gewonnen, zu entscheiden, was er daraus macht. Und kann bequem überprüfen, wer  uns verarscht und wer nicht, z. B. bei www.fairness-check.de.»

BUCHTIPPS

von Delia Koch, Bibliothekarin SAB

«BOB, DER STREUNER» Die Katze, die mein Leben veränderte. Sachbuch von James Bowen, Bastei Lübbe, 252 Seiten, 13.40 CHF Obwohl James sich erst dagegen wehrt, den verwahrlosten Kater aufzunehmen, ist es schlussendlich das Beste, was ihm passieren konnte. Bob  hängt sich wie eine Klette an sein neues Herrchen. Dadurch, dass James für den neuen Freund Verantwortung übernimmt, stellt er sich  seinen eigenen Problemen und befreit sich von  seiner Drogensucht. Diese ungewöhnliche Freundschaft mit einem Kater hat eine nachhaltige Wirkung auf sein Leben und sie geht vielen Menschen zu Herzen. Die wahre Geschichte zeigt sehr eindrücklich das harte Leben und Arbeiten auf den Strassen Londons. Heute sind James und Bob eine stadtbekannte Attraktion. Gedanken zum Buch von Delia Koch «Die Freundschaft zwischen James und Bob hat mich an meinen Hund Aramis und mich erinnert. Er war mir elf Jahre lang ein treuer Freund und Begleiter. Obwohl er seit bald drei Jahren tot ist, vermisse ich ihn heute noch. Ich kann sehr gut nachempfinden, wie tief eine Bindung zu einem Tier sein kann. Ich möchte nicht so weit wie Einstein gehen und sagen, Tiere sind die besseren Menschen. Jedoch passiert es zuweilen, dass sie durch ihr uneigennütziges und treues Wesen eine wundersame Wirkung auf Menschen haben. Dazu noch ein Zitat von Franz von Assisi: «Dass mir mein Hund das Liebste sei, sagst du, oh Mensch, sei Sünde, mein Hund ist mir im Sturme treu, der Mensch nicht mal im Winde.» «Im Nachhinein hätte ich wissen müssen, dass ein solcher seelischer Dammbruch schon lange fällig war. Ich hatte jahrelang Drogen genommen, um meine Gefühle zu unterdrücken. Mehr noch, ich wollte sie abtöten, sichergehen, keine  Gefühle zu haben. Aber seit Bob sich in mein  Herz geschlichen hatte, hatte sich mein Gemütszustand langsam verändert. Ich konnte Gefühle wieder zulassen.»

«HUNDSVIEH» Zwei Krimis aus den Bündner Bergen Roman von Daniel Badraun, Gmeiner Verlag, 247 Seiten, 17.90 CHF Die zwei Kriminalfälle im Buch handeln nicht nur von Hunden und Kühen. Claudio Mettler hält nicht viel von einem geregelten Arbeitsverhältnis und hält sich mit Gelegenheitsarbeiten über Wasser. Wieder einmal blank, nimmt er einen Job im Kunstmuseum in Chur an und wird in einen Kunstraub verwickelt. Eine wilde Jagd quer durch Graubünden beginnt. Im heruntergekommenen Bad Innerpers auf Erholung, stolpert er erneut in einen Kriminalfall und legt sich mit skrupellosen Politikern an. «Da, auf einmal steht er vor mir! Dieser magere Hund, der durch die Strassen von Paris zu schleichen scheint, auf der Suche nach Nahrung, nach Zuneigung. Mattes Fell, gesenkter Kopf und hängende Ohren, von allen getreten und verlacht. Ich mag die Skulptur von Alberto Giacometti auf Anhieb, vorsichtig streichle ich ihr über den Rücken.» «ELSA UNGEHEUER» Roman von Astrid Rosenfeld, Diogenes Verlag, 277 Seiten, 29.90 CHF

Astrid Rosenfeld Elsa ungeheuer Roman · Diogenes

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Vol. 10/2013 eben.Liebe.Laster.

In einem kleinen Dorf in der Oberpfalz ist die Kindheit von Lorenz und Karl Brauer vom Selbstmord der Mutter überschattet, als die 11-jährige Elsa in ihr Leben tritt. Sie ist widerspenstig, frech und sehr verletzlich. Eigenwillig mit Streichholzarmen zieht sie beide Jungen in ihren Bann. Hinter ihrer schrillen Art verbirgt sie Kummer und Schmerz. Der zweite Teil des Romans erzählt vom Erwachsensein und den Perversionen in einer skrupellosen Kunstwelt. Eine Geschichte mit vielen skurrilen Protagonisten, die einen zum Lachen und zum Weinen bringt. «Ich lief zum Ufer, stellte mich auf Zehenspitzen, nur so konnte ich den See überblicken. Ich entdeckte ihn sofort. Von einer plötzlichen Sehnsucht übermannt, schrie ich seinen Namen. Vielleicht muss man Menschen manchmal aus der Ferne betrachten, um zu wissen, wie sehr man sie liebt.»


