Eine neue US-Studie zeigt, warum ein einzelner Laborwert oft nicht ausreicht, um das persönliche Diabetesrisiko abzuschätzen. Stattdessen im Visier: die täglichen Glukosespitzen. Wer erkennt, dass sein Blutzucker nach bestimmten Mahlzeiten stark ansteigt oder nur langsam sinkt, kann gezielt eingreifen und die Glukosewerte stabilisieren.
Diabetes ist eine der häufigsten chronischen Erkrankungen weltweit und betrifft Millionen Menschen – oft ohne, dass sie es wissen. Die Krankheit entwickelt sich schleichend, und viele Betroffene bemerken die ersten Anzeichen nicht. In der Schweiz leben rund 450’000 Menschen der Stoffwechselerkrankung, bei der die Bauchspeicheldrüse nicht genügend Insulin produziert oder der Körper es nicht mehr wirksam verwenden kann, um Blutzucker in Energie umzuwandeln. Die Folge: Der Blutzuckerspiegel steigt. Dauerhaft erhöhte Blutzuckerwerte zu weitreichenden Schäden an Blutgefässen und Nerven.
Zu den Risikofaktoren gehören unter anderem Übergewicht, Rauchen, Fehlernährung, die Einnahme bestimmter Medikamente sowie eine genetische Veranlagung. Früher trat dieser Diabetestyp meist erst im fortgeschrittenen Alter auf, heutzutage findet er sich zunehmend auch bei Jüngeren. Diagnostiziert wird der Typ-2-Diabetes zumeist
UNTERNEHMENSBEITRAG
anhand erhöhter Blutglukosewerte (HbA1cWert) – und zwar in der Regel erst dann, wenn die Krankheit bereits fortgeschritten ist. Mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) ist es Forschenden des Scripps Research Institute in San Diego, Kalifornien, nun gelungen, das individuelle Diabetesrisiko besser und früher sichtbar zu machen.
RELEVANT: GLUKOSESPITZEN
Insgesamt 1’137 Erwachsene mit einer Diagnose von Prädiabetes oder Diabetes als auch gesunde Menschen trugen im Rahmen der Studie Glukosesensoren, dokumentierten ihre Ernährung, sammelten Blut-, Speichel- und Stuhlproben und sammelten Daten über Fitness-Tracker. Das Forscherteam analysierte die Daten in Hinblick auf den Anstieg des Blutzuckers nach dem Essen und die Dauer bis zur Normalisierung. Die wichtigsten Ergebnisse: Personen mit Typ-2-Diabetes brauchten nach Glukosespitzen oft über 100 Minuten, bis sich der Blutzucker normalisierte. Nächtliche Unterzuckerungen oder dauerhaft erhöhte Werte kamen in dieser Gruppe besonders häufig vor. Ungünstige Verläufe zeigten sich vor allem bei höherem Alter, Bewegungsmangel und erhöhtem Ruhepuls. Regelmässige Bewegung und eine vielfältige Darmflora hatten einen positiven Einfluss auf den Zuckerstoffwechsel.
ENTSCHEIDEND: ABLÄUFE IM KÖRPER
Das neue KI-Modell des Scripps Research Institute, das mit sechs spezifischen Messgrössen arbeitet,
analysierte alle gesammelten Daten und konnte mit hoher Genauigkeit zwischen gesunden, prädiabetischen und bereits erkrankten Personen unterscheiden – und dies auch bei gleichem HbA1cWert.«Wir konnten zeigen, dass zwei Personen mit gleichem HbA1c-Wert sehr unterschiedliche Risikoprofile haben», erklärt das Forschungsteam. Diese Erkenntnis könnte eine Paradigmenwechsel einläuten: Nicht mehr nur Laborwerte zählen, sondern die alltäglichen Abläufe im Körper. In Zukunft soll das KI-Modell in bestehende digitale Gesundheitslösungen integriert werden – etwa in Apps oder bereits verfügbare Blutzuckersensoren. Das Ziel: indirekte Ursachen der Diabetesprogression erkennen und frühzeitig gegensteuern.
Text: Mark Krüger
H b A1c-WERT: SCHON GEWUSST?
Der HbA1c-Wert gibt Auskunft über den langfristigen Blutzuckerspiegel, genauer: den durchschnittlichen Blutzuckerspiegel der letzten 8 bis 12 Wochen.
• Als Zielwert gelten oft Werte unter 7 Prozent (53 mmol/mol), während Werte ab 6,5 Prozent (48 mmol/mol) auf Diabetes hindeuten. Eine bewusste Ernährung und ausreichend Bewegung können helfen, den HbA1c-Wert zu senken. Ein regelmässiger Test kann helfen, Diabetes frühzeitig zu erkennen und vorzubeugen.
IMPRESSUM
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Neue Impulse für die Diabetestechnologie: Das Innovation Bootcamp
Das DCB Innovation Bootcamp fördert gezielt Projekte in der Diabetestechnologie mit Fokus auf Umsetzbarkeit, klinischen Nutzen und reale Herausforderungen im Alltag.
Innovation ist kein singuläres Ereignis, sie ist ein Prozess. Echte Durchbrüche in der Diabetesversorgung entstehen nur, wenn Ideen systematisch in einem Ökosystem entwickelt werden, das Kreativität mit praktischem Wissen verbindet.
Das Diabetes Center Berne (DCB) hat erkannt: Der Innovationsprozess selbst muss neu gedacht werden. Genau hier setzt das Innovation Bootcamp an: Im Rahmen dieses Formats bringt das DCB regelmässig Start-ups, Forschende und Fachpersonen zusammen, um neue Ansätze im Bereich Diabetestechnologie gezielt weiterzuentwickeln. In einer intensiven Arbeitsphase von einer Woche entsteht ein Raum für Austausch, direktes Feedback und interdisziplinäre Zusammenarbeit. Das Resultat sind nicht nur Ideen, sondern Innovation, die sofort in der Praxis anwendbar ist.
Das Bootcamp ist aus der DCB Open Innovation Challenge hervorgegangen, die in den vergangenen Jahren mehrere Hundert Start-ups weltweit erreicht hat. Die Rückmeldungen waren eindeutig: Der persönliche und praxisnahe Austausch wurde als besonders wirkungsvoll wahrgenommen. Entsprechend wurde dieses Format nun gezielt optimiert und in den Mittelpunkt der Innovationsförderung gestellt. «Mit dem Innovation Bootcamp schaffen wir eine Umgebung, in der Innovation nicht isoliert entsteht, sondern im direkten Austausch mit Expertinnen und Experten sowie mit der Perspektive von
Menschen mit Diabetes weiterentwickelt wird», sagt Ema Grabenweger, Partnerships & Innovation Lead am DCB. Diese Erkenntnis wurde nun konsequent umgesetzt: Aus einer Jahreskampagne entstand ein kontinuierliches Innovationsprogramm.
VON DER IDEE ZUM PRODUKT
Das Bootcamp adressiert die kritischen Phasen innovativer Produktentwicklung: Wie gestalte ich nutzerzentriert? Wie plane ich klinische Validierung? Welche regulatorischen Hürden gibt es? Ergänzt werden diese durch Innovationsthemen wie Marktpositionierung, Finanzierung und strategische Kommunikation. Parallel dazu vertiefen 1:1-Sessions die spezifischen Innovationsfragen jedes Teams.
Ein besonderer Fokus liegt auf dem Thema Umsetzbarkeit. Die Teilnehmenden arbeiten im Innovation Bootcamp nicht nur an ihren Ideen, sondern entwickeln Lösungen, die sich in bestehende Versorgungssysteme integrieren lassen und langfristig Wirkung entfalten können. Damit wird Innovation konsequent entlang realer Herausforderungen gedacht, von der Idee bis zur konkreten Anwendung.
«Es ist unser Anspruch, Innovationen systematisch auf ihrem Weg vom Konzept zum marktfähigen Produkt zu unterstützen, damit sie echte Veränderung für Menschen mit Diabetes bringen», sagt Derek Brandt, CEO des Diabetes Center Berne. INNOVATION ÜBER GRENZEN HINWEG
Das Bootcamp richtet sich an Projekte aus verschiedenen Bereichen der Diabetestechnologie – von medizinischen Geräten über Softwarelösungen bis hin zu datenbasierten Anwendungen und KI-gestützten Tools. Entscheidend ist dabei nicht nur der Innovationsgrad, sondern auch die Relevanz für den klinischen Alltag, das technologische Potenzial und die Bedürfnisse der Betroffenen.
Die Teilnehmenden und Fachkundigen des letztjährigen DCB Innovation Bootcamp
Ein weiterer Bestandteil ist die internationale Vernetzung: So werden gezielt Kooperationen mit Organisationen wie der American Diabetes Association (ADA) eingebunden, um den Austausch über Ländergrenzen hinweg zu fördern und die Entwicklung skalierbarer Lösungen zu unterstützen. Formate wie das Bootcamp zeigen, wie gezielte und strukturierte Innovationsförderung die Markteinführung und einen systemischen Wandel beschleunigen und damit den Alltag von Menschen mit Diabetes nachhaltig verbessern kann.
Mit Typ-2-Diabetes zu leben, erfordert Aufmerksamkeit für den eigenen Körper. Die FreeStyle Libre Messsysteme bieten dabei eine wertvolle Unterstützung in Echtzeit1.
Der Sensor, der auf der Rückseite des Oberarms angebracht wird, misst und übermittelt automatisch jede Minute1 den aktuellen Zuckerwert an das FreeStyle Libre Lesegerät oder die kompatible Smartphone-App2. Wie sich Ernährung, Bewegung oder andere Lebensstilfaktoren auf die Zuckerwerte auswirken, wird durch die kontinuierliche Glukosekontrolle in Echtzeit1 sichtbar.
