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L Leben.Liebe.Laster. Sinnliche Liebeserklärung

Jesco Hutters Loft in Leder

Zwischen Kind und Super Puma

Militärpilotin Ines Widmer

Wellnesstempel

Die schönsten SPAs zum Ausspannen

Desserts der obersten Liga

Patissier-Weltmeister Rolf Mürner

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Weiblichkeit ist angesagt VOL. 3/2011


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Weihnachtsbasteln Mi. 07.12.11, 14.00 – 1 7.00 Uhr Sa. 10.12.11, 10.00 – 16.00 Uhr Auftritt der Musikgesellschaft Sennwald So. 18.12.11, 13.30 und 14.30 Uhr Päckli-Service So. 11.12.11 und So. 18.12.11 und vom Mi. 21. – Sa. 24.12.11

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RubRik

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EditoRial

Liebe L...LeserInnen Wenn die Welt verrückt spielt, die grauen Novembertage auf unser Gemüt drücken und die vorweihnachtlichen Aktivitäten und Feiern unseren Alltag einnehmen, wird der Wunsch nach einer gemütlichen Enklave genährt, um besinnlich die Zeit zu geniessen und wieder Kraft zu tanken. Oder reichen die Käsknöpfle als Glücksgaranten aus, wie Aurelia Frick auf Seite 45 meint? Mit einem bunten Themen-Potpourri möchten wir Ihre Wintertage veredeln und Sie gleich ab Seite 10 mit einer aussergewöhnlichen Liebeserklärung vom Architekten Jesco Hutter verblüffen, Ihnen wohltuende WohlfühlOasen ab Seite 40 vorstellen, Sie mit einem glamourösen Styling ab Seite 60 glänzen lassen und Sie ab Seite 80 mit einer sündigen Versuchung vom Pâtisserie-Weltmeister Rolf Mürmer verführen. Viel Glück, wünschen wir Ihnen besonders für die auserlesenen Angebote der L...Lounge. Nehmen Sie einfach an unserer Verlosung auf Seite 3 teil und vielleicht dürfen wir Sie bald mit einem neuen iPhone, einem Wellnessarrangement oder als VIP auf einem Musik-Event der Extraklasse beschenken. das l...team wünscht ihnen besinnliche Festtage und viel Spass beim lesen. kosta athanasopoulos (Herausgeber)

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inHalt

Leben

Liebe

28 10 WoHnREPoRtaGE loft aus leder 17 koluMnE Überleben 18 intERViEW Christine bolt, toggenburg tourismus 24 buSinESS luxus leisten – talente entdecken 26 buSinESS-kniGGE Fünf no-Goes 28 PoRtRait Militärpilotin ines Widmer 32 CaRPE diEM Schwangerschaft – Herzinfarkt

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50 40 REiSEn daySPas – kleine alltagsfluchten 46 autotESt toyota Yaris Style 49 koluMnE Mamablogger 50 kultuR SEHEn Sabeth Hollands Farbenspiel 52 kultuR lESEn Manuela Risch, eine starke Frau 54 kultuR HÖREn Starke Stimmen 56 koluMnE barbara balldinis Spielzeuge

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Laster

65 60 ModE Eleganter Festtags-look 65 MakE uP der perfekte auftritt 72 klEidERSCHRank Reingeschaut bei dJ Fred dee 74 MuSt-HaVES da schlagen Frauenherzen höher 75 koluMnE Ralf bruggmanns Männerwelt 77 GESCHEnkE Worauf man(n) steht 78 GouRMEt Feines für die Festtage 80 dolCE Von Pâttisier-Weltmeister Rolf Mürner

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inHalt

L...Lust auf ... lESERbRiEFE

Hallo liebes L...Leben.Liebe.Laster.-Team, Habe soeben die aktuelle Ausgabe vor mir liegen und kann gar nicht mehr aufhören zu lesen (zum Glück fällt das in einer Redaktion nicht weiter auf :-)) Um künftig kein Magazin zu verpassen, bitte ich Sie höflichst, mir das Schmuckstück nach Hause zu schicken. Liebe Grüsse aus der Schweiz, Vanessa Georgoulas Weitere Leserbriefe auf Seite 82

ÜbERlEbEn «Wir

alle sehen aus wie Stars. Vorausgesetzt, eine wunderbare Visagistin und ein topprofessioneller Fotograf setzen uns in Szene.» Claudia Schanza, kolumnistin, Seite 17 intERViEW «Grundsätzlich ist es schon so, dass ein attraktives Äusseres sicher kein Nachteil ist.» Christine bolt, tourismusdirektorin, Seite 18 buSinESS «In jedem Ich pulsiert das Fühlen um ein göttliches Selbst, das seinen eigenen innersten Kern fein berührt, mit dem unbändigen Willen, die Freiheit zu erlangen, sich selbst zu erkennen.» Franziska Scheidegger, biografiebegleiterin, Seite 24

CoMMunitY

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PoRtRait «Mit dem Helikopter auf einem Flugzeugträger zu landen oder als Übung mit einem Kampfhelikopter zu schiessen, davon träume ich – denn alles Unbekannte reizt mich.» ines Widmer, Militärpilotin, Seite 28

«Ich habe das Glück, einen Ehemann zu haben, der sehr gut und gern kocht. Seine Spezialität sind Käsknöpfle.» aurelia Frick, Regierungsrätin und liechtensteiner WintER-WEllnESS

aussenministerin, Seite 44 koluMnE «Sextoys können mehr als nur einen Orgasmus zaubern. Sie können vor allem das ‹Halleluja-ja-ja-jaaah› aus Ihnen herausholen.» barbara balldini, (Sex)Expertin, Seite 56 liFEStYlE in MadRid «Die spanische Frau ist modebewusst und legt viel Wert auf ihr Äusseres.» Elena Carvajal, Revenue Managerin, Seite 70

CoVER Claudia Schanza schreibt die Kolumne «Überleben», Seite 17 Fotograf: Maurice Shourot Styling: Sigrun Mau

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daS bEStE iPHonE allER zEitEn Das neue iPhone 4S ist vollgepackt mit unglaublichen neuen Features. Dazu gehören Apple’s Dual-Core A5 Prozessor für eine blitzschnelle Performance und beeindruckende Grafikdarstellung, eine komplett neue Kamera mit fortschrittlicher Optik, 1080p Full-HD-Videoaufnahme und Siri, ein intelligenter Assistent, der dabei hilft, Dinge zu erledigen, indem man einfach danach fragt. Das iPhone 4S läuft zudem mit iOS 5, dem weltweit fortschrittlichsten mobilen Betriebssystem mit über 200 neuen Funktionen. Nicht vergessen darf man iCloud, eine bahnbrechende Zusammenstellung kostenloser Cloud-Services, die mit iPhone, iPad, iPod touch, Mac oder PC zusammenarbeiten, um automatisch und drahtlos Inhalte in der

iCloud zu speichern und auf alle Endgeräte zu pushen. Mit dieser Kombination neuer, innovativer Möglichkeiten wird das neue iPhone zum unverzichtbaren Begleiter für jeden Tag. Das iPhone 4S ist erhältlich bei Hermann Quaderer Autoelektrik AG in Schaan/FL. Hermann Quaderer autoelektrik aG Eschnerstrasse 5 Postfach 618 9494 Schaan/Fl tel. +423 232 47 08 info@quaderer.li www.quaderer.li

*iPHonE 4S zu GEWinnEn mehr dazu auf Seite 3

in kloStERS WiRd GEFEiERt

BRITISCHER KULT-POP VOR ALPINEM HINTERGRUND Zum ersten Mal findet in Klosters ein Musik-Event der Extraklasse statt. Ziel ist es, ein kleines aber feines Festival in verschneiter, winterlicher Umgebung mit urbanem Chic zu kombinieren. Als Location haben sich die Macher deshalb das bekannte Alpen-Dorf Klosters ausgesucht, wo die britische High Society wie auch einige Mitglieder des britischen Königshauses im Winter verkehren. Headliner ist deshalb auch die britische Pop-Sensation der 80er-Jahre, Duran Duran. Weitere Live-Konzerte, angesagte DJs, faszinierende Strassenkünstler, Gourmet-Essstände, High-End-PopupStores, Stars aus dem In- und Ausland und viele Bars runden das Programm ab.

Parallel zum Festival findet zum achten Mal in Folge das Klosters Snow Polo statt. In dieser Kombination erwarten die Organisatoren eine einmalige, familienfreundliche Atmosphäre, welche ein anspruchsvolles und internationales Publikum anziehen wird. Sa 21. Januar 2012 ab 12.00 uhr bis spät in die nacht Festival location: auf Christli’s, klosters/CH tickets erhältlich unter: www.ticketcorner.ch/ tel. 0900 800 800 www.davosklosters.ch/ tel. +41 81 415 21 21

*FEStiValPaCkaGE zu GEWinnEn mehr dazu auf Seite 3


Leben.

09 10 WoHnREPoRtaGE Jesco Hutters liebeserklärung 17 koluMnE Perfekte Selbstdarstellung 18 intERViEW Mit tourismus-direktorin Christine bolt 24 buSinESS Eigene verborgene talente entdecken 26 buSinESS-kniGGE der erste Eindruck bleibt 28 PoRtRait ines Widmer steht auf schweres Geschütz 32 CaRPE diEM Herzinfarkt betrifft immer mehr Frauen

«bei mir liegt die kuh auf dem boden.» Wohnreportage Seite 10

Kein Wunder, wollen seine Gäste möglichst lange bleiben. Die Wohnung von Architekt Jesco Hutter ist eine einzige Liebeserklärung an ein besonders sinnliches Naturmaterial …

kurz und gut

Hühnersuppe über alles

Nicht nur der Boden, auch Wände, Decken, Türen, Schränke, Stufen, Bad, die Küchenfronten, der Tisch und sogar das Bett sind mit einem einzigen Material bespannt oder beklebt: Leder!

Weniger 10. dezember depressionen Abtanzen für 5 Stutz. ab 19 uhr dank kaffee Gute Nachricht für Frauen, die Kaffee lieben: Wer zwei oder mehr Tassen Kaffee am Tag trinkt, erkrankt seltener an Depressionen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Harvard Medical School. Es wird vermutet, dass das Koffein die Gehirnchemie verändert. Entkoffeinierter Kaffee hatte nicht die gleiche Wirkung.

Wer sagt denn, dass sich Musikfans ab 40 nur zu ABBA und Creedence Revival be-

Hühnersuppe ist entzündungshemmend, denn sie blockiert bestimmte weisse Blutkörperchen, die Entzündungen und Schwellungen der Schleimhäute auslösen können. Viele gesunde Inhaltsstoffe wie Vitamine, Eisen und Zink – das gibt Power fürs geschwächte Immunsystem! wegen? Das neue Schlösslekeller-Format «Fünferrocken» richtet sich an alle jene, denen schon lange das Gefühl abgeht, endlich wieder einmal «wie der Lump am Stecken zu tanzen». Rock, Pop, Indie, World Music – alles, was tanzbar ist, aber bloss kein Techno! Präsentiert von handverlesenen DJs. Eintritt 5 Stutz. Und bei Nichtgefallen Geld zurück! Vaduz/FL www.schloesslekeller.li

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Eine aktuelle Studie der Textilmarktforschung von GfK Switzerland zeigt, dass die Hälfte der Schweizer Bevölkerung im Bekleidungsbereich schon einmal Bioqualität bzw. sozialverträgliche Produkte gekauft hat. Vor allem Frauen sind bereit, dafür einen höheren Preis zu akzeptieren.

tEilzEitkaRRiERE

Der Altstätter Andy Keel, Hausmann mit Teilzeitbeschäftigung, und seine Ehefrau Birgit Keel haben eine Internetplattform gegründet, um bei der Suche von Teilzeitstellen zu helfen: www.teilzeitkarriere.ch

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Beim Besuch der Werkstattträume 2 erleben Sie vom 27. November bis 23. Dezember in der Keramikwerkstatt Schädler in Nendeln das feine Zusammenspiel von Keramik, Garten, Holz, Metall, Dessous und besonderen Genüssen. Ein Verwöhnprogramm für Ihre Sinne. www.werkstatttraeume.li

JEtzt dEn GaRtEn uMGEStaltEn

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Bei leichtem Frost können grössere Gehölze versetzt und Ziersträucher zurückgeschnitten werden. Alte, kahl gewordene Hecken mögen es zudem, radikal gekürzt zu werden. Dann treiben sie im Frühling wieder kräftig aus.


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itzleder ohne ende

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Kein Wunder, wollen seine Gäste möglichst lange bleiben. Die Wohnung von Architekt Jesco Hutter ist eine einzige Liebeserklärung an ein besonders sinnliches Naturmaterial … Text dagmar oehri Fotos Paul trummer

«Bei mir liegt die Kuh auf dem Boden.» Jesco Hutter bittet, die Schuhe auszuziehen, bevor er in seine Wohnung im siebten Stock des – natürlich selbst geplanten – «black office» lädt. Ein Hochhaus, das direkt neben der A 13 in den Himmel des St. Galler Rheintals ragt. Grosses Staunen. Nicht nur der Boden, auch Wände, Decken, Türen, Schränke, Stufen, Bad, die Küchenfronten, der Tisch und sogar das Bett sind mit einem einzigen Material bespannt oder beklebt: Leder! Sinnliche Höhle Es duftet unverwechselbar rauchigsüss, fühlt sich unter Händen und Füssen gleichzeitig weich und fest an, erdet durch die warme bitterschokoladenbraune Farbe. Zusätzlich bewirkt der dunkle Ton, dass die Konturen der deckenhohen Fenster, die den

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offenen Wohn- und Lebensraum wie ein Band umschliessen, optisch zurücktreten. Wie Bilderrahmen holen sie die Natur herein, bringen die Berge draussen besser zur Geltung. «Das Äussere kommt nach innen, das ist das Spannende», sagt Jesco Hutter. Zur Lederloft inspiriert hat ihn die Decke in einem alten Wiener Kaffeehaus. «Es gibt heute mit Leder bespanntes Fertigparkett; in Hotels wird es gern verwendet, zum Beispiel als hygienische Rückwand hinter dem Kopfteil des Bettes. Aber gleich eine ganze Wohnung mit Leder ausgekleidet – das dürfte bis heute einzigartig sein. Mir gefällt einfach das Material, auch von der Haptik her. Es ist total pflegeleicht, abgesehen von Abdrücken spitzer Absätze oder grober Profilsohlen. Aber vor allem gibt es eine Atmosphäre, in der ich mich sehr wohl, ja geborgen fühle. ►

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Ich reise viel, betreue Projekte da und dort, aber wenn ich daheim bin, kann ich komplett abschalten, denke nicht ständig ans Bauen.» Dabei liegt sein Büro – übrigens ganz in Weiss gehalten – auf derselben Etage, nur wenige Schritte über den Flur. «Für mich ein Vorteil, da ich gern abends arbeite. So muss ich nicht mehr aus dem Haus.» Sehnsucht nach Einfachheit 120 bis 140, auf einen einzigen bitterschokoladebraunen Farbton gegerbte, «einheimische» Häute wurden verarbeitet.

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TABAKE AUS KOSTBAREN KULTUREN

Eine besondere Herausforderung für den Tapezierer, der mit Cutter und Schneidemaschine vor Ort Bahnen in unterschiedlicher Breite spannte und klebte. Ganz wie es die Häute hergaben, mit möglichst wenig Verschnitt. Am Boden sind sie vier Millimeter dick, an Wänden und Schränken dünner. Steckdosen, Halogenspots und Lichtschalter sind perfekt integriert. Die ganze Wohnung ist gegen aussen elektromagnetisch abgeschirmt. Innen erlaubt sich der Architekt als einzige elektronische Spielerei – und als Zugeständnis an seine Kinder, die ihn am Wochenende oft besuchen und ►

Ein Loft für echte Männer: Decken, Wände und Böden mit Leder überzogen, Küchenzeile und Badewanne aus Granit, Designersessel zum Relaxen. Testosteron pur!

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EIN VOLLES SINNES- UND GESCHMACKSSPIEL SEI ERÖFFNET


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Black Office mit Aussicht: In Jesco Hutters Reich gibts reichlich Genuss – auf der Terrasse wie in der Küche.

die Wohnung auch gern mal als PartyLocation nutzen – eine iPod-gesteuerte Fernseh- und Musikanlage. Auch bei den Möbeln zieht sich der reduzierte Stil durch: ein grosser Tisch mit Stühlen, ein paar gemütliche Ledersessel zum beliebigen Gruppieren, ein Bett. Alles in Leder. Wars das? Fast. Ein einziges anderes Material gibt es: Die Badewanne, wie ein Steintrog mitten im Raum, die Küchenarbeitsplatte, die Dusche und das Waschbecken sind aus grünem brasilianischem Granit.

Stadt und land Noch fehlen die Metallvorhänge, mit denen Eingang, Wohnbereich und Badewanne bei Bedarf abgetrennt werden können. Jesco Hutter wartet zu: «Ich will zuerst schauen, wie es sich anfühlt, so offen zu wohnen.» Der einzige abgetrennte Lederkubus im Raum führt ins Gästezimmer, in den Ankleideraum, ins Bad und über eine Treppe auf die Dachterrasse. Dort schaut man auf eine Grossbaustelle, ein Fitnesscenter, die Red-Bull-Abfüllanlage, das

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weite Feld, den Kirchturm von Widnau mit seinen idyllischen Bergen im Hintergrund. Jesco Hutter gefällts. Zusammen mit dem sanften Hintergrundgeräusch der Autobahn gebe es dem Ganzen irgendwie städtisches Flair. «Es ist gut, hier zu wohnen. Ich fühle mich wohl, Besucher fühlen sich wohl. Wir diskutieren hier nicht über die Wohnung oder über Architektur, sondern geniessen einfach das Zusammensein.» ▪


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Gegensätze ziehen sich an: Das Black Office ist ein Hingucker im ländlich geprägten Rheintal.

BAudAten Standort: Widnau/CH Baujahr: 2010 Planungs- und Bauzeit: 3 Monate Wohnfläche: 145 m2 Heizung: Fussbodenheizung Wände, Boden, Decken: Rindsleder Küchenabdeckung, Badewanne, Dusche, Waschbecken: Brasilianischer Granit

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Architekt Jesco Hutter, Baumschlager Hutter Partners, Widnau/CH, Dornbirn/A, Wien/A Standort Widnau/CH: Unterlettenstrasse 14 black office ag 9443 Widnau/CH www.bhp-widnau.com www.baumschlagerhutter.com

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Weihnachtszauber im Einkaufszentrum Pizolpark Weihnachtsprogramm Dienstag, 6. Dezember 2011 • Samichlaus und Schmutzli ver teilen Chlaussäckli an alle kleinen und grossen Besucher, 13.30 bis 15 Uhr und 15.30 bis 17 Uhr Sonntag, 11. Dezember 2011 • Sonntagsverkauf mit Verteilung von Tragtaschen und Zenti-Thekanhängern, 12 bis 17 Uhr • Weihnachtsshow mit Kindern, jede halbe Stunde, 13 bis 16.30 Uhr Sonntag, 18. Dezember 2011 • Sonntagsverkauf, 12 bis 17 Uhr • Auftritt des bekannten Gospel- und Popchors «On the move», jeweils um 14, 15 und 16 Uhr

Öffnungszeiten

an Weihnachten und Neujahr Samstag, 24. Dezember 2011 von 8 bis 16 Uhr Samstag, 31. Dezember 2011 von 8 bis 17 Uhr Montag, 2. Januar 2012 von 8.30 bis 19 Uhr


koluMnE

ÜBERLEBEN Claudia Schanza

Gönne dir perfektes Licht! Wir alle sehen aus wie Stars. Vorausgesetzt, eine wunderbare Visagistin und ein topprofessioneller Fotograf setzen uns in Szene.

«Bleib so, so bist du schön! Wunderschön! Schau mich an! Jaaa, dieses Funkeln in deinen Augen … mach weiter so!» Wenn du diese Worte hörst – das passiert schliesslich nicht allzu oft –, kannst du gar nicht anders, als begeistert zu strahlen. Sie sind grosse Verführer, diese Fotografinnen und Fotografen, die dich zu einem Lächeln bringen, das du bestenfalls drauf hast, wenn du frisch verliebt bist. Maurice Shourot ist einer dieser schlauen Burschen, die genau wissen, wie’s geht. Diesmal hatte ich das Glück, jene von der L-Redaktion auserkorene Mitarbeiterin zu sein, die im zarten Alter von 47 Jahren für unsere Seite 1 ins beste Licht gerückt wird. Ich war auf alles gefasst, schliesslich produziere ich seit 20 Jahren Aufmacherfotos. Wohlgemerkt nicht in der Rolle des Fotomodells mit Jahresringen, sondern als Journalistin, die Menschen dazu verleitet, sich in die seltsamsten Outfits und Posen zu wagen. Pressesprecher, Verwandte und Kolleginnen der abgelichteten Personen sind oftmals erstaunt, wenn ihnen vertraute Menschen aus der Zeitung entgegenspringen. Etwa wenn EU-Politiker beim Staatsbesuch in Finnland bunte Zipfelstrickmützen aufgesetzt bekommen oder eine deutsche Spitzenpolitikerin sich in Lack und Leder in einem Hochglanzmagazin räkelt.