SINNE UND GAUMEN VERWÖHNEN

NEUE BAR & LOUNGE IM B'EAT IN SCHAAN Text Tanja Guidolin Fotos Belinda Thanei und zvg Seit Anfang September können sich die Gäste im b’eat in der neu eröffneten Bar & Lounge verwöhnen lassen. Die gemütliche Bar verköstigt die Gäste mit auserlesenen Weinen, exquisiten Whiskys und edlen Cognacs. Zur Auswahl steht zudem ein breites Angebot an feinen Zigarren, welche in entspannter Atmosphäre genüsslich geraucht werden können. Die Gastgeber Brigitte Vogt und Alex Ritter betreiben in Schaan seit über sechs Jahren das Restaurant b’eat und auch den dazugehörenden Soho Club. Die durch Glas abgetrennte Bar & Lounge ist bei den Gästen sehr beliebt. Wer nach einem köstlichen Essen Lust auf ein ed-

beispielsweise vom City-Hof in Vaduz», erklärt Inhaber Alex Ritter. Jetzt im Herbst wird das Angebot durch feinste Pilzgerichte und Wildspezialitäten aus regionaler, heimischer Jagd ergänzt. Ebenfalls wird in der kalten Jahreszeit eine breite Auswahl an verschiedenen Käse- und Fleischfondues serviert. Ausserdem gibt es täglich zwei preiswerte und mit regionalen Produkten frisch zubereitete Mittagsmenüs, eines davon vegetarisch sowie einen schmackhaften Business Lunch als auch einen leichten Fitnessteller. Weihnachtsfeier im b’eat Das stilvoll eingerichtete Restaurant bietet Platz für kleinere und grössere Grup-

«Unsere Menüs werden alle aus frischen und regionalen ­Produkten zubereitet.» les Destillat oder einen feinen Drink hat, ist in der Bar & Lounge genau richtig. Saisonale und gutbürgerliche Küche «Unsere Menüs werden alle aus frischen und regionalen Produkten zubereitet. Das Fleisch beziehen wir überwiegend aus heimischer Haltung wie

Die Gastgeber des Restaurant b’eat (von links): Peter, Isabelle, Sandro, Patrick, Alex und Brigitte.

penanlässe. Neben Firmenevents, gemütlichen Apéros oder Geburtstagsfeiern bietet das b’eat mit seinen zwei Sälen den idealen und stilvollen Rahmen für gemütliche Weihnachtsfeiern. Das b’eat Team wird Sie gerne unverbindlich beraten und ist stets bemüht Ihre individuellen Menüund Veranstaltungswünsche zu erfüllen.

*ÖFFNUNGSZEITEN

Mo bis Do: 9 bis 14 Uhr und 17 bis 24 Uhr Fr: 9 bis 14 Uhr und 16 bis 1 Uhr Sa: 18 bis 1 Uhr So: Ruhetag

*WEITERE INFOS

unter www.b-eat.li oder auf der neuen App, welchen Sie direkt aus dem Apple Store runterladen können oder über diesen QR-Code.

*KONTAKT

b’eat restaurant & bar Im alten Riet 22 9494 Schaan/FL Tel. +423 233 43 33 www.b-eat.li

Das geschmackvoll eingerichtete Restaurant bietet Platz für kleinere und grössere Anlässe, ideal auch für Weihnachtsfeiern.


KULTUR HIGHLIGHTS

www.soho.li Tel. +423 233 43 33 9494 Schaan/FL

schloesslekeller.li Tel. +423 230 10 40 9490 Vaduz/FL

www.ulli-geiger.at Tel. +43 676 34 22 855 6710 Nenzing/AT

Freitag, 27. Sept. 2013 um 21.30 Uhr ROCKABILLY BEAT: Konzert Sixteen and the Sidewinders

Samstag, 5. Okt. 2013 um 20 Uhr LUCY’S FAIR Filmpremiere und Konzert

Termine SA/SO siehe Online MALKURSE MIT ACRYLMISCHTECHNIK

29. Juni bis 13. Okt. 2013 Ausstellung

Samstag, 5. Okt. 2013 um 22 Uhr SOUL & SEXY: 100% BLACK jeden 1. Samstag im Monat

Donnerstag, 17. Okt. 2013 um 20 Uhr GEBURTSTAGSPARTY 10 Jahre Schlösslekeller

Termine MO-FR siehe Online KURSE FÜR GARTENBILDER MIT PAN-ART FARBEN

Samstag, 21. Sept. 2013 11 – 17 Uhr

Donnerstag, 31. Okt. 2013 um 22 Uhr HALLOWEEN PARTY Club Sound & Halloween Shots

Donnerstag, 24. Okt. 2013 um 20 Uhr ZUM AUSGANG BITTE! Th. Beck und N. Biedermann

Techniken & Kurstermine siehe Online Alle Informationen unter: www.ulli-geiger.at GASOMETER KULTURZENTRUM TRIESEN Öffnungszeiten bei Ausstellungen: FR 16 bis 20 Uhr SA/SO 14 bis 18 Uhr

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FABRIK TRIESEN 1863 –2013 150 Jahre Fabrikgeschichte

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VERNISSAGE, KATALOGPRÄSENTATION & LIVE PERFORMANCE Freitag, 27. Sept. 2013, 19 Uhr PETER KOHL (1971, Kärnten) Live Lese-Mal-Performance m. FINISSAGE Ausstellung «Hinterzimmer» Schriftsteller Christian Thomas Freitag, 18. Okt. 2013, 19 Uhr

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Samstag, 21. Sept. 2013 ab 22 Uhr SAISONSTART Bravo Hits Party

TAG DER OFFENEN FABRIKTÜREN

Freitag, 27. Sept. 2013 ab 21.30 Uhr CYPRESS JUNKIES live (USA)

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ART DESIGN FELDKIRCH Messe im Reichenfeld Areal

An der Schnittstelle von Design, Kunst und Mode. 100 ausgewählte AusstellerInnen aus zahlreichen Nationen präsentieren und verkaufen ihre aktuellen Arbeiten.

