da steht,was geht
nzeiger
FÜR DAS NORDQUARTIER
Quartierzeitung für Altenberg, Beundenfeld, Breitenrain, Löchligut, Lorraine, Spitalacker, Wankdorf, Wyler und Wylergut | 100. Jahrgang, 16 600 Exemplare
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SCHNITTPUNKT ALS TREFFPUNKT 14

AUF DEN BÜHNEN DER WELT 15

«SO VIU LÄBE»: TICKETVERLOSUNG 21
Die nächste AfdNAusgabe erscheint am 5. August 2026
DAS QUARTIER-PORTAL www.afdn.ch

200 JAHRE GIBB
Gemeinsam Vergangenheit feiern plus Zukunft gestalten
Die gibb Berufsfachschule Bern ist die grösste gewerblich ausgerichtete Schule der Schweiz. Sie bietet sowohl eine berufliche Grundausbildung als auch die Berufsmaturität. Ausserdem werden verschiedene Weiterbildungslehrgänge angeboten. So arbeiten an der gibb Lernende, Studierende, Lehrpersonen und Mitarbeiter der verschiedensten Bereiche zusammen.
Seit 200 Jahren gestaltet die gibb Berufsfachschule Bern die Zukunft der Berufsbildung – mit Menschen, die lernen, fördern und bewegen. Aus einer handwerklichen Schule ist ein lebendiger Lernort der Berufsbildung, Innovation und Zusammenarbeit gewor-
den. Heute vereint die gibb unsere handwerklichen Wurzeln mit modernen, innovativen Lernumgebungen und fördert Talente, die Verantwortung für morgen übernehmen. Mit ihrem Jubiläum richtet die gibb nicht nur den Blick in die Vergangenheit, son-


dern blickt auf die Chancen und Herausforderungen der kommenden Berufswelt. Denn Zukunft entsteht dort, wo Wissen lebendig bleibt. Drei der markantesten Gebäude der gibb befinden sich im Quartier, darunter auch die ehemalige Sek Viktoria. AB SEITE 8
seit 1908 im Nordquartier
Druckerei Läderach AG
Beundenfeldstrasse17
3013 Bern
Telefon031 331 61 26 www.laedera.ch
IhreKontaktstelle für Kleininserate im Anzeiger für das Nordquartier

VERWALTUNGSZENTRUM GUISANPLATZ
FOKUS
Die Vermittlerin für nachhaltiges Bauen
Patricia Bürgi ist spezialisiert auf nachhaltiges Bauen. Sie hat für Gebäude D dafür gesorgt, dass die Kriterien für die angestrebten Nachhaltigkeitszertifikate eingehalten werden. Ein Gespräch über gute Räume und Biss. sr/cae
Was nimmt der Mensch im Raum als Erstes wahr?
Das, was wir nicht messen können: wie fühlt sich ein Raum an – hell und freundlich oder eher einengend und dunkel? Fühle ich mich ausgestellt?
Kann man miteinander sprechen und es hört sich angenehm an? Die Möblierung ist nicht Teil der Zertifizierungen. Aber natürlich spielt sie für die Wahrnehmung auch eine Rolle, weil die Nutzer sie täglich benutzen.
Und was kann man messen? Im Frühjahr fanden im Gebäude die Raumluftmessungen für die Zertifizierung Gutes Innenraumklima GI 2.0 statt. Mit den Messungen wird geprüft, ob die Raumluftwerte den Vorgaben entsprechen und sich darin keine schädlichen Substanzen befinden. Zum Innenraumklima gehört aber mehr als nur saubere Luft. Es geht auch um Lichtverhältnisse, um Raumakustik, um Wärme-Kälte-Lüftungs-Regulierung, die man für die Fläche berechnen und optimal für ein angenehmes Raumklima planen kann.
Wie werden die Voraussetzungen geschaffen, dass am Ende Zertifizierungskriterien erfüllt sind?
Jedes einzelne angestrebte Gütesiegel hat eigene Anforderungen. Sie ergänzen sich zum Teil, aber grundsätzlich gilt es, Hunderte von Kriterien im Blick zu behalten. Damit das gelingt, müssen bei jedem Bauprojekt die Verantwortlichen für die unterschiedlichen Nachhaltigkeitsbereiche benannt werden. Das betrifft alle – die Bauherrschaft, Fachplaner, Nutzende oder Gebäudebetreiber. Aus ihrer Sicht müssen die Kriterien für die Architektur, die Lichtplanung, Energiekonzepte, Oberflächen, Materialien oder Einrichtung von Anfang an einfliessen. Es beeinflusst zum Beispiel das Aussehen der Fassade, wenn ich sie nicht nur als ästhetisches Element verstehe, sondern als Faktor für Energieeffizienz und Raumklima. Bei so tiefen Gebäudegrundrissen wie Gebäude D ist es in den innenliegenden Räumen dunkler als entlang der Fassade – das hat Einfluss auf das Beleuchtungskonzept. Ich sensibilisiere die Planerteams für die gemeinsamen Themen.
Wie arbeiten Sie?
Grundsätzlich ist es ideal, wenn ich mit den Architekten schon im Austausch bin, wenn sie ihre ersten Ide -
en skizzieren. Ich verstehe die Planung als Dialog, indem ich mein Wissen vermittle. Nicht dass ich Vorschriften mache. Ich weise vor allem auf Stolpersteine hin, die sich später auswirken. Ich möchte sensibilisieren und befähigen, entlang der Nachhaltigkeitskriterien zu denken. Wenn ich erst im Endspurt dazukomme, ist es meistens zu spät.
Warum?
Weil dann zwar umgesetzt ist, was bestellt wurde. Aber möglicherweise nicht gemäss den komplexen Anforderungen der Zertifikate.
Was wurde bestellt?
Ausgangslage war, dass Planende und Unternehmen wussten, was bei den Gebäuden der ersten Etappe –die mit Labels ausgezeichnet sind –funktioniert hat und was nicht.
«Sobald
Daran haben sie angeknüpft. Es gilt, die Vorstellungen von Ästhetik abzugleichen mit den Baustandards, die die Bauherrschaft angewendet wissen will. Dafür stelle ich sicher, dass die Anforderungen an nachhaltige Produkte in die Leistungsverzeichnisse aufgenommen sind und damit Teil der Ausschreibung werden. Mit der Submission sind die Anforderungen für die Ausführung akzeptiert. Kein Unternehmer kann dann sagen, er habe nicht gewusst, nach welchem Standard gebaut wird.
gesamten Lebenszyklus betrachtet, ist auch der Betrieb von Anfang an berücksichtigt. Das Gebäude ist so vorbereitet, dass es einfach umgenutzt wer-den kann. Diese weitsichtige Haltung ist entscheidend. Es ergibt daher für mich immer Sinn, auf die drei Dimensionen der Nachhaltigkeit grossen Wert zu legen.
Ist ein guter Mix der Standards erstrebenswert?
Wenn es nicht den einen Standard gibt, der alles abdeckt und wenn bestimmte Aspekte als besonders relevant gewertet werden. Der Bund baut nach mehreren Standards. Gutes Innenraumklima betrifft die Menschen in den Räumen ganz konkret. Sich dafür den strengen Regeln unterzuordnen, heisst, den Menschen ins Zentrum zu rücken. Minergie-P-ECO und SNBS wurden in den letzten Jahren harmonisiert.
ein bewilligtes Projekt vorliegt, ist der 1. Nagel eingeschlagen.»

Architektur ist mehr als Ästhetik. Nach dem Architekturstudium habe ich mich seit dem Jahr 2000 in Energietechnik fortgebildet und eine Zeit für den Verein Minergie gearbeitet. Dort kam ich mit Bauökologie in Kontakt. Seit gut drei Jahren vertiefe ich mich in Kreislaufwirtschaft.
Wie behält man den Überblick?
Gute Frage! Es braucht Wissen und Biss. Die öffentliche Hand als Bauherrschaft hat eine Vorbildfunktion. Wenn der Bund so umfassende Standards nicht einhält, kann man nicht davon ausgehen, dass sich die restliche Baulandschaft dazu ermutigt fühlt. Die Idee ist schon, das vorzuleben. Zu sagen: Wir streben das an und wir investieren auch darein, weil es sich langfristig auszahlt.
Was ist das nächste Thema? Netto-Null. Schwierig zu erreichen, aber ich möchte dazu so viel wie möglich bewirken. Es hätte mir auch Spass gemacht, als Zimmerfrau mit Holz zu arbeiten. Doch zu meiner Ausbildungszeit waren Frauen Exotinnen in dem Beruf. Ich bin sehr naturverbunden.
Gebäude D wird neben GI 2.0 und Minergie-P-ECO nach dem Standard Nachhaltiges Bauen Schweiz Hochbau erstellt. Wie wirksam ist es, das Gebäude und den Standort an sozialen, ökologischen und ökonomischem Kriterien auszurichten?
Der SNBS ist der Standard, der mit den Bereichen Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt alle Dimensionen der Nachhaltigkeit im Bauwesen komplett abdeckt. Ich fasse die Wirksamkeit gern in einer einfachen Gleichung zusammen: Wenn der Mensch im Zentrum steht und wir diesen Fokus kombinieren mit wirtschaftlich verantwortungsvoller Umsetzung, dann wird ein neues Gebäude ökologisch. Wenn wir schon bauen, dann so gut und zukunftsfähig wie möglich. Und da der Bund bei seinen Bauprojekten den
Wie kann es gelingen, in den langen Zeiträumen zwischen Planung und Ausführung mit den Entwicklungen Schritt zu halten?
Solange man nicht angefangen hat zu bauen, kann man auf dem Papier immer noch anpassen. Doch sobald ein bewilligtes Projekt vorliegt, ist der erste Nagel eingeschlagen. Dann gelten die zu dem Zeitpunkt gültigen Zertifizierungsnormen. Für Gebäude D war Stichtag die Baueingabe 2020. Seitdem haben sich Minergie-P-ECO und GI in vielen Punkten weiterentwickelt.
Erleben Sie auch Schwierigkeiten? Das teilweise nicht verstehen wollen von Planenden oder Ausführenden. Obwohl die Submission belegt: Du wusstest das, jetzt musst du liefern.
Was reizt Sie an der Vermittlung dieser komplexen Regelwerke?
Sie haben acht Bienenvölker. Was lernen Sie von den Tieren? Wenn ich zu den Bienen gehe, darf ich keinen Stress und Hektik verbreiten. Das überträgt sich eins zu eins auf sie. Letztes Jahr konnten wir knapp 300 Kilogramm Honig ernten. www.verwaltungszentrum-guisanplatz.ch
DAS VZG IM AFDN
Der Anzeiger Nordquartier begleitet das Projekt «Verwaltungszentrum Guisanplatz». Er hat 2020 (Ausgaben 13 und 22), 2021 (Ausgaben 2, 4, 21 und 22), 2022 (Ausgaben 9, 11, 17 und 22), 2023 (Ausgabe 14), 2024 (Ausgabe 5), 2025 (Ausgaben 8 und 11) sowie 2026 (Ausgabe 1) ausführlich darüber berichtet und wird seine Leser:innen auch weiterhin stets über den aktuellen Stand des Projekts informieren. Sie finden alle bisherigen Beiträge im AfdN Archiv in den angegebenen Ausgaben.
www.afdn.ch > Archiv
ALLMENDEN
Stossrichtung für weitere Planung
Nach Abschluss der öffentlichen Partizipation zur künftigen Gestaltung und Nutzung der Allmenden hat der Gemeinderat die inhaltlichen Stossrichtungen für die weiteren Planungsschritte festgelegt. Die Allmenden sollen ein multifunktionaler Freiraum bleiben, wobei eine Balance zwischen den Interessen der freien Nutzung sowie von Sportvereinen und Veranstaltenden zu wahren ist. Inklusive Allmend-Parking. Was nicht nur gut ankommt. mgt/cae
In der ersten Phase der Testplanung erarbeiteten drei Fachteams Vorschläge zur Neuordnung der vielfältigen Nutzungen auf der Grossen und der Kleinen Allmend (vgl. AfdN 12/2025 sowie 1/2 2/2026). Die Testplanung hat aufgezeigt, welches Potenzial für die Weiterentwicklung der Allmenden besteht. Sie hat neue Perspektiven für Freiraum, Sport, Veranstaltungen, Biodiversität und Klimaanpassung eröffnet. Gleichzeitig wurden Zielkonflikte sichtbar und es zeigte sich, dass keine einzelne Lösung sämtliche Ansprüche vollständig erfüllen kann. In einer zweiten Phase wurde eine öffentliche Mitwirkung zu den Vorschlägen durchgeführt und Ende Februar 2026 abgeschlossen. Die vielfältigen Mitwirkungsangebote wurden von Bevölkerung, Vereinen, Quartierorganisationen und weiteren Interessengruppen rege genutzt.
Balance zwischen vielfältigen Interessen
Die Mitwirkung hat bestätigt, welch hohe Bedeutung die Allmenden als Freiraum, Sport-, Veranstaltungsund Erholungsraum für die Stadt Bern besitzen. Die Rückmeldungen zeigen ein grosses Bedürfnis nach einer ausgewogenen Weiterentwicklung der Allmenden, welche die unterschiedlichen Nutzungen miteinander verbindet und die Allmenden als vielfältigen Freiraum für die Bevölkerung stärkt. Vor dem Hintergrund des bisherigen Prozesses hat der Gemeinderat folgende Eckwerte für die weiteren Planungsschritte festgelegt:
• Freiraumqualität: Die Allmenden sollen in ihrer Funktion für Bevölkerung, Stadtklima und Biodiversität gestärkt und weiterentwickelt werden. Zusätzliche Bäume und beschattete Orte zum Verweilen, wie zum Beispiel ein überdachter Pavillon, sollen die Allmenden widerstandsfähiger gegenüber Hitze machen und die Aufenthaltsqualität erhöhen. Versiegelte Flächen werden auf das funktional erforderliche Minimum beschränkt und befestigte Flächen möglichst sickerfähig ausgestaltet.
• Parkierung: Die heutige oberirdische Veranstaltungsparkierung soll unter Berücksichtigung der Richtplanvorgaben aufgehoben werden, um mehr Freiraum für andere Nutzungen zu schaffen. Die vom Stadtrat im Grundsatz unterstützte un-

