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Woher kommt der Mythos Alm, woher all die romantischen Gefühle, die mit „der Alm“ assoziiert werden? Dieses Buch wird diese Gefühle entdecken und es wird erläutern, warum das Leben auf der Alm hart, aber zufriedenstellend war. Es wird Ihnen eine Geschichte erzählen, dass es „Seinerzeit“ auch heute noch gibt. Nur ohne all die Entbehrungen. Kommen Sie mit in eine Welt, wie sie echter nicht sein kann.


Liebe Leserin, lieber Leser Auch der ungeübte Zuhörer eines Konzertes vernimmt die Disharmonie, welche falsch gespielte Noten, auch nur eines einzigen Instrumentes, in einem Orchester verursachen. Zwar ungehört, aber im Innersten gespürt, wird ebenso die Disharmonie der „modernen” Welt in der wir leben. Sie ist verantwortlich, wenn wir uns an „schönen“ Orten oft nicht besonders wohlfühlen. Wohlbefinden ist aber unabdingbar für unsere Beziehungen. Ein vollkommen naturbelassener Ort mit unverfälschten universalen Schwingungen vermittelt uns ungeahnte Kräfte, um die schädlichen Einflüsse des Alltags erträglich zu machen. An solchen Orten befreit man sich vom Ballast des Alltags, Gedanken werden klar und das Wesentliche wird sichtbar. Auf unseren Wegen, weltweit privat und beruflich, sind wir immer wieder Menschen begegnet, die solch einen Ort suchen. Die ebenso wie wir, dieses tiefe Gefühl, diese Verbundenheit mit der Ursprünglichkeit, mit der Natur empfinden und sich nach dieser Rückbesinnung sehnen. Diese Erfahrungen verleiten uns dazu, das ursprüngliche Erleben vielen anderen Menschen zugänglich zu machen und mit ihnen zu teilen. Im Almdorf Seinerzeit. Zwei Generationen, aufgewachsen in den Bergen, stehen mit Begeisterung und Entdeckertum zu der Aufgabe Traditionen zu bewahren und neue Traditionen zu schaffen. Wir schätzen das bereits Entstandene und werden mit Kreativität und Erfahrung das Lebensgefühl Almdorf Seinerzeit weiterführen. Herzlichst Karl Steiner & Rupert Simoner

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(aus dem Buch: “Auf der Alm”)


Leben auf der Alm

Einst und Heute

«Im neunundneunziger Jahr hat unser Halter (Almgehilfe) eine Freundin gehabt, die war auf einer Alm Sennin. Der ist die ganze Nacht unterwegs gewesen zu ihr, der hat keinen Schlaf gehabt. Zehn Kilometer hin, zehn Kilometer zurück, des haltst auf Dauer nicht aus.» Über 4000 Jahre schon zieht es die Menschen in die Berge. Die kostbaren Weidegründe in höheren Lagen mussten genutzt werden, damit im Winter das Tal-Heu die Tiere nicht verhungern ließ, was wiederum auch den Menschen schwer geschadet hätte. Daher war es eine Notwendigkeit, in abgelegenen Bergregionen Unterkünfte zu errichten, damit Hirten, Sennen, Sennerinnen und das dazugehörige Vieh überlebten. Was sich als einfachster Pragmatismus über Jahrtausende ständig fortentwickelt hat, ist heute derart perfektioniert, dass jedes Fleckchen in Zahlen, Daten und Fakten wiedergegeben werden kann. Das gewachsene Gefühl der Geborgenheit wird aber immer ein nicht

zu lösendes Mysterium bleiben. Das Leben auf der Alm war einerseits die härteste Herausforderung und andererseits die definitive Freiheit. Viele Sennerinnen - und oftmals waren diese Frauen ganze Sommer alleine im Gebirge - geben als Antwort auf die Frage, warum sie trotz der Härte des Alltags Jahr für Jahr wiederkamen, die Freiheit als Motiv an. Auf der Alm waren sie die Königin. Sie waren frei, auch was Liebesdinge anbelangte. Dafür nahm man beinahe jede Mühe auf sich. Bis zu 60 Sommer gingen sie Jahr für Jahr hinauf. Das klassische Almleben geht verloren. Sicher gibt es noch Sennerinnen und Sennen, doch die Technik hat so viel erleichtert, dass über 7

kurz oder lang Almen nur noch als bewirtschaftete Hütten für Wanderer oder als Unterkunft für Erholungsuchende da sein werden.


