da steht,was geht
nzeiger
FÜR DAS NORDQUARTIER
Quartierzeitung für Altenberg, Beundenfeld, Breitenrain, Löchligut, Lorraine, Spitalacker, Wankdorf, Wyler und Wylergut | 100. Jahrgang, 16 600 Exemplare
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DIE HV-REPORTS VON LBN & ARL 3/4

QIGONG, KUNGFU & MEHR … 14

ENSEMBLE: VISION WIRD WAHR 15

BÜCHERTAUSCH IM TRÄFF 21
Die nächste AfdNAusgabe erscheint am 28. Mai 2026
DAS QUARTIER-PORTAL www.afdn.ch



Farbenfroh, eigenständig und auf den Punkt gebracht:
«PFUSCHI»
der
Ein Abschiednehmen, das von einem Lächeln begleitet ist
«‹Pfuschi› war ein wundervoller Mensch, ein zuverlässiger und grossherziger Freund, ein engagierter, hellwacher, geniessender und unterhaltsamer Zeitgenosse, ein herrlicher eigenständiger Cartoonist und ein ‹gschpüriger› Künstler mit Sinn für Raum, Zeit,Tiefe,Werden und Vergehen.» Der Cartoonist und Künstler «Pfuschi» ist im März im Alter von 80 Jahren gestorben.
Treffender als dies Daniel Leutenegger von der Schweizer Online-Kultur-Plattform ch-cultura.ch in komprimierte Worte gefasst hat, lässt sich der Feingeist Heinz «Pfuschi» Pfister kaum beschreiben. Auch mit 80 Jahren war er noch stets am Puls der Zeit Seine Gale-
rie «Komische Kunst» an der Spitalackerstrasse 74 gehörte ein bisschen zum Nordquartier wie die Johanneskirche oder das Kino ABC. Mit seinen Cartoons regte er satirisch treffend – immer miteinemAugenzwinkern–zumNachdenken an. Doch «Pfuschi» war weit
mehr als ein pointierter Cartoonist; als Mitveranstalter sowie Initiator von Festivals und Ausstellungen prägte er aktiv die Schweizer Cartoonszene mit Am Tag des Frühlingsbeginns ist «Pfuschi» auf seine letzte Reise aufgebrochen. Wir werden ihn vermissen. AB SEITE 8




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FOKUS
LEIST BERN NORD – HV 2026
Von Finanzen, Mitgliederbeiträgen und Allmenden
Der Leist wollte nie Geld horten, sondern einsetzen für die Bewohnenden des Quartiers. Das geht zulasten des Vermögens Durch eine Erhöhung der Mitgliederbeiträge soll das jährliche Defizit gestoppt werden Auch die Neuordnung der Allmenden war ein wichtiges Thema. Präsident Thomas Ingold hielt ein aufschlussreiches Referat darüber. Martin Jost

Die zahlreichen Mitglieder führten eine lebhafte Diskussion über die Erhöhung der Mitgliederbeiträge Bilder: mj
52 Personen erschienen zur 135. Hauptversammlung des Leist Bern Nord (LBN) im Nationalen Pferdezentrum. Es seien so viele wie schon lange nicht mehr, sagte der Präsident Thomas Ingold zur Begrüssung und äusserte sogleich den Wunsch nach einer kleinen Änderung der Traktandenliste. Die gewünschte Erhöhung der Mitgliederbeiträge solle nicht am Schluss als Antrag des Vorstandes, sondern vor dem Traktandum Budget behandelt werden Damit werde die Kassierin Claudia Rösli bereits während der Versammlung ein verbindliches Budget 2026 vorlegen können. Gut möglich, dass Thomas Ingold vermutet hatte, dass eine Anpassung der Beiträge zu lebhaften Diskussionen führen könnte So war es denn auch, wie sich später herausstellte. Vorerst genehmigten die Anwesenden das Protokoll vom Vorjahr und der Präsident präsentierte den Jahresbericht In einem über alles gesehen ruhigen Jahr habe sich der Leist vielen Projekten gewidmet, sich dort eingebracht, wo es aus seiner Sicht Sinn machte, ob dafür oder dagegen. Sehr aufmerksam verfolgte der LBN die Entwicklung zur Neuordnung der Allmenden, Thomas Imgold kündigte dazu einen Vortrag zum Schluss der Versammlung an
Erfolgreiches Engagement
Eine der Aktivitäten betraf das Projekt der neuen Poststelle Schönburg,


für die sich der Leist lange und hartnäckig eingesetzt hatte. «Steter Tropfen höhlt den Stein», stellte der Präsident zufrieden fest, ein Grundsatz, den der Leist weiterhin leben werde Auch beim Projekt zur Verbesserung der Verkehrssituation rund um die Haltestelle von BernMobil am Guisanplatz hat sich der Leist – gemeinsam mit grossen Anstössern – erfolgreich eingebracht. Dass Thomas Ingold der Umgestaltung der Optingenstrasse besondere Beachtung schenkte, ist naheliegend, da er in unmittelbarer Nähe
wohnt. Er ist zufrieden mit der Optimierung. Zu seiner Freude trägt bei, dass die von der Stadt angekündigte Anzahl der Parkplätze bis jetzt eingehalten wurde. Er werde das weiterhin kontrollieren, versicherte er Wer seine Umtriebigkeit kennt, weiss, dass das so sein wird Schliesslich wurde der Jahresbericht genehmigt, das Wort gehörte nun Claudia Rösli, sie präsentierte die Jahresrechnung Sie musste mitteilen, dass das Vermögen des Vereins zwar 30 000 Franken beträgt, allerdings wiederum gesunken ist. Der Rückgang entspricht mit rund 2000 Franken dem Verlust in der Erfolgsrechnung.
Budget mit Gewinn

Kassierin Claudia Rösli präsentierte ein Budget mit einem kleinen Gewinn.
miss die eindeutige Zustimmung der Mitglieder. Was der flinken Buchhalterin Claudia Rösli ermöglichte, in kürzester Zeit ein Budget mit einem kleinen Gewinn zu präsentieren, welches einstimmig angenommen wurde.
Der Leist hat seine Stellungnahme zur Neuordnung der Allmenden eingereicht.

Die Kassierin machte in den vergangenen Jahren immer wieder auf einen jährlichen Fehlbetrag von rund 2500 Franken aufmerksam Eine Rendite werde zwar nicht angestrebt, ein dauerhaftes Defizit müsse jedoch verhindert werden, warnte sie, und: «Ohne Einnahmen könnten wir etwa zwei bis drei Jahre weitermachen Mehr aber nicht.» Diese war Anlass für Erkenntnis das Anliegen von Thomas Ingold, die Erhöhung der Mitgliederbeiträge im RahmenderBudgetierungzubehandeln. Vorerst jedoch wurde die Jahresrechnung trotz des Verlustes genehmigt und die Revisionsstelle attestierte dem Verein eine korrekte Buchführung. Auf die Wahl des Vorstandes konnte verzichtet werden, die Mitglieder sind jeweils für zwei Jahre gewählt. Nach der Ehrung des BSC Young Boys für 25 Jahre Mitgliedschaft im Leist und nach einem Ausblick auf das bevorstehende Tätigkeitsprogramm eröffnete der Präsident die Diskussion rund um die Erhöhung der Mitgliederbeiträge Es entstand eine lebhafte Diskussion mit verschiedenen Vorschlägen, die nicht nur das hohe Engagement der Mitglieder zum Ausdruck brachte, sondern auch deren grundsätzliches Einverständnis zu einer Anpassung der Beiträge Die Stimmen, die sich gegen die deutliche Erhöhung gemäss dem Vorschlag des Vorstandes aussprachen, begründeten dies mit der Gefahr möglicher Austritte. Dieses Argument schien zu überzeugen und schliesslich fand ein Kompro-
«Der Leist hat sich dort eingebracht, wo es aus seiner Sicht Sinn machte.»
Die Haltung zu den Allmenden Der statuarische Teil war somit abgeschlossen, wie angekündigt folgte das Referat von Thomas Ingold, der die Situation rund um die Allmenden sehr informativ beleuchtete Im Rahmen der Mitwirkung unterstützt der Verein im Grundsatz das Projekt «Allme nd ba nd +» und hat bei der Stadt eine entsprechende Stellungnahme eingereicht. Diese Variante würde die vielfältige Nutzung wie bisher am ehesten sicherstellen, so Thomas Ingold, auch weil darin das unterirdische Parking sowie die Trainingsfelder des BSC YB vorgesehen sind Der Leist unterstützt diese beiden umstrittenen Punkte, jedoch mit der Auflage, dass der Fussballclub kein Exklusivrecht besitzt. Eine Konsultativabstimmung unter den Mitgliedern ergab eine klare Zustimmung zur Haltung des Vorstandes, zu der auch eine breite Überbrückung beider Allmenden gehört. Bis zur Neuordnung der Allmenden werde noch sehr viel Zeit verstreichen, stellte Thomas Ingold klar Höchste Zeit war es nun für den gemütlichen zweiten Teil der HV, traditionell mit Beinschinken und Kartoffelsalat www.leist-bern-nord.ch
Der LBN gastierte mit seiner HV wiederum im Nationalen Pferdezentrum.

ALTENBERG-RABBENTAL-LEIST – HV 2026
Unerwünschte Vögel bleiben, andere kommen nicht und der Vorstand wächst
Anlässlich der Hauptversammlung des Altenberg-Rabbental-Leistes (ARL) berichteten der Präsident Ulrich Kriech und weitere Vorstandsmitglieder von bewährten Aktivitäten im letzten Jahr und präsentierten neue Ideen, um die Menschen im Quartier einander näherzubringen Für einmal war der fehlende ÖV kein Thema, dafür gaben Vögel zu reden. Martin Jost

Der Ort der Hauptversammlung, das Bistro Alpenblick der Stiftung Diaconis, ist der gleiche wie in den vergangenen Jahren, der Präsident, Ulrich Kriech, ist auch der gleiche und das Publikum ist mindestens ähnlich. Es dürften jedoch schon ein paar mehr sein, stellt der Präsident zur Begrüssung fest und erwähnt mit einem Augenzwinkern, dass die Vorstandsmitglieder fast zahlreicher seien als die restlichen Teilnehmer Der Grund dafür liege wohl darin, dass nur via E-Mail und dem Vereinsorgan «AareBlick» eingeladen wurde, nächstes Jahr werde wohl wiederum zusätzlich der Flyer verteilt Im Weiteren ist ihm wichtig zu erwähnen, dass die letztjährige Einführung eines Systems für bargeldloses Zahlen erfolgreich war; damit habe der Leist wertvolle Spenden eingenommen, für die sich Ulrich Kriech herzlich bedankt. Als Nächstes genehmigen die Mitglieder das letztjährige Protokoll und den Jahresrückblick, der vorgängig im Vereinsorgan publiziert worden ist. Dass ein Informatiker auch mit Zahlen aus dem Rechnungswesen umgehen kann, belegt Helmut Zohren, der anschliessend den Jahresabschluss mit einem Gewinn von rund 1500 Franken präsentiert Eine leichte Erhöhung der Mitgliederbeiträge und verringerte Ausgaben haben unter anderem zum positiven Ergebnis beigetragen.
Erstmals ein Flohmi
Die Revisionsstelle attestiert dem Verein eine korrekte Buchführung und die Jahresrechnung wird genehmigt Beim Ausblick auf das Jahresprogramm 2026 geht es vorerst um das traditionelle Mai-Konzert im Botanischen Garten (BOGA), dazu übergibt Ulrich Kriech das Wort an Sebastian Lötscher Der Musiker empfiehlt das bevorstehende Konzert des Duos Regula Küffer & Nick Perrin und erwähnt die Besonder-

heit, dass Regula Küffer bereits beim ersten BOGA-Konzert vor 50 Jahren aufgetreten war. Danach erhebt sich Thomas Kramer aus der gut besetzten Reihe der Vorstandsmitglieder und berichtet über eine erstmalige Veranstaltung des ARL, nämlich einen Quartier-Flohmarkt Mit einem Flyer an alle Haushalte werden die Anwohnenden über die Details informiert und können mitteilen, ob sie am Flohmi vom 6. Juni mitmachen und damit das Bestreben nach vermehrten Begegnungen im Quartier unterstützen Anschliessend blickt Christoph Kühnhanns auf den wiederum sehr erfreulichen und erfolgreichen Adventsanlass zurück und versichert, dass der Samichlaus auch dieses Jahr erscheinen wird
Neuer Quartierzirkel
Nebst dem Flohmi wird gleich noch ein weiteres neues Projekt vorgestellt Der Leist lanciert einen Quartierzirkel, der bereits im «AareBlick» vorgestellt wurde. Es ist ein Vorhaben, welches das Wissen, die praktischen Fähigkeiten und den Austausch zu unterschiedlichsten Themen in einer offenen Organisationsform fördern will Sei es ein Kochclub oder ein Lesezirkel, gehe es um Nachbarschaftshilfe für den Alltag oder um Unterstützung bei Reparaturarbeiten: Alles ist möglich und der Leist bietet dazu seine Informationskanäle. Helmut Zohren ruft die Mitglieder auf, Interessierte zu gewinnen und anschliessen den Vorstand zu kontaktieren Nach dem Ausblick wird das Budget 2026, das einen Gewinn von 90 Franken ausweist, genehmigt und Ulrich Kriech leitet über zu den Wahlen, die eine Vermutung bestätigen: Der Vorstand wächst nämlich von sieben auf neun Mitglieder Der Präsident bedauert den Austritt von Raffael Dettling, der aus Bern wegzieht, freut sich jedoch sehr, mit Sara El Basbasi, Sebastian Lötscher und Christiane Hahnloser

