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Anzeiger für das Nordquartier 2026/08

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nzeiger JAHR

1926

da steht, was geht

FÜR DAS NORDQUARTIER

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Bern, 26. August 2026, Nr. 8

Quartierzeitung für Altenberg, Beundenfeld, Breitenrain, Löchligut, Lorraine, Spitalacker, Wankdorf, Wyler und Wylergut | 100. Jahrgang, 16 600 Exemplare

Kontakt: Web: www.afdn.ch Mail: info@afdn.ch Phone: 031 351 35 13

AUF ZUM HERZOGSTRASSENFEST

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GENOSSENSCHAFT AUF HAUSSUCHE 15

Nach viel Planung ging es beim VZG, Gebäude D, ab Anfang 2021 auch baulich «ans Werk». Die riesige Baugrube setzte einen ersten markanten Eckpunkt. Bild: Rolf Siegenthaler, BBL «NEUE BESEN» IM DOLCE VITA

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VERWALTUNGSZENTRUM GUISANPLATZ

Krönender Abschluss für ein umfassendes Bauprojekt DIE KEHRICHTABFUR IM WANDEL

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Die nächste AfdNAusgabe erscheint am 30. September 2026 ORTAL DAS QUARTIER-P www.afdn.ch

Nach sechs Jahren Bauzeit ist das Gebäude D des Verwaltungszentrums Guisanplatz fertiggestellt und seit Ende Juli mit «Platin» zertifiziert – dem höchsten Gütesiegel für nachhaltiges Bauen. Der Anzeiger Nordquartier hat den Bauprozess von Anfang an begleitet und seine Leser:innen stets auf dem neuesten Stand gehalten. Mit dem Einzug der Mitarbeitenden endet dies nun. Mitte März konnten Besucherinnen und Besucher am «Tag der offenen Baustelle» das Gebäude D des Verwaltungszentrums Guisanplatz erstmals besichtigen. In der Zwischenzeit wurde der Bauprozess finalisiert und ab Anfang September bis Mitte Novem-

ber werden die diversen Verwaltungseinheiten des VBS einziehen. Der Abschluss der Umgebungsarbeiten ist bis Ende Jahr geplant. In Menschenleben gerechnet wurde das Gesamtprojekt Verwaltungszentrum am Guisanplatz in diesen Sommertagen volljährig:

18 Jahre bauen, gestalten, weiterentwickeln, Herausforderungen annehmen und Eckpunkte setzen – das Resultat lässt sich in jeder Hinsicht sehen und setzt bauliche Massstäbe. Dazu bekommt das Quartier neue Nachbarn. AB SEITE 8

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Entwicklung

Planung


Bern, 26. August 2026

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FOKUS

HERZOGSTRASSENFEST 2026

Erfahrung, Neuerungen und vor allem viel Vorfreude Am 5. September findet das Herzogstrassenfest statt. Zum dritten Mal organisiert ein junges Team das älteste Strassenfest im Nordquartier. Der Erfolg der zwei ersten Ausführungen unter ihrer Regie ist der Lohn für die mutige, ehrenamtliche und kreative Arbeit des Organisationskomitees. Weitere Helferinnen und Helfer würden dabei die Krone aufsetzen. Martin Jost

N

Während des Festes verwandelt sich die Herzogstrasse in eine Marktstrasse.

HELFER:INNEN GESUCHT Das Herzogstrassenfest ist auf freiwillige Unterstützung angewiesen (für den Aufund Abbau, für Bar und Foodstände und weitere Aufgaben). Interessierte sind auch kurz vor Beginn des Festes willkommen.

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ina Sonderegger und Sayan- den Bewohnenden und uns vom than Jeyakumar vom Organisa- OK.» Am Samstag werden es dann tionskomitee haben sich trotz zwei- 16 Foodstände sein mit einem sehr facher erfolgreicher Durchführung gemischten Angebot; von Fischdiese zurückhaltende Art erhal- knusperli bis Falafel, von Bratwurst ten, die ihnen schon vor der ersten bis Empanadas. Den OrganisierenAusgabe im Jahr 2024 eigen war. Ja den ist wichtig, die Essgewohnheinicht überborden, scheint ihr Mot- ten aller Besuchenden abzudecken to für die Organisation des Festes zu und auch diesbezüglich niemanden sein. Der bisherige Erfolg gibt ihnen auszuschliessen. Für die gewünschRecht. Innovationen sind willkom- te Vielfalt des Strassenfestes steht men, eine Umsetzung von Neuerun- ebenfalls das musikalische Progen, die schrittweise erfolgt, ist für gramm. Ab Mitte Nachmittag bis sie genauso wichtig und eine inter- zum Ausklang des Festes stehen vier ne Auslegeordnung nach dem Fest Acts mit unterschiedlichen Stilrichgehört ohnehin tungen auf der dazu. «Letztes Bühne. «Wir sind «Am Samstag locken Jahr haben wir sehr froh und erstmals bereits 16 Foodstände mit einem dankbar», sagt am Freitagabend Sayanthan Jeyagemischten Angebot.» begonnen, ab 17 kumar, «dass wir Uhr bis 21 Uhr», mit ‹musicline› blickt Nina Sonderegger auf eine eine professionelle Booking-Agenletztjährige Neuerung zurück, die tur an unserer Seite haben. Für eisich bewährt hat und beibehalten nen vereinbarten Fixbetrag engagiewird. Eine sympathische Eröffnung ren sie die Bands und sind vervor allem für die unmittelbaren Be- antwortlich für die Bühne mit allem wohnenden des Quartiers sei es ge- Drum und Dran.» Somit sei der wesen, sozusagen ein Warm-up mit grösste Posten auf der Ausgabenseieinem kleinen Angebot an Essen te berechenbar; die Einnahmen, und Getränken, untermalt von ei- fährt er fort, «entstehen vor allem nem DJ. durch die Gebühr der Standbetreiber, durch den Erlös aus den GetränDer kleine Auftakt am Freitag keständen, die wir selbst betreiben, «Vor einem Jahr wollten wir es ein- und durch Sponsoringbeiträge.» fach mal ausprobieren, dieses Mal rücken wir den Freitagabend stärker Neu mit Tombola in den Vordergrund», begründet die Die Kreativität der Organisatoren Mitorganisatorin diese Massnahme. zur finanziellen Unterstützung war «Die Strasse ist ja ohnehin bereits dieses Jahr einmal mehr gefordert. gesperrt und in diesem kleinen Rah- «Mit der Gewinnung von Sponsoren men kommt es schnell zu einem un- im Quartier sind wir in der Vergankomplizierten Austausch zwischen genheit nicht so richtig vorwärtsge-

S AMS TAG 5. S EPT. 2026 — herzogstrassenfest.ch

Das OK des Festes, hinten v.l.: Sté, Nina, Dave, Steffi, Sonia, Säyu; vorne v.l.: Alex, Elu, Raphael.

kommen», gibt Sayanthan Jeyakumar unumwunden zu, «deshalb lancierten wir für dieses Jahr eine Tombola.» Darauf hätten die Firmen und Geschäfte im Quartier stärker angesprochen als auf ein Sponsoring in Form eines Geldbetrages, fährt Nina Sonderegger fort: «Das Los kostet einen Franken. Mit etwas Glück gewinnt man damit beispielsweise eine Kaffeemaschine oder einen Gutschein für ein Essen im Restaurant.» Und sie mag nicht verheimlichen, dass die Gewinnchance durchaus intakt ist, so etwa mit 10 Franken sei man vermutlich bereits auf der Trefferseite. Ansonsten und im Grossen und Ganzen wird das

Bilder: dj

Quartierfest abgehalten wie in den Vorjahren. Will heissen mit Kinderflohmi und Spielplatz auf der Kasernenwiese, Marktständen und dem Flohmi im Breitsch-Träff, mit dessen Erlös sich der Quartiertreff an der Finanzierung des Festes beteiligt. Optimismus und Zurückhaltung Und tatsächlich, letztes Jahr wurde ein Gewinn erwirtschaftet und dieser wurde entsprechend dem Statement des Vorstandes bei seinem Antritt an Vereine im Quartier ausgeschüttet. Es läuft erfreulich gut,rund um das Herzogstrassenfest. Die Besucherzahlen zeigen, dass die Besucherinnen und Besucher zufrieden sind mit dem Anlass. Das OKTeam kann ebenfalls zufrieden sein und ist es auch, die Mitglieder bleiben optimistisch, werden aber nicht euphorisch. Weil sie sich bewusst sind, dass es keine Erfolgsgarantie gibt und dass viele Dinge zusammenpassen müssen, um etwas Grosses zu realisieren. Nina Sonderegger weiss das: «Nebst Helferinnen und Helfern für das bevorstehende Fest suchen wir Menschen, die bereit sind, sich ehrenamtlich gemeinsam mit uns zu engagieren. Das ist die Voraussetzung, dass unsere Idee des Quartierfestes weiterlebt. Interessierte sind jederzeit herzlich willkommen, unverbindlich an einer unserer Sitzungen teilzunehmen.»  www.herzogstrassenfest.ch


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QUARTIER-MIX

«HOSPIZ BERN»

Gut umsorgt Abschied nehmen Mitte August öffnete das Hospiz Bern in der Oranienburg seine Türen. Es ist das erste Hospiz für erwachsene Menschen im Kanton Bern und verfügt über neun Einzelzimmer. Ein spezialisiertes Team begleitet schwer kranke Erwachsene in ihrer letzten Lebensphase, rund um die Uhr. mgt/cae Palliative Versorgung im Kanton gestärkt Im Kanton Bern fehlte bisher ein stationäres Hospizangebot. Das Hospiz Bern schliesst diese Lücke. Das Hospiz ist ein Pilotprojekt und vorerst bis Ende 2030 durch den Kanton mitfinanziert. «Die palliative Versorgung im Kanton wird mit dem Hospiz Bern spürbar gestärkt. Schwer kranke Menschen und ihre Angehörigen erhalten eine Begleitung, die auf ihre Situation zugeschnitten ist. Das ergänzt die Gesundheitsversorgung für die Bevölkerung im ganzen Kanton», sagt Pierre Alain Schnegg, Regierungspräsident des Kantons Bern und Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektor.

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as Hospiz Bern richtet sich an Menschen mit einer fortgeschrittenen, unheilbaren Krankheit, wenn die Betreuung zu Hause nicht mehr möglich ist und weder Spital noch Pflegeheim der passende Ort sind. Oft sind es jüngere, noch im Berufsleben stehende Menschen. Im Vordergrund stehen Lebensqualität und Geborgenheit, die Betroffenen bestimmen ihren Alltag selber. Angehörige sind jederzeit willkommen und können im Hospiz übernachten. Jahre der Vorbereitung «Hinter diesem Hospiz stehen Jahre der Vorbereitung und ein breites Netzwerk von Partnerinnen und Partnern. Endlich können wir Menschen in ihrer letzten Lebensphase so begleiten, wie sie es verdienen», sagt Regula Mader an der Medienkonferenz zur Eröffnung. Sie ist Präsidentin der Stiftung Hospiz Mon Soleil Bern, die Trägerin des Hospiz Bern ist.

HOSPIZ BERN: DIE WICHTIGSTEN FAKTEN  Standort: Oranienburg, Stiftung Diaconis, Schänzlistrasse 15, 3013 Bern  Kapazität: 9 Einzelzimmer  Betrieb: Spezialisierte Palliative Care, rund um die Uhr  Leitung: Verena Prebil  Betreiberin: Hospiz Bern AG  Trägerin: Stiftung Hospiz Mon Soleil Bern  Partner: Diaconis Bern, SPITEX Bern, Domicil Bern

Bern als Compassionate City Mit dem allani Kinderhospiz – dem ersten in der Schweiz – und dem Hospiz Bern für Erwachsene gibt es in der Stadt Bern nun zwei spezialisierte Hospiz-Angebote. Sie versteht sich als «Compassionate City» – als

Verena Prebil, Betriebsleitung «Hospiz». Bilder: zVg

Gemeinschaft, die auch in schwierigen Lebensphasen füreinander einsteht. «Das Hospiz Bern passt zu diesem Anspruch. Es gibt dem Sterben und dem Abschied einen würdigen Platz mitten in unserer Stadt», sagt Ursina Anderegg, Gemeinderätin der Stadt Bern und Direktorin für Bildung, Soziales und Sport. Begleitung durch ein spezialisiertes Team Ein Team aus Pflegefachpersonen, Ärztinnen und Ärzten, Seelsorgenden, Therapeutinnen und Therapeuten sowie geschulten Freiwilligen betreut die Patientinnen und Patienten. «Bei uns zählt der Mensch. Unser Team ist Tag und Nacht da, um Schmerzen zu lindern und Halt zu geben. Wir begleiten auch die Angehörigen, denn eine schwere Krankheit betrifft immer das ganze Umfeld», sagt Verena Prebil, Leiterin des Hospiz Bern. Zuhause in der Oranienburg Das Hospiz befindet sich in der Oranienburg, die zur Stiftung Diaconis gehört, operiert aber unabhängig von dieser. Die Einzelzimmer sind wohnlich und persönlich gestaltet. Zum Hospiz gehören auch Gemeinschaftsräume und ein Garten. Hauswirtschaftliche und gastronomische Leistungen bezieht das Hospiz von Diaconis. «Das Hospiz Bern passt ideal zu unserem langjährigen Engagement für die Palliative Care. In der Oranienburg sind damit neu alle Angebote vereint: unser Akutspital für Palliative Care, das Hospiz, der mobile Palliativdienst, Forschung und Lehre sowie die Geschäftsstelle palliative bern», sagt Stephan Hill, Stiftungsratspräsident von Diaconis.  https://hospizbern.ch/

Bern, 26. August 2026

CARTE BLANCHE FÜR… …RÖFES BUNTE WELT

DAS GROSSE SPIEL DES LEBENS … und sein mysteriöses Regelwerk – kennt keinen VAR, nicht einmal einen Schiedsrichter. Die launischen Götter zocken, strafen oder belohnen uns Irdische – ohne erkennbare/n Absicht oder Plan. Aber vielleicht gibt es trotzdem Karma oder eine verborgene Gerechtigkeit? Ein alter Freund aus dem Wallis erzählte mir folgende Geschichte, die sich tatsächlich zugetragen hatte: Es geschah vor vielen Jahren, fünf Geschwister erbten – vor allem Land unten im Tal und dann noch hoch oben ein Maiensäss. Die vier Schlaueren sicherten sich das wertvolle, weil einfach zu bewirtschaftende Land im Tal, während der Naivste unter ihnen mit dem Maiensäss vertröstet wurde: «Du warst doch immer gerne dort oben beim Viehhüten», so die heuchlerischen Geschwister. Ein bisschen Hinterlist, ein bisschen Bauernschläue – und der vermeintlich Dumme war zufrieden. Dann vergingen zwanzig Jahre. Und plötzlich änderten sich die Spielregeln. Das Maiensäss wurde Teil eines begehrten Skigebiets. Aus dem abgelegenen Stück Bergland wurde eine Goldgrube – und aus dem vermeintlichen Naivling praktisch über Nacht ein Millionär. Und man ist geneigt zu fragen: Hat da etwa der himmlische VAG eingegriffen? Karma? Vielleicht. Jedenfalls eine ziemlich späte Korrektur des Ergebnisses. Vielleicht braucht das Gleichgewicht des Universums manchmal einfach zwanzig Jahre, bis es wiederhergestellt ist.