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Der Schelm denkt, wie er ist. Und so war es auch bei mir: Ich hatte Angst vor mir selbst, vor der Verführung zu Posen, die mir bereits nach dem Verlassen des Fotostudios saupeinlich sein würden. Die Atmosphäre in Maurice Shourots Studio war so entspannt, wie sie nur sein kann, wenn Profis zugange sind, die genau wissen, was sie tun. Aber keine Anleitung zur Selbstentblödung. Und das Ergebnis ist eine Serie purer Schmeichelfotos, ich schwör’s! Wenn Sie an einem trüben Wintertag in den Spiegel sehen und sich gerade genauso grau fühlen, dann gönnen Sie sich ein Fotoshooting statt eines Wochenendtrips. Investieren Sie in perfektes professionelles Make-up und einen Topfotografen. Sie werden ein neues Bild von sich bekommen und sehen: In jeder von uns steckt ein Star! ▪

*Gönnen Sie sich ein

Fotoshooting statt eines Wochenendtrips!

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dAS JunGe tOGGenBurG Verkörpern

chriStine BOLt

Seit gut drei Jahren steht Christine Bolt an der Spitze von Toggenburg Tourismus. Eine Aufgabe, die ihr nicht alle zugetraut haben. Doch die Fachfrau und ihr Team überzeugen mit Einsatzfreude, Herzblut und Erfolg. Text adi lippuner Fotos Maurice Shourot

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Frau bolt, Sie sind direktorin von toggenburg tourismus. Haben Sie die Fernsehsendung «die direktorin», welche in bergün alias Madruns gedreht wurde, gesehen? Auf diese Fernsehserie werde ich oft angesprochen. Allerdings habe ich keine der Folgen gesehen, stelle mir das Ganze aber – der damaligen Zeit entsprechend – eher clichéhaft vor. Sicher hatten es Frauen damals in Führungspositionen noch schwieriger als heute. noch schwieriger? Heisst dies, dass es auch heute nicht einfach ist? Leider gibt es auch heute noch Männer, welche Frauen an der Spitze einer Organisation oder eines Unternehmens nicht ernst nehmen. Doch Frauen machen auch oft den Fehler, dass sie sein wollen wie die Männer. Das funktioniert nicht. Aus meiner Sicht braucht es einfach noch etwas Zeit

«Frauen machen oft den Fehler, dass sie sein wollen wie die Männer.» und ein Umdenken in der Gesellschaft. Aber wir sind auf gutem Weg, und eines, hoffentlich nicht allzu fernen Tages werden sich Männer und Frauen in der Geschäftswelt ganz selbstverständlich begegnen. damit sind wir von der fiktiven tourismuswelt zur heutigen Realität gelangt. Sie sind jung und attraktiv. ist dies bei ihren aufgaben eher ein Vor- oder ein nachteil? Jung zu sein war zu Beginn eher ein Nachteil. Es passierte ab und zu, dass ich in der Sache nicht ernst genommen wurde. Doch inzwischen

habe ich mir das Vertrauen erarbeitet, und weil ich oft sehr schnell unterwegs bin, wird mir auch das eine oder andere mit Blick auf mein Alter verziehen. Was das Aussehen betrifft: das kann ich selbst nicht beurteilen, aber grundsätzlich ist es schon so, dass ein attraktives Äusseres sicher kein Nachteil ist. Sie sind immer sehr gut angezogen, gibt es bestimmte label, welchen Sie den Vorzug geben? Tommy Hilfiger gefällt mir sehr gut. Zudem ziehe ich mich gern gut an, mal sportlich, mal elegant, einfach so, dass es zum Anlass passt. Grundsätzlich meine ich auch, dass ich für das junge, sportliche Toggenburg stehe und dies auch mit meinem Kleiderstil nach aussen tragen darf. Müssen Frauen in verantwortungsvollen Positionen immer noch mehr leisten als Männer? Jein. Eine klare Antwort zu geben, ist eher schwierig. Ich stelle einfach fest, dass sich Männer besser «verkaufen» als dies Frauen

«Ich ziehe mich gern gut an, mal sportlich, mal elegant.» tun. Wenn ich polarisieren will: Männer behaupten eher im Brustton der Überzeugung, dass sie dieses oder jenes beherrschen, Frauen sind eher abwartend oder sogar zurückhaltend. Zu Beginn wird sicher bei Frauen genauer hingeschaut, das gibt sich aber mit der Zeit. An meinem eigenen Beispiel stelle ich fest, dass es während

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der Anfangszeiten ab und zu noch eine Bemerkung, insbesondere von «älteren Herren», gab. Inzwischen hat sich dies aber gelegt. bemerkungen welcher art? Spöttischliebevolle Hinweise auf unser Frauenteam, verbunden mit der Frage, ob es denn bei uns keinen «Zickenkrieg» gebe. Tatsache aber ist: Unser Frauenteam funktioniert bestens, alle sind topmotiviert und auch mit Tempo unterwegs. Zudem haben wir sehr gut ausgebildete Frauen. Drei

«Drei junge Mütter arbeiten gegenwärtig Teilzeit.» junge Mütter arbeiten gegenwärtig Teilzeit, auch das finde ich wichtig, damit das grosse Fachwissen nicht verloren geht. Aus meiner Sicht wäre es volkswirtschaftlicher Blödsinn, diese Frauen nicht mit einem Teilpensum weiter zu beschäftigen. Allerdings braucht es zusätzliche Organisationsarbeit, die ist aber gut investiert, denn die Frauen leisten sehr viel und sind begeisterungsfähig. Zudem darf ich auch immer wieder feststellen, dass Frauen eine ►

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hohe Reflektionsfähigkeit haben, dies ist ein grosses Plus. Sie verkaufen die destination toggenburg mit voller Überzeugung. Weshalb? Das Toggenburg ist meine Heimat, ich bin nur einen Steinwurf entfernt von meinem heutigen Büro aufgewachsen. Ich war schon immer

«Das Toggenburg ist meine Heimat.» und bin noch heute eine stolze Wildhauserin, ich glaube an die Destination Toggenburg und es macht einfach Freude, etwas zu verkaufen, hinter dem ich stehen kann. Heute 450’000 Übernachtungen, im Jahr 2018 sollen es 30 Prozent mehr sein – ist dieses ziel nicht zu hoch gesteckt? Ohne grosse Ziele kein Erfolg. Zudem hatte das Toggenburg in den Achtzigerjahren schon einmal 600’000 Übernachtungen, das wollen wir wieder erreichen. Das ist für eine Destination wie das Toggenburg auch die kritische Grösse. Weckt dieses ziel nicht auch Ängste? Das ist möglich, denn einerseits möchten die Leute Ruhe, andererseits kann eine Destination nur über-

leben, wenn etwas läuft. Unser Auftrag ist es, Qualität und Quantität in Einklang zu bringen. Wir haben im obersten Toggenburg aber räumlich gute Voraussetzungen. Viele Ferienwohnungen und -häuser sind «sonnenhalb», die Aktivitäten finden aber «schattenhalb», also auf der gegenüberliegenden Talseite statt. Zudem gibt es nur wenige Tage pro Jahr, an denen sich über 10’000 Personen «am Berg» befinden. Wie beschreiben Sie den heutigen Gast? Eigentlich müsste der Gast von morgen beschrieben werden, und

«Unser Auftrag ist es, Qualität und Quantität in Einklang zu bringen.» der konsumiert und entscheidet bewusst, er lässt sich nicht überreden, sondern überzeugen. Unsere Gäste haben bereits viel gesehen und wissen Bescheid. Sie wollen Qualität und suchen das echte Erlebnis. und wie sollten die Einheimischen als Gastgeber sein? Das lässt sich am besten mit dem Verhalten gegenüber einem Besuch in den eigenen vier Wänden vergleichen. Wenn Gotte oder Götti zu Besuch kommen, wird

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darauf geachtet, dass es ihnen gut geht. Das Gleiche gilt für die Destination: Die Leute auf der Strasse oder

«Im Umfeld der Landwirtschaft gibt es sicher noch einiges an Aufklärungsarbeit zu leisten.» beim Einkaufen grüssen, ihnen den Aufenthalt angenehm machen und dies möglichst so, dass sie gern wiederkommen. ist das nicht Wunschdenken? Es gibt auch im toggenburg leute, die Gästen gegenüber nicht gerade freundlich sind. Da bin ich anderer Meinung. In der Regel sind die Einheimischen freundlich, pflegen aber eine gewisse Zurückhaltung. Für mich ist dies authentisch, denn Toggenburger und Toggenburgerinnen sind einfach nicht so offen und gehen weniger auf andere zu, als dies an anderen Orten vielleicht üblich ist. und was sagen Sie dem bauer, der ausgerechnet am Samstagnachmittag Jauche neben den Ferienhäusern ausbringt? Im Umfeld der Landwirtschaft gibt es sicher noch einiges an Aufklärungsarbeit zu leisten. Aber ich will keinesfalls Tourismus und


Bauern gegeneinander ausspielen. Wir streben ein Miteinander an, denn mit gegenseitigem Verständnis und Respekt und vor allem mit dem Wissen, dass die Gäste auch die in der Landwirtschaft hergestellten Produkte konsumieren, ist mehr zu erreichen. Sie haben hohe Präsenzzeiten und leisten Überzeugungsarbeit im tal und ausserhalb. Wo erholen Sie sich, wenn Sie eine Pause brauchen? Ab und zu muss ich weg aus dem Tal, dorthin, wo ich einfach die «Chrigä» bin. Im

«Im Kreise von Freunden oder der Familie kann ich ich selbst sein.» Kreise von Freunden oder der Familie kann ich ich selbst sein. Besonders erholsam ist es, Zeit mit meinem Patenkind zu verbringen. Anna ist so erfrischend echt, so herzlich und bringt mich mit ihrer völlig anderen Sicht der Welt oft zum Lachen. Konkret verbringe ich ab und zu ein paar freie Stunden in St. Gallen, und Ende dieses Jahres leiste ich mir eine längere Reise nach Südafrika. Dies wird dann sozusagen der Schlusspunkt unter eine nicht ganz einfache Zeit sein.

Sie sprechen damit die private Veränderung an. bei den angaben zur Person steht neu «geschieden». War das die schwierige zeit? Ja und nein. Mein Ex-Mann und ich haben uns in aller Freundschaft getrennt. Trotzdem war die erste Zeit nach der Trennung sehr intensiv. Allerdings ist es für unser Umfeld einfacher zu wissen, dass wir uns auseinandergelebt haben, einander aber nichts vorwerfen. So können wir auch beide in der Region bleiben und müssen uns nicht krampfhaft aus dem Weg gehen. ▪

*zuR PERSon

Christine Bolt, Jahrgang 1976, ist in Wildhaus aufgewachsen. Nach der Schulzeit besuchte sie die Kantonsschule in Wattwil, schloss mit der Matura Typus B ab, studierte an der Universität St. Gallen bis zum ersten Vordiplom, bildete sich zur Marketingplanerin FA und zur eidg. dipl. Verkaufsleiterin aus. Nach verschiedenen Stationen im Bereich Marketing kam sie im Februar 2007 als Marketingleiterin zu Toggenburg Tourismus und wurde im August 2008 zur Direktorin gewählt. In der Freizeit gehören Skifahren, Wandern, Golf, Fitness ganz allgemein und Lesen zu ihren Hobbys.

www.toggenburg.ch www.toggenburg.org


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ASiAtinnen GreiFen nAch LuXuS

Den meisten Frauen ist eines gemein: Sie haben Freude an besonders schönen Dingen. Ungebrochen ist deshalb das Verlangen nach Luxusartikeln – vorausgesetzt, «Frau» kann es sich leisten. Genau dies können immer mehr Asiatinnen. Für Investoren lohnt sich ein Blick in die Länder der auf­ gehenden (Luxus­)Sonne. Text Petra kreis, kundenberaterin bei der VP bank Fotos zVG, keystone

Während Jahren schielte der Grossteil asiatischer Frauen neidisch auf die Mode-Metropolen Paris, London, Mailand oder New York. Gucci, Prada, Louis Vuitton und so manch andere Edelmarke wurden auf dem Catwalk präsentiert. Doch all diese Luxusgüter waren hauptsächlich der meist westlichen Oberschicht vorbehalten. Mittlerweile aber gelten Asiatinnen in diesem Bereich als die Konsumentinnen der Zukunft. Vor allem in China ist ein rasant wachsender Bedarf an Artikeln aus der Luxusgüterindustrie zu beobachten; schon jetzt werden dort die meisten «Louis Vuitton»-Handtaschen weltweit verkauft. Aber auch

die kostbaren Marken der Luxusgüterkonzerne Richemont, Swatch oder Burberry erfreuen sich im Reich der Mitte immer grösserer Beliebtheit. Verschiedene Experten sehen in China sogar den zukünftig grössten Luxusmarkt der Welt. Höheres Einkommen lässt luxusträume wahr werden Verantwortlich für diesen asiatischen Luxusboom sind steigende Löhne und wachsende Konsumausgaben. Nach der Asienkrise haben die asiatischen Schwellenländer vollumfänglich auf die Exportwirtschaft gesetzt.

In Asien werden weltweit die meisten «Louis Vuitton»-Handtaschen verkauft.

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Dank niedriger Lohnkosten und unterbewerteter Wechselkurse konnte Asien sehr erfolgreich Güter und Dienstleistungen am Weltmarkt absetzen – allen voran China. Dagegen fiel der Binnenkonsum vergleichsweise gering aus. Mit anderen Worten: Der Chinese verdiente zu wenig, sparte zu viel und konsumierte zu wenig von dem, was er produzierte. Dies scheint sich jetzt zu ändern, denn mit dem asiatischen Wirtschaftsaufschwung sind die Löhne deutlich gestiegen. Hunderte Millionen von Asiaten haben in der Folge die Armut hinter sich gelassen – Tendenz steigend. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) erwartet, dass im Jahre 2030 zwei Drittel der weltweiten Mittelschicht in Asien zu Hause sind. China verfügt mit 157 Millionen Menschen bereits jetzt über die weltweit zweitgrösste Mittelschicht. Nach Jahrzehnten der Zurückhaltung steigt beim asiatischen Verbraucher das Verlangen nach hochwertigen Konsumgütern und Statussymbolen. Denn nichts demonstriert den neu errungenen gesellschaftlichen Aufstieg besser, als die teuren westlichen Luxusmarken, von denen die meisten Asiatinnen jahrelang nicht einmal zu träumen wagten.


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Potenzial noch lange nicht ausgeschöpft Dank des Booms aus Fernost setzte die 2009 von der Finanzkrise stark gebeutelte Luxusindustrie wieder zu neuen Höhenflügen an. So vermeldete der weltgrösste Luxusgüterkonzern LVMH (mit Marken wie Louis Vuitton, Dior) 2010 einen Rekordgewinn. Aber auch Swatch (Omega, Glashütte Original) und Richemont (Cartier, IWC) vermelden Zuwächse im zweistelligen Prozentbereich. Dazu hat der Export von Schweizer Luxusuhren nach China im letzten Jahr um über die Hälfte zugenommen. Trotzdem befindet sich der Absatz von Luxusgütern auf dem chinesischen Festland noch in einem frühen Stadium. Luxusmarken wie Louis Vuitton oder Gucci besitzen per Ende Juni beispielsweise erst 32 respektive 35 Verkaufsläden in China. Wenn man davon ausgeht, dass es in China 46 Städte mit mehr als zwei Millionen Einwohner gibt und der Absatz in neu eröffneten Geschäften vor allem von Neukunden angetrieben wird, scheint die Zahl der Filialen eher tief. Dazu ist das Geschäft mit Luxusgütern in China – im Vergleich zu anderen Branchen – meist sehr schnell profitabel.

anlagechance luxusbranche Luxuskonzerne wie LVMH, Burberry, Swatch oder Richemont haben also gute Chancen, von der stark wachsenden oberen Mittelschicht in Asien zu profitieren. Zudem brauchen sie kaum lokale Konkurrenz zu fürchten, da die asiatischen Konsumentinnen eine Schwäche für den westlichen Lebensstil haben. Dennoch sollten Investoren, die vom asiatischen Luxusboom profitieren wollen, sehr selektiv vorgehen, da solch zyklische Aktien aus den Schwellenländern meist stärkere Schwankungen aufweisen. Auch sollten andere Profiteure des Aufstiegs der asiatischen Konsumenten ins Auge gefasst werden. Die VP Bank hat dafür einen breit diversifizierten Aktienkorb mit den aussichtsreichsten Unternehmen im Luxussektor zusammengestellt – den «Emerging Consumer Basket». Steigen die Aktienkurse, kann «Frau» sich dann angesichts der Kursgewinne auch getrost selbst die eine oder andere luxuriöse Handtasche oder Uhr gönnen. ▪

«Dank des Booms aus Fernost setzte die 2009 von der Finanzkrise stark gebeutelte Luxusindustrie wieder zu neuen Höhenflügen an.»

*kontakt

petra.kreis@vpbank.com tel. +423 235 60 93 www.vpbank.com

VPBLI_Magazin_L_Unternehmer_205x50 07.04.11 13:52 Seite 1

Auf dem Weg nach oben brauchen Sie einen zielstrebigen Partner. Ihre VP Bank. Die liechtensteinische VP Bank Gruppe ist vertreten in Vaduz, Zürich, Luxemburg, Tortola/BVI, München, Moskau, Hongkong und Singapur. www.vpbank.com

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AuF tALenteSuche

Ein Grossteil der Menschen sitzt wortwörtlich auf einem wertvollen Schatz, doch nur die wenigsten kennen den Weg, diese Kostbarkeit ans Licht zu bringen. Die Rede ist von den Talenten, die in jedem Menschen schlummern und darauf warten, entdeckt zu werden. Doch, wie kann dieser Schatz genutzt werden? Franziska Scheidegger, Biografiebegleiterin, kennt einen möglichen Weg. Text Franziska Scheidegger Fotos belinda thanei, Photocase

Jeder Mensch möchte als einzigartig gesehen werden und fragt sich von zeit zu zeit: «Wer bin ich?» Man könnte darauf sinnlich antworten wie Patrik Süsskind: «Die Seele unseres Herzens ist der Duft!» Wenn der Parfumeur zwölf Essenzen benutzt, könnten vier davon dem Kopf, vier dem Herzen und vier unserer Schwingung, dem Akkord zugeordnet werden. Danach hätten wir die reine Seele einer Blume, ihren reinsten Duft. Was jedoch ist das oder die entscheidende Substanz? Könnte dies die 13 sein? Die nie entschlüsselte? Die subtile Schönheit? Gar der Weg ins Paradies? Die 13, unsere Seele, unser ICH? Die Biografiearbeit bietet die bestmögliche Gelegenheit, eine Reise anzutreten, um zu sich selbst zu finden.

Als diplomierte Biografiebegleiterin führe ich Menschen wieder in Berührung zu ihren Erlebnissen, unerfüllten Wünschen, Erkenntnissen und vor allem zu ihren ureigensten Sehnsüchten. Und dies immer mit dem Ziel, ihre nicht gelebten positiven Anteile in ihnen zu erwecken.

«Effizienz durch Entschleunigung.» In jedem Ich steckt ein Kontrollorgan, das über das Denken vieles klären kann. Und in jedem Ich pulsiert das Fühlen um ein göttliches Selbst, das seinen eigenen innersten Kern fein berührt, mit dem unbändigen Willen, die Freiheit zu erlangen, sich selbst zu erkennen. Ich möchte mittels Biografiearbeit wesentlich dazu beitragen, dem Menschen das wunderbare Gefühl zu vermitteln, wie er sich als «GesamtKunst-Werk» im Innen und Aussen neu kennenlernt.

