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Holy 204

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204 YARA 20.3.— MEKAWEI 15.5.22


Eine Reise durch die Philosophie der Musik und Kodierung im Sufismus Yara Mekawei

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Seit einigen Jahren erforsche ich den Sufismus mit dem Anliegen, ein neutrales Verständnis der Schriften zu entwickeln. Als Muslima bin ich mir durchaus meiner eigenen Voreingenommenheit in Bezug auf einen bestimmten religiösen Rahmen bewusst. Trotz alledem verfolge ich meine Beschäftigung mit der Geschichte und der Philosophie des Sufismus sowie alledem, was durch den Sufismus von SchriftstellerInnen, ForscherInnen und PhilosophInnen hervorgebracht wurde. Es ist eine unendliche Erkundung, die mich von einem Ort zum anderen trägt. Die Orte ähneln sich wie Wassertropfen im Meer und sind dabei so unterschiedlich wie die verschiedenen Wege und Philosophien der Sufi-Orden. Reflexionen über den Sufismus sind so zahlreich wie die Orden sufistischer DenkerInnen, PhilosophInnen, SchriftstellerInnen und DichterInnen. Jeder hat seinen eigenen Weg. Dies lässt sich an den Sufi-Schriften quer durch die Geschichte ablesen. Im Sufi-Ozean ist kein Meeresgrund zu finden und doch wurden und werden unerbittliche Bemühungen unternommen, weitere Interpretationen der Heiligen Schriften zu entwickeln. Mit Hilfe ihrer Erkenntnisse versuche ich, sufistische Literatur in zeitgenössische, konzeptionelle digitale Klänge und Bilder zu übersetzen. Meine Nachforschungen begannen mit der Hinterfragung meines eigenen Glaubens und meiner Gedanken, die mir in der muslimischen Gesellschaft in Ägypten, in der ich aufgewachsen bin, nicht verbreitet schienen. Unabhängig von meiner politischen, ökonomischen und sozialen Herkunft packte mich eine Leidenschaft, in die Sufi-Philosophie einzutauchen und die alten Schriften in meiner Muttersprache zu lesen. Es fiel mir dennoch schwer, ihre Bedeutung auf Anhieb zu begreifen. Inmitten dieser Fülle von Geschichten, Erzählungen, heiligen Manifestationen sowie geheimen Riten und Praktiken, manche angesehen, manch andere verboten, schien es mir unmöglich, meinen Weg zu finden. Doch jedes Mal, wenn ich dachte, ich würde ertrinken, streckte mir jemand eine helfende Hand entgegen. Auf der Reise meiner Nachforschungen begann ich, die Persönlichkeit von Avicenna zu studieren (Abū ʿAlī al-Ḥusain ibn ʿAbd Allāh


ibn Sīnā). Er war Arzt, Wissenschaftler und Sufi-Denker, der sich besonders in den Feldern Medizin und Philosophie hervorgetan hat. Er wurde im Dorf Afschana in der Nähe von Buchara (im heutigen Usbekistan) im Jahr 370 d. H. beziehungsweise 980 n. Chr. geboren. So erhellend seine wissenschaftliche Karriere war, so aufschlussreich war auch seine Sichtweise auf die Liebe, sowohl die göttliche als auch die weltliche. Für Avicenna ist die vollkommene Liebe die der absoluten Güte oder die göttliche Liebe. Es war, als hörte ich den Geist seiner Geschichte aus der Ferne, aus dem 11. Jahrhundert bis zu mir herüberklingen. Avicennas Texte waren mein Tor, um Sufismus hören und sehen zu lernen. Seine Texte besitzen eine audiovisuelle Komponente, die bei weitem die Grenzen von Wörtern oder Kompositionen überschreiten. Das führte mich dazu, sie als Grundlage für die Komposition von Soundclips, Standbildern oder nicht statischen Objekten zu verwenden. Meine Leidenschaft für das Heraufbeschwören von Klängen und Bildern aus der Vergangenheit führte mich dazu, meinen eigenen Weg mit hisāb ‘ljumal, dem AbjadZahlensystem, zur audiovisuellen Wiederbelebung alter Schriften zu entwickeln. In diesem System werden Zahlen und Daten alphabetisch repräsentiert, indem jedem Buchstaben bestimmte numerische Werte zugeordnet werden. In der Vergangenheit wurde diese Methode von den Sufis benutzt, um die Heilige Schrift zu interpretieren, indem die entsprechenden Zahlen analysiert wurden. Nach diesem Vorbild übertrage ich arabische Texte in Zahlen und nutze dann die Zahlen zur Komposition von Musik und den dazugehörigen visuellen Komponenten. Mit dieser Methode wandle ich alte Sufi-Schriften in digitale Klänge und visuelle Formen um. Zu Beginn habe ich mich mit Aspekten der Persönlichkeit Avicennas beschäftigt und einige seiner philosophischen Schriften in Klänge übertragen. Dabei wurde mir klar, dass die Sufi-Philosophie historisch weiter zurückgeht als ihr Verhältnis zur islamischen Geschichte, wie zum Beispiel an der Bedeutung der Geschichte des Propheten Moses für die SufiGeschichte abzulesen ist. Daher arbeitete ich 4

in meinem früheren Projekt majma‘a albahrain (Die Vereinigung der zwei Meere) daran, Texte aus den Heiligen Büchern, die seine Geschichte erzählen, durch das Abjad-Zahlensystem in Klänge umzuwandeln. Ich empfand dabei ein unvergleichliches Vergnügen, das wahrscheinlich nur davon übertroffen werden kann, Moses eigene Stimme zu hören. Bei meinen Recherchen habe ich mich auf mystische Texte konzentriert, die sich der göttlichen Liebe widmen, den feinsten Grad der Liebe. Diese Texte enthalten eine Besinnung auf Gott und Seine Schöpfungen, die vieldeutig interpretiert werden können. Gesellschaftliche und politische Institutionen sahen die Autoren dieser Texte deshalb oft kritisch. Ich arbeitete auch mit den Schriften des berühmten Mystikers Ibn al-Fārid, auch bekannt als Umar ibn ʿAlī Ibn al-Fāriḍ. Seine Gedichte handeln hauptsächlich von göttlicher Liebe, was ihm den Titel „Fürst der Liebenden“ einbrachte. Seine Poesie beschreibt göttliche Liebe sehr intensiv, bis hin zur absoluten Verschmelzung mit dem Göttlichen. In einem seiner Gedichte heißt es:


1 R. Jacobi, Der Diwan – Mystische Poesie aus dem 13. Jahrhundert: Aus dem

Arabischen übersetzt und herausgegeben von Renate Jacobi, Berlin 2012.