Rolf Julmy lebt seit 25 Jahren im Nordquartier, ist Fussballfan, besucht regelmässig die Heimspiele des FC Breitenrain sowie zwecks Erfrischung diverse favorisierte Gaststätten. Zudem staunt er immer wieder über die stetig auftretenden Banalitäten des Alltags, die er zuweilen in Worte fasst: https://röfesblog.my.canva.site/


Bern, 26. August 2026

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QUARTIER-MOMENTUM

Freskomalerin an der Moserstrasse. Dienstag, 18. August 2026, 11.03 Uhr.

Bild: Urban Trösch

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FC Breitenrain - FC Luzern U-21 Wir drücken die Daumen und wünschen viel Erfolg!


WANKDORF Sprengung vor 25 Jahren Vor 25 Jahren verschwand das alte Wankdorfstadion. Und mit ihm viel Fussballgeschichte sowie unzählige Cupfinals oder das WM-Endspiel, das Deutschland gegen Ungarn 3:2 gewann und das als «Wunder von Bern» in die Annalen einging. Am 3. August 2001 wurde das Stadion gesprengt. 2005 wurde die neue Arena unter dem Namen Stade de Suisse eröffnet. Erste Höhepunkte: die Champions-League-Spiele des FC Thun – unter anderem gegen Arsenal und Ajax Amsterdam. Seit 2020 heisst das Stadion wieder Wankdorf und Stadionpartner ist die CSL Behring AG. (aus Sonntagsblick vom 2. August 2026)

ALTENBERG Sportplatz als Bade-Liegewiese Für die Natur und die Landwirtschaft ist die Trockenheit eine grosse Herausforderung. Doch die Bernerinnen und Berner erleben einen unvergesslichen Badesommer. Und dies nicht nur in den städtischen Bädern, wie sich von der Kornhausbrücke aus beobachten lässt. Viele Anwohnerinnen und Anwohner nutzen an diesen warmen Tagen den Sportplatz im Altenberg, um die Sonne zu geniessen – und als Basis für einen Schwumm in der Aare. Ein Loch im Zaun verschafft ihnen einen direkten Zugang zum Gehweg, der dem Fluss entlangführt. Sätze wie «Wir haben jetzt ein Marzili in unserem Quartier» lassen sich vor Ort aufschnappen. (aus BZ-Loubegaffer vom 4. August 2026)

WDC3 Es soll Schulraum gemietet werden Auf dem Areal Wankdorf City 3 entsteht derzeit ein neues Stadtquartier.

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QUARTIER-SPLITTER

Bern, 26. August 2026

In diesem dichten und gestapelten Quartier sollen etappenweise rund 500 Wohnungen entstehen. Darum ist mit mehr Schüler*innen zu rechnen, die sich mehrheitlich im Alter des Zyklus 1 (Kindergarten sowie 1. und 2. Klasse) befinden. Dafür braucht es Schulraum: Die Stadt plant, Räume für zwei Klassen des Zyklus 1 für Unterricht und Betreuung inklusive Aussenraum zu mieten. Aus diesem Grund beantragt der Gemeinderat dem Stadtrat einen Kredit für wiederkehrende Ausgaben in der Höhe von 198 000 Franken pro Jahr für fünf Jahre, insgesamt also 990 000 Franken. Der Bezug der Räumlichkeiten ist für den Sommer 2027 vorgesehen. (aus Gemeinderats-Info vom 20. August 2026)

AJOUR Neu verstärkt in Bern präsent Die Newsplattform Ajour der Bieler Gassmann-Gruppe will Anfang Oktober nach Bern expandieren. Neben Ajour Biel soll Ajour Bärn als zweite Rubrik entstehen. Zwei bis drei Medienschaffende sollen am Anfang für die Berner Rubrik in einem Redaktions-Hub zusammen mit Telebärn und Radio Bern1 arbeiten, wie Werner De Schepper, Chefredaktor von Bieler Tagblatt und Ajour, eine Meldung des OnlinePortals «Persönlich» bestätigte. Das Format soll je nach Anklang zu einer «vollwertigen Alternative» zu den bestehenden Portalen etwa von Tamedia ausgebaut werden. «Wir bauen Schritt für Schritt aus und im Einklang mit den wirtschaftlichen Möglichkeiten», erklärte De Schepper. Positionieren will sich die Plattform mit regionalem und lokalem Inhalt und zusätzlich mit Zweisprachigkeit. (aus BZ Berner Zeitung vom 22. August 2026)

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SCB (1) Bargeldlos ab neuer Saison Abendessen im Restaurant, Schal im Fanshop oder Ticket an der Tageskasse: Wer Heimspiele des SC Bern besucht, muss ab Ende August elektronisch bezahlen. Künftig akzeptiert der Berner Schlittschuhclub ausnahmslos Kredit- und Debitkarten sowie Twint. Für Besucherinnen und Besucher ohne digitales Zahlungsmittel bietet der SCB eine Alternative. Bei den sogenannten «Feldschlösschen Lodges» bei den Eingängen A und D lassen sich Wertkarten erwerben, die vor Ort anonym und ohne Registrierung mit Bargeld aufgeladen werden können. Das Guthaben bleibt für zukünftige Heimspiele bestehen und lässt sich jederzeit an den Kassen abfragen. Bargeld gibt es allerdings nicht zurück. Das Servicepersonal soll bei den ersten Heimspielen zur Unterstützung bereitstehen. Die Massnahme soll die Abläufe an den Kassen beschleunigen und Wartezeiten verkürzen. (aus BZ Berner Zeitung vom 22. August 2026)

SCB (2) Umbau mit Abrissbirne Nach 28 Jahren endete die Lüthi-Ära mit dem Play-In-K.o. in Rapperswil. Wird’s unter CEO-Nachfolger Jürg Fuhrer ruhiger? Noch nicht. Der vormalige COO Signer trägt als Chief Hockey mOfficer neu die sportliche Verantwortung, während Plüss unter ihm Sportchef bleibt. Ex-Rappiund Kloten-Trainer Tomlinson kommt als Senior Hockey Consultant. Berlins Meistercoach Serge Aubin (ex ZSC) steht neu an der Bande. Und auch im Team wurde der Umbau vorangetrieben: Captain Untersander (zu Servette) und Vermin (Biel) mussten trotz laufender Verträge gehen. Mit Loeffel trennte man

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August

DAS GAB ZU REDEN sich von einem dritten Routinier. Demgegenüber wurden zahlreiche neue Spieler verpflichtet. (aus Sonntagsblick vom 23. August 2026)

«WUNDERSCHÖN» SRF-Mann Hofer lobt den Breitsch Treffpunkt ist ein Spielplatz im Breitenrain, von den Bewohnern als «Breitsch» genannt. Als Kind sei es der perfekte Ort gewesen, sagt SRFMann Donat Hofer; derzeit in aller Munde. «Es gab Platz und Natur, und der Umgang der Menschen war vertraut wie in einem Dorf. Zugleich lebten wir mitten in der Stadt. Heute sei es nicht mehr ganz dasselbe, auch im Breitsch sei viel gebaut worden. Ein Anflug von Kritik, so scheint es. Doch Hofer wird gleich wieder versöhnlich: «Natürlich ist es hier immer noch wunderschön.» Im Breitsch, dem bernischsten aller Berner Quartiere, wurde Hofer sozialisiert, hier wurde sein Charakter geprägt. Mittlerweile wohnt er aus primär familiären Gründen in Zürich. (aus NZZ am Sonntag vom 23. August 2026) WER RICHTIG RECHNET INSERIERT DORT, WO SEINE KUNDEN ZUHAUSE SIND:

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HINTERGRUND

Bern, 26. August 2026

VERWALTUNGSZENTRUM GUISANPLATZ

Ein ausgezeichnetes Ergebnis

Nach sechs Jahren Bauzeit ist Gebäude D im Zeitplan fertiggestellt und seit Ende Juli mit «Platin» zertifiziert – dem höchsten Gütesiegel für nachhaltiges Bauen nach dem Standard Nachhaltiges Bauen Schweiz SNBS Hochbau. Was braucht es, damit eine Bauaufgabe wie diese gelingt? Ein Rückblick. Text: Claudio A. Engeloch und Stephanie Ringel; Bilder: Bundesamt für Bauten und Logistik BBL, Rolf Siegenthaler


Bern, 26. August 2026

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HINTERGRUND CHRONOLOGIE

25.1.2021 Beginn der Bauarbeiten Juli–Dez. 2021 Befestigung Baugrube 29.9.2022 Grundsteinlegung Dez. 2023 Abschluss Rohbauphase 7.12.2023 Aufrichte 19./20.6.2024 Demontage Kran Mai 2025 Fassadengerüst abgebaut 24.6.2026 Eine Woche früher als geplant: Bauwerksübergabe an die zukünftigen Nutzerorganisationen Gebäude D ist mit diesen Nachhaltigkeitszertifikaten ausgezeichnet: SNBS Hochbau «Platin» Gutes Innenraumklima GI 2.0 Minergie-P-ECO

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n Menschenleben betrachtet, wird das Verwaltungszentrum am Guisanplatz diesen Sommer volljährig. 18 Jahre Planen, Bauen, Weiterentwickeln. Gleichzeitig erreicht die 2. Bauetappe wichtige Meilensteine: erstens kann Gebäude D von den Mitarbeitenden der Verwaltungseinheiten des VBS ab jetzt genutzt werden, zweitens wurden alle angestrebten Nachhaltigkeitszertifikate erreicht. Damit gelingt das langfristige Ziel, die Schweizer Sicherheitsbehörden im grössten Verwaltungszentrum des Bundes in modernen, an den heutigen Anforderungen ausgerichteten Arbeitswelten zu vereinen. Im Alltag wird die räumliche Nähe helfen, besser miteinander zu arbeiten und die Flächen effizienter zu nutzen.

den konnten, ist das Ergebnis von frühzeitiger, konsequenter und auf die komplexen Anforderungen ausgerichteter Zusammenarbeit in planungs- und gewerkeübergreifenden Teams. Nun steht also, wo noch vor sechs Jahren eine mehrgeschossige Einstellhalle und eine Armeetankstelle in Betrieb waren, am nördlichen Ende des Geländes, flankiert von Papiermühlestrasse und Wankdorfcenter, das jüngste Bauwerk. Die Vorgaben dafür seien genau die gleichen wie für die in der ersten Etappe gebauten Gebäude A und B gewesen. «Und dennoch haben wir vieles ganz anders gelöst, weil das Gebäude nicht gleich ist und weil wir durch die Erfahrungen der ersten Etappe und den Dialog mit dem Bauherrn, dem Gebäudebetreiber, den Planern und den Unternehmern zu anderen Lösungen für das Gebäude und die zukünftigen Nutzerorganisationen gekommen sind», sagt Andrew Hall, Chefarchitekt bei Aebi & Vincent Architekten für Gebäude D.

Dialog pflegen: öffentliche Verwaltung und Bauwirtschaft Als Bauherrin der Gebäude wendet das Bundesamt für Bauten und Logistik BBL bei Bauvorgaben grundsätzlich die Kriterien für nachhaltiges Bauen an. Diese orientieren sich an gesetzlichen Vorgaben, Nachhal- Architektur: Stadt – Haus – Raum tigkeitsstrategien und der Schweizer Als das BBL 2009 in einem ArchitekBaukultur. Ende Juli erhielt das BBL turwettbewerb ein Überbauungsvon den Prüforganisationen noch- konzept erarbeitete, waren eine mal gute Nachrichten. Gebäude D ist überzeugende Lösung für das gemit allen angesamte ehemalige strebten QualiZeughausareal «Mit dem Rückbau der und ein konkretätssiegeln ausgezeichnet: mit alten Einstellhalle begann ter Projektvor«Platin», dem schlag für eine die zweite Bauetappe.» erste Bauetappe höchsten Zertifigesucht. Städtekat für nachhaltiges Bauen SNBS Hochbau, mit dem bauliche und architektonische QuaZertifikat Gutes Innenraumklima GI lität bildeten zusammen mit den An2.0 und mit dem Zertifikat Minergie- forderungen der Nutzerinnen und P-ECO. Nutzer die wichtigsten BeurteilungsAlle drei würdigen herausragende kriterien. Die beste Umsetzung sah architektonische Leistungen in den die Jury damals im Projekt «JOIN-Y» Bereichen Gebäude und Standort des Berner Teams Aebi & Vincent Armit Blick auf den ganzen Lebenszy- chitekten SIA AG. klus der Immobilie, Schadstoffe und In Gebäude D können 1200 MenRaumluftqualität sowie Energieeffi- schen arbeiten. Das entspricht der zienz und erneuerbare Energien. Bewohnerzahl eines kleinen Ortes. Dass alle Anforderungen erfüllt wer- Dessen Gefüge von Wegen und Plät-

zen hat Hall in der Architektur nachempfunden. «Unsere Idee baut darauf auf, die Struktur von städtischen Räumen ins Haus zu holen, in die Geschosse zu ziehen und nachzubauen. Mit unterschiedlichen Geschosshöhen, mit verschiedenen Aus- und Durchblicken, mit Gemeinschaftsflächen und Sitzungsbereichen auf allen Geschossen, die wie kleine Plätze genutzt werden können.» Vision: moderne Arbeitswelten Die Gebäude der ersten Etappe wurden im Zeitraum 2013–2019 umgesetzt. Das Verwaltungszentrum am Guisanplatz war damals ein Pilotprojekt für verdichtetes Bauen. Zwischenzeitlich sind in Zollikofen und in Ittigen zwei weitere Verwaltungszentren als Campus-Standorte der Schweizer Bundesverwaltung gebaut worden. Mit dem Rückbau der alten Einstellhalle begann am 25.1.2021 die zweite Bauetappe hinter dem Bauzaun aus Holz. Auch hier galt die strategische Ausrichtung des Bundes, Verwaltungseinheiten räumlich nah zusammenzubringen und mobilflexibles Arbeiten mit Desksharing in dafür passenden Projekträumen, Sitzungszimmern oder Begegnungszonen möglich zu machen. Bislang waren die Verwaltungseinheiten des VBS, das heisst der Armeestab, die


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HINTERGRUND

Bern, 26. August 2026

VERWALTUNGSZENTRUM GUISANPLATZ GEBÄUDE D Bauzeit 2021–2026

Team Generalplanung Aebi & Vincent Architekten SIA AG.


