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Gesch채ftsbericht 2006/07

Bericht 체ber das 8. Gesch채ftsjahr der AEW Energie AG vom 1. Oktober 2006 bis 30. September 2007


Impressum



Geschäftsjahr 2006/07

Bericht über das 8. Geschäftsjahr der AEW ENERGIE AG vom 1. Oktober 2006 bis 30. September 2007

Herausgeberin:

Umschlagseiten:

AEW ENERGIE AG Obere Vorstadt 40 Postfach CH-5001 Aarau

Die Umschlaggestaltung reflektiert die AEW Energie AG als Unternehmen der Öffentlichkeit für die Öffentlichkeit in der Öffentlichkeit.

Konzept / Realisation: Braintrain AG, CH-5000 Aarau

Abdruck mit freundlicher Genehmigung folgender Zeitungen:

Druck:

Aargauer Zeitung

Bürli AG, Döttingen

Basler Zeitung Der Freischütz

Gedruckt auf FSC-zertifiziertes Papier

Der Reussbote Electro-Revue

Der AEW Geschäftsbericht ist erhältlich bei:

Mittelland Zeitung

AEW ENERGIE AG Unternehmenskommunikation Obere Vorstadt 40 Postfach CH-5001 Aarau

Wynentaler Blatt

www.aew.ch info@aew.ch

AEW ENERGIE AG

Spektrum der Gebäudetechnik


Inhaltsverzeichnis

Geschäftsjahr 2006/07

 Bericht an die Aktionäre

4

Corporate Governance

7

Führungsstruktur

16

Stromgeschäft

17

Wärme

21

Telekommunikation

23

Netze

24

Qualität und Umwelt

28

Mitarbeitende

29

Öffentlichkeitsarbeit

30

Entwicklung in Beteiligungen

31

Das Geschäftsjahr auf einen Blick

32

Finanzteil AEW Energie AG Erfolgsrechnung

33

Bilanz (vor Gewinnverteilung)

34

Geldflussrechnung

36

Anhang zur Jahresrechnung

37

Verwendung des Bilanzgewinnes

42

Bericht der Revisionsstelle

43

Finanzteil AEW Gruppe Konsolidierte Erfolgsrechnung

45

Konsolidierte Bilanz

46

Konsolidierter Eigenkapitalnachweis

47

Konsolidierte Geldflussrechnung

49

Anhang zur konsolidierten Jahresrechnung

50

Bericht des Konzernprüfers

85

Glossar

86

AEW ENERGIE AG


Bericht an die Aktionäre



Geschäftsjahr 2006/07

AEW Energie AG: Solide am Markt Gestiegenes Unternehmensergebnis und weitere Erholung des Betriebsergebnisses

Unterschiedliche Entwicklung bei Telekommunikation, Wärme und Dienstleistungen

Das Unternehmensergebnis konnte im Vergleich zum Vorjahr um 41,1 % auf CHF 58 Mio. erhöht werden. Dazu trugen sowohl das mit CHF 41,3 Mio. um 39,4 % höher ausgewiesene Betriebsergebnis als auch das um 60,2 % auf CHF 28,3 Mio. gestiegene Finanzergebnis bei.

Die Aktivitäten in der Telekommunikation wurden durch eine Personalübertragung verstärkt auf die Beteiligungsgesellschaft Litecom AG konzentriert. Dort werden in einem wirtschaftlich anspruchsvollen Umfeld neue Aktivitäten im Bereich der aktiven Dienste aufgebaut. Das direkte Engagement der AEW im Bereich der neuen erneuerbaren Energien konzentrierte sich auf das Geschäftsfeld Wärme. Eine lebhafte Nachfrage nach erneuerbaren Energien als Wärmequelle führte zu einem Bestellungseingang für mehrere Nahwärmeverbunde und einer entsprechend hohen Auslastung in diesem Bereich. Der auch im Zuge der regen Bautätigkeit erhöhte Investitionsbedarf in Netzinfrastrukturen führte zu einer erfreulichen Nachfragesteigerung bei den Netzdienstleistungen mit ebenfalls sehr hoher Auslastung der Kapazitäten.

Auch in diesem Geschäftsjahr wurden Rückstellungen in der Grössenordnung von CHF 10 Mio. ausserordentlich aufgelöst. Dies wird in der Erfolgsrechnung neu EBIT-wirksam dargestellt. Im Geschäftsbericht 2005/06 war diese Position unter Ausserordentliche Erträge aufgeführt. Zur Verbesserung des Betriebsgewinnes trugen primär Effekte am Markt, aber auch bei der Produktion und Beschaffung sowie interne Massnahmen zur Produktivitätssteigerung bei. Das Finanzergebnis ist massgeblich von den Dividendenzahlungen der Axpo Holding AG geprägt.

Stromproduktion höher als im Vorjahr Die selbst verwertete Wasserkraftproduktion lag leicht unter dem langjährigen Mittel, aber insgesamt über dem Vorjahresstand. Dies entlastete die Beschaffung bei der Axpo Vertrieb AG.

Stromnachfrage: Rückgang durch leicht erholte Preise kompensiert Die Stromnachfrage lag um 2,4 % unter dem Vorjahreswert. Die milden Wintertemperaturen dämpften die Nachfrage markant. Gegen Ende des Geschäftsjahres konnte wieder eine gesteigerte Nachfrage festgestellt werden. Die Reduktion des AEW Kunden-Bonus gegenüber dem Vorjahr schlug sich in Verbindung mit den produktionsseitigen Effekten positiv in der Margenentwicklung nieder.

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Versorgungssicherheit des Stromnetzes auf Bestwert Der Betrieb im Bereich der Unterwerke und des Mittelspannungsnetzes verzeichnete kantonsweit erneut die tiefste Anzahl Netzunterbrüche und die tiefste Ausfallrate an Energielieferungen seit beinahe vierzig Jahren. Dies ist das Ergebnis sowohl der für den Betrieb insgesamt günstigen Witterungsverhältnisse als auch der Investitionsund Instandhaltungsstrategie der AEW.

Investitionen in Infrastruktur auf gutem Niveau In allen Geschäftsfeldern wurde in eine grössere Anzahl laufender und neuer Infrastrukturprojekte investiert. Diese dienen sowohl dem Erhalt der Anlagensubstanz als auch der Geschäftsausweitung. Insbesondere den Ersatzinvestitionen ist mit Blick auf die Versorgungssicherheit ein spezielles Augenmerk zu widmen.


Bericht an die Aktionäre

Geschäftsjahr 2006/07

 Hohe Auslastung der Ressourcen Die gute Konjunkturlage, die Ausweitung der Geschäftstätigkeit und die Projekte in den Bereichen Produkte, Informatik und Prozesse im Zusammenhang mit der bevorstehenden Liberalisierung des Strommarktes forderten die Mitarbeitenden auf allen Stufen. Der Mitarbeiterbestand betrug 248,7 (Vorjahr 251,8) Personaleinheiten, inkl. 17 Lernenden (Vorjahr 17). Während des Geschäftsjahres traten acht Mitarbeitende zur Litecom AG über.

Neue Energien und Energieeffizienz Unabhängige Stromproduzenten lieferten der AEW aus Kleinanlagen 17 Mio. kWh neue Energien. Im Wärmegeschäft konnten erfolgreich neue Projekte auf der Basis neuer Energien akquiriert werden. Die Nachfrage nach Stromprodukten aus neuen Energien entwickelte sich im Gegenzug nicht wunschgemäss. Bei den AEW Beteiligungen investierten die Nordostschweizerischen Kraftwerke AG (NOK), Baden, ein Unternehmen der Axpo, erneut massiv in den Aufbau des Geschäftsfeldes neue Energien. Die Limmatkraftwerke AG Baden, ein Joint Venture mit der Regionalwerke AG Baden, konnte den Neu- und Ausbau des Kleinwasserkraftwerkes Kappelerhof mit einer deutlichen Produktionssteigerung abschliessen. Die Rheinkraftwerk Albbruck-Dogern AG fasste den Baubeschluss und legte den Grundstein zum Bau des neuen Wehrkraftwerkes. Die AEW Tochter Immobilien AEW AG erneuerte in der Überbauung Obere Vorstadt in Aarau die rund vierzigjährige Beleuchtung total und erzielt damit deutliche Effizienzgewinne beim Stromverbrauch.

Verwaltungsrat Der Verwaltungsrat versammelte sich zu sechs Sitzungen und einer Klausur, der Strategieaus-

schuss zu vier sowie der Prüfungs- und Finanzausschuss zu sechs Sitzungen. Neben den regelmässigen Geschäften bildeten die Auswirkungen der strategischen Entwicklungen im Umfeld des Eigentümers und im Markt auf die AEW die inhaltlichen Schwerpunkte der Tätigkeit.

Umfeld: Klima, Versorgungssicherheit, Liberalisierung International und national bildeten die Klimadebatte und die Suche nach langfristigen Lösungen zum Ersatz der fossilen Energieträger den Rahmen für energiepolitische und energiewirtschaftliche Entwicklungen. In der Schweiz konnte nach rund zehn Jahren Diskussion mit dem Stromversorgungsgesetz ein spezialgesetzlicher Rahmen geschaffen werden, der ab dem Jahr 2008 den schrittweisen und geordneten Übergang der schweizerischen Stromwirtschaft in eine wettbewerblich orientierte Wirtschaftsordnung gewährleistet wird. Flankiert wird dies durch substanzielle, auf das Energiegesetz abgestützte Massnahmen zur Förderung von erneuerbaren Energien und Massnahmen zur Energieeffizienz. Die Finanzierung erfolgt im Umlageverfahren durch die Benutzer der Stromnetze. Der Bundesrat hat seine aktualisierte Strategie in der Energiepolitik veröffentlicht. Vor diesem Hintergrund belebte sich die Diskussion um den richtigen Weg zur langfristigen Gewährleistung der Versorgungssicherheit beim Strom zusätzlich. Die AEW befürwortet im Einklang mit der Strombranche einen breit gefächerten Ansatz bei Angebot und Nachfrage. Dabei wird in planbarer Zukunft die inländische Produktion in Grosskraftwerken einen unverzichtbaren Pfeiler darstellen. Im Aargau standen in der Berichtsperiode eher andere als energiepolitische Themen im Vordergrund. Der Regierungsrat stellte die Publikation

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Bericht an die Aktionäre

Geschäftsjahr 2006/07

 eines Planungsberichtes Beteiligungen im Jahr 2008 in Aussicht und begann Konsultationen mit den betroffenen Unternehmen. Im Markt erhöhte sich im Hinblick auf die nun feststehende Strommarktöffnung in der Schweiz die Aktivität der etablierten Unternehmen der Branche und es treten verstärkt neue Akteure auf. Die AEW richtet sich dabei im Rahmen ihres Leitbildes seit Längerem aktiv auf diese Entwicklung aus.

Dank Weitere Informationen über wichtige Tätigkeiten und Entwicklungen sowie deren finanziellen Niederschlag finden sich im Jahresbericht und in der Jahresrechnung. Wir danken den Lesenden für das damit an der AEW Energie AG bekundete Interesse. Weiter danken wir sehr gerne auch dieses Jahr allen Mitarbeitenden unseres Unternehmens für ihren überdurchschnittlichen Einsatz, welcher diese Ergebnisse ermöglichte. Danken möchten wir aber auch allen Kundinnen und Kunden, Lieferanten und Partnern sowie dem Eigentümer für ihr Vertrauen. Wir wollen dies auch im kommenden Jahr rechtfertigen nach dem Motto: «Erfolg durch Vertrauen – Vertrauen durch Leistung». Aarau, 8. Januar 2008

Ernst Werthmüller Präsident des Verwaltungsrates

Peter Bühler Vorsitzender der Geschäftsleitung

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Corporate Governance

Geschäftsjahr 2006/07

Corporate Governance Für die AEW Energie AG als Unternehmen in öffentlichem Eigentum kommt der Corporate Governance eine besondere Bedeutung zu. Das Ziel liegt in einer effizienten und transparenten Führung des Unternehmens im Interesse der Kunden und Aktionäre. Nachfolgend sind die in diesem Zusammenhang wichtigsten Unternehmensinformationen der AEW Gruppe zu finden. Diese Informationen erfolgen in Anlehnung an die Corporate-Governance-Richtlinie der SWX Swiss Exchange. Massgebend für die publizierten Informationen sind die Verhältnisse am 30. September 2007. Wesentliche Änderungen zwischen diesem Stichtag und dem Redaktionsschluss des Geschäftsberichts sind auf Seite 11 aufgeführt. Die Angaben zu den Mitgliedern des Verwaltungsrates, der Geschäftsleitung und der Führungsstruktur beziehen sich auf den Stichtag 1. Januar 2008.

Gesellschaftsstruktur und Aktionariat Gesellschaftsstruktur Die Führungsstruktur der AEW Energie AG ist auf Seite 16 dargestellt. Zum Konsolidierungskreis der AEW Gruppe gehören nur Gesellschaften, die nicht an der Börse kotiert sind. Tabellen mit den vollkonsolidierten Gesellschaften, den equity-konsolidierten Gesellschaften und den anderen wesentlichen Beteiligungen befinden sich auf Seite 51. Es bestehen keine Kreuzbeteiligungen. Bedeutende Aktionäre Die Aktien der AEW Energie AG befinden sich zu 100 % in der Hand des Kantons Aargau.

 Kapitalstruktur Kapital Das Aktienkapital der AEW Energie AG beträgt CHF 45 000 000 und ist eingeteilt in 450 000 Namenaktien mit einem Nominalwert von je CHF 100. Die Aktien sind vollständig liberiert. Jede Aktie gibt Anrecht auf eine Stimme an der Generalversammlung und einen verhältnismässigen Anteil an der ausgerichteten Dividende. Die AEW Energie AG verfügt weder über genehmigtes noch über bedingtes Kapital. Kapitalveränderungen Das Aktienkapital der AEW Energie AG hat sich seit der Gründung im Jahr 1999 nicht verändert. Die Ausweise über die sonstigen Veränderungen des Eigenkapitals sind für die Jahresrechnung der AEW Gruppe auf Seite 47 ersichtlich. Beschränkungen der Übertragbarkeit und Nominee-Eintragungen Das Energiegesetz des Kantons Aargau beschränkt in § 20 die Aktionärsrechte folgendermassen: Der Regierungsrat übt alle dem Kanton zustehenden Aktionärsrechte aus. Solange der Kanton über die Mehrheit der Aktienstimmen verfügt, unterliegt die Zustimmung zu den Statuten der Genehmigung durch den Grossen Rat, und es wird ein Leistungsauftrag in den Statuten oder in einem Dekret festgelegt. Unter Berücksichtigung der Marktverhältnisse sowie der finanziellen und der energiepolitischen Interessen des Kantons kann der Regierungsrat bis zu 49 % der gesamten Aktien an Gemeinden, andere öffentliche Trägerschaften und Private veräussern. Der Grosse Rat kann beschliessen, dass mehr als 49 % der gesamten Aktien veräussert werden. Ein solcher Beschluss unterliegt dem fakultativen Referendum. Die Übertragung der Namenaktien erfolgt durch Indossament auf dem Aktientitel oder dem Zertifikat. Falls keine Titel oder Zertifikate bestehen, erfolgt die Übertragung durch Zession.

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Corporate Governance

Geschäftsjahr 2006/07

 Der Eintrag in das Aktienbuch kann einem Aktienerwerber von der Gesellschaft verweigert werden, wenn dieser nicht ausdrücklich durch schriftlichen Antrag auf Anerkennung als Aktionär erklärt, dass er die Aktien auf eigene Rechnung erworben hat. Aufgrund des NOK-Gründungsvertrages ergibt sich die Beschränkung, dass der Kanton Aargau keine Aktienmehrheit an der AEW Energie AG veräussern darf, solange die AEW Energie AG Aktien an der Axpo Holding AG hält. Am 30. September 2007 hielt die AEW Energie AG 14,03 % am Aktienkapital der Axpo Holding AG. Es sind keine weitergehenden Übertragungsbeschränkungen in den Statuten festgelegt, und es werden auch keine Nominee-Eintragungen vorgenommen. Wandelanleihen und Optionen Die Gesellschaft hat keine Wandelanleihen ausstehend und hat keine Optionen ausgegeben.

Verwaltungsrat Der Verwaltungsrat ist das oberste Organ und verantwortlich für die strategische Ausrichtung der AEW Energie AG sowie für die Aufsicht der Geschäftsleitung. Mitglieder des Verwaltungsrates Der Verwaltungsrat besteht derzeit aus sechs ausschliesslich nichtexekutiven und unabhängigen Mitgliedern: Weder zurzeit noch in den letzten drei Geschäftsjahren gehörte ein Mitglied des Verwaltungsrates gleichzeitig der Geschäftsleitung einer zur AEW Gruppe zählenden Gesellschaft an. Eine vollständige Auflistung aller Verwaltungsratsmitglieder mit Angaben zu ihrer Person und zu ihren weiteren Tätigkeiten findet sich ab Seite 12. Es bestehen keine Kreuzverflechtungen durch gegenseitige Einsitznahmen in Verwaltungsräten von kotierten Gesellschaften.

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Wahl und Amtszeit Die Mitglieder des Verwaltungsrates werden durch die Generalversammlung für die Dauer von drei Jahren gewählt. Eine Wiederwahl ist zulässig. Personen, die zum Zeitpunkt der Wahl das 65. Lebensjahr vollendet haben, können nicht gewählt werden. Interne Organisation Die interne Organisation des Verwaltungsrates ist in den Statuten und im Organisationsreglement festgelegt. Neben dem Präsidenten und dem Vizepräsidenten sind keine weiteren speziellen Funktionen bestimmt. Der Sekretär muss nicht gleichzeitig Mitglied des Verwaltungsrates sein. Die Vorbereitung der Geschäfte erfolgt in Absprache zwischen dem Präsidenten und dem Vorsitzenden der Geschäftsleitung. Der Präsident legt die anstehenden Themen und Traktanden fest. Anregungen aus dem Kreise des Verwaltungsrates und der Geschäftsleitung werden dabei berücksichtigt und aufgenommen. Die Geschäfte werden anschliessend durch die Geschäftsleitung vorbereitet. Der Verwaltungsrat hat je einen Prüfungs- und Finanzausschuss sowie einen Strategieausschuss gebildet. Die Mitglieder dieser Ausschüsse werden vom Verwaltungsrat gewählt und haben allgemein die Aufgabe, bestimmte Geschäfte des Verwaltungsrates vertieft zu prüfen und ihn bei seiner Aufsichtsfunktion beratend zu unterstützen. Rollen und Verantwortlichkeiten dieser Ausschüsse sind in einem Reglement festgelegt. Die Gesamtverantwortung für die an die Ausschüsse übertragenen Aufgaben bleibt beim Verwaltungsrat. Die Ausschüsse haben ausschliesslich beratenden Charakter. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat der Verwaltungsrat sechs Sitzungen und eine Klausurtagung abgehalten.


Corporate Governance

Geschäftsjahr 2006/07

 Kompetenzregelung Der Verwaltungsrat hat die operative Geschäftsführung an die Geschäftsleitung delegiert. Das Organisationsreglement bestimmt die Kompetenzen der Geschäftsleitung. Ihr obliegen insbesondere die Antragstellung über Geschäfte, die dem Verwaltungsrat vorbehalten sind, das Erlassen von Weisungen für eine einheitliche Geschäftsführung, der Vollzug der Beschlüsse des Verwaltungsrates sowie die Anstellung und Entlassung des Personals, inklusive der Mitglieder des Kaders, exklusive der Mitglieder der Geschäftsleitung. Informations- und Kontrollinstrumente Nach Massgabe des Organisationsreglements orientiert die Geschäftsleitung den Verwaltungsrat periodisch über den Geschäftsgang und die Lage der Gesellschaft. Ebenso finden regelmässige Gespräche zwischen dem Präsidenten und dem Vorsitzenden der Geschäftsleitung statt. Der Präsident erhält die Protokolle der 14-tägig abgehaltenen Sitzungen der Geschäftsleitung. Über aktuelle Geschäfte und Vorkommnisse informiert der Vorsitzende der Geschäftsleitung jeweils an den Verwaltungsratssitzungen.

Geschäftsleitung Die Geschäftsleitung ist verantwortlich für die operative Führung der AEW Energie AG nach Massgabe des durch den Verwaltungsrat erlassenen Organisationsreglements. Sie vertritt die Gesellschaft auch gegenüber Dritten. Mitglieder der Geschäftsleitung Die Geschäftsleitung besteht aus vier Mitgliedern, wobei eines den Vorsitz führt. Die Auflistung aller Mitglieder der Geschäftsleitung mit Angaben zu ihrer Person und ihren weiteren Tätigkeiten findet sich ab Seite 14. Die AEW Energie AG hat keine Managementaufgaben an Dritte übertragen, die ausserhalb der AEW Gruppe stehen.

Vergütungen, Beteiligungen und Darlehen Inhalt und Festsetzungsverfahren der Vergütungen Die Mitglieder des Verwaltungsrates erhalten eine feste Vergütung, deren Höhe für den Präsidenten und die weiteren Verwaltungsräte abgestuft ist. Zusätzlich wird ein Sitzungsgeld ausbezahlt. Die Höhe der Vergütung wird vom gesamten Verwaltungsrat bestimmt. Die Vergütung für die Mitglieder der Geschäftsleitung besteht aus einem Grundgehalt, das durch den Verwaltungsrat festgelegt wird. Zusätzlich beschliesst der Verwaltungsrat die Erfolgsprämie für die Geschäftsleitung. Vergütungen an Organmitglieder Im Geschäftsjahr 2006/07 betrug die Summe der Vergütungen für die Mitglieder des Verwaltungsrates CHF 157 000. Dabei betrug die höchste Einzelvergütung CHF 50 000. An die Mitglieder der Geschäftsleitung wurde im Geschäftsjahr 2006/07 gesamthaft eine Vergütung von CHF 1,08 Mio. ausgerichtet. Dieser Betrag versteht sich ab dieser Berichtsperiode inkl. Kinderzulagen. Dabei betrug die höchste Einzelentschädigung CHF 324 000. Die Vorsorgeregelung entspricht den generellen Bestimmungen für die Mitarbeitenden der AEW Energie AG. Abgangsentschädigungen oder Vergütungen an ehemalige Organmitglieder wurden nicht ausgerichtet. Es sind keine Optionen, Organdarlehen oder zusätzlichen Honorare und Vergütungen an Organmitglieder gewährt oder ausgerichtet worden.

Mitwirkungsrechte der Aktionäre Die Vermögens- und Mitwirkungsrechte der Aktionäre sind im Obligationenrecht und in den Statuten geregelt. Es bestehen keine statutarischen Regelungen, die vom Gesetz abweichen. Auch bestehen keine Stimmrechtsbeschränkungen und die Statuten nennen keine besonderen Abstimmungsquoren.

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Corporate Governance

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(v. l. n. r.) Verwaltungsrat: Dr. Olivier Robert, Peter Bryner, Kurt Schmid, Ernst Frey, Ernst Werthmüller, Peter C. Beyeler

Kontrollwechsel und Abwehrmassnahmen Die Statuten sehen keine Abwehrmassnahmen vor. Es bestehen keine langfristigen vertraglichen Bindungen mit Verwaltungsrats- und Geschäftsleitungsmitgliedern. Abgangsentschädigungen wurden keine vereinbart.

Revisionsstelle Amtsdauer Seit der Gründung der AEW Energie AG im Jahre 1999 amtet PricewaterhouseCoopers (PwC) als Revisionsstelle. Die Revisionsstelle wird jeweils für ein Jahr von der Generalversammlung gewählt oder bestätigt. PwC hat aufgrund einschlägiger Regelungen den Mandatsleiter per 01.10.2006 gewechselt.

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Honorare Die Entschädigung an die Revisionsstelle für die Prüfung des Einzel- und Gruppenabschlusses der AEW Energie AG belief sich im Berichtsjahr auf CHF 187 000. Die Honorare der Revisionsstelle für zusätzliche Dienstleistungen, die nicht die Revisionstätigkeit betrafen, beliefen sich auf CHF 282 000. Informationsinstrumente der externen Revision Der Prüfungs- und Finanzausschuss des Verwaltungsrates überprüft periodisch die Einhaltung des mit der Revisionsstelle abgesprochenen Prüfplans. Die Verantwortung liegt beim Gesamtverwaltungsrat.


Corporate Governance

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(v. l. n. r.) Geschäftsleitung: Peter Bühler, Hans Rudolf Hagmann, Conrad Munz, Dr. Hubert Zimmermann

Informationspolitik Als Unternehmen der öffentlichen Hand ist die AEW Energie AG einer offenen und sachgerechten Informationspolitik verpflichtet. Mit den externen und internen Anspruchsgruppen wie Aktionären, Kunden, Behörden, Stimmbürgern, Journalisten, Politikern, Zulieferern und Mitarbeitenden führt die AEW Energie AG einen kontinuierlichen Dialog mit dem Ziel, Glaubwürdigkeit und Vertrauen zu fördern und somit mehr Verständnis für unternehmerische Entscheide zu schaffen. Deshalb ist es der AEW Energie AG wichtig, einen glaubwürdigen Kommunikationsstil zu pflegen: – aktiv und kontinuierlich – umfassend, zeitgerecht und aktuell – sachgerecht und verständlich – zielgerichtet und wahrheitsgetreu – persönlich und offen

Der Aktionär, die Kunden und die Öffentlichkeit werden durch die AEW Energie AG mit dem Geschäftsbericht und an der Bilanzmedienkonferenz über den Geschäftsverlauf, die Organisation und die Strategie informiert. Das laufend aktualisierte Internetangebot unter www.aew.ch sowie Medienmitteilungen zu wichtigen Ereignissen runden die Kommunikation der AEW Energie AG ab. Mit dem Energiemagazin «Strom» und dem Mitarbeitermagazin «KONTAKT» stehen zwei Printmedien für die externe und interne Kommunikation zur Verfügung. Die AEW Energie AG ordnet der Umwelt einen hohen Stellenwert zu. Auskunft über Umweltziele und Umweltleistungen des Unternehmens gibt der Umweltbericht.

Wesentliche Änderungen seit dem 30. September 2007 Es bestehen keine wesentlichen Änderungen seit dem 30. September 2007.