Den Wein der Liebe reichte der Augen Hand mir dar, die Schönheit übersteigt ein Antlitz, das mein Becher war. Und trunken von dem Blick gab ich den Freunden zu verstehen, daß es ihr Wein gewesen sei, der mich mit Freude füllte, obwohl ich durch mein Auge keines Bechers mehr bedurfte, denn Ihre Wesenszüge, nicht der Wein, machten mich trunken. Und in der Schenke meines Rausches schenkte ich Gefährten Dank, bei denen meine Liebe heimlich blieb, trotz meines üblen Rufes. Als meine Nüchternheit verschwand, suchte ich Ihre Nähe, und keine furchtsame Beklemmung hinderte mein kühnes Streben.1


2 Jacobi, Der Diwan – Mystische Poesie aus dem 13. Jahrhundert.

Kein Weg ist für mich möglich als der Weg der Liebe. Von ihm zu weichen hieße meine Religion zu verleugnen. Und käme mir der Wunsch nach einer anderen Geliebten in den zerstreuten Sinn, so würde ich als Ketzer sterben. Du richtest über mich, so tue mit mir, was du willst, denn meine Sehnsucht ist auf dich und nur auf dich gerichtet.2


3 Tashif ‫تصحيف‬ ‫ يحصت‬ist die Veränderung der ähnlich aussehenden Buchstaben in einem arabischen Wort.

‫لالج ّم‬: 4 Al Jummal ‫ّمجلال‬ Die Buchstaben im alten arabischen Alphabet wurden nummeriert, dadurch erhält das Wort eine Zahl, die aus der Addition der einzelnen Buchstaben bzw. ihrer

jeweiligen Zahlen entsteht. Hier hat der rätselhafte Name die ‫ أيّ‏بووب‬. Zahl 19, wie Ayoub ‫ّيأ‬ Der Name, also die Antwort dieses Rätsels, ist Tei ‫طي‬ ‫يط‬.

5 Dieses Gedicht gehört zu dem Genre Rätsel ‫زغل‬Pl. ‫ألغاز‬ ‫زاغلأ‬ ‫لغز‬

Der Name dessen, der mich aus Liebe verrückt machte, ist ein Vogel (Teir), dessen Buchstaben geändert und umgekehrt sind.3 Er ist nicht fremd, sondern gehört zu seinem arabischen Namen. Wenn seine Buchstaben nach Zahlen (Al Jummal)4 berechnet werden, sind sie gleich wie Ayoub (Hiob).5


6 Jacobi, Der Diwan – Mystische Poesie aus dem 13. Jahrhundert.

Ibn al-Fārid

In Erinnerung an den Geliebten trinken wir einen Wein, von dem wir trunken waren, noch ehe der Weinstock geschaffen wurde. Sein Kelch der Vollmond, er die Sonne, die ein Neumond kreisen läßt. Wenn er gemischt wird, leuchten Sterne über Sterne. Wäre nicht sein Duft, wie hätte ich zu seiner Schenke finden können. Wäre nicht sein Glanz, nie hätte ich ihn in der Fantasie erblickt. Die Zeit ließ nichts von ihm als einen letzten Atemhauch, als wäre er verborgen in der Brust der Klugen.6


Ibn al-Fārid hat einen unverwechselbaren lyrischen Stil, vor allem in Hinblick auf Wortwahl und Ausdruck zur Beschreibung der Unendlichkeit von göttlicher Liebe. Er verwendete bestimmte Wörter, die für Sufi-Schriften charakteristisch sind – wie zum Beispiel: die Sonne, der Mond, die Sichel, das Männliche, der Wein, die Angst und der Kelch –, um den höchsten Grad der Verschmelzung mit dem Anderen zu beschreiben. Ihm ging AlHallādj (Abū l-Muġīṯ al-Ḥusain ibn Manṣūr alḤallāǧ, 244 d. H. / 857 n. Chr.) um einige Jahrhunderte voraus. Er gilt als einer der Pioniere des Sufismus in der islamischen Welt. Als Prediger gewann Al-Hallādj eine große Zahl von AnhängerInnen, bevor er in Machtkämpfe mit dem abbasidischen Hof verwickelt wurde. Nach langer Zeit im Gefängnis wurde er wegen religiöser und politischer Anschuldigungen hingerichtet. Obwohl die zeitgenössischen Sufis gemischte Ansichten über seine Aktivitäten haben, gilt Al-Hallādj als eine Schlüsselfigur in der Sufi-Tradition und ebenso in meiner Forschung. Al-Hallādjs Poesie handelte vom Göttlichen jenseits des Materiellen. Seine Texte zu lesen, verleiht einem Flügel der Liebe und Ekstase. In seinen Gedichten berühren wir die leidenschaftlichen Rufe seiner brennenden Seele. Er schlug den Weg der absoluten Hingabe ein, an dessen Ende er sich für nichts als Gott interessierte. Seine Seele löste sich auf in Anbetung und was er sah, versetzte ihn in Ehrfurcht. Er drückte dieses Erstaunen mit Sufi-Poesie aus, die kaum jemand auf Anhieb versteht. Bei all seiner Liebe und Verbundenheit hatte er trotzdem das Gefühl, das Göttliche nie endgültig erreichen zu können. Er beschrieb es daher oft als einzigartiges Wesen, das alles ihm Zugeschriebene transzendiere. Das Göttliche Sein hebe sich von allen Beschreibungen und Eigenschaften ab, die man sich vorstellen, geschweige denn erreichen kann. Al-Hallādj wählte schließlich den Sufismus sowie die Isolation von Menschen und materiellen Dingen in der Hoffnung, dem göttlichen Wesen näher zu kommen.

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Ich sah meinen Herrn mit den Augen meines Herzens. Ich sprach: Wer bist du? Er sagte: Du! Bei dir hat das Wo kein Wo, Wo du bist, ist kein Wo. Du bist der, der alles Wo umfasst Bis hin zum Nichtwo. Wo also bist du? Die Vorstellungskraft hat keine Vorstellungskraft von dir, Sodass sie wüsste, wo du bist. Ich überwand die Nähe, bis das Wo nicht mehr wusste wo Du bist. In meinem Bleiben und Nichtbleiben und in meiner Auslöschung fandest Du es. In der Löschung meines Namens und der Skizzierung meines Körpers fragte ich nach mir und sagte: Du. Mein Geheimnis zeigt auf Dich, bis ich selbst ausgelöscht war und sagte: Du. Und der Bewahrer meines Herzens verließ mich, ich entdeckte mein Geheimnis, wo bist Du?


Du bist mein Leben und das Geheimnis meines Herzens, überall wo ich bin, bist Du. Dein Wissen umfasst alles, das Alles sehe ich als Dich. Gott, vergib mir! Ich bitte um nichts außer um Dich.


