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medianet

inside your business. today.

Freitag, 24. Februar 2012 – 37

inhaltsschwer

Aktuelle Betriebssystem-Marktanteile in Theorie und Praxis  Seite 39

Interxion positioniert sich verstärkt als internationaler Content Hub  Seite 40

© Nokia

wirkungsradius © Interxion

© Microsoft

technology zweigeteilt nokia lumia 710 im praxistest

MWC 2012: Drehscheibe der Mobilfunkindustrie

© APA/Barbara Gindl

short

© Fabasoft Austria/APA-OTS/Schedl

Wien. Der Verband Österreichischer Wirtschaftsakademiker, der Österreichische Gewerbeverein, die Wirtschaftskammer Österreich (Bild: WKO-Präsident Präsident Christoph Leitl) sowie zahlreiche weitere Partner laden am 26./27. März zu den bereits zum achten Mal stattfindenden „Praxistagen 2012“ in der Beletage des Palais Eschenbach ein. Ein Kernthema werden die Auswirkungen der Informations- und Kommunikationstechnologie in wirtschaftlich schwierigen Zeiten wie der Eurokrise sein.  www.praxistage.at/Agenda

© Mobile World Congress

Linz/Wien. Anfang März wird im Rahmen des „E-Day 2012“ erstmals der „Mobile Award Austria“ der Wirtschaftskammer Österreich verliehen. Der Softwarehersteller Fabasoft ist in der Kategorie „Business Solutions & mGovernment“ als Finalist nominiert, und zwar für eine Lösung, die zertifizierte End-to-End-Security für mobile Geräte bietet. „Die Eleganz und Usability von Tablets und Smartphones in Verbindung mit dem sicheren Zugang zu Geschäftsdaten in der Cloud – immer und überall – bringt den entscheidenden Informationsvorsprung“, sagt Fabasoft-CEO Karl Mayrhofer (Bild).  www.fabasoft.com

Highlights und Spekulationen Der am kommenden Montag beginnende ­„Mobile World Congress“ in Barcelona gilt als Leitmesse der Branche – und als Vor-Arena für die Konkurrenzkämpfe am Mobilfunkmarkt.  Seite 38 T-Systems Martin Katzer wird Landesgeschäftsführer

Wien. Ericsson hat den Verkauf seiner 50%-Beteiligung an der Sony Ericsson Mobile Communications AB (Sony Ericsson) abgeschlossen. Teil des Vertrags ist ein umfassender Kreuzlizenzvertrag, der bereits im Vorjahr veröffentlicht wurde. Damit befindet sich Sony Ericsson nun komplett im Besitz von Sony. Für die Übertragung der Anteile wurde eine Barzahlung von 1,05 Mrd. € vereinbart.  www.sonyericsson.com

© T-Systems

© www.sonyericsson.com

Neuer Vorsitzender in Österreich

Martin Katzer, neuer Geschäftsführer von T-Systems in Österreich.

Wien. Mit 1. März übernimmt Martin Katzer (43) die Geschäftsführung von T-Systems in Österreich. Er ist damit für rund 600 Mitarbeiter an fünf Standorten verantwortlich. Den strategischen Fokus sieht Katzer in den kommenden Jahren in den Bereichen Mobilität, Sicherheit und Formen der zeit- und ortsunabhängigen Zusammenarbeit. Katzer ist seit mehr als 20 Jahren in der IT- und Telekommunikationsbranche tätig. Seine Karriere begann er ursprünglich bei Nixdorf, wobei ihn die Reise über mehrere Unternehmen führte, bis er 2007 zu T-Systems kam.  www.t-systems.at


C ov e r

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Kommentar

Ganz allein im Ökoland

Freitag, 24. Februar 2012

Mobile World Congress 2012 Auf der Mobilfunk-Leitmesse sind viele asiatische Hersteller mit Neuigkeiten präsent

Asiatische SmartphoneBauer auf dem Vormarsch Zur heurigen Veranstaltung in Barcelona werden 1.400 Aussteller und 60.000 Fachbesucher erwartet. Chris Haderer

OCG Infoveranstaltung

© www.ocg.at

Arbeitswelten

Veränderte Anforderungen durch Tablets & Co. als zentrales Thema.

