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ie Erwartungshaltung der Lehrer, Erwartungshal tung der Eltern - da bleibt wenig freie Verfügung, ich hatte die Lust verloren. Private Gründe kamen hinzu. Es hat mich in München nichts gehal ten , ich hatte keine Beziehung zur Stadt, war von morgens um 9 bis nachts um 11 im Theater . Ich bin nicht mit wehem Her zen gegangen, überhaupt nicht. Nur als mir das Ensemble vor warf , ich hätte es verraten, hat mich das getroffen . lven Tiedemann hat meine Entscheidung verstanden . Er und ein Teil des Ensembles wollten weiter kämpfen, Tiedemann bemühte sich zusammen mit Melchior Schedler um eine neue Basis der künstlerischen Leitung des Unternehmens. Nachdem die Intendanz der Kammer spiele und Melchior Schedler nicht zusammenkamen, zog sich auch lven Tiedemann zurück.

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chöne Sachen , die wir damals gemacht haben, ein

»FEST FÜR PAPADAKIS «

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wir feierten ein gro~es Osterfest mit den Kindern und echtem Lammbraten auf der Bühne. Wenn ich heute zurückJörg Hube

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blicke, kann stehe auch heute noch weitge hend zu dem, was wir uns damals vorgenommen hatten Theater machen unter starker Beteiligung und Einbeziehung de s Publikums. Theater als Erlebnis . Eine andere Art von Abenteuer. Die Frage war und ist, wie regt man Kinder und Jugendliche an , von den Fernsehmustern wegzukommen. Sie werden ja ganz entwöhnt durchs Fernsehen, sind abenteuerunfähig. Sie leben die Welt der Erwachsenen mit, haben keine eigenen Sichtweisen aufs Leben, sie werden ganz schnell angepaßte kleine Erwachsene und haben keine eigenen Spielräume, sie haben 's schon schwer heutzutage ...

Weinzierl in •Ein Fest

bei Papadaki s •

DER EINE KÄMPFT, DER NÄCHSTE ERNTET  

Gudrun Lukasz-Aden DER EINE KÄMPFT, DER NÄCHSTE ERNTET Vierzig Jahre Theater der Jugend, Vierzig Jahre Theater-Geschichte. Gestaltet und be...