Grossflächig: Luftaufnahme der Grossen und der Kleinen Allmend. Bild: zVg
terirdische Einstellhalle unter dem Zirkus-/Hyspaplatz soll als Hauptszenario weiterverfolgt werden. Die Anlage ist in ihrer Dimensionierung jedoch auf das nötige Minimum zu beschränken. Dazu werden alternative Parkierungslösungen vertieft geprüft.
• Sport: Die Allmenden sollen auch künftig ein wichtiger Standort für den Sport bleiben. In Abstimmung auf die übrigen räumlichen Rahmenbedingungen wird eine Verbesserung der Sportinfrastruktur angestrebt, von der sowohl der Breitensport als auch der Spitzensport (BSC Young Boys) profitieren können. Die Anlagen sollen öffentlich zugänglich bleiben; exklusive Nutzungen einzelner Akteure sind nicht vorgesehen.
• Veranstaltungen: Die Allmenden sollen ihre wichtige Rolle als Veranstaltungsort für die Stadt Bern behalten, ohne dafür die Veranstaltungsflächen zu vergrössern. Die Flächen werden multifunktional gestaltet, sodass sie ausserhalb von Veranstaltungen als attraktive Freiräume für die Bevölkerung zur Verfügung stehen. Eine räumliche Verschiebung der Veranstaltungsflächen ist denkbar, wenn dadurch für den Gesamtraum wesentliche Mehrwerte entstehen.
Auf dieser Grundlage soll nun ein Gesamtkonzept entwickelt werden, das den vielfältigen Interessen auf den Allmenden Rechnung trägt und gleichzeitig genügend Spielraum lässt, um auf zukünftige Bedürfnisse reagieren zu können. Dabei ist die
CARTE BLANCHE FÜR…
RÖFES BUNTE WELT
DER NIEDERGANG EINES QUARTIERS
Warum ein Quartier plötzlich hip wird, weiss niemand so genau. Warum ausgerechnet dort Cafés aufgehen, Kreative auftauchen und die Mieten steigen, bleibt eines der grossen urbanen Rätsel. Wie ein Quartier seinen Szenestatus verliert, lässt sich dagegen manchmal in Echtzeit beobachten.
Neuordnung der Allmenden als langfristiger Entwicklungsprozess zu verstehen. Um auf den Allmenden trotzdem zeitnah Mehrwerte zu generieren, sollen in der weiteren Planung jedoch auch kurzfristig umsetzbare Massnahmen geprüft werden.
Fortsetzung des Planungsprozesses ab 2027
Der Gemeinderat legt dem Stadtrat die Stossrichtungen in Form eines Zwischenberichts vor. Nach der Behandlung durch den Stadtrat wird die Testplanung im Jahr 2027 fortgesetzt und weiterhin von einer breit abgestützten Jury begleitet, in der neben Vertreter*innen der Stadt auch Fachpersonen, Anspruchsgruppen und Quartiervertretungen Einsitz haben. In einer ersten Stellungnahme hat sich Thomas Ingold, Präsident vom Leist Bern Nord, sehr positiv zur Stossrichtung geäussert. Auch das Grüne Bündnis zeigt sich in vielen Punkten «zufrieden». Nicht so mit den angedachten Parkhaus, welches auch der Arbeitsgruppe Städtebau Mobilität als «ein Dorn im Auge» erscheint.
Mit dem Abschluss der Testplanung ist bis Anfang 2028 zu rechnen. Basierend darauf folgt anschliessend das Planerlassverfahren für die Anpassung der Nutzungsplanung sowie die öffentliche Auflage. Das letzte Wort wird die Stimmbevölkerung haben.
www.bern.ch > Neuordnung Allmenden
www.leist-bern-nord.ch
www.psm-bern-ch
Samstagnachmittag im Lorrainequartier. Ich komme vom Einkauf zurück. Unten in meiner Lieblingsbeiz trifft eine Gruppe junger Männer ein. Alle tragen identische, fröhliche Hawaiihemden. Ein Junggesellenabschied. Nun ist gegen Junggesellenabschiede nichts einzuwenden. In der Stadt hat es Platz für alle: für Aktivisten, Nachtschwärmer, religiöse Eiferer, verlorene Seelen – und für Menschen, die einen Freund vor der Ehe noch einmal kollektiv demütigen möchten. Aber ein Szenenquartier und ein Junggesellenabschied – das ist ein Widerspruch in sich. Vielleicht übertreibe ich. Vielleicht waren es einfach ein paar Jungs auf dem Weg zu einem grossartigen Abend. Wahrscheinlich sogar. Und trotzdem beschlich mich das Gefühl, Zeuge eines historischen Moments zu sein. Denn so beginnt es doch immer. Nicht mit Investoren, Luxuswohnungen oder Baustellen. Sondern mit einer Gruppe Männer in kurzärmligen Hawaiihemden, die ganz selbstverständlich findet, die Lorraine sei genau der richtige Ort für ihren Junggesellenabschied. Das Urbane wird infiltriert. Getarnt in Blumenmustern und Kurzarmhemden. Aber davon abgesehen: Ich hoffe, die Jungs hatten einen grossartigen Abend.
Rolf Julmy lebt seit 25 Jahren im Nordquartier, ist Fussballfan, besucht regelmässig die Heimspiele des FC Breitenrain sowie zwecks Erfrischung diverse favorisierte Gaststätten. Zudem staunt er immer wieder über die stetig auftretenden Banalitäten des Alltags, die er zuweilen in Worte fasst: https://röfesblog.my.canva.site/




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Einladung zur Sonntags-Matinée «Liebet Eure Feinde – und wozu?»
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Sonntag, 12. Juli 2026, 10.00 – 10.45 Uhr
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Musik spielt Robin Kellenberger auf der Handpan, Jasmin Zehnder liest Texte von Jorge Bucay.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

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RASENSPORT
Abstimmungsbotschaft genehmigt Im Dezember 2024 wurde die Rasensport-Initiative eingereicht. Sie verlangt, dass die Kapazität an Rasensportfeldern bis 2035 um 12 000 Nutzungsstunden jährlich erhöht wird. Der Gemeinderat teilt das Anliegen der Initiative, will aber keine fixe Zahl von Nutzungsstunden in der Gemeindeordnung festschreiben. Er hat darum einen Gegenvorschlag ausgearbeitet. Er empfiehlt dem Stadtrat die Initiative zur Ablehnung und den Gegenvorschlag zur Annahme und hat die entsprechende Abstimmungsbotschaft genehmigt. Die Vorlage kommt frühestens im Februar 2027 zur Abstimmung.
(aus Gemeinderats-Info vom 11. Juni 2026)
DOK & toj
Leistungsverträge genehmigt
Der Gemeinderat hat die Leistungsverträge 2027–2028 mit dem Dachverband für die offene Arbeit mit Kindern in der Stadt Bern (DOK) und mit dem Trägerverein für die offene Jugendarbeit in der Stadt Bern (toj) genehmigt. Gleichzeitig beantragt er beim Stadtrat die entsprechenden Verpflichtungskredite. Mit seinen Angeboten und Einrichtungen ermöglicht der DOK Kindern im Alter von sechs bis zwölf Jahren niederschwellige Begegnungs- und Freizeitmöglichkeiten in den Quartieren und fördert den Einbezug und die Partizipation von Kindern. Für die Abgeltung seiner Tätigkeiten sind im Leistungsvertrag für die Jahre 2027 und 2028 jährlich 2 454 170 Franken vorgesehen. (aus Gemeinderats-Info vom 18. Juni 2026)
BYPASS BERN OST
Gemeinderat bedauert BR-Entscheid Der Bundesrat hat an einer Sitzung Mitte Juni die Vernehmlassungsvorlage für das STEP-Nationalstrassenprogramm verabschiedet. Die Priorisierung des Bypass Bern-Ost (ByBO) bleibt gegenüber den im Januar 2026 bekannt gegebenen Eckwerten unverändert: Der Bypass soll in den nächsten 40 Jahren nicht realisiert werden. Der Gemeinderat bedauert diesen Entscheid und fordert vom Bundesrat hinsichtlich der Botschaft ans Parlament eine Korrektur. Den Ausbau der Autobahnabschnitte Weyermannshaus–Wankdorf sowie Wankdorf–Schönbühl auf acht Spuren lehnt der Gemeinderat ab. (aus Gemeinderats-Info vom 19. Juni 2026)
GEGEN HITZE
Stadt handelt mit baulichen Massnahmen
Die Stadt Bern will jährlich 10 000 Quadratmeter Fläche klimawirksam aufwerten bzw. entsiegeln, um Massnahmen gerade bei extremen Hitzeperioden zu treffen. Das heisst: Bäume pflanzen, Asphaltflächen entsiegeln und generell für einen freundlicheren Aufenthalt sorgen. Der 2023 umgestaltete Rosalia-Wenger-Platz beim Bahnhof Wankdorf ist über Mittag sehr beliebt bei den Menschen, die in den Bürohochhäusern der Wankdorf-City arbeiten. Der Ort gefällt Dianne Guzmán. «Aber was den Schatten angeht, da dürfte es mehr sein.» Anwohnende auf weiteren Plätzen der Stadt verteilen nicht nur gute Noten. (Anriss zum BZ-Bericht über hitzetaugliche Massnahmen vom 20. Juni 2026)
BREITENRAIN
Viel Lob für Verdichtungs-Projekt
Das Haus an der Scheibenstrasse 41 im Breitenrain ist ein Blickfang. Der Aufbau mit den beiden Fensterreihen ragt weit über die Nachbargebäude hinaus. Dank der in den letzten Jahren realisierten Aufstockung gibt es neu sieben statt vier Wohnungen mit 13 Bewohnerinnen und Bewohnern – fünf mehr als vor dem Umbau.
Mehr Menschen auf gleicher Grundfläche: Für Städte wie Bern mit Wachstumszielen und Wohnungsnot ist Verdichten das Gebot der Stunde – etwa durch die Umwandlung von Bürobauten in Wohnungen – was im Breitsch aktuell an der Kasernenstrasse passiert – oder eben durch Aufstockung.
Die Architekten Ivo Piazza und Michael Meier sind denn auch überzeugt, dass ihr Projekt im Breitenrain Vorbildcharakter haben könnte. «Überall in der Stadt gibt es Potenzial für Verdichtung», sagen sie; selbst in scheinbar «fertig gebauten» Wohnquartieren mit Blockrandbauten wie dem Breitenrain. (aus BZ vom 22. Juni 2026)
«SPITZ» 1
Fussball für guten Zweck… Auf dem Sportplatz «SPITZ» Spitalacker wurde dieser Tage auf unterschiedlichem Niveau Fussball gespielt. Am vergangenen Dienstag vor einer Woche wurde auf gehobenem Grümpelturnier-Level gekickt – aber mit Promifaktor: Der FC Nationalrat forderte das Team von «Laureus Sport for Good» zum sportlichen Schlagabtausch heraus. Bei Laureus
handelt es sich um eine Stiftung, die anstrebt, «Menschen über die Kraft des Sports zusammenzuführen und zu verbinden».
Das Aufgebot auf der Laureus-Seite war durchmischt: Neben Ex-Snowboarder Gian Simmen und Taktikfuchs Uli Forte kickte auch der Sänger und Jungvater Baschi mit. Er fiel an diesem Abend ebenso mit seinem lockeren Mundwerk wie mit seinen fussballerischen Qualitäten auf. Später traf dann auch noch RadOlympiasieger Fabian Cancellara ein, der jedoch an der Seitenlinie blieb. Von den Berner Nationalräten standen GLP-Präsident Jürg Grossen, Hans Jörg Rüegsegger (SVP) und als Captain Lars Guggisberg (SVP) im Einsatz.
Wenige Tage später waren am selben Ort die Profis am Werk: Am traditionellen Burkhalter-Cup standen sich Schweizer Meister FC Thun, BSC YB und der Gastgeber FC Breitenrain gegenüber. Gewonnen hat, wie 2025, der FC Thun.
(aus BZ-Loubegaffer vom 23. Juni 2026)
SWISS SKILLS
Kantonsbeitrag für 2027 Für die Durchführung der SwissSkills 2027 sowie das dazugehörende Rahmenprogramm hat der Regierungsrat einen Beitrag von 1,55 Millionen Franken gesprochen. Vom 14. bis 18. September 2027 wird die Berufsmeisterschaft Einblick in verschiedene Berufslehren bieten und die Weiterbildungs- und Karrieremöglichkeiten in der Berufswelt vorstellen. Mit dem Kantonsbeitrag unterstützt der Regierungsrat die Durchführung dieses bildungs- und standortpolitisch wichtigen Anlasses, der auf dem BERNEXPO-Gelände stattfinden wird.
Juni
DAS GAB ZU REDEN
«SPITZ» 2
Überraschungsgast am BreitschFest
Rapper Jule X ist am letzten Samstagabend überraschend am Breitsch-Fest aufgetreten. Dem schwitzenden Publikum auf dem Spitz heizte er gehörig ein. Die vielen Familien am Fest bezog der Berner gleich mit ein und lud Kinder bis zu 12 Jahren zum «grössten Kindermoshpit jemals» vor die Bühne – der wilde Kreis aus tanzendem Publikum gehört bei seinen Konzerten jeweils fest dazu.
Für 20 Uhr hatte der FC Breitenrain lediglich einen «Surprise Act» angekündigt. Erst am Abend zuvor war Jule X am Openair St. Gallen vor Tausenden Fans aufgetreten – der Moshpit war dort entsprechend grösser ausgefallen.
(aus BZ vom 28. Juni 2026)
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200 JAHRE GIBB
Am Anfang der Berufsschule stand eine private Sonntagsschule

Erst hiess sie «Handwerkerschule Bern», später «gewerblich-industrielle Berufsschule Bern», heute nennt sie sich «gibb Berufsfachschule Bern». Sie ist nicht nur die grösste, sondern auch die älteste Berufsschule der Schweiz. Dieses Jahr feiert sie ihr 200-jähriges Bestehen.
Autor: Willi Egloff und Sonja Morgenegg-Marti, Koordination: cae, Bilder: David Fürst und zVg