TERMIN 11. bis 13. Oktober 2013 ÖFFNUNGSZEITEN FR 12 – 19 Uhr SA 10 – 21 Uhr SO 10 – 19 Uhr

www.bogarts.li Tel. +423 232 17 18 9494 Schaan/FL

AFTERWORK Jeden Mittwoch ab 16.30 Uhr

STUDENTS BASH Jeden zweiten DO im Monat

BÖRSENCRASH Jeden zweiten FR im Monat

www.kunstschule.li Tel. +423 375 05 05 9485 Nendeln/FL

Samstag, 28. Sept. 2013 9.30 –11 Uhr

Ganz im Zeichen von nachhaltigem und genussvollem Lebensstil: Als internationaler Salon für Konsumkultur verspricht die Gustav erstmals einen spannenden

VON MONET BIS PICASSO

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48  LASTER | KOLUMNE

Adams Apfel WAS FRAUEN WOLLEN Ralf Bruggmann

Es braucht nicht 30 Jahre Forschung, um herauszufinden, was Frauen wollen. Zwei Stunden mit Mel Gibson reichen.

Irgendwann gab Sigmund Freud auf. «Die grosse Frage, die ich trotz meines 30-jährigen Studiums der weiblichen­ Seele nicht zu beantworten vermag, lautet: Was will eine Frau eigentlich?» Der Mann, der die Psychoanalyse be­­ gründete und unter anderem das sexuelle Begehren als Hauptantrieb des menschlichen Verhaltens bezeichnete,­ hatte also laut eigener Aussage keine Ahnung von Frauen. Für den Durchschnittsmann ein willkommenes Argument, wenn er wieder einmal daran gescheitert ist, den Wunsch einer Frau von deren Augen abzulesen. Wie soll er denn wissen, was eine Frau will, wenn nicht einmal Freud, der sich so intensiv mit dieser Frage beschäftigt hatte, eine abschliessende Erklärung finden konnte?   Einfacher hatte es Mel Gibson. Im Film «Was Frauen wollen» fiel er, bislang überzeugter Chauvinist, mitsamt Fön in eine Badewanne und erlitt einen Stromschlag. Die Episode hatte die eigentümliche Nebenwirkung, dass er die Gedanken von Frauen hören konnte. Fortan wusste er, was Frauen wollten. Und weil er sich entsprechend verhielt, wurde aus ihm ein Traummann, Frauenver­ steher und Sexgott. Natürlich nutzte er seine Fähigkeiten­ zuerst zum eigenen Vorteil aus. Natürlich verliebte er sich im Verlauf des Films. Natürlich sah er irgendwann ein, dass er bisher ein sexistischer Idiot gewesen war. Und natürlich war aus ihm am Ende ein geläuterter Macho geworden, der die Liebe gefunden hatte. Als Durchschnitts­mann müsste man also nicht 30 Jahre Feld-

forschung auf dem Gebiet der Weiblichkeit betreiben,­ um herauszufinden, was Frauen wollen. Zwei Stunden mit Mel Gibson reichen.   Bei der Frage, was eine Frau sich von einem Mann wünscht, beriefen sich die Macher des klischeehaften Films übrigens auf eine Umfrage der Zeitschrift Vanity Fair. Einfühlungsvermögen, Humor, Treue und Intimhygiene zählten dort zu den häufigsten Antworten. Mel Gibson hatte den Artikel wohl kaum gelesen und auch bei seinem eigenen Film nicht gut aufgepasst. «Ich werde dein verdammtes Haus niederbrennen! Aber vorher bläst du mir noch einen», liess er seine Exgeliebte und Mutter­ seines Kindes einst wissen und drohte, sie im Rosen­ garten­zu begraben. Was wohl kaum etwas sein dürfte, das Frauen wollen.   Sigmund Freud war offenbar erfolgreicher. Zwar gab es sexuelle Probleme und Eifersucht, doch die Ehe mit ­seiner Frau schien glücklich. «50 Jahre und kein einziger schwerer Konflikt mit meinem Sigi», bilanzierte Martha Freud nach dem Tod ihres Mannes. Vielleicht ist es tatsächlich besser, nicht zu wissen, was Frauen wollen. Vielleicht reicht es schon, sich dafür zu interessieren. Und vielleicht ist die Frage falsch gestellt. Womöglich geht es gar nicht darum, was Frauen im Allgemeinen wollen. Sondern darum, was eine bestimmte Frau sich im Speziellen wünscht. Was sich durchaus herausfinden lässt. Man muss nur miteinander reden. ▪

*   Vielleicht ist es tatsächlich besser, nicht zu wissen, was Frauen wollen. Vielleicht reicht es schon, sich dafür zu interessieren. L

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Laster.

  49 48 KOLUMNE Die ewige Frage, was Frauen wollen 50 MODE Klassiker in Schwarz 60 MAKE-UP Smokey Eyes 62 KAFFEE Schwarze Leidenschaft 64 KULINARISCHES Ungewöhnliche Kombinationen

Das kleine Schwarze

Musikgruppen schreiben Lieder über sie, in der Mode ist sie immer präsent, sie gilt als Schlankmacher und passt zu

allem und jedem: die Farbe Schwarz. Da wir unsere September-Ausgabe in eine Black Edition verwandelt haben, darf ein schwarzer Klassiker auf keinen Fall fehlen: das kleine Schwarze. Um es perfekt zu inszenieren, haben wir uns vier wunderhübsche Models und einen supertollen Fotografen geholt. Das Ergebnis können Sie ab ­Seite 50 bewundern.