Jedes Brötchen, jeder Keks, jeder Spaziergang –unser Zuckerstoffwechsel reagiert darauf. Die kontinuierliche Zuckermessung mit den FreeStyle Libre Messsystemen zeigt genau3/4 auf welche Art und Weise: Nach einer Runde durch den Park sinken die Zuckerwerte. Nach dem Verzehr eines Stückchens Kuchen steigen sie und der entsprechende Trend dann wieder schrittweise an.5/6/7/8 Diese unmittelbar sichtbare Rückmeldung hilft Menschen mit Typ2-Diabetes zu verstehen, welche Lebensmittel und Aktivitäten die Zuckerwerte wie beeinflussen.9/10
ZUCKERWERTE STABILISIEREN
So schult der Blick aufs Display die Achtsamkeit für den Körper, kann zu einer Verbesserung des Lebensstils motivieren und somit die Langzeitzuckerwerte verbessern.9/10 Studien konnten nachweisen, dass regelmässige Zuckermessungen zur
Verlaufskontrolle einer Diabetestherapie unverzichtbar11 sind, um langfristige Folgeschäden durch Schwankungen der Zuckerwerte zu vermeiden.12 Sollten die individuell festgelegten Zuckerwerte einmal zu hoch oder zu niedrig werden, können optionale Alarme13 die Anwender:innen warnen, sodass sie vor einer Entgleisung reagieren können. So gewinnen Menschen mit Diabetes mehr Sicherheit14/15, Vertrauen in die eigenen Entscheidungen und ein grosses Plus an Lebensqualität.16/17
KOSTENÜBERNAHME DURCH KRANKENKASSE
Wenn Sie Diabetes haben und sich Insulin verabreichen, kann eine Fachärztin oder ein Facharzt für Diabetes Ihnen ein Rezept für FreeStyle Libre ausstellen. Nur dann wird FreeStyle Libre zu einem vom Bundesamt für Gesundheit fix definierten Betrag von der Krankenkasse rückerstattet. Sie können FreeStyle Libre auch ohne Rezept beziehen, bezahlen den Betrag dann allerdings selbst. Spre-
chen Sie mit Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt, um die nötige Überweisung zu einer Diabetologin oder einem Diabetologen zu erhalten.
Weitere Informationen, auch zur Kostenübernahme, finden Sie unter: www.FreeStyle.Abbott
WIE ERNÄHRUNG UND BEWEGUNG DEN ZUCKER BEEINFLUSSEN
Ernährung und Bewegung haben direkten Einfluss auf die Zuckerwerte.5/6/7/8 Durch kohlenhydratreiche Lebensmittel wie Brot oder Nudeln steigt der Blutzucker schnell an, während ballaststoffreiche Alternativen wie Vollkornprodukte den Zucker langsamer freisetzen und für stabilere Werte sorgen.6 Eine Kombination aus Ballaststoffen, Eiweiss und gesunden Fetten hilft, starke Zuckerschwankungen zu vermeiden.17 Bewegung ihrerseits senkt die Zuckerwerte, da die Muskulatur mehr Glukose verbraucht.7/8 Schon ein kurzer Spaziergang nach dem Essen kann die Werte verbessern.
Das FreeStyle Libre 3 System liefert Ihre Zuckerwerte minutengenau, jederzeit1, damit Sie fundierter entscheiden2 und handeln können.
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Rechte vorbehalten. Libre, das Schmetterlingslogo, die Form und das Erscheinungsbild des Sensors, die
auch für Patient:innen mit Basalinsulin
Glukosedaten dienen zur Illustration, keine echten Patientendaten. Agenturfoto. Mit Modell gestellt.
1. Der Sensor ist 60 Minuten nach der Aktivierung für die Glukosemessung bereit. 2. Fokkert Marion, et al., BMJ Open Diab Res Care. 2019. https://doi:10.1136/bmjdrc-2019-000809. 3. Mittel- und Gegenständeliste, www.bag.admin.ch/de. 4. Limitationen: Verordnung nur durch Fachärzte und Fachärztinnen für Endokrinologie/ Diabetologie; für Personen mit Diabetes mellitus unter einer intensivierten Insulintherapie oder für insulinbehandelte Patientinnen und Patienten mit HbA1c-Wert gleich oder höher als 8 % (vor Beginn mit CGM).
Dank neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse können Krampfadern heute ohne Operation, ohne Narkose, schmerzfrei und ohne grössere Risiken entfernt werden. Aber es kommt noch viel besser!
M ehr als eine Million Schweizerinnen und Schweizer leiden unter Krampfadern. Überlastete Adern, gestautes altes Blut, schwere Beine, Thrombosegefahr – ein schleichendes, unheimliches Risiko! Die meisten Menschen haben keine Ahnung, wie wichtig die Venen für ihre Gesundheit sind.
Der Feind sitzt un sichtbar unter der Haut, und er heisst Venenschwäche. Schwache kranke Venen transpor tieren das Blut nicht mehr zum Herzen, sondern lassen es anstauen oder gar rückwärts fliessen. Das ist nicht lustig, denn so bleibt der Stoffwechselmüll in den Körperzellen liegen wie in einer Deponie – das macht langfristig chronisch krank. Die Beine sind Hauptorte des Dramas, weil dort das Blut besonders gegen die Schwerkraft kämpfen muss.
DREI URSACHEN: SO VERMEIDET MAN SIE
Es gibt genau drei Ursachen der Venenschwäche. Erstens: Es ist keine genetisch bestimmte Erkrankung des Erwachsenenalters, sondern in 95 Prozent eine zufällige, angeborene Fehlbildung einzelner Venenklappen! Venenklap-
Hochwirksame Venentherapie – und kaum etwas davon spüren ausser zarten, erfahrenen Händen
VERBANDSBEITRAG
Wohnungskatzen sinnvoll beschäftigen
Freigängerkatzen können draussen ihre natürlichen Bedürfnisse ausleben. Bei reiner Wohnungshaltung ist der Mensch gefragt, den Katzenalltag spannend zu gestalten.
Eine Wohnungskatze zu halten, ist anspruchsvoll: Die Wohnung muss katzengerecht eingerichtet sein, und der Mensch muss mit Spiel, Abwechslung und gemeinsamer Zeit für Auslastung sorgen. Fehlt dies alles, drohen Langeweile, Frust, Verhaltensprobleme oder gesundheitliche Folgen.
BESCHÄFTIGUNG FÜR DIE KATZE
Katzen spielen gerne mit einfachen Dingen wie Bällen, Papierknäueln oder raschelndem Spielzeug. Auch Intelligenzspiele wie Fummelbretter fördern die geistige Fitness. Da Katzen neugierig sind, schätzen sie regelmässig neue Reize: Kartonschachteln, etwa mit Laub oder Heu gefüllt, bieten spannende Sinneserlebnisse. Ein Fensterplatz ermöglicht es, draussen Vögel, Menschen oder fallende Blätter zu beobachten – fast wie im Kino. Viele tolle Spielideen lassen sich zudem günstig mit Recyclingmaterial wie Papprollen oder leeren Schachteln umsetzen.
BESCHÄFTIGUNG MIT DER KATZE Besonders geschätzt wird die gemeinsame Zeit. Streicheln, Bürsten, Aufmerksamkeit oder auch «Gespräche» werden von vielen Katzen genossen. Zum Ausleben des Jagdinstinkts eignen sich Spiele zum Beispiel mit der Federangel; wichtig sind dabei das Lauern und Erfolgserlebnisse, um Frust zu vermeiden. Auch das Clickertraining ist eine wertvolle Bereicherung: Die Katze lernt kleine Tricks und wird belohnt – das fördert Konzentration und stärkt die Bindung zwischen Mensch und Tier.
ARTGENOSSEN
Die wahrscheinlich beste Beschäftigung für Wohnungskatzen ist ein passendes Gspändli. Mehrkatzenhaushalte bieten mehr Bewegung, Spiel, mentale Stimulation und soziale Interaktionen – Dinge, die der Mensch nie ganz ersetzen kann. Voraussetzung sind jedoch genügend Platz, passende Charaktere und eine sorgfältige Vergesellschaftung.
pen sind kleine ventilartige Häutchen in den Venen, die das Venenblut in die richtige Richtung fliessen lassen. Bei 24 Prozent der Kinder hat es erhebliche Venenklappendefekte. Das ist ein Ergebnis aus unserer 10-Jahres-Beobachtungsstudie, die 2026 veröffentlicht wird. Aus kleinen Fehlerchen werden über die Jahre grössere Probleme. Abhilfe: Winzige minimal-invasive Reparaturen. Es hilft kein Strumpf und kein Medikament. Zweitens: Bewegungsmangel. Wenn wir uns nicht immer wieder am Tag bewegen, entstehen kleine, nicht spürbare Entzündungen, die allmäh lich Venenklappen zerfressen. Abhilfe: Bewe gungs coaching und oft ein Kompressionsstrumpf. Drittens: Überlastung. Schweres Heben, abrupte Belastungen beim Sport, Schwangerschaft – alles das kann Venenklappen über dehnen und zerstören. Abhilfe: Sehr aussichtsreich für Frühstadien erscheint Hyaluron (kleine örtliche Injektion) – wird gerade erforscht. Wichtig: Jede Ursache fordert eine andere Therapie!
VENEN HEILEN, NIEMALS OPERIEREN Eine ideale Venentherapie bedeutet, kleine Defekte zu heilen und Venen zu erhalten, bevor überhaupt Probleme entstehen. Wir verwenden dafür mehr als 15 innovative Mikrotechniken. In Spätstadien geht es dann um endovenöse Therapie mit Laser, Radiowelle oder Kleber für einen schonenden Verschluss von Venen. Unsere Gruppe hat nach 25 Jah ren forschender Arbeit und mehr als 80’000 erfolgreichen endovenösen Therapien einen über die Landesgrenzen hinaus sehr bedeutsamen Erfahrungsschatz. Wir können daher auch die schwersten und schlimmsten Krampfadern zuverlässig verschwinden lassen – immer ohne Operation, ohne Schnitte, ohne Narkose, ohne Wunden, ohne Narben, ohne Spital, ohne Arbeitsausfall. Und Operationen? Wir raten entschieden ab. Je tiefer, desto gefährlicher. Ein Relikt des letzten Jahrhunderts.
