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Zillertaler Heimatstimme - Ausgabe 47 2021

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ZILLERTAL AKTUELL

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ZILLERTALER HEIMATSTIMME 47 | 2021

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Jahrgang · Herausgeber Marktgemeinde Mayrhofen · Jahresabo € 39,- · Einzelpreis € 1,- · erscheint wöchentlich · 26. November 2021 · Nr. 47

„MITTENDRIN“ IN MAYRHOFEN Neues Wohn- und Geschäftshaus als Blickfang Seite 22-23

PERCHTEN UND BRÄUCHE

ZU EHREN DER HL.CÄCILIA

JAGDVEREIN FÜGEN

Barbara Moser & Max Schneider über allerlei Traditionen

BMK Mayrhofen und Stumm spielten feierlich auf

Hubertusfeier - voller Erfurcht für gestreckten König der Wälder

Seite 8-9

Seite 17 und 18

Seite 20


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SEITENBLICKE

47 | 2021 ZILLERTALER HEIMATSTIMME

IMPRESSUM Zillertaler Heimatstimme

Hersteller Satzarbeit: die praxis, Werbeagentur 6290 Mayrhofen, Schmiedwiese 173 Druck: Athesia Druck GmbH Innsbruck/Bozen Redaktion und Anzeigenannahme die praxis, Werbeagentur, Mayrhofen T 05285 62000 22 | F 05285 62000 40 redaktion@zillertalerheimatstimme.at anzeigen@zillertalerheimatstimme.at Mo-Fr 09-12 Uhr und Di-Do 14-17 Uhr Annahmeschluss in der betreffenden Erscheinungswoche REDAKTION: Montag 10.00 Uhr ANZEIGEN: Montag 12.00 Uhr Namentlich oder mit Kürzel gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion oder des Herausgebers wieder und sind von der Redaktion nicht in allen Einzelheiten des Inhalts und der Tendenz überprüfbar. Für unverlangte Manuskripte übernimmt die Schriftleitung keine Verantwortung. Nachdruck ausschließlich mit schriftlicher Erlaubnis der Redaktion. P.b.b. Erscheinungs- und Verlagspostamt 6290 Mayrhofen.

GINZLING Die Bundesmusikkapelle ehrte ihre Patronin, die Heilige Cäcilia. Danke für die wunderbare Messgestaltung!

TUX Ein letzter Genuss vor dem Lockdown. Im Lanersbacher Hof wurde eine köstliche Gans verzehrt: Simon, Natalie und Lukas (hinten v. l.), vorne: Brigitte und Heinz

Foto: Marktgemeinde Mayrhofen

Verleger und Herausgeber Marktgemeinde Mayrhofen 6290 Mayrhofen, Hauptstraße 409 T 05285 64000 | F 05285 64000 34 Chefredakteur: Clemens Eberharter

Foto: Marktgemeinde Mayrhofen

Amtsblatt der Marktgemeinde Mayrhofen

Copyright Um urheberrechtliche Unannehmlichkeiten zu vermeiden, weisen wir darauf hin, dass der Auftraggeber bzw. Überbringer von Unterlagen für Inserate und Textbeiträge das Urheberrecht für überlassene Fotos, Vorlagen udgl. haben muss, und somit der Hersteller und Herausgeber der Zillertaler Heimatstimme schad- und klaglos gehalten wird.

Kürzung von Texten Die Redaktion behält sich vor, gegebenenfalls bei redaktionellen Beiträgen und Leserbriefen Kürzungen vorzunehmen oder diese auch ganz wegzulassen. Die Platzierung und Anordnung von Texten und Fotos ist allein der Redaktion vorbehalten. Bei mehreren Fotos zu einem Text werden diese nur berücksichtigt, wenn genügend Platz vorhanden ist. Nach Redaktionsschluss eingelangte Beiträge können erst in der darauffolgenden Woche berücksichtigt werden. Abo-Service office@mayrhofen.tirol.gv.at Frau Anita Pfister-Kreidl T 05285/64000-11 Titelbild: © vielsaitig.media / Thomas Buchberger

Ein letztes Mal für die nächsten drei Wochen wurde unter Freunden angestoßen. Nehmen wir den Lockdown mit Humor, so wie Sepp und Michl!

Foto: privat

Gender-Hinweis Aus Gründen der besseren Lesbarkeit werden in der Zillertaler Heimatstimme zum Teil Begriffe wie z.B. „Mitarbeiter“ in der maskulinen Schreibweise verwendet. Grundsätzlich beziehen sich diese Begriffe immer auf beide Geschlechter.

„AFTANG, GSUNDHEIT!“

ZELLBERG Die Organisatoren der Benefiz-Veranstaltung zugunsten der Kinder-Krebs-Hilfe für Tirol und Vorarlberg in Innsbruck, Hannes, Daniel und Franz

Foto: Hubert Aschenwald

Geschäftsbedingungen Es gelten die Bestimmungen der „Allgemeinen Geschäftsbedingungen“ der Zillertaler Heimatstimme. Die jeweils aktuelle Ausgabe ist beim Herausgeber oder unter www.zillertalerheimatstimme.at einsehbar.


AUFGEBLATT‘LT

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Hereinspaziert!

Tannenzweige und Zapfen schmücken unsere Wohnräume!

Diesen Freitag, gerade eben, kannst ja auch du dir überlegen, welcher Schmuck heuer auf den Christbaum kommt, welche Deko besonders hübsch ausschaut und welche Art von Türkranz in Stimmung kommen lässt. Eines verraten wir dir gleich vor-

weg: Im Zillertal muss es auf alle Fälle besinnlich sein. Und wenn ältere oder alleinstehende Menschen keinen großen Adventkranz mehr haben möchten, die Räume zu klein für einen Christbaum sind, dann gibt‘s auch da Möglichkeiten, die Stuben mit Goldfarben, Tannenzweigen und Gestecken mit Adventkerzen in warmen Farbnuancen oder schöne, weihnachtlich rot-leuchtende Teller, die mit Nüssen, Zapfen und Äpfeln belegt werden … all das verströmt Wärme. Adventwärme. Und wer mag das nicht? Daneben zeigen wir dir heute auf Seite 12, wie einfach ein fruchtig-aromatischer Orangen-Mandarinen-Kuchen zuzubereiten ist und wie lecker er schmeckt. Obwohl, das Wort „lecker” ist im Zillertal eigentlich blöd. Wer sagt das schon? Bei uns im Tal muss alles „guat sei”. Wir präsentieren außerdem Firmen, die sich gerne um die Adventwärme in euren Stuben kümmern und Unterneh-

Der neue Polo

Foto: privat

Welches Flair verbreitet sich mit welcher Dekoidee in meiner Stube, in den Zillertaler Wohnungen? Oder lasse ich wieder Traditionelles einziehen? Die Redaktion hatte sich auf den Weg gemacht, zum Teil waren wir draußen und siehe da, welch wunderbarer saisonaler Schmuck zu finden war. Es sind nämlich genau jene Dekoteile, die man aus dem Wald holt, die nach Moos und Erde riechen, die naturnah sind und dadurch unsere Sinne treffen, die nichts kosten und nie aus der Mode kommen. Verbunden damit fragen wir: Wie machen`s denn die Zillertaler heuer? Welche Kekssorten, großer oder kleiner Christbaum?

mer, die fleißig und wagemutig sind. Wir zeigen euch den Neubau der Familie Reitmeir, die mitten in Mayrhofen das alte „Zahnarzthaus” abgerissen und durch einen modernen Neubau ersetzt hat. Wer sich diese Veränderung anschauen möchte, der blättert bitte zu den Seiten 14-15. Freudig am Werk präsentiert sich auf Seite 18 Lucie Dufkova. Die junge Frau hat nach einem

Praktikum nun eine reguläre Arbeitsstelle im Sozialzentrum Mayrhofen angetreten. Sie zeigt, dass auch Menschen mit Behinderung sich einbringen, wachsen und am Arbeitsleben teilhaben können. Wir wünschen ihr alles Gute und unseren Leserinnen und Lesern einen stimmungsvollen Einstieg in den Advent! Die Redaktion

Jetzt Probe fahren Das Unlimited Paket beinhaltet beheizbare Vordersitze, das Licht- und Sicht Paket inkl. Light Assist, uvm. und ist optional im neuen Polo mit einem Preisvorteil gegenüber der Auswahl einzelner Sonderausstattungen bestellbar. Im Paket enthaltene Ausstattungen und Preise können je nach Modell variieren. Kraftstoffverbrauch: 5,2 – 6,5 l/100 km. Erdgasverbrauch: 5,6 – 6,3 m3/100 km. CO 2 -Emission: 100 – 148 g/km. Symbolfoto. Stand 10/2021.

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ÄRZTE- UND APOTHEKENDIENST IM ZILLERTAL

47 | 2021 ZILLERTALER HEIMATSTIMME

ÄRZTE Sa 27.11. & So 28.11.

Dr. Christoph Streli ZELL AM ZILLER 05282 3232 10.00 bis 11.00 17.00 bis 18.00

ZAHNARZT

Dr. med. dent. Sandra Klammer

Dr. Franz Josef Welsch SCHLITTERS 05288 72311 10.00 bis 11.00 17.00 bis 18.00

SCHWAZ 5242 21015 09.00 bis 11.00

APOTHEKEN

Rupertus Apotheke | STUMM 05283 2627 Steinbock Apotheke | MAYRHOFEN 05285 62313 Samstag: 10.00 bis 12.00 | 16.00 bis 18.00 Sonntag: 10.00 bis 12.00

Außerhalb der Öffnungszeiten ist die Rupertus Apotheke in Stumm von Sa., 27.11., bis Fr., 3.12., für Notfälle erreichbar.