Kurz und gut

Bettsport

Go vegan! Würden Sie sich das Aussenskelett von Insekten in die Haare geben? Oder vielleicht lieber Teile von Hühnerfüssen ins Gesicht schmieren? Den Begriff Karmin schon mal gehört? Meistens hört man den im Zusammenhang mit Lippenstift. Aber wer denkt beim Begriff Karmin schon an zermalmte Läuse? Doch genau die geben dem Lippenstift die intensive Farbe. Sie ekeln sich jetzt? Nun, wir auch. Der Trend zum veganen Lebensstil geht längst über die Nahrung hinaus. Neben veganer Kleidung gibt's auch vegane Beautyprodukte ohne tierische Produkte. Das heisst, ohne Krabbentiere in Haarsprays und ohne Rinderna-

ckensehnen in Bodylotions. Wer sich über alternative Make-up-Produkte informie­ ren will, kann dies bei der ­Vegan-Make-up-Artistin Belinda Dürr. Weiteres unter www.style-image.ch

Der Gang ins Fitnessstudio wird mehr und mehr beliebter. Dass dabei aber nicht nur am perfekten Toning, sondern auch am heissen Seiten­ sprung gearbeitet wird, zeigt eine neue Umfrage vom Af­ fären Portal AshleyMadison. com. Neben dem gesundheitlichen Aspekt ist ein häufig genannter Grund fürs Sporttreiben das Entkommen der häuslichen Routine. Dazu scheinen einige wohl auch ihren Partner zu zählen. Rund 90 % der Frauen und Männer geben Sport als Ausrede an, um eine Affäre zu treffen. Zumindest bleibt die Wirkung gleich: Auch beim Sex werden ordentlich Kalorien verbrannt.

Fahr mit Kurt Schneider Busanstalt Schaan www.kurtschneiderbusanstalt.li

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Mi, 6. November 2013 I CHF 50,-

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Vol. 10/2013 eben.Liebe.Laster.

Unsere nächsten Fahrten

GATSBY ­SOUNDTRACK

Für solche. die nicht genug vom grossen Gatsby kriegen. gibt es von Universal Music den Soundtrack zum Film. Florence and the Machine, Emeli Sandé, Kanye West, Jay-Z, Beyoncé, Lana Del Rey und viele mehr sorgen für ein gewaltiges Klangfeuerwerk. Erhältlich in gut sortierten Musikläden ab ca. CHF 25.–

NACKTE TATSACHEN

Eine Umfrage des Magazins Reader's Digest zeigt: 38 % der Schweizer empfinden zu viel Freizügigkeit im Büro als unpassend, gefolgt von zu viel gezeigter Haut im Restaurant mit 33 %. Generell stören sich mit 67 % viel mehr Frauen daran als Männer mit 44 %.

ZUMBA UND CO.

Das Fitnesshaus Schaan erweitert durch das Tanzund ­Bewegungsstudio ­Feel-good sein Kursangebot. Nebst den tänzerischen Elementen wie Zumba und Hip-Hop wurde auch das Pole-Fitness-Training stark verbessert. Nicht zu vergessen sind die Lektionen für Kinder, welche sich schon ab drei Jahren bei Tanz und Spiel vergnügen können.

SINFONIE OF LOVE

Den Partner mit einem aufreizenden Dessous überraschen, die Beine in aufregenden Strümpfen punkten lassen, zum Party-Highlight in sexy Kleidern werden − oder sich selbst verwöhnen. Kurz und gut: Unwiderstehlich werden! www.mysecret.ch


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Es gilt als beliebter Klassiker fürs erste Date und manchmal auch als Notfall, wenn frau nicht weiss, was sie anziehen soll. Dieses Kleid mit dem klassisch-eleganten Schnitt, ­einer maximalen Länge bis zum Knie und der neutralen Farbe, geht einfach immer – Das kleine Schwarze. Moderedaktion Anja Broger Fotos Maurice Shourot Make-up Sigrun Mau Haare Friseursalon Montfort

a petite robe noire

Modelle rechte Seite (von links nach rechts)

TANIA FLORES, 31, FRISEURIN ► Kleid: Philipp Plein, CHF 939.– von Brogle Fashion, Vaduz/FL Schuhe: Guess, CHF 279.– von Brogle Fashion, Vaduz/FL ANDREA WITZANI, 29, LEHRERIN ► Kleid: Esprit, CHF 129.90 von Esprit Store, Vaduz/FL Schuhe: Philipp Plein, CHF 689.– von Brogle Fashion, Vaduz/FL CAROLINE BÜCHEL, 37, LEHRERIN ► Kleid: Talbot Runhof, CHF 650.– von Lucienne K. Boutique, Vaduz/FL Schuhe: Privatbesitz

«La petite robe noire» nannte es die Dame, welche es berühmt machte: Coco Chanel. «Dieses schlichte Kleid wird eine Art Uniform für alle Frauen mit Geschmack werden», zitierte sie 1926 die Zeitschrift Vogue.   Chanel behielt recht. Den Höhepunkt erreichte das kleine Schwarze in den späten 50er- und Anfang der 60er-Jahre dank prominenter Trägerinnen wie Audrey Hepburn, Grace Kelly, Edith Piaf und Präsidentengattin Jackie Kennedy.   Jahrzehnte später verzaubert das kleine Schwarze immer noch. Sogleich unsere Models in die Kleider schlüpften, wurden aus unscheinbaren, geschäftstüchtigen Frauen und Müttern grazile, zerbrechliche und feminine Damen. Kaum auf den Laufstegen der Modemetropolen, sieht man es schon auf den Strassen der ganzen Welt. Das kleine Schwarze ist verführerisch und kann auf so viele Arten gestylt und kombiniert werden. Am treffendsten beschrieb es jedoch Coco Chanel selbst. Sie sagte einst: «Ich denke, dass Schwarz alles hat.» Dem ist nichts hinzuzufügen. ►


