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Jahresbericht

DAeC LV NRW

2010


Vorwort

Vorwort Im Verlauf unserer Arbeit im Präsidium des DAeC LV NRW ist uns im Frühjahr bewusst geworden, dass unser Verband 2010 seit 60 Jahren besteht. Fast wäre dieses Jubiläum in Vergessenheit geraten und bei der Überlegung, in welcher Form wir den Anlass würdigen wollen, ist überdeutlich geworden, dass uns gerade aus der länger zurückliegenden Zeit nur wenige und großteils bruchstückartige Informationen vorliegen. Die Auflistung der Präsidien liegt vollständig vor, doch in den Sportfachgruppen und den Gremien stößt man bei der Recherche, wer wann mitgewirkt hat, schnell an die Grenzen. Ganz zu schweigen von den Tendenzen, Zielen, Fehlschlägen und Erfolgen, die ein Verband in sechzig Jahren erfährt.

Wir haben also zunächst den Auftrag erteilt, ein Logo zum Thema 60 Jahre DAeC LV NRW zu entwickeln und durch seine Verwendung im Schriftverkehr auf den historischen Fakt aufmerksam zu machen. Zudem haben wir beschlossen, mit der Herausgabe dieses Jahresberichtes ein Zeichen gegen das Vergessen zu setzen. Wir haben alle Gliederungen des Verbandes gebeten, die wichtigsten Inhalte und Ergebnisse ihrer Arbeit zusammenzufassen und damit ihren Beitrag zu leisten, die gesamte Vielfalt unserer Tätigkeitsfelder kompakt zu dokumentieren. Unsere Nachfolger im Präsidium wer-

den es uns sicherlich danken, wenn sie in fünfzehn Jahren bei der Planung der Feierlichkeiten aus Anlass des 75-jährigen Bestehens des DAeC LV nachlesen können, was uns 2010 bewegt und beschäftigt hat. Eine zweite Überlegung zur Herausgabe dieses Berichtes war der Ablauf des Verbandstages. Berichte gehören zu den satzungsgemäßen Notwendigkeiten jeder Hauptversammlung eines Vereins, aber die mit Fleiß formulierten und mit gesetzten Worten vorgetragenen Tätigkeitsdarstellungen überfordern häufig das Aufnahmevermögen

der Zuhörenden. Wir hoffen, dass dieser Bericht dazu beitragen wird, den Verbandstag zeitlich zu entlasten und den Mitgliedern dennoch die Möglichkeit zu geben, sich über die Aktivitäten ihres Verbandes zu informieren. Eine weitere Überlegung dieser Form der Darstellung stellt die Wirkung eines geschlossenen Berichtes auf Dritte dar. Der Luftsport, als kleine Gruppierung im Kanon des Sportes, ist auf das Wohlwollen und die Unterstützung der Politik und der Öffentlichkeit angewiesen. Mit diesem Bericht können wir gut auf uns und unsere Themen hinweisen und bleiben hoffentlich nachhaltig in Erinnerung, wenn wir bei unseren Partnern das Werk hinterlegen. Wir hoffen, dass wir mit dem Beschreiten dieses Weges den Bedürfnissen unserer Mitglieder entsprechen und wünschen viel Freude bei der Lektüre dieser Zusammenstellung. Stefan Klett (Präsident) Sue Kussbach (Vizepräsidentin) Helmut Bruders (Vizepräsident) Niko Richartz (Vizepräsident) Dr. Ulrich Wünsche (Schatzmeister)

„Ein arbeitsreiches Jubiläumsjahr 2010“

60 Jahre DAeC Landesverband NRW – da bekommt man Feierlaune. Jedoch können wir diese wohl zum ersten Mal mit Euch gemeinsam spüren, nämlich auf dem diesjährigen Verbandstag in Kamen. Den Rest des Jahres hatten wir viel zu tun – mehr als sonst – und das lag an zwei Faktoren. Der eine selbstauferlegt, der andere von außen bestimmt. Zum letzteren: Die Veränderungen in der nordrhein-westfälischen Politik haben Einiges aufgewirbelt, was von uns zuvor in mühevoller Lobbyarbeit geerdet worden war. Ehemalige Ansprechpartner in der parlamentarischen und administrativen Ebene in Düsseldorf 2

machten nach der Landtagswahl im Mai Platz für die neu gewählten und ernannten Vertreter. Zwar hat sich auf der zuständigen Arbeitsebene zum Glück unsere beständige Kontaktpflege gelohnt, aber nun heißt es in vielen Ministerien und Re– Jahresbericht 2010 –

gierungspräsidien wieder vorstellig zu werden und für unsere Anliegen zu kämpfen. Viele Unterstützer sind nach wie vor in den Häusern anzutreffen, die Arbeit kann kontinuierlich fortgesetzt werden – nur die Gesichtspflege beginnt von neuem. Die ersten Termi-


Präsidium ne sind geblockt, die Gesprächsagenda steht – also auf geht’s. Schuld ist die Demokratie – und das ist gut so! Der zweite Grund für unseren arbeitsteiligen Mehraufwand schulden wir den selbstauferlegten Hausaufgaben: π Teilnahme

am Qualifizierungs­ programm des LSB π Potentialanalyse unserer Segelflugschule Oerlinghausen π Neuaufstellung unserer Informations- und Kommunikationswege π Veränderungen in der Bezirksstruktur unseres Landesverbandes Mehr zu den Details berichten unsere jeweils für die Ressorts zuständigen VizepräsidentInnen auf den folgenden Seiten – aber soviel sei erwähnt: Nur

durch die kontinuierliche Fortsetzung all dieser Themenschwerpunkte neben den Alltagsgeschäften werden wir im neuen Gefüge Sportstruktur in NRW und Bundesverband DAeC erfolgreich und marktgerecht bestehen können und als Dienstleister weiterhin für unsere Vereine und Mitglieder an der Spitze stehen, wie die guten Beispiele und Rückmeldungen zu den Themen CAMO, „Luftsport in NRW“, Versicherungspaket etc. zeigen. Mein Dank gilt allen haupt- und ehrenamtlichen Mitstreitern in den Gremien des Verbandes, der Geschäftsstelle, der Luftsportjugend, den Sportfachgruppen, Ausschüssen und Beauftragten, aber auch Euch als Vereinen vor Ort für den unermüdlichen Einsatz im Sinne unseres tollen Luftsports.

Neben vielen offiziellen Terminen hatte ich selbst Dutzende Male Gelegenheit, bei den Arbeitssitzungen mitwirken und dabei festzustellen zu können, dass wir erfreulich oft in einem großen Netzwerk aktiv sind und auf hohem Niveau diskutieren – manchmal hart, aber stets fair und zielorientiert! Dieses Netzwerk auszubauen, zur NRW – Sportfamilie zu gehören und im Bundes – DAeC beispielhaft zu wirken – das Ganze weiterhin in einem finanziell und ideell stimmigen Umfeld – das ist mein persönlicher Wunsch für uns alle im kommenden Jahr. In diesem Sinne wünsche ich Euch einen schönen Jahresausklang, eine tolle Flugsaison 2011, Gesundheit, Glück und Gottes Segen. Euer Stefan Klett Präsident

Europa ist noch nicht bei allen angekommen Seit 2003 besteht nun die Europaverordnung EU 2042/2003, die grundsätzlich die Rahmen und Verfahren der Luftfahrzeuginstandhaltung und der Handhabung der Lufttüchtigkeit regelt. Insbesondere der Part M und die Anhänge zu dieser Verordnung schreiben detailliert Verfahren und Pflichten vor. Man muss leider feststellen, dass in vielen Köpfen noch nicht angekommen ist, dass nunmehr die Europaregeln gelten und nicht mehr das Althergebrachte. Es ist richtig, dass die Luftfahrzeuge durch die früheren Verfahren bei Instandhaltung und Lufttüchtigkeitsprüfungen sicher waren und dass die Arbeit des technischen Personals den hohen Ansprüchen der Lufttüchtigkeit entsprach, aber wir leben nun einmal in Europa und die neuen Regeln sind abgestimmt. Es kommt jetzt nur noch darauf an, mit ihnen zu leben, wobei klar ist, dass so einiges, was dort von der EASA kommt, schwer zu verstehen ist und es doch mancher Stellungnahme bedarf,

um aufzuzeigen, dass es auch einfachere und machbarere Lösungen gibt als die, die am Schreibtisch entstehen. Es ist aber auch sicher der falsche Weg, Zurückliegendes herbeizuwünschen. Einen Weg zurück wird es nicht geben. Auch muss fairerweise gesagt werden, dass an den Europavorschriften auch einiges positiv zu bewerten ist. Sicherlich wird auch die noch zu erwartende Anpassung einiger Vorschriften an die Bedürfnisse und Belange der Allgemeinen Luftfahrt Fortschritte bringen. Unsere CAMO, unser Instandhaltungsbetrieb und unser Luftfahrttechnischer Betrieb decken den Bedarf der Mitglieder und Vereine im Landesverband NRW des DAeC ab. Wie lange der Luftfahrttechnische Betrieb noch zu erhalten ist, hängt von der Entscheidung ab, wann auch die noch in nationaler Verantwortung stehenden Luftfahrzeugmuster unter EU Recht gestellt werden. Zwei Instandhaltungszentren unseres – Jahresbericht 2010 –

Instandhaltungsbetriebes wurden aufgegeben, weil sie nicht genutzt wurden und es wenig Sinn macht noch Geld und Arbeit aufzuwenden, sie zu erhalten. In unserer CAMO wird neben ca. 1300 eigenen Prüfungen der Lufttüchtigkeit auch die Lufttüchtigkeit von ca. 70 österreichischen Luftfahrzeugen geführt; auch sind für unsere CAMO fünf österreichische ARS (Airworthiness Review Staff) in Österreich tätig. Hinzu kommen weitere LFZ aus Großbritannien, Belgien und Schweden. Dieses geschieht in Abstimmung mit den jeweiligen ausländischen Luftfahrtbehör3


Präsidium den und mit unserer Außenstelle des LBA in Düsseldorf, mit der wir nach wie vor sehr gut zusammenarbeiten und die immer ein offenes Ohr für unsere Anliegen und Probleme hat. Für die Zukunft ist zu wünschen, dass Schimpfen und Nörgeln, insbesondere

gegenüber der erfolgreichen Mannschaft in der Geschäftsstelle, einer konstruktiven Kritik weichen. Es ist nicht hilfreich, ständig Dinge zu kritisieren, die nicht änderbar sind und es ist vielleicht sogar gefährlich, gegebene Regeln in einer Grauzone in Werkstätten

zu umgehen. Niemand beansprucht, die einzig richtige Lösung gefunden zu haben und jemand, der immer noch unzufrieden ist, darf ja bessere Wege für sich suchen. Helmut Bruders Vizepräsident