Einfache Weisheit

Menschen am Berg

Wenn alle Wege verstellt sind, bleibt nur der Weg nach oben. (Franz Werfel)

Die Täler waren meist noch feuchte Auen. Die Erstbesiedelung erfolgte von oben nach unten, was sich die letzten 2000 Jahre aber wandelte. Die eigentliche Almbesiedelung durch den Menschen geschah erst in den letzten ca. 600 Jahren. Die Alm hatte und hat für die Bewohner einen eigenen und strengen Rhythmus. Aufstehen in der Dämmerung, das Vieh versorgen, es austreiben, die Hütte in Ordnung bringen, Heu einbringen, bei Bedarf Käse machen oder Brot backen, das Vieh einholen, Essen richten und manchmal sogar noch Kleinkinder versorgen. Und dann die Zeit des Almfriedens. Diese Zeit war nicht nur kostbar, es war die große Be-

lohnung für den Tag, für das Schaffen, für das Bewältigen der Aufgaben. Die Menschen, die dort oft Monate lang nur mit dem Vieh lebten, hatten viel Zeit zum Nachdenken. Es waren meist sehr einfache Menschen. Doch wer das Glück hat, mit einer echten altgedienten Sennerin oder einem Senn ein längeres Gespräch zu führen, wird feststellen, dass diese Menschen weise sind. Leben mit der Natur, leben mit den Gegebenheiten und daraus das Beste zu machen: da macht ihnen keiner was vor. Und wenn Sie den tiefen Dialekt nicht verstehen, schauen Sie einfach in die leuchtenden Augen und die Gesichter, dort können Sie alle Geschichten lesen. 9

Welch wunderbare Lebenseinstellung. Der Weg nach oben ist immer offen.


Verbindungen für die Ewigkeit Wer sein Holz um Christmett fällt, dem sein Haus wohl zehnfach hält; um Fabian und Sebastian (20.Januar) fängt schon der Saft zu fließen an.

(trad.)

Handarbeit in Reinkultur

der Errichtung und die Umgebung.

Am Anfang war der Unterstand. Zwischen Felsen wurden Holzriegel und Rinden zu einem provisorischen Dach geschlichtet, fertig war die Schutzhütte. Doch im Lauf der Jahrhunderte wurden daraus Einraumhütten, in denen Mensch und Tier zusammen waren, Zweiraumkaser, die bereits eine Trennung derselben hatten, bis hin zu Drei-, Vier- oder Fünfraumhütten.

Am besten bewährt hat sich die Form, bei der auf ein Steinfundament ein Holzblock mit Holzdach aufgesetzt wird. Entscheidend ist das Holz. Die Auswahl der richtigen Stämme, wie sind sie gewachsen? Stehen Sie im Wetter? Sind sie drehwüchsig?

Ganz entscheidend für die „Qualität“ der Unterkünfte waren folgende Faktoren: Standplatz, Umgebung, Bauart und Baumaterialien. Quer durch die Alpen gibt es nahezu alle Variationen: von der reinen Steinhütte, bis zum Vollholzblock. Bedingt jeweils durch die Zeit

Jeder Baum hat eine eigene Geschichte, die es zu beachten gilt, wenn das Ergebnis gut werden soll. Die Fällung erfolgte im Spätherbst oder Frühwinter, da dann die Bäume nicht im Saft stehen. Der Transport zum Bauplatz war oft mühsam, unterstützt durch Rinder oder Pferde. Das Bearbeiten des Holzes, nur mit einfachen Sägen und Beilen war sehr arbeitsintensiv,

doch nur so konnte man das Wesen des Holzes erfassen. Dadurch blieb es lebendig. Holz wurde nicht blind gefällt, sondern angepasst an natürliche Voraussetzungen. Dies wiederum bedingte, dass zum Beispiel Lawinen und Murenabgänge vermieden wurden, was die Täler heute noch schützt. Auch der Viehauftrieb half. Durch die großen Lebensräume und weiten Wanderungen der Tiere wurde der Boden befestigt, was vor Erosionen schützt. Und die Erschließung entlegener Gegenden durch Wege und Straßen und das permanente Instandhalten derselben, bilden die Grundlage für den heutigen AlpinTourismus.


Die gehackten Stämme wurden, ähnlich dem modernen Holz-Kinderspielzeug, über einfachste mechanische Verbindungen zum Gerüst der Hütte. Dieses in sich geschlossene System trotzt nicht nur Wind und Wetter sondern entspricht auch den Eigenschaften des Holzes ideal.

Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile

(Aristoteles)

Alles auf engstem Raum und doch perfekt angeordnet. Der zentrale Punkt jeder Hütte ist das Feuer, die Wärmequelle. In der Frühzeit bei den „Rundkasern“ in der Mitte des Raumes. Später wanderte das Feuer als Steinofen auch mal in die Ecke einer Hütte, bis vor ca. 200 Jahren die ersten Öfen Einzug hielten. Die Schlafstatt war entweder direkt in der Nähe oder in „Luxushütten“ darüber, um die abziehende Wärme auch noch zu nutzen. Waschzuber, heute Badewannen genannt, sind in Kärnten schon seit über 500 Jahren Tradition, auch wenn nur einmal die Woche gebadet wurde, um Holz zu sparen. Natur pur. Was hätte man sonst auch nehmen sollen? Nicht das Wohlfühlen war entscheidend, sondern die Funktion. Schutz, Wärme, Geborgenheit. Attribute, die heute als selbstverständlich gelten, damals beinahe Luxus waren. Doch gerade auf Almhütten wird einem dieses Selbstverständliche jetzt wieder bewusst, man spürt die Wärme, man verinnerlicht die Geborgenheit, man schätzt den Schutz. Almhütten sind lebendig, im Gegensatz zu vielen modernen Häusern.

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In die Berge gehen bedeutet, nach Hause zu gehen.

(John Muir)

Berge sind Kraft, Urgewalt und Macht. Der Mensch ist dagegen klein. Dies war in der Vergangenheit noch mit großer Angst behaftet und die Bewohner von Almhütten versuchten, mit „heidnischen“ Zaubersprüchen und christlichem Beistand den Zorn übersinnlicher Mächte zu bannen. Das „CMB“, heute noch um den 6. Januar fälschlicherweise als Dreikönigssegen über vielen Haustüren zu sehen, war ursprünglich ein Segen gegen Raubüberfälle, Feuer oder Wasser (Schnee). Und scheinbar hat all dies bei den meisten Hütten geholfen. Knapp 70 Prozent der jemals errichteten Almhütten stehen noch. Meist an exponierten Plätzen, da dort der Schutz vor Naturgewalten am besten war. Dies wiederum ist ein Segen

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für die Menschen heute, die gerne auf Hütten sind. Wunderbare Ausblicke, spürbare Natur und ein Monument des Widerstandes als Unterkunft. Auf einer Terrasse oder einem Balkon von einer Hütte zu sitzen, die Wärme des Holzes im Rücken, den Blick in die Ferne gerichtet, gab schon immer Kraft, und wird dies immer tun. John Muir, der große Naturphilosoph Amerikas, hat schon recht mit seinem Spruch. Nach Hause gehen, zu sich finden, die Freiheit genießen.


Die Welt ist ein Dorf

ein Almdorf

Das Almdorf Seinerzeit ist kein Museum. Es bringt ganz einfach das Echte und Traditionelle mit der modernen Welt in Einklang. Die Gäste werden sich wieder bewusst, was wirklich wichtig ist im Leben. Das Almdorf steht für den Inbegriff des tiefsten inneren Wunsches des Menschen: nach Friede, Wahrheit und Authentizität. Die Parameter des Lebens haben sich verändert, die natürlichen Wünsche nicht. Sehen Sie hin, hören Sie, berühren, riechen, schmecken und fühlen Sie. Und auf die Annehmlichkeiten des 21. Jahrhunderts müssen Sie dennoch nicht verzichten.


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Nehmen Sie Platz an der Sonne Dafür ist die Hausbank einer der besten Plätze. Sie ist ein Symbol der alpinen Kultur, ein Teil der Lebensphilosophie. Eine Rast machen, sich belohnen, die Gedanken schweifen lassen, das Erlebte sacken lassen und träumen. Vielleicht vorweg noch ein wenig Holz hacken, einen Schluck aus der Quelle nehmen und dabei schon das Knistern des Feuers hören und die Wärme spüren. Vielleicht auch nur in eine Decke gewickelt, ein Buch lesen und Kaffee und Kuchen genießen. Die Hausbank ist ein ganz besonderer Platz. Obwohl sie von Einfachheit geschlagen ist, verbreitet sie ein beinahe magisches Flair. Nicht zu beschreiben.

Halte dir jeden Tag dreißig Minuten für deine Sorgen frei, und in dieser Zeit mache ein Nickerchen.

