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Forschungsbroschüre armasuisse Wissenschaft und Technologie - Ausgabe 2022

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SCHWEIZER ROBOTIK UND DIE ARMEE

Wie Schweizer Robotik erprobt und an die Armee übergeben wird Der Schutz und die Sicherheit von Einsatzkräften können durch den Einsatz von Roboter erhöht werden. Die Roboter steigern auch die Effektivität und Effizienz von Missionen. Dies, weil sie gewisse Informationen wesentlich schneller erfassen, nicht ermüden und in für den Menschen unerreichbare oder lebensgefährliche Orte vordringen. Hierbei nimmt das Schweizer Drohnen- und Robotik-Zentrum eine wichtige Rolle ein, denn sie erprobt mit Robotern den Ernstfall. In diesem Artikel erfahren Sie, welche Einsatzszenarien erprobt werden, wie die Künstliche Intelligenz die Roboter verlässlicher und autonomer macht und wie die Roboter an die Schweizer Armee übergeben werden. Text: Dr. Tonya Müller

Der Roboter R2-D2 aus der Star-Wars-Saga wird vielen ein Begriff sein. Dieser intelligente Roboter mit dem halbrunden Kopf navigiert, erkennt Gefahren und rettet als «Allzweckwerkzeug» seine Freunde Luke Skywalker und Prinzessin Leia aus bedrohlichen Situationen. Das Schweizer Drohnen- und Robotik-Zentrum (SDRZ) beschäftigt sich nicht mit Technologie für intergalaktische Aufgaben. Es befasst sich aber durchaus mit Technologien, die als intelligente Allzweckwerkzeuge dienen könnten, um die Truppen der Schweizer Armee und weitere staatliche Sicherheitsorgane in bedrohlichen Situationen technisch zu unterstützen. Wie ferngesteuerte Baumaschinen Aufgaben in ­Risikogebieten durchführen Die Schweizer Armee verwendet für ihre Schiessübungen oft Fanggruben. Darin häufen sich verschossene Munition, Muni-

Der ANYmal kann auch mit Räder ausgestattet sein, was die Transportgeschwindigkeit erhöht und den Einsatz energieeffizienter macht.

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tionsteile und aber auch Blindgänger an. Nun müssen zahlreiche solche Fanggruben wie auch grossflächige Schiessplätze von Munitionsrückständen befreit werden. Genau für solche Aufgaben mit gefährlicher, kontaminierter Schwerlast ist der Schreitbagger namens ARMANO gedacht. Dieser ferngesteuerte Bagger kann nicht nur Fanggruben, sondern auch chemisches oder radioaktives Material räumen. Anstelle der risikobehafteten und zeitintensiven Räumung durch Menschenhand, könnten Einsatzkräfte dank ARMANO das tonnenschwere Material aus sicherer Distanz lokalisieren und bergen. Neuerdings kann der Bagger auch an einer Saugmaschine angeschlossen werden. Dadurch kann kontaminiertes Material deutlich schneller wegbefördert werden. Um die Fähigkeiten und die Zuverlässigkeit vom ARMANO für den echten Einsatz in der Armee zu überprüfen, haben die Maschinenführer vom Lehrverband Genie/Rettung/ ABC (LVBGRABC) mehrere Tests mit dem Kompetenzzentrum für Kampfmittel­beseitigung und Minenräumung (KAMIR), mit Schutz und Rettung Zürich (SRZ) und mit den Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) durchgeführt. Die Maschinenführer konnten – aus einer Distanz von bis zu mehreren hundert Kilometern – den ARMANO in explosions-, einsturz- oder lawinengefährdeten Gebieten fernsteuern. Dank zahlreicher Kameras und Sensoren am Bagger, wird diese Umgebung im entfernten Kontrollcockpit auf vier grossen Bildschirmen in Echtzeit dargestellt. Alle Kamerabilder zeigen zusätzlich virtuelle Elemente in Form von eingefärbten Flächen und Punkten. Diese sogenannte Augmented Reality soll für den Maschinenführer die Tiefenwahrnehmung und Orientierung im Raum verbessern, da diese aufgrund der Fernbedienung eingeschränkt sind. Die Tests verliefen erfolgreich, weshalb ARMANO sowie ein noch leistungsfähigerer ferngesteuerter Raupenbagger Ende 2021 an den LVBGRABC übergeben wurden. Generell erfolgt die Übergabe von Robotern an die Schweizer ­Armee im Rahmen von ARDET. ARDET steht für Advanced Robotic Detachement und bezeichnet einen gemeinsam vom SDRZ

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