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Übersetzt in die Anwendungssprache bedeutet dies: Effizienz durch Entschleunigung. Wo schlummern meine talente? Wenn ich in der momentan schwierigen Weltlage überlege, wie ich sowohl menschlich als auch beruflich erfolgreich meinen Weg beschreiten kann, ohne mein Innerstes zu verbiegen oder Gefahr zu laufen, auszubrennen (Burn-out), dann muss ich mir unweigerlich die Frage stellen, wo schlummern meine ungelebten Talente friedlich dahin und wie fühle, höre und erkenne ich sie überhaupt? Diese Fragenden nehme ich bei meiner Arbeit mit auf Bilderreisen und danach führen wir Gespräche, um sie im Miteinander zu ihren ureigenen Bildern und Gefühlen zu lenken. Dieses Sehen, Erleben und auch Wiedererkennen von gewissen Szenen, zum Teil auch Bilder aus der frühen Kindheit, die sich wirklich zugetragen haben und die entscheidend in uns


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«Als diplomierte Biografiebegleiterin führe ich Menschen wieder in Berührung zu ihren Erlebnissen, unerfüllten Wünschen, Erkenntnissen und vor allem zu ihren ureigensten Sehnsüchten.» mitwirken, erlösen gewissermassen. Dies erzeugt in mir neue Erkenntnisse und frische Möglichkeiten, um menschlich und beruflich, echt, integer, klar, uneingeschränkt, grossherzig, liebend und wohlwollend zu agieren.

«Vielleicht ist das der viel benannte Gralsweg, der Weg der Mitte, eingebettet zwischen Erkenntnis und Glück.» Ich lerne mir zu erlauben, egal in welchem Alter, mich tief im Herzen selbst zu lieben, um in die allerbeste Lage zu gelangen, «Wellbeing», körperliche, seelische und geistige Gesundheit und Vollkommenheit zu spüren und auszustrahlen. Dieses «Mich-selbst-Wachküssen» befreit mich in die Klugheit und befähigt mich, zwischen dem Mittelmässigen und dem Vollkommenen zu unterscheiden. Es verhilft mir

zur Reinigung meines Herzens. Diese Entwicklung eröffnet in mir neue Werte wie: «Weniger ist mehr.» Dann macht sich allmählich eine gewisse Gelassenheit breit, um in Krisensituationen merklich mehr zu ertragen. Schlussendlich führt mich die Reise zu mir selbst wieder zurück in die Gemeinschaft, bei der ich erlebe, dass ich von allen Wesen dieser Erde lernen kann und somit wichtige Tugenden wieder in mir integrieren darf. Vielleicht ist das der viel benannte Gralsweg, der Weg der Mitte, eingebettet zwischen Erkenntnis und Glück. Meinen «ureigenen» Weg zum wärmenden Licht auch dann noch mutig begehen, wenn der Winter einzieht! ▪

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*FRanziSka SCHEidEGGER

ist dipl. Biografiebegleiterin. Ausbildungen in Katathymes Bilderleben, Imaginationstechnik, Märchen und Anthroposophie, Fallbesprechungen. Med. Weiterbildung in Psychologische Andersartigkeiten aus der Pathologie.

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*SuSannE

BuSineSS-kniGGe

MoRGEntHalER ist Coach FH und Kommunikationstrainerin, weitere Infos unter: www.morgenthaler.ch

Erster Eindruck und Outfit Text Susanne Morgenthaler Fotos zVG

Sicheres und gewandtes auftreten sowie die eigene Persönlichkeit sind für den Erfolg im business entscheidend. Enorm viel gibt es zum Thema BusinessKnigge zu schreiben. Heute möchte ich Ihnen einige Details zum ersten Eindruck und Outfit für Frauen im Business bewusst machen. Der erste Eindruck ist sehr wichtig. Wenn wir einem Menschen zum ersten Mal begegnen, schätzen wir ihn innert Sekunden ein – ob wir wollen oder nicht. Einen ungünstigen ersten Eindruck zu korrigieren ist beinahe nicht möglich oder zumindest schwierig und aufwendig. Der erste Einruck kann nonverbal durch Körpersprache, Gestik, Mimik, Kleidung, Frisur, Brille, Make-up, etc. oder verbal durch die Sprechweise, Inhalt und Tonalität entstehen. Spieglein, Spieglein an der Wand … Ich habe beobachtet, dass sich Frauen im Business, speziell was die äussere Er-

scheinung betrifft, oft zu viele Freiheiten leisten. Sie machen sogar teilweise kaum einen Unterschied zwischen Freizeitund Businesskleidung und sind überrascht, wenn sie bei einer Beförderung übergangen werden. Dabei verhilft gerade auch das korrekte Outfit zu einem souveränen Auftreten. Ein ansprechendes Äusseres erhöht den Marktwert und ein positives Spiegelbild bringt mehr Selbstbewusstsein und Lebensfreude. Betrachten Sie sich im Spiegel von Kopf bis Fuss – auch von hinten! zu viel Schmuck ist out Wählen Sie Ihre Businesskleidung dem Anlass und Umfeld (Firma) entsprechend. Von Vorteil tragen Sie die zu Ihrem Gesicht passenden Farben (Farbberatung). Wählen Sie für die Schuhe die dunkelste Farbe, gegen oben immer heller werdend und nicht umgekehrt. Tragen Sie möglichst immer drei Teile, dann sind Sie «fertig» angezogen (Hose oder Rock/Bluse oder Shirt/Blazer). Betonen Sie Ihre Stärken und kaschieren

Sie Ihre Schwächen. Wählen Sie eher dezente Musterungen und nicht mehr als zwei. Und vermeiden Sie im Business zu verspielte Outfits. Tragen Sie auf die Kleidung abgestimmte, stets tadellos geputzte Schuhe und passende Strümpfe. Merken Sie sich beim Schmuck: Weniger ist mehr, vor allem im Business (maximal fünf Schmuckstücke). Ein dezentes Make-up gehört für die Businessfrau zur gepflegten Erscheinung, genauso wie gut frisierte Haare und gepflegte Haut, Hände und Nägel. Vermeiden Sie zu grosse Ausschnitte, zu kurze Röcke, zu enge Kleidung, sehr starkes Make-up, schweres Parfüm und Schuhwerk mit extrem hohen Absätzen. Um als kompetente und ernst zu nehmende Gesprächs- und Geschäftspartnerin wahrgenommen zu werden, ist es für Sie als Frau enorm wichtig, sich stilund zielsicher auf dem Business-Parkett zu bewegen. ▪

«Tragen Sie möglichst immer drei Teile, dann sind Sie ‹fertig› angezogen.»

FünF nO-GOeS Dieser Look gehört in die Kategorie «Nicht empfehlenswert»!

In gewissen Branchen kann dieses Outfit passend sein.

Das ist wahrlich businesstauglich: Anzug, Shirt und oben hell.

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... zu kurze Röcke ... mehr als fünf Schmuckstücke ... zu enge Kleidung ... zu helle Schuhe ... schweres Parfüm


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Eigene Stärken erkennen und weiterentwickeln

Berufliche Weiterbildung

Text adi lippuner Fotos zVG

Führungsaufgaben übernehmen ist sowohl für Männer als auch für Frauen mit besonderen Herausforderungen verbunden. damit Frauen nicht «unter die Räder» geraten, zeigt astrid Hassler im kurs «Frauen-Führungswerkstatt» Wege zum erfolgreichen Führen auf.

Frau Hassler, Sie sprechen mit ihrem kurs in der «Stein Egerta» Frauen in Führungspositionen an. Wie können Sie den teilnehmerinnen helfen, ihr Führungstalent zu entdecken? Anhand von Theorien und der Bearbeitung praktischer Beispiele zeige ich auf, wie sie ihre eigenen Stärken erkennen und weiterentwickeln können, was einen direkten Einfluss auf das Führungstalent und somit auf die Führungskompetenzen einer Person hat. im Seminar wird auch auf die «verborgenen Spiele» eingegangen. Was ist darunter zu verstehen? Unter «verborgenen Spielen» sind Verhaltensweisen und Denkweisen von Personen oder Gruppen zu verstehen, welche nicht offen, sondern indirekt über das Verhalten kommuniziert werden. Häufig geht es dabei um Konkurrenz, Macht und Einfluss. Durch das Verfolgen eigener, nicht offengelegter Ziele, welche nicht mit der Aufgabenstellung übereinstimmen, kommt es in der Zusammenarbeit zu Irritationen, Verwirrungen und Konflikten. Im Seminar werden wir einige dieser Spiele analysieren und Tipps und Tricks im Umgang damit besprechen.

wohlwollende Haltung der Führungsaufgabe gegenüber zu entwickeln. Dies kann durch das Verändern der inneren Einstellung und durch das Umsetzen geeigneter Massnahmen wie zum Beispiel Delegieren von Aufgaben geschehen. ▪

Medientraining Kurs 535 I Tagesseminar Do, 9. Februar 2012, 8.30 Uhr Felix Mätzler Anleitung zum Querdenken Kurs 529 I Tagesseminar Di, 14. Februar 2012, 8.30 Uhr Jean-Philippe Hagmann Erfahrung erhalten - Neues fördern Kurs 546 I halber Tag Mo, 27. Februar 2012, 13.30 Uhr Heinrich Geissler Emotionsregelung im Beruf Kurs 536 I Tagesseminar Mi, 29. Februar 2012, 8.30 Uhr Regula Zellweger Texten für das Internet Kurs 537 / Tagesseminar Mi, 7. März 2012, 9.00 Uhr Jutta Metzler Familienfrau - ich weiss was ich kann! Kurs 542 I 6 Vormittage Mi, 7. März 2012, 8.30 Uhr Gabi Jansen

FrAuen-FührunGSwerkStAtt Frauen entwickeln ihr Führungstalent. beginn/dauer: FR 24. April 2012 und FR 8. Mai, jeweils 8.30 bis 17.00 Uhr ort: Seminarzentrum Stein Egerta, Schaan/FL Referentin: Astrid Hassler Mitbringen: Bereitschaft, eigene Erfahrungen und Beispiele einzubringen Weitere Infos: www.steinegerta.li

Gelassenheit trotz Hochspannung Kurs 538 I Tagesseminar Do, 22. März 2012, 9.00 Uhr Jeannine Born „Nein-sagen“ lernen und aufblühen! Kurs 543 I 1 ½ Tage Sa, 24. März 2012, 9.00 Uhr Annette Beichl Hasler Feedback und Motivation Kurs 540 I Tagesseminar Mi, 4. April 2012, 8.30 Uhr Wolfgang Seidler Verkaufspower Kurs 531 I 3 Vormittage Mo, 23. April 2012, 8.30 Uhr Carla Hasler Frauen-Führungswerkstatt Kurs 548 I 2 Tage Di, 24. April 2012, 8.30 Uhr Astrid Hassler

Was ist, wenn eine Frau aus familiären Gründen Führungsaufgaben übernehmen muss, sich aber in ihrer Rolle nicht wohlfühlt? Personen können bessere Erfolge in ihrer Arbeit erzielen, wenn sie pragmatisch die gestellten Aufgaben erledigen und diese irgendwann gern machen. Darum kann es sehr wichtig sein, langfristig eine akzeptierende und

*aStRid HaSSlER

MAS MSc in Quality Management, ist Organisationsberaterin, Coach und Trainerin. Sie ist Geschäftsführerin des Instituts für Lehrsupervision und Ausbildungssupervision ilea gmbh.

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Motivieren ist keine Kunst! Kurs 544 I Tagesseminar Fr, 4. Mai 2012, 8.30 Uhr Werner Jochum Wirkungsvoll präsentieren - Einwände souverän entkräften Kurs 541 I 2 Tage Fr, 11. Mai 2012, 8.30 Uhr Ruth Groth www.steinegerta.li +423 232 48 22

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zwischen KinDeRn unD MilitÄR

Militärpilotin Ines Widmer vor einem ihrer aktuellen Arbeitsgeräte, dem Cougar, der in der Zivilluftfahrt Super Puma genannt wird.

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Ines Widmer ist Berufsmilitärpilotin und damit eine von fünf Frauen in der Schweiz, die den Super Puma fliegen darf. Mit dem Fliegen hat sich die Zürcher Oberländerin einen Kindheitstraum erfüllt. Träume hat sie aber immer noch. Text andrea kobler Fotos zVG

Ines Widmer fliegt Bundesräte zu wichtigen Terminen, löscht Waldbrände im In- und Ausland, fliegt sogenannte Search-and-Rescue-Einsätze (Suche nach Vermissten) und arbeitet als Instruktorin der Luftwaffe. Schon als 12-Jährige wusste sie genau, was sie wollte: Fliegen. Mit 18 Jahren schleppte sie Segelflugzeuge in die Luft, später besuchte sie die fliegerische Vorschule für die militärische und zivile Luftfahrt. Ines Widmer wollte Linienpilotin werden. Als das Schweizer Militär 1993 als erste Armee im deutschsprachigen Raum Frauen zuliess, packte sie ihre Chance. «Ein Kleeblatt» von vier Frauen ist seit 16 Jahren als Militärhelikopterpilotinnen im Einsatz. Noch heute sind diese Frauen Exotinnen – nur drei weitere Frauen schlossen bisher die achtjährige Ausbildung ab. Momente zum Geniessen Fliegen ist für Ines Widmer viel mehr als ein Beruf: Es ist Leidenschaft.

Dies auch wenn sie sich bewusst ist, dass sie sich nur dank der Technik in der Luft aufhalten kann. Manchmal habe sie das Gefühl, mit dem Heli eins zu sein.

Shannon zeigt sich noch unbeeindruckt: «Gehen wir mit dem Sportflugzeug in die Luft, schläft er vom beruhigenden Geräusch des Motors ein.»

«Ich kann am Morgen den Sonnenaufgang erleben, den ersten Schnee in den Bergen, die ersten Spuren auf einem Gletscher.»

in anderen Sphären

Solche Momente geniesst sie, hält inne, schaut aus dem Cockpit und sagt: «Wow, ist das schön.» Momente, die ihr in der durch die Schwangerschaften mit ihren beiden Kindern verordneten flugfreien Zeit fehlten. Doch die Leidenschaft des Fliegens scheinen sie und ihr Ehemann Patrick – Pilot bei der Swiss –, den Kindern vererbt zu haben. So schreibt die achtjährige Ladina in die Freundschaftsbücher, dass sie Pilotin werden möchte. Nur der dreijährige

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In ihrem Privatleben ist Ines Widmer gern Hausfrau und Mutter. Die 40-Jährige spielt mit ihren Kindern, kocht, bäckt und nimmt sich auch einmal eine Auszeit, um zu joggen. Sitzt sie später im Helikopter, ist sie konzentriert auf ihre Mission und hat keine Zeit mehr, an ihre Kinder zu denken: «Ich kann gut in die andere Sphäre wechseln, da ich weiss, dass die Kinder gut aufgehoben sind, falls ich nicht mehr zurückkäme.» Die Pilotin kann nicht sagen, ob es die Erfahrung ist oder ob es die Kinder sind, aber es gab in den letzten Jahren durchaus Situationen, bei denen sie frühzeitig Grenzen setzte und sagte: «Das muss ich als Pilotin nicht ausprobieren.» ►

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Ines Widmer am Steuer des Eurocopter 635.

Der Cougar im Anflug.

Heikle Situationen gibt es immer wieder. So zum Beispiel bei einer Suchaktion. Es war 22.30 Uhr und Ines Widmer war auf Pikett, als die Meldung, einen Vermissten zu suchen, bei ihr eintraf. Um Mitternacht wurde gestartet. Ohne Mondschein, es war stockfinster. Die 45-minütige Suche mit Infrarot brachte keinen Erfolg, also musste tiefer mit Scheinwerfer geflogen werden. «Setzt in einem solchen Fall das Triebwerk aus, kann man nicht mehr viel machen», erklärt Widmer. Ihr ist dies bewusst: «Doch bei einer Suchaktion geht man dieses Risiko bewusst ein.»

das unbekannte reizt Ines Widmer flog die ersten Jahre Helikopter vom Typ Alouette und den Pilatus PC-7, später den Eurocopter 635 und den Super Puma/Cougar. Den Traum, einen grossen Linienflieger zu pilotieren, hat sie nach dem Grounding der Swissair begraben. Doch Ines Widmer hat nicht ausgeträumt: «Den Osprey – halb Flugzeug, halb Hubschrauber – zu fliegen, mit dem Helikopter auf einem Flugzeugträger zu landen oder als Übung mit einem Kampfhelikopter zu schiessen – alles Unbekannte reizt mich.» ▪

Fliegerei im Blut: Tochter Ladina kam schon im Kinderwagen mit auf den Flugplatz.

Löscheinsätze gehören zum täglichen Brot einer Militärpilotin.

Absolutes Vertrauen in die Technik: Der Cougar gehört zu den grössten Transporthelis überhaupt.

Ines Widmer mit dem Heck der Alouette 3.

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REFRESH IN ENGLISH Dolores Hoop

Business Woman’s Diary Can we be successful and healthy? 1)

Success and Health – two powerful words! notice when the process of their deteriorating Yes, we want to be successful. Yes, we want to health condition started. be healthy. But can we really be successful and Are draining situations 14) in our lives, healthy at the same time? A common and frigh- such as family problems, long working hours, tening2) phenomenon has been creeping into3) additional extra-professional responsibilities, our society: «Burn-Outs» can sneak up on 4) and so forth the first step towards «Burn-Outs»? people in their professional or private lives. I Fact is: «Burn-Outs» are gradually increasing in assume that all of us have heard of incidents 5) our society. As for myself, hearing such stories similar 6) to the following: a 45-year old family has made me alert to 15) observing my working man, highly successful in his profession as ge- hours that should not exceed a certain number neral manager, suffers from constant tiredness 7), of hours, my working environment in which I goes on a long-deserved 8) vacation - and returns should feel at ease and my working content that 5 months later because his doctor had diag- should interest me. Yes, I want to be successful nosed him with a «Burn-Out» syndrome. He – but not if my health is suffering from it. Let’s had worked for about 20 years in the same com- push our limits, but let’s also be aware of whepany, always involved in 9) continuous education ther we are happy with where we are and with programmes and achieving amazing results 10) what we do. By raising our awareness for ourselfor his company and his respective team. Yes, ves 16) we are better able to acknowledge certain he had been tired, he said, but hey, who isn’t? feelings 17) that could consume all our energy beHis colleagues were shocked to hear about the cause we might want to fight for or against soman’s diagnosed illness, wondering where it all mething we want to have changed - and which went wrong. Had he been unhappy with his job? ultimately «burn us out». ▪ Or had he worked too many long hours? Or had 11) mm 205 x 55 mm heFormat overestimated himself ? Personally, I have heard of people diACHTUNG: randabfallend links, rechts und unten, deshalb keinen Linienrand agnosed with this phenomenon who said that their ambitious devotion 12) for success had not left room for emotional wellness; they had not *You nEEd HElP? Haben Sie den Text verstanden? Sind die Zusammenhänge klar? paid enough attention 13) to their physical and Wenn nicht, dann hilft Ihnen die Sprachlehrerin Dolores Hoop emotional health. Also, they said they did not auf die Sprünge. Infos unter doloreshoop@gmx.net

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Höhere Fachschule Führungsfachleute HR-Fachleute Personalassistent/-in Fachleute Finanz- und Rechnungswesen

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1) erfolgreich und gesund 2) beängstigend 3) sich einschleichen in/ infiltrieren 4) sich (in das Leben von …) einschleichen 5) Vorkommnisse/ Begebenheiten 6) ähnlich 7) leidet an konstanter Müdigkeit 8) lang ersehnt / verdient 9) eingebunden sein in … 10) ausserordentliche Ergebnisse 11) sich selbst überschätzen 12) ehrgeizige Hingabe 13) nicht genügend Aufmerksamkeit widmen 14) nervenaufreibende Situationen 15) etw. aufmerksam beobachten 16) das Bewusstsein für uns selbst schärfen 17) gewisse Gefühle festzustellen


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eun MOnate zu zweit

Gefährden Diäten während der Schwangerschaft das Kind? Beeinflussen die Essgewohnheiten die Gesundheit des unge­ borenen Kindes? Für den Allgemeinmediziner Dr. Roland Ballier steht fest, dass die Mutter mit ihrem Verhalten für die Geburt eines gesundes Kindes einiges beitragen kann. Text tamara beck Fotos Photocase

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Herr dr. ballier, wie sind Sie zum oben genannten thema gekommen? Im Zusammenhang mit dem Thema Prävention bin ich schon vor längerer Zeit mit der Epigenetik konfrontiert worden. Darunter versteht man eine recht neue Wissenschaft, die sich mit der Tatsache beschäftigt, dass Eltern auf ihre Kinder nicht ausschliesslich ihren jeweils genetischen Code übertragen, sondern – wenn Sie so wollen – ihrem Nachwuchs auch ihre eigene Lebenserfahrung zumindest zum Teil mit in die Wiege legen. Die epigenetische Forschung hat uns gezeigt, dass bestimmte Verhaltensweisen sowohl der Väter als auch der Mütter sich auf Gesundheit und Lebenserwartung ihrer Kinder auswirken. Ernährung, alkohol und Rauchen, Stress – Faktoren wie diese sind bekannt dafür, einen Einfluss auf die kindliche Gesundheit zu nehmen. Was noch? Es ist in der Tat so, dass das heranwachsende Kind im Mutterleib nicht in einer Oase bzw. völlig unabhängig von der besonderen Lebenssituation der Mutter heranwächst, sondern dass unter anderem auch bestimmte Schadstoffe über die Plazenta auch auf den kindlichen Kreislauf und damit den heranwachsenden Organismus übertragen werden. Tatsächlich hat man inzwischen herausgefunden, dass auch die besonderen Essgewohnheiten der Mutter, beispielsweise das Risiko des Kindes, zu späterem Zeitpunkt an Diabetes zu erkranken, erhöhen.

