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Sammlung_Museum_Nordwestbahnhof

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Tracing Spaces & Museum Nordwestbahnhof

Sammlung von Artefakten aus 150 Jahren Bahnhofsgeschichte

zur Installation als Erinnerungszeichen und Identität stiftende Gestaltungselemente im neuen Stadtentwicklungsareal

© Michael Hieslmair und Michael Zinganel, Fotodokumentation: Christopher Mavric

Die aktuell im Museum Nordwestbahnhof ausgestellten Exponate und kleinere bzw. kleinteiligere Objekte sind hier nicht aufgelistet.

Die Eisenbahntypischen Signalanlagen am Areal wurden frühzeitig abgebaut, sich jedoch im Eisenbahnmuseum Strasshof verfügbar.

Installationen von Tracing Spaces an Außenstellen am Areal

Installationen von Tracing Spaces am Areal

Pop Up Ausstellung zur Geschichte

Mit Abbildungen zu den wichtigsten Zeitschnitten in der Entwicklung des Nordwestbahnhofs, Betonsockel, Aluminiumrohre, Verkehrsschilder mit bedruckter Folie

Unter Verwendung von Bauteilen aus der Abschlussausstellung der IBA Wien

Verkehrsschilder Alu Formline: 60 x 46 cm

Alumasten auf Betonpoller, Durchmesser: 45 cm

Gesamthöhe: 200 cm

Panalpina Ladeplattform, Ladestraße 1

© Foto: Christopher Mavric

Wien. Fischgeschichten

Das Areal des Nordwestbahnhofs wurde vor den Aufschüttungen für die Errichtung des 1972 eröffneten Bahnhofs von einem Seitenarm der Donau durchflossen und bildete damit einen Teil eines bedeutenden schiffbaren Wasserweges und gleichzeitig einer Auenlandschaft, die unzähligen Fischen als Lebensraum und Laichgrund diente. Als mit der Donauregulierung der Fischbestand radikal zurück ging entwickelte sich der Nordwestbahnhof zum zentralen Umschlagort für den Import von Fischen, die mit der Bahn aus den Nordseehäfen antransportiert und vor Ort auch weiterverarbeitet wurden. Fischgeschichten bilden deshalb einen Schwerpunkt in der Ausstellung des Museums, in den Interventionen am Areal und in performativen Exkursionen im Stadtraum von Wien: So werden topografische, bauliche, soziale und kulturelle Transformation der Stadt anhand der sich verlagernden Orte des Fisch-Fangs, -Handels und dessen Verarbeitung reflektiert.

Michael Hieslmair / Michael Zinganel mit Theresa Hattinger und Matthäus Bär im Rahmen von Kunst im öffentlichen Raum Wien, eröffnet 2020

Zur Projektbeschreibung und Dokumentation: https://tracingspaces.net/aufundzu/

Oben: Grabmal für die unbekannten Wiener Fische über ihrem ehemaligen Lebensraum

© Foto: Wolfgang Thaler

Überlebender Hausen in der Intensivstation

Der Hausen, ein gepanzerter Vorfahre des Störs und eine der größten und ältesten noch lebenden Fischgattungen in den europäischen und eurasischen Binnenländern, besiedelte den Donauraum lange bevor hier Menschen existierten. Er pendelte jährlich vom schwarzen Meer bis Bayern und legte den Laich im Süßwasser ab. Ausgewachsene Exemplare konnten 6 bis 8 Meter groß werden. Es ist daher kein Wunder, dass der Fisch einer der bekanntesten viel „besungenen“ Donaulebewesen wurde. Begehrt war der Hausen nicht nur wegen seiner Größe sondern auch wegen seines starken Knochenbaus zur Produktion von Leim – und vor allem die Fischeier der Weibchen (Beluga-Kaviar). Der Hausen wurde nicht gefischt sondern gejagt, in Seitenarme der Donau mit Niedrigwasser getrieben und dort mit Lanzen erstochen.

Durch die Aufschüttungen der Seitenarme der Donau, die Regulierung und die vielen Staustufen gilt der Hausen, der legitime Ureinwohner der Brigittenau, heute in unseren Breiten als ausgestorben.

Die Installation suggeriert mittels Text und Audiospur das Überleben eines vereinzelten Exemplars, das hier vom Museumsteam gesund gepflegt wird.