drei junge Leute vorzustellen, die einstimmig in den Vorstand gewählt werden
Vögel und Hitzeinseln Schliesslich ist zum Schluss der Versammlung noch von Vögeln die Rede Es gibt solche, die man sich wünscht; Wanderfalken zum Beispiel oder Uhus Aber die wollen sich einfach nicht an der Kornhausbrücke niederlassen, obwohl auf Anregung des ARL ebendort ein Nistkasten installiert wurde. Andere gefiederte Mitbewohner wünscht man sich weniger und bringt sie nicht mehr weg. Krähen zum Beispiel. Eine Quartierbewohnerin beklagt sich über den Lärm und vor allem über deren Aggressivität gegenüber anderen Tieren, die so weit gehe, dass Singvögel oder Eichhörnchen wegbleiben und gar Katzen gefährdet seien. Die Frau erhält Unterstützung durch andere Mitglieder und Ulrich Kriech versichert, dass der Leist diesbezüglich mit der Stadt in Kontakt ist und diesen intensivieren will Im Anschluss an die Versammlung referiert der Klimatologe Moritz Burger anschaulich über urbane Hitzeinseln in Bern und deren Einfluss auf die Temperaturen Von mehreren Möglichkeiten, die städtischen Temperaturen zu drosseln, so der Wissenschaftler, muss mehr Wasser zum Verdunsten vorhanden sein, was wiederum einen höheren Anteil an Grünflächen zur Bindung von Wasser voraussetzt. Ob allenfalls die steigenden urbanen Temperaturen gewisse Vögel daran hindern, sich unter der Kornhausbrücke anzusiedeln, bleibt ungeklärt. Das darf sein, denn es muss nicht alles an einer einzigen Zusammenkunft beantwortet werden Schliesslich war es erst die 154. Hauptversammlung des Leists und weiter werden folgen www.arl-bern.ch
CARTE BLANCHE FÜR…
…RÖFES BUNTE WELT
DIE KLEINE KNEIPE …
… in unserer Strasse. Letzten Sonntag lief der Song am Radio. Peter Alexander hat ihr ein Denkmal gesetzt: der Quartierbeiz, wo man sich kennt, per Du ist und irgendwie dazugehört Nur: So hat es sie wohl nie gegeben. Die Beiz war nicht nur heimelig, sondern auch eng. Nicht nur gesellig, sondern manchmal ziemlich grob Da wurde diskutiert, gestritten, gelacht – und ja, auch gepöbelt. Nicht immer schön, aber echt. Und heute?
Heute sitzt man im schicken Trendlokal, trinkt irgendetwas mit viel Eis, etwas Grünem oder ohne Alkohol. Hauptsache, es passt zum eigenen Stil. Auch die Leute passen Zu gut vielleicht Denn wo alles passt, fehlt die Reibung. Früher bist du reingesessen und voilà: Du musstest nehmen, wer da war. Heute stellst du dir deine Runde zusammen wie die Getränkekarte. Das ist angenehmer Aber auch ein bisschen langweiliger Und die alten Kneipengänger?
Vielleicht sind sie nicht verschwunden. Vielleicht haben sie nur den Ort gewechselt und sitzen jetzt zu Hause und schreiben Kommentare Laut, direkt, manchmal unter der Gürtellinie. Nur fehlt dort leider einer wie der Housi, der mal auf den Tisch haut und laut, aber energisch ruft: «Itz längts de mau!»
Die kleine Beiz war nie perfekt Aber sie konnte etwas, das wir verlernt haben: Einander aushalten. Rolf Julmy lebt seit 25 Jahren im Nordquartier, ist Fussballfan, besucht regelmässig die Heimspiele des FC Breitenrain sowie zwecks Erfrischung diverse favorisierte Gaststätten. Zudem staunt er immer wieder über die stetig auftretenden Banalitäten des Alltags, die er zuweilen in Worte fasst: https://röfesblog.my.canva.site/




Eingehüllt: die Schule für Gestaltung Bern im Umbaumodus Donnerstag, 16 April 2026, 15.32 Uhr.

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Einladung zur Sonntags-Matinée «Hören und schweigen -von der Kraft der Stille»
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Für Gruppen, Unternehmen und Vereine.Eingabeschluss: 15.Juni 2026
Sonntag, 3. Mai 2026, 10.00–10.45 Uhr
Kapelle Oranienburg, Schänzlistrasse 15,3013 Bern
Musik spielt Esther Heiduschke auf der Querflöte, Miriam Schulz liest Texte.
Wirfreuen uns auf Ihren Besuch!

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Als stolzer Hotelsponsordes FC Breitenrain fiebern wir beijedemSpiel mit. UnserDirektorDaniel Siegenthaler gibt seinen Spiel-Tipp ab!

2. Mai 2026
3:1
FC Breitenrain -FCZürichU21
Wirdrückendie Daumen undwünschenviel Erfolg!
TEMPO 30
Auch auf Lorrainebrücke zulässig Juristischer Erfolg für die Stadt Bern: Das kantonale Verwaltungsgericht hat Tempo 30 auf der Lorrainebrücke und dem Knoten Anfang Nordring als rechtmässig beurteilt. Damit kann die Stadt ihre Tempo-30-Strategie weiter vorantreiben.
Es hiess eine Beschwerde der Stadt gut und hob den gegenteiligen Entscheid der Regierungsstatthalterin in diesen Punkten auf. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, es kann ans Bundesgericht weitergezogen werden
Auslöser des Verfahrens war ein Beschluss der Stadt aus dem Jahr 2019. Sie wollte auf der stark befahrenen Strecke vom Bubenbergplatz über Bahnhofplatz, Bollwerk und Lorrainebrücke bis zum Beginn des Nordrings die Höchstgeschwindigkeit von 50 auf 30 Kilometer pro Stunde senken. Als Ziel nannte sie insbesondere die Verbesserung der Verkehrssicherheit (aus BZ vom1 April 2026)
AUTOBAHN
Unzufriedenheit beim Gemeinderat Die Stadt Bern hält an ihrer Beschwerde gegen die Plangenehmigung des Bundes für den Umbau des Autobahnanschlusses im Wankdorf fest Das teilte der Gemeinderat Anfang April mit. Als nicht bewilligungsfähig beurteilt die Stadtregierung die angestrebte Verbindung der beiden Allmenden durch eine Überdachung der Autobahn Schon im Oktober 2025 hatte der Bundesrat zudem den sogenannten «Bypass Bern Ost» zurückgestuft. Mit diesem würde die Autobahn im Bereich des Ostrings in einen Tunnel geführt und damit das Quartier aufgewertet. Das hat die Stadtregierung verärgert. Unter dem Strich sieht sie deshalb nicht genug Argumente für die Umgestaltung des Autobahnanschlusses. Laut dem städtischen Verkehrsdirektor Matthias Aebischer (SP) soll
nun eine Verkehrszählung im Entwicklungsschwerpunkt (ESP) Wankdorf aufzeigen, ob es den Umbau des Autobahnanschlusses – genannt Spaghettiteller – in der geplanten Form überhaupt brauche. Grundsätzlich bekennt sich der Gemeinderat zu einer weiter konstruktiven Zusammenarbeit und Lösungssuche mit den Partnerinnen und Partnern im Raum Wankdorf. (aus hauptstadt.be-Brief vom 7. April 2026)
BERNEXPO
CEO Winter geht zu Losinger Marazzi Sein Abgang war allgemein nicht erwartet worden. Mitte Monat gab BernExpo bekannt, dass Tom Winter die Leitung des Messeunternehmens abgeben wird Wie er nun auf Anfrage bekannt gibt, wird er Direktor Geschäftsentwicklung und neues Geschäftsleitungsmitglied des Totalunternehmens Losinger Marazzi. Die Immobilienentwicklerin gehört dem französischen Bouygues-Konzern und hat ihren Sitz (auch) im Wankdorfquartier. Zu den Beweggründen für den Wechsel sagt Winter: «Nach der fünfjährigen, nun abgeschlossenen Phase der Transformation und Neupositionierung zieht es mich zurück zu meinen Wurzeln als Bauingenieur. Der Zeitpunkt für einen Wechsel ist für mich stimmig.»
Nach dem Weggang von Tom Winter wird seine Stellvertreterin Lea Frisch interimistisch BernExpo führen Dies bis zur Wahl der neuen Chefin oder des neuen Chefs. (aus BZ vom 17 April 2026)
DRUCKZENTRUM
«Bund» und «BZ» neu beim Bahnhof «Bund» und «Berner Zeitung» verlassen den Nordring Insgesamt 109 Mitarbeitende der TX Group ziehen aus dem Medienhaus am Dammweg in der Lorraine aus. Seit Montag letzter Woche arbeiten sie im neuen SBB-Glaspalast am Bubenbergplatz – dem ersten fertiggestellten Projekt des neuen Bahnhofs Bern.
Am Dammweg bleibt ein Gebäude zurück, das die Denkmalpflege als erhaltenswerten «Betonskelettbau» einstuft – und das wie kein anderes die Geschichte der Berner Medien verkörpert. Errichtet wurde es 1961 – jenes Jahr, in dem die Berliner Mauer gebaut wurde und Juri Gagarin als erster Mensch ins All flog Und was passiert nun mit dem Betonskelett? Die TX Group plant eine Totalsanierung, wie sie auf Anfrage schreibt Wohnungen sind keine vorgesehen. Stattdessen soll ab 2028
«ein Haus voller Möglichkeiten für Büro, Bildung, Gesundheit und Kreativität» entstehen. (aus hauptstadt.be-Brief vom 18 April 2026)
NZZ AUS BERN
Ab Ende Jahr im DZB gedruckt Apropos Tamedia – das Zürcher Medienunternehmen bündelt ab Ende Jahr den Zeitungsdruck in Bern. Künftig werden zudem auch die «Neue Zürcher Zeitung» (NZZ) und der «Blick» im Druckzentrum im Galgenfeld produziert Laut Tamedia entstehen durch den Ausbau rund 20 zusätzliche Stellen. 2024 hatte das Unternehmen angekündigt, seine beiden anderen Druckereien in der Waadt und in Zürich zu schliessen
(aus hauptstadt.be-Brief vom 18 April 2026)
NORDRING
Lichtsignalanlage wird ersetzt
Die Lichtsignalanlage am Knoten Nordring/Breitenrainstrasse/ Schulweg soll ersetzt werden; gleichzeitig werden im Umfeld der Kreuzung Massnahmen zugunsten der Aufenthaltsqualität, des Fuss- und Veloverkehrs und der Barrierefreiheit umgesetzt. Der Gemeinderat hat den entsprechenden Realisierungskredit von 2,87 Millionen Franken zuhanden des Stadtrats genehmigt. Die Lichtsignalanlage am Knoten Nordring/Breitenrainstrasse/ Schulweg wurde vor mehr als 25 Jahren in Betrieb genommen und muss altersbedingt ersetzt werden: Das Steuergerät beruht auf einer veralteten Technologie, die Herstellerfirma kann die Lieferung von Ersatzteilen nicht mehr garantieren, und das Betriebsrisiko steigt von Jahr zu Jahr an Zudem sind die Wartungsverträge für Altanlagen teurer und die Stromkosten höher als bei modernen An-
April
DAS GAB ZU REDEN
lagen. Mit dem Ersatz wird die Anlage auf den neusten Stand gebracht (aus Gemeinderats-Info vom 23 April 2026)
«NICHT»-FANS
YB-Randalierer identifiziert
Nach den Ausschreitungen im Anschluss an das Cup-Spiel zwischen dem FC Aarau und dem BSC Young Boys vom 20. September 2025 hat die Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Aargau die Öffentlichkeitsarbeit abgeschlossen. Alle gesuchten Personen haben sich bei den Strafverfolgungsbehörden gemeldet oder konnten identifiziert werden Im Anschluss an das Fussballspiel war es in Aarau zu Sachbeschädigungen und Störungen des öffentlichen Verkehrs gekommen Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf rund 200 000 Franken. Die Staatsanwaltschaft hatte Strafuntersuchungen wegen Sachbeschädigung, Störung des öffentlichen Verkehrs sowie Landfriedensbruch geführt
Da die Identität mehrerer mutmasslich beteiligter Personen zunächst ungeklärt blieb, leiteten die Behörden eine gestufte Öffentlichkeitsfahndung ein. Im Rahmen der zweiten Stufe veröffentlichte sie verpixeltes Bildmaterial Daraufhin meldeten sich alle gesuchten Personen oder konnten identifiziert werden.
(aus BZ vom 23 April 2026)


«PFUSCHI»
Den Alltag mit feinem Humor liebevoll überzeichnet
Über 50 Jahre lang brachte Cartoonist Heinz Pfister, besser bekannt unter seinem Künstlernamen «Pfuschi», groteske Alltagssituationen oder politische Kommentare mit wenigen Zeichenstrichen gekonnt satirisch, scharfsinnig und pointiert auf den Punkt. Über viele Jahre hat er dies auch für den Anzeiger Nordquartier getan. Zum Frühlingsstart ist «Pfuschi», mit dem ich einen regen kollegialen Austausch pflegte, auf seine letzte grosse Reise aufgebrochen. Diese Seiten sind deshalb als ehrendes Zeichen ganz ihm gewidmet.
Text: Claudio A. Engeloch, Chronik und Cartoons: Pfuschi-Cartoons, Bild Seite 8: Rosmarie Bernasconi