Ständig werden Frauen angehalten, sich gesund zu ernähren. oft haben Schwangere aber ungesunde Gelüste. ist das nicht ein zeichen, dass der körper das braucht? Was Sie ansprechen, ist die sogenannte «somatische» Intelligenz. Tatsächlich äussert der Körper sehr oft besondere Bedürfnisse und es macht Sinn, diese zu befriedigen. Die «somatische» Intelligenz ist ein Überbleibsel aus den über Jahrhunderte vorhandenen Hungersnöten. Wann immer in Notzeiten Essbares, Kalorienreiches zur Verfügung stand, signalisierte der Körper unumwunden «Nimm, was du kriegen kannst – wer weiss, wann es wieder etwas gibt!» obwohl Stars meist ihre dauerdiäten auch während der Schwangerschaft aufrechterhalten, um nach der Geburt sofort wieder «Size zero» zu erhalten, bringen sie gesunde babys zur Welt. Scheinbar ist also nur das Gegenteil, zu viel, zu viel Süsses und Fettiges, schädlich. In der Tat könnte man diesen

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Eindruck gewinnen, und ich bin mit Ihnen der Meinung, dass während der Schwangerschaft die Gefahr einer Schädigung des Kindes durch eine zu kalorienreiche Ernährung grösser ist als durch eine eher knapp gehaltene Diät. Eine unterkalorische Ernährung, die den Bedarf nicht deckt, ist jedoch in keinem Fall zu empfehlen. Wie sieht es aus, wenn man sich oft in der natur aufhält und frische luft atmet anstatt im finsteren Grossraumbüro sitzt? Gut für’s kind oder egal? Der regelmässige Aufenthalt in der freien Natur ist allein schon wegen des so steigenden Vitamin-D-Spiegels zu empfehlen, ebenso wie das körperliche Aktiv-Sein in der frischen Luft, welches die Durchblutung und damit Sauerstoffversorgung des Kindes verbessert. Von einzelnen Ausnahmesituationen abgesehen, ist das finstere Grossraumbüro nicht schädlich, wenn in der Freizeit die entsprechenden Aktivitäten in der frischen Luft erfolgen. ►

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kürzlich berichteten die Medien über eine 27-Jährige, die in der 39.(!) Woche schwanger war und den kompletten ChicagoMarathon lief. unmittelbar danach setzten die Wehen ein. Respektabel oder total unverantwortlich? Da die Teilnehmerin monatelang unter ärztlicher Aufsicht trainiert hat und sogar die Erlaubnis zur Teilnahme hatte, werden meine Kollegen schon wissen, warum sie so entschieden haben. Im Übrigen brachte die junge Frau in der 39. Woche ein gesundes Kind zur Welt – der Marathon hat sich nicht schädlich ausgewirkt. Ich bin aber der Meinung, dass dies nur deshalb gut ging, weil sie durch das lange Training ausreichend vorbereitet war.

«Tatsächlich hat man herausgefunden, dass auch die besonderen Essgewohnheiten der Mutter, beispielsweise das Risiko des Kindes, zu späterem Zeitpunkt an Diabetes zu erkranken, erhöhen.» «Das finstere Grossraumbüro ist nicht schädlich, wenn in der Freizeit die entsprechenden Aktivitäten in der frischen Luft erfolgen.»

das Gehör eines ungeborenen ist in der Regel in der 35. Woche voll entwickelt. Einige schwören darauf, es sei gut, dem kind Mozart oder eine Spieluhr vorzuspielen, zu singen und oft mit ihm zu sprechen. Es gibt sogar Frühestförderung, z. b. dem kind im bauch Russisch zu «lehren». Was ist wirklich sinnvoll? Die Intra-Aktionen zwischen Mutter und Kind während der Schwangerschaft sind tatsächlich wesentlich stärker ausgeprägt, als man bisher angenommen hat. Insofern möchte ich nicht ausschliessen, dass das Ungeborene akustische Phänomene registrieren kann. Ob sich dadurch jedoch die Ausbildung des kindlichen Gehörs oder sogar ein musikalisches Zentrum im Gehirn stimulieren lässt, ist reine Hypothese. und das Gegenteil: Wirkt sich ein lauter Streit, ein Horrorfilm im kino oder ein Heavy-Metal-konzert negativ auf die Psyche des kindes aus? Es handelt sich dabei um Erlebnisse der Mutter, die zu bestimmten Hormonausschüttungen führen, zu Blutdruckerhöhung, Pulsbeschleunigung etc. Dazu gehört auch ein Heavy-Metal-Konzert, welches durch die tiefen und intensiven Bass-Frequenzen das Kind in besonderer Weise beeinflussen können. Hier denke ich schon, dass ein negativer Effekt nicht ausgeschlossen werden kann und die von Ihnen beschriebenen Szenarien vermieden werden sollten. ▪

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Dr. med. Roland Ballier ist Präsident der Schweizerischen Ärztegesellschaft für Präventiv- und Anti-Aging-Medizin (www.ssaamp.ch) und als Arzt für Allgemeinmedizin in Kreuzlingen tätig. Er ist Mitglied zahlreicher Fachgesellschaften, veröffentlichte diverse Beiträge zu gesundheitspolitischen Themen und referiert regelmässig zu komplementärmedizinischen Fachthemen.

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wenn dAS (FrAuen-)herz StrAucheLt

Herz­Kreislauf­Krankheiten, und dabei insbesondere der Herz­ infarkt, gehören nebst Krebserkrankungen und Unfällen zu den drei häufigsten Todesursachen bei Erwachsenen. In den USA wurde die Bekämpfung und Früherkennung von Herz­Kreislauf­Krank­ heiten mit der «Millions heart initiative», die im September 2011 lanciert wurde, zu einem Top­Thema in der Gesundheitsvorsorge. Text dr. Rebecca Hasler Fotos zVG

Von einem Herzinfarkt ist die Rede, wenn sich eine Herzkranzarterie verschliesst und der von ihr versorgte Herzmuskelanteil keinen Sauerstoff mehr erhält und abstirbt. Bei jungen Männern zwischen 25 und 44 Jahren ist der Herzinfarkt häufiger als bei Frauen. Für Frauen steigt jedoch das Risiko ab der Menopause deutlich und gleicht sich bis zum 65. Lebensjahr kontinuierlich dem der Männer an. Das ist in der medizinischen Vorsorge eine wichtige Erkenntnis, jedoch in der Bevölkerung noch wenig bekannt. Denn die seit Jahren bekannten Risikofaktoren wie z. B. Rauchen, Übergewicht, Bewegungsmangel, Stress, erhöhter Blutdruck und Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus), betreffen grundsätzlich Männer wie Frauen. Frauen haben aber gegenüber Männern einen biologischen Vorteil: Die weiblichen Geschlechtshormone schützen sie vor Gefässschäden und dem daraus resultierenden Herzinfarktrisiko. Sinkt der Spiegel der weiblichen Geschlechtshormone im Laufe der Wechseljahre, so verringert sich dieser Schutz nach und nach und das Herzinfarktrisiko steigt an. andere Symptome als bei Männern Es gibt Studien, die zeigen, dass Risikofaktoren für einen Herzinfarkt bei Frauen im Vergleich zu Männern häufiger nicht erkannt und behandelt werden und dass Frauen später den Notarzt rufen und mit ihren Symptomen weniger ernst genommen werden. Zudem kann sich bei Frauen ein Herzinfarkt mit anderen Symptomen als bei Männern bemerkbar machen. Neben den klassischen Symptomen wie Schmerzen im Brustbereich, die in andere Körperregionen wie Arme, Hals oder Kiefer ausstrahlen, macht sich ein Herzinfarkt bei Frauen häufiger mit unspezifischen Beschwerden wie z. B. Kurzatmigkeit, Übelkeit, Erbrechen oder Bauchschmerzen bemerkbar. Vielfach wird auch lediglich ein Druck- oder Engegefühl im Brustbereich wahrgenommen, welches nicht selten als «psychologisches Problem» abgetan wird.

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achtung lebensgefahr! Wenn solche Beschwerden in einer stärkeren Intensität im Vergleich zu generellem Unwohlsein auftreten, sich nicht bessern, wenn man sich hinsetzt und Ruhe gönnt und mehr als 15 Minuten anhalten, ist es wichtig, an die Gefahr eines Herzinfarktes zu denken und unverzüglich den Notfalldienst zu kontaktieren. Es handelt sich dabei um eine absolute Notfallsituation und die unverzügliche Spitaleinweisung ist erforderlich. Herzinfarktbetroffene werden im Durchschnitt mit vier bis sechs Stunden Verzögerung in ein Spital eingewiesen. Die Überlebenschancen sind grösser und bleibende Schäden am Herzen kleiner, je schneller die medizinische Notfallbehandlung einsetzt. Ein Herzinfarkt ereignet sich selten plötzlich, sondern meist als Folge von schon seit mehreren Wochen oder Monaten sich abzeichnenden Symptomen. Wer diese Warnsymptome erkennt und sich früh genug von einem Arzt untersuchen lässt, hat gute Chancen, einem Herzinfarkt zuvorzukommen. ▪

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Einem Herzinfarkt lässt sich auch langfristig vorbeugen mit einem gesunden Lebensstil. Dazu gehören: ... regelmässige, mehrmals wöchentliche körperliche Aktivität ... eine ausgewogene Ernährung ... Nichtrauchen ... ein Körpergewicht im Normbereich ... seelische Ausgeglichenheit mit Vermeidung von zu viel Alltagsstress ... regelmässige Kontrolle von Blutdruck, Blutfettwerten und Blutzucker durch den Hausarzt.

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Dr. med. Rebecca Hasler ist Assistenzärztin und Research Fellow am Departement für Intensiv- und Notfallmedizin und Anästhesie am Inselspital in Bern. Die Liechtensteinerin veröffentlichte zahlreiche Artikel in den Bereichen Notfall- und Sportmedizin.

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Fette irrtümer

Es ist tief, nein sehr tief in unseren Köpfen verankert: Fett macht fett. Und zudem fördert Fett Herzkrankheiten – was längst kein reines Männerproblem mehr ist. Frauen haben «aufgeholt», und die Todesursache «Kreislaufsystem, inkl. Herzkrankheiten» ist auch bei den Frauen spitze. Text dr. Paolo Colombani Fotos zVG, Photocase

aber ist Fett wirklich ein Problem? Lange wurde es uns eingetrichtert. Wer keine TopmodelMasse besitzt und ein noch so kleines Pölsterchen an den Hüften mitschwingt, hat einfach fettig gegessen. Dies scheint auf den ersten Blick auch logisch. Fett ist ja gleich fett, und wenn sich ein Fettpölsterchen bemerkbar macht, muss das Fett in der Nahrung schuld daran sein. Diese Überlegung hat aber einen kleinen Haken. Nahrungsfett wird während der Verdauung in seine Einzelteile aufgeschlossen und die Einzelteile gelangen dann über den Kreislauf an verschiedene Orte im Körper. Körperfett muss erst aus solchen Einzelteilen wieder zusammengesetzt werden (naja, so simpel ist es nun doch wieder nicht, aber in etwa stimmt es). Damit Körperfett aber überhaupt aufgebaut werden kann, braucht es einen Kick, eine Initialzündung. Und diese kommt von den Kohlenhydraten – aus Süssgetränken, Teigwaren, Brot, Kartoffeln, Konfitüre, Süssigkeiten. kohlenhydrate im Visier Sobald kohlenhydrathaltige Lebensmittel gegessen werden, freut sich der Körper und gerät im wahrsten Sinne des Wortes in eine aufbauende Stimmung. Er füllt seine Speicher, indem er Kohlenhydrate direkt speichert UND die Initialzündung für den Aufbau des Körperfetts gibt (zuständig dafür ist das Hormon Insulin). Mit anderen Worten: Ohne oder mit wenigen Kohlenhydraten ist es aus biochemischen Gründen schwierig, Körperfett aufzubauen. Dies ist auch der wesentliche Grund, dass LowCarb-Diäten wie die Atkins-Diät erfolgreich sind. Sehr sogar: Sie schneiden entweder gleich gut wie irgendwelche andere Diäten ab oder besser. Zudem verbessern sie die Blutfettwerte stärker als andere Diäten.

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Fett macht nicht aus Prinzip fett. Dies wurde auch in der weltweit grössten Studie über den Zusammenhang Ernährung und Gesundheit bestätigt. Bei über 50 000 Frauen in der EPIC-Studie wurde eine Abnahme – und nicht Zunahme – des Bauchumfangs von einem klitzekleinen Millimeter nach einem Jahr beobachtet, für jedes zusätzlich gegessene 100 g Nahrungsfett pro Tag. kein Verzicht, aber mässigen Muss ich nun für immer und ewig auf Kohlenhydrate verzichten? Natürlich nicht. Aber ich sollte mich mässigen und gleichzeitig keine Angst mehr haben vor den Fetten. Denn auch hinsichtlich Herzkrankheiten konnte der vermutete Zusammenhang zum Nahrungsfett nicht bestätigt werden. Natürlich wäre es schöner, wenn ich mich täglich bewegen würde. Denn die Bewegung unterbricht den Aufbau von Körperfett und kurbelt sogar dessen Abbau an (und führt zu unzähligen weiteren gesundheitlichen Vorteilen, aber das wissen wir eigentlich schon). Wer sich also mehr bewegt, braucht weniger auf die Kohlenhydrate zu achten, da ihre hemmende Wirkung auf den Fettabbau durch die Bewegung kompensiert wird. Die einfache Formel lautet somit: Keine Angst vor Fett, ein Auge auf die Kohlenhydrate und am besten noch raus an die frische Luft und sich egal wie bewegen. Dann gibt’s noch gratis einen Schub Vitamin D über die Sonne – sofern sie strahlt. ▪

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Dr. Paolo Colombani ist Dozent u. a. an der ETH in Zürich, bei Swiss Olympic und der Schweizer Sportausbildung. Er leitet das «Swiss Food Information Resource»-Projekt der ETH.


bEWEGEndE ÜbERRaSCHunG

FITNESS FÜR SIE UND IHN

Das Fitnesshaus bietet die ideale Plattform, um seinen Körper in jedem Alter auf die Anforderungen des Alltags vorzubereiten und präventiv etwas für seine Gesundheit zu tun. Neben den Muskel- und Herz-Kreislauf-Trainings werden auch Power Plate, ein umfangreiches Kursprogramm sowie Solarium und Sauna angeboten. Als Weihnachtsgeschenk einen Gutschein für die passende Überraschung mit der richtigen Bewegung.

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viva women Stossstrasse 1a 9450 Altstätten/CH Tel. +41 71 755 63 10 altstaetten@vivatraining.ch www.vivawomen.ch

Der Bündner Skiort ist Erlebnis pur. Das beliebte Skiresort mit seinen drei Dörfern Flims Laax Falera bietet alles für den perfekten Winterurlaub. 220 Pistenkilometer gewähren viel Platz und sowohl Anfänger als auch Fortgeschrittene kommen auf ihre Kosten. Die gastronomische Vielfalt auf dem Berg und im Tal lassen keine Wünsche offen. Ein einzigartiges ShoppingAngebot findet man im Rocksresort gleich bei der Talstation Laax.

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äSthetik

collection Therme Vals Die Therme Vals in Graubünden ist bekannt für ihre bahnbrechende Architektur. Der verantwortliche Architekt Peter Zumthor legte seinem Entwurf eine einzigartige Philosophie über Stein und Wasser zugrunde. In Anlehnung an diese Philosophie entwickelte nun die Haute école d’art et de design - Genève (HEAD) ein exklusives Bekleidungskonzept für die Mitarbeiter des Hotels und der Therme, die sich in die gesamte Gestaltungsphilosophie des Hauses einfügt. Die Ansprüche an die Kleidung in Bezug auf Design und Exklusivitätscharakter waren hoch. Die Mitarbeiter sollen stolz darauf sein, zum Team der Therme Vals zu gehören. 20 Studentinnen der HEAD haben im letzten Jahr an einem Hauptmodell für Frauen und Männer gearbeitet. Aufgeteilt in fünf Gruppen erfolgte je eine Kollektion für alle Tätigkeitsbereiche

des Hotels. Die Expertenjury entschied sich für diejenige Kollektion, welche den Anforderungen der Therme Vals am besten entsprach. Sie vereint subtiles Design mit Eleganz und Exklusivitätscharakter. Jede Abteilung im Hotel identifiziert sich über ein klares, eigenes Design, jedoch harmonieren alle Bekleidungselemente als Ganzes klar erkennbar als Gesamtkollektion. Für ihr Projekt liessen sich die Studentinnen von der Architektur der Therme inspirieren, von der Vorstellung eines gereinigten Ortes, vom roh belassenen, glatten Granit und einer Umgebung, welche die Entspannung geradezu atmet. Einfache, geometrische Schnitte und ein harmonischer Auftritt sind das Resultat der Kreationen. Das Hotel bietet 140 Zimmer in verschiedenen Preisklassen, pure Badekultur in verschiedenen Becken, die unterschiedlich temperiert sind und ein umfassendes Wellnessangebot. Am Vormittag ist die Therme ausschliesslich für Hotelgäste reserviert. Die Plätze für Besucher sind zudem zugunsten eines erholsamen Aufenthalts beschränkt. Sie können auf der Website des Hotels reserviert werden.

*blauER MontaG

FÜR 2 PERSonEn zu GEWinnEn mehr dazu auf Seite 3 Hotel Therme Vals Tel. +41 81 926 8080 E-Mail: hotel@therme-vals.ch Therme Vals Tel. +41 81 926 8961 E-Mail: therme@therme-vals.ch 7132 Vals/CH www.therme-vals.ch


Liebe.

39 40 REiSEn daySPas als kleine, wohltuende alltagsfluchten 46 autotESt Hanni Schunko fährt den toyota Yaris Style 49 koluMnE Mamablogger 50 kultuR SEHEn die Farbenlust von Sabeth Holland 52 kultuR lESEn Manuela Risch, eine starke Frau 54 kultuR HÖREn Starke Stimmen 56 koluMnE barbara balldinis (Sex-)Spielzeuge

«Farbharmonien tun gut»

kurz und gut

Interview mit der Künstlerin Sabeth Holland

Wellness in Flims

Wer einmal ein Bild von Sabeth Holland gesehen hat, wird ihren Malstil nicht vergessen. Die gebürtige Rheintalerin hat sich der Sinnlich-

keit und der Farbenlust verschrieben. Ihre Werke sind verträumt, märchenhaft und in leuchtenden Tönen gehalten. Bericht auf Seite 50

neues über die Pille

10. dezember Abtanzen für 5 Stutz. ab 19 uhr

Es gibt eine gute und eine schlechte Nachricht für Frauen, die ihren Partner kennenlernen, während sie Wer sagt denn, dass sich die Pille einnehmen, be- Musikfans ab 40 nur zu ABBA richtet der Online-Dienst und Creedence Revival bewissenschaft.de. Die gute: Diese Frauen haben eine grössere Chance auf eine lange, grundsätzlich zufriedenstellende Beziehung als ihre Geschlechtsgenossinnen, die kein hormonelles Verhütungsmittel verwenden. Die schlechte: Sie sollten sich auf ein nicht ganz so erfüllendes Sexualleben einstellen. Das lässt sich zumindest aus den Ergebnissen einer Studie britischer Forscher schliessen. autotest, Seite 46 www.wissenschaft.de

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Im Wellness Hotel Adula**** werden die Gäste nach allen Regeln der Gastgeberkunst verwöhnt. Der perfekte Ort, um sich zu entspannen und die traumhafte Destination Flims Laax Falera zu geniessen. Wochenende im Hotel «Adula» zu gewinnen auf Seite 82. www.adula.ch wegen? Das neue Schlösslekeller-Format «Fünferrocken» richtet sich an all jene, denen schon lange das Gefühl abgeht, endlich wieder einmal wie der Lump am Stecken zu tanzen. Rock, Pop, Indie, World Music – alles was tanzbar ist, aber bloss kein Techno! Präsentiert von handverlesenen DJs. Eintritt 5 Stutz. Und bei Nichtgefallen Geld zurück! Vaduz/FL www.schloesslekeller.li

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dER RiCHtiGE Mann

Gibt es ihn wirklich? Diesen einen Menschen, mit dem sich einfach alles richtig anfühlt? Dieser Frage sind die beiden Journalistinnen Ina Küper und Marlene Burda in ihrem neuen Buch «Mr. Right» – erschienen im Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag – nachgegangen. Und haben herausgefunden: Es gibt ihn wirklich, den Mann, mit dem es sich richtig anfühlt!

alPEnluFt tankEn

Ruhe geniessen, frische Alpenluft tanken, die verschneite Natur erkunden und den eigenen Körper spüren: Schneeschuhwandern eröffnet neue Sphären, zum Beispiel in Liechtenstein: www.schneeschuhwandern.li

Ein WintER zuM tuRtEln

Ob Spaziergang im Schnee oder Zoobesuch im Regen: Sigg liefert das passende Accessoire mit der limitierten Sonderedition des US-amerikanischen Pop-Art-Künstlers James Rizzi. Die 0,6 Liter fassende SIGG-Alu-Bottle mit dem kunterbunten Regenmotiv und lustigen Turteltauben macht regelmässiges Trinken zur wahren Freude. www.sigg.com.

bEi liEbESkuMMER

Schokolade ist Balsam für die Seele. Der Einfluss des «Glückshormons» auf die Seele kann durch den Serotoninspiegel im Gehirn erklärt werden. Was spricht bei solchen Studien zum Beispiel dagegen, sich ein Liechtensteiner Amandin aus leichtem Mandel Japonais zu gönnen? www.dolce.li


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tilles GlücK

Ein architektonisches Bijou: Mario Bottas Bergoase im «Arosa Tschuggen».