ZILLERTAL TV

SOZIALSPRENGEL

TV-PROGRAMM: 26.11. - 3.12.

Sozialsprengel Mayrhofen (Mo bis Fr) 05285 63304-418

Immer zur vollen Stunde: Tell Ä Vision - Go up North (Sport & Freizeit) Immer zur halben Stunde: Interview mit Hausberger Cilli (Land & Leute) Täglich um 20 Uhr: Jagd am Rebenzaun (Berge & Natur)

Sozialsprengel Stumm 05283 2020

(Mo bis Fr)

Sozialsprengel Zell (Mo bis Fr) 05282 2222-20 Sozialsprengel Vorderes Zillertal (Mo bis Fr) 05288 63337

Beratungsstelle PSP im Zillertal Unser Beratungsangebot richtet sich an Menschen in psychischen Krisen und mit psychischen Erkrankungen sowie an deren Angehörige. Die Beratungszeiten im Sozialzentrum in Mayrhofen sind Mittwoch von 10.00 - 12.00 Uhr. Sie erreichen uns unter der Nummer 05242/67881 oder kontakt.schwaz@psptirol.org

ServusTV: Bergwelten - „Schwabenkinder“ Bittere Armut in vielen Bergregionen Österreichs, der Schweiz und Südtirols zwang Menschen jahrhundertelang, ihre Kinder in die Fremde zu schicken. Ihr beschwerlicher Weg führte sie über die Berge, um auf den Bauernhöfen im Schwabenland als billige Arbeitskräfte zu dienen. Tobias Moretti erzählt am Montag, 20. Dezember, 20.15 Uhr in der „Bergwelten“-Sendung „Schwabenkinder – Als ich meine Heimat in den Bergen verlor“ die berührende Geschichte dieser Kinder.

PV OG-Mayrhofen INFORMATION

Bewegung im Alter mit „KLARA“ Aufgrund des „Lockdowns“ verschoben! Der Beginn wird rechtzeitig bekanntgegeben!

Der ADVENTNACHMITTAG am Donnerstag, den 9. Dezember, im Hotel Restaurant „LÄNDENHOF“ in Mayrhofen ist leider aufgrund des Lockdowns abgesagt! Neue Infos folgen!

Foto: Rebecca und Greta Angebrand

BILD DER WOCHE

Torsee in den Tuxer Alpen


ZILLERTAL AKTUELL

ZILLERTALER HEIMATSTIMME 47 | 2021

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Marktgemeinde Mayrhofen

Neues aus dem Gemeindeamt besuch dieses zu betrachten und gegebenenfalls Anregungen und/oder Fragen an den Friedhofswärter Martin Bliem zu richten.

Vor ein paar Monaten schrieb ich an dieser Stelle, wie sehr es mich freut, dass der Blick aus dem Erkerfenster in meinem Büro endlich wieder eine aktive Hauptstraße und belebte Geschäftslokale zeigt. Jetzt empfinde ich beim Hinausschauen Wehmut über das scheinbar nicht enden wollende Corona-Szenario. Alles muss wieder den aktuellen Lockdown-Regeln Nummer 4 folgen. Trotz Lockdown wird die Arbeit rund um die Gemeinde nicht weniger, sondern mehr. Der Gemeinderat war in seiner letzten Sitzung raumordnerisch wieder sehr aktiv. Gemäß der neuen Stellplatzverordnung ist bei jedem Um-, Zu- oder Neubau ab einer Anzahl von 15 benötigten Parkplätzen eine Tiefgarage oder ein Parkdeck zu errichten. Dies gilt für das gesamte Gemeindegebiet. Bebauungspläne wurden für die Familien Thanner (Jakob-MoserStraße) und Dalsass (Einfahrt Mitte) erlassen. Vizebürgermeister Franz Eberharter versicherte, bis Ende der Legislaturperiode das Einvernehmen der Grundeigentümer in Bezug auf die Gehsteig-Errichtung in Eckartau voranzutreiben. Am Waldfriedhof wurde ein „Beispiel-Urnengrab“ professionell errichtet. Ich bitte euch, beim nächsten Spaziergang oder Gräber-

Ab dem Jahr 2022 wird die Marktgemeinde Mayrhofen Klimabündnis-Gemeinde. Diese Mitgliedschaft hat unter anderem den Vorteil, dass Bürgerinnen und Bürger kostenlos ihre Wohnung oder ihr Haus einem Energiecheck unterziehen können. Auch für Betriebe ist diese Möglichkeit gegeben. Erfreut bin ich über die Zuwendung des Landes Tirol, betreffend „Neues Sportheim“. Ein Einmalzuschuss in der Höhe von 300.000 Euro wurde auf das Konto der Gemeinde überwiesen. Danke dafür! Das „Alte Schulhaus“ an der Hauptstraße soll einer neuen Belebung zugeführt werden. Welche Inhalte dieses haben soll, wird unter Mitwirkung der Bevölkerung eruiert. Wer mitgestalten will, möge sich bitte im Amt melden, Telefon 05285 64000. Ein großer Wunsch zum Schluss: Nehmt die Einladung zur Corona-Impfung an! Dieser Tage besteht die Möglichkeit, sich im Europahaus den ersten, zweiten oder dritten Stich abzuholen. Ebenfalls ist in diesem Zusammenhang der Austausch mit unseren Ärzten möglich. Danke für das Gemeinsame. Mit einem abschließenden Gruß der Verbundenheit wünsche ich allen Bürgerinnen und Bürgern möglichst sorgenlose Adventtage. Eure Bürgermeisterin, Monika Wechselberger

REDE MIT! Einladung zum Workshop „NEUGESTALTUNG ALTES SCHULHAUS“ am Mo., 13. Dezember, 18.30 - 21.30 Uhr im Europahaus Mayrhofen Unsere alte, denkmalgeschützte Volksschule im Ortszentrum steht leer und wartet schon lange darauf, dass sie wieder mit Leben gefüllt wird! Der Gemeinderat hat deshalb einstimmig beschlossen, die Lebensleistung unseres Peter Habeler mit dem neu zu gestaltenden Haus auf wertschätzende Art und Weise zu ehren und darzustellen, etwa in Form eines Museums, einer Dauerausstellung. Darüber hinaus wird es auch zusätzliche Möglichkeiten geben, etwas über uns, unseren Ort und unser Leben hier in den Zillertaler Alpen mitzuteilen. Welchen Beitrag soll das Haus an sich und mit seinen Aktivitäten zum gesellschaftlichen und kulturellen Leben in unserem Ort leisten können? Welche Funktionen könnte das Haus haben? Worauf sollten wir achten? Wie könnten wir unser Ortszentrum zu einem attraktiven und lebendigen Treffpunkt machen ...? Um erste Antworten auf solche Fragen zu finden, laden wir deshalb am 13. Dezember um 18.30 Uhr alle MayrhofnerInnen zu einem moderierten Workshop im Europahaus Mayrhofen ein, bei dem es in lockerer Atmosphäre um das Sammeln von Ideen geht. Jeder/jede, der/die etwas dazu beisteuern möchte, ist also herzlichst eingeladen! Aus organisatorischen Gründen ist eine Anmeldung bis zum Freitag, 3. Dezember, im Marktgemeindeamt unter Tel. 05285 64000 notwendig. Wir freuen uns schon darauf, mit dir/euch zusammen dieses außergewöhnliche Projekt zu starten! Bgm. Monika Wechselberger - Gemeinderat Mayrhofen

Wir suchen auch Bildmaterial aus früheren Zeiten, das mit der Volksschule zu tun hat (es wird nach der Digitalisierung sofort zurückgegeben). Dieses bitte Frau Martina Aschenwald, meldeamt@mayrhofen.tirol.gv.at oder Tel. 05285-64000-12, im Marktgemeindeamt zukommen lassen.

Ernährungsberatung am 6. Dezember Am Montag, den 6. Dezember, findet im Sprechzimmer der Marktgemeinde Zell am Ziller von 8.00 bis 12.00 Uhr die nächste Ernährungs- und Diätberatung des Sozial- und Gesundheitssprengels Zell am Ziller und Umgebung statt. Zur Beratung wird eine Vertreterin des Arbeitskreises für Vorsorgemedizin in Tirol (kurz: Avomed) anwesend sein. Eine telefonische Terminvereinbarung ist hiezu erforderlich und kann unter 05282/2222-20 (Frau Hauser) vorgenommen werden.


