GuKS - Januar-Februar 2019

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GEMEINDE UNTER DEM KREUZ DES SÜDENS MENNONITEN BRÜDER GEMEINDEN PARAGUAYS

4 Graduationsfeiern 2018 6 Jahresrückblick 2018 8 Gott löst sein Versprechen ein! 9 Couples for Jesus

Jahrgang 53 Januar - Februar 2019 Nr. 1

GEMEINDE - DIE BRAUT JESU Wie ein Vater seine Tochter einem einzigen Mann anvertraut, so habe ich euch mit Christus verlobt, um euch ihm als unberührte Braut zuzuführen. 2. Korinther 11,2


Zu dieser Nummer

IMPRESSUM Herausgeber: Vereinigung der Mennoniten Brüder Gemeinde Paraguays Schriftleitung: Randy Sawatzky Editionsrat: Alfred Neufeld, Gabriela Penner, Manuel Eckert, Theodor Unruh und Delbert Warkentin Layout: Manuel Eckert Anschrift: Gemeinde unter dem Kreuz des Südens C.d.C. 1154 Asunción - Paraguay Tel/Fax: (595) 021 481-081 E-Mail: secretaria@ahm.org.py Mitarbeiter: Exekutiv Direktor: Theodor Unruh Jugendarbeit: Randy Sawatzky Frauenarbeit: Doris Neufeld, Eleanore Unruh, Norma Bergen und Edeltraud August Missionsförderer: Eldon August Missionsgemeindebegleitung Alto Parana: Gemeindegründung in den Gutenbergschulen: Horst Uwe Bergen Schulen: Horst Uwe Bergen I.B.A.: Victor Wall Campus Gutenberg: Theodor Unruh Öffentlichkeitsarbeit: Delbert Warkentin Administration: Clemens Rahn

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2 - GUKS Nr. 6 - 2016

Die Gemeinde, Jesu Braut Liebe Leser, ein neues Jahr hat begonnen. Im Moment sind Schulferien. Viele nutzen die Zeit, um als Familie zu entspannen. Es ist aber auch die Zeit, in der wir die Jahresplanung machen bzw. übersehen wie und wann wir das Geplante durchführen werden. Ich wünsche uns allen Gottes Leitung in diesem Jahr. Als Jahresthema für die GuKS (Gemeinde unter dem Kreuz des Südens) wollen wir uns die verschiedenen neutestamentlichen Bilder der Gemeinde etwas näher in der Rubrik An(ge)dacht betrachten. Die verschiedenen Autoren der Bibel beschreiben die Gemeinde mit unterschiedlichen Metaphern (Bildern), damit uns etwas verständlicher ist, wie Gemeinde funktioniert und wie Gott es sich mit dieser Gemeinschaft gedacht hat. Bau, Körper, Braut, Herde, usw. sind nur einige anschauliche Bilder für die Gemeinde. Als Gemeinde sind wir die Braut Jesu. Damit wir als unberührte Braut vor Jesus treten können, ist es wichtig, in der Gemeindearbeit diese hübsche Braut vorzubereiten. Mehr dazu auf der folgenden Seite. Diese Ausgabe beinhaltet Fotos von Graduationsfeiern, Rückblick auf das Jahr 2018 in den Werken der AHM (Asociación Hermanos Menonitas), Weihnachtsfeiern, Gemeindearbeit mit jungen Ehepaaren, etwas Geistliches und einige Informationen in Bezug zu der Zukunft. Ich wünsche Gottes Segen. Randy Sawatzky Schriftleiter