(Abraham Lincoln)

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Leben und Leben lassen


Wasser ist Leben. So einfach ist es. Entscheidend ist nicht nur die Menge, sondern die natürliche Qualität des Wassers. Das Almdorf Seinerzeit wird gespeist von Quellen, die direkt aus dem Nationalpark Nockberge kommen. Wenn Sie den Wasserhahn aufdrehen kommt reines, klares und frisches Quellwasser! Wasser ist Ihr ständiger Begleiter im Dorf. Der kleine Bach vom Berg, der ein Wasserrad dreht, der Teich als Zentrum des Dorfes, der Badeteich für das Vergnügen. Tauchen Sie ein in die Vielfalt des Dorfes und seiner wunderbaren Umgebung.

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Blicke schweifen lassen Am Morgen eines Sommertages, langsam die Augen in Richtung Süden richten. Ein Nebelmeer liegt im Tal, ein Blumenmeer vor Ihren Augen. Ein kleiner Junge spielt Kolumbus auf dem Dorfteich. Die Vögel erfreuen sich an den Aufwinden, die Katzen entspannen in der Sonne und putzen sich. Begrüßen Sie die Natur mit einem Lächeln und erleben Sie ihre Schätze.

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Was ist Zeit? Egal wie viel man davon hat, nur die richtige Nutzung macht sie kostbar. Am sinnvollsten ist es, sich treiben zu lassen, ohne auf die Uhr zu schauen, zumindest in den Tagen der Erholung. Eine Eigenart des „Seinerzeit“ ist, obwohl die Uhren laufen, dass die Zeit relativ wird, man sie vergisst, weil man sie einfach geschehen lässt. Nach spätestens drei Tagen ist die Uhr ein Gefährte, der ebenfalls in Ferien ist.


Wärme und innere Ruhe Wärme ist wichtig für den Menschen. Natürliche Wärme noch mehr. Und die hat mehrere Gesichter. Es reicht nicht nur einfach, einen Raum warm zu machen. Es ist die Symbiose zwischen erzeugter und innerer Wärme. Dieser für den Menschen so wichtige Gefühlszustand ist die Quelle des Urvertrauens, des sich Fallenlassens. Die größten Ereignisse sind nicht unsere lautesten, sondern Geborgenheit, Stille, innere Ruhe. Es herrscht Frieden. 25

Treten Sie ein in die Hütten im Seinerzeit und Sie werden dieses Vertrauen spüren. Das Knistern im Herd und im Kachelofen ist die akustische Unterstützung dazu. Holzwärme fühlen, hören, sehen und riechen Sie. Vier der fünf Sinne nehmen die Wärme wahr und machen sie im wahrsten Sinne des Wortes zum Erlebnis.


Almhütten Ursprünglichkeit, Wahrhaftigkeit und Ihre Wünsche werden Ihnen von den Augen abgelesen. Schon beim Eintreten spüren Sie, dies ist meine Heimat. Die Entdeckungsreise ist spannend, Wärme umgibt Sie und die Ofenbank schaut verführerisch um die Ecke. Die Almhütten sind etwas ganz besonderes im gehobenen alpinen Tourismus. Jede Ecke strahlt Gemütlichkeit aus, um das Sofa mit Blick auf das offene Feuer im Kachelofen wird „gerungen“, Kinder lachen vergnügt aus ihrem kuscheligen Zimmer im ersten Stock. Und „Monopoly“ oder „Mau-Mau“ nehmen dem Fernseher die Vormachtstellung. Vor dem Abendessen noch ein entspannendes Bad in einer der seltenen Holzbadewanne geniessen und sich dann ein zünftiges Abendes27

sen in der Hütte servieren lassen – Sie brauchen nur an Ihrem Tisch Platz nehmen. Zwei Schlafzimmer, zwei Bäder, eine Küche und die gute Stube, 75 Quadratmeter Paradies für Ihre Entspannung, als Familie oder mit Freunden. Und wenn am Morgen der Duft des Frühstücks Sie weckt, wenn das frisch für Sie geschürte Feuer im Ofen knistert, haben Sie noch ausreichend Zeit, sich die Wünsche für den Tag zu überlegen.