2010 – ein Jahr des Jubiläums, des Übergangs und des Aufbruchs? Die Arbeitsschwerpunkte des vergangenen Jahres markieren sowohl die Fortsetzung langjähriger Themen als auch den Beginn neuer Handlungsperspektiven. Nach den Mühen des Vorjahres um die Struktur-Reform des DAeC, rückten in diesem Jahr vor allem auch wieder klassische Bereiche vor Ort und damit die Vereine und Luftsportler in NRW in den Fokus. Der Kontakt zu anderen Verbänden im Rahmen des DAeCs wurde in verschiedenen Sachthemen mit einem steten Gedankenaustausch fortgesetzt. Die erfreuliche Bestätigung vieler Gemeinsamkeiten war aber auch begleitet von einer bedauerlichen Stagnation des Konversionsprozesses auf Bundesebene. Im Wissen um die geschlossene Luftsportfamilie in NRW werden wir die gemeinsame Arbeit der Verbände und Sportarten auf Bundesebene weiter unterstützen, müssen aber kritisch bleiben, wenn es Ansätze zur Verselbstständigung einzelner Gruppen geben wird. Hier ist also zu hoffen, dass mit den anstehenden Versammlungen Fortschritte in Fragen der Organisation der Organe, Bundeskommissionen und Ausschüsse gelingen, die die erfolgreiche gemeinsame Interessenvertretung des Luftsports sicherstellen. Das Jahr 2011 wird hierfür entscheidend sein. Mit den Bereichen Verbandskommunikation, Versicherungswesen oder Sportschule standen traditionelle Themen auf der Agenda. Die Schaffung von „Luftsport in NRW“ im nahtlosen Anschluß stellte einen Kraftakt dar, der aus verschiedenen Gründen leider nicht mehr auf die Schultern mehrerer Verbände verteilt werden konnte - zu unterschiedlich waren die Interessen. 4

Soweit der auf Bundesebene eingesetzte Ausschuß keinen Vorschlag erbringt, sollte uns die Kommunikation mit den Mitgliedern wichtig genug für eine eigene Lösung sein. Für die Zukunft ermöglicht uns dies aber dann die Diskussion neuer Wege. Im Bereich der Versicherungen wurden durch den Rückzug des bisherigen Vertragspartners aus dem Geschäftsfeld Luftfahrt umfangreiche Verhandlungen notwendig. Die Entwicklung in anderen Landesverbänden zeigt, dass die in NRW gewählte Lösung in Rahmenversicherungsverträgen für den Verband Nachahmung und damit Anerkennung findet. Die Situation des Umbruchs erlaubte dabei aber auch im Detail die Ausweitung des Versicherungsschutzes zu verhandeln – ein Beleg für den Vorteil gemeinsamer Interessenvertretung und die erfolgreiche Arbeit des Verbandes. In sportlicher Hinsicht werden an anderer Stelle herausragende Leistungen gewürdigt. Persönlich bemerkenswert war aber der Besuch des Landesjugendtreffens Modellflug. Eine traditionsreiche Veranstaltung, die vom großem Engagement zahlreicher Organisatoren, Referenten oder Helfer getragen wird und leider nur einen vergleichsweise – Jahresbericht 2010 –

kleinen Kreis jugendlicher Teilnehmer erfreut. Solche Veranstaltungen haben es verdient, größere Resonanz zu erfahren. Hier wird es z. B. darum gehen, den Nachwuchs - in allen Sportsparten gleichermaßen – zu fördern. Eine Perspektive, die in allen Bereichen der Gesellschaft oder des Sports als notwendig erkannt wird, wie die Teilnahme am Kongress „Zukunft-Sport-Verein“ zeigte. Die Sorgen des Luftsports unterscheiden sich nicht von denen der olympischen Sportarten; uns fehlt bisher vielleicht nur die konsequente Befassung damit. Dies zu leisten wird aber wiederum nur in der Gemeinschaft des Verbandes gelingen und so ist eines der folgerichtigen Ergebnisse der Qualitätsanalyse des Verbandes die Erkenntnis, dass ein Bedarf der Vereine an Begleitung, Hilfestellung existiert, den wir zukünftig mit Seminar-Angeboten, einem breiten Informationsaustausch etc. bedienen müssen. Die vielfältigen Erfahrungen der Vereine auszutauschen und den Wissensschatz nutzbar zu machen wird uns so gemeinsam gelingen. N. Richartz


Präsidium

Bericht aus dem Präsidium der Vizepräsidentin Sue Kussbach

bedanken, auch bei denen, die mich bei meiner Arbeit unterstützt haben. Ich gehe zuversichtlich und mit neuen Kräften in das Jahr 2011. Ich wünsche Euch ein erfolgreiches unfallfreies Jahr 2011. Sue Kussbach Vizepräsidentin

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an dieser Stelle keine Ergebnisse bekanntgeben, dasselbe gilt für den Luftsporttag. Ihr könnt Euch selber vom Gelingen überzeugen, indem Ihr am 21.11.2010 nach Kamen kommt. Der Luftsporttag NRW findet schon zum achten Mal in Kamen statt. Die Ausrichtung mit den Luftsportfreunden 2000 Kamen / Dortmund e.V. und Boris Langanke hat sich dabei als ein sehr eingespieltes Team ausgezeichnet. Ich finde, auch in diesem Jahr haben wir ein anspruchsvolles Programm zusammengetragen. Durch den Beschluss, ein eigenes Magazin herausbringen zu wollen, ergab sich eine neue Aufgabe, die ich dann auch bei den letzten vier Ausgaben übernahm. Ich kümmerte mich mit Gerhard Rademacher um die Herausgabe des Magazins Luftsport in NRW. Auch hier könnt Ihr die Ergebnisse selber bewerten, Ihr habt alle den Luftsport in NRW zugeschickt bekommen. Ich möchte mich am Ende bei allen Ausschuss- und Kommissionsvorsitzenden für die tolle Zusammenarbeit

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Auf der letzten Klausurtagung des Präsidiums Ende Januar in Radevormwald wurden die Aufgaben im Präsidium in kleinen Feinheiten neu verteilt. Als Ansprechpartnerin der beiden Kommissionen Ballonfahren und Fallschirmspringen wurde ich für das Jahr 2010 eingeteilt. Außerdem gehören zu meinem Zuständigkeitsbereich die Ausschüsse Luftfahrt und Schule, SFG, Beauftragten für den Schulsport, Ausbildung sowie der Frauensport. Einen großen Themenblock nimmt jedes Jahr die Vertretung beim LSB ein. Dort vertrete ich die Interessen unseres Verbandes bei den Ständigen Konferenzen, Regionalkonferenzen, der Sporthilfe und dem Leistungssport. Ich möchte auf die Ergebnisse hier nicht eingehen, da die Ausschussvorsitzenden in ihren Berichten hierüber informieren. Die beiden Bereiche Versicherungsumlage und Luftsporttag zählen vor allem am Ende des Jahres immer wieder zu meinen Aufgaben. Über die Versicherungsumlage wird erst auf dem Luftsporttag entschieden, deshalb kann ich

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Bericht des Schatzmeisters Neue Kommunikationsstruktur: pe gegründet, die sich bei wechselnder Projekt erfolgreich abgeschlossen Teilnehmerzahl möglicherweise auf ein Wie zum Verbandstag 2009 angekündigt, hatten wir uns für dieses Jahr die Aufgabe gestellt, die alte Struktur der Zeitschrift „Luftsport“ hinter uns zu lassen und unsere Kommunikation auf neue Beine zu stellen. Die zunächst angestrebte Kooperation mit den Mitgliedern des alten Herausgebervereins entwickelte sich eher zäh und konnte unsere Anforderungen an einen modernen Medienmix nicht erfüllen. Auf Bundesebene wurde eine Arbeitsgrup-

gemeinsames Vorgehen einigen wird. Für uns in NRW hieß dies, dass wir zum Wohle unserer Mitglieder nicht anders konnten, als ein eigenes Magazin zu entwickeln. Dazu allerdings musste erst ein geeigneter Redaktions-, Produktions- und Verteilungsprozess entwickelt werden, der es in sich hatte. Aber die Protagonisten um Sue Kussbach und Gerhard Rademacher schafften es, ein modernes Layout mit wesentlich interessanteren Texten und frischem Layout zu realisieren. Und das – Jahresbericht 2010 –

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Präsidium Beste daran: der erheblich beschleunigte Prozess sorgt für Aktualität. In 2010 werden vier Ausgaben erscheinen, für 2011 sind sechs Hefte geplant. Dabei ist es gelungen, gegenüber den früher doch zu knappen Kalkulationen die Gesamtkosten pro Heft nur minimal zu steigern. Das zweite Produkt liegt mit diesem ersten Jahresbericht vor, der dazu dienen soll, uns als Luftsportgemeinschaft in NRW bewusster wahrzunehmen. In einer attraktiven Hülle wollen wir vermitteln, welche Schwerpunkte die Verbandsgremien im vergangenen Jahr gesetzt haben. Dies nicht zuletzt, um jedem Mitglied zu ermöglichen, sich mit Wortbeiträgen oder dauerhaftem Engagement am Projekt DAeC Landesverband NRW zu beteiligen. Weiterhin hatten wir geplant, auch unsere elektronischen Medien zu modernisieren. Neben einer wesentlich stärker dialogorientierten Website wollten wir anwenderspezifische Informationen auch per Newsletter oder Mail an den Mann bringen. Allerdings mussten wir feststellen, dass zwei besondere Herausforderungen bestehen, die vor einer Realisierung geklärt werden müssen: Die neuen Informationskanäle müssen mit ständig aktualisierten Inhalten gefüllt werden. Diese sind jeweils zu filtern und redaktionell aufzubereiten. Aus dieser Forderung folgt gleich die zweite: Ist es tatsächlich möglich, einen solchen Prozess zu den budgetierten Kosten dauerhaft und erfolgreich zu bestreiten? Beide Fragen ließen sich in diesem Jahr nicht zufriedenstellend beantworten, so dass voraussichtlich ein neues Projekt in 2011 sich allein mit diesen beiden Fragen auseinandersetzen wird.

Qualitätsmanagement nach EFQM: Wir bewegen uns Etwa zur Jahresmitte 2009 durfte sich der Landesverband verpflichten, als einer von fünf Sportfachverbänden in NRW ein Qualitätsmanagement nach den Maßstäben der EFQM (European Foundation for Quality Management) im Rahmen eines Projektes des Landessportbundes zu entwickeln. Dazu 6

wurde noch in 2009 eine Selbstbewertung anhand standardisierter Fragestellungen durchgeführt, welche Hinweise auf wichtige Projektschwerpunkte lieferte. Für beide gestartete Projekte „Kommunikationsstruktur“ und „Bezirksstruktur“ wurde der erfolgreiche Abschluss sowohl vom Präsidialrat als auch von der Projektleitung des Landessportbundes bestätigt. Zusätzlich haben Präsidium, Geschäftsstelle und Präsidialrat ein Leitbild entwickelt, das ebenfalls verabschiedet ist. Aufmerksamkeit unter den anderen teilnehmenden Sportfach- und Regionalverbänden erregte der in unserem Landesverband entwickelte elektronische Bewertungsbogen, der die Auswertung gegenüber der Papierlösung dramatisch vereinfachte. Am 22.11.2010 wird der DAeC Landesverband NRW vom Landessportbund für sein Streben nach Erfüllung der Mitgliederanforderungen ausgezeichnet. Für den scheidenden Qualitätsmanagementbeauftragten Dr. Ulrich Wünsche ist ein erfreuliches Zwischenergebnis erreicht. Dem neuen QMB Dr. Mario Wichmann sei Glück gewünscht bei der Auswahl geeigneter Projekte und deren erfolgreicher Bearbeitung.