AN(ge)DACHT

GEMEINDE - DIE BRAUT JESU “Möget ihr doch ein wenig Torheit von mit ertragen” …. so schreibt Paulus in seinem zweiten Brief an die Korinther. Wenn wir dann in 2. Korinther 11,1 weiterlesen, dann kommt es mir aber gar nicht so sehr nach Torheit oder Unverstand vor, was Paulus da schreibt. Er vermittelt, eher so nebenbei, eine ganz interessante und eigenartige Sichtweise darüber, wie er Missionsarbeit und Gemeindebau versteht. Er schreibt: “Denn ich eifere um euch mit Gottes Eifer; denn ich habe euch einem Mann verlobt, um euch als eine reine Jungfrau vor den Christus hinzustellen.” Das ist so eine ganz kurze aber doch sehr inhaltsreiche bildhafte Beschreibung von Mission und Gemeindebau. Paulus sieht seinen Dienst in Mission und Gemeindebau als eine Art Brautvorbereitung. Wenn wir jetzt einen Blick auf dieses Brautbild der Gemeinde werfen, dann sehen wir zuerst einmal den Bräutigam. Es ist der Christus, der Messias, der Herr aller Herren, der König, der in alle Ewigkeit regiert, der Schöpfer durch den und für den alle Dinge gemacht worden sind. Es ist der, dem alle Ehre und Macht und Lobpreis und Herrlichkeit gehört von Ewigkeit zu Ewigkeit. Wir sehen unbeschreibliche Größe, Macht, Schönheit und Erhabenheit. Wer könnte würdig erachtet werden, die Braut so eines großen Königs zu werden? Wenn wir sehen, wer denn jetzt alle zu dieser Braut gehört, dann sehen wir nicht gerade Herrlichkeit, Größe, Schönheit oder Erhabenheit, sondern wir sehen armselige und schwache Menschen, die oft in dieser Welt als die Verachteten ausharren müssen. Wir sehen Zöllner und Sünder -

Menschen wie du und ich. Wir sehen Menschen, wie es unsere Nachbarn sind. Darum erstaunt uns das nicht schlecht, DIESE, gerade diese hat Gott erwählt, dass sie die Braut seines Sohnes sein sollen. Wenn wir einen Blick auf uns richten, die wir als Missionsarbeiter und Gemeindearbeiter unterwegs sind, dann sehen wir uns, - wie Paulus auch – als diejenigen, die die Verlobung in Gang gebracht haben. Als Missions- und Gemeindearbeiter haben wir Menschen zu Jesus gebracht, sie mit ihm „verlobt“ und sind darum bemüht, dass diese Braut auch bei ihrem Verlobten bleibt und ihm nicht untreu wird. Dass wir also als eine Art „Braut-Vorbereiter“ im Dienst des größten Königs stehen. Das gibt unseren alltäglichen Bemühungen um die Gemeinde Jesu einen ganz besonderen edlen Wert. Aber noch viel schöner und freudiger ist es, wenn wir uns nicht nur als Diener des Bräutigams sehen, sondern erkennen und nicht vergessen, dass wir selbst auch Teil der Braut sind. Wir sind nicht nur Diener des Bräutigams, die zusehen, dass seine Hochzeit klappt, sondern wir selbst gehören zur geliebten Braut. Wir sind geliebt, wir werden erwartet, wir stehen als geliebte, umworbene Schar im Mittelpunkt der himmlischen Hochzeitsfeier. Ob wir es glauben oder nicht: Auf der himmlischen Hochzeit werden wir nicht gefragt werden, die Trauhandlung durchzuführen. Wir werden auch nicht mal gefragt werden, an den Tischen zu bedienen. Sondern wir werden als Braut Mittelpunkt und Anlass der Feier sein. Um uns wird es gehen. Um uns und unsere ewige Verbindung mit unserem Herrn Jesus,

der uns geliebt und umworben hat, damit er sich mit uns auf alle Ewigkeit verbinden kann. Während wir auf der himmlischen Hochzeitsfeier sein werden, werden wir um uns herum bekannte Gesichter sehen. Gesichter von Menschen aus anderen Kulturen, bei denen wir behilflich waren, dass sie auch zu Jesus kommen konnten. Wir werden Gesichter von Menschen sehen, die wir aus unserer eigenen Gemeinde kennen, die wir unterstützen konnten in dieser Zeit, wo es darum ging, unserem Bräutigam nicht untreu zu werden. Wir werden auch Gesichter von Menschen sehen, die wir noch nie gekannt haben. Vor allem aber werden wir in das Gesicht des Bräutigams sehen, der uns so sehr geliebt hat, dass es ihm nicht zu viel war, für uns Menschen in den Tod zu gehen. Wenn wir ihn sehen, werden wir uns freuen, dass wir ihm treu geblieben sind, treu im persönlichen Lebenswandel, aber auch treu in seinem Dienst. Ronald Koop MBG Blumental

