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Phillip Lopez, bass-baritone, December 14, 2020

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Robert Blocker, Dean December 14, 2020 3:00 pm | Morse Recital Hall in Sprague Memorial Hall

master of musical arts degree recital

Phillip Lopez bass-baritone Opera

Kyle Swann piano Franz Schubert 1797–1828

Winterreise, D. 911 Erste Abteilung I. Gute Nacht II. Die Wetterfahne III. Gefrorne Tränen IV. Erstarrung V. Der Lindenbaum VI. Wasserflut VII. Auf dem Flusse VIII. Rückblick IX. Irrlicht X. Rast XI. Frühlingstraum XII. Einsamkeit Zweite Abteilung XIII. Die Post XIV. Der greise Kopf XV. Die Krähe XVI. Letzte Hoffnung XVII. Im Dorfe XVIII. Der stürmische Morgen XIX. Täuschung XX. Der Wegweiser XXI. Das Wirtshaus XXII. Mut XXIII. Die Nebensonnen XXIV. Der Leiermann

Wilhelm Müller 1794–1827


Erste Abteilung 1. Gute Nacht Fremd bin ich eingezogen, Fremd zieh’ ich wieder aus. Der Mai war mir gewogen Mit manchem Blumenstrauß. Das Mädchen sprach von Liebe, Die Mutter gar von Eh’. Nun ist die Welt so trübe, Der Weg gehüllt in Schnee.

First Part 1. Good Night As a stranger I came, As a stranger I go. May was good to me With many flower bouquets. The maiden spoke of love, The mother spoke, indeed, of marriage. Now the world is dark, My path obscured with snow.

Ich kann zu meiner Reisen Nicht wählen mit der Zeit: Muss selbst den Weg mir weisen In dieser Dunkelheit. Es zieht ein Mondenschatten Als mein Gefährte mit, Und auf den weißen Matten Such’ ich des Wildes Tritt.

I can not choose the time Of my journey: I must find my own way In this darkness. My own shadow in the moonlight Is my companion, And in the white meadows I search for wild animal tracks.

Was soll ich länger weilen, Dass man mich trieb’ hinaus? Lass irre Hunde heulen Vor ihres Herren Haus! Die Liebe liebt das Wandern, Gott hat sie so gemacht, Von Einem zu dem Andern, Fein Liebchen, gute Nacht.

Why should I linger, Til they drive me out? Let mad hounds howl Before her father’s house! Love loves to wander, God has created it so, From one to the other, Beloved, good night.

Will dich im Traum nicht stören, Wär’ schad um deine Ruh, Sollst meinen Tritt nicht hören, Sacht, sacht die Türe zu! Schreib’ im vorübergehen An’s Tor dir: gute Nacht, Damit du mögest sehen, An dich hab’ ich gedacht.

I would not disturb you in dream, It would be a shame to disturb your rest, You’ll not hear my steps, Softly, softly approaching your door! I write on the gate As I pass: good night, So that you might see, That I have thought of you.


2. Die Wetterfahne Der Wind spielt mit der Wetterfahne Auf meines schönen Liebchens Haus: Da dacht’ ich schon in meinem Wahne, Sie pfiff’ den armen Flüchtling aus.

2. The Weathervane The wind plays with the weathervane On my beautiful sweetheart’s house: I thought in my madness, That it mocked the poor fugitive.

Er hätt’ es eher bemerken sollen Des Hauses aufgestecktes Schild, So hätt’ er nimmer suchen wollen Im Haus ein treues Frauenbild.

He should have noticed it before, The weathervane upon the house, Then he would not have sought, A faithful girl in that house.

Der Wind spielt drinnen mit den Herzen, Wie auf dem Dach, nur nicht so laut. Was Fragen sie nach meinen Schmerzen? Ihr Kind ist eine reiche Braut.

The wind plays with the heart, Like on the roof, only not so loud. What do they care about my pain? Their child is a rich bride.

3. Gefrorne Tränen Gefrorne Tropfen fallen Von meinen Wangen ab: Ob es mir denn entgangen, Daß ich geweinet hab’?

3. Frozen Tears Frozen teardrops fall From my cheeks: Could it be that I didn’t notice, That have I wept?

Ei Tränen, meine Tränen, Und seid ihr gar so lau, Dass ihr erstarrt zu Eise Wie kühler Morgentau?

