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Zukunft gestalten

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BILDUNG & KARRIERE

Heute die Talente von morgen gewinnen 02

ZUKUNFT GESTALTEN

CYBERSECURITY

Von KMU zu oft vernachlässigt? 10

BAUEN & WOHNEN

Mehr Nachhaltigkeit gefragt 14

DIGITALISIERUNG

Schweizer Banken im digitalen Wettlauf 18

BILDUNG & KARRIERE

Talente: Gewinnen – Fördern – Halten

In Zeiten von Fachkräftemangel, neuen Arbeitsweisen und sich ändernden Anforderungen an Skills ist ein effektives Talent Management entscheidend für den Erfolg und somit die Zukunft eines jeden Unternehmens.

TEXT: MARK KRÜGER

Beim Talent Management (TM) geht es darum, die richtigen Personen mit den passenden Fähigkeiten, Erfahrungen und Eigenschaften zu finden und diese gezielt zu fördern. Massnahmen – beispielsweise Onboarding, Trainings oder Weiterbildung – sollten sich dabei am jeweiligen Geschäftszweck und an den Erwartungen und Präferenzen der Talente selbst orientieren. Heutzutage unabdingbar: sogenannte «High Potentials» flexibel zu begleiten und individuelle Karrierepfade zu ermöglichen, auf denen sich die Person eigenverantwortlich entwickeln und mit dem Unternehmen mitwachsen kann. Wie Schweizer Unternehmen derzeit Talente erkennen und fördern, hat die Hochschule und Universität Luzern im Rahmen des Forschungspro-

Eine offene

Kommunikation über Karrierewünsche ist das A und O

jektes «The Talent Recipe» unter die Lupe genommen. Im November letzten Jahres wurden die Ergebnisse einer Befragung von 245 Organisationen in der Schweiz veröffentlicht, die formalisierte TM-Prozesse eingeführt haben – etwa die systematische Identifikation kritischer Positionen, die Erkennung von Mitarbeitenden mit hohem Potenzial und/ oder die gezielte Entwicklung solcher Talente.

ZUKUNFTSFÄHIGE STRATEGIE

Es zeigt sich, dass die meisten Unternehmen einen klar strategischen TM-Ansatz verfolgen. Die wichtigsten Ziele: Aufbau künftiger Führungskräfte (82 %) und die Bindung von Schlüsselpersonen (79 %). Allerdings bewerten nur 27 Prozent der Organisationen ihre TM-Praktiken als sehr wirksam. Dazu Studienmitautorin Sarah Kost: «Das überrascht, zumal TM

für CEOs und Linienvorgesetzte oft hohe Priorität hat und beträchtliche Ressourcen investiert werden.» Die Forschenden kommen zum Schluss, dass künftig inklusivere, transparentere und datenbasierte Ansätze entscheidend sein werden. «Der Erfolg hängt von konsequenter Umsetzung ab», so Kost. «Digitale Tools und klarere Definitionen von Kompetenzen und Potenzial können Unternehmen helfen, die zunehmende Komplexität im Talent Management zu bewältigen.»

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UNTERNEHMENSBEITRAG – INTERVIEW

Wie Berufseinsteigende Zukunft formen

Der Einstieg ins Berufsleben nach dem Studium ist anspruchsvoller geworden. Hochschulprogramme wie jene der Mobiliar geben Orientierung. Die beiden ehemaligen Trainees Jan Herrmann (25) und Aline Zinniker (34) erzählen, wie sie ihren Platz gefunden haben.

Was bedeutet es für Sie als Aktuar und Leiterin Talent Attraction, in Ihren Funktionen Zukunft zu gestalten?

Herrmann: In der schnelllebigen Zeit gilt für mich als Versicherungsmathematiker, wie auch für andere: dem Wandel offen gegenüberstehen und ihn mitgestalten, indem man etwa neue Technologien einsetzt.

Zinniker: Als Arbeitgeberin müssen wir unsere Verantwortung wahrnehmen und kommenden Generationen den Berufseinstieg ermöglichen. Damit bieten wir jungen Menschen eine Zukunft und sichern jene unseres Unternehmens.

Frau Zinniker, Sie waren 2016 die erste Teilnehmerin beim Hochschulprogramm der Mobiliar. Nun sorgen Sie als Leiterin Talent Attraction dafür, das Unternehmen personell für die Zukunft zu rüsten. Haben sich die Ansprüche bei jungen Bewerbenden verändert?

Zinniker: Sie sind selbstbewusster, geben mehr Feedback und achten stärker auf Gesundheit. Sie wollen Verantwortung und Flexibilität. Das ist ein Gewinn, wenn sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer dafür offen sind. Und an diesen Bedürfnissen sind unsere Programme gewachsen. Der Fokus liegt heute auf Einsätze in mehreren Teams oder Teilzeitformaten neben dem Studium. Das bietet mehr Einblicke und Möglichkeiten.

Herrmann: Dank dem Einblick in mehrere Abteilungen habe ich herausgefunden, wie ich meine Fähigkeiten aus dem Physikstudium in unterschiedlicher Wei se in der Praxis einsetzen kann.

Was wäre eine Versicherung ohne Aktuare?

Herrmann: Keine Versicherung (lacht). Wir sind Zahlenmenschen und eher unter dem Radar. Wir schätzen finanzielle Risiken ein, berechnen Prämien und Rückstellungen – schaffen also die Grundlage dafür, dass Versicherungsprodukte funktionieren und das Unternehmen langfristig stabil bleibt.

Vom Hochschulprogramm zur Festanstellung: Jan Herrmann und Aline Zinniker gestalten die Zukunft der Mobiliar als Aktuar und Leiterin Talent Attraction.

«Ich wurde dort gefördert, wo meine Stärken liegen»

Wie geht man mit der Unsicherheit um, nach dem befristeten Hochschulprogramm keine Anschlusslösung zu haben?

Herrmann: Die Unsicherheit war hoch, und ich hatte mich bereits damit abgefunden, da zu dieser Zeit keine interne Stelle frei war. Glücklicherweise änderte sich das kurz vor Ende des Programms.

Zinniker: Unsere Ambition ist, möglichst viele Trainees weiterzubeschäftigen. Etwas Glück ist nötig, aber durch Eigenverantwortung können die Teilnehmenden sich in eine gute Ausgangslage bringen. Bei einem befristeten Einsatz lohnt es sich, ein internes Netzwerk aufzubauen. So

ist eine Anstellung in einem anderen Bereich oder eine Rückkehr zu einem späteren Zeitpunkt möglich.

Herr Herrmann, wie hat das TraineeJahr Sie in Ihrer persönlichen Entwicklung unterstützt?

Herrmann: Durch den Austausch mit anderen Trainees habe ich einen umfassenderen Einblick ins Unternehmen erhalten, das hat meinen Horizont erweitert. Das gewonnene Selbstvertrauen in meine Arbeit ist mit der Festanstellung gewachsen. Ich wurde dort gefördert, wo meine Stärken liegen. Mit meinen Berechnungen bereite ich Zukunftsentscheide für die Mobiliar vor, das ist schon cool.

«Fachliche Fähigkeiten kann man sich erarbeiten, Haltung weniger«

Mitte März schreibt die Mobiliar die Stellen für ihre Hochschulprogramme aus. Worauf achten Sie bei der Auswahl besonders und was spricht gerade jetzt für eine Bewerbung?

Zinniker: Fachliche Fähigkeiten kann man sich erarbeiten, Haltung weniger. Wer unsere Unternehmenswerte lebt, hat also gute Chancen. Wichtig ist, dass jemand Verantwortung übernehmen will sowie eine hohe Lern- und Veränderungsbereitschaft zeigt, denn die Arbeitswelt bleibt in Bewegung.

Herrmann: Und was gerade jetzt dafürspricht: Die Mobiliar feiert 2026 ihr 200-Jahr-Jubiläum, ein sehr spannendes Jahr. Und als genossenschaftlich verankerte Versicherung leisten wir durch verschiedenste Engagements unseren Beitrag für eine funktionierende Gesellschaft. Ein Teil davon zu sein ist sinnstiftend.

UNTERNEHMENSBEITRAG

Hier entsteht die Hospitality von morgen

Die Hotelfachschule Thun bietet zukunftsorientierte Bildungswege – von der Grundbildung bis zum HF-Diplom, NDS sowie vielseitigen Weiterbildungsangeboten. Für alle, die ihre Karriere gezielt auf die Entwicklungen der Branche ausrichten wollen.

Die Hotelfachschule Thun erweitert ihr Bildungsportfolio und startet ab Oktober 2026 mit einem einzigartigen, zukunftsorientierten Angebot für alle, die in der Hospitality-Branche durchstarten möchten. Ob Grundbildung, Höhere Fachschule oder berufsbegleitende Weiterbildung –wir unterstützen dich auf deinem individuellen Karriereweg.

GRUNDBILDUNG EBA & EFZ –

JETZT AUCH IM HYBRIDMODELL

Mit unserem neuen flexiblen Übernachtungsmodell kombinierst du praxisnahes Lernen vor Ort mit zeitgemässem Unterricht. Flexibel, modern und perfekt für alle, die eine fundierte berufliche Basis schaffen wollen. Unsere Lernenden profitieren von persönlicher Betreuung, attraktiven Lernumgebungen und einem inspirierenden Campus mitten in Thun.

DIPL. STUDIENGÄNGE HÖHERE FACHSCHULE

Im Mittelpunkt stehen unsere beliebten Bildungsgänge zur diplomierten Hotelière-Gastronomin HF beziehungsweise zum diplomierten Hotelier-Gastronomen HF. Wir vermitteln dir umfassendes Fachwissen, stärken deine Führungskompetenzen und fördern unternehmerisches Denken. Dank starker Branchenpartnerschaften, praxisnahen Modulen und

realen Projekten bist du optimal auf eine erfolgreiche Karriere im Hospitality-Management vorbereitet.