3 - GUKS Nr. 1 - 2019


Events

Graduationsfeiern 2018 Colegio P. Johannes Gutenberg

Colegio J. Gutenberg Campo 9

Colegio J. Gutenberg Santani

Colegio Albert Schweitzer

4 - GUKS Nr. 1 - 2019


Instituto Bíblico Asunción

UEP - Campus Gutenberg

5 - GUKS Nr. 1 - 2019


Jahresrückblick in Zahlen - 2018

6 - GUKS Nr. 1 - 2019


7 - GUKS Nr. 1 - 2019


Gemeindebegleitung

Gott löst sein Versprechen ein! Unter diesem Thema haben wir als Jugend am 22. Dezember das Weihnachtsbankett gefeiert. Mit einigen Vorbereitungen ist das Fest schon verbunden. Es wurden Sterne gebastelt, ein Anspiel eingeübt und auch die Planungen fürs Essen liefen. Unser Plan war es, den Jugendlichen die Geburt Jesu so nahe wie möglich ans Herz zu bringen. Dafür fanden wir es angebracht, draußen auf dem Land bei einem alten Arbeiterstall zu feiern. Pferd, Hühner, Schaf und die Weihnachtskäfer sollten dem Abend eine gemütliche Atmosphäre geben. Als dann die Stunde näherkam, zogen dunkle Wolken auf. Die Option B hatten wir auch geplant, jedoch war diese mit noch mehr Arbeit verbunden. So durften wir erleben, wie Gott unser Vertrauen auf die Probe stellt. Das

Fest zogen wir wie geplant durch, und wir durften erleben, wie Gott sich auch um unsere Jugendprogramme kümmert. Das Anspiel nahm die ganze Jugend auf eine Reise durch das Alte Testament mit, wo wir stationsweise Personen und Propheten begegneten, die Jesu Geburt angekündigt haben. Zum Beispiel Eva, Jakob und Jesaja waren live mit dabei. Jeder gab uns ein Schild mit seiner Ankündigung. Zusammen haben wir 13 Schilder gesammelt. Zum Schluss begleiteten wir Joseph und Maria in der Erfüllung der Verheißung, angefangen bei der Ankündigung bis zur Futterkrippe in Betlehem. Ein Engelchor mit Schifferklavier leitete uns auf den verschiedenen Stationen

in ausgesuchten Liedern an. Der Gemeindeleiter sprach ein Segensgebet für das austretende und neue Jugendkomitee. Mit einem Video der Aktivitäten des vergangenen Jahres und einem schmackhaften Asado schloss die erfolgreiche Weihnachtsfeier. Leander & Patricia Isaak Jugendleiter der MBG Blumental

Weihnachtsfrauenstunde in der MBG-Blumental Auf unserer letzten Frauenstunde am 5. Dezember, die uns mit ihrer wunderschönen Dekoration im afrikanischen Stil auf Weihnachten hinwies, beschäftigten uns folgende Fragen: „Wie ist Weihnachten in Nordafrika, oder wird dort überhaupt Weihnachten gefeiert?“ Darüber berichtete uns Frau Sally Escudero. Es erstaunte mich zu hören, wie wenig Menschen dort über den Inhalt vom Weihnachstsfest kennen.

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An einigen Stellen kann man zwar Weihnachtsbäume und Schmuck kaufen, jedoch ist den meisten das Wunder, das wir feiern, dass Jesus auf die Welt kam, unbekannt. Sally erzählte, dass ihr diese Unwissenheit und oft auch Desinteresse tief getroffen und traurig gemacht hat. Es hat sie als Familie aber auch stark herausgefordert, auf kreative Art und Weise mit den Menschen in Kontakt zu kommen, um dadurch hoffentlich die

Möglichkeit zu bekommen, von Jesus seiner Geburt zu erzählen, in dem sie zum Beispiel Kekse backten und verteilten. Sie hatten dort mit vielen Menschen Kontakt und haben Gottes Wort ausgestreut. Lassen wir uns anstecken von der Traurigkeit über so viele Menschen, die Jesus noch nicht kennen? Beten wir, dass die Liebestaten und Worte


von Escuderos in den Herzen der Nordafrikaner aufgehen und Frucht zur Ehre Gottes bringen. Auf der Frauenstunde wurde auch noch der Amtswechsel der Frauenvereinleiterin durchgeführt. Wir

sind dankbar, dass Caroline Wiens uns in den letzten 2 Jahren in ihrer freundlichen und frohen Art mit viel Liebe angeleitet hat. Wir sind auch dankbar, dass Delia Regier jetzt diesen Dienst übernehmen wird.