Schatzmeister: Die Kasse stimmt Seit August liegt der Jahresabschluss für 2009 mit dem Abschlussvermerk des Steuerberaters vor. Wie auf dem letzten Verbandstag erläutert, ist die Entnahme aus der Rücklage mit etwa 41.000 EUR um 6.000 EUR niedriger ausgefallen als budgetiert. Wie durch den Schatzmeister prognostiziert ist dank des Einsatzes der Mitgliedervereine in 2010 das Beitragsaufkommen stabil. Unmittelbar den Mitgliedern zugute kamen die einmalig von 30.000 EUR auf 60.000 EUR verdoppelten Fördermittel für Rettungsund Sicherheitsgerät. Die Personalkosten sind etwas höher als ursprünglich geplant. In der Ausbildung war es erforderlich, den Ausbildungsleiter dauerhaft von administrativen Tätigkeiten zu entlasten. Der Gesetzgeber hat eine soziale Be– Jahresbericht 2010 –

triebsumlage installiert, die mit zusätzlichen 6.500 EUR zu Buche schlägt. Der Verbandstag 2009 hatte entschieden, dass der Budgetposten für das Magazin „Luftsport“ erhalten bleiben sollte, obwohl die Zukunft des Herausgebervereins seinerzeit ungewiss war. Statt der früher acht bis neun Ausgaben wurden in diesem Jahr vier Ausgaben geliefert. Im Wesentlichen führen die somit nicht getätigten Ausgaben dazu, dass die zusätzlichen Ausgaben überkompensiert werden können. Statt der geplanten Entnahme aus der Rücklage von über 22.000 EUR werden wir auch dank äußerst sparsamer Haushaltsführung etwa 10.000 EUR den Rücklagen zuführen. Im kommenden Jahr sind wieder sechs gedruckte Ausgaben von „Luftsport in NRW“ geplant. Außerdem soll die Neugestaltung der elektronischen Medien nicht unmittelbar aus finanziellen Gründen scheitern. Deshalb ist an dieser Stelle gegenüber dem heutigen Jahr mit einer Ausgabensteigerung um etwa 40.000 EUR zu rechnen. Insgesamt wird also voraussichtlich eine Entnahme aus den Rücklagen von 38.000 unvermeidlich sein. Mit diesen Worten scheidet der Schatzmeister aus beruflichen Gründen aus dem Amt. Die steigenden Anforderungen an das Team Präsidium einerseits und die nicht absehbar hohe berufliche Auslastung als Selbstständiger wären gleichzeitig ohne gesundheitliche Konsequenzen kaum mehr zu meistern. Ich bedanke mich bei allen Mitgliedern für die vertrauensvolle Zusammenarbeit über die vergangenen vier Jahre und wünsche auch als zukünftiger fliegerischer Nicht-Funktionär alles Gute für die Zukunft des Landesverbandes. Euer Dr. Ulrich Wünsche Schatzmeister


Seko

Segelflug-Saison 2010 – Ad Acta Ein Rückblick der Seko-NRW von Mirja Klicks (Stellvertr. Seko-Vorsitzende)

Nach einer wirklich langen Winterpause fand der Saisonauftakt beim SegelflugForum-NRW am 21. Februar 2010 auf dem Landesleistungsstützpunkt in der Segelflugschule Oerlinghausen statt. Dort trafen sich Streckenflieger und Kaderpiloten zum gemeinsamen Gedanken- und Informationsaustausch. Im netten Rahmen konnten sich die Teilnehmer/innen bei Vorträgen auf die neue Flugsaison einstimmen. So berichtete die Weltmeisterin der Standardklasse, Sue Kussbach, von ihrem Erfolg bei der Frauensegelflugweltmeisterschaft 2009 in Szeged / Ungarn, Dr. Sigi Baumgartl fesselte alle mit einem spannenden Bericht über die Rekordfliegerei und seine Erfahrungen in Afrika und Reiner Rose von der Segelflugszene führte uns in das Regelwerk der OLC-Bundesliga ein. Zum fliegerischen Saisonauftakt trafen sich die Trainer und D-Kader-Mitglieder schon zum 15. Mal zum gemeinsamen Frühjahrstrainingslager im südfranzösischen St. Auban. Wie jedes Jahr hatten so einige Jugendliche des D-Kaders die Chance, neben der Trainerfortbildung, in St. Auban das Alpensegelfliegen, geführt durch die Trainer, kennenzulernen. Mit dabei waren vom Förderverein Leistungssegelflug NRW Hannah Flocke mit der LS4 und Tobias Stramma mit dem Discus 2c. An dieser 14-tägigen Maßnahme nahmen ca. 15 Piloten / -innen teil. Als weitere Trainingsmaßnahme stand vom 19. bis 27. Juni 2010 das traditionelle Frauentrainingslager NRW & RP in Landau zum 5. Mal auf dem Programm. Diese Trainingsmaßnahme hat bundesweit ein so großes Ansehen, dass bereits im Dezember 2009 alle Plätze vergeben waren. So trafen sich in der letzten Juniwoche 20 Teilnehmerinnen und 18 Trainer / -innen zum gemeinsamen Training auf dem Flug-

platz Landau – Ebenberg in der Pfalz. An allen 8 möglichen Tagen konnte trainiert werden und so standen am Ende ca. 1000 Flugstunden und eine Erdumrundung im OLC / DMSt. Vom 11. bis 24. Juli 2010 wurde dann der SFG-Streckenflugwettbewerb in Iserlohn-Sümmern wieder zum Leben erweckt. Hierbei handelt es sich um einen Trainingswettbewerb der Schülerfluggemeinschaften. 18 Teilnehmer erflogen bei guten Wetterbedingungen an 10 Tagen Strecken zwischen 150 km und 340 km. Traditionell kamen auch die Helfer auf ihre Kosten. So gehörten Überlandeinweisungen, Erwerb der F-Schlepp-Berechtigung und ein normaler Schulbetrieb zum Rahmenprogramm. In diesem Jahr fanden wieder die Qualifikationsmeisterschaften für die

– Jahresbericht 2010 –

Deutschen Segelflugmeisterschaften 2011 statt. Insgesamt erflogen 32 NRW Piloten/innen auf 11 entsprechenden Wettbewerben im ganzen Bundesgebiet ihre Qualifikation in 6 Wertungsklassen. Hinzu kommen noch einige Pilot /  -innen, die über Nachrückerplätze die Chance haben, nächstes Jahr an beiden Deutschen Meisterschaften teilzunehmen. Auch nahmen 6 NRW Pilotinnen an der Deutschen Meisterschaft der Frauen Mitte August im sächsischen Zwickau teil. Bei schwierigen Wetterbedingungen erflogen sie 4 Wertungstage in 3 Klassen. Anhand der Platzierungen wurde die Frauennationalmannschaft ermittelt. Dieser gehören nun mit Sue Kussbach (Weltmeisterin) von den Luftsportfreunden 2000 Kamen/Dortmund und Annette Klossok vom LFV

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Seko

Greven, zwei NRW – Pilotinnen an. Ebenso erflogen die Junioren ihren Deutschen Meister im August in 2 Klassen in Freundenstadt im Schwarzwald. Da 2011 die Junioren-WM auch in Freudenstadt stattfindet, handelte es sich hier sogar um eine Vor-WM. 12 Junioren aus NRW nahmen daran teil. Mit Peter Remy vom LSV Goch ist ein Junior aus NRW in der Junioren – Nationalmannschaft vertreten. Schon im Juli fand in Brandenburg die Deutsche Segelkunstflugmeisterschaft in zwei Klassen statt. Von den 4 teilnehmenden NRW – Piloten qualifizierten sich 3 für die Nationalmannschaft. Michael Spitzer vom Fliegerclub Gladbeck & Kirchhellen wurde Deutscher Meister in der Advanced – Klasse. Neben ihm sind Sebastian Dirlam vom VfL Mönchengladbach und Eugen Schaal von der LSG Paderborn in der Nationalmannschaft vertreten. Alle 3 Piloten flogen auch in Jämijärvi / Finnland mit. Eugen wurde dort 22. bei der Europameisterschaft der Unlimited – Klasse. Sebastian wurde 14. und Michael holte sich die Silbermedaille bei der 1. Weltmeisterschaft in der Advanced – Klasse. Mit der Mannschaft erkämpften sich Michael Spitzer und Sebastian Dirlam die WM-Goldmedaille.

kurz. So wurden 3 Fluglehrerlehrgänge mit 37 Teilnehmern und ein Umschulkurs TMG-Lehrer mit 10 Kandidaten in Oerlinghausen durchgeführt. An 11 Fluglehrerfortbildungen nahmen 250 Lehrer teil. Daneben wurden u.a. 2 Fachausschusssitzungen auf Bundesebene und 4 auf Landesebene, eine DOSB-Sitzung in Lübeck sowie ein Trainerseminar an der Trainerakademie zur Fortschreibung der Richtlinien, sowie die EASA Informationsveranstaltung in Köln besucht. Der DAeC LV NRW bildete unter der Leitung von Prof. Dr. R. Mathar und M. Orlowski ca. 40 Sprachprüfer und damit ein NRWweites Sprachprüfernetz aus. In den Vereinen waren 2009 ca. 2000 Flugschüler in der Ausbildung und haben 26.120 Stunden und 77.319 Starts erflogen. Eine große Aufgabe für die Seko NRW war die Anpassung des Leistungssportstruktur- und Entwicklungsplanes an die Vorgaben des Landessportbundes. Bei einem konstruktiven Gespräch mit dem zuständigen Vertreter des LSB am 27. Juli in Duisburg konnte der Strukturplan vorgestellt und erläutert werden. Durch die gute Vorarbeit der Seko gab es seitens des LSB keine Einwände und Widersprüche. Als ein wichtiges Ergebnis wurde die Vergrößerung des D-Kaders von 25 auf 35 Piloten /  -innen erreicht. Somit kann mehr jugendlicher Nachwuchs gefördert und die Stützpunktarbeit auf eine breitere Basis gestellt werden.