DaySPA­Besuche liegen im Trend. Sie versprechen kleine Fluchten aus dem Alltag – mit wenig Aufwand und viel Erholung. Wohltuend für Körper und Geist. Gerade in der kalten Jahreszeit. Text Mirjam Fassold Fotos zVG


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Luxus pur: Der Ladies Spa im «Dolder Grand» in Zürich.

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Romantisch: Paarbehandlungsraum im «Hof Weissbad».

Der modernste Hamam der Schweiz befindet sich im «Schweizerhof» in Lenzerheide.

Sich einen Tag lang verwöhnen zu lassen, ohne aufwendige Planungen und lange Anreise: DaySPAs gehören inzwischen fest zum Wellness-Repertoire. Die «Kurzferien vom Alltag» sind nicht nur relativ kostengünstig, sondern auch effizient: viel Erholung bei geringem Aufwand. Klassiker unter den DaySPA-Angeboten sind Packages, die einen halben oder ganzen Tag dauern und Leistungen konventioneller Kosmetikinstitute mit denen von Wellness-Einrichtungen sowie leichten Speisen und Getränken verbinden. Zu einem Wellness-Tag gehören in der Regel Aufenthalte in den Sauna- und Badebereichen, eine Massage, Getränke und eine Gesichtsbehandlung.

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Gemeinsam geniessen Im Trend liegen Packages für Paare: Sie garantieren nicht nur eine Belebung der Sinne, sondern frischen durch gemeinsame Massage und Champagner im Rosenblätterbad nebenbei noch die Beziehung auf. «Paarbehandlungen sind so stark nachgefragt, dass wir einen zweiten Behandlungsraum dafür eingerichtet haben», sagt Roberto Wittwer, stellvertretender Direktor im «Hof Weissbad». Und sie seien keineswegs eine Domäne der jüngeren Generation: «Paare aller Altersklassen gönnen sich diese gemeinsamen Wellness-Stunden.» ►

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… und auch unter Mario Bottas «Segeln» in der Bergoase des «Tschuggen».

Paarbehandlungen für doppeltes Glück: im Hamam des «Schweizerhofs»…

Egal, ob mit Partner oder allein, ein Abstecher ins Appenzellerland wirkt entschleunigend. Im «Hof Weissbad» werden das Ursprüngliche, das Regionale und das Originale gepflegt. In Zusammenarbeit mit Appenzeller Firmen sind zwei eigene Kosmetik-Linien entstanden, die im Haus zur Anwendung gelangen. Und die frau unbedingt probieren sollte. Zum Beispiel ein Ninkasi-GanzkörperPeeling aus Malzschrot und Biertreber mit Weizenkeimöl; anschliessend 20 Minuten in die Massagewanne, in der Appenzeller Bio-Bier und frische Bierhefe die Durchblutung anregen. Das Ergebnis: Körper und Geist total entspannt, die Haut so weich und frisch wie die eines Babys.

SPa – Sanus Per aquam Die wohltuende Wirkung warmen Thermalwassers kennt und nutzt man in Bad Ragaz seit Mitte des 16. Jahrhunderts. Wasser steht auch im Zentrum des Wellness-Angebots in der öffentlichen Tamina Therme. Im Zusammenspiel mit einem ausgeklügelten Beleuchtungskonzept entsteht in der Thermalwasserwelt zu jeder Tageszeit eine stimmungsvolle Lichtarchitektur. Auf Architektur und Wasser setzt man auch in Arosa. Stararchitekt Mario Botta hat im «Tschuggen Grand Hotel» eine imposante Wellness-Oase geschaffen. Steile Granitwände sorgen im Pool-Bereich für eine spektakuläre Optik; die Sauna im Bauernhaus-Stil ist der ideale Ort, um sich nach Tag auf der Skipiste aufzuwärmen. Ein Hauch orient

Grosszügige Raumverhältnisse und ein modernes Lichtkonzept: Die Tamina Therme in Bad Ragaz.

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Während die Finnische Sauna zum Standard jedes Wellness-Hotels gehört, sind Hamams – traditionelle Türkische Bäder – hierzulande selten. Eines der schönsten befindet sich seit fünf Jahren im Hotel «Schweizerhof» in Lenzerheide. «Hamam ist sinnlich, Hamam ist Ritual, Reinigung und Begegnungsstätte», sagt «Schweizerhof»Gastgeberin Claudia Züllig-Landolt. Diesen Hauch Orient gilt es in einem mehrstündigen Prozess zu erkunden. Die Temperatur im Hamam, respektive in den Dampfräumen des Hamam, ist tiefer als in der Sauna, die Luft aber sehr viel feuchter. Der gesamte Reinigungsprozess dauert länger. Neben dem Nassbereich findet man im Hamam einen «Verwöhnbereich», wo Seifenschaum- und andere Massagen, Peelings und Rhassoul-Behandlungen durchgeführt werden. Alles ein bisschen mystisch-orientalisch. Perfekt für einen Nachmittag der Musse. ▪

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Verwöhn-OASen

taMina tHERME Grand Resort bad Ragaz 7310 Bad Ragaz/CH Tel. +41 81 303 27 40 www.taminatherme.ch

tSCHuGGEn bERGoaSE tschuggen Grand Hotel 7050 Arosa/CH Tel. +41 81 378 99 99 www.tschuggen.ch

HaMaM Schweizerhof lenzerheide 7078 Lenzerheide/CH Tel. +41 81 385 25 25 www.schweizerhof-lenzerheide.ch

Eintritt Thermalwasserwelt: ab 26.00 CHF (2 Stunden; Sauna plus 7.00 CHF), Tageskarte 34.00 CHF (Wochenende 36.00 CHF) Spa Days (Eintritt plus Behandlungen) 118.00 bis 307.00 CHF

Day Spa (Eintritt, 25-minütige Relax-Massage, Lunch) 200.00 CHF; Frühaufsteher (8.30 bis 14.00 Uhr) bzw. Nachtschwärmer (17.00 bis 20.00 Uhr) 65.00 CHF

Hamam-Eintritt je nach Tageszeit 45.00 oder 65.00 CHF; Day-Spa-Special (ActivityStunden, Frühstücksbuffet oder Mittagessen, Crème-Peeling, Hamam-Eintritt) 155.00 CHF

tHE doldER GRand SPa the dolder Grand Kurhausstrasse 65 8032 Zürich/CH Tel. +41 44 456 60 00 www.thedoldergrand.com

HoF WEiSSbad 9057 Weissbad/CH Tel. +41 71 798 80 80 www.hofweissbad.ch

SuSannE kauFMann SPa VoRaRlbERG Hotel Post 6870 Bezau/A Tel. +43 5514 22 070 www.hotelpostbezau.com

Day Spa 250.00 CHF (Montag bis Donnerstag) bzw. 380.00 CHF (Freitag bis Sonntag und Feiertage) – der Eintrittspreis entspricht einem Guthaben, das für Treatment-Buchungen eingesetzt werden kann.

Day Spa: diverse Angebote von 190.00 bis 240.00 CHF (Eintritt Erlebnisbad, Eintritt Sauna-Landschaft, Behandlungen) Eintritt Erlebnisbad 22.00 CHF

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Day Spa (mit individuellen Behandlungen, Apéritif und Lunch) 179.00 bis 239.00 EUR

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15 Gute-LAune-tippS Romantisch sind sie schon, die tief verschneiten, eiskalten Wintertage unter stahlblauem Himmel. Leider auch selten – Schneematsch, Nebel, Dunkelheit und nasse Kälte bestim­ men die Wochen rund um den Jahreswechsel. Hier verraten prominente Damen, wie sie dem Winterfrust entkommen. Text Mirjam Fassold Fotos zVG, Photocase

drei tipps, der Herbstdepression und dem Winterfrust zu entkommen, kälte und nässe ein Schnippchen zu schlagen und gut gelaunt in den dezember und das neue Jahr zu starten, darum hat das Magazin «l...leben.liebe.laster» fünf prominente damen gebeten.

mAriAnne cAthOmen, Schlagersängerin: Spaziergang und kachelofen: «Wenn ich mit unserem Hund ‹Chica› in den verschneiten Wäldern spaziere, inspiriert mich das sehr! Danach mache ichs mir zu Hause neben dem Kachelofen kuschelig – natürlich mit einem warmen Tee, mein Favorit ist Vanille mit Zimt und Honig.» Sauna und Ski: «Einmal pro Winter verbringe ich zwei bis drei Tage in einem Wellnesshotel, wo ich mich von Sauna bis Massagen richtig verwöhnen lasse. Wenn die Sonne scheint, zieht’s mich auf die Pisten, dann gibt’s nichts Schöneres als ein paar tolle Schwünge auf den Pisten. Gefolgt von ausgiebigem Après-Ski mit Freunden – und abends ein Fondueplausch auf der Hütte!» Schal und mütze: «Durch unsere ‹Chica› bin ich täglich draussen. Gerade in meinem Beruf ist es dabei wichtig, sich stets gut einzupacken, denn Halsschmerzen und Heiserkeit dürfen nicht sein. Ich liebe flauschige Schals und moderne Mützen!»

cArmen FOSer-köniGSdOrFer, Miss liechtenstein 1994: kerzenlicht: «Ich liebe Kerzenschein. Wenn es draussen kalt und dunkel ist, zünde ich im Haus Kerzen an. Am liebsten mit Vanilleduft.» massage: «Massage mit warmen Ölen. Eine tolle Massage für die Wintermonate ist für mich eine Lomi-Lomi-Nui-Massage.» körperpflege: «Ich schwöre auf Bodybutter von The Body Shop. Diese macht die trockene Haut im Winter wieder samtig weich.»

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AureLiA Frick, Regierungsrätin Fl: honigmilch: «An ungemütlichen, nasskalten Tagen gönne ich mir gern eine Tasse heisse Milch mit Honig – das wärmt von innen!» Lesen vor dem cheminée: «Gern mache ich im Cheminée Feuer, setze mich davor und lese ein gutes Buch.» käsknöpfle: «Ich habe das Glück, einen Ehemann zu haben, der sehr gut und gern kocht. Seine Spezialität sind Käsknöpfle. Wenn es die gibt, ist der kalte Winter vergessen!»

heidi hAnSeLmAnn, Regierungsrätin SG: Guetzlibacken: «Gemeinsam mit meinen Patenkindern Guetzliteig kneten, davon immer wieder einmal ein bisschen naschen, dazu viel plaudern und lachen und schliesslich den vorweihnachtlichen Guetz­ liduft in der Nase geniessen. Dies macht trübe Sonntage richtig sym­ pathisch.» Skitour: «Eine Skitour auf den ‹Hüeneri› bei Schneefall, Sonnen­ oder Mondschein mit der Freude im Herzen im frisch verschneiten Hang die eigenen Spuren ziehen zu können; das ist Genuss pur.» Lesen vor dem Schwedenofen: «Vor dem Schwedenofen bequem im grossen Sitzkissen versinken, das Knistern des Feuers im Ohr, ein spannendes Buch in der Hand, das kann in andere Welten entführen.»

ruth krAnz, Präsidentin der liechtensteiner Ärztekammer: Freunde treffen: «Ein Tipp, damit das Gemüt während der dunklen Winterzeit nicht zu sehr leidet: regelmässig Freunde treffen und sich die langen Winterabende mit einem gemütlichen Beisammensein ver­ kürzen.» Schlafen und Sauna: «Damit das Immunsystem den Kampf gegen die Viren gewinnen kann: genug schlafen, viel vitaminreiche Nahrung zu sich nehmen und eventuell ein Aufbaupräparat konsumieren. Ein bis zwei Mal pro Woche eine Saunasession hält ebenfalls gesund, dies gilt aber nur für Personen mit einem intakten Herz­Kreislauf­System – also nicht in die Sauna, wenn man an Herzkranzgefässkrankheiten, hohem Blutdruck und dergleichen leidet!» Bewegung: «Und um fit in den Sommer zu gehen, ist regelmässige Bewegung – auch draussen! – wichtig. Sie verhindert, dass allzu viele Winterspeckröllchen die Freude im Frühling trüben.»

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«Den will ich auch!»

Kantiger und «endlich erwachsen» findet Hanni Schunko den neuen Toyota Yaris. Die rassige 50-Jährige hat sich mit dem roten Flitzer rasch angefreundet – und bei den Testfahrten fürs Magazin «L...Leben. Liebe.Laster.» auf den Strassen für Aufsehen gesorgt. Text Mirjam Fassold Fotos ZVG Es war mehr als bloss der Reiz des Neuen, als die 50-jährige Hanni Schunko aus Schaan auf den Toyota Yaris Style, Jahrgang 2012, aus Japan getroffen ist: «Zuerst ist mir die Farbe aufgefallen – ich dachte: Was für ein schöner roter Flitzer.» Liebe auf den ersten Blick? Könnte man sagen. Denn der zweite Gedanke der vielseitigen Steirerin war: «Der Kleine ist endlich erwachsen geworden.»

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Die neue kantige Form des Yaris stehe ihm gut, findet sie, der Kleinwagen sei nun «weg von der harmlosen runden Optik». Und damit definitiv kein typisches Frauenauto: «Der neue Yaris ist ein Fahrzeug für beide Geschlechter und für Menschen jeden Alters», sagt unsere Testfahrerin. Dem Toyota Yaris Style stellt sie ein erstklassiges Zeugnis aus: «Das Auto bietet kompromisslosen Fahrspass!»


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Flott unterwegs: Testpilotin Hanni Schunko gibt am Steuer des brandneuen Toyota Yaris Style kräftig Gas – und hat eine Menge Spass mit dem flotten Flitzer.

Einsteigen und wohlfühlen Hanni Schunko, im «normalen Leben» am Steuer eines Dodge Caliber – definitiv kein Kleinwagen! – unterwegs, hat sich vom Raumgefühl im japanischen Kleinwagen überzeugen lassen: «Ich fühlte mich, als sässe ich im Freien, so perfekt waren Rundumsicht und Übersicht über das Verkehrsgeschehen.» Ein «bemerkens-

wert luftiges Raumempfinden» und ein «extrem leichtes Fahrgefühl» habe der Fünftürer geboten. Angetan hat es Hanni Schunko auch das Yaris-Cockpit: «Die grosse, gut lesbare Anzeige und die logisch gegliederten Funktionstasten finde ich toll, sie erleichtern die Bedienung enorm.»

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Hanni Schunko testete den Toyota Yaris Modelljahr 2012 zwei Tage nach dessen Markteinführung in Europa. Kaum einer der Passanten hatte den Wagen zuvor auf der Strasse gesehen. Wie waren die Reaktionen? Sie habe an diesem Testtag sehr häufig den Satz «Den will ich auch!» gehört, sagt Hanni Schunko. ►

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Selbst ist die Frau Überzeugen kann der neue Toyota Yaris Style sowohl mit inneren Werten als auch mit dem Wohlgefühl am Steuer und durch seine Optik: «Bei Autos achte ich in erster Linie auf den Verbrauch», sagt Hanni Schunko. Lachend fügt sie an: «Aussehen und Farbe sind für mich aber auch wichtig.» Nach dem Motto «selbst ist die Frau» wäscht sie ihr Auto «zweibis dreimal im Monat» und tankt ohne (männliche) Hilfe. Allerdings nicht allzu häufig. Die Fitnesshausund TAK-Mitarbeiterin fährt pro Jahr nämlich nur gerade 10 000 Kilometer mit dem Auto. ▪

toyota Yaris Style ▪

1,33-liter-4-zylinder-Reihenmotor

99 PS 6-Gang manuell Frontantrieb 5,6 liter pro 100 km (Mix) listenpreis: 27’000 CHF, Einführungspreis 23’090 CHF

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Der Toyota Yaris Jahrgang 2012 ist ein Fahrzeug für Menschen jeder Altersklasse und jeden Geschlechts. Auch Nathalie Schunko, die Tochter der Testfahrerin und gerade 18 Jahre alt geworden, hat Gefallen an diesem Auto gefunden.

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*inFo

testfahrten im neuen toyota Yaris Style: bei Schlossgarage, Vaduz

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MAMABLoGGER

Tamara Beck

Was bedeutet Muttersein im Jahr 2011? Immer weniger Frauen entscheiden sich immer später für ein Kind. Die Bedingungen der Elternschaft sind denkbar anders als sie es noch bei unseren Müttern und Vätern waren. Quo vadis, Familie? Früher war es einfach nur Natur. Meine Grosseltern setzten neun Kinder in die Welt und haben sich wahrscheinlich nicht einen Bruchteil der Gedanken gemacht, die uns heute beschäftigen: Maxi Cosi oder Römer? Hipp oder Milupa? Ergo Baby Carrier oder Baby Björn? 40-ProzentJob und Kita oder 20-Prozent-Job und Oma? Ein drittes Kind oder wieder leben? Früher war man einfach schwanger. Schwanger. Und wieder schwanger. Irgendwann hat man vielleicht mal die Geburtstage der vielen Kinder verwechselt. Ansonsten erledigte man, was an Arbeit im und ums Haus anfiel und kochte nebenbei Eintopf für elf hungrige Mäuler. Dann kam die Pille, die Möglichkeit, das eigene Leben immer freier zu gestalten. Karriere zu machen. Auch als Frau. Der Wohlstand. Individuell zu sein und sich eine schicke Wohnung zu mieten – allein oder mit dem Partner. Freundschaften zu pflegen und unabhängig zu sein. Es muss einen nicht überraschen, wenn wir Mütter von heute die Unsicherheit in Person sind, wenn plötzlich ein Baby da ist. Wir führten bis zur Geburt ein freies Leben. Wir standen vielleicht am Wochenende mal am Herd, gemeinsam mit dem Partner. Haben wir gut verdient, hatten wir eine Putzfrau und brachten die Hemden in die Reinigung. Wir hatten Hobbys, trieben Sport, unternahmen Fernreisen und gingen shoppen. Dinge, die unsere Grosseltern nie kannten. Ihr Leben war von Arbeit bestimmt. Plötzlich sitzen wir allein mit diesem kleinen Wurm zu Hause auf dem Sofa und versuchen, zu stillen. Irgendwann arbeiten wir vielleicht wieder, aber unser Mann arbeitet vermutlich mehr, wahrscheinlich 100 Prozent. Das heisst, sein Leben verändert sich eigentlich nicht gross, denn es bestand, wie unseres zuvor auch, vor allem aus Arbeit. Unseres dagegen steht Kopf. Unser Job ist jetzt das Kind, und das kommt ohne Bedienungsanleitung daher. Und da wir nicht in einem Dritte-Welt-Land