Heinz Pfister, Kulturbeflissenen als «Pfuschi» bekannt, ist im Alter von 80 Jahren an den Folgen seiner schweren Krebserkrankung gestorben. Bereits 1969 zeichnete er erste Cartoons, die er damals mit «Pfi» signierte. Später wurde daraus «Pfuschi» oder «Pfuschi-Cartoons». Davon abgesehen haben sich diese im Lauf der Jahrzehnte in ihrer Bildsprache kaum verändert, seinem Figurenstil mit grossnasigen Wesen ist er stets treu geblieben. 1945 in Bern geboren und aufgewachsen in Zollikofen, interessierte ihn Kunst schon als Kind Er wurde von einem Lehrer gefördert, musste aber erst einen «rechten Beruf» erlernen. Nach Welschlandjahr in Genf und Sprachaufenthalt in England, wo er zuerst als Gärtner und dann als Pfleger in einem Spital arbeitete, landete er beim damaligen Pharmakonzern Wander Daneben erlernte er die Tiefdruckgrafik und hatte 1977 seine erste Kunstausstellung in der Galerie Claire Brambach in Basel. Mutig stieg er 1979 von der Rohstoffplanung auf Kunst um und wurde freischaffender Kunstmaler und Cartoonist Ab 1994 entstanden erste Trickfilme Während vieler Jahre begleitete «Pfuschi» zudem Kongresse und Tagungen Cartoonkritisch und zeichnete das Gehörte wie auch Ungesagtes live über den Beamer ins Plenum
Die ersten Jahre waren hart: Im Marziliquartier eröffnete er ein Radieratelier. Ab 1983 zeichnete er als Cartoonist für die «Berner Zeitung», und für diverse andere Publikationen wie «Nebelspalter», «NZZ», «Schweizer Illustrierte», «SonntagsBlick» oder «Die Zeit».
2012 richtete «Pfuschi» in einem ehemaligen Fotogeschäft an der Spitalackerstrasse sein Atelier ein, das gleichzeitig auch als Ausstellungsraum diente: Zweimal jährlich präsentierte er in dieser «Galerie für KomischeKunst»liebevolldasSchaffen von nationalen und internationalen Kolleginnen und Kollegen Als Netzwerker hat Heinz «Pfuschi» Pfister auch für die Schweizer Cartoonszene viel getan. So war er Mitveranstalter des Cartoonfestivals Langnau (1998–2013) und Mitinitiator der Ausstellung «Gezeichnet», die jährlich im Museum für Kommunikation stattfindet. Und «Pfuschi» hat über Jahre hinweg auch den «Anzeiger für das Nordquartier» mit seinen Cartoons bereichert Dasjenige, das er uns wenige Tage, bevor er auf seine letzte Reise gegangen ist, übermittelt hat, finden unsere Leserinnen und Leser auf Seite 27
https://www.pfuschi-cartoon.ch/ Mehr zu «Pfuschi» im AfdN-Archiv: Nr 4/2025 https://www.afdn.ch/news/4666 20/2021, 8/2015 und 2/2012
Heinz «Pfuschi» Pfister
und «Der Weg in die Cartoonwelt»
1945
Am 10. Mai um 21.10 Uhr erblickt
Heinz Pfister im Viktoria-Spital in Bern das künstliche Licht der Welt und wächst glücklich auf im nahen Zollikofen
1956
Erstmaliger Kontakt mit Kunst. Sein Klassenlehrer, Toni Gerber, erteilt ihm speziellen Unterricht: getrennt von seiner Klasse «darf» er Pferdebilder von Franz Marc nachmalen.

1961–1963
Kunst ist nicht mehr gefragt. Ein anständiger Beruf muss erlernt werden. In einer Eisenwarenhandlung lernt «Pfuschi» das Einmaleins des Lebens
1964–1966
Welschlandaufenthalt in Genf. Lebt in der Altstadt im Home Calvin, halb Altersheim, halb Jugendherberge.
1966–1967
Sprachaufenthalt in England, zuerst als Gärtner, dann als Hilfspfleger in einem Spital bei Norwich.
1968–1973
Arbeitet in Bern beim Pharmakonzern Wander und besucht Kurse an der Kunstgewerbeschule Zeichnet 1969 seine ersten Cartoons und signiert diese mit «Pfi» später mit «Pfuschi» oder «Pfuschi-Cartoon».
1974–1979
Durch Firmenfusion «wandert» er freiwillig in den Dunstkreis der Basler Chemie.
1976–1977
Einzel-Ausstellung in der Galerie von Claire Brambach in Basel und erste Teilnahme an der ART Basel.
1978–1979
Mitbegründer der lmbergässli-Galerie in Basel. Ausgestellt werden Kunsthandwerk und Kunst, u. a. von Leiko Ikemura. Entscheidet sich Anfang 1979 für die künstlerische und buchhalterische Selbstständigkeit.
1979–1984
Aufbau eines Radierateliers im Berner Marzili-Quartier und Eröffnung der Montere Galerie: Ausstellungen u. a. mit Valentin Hauri, Urs Stadelmann, Alberto Solbach sowie Gruppenausstellungen mit den Kursteilnehmer:innen
Wer ihm gedenken will, schaue in den Himmel, schenke der Welt ein Lächeln.
1983
Erste Cartoon-Aufträge für die «Berner Zeitung».
1985
Atelier-Umzug an den Stockerenweg Nr 3 im Berner Breitenrainquartier. Schreibt und illustriert bis 1993 für die Monatszeitschrift «Leben heute» 40 Kurzgeschichten.
1987–1988
Organisiert die 1. Berner CartoonSchachtel-Ausstellung vom 26.3.–27.4.1988 in der Villa Bernau in Wabern bei Bern mit 15 Cartoonisten


1988–1989
Die Berner dieser Ausstellung gründen das «Cartoonistenpack» und geben einen Katalog heraus (Daniel Rohrbach, Max Spring‚ Hörmen Schmutz, Beat Schenk, Andreas Buser und «Pfuschi»)
1989–1990
Die Cartoonisten treffen sich jeweils in der Mitte der Deutschschweiz und nennen sich «Cartoonisten-Gruppe Olten» Im Spätsommer 1989 planen sie, für das CH-Jubeljahr 1291 das grösste Cartoon-Plakat der Welt zu drucken. Trotz ausgerufenem Kulturboykott der Schweizer Künstler wegen des Fichenskandals, wird das Projekt durchgezogen und am 13.5.1991 Bundesrat Cotti feierlichzynisch im Kornhaus Bern überreicht.
1990
Verkauft die Druckpresse und beendet das Radieren in seinem Atelier.

WAS IST EIN CARTOON?
Der Begriff stammt ursprünglich aus England und bedeutet nichts anderes als «Karton». Auf diesen wurden Vorlagen für Gemälde gefertigt. 1843 verspottete John Leech einen Wandgemäldeentwurf für das Londoner Parlamentsgebäude mittels einer pointierten Zeichnung in der satirischen Wochenzeitung «Punch» – und der Ausdruck war geboren. In unserem Sprachraum steht Cartoon für sozialkritische und umweltpolitische Zeichnungen, die mit einem erfrischenden Humor gestaltet sind. Es handelt sich um Eigenkreationen der Künstler und die Situationen sind aus der «Du-undich»-Perspektive» konzipiert.








Sein erstes Cartoonbuch «Es wahr einmal» erscheint im Zytglogge Verlag Bis 2012 folgen im gleichen Verlag fünf weitere Bücher: «Nur keine Panik», «Ich & Du», «Ein-, Aus- + Absichten», «Einfach» und «Jederzeit».
1994
Mayer & Zeller in Basel produzieren mit der Cartoonisten-Gruppe Olten kurze Trickfilme für Fernsehsender, die aber nie einen Käufer finden. Bei Robi Engler in Lausanne produziert «Pfuschi» seinen ersten 35-mmTrickfilm (90 Sekunden), der an den Solothurner Filmtagen gezeigt wird

1995
Da in der Schweiz kein grosses lnternationales Cartoonfestival existiert, sondern lediglich die vom «Nebelspalter» unterstützte Cartoon-Biennale in Davos, versucht «Pfuschi» mithilfe von Walter Rösli‚ dem Berner Tourismusdirektor, die Kunsthalle Bern für die Organisation eines solchen Festivals zu gewinnen Bei einem Glas Wein im «Schweizerhof» merken jedoch beide schnell, dass der Kunsthalle-Direktor Ulrich Loock «Cartoonblind» ist.
«Meine Cartoons haben sich in der Bildsprache kaum je verändert.»
1996
Cartoonist Jürg Kühni, der für die Idee zu begeistern ist, weiss einen Ort. Am 28 März treffen sich Jürg Kühni und «Pfuschi» in Langnau mit Daniel Wenger und Jürg Aemmer vom Paragraf K. Am 21 Mai findet im Atelier von «Pfuschi» eine zweite Zusammenkunft statt, bei der auch die Cartoonisten Efeu, Hannes Borer und Martin Senn dabei sind Es wird beschlossen, das 1. Int. Cartoonfestivel Langnau 1998 in der Kupferschmiede durchzuführen. Für die Berner Fasnacht gestaltet «Pfuschi» Plakette und Plakat
1997
Zeichnet zum ersten Mal Live-Cartoons mittels Hellraumprojektor vor Publikum an einer Tagung für das FIF der Universität Bern.
1998
Vom 28.8 bis 5.9. findet das 1. Int. Cartoonfestival Langnau statt. Mit über 70 Cartoonisten zum Thema «Sprach-los» Die Ausstellung wird von mehr als 6000 Personen besucht.
1999
Atelierfest «25 Jahre Pfuschi-Cartoon» am Stockerenweg
2001
Realisiert mit Diesel & Dust den Dokumentarfilm «Komische Kunst! KomischeKünstler!».MitdabeisindMagi Wechsler, Ernst Feurer «Efeu» und Alex MacCartney 2. Int. Cartoonfestival Langnau vom 1. bis 9.9. Ausstellungsthema:«DiesiebenTodsünden»
2003
Zusammen mit Hörmen Schmutz Reise nach Bulgarien zur Jurierung der Cartoonausstellung «Thun –Gabrovo»
2004
3. Int. Cartoonfestival Langnau vom 21.8 bis 5.9. Ausstellungsthema: «Zeit-Zeichen»
2005
Jubiläumsausstellung «60 Jahre Heinz Pfister -Pfuschi-Cartoon» mit Malerei, Objekten und Cartoons in der Galerie Farb von Hans Scheitlin in Worb
2007
Januar–März: Einzelausstellung im Cartoon- und Karikaturenmuseum in Basel. Michael Schacht alias «Maloney» liest Kurzgeschichten von «Pfuschi», die in den 1980er-Jahren im Monatsheft «Leben heute» publiziert wurden. 4. Int. Cartoonfestival Langnau vom 1. bis 16.9 Ausstellungsthema: «Das Wunder der Liebe».
2008
Mit Marco Ratschiller, Chefredaktor beim «Nebelspalter», und dem Car-


toonisten Sven Wegmann ist «Pfuschi» Initiant und Mitorganisator von «gezeichnet» Diese jährliche Ausstellung von Pressezeichnungen findet bis 2011 in Zuzwil statt, danach in Bern
2010
5. lnt. Cartoonfestival in Langnau vom 28.2 bis 12.9 Ausstellungsthema: «Wahnsinn».
«Meine Eltern fanden, ich solle statt Künstler lieber ‹etwas Rechtes› lernen.»
2012
Atelierumzug vom Stockerenweg an die Spitalackerstrasse 74 in das ehemalige Fotogeschäft Schmid. Zusammen mit seiner Lebenspartnerin Kathrin Gfeller wohnt «Pfuschi» bereits seit 1982 im 2. Stock.
2013
Mai: Eröffnungsausstellung in der Galerie für Komische Kunst im neuen Atelier mit über 30 bekannten Cartoonisten aus Europa Im Dezember folgt die erste Einzelausstellung mit Crihana aus Rumänien
6. lnt. Cartoonfestival in Langnau vom 7. bis 22.9 Ausstellungsthema: «So ein Saustall».
2014
Austritt aus dem OK des Int. Cartoonfestivals. Das 7. Festival, für 2016 geplant, wird auf den SanktNimmerleins-Tag verschoben
2015 «Pfuschi» publiziert zu seinem 70 Geburtstag das Taschenbuch «In meiner Suppe liegt eine Pointe».
2016
Nach 28 Jahren findet die 2. Cartoon-Schachtel-Ausstellung in der Galerie für Komische Kunst statt. 27 Künstler:innen machen mit.
2017
Dokumentarfilm von Miriam Ernst «Pfuschi und die Suche nach der Pointe» Für die Ausstellung «gezeichnet 2017/18» im Museum für Kommunikation in Bern dreht Michele Andina den kurzen Porträtfilm «Pfuschi».
2018
Grosses Interview im Jahrbuch 2018 «COMlC!» der Deutschen ComicSzene.
2022
www.pfuschi-cartoon.ch wird in die Sammlung von Webarchiv Schweiz aufgenommen. Theaterauftritt mit Heinz Däpp in der «La Capella» in Bern.
2024
Ausstellung mit 52 Kreativen zum Thema «Was geschah am 31 April?» in der eigenen Galerie www.komische-kunst.ch
https://www.pfuschi-cartoon.ch/ pfuschi2.html


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Als stolzer Hotelsponsordes FC Breitenrain fiebern wir beijedemSpiel mit.
UnserDirektorDaniel Siegenthaler gibt seinen Spiel-Tipp ab! 16.Mai 2026

2:0

FC Breitenrain -FCBasel 1893U21
Wirdrückendie Daumen undwünschenviel Erfolg!