Al-Hallāj

Niemals steigt und niemals sinkt die Sonne, Ohne daß nach Dir der Sinn mir stände. Nie sitz mit den Leuten ich zu sprechen, Ohne daß mein Wort Du wärst am Ende. Niemals kommst Du in meinen Sinn, sei ich glücklich oder traurig, Ohne dass Du in meinem Herz und meiner Besessenheit bist. Keinen Becher Wasser trink ich dürstend, Ohne daß Dein Bild im Glas ich fände. Wäre ich in der Lage, würde ich sofort zu Euch kommen, auf dem Gesicht oder laufend auf dem Kopf. Du Spielmann! Falls Du für mich singst, dann singe mich traurig aus deinem harten Herz. Wieso beschuldigen mich die Menschen auf diese dumme Art und Weise, ich habe meine eigene Religion und sie haben die ihre.


Mit der Arbeit an diesen Texten habe ich das Vergnügen entdeckt, durch sie in die Vergangenheit zu reisen mit dem Anliegen, das Audiovisuelle mit der frühen Geschichte in Einklang zu bringen. Vielleicht ist mein Projekt eine Suche nach Identität, oder einfach die Lust daran, in der Vergangenheit zu schwelgen, und zwar nicht nur im Enträtseln der Geschichte des Sufismus, sondern mit dem intellektuellen Vergnügen, das die Konvertierung der alten Texte in Zahlen und das Erstellen digitaler Klänge und Bilder, die mit diesen Arrangements von Zahlen korrespondieren, bereitet. Diese technischkonzeptionelle Praxis verbindet die Vergangenheit mit der Gegenwart, als ob ich die Vergangenheit in ihrer modernen, zeitgenössischen Form in Erinnerung rufen würde. Die Sufi-Schriften beschränkten sich nicht nur auf die Poesie über die göttliche Liebe, sondern die Sufi-Methode der Liebe drang auch in diejenigen Texte ein, in denen Sufis ihre Ideen und Offenbarungen wiedergaben. Ibn al-ʿArabī (Muhyī d-Dīn Abū ʿAbd Allāh Muhammad ibn ʿAlī Ibn ʿArabī al-Hātimī at-Tāʾī) ist einer der bekanntesten Sufis. Von seinen Anhängern wurde er „der Große Scheich“ genannt, zugeordnt wurde ihm der Sufi Orden Akbariya. Er wurde im Jahr 558 d. H. (1164 n. Chr.) in Murcia in Andalusien geboren. Ibn al-Arabi betrachtete die Sharia als Angelegenheit der Öffentlichkeit und verstand die Wahrheit als Domäne einiger weniger Gelehrter. Seine Studien über die Sharia leitete seine Exegese der Wahrheit ein und seine Rechtsprechung war eine Einführung zur Untersuchung von Herzensangelegenheiten. Seine Schriften gehören zu den einflussreichsten der Sufi Literatur. Seine Prosa hat die Eigenschaft, sich nicht mit Worten, sondern mit dem in ihnen liegenden Sinn zu beschäftigen. Jede Seite seiner Bücher ist eine geistige Herausforderung, denn seine Beschreibungsgabe liegt in der Provokation von Gedanken und nicht so sehr in Übertreibungen. Ibn al-ʿArabīs Methoden haben mich dazu inspiriert, in musikalischen Kompositionen mit Klangwellen zu arbeiten, deren Vokabular sich von dem der übrigen Sufi-DenkerInnen unterscheidet.

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Mithilfe des Abjad-Zahlensystems weise ich jedem Buchstaben im arabischen Alphabet einen spezifischen numerischen Wert zu, um analogen Input in digitalen Output zu verwandeln. Dieser numerische Wert ist konstant und der Bedeutung oder Ordnung der Wörter in einem bestimmten Satz zugeordnet, so steht zum Beispiel die Zahl 10 für den Buchstaben Y. Die Gleichung zur Berechnung von Sätzen unterscheidet sich jedoch je nach Anzahl der Buchstaben und Wörter und deren Anordnung. Zu Beginn meiner Produktion werden also arabische Buchstaben dekodiert und in digitale Klänge und Bilder transformiert. Trotz der Ähnlichkeit der Klänge, die sich aus den Zahlen ergeben, hat die entstehende Komposition einen sensorischen Aspekt, der wiederum eine neue Bedeutungsschicht zum arabischen Text hinzufügt. Die Klänge, die ich komponiere, basieren sowohl auf der emotionalen als auch auf der philosophischen Bedeutung des Textes. Ich erschaffe Klangwellen, die den extrahierten Klang der Zahlen nachahmen.


A journey in the philosophy of music and coding in Sufism Yara Mekawei

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Over the last few years, I have been researching Sufism in an attempt to develop a neutral understanding of Sufi literature. Being a Muslim, I am fully aware of my bias to a particular framework of faith. I am still nevertheless following my research on the history and philosophy of Sufism, and everything that came out it at the hands of writers, researchers and philosophers. I think it is endless research taking me from one place to another. Places that are as similar as drops of water in the sea, but as different as the many paths of Sufi orders. Reflections of Sufism are as many as the different orders of Sufi thinkers, philosophers, writers and poets. Each has their own way. This is evident in Sufi literature across history. Although there is no such thing like a bottom to the ocean of Sufism, this did not prevent the relentless endeavors across history to develop alternative interpretations of the Holy word. With the help of their light, I am trying to turn Sufi literature into contemporary conceptual digital sounds and images. My research began with questioning my own faith and thoughts which seemed different from the common beliefs of the Muslim community in Egypt where I grew up. Apart from my political, economic and social background, my passion took me to delve into Sufi philosophy and read ancient literature written in my mother tongue, which I also found difficult to grasp at once. In this plethora of tales, ​​ narratives, sacred manifestations, secret rites and practices, some permitted, some other forbidden, I was unable to figure out my way. Yet every time I thought I was drowning I am met with a helping hand. On my research journey I studied Avicenna’s personal character (Abū ʿAlī al-Ḥusain ibn ʿAbd Allāh ibn Sīnā). He is a physician, scientist and Sufi thinker born in the village of Afshna near Bukhara (in present-day Uzbekistan) in the year 370 AH 980 AD, renowned for his works in medicine and philosophy. As enlightening as his scientific career was, his philosophical views on love, both divine and earthly, were equally insightful. For Avicenna, perfect love is the love of absolute goodness, or divine love.