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Corporate Governance

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Verwaltungsrat

Mitglieder des Verwaltungsrates

Ernst Werthmüller Jahrgang 1949 Schweizer Funktion Präsident des Verwaltungsrates seit 2005 Mitglied des Verwaltungsrates seit 1997 Präsident Strategieausschuss Mitglied Prüfungs- und Finanzausschuss Ausbildung dipl. Masch. Ing. HTL (FH) Marketing, HSG St. Gallen Executive Development, IMD Lausanne Tätigkeiten in Führungsoder Aufsichtsgremien in der Schweiz Mitglied in folgenden Verwaltungsräten: Ferrum AG, Rupperswil / Kraftwerk Augst AG, Augst / Aarewerke AG, Klingnau / Nordostschweizerische Kraftwerke AG, Baden Tätigkeiten in Führungsoder Aufsichtsgremien im Ausland Mitglied in folgenden Aufsichtsräten: Kraftwerk Reckingen AG, Reckingen (stv. Vorsitzender) / Rheinkraftwerk Säckingen AG, Bad Säckingen Mitglied in Verwaltungsräten der Baumer Bourdon-Haenni in Singapur, Venezuela

Peter C. Beyeler Jahrgang 1945 Schweizer Funktion Vizepräsident und Mitglied des Verwaltungsrates seit 2001 Mitglied Strategieausschuss Ausbildung dipl. Bauing. ETH Tätigkeiten in Führungsoder Aufsichtsgremien in der Schweiz Mitglied in folgenden Verwaltungsräten: Axpo Holding AG, Baden / AlpTransit Gotthard AG, Luzern Amtliche Funktionen und politische Ämter Regierungsrat des Kantons Aargau, Vorsteher Departement Bau, Verkehr und Umwelt

Peter Bryner Jahrgang 1961 Schweizer, Italiener Funktion Mitglied des Verwaltungsrates seit 2005 Ausbildung dipl. Elektroinstallateur Erwachsenenbildner, Fachautor Tätigkeiten in Führungsoder Aufsichtsgremien in der Schweiz Präsident des Verwaltungsrates der Immobilien AEW AG, Aarau Mitglied in folgenden Verwaltungsräten: EFA Energie Freiamt AG, Muri / Nordwest Energie AG, Aarau Amtliche Funktionen und politische Ämter Grossrat des Kantons Aargau

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Corporate Governance

Verwaltungsrat

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Ernst Frey Jahrgang 1949 Schweizer Funktion Mitglied des Verwaltungsrates seit 2005 Ausbildung dipl. Bauing. ETH / SIA Tätigkeiten in Führungsoder Aufsichtsgremien in der Schweiz Präsident in folgenden Verwaltungsräten: Kraftwerk Augst AG, Augst / Ernst Frey AG, Kaiseraugst / Buebechilch AG, Kaiseraugst / Immoka Immobilien AG, Kaiseraugst Mitglied in folgenden Verwaltungsräten: Axpo Holding AG, Baden / BEC AG, Gipf-Oberfrick / Belagswerk Rinau AG, Kaiseraugst / Regio-Wiederverwertungs AG, Kaiseraugst / Immobilien AEW AG, Aarau Stiftungsratspräsident der Vorsorgestiftung der Frey-Unternehmungen / Präsident Verband der Kies- und Betonwerke Aargau, VKB

Dr. Olivier Robert Jahrgang 1947 Schweizer Funktion Mitglied des Verwaltungsrates seit 2002 Ausbildung Dr. iur. Rechtsanwalt Tätigkeiten in Führungsoder Aufsichtsgremien in der Schweiz Mitglied in folgenden Verwaltungsräten: Kernkraftwerk Leibstadt AG, Leibstadt / Kraftwerk Augst AG, Augst / Immobilien AEW AG, Aarau

Kurt Schmid Jahrgang 1954 Schweizer Funktion Mitglied des Verwaltungsrates seit 2005 Präsident Prüfungs- und Finanzausschuss Ausbildung dipl. Betriebsökonom HWV/FH, Wirtschaftsprüfer KMU-Diplom HSG Management-Ausbildung an der University of Massachusetts, Boston Tätigkeiten in Führungsoder Aufsichtsgremien in der Schweiz Vorsitzender Partner der UTA TREUHAND GRUPPE Baden, Kleindöttingen, Lenzburg, Menziken Mitglied in folgenden Verwaltungsräten: Aurica AG, Kaiseraugst / Fernwärme Siggenthal AG, Obersiggenthal / Nordwest Energie AG, Aarau / Asana Gruppe, Spital LeuggernMenziken / LB Logistikbetriebe AG, Baden / Refuna AG, Böttstein / Schweiz-Immo AG, Baden / Vizepräsident Aargauischer Gewerbeverband / Häfeli-Brügger AG, Klingnau / Kompogas Bioriko AG, Klingnau / Syngas AG, Leuggern / UTA & Schmid Revisions AG, Kleindöttingen Amtliche Funktionen und politische Ämter Gemeindeammann Lengnau AG

Sekretär des Verwaltungsrates Hansjürg Hasler, Ehrendingen

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Corporate Governance

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Geschäftsleitung

Mitglieder der Geschäftsleitung

Peter Bühler Jahrgang 1953 Schweizer Operative Führungsaufgaben / Funktion Leiter Geschäftsbereich Direktion Vorsitzender der Geschäftsleitung Ausbildung dipl. Kult. Ing. ETH Eidgenössisch patentierter Ingenieur-Geometer General-Management-Ausbildung am Universitätsseminar der Wirtschaft, Gracht bei Köln Beruflicher Hintergrund / frühere Tätigkeiten 1981–1985: Leitender Ingenieur, Ing. Büro R. Knoblauch, Wohlen AG Seit 1985: Aargauisches Elektrizitätswerk Aarau bzw. AEW Energie AG, Stabs- und Linienfunktionen Seit 1992: Mitglied der Geschäftsleitung Seit 2000: Vorsitzender der Geschäftsleitung Tätigkeiten in Führungsoder Aufsichtsgremien in der Schweiz Präsident der Nordwest Energie AG, Aarau / Vizepräsident der EFA Energie Freiamt AG, Muri / Mitglied des Verwaltungsrates der Kraftwerk Augst AG, Augst / Mitglied im Vorstand des Verbandes Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen (VSE) Tätigkeiten in Führungsoder Aufsichtsgremien im Ausland Mitglied in folgenden Aufsichtsräten: Rheinkraftwerk Säckingen AG, Bad Säckingen / Rheinkraftwerk Albbruck-Dogern AG, Laufenburg (1. stv. Vorsitzender) / Kraftwerk Reckingen AG, Reckingen

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Conrad Munz Jahrgang 1947 Schweizer Operative Führungsaufgaben / Funktion Leiter Geschäftsbereich Finanzen Stv. Vorsitzender der Geschäftsleitung Ausbildung lic. oec. publ. (Universität Zürich, Fachrichtung Betriebswirtschaft) Beruflicher Hintergrund / frühere Tätigkeiten 1976–1982: Motor Columbus AG, Betriebs- und Energiewirtschaft 1983–1999: Leitung Städtische Werke Baden (Regionalwerke AG Baden) Seit 1999: AEW Energie AG, Stv. Vorsitzender der Geschäftsleitung Tätigkeiten in Führungsoder Aufsichtsgremien in der Schweiz Vizepräsident in folgenden Verwaltungsräten: Limmatkraftwerke AG, Baden / BEC AG, GipfOberfrick / Mitglied des Verwaltungsrates der Refuna AG, Böttstein / Axpo Informatik AG, Baden Leitungs- und Beraterfunktionen für wichtige Interessengruppen Leiter der VSE-Kommission für Fragen der Kostenrechnung Amtliche Funktionen und politische Ämter Einwohnerrat Baden


Corporate Governance

Geschäftsleitung

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Hans Rudolf Hagmann Jahrgang 1946 Schweizer Operative Führungsaufgaben / Funktion Leiter Geschäftsbereich Anlagen Mitglied der Geschäftsleitung Ausbildung dipl. El. Ing. ETH Betriebswirtschaftsingenieur HTL/NDS Nachdiplom in Internationalem Management und Beschaffung Beruflicher Hintergrund / frühere Tätigkeiten 1971–1980: BBC Baden und Turgi, Entwicklungsingenieur für Stromrichter sowie Linienfunktionen in diesem Bereich 1980–1991: BBC Turgi und ABB Drives, Leiter Entwicklung und Konstruktion der Leittechnik für Stromrichteranwendungen Seit 1991: Aargauisches Elektrizitätswerk bzw. AEW Energie AG, Stabs- und Linienfunktionen Seit 2000: Mitglied der Geschäftsleitung Tätigkeiten in Führungsoder Aufsichtsgremien in der Schweiz Präsident des Verwaltungsrates der Durena AG, Lenzburg / Präsident der Elektra Rümikon AG, Rümikon / Mitglied des Verwaltungsrates der Certum Sicherheit AG, Dietikon

Dr. Hubert Zimmermann Jahrgang 1958 Schweizer Operative Führungsaufgaben / Funktion Leiter Geschäftsbereich Vertrieb Mitglied der Geschäftsleitung Ausbildung Fernmelde- und Elektronikapparatemonteur Dr. phil. II, Physiker General-Management-, Betriebswirtschaftsund Marketing-Ausbildung an der Universität St. Gallen sowie an der European School of Management and Technology, Berlin Beruflicher Hintergrund / frühere Tätigkeiten 1984–1988: Tätigkeiten als Werkstudent in Lehre und Industrie-Forschung 1988–1991: Assistent am Physik-Institut der Universität Zürich 1991–1996: Entwicklungsleiter Brugg Telecom AG 1996–2004: Aargauisches Elektrizitätswerk bzw. AEW Energie AG, Leiter Litecom Seit 2004: Mitglied der Geschäftsleitung Tätigkeiten in Führungsoder Aufsichtsgremien in der Schweiz Präsident des Verwaltungsrates der Litecom AG, Aarau / Vizepräsident der Wassmer & Zürcher Antennensysteme AG, Turgi / Mitglied des Verwaltungsrates der Juvent SA, Bern

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Führungsstruktur

Geschäftsjahr 2006/07

Führungsstruktur der AEW Energie AG

16

Stand: 1. Januar 2008

Vorsitzender der Geschäftsleitung P. Bühler

Direktion

Finanzen

Vertrieb

Anlagen

P. Bühler *

C. Munz *

Dr. H. Zimmermann *

H.R. Hagmann *

Kraftwerke

Controlling

Vertrieb Strom

B. Bosshardt, TL P. Schüepp, BL

C. Wildi

Personal R. Gerhard Unternehmenskommunikation E. Piller

RC Bremgarten

M. Huser

Asset Management Dr. G. Castelli

Informatik und Organisation C. Urbani

Marketing

Betrieb

RC Lenzburg

P. Küng

M. Blättler

W. Baldenweg

Dienste

Energiewirtschaft

Netzinfrastruktur

RC Rheinfelden

M. Bartholdi

D. Stäger

P. Hugentobler

U. Solenthaler

Rechnungswesen

Service Center

Telematik

RC Turgi

Th. Freymond

a. i. E. Fahrni

F. Mathys

R. Soland

Wärme

Vermessung

A. Hagenbuch

K. Scheiwiller

= Geschäftsbereich = Abteilung * = Mitglied der Geschäftsleitung

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J. Füglistaler


Stromgeschäft

Geschäftsjahr 2006/07

Stromgeschäft: Stromabsatz rückläufig Im Geschäftsjahr 2006/07 hat sich der Stromabsatz verringert. Primärer Treiber dieser Entwicklung ist das ausserordentlich warme und sonnenreiche Wetter im Winterhalbjahr. Die durch die gute konjunkturelle Situation bedingte hohe Auslastung von Industrie und Gewerbe sowie die anhaltend hohe Wohnbautätigkeit mit dem entsprechenden Bevölkerungszuwachs vermochten dies nicht zu korrigieren.

17

Strombeschaffung Die Strombeschaffung sank auf 3 951,9 Mio. kWh und lag unter dem letztjährigen Spitzenwert. Diese Menge wurde zu 90,7 % durch Lieferungen der Axpo Vertrieb AG gedeckt. Der Beschaffungsanteil aus der Kraftwerk Augst AG und der Limmatkraftwerke AG beträgt 5,8 %. Die Einspeisungen von unabhängigen Produzenten in unser Netz und Lieferungen Dritter teilen sich den Rest.

Die einzelnen Kundensegmente haben sich unterschiedlich entwickelt. Während die Industriekunden mit Versorgung in 16 kV und die Firmenkunden in der 0,4-kV-Versorgung Zunahmen aufweisen, ist insbesondere in der Detailversorgung und bei den Endverteilern ein Absatzrückgang zu verzeichnen.

Stromabsatz nach Hauptsegmenten

Strombeschaffung nach Lieferanten

GWh 100%

4200

90%

4000

80%

3800

70% 3600 60% 3400 50% 3200 40% 3000 30% 2800

20%

2600

10%

2400

0% 00/01

01/02

02/03

03/04

04/05

05/06

06/07 Geschäftsjahr

00/01

01/02

02/03

Endverteiler

Axpo Vertrieb AG

Grosskunden

Eigenproduktion

Detailversorgung

Unabhängige Produzenten

03/04

04/05

05/06

06/07 Geschäftsjahr

Dritte

AEW ENERGIE AG


Stromgeschäft

Geschäftsjahr 2006/07

18 Stromkennzeichnung Die Stromkennzeichnung der AEW Energie AG wird hauptsächlich durch den Liefermix der Axpo Vertrieb AG bestimmt. Durch den Anteil an Eigenverwertung von Wasserkraft der AEW Eigenproduktion erhöht sich der Wasserkraftanteil gegenüber dem Lieferantenmix auf 19 %.

Liefermix Axpo Vertrieb AG 2006 14,8%

52,8%

32,4%

NE: Kernenergie Inland NE: Kernenergie Ausland EE: Wasserkraft Inland

Stromkennzeichnung AEW Energie AG 2006 2,2% 19,2%

29,9%

NE: Kernenergie Inland NE: Kernenergie Ausland

48,7%

NE: Abfälle Inland EE: Wasserkraft, Sonne, Wind, Biomasse Inland

Verwertung der eigenen Stromproduktion Die Verwertung der Energie aus eigenen Produktionsstätten sowie der Beteiligungs- und Vorzugsenergie erfolgte im Rahmen der strategischen Partnerschaft zum grossen Teil durch die NOK. Die Beteiligungsenergien aus der Kraftwerk Augst AG (KWA) und der Limmatkraftwerke AG (LKW) verwertete die AEW selbst. Die Wasserführung erlaubte eine Produktion von 99 % (Vorjahr 91 %) der Normalproduktion bei KWA und 90 % (Vorjahr 92 %) bei LKW. Der Betrieb der Kraftwerke in Bremgarten (Kraftwerk Bremgarten-Zufikon und Kraftwerk Bremgarten-Bruggmühle) verlief ohne nennenswerte Probleme, mit Ausnahme der Hochwassersituation am 9. August 2007. Beim Hochwasser musste in Zufikon die gleiche Situation bewältigt werden wie im Jahr 2005 (hoher Geschwemmselanfall, Wehrverklausung, Versandung der Maschineneinläufe mit Produktionsverminderung während zwölf Tagen und einem Produktionsausfall von rund 2,5 Mio. kWh). Die Anlage Bruggmühle stand ebenfalls mehrere Tage still, wegen mangelnden Gefälles. Die Kraftwerksinsel wurde dabei erneut leicht überflutet. Die im Nachgang zum Hochwasser 2005 begonnenen Studien zur Optimierung des Kraftwerkbetriebs bei Hochwassersituationen wurden fortgesetzt. Die Jahresproduktion in Zufikon erreichte mit 100,4 Mio. kWh 97 % der Normalproduktion (Vorjahr 101,8 Mio. kWh, 98 %), in der Bruggmühle mit 3,6 Mio. kWh 98 % (Vorjahr 3,3 Mio. kWh, 89 %).

Endverteiler und Grosskunden Produkte Die seit Oktober 2004 für Endverteiler und Grosskunden geltenden Produkte haben sich bewährt und wurden in der Berichtsperiode unverändert weitergeführt. Entsprechend der individuellen Bezugsstruktur wird damit den Endverteilern und Grosskunden eine Wahl- und Optimierungsmöglichkeit geboten. Dies erfordert eine

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Stromgeschäft

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19 professionelle, auf die Bedürfnisse der Kunden ausgerichtete Beratung. Mit den angebotenen Produkten wird Konstanz und Verlässlichkeit in einem sich verändernden Umfeld signalisiert.

Preise Das Preisniveau wurde durch Reduktion des 2004 eingeführten AEW Bonus in allen Kundensegmenten moderat angepasst. Per 30. September 2007 läuft das Bonusprogramm aus. Das Preisniveau bleibt dabei im internationalen Vergleich weiterhin sehr attraktiv und liegt im Vergleich mit der restlichen Schweiz substanziell unter dem Durchschnitt.

Kunden warten Marktöffnung ab Die Öffnung des Schweizer Strommarktes nach spezialgesetzlichen Regelungen rückt näher. Im Jahr 2008 sind die Netznutzungspreise durch die Verteilnetzbetreiber zu publizieren. Endkunden mit mehr als 100 MWh Jahresbezug können in diesem Fall die Energielieferung bei ihrem Verteilnetzbetreiber und bisherigen Lieferanten gemäss Vertrag kündigen. Endverteiler und Grosskunden sind sich der aktuellen, im nationalen und internationalen Vergleich attraktiven Preise der AEW bewusst. Die Kunden warten das Inkrafttreten spezialgesetzlicher Regelungen und die weitere Entwicklung in der Umsetzung der Marktregeln ab. Anfragen für die fallweise Durchleitung von elektrischer Energie waren deshalb kaum noch zu verzeichnen. In allen Fällen konnte das bestehende Lieferverhältnis der AEW mit dem Endverteiler bzw. mit dem Grosskunden weitergeführt werden.

Kundenbefragung bei Endverteilern Mit externer fachlicher Unterstützung wurden mittels Fragebogen die Bedürfnisse der Endverteiler beim Aufbau von Dienstleistungen rund um die Marktöffnungsprozesse ermittelt. Der Rücklauf war mit über 60 % hoch. Zusammenfassend werden von einer Mehrzahl der Endverteiler periodische Marktinformationen sowie Beratungsdienstleistungen der AEW erwartet. Bei Betrieb und Leistungserbringung von unterstützenden Informatikapplikationen werden unabhängige Anbieter bevorzugt.

Verband Aargauischer Stromversorger (VAS) In verschiedenen gemeinsamen Arbeitsgruppen von VAS und AEW wurde intensiv an wichtigen Themen im Hinblick auf die Marktöffnung gearbeitet. Dabei war von beiden Seiten die Bereitschaft zu Kompromissen nötig, um tragfähige und praktikable Lösungen zu finden. Das Vertragswerk für Endverteiler, bestehend aus den Allgemeinen Geschäftsbedingungen, den Allgemeinen Anschlussbedingungen, dem Netzanschlussvertrag und dem Netznutzungsvertrag, konnte in der Berichtsperiode in eine von beiden Seiten bereinigte Fassung gebracht werden. Eine weitere Arbeitsgruppe erarbeitete wertvolle Grundlagen, die beim Produktekonzept für zukünftige Energielieferprodukte Verwendung fanden. Gemeinsam und erfolgreich konnten wiederum in Zusammenarbeit mit dem Hauptlieferanten Axpo Vertrieb AG und einzelnen Endverteilern verschiedene Kundenanlässe kultureller oder sportlicher Art im Bereich des Marketings für Endverteiler und Grosskunden durchgeführt werden.

Vermarktung von Naturstrom und Zertifikaten Die Zusammenarbeit mit rund 70 Endverteilern bei der Vermarktung von «Aargauer Strom aus Sonne und Wasser» und von «Axpo Naturstrom» wurde weitergeführt. Die erfolgreichsten fünf Vermarkter von Naturstromprodukten wurden mit einem Kundenanlass belohnt. Die AEW offerierte Endverteilern und Grosskunden die massgeschneiderte Anpassung ihres Strommixes durch den Zukauf von Zertifikaten für Strom aus Aargauer Wasserkraft.

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Stromgeschäft

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20 Detailversorgung In der Detailversorgung ist der Stromabsatz im Geschäftsjahr gesunken. Der Zugang einer neuen Detailversorgungsgemeinde und die anhaltend intensive Bautätigkeit vermochten den Einfluss der milden Witterung nicht zu kompensieren. Dank dem guten Geschäftsgang aus den Vorjahren konnten die Kunden von einem, allerdings gegenüber dem Vorjahr reduzierten Bonus profitieren. Das Bonusprogramm läuft per 30. September 2007 auch bei der Detailversorgung aus. Die Preise der AEW in der Detailversorgung liegen weiterhin substanziell unter den schweizweiten Durchschnittswerten. Mit weiteren Optimierungen im Verrechnungsund Inkassoprozess konnten die Zahlungsausstände erfreulicherweise reduziert werden.

Strom aus erneuerbaren Energien Mit den neuen Rahmenbedingungen, dem StromVG und den Verordnungen erhalten die neuen erneuerbaren Energien einen höheren Stellenwert. Bereits haben die neuen Rahmenbedingungen zu einer stärkeren Nachfrage für die Förderung von Fotovoltaikanlagen geführt. Nebst der zukünftig kostendeckenden Einspeisevergütung ist die Vermarktung von ökologischen Mehrwerten nach wie vor eine wichtige Aufgabe jedes Stromversorgungsunternehmens. Im Geschäftsjahr konnten die Absatzzahlen unserer Naturstromprodukte auf dem Vorjahresniveau gehalten werden. Um der Vermarktung der ökologischen Mehrwerte neue Impulse zu geben, wurde zusammen mit Endverteilern der Verein «Aargauer Naturstrom» gegründet. Damit wird es möglich sein, die Vermarktung von Naturstrom im Kanton Aargau zu intensivieren. Mit einer Weiterentwicklung des Konzepts können zukünftig auch erneuerbare Energien aus Biomasse berücksichtigt werden.

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Wärme

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Wärme: Kontinuierliches Wachstum in diesem Segment Die AEW Energie AG ist seit 1994 im Wärmegeschäft tätig. In enger Zusammenarbeit mit Ingenieurunternehmen aus der Region werden Wärmeverbunde im Contracting realisiert. Die AEW projektiert, finanziert und betreibt Wärmeerzeugungs- und Verteilanlagen ab rund 50 kW Wärmeleistung für Gemeinden, kantonale Institutionen, im Wohnungsneubau sowie für Gewerbe und Industrie im Kanton Aargau und angrenzenden Gebieten. An erster Stelle steht die auf einheimischen, erneuerbaren Energiequellen basierende Versorgung der Kunden. Damit leisten Kunden und die AEW einen wesentlichen Beitrag zur Reduktion des Ausstosses von CO2 und zur Verbesserung der Energieeffizienz. Stark entwickelt hat sich dabei im Berichtsjahr das Wärmecontracting auf Basis von Holzschnitzel-, Holzpellets- und Wärmepumpenanlagen. Die AEW betreibt heute als Contractor 31 Wärmeverbunde mit einer Gesamtleistung von 28 MW. Der Umsatz mit WärmecontractingDienstleistungen konnte im Berichtsjahr um rund 69 % gesteigert werden. Um der hohen Nachfrage gerecht zu werden, wurden zwei neue Stellen geschaffen.

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AEW Contracting – Beispiele neuer Anlagen im Bau Gemeinsam mit den Einwohnergemeinden von Effingen, Erlinsbach und Magden werden grössere Wärmezentralen auf der Basis von Holzhackschnitzeln erstellt und die Wärme mittels Nahwärmeverteilnetz den Liegenschaften der Gemeinde und von Privaten zugeführt. Allein diese Projekte werden zukünftig den CO2 -Ausstoss in diesen drei Gemeinden um mehr als 1200 Tonnen pro Jahr reduzieren. Die Unternehmen Pacovis AG in Stetten und Huplant Pflanzenkulturen AG in Hirschthal setzen zukünftig auf Wärme, die mittels leistungsstarker Grundwasserwärmepumpen bereitgestellt wird. Auch die MEAG AG in Gretzenbach setzt auf eine umweltfreundliche Holzschnitzelanlage im Contracting mit der AEW. Zusammen mit gleichzeitig vorgenommenen Energieeffizienzmassnahmen und der innovativen Wärmelösung positionieren sich diese Firmen in vorbildlicher Weise ganz vorne bei der Schonung der Umweltressourcen. Weiter setzen die Überbauungen Augarten und Weiherfeld sowie angrenzende Liegenschaften in Rheinfelden mit über 1200 Wohneinheiten neu auf das Contracting mit der AEW. Sukzessive wird in diesem umweltfreundlichen Projekt die Abwärme der ARA Rheinfelden mittels Wärmepumpe für die Beheizung der Wohnungen und zum Teil für die Warmwasseraufbereitung nutzbar gemacht.

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Wärme

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22 Ausblick In Rheinfelden kann dank der Partnerschaft mit Kunden, den Vereinigten Schweizer Rheinsalinen und der Stadt Rheinfelden der sehr innovative und energieeffiziente Wärmeverbund «Rheinfelden Ost» realisiert werden. Aus dem Salzgewinnungsprozess der Vereinigten Schweizer Rheinsalinen in Riburg wird Wärme ausgekoppelt und über eine Fernwärmeleitung nach Rheinfelden transportiert. Damit werden zukünftig die Reha, das Gesundheitszentrum Fricktal, das Schulhaus Robersten, das Kurzentrum und das Park-Hotel am Rhein umweltfreundlich beheizt. Erwartet wird eine Senkung im CO2 -Ausstoss von 2300 Tonnen pro Jahr. In der Berichtsperiode ist eine Zunahme der Energieabgabe aus Wärmeverbunden auf Basis Öl/Gas zu verzeichnen. Dies ist durch die Übernahme von bestehenden Anlagen bedingt, die nun sukzessive auf erneuerbare Energiequellen umgestellt werden.

Anzahl der durch die AEW Energie AG betriebenen Wärmeanlagen

Energieabgabe der durch die AEW Energie AG betriebenen Wärmeanlagen 50000

35

40000

30 25

30000 Energieabgabe in MWh

20

Anzahl Anlagen

15

Geschäftsjahr

AEW ENERGIE AG

10 5 0

03/04

04/05

05/06

06/07

20000

10000

Geschäftsjahr

0 03/04

04/05

Wärmepumpe

Holz

Wärmepumpe

Holz

Öl/Gas

Fernwärme

Öl/Gas

Fernwärme

05/06

06/07


Telekommunikation

Geschäftsjahr 2006/07

Telekommunikation: Optimierungen steigern Wettbewerbsfähigkeit

23

Der Trend zu grossen Bandbreiten in den Telekommunikationsverbindungen hat sich fortgesetzt. Das im letzten Jahr in Betrieb genommene Netzwerk, aufgebaut auf der Basis von Dense Wave Division Multiplexing (DWDM), wurde mit zusätzlichen Gigabitverbindungen erweitert. Um die geforderte hohe Verfügbarkeit zu erhalten und weitere Anforderungen zu erfüllen, wurde der SDH Backbone einem umfassenden Software-Upgrade unterzogen. Das AEW CoreNetzwerk genügt dadurch weiterhin den hohen Qualitäts- und Sicherheitsansprüchen beim Transport von Kundenservices. Betrieblich wurden das Störungsmanagement und das Troubleshooting per Ende Juli getrennt. Das Störungsmanagement, die wichtige Schnittstelle zum Kunden im Störungsfall, wird seither durch die Litecom AG wahrgenommen. Der AEW Telco-Pikettdienst kann sich so bei Störungen gezielter auf die Analyse der Störungsursache und auf die Wiederaufnahme des Betriebes konzentrieren. Ein wichtiger Schwerpunkt wurde auf die Weiterbildung gelegt. Technische Mitarbeitende wurden im Bereich Voice over IP (VoIP) geschult und auf die neuen Anforderungen für den Unbundling Local Loop (ULL) vorbereitet.

Passives Lichtwellenleiternetz Das passive LWL-Netz ist auf der Achse WestOst markant verstärkt worden. Es bestehen nun leistungsfähige Kommunikationsverbindungen zwischen Limmattal, Aarau und Oftringen (Wiggertal). Im Wiggertal wurde der Zusammenschluss des Netzes der AEW mit dem Netz der CKW realisiert. Das LWL-Netz Zürich wurde laufend entsprechend den Bedürfnissen des Marktes erweitert.

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Netze

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Geschäftsjahr 2006/07

Netze: Investitionen in die Infrastruktur mit Blick auf die neue Marktsituation Netznahe Dienstleistungen Die Produktepalette der netznahen Dienstleistungen, insbesondere die Betreuung der öffentlichen Beleuchtung im Auftrag von Gemeinden oder Contracting, Engineeringarbeiten, Bau von Leitungen und Transformatorenstationen, Betriebsführung und Installationskontrollen, Messdienstleistungen, Vermietung von Betriebsmitteln zugunsten von Kunden ausserhalb der eigentlichen Tätigkeit im Kernprozess «Netze», wurde auch in diesem Jahr erfolgreich angeboten. Für mehrere Kunden konnten wieder Trafostationen, Netz- und Beleuchtungsanlagen (auch Weihnachtsbeleuchtungen) gebaut werden.

der zentralen Netzleitstelle in Aarau überwacht und ferngesteuert. Die bisher in Bremgarten eingesetzten Transformatoren sind zum Unterwerk Muri verschoben worden. Sie ersetzen dort ältere Transformatoren, die höhere Verluste aufwiesen und weniger geräuscharm waren. Der Umbau der Zuleitungen von 50 kV auf 110 kV steht nach wie vor an. Da sich die verschiedenen Parteien nicht einigen konnten, hat das Eidgenössische Starkstrominspektorat die Akten dem Bundesamt für Energie zur weiteren Bearbeitung und zum Entscheid zugestellt.

Unterwerk Rheinfelden Die Nachfrage nach diesen Dienstleistungen konnte gegenüber dem Vorjahr auf hohem Niveau gehalten werden (ca. CHF 7,7 Mio.). Sie umfasste auch eine grosse Zahl kleiner Aufträge von Endverteilern und von Endverbrauchern. Besonders geschätzt wurden von diesen Kunden die Vermietung von Notbetriebsmitteln, die Montage von Hochspannungsmuffen, Arbeiten an Freileitungen sowie die kurzfristige Lieferung von Netztrafos. Dies erforderte eine hohe Flexibilität der AEW, welche positiv wahrgenommen wurde. Thermografie und die Erstellung von Netzkonzepten für die Ausbauplanung und den Netzschutz sind ebenfalls von mehreren Kunden beansprucht worden. Diese Dienstleistungen werden mit modernen Informatikmitteln und Messgeräten erbracht, was die Zuverlässigkeit, die Aussagekraft und die Effizienz beeinflusst. Die Kunden profitieren von der Kompetenz der AEW im Kerngeschäft.

Netzinfrastruktur Unterwerk Bremgarten Das Unterwerk ist vollständig erneuert. Die beiden umschaltbaren Transformatoren mit einer Leistung von je 40 MVA sind Ende Juni in Betrieb genommen worden. Das UW wird nun aus

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Die Erstellung des neuen Unterwerks Rheinfelden kommt gut voran. Nach umfangreichen Vorbereitungsarbeiten konnte am 17. Oktober 2006 der Spatenstich stattfinden. AEW und die Stadt Rheinfelden haben grossen Wert auf das äussere Erscheinungsbild des Unterwerks gelegt. Das Gebäude ist bezugsbereit. Die 110kV- und die 16-kV-Schaltanlagen sind montiert. Die zwei Transformatoren von je 40 MVA sind ebenfalls ausgeliefert worden. Das Unterwerk weist einige spezifische Neuerungen auf. Die SF6-gasisolierte 110-kV-Schaltanlage wird in 3-phasig gekapselter Ausführung erstellt und die Leittechnik entspricht erstmals dem neuen Standard IEC 61850. Beide Entscheide wirkten sich kostenmindernd aus. Zukünftige Unterwerke sollen nach diesem Standard realisiert werden.