Almh端tten


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Jagdhäuser

Die Jagdhäuser im Almdorf Seinerzeit – kein Platz eignet sich besser für Besinnung und Zweisamkeit. Auch hier ist der zentrale Punkt im Wohnbereich das offene Feuer. Nur mit einem Vorhang ist die natürliche Holzbadewanne von der eigentlichen Stube abgetrennt und wenn die vielen Kerzen leuchten wird die Hütte zu Ihrem eigenen und besonderen Wohlfühlort. Die Einrichtung ist bis ins letzte Detail ausgewählt, vom emaillierten Lichtschalter über edelste Badarmaturen, vom feinsten Geschirr bis zu verstellbaren Betten. Sie sitzen auf den Holzstufen der Treppe, direkt am Feuer, ein gutes Glas Rotwein aus dem 31

hütteneigenen „Weinkeller“ in der Hand, und führen ein Gespräch der Ruhe, wie Sie es lange nicht hatten. Und wenn spät am Abend langsam die Glut erlischt, wartet ein Schlafzimmer mit Panorama-Blick für den Sonnenaufgang.


Jagdh채user

Die Perfektion liegt im Detail und ist zeitlos.


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Chalet Die Botschaft hör (seh) ich wohl, allein mir fehlt der Glaube

(J.W. von Goethe)

Die Chalets im Almdorf sind einzigartig. Wie das Gefühl beschreiben, wenn sich die Holztür öffnet, ein warmer Duft nach Holz und Heu einen empfängt und jedes liebevolle Detail seinen perfekten Platz hat? Oder wie den Eindruck erfassen, der einem beim Anblick des ungewöhnlichsten Badezimmers der Welt überkommt? Chalet, was für kleines Wort für dieses großes Wohlbehagen. Eintreten, loslassen, sich wieder finden. Hier wurden all die Sehnsüchte der Menschen in Holz, Stein und Stoffe verpackt. Innen wie außen, Außenzuber oder Zirbenholzsauna, 100 Quadratmeter edelstes Refugium vom Terminkalender, eingebettet in Milliarden Kubikmeter Ruhe. 35


Chalet

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Vogelperspektive Die Zugbrücke hoch, die Welt ist vergessen. Nur was Sie lieben ist dabei, alles reduziert auf das Wahre. Adresse: Baumhaus, Hochzeiterhütte 1, Seinerzeit.

Mehr brauchen Sie nicht. Willkommen im Gefühl, 100 Prozent Glück. Momente, eingebrannt für die Ewigkeit.


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Das Bad ist eine größere Menge temperiertes Wasser in einer Wanne zur Säuberung

(Der Duden)

Auch wenn man es ungern tut, hier muss dem Duden widersprochen werden. Seit Jahrtausenden schon hat Baden neben der körperlichen Reinigung auch die symbolische Funktion der seelischen Reinigung, und zwar in allen Kulturkreisen der Welt. Sich Zeit nehmen für ein Bad, es zelebrieren, das Bad für kurze Zeit zum Zentrum des Lebens machen. Sich in Träumen verlieren, sich verwöhnen lassen. Tauchen Sie ein in klares Wasser, umspielt von der Wärme des Feuers, getragen von einem Gefühl der Glückseligkeit.


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H端ttenwirte & Co

Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist f端r die Augen unsichtbar. (Antoine de Saint-Exupery)


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Hüttenwirte & Co

Es ist die Herzlichkeit aller Mitarbeiter, es ist ihre Aufmerksamkeit und ihre Freude, einen Urlaub im Almdorf Seinerzeit für Sie zu etwas ganz besonderem zu machen. Wissen Sie noch wie viele Quadratmeter Ihr letztes Hotelzimmer hatte? Es sind nicht die Daten und Fakten sondern das Gefühl – das die kleinen Aufmerksamkeiten erzeugen – welches in Erinnerung bleibt. Wenn Ihr Hüttenwirt das Gepäck mit dem Holzkarren in Ihre Hütte gebracht hat und das Feuer willkommen knistert. Wenn die Angelruten für die Kinder bereit stehen, es irgendwo nach frischem Kaiserschmarrn duftet und die ganze Familie nur noch nach ihrem Menüwunsch für den Abend gefragt wird. 47

Sie möchten einmal ausschlafen und die Kinder wollen zum Skikurs – dann werden sie von Ihrem Hüttenwirt einfach chauffiert. Noch im Halbschlaf hören Sie die dienstbaren Geister, die Ihnen die wichtigste Mahlzeit des Tages bereiten. Im Sommer und bei Sonnenschein auf der Terrasse, im Winter und an kühleren Tagen in der Hütte. Noch einmal kurz umdrehen, dem Tag langsam „Guten Morgen“ sagen. Und nach Ihrem Urlaub wissen Sie was „Türkenfiedern“ bedeutet und können zum Jägerlatein einiges beitragen. Auch die Geschichten, die sich beim Angeln ganz hervorragend erzählen lassen, bersten nur so von Humor und Weisheit. Erleben Sie es.