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KIRCHNBANK'L

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RÖM. KATH. PFARRAMT MAYRHOFEN - 26.11. – 5.12. Freitag, 26.11. - 18.30 Uhr Aussetzung des Allerheiligsten und stille Anbetung, Beichtgelegenheit 19.00 Uhr Abendmesse f. Hansl und Martha Sandhofer/f. Herbert, Rosa und Hannes Eberl u. verst. Ang./f. Maria Wechselberger/f. Karl und Maria Falkner/f. Theresia Egger/f. Maria u. Johann Geisler/für alle armen Seelen Samstag, 27.11. - Adventbeginn 16.15 Uhr feierliches Adventeinläuten 16.30 Uhr Gottesdienst mit Adventkranzsegnung f. Viktoria, Jakob u. Martin Schneeberger/f. Emma und Pfr. Hanspeter Schiestl/f. Andrä u. Maria Stecher u. Verw./f. Heinrich u. Jakob Geisler Sonntag, 28.11. – 1. Advent-Sonntag 8.00 Uhr Hl. Messe f. Julie Sandor, 10.15 Uhr Pfarrgottesdienst Montag, 29.11. - Rorate - 6.00 Uhr Engelamt/Rorate f. Maria u. Johann Stock u. Geschw. Eberharter/f. Anna u. Josef Ertl/f. Simon u. Franz Erler/f. Fam Hofer u. Danter/f. Hansl Haas Mittwoch, 1.12. 6.00 Uhr Engelamt/Rorate f. Anna u. Josef Geisler/f. Maria u. Josef Bradl/f. Fam. Wechselberger u. Bauer/f. Verst. der Fam. Kröll und Freund Freitag, 3.12. - 6.00 Uhr Engelamt/Rorate f. Ludwig Kröll u. Eltern/f. Verst. der Fam. Perauer u. Huber/f. Maria u. Josef Thanner/f. Georg Eberharter u. Regina Klausner/f. Annemarie Fleidl/f. Josef Knauer/f. Alois u. Rosa Kröll 18.30 Uhr Aussetzung des Allerheiligsten und stille Anbetung, Beichtgelegenheit, 19.00 Uhr Abendlob (Vesper und Segen) Samstag, 4.12. – 19.00 Uhr Vorabendmesse f. Brigitte u. Rosmarie Kröll/ f. Gerda u. Martin Kröll/f. Franz u. Georg Rieser/f. Rosa Ito-Strobl u. Ang./f. Josef Eberl/f. Brigitte Treiber Sonntag, 5.12. – 2. Advent-Sonntag 8.00 Uhr Hl. Messe f. Fam. Hotter u. Gredler, 10.15 Uhr Pfarrgottesdienst www.pfarremayrhofen.at, pfarre.mayrhofen@pfarre.kirchen.net RÖM. KATH. SEELSORGERAUM DORNAUBERG-HIPPACH-ASCHAU Samstag, 27.11. - Hippach: 19.00 Uhr Wortgottesdienst - Adventkranzsegnung, Aschau: 19.00 Uhr Hl. Messe Sonntag, 28.11. – 1. Adventsonntag - Hippach: 8.30 Uhr Hl. Messe mit Vorstellungs- und Dankesfeier der MinistrantInnen und Kinderkirche, Aschau: 10.15 Uhr Wortgottesdienst, Dornauberg: 10.30 Uhr Hl. Messe Dienstag, 30.11. - Hippach: 19.00 Uhr Hl. Messe www.dibk.at/pfarre-hippach, pfarre.hippach@dibk.at RÖM. KATH. SEELSORGERAUM STUMM/HART Keine öffentlichen Gottesdienste während des Lockdowns, die ausbezahlten Messen werden aber vom Pfarrer gelesen. Die Kirche ist während des Tages für Gebete und zum Lichteranzünden geöffnet. Das ewige Licht brennt in Hart für Martin Rieder, Draht in Stumm für Viktoria/Karl Riedl RÖM. KATH. SEELSORGERAUM RIED-KALTENBACH - 27.11. - 28.11. Samstag, 27.11. - 17.00 Uhr Adventkranzweihe in der Pfarrkirche, Gestaltung: Jungschar Ried-Kaltenbach Sonntag, 28.11. – 1. Adventsonntag - 19.00 Uhr Hl. Messe für die Pfarrgemeinde, Gestaltung: Klarinetten-Ensemble Zillertal Das ewige Licht brennt von 28.11. – 4.12. in Ried für Elisabeth und Franz Jäger/für Vroni und Hans Leo, Eltern und Geschwister und Willi Geisler in Kaltenbach für Johann Dengg Friedrich und Maria Wegscheider/für Felix Bliem/für Antonia Dornauer und Anton Kammerlander www.seelsorgeraum.ried-kaltenbach.at

RÖM. KATH. SEELSORGERAUM UDERNS – 27.11. Samstag, 27.11. – 1. Adventsonntag 18.30 Uhr Hl. Messe für die armen Seelen, Segnung der Adventkränze bei der Abendmesse, Cäcilienmesse des Chors „Los a Moll“ Das ewige Licht brennt von 28.11. – 4.12. für Friedrich Hoflacher und Bianca Rieder/für Josef, Adolf und Emma Wildauer, Eltern und verstorbene Angehörige. www.seelsorgeraum.uderns.at RÖM. KATH. SEELSORGERAUM FÜGEN – 28.11. Sonntag, 28.11. - 10.00 Uhr Hl. Amt mit Adventkranzweihe www.seelsorgeraum.fugen.at CHRISTLICHE GEMEINDE MAYRHOFEN Pastor Detlef Kohl, Tel. 0676 / 916 4289 Herzliche Einladung zu den protestantischen Gottesdiensten am Sonntag um 10.30 Uhr und 17.30 Uhr. Diese finden in deutscher Sprache statt und werden falls nötig ins Englische übersetzt. Ort: Polytechnische Schule Mayrhofen. Die Bibelstunden finden am Freitag um 19.30 Uhr statt. Wir bitten um Anmeldung für die Bibelstunden. Aktuelle Informationen auf www.christliche-gemeinde-mayrhofen.at EVANGELISCHE PFARRGEMEINDE JENBACH/ZILLERTAL Martin-Luther-Platz 1, 6200 Jenbach, Tel./Fax 05244 / 62448 E-Mail: pg.jenbach@evang.at, www.evangelisch-jenbach.at Wir laden herzlich ein zum Gottesdienst mit Lektor Karlheinz Kolb am Sonntag, 5. Dezember um 10.00 Uhr in der Erlöserkirche in Jenbach. E-Mail: jenbach@evang.at, www.evangelisch-jenbach.at NEUAPOSTOLISCHER GOTTESDIENST Gottesdienste in Jenbach: Sonntag, 9.30 Uhr, Mittwoch 19.30 Uhr Kontakt: Sieglstraße 19, 05244/6487811, nak.jenbach@speed.at

SPRUCH DER WOCHE Was man tief in seinem Herzen besitzt, kann man nicht durch den Tod verlieren. Johann Wolfgang von Goethe

Immer wenn wir von dir erzählen, fallen Sonnenstrahlen in unsere Seelen. Unsere Herzen halten dich gefangen, so als wärst du nie gegangen. Was bleibt ist ewige Liebe und Erinnerung.

In Liebe und Dankbarkeit gedenken wir unseres lieben

Franz Scheffauer Baumeister i.R.

beim 1. Jahresgottesdienst am Sonntag, dem 28. November 2021, um 19 Uhr in der Dekanatspfarrkirche Zell am Ziller. Allen, die daran teilnehmen und an ihn denken, sagen wir ein herzliches „Vergelt‘s Gott“. Wir vermissen dich! In Liebe Deine Familie


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ZILLERTALER HEIMATSTIMME 47 | 2021

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WIR GEDENKEN UNSERER VERSTORBENEN Katharina Kreidl geb. Holzer „Zeller Kathi“ 84. Lj. 17. November 2021 Finkenberg

Hermann Gredler 75. Lj. 20. November 2021 Zell am Ziller

Foto: Wechselberger Paul

Josephine Hausberger Geschäftsfrau 100. Lj. 21. November 2021 Mayrhofen

Blick vom Distelberg gegen Süden Worte können kaum beschreiben, wie sehr uns eure liebevollen Zeichen der Anteilnahme und Verbundenheit, die uns anlässlich des Todes unseres geliebten

Walter Stadler 27.01.1958

Theresia Daum geb. Dornauer „Rahner Thresal“ 94. Lj. 21. November 2021 Schwendau

4.11.2021

Berührt und in den schweren Stunden des Abschieds getröstet haben. Wir möchten uns auf diesem Wege bei allen Verwandten, Freunden, Nachbarn, ehemaligen Arbeitskollegen und Bekannten für jede Geste und Mitgefühls von ganzem Herzen bedanken. Ein besonderes „ Vergelt´s Gott „ geht an: -

Herrn Dekan Dr. Ignaz Steinwender der Mesnerin den Vorbeter Andre Susi und Bianca fürs Vortragen der Fürbitten den Kreuzelträger Tobias den Sargträgern Franz, Josef, Michael und Maximilian Christiane, Elisabeth & Paul für die musikalische Umrahmung die Mitarbeiter der Gemeinde Ramsau dem Roten Kreuz die Bestattung Kröll, Mayrhofen , besonders Steffi, Teresa und Martin - alle für die Kerzenspenden und das Entzünden der Gedenkkerzen im Internet - all jene, die an das Rote Kreuz gespendet haben - alle, die uns in großer Zahl ihr Beileid schriftlich und mündlich bekundet haben

Es ist sehr tröstend, so viel Anteilnahme und Hilfe zu empfangen! Die Spur deiner Liebe und die Erinnerung an all die schönen Jahre, die wir mit Dir verbringen durften, wird in uns immer lebendig bleiben.