Standort: Pförtnerhäuschen der Kraftwagendienstelle der ÖBB an der Nordwestbahnstraße

© Foto: Wolfgang Thaler

Sonderausstellung

Excavations from the darkest past

Temporärer Erinnerungsort an die NS-Hassausstellung „Der ewige Jude“ von 1938

Die Bahnhofshalle für die Abwicklung des Personenverkehrs am Wiener Nordwestbahnhof diente unmittelbar nach dem „Anschluss“ im Jahr 1938 als Schauplatz der Propagandareden der NS-Größen Goebbels, Göring und Hitler sowie ab August auch für die antisemitische Hass-Ausstellung „Der ewige Jude“.

Um hier einen vorerst temporären Gedenkort zu schaffen, wurden in einer großräumigen Freiluft-Installation „Spuren“ historischer Ereignisse zeitlich verdichtet an ihren Originalschauplätzen rekonstruiert: Analog zu „Ausgrabungen“ wurden sowohl die Grundrisslinien der 1952 abgebrochenen Bahnhofshalle und der 1938 darin aufgebauten Propaganda-Ausstellung „Der ewige Jude“ im Maßstab 1:1 am Boden nachgezeichnet. Gleichzeitig wurde mit Verweis auf die hier stattgefundenen Dreharbeiten für den Film „Stadt ohne Juden“ ein Zugwaggon in abstrahierter Form nachgebaut. War die fiktive Deportation im Film von 1924 noch vorübergehend, so zeigte die verhetzende Wirkung der Ausstellung 1938 ihre fatale Wirkung im Realen: in Pogromen, Deportationen und Massenvernichtung. In der Folge wurde auch der Bahnhof wurde zum Tatort: die vor Ort hochgefahrene Rüstungsindustrie bediente sich Zwangsarbeiter*innen, die jüdischen Speditionen wurden arisiert und ein Großteil des Übersiedelungsgutes der zur Ausreise gezwungenen jüdischen Familien geraubt.

Michael Hieslmair/ Michael Zinganel mit Bernhard Hachleitner im Rahmen von Kunst im öffentlichen Raum Wien, gefördert von Zukunfts- und Nationalfonds der Republik Österreich und den ÖBB Eröffnet 2021

Zur Projektbeschreibung und Dokumentation: https://tracingspaces.net/excavations/

Rechts oben: Adaption der Bahnhofshalle für die Rede von Adolf Hitler am 9. April 1938, am Vorabend der „Volksabstimmung“ über den „Anschluss“

Rechts unten: Das Kopfgebäude des Bahnhofs mit dem Plakat für die am 3. August 1938 eröffnete antisemitische Hass-Ausstellung „Der ewige Jude“

© Fotos: Bildarchiv Austria ONB

Installationen von Tracing Spaces am Areal

Überlagerung einer Luftaufnahme des Nordwestbahnhofs aus dem Jahr 2015 mit dem Einreichplan der Einbauten für die NS-Propagandaausstellung „Der ewige Jude“ (1938) im Bestand des 1952 zerstörten Bahnhofsgebäudes (schraffiert)

Collage: Alexander Gruber für Tracing Spaces unter Verwendung eines Luftbildes von ViennaGIS – Geografisches Informationssystem der Stadt Wien

Rechts oben: Informationstafel zur Einführung in die historischen Ereignisse am vorerst nur temporären Gedenkort

Rechts unten: Blick über die 100 Meter lange und 40 Meter breite Markierung der Bauten für die Ausstellung an ihrem Originalstandort

© Fotos: Wolfgang Thaler

Sonderausstellung

Der Nordwestbahnhof 1945–1955

Der Nordwestbahnhof wurde im zweiten Weltkrieg intensiv von der Wehrmacht genutzt und daher Ziel von Bombenangriffen der Alliierten. Noch im Jahr 1945 hat die Rote Armee die NordwestbahnBrücke als vorerst einzige Bahnverbindung über die Donau wieder Instand gesetzt. Dadurch entwickelte sich der Bahnhof zum wichtigsten Umschlagplatz für die Logistik der sowjetischen Besatzung, österreichische Speditionen und ebenso für die dringend notwendige Versorgung der Stadt mit Lebensmitteln und Heizmaterial aus dem Marchfeld, dem Waldviertel und der Tschechoslowakei. Die Personenbahnhofshalle wurde zwar bereits 1952 abgebrochen, der Bahnsteig davor diente jedoch noch bis 1959 als Schnellbahn-Ersatzbahnhof zwischen Wien und dem Norden.