Wien. Im Rahmen ihrer kostenlosen Veranstaltungsreihe HORIZONTE lädt die Österreichische Computergesellschaft am 28. Februar ins Hotel am Stephansplatz zum Thema „IT in der Arbeitswelt: Consumerization of IT“. Wie verändern neue Technologien – von Tablets über Smartphones bis zu Social Networks – unsere Arbeitswelt? Microsoft Österreich-CTO Harald Leitenmüller schildert, wie Unternehmen das neue Anwenderverhalten ihrer Beschäftigten nutzen können. Die Veranstaltung ist für alle Interessenten frei zugänglich, lediglich um Anmeldung via Homepage wird gebeten. www.ocg.at/horizonte

Anerkannte Leitmesse

© EPA

N

icht immer dienen Patente und Lizenzmodelle dazu, dem Guten zum Durchbruch zu verhelfen. Vor etwas über einem Jahr erschien beispielsweise der grenzgeniale VLC Media Player, der wirklich alle Stückerln spielt, egal in welchem Videoformat sie kommen, in einer kostenlosen Version für iOS-Geräte von Apple. Da die Cupertiner es bis heute nicht geschafft haben, ihrem Betriebssystem einen ordentlichen Player zu verpassen, freute sich die Community – für knapp acht Wochen. Dann verschwand nämlich der nach der GNU General Public Licence vertriebene Player lautlos aus dem AppStore. Diese sieht vor, dass Drittpersonen die Software weiterentwickeln können und – vor allem –, dass die Software auch kostenlos weitergegeben werden kann. Das aber steht in Widerspruch mit den restriktiven Regeln des Apple Ökosystems, in dem eigentlich nichts wirklich frei sein darf. Zwar gibt es den VLCPlayer für praktisch jede andere Plattform, im iOS-Universum darf er sich nicht zu Hause fühlen. Das Nachsehen haben die Anwender, denen ein gutes Stück Software (sprich: Lösung) bewusst vorenthalten wird – eine Gefahr, die jedes zu geschlossene Ökosystem in sich birgt. Ein zu dichtes Ökosystem kann aber auch andere Auswirkungen haben – dass nämlich der Betreiber plötzlich mutterseelenallein drin ist.

Wien. Kommenden Montag begin­nt im spanischen Barcelona die viertägige Leistungsschau der Telekommunikationsbranche, die „Mobile World Congress 2012“. Immerhin gut 1.400 Aussteller und an die 60.000 Besucher erwartet Veranstalter GSMA (GSM Alliance) zum Event in der Fira de Barcelona Montjuic. Im Gegensatz zu einer Reihe von anderen großen Branchenveranstaltungen steht der Mobile World Congress ausschließlich Fachbesuchern offen und gilt deshalb weltweit als Leitmesse für die Smartphone-Industrie, mobiles Internet und andere mobile Anwendungen. Letztere haben heuer mit dem „App Planet“ einen eigenen Landeplatz innerhalb des Mobile World CongressHauptprogramms bekommen.

„Mit über 60.000 erwarteten Teilnehmern in Barcelona befindet sich der ‚Mobile World Congress 2012‘ auf dem besten Weg, sich zur bisher aufregendsten Ausgabe der Veranstaltung zu entwickeln”, sagt Michael O’Hara, Chief Marketing Officer der GSMA. „Angesichts der enormen Auswahl unmittelbar in das Konferenzprogramm eingebundener Führungskräfte und zahlreicher neuer und vielfältiger Unternehmen wie Carphone Warehouse, Citibank, eBay, Facebook und MTV, die ihrerseits in weitere Teilbereiche der Veranstaltung involviert sind, ist der Mobile World Congress für die Mobilfunkbranche eindeutig die Pflichtveranstaltung des Jahres. Wir freuen uns auf eine großartige Ausstellung.” Traditionell wird das Programm von zahlreichen Fachausstellun-

Der „Mobile World Congress“ in Barcelona ist eine seit dem Jahr 1987 regelmäßig stattfindende Fachmesse um den Mobilfunk.

gen umrahmt sowie heuer erstmals vom neuen „mPowered brands“, in dem vornehmlich Erfahrungen über mobiles Marketing ausgetauscht werden sollen. Wichtiger Programmpunkt sind auch die zahlreichen Keynotes, die in der Regel von Industriesprechern von Alcatel bis Cisco gehalten werden. Mit Spannung erwartet wird dabei der Auftritt von Google-Chef Eric Schmidt: Er könnte durchaus ein Google-Tablet im Gepäck haben oder Neuigkeiten über das GoogleTV-Projekt.