Jahrelang liess der Berner Kunsttischler Gabriel Samuel Ebersold seine Lehrlinge jeden Sonntag zum «technischen Zeichenunterricht» antraben. An den übrigen Wochentagen gab es dafür keine Zeit, da von früh bis spät gearbeitet wurde. Diese private Sonntagsschule steht am Anfang der staatlichen Berufsbildung in Bern.
Denn im Jahre 1826 wird aus dieser «technischen Zeichnungsschule» mithilfe des Standes Bern die «Handwerkerschule Bern». In einem gemieteten Zimmer werden die ausschliesslich männlichen Lehrlinge nun jeden Abend zwischen 19.30 und 21.30 Uhr auch in Mathematik, Zeichnungslehre, Rechtschreiben und Physik unterrichtet. Der sonntägliche praktische Zeichnungsunterricht beim Kunsttischler Ebersold wird fortgeführt.
Wie sich über die Jahrzehnte hinweg aus dieser winzigen Abend- und Sonntagsschule die grösste Berufsschule der Schweiz entwickelte, hat die Berufsfachschule Bern aus Anlass ihres 200-jährigen Bestehens aufgearbeitet und in einer sehr informativen und attraktiv gestalteten Jubiläumsschrift dargestellt. Lernende aus der Berufsgruppe «Fachleute Information und Dokumentation» haben diesen Prozess dokumentiert und Trouvaillen aus der Schulgeschichte auf der gibb-Website zugänglich gemacht. Aus einem schulinternen Wettbewerb ging zusätzlich ein Projekt für einen Imagefilm hervor, welcher im Oktober der Öffentlichkeit präsentiert werden soll.
Ein Spiegel der Sozial- und Wirtschaftsgeschichte
Die Jubiläumsschrift befasst sich schwerpunktmässig mit der Entwicklung von Berufsbildern und den Veränderungen in der schulischen

Vorbereitung auf diese beruflichen Tätigkeiten. Sie spiegelt damit gleichzeitig wichtige Etappen der bernischen Sozial- und Wirtschaftsgeschichte und illustriert einschneidende Veränderungen in der Arbeitswelt.
So erfahren wir, dass es nicht weniger als 65 Jahre dauerte, bis erstmals eine weibliche Lernende die Schule besuchen durfte. 1893 meldete sich die erste «Lehrtochter» und erkämpfte damit den Weg zur Berufsbildung auch für junge Frauen.
Schon im Folgejahr treten nicht weniger als 88 Schülerinnen in die Handwerkerschule ein.
gewerbeschule» von der Gemeinde übernommen und in die «Gewerbeschule der Stadt Bern» umgewandelt.
Schulgebäude aber schon wieder zu klein. Anfang der 60er-Jahre zieht ein Teil der Ausbildungsgänge in das Schulhaus Steigerhubel, Anfang der 90er-Jahre entsteht an der Bümplizstrasse ein neues Zentrum für gastgewerbliche Berufe und das Schulgebäude in der Lorraine wird durch einen zweiten Bau erweitert. Zusätzlich zieht ein Teil der gibb 1997 in das nahe gelegene Schulhaus Viktoria ein.
Wechsel zum Kanton
«Die Jubiläumsschrift illustriert Veränderungen in der Arbeitswelt.»
Fast zur gleichen Zeit sehen die Verantwortlichen auch endlich ein, dass ein Unterricht am Abend, im Anschluss an einen neun- bis zehnstündigen Arbeitstag, die Lernenden überfordert. Im Wintersemester 1891/1892 wird als erster Schritt der Unterricht vom Mittwochabend auf den Mittwochnachmittag verlegt. Neben der zeitlichen Belastung sehen sich die Lernenden auch finanziellen Hindernissen gegenüber. Die Handwerkerschule wird zwar von Bund und Kanton unterstützt, ist aber weiterhin ein privates Unternehmen. Es finanziert sich zu einem erheblichen Teil über Schulgebühren. Dass diese für viele Jugendliche eine zu hohe Hürde darstellten, wird klar, als ein kantonales Lehrlingsgesetz 1906 den Anspruch auf kostenlosen Unterricht festschreibt. Als Folge der Abschaffung der Schulgebühren steigt die Nachfrage nach Berufsausbildung so rasant an, dass die bestehende Privatschule dem Ansturm nicht mehr gewachsen ist. Auf Anfang 1910 wird daher die private «Handwerker- und Kunst-
Expansion über die ganze Stadt Weil sich die Angebote an beruflichen Ausbildungsgängen laufend differenzieren und damit auch die Zahl der Lernenden ungebremst weiterwächst, werden die seit dem Jahr 1899 genutzten Schulräume im Kornhaus bald einmal zu knapp. Mit dem Bau eines neuen Schulgebäudes in den Jahren 1937–1939 am Eingang der Lorrainestrasse erhält nicht nur die Gewerbeschule erstmals ein eigenes Schulhaus, sondern auch die Stadt Bern ein architektonisch herausragendes Bauwerk.
Die Baudirektion der Stadt will zwar zunächst vom Projekt des jungen Architekten Hans Brechbühler nichts wissen, da sie diesem ein «unschweizerisches Design» vorwirft. Sie ändert ihre Meinung, als sich herausstellt, dass die vom Architekten vorgeschlagene Konstruktionsweise eine schnelle und kostengünstige Realisierung möglich macht. Protestantischer Spareifer verhilft so dem «Neuen Bauen» in Bern zum Durchbruch. Kaum fertiggestellt, ist das neue

2001 wird die «Gewerblich-Industrielle Berufsschule Bern» von einer städtischen zur kantonalen Schule. Auf diesen Zeitpunkt hin übernimmt der Kanton die Zuständigkeit für alle Berufsfachschulen und Gymnasien. Das gilt übrigens auch für die auf dem gleichen Areal angesiedelte, aber von der gibb unabhängige «Technische Fachschule Bern», die sogenannte «Lädere». Weil die gibb längst nicht mehr nur in gewerblichen und industriellen Berufen tätig ist, sondern auch zahlreiche Ausbildungsgänge im Dienstleistungssektor anbietet, wechselt sie 2019 ein weiteres Mal ihren Namen. Sie nennt sich jetzt «gibb Berufsfachschule Bern». Sie betreut inzwischen an 7 verschiedenen Standorten rund 7000 Lernende in 70 verschiedenen Ausbildungsgängen, führt rund 1000 Studierende zur Berufsmaturität, und bietet für nochmals rund 1000 Personen berufliche Weiterbildungen an. Sie ist damit nicht nur die älteste, sondern auch die grösste Berufsfachschule der Schweiz.
Wann wird wo gefeiert?
Diese 200-jährige Entwicklung soll in diesem Jahr gebührend gefeiert werden. «Gemeinsam setzen wir Leuchttürme, die zeigen, wie vielfältig, kreativ und zukunftsorientiert unsere Bildung ist», heisst es dazu in der Jubiläumsschrift. Viel Konkreteres ist über die Festlichkeiten aber weder dieser Publikation noch der gibb-Website zu entnehmen. Die Planungen dafür scheinen noch nicht genügend fortgeschritten zu sein, um sie in der Öffentlichkeit bekannt machen zu können.
Einiges an Festaktivitäten ist schon Vergangenheit (u.a. Verteilung Jubiläumsschoggi oder Jubiläumsausgabe gibb-Magazin), einiges ist noch angedacht. So im September «gibbster» – drei Tage voller Vielfalt, Ideen und Inspiration – eine Jubiläumsfeier Ende Oktober und das gibbFest Mitte November.
www.gibb.ch/200jahre
Dieser Beitrag erschien als Erstveröffentlichung im Journal B: https://journal-b.ch












GIBB-ZEITREISE
1826 › Die Anfänge der Berufsbildung in Bern
Die von einem Berner Tischler als private Sonntagsschule geführte «Technische Zeichnungsschule» wird zur «Handwerkerschule in Bern». Die kantonale Regierung unterstützt sie von Anfang an. Ab 1860 beteiligt sich auch die Gemeinde Bern finanziell, ab 1884 der Bund.
1899 › Kunst trifft Handwerk
Durch den Anschluss der Kunstschule entsteht im Kornhaus die «Handwerker und Kunstgewerbeschule». Die Schule zählt im Gründungsjahr 973 Lernende.
1910 › Übergang in die städtische Verantwortung
Die «Handwerker und Kunstgewerbeschule» geht am 1. Januar 1910 als «Gewerbeschule der Stadt Bern» an die Gemeinde über.
1939 › Ein neues Schulhaus in der Lorraine
Mit Beginn des Zweiten Weltkriegs wird die neue «Gewerbeschule» in der Lorraine eröffnet – ein städtebaulich avantgardistischer Bau von Hans Brechbühler. Das Gebäude signalisiert die Bedeutung der beruflichen Grundbildung.
1939 › Wachstum trotz Kriegszeiten
Im Sommersemester besuchen 2116 Lernende die Gewerbeschule an insgesamt vier Standorten in Bern.
1984 › Der Name «gibb» entsteht Aus der Gewerbeschule wird die «GewerblichIndustrielle Berufsschule Bern» (gibb).
1999 › Ein moderner Campus für die Zukunft
Im Lorrainequartier wird der neue Campus von Frank Geiser eröffnet. Die Zahl der Lernenden steigt auf knapp 8000.
2001 › Neue Strukturen im Bildungswesen
Der Kanton ist neu für alle Berufsfachschulen und Gymnasien zuständig. An der gibb unterrichten 592 Lehrpersonen 6548 Lernende der beruflichen Grundbildung, 845 Berufsmaturandinnen und maturanden sowie 991 Absolvierende der beruflichen Weiterbildung.
2011 › Erweiterung im Breitenrainquartier
Die gibb bezieht im Breitenrainquartier das von Graber Pulver Architekt:innen renovierte und erweiterte Schulhaus Viktoria. Damit ist die gibb an sieben Standorten präsent.
2019 › Markenentwicklung und eine breitere Identität
Die gibb erhält einen neuen Namen: gibb Berufsfachschule Bern. Der Namenswechsel signalisiert, dass heute an der gibb auch andere als gewerblichindustrielle Berufe präsent sind.
2021 › Fusion zur Abteilung DMG
In der gibb fusionierten per 1. August 2021 die beiden kleineren Abteilungen für MechanischTechnische Berufe (MTB) und für Gewerbe, Dienstleistungs und Laborberufe zu einer neuen grossen Abteilung für Dienstleistung, Mobilität und Gastronomie (DMG).
2022 › Der Schritt ins hybride Lernen Innerhalb von wenigen Monaten durchlief die Höhere Berufsbildung einen grundlegenden didaktischen und technischen Transformationsprozess. Das hybride Unterrichtsmodell wird breit eingeführt.
2024 › Lernen neu gedacht
Der Unterricht wird zunehmend in Richtung Flexibilisierung, Individualisierung und Selbststeuerung vorangetrieben. Die Rolle der Lehrpersonen entwickelt sich zur Lernbegleitung.
2026 › Wir feiern
Die gibb Berufsfachschule Bern wird 200jährig. Gemeinsam setzen wir Leuchttürme, die zeigen, wie vielfältig, kreativ und zukunftsorientiert unsere Bildung ist.
Ein Versprechen für die Zukunft
Sonja Morgenegg-Marti, Direktorin gibb
Es ist das Jahr 1826, als der erste Eintrag eines Manuals festhält, eine «Handwerkerschule in Bern» sei gegründet worden. Im Gründungsjahr besuchten 199 Lernende die Winterkurse. Heute heisst diese Schule gibb Berufsfachschule Bern und ist die grösste Berufsfachschule der Schweiz.
«Die gibb», wie die meisten uns kennen und nennen, wird 200 Jahre alt. 200 Jahre gibb – das sind 200 Jahre Lernen im Wandel der Zeit. Seit zwei Jahrhunderten begleitet die gibb Berufsfachschule Bern junge Menschen auf ihrem Bildungsweg, immer nah an den realen Anforderungen von Beruf, Wirtschaft und Gesellschaft. Was als Antwort auf die Bedürfnisse der damaligen Arbeitswelt begann, hat sich zu einer modernen Bildungsinstitution entwickelt, die Tradition und Zukunftsorientierung miteinander verbindet.
Die gibb war stets dort stark, wo Veränderung gefragt war. Sie hat technologische Umbrüche, wirtschaftliche Zyklen und gesellschaftliche Entwicklungen aktiv mitgestaltet, im Austausch mit Industrie, Betrieben, Verwaltung, Wirtschaft und Politik. Diese Vernetzung war und ist ein zentraler Erfolgsfaktor. Bildung entsteht nicht im luftleeren Raum, sondern im Dialog mit der Praxis. Die Vergangenheit der gibb ist eng mit der Erfolgsgeschichte der Schweizer Berufsbildung verbunden. Das duale System, die Berufsmaturität und die Höhere Berufsbildung haben wesentlich dazu beigetragen, dass Bildung in der Schweiz praxisnah, durchlässig und leistungsfähig ist. Sie eröffnen jungen Menschen und Erwachsenen vielfältige Perspektiven, fördern Fachkompetenz wie Persönlichkeitsentwicklung und stärken den Wirtschafts- und Innovationsstandort Schweiz. Heute erleben wir eine Welt im rasanten Wandel. Künstliche Intelligenz, digitale Transformation und globale Unsicherheiten fordern uns heraus. Umso wichtiger sind jene Kompetenzen, die nicht automatisierbar sind: kritisches Denken, Kommunikation, Kooperation und Kreativität. Zusammen bilden sie das Herzstück dessen, was Menschen befähigt, mit Unsicherheit umzugehen, Verantwortung zu übernehmen und Lösungen für komplexe berufliche und gesellschaftliche Fragestellungen zu entwickeln.
Im Zentrum stehen die Lernenden und Studierenden mit ihren individuellen Potenzialen, Fragen und Zielen. Unser Bildungsverständnis lässt sich mit drei Leitideen beschreiben: mehr wissen, mehr können, mehr
sein. Mehr wissen bedeutet, sich Wissen selbstständig erarbeiten, Zusammenhänge verstehen und Informationen kritisch hinterfragen. Mehr können heisst, durch praxisnahe Lernsituationen handlungsfähig werden und reale berufliche, gesellschaftliche und persönliche Herausforderungen kompetent meistern. Mehr sein steht für persönliche Entwicklung, Selbstwirksamkeit und verantwortungsvolles Mitgestalten in Beruf und Gesellschaft. Die gibb versteht sich auch als attraktive Arbeitgeberin. Sinnerfüllte Arbeit, Vertrauen, Beziehungspflege, Eigenverantwortung, Mitgestaltung und Entwicklungsmöglichkeiten prägen unsere Kultur. Wir schätzen Kollegialität, Humor, Wertschätzung und achten auf eine stimmige Balance zwischen Stabilität und Innovation. Gute Unterrichtsqualität und das Ermächtigen der Lernenden und Studierenden stehen dabei im Fokus. Die gibb blickt neugierig und offen in die Zukunft. Lebenslanges Lernen, Vielfalt als Bereicherung, Innovationen und eine reflektierte sowie verantwortungsvolle digitale Transformation sind feste Bestandteile unseres Selbstverständnisses.
200 Jahre gibb sind ein Grund zum Feiern – und ein Versprechen für die Zukunft: Auch morgen wird die gibb ein Ort sein, an dem Menschen wachsen, Verantwortung übernehmen und gemeinsam eine zukunftsfähige Gesellschaft mitgestalten. Optimistisch, kompetent und miteinander verbunden.
Editorial aus dem gibb-Magazin zum 200-Jahr-Jubiläum