Wir gedenken unseres herzensguten Gatten, Vater und Opa,

Peter Kröll Metzgermeister in Hippach † 26.11. 2020

Beim 1. Jahresgottesdienst am 28.11. um 8.30 Uhr in der Pfarrkirche Hippach. Dank an alle die mit uns fühlen! Lisi, Michael, und Alexander mit Familien

Alois Kröll DANKSAGUNG

„Metzger Lois“ * 08.02.1933 † 09.11.2021

Wir sagen „Vergelt‘s Gott“ für die Anteilnahme und das stille Gebet, für die Blumen-, Mess- und Kerzenspenden, für die Spenden an die Kinderkrebshilfe und für das Entzünden der Gedenkkerzen im Internet! Unser ganz besonderer Dank gilt: - Herrn Pfarrer Mag. Jürgen Gradwohl für die würdevolle Gestaltung des Requiems - den Ministranten Elena und Toni, sowie der Mesnerin Loise - Frau Maria Rauch für das persönliche Gebet beim Seelenrosenkranz - Hans Rainer mit seinen Sängerinnen für die musikalische Umrahmung - dem Gemeindearbeiter Martin und seinem Team - Papas langjähriger Hausärztin Frau Dr. Katharina Weber-Gredler und ihrem Team - Marion Partoll für die liebevolle Betreuung - dem Ärzte- und Pflegeteam der Sonderstation des BKH Schwaz - der Bestattung Kröll, besonders Steffi, Susi, Thresi und Martin - allen Verwandten, Freunden und Bekannten - allen, die uns in so großer Zahl ihr Beileid schriftlich und mündlich bekundet haben Mayrhofen, im November 2021

Die Trauerfamilie

Im Herzen eines Menschen ruht der Anfang und das Ende aller Dinge In Liebe denken wir an unseren Mann und Tati * 8.3.1928

† 28.11.2011

beim 10. Todestag. Aufgrund der aktuellen CoronaSituation, findet die Messe zu einem späteren Zeitpunkt statt. Allen, die an ihn denken, danken wir von Herzen. Deine Familie

Stumm i. November 21


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ÜBER PERCHTEN UND BRÄUCHE

Barbara Moser

Unterschiedlicher könnten Zeitpunkt und Aussehen nicht sein: Die Bercht & Percht im Alpenraum aus dem Alpbach-, dem Unterinntal und dem Zillertal tritt zu unterschiedlichen Zeiten und in unterschiedlichen Ausformungen in Erscheinung. Während in den Gemeinden im Unterinntal die Peaschtln am 5. und 6. Dezember laffn, sind die Berchteln in Alpbach und Berchten im Zillertal am Gömmacht-Abend (Dreikönigsabend), dem 5. Jänner, unterwegs. Dass Berchten, Perchten und Peaschtln ausschließlich an diesen Tagen und Abenden unterwegs sind, ist dort schon seit Generationen so.

ration zu Generation weitergegeben. Gerade das zeichnet die Peaschtln, Berchten & Perchten in diesen Dörfern aus. In der neuen Ausgabe des Buches „Bercht und Percht im Alpenraum“ werden diese Mädchen und Buben, Frauen und Männer in all ihren verschiedenen Vermummungen gezeigt. Viele Bilder lassen die Schilderungen lebendig werden. Perchtenaufnahmen vergangener Tage sind Zeugnis der seit Generationen überlieferten Tradition in den Dörfern. Dörfer, in denen die Erwartung oft schon Wochen und Monate vor dem eigentlichen Brauchzeitpunkt die Bewohnerinnen und Bewohner in ihren Bann zieht.

Das Erbe der Urgroßmütter und Urgroßväter, Mütter & Väter, geben die Brauchträgerinnen und Brauchträger mit viel Leidenschaft von Generation zu Generation weiter. Natürlich erlebt das Brauchtum auch in diesen Dörfern eine Weiterentwicklung. Aber so gut wie möglich werden alte Sitten und Rituale von Gene-

„In Bercht & Percht halte ich auf über 20 Seiten viele eindrückliche Momente aus dem Zillertal fest. Viele Aufnahmen aus dem Tuxertal lassen die Schilderungen lebendig werden. Im Zillertal, wo das Brauchtum die Bewohner in den Bann der Mystik, Tradition und Verbundenheit zieht“, schwärmt Barbara Moser.

Fotos: Barbara Moser

Bercht & Percht im Alpenraum – 20 Seiten aus dem Zillertal

Autorin Barbara Moser mit ihrem Buch „Bercht & Percht im Alpenraum“

Das Buch ist im Buchfachhandel oder unter editiontirol@gmail.com erhältlich.


ÜBER PERCHTEN UND BRÄUCHE

ZILLERTALER HEIMATSTIMME 47 | 2021

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Max Schneider

Perchten und Bräuche zur Mittwinterzeit Anfang Jänner sind sie im hinteren Zillertal wieder unterwegs, die Perchten. Man begegnet ihnen meist erst nach Einbruch der Dunkelheit. Da huschen einzelne Figuren, manchmal auch kleine Gruppen von Maskierten, zu Häusern und in die Stuben und Küchen. Meist werden sie schon erwartet. Nach einem „glickseelig Noijåhr“ an alle Anwesenden werden sie bewirtet. Das obligate Schnapsl, das sie mit einem Strohhalm einsaugen, wird selten ausgeschlagen. Oft gibt es auch Essbares. „Groiggen“ mit „rabernem Kraut“ oder „siaße Krapflang“ sind zwar seltene, aber willkommene Verköstigungen.

Fotos:Max Schneider

Dass Aufzeichnungen über das Treiben der Perchten hauptsächlich aus kirchlichen und auch weltlichen Dokumenten stammen, ist wohl dem Umstand zuzuschreiben, dass in früheren Jahrhunderten nur wenige Menschen des Schreibens kundig waren. So ist es nicht verwunderlich, dass nur Predigtvorschläge, Protokolle und Gerichtsurteile Zeugnis von den Umtrieben der Maskierten geben. Aus dem Jahr 1741 liegt beispielsweise eine Anfrage des Herrschaftsverwalters von Fügen an die Obrigkeit vor. Kirchliche Vertreter haben sich über das ausgelassene Treiben der Figuren beiderlei Geschlechts beschwert. Die prekäre wirtschaftliche Situation eines Großteils der Bevölkerung

hat sie offensichtlich dazu veranlasst, verkleidet und vermummt Lebensmittel zu erbetteln. Von Zeit zu Zeit waren diese Heischegänge von der Obrigkeit offiziell erlaubt worden. Vom Zillertal bestanden offensichtlich Beziehungen über den Gerlospass hinüber zu den Pinzgauer Perchten. Es liegt aber auch nahe, dass über das Pfitscher-Joch Osttiroler Einflüsse dazukamen. Aber nicht nur im Zillertal, sondern ebenso in verschiedenen Inntaler Orten und auch in Alpbach trifft man ähnliche Brauchgestalten. Interessant, dass sich die Typen so grundsätzlich voneinander unterscheiden, obwohl das Gebiet als kleinräumig bezeichnet werden kann. Die „Zillertaler Beechten“ sind leise, tragen Gesichtsmasken und sind rundum verhüllt. Im Gegensatz dazu, bewegen sich im Inntal die „Flitschenbeaschtln“ in ihren massigen Kostümen laut lärmend durch die Dörfer. Die Passen der Inntaler Perchten, eine gänzlich andere Gattung als im Zillertal, werden ausschließlich von Männern gebildet. Man beginnt bereits im Oktober mit der Anfertigung der Kostüme. Da werden Maisblätter zu Büscheln gebunden und dicht auf Hosen und Jacken aufgenäht. So entstehen diese wuchtigen Gwandter. Tamperer tragen zudem noch schwere Gebilde aus Metall, auf die sie im

Rhythmus mit Schlegeln eindreschen. Als wäre die Last nicht ohnehin schon schwer genug, kommt noch eine mit langen Hörnern besetzte, geschnitzte Maske dazu. Neben der obligaten Hex besteht die Pass noch aus den Schellern und den Blasern. Die Bezeichnungen für diese Figuren sind regional unterschiedlich. Die Intention dieses Typs ist auf Unterstützung von Fruchtbarkeit ausgerichtet. Überhaupt wird Perchta in historischen Aufzeichnungen oft mit Dämonen und dem Fruchtbarkeitskult in Verbindung gebracht. Als historisch ist gleichfalls das Datum für eine der ersten Nennungen zu bezeichnen: In einer Schrift aus dem Kloster Mondsee aus dem Jahr 1000 nach Christus ist von einer „Perchtennacht“ die Rede. Aber Gottheiten, welche zur Unterstützung der Fruchtbarkeit angerufen wurden, gab es bereits bei den Babyloniern, bei den Ägyptern, den Römern oder bei den Germanen. Die Alpbacher Beaschtn tragen – ähnlich wie im Zillertal – altes Gwand. Allerdings verhüllen sie ihr Gesicht mit langen Flachssträhnen, die von einem weit ausladenden Hut herunterhängen. Den Besuchten wünscht man ein gesundes neues Jahr und kehrt mit dem Besen die Wohnräume, damit Glück und Segen im kommenden Jahr in ein sauberes Haus einziehen kön-

nen. Auch für die Heiligen Drei Könige soll das Haus gereinigt sein. Aber nicht nur in dieser kleinräumigen Region, mit derart unterschiedlichen Gestalten, findet man zur Mittwinterzeit verschiedenste Bräuche. Auch in Salzburger Gauen, im Berchtesgadener Land oder in Osttirol trifft man gerade zum Jahresende oder am Jahresanfang auf Bräuche mit ähnlichem Brauchhintergrund. Volkskundler Dr. Max Schneider hat sich über Jahre damit beschäftigt und in seinem Buch „Perchten und Bräuche zur Mittwinterzeit“ Hintergründe und viel Wissenswertes über diese Bräuche ausführlich beschrieben. Da findet man unter anderem ausführliche Beschreibungen und Information beispielsweise über die „Alpbacher Behm“, die Zillachtola „Schian Tånza“, die „Pinzgauer Tresterer“ oder die „Måttinga Klaubeife“, sowie die „Wilden Jagd vom Untersberg“ oder die „Holzmandln“ aus Kirchseeon in Bayern. Das 350 Seiten (A4) umfassende und mit ca. 400 Farbfotos bebilderte Buch kann über den Buchhandel, den Verlag (Hannes Hofinger, St. Johann) oder den Autor bezogen werden. ISBN: 978-39504205-9-3