WEITERBILDUNG – FÜR DEN NÄCHSTEN KARRIERESCHRITT

Unsere vielseitigen Weiterbildungsangebote – von Fachkursen bis zu spezialisierten Programmen – richten sich an ambitionierte Berufsleute, die ihre Kompetenzen gezielt erweitern möchten. Modern, praxisorientiert und mitten im Hospitality-Ökosystem der Region Thun.

EIN CAMPUS, DER VERBINDET

Die Hotelfachschule Thun steht für einen starken Community-Spirit. Vernetzt, offen, engagiert. Unsere Alumni, Partnerbetriebe und Studierenden bilden ein lebendiges Netzwerk, das dich während und nach deiner Ausbildung begleitet.

Alle Informationen zu Programmen, Anmeldungen und Beratungsgesprächen unter hfthun.ch

Fokus: Dini

Zuekunft

«An der KME habe ich viele neue Erfahrungen gemacht, die mir im Verlauf meiner Karriere behilflich sind.»

Kadija Jacomet, Matur 2021

Unser Bildungsangebot

Gymnasiale Maturität: Voll- und Teilzeit

Passerelle

Vorkurs PHZH

KONTAKT

Hotelfachschule Thun

Mönchstrasse 37 · 3600 Thun · Suisse

E: weiterbildung@hf-thun.ch www.hfthun.ch

IT-Zukunft von Anfang an richtig planen

Die Berufswahl zählt zu den prägendsten Entscheidungen im Teenageralter – sie legt das Fundament für die berufliche und persönliche Zukunft.

D

ie Digitalisierung verändert Wirtschaft und Gesellschaft tiefgreifend. Künstliche Intelligenz automatisiert einfache Tätigkeiten und verschiebt Anforderungen. Gerade deshalb braucht es gut ausgebildete Fachkräfte, die Technologien verstehen, Systeme entwickeln und Innovation verantwortungsvoll vorantreiben.

Eine fundierte Informatikausbildung bleibt damit eine solide und zukunftsorientierte Basis – auch in einem anspruchsvollen Arbeitsmarkt.

SICHERER EINSTIEG IN DIE IT

Die schulisch organisierte Informatiklehre EFZ bietet Jugendlichen einen strukturierten Einstieg. Zunächst

werden im geschützten Lernumfeld zentrale IT-Kompetenzen aufgebaut, bevor das Wissen im Praktikum angewendet wird. Das stärkt Sicherheit und Selbstvertrauen. Die Fachrichtung wird erst nach dem ersten Ausbildungsjahr gewählt – so bleibt Raum, Interessen zu vertiefen und den passenden Schwerpunkt zu finden.

DURCHGÄNGIGKEIT

MIT PERSPEKTIVE

Nach dem EFZ eröffnen sich weitere Wege: Praxisorientierte HF-Studiengänge in Informatik, Wirtschaftsinformatik oder Betriebswirtschaft ermöglichen die berufsbegleitende Weiterentwicklung auf Tertiärstufe. Für ambitionierte Studierende besteht zusätzlich die Option eines parallelen Bachelorabschlusses.

So entsteht eine durchgängige Bildungsreise von der Grundbildung bis zur höheren Fach- und Führungskompetenz – mit klarer Perspektive in einer digital geprägten Zukunft.

Ihr Weg zum Board Leader

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UNTERNEHMENSBEITRAG – INTERVIEW

«Klarheit ermöglicht es Kindern, sich zu entfalten»

Die Zurich International School (ZIS) ist die grösste englischsprachige internationale Privatschule der Deutschschweiz. Elsa Hernández-Donohue berichtet, warum sie bei Kindern und Eltern so gut ankommt.

Warum spielt bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie die Schule der Kinder eine wichtige Rolle?

Weil die Schule der Ort ist, an dem Kinder den grössten Teil ihrer Zeit verbringen – und sie ist der Ort, dem Familien das anvertrauen, was ihnen am wichtigsten ist. Wenn eine Schule verlässlich, fürsorglich und entwicklungsorientiert ist, verringert sich der Stress für die Kinder und die Eltern. Eine gute Schule gibt Sicherheit, unterstützt die Kinder und fordert sie heraus. Dadurch können sich Familien sorgenfrei auf die Arbeit, Beziehungen und ihr Wohlbefinden konzentrieren.

Und genau hier punktet die ZIS … Richtig, wir gestalten den Schulalltag und das Lernumfeld bewusst so, dass sie den realen Familienverhältnissen und dem tatsächlichen Leben entsprechen. Wir verbinden hohe akademische Erwartungen mit starken Strukturen zur Förderung einer ausgezeichneten Betreuung und einer klaren Kommunikation. Wir unterstützen Kinder darin, selbstständige und selbstbewusste Lernende zu werden, während die Eltern eine Schule erleben, die auf ihre Bedürfnisse eingeht, gut organisiert und zutiefst menschlich ist. Dieses Gleichgewicht –Strenge ohne Druck, Fürsorge ohne Überbehütung – ist etwas, woran wir jeden Tag arbeiten.

Warum sollte ich meine Kinder gerade an die ZIS schicken?

Unser akademisches Programm ist anspruchsvoll und fördert hohe Leistungsstandards. Unser Ziel ist jedoch nicht die reine Vorbereitung auf Prüfungen, sondern die Entwicklung von Neugier, kritischem Denken und intellektueller Eigenständigkeit. Wir investieren gezielt in exzellente Pädagoginnen und Pädagogen, durchdachte Lernkonzepte und tragfähige Beziehungen. Familien entscheiden sich für die ZIS, weil sie eine Bildung suchen, die junge Menschen nachhaltig auf ihr Leben und ihre Verantwortung in der Welt vorbereitet.

Wie unterscheidet sich an der ZIS der zweisprachige vom internationalen Bildungsweg?

Der zweisprachige Bildungsweg bietet einen intensiven Spracherwerb in Deutsch und Englisch und unterstützt die Schüler dabei, wirklich zweisprachig und bikulturell zu werden – eine ausgezeichnete Wahl

für Familien, die in der Schweiz verwurzelt sind oder einen langfristigen Aufenthalt planen.

Der internationale Bildungsweg, der auf Englisch unterrichtet wird, richtet sich an global mobile Familien und führt zu international anerkannten Qualifikationen. Das Wichtigste ist, dass beide Bildungswege durchlässig sind, sorgfältig unterstützt werden und sich am einzelnen Kind orientieren – nicht an starren Strukturen.

Ein besonderes Highlight an der ZIS ist der «Edible Food Forest». Was können die Kinder dort lernen?

Der essbare Waldgarten ist ein schönes Beispiel für authentisches Lernen, das einen Bezug zur realen Welt hat. Kinder lernen etwas über Ökologie, Nachhaltigkeit, Systemdenken und Verantwortung – aber auch über Geduld, Fürsorge und Zusammenarbeit. Das Lernen findet statt, wenn man etwas pflanzt, es pflegt und seine Rolle innerhalb eines grösseren Ökosystems versteht.

Ihre zwei Standorte in Wädenswil und Adliswil zählen gemäss Rankings zu den besten weltweit. Was hat dazu geführt?

Starke Schulen entstehen im Laufe der Zeit durch bewusste Führung, Investitionen in Menschen und eine

Kultur der Reflexion und Verbesserung. Unsere Campus profitieren von aussergewöhnlichen Pädagogen, durchdachten Lernräumen und einer klaren Bildungsvision. Rankings mögen diese Qualität widerspiegeln – wichtiger ist uns jedoch, was die Schüler jeden Tag erleben, wenn sie unsere Türen durchschreiten.

Welchen Anteil haben die Eltern am Schulleben?

Eltern sind wichtige Partner der ZIS. Wir legen Wert auf einen offenen Dialog, gegenseitigen Respekt und gemeinsame Verantwortung für die Entwicklung der Kinder. Gleichzeitig sind wir uns über die Rollenverteilung im Klaren: Eltern unterstützen das Lernen, Pädagogen leiten es. Diese Klarheit schafft Vertrauen und ermöglicht es den Kindern, sich zu entfalten.

Was bedeutet es, dass die ZIS nicht gewinnorientiert ist?

Unser Campus für die Unterstufe und der Campus für die Sekundarstufe wurden durch grosszügige Spenden ermöglicht. Da wir eine gemeinnützige Einrichtung sind, werden alle unsere Ressourcen wieder in das Lernen investiert – in Lehrerinnen und Lehrer, Einrichtungen, Unterstützungsdienste und langfristige Nach-

haltigkeit. Entscheidungen werden auf der Grundlage dessen getroffen, was pädagogisch richtig ist, und nicht auf der Grundlage finanzieller Erwägungen. Dies ermöglicht es uns, eine langfristige Perspektive einzunehmen und uns auf unsere Mission zu konzentrieren, anstatt auf Gewinnmargen. Letztendlich stehen immer die Schülerinnen und Schüler – und ihr Lernen – im Mittelpunkt.

IM INTERVIEW

Entdecken ist ein wichtiger Teil des Wachstums.

UNTERNEHMENSBEITRAG – INTERVIEW

«Wir bieten ein Hochschulstudium, das sich

dem Leben der Studierenden anpasst»

Ab Mai setzt die Kalaidos Fachhochschule mit «HyFlex+» neue Massstäbe für die Vereinbarkeit von Karriere, Privatleben und Studium. Rektor Prof. Dr. José Gomez erklärt das neue Modell.

Herr Professor Gomez, Hand aufs Herz: Das klassische Studium mit festen Präsenzzeiten wirkt in einer Welt von agilen Unternehmen, Projekten und Homeoffice beinahe wie ein Relikt aus der Vergangenheit. Wie reagiert die Kalaidos Fachhochschule darauf?