Bern, 26. August 2026

Logistikbasis der Armee sowie das Verkehr für das Quartier nicht stöKommando Ausbildung, an über rend ist.» Die Bauingenieurin von zehn Standorten untergebracht. An BSB + Partner Ingenieure und Planur einem Standort in einer moder- ner AG plante die Verkehrsführung nen, vernetzten Arbeitsumgebung für Gebäude D. Entscheidend war aber auch, klar zu arbeiten, soll der Sache und und transparent «Man muss Technik und darüber zu komden Menschen entsprechen. Abläufe verstehen, um sie munizieren – wie Heute stehen am zum Beispiel in optimal zu koordinieren.» den fix etablierGuisanplatz insgesamt 3900 Arten Treffen mit beitsplätze zur Verfügung; neben Vertreter/-innen der Nachbarschaft, dem VBS auch für die Bundesan- der IG Wankdorf und dem Dialog waltschaft, das Bundesamt für Poli- Nordquartier. zei, das Bundesamt für Rüstung sowie das Bundesamt für Bevölke- Unverzichtbar: professionelle Baurungsschutz. leute Als ihr Hauptwerkzeug nutzten die Teamwork: das grosse menschliche Chefbauleiter Roland Müller und Abenteuer Peter Siegenthaler die wöchentliche «Was wir tun, ist ganz viel People- Bausitzung mit den beteiligten UnBusiness», sagt Dieter Buri, Gesamt- ternehmern und Planern, an der die leiter Generalplaner Aebi & Vincent Arbeiten organisiert, koordiniert Architekten. Mit seinem Team im und anstehende Probleme gelöst Büro und auf der Baustelle sorgte er werden konnten. Ein Beispiel für indafür, dass die Verantwortlichkeiten novative Ansätze war die grosse und die Arbeitswege zwischen den Baugrube, die zwei Geschosse in die Beteiligten klar sind. Und am Ende, Tiefe reichte. Die Unterkante der 43 dass das beauftragte Projekt wie vom × 107 Meter grossen Bodenplatte BBL bestellt durch das Architektur- liegt zirka 8,5 Meter unter dem Terbüro übergeben werden konnte. rain und damit gut 4 Meter unter Dazu gehörte auch, dass die, die am dem Grundwasserspiegel. Projekt mitwirken – von den Maschi- Um Bauen im Grundwasser möglich nenführern in der Baugrube bis zu zu machen, sondierten Geologen auf den Planern fürs Energiekonzept –, dem gesamten Areal des Verwalgut miteinander arbeiteten. Ohne das tungszentrums und der angrenzenTeam geht nichts – das ist einver- den Umgebung mit geologischen nehmlicher Tenor aller Leute auf dem Bohrungen und GrundwassermessBau. stellen die Bodenbeschaffenheit und Patrick Vogel von Reflecta AG sprach die Fliessrichtung des Grundwasvom Bauprojekt als ein «Unterneh- sers. Erst als die Baugrube wasser-

men auf Zeit». Als Risk Manager gab er den verantwortlichen Projektleitern seitens BBL, Generalplanern und den zukünftigen Nutzenden damit ein passendes Bild für die tägliche Führungsarbeit. Als zentrales Steuerungsorgan haben sie nicht nur dafür gesorgt, dass die Ziele im Projekt erreicht werden, sondern auch aktiv den Austausch mit externen Beteiligten gesucht. Denn grosse Baustellen wirken im Quartier. Wie, zeigte sich beispielhaft in der Rohbauphase, als täglich Mitarbeitende von über 30 Firmen in LKW und Lieferwagen die Baustelle anfahren mussten. Doris Stucki sagt: «Wir wollten die Verkehrsflüsse für jede Phase des Baus durchdenken und die Rahmenbedingungen so definieren, dass der

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HINTERGRUND

dicht und damit die Stabilität des Baugrubenabschlusses gewährleistet war, konnte bis in 8 Meter Tiefe sicher ausgehoben und abgefahren werden. Das sei sehr vielseitig gewesen, so Christophe Sion, Projektleiter Tiefbau, weil verschiedene Spezialtechniken zum Teil zeitgleich zum Einsatz gekommen sind und rund um die Baugrube kaum Platz war. Hier hiess es, anders zu denken: Über eine schmale Rampe wurde Baumaterial in die Grube gebracht und Aushub oder Rückbaumaterial abgefahren. Die Spezialisten aus dem Spezialtiefbau arbeiteten parallel, um die Baugrubenwände mit Bohrpfählen und Stahlseilen zu sichern, sie stellten einen sauberen Baugrubenabschluss zu Gebäude A mit Jet-

Seit 10 Jahren leitet Hanspeter Winkler (Mitte) das Grossprojekt Gebäude D. Er strukturierte und koordinierte zusammen mit Philipp Schild, Dieter Buri, Nadja Kristina Bützer, Stefan Wyler (v.r.n.l.) und Patrick Vogel (fehlt auf dem Bild).

ting-Säulen her und verankerten das ganze Gebäude mit 173 Bohrpfählen sicher im Untergrund. Die Bodenplatte der früheren Einstellhalle wurde nach und nach zurückgebaut. Solange es ging, diente sie als Lagerund Rangierfläche. «Man muss Technik und Abläufe gut verstehen, damit man sie richtig koordinieren kann», so Christophe Sion. Nun ist das Gebäude sechs Stockwerke in die Höhe gebaut, eingerichtet, bezugsbereit und zertifiziert. Ab Anfang September bis Mitte November werden die Verwaltungseinheiten einziehen. Der Abschluss der Umgebungsarbeiten ist bis Ende des Jahres geplant. Das Quartier bekommt neue Nachbarn. www.verwaltungszentrum-guisanplatz.ch

DAS VZG IM AFDN Der «Anzeiger für das Nordquartier» begleitete das Grossprojekt «Verwaltungszentrum Guisanplatz» umfassend. Er hat 2020 (Ausgaben 13 und 22), 2021 (Ausgaben 2, 4, 21 und 22), 2022 (Ausgaben 9, 11, 17 und 22), 2023 (Ausgabe 14), 2024 (Ausgabe 5), 2025 (Ausgaben 8 und 11) sowie 2026 (Ausgabe 1, 3 und 6) ausführlich darüber berichtet. Mit diesem HINTERGRUND ist die Berichterstattung über das neue Verwaltungszentrum Guisanplatz, Gebäude D, abgeschlossen. Sie finden alle bisherigen Beiträge im AfdNArchiv in den angegebenen Ausgaben. www.afdn.ch > Archiv


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Als stolzer Hotelsponsor des FC Breitenrain fiebern wir bei jedem Spiel mit. Unser Direktor Daniel Siegenthaler gibt seinen Spiel-Tipp ab! 19. September 2026

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FUSSBALLCLUB OFFIZIELLE CLUBSEITE 08/2026 Zweiter Berner Frauenfussballtag am 13. September Nach dem gelungenen Auftakt 2025 beinhaltet auch die zweite Ausgabe ein YB-Gastspiel Am Sonntag, 13. September, findet auf dem Spitz» zum zweiten Mal der Berner Frauenfussballtag statt. Die erstmalige Austragung vor einem Jahr war mit über 4000 Fans ein voller Erfolg. Der Event entstand aus der Initiative der YB Frauen mit General Manager Franziska Schild, dem Fussballverband Bern/Jura FVBJ und den Verantwortlichen des FC Breitenrain. 2025 war mit der Uefa Women’s Euro in der Schweiz und in Bern ein besonderes Jahr für den Frauenfussball. Weil der Wankdorf-Rasen nach der Euro wieder umgerüstet werden musste, waren die YB Frauen auf der Suche

nach einem Ausweichstadion unweit ihrer Heimstätte. So ergab sich das Gastspiel auf dem «Spitz», wo schon länger in die Frauen und Juniorinnen investiert wird. «Wir konnten die Begeisterung und den Boom rund um die Euro mit diesem Tag gleich noch etwas weiterziehen», sagt Taru Koch vom FC Breitenrain. «Damals waren wir mutig und sprachen vom ersten Berner Frauenfussballtag. Mit dem Ziel, dass es einen weiteren gibt. Nun ist es erfreulicherweise soweit.» Der «Spitz» ist für solche Anlässe ideal, weil die Fans nah am Geschehen sind und sich eine gute Stimmung entwickelt. Dies zeigt sich

Espoirs, «Drü» und Avenirs starten in die neue Saison Lauter ambitionierte Ziele Nachdem das «Eis» seine Meisterschaft in der Promotion League bereits anfangs August eröffnete, rollt der Ball nun auch in den unteren Ligen wieder. Die Espoirs (2. Liga regional), das «Drü» (3. Liga) und die Avenirs (neu 4. Liga) sind am vergangenen Wochenende in die

Saison 2026/27 gestartet. Zu den Zielen der Espoirs sagt Co-Trainer Mohamed-Ali Bouafia: «Unser Team besteht aus vielen jungen Akteuren mit Potential und unser Altersschnitt ist im Vergleich zur letzten Saison noch tiefer. Unser Hauptziel bleibt die Entwicklung der

jeweils auch am Burkhalter-Cup. Das Programm vom 13. September beginnt um 09 Uhr im Restaurant «Löscher» an der Viktoriastrasse mit einem Infoanlass zur TrainerInnensuche im Frauenfussball, geleitet von SFV-Instruktorin Marisa Wunderlin. Grundsätzlich gibt es in vielen Vereinen, auch beim FC Breitenrain, immer noch Engpässe in diesem Bereich. «Wir würden es sehr begrüssen, wenn sich interessierte Frauen zu diesem Anlass einfinden würden», sagt Koch. Übrigens ist der Vereinsvorstand auch noch auf der Suche nach einer Nachfolgerin oder einem Nachfolger für Frauen-Sportchef Michael Suter. Erste Gespräche wurden schon geführt. Der eigentliche Spielbetrieb beginnt um 10 Uhr mit Partien der Gastgeberinnen, die am Morgen mit ihren Teams FF-09 und FF-11 antreten. Zwischen 12 und 13.30 Uhr steht ein vom FVBJ organisierter Netzwerkanlass mit einer Podiumsdiskussion

auf dem Plan, wiederum im «Löscher». Das sportliche Herzstück bildet analog zum letzten Jahr das Spiel der AXA Women’s Super League zwischen den YB Frauen und dem FC St. Gallen mit Anpfiff um 14 Uhr. Die «Spitz»Bilanz der YB Frauen ist noch verbesserungswürdig. 2025 unterlagen sie Servette mit 0:3. Weiter geht der Fussball-Reigen ab 16.15 Uhr mit Partien der FF-14 und der FF-17 des FC Breitenrain. Der Eintrittspreis inklusive YB-Spiel kostet zehn Franken, Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren haben kostenlosen Zutritt. Tickets sind im YBTicketshop oder an der Tageskasse erhältlich.

Spieler. Wir wollen sie dabei unterstützen, Schritt für Schritt den Sprung in die erste Mannschaft zu schaffen. Wir denken von Spiel zu Spiel und wollen keine grossen Rechnungen machen. Uns ist bewusst, dass wir weniger Erfahrung haben als viele andere Teams. Aber wir haben eine gute, hungrige und junge Equipe – genau das entspricht auch der Philosophie des Vereins.» Bene Jaussi, Co-Trainer des «Drü», sagt: «Wir haben uns fest vorgenommen, die letzte Saison zu bestätigen, obwohl wir in diesem Jahr sicher auf

stärkere Gegner treffen werden. Unser konkretes Ziel ist ein Platz unter den ersten Drei. Nachdem wir letzte Saison trotz Rang 1 nicht belohnt wurden, ist ein Aufstieg sowieso kein Thema.» Und Avenirs-Co-Trainer Beni Meyer sagt: «Nach dem Aufstieg in die 4. Liga in diesem Sommer will das Team Avenir den Schwung in die neue Spielzeit mitnehmen. Wir haben stets den Anspruch, ein Wochenende maximal erfolgreich zu gestalten. Mittelfristig streben wir den Aufstieg in die 3. Liga an.»

«KURZ & SPITZ»

Herbst-Nachwuchs-Camp auf dem «Spitz« Nach der heissen, aber erfolgreichen SommerAusgabe findet vom 5. bis 9. Oktober das nächste B r e i t s c h - N a c hw u c h s Camp statt. Achtung: Es können nur Kinder mit Jahrgang 2014 bis 2020 teilnehmen. Die Anmeldung ist ab sofort offen. Hauptsponsorin ist die Berner Kantonalbank. Weitere Infos unter www.fcbreitenrain.ch.

Frauen-«Eis» mit Heimdebüt

Die Saison-Heimpremiere der 2.Liga-Frauen findet am 29. August, ab 15.45 Uhr gegen den SC Holligen 94 statt. Beim Ligastart gegen Interlaken resultierte ein 2:2. Die Tore für «Breitsch» erzielten Sara Motta und Neuzugang Jasmine Imboden.

