Esther Kern Leaf to Root Express â§

Von Blatt bis Wurzel.

![]()

Von Blatt bis Wurzel.

Von Blatt bis Wurzel.
Einfache Rezepte fĂŒr spezielle GemĂŒseteile
Vorwort von Hanni RĂŒtzlerâ8
Eine Prise Abenteuer fĂŒr deine GemĂŒsekĂŒcheâ11
Apfel 15
Apfelschalen-Tepache mit Piment und Szechuanpfefferâ18
Apfelschalen-Sirup mit KrĂ€uternâ20
Apfelschalen-Basilikum-Drinkâ22
Karamellisierte Apfelkerneâ24
Banane 27
Bananenschalen-Kuchenâ30
Blumenkohl/Brokkoli 33
Sauerkraut aus KohlstrĂŒnken und Strunk-GemĂŒse-Brotaufstrichâ36
Salat aus Blumenkohlröschen mit knusprigem Strunkâ38
Knusprige Blumenkohl-Blattrippen mit BlattgrĂŒn-Dipâ40
One-Pot-Pasta mit gebratenem Brokkolistrunkâ42
Brokkoli-Steak auf Hummus mit KrĂ€utersauceâ44
Erbse 47
Erbsenschalen-Drink mit Apfel und Tonicâ50
Erbsenschalen-Vichyssoiseâ52
Herzhafte Waffel aus passierten Erbsenschalenâ54
Stir-Fry mit Erbsenschalen, Tofu und Karotteâ56
Fenchel 59
FenchelstĂ€ngel-Chutney mit Orange und Chiliâ62
Fenchelkraut-Pesto mit Zitrone, Mandeln und Kapernâ64
Geschmorter Fenchel mit BohnenpĂŒree und Fenchelkrautâ66
Aquafaba-Meringues mit Fenchelkrautâ68
Gurke 71
Gurkenschalen-Limonade mit Ingwer und Chiliâ74
Vegane Gurkenschalen-Mayonnaiseâ76
Gurkenkern-Cremolataâ78
Karotte 81
Karotten-Hummus mit Karottenkraut-Pestoâ84
Geschmorte Karotten mit Karottenkraut-Pesto und CrĂšme fraĂźcheâ86
Karottenschalen-Pakoras mit Minze-Dipâ88
Risotto mit Karottenkraut-PĂŒree und knusprigen Karottenschalenâ90
Kartoffel 93
Kartoffelschalen-Chipsâ96
Kartoffelschalen-Dashi mit Buchweizen und Steinpilzenâ98
Mousse von gerösteten Kartoffelschalen mit Crumbleâ100
Kohlrabi 103
Chips aus KohlrabiblĂ€tternâ106
Pikanter ApĂ©rokuchen mit KohlrabiblĂ€ttern und Olivenâ108
Einfaches Kohlrabiblatt-Kimchiâ110
Kohlrabi-Gazpacho von Blatt bis Knolleâ112
Kopfsalat 115
Ăl von dunkelgrĂŒnen KopfsalatblĂ€tternâ118
Veganer Kopfsalat-Wickel mit Reis, Linsen und HaselnĂŒssenâ120
Kopfsalat-Creme mit BlĂŒtenhonig und Balsamessigâ124
KrÀuter 127
Chimichurri aus KrĂ€uterstĂ€ngelnâ130
Green Chutney mit KrĂ€uterstĂ€ngelnâ132 »Vergessene KrĂ€uter«-Marinadeâ134
KĂŒrbis 145
Snack aus gerösteten, gesalzenen KĂŒrbiskernenâ148
KĂŒrbis mit Schale im Ofen gebackenâ150
Lauch 153
Quiche mit dunkelgrĂŒnen LauchblĂ€tternâ156
Mais 159
Maisspindel-Gelee (Corn Cob Jelly)â162
Mais-Cheesecake mit frittierten Maishaarenâ164 Frittierte Maishaare als ĂŒberraschende Dekoâ166
Radieschen 169
Kerne-Cracker mit RadieschenblĂ€tternâ172
Radieschensalat mit Apfel und Sonnenblumenkernenâ174
Radieschenblatt-FrischkĂ€se mit Zitroneâ176
Pinke Radieschensuppe mit Radieschenblatt-Ălâ178
Radieschenblatt-Kaltschale mit Kartoffel und Gurkeâ180
Rande (Rote Bete) 183
RandenstÀngel-Chutney 186
Randenblatt-Salat mit BlauschimmelkĂ€se-Eisâ188
SĂŒĂes Kompott aus RandenstĂ€ngelnâ190
Tomate 193
Thymian-Tomaten-Chips aus Gallertmasseâ196
Tomatenkern-Salsa mit Koriander und Limetteâ198
Herzhafte Tomatenkern-KonfitĂŒreâ200
Wassermelone 203
SĂŒĂsauer eingemachte Wassermelonenschalen mit Ingwerâ206