Oh tears, my tears, And are you even so tepid That you freeze, in ice Like frigid morning dew?

Und dringt doch aus der Quelle Der Brust so glühend heiß, Als wolltet ihr zerschmelzen Des ganzen Winters Eis.

Yet you escape from out of the source, Of my breast so burning hot, As if you would melt The entire winter’s ice

4. Erstarrung Ich such’ im Schnee vergebens Nach ihrer Tritte Spur, Wo sie an meinem Arme Durchstrich die grüne Flur.

4. Numbness I vainly search in snow After traces of her steps, Where she, on my arm, Went through the green flowers.

Ich will den Boden küssen, Durchdringen Eis und Schnee Mit meinen heißen Tränen, Bis ich die Erde seh’.

I will kiss the ground, Penetrating ice and snow With my hot tears, Until I see the Earth.


Wo find’ ich eine Blüte, Wo find’ ich grünes Gras? Die Blumen sind erstorben, Der Rasen sieht so blass.

Where do I find a blossom? Where do I find green grass? The flowers are dead, The ground looks so pale.

Soll denn kein Angedenken Ich nehmen mit von hier? Wenn meine Schmerzen schweigen, Wer sagt mir dann von ihr?

Shall I then take with me No memento from here? When my pain quiets, Who will speak to me, then, of her?

Mein Herz ist wie erfroren, Kalt starrt ihr Bild darin: Schmilzt je das Herz mir wieder, Fließt auch ihr Bild dahin.

My heart is frozen to death, Her image is cold therein: Should my heart ever one day melt, Her face would flow away as well.

5. Der Lindenbaum Am Brunnen vor dem Tore, Da steht ein Lindenbaum, Ich träumt’ in seinem Schatten So manchen süßen Traum.

5. The Linden Tree By the well before the gate, There stood a Linden tree, I dreamt in its shadow So many sweet dreams.

Ich schnitt in seine Rinde So manches liebe Wort; Es zog in Freud’ und Leide Zu ihm mich immer fort.

I carved in its bark So many words of love; In joy and pain I was drawn to it from afar.

Ich musst’ auch heute wandern, Vorbei in tiefer Nacht, Da hab’ ich noch im Dunkeln Die Augen zugemacht.

Today I had to wander, Past it in deep night, Even in the night I had my eyes closed.

Und seine Zweige rauschten, Als riefen sie mir zu: Komm her zu mir, Geselle, Hier findst du deine Ruh’.

And its branches murmured, It, calling to me: Come here to me, beloved, Here you will find your rest.

Die kalten Winde bliesen Mir grad’ in’s Angesicht, Der Hut flog mir von Kopfe, Ich wendete mich nicht.

The cold wind now blows Into my face, My hat flew from my head, I did not turn around.

Nun bin ich manche Stunde Entfernt von jenem Ort, Und immer hör’ ich’s rauschen:

Now I am in many an hour Distant from that place, And I always hear it rush:


Du fändest Ruhe dort!

“You would find rest there!”

6. Wasserflut Manche Trän’ aus meinen Augen Ist gefallen in den Schnee; Seine kalten Flocken saugen Durstig ein das heiße Weh!

6. Flood Many tears from my eyes Have fallen in the snow; Its cold snowflakes thirstily suck My burning pain!

Wenn die Gräser sprossen wollen, Weht daher ein lauer Wind, Und das Eis zerspringt in Schollen, Und der weiche Schnee zerrinnt.

When the grass will bud, A lurking wind blows, And the ice shatters, And the soft snow melts away.

Schnee, du weißt von meinem Sehnen: Sag’, wohin doch geht dein Lauf? Folge nach nur meinen Tränen, Nimmt dich bald das Bächlein auf.

Snow, you know of my longing: Do tell, wherefore goes your path? Follow only after my tears, The little stream will absorb you.

Wirst mit ihm die Stadt durchziehen, Muntre Straßen ein und aus Fühlst du meine Träne glühen, Da ist meiner Liebsten Haus.

With it will you pass through the town, In and out of lively streets Do you feel my tears glow? There is my beloved’s house.

7. Auf dem Flusse Der du so lustig rauschtest, Du heller, wilder Fluss, Wie still bist du geworden, Gibst keinen Scheidegruß!

7. On the River You, who once rushed so amusingly, You clear, wild river, How still have you become, You give no parting glance!