Männer-«Eis» gegen Luzern und Biel Die nächsten Heimspiele der ersten Mannschaft: Samstag, 5. September, gegen den FC Luzern U21; Samstag, 19. September, gegen den FC Biel, Kickoff jeweils neu um 15.30 Uhr.

Mehr News und Infos auf fcbreitenrain.ch

Burkhalter

BREITENRAIN


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QUARTIER-MAGAZIN

Bern, 26. August 2026

FRANTICEK KLOSSNER

Grenzgänger zwischen Kunst und Leben Man begegnet Franticek Klossner im Quartier vielleicht ganz unauffällig – doch seine Kunst hat ihren Weg bis nach New York, Rom und in renommierte Museen Südamerikas gefunden. Seit 20 Jahren lebt und arbeitet der Künstler, Kurator, Dozent und Initiator innovativer Kultur- und Bildungsprojekte in Bern, wo er lokales Engagement mit internationaler Ausstrahlung verbindet. Bianka Balmer

D

ie Einführung auf seiner Website macht neugierig: Der Schweizer Gegenwartskünstler ist spartenübergreifend tätig in den Bereichen Videokunst, Skulptur, Zeichnung und Visual Poetry. Sein gesamtes künstlerisches Schaffen ist durchdrungen von existenziellen Fragen. Der menschliche Körper agiert darin als Spiegelbild menschlicher Prozesse. Zu seinen bekanntesten Werkgruppen gehören die «Melting Selves». Die in Eis gefrorenen Selbstporträts erzählen in ebenso poetischer wie eindringlicher Weise, worum es ihm in seiner Kunst geht: Um die Metamorphosen des Lebens, um das Ich im Übergang und um die Wechselwirkungen zwischen äusseren und inneren Kräften. In einem spannenden Interview gab er uns Einblicke in sein Leben und Schaffen. Fernsicht und Quartierleben im Breitenrain Seit einigen Jahren wohne ich hier im Breitenrain in einer sehr schönen Wohnung mit grandioser Fernsicht. Hier geniesse ich die Stimmung dieses tollen Quartiers und die inspirierende Nachbarschaft zu vielen interessanten und bereichernden Menschen. Und natürlich die feine italienische Küche im Grotto Ticino am Breitenrainplatz! Pelé brachte mich zur Kunst. Bereits als Kind wusste ich, dass ich Künstler werden wollte, und präsentierte schon im Alter von 12 Jahren erfolgreich meine ersten Ausstellungen. Ausschlaggebend war für mich damals eine Aussage des brasilianischen Fussballers Pelé nach der Weltmeisterschaft 1970 in Mexiko gegenüber dem «Bund». Auf seine Herkunft angesprochen, meinte er: «Wenn du in Armut geboren wirst, gibt es nur zwei Auswege: Entweder du spielst Fussball oder du machst Kunst!» Mit damals erst 10 Jahren war für mich der Fall klar – ich verstand sehr gut, was Pelé mir sagen wollte.

Bern-Stapi Alexander Tschäppät und Klaus Wowereit, Bürgermeister von Berlin.

Der Künstler Franticek Klossner mit einem gefrorenen Selbstportrait aus Eis.

Bilder: bb

Kunststudium nach New York zieWelches Werk erzählt deine hen. Der Aufenthalt im damals noch Geschichte am besten? Es gibt unzählige Projekte, die mir sehr wilden East Village hat mich bebesonders ans Herz gewachsen sind. freit – dort fand ich Tag und Nacht Wahrscheinlich sind es immer die Inspiration. Einige Jahre später führte mich ein aktuellsten ProStudienaufentjekte, an die ich «Wünsche bewahre ich mein Künstlerhalt nach Rom, herz verliere… mir für Träume auf – so wo ich mehrere Jahre blieb. Ein Die grosse Ankann ich besser schlafen.» weiterer Atelierzahl meiner Weraufenthalt «entke (freut sich) wurde mir besonders bewusst, als führte» mich auf eine atemberauim vergangenen Jahr die Monogra- bend schöne spanische Insel. Auch fie «Menschliche Aggregatzustän- meine Ausstellungsreihe durch Arde – Ich schmelze, also bin ich!» zu gentinien und Kuba hat mich nachmeinem bisherigen Schaffen im Ver- haltig geprägt. lag Scheidegger & Spiess in Zürich erschien. In diesem Buch begegnete ich meiner gesamten künstlerischen Tätigkeit seit 1980 wieder. Das eigene Schaffen in einem Buch zu sehen, ist irgendwie ziemlich verrückt – eine Reise durch das eigene Leben, durch Zeiten und sich verändernde Mentalitäten. Welche Bedeutung hatten die zahlreichen Auszeichnungen im Laufe deiner Karriere für dich? (Freudig) Ja, es waren tatsächlich einige. Sie kamen immer sehr überraschend und haben meinen Lebensweg geprägt. Viele waren mit einem Auslandsaufenthalt verbunden. So konnte ich direkt nach meinem

La Sincérité, Ballettinszenierung mit dem Tanzensemble des Stadttheaters Bern,2007.

Welche Projekte stehen gerade im Mittelpunkt deiner Arbeit? Momentan laufen die intensiven Vorbereitungen für zwei grosse Ausstellungen: In Zusammenarbeit mit der Königlichen Gesellschaft in Schweden eröffne ich im Oktober die Ausstellung «ART CARE / Kunst und Medizin» unter dem Patronat der Schweizer Botschaft. Im November folgt dann die sehr spannende Ausstellung «Le corps liquide / Der flüssige Körper» im Musée d’Art et d’Histoire MAHF in Freiburg zu Themen wie Intimität und Tabus rund um die flüssigen Elemente des Menschen wie Blut, Tränen, Milch usw. Wen spricht deine Kunst besonders an? Gibt es ein typisches Publikum? (Lächelt) Ich habe das Glück, mit meiner Kunst Menschen jeden Alters begeistern zu können. Das hängt wahrscheinlich auch mit der Vielfalt meines Schaffens zusammen. Es gibt immer wieder Überraschungen – für die Besucher:innen ebenso wie für mich. Das macht neugierig und hält mich jung! Wünsche und Zukunftspläne Wünsche bewahre ich mir fürs Träumen auf – so kann ich auch besser schlafen. Dabei kommen mir zwei Gedanken in den Sinn: das Zitat aus Erich Kästners «Märchen vom Glück», «Der Zauber des Wünschens liegt im unerfüllten Zustand» und eine Aussage von Marlene Dietrich gegenüber Udo Lindenberg: «Wünsch dir nichts. Träume sind nur schön, solange sie unerfüllbar sind.» Mit Zukunftsplänen bin ich aufgrund meines Alters etwas schüchtern oder vorsichtig geworden. Ich versuche jedoch, wachsam zu bleiben, damit ich Kairos (den idealen Augenblick) beim Schopf packen kann, wenn er flink und lächelnd meinen Weg kreuzt... Lieber Franticek, vielen Dank für dieses interessante Interview! Wir wünschen dir alles Gute und weiterhin viel Erfolg!

Relax Yourself, Skulptur, Männlicher Akt, Full-Body-Scan, Fotogrammetrie, 2018.

Scherenschnitt und Schattenspiel: Klossners bevorzugte Techniken.

 https://www.franticek.com/ Seit 2025 im Buchhandel erhältlich: Die Monografie zum Schaffen des Künstlers in deutscher und in englischer Sprache: «Menschliche Aggregatzustände – Ich schmelze, also bin ich!» «Human States of Aggregation – I Melt, Therefore I Am!»


Bern, 26. August 2026

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QUARTIER-MAGAZIN

QUARTIERHOF

Genossenschaft (37, solvent) sucht Haus … In einer Genossenschaft wohnen wollen viele – für sie ein Haus suchen, deutlich weniger. In der Lorraine versucht ein Kollektiv gerade genau das. Nicolai Morawitz

Bild: Danielle Liniger

B

ern brodelt in den 1980er-Jahren. Hausbesetzungen sind ein Symbol des Widerstands – gegen den Markt und auch immer wieder gegen den bürgerlichen Kanton. Die Wagenburg Zaffaraya und die Reitschulbesetzung machen nationale Schlagzeilen. Zu einer anderen, leiseren Form des Widerstands kommt es im Lorraine-Quartier. Hier wehren sich Bewohner:innen gegen den weiteren Abriss ihres Quartierhofs für eine Grossüberbauung und gründen 1989 die Wohnbaugenossenschaft Q-Hof.

der Genossenschaft, die sich als Kollektiv auf die Suche nach einer neuen Immobilie macht. Kilchenmann und die übrigen 50 Bewohner:innen beteiligen sich über «Ämtli» am Gemeinschaftsleben. Auf 20 Stunden pro Jahr schätze er den Aufwand, so Kilchenmann. «Manche leisten aber auch deutlich mehr.»

Der Spekulation entziehen Fast Forward ins Jahr 2026: Die Widersprüche des Kapitalismus sind nicht aufgelöst. Es gibt eher Anzeichen dafür, dass sie sich verschärft haben. Stichwort: Wohnungsknappheit. Die Wohnbaugenossenschaft Q-Hof gibt es immer noch. Sie hat die 1989 erworbenen Liegenschaften zwischen Dammweg und Quartiergasse saniert und ausgebaut. Jetzt will sie sich erweitern, um Häuser dem «Immobilien-Spekulationsmarkt» zu entziehen.

Zwei Generationen, ein Projekt Das ist der Genossenschafts-Groove, auf den sich Katharina Boerlin einlassen möchte. Konkret: Sie hat zusammen mit zwei Gleichgesinnten, alle zwischen 30 und 40 Jahre alt, Kontakt zum Q-Hof aufgenommen, mit dem Ziel, einen neuen Aussenposten zu schaffen. Ein Haus für rund zehn Bewohner:innen ist ihr Traum. Dieses genossenschaftlich verwaltete Haus soll nach den Prinzipien des Q-Hofs funktionieren – Boerlin und ihr «Grüppli», wie sie es nennt, wären auch Mieter:innen. Für Boerlin hat das auch ideelle Gründe: «Die Mietpreissteigerung hat uns politisiert», sagt sie. Und: «Wir wollen eine Immobilie dem Spekulationsmarkt entziehen.»

Die Köpfe dahinter In Zeiten, in denen die Leerbestandsquote von Wohnungen in Bern gegen Null tendiert und Einfamilienhäuser schneller die Besitzer:innen wechseln, als jemand «Immoscout» rufen kann, scheint dies ein ebenso nachvollziehbares wie ambitioniertes Anliegen. Wer sind die Köpfe hinter dem Expansionsprojekt des Q-Hofs? In zwei Korbstühlen im Schatten eines Kirschbaums sitzen Katharina Boerlin und Marc Kilchenmann und blicken auf den Innenhof. Die beiden vereinen die alte und die neue Welt

Drei Millionen reichen (eigentlich) nicht Zunächst spielten Boerlin und ihre Kolleg:innen mit dem Gedanken, selbst eine Genossenschaft zu gründen. «Doch es gibt schon so viele tolle Genossenschaften in dieser Stadt», findet Boerlin, die ursprünglich aus Basel kommt und seit 15 Jahren in Bern lebt. Im November 2024 kommt es zum ersten Kontakt mit der Genossenschaft Q-Hof in der Lorraine. Kilchenmann macht keinen Hehl daraus, dass er von der Energie und

dem Enthusiasmus Boerlins angetan ist. «Schon beim ersten Treffen wurde klar: Entweder hat sie unsere Genossenschaftsstatuten sehr genau gelesen oder ihre Vorstellungen passen tatsächlich sehr gut zu uns», sagt Kilchenmann. Sie entscheiden sich, ab sofort gemeinsam nach einem geeigneten Haus zu suchen. Doch bevor es richtig losgehen kann, klären sie die beim Immobilienkauf nicht ganz unerhebliche Frage der Liquidität: «Unser Verschuldung ist tief», sagt Kilchenmann über die Finanzlage der Genossenschaft. Zudem verfüge man über Genossenschaftseinlagen und Darlehen von Privatpersonen. Auch Boerlin und die anderen neuen Genossenschafter:innen bringen Kapital mit. «Inklusive der bislang zugesagten Darlehen, sind wir kreditwürdig für rund drei Millionen Franken», fasst Kilchenmann die Situation zusammen. Idealerweise in der Lorraine … Das hört sich nach einem riesigen Batzen Geld an, der allerdings im Realitäts-Check mit dem hiesigen Immobilienmarkt eher auf ein nettes Sümmchen zusammenschmilzt. Immerhin soll das Wunschobjekt zehn Personen Platz bieten und idealerweise in der Lorraine oder einem anderen zentrumsnahen Quartier liegen. Boerlin und Kilchenmann strecken in der Folge ihre Fühler in Richtung Firmen und Privatpersonen aus, die bereit sind, Profitinteressen hintenanzustellen. Und die ihre Immobilie deshalb nicht auf gängigen Portalen inserieren. «Wenn etwas auf Immoscout oder einen ähnlichen Plattform landet, ist es für uns häufig schon zu spät», sagt Boerlin. Noch dauert die Suche an.

«Manchmal fangen wir an zu träumen», sagt Boerlin. «Aber die Q-HofHausverwaltung holt uns dann auf den Boden der Tatsachen zurück, wenn sie alles durchgerechnet hat.» Hoffnung nicht aufgegeben Und wie sähe er aus, ihr Wohntraum? «Wie ein Q-Hof, aber im Brutalismus-Stil», sagt Kilchenmann halb im Scherz. Boerlin bezieht ihren Traum nicht auf den Architekturstil, sondern vielmehr auf ein Gefühl: «Es soll ein gemeinschaftlicher Gestaltungsraum sein.» Ein Ort, der sich immer wieder anpassen könne. Kilchenmann hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass diese Träume dereinst doch Wirklichkeit werden. «Klar spüren wir hier in der Lorraine den Druck auf dem Wohnungsmarkt. Es gibt auch so gut wie nie Leerstand in der Genossenschaft.» Und doch ist er überzeugt, dass sich die Lorraine dem Verdrängungskampf auf dem Immobilienmarkt noch ein Stück entziehen könne. Er denkt an die Wohnbaugenossenschaft Giebel oberhalb vom Café Kairo, die jüngst eine Liegenschaft in Ostermundigen erwerben konnte. «Die Lorraine ist nicht der Breitenrain», sagt er und ein wenig Lokalstolz schwingt durchaus mit. https://www.quartierhof.ch/ Dieser Beitrag erschien als Erstveröffentlichung auf hauptstadt.be. Dies im Zusammenhang mit der AfdN-Medienpartnerschaft mit dem Berner Online-Magazin.