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leben, wo die Situation noch ein bisschen mit derjenigen unserer Grosseltern zu vergleichen ist, stehen wir ziemlich allein auf weiter Flur. Wir haben keine Sippe, die uns den Rücken stärkt und bei der Erziehung unserer Kinder mithilft. Jeder lebt sein Leben. Mütterzentrum, Stillgruppe und Babyschwimmen sind unsere Auffangbecken. Die Fülle an Informationen und Fachwissen aus Ratgebern und Internet machen uns total fertig. Aus zehn verschiedenen Meinungen zu jedem nur erdenklichen Mikro-Thema diejenige herauszufiltern, die man für richtig hält, ist verdammt schwierig. Eigentlich kann man es nur falsch machen. Unsere Grossmütter durften noch auf ihre Intuition hören. Nein, beneiden tun wir sie nicht, wir geniessen die heutigen Privilegien. Trotzdem war es früher einfach ein bisschen … vielleicht nicht leichter, aber einfach anders. Oder kann sich heute noch jemand vorstellen, neun Kinder zu bekommen? Zu egoistisch sind wir geworden, zu anstrengend ist es heute, Kinder aufzuziehen. Und in 20 Jahren? Werden da noch Kinder geboren? Setzt sich die Natur durch in Zeiten, in denen die Scheidungsrate bei 50 Prozent liegt? Werden Patchworkfamilien und Mehrgenerationenhäuser die neuen Sippen? Muss sich die Politik Skandinavien zum Vorbild nehmen, wo sich Nachwuchs und erwerbstätige Eltern nicht ausschliessen und Kinder in der Gesellschaft begeistert empfangen werden? Fakt ist: Ohne Kinder wird es nicht gehen. Aber ohne Unterstützung der Eltern werden sich nur die allerwenigsten für (mehr) Kinder entscheiden. ▪

* Mütter treffen sich im

Facebook bei Mama Base, meine Plattform.

http://loregilmore.blogspot.com

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«Farbharmonien tun einfach gut»

Wer einmal ein Bild von Sabeth Holland gesehen hat, wird ihren Malstil nicht vergessen. Die gebürtige Rheintalerin hat sich der Sinnlichkeit und der Farben­ lust verschrieben. Ihre Werke sind verträumt, märchenhaft und in leuchtenden Tönen gehalten. Text Ralph dietsche Fotos ingrid delacher

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Sabeth Holland, Sie kommen aus einer Künstlerfamilie. War es für Sie von Anfang an klar, dass Sie in die Fussstapfen Ihrer Eltern treten werden? Ganz im Gegenteil. Ich hatte das Gefühl, dass ich genau dies nicht machen werde. Meine Mutter machte ja schon so was und es gibt genügend andere, die solche Sachen machen. Ich wollte vor allem einfach mal eine Familie haben. Kinder zu haben war mir wichtiger. Deshalb habe ich eine Ausbildung als Lehrerin absolviert. Erst nach der Geburt unserer zweiten Tochter kam die künstlerische Ader aus mir heraus. Das war einfach nicht mehr zu verhindern. Ihre Werke sind leidenschaftlich und farbenfroh, Sie selbst strahlen viel Freude aus. Stehen Sie in Ihrem Leben einfach auf der Sonnenseite? Wir haben eine sehr schwierige Zeit hinter uns. In der ging es einem Familienmitglied gesundheitlich nicht gut. In dieser Zeit habe

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ich mir ein paar Mal überlegt, ob ich weitermachen soll. Mein Umfeld motivierte mich aber, meine Arbeit weiterzuführen. Natürlich gelingt einem in einer ultra Traurigkeit kein zündender Funke. Vielleicht ist es aber die ultra Traurigkeit, die einen richtig zum Explodieren bringt. Der «Zaubertopf» beispielsweise ist in dieser Zeit entstanden. Können Sie in schwierigen Zeiten Kraft aus Ihrer Arbeit tanken? Ich glaube, dies löst die Farbe aus. Farbe stimuliert. Bestimmte Farbharmonien tun einfach gut. Ich möchte mich aber klar abgrenzen vom «Aus dem Bauch heraus»-Malen. Ich arbeite extrem nach Konzept. Ich benutze mein Instrumentarium. Früher habe ich fast intuitiv die Sachen gemacht. Heute habe ich eine stark formelle Seite. Diese kam hervor, als ich begann, die Farbe Schwarz zu benutzen. Lange habe ich gedacht: Nur keine bedrückenden Farben verwenden. Man weiss ja nicht, was man mit diesen hervorruft.

In Ihren Werken gibt es unheimlich viel zu entdecken. Wann ist Ihrer Ansicht nach ein Werk gelungen? Wenn das Bild etwas Einzigartiges in sich hat. Dann wird das von allen wahrgenommen. Das ist ein absoluter Wert. Ausgenommen sind Menschen, die so viel Farbe und diese Art von Ausdruck ablehnen. Diese schauen gar nicht hin. Bei den anderen Menschen werden neun von zehn dieselbe Arbeit als die stärkste betrachten. Wann ist für Sie denn ein Werk überhaupt fertig? Es gibt tatsächlich Arbeiten, bei denen man nach einem Jahr denkt: Das ist nicht gut genug. Dann erlaube ich mir, an diesem Werk weiterzuarbeiten. Das kommt aber sehr selten vor und ich markiere das Bild und trage dies in meinem Archiv akribisch nach. Der Wirtschaft geht es momentan nicht besonders gut. Die Währungskrise verunsichert die Konsumenten. Spüren Sie dies? Es ist schwieriger geworden mit den Galerien im

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Euroland zusammenzuarbeiten. Ansonsten spüre ich diese Krise nicht. Die Leute, die meine Bilder kaufen, machen dies aus Freude und nicht als Investition (lachend). Dies habe ich noch nicht erreicht. Ich glaube, dass in schwierigen Zeiten einzigartige Werke einen besonderen Wert haben. Bei diesen ist eine bestimmte Ehrlichkeit zu spüren. ▪

*zuR PERSon

Die 1959 in Altstätten geborene Sabeth Holland gehört zu den arrivierten, international tätigen, Schweizer Künstlerinnen. Sie schafft Plastiken aus Fiberglas, Bilder in Öl und bunte, märchenhafte Installationen, auch Wandbilder, Lithografien, Zeichnungen sowie Konzepte. Seit 1995 werden ihre Werke regelmässig auf internationalen Kunstmessen und in renommierten Galerien in ganz Europa gezeigt. www.sabethholland.ch

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BuchVOrSteLLunG

Text delia koch Foto belinda thanei

«mutBuch» einer StArken FrAu

der Gedanke an krebs ist wohl für jeden Menschen bedrohlich. umso mehr ist die art, wie Manuela Risch damit umgeht, für ihre Mitmenschen beeindruckend. Sie lässt sie ihre berührungsängste überwinden und macht so vielen Frauen Mut, dem Gespenst brustkrebs auf positive Weise die Stirn zu bieten. Wann haben Sie sich entschieden, das Buch «Diagnose Krebs» zu schreiben? Als uns mein Arzt die Diagnose mitteilte, brachte ich diese erst gar nicht mit mir in Verbindung. Sie konnte unmöglich mich selbst betreffen. Ich fing an, meine Gedanken aufzuschreiben, um zu mir selbst zu kommen. Es half mir, alles zu verarbeiten. Immer wieder fragten mich Freunde und Verwandte, ob sie mal etwas zu lesen bekämen. So reifte der Gedanke für ein Buch. Ein Interview in der «Liewo», in der meine Freundin Christel und ich unser Projekt «MaChri», die selbst gemachten farbigen Kopftücher mit Schild, vorstellen durften, war ein weiterer Schritt in diese Richtung. Im Sommer 2010 entschloss ich mich dann, das Buch für meine Familie zu schreiben.

Delia Koch (links) im Gespräch mit Manuela Risch

*diE autoRin

Manuela Risch, 44 Jahre alt, wuchs im Raum Zürich auf. Durch ihre liechtensteinische Mutter hatte sie immer eine starke Bindung zu Liechtenstein. Heute lebt sie zusammen mit ihrem Ehemann und ihren drei Kindern in Balzers. Sie ist mit Leib und Seele Hausfrau und Mutter.

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Beim Lesen Ihres Buches spürt man, wie wichtig Ihnen Ihre Familie ist. Fühlten Sie sich je alleingelassen? Nein, keinen Augenblick. Mein Mann unterstützte mich von Anfang an in jeder Hinsicht und meine Kinder erinnerten mich stets daran, dass sich das Leben auch in schweren Zeiten lohnt. Trotz allem bin ich glücklich und kämpfe weiter, wobei ich das Wort «Kämpfen» positiv empfinde. Ich war immer mit Leib und Seele Hausfrau und Mutter. Durch die Krankheit hat sich dieses Gefühl noch verstärkt und ich lebe noch bewusster. Was geht Ihnen durch den Kopf, jetzt, da Sie das fertige Buch in den Händen halten? Ich bin dankbar und stolz. Dankbar für liebe Menschen, die mir helfen und gute Gedanken schicken, auf mich zukommen und sich für mich und meine Familie interessieren. Mein Buch ist der Lohn fürs Kämpfen. Stolz bin ich, dass unsere Erbprinzessin Sophie die Schirmherrschaft für mein Buch übernommen hat. Ich möchte betroffenen Menschen Mut machen und ihnen sagen, dass man trotz Krankheit gut und glücklich leben kann. ▪

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BuchtippS

«in einer StürmiSchen nAcht» Roman von Sally O’Rourke, Blanvalet, 189 Seiten, 31.50 CHF

von delia koch

Robert und Laura treffen in den Dünen von Cape Fear, einem Landvorsprung vor der Atlantikküste des US-Bundesstaats North Carolina, das erste Mal aufeinander. Der kriegsversehrte Robert rettet Laura vor dem Ertrinken. Nach ihrer Genesung kehrt sie an die Küste zurück und lässt durch ihre Liebe Robert wieder an das Gute im Menschen glauben. Der ungewöhnliche Erzähler, Meteor, ein Golden Retriever, verleiht dieser Liebesgeschichte einen zauberhaften Charme. Eine Weihnachtsgeschichte für Romantiker und Hundefreunde. «Ich schnaubte verächtlich und wünschte mir ausnahmsweise, ich besässe die Fähigkeit der menschlichen Sprache. Dann hätte ich meinem törichten Herrn nämlich gesagt, dass er schon seit dem Tag, an dem er Laura aus dem Meer gezogen hatte, verliebt in sie war.»

«Gute GeiSter» Roman von Kathryn Stockett, btb Verlag, 604 Seiten, 31.50 CHF Jackson, Mississippi, 1962: Minny und Aibileen sind die «Guten Geister», wie man die schwarzen Dienstmädchen der weissen Ladies im damaligen Mississippi nannte. Einzig Miss Skeeter, eine weisse junge Lady, behandelt die beiden mit Respekt. Sie verbündet sich mit den Dienstmädchen von Jackson und verfasst ein Buch, in welchem sie anonym ihren Alltag im Haushalt ihrer Herrschaften, gezeichnet von der herrschenden Apartheid, schildern. Ein Buch über mutige Frauen in einer Zeit, in der Mut oft mit Leid, wenn nicht mit dem Tod bezahlt werden musste. Packend, traurig und doch komisch. «Aber Tatsache ist: Ich erzähl meine Geschichten gern. Es fühlt sich an, wie wenn ich was gegen das alles mach. Wenn ich wieder geh, ist der Beton in meiner Brust so weit zusammengeschmolzen, dass ich ein paar Tage atmen kann.»

«im üBerSchwAnG – AuS meinem LeBen» Biografie von Hannelore Elsner, Kiepenheuer & Witsch, 301 Seiten, 30.50 CHF Die Vollblutschauspielerin Hannelore Elsner erzählt Episoden aus ihrem unkonventionellen Leben, als wäre es ein Film. Verblüffend offen und ehrlich schildert sie ihr Aufwachsen in der Nachkriegszeit des damaligen Westdeutschland, ihren Werdegang als junge Schauspielerin und spätgebärende, liebende Mutter. Auf ihrem Weg zur renommierten und preisgekrönten Theater- und Filmschauspielerin trifft sie auf viele bekannte Grössen. Eine faszinierende Frau mit einer aussergewöhnlichen Lebensgeschichte. «Sonst trug ich natürlich meine Jeans, die ich mir sorgfältig zurechtgenäht hatte. Immer wenn sie ein bisschen ausgeleiert war, habe ich sie angezogen, mich in die heisse Badewanne gelegt und sie anschliessend am Körper trocknen lassen – das haben damals alle gemacht. Sie war dann so eng, dass ich kaum atmen konnte.»

«SehnSucht nAch LeBen» mit Bildern von Eberhard Münch, adeo Verlag, 175 Seiten, 26.90 CHF

Auch wenn plötzlich Probleme auftauchen, neue vielleicht

selber zu spüren. Neue Inseln schaffen, zur Ruhe finden. Daran können wir wachsen. Sich etwas zutrauen ist gar nicht so schwierig! Es braucht immerzu eine Portion Mut. Und das steckt in uns allen, man muss daran Glauben!

Manchmal denkst du: Nur noch der nächste Schritt geht. Wenn du das oft genug gedacht hast, hast du es auf einmal geschafft!

Diagnose Krebs Solche Engel brauchen wir, denn sie begleiten uns täglich . . .

Manuela Risch

aussichtslose Situationen auftreten – im Leben eines Jeden gilt das Credo «Die Hoffnung niemals aufgeben». Wichtig ist, sich

«diAGnOSe kreBS – SOLche enGeL BrAuchen wir, denn Sie BeGLeiten unS täGLich …» Manuela Risch, Van Eck Verlag, 103 Seiten, 24.90 CHF Manuela Risch

Margot Kässmann, Prof. Dr. theol., Dr. h.c., geb. 1958, ist evangelisch-lutherische Theologin und Pfarrerin. Sie schreibt über Sehnsüchte, wie die Sehnsucht nach Leben, Stille, Heimat, Mut, Kraft, Freiheit, Frieden, einem Engel, Gott, Trost, Geborgenheit und Liebe. Margot Kässmann schildert viele prägende Gegebenheiten aus ihrer langjährigen Praxis als Frau der Kirche. In ihrem Buch ermutigt sie die Menschen, ihre Sehnsüchte nach Leben zuzulassen, über den eigenen Zaun zu blicken und anderen Menschen beizustehen. Eine beeindruckende Frau mit Zivilcourage, die nicht nur gläubigen Menschen etwas auf ihren Weg mitgeben kann. «Es ist diese Sehnsucht nach Sinn, nach Lebensbalance, denke ich, die sich da zu Wort meldet. Die Sehnsucht, einfach irgendwohin zu gehören, Bedeutung zu haben, das eigene Leben nicht zu verschwenden, sondern etwas zu widmen. Ein Aufschrei der Seele, die nach einem Ort sucht, an dem sie Ruhe findet.»

van Eck Verlag

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Manuela Risch

Diagnose Krebs Solche Engel brauchen wir, denn sie begleiten uns täglich . . .

Vol. 3/2011 eben.Liebe.Laster.

Manuela Risch, Ehefrau und Mutter von drei Kindern, erhält im Alter von 42 Jahren die Diagnose Brustkrebs – ihre Kinder sind grade mal elf, acht und drei Jahre alt. Auf offene und ehrliche Art schildert sie die verschiedenen Stationen der Krankheit und den Weg, den sie und ihre Familie bisher gegangen sind. «Es gibt Licht – die Zeit arbeitet für mich. Mir hat meine Hebamme gesagt, jede Wehe, die ich verarbeitet habe, kommt nicht mehr zurück. So gesehen bin ich mit jedem Tag näher an meinem Ziel!»

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kuLturhiGhLiGhtS

StArke Stimmen

Reingehört und ausgewählt von Anouschka Nitzlnader und Tochter Chantal.

von beat Frick

tHEatER StALLerhOF Burgtheater Wien. Mit der Liechtensteinerin und Nestroy-Preisträgerin Sarah Viktoria Frick. Mi 11. und do 12. Januar 2012, TAK Theater Liechtenstein, Schaan/FL | www.tak.li

CHantalS oHRWÜRMER: irmA «Letter tO the wOrLd» Irma kennen bestimmt alle aus dem Radio, zumindest aber ihren Song «I Know». Es lohnt sich auch, die CD «Letter to the World» zu kaufen. Die Musik ist sehr gemütlich und passt zur Jahreszeit. Der Mix aus gemütlichem Pop und Irmas weicher Stimme lädt zum Relaxen ein. FABienne LOuVeS «FABuLöS» Fabienne habe ich im Sarganser Schloss das erste Mal singen gehört. Ihre Stimme und vor allem ihr Sinn für Humor haben mich total umgehauen. Beides ist auf ihrer CD «Fabulös» zu hören. Sie singt Dialekt, was die CD sehr zugänglich macht.

danCinG FünFerrOcken Abtanzen für Musikfans ab 40 Jahren. Eintritt: 5 Stutz – bei Nichtgefallen Geld zurück! Sa 10. dezember 2011, Schlösslekeller, Vaduz/FL www.schloesslekeller.li

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BLiGG «BArt ABer herzLich» Sein Hip-Hop/Rap auf Schweizerdeutsch ist einfach symphatisch, und seine Texte überraschen mich immer wieder. Sie sind sowohl witzig als auch ehrlich … und auch ein wenig ironisch. Seine Musik belebt mich.

SiSter BLiSS dJ-Set (FAithLeSS, uk) Rares und exklusives DJ-Set. Top 3 DJ female in the world! Sa 10. dezember 2011, Plaza, Zürich/CH www.plaza-zurich.ch Wir setzen Sie auf die Gästeliste! Gewinnen Sie zwei tickets: Senden Sie eine E-Mail mit dem Vermerk «Sister Bliss», Ihrem Namen und Ihrer Adresse an beat@l-magazin.com

auSStEllunGEn BLickFAnG Die internationale Designmesse für Möbel, Mode und Schmuck. FR 25. bis So 27. november 2011 Kongresshaus Zürich/CH FR 23. bis So 25. März 2012 E-Halle Basel/CH | www.blickfang.ch StGALL - die SpitzenGeSchichte Eine der weltweit bedeutendsten Spitzensammlungen, die von den hiesigen Textilern aus ganz Europa und Übersee zusammengetragen worden ist. bis 29. Januar 2012, täglich 10.00 bis 17.00 Uhr, DO 10.00 bis 20.00 Uhr, Textilmuseum St. Gallen/CH www.textilmuseum.ch konzERtE cAmiLLe Das französische Stimmwunder! Mi 7. dezember 2011 Kaufleuten, Zürich/CH www.kaufleuten.ch BettinA cAStAñO und die ALder BueBe Flamencotanz zu Hackbrett, Handorgel, Geige und Kontrabass. So 15. Januar 2012, TAK Theater Liechtenstein, Schaan/FL | www.tak.li

anouSCHkaS oHRWÜRMER: tOni Bennett «duetS ii» Auf diese CD habe ich schon sehnlichst gewartet. Toni Bennett singt Duette mit Lady Gaga, Amy Winehouse, Sheryl Crow, Andrea Bocelli und vielen anderen. Die CD eignet sich super für Kuschelstunden – und mein Warten hat sich auf jeden Fall gelohnt. JAmeS mOrriSOn «the AwAkeninG» Brandneu auf dem Markt ist «The Awakening» von James Morrison. Seine Stimme ist unverkennbar, was, wie er meint, von der schweren Keuchhustenerkrankung stammt, unter der er als Kind gelitten hat. Morrison ist nicht nur ein klasse Sänger, sondern auch ein brillanter Songwriter.

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tanz OckhAm’S rAzOr Akrobatisches Luft-Tanz-Theater aus England. Atemberaubende Unterhaltung für alle ab zehn Jahren. Sa 28. Januar 2012, TAK Theater Liechtenstein, Schaan/FL | www.tak.li Gewinnen Sie zwei tickets: Senden Sie eine E-Mail mit dem Vermerk «Razor TAK», Ihrem Namen und Ihrer Adresse an beat@l-magazin.com EVEntS ALtitude FeStiVAL: durAn durAn Das neue Winter Musik Event in Klosters, in Verbindung mit dem Klosters Snow Polo Turnier Sa 21. Januar 2012, Auf Christli’s, Klosters/CH www.altitudeklosters.com

AnnA ternheim Schwedens grossartige Stimme FR 24. Februar 2012 Kaufleuten, Zürich/CH www.kaufleuten.ch

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Anouschka Nitzlnader, Sängerin aus Leidenschaft, Mauren/FL Chantal Nitzlnader, Musicaldarstellerin und Gesangspädagogin, Mauren/FL www.anouschka.li | www.chantal.li

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Weitere infos zu den Gewinnspielen auf Seite 55


21. und 22. Januar 2012, ab 12 Uhr Mittags 21. und 22. Januar 2012, ab 12 Uhr Mittags Altitude Festival Gelände, Auf Christli’s, Klosters Altitude Festival Gelände, Auf Christli’s, Klosters Open-Air Konzert Open-Air Konzert

DURAN DURAN DURAN DURAN PEGASUS PEGASUS ELONA KANE KANE ELONA

Winter-Wonderland aus Live-Musik, Food und Kinder-Entertainment Winter-Wonderland aus Live-Musik, Food und Kinder-Entertainment Inbegriffen ist der Eintritt zum Klosters Snow Polo Turnier Inbegriffen ist der Eintritt zum Klosters Snow Polo Turnier Alpine Soul Kitchen Nightclub Alpine Soul Kitchen Nightclub Tickets ab sofort erhältlich Tickets ab sofort erhältlich Kinder unter 14 Jahren haben freien Eintritt Kinder unter 14 Jahren haben freien Eintritt www.altitudeklosters.com www.altitudeklosters.com


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Scharf nachgedacht: SExSpIELZEUG MAcHT FREUDE

Barbara Balldini

Es macht wirklich Spass, Sexspielzeug zu besitzen und sich damit selbst grösstmögliche Freude zu schenken. Dabei liegt es buchstäblich in Ihrer Hand, was Sie damit machen, und wie weit Sie gehen mit dem süssen, fröhlichen «Teil», das Sie in Verzückung bringt.