Sie sprechen einen entscheidenden Punkt an. Die Realität unserer Studierenden, die alle berufstätig sind, ist hochkomplex. Wir haben es mit ambitionierten Berufsleuten zu tun, die Verantwortung tragen – sei es im Projektmanagement, in der Führung oder in der Familie. Ein starres Korsett aus Vorlesungszeiten führt da zwangsläufig zu Zielkonflikten und Reibungsverlusten. Mit Kalaidos HyFlex+ gehen wir neue Wege: Nicht die Studierenden müssen sich einem Studienformat anpassen, sondern das Studium passt sich flexibel der individuellen Lebensrealität an.

Wie funktioniert dieses Konzept genau?

Kalaidos HyFlex+ steht für weitgehende Wahlfreiheit in der Studiengestaltung. Wir bündeln vier Lernwege zu einer nahtlosen Lernerfahrung: Klassischer Präsenzunterricht vor Ort – für den direkten Austausch mit Dozierenden und Mitstudierenden. Live-Streaming in Echtzeit – für die ortsunabhängige Teilnahme, wenn die vor Ort Teilnahme nicht möglich oder nicht

sinnvoll ist; umfassende Aufzeichnungen – als zentrale Ergänzung: Wer aufgrund wichtiger beruflicher oder privater Verpflichtungen weder physisch noch digital live teilnehmen kann, verpasst nichts. Die Inhalte sind zeit- und ortsunabhängig abrufbar; und eine KI-basierte Lern-App –für das flexible, zeit- und ortsunabhängige Selbststudium und die individuelle Vertiefung des Gelernten. Entscheidend ist: Die Studierenden können frei wählen – und jederzeit ändern –, in welcher Form sie eine Lehrveranstaltung besuchen und wann, wie oft sowie mit welcher Intensität sie ihr Selbststudium gestalten möchten.

Ein Hochschulstudium besteht nicht nur aus Wissensverarbeitung, sondern geht auch mit Leistungsdruck einher, insbesondere in der Prüfungsphase. Wie entschärft Kalaidos HyFlex+ diese stressigen Zeiten?

Das ist korrekt. Wir tragen diesem Umstand Rechnung, indem wir auf zentrale Semesterprüfungen vor Ort verzichten. Bei HyFlex+ können Modulprüfungen digital und ortsunabhängig im Zweimonatsrhythmus am eigenen Rechner absolviert werden. Die Prüfungstermine lassen sich dabei individuell planen. Das reduziert den Druck deutlich und ermöglicht es den Studierenden, Bestleistungen im Einklang mit Beruf und Privatleben abzurufen.

Im Rahmen von HyFlex+ setzen Sie zudem auf technologische Unterstützung durch die KI-basierte LernApp «Brian». Welchen Mehrwert bietet das den Studierenden?

Brian ist weit mehr als eine klassische Lern-App: Sie ist ein smarter Begleiter für das Selbststudium, das einen grossen Teil des Studiums ausmacht und vielen Studierenden erfahrungsgemäss Mühe bereitet.

Die KI unterstützt die Studierenden dabei, das in den Modulen erworbene Wissen und die aufgebauten Kompetenzen kontinuierlich zu festigen und zu vertiefen sowie Lücken effizient zu schliessen.

Mit anderen Worten: Die LernApp fördert das kontinuierliche, zeitund ortsunabhängige Selbstlernen –und steigert damit nachweislich den Lern- und Prüfungserfolg.

Ab Mai 2026 geht es offiziell los. Für wen ist dieses Modell der «Gamechanger»?

Im Grunde für alle, die keine Kompromisse zwischen Karriere und akademischem Erfolg eingehen möchten. Besonders profitieren Studierende mit hohem Arbeitspensum, unregelmässigen Arbeitszeiten oder anspruchsvollen privaten Verpflichtungen von unserem Ansatz. Mit Kalaidos HyFlex+ schaffen wir einen Studienrahmen, in dem sich ein Hochschulstudium optimal mit Berufs- und Privatleben verbinden lässt.

KALAIDOS HYFLEX+

• Start ab Mai 2026

• Für Bachelor- und konsekutive Masterstudiengänge

Vor-Ort-Präsenz, Live-Streaming und Aufzeichnungen kombinierund wählbar

• KI-basierte Lern-App für das flexible, zeit- und ortsunabhängige Selbststudium

Ideal für Studierende mit hohem Arbeitspensum

• Studieren, wie es zur individuellen Lebenssituation passt

IM INTERVIEW

Prof. Dr. José Gomez Rektor Kalaidos Fachhochschule Schweiz Jungholzstrasse 43 · 8050 Zürich

E: info@kalaidos-fh.ch T: +41 (0)44 200 19 19 kalaidos-fh.ch/HyFlex-Plus

ÜBER DIE KALAIDOS FACHHOCHSCHULE SCHWEIZ Die Kalaidos Fachhochschule ist eine von zehn Schweizer Fachhochschulen. Sie ist vom Schweizerischen Akkreditierungsrat, dem gemeinsamen Organ von Bund und Kantonen für die Akkreditierung und Qualitätssicherung in der schweizerischen Hochschullandschaft, nach dem Hochschulförderungs- und -koordinationsgesetz (HFKG) institutionell akkreditiert. Zudem ist sie Mitglied von swissuniversities, der Dachorganisation der Schweizer Hochschulen.

www.kalaidos-fh.ch

Immer informiert

MIT DEM UNTERNEHMENSPORTAL DER SCHWEIZ

UNTERNEHMENSBEITRAG

Ein Beruf, der bei Menschen zu Hause beginnt

Die Spitex ermöglicht mit ambulanter Pflege und Betreuung Menschen jeden Alters, trotz gesundheitlicher Einschränkungen in den eigenen vier Wänden zu bleiben – selbstbestimmt, sicher und mit hoher Lebensqualität.

In der ambulanten Pflege übernehmen auch Lernende und Studierende Verantwortung, erleben Nähe zu Menschen und finden eine sinnvolle Aufgabe. Wie erfüllend dieser Beruf sein kann, erfuhr auch Jodok Kündig. Der 24-Jährige absolviert eine Ausbildung zum Fachmann Gesundheit im dritten Lehrjahr bei der Spitex Hombrechtikon und möchte sich zum Pflegefachmann weiterbilden. Sein Weg verlief nicht geradlinig. Er brach die Lehre im Sportdetailhandel ab, um sich neu zu orientieren. Der Wendepunkt kam mit einem Praktikum in der Pflege. Aus Neugier und dem Wunsch, näher mit Menschen zu arbeiten. Er merkte schnell, dass Pflege mehr als nur ein Job ist: Sie ist ein Beitrag an die Gesellschaft.

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Der Arbeitsalltag beginnt am Stützpunkt mit einem kurzen Team-Meeting. Touren werden besprochen und Informationen zu Klientinnen und

Klienten gelesen, alles digital auf dem Tablet. Fragen, Unsicherheiten und neue Situationen werden gemeinsam angegangen.

Dann geht es los, mit dem Auto oder dem Fahrrad. Die Tour ist durchgetaktet, aber vielseitig. Kurze Ein-

sätze wie Stützstrümpfe anziehen oder Medikamente verabreichen wechseln sich mit längeren Besuchen ab: Körperpflege, Gehtraining, Frühstück vorbereiten, Wundversorgung, Unterstützung bei gelähmten Menschen.

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KONTAKT

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Klosterstrasse 32, 8406 Winterthur

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+41 (0) 52 551 77 77 | @stfcommunity

Was Kündig täglich bestätigt, ist die Wertschätzung. Viele Menschen sind hochbetagt, manche sozial isoliert. Die Mitarbeitenden der Spitex sind oft der einzige Kontakt des Tages. Ein Gespräch, ein Kaffee und kleine Handgriffe können den Unterschied machen. Die Beziehungen gehen tief. Seine Botschaft an junge Menschen ist klar: Pflege wird nicht ersetzbar sein. Menschen brauchen Menschen. Der Beruf ist fordernd, aber sinnstiftend und zukunftsweisend. Kein Tag ist wie der andere.

KONTAKT

Mehr zur Ausbildung in der Spitex und offene Stellen: www.spitexzh.ch

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STUDIENGÄNGE

Höhere Fachschule Bachelor

WEITERBILDUNGEN

STF-Zertifikat

STF-Diplom

Berufsprüfung

Höhere Fachprüfung

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Abendkurse

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Vorkurse

Onlinekurse Webinare Firmenkurse

CYBERSECURITY

IT-Sicherheit auf wackeligen Beinen

Trotz des Wissens um die Gefahren, nehmen viele KMU Cyberattacken auf die leichte Schulter. Was dahintersteckt und was dringend zu tun ist, zeigt die Studie «KMU Cybersicherheit 2025».

Cyberangriffe zählen zu den grössten Gefahren, denen Unternehmen heutzutage ausgesetzt sind. Allein im vergangenen Januar wurden wöchentlich durchschnittlich 1‘093 Angriffe auf Schweizer Organisationen gezählt. Auch wenn dies laut Daten des IT-Security-Anbieters Check Point ein Rückgang um elf Prozent gegenüber dem Vorjahr ist, kann von einer Trendwende keine Rede sein. Sektoren wie Energie und Versorgung, öffentliche Hand sowie Konsumgüter und der Dienstleistungssektor waren in erster Linie betroffen. Sorgen bereitet Fachleuten vor allem der Einsatz von KI, welche die Komplexität und Geschwindigkeit ansteigen lassen.

CYBERSICHERHEIT

WENIGER RELEVANT

Blickt man auf die Studie «KMU Cybersicherheit 2025» sinkt das Vertrauen der Unternehmen in die eigene

Abwehr deutlich. Demnach halten lediglich 42 Prozent der Firmen ihren Schutz im Falle eines Angriffs für ausreichend – ein deutlicher Rückgang gegenüber 55 Prozent im Vorjahr. Zudem ist das allgemeine IT-Sicherheitsgefühl gesunken: Nur 52 Prozent der Unternehmen fühlen sich noch sicher (57 Prozent im Jahr 2024).