Mit harter, starrer Rinde Hast du dich überdeckt, Liegst kalt und unbeweglich Im Sande ausgestreckt.

With hard, rigid crust You have covered yourself, You lie cold and motionless Stretched out in the sand.

In deine Decke grab’ ich Mit einem spitzen Stein Den Namen meiner Liebsten Und Stund’ und Tag hinein:

In your covering I write With a sharp stone The name of my beloved And the hour and day:

Den Tag des ersten Grußes, Den Tag, an dem ich ging; Um Nam’ und Zahlen windet Sich ein zerbrochener ring.

The day of our first meeting The day on which I left; Wrapped round the name and numbers Is a broken ring.


Mein Herz, in diesem Bache Erkennst du nun dein Bild? Ob’s unter seiner Rinde Wohl auch so reißend schwillt?

My heart, in this stream, Do you recognize your image, yet? How under its crust A torrent so furiously swells?

8. Rückblick Es brennt mir unter beiden Sohlen, Tret’ ich auch schon auf Eis und Schnee, Ich möcht’ nicht wieder Atem holen, Bis ich nicht mehr die Türme seh’,

9. Look Backwards My feet burn under both soles, I walk even on ice and snow, I only want to catch my breath After I no longer see the town’s steeples.

Hab’ mich an jedem Stein gestoßen, So eilt’ ich zu der Stadt hinaus, Die Krähen warfen Bäll’ und Schloßen Auf meinen Hut von jedem Haus.

I have tripped on each rock, So hurried was I out of the city, The crows throw snowballs and hailstones On my hat from every house.

Wie anders hast du mich empfangen, Du Stadt der Unbeständigkeit, An deinen blanken Fenstern sangen Die Lerch’ und Nachtigall im Streit.

How differently have you welcomed me, You fickle city, On your bare windows The lark and nightingale sing in argument.

Die runden Lindenbäume blühten, Die klaren Rinnen rauschten hell, Und, ach, zwei Mädchenaugen glühten, Da war’s geschehn um dich, Gesell.

The round linden trees blossomed, The clear gullies rustled bright, And, ah, two maiden’s eyes glowed, Then it happened to you, journeyman.

Kömmt mir der Tag in die Gedanken, Möcht’ ich noch einmal rückwärts sehn, Möcht’ ich zurücke wieder wanken, Vor ihrem Hause stille stehn.

When that fateful day comes to my mind, I want to once more look backwards, I want to return, staggering, To stand still before her house.

9. Irrlicht In die tiefsten Felsengründe Lockte mich ein Irrlicht hin: Wie ich einen Ausgang finde? Liegt nicht schwer mir in dem Sinn.

9. Will-o-the-Wisp Within deep rocky chasms A will-o-the-wisp has lured me: How do I find an exit? It does not trouble me.

Bin gewohnt das irre Gehen, ‘s führt ja jeder Weg zum Ziel: Unsre Freuden, unsre Leiden, Alles eines Irrlichts Spiel.

I am aware that aimless travel, Leads every path to a single end: Our joys, our sorrows, All of it a will-o-the-wisp’s game.

Durch des Bergstroms trockne Rinnen Wind’ ich ruhig mich hinab --

Through the rocky rivers’ dry grooves I calmly squirm myself through --


Jeder Strom wird's Meer gewinnen, Jedes Leiden auch sein Grab.

The sea overtakes every stream, So also every grave one’s sorrow.

10. Rast Nun merk’ ich erst, wie müd’ ich bin, Da ich zur Ruh’ mich lege; Das Wandern hielt mich munter hin Auf unwirtbarem Wege.

10. Rest I first realize how tired I am Laying myself to rest; I stop here with caution After traveling on inhospitable paths.

Die Füße frugen nicht nach Rast, Es war zu kalt zum Stehen, Der Rücken fühlte keine Last, Der Sturm half fort mich wehen.

My feet seek not after rest, It was too cold to stand still, My back felt no load, The storm helped to blow me forward.

In eines Köhlers engem Haus Hab’ Obdach ich gefunden; Doch meine Glieder ruhn nicht aus: So brennen ihre Wunden.

In a narrow coal-burner’s house I have found shelter; Yet my limbs do not rest: So burning are their wounds.

Auch du, mein Herz, in Kampf und Sturm So wild und so verwegen, Fühlst in der Still’ erst deinen Wurm Mit heißem Stich sich regen.