Sextoys können mehr als nur einen Orgasmus zaubern. Sie können vor allem das «Halleluja-ja-ja-jaaah» aus Ihnen herausholen, das Sie sich immer so gewünscht haben. Sexspielzeug ist spannend und entspannend, nicht nur für die Damen, sondern auch für die Herren der Schöpfung und eben auch manchmal der Erschöpfung. Wozu sich und sie schwitzend und keuchend in den Himmel der Verzückung jagen und rackern, wenn es doch so einfach sein kann? So beruhigend. Wir Frauen verwenden schliesslich schon lange technische Hilfsmittel im Haushalt. Wir benutzen Mixer seit ewigen Zeiten, statt uns die Arme lahm zu schütteln. Warum nicht auch im Bett Unterstützung holen? Da müssen sich die lieben Herren keine Gedanken machen, dass wir Sexspielzeug vor die Natur des Mannes stellen – nein, aber das eine und das andere bringt immens Freude und Spass ins Schlafzimmer. Es gibt so herrlich viele schöne, lustige, bunte, edle, erotische, aufregende, nützliche Spielsachen, die ihre Wirkung nicht verfehlen. Und seit es Erotik-Lifestyle-Boutiquen gibt, haben selbst Sexshops ihren schmuddeligen Touch verloren. Ein Besuch lohnt sich allemal und sei es nur um des Staunens willen.

rote Schachtel in Herzform. Dann können Sie diese Accessoires ohne Weiteres auf Ihrem Nachtkästchen platzieren. Aber machen Sie es auf keinen Fall wie jene Dame, die ihre Dildosammlung demonstrativ in einer Glasvitrine beleuchtet in ihrem Schlafzimmer präsentierte und sich anschliessend fragte, warum ihre Lover Schwierigkeiten mit der Manneskraft hatten … Weihnachten steht vor der Tür und warum nicht mal ein Geschenk der besonderen Art unter den Baum legen? Vorausgesetzt, man hat die Schwiegermutter nicht zum «O du fröhlichen»-Abend eingeladen. Und auch der hoffnungsvolle Nachwuchs sollte schon friedlich schlummern. Zum Schluss noch ein heisser Tipp an die Männer: Vermeiden Sie es, Reizwäsche unter den Baum zu legen, besorgen Sie stattdessen besser ein stylisch edles buntes «Teil». Und bitte keine naturgetreuen Ausführungen – denn wenn einer Frau der Sinn nach Natur pur steht, zieht sie den Herrn der Schöpfung jedem Spielzeug vor. ▪

Da Geschmäcker und Obsessionen verschieden sind, findet man eine Vielzahl an Produkten, die mitunter der Unterstützung eines Fachpersonals bedürfen. Und ob Sie sich nun einen Dildo oder einen Vibrator zulegen, in welcher Grösse und Farbe auch immer, geben Sie Ihrem Spielzeug ein schönes «Drumherum». Besorgen Sie sich dafür eine edle Box oder ein seidenes Tuch, vielleicht eine

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* In jeden Haushalt gehören

ein Kochlöffel und ein Vibrator.


Gewinnen Sie 2 eintritte für Ockham’s razor, SA 28. Januar 2012, tAk

*buCHtiPP

«besser Schlampe als gar kein Sex. intimer Schriftverkehr» Barbara Balldini, Kyrene Verlag, 107 Seiten, 20.50 CHF

L GewinnSpieL Nur für unsere Leserinnen

Senden Sie eine E-Mail mit dem Vermerk «Razor TAK», Name und Adresse an beat@l-magazin.com

zwei eintritte für den Akrobatikworkshop mit den künstler/innen von Ockham’s razor am Fr 27. Januar 2012 zu gewinnen: Senden Sie eine E-Mail mit dem Vermerk «Workshop TAK», Name und Adresse an beat@l-magazin.com

Guten Sex hat man dann, wenn man gut davon spricht, auch wenn man keinen hat. Noch immer ist nämlich nicht geklärt, ob man zuerst über den Sex gut sprechen muss, um einen zu haben, oder zuerst einen haben muss, um gut darüber zu reden. Diesen tagesfüllenden Fragen geht Barbara Balldini in ihrem Sexführer nach, den sie keusch «intimen Schriftverkehr» nennt. Im Sinne einer literarischen Sexualtherapeutin nimmt sie alle Körperteile einzeln ins Visier und untersucht sie, wie sie sich mit entsprechenden Techniken quietsch-fidel sexuell nutzen lassen. Dabei kommen allerhand seltsame Gerätschaften zum Einsatz und ergeben eine theatralische Inszenierung, bei der der Sex die Hauptrolle spielt. Was Sie schon immer über Sex wissen wollten ... steht hier drin. Ein Orkan von Frau fegt bei ihrem Buchdebüt über Tabus und LeserInnen hinweg. Barbara Balldini lebt in der Welt des Sexus. Sie weiss, wovon sie spricht, und spricht darüber. Mit dir. Mit mir. Mit uns ...

*WEitERE inFoS tak theater liechtenstein, Schaan/Fl www.tak.li

11.01.12 | 12.01.12 Stallerhof | Burgtheater Wien Mit der Liechtensteinerin und Nestroy-Preisträgerin Sarah Viktoria Frick

Alles ist möglich.

TAK Theater Liechtenstein T + 423 237 59 69, vorverkauf@tak.li

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Vol. 1/2011 eben.Liebe.Last eben.Liebe.Last Vol. 3/2011 er. er.

www.tak.li


Laster.

59 60 ModE Eleganter look 65 MakE-uP Mit Maika bernegger zum perfekten auftritt 72 klEidERSCHRank dJ Fred dee steht auf Christian dior 74 MuSt-HaVES da schlagen Frauenherzen höher 75 koluMnE Ralf bruggmanns Männerwelt 77 GESCHEnkE Worauf man(n) steht 78 GouRMEt Feines für die Festtage 80 dolCE (kreative) Festtagsleckereien

Passion der leidenschaft

Spitzen-Sache

Bei Lis Dessous in Buchs, Nebenbachweg 23

«Sobald jemand Geheimnisse über Dessous ausplaudert, die geheimen Gedanken und Gefühle dazu, werden sie noch erregender: Ihr Nimbus wird dichter, ihr Mysterium grösser, ihre Geschichte spannender. Eine Frau, die schöne Dessous trägt, hat immer etwas zu erzählen. Und immer etwas zu verschweigen.» Auszug «Dessous» von Eva Gesine Baur. Lis Dessous, Tel. +41 81 756 24 33

«Fett macht nicht aus Prinzip fett» Diese provokante Aussage stammt von Paolo Colombani, Dozent an der Universität Zürich. In seinem Buch klärt Paolo Colombani auf, dass Fett nicht schlecht und das Cholesterin genauso wenig ein Problem ist wie der Kaffee. Aber das soll jetzt kein Freipass für Schlemmereien sein. Fettnäpfchen gibt es zuhauf. Dottore Colombani klärt auf. Mehr dazu Seite 34 «Fette Irrtümer – Ernährungsmythen entlarvt», Paolo Colombani

10. dezember Abtanzen für 5 Stutz. ab 19 uhr

Wer sagt denn, dass sich Musikfans ab 40 nur zu ABBA und Creedence Revival be-

Im Hotel Hof Weissbad sind die Lobby sowie die öffentlichen Räume des Hotels ab dem 1. Advent mit 30 Christbäumen dekoriert, welche von 30 Persönlichkeiten aus dem Appenzellerland geschmückt werden. Das Motto lautet «Stickereien» – ein romantischer Advent steht bevor. Vielleicht auch sündiger Silvester? Der 31.12.2011 wird ebenfalls zur «Spitzennacht» erklärt. www.hofweissbad.ch wegen? Das neue Schlösslekeller-Format «Fünferrocken» richtet sich an all jene, denen schon lange das Gefühl abgeht, endlich wieder einmal wie der Lump am Stecken zu tanzen. Rock, Pop, Indie, World Music – alles was tanzbar ist, aber bloss kein Techno! Präsentiert von handverlesenen DJs. Eintritt 5 Stutz. Und bei Nichtgefallen Geld zurück! Vaduz/FL www.schloesslekeller.li Gönnen Sie sich etwas besonderes

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Wimpernwelle

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kurz und gut WoCHEnWEttbEWERbE

Wettbewerbe ab dem 22. November 2011 mit wöchentlichen Verlosungen in allen Geschäften in Schaan. Nach den Montag Nachmittags Verlosungen kommen alle Talons zur Hauptverlosung für einen Gutschein im Wert von 1000.00 CHF. info@igschaan.li

loVE MinutE

Schenke Zeit: Zum Beispiel für die Silvestergala mit TanzBand, 9-gängigem Gourmetmenü inklusive Aperitif und Mitternachtschampagner, Feuerwerk, Neujahrswalzer und Ausklang in der Bar-Lounge «Purpur» im Geniesser- und Kuschelhotel Gams in Bezau.

latERnliWEG

Der Laternliweg beim Berghotel Schwägalp ist vom 10. November und bis 24. März 2012 beleuchtet. Zwischen dem romantischen Marsch laden ein heisser Punsch oder ein gemütlicher Fondue- oder Racletteplausch im Gasthaus Passhöhe oder Berghotel Schwägalp ein. www.saentisbahn.ch

GolFEn iM WintER

Golfen ist auch im Winter ein tolles Erlebnis. Zum Beispiel auf der Golf-Trainingsanlage in Diepoldsau, wo dank einer Beleuchtungsanlage neu auch in den Wintermonaten die Möglichkeit besteht, abends Bälle zu schlagen. www.inselgolf.ch

HaaRtREndS

In diesem Winter sind Pferdeschwänze, Zöpfe und langes, offenes Haar im RomantikLook hoch im Kurs. Farbtechnisch ist gebleichtes Haar sehr in Mode.


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EsteĂŠ Lauder


ModE | laStER

estlicher Advent Estée Lauders exklusives Schminkset von Michael Kors.

Die elegante Mode zeigt sich in diesem Advent von ihrer sinnlichen Seite: Weiblichkeit ist angesagt! Moderedaktion Jnes Rampone-Wanger

Jetzt beginnt die Zeit der vorweihnachtlichen Festivitäten: Gediegene Firmenanlässe, gemütliche Familienferien und fröhliche Partys lassen die langen Dezembernächte erstrahlen. Glänzen Sie mit! Die Auswahl an Glamourmode ist gross, und mit funkelndem Glitzerschmuck, einem gekonnten Abend-Make-up und Ihren schönsten Schuhen sind Ihnen bewundernde Blicke sicher. Besonders angesagt sind BraunGold- und Rottöne, aber auch ein kräftiges Blau kann festlich aussehen. Und wer auch in der Adventzeit sinnlich seine Krallen zeigen will, setzt auf Animal-Prints in allen Facetten, aber immer in einem edel verarbeiteten Schnitt. ►

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St. Nikolaus war da und hat S端sses gebracht!

Manor


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Ob ich damit punkten kann?

H&M

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Da wird jemand Augen machen ‌

Vera Mont


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Nur für mich

make-up für lange party-nächte Für den ganz grossen Auftritt lohnt sich ein professionelles Make-up aus dem Kosmetiksalon, das auch nach einer durchtanzten Nacht noch taufrisch aussieht. Maika Bernegger, diplomierte Visagistin aus Triesen, zeigt an der 27-jährigen Bankkauffrau Jsabella Hofer aus Buchs, wie es auch zu Hause geht. Text Jnes Rampone-Wanger Fotos zVG

1 . Haare aus dem Gesicht stecken und nach gründlicher Reinigung, Pflege und Grundierung mit Makeup und Puder immer zuerst die Augen schminken. 2. Zum Schutz vor herunterfallenden Lidschattenfarbpartikeln tupft Maika Bernegger losen Puder auf die Wangenknochen. Lidschattenregel: Den hellsten Ton immer unter der Braue anbringen. 3. Kräftiger und dunkler darf es abends am Lidrand und in den Augenwinkeln sein. Die Visagistin arbeitet mit verschieden breiten Kosmetikpinseln. 4. In Form gebürstete und perfekt nachgezogene Augenbrauen gehören zum perfekten Abend-Make-up wie ein Rahmen zu einem schönen Bild. Aber aufgepasst: Weniger Farbe ist hier oft mehr Wirkung! 5. Wimpern tuschen fürs grosse Make-up braucht Zeit und Geduld: Tusche auftragen, trocknen lassen, Tusche auftragen, trocknen lassen und dies wiederholen bis zum gewünschten Glamoureffekt. 6. Die professionelle Visagistin trägt auch den Lippenstift immer mit dem Pinsel auf und rät: «Wenn die Augen stark geschminkt worden sind, sollten die Lippen ihnen nicht durch eine übertrieben kräftige Farbe die Show stehlen.» 7. Ein Hauch – und wirklich nur ein Hauch – Rouge rundet das Abend-Make-up ab und Jsabella Hofer startet strahlend schön in eine lange Party-Nacht. ▪

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Talbot Runhof

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Marc Cain

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koMFoRtablES SEHEn

AM BILDSCHIRM

Die Tätigkeit am Computer stellt hohe Anforderungen an die Augen. Der Blick wechselt ständig zwischen Manuskript, Tastatur und Monitor. Dabei müssen sich die Augen immer wieder auf verschiedene Helligkeiten, Kontraste und Entfernungen einstellen. So kann auch der kleinste Sehfehler zu Beschwerden führen. Die Korrektur kann in vielen Fällen die Leistungsfähigkeit und Konzentration markant steigern und die Beschwerden reduzieren.

kühnis brillen & optik aG Gerbergasse 1 9450 Altstätten/CH Tel. +41 71 755 30 55 altstaetten@kuehnis-optik.ch Bahnhofstrasse 21 9470 Buchs/CH buchs@kuehnis-optik.ch Tel. +41 81 756 26 76 www.kuehnis.ch

Ein nEuER nudo

EIN RING MIT SYMBOLCHARAKTER 10 Jahre nach dem allerersten Nudo feiert Pomellato eine neue Version mit neuen Grössen und atemberaubenden Farben. Den Neuen trägt man wie man einen echten Nudo trägt – entweder als einzelnen Ring oder in Kombination mit weiteren Nudo-Ringen, für besondere Farbenspiele. Nudo ist quasi ein «Passepartout», denn jede Frau wählt instinktiv ihre perfekte Kombination aus und bringt dadurch ihren individuellen Geschmack zum Ausdruck.

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Im Advent gibt es von der IG Schaan wieder verschiedene Aktionen, welche das Grübeln über ein passendes Geschenk erleichtern. 22. nov: Beginn Wochen-Wettbewerb in allen Geschäften in Schaan; 25. nov: Start des schaantastischen Advents um 17.00 Uhr auf dem Lindaplatz; 03. dez: Nikolausmarkt mit offenen Geschäften und Restaurants bis 20.00 Uhr. Kutschenfahrten mit verschiedenen Haltestellen an den IG Geschäften mit Attraktionen.

iG Schaan Postfach 453 9494 Schaan/FL Tel. +423 262 73 41 info@igschaan.li

ES WEiHnaCHtEt SEHR

IG SCHAAN IM ADVENT


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Perfekt f端r eine lange Party-Nacht.

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Erinnerst du dich noch an unser erstes Date?

Vera Mont

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KLEID: SPAN. DESIGNER

T-SHIRT LILA UND ROSA: DOLORES PROMESAS

wAS träGt mAdrid?

Verspielte Muster oder kariert und nüchtern? Text Elena Carvajal Fotos Silvia Cobo

liebe und beruf haben Elena Carvajal, eine 31-jährige Vaduzerin mit spanischen Wurzeln, nach Madrid geführt. Seit vier Jahren lebt die Revenue Managerin in der spanischen Hauptstadt und beobachtet gespannt die Mode des Südens. Fürs Magazin «l...leben.liebe.laster.» ist sie in die modische Welt der Madriderinnen eingetaucht. Das Leben in Spanien hat sich seit Ende der Siebzigerjahre gewaltig verändert und damit auch die Mode. Die spanische Frau ist modebewusst und legt viel Wert auf ihr Äusseres. Ein Streifzug durch die Modelandschaft zeigt, dass diese so kontrastreich wie das Land und seine Leute ist. Vor wenigen Wochen haben die spanischen Modeschöpfer ihre jüngsten Kreationen auf der Madrid Fashion Week präsentiert. Spanische Designer sind trotz Wirtschaftskrise hoch im Kurs, kaum eine Spanierin, die nicht im Besitz eines Kleidungsstücks oder Accessoires der aktuellen Jungdesigner ist.

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Hier eine kleine Auswahl für den nächsten Madrid-Trip: biMba Y lola: elegant und zeitlos. Wer Taschen liebt, ist hier an der richtigen Adresse. Vor wenigen Jahren noch ein unbekanntes Modelabel, ist Bimba y Lola heute in über zehn Ländern vertreten. Markenzeichen dieses nordspanischen Hauses sind edle Taschen und geschmackvolle Schuhe für jede Gelegenheit. Weitere begehrte Accessoires aus dem Hause Bimba y Lola sind Ketten, Gürtel, Armreife, Tücher und Lederhandschuhe. daVid dElFin: androgyn und verrückt. Seine Mode ist radikal und sehr provokativ. Im schrillen Stadtteil Chueca, dem Szenetreffpunkt Madrids, stürmen David Delfins Fans die kleine Boutique, in welcher die Frau alles für den perfekten Garçon-Look findet. Am begehrtesten sind derzeit Hochwasserhosen und asymetrische Oberteile. doloRES PRoMESaS: bunt und geblümt. Dolores Promesas ist vor allem für Kleider in fröhlichen Farben und verspielten Mustern bekannt. Die Designerin greift tief in den

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EL GANSO

Farbtopf und spart weder bei Maschen noch bei Stickereien. Ihren ersten Laden hat sie vor Kurzem im Stadtteil Malasaña, dem authentischsten Viertel der Stadt, eröffnet. Seitdem bekannte Fernsehmoderatorinnen die Kreationen von Dolores Promesas tragen, finden Kundinnen Geschäfte der Madrider Designerin nun auch ausserhalb der spanischen Hauptstadt. El GanSo: kariert und nüchtern. Wenn der Name nicht das Gegenteil verraten würde, könnte man auf den ersten Blick denken, dass es sich um ein traditionelles britisches Label handelt. Etwas bieder im Vergleich zu den anderen spanischen Marken, sind die Kleider meist in dunklen Farben gehalten. Ein wenig Abwechslung bringen dezente Pastelltöne. Äusserst beliebt sind die bekannten El-Ganso-Blazer bei den Bewohnern des exklusiven Barrio-de-Salamanca-Bezirks. In diesem edelsten und teuersten Stadteil befinden sich die Geschäfte der nobelsten Juweliere sowie die elegantesten Boutiquen Spaniens. zaRa und ManGo haben weltweit den Mainstream erreicht. Zwischen ihnen und Loewe, Victorio y Lucchino, Jesús del Pozo oder Felipe Varela (Prinzessin Letizias Lieblingsdesigner) bieten lokale Fashion-Grössen eine weitere kreative und lustvolle Dimension spanischer Mode. ▪

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TASCHE: BIMBA & LOLA

*inFo www.bimbaylola.es www.davidelfin.com www.elganso.com www.dolorespromesas.com

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Fredi GiLGen

(dJ Fred dee), eSchen/FL

Jahrgang: 1965 zivilstand: Ledig beruf: Selbstständiger Marketingberater dJ seit: 1994 lieblingsmusik: Da gibt es jede Menge Hobbys: Musik und Fitness

Mein Modestil ist ... unterschiedlich, wobei die Tendenz zurzeit in Richtung sportlich elegant geht. Eine lässige Jeans kombiniert mit Hemd bzw. T-Shirt, tailliertes Sakko und elegante Schuhe. Wenn möglich soll alles schwarz sein. Schuhe ... in der Regel Turnschuhe oder elegante Halbschuhe, im Sommer des Öfteren Flip-Flops und in strengen Wintermonaten müssen die Schuhe auf jeden Fall vor Kälte schützen, aber trotzdem gefallen und ja, schwarz sollten sie schon sein. Gekauft und nie getragen ... da gibt es doch ein paar Stücke. Gute Musik und eine coole Atmosphäre in Kleidergeschäften haben mich früher oft dazu bewegt, etwas zu kaufen, das mir zu Hause ohne das Einwirken dieser verkaufsfördernden Elemente überhaupt nicht mehr gefallen hat. Ich besass einige Stücke, die Jahre später noch mit dem Preisschild versehen waren. Ich denke, die Berghilfe hatte ihre helle Freude damit. Mein liebstes accessoire ... eine zeitlose Omega-Uhr mit Metallband, die ich 1976 zu meiner Firmung bekommen habe. Ein Armband aus Elchleder und Elchhorn, versehen mit einem Silberdraht-Zopfmuster sowie ein massiver, schwerer Silberring. Bei speziellen Anlässen trage ich manchmal auch einen vom Goldschmied angefertigten schweren Silberring, versehen mit DJ-Logo aus Gelbgold und Zahnschmuck, den ein Zahntechniker für mich entworfen hat: Weissgoldstripe mit vier Diamanten sowie Eckzahnhülse aus Gelbgold mit einem grossen F bestehend aus 14 Diamanten. in der Freizeit trage ich ... meist Jeans, Turnschuhe und ein Shirt – es sollte einfach bequem sein. Wenn ich mich von meiner besten Seite zeigen will, ziehe ich ... mich nicht unbedingt anders an als üblich. Schliesslich möchte man sich immer von seiner besten Seite zeigen. Sauber und gepflegt muss es aber schon sein. ►

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klEidERSCHRÄnkE | laStER

tattoos und Schmuckstücke bedeuten mir ... deshalb etwas, weil jedes davon seine eigene Geschichte erzählt und deshalb auch irgendwie zu meinem Leben gehört. im bett trage ich ... meist bequeme Shorts und ein T-Shirt. bei meinen auftritten als dJ kleide ich mich ... in der Regel nach meinem persönlichen Empfinden, manchmal dem Anlass entsprechend oder auch nach vorgeschriebenem Dresscode. Es kommt ein wenig darauf an, was du wann für wen machen musst. Mein lieblingsduft ... seit Jahren Homme von Dior – ich komme nicht mehr los davon. ▪

Text Jnes Rampone-Wanger Fotos Maurice Shourot

Cours de Rive 7 1204 Geneva 022 310 42 01

Storchengasse 8 8001 Zürich 044 210 25 00

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laStER | GlitzERPaRadE

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CHRIST Diamanten-Collier, 1299.00 EUR Diamanten-Ring, 999.00 EUR

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Steel by CHRIST Silber-Collier mit Anhänger, 79.90 EUR


koluMnE | laStER

Adams Apfel oBST UND GEFÜHLE Ralf Bruggmann

Die besten Männer sind offenbar Kokosnüsse, besser noch Litschis oder Wassermelonen.