Fermentierte Wassermelonenschalen mit Knoblauch und Dillâ208
Chinesischer Wassermelonenschalen-Salat mit Chili und Sesamölâ210
ThailĂ€ndischer Wassermelonenschalen-Salat (Som Tam Taeng Mo)â212
Wassermelonenschalen in Zwiebelschiffchen auf Linsencremeâ214
Eingemachte Wassermelonenschale advancedâ216
Dosas mit Wassermelonenschalen und KreuzkĂŒmmelâ218
ZitrusfrĂŒchte 221
SĂŒĂsauer eingemachte Zitronenzesten 224
Grapefruitschale (Albedo) mit Vanille und Kaffeeâ226
Zitronenschalensirup und hausgemachter Limoncelloâ228
Sunny Flow â Drink mit Limoncello aus Zitronenschalenâ230
Zwiebel 233
Einfache GemĂŒsebrĂŒhe aus Schalen und Abschnittenâ236
KrĂ€ftige Miso-GemĂŒsebrĂŒhe aus Abschnittenâ238
Ostereier fĂ€rben mit Zwiebelschalenâ240
Supplement: Unreif 243
Heidelbeer-Thymian-Spritz mit Verjusâ246
Chutney aus grĂŒnen Tomatenâ248
Kashkarikas mit unreifen Traubenâ250
Kaltschale aus grĂŒnen Tomaten mit unreifen Erdbeerenâ252
Unreife Feigen mit Zitrone und Honigâ254
rund um »Leaf to Root«
»Leaf to Root« â oder wie ich das exotische GemĂŒseabenteuer direkt vor der HaustĂŒr entdeckte 137
Giftigkeit 257
NachtschattengewĂ€chse (Solanin & Co.)â257
Apfelkerne (BlausĂ€ure)â262
Rhabarber, Rande & Co. (OxalsĂ€ure)â262
Nitrat â vor allem in wasserleitenden Pflanzensegmenten 264
Novel Food â die Sache mit der sicheren Verwendungshistorieâ266
Pestizide & Co. 269
Gesundheit 273
BlĂ€tter und Knollen: von Bitterstoffen, Vitaminen und Mineralienâ273
Wassermelonenschale: NahrungsergĂ€nzungsmittelâ274
NachtschattengewĂ€chse: Das Gift unter der Gesundheits-Lupeâ276
Stofflisten: Die kleine »Leaf to Root«-Apothekeâ277
Dankâ283
Sponsorenâ284
Das Teamâ286
Autorinnen und Autoren der Gastrezepteâ288
Die Autorinâ295
Als vor fast zehn Jahren »Leaf to Root«, das bahnbrechende Buch von Esther Kern erschien, das sie gemeinsam mit Sylvan MĂŒller und Pascal Haag im AT Verlag veröffentlichte, waren es mehrheitlich Koch-Nerds und explizite »Vegourmets«, die das zukunftstrĂ€chtige kulinarische Potenzial witterten, das in BlĂ€ttern und Wurzeln, Schalen und Kernen von Obst und GemĂŒse schlummert.
Deshalb fanden sich bei der PrĂ€sentation des Buches in Ăsterreich in meinem »futurefoodstudio« in Wien vor allem fĂŒr ihre Neugier bekannte Gourmetkritikerinnen und Köche wie der Drei-Sterne-Patron Heinz Reitbauer ein, um auch gleich einige von Pascal Haag live zubereitete Gerichte aus dem Buch zu verkosten.
Mittlerweile ist »Leaf to Root« lĂ€ngst ein Bestseller. Und viele darin enthaltene Anregungen haben ihren Weg in private und professionelle KĂŒchen gefunden â nicht mehr nur in Reitbauers »Steirereck« finden sich regelmĂ€Ăig GemĂŒseteile auf den Tellern, die einst im besten Fall im Suppentopf gelandet sind, meist aber im MĂŒll oder im Kompost. Und dabei geht es nicht bloĂ um »less waste«, sondern vor allem auch um »more pleasure«. Denn in den BlĂ€ttern, BlĂŒten, Wurzeln und Schalen vieler GemĂŒse stecken oft nicht nur essenzielle Wirk- und NĂ€hrstoffe, sondern auch vielfĂ€ltige Aromen und Texturen, die GemĂŒsegerichte oft erst adeln.