https://gibb.ch/
GIBB-FAKTEN
• 7 Schulhäuser
• 70 Berufe
• 40 Bildungsangebote
• 7000 Lernende
• 1000 Studierende
• 750 Mitarbeitende
Mehr er fahren: aekbank.ch/200
«Neue Köpfe und Ideen sind immer willkommen»
Michael Suter gibt sein Amt als Frauen-Sportchef auf Juni 2026 ab.
Auf Ende Saison 2025/26 hat Michael Suter diesen Juni seinen Rücktritt als Sp or tchef der Fr auen einger eicht. «W ir sind hier vor gut vier Jahr en bei Null ge st ar tet und es fr eut mich sehr, dass zu einem Fussballverein in Bern mittlerweile wie selbst vers tändlich auch eine Juniorinnen- und Fr auenabteilung gehör t und Fr auenfussball generell ge sellschaftlich ak zeptiert is t. Die Aufbauarb eit bei ‚Breit sch‘ is t nun geleis tet und die Grunds truk tur für rund 20 0 Mädchen und Fr auen steht. De shalb er achte ich es als guten Zeitpunk t, mein Amt in neue
Hände zu geb en», erklär t Suter seinen Entscheid.
Zukunf tswünsche
Bisher hätten mit Sonja Lundsgaard-Hansen bei den Ak tiven und Taru Koch als Co -Stufenleiterin bei den Juniorinnen zwei Fr auen die Bewegung st ark mitgeprägt Suter wünscht sich in Zukunf t noch weiter e Leaderinnen, die die Geschicke de s Fr auenfussballs bei «B reit sch» ak tiv mitges talten mö chten. Und bezo gen auf seine Arbeit meint er selbstkritisch: «Nach vier Jahr en beginnt man sich auch zu wiederholen. Neue Köpfe mit neuen Ideen sind
Pablo Gattiker wechselt in den
Ak tivfussball
Der Junioren-Fachmann wird
Weissenstein-Trainer
«Ein riesengrosses Merci Pablo!», lautet die Headline auf der BreitenrainWebsite Nach sieben Nachwuchs-Jahren übernimmt Pablo Gattiker die erste Mannschaft des FC Weissenstein in der 2. Liga – ein herber Verlust für die «Breitsch»-Verantwortlichen. «Ich bin sehr dankbar für die Wertschätzung. Doch als Über-
mann sehe ich mich nicht. Wir waren ein Riesenteam Und ich durch meine Tätigkeit eine Konstante und Ansprechperson für alle», so der 36-Jährige. Gattiker kam 2019 als Juniorentrainer zum Verein und leitete zwei Jahre die Ju ni or en -G es ch äf ts st elle Er trainier te verschiedene Teams, zuletzt die Junioren C Youth League
Burkhalter
immer gut und willkommen.»
Baus tellen
Die Suche nach einer Nachfolgerin für ihn läuf t. Die gr ös ste Baus telle in den Fr auenabteilungen im ganzen Gr os sr aum Bern or tet Suter nicht bei der Zahl der Spielerinnen oder den fehlenden Plät zen, sondern im Tr ainerinnen-B er eich «Die Tr ainingszeiten üb erschneiden sich zum Teil mit der gemeins amen Fa-

Ebenso war er in der Spar tenleitung als CoLeiter Nachwuchs tätig. Gattiker wuchs in Basel auf und debütier te beim BSC Old Boys Nach dem Umzug in die Bundesstadt war er als Teenager erstmals WeissensteinMitglied «Ich ging aber ins Laubegg-Schulhaus, hatte immer viele Kollegen auf dem ‚Spitz‘ und verfolgte die ,Breitsch’Karriere meines Bruders Santino. Der Abschied fällt mir schwer, weil ich in den vergangen Jahren mit super Menschen zu tun hatte.» Und eigentlich war eine längere FussballPause geplant Vor rund einem Jahr wurde Gattiker erstmals Vater. «Doch

milienzeit am Ab end, was aus meiner Sicht fähige Tr ainerinnen noch zu of t davon abhält , ein Coachingamt anzustreben.»
Kontinuität
Auch wenn Suter sein Sp or tchef-Amt ab gibt , bleibt er «B reit sch» als Leitungsp er son im Nachwuchs und als Beisit zer im Vors tand erhalten Der 53-Jährige st ammt ur sprünglich aus Zürich und durchlief beim FC Seefeld alle Alters stufen Vor 12 Jahr en kam er mit seiner Familie nach Bern «Und weil unsere Wohnung in unmittelbarer ‚Spitz ‘- Nähe lag, er gab sich ein Engagement fast von selb er», schilder t er seinen Werdegang.

gleichzeitig machte ich das B-Diplom und war neu inspiriert Ich habe nun mit meiner Frau gesprochen und möchte diesen Schritt ins Ak tivgeschäft wagen.» Sein erstes Training in Blau-Weiss leitet der Barça-Fan am 6. Juli «Doch ich werde ‚Breitsch‘ stets verbunden bleiben.»

«KURZ & SPITZ»

Youth League C ist Schweizer
Meister
Als Sieger der höchsten regionalen Junior :innenLigen reis ten die Teams der Youth League B, Youth League C und Youth League FF-17 am 20. Juni an den Finalt ag der Br ack Youth League nach Regensdorf ZH «B reit sch» war als einziger Verein mit dr ei Teams vertreten. Die Youth League C kr önte ihre er folgreiche Saison mit dem Finalsie g.
Viel Bewegung im «EIS»
Nach dem Abgang von Fabiano Pereira, Luca Schneeberger, Adrian Fleury, Noel Gemperle, Pedro Obama und Raphael Campbell meldet das «Eis» die Zugänge von Matti Forrer (Münsingen), Ben Lüthi (Cham), Steven Ukoh (Prishtina), Yll Avdily (Portalban) und Kevin Krasniqi (Langenthal).
2. Berner Frauenfussballtag
Letzten Herbst lancierten die YB Frauen und «Breitsch» den ersten Frauenfussballtag auf dem «Spitz». Nach der furiosen Premiere mit knapp 4’000 Fans folgt am 13 September die zweite Ausgabe.

FUSSBALLCLUB BREITENRAIN
SCHNITTPUNKT
Drei Frauen, ein Laden, tausend Farben und Muster
Der Schnittpunkt in der Lorraine ist Coiffeursalon, Nähatelier und Laden zugleich. Trotz seiner Erfolgsgeschichte schliesst das Geschäft auf Ende Jahr seine Tore. Das Nähatelier gibt es weiterhin – an einem neuen Standort. Es gibt auch in Zukunft farbenfrohe Bikinis und Badekleider auf Mass und gratis dazu die Erkenntnis, dass jede Figur eine Bikinifigur ist. Claudia Langenegger

Farbenfreudig und einzigartig:
Nicht nur wer in der Lorraine wohnt, kennt den Laden. Denn die liebevoll und bunt dekorierten Vitrinen an der Lorrainestrasse 21 fallen auf. Hier gibt es, was sonst kaum zu finden ist: handgenähte Bikinis und Badekleider. Individuelle Einzelstücke, produziert von Gabi Graser und Regula Maurer. Und wer in der Badi nicht nur eine gute Figur machen will, sondern dabei auch mit einer schönen Frisur aufwarten will, kann sich im Schnittpunkt bei Pascale Guggisberg in den Coiffeursessel setzen und sich die Haare schneiden lassen.
Aussergewöhnliches Konzept Die einzigartige Verbindung von Laden, Nähatelier und Coiffeur ist aus kreativem Freigeist entstanden. «Ich habe den Schnittpunkt als Coiffeursalon eröffnet und im Lauf der Zeit mehr und mehr Kleider genäht», erzählt Gabi Graser. «Vor sieben Jahren habe ich mit dem Haareschneiden ganz aufgehört.» Denn ihre grosse Passion gehört den bunten und gemusterten Stoffen, die sie an der Nähmaschine zu individuellen Kleidungsstücken verwandelt. Es ist schon fast ein halbes Jahrhundert her, seit die umtriebige Bernerin und gelernte Coiffeuse an der Herzogstrasse im Breitenrain ihr eigenes Geschäft eröffnet hat. Das war 1984. Ihr Laden war schnell ein Erfolg. «Die Kundschaft verdoppelte sich von Woche zu Woche!» Pascale kam als Teilhaberin dazu und vor gut 20 Jahren bewarb sich Regula als Schneiderin – und ist seither
ebenfalls dabei. Die drei Frauen wurden zu einem perfekt eingespielten Trio. «Wir sind alle sehr unterschiedlich und passen gleichzeitig perfekt zusammen. Die Arbeit hier ‹ fägt einfach ›», sagt Regula.
Vom Breitenrain in die Lorraine Vor 15 Jahren erhielten sie in der Herzogstrasse die Kündigung. «Und das kurz nachdem wir unsere Räumlichkeiten renoviert hatten», erinnert sich Pascale. Die drei Frauen hatten Glück im Unglück. Für die Räumlichkeiten an der Lorrainestrasse 21 wurde dringend eine Nachfolge gesucht. Ein Glückstreffer. «Die Räume hier sind grosszügiger und heller, es hat dieses breite, schöne Schaufenster und der Standort ist besser: Wir haben hier mehr Laufkundschaft.»
«Die drei Frauen wurden zu einem perfekt eingespielten Trio.»
Mit dem Bestseller in die Badi Ihr Markenzeichen, das stets in den Vitrinen zu bewundern ist: Bikinis und Badekleider. Gabi kam per Zufall auf das Nähen von Bademode. «Eine Freundin kam zu mir und sagte, dass es nirgendwo Bikinihöschen mit Beinen gäbe – also habe ich ihr diese genäht.» Es folgten weitere Bikinis und Badekleider, stets vielfarbig und gemustert, ab Stange und auf Mass. Sie wurden zum Renner. Für viele Frauen war und ist es eine Erlösung: Endlich hat man mal einen Bikini, der passt. Egal, ob der Busen üppig oder flach ist, das Becken breit oder schmal, der Po rund oder flach. Die Kundinnen und Kunden können sich aus einer Auswahl an Stoffen ihr eigenes Modell
zusammenstellen. Gemustert, uni, mit Saum, ohne Saum.
Voller Tatendrang Schnittpunkt hat sich nicht nur als Coiffeur- und Nähatelier einen Namen gemacht. Legendär sind auch die Modeschauen, die sie während vieler Jahre im Lorrainebad durchgeführt haben.
Sie waren witzig, kreativ und voller Lebensfreude. Über den Laufsteg –die schmale Brücke über dem Bassin – stolzierten nicht spindeldürre Kleiderständer, sondern echte, gutaussehende Menschen. Mal stellten sie als Dekoration ein pinkfarbenes Pontonierboot ins Bad, mal schritt der Bademeister über den Laufsteg, mal wurde mit den Models ein Memory-Raten inszeniert. Ein guter Schuss Humor war immer dabei. Die Modeschauen bedeuteten aber auch viel Aufwand. 2013 führten sie während der Schweizer VelokurierMeisterschaft, als die Lorrainestrasse gesperrt war, ihre letzte Show durch: Sie hatten ihren Laufsteg gleich vor der Ladentüre.
Schluss und doch gehts weiter So gut es läuft und so schön es im Schnittpunkt an der Lorrainestrasse 21 ist, diese Ära geht leider zu Ende. Auf Ende 2026 ist Schluss: «Wir schliessen schweren Herzens das Lokal», sagen die drei. Die beiden Schneiderinnen Gabi und Regula machen zu zweit weiter – in einem Atelier ohne Schaufenster und ohne Laden. Auch wenn es weitergeht –der Ort wird fehlen. «Viele Leute sagen zu uns: ‹Wo sollen wir nachher hin? ›», sagt Gabi. Ihre Kundinnen verlieren nicht nur ihre Coiffeuse und ihr Lädeli, sie verlieren auch einen Treffpunkt.
«Mir werden der Ort, die Zusammenarbeit und das Schaufenster

gibt es auch Jacken, Röcke, Jupes und weitere

handgenähte Stücke zu bestaunen und zu kaufen.

fehlen, der spontane Kontakt mit den Leuten», sagt Regula. «Hier können wir einfach rausgehen, am Mittag vor den Laden höckle und Zmittag essen.» Gabi fügt an: «Man trifft immer wieder Freunde, Bekannte und hat auch mal einen Schwatz mit Vorbeigehenden.»
Lotto!
Es wird aber nach wie vor die Möglichkeit geben, sich zu treffen. Bereits zum vierten Mal führten sie ein Lotto durch. Ein Heidenspass, den sie nicht aufgeben wollen. «Das machen wir sicher weiterhin, das ist ja nicht an den Ort gebunden», sagt Gabi. Bis es so weit ist, wird nächstes Jahr. Informationen zum neuen Standort werden sie auf ihrer Website bekannt geben. In der Zwischenzeit kann man sich seinen eigenen Bikini bestellen und einen der letzten Coiffeurtermine bei Pascale buchen.
www.schnittpunkt-bern.ch

AUF
DEN FLÜGELN
DER MUSIK
Valentina Stadler und die Kunst der Oper
Die lyrische Mezzosopranistin Valentina Stadler fasziniert als Opern- und Konzertsängerin ihr nationales und internationales Publikum. Sie gab uns Einblicke in ihr spannendes Leben und Tätigkeitsfeld.