Die Frauenstunde schloss mit einem Festessen, das wir in froher Gemeinschaft genießen konnten. Carina Koop MBG Blumental

Weihnachtsfrauenstunde bei der MBG Filadelfia Am 03. Dezember fand die Frauenstunde der MBG Filadelfia statt. Um halb acht saßen viele Frauen in einem weihnachtlich geschmückten Raum an wunderschön dekorierten Tischen. Unsere Leiterin, Frau Lorene Dürksen, hat uns alle ganz herzlich willkommen geheißen und gab zu Anfang ein paar Bekanntmachungen. Die Stimmung war feierlich und die Weihnachtslieder, die während des Programmes immer wieder gesungen wurden, ließen die Weihnachtsstimmung auch in den Ohren erklingen. Zur Feier des Abends sozusagen, hat uns Frau Lena Lepp eine Weihnachtsgeschichte gelesen,

die davon sprach, dass Zerbrochenes heil werden kann, Verletzungen unter das Kreuz gelegt werden können und wir alle die Vergebung immer wieder neu für uns in Anspruch nehmen können. Es war eine besondere Geschichte, die unter die Haut ging und ich denke, eine jede Frau hat wieder, wie in Kindertagen, einfach nur dagesessen und zugehört. Vielleicht ist aber auch der einen oder anderen eine Situation in den Sinn gekommen, wie das Kind in der Krippe auch sie aus ihrer verzwickten, vielleicht aussichtslosen Situation, herausholen will und anstelle von Streit, Verletzung und zerbrochene Beziehungen, Heilung in dem Kind und dem Kreuz bringen möchte. Denn ohne das Kind in der Krippe gäbe es das Kreuz nicht! Das ist mir persönlich in dieser Vorweihnachtszeit besonders wichtig geworden. Nachdem die Geschichte zu Ende war, gab es ein äußerst leckeres Abendessen, wo wir uns einfach mal wieder so richtig verwöhnen

lassen durften. Und das bei guter Gemeinschaft an den Tischen! Ich bin Gott sehr dankbar für so viele wunderbare Frauen, die sich immer wieder die Zeit nehmen, so einen Abend zu organisieren und zu gestalten. Auch bin ich dankbar, dass noch mehr Frauen sich immer wieder die Zeit nehmen und zu so einem Programm kommen, um Gemeinschaft mit anderen gläubigen Frauen zu pflegen. Mein Wunsch und Gebet ist es, dass wir auch die Frauen in diese Gemeinschaft willkommen heißen, die noch auf der Suche nach dem Kind in der Krippe und dem Kreuz sind! Ruth Hildebrand MBG Filadelfia

vom Gemeindeleiter eine Übersicht der verschiedenen Arbeitsbereiche der Gemeinde präsentiert und wir durften uns Gedanken dazu machen, welchen Bereich wir fördern wollten. Eigentlich hatten wir unseren Bereich schon belegt, da wir als Praktische-DienstDiakone schon eine spezifische Aufgabe hatten. Allerdings fiel unsere Aufmerksamkeit immer mehr auf einen zusätzlichen Bereich, der zu dem Zeitpunkt keine Betreuer hatte: die jungverheirateten Ehepaare. Anfangs März haben wir dann

angefangen, uns konkret zu dieser Arbeit Gedanken zu machen und entschlossen uns dann nach kurzer Zeit dazu, gemeinsam mit dem Gemeindeleiter eine Beschreibung dieser Betreuung zu entwerfen. Die Ziele dieser Arbeit werden in Kolosser 3, 16-17 sehr gut beschrieben: „Lasst das Wort Christi reichlich unter euch wohnen: Lehrt und ermahnt einander in aller Weisheit; mit Psalmen, Lobgesängen und geistlichen Liedern singt Gott dankbar in euren Herzen. Und alles, was ihr tut mit Worten oder mit Werken, das tut alles im Namen des Herrn Jesus und dankt Gott, dem

Couples for Jesus Zu Beginn des Jahres 2018 bekamen wir die Einladung, als Diakone in der MBG Concordia mitzuarbeiten. Auf der ersten Sitzung der Diakone wurde uns