Was überrascht: Trotz dieser Tendenz verliert Cybersicherheit weiter an Bedeutung. Bei 28 Prozent der KMU hat sie keine Priorität mehr – im Vorjahr waren es 18 Prozent. «Entweder schätzen die Unternehmen die Konsequenzen von Cyberangriffen als zu gering ein, oder ihnen fehlen das Know-how respektive die Mittel, um dem Thema eine höhere Priorität zu geben. Hier sind Politik, Wirtschaft und Wissenschaft gleichermassen gefordert, um Aufklärungsarbeit zu leisten», mahnt Franziska Barmettler, CEO von digitalswitzerland, Partner der Studie.

Gegenmassnahmen sind für eine sicherere IT wichtiger denn je. Laut weiterer Studienpartner brauche es zukünftig mehr Sensibilisierung, gezielte Investitionen und die Einbindung von zertifizierten IT-Dienstleistern. Zu empfehlen sind vor allem CyberSeal-zertifizierte Partner: Dieses Schweizer Gütesiegel bestätigt, dass IT-Dienstleister geeignete technische und organisatorische Massnahmen umsetzen, um Kunden einen angemessenen Schutz vor Cyberrisiken zu gewährleisten.

7 TIPPS FÜR MEHR IT-SICHERHEIT IM UNTERNEHMEN

1. Stärkung der Cybersecurity durch regelmässige Updates

2. Sensibilisierung der Mitarbeitenden

3. Starke Authentifizierung

4. Überwachung und Schutz von Netzwerken

5. Kontinuierliche Datensicherungen

6. Zugriffs- und Gerätemanagement

7. Krisenmanagementplan für Cybersecurity

UNTERNEHMENSBEITRAG

Attraktive

Angebote für KMU

Quelle: www.spie.ch/de/nachricht/cybersecurity-check-10-konkrete-massnahmenzur-umsetzung; letzter Zugriff: 18.02.2026

Die rund 170 Mitglieder von Suissedigital adressieren mit ihren Angeboten zunehmend auch KMU. Im Vordergrund stehen dabei Dienstleistungen in den Bereichen Konnektivität, Kommunikation und Rechenzentren.

Dank der Digitalisierung können KMU ihre Prozesse effizienter gestalten und potenzielle Kunden leichter erreichen. Voraussetzungen dafür sind eine leistungsfähige Anbindung ans Internet, intelligente Kommunikationslösungen, eine sichere Vernetzung von verschiedenen Unternehmensstandorten und ein zuverlässiger Kundendienst. All

dies bieten die rund 170 lokal tätigen Suissedigital-Mitglieder.

EIGENE RECHENZENTREN

VOR ORT

Einzelne Suissedigital-Mitglieder bieten zudem Dienstleistungen in den Bereichen Colocation und Rechenzentren, von denen KMU profitieren können. Dank Glasfaseranbindung und erstklassigen Sicherheitsmassnahmen wie Brandschutz, Videoüberwachung, Zutrittskontrolle, Notstromanlagen und abschliessbaren Racks eignen sich diese Rechenzentren zur Speicherung sensibler Daten.

ONLINE-TEST: CYBERSECURITY

Mit zunehmender Digitalisierung steigt für die KMU das Risiko, Opfer von Cyberkriminalität zu werden. Aus diesem Grund hat Suissedigital unter www.suissedigital.ch einen OnlineTest lanciert, der KMU für das Thema Cybersecurity sensibilisiert. Der Test ermöglicht eine Selbsteinstufung und im Laufe der Zeit einen Vergleich mit anderen KMU.

SUISSEDIGITAL-DAY 2026

Möchten Sie mehr wissen zu den KMU-Angeboten der SuissedigitalMitglieder? Informieren Sie sich bei Ihrem lokalen Kommunikationsunternehmen unter www.suissedigital.ch/ kmu oder besuchen Sie den Suissedigital-Day 2026, der am 19. November 2026 im Kursaal in Bern stattfindet. An diesem Anlass treffen sich rund 400 Vertreterinnen und Vertreter von Telekommunikations- und IT-Unternehmen mit KMU zu Networking und Austausch. Auf dem Programm stehen spannende Referate zu aktuellen Digitalisierungsthemen.

WEITERE INFORMATIONEN UND ANMELDUNG

Suissedigital T: +41 (0)31 328 27 28 info@suissedigital.ch

UNTERNEHMENSBEITRAG – INTERVIEW

«Mit KI und Hybrid Cloud gewinnt der Mittelstand eine neue Wettbewerbsstärke»

Die Innovationslust von Schweizer KMU ist gross, doch veraltete Infrastrukturen und knappe Ressourcen bremsen Projekte.

René Zierler und Roger Mafli zeigen, wie echte Digitalisierung gelingt und KI zum Erfolgsfaktor wird.

KI im Kundendienst: Anfragen automatisch strukturieren, priorisieren und Standardfragen sofort beantworten.

«Der Schweizer Mittelstand ist das Rückgrat unserer Wirtschaft – wir liefern das digitale Nervensystem dazu»

René Zierler

Vor welchen Herausforderungen stehen viele Ihrer Kundinnen und Kunden, wenn sie auf Sie zukommen?

Zierler: Oft ist es eine Kombination aus drei Faktoren: fehlendes spezialisiertes Know-how, eine über Jahre gewachsene, teils veraltete Infrastruktur und sehr begrenzte personelle Ressourcen. All dies führt dazu, dass Digitalisierungsprojekte oft ausgebremst werden. Zwar ist der Wille zu Innovationen da, jedoch verhindert der operative «Rucksack», dass die Unternehmen so schnell vorankommen, wie es der Markt eigentlich verlangt.

Mafli: Viele unserer Kunden befinden sich heute in einer ähnlichen Ausgangslage: Die technologische Entwicklung schreitet rasant voran –

oft schneller, als sie im Alltag verarbeitet werden kann. Gleichzeitig ist die IT über Jahre hinweg gewachsen und dadurch schwerfällig geworden. Anwendungen, Daten und Systeme existieren nebeneinander in unterschiedlichen Silos, ohne nahtlos zusammenzuspielen, was die effiziente Nutzung erschwert.

Was sind typische Fragestellungen, die KMU derzeit beschäftigen?

Zierler: Die brennendste Frage ist: Wo fange ich überhaupt an? Viele Unternehmer fürchten sich vor Mammutprojekten. Sie suchen nach Technologien, die einen schnellen, sichtbaren Nutzen stiften – sei es durch Kostensenkung, höhere Effizienz oder neues Wachstum. Und natürlich ist der Fachkräftemangel ein riesiges Thema: Wie

kann Technik uns helfen, die Arbeit auch mit weniger Personal produktiv zu bewältigen?

Was gilt als «veraltet» und wo stehen die meisten KMU in Sachen Digitalisierung?

Mafli: Veraltet ist nicht zwingend der Server im Keller, sondern eine starre IT-Struktur, die nicht atmen kann. Früher wurde Infrastruktur für mehrere Jahre im Voraus dimensioniert –am Anfang oft überdimensioniert, am Ende zu knapp. Viele KMU arbeiten derzeit zwar digital, nutzen E-Mail, ERP-Systeme und elektronische Ablagen, doch ihre IT ist häufig noch nicht wirklich vernetzt. Der nächste Schritt in Richtung Fortschritt liegt in der intelligenten Verbindung von Daten und Systemen. Erst wenn In-

formationen fliessen und in Echtzeit für Entscheidungen genutzt werden können, entsteht echter Mehrwert.

Wo setzen Sie an, wenn Sie Technologie neu denken?

Zierler: Wir setzen ganzheitlich und extrem pragmatisch an. Ein KMU braucht Lösungen, die flexibel, skalierbar und leicht implementierbar sind. Wir verbinden die Geschäftsprozesse mit der Infrastruktur und einer klaren Datenstrategie. Technologie ist das zentrale Werkzeug, um ein Geschäftsproblem zu lösen.

Mafli: Entscheidend ist nicht nur, was Mitarbeitende im Arbeitsalltag effizient und sicher erledigen müssen, sondern auch, wie sensibel Daten sind und welches Schutzniveau sie erfordern. Moderne Technologie sollte dabei möglichst in den Hintergrund treten. Idealerweise funktioniert sie so selbstverständlich wie Strom aus der Steckdose: jederzeit verfügbar, flexibel skalierbar und zuverlässig – ohne dass man sich mit der dahinterliegenden Komplexität beschäftigen muss.

Ist Künstliche Intelligenz inzwischen ein Muss und was kann sie leisten?

Zierler: KI ist keine Science-Fiction mehr, sondern ein ganz praktischer Hebel. Sie automatisiert Routineaufgaben, was sofort Zeit und Kosten spart. Sie hilft KMU schlichtweg dabei, in der digitalen Welt wettbewerbsfähig zu bleiben.

Mafli: Unverzichtbar wird sie überall dort, wo sie konkret entlastet – etwa beim zunehmenden Fachkräftemangel. KI kann repetitive und zeitintensive Aufgaben übernehmen. Dabei ersetzt sie den Menschen nicht, sondern ergänzt ihn sinnvoll.

Können Sie dies an einem Beispiel erläutern?

Mafli: Im Kundendienst beispielsweise kann KI eingehende Anfragen automatisch vorstrukturieren, priorisieren und Standardfragen direkt beantworten. Dadurch gewinnen die Mitarbeitenden Zeit für jene Anliegen, bei denen Erfahrung, Kontextverständnis und Empathie entscheidend sind. Das Ergebnis ist eine schnellere Bearbeitung, weniger Fehler und zufriedenere Kunden – und damit ein messbarer Wettbewerbsvorteil für das Unternehmen.