BlĂ€ttert man heute durch aktuelle vegetarisch fokussierte KochbĂŒcher, dann finden sich darin fast wie selbstverstĂ€ndlich Chips aus Topinamburschalen, Pickles aus Melonenschalen und Tempura aus GrĂŒnkohlrippen. Die Verwendungsmöglichkeiten von praktisch allen GemĂŒseteilen sind schier unendlich. Als Trendforscherin sehe ich darin viele ökologische, aber vor allem gustatorische Potenziale.
Auch in meiner privaten KĂŒche hat Esther Kerns erstes Buch tiefe Spuren hinterlassen, obwohl manche Vom-Blatt-bis-zur-Wurzel-Rezepturen durchaus zeitlichen Aufwand und auch handwerkliches Geschick erfordern.
Umso neugieriger habe ich daher ihr neues, hiermit vorliegendes Buch erwartet, das explizit Rezepte fĂŒr die AlltagskĂŒche enthĂ€lt. Und das heiĂt nicht, kulinarische AnsprĂŒche aufzugeben, ganz im Gegenteil: SchlieĂlich wurden die Rezepte in zahlreichen Kochworkshops, die Esther regelmĂ€Ăig veranstaltet, erprobt und weiterentwickelt. Das Buch enthĂ€lt auch Inspirationen von genialen GemĂŒseköchen wie Andree Köthe und Yves Ollech, die in ihrem NĂŒrnberger Zwei-Sterne-Restaurant »EssigbrĂ€tlein« seit ĂŒber zwanzig Jahren GemĂŒse ganzheitlich ver-
werten. Oder von der Schweizerin Rebecca Clopath, die als Köchin und Landwirtin einen besonders authentischen, wertschĂ€tzenden Umgang mit GemĂŒse pflegt. Und natĂŒrlich steuert diesmal auch Heinz Reitbauer Rezepte bei, in Anerkennung von Esther Kerns leidenschaftlichem Bestreben, beim Kochen aus dem Ganzen zu schöpfen, die GemĂŒsekĂŒche auf wiederzuentdeckende (Wurzel-)Beine zu stellen und ihr mit der kreativen Verwendung von BlĂ€ttern neue kulinarische FlĂŒgel zu verleihen. Allen Leserinnen und Lesern wĂŒnsche ich eine inspirierende LektĂŒre und viele neue »Leaf to Root«-Geschmackserlebnisse. Ich selbst bin schon jetzt neugierig, mit welchem Buch und welch neuen kulinarischen Inspirationen mich Esther Kern in den nĂ€chsten zehn Jahren ĂŒberraschen wird.
Hanni RĂŒtzler
Food Context Pilot & Food-Trendforscherin www.futurefoodstudio.at
Ich esse kaum Bananen, aber wenn ⊠Dieses Rezept lohnt sich auszuprobieren.
Interessanterweise schmeckt der Kuchen nicht nur bananig, sondern vor allem wĂŒrzig.
FĂŒr einen Blechkuchen von ca. 25âĂâ25âcm
Schalen von 3 Bananenâ*
60âml Wasser
2 Eier, Eigelb und EiweiĂ getrennt
100âg Rohrohrzucker (oder Kristallzucker, wenn du es sĂŒĂer willst)
30âg Butter, Zimmertemperatur
200âg Mehl + Mehl fĂŒr die Form (bei Bedarf)
3 TL Backpulver
*âJe reifer, desto besser, sie dĂŒrfen auch schon schwarze PĂŒnktchen haben. Zwingend mindestens BioÂQualitĂ€t.
Vegane Variante:
Schalen von 3 Bananen
1 Banane (ohne Schale)
60âml Wasser
100âg Rohzucker
3 EL Ăl
60âg Aquafaba (Kichererbsenwasser)â*
200âg Mehl
4 TL Backpulver
*âAus einer Dose oder einem Glas mit Kichererbsen. Die Kichererbsen nutzen fĂŒr andere Gerichte.
Den Ofen auf 180 Grad Umluft vorheizen. Die Backform mit Backpapier belegen oder bemehlen.
Die Bananenschalen mit dem Messer in StĂŒcke schneiden. Mit dem Wasser pĂŒrieren â der Brei wird sehr dunkel, das ist normal.