Hightech-Spekulationen Der Mobile World Congress könnte aber auch für ein paar kleine Sensationen gut sein. Seit dem

Markteinstieg von Panasonic und Huawei am europäischen Endgerätemarkt kursieren Gerüchte, auch Fujitsu wolle mit Smartphones und Tablets im EMEA-Raum landen. Dieses Gerücht scheint wahr zu sein, denn tatsächlich plant Fujitsu im Rahmen einer Pressekonferenz die Ankündigung mobiler Endgeräte. Worum es sich konkret handelt, bleibt Spekulationen überlassen – möglicherweise handelt es sich um ein Smartphone auf Basis des im Rahmen der CES vorgestellten Tegra 3-Prototypen mit 4,6“ DH-Display. Nicht in Barcelona mit dabei ist übrigens der Lifestyle-Hersteller Apple, der mit Samsung und einer Reihe anderer Hersteller im Patent-Clinch liegt – wobei seine

Kontrahenden so gut wie vollständig in Spanien antreten. Von Samsung erwartet sich die Gerüchteküche Hinweise auf ein neues Galaxy S-Modell, das in Konkurrenz mit dem kommenden iPhone 5 treten soll. Auch die Vorstellung einer neuen Tablet-Linie ist im Bereich des Vorstellbaren. Interessant ist in diesem Zusammenhang auch der Auftritt von LG: Das Unternehmen präsentierte bereits im Vorfeld von Barcelona den SmartphoneTablet-Hybriden „Optimus Vu“, der als Konkurrenz zum Galaxy S entwickelt wurde. Insgesamt spiegelt der Mobile World Congress schon im Vorfeld die Stimmung am Markt wieder: Es wird ein extrem spannendes Jahr.  www.mobileworldcongress.com

White Paper Laut einer Studie liegt der Geldwert für einen Marken-Fan beim Social Web-Portal Facebook bei knapp 200 €

Der Wert von wahren Fans bei Facebook Wien. Was ist ein Facebook-Fan wert? Diese Frage stellen sich vermutlich viele Marketiers, die Kampagnen in den noch jungen Sozialmedien planen sollen. Denn: Zwar weiß die Marktforschung, dass keine Kampagne um Facebook & Co. herumkommt, allerdings halten sich tatsächlich in Zahlen gefasste Ergebnisse noch in Grenzen. Die Auswertung von Marketing-Daten aus Social Webs ist auch dem Softwarekonzern Adobe ein Anliegen, nicht zuletzt zur Forcierung der eigenen SocialAnalytics-Produktlinie. Das Unternehmen hat nun einige der im Rahmen von Projekten gesammelten Erfahrungen in einem Social Analytics-Whitepaper veröffentlicht.

Bares Geld Ein gemeinsamer „Best Practice Guide“ von Adobe und Facebook zum Einsatz des „Like“-Buttons auf der eigenen Website nennt einige aufschlussreiche Zahlen. So kommen mittlerweile über 40% des Traffics auf die Website des Jeansherstellers Levi’s über Facebook.

© Alexander Klaus/pixelio.de

Chris Haderer

Für viele Marketiers stellt sich die Frage, was ein Facebook-Fan in Geld wert ist.

Tatsächlich hat ein FacebookFan aber nicht nur einen marketingphilosophischen Wert, sondern auch einen monetären. Die Studie „The Value of a Facebook Fan: An Emperical Review” der Social Me-

dia-Agentur Syncapse hat im Jahr 2010 versucht, den Wert eines Fans zu ermitteln und so die Kalkulation des Return on Investments von Facebook-Marketing zu ermöglichen. Im Rahmen einer Befragung

wurden verschiedene Kriterien für Fans und Nicht-Fans bestimmter Marken ermittelt, darunter Informationen wie Ausgaben für Produkte der Marke, Markenloyaltät, Bereitschaft zur Weiterempfehlung, Einstellung zur Marke und gratis Medialeistung durch die Postings der Fans. Alles zusammengenommen liegt der Wert eines Facebook-Fans nach dieser Studie zwischen 0 und 270,77 USD (201,17 €), im Durchschnitt bei 136,38 USD (101,32 €). Laut der Studie geben Fans jährlich 71,84 USD (53,37 €) mehr für Produkte ihrer Marken aus als Nicht-Fans. Sie sind auch zu 28% häufiger Wiederkäufer und empfehlen zu 41% öfter als Nicht-Fans Produkte ihrer Marken an Freunde weiter. Der geschäftliche Nutzen von Social Media Marketing, so das White Paper, sei „also offensichtlich, auch wenn es keine allgemeingültige Zauberformel zur Berechnung des Werts eines Facebook Fans oder Twitter Followers gibt“. Auch die nicht immer in Zahlen fassbare Loyalität zur Marke sei wichtig.  www.adobe.at


i d e e & s t r at e g i e

Freitag, 24. Februar 2012

medianet technology – 39

Marktverteilung Microsoft dominiert mit seinen Windows-Varianten unangefochten den Markt, Apple und Linux schaffen gerade einmal acht Prozent Anteil

