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CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 26 633 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG

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AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 57 I 175. Jahrgang I Dienstag, 27. Juli 2021

Weniger Warmwasser

Die Kapazität im Campinggebäude Hausen kann auf 20 000 Liter pro Tag beschränkt werden. > Seite 3

Asbest entdeckt

Die Sanierung der Aula im «Ennetgraben» in Affoltern verzögert sich und wird teurer. > Seite 3

Weitere Infos unter:

Strom von der A4

Das Interesse am geplanten Solar- und Windkraftwerk über der Autobahn steigt. > Seite 5

www.mueller-obfelden.ch er obfe den ch

Mehrwert ausgleichen Die Gemeinde Obfelden muss ihre Bau- und Zonenordnung revidieren. > Seite 5

Nur die Hartgesottenen blieben treu Die Zwischenbilanz der Freibäder fällt wegen des Regenwetters eher durchzogen aus Die Badis im Säuliamt empfangen ihre Gäste auch bei Regenwetter. Das Angebot wird jedoch nur spärlich genutzt. Entsprechend hoffen die Freibäder, dass der Sommer sich noch zeigt. von martin mullis Als Sommersong des Jahres könnte Rudi Carrells Sommerhit 1975 «Wann wird‘s mal wieder richtig Sommer» durchaus wieder ausgegraben werden. Petrus kennt in diesem Sommer kein Erbarmen: Wolken, Starkregen und tiefe Temperaturen machten so manchen Badiausflug zunichte. In einer Medienmitteilung teilte die Stadt Affoltern der Bevölkerung im Mai mit, dass das «Stigeli» nun auch bei unsicherer Wetterlage geöffnet sei. Geschlossen bleibe es lediglich bei Gewitter oder Sturm. Baden sei deshalb auch bei Regen möglich und schönes Wetter eine Frage der Optik, so der Stadtrat von Affoltern. Bademeister Markus Marty, «Fäger», stand am heissen und sonnigen Donnerstagnachmittag am Rand des «Stigeli»-Bassins und genoss den lebhaften Betrieb im Freibad. Im Juni habe bloss während etwa zehn Tagen richtiges Badewetter geherrscht, bemerkt er etwas resigniert. Er wiederholte, dass das «Stigeli» auch an Regentagen für alle Badefreudigen offen sei. Bloss bei Blitz und starkem Wind würden die Gäste aus dem Wasser gebeten. Leider seien jedoch an Regentagen allerhöchstens ein Dutzend Personen im Bassin. Meistens handle es sich dabei um Sportler, welche auf einen Anlass trainieren, oder um einige ältere Personen, die ihre Fitness trainierten. Er spricht von der bisher schlechtesten Saison, die er in Affoltern erlebt habe und hofft, dass es Ende Juli und im August noch einige wirklich

Keine günstigen Prognosen der Muotathaler Wätterschmöcker: «Fäger», Bademeister im «Stigeli». (Bild Martin Mullis) warme Sonnentage geben wird. Dann stemmt «Fäger» seine Hände in die Hüften und meint gleichmütig: «Das Wetter ist halt etwas launisch.» Dazu zitiert er einen Muotathaler Wätterschmöcker: «Versorgt den Winterpullover noch nicht, es wird im August nochmals einen Kälteeinbruch bis 15 Grad geben». Deutlich optimistischer ist Michael Grond, Chef der «Mika Kiosk und Restaurant GmbH» am Hedinger Weiher. Er hat wenig Zeit für den Journalisten, ist er doch gerade voll beschäftigt mit dem Auswechseln von Getränkeharassen. Stapelweise karrt der Getränkelieferant volle Harassen ins Lager und

leere retour auf seinen Lieferwagen. Ganz offensichtlich bleibt der Durst auch beim Regenwetter erhalten. Zwar sind am frühen Nachmittag die Liegewiesen am Weiher ziemlich gut belegt, die Tische im Gartenrestaurant jedoch nur spärlich besetzt. Michael Grond erzählt, dass er mit dem Umsatz seit Öffnung des Badebetriebes bis Ende Juni sehr zufrieden sei. Ab Juli sei dann das Geschäft um gut 30 Prozent eingebrochen. Trotzdem ist er überzeugt, dass er die Saison 2021 als sehr gut bezeichnen darf, bestehen doch seine Gäste nicht nur aus Badenden, sondern auch aus vielen Spaziergängerinnen, Wanderern

und treuen Stammgästen, die er bei jedem Wetter bewirten darf. Adi Schmid, Pächter im Naturbad in Maschwanden, ist natürlich ebenfalls nicht ganz zufrieden mit dem bisherigen Wetter. Er will aber nicht jammern: «Abgerechnet wird erst im Herbst.» Mit diesen Feststellungen trifft er ziemlich übereinstimmend auch die Auffassungen der verantwortlichen Personen der Freibäder Mettmenstetten und Obfelden. Immerhin, der letzte Freitag zeigte sich als prächtiger Sommertag, während die Prognosen für die kommenden Tage bereits wieder Starkregen versprachen.

Barbie-Glamour im Aeugstertal

Sieg in Frankreich

2016 hat Ewald Schuler seine erste Barbie-Vitrine präsentiert – und seither fleissig weitergesammelt. Nun widmet er der Kultpuppe in seinem Spielzeugmuseum eine Sonderausstellung.

Der Mettmenstetter Mountainbiker Urs Huber hat am MB Race in Megève auf die Siegerstrasse zurückgefunden.

Nach 15 Jahren knickte er ein. Ein Spielzeugmuseum ohne Barbie-Sortiment zu führen, das geht irgendwie nicht, musste Ewald Schuler sich 2016 eingestehen. Die Blondine kaperte die Kindheitserinnerungen vieler Gäste derart zuverlässig, dass sie immer wieder mit derselben Frage auf ihn zukamen: «Wo ist Barbie?» Um dem Wunsch seiner Kundschaft nachzukommen, sah Schuler sich genötigt, sich zum ersten Mal in seinem Leben ernsthaft mit Barbie auseinanderzusetzen. Und stellte bald fest: Das ist ja eine Riesengeschichte! (lhä)

> Bericht auf Seite 7

Seit fünf Jahren sammelt Ewald Schuler für sein Museum Barbie-Artikel. Da ist einiges zusammengekommen: Auch ein Velo gehört zur Ausstellung. (Bild lhä)

Vor einer Schulklasse Sommerserie «Ich war noch niemals ...»: Martin Mullis lehrt in Knonau. > Seite 8

Bald eine Milliarde an Härtefallgeldern Seit Mitte Februar hat der Kanton Zürich im Rahmen des Härtefallprogramms 905 Mio. Franken an hiesige Firmen überwiesen. Von 8885 Gesuchen wurden knapp 72 Prozent gutgeheissen. Die Auszahlung von Härtefallgeldern nähert sich der Marke von einer Milliarde Franken, wie die Finanzdirektion mitteilt. Finanzdirektor Ernst Stocker zieht eine positive Zwischenbilanz unter das Härtefallprogramm: «Wir haben unter Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben zügig und in grossem Umfang helfen können.» Auch dank Anpassungen – etwa der Aufnahme der Anzahl Schliessungstage als Kriterium – hätten viele Einbussen abgefedert werden können, was betroffenen Unternehmern Sicherheit gegeben habe. Die Abgabefrist für die dritte Zuteilungsrunde des Härtefallprogramms ist am 20. Juni zu Ende gegangen. Seit Februar sind bisher 6378 Härtefallgesuche gutgeheissen worden, 1776 Anträge wurden abgelehnt und 731 sind noch in Abklärung (beantragte Summe: 811,6 Millionen Franken). Die bewilligten Unterstützungsgelder teilten sich wie folgt auf: 594,6 Millionen Franken nicht-rückzahlbare Beiträge, 307,8 Millionen Franken in Kombination mit Darlehen und 2,7 Millionen Franken nur Darlehen. (red.) ANZEIGEN

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Es war als französische BikemarathonLandesmeisterschaft ausgeschrieben und wegen der nassen Vorwoche besonders anspruchsvoll, das diesjährige MB Ultra-Race am Fusse des Mont Blanc. Umso mehr lässt der Sieg von Urs Huber mit 22 Minuten Vorsprung auf den Zweitplatzierten aufhorchen. Neun Stunden und vier Minuten war Huber bei seiner dritten Siegfahrt an diesem 146 km langen, mit 7000 Höhenmetern angereicherten Höllenritt unterwegs. «Ich fuhr schon verschiedene Rennen bei Schnee und bei über 40 Grad Hitze», so der Mettmenstetter im Ziel, «doch die heutigen Verhältnisse stellten so ziemlich alles in den Schatten, was ich bisher erlebt habe.» (red.)

> Bericht auf Seite 11

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Stallikon

Einbürgerungen Mit Beschluss vom 22. Juli 2021 hat der Gemeinderat Obfelden, unter Vorbehalt der Erteilung des Kantonsbürgerechtes und der eidgenössischen Einbürgerungsbewilligung, in das Bürgerrecht der Gemeinde Obfelden aufgenommen: y Calò, Sonia (w), geb. 1974, mit ihrem Sohn, Ruggeri, Luca (m), geb. 2007, beide von Italien y Halimi, Gëzim (m), geb. 1986, mit seinen Kindern, Halimi, Medina (w), geb. 2017 und Halimi, Melik (m), geb. 2019, alle von Serbien y Müller, Peter (m), geb. 1987, von Deutschland, mit seiner Tochter, Müller, Anna (w), geb. 2020, von Deutschland und Österreich

Am Donnerstag, 22. Juli 2021 ist in Stallikon ZH gestorben:

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27. Juli 2021 Gemeinderat Obfelden

Haas-Albers Marianne geboren am 19. Februar 1948, von Huttwil BE, wohnhaft gewesen in 8143 Stallikon.