As if it is the spirit of ancient history coming from afar, from the eleventh century, Avicenna’s texts were my gateway to hear and see about Sufism. His texts possess an audiovisual dimension far surpassing the limitations of words and compositions, which tempted me to deal with them as a basis for composing sound clips, still images and animated objects. My passion for invoking sounds and images of the past led me to develop my own way of reviving old texts audio-visually using hisāb ‘ljumal, or Abjad Numerals, wherein numbers and dates are represented alphabetically by assigning specific numeric values to each letter. Historically, the Sufi used this method to interpret Holy words by analyzing their respective numbers. Likewise, I transform Arabic texts into numbers, then use these numbers to compose music and develop its accompanying visual components. This is the method I use to transform ancient Sufi texts into digital sounds and visual forms. In the beginning, I worked on aspects of Avicenna’s character, and I converted some of his philosophical texts into sounds. I then realized that Sufi philosophy is much older than its relationship to Islam, for example in reference to the significance of prophet Moses in Sufi literature. Similarly, I worked on transforming Holy texts pertaining to the story of Moses into sounds, using Abjad Numerals, in a previous project majma’a albahrain (The Junction of Two Seas). In so doing, I found a pleasure that nothing parallels, except perhaps hearing Moses’ own voice. My research focused on the mystical texts that describe divine love, the finest forms of love. These are texts of pure contemplation of God and His creations that can be interpreted in more than one way, and which very often left their authors in a critical position in the eyes of societal and political institutions. I also worked on the texts of Ibn al-Fārid (Umar ibn ʿAlī Ibn al-Fāriḍ), a renowned mystic whose poems mostly dealt with divine love which earned him his title ‘Sultan of the Lovers.’ His poems described a divine love so intense to the point of absolute fusion with the divine self. He wrote:

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1 T. Homerin, Passion Before Me, My Fate Behind: Ibn Al-Farid and the Poetry of Recollection, Albany 2014.

The palm of my eye handed me love’s heady wine to drink, and my glass was a face of one revealing loveliness. Drunk by my glance I caused my companions to suppose that drinking their wine had brought my heart joy. But by the dark pupils of the eyes I did without my drinking bowl; from the fine qualities of eyes, not cold wine, came my intoxication. So in the tavern of my drunkenness was the time of my thanks to brave young men; for despite my infamy, I completely hid my love with them. Then, when sobriety ceased, I sought union with her; shame’s grip did not seize me as I stretched out for her.1


2 ʻUmar Ibn al-Fāriḍ, ʻUmar ibn al-Fāriḍ: Sufi verse, saintly life. Translated and introduced by Th. Emil Homerin, New York 2001.

You are judge of my affair, do as you will, but my desire has been for you alone.2

If ever an argue for other than you slips through my mind, I will die in apostasy.

I have no way to leave my path in love, and if one day I turn away, I have lost my true religion;


‫ تصحيف‬is the 3 Tashif ‫يحصت‬ change of similar looking letters in an Arabic word.

‫لالج ّم‬: 4 Al Jummal ‫ّمجلال‬ The letters in the ancient Arabic alphabet were numbered, thus a number results for a word from the addition oft he numbers

of each of its letters. Here the enigmatic name has the same number 19 as Ayoub, ‫وب‬ ‫بيّوّيأ‬and the name, ‫أ‬ the answer of this riddle, ‫طي‬ is Tei ‫ يط‬.

5 This poem belongs to the genre riddles ‫زغل‬ ‫لغز‬ Pl. ‫ألغاز‬ ‫زاغلأ‬

The name of the one who made me crazy because of love, is a bird (Teir) whose letters are changed and reversed.3 He is not foreign, rather he belongs to his Arabic name. When its letters are calculated by numbers (Al Jummal)4, they are the same like Ayoub (Job)5


6 Ibn al-Fāriḍ, ʻUmar ibn al-Fāriḍ s. Anm. 4.

Ibn al-Fārid

Time preserved nothing of it, save one last breath, concealed like a secret in the breasts of wise men.6

If not for its bouquet, I would not have found its tavern; if not for its flashing gleam, how could imagination picture it?

The full moon its glass, the wine a sun circled by a crescent; when it is mixed, how many stars appear!

In memory of the beloved we drank a wine; we were drunk with it before creation of the vine.


Ibn al-Fārid had a distinctive style in terms of vocabulary and meanings that conveyed the infinitude of divine love. He followed the Sufi tradition in using certain words that characterized Sufi literature such as: the sun, the moon, the crescent, the male, the wine, the fear, and the cup in order to describe the highest degrees of merging into the other. He was preceded in this by Al-Hallāj (Abū l-Muġīṯ al-Ḥusain ibn Manṣūr al-Ḥallāǧ, 858 AD - 244 AH) a few centuries before. Al-Hallāj was one of the pioneers of Sufism in the Islamic world. Al-Hallāj gained a large following before he became entangled in political struggle with the Abbasid court, after which he was executed following a long time in prison for religious and political charges. Although contemporary Sufis have mixed views on his actions, Al-Hallāj is considered a key figure in the Sufi tradition as well as in my research. Al-Hallāj’s poetry was all about the divine far from the material. Reading his texts makes one soar with wings of love and ecstasy. In his poems we touch upon the passionate calls of his burning soul. He took this path all the way to absolute devotion, that he no longer cares for anything apart from God. His soul dissolved in the realms of worship that he was awed by what he saw. He expressed his awe with Sufi poetry that many fail to understand from the first time. With all this however, he still felt so unable to reach the Divine that he often described it as a unique essence transcendent from everything that can be ascribed to it. For him the Divine essence could not be imagined in terms of descriptions and features, let alone reached. As such, Al-Hallāj chose Sufism and isolation away from people and the world in the hope to get closer to the Divine.

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I saw my Rabb7 with the eye of my heart I said: who are you? He said: You “Where” with you has nowhere And there is nowhere where you are You are the one who gathers every “where” To nowhere, so where are you? Illusion with you has no illusion Can illusion know where you are? I passed the closeness until the where no longer knew where you are. In my annihilation my annihilation perished And in my annihilation I found you In the effacement of my name and the outline of my form I asked about me, so I said: You. My inmost secret pointed to you Until I was annihilated to myself, and you remained And the keeper of my heart left me, I discovered my secret, where are you?


7 „Rabb“ means God.

8 https://sufism.org/ library/articles/2-poems-byhussein-ibn-mansur-al-hallaj

You are my life and my heart’s secret Wherever I may be, you are. You encompass everything with knowledge All that I see is you So grant forgiveness my God For there is nothing I wish for other than you8


9 Mustafa Badawi (trans.), ‘Seven Poems by Al-Hallaj (c. 858–922)’,

Al-Hallāj

Journal of Arabic Literature 14 (1983), pp. 46–7, quoted in

R. Irwin, The Penguin Anthology of Classical Arabic Literature 2006.

I swear to God, the sun has never risen or set without Your love being the twin of my breath; Neither have I confided in anyone except to talk about You. Never have I mentioned Your name in gladness or in sorrow, Unless You were in my heart, wedged in my obsessive thoughts. Nor have I touched water to quench my thirst without seeing Your image in the glass. Were it possible for me to reach You I would come to you at once, crawling on my face or walking on my head. I say to our minstrel that if he is to sing he should choose for his theme my grief at the hardness of Your heart. What cause have foolish people to blame me? They have their own faith and I have mine.9