DER Q-HOF Die Wohnbaugenossenschaft Q-Hof verteilt sich aktuell auf zwei Liegenschaften in der Lorraine. Neben dem Quartierhof aus dem späten 19. Jahrhundert gehört auch ein Haus am benachbarten Dammweg 41 dazu, das 2020 umgebaut wurde. Insgesamt sind 50 Menschen und verschiedene Gewerbetreibende, darunter der Velokurier Bern und die Ateliergemeinschaft Q-Faktur, in der Genossenschaft daheim. Kilchenmann lebt seit 17 Jahren im Q-Hof und ist seit 5 Jahren im Vorstand der Wohnbaugenossenschaft. Der Musiker erklärt, wie der Q-Hof tickt: «Wir verzichten hier bewusst auf eigene Wohnfläche, um mehr davon zu teilen». Allen Bewohnenden stünden maximal 38 Quadratmeter zur Verfügung. Daneben gebe es einige geteilte Räume, wie zum Beispiel die «Vokü» genannte Küche. Pro Hauseingang teilen sich die Bewohner:innen ausserdem eine Dusche und im Obergeschoss sind die Toiletten ausserhalb der Wohnungen untergebracht.


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n Beziehungen entstandene Verletzungen brauchen Beziehung, um zu heilen. Hier setzt Alexandra von Arx an. Ihr Angebot ist vielschichtig. Nebst ihrer Arbeit als Komplementärtherapeutin mit eidg. Diplom, Coach und Supervisorin schreibt Alexandra Fachtexte über die therapeutische Arbeit. Zudem ist sie in der Ausbildung angehender Berufskolleg:innen tätig. Besonders beschäftigt sie die Auseinandersetzung mit individuellen und kollektiven Traumatisierungen.

QUARTIER-MAGAZIN Schuldgefühlen, die sich beispielsweise für ihre Gefühle oder Tränen entschuldigen. Menschen, denen es schwerfällt, mit sich selber mitfühlend und verständnisvoll zu sein, die Schwierigkeiten mit Zugehörigkeit und Abgrenzung haben oder meinen, es allen recht machen zu müssen. Die Symptome sind vielfältig. Gemeinsam ist vielen jedoch, dass sie den Kontakt zu sich selbst, ihrem authentischen Ausdruck oder zu ihren eigenen Bedürfnissen verloren haben oder nie richtig entwickeln konnten.

Könntest du den Leser:innen die Wie gehst du bei einer Behandlung Bedeutung und Wirkung der vor? Craniosacral-Therapie etwas Wir führen zuerst ein Gespräch und näherbringen? Craniosacral-Therapie ist eine eid- finden heraus, worum es geht und genössisch anerkannte Methode der was sich mein Gegenüber für sich Komplementärtherapie. Die Be- wünscht. Danach wechseln wir handlungskosten werden entspre- meistens auf die Liege. Dabei ist mir chend von Zusatzversicherungen wichtig, dass wir nicht einem vorgegrösstenteils übernommen. Sie bie- gebenen Plan folgen. Ich orientiere tet Unterstütmich an dem, was Klient:in zung bei Be«Dabei ist mir wichtig, mitbringt und schwerden und in belastenden dass wir nicht einem vor- was sich im MoLebenssituatiozeigt. Wir gegebenen Plan folgen.» ment erforschen genen und ist besonders empfehmeinsam, was lenswert bei Schmerzzuständen, für auftaucht und was davon wichtig ist. die Nachbehandlung von Schock Gerade wenn es um zwischenund Trauma, zur Unterstützung von menschliche Verletzungen geht, ist Genesung und Rehabilitation sowie es wichtig, dass Menschen Wahlfür die Integration von Verände- möglichkeiten haben und ihr eigerungsprozessen. Was ich an dieser nes Tempo bestimmen können. WieArbeit liebe, ist, dass ich dabei mit der im Sitzen schliessen wir mit einer grösseren organisierenden einem reflektierenden Gespräch und reparierenden Kraft kooperie- und einem kurzen Ausblick ab. re. Wenn ich einen Menschen während einer Behandlung achtsam be- Zeigen sich sofortige Reaktionen rühre und dabei eingestimmt oder stellt sich der Körper erst mit lausche, kann ich wahrnehmen, wie der Zeit auf die Behandlung ein? der Körper selbst nach Regulation In der Regel können Klient:innen und Ausgleich strebt. Meine Aufga- schon auf der Liege neue Erfahrunbe ist es, mit meiner Präsenz und gen machen. So kommen sie beiAusrichtung einen Raum zu halten, in dem sich diese Prozesse möglichst frei entfalten können. Wir sprechen dann von Selbstregulation oder von den Selbstheilungskräften des Körpers.

spielsweise mehr in Kontakt mit sich selbst und ihren Empfindungen, können eine tiefe innere Ruhe oder ein Gefühl von Aufgehobensein erleben. Manchmal ist auch einfach die Erfahrung wichtig: Ich darf hier sein, ohne etwas leisten zu müssen. Ich bin willkommen mit allem, was gerade in mir lebt. Insbesondere für Menschen, die lange in einem Zustand von Anspannung oder Anpassung gelebt haben, kann das eine neue und heilsame Erfahrung sein. Manchmal zeigt sich eine Wirkung auch erst später – etwa indem sich der Schlaf verbessert, Ängste handhabbarer werden oder jemand im Alltag plötzlich etwas anders wahrnimmt, eine Grenze früher spürt oder in einer schwierigen Situation mehr Handlungsmöglichkeiten zur Verfügung hat. Wie viele Sitzungen sind in etwa nötig, um ein Thema zu bearbeiten? Das ist sehr individuell. Geschichte entfaltet sich in Schichten. Manchmal bringt schon eine einzelne Sitzung etwas Wesentliches in Bewegung, manchmal braucht es mehr Zeit. Was hat dich zum Berufsfeld der Craniosacral-Therapie geführt? Mein Interesse für Menschen. Weshalb ist ein Mensch, wie er ist? Und wie kann Zusammenleben gelingen? Zuerst habe ich vor allem Antworten in der Literatur gesucht. Irgendwann kam dann der Wunsch, mich nicht nur intellektuell damit auseinanderzusetzen, sondern ganzheitlich. Mit meiner Arbeit habe ich eine Möglichkeit gefunden, mich für eine bessere, liebevollere Welt einzusetzen. Du hast unter anderem Theaterwissenschaft, Journalismus und

Bern, 26. August 2026

CORINNAS QUARTIER TALK mit ALEXANDRA VON ARX

Kommunikationswissenschaft an der Uni Bern und Fribourg studiert. Hast du auch auf diesen Fachgebieten gearbeitet? Ja, ich war viele Jahre in der Kultur tätig, habe in der Kulturförderung wie auch im Kulturjournalismus gearbeitet, Lesungen und Festivals organisiert. Wenn du dir selber Gutes schenken möchtest, wohin zieht es dich im Nordquartier? Bei Hunger ins 3 Dosha, weil da alles frisch und vegetarisch zubereitet wird. Und sonst immer wieder gerne in den Botanischen Garten. Und wenn du Kultur erleben möchtest, wo ist dein «place to go»? Mein Mann Don Li hat vor über 20 Jahren in der Altstadt das Konzertlokal Orbital Garden gegründet. Seither finden dort einstündige musikalische Reisen durchs Weltall statt. Kontaktinfo: alexandravonarx.com, +41 76 516 70 28 Mezenerweg 9b, 3013 Bern  https://www.alexandravonarx.com/

Wen sprichst du mit deinem Angebot an? Diese sanfte, nicht invasive Körpertherapie findet bekleidet und zumeist in einer entspannten, liegenden Position statt und eignet sich für jede Altersgruppe – vom Säugling bis zum hochbetagten Menschen. Ich selber arbeite jedoch zumeist mit Erwachsenen. Welche Themen sind die Hauptthemen deiner Klient:innen? Weil ich mich viel mit Bindungsverletzungen und Entwicklungstraumata auseinandergesetzt habe, sind es oft Menschen mit diesem Hintergrund, die den Weg zu mir finden. Menschen mit viel Scham und

Alexandra von Arx, Craniosacral-Therapeutin, Coach und psychologische Beraterin.

Bild: zVg


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EINKEHR

Bern, 26. August 2026

Kehrt der neue Besen gut? Seit Pfingsten 2026 wird das «Dolce Vita» vom ehemaligen «Villette Muri»-Pächter Giuseppe Pellegrino geführt. Wir haben das beliebte Lokal an der Scheibenstrasse besucht. Jean-Claude Galli

N

och ist es heiss und die Sommerkarte liegt auf. Doch schon bald legen sich hoffentlich die Schatten auf die Sonnenuhren, wie es bei Rainer Maria Rilke heisst. Wir sind an einem Mittag Mitte August gekommen, um zu schauen, ob das «Dolce Vita» an der Scheibenstrasse auch nach dem Pächterwechsel ein sicherer Hort für jene ist, die vor allem das Einfache und Zugängliche schätzen. Rund 25 Jahre lang führte die Familie von «Cavaliere» Adriano Tallarini das geräumige Ristorante mit Gaststube, Terrasse und Saal an der Scheibenstrasse unweit des Breitenrainplatzes. An Pfingsten hat der gebürtige Neapolitaner Giuseppe Pellegrino mit seiner Familie den Stab übernommen. Er kennt die Bedürfnisse der Berner Gastkund-

Bilder:Jean-Claude Galli

schaft und führte zuletzt mit seiner Tochter Consiglia das «La Villette» in Muri. Auswärtsesser mit noch besserem Gedächtnis erinnern sich sogar an seine davorliegende Zeit in der «La Pizzeria» am Bärenplatz. Nun sind Pellegrinos also im «Breitsch» angekommen und haben schon an der einen oder anderen Stellschraube gedreht. Nicht zum Nachteil des Gesamteindrucks, wie wir an dieser Stelle verraten dürfen. Da wäre einmal das neue Tischgeschirr, das den Gerichten ohne riesigen Aufwand eine leicht edlere Note verleiht. Das Rezept der hausgemachten und ungemein wohlschmeckenden Salatsauce, an der sich manche Neubesucher unter intensiver Zuhilfenahme des Brotes

schon bei der Vorspeise überessen, blieb zum Glück unangetastet. Der «Insalata della casa» mit Zwiebelringen ist für uns hier stets ein Muss – keine Angst, für Zwiebelhasser gibt es Alternativen. Am «Haussalat» zeigt sich exemplarisch das für städtische Verhältnisse besonders bemerkenswerte Preis-Leistungsverhältnis, das mit einem Blick auf die Quartier-Konkurrenz noch erfreulicher wirkt. Der günstigste Menüteller kostet bei unserem Besuch knapp 15 Franken und besteht aus einer sehr grosszügigen Portion Spaghetti alla Bolognese, die auch einen hungrigen Akkordmaurer herausgefordert hätte. In der fixen Karte wurden preislich spurenweise minime Anpassungen vorgenommen, die jedoch nicht wirklich schmerzen. Das «Dolce Vita» bleibt, was es schon immer gewesen ist, auch, als es noch «Chrueg» hiess: Ein Quartierlokal mit tiefer Eintrittsschwelle, in dem sich fast alle Menschen zu Hause fühlen. Mit einer Küche, die durch ihre geografische Ausrichtung beliebt und mehrheitstauglich ist. An der Bar sitzen immer noch die «Stangentrinker» und schauen zu, wie sich auf dem grossen Bildschirm Audrey Werro in den 800-Meter-EMFinal zittert. Für das BürolistenQuartett an der Fensterfront gibt es eine Runde Pizza. Die Terrasse ist voll belegt. Und im inneren Teil der Gaststube baut ein emeritierter Professor in Erwartung seiner bald na-

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Spaghetti Bolognese.

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INFOS Adresse: Scheibenstrasse 25, 3014 Bern, Telefon 031 331 55 15 Öffnungszeiten: Montag, Mittwoch, Donnerstag und Sonntag, 8.00 bis 23.30 Uhr; Freitag und Samstag, 8.00 bis 00.30 Uhr; Dienstag geschlossen  www.la-dolcevita.ch henden Spielkameraden bereits die Utensilien für einen gemütlichen Jassnachmittag auf. So sind wir guten Mutes, dass es die Pellegrinos hier ähnlich lange wie ihre Vorgänger aushalten könnten. Vedremo!

Scaloppine al limone.

«GRILL ATLANTIQUE»

Erfrischende Meeresbrise im «Viktor» Das neue Gemeinschaftsprojekt von Koch Joshua Hopf und Importeur Christoph Gilgen von «Perle Bleue» ist eine mobile Sommer-Grillbar, die Ende August auch im Nordquartier gastiert.