In Liebe und Dankbarkeit nehmen wir Abschied von meiner geliebten Ehefrau, Schwester, Schwägerin und Tante.

Marianne Haas-Albers 19. Februar 1948 – 22. Juli 2021

Die Beisetzung findet zu einem späteren Zeitpunkt statt.

Nach langer und geduldig ertragener Krankheit hat sie ihre letzte Reise angetreten.

Bestattungsamt Stallikon

Wir sind dankbar für die sehr schöne Zeit, die wir zusammen erleben und geniessen durften.

In Liebe und Dankbarkeit Die trauernden Angehörigen

Stallikon Am Mittwoch, 21. Juli 2021 ist in Zürich ZH gestorben:

Irschara Werner Max geboren am 11. Februar 1947, von Zürich ZH, wohnhaft gewesen in 8143 Stallikon.

Auf Wunsch von Marianne erfolgt die Verabschiedung im engsten Familienkreis. Ihre Urne wird im Gemeinschaftsgrab der Kirche Stallikon der Erde übergeben.

Die Beisetzung findet im engsten Familienkreis statt.

Wer spenden möchte, berücksichtige die Palliaviva, Postkonto 80-38332-6, Vermerk: Marianne Haas.

Bestattungsamt Stallikon

Traueradresse: Robert Haas, Im Gjuch 21, 8143 Stallikon In der Gemeinde werden keine Leidzirkulare versandt.

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Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern – Obere Bahnhofstrasse 5 – 8910 Affoltern am Albis – Tel. 058 200 57 00 – E-Mail: inserat@weissmedien.ch

❑ 24. September ❑ 26. November


Bezirk Affoltern

Gemeinsame Kontrolle am Albispass Am Freitag, 16. Juli, haben die Polizei Adliswil-Langnau und die Stadtpolizei Affoltern in einer koordinierten Aktion erstmals gleichzeitig Verkehrskontrollen auf beiden Seiten des Albispasses durchgeführt. Der Fokus wurde dabei auf lärmverursachende Fahrzeuge und deren technischen Zustand gelegt. Während rund zweieinhalb Stunden wurden 30 Personenwagen- und 26 Motorradlenker zur Kontrolle angehalten. Dabei wurden mehrere Ordnungsbussen ausgestellt und insgesamt fünf Fahrzeuge beanstandet.

Stadt Affoltern

WIR GRATULIEREN Zum 91. Geburtstag Heute, 27. Juli, feiert Rolf Vogt aus Stallikon seinen 91. Geburtstag. Wir wünschen dem Jubilar alles Gute und Gesundheit für die weitere Zukunft.

Zum 90. Geburtstag Alles Gute zum 90. Geburtstag wünschen wir am Donnerstag, 29. Juli, Gottfried Hochstrasser in Affoltern. Ein langes Leben ist geprägt von Erfahrungen, schönen und erstaunlichen Dingen, die sich zugetragen haben. Wir gratulieren und wünschen einen Tag mit interessierten Zuhörern und ein Fest in fröhlicher Runde.

Zur diamantenen Hochzeit Irma und Fritz Hurni feiern am Donnerstag, 29. Juli, in Affoltern ihr diamantenes Hochzeitsfest – vor 60 Jahren haben sie sich damals das JaWort gegeben. Wir wünschen den beiden noch viele glückliche gemeinsame Jahre.

Herausgeberin: CH Regionalmedien AG Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Obere Bahnhofstrasse 5 8910 Affoltern a. A. Leiterin: Barbara Roth Chefredaktor: Thomas Stöckli redaktion@affolteranzeiger.ch Redaktion: Livia Häberling Stefan Schneiter Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 26 633 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/Christine von Burg Telefon 058 200 57 00 inserat@affolteranzeiger.ch Spezial- und Sonderseiten: Kaspar Köchli Telefon 058 200 57 14, M 079 682 37 61 kaspar.koechli@chmedia.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss Inserate: Dienstagausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Abonnementspreise: ¼ Jahr Fr. 79.– ½ Jahr Fr. 97.– 1 Jahr Fr. 170.– Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 55 86 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@chmedia.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.chmedia.ch Beteiligungen der CH Media AG auf www.chmedia.ch

Dienstag, 27. Juli 2021

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Gemeinderat setzt Votum der Gemeindeversammlung um Aus den Verhandlungen des Gemeinderats Hausen Am 2. Juni hat die Gemeindeversammlung einen Zusatzkredit von 270 000 Franken genehmigt. Mehrere Votanten monierten damals, dass die für das neue Campinggebäude geplante Wasserund Warmwasserverbrauchskapazität sehr hoch angesetzt sei. Mit dem überarbeiteten Wasseraufbereitungskonzept hat er dieses Versprechen nun eingelöst. Im Nachgang zur Gemeindeversammlung vom 2. Juni 2021 hat der Gemeinderat die für den Ersatzneubau zuständige Begleitgruppe beauftragt, das Wasseraufbereitungskonzept nochmals zu überprüfen und nach Möglichkeit auf einen geringeren Wasserverbrauch hinzuwirken sowie weiteres Einsparpotenzial zu eruieren. Die Begleitgruppe evaluierte in der Folge in Zusammenarbeit mit dem Architekten, dem Hlks-Fachplaner und der beauftragten Unternehmung verschiedene Alternativvarianten. Sie hat sodann auch die Berechnung der künftig zu erwartenden Spitzenwerte nochmals kritisch hinterfragt – und dies mit erfreulichem Resultat: Mit technischen, aber auch kommunikativen Massnahmen soll der prognostizierte Warmwasserverbrauch an künftigen Spitzentagen gegenüber dem an der Gemeindeversammlung präsentierten Planungsstand um rund einen Drittel reduziert werden können, wodurch die Kapazität der Warmwasseraufbereitungsanlage auf 20 000 Liter pro Tag beschränkt werden kann. Dadurch sinkt einerseits der Energiebedarf, andererseits wird aber auch die vorgesehene Abwasserwärmerückgewinnungsanlage weniger rentabel. An seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause verabschiedete der Gemeinderat das überarbeitete Wasseraufbereitungskonzept. Er entschied sodann, auf eine Abwasserwärmerückgewinnungsanlage gänzlich zu verzichten, da sich diese mit dem neuen Konzept nicht mehr rechnet. Mit einer darüber hinausgehenden Verzichtsplanung im technischen Bereich konnten die erwarteten Baukosten um fast 50 000 Franken reduziert werden. Mit dieser Redimensionierung im technischen Bereich nimmt der Gemeinderat in Kauf, dass je nach Duschverhalten der Campierenden in ein paar

Aita Planta, Präsidentin des Vereins für gesundheits- und umweltverträglicher Mobilfunk in Hausen (Mitte) überreicht zusammen mit den Vorstandsmitgliedern Ruth Wenger (2. v.r.) und Regula Tobler (ganz rechts) dem Gesundheitsvorstand Peter Reichmuth (2. v.l.), flankiert von Gemeindeschreiber Christoph Rohner (ganz links) die 5G-Petition. (Bild zvg.) Jahren an Spitzentagen die Warmwasserkapazitäten allenfalls überschritten werden. Er interpretierte die Voten der Gemeindeversammlung so, dass die Bevölkerung eine knappe Bemessung der Warmwasserreserven unterstützt. Und falls dennoch alle Stricke reissen und die Warmwasserkapazitäten wiederholt im künftigen Betrieb nicht ausreichen sollten, steht ein Plan bereit, wie mit einigen Anpassungen an der Solaranlage die Warmwasserkapazitäten auch im Nachhinein noch leicht nach oben korrigiert werden könnten. Der Gemeinderat hat die Begleitgruppe mit der Finalisierung der Planung beauftragt. Er ist überzeugt, dass der Neubau im Oktober zielführend in Angriff genommen werden kann.

Umbenennung Weiler Mittleralbis Mittels Hinweis aus der Bevölkerung wurde das Ingenieurbüro GPW respektive die Gemeinde Hausen auf die unterschiedliche Bezeichnung des Flur- (Mittelalbis) und des Ortsnamens (Mittleralbis) des mittleren Weilers am Albis aufmerksam gemacht. Die drei oberhalb von Hausen gelegenen Weiler hiessen von alters her bis in die jüngste Vergangenheit Hinter Albis, Mittler Albis und Ober Albis. Diese Schreibweise wurde bis gegen Ende des letzten Jahrhunderts in den Kartenwerken so geführt. Danach hat sich die Schreibweise geändert. Die Worttrennung wurde bei allen dreien aufgehoben. Aus Hinter, Mittler und Ober Albis wurden Hinteralbis, Mittleralbis und Oberalbis. Beim Weiler Mitt-

leralbis wurde gleichzeitig die Flurbezeichnung modernisiert und in Mittelalbis geändert, die Ortsbezeichnung blieb jedoch formell bei Mittleralbis. Die unterschiedliche Flur- und Ortsbezeichnung kann zu Unklarheiten führen, zumal der Flurname auch in der öffentlichen Wahrnehmung und im praktischen Gebrauch dominiert: So tragen auch die Ortsschilder bereits den Namen Mittelalbis und die Post- sowie Telefonadressen lauten ebenfalls auf diese Bezeichnung. Aus diesem Grund hat der Gemeinderat beschlossen, den Ort übereinstimmend mit der Flurbezeichnung und den Ortsschildern per sofort offiziell auf Mittelalbis umzubenennen.