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IN DEN OFEN GSCHAUT

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Über Kardamom und den Platzbedarf im Gewürzkastl

Ein halbwegs gesunder Orangen-Mandarinen-Kuchen Heute nachmittags bin ich eingeladen. Um 17.00 Uhr soll ich da sein. Gerade schlägt die Kirchturmuhr zur vollen Stunde und frei, nach Zillertaler Schnabel gewachsen: „Es isch Droiå!“ Wenn ich mich beeile, schaffe ich es noch, einen Kuchen zu backen. Ein gelber soll´s werden. Einer, der in die Zeit passt. Meine Wahl fällt auf Orangenkuchen. Orangenkuchen mit Mandarinen ist super. Passt perfekt in die Winterzeit, steckt voller Vitamine und mit einer Prise Kardamom ist der Orient auch nicht mehr weit. Apropos Kardamom: Habe ich überhaupt welchen? Wie sie da alle stehen, aufgefädelt, bereit, verwendet zu werden. An erster Stelle lese ich Anis, gefolgt von Ingwer bis hin … ja, da ist ja das, was ich suche und brauche. Kardamom. War ja auch nicht

zu übersehen. Das mächtigste Glas, in meiner nicht allzu kleinen Sammlung. Er nimmt tatsächlich den größten Platz ein in meinem Gewürzkastl. Er behauptet sich, könnte man behaupten. Dabei: Heute kommt ihm eh eine Sonderstellung zu, heute spielt er die wichtigste Nebenrolle, er, der Kardamom. Aber ebenso Anis, Vanille, Muskatnuss und Zimt haben sich in meiner adventlichen Backstube bewährt, riechen exotisch aromatisch und sind genauso präsent, halt in einem kleineren Glas, in dezenterer Zurückhaltung. Aber gern ist es so: Große Verpackung, wenig Inhalt. In vielen Dingen trifft das zu. Aber das wäre wieder eine andere Geschichte. Zutaten für den unkomplizierten Boden: vier Eier von Zillertaler Hühnern, drei große Löffel Wasser, 140 g Honig,

heuer kommt mein Honig aus dem Schlegeisgebiet, etwas Kardamom, 200 g Mehl und ein halbes Packerl Backpulver. Und so wird´s gemacht: Erstens trenne ich die Eier. Rühre die Dotter mit dem Honig und Wasser schaumig, gebe das Mehl mit Backpulver und Kardamom dazu, rühre noch mal kräftig und hebe vorsichtig den Schnee unter. Dann gieße ich alles in meine kleine gefettete Tortenform und ab in den Ofen. Zwischenzeitlich beschäftige ich mich mit den Zutaten für obendrauf: Jetzt wird´s noch einfacher. Aus Orangen und Mandarinen presse ich frischen Saft, fast einen halben Liter, verwende diesen wie Milch und mache daraus Pudding. Je nach Anleitung, wie es halt auf der Puddingpackung draufsteht. Nur: Ich nehme nicht ganz so viel Zucker.

Schließlich soll mein Kuchen heute nicht nur ein Mitbringsel werden, sondern obendrein schön aussehen und halbwegs gesund sein … Schau dir mal das Foto an! Ist er nicht gut gelungen? Wie ich mich freue! Aber halt! Ich hab‘ noch nicht ganz fertig erzählt. Den frischen Kuchen lasse ich abkühlen und gieße dann den halbwarmen Orangenpudding drüber. Nun stelle ich die Springform wieder ins Freie, aufs Fensterbrett. Wiederum zum Auskühlen. Inzwischen gehe ich mich umziehen. Der letzte Akt ist dann, dass ich frische filetierte Orangen- und Mandarinenstücke, vulgo „Zeachn“, auf den Kuchen, der bald der Kuchen der Nachbarin sein wird, hübsch drapiere. Sieht echt nett aus. Und so gut wie er aussieht, schmeckt er auch! M.St.W.


INS PFAND´L GSCHAUT

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REZEPTE AUS DEN ZILLERTALER KÜCHEN

Tux-Lanersbach

bez. Anz. | Fotos: Hotel Bergfried

Hotel Bergfried

Lable-Rouge-Lachs Gurke | Kaviar | Ceviche Zutaten Ceviche (1Liter): • • • • • • • • •

500 g Limettensaft 300 g gepresster Gurkensaft 150 g Zitronengras 50 g Ingwer 40 g Limettenabrieb 2 Stk. Kardamom 1 El. Fenchelsamen 1 Tl Koriandersamen 500 g Olivenöl

Alles zusammenmixen, abseihen und mit Olivenöl aufmontieren. Zutaten Lachs: Luxus, Tradition und Lifestyle in den Tuxer Alpen haben einen Namen – Bergfried. Edel, familiär, smart und casual. Wir bieten eine Wellnessoase auf 3000 m², Kids Play- und Waterpark, Hotel-Skishuttle, Skikeller mit Skiverleih, großzügige Tiefgarage, Fitnessarea und vieles mehr. Kulinarik auf Hauben-Niveau. Der Genuss wird im Bergfried zelebriert - ob in unseren neuen Lifestyle-Restaurants, am Chefs Table, auf unserer Sonnenterrasse oder

in unserem Traditionsgasthaus Bergfriedalm. Unser Küchenchef Sebastian & sein Team werden Sie täglich mit viel Kreativität und mit neuen Highlights begeistern. Freuen Sie sich auf feine Verwöhnmenüs, auf ausgewählte Weine und Edelbrände von unserem Diplom-Sommelier Johann und auf ein Service „zum Verlieben“. „Make some Memories“ im ***** Hotel Bergfried

• 1 Seite frischen Lable-Rouge-Lachs • 100 g Zucker • 200 g Salz Lachsseite mit dem Zucker & Salz einbeizen und einen Tag ruhen lassen. Anschließend mit kaltem Wasser abwaschen und abtupfen. Den Lachs leicht flambieren.

WWW.BERGFRIED.AT

PR


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Junge Frau findet reguläre Arbeitsstelle

Ein bewegender Karriereschritt Sie verlässt die Lebenshilfe und nimmt die Halbtagsstelle in der dortigen Wäscherei an. „Hier lege ich die Wäsche zusammen, bügle, richte das Frühstück für das Personal her und spüle nach dem Frühstück das Geschirr“, beschreibt die 20-Jährige und freut sich über Lob von Chef Klaus Mair: „Lucie hat sich gut eingelebt und tut unserem Team gut. Durch ihre ruhige, positive Art sorgt sie dafür, dass die Stimmung in der Wäscherei gelöst und konfliktarm ist.“ Nach einer intensiven Vor-

bereitung und Begleitung bewegt sie sich heute eigenständig durchs ganze Haus. „Wenn ich Wäsche verteile, treffe ich viele Bewohner, das freut mich sehr. Ich bin sehr gerne hier, und die Arbeit macht mir Spaß!“ Auch Lucies Vater ist zu Freudentränen gerührt und stolz, wie gut sich seine Tochter hier einbringt.

Foto: Anna Plattner

Nach einem Praktikum im Sozialzentrum Mayrhofen war Lucie Dufkova sicher:

„Wir erproben laufend neue Betätigungsfelder, in denen Menschen mit Behinderungen sich einbringen, wachsen und auch am Arbeitsleben teilhaben können“, erklärt Markus Bernardi, zuständig für die Lebenshilfe-Arbeitsangebote in Schwaz. „Am Beispiel von Lucie sieht man, was möglich ist.“

Der Chef von Lucie Dufkova sieht ihre Stärken und hat sie eingestellt.