Nicht wenige KMU fragen sich, ob ihre Daten sicher sind. Inwieweit können Sie sie beruhigen?

Zierler: Diese Sorge ist definitiv berechtigt, und wir nehmen sie sehr

«Digitale Transformation auf Schweizer Art bedeutet: innovativ in der Vision, aber bodenständig und sicher in der Umsetzung»

Roger Mafli

ernst. Die Fragen sind immer dieselben: Wo liegen die Daten? Wer hat Zugriff? Wir setzen auf einen «Security-first»-Ansatz. Wichtig sind eine mehrstufige Verschlüsselung, automatisierte Systeme zur Bedrohungserkennung und Abwehrmassnahmen, die Risiken oft schon verhindern, bevor sie entstehen. Grundsätzlich sind Daten in professionell gemanagten Infrastrukturen häufig deutlich besser geschützt als auf einem lokalen Server im eigenen Büro.

Nichtsdestotrotz bleibt der Mensch der entscheidende Faktor …

Mafli: Das stimmt. Technik allein reicht nicht aus. Mein Appell an Unternehmer lautet daher: Fördern Sie eine Kultur der Aufmerksamkeit und Wachsamkeit. Schulen Sie Ihre Mitarbeitenden regelmässig, sensibilisieren Sie für Risiken und vermitteln Sie Best Practices im Umgang mit Daten. Gut informierte Teams sind die wirksamste Verteidigungslinie gegen Cyberangriffe.

Cloud Computing bedeutet Freiheit statt Abhängigkeit. Doch was heisst das konkret?

Zierler: Es bedeutet, dass die IT dem Geschäft folgt – nicht umgekehrt. Statt in fixe, teure Hardware zu investieren, können Unternehmen ihre IT-Ressourcen dynamisch an den tatsächlichen Geschäftserfolg anpassen. Wenn sie wachsen, wächst die Cloud mit. Wenn sie weniger brauchen, skalieren Sie zurück und senken die Kosten sofort. Das ist echte unternehmerische Freiheit.

Wie arbeiten Sie mit dem Schweizer Mittelstand zusammen? Sind Sie jederzeit Ansprechpartner?

Mafli: Absolut. Wir verstehen uns als Partner auf Augenhöhe. Über unser dichtes Netz an lokalen Partnern in der Schweiz stellen wir sicher, dass wir immer nah am Kunden sind. Wir sind da, wenn es brennt, begleiten die Unternehmen jedoch auch langfristig. Das Ziel ist nicht, dass jedes Unternehmen selbst zum IT-Giganten

wird, sondern dass es die Erfahrung und Infrastruktur von Profis nutzt, um seine eigene digitale Souveränität nachhaltig zu stärken.

Partnerschaften gelten heute immer häufiger als der Erfolgsfaktor schlechthin. Braucht es ein Team, um zur digitalen Stärke zu finden?

Zierler: Definitiv. Innovation ist ein Mannschaftssport. Hewlett Packard Enterprise Schweiz bringt die globale Expertise in KI und Infrastruktur ein, unsere lokalen Partner die Nähe und die spezifische Branchenkenntnis. Gemeinsam bauen wir Lösungen, die exakt auf die Bedürfnisse eines Schweizer KMU zugeschnitten sind. Niemand muss diesen Weg allein gehen.

Müssen Unternehmen ihre IT selbst aufbauen oder reicht es, allein von Ihrer Erfahrung zu profitieren?

Zierler: Ich rate Firmen, sich auf das zu konzentrieren, was sie einzigartig macht – ihr Produkt, ihren Service. Für das technologische Fundament sollten sie auf bewährte Best Practices und massgeschneiderte Lösungen setzen. Das spart Zeit, schont die Nerven und reduziert das Risiko von Fehlinvestitionen massiv.

Mafli: Unternehmen sollten die Expertise von Technologiepartnern nutzen, um ihre Systeme zukunftssicher aufzubauen, automatisierte Prozesse zu implementieren und Daten effektiv zu vernetzen – ohne selbst zu IT-Spezialisten werden zu müssen.

Wenn Sie in die Zukunft blicken, wie wird die digitale Transformation weitergehen?

Zierler: Sie wird sich beschleunigen, aber sie wird auch «unsichtbarer» werden. KI und Cloud werden zur Grundausstattung wie Strom und Wasser. Die Gewinner der Zukunft werden die Unternehmen sein, die ihre Daten aktiv nutzen, um schnellere und bessere Entscheidungen zu treffen. Die Transformation passiert nicht von allein –man muss sie heute aktiv gestalten, um morgen die Früchte zu ernten.

Mafli: Für Unternehmen bedeutet das auch, jetzt die Weichen für eine flexible, vernetzte und datengetriebene IT-Infrastruktur zu stellen. Wer frühzeitig auf intelligente Systeme, automatisierte Prozesse und KI-gestützte Entscheidungsunterstützung setzt, schafft nicht nur Effizienz, sondern legt auch das Fundament, um zukünftige Innovationen schnell und sicher umzusetzen. So wird Technologie vom Werkzeug zum aktiven Partner für Wachstum und Fortschritt.

IM INTERVIEW

René Zierler Managing Director

Roger Mafli Country Chief Technologist

Hewlett Packard Enterprise Schweiz info@hpe.com www.hpe.com/ch/de

ÜBER HPE

HPE ist ein führender Anbieter unverzichtbarer Technologien, der die Stärken von KI, Cloud und Networking bündelt, um Firmen und Verwaltungen voranzubringen. Als Pioniere des Möglichen verbessern wir mit Innovation und Expertise das Leben und die Arbeit der Menschen. Wir befähigen unsere Kunden aus allen Branchen, ihre Betriebsleistung zu optimieren, Daten in Prognosen umzuwandeln und ihre Wirkung zu maximieren – damit sie ihre kühnsten Ambitionen verwirklichen können. Weitere Informationen unter www.hpe.com

BAUEN & WOHNEN

Ohne Moos nix los?

Einst bekämpfte man das Gewächs mit verdünntem Essig und Drahtbürste, nun entdeckt man seine zahlreichen Talente: Moos als ein vielversprechender Baustoff der Zukunft – auch in Kombination mit Beton.

TEXT: LENA WINTHER

Die Wahl der Baustoffe beeinflusst nicht nur Aussehen und Stabilität, sondern auch Klima- und Umweltbilanz von Gebäuden. Nachhaltige Materialien sparen Energie, schonen Ressourcen und sorgen für ein gesundes Raumklima. Innovative Ideen und Baustoffe, die aus nachwachsenden, gut recycelbaren und langlebigen Rohstoffen bestehen, sind gefragter denn je. Neben den Klassikern Holz, Lehm oder Naturstein gibt es inzwischen einige innovative Lösungen auf dem Markt – vom Recyclingbeton bis hin zu Dämmplatten aus Pflanzenfasern.

Aktuell in den Fokus rücken Moose, von denen es weltweit rund 16‘000 Arten gibt und die ohne Wurzeln und Leitgefässe für den Transport von Wasser und Nährstoffen auskommen. Weitere nachhaltige Vorteile: Die ältesten Landpflanzen puffern

Temperatur, speichern Wasser und verbessern die Luftqualität. Das macht die Überlebenskünstler als Baustoff attraktiv, und ihre Genügsamkeit senkt zudem den Pflegeaufwand.

ATMENDER BETON

Ob als Fassadenverkleidung, akustisches Wandpaneel oder Bestandteil bioaktiver Baumaterialien – es wird fleissig mit dem Naturmaterial Forschung betrieben. Dass Moos auch bauphysikalisch überzeugt, zeigen Studien zur Dämmwirkung. Die Pflanzenstruktur bildet ein natürliches Luftpolster, das Wärmeleitung hemmt. Im Sommer kühlt das, im Winter isoliert es.

Einen Schritt weiter in der praktischen Anwendung ist man in puncto Symbiose aus Moos und Beton. Voraussetzung für den speziellen biorezeptiven Beton sind eine offenporige Struktur, eine raue Oberfläche und ein neutralisierter PH-Wert, damit

Moose als natürlicher Klimaregulator auf Fassaden wachsen können. In den Niederlanden und Belgien ist der «Moosbeton» bereits erhältlich.

IMPRESSUM

Projektleitung:

Dilasude Ayhan, da@xm-solutions.com Nino Lickert, nl@xm-solutions.com

Redaktion: Mark Krüger, Tobias Lemser, Lena Winther

V.i.s.d.P.: Nadine Effert

Chief Operating Officer: Oscar Nyberg, on@xm-solutions.com

Fotos: Aziz Acharki – unsplash (Titel), depositphotos.com und die teilnehmenden Unternehmen

Druck: DZZ Druckzentrum Zürich AG

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an: E: info@xm-solutions.com · T: +41 (0)44 514 22 42 Xmedia Solutions AG

Seeburgstrasse 39 · 6006 Luzern

Xmedia Solutions hat sich auf cross mediale Publi kationen spezialisiert, welche in Tageszeitungen und auf OnlinePortalen veröffentlicht werden.

Inhalte von Unternehmensbeiträgen, Interviews und Gastbeiträgen geben die Meinung der beteiligten Unternehmen wieder.

Die Redaktion ist für die Richtigkeit der Beiträge nicht verantwortlich. Die rechtliche Haftung liegt bei den jeweiligen Unternehmen.

Mehr Informationen unter: www.xmedia-solutions.com

UNTERNEHMENSBEITRAG

Wichtige Weichenstellung für die Schweizer Energiezukunft

Laut Fachleuten könnte die Tiefengeothermie bei der Schweizer Energiewende eine Schlüsselrolle spielen. Im Jura läuft daher derzeit ein Pilotprojekt mit einem neuen von Geo-Energie Suisse entwickelten Verfahren.