Personelles Per Ende Juli verlassen zwei Mitarbeitende die Gemeindeverwaltung: Kaja Lang, Sachbearbeiterin im Betreibungsamt und Rabia Jafari, Reinigungskraft in den Tagesstrukturen. Als Nachfolgerin von Kaja Lang konnte Svenja Bandi gewonnen werden, welche ihre Lehre in diesem Sommer auf der Gemeindeverwaltung Knonau abschliesst und bereits einen Stage von drei Monaten auf dem Betreibungsamt in Hausen absolviert hat. Yvonne Peter übernimmt das Aufgabengebiet von Rabia Jafari und stockt somit ihr bestehendes Pensum auf. Ausserdem hat Erika Künzli, Leiterin Schulverwaltung, per Ende September gekündigt. Die Suche nach einer Nachfolgerin oder einem Nachfolger läuft.

Gemeinderat und Verwaltung danken den ehemaligen Mitarbeitenden für ihre treuen Dienste und heissen die neue Mitarbeiterin herzlich willkommen.

5G-Petition Anlässlich der Gemeindeversammlung vom 2. Juni 2021 hat der Gemeinderat über die 5G-Situation in der Gemeinde informiert. Am 13. Juli 2021 überreichte der Verein für gesundheits- und umweltverträglichen Mobilfunk dem Gemeinderat eine Petition, welche von 104 Personen aus der Gemeinde und 34 Auswärtigen unterstützt wird. Die Petition fordert in fünf Punkten den Gemeinderat dazu auf, die Bevölkerung vor übermässiger Mobilfunkbelastung im Zusammenhang mit der 5G-Technologie zu schützen. Der Gemeinderat wird nach der Sommerpause zur Petition Stellung beziehen.

1.-August-Feier auf dem Löwenplatz Der Gemeinderat lädt die Bevölkerung zu einer 1.-August-Feier auf den Löwenplatz ein. Die Feier beginnt um 18.30 Uhr und soll ohne grosses Brimborium, das heisst auch ohne Höhenfeuer und Fackelumzug, stattfinden. Es gelten die Vorgaben des Bundes für Veranstaltungen ohne Covid-Zertifikat. Das Schutzkonzept findet sich auf der GemeindeHomepage. Auf das Versenden eines Flyers wird bewusst verzichtet. Christoph Rohner, Gemeindeschreiber

Die Aula-Sanierung verzögert sich Wegen eines Asbestbefunds müssen die Renovationsarbeiten im «Ennetgraben» warten Während der Sommerferien sollte die Aula im Schulhaus Ennetgraben technisch auf den neusten Stand gebracht werden. Nun wurde asbesthaltiges Material entdeckt. Bis die Umbauarbeiten abgeschlossen sind, wird es Herbst, die Mehrkosten liegen im sechsstelligen Bereich. Eigentlich hatte die Sekundarschulpflege Affoltern/Aeugst geplant, die Sommerferien zu nutzen, um die Aula im «Ennetgraben» technisch aufzurüsten. Bei der Schulhaussanierung 2015/2016 waren diese Arbeiten zurückgestellt worden, nun hätte die Elektronik, insbesondere die Saalbeleuchtung und die Scheinwerfer sowie die audiovisuelle Technik, ersetzt werden sollen. Diese Pläne wurden nun allerdings durchkreuzt, wie aus einer Mitteilung der Sekundarschulpflege hervorgeht. Dies, weil nach dem Start der Sanierungsarbeiten am 19. Juli oberhalb der

Decke verdächtiges Material zum Vorschein gekommen ist. Asbesthaltige Materialien sind in älteren Gebäuden keine Seltenheit. Je nach Eigenschaften und Lage der betroffenen Bauteile können sich diese jedoch gesundheitsschädigend auswirken. Nach dem Verdacht habe man die Arbeiten umgehend gestoppt und einen Experten aufgeboten, der die Materialien gleichentags überprüft habe, sagt Urs Bregenzer, Präsident der Schulpflege. Die Analysen hätten gezeigt, dass die Rohre und das Isolationsmaterial asbesthaltig seien. Die anschliessenden Luftmessungen hätten glücklicherweise Werte ergeben, die weit unter dem Grenzwert liegen. «Wir sind sehr erleichtert, dass für Mitarbeitende, Besucherinnen und Besucher der Aula zu keinem Zeitpunkt ein gesundheitliches Risiko bestanden hat», so Bregenzer. Für die Entfernung des kontaminierten Materials hat die Sekundarschulpflege inzwischen einen Spezialisten beauftragt. Die Zusatzarbeiten fallen mit zirka 200 000 Franken nicht

Bis zu den Herbstferien gehen in der Aula keine Gäste mehr ein und aus. (Bild lhä) nur finanziell ins Gewicht: Sie haben auch eine mehrwöchige Bauverzögerung zu Folge. Urs Bregenzer rechnet damit, dass die Aula frühestens nach den Herbstferien wieder belegt werden kann. «Wir bedauern das sehr. Der Saal wird ja nicht nur vom Schulbetrieb ge-

nutzt, sondern auch von Vereinen und Mieterinnen und Mietern, die ihn für Anlässe nach den Sommerferien bereits reserviert hatten.» Betroffene würden gemäss Urs Bregenzer demnächst von der Sekundarschule direkt kontaktiert. (lhä)


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Bezirk Affoltern

Dienstag, 27. Juli 2021

Interesse am A4-Kraftwerk steigt Nicht repräsentative Umfrage zeigt grosse Akzeptanz für grünen Strom von der Autobahn

Das Interesse an einem Kraftwerk auf der A4 zwischen Knonau und Affoltern steigt. (Visualisierung zvg.)

Sonnen- und Windstrom von der Autobahn? Die entsprechenden Bemühungen werden konkreter – auch im Knonauer Amt. In den letzten Wochen war das A4-Kraftwerk auch in den grossen Tageszeitungen ein Thema. von thomas stöckli «Überdachte Autobahnen könnten in Zukunft grünen Strom liefern», hat die NZZ am 7. Juli getitelt und dabei die geplanten Pionierprojekte im Wallis und im Knonauer Amt vorgestellt. Am 16. Juli zog der Tages-Anzeiger nach: Unter der Headline «Autobahnabschnitt im Knonauer Amt soll mit Solarzellen überdacht werden» liess er unter anderen den Regierungsrat Martin Neukom zu Wort kommen: Die Idee sei spannend, wird der Bau- und Umweltminister zitiert, und eine finanzielle Beteiligung des Kantons denkbar, «da es sich um ein Pilotprojekt handelt.»

Die Idee eines A4-Autobahnkraftwerks im Knonauer Amt ist mittlerweile zehn Jahre alt. Nach Rücksprache mit dem Bundesamt für Strassen (Astra) erfuhren die Initianten um den damaligen Standortförderer Charles Höhn allerdings schon bald, dass die Servipier AG bereits daran war, ein gleiches Projekt im Wallis voranzutreiben. Seither arbeitet die hiesige Standortförderung eng mit dem Unternehmen zusammen. Bei einer Ortsbegehung im April erwiesen sich vier relativ gradlinige Abschnitte von Knonau bis Affoltern als geeignet, mit einer Gesamtlänge von rund 2,5 Kilometern (der «Anzeiger» hat berichtet). Nach aktuellem Stand der Planung soll die Solarüberdachung in einem zweiten Schritt mit in die Struktur integrierten, langsam drehenden Windturbinen ergänzt werden. «Einerseits dient das Projekt unserem Ziel, dass wir als Energieregion bis 2050 mindestens 80 Prozent unseres Wärme- und Strombedarfs in der Region

erneuerbar produzieren», führt Standortförderer Johannes Bartels aus, «andererseits hilft es uns, das Knonauer Amt als Wohn- und Wirtschaftsraum klarer zu positionieren: Naturverbunden, aufgeschlossen und innovativ.» Das überregionale Interesse sorgt da natürlich für Freude bei der Standortförderung. Und auch in der Bevölkerung scheint die Idee von mit Solarmodulen überdachten Autobahnen gut anzukommen. Diesen Schluss legt jedenfalls eine nicht repräsentative Datenerhebung im Rahmen einer kürzlich eingereichten Semesterarbeit an der Universität Zürich nahe. Von 131 befragten Personen über 18 Jahren fanden 125 – also gut 95 Prozent –, dass Solaranlagen auf Autobahnen passen. Nur in Gewerbe- und Industriezonen sowie auf Wohnhäusern war die Akzeptanz von Solaranlagen noch minim höher. Und auch in einer Stellungnahme aus dem Amt für Raumentwicklung tönt es für die Initianten ermutigend, grad zum heiklen Punkt «Einpassung

ins Landschaftsbild». Demnach stelle eine Überdeckung «nur eine untergeordnete zusätzliche Beeinträchtigung» zum bereits bestehenden Autobahntrassee dar, eine Einpassung sei – bei reflexionsarmen Solar-Panels – «wenig problematisch». Der Bau der geplanten Anlage habe aufgrund seiner engen Anbindung an die Nationalstrasse nach Meinung der kantonalen Raumplanung allerdings im Bundesverfahren zu erfolgen. Darüber wäre Bartels nicht unglücklich: «Auf Bundesebene könnte es sogar noch etwas schneller gehen», meint er zuversichtlich. Einen Baustart bereits Anfang 2023, wie von der Servipier angepeilt, hält man bei der Standortförderung Knonauer Amt allerdings nicht für realistisch: «Wenn wir 2025 die Einweihung feiern können, wäre das eine tolle Sache», so Charles Höhn. Aktuell laufen noch Gespräche mit den Elektrizitätswerken des Kantons Zürich (EKZ), dann geht es daran, den Bewilligungsprozess einzuleiten.