IHR WEG ZU VENEN GESUNDEN BEINEN Solange Sie nichts über Ihr persönliches Venensystem wissen, schweben Sie in Unsicherheit. Der erste Schritt: eine qualifizierte Diagnostik – nur Mut! In unseren Praxen untersuchen wir mit modernen Ultraschallsystemen, analysieren die gesamte Anatomie, Gewebe und Durchblutung Ihrer Beine mit Geduld und all unserer Erfahrung, beurteilen als Besonderheit jede einzelne auffällige Venenklappe und ihre Funktion. Das ist die entscheidende Grundlage für jede erfolgreiche medizinische und ästhetische Therapie. Im Ergebnis erhalten Sie eine genau auf Ihre individuelle Situation und Bedürfnisse ausgerichtete Beratung mit einer Auswahl von Möglichkeiten, je nach Ihren medizinischen und ästhetischen Zielen. Das ist in aller Regel eine sehr gute Nachricht!
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Pulsed Field Ablation: Neue Energiequelle für Ablationen bei Vorhofflimmern
Gewebespezifisch, sicherer, schneller: Wie die Pulsed Field Ablation (PFA) funktioniert, für wen sie infrage kommt und welche Vorteile das innovative Verfahren zur Behandlung von Vorhofflimmern hat.
Wer es schon einmal erlebt hat, beschreibt es oft ähnlich: Das Herz rast, stolpert, schlägt unregelmässig – manchmal nur für Minuten, manchmal über Stunden. Dazu kommen Atemnot, Druckgefühl in der Brust, Müdigkeit oder eine unerklärliche Leistungsschwäche. Und nicht selten ist es umgekehrt: Betroffene merken lange gar nichts, bis bei einer Routinekontrolle plötzlich die Diagnose fällt: Vorhofflimmern. Vorhofflimmern ist die häufigste anhaltende Herzrhythmusstörung. In der Schweiz sind hunderttausende Menschen betroffen – Tendenz steigend. Zum einen, weil wir älter werden, zum anderen, weil Vorhofflimmern heute häufiger erkannt wird. Neben den Beschwerden hat die Erkrankung eine medizinisch besonders wichtige Bedeutung: Vorhofflimmern erhöht das Schlaganfallrisiko deutlich und kann zu Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz) führen. Deshalb benötigen viele Patientinnen und Patienten unter anderem eine Blutverdünnung –und viele wünschen sich eine Therapie, die nicht nur Symptome dämpft, sondern die Ursache an der Wurzel packt.
Genau hier setzt die Ablation an: Sie hat sich in den letzten Jahren als sehr wirksame Behandlung etabliert, insbesondere dann, wenn Medikamente nicht ausreichend helfen oder Nebenwirkungen verursachen. Und nun gibt es eine technologische Neuerung, die weltweit als echter Durchbruch gilt: die «Pulsed Field Ablation» (PFA). Sie ist eine neue «Energiequelle» für die Vorhofflimmer-Ablation –mit dem Ziel, die Behandlung noch schonender, schneller und sicherer zu machen.
Die Abkürzung PFA ist derzeit in aller Munde. Der Grund dafür: PFA steht für ein Verfahren, das nicht mehr mit Hitze oder Kälte arbeitet, sondern mit gezielten elektrischen Impulsen – und damit ein neues Sicherheits- und Schonungsprofil mitbringt.
WAS PASSIERT BEI VORHOFFLIMMERN? Das Herz besitzt ein eigenes elektrisches System. Normalerweise sorgt ein natürlicher Taktgeber, der Sinusknoten, dafür, dass das Herz regelmässig schlägt. Bei Vorhofflimmern kommt es jedoch zu chaotischen elektrischen Impulsen im oberen Teil des Herzens, dem linken Vorhof. Diese Störimpulse entstehen häufig in der Nähe des Herzens, nämlich in den Lungenvenen – dort, wo das sauerstoffreiche Blut aus der Lunge ins Herz zurückfliesst. Die Folge: Das Herz verliert seinen gleichmässigen Rhythmus. Es pumpt weniger effizient und wird auf Dauer belastet. Zudem kann sich im linken Vorhof Blut stauen, wodurch sich Blutgerinnsel bilden können. Gelangt ein solches Gerinnsel ins Gehirn, kann ein Schlaganfall entstehen. Vorhofflimmern ist deshalb nicht nur unangenehm –sondern potenziell sehr gefährlich, wenn nicht behandelt.
Katheterablation, durchzuführen.
ABLATION: GEZIELTE THERAPIE
MIT KATHETER
Dort, wo früher am offenen Herzen operiert werden musste, ist die moderne Katheterablation ein schonendes minimalinvasives Verfahren. Dabei führt der Arzt über die Leiste dünne Katheter bis ins Herz. Ziel ist es, die Bereiche auszuschalten oder zu isolieren, die das Vorhofflimmern auslösen. In den meisten Fällen wird dabei eine sogenannte Pulmonalvenen-Isolation durchgeführt, bei der man die elektrischen Störquellen im Bereich der Lungenvenen vom restlichen Vorhof abtrennt. So kann das Herz seinen normalen Rhythmus wiederfinden und stabil halten.
Bisher wurde diese Ablation meist mit thermischen Verfahren durchgeführt: entweder mit Hitze (Radiofrequenzablation) oder mit Kälte (Kryoablation). Beide Methoden sind bewährt und wirksam. Dennoch haben sie eine grundsätzliche Eigenschaft: Sie wirken über Temperatur. Das bedeutet, dass man Gewebe «verödet», indem man es erhitzt oder einfriert. Und wo Temperatur wirkt, können theoretisch auch benachbarte Strukturen betroffen sein.
Der linke Vorhof ist anatomisch ein sensibler Ort: Direkt hinter ihm liegt die Speiseröhre. Auch wichtige Nervenstrukturen, etwa der Zwerchfellnerv, verlaufen in der Nähe. Zwar sind schwerwiegende Komplikationen sehr selten, doch die Nähe zu empfindlichen Strukturen macht deutlich: Eine Therapie, die selektiver wirkt und weniger «Nebenwirkung im Gewebe» erzeugt, wäre ein grosser Fortschritt.
PFA: STROMIMPULSE STATT TEMPERATUR PFA steht für «Pulsed Field Ablation». Der entscheidende Unterschied: PFA ist kein thermisches Verfahren. Stattdessen werden extrem kurze elektrische
Impulse abgegeben – ein gepulstes elektrisches Feld. Diese Impulse beeinflussen gezielt die Zellmembran der Herzmuskelzellen. Es entstehen mikroskopisch kleine Poren, und die betroffenen Zellen verlieren ihre elektrische Funktion. Der Fachbegriff dafür lautet irreversible Elektroporation. Das Ziel ist identisch wie bei klassischen Ablationen: Die Störquellen werden ausgeschaltet, die Pulmonalvenen isoliert, der Rhythmus stabilisiert. Doch der Weg dorthin ist neu – und bringt wesentliche Vorteile.
WARUM IST PFA SO SCHONEND?
PFA hat eine Eigenschaft, die in der Medizin als gewebeselektiv bezeichnet wird. Vereinfacht gesagt: Herzmuskelzellen reagieren besonders empfindlich auf die elektrischen Felder, während andere Strukturen weniger anfällig sind. Dadurch kann PFA sehr gezielt im Herzmuskel wirken – mit einem geringeren Risiko für unerwünschte thermische Schäden an umliegenden Bereichen.
Das macht die Methode gerade im Bereich des linken Vorhofs so interessant. Die Speiseröhre ist dort nur wenige Millimeter entfernt. Bei thermischen Verfahren ist dieser Bereich deshalb seit jeher ein Schwerpunkt der Sicherheitsstrategie. PFA verändert dieses Sicherheitsprofil: Weil nicht Hitze oder Kälte übertragen wird, sondern eine elektrische Wirkung im Zielgewebe entsteht, gilt PFA als besonders schonende Weiterentwicklung.
Für Patientinnen und Patienten ist das kein theoretischer Vorteil, sondern ein ganz praktischer: moderne Technologie, die Wirksamkeit und Sicherheit in ein neues Gleichgewicht bringt.
KÜRZERE EINGRIFFE – WENIGER BELASTUNG
Ein weiterer grosser Vorteil der PFA: Sie ist häufig deutlich schneller durchführbar. Viele Schritte lassen sich effizienter durchführen, weil die Energieabgabe sehr gezielt und nach standardisierten Ablationsmustern erfolgt. Das führt in der Praxis zu kürzeren Prozedurzeiten.
Wir haben seit über zwei Jahren Erfahrung mit PFA und sehen im klinischen Alltag sehr klar: Die Eingriffe sind erheblich kürzer als bei vielen früheren Technologien. Kürzere Eingriffe bedeuten meist auch eine geringere Belastung für den Körper: kürzere Narkosezeit, weniger Manipulation im Herzen, raschere Erholung.
Die Erwartungen von Patientinnen und Patienten sind verständlich: Sie möchten wieder Vertrauen in ihr Herz bekommen. Wieder Sport treiben können. Wieder ruhig schlafen. Wieder im Alltag leistungsfähig sein. Und vor allem: Sie wollen eine Therapie, die modern, sicher und wirksam ist.
PFA ist nicht einfach nur eine neue technische Spielerei, sondern ein echter Fortschritt in der Rhythmusmedizin. Weltweit setzen führende Zentren zunehmend auf diese Methode. Sie bietet viele Vorteile: eine gewebeschonende Wirkungsweise, ein verbessertes Sicherheitsprofil und oft deutlich kürzere Eingriffszeiten.
FÜR WEN IST PFA GEEIGNET?
PFA wird besonders häufig bei Patientinnen und Patienten eingesetzt, die Vorhofflimmern in Anfällen haben (paroxysmales Vorhofflimmern) oder bei frühem persistierendem Vorhofflimmern. Ob PFA die beste Option ist, wird individuell entschieden. Entscheidend sind Faktoren wie Krankheitsdauer, Vorhofgrösse, Begleiterkrankungen und persönliche Therapieziele.
Wichtig bleibt: Eine Ablation ist kein «Standardprodukt». Sie sollte in erfahrenen Zentren erfolgen, mit einem Team, das moderne Technik beherrscht und gleichzeitig den ganzen Menschen im Blick hat.
FAZIT: EINE NEUE ÄRA BEGINNT
Vorhofflimmern ist belastend – aber heute so gut behandelbar wie nie zuvor. Mit der Pulsed Field Ablation steht eine neue Energiequelle zur Verfügung, die die Ablation schneller, schonender und präziser machen kann. Für viele Betroffene bedeutet das: weniger Belastung, mehr Sicherheit, schnellere Erholung – und eine echte Chance auf ein Leben mit stabilem Herzrhythmus.