In der Zeit vom 3. bis 18. Juli 2010 fand in Priedvidza / Slowakei die Weltmeisterschaft der Club – und Standardklasse statt. Sue Kussbach (Frauenweltmeisterin) erflog sich in der Standardklasse den 35. Platz und Arnd Hovestadt vom LfV Greven holte sich in der Clubklasse den Weltmeistertitel. Natürlich kam die Ausbildung nicht zu 8

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Neben flugsportlichen Veranstaltungen und Terminen nahm die Segelflugkommission NRW an zahlreichen Gremiensitzungen und anderen Veranstaltungen sowohl auf Landes-, als auch auf Bundesebene teil. So seien exemplarisch das Segelfliegerinnentreffen in Frankfurt, diverse Fachausschusssitzungen des Referats Sport des Deutschen Aeroclubs in Kassel, das Airlebniswochenende der Luftsportjugend auf dem Flugplatz Münster-Telgte und der Deutsche Segelfliegertag in Ulm genannt. Ausblick 2011: π Segelfliegerinnentreffen Ende Januar 2011 in Soest π Segelflug-Forum-NRW auf dem Leistungsstützpunkt Rheinermark am 20. Februar 2011 π D – Kadertraining in St. Auban / Frankreich Ende März / Anfang April π Trainerfortbildung in St. Auban / Frankreich Ende März / Anfang April π Deutsche Meisterschaften in Zwickau und Lüsse mit NRW-Piloten π Weltmeisterschaft der Junioren in Freudenstadt mit NRW-Piloten π Weltmeisterschaft der Frauen in Schweden mit NRW-Pilotinnen π Streckenfluglehrgang Le Louroux π Streckenfluglehrgang der Frauen π Diverse Fluglehrerlehrgänge und Fortbildungen Mirja Klicks


Motko · Ulko

JAHRESBERICHT 2010 MOTKO / ULKO Aus- und Weiterbildung Wie bereits in den Vorjahren praktiziert, wurden 2010 wieder zwei ULLehrerlehrgänge in Oerlinghausen mit wiederum großer Resonanz angeboten. Insbesondere die Erweiterung des ULAssistentenlehrganges im April um den Erwerb der Tragschrauberlehrberechtigung kann als rundum erfolgreich angesehen werden. Im September wurden zudem wieder sechs gestandene PPL-Lehrer erfolgreich zu UL-Lehrern umgeschult.

Sicherheit Die MOTKO / ULKO hat eine spezielle Internetseite zum Thema Sicherheit aufgebaut. Als besonders wirksam und effizient hat sich dabei das Angebot zur „Grauen Information“ erwiesen. Von anderen Verbänden in Europa oder weltweit ausgesprochene Sicherheitsalarme, technische oder Lufttüchtigkeitsanweisungen werden hier – z.T. deutlich vor entsprechenden Hinweisen aus den nationalen Institutionen veröffentlicht und ermöglichen dem verantwortlichen Halter dieser Luftsportgeräte zeitnah darauf zu reagieren. In zwei gravierenden Fällen konnten entsprechende Verfahren auch selbst initiiert werden.

Sport Der „Jahressportflug NRW“ als jahresbegleitende Traditionsveranstaltung konnte wieder angeboten werden. Das mit dem zweiten Bergfliegen in Schmallenberg / Am Rennefeld gekoppelte NRW-Fly In(n) mit seiner Sportflugsonderwertung lässt 2010 eine besondere Beteiligung erwarten. Eine wie stets gut vorbereitete – aber wie üblich mal wieder deutlich wetterbeeinflusste – Pfingstrallye fand breiten Zuspruch und fliegende Beteiligung. Zur gleichen Zeit fand in Ballenstedt erstmals seit einigen Jahren eine Deutsche UL-Meisterschaft mit NRW-Beteiligung statt – die UL-DM 2011 wird übrigens in NRW abgehalten werden.

Bei den diesjährigen UL-Europameisterschaften in Sywell (GB) wurde unser NRW-Sportreferent als FAI-Steward berufen und eingesetzt.

UL-Bundesangelegenheiten Bei der im Zuge der DAeC-Strukturreform neu zu konstituierenden Bundeskommission Ultraleicht hat sich der Landesverband NRW in gleich mehreren Funktionsbereichen verankern können. Uwe Post ist Schatzmeister, Volker Engelmann zuständig für Ausbildungsfragen und Roland Schneider als stellvertretender Vorsitzender der Kommission zudem zuständig für Sicherheit und Öffentlichkeitsarbeit.

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Europa Ein Vertreter des LV NRW arbeitet in den Gremien der EMF (European Microlight Federation) mit, so u.a. in einer Arbeitsgruppe, die eine Position zur Einführung einer europäischen LSA zur Vertretung gegenüber der EASA entwickelt. Es besteht die Absicht, grenzüberschreitende Kooperationsprojekte mit anderen nationalen Verbänden durchzuführen, insbesondere in den Bereichen Aus- und Weiterbildung.

Internet Alle Aktivitäten der MOTKO / ULKO werden mit hinreichendem Vorlauf auf

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Motko · Ulko · Modellflug

den sportfachlichen Seiten des LV-Auftrittes www.aeroclubnrw.de veröffentlicht; desgleichen die Nachbereitung von Veranstaltungen/Ereignissen. Hier brauchen wir die weitere Unterstützung aus dem Kreis der Mitglieder des LV NRW.

Modellflugkommission

Die Modellflugkommission NRW (MFK) konnte ihre gesteckten Ziele in den Feldern Jugendarbeit, Spitzensport, Breitensport, Vereinsarbeit und Öffentlichkeitsarbeit erreichen und teils übertreffen. Für den Sport drückt sich das in 18 NRW-Wettbewerben aus, in denen Modellflugpiloten an internationale Wettbewerbe herangeführt wurden. Die Jugendarbeit tritt einmal im Jahr in den Focus der Öffentlichkeit: Beim Modellflug-Landesjugendtreffen. Diesmal konnten 16 % mehr Teilnehmer als im Vorjahr in Schmallenberg begrüßt werden und in einem anspruchsvollen Programm Modellflug in allen Facetten erleben. Diese Ergebnisse der MFK konnten nur durch eine gute Hintergrundar10

beit ihrer sechs ehrenamtlichen Mitglieder und durch die vielen Helfer in den Vereinen geleistet werden. An all diese Personen einen herzlichen Dank, durch Eure Arbeit unterstützt Ihr den Verbandsgedanken mit vielfältiger und meist unerkannter Tätigkeit. Ohne Eure Mithilfe gäbe es keinen Verband! Aus den einleitenden Worten kann erkannt werden, dass die MFK auf den Ebenen Leistungssport und Breitensport Aktivitäten entwickelt, koordiniert und organisiert. Außerdem unterstützt die MFK Vereine bei der Ausübung des Modellflugs, sei es in der Vereinsorganisation, in Umweltfragen, des modellflug-spezifischen Luftrechts und seinen Folgeordnungen/-genehmigungen. Für den Sportbereich organisiert die MFK Seminare zur Ausbildung von Hilfspersonal für Wettbewerbe (Wettbe– Jahresbericht 2010 –

Administration Die MOTKO / ULKO hat im Jahre 2010 durchschnittlich alle zwei Monate getagt. Dazwischen wurde intensiv kommuniziert, telefoniert, geskypt - aus guten Gründen wurden hier weder Zeiten noch Kosten nachgehalten – und größtenteils mit umfangreicher Kommissionsbeteiligung „veranstaltet“. Es hat allen (überwiegend) Spass gemacht. Roland

werbsleiter, Punktrichter, Zeitnehmer, usw.) und führt die Trainerausbildung/– weiterbildung auf den Grundlagen des DOSB durch. Weiterhin vertritt die MFK die Modellflieger im Landesverband und im Bundesverband des DAeC. Diese vielfältigen Aufgaben erforderten mehr als 150 aktive Einsätze der Kommissionsmitglieder, die teilweise über mehrere Tage gingen. So sind die Fachreferenten F1 (Freiflug), Bernd Hönig, F2 (Fesselflug), Jochen Schiffler, F3 (Fernlenkflug), Evelyn Höfs und S (Raketenflug), Paul Stania, bei ihren Sparten-Wettbewerben in NRW anzutreffen, teilweise in Wettbewerbsfunktionen. In den vier Modellflugsparten, die in NRW aktiv ausgeübt werden, gibt es z. Z. ca. 70 unterschiedliche Modellflugklassen. Da sind klassische Klassen wie Kunst- / Segelflug oder Geschwindigkeitsfliegen. Demgegenüber stehen moderne Klassen wie Großsegler oder Hubschrauber. All die unterschiedlichen Klassen haben ein unterschiedliches Profil und somit logischerweise auch unterschiedliche Flugmodelle. Das macht den großen Zulauf zu den verschiedenen Klassen aus. In den letzten Jahren haben sich durch moderne Antriebstechniken ganz neue Tätigkeitsfelder und somit neue Modellflugklassen in den Turnhallen des Landes entwickelt – die „Indoor“-Klassen. Um diesen stürmischen Weg für den Modellflieger sicher und umweltverträglich zu gestalten, bedarf es in der MFK neuer Leute, die die vielfältigen neuen Anforderungsprofile mit ihrer Erfahrung und dem Wissen der jetzigen MFK-Mitglieder verknüpfen. Hier können gesetzliche Rahmenbedingun-


Modellflug gen mit Umweltforderungen und Sicherheitsauflagen mit dem bisherigen Wissen adaptiert werden und so zu sinnvollen Regeln für alle Interessierten führen. Die verschiedenen Aktivitäten in den unterschiedlichen Modellflugklassen werden allgemein von der MFK auf ihren Arbeitstagungen koordiniert, spezielle Fachaufgaben übernehmen die Fachreferenten und führen sie auf den jeweiligen Fachtagungen zum Ziel. Das können neue oder geänderte Regeln sein oder Koordination und Festlegung von Landeswettbewerben. Hier werden die Grundlagen für Kaderwettbewerbe gelegt und verfolgt. Viele von unseren erfolgreichen Piloten haben über die sportlichen Herausforderungen auf Landeswettbewerben Zugang zu Kader- oder höheren Leistungswettbewerben wie Deutsche Meisterschaft, Europa- und Weltmeisterschaft gefunden und dort teilweise große Erfolge errungen. Um diese Erfolge zukünftig auch zu ermöglichen, müssen in NRW Leistungsstützpunkte entstehen, an denen sich die Spitzenpiloten unter fachlicher Leitung weiterentwickeln können. Auf der Seite der Helfer für Wettbewerbe werden laufend Personen benötigt, die als Zeitnehmer, Wenderichter, Punktwerter oder Organisatoren einspringen können. Hier versucht die MFK durch angepasste Schulung und Unterstützung die Voraussetzungen zu schaffen, um dann diese so geschulten Helfer bei kleinen Wettbewerben einzusetzen und fortlaufend weiterbilden

teilweise direkt in den Vereinen abgehalten werden, die Möglichkeit aktuelle Informationen über Sicherheit, Versicherungen, Umwelt, Technik und gesetzliche Rahmenbedingungen direkt an die Mitglieder zu bringen.  Klaus Kosmalla Vorsitzender Modellflugkommission NRW

zu können, um sie auf zukünftig höhere Aufgaben vorzubereiten. Die Jugendarbeit steht bei allen unseren Aktivitäten im Vordergrund. Jugendliche sollen sinnvoll an den Modellflug herangeführt werden, um sicher mit ihm umgehen zu können. Der richtige Umgang mit Umwelt, Sicherheit und gesetzlichen Rahmenbedingungen wird so spielerisch erlernt, so dass der Jugendliche den Modellflug als Bereicherung empfindet. Spezielle Jugendveranstaltungen - wie das Modellflug-Landesjugendtreffen - bieten den Rahmen für einen Vergleich untereinander. Der Jugendreferent, Christoph Pelegrin, ermöglicht so den Jugendlichen, einen Weg in den Breiten- oder Leistungssport zu finden. Der Breitensport, der meist in den Vereinen gepflegt und von den meisten Modellfliegern betrieben wird, bedarf besonderer Aufmerksamkeit und Betreuung. Da beim Breitensport selten Verbindungen über den Vereinsrahmen hinaus zustande kommen, ist es wichtig, die Vereinsführung fit zu machen und fit zu halten, um hier ein entsprechendes Angebot bereitzustellen. Die MFK bietet über Seminare, die – Jahresbericht 2010 –

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Jugend

... Wir bringen die Jugend in Bewegung!