Bau- und Zonenordnung liegt öffentlich auf Aus den Verhandlungen des Gemeinderats Obfelden Das Raumplanungsgesetz verlangt von den Kantonen, dass sie insbesondere erhebliche planungsbedingte Vorteile – sogenannte Mehrwerte – mindestens bei Einzonungen ausgleichen. Seit 1. Januar 2021 ist das kantonale Mehrwertausgleichsgesetz (MAG) sowie die Mehrwertausgleichsverordnung (MAV) in Kraft. In Anwendung dieser gesetzlichen Grundlagen können Gemeinden bei Aufund Umzonungen eine Mehrwertabgabe erheben. Diese Regelung hat eine Revision der Bau- und Zonenordnung (BZO) zur Folge. Die BZO der Gemeinde Obfelden wurde einer Teilrevision unterzogen und mit Beschluss vom 22. Juni 2021 zu Handen der öffentlichen Auflage, sowie der kantonalen Vorprüfung verabschiedet. Die Unterlagen liegen noch bis zum 31. August 2021 auf der Gemeindeverwaltung zur Einsicht auf, zudem wurden sie per Newsletter, datiert 2. Juli 2021, auf der Gemeindewebseite publiziert.

genden Erneuerungswahlen für die Legislaturperiode 2022 bis 2026: 7 Mitglieder des Gemeinderates und dessen Präsidentin/Präsident sowie die Schulpräsidentin/den Schulpräsidenten, 5 Mitglieder der Rechnungsprüfungskommission und deren Präsidentin/Präsident, 3 Mitglieder der Sozialkommission, 4 Mitglieder der Primarschulpflege, 5 Mitglieder der Sekundarschulpflege Obfelden-Ottenbach und deren Präsidentin/Präsident (Kreiswahl). Artikel 7 GO sieht bei Erneuerungswahlen das Wahlverfahren der stillen Wahl vor. Sind die Voraussetzungen für die stille Wahl nicht erfüllt, werden leere Wahlzettel verwendet. Den Wahlunterlagen wird ein Beiblatt beigelegt. Die erste Publikation für die Einreichung der Wahlvorschläge erfolgt am 19. Oktober 2021. Zirka Mitte August wird publiziert, welche Personen der einzelnen Behörden nochmals antreten werden und wo es Rücktritte zu verzeichnen gibt.

Erneuerungswahlen der Gemeindebehörde 2022:

Baupolizei:

Mit Beschluss vom 22. Juni 2021 wurden die Termine für die Erneuerungswahlen der Gemeindebehörde 2022 festgesetzt. Zugleich wurde die Wahlanordnung verabschiedet. Der erste Wahlgang wurde auf den 27. März 2022 und ein allfälliger 2. Wahlgang auf den 15. Mai 2022 festgesetzt. Nach Art. 6 Gemeindeordnung (GO) kommt es in der Politischen Gemeinde sowie der Sekundarschulgemeinde Obfelden-Ottenbach zu fol-

Es wurden folgende Baubewilligungen erteilt: Bauherrschaft: Rolf Gut, Lunnerfeld 1, 8912 Obfelden, Bauvorhaben: Terrainveränderung, Lage: Kat.-Nr. 3662 Tambrigstrasse Unterlunnern (Zone LK). Bauherrschaft: Walter Schoch, Seestrasse 60, 8846 Willerzell, Bauvorhaben: Umbau Gewerberäume und Ausbau einer Wohnung im Gebäude Vers.-Nr. 837 sowie Erweiterung der Parkplatzanlage Kat.-Nr. 3929 Dorfstrasse

84/86/88, Zone WG3, Projektänderung: Erstellen von zwei Dachterrassen. Bauherrschaft: Bernhard Sievi, Hölibachstrasse 8, 8912 Obfelden, Bauvorhaben: Schwimmteich mit Gartenhaus sowie Sichtschutzwände entlang der Grundstücksgrenzen zu Kat.-Nrn. 2718 und 4594, Lage: Kat.-Nr. 2719 an der Hölibachstrasse 8 (Zone W2E). Bauherrschaft: Rita Hurter und Othmar Rist, Rindelstrasse 22, 8912 Obfelden, Bauvorhaben: Neubau Blocksteinstützmauer mit Abstufung, Lage: Kat.-Nr. 4578 an der Rindelstrasse 22 (Zone W2E). Bauherrschaft: Kälin Galvanik AG, Bachstrasse 28, 8912 Obfelden, Bauvorhaben: Aufhebung Grünflächen und Erstellen von 10 Parkplätzen, Lage: Kat.-Nr. 3770 an der Bachstrasse 28 (Zone G). Bauherrschaft: Rolf Gut, Lunnerfeld 1, 8912 Obfelden, Bauvorhaben: Stallumbau zu Mastrinderhaltung mit neuen Unterständen im Aussenbereich, Gebäude Vers.-Nr. 1336, Kat.-Nr. 3766, Lunnerfeld 1.1, Lage: Kat.-Nr. 3766 am Lunnerfeld 1.1 (Zone Lk). Bauherrschaft: Sven Lilie, Löwenweg 4, 8912 Obfelden, Bauvorhaben: Anbau Sitzplatzüberdachung am Wohnhaus Vers.-Nr. 1324, Lage: Kat.-Nr. 3747 am Löwenweg 4 (Zone W2). Bauherrschaft: Arag Bau AG, Zinggen, 6166 Hasle LU, Bauvorhaben: Abbruch Anbau Tanklager und Nutzungsänderung Tanklager zu Werkstatt, Einbau von 2 Toren und Anbringen von Werbung an den Fassaden sowie Erweiterung der Grundstückseinzäunung mit

Tor, Gebäude Vers.-Nr. 637, Kat.-Nr. 2313, Bachstrasse 26, Lage: Kat.-Nr. 2313 an der Bachstrasse 26 (Zone G). Bauherrschaft: Hans Häberling, Muristrasse 30, 8912 Obfelden, Bauvorhaben: Erstellen einer Sichtschutzwand entlang der Grundstücksgrenze zu Kat.Nr. 3877, Lage: Kat.-Nr. 3611 an der Muristrasse 30 (Zone K1). Bauherrschaft: Beatrice Grünenwald, Wolserstrasse 45, 8912 Obfelden, Bauvorhaben: Erstellen einer Sichtschutzwand entlang der Wolserstrasse, Lage: Kat.-Nr. 3708 an der Wolserstrasse 45 (Zone K1). Bauherrschaft: Andreas Bützer, Sentmattstrasse 40, 8912 Obfelden, Bauvorhaben: Erstellen einer Sichtschutzwand entlang der Grundstücksgrenze zu Kat.-Nr. 3382, Lage: Kat.-Nr. 3375 an der Sentmattstrasse 40 (Zone W2).

Wirtschaftspolizei: Es wurde folgendes Patent zur Führung eines Gastgewerbebetriebs erteilt: Patenterteilung an Robin Zingg in Form einer GmbH (Fimp GmbH), Restaurant My Place ZHH Gastro GmbH), Moosbachstrasse 11, 8910 Affoltern am Albis.

