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s gibt Erbschaften, die man übernimmt: Wir bekamen das Theater der Jugend in der Schauburg geschenkt, hatten Werner Geifrig , den Jugendstückautor, als Dramaturgen engagiert. Wir haben uns von der Arbeitsmethode her als Gruppe verstanden, als ein » Wir« empfunden. Dann hatten wir auch noch das Glück, ein ausgezeichnetes neues Ensemble zu bekommen . Es bestand zu einem frühen Zeitpunkt Kontakt zur Schauspielschule in Hannover. Fast ein geschlossener Jahrgang ist dann nach München gekommen. Junge Leute, sehr engagiert, eine bestimmte Art von Körperthea ter. Alle Leute waren an allem beteiligt. Ich war zwar Intendant im formalen Sinn, aber vom Konzept her haben wir versucht, das, was ich unter Gruppentheater verstehe, durchzusetzen .

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ährend der Zeit des Umbaus waren wir eineinhalb Jahre gewandert, hatten aus der Not eine Tugend ge-

macht, im Nachhinein ein großer Knaller. Das Haus wurde damals zwar nicht abgetragen bis auf die Grundmauern, wie jetzt geschehen, aber als ich es im letzten Herbst sah, hatte ich ein Flashback. Es sah 1992 genauso aus wie 1975. In der Zeit des Wanderns hatten wir ein mobiles Konzept entwickelt für verschiedene Alte rsgruppen. Wir spielten Stücke, die bereits vorlagen, auch Gri ps. Und wir entwickelten neue, in der sogenannten Autorenwerkstatt, d.h. wir bezahlten Autoren für Stückeentwicklung. Außer Grips, die auch Theater für die ganz Kleinen gemacht haben, und Märchen, war nichts da. Der Markt war öde. Wir hatten den Ehrgeiz, eigene Stücke zu machen. Als wir in die Schauburg einzogen, machten wir dann sehr viel für die Kleinen, kurze Stücke, Puppenspiele im Foyer für zwanzig Vorschul kinder etwa, bei 5 Mark Eintritt. Denn kleine Kinder sind verloren in großen Theatern. Und im umgebauten Haus waren sie mehr als verloren.

Münchens Theater der Jugend wird mobil Mit Friedrich Karl Waechters „Schu le m it Clowns" in der Inszen ierung Edwin Noels wird in der ersten November-Woche die Spi elzeit des Theater der Jugend eröffnet. Als zweites Stück, das sie h~11 tsä }',lir~ .. ;, .. ·· -· ,.

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1980

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Weltstadt Dienstag,Z8.Juni,15Uhr

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DER EINE KÄMPFT, DER NÄCHSTE ERNTET  

Gudrun Lukasz-Aden DER EINE KÄMPFT, DER NÄCHSTE ERNTET Vierzig Jahre Theater der Jugend, Vierzig Jahre Theater-Geschichte. Gestaltet und be...