Since I started working on those texts, I have discovered the pleasure of traveling to the past, in an attempt to reconcile the audiovisual with that era of ancient history. My project is perhaps a search for identity or a simple desire to indulge in the past, that is not only to unravel the history of Sufism but to experience the intellectual pleasure of converting ancient texts to numbers and creating digital sounds and images that correspond to the arrangements of these numbers. This techno-conceptual practice connects the past with the present, as if recalling the past in a contemporary form. The theme of divine love was not solely expressed in Sufi poetry, it rather extended to texts written by Sufis describing their visions and revelations. Ibn al-ʿArabī (Muhyī d-Dīn Abū ʿAbd Allāh Muhammad ibn ʿAlī Ibn ʿArabī al-Hātimī at-Tāʾī) is one of the most famous Sufis, named by his followers and other Sufis “the Great Sheikh,” and therefore the Akbariya Sufi order is attributed to him. He was born in Murcia in Andalucia in the year 558 AH corresponding to 1164 AD. Ibn al-Arabi used to regard Sharia as commonplace views for the general public, and saw the Truth as the domain of specialized thinkers. His studies of Sharia were a prelude to explaining the truth, and his jurisprudence was an introduction to examining matters of the heart. His writings are considered from the class of great writers, and his prose has a wonderful feature, which is that it does not occupy you with words, but rather with meanings. Every page of his books is a mental battle, for his descriptive power is a power of thought, not a power of exaggeration. This is what made me work on a special color from Ibn al-ʿArabī’s methods in musical composition, which carries in its sound waves vocabulary that differs in context from the rest of the Sufi thinkers.

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Using hisāb ‘ljumal, I assign a specific numerical value for each letter in the Arabic alphabet to turn analog input into digital output. This numerical value is constant and does not change with the meaning or the order of words in a given sentence, for example the letter Y=10. However, the results of adding up sentences differ with the number of letters and words and their arrangement in each segment. Using a particular decoding application, Arabic letters are decoded and transformed into digital sounds and images at the beginning of audiovisual production. Despite the similarity of sounds resulting from these numbers, there is a sensorial aspect to the resulting composition, what adds another conceptual dimension to the Arabic text. I compose sounds building on both the emotional and philosophical signification of text. I create sound waves that mimic the extracted sounds of numbers.


Ausstellungsheft / Exhibition booklet Arabische Originaltexte der Gedichte / Original poems in Arabic:

.2011 ‫ بريوت‬،‫ دار صادر‬،‫ديوان ابن الفارض‬ ‫ ديوان الحالج ومعه أخبار الحالج وذكر‬،‫الحالج‬/‫الحسني بن منصور بن يحيى‬ 2013 ‫ بريوت‬،‫ دار الكتب العاملية‬،‫مقتل الحالج البن زنجي‬ Transkriptionen der Gedichte / Transcriptions of the poems: G. Scattolin (Hg./ed.), Dīwān Ibn-al-Fāriḍ: qirāʾāt li-naṣṣ ʿabra ’t-tārīḫ (Textes arabes et études islamiques), Le Caire 2004. T. Homerin, Passion Before Me, My Fate Behind: Ibn Al-Farid and the Poetry of Recollection, Albany 2014. Transkriptionen, die nicht in den oben genannten Quellen abgebildet sind / Transcriptions not included in the above-mentioned sources: Omar Houssni Recherche der Originaltexte / Research into original texts: Omar Houssni Text: Yara Mekawei Redaktion Arabisch & Englisch / Copyediting Arabic & English: The Archilogue Deutsche Übersetzung / German translation: Anna Jäger Bildnachweis / Picture Credit: Skizzenbuch / Sketchbook Holy 204, Yara Mekawei Design: Klimaite Klimaite Druck / Print: Gallery Print, Berlin

Ausstellung / Exhibition Kuratiert von / Curator: Dahlia Borsche (Leitung Sparte Musik & Klang BKP / Head of Music & Sound, Artists-in-Berlin Program) Produktion / Production: Sebastian Dürer (Projektassistent Musik BKP / Project assistant music, Artists-in-Berlin Program) Ausstellungsbetreuung / Gallery staff: Véronique Ansorge, Tillmann Betz, John Broback, Biljana Milkov, Ilse Troll Technischer Assistent / Technical assistant: Paolo Combes 3D-Design Support: Sarah Dudda Ausstellungsaufbau / Art handling: Lutz Bertram Objektbetreuung Presse / Press: Hendrik von Boxberg


Dieses Heft erscheint anlässlich der Ausstellung / This booklet is published on the occasion of the exhibition: Yara Mekawei, Holy 204 daadgalerie, 20.03-15.05, 2022 Herausgeber / Editor: Berliner Künstlerprogramm des DAAD / DAAD Artists-in-Berlin Program Leitung / Director: Silvia Fehrmann www.yaramekawei.com

DAADGALERIE ORANIENSTRASSE 161 10969 BERLIN www.berliner-kuenstlerprogramm.de

Deutscher Akademischer Austauschdienst e.V., rechtlich vertreten durch / legal representative Dr. Kai Sicks, Kennedyallee 50, D-53175 Das Berliner Künstlerprogramm des DAAD wird gefördert aus Mitteln des Auswärtigen Amtes und des Berliner Senats / The DAAD Artists-in-Berlin Program is funded by the German Foreign Office and the Senate of Berlin


‫اكتشفت متعة‬ ‫منذ أن بدأت العمل عىل هذه النصوص‬ ‫ُ‬ ‫السفر عربها إىل املايض كمحاولة مني إلحداث التقارب بني‬ ‫السمعي البرصي وهذه الحقبة من التاريخ القديم‪ .‬وكم‬ ‫هو ش ّي ٌق أن أسرب تاريخاً أنتمي إليه وينتمي إ ّيل بشكلٍ أو‬ ‫بآخر‪ .‬ولعل مرشوعي هذا هو بحثٌ عن الهوية أو مج ّرد‬ ‫رغبة يف االستمتاع باملايض‪ ،‬ال من منطلق التع ّرف عىل‬ ‫تاريخ التص ّوف فحسب‪ ،‬بل من حيث هو مساح ٌة الختبار‬ ‫املتعة الذهنية يف تحويل النصوص القدمية إىل أعدا ٍد‬ ‫ٍ‬ ‫أصوات وصو ٍر متحرك ٍة رقمي ٍة تحايك توزيع هذه‬ ‫وصنع‬ ‫األعداد رقمياً‪ .‬هذه املامرسة التقنية املفاهيمية التي ِ‬ ‫تصل‬ ‫املايض بالحارض هي مبثابة استحضا ٍر للاميض يف صيغته‬ ‫املعارصة‪.‬‬