Das Eigelb mit dem Zucker und der Butter aufschlagen, bis sich eine hellgelbe Masse bildet. Den Bananenschalenbrei untermengen.
Das EiweiĂ steif schlagen und mit dem Mehl und dem Backpulver vorsichtig unter die Masse ziehen.
In die Backform fĂŒllen und im vorgeheizten Ofen 30âââ40Â Minuten (je nach Dicke des Kuchens) backen.
In meinen Kursen werde ich immer wieder nach einer veganen Variante gefragt: Der Kuchen ist zwar weniger fluffig, aber geschmacklich gut.
Die Schalen und die Banane mit dem Wasser pĂŒrieren, dann mit dem Zucker und dem Ăl vermengen. Das Aquafaba wie EiweiĂ steif schlagen, dazugeben und zusammen mit dem Mehl und dem Backpulver unter die Masse ziehen. Backen wie im Rezept oben beschrieben, eventuell etwas lĂ€nger.

Auf Instagram folge ich den sympathischen KĂŒcheneinblicken von Vegi-Sternekoch Paul IviÄ vom Restaurant »TIAN« in Wien. Immer wieder prĂ€sentiert er dort schöne Rezepte fĂŒr GemĂŒse â so auch dieses Rezept. Es lohnt sich umso mehr, wenn du mal einen ganzen
Blumenkohl mit allen BlÀttern ergattern kannst oder im Garten erntest.
Knusprige Blattrippen
Blattrippen/BlattgrĂŒn von einem ganzen Blumenkohlâ*
Salz
100âg griffiges Mehl (Weizenmehl Type 550)
2 Eier, verquirlt
250âg Brotbrösel
2âl Olivenöl
*âBlumenkohl aus dem Supermarkt oder vom Markt, mit gekappten BlĂ€ttern; wer einen ganzen Blumenkohl aus dem Garten hat, passt die Menge fĂŒr die Panade an.
BlattgrĂŒn-Dip
BlattgrĂŒn von oben
250âg CrĂšme fraĂźche
20âml Leindotteröl
Salz, Pfeffer aus der MĂŒhle
Die Rippen des Blumenkohls waschen und entblĂ€ttern. Das BlattgrĂŒn zur Seite legen (vom Blatt ist manchmal sehr wenig dran am Blumenkohl aus dem Supermarkt âdu kannst auch einen anderen Dip machen, falls deinem Blumenkohl das BlattgrĂŒn ganz fehlen sollte).
Die Blumenkohlrippen in 500âml gesalzenem Wasser bissfest kochen. Aus dem Wasser heben und gut abtrocknen. Im Mehl wenden, gut abklopfen und anschlieĂend in den verquirlten Eiern wenden. Herausnehmen und in den Brotbröseln wenden. Den Vorgang mit dem Ei und den Brotbröseln wiederholen. Das hat den Vorteil, dass die Blumenkohlrippen noch knackiger werden.
Das Olivenöl auf 160 Grad erhitzen und die Rippen darin goldgelb frittieren. Aus dem Fett nehmen, abtropfen lassen, salzen.
FĂŒr den Dip die BlumenkohlblĂ€tter klein schneiden und mit 500âml ungesalzenem Wasser sehr weich kochen (3âââ5 Minuten). Aus dem Wasser nehmen und in einem schmalen GefÀà mit etwas Kochwasser pĂŒrieren. Mit der CrĂšme fraĂźche und dem Leindotteröl verrĂŒhren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Servieren: Die frittierten Blattrippen mit dem BlattÂDip servieren.

Dieses Rezept habe ich, seit ich es von der Schweizer Köchin Michaela Frank bekommen habe, schon dutzendfach gebacken. Die Cracker sind glutenfrei und haben geschmacklich Wumms. Du kannst sie einfach so essen als gesunden Snack oder zum Apéro servieren.
100âg RadieschenblĂ€tter
20âg frisches Basilikum
3 TL getrockneter Thymian
230âml Wasser
1 TL Salz
90âg Goldleinsamen
10âg Fenchelsamen
30âg weiĂe Sesamsamen, ungeschĂ€lt
50âg Sonnenblumenkerne
20âg Rapskerne
50âg feine Haferflocken
Fett fĂŒr das Blech (bei Bedarf)
Alle Zutaten bis einschlieĂlich Salz mithilfe des Stabmixers miteinander vermengen. Dann mit den Kernen und den Haferflocken mischen und etwa 30Â Minuten quellen lassen.