Betriebssysteme und die Praxis Die für heuer angekündigten Neuversionen von Betriebssystemen orientieren sich vorwiegend an Tablet-Konzepten. Wien. Nicht immer spiegeln die auf Verkäufen und Lizenzierungen basierenden Marktanteilszahlen von Betriebssystemen auch die „gelebte Praxis“ wider. Während auf dem Papier beispielsweise Windows 7 das meistverkaufte Betriebssystem ist, zeigen die von der Plattform webhits.de publizierten Zahlen ein deutlich anderes Bild. Laut den Zugriffen von 10.500 Abonnenten der Plattform, die hinsichtlich der Systemkonfiguration ausgewertet wurden, ist Windows XP mit mehr als 60% immer noch ausgesprochen dominant (siehe Infografik und Ranking). Die nach wie vor geringe Verbreitung des Apple-Betriebssystems Mac OS X liegt nicht zuletzt am Lizensierungsmodell, das die Verwendung des Betriebssystems ausschließlich auf von Apple gefertigten Rechnern erlaubt.

© Microsoft

chris haderer

Das zukünftige Logo von MS-Windows.

„Windows 8“ gegeben, das bereits in ersten Developer-Previews vorliegt und möglicherweise bereits gegen Jahresende auf den Markt kommen soll. Mit der Version 8 soll Windows nicht nur ein neues Gesicht bekommen – nämlich die am Kacheldesign von Windows Phone 7 orientierte Apps-Oberfläche –, sondern auch ein neues Logo (siehe Abbildung oben).

Glaubt man den Aussagen von Microsoft-Chef Steve Ballmer, dann handelt es sich bei Windows 8 um eine gravierende Umarbeitung: einerseits wird es den Apps-Modus geben und andererseits auch den klassischen Desktop. Interessant ist die verstärkte Orientierung an der von Smartphones und Touchscreens bekannten Bedienweise, die aber für Anwendungen mit hoher Datendichte nicht geeignet ist. In eine ähnliche Richtung geht übrigens auch Apple mit der für heuer erwarteten neuen Version des Mac OS X-Betriebssystems.  www.web.de  de.statista.com

Diverse Microsofts Windows-Versionen beherrschen den Markt ganz klar.

medianet Inside Your Business. Today.

Lizenzen und Anteile Was die auf Verkäufen und Lizenzen basierende Marktverteilung anbelangt, gibt es – seit mehr als einem Jahrzehnt – drei dominante Betriebssysteme, nämlich die Windows-Familie von Microsoft, das nur auf Apple-Rechnern laufende OS X und das Open SourceBetriebssystem Linux. Letzteres erzielte laut der Webplattform „statista“ im November 2011 gemeinsam mit dem Apple-System einen Anteil von knapp acht Prozent.

iPad App

Windows-Evolution Die weltweit am meisten verbreitete Betriebssystemversion ist seit dem November des Vorjahres Windows 7 von Microsoft. Zu diesem Zeitpunkt wurde Windows 7 mit einem Anteil von 40% weltweiter Marktführer (insgesamt wurden weltweit mehr als 520 Mio. Windows-Lizenzen abgesetzt). Damit brauchte Windows knapp zwei Jahre, um den Vorvorgänger XP vom Thron zu stoßen. Der unmittelbare Windows 7Vorläufer, das im Jänner 2007 veröffentlichte Windows Vista, konnte sich aufgrund technischer Mängel nie wirklich am Markt etablieren und erreichte im Oktober 2009 mit 23,6% seinen größten Marktanteil – zu einem Zeitpunkt, als sich XP immer noch bei 60% bewegte. Mittlerweile hat Microsoft bereits Ausblicke auf das kommende

medianet iPad-App kostenlos im App Store erhältlich!

Praxisranking ­B etrie b s syste me

Wertung nach Zugriffen auf webhits.de (Auswertung von 10.500 Abos) Windows XP 60,4% Windows 2000 9,9% Windows 7 9,6% Mac OS 5,9% Windows Vista 5,4% Windows 98 3,9% Windows NT 1,4% Windows ME 1,0% WS 2003 0,6% Linux 0,6% Windows 95 0,6% iOS 0,1% Android 0,1% Windows 3.x 0,0% X11 0,0% Andere/unbekannt 0,5% Quelle: webhits.de (Februar 2012)

www.medianet.at


Facts & F ig u r es

40 – medianet technology

short

Bi-Anbieter QlikTech mit Umsatzzuwächsen

Freitag, 24. Februar 2012

Interxion Mit seiner Netzwerk- und Rechenzentrumsinfrastruktur positioniert sich das Unternehmen als „Content Hub“

Stabile Infrastrukturen zur raschen Content-Verteilung

© Qliktech

Im Jahr 2015 sollen 64 Prozent des europäischen Datenverkehrs durch Videostreams erzielt werden. Christoph fellmer