Valentina Stadler gastiert an Opernhäusern und bei Festivals wie dem Teatro Comunale di Bologna und der Ópera de Tenerife (Cherubino/Le Nozze di Figaro), beim Teatro Regio di Parma (Fidalma/Il matrimonio segreto), bei den Audi-Sommerkonzerten (Stéphano/ Romeo et Juliette), bei den Internationalen Händel- Festspielen Göttingen, den Innsbrucker Festwochen (Gismonda in Ottone/Händel) und der Semperoper Dresden (Modestina/Il Viaggio di Reims). Dabei arbeitet sie mit Dirigenten wie Elias Grandy, Yi-Chen Lin, Zubin Mehta, Jonathan Nott und Keri-Lynn Wilson. Die Einführung auf der Website macht neugierig, mehr zu erfahren über die in Karlsruhe (Deutschland) aufgewachsene und seit knapp drei Jahren mit ihrer Familie im Berner Breitenrain lebende Powerfrau.
Liebe Valentina, erzähl uns doch etwas über dich und dein Leben! Schon seit meiner frühen Jugend war für mich klar, dass ich klassische Sängerin werden möchte.
Im Alter von 11 Jahren hörte ich auf einem Geburtstagsfest zum ersten Mal live eine Opernsängerin. Ich war so überwältigt von dieser Art sich auszudrücken, dass ich mich danach mit ihr unterhielt und fragte, ob man das lernen könne. So erfuhr ich von der Möglichkeit, Unterricht zu nehmen und plagte fortan meine Mutter so lange damit, bis ich mit 13 Jahren meinen ersten Gesangsunterricht bekam (lacht).
Nach dem Abitur wollte ich erst mal so weit wie möglich raus in die Welt. Deshalb habe ich mich in New York für ein Gesangsstudium beworben. Nach zwei Semestern an der Man-
hattan School of Music packte mich jedoch das Heimweh nach Europa und ich bin nach Berlin gezogen, wo ich an der Hanns-Eisler-Hochschule für Musik meinen Bachelor und Master absolvierte.
Rückblickend muss ich heute sagen, dass ich anfangs keinerlei Ahnung von der beruflichen Realität hatte. Selbst das Gesangsstudium war teilweise nicht immer berufsnah und vieles musste ich einfach während der ersten Jobs selbst erlernen. Nach mehreren Jahren einer Festanstellung im Ensemble des Münchner Gärtnerplatztheaters musste ich mich als Freischaffende nochmal ganz neu finden: Wer bin ich und was will ich mit meinem Gesang bei den Menschen erreichen? Was liegt mir und was liegt mir nicht? Das alles klar zu wissen war sehr wichtig.
Zwischen den Bühnen Europas und der Ruhe Berns
Seit einigen Jahren lebe ich in der Schweiz und arbeite von hier aus als freischaffende Künstlerin in Europa
– vorwiegend in der Schweiz, in Deutschland, Italien und Frankreich. Für meinen Beruf muss ich viel reisen und Bern ist gut gelegen, um schnell alle möglichen Städte in den umliegenden Ländern zu erreichen. Die Ruhe, die umliegende Natur und die Ausflugsmöglichkeiten hier geniesse ich sehr: Vor allem die Aare im Sommer und das Naturschutzgebiet in Muri sind für mich ein absoluter Ruhepol und Lebensqualität. In Bern läuft die Zeit noch ein bisschen anders als in vielen anderen Städtenein schöner Ausgleich zu meinem sonst eher hektischen Beruf. Mein grosses Hobby sind definitiv Sprachen: Ich liebe es, als Sängerin mit so vielen Sprachen und mit ihren unterschiedlichen Kulturen in Berührung zu kommen. Ausserdem liebe ich gutes Essen, starken Kaffee, Oldtimer, interessante Bücher und alles rund um das Thema Naturheilkunde.
Welche Projekte stehen derzeit im Mittelpunkt deiner Arbeit? In den letzten Jahren hatte ich einen schönen Ausgleich zwischen Opernproduktionen, Konzerten und Liederabenden. Ich bleibe gern flexibel und bin froh, wenn ich so viel verschiedene Musik aufführen und dem Publikum auf unterschiedliche Weisen gegenübertreten kann. Gerade die intime Begegnung des Liedgesangs, mit dem man viele Freiheiten der Gestaltung hat und die Menschen sehr direkt abholen kann, liegt mir sehr am Herzen.
Welche Menschen besuchen deine Konzerte besonders häufig? Tendenziell ist das Publikum eher älter, insgesamt ist aber nahezu jede Altersgruppe vertreten. Ich glaube, dass klassische Musik für viele Menschen eine grosse Berei-


cherung sein kann. Sie spricht wichtige Themen des Lebens an und kann gerade in schwierigen Zeiten Trost geben.
Wünsche und Zukunftspläne Ein wichtiges Anliegen ist mir seit einiger Zeit humanitäre Hilfe; Ich versuche, z. B. mithilfe von Benefizkonzerten, zu unterstützen und hoffe, diesbezüglich in Zukunft noch mehr zu erreichen. Wir leben in schwierigen Zeiten. Jeder Ort, der Menschlichkeit, Begegnung und Dialog fördert, wird dringend gebraucht.
Auch sängerisch habe ich noch viele Pläne und hoffe, mir einige davon in den nächsten Jahren erfüllen zu können. Ein Debüt im Gewandhaus Leipzig in der nächsten Spielzeit gehört auf jeden Fall dazu – ich freue mich schon sehr darauf! Abgesehen davon möchte ich unbedingt mal eine Japanreise und erneut eine Reise nach Neuseeland machen.
Gibt es noch etwas, das du den Leser:innen mitgeben möchtest?
Ja, sehr gerne: Entgegen dem, was man heutzutage in den Nachrichten liest und was viele Politiker*innen die Menschen glauben lassen wollen, bin ich fest überzeugt, dass die Welt ein guter Ort mit wahnsinnig vielen grosszügigen und tollen Menschen ist. Wir können jeden Tag im Kleinen und Grossen einen Unterschied machen darin, wie wir durchs Leben gehen.
Liebe Valentina, vielen Dank für dieses spannende Interview. Wir wünschen dir alles Gute!
https://www.valentinastadler.com/
Gerade eben macht die Schlagzeile, dass Fredy Bickel nach knapp eineinhalb Jahren den Verwaltungsrat des FC Winterthur verlässt, die Runde. Davor war Fredy FCZ-Sportchef und zweimal bei BSC YB unter Vertrag: von 1999 bis 2002 als Manager und von 2013 bis 2016 als Sportchef. Seit über einem Jahr führt er gemeinsam mit Regula Esposito (bekannte Schweizer Komikerin und frühere Musikerin) in Mettmenstetten das Gasthaus «Zum Weissen Rössli».
Neben seiner Leidenschaft für den Fussball frönt er, falls es die vielen Arbeitsstunden im «Weissen Rössli» erlauben, noch immer gerne dem Jassen und versucht jeden Abend ein paar Seiten in Biografien zu lesen. Seit Kurzem schreibt er zudem im «Affoltener Anzeiger» eine Kolumne über interessante Menschen. Und übrigens, für jene, die es noch nicht wissen, Fredy ist ein grosser EdithPiaf-Fan.
Seit Jahren bist du weg aus Bern und dem Nordquartier, Fredy. Welche Erinnerung hast du an den Breitenrain, die Lorraine, den Wyler?
Ja, ich bin schon beinahe zehn Jahre weg und trotzdem ist noch immer eine tiefe Verbundenheit da. In erster Linie zur Umgebung des Wankdorfs, wo ich mich aus beruflichen Gründen beinahe täglich für Arbeit, Sport und Genuss – ich denke da an meine umliegenden, kleineren Stammbeizen –aufhielt. Privat war mein Lebensmittelpunkt in der Altstadt und im Marzili.
QUARTIER-MAGAZIN

CORINNAS QUARTIER
«Es ist nicht eine Geschichte, es ist meine Geschichte.»
Wenn du Freunde in Bern besuchst, trifft man dich noch hier im Quartier an?
Selbstverständlich. Meine bevorzugten Restaurants in der Altstadt und rund ums Wankdorf werden immer als Treffpunkte favorisiert.
Was zieht dich, neben den Freunden, nach Bern?
Erinnerungen, Wohlgefühle. Ich habe in Bern zusammengezählt über sechs Jahre gelebt. Ich bin ein herzverbundener, heimattreuer Mettmenstetter, ein «Säuliämtler». Nicht dort zu wohnen (meine Schriften blieben mein ganzes Leben immer in meinem Heimatort), kommt für mich nicht infrage. Falls ich diesbezügliche meine Meinung ändern sollte, gäbe es für mich nur einen Wohnort als Alternative: Bern!
Welche Erinnerungen hast du an das Wankdorf, das zu deiner Zeit noch Stade de Suisse hiess?
Ich behalte die vielen schönen Erinnerungen in mir; das alte Wankdorf, das letzte Spiel gegen Lugano, die wöchentlichen Zusammenkünfte mit den älteren Quartierbewohnern. Die wartenden Fans bei unserer Ankunft, nachdem der Aufstieg feststand. Das Feiern und Singen zusammen vor der Tribüne. Und auch die Freundschaften, die vielen guten Gespräche, die rund um diesen Ort entstanden sind.
Wie sehr bist du heute noch mit dem Berner Fussball verbunden? Ich schaue mir die Spiele an, aber nicht im Stadion. Ich habe noch im-
mer regelmässigen Kontakt mit den meisten Menschen, die zu meiner Zeit schon für YB gearbeitet haben, und treffe mich hin und wieder mit einigen wunderbaren Fans und YBFreunden, die mich schon in Wien, Mettmenstetten oder an EuropacupPartien im Ausland besucht haben.
Du bist seit über einem Jahr mit der Komikerin Regula Esposito verheiratet. Lacht ihr viel zusammen? Wir haben Rituale: Ich bringe ihr am Morgen den Kaffee ans Bett. Vor dem Schlafengehen trinken wir immer ein Glas Rotwein zusammen und rauchen eine Zigarette. Und das Schönste dabei ist, wir können wirklich jeden Tag zusammen und auch übereinander lachen.

Mit der Bickel-Esposito GmbH sind Fredy Bickel und Regula Esposito seit Januar 2025 das neue Pächterpaar vom Gasthaus zum weissen Rössli in Mettmenstetten. Bild: zVg
Gemeinsam mit Regula führst du das Gasthaus «Zum Weissen Rössli» in Mettmenstetten, wo ihr auch lebt. Wie fühlt sich das Leben als Gastronomen an?
Das Leben ist zu kurz, um es sich nicht gut anfühlen zu lassen. Habe ich eine Aufgabe, setze ich mich mit aller Kraft ein – so wächst auch die Freude über jede neue Herausforderung. Ich habe keine Ahnung als Gastronom, fühle mich jedoch in meiner Rolle richtig wohl.
Was vermisst du am Fussball?
Auf mich persönlich bezogen die Verbundenheit, die Zusammengehörigkeit, die Emotionen.
Mit welchen Fussballern verkehrst du noch heute?
Ich bin schon fast demütig für das Glück, noch immer mit einer grossen Anzahl von Spielern aus meiner Zeit im Kontakt stehen zu dürfen. Das zeigt sich auch dadurch, dass mindestens einmal pro Woche irgendwer im «Rössli» auftaucht und wir herrlich über die Welt und den Fussball reden können.
Welche schöne Geschichte bleibt dir im Zusammenhang mit Bern in Erinnerung?
Es ist nicht eine Geschichte; es ist meine Geschichte vom Leben in der Berner Altstadt, wo ich Abend für Abend ass, wo ich mich mit Menschen identifizieren konnte, wo Freundschaften zu Politikern, Musikern, Künstlern, Quartierbewohnern oder einfach bodenständigen Berner:innen entstanden sind, die zum Teil noch heute Bestand haben.
Und welche Frage wurde dir noch nie gestellt? Und wie würde deine Antwort hierauf lauten?
Welche Berner Musiker ich am meisten verehre. Da mir diese Frage jedoch noch nie gestellt wurde, beantworte ich sie mir nun an dieser Stelle selber: Liebe Grüsse an Cuco, Büne und Kuno!
Fredy, danke für deine Antworten und deine Zeit!
https://roessli-mettmenstetten.ch/
EINKEHR
«PITTARIA»
Orient entzückt Okzident
Seit diesem Frühling gibt es die aus der Länggasse bekannte «Pittaria» auch im Nordquartier. Am unteren Viktoriarain wird der stadtweit wohl beste Hummus serviert.
Eigentlich ist es angesichts des Booms der Orient-Gastronomie und der Vorlieben der potenziellen Gäste in der Lorraine und im Breitenrain erstaunlich, wie lange es dauerte, bis die «Pittaria» ins Nordquartier expandierte. Das Berner Haupthaus am Falkenplatz in der vorderen Länggasse existiert seit 2016 – und der Start im Progr-Innenhof erfolgte vor 15 Jahren. Die eigentliche Geschäftsbasis legte der 1959 in Nazareth geborene und 1980 in die Schweiz gekommene Palästinenser Sami Daher 1997 mit seinem Tee- und Imbisshaus «Pittaria» in Solothurn. Wo wir selber die besten Falafel und den besten Hummus unseres bisherigen Lebens gegessen haben, verraten wir Ihnen nicht. Eingrenzen können wir es gerne so: irgendwo im Nahen Osten.
Codename Tahini
Mittlerweile ist diese Küche in die Schweiz gekommen, um zu bleiben, meist dargeboten in einfachen Imbiss-Lokalen, oft zum Take-awayVerzehr, auch in Bern. Die Zeiten sind vorbei, als wir dafür extra an die Zürcher Langstrasse zum «Palestine Grill» pilgerten. Und selbst in der Migros ist sie dank der Familie Molcho («Neni») nicht mehr fremd. Grundsätzlich stellen wir jedoch immer wieder fest, dass die Falafel in unseren Gegenden oft viel zu lange frittiert werden. Wahrscheinlich als Konzession an die heimischen Schnitzel-Schuhsohlen-Gaumen, wie uns jüngst ein kundiger Libanese erklärte. In Lokalen mit Mut zum echten Geschmack – die «Pittaria» ist so eines – sind die Falafel-Eckpfeiler – Kreuzkümmel, Koriander, Petersilie – auch nach dem Aufenthalt in der Fritteuse kräftig spürbar. Und was Anthroposophen schon länger wissen, ist in Vorderasien ein uralter Hut: Entscheidend bei der Hummus-Zubereitung ist nebst dem Zitronensaft die Beigabe der Würzpaste Tahini. Das Sesamöl macht die Kirchererbsen geschmeidig und geschmacklich aufregender.