Den Teig nicht zu dĂŒnn (ca. 3âmm dick) auf ein gefettetes Backpapier (alternativ eine Backmatte) streichen und bei 120Â Grad Umluft etwa eine Stunde backen, bis die Cracker ganz trocken sind.
Variante:
Statt RadieschenblĂ€ttern können auch andere KohlblĂ€tter verwendet werden. Oder auch KopfsalatblĂ€tter. Ich backe die Cracker mittlerweile auch aus dem Trester der GurkenschalenÂLimonade auf Seite 74 oder anderen GemĂŒsetrestern, die entstehen, wenn man etwas abseiht. Ich rate dir: einfach ausprobieren! Wenn der Chip grĂŒner sein soll, kannst du auch Spinat oder Federkohl (GrĂŒnkohl) mitmixen. Bei den Samen und Kernen kann variiert werden, je nachdem, was der Vorrat hergibt.

Unreif kann meisterhaft in Szene gesetzt werden â wie in diesem Kaltschalen-Rezept des österreichischen Drei-Sterne-Kochs Heinz Reitbauer.
500âg grĂŒne Tomaten
75âg unreife Erdbeerenâ*
50âg unreife Feigenâ*
1 Salatgurke
75âg Staudensellerie
1 grĂŒne Paprikaschote
10âg frisches Basilikum
10âg frische Petersilie
150âââ250âml WeiĂweinessig
1 EL Kristallzucker
œ EL Salz
400âml Wasser
œ Avocadoâ**
50âg frischer Blattspinat, roh
*âWenn du nebst grĂŒnen Tomaten keine unreifen Beeren oder Feigen hast, kannst du improvisieren und eventuell mit einem FrĂŒchteÂ/Beerenbalsam eine fruchtige Note reinbringen.
**âWer keine Avocado aus nachhaltigem Anbau findet, kann stattdessen 150âg blanchierten Blattspinat und 15âml Olivenöl nehmen, um die Kaltschale abzubinden.
Die Tomaten sowie die unreifen FrĂŒchte von den StrunkansĂ€tzen befreien und in grobe StĂŒcke schneiden.
Die Gurke schĂ€len (Verwendung der Schale siehe Seite 74), den Staudensellerie putzen und beides grob schneiden. Die Paprika entkernen und ebenfalls grob schneiden. Die KrĂ€uter inklusive der StĂ€ngel grob hacken und dem TomatenÂFruchtÂAnsatz zufĂŒgen.
Alles mit den restlichen Zutaten bis auf Avocado und Spinat vermengen und mit Folie abgedeckt im KĂŒhlschrank eine Nacht marinieren lassen.
Am nĂ€chsten Tag alles gemeinsam mit einem Stabmixer mixen und anschlieĂend durch ein mittelfeines Sieb passieren (mit den Passierresten kannst du ein Chutney machen, siehe Seite 248).
Die passierte GemĂŒsekaltschale mit rohem Blattspinat und Avocado (oder gekochtem Blattspinat/Olivenöl) mixen, bis eine sĂ€mige Textur entsteht (am besten mit einem Powermixer) und bei Bedarf durch ein feines Sieb passieren. Die Kaltschale am besten am selben Tag servieren.
Tipp:
Als Einlage eignen sich sauer marinierte Beeren, KrÀuter sowie KrÀuteröle.


Dieses Buch ist ein Konzentrat meiner jahrelangen Arbeit rund um »Leaf to Root«. Auf dem Weg haben mich viele Menschen unterstĂŒtzt. Da bedanke ich mich gerne mal pauschal bei allen.
Dank geht an mein groĂartiges Team (siehe Seite 286) und an alle Köchinnen, Köche, GemĂŒsebauern, Wissenschaftlerinnen, die mir ein Rezept anvertraut haben (siehe Seite 288). An meine Sponsoren (siehe Seite 284) und den AT Verlag, der mir das Vertrauen schenkt fĂŒr ein weiteres Buch. Und speziellen Dank an meinen Sohn, der viele Kreationen neugierig probiert hat.
Dankbar bin ich auch allen Menschen, die bei mir im letzten Jahrzehnt an Workshops und VortrĂ€gen teilgenommen oder mich auch direkt kontaktiert haben â im Austausch mit euch lerne ich viel dazu.