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Vater, durch ihn.“ Die Arbeit bekam den Namen: Couples for Jesus (Paare für Jesus). Als Zielgruppe wurden die Ehepaare gesetzt, die von 0 bis 7 Jahre verheiratet sind, wozu später noch die verlobten Paare hinzukamen. Gemeinsam wollen wir uns durch die Bibel schulen und unterweisen lassen, wie wir ein Gott wohlgefälliges Eheleben führen können, um somit ein lebendiges Zeugnis von Gott in

unserer Ehe, Familie, Gemeinde und Gesellschaft zu sein. Wir sehen diese Unterweisung als ein grundlegendes Bedürfnis für die Ehe, die sonst nirgendwo in einer heilsamen Weise geboten wird. Auch sollen die Treffen der Couples for Jesus dazu beitragen, dass neue Freundschaften zwischen den Paaren in diesem Kreis geschlossen werden und man sich persönlich zu verschiedenen Themen austauschen kann. Darum sind auch die Ehepaare eingeladen, die bereits Kinder haben: sie können als Vorbild für die anderen Ehepaare dienen und Orientierung und Ratschläge geben. Nachdem wir den größten Teil des ersten Halbjahres damit verbracht hatten, die Arbeitsbeschreibung zu entwerfen und sich ein Team geformt hatte (zu uns gesellten sich Frank und Clarisse Walde, sowie Roland und Lynette Funk), konnten wir anfangs

August endlich das erste Treffen durchführen. Wir waren über die große Teilnehmerzahl überrascht, denn es waren 20 Ehepaare gekommen. Das Treffen beinhaltete Abendessen, ein Programm mit Lobpreis, einem Vortrag und anschließendem offenen Raum für persönlichen Austausch. Die Ehepaare waren begeistert. Ende Oktober konnten wir dann noch ein zweites Treffen machen, welches wieder ein voller Erfolg war. Wir sind Gott von Herzen dankbar, dass Er uns diese Gruppe ans Herz gelegt hat, dass Er uns tapfere Mitarbeiter schenkt und dass Er uns auch im kommenden Jahr leiten wird. Für 2019 haben wir regelmäßige Treffen im Abstand von je 2 Monaten geplant und wollen, nach Möglichkeit, noch einige andere Aktivitäten außerhalb dieser regelmäßigen Treffen organisieren. Ricardo und Kassandra Born MBG Concordia

Worte des Vereinigungsleiters Informationen vom IBA Am 22. April 2017 führten wir beim IBA Grundstück die Spatenstichfeier durch und im September desselben Jahres fingen wir mit dem Neubau an. Vorher hatten wir eine Baukommission gegründet, die das ganze Bauprojekt anleiten und übersehen sollte. In der ersten Bauphase sollte das Hauptgebäude aufgeführt werden. Die Geschwindigkeit der Bauarbeiten hingen immer sehr stark von den einkommenden Spenden ab. Man hatte sehr bewusst die Entscheidung getroffen, dass man nur immer soweit bauen wollte, wie die Finanzen reichten. Wenn wir jetzt auf die geleistete Arbeit schauen, dann sind wir überrascht und sehr dankbar, wie viel wir bis Ende 2018 schon machen konnten. Vielleicht hat man nicht immer so schnell gearbeitet, wie man gerne wollte, aber man brauchte niemals aus finanziellen Gründen ganz anhalten. Bis Ende Dezember sind etwas über 50% der benötigten Finanzen eingekommen. Wir möchten uns ganz herzlich bei all den Spendern bedanken.

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Für das erste Halbjahr 2019 sind zwei größere Bauphasen vorgesehen. Zum einen möchte man die Zementstruktur der zwei Internate aufführen bzw. beenden. Ein zweites großes Projekt für die nächsten Monate ist der Kauf und der Einbau der Fenstern und Türen. Diese sollen von Deutschland importiert werden. Wenn man diese zwei größeren Projekte einmal beendet hat, kann man auch wieder in kleineren Etappen weiterarbeiten. Die Apartments wie auch die leeren Grundstücke (auf dem die Container stehen) beim alten IBA Campus sind zum Verkauf angeboten worden. Wir hoffen, dass wir sie verkaufen können, damit wir das Geld dann auch für den Bau brauchen können. Als Vorstand der Vereinigung haben wir uns zum Ziel gesetzt, bis Ende 2020 mit dem Bau soweit fertig zu sein, dass das Schuljahr 2021 schon beim neuen Campus durchgeführt werden kann. Wenn Gott uns weiter gnädig ist und die Spendefreudigkeit