Unterwerk Lupfig Die 16-kV-Schaltanlagen des Unterwerks Lupfig und die netzleittechnischen Anlagen werden erneuert. Die bestehenden Anlagen sind am Ende ihrer vertretbaren Einsatzdauer angelangt. Es wird ein separates Gebäude für die Aufnahme der neuen Anlage projektiert. Das Bauprojekt wurde ausgearbeitet, das Bewilligungsverfahren ist beim Eidgenössischen Starkstrominspektorat eingeleitet.


Netze

Geschäftsjahr 2006/07

25 Unterwerk Würenlingen

Instandhaltung

Der Spannungsumbau des Unterwerks Würenlingen ist in den Jahren 2011 bis 2015 geplant. Damit dies möglich wird, muss sich die AEW entsprechende Grundstücke rechtzeitig sichern. Mit der Gemeinde Würenlingen und den an den heutigen UW-Standort angrenzenden Firmen konnten vorhandene Rechte so umgelegt werden, dass für die AEW eine geeignete Fläche zur Verfügung steht. Gleichzeitig können Betriebe, die ihre Produktion erweitern wollen, dadurch ihre Absichten realisieren.

Die periodischen Revisionen von 16-kV-Schaltanlagen wurden in fünf Unterwerken durchgeführt. In zwei Unterwerken wurden die 110-kV-Schaltanlagen und in weiteren zwei die Stufenschalter der Reguliertransformatoren revidiert. Für die Zustandsanalyse der Anlagen wird vermehrt die Thermografie eingesetzt. Dazu wurden moderne Messgeräte angeschafft.

Verbesserungen im Raum Othmarsingen–Mägenwil Das neue 16-kV-Kabel zwischen dem Unterwerk Wildegg und der neuen fernsteuerbaren Schaltstation Paradisli in Othmarsingen konnte in Betrieb genommen werden, ebenso die Schaltstation selbst. Für die Verbindung zwischen Othmarsingen und Birr sind alle Bewilligungen eingetroffen.

Verbesserungen am Rohrdorferberg

Für die Instandhaltung der Unterwerke und weiterer spezieller Anlagen ist in Wildegg ein neues Instandhaltungs-Center (IC) eingerichtet worden. Zu diesem Zweck wurden Räume des früheren Unterwerks Wildegg umgebaut und eine neue Fahrzeughalle errichtet. Die Arbeiten sind weitgehend abgeschlossen. Die Konzentration der Mittel und der Ersatzkomponenten an einem Standort bringt Vorteile in Effizienz und Qualität. Das IC Wildegg operiert seit März 2007 aus der neuen Umgebung. Am gleichen Standort wird ein Aussenlager für das Regional-Center Lenzburg errichtet.

Die rege Bautätigkeit am Rohrdorferberg erfordert den Ausbau des regionalen 16-kV-Netzes. Eine neue Leitung von Fislisbach nach Oberrohrdorf wird absehbare zukünftige Engpässe vermeiden. Das Leitungstrassee und der Landerwerb für eine Schaltstation in Fislisbach sind abgeschlossen. Das Bewilligungsverfahren ist eingeleitet.

Die systematische Revision der Freileitungs-Streckenschalter bildete einen Schwerpunkt in der Instandhaltung des 16-kV-Netzes. Im Berichtsjahr wurden 45 Schalter vollständig revidiert und mit neuen Isolatoren bestückt. Aufwendig ist dabei der Austausch auf der Freileitung, da dies jeweils weiträumige Ausserbetriebnahmen von Leitungsabschnitten mit entsprechenden Schaltprogrammen erfordert.

Verbesserung für Industriestandorte

Netzübernahmen

Neben einer Vielzahl von Verlegungen und Verkabelungen bestehender Leitungen im gesamten AEW Netzgebiet dienen einzelne Projekte auch der gezielten Verbesserung der Versorgungssituation von Industriestandorten. Als Beispiel seien die Zuleitungen in das Werkareal Birr genannt, die in Betrieb genommen wurden. Damit wurde die Möglichkeit, das Fabriknetz auf 16 kV umzustellen, geschaffen.

Im Geschäftsjahr hat die AEW Verhandlungen mit der Elektra Rümikon geführt, die per 30. September 2007 mit der Übernahme der gesamten Genossenschaft – nicht nur mit deren Verteilnetz – abgeschlossen werden konnten. Neben der Bewertung des elektrischen Netzes waren zusätzliche Randbedingungen mit dem Handelsregisteramt und den Steuerbehörden zu klären. Im gemeinsamen, von Vertrauen geprägten Vorgehen wurde eine von allen Beteiligten als fair beurteilte Lösung gefunden, der

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Netze

Geschäftsjahr 2006/07

26 sämtliche Genossenschafter zustimmen konnten. Nachdem auch die Gemeindeversammlung den Konzessionsvertrag mit der AEW genehmigt hatte, konnten die Verkaufsverhandlungen zum Abschluss gebracht und mit den Arbeiten zur Integration der Elektrizitätsversorgung Rümikon in das Verteilnetz der AEW begonnen werden.

Intensive Vorarbeiten zur Liberalisierung Das Bundesparlament hat das Stromversorgungsgesetz erlassen und die zugehörigen Verordnungen waren in Vernehmlassung. Die Vorbereitungen haben uns bereits in diesem Geschäftsjahr intensiv beschäftigt und haben dazu geführt, dass Funktionen neu definiert und Aufgaben neu zugeteilt wurden. Das Asset Management zeichnet für die Anlagen aus übergeordneter Sicht verantwortlich. Bei der AEW übernimmt das Asset Management die Koordination der Aufgaben «Netzkonzepte und Netzentwicklung», «Netzzustandserfassung» und «Netzkostenerfassung». Mit integriert ist die Verantwortung, im Rahmen der Vorgaben und definierten Aufgaben der AEW als Verteilnetzbetreiber, ein möglichst günstiges Netz zur Verfügung zu stellen und die drei Aufgaben Investition, Betrieb und Instandhaltung zusammen mit allen Fachabteilungen optimal zu gestalten. Das Asset Management ermittelt die Netzkosten, die in der Netzwirtschaft zur Bestimmung der Netznutzungspreise benötigt werden. Die Aufgaben der Netzwirtschaft wurden von der Energiewirtschaft getrennt. Durch die Netzwirtschaft werden alle Aufgaben im Zusammenhang mit der Netznutzung mit vor- und nachgelagerten Verteilnetzbetreibern, Kosten- und Mengenerhebungen für die Kostenwälzung, der Preisgestaltung der Netznutzungsprodukte, dem Benchmarking und der Nachkalkulation wahrgenommen.

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In Vorbereitung sind folgende Netzprodukte: – Netznutzung für Endverbraucher aus dem 16-kV- und 0,4-kV-Netz (Netzebene 5 und 7) sowie die Netznutzung für nachgelagerte Ver teilnetzbetreiber aus dem 16-kV-Netz (Netz ebene 5a) – Netzanschlussprodukte – Reservestellungen für Kunden, die im Normal- fall Netze anderer Verteilnetzbetreiber nutzen. Die Umsetzung der neuen Regeln im Strommarkt erfordert zumindest einen Netzanschluss- und einen Netznutzungsvertrag. Teilweise konnten solche Verträge bereits abgeschlossen werden. Sehr grosse Anstrengungen waren auch im Bereich Energiedatenmanagement (EDM) gefordert. So wurde bereits ein Teil der Messstellen von Kunden, die zukünftig am liberalisierten Markt teilnehmen können, auf Lastgangzähler mit automatischer Ablesung umgebaut. Diese Daten werden täglich durch ein Fernablesesystem erfasst. Im EDM-System werden die Lastgänge aufgearbeitet und den berechtigten Marktpartnern verfügbar gemacht. Der gesamte Prozess für die Verarbeitung und den Versand der Daten an die Marktpartner, die Implementierung der Lieferantenwechselprozesse und die Bereitstellung des AEW Netzes für den freien Markt in einem EDMSystem wurden vorbereitet. Für Grosskunden mit Lastgangzählern werden die Energierechnungen bereits mit ausgewerteten Lastgängen aufbereitet.

Auswirkungen der Bautätigkeiten auf die AEW Energie AG Die positive Entwicklung der Konjunktur im Kanton Aargau bewirkte einen entsprechenden Aufschwung in der Baubranche. Dieser Aufschwung löste auch in der AEW Energie AG eine erhöhte Investitions- und Bautätigkeit aus. Im vergangenen Geschäftsjahr wurden durch die Regional-Center mehr als 510 Neuanschlüsse erstellt. Zeitweise waren dabei im Netzgebiet der AEW bis zu 310 Baustromanschlüsse installiert.


Netze

Geschäftsjahr 2006/07

27 Das für den Ausbau und die Erneuerung der Netze notwendige Investitionsvolumen betrug beim Niederspannungsnetz ca. CHF 7,1 Mio. Auch im Bereich der Trafostationsanlagen wurden grössere Investitionen getätigt. Speziell war im vergangenen Jahr auch die Arbeitsauslastung während der Wintermonate. Die normalerweise zu erwartende Pause in der Bautätigkeit ist aufgrund der milden Temperaturen entfallen. Dies führte, zusammen mit den notwendigen Unterhaltsarbeiten, die im Winter ausgeführt werden, zu einer sehr hohen Arbeitsbelastung bei den Aussenstellen.

Netzleittechnik Die Erneuerung der Zentralen Netzleitstelle wurde im April abgeschlossen. Sie wurde planmässig dem Betrieb übergeben. Die angestrebte Leitstellenkopplung zur NOK wurde erfolgreich geprüft. Der operative Betrieb dieser Kopplung ist auf Ende 2007 vorgesehen.

Feuerwehrinstruktionen Bei elektrischen Anlagen sind im Brandfall spezifische Verhaltensregeln zu beachten, handelt es sich doch um Anlagen mit einem grossen Gefahrenpotenzial. Es finden deshalb für die Feuerwehren periodisch Instruktionen statt. Die Instruktionen wurden neu strukturiert und im laufenden Jahr für die Unterwerke Boniswil, Münchwilen, Muri und Strengelbach durchgeführt.

Betriebsübung CORONA Zur Beherrschung aussergewöhnlicher Betriebsverhältnisse wurde eine gross angelegte Betriebsübung durchgeführt. Relevante Bereiche der AEW wurden ohne Ankündigung des Übungsdatums aus dem Tagesgeschäft heraus in die Übung «CORONA» einbezogen, was der Realität zur Bewältigung eines Grossereignisses entspricht. Die explizit beübten Bereiche, wie der Unternehmenskrisenstab, die Technische

Einsatzleitung und das Call-Center erfüllten den Unternehmensauftrag im vorgesehenen Rahmen und führten die AEW ereignisorientiert während der sehr kritischen ersten vier Stunden. Abschluss der Übung bildete eine Ad-hoc-Medienkonferenz des Unternehmenskrisenstabes zusammen mit den «kantonalen Vertretern» unter Einbezug von NOK-Partnern. Dabei wurden auch punktuell Schwachstellen erkannt, die verbessert wurden. Die Übung war sehr erfolgreich und hat gezeigt, dass die AEW darauf vorbereitet ist, auch Grossereignisse zu bewältigen.

Netzbetrieb Die Ende 2006 durchgeführte Belastungskontrolle zeigt, dass die Höchstbelastung pro Unterwerk im Vergleich zum Jahr 2003 um 11,5 % zugenommen hat. Die Belastungskontrolle ist ein wichtiges Instrument zur regelmässigen Überwachung der höchsten Belastungen und der Reservekapazitäten im Netz. Sie wird neu alle zwei Jahre vorgenommen. Durch den warmen Winter wurde die Höchstlast der Vorjahre nicht erreicht. Folgedessen sank die mittlere Leistung um 1,16 %. Mit 71 Störungen im Mittelspannungsnetz hat die Anzahl der Störungen zum dritten Mal in Folge abgenommen und ein neues Minimum erreicht. Die nicht zeitgerecht gelieferte Energiemenge hat sich ebenfalls reduziert und mit 36,4 MWh einen neuen Tiefstwert erreicht. Statistik der Versorgungsunterbrüche 2006/07 Anzahl

2005/06 Anzahl

46

44

6

10

Länger dauernde Unterbrüche

19

27

Total Störungen

71

81

Kurze Unterbrüche bis 0,3 Sekunden Unterbrüche bis 1 Minute

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Qualität und Umwelt

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Geschäftsjahr 2006/07

Weitere Zertifizierung im Bereich «Klima und Energie» Neben einer bestehenden Umweltzertifizierung in ISO 14001:2004 wurden die Kraftwerke der AEW Energie AG in Bremgarten-Zufikon, Bremgarten-Bruggmühle und Augst auch vom TÜV zertifiziert. Die Überprüfung lieferte den Nachweis, dass der in das 0,4-kV-Netz eingespeiste Strom aus Wasserkraft stammt, zuverlässig ermittelt wurde und auch im nächsten Jahr gesichert ist. Somit hat die AEW Energie AG die Voraussetzungen erfüllt, entsprechend dem CMS-Standard Erzeugung EE (01/04), Strom aus erneuerbaren Energien zu erzeugen.

Energieeffizienz und Beiträge zur Senkung des CO2 -Ausstosses Die AEW betreibt heute als Contractor 31 Wärmeverbunde mit einer Gesamtleistung von 28 MW. Die Projekte der AEW reduzieren die Belastung der Atmosphäre mit dem Treibhausgas CO2. Jährlich wird die Emission von rund 4860 Tonnen CO2 vermieden. Ein Beitrag zur Energieeffizienz ist der «AEW Energiecheck», der zum Ziel hat, Einspar- und Verbesserungspotenziale in der Gebäude- und der technischen Infrastruktur sowie den Umgang mit Strom, Wärme und Wasser aufzuzeigen. Mit der Realisierung der ausgewiesenen Empfehlungen können Verbesserungen im Stromverbrauch, aber auch bei der Wärme und im Wasserverbrauch erzielt werden. Die Praxis zeigt, dass eine Verbesserung des Energiemanagements pro Jahr durchschnittlich 7 % der gesamten Energiekosten einspart – unabhängig davon, wie gross das Unternehmen ist.

Umweltrelevante Massnahmen bei Anlagen der AEW Energie AG Mit dem Neubau des 110/50-kV-Unterwerks in Rheinfelden werden konsequent umweltrelevante Zielsetzungen verfolgt. Die zwei im Unterwerk eingesetzten neuen Transformatoren mit höherem Wirkungsgrad ersetzen die bis zu 50 Jahre alten Anlagen und weisen etwa 20 % weniger Eigenverluste auf. Dies entspricht einer Einsparung elektrischer Energie von etwa 100 000 kWh pro Jahr und somit einem Ver-

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brauch von 22 Haushalten. Die von den Transformatoren abgegebene Wärmeenergie wird zur Heizung des Gebäudes benutzt.

Steigende Nachfrage an der AEW Solarstromtankstelle Bereits im zweiten Betriebsjahr der in Aarau installierten Solarstromtankstelle konnte eine Steigerung von über 30 % auf 1236 kWh erreicht werden. Um der steigenden Nachfrage zu entsprechen, wurde das Tankangebot für Elektrofahrzeuge von drei auf fünf Steckdosen erweitert. Für jede getankte Kilowattstunde sponsert die AEW Energie AG Solarzertifikate aus dem Produkt «Aargauer Strom aus Sonne und Wasser».

Wohnungsneubau für Storchenfamilie Für die seit vielen Jahren in den Sommermonaten in Rottenschwil auf dem Mast Nr. 23 domizilierte Storchenfamilie wurde in Absprache mit der Gesellschaft «Storch Schweiz» eine neue Plattform gebaut. Die Herbstwinde haben das in die Jahre gekommene Nest auf der Mastspitze stark beschädigt. Ausserdem sorgte das stolze Bauwerk der Storchenfamilie auch ab und zu für Kurzunterbrüche auf der 50-kV-Leitung Bremgarten–Rottenschwil.

Weitere NISV-Sanierungen von Trafostationen In der Schweiz gilt die Verordnung über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung (NISV), welche die Immissionen vorsorglich begrenzt und sich an die allgemein empfohlenen Grenzwerte der WHO anlehnt. Für «Orte mit empfindlicher Nutzung», wie zum Beispiel Schlaf-, Wohn-, Schul- und Krankenzimmer, werden zusätzlich «Vorsorgliche Emissionsbegrenzungen» festgelegt. Sie betragen – vereinfacht gesagt – 10 % (Hochfrequenz) bzw. 1 % (Niederfrequenz, Magnetfeld) der allgemeinen Grenzwerte. Die einzelnen Regional-Center der AEW haben im Rahmen einer mehrjährigen Umweltzielsetzung weitere Anlagen saniert, um der Verordnung zum Schutz vor nichtionisierender Strahlung (NISV) zu entsprechen.


Mitarbeitende

Geschäftsjahr 2006/07

Personalbereich: Investitionen in die Wettbewerbsfähigkeit Mitarbeitende und Lernende Die AEW Energie AG hat am Ende des Geschäftsjahres 258 Mitarbeitende (248,7 Personaleinheiten) beschäftigt. Die Reduktion um 3,1 Personaleinheiten ist darauf zurückzuführen, dass acht Mitarbeitende zur Litecom AG übertraten. In der Berichtsperiode traten 20 Mitarbeitende (ohne Lernende) neu ein. 15 Mitarbeitende verliessen das Unternehmen. Zusätzlich wurden sieben Mitarbeitende pensioniert. Per 30.9.2007 wurden in der AEW Energie AG 17 Lernende ausgebildet: elf Lernende als Netzelektriker und sechs Lernende im kaufmännischen Bereich. Im Geschäftsjahr 2006/07 betrugen die externen Kosten für die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeitenden und Lernenden CHF 379 838.

Kommissionen Vorsorgekommission Die Vorsorgekommission setzt sich aus vier Mitgliedern zusammen und ist das Bindeglied der PKE Vorsorgestiftung Energie zum Arbeitgeber, zu den Arbeitnehmenden und den Pensionierten. Es waren keine besonderen Problemstellungen zu bearbeiten.

Folge. Im zweiten Schritt wurden die Abläufe und die Instrumente der Leistungsbeurteilung der Mitarbeitenden der erwarteten Entwicklung eines sich liberalisierenden Strommarktes angepasst. Die zusammen mit den Sozialpartnern erarbeiteten Projektresultate wurden erstmals in der Lohnrunde 2006/07 erfolgreich umgesetzt.

Personalentwicklung Die gute Auslastung der Wirtschaft und die rege Bautätigkeit widerspiegeln sich am Arbeitsmarkt. Es ist tendenziell eine erhöhte Wechselbereitschaft der Arbeitnehmenden festzustellen, und in Teilbereichen ist die Rekrutierung von ausgewiesenen Fachleuten schwieriger geworden. Die Situation kann insgesamt als angespannt, aber nicht alarmierend bezeichnet werden. Die AEW konnte dank zeitgemässer Anstellungsbedingungen, einer offenen Unternehmenskultur und einer auf die individuellen Bedürfnisse ausgerichteten Aus- und Weiterbildungsstrategie die Fluktuationsrate tief halten und eine Reihe von ausgezeichneten neuen Mitarbeitenden begrüssen. Trotz erweiterter Geschäftstätigkeit und hoher Auslastung sind die Unfallkennzahlen auf konstant tiefem Niveau. Geschäftsjahr

2006/07

Personalkommission Die auf vier Jahre gewählten Mitglieder der Personalkommission vertreten die Interessen des Personals gegenüber der Geschäftsleitung. Wichtig war 2006/07 die Mitwirkung in einem Projekt zur Überprüfung des Leistungsbeurteilungssystems.

Neues Gehaltskonzept Im vergangenen Geschäftsjahr wurde die Überprüfung und Neuausrichtung des Gehaltskonzeptes der AEW abgeschlossen. Im Rahmen von zwei Projektschritten wurde in einer ersten Phase das Gehaltsmanagement aktualisiert. Die Neuzuordnung der einzelnen Funktionen in die neue Gliederung der Funktionsstufen war die

Anzahl Unfälle

Ausfalltage

Anzahl Unfälle

Ausfalltage

Anzahl Mitar­ beitende

18

29

23

160

258

Betriebsunfall Nichtbetriebsunfall

Mitarbeiterzeitschrift «KONTAKT» Dieses Informationsmedium für Mitarbeitende und Pensionierte erfreut sich einer ungebrochenen Nachfrage und Wertschätzung. Im Zuge der sich verändernden Kommunikationslandschaft wurde es auf drei Ausgaben jährlich gestrafft. Im Gegenzug wurde die elektronische Kommunikation über das Intranet forciert. Unter dem Titel «AEW InternNews» werden die AEW Mitarbeitenden zu diversen internen Themen mehrmals jährlich vertieft informiert.

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Öffentlichkeitsarbeit

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Geschäftsjahr 2006/07

Informationspolitik Die wenigen Beispiele der Zeitungsartikel auf den Umschlagsseiten dieses Geschäftsberichtes zeigen nicht nur das starke öffentliche Interesse an der AEW Energie AG, sondern auch die Themenvielfalt. Das Spektrum umfasst Nennenswertes aus allen Geschäftsbereichen, regionsspezifische Aktualitäten, Produktinformationen, allgemeine Energie- und Umweltthemen, Eventund Sponsoring-Aktivitäten.

Sport- und Kultursponsoring Die AEW Energie AG verlängerte ihr Engagement bei den Damen der Aargauer Fussballauswahl U14 und U16, dem Aargauer Leichtathletikverband, der Aargauer Jugend Brass Band, dem Aargauer Symphonieorchester (ASO) und dem HALT-Festival Lengnau (ehemals Beach-Party) um weitere drei Jahre. Für das 30. Aargauische Kantonalmusikfest «musikalissimo» 2008 in Bremgarten hat die AEW Energie AG bereits im Herbst 2006 das Hauptsponsoring zugesagt.

Sensibilisierung der Jugend für Energiethemen Die Aufgabe der zuverlässigen Verteilung der Energie beinhaltet die Förderung des bewussten Umgangs mit dem wertvollen Produkt Energie, speziell bei nachkommenden Generationen. Das Projekt «Zisch», Zeitung in der Schule, entwickelte sich erfolgreich weiter. Dieses Jahr beteiligten sich 1300 Schülerinnen und Schüler mit ihren Lehrpersonen an dem Projekt. Vier Schulen entschieden sich für AEW Themen: Nutzung der Wasserkraft am Beispiel Kraftwerk Augst, Besuche im Kernkraftwerk Leibstadt und im Axporama sowie in der Kehrichtverbrennungsanlage in Turgi. Den Vertretern der Berufs- und Mittelschulen im Kanton Aargau wurde im September 2007 unter grosser Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit das Lehrmittel «Recht, Staat, Wirtschaft» übergeben. Auf Anfang Oktober 2007 wird auf der AEW Webseite ein Button «Schule» eingerichtet. Mit einem Klick können dann Lehrpersonen und

AEW ENERGIE AG

Wissbegierige praxisorientierte Angebote rund um das Thema Energie finden.

Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Nordwestschweiz Das KTI Forschungsprojekt «Stakeholdermanagement» konnte erfolgreich abgeschlossen werden. Vom Februar bis Juni 2007 wurde ein weiteres gemeinsames Projekt «Leserbefragung zum Energiemagazin Strom» realisiert.

Medienpräsenz Seit Mai 2007 tritt die AEW Energie AG mit einem neuen Anzeigen-Konzept einheitlicher auf. Unter dem Motto «Gemeinsam für den Aargauer Sport» wurde die Internetplattform www.aargauersport.ch geschaffen. Beteiligt sind das Departement für Bildung, Kultur und Sport, die IG Aargauer Sportverbände, die AZ Mediengruppe und das Zofinger Tagblatt. Die AEW Energie AG unterstützt diese Plattform als Sponsoring-Partner in den nächsten drei Jahren. Eine Befragung der Aargauer Medien über die Kommunikationsleistung der AEW Energie AG ergab interessante Aufschlüsse und insgesamt gute Noten. Die AEW will ihre Informationstätigkeit im Energiebereich noch aktiver wahrnehmen. So ist auf den 1. Oktober 2007 die Internetplattform «EnergieChannel» auf www.azonline.ch in Vorbereitung.

Beziehungspflege an Events Präsenz zeigt die AEW Energie AG auch an verschiedenen Anlässen. Vom Sponsoring-Event bis zu betrieblichen Ereignissen. Am 23.06.2007 wurde zur Einweihung des Kraftwerkes Kappelerhof in Baden das «AEW Kafistübli» betrieben. Die Mitglieder der Geschäftsleitung der AEW Energie AG konnten an verschiedenen politischen Anlässen als Referenten zu den Themen Stromperspektive 2020 und Strommarktliberalisierung Stellung beziehen.


Entwicklung in Beteiligungen

Geschäftsjahr 2006/07

Entwicklung in Beteiligungen

31

Rheinkraftwerk Albbruck-Dogern AG

Axpo Holding AG

Die Gesellschaft konnte mit dem Bau des neuen Wehrkraftwerkes beginnen. Die Anlage wird mit einem Investitionsvolumen von rund 68 Mio. Euro ab Ende 2009 die Gesamtproduktion um rund 120 Mio. kWh erneuerbare Energie pro Jahr steigern. Gleichzeitig werden die Restwasserbestimmungen erfüllt und ökologische Ausgleichsmassnahmen getroffen. Der Beteiligungsanteil der AEW Energie AG beträgt 12 %.

Die Beteiligung an der Axpo Holding AG hat mit einem Anteil von 14 % nebst dem finanziellen einen ausgeprägt strategischen Charakter. Auf diesem Weg stellt die AEW die Beschaffung ausreichender Strommengen für den Aargau sicher und nutzt die Synergien in der Zusammenarbeit mit weiteren Kantonswerken bzw. Gesellschaften der Axpo Gruppe. Neu ist insbesondere der massive Ausbau des Engagements in erneuerbaren Energien und in der Regelenergiebereitstellung.

Aarewerke AG, Klingnau Das August-Hochwasser verursachte im Aufstaubereich Dammüberströmungen. Dabei wurden Teile des dammnahen Siedlungsgebietes der Gemeinde Döttingen überflutet. Die Gesellschaft hat Anfang September dem Kanton ein Vorprojekt zur Verbesserung der Hochwassersicherheit eingereicht. Die Planungen laufen in Koordination mit den zuständigen lokalen und kantonalen Behörden weiter und sollen zügig umgesetzt werden. Der Beteiligungsanteil der AEW Energie AG beträgt 35 %.

Limmatkraftwerke AG Die Limmatkraftwerke AG, an der die AEW zu 40 % beteiligt ist, konnte im Sommer 2007 den Ausbau des Kraftwerks Kappelerhof in Baden einweihen. Die Investitionen betrugen CHF 37 Mio. Der Ausbau ergibt insgesamt eine Mehrproduktion von 20 GWh.

Litecom AG Die Litecom AG hat einen weiteren Entwicklungsschritt eingeleitet. Die Geschäftsentwicklung führte zu einer Anpassung der Aktionärsanteile mit Reduktion des Aktienanteils der AEW von 55 % auf 35 % im geplanten Rahmen. Weiter war damit der Übertritt von acht Mitarbeitenden der AEW in die Litecom AG verbunden. Für die AEW bleibt die Litecom AG eine strategische Beteiligung, die primär im Raum Nordostschweiz Telekommunikationsleistungen für grössere Kunden anbietet und für die Leistungserstellung auf Kantonswerke sowie NOK als Partner und Aktionäre zählen kann.

Refuna AG Seit über einem Vierteljahrhundert vertreibt die Refuna AG Fernwärme ab dem Kernkraftwerk Beznau im unteren Aaretal. Die AEW ist mit 19,2 % am Aktienkapital beteiligt. Das früher gewährte Partizipationsscheinkapital wurde im Geschäftsjahr zurückbezahlt. Ausserdem ist erstmals die Ausrichtung einer Dividende (5 %) beschlossen worden.

Immobilien AEW AG Zur Immobilien AEW AG gehören die Liegenschaften an der Oberen Vorstadt in Aarau, die von der AEW, dem Restaurant Rathausgarten und kantonalen Stellen genutzt werden. Im Geschäftsjahr wurden die Massnahmen zur statischen Sanierung der Parkgarage weitergeführt. Weiter wurde die Beleuchtung energieund lichttechnisch verbessert und für 2008 die Betonsanierung für Parkhaus und Betonfassaden vorbereitet.

Weitere wesentliche Beteiligungen Für die Entwicklung weiterer wesentlicher Beteiligungen wird auf deren Publikationen verwiesen.