MODE | LASTER  51


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LASTER | MODE

◄ TANIA Kleid: Philipp Plein, CHF 1039.– von Brogle Fashion Vaduz/FL

CAROLINE ► Kleid: Esprit, CHF 109.90 von Esprit Store, Vaduz/FL


MODE | LASTER

SYLVIA MEYER, 55, SELBSTSTÄNDIGE NETWORKUNTERNEHMERIN UND MODEBERATERIN Kleid: Philipp Plein, CHF 649.– von Brogle Fashion, Vaduz/FL

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LASTER | MODE

NAME Kleid: XXX Schuhe: XXX Legende

* MONTFORT FRISURENMODE,

ANDREA WITZANI ► Kleid: Esprit CHF 129.90 von Esprit Store Vaduz/FL

RANKWEIL: Seit 37 Jahren dreht sich für Heidi Zerlauth und ihr 14-köpfiges Team alles um Haare. Mit viel Leidenschaft und Liebe zum Detail entstehen hier täglich aufs Neue einzigartige Kreationen – von der praktischen Alltagsfrisur mit dem gewissen Etwas bis hin zum extravaganten Abendstyling. Persönliche Beratung und typgerechte Umsetzung der individuellen Wünsche stehen dabei immer im Vordergrund.


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H&M ca. CHF 60.–

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BIS ZU SIEBZIG PROZENT GÜNSTIGER Durch den Neuauftritt des ehemaligen Alpen­ rhein Village profitieren die Kunden von mehr Verkaufsläden und interessanten Veranstaltungen des Designer Outlet Landquart.

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Jetzt Herbstmode von über 160 Designer Marken entdecken. Unwiderstehlich günstig.

Text Anja Broger Fotos zvg

Das Designer Outlet Landquart ist das einzige ShoppingDorf in der Schweiz und Umgebung. Es zählt 100 Chalets, wie die Shops liebevoll genannt werden. Das sind 21 000 m² Verkaufsfläche mit einer 650 Meter langen Shoppingstrasse. «Seit dem Neuauftritt erleben wir einen Aufschwung. Zu höheren Besucherzahlen dürfen wir auch mehr Ladenlokale zählen wie beispielsweise DC, Rukka und Luxury Mall mit berühmten Marken wie Versace, Celiné und Chloé», unterstreicht Marketing Manager Marc Bless und Claudio Poltera, Center Manager ergänzt: «In diesem Herbst planen wir fünf weitere Ladeneröffnungen.» Von den über 160 Marken sind alle Produkte mindestens 30 bis 70 Prozent günstiger. «Da wir vorherige Kollektionen verkaufen, ermöglicht uns dies, die Artikel zu reduzierten Preisen zu verkaufen», erklärt Claudio Poltera. Preisgünstig bedeutet aber auf keinen Fall alt. «Unsere Produkte sind in einem Topzustand und trotz der vorherigen Kollektion immer noch modern», ergänzt Marc Bless abschliessend. ▪

AUCH TAGS! N N O S FNET GEOF

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· Über 160 Designer-Marken wie Tommy Hilfiger, Navyboot,

Max Mara, Versace Collection, Diesel, Calvin Klein, Bogner, Nike, Puma, Odlo und Quiksilver

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Einkaufsparadies mit 21 000 m² Verkaufsfläche.

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Back to Black Clutch von MANGO ca. CHF 54.95

Blackhole Uhr Success Way von Swatch CHF 70.–

Black Fingernails, Red Wine Nagellack Le Vernis 219 Black Satin von CHANEL

Black Magic Woman Buch The Little Black Jacket von Karl Lagerfeld und Carine Roitfeld ca. CHF 100.–

The Roaring Twenties

Black Gold Clutch von H&M für ca. CHF 30.–

Die Goldenen Zwanziger haben uns ­spätestens seit dem Kinoerfolg von «The Great Gatsby» wieder im Griff. Glitzer, schwarze Spitze, edle Steine und betörende Düfte verführen uns in die funkelnde Nacht des fliessenden Champagners, der Macht und des Glücks.

Black Betty Unterwäsche von Triumph BH CHF 129.90 Korsett CHF 119.90 Slip CHF 49.90

The Deepest Blues Are Black Uhr Night Lace von Swatch CHF 75.–

Black Pearl Weissgold-Ohrhänger mit Jade, ­Zuchtperlen und Brillanten von Eveline Frischknecht fine jewlery St. Gallen für CHF 7 110.– Black Horse And A Cherry Tree Parfume La petite Robe noire 50 ml von Guerlain für CHF 129.–

Black Velvet Kopfband aus der Great Gatsby Kollektion von Tiffany & Co. Preis auf Anfrage

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Vol. 10/2013 eben.Liebe.Laster.

Black Pearl Handschmuck aus der Great Gatsby Kolleltion von Tiffany & Co Preis auf Anfrage


Mantel Sehr hochwertiges Wollmaterial mit Schwarz-Weiss-Tweed-Optik CHF 429.– Erhältlich bei Marc O'Polo, Vaduz/FL

Äulestrasse 51 9490 Vaduz Thema Palais Royal Ledertasche, gold CHF 399.– Erhältlich bei Marc Cain, Vaduz/FL TOV Essencial Armband, gold CHF 195.– Erhältlich bei Allure Home & Lifestyle, Vaduz/FL

Thema Palais Royal Daunen-Gilet von Coba CHF 469.– Erhältlich bei Marc Cain, Vaduz/FL

palmers.vaduz@gmail.com

Tasche Schwarze Rindsleder-Tasche mit goldenem Reissverschluss CHF 439.– Lampe L'hotel Erhältlich bei von Rivièra Maison Marc O'Polo, Vaduz/FL Lampenfuss CHF 154.90 Lampenschirm CHF 51.90 Erhältlich bei Living&More, Sevelen & Chur/CH