Zahlreiche Übernahmen zum Kompetenzausbau Wien. Der Hightech-Dienstleister imtech kann sich über ein ausgezeichnetes Geschäftsjahr freuen. Der Umsatz stieg 2011 um 14% auf 5,1 Mrd. €, das EBITA um 11% auf 288 Mio. €. Auch die Auftragsbücher bleiben gut gefüllt: 2011 stieg der Auftragsstand auf 5,8 Mrd. €, das ist ein Plus von 12%. 2011 erwarb imtech insgesamt 15 Unternehmen mit rund 2.600 Mitarbeitern und einem Umsatz von 450 Mio. €, vorwiegend in Großbritannien und Skandinavien. Imtech ICT Austria übernahm im Herbst 2011 den NetzwerkSpezialisten Comnet. „Durch die ­Integration von ‚Comnet‘ ­erweitern wir unsere Leistungen rund um NetzwerkLösungen“, sagt Friedrich Wiltschko, Country Director von Imtech ICT Austria.  www.imtech-ict.at

© solvedirect.com

Fachveranstaltung zum Thema Premium-Dienste

Die IdeaXchange bei Solve Direct findet am 12. April in Wien statt.

Wien. Der Service-Integrator Solve Direct lädt zur Fachveranstaltung „IdeaXchange“, die am 12. April in Wien stattfindet (Details und Registrierung auf der Homepage). Das Motto lautet „Hochwertige Services – Option statt Illusion“; zu den Themen gehören u.a. „Single Point of Collaboration“ und Wettbewerbsvorteile durch skalierbare Prozessintegration.  www.solvedirect.com

Die effektive Verteilung von Content an ein großes Publikum erfolgt in mehreren, aufeinander abgestuften Arbeitsschritten.

„Interxion versteht sich mit seiner umfassenden Verfügbarkeit von rund 400 Netzbetreibern und Service Providern sowie 18 Internetaustauschknoten in elf europäischen Ländern als Podium für Content Provider und digitale Media Plattformen“, sagt Studeny. Am Colocation-Standort Wien werden die Sicherheit, die Verarbeitung und die Übermittlung der Inhalte durch redundante, durchsatzstarke Glasfaseranbindungen und unterbrechungsfreie Power & Cooling-Systeme sichergestellt.

Neue Anwendungen „Vor allem die wachsende Zahl an mobilen Anwendern stellt neue Ansprüche an die zugrundeliegende Infrastruktur“, sagt Studeny. „Besonders sensitiv ist die Verarbeitung und Distribution von Premium Content, etwa kostenpflichtige Live Streams oder abonnierte Services, wie beispielsweise im Online Gaming üblich.“ Das Marktvolumen sei, so Studeny, nicht zu unterschätzen: Laut einer Cisco-Studie wird im Jahr 2015 das Datenvolumen aller jemals produzierten Filme im vier Minuten-Takt über die Netze laufen. Bei anhaltender Trend-Entwicklung erreicht die iGaming Industrie bis 2014 einen Marktwert von 40 Mrd. USD. Umso wichtiger wird der effektive Workflow bei der Produktion und Verteilung von Content über verschiedenste Plattformen und Endgeräte (siehe Schaubild).

Preiswerte Synergien „Der Vorteil innerhalb der Interxion Content-Hubs ist, dass die direkten Verbindungen ins nächs-te Colocation-Rechenzentrum kostengünstiger sind. Außerdem bringt die inhaltliche und geschäftliche Nähe für alle Anbieter Synergien”, so Studeny. Die Synergien ergeben sich unter anderem durch die Bündelung der Ange-

bote. „CDNs tauschen ihre Inhalte über umfangreiche Mediatheken aus und agieren stark nachfrageorientiert.“

Viele Experten meinen, dass die Datenlawine erst ansatzweise ins Rollen gekommen ist – neue Anwendungen wie Internet-TV und Ähnliches stehen erst am Beginn und werden Auswirkungen auf die Infrastrukturen haben.  www.interxion.at

Sinkende Kosten

Derzeit sind über die bei Interxion untergebrachten Internet Service Provider rund 79% der Internet-User in Westeuropa direkt erreichbar. Internationale Premium Content Provider und Plattformen wie iStream Planet, MindArk, GamersFirst, Akamai und Limelight haben sich für Interxion als Colocation-Partner entschieden. Die Positionierung als Content-Hub ist für Christian Studeny ein wichtiges Zukunftsfeld: „Sogar Unternehmen richten heute schon eigene TV-Kanäle ein. Dank der sinkenden Storage-Preise werden enorme Datenmengen archiviert und verarbeitet. Damit steigen die Anforderungen an das Rechenzentrum und die Connectivity”, ist Studeny überzeugt. Christian Studeny, Interxion Österreich. © Interxion