Grüsse vom «West-östlichen Divan» Die neue «Pittaria» befindet sich am Viktoriarain 19, wo bisher das Burger-Lokal «Soul Food X» domiziliert war. Geführt wird sie von Abdullah Abdo und Mujahed Mohamad, die zuvor jahrelang in der Länggasse tätig waren und einen Franchise-Vertrag mit Sami Daher abgeschlossen haben. Der Zulauf beginnt direkt nach der abendlichen Öffnung um 17.30 Uhr. Zur Kundschaft zählen zwischen 18 und 19 Uhr vor allem spärlich bekleidete Menschen mit den in Bern unvermeidlichen Schwimmsäcken. Entweder kommen sie vom Lorrainebad und haben Hunger oder stärken sich vor dem Gang dorthin. Den moralinsauren Vortrag über volle Mägen im Zusam-

EINKEH R
BEIZEN IM QUARTIER
INFOS
Küche: Der Zauber des Orients Service: Läuft von selber
Ambiente: Ein Hauch von Grossstadt
Preise: Günstig bis mittel
Adresse: Viktoriarain 19, 3013 Bern, Telefon 031 333 60 60
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, 11.30 bis 14 Uhr und 17.30 bis 21.30 Uhr, Samstag 12 bis 14 Uhr und 17.30 bis 21.30 Uhr, Sonntag geschlossen www.pittaria-lorraine.ch

menhang mit dem Baden in reissenden Flüssen schenken wir Ihnen. Zumal wir selber gut ohne Aarewasser auskommen. Es fliesst in jedem Fall. «Chacun à son goût».
Der Prozess der Zivilisation Wir sitzen an einem Holztisch unter der Sonnenstore, geniessen das rege Treiben und studieren die Karte. Das Angebot umfasst Kreationen mit Fleisch (Rind, Lamm, Poulet) und Fisch (Forelle), aber auch vegetarische und vegane Gerichte, wahlweise serviert im Pitta-Brot zum Verzehr von Hand oder auf einem Teller samt
«Entscheidend bei der Hummus-Zubereitung ist die richtige Beigabe.»

Messer und Gabel. Die Dame wählt den Hummus-Teller mit Falafel, Salat und Chutney, der Herr den SchischTawuq-Teller mit marinierten Pouletspiesschen. Das namensgebende Pitta-Brot dient hier nicht als Halterung, sondern liegt geschnitten in einem Korb, ideal zum Tunken. Der grosse deutsche Soziologe Norbert Elias hätte seinem Hauptwerk «Über den Prozess der Zivilisation» angesichts dieser Unterschiede in der Handhabung noch ein wichtiges Kapitel anfügen können. Und mit einem verstohlenen Blick auf unsere Nachbarn empfehlen wir Ihnen auch die mit Käse überbackenen vegetarischen Köstlichkeiten Betenjan mit Auberginen, Süsskartoffeln, Peperoni und Kürbis oder Sabanech mit Spinat, Zwiebeln und Pinienkernen, die auf Wunsch ebenso vegan erhältlich sind. Die Getränkepalette ist überschaubar, aber umfassend und reicht von Wasser, Softgetränken, Mate, Kombucha und Ayran bis zu Bieren aus den Häusern Felsenau und Locher sowie Tee und Kaffee.
MERCI. FÜR IHRE UNTERSTÜTZUNG .
































Der FC Breitenrain bedank t sich bei allen Sponsoren, Mitgliedern, Supportern und Freunden für die wertvolle Unterstützung in der Saison 2025/26. Wir freuen uns auf die kommende Saison 2026/27 und wünschen Ihnen allen eine rundum gute Sommerzeit
FUSSBALLCLUB BREITENRAIN
PHILODENDRON GOELDI
«Ich stehe so da, höre und staune»
Sie ist im Quartier verwurzelt, im wahrsten Sinn des Worts. Und gleichzeitig mobil. Zwei Umzüge hat sie bereits mitgemacht. Von der Wylerringstrasse an die Flurstrasse und wieder zurück, in neue, helle Räume. Sagt wer, dass Pflanzen nicht kommunizieren? Philodendron Goeldi hat geflüstert, zur offenen Tür in die Gluthitze hinaus, und das Buschtelefon trug ihre Worte weiter…

Ich stehe hier in dem Raum, den sie «offene Stube» nennen, und sehe und höre so allerlei. Vor den Fenstern ein Platz mit Tischen, Stühlen, Sonnenschirmen und Blumen ringsumher. Auf der Strasse spielen Kinder. Im Büro sitzen hinter Glas die Mitarbeiterinnen des Quartierzentrums Nord und haben viel zu tun. Soweit ich es verstehe, teilen sie die Zeit in Arbeitstage ein, in Stunden und Minuten. Für mich gibt es nur hell und dunkel, Tag und Nacht. Doch, habe ich gelernt, andere Einteilungen zu erkennen.
Den ersten Tag einer Woche nennen sie Montag. Irgendwann im Verlaufe dessen, was Vormittag heisst, beginnt die Arbeit im Zentrum. Wenn wir Pflanzen Glück haben, werden wir gegossen. Wenn Stress herrscht, werden wir manchmal vergessen. Um neun fängt in einem separaten Raum der Deutschkurs an, Danièle, die Kursleiterin, kenne ich seit vielen Jahren. Nina, die Zentrumsleiterin, und Corine von der Administration besprechen derweil gleich neben mir die bevorstehende Woche und klären offene Fragen. Ich höre zu und staune. Dann ist schon Mittag. Um eins öffnet der Schalter der Infostelle.
Nun wird es lebendig. Allerlei Leute tauchen auf. Wollen Räume mieten. Oder Tageskarten kaufen. Ja, die Tageskarten sind begehrt, die Leute verreisen gern. Und ich stehe da, angewurzelt, und versuche, mir vorzustellen, wie das geht, reisen... Khrystyna, die Praktikantin, hilft in der Administration. In einem Nebenraum begegnen Ratsuchende dem Lorraine-Quartierarbeiter Markus.
Sogenannte Leerkündigungen waren ein grosses Thema. Markus unterstützte die Betroffenen bei der Wohnungssuche. Oder er vermittelte sie an Fachstellen. Manchmal bringen Menschen ihnen unverständliche Papiere. Er telefoniert und hilft, Lösungen zu finden. Nina ist zuständig für die vielen Kurs- und Veranstaltungsideen, die zu uns getragen werden. Und in der offenen Stube wirkt Zorica als Gastgeberin.
Am Abend kommt die Hip-HopGruppe und verschwindet ins zweite UG.
Ein schöner Wochenstart.
Am Dienstag machen die von der Infostelle manchmal Homeoffice. Aber die Stube ist offen, wie jeden Werktag von 9 bis 17 Uhr. Hereinspaziert! Kaffee trinken, arbeiten, in den Bücherschränken stöbern!
Am Nachmittag ist Tanzkurs. Einige Tänzerinnen kommen seit Jahren. Und ich wippe insgeheim auf meinem Stamm. Tanzen…!
Am Abend füllt sich das Zentrum. Rechtsberatung für Frauen der Infra. Gut besucht. Leider. Denn es geht immer um Probleme. Ich bekomme viele Geschichten mit, die mich sehr berühren. Und irgendwo probt der feministische Streikchor.
Am Mittwoch sind die Frauen vom Büro da und oft Selina, die Quartierarbeiterin vom Wankdorffeld. Der Schalter der Infostelle ist aber nur am Montag und Freitag offen. Darauf müssen die Mitarbeiterinnen wieder und wieder hinweisen – ein «Running Gag», wie sie sagen. Der erste Kinonachmittag für Bewohnende des Domizils war lustig. Den einen gefiel der Film nicht, sie gingen wieder. Andern war der Stuhl zu hart, einige wollten zuerst eine rauchen…
Der Dialog Nord hält seine Sitzungen im QZN ab. Und – leider nur gedämpft – tönen schamanistische Trommeln. Irgendwo im Keller leitet Maria das FIT & WELL.
Dann ist schon Donnerstag. Wieder ein Deutschkurs. Und Telefonberatungen der Infra. Im zweiten UG turnen Seniorinnen und Senioren unter der Leitung von Käthi. Ändu, der frühere Betriebsleiter – ich erinnere
mich noch sehr gut an ihn! – ist auch dabei. Und am Nami – hier im Neubau auch kaum zu hören – das Pingpong von «Plusport». Am Nami Malen mit Nicole und am Abend der Kunstkurs von Marina.
Der Freitag ist so, wie ich mir ein Bienenhäuschen vorstelle. Das Nähatelier mit Silvana dauert den ganzen Tag und oft sind alle so im Fieber, dass die Bürofrauen ab und zu lachend Pausen ausrufen.
Und es finden Raumübergaben für Wochenendanlässe statt. Für Geburtstags- und andere Feste. Oder Treffen von Vereinen. Was ich da alles miterlebe! Ich behalte es jedoch für mich, ich bin keine Plaudertasche. Einmal pro Monat gibts nigerianisches Essen: bunt, fein, lebendig und öffentlich. Und die Feste! Lateinamerikanisch, ungarisch –Fröhlichkeit, Tanz und Musik.
So um fünf wird es kurz ruhig. Doch gleich kehrt das Leben zurück: mit Marinas Kunstkurs, mit Piedad und ihrem taller de teatro. Und die ungarische Volkstanzgruppe!
Am Samstag erneut Rechtsberatung der Infra. Und dann die Feste! Darauf freu ich mich jeweils besonders.
Am Sonntag kommt eine Glaubensgemeinschaft zusammen und Kinder besuchen einen Arabischkurs –ich höre diese Sprache gerne.
Das Reinigungspersonal erscheint, wenn niemand sonst mehr da ist. Die Bürofrauen würden gern öfters persönlich Merci sagen. Ich versuche, ihren Dank zu übermitteln, weiss jedoch nicht, ob mein Raunen verstanden wird.
Das Generationengemisch mag ich auch sehr an meinem neuen Zuhause. Ringsum megaviele Kinder. Kurz vor zwölf marschieren die Bewohnerinnen und Bewohner aus den Alterswohnungen W60 am Schalter

Q U ARTIER-CHÖPF
vorbei zum Essen ins Domizil. Und eine Stunde später zurück. Auch für die Kita wird täglich quer durch unsere Räume das Mittagessen geholt. Alle haben ein Wegrecht – das gefällt mir! Und die Leute aus dem Altersheim, die auf dem Vorplatz sitzen. Megaschön!
Ja, das Quartierzentrum Nord ist eingebettet. Und so viele Leute sind interessiert! Halfen und helfen mit. Bei Festvorbereitungen, beim Umzug und jetzt in dieser Anfangszeit, wo vieles noch nicht eingespielt ist. Bei Grossanlässen kommt die domicil cuisine zum Einsatz. Beim Eröffnungsfest platzte das neue Zentrum aus den Nähten und das Personal rotierte. Ich stand halt nur da und sah zu.
Der Brunch des Miteinanders, die Femmes-Tische. Der Quartierflohmärit, Fairkleiden, der Nordstern, die Nachbarschaftsgruppe der W60 – und ganz viele neue Ideen und Projekte! Ah ja: Haare schneiden und Maniküre im Quartierzentrum Nord! Und am diesjährigen Tag der Nachbarschaft im Mai lag eine meterlange Cremeschnitte auf.
Das Zentrum ist hell und warm. Die kritischen Stimmen, es sei nun alles so neu, statt zusammengewürfelt wie bisher und ein bisschen – passend! – kaputt, sie schweigen nun, die Menschen sind zufrieden. Ich nehme eine schöne Stimmung wahr. Die Wylerringstrasse 58 soll wirklich ein Ort der Begegnung sein. Es freut mich, dass viele sich engagieren.
Auch das Arbeitsklima wirkt positiv. Am Mittag wird zusammengesessen und geteilt. Wenn nicht Umherstressen angesagt ist.
Nun habe ich wieder viel vor mich hingemurmelt, ich hätte Interessantes zu berichten. Ja, wenn ich verstanden würde... Nun, mein Traum ist, dass das QZN im Bewusstsein der Leute lebt. «Komm, wir gehen auf einen Kaffee in unser Quartierzentrum!» Damit auch ich weiterhin einiges erleben kann.
Aufgeschnappt von Katrin Bärtschi
SPIELPLATZ AM SCHÜTZENWEG
Lange Sommertage auf dem Spili
Der Spielplatz am Schützenweg lädt diesen Sommer wieder zum gemeinsamen «Grill & Chill» ein. Aber auch das weitere Sommerprogramm wird bunt. Vera Stoll, Carolina Henzi, Andi Sutter
Feuer und Gesellschaft
Wenn die Abende lau und lang sind und der Duft von Holzfeuer im Quartier hängt, ist es wieder Zeit für den Abespili «Grill & Chill». Gross und Klein treffen sich am Donnerstag und Freitag, 2. und 3. Juli, ab 18 Uhr auf dem Spili. Wer vor den Sommerferien zu sehr im Schuss ist oder einfach nicht genug bekommen kann, hat am 1. August und in der letzten Ferienwoche von Mittwoch, 5. bis Freitag, 7. August, auch noch einmal Gelegenheit für das legendäre «Grill & Chill»
Wie das geht?
Wir stellen Grill und Tische, Geschirr und Besteck, Getränke und ein paar Beilagen bereit. Ihr kommt mit Freund*innen und Familie und mit etwas für auf den Grill. Dann ist alles bereit für gemeinsames Essen, Plaudereien, Spiel und Spass. Mithelfen kann man beim Vorbereiten ab 16 Uhr oder indem man eine Beilage mitbringt (Ausgaben für Beila-
AGENDA
– DO, 2. Juli 2026: Grill & Chill
– FR, 3. Juli 2026: Grill & Chill
– SA, 1. August 2026: Grill & Chill
– Di–Fr, 4.–7. August 2026: Kino der Generationen
– MI, 5. August 2026: Grill & Chill
– DO, 6. August 2026: Grill & Chill
– FR, 7. August 2026: Grill & Chill
– SA, 8. August 2026: Spielfest
www.spili.ch