J

oshua Hopf und Christoph Gilgen sind mit ihrem «Grill Atlantique» zurzeit auf grosser Sommertour zwischen Biel und Bern. Hopf ist vom Trallala Bistro bekannt und auf Pop-up-Projekte spezialisiert, Gilgen importiert unter dem Label «Perle Bleue» seit Jahren Austern, Moules und andere Meeresfrüchte von der französischen Atlantikküste. Mit ihrer mobilen Grillbar bieten sie nun einen vertieften Einblick in die Kulinarik und das Lebensgefühl dieser Region. Gekocht wird direkt vor den Gästen am offenen Feuer, auf der kleinen, regelmässig wechselnden Karte stehen frischer Fisch und Meeresfrüchte sowie saisonales

Gemüse nach französischer Art. Die Gerichte sind zum Teilen gedacht, dazu gibt es Naturwein, Bier und alkoholfreie Getränke. Die Kooperation von Hopf und Gilgen entstand aus der gemeinsamen Vorstellung, dass hochwertige Produkte, eine ehrliche Zubereitung und entspannte Atmosphäre zusammengehören. Christoph Gilgen sagt: «Der Atlantik ist für mich ein Lebensgefühl: ein grosser Grill, frischer Fisch und gute Getränke.» Der Anzeiger für das Nordquartier nahm bereits Anfang August einen ersten Augenschein, als der «Grill Atlantique» im «Serini» Eichholz gastierte. Damals

genossen wir kleine Sepia mit gerösteten Peperoni, Makrele an Salsa Verde, Aubergine mit Kräutermayo und Quinoa sowie Tomaten mit Gurke, Liebstöckel und Verjus. Wir waren des Lobes voll. Und für das Saisonfinale kommen Hopf und Gilgen nun Ende August ins Nordquartier. Am Mittwoch, 26. August, bereichern sie das Pop-up-Lokal «Trybhouz» beim Altenbergsteg. Und vom 27. bis zum 29. August sind sie in der «Viktor Bistro-Bar» am Viktoriaplatz zu Gast, mit einem «vollen Programm» inklusive Miesmuscheln und Fisch, wie Gilgen verspricht.  www.perlebleue.ch


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Konzept & Layout: heyday.ch / Bild: Beat Schweizer

HERREN 2. LIGA – SA 12.9.2026, 15.45 UHR

BREITENRAIN


wir uns Schleckzeug beim nächsten Pub-Kiosk.

ch bin Alma, geboren 1990 in Nordirland. Wegen des Bürgerkriegs zogen wir in den Süden und lebten dort, bis ich acht war. Ich habe zwei ältere Brüder und eine jüngere Schwester. Wir wohnten in einer anthroposophischen WG zusammen mit Menschen mit kognitiver oder körperlicher Beeinträchtigung. Es gab eine Werkstatt, einen Bauernhof, eine Weberei und eine Wäscherei. Unsere Eltern waren dort Hauseltern. Ich und meine Brüder waren praktisch den ganzen Alltag draussen. Meine bildhaften naiven Erinnerungen zeigen mir das Meer, wilde Beerenbüsche, in denen wir uns versteckten, wenn wir Bälle vom Golfplatz nebenan geklaut hatten, die über den Zaun geflogen waren und die wir später am Strassenrand verkauften. Mit dem Erlös kauften

«Dive & explore».

beitete viel, verschickte viele Bewerbungen, feierte viele Partys mit meinen Freundinnen, wir waren sehr Als ich acht war, kamen wir in die eng und nah unterwegs. Weil ich keiSchweiz, nach Ittigen, nachher nach ne Lehrstelle fand, machte ich eine Bolligen. Ich ging in die Steinerschu- Anlehre als Pflegeassistentin. Ich le. Daran habe ich gute und schlech- würde wenigstens ein bisschen te Erinnerungen, so etwa wie alle. mehr Lohn erhalten. Aber schon Schulisch bin ich ein wenig unterge- während der Ausbildung wurde ich gangen, war Zappelphilippa. Oder mit meinem ersten Kind schwanger Pipi Langstrumpf in der Klasse. und kam von Solothurn, wo ich zwei, Schlechte Leistungen. Positiv ist der drei Jahre gelebt hatte, zurück nach Freundinnenkreis, der bist heute be- Bern. Ich wollte dann zu Hause sein, steht. Und das Handwerkliche, Kre- Vollzeitmama, ich genoss die innige ative: Malen, Aquarellieren. Wir gin- Zeit mit dem Kind sehr. Im Nachhigen Schafe scheren, wuschen und nein denke ich, dass ich vielleicht zu kämmten die Wolle, spannen, ver- anhänglich war. Als mein Sohn woben und verstrickten sie. Als Kind neun Monate alt war, wurde ich mit war das natürlich nicht so toll, aber dem zweiten Kind schwanger, beide im Rückblick ist es super. Bunt, lieb- waren Wunschkinder. Ich nahm mir lich – das war sehr gut. auch hier wieder Zeit und erhielt nun auch Unterstützung vom SoziIch begann zu rebellieren und war aldienst. Alleinerziehend zu sein mit ein bisschen auffällig. Als ich fünf- zwei kleinen Kindern ist intensiv. zehn war, starb Vater. Das war keine Wir waren oft draussen. Im Wankeinfache Zeit. Ich brach die elfte dorf war es damals noch sehr ruhig. Klasse ab, ich hielt die Schule nicht Keine Kinder, ich war die einzige mehr aus und zog mit sechzehn von Mutter weit und breit. Es war ein zu Hause aus. Zuerst zu einer Freun- Glück, dass ich dann eine Wohnung din, danach in im Höfli bekam. meine erste WG. Das pure Gegen«Alleinerziehend zu sein teil, viel Leben. Ich machte Praktika im Sozialen. mit zwei kleinen Kindern Und wir sind oft Ging also eigentin den Scherist intensiv.» lich zurück zu menwald oder hinunter an die meinen Wurzeln im Camphill. Mehrere Jahre arbei- Aare, auf die Allmend oder auf den tete ich mit geistig und körperlich Schützenwegspielplatz. In den ersbeeinträchtigten Leuten. Ich wollte ten Jahren drehte sich viel um die FABE, Fachfrau Betreuung, werden. Kinder und die Erziehung. Und ich Ich verschickte so viele Bewerbun- wusste nie wirklich, was «meines» gen und erhielt überall Absagen. ist. Ich hatte nie ein Hobby, für das Vielleicht war ich noch nicht so weit, ich brannte. aber es war sehr frustrierend. Ich arIch hatte immer Angst vor Gruppen, weil ich so scheu bin und schnell rot werde. Aber als die Tochter jährig war, dachte ich, jetzt sei Zeit, Selbstsicherheit zu finden, ich fing an zu boxen. Dafür war ich Feuer und Flamme. Ich trainierte einmal, später zweimal pro Woche in der Lorraine. Der Sport hilft mir, mental zu entspannen. Ich komme vom Kopf in den Körper und kann mich auspowern.

Bilder: zVg

Dann fing ich an, als Nachtwache auf einer Kriseninterventionsgruppe zu arbeiten. Das war sehr intensiv. Ich hatte das Glück, dass meine Mutter und meine Freundinnen abwechslungsweise bei den Kindern übernachteten. Nach eineinhalb Jahren kam ich an meine Grenze. Ich kann nicht vierundzwanzig Stunden Leute betreuen. Ich brauchte eine

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Alma Jucker geht eigene Wege. Und ist an einem Ziel angelangt, das sich aus Schlüsselerlebnissen ergab und das sie sich mit Energie erarbeitete: eine Praxis als Familien-, Paar- und Einzelberaterin. Teil 1 des Porträts erzählt, wie alles anfing.

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«Ich wollte Ressourcen in mir wecken»

-CHÖPF R E

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ALMA JUCKER (1. TEIL)

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QUARTIER-MAGAZIN

QUART I

Bern, 26. August 2026

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Pause vom Sozialen, wechselte in die Gastro und erhielt drei fixe Tage in der Turnhalle, zuerst in der Küche, später an der Bar. Irgendwann fehlte mir das Geistige. Auf der Kriseninterventionsgruppe war ich einmal einer Familientherapeutin begegnet. Ich hatte ihr zugeschaut und zugehört und dachte: «Das ist mein Job!» Es war ein Schlüsselerlebnis. Wie sie Dynamiken verstand, wie sie auf Augenhöhe Lösungen suchte und fand – ja, das wärs! Aber sie hatte studiert! Dagegen meine Situation – ich legte die Idee auf die Seite. Aber ich wollte Ressourcen in mir wecken und die Muster meiner Herkunftsfamilie anschauen – so ging ich in die Therapie und begann, an mir zu arbeiten. Und merkte, was das im Alltag mit den Kindern bewirkte! Ich wurde wieder handlungsfähig. Als die sehr junge Mutter und Sozialbezügerin, die ich war, hatte ich mich zuvor auf der Mütter- und Väterberatung und immer wieder auch von Ärzten nicht ernstgenommen gefühlt, sondern bevormundet und stigmatisiert. Ich hatte viel erlebt und im Praktischen gelernt, ich hatte ein Wissen, aber man begegnete mir nicht auf Augenhöhe. Aufgezeichnet von Katrin Bärtschi

Dies ist der 1. Teil des «QuartierChopfs» mit Alma Jucker. Der 2. Teil erscheint in der Ausgabe vom 30. September 2026.


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SOZIOKULTUR

Bern, 26. August 2026

Der DIALOG ist die offizielle Quartierkommission des Stadtteils V, Breitenrain-Lorraine. Er ist Bindeglied zu den städtischen Behörden und Institutionen und vertritt die Anliegen der Bevölkerung und Betriebe vor Ort.

Baracke auf dem Spielplatz am Schützenweg.

Bild: Yan Brilland

SPIELPLATZ AM SCHÜTZENWEG UND KITA ROTI ZORA

Tür an Tür für Begegnungen und Erlebnisse Der Spielplatz am Schützenweg ist Spielwiese, Werkstatt und Bühne zugleich, ein Ort für Sandkuchen, fantasievolle Abenteuer oder Wettrennen. Rahel Müller

D

ie Kinder sind hier täglich draussen am Klettern, Planschen, Toben und Entdecken, bei Sonne wie bei Regen. Tür an Tür arbeiten das Team des Schützenwegspielplatzes und die Kita Roti Zora zusammen. Dabei sind wir leicht zu unterscheiden: Hinter der gelben Tür ist das Büro des Spielplatz-Teams – hinter der roten Tür befindet sich der Innenraum der Kita Roti Zora. Spielplatz am Schützenweg Das Team des Schützenwegspielplatzes kümmert sich um den Spielplatz und sorgt dafür, dass die Kinder dort einen anregenden und sicheren Ort zum Spielen haben. Sie reparieren und pflegen die Spielgeräte, kümmern sich um den Platz und bieten spannende Aktivitäten für Kinder jeden Alters. Der Spielplatz befindet sich mitten im Quartier: Zwischen Allmendstrasse und Wylerstrasse bieten 3000 m 2 Fläche genügend Platz für vielfältige Spielangebote: Sandkasten, Spielhäuser, Yacht und Flugzeug laden zum Spielen ein und die Kinderwerkstatt bietet Gelegenheit zum Bauen und Bas-

teln. Ein Ort zum Spielen und Verweilen und Heimat des Spili ungerwäx, des mobilen Spielangebots, das während der schönen Jahreszeit ins Quartier zieht.

Zusammenarbeit Tür an Tür entstehen schöne Begegnungen, gemeinsame Erlebnisse und viele Möglichkeiten zum Spielen, Entdecken und Lernen.

Kita Roti Zora Der Innenraum dient als Rückzugsort für Gruppenmomente, zum Essen, Ausruhen oder Basteln. Dort und im Aussenraum knüpfen die Kinder Freundschaften, finden Vertrauen und einen Ort, an dem sie sich geborgen fühlen. Das Team der Kita kocht selbst, dadurch können die Kinder mitbestimmen und mithelfen. Wer schon in den Kindergarten geht, wird nach Möglichkeit direkt beim Schulhaus abgeholt. Getragen wird die Kita von einem Verein, den es seit 1988 gibt: Mütter und Väter der Kita-Kinder sind Mitglieder und packen nach Möglichkeit bei Quartieranlässen wie dem Spilifest oder dem Herzogstrassenfest mit an.

Kommt vorbei, lernt uns kennen und entdeckt, was wir für die Kinder anbieten. Wir freuen uns auf euch!

Ob Schützenwegspielplatz oder Kita Roti Zora – bei uns stehen die Kinder im Mittelpunkt. Durch unsere

SPIELPLATZ AM SCHÜTZENWEG Allmendstrasse 21, 3014 Bern Tel. 031 331 38 84 Durchgehend zugänglich, betreut von Dienstag bis Samstag 14.00–18.00 Uhr spili@lorraine.ch  www.spieleninbern.ch

KITA ROTI ZORA Allmendstrasse 21, 3014 Bern 031 331 38 85 Geöffnet von Montag bis Freitag 7.15–18.00 Uhr info@kitarotizora.ch  www.kitarotizora.ch Es hat noch freie Plätze!

Die Allmend gehört uns allen. Das soll so bleiben. Darum hat der DIALOG letzte Woche ein Positionspapier an den Gemeinderat und die stadträtliche Kommission für Planung, Verkehr und Stadtgrün geschickt, um seiner Haltung noch vor der Stadtratsdebatte Nachdruck zu verleihen. Keine Einstellhalle unter der Allmend! Das trägt die klare Mehrheit unserer 25 Mitgliederorganisationen mit. Keine dauerhaften Parkplätze auf der Allmend. Die benötigte Parkierung ist ausserhalb der Allmend zu suchen, z. B. beim Strassenverkehrsamt oder an der Wölflistrasse. Das vom Gemeinderat beauftragte Fachgutachten über schützenswerte Ortsbilder der Schweiz von nationaler Bedeutung (ISOS) gibt uns recht. Es schützt den Zustand der Allmenden von 2001 und setzt klare Prioritäten: Parkierungslösungen sollen ausserhalb der Allmend gefunden werden. Spätere Eingriffe wie der Hyspaplatz und die Kunstrasenfelder müssten weichen. Ein oberirdisches Parkhaus sei auch keine Option. Mehr noch: Auch Eingriffe in die Allmend beim Ausbau des Autobahnanschlusses müssten vom Tisch – das schützenswerte Ortsbild lässt sie nicht zu. Was wir wollen: Kleine und Grosse Allmend als Einheit, verbunden mit einer Überdachung der Autobahn oder einer wesentlich breiteren Brücke als heute. Offen, frei zugänglich, ohne exklusive Nutzungen. Mehr Bäume, mehr Schatten, mehr Kühle an heissen Tagen. Bringen auch Sie sich ein! Am 16. September um 19.45 Uhr treffen wir uns im Quartierzentrum an Wylerringstrasse 58 wieder zu unserer öffentlichen Versammlung. Kommen auch Sie!