OFFIZIELLECLUBSEITE 04/2026
«Breitsch»-Frauen im Cup-Halbfinal gegen Holligen
Am 30.April empfängt dasFrauenFanionteam aufdem «Spitz»die Stadtrivalinnen
«Wir sind wieder zurück auf derSpur»,sagtCheftrainerinSonja Lundsgaard-Hansen. Nach dem diskussionslosen 6:0Heimsieg vom18. April gegen AngstgegnerInterlaken hievtensichdie Fanion-Spielerinnenin ihrerZweitliga-Gruppe erneutauf Rang,3,der schon anfangs Saison als Minimalzielfeststand. Als Newcomerinnenstartetendie «Breitsch»-Frauen 2022 in der vierten Liga.«Bisher hatten wir immeretwas Druckund durftenuns keineAusrutscher erlauben,um den angestrebten Aufstiegnicht zu gefährden», sagt Lundsgaard-Hansen.
«Das zehrte oftanden Nerven.Inunserer ersten Zweitliga-Ära können wir es nunetwas entspannter angehen. Doch dieambitionierteGrundhaltung bleibt.»
Diesebündelt sich aktuellimBernerCup,wo «Breitsch» nach dem Siegvom 15.April gegen SteffisburgimHalbfinal steht. Dieses findetmorgenDonnerstag, 30.April, aufdem «Spitz»statt –ausgerechnetgegen Ligakonkurrent undStadtrivale Holligen(Anpfiff 20 Uhr).«Holligenagiert stets sehr körperbetont», sagt Lundsgaard-Hansen. «Wir müssen den Kampf

annehmenund den Ball laufen lassen, damitsie garnicht erst insSpiel finden.» In der Meisterschaft klapptediesletzten September gut, alsHolligen 5:0verlor. «Der Heimvorteilkönnteauchdiesmal entscheidendsein.»
In der Winterpauseim Mittelpunkt standdas Training vonStandardsituationen. Tatsächlich habenTreffer aufFreistösse undCornerjetzt zugenommen. «Die Anstrengungen habensich gelohnt.» Undbei der Kaderbildungist Ruhe eingekehrt.«Im Winter
hatten wirbewusst keine Zugänge», sagt die Trainerin. Trotzdem entstündenoft kleine Veränderungen.«Aufunserem Niveau im Breitenfussball gibt es auch einLeben nebendem Sport. Die Frauen verzichten nicht aufalles.Dochwir können Umbesetzungen auffangenund bleibenmöglichst flexibel.»
Dasnächste Liga-Heimspielfolgt am 2. Maigegen denFCCourrendlinCourroux (18.15 Uhr),die Rückrunde endetam13. Juni zuhausegegen Worb

FürmehrUmweltverträglichkeit im Fussball
Pilotprojekt derUni Bern
Gleich zweimalwar «Breitsch» zuletztThema aufSRF (siehe auch Newsspalte). In der «Tagesschau» vom10. April wurdeein Pilotprojekt der UniBernvorgestellt,das mitClubs nach Lösungen sucht,umden TrainingsundSpielbetriebumweltfreundlicherzugestalten undden CO2-Ausstoss zu reduzieren.ImBeitrag erwähnte Geschäftsfüh-

rerAndri Rüegsegger das Flugverbot fürTrainingslager,die Verwendung vonMehrweggeschirr bei Heimspielenund Events sowieeinegeplanteKleiderbörse. Im August dieses Jahres sollen die CO2-Analysetools der Unifertigseinund diePilotprogramme gestartet werden,andenen auch der FC Breitenrainteilnimmt.


«KURZ &SPITZ»
«SportsAwards»
Beider SRF-Sportgala werden immerauchdie Fans miteinem BilderSpecialgeehrt. So kamam 29.Märzzur besten Sendezeit ex-DonatorenpräsidentMax Haller alsStimmungsmacheranlässlich desdenkwürdigen CupSpektakels gegen Thun vomAugust2025zueinem grossenFernsehauftritt (siehe Screenshot)

Verletzungspech im Männer-«Eis»
Beim Heimspielvom 18 Aprilbrach sich Captain MarcoHurterden Arm, Goalie Remo Kilchhofererlitteinen Bänderriss.AuchTimoSollberger verletztesichanden Bändern. Wieder aufden Beinen isthingegenStürmerkollege Mark Marleku nach seiner Verletzung vom1.April
300. Spielvon LorisLüthi
Am 28.Märzabsolvierte LorisLüthi in Cham sein 300. Spielfür «Breitsch» Lüthistand total25’000 Minutenauf demPlatz, erzielte 41 Tore undführte dasTeamüber70Mal als Captainan.
Mehr News undInfos auf fcbreitenrain.ch

FUSSBALLCLUB BREITENRAIN
CHEN TAIJI
Seit 11 Jahren eine Schule für Taiji, Qigong und Kungfu
Seit 2015 unterrichten Barbara Lee Gehring und ihr Mann Jaewoo Lee an der Breitenrainstrasse 17a Qigong und die chinesischen Kampfkünste Taiji und Kungfu Baji Die Sportlehrerin und Körpertherapeutin und ihr koreanischstämmiger Mann, ein langjähriger Kampfkünstler, erzählen uns ihre Geschichte: Warum sie nach all den Jahren immer noch fasziniert sind, intensiv üben und welche Methoden sie weitergeben. Bianka Balmer
Im Oktober 2022 (Anm d. Red.: Ausgabe 17) hatten wir erstmals die Gelegenheit, Einblicke in die Arbeit der Schule für Qigong und chinesische Kampfkünste zu erhalten Heute freuen wir uns auf ein Update von Barbara und Jaewoo über die zwischenzeitlichen Ereignisse und Neuerungen
Lehrjahre in China und die Eröffnung der Schule in Bern – «Vo nüt chunnt nüt.»
Während der intensiven Ausbildungszeit in China bei unserem gemeinsamen Taiji-Meister Chen Bing lernten wir, «bitter zu essen» – Chinesisch «Chi Ku»: Das bedeutet, sehr viel zu üben, durchzuhalten und auch schwierige Trainingsphasen anzunehmen–oderwiemaninderSchweiz sagt: «Vo nüt chunnt nüt.» Schliesslich wurden wir Meisterschüler von Chen Bing, entwickelten uns in dieser Zeit im Taiji weiter und lernten ausserdem einander kennen und lieben Aus unserer gemeinsamen Leidenschaft entstand später der tiefe Wunsch, das Gelernte weiterzugeben. 2014 gründeten wir die Chen Bing Taiji Academy Schweiz und konnten ein Jahr später im Berner Breitsch unsere eigenen Räumlichkeiten eröffnen Seit 2015 unterrichten wir dort Chen-Stil-Taiji, Qigong und Kungfu und teilen unsere Begeisterung für diese Künste mit unseren Schüler:innen. Wir sind nicht nur begeisterte Praktizierende – diese Künste sind für uns zu einem Lebensstil geworden und prägen unseren Alltag in jeder Hinsicht


Die Kunst, im rechten Mass «bitter zu essen»
Wie wohl in vielen Bereichen im Leben kann man sich auch bei diesen Methoden bei extrem häufigem Training ausbrennen Zeitweise gerieten wir beide an unsere Grenzen und gehen seither unser Üben ruhiger und gelassener an Es ist alles eine Frage der Balance, aber man muss natürlich schon dranbleiben. Am Üben hält uns vor allem die Faszination der positiven Veränderungen, die mit uns geschehen. Es ist unglaublich spannend zu spüren, dass wir noch lange nicht am Ende unserer Reise sind. Heute haben wir mehr Energie als in unseren Jugendjahren und sind fit und gesund Dass wir uns persönlich weiterentwickeln und entspannter, ruhiger und gelassener werden, hängt stark mit unserer täglichen Praxis zusammen
«Taiji, Qigong und Kungfu helfen bei der Bewältigung von Stress und Druck im Leben.»
Im hektischen und anspruchsvollen Alltag fehlen uns oft die nötige Ruhe und der Halt Sich den gesundheitsfördernden Künsten Taiji, Qigong oder Kungfu zu widmen, hilft, den Stress und Druck des modernen Lebens besser zu bewältigen An unserer Schule bieten wir mit diesen Methoden einen Weg, das Leben und sich selbst zu kultivieren – also an Körper, Geist und Herz zu arbeiten und sich ganzheitlich zu entwickeln
Dabei sind uns alle ganz herzlich willkommen – nicht «Frauen oder Männer, Jüngere oder Ältere», sondern einfach die Menschen.
Taiji: Zentral hierbei ist die Entspannung von Körper und Geist. Das Training verbindet Körper, Geist und Herz auf harmonische Weise. Der Körper wird geschmeidig, entspannt und gleichzeitig stark. Der Geist findet Balance, das Herz Ruhe.
Alles kommt ins Gleichgewicht, und die innere Kraft ist präsent. Das ist nicht nur förderlich für einen gesunden Lebensstil, sondern auch nützlich für die Selbstverteidigung Qigong: Hier geht es darum, die Lebensenergie zu stärken und gezielt fliessen zu lassen – sei es durch äussere Bewegungen, inneres Lenken der Energie oder eine Kombination von beidem Qigong fördert die Gesundheit und kann Krankheiten vorbeugen Es dient jedoch nicht nur der körperlichen Heilung, sondern auch der spirituellen Entwicklung. Durch die Schulung einer klaren und ruhigen Geisteshaltung kommen Körper, Geist und Herz in Einklang mit sich selbst und der Natur. Diese innere Harmonie ermöglicht es, tiefere Bewusstseinsebenen zu erreichen, das eigene Potenzial zu entfalten und ein Leben in grösserer Verbundenheit und Gelassenheit zu führen.
ren uns auf die heilenden und nährenden Elemente und üben derzeit auch sehr intensiv Qigong Es war ein Wink des Schicksals, dass Jaewoo unsere Qigong-Lehrerin Suhui Kwon wieder treffen durfte Er hatte die von ihr gelehrte Qigong-Methode bereits vor seinem Taiji-Training praktiziert und kam vor einigen Jahren durch Suhui wieder mit diesem System in Kontakt. Das intensive Öffnen von Körper und Geist durch die Qigong-Praktiken wirkt sich sehr positiv auf unsere anderen Künste und unsere persönliche Weiterentwicklung aus. Wir sind zutiefst dankbar, dass das Leben uns unsere Lehrerin geschenkt hat und wir von ihr lernen dürfen
Wir freuen uns auch sehr, dass unsere langjährige Schülerin Pia Bühler im vergangenen Jahr erfolgreich ihre Prüfung zur Taiji-Kursleiterin abgeschlossen hat und uns nun an der Schule sehr unterstützt.
«Wir würden uns wünschen, dass mehr Menschen diese Methoden praktizieren.»
«Unser Fokus: Heilung, Ruhe und Entwicklung der Persönlichkeit.»
Kungfu: Dieses Training ist sehr aktiv, explosiv und schweisstreibend. Es stärkt den Körper, fördert Koordination und Kraft und ist ideal, um einen gesunden, starken Körper zu entwickeln Die Ausdauer und Belastbarkeit des Geistes werden gestärkt Durch seine einfachen und effektiven Bewegungen bietet Kungfu zudem einen direkten und für alle Altersgruppen spannenden Weg, Selbstverteidigung zu erlernen
Ein spannender Prozess laufender Veränderungen und Entwicklungen Früher war uns wichtig, das Taiji vor allem als Methode zur Selbstverteidigung aufzuzeigen. Heute liegt unser Fokus stärker auf dem Inneren: Heilung, Ruhe und die Entwicklung der Persönlichkeit. Wir konzentrie-
Sie führen zu Entspannung und Natürlichkeit und sind zentral, um ein zufriedenes Leben führen zu können. Wir sprechen bewusst von Zufriedenheit und nicht von Glück: Zufriedenheit ist ein stabiler, balancierter Zustand, den wir durch Harmonie von Körper, Geist und Herz erreichen. Glück hingegen ist ein Hochgefühl, an dem man nicht festhalten sollte und das auf Dauer nicht «natürlich» ist. Entspannung harmonisiert und kumuliert das Qi, unsere Lebensenergie. Sie lässt uns Frieden erfahren, gesund werden und in unsere Kraft kommen – ein Zustand, der unserem natürlichen Sein entspricht. Uns ist es ein gros-ses Anliegen, den Menschen Wege aufzuzeigen, wie sie dies kultivieren können Würden mehr Menschen solche Methoden üben, könnten wir eine friedlichere Welt schaffen – wie innen, so aussen
Nicht verpassen: 10 Taiji-SommerRetreat
Dieses Jahr feiern wir unser 10 Taiji-Sommer-Retreat im wunderschönen Hotel «Beausite» im Wallis! Zum ersten Mal kombinieren wir es mit einem Qigong-Retreat – eine wunderbare Gelegenheit, beide Praktiken intensiv zu erleben.
Für weitere Infos und Kontakt: https://chentaiji.ch/
ENSEMBLE MARKUS
Eine Vision nimmt Gestalt an
Eine Kirche ohne Bänke – dafür mit Disco, Debatten und Bistro: Mit dem Ensemble Markus geht die Kirchgemeinde Bern-Nord neue Wege Der geplante Umbau zeigt, wie Kirche heute als offener Lebensraum wirken kann Karin Meier

Die Kirchgemeinde Bern-Nord versteht sich als schwellenloser, gastfreundlicher Treffpunkt im Quartier: ein Ort, an dem Spiritualität, Begegnung, Kultur und Vielfalt zusammenkommen und man sich zu Glaubens- und Lebensfragen austauschen kann. Seit Anfang März wird diese Vision sichtbar: Dann starteten die Umbauarbeiten an Markuskirche, Kirchgemeindehaus und Pfarrhaus. Die drei Gebäude im Besitz der Gesamtkirchgemeinde Bern bilden künftig das Ensemble Markus. Es wird das Kirchgemeindehaus Johannes und die Johanneskirche als kirchliches Zentrum ablösen.
Offene Türen im Ensemble Markus Ein Herzstück des Ensembles ist das Bistro im Kirchgemeindehaus. Gemeinsam mit der Eingangshalle im Erdgeschoss und dem Foyer im Obergeschoss ist es als unkomplizierter Treffpunkt für die Quartierbewohner gedacht: «Alle Menschen sind willkommen, und alle dürfen so lange verweilen, wie sie wollen», betont Sozialarbeiterin Mandana
Trucco. Im Kirchgemeindehaus ergänzen zudem neue Sitzungs- und Projektzimmer die beiden bestehenden Säle Hier empfangen die Mitarbeitenden Menschen aus dem Quartier zu Kindererlebnistagen, Festen, Spiel-Cafés, Mittagessen und weiteren Anlässen. In diesen Räumen können auch Firmenteams tagen, Workshops stattfinden oder Nachbarschaften sich austauschen. Selbst die Markuskirche steht künftig auch Firmen, Privatpersonen, Glaubensgemeinschaften und anderen Organisationen für eigene Veranstaltungen offen.
Neue Räume, neue Möglichkeiten Pfarrer Andreas Abebe beschreibt das Ensemble Markus als «einen neuen Ort, der frischen Wind ins Quartier trägt». Er sieht grosses Potenzial in den neu konzipierten Räumen: «Wir können Gottesdienste andersgestalten,RäumefürGespräche, Diskussionen oder kleine Anlässe öffnen und so herausfinden, was die Menschen wirklich bewegt.» Dieses Potenzial soll gemeinsam mit den Quartierbewohnern erschlossen
und an deren Bedürfnisse angepasst werden
Die Kirchgemeinde Bern-Nord betrachtet den Umbau als Chance, sich so modern, offen und vielfältig zu präsentieren, wie sie sich selbst versteht. In der Projekteingabe wird dieses Selbstverständnis durch einen geflügelten (Neon-)Löwen über dem Ensemble Markus unterstrichen Er wird von weithin sichtbar sein und ist das Symbol des Evangelisten Markus. Die Umbaukosten belaufen sich auf rund 14,5 Millionen Franken. Die Fertigstellung ist für Ende 2027 geplant, die Inbetriebnahme für Anfang 2028
Laufe dieses Prozesses wurde uns klar: Die eigentliche Besonderheit des Raums liegt gerade in seiner Grösse und Leere. Der bewusst freigehaltene Raum wird so zur Einladung an das Nordquartier, ihn immer wieder neu zu bespielen.
Wodurch werden Besucherinnen und Besucher den Umbau am deutlichsten wahrnehmen?
Künftig für kleinere Feiern: Seitenkapelle im Seitenschiff der Markuskirche.