Probleme bei den Berufsgenossen: Immer weniger Geld, immer mehr Verwaltung, immer weniger motivierte Teilnehmer. Anfang einer Krise im Sport?? SFG- Wettbewerb Vom 10.-25. Juli fand nach langen Jahren wieder der „Kultlehrgang“ statt. Viele Piloten aus der Nationalmannschaft haben hier ihre ersten Flüge gemacht. Für ganz kleines Geld geht es mit erfahrenen Trainern auf Strecke. Alle Teilnehmer zeigten sich begeistert!!!

Die Luftsportjugend NRW hat sich wieder viele Dinge einfallen lassen, um die Jugend und auch die etwas Älteren mit einem schönen, runden Programm zu erfreuen. Neben den „schönen Dingen“, die eine Luftsportjugend so organisieren kann, gab es auch so einige Pflichttermine, die zu erfüllen waren. Skifreizeit 2009/2010 Hendrik Jaeschke, ein Name den man sich merken sollte, hat die Skifreizeit der LSJ wieder aufgelegt. 10 Teilnehmer hatten eine Menge Spaß im Schnee und haben bewiesen, dass die Luftsportjugend auch was mit Brettern an den Füßen machen kann. Jahrestagung der Sportjugend NRW Weiter ging das Jahr mit der Jahrestagung der Sportjugend in Hachen. Christine in Begleitung von Hermann knüpften dort im kalten Januar wichtige Knoten, um die Verbindung zur Sportjugend in NRW nicht zu verlieren. Kaum eine Woche später informiert sich Hermann auf dem Sportjugendtag in Duisburg über das wichtige Thema der finanziellen Ausstattung der Sportjugend NRW und somit unsere eigenen Fördermittel. Frühjahrstagung LSJ An einem März-Wochenende war es wieder so weit. Die Luftsportjugend hatte zu ihrer alljährlichen Frühjahrstagung ins Haus der Luftsportjugend nach Laucha geladen. Geplant war das 12

Thema Strukturentwicklung im DAeC und hier im Speziellen die Positionierung der Jugend. Modellflugjugendtreffen Als nächste Veranstaltung stand das Modellflugjugendtreffen auf dem Programm. Durchgeführt durch die Modellflugkommission NRW. Fast schon für uns verwunderlich, dass so viele, 35 Teilnehmer, sich für ein Wochenende für einen Event zusammentrommeln ließen. Carina und Dennis konnten sich bei der Siegerehrung von der super Laune überzeugen. Da keimt Hoffnung auf. Messe: Intermodellbau Als nächstes Event stand für uns die Intermodellbau in Dortmund auf dem Programm. Um den etwas „veralteten Vertretern“ der Modellbaubranche etwas junges Blut zuzuführen, beteiligt sich die LSJ-NRW fast schon traditionsgemäß an dieser Veranstaltung. Fachkräftetagung LSB Hermann muss sich fortbilden. Er tut das auf der Tagung für Fachkräfte im Sport in Hachen. Überall die gleichen – Jahresbericht 2010 –

AIRlebnis und LSJ-Tag in Telgte Ein tolles Event für die Lufsportjugend und den Luftsport an sich! Rund 70 Jugendliche traffen sich zum AIRlebnis in Telgte, um die eigenen fliegerischen Horizonte zu erweitern. Alle Facetten im Luftsport gaben sich ein Stelldichein und der Nachwuchs hatte die Möglichkeit, sich einmal bei den „Nachbarn“ über deren Luftsporthobby zu informieren. Leider haben sich nicht alle Sparten beteiligen können, wird aber im nächsten Jahr besser, so wurde und zumindest versprochen. Als Highlight konnten einige Jugendliche auch gleich mal Fallschirmspringen, Ballonfahren oder Motor- und UL-Flug genießen. Da so viele Jugendliche schon einmal da waren, wurde der Luftsportjugendtag auch gleich abgehalten. Da Claus Bowe vorzeitig seinen Hut genommen hatte und Heiko Steinkamp als Landesjugendleiter aus persönlichen Gründen nicht mehr zur Verfügung stand, wurden zwei Neue in das Leitungsteam gewählt: Hendrik Jaeschke aus dem LSVBorken und Tobias Schulte-Ladbeck aus dem LSV Bonn Rhein-Sieg. Neue Landesjugendleiterin wurde Christine Meier. Stellvertreterin ist nun Carina Klett. Abends wurde dann kräftig gefeiert, so wie es sich für ein richtiges Treffen gehört;-) Jugendvergleichsfliegen NRW in Grefrath Das nächste Event klopfte schon an die Tür: Jugendvergleichsfliegen, Landesausscheid NRW. Tja, das Wetter war super, das Team der


Jugend · Ausbildung Grefrather hatte TOP gearbeitet. Alle Flüge gingen planmäßig zu Ende Dieses Jahr wurde mal wieder „anständig“ gefeiert. Es gab keine Ausfälle, alle hatten viel Spaß. Sieger wurden die Brüder Brüggemann aus Oeventrop. Als Drittplatzierter konnte Michael Fröhlich mit den beiden zur Bundesausscheidung nach Laucha fahren. Leider fiel die Bundesausscheidung förmlich und faktisch ins Wasser. Das erste Mal seit Beginn des Ausscheidungsfliegens überhaupt. Volleyballturnier in Dorsten Weil der Anklang im vergangenen Jahr so gut war, hat die Dorstener Jugend das Volleyballturnier wieder als Beachcup ausgerichetet. Ein tolles Turnier mit großer Hangarparty. Wie immer, toll gelaufen. …war das schon alles? Das kann man nur ganz klar mit einem „Nein“ beantworten. NRW ist von seinen Mitgliedern und seiner flächenmäßigen Ausdehnung her ein sehr großes

Bundesland. Dementsprechend viel ist auch im Verband und in den Vereinen zu erledigen. Es gibt Präsidialratssitzungen, an denen die Landesjugendleitung regelmäßig teilnimmt. Es werden Mediationen in den Vereinen durch die Luftsportjugend, sprich durch Christine und das Landesjugendteam, geführt. Der Luftsporttag NRW als Großveranstaltung wird durch die Luftsportjugend maßgeblich unterstützt. Dann trifft sich die Landesjugendleitung zu eigenen Sitzungen. Hermann erledigt noch mal ganz nebenbei den stellv. Ausbildungsleiter für Ultraleichtflug. Es werden Verbandstermine mit Politikern wahrgenommen. Es gibt zig Veranstaltungen, die noch aufzuzählen wären, die aber jeglichen Rahmen sprengen würden. Ausbildungsbericht

noch. Streckenflugtraining, Modellflugjugendtreffen, LSJ-Treffen, Vergleichsfliegen und die Jugendleiterausbildung?! … Es war ein sehr durchwachsenes Jahr. Vieles wurde geplant, vieles konnte aber auch nicht so stattfinden wie geplant. Die Jugend hat immer weniger Zeit. Niemand möchte sich verpflichten oder sich langfristig an Maßnahmen binden. Anmeldungen werden erst in den letzten Stunden vor dem Start abgegeben. Es wird immer schwieriger, etwas zu planen. Ein Lichtblick: Das AIRlebnis: Es scheint, dass dieses Konzept den Nerv der Jugend getroffen hat. Die Teilnehmerzahl hat alle Erwartungen übertroffen. Zufriedene Gesichter allerorten. Hätten sich alle Sparten auch gleichermaßen aktiv beteiligt, wäre kein Platz mehr für Kritik gewesen. Da aber Besserung von den fernVorläufiges Fazit möchte für gebliebenen Sparten gelobt wurde, wird Zuerst einmal ich mich für die hervorragende ehrenamtliche das Jahrin2010 das Event Jahr das in Arbeit den Vereinen und insbesondere bei im denkommenden Fluglehrern bedanken. Na, mit neuen Veranstaltungsformen diesem Jahr noch übertreffen. kann wie manimmer ja auch Pech von haben. In diesem Sinne Hier diemal Zahlen 2009: Wenigstens ja unsere Standards Euer Landesjugendteam In über 141laufen Vereinen bildeten wir knapp 2.000 Flugschüler (plus 1%)

aus. (Bild Schülerentwicklung). In der Ausbildung wurden 77.319 Starts (plus 3%) mit 29.120 Stunden (plus 5%) auf 816 (-4%) Ausbildungsflugzeugen Segelflugzeugen (-2%) und Motorseglern (1,5%) und Motorflugzeugen (-11%) geflogen. Die Fluglehrer unterrichteten in der Theorie über 6.267 Stunden. 204 Lizenzen inklusive 31 Klassenberechtigungen Reisemotorsegler wurden erteilt.

Ausbildungsbericht Zuerst einmal möchte ich mich für die hervorragende ehrenamtliche Arbeit in den Vereinen und insbesondere bei den Fluglehrern bedanken. Anzahl Schüler

Hier wie immer die Zahlen von 2009: In über 141 Vereinen bildeten wir knapp 2.000 Flugschüler (plus 1%) aus. (Bild Schülerentwicklung). In der Ausbildung wurden 77.319 Starts (plus 3%) mit 29.120 Stunden (plus 5%) auf 816 (-4%) Ausbildungsflugzeugen Segelflugzeugen (-2%) und Motorseglern (-1,5%) und Motorflugzeugen (-11%) geflogen. Die Fluglehrer unterrichteten in der Theorie über 6.267 Stunden. 204 Lizenzen inklusive 31 Klassenberechtigungen Reisemotorsegler wurden erteilt. Die Saison 2010 ist trotz des schlechteren Wetters positiv verlaufen. Es gab nur 12 Unfälle und Störungen im Bereich