Kontakt : info@dialognord.ch www.dialognord.ch


Bern, 26. August 2026

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DIES&DAS

«OBSTBERG NORD»

DIE GELBE SPALTE IM

Neue grossflächige Begegnungszone In den Quartieren Obstberg, Schönberg und Oberes Galgenfeld werden mehrere bestehende Begegnungszonen zur grossflächigen Begegnungszone «Obstberg Nord» zusammengeführt. Dadurch gilt künftig im gesamten Perimeter Tempo 20. Fussgänger*innen haben Vortritt und können die Strasse überall queren. Für die Projektierung und Umsetzung hat der Gemeinderat einen Kredit von 295 000 Franken bewilligt. mgt/cae

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ie grossflächige Begegnungszone «Obstberg Nord» geht auf einen Antrag der Quartiervertretung Stadtteil 4 zurück. Der Projektperimeter wird von der Autobahn sowie der Ostermundigen-, Laubeggund Schosshaldenstrasse begrenzt. Die Umsetzung erfolgt ab Frühling 2027 vorwiegend mit Signalisationen und Markierungen. Punktuell werden auch Massnahmen zur Klimaanpassung geprüft. Aufwertung des öffentlichen Raums Im Umfeld der Bitzius-Schule sowie rund um den Schönbergpark und den Guyerplatz erhöht die neue Begegnungszone insbesondere für Kinder die Verkehrssicherheit und wertet den öffentlichen Raum als

Aufenthaltsort auf. Gleichzeitig sorgt die Vereinheitlichung der Geschwindigkeits- und Vortrittsregelungen für mehr Klarheit. Für die Projektierung und Umsetzung hat der Gemeinderat einen Kredit von 295 000 Franken bewilligt. 80 Kilometer Begegnungszonen Von den rund 320 Kilometern Gemeindestrassen in der Stadt Bern gehören inzwischen rund ein Viertel zu Begegnungszonen. Auf Wunsch der Quartiere wurden mehrere davon bereits zu grossflächigen Begegnungszonen zusammengefasst. Die Begegnungszone «Obstberg Nord» wird die zehnte grossflächige Begegnungszone auf Stadtgebiet sein. Sechs weitere Projekte in den Quartieren Aaregg,

Rossfeld, Gryphenhübeli, Wyler und Bümpliz Stapfenacker sowie im Gebiet der Optingenstrasse sind aktuell in Planung.  www.bern.ch > Begegnungszonen

RASENSPORT-INITIATIVE

Die SBK unterstützt den Gegenvorschlag Mit der Rasensport-Initiative soll erreicht werden, dass in der Stadt Bern das bedarfsgerechte Angebot an Rasensportfeldern um 12 000 zusätzliche Stunden erhöht wird. Der Gegenvorschlag des Gemeinderats sieht ebenfalls ein bedarfsgerechteres Angebot vor, ohne aber die minimalen Nutzungsstunden festzulegen. Die Kommission für Soziales, Bildung und Kultur (SBK) unterstützt den Gegenvorschlag. mgt/cae

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it der Initiative «Mehr Rasensportfelder für alle! (Rasensport-Initiative)» verlangt die Stadtbernische Vereinigung für Sport (SVS), dass in Bern in Zukunft ein bedarfsgerechtes Angebot an Rasensportfeldern für alle sichergestellt und die Kapazität an Rasensportfeldern innerhalb von 10 Jahren nach der Volksabstimmung um mindestens 12 000 zusätzliche Nutzungsstunden erhöht wird. Der Gegenvorschlag des Gemeinderats sieht ebenfalls die Sicherstellung eines bedarfsgerechten Angebots an Rasensportfeldern vor, ohne aber die Anzahl der zusätzlichen Nutzungsstunden – wie mit der Initiative beantragt – in der Gemeindeordnung festzuhalten. Die SBK anerkennt die Anliegen der Initiative, unterstützt aber den Gegenvorschlag des Gemeinderats. Zusätzlicher Bedarf unbestritten Die Kommission hat die Vorlage an ihrer Sitzung Anfang letzter Woche vorberaten. Dabei steht für sie der zusätzliche Bedarf an Nutzungsstunden für Rasenportfelder ausser Frage. Gemäss den Berechnungen des Gemeinderats werden aufgrund des steigenden Bevölkerungswachs-

tums und des erhöhten zukünftigen Nutzungsbedarfs bis ins Jahr 2030 12 000 Nutzungsstunden fehlen. Massnahmenplan vorhanden In dieser Situation unterstützt die Kommission grundsätzlich die Anliegen der Initiative, mit welcher die notwendige Kapazitätserweiterung vorangetrieben und ihr der notwendige Nachdruck verliehen werden soll. Gleichzeitig anerkennt sie aber auch, dass der Gemeinderat mit seiner im November 2024 erlassenen Rasenstrategie bereits einen umfassenden Massnahmenplan zur Kapazitätserweiterung von Rasensportfeldern ausgearbeitet hat. Dass der Gemeinderat im Hinblick auf die Umsetzung dieser Massnahmen darauf verzichten möchte, konkrete Nutzungsstunden in der Gemeindeordnung festzulegen, und sich damit einen gewissen Spielraum bei deren Ausgestaltung und Umsetzung vorbehalten möchte, kann sie nachvollziehen. Abstimmung voraussichtlich im Februar 2027 Die Gemeindeordnung dient grundsätzlich der Festlegung grundlegen-

der und längerfristig geltender Regelungen, weshalb es aus Sicht der Kommission nicht stufengerecht ist, konkrete Nutzungsstunden darin festzuschreiben. Aus diesen inhaltlichen und formalen Gründen hat sie mit einer knappen Mehrheit beschlossen, dem Stadtrat den Gegenvorschlag zum Beschluss zu empfehlen. Folgt der Stadtrat diesem Antrag, wird die Stimmbevölkerung mutmasslich im Februar 2027 über die Initiative und den Gegenvorschlag des Stadtrats abstimmen können.  www.bern.ch > Rasensport-Initiative Wir kaufen Ihr

Zinn und Versilbertes Kannen, Kerzenständer, Besteck, Schalen, Servierplatten und vieles mehr. Auch einzelne Stücke oder komplette Haushalte. Egal ob alt, gebraucht oder angelaufen. Wir zahlen den Höchstpreis – sofortige Barzahlung. Wir freuen uns auf Ihren Anruf. AC Uhrenankauf – Ihr Geschäft 079 510 91 91 · info@ac-uhrenkauf.ch www.ac-uhrenkauf.ch

da steht, was geht

Polizei 117 Feuerwehr / Ölwehr 118 Sanität 144 Dargebotene Hand 143 Pro Juventute, Telefonhilfe für Kinder und Jugendliche 147 Vergiftungsnotfälle 145 ACS/TCS Strassenhilfe 140 REGA 1414 Air Glacier 1415 aha! Allergiezentrum 031 359 90 00 Alzheimervereinigung Bern 031 312 04 10 Anonyme Alkoholiker 031 311 05 01 Apothekennotruf 0900 98 99 00 AugenCentrum Zytglogge 031 311 58 33 Berner Gesundheit, Fachstelle für Suchtprobleme 031 370 70 70 Beratungsstelle Ehe, Partnerschaft, Familie der ref. Kirchen 031 311 19 72 Betax/Tixi 031 990 30 90 Blaues Kreuz 031 311 11 56 City-Notfall 031 326 20 00 Contact Bern 031 378 22 22 Einsatzzentrale Kapo 031 634 41 11 EWB Pikettdienst 031 321 31 11 Familientreff 031 351 51 41 Frauenhaus-Bern/ AppElle 031 533 03 03 Gesundheitsdienst Stadt Bern 031 321 68 27 Home Instead Seniorendienst 031 370 80 70 Hirslanden Salem-Spital 031 337 60 00 – 24h-Notfallzentrum 031 335 35 35 – Psychiatrischer Dienst 031 337 80 60 Inselspital 031 632 21 11 – Notfallzentrum Erwachsene 031 632 24 02 – Notfallzentrum Kinderkliniken 031 632 92 77 INFRA 031 311 17 95 Kindernotaufnahme KINOSCH 031 381 77 81 Klinik Beau-Site 031 335 33 33 – 24h-Notfallzentrum 031 335 30 30 Medbase Bern Bahnhof 031 335 50 00 MedPhone/Notfallarzt 0900 57 67 47 Mieter/-innenverband Bern 0848 844 844 Pro Senectute 031 359 03 03 RailService SBB 0900 300 300 Schulmedizinischer Dienst 031 321 59 59 Selbsthilfe BE 0848 33 99 00 Spitex 031 388 50 50 Spitex Region Bern Nord 031 300 31 00 Tierarzt Notfall Stadt Bern 0900 00 25 25 Tierklinik Bern 031 684 23 15 – Nacht, Sonn- und Feiertage 0900 900 960 VCS Pannenhilfe 0800 845 945


22 Sudoku leicht

RÄTSEL-SPASS Sudoku mittel

Bern, 26. August 2026

Sudoku schwer

Auflösungen der letzten Ausgabe Sudoku

leicht

mittel

So lösen Sie Sudoku: Füllen Sie die leeren Felder mit den Zahlen von 1 bis 9. Dabei darf jede Zahl in jeder Zeile, jeder Spalte und in jedem der neun 3 x 3-Blöcke nur ein Mal vorkommen. GEWINNEN SIE Senden Sie das Lösungswort an wettbewerb@afdn.ch oder per Postkarte an Anzeiger Nordquartier, Postfach, 3001 Bern. Die Gewinner:innen eines der 5 Einkaufsgutscheide à 20 Franken vom Wankdorf Center werden persönlich benachrichtigt. Es wird keine Korrespondenz geführt, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Schwedenrätsel

schwer

Schwedenrätsel:

Eisbaer


Bern, 26. August 2026

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JUBILÄUM BURGERBIBLIOTHEK BERN

KEHRICHTABFUHR

Als «ein Stück Beschaulichkeit» aus Bern verschwand Das Ende der Kehrichtabfuhr mit Pferden: eine Stadt- und Familiengeschichte – und was sie mit dem heutigen SCBStadion zu tun hat. Benjamin Steffen

E

s war kein gewöhnlicher Arbeitstag, dieser 1. Juli 1966. Die Pferde trugen ihr schönstes Zaumzeug und erhielten Extrazucker, an den Geschirren steckten Nelken. Passantinnen und Passanten stiessen mit den Fuhrmännern auf den Abschied an, die Gespanne dienten immer wieder auch als Fotomotiv. Pferde? Fuhrmänner? Und überhaupt: Abschied? Abschied wovon?

Am 1. Juli 1966 rollten die letzten von Pferden gezogenen Kehrichtwagen durch Bern. Ein jahrelang alltäglicher Arbeitsgang avancierte zum kleinen Volksfest. Und mit dieser letzten Fahrt endete nicht nur ein Kapitel der Berner Stadtgeschichte. Es war auch der Schluss eines Stückchens einer besonderen Berner Familiengeschichte – jener der Fuhrhalter Hofstetter, die seit 1947 den Wohn- und Betriebssitz an der Ostermundigenstrasse hatten. Begonnen hatte alles 1865. Peter Hofstetter erwarb das Restaurant Landhaus im Altenberg mitsamt Stallungen und Scheune. Zum Kauf gehörten aber weit mehr als Wirtschaft und Fuhrhalterei. Zum Besitz zählten – vertraglich verpflichtet – auch die städtische Kehrichtabfuhr und Strassenreinigung. Mit anderen Worten: Wer das «Landhaus» übernahm, gab zugleich das Versprechen für ein sauberes Bern – und sicherte sich eine Erwerbsquelle für gastwirtschaftlich kargere Zeiten. Alkohol während der Arbeit? Vertraglich geregelt Damals war die Stadt Bern ohne Pferde undenkbar. Sie zogen Fuhrwerke mit Baumaterial, Getreide oder Aarekies – und eben auch den Kehricht. In Hofstetters Stallungen im Altenberg standen zeitweise rund hundert Pferde, an Markttagen sogar noch mehr.

Die Stadt schrieb detailliert vor, wann welche Gasse gereinigt werden musste. Offene Kehrichtwagen waren verboten, Kübel mussten staubfrei geleert werden, Glocken kündigten die Ankunft der Wagen an, damit es der Bevölkerung möglich war, den Kehricht rechtzeitig bereitzustellen. Sogar den Alkoholkonsum während der Arbeit regelten die Verträge – beziehungsweise: das «strengste» Verbot desselben. Eine besonders prägende Rolle kam Karl Hofstetter zu, der den Betrieb 1894 mit 37 Jahren übernahm. Seine «Wagen-Batterie», wie sie zeitgenössische Berichte nannten, gehörteüberJahrzehnteselbstverständlich zum Berner Stadtbild. Zudem beschäftigte Hofstetter rund sechzig Strassenwischerinnen; für die «Hauskehrichtabfuhr» hingegen waren Frauen nicht zugelassen, so regelte es ein Vertrag aus dem ersten Viertel des 20. Jahrhunderts zwischen Hofstetter und der Stadt. Zeitgenössische Quellen würdigten Karl Hofstetter als Arbeitgeber, der sich «mit väterlicher Besorgnis und Güte» um die Mitarbeitenden gekümmert habe. 1897 vernichtete ein Brand sein Hab und Gut voll und ganz; Wohn- und Wirtschaftsgebäude, alles fiel der Feuersbrunst zum Opfer. Dieser Verlust soll Karl Hofstetter so sehr demoralisiert haben, dass er erwog, vielen anderen Bernerinnen und Bernern zu folgen und nach Übersee auszuwandern. Diverse finanzielle Unterstützungen bewogen ihn aber dazu, nicht in den USA oder Kanada neu anzufangen, sondern in der Heimat. Erzählungen zufolge gab ihm beispielsweise der Geschäftsmann David Loeb Geld – ob als Darlehen oder Wiederaufbauhilfe ist bis heute unklar. Was als gesichert gilt: Der Support betrug 16 000 Franken – was gemäss historischem Lohnindex im

1. Juli 1966 – als letztmals Pferde den Kehricht abtransportierten.

Bild: @ Tiefbauamt Bern

Jahr 2009 727 251 Franken entsprach. «Dem Untergang geweihte Vergangenheit» Mit den Jahrzehnten veränderte sich Bern. Die Stadt wuchs, der Verkehr ebenso, Autos verdrängten Pferdefuhrwerke. 1964 kündigte das Strasseninspektorat an, dass die Pferdegespanne verschwinden würden. Nicht nur das Verkehrsaufkommen liess ihnen keinen Platz mehr, auch wirtschaftliche Überlegungen sprachen ihnen zusehends die Berechti-

DIE BURGERBIBLIOTHEK UND IHRE GESCHICHTE UND GESCHICHTEN Die Burgerbibliothek Bern feiert 2026 Jubiläum – seit 75 Jahren besteht sie in der heutigen Form als Archiv und steht allen offen. Sie bewahrt einzigartige Quellen über Jahrhunderte hinweg, von mittelalterlichen Handschriften bis zu digitalen Daten, auch mit Bezug und Geschichten zum Nordquartier.  https://www.burgerbib.ch/

Die Käfergrube – wo heute das SCB-Stadion steht, war einst eine Abfalldeponie. Bild: Privatbesitz Simone Hofstetter

gung ab. Zwei Jahre später – am 1. Juli 1966 – rollten die letzten drei Hofstetter-Gespanne durch die Stadt, Nelken und Extrazucker inklusive.

ben der Umgebung deponiert.» Ein heute ziemlich prominenter Ort, der zu den «Gruben der Umgebung» zählte: die Allmend, wo mittlerweile das Eishockeystadion steht, damals «Käfergrube» genannt.