Der Ausgang dieses Vorhabens wird entscheiden, ob und wie sich in der Schweiz Erdwärme im grossen Stil nutzen lässt. Dies wäre wünschenswert, denn das Prinzip ist bestechend: Vereinfacht gesagt wird bei der Tiefengeothermie Wasser in mehrere

Bohranlage

Tausend Meter Tiefe gepumpt, dort durch die Erdwärme erhitzt und anschliessend in einem geschlossenen Kreislauf wieder zurückgeführt. An der Oberfläche entzieht man dem Wasser dann Wärme und erzeugt Dampf, der zur Stromerzeugung genutzt wird. «Auf diese Weise können wir die im Erdreich bereits vorhandene Energie sinnvoll und nachhaltig nutzen», erklärt Peter Meier, CEO von Geo-Energie Suisse.

ETAPPENWEISE TIEFENBOHRUNG

In der Schweiz scheiterten erste Vorhaben in diesem Feld, weil durch die Tiefenbohrungen Erdstösse verursacht wurden. Im Jura kommt daher ein von Geo-Energie Suisse entwickeltes neues Verfahren zum Zug: Unter hohem Druck wird Wasser ins Gestein gepresst. Dadurch werden bestehende Risse vergrössert und

künstliche Hohlräume geschaffen, um mehr Wasser erhitzen zu können. «Die Methode nennt sich Multi-Etappen-Stimulation», erklärt Peter Meier. Sie verspricht, die Erdbeben der Vergangenheit zu vermeiden, da mehrere kleine Riss-Systeme etappenweise an die Bohrung angeschlossen werden.

ZIEL: INBETRIEBNAHME IN 2029 Wie vielversprechend dieser Ansatz ist, zeigen Beispiele in den USA, wo ein erstes Probekraftwerk in Betrieb und ein Grosskraftwerk im Bau ist. Im Jura verliefen die Bohrlochversuche im Sommer 2025 erfolgreich. Wenn alles planmässig weitergeht, könnte dort im Jahr 2029 ein GeothermieKraftwerk in Betrieb gehen und Strom für rund 6’000 Haushalte produzieren. Mittelfristig erhält die Schweiz damit eine Technologie, die sich auf noch grössere Leistungen skalieren lässt

und einen wesentlichen Beitrag zur Schliessung der Winterstromlücke sowie zur sicheren Wärmeversorgung leisten könnte. Wie wichtig dies ist, betont auch der Bund, der das Vorhaben unterstützt: Die Tiefengeothermie ermögliche es, das Angebot an erneuerbaren Energien zu vervollständigen.

ZUM AUTOR

Dr. Peter Meier

CEO

Geo-Energie Suisse AG

Reitergasse 11 8004 Zürich

www.geo.energie.ch

Gewinnspiel

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UNTERNEHMENSBEITRAG

E-Mobilität der Zukunft

Neu: das ultimative E-Cargobike mit vier Rädern, 4 × 4-Power und viel Platz. Das Fachgeschäft elfar, in Unterentfelden bei Aarau, ist Schweiz-Importeur der Marken VOK und Karbikes.

In diesem Winter sind die ersten Cargobikes der Marken VOK und Karbikes als Schweizer Premiere bei elfar eingetroffen. «Die vierrädrigen E-Lastenräder haben Automobilqualität», sagt elfar-Geschäftsführer Jonas Moser. Sie passen auf die Radwege und umgehen so den Verkehr. Dies ist ihr grosses Plus und macht sie attraktiv für Firmen und Private, die in der

Stadt Waren von A nach B transportieren müssen. Sie haben das Potenzial, unser Stadtbild zu verändern. Fahren darf man diese autoähnlichen Bikes, welche bis 25 km/h schnell sind, ab 16 Jahren. Die VOK-Bikes haben eine grosse Cargofläche, während die Karbikes Zweiplätzer sind, wobei auf dem hinteren Sitz auch zwei Kinder Platz haben. Klappt man den

hinteren Sitz zu, entsteht dort ebenfalls viel Platz für Warentransporte.

SCHAFFEN 30%-STEIGUNGEN

«Mich begeistert dieser Mix aus Auto und E-Bike, sie sind enorm kraftvoll, auch weil alle vier Räder einen eigenen Motor haben, was eine 4 × 4-Power ausmacht», schwärmt Jonas Moser. Die Lastenräder schaffen auch die steilsten Rampen locker. Bergab und beim Bremsen fliesst Energie zurück in die Batterie.

BREITE PRODUKTPALETTE

«Wir fahren elektrisch», lautet das Credo bei elfar. Das Fachgeschäft führt seit seiner Gründung ausschliesslich elektrisch betriebene Fahrzeuge mit einem bis vier Rädern. Die elfar hat sich einen Namen gemacht für ihre aussergewöhnlich vielfältige Produktpalette. «Unser neuestes E-Motorrad ist eine Rennmaschine mit bis 1‘000 Newtonmeter, aufgeladen in nur 15 bis 20 Minuten», schildert Jonas Moser.

Die eleganten Kargobikes-Lastenräder sind Zweiplätzer.

Damit geht er auf die Rennstrecke in Frankreich, wo er ab und zu mit seinen Söhnen fährt und dabei die Benziner regelmässig stehen lässt.

Natürlich gibt es auch E-Bikes bei elfar sowie E-Mofas, E-Scooter, Mobility E-Scooter und E-Motorräder.

KONTAKT elfar GmbH Feuerwehrweg 1 · 5035 Unterentfelden T: +41 (0)62 723 91 48 E: info@elfar.ch www.elfar.ch

Öffnungszeiten

Dienstag bis Freitag von 9 –11.30 Uhr und 13.30 –18.30 Uhr Samstag von 9 –16 Uhr durchgehend

Wir bauen die Stromproduktion durch Solar-, Wasser- und Windenergie aus.

Wir ersetzen klimaschädliche Ölheizungen durch moderne Wärmepumpen und verbessern die Energieeffizienz von Gebäuden.

Die Industrie stellt auf umweltverträglichere Produktionsverfahren um.

Wir investieren in die Ausbildung der nötigen Fachkräfte und investieren in ein starkes Gewerbe in allen Regionen.

Ein Pionierbetrieb in Sachen Elektromobilität: elfar aus Unterentfelden (AG)

Ein Dach schafft Lebensraum für Generationen

Auf dem Areal der Firma Contec in Uetendorf zeigt ein öffentlich zugänglicher Themenweg, welches Potenzial in modernen Flachdächern steckt. Das SuperEnergieGrünDach vereint Begrünung, Dach-Teich und Photovoltaik.

Besucher des Themenwegs erleben, wie das Dach Regenwasser speichert, die Umgebung kühlt und Lebensraum für Pflanzen und Insekten schafft. Informationstafeln erklären den Schichtenaufbau und machen deutlich, wie wichtig eine langlebige Abdichtung und das passende Retentionssystem als technische Grundlage sind. So wird das Dach zum Beispiel für nachhaltiges Bauen und zur Inspiration für die Schwammstadt von morgen. Interessierte sind eingeladen, sich vor Ort selbst ein Bild zu machen.

GANZHEITLICHES

KONZEPT

Die Firma Contec mit Geschäftsstellen in Uetendorf (BE), Winterthur (ZH), Yverdon-les-Bains (VD) und Karlsruhe (DE) macht auf ihrem Areal in Uetendorf sichtbar, was auf Flachdächern heute möglich ist. Der öffentlich zugängliche Themenweg führt durch ein begrüntes Dach mit Wasserflächen und Photovoltaikanlage. Doch so eindrücklich Pflanzen, Teich und Solarmodule wirken – entscheidend für das langfristige Funktionieren dieses «EnergieGrünDachs» ist eine Schicht, die Besucherinnen und Besucher nicht sehen: die Abdichtung Contec.proof. Moderne Gründächer leisten viel. Sie speichern Regenwasser, kühlen ihre Umgebung und schaffen Lebensraum für Pflanzen und Insekten. Gleichzeitig sind sie dauerhaft hohen Belastungen ausgesetzt. Staunässe, intensive Sonneneinstrahlung, starke Temperaturschwankungen und Wurzelwachstum wirken kontinuierlich auf die Konstruktion ein. Schon kleinste Undichtigkeiten können gravierende Folgen haben – von durchfeuchteter Dämmung über Wärmeverluste bis hin zu Schimmel oder Korrosionsschäden am Tragwerk.

ELASTISCHE

EPDM-KAUTSCHUK BAHNEN

1 Willkommen bei Contec /Team Contec

2 Produktionshalle / Contec Produkte

3 Koiteich / Contec.water

4 Farntal

5 Iristal

6 Produktionshalle / Contec Produkte

7 Seerosenbucht / Wasserkreislauf

8 Dachaufbau SuperEnergieGrünDach / Kautschukabdichtung Contec.proof (EMPFANG)

9 SuperEnergieGrünDach / Lebensraum für Tiere

10 Samenmischung / Heidegarten

11 Contec.greenlight on top

12 Früchte, Gemüse und Kräuter / Selbstversorgerecke

13 Feuchtbiotop / Leben rund um den Pavillon

14 Contec.proof Testbereich / Contec.watt Testbereich

15 Totholz und Sandlinsen / Artenvielfalt

16 Honig- und Wildbienen / Honig vom Dach

Hier setzt Contec.proof an. Das speziell für diese Anforderungen entwickelte Abdichtungssystem besteht aus elastischen EPDM-Kautschukbahnen, die in der firmeneigenen Produktionshalle vorkonfektioniert, zugeschnitten und verschweisst werden. Dadurch lassen sich potenzielle Schwachstellen reduzieren und eine hohe Ausführungsqualität sicherstellen. Die Herbizid- und Pestizid-freien Bahnen bleiben auch bei grossen Temperaturunterschieden formstabil, nehmen Bewegungen des Bauwerks auf und sind dauerhaft wurzelfest.