Wien. Der Business Intelligence Software-Anbieter QlikTech hat die Geschäftszahlen für das vierte Quartal 2011 bekannt gegeben. Demnach ist der Umsatz mit 108,1 Mio. USD (80,31 Mio. €) im Vergleich zum vierten Quartal 2010 um 33% gestiegen. Der Lizenzumsatz konnte mit 75,7 Mio. USD (56,24 Mio. €) im Vergleich zu Q4 2010 um 34% erhöht werden. Auch der Gesamtumsatz 2011 ist gestiegen, nämlich um 42% auf 320,6 Mio. USD (238,19 Mio. €). Der Lizenzumsatz kletterte im Vergleich zu 2010 um 41% auf 204,4 Mio. USD (151,86 Mio. €). Das Unternehmen hat darüber hinaus kürzlich seinen österreichischen Sitz von Wels nach Wien verlagert.  www.qliktech.at

Wien. In einer Zeit, in der mehr und mehr multimediale Daten über IP-Leitungen geschickt werden, möchte sich der Dienstleister Interxion verstärkt als „Content Hub“ positionieren. In Wien befindet sich eines von 28 europäischen Interxion Rechenzentren. „Im Content-Hub von Interxion findet die internationale CDN Community Anschluss zu den führenden Internet Service Providern, an modernste Glasfasernetze und internationale InternetKnoten. Denn was für den digitalen Content wirklich zählt, ist letztlich die rasche Distribution an ein paneuropäisches Publikum mit möglichst geringen Latenzzeiten“, sagt Christian Studeny, Geschäftsführer von Interxion Österreich.

Accenture Das Beratungsunternehmen sieht Veränderungen bei den von den IT-Abteilungen angebotenen Diensten voraus

Context based Services und andere Fremde Wien. Etwas wirklich Neues sind „Content based services“ seit dem vollautomatischen Mailscanning von Google für Anzeigenzwecke eigentlich nicht mehr – trotzdem sollen sie im kommenden Jahr zu einem von sechs Trends werden, mit denen sich Unternehmen konfrontieren müssen. Das meint wenigstens das Beratungsunternehmen Accenture in seiner „Accenture Technology Vision 2012“. Die fünf weiteren Trends, so das Dokument, sind „Converging Data Architectures”, „Industrialized Data Services”, Social-Driven IT”, „PaaS-Enabled Agility“ und „Orchestrated Analytical Security“ – alles Themen, die auf besseren Datenaustausch, bessere Analysen und Cloud-Methoden hinauslaufen.

dabei zum Beispiel mit Vertrieb und Marketing zusammen, können sie ihrem Unternehmen mit kontextbezogenen Diensten neue Umsatzquellen erschließen.”

Automatische Analyse Als Beispiel für kontextbezogene Dienste nennt Baur die tatsächlich

existierende Marketingagentur „Reach.ly“. Sie durchforstet Twitter-Nachrichten nach Äußerungen über geplante Reisen und stellt die Informationen Hotels zur Verfügung. Hoteliers können die Reisenden dann mit einem Angebot kontaktieren. Laut Baur ist das nur eine von vielen Möglichkeiten – zumal die Verarbeitung der Daten

Neue Bedürfnisse „IT-Verantwortliche beginnen anhand von Daten, die Bedürfnisse und Gewohnheiten von Kunden besser zu verstehen“, sagt Daniel Baur, Partner und Technologieexperte bei Accenture Österreich. „Tun sie sich

© Accenture; Chris Haderer

Jürgen Mörth, Director Sales Austria bei QlikTech: von Wels nach Wien.

Daniel Baur, Partner und Technologieexperte bei Accenture Österreich: „Vision 2012“.

automatisiert werden kann, sind erst einmal die entsprechenden Ideen und Geschäftsmodelle in Softwareroutinen umgesetzt.

Wesentliche Trends „Die Trends, die unsere Forscher in der ‚Accenture Technology Vision 2012‘ identifiziert haben, können die Informationstechnologie und Datenverarbeitung in der Wirtschaftswelt fundamental verändern“, sagt Daniel Baur. „ITVerantwortliche, die sich mit diesen Entwicklungen auseinandersetzen und damit experimentieren, werden einen strategischen Vorteil haben.” Die Richtung ist damit klar vorgegeben und wird auch durch die Aktivitäten von Unternehmen wie SAP, Qliktech und anderen bestätigt, nämlich die Einbeziehung von Informationen aus unterschiedlichsten Quellen und ihre automatisierte Auswertung hinsichtlich spezifischer Kundenwünsche. Im Ansatz werden diese ­Mechanismen bereits praktiziert, das Social Web wird sie noch forcieren.  www.accenture.at


Fa c t s & f i g u r e s

Freitag, 24. Februar 2012

medianet technology – 41

Netavis Das Unternehmen adressiert mit seinen IP-basierten Videolösungen eine breite Palette an Einsatzmöglichkeiten