UNSER NACHWUCHS

EMMA PFISTER FÜGENBERG geboren am 17.11.2021 um 21.47 Uhr, 3330 g/48 cm Julia Wetscher und Markus Pfister mit Patrick

Bibliothek Mayrhofen Die öffentliche Bibliothek wird durch den Lockdown bis auf Weiteres geschlossen sein. Wir möchten euch aber die Möglichkeit geben, Bücher auszuwählen und abzuholen. Dazu findet ihr auf unserer Homepage https://www.bibliothek-mayrhofen.bvoe.at/

möglich, die Abholung jeweils am Donnerstag.

jetzt einen Onlinekatalog, damit ihr euch über Neuzugänge sowie unseren Bestand informieren könnt. Eine Bestellung der gewünschten Medien ist telefonisch unter 05285/640 00 17 (Journaldienst am Donnerstag von 15.00 bis 17.00 Uhr) oder per E-Mail bibliothek@mayrhofen.tirol.gv.at

Inhaber einer Jahres- oder Familienkarte können auch die „onleihe tirol“ gratis benützen, die eine große Auswahl an digitalen Medien (eBooks, eAudios, eMagazines, ePapers) zur Verfügung stellt. Informationen dazu geben wir euch gerne telefonisch oder mittels E-Mail. Das Team der Bibliothek

Wir stellen euch auch gerne eine Auswahl an Büchern zusammen, die ihr am Donnerstag von 15.00 bis 17.00 Uhr abholen könnt.


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Mit Respekt für- und miteinander

Alt werden wir, wir Zillertalerinnen und Zillertaler! „Wer den Vater ehrt, erlangt Verzeihung der Sünden, und wer seine Mutter achtet, gleicht einem Menschen, der Schätze sammelt.“ (Sir 3,3). Mit diesem Zitat aus dem Alten Testament lehrt uns die Bibel nicht nur einen höflichen, anerkennenden Umgang mit den Eltern, mit den Generationen, sondern es wird uns vor Augen gestellt, dass eine achtsame Begegnung mit unseren älteren Mitmenschen später für himmlische Zustände sorgen wird. Welch grandiose Aussichten!

Außer einem persönlichen Auftrag sollten wir mit diesem Satz aber auch eine Form des gesellschaftlichen Miteinanders verstehen. Es geht im oben genannten Vers um die Frage, welchen Umgang wir mit Menschen pflegen, die in der späteren Phase ihres Daseins psychische, physische oder materielle Unterstützung brauchen. Obwohl Seniorinnen und Senioren heute meist fit, rüstig und unternehmungslustig sind, wächst mit dem zunehmenden hohen Alter die Wahr-

Liebe Mama, gute Sachen gibt es selten, deshalb gibt es dich auch nur einmal. Alles Gute und Liebe zu deinem 60er, wünschen dir von ganzem Herzen deine Kinder mit Familien. MAYRHOFEN | bez. Anz.

scheinlichkeit, dass es da und dort zu Gebrechlichkeiten kommen kann. Dann müssen wir helfen, unserer Verpflichtung nachkommen und die notwendige Betreuung bieten. Denn durch die gewandelten Familienstrukturen ist häusliche Pflege oft kaum mehr machbar. In diesem Zusammenhang hier nun die gute Nachricht: Der Zillertaler Bevölkerung attestieren wir in unserer jüngsten Recherche Bestnoten im Älterwerden. Ein genauer Blick über Generationen zeigt

eine eindeutige sehr erfreuliche Entwicklung. Lag der Anteil der über 65-Jährigen in unseren Gemeinden vor 20 Jahren im Verhältnis zu den Einwohnern (mit Saisonarbeitskräften) bei fast genau 10 %, so sind Pensionisten und Seniorinnen heute eine zahlenmäßig starke Gruppierung. Und das freut uns! Aber schau dir dazu die Tabelle an! Dort findest du am Beispiel von vier Gemeinden zwischen Strass und Tux genaue Angaben. Viel Vergnügen dabei, wünscht die Redaktion!

Pensionistenverband Tirol - Ortsgruppe Mayrhofen

Einladung zur Jahreshauptversammlung am Montag, den 13. Dezember, 14.00 Uhr, im „Alpendomizil Neuhaus“ Sehr geehrte Mitglieder, herzliche Einladung zu unserer Jahreshauptversammlung. Aufgrund bevorstehender einschneidender Veränderungen betreffend Vereinsorganisation bittet Obfrau Erika Gredler mit Ausschuss um eure zahlreiche Anwesenheit! Der Ausschuss der Ortsgruppe freut sich, euch begrüßen zu dürfen. Zudem bitten wir um die Einhaltung der aktuell gültigen Coronaregelen (Impfausweis, Grüner Pass)!


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Sozial- und Gesundheitssprengel Mayrhofen und Umgebung

Unterstützung für Essen auf Rädern in Ramsau Essen auf Rädern wird ein immer wichtigerer Teil der häuslichen Versorgung unserer älteren Bevölkerung. Bislang wurde die Sprengelregion von zwei Teams aus Mayrhofen und einem Team in Tux versorgt. Die steigende Nachfrage, vor allem seit Beginn der Pandemie, konnte in letzter Zeit kaum noch gedeckt werden, weshalb wir uns auf Lösungssuche begaben. Schon in der Vergangenheit konnten wir immer wieder auf die Hilfe der Lebenshilfe Ramsau bauen. So war es nur ein kurzer Anruf bei Frau Manuela Hochmuth vom Arbeitsverbund

Zillertal der Lebenshilfe, der es ermöglichte, dass wir alle Essen auf Rädern aus Ramsau über die Lebenshilfe beliefern konnten. Für momentan ca. zehn Personen übernimmt die Kantine der Lebenshilfe Ramsau die Zubereitung der Mahlzeiten und die Auslieferung. Den Ankauf der Essensboxen, die jeweils in doppelter Ausführung für die Auslieferung benötigt werden, übernimmt in Höhe von 4.500 Euro die Gemeinde Ramsau. Danke an Bürgermeister Fritz Steiner, der immer ein offenes Ohr für solche Anliegen hat und uns gerne unterstützt.

WINWIN

Als Teil der Casinos Austria und Österreichische Lotterien Gruppe bietet WINWIN in Mayrhofen und Schwaz ein Spielerlebnis der neuesten Generation. Im Vergleich zu klassischen Spielautomaten unterscheiden sich die VLTs bei WINWIN durch die hochmoderne Technologie und die streng abgesicherte Spielmechanik. Zudem steht WINWIN für den größtmöglichen Spielerschutz. Der Zutritt ist ab 18 Jahren und das Betreten des Spielbereichs nur mit Registrierung und aktiver WINWIN Card möglich. Spielen und mehr Neben dem Spielangebot können die Gäste bei WINWIN auch Sporthighlights

auf ultra-modernen LEDVideowalls mitverfolgen. Freundliche und bestens geschulte MitarbeiterInnen sorgen bei WINWIN für den Wohlfühlfaktor in lockerer Atmosphäre und modernem Ambiente. Erfolgsrezept Gastronomie WINWIN punktet mit einem Gastronomieangebot, bei dem Qualität im Vordergrund steht. WINWIN bezieht alle Speisen und stets frische Zutaten von heimischen Lieferanten. Ein Sortiment sowohl der besten Weinbauern und beliebtesten Brauereien Österreichs als auch der österreichischen Privatrösterei Alt Wien rundet das kulinarische Angebot PR ab.

WINWIN Mayrhofen Am Marienbrunnen 346 6290 Mayrhofen Täglich 14:00 – 02:00 Uhr WINWIN Schwaz Franz-Josef-Straße 5 6130 Schwaz Täglich 12:00 – 02:00 Uhr Eintritt ab 18 Jahren SKY und gratis W-LAN verfügbar

www.winwin.at

Fotos: WINWIN

Kompetentes Spielvergnügen im Herzen Tirols


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BrauKunstHaus Zillertal Bier, Zell am Ziller

6. Tiroler Wirtshausforum und Wirtefest

Das 6. Tiroler Wirtshausforum und Wirtefest fand am 15. November im so stilvollen wie stimmigen Rahmen des BrauKunstHauses von Zillertal Bier statt. Bei der Jahreshauptversammlung des Vereins der Tiroler Wirtshauskultur wurden 13 neue Mitgliedsbetriebe begrüßt. Zudem erfolgte die Präsentation der Tiroler Wirtshausbiere als exklusiver Trinkgenuss aus Tirol für Tirol. Die edlen Tropfen von Zillertal Bier erwiesen sich als perfekte Begleitung des zum Abschluss der Veranstaltung kredenzten vielseitigen kulinarischen Programms. Gastgeber der Jahreshauptversammlung des Vereins der Tiroler Wirtshauskultur war heuer deren langjähriger, bewährter Partner Zillertal Bier. Den feierlichen Anlass dafür gab die Vorstellung der Tiroler Wirtshausbiere Imperial Hell und Imperial Zwickl. Die beiden regionalen Bierspezialitäten gingen aus einem gemeinsamen Projekt mit der Tiroler Wirtshauskultur hervor und sind ab sofort exklusiv in deren Mitgliedsbetrieben erhältlich.

Fotos: Zillertal Bier

Präsentation der Tiroler Wirtshausbiere von Zillertal Bier und Begrüßung von 13 neuen Mitgliedern der Tiroler Wirtshauskultur beim 6. Tiroler Wirtshausforum und Wirtefest.