Männer können ihre Gefühle nicht zeigen. Wer diesen Satz einer Suchmaschine ins virtuelle Ohr flüstert, erhält als Antwort über 2,7 Millionen Einträge. Einige Klicks später landet man im undurchdringlichen Dschungel der Diskussionsforen und stolpert immer wieder über die von Männerfingern getippte Feststellung, dass Frauen gar nicht wollen, dass Mann bei seinen Emotionen auf Freilaufhaltung setzt. Stattdessen würden echte Kerle bevorzugt, harte Felsbrocken in der Brandung des Lebens. Männer hätten zwar durchaus Gefühle und könnten sie auch zeigen. Doch sie dürfen nicht. Ansonsten droht ihnen die Boykottierung durch die Damenwelt. Oftmals wird diese Meinung auch aus weiblicher Sicht bestätigt. Ein harter Mann, cool und durch nichts aus der Ruhe zu bringen, wirke ungleich anziehender auf eine Frau als ein lediglich aus anatomischer Sicht männliches Wesen, das sich schon beim Vorspann von Bambi dem Drängen seiner Tränendrüsen geschlagen gibt. Einen herzensguten Mann mit einer Schwäche für Bilder von Tierbabys an ihrer Seite zu haben, sei in gewissen Momenten zwar durchaus schön, aber auf Dauer langweilig. Allerdings müssten Frauen auch in Beziehungen mit testosterongetränkten Partnern mit einem bösen Erwachen rechnen, wenn der Machismo allmählich sexistische, aggressive oder vergleichbar idiotische Ausmasse annimmt und in der Gefühlskälte der Erfrierungstod droht. Wenn nun der Eindruck entsteht, Frauen wüssten nicht genau, welchen Typ Mann sie wollen, wird dieser in besagten Diskussionsforen gern durch eine einfache Schlussfolgerung entkräftet.

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Die besten Männer sind offenbar Kokosnüsse, besser noch Litschis oder Wassermelonen. Irgendwie süss, ein bisschen behaart, mit harter Schale und weichem Kern. Abgeklärt und cool gegen aussen, ein Vin Diesel für unterwegs, zu Hause jedoch gefühlvoll und sensibel, solange bei Bambi die Augen trocken bleiben. Männer dürfen ihre Gefühle also zeigen, müssen jedoch auf die Dosierung achten. Nicht zu viel, nicht zu wenig. Und hier entsteht schon die nächste Schwierigkeit, denn Männer tun in der Regel das, was sie können und wirklich gut beherrschen. Wenn sie nicht sicher sind, ob sie etwas richtig machen, lassen sie es häufig lieber bleiben. Also polieren sie die Oberfläche der Wassermelonen und lassen das Fruchtfleisch im Innern verkümmern. Und die Frauen entdecken schliesslich, was unter der Schale steckt und schreiben in Diskussionsforen, dass es im Laden mal wieder nur ungeniessbare Melonen gab. ▪

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* Ralf Bruggmann gibt’s auch im Netz unter disputnik.wordpress.com.

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laStER | obJEkt dER bEGiERdE Stairway to Party bei Deichmann

Glitzer für die augen von Bobby Braun www.bobbibrowncosmetics.com Glücksbringer für den Jahreswechsel www.calida.com

Sternschnuppen

Goldiges gesehen bei Manor

passend zum Advent und zur festlichen Weihnachtszeit haben wir edle Accessoires gesucht und gefunden. oh du fröhliche … bluse von Marc Cain

Goldsparkler von The Body Shop

Portemonnaie gesehen bei Manor

Glitzriges von Marc Cain Josefine dress

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Gold von kopf bis Fuss gesehen bei Manor


obJEkt dER bEGiERdE | laStER

herrenGeSchenke

Für meinen Liebsten zu Weihnachten ...

Capalina, der Skihelm aus Carbon und weichem Leder www.zai.ch

hurchill nicht nur C n ... liebte zigarre

davidoff erhältlich bei Cigars Mangeng, Rheineck

Für Sportliche Nie mehr kalte Hände mit heizbaren Handschuhen aus dem Prättigau www.snowlife.ch

bose Soundlink® Wireless Mobile Speaker erhältlich bei Lehner Akustik, Sevelen

Für zeitlose Sportliche Uhr von Puma www.puma.com

Für abenteurer Exklusives Schlittenhundeabenteuer in der Ostschweiz, www.geschenkidee.ch

Für dufte typen Tom Ford www.esteelauder.ch

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nicht nur Socken … diese von Falke sind etwas ganz Besonderes – und aus Cashemere

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ourmetund Festtage

Die Fest- und Gourmettage stehen vor der Tür. Es liegt auf der Hand, dass während der schönsten Zeit des Jahres nur das Beste auf den Tisch kommt. Auch Ruth Johnson, die bekannte Schweizer Köchin, weiss, worauf der Gaumen Appetit hat. Für sie gehört ein Kalbsmedaillon, welches mit aphrodisischen Produkten hergestellt wird, auf den Festtagstisch. Doch Vorsicht, aphrodisierende Gerichte können Sie aus dem Konzept bringen. Fotos ulla Mayer-Raichle

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So wird’s gemacht 1. Den Backofen auf 70 Grad vorheizen und zugleich zwei Teller und eine Platte mit einem Kuchengitter darauf mit vorwärmen.

«kalbsmedaillon an Grüntee-SternanisSauce» zutaten 300 g Kalbsmedaillon, circa 3 cm dick geschnitten Gewürzsalz (Rezept siehe unten) 1 EL Olivenöl Sauce: ½ TL Grüntee 100 ml heisses Wasser 100 ml Weisswein ½ Schalotte, fein gehackt 2 Zweige Zitronenthymian 1 Sternanis 100 ml Kalbsfond 50 g Butter 2 Zitronenthymianzweiglein und 2 Sternanis als Garnitur

Rezept Gewürzsalz: 300 g Salz, 15 g Paprika, 5 g frisch gemahlener Pfeffer. Zutaten mischen und in einem fest verschliessbaren Behälter aufbewahren. Eignet sich sehr gut zum Würzen von Fleisch vor dem Anbraten.

2. Für die Sauce den Grüntee mit dem heissen Wasser übergiessen und 10 bis 15 Minuten ziehen lassen. Dann abseihen. Die Kalbsmedaillons würzen und in der heissen Öl-Butter-Mischung auf jeder Seite etwa eine Minute anbraten. Sofort auf das Kuchengitter in den Ofen geben und 30 bis 40 Minuten nachziehen lassen. 3. Für die Sauce den Weisswein mit Schalotte, Zitronenthymian und Sternanis aufkochen und die Flüssigkeit auf die Hälfte reduzieren. Den Grüntee und den Kalbsfond dazugiessen, erneut aufkochen und etwa 20 Minuten schwach köcheln lassen. Die Sauce durch ein mit einem Mulltuch ausgekleidetes Sieb in eine kleine Pfanne giessen, dabei Sternanis und Zitronenthymian entfernen und die Schalotten gut ausdrücken. Die Sauce auf 80 ml reduzieren. 4. Kurz vor dem Servieren die Sauce nochmals aufkochen, die kalte Butter in Flocken darunterrühren und abschmecken. Etwas Sauce auf die vorgewärmten Teller giessen, die Kalbsmedaillons darauflegen und mit Zitronenthymian und Sternanis garnieren.

GouRMEt | laStER AphrOdiSiAkA anis war im alten Griechenland und Rom eines der meistgenutzten Gewürze. Er soll die Lust zum Beischlaf fördern. die Schalotte oder auch die zwiebel sind nebst dem Knoblauch das wichtigste Aphrodisiakum. Zwiebeln waren jahrhundertelang aus den Klöstern verbannt und jungen Mädchen blieb der Zwiebelgenuss versagt. Das alles hatte einen Grund: Der Genuss von Zwiebeln heizt die Libido an und stärkt die Sexualorgane. Sie wirken roh und gekocht. Wein spielt eine wichtige Rolle als Enthemmer. Das ist auch gut so, dennoch Worte der Warnung: Wein wird zum eindeutigen Anaphrodisiakum, wenn Sie Ihre Nervosität mit zu viel dieser Flüssigkeit ertränken wollen. Sie verfallen in ein Delirium und verpassen wunderbare erotische Stunden! Schokolade ist die perfekte Mischung ausgewählter Zutaten. Sie wärmt, macht Herz und Seele weich und «Zauberstäbe» hart. Sie macht ganz einfach glücklich. Sellerie ist das bekannteste pflanzliche Aphrodisiakum. Ein Selleriesalat soll die Liebeslust besonders anregen.

PS: Zerstampfte Kräuterkartoffeln passen sehr gut zum Parfümieren von verschiedensten Suppen, Saucen und Gerichten verwenden.

*inFo

Weitere sinnliche Rezepte und Angaben über die aphrodisische Küche finden Sie im Buch von Ruth Johnson «Die schönsten Liebesrezepte», erschienen im AT Verlag Aarau und München; 160 Seiten, 29.90 CHF.

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O Du süsse weihnachtszeit Rolf Mürner kreiert Desserts in der obersten Liga. Kein Wunder, denn der Berner wurde vor vier Jahren in Chicago zum PâtissierWeltmeister gekürt. Schauen Sie dem Meister der süssen Versuchung über die Schulter, und lassen Sie sich inspirieren zu ganz besonderen Leckereien. Fotos kurt imfeld

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Lollis aus Bananenroulade Rezept für circa 20 lollis SCHokoladEnbiSkuit zutaten 400 g Eier 200 g Zucker 110 g Weissmehl 30 g Kakaopulver zubereitung Eier und Zucker aufschlagen. Weissmehl und Kakaopulver vorsichtig einrühren (einmelieren), auf Backpapier streichen und bei 160 Grad 10 bis 12 Minuten backen. Nach dem Backen mit Staubzucker bestäuben und auskühlen lassen.

VanillE-buttERCREME zutaten 250 g Milch 40 g Zucker 25 g Vanillecremepulver (zum Heissanrühren) 75 g Eigelb 35 g Zucker 190 g Butter 3 Bananen 1 Limette (Saft) zubereitung Milch und Zucker aufkochen. Vanillecremepulver, Eigelb und Zucker mischen, der Milch beigeben und zur dicken Creme kochen. Creme unter stetem Rühren abkühlen lassen, die kalte Butter beigeben und schaumig schlagen. Schokoladenbiskuit mit Vanille-Buttercreme dünn bestreichen. Ganze Bananen mit Limettensaft bestreichen und auf das Biskuit legen. Mithilfe von Backtrennpapier die Roulade einrollen und einige Stunden im Kühlschrank ruhen lassen. Roulade auf ein Gitterblech legen und in gleichmässigen Abständen Lollistängel einstecken.

SCHokoladEnGlaSuR zutaten 400 g Couverture, dunkel (bzw. dunkle Schokolade) 300 g Butter zubereitung Butter schmelzen, Couverture darin auflösen und bei 29 Grad Celsius die Bananenroulade glasieren. Wenn die Glasur angezogen hat, zwischen den Lollistängeln Stücke schneiden. Roulade kann zugedeckt bis fünf Tage gekühlt aufbewahrt werden.

Schoko-mandeln zutaten 500 g Mandeln, ganz, geschält 180 g zucker 30 g Wasser 500 g Couverture* (bzw. dunkle Schokolade) 180 g kakaopulver 200 g Couverture (Carma) ivoire 80 g Couverture (Carma) Venezuela 70% (oder 280 g dunkle Schokolade) * Couverture ist erhältlich in der Conditorei-Confiserie

zubereitung Mandeln goldbraun rösten und auskühlen lassen. Mandeln, Zucker und Wasser in einer Pfanne unter stetem Rühren einkochen und caramelisieren. Auf einem Chromstahlblech auslegen und auskühlen lassen (die Mandeln dürfen nicht aneinanderkleben). Caramelisierte Mandeln in eine Chromstahlschüssel geben, ¼ der flüssigen, circa 30 Grad warmen Couverture dazugeben und rühren, bis alle Mandeln mit der Couverture überzogen sind. Diesen Vorgang noch dreimal wiederholen und beim letzten Mal, bevor die Schokolade ganz angezogen hat, das Kakaopulver beigeben und nochmals kurz umrühren. Fertige Mandeln in ein Sieb geben und vom überschüssigen Kakaopulver trennen. Schokoladenmandeln bei 18 bis 22°C lagern.

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*inFo *inFo

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Rolf Mürner ist ein Megastar der Schweizer Konditorenbranche. 2007 holte sich der Berner mit der Schweizer Nationalmannschaft in Chicago den Weltmeistertitel. In seinen nationalen und internationalen Pâtisseriekursen gibt Rolf Mürner seine Kochkunst weiter und verrät dabei den interessierten Köchen, Pâtissiers und Hobbyköchen Tipps und Tricks. Weitere Infos unter www.muerner-one.ch oder www.swisspastrydesign.ch

buCHtiPP

Pâtisserie genial inszeniert «Mürner 1» nennt sich das DessertKochbuch des Pâtissier-Weltmeisters mit über 80 Rezepten. Auf 168 Seiten zelebriert der Berner die schönsten, köstlichsten und verrücktesten Süssspeisen. Seine Kreativität beim Kombinieren von verschiedenen Geschmackskomponenten verbindet er mit dem besonderen Geschick und Know-how, Desserts eindrucksvoll in Szene zu setzen. Preis: 68.00 CHF, zu beziehen unter www.muerner-one.ch.


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L GewinnSpieL

lESERbRiEFE

@ Redaktion

Unsere Gewinnerin: helen heule Wir gratulieren!

Ein Gut GEMaCHtES MaGazin

Ich halte gerade die neue Ausgabe des L-Magazins in den Händen und möchte euch sagen, dass das wirklich ein sehr schönes und gut gemachtes Heft ist. Das ist leider eine Seltenheit und daher doppelt erfreulich. Die Inhalte sind interessant, das Design erstklassig und die Themenvielfalt erreicht viele Leser und Leserinnen. Ich bin begeistert.

«trAumtAGe – zeit zu zweit» hAt GewOnnen: Helen Heule aus Berneck hat das Glück auf ihrer Seite. Sie ist die Gewinnerin der «Traumtage – Zeit zu zweit» im Wert von 996.00 EUR im Gams, Geniesser- & Kuschelhotel Vorarlberg.

daniela Egger WitziG und intERESSant

Ein interessantes Heft. Gutes Layout. Witzige Fotos. Chapeau und Kompliment an alle, die daran arbeiten. Enzo bertozzi unERFÜlltER kindERWunSCH

In der letzten Ausgabe wurde auf sechs Seiten das Thema unerfüllter Kinderwunsch behandelt. Laut Artikel ist jedes zehnte Paar davon betroffen. Auf der einen Seite wird alles Mögliche unternommen, um schwanger zu werden, und andererseits werden Ungeborene abgetrieben. Solche Situationen machen mich traurig. Weshalb können ungewollte Kinder nicht an adoptionswillige Paare weitergegeben werden? Christa Schwitter

iMPRESSuM Verlag und Redaktion Allmedia AG, Zollstrasse 16 9494 Schaan/FL Tel. + 423 239 80 00 verlag@l-magazin.com www.l-magazin.com Herausgeber/Marketing Kosta Athanasopoulos kosta@l-magazin.com Verlagsleiter Beat Frick beat@l-magazin.com art-direktorin/layout/design Manuela Gritsch manuela@l-magazin.com Redaktion Leitung Mario Heeb mario@l-magazin.com

Schreiben Sie uns ihre meinung und gewinnen Sie 3 üBernAchtunGen im **** weLLneSShOteL AduLA in Flims Inmitten der spannenden Bergdestination Flims Laax Falera geniesst man im Hotel Adula das Verwöhnprogramm vom Wellness & Spa LA MIRA, aber auch eine traumhafte Umgebung. Für kulinarische Hochgenüsse sorgt die von GaultMillau ausgezeichnete Küche von Chef Mike Zarges und seiner Crew. Entspannen Sie drei Nächte im komfortablen Doppelzimmer Superior (inkl. Frühstück und Bergbahnticket) im Hotel Aduala in Flims Laax Falera. www.adula.ch *Ihr E-Mail erreicht uns unter leserbriefe@l-magazin.com.

autorinnen dieser ausgabe Adi Lippuner Andrea Kobler Anouschka Nitzlnader Barbara Balldini Chantal Nitzlnader Claudia Schanza Dagmar Oehri Delia Koch Dolores Hoop Elena Carvajal Franziska B. Scheidegger Jnes Rampone-Wanger Mirjam Fassold (Stv. Leitung) Paolo Colombani Petra Kreis Ralf Bruggmann Ralph Dietsche Rebecca Hasler Roland Ballier Susanne Morgenthaler Tamara Beck

Fotos Belinda Thanei Ingrid Delacher Maurice Shourot Paul Trummer Silvia Cobo www.photocase.de Cover Maurice Shourot korrektorat Barbara Vogelsang umsetzung/Produktion Leitung Manuela Gritsch Projektkoordination Jennifer Buchsteiner jennifer@l-magazin.com anzeigen/Vertrieb Allmedia AG, Zollstrasse 16 9494 Schaan/FL Beat Frick (Leitung) Angela Nüesch Jennifer Buchsteiner werbung@l-magazin.com druck AVD Goldach AG 9403 Goldach/CH das Magazin «l…leben.liebe. laster.» erreicht an die 30’000 Frauen von Bad Ragaz bis zum Bodensee inkl. Fürstentum Liechtenstein. Einzelausgabe: 8.50 CHF Jahresabonnement: 34.00 CHF Kennenlernabonnement: 20.00 CHF (3 Ausgaben) Erscheinung 4-mal jährlich. Die nächste Ausgabe erscheint im Februar 2012.

die nächSte AuSGABe deS mAGAzinS L...LeBen.LieBe.LASter. erScheint im FeBruAr 2012


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Öffnungszeiten

an Weihnachten und Neujahr Samstag, 24. Dezember 2011 von 8 bis 16 Uhr Samstag, 31. Dezember 2011 von 8 bis 17 Uhr Montag, 2. Januar 2012 von 9 bis 19 Uhr


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L...Leben.Liebe.Laster. VOL.3  

Das regionale Frauenmagazin - Ausgabe 3 - November 2011

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