Michael Hieslmair / Michael Zinganel mit Bernhard Hachleitner

Unter Wiederverwendung eines Ausstellungsdisplays aus dem Architekturzentrum Wien

Provisorischer Bahnsteig Ringlokschuppen

Überreste Kopfbahnhof

Haltestellen

Brücke Stromstraße Wasserturm

Kohlerutschen Bahnwächterhaus Nr. 1

Links oben: Einstieg mit Karte der Zonen der Besatzungsmächte in Wien, Wiederaufbau und Eröffnung der zerstörten Nordwestbahnbrücke, Russenschleife

Materialrutschen Brücken Hellwagstraße

Rechts oben: Reaktivierung und Nutzung als Personenbahnhof bis 1959

Überdachte Ladebühne

Nordsee Fischfabrik

Gastwirtschaft Kraus NORDBAHNHOF

Links unten: Luftaufnahme aus 1954 mit der zerstörten Bahnhofshalle, mit den notdürftig wiederaufgebauten Lagerhallen, Funktionsbauten und vor Ort tätigen Unternehmen

Installationen von Tracing Spaces am Areal

Cargo Vienna

Am Beispiel des Wiener Nordwestbahnhofs, des letzten innerstädtischen Logistik-Knoten der Stadt, lässt sich die räumliche Verlagerung von technischen Infrastruktur-Einrichtungen, Unternehmens-Niederlassungen und Arbeitskräften an die Peripherien der Stadt und weit darüber hinaus nachzeichnen. Diese Verlagerung betrifft Manager*innen, Disponent*innen, LKW-Fahrer*innen und Lagerarbeiter*innen von großen multinationalen Konzernen bis hin zu kleinen (schein-)selbstständigen Sub-Unternehmer* innen – die meisten davon mit Migrationshintergrund, die sich in der Übergangsphase temporär am Nordwestbahnhof eingerichtet hatten.

Die Tankstelle dient dabei als stationäres Forschungslabor und Sammelgefäß für am Nordwestbahnhof verbliebene und von uns gesicherte Artefakte und Erzählungen der vergangenen Unternehmenskultur. Zudem produzierte CARGO VIENNA eine Serie von themenspezifischen „Relikt-Assemblagen“ auf Ladeplattformen, die temporär auch an den neuen Standorten der Vertriebenen an der Peripherie der Stadt postiert wurden und in Busexkursionen, ausgehend von der Tankstelle und begleitet von Expert*innen des Logistik-Alltags, bereist wurden.

Michael Hieslmair & Michael Zinganel mit Theresa Hattinger und Christopher Mavric Interviews mit Nutzer*innen des Nordwestbahnhofs von Antonia Löffler für ORF Ö1

Realisiert im Rahmen von KÖR Wien und Niederösterreich, unterstützt vom Bundeskanzleramt und den ÖBB, 2023

Zur Projektwebsite und Dokumentation: https://tracingspaces.net/cargo-vienna/

Original Schenker Schriftzug

Fotos von Christopher Mavric Audiospur mit Interviews von Antonia Löffler Installationen

Ausstellung im Inneren der Museumstankstelle, 2023 – 2024 © Foto: Christopher Mavric

PANALPINA

Originalschriftzug, Metall, Höhe der Buchstaben: 193 cm, Tiefe: 12 cm, Gesamtlänge 1200 cm

Originalstandort:

Neue Panalpina-Halle, Ladestraße 1, erbaut 1965

Bemerkungen: Panalpina, gegründet unmittelbar nach Ende des zweiten Weltkrieges entwickelte sich zu einer der bedeutendsten Speditionen Österreichs. Panalpina war von den 1960er bis 1990er Jahren der Monopolist für den Transport und die Verteilung von Weiswaren (Kühlschränke, Herde, Waschmaschinen, Geschirrspüler) in der Ostregion. Fast alle Geräte für die Modernisierung der Haushalte im Großraum Wien wurden von Panalpina über den Nordwestbahnhof umgeschlagen. Zudem diente der Nordwestbahnhof für Panalpina ab den frühen 1970er Jahren als zentraler Umschlagplatz für den Export von Gütern über den eisernen Vorhang in die aufstrebenden Erdöl-produzierenden Nationen Iran, Irak, Saudiarabien, die Golfstaaten und Lybyen. Panalpina ist nach einer wirtschaftlichen Krise e-dimensioniert und schließlich zur Gänze von der dänischen Spedition DSV gekauft worden. Daher sind die zwei bedeutendsten Speditionen des Landes, die auch vor Ort die wichtigesten Arbeitgeber waren, nicht mehr existent. Installationen von

Cargo Vienna Ladeplattform 1: Schilder

Unterkonstruktion: Stahlrahmen verzinkt 402 x 204 cm, Höhe verstellbar

Bestückung:

Diverse Hinweistafeln und Firmenschilder von am Nordwestbahnhof tätigen Unternehmen, Weichensignal

Herkunft: Ladestraße 1 bis 4

Cargo Vienna Ladeplattform 2: Bekleidung

Unterkonstruktion: Stahlrahmen verzinkt 402 x 204 cm, Höhe verstellbar

Bestückung: Arbeitskleidung von am Nordwestbahnhof tätigen Unternehmen, Garderobenspind

Herkunft: Ladestraße 1 bis 4

Installationen von Tracing Spaces am Areal

Unterkonstruktion: Stahlrahmen verzinkt 402 x 204 cm, Höhe verstellbar

Bestückung:

Beleuchtungskörper aus der großen Halle, Druckluftbehälter, Transportameise

Herkunft: Stückguthalle, Ladestraße 3 und 4

Cargo Vienna Ladeplattform 3: Lampen

Cargo Vienna Ladeplattform 4: Leuchtkästen

Unterkonstruktion: Stahlrahmen verzinkt

Bestückung: Hemmschuhe

Markierung für Hydrant liegend 3 Leucht-Kästen, 138 x 95 x 22 cm

Herkunft: BEX Verwaltungsgebäude, ÖBB Rail Cargo, Ladestraße 4

Installationen mit Objekten vom Nordwestbahnhof an anderen Orten

Tracing Spaces

Installationen mit Objekten vom Nordwestbahnhof an anderen Orten

Cargo Vienna Ladeplattformen unterwegs zu den neuen Standorten der vom Nordwestbahnhof vertriebene Logistikunternehmen an der Peripherie der Stadt

Installationen mit Objekten vom Nordwestbahnhof an anderen Orten

Projektpräsentation im Garten der Wiener Secession

Projektvorstellung und Diskussion mit mobiler Ladeplattform und Exponaten aus der Sammlung im Rahmen eines Sommerfestes mit Live Konzert im Garten der Wiener Secession am 16. Juli 2024

Installationen mit Objekten vom Nordwestbahnhof an anderen Orten

Windhosen: Richtungswechsel

Arbeitsbekleidung, Warnschutzwesten, Bundhosen, Aluminiumrohre, MP3-Player, Audiodatei; Unterstützt von CWS Hygiene Österreich GmbH

Sprecher Audiospuren: Herbert Gnauer; Fotos: Christopher Mavric

Ein Beitrag von Theresa Hattinger, Michael Hieslmair, Michael Zinganel zu „24/7. Arbeit zwischen Sinnstiftung und Entgrenzung“ im Kunsthaus Graz von 1.5.2024 bis 19.1.2025

Die Gebrauchsspuren auf der reflektierenden Arbeitsbekleidung zeugen von der harten Arbeit, die tagtäglich geleistet werden muss, um unser angenehmes Leben zu ermöglichen: die Hauszustellung, die Entsorgung des Abfalls, „just-in-time“-Anlieferungen in große Produktionsbetriebe. Das alles benötigt riesige und ständig wachsende Warenumschlagplätze und Lager an wichtigen Verkehrs¬¬knoten¬punkten und wird, trotz „Logistik 4.0“, weiterhin von Menschen erledigt. Für diese stellen diese vermeintlichen Nicht-Orte in der Peripherie mit Geschichte(n) sinnstiftend aufgeladene Lebenswelten dar. Die aus Sicherheitsgründen gut sichtbare Arbeitskleidung steht im Widerspruch zur Unsichtbarkeit, die diese Menschen durch die Verdrängung ihrer Arbeitsstätten aus den Städten hinaus erfahren. Aus den Biografien der Kleidungstücke und ihrer Träger kreieren die Künstler/ Forscher*innen eine Audiospur über Migrations- und Mobilitätserfahrungen aus dem Milieu der endlosen Logistiklandschaften, ohne die unsere Städte nicht existieren könnten.