Abteilung Immobilien: Für den Neubau Pavillon Tagesstrukturen wurden folgende Arbeitsvergaben beschlossen: Gipserarbeiten, Bodenbeläge, Schreinerarbeiten Daniela Rieder, Gemeindeschreiberin

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FORUM

Vorstösse der grünen Partei In letzter Zeit lese ich immer wieder über Vorstösse der grünen Partei. Immer unter dem Deckmantel der Fussgänger und Radfahrer. Sperren von Strassen, flächendeckendes Einführen von 30 km/h oder Verbesserungen der Lichtsignalanlagen (Zeitsteuerung) – das geht doch alles gegen den Autoverkehr. Dabei sind es Radfahrer, die das Rotlicht missachten, Verkehrstafeln übersehen und die schnellen Räder bis 45 km/h in falschen Händen der grosse Risikofaktor. Radfahren ohne Licht, am liebsten auf dem Trottoir, im Zickzack durch den Verkehr schlängeln, um danach ohne Bremsabsicht den Fussgängerstreifen rasend überqueren, sieht und bemängelt kein einziges grünes Mitglied. Ebenfalls die, die mit Stöpseln in den Ohren auf dem Natel herumtippen, freihändig und verkehrsbehindernd herumstrampeln. In der Begegnungszone, wo 20 km/h gilt, wurde ich schon öfters mit bösen Blicken und Worten zügig überholt. Nicht von Autos, sondern ... Sie dürfen raten. Auf dem Reussdamm mit ausgeschildertem Fahrverbot werden Familien, Hundehalter oder Jogger mit Pfeifen oder Schreien vom Weg abgedrängt, denn bremsen kennen oder können diese Piloten, oft solche mit gelber Nummer, nicht. Das wären doch Themen, die Fussgänger und Autofahrer danken es ihnen! Zum Schluss möchte ich den freundlich grüssenden, bremsenden, sich meldenden Drei- und Zweiradfahrerinnen und -fahrern im Namen von vielen Wanderern danken. Es geht auch ohne Geld verschwenden! Ernst Neurauter, Affoltern

Zwei Gedichte, zwei Ansichten Genug ist nicht genug – Diesen Ausspruch hatte ich im Kopf, wusste aber nicht mehr woher. Das Internet führte mich zum Gedicht von C.F.Meyer: Fülle Genug ist nicht genug! Gepriesen werde Der Herbst! Kein Ast, der seiner Frucht enbehrte! Tief beugt sich mancher allzu reich beschwerte, Der Apfel fällt mit dumpfem Laut zur Erde. Genug ist nicht genug! Es lacht im Laube! Die saftge Pfirsche winkt dem durstgen Munde! Die trunknen Wespen summen in die Runde «Genug ist nicht genug!» – um eine Traube. Genug ist nicht genug! Mit vollen Zügen Schlürft Dichtergeist am Borne des Genusses, Das Herz, auch es bedarf des Überflusses, Genug kann nimmermehr genügen! In der Coronazeit habe ich selber das folgende Gedicht gemacht: Corona-Haiku Ein Unsichtbares Setzt sich die gold’ne Krone Ganz frech auf das Haupt Man erfasst es schwer Doch es wird sehr leicht versprüht Und macht viele krank Das Ding schliesst uns ein Und öffnet uns die Augen Wohin gehen wir? Immer immer mehr? Und wo bleiben die Menschen Fragen Herz und Hirn Was mich fasziniert, ist der Gegensatz in Fortschrittsglauben und die Realisierung, dass das so nicht weitergehen kann. Nur, sind wir ehrlich, dieser «Immer mehr»-Glaube und sogar -Anspruch ist immer noch da: Nach dem Mond möchte man auch auf den Mars und Millionäre «schnuppern» an Weltraumflügen. Bei C.F. Meyer schlürft Dichtergeist am Borne des Genusses. Dieser Fortschrittsglaube hat uns viel Gutes gebracht. Und doch: wenn wir jetzt «immer mehr» wollen, wo bleibt der Mensch? David Künzler, Affoltern


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Gewerbe

Dienstag, 27. Juli 2021

Sorgende Gemeinschaft Selber käsen Das Pilotprojekt in Obfelden steht kurz vor der Umsetzung von Ideen. > Seite 8

Serie «Alpsommer» (3): Jeden Tag werden Mutschli, Raclette- oder Alpkäse produziert. > Seite 11

Kampf gegen die Flut Die Ottenbacher Pontoniere waren in der letzten Woche gefordert. > Seite 11

Barbie stöckelt zum grossen Auftritt Das Spielzeugmuseum «Pegasus Small World» im Aeugstertal widmet der Kult-Puppe eine Sonderausstellung Im März 1959 wurde Barbie an einer Spielzeugmesse lanciert. Seither eroberte die umtriebige Blondine Millionen Kinderherzen. Die Kasse klingelte, doch der Hersteller musste für seine Puppe auch viel Kritik einstecken. von livia häberling Zu einer geschäftlichen Erfolgstory gehört heute ein anständiger Gründungsmythos. Auch das populärste Produkt des US-Spielzeugkonzerns Mattel hat einen. Er geht so: Eines Tages erkannte Ruth Handler, dass die Spielzeug-Auswahl ihrer Tochter Barbara beschränkt war. Mit ihren Puppen konnte sie höchstens das Muttersein üben, während ihr Bruder Kenneth sich in den Rollenspielen in einen Feuerwehrmann, Astronauten oder Arzt verwandelte. Das inspirierte Ruth Handler, eine Puppe zu kreieren, die Mädchen zeigte, dass sie die Wahl hatten. Dass sie alles sein konnten. Was aus Ruth Handlers Tochter wurde, dürfte den wenigsten bekannt sein. Die Puppe aber machte vor aller Welt ordentlich Karriere. Seit Barbie im März 1959 erstmals präsentiert wurde, stöckelte und räkelte sie sich zuverlässig in die Herzen der Kinder. Bis heute wurden mehr als eine Milliarde Barbies verkauft. Entsprechend hartnäckig taucht die Dame in den Kindheitserinnerungen vieler Erwachsener auf. «Wo ist Barbie?», haben sie Ewald Schuler immer und immer wieder gefragt, wenn sie sich im Aeugstertal durch sein Spielzeugmuseum staunten. Nach 15 Jahren knickte er ein und beschäftigte sich mit der Blondine. Zunächst etwas widerwillig, wie er im Gespräch zugibt. Bis er bei der Lektüre gemerkt habe: «Das ist ja eine Riesengeschichte!»

Eine Opportunistin, die sich gewieft am Zeitgeist bediente 2016 enthüllt Ewald Schuler seine erste Barbie-Vitrine. Sie steht im ersten Obergeschoss, und mittlerweile ist sie eher ein Nebenschauplatz. Für seine Sonderausstellung hat sich Schuler nämlich auf die Suche gemacht – und hat vorwiegend an Online-Auktionen und über Mund-zuMund-Propaganda eine stattliche BarbieKollektion zusammengekauft. Im Dachstock seines Museums zeigt sich die Puppe in etwa einem Dutzend Vitrinen: föhnfrisiert und hochtoupiert, im Abendkleid und in Hotpants, in Schlössern und Cabriolets, im Schwimmbassin und im McDonald’s. Wenn Barbie etwas seit jeher kann, dann Vielfalt. Zwar nicht unbedingt im inkludierenden Sinn (bis 1980 gibt es nur ihre Freunde in dunkler Hautfarbe, Barbie bleibt hell und bis 2016 vollbusig und streichholzdünn), aber doch aus emanzipatorischer Sicht. Dem Narrativ ihrer Gründerin folgend, zeigte Barbie der Welt in zahlreichen Motto-Sonderausgaben, was sie alles zu sein vermochte: Sie landete 1965 (notabene vier Jahre vor Neil Armstrong) als Astronautin auf dem Mond, kandidierte 1992 gegen Bill Clinton für das Präsidentenamt oder mischte 2010 mit Glitzerleggings und

Museums-Besitzer Ewald Schuler vor einer Vitrine mit Barbie-Segelboot. Es ist eines seiner Lieblingsobjekte aus der Sammlung. (Bilder Livia Häberling) rosarotem Laptop die Programmierszene auf. Als Opportunistin der ersten Stunde bediente sich Barbie so schamlos wie gewieft am Zeitgeist – und machte aus ihrem Slogan «You can be anything!» einen einträglichen Imperativ. Mehr als 150 Berufe soll Barbie schon ausgeübt haben. Mattel ist heute nach Lego der zweitgrösste Spielzeughersteller der Welt. Im Jahr 2019 erwirtschaftete der Konzern einen Umsatz von 4,5 Milliarden US-Dollar.

Spitzenmedizinerin in lebensunfähigem Körper Barbies Ämterkumulation liess die Konzernkasse klingeln – doch die eine oder andere Holprigkeit im Lebenslauf brachte das Management auch in Erklärungsnot. Zum Beispiel doktorierte Barbie über die Jahre in vier medizinischen Disziplinen (darunter als Zahn-, Kinderund Tierärztin), geriet jedoch ausgerechnet wegen der eigenen Anatomie in die Kritik: Wissenschaftler haben Barbies Körpermasse auf einen Menschen umgerechnet – und festgestellt, dass dieser nicht lebensfähig wäre. In ihren langen, dünnen Hals würde entweder eine Speise- oder eine Luftröhre passen, nicht beides. Im Unterleib fänden nicht alle lebensnotwendigen Organe Platz, und mit ihrem Taillenumfang von 46 und einem BMI von 16 müsste Barbie im echten Leben als magersüchtig eingestuft werden. Mit dem Vorwurf, seine Puppe vermittle ein unrealistisches Körperbild, sah sich der Hersteller Mattel in der Vergangenheit immer wieder konfrontiert. «Wir müssen uns daran erinnern, dass Barbie ein Spielzeug ist», konterte der Konzern, nachdem die Kritik 2013 mal wieder lauter geworden war. «Mädchen verstehen, dass Barbie eine Puppe ist. Sie wurde nie nach den Proportionen eines echten Menschen modelliert.» Das sehen längst nicht alle so. Es gibt sogar Frauen, die sich den Körpermassen von

Nicht nur mit den Spielaccessoires verdiente der Konzern Mattel viel Geld, sondern auch durch Marketing-Deals mit McDonald‘s oder Coca-Cola.

Barbie möglichst weit annähern möchten und dafür eine Vielzahl von Schönheitsoperationen in Kauf nehmen. Unter dem Fachbegriff «Barbie-Syndrom» wird heute eine psychische Krankheit beschrieben: der Wunsch, wie die Kultpuppe auszusehen.