AEW ENERGIE AG


Kennzahlen

32

Geschäftsjahr 2006/07

Das Geschäftsjahr auf einen Blick 2006/07

2005/06

gegenüber Vorjahr

248,7

251,8

- 1,2 %

2

2

0,0 %

GWh

104,0

105,1

- 1,0 %

24

24

0,0 %

MVA

1 508

1 503

0,3 %

Mittelspannungsnetz Freileitungen

km

494

499

- 1,0 %

Mittelspannungsnetz Kabelleitungen

km

723

718

0,7 %

781

772

1,2 %

Mio. kWh

3 951,9

4 047,6

- 2,4 %

Personalbestand (Personaleinheiten)

PE

Kraftwerke Jahresproduktion Verteilanlagen AEW Unterwerke Transformatorenleistung

AEW Transformatorenstationen Stromabgabe im AEW Versorgungsgebiet Höchste stündliche Leistung

AEW ENERGIE AG

MW

628,8

630,1

- 0,2 %

Nettoumsatz aus Stromgeschäft

Mio. CHF

361,2

364,4

- 0,9 %

Gesamtleistung

Mio. CHF

392,2

397,4

- 1,3 %

Unternehmensergebnis

Mio. CHF

58,0

41,1

41,1 %

Geldfluss aus Geschäftstätigkeit

Mio. CHF

32,7

50,7

- 35,5 %

Investitionen in Sachanlagen

Mio. CHF

27,4

30,4

- 9,9 %

Bilanzsumme

Mio. CHF

412,4

379,7

8,6 %

Eigenkapital

Mio. CHF

256,7

213,8

20,1 %

Langfristiges Fremdkapital

Mio. CHF

87,9

101,9

- 13,7 %

Eigenfinanzierungsgrad (Eigenkapital zu Gesamtkapital)

62,2 %

56,3 %

Eigenkapitalrendite (Unternehmensergebnis zu Eigenkapital)

22,6 %

19,2 %


Finanzteil AEW Energie AG

Erfolgsrechnung

Finanzielle Berichterstattung

33

Erfolgsrechnung 2006/07 der AEW Energie AG Erläuterung

2006/07 TCHF

2005/06 TCHF

Nettoumsatz

1

389 301

394 422

Übriger Betriebsertrag

2

2 949

3 019

392 250

397 441

Gesamtleistung Strombeschaffungs- und Warenaufwand

3

- 281 795

- 293 109

Materialaufwand und Fremdleistungen

4

- 14 720

- 16 287

- 209

30

Bestandesänderungen Aktivierte Eigenleistungen

5

4 966

4 559

Personalaufwand

6

- 31 388

- 31 763

Übriger Betriebsaufwand

7

- 10 463

- 6 145

58 641

54 726

- 17 356

- 25 103

Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) Abschreibungen, Amortisationen und Wertbeeinträchtigungen

8

Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) Finanzertrag Finanzaufwand

41 285

29 623

9

29 450

19 609

10

- 1 156

- 1 950

69 579

47 282

- 11 596

- 6 190

57 983

41 092

Unternehmensergebnis vor Ertragssteuern (EBT) Ertragssteuern Unternehmensergebnis nach Steuern

11

AEW ENERGIE AG


Finanzteil AEW Energie AG

Bilanz Aktiven

34 Bilanz der AEW Energie AG per 30. September 2007 (vor Gewinnverteilung) Erläuterung

30.09.2007 TCHF

30.09.2006 TCHF

Sachanlagen

12

127 747

117 849

Renditeliegenschaften

13

613

301

Beteiligungen

14

66 450

66 651

371

402

Aktiven

Langfristige Finanzanlagen gegenüber Dritten Langfristige Finanzanlagen gegenüber Gruppengesellschaften

15

0

5 500

Langfristige Finanzanlagen gegenüber Assoziierten

15

2 451

49

27

27

2 025

1 075

Wertschriften Anlagevermögen Übrige Finanzanlagen

16

Total Anlagevermögen

199 684

191 854

Vorräte

17

571

780

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten

18

65 467

61 184

- 3 900

- 3 900

Delkredere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Gruppengesellschaften

19

269

3 022

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Assoziierten

19

5 293

3 109

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Nahestehenden

19

1 925

3 533

Kurzfristige Finanzforderungen

20

2 516

3 007

Kurzfristige Forderungen gegenüber Dritten

21

2 687

0

Kurzfristige Forderungen gegenüber Gruppengesellschaften

22

6 700

0

368

350

Kurzfristige Forderungen gegenüber Assoziierten Aktive Rechnungsabgrenzungen

AEW ENERGIE AG

Wertschriften

23

Flüssige Mittel

24

1 565

1 771

104 681

97 821

24 570

17 125

Total Umlaufvermögen

212 712

187 802

Total Aktiven

412 396

379 656


Finanzteil AEW Energie AG

Bilanz Passiven

35 Bilanz der AEW Energie AG per 30. September 2007 (vor Gewinnverteilung) 30.09.2007 TCHF

30.09.2006 TCHF

Aktienkapital

45 000

45 000

Allgemeine Reserven

23 150

23 150

128 198

102 198

Passiven

Erläuterung

Freie Reserven Bilanzgewinn

25

Total Eigenkapital

60 381

43 498

256 729

213 846

0

3 300

Langfristige Finanzverbindlichkeiten

26

Übrige Langfristige Verbindlichkeiten

27

1 449

0

Rückstellungen

28

86 448

98 593

87 897

101 893

Total Langfristige Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten

29

12 740

10 649

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Gruppengesellschaften

29

62

59

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Assoziierten

29

971

42

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Nahestehenden

29

33 348

32 002

Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten gegenüber Nahestehenden

30

3 300

0

332

346

847

2 690

0

73

51 600

45 861

6 193

12 484

Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Vorsorgeeinrichtungen Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Dritten

31

Anzahlungen von Kunden Total Kurzfristige Verbindlichkeiten Passive Rechnungsabgrenzungen

32

Steuerverbindlichkeiten

33

9 977

5 572

16 170

18 056

Total Fremdkapital

155 667

165 810

Total Passiven

412 396

379 656

Total Kurzfristiges Fremdkapital

AEW ENERGIE AG


Finanzteil AEW Energie AG

Geldflussrechnung

36 Geldflussrechnung AEW Energie AG 1.10.2006 – 30.09.2007 (Fonds Flüssige Mittel) 2006/07 TCHF

2005/06 TCHF

57 983

41 092

Ertragssteuern

11 596

6 190

Abschreibungen, Amortisationen und Wertbeeinträchtigungen

17 356

25 102

Unternehmensergebnis Berichtigung für:

Veräusserungsgewinne/-verluste Anlagevermögen Übrige nicht liquiditätswirksame Positionen Ergebnis Renditeliegenschaften

0 - 384

- 204

- 393

Finanzergebnis

- 28 294

- 17 659

Veränderung der Rückstellungen

- 12 145

- 11 822

1 449

0

Betrieblicher Geldfluss vor Veränderung Nettoumlaufvermögen

45 706

42 126

Veränderung des Nettoumlaufvermögens

- 5 268

19 732

Betrieblicher Geldfluss

40 438

61 858

- 61

- 87

Bezahlte Steuern

- 7 667

- 11 073

Geldfluss aus Geschäftstätigkeit

32 710

50 698

- 27 354

- 30 440

826

1

- 3 688

- 3 250

50

309

- 49 845

- 10 533

Veränderung von Übrigen Langfristigen Verbindlichkeiten

Bezahlte Zinsen

Investitionen in Sachanlagen Veräusserungen von Beteiligungen an assoz. Gesellschaften und Partnerwerken Investitionen in Übrige Langfristige Finanzanlagen Veräusserungen von Übrigen Langfristigen Finanzanlagen Investitionen in Wertschriften des Umlaufvermögens Veräusserungen von Wertschriften des Umlaufvermögens

44 499

4 563

Investitionen in Kurzfristige Finanzforderungen

- 1 209

- 2 999

Veräusserungen von Kurzfristigen Finanzforderungen Erhaltene Dividenden Erhaltene Zinsen Geldfluss aus Investitionstätigkeit

500

0

23 816

16 434

2 240

1 044

- 10 165

- 24 871

Aufnahme von Langfristigen Finanzverbindlichkeiten

0

1 100

Rückzahlung von Kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten

0

- 2 093

Dividendenzahlung an Aktionär der AEW Energie AG

- 15 100

- 13 000

Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit

- 15 100

- 13 993

7 445

11 834

Veränderung der Flüssigen Mittel

AEW ENERGIE AG

- 520 - 1 515

Flüssige Mittel zu Beginn der Berichtsperiode

17 125

5 291

Flüssige Mittel am Ende der Berichtsperiode

24 570

17 125


Finanzteil AEW Energie AG

Erläuterungen

Anhang zur Jahresrechnung der AEW Energie AG

37

A. Allgemeine Informationen Im Jahresabschluss 2006/2007 wurden gegenüber dem Vorjahr keine wesentlichen Veränderungen bezüglich der Bewertungssystematik, der Aktivierungs- und Abschreibungsregeln oder weiterer Grundsätze der Rechnungslegung vorgenommen. Im Interesse einer besseren Abstimmung der internen und externen Finanzinformationen wurde gegenüber dem Vorjahr jedoch die Rechnungslegung nach Handelsrecht der Struktur gemäss IFRS angenähert. Dementsprechend sind die Vorjahreszahlen umgestellt worden.

B. Erläuterungen 1 Nettoumsatz in TCHF

2006/07

2005/06

Umsatz Strom Umsatz aus Dienstleistungen, Contracting

361 197 28 104

364 435 29 987

Total

389 301

394 422

Der Nettoumsatz enthält neu sowohl den Umsatz aus dem Stromgeschäft (Energie und Netz, einschliesslich Verwertungsergebnis aus Energierechten) sowie den Umsatz mit Dritten aus Dienstleistungen und Contracting einschliesslich Erlös für die Nutzung von Kraftwerksanlagen.

2 Übriger Betriebsertrag Diese Position umfasst die Abgeltung für den Rückkaufsverzicht für das Wasserkraftwerk in Beznau, Honorare und Sitzungsgelder aus Mandatsverhältnissen und Organstellungen sowie Mieterträge aus Renditeobjekten. Im Vorjahr war in dieser Position auch der Umsatz aus Dienstleistungen und Contracting enthalten. Die Veräusserungsgewinne aus Anlagenverkäufen betragen in dieser Position TCHF 77 gegenüber dem Vorjahr von TCHF 249.

3 Strombeschaffungs- und Warenaufwand Diese Position umfasst insbesondere die Kosten für die Beschaffung von Strom (Energie und Netznutzung) sowie weiteren Energieträgern für das Wärmegeschäft (Holzschnitzel, Erdgas, Öl). Infolge geringerer Beschaffungsmengen im Stromgeschäft und struktureller Veränderungen sind die Kosten gegenüber dem Vorjahr gesunken.

4 Materialaufwand und Fremdleistungen Die Reduktion bei Materialaufwand und Fremdleistungen bezieht sich nicht auf eine spezifische Kostengruppe, sondern es handelt sich hierbei um eine generelle Abnahme der einzelnen Positionen.

5 Aktivierte Eigenleistungen Diese Position enthält die Erträge aus aktivierten Eigenleistungen für Anlagen der AEW Energie AG. Neu erfolgt der Ausweis nicht mehr als Teil der Gesamtleistung, sondern als Aufwandsminderung.

AEW ENERGIE AG


Finanzteil AEW Energie AG

Erläuterungen

38 6 Personalaufwand Der Personalaufwand hat sich gegenüber dem Vorjahr insbesondere durch den Übertritt von sieben Mitarbeitenden per 1. April 2007 zur Litecom AG vermindert. Ein weiterer Übertritt erfolgte am 1. Oktober 2007.

7 Übriger Betriebsaufwand Die Auflösung von nicht zahlungswirksamen Rückstellungen wird neu nicht mehr in der Position Ausserordentliche Erträge sondern im Übrigen Betriebsaufwand verbucht.

8 Abschreibungen, Amortisationen und Wertbeeinträchtigungen in TCHF

2006/07

2005/06

Abschreibungen auf Sachanlagen Abschreibungen auf Renditeobjekte Abschreibungen auf Beteiligungen

17 345 11 0

25 403 - 300 0

Total

17 356

25 103

Die Abschreibungen wurden gemäss den Richtlinien für die Rechnungslegung der AEW Energie AG vorgenommen. Der tiefere Wert gegenüber dem Vorjahr resultiert aus einer Anlagebereinigung gegenüber Wärmeverbunden. Des Weiteren wurden im Vorjahr Änderungen in der Nutzungsdauer von Anlagen vorgenommen.

9 Finanzertrag in TCHF Zinsertrag aus Wertschriften und Festgeldern

2006/07

2005/06

2 606

1 307

Beteiligungsertrag

23 816

16 580

Währungsgewinne

207

673

Übriger Finanzertrag Total

2 821

1 049

29 450

19 609

Der höhere Beteiligungsertrag resultiert aus der Dividendenerhöhung der Axpo Holding AG, während sich der Anstieg beim Übrigen Finanzertrag aus den höheren Erträgen aus Finanzanlagen ergibt. Aus der Teilveräusserung von Litecom AG resultierte ein Buchgewinn von TCHF 620. Aus der Rückzahlung von Partizipationsscheinkapital von der Refuna AG wurden TCHF 1 100 gelöst.

10 Finanzaufwand in TCHF

2006/07

2005/06

Verluste auf Wertschriften und Finanzanlagen

540

660

Bank- und Postcheckspesen

322

300

Währungsverluste

110

800

Übriger Finanzaufwand

184

190

1 156

1 950

Total

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Erläuterungen

39 11 Ertragssteuern Der Steueraufwand ist berechnet aufgrund der von der Steuerverwaltung festgelegten Steuersätze. Die Abgrenzungen aus den Vorjahren wurden bereinigt. Die Kapitalsteuern sind in der Position Übriger Betriebsaufwand enthalten.

12 Sachanlagen Die Entwicklung der Sachanlagen ist detailliert aus der Anlagenrechnung ersichtlich.

Anlagenrechnung in TCHF Betriebsanlagen: Produktion Hydro Verteilung Betriebsführungssysteme und übrige Netzteile Übrige Betriebsanlagen Grundstücke und Gebäude betrieblich genutzt Betriebs- und Geschäftsausstattung Anlagen im Bau Anzahlungen auf Anlagen im Bau Total Sachanlagen Renditeobjekte (Finanzanlagen)

Bilanzwert 1.10.2006

Anlagenveränderung

Abschreibungen

Bilanzwert 30.09.2007

8 435 65 141

208 11 451

2 110 10 162

6 533 66 430

17 754 3 178

2 336 785

3 597 270

16 493 3 693

4 658 289

986 218

818 388

4 826 119

16 025

13 272

0

29 297

2 369

- 2 013

0

356

117 849

27 243

17 345

127 747

301

323

11

613

Die Zugänge sowie die Abschreibungen sind entsprechend den dafür geltenden Bestimmungen ordentlich eingesetzt. Der Brandversicherungswert der beim Aargauischen Versicherungsamt versicherten Gebäude beträgt per 30. September 2007 TCHF 140 233. Die beweglichen Einrichtungen und Anlagen sind mit einem Wert von TCHF 232 245 versichert.

13 Renditeliegenschaften Der Zugang erklärt sich aus aktivierten Investitionen an einer Wohnliegenschaft in Untersiggenthal.

14 Beteiligungen Im Berichtsjahr kam es zu keinen nennenswerten Veränderungen bei den Beteiligungen, mit Ausnahme der Reduktion des Anteils an der Litecom AG von 55 % auf 35 %.

15 Langfristige Finanzanlagen gegenüber Gruppengesellschaften und Assoziierten Gegenüber dem Vorjahr wird das Darlehen an die Immobilien AEW AG neu im Umlaufvermögen (siehe Erläuterung 22) ausgewiesen. Der Zugang gegenüber dem Vorjahr ist mit einem Darlehen an die Rheinkraftwerk Albbruck-Dogern AG (RADAG) begründet.

16 Übrige Finanzanlagen Diese Position beinhaltet eine Anzahlung für den Kauf der Elektra Rümikon AG.

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Erläuterungen

40 17 Vorräte Die Position Vorräte besteht aus Aufträgen in Arbeit, die gegenüber dem Vorjahr leicht abgenommen haben.

18 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten hauptsächlich Forderungen aus dem Stromgeschäft.

19 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Gruppengesellschaften, Assoziierten und Nahestehenden Die Veränderungen gegenüber dem Vorjahr erklären sich durch die Umgruppierung der Litecom AG sowie der Debitorenzahlungen des Kraftwerks Bremgarten.

20 Kurzfristige Finanzforderungen Das Darlehen an die Limmatkraftwerke AG wurde im Berichtsjahr um TCHF 500 amortisiert.

21 Kurzfristige Forderungen gegenüber Dritten Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr erklärt sich hauptsächlich aus dem Verrechnungssteuerguthaben gegenüber der Eidgenössischen Steuerverwaltung.

22 Kurzfristige Forderungen gegenüber Gruppengesellschaften Gegenüber dem Vorjahr wurde das Darlehen an die Immobilien AEW AG erhöht.

23 Wertschriften Die Anlagestrategie begründet sich unverändert auf einer konservativen Anlagepolitik mit einem mittelfristigen Anlagehorizont.

24 Flüssige Mittel In dieser Position sind neben Bank- und Postcheckguthaben auch Festgelder mit einer Laufzeit von weniger als 90 Tagen aufgeführt.

25 Bilanzgewinn Diese Position beinhaltet den Jahresgewinn des Berichtsjahres sowie den Gewinnvortrag.

26 Langfristige Finanzverbindlichkeiten Diese Position wird neu in den Kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten gegenüber Nahestehenden ausgewiesen (siehe Erläuterung 30).

27 Übrige Langfristige Verbindlichkeiten Es handelt sich um Verbindlichkeiten gegenüber Wärmeverbunden.

AEW ENERGIE AG


Finanzteil AEW Energie AG

Erläuterungen

41 28 Rückstellungen Bildung von Rückstellungen Die gebildeten Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen: in TCHF

2006/07

2005/06

Rückstellungen im Personalbereich

0

10

Rückstellungen für Risiken bei Netz- und Produktionsanlagen

0

27 490

Rückstellungen für Projekte

0

160

Rückstellungen für Marktöffnung

0

17 370

Total

0

45 030

2006/07

2005/06

131

4 750

1 533

10 210

Auflösung von Rückstellungen Die aufgelösten Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen: in TCHF Rückstellungen im Personalbereich Rückstellungen für Risiken bei Netz- und Produktionsanlagen Rückstellungen für Projekte Rückstellungen für Marktöffnung Total

621

2 470

9 860

46 890

12 145

64 320

29 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten, Gruppengesellschaften, Assoziierten und Nahestehenden Die Verpflichtungen umfassen verschiedene Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten, vorwiegend aufgrund von Leistungen für Sachanlagen.

30 Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten gegenüber Nahestehenden Das Darlehen der Nordwest-Energie AG beträgt unverändert TCHF 3 300.

31 Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Dritten In diesem Posten ist die Steuerzahllast der Mehrwertsteuer enthalten.

32 Passive Rechnungsabgrenzungen Die passiven Rechnungsabgrenzungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um TCHF 6 300 vermindert, basierend auf dem Abschluss des AEW Kundenbonusprogramms per 30. September 2007.

33 Steuerverbindlichkeiten Die geschuldeten Steuern aus dem aktuellen und den früheren Geschäftsjahren haben um TCHF 4 400 zugenommen.

Nettoauflösung Stille Reserven Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2006/07 wurden TCHF 18 288 Stille Reserven abgebaut.

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Finanzteil AEW Energie AG

Bilanzgewinnverwendung

42 Verwendung des Bilanzgewinnes Vortrag vom Vorjahr

CHF

2 398 258

Jahresgewinn

CHF

57 982 545

Bilanzgewinn

CHF

60 380 803

Dividende

CHF

17 100 000

Zuweisung an Freie Reserven

CHF

42 000 000

Vortrag auf neue Rechnung

CHF

1 280 803

Total

CHF

60 380 803

Beantragte Verwendung:

Aarau, 8. Januar 2008

Ernst Werthm체ller Peter B체hler Pr채sident des Verwaltungsrates Vorsitzender der Gesch채ftsleitung

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Finanzteil AEW Energie AG

Revisionsbericht

Bericht der Revisionstelle

43

Als Revisionsstelle haben wir die Buchführung und die Jahresrechnung (Erfolgsrechnung, Bilanz, Geldflussrechnung und Anhang / Seiten 33 bis 42) der AEW Energie AG für das am 30. September 2007 abgeschlossene Geschäftsjahr geprüft. Für die Jahresrechnung ist der Verwaltungsrat verantwortlich, während unsere Aufgabe darin besteht, diese zu prüfen und zu beurteilen. Wir bestätigen, dass wir die gesetzlichen Anforderungen hinsichtlich Befähigung und Unabhängigkeit erfüllen. Unsere Prüfung erfolgte nach den Schweizer Prüfungsstandards, wonach eine Prüfung so zu planen und durchzuführen ist, dass wesentliche Fehlaussagen in der Jahresrechnung mit angemessener Sicherheit erkannt werden. Wir prüften die Posten und Angaben der Jahresrechnung mittels Analysen und Erhebungen auf der Basis von Stichproben. Ferner beurteilten wir die Anwendung der massgebenden Rechnungslegungsgrundsätze, die wesentlichen Bewertungsentscheide sowie die Darstellung der Jahresrechnung als Ganzes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine ausreichende Grundlage für unser Urteil bildet. Gemäss unserer Beurteilung entsprechen die Buchführung und die Jahresrechnung sowie der Antrag über die Verwendung des Bilanzgewinnes dem schweizerischen Gesetz und den Statuten. Wir empfehlen, die vorliegende Jahresrechnung zu genehmigen.

PricewaterhouseCoopers AG

Armin Bantli Leitender Revisor

Roberto Bumann

Aarau, 8. Januar 2008

AEW ENERGIE AG


Finanzteil AEW Gruppe

Jahresrechnung

44

Konsolidierte Jahresrechnung der AEW Gruppe Das Unternehmensergebnis der AEW Gruppe beträgt CHF 205,4 Mio. und liegt damit um 11 % über dem Vorjahreswert von CHF 184,3 Mio. Diese Veränderung resultiert aus der positiven Entwicklung der AEW Energie AG und ihrer Beteiligungsgesellschaften, vorab der Axpo Holding AG. Das operative Ergebnis auf Stufe EBITDA (Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisationen) beträgt CHF 38,5 Mio. (Vorjahr CHF 39,9 Mio.). Im Vorjahresvergleich liegen sowohl der Betriebsertrag wie auch die Aufwendungen unter dem Vorjahreswert. Die Abnahme des Nettoumsatzes beträgt CHF 16,0 Mio. und der Übrige Betriebsertrag reduzierte sich um CHF 7,4 Mio. Im Vorjahr war hier mit CHF 6,8 Mio. der Erlös aus der Entflechtung der Unterwerke gemäss Regelung zwischen der AEW Energie AG und der NOK enthalten. Dem reduzierten Nettoumsatz stehen auf der Aufwandseite tiefere Strombeschaffungs- und Warenaufwendungen (Abnahme von CHF 11,3 Mio.) wie auch tiefere Material- und Fremdleistungen (Abnahme von CHF 4,5 Mio.) gegenüber. Die Abnahme des Übrigen Betriebsaufwandes um CHF 6,2 Mio. lässt sich insbesondere auf die im Vorjahr gebildete Rückstellung für Rechtsfälle von CHF 9,0 Mio. zurückführen. Das operative Ergebnis auf Stufe EBIT (Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern) beträgt CHF 16,8 Mio. (Vorjahr: CHF 20,4 Mio.), entsprechend 4,4 % des Betriebsertrages (Vorjahr: 5,0 %). Das Unternehmensergebnis vor Ertragssteuern (EBT) beträgt CHF 213,9 Mio. (Vorjahr CHF 194,7 Mio.). Der Anstieg gründet im Wesentlichen auf dem erhöhten Ergebnisbeitrag der assoziierten Gesellschaften und Partnerwerke (Zunahme von CHF 19,2 Mio.). Insgesamt entspricht das Unternehmensergebnis der AEW Gruppe den Erwartungen, wobei die Volatilität insbesondere auf den Ergebnisbeitrag der assoziierten Gesellschaften und Partnerwerke zurückzuführen ist. Bezogen auf das durchschnittliche Eigenkapital resultiert aus dem Unternehmensergebnis eine Rendite von 14,4 % (Vorjahr: 14,7 %).

AEW ENERGIE AG


Finanzteil AEW Gruppe

Erfolgsrechnung

45 Konsolidierte Erfolgsrechnung TCHF

Erläuterung

2006/07

2005/06

Nettoumsatz

1

384 265

400 275

Ergebnis Renditeliegenschaften

2

58

523

Übriger Betriebsertrag

3

Betriebsertrag Bestandesänderungen Strombeschaffungs- und Warenaufwand

4

Material und Fremdleistungen Personalaufwand Übriger Betriebsaufwand

- 209

30

- 281 795

- 293 109

- 16 432

- 20 897

- 31 388

- 30 590

7

- 23 235

- 29 358

6 356

4 674

38 544

39 872

- 21 753

- 19 437

16 791

20 435

190 409

171 247

Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 8/13/14

Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) Ergebnis assoziierte Gesellschaften und Partnerwerke

8 324 409 122

5/6

Aktivierte Eigenleistungen

Abschreibungen, Amortisationen und Wertbeeinträchtigungen

924 385 247

9

Finanzertrag

10

7 987

5 432

Finanzaufwand

10

- 1 267

- 2 416

213 920

194 698

- 8 549

- 10 415

205 371

184 283

205 371

184 055

0

228

Unternehmensergebnis vor Ertragssteuern (EBT) Ertragssteuern

11

Unternehmensergebnis davon zuweisbar an: Aktionäre der AEW Energie AG Minderheiten

12

Die Erläuterungen auf den Seiten 64–84 sind ein integraler Bestandteil dieses Konzernabschlusses.

AEW ENERGIE AG


Finanzteil AEW Gruppe

Bilanz

46 Konsolidierte Bilanz TCHF

Aktiven

Erläuterung

30.09.2007

30.09.2006

Sachanlagen

13

342 284

336 066

Immaterielle Anlagen

14

26 482

27 541

Beteiligungen an assoziierten Gesellschaften und Partnerwerken

15

1 022 634

882 925

2

12 920

12 742

16

45 323

39 014

Renditeliegenschaften Übrige Langfristige Finanzanlagen Aktivum aus Personalvorsorge

6

Total Anlagevermögen

14 494

14 494

1 464 137

1 312 782

Vorräte

17

4 098

3 632

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

18

72 306

68 908

Kurzfristige Finanzforderungen

19

4 516

5 020

Übrige Kurzfristige Forderungen

20

5 183

2 954

Wertschriften

21

107 947

101 212

25 224

23 606

219 274

205 332

1 683 411

1 518 114

45 000

45 000

Flüssige Mittel Total Umlaufvermögen Total Aktiven Passiven Aktienkapital

22

Gewinnreserven und andere Reserven

1 467 092

1 302 096

Eigenkapital ohne Minderheiten

1 512 092

1 347 096

Minderheitsanteile

12

Total Eigenkapital

0

1 248

1 512 092

1 348 344

Langfristige Finanzverbindlichkeiten

23

3 500

8 500

Übrige Langfristige Verbindlichkeiten

24

5 631

4 476

Latente Steuerverbindlichkeiten

11

83 616

86 914

Rückstellungen

25

10 310

9 622

Total Langfristiges Fremdkapital

103 057

109 512

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

47 268

43 563

Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten

26

3 236

0

Übrige Kurzfristige Verbindlichkeiten

27

7 714

10 651

Laufende Steuerverbindlichkeiten

10 044

6 044

Total Kurzfristiges Fremdkapital

68 262

60 258

Total Fremdkapital Total Passiven

171 319

169 770

1 683 411

1 518 114

Die Erläuterungen auf den Seiten 64–84 sind ein integraler Bestandteil dieses Konzernabschlusses.