Der Mensch ist, was er isst

(Paracelsus)

Lebensmittel – ein Wort, dass in seiner ursprünglichen Bedeutung mit großem Gewicht versehen war. Mittel zum Leben, archaischer geht es nicht. Ohne Lebensmittel kein Leben. Interessant ist, dass sich die Menschen in diesem wichtigsten Bereich des Lebens so leicht von der Bahn haben abdrängen lassen. Die Industrie hat uns mit Geschmacksverstärkern überschüttet, würziger, süßer…, besser? Brot ist ein schönes Beispiel. Grundnahrungsmittel seit fünftausend Jahren. Bis ins Mittelalter wurde maximal ein Mal pro Monat Brot gebacken, aus Furcht vor dem Feuer, und es hat sich lange gut gehalten. Modernes Brot kann man spätestens nach fünf Tagen wegwerfen. 49

Im Seinerzeit wird das Brot aus bestem Getreide selber gebacken und würde sich über Wochen frisch halten, wenn die Gäste es nicht so schätzen würden. Der Aufwand ist groß, für zehn Laib werden fünf Stunden benötigt. Das Korn wird frisch gemahlen, der Teig frisch angesetzt. Das ist wirkliches Brot, und mit Butter, Speck oder Käse verfeinert einfach unschlagbar.


Man soll dem Leib etwas Gutes bieten, damit die Seele Lust hat, darin zu wohnen

(Winston Churchill)

Die hohe Kunst der K端che und der wahre Genuss entstehen aus einfachen Dingen. Die richtigen Zutaten, die Liebe zum Kochen oder Herrichten, herzlicher Service und die richtige Umgebung. Egal, ob feinste Gerichte mit edlen Weinen beim Abendessen oder ein schlichtes K辰sebrot mit Buttermilch nach der Wanderung, die Einstellung ist wichtig. Die wahren Gew端rze sind Ihre Gef端hle.


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Auf Ihr Wohl!

Der Honig kommt von Imkern aus der Gegend, ebenso die Eier, die von wirklich glücklichen Hühnern aus Kärnten stammen. Marmelade und Nudeln werden im Almdorf selber gemacht und Speck, Butter, Wurst und Käse produzieren die umliegenden Bauern. Und wenn Sie ein Filet vom Kärntner Almochsen essen, werden Sie richtiges Rindfleisch schmecken. Es sind bodenständige Spezialitäten und handgemachte Produkte, von einer schon fast verloren geglaubten Qualität.

krendeln können. Oder Sie braten Ihren eigenen knusprigen Schweinsbraten … alles wird für Sie vorbereitet. Sie müssen den duftenden Braten nur noch begießen und das Feuer schüren.

Und wenn Sie selber „krendeln“ wollen, fragen Sie die herzliche Köchin. Sie zeigt Ihnen, wie die typischen Kärntner Kasnudeln verschlossen werden – und nicht vergessen: bevor ein Mädchen heiraten darf, muss es richtig 53


Die Holzknechthütte

Das kleinste Restaurant der Welt

Ein kulinarischer Höhepunkt, im wahrsten Wortsinn, ist ein Abendessen in der kleinen Holzknechthütte. Auf dem offenen Feuer bereitet Ihnen der Küchenchef ein mehrgängiges Menü, mit starker Kärntner Tradition. Dazu ein paar Tropfen eines edlen Weines und landestypische Schnäpse. Ihre Augen werden 55

mit den Lichtern im Tal um die Wette strahlen – der Blick durch die Panoramascheibe ist majestätisch.


Geborgenheit

Nach einem traumhaften erfüllten Tag, den Duft von Heu und Kräutern in der Nase, entspannt nach einer lockernden Massage, endlich Ruhe finden. Hier sind Sie geborgen, hier dürfen Sie einfach sein, egal ob alleine, zu zweit oder mit Familie, mit einem Glas Wein oder dem Kinderbuch, es funktioniert immer. Es ist der Weg zurück in das Gefühl der Geborgenheit. Es herrscht Frieden.