Flugschüler in DAeC LV NRW-Schule 3500 3000 2500 2000 1500 1000 500 0

1969

1 Jahre 1990 - 2009

Segel-/Motorseglerflug, 1 im Bereich

lehrer. So konnten dieses Jahr 37 Flug-

Die Fluglehrervorausbildung läuft pri-

junge Menschen finden, die sich eh-

Die Saison 2010 ist trotz des schlechteren Wetters positiv verlaufen. Ballon, 8 im Motorflug (2 DAeC-Vereilehreranwärter ihre Ausbildung unterEs gab nur 12 Unfälle und Störungen im Bereich Segel-/Motorseglerflug, ne) und 8 im UL-Bereich (3 DAeC-Ver- Aufsicht beenden. In drei Fluglehrer- 1 im Bereich Ballon, im Motorflug DAeC-Vereine) und 8 im UL-Bereich eine) NRW-weit. Die 8geringe Anzahl (2lehrgängen in Zusammenarbeit mit der (3 NRW-weit. Die Anzahl schlossen der Vorkommnisse derDAeC-Vereine) Vorkommnisse unterstreicht das geringe Segelflugschule 37 (5 extern) unterstreicht das hohe das wir unserererfolgreich Ausbildung hohe Sicherheitsniveau, dasSicherheitsniveau, wir in un- Kandidaten den inLehrgang gewährleisten. serer Ausbildung gewährleisten. ab. Toll, dass sich immer noch viele Die Fluglehrervorausbildung läuft prima in denintensiv Händen der ma in den Händen der Gruppenflugrenamtlich engagieren. Weiter Gruppenfluglehrer. So konnten dieses Jahr 37 Fluglehreranwärter ihre Ausbildung unter Aufsicht – Jahresbericht 2010 – beenden. In drei Fluglehrerlehrgängen in Zusammenarbeit mit der Segelflugschule schlossen 37 (5 extern)

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Ausbildung · Versicherung wurden noch jeweils ein Kandidat auf die Lehrberechtigung Motorflug und Segelflug umgeschult. In einem Umschulungslehrgang erweiterten 10 Segelfluglehrer ihre Kenntnisse auf die Schulung der Klassenberechtigung Reisemotorsegler (RMS/TMG). Wir haben mit dem starken Einsatz der Gruppenfluglehrer und der Segelflugschule 8 Fluglehrerfortbildungen in NRW angeboten. Die Termine für die Fluglehrerlehrgänge und -fortbildungen in 2011 sind im Internet (aeroclub-nrw.de unter Ausbildung und Termine) und in der Zeitung

Luftsport in NRW veröffentlicht. Der zweimal im Jahr tagende Fachausschuss Ausbildung (FAA) auf Bundesebene wurde von uns besucht. Themen wie Sicherheit, Windenstart, Aufsicht, Fortschreiben von Methodik und SBO sowie die große Änderung im Lizenzwesen durch die EU mit der EASA standen auf der Agenda. In den Arbeitskreisen bringt sich NRW aktiv ein. Hierzu wurden Vorschläge im FAA-NRW (tagte 4 Mal) erarbeitet wie auch zahlreiche Stellungnahmen zu den neuen EASALizenzen. Der Besuch bei der EASA zeigte auf der einen Seite, wie wichtig

die Arbeit ist, auf der anderen Seite aber auch, dass der großartige Luftsport nur ein Rädchen im Getriebe ist. Um in der Zukunft weiter erfolgreich Luftsport treiben zu können, müssen wir uns kontinuierlich fortbilden und ein gute Ausbildung anbieten. Wir kämpfen weiter für unseren herrlichen Luftsport, der für unseren Staat verantwortungsvolle, engagierte und zukunftsorientierte Jungpiloten ausbildet - ein innovativer Wechsel auf die Zukunft eines Exportlandes.  H. Huttel Ausbildungsleiter

Neuer Versicherungspartner gefunden

Die Köln Assekuranz hat uns mit Schreiben vom 29. März 2010 mitgeteilt, dass sie das Geschäftsfeld „Luftfahrt“ zum 31.12.2010 einstellen wird. Diese überraschende Nachricht machte es erforderlich, dass sich der DAeC LV NRW nach einem neuen Versicherungspartner für die Halterhaftpflicht Modellflug und für das Versicherungspaket über die Luftfahrtnebenrisiken umschaut, damit auf diesem wichtigen Sektor des Verbandsangebotes zum 1.1.2011 kein Bruch für den Verband, seine Betriebe, die Vereine und die Mitglieder entsteht. 14

Das Präsidium hat dem Geschäftsführer den Auftrag erteilt, das gesamte Feld der potentiellen Versicherer zu sondieren, Angebote einzuholen und Gespräche zu führen, damit letztendlich eine sichere Entscheidungsplattform zur Verfügung stand. Zunächst war detailliert aufzuarbeiten, welche Risiken im Einzelnen zu versichern sind, damit von dieser Grundlage aus eine Vergleichbarkeit der Angebote sichergestellt war. Danach war festzulegen, ob wir uns an die Versicherungsgesellschaften direkt wenden oder den Weg über einen Makler beschreiten wollen. Wir haben uns entschieden, beide Varianten wahrzunehmen, um neben dem reinen Angebotsvergleich auch die Mitwirkungsmöglichkeiten des Verbandes prüfen zu können. Wir haben also standardisierte Anfragen abgeschickt und in der Folgezeit diverse Gespräche geführt, um unsere Anliegen zu erläutern und die Möglichkeiten der Versicherer zu ergründen. Uns wurde schnell deutlich, dass sich unser Bedarf an einem neuen Partner sehr schnell in der Branche herumgesprochen hatte und wir grundsätzlich keine Befürchtungen hegen mussten, hier ohne Ergebnis zu enden. In den folgenden Gesprächen, an denen meist Niko Richartz und Detlev Dierkes beteiligt waren, erfolgte ein sehr sachlicher Austausch über unser Anliegen – Jahresbericht 2010 –

als Verband. Neben der Frage der reinen Versicherungsleistung ging es uns auch darum, die Verfahrensabläufe anzusprechen und zu ergründen, in welchem Umfang der potentielle Partner bereit ist, sich an der Aufgabe zu beteiligen, die Mitglieder über den Bereich der Versicherungen zu informieren. Im nächsten Schritt ging es darum, die eingegangenen sechs schriftlichen Angebote zu analysieren und zu vergleichen. Sechs Vertragstexte mit dem dazu gehörenden „Kleingedruckten“ machen deutlich, dass trotz gleicher Ausgangslage die Gewichtungen bei den Versicherern durchaus unterschiedlich gesehen und damit auch in Form der Prämie bewertet werden. Letztendlich wurde beschlossen, ab 2011 mit dem Haus Peter H. Braasch, Hamburg, zu kooperieren. Ausschlaggebend waren neben der anerkannt hohen Kompetenz des Hauses im Bereich der Luftfahrtversicherungen die Verbesserungen, auf die wir uns im Versicherungsschutz verständigen konnten und die Festlegung der zu entrichtenden Prämie. Zudem wurde bei der Entscheidung berücksichtigt, dass uns mit Frau Nicola Decker eine direkte Ansprechpartnerin zur Verfügung stehen wird, die uns schon bei der Köln Assekuranz betreut hat und die ein hohes Ansehen bei den Vereinen genießt.


Versicherung Wir hoffen, mit dieser Entscheidung die richtige Wahl getroffen zu haben und wollen hier die Mitglieder über die Eckpunkte des Versicherungsvertrages informieren. Es ist uns hoffentlich gelungen, die im Jahr 2010 gewonnenen Erkenntnisse im Umgang mit dem bisherigen Versicherungspaket in die Weiterentwicklung einfließen zu lassen und den Schutz zu komplettieren. Was nicht bedeutet, dass sich uns in Zukunft keine neuen Aufgabenstellungen erreichen werden. Doch stehen die Zeichen gut, dass wir auch dann gemeinsam mit den Vereinen und dem Haus Braasch luftsportorientierte Lösungen erarbeiten werden. Gerhard Rademacher Geschäftsführer

Bisheriger Versicherungsumfang Modell Halter 1,5 Mio � pauschal je Unfall Jahresprämie 15,00 � 3 Mio pauschal je Unfall Jahresprämie 26,70 � Paketpreis Nebenrisiken 125.100,00 � Gewinnbeteiligung 10 % bei < 40 % Vereinshaftpflicht 1,5 Mio � je Versicherungsfall Geländehaftpflicht 0,5 Mio � je Versicherungsfall Tankanlagen 500 l Tanks Fahrzeuge 0,5 Mio � je Versicherungsfall Fluglehrer 2 x 1,5 Mio � je Versicherungsjahr Veranstalter 1 Mio/0,3 � je Versicherungsfall Prüfer 2 x 0,5 Mio � je Versicherungsjahr Werkstätten 2 x 0,5 Mio � je Versicherungsfall

Neuer Versicherungsumfang 1,5 Mio � pauschal je Unfall Jahresprämie 15,00 � 3 Mio pauschal je Unfall Jahresprämie 23,00 � Einschluss von Lenkdrachen (ohne Schlepprisiko) sowie Schüler-Lehrer-Anlagen 119.000,00 � 20 % bei < 20 % 15 % bei < 30 % 10 % bei < 40 % 2 Mio � je Versicherungsfall Selbstbeteiligung Vermögensschäden von 5.000 � auf 500 � gesenkt 2 Mio � je Versicherungsfall Einschluss des Betankungsrisikos 1.000 l Tanks 1,5 Mio � je Versicherungsfall Querung öffentlicher Wege mitversichert Nutzung vereinsfremder Fahrzeuge und Winden Deckungssumme 50.000 � bei 1.000 � Selbstbeteiligung (Ferienlager!) 2 x 2 Mio � je Versicherungsjahr 2 Mio je Versicherungsfall Aufnahme von Vereinsveranstaltungen (nicht §24 LuftVG) in den Kreis der versicherten Veranstaltungen 2 x 1 Mio � je Versicherungsjahr 2 x 2 Mio � je Versicherungsjahr Einschluss von Sachschädewn und Sachfolgeschäden bis 50.000 � bei 1.000 � Selbstbeteiligung

Veränderungen in der Geschäftsstelle in Duisburg Nach fünf Jahren der Kontinuität in der Mitarbeiterschaft der Geschäftsstelle des DAeC LV NRW in Duisburg hat das Jahr 2010 einige Veränderungen gebracht. Ausgelöst wurde der Wechsel bereits im letzten Jahr durch die Ankündigung von Karin Zimmermann, dass sie zum 1. April 2010 das Büro der Luftsportjugend verlassen wird, um sich nach 18 Jahren Verbandsarbeit ganz dem Privatleben zu widmen. Wir danken Karin auch an dieser Stelle für die geleistete Arbeit und ihren Einsatz. Eine Nachfolgeregelung war recht schnell gefunden, denn Daniela Blobel, bis dahin im Sekretariat agierend, hat signalisiert, dass sie lieber halbtags arbeiten würde. Durch den vollzogenen Wechsel stehen uns ihre Erfahrung und ihr Wissen

weiter zur Verfügung und es konnte ein fließender fachlicher Übergang sowohl im Büro der Luftsportjugend, als auch im Sekretariat, gesichert werden. Neu zum Team gestoßen ist Anne Schiller. Die Mutter zweier Söhne organisiert jetzt das Sekretariat und ist für viele unserer Mitglieder die erste Ansprechperson in Duisburg. Mit viel Erfahrung aus der Großluftfahrt hat sich Anne schnell in die Aufgabenstellungen eingearbeitet und steht als kompetente Mitarbeiterin zur Verfügung. Eine weitere personelle Veränderung hat es im Bereich der Ausbildung gegeben. Hier stand Manuela Mauter unserem Ausbildungsleiter Hubertus Huttel seit Jahren als Aushilfskraft entlastend zur Verfügung. Die wachsenden Anforderungen an die Organisation und – Jahresbericht 2010 –

die Verwaltung unserer Ausbildungsbetriebe machten es erforderlich, hier zusätzliche Kräfte zu mobilisieren. Seit dem 1. Mai 2010 hält Manuela 24 Stunden die Woche Hubertus Huttel den Rücken frei von vielen administrativ notwendigen Vorgängen, damit sich Hubs verstärkt der Lehrtätigkeit und den Vorbereitungen auf die Umsetzung der EU-Regelungen im Ausbildungsbetrieb, mit Wirkung auf das Lizenzwesen, konzentrieren kann. Die personellen Veränderungen wurden zudem zum Anlass genommen, die Tätigkeitsfelder der Mitarbeiter zu analysieren und zum Teil neu zu strukturieren. Als wesentliche Änderungen, durch den Wechsel des Ansprechpartners mit unmittelbarer Wirkung für die Mitglieder spürbar, sind vollzogen worden: 15