AEW ENERGIE AG


Finanzteil AEW Gruppe

Eigenkapitalnachweis

47 Konsolidierter Eigenkapitalnachweis TCHF

Erläuterungen

Nicht real. Aktien- Gewinne und Währungskapital Verluste differenzen

Gewinnreserven

Eigenkapital ohne MinderMinderheiten heiten

Total Eigenkapital

Eigenkapital nach IFRS 01.10.2006

45 000

53 763

28

0

- 32 539

28

0 0

Erträgen Unternehmensergebnis

2 825 1 245 508

1 347 096

1 248

1 348 344

Veränderung des Fair Value von zur Veräusserung verfügbaren Finanzinstrumenten 0

0

- 32 539

0

- 32 539

2 846

0

0

2 846

0

2 846

0

4 884

0

4 884

0

4 884

0

- 29 693

4 884

0

- 24 809

0

- 24 809

0

0

0

205 371

205 371

0

205 371

Gesamtergebnis

0

- 29 693

4 884

205 371

180 562

0

180 562

Dividendenausschüttung

0

0

0

- 15 100

- 15 100

0

- 15 100

einer assoziierten Gesellschaft

0

0

0

- 466

- 466

0

- 466

Dekonsolidierung Litecom AG

0

0

0

0

0 - 1 248

- 1 248

45 000

24 070

(nach latenten Steuern) Hedge Accounting assoziierte Gesellschaften (nach latenten Steuern) Währungsumrechnung Total von direkt im Eigenkapital erfassten Aufwendungen und

Zugang Konsolidierungskreis bei

Eigenkapital nach IFRS 30.09.2007

TCHF

Erläuterungen

7 709 1 435 313

Nicht real. Aktien- Gewinne und Währungskapital Verluste differenzen

Gewinnreserven

1 512 092

0

1 512 092

Eigenkapital ohne MinderMinderheiten heiten

Total Eigenkapital

Eigenkapital nach IFRS 01.10.2005

45 000

41 890

375 1 072 828

1 160 093

1 092

1 161 185

28

0

- 1 568

0

1 568

0

0

0

28

0

9 688

0

0

9 688

0

9 688

28

0 0

3 753

0

0

3 753

0

3 753

0

2 450

0

2 450

0

2 450

Erträgen Unternehmensergebnis

0

11 873

2 450

1 568

15 891

0

15 891

0

0

0

184 055

184 055

228

184 283

Gesamtergebnis

0

11 873

2 450

185 623

199 946

228

200 174

Dividendenausschüttung

0

0

0

- 13 000

- 13 000

- 15

- 13 015

Dividendenverzicht Minderheiten

0

0

0

57

57

- 57

0

45 000

53 763

2 825 1 245 508

1 347 096

1 248

1 348 344

Änderung der Rechnungslegungsvorschriften Veränderung des Fair Value von zur Veräusserung verfügbaren Finanzinstrumenten (nach latenten Steuern) Hedge Accounting assoziierte Gesellschaften (nach latenten Steuern) Währungsumrechnung Total von direkt im Eigenkapital erfassten Aufwendungen und

Eigenkapital nach IFRS 30.09.2006

Die Erläuterungen auf den Seiten 64–84 sind ein integraler Bestandteil dieses Konzernabschlusses.

AEW ENERGIE AG


Finanzteil AEW Gruppe

Eigenkapitalnachweis

48 Per 1. Oktober 2005 machten Gesellschaften der AEW Gruppe von der Möglichkeit des überarbeiteten IAS 39 Gebrauch, finanzielle Vermögenswerte, welche in der Vergangenheit als finanzielle Vermögenswerte «zur Veräusserung verfügbar» klassiert waren, zur Kategorie «erfolgswirksam zum Fair Value bewertet» zu designieren. Da dieser Sachverhalt nicht retrospektiv umgesetzt werden muss, fand die Reklassifizierung im Eigenkapital im Geschäftsjahr 2005/06 statt. Nicht realisierte Gewinne von TCHF 1 568 wurden dabei in die Gewinnreserven umklassiert, was in der Zeile «Änderung der Rechnungslegungsvorschriften» zum Ausdruck kommt. Das Gesamtergebnis der AEW Gruppe, welches aus dem Periodenergebnis, den direkt im Eigenkapital erfassten nicht realisierten Gewinnen und Verlusten sowie den Währungsdifferenzen besteht, beträgt TCHF 180 562 (Vorjahr: TCHF 200 174). Davon sind TCHF 180 562 den Aktionären der AEW Energie AG und TCHF 0 den Minderheitsaktionären zuweisbar (Vorjahr: TCHF 199 946 bzw. TCHF 228). Von den Gewinnreserven und anderen Reserven, die im Total TCHF 1 467 092 (Vorjahr: TCHF 1 302 096) betragen, unterliegt aufgrund von gesetzlichen Bestimmungen ein Betrag von TCHF 23 150 (Vorjahr: TCHF 23 150) einer Dividenden-Ausschüttungssperre. Im Geschäftsjahr 2006/07 wurde eine Dividende von CHF 15,1 Mio. (Vorjahr CHF 13,0 Mio.) an den Aktionär ausbezahlt. Bei 450 000 Namenaktien entspricht dies einer Dividende von CHF 33.56 (Vorjahr: CHF 28. 89) je Aktie.

AEW ENERGIE AG


Finanzteil AEW Gruppe

Geldflussrechnung

49 Konsolidierte Geldflussrechnung TCHF

Erläuterung

Unternehmensergebnis

2006/07

2005/06

205 371

184 055

0

228

Berichtigung für: Minderheitsanteile

12

Ertragssteuern

11

8 549

10 415

Abschreibungen, Amortisationen und Wertbeeinträchtigungen 8/13/14

21 753

19 437

2 578

134

Veräusserungsverluste Anlagevermögen Gewinn aus Entflechtung der Unterwerke mit einer assoziierten Gesellschaft

3

0

Veränderung Aktivum aus Personalvorsorge

6

0

- 6 802 - 1 901

- 1 390

- 1 549

1 584

- 719 - 171 247

Veränderung des Fair Value Finanzielle Aktiven Übrige nicht liquiditätswirksame Positionen Ergebnis assoziierte Gesellschaften und Partnerwerke

9

- 190 409

Ergebnis Renditeliegenschaften

2

- 58

- 523

Finanzergebnis

10

- 6 720

- 3 016

Veränderung der Rückstellungen

25

- 667

8 969

29

- 506

11 889

Veränderung des Nettoumlaufvermögens Bezahlte Zinsen Bezahlte Steuern

- 285

- 236

- 7 669

- 11 173

32 131

37 961

13

- 28 465

- 24 571

330

508

Anteilige Veräusserung Beteiligung

15

- 4 454

0

Investitionen in Übrige Langfristige Finanzanlagen

16

- 3 376

- 854

Investitionen in bestehende Renditeliegenschaften

2

- 922

0

16

2 054

566

- 49 845

- 62 433

Geldfluss aus Geschäftstätigkeit Investitionen in Sachanlagen Veräusserungen von Sachanlagen

Veräusserungen von Übrigen Langfristigen Finanzanlagen Investitionen in Wertschriften des Umlaufvermögens Veräusserungen von Wertschriften des Umlaufvermögens Investitionen in Kurzfristige Finanzforderungen

19

Veräusserungen von Kurzfristigen Finanzforderungen

19

Erhaltene Dividenden Erhaltene Zinsen

44 500

46 751

-9

- 3 000

500

2 277

23 794

16 474

2 244

1 085

- 13 649

- 23 197

Rückzahlung von Langfristigen Finanzverbindlichkeiten

23

- 2 000

- 4 500

Aufnahme von Kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten

26

236

0

Rückzahlung von Kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten

26

0

- 2 030

Geldfluss aus Investitionstätigkeit

Veränderung von Übrigen Langfristigen Verbindlichkeiten Dividendenzahlung an Aktionär der AEW Energie AG Dividendenzahlung an Minderheiten Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit Veränderung der Flüssigen Mittel

0

- 120

- 15 100

- 13 000

0

- 15

- 16 864

- 19 665

1 618

- 4 901

Flüssige Mittel zu Beginn der Berichtsperiode

23 606

28 507

Flüssige Mittel am Ende der Berichtsperiode

25 224

23 606

Die Erläuterungen auf den Seiten 64–84 sind ein integraler Bestandteil dieses Konzernabschlusses.

AEW ENERGIE AG


Finanzteil AEW Gruppe

50

Allgemeine Informationen

Anhang zur konsolidierten Jahresrechnung A. Allgemeines Informationen zur AEW Gruppe Das AEW wurde 1916 als selbstständiges Unternehmen des Kantons Aargau gegründet und auf den 1. Oktober 1999 in die privatrechtliche Aktiengesellschaft AEW Energie AG umgewandelt. Der Sitz der Gesellschaft liegt in Aarau, Obere Vorstadt 40. Aktionär ist zu 100 % der Kanton Aargau. Die AEW Energie AG und ihre Tochtergesellschaften bilden zusammen die AEW Gruppe. Ein Überblick der wesentlichen Beteiligungen der Gruppe wird auf der Seite 51 dargestellt. Das Hauptgeschäft der AEW Gruppe besteht in der sicheren Stromversorgung im Kanton Aargau. Den Kunden werden zudem Dienstleistungen in den Bereichen Wärmeversorgung, Betrieb/Instandhaltung/Engineering sowie IndustrieContracting angeboten. Der NOK-Gründungsvertrag vom 22. April 1914 gilt zwischen den Kantonen Zürich, Aargau, Schaffhausen, Glarus, Zug und den Elektrizitätswerken des Kantons Zürich, der AEW Energie AG, den St. Gallisch-Appenzellischen Kraftwerken AG und dem Elektrizitätswerk des Kantons Thurgau AG (EKT AG). Der NOK-Gründungsvertrag ist ein interkantonaler Vertrag und kann nur mit Zustimmung der Parlamente und gegebenenfalls des Volkes geändert bzw. aufgehoben werden. Die Rechte und Pflichten der NOK sind von der Axpo Holding AG übernommen worden. Hauptinhalt des NOK-Gründungsvertrages ist die Energielieferungspflicht der NOK einerseits (wird inzwischen durch die Axpo Vertrieb AG erfüllt) sowie andererseits die Energieabnahmepflicht der Vertragsparteien (Kantonswerke). Weiterer wesentlicher Inhalt des NOK-Gründungsvertrages sind Veräusserungsbeschränkungen hinsichtlich der Aktien, indem die Aktien der NOK (bzw. der Axpo Holding AG) nicht an Dritte veräussert werden können. Davon ausgenommen ist praktisch nur die Übertragung des gesamten oder eines Teils des Aktienbesitzes an heutige Aktionäre der Axpo Holding AG mit Überbindung aller Rechte und Pflichten.

Übernahme eines Wärmeverbundes Am 1. Oktober 2006 hat die AEW Energie AG einen mittelgrossen Wärmeverbund übernommen. Es wurde ein Kaufpreis von CHF 1 vereinbart. Der Wärmeverbund besteht aus Anlagen zur Wärmedurchleitung und Kundenbeziehungen. Die Akquisition wurde nach der Erwerbsmethode bilanziert. Es wurde ein Zeitwert von TCHF 1 355 für die Anlagen bestimmt. Eine Rückstellung für belastende Wärmelieferungsverträge wurde im gleichen Umfang gebildet, welche über die nächsten 30 Jahre linear aufgelöst wird.

Änderung der Konsolidierungsmethode im Geschäftsjahr 2005/06 Sachverhalt Die AEW Energie AG hat mit der NOK ein neues Vertragswerk geschlossen, wonach der Anteil der AEW Energie AG an der Energie aus dem Kernkraftwerk Leibstadt AG (KKL) wieder von der NOK verwertet wird. Dieser Vertrag trat am 1. Oktober 2005 in Kraft und ist für 20 Jahre abgeschlossen. Der Vertrag kann nur einseitig von der NOK gekündigt werden, falls Bedingungen gegeben sein sollten, deren Eintretenswahrscheinlichkeit heute als äusserst gering eingestuft wird.

AEW ENERGIE AG


Finanzteil AEW Gruppe

Allgemeine Informationen

51 Aufgrund dieser neuen vertraglichen Konstellation traten aus wirtschaftlicher Sicht die NOK per 1. Oktober 2005 anstelle der AEW Energie AG als Partner in das Joint Venture (Partnerwerk) ein. Dies hat für die AEW Gruppe zur Konsequenz, dass für Konzernrechnungslegungszwecke nach IFRS die Beteiligung am Kernkraftwerk Leibstadt nicht mehr als Beteiligung an einem Partnerwerk, sondern als finanzieller Vermögenswert «zur Veräusserung verfügbar» klassiert wird. Entsprechend wurde die Beteiligung nicht mehr mittels Equity-Methode, sondern entsprechend den Vorschriften von IAS 39 zum Fair Value bewertet.

Auswirkungen auf den Konzernabschluss des Vorjahres Aufgrund der neuen Vertragskonstellation wurde die Beteiligung am Kernkraftwerk Leibstadt seit dem 1. Oktober 2005 als finanzieller Vermögenswert «zur Veräusserung verfügbar» klassiert. Der Fair Value der Beteiligung wird mittels Discounted-Cashflow-Methode (DCF) ermittelt. Der aufgrund der Bewertung resultierende Fair-Value-Gewinn oder -Verlust wird in Übereinstimmung mit IAS 39 nach Abzug der latenten Steuern direkt im Eigenkapital erfasst.

Beteiligungen / Konsolidierungskreis Grundkapital in Mio.

Sitz

Abschlussdatum

AEW Energie AG

Aarau

30.09.

CHF

45,00

100,00 %

Immobilien AEW AG

Aarau

30.09.

CHF

9,50

100,00 %

I

Nordwest-Energie AG

Aarau

31.12.

CHF

1,25

100,00 %

B

Sitz

Abschlussdatum

Klingnau

30.06.

CHF

16,80

35,00 %

P

Augst

30.09.

CHF

25,00

80,00 %

P

Reckingen

31.12.

EUR

1,20

30,00 %

P

Baden

30.09.

CHF

5,00

40,00 %

P

Laufenburg D

31.12.

EUR

8,18

12,00 %

P

Bad Säckingen

31.12.

EUR

5,00

25,00 %

P

Vollkonsolidierte Gesellschaften

Equity-konsolidierte Gesellschaften

Währung

Währung

Grundkapital in Mio.

Anteil in %1

Anteil in %1

Zweck2

E

Zweck2

A) Partnerwerke (Joint Ventures) Aarewerke AG Kraftwerk Augst AG Kraftwerk Reckingen AG Limmatkraftwerke AG Rheinkraftwerk Albbruck-Dogern AG Rheinkraftwerk Säckingen AG B) Assoziierte Gesellschaften Baden

30.09.

CHF

370,00

14,03 %

B

Gipf-Oberfrick

31.12.

CHF

2,50

42,00 %

D

Dietikon

30.09.

CHF

0,10

20,00 %

D

Aarau

30.09.

CHF

1,00

35,00 %

D

Muri

30.09.

CHF

6,00

33,33 %

E

Obersiggenthal

31.12.

CHF

5,49

27,32 %

E

Axpo Holding AG3 BEC AG Certum Sicherheit AG Litecom AG7 EFA Energie Freiamt AG Fernwärme Siggenthal AG

Andere Beteiligungen Kernkraftwerk Leibstadt AG

Sitz

Abschlussdatum

Währung

Grundkapital in Mio.

Anteil in %1

Zweck2

Leibstadt

31.12.

CHF

450,00

5,43 %

Kaiseraugst

31.12.

CHF

0,10

28,20 %

B

Baden

30.09.

CHF

0,10

14,40 %

D

Durena AG6

Lenzburg

31.12.

CHF

0,40

20,00 %

D

Refuna AG6

Böttstein

30.06.

CHF

7,20

19,20 %

E

4

Aurica AG5 Axpo Informatik AG

B

1 Der Kapitalanteil entspricht dem Stimmrechtsanteil. 2 Zweck der Gesellschaft: E = Energieverteilungsgesellschaft P = Partnerwerk I = Immobiliengesellschaft B = Beteiligungsgesellschaft/Finanzbeteiligung D = Dienstleistungsgesellschaft 3 Obwohl der Stimmrechtsanteil unter 20 % liegt, ist die AEW Energie AG in der Lage, einen bedeutenden Einfluss auf geschäftspolitische Entscheidungen der Axpo Holding AG auszuüben. Dies ergibt sich aus der Verbindung der Interessen des Kantons der AEW Energie AG und Aargau, der ebenfalls 14 % der Aktien an der Axpo Holding AG hält. 4 Die Beteiligung an der Kernkraftwerk Leibstadt AG wird aufgrund eines neuen Vertragswerkes seit dem 1. Oktober 2005 als finanzieller Vermögenswert «zur Veräusserung verfügbar» klassiert. 5 Die Aurica AG ist nicht operativ tätig und wurde aufgrund der Unwesentlichkeit zum fortgeführten Anschaffungswert bilanziert. 6 Aus Gründen der Wesentlichkeit wird darauf verzichtet, die Beteiligung an der Durena AG mittels Equity-Methode bzw. die Beteiligung an der Refuna AG mittels Fair-Value-Methode zu bewerten. 7 Die Beteiligung an der Litecom AG wurde aufgrund des Verkaufs eines Anteils von 20 % nicht mehr voll konsolidiert sondern equity-bewertet.

AEW ENERGIE AG


Finanzteil AEW Gruppe

Grundsätze

52 B. Grundsätze der Rechnungslegung Allgemeine Grundlagen und Rechnungslegungsstandards Die Konzernrechnung der AEW Gruppe wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie den Bestimmungen des Schweizerischen Obligationenrechts erstellt. Sie vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der AEW Gruppe. Die Rechnungslegung erfolgt grundsätzlich zu historischen Kosten mit Ausnahme der zur Veräusserung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte (Wertschriften des Anlagevermögens und Beteiligungen Dritte), der erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten (Wertschriften des Umlaufvermögens sowie derivative Finanzinstrumente) sowie der Renditeliegenschaften. Alle diese erwähnten Ausnahmen werden zu ihrem jeweiligen Fair Value bewertet.

Änderungen der Rechnungslegungsgrundsätze im Geschäftsjahr 2006/07 Die Rechnungslegungsgrundsätze blieben unverändert gegenüber der Jahresrechnung 2005/06 mit Ausnahme von IAS 19 «Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, gemeinschaftliche Pläne und Offenlegung» und IFRIC 4 «Feststellung ob, eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält», welche seit dem 1. Oktober 2006 angewendet werden. Andere neue und revidierte Rechnungslegungsstandards und Interpretationen, welche für Geschäftsjahre ab dem 1. Oktober 2006 in Kraft sind, waren für die AEW Gruppe irrelevant oder hatten keinen Einfluss auf die konsolidierte Jahresrechnung 2006/07. Die Umsetzung von IAS 19 (revidiert) hatte einen Einfluss auf den Anhang, aber nicht auf die erfassten Beträge in der konsolidierten Jahresrechnung. Die AEW Gruppe hat darauf verzichtet, die neue alternative Bewertungsmethode anzuwenden und versicherungsmathematische Gewinne und Verluste direkt im konsolidierten Eigenkapital zu erfassen. Mit der Anwendung von IFRIC 4 hat die AEW Gruppe alle Vereinbarungen analysiert, um solche zu identifizieren, welche juristisch kein Leasing darstellen, aber in ihrer Substanz ein Leasing enthalten. Die Analyse hat keine wesentlichen Vereinbarungen aufgedeckt, welche unter IAS 17 «Leasing» erfasst werden mussten.

Neu veröffentlichte IFRS und Interpretationen, welche noch nicht angewendet werden Inkraftsetzung

Geplante Anwendung im Geschäftsjahr

Fremdkapitalkosten: Aktivierung der Verzinsung von qualifizierenden Aktiven

1. Januar 2009

2009/101

IFRS 7:

Finanzinstrumente: Angaben

1. Januar 2007

2007/082

IFRS 8:

Operative Segmente

1. Januar 2009

2009/104

IFRIC 10:

Zwischenberichterstattung und Wertminderung

1. November 2006

2007/081

IFRIC 11:

Geschäfte mit eigenen Aktien und Aktien von Konzernunternehmen

1. März 2007

2007/081

1. Januar 2008

2008/093

1. Juli 2008

2008/091

1. Januar 2008

2008/093

Standard / Interpretation IAS 23 (revidiert):

IFRIC 12:

Dienstleistungskonzessionsvereinbarungen

IFRIC 13:

Kundenbindungsprogramme

IFRIC 14:

Beschränkung der Höchstwerte von Aktiven von leistungsorientierten Plänen

1 Es werden keine oder keine wesentlichen Auswirkungen auf die Konzernrechnung erwartet 2 Es werden vor allem zusätzliche Offenlegungen in der Konzernrechnung erwartet 3 Die Auswirkungen auf die Konzernrechnung der AEW Gruppe sind noch nicht abschliessend bestimmbar 4 Nicht relevant für die AEW Gruppe

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Grundsätze

53 Der Verwaltungsrat der AEW Energie AG verabschiedet am 8. Januar 2008 die vorliegende Konzernrechnung zuhanden der Generalversammlung. Der Verwaltungsrat beantragt der Generalversammlung der Aktionäre vom 21. Februar 2008 die Jahresrechnung zur Genehmigung.

Kritische Schätzungen bei der Bilanzierung und Bewertung Die Aufstellung von im Einklang mit den IFRS stehenden Konzernabschlüssen erfordert Schätzungen. Des Weiteren macht die Anwendung der gruppenweiten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Wertungen des Managements erforderlich. Sämtliche Schätzungen und Beurteilungen werden fortlaufend neu bewertet und basieren auf historischen Erfahrungen und weiteren Faktoren, einschliesslich Erwartungen zukünftiger Ereignisse, die unter den gegebenen Umständen vernünftig erscheinen. Die AEW Gruppe trifft Einschätzungen und Annahmen, welche die Zukunft betreffen. Die hieraus abgeleiteten Schätzungen können von den tatsächlichen Gegebenheiten abweichen. Die Schätzungen und Annahmen, die ein signifikantes Risiko in Form einer wesentlichen Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten mit sich bringen, werden im Folgenden erörtert.

Bewertung der assoziierten Gesellschaften und Partnerwerke Die Bewertung dieser Position ist stark beeinflusst vom langfristigen Energiepreis und von den Kapitalkosten. Insbesondere bei den Partnerwerken können Veränderungen dieser beiden Parameter markante Bewertungsänderungen bewirken, die zu wesentlichen Wertbeeinträchtigungen bzw. Wertaufholungen im Sinne von IAS 28 führen.

Versicherungsmathematische Annahmen des Vorsorgeplanes Beim leistungsorientierten Plan der AEW Energie AG werden statistische Annahmen getroffen, um zukünftige Entwicklungen abzuschätzen. Dazu gehören die Annahmen und Schätzungen in Bezug auf den Diskontierungssatz, die erwarteten Erträge aus dem ausgeschiedenen Vermögen sowie Annahmen zu Gehaltssteigerungsraten. Die Aktuare verwenden in ihren versicherungsmathematischen Berechnungen zur Bestimmung der Vorsorgeverpflichtungen ebenfalls statistische Informationen wie Sterbetafeln und Austrittswahrscheinlichkeiten. Ändern sich diese Parameter aufgrund veränderter Wirtschaftslage oder neuer Marktbedingungen, können die späteren Ergebnisse massgeblich von den versicherungsmathematischen Gutachten und Berechnungen abweichen. Diese Abweichungen können mittelfristig erheblichen Einfluss auf die Aufwendungen und Erträge aus Personalvorsorgeeinrichtungen haben.

Bewertung der Beteiligung an der Kernkraftwerk Leibstadt AG Der Fair Value der Beteiligung an der Kernkraftwerk Leibstadt AG wurde mittels Discounted-Cashflow-Methode (DCF) ermittelt. Die Bewertung beruht auf der Annahme, dass das Kernkraftwerk Leibstadt bis im Jahre 2025 ohne grössere Zwischenfälle Energie produzieren kann. Eine allfällige längere Betriebsdauer wurde im Rahmen der Bewertung aufgrund der grossen damit verbundenen Unsicherheiten nicht berücksichtigt. Sollte eine solche möglich sein, könnte dies den Wert der Beteiligung wesentlich beeinflussen.

Ertragssteuern Es gibt Geschäftsvorfälle und Transaktionen, bei denen die endgültige Besteuerung während des gewöhnlichen Geschäftsverlaufs nicht abschliessend ermittelt werden kann. Die

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Grundsätze

54 AEW Gruppe bemisst die Höhe der Ertragssteuerabgrenzungen auf Basis von Schätzungen, ob und in welcher Höhe zusätzliche Ertragssteuern fällig werden. Sofern die endgültige Besteuerung dieser Geschäftsvorfälle von der anfänglich angenommenen abweicht, wird dies in der Periode, in der die Besteuerung abschliessend ermittelt wird, Auswirkungen auf die tatsächlichen und die latenten Steuern haben.

Nutzungsdauern der Sachanlagen Die Nutzungsdauern der Sachanlagen basieren auf Annahmen des Managements. Tatsächliche Nutzungsdauern der Sachanlagen können von den Annahmen abweichen.

Rückstellungen Rechtsfälle Im Geschäftsjahr 2005/06 wurde aufgrund eines Bundesgerichtsentscheides eine Rückstellung für bestehende Dienstbarkeitsverträge für elektrische Leitungen und kommerzielle Datenübertragungen gebildet. Es wird damit gerechnet, dass sich in den nächsten Jahren Auszahlungen aus den Dienstbarkeiten ergeben. Die Kalkulation der Rückstellung beinhaltet Schätzungen bezüglich Anzahl und Höhe der möglichen Forderungen. Die effektiven Auszahlungen können deshalb von den geschätzten Beträgen abweichen.

Konsolidierungsgrundsätze Konsolidierungskreis Die konsolidierte Jahresrechnung basiert auf den nach einheitlichen Bewertungs- und Gliederungsvorschriften erstellten Einzelabschlüssen aller konsolidierten Gesellschaften der AEW Gruppe per 30. September. Gruppengesellschaften werden vom Erwerbszeitpunkt an im Konsolidierungskreis berücksichtigt und ab Verkaufsdatum aus der konsolidierten Jahresrechnung ausgeschlossen. Der Erwerbszeitpunkt wird mit jenem Tag festgelegt, an dem die Beherrschung des Reinvermögens und der Geschäftstätigkeit des erworbenen Unternehmens tatsächlich an die AEW Gruppe übergeht. Im Berichtsjahr ausscheidende Gesellschaften werden ab dem Datum der Abgabe des beherrschenden Einflusses nicht mehr in die Konsolidierung miteinbezogen. Der Konsolidierungskreis umfasst nebst der AEW Energie AG alle Unternehmungen, an denen die AEW Gruppe direkt oder indirekt durch Tochtergesellschaften die Kontrolle ausübt und somit deren Finanz- und Geschäftspolitik massgeblich bestimmt. Beteiligungen, bei denen die AEW Gruppe einen bedeutenden Einfluss ausübt, die sie hingegen nicht kontrolliert, werden nach der Equity-Methode erfasst. Dabei wird per Erwerbszeitpunkt der Wert der anteiligen Nettoaktiven ermittelt und in der Position Beteiligungen an assoziierten Gesellschaften bilanziert. Auch ein allfälliger Goodwill bildet Bestandteil der Position Beteiligungen an assoziierten Gesellschaften. In den Berichtsperioden nach dem Erwerb erfasst die AEW Gruppe ihren Anteil am Gewinn oder Verlust einer assoziierten Gesellschaft in der Erfolgsrechnung. Ihren Anteil an anderen Veränderungen des Eigenkapitals der assoziierten Gesellschaft erfasst die AEW Gruppe hingegen direkt im Eigenkapital. Im Berichtsjahr ausscheidende Gesellschaften werden ab dem Datum der Abgabe des bedeutenden Einflusses nicht mehr nach der Equity-Methode erfasst. Die kumulierten Veränderungen nach dem Erwerb der Beteiligung werden gegen den Beteiligungsbuchwert verrechnet.

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Grundsätze

55 Ebenfalls nach der Equity-Methode werden die im Bereich Energie gemeinschaftlich geführten Partnerwerke in die konsolidierte Rechnung einbezogen. Stichtag für die Konsolidierung ist der 30. September. Von den assoziierten Gesellschaften, welche mehr als 90 Tage vor diesem Stichtag abschliessen, werden Zwischenabschlüsse berücksichtigt. Bedeutende Bestände und Transaktionen mit nach der Equity-Methode erfassten Beteiligungen werden separat als Positionen mit assoziierten Gesellschaften ausgewiesen.

Konsolidierungsmethode Die Bilanzierung erworbener Tochtergesellschaften erfolgt nach der Erwerbsmethode. Die Anschaffungskosten des Erwerbs entsprechen dem Fair Value der hingegebenen Vermögenswerte, der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt zuzüglich der dem Erwerb direkt zurechenbaren Kosten. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihrem Fair Value im Erwerbszeitpunkt bewertet, unabhängig vom Umfang der Minderheitsanteile. Der Überschuss der Anschaffungskosten des Erwerbs über den Anteil der AEW Gruppe am zum Fair Value bewerteten Nettovermögen wird als Goodwill bilanziert. Sind die Anschaffungskosten geringer als der Anteil der AEW Gruppe am zum Fair Value bewerteten Nettovermögen der erworbenen Tochtergesellschaft, wird die Differenz in der Erfolgsrechnung erfasst.

Berichtswährung und Umrechnung von Fremdwährungen Die funktionale Währung und die Berichtswährung sind Schweizer Franken. Transaktionen in Fremdwährungen werden zum Wechselkurs im Zeitpunkt der Transaktion oder zu einem Wechselkurs, der dem Transaktionskurs annähernd entspricht, umgerechnet. Auf den Bilanzstichtag werden Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung zum Wechselkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die dabei entstehenden Umrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam verbucht. Aktiven und Passiven von Tochtergesellschaften und nach der Equity-Methode bilanzierten assoziierten Gesellschaften, deren Berichtswährung nicht Schweizer Franken ist, werden bei der Konsolidierung zum Wechselkurs am Bilanzstichtag in Schweizer Franken umgerechnet. Goodwill und Marktwertanpassungen (Fair Value Adjustments) aus Akquisitionen ausländischer Gesellschaften werden als deren Aktivum bilanziert und entsprechend zum Wechselkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Erfolgsrechnung, Mittelflussrechnung und andere Bewegungspositionen werden zum Durchschnittskurs der Berichtsperiode umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen, die sich aus der Umrechnung der Jahresrechnung von Tochtergesellschaften sowie nach der Equity-Methode erfassten assoziierten Gesellschaften ergeben, werden direkt im konsolidierten Eigenkapital verbucht und separat als kumulative Umrechnungsdifferenzen ausgewiesen.