Sicherung von Beschriftungen von ehemals vor Ort tätigen Unternehmen

Tracing Spaces

Sicherung von Beschriftungen von vor Ort tätigen Unternehmen

Schier Otten & Co.

Originalschriftzug

Einzelbuchstaben in Metall

Höhe: 70 cm

Tiefe: 4,2 cm

Gesamtlänge: 1030 cm

Herkunft: Auf dem 1960-70 errichteten Verwaltungsgebäude in der Ladestraße 3

Alle Foto: Christopher Mavric

Sicherung von Beschriftungen von vor Ort tätigen Unternehmen

Sicherung von Beschriftungen von vor Ort tätigen Unternehmen

Schenker & CO. Aktiengesellschaft Zolleigenlager T 6

Originalschriftzug

Einzelbuchstaben in Metall

Herkunft:

Schriftzug auf dem 1911 errichteten Gebäude in der Ladestraße 2

Standort: Lager

Bemerkung:

Schenker, eines der bedeutendsten Speditionsunternehmen am Kontinent, wurde 1872 in Wien gegründet und war von 1872 bis 2023 – vom ersten bis zum letzten Tag – am Nordwestbahnhof tätig. Schenker wurde 2025 von der DB an die dänische DSV verkauft

Sicherung von Beschriftungen von vor Ort tätigen Unternehmen

Oben: Einzelbuchstaben, Metall, Höhe 43 cm, Tiefe 3 cm

Unten: Einzelbuchstaben, Metall, Höhe 30 cm, Tiefe 2,5 cm

Sicherung von Beschriftungen von vor Ort tätigen Unternehmen

DB Schenker Leuchtkasten

Metall, Textilbespannung bedruckt, Leuchtstoffröhren

Breite: 596 cm, Höhe: 160 cm, Tiefe: 25 cm

Sammlung kleiner Beschriftungen und Hinweistafeln

Diverse Ready-Made Fundstücke vom Bahnhofsareal

Tracing Spaces

Original Wiener Würfeluhr auf Lichtmast

Außenbeleuchtung mit Masten

Diverse Ready-Made Fundstücke: Lampen

Aufsatz mit zwei Leuchten für Peitschenlampen im Außenbereich

Diverse Lampen und Videoüberwachungskameras

Außenbeleuchtung und Videoüberwachungskamera

Diverse Lautsprecher

Lautsprecher

Wanduhren, Sprechanlage

Transportbehälter

Metall, vergittert und stapelbar

Länge: 124 cm

Breite: 85 cm

Höhe: 97 cm

Türblatt Schiebetür Holz

Herkunft: Props-Halle

Große Hallenuhr

Ziffernblatt beidseitig, mit Hängevorrichtung

Durchmesser: 90 cm

Tiefe: 34 cm

Herkunft: Stückguthalle

Demontage der großen Hallenuhr

Ziffernblatt beidseitig, mit Hängevorrichtung

Durchmesser: 90 cm

Tiefe: 34 cm

Herkunft: Stückguthalle

Transportbehälter

Metall, vergittert und stapelbar

Länge: 124 cm

Breite: 85 cm

Höhe: 97 cm

Türblätter Schiebetüren

Alle Schiebetüren aus der mittlerweile abgetragener Halle

Herkunft: Lagerhalle von Props & Co. Verwendung: Sanierung der Halle Nord

Glasfenster

Herkunft: Lagerhalle von Props & Co. Verwendung: Sanierung der Halle Nord

Glasfenster

Herkunft: Lagerhalle von Props & Co. Verwendung: Sanierung der Halle Nord

Glasbausteine Verwendung: Sanierung der Halle Nord

Info-Schaukästen

Herkunft: Stückguthalle

Videodokumentation des Abbruchs

Drohenaufnahmen von Christopher Mavric

Hemmschuhe Metall

Länge: 56 cm

Breite: 9 cm

Höhe: 14,5 cm