der Geschwister auch weiter anhält, dann sollten wir es auch schaffen. Glauben wir, dass wir es gemeinsam schaffen können? In den vergangenen zwei Jahren haben wir uns im Vorstand der Vereinigung wie auch im Vorstand des IBA auch viel mit der Frage der zukünftigen Leitung des IBA beschäftigt. Im Dezember 2018 endete der dritte Arbeitstermin von Victor Wall. Bruder Wall hatte zum Ausdruck gebracht, dass er die Leitung nach Beendigung des Termins gerne abgeben wollte. Nach vielen Gesprächen hat sich Heinz Dieter Giesbrecht bereit erklärt, ab 2021 die Leitung des IBA zu übernehemen. Victor Wall hat sich daraufhin bereit erklärt, für die nächsten zwei Jahre noch die Leitung zu behalten. Wir sind uns dessen bewusst, dass die nächsten zwei Jahre wichtige Jahre für das IBA sein werden. Zum einen hoffen wir, dass wir den Bau soweit fertig haben werden, damit wir für 2021 wirklich auch umziehen können. Dann aber muss auch der Leiterwechsel koordiniert und abgestimmt werden. In diesem Zusammenhang möchte man auch

eine strategische Planung für die nächsten Jahre machen. Das IBA hat in der Vergangenheit für unsere Gemeinde- und Missionsarbeit eine ganz entscheidende Rolle gespielt. Wir können uns die gegewärtige Arbeit in den Gemeinden, den Gemeindegründungsprojekten und den Schulen gar nicht ohne den Beitrag des IBA vorstellen. Eine Frage, über die es sich lohnt nachzudenken, ist die Frage des zukünfitigen Namens. Als das IBA mal anfing, war es ein Bibelinstitut, das sich in Asunción befand. Heute ist das IBA ein wichtiger Teil der theologischen Fakultät der Universidad Evangélica del Paraguay und führt einen Neubau in Mariano Roque Alonso auf. Wir sind also kein Institut mehr und werden uns in Zukunft auch nicht in Asunción befinden. Sollten diese Tatsachen einen Einfluss auf den Namen haben? Theodor Unruh Vereinigungsleiter

IBA Campus – Finanzieller Fortschritt Preis pro Quadratmeter: 655.000 Gs. Fehlen: 9.680m2 - 38,4% Verfügbar: 15.520m2 - 61.6% Gebäude Die gesamte Baufläche der ersten Bauphase beträgt 25.200m2. Die Baukosten sind auf Grs. 16,5 Millarden berechnet. Ein Quadratmeter kostet also Grs. 655.000. Das Schaubild zeigt in Quadratmetern, wieviel schon gezahlt worden ist und wieviel Guaranies noch fehlen.

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Gemeinden der AHM

Gottes Geschichte mit unserer Gemeindefamilie MBG Blumental – unsere Landgemeinde Wie kam es dazu, dass in Blumental eine Gemeinde ins Leben gerufen wurde? In den ersten 15 Jahren waren alle Dörfer der Kolonie Fernheim in der Nähe von Filadelfia angesiedelt worden und folglich war es ja auch logisch, dass die Gemeinden im Zentrum, d.h. in Filadelfia, ihre Kirchen aufbauten und von da aus ihre Funktion ausübten. Etwa 25 - 35 Kilometer südlich von Filadelfia wurden in den Jahren 19441948 die Dörfer Landskrone, Hohenau und Blumental gegründet. Viele dieser Neusiedler waren Glieder der MBG Filadelfia. Sie versuchten nach Möglichkeit an den Gemeindestunden teilzunehmen. Doch war dieses oft beschwerlich, da die einzige Fahrmöglichkeit das Pferdefuhrwerk war. Um den Gliedern der MBG, die in diesen Dörfern wohnten, mehr Möglichkeit zu bieten, am Gemeindeleben teilzuhaben, entschloss man sich, eine Filiale der Gemeinde in Blumental zu gründen. So entstand am 10. April 1960 die „Filiale Blumental“. In den Jahren 1960- 1963 wurden etwa 20- 25 Kilometer südlich von Blumental die Dörfer Valencia und Molino und 12 Jahre später das Dorf Boquerón gegründet. Durch Aufnahme der Geschwister aus den neuen Dörfern und durch Tauffeste stieg die Gliederzahl bis auf 100 und man erwog den Gedanken, eine selbstständige Gemeinde zu werden. Daraufhin wurde auf der Gemeindestunde in Filadelfia im Januar 1964 die „Filiale Blumental“ als selbstständige „MBG Blumental“ erklärt. Die Notwendigkeit einer eigenen Kirche war in den ersten 20 Jahren nicht zwingend, da ihr die Schulen in den Dörfern bereitwillig zur Verfügung gestellt wurden. Schon ab 1965 taucht in den Protokollen immer wieder der Gedanke einer eigenen Kirche auf. Im Mai 1973 wurden die ersten