3 FRAGEN
AN UELI KRAUSS
Wie lässt sich ein sakraler Raum so umbauen, dass er vielseitig nutzbar wird, ohne seine besondere Atmosphäre zu verlieren? Darüber haben wir uns intensiv Gedanken gemacht, denn diese Frage bildet den Ausgangspunkt für das gesamte Umbauprojekt Klar war, dass die Markuskirche als sakraler Raum zu gross für ihre ursprüngliche Nutzung ist. Zunächst haben wir überlegt, wie man den Raum füllen könnte – mit einem Bistro, mit Sitzungszimmern oder Büros. Doch im
Im Kirchenraum zeigt sich der Umbau vor allem durch das Entfernen der Bänke und den neuen Boden. Dieser Boden war nötig, weil der bestehende leicht zum Chor hin abfiel. Mit der Nivellierung verschwindet die traditionelle Ausrichtung des Raums. Damit wird das liturgische Zentrum mobil und kann künftig überall im Raum stehen Gleichzeitig entstehen vielfältige, auch nicht sakrale Nutzungsmöglichkeiten. Der neue Boden wird als Terrazzo ausgeführt und vom Künstler Christian Kathriner gestaltet.In seinem Entwurf bezieht er sich auf den Kosmos des grossen Wandbildes hinter dem Chor Im Erdgeschoss des Kirchgemeindehauses entsteht zudem ein Bistro Eine weitere Intervention findet im Glockenturm statt: Dort richten wir eine Kapelle mit ungewöhnlichen Proportionen ein: Sie ist nur 15 Quadratmeter gross, dafür fast 20 Meter hoch Diese Kapelle wird bereits ab dem Sommer öffentlich zugänglich sein
Was ist aus architektonischer Sicht die grösste Herausforderung bei diesem Projekt?
Stille Einkehr ist auch in der leeren Markuskirche möglich Für das Seitenschiff ist diese Kerzennische vorgesehen, ein kleiner Ort des Lichts und der Besinnung


Ueli Krauss, Mitinhaber Althaus Architekten, Mitglied der Geschäftsleitung Bild: zVg
Dies war das Schaffen einer Gesamtstimmung, die sowohl die kirchliche Würde erhält als auch eine vielfältige Nutzung erlaubt. Der Raum muss feierlich genug für Gottesdienste sein, gleichzeitig neutral genug, damit auch andere Veranstaltungen darin stattfinden können Bei jedem Gestaltungselement stellten wir uns die Frage: Würde dessen Beibehaltung Anlässe verhindern? Die Antwort war stets: nein Deshalb verändert sich die Kirche abgesehen vom neuen Boden kaum. In den Nebenräumen entsteht dagegen die notwendige Infrastruktur: Für Grossanlässe müssen zahlreiche Toiletten sowie Vorbereitungsräume fürs Catering vorhanden sein Die Pfarrpersonen wiederum benötigen eine Sakristei, in der sie sich auf Predigten vorbereiten können Auch die technische Ausstattung muss Platz finden: Licht, Sound, eine individuell regelbare Raumtemperatur sowie eine moderne Sitzungs- und Tagungsinfrastruktur
https://www.ensemble-markus.ch/
Kevin Kunz, charismatischer und ideenvoller CEO, verlässt diesen Monat den Kursaal Bern und tritt in den nächsten Lebensabschnitt.
Traurig für die Gäste des ganzen Betriebs, sicher aber auch ein glücklicher Moment für Kevin, der sich fortan vertieft den Dingen für die Sinne widmen kann Kurz nach dem Antritt vor zehn Jahren durften wir Karin und Kevin Kunz gemeinsam im «Talk» porträtieren und es freut uns, ihn in dieser Ausgabe nochmals zu interviewen.
Was hat Kevin Kunz bewegt, gefreut, glücklich gemacht in seinem Job, worüber wird er sich in Zukunft vermehrt freuen?
Danke, Kevin, für die Zeit, die du unseren Lesenden schenkst und dass du uns einen kleinen Einblick in deine Zeit beim Kursaal gibst.
Mit welchen Gefühlen hast du im Mai 2016 deinen Job in Bern angetreten?
Ich war neugierig auf dieses grosse, traditionelle Haus in der Mitte von Bern Nach so langer Zeit in den Bergen habe ich mich auch auf das Leben in der Stadt gefreut.
Was waren deine Ziele, wohin wolltest du den Betrieb damals führen?
Naja, erstmal musste ich mir ein Bild vor Ort machen Dann gab es aber sicher das Ziel, dieses traditionelle Haus weiterzuentwickeln
Welche dieser Ziele konnten du und dein Team umsetzen?
Der Kursaal Bern hat sich in den vergangenen zehn Jahren verändert und geöffnet: Die saisonalen Konzepte auf dem Rooftop, der Restaurantumbau, der Börsengang, das Hotel-Franchise, die Modernisierung der Meetingräume Da ist viel geschehen.
Du hattest mit deiner Frau Karin vor deinem Start beim Kursaal Bern Luxushotels mit einer internationalen «gut betuchten Klientele» geführt. Hast du grosse Unterschiede erfahren oder haben Gäste keinen grossen Einfluss auf den Betrieb?

Herzlichkeit,EmpathieundOffenheit zähltbeiallenMenschen,unabhängig von Status und Herkunft. Als Gastgeber mache ich da keinen Unterschied.
Welches Erlebnis oder welche Begebenheit hat dich in deiner Funktion als CEO besonders glücklich gemacht?
Da gibt es viele. Der erste KursaalHonig und damit auch die erste Fütterung der Bären im Bärengraben waren schon sehr eindrücklich Berührend ist aber sicher auch das Arbeiten mit dem Kursaal-Team Menschen aus 45 Nationen, die mit Kursaal-Spirit dafür sorgen, dass der «Laden läuft»
Und welche schöne Geschichte gibt es im Zusammenhang mit Hotelgästen zu erzählen?
Mir fallen einige norwegische Gäste ein, die das erste Mal in Bern wa-
ren. Die Stadt und alles hat sie so begeistert, dass sie in meiner Erinnerung ihren Aufenthalt vier Tage lang jeweils um einen Tag verlängert haben. Sie sind dann in der Aare geschwommen, was sie wahrscheinlich nie vergessen werden Das hat mir auch nochmal gezeigt, dass Bern eine tolle Stadt ist, die oft ihr «Licht unter den Scheffel stellt». Alle, die Bern zum ersten Mal erlebt haben, waren und sind begeistert und wir vergessen das oft
Du trittst nach fast zehn Jahren ab und ein in einen neuen Lebensabschnitt. Worauf freust du dich?
Im Moment einfach Zeit zu haben.
Was wirst du vermissen?
Meine engsten Mitarbeitenden, welche die vergangenen zehn Jahre mit mir erlebt haben.
Deine Partnerin Karin wird weiterhin als Hoteldirektorin tätig sein Werden sich die Gespräche privat ab und an um die Kursaal Bern AG drehen?
Das musst du Karin fragen, weil ich dann nur noch wenig weiss, was im Kursaal Bern geschieht.
Wo wird man dich in Zukunft im Nordquartier vielleicht vermehrt antreffen?
Sicherlich immer mal wieder Es ist ein tolles Quartier und ich habe gerne hier gewohnt.
Welchen «Geheimtipp» hast du den Leser:innen nebst der schönen Anlage des Kursaals Bern?
Ich finde den Kursaal Garten und die Rooftop-Terrasse sehr eindrücklich und schön Der Rosengarten, der botanische Garten und die Aare gefallen mir immer, aber das sind natürlich keine wirklichen Geheimtipps.
Gibt es Dinge, die du fortan ausüben wirst, jetzt, da du mehr Zeit hast?
Die Übergabe ist nun abgeschlossen und ich werde mit Karin in die Ferien fahren Danach steht eine Aarewanderung auf meinem Programm: von der Aarequelle bis zur Rheinquelle, in Etappen. Im September plane ich eine Tour de Suisse mit dem Camper Mehr habe ich noch nicht geplant.
Und last but not least: Welche Frage hat man dir im Zusammenhang mit deinem Job noch nie gestellt und wie würde deine Antwort hierauf lauten?
Genau diese Frage.


«BIVO» BAR UND BISTRO
Zeit, Raum und Ort für tagumspannenden Genuss
Seit knapp einem Jahr lockt vis-à-vis der Kasernenwiese ein erfrischendes Angebot aus leichtem Mittagstisch nach asiatischer Art und ausufernder Apérostunde «bis in die Puppen».

sche. Bevor von Daniel Kehrli und Filipe Lopes Cruz im Mai 2025 eröffnet haben, befand sich an dieser Adresse ein Lokal mit Fokus auf Portugal und grossen Durst. Das jetzige Konzept ist vielleicht nicht auf Anhieb stringent, weil es scheinbar unterschiedliche Kulturen zueinanderrückt Doch wird damit keine Fusion angestrebt, sondern eine wertvolle und spätestens auf den zweiten Blick sinnvolle Ergänzung zweier Welten: Ramen am Mittag, Bar am Abend. Will heissen: federleichter Japan-Genuss ab halb zwölf, Apéro-Time mit Biss ab 16 Uhr bis spät
Jean-Claude Galli
sauce eingelegte und gebratene Tofuwürfel in einer würzigen Misobrühe mit Spinat, MungbohnenSprossen, Ei und Frühlingszwiebeln Als Geburtsstätte von Miso-Ramen gilt die Präfektur Hokkaido mit der Hauptstadt Sapporo. Tantanmen Ramen hingegen besteht aus gebackenem und gebratenem Tofuhack in einer cremigen Soja-Sesam-Brühe mit Pak Choi, Mais, Ei und Frühlingszwiebeln und ist wesentlich pikanter im Vergleich zum erstgenannten Tofu-Gericht Der Name Tantanmen korrespondiert mit dem chinesischen Klassiker «Dan Dan Mien» aus der Provinz Szechuan
INFOS
Küche: Vom Asahi-dake bis zum Guggershörnli
Service: Breitsch und nicht Berlin
Ambiente: Mixed Pickles
Preise: Mittel

Bivo-Infoschild.
Sie kennen wohl den Kalauer «Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit». Ob das derzeit vielbeschworene Beizensterben wirklich existiert, ist zweifelhaft. Wenn ein GaultMillau-punktiertes Lokal dichtmacht, generiert dies zwar Schlagzeilen, doch sind solche Schliessungen oft nicht Teil eines Trends, sondern meist plakative Einzelfälle. Und Missverständnisse samt folgendem Konkurs kommen gerade in der Gastronomie häufig vor – in Sternenhäusern wie Stehimbissen Diesbezüglich kennen Sie vermutlich auch den zweiten Kalauer «Wer nichts wird, wird Wirt». Dass sich Gästeansprüche ändern, ist unbestritten Das haben sie aber immer getan, seit es Menschen und Häuser gibt, in denen sie zusammen essen und trinken, weil dies gemeinsam offenbar mehr Spass macht. Nur ist es heute halt um ein Vielfaches leichter, lokale bis globale Angebote und Bedürfnisse zu vergleichen. Qualität setzt sich übrigens fast immer durch. Das «Bivo» an der Ecke Herzog-/Beundenfeldstrasse ist eine passende Antwort auf aktuelle Kundenwün-
Schmatzen und Schlürfen erlaubt Dem asiatischen Raum aus emotionalen Gründen besonders zugetan, werfen wir hier einen genaueren Blick auf das zurzeit verfügbare Mittagsangebot. Ramen umfasst einen ganzen Nudelgerichts-Kosmos und gehört zu den beliebtesten FastfoodAngeboten in Japan, wobei die Chinesen die Erfindung hartnäckig für sich reklamieren. Gewöhnungsbedürftig für Westeuropäer und namentlich Schweizer – Frauen immer mitgemeint – ist insbesondere in diesem Fall: Sie dürfen ruhig schlürfen und schmatzen – jedenfalls, wenn es ihnen mundet. Auf der zurzeit verfügbaren Karte figurieren drei Angebote, Buta Miso Ramen mit in Sojasauce gekochter Schweinebrust, Yaki Tofu Ramen und Tantanmen
«Der Name ‹Bivo› kommt auch ganz und gar nicht von ungefähr.»
Tofu Ramen. Kommt Tofu ins Spiel, gähnen manche Leute ostentativ Wenn Tofu langweilig schmeckt, liegt dies jedoch meist an fehlender Fantasie bei der Zubereitung oder eigenem Nichtgefallen. Deshalb grosses Kino und Augen auf: Yaki Tofu Ramen beinhaltet in Soja-

Die Erde ist keine Scheibe Wir möchten uns hier gar nicht erst im Ansatz auf Herkunftsdiskussionen aller Art einlassen, sondern Ihnen einfach raten, die Erde im Zweifelsfall als rund und allen gehörend zu betrachten, bei gutem Wetter draussen Platz zu nehmen und nebst dem Essen ebenso Getränke zu bestellen. Denn der Name «Bivo» kommt auch nicht von ungefähr Unsere Empfehlung zum RamenMittag: Seicha Matcha Grapefruit, leicht säuerlich und fruchtig, etwas ungewöhnlich für unser Geschmacksempfinden und sehr erfrischend Wasser geht natürlich immer auch Auf der Abendkarte gibt es ein umfangreiches und reizvolles Angebot an Aperitifs, Cocktails, Negronis, Highballs, Mules und Sours. Hinzu kommen Offenweine, Prosecco und Bier, offen fliesst Felsenau, in Flaschen die örtliche Braukunst-Palette von Pils bis IPA. Und wenn Sie danach der Hunger packt, empfehlen wir Ihnen das Bivo-Sandwich mit Coppa, Rac-

Adresse: Herzogstrasse 2, 3014 Bern, Telefon 031 525 55 30 Öffnungszeiten: Mittwoch bis Freitag jeweils von 11.30 bis 14 Uhr und von 16 bis 24 Uhr, Samstag 10 bis 24 Uhr, Sonntag 10 bis 22 Uhr, Montag und Dienstag geschlossen www.bivo-bern.ch
lettekäse und Nüsslersalat oder «Chäs, Brot u Hummus» mit Oliven und Feigensenf
Fahnengruss
Schauen wir von der «Bivo»-Terrasse auf die andere Strassenseite und nach links und nach rechts, geraten wir automatisch ins Sinnieren Die Dichte an Gastlokalen rund um die Kaserne war und ist immer noch bemerkenswert hoch Das ist natürlich kein Zufall. Um eine Truppe bei Laune zu halten, sind Kurzweil und Stimulanzien immer wichtig. Brot und Spiele Und auch wenn der Betrieb in der Kaserne Bern massiv zurückgegangenist,hältsichdieGastromeile rund um die vordere Kasernenwiese wacker. Einstellungen und Verwandlungen – siehe das legendäre «Dufour» und den ähnlich sagenumwobenen «Jardin» – stets inbegriffen. Die Zeit fliesst. Hallo «Bivo»!