Herkunft: entlang der Bahngleise

Sitzbank

Eigenbau, Holz, Stahl lackiert, Unterkonstruktion aus Heizungsrohren

Breite: 143 cm

Tiefe: 62 cm

Höhe: 79 cm

Herkunft: Signalanlagenbau

Mobiles Auflager für Schranken

Herkunft: KWD-Areal

Sitzbank

Eigenbau, Holz, Stahl lackiert, Unterkonstruktion aus Heizungsrohren

Breite: 143 cm

Tiefe: 62 cm

Höhe: 79 cm

Herkunft: Signalanlagenbau

Fenstergitter

Stahl lackiert, 7 Stk.

Breite: 110 cm

Höhe: 224 cm

Herkunft: Kubicek Cargo Ladestraße 3

Hemmschuhhalterungen

Beton, in gelber Signalfarbe lackiert

Länge: 20 cm

Breite: 20 cm

Höhe: 120 cm

Herkunft: entlang der Bahngleise

Außenraumtreppe auf Ladeplattform

Stahl verzinkt zur Erschließung der Laderampen von Niveau der Ladestraßen

Breite: 132 cm

Tiefe: 288 cm

Höhe: 105 cm / 205 cm

Insg. 10 Stk. abgebaut

Herkunft: Ladestraßen 1 bis 4

Einsatzmöglichkeit: Zur Überwindung des Höhenunterschiedes bei der Geländekante, Auf und Abgang auf den Eisenbahn-Waggons oder als Baumaterial einer Tribüne

Schutz und Markierung für Feuerlöscher

Eigenbau, Stahlformrohre lackiert, Aluminiumschilder

Breite: 120 cm

Tiefe: 80 cm

Gesamthöhe: 300 cm

Hinweisschild: 45 x 45 cm

Herkunft: Stückguthalle

Diverse Feuerlöscher

Herkunft: Stückguthalle

Feuerlöscher

55 Liter, geprüft

Breite: 45 cm

Tiefe: 70 cm

Gesamthöhe: 100 cm

Herkunft: Stückguthalle

International gebräuchliche Markierung für Standorte von Hydranten im Eisenbahnwesen

bestehend aus: Hydrant

Stahlmast mit Globus lackiert

Kasten für Feuerwehrschlauch

4 Poller als Rammschutz

Herkunft: in allen Ladestraßen am Nordwestbahnhof

Einsatzmöglichkeit: Markierung von Trinkbrunnen in der gesamten Anlage Diverse

International gebräuchliche Markierung für Standorte von Hydranten im Eisenbahnwesen

Eigenbau, Stahlmast und Globus lackiert, mit Fundamentresten

Herkunft: in allen Ladestraßen am Nordwestbahnhof

Einsatzmöglichkeit: Markierung von Trinkbrunnen in der gesamten Anlage

International gebräuchliche Markierung für Standorte von Hydranten im Eisenbahnwesen

Geschützt von 4 Pollern (in den meisten Fällen aus Eisenbahnschienen)

Herkunft: in allen Ladestraßen am Nordwestbahnhof

Einsatzmöglichkeit: Markierung von Trinkbrunnen in der gesamten Anlage

Typischer Rammschutz für Hydranten

Eigenbau, aus jeweils 3 verschweißten Eisenbahnschienen hochkant im Boden einbetoniert

Feuerwehrkasten mit Schlauchbehälter und Spritze

Herkunft: in allen Ladestraßen am Nordwestbahnhof

Lademass

Jeweils an Masten befestige Schablonen zum Überprüfen des lichten Profils eines beladenen Güterzuges

Herkunft: Bahngleise am Nordwestbahnhof

Einsatzmöglichkeit: Markierung ehemaligen Bahntrasse im Park

Druckbehälter

Garderobenspinde mit und ohne Sitzbank

Motorhaube eines Steyr Diesel LKW in Originallackierung der Firma Schenker & CO.