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Grundsätze

56 Gruppeninterne Beziehungen Für die Verrechnung von Leistungen zwischen den Gruppengesellschaften gelten grundsätzlich Marktpreise bzw. vertraglich vereinbarte Verrechnungspreise. Sämtliche Transaktionen zwischen Gruppengesellschaften werden für den Konzernabschluss eliminiert. Zwischengewinne auf gruppeninternen Lieferungen und Leistungen sind nicht wesentlich.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Umsatzerlöse Umsatzerlöse aus dem Energiegeschäft gelten als realisiert und werden als Umsatz erfasst, wenn die Lieferung erfolgt ist. Die Bemessung der Lieferung basiert zum Geschäftsjahresabschluss grösstenteils auf Zählerablesungen. Falls zu diesem Zeitpunkt keine Zählerablesung stattfinden kann, wird der Umsatzerlös basierend auf statistischen Werten geschätzt und erfasst. Im Installationssegment werden die Auftragserlöse in dem Zeitpunkt erfasst, wo Nutzen und Gefahr an den Auftraggeber übergehen. Generell werden die Umsätze nach Abzug von Mehrwertsteuern und Rabatten dargestellt.

Fremdkapitalzinsen Die Fremdkapitalzinsen werden grundsätzlich in der Periode, für welche sie geschuldet sind, als Aufwand gebucht. Fremdkapitalzinsen, welche direkt im Zusammenhang mit der langfristigen Akquisition oder Erstellung einer Anlage stehen, werden aktiviert. Dabei werden die aktivierten Zinsen in der Periode seit Beginn der Akquisitions- bzw. der Bautätigkeit bis zur Nutzung der Anlage berechnet.

Sachanlagen Die Sachgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet, vermindert um planmässige, lineare Abschreibungen gemäss geschätzter betriebswirtschaftlicher Nutzungsdauer je Anlageklasse. Wertberichtigungen bilden die Ausnahme und werden wie unter Wertbeeinträchtigungen bei Vermögensgegenständen beschrieben getätigt. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten von Sachgegenständen umfassen den Kaufpreis, einschliesslich Einfuhrzöllen und nicht erstattungsfähiger Erwerbssteuern, und alle direkt zurechenbaren Kosten, die anfallen, um den Vermögenswert in den betriebsbereiten Zustand für seine vorgesehene Verwendung zu bringen. Bei langfristigen Investitionsprojekten werden während der Erstellungsphase Fremdkapitalzinsen aktiviert. Die geschätzten Nutzungsdauern sind pro Anlagenklasse detailliert definiert und bewegen sich innerhalb folgender Bandbreiten: Grundstücke und Anlagen im Bau Gebäude Bauliche Anlagen Elektronische und elektromechanische Anlagen Betriebsführungssysteme und übrige Netzteile Anlagen für Wärmeerzeugung und Contracting Betriebs- und Geschäftsausstattung

Nur bei Wertminderung 33 bis 50 Jahre 33 bis 80 Jahre 5 bis 40 Jahre 5 bis 10 Jahre 15 bis 30 Jahre 3 bis 15 Jahre

Die Darstellung der obigen Tabelle wurde gegenüber dem Vorjahr verfeinert. Es sind aber keine Nutzungsdauern angepasst worden.

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Grundsätze

57 Reparaturen, Unterhalt und die ordentliche Instandhaltung bei Gebäuden und Betriebsanlagen werden als Aufwand gebucht. Investitionen in Erneuerungen oder Verbesserungen von Anlagen werden aktiviert, wenn sie die Lebensdauer beträchtlich verlängern, die Kapazität erhöhen oder eine substanzielle Verbesserung der Qualität der Produktionsleistung mit sich bringen. Bei Anlagen im Bau handelt es sich um noch nicht fertiggestellte bzw. betriebsbereite Anlagegüter. Als Anlagegüter gelten dabei alle Positionen des Sachanlagevermögens.

Aktivierte Eigenleistungen Die Position Aktivierte Eigenleistungen in der Erfolgsrechnung beinhaltet in erster Linie Personalkosten für selbst erstellte Anlagenteile. Es erfolgt eine periodengerechte Abrechnung auf die Anlagen im Bau, welche die Gegenposition in der Bilanz darstellt.

Leasingobjekte Anlagen, welche durch langfristige Leasingverträge (Financial Leasing) finanziert sind, werden gemäss den Grundsätzen für Sachanlagen aktiviert und abgeschrieben. Die damit zusammenhängenden Leasingverbindlichkeiten sind Bestandteil der finanziellen Verbindlichkeiten. Kosten aus kurzfristigen Leasingverträgen (Operational Leasing) und Mietverträgen werden direkt der Erfolgsrechnung belastet.

Immaterielle Anlagen Strombezugsrechte

Strombezugsrechte umfassen die Vorauszahlungen für Rechte auf langfristige Strombezüge inklusive aktivierter Zinsen. Die Abschreibungen erfolgen ab Beginn der Strombezüge linear über die Vertragsdauer. Die Werthaltigkeit wird jährlich neu beurteilt. Anlagebenutzungsrechte

Die Anlagebenutzungsrechte sind vertraglich vereinbarte einmalige Entschädigungen an einen Vertragspartner für die Benutzung von dessen Übertragungs- und Verteilanlagen. Die Bewertung erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich linearer Abschreibungen über die verbleibende Konzessionsdauer. Allfälligen Wertbeeinträchtigungen wird Rechnung getragen. Goodwill

Der Goodwill stellt den Überschuss der Anschaffungskosten des Unternehmenserwerbs über den Fair Value der Anteile der AEW Gruppe an den Nettovermögenswerten des erworbenen Unternehmens zum Erwerbszeitpunkt dar. Ein durch Unternehmenserwerb entstandener Goodwill wird den immateriellen Vermögenswerten zugeordnet. Ein Goodwill, der aus dem Erwerb einer Beteiligung an einem assoziierten Unternehmen oder einem Joint Venture resultiert, ist im Buchwert der Beteiligung am assoziierten Unternehmen bzw. am Joint Venture enthalten. Der Goodwill wird einem jährlichen Werthaltigkeitstest (Impairment Test) unterzogen und mit seinen ursprünglichen Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungen

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Grundsätze

58 bewertet. Zum Zwecke dieser Werthaltigkeitstests wird der Goodwill auf zahlungsmittelgenerierende Einheiten (Cash Generating Units) verteilt. Gewinne und Verluste aus der Veräusserung eines Unternehmens umfassen den Buchwert des Goodwills, der dem abgehenden Unternehmen zugeordnet ist.

Beteiligungen an assoziierten Gesellschaften Bei den Beteiligungen an assoziierten Gesellschaften übt die AEW Gruppe einen bedeutenden Einfluss aus, ohne diese Gesellschaften jedoch kontrollieren (beherrschen) zu können. Ein bedeutender Einfluss wird angenommen, wenn die AEW Energie AG direkt oder indirekt durch Tochtergesellschaften einen Anteil zwischen 20 % und 49,99 % der Stimmrechte besitzt. Ein bedeutender Einfluss kann jedoch auch aufgrund anderer Faktoren gegeben sein. Der Einbezug von Beteiligungen an assoziierten Gesellschaften in die konsolidierte Rechnung erfolgt nach der Equity-Methode.

Beteiligungen an Partnerwerken (Joint Ventures) Beteiligungen an Partnerwerken sind Beteiligungen, welche die AEW Gruppe mit einem oder mehreren Partnern durch vertragliche Übereinkunft gemeinsam beherrscht (Joint Ventures). Bei den Partnerwerken handelt es sich um Gesellschaften, die der Produktion oder dem Erwerb von Strom dienen. Die Partnerwerke werden unabhängig von ihrer Beteiligungsquote nach der Equity-Methode in die Konsolidierung einbezogen.

Übrige Finanzanlagen Beteiligungen

Unter den nicht konsolidierten Beteiligungen werden alle Beteiligungen erfasst, auf welche die AEW Gruppe keinen bedeutenden oder beherrschenden Einfluss ausübt, die jedoch langfristig gehalten werden. Diese Beteiligungen werden zu ihrem Marktwert bzw., falls ein solcher nicht verlässlich ermittelbar ist, zu den Anschaffungskosten abzüglich identifizierter Wertbeeinträchtigungen bilanziert. Nicht konsolidierte Beteiligungen sind Finanzinstrumente gemäss IAS 39 und werden als zur Veräusserung verfügbar klassifiziert. Nicht realisierte Gewinne und Verluste aus Folgebewertungen werden bis zur Veräusserung der Beteiligung im Eigenkapital erfasst. Im Zeitpunkt der Realisierung des Gewinnes oder Verlustes kommt es zu einer Übertragung in die Erfolgsrechnung. An jedem Bilanzstichtag erfolgt eine Analyse, ob eine dauerhafte Wertverminderung (Impairment) vorliegt. Dauerhafte Wertverluste werden der Erfolgsrechnung belastet. Käufe und Verkäufe werden am Handelstag erfasst. Langfristige Darlehen

Langfristige Darlehen sowohl gegenüber Dritten als auch gegenüber assoziierten Gesellschaften werden nach der Effektivzinsmethode bewertet. Falls bei der Ausgabe der Darlehen der vereinbarte Zinssatz dem Marktzinssatz entspricht und Ausgabe und Rückzahlung zum Nominalwert erfolgen, wird das Darlehen zum Nominalwert bilanziert. An jedem Bilanzstichtag erfolgt eine Analyse, ob eine dauerhafte Wertverminderung (Impairment) vorliegt. Wenn der erzielbare Wert unter dem Buchwert liegt, wird eine Wertbeeinträchtigung berücksichtigt und der Erfolgsrechnung belastet.

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Grundsätze

59 Renditeliegenschaften

Grundstücke und Gebäude, welche die AEW Gruppe zur Erzielung von Mieteinnahmen und/oder zum Zwecke der Wertsteigerung hält und nicht zur Produktion oder Lieferung von Strom bzw. der Erbringung von Dienstleistungen, für Verwaltungszwecke oder zum Verkauf im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, werden gemäss IAS 40 als Renditeliegenschaften ausgewiesen und zum Fair Value bewertet. Die Verkehrswerte beruhen zum grössten Teil auf Wertgutachten. Soweit solche nicht vorliegen, werden interne Berechnungen nach der Discounted-Cashflow-Methode erstellt und der Bewertung zugrunde gelegt. Es werden dabei Kapitalisierungszinssätze von 5 bis 7 % verwendet. Wertschriften des Anlagevermögens

Die Wertschriften des Anlagevermögens umfassen Wertpapiere, die der längerfristigen Kapitalanlage dienen. Sie sind gemäss IAS 39 als zur Veräusserung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert und zum Fair Value bewertet. Nicht realisierte Gewinne und Verluste aus Folgebewertungen werden bis zur Veräusserung der Wertpapiere im Eigenkapital erfasst. Im Zeitpunkt der Realisierung des Gewinnes oder Verlustes kommt es zu einer Übertragung in die Erfolgsrechnung. An jedem Bilanzstichtag erfolgt eine Analyse, ob eine dauerhafte Wertverminderung (Impairment) vorliegt. Dauerhafte Wertverluste werden den einzelnen Positionen der Erfolgsrechnung belastet. Käufe und Verkäufe werden am Handelstag erfasst.

Vorräte Materialvorräte umfassen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, Ersatzteile, die der Instandhaltung dienen, sowie Handelswaren. Die erstmalige Erfassung der Materialvorräte erfolgt zu den Anschaffungs- bzw. Herstellkosten. Als Wertansatz dient das gewogene Durchschnittskostenverfahren. Im Rahmen von Folgebewertungen findet das Niederstwertprinzip Anwendung: Falls der realisierbare Nettoerlöswert tiefer ist als die gemäss gewogenem Durchschnittskostenverfahren ermittelten Anschaffungs- bzw. Herstellkosten, so werden die notwendigen Wertberichtigungen erfasst.

Forderungen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige werden zum Nominalwert abzüglich betriebswirtschaftlich notwendiger Wertberichtigungen ausgewiesen. Grundsätzlich werden die Wertberichtigungen einzeln je Forderung vorgenommen.

Wertschriften Die Wertschriften umfassen einerseits Aktienanlagen, Anlagen in Obligationen, Immobilienfonds und Festgelder mit einer Restlaufzeit von weniger als drei Monaten. Diese Anlagen werden von Beginn an von der Geschäftsleitung zur Kategorie «erfolgswirksam zum Fair Value bewertet» designiert. Die Anlagen werden entsprechend der Anlagestrategie der AEW Energie AG getätigt und die Geschäftsleitung beurteilt den Erfolg der Anlagestrategie auf Basis der Entwicklung der jeweiligen Fair Values. Die Bewertung dieser Anlagen erfolgt entsprechend zum Fair Value, welcher in der Regel dem Börsenkurs entspricht. Nicht realisierte Gewinne und Verluste aus Folgebewertungen werden in der Erfolgsrechnung erfasst.

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Grundsätze

60 Andererseits umfassen die Wertschriften auch derivative Finanzinstrumente, die ebenfalls zu ihrem Fair Value bewertet werden, welcher in der Regel dem Börsenkurs entspricht. Gemäss IAS 39 sind derivative Instrumente der Finanzinstrumente-Kategorie «zu Handelszwecken» gehalten zuzuordnen. Sämtliche Änderungen des Fair Value eines derivativen Finanzinstrumentes werden erfolgswirksam erfasst. Die von der AEW Energie AG kontrollierten Gesellschaften betreiben kein Hedge Accounting. Die Axpo Gruppe, eine assoziierte Gruppe, wendet in isolierten Fällen Hedge Accounting gemäss IAS 39 an, d.h., die Gewinne und Verluste aus Veränderungen der Fair Values derivativer Finanzinstrumente werden bis zur bilanzmässigen Erfassung der abgesicherten zukünftigen Geldflüsse erfolgsneutral über das Eigenkapital gebucht. Im Eigenkapitalnachweis der AEW Gruppe sind die anteiligen Gewinne und Verluste aus den Cash Flow Hedges der Axpo Gruppe ersichtlich.

Flüssige Mittel Die flüssigen Mittel enthalten Kassabestände, Post- und Bankguthaben sowie Festgelder mit einer Laufzeit von höchstens 90 Tagen.

Langfristige Finanzverbindlichkeiten Langfristige Finanzverbindlichkeiten bestehen aus Darlehen gegenüber Dritten. Langfristige Finanzverbindlichkeiten werden nach der Amortized Cost Method bewertet. Die Bewertung nach der Amortized Cost Method entspricht approximativ den Fair Values. Die Amortisation oder die Zuschreibung der Differenz zwischen Anschaffungswert und Rückzahlungswert erfolgt unter Verwendung der Effektivzins-Methode. Im Anschaffungswert enthalten sind auch die Transaktionskosten.

Übrige Langfristige Verbindlichkeiten Diese Position enthält abgetretene Anlagebenutzungsrechte und Übrige Langfristige Verbindlichkeiten. Die erhaltenen Zahlungen für die Anlagebenutzungsrechte werden linear über die Laufzeit der Nutzungsrechte erfolgswirksam aufgelöst.

Rückstellungen Als Rückstellungen werden Verbindlichkeiten ausgewiesen, die bezüglich ihrer Fälligkeit oder ihrer Höhe ungewiss sind. Rückstellungen werden angesetzt, wenn aus einem Ereignis der Vergangenheit eine gegenwärtige Verbindlichkeit resultiert hat und wenn die zukünftigen Mittelabflüsse zuverlässig geschätzt werden können. Die Langfristigen Rückstellungen werden zum erwarteten, auf den Bilanzstichtag abgezinsten Mittelabfluss bilanziert. Dabei werden die Rückstellungen jährlich, jeweils auf den Bilanzstichtag, überprüft und unter Berücksichtigung aktueller Entwicklungen angepasst. Ausgenommen davon sind die Pensionsrückstellungen, für welche IAS 19 angewandt wird. Im Zusammenhang mit langfristigen Stromabnahmeverpflichtungen werden erkennbare Verluste aus belastenden Verträgen unter Berücksichtigung der Marktpreisentwicklung und der effektiven Beschaffungskosten aus Partnerwerken jährlich beurteilt und soweit erforderlich angepasst.

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Grundsätze

61 Personalvorsorge und Personalvorsorgeverpflichtungen Die Berechnung der Verpflichtungen der AEW Gruppe aus leistungsorientierten Vorsorgeplänen wie auch die Berechnung des entsprechenden Vorsorgeaufwandes erfolgt unter Anwendung der Projected-Unit-Credit-Methode. Bei diesem Anwartschaftsbarwert-Verfahren werden nicht nur die am Stichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften berücksichtigt, sondern auch die künftig zu erwartenden Lohn- und Rentenerhöhungen. Alle wesentlichen Verpflichtungen und die zu deren Deckung dienenden Aktiven werden periodisch, jedes Jahr, ermittelt und bei wesentlicher Veränderung der Berechnungsgrundlage von einer unabhängigen Stelle versicherungstechnisch überprüft. Da es sich bei den leistungsorientierten Vorsorgeplänen der AEW Gruppe um solche mit ausgeschiedenem Vermögen handelt, wird die Unter- oder Überdeckung des Barwertes der Ansprüche durch das Vermögen zu Marktwerten in der Bilanz als Verbindlichkeit oder Aktivum ausgewiesen, unter Berücksichtigung allfällig nicht verbuchter versicherungsmathematischer Gewinne oder Verluste und nachzuverrechnender Ansprüche. Überdeckungen werden aber nur aktiviert, wenn sie für die AEW Gruppe zukünftige Kostenentlastungen darstellen, die in Form von Rückzahlungen oder einer Senkung der zukünftigen Beiträge verfügbar sind. Sind Überdeckungen nicht verfügbar oder stellen sie keine Kostenentlastungen dar, werden sie nicht aktiviert, jedoch im Anhang ausgewiesen. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste resultieren in erster Linie aus Änderungen der versicherungstechnischen Annahmen sowie aus der Differenz zwischen den versicherungstechnischen Annahmen und den effektiven Kosten und Einnahmen. In der Erfolgsrechnung werden sie nur berücksichtigt, verteilt über die zukünftige Beschäftigungsdauer der Mitarbeiter, wenn sie 10 % der Vorsorgeverpflichtungen bzw. des Vorsorgevermögens am Ende des Vorjahres übersteigen. In der Erfolgsrechnung nicht berücksichtigte versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden in der Bilanz ausgewiesen. Der in der Erfolgsrechnung ausgewiesene Vorsorgeaufwand enthält den Zuwachs der Ansprüche, die Verzinsung, den erwarteten Vermögensertrag und, falls berücksichtigt, nachzuverrechnende Ansprüche und anteilige versicherungsmathematische Gewinne und Verluste. Nachzuverrechnende Ansprüche aus Verbesserungen der Vorsorgeleistungen und anteilige versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden berücksichtigt, wenn diese wirksam werden oder eine faktische Verpflichtung darstellen.

Steuern Ertragssteuern werden periodengerecht abgegrenzt. Die in der konsolidierten Jahresrechnung gebildeten Rückstellungen für latente Steuern werden gemäss der Liability-Methode berechnet, wobei auf allen zeitlich begrenzten Differenzen (Temporary Differences) latente Steuern berücksichtigt werden. Zeitlich begrenzte Differenzen ergeben sich aus Abweichungen zwischen dem Buchwert eines Vermögenswertes oder einer Verpflichtung und dem entsprechenden Steuerwert, die sich in einer oder mehreren zukünftigen Perioden wieder ausgleichen. Für einbehaltene Gewinne von Beteiligungen welche nicht transferiert werden können, ohne dass sich eine Steuerverpflichtung ergeben würde, wurde eine latente Steuerschuld gebildet. Der zur Ermittlung von latenten Steuern angewandte Steuersatz entspricht demjenigen Satz, der bei der Realisierung der Aktiven oder Begleichung der Passiven erwartet wird. Die latenten Steuerguthaben oder Steuerschulden werden als langfristige Aktiven oder Passiven ausgewiesen. Die Veränderung der Bilanzwerte wird – mit Ausnahme der über das Eigenkapital verbuchten latenten Steuern auf der Veränderung des Fair Value von zur Veräusserung bestimmten verfügbaren Finanzinstrumenten und Cashflow Hedges – in die Erfolgsrechnung gebucht. Latente Steuerguthaben werden nur dann bilanziert, wenn wahrscheinlich ist, dass sie in Zukunft realisiert werden können.

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Grundsätze

62 Finanzinstrumente Die Finanzinstrumente umfassen Flüssige Mittel, Wertschriften, Finanzbeteiligungen, derivative Finanzinstrumente, Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Kurz- und Langfristige Sonstige Finanzforderungen und Finanzverbindlichkeiten. Die Finanzinstrumente der AEW Gruppe lassen sich folgenden Kategorien gemäss IAS 39 zuweisen: – vom Unternehmen ausgereichte Kredite und Forderungen – zur Veräusserung verfügbare finanzielle Vermögenswerte – zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte – «Erfolgswirksam zum Fair Value bewertet» designierte finanzielle Vermögenswerte – Übrige Finanzverbindlichkeiten Je Kategorie werden die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten einheitlich bewertet. Beim erstmaligen Ansatz eines finanziellen Vermögenswertes oder einer finanziellen Verbindlichkeit werden diese zum Fair Value bewertet. Im Falle eines finanziellen Vermögenswertes oder einer finanziellen Verbindlichkeit, die nicht erfolgswirksam zum Fair Value bewertet wird, sind Transaktionskosten, die direkt mit dem Erwerb des finanziellen Vermögenswertes oder der Emission der finanziellen Verbindlichkeit verbunden sind, zuzurechnen. Der Kauf oder die Emission wird jeweils am Handelstag bilanziert. Die detaillierten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sind aus den einzelnen Abschnitten zu den jeweiligen Finanzinstrumenten ersichtlich.

Finanzrisikomanagement Das finanzielle Risikomanagement erfolgt innerhalb der AEW Gruppe gemäss Organisationsreglement der AEW Energie AG und den darin festgelegten Finanzkompetenzen. Fremdwährungsgeschäfte werden nur insoweit getätigt, als sie in Verbindung mit der Geschäftstätigkeit stehen. Fremdwährungspositionen sind nicht wesentlich und werden nur auf kurze Frist gehalten. Zinssatzrisiken werden durch Kreditaufnahmen bzw. Finanzanlagen mit kurz-, mittel- und langfristig gestaffelten Fälligkeiten minimiert. Marktrisiken sind infolge der weitgehenden Synchronität von Beschaffung und Absatz im Stromgeschäft zurzeit nicht von Bedeutung. Kreditrisiken, d.h. der finanzielle Schaden aufgrund der Möglichkeit, dass eine Gegenpartei einer Transaktion ihren Verpflichtungen nicht nachkommen will oder kann, bestehen lediglich im Rahmen der Versorgungs- und Dienstleistungstätigkeit. Durch ein aktives Debitorenmanagement werden diese Risiken in engen Grenzen gehalten und sind für die Unternehmung tragbar. Zur Absicherung von Zins- und Währungsrisiken der AEW Gruppe aus laufender Geschäftstätigkeit werden nach Bedarf derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Die von der AEW Energie AG kontrollierten Gesellschaften betreiben kein Hedge Accounting. Die Axpo Gruppe, eine assoziierte Gruppe, wendet in isolierten Fällen Hedge Accounting gemäss IAS 39 an, d.h., die Gewinne und Verluste aus Veränderungen der Fair Values derivativer Finanzinstrumente werden bis zur bilanzmässigen Erfassung der abgesicherten zukünftigen Geldflüsse erfolgsneutral über das Eigenkapital gebucht. Im Eigenkapitalnachweis

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Grundsätze

63 der AEW Gruppe sind die anteiligen Gewinne und Verluste aus den Cashflow Hedges der Axpo Gruppe ersichtlich. Zu Handelszwecken werden derivative Finanzinstrumente nur gehalten, wenn diese einen vollständigen Kapitalschutz gewährleisten.

Wertbeeinträchtigungen bei Vermögensgegenständen Vermögenswerte, die eine unbestimmte Nutzungsdauer haben, werden nicht planmässig abgeschrieben; sie werden jährlich auf Wertminderungsbedarf hin geprüft. Vermögenswerte, die einer planmässigen Abschreibung unterliegen, werden auf Wertminderungsbedarf hin geprüft, wenn entsprechende Ereignisse bzw. Änderungen der Umstände anzeigen, dass der Buchwert gegebenenfalls nicht mehr erzielbar ist. Ein Wertminderungsverlust wird in Höhe des den erzielbaren Betrag übersteigenden Buchwertes erfasst. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus Fair Value des Vermögenswertes abzüglich Veräusserungskosten und dem Nutzungswert. Für den Werthaltigkeitstest werden Vermögenswerte auf der niedrigsten Ebene zusammengefasst, für die Cashflows separat identifiziert werden können (Cash Generating Units).

Eventualverbindlichkeiten und -forderungen Dies sind Verbindlichkeiten und Forderungen, deren Existenz durch das Eintreten von zukünftigen Ereignissen noch zu bestätigen ist. Da ein Mittelabfluss bzw. -zufluss zurzeit als unwahrscheinlich eingeschätzt wird, werden Eventualverbindlichkeiten und -forderungen nicht in der Bilanz erfasst. Sie werden jedoch im Anhang ausgewiesen.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Falls berücksichtigungspflichtige Ereignisse nach dem Bilanzstichtag vorliegen, so werden die Buchwerte der betroffenen Aktiven und Passiven per Bilanzstichtag angepasst. Andere, nicht berücksichtigungspflichtige, jedoch wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag werden im Anhang offengelegt.

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Erläuterungen

64 C. Erläuterungen 1 Nettoumsatz TCHF

2006/07

2005/06

Nettoumsatz aus Energiegeschäft Übriger Nettoumsatz

355 197 29 068

364 729 35 546

Total

384 265

400 275

Der Nettoumsatz aus dem Energiegeschäft stammt im Wesentlichen aus dem Stromverkaufs- und dem Stromverteilungsgeschäft. Es sind keine wesentlichen Erträge aus Tauschgeschäften im Nettoumsatz enthalten. Der übrige Nettoumsatz enthält vor allem Umsätze aus Unterhaltsleistungen, Contracting und Erträgen aus Betriebsführung.

2 Renditeliegenschaften TCHF Bestand 1. Oktober Zugänge (Investitionen) Abgänge Bewertungsänderungen Umbuchungen zu Sachanlagen Bestand 30. September

30.09.2007

30.09.2006

12 742

12 889

922

104

0

0

- 744

- 22

0

- 229

12 920

12 742

Eine Landreserve, welche als Landreserve im Sinne von IAS 40 qualifiziert wurde, wurde aufgrund einer Änderung des geplanten Verwendungszweckes per 30. September 2006 wieder als betriebsnotwendig eingestuft. Entsprechend erfolgte im Vorjahr eine Umbuchung des Fair Values dieser Landreserve zu den Sachanlagen.

Zusätzliche Informationen TCHF Erträge aus Renditeliegenschaften

2006/07

2005/06

957

999

- 899

- 476

58

523

957

810

- 155

- 265

TCHF

2006/07

2005/06

Total

924

8 324

Aufwendungen aus Renditeliegenschaften Ergebnis aus Renditeliegenschaften davon Mieteinnahmen davon betriebliche Aufwendungen von Renditeliegenschaften mit Mieteinnahmen

3 Übriger Betriebsertrag

Der Übrige Betriebsertrag des Vorjahres umfasste Gewinne aus der Entflechtung von Unterwerken mit einer assoziierten Gesellschaft von TCHF 6 802.