And you, my heart, in struggle and storm, So wild and so bold, Now you feel, in the still, your serpent stir With burning stings.

11. Frühlingstraum Ich träumte von bunten Blumen, So wie sie wohl blühen im Mai, Ich träumte von grünen Wiesen, Von lustigem Vogelgeschrei.

11. Dreams of Spring I dreamt of blooming flowers, How they bloom in May, I dreamt of green fields, And many cheerful bird songs.

Und als die Hähne krähten, Da ward mein Auge wach, Da war es kalt und finster, Es schrieen die Raben vom Dach.

And as the roosters crowed, There, my eyes awoke, It was cold and dark, The ravens screeched from the roof.

Doch an den Fensterscheiben, Wer malte die Blätter da? Ihr lacht wohl über den Träumer, Der Blumen im Winter sah?

Yet, on the windowsill, Who painted the leaves, there? You laugh at the dreamer, Who saw the flowers in winter?

Ich träumte von Lieb’ um Liebe, Von einer schönen Maid, Von Herzen und von Küssen, Von Wonne und Seligkeit.

I dreamt of love fulfilled, Of a beautiful maiden, Of a full heart and of kisses, Of bliss and happiness.


Und als die Hähne krähten, Da ward mein Herze wach, Nun sitz’ ich hier alleine Und denke dem Traume nach.

And as the roosters crowed, There, my heart awoke, Now I sit here, alone, And think of my past dream.

Die Augen schließ’ ich wieder, Noch schlägt das Herz so warm. Wann grünt ihr Blätter am Fenster? Wann halt’ ich mein Liebchen im Arm?

I close my eyes again: How my heart still beats so warm. When will you turn green, window leaves? When hold I my beloved in my arms?

12. Einsamkeit Wie eine trübe Wolke Durch heitre Lüfte geht, Wenn in der Tanne Wipfel Ein mattes Lüftchen weht:

12. Loneliness As a dim cloud Wanders through the atmosphere, If in the conifers’ treetops A dull breeze blows:

So zieh’ ich meine Straße Dahin mit trägem Fuß, Durch helles, frohes Leben, Einsam und ohne Gruß.

So I go on my path, There upon with sluggish feet, Through bright, happy life, Alone and without greeting.

Ach! Dass die Luft so ruhig! Ach! Dass die Welt so licht! Als noch die Stürme tobten, War ich so elend nicht.

Ah! That the air is so calm! Ah! That the world is so bright! Even as the storms raged, I was not so pitiful.

Zweite Abteilung 13. Die Post Von der Straße her ein Posthorn klingt. Was hat es, dass es so hoch aufspringt, Mein Herz?

Second Part 13. The Post From the street there a posthorn sounds. What is it, that you spring so high, My heart?

Die Post bringt keinen Brief für dich, Was drängst du denn so wunderlich, Mein Herz?

The horn brings no letter for you, Why do you rush so strangely then, My heart?

Nun ja, die Post kommt aus der Stadt, Wo ich ein liebes Liebchen hatt’, Mein Herz!

And so, the horn comes out of the city, Where I once had a sweetheart, My heart!

Willst wohl einmal hunübersehn, Und fragen, wie es dort mag gehn, Mein Herz?

Will you once more look back, And ask, how things are there, My heart?


14. Der greise Kopf Der Reif hatt’ einen weißen Schein Mir übers Haar gestreuet. Da glaubt’ ich schon ein Greis zu sein, Und hab’ mich sehr gefreuet.

14. The Gray Head The frost had spread a white shine Upon my hair. I believed I was already an old man, And I was very glad.

Doch bald ist er hinweggetaut, Hab’ wieder schwarze Haare, Dass mir’s vor meiner Jugend graut -Wie weit noch bis zur Bahre!

Though quickly it melted, And I have yet again black hair, How I dread my youth -How long yet til the grave!

Vom Abendrot zum Morgenlicht Ward mancher Kopf zum Greise. Wer glaubt’s? Und meiner ward es nicht Auf dieser ganzen Reise!

From evening’s red to morning’s light Many a head will turn gray. Who believes it? And mine has not On this entire journey!

15. Die Krähe Eine Krähe war mit mir Aus der Stadt gezogen, Ist bis heute für und für Um mein Haupt geflogen.

15. The Crow A crow went with me Out of the city, It is flying, to this very day, Around my head.

Krähe, wunderliches Tier, Willst mich nicht verlassen? Meinst wohl bald as Beute hier Meinen Leib zu fassen?