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PROMOTION LEAGUE – SA 2.5.2026,16.00 UHR
PROMOTION LEAGUE – SA 16.5.2026, 16.00UHR
FRAUEN 2. LIGA – SA 2.5.2026,18.30UHR
FRAUEN 2. LIGA – DI 12.5.2026, 20.15UHR
FRAUEN 2. LIGA – SA 30.5.2026,18.15UHR






BREITENRAIN
HANSJÖRG WENGER (TEIL 1)
«Wir machten eine Quartierzeitung, die hiess Nordwind»
Er erzählt zurückhaltend, ruhig, präzise, mit einem versteckten Humor. Und entführt die Schreiberin in sein Leben und in eine vergangene Zeit
Seit zweieinhalb, drei Jahren wohne ich wieder im Nordquartier Wir wohnen zu dritt in einer Vierzimmerwohnung der Stadt Bern
Ich bin sehr gerne ins Quartier zurückgekehrt, wo ich ja schon früher lebte. Die Szene ist ganz anders als damals, der ÖV und die Verkehrsberuhigung viel besser Und die Kultur! «La Capella» und jetzt auch ein wenig bekanntes Kunstmuseum am Schützenweg!
Geboren bin ich am 7.5.1953 in Bern Es war eine schwere Geburt. Ich kam recht leblos auf die Welt und es brauchteeiniges,bisichzumSchnaufen kam. Mit zwei Jahren stellte man einen körperlichen Entwicklungsrückstand fest, und von da an bekam ich Physiotherapie. Zuerst wohnten wir am Schönauweg. Ich habe einen zwei Jahre älteren Bruder, ein Bruder und die Schwester kamen fast zehn Jahre nach mir. Wir waren eine typische Arbeiterfamilie, Mutter arbeitete zu Hause mit uns vier Kindern, Vater war Drucker bei der Polyprint. Wir zogen dann in den Weissenbühl. Die erste Klasse im Sulgenbachschulhaus wurde schwierig, im Sozialen Aber ich hatte einen sehr guten Freund, der auch gemobbt wurde. Wir hatten eine richtig schöne Kinderfreundschaft und hielten zusammen. Ohne das Mobbing hätten wir das vielleicht nicht erlebt
Das Schulsystem war auch schlimm. Ich konnte mit meiner Hand keine Füllfeder halten, sie zwangen mich aber immer wieder dazu und gaben mir eine Zwei im Schreiben. Zum Glück wurde dann im Rossfeld ein Sonderschulheim eröffnet, wohin ich in der dritten Klasse wechseln konnte Dort ging es mir super! Wir erhielten Förderung. Ich war im Externat Zum Glück. So konnte ich um vier nach Hause und hatte noch mein privates Umfeld und die Spielplätze im Quartier
Wichtig war auch der Wochenplatz in einem Denner Ich war dort fünf Jahre bis Ende Schulzeit, sah viel, lernte viel, war Bube für alles und verdiente gut. Von anfänglich einem Füfzgi bis zuletzt fünf Franken – ein Erfolgserlebnis.
Nach der Neunten konnte ich, vermittelt und bezahlt durch die IV, eine Handelsschule machen Wohl weil man dachte, ich werde danach in einem Büro unterkommen. Es war für mich nicht einfach, wieder mit den
Normalen... Die IV finanzierte mir ein Tonband, womit ich die Stunden aufnehmen konnte Die Hausaufgaben tippte ich dann in die Schreibmaschine Und wieder hatte ich Glück mit Klassenkameradinnen, die mich unterstützten, wo sie konnten. Es ging also ganz gut. Nur Stenografieren konnte ich nicht. Und ich konnte nicht schnell genug Schreibmaschine schreiben fürs Büro oder für den Beruf eines Schriftsetzers
Der IV-Berufsberater wollte mich loswerden und schlug vor, dass ich mich beim Radiostudio Bern bewerbe Das tat ich – und wurde 1970 Praktikant im technischen Dienst In Bern war das Schaltzentrum, hier wurde von einem Studio ins andere umgeschaltet, Basel/Zürich/Bern. Es war kein beliebter Job, man sass dort und wartete wie in einem Barrierehüsli auf den Zug. Mir aber hat das Technische total gefallen, ich war da am richtigen Ort. Das Praktikum – ein Test, wie es gehe mit der körperlichen Einschränkung – wurde schon bald in eine Festanstellung umgewandelt. Mithilfe einer elektrischen Schreibmaschine funktionierte es tipptopp. Wir mussten im Sinne eines Logbuchs jede Umschaltung festhalten, und auch, wenn Fehler passierten oder ein Studio ausfiel. Es gab Plattenspieler, Tonbänder, das Pausenzeichen. Ja, es war schon ein verantwortungsvoller Job, aber darüber machte ich mir mit achtzehn nicht allzu viele Gedanken Wir waren die Letzten, die etwas retten konnten. Mit Musik- oder Sprechbändern. Aber das kam sehr selten vor.
Dank meiner Arbeitskolleginnen landete ich zusätzlich in der Sparte Rock und Pop, wo ich die Redaktoren technisch unterstützen konnte oder bei Direktsendungen mithelfen. Das lag mir! Rock und Pop in den 70ern! Sie arbeiteten nicht gerne mit Leuten, die diese Musik nicht mochten. Dafür haben die vom Volkstümlichen gebeten, dass ich nicht mehr zu ihnen geschickt werde.
Es gab ja auch ein Leben ausserhalb der Arbeit Jetzt kommen wir zur Gründung der WG an der Wylerstrasse Eine Frau, die mit mir in der Rossfeldschule gewesen war, ein ebenfalls ehemaliger Schulkollege und ich hatten die Idee, gemeinsam eine Wohnung zu suchen. Sie erfuhr, dass die Drogerie an der Wylerstrasse 43 schloss, und wir durften uns vorstel-

Leute trafen einander regelmässig in unserem Wohnzimmer Wir befassten uns mit dem Quartier, pflanzten Bäume an der Herzogstrasse. Wir machten eine Infoveranstaltung im «Chrueg», aber der Leist sagte, was wir wollten sei eine Utopie Da wussten wir, was wir vom Leist erwarten konnten. Wir schrieben einen Brief an den Stadtpräsidenten Tschäppät senior und die Bäume stehen heute noch Grosse Bäume!
Die POCH gab ihr Dossier über den Spielplatz Schützenweg an uns ab Wir mussten die Idee noch etwas ausbrüten, das Areal gehörte Privaten, die Stadt kaufte es dann Wir machten Einsprachen gegen Bauvorhaben, wozu wir zugelassen wurden, weil wir öffentliches Interesse geltend machen konnten, man kannte uns langsam Es war immer ein Bemühen, Kompromisse zu finden, was allerdings selten möglich war.
Reisen als «Entwicklungsmotor»: Hier erste Korsika-Reise 1976. Bild: zVg
len gehen. Für die Hausbesitzerin war das etwas ganz Neues, drei Behinderte in einer WG, aber wir erhielten die Wohnung und das Ladenlokal dazu. Dort, wo jetzt das «carpe diem» ist. Es stiess noch eine Frau zu uns, so waren wir zu viert. Ich fuhr immer mit dem Nünitram zur Arbeit Eines Tages sah ich, dass die POCH (Progressive Organisation Schweiz) das alte Restaurant Spitz besetzt hatte. Bis da war ich politisch nicht besonders interessiert gewesen, obwohl Vater Gewerkschafter war und wir ein SP-Haushalt. Es brauchte eben noch einen Zünder, und das war diese Hausbesetzung. Ich getraute mich zwar nicht hinein, man wurde von der Polizei registriert und ich wollte meinen Job behalten Aber ich war dort und kam mit andern ins Reden. Das war ungefähr 1974 Die Besetzung ging gegen die Wohnungsnot und gegen das Spekulantentum!
Das Haus wurde dann trotzdem abgerissen, was uns zur Gründung eines überparteilichen Komitees zur Erhaltung des Wohnquartiers Bern Nord bewegte. Wir zirka 20 jungen
Wir machten eine Quartierzeitung, die hiess Nordwind und ist noch in der Nationalbibliothek zu finden Wir berichteten darüber, woran wir arbeiteten, was glückte oder nicht glückte. Wo aus unserer links-grünen Sicht (die damals noch nicht so hiess) etwas getan werden sollte. Immer mehr wurde auch die Kultur unser Anliegen In Bern fing es an mit der Karajan-Demo, Kulturraum für Junge! Es gab den Gaskessel, aber es brauchte auch in den Quartieren Treffpunkte. Das Thema landete bald auf der Möchtegernliste, die wir regelmässig an die Stadt schickten. Als es dann in Zürich so richtig abging, meldete sich die Stadt bei uns und sagte, sie hätte ein Haus zur Zwischennutzung und zehntausend Franken. Damit wollten sie eine Besetzung verhindern Innerhalb von zwei Monaten eröffneten wir im Coiffeurhaus den Breitschträff. Und überlegten uns bereits, was nach eineinhalb Jahren geschehen solle
Aufgezeichnet von Katrin Bärtschi
Dies ist der erste Teil des «QuartierChopfs» mit Hansjörg Wenger Der zweite Teil erscheint in der Ausgabe vom 28. Mai 2026.
SOZIOKULTUR
NEUER QUARTIERTREFF
Die Lorraine hat Team Lo31
Der neue Quartiertreff Lo31 hat Mitte März eröffnet – mit Schrotto, Veloflicken und Lorraine-Enten-Siebdruck war der Start bunt und lebendig Jetzt geht der Betrieb richtig los. Mitmachen ausdrücklich erwünscht. Markus Flück / Team Lo31

Mitte März öffnete der Quartiertreff Lo31 an der Lorrainestrasse 31 erstmals seine Türen. An den Eröffnungstagen gab es für alle etwas: Den Auftakt machte der Spielbetrieb Lorraine, der offene Spieltreff für Kinder ab 6 Jahren in der Lorraine. Das Programm war vielfältig: ein Schrotto, eine Variante von Lotto, bei dem aussortierte Dinge ein neues Zuhause finden, Velos wurden geflickt, und beim Entensiebdruck (vgl Bild) entstanden kleine Kunstwerke. Zum Abschluss der Eröffnung wurde es eng, denn rund 40 Personen schauten zusammen den Film «Die Lorraine – Ein Quartier im Wandel der Zeit». Der Regisseur Louis Mataré, aufgewachsen in der Lorraine, war persönlich vor Ort und kam ins Schmunzeln mit seinem Film, mit welchem er vor rund 20 Jahren sein Filmschaffen begann
Raum für alle
Der Quartiertreff verfügt über einen kleineren und einen grösseren Raum sowie eine Küche, ein barrierefreies WC und ist mit einem Treppenlift ausgestattet Er kann für öffentliche und private Anlässe
gemietet werden. Wer einen Anlass plant, findet Infos zur Vermietung und den Raumkalender mit allen freien Daten auf: www.lo31.ch
Ausprobierphase
Aktuell sind wir in der Ausprobierphase, die Einrichtung der Räume, die Gestaltung des Aussenraums sind voll im Gang, die Abläufe bei der Vermietung müssen sich einspielen und welche Programmpunkte Anklang finden, wird sich noch zeigen Es gibt also Gestaltungspotenzial! Die Arbeitsgruppe «Programm und Kommunikation» ist aktuell daran, ein Programm ab August bis Ende Jahr zusammenzustellen. Ideen und Engagement sind willkommen – wer mitmachen und mitgestalten will, ist herzlich eingeladen, sich zu melden.
Supportmöglichkeit
Wer lieber mit Geld unterstützt:
Auch Spenden sind herzlich willkommen. Anbei die Kontonummer: IBAN CH78 0900 0000 1667 5144 2, Postfinance, Konto Trägerschaftsverein LO31, 3013 Bern www.lo31.ch
QUARTIERTREFFS UND
DAS QUARTIER-
ZENTRUM
IN
BERN NORD
Neben dem Lo31 gibt es weitere Quartiertreffs in unserem Stadtteil Bern Nord. Überall finden spannende Kurse und Veranstaltungen statt und überall ist es möglich, in der einen oder anderen Form mitzumachen. Schaut doch mal vorbei beim Treff eurer Wahl oder im Quartierzentrum Bern Nord:
Lo31 – Quartiertreff Lorraine, Lorrainestrasse 31 www.lo31.ch
HalbZeit und Verein Gemeinsam gegen Rassismus, Beundenfeldstrasse 13 www.halbzeit.ch
Breitsch-Träff, Breitenrainplatz 27 www.breitsch-traeff.ch
Quartiertreff IG Löchligut, Löchligutsweg 11, Worblaufen
Treffpunkt Wylergut, Dändlikerweg 37 www.wylergut.ch
Quartierzentrum Bern Nord, Wylerringstrasse 58 www.qznord.ch
Wenn wirälter werden … HilfezuHause (Haushalt, kochen, waschen, einkaufenund vieles mehr,was derAlltagsobringt) Team Sunneschyninder Region Telefon079 2635940 www.team-sunneschyn.ch