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Videoüberwachung: mehr als nur Mitarbeiterkontrolle

Erfolgreicher Global Partner Summit 2012 München/Wien. Mitte des Monats fand in München der „hybris Global Partner Summit“ statt – mit einem für das Unternehmen erfreulichen Ergebnis. Insgesamt kamen 480 PartnerVertreter aus 20 Ländern. Eröffnet wurde die Veranstaltung vom blinden Abenteurer und Motivationsredner Miles Hilton-Barber. Matt Eichner, General Manager for Global Enterprise and Commerce Search bei Google Inc., und Bertil Snel, Digital Marketing Partner Marketing bei Adobe Systems, folgten Hilton-Barber mit ihren Keynotes. „Wir bei ‚hybris‘ sind stolz darauf, dass der ‚hybris Channel Best Practices‘ bei End-to-End Multichannel Commerce-Lösungen schneller und kosteneffizienter bereitstellt als unsere Konkurrenz“, sagt Frank Schoutissen, VP Channel Management bei hybris, über den Partner Summit. „Die großartige Teilnehmerzahl an den diesjährigen ‚Global Customer‘ und ‚Partner Summits‘ spiegelt den Erfolg dieser Bemühungen hervorragend wider.“  www.hybris.com

IP-basierte Videoüberwachungslösungen können zur Optimierung der Warenwirtschaft eingesetzt werden.

Wolfgang Baumgartner, Geschäftsführer von Netavis: Das Unternehmen ist mit seinen Lösungen seit 2003 in Österreich präsent.

lich hochrelevante Daten zu Geschäftsprozessen, die über Schnittstellen in die bereits vorhandenen IT-Lösungen einfließen und dort weiterverarbeitet werden können. Das beinhaltet u.a. Kundenfrequenzmessungen, Objektverfolgung oder Hotspot Analysen. Ein weiterer Trend ist das Thema ‚Face Detection‘, mit dem Alter und Geschlecht der aufgenommenen Personen automatisch ermittelt werden. Dadurch wird beispielsweise für den Handel eine Zielgruppenanalyse im Shop ermöglicht.“ Zu den Referenzkunden von Netavis gehört etwa die Möbelkette Ikea. Auch die private textiles gmbh, die die Geschäfte der Marken Esprit, Mexx, Tommy Hilfiger und G-Star in Deutschland und Tschechien betreibt, setzt in 24 Filialen Systeme von Netavis ein.

Umfassende Lösung „Wir bieten mit der Observer Produktfamilie unseren Kunden eine robuste, offene und skalierbare Softwareplattform für professionelle Videoüberwachung mit nahtlos integrierter Videoanalyse“, sagt Baumgartner. „Durch die fast unlimitierten Anwendungsmöglichkeiten beschränkt sich diese Videoanalyse heute nicht nur auf das Thema ‚Sicherheit‘. Unsere Videoüberwachungslösungen liefern auf derselben Infrastruktur zusätz-

Observer ist eine VideomanagementPlattform mit integrierter Videoanalyse, die sich durch hohe Compliance mit CCTVund IT-Infrastrukturen auszeichnet. Netavis Observer bietet klassische Videoüberwachung (inklusive Wiederverwendung existierender Infrastruktur wie z.B. analoge Kameras), zentrales und dezentrales Monitoring, Mehrsprachigkeit und ermöglicht es, Hunderte Filialen zu managen. iCAT ist ein Observer-Modul zur Video­ analyse mit jeder beliebigen Kamera (Objekt­erkennung, -verfolgung, Statistik). Mobile Client ist eine Client-Applikation zur Live-Beobachtung mit einem Smartphone (z.B. iPhone). LNT ist das Lageplanmodul zur schnellen grafischen Navigation in komplexen Gebäuden und Umgebungen.

Retail besteht aus Erweiterungen, Integrationen und Best-Practices für Handelsapplikationen (basierend auf SNAP und dem Videoanalysemodul iCAT). Es bietet Unterstützung für Kundenstromanalysen, Schwundprävention, PoS-Monitor, usw. CarReader ist eine umfassende Toolbox für Kennzeichenerkennung und integrierte Schrankenüberwachung. Die Toolbox umfasst das Erkennen und Speichern von Kennzeichen, das Management von „schwarzen Listen“ und Alarmroutinen, Event-Statistiken für einfache Reports sowie die Integration mit mechanischen Komponenten (Schranken) inklusive Ticket-Integration und Textanzeige. SNAP XML bietet eine flexible Basis für die Integration von Observer mit unterschiedlichen externen Systemen und Applikationen  www.netavis.net