AEW ENERGIE AG


Finanzteil AEW Gruppe

Erläuterungen

65 4 Strombeschaffungs- und Warenaufwand TCHF

2006/07

2005/06

Strombeschaffung Übrige Energiebeschaffung

279 387 2 408

291 541 1 568

Total

281 795

293 109

2006/07

2005/06

25 875

26 212

Pensionskassenaufwendungen

2 576

1 595

Sozialversicherungen und übriger Personalaufwand

2 937

2 783

31 388

30 590

5 Personalaufwand TCHF Löhne und Gehälter

Total

30.09.2007

30.09.2006

Mitarbeitende auf Vollstellen umgerechnet Auszubildende

Anzahl Mitarbeitende am Bilanzstichtag

232 17

235 17

Total

249

252

AEW ENERGIE AG


Finanzteil AEW Gruppe

Erläuterungen

66 6 Personalvorsorge TCHF Verkehrswert des ausgeschiedenen anteiligen Vermögens Barwert der Vorsorgeverpflichtung Überdeckung Nicht erfasste versicherungsmathematische Verluste

30.09.2007

30.09.2006

244 924 205 913

221 309 206 855

39 011

14 454

4 749

4 798

43 760

19 252

4 749 9 745

4 798 9 696

Aktivum aus Personalvorsorge gem. IAS 19.58

14 494

14 494

Bilanziertes Aktivum aus Personalvorsorge

14 494

14 494

Anfangsbestand

14 494

12 593

Pensionsaufwand gemäss Erfolgsrechnung Bezahlte Beiträge

- 2 576 2 576

- 1 595 3 496

Endstand

14 494

14 494

Aktivum aus Personalvorsorge gem. IAS 19.54 Nicht erfasste versicherungsmathematische Verluste Barwert des wirtschaftlichen Nutzens

Entwicklung des Aktivums aus Personalvorsorge

Veränderung der Vorsorgeverpflichtung Anfangsbestand

206 855

199 341

Zinskosten

6 145

5 980

Aktueller Vorsorgeaufwand

3 683

3 737

Arbeitnehmerbeiträge Ausbezahlte Leistungen Versicherungsmathematischer (Gewinn)/Verlust auf Verpflichtungen Endbestand

1 357

1 424

- 9 116

- 3 937

- 3 011

310

205 913

206 855

Veränderung der Vorsorgevermögens Anfangsbestand

221 309

204 854

Erwarteter Vermögensertrag

8 749

8 194

Arbeitgeberbeiträge

2 576

3 501

Arbeitnehmerbeiträge

1 357

1 423

Ausbezahlte Leistungen

- 9 088

- 3 935

Versicherungsmathematischer Gewinn auf Vermögen

20 021

7 272

244 924

221 309

Aktien

52,90 %

50,10 %

Obligationen

31,20 %

33,30 %

Immobilien

11,60 %

13,90 %

Endbestand Zusammensetzung der Marktwerte des Planvermögens

Übrige

4,30 %

2,70 %

100,00 %

100,00 %

Diskontierungssatz

3,25 %

3,00 %

Erwartete Rendite auf dem Planvermögen

4,00 %

4,00 %

Erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen

2,00 %

1,50 %

Erwartete Erhöhung der Pensionsleistungen

0,50 %

0,50 %

Total Versicherungstechnische Annahmen

AEW ENERGIE AG


Finanzteil AEW Gruppe

Erläuterungen

67 TCHF

2006/07

2005/06

Erworbene Vorsorgeansprüche

3 683

3 737

Verzinsung der zukünftigen Vorsorgeansprüche

6 145

5 980

Erwarteter Ertrag auf dem anteiligen Vermögen

- 8 749

- 8 194

- 32 417

- 4 684

33 914

4 756

2 576

1 595

1 357

1 424

Zusammensetzung des Netto-Pensionsaufwands

Im Geschäftsjahr erfasste versicherungsmathematische Verluste IAS 19.58A Limitierung aufgrund IAS 19.58(b) Netto-Pensionsaufwand Beiträge Arbeitnehmerbeiträge Arbeitgeberbeiträge

2 576

3 496

Total Beiträge

3 933

4 920

8 749

8 194

Rendite des anteiligen Vorsorgevermögens Erwarteter Ertrag auf dem anteiligen Vermögen Versicherungsmathematischer Gewinn auf Vermögen

20 021

7 272

Effektiver Ertrag auf dem anteiligen Vermögen

28 770

15 466

13,00 %

7,55 %

- 119

1 470

20 021

7 272

Effektive Rendite des ausgeschiedenen anteiligen Vermögens Veränderungen aufgrund erfahrungsbedingter Anpassungen (Gewinn)/Verlust aufgrund erfahrungsbedingter Anpassungen der Vorsorgeverpflichtung des Plans Gewinn aufgrund erfahrungsbedingter Anpassungen der Vermögenswerte des Plans

2003 trat die AEW Energie AG von der Aargauischen Pensionskasse in die PKE Vorsorgestiftung Energie über. Dabei handelt es sich um eine rechtlich selbstständige Vorsorgeeinrichtung (Branchensammelstiftung), welche nach dem schweizerischen Beitragsprimat aufgebaut ist. Gemäss den Bestimmungen von IAS 19 ist dieser Vorsorgeplan jedoch als leistungsorientiert einzustufen. Mit dem Pensionskassenwechsel der AEW Energie AG und dem damit verbundenen Planwechsel im Geschäftsjahr 2002/2003 wurden die Personalvorsorge und die Personalvorsorgeverbindlichkeiten gemäss IAS 19 neu bewertet. Die erstmalige Bewertung gemäss IAS 19 wurde per 30. September 2003 vorgenommen. Seither wird jeweils auf den Bilanzstichtag per 30. September eine Neubewertung vorgenommen. Aufgrund der versicherungstechnischen Berechnung und der entsprechenden Vorschriften von IAS 19 wird in der Bilanz per 30. September 2007 ein Aktivum von TCHF 14 494 erfasst. Die noch nicht erfassten versicherungsmathematischen Verluste von TCHF 4 749 per 30. September 2007 liegen unter dem 10 %-Korridor und haben somit keinen Einfluss auf die Erfolgsrechnung 2006/07. Der Versicherungsplan der AEW Energie AG besteht in

AEW ENERGIE AG


Finanzteil AEW Gruppe

Erläuterungen

68 einem Anschlussvertrag mit der PKE Vorsorgestiftung Energie. Die Beiträge werden in Prozent des versicherten Lohnes festgelegt. Der versicherte Lohn ist nicht begrenzt und entspricht dem Jahreseinkommen abzüglich Koordinationsbetrag. Die Beiträge sind in Abhängigkeit vom erreichten Alter festgelegt. Für die Berechnungen wird als Rücktrittsalter für Männer das Alter von 65 Jahren und für Frauen von 64 Jahren angenommen. Die Altersrente ergibt sich aus dem Umwandlungssatz im Zeitpunkt des Altersrücktritts und dem vorhandenen Altersguthaben. Die Austrittswahrscheinlichkeiten wurden aus den technischen Grundlagen (BVG 2000) übernommen. Die erwartete Nettorendite auf dem Planvermögen basiert auf der aktuellen Investmentstrategie und beinhaltet die langfristigen Erwartungen in den entsprechenden Märkten. Die AEW Energie AG erwartet für das kommende Geschäftsjahr Beiträge an die Vorsorgestiftung von TCHF 2 547.

7 Übriger Betriebsaufwand TCHF

2006/07

2005/06

Abgaben, Gebühren und Kapitalsteuer Übrige betriebliche Aufwendungen

6 042 17 193

5 939 23 419

Total

23 235

29 358

Der Rückgang der Übrigen betrieblichen Aufwendungen begründet sich vorab in der Bildung von Rückstellungen für Rechtsfälle zulasten der Erfolgsrechnung 2005/06.

8 Abschreibungen, Amortisationen und Wertbeeinträchtigungen TCHF

2006/07

2005/06

Abschreibungen Sachanlagen Amortisation immaterielle Anlagen

20 694 1 059

18 378 1 059

Total

21 753

19 437

TCHF

2006/07

2005/06

Ergebnis assoziierte Gesellschaften

186 117

138 290

4 292

6 526

9 Ergebnis assoziierte Gesellschaften und Partnerwerke

Ergebnis Partnerwerke Wertaufholung Partnerwerke Total

0

26 431

190 409

171 247

Das bessere Ergebnis der assoziierten Gesellschaften ist in erster Linie auf das gesteigerte Ergebnis der Axpo Gruppe zurückzuführen.

AEW ENERGIE AG


Finanzteil AEW Gruppe

Erläuterungen

69 10 Finanzergebnis TCHF

2006/07

2005/06

Zinsertrag

2 564

1 357

Dividenden

2 867

1 403

Kursgewinne Wertschriften

2 503

2 621

Übriger Finanzertrag Total Finanzertrag

53

51

7 987

5 432

Zinsaufwand

224

352

Kursverluste Wertschriften

650

1 661

Übriger Finanzaufwand Total Finanzaufwand

393

403

1 267

2 416

Im Finanzertrag sind Gewinne aus Fremdwährungsumrechnungen von TCHF 2 012 enthalten (Vorjahr: TCHF 681). Im Finanzaufwand sind Verluste aus Fremdwährungsumrechnungen von TCHF 1 645 enthalten (Vorjahr: TCHF 786).

11 Ertragssteuern TCHF Laufende Ertragssteuern Latente Ertragssteuern Total

2006/07

2005/06

11 275 - 2 726

10 881 - 466

8 549

10 415

Die laufenden Ertragssteuern umfassen die auf dem Ergebnis des Geschäftsjahres der Einzelgesellschaften nach lokalen Vorschriften bezahlten oder geschuldeten Gewinnsteuern. TCHF Latente Steuern direkt im Eigenkapital berücksichtigt

2006/07

2005/06

- 522

- 166

Die latenten Steuern auf Gewinnen und Verlusten von Gruppengesellschaften, assoziierten Gesellschaften und Partnerwerken, welche direkt im Eigenkapital erfasst wurden, wie auch latente Steuern auf weiteren anteiligen Bewegungen in den Eigenkapitalien von assoziierten Gesellschaften und Partnerwerken ohne Einfluss auf die Erfolgsrechnung, wurden direkt im Eigenkapital erfasst. Bei einem erwarteten Steuersatz von 22,3 % (Vorjahr: 22,3 %) und einem Unternehmensgewinn vor Steuern von TCHF 213 920 (Vorjahr: TCHF 194 698) errechnet sich eine theoretische Steuerbelastung von TCHF 47 704 (Vorjahr: TCHF 43 418). Die folgende Tabelle erklärt, weshalb in den Geschäftsjahren 2006/07 und 2005/06 Abweichungen von dieser Referenzgrösse entstanden.

AEW ENERGIE AG


Finanzteil AEW Gruppe

Erläuterungen

70 TCHF

2006/07

2005/06

Ergebnis vor Steuern

213 920

194 698

Erwarteter Steuersatz (gewichteter Durchschnitt)

22,3 %

22,3 %

Ertragssteuern zum erwarteten Steuersatz

47 704

43 418

Einfluss aus Beteiligungsabzug

- 38 591

- 34 670

Verkauf von Beteiligungen

77

0

Dividendenertrag von Gruppengesellschaften

17

0

0

- 459

Wertaufholung latente Steuerforderung Steuersatzdifferenzen

- 126

- 315

Nachbuchung Steueraufwand aus früheren Perioden

- 647

2 448

Übriges Total Ertragssteuern (laufend und latent)

115

-7

8 549

10 415

Latente Steuern TCHF

30.09.2007

30.09.2006

Aktiven

Passiven

Aktiven

Passiven

Sachanlagen

0

35 970

1 300

38 645

Immaterielle Anlagen

0

5 905

0

6 142

920

19 200

0

15 393

Beteiligungen an assoziierten Gesellschaften und Partnerwerken Sonstige Langfristige Finanzanlagen

0

2 725

542

0

Aktivum aus Personalvorsorge

0

3 232

0

3 232

Vorräte

0

244

0

202

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

0

782

0

791

Kurzfristige Finanzforderungen

0

446

0

1 115

Aktive Rechnungsabgrenzungen

0

25

0

29

Wertschriften Umlaufvermögen

0

615

0

3 680

933

0

998

0

0

14 848

0

17 744

Übrige Langfristige Verbindlichkeiten Langfristige Rückstellungen Passive Rechnungsabgrenzungen Latente Steuern brutto Wertbeeinträchtigung Steuerforderung Verrechnung von Aktiven und Passiven Latente Steuern netto

0

0

0

1 338

1 853

83 992

2 840

88 311

- 1 477 - 376

0 - 376

- 1 443 - 1 397

0 - 1 397

0

83 616

0

86 914

Eine Verrechnung von aktiven und passiven latenten Steuern erfolgt nur, falls diese sich auf dasselbe Steuersubjekt beziehen. Latente Steuerguthaben im Betrag von TCHF 1 477 (Vorjahr: TCHF 1 443) wurden nicht bilanziert, weil es unwahrscheinlich ist, dass sie in Zukunft realisiert werden können. Im Geschäftsjahr 2006/07 wurden latente Steuerverbindlichkeiten von TCHF 50 aufgrund der Dekonsolidierung der Litecom AG ausgebucht.

AEW ENERGIE AG


Finanzteil AEW Gruppe

Erläuterungen

71 12 Minderheitsanteile 30.09.2007

30.09.2006

Bestand 1. Oktober Dekonsolidierung per 1. Oktober

TCHF

1 248 - 1 248

1 092 0

Anteil am Unternehmensergebnis

0

228

Dividende

0

- 15

Dividendenverzicht Minderheitsaktionäre Kapitalerhöhung

0 0

- 57 0

Bestand 30. September

0

1 248

Die AEW Energie AG verkaufte 20 % an ihrer Beteiligung der Litecom AG für total TCHF 826 und reduzierte ihren Anteil auf 35 %. Es wurde ein Gewinn aus anteiligem Verkauf der Beteiligung von TCHF 273 erzielt. Aufgrund der Dekonsolidierung und der Erfassung der Litecom AG als assoziierte Gesellschaft mit Wirkung seit dem 1. Oktober 2006 sind per 30.09.2007 keine Minderheitsanteile mehr vorhanden.

13 Sachanlagen TCHF

Kraftwerksanlagen

Übertragungs- Betriebliche und VerteilGrundstücke anlagen und Gebäude

Anlagen im Bau

Übrige

Total

Anschaffungswert Bestand 1. Oktober 2006

77 232

402 027

55 845

18 405

69 582

623 091

121

2 891

175

24 706

572

28 465

Unternehmenszusammenschluss

0

0

0

0

1 355

1 355

Abgänge

0

- 5 622

0

- 253

- 172

- 6 047

Zugänge (Investitionen)

Umbuchungen innerhalb Sachanlagen

87

8 746

927

- 12 526

2 766

0

77 440

408 042

56 947

30 332

74 103

646 864

- 36 765

- 182 119

- 25 736

0

- 42 405

- 287 025

- 1 812

- 12 354

- 1 077

0

- 5 451

- 20 694

0

2 968

0

0

171

3 139

Bestand 30. September 2007

- 38 577

- 191 505

- 26 813

0

- 47 685

- 304 580

Bilanzwert 1. Oktober 2006

40 467

219 908

30 109

18 405

27 177

336 066

Bilanzwert 30. September 2007

38 863

216 537

30 134

30 332

26 418

342 284

Bestand 30. September 2007 Abschreibungen kumuliert Bestand 1. Oktober 2006 Abschreibungen im Berichtsjahr Abgänge

TCHF

Kraftwerksanlagen

Übertragungs- Betriebliche und VerteilGrundstücke anlagen und Gebäude

Anlagen im Bau

Übrige

Total

Anschaffungswert Bestand 1. Oktober 2005

77 141

377 417

55 815

14 346

65 594

78

17 074

11

14 959

1 651

33 773

0

- 82

- 223

- 248

- 671

- 1 224

13

7 618

13

- 10 652

3 008

0

0

0

229

0

0

229

77 232

402 027

55 845

18 405

69 582

623 091

- 34 964

- 171 218

- 24 756

0

- 38 083

- 269 021

- 1 801

- 10 958

- 1 051

0

- 4 568

- 18 378

0

57

71

0

246

374

Bestand 30. September 2006

- 36 765

- 182 119

- 25 736

0

- 42 405

- 287 025

Bilanzwert 1. Oktober 2005

42 177

206 199

31 059

14 346

27 511

321 292

Bilanzwert 30. September 2006

40 467

219 908

30 109

18 405

27 177

336 066

Zugänge (Investitionen) Abgänge Umbuchungen innerhalb Sachanlagen Umbuchungen von Renditeliegenschaften Bestand 30. September 2006

590 313

Abschreibungen kumuliert Bestand 1. Oktober 2005 Abschreibungen im Berichtsjahr Abgänge

AEW ENERGIE AG


Finanzteil AEW Gruppe

Erläuterungen

72 Die in den Anlagen im Bau enthaltenen Anzahlungen an Unternehmer und Lieferanten betragen TCHF 356 (Vorjahr: TCHF 2 369). Es fielen weder im Geschäftsjahr 2006/07 noch in der entsprechenden Vorjahresperiode aktivierungspflichtige Fremdkapitalzinsen an. Der Zugang von TCHF 1 355 aus Unternehmenszusammenschluss entspricht dem Fair Value von übernommenen Sachanlagen aufgrund der Akquisition eines mittelgrossen Wärmeverbundes und stellt einen nicht liquiditätswirksamen Vorgang dar. Im Geschäftsjahr 2005/06 sind Sachanlagen im Wert von TCHF 9 202 zugegangen, welche von der Entflechtung von Unterwerken mit einer assoziierten Gesellschaft herrühren und ebenfalls einen nicht liquiditätswirksamen Vorgang darstellen. Die Brandversicherungswerte der Sachanlagen betrugen am 30.09.2007 TCHF 459 089 (Vorjahr: TCHF 439 611).

14 Immaterielle Anlagen Rechte für Anlagenbenutzung

Rechte für Energiebezug

Total

Bestand 1. Oktober 2006

1 292

31 416

32 708

Bestand 30. September 2007

1 292

31 416

32 708

- 350

- 4 817

- 5 167

- 96

- 963

- 1 059

Bestand 30. September 2007

- 446

- 5 780

- 6 226

Bilanzwert 1. Oktober 2006

942

26 599

27 541

Bilanzwert 30. September 2007

846

25 636

26 482

Rechte für Anlagenbenutzung

Rechte für Energiebezug

Total

11 126

31 416

42 542

TCHF Anschaffungswert

Abschreibungen kumuliert Bestand 1. Oktober 2006 Abschreibungen im Berichtsjahr

TCHF Anschaffungswert Bestand 1. Oktober 2005 Zugänge (Investitionen)

753

0

753

- 10 587

0

- 10 587

1 292

31 416

32 708

- 7 027

- 3 853

- 10 880

- 95

- 964

- 1 059

Abgänge

6 772

0

6 772

Bestand 30. September 2006

- 350

- 4 817

- 5 167

Bilanzwert 1. Oktober 2005

4 099

27 563

31 662

942

26 599

27 541

Abgänge Bestand 30. September 2006 Abschreibungen kumuliert Bestand 1. Oktober 2005 Abschreibungen im Berichtsjahr

Bilanzwert 30. September 2006

AEW ENERGIE AG


Finanzteil AEW Gruppe

Erläuterungen

73 Es sind weder per 30.09.2007 noch waren per 30.09.2006 originäre (selbsterarbeitete) immaterielle Anlagen aktiviert. Im Rahmen der Entflechtung von Kanton Aargau und AEW wurden Energierechte und Verpflichtungen auf die neu gegründete AEW Energie AG übertragen. Die Position «Rechte für Energiebezug» umfasst hauptsächlich ein Energiebezugsrecht gegenüber dem Kraftwerk Laufenburg. Dieses wird linear bis Ende der Konzessionsdauer in 60 Jahren abgeschrieben. Die Rechte für Anlagenbenutzung betreffen Netze der Stromverteilung. In der Regel sind dies Gemeinschaftsleitungen mit der NOK. Die Abschreibung erfolgt linear zur Nutzungsdauer. Im Geschäftsjahr 2005/06 gab es in Hinblick auf die Marktliberalisierung eine Entflechtung der Unterwerke zwischen der NOK und der AEW Energie AG. Dies hatte zur Folge, dass der AEW Energie AG einerseits Sachanlagen im Wert von TCHF 9 202 zugegangen sind, andererseits aber auch aktive Anlagenutzungsrechte im Wert von TCHF 753 zugegangen und solche im Wert von TCHF 3 815 abgegangen sind sowie passive Anlagenutzungsrechte im Wert von TCHF 2 188 zugegangen und solche im Wert von TCHF 2 850 abgegangen sind. Bei diesen Transaktionen handelt es sich ausschliesslich um nicht liquiditätswirksame Transaktionen. Aus der Entflechtung ergab sich ein Gewinn von TCHF 6 802, welcher in Übrigem Betriebsertrag erfasst wurde.

15 Beteiligungen an assoziierten Gesellschaften und Partnerwerken Beteiligungen an assoziierten Gesellschaften TCHF Bestand 1. Oktober Veränderung Konsolidierungskreis einer assoziierten Gesellschaft

30.09.2007

30.09.2006

802 776

657 118

- 477

0

Dividende

- 19 912

- 14 182

Anteilige nicht realisierte (Verluste)/Gewinne und Währungsdifferenzen

- 30 600

21 550

Anteiliges Ergebnis

186 117

138 290

Bestand 30. September

937 904

802 776

30.09.2007

30.09.2006

Beteiligungen an Partnerwerken TCHF Bestand 1. Oktober Änderung der Konsolidierungsmethode Währungsdifferenzen Dividende Wertaufholung

80 149

74 666

970

- 26 710

292

128

- 973

- 892

0

26 431

4 292

6 526

84 730

80 149

Beteiligungen an assoziierten Gesellschaften und Partnerwerken

30.09.2007

30.09.2006

Bestand 30. September

1 022 634

882 925

Anteiliges Ergebnis Bestand 30. September

Die Beteiligung an der Litecom AG wurde per 1. Oktober 2006 um 20 % auf 35 % reduziert. Die Litecom AG wird seither als assoziierte Gesellschaft bewertet. Dem Verkaufspreis von TCHF 826 stand ein Abgang an flüssigen Mitteln von TCHF 5 280 gegenüber. Aus der Transaktion resultierte ein Gewinn aus Verkauf der Beteiligung von TCHF 273.

AEW ENERGIE AG


Finanzteil AEW Gruppe

Erläuterungen

74 Die Beteiligung an der Kernkraftwerk Leibstadt AG wurde aufgrund eines neuen Vertragswerkes mit den NOK seit dem 1. Oktober 2005 nicht mehr als Partnerwerk, sondern als finanzieller Vermögenswert zur Veräusserung verfügbar (Übrige Finanzanlagen) bilanziert. Dieser Sachverhalt kommt in der Zeile «Änderung der Konsolidierungsmethode» des Vorjahres zum Ausdruck und wird im Kapitel «A. Allgemeine Informationen» detailliert erläutert. Die Wertaufholung Partnerwerke im Vorjahr bezieht sich auf die Beteiligung an der Kraftwerk Augst AG. Aufgrund der positiven Entwicklung der Energiepreise konnte das in der Vergangenheit erfasste Impairment auf dieser Beteiligung vollständig zurückgenommen werden. Die Wertaufholung basierte auf einer aktualisierten Bewertung der Beteiligung, wobei die wesentlichen Parameter des Bewertungsmodells durch externe Gutachter verifiziert wurden. Diese Zahlen beruhen auf Annahmen, welche die Zukunft betreffen. So wurde bei der Ermittlung der Werte ein WACC mit einer Bandbreite von 6,1 bis 6,6 % zugrunde gelegt. Für den Energiepreis wurde eine Bandbreite von 0,06 bis 0,07 CHF/kWh angenommen.

Eckwerte der assoziierten Gesellschaften Bruttowert 30.09.2007

Bruttowert 30.09.2006

Anteilig 30.09.2007

Anteilig 30.09.2006

Anlagevermögen

9 238 967

8 638 020

1 301 861

1 217 495

Umlaufvermögen

5 598 298

4 454 194

790 744

629 485

Eigenkapital

6 660 812

5 698 237

937 904

802 776

Langfristiges Fremdkapital

5 287 505

4 941 912

744 015

695 546

Kurzfristiges Fremdkapital

2 888 948

2 452 065

410 686

348 658

Erträge

9 357 766

9 535 982

1 333 789

1 358 527

Aufwendungen

8 032 581

8 553 446

1 147 669

1 220 237

Gewinn

1 325 185

982 536

186 117

138 290

Bruttowert 30.09.2007

Bruttowert 30.09.2006

Anteilig 30.09.2007

Anteilig 30.09.2006

Anlagevermögen

276 189

271 653

145 117

146 922

Umlaufvermögen

90 080

93 217

29 070

32 737

Eigenkapital

159 427

141 462

84 730

80 149

Langfristiges Fremdkapital

166 963

187 105

73 815

85 732

Kurzfristiges Fremdkapital

39 879

36 303

15 642

13 778

Erträge

76 111

109 556

26 818

56 012

Aufwendungen

58 975

62 045

22 526

23 055

Gewinn

17 136

47 521

4 292

32 957

TCHF

Eckwerte der Partnerwerke TCHF

Von den assoziierten Gesellschaften und Partnerwerken, deren Finanzjahr mehr als 90 Tage vor dem Stichtag 30. September zurückliegt, wurden Zwischenabschlüsse berücksichtigt bzw. wesentliche Veränderungen bis zum Bilanzstichtag.

AEW ENERGIE AG


Finanzteil AEW Gruppe

Erläuterungen

75 16 Übrige Langfristige Finanzanlagen

TCHF

Bestand 1. Oktober 2006 Zugänge (Investitionen) Abgänge Bewertungsänderungen Bestand 30. September 2007

TCHF

Bestand 1. Oktober 2005 Zugänge (Investitionen) Abgänge Bewertungsänderungen

Nicht konsolidierte Beteiligungen

Darlehen

Übrige Finanzanlagen

Total

23 986 0

13 921 2 426

1 107 950

39 014 3 376

0

- 2 054

0

- 2 054

4 987

0

0

4 987

28 973

14 293

2 057

45 323

Nicht konsolidierte Beteiligungen

Darlehen

Übrige Finanzanlagen

Total

2 623 0

6 240 0

22 977 750

31 840 750

- 39

- 319

0

- 358

- 5 308

0

0

- 5 308

Umbuchungen

26 710

8 000

- 22 620

12 090

Bestand 30. September 2006

23 986

13 921

1 107

39 014

Nicht konsolidierte Beteiligungen Bei den nicht konsolidierten Beteiligungen handelt es sich um zur Veräusserung verfügbare Langfristige Finanzanlagen. Die Beteiligung des Kernkraftwerks Leibstadt AG wird aufgrund eines neuen Vertragswerkes mit den NOK seit dem 1. Oktober 2005 nicht mehr als Partnerwerk, sondern als finanzieller Vermögenswert zur Veräusserung verfügbar bilanziert. Der Fair Value der Beteiligung wird mittels Discounted-Cashflow-Methode (DCF) ermittelt. Der aufgrund der Bewertung resultierende Fair-Value-Verlust wurde in Übereinstimmung mit IAS 39 nach Abzug der latenten Steuern direkt im Eigenkapital erfasst.

Darlehen Im Geschäftsjahr 2005/06 wurde ein im Vorjahr als kurzfristig klassiertes Darlehen an die NOK nur teilweise zurückbezahlt. Für den Restbetrag wurden neue Darlehensverträge ausgehandelt, wobei aufgrund dieser Verträge ein Teilbetrag von CHF 8 Mio. als langfristig eingestuft wurde. Die Amortisation für das Geschäftsjahr 2006/07 betrug CHF 2 Mio. und das Darlehen reduzierte sich dementsprechend auf CHF 6 Mio. per 30.09.2007. Der Zinssatz für dieses Darlehen entspricht der jeweiligen Bundesanleihe und betrug 2,0 % für das Geschäftsjahr 2006/07. Auf einem Partnerdarlehen an einer Gesellschaft, an welcher die AEW Energie AG beteiligt ist, wurde in den Vorjahren eine Wertbeeinträchtigung erfasst. Aufgrund einer Bewertung des wesentlichsten Aktivums dieser Gesellschaft durch einen externen Spezialisten muss davon ausgegangen werden, dass das Darlehen nicht werthaltig ist. Da sich die Partner (Aktionäre) verpflichtet haben, den Bilanzverlust im Verhältnis ihrer Beteiligung zu decken und mit den jeweiligen Partnerdarlehen zu verrechnen, musste in der Vergangenheit eine Wertbeeinträchtigung von TCHF 6 986 erfasst werden. Im Geschäftsjahr 2006/07 gab es weder Indikatoren für eine weitere Wertbeeinträchtigung noch für eine Wertaufholung. Es handelt sich hierbei um ein zinsloses Darlehen.

AEW ENERGIE AG


Finanzteil AEW Gruppe

Erläuterungen

76 Übrige Finanzanlagen Per 30. September 2005 bestanden die Übrigen Finanzanlagen im Wesentlichen aus zwei Obligationen-Portefeuilles, welche mit einem langfristigen Anlagehorizont gehalten wurden. Aufgrund der Anlagestrategie der AEW Energie AG wurden diese Portefeuilles im Geschäftsjahr 2005/06 zu den Wertschriften des Umlaufvermögens umklassiert.

17 Vorräte TCHF Materialvorräte Aufträge in Arbeit Wertberichtigungen Total

30.09.2007

30.09.2006

3 795

3 091

571

780

- 268

- 239

4 098

3 632

Der Buchwert derjenigen Vorräte, die nicht zu ihren Anschaffungs- bzw. Herstellkosten, sondern zu ihrem Nettoveräusserungswert bilanziert sind, beträgt TCHF 164 (Vorjahr: TCHF 212). Der Buchwert der während des Geschäftsjahres 2006/07 verkauften Vorräte beträgt TCHF 2 318 (Vorjahr: TCHF 1 481).

18 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen TCHF

30.09.2007

30.09.2006

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Wertberichtigung (Delkredere)

72 700 - 394

69 342 - 434

Total

72 306

68 908

Im Berichtsjahr konnte im Zusammenhang mit der Wertberichtigung (Delkredere) ein Betrag von TCHF 37 erfolgswirksam aufgelöst werden (Vorjahr: TCHF 571).