Die Spitze des Ablationskatheters wird an der Mündung der Lungenvenen platziert, wo über sehr kurze Impulse Stromfelder abgegeben werden. Sie verändern die Zellmembran gezielt (Elektroporation) und schalten so das störende Gewebe aus.
ZU DEN AUTOREN
Prof. Dr. med. S. Salzberg Facharzt Herzchirurgie, Chirurgische Elektrophysiologie
Dr. med. T. Zerm Facharzt Innere Medizin, Kardiologie, Schwerpunkt Rhythmologie
Im Operationsaal: Ein Katheter wird über die Leiste bis ins Herz vorgeschoben, um an dieser Stelle eine Ablation, die sogenannte
Tief und bewusst für mehr Wohlbefinden
Zu flach, zu hektisch, zu weit oben in die Brust: Die meisten Menschen atmen falsch. Dabei wird unterschätzt, welche Wirkung die Atmung auf unser körperliches und psychisches Wohlbefinden hat.
Unsere Lunge erbringt wahre Super-Leistungen: 10’000 bis 20’000 Liter Luft atmen wir täglich automatisch ein und aus. Ohne diesen Vorgang könnte der Körper nicht mit lebenswichtigem Sauerstoff versorgt werden. «Wir nehmen einfach an, Atmen sei eine passive Tätigkeit – etwas, das halt zum Leben gehört», schreibt der US-amerikanische Wissenschaftsjournalist James Nestor in seinem Buch «Breath. Atem». Doch autonom heisst nicht gleich richtig.
Wird die Lunge nicht vollständig genutzt, fehlt es dem Körper an Sauerstoff, Energie und Stabilität. Die Folgen sind vielfältig: «Erst seit Kurzem wissen wir, dass man mit der richtigen Atmung den Blutdruck senken, sportliche Leistungen steigern und das Nervensystem ins Gleichgewicht bringen kann», schreibt Nestor. Gut zu wissen: Jeder Mensch kann seine Lunge trainieren und Atemtechniken lernen, um die Lungenfunktion zu verbessern oder zumindest zu erhalten und falsch erlernte Atemgewohnheiten abzulegen – für sich im Alltag oder in Form einer Atemtherapie.
WIEDER RICHTIG ATMEN
Wichtig sind tiefe, bewusste Atemzüge – und zwar durch die Nase. Eine Studie der Northwestern University in Illinois zeigt, dass Nasenatmung im Vergleich zur Mundatmung sogar die Kommunikation zwischen den verschiedenen Arealen im Gehirn sowie die Gedächtnisleistung verbessert. Nicht zu vernachlässigen ist bei der Atmung das Zwerchfell: «Ein durchschnittlicher Erwachsener nutzt nur zehn Prozent des Spielraums, den das Zwerchfell für die Atmung bietet. Das überlastet das Herz, erhöht den Blutdruck und verursacht Kreislaufprobleme», erklärt der Experte. Was ist zu tun? Länger und tiefer in den Bauch atmen.
Text: Lena Winther
IM SITZEN: SO TRAINIEREN
SIE IHR ZWERCHFELL
Setzen Sie sich aufrecht hin und atmen Sie tief ein und aus.
Legen Sie eine Hand auf den Bauch.
Spüren Sie, wie sich der Bauch beim Einatmen nach aussen wölbt und beim Ausatmen wieder flacher wird.
Versuchen Sie, die Bauchmuskeln locker zu lassen. Wenn Sie Ihren Bauch einziehen, ist eine Zwerchfellatmung nicht möglich.
Quelle: Lungenliga Schweiz
VERBANDSBEITRAG
Wenn Stress den Atem nimmt
Erschöpfung beginnt oft unbemerkt – und zeigt sich im Atem. Wie Atmung zu mehr Ruhe und psychischer Stabilität beitragen kann.
E s beginnt oft schleichend: steigender Druck im Job, kaum noch echte Pausen, ständige Erreichbarkeit. Jede zweite Person in der Schweiz erlebt im Laufe ihres Lebens eine psychische Krise – häufig ausgelöst durch anhaltenden Stress und zunehmende Erschöpfung. Wenn der Druck steigt, verändert sich unser Atem: Er wird flach, schnell und unregelmässig. Dieser «Stressatem» hält den Körper in Alarmbereitschaft – ein Kreislauf aus Anspannung, innerer Unruhe und wachsender Erschöpfung entsteht.
DEN KREISLAUF DURCHBRECHEN
Hier setzt die Atemtherapie an. Sie ist eine anerkannte Methode der Komplementärtherapie, die Körper und Geist verbindet. In der Begleitung lernen Menschen, ihren Atem bewusst wahrzunehmen und zu regulieren – und so direkt auf ihr Nervensystem einzuwirken.
Wird der Atem ruhiger und tiefer, reagiert auch der Körper: Der Parasympathikus, insbesondere der Vagusnerv, wird aktiviert. Puls und Stresshormone sinken, Anspannung kann sich lösen, und ein Gefühl von Stabilität entsteht.
Atemtherapie bedeutet dabei nicht, etwas leisten zu müssen. Vielmehr geht es darum, den natürlichen Atemfluss wieder zuzulassen und die Selbstregulation zu stärken.
KLEINE PAUSE, GROSSE WIRKUNG
Gerade im Alltag zeigt sich die Stärke dieses Ansatzes: Ein Moment des Innehaltens – etwa zwischen zwei Meetings, im Zug oder vor einem anspruchs-
Gönnen Sie sich ab und zu eine kurze Pause.
vollen Gespräch – kann helfen, den Stresskreislauf zu unterbrechen. Wer die Signale seines Körpers frühzeitig erkennt, kann gegensteuern, bevor aus Belastung Erschöpfung wird. Der Atem ist jederzeit verfügbar –ihn bewusst zu nutzen, kann ein entscheidender Schritt zurück zu mehr Ruhe, Klarheit und neuer Kraft sein. Der Atemfachverband Schweiz setzt sich für Qualität, Information und professionelle Atemtherapie in der Schweiz ein.
Barbara Spahni eidg. dipl. Komplementärtherapeutin, psychologische Beraterin und Präsidentin des Atemfachverband Schweiz AFS www.atem-schweiz.ch ZUR AUTORIN
«Basel ist für uns ein globaler Dreh- und Angelpunkt»
In diesem Jahr feiert Recordati sein 100-jähriges Jubiläum.
Dr. Bruno Parenti blickt zurück und zeigt auf, warum das Unternehmen am Standort Basel zu den weltweiten Leadern im Kampf gegen seltene Krankheiten gehört.
Dr. Parenti, was bedeutet dieser Meilenstein für Sie und für das Unternehmen?
Das ist eine aussergewöhnliche Leistung verbunden mit grossem Stolz für all diejenigen, die für Recordati tätig sind. Dieses Jubiläum würdigt unsere Beständigkeit und Fähigkeit, uns anzupassen und unseren Grundwerten treu zu bleiben. Was am meisten hervorsticht, sind die Menschen, die hinter dieser langen Geschichte stehen. Über mehr als ein Jahrhundert hinweg wurde Recordati von Generationen von Kolleginnen und Kollegen geprägt, von denen jede und jeder Fachwissen, Leidenschaft und Engagement eingebracht hat. Das Unternehmen hat sich erfolgreich in einer
sich wandelnden Welt und angesichts sich entwickelnder Patientenbedürfnisse behauptet, stets geleitet von einer langfristigen Vision statt von kurzfristigen Ergebnissen. Diese Denkweise ist bei seltenen Krankheiten, für die es Ausdauer und Beständigkeit braucht, besonders wichtig.
Die Schweiz spielte in der Entwicklung von Recordati eine wichtige Rolle. Wie würden Sie dessen Werdegang hierzulande beschreiben?
Dieser beginnt mit der Übernahme von ProFarma, die den Geschäftsbereich Spezial- und Primärversorgung in Baar vorantrieb und unseren ersten bedeutenden operativen Fussabdruck im Land markierte. Einen wichtigen Meilenstein erreichte Recordati im Jahr 2019 durch die Übernahme von Signifor, Signifor LAR und Isturisa, die zur Gründung der Niederlassung in Basel führte und die allgemeine Entwicklung der Gruppe zu einem weltweiten Leader seltener Krankheiten widerspiegelte.
Dieser transformative Schritt machte die Schweiz zu einem wichtigen Bestandteil Ihrer Strategie für seltene Krankheiten … Ja, richtig. Und nicht nur das: Wir vereinten damit ebenso wichtige wissenschaftliche, medizini-
Bluthochdruck? Erhöhtes Cholesterin?
Übergewicht? Diabetes? Stress? Darmprobleme?
Geschwächtes Immunsystem?
Dr. med. Padia Rasch, Leitende Ärztin Fachkurhaus Seeblick
Mit gezielter Ernährungs- und Stoffwechseltherapie zu mehr Gesundheit, Wohlbefinden und Vitalität. Gesundheit stärken und erhalten – bis ins hohe Alter. Ursächlich etwas gegen chronische Erkrankungen tun und selbst aktiv werden. Wir zeigen Ihnen, was und wie es geht: mit über 30-jähriger Erfahrung, nachhaltig und erfolgreich. Das Fachkurhaus Seeblick in Berlingen ist ein spezialisierter Erholungsort für komplementäre Medizin. Die ganzheitliche Philosophie, moderne Behandlungs- und Schulungsmethoden sowie die idyllische Lage am Bodensee bieten ideale Voraussetzungen für einen nachhaltigen Therapieerfolg – ob bei Übergewicht, Diabetes, Bluthochdruck, erhöhtem Cholesterin, Darmproblemen, Stress oder einem geschwächten Immunsystem.
Moderatorin , Nicole Renneberg über ihren Aufenthalt im «Seeblick»Leben.»
«Im ‹Seeblick› habe ich eine einzigartige Intensiv-Kur(s)woche erlebt, die nachhaltig wirkt: intelligent abnehmen, den Stoffwechsel neu ausrichten und neue Energie gewinnen – für ein leichtes, aktives Leben.»