Das «Berner Tagblatt» schrieb damals von den «letzten Mohikanern». Der «Bund» fand, mit den Pferdewagen verschwinde «ein Stück Beschaulichkeit» aus Bern. In der Tat endete mehr als eine Transportmethode. Über Generationen hatten die Pferdewagen den Rhythmus der Stadt bestimmt, sie gehörten zu Bern wie die Lauben. Der «Bund» schrieb auch, auf ihrer Fahrt «durch moderne Siedlungen und auf Strassen, die von lautem Verkehrslärm beherrscht worden sei», hätten die Gespanne «längst als dem Untergang geweihte Vergangenheit» gewirkt.

Was in der PostFinance-Arena und im SC Bern abläuft, wird bis heute mehr oder weniger haarklein begleitet und für die Öffentlichkeit ausgeleuchtet. Die Geschichte der Familie Hofstetter wiederum hat die Historikerin Simone Hofstetter, eine Ur-Enkelin von Karl Hofstetter, nicht minder minutiös aufgearbeitet und vor wenigen Jahren in einer umfassenden, 162-seitigen Familienchronik festgehalten. Aufbewahrt ist das gesamte Firmenarchiv seit 2025 in der Burgerbibliothek Bern – auf 4,5 Laufmetern.

Es hiess auch: «Sie legten Zeugnis ab von einer Zeit, in der die Stadt noch so bemessen war, dass sie von der Landwirtschaft «verkraftet» werden konnte: So wurden eben auch die Kehrichtmassen mit landläufigen Mitteln weggeführt und in den Gru-

Es sind 4,5 Laufmeter, die nicht nur vom Wandel der Stadtreinigung erzählen und damit von der Entwicklung des Stadtbilds – sondern auch davon, wie hinter der gewöhnlichen Kehrichtabfuhr eine aussergewöhnliche Familiengeschichte steckt.


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KIRCHLICHE AGENDA kirchen bern nord

Bern, 26. August 2026

FUSSBALLCLUB

WIR SUCHEN DICH! mitten im Leben

Gottesdienste feiern Sonntag, 30. August Johanneskirche Martin Ferrazzini, Vera Friedli (Orgel). Kirchenkaffee 9.30 Uhr Marienkirche 9.30 Uhr

Mit Chinderchile. André Flury, Sibylle Ackermann, Jean-Luc Gassmann (Musik). Pfarreicafé

Sonntag, 6. September Marienkirche Ökumenischer Gottesdienst mit Kommunion. Herbert 9.30 Uhr Knecht, Michal Kromer, Vera Friedli (Orgel). Pfarreicafé Sonntag, 13. September Johanneskirche Sonja Gerber, Vera Friedli (Orgel). Kirchenkaffee 9.30 Uhr Marienkirche 9.30 Uhr

Josef Willa, Hyunjoo Kim (Orgel). Pfarreicafé

Samstag, 19. September Johanneskirche Vesper und Handauflegen. Herbert Knecht, Team aus 19 Uhr erfahrenen Handauflegenden, Vera Friedli (Orgel) Sonntag, 20. September Johanneskirche Ökumenischer Gottesdienst zum Eidg. Dank-, Buss9.30 Uhr und Bettag mit Abendmahl. André Flury, Mirjam Wey, Erica Droz (Querflöte), Vera Friedli (Orgel). Apéro Sonntag, 27. September Johanneskirche Mirjam Wey, Urs Aeberhard (Orgel). Kirchenkaffee 9.30 Uhr Marienkirche 9.30 Uhr

Michal Kromer, Jürg Bernet (Orgel)

Reformierte Kirchgemeinde Bern-Nord Wylerstrasse 5, 3014 Bern, 031 331 40 37, bern-nord.refbern.ch Katholische Pfarrei St. Marien Wylerstrasse 24, 3014 Bern, 031 330 89 89, marienbern.ch

Der FC Breitenrain ist, bezogen auf all seine Teams, der grösste Fussballclub der Schweiz und mit seiner ersten Mannschaft seit Jahren einer der erfolgreichsten Quartiervereine des Landes. Wir suchen nach Vereinbarung eine/n

Koordinator:in Events

In enger Zusammenarbeit mit der Geschäftsleitung und dem Vorstand koordiniert du auf Mandatsbasis drei bis fünf grössere Sportanlässe/Events auf dem Sportplatz «SPITZ» Spitalacker. Diese finden hauptsächlich in den Sommermonaten (Juni bis September) statt.

Deine Aufgaben:

• Planung, Vorbereitung und Durchführung der Anlässe • Schnittstelle zwischen Verein und den involvierten Parteien • Erstellen der Ablaufpläne • Organisation des Einsatzes von Partnern und Dienstleistern • Helfer:innen-Management • «Vor-Ort-Präsenz» als Ansprechperson für Verein, Partner und Dienstleistern

Dein Profil:

• Du übernimmst gerne Verantwortung, «hältst die Fäden stets in Händen» und hast Erfahrungen im Eventbereich. • Du bist «Fussball-affin» und «sportlich hart im Nehmen»; auch in zuweilen hektischen Situationen. • Du hast Eigeninitiative, ein gewinnendes Auftreten sowie eine gut dosierte Portion an Durchsetzungskraft und Hartnäckigkeit.

Wenn du dich angesprochen fühlst, dann solltest du ein Treffen mit uns nicht auf die lange Bank schieben. Dabei erfährst du mehr über den Verein, deine angedachte Rolle und Vieles mehr. Ich freue mich auf deine Kontaktaufnahme: FC Breitenrain, Claudio A. Engeloch Postfach, 3000 Bern 22 claudio.engeloch@fcbreitenrain.ch

BREITENRAIN


SEPTEMBER Dienstag, 1., 17–19 Uhr Materialannahme für den Flohmarkt Mittwoch, 2., 17–19 Uhr Materialannahme für den Flohmarkt Mittwoch, 2., 19 Uhr Veganes Mittwuch-Znacht, Anmeldung: 076 477 10 29 Donnerstag, 3., 19.30 Uhr China – Politik, Wirtschaft, High-Tech, Lebensgefühl, Umwelt, Umweltschutz Vortrag von Harald Buchmann, lebt und arbeitet (Bytedance & miHoYo) seit 20 Jahren in Shanghai und Beijing, kennt Kultur und Sprache Freitag, 4., 14–18 Uhr Materialannahme für den Flohmarkt Samstag, 5., ab 9.00 Uhr Herzogstrassenfest, Libera-Terra-Markt, Biospezialitäten Samstag, 5., ab 10.30 Uhr Matinée: Carlos Diaz, Musik und Rhythmen Lateinamerikas Samstag, 5., 10–17 Uhr Herzogstrassenfest, Flohmarkt Sonntag, 6., ab 12.30 Uhr Kutüsch (Kurdisch Türkisch Schweizerischer Kulturverein) Montag, 7., ab 18.30 Uhr Frauenbeiz, Anmeldung: info@frauenbeiz.ch Mittwoch, 9., ab 19 Uhr Mittwuch-Znacht Donnerstag, 10., 20 Uhr Jazz im Breitsch: Katrin Hubacher Quintett, Vocal Jazz Freitag, 11., ab 19 Uhr Äthiopisches Essen, Anmeldung: 076 457 72 43 Samstag, 12., 10–12 Uhr Märitkafi Sonntag, 13., ab 12.30 Uhr Kutüsch Montag, 14., 19–21 Uhr Stricken für alle Mittwoch, 16., ab 19 Uhr Mittwuch-Znacht Samstag, 19., 10–12 Uhr Märitkafi Samstag, 19., 13–17.30 Uhr Polit-Flohmarkt SP Nord Sonntag, 20., ab 12.30 Uhr Kutüsch Montag, 21., bis Sonntag, 27. Ganze Woche geschlossen wegen Bodenreinigung Montag, 28., 19–21 Uhr Stricken für alle Mittwoch, 30., ab 19 Uhr Indisches Mittwuch-Znacht mit Singh Pal Deine Anmeldung fürs Essen erleichtert unsere Planung. Infos: www.breitsch-traeff.ch

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VERANSTALTUNGEN

Quartierzentrum Bern Nord, getragen vom Verein Wylerhuus Wylerringstrasse 58, 3014 Bern www.qznord.ch | info@qznord.ch Liebe Besucher:innen Am Standort Wylerringstrasse 58 betreibt der Verein Wylerhuus das Quartierzentrum Bern Nord. Raumvermietungen, Verkauf Tageskarten, Nähatelier sowie Information und Beratung gehören zu unseren Dienstleistungen fürs Quartier. Wir freuen uns auf euren Besuch.

Sekretariat | 031 331 59 55 P. Meinen| Hausverwaltung/Raumvermietung Öffnungszeiten Sekretariat und Information Montag und Freitag: 13–17 Uhr

SBB-Tageskarten | 031 331 59 55 Verkauf direkt vor Ort und Bezahlung in bar, mit TWINT oder Karte. Aufgrund des administrativen Aufwands wird eine Servicegebühr von Fr. 2.– pro Tageskarte erhoben. Montag und Freitag: 13–17 Uhr

NACHHALTIGKEITSTAGE

Bern, 26. August 2026

auf dem autofreien Bahnhofplatz

ERÖFFNUNGSFEST

BERNER

5. September 11–17 Uhr

in den Quartieren

FESTIVALPROGRAMM 2026

6.–18. September

Hier geht’s zum Programm: nachhaltigkeitskalender.ch/bnt

Nähatelier | 076 367 77 61 S. Salvati | Leitung Freitag: 9–12 und 14–17 Uhr

Quartierarbeit | 078 208 92 59 N. Müller | Leitung Quartierzentrum und Quartierarbeiterin nina.mueller@vbgbern.ch

Hotel Jardin, Bern

Militärstrasse 38, 3014 Bern Telefon 031 333 01 17, www.hotel-jardin.ch

BoGa

Botanischer Garten Bern, Altenbergrain 21, 3013 Bern, Telefon 031 684 49 45, www.boga.unibe.ch

im Kirchgemeindehaus Johannes, Wylerstrasse 5

Hirslanden Bern

Hirslanden Bern AG, Salem-Spital Schänzlistrasse 39, 3013 Bern Telefon 031 337 60 00, salem-spital@hirslanden.ch

La Cappella

Allmendstrasse 24, 3014 Bern Telefon 031 332 80 22, www.la-cappella.ch

cinedolcevita

Seniorenkino Bern, CINEABC, Moserstrasse 24, Tram 9, Haltestelle Breitenrain- oder Viktoriaplatz, Eintritt Fr.13.–. BEKB|BCBE-Kunden erhalten eine Vergünstigung von Fr.5.– gegen Vorweisung des Kinogutscheines. Gutscheine erhältlich bei den BEKB|BCBE-Niederlassungen Bundesplatz und Breitenrain

Kulturmuseum Bern

Schützenweg 22, 3014 Bern Telefon 079 357 95 08, www.kulturmuseum.ch

Kirchenkino im Nordquartier Markuskirche, Tellstrasse 33, 3014 Bern www.refbern.ch

Weitere Kurse zu Brush- und Handlettering werden im September aufgeschaltet.


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da steht, was geht

…UND AUSSERDEM

nzeiger FÜR DAS NORDQUARTIER

Bern, 26. August 2026

› Gratisabholdienst und Warenannahme für Wiederverkäufliches

Quartierzeitung für Altenberg, Beundenfeld, Breitenrain, Löchligut, Lorraine, Spitalacker, Wankdorf, Wyler und Wylergut | 98. Jahrgang, 16 600 Exemplare

Staatlich anerkanntes Hilfswerk

› Räumungen und Entsorgungen

IMPRESSUM

zu fairen Preisen

Herausgeber:

blickpunktNord GmbH Postfach 9314, 3001 Bern

Auflage:

16 600 Ex., WEMF beglaubigt

Pappelweg 10, Tel. 031 348 49 75, www.hiob.ch, breitenrain@hiob.ch

Kontaktkoordinaten:

Anzeiger für das Nordquartier, Postfach, 3001 Bern Telefon 031 351 35 13, www.afdn.ch, info@afdn.ch

Weitere HIOB Brockenstube Bern-Elfenau, Thunstrasse 103, Tel. 031 921 89 00

Grossbrockenstube Bern-Breitenrain

Verlagsleitung:

Claudio A. Engeloch

Redaktion:

Claudio A. Engeloch (engeloch@a-fdn.ch)

Freelance-Mitarbeit:

Bianka Balmer (bianka.balmer@gmx.ch) Katrin Bärtschi (katrin.baertschi@bluewin.ch) Jean-Claude Galli (jean-claude.galli@fluestertuete.ch) Martin Jost (martin_jost6@bluewin.ch) Claudia Langenegger (info@reporterin.ch) Corinna Elena Marti (cem1@bluewin.ch)

Redaktionsschluss:

Montag, 12.00 Uhr

Anzeigen:

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Anzeigeschluss:

Montag, 12.00 Uhr

Layout, Produktion:

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Druck:

DZB, Druckzentrum Bern AG, Telefon 031 349 49 49

Vertrieb:

Post CH Netz AG

Unser Zeitungspapier wird umweltschonend hergestellt und enthält einen hohen Altpapieranteil.

Highend-Audio mit vernünftigem Preis-/Leistungsverhältnis Gerne bin ich nach Vereinbarung jederzeit für Hörtermine verfügbar unter: ulrich.steiner@revolutionaudiopure.com oder Whatsapp 079 460 64 74

Anlaufstelle Quartier: Druckerei Läderach AG, Beundenfeldstrasse 17, 3013 Bern, Tel. 031 331 61 26, druckerei@laedera.ch Copyright:

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