Bis Beginn der Abbruch-Phase II erhaltene Bauwerke und Objekte

Bergung in Absprache mit ÖBB Infra und PORR möglich

Noch nicht gesicherte Objekte: Schenker Halle Nord

Werkmeisterkabinen

Teilverglaste freistehende Einbauten, blau lackiert, mit Waage

Einsatzmöglichkeit: als SchaulagerVitrinen im Museum oder als Kioske unter Flugdächern im Park

Noch nicht gesicherte Objekte: Schenker Halle Nord

Schiebetüren

Stahl bombiert, blau lackiert

Einsatzmöglichkeit: als Verkleidung von Bauwerken und im Park

Noch nicht gesicherte Objekte: Schier Otten Betriebsgebäude Ladestraße 3

Dachbinder Stahlfachwerk

Einsatzmöglichkeit: als Rankgerüst im Park

Schiebetüren

Stahl bombiert, blau lackiert

Einsatzmöglichkeit: als Verkleidung von Bauwerken und im Park

Stahlgitterrahmen als Raumteiler

Einsatzmöglichkeit: als Rankgerüst im Park

Noch nicht gesicherte Objekte: Schier Otten Betriebsgebäude Ladestraße 3

Freistehende Treppenanlage

Einbauten Niederspannungsraum und Stellwerk

Herkunft: Fahrdienstleitungsgebäude Ladestraße 3

Noch nicht gesicherte Objekte

Weichensteuerung

Herkunft: Stellwerk Hellwagstraße

Gesamte Tankstelle mit Vordach / Vordach

Als abzubrechendes Bauwerk aktuell in Verantwortung der PORR

Wir empfinden die gesamte Tankstelle als erhaltenswert. Sie würde genau an dieser Stelle gemäß Widmung auf das Baugrundstück für eine neue Grund- und Sonderschule der Stadt Wien fallen – in deren Hinterhof, wo sie als Pausen-Kiosk oder Outdoor Teaching Facility und wettergeschützter Veranstaltungsort dienen könnte.

Wunschort: hier – oder entlang der Ladekante vor der Halle Nord, wo ein Vordach in dieser Größe abgerissen wurde, dass die Aufenthaltsqualität im Freien vor der Halle erhöht hätte.

Offener Güterwaggon mit Heimatbezeichnung

Aktuell noch im Besitz der ÖBB und für diese im Einsatz

Aus einer Reihe von ÖBB-Güterwaggons, die dem Transport der hier vor Ort am Nordwestbahnhof gefertigten Signalanlagen zu den Baustellen entlang des Streckennetzes dienten.

Wunschort: entlang der Ladekante vor der Halle Nord, wo er als Erweiterung der schmalen Terrasse dient.

Bahnwächterhaus Nordwestbahn 1 Aktuell noch im Besitz der ÖBB

Das Bahnwächterhaus aus der Bauzeit des Bahnhofs diente ursprünglich 4 Familien, die im Schichtdienst für die Kontrolle der Schienen und Weichen entlang der Bahnlinie verantwortlich waren, als Dienstwohnungen. Der Garten diente der Subsistenzwirtschaft: Hier wurde Obst und Gemüse angebaut und kleinere Nutztiere wie Ziegen, Hühner und Kaninchen gehalten.

Standort: Im Nordwesten an der Stromstraße bei der Einfahrt zu den Schotterrutchen

Nutzungsvorschlag: entweder temporäre Wohneinheiten für Gastkünstler*innen und Forscher*innen oder – falls das Gebäude doch abgebrochen wird – als letzte Materialressource zur Bergung von für Originalziegeln aus der Entstehungszeit des Bahnhofs.

Sammlung von Bildern zur vielfältigen Geschichte des Areals

Historische Archivbilder, aktuelle Fotos, Drohenaufnahmen

Historische Abbildungen und Fotos vom Nordwestbahnhof

Die Areale des 1872 ausgebauten Nord- und neu errichteten Nordwestbahnhofs und ihrer Bahnlinien überlagert mit einer Karte der vielen Donauarme des wiederholt überfluteten „Zwischenbrücken“ aus 1821; © Raimund Hinkel, Wien XXI, Floridsdorf. Das Heimatbuch, Wien 1994

Zwischenbrücken vor der Errichtung der Bahnhöfe

Die Areale des 1872 ausgebauten Nord- und neu errichteten Nordwestbahnhofs und ihrer Bahnlinien überlagert mit einer Karte der vielen Donauarme des wiederholt überfluteten „Zwischenbrücken“ aus 1821; © Raimund Hinkel, Wien XXI, Floridsdorf. Das Heimatbuch, Wien 1994