Crow, you strange creature, Will you not lose me? Do you think, as I, your prey here, Soon you will subsume my body?

Nun es wird nicht weit mehr gehn An dem Wanderstabe, Krähe, lass mich endlich sehn, Treue bis zum Grabe.

Yet I have not further to go With my walking staff, Crow, let me at last see, If you will be true until the grave.

16. Letzte Hoffnung Hie und da ist an den Bäumen Manches bunte Blatt zu sehn, Und ich bleibe vor den Bäumen Oftmals in Gedanken stehn.

16. Last Hope Here and there on the trees Are many colorful leaves to be seen, And I stay, standing before the trees, Deep in thought.

Schaue nach dem einen Blatte, Hänge meine Hoffnung dran, Spielt der Wind mit meinem Blatte, Zittr’ ich, was ich zittern kann.

I look back at a leaf, Hanging my hope there upon, The wind plays with my leaf, I tremble, and can only tremble.

Ach, und fällt das Blatt zu Boden,

Ah, would that leaf fall to the soil,


Fällt mit ihm die Hoffnung ab, Fall’ ich selber mit zu Boden, Wein' auf meiner Hoffnung Grab.

My hope would fall, too​. I fall to the ground Crying on my hope’s grave.

17. Im Dorfe Es bellen die Hunde, es rasseln die Ketten, Es schlafen die Menschen in ihren Betten, Träumen sich manches, was sie nicht haben, Tun sich im Guten und Argen erlaben, Und morgen früh ist Alles zerflossen. -Je nun, sie haben ihr Teil genossen, Und hoffen, was sie noch übrig ließen, Doch wieder zu finden auf ihren Kissen.

17. In the Village The hounds growl, the chains rattle, People are sleeping in their beds, With many dreams of what they do not have, Refreshing themselves in the good and bad, And in early morning all dreams melt away. -Now, they relish their own dreams, And hope that what they wish to happen They will find, again, on their pillows.

Bellt mich nur fort, ihr wachen Hunde, Lasst mich nicht ruhn in der Schlummerstunde! Ich bin zu Ende mit allen Träumen, Was will ich unter den Schläfern säumen?

Growl only at me, you waking hounds, Allow me no sleep in these restful hours! I am beyond all dreams and dreaming, What part of the sleepers’ life would I want?

18. Der stürmische Morgen Wie hat der Sturm zerrissen Des Himmels graues Kleid, Die Wolkenfetzen flattern Umher in mattem Streit.

18. The Stormy Morning How the storm has torn apart The heaven’s gray mantle, The wispy clouds flutter Around in dull battle.

Und rote Feuerflammen Ziehn zwischen ihnen hin, Das nenn’ ich einen Morgen So recht nach meinem Sinn.

And red flames of fire Spread between them above, That is what I call a morning So alike my own senses.

Mein Herz sieht an dem Himmel Gemalt sein eignes Bild, Es ist nichts als der Winter, Der Winter kalt und wild.

My heart looks at the heaven Its image painted thereupon, It is just as the winter, The winter: cold, and fierce.

19. Täuschung Ein Licht tanzt freundlich vor mir her; Ich folg’ ihm nach die Kreuz und Quer. Ich folg’ ihm gern und seh’s ihm an, Dass es verlockt den Wandersmann. Ach, wer wie ich so elend ist, Gibt gern sich hin der bunten List,

19. Deception A light dances cheerfully before me; I follow after it in a criss cross. I follow it gladly and see it through, So that it entices the journeyman. Ah, one as miserable as I Would give gladly in to its colorful ruse,


Die hinter Eis and Nacht und Graus Ihm weist ein helles, warmes Haus Und eine liebe Seele drin -Nur Täuschung ist für mich Gewinn.

It, behind ice, and night, and horror, Shows a bright, warm house And a lovely soul within -Yet only deception I have found.

20. Der Wegweiser Was vermeid’ ich denn die Wege, Wo die andern Wandrer gehn, Suche mir versteckte Stege Durch verschneite Felsen höhn?

20. The Wayfinder Why do I avoid the ways, then, Where the other wanderers go, And search for concealed ways Through snow-covered mountains?

Habe ja doch nichts begangen, Dass ich Menschen sollte scheun, Welch ein törichtes Verlangen Treibt mich in die Wüstenei’n?