Auf dem Dach in Uetendorf wird deutlich, wie vielseitig die Abdichtung eingesetzt wird. Sie liegt unter der intensiven Begrünung ebenso wie im Dach-Teich, der mit Bambus und Wasserpflanzen einen zusätzlichen Lebensraum schafft. Gerade bei Wasseranlagen gelten besonders hohe Anforderungen: Die Abdichtung muss absolut wasserdicht sein, dauerhaftem Wasserdruck standhalten und darf

Öffnungszeiten Dachgarten

Mo - Fr: 08.30 - 11.30 Uhr, 13.30 -16.30 Uhr

Öffentlich, bitte Anwesenheit am Empfang melden

Öffnungszeiten Produktionshalle

Mo - Fr: nur in Begleitung von Contec-Mitarbeitenden

Kontakt:

keine Stoffe an das Wasser abgeben, die Pflanzen, Fische oder Mikroorganismen beeinträchtigen könnten. Contec.proof erfüllt diese Kriterien und eignet sich damit sowohl für Dach-Teiche als auch für naturnahe Anlagen am Boden.

LANGFRISTIGE NACHHALTIGKEIT

Dass eine langlebige Abdichtung mehr ist als ein technisches Detail, zeigt sich im Zusammenspiel aller Elemente. Auf dem «EnergieGrünDach» stehen Photovoltaikmodule mit bewusstem Abstand über der Vegetation. Die von Contec entwickelten Aufständerungssysteme Contec.greenlight und Contec.greenlight on top tragen bei der Begrünung optimal zur Kühlung bei, was wiederum die Effizienz der Solarmodule verbessern kann. Gleichzeitig speichert das Substrat Regenwasser und gibt es verzögert wieder ab – ein Prinzip, das im Zusammenhang mit der sogenannten Schwammstadt zunehmend an Bedeutung gewinnt. All diese Funktionen setzen jedoch voraus, dass die darunterliegende Konstruktion dauerhaft vor Feuchtigkeit geschützt ist.

Mit dem Themenweg macht Contec nicht nur ökologische Zusammenhänge erlebbar, sondern rückt auch die technische Basis in den Fokus. Contec.proof bildet das unsichtbare Rückgrat des Dachaufbaus. Es sorgt dafür, dass ökologische Vorteile wie Regenwasserrückhalt, Kühlung und Biodiversität über Jahrzehnte erhalten bleiben. Damit wird deutlich: Nachhaltigkeit beginnt nicht erst bei der Begrünung oder der Energiegewinnung – sie beginnt bei einer Abdichtung, die langfristig Sicherheit schafft.

CONTEC-THEMENWEG

Das SuperEnergieGrünDach in Uetendorf zeigt eindrücklich, dass Flachdächer weit mehr sein können als reine Gebäudeabschlüsse. Sie können Energie produzieren, Wasser zurückhalten, Lebensraum schaffen und zur Kühlung unserer Städte beitragen. Wer sich selbst ein Bild davon machen möchte, ist eingeladen, den Themenweg auf dem Contec-Areal zu besuchen und das Dach als das zu entdecken, was es heute sein kann: ein Stück Zukunft über unseren Köpfen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Öffnungszeiten

Dachgarten / Firmenareal Mo.–Fr.: 08.30–11.30 Uhr, 13.30–16.30 Uhr Besichtigung Produktionshalle in Begleitung von Contec-Mitarbeitenden möglich. Führungen, Anlässe und Catering In Absprache jederzeit möglich.

KONTAKT

Contec AG

Glütschbachstrasse 90 · 3661 Uetendorf

T: +41 (0)33 346 06 00

E: info@contec.ch www.contec.ch

«Das isch Musig»! Themenweg

DIGITALISIERUNG

KI zieht das Tempo an

Prozesse automatisieren und die Effizienz erhöhen: Branchenweit sind die Vorteile von KI für Schweizer Unternehmen glasklar. Erheblichen Nachholbedarf hat einer Studie zufolge jedoch der Bankensektor.

Ob im Einkauf, Marketing, Vertrieb oder Personalwesen: Die digitale Transformation schreitet in vielen Unternehmensabteilungen unaufhaltsam voran und bringt zahlreiche Veränderungen mit sich. Dass es diese Neuerungen in Form optimierter Prozesse braucht, ist unumstritten: Nur so können Unternehmen heute wettbewerbsfähig bleiben.

UNTERNEHMEN WERDEN

MUTIGER

Ist die Umstellung analoger Prozesse wie Schriftverkehr und Buchhaltung weitestgehend abgeschlossen, geht es heute in erster Linie darum, durch digitalisierte und automatisierte Prozesse, die Effizienz zu erhöhen. Insbesondere der Einsatz Künstlicher Intelligenz verspricht eine enorme Entlastung bei standardisierten Arbeitsprozessen.

Gemäss der jährlichen Arbeitsmarktstudie des Versicherers AXA, die im Herbst 2025 veröffentlicht wurde, stieg der Anteil der KMU, die KI integriert haben, von 22 auf nunmehr 34 Prozent. Gleichzeitig

sank der Anteil der Unternehmen, die diese Technologie noch nie genutzt haben, von 45 auf 29 Prozent. Mehr als ein Drittel der befragten Unternehmen setzen KI zur Automatisierung bestimmter Arbeitsschritte ein. 32 Prozent der befragten Unternehmen verwenden sie zur Datenanalyse – ein Plus von zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr.

KI VERBESSERT

GESCHÄFTSTÄTIGKEIT

Knapp die Hälfte der Schweizer KMU betrachtet KI inzwischen als Vorteil für ihre Geschäftstätigkeit. Dagegen ist der Anteil der Unternehmen, die diese Technologie negativ bewerten, von 20 Prozent im Vorjahr auf 13 Prozent gesunken.

Und: Laut der befragten Arbeitgeber scheinen die Auswirkungen auf die Beschäftigung eher positiv zu sein: Lediglich zwei Prozent der Unternehmen haben aufgrund von Produktivitätssteigerungen Personal abgebaut. Im Gegensatz dazu geben zehn Prozent an, dass KI neue Arbeitsplätze geschaffen habe. Die Autorinnen und Autoren der Studie schlussfolgern daraus, dass sich die technologische

Transformation weniger auf die Anzahl der Arbeitsplätze auswirkt als vielmehr auf die von Arbeitgebern gesuchten Kompetenzen.

BANKEN MIT NACHHOLBEDARF

Wie der Bankensektor in puncto Digitalisierung aufgestellt ist, zeigt eine Studie des Beratungsunternehmens Deloitte aus dem vergangenen Jahr. Diese Untersuchung basiert auf einer umfassenden Analyse von über 1’000 digitalen Bankfunktionen bei 349 Banken in 44 Ländern. Was deutlich wird: Während die Schweizer Banken im Jahr 2018 noch in den Top 5 vertreten waren, fielen sie über die Jahre kontinuierlich zurück – bis auf Rang 27 im Jahr 2025. Gehören Funktionen wie Echtzeit-Benachrichtigungen, KI-gestützte Sparhilfen und digitale Versicherungen im Ausland längst zum Standard, sind diese Services bei vielen Schweizer Banken Mangelware.

UNGENUTZTE

UMSATZPOTENZIALE

Zwar sind digitale Kontoeröffnungen bei fast allen Schweizer Banken möglich, jedoch bleibt der Prozess im internationalen Vergleich deut-

lich langsamer. Setzen internationale Digitalbanken längst auf KI-basierte Echtzeitprüfungen, um Kontoeröffnungen sekundenschnell zu ermöglichen, sind hierzulande oft noch Videoanrufe oder sogar persönliche Besuche in einer Filiale notwendig. Negative Auswirkungen hat der digitale Rückstand nicht nur auf die Kundenbindung. Auch Umsatzpotenziale bleiben ungenutzt. Insbesondere durch intelligentes Cross-Selling und eingebettete Finanzprodukte erhöhen digitale Vorreiter ihre Einnahmen pro Kundin oder Kunde. Weitere Erkenntnis: Da integrierte Versicherungen, Anlagelösungen oder LifestyleDienste kaum vorhanden sind, hinken Schweizer Banken im Wettbewerb mit internationalen Digital-Champions hinterher und verpassen wichtige Wachstumschancen.

KI-REIFEGRAD IN SCHWEIZER UNTERNEHMEN

• 8 % von 1’338 befragten Unternehmen verfügen über eine vollständig konsistente Datenstruktur.

• 9 % bieten verpflichtende, regelmässige KI-Schulungen für Mitarbeitende an.

• 65 % sehen KI als Teil ihrer langfristigen Strategie – aber nur 13 Prozent arbeiten mit klar definierten, messbaren Zielen.

• 48 % der Unternehmen nutzen KI bereits in ersten einzelnen Prozessen – eine Steigerung von rund zehn Prozent gegenüber dem Jahr 2023.

Quelle: www.corpin.ch/swiss-ai-report-2025, letzter Zugriff: 25.02.2026

UNTERNEHMENSBEITRAG

Automatisierung des Hypothekar-Kernprozesses durch KI

Komplexität reduzieren, Prozesse optimieren und mehr Zeit für Kundinnen und Kunden? Wie Clientis mit HypoDossier die Arbeit mit Dokumenten neu definiert.

Im Hypothekargeschäft entscheidet selten ein einzelner Parameter über die Qualität eines Kreditentscheids. Ausschlaggebend ist die Grundlage, auf der dieser Entscheid getroffen wird. Diese Grundlage sind die Unterlagen. Ob Steuererklärungen, Kontoauszüge, Lohnabrechnungen, Pläne, Fotos, Grundbuchauszüge oder E-Mails –alle Dokumente müssen gesichtet, geordnet, geprüft und eingeordnet werden. «Diese Vorarbeit ist nicht nur zeitintensiv», sagt René Kurz, Leiter Finanzieren bei Clientis Banking Solutions. «Sie ist schwer steuerbar und bindet Ressourcen, die eigentlich für Analyse, Beurteilung und Beratung benötigt würden.»