‫ترتيب الكلامت يف الجملة‪ .‬فمثالً‪ ،‬املدلول العددي لحرف‬ ‫الياء هو الرقم ‪ .10‬إال أن نتائج عمليات حساب الجمل‬ ‫تختلف باختالف عدد الحروف والكلامت وترتيبها يف‬ ‫برمجي ّ‬ ‫لفك الرتميز‪ ،‬أقوم‬ ‫كل مقطع‪ .‬باستخدام تطبيقٍ‬ ‫ٍ‬ ‫ٍ‬ ‫أصوات وصو ٍر‬ ‫بفك شفرة الحروف العربية وتحويلها إىل‬ ‫رقمية‪ .‬ورغم تشابه األصوات امل ُخ َرجة من هذه األرقام‪،‬‬ ‫حس‪ .‬ما يضفي‬ ‫تنطوي املقطوعة الناتجة عىل ٍ‬ ‫جانب ّ‬ ‫عىل النص العريب عمقاً مفاهيمياً‪ .‬أؤلّف املقطوعة انطالقاً‬ ‫ٍ‬ ‫موجات‬ ‫من املدلولني الوجداين و الفلسفي للنص وأصنع‬ ‫صوتية تحايك األصوات املستخ َرجة من األرقام‪.‬‬

‫مل تقترص نصوص التص ّوف عىل الشعر يف العشق اإللهي‪،‬‬ ‫بل توغّل الحب الصويف إىل النصوص التي تناولت رسد‬ ‫الرؤى التي كانت تراود الفالسفة واملفكرين املتص ّوفني‪.‬‬ ‫(إبن العريب) محمد بن عيل بن محمد بن عريب الحامتي‬ ‫الطايئ األندليس الشهري بـ محيي الدين بن عريب‪ ،‬أحد‬ ‫أشهر املتصوفني لقبه أتباعه وغريهم من الصوفيني‬ ‫«بالشيخ األكرب»‪ ،‬ولذا تُنسب إليه الطريقة األكربية‬ ‫الصوفية‪ .‬ولد يف مرسية يف األندلس يف عام ‪ 558‬هـ املوافق‬ ‫‪1164‬م ق‪.‬‬ ‫ابن عريب كان يرى الرشيعة من حظ العوا ِّم‪ ،‬ويرى‬ ‫الخواص‪ ،‬وكانت دراساته للرشيعة‬ ‫الحقيقة من حظ‬ ‫ِّ‬ ‫متهي ًدا لرشح الحقيقة‪ ،‬وكان الفقه عنده مقدمة لدرس‬ ‫أحوال القلوب‪ .‬يُ َع ُّد كتاباته من طبقة الكتاب العظام‪،‬‬ ‫وميتاز نرثه مبيزة عجيبة‪ ،‬هي أنه ال يشغلك باأللفاظ‪ ،‬وإمنا‬ ‫يشغلك باملعاين‪ ،‬ففي كل صفحة من كتبه معركة عقلية‪،‬‬ ‫فالقوة البيانية عنده قوة فكر ال قوة تهويل‪ .‬و هذا ما‬ ‫جعلني أعمل عىل لون خاص من منهج نصوص ابن العريب‬ ‫يف التأليف املوسيقي‪ ،‬الذي يحمل يف موجاتها الصوتية‬ ‫مفردات تختلف يف السياق عن بقية املفكرين الصوفية‪.‬‬ ‫أعي قيم ًة عددي ًة ثابت ًة لكل‬ ‫باستخدام حساب الجمل ّ‬ ‫ٍ‬ ‫أحصل النتائج الرقمية من أصلٍ‬ ‫حرف‬ ‫ٍ‬ ‫أبجدي منها يك ّ‬ ‫بتغي املعنى أو‬ ‫تناظري‪ .‬ال تتغري القيمة العددية تلك ّ‬ ‫‪31‬‬


‫الك ِ‬ ‫أس‬ ‫ِإ ّل ر َ​َأيتُ خَياالً مِنكَ يف َ‬ ‫وَ َلو َقدَرتُ عَلى ا ِإل ِ‬ ‫تيان ِج ُئت ُكم‬ ‫َعيا عَلى الوَجهِ َأو م ً‬ ‫س ً‬ ‫َشيا عَلى الر ِ‬ ‫َأس‬ ‫وَيا فَتى ا َحليِّ ِإن َغنّيتَ يل َطر ًَبا‬ ‫ف َ​َغنّنّي واس ًِفا مِن َقل ِبكَ القاسي‬ ‫لناس َكم يَلحونَين سَف ً‬ ‫مايل وَ َل ِ‬ ‫َها‬ ‫الناس ل ِ‬ ‫ديين لِنَفسي وَدينُ ِ‬ ‫ِلناس‬


‫وَال َله ما َط َلعَت شَمسٌ وَال َغرُبَت‬ ‫ِإ ّل وَحُبُّكَ مَقرونٌ ِب َأنفاسي‬ ‫وم ُأحَد ُِّثهُم‬ ‫وَال جَلستُ ِإىل َق ٍ‬ ‫ِإ ّل و َ​َأنتَ حَديثي بَنيَ جُلّسي‬ ‫َحزونا وَال ف َِر ً‬ ‫ً‬ ‫حا‬ ‫رتكَ م‬ ‫وَال َذ َك ُ‬ ‫ِإ ّل و َ​َأنت ِب َقليب بَنيَ ِوسواسي‬ ‫وَال هَمَمتُ ِبش ِ‬ ‫ُرب املاءِ مِن ع َ​َط ٍش‬


‫ُّ‬ ‫فكل شيءٍ أراهُ أنتَ‬

‫َفمُ ّنَ بالع َِفو يا إهلي‬ ‫فليسَ أرجو س َ‬ ‫َواك أنتَ‬


‫أشار سرّي إليكَ ح َتى‬ ‫فَنيتُ عَنّي فقلتُ‪ :‬أنتَ‬

‫وغابَ عَنّي ُ‬ ‫حفيظ َقليب‬

‫عَرَفتُ سرّي فأينَ أنتَ‬

‫أنت حياتي وس ّرُ قليب‬ ‫فحيثما كنتُ كنتَ أنتَ‬ ‫ِّ‬ ‫أحَطتَ ً‬ ‫بكل شيءٍ‬ ‫علما‬


‫فيعلمُ الوَهمُ أينَ أنتَ‬

‫وجُزْتُ ح ّدَ ال ّدُ ِنو حَتى‬ ‫ّ‬ ‫ّ‬ ‫مل يَعْ َل ِم األينُ أينَ أنتَ‬ ‫ففي بقائي وال بقائي‬