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Finanzen für den Bau einer Kirche zusammengetragen. Doch es kam ganz anders. Da sich verschiedene Schwierigkeiten in den Weg stellten, wurde der Bauplan vorläufig fallengelassen. Nach 18-jährigem Hin und Her, wurde im August 1983 die Kirche ihrer Bestimmung übergeben. Missionsarbeit: Schon ab 1964 wurden schwache Ansätze in Form von Sommerbibelschulen, Bibelarbeiten und Predigten in einer Paraguayer Siedlung an der Ruta Transchaco gemacht. Ungünstige Umstände führten jedoch dazu, dass diese Arbeit Ende der siebziger Jahre eingestellt wurde. Die MBG von Neuland hatte eine Missionsarbeit in „Diez Leguas“ südlich von Neuland. Dort wohnten viele Lateinparaguayer und es bestand die dringende Notwendigkeit für eine größere Missionsarbeit. 1978 kam von der MBG Neuland der Antrag an die MBG Blumental, diese Arbeit in „Diez Leguas“ gemeinsam zu machen. Hierauf wurde ein gemeinsames Missionskomitee zusammengestellt. Durch die Jahre entstanden dort an drei verschiedenen Orten, Campo Vía, Alegría und San Antonio Missionsgemeinden. Zwei dieser Gemeinden wurden selbstständig und ab etwa 1999 arbeiten die deutschen MB Gemeinden dort nur noch beratend mit. In der Nähe von Randau, südlich von Neuland, ist eine Siedlung von Angaité Indianern. Ab 1999 haben die MB Gemeinden von Neuland und Blumental eine Missionsarbeit bei den Angaité Indianern, zu der mittlerweile schon sechs Siedlungen gehören. Nicht in jeder Siedlung ist eine Gemeinde. Zusätzlich beteiligt sich die MBG Blumental an verschiedenen Missionsorganisationen wie C.D. (Christliche Dienste), Licht den Indianern, ASCIM (Asociación de Servicios de Cooperación Indígena – Mennonita), Radio ZP30, und anderen. Gemeindearbeit: Von Anfang

an legte die Gemeinde viel Wert auf die Jugendarbeit. Schon im Gründungsprotokoll der Filiale Blumental (April 1960) ist gesagt, dass Waldemar Sawatzky als Jugendleiter und David Hein als Mitarbeiter gewählt wurden. Ebenso wurde auf der Gründungsversammlung in Blumental (April 1960) ein Sonntagschulleiter gewählt. Auf biblische Unterweisung für Kinder wurde viel Wert gelegt. Zurzeit werden die Frauenstunden sehr gut besucht. Bei diesen Treffen werden lehrreiche Vorträge gebracht. Es gibt Gelegenheit für Zeugnisse und bei Kaffee und Kuchen wird Gemeinschaft gepflegt. Mit dem Chor hat die Gemeinde so einige Schwierigkeiten. Wenn alles stimmt, d.h. wenn Dirigent, Klavierbegleitung und Sänger da sind, dann wird gesungen. In der Männerarbeit muss noch definiert werden, was alles dazugehört. Hausbesuche ist (k)ein umstrittenes Thema. Hauskreise sind ein wichtiger Bestandteil des Gemeindelebens. Die benötigten Finanzen werden freiwillig zusammengetragen. Für die Durchführung mancher wertvollen Dienste stehen der Gemeinde 8 Diakonen Ehepaare zur Verfügung. Zehn Prediger übernehmen Predigerdienste in der Gemeinde und an verschiedenen Predigtstellen in der Kolonie. Gemeindeleiter der MBG Blumental von 1960-2018 waren: Abram Janz (1960-1964), Jakob Ekkert (19651967), Martin August (1968-1969), Erich Sawatzky (1970-1973), Gerd Giesbrecht (1980), David Hein (19811991), Albert Isaak (1992-2001), Leitungsteam (2002), Theodor Hein (2003-2008), Leitungsteam- Ronald Koop, Peter Koop, Albert Isaak (20092011), Leitungsteam- Ronald Koop, Ewald Regier, Artur Dürksen (20122014), Ronald Koop (ab 2015). Zurzeit hat die MBG Blumental 197 Glieder. Albert Isaak MBG Blumental