Das American Dreamgirl hat deutsche Wurzeln In Ewald Schulers Museum machen die Gäste nicht nur mit Barbie und ihrem Langzeitlover Ken Bekanntschaft: Sie lernen auch den Rest der Sippe kennen. Entweder in Form von weiteren Puppen, oder anhand eines Stammbaums (der verblüffend viele Äste hat!). Und ja, es gibt auch Schulers Lieblingsfigur zu sehen. Das ist im Übrigen nicht Barbie, sondern Lilli, das blonde Mädel, das ab 1952 zunächst als Comicfigur in der deutschen «Bild» erschien und schon kurze Zeit später als Plastikpuppe verkauft wurde. Und damit zu jenem Teil der Geschichte, der in den glattgebügelten Gründungsmythos ein paar Fältchen furcht. Er geht so: Ruth Handler war 1956 in der Schweiz in den Ferien, sah Lilli in einer Franz-Carl-Weber-Filiale, kaufte und kopierte sie, benannte die Puppe nach ihrer Tochter Barbara und stellte sie am 9. März 1959 in den USA an einer Spielzeugmesse vor. 1964 sicherte sich ihr Unternehmen Mattel die Rechte an der Puppe Lilli, daraufhin musste die Produktion in Deutschland eingestellt werden. Barbie, das American Dreamgirl, ist also eigentlich Deutsche. Sie hat 150 Jobs mit Leichtigkeit gemeistert, doch was die Rolle der windigen Geschäftsfrau betrifft, kann sie von Mutti bestimmt noch was lernen. Die Barbie-Sonderausstellung im Spielzeugmuseum «Pegasus Small World» ist noch bis Ende Jahr zu sehen. Habersaatweg 3 beim Türlersee, Aeugstertal. Geöffnet von Freitag bis Sonntag, 11 bis 17 Uhr. Infos auf www.spielzeug-museum.ch.

Neustes Objekt in der Sammlung: Ein Kartontheater aus den 60ern. (Bild zvg.)

Barbie und Ken: Gossip zum Glamourpaar Seit 1961 ist Barbie offiziell mit Ken liiert. Dieser Adonis ist nicht nur Mann ihrer fesselndsten Träume, sondern im Prinzip auch ihr Bruder: Die Gründerin Ruth Handler taufte Barbie nach ihrer Tochter Barbara – und Ken nach ihrem Sohn Kenneth ... Trotzdem lebten Barbie und Ken während 43 Jahren unbekümmert in wilder Ehe, bis es im Februar 2004 knallte: Barbie schnappte sich einen Surfer, eine Sprecherin des Mattel-Konzerns musste der Welt das Liebes-Aus verkünden. «War es, weil Ken nie heiraten wollte?», werweisste der «Spiegel» über das Püppchendrama. Dann schmiss «Mattel» seine PRMaschinerie an: In New York buhlte Ken auf Plakaten um seine Barbie:

«We may be plastic, but our love is real», schmachtete er. Und voilà: Just am Valentinstag 2011 verkündete Barbie, dass sie und Ken sich wieder nähergekommen seien. Das Liebes-Comeback war Tatsache. «Dass wir das noch erleben dürfen», klatschte der deutsche Fernsehsender N-TV, und die Frankfurter Allgemeine Zeitung frohlockte: «Barbies bestes Stück ist zurück.» Andere zeigten sich weniger mitfühlend. Ein Spielzeugwissenschaftler fand die Kampagne «ein bisschen amerikanisch». Kitsch as Kitsch Ken, quasi. Jedenfalls haben sich Barbie und Ken seither wieder lieb, im Puppenparadies scheint zuverlässig die Sonne. Zumindest, bis «Mattel» wieder mal Aufmerksamkeit sucht. (lhä)

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Vermischtes

Dienstag, 27. Juli 2021

Ein Bubentraum geht endlich in Erfüllung Sommerserie «Ich war noch niemals ...» (3): Primarlehrer Berufswünsche von Kindern zeigen sich meistens als reine Fantasien. Während mein Sohn Tierschützer in Afrika werden wollte, träumte meine Tochter von einer Karriere als Springreiterin. Für mich war in der Primarschule lange Zeit ein grosses Ziel, einmal als Erwachsener vor einer Schulklasse zu stehen. von martin mullis Das Thema der diesjährigen Sommerserie «Ich war noch niemals...» stellte mich vor ziemlich grosse Probleme. Zwar war ich weder in Timbuktu noch auf dem Matterhorn, die Tatsache jedoch, dass ich ein sehr gut entwickelter Feigling bin, sei anschliessend kurz erklärt. So werde ich mich auch hüten, jemals mehr als zwei Meter tief zu tauchen, im Ballon zu fahren, Fallschirmsprünge oder Bungee Jumping zu unternehmen. Trotz viel gepriesener Adrenalin-Höhepunkte verzichte ich selbstverständlich ebenfalls auf das Höhlentauchen oder gar Eisklettern. Ganz generell bedeutet für mich das Fliegen eine für Menschen absolut unnatürliche Fortbewegungsart. So liegt es nahe, dass ich mich in meinem ganzen Leben noch nie in einem Düsenflugzeug befand. Obwohl der Traum, fliegen zu können wie ein Vogel, immer wieder einmal vorhanden war, meine Phobie war stets stärker. Also suchte ich mir ein anderes und vermutlich weit weniger gefährliches Anliegen aus. Bereits in der ersten Klasse keimte in mir der Wunsch einmal selbst als Lehrer vor einer Schulklasse zu stehen. Dies vielleicht, weil ich damals in der Primarschule im Zürcher Oberland auf einen Schulmeister traf, welcher eine nicht allzu grosse Sozialkompetenz vorweisen konnte. Ich wurde gemobbt, obwohl dieser Begriff im Jahre 1951 mindestens in der Primarschule im zürcherischen Wald noch nicht bekannt war. Ich schwor mir hoch und heilig und der längst verstorbene Schulmeister Brändli soll Zeuge sein, dass ich es irgendwann einmal besser machen würde als er.

Für eine Stunde Lehrer im Schulhaus Aeschrain in Knonau So bat ich Jörg Berger, Schulleiter der Primarschule Knonau, mir meinen Wunsch zu ermöglichen, was er sofort

Martin Mullis war für eine Stunde Primarlehrer. und ohne Weiteres erlaubte. So wurde ich, wenn auch nur für eine kurze Stunde, Lehrer in der Primarschule des Schulhauses Aeschrain in Knonau. Primarlehrer Remo Schnellmann ging noch einen Schritt weiter und bereitete seine Schützlinge auf meinen Besuch vor. Sie wurden aufgefordert, ihre heutigen Berufswünsche anhand einer Zeichnung bekannt zu geben. Ihre fantasievollen Bilder klebten an der Tafel und diese verdeutlichten die zum Teil auch etwas abstrakten Wünsche. So viel vorweg, keines der Mädchen wünschte Schauspielerin, oder gar Prinzessin zu werden. Vielmehr träumt eine Schülerin davon, später einmal einen leibhaftigen Tiger zusammen mit einer Hauskatze zu halten. Auch den Wunsch einen eigenen You-Tube-Kanal zu besitzen, sollte eine der Zeichnungen begründen. Einige der beruflichen Bubenträume wurden offensichtlich aufgrund der aktuellen Fussball-Europameisterschaft etwas beeinflusst. Der Traum, mit einem roten Ferrari nach Australien zu reisen, ist eventuell einfacher bildlich darzustellen, als später dann auch zu verwirklichen. Als schliesslich sämtliche Berufswünsche vorgestellt waren, durfte ich dann rund zwanzig gespannte und auf meine Person gerichtete Augenpaare

Die Klasse war aufmerksam, machte aber auch eine klare Ansage: langweilig (rechts). (Bilder mamu)

wahrnehmen. Bereits in diesem Augenblick begann ich unsicher zu werden. Es war unschwer festzustellen, dass die Klasse nun etwas von mir erwartete. Tief in mir keimte ein Zweifel, ob ich diese Hoffnungen auch erfüllen konnte. Ich räumte diese Skepsis aus, indem ich die Klasse begrüsste und um mich gleichzeitig vorzustellen, meinen Namen mit Kreide auf die Tafel schrieb. Meine selbstsichere Überlegenheit schmolz jedoch wie Schnee in der Junisonne, denn in modernen Schulstuben liegen die Kreidestücke nicht griffbereit in nächster Nähe. Immerhin, eine ob meiner kurzen Suche nach der Kreide fröhlich lachende Schulklasse, darf absolut als positiv bezeichnet werden. Bevor ich mit meinem Referat begann, verteilte ich jedem meiner Zuhörenden eine Ausgabe des «Anzeigers aus dem Bezirk Affoltern».