Geschäftsstelle

Geschäftsstelle v.l.n.r.: M. Steininger, H. Huttel, U. Calsbach, K. Claus, G. Rademacher, D. Blobel, H. Hante, M. Mauter, A. Schiller π Verlagerung

der Mitgliederverwaltung in das Sekretariat π Organisation der technischen Lehrgänge im Büro Technik π Gestaltung der Webside www.aeroclub-nrw.de im Büro der LSJ Weitere kleinere Veränderungen in den Zuständigkeiten der Mitarbeiter werden hoffentlich dazu beitragen, dass die Geschäftsstelle insgesamt, trotz steigender Anforderungen, weiterhin serviceorientiert für die Mitglieder funktioniert. Somit stellt sich das Team in Duisburg wie folgt dar: π Gerhard Rademacher Geschäftsführer DAeC LV NRW Referate Ballonsport, Modellflug Luftraumfragen Redaktion Luftsport in NRW Tel.: (0203) 77844- 11 Rademacher@aeroclub-nrw.de π Anne Schiller Sekretariat Mitgliederverwaltung Fallschirmsprung- Außenlandung Rettungs- und Sicherheitsgerät Ehrungen Tel.: (0203) 77844-12 Schiller@aeroclub-nrw.de 16

π Manuela

Steininger Buchhaltung Rechnungs- und Mahnwesen Tel.: (0203) 77844-13 Buchhaltung@aeroclub-nrw.de π Hubertus Huttel Ausbildungsleiter Segelflug, Motorsegelflug, Fallschirm (Montag bis Donnerstag) Übungsleiter Sportzeugen Tel.: (0203) 77844-15 Huttel@aeroclub-nrw.de π Manuela Mauter Ausbildung (montags bis freitags vormittags, mittwochs ganztags) Tel.: (0203) 77844-14 ausbildung@aeroclub-nrw.de π Ulf Calsbach Referat Technik CAMO DE.MG.0501 Instandhaltungsbetrieb DE.MF.0501 LTB II - B 12 Tel.: (0203) 77844-22 pruefleitung@aeroclub-nrw.de camo@aeroclub-nrw.org

– Jahresbericht 2010 –

π Karina

Claus Referat Technik CAMO DE.MG.0501 Instandhaltungsbetrieb DE.MF.0501 LTB II - B 12 Techn. Personal Techn. Ausbildung Tel.: (0203) 77844-21 Claus@aeroclub-nrw.de π Hermann-Josef Hante Jugendbildungsreferent Bildungs- und Erholungsmaß nahmen Jugendveranstaltungen Jugendleiter Lehrgänge / Fahrten Wettbewerbe / Meisterschaften Umweltfragen Referat UL Tel.: (0203) 77844-32 hermann@lsj.de π Daniela Blobel Luftsportjugend Bildungs- und Erholungsmaß nahmen Jugendveranstaltungen Jugendleiter Lehrgänge/Fahrten Tel.: (0203) 77844-31 blobel@aeroclub-nrw.de


Geschäftsstelle · Luftraum

Luftraumplanung ist kein Zufall… … sondern als Ergebnis der Prozesse zu betrachten, die nach dem Kriterienkatalog des BMVBS für die Einrichtung von Lufträumen ablaufen. Ziel ist die Erhöhung der Flugsicherheit aller Nutzer des Luftraums. Ausschlaggebend für Änderungen der Luftraumstruktur sind folgende Kriterien: 1. Flugsicherheitsrelevante Vorfälle 2. Verkehrsaufkommen 3. Verkehrszusammensetzung 4. Verkehrskonzentration Häufen sich Vorfälle oder verändern sich Bewegungszahlen, hat das Einfluss auf die Luftraumplanung. Die DFS analysiert die Nutzung des Luftraums kontinuierlich und gibt im Frühjahr jeden Jahres bekannt, wo sie Luftraummaßnahmen im Folgejahr für notwendig erachtet. Im Sommer werden allen Luftraumnutzern konkrete Vorschläge unterbreitet, die in den jeweiligen Organisationen beraten werden. Im DAeC beschäftigt sich der Ausschuss Unterer Luftraum (AUL) mit der Thematik. Hier werden die Vorschläge geprüft und Positionen des Luftsports entwickelt. Im Oktober des Jahres kommen alle Luftraumnutzer bei der DFS in Langen zusammen und vereinbaren die für das Folgejahr gültigen Lufträume. Das Ergebnis ist zumeist ein Kompromiss. Die vereinbarten Luftraumstrukturen gilt es dann zu flexibilisieren, also z. B.

Segelflugsektoren zu vereinbaren und Betriebsbestimmungen auszuhandeln. Ihren Abschluss finden die Arbeiten mit der Drucklegung der jeweils neuen ICAO-Karte. Für das Jahr 2011 steht für Nordrhein Westfalen zweimal das Thema transponder mandatory zone (TMZ) auf der Agenda. In Dortmund wird der bisherige Luftraum D (nicht CTR) aufgrund der gesunkenen IFR-Bewegungszahlen in eine TMZ umgewandelt, wobei an den Grenzen des Luftraums keine Veränderungen vorgenommen werden. Dieser Vorgang verdeutlicht, dass der Kriterienkatalog keine Einbahnstraße in Richtung Verschärfung für den Luftsport darstellt. Anders sieht die Situation am Flughafen Niederrhein bei Weeze aus, der im nächsten Jahr erstmals eine TMZ erhalten wird. Wir haben uns in einem sehr engagierten und kompetent besetzten Arbeitskreis zusammengefunden, den Vorschlag der DFS analysiert und wohl begründete Gegenvorschläge unterbreitet. Beim Luftraumgespräch in Langen habe ich unsere Position, die vorher vom AUL des DAeC als gemeinsamer Standpunkt angenommen wurde, vor-

Jahresbericht 2010 der Freiballonkommission Die Freiballonkommission hat 2010 folgende Wettbewerbe durchgeführt, versucht durchzuführen oder Vereine bei der Durchführung unterstützt. Ein Wettbewerb, der mit Heißluftballonen durchgeführt wird, ist der Long jump NRW. Der Wettbewerbsorganisa-

tor ist das Kommissionsmitglied David Strasmann. Hierbei gilt es innerhalb der Landesgrenzen von NRW eine möglichst weite Distanz zu überbrücken. Erste Fahrten wurden bereits im Winter 2010 gefahren. Der Wettbewerb ist noch bis zum 31.12.2010 offen. – Jahresbericht 2010 –

getragen. Mehr als die Kenntnisnahme unserer Positionen ist an diesem Tag aber nicht erfolgt. Zum Redaktionsschluss dieses Berichtes hat uns nun das Prüfungsergebnis der DFS, umgesetzt in einem zweiten Entwurf, erreicht. Diesen Vorschlag wird die DFS dem BMVBS zur Inkraftsetzung zum 10.03.2011 vorlegen. Unsere Hinweise und Begründungen, dass mit diesem Luftraum der motorlose Luftsport in dieser Region so gut wie unmöglich gemacht wird, haben keinerlei Anpassungen im Süden der TMZ bewirkt. Lediglich im nördlichen Bereich ist uns die DFS etwas entgegengekommen. Ich danke den Mitgliedern, die ihre Freizeit in die Arbeit des AUL-West eingebracht haben, für ihr konstruktives Mitwirken. Wir werden nun prüfen müssen, ob uns noch Mittel zur Verfügung stehen, hier luftsportverträglichere Lösungen zu erreichen. Gerhard Rademacher Sprecher AUL-West

Ostern findet seit nunmehr 15 Jahren die NRW – Gasballon Meisterschaft statt. Nachdem unser Mitglied, der Düsseldorfer Aero-Klub Abt. Freiballon, seine alle zwei Jahre durchgeführte Carl Götze Wettfahrt für Pfingsten 2010 abgesagt hatte, entschloss sich der Vorsitzende der Freiballonkommission, Wilhelm Eimers, diese NRW - Gasballon Meisterschaft Pfingsten durchzuführen- Pfingsten galt immer dann als Ausweichtermin, wenn die Düsseldorfer Ballonfreunde keine Wettfahrt durchführten. Da sich die Düsseldorfer 17


Freiballonkommission jedoch kurzfristig entschlossen, doch die Gasballonwettfahrt durchzuführen, wurde der Vorschlag der FK angenommen, beide Wettfahrten zusammen auszutragen. Als Startplatz wurde die Anlage in Düsseldorf - Eller ausgesucht. Bei bestem Ballonwetter stiegen von hier aus 10 Gasballone am Pfingstsonntag zu einer Fahrt nach Frankreich auf. Am 26.11.2010 wird die Freiballonkommission in Düsseldorf zusammen mit den Düsseldorfer Ballonfahrern die Siegerehrung durchführen. Die für Mai 2010 geplante VierstundenHeißluftballon-Nachtfahrt musste wetterbedingt leider abgesagt werden. Um eine Nachtfahrt mit dem Heißluftballon durchzuführen, müssen diese Voraussetzungen zu 100 % ok sein. Im Rahmen der von „Ruhr 2010“ durchgeführten Veranstaltung „Schachtzeichen“ stellte die Freiballonkommission ihr ballönerisches Fachwissen zur Verfügung. Es wurden im Mai 2010 an diversen Zechenstandorten 350 Heliumballons aufgelassen. Leider konnte dieses Fachwissen nur begrenzt angewandt werden, weil die damit verbundenen Kosten nicht aufzubringen waren. So gingen nach einem grandiosen Start am Pfingstsamstag leider am Pfingstsonntag 100 Heliumballons kaputt, weil der viel zu böige Wind die am Anhänger vertäuten Heliumballons zerriss bzw. beschädigte. Da die Freiballonkommission gute Kon-