gen werden erstattet). Ebenso willkommen sind helfende Hände beim Abwaschen und Aufräumen am Abend. Beilagen meldet ihr gerne beim Spili-Team, unter 031 331 38 84 oder spili@lorraine.ch an.
Noch mehr Sommerevents
Der Abespili «Grill & Chill» ist aber nur der Start in das Sommerprogramm 2026. Vom Dienstag, 4. bis Freitag, 7. August, gibts zudem jeweils nachmittags ein Kino der Generationen. Vier Filme an vier Nachmittagen für Jung bis Uralt. Und beim Spielfest für Gross und Klein, dem jährlichen Sommerfest vom Spili, am Samstag, 8. August, ist bereits alles angerichtet für den krönenden Abschluss der diesjährigen Sommerferien. Ab 14 Uhr stehen Spiel, Spass und gute Gesellschaft auf dem Programm. Erfrischen kann man sich an unserer Bar und zum Znacht besteht die Möglichkeit zu grillieren und auch für ein grosszügiges Beilagenbuffet ist gesorgt. Fürs Abendprogramm steht die junge
SOMMERPLAUSCHTAGE 2026
Ferien ohne Koffer in der Pfarrei
Berner Band «The Constructors» schon in den Startlöchern, um die Bühne auf dem Schützi zu rocken. Als Vorband spielen «Police of the Titanic». Auch für diesen Anlass sind wir sehr dankbar für eure Unterstützung. Mithilfe brauchen wir ab 9.15 Uhr beim Aufstellen der Spielposten, zwischen 14 Uhr und 17.30 Uhr beim Betreuen der Spielposten oder ab ca. 21 Uhr beim Abbau und Aufräumen.
Wir freuen uns. euch am einen oder anderen Termin auf dem Spili anzutreffen.
SO VIELE EVENTS! LUST, MITZUHELFEN?
Das engagierte und im Quartier verwurzelte Team und der Vorstand des Vereins Spielplatz am Schützenweg sind immer auf der Suche nach neuen Mitgliedern und helfenden Händen. Deine Mitgliedschaft oder deine Spende ermöglicht das breite und ganzjährige Angebot sowie den Einkauf von Material. Registriere dich bei Interesse gerne mit dem unten stehenden QRCode – herzlichen Dank.

DerDIALOG ist dieoffizielle Quartierkommissiondes Stadtteils V, Breitenrain-Lorraine. Die Kommission vertritt gegenüber dem Gemeinderat, der Verwaltung und Verantwortlichen von Grossprojekten die Anliegender ansässigen Bevölkerung.
Bist du gar interessiert an der Mithilfe bei einem Event, der Reparatur von Spielgerät oder der aktiven Mitarbeit im Vorstand?
Melde dich mit deinen Ideen jederzeit beim Vorstand oder beim Team – wir freuen uns auf deine Kontaktaufnahme via spili@lorraine.ch
St. Marien
Von Dienstag, 4. bis Donnerstag, 6. August 2026, laden die Kirchen Bern Nord wieder zu den beliebten Sommerplauschtagen ein.
Unter dem Motto «Ferien ohne Koffer» steht das gemeinsame Erleben, der Austausch und die Geselligkeit im Mittelpunkt – ganz ohne weite Reise. Vor über zehn Jahren entstand die Idee, ein abwechslungsreiches Programm direkt vor Ort anzubieten. Seither sind die Sommerplauschtage ein fester Bestandteil des Gemeindelebens.
Jeder Tag beginnt mit einem gemeinsamen Mittagessen unter dem Baldachin neben der Marienkirche, zubereitet von Claudia Zurbuchen und
ihrem Helferinnenteam. Das Mittagessen kostet 14 Franken, ein Glas Wein ist für 2 Franken erhältlich. Im Anschluss wartet jeweils von 14–16 Uhr ein besonderes Nachmittagsprogramm auf die Gäste, das mit einem gemütlichen Zvieri ausklingt. Die Sommerplauschtage starten am Dienstag mit dem Eintauchen in die Welt der heimischen Wildblumen –gemeinsam mit Julia Jenzer. Am Mittwoch lädt das legendäre Blumenlotto alle ein, ihr Glück zu versuchen. Der Donnerstag steht ganz
im Zeichen der Musik, wenn Jürg Bernet mit Klavierklängen für eine entspannte Atmosphäre sorgt. Alle sind herzliche willkommen! Wir freuen uns auf drei unvergessliche Tage mit Ihnen.
Wann: 4.–6. August 2026, 12–16 Uhr Wo: Bei der Marienkirche Bern, Wylerstrasse 24–26
Anmeldung: bis spätestens Freitag, 17. Juli 2026, an Kirchgemeinde Bern Nord, Wylerstrasse 5, 3014 Bern, Mandana Trucco, Tel. 031 332 02 78
Logisch, dass uns jetzt auch die Hitze beschäftigt. Bei Temperaturenum35Gradheizen die vielen Betonwüsteninunserem Quartierdie Luft gewaltig auf. Wer kann, flüchtetin die Aare oder hüpftins renovierte Wylerbad. Unddieandern? DerDIALOG setzt sich seit Jahreneinfüreine klimaverträglichere Stadt,und ja, auch die Behörden haben dieses Ziel: Schattige Plätze, blühende Rabattenund spielende Kinder um kühle Fontänen. Doch mit dieser Idylleistes noch nicht weit her : da unddort ein aufgebrochenerAsphalt,einkleinerBrunnen aufdemBreitschplatz, hoffentlich bald Wasser aufdem er weiterten Stauffacherpark, ein paarneue Bäume. Das Begrünen alleinbringt nämlich wenig. So klagen Bewohner:innen, dass die Pflanzen an der Moser- und Rodtmattstrasse nurunregelmässig bewässertundlieblos gepflegt werden.Die Folge: stattblühende Kleinstoasen verdorrte Stoppelfelder. DerDIALOG hat darum bei Stadtgrün interveniertund nach demPflegeplan gefragt. Wir werdenunsintern um das Anliegen kümmern, wardieAntwort Und:bitte etwas Geduld. Wir sind gespannt, hoffen aufeine gemeinsame Begehung …und wünschen allen Leserinnenund Lesern schon malmöglichstentspannte Sommerferien.
Auch die Quartierkommission lehnt sich im Julietwas zurück : Die nächste Vereinsversammlung findetam19. August,um 19.45 Uhr, im Quartierzentrum an der Wylerringstrasse58 statt undist wie gewohntöffentlich. Wieimmer sindinteressierte Gäste ausdem Quartierhochwillkommenunddürfen gerne auch mitreden!
Kontakt: info@dialognord.ch ww w.dialognord.ch
THUNERSEESPIELE
Rock’n’Roll & Romantik auf der Seebühne
Am 8. Juli 2026 feiern die Thunerseespiele vor der imposanten Kulisse von Eiger, Mönch und Jungfrau Premiere eines der erfolgreichsten Musicals aller Zeiten. GREASE kommt erstmals als Openair-Musical an den Thunersee und versetzt die Seebühne in die Welt von Rock’n’Roll, Petticoats und Lederjacken. mgt
Was 1971 am Broadway begann und durch die legendäre Verfilmung mit John Travolta und Olivia Newton-John unsterblich wurde, entfaltet in Thun dank einer adaptierten Bühnaenfassung und einer neuen, modernen Übersetzung frischen Schwung. «GREASE ist pure Lebensfreude – ein spritziger Mix aus Rock’n’Roll, Rebellion und Romantik mit Songs, die Generationen verbinden», weiss Kristina Lindenlaub, CEO von FBM Entertainment.
Das Gute-Laune-Musical wirft einen nostalgischen Blick zurück in die wilden 50er-Jahre, in eine Zeit des Aufbruchs und der neu entstandenen, rebellischen Jugend-Kultur. Im Zentrum der Geschichte stehen Jugendliche, die sich frei schlagen und Ausdruck und Integrität suchen.
Ikonische Lovestory
Das Musical GREASE spielt an der Rydell High School – wo der Sound des Rock’n’Rolls den Ton angibt, Lederja-
cken Pflicht sind und der Schulalltag öfters turbulent ist. Die Protagonisten sind Danny, der coole Anführer der Burger Palace Boys, und Sandy, das schüchterne Mädchen mit grossem Herzen. Nach einem Sommer voller Gefühle treffen sie sich unerwartet an der Rydell High School wieder und müssen sich zwischen Coolness, Identität, Gruppenzwang und echten Emotionen behaupten.
www.thunerseespiele.ch
THEATER GURTEN 2026
«Ufhöre, wes am Schönschte isch»
Vor 26 Jahren hatte Regisseurin Livia Anne Richard einen Traum: auf dem Gurten Theater zu spielen. Nun nimmt sie mit dem Stück «So viu Läbe» Abschied vom Berner Hausberg.

«Grossartig», sagt alt Nationalrätin Regula Rytz, als sie kurz nach 22 Uhr sichtlich berührt von der Tribüne kommt. Und auch Thomas Bornhauser drückt seine Begeisterung so aus. Er ist als früherer Migros-AareSprecher einer dear Wegbereiter für Livia Anne Richard und deren Theater Gurten. Seit 24 Jahren gibt es hier im Zweijahrestakt eine Produktion aus ihrer Hand, 12 insgesamt, besucht von rund 200 000 Menschen. Das jetzige Publikum – darunter Grössen wie Esther Gemsch oder Heidi Maria Glössner – belohnt das neue Stück «So viu Läbe» mit einer mehrminütigen Standing Ovation. «Heute sind die Schauspielerinnen und Schauspieler geflogen», sagt Richard gegenüber dem «Anzeiger für das Nordquartier». «Auch ich war völlig in Bann gezogen. Die Gegensätzlichkeit von Ernsthaftigkeit und Witz funktioniert.»
Beim Vor-Apéro für die Premierengäste ist die Stimmung noch leicht wehmütig. «Heute ist ein denkwürdiger Abend», sagt Richard. «Auch etwas Trauer ist dabei.» Nach der Vorstellung überwiegt «eindeutig die Freude. Und die Erleichterung darüber, dass dies ein unvergessli-
cher Theatersommer wird, in dem das Leben und der Tod beide Platz haben.»
Feines Gespür, heiliges Feuer Vor sieben Jahren schreibt Richard für den Gurten ein Stück zum Thema Alter und Generationen. Dann kommt die Pandemie. Als sie das Stück 2025 wieder hervornimmt, wirkt es überholt. Sie löscht es und beginnt mit dem Schreiben neu. Angesiedelt ist «So viu Läbe» im fiktiven Alters- und Pflegeheim Inseli. Die älteste Figur ist wie ihre Darstellerin 87, die jüngste Mitte 20. Im Zentrum stehen zwei Fragen: Weshalb haben wir noch immer einen tabuisierenden Umgang mit dem Tod? Und was können wir tun, damit ein Leben mit jedem Jahr an Wert gewinnt und nicht verliert? Das Thema Demenz berührt Richard persönlich. Ihre Mutter leidet an dieser Erkrankung und lebt seit eineinhalb Jahren in einem Pflegeheim. Daneben greift das Stück aktuelle Themen wie Diversität, Klimawandel oder Generationenkonflikte auf. Doch Richard zeichnet kein Schwarz-Weiss-Bild. Und bedient schon gar keine Positionen. Links und rechts sollen bei ihr nebeneinander im Publikum sitzen können. Um abzuschätzen, ob eine Produktion ankommt, braucht sie nicht auf die Bühne oder Tribüne zu schauen. «Ich spüre energetisch, ob eine Resonanz da ist oder nicht. Ob sich das Feu sacré von der Bühne aufs Publikum überträgt. Heute Abend ist der Funke übergesprungen.» Bei der Derniere Ende August gibt es sicher