Alles was in der Zeitung erscheint, muss wahr sein Meine Schilderungen, welche Arbeiten von der Idee eines Artikels bis zum Erscheinen in der Zeitung nötig sind, wurden mit grosser Spannung verfolgt. Das oberste Gebot, welches verlangt, dass alles was in der Zeitung erscheint, wahr

sein muss, nahm mein junges Publikum mit ernsten Mienen zur Kenntnis. Wenn ich auch in den Augen des zuhinterst stehenden Lehrers Remo Schnellmann, selbst unter seiner Maske, relativ deutlich einen fragenden Blick ausmachen konnte. Meine Ausführungen wurden glücklicherweise immer wieder mit zum Teil sehr gescheiten Fragen und Bemerkungen unterbrochen. Das gab mir jeweils Gelegenheit, meine Nervosität abzubauen und die Aufmerksamkeit meinerseits wieder herzustellen. Die Leserbriefseite, das «Forum» im «Anzeiger», gab zu einer grösseren Diskussion Anlass. Der Titel, der Untertitel und die Zwischentitel wurden thematisiert und gelegentlich staunte ich nicht schlecht, was die jungen Zeitungsleser so alles in einer Ausgabe feststellten und dies sogar interpretierten. Klar, dass die fussballbegeisterten Buben mehr Sportberichte wünschten, und überraschenderweise reklamierte ein Mädchen die sparsamen Storys über Verbrechen. Schliesslich rettete mich die Uhr vor weiteren kniffligen Fragen und mit einem Korb voller Giveaways von der CH Media und zwei Dutzend von mir spendierten Schokoriegeln gelang es mir, mich von einer ziemlich glücklichen Schulklasse zu verabschieden.

Mein Wunsch, einmal Primarlehrer zu sein, war erfüllt und ich war zufrieden. Wenn ich allerdings über die vergangene Stunde als Lehrer nachdenke und mir vorstelle, diesen anspruchsvollen Beruf täglich und mehrere Stunden auszuüben, überfällt mich grosse Besorgnis. Jedenfalls hätte ich durchaus Verständnis, wenn Lehrpersonen hie und da ähnliche Gefühle empfinden würden, wie ich sie bei einer Aufforderung, einen Bungee Jump absolvieren zu müssen, verspüre. Nämlich pure Verzweiflung.

«ICH WAR NOCH NIEMALS ...» Sich erstmals an einen Ort oder an eine Aktivität heranwagen – darum geht es in der diesjährigen Sommerserie des «Anzeigers». Den Auftakt machte Regula Zellweger mit einer Übernachtung in einer Gartenlaube. Bis Mitte August folgt in jeder Ausgabe eine weitere «Erstbegegnung». (red.) Bereits erschienen: Regula Zellweger: Nacht in einer Gartenlaube, 20. Juli. Salomon Schneider: Reise zum geografischen Mittelpunkt des Kantons Zürich, 23. Juli.

«Halbzeit» für «Sorgende Gemeinschaft Obfelden» Am Montag, 7. Juni, fand eine Online-Zusammenkunft statt, zu der Obfelder und Affoltemer Vereins-Präsidentinnen und -präsidenten sowie Gruppenleiterinnen und -leiter eingeladen waren. Das Projekt steht kurz vor der Umsetzungsphase von Ideen, wofür neue Mitstreiterinnen und Mitstreiter gefragt sind. Von den ortsansässigen Vereinen und Gruppen erhofft sich die Arbeitsgruppe, dass sie die Informationen aus dem Projekt weiterstreuen und Sichtbarkeit schaffen. Freiwillige aus Obfelden zusammen mit Schweizer Forschenden (Bern und Zürich) sowie aus Siegen (Deutschland) informierten 20 Zuschauende und Zuhörende unter der Moderation von Prof. Dr. Claudia Müller der Uni Siegen über die bisherige Geschichte ihrer Sorgenden Gemeinschaft. Im September 2019 fand mit einem ersten Grossanlass mit 90 Teilnehmenden in Obfelden der Startschuss für die Studie statt. Aus den Anwesenden meldeten sich 10 Personen zur aktiven Mithilfe an. Das Projektziel ist die gemein-

schaftliche Entwicklung eines neuartigen Versorgungsmodells für Menschen mit komplexen Versorgungsbedürfnissen. Anfangs konnten die Sitzungen vor Ort in der Brunnmatt stattfinden, aufgrund von Corona musste anschliessend auf Online-Sitzungen umgestellt werden. Um qualitativ gesicherte Forschungsergebnisse zu erzielen, wurde eine Interviewstudie geplant. Anlässlich des Basars 2019 wurden Interessierte über das Vorgehen informiert und eine Liste erstellt, wer für ein Interview zur Verfügung steht. Die «Gruppe Obfelden» erarbeitete in Zusammenarbeit mit dem Forschungsteam, auf Wunsch der damaligen Gemeinderätin Franziska Marty, welche selbst sehr an der Studie interessiert war, den Fragebogen für die Interviews. Hierbei war es wichtig, einen Überblick über die Lebensweise der Interviewten und ihre persönlichen Ansichten zu gewinnen, über ihre Gedanken im Hinblick auf Aktivitäten im Alter, Lebensqualität und Tod. Insgesamt konnten 20 Einzelinterviews mit Alleinstehenden und Paaren durchgeführt werden, sowie ein Gruppeninterview. Diese waren hinsichtlich Alter, Ge-

Ein neues Versorgungsmodell für soll entstehen. (Grafik zvg.) schlecht und Nationalität verschieden. Einzelinterviews und Gruppeninterview wurden anschliessend in 14-tägigen digitalen Sitzungen per Videoschaltung, unter Zuhilfenahme des technischen Hilfsmittels Online-Plattform Miro ausgewertet. Seit April 2021 wurden die Interview-Ergebnisse gemeinsam schriftlich aufbereitet und in einem ersten Bericht festgehalten. Eine Ideensammlung für mögliche Massnahmen der Sorgenden Gemeinschaft Obfelden ist zurzeit in Arbeit. Um Zwischenergebnisse zu teilen und den Fortschritt des Aufbaus der

Sorgenden Gemeinschaft Obfelden sichtbar zu machen wurde die Online-Konferenz mit Vorsitzenden und Leitenden der Vereine veranstaltet. In der Meinung, dass diese ihren Mitgliedern zum Projekt und die Möglichkeit zur aktiven Mitarbeit berichten werden. Als Zwischenergebnisse aus den Interviews haben sich folgende Erkenntnisse ergeben: Die langfristige Pflege von Beziehungen ist wichtig für das Wohlbefinden und die psychische Gesundheit. Um mit körperlichen, fähigkeitsoder fertigkeitsbezogenen Einschränkungen oder Widrigkeiten des Lebens umgehen zu können, ist Resilienz (Bewältigungsmöglichkeit) zentral. Dazu tragen Gesundheit, Ernährung, Fitness und als Schlüsselfaktoren ein soziales Netz sowie familiäre und nachbarschaftliche Beziehungen bei. Es hat sich gezeigt, dass es schwierig ist, um Hilfe zu bitten und Hilfe annehmen zu können, wenn man selbst nicht auch etwas geben kann. Hinderlich für das Annehmen von Unterstützung oder von Beziehungsangeboten sind zudem (zu) hohe Erwartungen an sich selber oder das Umfeld, mangelnde Sprachkenntnisse oder Scham.

Um den Bedürfnissen älterer Menschen in Obfelden nachzukommen und Barrieren zu überwinden, sind bereits Ideen für gemeinschaftliche Aktivitäten der Sorgenden Gemeinschaft Obfelden angedacht worden. Der Status dieser Ideen wird während der Veranstaltung vorgestellt, und in der zweiten Phase der Studie weiterentwickelt werden. Weitere Ideen, erarbeitet durch Interessierte, sollen das Programm ergänzen. Zu diesem Zweck findet am 30. August 2021 eine weitere grosse Veranstaltung für die Bevölkerung von Obfelden statt (Ort und Agenda werden rechtzeitig publiziert), auf welchem die Zwischenergebnisse auch innerhalb der Gemeinde geteilt werden sollen. Das Team der Sorgenden Gemeinschaft Obfelden hofft vor diesem Hintergrund auf rege Teilnahme und aktive Mitwirkung beim Aufbau einer nachhaltigen Sorgekultur innerhalb Obfeldens, von der alle Generationen profitieren können. Projektgruppe Sorgende Gemeinschaft Obfelden Wer in der Gruppe mitwirken möchte, melde sich gerne unter sorgende.gemeinschaft@obfelden.ch.


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Vermischtes

Dienstag, 27. Juli 2021

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Käse ist wie eine Diva Serie: «Alpsommer» (3): Bis Alpkäse essbereit ist, braucht es viel Arbeit Auf der Alp Drüschhubel in Innereriz werden pro Sommer zirka 80 000 Liter Milch verarbeitet. Oder anders ausgedrückt: Es werden zehn Tonnen Käse, Butter und Zieger produziert. Davon werden dreieinhalb Tonnen direkt auf der Alp verkauft. Von nePita santiago «Ich werde sicher nie selber käsen», sagte Landwirt Res Hadorn aus Horrenbach. Aber sag niemals nie, denn genau das tut er seit acht Jahren zusammen mit seiner Frau Sandra Oehrli auf der Alp Drüschhubel. Heute kann er sagen: «Es fasziniert mich einfach abnormal, was aus Milch auf einfache Art und Weise, ohne HighTech, alles hergestellt werden kann», sagts, hebt den geschnittenen Käsebruch aus der Presswanne und drückt ihn sorgfältig in Järbe (Formen). Seine Frau Sandra ergänzt: «Und am Schluss hat man eine Spezialität, die jung genossen genauso nährt wie das zu Hobelkäse herangereifte Produkt, das mit den Jahren nur besser wird.» Res selber mag Käse nicht besonders gern, oder «nur sehr guten», schmun-

zelt er. Damit liefert er auch gleich das Stichwort «Qualität». Diese ist dem Ehepaar sehr wichtig, und um eine gute zu erreichen, muss sorgfältig und sauber gearbeitet werden. Bereits in der dritten Alpsaison haben die beiden an der Berner Alpkäsemeisterschaft in der Kategorie «Mutschli» eine Goldmedaille geholt und zwei Jahre später den siebten Platz bei den Hobelkäsen erzielt. Es sei interessant, an so einer Veranstaltung teilzunehmen und biete zudem Gelegenheit, andere Produzenten und Händler kennenzulernen, meint Sandra Oehrli.