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Alm Spa Alles ist aus dem Wasser entsprungen! Alles wird durch das Wasser erhalten

(J.W. von Goethe)

Im Alm Spa wird Tradition sichtbar gemacht und gelebt. Seit Jahrhunderten nutzen die Menschen die Kraft der Natur in Form von Wasser, Wärme und Kräutern. Nach einer Entdeckungstour im Nationalpark, nach einem Spaziergang durch die winterliche Berglandschaft oder einfach mit dem Wunsch nach Entspannung und körperlicher Erholung – dafür hat die Natur die Kombination aus Wärme und Wasser geschaffen – perfekt zusammengeführt in der ruhigen Panoramasauna. Ein Sprung in den Teich oder ein Schritt in den Außenzuber – und Sie werden verstehen.

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Die Natur ist die beste Apotheke

(Sebastian Kneipp)

Seit Jahrhunderten wird im Gebiet der Nockberge das Kräuterbad genossen. Die enorme Vielfalt der Kräuter-Flora ist Ausdruck einer gesunden Natur. In steilsten Hängen werden die Kräuter behutsam geerntet, um dann mit Wasser in einem mächtigen Kessel über dem offenen Feuer zum Kräutersud zu werden. Von befreiten Atemwegen bis zur besseren Durchblutung reichen die medizinischen Anwendungsgebiete. Es ist ein ganz besonderer Genuss, wenn Sie in dem natürlichen Holzzuber liegen, in das Feuer schauen, umgeben von Kerzenschein und den Duft des Almheus einatmen. Danach die Ruhephase im Heubett und zur Abwechslung einer der klassischen Körpermassagen erleben – Sie fühlen sich ruhig, friedvoll und bis in die Tiefe entspannt.


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Tradition ist nicht das Halten der Asche, sondern das Weitergeben der Flamme

(Thomas Morus)

Auch wenn das Feuer ein wichtiges Element im Seinerzeit ist, die Flamme sollte hier nicht weitergegeben werden. Doch was Morus meint, ist im Almdorf umgesetzt. Tradiertes Wissen wird erhalten und hochgehalten. Gehen Sie auf Entdeckungsreise. Sie werden Dachrinnen und Haken sehen, die gewachsen sind, wo Bäume so freundlich waren, den richtigen Winkel herzustellen. Auch die Zäune werden von sich selber gehalten. Die „gebratenen“ (gewickelten) Zaunringe sind aus Fichtenästen, die kunstvoll am Feuer der Sonnwendnacht mit Wärme gewunden wurden. 63

Auch die Nägel könnten Ihnen fremd sein, da sie aus Holz sind. All dies zusammen erbringt den Beweis, dass Vergangenheit und Gegenwart sich wunderbar ergänzen können. Treten Sie ein, suchen Sie, finden Sie, lassen Sie sich überraschen.


Bergvagabunden Sehen und riechen Sie die blühenden Almwiesen und Bergwäldern. Erleben Sie das Lichtspiel, das die Natur jeden Tag unermüdlich kreiert und sehen Sie sich niemals satt an den unzähligen Aussichten und Stimmungen. Hier werden große Ideen wahr. Lassen Sie sich zum Beispiel von den sanften Nocken, Almen und Wäldern des Naturschutzgebietes Nockberge inspirieren. Entdecken Sie die kleinen und großen Stars der Tier- und Pflanzenwelt. Schon einmal barfuß gewandert, Wildtiere in der Morgendämmerung beobachtet oder eine kleine Einführung in das Überleben im Wald erfahren? Und es gibt noch so vieles mehr ….

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Die Jahreszeiten auf der Alm

Der Frühling

Der Sommer

Die Bergspitzen leuchten noch weiss und die Sonnenstrahlen gewinnen immer mehr an Kraft. Ein zartes Grün färbt die Wiesen und erste Frühlingsblumen blinzeln in den lauen Himmel. Endlich ist es Zeit, sich aus der warmen Winterkleidung zu schälen und aktiver zu werden. Vielleicht auf einem der Fairways und Greens, die um die Wette „schön sind“ und von einer Luft, die angereichert ist, mit allem, was die Natur zu bieten hat.

Gleich hinter dem Dorf begrüßt Sie schon der erste Bergbach. Auch der Falkert-See, in unmittelbarer Nähe auf 1800 Meter gelegen, ist ein Wasser-Juwel, vor allem die vielen kleinen Zuflüsse. Alles Trinkwasser, ebenso wie in all den großen Seen, für die Kärnten berühmt ist: Wörthersee, Weißensee, Millstättersee und viele mehr. Halten Sie einfach mal die Hände hinein oder trinken Sie einen Schluck, Sie werden den Unterschied fühlen und schmecken.