Da der Hypothekarprozess beim Kunden und seinen eingelieferten Dokumenten beginnt, war für Clientis klar, dass eine nachhaltige Verbesserung nicht bei einzelnen Prozessschritten ansetzen kann, sondern bei der Dokumentenbasis selbst. «Und genau an diesem Punkt fehlte lange eine technische Unterstützung, die dem tatsächlichen Aufwand gerecht wird», so Kurz.

FOKUS AUF ORDNUNG UND STRUKTUR

Mit dem Einsatz der auf Künstlicher Intelligenz (KI) basierenden Lösung HypoDossier setzt Clientis gezielt am

Anfang des Prozesses an. Der Dokumentenfluss wird zum integralen Bestandteil des Hypothekar-Kernprozesses.

Unterlagen werden bereichsübergreifend übernommen, vereinheitlicht, klassifiziert und strukturiert. Aus heterogenen Eingängen entsteht früh ein konsistentes, logisch aufgebautes Dossier, das allen Beteiligten im Prozess als gemeinsame Arbeitsgrundlage dient.

«Es geht nicht darum, das Dossier einfach digital abzulegen», sagt Dr. Silvan Kaufmann, CEO von HypoDossier. «Entscheidend ist, dass die Unterlagen fachlich sauber aufgebaut sind. Erst dann entsteht eine belastbare Basis für alles, was danach kommt.»

VON DOKUMENTEN ZU

DATEN

Erst auf einer strukturierten Dokumentenbasis lässt sich Automatisierung sinnvoll umsetzen. HypoDossier extrahiert relevante Informationen aus geprüften Unterlagen, ordnet sie fachlich ein und macht sie im richtigen Kontext sichtbar. Unklarheiten und Widersprüche werden transparent aufgezeigt.

«Bevor Daten genutzt werden, muss klar sein, ob das zugrunde liegende Dokument belastbar ist», betont Kaufmann. «Sonst automatisiert man Unsicherheit.»

Die aufbereiteten Daten lassen sich direkt in bestehende Hypothekar- und Kreditsysteme integrieren. Das Abtippen von Daten wird auf ein Minimum reduziert. «Für unsere Mitarbeitenden bedeutet das weniger Suchen, weniger Abtöggelen und deutlich weniger Rückfragen», sagt Kurz. «Und für den Prozess insgesamt eine höhere Konsistenz.»

KI ALS ASSISTENZ IM KERNPROZESS

Der Einsatz von KI folgt einem klaren Verständnis: Sie wird dort eingesetzt, wo sie Ordnung schafft und Fachpersonen entlastet – nicht dort, wo Verantwortung delegiert würde. Auch Kaufmann betont: «Das Prinzip Human in the Loop ist für uns zentral. HypoDossier schafft Überblick, übernimmt repetitive und mühsame Arbeitsschritte und reduziert das manuelle Übertragen von Daten. Die Entscheidung selbst bleibt Aufgabe der Hypothekarexpertin.»

SCHWEIZER RAHMENBEDINGUNGEN ALS FESTE LEITPLANKEN

Ein zentrales Kriterium für Clientis ist der Schutz sensibler Kundendaten, denn Vertrauen ist im Hypothekargeschäft das A und O. HypoDossier ist konsequent auf die Anforderungen des Schweizer Marktes ausgerichtet. Daten werden ausschliesslich in der Schweiz verarbeitet und gespeichert. Bankkundengeheimnis, Datenschutzgesetz und FINMA-Vorgaben bilden den verbindlichen Rahmen.

AUTOMATISIERUNG

BEGINNT AM RICHTIGEN ORT KI-basierte Automatisierung im Hypothekarprozess entfaltet ihren Nutzen dort, wo sie den Kernprozess stabilisiert. Solange Dokumente nicht systematisch erfasst, strukturiert und fachlich eingeordnet sind, bleibt jede nachgelagerte Automatisierung begrenzt.

Clientis zeigt, dass der gezielte Einsatz von Automatisierung und KI im Kernprozess dort Wirkung entfaltet, wo Ordnung geschaffen wird: nicht durch höhere Geschwindigkeit, sondern durch eine saubere Grundlage. Nicht durch Verlagerung von Verantwortung, sondern durch bessere Unterstützung der Fachpersonen.

KONTAKT

René Kurz

Leiter Finanzieren Clientis

ZUM UNTERNEHMEN

Clientis Banking Solutions ist der führende Outsourcing-Anbieter für Banken in der Schweiz und bietet ein modulares Leistungsangebot mit über 70 Services. HypoDossier ist Teil dieses Angebots und lässt sich flexibel und passgenau in bestehende Prozesse und Geschäftsmodelle integrieren. In einem Umfeld steigender regulatorischer Anforderungen, wachsender IT- und Sicherheitskomplexität sowie zunehmendem Fachkräftemangel wird ein verlässlicher End-to-End-ServicePartner zum entscheidenden Erfolgsfaktor – von der Initiierung bis zur Implementierung, bei voller Wahrung der Eigenständigkeit der Bank.

Mehr Informationen unter clientis.ch

KONTAKT

Silvan Kaufmann CEO HypoDossier

Die Nachfolgefalle

Wer die Unternehmensnachfolge aufschiebt, verliert nicht nur Zeit, sondern Optionen und Wert. Warum gut beraten nicht dasselbe ist wie gut geführt.

Die meisten Unternehmerinnen und Unternehmer, die ihre Nachfolge zu spät angehen, tun das nicht aus Gleichgültigkeit. Gestützt auf ein erfahrenes Treuhandbüro, eine versierte Anwaltskanzlei und eine langjährige Hausbank glauben sie – zu Recht –, gut beraten zu sein. Was sie unterschätzen: Gute Beratung ist nicht dasselbe wie kompetente Führung.

WER WARTET, VERLIERT OPTIONEN

Die Unternehmensnachfolge wird gerne aufgeschoben, weil sie nicht als dringend wahrgenommen wird. Solange das Geschäft erfolgreich läuft, erscheint der richtige Zeitpunkt noch offen. Für eine strukturierte Nachfolge braucht es einen Vorlauf von mindestens fünf Jahren. Wer zu spät mit dem Übergabeprozess beginnt, verliert schnell die Wahl zwischen familieninterner Übergabe, Management-Buyout oder externem Verkauf. Dann bleibt häufig nur noch eine Option – nicht die beste, sondern jene, die unter den gegebenen Umständen noch realisierbar ist. Aus unserer Beratungspraxis kennen wir dieses Muster: Je später der Start, desto enger der

Handlungsspielraum und desto höher der Wertverlust.

ALLE REDEN, KEINER FÜHRT

Wenn eine Nachfolge ins Stocken gerät, liegt es selten an fehlendem Willen, sondern fast immer daran, dass zu viele Fachleute am Tisch sitzen – und niemand die Führung übernimmt. Das Treuhandbüro bearbeitet die Steuerfragen, die Anwaltskanzlei strukturiert den Vertrag, die Bank prüft die Finanzierbarkeit. Alle arbeiten kompetent in ihrem Bereich. Aber wer vergleicht die Nachfolgeoptionen objektiv, wer stellt sicher, dass Bewertung, Steuerstruktur und Finanzierbarkeit zusammenpassen – und wer moderiert, wenn Interessen auseinanderlaufen? Diese Führungsaufgabe ist keine Spezialdisziplin, sondern eine eigene Rolle. In den meisten Prozessen bleibt sie unbesetzt.

Vertrauenspersonen zusammen und greifen nur dort ein, wo unsere Expertise gefragt ist – in der Gesamtführung des Prozesses, der integrierten Beurteilung von Wert, Struktur und Finanzierung sowie der Moderation zwischen allen Beteiligten. Ein gutes Netzwerk aus erfahrenen Fachpersonen braucht keinen Ersatz, sondern eine Stelle, die alles zusammenhält.

Alle reden, keiner führt – das ist die eigentliche Nachfolgefalle

DIE GRÖSSTE ENTSCHEIDUNG

JETZT GESPRÄCH VEREINBAREN

SOLVER begleitet KMU-Unternehmerinnen und -Unternehmer durch alle Phasen der Nachfolge – von der Standortbestimmung bis zum Abschluss. In einem ersten Gespräch analysieren wir gemeinsam die Ausgangslage und zeigen auf, welche Optionen bestehen. Unverbindlich, konkret und auf Augenhöhe.

ERGÄNZEN, NICHT ERSETZEN

SOLVER konkurrenziert keine Treuhandbüros, Anwaltskanzleien oder Banken. Wir arbeiten mit bestehenden

Nachfolge ist nicht die grösste operative Herausforderung in der Führung eines Unternehmens. Sie ist die grösste unternehmerische Entscheidung überhaupt. Eine, die vor der Familie, den Mitarbeitenden, der Käuferschaft sowie den Banken vertreten werden muss. Diese Entscheidung verdient eine Grundlage, die standhält – nicht eine, die unter dem ersten kritischen Blick zerfällt. Wer frühzeitig beginnt, hat Optionen. Wer strukturiert vorgeht, verkauft nicht unter Wert. Und wer auf einen professionell geführten Prozess setzt, schläft ruhiger.

ZUM AUTOR

Thomas Kocher

Managing Partner & Founder SOLVER Advisory AG

Poststrasse 4 · 8610 Uster

T: +41 (0)44 666 86 10 E: info@solver.ch solver-advisory.ch

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ÜBER SOLVER

Unternehmen verdienen Klarheit im Aufbau und in der Weitergabe – damit Zukunft möglich wird. SOLVER steht für ganzheitliche, kompetente Beratung bei Unternehmensnachfolgen, Transaktionen und Investitionen. Mit fundierten Analysen, strategischer Umsetzungsstärke und maximaler Transparenz begleiten wir Führungskräfte in KMU bei ihren wichtigsten Entscheidungen.

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