DerDIALOG istdie offizielle Quartierkommission des Stadtteils V, Breitenrain-Lorraine. Die Kommission vertritt gegenüber dem Gemeinderat, der Verwaltung und Verantwortlichen von Grossprojekten die Anliegender ansässigen Bevölkerung.
Seit der letztenAusgabedieser Zeitungwurde der DIALOG vom Verein Spurwechselbesucht, der über seine Tätigkeiten bezüglich des AutobahnanschlussesWankdorfberichtete. Schnell wurde klar,dassSpurwechsel und DIALOGviele Haltungenmiteinander teilen. Beide finden, dass das jetztige Projektder Autobahnbauer überdimensioniertsei und es praktikablereLösungenzur Entlastung des Quartiersgäbe. Beide finden auch,dassdie Allmenden davonnicht tangiert werden dürfen. Undbeide hoffen, dass es wieder zu einer dialogoffenen Runde komme,wo mansichaus seiner jeweiligen Perspektiveherauseinbringen könne.
In der Zwischenzeitbeschäftigen wiruns mit kleineren Massnahmen im Innenbereichdes Nordquartiers. Die städtischeVerkehrsplanung stellt uns ein Projekt vor, dasesAutofahrenden auf der Stauffacherstrasseerleichtern soll, dasTempolimit 30 einzuhalten.
Undvom städtischen Kompetenzzentrumöffentlicher Raum (KORA) erfahren wirGenaueres über die öffentliche Mitwirkung zurUmgestaltungdes Stauffacherplatzes, der vonden Besucher:innen der GelateriadiBerna rege benutztwird. DerDIALOG hat sich auch dorteingebracht und machte beliebt,weitereähnliche Nischen im Stadtteil ausfindigzumachenund dieseebenfalls aufzuwerten.
Am 20. Maium19.45 Uhrtrifft sich der DIALOG zumerstenMal im neuen Quartierzentruman der Wylerringstrasse58. Kommen auch Sievorbei, dann können Siedas neue Haus besuchen und beiuns mitreden!
Kontakt : info@dialognord.ch www.dialognord.ch
BÜCHERTAUSCH IM BREITSCH-TRÄFF
Ich denke, also bin ich, oder: Ich lese, also tausche
ich
Was während des Corona-Lockdowns im Breitsch-Träff als «Bücher-Takeaway» begann und die Möglichkeit zu einem kurzen persönlichen Austausch bot, wurde zum regelmässig durchgeführten Büchertausch Am 19 Mai darf wiederum getauscht, gekauft und gestöbert werden. Und immer noch mit viel Raum für den persönlichen Austausch. Martin Jost

Jäger beherrschen das Fährtenlesen, die Lehrerin liest im Gesicht der Schulkinder und erfasst deren Stimmung und Fussballer lesen den nächsten Spielzug Das und noch viel mehr wird mit «Lesen» in Verbindung gebracht Im eigentlichen Sinn ist Lesen jedoch die Fähigkeit zur Aufnahme von schriftlich festgehaltenen und sprachlich formulierten Gedanken Beispielsweise aus einem Buch Wer das oft und gerne tut, muss sich mit dem Ausdruck «Leseratte» abfinden «Das braucht man jedoch nicht zu sein, um am Büchertausch teilzunehmen», betont die Mitorganisatorin Tina Dietrich «Alle sind willkommen, also auch Menschen, die nur gelegentlich lesen oder ganz einfach neugierig sind und Lust auf Begegnungen haben.» Der Anlass, der mehrmals jährlich stattfindet, habe sich zu einem fixen Bestandteil des
Angebotes im Breitsch-Träff entwickelt, erfreulicherweise mit einem wachsenden Interesse. «Das Publikum ist sehr unterschiedlich», sagt Tina Dietrich, die als Buchhändlerin nicht nur über viel Fachwissen, sondern berufsbedingt auch über beste Informationen rund um das Buch verfügt. Der Ablauf des Büchertausches sei sehr unkompliziert, die Bücher können gebracht, getauscht oder für einen freiwilligen Betrag in die Kollekte gekauft werden.
Leseratten leben länger «Etwa eine Stunde vor Beginn machen wir den Aufbau», sagt die Mitorganisatorin, «wenn die ersten Besuchenden kommen, finden sie auf den Tischen beim Eingang vor allem aktuelle Highlights, die anderen Bücher stellen wir nach Genre aus und die Bücher, welche die Leute mitbringen, reihen wir entsprechend ein.»
Der Träff sei während ded Anlasses bewirtet, das fördere eine entspannte Atmosphäre und damit den Austausch unter den Besuchenden. «Es ist sehr schön und bereichernd für die Stimmung, wenn Leute, die sich nicht kennen, an einem Tisch sitzen und durch ein Buch in ein lebhaftes Gespräch vertieft sind.» Lesen stillt den Wissensdurst, macht neugierig und legt Gedanken frei Immerhin hat das geschriebene Wort auch schon die Welt und ganze Gesellschaften verändert. Ein Ende des Lesens ist nicht absehbar, in welcher Form auch immer. Und schliesslich setzt Tina Dietrich noch ein unschlagbares Argument obendrauf: «Lesen ist gut für die Gesundheit und kann das Leben um bis zu zwei Jahre verlängern», sagt sie und liegt damit vollkommen richtig, wie verschiedene Studien belegen. Gemäss diesen fördert das Lesen die Entspannung, steigert die emotionale Intelligenz, verhilft zu besserem Schlaf und zu geistiger Fitness.
INFO
Nächster Büchertausch im Breitsch-Träff: 19. Mai, 17.00–19.00 Uhr www.breitsch-traeff.ch

DIE GELBE
THEATER MATTE
Was wäre, wenn …?: Neustart
zum Saisonschluss
«Zurück auf Anfang» von Eric-Emmanuel Schmitt ist eine Komödie mit Zeitreise, die sich um eine der grossen Fragen des Lebens dreht: Was wäre, wenn …? Nicole D. Käser
Das Stück setzt an einem entscheidenden Moment im Leben des Protagonisten ein. Ein bizarrer Unfall katapultiert Alexandre in seine Jugend zurück – und plötzlich steht er seinem vierzig Jahre jüngeren Ich gegenüber. Was folgt, ist ebenso hochkomisch wie berührend: die Begegnung zweier Versionen desselben Menschen Hier der lebenserfahrene Alexandre, dort sein ehrgeiziges, ungeduldiges jüngeres Selbst Zwischen ihnen entwickelt sich ein leidenschaftliches Duell – um die eigene Identität. Alexandre hat die Chance, sein Leben neu zu gestalten. Soll er seinem jüngeren Ich zu denselben Entscheidungen raten, die er einst getroffen hat –oder wagt er diesmal einen anderen Weg?

Eric-Emmanuel Schmitt gelingt mit «Zurück auf Anfang» eine lebhafte Komödie. Einfühlsam und leidenschaftlich lässt er seine Figuren aufeinandertreffen und ermöglicht uns einen vergnüglichen Blick in die Vergangenheit, die vielleicht eine neue Zukunft schreibt «Wenn ich dir sage, wie dein Leben werden wird, dann wäre es nicht mehr dein Leben, das du lebst, sondern das Leben eines anderen.» Aufführungen noch bis zum 17 Mai 2026 www.theatermatte.ch
RÄTSEL-SPASS
Sudoku leicht
Sudoku mittel
Sudoku schwer
Auflösungen der letzten Ausgabe Sudoku
So lösen Sie Sudoku: Füllen Sie die leeren Felder mit den Zahlen von 1 bis 9. Dabei darf jede Zahl in jeder Zeile, jeder Spalte und in jedem der neun 3 x 3-Blöcke nur ein Mal vorkommen.
GEWINNEN SIE
Senden Sie das Lösungswort an wettbewerb@afdn.ch oder per Postkarte an Anzeiger Nordquartier, Postfach, 3001 Bern Die Gewinner:innen eines der 5 Einkaufsgutscheide à 20 Franken vom Wankdorf Center werden persönlich benachrichtigt Es wird keine Korrespondenz geführt, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Schwedenrätsel
Schwedenrätsel: Wildbienen
KIRCHEN NORDQUARTIER
ÖKUMENISCHER RELIGIONSUNTERRICHT
Gemeinsam den Glauben entdecken
Im Nordquartier treffen sich Kinder und Jugendliche regelmässig zum ökumenischen Religionsunterricht. Für viele ist er mehr als ein freiwilliges Angebot neben der Schule: ein fester Bestandteil des Schuljahrs, in dem sie Fragen nach Glauben, Leben und Zusammenhalt stellen können.
Ein Lied erklingt, die Kinder stimmen gemeinsam ein. Es ist das Ritual, das den ökumenischen Religionsunterricht, kurz ÖRU, im Nordquartier eröffnet. Im Kreis sitzend, kommen die Teilnehmenden an und richten sich auf die bevorstehende Stunde ein. Der gemeinsame ÖRU ergänzt die religiöse Bildung, die im Elternhaus, im Alltag und bei christlichen Feiern stattfindet. Er deckt die 1. und 2. sowie die 5. bis 8. Klasse ab, einzig in der 3. und 4. Klasse wird nach Konfessionen getrennt unterrichtet. Abschluss des ÖRU ist die Konfirmation bzw. Firmung. Die Treffen finden je nach Altersstufe am Mittwochnachmittag, am Freitagabend oder am Samstag statt. Entstanden ist dieses Angebot vor rund zwanzig Jahren aus einzelnen Modulen, die Schritt für Schritt zu einem breit abgestützten Programm ausgebaut wurden Heute tragen die katholische und die reformierte Kirche den Unterricht gemeinsam und gestalten ihn im Team Dadurch werden unterschiedliche Perspektiven sichtbar und der Austausch vertieft Für die Kinder und Jugendlichen hat der gemeinsame ÖRU überdies den Vorteil, dass sie den grössten Teil des Religionsunterrichts mit ihren Klassenkameradinnen und -kameraden besuchen können.
sche Geschichten, Lieder und Rituale im Vordergrund. In der Mittelstufe kommen historische Hintergründe und konfessionelle Unterschiede hinzu. In der Oberstufe verschiebt sich der Fokus auf ethische Fragen: Gerechtigkeit, Verantwortung und die Frage, was im Leben Orientierung gibt
«Wir spüren ein grosses Vertrauen in unsere Arbeit, auch inhaltlich.»
Lebensnaher Unterricht Der ÖRU findet im halbjährlichen Wechsel in der St Marienkirche und in der Johanneskirche statt und hat engen Bezug zur Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen Rituale wie ein gemeinsamer Anfang oder ein Segensschluss geben Halt, während Gespräche und Diskussionen den Kindern und Jugendlichen ermöglichen, eigene Gedanken zu entwickeln «Wir orientieren uns an den biblischen Geschichten und verknüpfen sie mit der Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler. Wenn etwa die Geschichte von Zachäus behandelt wird, sprechen wir auch über Ausgrenzung auf dem Pausenplatz und unseren Umgang damit», sagt Mihaela Apothéloz «Ich rege oft Pro- und ContraDiskussionen an, damit die Kinder lernen, verschiedene Perspektiven einzunehmen», ergänzt Sonja Gerber. Gemeinsame Aktivitäten wie
Orientierung ohne Vorgaben Die Unterrichtenden verstehen sich als Teil der christlichen Gemeinschaft. Neutralität im schulischen Sinn gibt es nicht. «Wir sind Christinnen und Christen und sprechen auch davon, was wir selbst glauben und hoffen», sagt Pfarrerin Sonja Gerber, die gemeinsam mit der katholischen Katechetin Mihaela Apothéloz die ÖRU-Klassen 1 und 2 leitet. Die beiden legen Wert darauf, dass die Schülerinnen und Schüler ihren eigenen Zugang zum Glauben finden können «Wir öffnen einen Raum, in dem die Kinder so viele und so kritische Fragen stellen dürfen, wie sie wollen», sagt Mihaela Apothéloz. Ziel sei es, die Teilnehmenden im Glauben zu beheimaten und ihnen Orientierung zu geben, ohne ihnen fertige Antworten vorzuschreiben.
Die Inhalte sind altersgerecht aufgebaut. In der Unterstufe stehen bibli-
Karin Meier
ein Abend mit Pizza oder Hotdogs stärken das Gemeinschaftsgefühl. Die meisten Kinder und Jugendlichen in den ÖRU-Klassen sind reformiert oder katholisch, vereinzelt nehmen auch solche aus konfessionslosen Familien teil. «Auffällig ist, dass viele Teilnehmende in wenig religiösen Familien aufwachsen, aber sehr interessiert sind», sagt Sonja Gerber Themen aus anderen Religionen werden im ÖRU nur am Rand behandelt, da diese bereits Teil des schulischen Unterrichts sind. Trotzdem bringen die Kinder und Jugendlichen sie ins Gespräch ein, etwa wenn sie von Erfahrungen mit muslimischen Mitschülerinnen und Mitschülern berichten.
Grosses Vertrauen seitens der Eltern
Die Rückmeldungen der Eltern sind überwiegend positiv. «Wir spüren ein grosses Vertrauen in unsere Arbeit, auch inhaltlich», sagt Sonja Gerber. Die Kinder und Jugendlichen wiederum schätzen die andere Form des Lernens. Es gibt weder Prüfungen noch Leistungsdruck, dafür Raum für Kreativität und Austausch. Gleichzeitig bleibt die Teilnahme eine Herausforderung, da der Unterricht in der Freizeit stattfindet und mit anderen Aktivitäten konkurriert. «Die Teilnehmenden haben viele Alternativen Deshalb müssen wir unser Angebot ansprechend gestalten», sagt Mihaela Apothéloz.
Die jüngeren Kinder befassen sich spielerisch mit dem christlichen Glauben.