Ohne Landwirte, GemĂŒsegĂ€rtnerinnen und »GmĂŒeser« gĂ€be es kein »Leaf to Root«. Danke allen, die mich konkret fĂŒr dieses Buch unterstĂŒtzt haben (siehe Seite 285), aber auch diesen Profis, die mir geholfen haben: Robert Brodnjak und Claudia Detz (www.krautwerk.at), Stefan und Lorena Brunner (www.brunnereichhof.ch), Marcel Foffa und Mathias Riedi (www.biotisch.ch), Siggi Fuchs (MĂŒnchen), Stefan Griesser (www.varietas.ch), Matthias Hollenstein (www.slowgrow.ch), Michael und Raphael KĂ€ser (www.luchsundhase.ch), Tiziano Marinello (www.marinello.ch), Barbara und Andreas Rinderknecht (www.rinderknecht-gemuese.ch), Walter SchĂŒpbach (www.schlossgaertnerei.ch), Terraviva (www.terraviva.bio)
Danke auch diesen Menschen und Organisationen: Maria Canabal (Parabere Forum), Edouard Cointreau (Gourmand World Cookbook Awards), Markus Freitag (fĂŒrs Vernetzen), Fabian Fuchs (fĂŒr spannenden Austausch), Pascal Haag & Sylvan MĂŒller (fĂŒr schöne Rezepte und einmalige Fotos im ersten, gemeinsamen Buch, das immer noch rockt), Hansjörg Ladurner (fĂŒr deine Neugier in Sachen Kartoffelkeime), Sebastian Rösch (fĂŒr deinen besonderen Einsatz in Berlin), Laura SchĂ€lchli (fĂŒrs Organisieren der ersten Workshops »Leaf to Root«). Zudem: BĂŒrogemeinschaft z34, Koch.Campus, Stadt ZĂŒrich. Und den Teams von Criterion Festival, Fooby, Genussakademie Bayern, Hiltl, Markthalle Neun Berlin, OFFA , Pro Specie Rara, Radio SRF 1 , RĂŒsterei & Soil to Soul, Slow Food Messe und allen Journalistinnen und Journalisten, die ĂŒber »Leaf to Root« berichtet haben. Und danke allen, die fĂŒr das Thema brennen und mich fĂŒr Referate und Workshops gebucht haben.


Esther Kern ist Food-Journalistin, Autorin und GemĂŒse-Scout. 2014 hat sie die Aktion »Leaf to RootŸ« ins Leben gerufen, das »Nose to Tail« fĂŒr GemĂŒse. Das gleichnamige Buch wurde international mehrfach ausgezeichnet und gilt als Standardwerk fĂŒr die GemĂŒsekĂŒche. UrsprĂŒnglich war Esther Kern News- und Gesellschaftsjournalistin. Nach Abschluss der Ringier Journalistenschule arbeitete sie fĂŒr namhafte Zeitungen wie »Abendzeitung MĂŒnchen«, »Blick«, »Tages-Anzeiger«, »Sonntags-Zeitung« und fĂŒr Magazine wie »Annabelle«, »Beobachter« und »Facts«. Heute ist Esther Kern gefragte Referentin, gibt Workshops und berichtet auf Radio SRF 1 regelmĂ€Ăig ĂŒber GemĂŒsethemen. Die »SĂŒddeutsche Zeitung« hat sie 2024 als »die bekannteste GemĂŒseaktivistin der Schweiz« bezeichnet. FĂŒr ihre ganzheitlichen Projekte arbeitet sie zusammen mit Köchinnen und GemĂŒsegĂ€rtnern aus der ganzen Welt.
www.estherkern.ch
Hier kannst du auch den Newsletter abonnieren.
Instagram @esther_kern und @leaftoroot
»Leaf to Root« â das Standardwerk Das erste Buch zum Thema ganzheitliche GemĂŒseverwertung, das Esther Kern gemeinsam mit Fotograf Sylvan MĂŒller und Koch Pascal Haag realisiert hat, bietet als ErgĂ€nzung zu diesem Buch noch mehr Informationen, unzĂ€hlige historische Fakten und siebzig Rezepte fĂŒr spezielle GemĂŒseteile. Es ist Standardwerk, wĂ€hrend sich das vorliegende Buch »Leaf to Root â Express« darauf fokussiert, möglichst einfache Anwendungsmöglichkeiten aufzuzeigen.
»Leaf to Root â GemĂŒse essen vom Blatt bis zur Wurzel«, Esther Kern, Pascal Haag, Sylvan MĂŒller; AT Verlag 2016