‫ويف فنائي وَجَدْتَ أنتَ‬

‫َسم جسمي‬ ‫يف حمو إمسي وَر ِ‬ ‫سألتُ عَنّي فقلتُ‪ :‬أنتَ‬


‫رأيتُ رَبّي بعنيِ قليب‬

‫ُفقلتُ‪ :‬مَنْ أنتَ؟ قال‪ :‬أنتَ‬

‫لألين مِنْكَ أينٌ‬ ‫فليس ِ‬ ‫وليسَ أينٌ حبيثُ أنتَ‬

‫أين‬ ‫أنت الذي حُزتَ ُك َّل ٍ‬ ‫بنحو ( ال أينَ ) فأينَ أنتَ‬

‫للوهم مِنْكَ وَهمٌ‬ ‫وليسَ‬ ‫ِ‬


‫كأنّ خَفاها يف صُدور ال ّنُهى ْكتم‬

‫أسلوب مميز فيام يتعلق باملفردات‬ ‫كان البن الفارض‬ ‫ٌ‬ ‫واملعاين التي حملت النهائية العشق اإللهي‪ .‬وسار عىل‬ ‫النهج الصويف يف استخدام مفردات الشمس والقمر والهالل‬ ‫والذكر والخمر والخشية والكأس لوصف أعىل درجات‬ ‫االندماج يف اآلخر‪ .‬وكان الحالج‪ ،‬أبو املغيث الحسني بن‬ ‫منصور الحالج (‪ 858‬م ‪ 244 -‬ه)‪ ،‬قد سبقه يف ذلك‬ ‫بقرون‪ .‬ويُع ّد الحالج من أعالم التصوف يف العامل اإلسالمي‪،‬‬ ‫التحق بالحالج عد ٌد كب ٌري من األتباع قبل أن يتورط مع‬ ‫البالط العبايس يف رصا ٍع أُعدم عىل أثره بعد فرت ٍة طويل ٍة‬ ‫من الحبس بتهمٍ ديني ٍة وسياسية‪ .‬عىل الرغم من تباين‬ ‫آراء الصوفيني املعارصين يف أفعاله إال أن الحالج يُعترب‬ ‫شخصي ًة رئيسي ًة يف التقليد الصويف كام يف هذا البحث‪.‬‬ ‫اتصال بالروح‪.‬‬ ‫كان شعر الحالج مفارقاً للامدة وأكرث ً‬ ‫حني نقرأ قصائد الحالج نحلق بجناحي الحب والوجد‪،‬‬ ‫ونلمس يف قصائده نداءات قلبه املشتعل شوقاً‪ .‬مىض يف‬ ‫هذا الطريق حتى وصل بحبه اإللهي إىل مرحلة الفناء‪،‬‬ ‫فلم يعد يكرتث ليش ٍء سوى الله‪ .‬ذابت روحه يف عوامل‬ ‫وعب عن هذا الذهول‬ ‫التنسك فذُهل من هول ما رآه‪ّ ،‬‬ ‫بشع ٍر عميق فيه من معاين التصوف ما يعجز الكثريون‬ ‫عن فهمه من املرة األوىل‪ .‬رغم ذلك‪ ،‬كان الحالج يشعر‬ ‫أنه ال يستطيع الوصول إىل الذات اإللهية ويصفها بالتف ّرد‬ ‫عن كل ما ميكن أن يُظن بها‪ .‬هي ذاتٌ إلهي ٌة ال ميكن‬ ‫تخيل أوصافها ومالمحها‪ ،‬فكيف باألحرى الوصول إليها‪.‬‬ ‫لذا اختار الحالج التصوف واعتزال البرش واملادة علّه ينال‬ ‫وصاله للذات اإللهية‪.‬‬

‫‪38‬‬


‫ْ‬ ‫ِ‬ ‫احلبيب مُدام ًَة‬ ‫ذك ِر‬ ‫على‬ ‫َا‬ ‫ن‬ ‫ب‬ ‫ْ‬ ‫َر‬ ‫ش‬ ‫ِ‬ ‫الكرْمُ‬ ‫سكِرْنَا هبا من قبل أن يُخلق َ‬

‫هلا البدرُ كأسٌ وهيَ مشسٌ يُدِيرُهَا‬

‫ٌ‬ ‫هالل وكم يبدو إذا مُ ِزجَتْ نَجم‬ ‫ولوال َ‬ ‫شذاها ما اهتدَيتُ لِحانِها‬

‫ولوال سَناها ما تصَوّرها الوَهْمُ‬ ‫ومل يُب ِْق منها الدّهْرُ غريَ حُشاشَةٍ‬


‫اسم الذي تيّمين حبّه‪،‬‬

‫تصحيف طري‪ ،‬و هو مقلوب‬

‫ليس من العجم‪ ،‬و لكنّه‪،‬‬

‫إىل امسه يف العرب منسوب‬

‫حروفه‪ ،‬إن حسبت‪ ،‬مثلها‬

‫ب‬ ‫حلاسب اجلمّل‪ ،‬أيّو ‏‬


‫وَعَن مَذهَيب يف ُ‬ ‫احل ِّب ما لِيَ مذهَبٌ‬ ‫وإن مِلتُ ً‬ ‫يوما عنهُ فارَقتُ مِ َّلتِي‬

‫ولو َ‬ ‫خطرَت يل يف سِواكِ إرادةٌ‬

‫على خاطري سَهو ًا قضيتُ ِب ِر ّدَتِي‬ ‫َلكِ ُ‬ ‫احلكم يف َأمري فما شِئتِ فَاصنَعي‬

‫َف َلم تكُ ّإل فيكِ ال عَنكِ رَغبَتِي‬


‫ِب ِهم َت ّمَ يل َكتمُ ا َهلوَى مَعَ شُهرَتي‬ ‫قاضيتُ وَص َلها‬ ‫وَ َل ّمَا انقضى صَحوي َت َ‬ ‫وَ َلم يغشَين يف بَسطِها َقبضُ خَشيَةِ‬


‫س َ​َقتين حُمَ ّيَا ُ‬ ‫احلبِّ راح َُة مُق َليت‬

‫ُ‬ ‫سن جَ َّلتِ‬ ‫َن‬ ‫ع‬ ‫َن‬ ‫م‬ ‫ا‬ ‫ي‬ ‫َ‬ ‫و َ​َكأسي مُحَ‬ ‫احل ِ‬ ‫ِ‬ ‫ّ‬ ‫ف َ​َأوهَمتُ صَحيب أ ّنَ شُربَ شَرا ِهبم‬ ‫بهِ سُ ّرَ س ِّ​ِري يف انتِشائي بنَظرَةِ‬ ‫وبا َحلدَقِ استغنَيتُ عن َقدَحي ومِن‬

‫شَمائِلِها ال من شَمويلَ نَشوَتي‬ ‫ففي ِ‬ ‫حان سُكري حانَ شُكري لِفِتيَةٍ‬


‫بقدر ما كانت حياته العلمية الرثية مشكا ًة أضاءت عامل‬ ‫الطب‪ ،‬أثرى بن سينا التاريخ الصويف بآرا ٍء فلسفي ٍة مهم ٍة‬ ‫عن الحب؛ حب الله وحب الحبيب‪ .‬بحسب ابن سينا‪،‬‬ ‫الحب الكامل هو حب الخري املطلق أو العشق اإللهي‪.‬‬

‫ركز بحثي عىل النصوص الصوفية التي تصف الحب‬ ‫اإللهي‪ ،‬أسمي درجات الحب‪ ،‬عىل النصوص التي تتأمل‬ ‫نصوص ميكن‬ ‫يف ذات الله ويف الوجود واملوجودات‪ .‬وهي‬ ‫ٌ‬ ‫تأويلها عىل أوج ٍه ع ّدة‪ ،‬ما وضع كتّابها تاريخياً يف مأزق‬ ‫إزاء السلطة و املجتمع‪.‬‬