I have yea not committed wrong That I should fear men, Though what foolish desire Drives me into the wasteland?

Weiser stehen auf den Straßen, Weisen auf die Städte zu, Und ich wandre sonder Maßen, Ohne Ruh’, und suche Ruh’.

A way finder stands on the paths Pointing to the cities, And I wander without limit, Without rest, and yet I search for rest.

Einen Weisen seh’ ich stehen Unverrückt vor meinem Blick, Eine Straße muss ich gehen, Die noch keiner ging zurück.

I see a way finder standing Unmoving before my view, I must take my own path From which none have returned.

21. Das Wirtshaus Auf einen Totenacker Hat mich mein Weg gebracht, Allhier will ich einkehren, Hab’ ich bei mir gedacht.

21. The Inn My path has brought me Onto a graveyard, I thought to myself, Here, tonight, I will rest.

Ihr grünen Totenkränze Könnt wohl die Zeichen sein, Die müde Wandrer laden In’s kühle Wirtshaus ein.

Your green funeral wreaths Can, indeed, be the sign For the tired wanderer to stay In the frigid inn.

Sind denn in diesem Hause Die Kammern all’ besetzt? Bin matt zum Niedersinken, Bin tödliches verletzt.

Are all the rooms in this house Occupied, then? I am feebly sinking down, I am deathly injured.

O unbarmherz’ge Schenke, Doch weisest du mich ab?

Oh pitiless tavern, Even you would turn me away?


Nun weiter denn, nur weiter, Mein treuer Wanderstab.

Now further, only further, My faithful wandering staff.

22. Mut Fliegt der Schnee mir in’s gesicht, Schüttl’ ich ihn herunter. Wenn mein Herz im Busen spricht, Sing’ ich hell und munter.

22. Courage Should the snow fly in my face, I shake it downwards. If my heart murmurs in my chest, I sing brightly and cheerfulfully.

Höre nicht, was es mir sagt, Habe keine Ohren. Fühle nicht, was es mir klagt, Klagen ist für Toren.

I hear not what it says to me, I have no ears. I feel not what it laments to me, Lamenting is for fools.

Lustig in die Welt hinein Gegen Wind und Wetter; Will kein Gott auf Erden sein, Sind wir selber Götter!

To go joyfully into the world, Against wind and weather; If there is no God on Earth We ourselves are Gods!

23. Die Nebensonnen Drei Sonnen sah ich auf Himmel stehn, Hab lang und fest sie angesehn. Und sie auch standen da so stier, Als wollten sie nicht weg von mir. Ach, meine Sonnen seid ihr nicht, Schaut andern doch in’s angesicht! Ach, neulich hatt’ ich auch wohl drei: Nun sind hinab die besten Zwei. Ging’ nur die dritt’ erst hinterdrein, Im Dunkel wird mir wohler sein.

23. The Phantom Suns I saw three suns within the heavens, I looked at them long and hard. And they also looked so rigid there, As if wanting not to part from me. Ah, you are not my suns, Look at others in their face! Ah, only recently I had three: Now the best two have set. And the third went afterwards, In darkness I should be happier.

24. Der Leiermann Drüben hinter’m Dorfe Steht ein Leiermann, Und mit starrem Fingern Dreht er, was er kann.

24. The Hurdy-Gurdy Man Over there, beyond the town, Stands a Hurdy-Gurdy Man. And with frozen fingers He plays what he can.

Barfuß auf dem Eise Wankt er hin und her, Und sein kleiner Teller Bleib ihm immer leer.

Barefoot on the ice He staggers here and there, And his small plate Stays forever empty.

Keiner mag ihn hören, Keiner sieht ihn an,

None want to hear him, None look at him,


Und die Hunde knurren Um den alten Mann,

And the dogs growl Around the old man.

Und er lässt es gehen Alles, wie es will, Dreht, und seiner Leier Steht ihm nimmer still.

And he lets it all Be as it will, He plays, and his hurdy-gurdy Never remains still.

Wunderlicher Alter, Soll ich mit dir gehn? Willst zu meinen Liedern Deine Leier drehn?

You strange, old man, Shall I with you go? Will you play your hurdy-gurdy To my songs? Translated by Phillip Lopez


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Phillip Lopez, bass-baritone, December 14, 2020 by Yale School of Music - Issuu