La Borsa Croco Ledertasche, braun CHF 519.– Erhältlich bei Allure Home & Lifestyle, Vaduz/FL

Ledergürtel mit Nieten von Vanzetti ab CHF 37.50 Erhältlich bei Living&More, Sevelen & Chur/CH


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LASTER | MAKE-UP

RAUCHZEICHEN GESICHTET Zum kleinen Schwarzen gehören Smokey Eyes einfach dazu. Visagistin Sigrun Mau zeigt in einfachen Schritten, wie etwas Schminke unser Model Tania Flores, 31, zu einem verführerischen Vamp verwandeln kann. 1. Zuerst wird das Augenlid grundiert. Dazu einen hellen Lidschatten mit einem dicken Pinsel auf das komplette Lid geben. 2. Mit einem etwas kleineren Lidschattenpinsel einen rauchigen Braunton auf das bewegliche Lid bis zur Lidfalte pinseln. 3. Anschliessend einen dunkleren Farbton auf das bewegliche Lid geben und kräftig verwischen. Je nachdem wie intensiv die Smokey Eyes sein sollen, kann hier ein sehr dunkler oder etwas hellerer Lidschatten verwendet werden. 4. Das Augenlid straff nach oben ziehen und am oberen Wimpernkranz mit einem schmalen Pinsel den Eyeliner auftragen. Wer es verrucht mag, kann die Linie mit einem Wattestäbchen oder den Fingern verwischen. 5. Den Vorgang am unteren Wimpernkranz wiederholen. 6. Als Finish die unteren und oberen Wimpern kräftig mit Mascara tuschen. ▪ Text Anja Broger Fotos Maurice Shourout

*ZUR PERSON

Sigrun Mau arbeitet als freie Visagistin und Make-up Artist mit Schwerpunkt Fotoshootings, TV- und Videoproduktionen, Werbekampagnen, Braut- und Anlass-Make-up. Weitere Informationen finden Sie unter makeupbodensee.de oder info@sigrun-mau.de


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LASTER | GOURMET

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affee – die schwarze Leidenschaft

Kaffee wird auf der ganzen Welt getrunken. Die Auswahl reicht vom Espresso bis hin zu Latte Macchiato. Die Geschmacksrichtungen können mit Haselnuss, Karamell, Vanille und vielem mehr abgerundet werden. «Kaffee ist einfach eine Leidenschaft», sagt Peter Demmel, der KaffeeExperte Liechtensteins. Text Marion Kranz Fotos Demmel Kaffee

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GOURMET | LASTER  63

Die aktuelle Studie «Kaffeetrends in der Schweiz, Liechtenstein, Deutschland und Österreich» belegt, dass Kaffee einen beachtlichen Stellenwert in unserem Alltag einnimmt: Kaffee zählt gleich nach Wasser zu den beliebtesten Ge­tränken überhaupt. Auch Peter Demmel sieht das nicht anders: «Kaffee bedeutet für mich sehr viel. Zum einen ist Kaffee ein Lebens- und Genussmittel und ich geniesse dieses kostbare Produkt und zum anderen ist es ein grosser Bestandteil in meinem Leben.» Männer haben die Nase vorn In dieser Studie wurden die aktuellen Kaffeetrends und -gewohnheiten im Dreiländereck ­erhoben. Fakt ist, dass in der Schweiz mit fast drei Tassen pro Tag am meisten Kaffee getrunken wird, gefolgt von Österreich mit über zweieinhalb Tassen pro Tag. Deutschland liegt «kaffeetechnisch» mit 2,4 Tassen täglich im Hintertreffen. Erstaunlich ist, dass in allen drei Ländern die Männer den durchschnittlichen Kaffeekonsum in die Höhe treiben. Sie trinken zum Beispiel in der Schweiz/FL mit 3,1 Tassen pro Tag mehr Kaffee als Frauen (2,7 Tassen). Ein köstlicher Duft Wo dieser Duft genau herkommt, das weiss natürlich der Kaffee-Experte Peter Demmel. «Die Wurzeln des Kaffees liegen in der Region Kaffa im heutigen südwestlichen Äthiopien, daher auch der Name Kaffee», erklärt Peter Demmel und fügt an: «Von dort aus kam der Kaffee dann in den arabischen und indischen Raum sowie nach Süd- und Mittelamerika und Indo­nesien. Kaffee wächst mittlerweile rund um den 20. Breitengrad am Äquator, südlich und nördlich davon. Die Legende erzählt: Ein Mönch, sitzend am Lagerfeuer, um das Jahr 850. Ihm war aufgefallen, dass Ziegen nach dem Verzehr bestimmter Beeren besonders lebhaft wurden. Die Mönche kosteten von den Früchten, waren

aber von dem bitteren Geschmack enttäuscht und spuckten sie ins Feuer. Darauf verbreitete sich ein köstlicher Duft. Neugierig machten die Mönche aus den so gerösteten Früchten einen Aufguss, den sie als Geschenk Gottes priesen, weil er ihnen half, während des Gebets wach zu bleiben.» Das Glück liegt im Genuss Kaffee ist nicht gleich Kaffee, meint Peter Demmel und erklärt die Unterschiede so: «Kaffee ist eine subjektive Geschmackssache. Viele wollen ganz einfach einen harmonischen, geschmackvollen und gut verträglichen Kaffee.» Und fügt lächelnd hinzu: «Das Glück liegt einfach im Genuss. Kaffee trinken macht Freude,