Ziele der Stoffwechseltherapie
• Tiefgreifend entgiften
• Depotfett rasch und gesund abbauen
• Cholesterinwerte und Blutdruck reduzieren
• Körperfunktionen regenerieren und vitalisieren
• Autophagie fördern
• Immunsystem gezielt stärken
• Active Aging
• Longevity fördern
Fachkurhaus Seeblick
Wieslistrasse 34, 8267 Berlingen, Schweiz
T +41 52 762 00 70, info@seeblick-berlingen.ch www.seeblick-berlingen.ch
sche und kommerzielle Kompetenzen. Seitdem sind unsere Schweizer Aktivitäten rasch gewachsen. Basel hat nach und nach neue Funktionen, internationale Talente und Führungsaufgaben angezogen und damit seine wachsende Rolle innerhalb der Gruppe bestätigt. Die Entscheidung vom September 2025, SPC nach Basel zu verlegen und damit Spezialmedizin, Primärversorgung und seltene Krankheiten zu vereinen, ist ein deutlicher Ausdruck unserer «One Company»-Philosophie und unterstreicht unser langfristiges Engagement für die Schweiz als Kompetenzzentrum.
Was macht den Standort Basel so attraktiv? Basel hat sich für Recordati zu einem echten globalen Dreh- und Angelpunkt entwickelt, an dem ein breites Spektrum an Aktivitäten entlang der gesamten Wertschöpfungskette gebündelt ist. Neben der globalen Endokrinologie sind hier die regionale Leitung für Lateinamerika und den asiatisch-pazifischen Raum sowie sind die Bereiche klinische Entwicklung, Medical Affairs, Qualitätssicherung sowie Finanzen und geistiges Eigentum angesiedelt. All dies ermöglicht eine enge Zusammenarbeit zwischen globalen und regionalen Teams.
Welche Rolle spielt die hiesige Produktion? Eine entscheidende! Mit der Übernahme der Mikropartikel-Produktionsanlage von Novartis im September 2022 haben wir unsere Produktionspräsenz gestärkt und die langfristige Lieferfähigkeit für Signifor gesichert. So können wir Patientinnen und Patienten weltweit mit einer zuverlässigen, qualitativ hochwertigen Produktion unterstützen.
«Wir entwickeln mit unerschütterlichem Engagement Therapien für seltene Erkrankungen»
Darüber hinaus ist der Hub ein wichtiges Zentrum für die klinische Entwicklung. Inwiefern konkret? Der Hub ermöglicht die Entwicklung von Pasireotid bei postbariatrischer Hypoglykämie. Gleiches gilt für unsere LINC-Studie zur Bewertung von Wirksamkeit und Sicherheit von Osilodrostat bei Erwachsenen mit leichter Hyperkortisolämie. Zusammen machen diese Aktivitäten Basel zu einem starken Motor für Innovation, Wachstum und Zusammenarbeit. In all unseren Teams konzentrieren wir uns darauf, Patienten mit den Medikamenten zu versorgen, die sie benötigen, geleitet von Integrität und einem unerschütterlichen Engagement. Die Patienten stehen dabei immer an erster Stelle. So erfüllen wir jeden Tag unseren Zweck – das volle Potenzial des Lebens freizusetzen.
Spezialangebot Intensiv-Kur(s)woche
1 Woche im Doppelzimmer pro Person ab CHF 1120.–statt CHF 1491.–
1 Woche im Einzelzimmer pro Person ab CHF 1418.–statt CHF 1737.–
Inklusive:
• 6 Übernachtungen
• Kurse und Vorträge
• EPD®-Ernährungsprogramm inkl. Getränke
• Whirlpool und Tepidarium
• Morgenfitness, Check-in/out
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Ich interessiere mich für eine IntensivKur(s)woche
Sa. 16.05. – Fr. 22.05.2026
Sa. 23.05. – Fr. 29.05.2026
Sa. 30.05. – Fr. 05.06.2026
Sa. 06.06. – Fr. 12.06.2026
Sa. 13.06. – Fr. 19.06.2026
Sa. 20.06. – Fr. 26.06.2026
Sa. 27.06. – Fr. 03.07.2026
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Dr. Bruno Parenti
Vice President
Lange Fitness und Kraft erhalten
Dranbleiben und regelmässig Sport treiben sind das A und O, um lange leistungsfähig zu bleiben. Worauf es dabei ankommt und wie viel Bewegung Rückenschmerzen vorbeugen kann, zeigen zwei skandinavische Studien.
Mit den Kindern und Enkeln auch im höheren Alter Wandern, Schwimmen oder Klettern gehen: Vor allem für bewegungsaffine Menschen eine reizvolle Vorstellung, bis weit in die zweite Lebenshälfte hinein aktiv zu sein. Wenn da nicht so manche Rücken-, Knie- und Hüftschmerzen wären. Denn oft machen degenerative Erkrankungen am Bewegungsapparat, ausgelöst durch zum Beispiel einseitige Körperhaltung und Überlastung, dem Vorhaben einen Strich durch die Rechnung.
HÖHEPUNKT DES LEBENS
Dennoch: Wie fit wir auch jenseits des 60. Lebensjahres sind, haben wir zu einem Grossteil selbst in der Hand. Allerdings gilt: Von nichts kommt nichts, und man sollte idealerweise spätestens in der Mitte des Lebens sportlich werden, wie eine im Januar 2026 veröffentlichte schwedische Langzeitstudie aufzeigt. Hierfür wurden fast 50 Jahre lang 427 Menschen aus Schweden von Forschenden begleitetet. Ziel war es zu ergründen, inwieweit sich Ausdauer, Kraft und Sprungkraft von der Jugend bis ins Rentenalter verändern. Wie die im «Journal of Cachexia, Sarcopenia
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and Muscle» veröffentlichte Untersuchung zeigt, ist unsere körperliche Leistungsfähigkeit vor dem 36. Lebensjahr am höchsten. In dieser Zeit sind Ausdauer und Kraft am besten ausgeprägt. Allerdings beschreibt dieses Alter auch einen Wendepunkt: Denn fortan beginnt sowohl bei Männern als auch bei Frauen ein langsamer, aber kontinuierlicher Abbau.
TREPPE STATT FAHRSTUHL
TEMPO
IRRELEVANT
Das tägliche Gehpensum ist wichtiger als das Tempo
Im Detail heisst das: Durchschnittlich büssen wir bis zum Alter von 63 Jahren zwischen 30 und 48 Prozent unserer maximalen Fitness ein. Mit 63 bleiben im Vergleich zum 35. Lebensjahr vielfach nur noch etwa 60 bis 70 Prozent der vollen Leistungsfähigkeit übrig. Was auffällt: Wurden in den ersten Jahren nach dem Höhepunkt oft nur geringe Veränderungen deutlich, nahmen Ausdauer, Muskelkraft und die Beweglichkeit ab einem bestimmten Alter rasant ab. Gut zu wissen: Wer rechtzeitig gegensteuert, kann diesen Prozess entscheidend beeinflussen –insbesondere mit regelmässiger Bewegung. Besonders effektiv sind den Forschenden zufolge Aktivitäten, die nicht nur die Ausdauer, sondern auch die Kraft fördern. Hierzu zählen Joggen, Schwimmen oder Radfahren. Ebenso kann moderater Sport wie Yoga oder Pilates dazu beitragen, die Beweglichkeit zu erhalten und den Körper zu stärken. Selbst kleine Veränderungen im Alltag, wie Spazierengehen oder Gartenarbeit, sind den schwedischen Forschenden zufolge bereits ein Gewinn für unseren Körper und können langfristig einen Effekt haben – allein schon, um im Alter die Selbstständigkeit zu bewahren.
Wie wichtig regelmässige Bewegung für unser Wohlbefinden ist und wie positiv sich dies explizit auf den Rücken auswirken kann, hat dagegen eine grosse norwegische Langzeitstudie beleuchtet. Für die Untersuchung, die im Fachjournal «JAMA Network Open» veröffentlicht wurde, nutzte das Team der Norwegischen Universität für Wissenschaft und Technik die Daten einer umfassenden Gesundheitsbefragung mit Zehntausenden Teilnehmenden. Von diesen trugen mehr als 11’000 Erwachsene, die zu Studienbeginn zwischen den Jahren 2017 und 2019 frei von chronischen Rückenschmerzen waren, für mehrere Tage Bewegungssensoren. Damit liess sich erfassen, wie viel und wie intensiv sich die Personen bewegten.
Nach vier Jahren erneut befragt, gaben knapp 15 Prozent der Probandinnen und Probanden an, in den vergangenen zwölf Monaten unter chronischen Schmerzen im unteren Rücken gelitten zu haben. Die Auswertung zeigte: Wer täglich mehr als 100 Minuten ging, verringerte das Risiko für chronische Rückenschmerzen um 23 Prozent gegenüber denjenigen, die sich weniger als 78 Minuten am Tag bewegten. Insbesondere die Dauer der Bewegung war entscheidend. Zwar zeigte auch eine höhere Gehintensität positive Effekte, das tägliche Gehpensum war jedoch wichtiger als das Tempo – ein guter Anreiz also, um lang aktiv und gesund zu bleiben.
Text: Tobias Lemser
ExtraCell Matrix: komplette und exklusive Formulierungen für Knorpel, Bänder, Sehnen und Knochen.
LEBENSVERLÄNGERNDE
SPORTARTEN
Laut einer dänischen Studie unter 8’500 Menschen zeigte sich, dass …
• Tennis die Lebensdauer im Schnitt um 9,7 Jahre erhöhen kann.
• Badminton etwa 6,2 zusätzliche Jahre bringen kann.
• Fussball das Lebensende um 4,7 Jahre hinauszögern kann.
• Sportarten wie Schwimmen (3,4 Jahre), Joggen (3,2 Jahre) und Gymnastik (3,1 Jahre) im Vergleich zu den Teamsportarten schlechter abschneiden.
Aroma Orange oder Beeren, das Original des Gründers. Mit 10’000 mg Kollagenpeptiden (Typ I, II, III), Glucosamin- und Chondroitinsulfat, Hyaluronsäure, MSM, L-Lysin, L-Threonin, Edelweiss, Enzian, Hagebutte, Mineralstoffen und Vitaminen.