Martin und Eva-Maria Lechner (Zillertal Bier), Peter Weigand und Andreas Mair (Tiroler Wirtshäuser)

Gebraut werden die Tiroler Wirtshausbiere ausschließlich aus dem hochwertigen Getreide von Tiroler Bauern, der Fisser Imperial Gerste. „Mit diesen Bierspezialitäten brauen wir aus Tiroler Getreide authentischen Biergenuss und können so Einheimischen wie Gästen zeigen: So schmeckt Tirol! Wir sind stolz darauf, den Tiroler Wirtshäusern so das regionalste laufend verfügbare Getränk abseits von Wasser anbieten zu können“, berichtete Martin Lechner, Geschäftsführer von Zillertal Bier, der sich bei der Präsentation hocherfreut zeigte. Auch Andreas Mair, Obmann vom Verein Tiroler Wirtshauskultur, betonte die Vorzüge der Partnerschaft mit Tirols ältester Privatbrauerei, die mittlerweile in 16. Generation geführt wird: „In unseren Tiroler Wirtshäusern spielt der Ein-

satz von unverwechselbaren Tiroler Produkten eine ganz besondere Rolle. Für unsere Mitglieder ist es deshalb wichtig, starke heimische Partner zu haben, die diese auch bereitstellen. Wir freuen uns besonders, mit Zillertal Bier einen Partner zu haben, der mit den Wirtshausbieren ehrlichen Trinkgenuss exklusiv für Tiroler Wirtshäuser braut.“ Das Wirtshausforum gab Gelegenheit zu regem Austausch zwischen den Wirtinnen und Wirten aus ganz Tirol sowie Wegbegleitern und Wegbereitern der Tiroler Wirtshauskultur. Als krönender Abschluss kam ein Gruß aus den Tiroler Wirtshausküchen auf den Tisch. Der vielseitige kulinarische Reigen reichte von „Josef ‘s Graukasrahmsüppchen aus Ginzling“ über „Bräu’s Saiblingfilet aus Schwendau

auf der Imperialgerste aus Fiss“ bis hin zu „Susanne‘s Kräuter-Serviettenknödel aus Auffach“, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Viele der Gerichte stammen aus dem innovativen Schulungsprogramm von esstisch. tirol, dem Projekt der Tiroler Wirtshauskultur mit der fh gesundheit und der FH Kufstein Tirol. Ziel der Initiative ist es, für spezielle Ernährungsbedürfnisse ein hochqualitatives und abwechslungsreiches Speisenangebot zu schaffen. Auf Grundlage diätologischer Expertise werden dabei Nahrungsmittelunverträglichkeiten wie auch der Wunsch nach leichter und bekömmlicher Kost berücksichtigt. Wie ausgezeichnet „leicht & guat“ zusammenpassen, wurde bei den Kreationen der Tiroler Wirtinnen und Wirte köstlich unter Beweis gestellt.


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ANNO DAZUMAL

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Besonders herausragende Momente!

Alles, was singt und musiziert … … ehrt Ende November die heilige Cäcilia. Talein, talaus finden derzeit in unseren Kirchen tongewaltige melodienreiche Messen statt, die allesamt an den Hochfesten der Musikpatronin das Beste aus sich herausholen. Die Kirchenchöre helfen dabei meistens mit festlichen Aufführungen. Und dafür gilt es in dieser Woche besonders zu danken. Nicht nur, dass sich jeder Kirchgänger an den musikalischen Highlights erfreuen kann, sondern auch, dass sich unsere heranwachsenden Musiktalente angespornt und motiviert fühlen. „Vergelt‘s Gott“ für ein Stück Heimatgefühl, meint meim!

1950

1950

1982


KULTUR IM ZILLERTAL

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Geballte Kirchenmusik zu Ehren der Heiligen Cäcilia!

Fotos: VIDEO KRÖLL

Musik macht glücklich! Die BMK Mayrhofen zeigt´s!


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KULTUR IM ZILLERTAL

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Würdiger Jahresabschluss mit Festkonzert und Jahreshauptversammlung

Cäcilienfeier der Bundesmusikkapelle Stumm Unmittelbar vor Lockdownbeginn konnte die Bundesmusikkapelle Stumm noch Cäcilia feiern. Mit dem Festkonzert in der Pfarrkirche und der anschließenden Jahreshauptversammlung fand das Musikjahr 2021 seinen würdigen Abschluss. Obmann Anton Brandner konnte auf einige Ausrückungen wie z. B. Erstkommunion, Prozessionen und Platzkonzerte zurückblicken. Eine Vielzahl von Ehrungen standen auf dem Programm, wobei sich der Bogen vom Juniorabzeichen bis zur 50-jährigen Ehrung spannte. Mit dem Juniorabzeichen wurden Tobias Steinlechner, Anton Rissbacher, Jakob Rissbacher und Maximilian Angerer, mit dem Jugendabzeichen in Bronze Paul Stiegler und Jonas Braunegger und mit dem Goldenen Jugendabzeichen Valentina Garber ausgezeichnet.

Gruber. Für 25-jährige Mitgliedschaft wurde Martin Kröll und für 50-jährige Mitgliedschaft „Urgestein“ Wolfgang Kropf ausgezeichnet.

Das Grüne Verdienstzeichen für seine langjährige Funktionstätigkeit erhielt Stefan

Glücklich schätzen kann sich die BMK auch, dass mit Sophie Pölzl, Isabella Kröll und

Alexandra Brugger drei neue Marketenderinnen in die Gemeinschaft aufgenommen werden konnten. Die Musikkapelle bedankte sich mit zwei Märschen bei ihren Kameraden für die Treue und Verbundenheit.

Ein Dank gilt ebenfalls allen Gönnern und Unterstützern der Bundesmusikkapelle Stumm sowie der gesamten Bevölkerung für den Besuch der Konzerte. Auf diesem Weg allen ein frohes Fest und ein gesundes neues Jahr 2022.

Uli Müller, Chronist


KULTUR IM ZILLERTAL

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Schützenkompanie Tux

Am Seelensonntag fand nach dem Gottesdienst mit dem Totengedenken an alle Opfer von Krieg und Katastrophen die Jahreshauptversammlung der Schützenkompagnie Tux statt. Hier wurde in den Berichten auf das letzte Jahr Rückschau gehalten, das heuer Gott sei Dank wieder von einigen Ausrückungen geprägt war. Ebenso wurden heuer wieder Mitglieder für ihre langjährige Treue ausgezeichnet und fünf neue Marketenderinnen durch Hauptmann Willi Schneeberger angelobt. Für 25 Jahre Mitgliedschaft: Günter Steiner, Hermann Tipotsch, Stefan Erler, Hans Erler Für 70 Jahre Mitgliedschaft: Josef Tipotsch, Rudolf Tipotsch, Thomas Wechselberger, Alois Kreidl. Des Weiteren wurde Alois Mader zum Ehrenleutnant ernannt, und unserer ChefMarketenderin Stefanie Brugger wurde die KatharinaLanz-Medaille verliehen.

Wir möchten allen Ausgezeichneten für ihre langjährige Treue in der Kompanie danken und sind stolz auf die feschen Marketenderinnen, die der Kompanie beigetreten sind. Anschließen fanden die Neuwahlen des Ausschusses statt, welche aufgrund der COVID-Situation im vergangenen Jahr verschoben worden war. Kassier Wilfried Geisler, Oberleutnant Franz Geisler, Fähnrich Franz Hochmuth sowie Franz Tipotsch, welche sich viele Jahre verlässlich für die Kompagnie im Ausschuss eingesetzt hatten, standen einer Neuwahl nicht mehr zur Verfügung.

Fotos: Schützenkompanie Tux

Jahreshauptversammlung und Neuwahlen

Stellvertretend für unsere geehrten Schützenkameraden, Josef Tipotsch als ältester aktiver Schütze mit 91 Jahren.

Neu gewählt wurden: Kassier: Stanis Pfister, Oberleutnant: Hubert Fankhauser, Fähnrich: Markus Steiner Die Schützenkompanie Tux dankt besonders den langjährigen Funktionären und freut sich auf die Zusammenarbeit mit den frisch gewählten Nachfolgern.

Unsere feschen, neu angelobten Marketenderinnen.

DIE SCHÜTZENKOMPANIE MAYRHOFEN GRATULIERT Man soll die Feste feiern, wie sie fallen – daher freute es uns besonders, dass wir im November gleich zweimal die Gelegenheit hatten, zu einem runden Wiegenfest zu gratulieren. So konnte am 6. November dem Kameraden Josef Oblasser zu seinem 80. Geburtstag und am 18. November dem Kameraden und Kompaniewaffenmeister Andreas Geisler zu seinem 60. Geburtstag gratuliert werden. Die Schützenkompanie Mayrhofen wünscht den beiden Jubilaren nochmals alles Gute sowie viele weitere gesunde Jahre und bedankt sich für die Einladung und gute Bewirtung. Für die Schützenkompanie Stefanie Kreidl


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KULTUR IM ZILLERTAL

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Voller Ehrfurcht für den gestreckten König der Wälder

Fotos: Walter Kraiger

Würdevolle Hubertusfeier des Jagdvereins Fügen

Kürzlich fand am Dorfplatz in Fügen die Hubertusfeier des Jagdvereins Fügen – Zillertal unter Obmann Franz Kröll statt, würdevoll zelebriert von Pfarrer Erwin Gerst. Die anschließende Segnung des Hubertushirsches, einem ungeraden Zwanzigender, der von Dietmar Eberharter im Bechental erlegt worden war, war der Höhepunkt der diesjährigen Hubertusfeier, die von der Bläsergruppe Stumm unter der Leitung von Stefan Mühlegger musikalisch umrahmt wurde. Beim anschließenden gemütlichen Teil im Hotel Sonne mit dem gemeinsamen Wildbret-Essen waren sich Dietmar Eberharter und seine Jagdfreunde einig, dass die Jagd langfristig nur dann erfolgreich ausgeführt werden kann, wenn Waldbesitzer, Jäger, Förster und Behörden mit Toleranz und Augenmaß zusammenarbeiten. Jagd auf den König der Wälder Bereits bei unserem ersten