bringt eine positive Stimmung und zaubert mir ­persönlich ein Lächeln auf die Lippen. Kaffee macht mich also sehr glücklich. Schon der Ge­ruch von Kaffee bedeutet für mich etwas Hei­ meliges und Wohltuendes.» Um Kaffee dauerhaft geniessen zu können, kommt es jedoch auf eine optimale Lagerung an: «Dunkel und kühl. Am besten im unteren Teil eines Vorratsschranks. Bitte nicht im Kühlschrank lagern, weil durch die Temperaturunterschiede Kondenswasser entstehen kann, das zum Aromaverlust führt.» Und auf die Frage: «Macht Kaffee süchtig?», lacht Peter Demmel und sagt: «Ich würde eher sagen: «Leidenschaftlich! Denn Kaffee und Liebe sind doch einfach am besten, wenn sie heiss genossen werden.»

Jonathan Swift «Die beste Methode, das Leben ­angenehm zu verbringen, ist, ­guten Kaffee zu trinken. Wenn man keinen haben kann, so soll man versuchen, so heiter und gelassen zu sein, als hätte man guten Kaffee getrunken.»

Peter Demmel: «Der Moment für mich.»

*INFO

Dies sollte bei einer guten Kaffee-Aufbewahrung vermieden werden: · Hitze · Feuchtigkeit · Sauerstoff · Gerüche · Licht

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SPANNENDE KOMBINATIONEN Gesund und leistungsfähig: Das WirkKochbuch erklärt mit g­eschmack­vollen Rezepten die Wirkungsmechanismen bestimmter Nährstoffkom­bi­nationen in unserem Körper. Probieren Sie es ­einfach aus, denn dieses Kochbuch bietet Lösungsansätze für e­inen gesunden Lebensstil und zeigt Wege, wie sowohl die Ursache als auch der Verlauf von Krankheiten p ­ o­sitiv beeinflusst werden k­ önnen. Das WirkKochbuch tritt den Beweis an, dass genussvolles Essen und Medizin kein Widerspruch sein müssen. Fotos Mona Lorenz

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Huhn in WalnussRote-Bete-Salat kruste auf Eisbergsalat mit Kürbis und mit Himbeerdressing Vanilledressing Zutaten 1 Stück Eisbergsalat 400 g Bio-Hühnerbrust 300 g Garnelen 1 EL dunkler Honig 1 cm Ingwer, gerieben 50 g Walnüsse, gehackt 1 grosse Zwiebel 3 Zehen Knoblauch Himbeeressig oder Balsamico nach Geschmack Ein kleiner Bund Zitronenthymian Zubereitung Gerade weil der knackige Eisbergsalat recht geschmacklos ist, kann er so gut kombiniert werden. Der Eisbergsalat wird zwar nicht biologisch jedoch meist pestizidarm angebaut und weist mehrere erstaunliche Inhaltsstoffe auf. Eisberg ist auch eine der wenigen Salatarten, die eine signifikante Menge an Cholinen enthält. 1. Dressing: Am besten frische Himbeeren (einige für die Dekoration übrig lassen) mit dunklem Honig, sehr wenig geriebenem Ingwer und bestem Olivenöl mischen und gut pürieren. Wenn Sie etwas mehr Säure im Salat möchten, fügen Sie noch einen Schuss Essig hinzu. 2. Walnüsse fein hacken, mit Olivenöl, fein gehackter Zwiebel, Knoblauch, Pfeffer und Salz vermengen und das Huhn damit marinieren (am besten einige Stunden). 3. In einer Pfanne bei niedriger Temperatur ohne weiteres Öl je nach Dicke der Stücke braten, bis sie gar sind. 4. Garnelen kurz mit wenig Fond oder Wasser mit Zitronenthymian in einer Pfanne garen. 5. Den Salat ein wenig marinieren und auf dem Teller verteilen, das Huhn und die Garnelen ohne Flüssigkeit darauf anrichten. Zum Schluss das restliche Dressing über den Salat und die Garnelen träufeln.

Zutaten 4 Rote Beten 1 kleiner Kürbis 150 ml Kokosmilch 1 Vanilleschote Zubereitung Dieses Gericht erhöht die Cortisolempfindlichkeit, was zu einer besseren Wundheilung und zu einer natürlichen Regulation der Schmerz- und Entzündungreaktion führt. Dies geschieht mittelfristig. Der sofortige Effekt sind mehr Energie, Glücksund Liebesgefühle. Da Rote Bete eines der gesündesten Gemüse ist und so oft wie möglich gegessen werden sollte, erklären wir deren Zubereitung, denn es gilt wirklich einiges zu beachten. Rote Bete enthält frisch zubereitet die meisten Inhaltsstoffe im Vergleich zu anderen Lebensmitteln. 1. Bevorzugen Sie beim Einkauf kleinere Knollen, da die grossen holzig sein könnten. Befreien Sie die Knolle vorsichtig von Wurzeln und Blättern. Es können 3 bis 4 cm vom Blattansatz stehen bleiben und auch ein Stückchen Wurzel. Waschen Sie die Knollen sorgfältig, bevor Sie diese in leicht gesalzenem Wasser gar kochen. Wichtig: Kochen Sie die Knollen in der Schale und achten Sie darauf, dass diese keine Verletzungen hat, ansonsten «blutet» die Rote Bete aus und ist am Ende nur noch ein unappetitlicher, grauer Klumpen. Die Garzeit beträgt je nach Dicke zwischen einer halben und einer Stunde. Nehmen Sie kleinere Knollen vor den grossen aus dem Topf. Prüfen Sie gegen Ende der Garzeit mit einem spitzen Messer, ob es leicht bis zur Mitte schneidet, dann sind die Knollen gar. 2. Die Knollen aus dem Wasser nehmen, kurz in kaltem Wasser abschrecken und etwas abkühlen lassen. Die Schale lässt sich nach dem Kochen leicht abziehen.