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«Täglich fünf Minuten reichen für schmerzfreie Beweglichkeit»
Immer nur nachbessern zu können war dem Chirurgen und leidenschaftlichen Sportler nicht genug. Deshalb entwickelte Dr. Felix Rapp das Konzept FlixFit®, um präventiv die Funktion des Bewegungsapparates zu erhalten.
Herr Dr. Rapp, was ist die Idee hinter FlixFit®?
In 20 Jahren als Facharzt für Orthopädie habe ich täglich Menschen mit Schmerzen am Bewegungsapparat behandelt. Mein Ansatz war immer die konservativen Möglichkeiten auszuschöpfen, um wieder eine schmerzfreie Funktion der betroffenen Gelenke zu erreichen. Deshalb zeigte ich meinen Patientinnen und Patienten einfache Übungen, die zur Verbesserung der Gelenksfunktion beitragen sollten.
Haben die Patienten die individuellen Übungen gemacht?
Die Antwort zeigte sich bereits bei der nächsten Konsultation. Mein Untersuchungszimmer ist gut 20 Meter vom Wartebereich entfernt. Auf diesem Weg konnte ich schon am Gangbild erkennen, ob die Übungen gemacht wurden oder nicht.
Warum haben Sie nicht einfach Krafttraining verschrieben?
Krafttraining an Maschinen mit geführten Gewichten ist nicht physiologisch. Der Fokus liegt auf Muskelmasse. Der natürliche Bewegungsablauf wird
können durch zusätzliches Gewicht massiven Verschleiss erfahren. Das sehe ich leider jeden Tag anhand der Röntgenbilder in meiner Sprechstunde.
Was ist mit den Studien, die belegen, dass Krafttraining das Leben verlängern kann?
Diese werden natürlich ständig von den Anbietern der Fitnessstudios zitiert. Und verstehen Sie mich bitte nicht falsch: Es ist sicher besser aktiv zu sein, als nur in der Stube zu hocken. Um aber eine Verbesserung erreichen zu können ist es entscheidend, die Ursache des Schmerzes zu kennen. Dann erst kann man die entsprechenden physiologischen Bewegungsabläufe zusammenstellen, die von der betroffenen Person, in der richtigen Intensität – am besten täglich – ausgeführt werden müssen.
Welche Übungen sind im FlixFit® Konzept enthalten?
«Die beste Operation ist die, welche man nicht machen muss»
Es sind über 100 einzelne Bewegungen, die je nach Alter und Leistungsniveau entsprechend kombiniert werden. Der ganze Ablauf dauert lediglich fünf Minuten und kann auf dem Fussboden oder einer Yogamatte erfolgen. Dies eliminiert alle Ausreden, die üblicherweise in diesem Zusammenhang vorgebracht werden. Neuartig sind nicht die Bewegungen selbst, sondern Reihenfolge, Kombination und Art der Ausführung. Die Testnutzer waren alle erstaunt, dass in so kurzer Zeit allein durch die tägliche Wiederholung ein derart positiver Effekt erzielt werden kann.
Warum bieten Sie die App gratis an?
IM INTERVIEW
Dr. med. Felix Rapp Praxis Dr. Rapp Endoclinic Zürich Witellikerstrasse 40 · 8032 Zürich T: +41 (0)44 387 31 45 www.praxisrapp.ch
Facharztpraxis, wenn man bereits Beschwerden hat. Wer jedoch früh mit gezielter Bewegung in korrekter Dosierung beginnt, erhält langfristig schmerzfreie Mobilität und beugt Eingriffen vor. Starten Sie jetzt – bevor es anfängt weh zu tun!
Es braucht dazu also keine teure Ausrüstung und viel Zeit?
Im Gegenteil: Wenn man sich jeden Morgen nach dem Aufstehen fünf Minuten Zeit nimmt, um alle Gelenke durchzubewegen und den Kreislauf in Schwung zu bringen, hat man einen grossartigen Start in den Tag und sogar eine wissenschaftlich nachgewiesene Verbesserung der Lebensqualität. Wer am Abend nochmals fünf Minuten investiert, multipliziert diesen Effekt. Den Weg zum Fitnessstudio und das Geld fürs Abo kann man sich meiner Ansicht nach sparen.
Hört sich gut an, was ist der Haken?
Die ersten zwei Wochen durchzuhalten – bei manchen sind es auch drei bis vier. Aber wenn man die überstanden hat, werden die Übungen zur Ge
Um mit zusätzlichen Kosten nicht noch eine weitere Hürde zu kreieren, biete ich trotz der entstandenen Entwicklungskosten die App vorerst gratis an. Dies ist mein Beitrag das 100 Milliarden Budget des Gesundheitswesens mit einfachen Mitteln zu entlasten. Über ein Drittel der Kosten im Jahr 2024 gingen gemäss dem Bundesamt für Statistik auf Erkrankungen des Bewegungsapparates zurück. Dies wird sich bei rechtzeitigem und regelmässigem «FlixFitten» massiv reduzieren. Sie haben über 1’000 Gelenke von innen gesehen und Knie- und Hüftprothesen implantiert. Wann muss eine Operation erfolgen? Orthopädische Operationen sind so gut wie nie zwingend, da das Problem nicht lebensbedrohlich ist. Es ist eine individuelle Frage der Lebensqualität und des vorliegenden Gewebeschadens, ob und wann eine Operation sinnvoll ist. Ich empfehle unbedingt eine Konsultation in einer orthopädischen
INTERVIEW
Jeden Morgen nach dem Aufstehen fünf Minuten Zeit in die Beweglichkeit investieren
Chiropraktorinnen und Chiropraktoren – Spezialisten für
die Wirbelsäule
Chiropraktik ist einer der fünf universitären Medizinalberufe in der Schweiz und spezialisiert auf den Bewegungsapparat. Schweizer Chiropraktoren sind hochqualifizierte Fachleute.
Herr Vicentini, Sie sind in den USA studierter Chiropraktor – was genau machen Sie, und wann hilft Chiropraktik?
Die häufigste Reaktion auf meinen Beruf: Eine Hand wandert zum Rücken mit den Worten: «Gut zu wissen, ich habe da was im Kreuz.» Tatsächlich befassen wir uns mit der Funktion der Wirbelsäule. Viele Patienten kommen wegen Rückenbeschwerden zu uns, doch Schmerzen entstehen oft lange nach einer ersten Bewegungseinschränkung. Durch gezielte Handgriffe lösen wir blockierte Wirbelgelenke, stellen die Funktion wieder her, verbessern die Nervenfunktion und lindern Schmerzen.
Wie unterscheidet sich Chiropraktik von Physiotherapie oder Osteopathie?
Chiropraktik konzentriert sich auf das Nervensystem und verbessert dessen Funktion durch gezielte Mobilisation der Wirbelsäule und anderer Gelenke. Hauptsächlich behandeln wir Beschwerden des Bewegungsapparates. Die Physiotherapie setzt auf Rehabilitation, die Osteopathie adressiert organische Beschwerden. Die Disziplinen ergänzen sich, oft führt ihre Kombination zum besten Ergebnis.
Gibt es verbreitete Mythen über Chiropraktik? Ein häufiger Irrglaube ist, dass «Knacken» die Gelenke abnutzt. Die Annahme basiert auf mechanischen Prinzipien, trifft aber nicht auf den menschlichen Körper zu, der sich regeneriert. Entgegen des Mythos nutzen sich blockierte Gelenke schneller ab: «If you don’t use it, you lose it.»
Übernimmt die Krankenkasse die Behandlungskosten?
Ja, Chiropraktik ist Teil der Grundversicherung. Patienten im Hausarzt- oder Telemed-Modell müssen sich an die in ihrem Versicherungsmodell vorgesehene Anlaufstelle wenden. Als einer der fünf universitären Medizinalberufe nimmt die Chiropraktik eine wichtige Rolle im Schweizer Gesundheitssystem ein.
Chiropraktik-Praxen schweizweit: www.chirosuisse.ch/de/fur-patientinnen-undpatienten/praxen-schweizweit/ Informationen zur Ausbildung und zum Beruf: www.study-chiropractic.ch und www.chirosuisse.ch
IM INTERVIEW
Dr. der Chiropraktik (USA) Thomas Vicentini-Sterren Fachchiropraktor www.vitalistica.net
Mit tiefenwirksamer Wärme gegen Schmerzen
Anodyne hat einen innovativen Infrarotwärmegürtel entwickelt. Damit bietet das Schweizer Start-up zusammen mit der haltungskorrigierenden Kleidung ein starkes Duo gegen Schmerzen an.
R
ückenschmerzen sind in der Schweiz weit verbreitet: Vier von fünf Erwachsenen bekommen laut Rheumaliga Schweiz im Laufe ihres Lebens einmal oder wiederkehrend Schmerzen im Rücken. Sie schränken den Alltag vieler Menschen ein und können die Lebensqualität beträchtlich senken. Betroffene möchten vor allem eins: die Schmerzen möglichst schnell und effektiv lindern – zum Beispiel mit einem Wärmegürtel. «Wer seine Rückenschmerzen und Muskelverspannungen effektiv lindern möchte, sollte jedoch auf die Wahl des richtigen Gürtels achten», sagt Fabian Hofmann, Geschäftsführer von Anodyne. «Nicht alle Stützgürtel bieten eine wirkliche therapeutische Wirkung.»
NACHGEWIESENE WIRKUNG
Anders der Anodyne® Infrarot-Wärmegürtel: Er wurde mit fortschrittlicher Wärmetherapie entwickelt, die tiefer in das Gewebe eindringt. So werden die Muskeln effektiv entspannt, die Durchblutung verbessert und Steifheit reduziert – für eine schnellere und tiefere Linderung. Das Ergebnis überzeugt: 85 Prozent der Anwenderinnen und Anwender berichten von einer spürbaren Schmerzlinderung.