‫كأنها روح التاريخ القادمة من أعامق القرن الحادي عرش‪ ،‬مع نصوص ابن الفارض‪ ،‬أبو حفص رشف الدين عمر بن‬ ‫كانت نصوص ابن سينا بالنسبة يل البوابة التي أرى وأسمع عيل بن مرشد الحموي‪ ،‬أحد أشهر الشعراء املتصوفني‬ ‫والذي نظم غالب أشعاره يف العشق اإللهي حتى لُقّب‬ ‫من خاللها عن التصوف‪ .‬متتلك نصوص ابن سينا بعدا ً‬ ‫سمعيا برصياً يتجاوز األلفاظ والرتاكيب‪ ،‬وهو ما دفعني بـ «سلطان العاشقني»‪ .‬وصف يف أشعاره الحب اإللهي‬ ‫للتعامل معها كأساس لتأليف مقاطع صوتية وصور ثابتة لدرجة الفناء يف الذات اإللهية ومنها‪:‬‬ ‫أو متحركة‪.‬‬ ‫دفعني شغفي بأصوات وصور املايض لتطوير طريقتي‬ ‫إلحياء النصوص القدمية سمعياً وبرصياً استنادا ً عىل‬ ‫طريقة حساب الجمل‪ ،‬وهي طريق ٌة تدوين األرقام‬ ‫والتواريخ أبجدياً حيث يُعطى كل ٍ‬ ‫حرف رقامً معيناً يرمز‬ ‫له ويدل عليه‪ .‬وهي الطريقة التي استخدمها املتصوفون‬ ‫قدمياً لتأويل معاين النصوص عرب جمع وتحليل األرقام‬ ‫الدالة عليها‪.‬‬ ‫باملثل أعمل عىل تحويل النصوص العربية إىل أرقام‪ ،‬إذ‬ ‫أقوم بتأليف املوسيقى وخلق مكونٍ‬ ‫برصي عليها بنا ًء‬ ‫ٍ‬ ‫عىل هذه األرقام‪ .‬هذه هي الطريقة التي أقوم من خاللها‬ ‫ٍ‬ ‫أصوات وأشكا ٍل‬ ‫بتحويل النصوص الصوفية القدمية إىل‬ ‫رقمية‪.‬‬ ‫عملت يف بداية البحث عىل شخصية ابن سينا‪ ،‬وقمت‬ ‫بتحويل بعض نصوصه الفلسفية إىل أصوات‪ .‬أدركت‬ ‫حينها أن فلسفة التصوف أقدم تاريخياً بكثري من عالقتها‬ ‫باإلسالم‪ ،‬عىل سبيل املثال فيام يتصل بحثية قصة النبي‬ ‫موىس يف التاريخ الصويف‪ .‬بالطريقة ذاتها عملت أيضاً عىل‬ ‫تحويل بعض النصوص املقدسة التي تتناول قصة موىس‬ ‫إىل أصوات خالل مرشوعي «مجمع البحرين»‪ ،‬ووجدت يف‬ ‫ذلك نشو ًة رمبا ال يفوقها سوى سامع صوت موىس نفسه‪.‬‬

‫‪44‬‬


‫رحلة يف فلسفة املوسيقى‬ ‫والرتميز يف الصوفية‬ ‫يارا مكاوي‬

‫تابعت عيل مدار األعوام السابقة البحث يف ماهية‬ ‫التصوف يف محاول ٍة لفهم النص الصويف من موقع الحياد‪.‬‬ ‫أعي بانتاميئ املسبق لفلسف ٍة عقائدي ٍة معين ٍة كوين مسلمة‪.‬‬ ‫إال أن بحثي مستم ٌر فيام كُتب عن تاريخ الصوفية و‬ ‫فلسفتها‪ ،‬وما متخضا عنه حياتياً وعقائدياً عىل يد الكتاب‬ ‫والباحثني والفالسفة‪ .‬أحسب أنه بحثٌ لن ينتهي‪ ،‬فأمواجه‬ ‫تقذفني من مكانٍ إىل آخر‪ .‬تتشابه األماكن كقطرات ما ٍء‬ ‫يف بحر‪ ،‬لكنها تختلف باختالف املسارات يف كل طريق ٍة‬ ‫صوفية‪.‬‬ ‫تتعدد انعكاسات التصوف بقدر تعدد مناهج املتصوفني‪،‬‬ ‫مفكرين وفالسفة وكتاب وشعراء‪ .‬فلكل منهم طريقته‬ ‫الخاصة‪ .‬هذا ما نراه يف النصوص الصوفية عىل مدار‬ ‫مدى ميكن للمرء بلوغه يف بحر‬ ‫التاريخ‪ .‬ليس من ً‬ ‫التصوف‪ ،‬لكن ذلك مل مينع السابقني من االجتهاد الذي‬ ‫استلهم منه اليوم قبساً أيضء به طريقي‪ ،‬فأخلق عىل‬ ‫هداه أصوات و صورا ً رقمي ًة مفاهيمي ًة معارص ًة ترتجم‬ ‫النهج الفلسفي الصويف املكتوب‪.‬‬ ‫بدأت بحثي يف فلسفة التصوف بالتساؤل حول عقيديت‬ ‫وأفكاري التي شعرت باختالفها عن املجتمع املسلم يف‬ ‫مرص حيث نشأت‪ .‬وبغض الطرف عن الظروف السياسية‬ ‫واالقتصادية واالجتامعية التي نشأت فيها‪ ،‬حدا يب شغفي‬ ‫للغوص يف فلسفة التصوف و قراءة النصوص القدمية التي‬ ‫كُتبت بلغتي األم‪ ،‬والتي وجدت صعوب ًة يف فهمها من املرة‬ ‫األوىل‪.‬‬ ‫يف هذا البحر من القصص و الروايات والتجليات املقدسة‬ ‫والشعائر الرسية واألرسار اإللهية واملامرسات املختلطة بني‬ ‫املحلل واملحرم وجدت نفيس عاجز ًة عن السباحة‪ .‬وكلام‬ ‫ظننت أنني أغرق‪ ،‬سارع أحدهم مبد ذراع املساعدة‪.‬‬ ‫خالل رحلة بحثي عملت عىل دراسة شخصية ابن سينا‪ ،‬أو‬ ‫أبو عيل الحسني بن عبد الله بن الحسن بن عيل بن سينا‪،‬‬ ‫الطبيب والعامل واملفكر الصويف املولود يف قرية أفشنة‬ ‫بالقرب من بخارى (يف أوزبكستان حالياً) سنة (‪ 370‬هـ‬ ‫‪980‬م)‪ ،‬والذي اشتهر بالطب والفلسفة واشتغل بهام‪.‬‬

‫‪45‬‬


‫مقدس‬

204 YARA 20.3.— MEKAWEI 15.5.22


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