Historische Abbildungen und Fotos vom Nordwestbahnhof

Schaubild des prächtigen 1952 abgebrochenen Personenabfertigungsgebäudes des Nordwestbahnhofs an der Ecke Nordwestbahnstraße-Taborstraße; Zeichnung: Arch. Wilhelm S. Bäumer, 1873 © ÖNB Bildarchiv Austria

Das Personenbahnhofsgebäude

Schaubild des prächtigen 1952 abgebrochenen Personenabfertigungsgebäudes des Nordwestbahnhofs an der Ecke Nordwestbahnstraße-Taborstraße; Zeichnung: Arch. Wilhelm S. Bäumer, 1873 © ÖNB Bildarchiv Austria

Historische Abbildungen und Fotos vom Nordwestbahnhof

Der Schneepalast im Nordwestbahnhof. Die Zwischennutzung der Bahnhofshalle als Schihalle mit Rodelbahn und Sprungschanze 1927 © Foto: Wiener Stadt- und Landesarchiv

Historische Abbildungen und Fotos vom Nordwestbahnhof

Die durch Kriegshandlungen beschädigte Personenbahnhofshalle vor dem endgültigen Abbruch 1952 © Foto: Fritz Schneeberger, Archiv Alfred Luft

Historische Abbindungen und Fotos vom Nordwestbahnhof

Ankündigung des letztes Zuges am provisorischen Bahngleis vor der beschädigten Personenbahnhofshalle © Foto: Archiv Alfred Luft

Aktuelle Fotos und Drohnenflüge

Fotos von der Freimachung des Areals © Christopher Mavric

Mehr Bildmaterial finden Sie in der Publikation „Blinder Fleck Nordwestbahnhof“ im Museum Nordwestbahnhof, in der Sonderausstellung „Der Nordwestbahnhof 1945–55“ sowie im Archiv von Christopher Mavric

Inszenierung ähnlicher Fundstücke in internationalen Referenzprojekten

Referenzprojekt für den Einsatz historischer Straßenbeleuchtung

o.T. (Lichtung), 2011

Schüttorf, Kunst im Öffentlichen Raum Projekt kunstwegen Nordhoorn–Zwolle

Gestaltung: Marko Lulic, Wien

Referenzprojekt für den Einsatz historischer Lautsprecher, Überwachungstechnik und Kontrollbauten

Der ‹Andere Park›, 2023

Ehem. Campbell Barracks Heidelberg

Platzgestaltung mit Soundinstallation: Robin Winogrond mit Studio Vulkan

https://robinwinogrond.ch/projects/voice-of-memory-sound-installation/

Maschinenpark Zeche Zollverein, 2018

Inszenierung vor Ort eingesetzter Maschinen mit Nutzungsgeschichte und Fotodokumenten des Einsatzes

Konzeption und Planung der Ausstellung: südstudio, Stuttgart Landschaftsarchitektur: Planergruppe Oberhausen GmbH

https://suedstudio.de/work/maschinenpark-zeche-zollverein/

Referenzprojekt für den Einsatz eines offenen Güterwaggons

Waggon als Terrassenerweiterung

Güterwaggon als Fluchtweg und zusätzlicher Aufenthaltsbereich im Freien

Tabakfabrik Linz Art Magazin, 2020–23

Gestaltung: Atelier Weinberger Architektur, Linz

Referenzprojekt

Stadtschrift Wien

Fassade im 2. Bezirk, bestückt aus der Sammlung des Vereins Stadtschrift

Referenzprojekte für den Einsatz von Verkehrsschildern

Ausstellungshalle für Straßenverkehr, 2005–2009

Verkehrshaus der Schweiz Luzern

Entwurf: Annette Gigon/Mike Guyer Architekten in Zürich

Impressum

Für den Inhalt verantwortlich:

Michael Hieslmair und Michael Zinganel

Historiker, Kuratoren, Künstler und Ausstellungsarchitekten

c/o

Tracing Spaces

Hohlweggasse 28/1/13, 1030 Wien

Webpage: tracingspaces.net

Email: office@tracingspaces.net

Museum Nordwestbahnhof

Nordwestbahnstraße 16, 1200 Wien

tracingspaces.net/museum

Wien, 12.Jänner 2026

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