Der nächste ÖRU beginnt Vor den Sommerferien erhalten Eltern mit einem Kind, das im August in die 3. Basisstufe kommt und den ÖRU besuchen könnte, eine Informationsbroschüre zugeschickt. Die Kirchgemeinde Bern-Nord und die Pfarrei St Marien organisieren zudem einen Schnuppertag, an dem interessierte Familien den Unterricht unverbindlich kennenlernen können (s. Box).
SCHNUPPERTAG
SCHULJAHR 2026/27
Freitag, 22 Mai 2026, 14 bis 16 Uhr, bei der Johanneskirche, Breitenrainstrasse 26 Familien mit Kindern, die im August 2026 in die 3. oder 4. Basisstufe kommen, sind herzlich willkommen. Keine Anmeldung erforderlich. www.kirchen-nordquartier-bern.ch/ru-kuw Der ökumenische Religionsunterricht findet im halbjährlichen

kirchen bernnord



Gottesdienste feiern
Mai
Sonntag, 3. Mai
Marienkirche Ökumenischer Gottesdienst mit Abendmahl. 9.30 Uhr Andreas Abebe, Felicitas Ameling, Jürg Bernet (Musik). Pfarreikaffee
Sonntag, 10. Mai –Muttertag
Johanneskirche Sonja Gerber,Evelyn Scheidegger (Gastrednerin von 9.30 Uhr cowpassion.ch), Vera Friedli (Orgel). Apéro
Marienkirche Josef Willa, MarcFitze (Orgel). Pfarreikaffee 9.30 Uhr
Donnertag, 14. Mai –Auffahrt/ChristiHimmelfahrt
Johanneskirche Ökumenischer Gottesdienst mit Abendmahl. Sonja 9.30 Uhr Gerber,Michal Kromer,Stefan Andrés (Saxofon), Vera Friedli (Orgel). Kirchenkaffee
Sonntag, 17. Mai
Johanneskirche Andreas Abebe, Vera Friedli (Orgel). Kirchenkaffee 9.30 Uhr
Marienkirche André Flury,François Comment (Orgel). Pfarreikaffee 9.30 Uhr
Samstag, 23. Mai
Johanneskirche Vesper und Handauflegen.MirjamWey,Teamaus 19 Uhr erfahrenen Handauflegenden, Isabel Lerchmüller (Querflöte,Shakuhachi), Vera Friedli(Orgel)
Sonntag, 24. Mai –Pfingsten
Johanneskirche Andreas Abebe, Isabel Lerchmüller (Shakuhachi, Quer9.30 Uhr flöte), Vera Friedli (Orgel). Apéro
Marienkirche Firmung. Georges Schwickerath, Michal Kromer, 10 Uhr Mihaela Apothéloz, Irene Benito (Geige).HyunjooKim (Orgel). Apéro
Reformierte Kirchgemeinde Bern-Nord Wylerstrasse 5, 3014 Bern, 031 331 40 37, bern-nord.refbern.ch Katholische Pfarrei St. Marien Wylerstrasse24,3014Bern,0313308989, marienbern.ch

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MAI
Samstag, 2. Mai, 10–12 Uhr
Märitkafi
Samstag, 2. Mai, 9–13 Uhr
Libera Terra Markt, feine mafiafreie
Produkte aus Süditalien
ca 10.30 Uhr Musik-Matinée: FrühlingsKonzert mit «Strings on fire»
Sonntag, 3. Mai, ab 12.30 Uhr Kutüsch (Kurdisch Türkisch Schweizerischer Kulturverein)
Montag, 4. Mai, ab 18.30 Uhr Frauenbeiz, Anmeldung: info@frauenbeiz-bern.ch
Dienstag, 5. Mai, ab 19 Uhr Bistro-Club, politische Diskussion mit Prof Beat Schneider
Mittwoch, 6. Mai, ab 19 Uhr Veganes Mittwuch-Znacht
Donnerstag, 7. Mai, 19.30 Uhr
Chorkonzert: «BernChor21» singt «Flowers», Kollekte, Bar ab 19 Uhr
Freitag, 8. Mai, 19 Uhr
Aethiopisches Essen, Anmeldungen: 076 457 72 43
Samstag, 9. Mai, 10–12 Uhr
Märitkafi
14 Uhr Konzert: Armando Lenoci und die Blues Sax Band
Sonntag, 10 Mai, ab 12.30 Uhr
Kutüsch
Montag, 11 Mai, 19–21 Uhr
Stricken für alle
Mittwoch, 13. Mai, ab 19 Uhr Mittwuch-Znacht
Donnerstag, 14 Mai, 20.00 Uhr
Jazz im Breitsch: OUT OF THE BOX, Stewy von Wattenwyl: hammond organ, Jörg Enz: guitar, Elmar Frey: drums, Bar ab 19h
Samstag, 16 Mai, 10–12 Uhr
Märitkafi
20 Uhr «Über das Gras gehen», Lesung und Musik mit F. Miceli, Essen um 19 Uhr
Sonntag, 17 Mai, ab 12.30 Uhr
Kutüsch
Dienstag, 19 Mai, 17–19 Uhr
Bücher-Tausch: Bücher bringen, tauschen, kaufen…, Kollekte
Mittwoch, 20 Mai, 18 Uhr
Mitgliederversammlung Trägerverein
Breitsch-Träff
ca. 19.30 Uhr Mittwuch-Znacht
Freitag, 22 Mai, ab 19 Uhr
Aethiopisches Essen,
Anmeldungen: 076 457 72 43
Samstag, 23 Mai, 10–12 Uhr
Märitkafi
Sonntag, 24 Mai, ab 12.30 Uhr
Kutüsch
Montag, 25. Mai (Pfingstmontag)
Geschlossen
Mittwoch, 27 Mai, ab 19 Uhr
Indisches Mittwuch-Znacht mit Singh Pal Freitag, 29 Mai, ab 18 Uhr
Solidarität mit Kuba, Projektpräsentation
MediCuba
Samstag, 30 Mai, 10–12 Uhr
Märitkafi
17–22 Uhr Fineboy Fest represents: Afro Buffet Party
Sonntag, 31 Mai, ab 12.30 Uhr
Kutüsch
Deine Anmeldung fürs Essen erleichtert
unsere Planung. Infos: www.breitsch-traeff.ch
Möchtest du dich freiwillig engagieren?
Melde dich: vorstand@breitsch-traeff.ch
VERANSTALTUNGEN

Das Quartierzentrum 5 wird
zum Quartierzentrum Bern Nord www.qznord.ch | info@qznord.ch
Liebe Besucher:innen
Am Standort Wylerringstrasse 58 betreibt der Verein Wylerhuus das Quartierzentrum Bern Nord. Raumvermietungen, Verkauf Tageskarten, Nähatelier sowie Information und Beratung gehören zu unseren Dienstleistungen fürs Quartier
Wir freuen uns auf euren Besuch.
Am Freitag, 15. Mai 2026, und am Pfingstmontag, 25. Mai 2026, bleibt das Quartierzentrum geschlossen
Sekretariat | 031 331 59 55
C. Portner| Hausverwaltung und Raumvermietung
Öffnungszeiten Sekretariat und Information Montag und Freitag: 13–17 Uhr
SBB-Tageskarten Gemeinde | 031 331 59 55
Verkauf direkt vor Ort und Bezahlung in bar oder mit TWINT oder Karte. Aufgrund des administrativen Aufwands wird eine Servicegebühr von Fr 2.– pro Tageskarte erhoben.
Montag und Freitag: 13–17 Uhr
Nähatelier | 076 367 77 61
S. Salvati | Leitung
Freitag von 9 bis 12 und 14 bis 17 Uhr
Quartierarbeit Bern Nord | 078 208 92 59
N. Müller | Leitung Quartierzentrum und Quartierarbeiterin nina.mueller@vbgbern.ch
Hotel Jardin, Bern
Militärstrasse 38, 3014 Bern Telefon 031 333 01 17, www.hotel-jardin.ch
BoGa
Botanischer Garten Bern, Altenbergrain 21, 3013 Bern, Telefon 031 684 49 45, www.boga.unibe.ch
Hirslanden Bern
Hirslanden Bern AG, Salem-Spital Schänzlistrasse 39, 3013 Bern Telefon 031 337 60 00, salem-spital@hirslanden.ch
La Cappella
Allmendstrasse 24, 3014 Bern
Telefon 031 332 80 22, www.la-cappella.ch
cinedolcevita
Seniorenkino Bern, CINEABC, Moserstrasse 24, Tram 9, Haltestelle Breitenrain- oder Viktoriaplatz, Eintritt Fr 13.–. BEKB|BCBE-Kunden erhalten eine Vergünstigung von Fr 5.– gegen Vorweisung des Kinogutscheines. Gutscheine erhältlich bei den BEKB|BCBE-Niederlassungen Bundesplatz und Breitenrain Kulturmuseum Bern
Schützenweg 22, 3014 Bern Telefon 079 357 95 08, www.kulturmuseum.ch
Kirchenkino im Nordquartier
Markuskirche, Tellstrasse 33, 3014 Bern www.refbern.ch
Ausstellung


15. April bis 3. Juli 2026 Öffnungszeiten Bernapark Museum, Mi –So, 14 –17Uhr
Ausnahme ohne Regel
Arthur Freuler hateine Lehrerausbildung am Seminar Muristalden Bern abgeschlossen, bevor er die Ausbildung an der Kunstgewerbeschule Bernund an der Uni Bern zum Zeichenlehrer absolviert hat. Er hatinden Fächern Gestaltung, Ölmalerei, figuratives Zeichnen, Porträt-, Figuren- und Aktzeichnen in mehreren Schulen unterrichtet, darunterdie BMS (Berufsmittelschule gestalterische Abteilung) der GIBB und die Schule für Gestaltung Bern/Biel. Seit 1989 haterdie Schweizer Malschule (SMS)für Ferienkurse aufgebaut, geführt undüber 100 Kurse geleitet.
Zu Beginn hatersich der figurativen Malerei gewidmet, die er ab 1993zugunsten einer mehr selbstwertigen, reduzierten Malerei aufgegeben hat. Es gehtihm darum, Analogien nach der Naturzu malen, ohne die Naturzukopieren.

Kommen Sie vorbei und entdecken Sie die faszinierenden Werkedieses talentierten Künstlers!
BernaparkMuseum- Kunstraum Thomas Demarmels Bernapark 23, 3066 Stettlen

nzeiger
IMPRESSUM
Herausgeber: blickpunktNord GmbH
Postfach 9314, 3001 Bern
Auflage: 16 600 Ex., WEMF beglaubigt
Kontaktkoordinaten: Anzeiger für das Nordquartier, Postfach, 3001 Bern Telefon 031 351 35 13, www.afdn.ch, info@afdn.ch
Verlagsleitung: Claudio A. Engeloch
Redaktion: Claudio A. Engeloch (engeloch@a-fdn.ch)
Freelance-Mitarbeit: Bianka Balmer (bianka.balmer@gmx.ch)
Katrin Bärtschi (katrin.baertschi@bluewin.ch)
Urs Frieden, Journal B (frieden@halbzeit.ch)
Jean-Claude Galli (jean-claude.galli@fluestertuete.ch)
Martin Jost (martin_jost6@bluewin.ch)
Claudia Langenegger (info@reporterin.ch)
Corinna Elena Marti (cem1@bluewin.ch)
Cartoons: Heinz «Pfuschi» Pfister
Redaktionsschluss: Montag, 17.00 Uhr
Anzeigen: anzeigen@afdn.ch
Anzeigeschluss: Montag, 17.00 Uhr
Layout, Produktion: merkur medien ag, 4900 Langenthal Medien- und Printunternehmen
Druck: DZB, Druckzentrum Bern AG, Telefon 031 349 49 49
Vertrieb: Post CH Netz AG
Unser Zeitungspapier wird umweltschonend hergestellt und enthält einen hohen Altpapieranteil
Anlaufstelle Quartier: Druckerei Läderach AG, Beundenfeldstrasse 17, 3013 Bern, Tel. 031 331 61 26, druckerei@laedera.ch
Copyright: © für alle Inhalte: Verlag blickpunktNord GmbH
Wir stehen Ihnen bei

Ihre Kontaktstelle für Kleininserate im Anzeiger für das Nordquartier
Läderach AG

Highend-Audio mit vernünftigem Preis-/Leistungsverhältnis
Gernebin ichnachVereinbarung jederzeit für Hörtermine verfügbar unter: ulrich.steiner@revolutionaudiopure.com oder Whatsapp 079460 64 74 revolutionaudiopure.com |Kyburgstrasse 9|3013 Bern


Region 031 333 88 00 egli-ag.ch Breitenrainplatz 42, 3014 Bern

«Bei aurora durftenwir alle Schritte begleiten. Wir haben Grosi die letzte Ehre erwiesen und sind sogar mit im Bestattungswagen gefahren. Das war ein gutes Gefühl.»


































FREITAG,26.JUNI 2026
21. BURKHALTER-CUP
2026 AUFDEM SPITZ
Türöffnung: 16:30 Uhr; 3Spiele:
17:30 BSC YB – FC Breitenrain
18:30 FC Thun –BSC YB
19:30 FC Breitenrain –FCThun

EintrittCHF 20
Unbedingt Vorverkauf benutzen: fcbreitenrain.ch