noch einen weiteren emotionalen Höhepunkt. «Aber ich werde ja nicht aufhören mit dem Theater», sagt Richard. In Zukunft will sie Stücke schreiben und auch inszenieren, jedoch ohne die Gesamtverantwortung zu tragen. Zwei Romane sind ebenfalls fast fertig. Und am Schluss des Abends spielt das Theater wieder einmal voll das Leben, indem der zuvor als Bühnenrequisite dienende Rollstuhl zum Transport einer kürzlich am Meniskus verletzten Zuschauerin benutzt wird, eigenhändig organisiert von Livia Anne Richard. «Ufhöre, wes am Schönschte isch», schreibt sie im Programmheft. Wie wahr.
www.theatergurten.ch
TICKETS ZU GEWINNEN
Wir verlosten 3x2 Tickets für «So viu Läbe» für eine Vorstellung nach Wunsch. Senden Sie eine EMail oder eine Karte mit dem Betreff «Gurten». Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Nur die Gewinner:innen erhalten ein Feedback. info@afdn.ch oder Anzeiger Nordquartier, Postfach, 3001 Bern
RÄTSEL-SPASS
Sudoku leicht
Sudoku mittel
Sudoku schwer
Bern, 1. Juli 2026
Auflösungen der letzten Ausgabe Sudoku
So lösen Sie Sudoku: Füllen Sie die leeren Felder mit den Zahlen von 1 bis 9. Dabei darf jede Zahl in jeder Zeile, jeder Spalte und in jedem der neun 3 x 3-Blöcke nur ein Mal vorkommen.
GEWINNEN SIE
Senden Sie das Lösungswort an wettbewerb@afdn.ch oder per Postkarte an Anzeiger Nordquartier, Postfach, 3001 Bern. Die Gewinner:innen eines der 5 Einkaufsgutscheide à 20 Franken vom Wankdorf Center werden persönlich benachrichtigt. Es wird keine Korrespondenz geführt, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Schwedenrätsel
Schwedenrätsel: Erdbeeren
BRAUKUNST BERN
Die Kunst des Brauens als Krönung eines Handwerks
Seit zehn Jahren wird am Libellenweg Bier gebraut. Die Braukunst GmbH ist eine von rund 200 Brauereien im Kanton Bern und hat sich in einem umkämpften Markt etabliert. Die Verbindung von Kunst mit der Leidenschaft des Bierbrauens äussert sich unter anderem durch das Angebot von individuellen Bieren. Und durch die künstlerischen Etiketten. Martin Jost
Kunst kann als Ergebnis menschlichen, kreativen Schaffens bezeichnet werden. Mit dem Kunstwerk wird diesem Prozess am Ende die Krone aufgesetzt. Oder der Schaum, wie es sich für ein gutes Bier gehört. Jenes Getränk, das aus unserer Kultur nicht wegzudenken ist und vermutlich bereits besteht, seit der Mensch begonnen hat, zwecks Ernährung den Boden zu bewirtschaften. Die Herstellung des alkoholhaltigen, meist kohlensäurehaltigen Getränkes, das durch Gärung aus Malz, Hopfen, Hefe und Wasser entsteht, kann also getrost als Kulturgut bezeichnet werden. Weil dahinter die Kunst des Brauens steckt, die jedem Bier seinen eigenen Geschmack beschert. Und weil Bier Tradition und Geschichte hat. So gesehen schreibt Alex Chevalley an einer Geschichte, die viel mehr ist als eine Bieridee: «Tatsächlich ist die Idee bei einem Bier entstanden», blickt der Gründer der Braukunst Bern zurück, «ich arbeitete damals in der Brauerei Felsenau, zusammen mit zwei Arbeitskollegen entstand die Idee, selbst Bier zu brauen.»
Bierbrauen zu Hause
Was sie denn auch taten, an Wochenenden im Haushalt des einen oder anderen. «Einfach ein bisschen Bier brauen, das war unser Antrieb; trotzdem war uns eine geordnete Rechtsform wichtig, also gründeten wir schon bald eine GmbH.» Das sei jedoch noch ohne Absicht auf ein eigenes Geschäft geschehen, sagt der ausgebildete Lebensmitteltechnologe, das Bier haben sie selbst konsumiert oder im Bekanntenkreis verschenkt. So, wie der Appetit oft erst beim Essen entsteht, so kamen die drei je länger, je mehr auf den Ge-

schmack, ein eigenes Geschäft aufzubauen. Heute leistet Alex Chevalley ein Vollzeitpensum in der Firma, das Gründungsmitglied Gian-Andrea Brunner, ausgebildeter Bierbrauer, hat ein 50%-Pensum, ebenso Pierre Dubler als administrativer Leiter. «Dass wir in diesem Jahr das 10-jährige Bestehen der Firma begiessen konnten, ist ein Meilenstein», sagt der Firmengründer, «wir haben die Ziele mehr als erreicht, weil wir davon leben und nicht nur überleben können.» Das sich eine kleine, unabhängige Bierbrauerei in einem gesättigten Markt durchsetzt, darf als Erfolgsgeschichte bezeichnet werden. Umso mehr, weil der Konsum von Bier tendenziell rückläufig ist.
Keine Kompromisse bei der Qualität Es habe tatsächlich niemand auf sie gewartet, bestätigt Alex Chevalley, und die Frage, ob es so etwas wie ein Erfolgsgeheimnis gebe, kann er nicht schlüssig beantworten: «Ein Grund kann sein, dass wir beiden Mitgründer als Bierbrauer ausgebildet sind, was uns gegenüber ande -

dass die Inhaber einen Teil des Gewinns immer wieder in neue Infrastruktur und somit in die Sicherung der hohen Qualität investieren.
ren vielleicht einen kleinen Vorsprung gibt. Zudem setzten wir von Anfang an vorwiegend auf helle, untergärige Lagerbiere, die sehr beliebt sind. Obschon deren Produktion die anspruchsvollste ist.» Von ihrem Weg seien sie nie abgewichen, auch nicht vom Bestreben, in der Einhaltung von gleichbleibender hoher Qualität keine Kompromisse einzugehen. Das ist für die Betreiber der Braukunst Bern ebenso ein Muss wie die Offenheit gegenüber neuen Kreationen: «Nachdem die Firma auf soliden Beinen stand, wollten wir vermehrt Raum schaffen für Experimente. Seit gut zwei Jahren bieten wir eine Linie von Spezialbieren an, die mit heimischen Kräutern und Früchten gebraut sind.» Diese Linie wird jedes Jahr mit dem einen oder anderen Bier erweitert und muss sich erst noch auf dem Markt etablieren. Einen weiteren wichtigen Punkt zu einem erfolgreichen Fortbestand sieht Alex Chevalley darin,
«Wir setzen vorwiegend auf helle, untergärige Lagerbiere.»
Kreativ und individuell Und schliesslich soll der Firmenname auch Programm sein, der Bezug zur Kunst wird durch spezielle Flaschenetiketten sichtbar. Die unterschiedlichsten Sujets werden von einer professionellen Grafikerin kreiert; meist in einfachen, klaren Formen, denn auch Grafik hat wie das Bierbrauen ein Handwerk als Basis. «Tatsächlich haben sich die Arbeitsschritte beim Bierbrauen im Lauf der Zeit kaum verändert, es ist und bleibt ein Handwerk.» Bier mag noch so sorgfältig produziert und genussvoll sein, die Etiketten noch so kreativ: Absätze sind deswegen nicht garantiert. Der Verkauf ihres Produktes ist auch für die Bierbrauer aus dem Industriequartier im Galgenfeld letztlich die Essenz zum wirtschaftlichen Überleben. Es gelte, so Alex Chevalley, die Balance zu finden zwischen den Fakten, dass das Geschäft mit Bier ausschliesslich über die Menge funktioniert und anderseits nur regional betrieben werden kann. «Wir fokussieren uns in erster Linie auf Restaurants und Lokale in der Stadt Bern. Unser wichtigster Kunde ist im Breitsch, wir sind in zehn Minuten bei ihm.» Alex Chevalley sieht die Zukunft in einem bescheidenen Wachstum, regional und mit kurzen Lieferketten. Und in einer Kombination aus Qualität und persönlicher Nähe zur Kundschaft. Ergänzt mit einem hohen Grad an Individualität, der so weit geht, dass ein Lokal ein Bier exklusiv für sich herstellen lassen kann.
www.braukunstbern.ch

kirchen bern nord



mitten im Leben
Gottesdienste feier n
Juli/August
Sonntag, 5. Juli
Johanneskirche Ökumenischer Gottesdienst mit Abendmahl.
9.30 Uhr André Flury, Herbert Knecht, Hyunjoo Kim (Orgel). Gottesdienstforum und Kirchenkaffee
Sonntag, 12. Juli
Johanneskirche Mirjam Wey, Urs Aeberhard (Orgel) Kirchenkaffee 9.30 Uhr
Marienkirche Michal Kromer, Hyunjoo Kim (Orgel) 9.30 Uhr
Sonntag, 19. Juli
Johanneskirche Andreas Abebe, Urs Aeberhard (Orgel). Kirchenkaffee 9.30 Uhr
Marienkirche Michal Kromer, François Comment (Orgel) 9.30 Uhr
Sonntag, 26. Juli
Johanneskirche Andreas Abebe, Vera Friedli (Orgel). Kirchenkaffee 9.30 Uhr
Marienkirche Josef Willa, Hyunjoo Kim (Orgel) 9.30 Uhr
Sonntag, 2. August
Marienkirche Ökumenischer Gottesdienst mit Kommunion 9.30 Uhr Herbert Knecht, Josef Willa, Vera Friedli (Orgel)
Reformierte Kirchgemeinde Bern-Nord Wylerstrasse 5, 3014 Bern, 031 331 40 37, bern-nord.refbern.ch
Katholische Pfarrei St. Marien Wylerstrasse 24, 3014 Bern, 031 330 89 89, marienbern.ch


im Kirchgemeindehaus Johannes, Wylerstrasse 5


Gemeinsam für die Biodiversität –lokal bis weltweit
birdlife.ch
Fotoausstellung Claudia Jost: «Claudschgi – Ein Jahr – Jeden Tag ein Foto»
JULI
Mittwoch, 1., ab 19 Uhr
Veganes Mittwuch Znacht
Samstag, 4., 10–12 Uhr
Märitkafi (Kaffee, Gipfeli, Begegnung)
9–13 Uhr
Libera Terra Markt, feine mafiafreie Produkte aus Süditalien ca. 10.30 Uhr
Musik Matinée: «Blues for your Pocket»
Sonntag, 5., ab 12.30 Uhr
Kutüsch (Kurdisch Türkisch S chweizerischer Kulturverein)
Montag, 6., ab 18.30 Uhr
Frauenbeiz, Anmeldung: info@frauenbeiz bern.ch
Samstag, 11., 10–12 Uhr
Märitkafi
Sonntag, 12., ab 12.30 Uhr Kutüsch
Samstag, 18., 10–12 Uhr
Märitkafi
Sonntag, 19., ab 12.30 Uhr
Kutüsch
Samstag, 25., 10–12 Uhr
Märitkafi
Sonntag, 26., ab 12.30 Uhr
Kutüsch
SOMMERPAUSE
Kein MittwuchZnacht am 8./15./22./29. Juli
Das nächste «Stricken für alle» findet am 24. August statt.
Das nächste indische Essen mit Singh findet am 27. August statt.
Das nächste äthiopische Essen findet am 28. August statt (Anmeldung: 076 457 72 43).
VORANKÜNDIGUNG
1. August: Freigrill ab 17 Uhr, Musik mit dem Akkordeonisten «Viktor»
Möchtest du dich freiwillig engagieren? Melde dich bei vorstand@breitsch-traeff.ch
VERANSTALTUNGEN

Quartierzentrum Bern Nord, getragen vom Verein Wylerhuus
Wylerringstrasse 58, 3014 Bern www.qznord.ch | info@qznord.ch
Liebe Besucher:innen
Am Standort Wylerringstrasse 58 betreibt der Verein Wylerhuus das Quartierzentrum Bern Nord. Raumvermietungen, Verkauf Tageskarten, Nähatelier sowie Information und Beratung gehören zu unseren Dienstleistungen fürs Quartier.
Wir freuen uns auf euren Besuch.
Sekretariat | 031 331 59 55
P. Meinen| Hausverwaltung/Raumvermietung Öffnungszeiten Sekretariat und Information Montag und Freitag: 13–17 Uhr
SBB-Tageskarten | 031 331 59 55
Verkauf direkt vor Ort und Bezahlung in bar, mit TWINT oder Karte. Aufgrund des administrativen Aufwands wird eine Servicegebühr von Fr. 2.– pro Tageskarte erhoben. Montag und Freitag: 13–17 Uhr
BETRIEBSFERIEN | 18. Juli bis 2. August durchgehend geschlossen Für die restlichen Sommerferienwochen 4. bis 17. Juli und 3. bis 9. August gelten reduzierte Öffnungszeiten.
Montag und Freitag: 13–16 Uhr
Nähatelier | 076 367 77 61
S. Salvati | Leitung
Freitag: 9–12 und 14–17 Uhr
Quartierarbeit | 078 208 92 59
N. Müller | Leitung Quartierzentrum und Quartierarbeiterin nina.mueller@vbgbern.ch
Hotel Jardin, Bern
Militärstrasse 38, 3014 Bern Telefon 031 333 01 17, www.hoteljardin.ch
BoGa
Botanischer Garten Bern, Altenbergrain 21, 3013 Bern, Telefon 031 684 49 45, www.boga.unibe.ch
Hirslanden Bern
Hirslanden Bern AG, SalemSpital Schänzlistrasse 39, 3013 Bern Telefon 031 337 60 00, salemspital@hirslanden.ch
La Cappella
Allmendstrasse 24, 3014 Bern Telefon 031 332 80 22, www.lacappella.ch
cinedolcevita
Seniorenkino Bern, CINEABC, Moserstrasse 24, Tram 9, Haltestelle Breitenrain oder Viktoriaplatz, Eintritt Fr. 13.–. BEKB|BCBEKunden erhalten eine Vergünstigung von Fr. 5.– gegen Vorweisung des Kinogutscheines. Gutscheine erhältlich bei den BEKB|BCBENiederlassungen Bundesplatz und Breitenrain Kulturmuseum Bern
Schützenweg 22, 3014 Bern Telefon 079 357 95 08, www.kulturmuseum.ch
Kirchenkino im Nordquartier
Markuskirche, Tellstrasse 33, 3014 Bern www.refbern.ch

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Eine Karte, die begeistert: Die Wankdorf CenterGeschenkkarte Die Karte kann mit einem
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IMPRESSUM
Herausgeber: blickpunktNord GmbH
Postfach 9314, 3001 Bern
Auflage: 16 600 Ex., WEMF beglaubigt
Kontaktkoordinaten: Anzeiger für das Nordquartier, Postfach, 3001 Bern
Telefon 031 351 35 13, www.afdn.ch, info@afdn.ch
Verlagsleitung: Claudio A. Engeloch
Redaktion: Claudio A. Engeloch (engeloch@afdn.ch)
FreelanceMitarbeit: Bianka Balmer (bianka.balmer@gmx.ch)
Katrin Bärtschi (katrin.baertschi@bluewin.ch)
Urs Frieden, Journal B (frieden@halbzeit.ch)
JeanClaude Galli (jeanclaude.galli@fluestertuete.ch)
Martin Jost (martin_jost6@bluewin.ch)
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