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Die Jahreszeiten auf der Alm

Der Herbst

Der Winter

Berge in Flammen – selten zeigt die Natur solch eine Farbenpracht mit dem Hang zur Opulenz. Der Sommer geht und die Lärchen strahlen noch im November leuchtend gold. Und die Luft? Zum Hineinbeissen. Oder ist es der Duft der Pilze, der zum Sammeln einlädt. Ganz egal – beim anschließenden Abendessen mit frischen Schwammerln in Rahm und selbstgemachten Semmelknödeln – sind sich alle einig: es gibt mehr als einen Grund, immer wieder in die Berge zu gehen.

Bringen Sie Ihre Ski mit. Das Skigebiet um Bad Kleinkirchheim herum lässt keine Wünsche offen. Aber wundern Sie sich auch nicht, wenn Sie Ihre Ausrüstung bei Abreise noch unbenutzt vorfinden. Jetzt sind es die kleinen, stillen Momente, die umso wertvoller sind. Genießen Sie.

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Winter Wonderland

Winter in den Bergen – noch vor wenigen Jahrzehnten mehr eine Strafe als ein Vergnügen. Almhütten dienten nur dem Überleben. Hütten sind nach wie vor die „Basislager“ der Berge, im Almdorf Seinerzeit aber ausschließlich dem Wohlbefinden dienend. Nach dem Winterspaziergang durch einen tiefverschneiten Wald, nach einem großartigen Skitag in Kärntens Skiarena, nach einer wilden Schneeballschlacht mit den Kindern: die Jacken an den Kachelofen, die Wollsocken an den Füßen, der dampfende Tee am Tisch. Der Blick hinaus in einen tiefblauen Sonnenuntergang oder mitten durch verspielte Schneeflocken.

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Die Wärme der Natur

Wüsste nicht, was sie besseres erfinden könnten, als dass die Lichter ohne Putzen brennten. (J.W. Goethe)

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Wenn Sie aus ihrem Fenster sehen, das Knistern des Feuers im Hintergrund, erstrahlen plötzlich wie von Zauberhand Lichter in den Hütten, verbunden von 150 Laternen, die den Weg weisen. Kerzen und Petroleum-Lampen sind klarer Sieger über das elektrische Licht. Das erzeugt auch bei minus 15 Grad Wärme im Herzen. Es entsteht eine Aura über dem Dorf, ein in sich geschlossenes System der Geborgenheit, des Wohlbefindens. Kinderträume werden wach. Zufriedenheit kehrt ein.


Ausgezeichnet Kärnten Tourismus Award

Wien Staatspreis für Tourismus

cannes Affaires culturelles

London Tourism for Tomorrow

Kärnten Tourismus Award

Für wertvolle Impulse in Richtung qualitativer Verbesserung des Touristischen Angebotes in Österreich wurde der Familie Steiner für das Touristikprojekt Almdorf Seinerzeit vom Bundes­ minister für Handel und Wirtschaft das Anerken­ nungsdekret überreicht.

Trophée "Ding" de la Jeune Chambre Economique dans la catégorie "Affaires culturelles" lors du Congrés Mondial JCI de Cannes (France) pour la contribution apportée á la sauve­ garde du patrimoine culturel et á son intégration sur le plan économique.

The British Airways Tourism for Tomorrow Awards are leading the tourism industry into the future with these win­ ning environmental proj­ ects. The awards look for projects which can be best used to provide a global example of how the tourism indus­ try can have minimal impact on the natural and cultural enviroment.

Der „Kärnten Tourismus Award“ ist die höchste touristische Auszeichnung Kärntens und wird für besondere und herausragende Leistungen und nach­ haltige Verdienste um den Kärntner Tourismus vergeben.“

Impressum: projektleItung: Almdorf seinerzeit

konzeptIon: karl steiner, Betina Welter, joerg poenisch grafik: joerg poenisch Fotos: günter standl, joerg poenisch, text: karl steiner, Betina Welter, markus kecht

Almdorf seinerzeit Ag - Fellacheralm A-9564 patergassen bei Bad kleinkirchheim, Austria tel.: +43 (0) 4275 -7201, Fax: +43 (0) 4275 -7201-6 e-mail: office@almdorf.com, www.almdorf.com IsBn 3-86611-027-8


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Almdorf Seinerzeit - Das Buch  

Das Buch zum Almdorf Seinerzeit Patergassen, Kärnten

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