Anpirschen zum Abendansitz meldete der erste Hirsch, nahe einem bekannten Brunftplatz. Schemenhaft war in der eingehenden Dunkelheit der von Daniel schon Wochen vorher angesprochene Rothirsch zu erkennen, der das Zielalter von zehn Jahren erreicht hatte. Aufgrund der bereits herrschenden Dunkelheit war aber ein sicheres Ansprechen

nicht mehr möglich. Am nächsten Morgen prüften wir zuerst den Wind und pirschten uns dann vorsichtig Richtung Brunftplatz, wo wir gleich zwei unterschiedliche Stimmen ausmachen konnten, was unsere Herzen natürlich gleich höherschlagen ließ. Immer wieder den Wind prüfend, gelangten wir unbemerkt zu unserem Ansitz-

platz. In der bereits beginnenden Morgendämmerung war ein kleines Rudel Kahlwild auszumachen, bei dem der gesuchte reife Hirsch wieder dabei war und sein Rudel ruhelos umkreiste. Heftige Kämpfe während der Brunftzeit Ein atemberaubendes Schauspiel konnten wir dann kurze Zeit später beobachten, als von der gegenüberliegenden Seite ein kapitaler Kronenhirsch mit dicken Stangen auftauchte. Wenige Sekunden später, keine Hundert Meter vor unserem Ansitz, krachte es dann auch schon gehörig. Zwischen den beiden Platzhirschen begann ein furchterregender Kampf auf Biegen und Brechen um die Gunst des Kahlwildes, so die Erzählung des Schützen Dietmar Eberharter. Mein besonderer Dank geht an meinem Jagdfreund und Pirschführer Daniel Wetscher, dem ich dieses großartige Jagderlebnis im Bechental zu verdanken habe. „Weidmannsheil!“


SPORT IM ZILLERTAL

Gemeinschafts-Projekt

„Freeridecamp für Jugendliche“

Jugendliche kurz vor und nach der Beendigung Mittelschule (7. bis 9. Schulstufe) suchen immer öfter ihren Skispaß im Gelände abseits der Piste, können aber die damit verbundenen Gefahren oft nicht einschätzen. Dieses Camp hat das Ziel, die angehenden „Freerider“ am Weg von der Piste ins Gelände zu begleiten. Dieses Camp soll es allen Jugendlichen – unabhängig von einer Vereinszugehörigkeit – ermöglichen, sich kostengünstig und niederschwellig die Basics fürs „Freeriden“ anzueignen. Der Alpenverein Zillertal, der WSV Hippach, der Ski-Club Mayrhofen und der Bergsportführerverband Zillertal wollen in diesem gemeinsamen, vereinsübergreifenden Projekt den jungen Menschen das notwendige Rüstzeug für das sichere Skifahren im freien Gelände vermitteln. Am 8. und 9. Jänner bieten wir daher ein eintägiges Camp am Penken/Horberg an! Anmeldedetails werden noch im Dezember bekanntgegeben.

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STUMM GRATULIERT

Frau Rosina Lanthaler feierte letzte Woche ihren 95. Geburtstag. Auf diesem Wege gratulieren Bürgermeister Fritz Brandner sowie die Gemeinde Stumm der Jubilarin nochmals herzlich und wünschen ihr viel Glück, Gesundheit und noch viele Jahre im Kreise ihrer Lieben.

KALTENBACH GRATULIERT Die Gemeinde Kaltenbach gratuliert Frau Maria Pfister Frau Pfister Maria „Moidi“ feierte am 15. November den 80. Geburtstag im Kreis der Familie und Freunden. Bürgermeister Klaus Gasteiger überbrachte ein Präsent der Gemeinde und wünschte Gesundheit, Glück und Harmonie für die Zukunft! Die Gemeinde Kaltenbach gratuliert Familie Anna und Max Neussl zum Fest der Diamantenen Hochzeit Am 18. November feierten Anna und Max Neussl das Fest der Diamantenen Hochzeit im Kreis der Familie. Am 19. November kamen die Gemeinde Kaltenbach, die Bundesmusikkapelle und die Feuerwehr als Gratulanten zum Haus der Jubilare.Bürgermeister Klaus Gasteiger hob in seiner Ansprache das öffentliche Wirken von Anna und Max Neussl hervor und bedankte sich auch im Namen der ausgerückten Vereine für ihr Wirken. Wir wünschen dem Jubelpaar alles Gute für die Zukunft, Gesundheit und Harmonie!


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EINE ERFOLGSGESCHICHTE

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Neu gestaltetes Ortsbild Einfahrt Mitte

„Mittendrin“ in Mayrhofen

Das Zillertal identifiziert sich schon lange als tüchtige Tourismusregion, wo ganzjährig Anstrengungen unternommen werden, um die Region attraktiver zu gestalten. Dies trifft auf Gemeinden, Fremdenverkehr und Hotellerie zu, welche beinahe jährlich Investitionen in Bausubstanz tätigen, um diese aufzuwerten. In diese Kerbe schlägt auch das Projekt „Mittendrin” der Familie Reitmeir, welches im abgelaufenen Jahr vollendet worden ist und nun den Ortskern Mayrhofens ziert. So mancher Mayrhofer erinnert sich an das Grundstück mit seinen Obstbäumen, Rosen- und Enzianbeeten, auf

welchem 1956 von Walter Reitmeir der Grundstein für die erste Dentisten-Ordination des Ortes gelegt worden ist. Schenkt man dem allgemeinen Volkstenor Gehör, ist der Familie Reitmeir im Schulterschluss mit starken und verlässlichen regionalen Partnern eine Neuausrichtung für ein modernes, architektonisch spannendes und für das neu gestaltete Ortsbild der Einfahrt Mitte aufwertendes Projekt gelungen. Das Wohn- und Geschäftshaus als Blickfang in der PfarrerKrapf-Str. birgt unter seinem Dach sechs exklusive Wohneinheiten sowie eine zwei-Etagen-Geschäftsfläche mit großzügiger Schaufensterfront.

Ein stimmiges Konzept, welches Perspektive für weitere Projekte schafft.

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bez. Anz. | Fotos: vielsaitig.media / Thomas Buchberger

EINE ERFOLGSGESCHICHTE

Pfarrer-Krapf-Straße 398, 6290 Mayrhofen info@mittendrin-mayrhofen.com www.mittendrin-mayrhofen.com


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INSERATE

INSERATE

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LESERBRIEF Foto: privat

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Jetzt röhren sie wieder Laubsauger und Gebläse in Turboausführung rammen hilflosen Mitmenschen 115 Dezibel in die Gehörgänge! Schlimmer noch als der akustische Schaden durch die Dauerfolter ist jedoch der ökologische Schaden! Der Sauberkeits-Overkill bis in den letzten Gartenwinkel hat dramatische Folgen: Boden und Pflanzen werden ihres natürlichen Winterschutzes beraubt. Kleintiere und Insekten sowie Igel, sofern sie nicht gleich mitgeschreddert und entsorgt worden sind, irren heimatlos durchs Gelände. Wildvögel sind sowieso der Möglichkeit entraubt, monatelang Futter unter der Laubschicht zu finden, und für die Regenwürmer entfällt die Nahrungsgrundlage gleich ganz. Dazu ist der ökologische Irrsinn eine gigantische Ressourcenverschwendung: Laub fällt nicht ohne Grund oder aus mangelndem Ordnungssinn ab! Laub ist einer der wertvollsten Gratis-Rohstoffe überhaupt, die die Natur bietet. Laub spart im Garten nicht nur das Schleppen von Winterschutz und Dünger, sondern auf diesem Weg auch gleich einiges an Geld. Laub ist Teil des natürlichen Kreislaufs und hat am Boden ebenso viel Sinn und Nutzen wie am Gehölz. Das ist spätestens dann gut sichtbar, wenn gefallene Blätter aufrecht wie winzige Baustellenschildchen aus dem Boden ragen: Hier wird recycelt - hier sind die Regenwürmer am Werk. Sie fressen die Blätter und scheiden sie als Humus aus. Auch unzählige andere kleine Bodenlebewesen wie Asseln oder Sprungschwänze zerkleinern organisches Material. Anschließend zersetzen es Pilze und Bakterien, bis es als fruchtbarer Boden für neues Pflanzenwachstum zur Verfügung steht. So ist Jahr für Jahr die HumusSchicht auf unserem Planeten gewachsen, auf der und von der wir alle leben. Ohne diesen wertvollen Humus geht gar nichts oder zumindest nicht lange. Deshalb wäre es klug, das wertvolle Gold der Bäume für den Kreislauf zu belassen. Das Laub in einer Ecke auf einen Haufen gerafft, gibt Igel und Insekten Winterschutz. Vögel sind von den Insekten im Laub abhängig. Beete mit einer wärmenden Decke aus schützendem Blattwerk sind frostsicher. Den Laubbäumen ihren natürlichen Winterschutz und Dünger belassen. Dann spart man auch den nerv- und Kleintier tötenden Laubsauger- und Bläser. Die Natur dankt es uns und sicher auch unsere geplagten Ohren! Steinbach Manuela

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