Jeden Vormittag wird gekäst Auf der Alp Drüschhubel werden Mutschli, Raclettekäse oder Alpkäse produziert. Auch Alpbutter und Zieger sind weitere Drüschhubel-Spezialitäten, für die einige Leute von weit her anreisen. Übrigens ist Bergkäse nicht gleich Alpkäse. Ein Käse darf die Bezeichnung «Alpkäse» nur tragen, wenn Milchproduktion und Verkäsung auf der Alp oberhalb von 1000 Metern, das Kessi indirekt oder direkt mit Holz befeuert wird, und die Kühe nur Gras fressen und Heu, das vor Ort produziert wird. Aber bis so ein würziges Stück Alpkäse auf

Mit grossem Körpereinsatz heben Sandra Oehri und Res Hadorn den Bruch...

...mit dem Käsertuch aus dem Kessi. (Bilder Nepita Santiago)

SERIE «ALPSOMMER» Das Säuliamt ist eine ländliche Gegend und die Landwirtschaft gehört in der Region zum alltäglichen Bild. Rund ein Fünftel der Schweizer Milchkühe verbringen den Sommer jedoch auf einer Alp. Wie lebt und arbeitet es sich auf einem solchen Sömmerungsbetrieb? Der «Anzeiger» war zu Besuch auf der Kuhalp Drüschhubel im Innereriz (BE), die von Sandra Oehrli und Res Hadorn bewirtschaftet wird. Mit dabei sind ihre drei Kinder, ein Pflegekind, die Saisonangestellte Judith Muff, die besagten Kühe, Alpschweine, sowie ein halber Kleintierzoo. (san) Bereits erschienen: Ein Alltag, ähnlich chaotisch wie im Winter, 13. Juli. «Eine mega schöne und erfüllende Zeit», 16. Juli.

dem Zvieriplättli liegt, sind einige Arbeitsgänge notwendig und Käse müsse auf gut Berndeutsch «ghämpfelet, ghäschelet, gchüderlet» werden, lacht Sandra Oehrli. Gekäst wird jeden Vormittag und das geht grob gesagt so: Während die 800 bis maximal 1200 Liter Milch im Kessi über dem Holzfeuer erwärmt werden, fügt man Kultur (Bakterien) und Lab bei, was dafür sorgt, dass die Milch eindickt und der Käse haltbar wird. Mit dem Käsetuch wird dann der Bruch aus dem Kessi gehoben, in der Presswanne kurz vorgepresst, in grosse Würfel geschnitten und in Käsejärbe (Formen) gefüllt und gepresst. Die aus der geronnenen Milch abfliessende Flüssigkeit, die Molke, wird auf Drüschhubel den Schweinen verfüttert oder zu Zieger verarbeitet. So geht kein Bestandteil der Milch verloren. Aber jetzt kommt der «Diva-Teil», das «Hämpfele» der Käseherstellung zum Zuge. Das heisst, der Käse muss in den ersten Stunden regelmässig gewendet werden. Am nächsten Morgen nehmen die «Alpdiven» dann ihr Schönheits- bzw. Salzbad und bleiben so lange drin, bis sie den gewünschten Salzgehalt erreicht haben. Aber damit nicht genug, auch danach lassen sie sich täglich mit saurem Most abbürsten und Temperatur sowie Feuchtigkeitsgehalt ihrer Gemächer spielen auch eine Rolle für ihr Wohlbefinden. Heuriger Alpkäse ist nach sechs Monaten genussreif, die weichen Mutschlis hingegen bereits nach drei Wochen. Wie hat sich denn das Paar das Käsen angeeignet? «Wir haben beide den Alpkäserkurs absolviert und der Rest ist learning by doing», sagt Res Hadorn und Sandra ergänzt: «Mit Fehler machen und Kopf anschlagen». Zum Glück war ihre Vorgängerin im ersten Jahr eine Woche vor Ort und hat ihnen das Wichtigste gezeigt, so dass die Hadorns mit der Zeit ihr feines Gespür für die Käseherstellung entwickeln konnten und Drüschhubel-Käse in der Gegend zu einem Begriff wurde.

Gezeichnet von den Strapazen: Urs Huber gewinnt zum dritten Mal das superharte MB Race am Fusse des Mont Blanc. (Bild Martin Platter)

Urs Huber hat sich wieder erholt Dritter Sieg am MB Race in Frankreich Nach seinem durch Sturz und Impfung bedingten Rückschlag an der Bikemarathon-Europameisterschaft am Raid Evolenard im Wallis hat Urs Huber wieder auf die Siegerstrasse zurückgefunden. Mit 22 Minuten Vorsprung gewinnt er das superharte MB Race in Megève. Von Martin Platter Die 22 Minuten Vorsprung von Urs Huber auf den zweitplatzierten Juri Ragnoli lassen selbst im Marathon-Sport aufhorchen. Zumal das diesjährige MB Ultra-Race als französische BikemarathonLandesmeisterschaft ausgeschrieben war und wegen des regenreichen Wetters in der Vorwoche besonders anspruchsvoll war. Erst mit dem drittplatzierten Axel Roudil-Cortinat, der sogar 25:40 Minuten auf den Sieger einbüsste, erreichte der neue französische Meister das Ziel in Megève am Fusse des Mont Blanc. Neun Stunden und vier Minuten war Huber bei seiner dritten Siegfahrt an diesem 146 km langen, mit 7000 Höhenmetern angereicherten «MarathonMonster» unterwegs und damit länger als ein normaler Arbeitstag dauert. Im Ziel sagte er denn auch: «Ich fuhr schon verschiedene Rennen bei Schnee und bei

über 40 Grad Hitze. Doch die heutigen Verhältnisse stellten so ziemlich alles in den Schatten, was ich bisher erlebt habe. Der viele Regen der vergangenen Tage liess die Strecke teilweise sehr, sehr tief werden und machte vor allem auch die Abfahrten noch anspruchsvoller als sie sonst schon sind.»

Mit Vorsicht zum Sieg Deshalb liess Huber in den Abfahrten Vorsicht walten, auch wenn das in der Anfangsphase des Rennens bedeutete, dass er kurzzeitig aus der Spitze zurückfiel. Der Italiener Ragnoli indes ging von Beginn weg auf volles Risiko und büsste es prompt mit einem platten Reifen, bei dessen Reparatur er im Morast viel Zeit verlor. Bergauf vermochte Huber den Rückstand jeweils bald wieder aufzuholen und konnte sogar mit zunehmender Distanz zusetzen. Das bewirkte, dass der Mettmenstetter ab Kilometer 50 alleine an der Spitze fuhr und die Führung bis ins Ziel kontinuierlich auszubauen vermochte. Mit gestärktem Selbstvertrauen wird Urs Huber nun die nächsten Wettkämpfe in der Türkei und in Österreich angehen, ehe Mitte August mit der Eiger Bike Challenge die Marathon-Saison in der Schweiz weitergeht. Zwei Tage nach seinem 36. Geburtstag peilt Huber in Grindelwald seinen neunten Triumph an.

Die Ottenbacher Pontoniere sichern ihr Vereinsdepot Die Wassermassen der Reuss hielt die Ottenbacher Pontoniere auf Trab. Das Vereinsdepot steht nur wenige Meter neben dem Fluss. In der letzten Woche war es zeitweise vom Wasser umgeben. Vor gut einer Woche liessen die Unwetter in der ganzen Schweiz den Wasserpegel steigen – auch die Reuss führte mehr Wasser als gewohnt. Frühzeitig hatte man bereits Wassersperren eingerichtet, alles

was ging, in die Höhe gestellt und die Schiffe möglichst sicher befestigt. Vereinsintern wurde organisiert, dass sich stets zwei bis drei Personen im Depot befinden, um das Wasser aus dem Gebäude in den Fluss zu pumpen. Viele übernahmen eine oder mehrere Schichten oder trugen anderweitig zum Geschehen bei. Am Mittwochabend, dem Trainingsabend, fand dann ein Zusammenkommen auf den Schiffen statt. Engagierte Mitglieder hatten über den Tag die Boote unter dem Zelt auf dem Vorplatz zu-

sammengebunden und zwei Festbänke installiert. Bei einem köstlichen Abendessen genossen die Ottenbacher Pontoniere die Stimmung auf dem Fluss. Nach knapp einer Woche war der Spuk vorbei. Die Hochwasserschutze konnten wieder verstaut werden und die Jungpontoniere rückten am Montagabend dem Sand auf dem Vorplatz auf den Pelz. Es wurde geputzt, geschrubbt und gelacht. Am Dienstagabend wurden dann die letzten Gegenstände an ihren alten Platz zurückgestellt. Anita Leutert

Leo Baschnagel und Ivo Hegetschweiler nahmen das viele Wasser gelassen hin. (Bild zvg.)


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