FLEXIBEL UND LEISE EINSETZBAR
Weiterer Pluspunkt: Der CE-zertifizierte Wärmegürtel kann an der Lendenwirbelsäule, den Beinen, den Schultern, dem Bauch und anderen Stellen, an de -
nen Beschwerden vorliegen, angewendet werden –dank seines flexiblen Designs, das für einen optimalen Kontakt zum Körper sorgt. Die Behandlung mit dem Anodyne® Infrarot-Wärmegürtel ist leise und ohne mechanische Bewegung, wodurch sich der leichte und atmungsaktive Wärmegürtel gut zur Entspannung zu Hause, im Büro oder als Teil der täglichen Erholung eignet. Üblicherweise nutzt man den Wärmegürtel 20 bis 30 Minuten pro Sitzung. «Wir bei Anodyne® möchten, dass Sie sich bei Ihrem Kauf sicher fühlen. Deshalb können Sie den Anodyne® Infrarot-Wärmegürtel 30 Tage lang testen», sagt Fabian Hofmann.
KLEIDUNG FÜR EINE BESSERE HALTUNG
Fakt ist: Rückenschmerzen entstehen häufig durch eine schlechte Haltung. Auch hierfür hat Anodyne
eine Lösung: haltungskorrigierende Kleidung, die das Bewusstsein für eine gute Haltung steigert, diese dadurch fördert sowie Verspannungen und Schmerzen im Nacken und Rücken reduzieren kann. Das körperanliegende Posture ShirtTM und der AlignMe Interactive Posture Bra verfügen über integrierte Neurobänder, die vom kinesiologischen Tape inspiriert sind, welches Physiotherapeuten verwenden. Hofmann erklärt: «lm Gegensatz zu Korsett- oder Bandagenlösungen, welche passiv wirken, wirken unsere Produkte stimulierend auf die haltungsbestimmenden Muskeln. Dies ist der Schlüssel zur Effektivität, da die Haltungsmuskeln beim Tragen der Produkte aktiv genutzt werden.» Die Produkte, die 14 Tage lang getestet werden können, sollen Therapie oder Training nicht ersetzen, sind jedoch eine optimale Ergänzung dazu.
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KONTAKT
Weitere Informationen und Produkte rund ums Thema Körperhaltung und Wohlbefinden im Alltag finden Sie unter: www.anodyne.ch
«Die verbesserte Haltung unterstützt den Therapieerfolg»
Interview mit Romana Brunner, Physiotherapeutin und Leiterin Brunner Physiotherapie, zum Einsatz der Anodyne® Posture Shirts.
Welche Reaktionen erhalten Sie von Ihren Patienten?
Grundsätzlich sind die Patienten vom Ergebnis der Anodyne Shirts positiv überrascht. Natürlich muss das T-Shirt regelmässig über längere Zeit getragen werden, bis der gezielte Effekt für die Patienten spürbar wird. Obwohl das T-Shirt sehr eng getragen wird, wird es von den Patienten gut toleriert. Der unmittelbare Effekt wird eher für mich als Therapeutin ersichtlich: Die Patienten haben sofort eine bessere Haltung bei aktiven Übungen, was den Therapieerfolg unterstützt. Ich selber trage das Anodyne Shirt bei meiner Tätigkeit als Physiotherapeutin und habe seither kaum noch Rückenbeschwerden während und nach der Arbeit.
Wer sollte den angebotenen 14-Tage-Test in Betracht ziehen?
Personen, die unter chronischen Verspannungen oder Überlastungsschmerzen im Nacken- oder unterer Rücken leiden, Büroarbeiten ausführen, einen Bandscheibenvorfall hatten und stets unter Schmerzen im Rücken leiden oder auch Menschen mit einer Skoliose.
Bei welchen Aktivitäten empfehlen Sie die Posture Shirts 2.0 zu tragen? Grundsätzlich kann das Shirt bei allen Aktivitäten getragen werden. Ob bei der Ausführung von Hausarbeiten oder am Arbeitsplatz, bei Gartenarbeiten aber auch bei vielen sportlichen Aktivitäten.
Aussergewöhnlich und komplett.
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Straffere Haut an Beinen, Bauch und Oberarmen? Mit Wissenschaft zu höchster Wirksamkeit
Als Spezialist für kosmetische Hautstraffung hat skin689 eine kompakte Produktlinie für den Körper entwickelt. Die Wirksamkeit wurde in aufwändigen Studien eindrücklich unter Beweis gestellt.
Der Wirkstoff CHacoll® aus der medizinischen Forschung begeistert Experten aus Wissenschaft und Praxis gleichermassen. Die erfinderische Leistung dahinter, und die Tatsache, dass es nichts
Vergleichbares gibt, wurde mit einem Patent ausgezeichnet. Das Schweizer Unternehmen skin689 verwendet diesen Wirkstoff weltweit exklusiv. Der duale Wirkmechanismus geht gezielt die wesentlichen Ursachen schlaffer Haut an: schwaches Bindegewebe und ungleichmässig eingelagerte Fettzellen.
STRAFFUNG AN BAUCH UND HÜFTEN
Da das «Hü ftgold» nicht immer unser Wohlbefinden steigert, widmet sich skin689 auch dieser Körperpartie und hat eine Creme entwickelt, die nachweislich zur vermehrten Fettverbrennung und einem reduzierten Umfang an Bauch und Hü ften f ü hrt. Es geht weder um «Idealvorstellungen» und
Kleidergrössen noch um übertriebene Sport- noch Diät-Programme – die Creme wirkt auch ohne begleitende Massnahmen. Die Wirksamkeit wurde in einer klinischen Studie eindr ücklich nachgewiesen.
«Beeindruckende Studiendaten. Diese Ergebnisse lassen aufhorchen! Sehr positiver Effekt auf Bauch und Hüftumfang mit kontinuierlicher, signifikanter Verbesserung über Zeit.»
Prof. Dr. S. Gohla, Dermatologie-Wissenschaftler
SIGNIFIKANTE VERBESSERUNG
DER CELLULITE
Der Gutschein
UNTERNEHMENSBEITRAG – INTERVIEW
Die Ursachen von Cellulite sind vielfältig. skin689 hat auf Basis des hauseigenen Wirkstoffs CHacoll® eine Anti-Cellulite-Creme entwickelt, die das Bindegewebe stärkt und so innerhalb weniger Wochen das Hautbild nachweislich verbessert Das unter der Haut befindliche (subkutane) Fasernetz der Haut wird gestärkt, die Fettzellen werden zur ückgehalten, sodass die Haut wieder fester und straffer wird. In diversen Studien konnte zudem die Verbesserung über Zeit eindrücklich unter Beweis gestellt werden.
«Unsere Patientinnen berichten über die ersten Verbesserungen nach drei bis vier Wochen. Wir konnten feststellen, dass bei anhaltender Verwendung der Creme der Schweregrad der Cellulite signifikant abnimmt.»
Dr. T. Pavicic, Fachärztin für Ästhetische Dermatologie, München
STRAFFE UND DEFINIERTE OBERARME
Schön definierte, straffe Oberarme sind nicht nur ein Eyecatcher, sondern führen bei vielen Menschen auch zu einem deutlich positiveren Körpergefühl.
«Feste Zähne an einem Tag mit individuellen Implantaten»
Feste Zähne an nur einem Tag?
Dr. Jürgen Weber Branca, seit über 20 Jahren Inhaber des ImplantatZentrums Bern IZB, lässt diesen Traum als einziger Zahnarzt/Oralchirurg in der Schweiz wahr werden.
Herr Dr. Weber Branca, was verbirgt sich hinter der neuen Therapiemethode?
Viele Menschen, die Zähne verloren haben oder unter einem starken Knochenabbau leiden, müssen sich bisher mit teilweise schlechtsitzendem Zahnersatz begnügen, da nicht ausreichend Knochen für konventionelle Implantate, also Schrauben, vorhanden ist. Bei der neuen Methode spielt das Knochenangebot eine geringere Rolle: Hier werden die Implantate nicht in den Knochen, sondern auf den Knochen aufgeschraubt.
Wie ist die genaue Vorgehensweise?
In der Tat ist es ein Eingriff, den nur wenige sehr erfahrene Chirurgen in Europa durchführen. Bei einer Erstuntersuchung wird der allgemeine Gesundheitszustand geprüft, die Mundhöhle untersucht und eine 3D-Röntgenaufnahme erstellt. Auf Basis dieser 3D-Aufnahme wird per 3D-Druck ein exaktes Schädelmodell aus Kunststoff erstellt, das als Basis für die Herstellung der individuellen Implantate aus Titan dient. Insgesamt gehen wir von zwei bis drei Monaten Herstellungszeit aus.
Sie sprachen vom allgemeinen Gesundheitszustand. Können auch sehr alte und kranke Menschen von dieser Therapie profitieren?
Gerade bei dieser Gruppe finden wir häufig keinen Knochen mehr, da eine langjährige Zahnlosigkeit besteht. Wer, gerade in den letzten Jahren seines Lebens, sein Essen würdevoll zu sich nehmen möchte, kann von dieser Lösung eindeutig profitieren. Selbst, wenn andere Allgemeinerkrankungen vorhanden sind.
Das bedeutet, dass auch Patienten, die zum Beispiel einen Herzinfarkt, einen Schlaganfall, einen Tumor oder eine andere Erkrankung hatten, behandelt werden können?
Sofern der Hausarzt oder Spezialist grünes Licht für eine Narkose gibt, werden wir mit den Kollegen die Blutgerinnung abstimmen. Dann steht dem Eingriff nichts mehr im Wege. Grundsätzlich müssen alle Patienten eine allgemeine Operabilität aufweisen –Stichwort Narkose –, die lokalen Gegebenheiten für die Implantate stimmen und zuletzt natürlich auch die Kosten für diesen Eingriff gedeckt sein.
Übernimmt denn die Krankenkasse die Kosten?
In Abstimmung mit KLV Art. 17–19 übernehmen die Krankenkassen in bestimmten Fällen die Kosten für eine solche Behandlung, falls die Voraussetzungen gegeben sind. Dies klären wir mit den jeweiligen Grundversicherern und deren Vertrauensärzten ab.
Können Sie sagen, wie hoch die Kosten ungefähr sind?