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takte zu den für den Verbandsstartplatz zuständigen Gaslieferant Air Liquide unterhält, war es selbstverständlich, dass wir den Wunsch von Air Liquide umsetzen wollten, wiederum im Rahmen der „Ruhr 2010“ mit zwanzig Ballonen ein großes Fest auszurichten. So war es eine organisatorische Meisterleistung der Freiballonkommission, in ganz kurzer Zeit 9 Gasballone und 11 Heißluftballone bereitzustellen, die bei sehr gutem Wetter die „Ruhr 2010“ Gäste an den Himmel brachten. Air Liqiude war Hauptsponsor der Aktion Schachtzeichen. Mit Fritz Pleitgen und Prof. Dr. Oliver Scheytt gingen die Macher von Ruhr 2010 erstmalig mit einem Ballon von Gladbeck aus an den Himmel über dem Ruhrgebiet. Im Frühsommer 2010 konnte der Vertrag zwischen dem DAeC LV NRW Präsidium und dem Niederrheinischen Verein für Luftfahrt 1902 e.V. unterzeichnet werden. Damit sind der DAeC NRW und die Freiballonkommission aus der Verantwortung für den Betrieb des Verbandsstartplatzes Gladbeck. Jedoch ist durch die gewollte Personalunion des Freiballonkommissionsvorsitzenden und dem Vorsitzenden des NVfL 1902 e.V die Arbeit nicht weniger geworden. Planung und Bau, sowie der seit vier Jahren laufende Betrieb, haben viel Zeit und Aufwand gebraucht. Der immer noch als Verbandsstartplatz bezeichnete Aufstiegsplatz für Freiballone

– Jahresbericht 2010 –

ist der aktivste Gasballonstartplatz der Welt und erfreut sich internationaler Beliebtheit. Dies ist an der Liste der ausländischen Piloten leicht zu ersehen. Die immer mal wieder stattfindenden NRW Heißluftballon Meisterschaften fanden im vergangenen Jahr in Wiehl statt. Hier kann die FK nur Hilfe in Form eines finanziellen Zuschusses geben. Ausrichtung und Regelwerk sind so komplex, dass nur ein Verein diese Meisterschaften durchführen kann. Dies tat sie im vergangenen Jahr und als es für den ausrichtenden Verein, die Bergischen Ballonfahrer Wiehl, nach Aufstellung aller Kosten in diesem Jahr ein Minus gab, unterstützte die FK den Verein für die Ausrichtung der 8. NRW Heißluftballon Meisterschaft ein weiteres Mal. So, liebe Luftsportfreunde, soweit der sicherlich nicht ganz vollständige Bericht der Freiballonkommission NRW, der sich auch noch durch Ausbildungsarbeit in unserer Verbandsschule erweitern ließe. Ich sitze in einer Studentenbude in der City von Warschau, wo wir von Studentin Anna -22- einer Ballonfahrerin aus Bialystok eingeladen wurden. Wir, Hans-Jörg Cramer unsere Rückholer ( 1400 km alleine) Matthias Zenge mein Co-Pilot und ich befinden uns auf der Rückfahrt unserer 45-stündigen Ballonfahrt von Gladbeck nach genau dieser polnischen Ballonhochburg Bialystok. Hier erreichte mich der Anruf des Geschäftsführers, dass der Jahresbericht der FK noch aussteht und dringend gebraucht wird. Es ist 5:05 Uhr, um 07:00 Uhr geht das Ballonauto auf die letzten 1000 km. Der Bericht Dank E-Mail nach Duisburg. Und überübermorgen sehen wir uns alle in Kamen. Glück ab Wilhelm Eimers –Vorsitzender der Freiballonkommission des Deutschen Aero-Club LV NRW


ALuS

Jahresbericht des Ausschusses für Luftfahrt und Schule (ALuS) Nach der „konstituierenden“ Sitzung des neuen Ausschusses für Luftfahrt und Schule am 30.09.2009 besuchten Stefan Klett (Vorsitzender DAeC LV NRW), Gerd Rademacher (Geschäftsführer DAeC LV NRW), Peter Heite (Vorsitzender ALuS) und Jürgen Landau (Beauftragter für Luftsport) am 07.12.2009 das Ministerium für Schule und Weiterbildung. Gegenstand des mehrstündigen Gesprächs waren Themenbereiche, die in den nachfolgenden Monaten bis heute die Arbeit des Ausschusses für Luftfahrt und Schule wesentlich prägten: Segelfliegen in Schulen Zu diesem Gesprächsthema wurden Möglichkeiten erörtert, das Segelfliegen in den Schulsport einzubinden. Seitens des Ministeriums wurden für den Bereich „Außerunterrichtlicher Sport“ entsprechende Möglichkeiten gesehen. Besonders kommen Ganztagsberufskollegs als Kooperationspartner in Frage. Daneben werden bei allen Schulformen Arbeitsgemeinschaften im Nachmittagsbereich und Projektwochen für möglich erachtet. Für den DAeC LV NRW e.V. wurde es als erstrebenswert angesehen, das Segelfliegen ab Klasse 8 (Beginn der Segelflugausbildung mit 14, ausnahmsweise auch mit 13 Jahren) in der Sekundarstufe I und II in Form von Arbeitsgemeinschaften (AGs) und Projektwochen zu integrieren. Dabei ist zu berücksichtigen, dass der Teilnehmerkreis aufgrund der fliegerärztlichen Tauglichkeit und diverser, aber geringer, Kosten eingeschränkt bleibt. Eine Intensivierung der daraus resultierenden Maßnahmen ist nach der Landtagswahl und dem Neuzuschnitt der Ministerien unerlässlich. Rundschreiben an Vereine / Bedürfnisabfrage SFG bzw. Segelflug-, Modellflug-AG / Bestandsaufnahme Um einen ersten Überblick zu gewinnen, welche Schulen einerseits und welche Vereine andererseits zukünftig an Segelflug-Arbeitsgemeinschaften bzw. SFGs mitwirken möchten, sind im

Frühjahr 2010 alle Vereine des DAeC NRW mit einem „Rückmeldebogen“ konfrontiert worden. Von den über 200 Vereinen haben 35 geantwortet. Von diesen waren einige an der Gründung einer SFG bzw. einer Segelflug-AG bzw. einer Modellflug-AG interessiert. Die Liste der bestehenden SFGs etc. ist in diesem Zusammenhang aktualisiert worden. Eine Umfrage bei den Schulen unter der Begleitung des Ministeriums steht noch aus. SFG-Wettbewerb 2010 in Iserlohn Sümmern Nach längerer Abstinenz ist erstmals in 2010 vor den Sommerferien und in der ersten Ferienwoche wieder ein Wettbewerb der Schülerfluggemeinschaften unter Einbeziehung der Segelflug-AGs organisiert und durchgeführt worden. Seitens des DAeC NRW hatte der AeroClub Hagen e.V. die Organisation übernommen. Leider ist die Resonanz der Vereine und der Nachwuchspiloten bei diesem Wettbewerb hinter den Erwartungen geblieben. Dennoch hat HansOtto Edelhoff die Unterstützung in 2011 bereits zugesagt. Ziel ist es, die Maßnahme zukünftig in das Gesamtkonzept „Jugend trainiert für Olympia“ einbetten zu lassen. Merkblatt zur Einrichtung von SFGs Da das aktuelle Merkblatt aus dem Jahre 1995 stammt, ist eine Überarbeitung geboten, um veränderten Bedingungen Rechnung zu tragen. Auch eine „Aufnahme“ des Gleitschirmfliegens soll vorgenommen werden. Neben den Schülerfluggemeinschaften für Segelflug und / oder Modellbau sollen an Schulen offiziell auch Arbeitsgemeinschaften errichtet werden können. Wichtig ist, die Sportart „Fliegen“ Schülern und Schulen zugänglich zu machen. Organisatorische Hemmnisse sollen dabei aus dem Weg geräumt werden. Die Fertigstellung des überarbeiteten Merkblatts soll zur nächsten Sitzung erfolgen.

– Jahresbericht 2010 –

Beauftragte im Schulsport (BiS) und Fortbildungsveranstaltungen Der Ministeriumsvertreter begrüßte im Termin am 07.12.09 den Vorschlag des DAeC NRW „Segelfliegen“ / „Modellfliegen“ auch ins Fortbildungsangebot der Bezirksregierungen aufzunehmen. Dadurch könnten die Beraterinnen und Berater im Schulsport als Multiplikatoren dienen. Jürgen Landau aus Hagen hat deshalb in Abstimmung mit der Bezirksregierung in Arnsberg zunächst zwei Fortbildungsangebote für Herbst 2010 bzw. Frühjahr 2011 entwickelt und in das Programm der Bezirksregierung Arnsberg aufnehmen lassen: Die Maßnahme in Iserlohn-Sümmern fand leider spärliche Resonanz. Die andere Veranstaltung steht in der ersten Jahreshälfte 2011 am Flugplatz Dümpel an. Konferenz der Sportdezernenten der fünf Regierungsbezirke Als Ziel für 2011 kann das Angebot des DAeC NRW gewertet werden, den fünf Schul-Dezernenten in NRW, vielleicht auf einer Tagung in Oerlinghausen, das Segelfliegen und damit auch die Projektierungen näher zu bringen und als Schulsportart vorzustellen. Schulsportportal und Schulsport aktiv Hermann-Josef Hante, ohnehin für die DAeC Homepageseite gestalterisch tätig, hat auf Bitten des ALuS damit begonnen, Inhalte für die Internetpräsentation zu erstellen. Zum Abschluss dieses Berichtes möchte ich mich bei allen Ausschussmitgliedern für das unermüdliche Engagement und die harmonische Zusammenarbeit bedanken. Ein besonderer Dank gilt dem Beauftragten für Luftsport, Jürgen Landau, mit dessen Berufung unser Präsident, Stefan Klett, eine gute Wahl getroffen hat. Nicht zuletzt gilt mein Dank den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Geschäftsstelle für die sehr gute administrative Unterstützung und dem Präsidium und dem Präsidialrat für die vertrauensvolle Kooperation. Peter Heite Vorsitzender ALuS 19


Partner der Vereine

ditionen n o k r e d Son ine! für Vere

Sondrio: Gebirgssegelflug in Theorie und Praxis 28.02.01.05. 2011

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Ausbildung, Einweisung und Sicherheitstraining 100 km Streckenflug für die Ausbildung jederzeit integrierte Fluglehrerfortbildung Geführte Flüge zu interessanten Zielen Günstige Angebote für Vereine und Privatflieger

Oerlinghausen: Aus- und Weiterbildung effektiv und professionell Segelflug + Motorflug

• 14 Tage Anfängerlehrgang im Segelflug mit Ziel 1. Alleinflug ab 920,00 € • Segelflugpauschalen für Scheinerhalt, bzw. Scheinerneuerung • Motorflugausbildung in Theorie und Praxis jederzeit

Landesleistungszentrum mit Bundesnutzung im DAeC Landesverband NRW Sportschule des DAeC Landesverband NRW Aus- und Weiterbildung für Segel- und Motorflug aller Sparten: Partner der Vereine Außenstellen: Sondrio (I) und La Motte (F)

Fon 05202 . 99 69 0 • Fax 05202 . 99 69 99 Robert-Kronfeld-Str. 11 • 33813 Oerlinghausen

www.segelflugschule-oerlinghausen.de


Jahresbericht 2010