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GOURMET | LASTER Wenn Sie dies im Wasser machen, bleiben Ihnen sogar Farbflecke erspart. Da Rote Bete sehr stark färbt, können Sie Handschuhe tragen und sollten Sie nicht auf Holz verarbeiten. Rote Finger bekommen Sie allerdings mit Zitronensaft wieder ab. Sie können die gekochte und geschälte Rote Bete auch einfrieren. Tipp: Rote Bete verträgt sich auch sehr gut mit Chili 1. Rote Bete kochen, abkühlen schälen und in dünne Scheiben schneiden. 2. Den Kürbis vierteln und im vorgeheizten Ofen bei 180 Grad je nach Grösse der Stücke ca. 15 Minuten garen, bis der Kürbis leicht angeröstete Stellen zeigt und weich ist. 3. Für die Vanillesauce die Schoten in der Länge halbieren, das Mark auskratzen und zusammen mit der Schote in der Kokosmilch aufkochen. Lassen Sie die Schoten mindestens 15 Minuten bei niedriger Temperatur kochen. 4. Rote Bete zuerst auf dem Teller anrichten. Am besten mit einem Kugelausstecher oder Löffel kleine Bällchen aus dem gegarten Kürbis kratzen und darauflegen. Mit der Sauce reichlich beträufeln. Etwas gehacktes Basilikum macht dieses Gericht perfekt. Mehr zum Thema finden Sie auf den Seiten 24 bis 28

*BUCHTIPP

Leckeres und Gesundes auf dem Teller. Leo Pruimboom, Martin Rinderer und Daniel Reheis zeigen in ihrem Wirkkochbuch, das dies keine Zauberei ist. Das Buch ist ab Oktober 2013 erhältlich. Infos unter www.wirkkochbuch.at

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66 L...LOUNGE. COMMUNITY

IMPRESSUM

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Verlag und Redaktion Allmedia AG, Zollstrasse 16 9494 Schaan/FL Tel. + 423 239 80 00 verlag@l-magazin.com www.l-magazin.com

IHRE EXKLUSIVE ANMELDUNG Für Frauen im Rheintal und Liechtenstein.

Herausgeber/Marketing Kosta Athanasopoulos kosta@l-magazin.com

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Verlagsleiter Beat Frick beat@l-magazin.com Art-Direktorin/Layout/Design Manuela Bischofberger manuela@l-magazin.com

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Chefredaktion Mario Heeb mario@l-magazin.com

L...Leben.Lieb e.Laster.

Projektkoordination Jennifer Buchsteiner jennifer@l-magazin.com

VOL. 10/20

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L…Redaktorinnen Anja Broger Gabriella Hummel Marion Kranz

Leben.Lieb

e.Laster.

08 Wohnrep ortage Wohnen in Schwarz-Weiss 20 Unser Gesicht Lesbar wie ein Buch 24 Aufgetisc ht Ein revolutio näres Kochbuch 38 Kurztrip Weihnachtssho pping in Lond on 50 Klein, schw arz, legendä Die Uniform r der Frau

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Schwarze Ve rsuchung Schlicht, elega

VOL. 10/20

nt, zeitlos, gehe

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09:28

imnisvoll, eroti

sch ...

Weitere AutorInnen dieser Ausgabe Claudia Amann Claudia Schanza Delia Koch Elfi Gerdenits Georg Pfau Mandeep Lakhan Ralf Bruggmann Tanja Guidolin

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Black Edition

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Fotos Belinda Thanei Maurice Shourot Paul Trummer Shutterstock Korrektorat Barbara Vogelsang Umsetzung/Produktion Denise Römer, Kovikom Daniel Eugster, Kovikom Anzeigen/Vertrieb Allmedia AG, Zollstrasse 16 9494 Schaan/FL Beat Frick (Leitung) Jennifer Buchsteiner Nicole Rhiner Vanessa Thöny werbung@l-magazin.com Natascha Gstöhl vertrieb@l-magazin.com Druck AVD Goldach AG, 9403 Goldach/SG

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Vol. 10/2013 eben.Liebe.Laster.

Das Magazin L…Leben.Liebe. Laster. erreicht an die 30 000 Frauen von Bad Ragaz bis zum Bodensee inkl. Fürstentum Liechtenstein. Einzelausgabe: CHF 8.50 Jahresabo: CHF 34.00 (4 Ausgaben) Bestellungen: lounge@l-magazin.com www.l-magazin.com Erscheinung 4-mal jährlich. Die nächste Ausgabe ­erscheint im November 2013


Für Spiel und Spass für die ganze Familie Jeden ersten Mittwoch im Monat: Februar bis November 2013 jeweils von 13.30 – 18.00 Uhr Besuchen Sie unsere Spielnachmittage im Haag Center. Ein abwechslungsreiches Programm bietet Spiel und Spass für alle von 1 – 95 und älter.

Haag Center, Im Rüti, 9469 Haag Mo – Do: 09.00 – 19.00 Uhr, Fr: 09.00 – 21.00 Uhr, Sa: 08.00 – 17.00 Uhr Für alles unter einem Dach

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Buslinie 300 Haltestelle Haag Center

1000 Parkplätze gratis


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L...Leben.Liebe.Laster. VOL 10  

Das regionale Frauenmagazin - Ausgabe September 2013

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