Dies ist eine Frage, die uns sehr häufig erreicht, die ich jedoch nicht einfach in Zahlen beantworten kann. Es gibt vor einer Preisnennung sehr viele individuelle Dinge abzuklären. Was ich jedoch bestätigen kann, ist, dass wir für diese Behandlungen aufgrund unserer langjährigen Erfahrung, auch in unserem Dentallabor, den niedrigsten Taxpunktwert von 1.00 CHF ansetzen können.
Mit der Firm Skin Upper Arms Creme wird die Haut an den Oberarmen gezielt gestrafft und konturiert. Durch die Kombination von gleich vier innovativen Wirkstoffen werden die Ursachen f ü r maximale Wirksamkeit mehrfach angegangen – mit gezielter Stärkung von Bindegewebe und Kollagenfasern sowie Kompression und Abbau von Fettzellen. Unter anderem enthalten ist der Wirkstoff DermCom®, der weltweit erste kosmetische Wirkstoff mit In-vivo-Nachweis f ü r Kollagen- und Elastin-Neubildung.
Komplettiert wird die Hautstraffungslinie für den Körper durch die Decolleté and Neck Creme und der Hand und Finger Rejuvenation Creme, die ganz gezielt für die jeweilige Indikation entwickelt wurden. Der Fokus liegt auf einer deutlich glatteren und sanfteren Haut. Das Kollagenfasernetz wird gestärkt, Fältchen werden verringert. Die innovativen Wirkstoffkombinationen wirken der Hautalterung effektiv entgegen.
«Ich bin begeistert von der Innovation und dem exklusiven Wirkstoff CHacoll. Endlich eine wirksame kosmetische Behandlung von Cellulite.»
Dr. Penelope Tympanidis, Fachärztin für Dermatologie
IM INTERVIEW
Dr. Jürgen Weber Branca ImplantatZentrum Bern AG Nydeggstalden 2 · 3011 Bern T: +41 (0)31 311 99 00 E: info@implantatzentrum.ch www.implantatzentrum.ch
Feste Zähne an einem Tag mit individuellen
Eine neue Therapieoption gibt vielen Betroffenen Hoffnung, wieder normal essen, sprechen und lachen zu können. Die Behandlung findet dabei an einem einzigen Tag in einem einzigen
Kein Eingriff ohne Begleiterscheinungen. Wie sieht es damit aus?
Das hört sich für viele Patientinnen und Patienten wie ein Traum an. Wir (Red.) führen dazu ein Interview mit Herrn Dr. Jürgen Weber Branca (JWB), seit über 20 Jahren Inhaber des ImplantatZentrum Bern IZB, und der einzige Zahnarzt/ Oralchirurg, der diese Therapie in der Herr Dr. Weber Branca, bitte stellen Sie unseren Leserinnen und Lesern die Viele Menschen, die Zähne verloren haben oder unter einem starken Knochenabbau leiden, müssen sich bisher mit teilweise schlechtsitzendem Zahnersatz begnügen, da nicht ausreichend Knochen für konventionelle Implantate, also Schrauben, vorhanden ist. Bei der neuen Methode spielt das Knochenangebot eine geringere Rolle: hier werden die Implantate nicht IN den Knochen, sondern AUF den Knochen aufgeschraubt. Wie ist die genaue Vorgehenswei-
JWB: In der Tat ist es ein Eingriff, den nur
Allgemein muss bei jedem Eingriff mit Schmerzen, Entzündung – vor allem Schwellung – und Nachblutungsgefahr gerechnet werden. Die zu erwartenden Schmerzen sind überschaubar: Während des Eingriffs schläft der Patient und erhält intravenös zudem einen Analgetika-Cocktail, der zwei bis drei Tage anhält. Ausserdem geben wir zwei gut verträgliche Analgetika mit nach Hause, sodass bei Anwendung gemäss unserer Anleitung keine starken Schmerzen zu erwarten sind. Eine Schwellung baut sich in der Regel vier Tage auf und verschwindet danach wieder, kann durch entsprechendes Management – permanentes Kühlen für zwei bis drei Tage – sehr gut kontrolliert werden und im Falle einer extrem seltenen Nachblutung können mich unsere Patienten rund um die Uhr per Natel erreichen, bevor sie irgendwo zu einem Notdienst gehen, der überhaupt nicht weiss, worum es sich bei diesem Fall handelt.
Feste Zähne in einem Tag
Der Oralchirurg Dr. Markus Schulte stellt eine innovative Methode zur Totalsanierung vor
Wenn alle Zähne entfernt werden müssen und man sich nicht mit einem herausnehmbaren Gebiss begnügen will, bedeutete das bisher oft einen langen Leidensweg von bis zu einem Jahr mit wiederholten Operationen, Knochentransplantationen und unkomfortablen provisorischen Vollprothesen.
Zum Glück gibt es heute fortschrittliche Behandlungskonzepte, die den Weg zu festen Zähnen erheblich abkürzen. Die All-On-Four- Methode ermöglicht es, den vorhandenen Knochen optimal auszunützen und auf langwierige Knochenaufbauten zu verzichten. Der Oralchirurg Dr. Schulte aus Luzern stellt diese Technik anhand von Fallberichten vor.
Ein typisches Fallbeispiel aus unserer Praxis: Der 51-jährige Bernhard Kuper aus Rudolfstetten hatte seine Zähne in den letzten Jahren ziemlich vernachlässigt und regelmässige Kontrollen bei Zahnarzt und Dentalhygienikerin versäumt. Aus Angst vor der anstehenden Sanierung hatte der Patient diese immer vor sich hergeschoben.Beim Untersuch zeigte sich, dass im Oberkiefer alle Zähne entfernt werden mussten. Die Sanierung erfolgte in Vollnarkose. Gleichzeitig mit den Extraktionen konnten wir im Oberkiefer vier Implantate so stabil einsetzen, dass der Patient schon am gleichen Abend mit festsitzendem, auf den Implantaten verschraubtem Zahnersatz nach Hause zurückkehren konnte. Die definitive Versorgung erfolgte vier Monate später mit einer Keramikbrücke im Oberkiefer und Keramik-Einzelkronen im Unterkiefer.
Der «Trick» der All-On-4-Technik besteht darin, dass die hinteren Implantate schräg nach vorne geneigt eingesetzt werden. Dadurch können auch bei reduziertem Knochenangebot besonders lange und stabile Implantate verwendet werden, die eine Sofortbelastung zulassen, ohne lange Einheilphasen abwarten zu müssen. Das bedeutet für den Patienten:
• Nur eine Operation erforderlich
• Keine Knochentransplantate oder -aufbauten, dadurch vermindertes Operationsrisiko
• Sofort feste Zähne, keine langen Wartezeiten mit herausnehmbaren Prothesen
• Geringere Kosten, da nur 4 Implantate pro Kiefer (im Vergleich zu 6 – 8 Implantaten pro Kiefer)
• Gute Ästhetik, einfache Hygiene, da nur 4 Implantate
• Verschraubter Zahnersatz ermöglicht bei Bedarf einfache Reparatur
Frau Hermine Rosenthal, 61 Jahre
Die All-On-Four-Methode wird seit 1998 weltweit angewandt und ist durch zahlreiche wissenschaftliche Studien abgestützt. Alle bisher vorliegenden Untersuchungen ergaben sehr gute Resultate, die denjenigen bei konventionellem Vorgehen in nichts nachstehen.
Dr. Schulte wendet die All-On-Four-Technik seit 16 Jahren an und hat damit bereits über 500 Patienten erfolgreich zu festen Zähnen in einem Tag verholfen. Zahnarzt Team Luzern wurde als «Kompetenzzentrum für All-On-Four» ausgezeichnet.
Da wir von der Zuverlässigkeit dieser Methode überzeugt sind, gewähren wir unseren Patienten eine 10-Jahres-Garantie auf Implantatverlust
Unsere 61-jährige Patientin Frau Hermine Rosenthal aus Schwellbrunn berichtet: «Schon als Kind hatte ich grosse Zahnprobleme und so verlor ich leider schon früh viele Zähne. Am Ende dieses Kreuzwegs standen dann die Prothesen. Ich habe sie von Anfang an gehasst. Sie wackelten, verursachten mir Brechreiz und ich fühlte mich richtig alt, wenn ich sie abends ins Wasserglas legte. Aus Angst vor schmerzhaften Operationen und Knochenaufbauten hatte ich das Thema Implantate immer vor mir hergeschoben. Als ich von der All-On-Four-Methode erfuhr, schöpfte ich Hoffnung. Feste Zähne sofort, das war bisher nur ein Wunschtraum gewesen. Eines Tages raffte ich mich dann zur Totalsanierung in Vollnarkose auf. Ich habe meinen Entschluss, das Problem ein für alle Mal zu lösen, nicht eine Minute bereut. Mit meinen festen Zähnen habe ich jetzt ein ganz anderes Lebensgefühl, fühle mich viel jünger und selbstbewusster. Und kann wieder unbeschwert essen, was ich will. Wer zuletzt lacht, lacht am besten!».
Auf unserer Homepage unter «Feste dritte Zähne an einem Tag» können Sie einen Videofilm dieser Behandlung sehen.
Dr. med. dent. Markus Schulte ist Zahnarzt und Spezialist für Oralchirurgie.
Praxisklinik: Zahnarzt Team Luzern
Winkelriedstrasse 37 6003 Luzern
T: +41 (0)41 210 58 58
Weitere ausführliche Informationen unter www.ztlu.ch
Öffentliche Vorträge von Dr. Schulte zum Thema «Feste Zähne an einem Tag»:
Der Oralchirurg Dr. med. dent. Markus Schulte stellt anhand zahlreicher Fallbeispiele aus seiner Tätigkeit unter anderem die All-On-4®- Methode zur Totalsanierung mit festsitzendem Zahnersatz auf Implantaten innerhalb von 24 Stunden vor. Im Anschluss an den etwa einstündigen allgemein-verständlichen Vortrag beantwortet der Referent Fragen aus dem Publikum.
Termine:
Luzern: Montag, 11. Mai 2026, 19.00 Uhr, Zahnarzt Team Luzern, Winkelriedstrasse 37
Luzern: Montag, 22. Juni 2026, 19.00 Uhr, Zahnarzt Team Luzern, Winkelriedstrasse 37
Anmeldung erbeten an Tel. +41 (0)41 210 58 58 oder praxis@ztlu.ch