19 Kurzfristige Finanzforderungen TCHF

30.09.2007

30.09.2006

0

13

Kurzfristige Finanzforderungen Assoziierte

2 516

3 007

Kurzfristige Finanzforderungen andere Nahestehende

2 000

2 000

Total

4 516

5 020

Kurzfristige Finanzforderungen Dritte

Im Geschäftsjahr 2005/06 wurde ein im Vorjahr als kurzfristig klassiertes Darlehen an die NOK nur teilweise zurückbezahlt. Für den Restbetrag wurden neue Darlehensverträge ausgehandelt, wobei aufgrund dieser Verträge ein Teilbetrag von TCHF 2 000 per Bilanzstichtag als kurzfristig eingestuft wird. Der Zinssatz für dieses Darlehen liegt bei 2 % für das abgeschlossene Geschäftsjahr. Die Kurzfristige Finanzforderung Assoziierte betrifft ein Darlehen gegenüber der Limmatkraftwerke und wurde mit 3,03% verzinst. Dieses Darlehen wurde im Geschäftsjahr 2006/07 um TCHF 500 reduziert und für den Restbetrag wurden neue Darlehensverträge ausgehandelt.

AEW ENERGIE AG


Finanzteil AEW Gruppe

Erläuterungen

77 20 Übrige Kurzfristige Forderungen TCHF

30.09.2007

30.09.2006

Aktive Rechnungsabgrenzungen Übrige

2 109 3 074

2 588 366

Total

5 183

2 954

Die Zunahme der Übrigen Kurzfristigen Forderungen ist im Wesentlichen auf ein Verrechnungssteuerguthaben gegenüber der Eidgenössischen Steuerverwaltung zurückzuführen.

21 Wertschriften TCHF

30.09.2007

30.09.2006

Derivative Finanzinstrumente

14 917

10 093

Obligationen und ähnliche Anlagen

57 848

49 797

Aktien und ähnliche Anlagen

19 654

12 275

Immobilienfonds

10 611

6 462

4 917

22 585

107 947

101 212

Festgelder Total

Diese Position enthält Wertschriften erfolgswirksam zum Fair Value. Per Bilanzstichtag bestehen ein CHF/USD-Termingeschäft über CHF 10 Mio. mit derivativem Charakter und ein USD/CHF-Termingeschäft über USD 4,2 Mio. mit derivativem Charakter, welche einen vollständigen Kapitalschutz aufweisen.

22 Aktienkapital der AEW Energie AG Anzahl der Namenaktien im Nennwert von CHF 100 TCHF

30.09.2007

30.09.2006

450 000

450 000

45 000

45 000

Sämtliche anlässlich der Gründung durch Umwandlung per 1. Oktober 1999 emittierten 450 000 Namenaktien sind vollständig liberiert. Es fanden seither weder ordentliche noch genehmigte oder bedingte Kapitalerhöhungen statt. Eigene Aktien wurden nie von einer der AEW Gruppe zugehörigen Gesellschaft gehalten. Mit den Namenaktien sind keine speziellen Rechte, Vorzugsrechte oder Einschränkungen verbunden, insbesondere keine solchen im Zusammenhang mit Dividendenzahlungen oder Kapitalrückzahlungen.

AEW ENERGIE AG


Finanzteil AEW Gruppe

Erläuterungen

78 23 Langfristige Finanzverbindlichkeiten TCHF

30.09.2007

30.09.2006

Hypothekardarlehen Langfristige Darlehensverbindlichkeiten

3 500 0

5 500 3 000

Total

3 500

8 500

Fällig bis 1 Jahr

2 000

2 000

Fällig zwischen 1 bis 5 Jahren

1 500

5 500

Fällig nach mehr als 5 Jahren

0

1 000

3 500

8 500

2,98 %

3,35 %

Per Ende Geschäftsjahr bestanden folgende Fälligkeiten:

Total

Hypothekardarlehen Langfristige Darlehensverbindlichkeiten

2,75 %

Die angegebenen Zinssätze entsprechen den auf den Bilanzstichtag gewichteten durchschnittlichen effektiven Zinssätzen. Die Fair Values der langfristigen Finanzverbindlichkeiten ensprechen den bilanzierten Werten. Die Langfristige Darlehensverbindlichkeit des Vorjahres wird am 30.09.2007 aufgrund der Fälligkeit unter Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten aufgeführt.

24 Übrige Langfristige Verbindlichkeiten TCHF Abgetretene Bezugs- und Nutzungsrechte

30.09.2007

30.09.2006

4 182

4 476

Sonstige Langfristige Verbindlichkeiten

1 449

0

Total

5 631

4 476

Per Ende Geschäftsjahr bestanden folgende Fälligkeiten: Fällig zwischen 1 bis 5 Jahren

22

44

Fällig nach mehr als 5 Jahren

5 609

4 432

Total

5 631

4 476

25 Rückstellungen TCHF

Rechtsfälle

Übrige

Total

9 000

622

9 622

Unternehmenszusammenschluss

0

1 355

1 355

Verbrauch (erfolgsneutral)

0

- 500

- 500

Auflösung (erfolgswirksam)

0

- 167

- 167

9 000

1 310

10 310

9 000

225

9 225

Bestand 1. Oktober 2006

Bestand 30. September 2007

Fälligkeitsstruktur Fällig zwischen 1 bis 5 Jahren Fällig nach 5 und mehr Jahren Bestand 30. September 2007

AEW ENERGIE AG

0

1 085

1 085

9 000

1 310

10 310


Finanzteil AEW Gruppe

Erläuterungen

79 TCHF Bestand 1. Oktober 2005 Bildung (erfolgswirksam) Verbrauch (nicht erfolgswirksam) Auflösung (erfolgswirksam) Bestand 30. September 2006

Rechtsfälle

Übrige

0

653

Total 653

9 000

158

9 158

0

- 78

- 78

0

- 111

- 111

9 000

622

9 622

Fälligkeitsstruktur Fällig zwischen 1 bis 5 Jahren

9 000

622

9 622

Bestand 30. September 2006

9 000

622

9 622

Im laufenden Geschäftsjahr wurde bei der Akquisition eines mittelgrossen Wärmeverbundes eine Rückstellung für belastende Wärmelieferverträge von TCHF 1 355 gebildet. Im Geschäftsjahr 2005/06 wurde eine Rückstellung aufgrund eines Bundesgerichtsentscheides gebildet. In diesem wurde festgehalten, dass bestehende Dienstbarkeitsverträge für elektrische Leitungen die kommerzielle Datenübertragung nicht beinhalten. Im Dezember 2007 ist betreffend der Abgeltungen eine Verbändevereinbarung publiziert worden. Aus der Anpassung der Verträge werden in den Folgejahren Zahlungen resultieren.

26 Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten TCHF Kurzfristige Darlehensverbindlichkeiten Übrige Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten Total Kurzfristige Darlehensverbindlichkeiten

30.09.2007

30.09.2006

3 000

0

236

0

3 236

0

2,75 %

Die Kurzfristigen Darlehensverbindlichkeiten wurden letztes Jahr noch unter den Langfristigen Darlehensverbindlichkeiten ausgewiesen. Die angegebenen Zinssätze entsprechen den auf den Bilanzstichtag gewichteten durchschnittlichen effektiven Zinssätzen.

27 Übrige Kurzfristige Verbindlichkeiten TCHF Passive Rechnungsabgrenzungen Anzahlungen von Kunden Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten gegenüber Personalvorsorgeeinrichtungen

30.09.2007

30.09.2006

6 287

7 203

0

152

331

339

Übrige

1 096

2 957

Total

7 714

10 651

AEW ENERGIE AG


Finanzteil AEW Gruppe

Erläuterungen

80 28 Nicht realisierte Gewinne und Verluste als Eigenkapitalbestandteil TCHF Bestand am 1. Oktober 2006

Hedge Accounting assoziierte Ges.

Fair Value Veränderung Finanzanlagen

Nicht real. Gewinne und Verluste

742

53 021

53 763

Zur Veräusserung verfügbare finanzielle Vermögenswerte: - Veränderung Marktwert finanzielle Vermögenswerte Hedge Accounting assoziierte Gesellschaften Latente Steuern Bestand am 30. September 2007

TCHF Bestand am 1. Oktober 2005

0

- 33 203

- 33 203

2 904

0

2 904

- 58

664

606

3 588

20 482

24 070

Hedge Accounting assoziierte Ges.

Fair Value Veränderung Finanzanlagen

Nicht real. Gewinne und Verluste

- 3 011

44 901

41 890

0

- 2 015

- 2 015

- Veränderung Marktwert finanzielle Vermögenswerte

0

10 041

10 041

- Übertrag realisierter Gewinn/Verlust in die Erfolgsrechnung

0

- 196

- 196 3 830

Änderung der Rechnungslegungsvorschriften Zur Veräusserung verfügbare finanzielle Vermögenswerte:

3 830

0

Latente Steuern

Hedge Accounting assoziierte Gesellschaften

- 77

290

213

Bestand am 30. September 2006

742

53 021

53 763

29 Geldfluss aus Veränderungen des Nettoumlaufvermögens TCHF Vorräte

2005/06

- 466

77

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

- 4 957

- 3 822

Übrige Kurzfristige Forderungen

- 2 708

16 188

Aktive Rechnungsabgrenzungen

1 990

- 51

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

7 088

17 799

Übrige Verbindlichkeiten Passive Rechnungsabgrenzungen Veränderung des Nettoumlaufvermögens

AEW ENERGIE AG

2006/07

- 1 930

- 5 306

477

- 12 996

- 506

11 889


Finanzteil AEW Gruppe

Zusatzinformationen

81 Transaktionen mit Nahestehenden Personen TCHF

2006/07

2005/06

Nettoumsatz aus Energiegeschäft

23 548

19 351

Übriger Nettoumsatz

17 946

14 169

Gesamtleistung

Übriger Betriebsertrag

571

6 838

42 065

40 358

270 154

281 538

Material- und Fremdleistungen

1 545

4 163

Übriger Betriebsaufwand

6 523

5 201

278 222

290 902

Total Gesamtleistung mit Nahestehenden Personen Betriebsaufwand Energiebeschaffung

Total Betriebsaufwand mit Nahestehenden Personen Finanzergebnis Zinsertrag

232

154

Total Finanzergebnis mit Nahestehenden Personen

232

154

30.09.2007

30.09.2006

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

7 229

6 882

Kurzfristige Finanzforderungen

2 516

5 007

Übrige Forderungen

2 367

350

Langfristige Finanzdarlehen

8 452

8 049

Total Forderungen gegenüber Nahestehenden Personen

20 564

20 288

davon gegenüber assoziierten Gesellschaften und Partnerwerken

10 628

6 515

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

34 726

32 363

Total Verbindlichkeiten gegenüber Nahestehenden Personen

34 726

32 363

1 035

42

TCHF Forderungen

Verbindlichkeiten

davon gegenüber assoziierten Gesellschaften und Partnerwerken

Die wesentlichsten Transaktionen mit Nahestehenden Personen betreffen die Axpo Holding AG, Axpo Vertrieb AG, NOK, Axpo Informatik AG, Kraftwerk Augst AG, BEC AG, Limmatkraftwerke AG sowie die Energie Freiamt AG. In obenstehender Tabelle nicht enthalten sind die von den assoziierten Gesellschaften und Partnerwerken erhaltenen Dividendenerträge. Vgl. hierzu Erläuterung Nr. 15. Transaktionen mit Nahestehenden Personen werden zu kommerziellen Bedingungen/Konditionen abgewickelt. Im Rahmen der Preisgestaltung von Transaktionen mit Nahestehenden Personen gelangen Marktpreise zur Anwendung. Einmalige bzw. aussergewöhnliche Transaktionen liegen keine vor.

AEW ENERGIE AG


Finanzteil AEW Gruppe

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82 Die AEW Gruppe leistete folgende Vergütungen an die Geschäftsleitung: TCHF Gehälter und sonstige Kurzfristige Leistungen Abfindungsleistungen Arbeitgeberbeiträge Pensionskasse Sonstige Langfristige Leistungen Aktienorientierte Vergütungen Total

2006/07

2005/06

1 080

1 029

0

0

160

156

0

0

0

0

1 240

1 185

Der Verwaltungsrat der AEW Energie AG wurde folgendermassen vergütet: TCHF

2006/07

2005/06

157

158

Abfindungsleistungen

0

0

Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses

0

0

Sonstige Langfristige Leistungen

0

0

Aktienorientierte Vergütungen

0

0

157

158

Gehälter und sonstige Kurzfristige Leistungen

Total

Bedeutende Abnahme- und Lieferverpflichtungen Die AEW Energie AG ist im Rahmen des NOK-Gründungsvertrages aus dem Jahr 1914 verpflichtet, den Strombedarf für ihre direkten Kunden und die Endverteiler bei der NOK zu beziehen. Die Axpo Vertrieb AG hat die im NOK-Gründungsvertrag geregelten Rechte und Pflichten übernommen. Die AEW Energie AG ist verpflichtet, Strom bei Axpo Vertrieb AG zu annehmbaren Bedingungen zu beziehen. Die Bezugskonditionen sind für alle Kantonswerke der Nordostschweiz gleichartig geregelt.

Konzessionen für Wasserkraftwerke Eine Wasserrechtskonzession ist das vom Staat erteilte Recht, die Wasserkraft an einer bestimmten Gewässerstrecke unter Ausschluss von Dritten zu nutzen (sogenannte Sondernutzung an einer öffentlichen Sache). Die Inhaberin einer Sondernutzungskonzession erhält durch sie ein wohlerworbenes Recht. Wohlerworbene Rechte sind besonders geschützte Rechtspositionen gegenüber dem Staat. Sie sind auf Gegenseitigkeit und Dauerhaftigkeit angelegt und in ihrem Bestand und Wert geschützt. Sie gelten als grundsätzlich unentziehbar; durch spätere Gesetze können sie grundsätzlich nur gegen Entschädigung aufgehoben oder eingeschränkt werden. Die Verleihung einer Konzession erfolgt über einen bestimmten Zeitraum gegen jährliche Entschädigung, die hoheitlich festgelegt wird. Die Konzession für die Wasserkraftnutzung der Reuss im Kraftwerk Bremgarten-Zufikon ist seit 1. Mai 1970 in Kraft und wurde für 80 Jahre erteilt. Sie erlischt nach Ablauf, sofern sie nicht erneuert wird. Die Konzession darf nur mit Zustimmung des Kantons Aargau auf einen anderen Inhaber übertragen werden. Die Konzession für die Wasserkraftnutzung der Reuss im Kraftwerk Bruggmühle in Bremgarten besteht seit 1996 und endet im Jahr 2075.

AEW ENERGIE AG


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Zusatzinformationen

83 Konzessionsverträge mit Detailgemeinden Konzessionsverträge mit Detailgemeinden zum Bau und Betrieb von Verteilanlagen regeln die Sondernutzung von öffentlichem Grund und Boden durch die AEW Energie AG für Erstellung, Betrieb und Unterhalt der Versorgungsinfrastruktur sowie die Belieferung von Endkunden mit Energie und damit zusammenhängenden Dienstleistungen, einschliesslich Datenübertragung. Die überwiegende Zahl der über 70 Konzessionsverträge wurde auf den 1. Oktober 2007 mit einer Laufzeit von 20 Jahren erneuert. Falls die Konzessionen nach Ablauf der Vertragsdauer nicht erneuert werden, besteht seitens der Konzessionsgeberinnen eine Rückkaufspflicht der Anlagen zum Wiederbeschaffungswert.

Eingeschränkt verfügbare Vermögenswerte – Verpfändete Vermögenswerte TCHF Wertschriften Liegenschaften betrieblich genutzt Liegenschaften Renditeobjekte

30.09.2007

30.09.2006

9 835

0

10 093

10 490

5 694

5 831

25 622

16 321

Grundpfandrechte

3 500

5 500

Hypothekarschuld

3 500

5 500

Bilanzwert der belasteten Vermögenswerte

Bezüglich der eingeschränkten Verfügbarkeit der Aktien der Axpo Holding AG wird auf die «Allgemeinen Informationen» auf Seite 50 verwiesen. Die AEW Gruppe verfügt über keine weiteren Vermögenswerte, welche verpfändet sind, unter Eigentumsvorbehalt stehen oder anderweitig nur eingeschränkt verfügbar sind. Auch im Vorjahr lagen keine weiteren solchen Eigentumsbeschränkungen vor.

Eventualverbindlichkeiten und Eventualforderungen Aufgrund der Konzession des Kantons Aargau für die Wasserkraftnutzung im Kraftwerk Bremgarten ist die AEW Energie AG verpflichtet, Massnahmen zur Hochwassersicherheit zu finanzieren, die von den kantonalen Behörden festgelegt werden. Der Zeitpunkt für den Beginn dieser Arbeiten ist unbekannt, ebenso wie die der AEW Energie AG dadurch entstehenden Kosten. Eine zuverlässige Schätzung der Höhe der Verpflichtung ist daher nicht möglich. Aufgrund der NISV-Verordnung (Verordnung über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung) liegt eine Verpflichtung vor, deren Höhe aber nicht zuverlässig bestimmbar ist, da das Starkstrominspektorat erst einen Vorschlag, aber noch keine Verfügung erlassen hat, die Klarheit bezüglich Mess- und Bewertungsmethoden schaffen würde. Als Konsequenz lassen sich die sanierungsbedürftigen Anlagen nicht ermitteln und die Höhe der Verpflichtung ist nicht zuverlässig bestimmbar. Ein Grosskunde hat am 22. Februar 2006 beim Handelsgericht des Kantons Aargau gegenüber der AEW Energie AG und der NOK eine Klage in vorerst unbezifferter Höhe eingereicht und dabei den denkbaren Höchstbetrag von CHF 17,4 Mio. genannt. Die Grundlage für die geltend gemachte Forderung bildet die zwischen der AEW/NOK und dem Grosskunden am 17. Dezember 1998 abgeschlossene Vereinbarung betreffend die Belieferung des Grosskunden mit elektrischer Energie. Nach Meinung des Grosskunden beinhalte

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Finanzteil AEW Gruppe

Zusatzinformationen

84 diese Vereinbarung eine Meistbegünstigungsklausel, welche die AEW/NOK durch die Lieferung an eine Drittpartei zu einem tieferen Preis verletzt habe. Der Grosskunde verlangt nun den zu viel bezahlten Differenzbetrag von der AEW/NOK zurück. Die 1. Kammer des Handelsgerichtes des Kantons Aargau hat die Klage gemäss Urteil vom 16. Oktober 2007 abgewiesen. Gegen diesen Entscheid kann bis zum 18. Januar 2008 Beschwerde an das Schweizerische Bundesgericht erhoben werden. Im Weiteren besteht ein öffentlich-rechtliches Immissionsschutzverfahren betreffend die Überbauung Wohnpark Fortuna in Bremgarten-Zufikon. 13 von 60 Grundeigentümern im Wohnpark Fortuna behaupten, vom Kraftwerk Bremgarten-Zufikon, das im Eigentum der AEW Energie AG steht, würden Lärm- und Erschütterungsemissionen ausgehen. Diese 13 Grundeigentümer haben bei der Stadt Bremgarten ein umweltschutzrechtliches Verfahren initiiert, welches erstinstanzlich vor dem Stadtrat Bremgarten hängig ist. Seit dem 29. Mai 2006 liegt in dieser Sache ein Gutachten der EMPA vor, zu welchem die AEW Energie AG mit Eingabe vom 20. September 2006 umfassend Stellung genommen und insbesondere den Hauptantrag gestellt hat, dass festzustellen sei, im Bereich des Wohnparks Fortuna würden keine schädlichen oder lästigen Immissionen aus dem Betrieb des Wasserkraftwerks Bremgarten-Zufikon im Sinne von Art. 11 Abs. 3 USG vorliegen und das Immissionsschutzverfahren deshalb zu schliessen und als erledigt abzuschreiben sei. Die AEW Energie AG ist der Überzeugung, dass aus diesem Rechtsverfahren keine Verpflichtung resultieren wird. Da es sich jedoch um ein hängiges Verfahren handelt, kann dessen Ausgang nicht mit Sicherheit prognostiziert werden.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Am 1. Oktober 2007 hat die AEW Energie AG 100 % an einem lokalen Versorgungsunternehmen zum Kaufpreis von TCHF 1 270 übernommen. Der Kaufpreis kann sich aufgrund von Anpassungen des Netto-Umlaufvermögens noch leicht verändern. Das Unternehmen fusionierte am 1. Oktober 2007 mit der AEW Energie AG. Am Bilanzstichtag hatte die AEW Energie AG eine Anzahlung von TCHF 950 geleistet, welche unter den Übrigen Kurzfristigen Forderungen ausgewiesen ist. Das Eigenkapital des Unternehmens beträgt approximativ TCHF 272 und die Fair-Value-Anpassungen auf den Sachanlagen TCHF 632. Daraus resultiert ein vorläufiger Goodwill von TCHF 366.

Fremdwährungskurse CHF per

AEW ENERGIE AG

Jahresendkurs am 30.09. 2007 2006

Jahresmittelkurs 2006/07 2005/06

1 Euro (EUR)

1,6601

1,5881

1,6294

1,5630

1 US-Dollar (USD)

1,1708

1,2542

1,2167

1,2719


Finanzteil AEW Gruppe

Konzernbericht

Bericht des Konzernprüfers

85

Als Konzernprüfer haben wir die konsolidierte Jahresrechnung (Erfolgsrechnung, Bilanz, Aufstellung über die Veränderung des Eigenkapitals, Geldflussrechnung und Anhang/ Seiten 44 bis 84) der AEW Energie AG für das am 30. September 2007 abgeschlossene Geschäftsjahr geprüft. Für die konsolidierte Jahresrechnung ist der Verwaltungsrat verantwortlich, während unsere Aufgabe darin besteht, diese zu prüfen und zu beurteilen. Wir bestätigen, dass wir die gesetzlichen Anforderungen hinsichtlich Befähigung und Unabhängigkeit erfüllen. Unsere Prüfung erfolgte nach den Schweizer Prüfungsstandards sowie nach den International Standards on Auditing, wonach eine Prüfung so zu planen und durchzuführen ist, dass wesentliche Fehlaussagen in der konsolidierten Jahresrechnung mit angemessener Sicherheit erkannt werden. Wir prüften die Posten und Angaben der konsolidierten Jahresrechnung mittels Analysen und Erhebungen auf der Basis von Stichproben. Ferner beurteilten wir die Anwendung der massgebenden Rechnungslegungsgrundsätze, die wesentlichen Bewertungsentscheide sowie die Darstellung der konsolidierten Jahresrechnung als Ganzes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine ausreichende Grundlage für unser Urteil bildet. Gemäss unserer Beurteilung vermittelt die konsolidierte Jahresrechnung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und entspricht dem schweizerischen Gesetz. Wir empfehlen, die vorliegende konsolidierte Jahresrechnung zu genehmigen.

PricewaterhouseCoopers AG

Armin Bantli Leitender Revisor

Roberto Bumann

Aarau, 8. Januar 2008

AEW ENERGIE AG


Glossar

86

Ergänzende Informationen

AFS Available For Sale. Zur Veräusserung verfügbares Wertpapier

Axpo = Axpo Konzern = Axpo Gruppe

Axpo steht als Marke für die Gesamtheit der Axpo Unternehmen und ist gleichbedeutend mit Axpo Gruppe und Axpo Konzern. Axpo besteht aus den Unternehmen Axpo Holding AG, NOK, Axpo Informatik AG, Axpo Vertrieb AG und CKW, EGL.

Axpo Holding AG Am 16. März 2001 gegründete Dachgesellschaft, als Muttergesellschaft der NOK, Axpo Vertrieb AG, Axpo Informatik AG, CKW, EGL. Axpo Vertrieb AG Axpo Informatik AG

1999 gegründete Handels- und Verkaufsgesellschaft. Die Axpo Vertrieb AG vermarktet den von den Nordostschweizerischen Kraftwerken produzierten und beschafften Strom im Stammgebiet unter der Marke Axpo. Seit 1. Okto- ber 2004 ist die Axpo Vertrieb AG eine hundertprozentige Tochter der NOK. 2001 von den Kantonswerken und der Axpo Holding AG gegründete Tochtergesellschaft für alle Informatik-Aktivitäten. Aktionariat seit 1. Oktober 2004: Axpo Holding AG 62,7 %, AEW Energie AG 14,4 %, EKZ 18,9 %, EKS 4 %

Cash Generating Unit Zahlungsmittel generierende Einheit

CKW Centralschweizerische Kraftwerke AG

Contracting Übertragung von eigenen Aufgaben des Rechtssubjekts auf ein Dienstleistungs- unternehmen Discounted Cashflow Der Gegenwarts- oder Barwert ist die Summe der auf den Bilanzstichtag diskontierten zukünftigen Nettomittelzuflüsse, den ein Vermögensposten erwartungsgemäss im normalen Geschäftsverlauf erzielen wird. Bei Schulden ist der Barwert entsprechend die Summe der auf den Bilanzstichtag diskon tierten zukünftigen Nettomittelabflüsse, die für einen Schuldposten erwar- tungsgemäss im normalen Geschäftsverlauf zur Erfüllung aufzuwenden sind.

EE Erneuerbare Energie EGL Elektrizitäts-Gesellschaft Laufenburg AG

NOK Nordostschweizerische Kraftwerke AG

EBITDA Earnings Before Interests, Taxes, Depreciation and Amortization Operatives Ergebnis vor Zinsen, Ertragssteuern sowie Abschreibungen auf Sachanlagen bzw. immateriellen Vermögensgegenständen und Goodwill EBIT Ergebnis vor Ergebnis assoziierte Gesellschaften und Partnerwerke, Ergebnis Renditeliegenschaften, Finanzergebnis, ausserordentlichem Erfolg und Ertragssteuern EBT Unternehmensergebnis vor Ertragssteuern

Fair Value Marktwert / Beizulegender Zeitwert

IFRS

International Financial Reporting Standards. Internationaler Standard für die Rechnungslegung, der von Mitgliedern der Axpo Gruppe in harmonisierter Form angewendet wird. Bis 2001 wurde der Begriff International Accounting Standards (IAS) verwendet, nach dem die einzelnen Normen weiterhin bezeichnet sind.

Impairment Wertbeeinträchtigung / Wertminderung

AEW ENERGIE AG

IMS Integriertes Managementsystem


Glossar

Ergänzende Informationen

ISO ISO International Organization for Standardization

kV Kilovolt kWh Kilowattstunde

Litecom AG

Anbieter von Telekommunikationsdiensten für Geschäftskunden Aktionäre: AEW Energie AG (AEW), Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ), Elektrizitätswerk des Kantons Schaffhausen AG (EKS), Elektrizitätswerk des Kantons Thurgau AG (EKT), St. Gallisch-Appenzellische Kraftwerke AG (SAK) und Nordostschweizerische Kraftwerke AG (NOK)

LWL-Netz Lichtwellenleiternetz

MWh Megawattstunde

MVA Megavoltampere

Nahestehende Personen

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AEW Energie AG: Der Begriff «Nahestehende Personen» beinhaltet die assoziierten Gesell- schaften (Beteiligungsquote zwischen 20 % und 49,99 %) sowie Verwaltungsräte und Gesellschaften mit einer besonderen Bindung innerhalb der Axpo Gruppe und die Pensionskasse. Die Aktiven und Passiven gegenüber Aktionären werden gesondert ausgewiesen. AEW Gruppe: Alle Beziehungen zu Nahestehenden Unternehmen und Personen, bei denen ein Beherrschungsverhältnis vorliegt, unabhängig davon, ob Geschäfte zwischen den Nahestehenden Unternehmen und Personen stattgefunden haben, werden unter dem Begriff «Nahestehende Personen» ausgewiesen.

NE Nichterneuerbare Energie Net Selling Price Nettoverkaufswert PE Personaleinheiten

Recoverable Amount Realisierbarer Betrag (höherer Wert aus Nettoverkaufswert und Gebrauchswert/Nutzwert)

Restatement Korrektur von Fehlern aus Vorjahren nach IFRS

SAP IS-U Eine Branchensoftware der Firma SAP für Versorgungsunternehmen (Zähler-, Mess- und Kundendatenverwaltung sowie Verrechnung)

Strom VG Stromversorgungsgesetz SQS Schweizerische Vereinigung für Qualitäts- und Management-Systeme TCHF 1 000 CHF

True and Fair View Dieser Grundsatz verlangt, ein möglichst zuverlässiges und getreues Bild der Wirtschaftslage des Unternehmens zu vermitteln.

UW Unterwerk Value in Use Gebrauchswert/Nutzwert WACC Weighted Average Capital Costs. Gewichtete Kapitalkosten

AEW ENERGIE AG


Gesch채ftsbericht 2006/07

Bericht 체ber das 8. Gesch채ftsjahr der AEW Energie AG vom 1. Oktober 2006 bis 30. September 2007


Geschäftsbericht 2006/07 der AEW ENERGIE AG