Cyber-Ark Der Sicherheits-Anbieter warnt vor unsicheren Administrator-Passworten und bietet eine Enterprise-Lösung an

Superuser-Accounts und sichere Passwörter Wien. Was die Sicherheit von auf Computern gespeicherten Daten angeht, stellen die User nach wie vor ein großes Sicherheitsrisiko dar. Das Management von Passworten ist beispielsweise ein Manko, das sich viele User teilen: Sie werden zwar immer wieder zur Anlage von sicheren Passworten aufgefordert – in vielen Fällen siegen aber die Bequemlichkeit und die Hoffnung, dass man selbst nie von Datendiebstählen betroffen sein wird. Eine durchaus trügerische Hoffnung – und es sind nicht nur Heim-User, die mit Passwörtern „schlecht“ umgehen.

Applikationen ist aber immer noch die Ausnahme. „Unsere Erfahrung zeigt, dass bei vielen Unternehmen im Hinblick auf Admin-Passwörter einiges im Argen liegt und sie sich die Verwaltung von Passwörtern auch unnötig schwer machen“, sagt Jochen Koehler, DeutschlandChef von Cyber-Ark in Heilbronn.

„Einmal abgesehen davon, dass es vereinzelt überhaupt kein Passwort-Management gibt, werden die Passwörter sehr oft auch noch manuell geändert. Dies ist in der Regel ein sehr zeitaufwendiger Prozess, bei dem außerdem auch Fehler nicht ausgeschlossen werden können. Da es heute Lösungen

Admin-Passwörter

gibt, mit denen privilegierte administrative Accounts automatisch zu verwalten und zu ändern sind, ist eine solche Vorgehensweise völlig überflüssig.” Zu den hauptsächlichen Fehlern, die im Umgang mit Passwörtern gemacht werden, gehört die Vergabe zu einfacher Codes: In der Regel sollten Passworte möglichst lang sein und aus einer Kombination von Zahlen, Ziffern und einem Sonderzeichen bestehen. Passwörter sollten nicht weitergegeben werden, darüber hinaus sollte jeder Account mit einem eigenen Passwort gesichert werden. Übergreifende Passwörter stellen gerade im Admin-Bereich eine Gefahr dar.

© Konstantin Gastmann/pixelio.de

Enterprise-Lösung

© Cyber-Ark

„Auch Superuser-Accounts mit ihren weitreichenden Rechten stellen ein Sicherheitsrisiko für jedes Unternehmen dar, denn privilegierte Benutzerkonten, wie sie Administratoren besitzen, ermöglichen einen Zugriff auf unternehmenskritische Datenbestände. Die Implementierung zuverlässiger und vor allem einfach zu verwaltender Passwort-Management-

Risikokapital für neue Präsenz in den USA

Die observer-palette

Jochen Koehler, Deutschland-Chef von Cyber-Ark, setzt auf sichere Passwörter.

Cyber-Ark beschäftigt sich nicht aus reiner Selbstlosigkeit mit Passwortsicherheit: Die Lösung Enterprise Password Vault (EPV) des Unternehmens ermöglicht eine automatische Verwaltung, Änderung und Überwachung von administrativen Accounts.  www.cyber-ark.com

© Sipwise

Wien. Bei Datenschützern ist Videoüberwachung ein umstrittenes Thema – was nichts an der Tatsache ändert, dass sie auch ihre positiven Seiten hat, wenn alle gesetzlichen Auflagen eingehalten werden. Umfassende Einsatzmöglichkeiten ergeben sich sowohl bei Überwachung und Objektsicherung als auch in alltäglicheren Bereichen wie dem Marketing (etwa, um Besucherfrequenzen zu ermitteln). Einen guten Ruf genießt das 1989 in Prag gegründete und seit 2003 auch in Österreich tätige Unternehmen Netavis für seine „Observer“Lösung. Dabei handelt es sich um eine Videoplattform mit integrierten Analysefunktionen. Die Netavis Observer-Produktfamilie bietet mehrere nahtlos integrierte Module, unter anderem „iCat“ und „CarReader“. Letzterer erlaubt das Erkennen und Speichern von Kennzeichen sowie das Management von „schwarzen Listen“ (siehe auch Infokasten). Die verschiedenen IP- und Analyse-Lösungen bringen dem Unternehmen jährliche Umsätze „im einstelligen Millionenbereich“, sagt NetavisGeschäftsführer Wolfgang Baumgartner.

© Netavis

chris haderer

Atilla Ceylan, Mitgründer von ­Sipwise, bekommt Risikokapital.

Wien. Mit „tecnet equity“ und „Speed Invest“ haben zwei Risikokapitalgeber ihre Unterstützung für das niederösterreichische Unternehmen Sipwise, ein Anbieter integrierter VoIP-Switching-Technologien für die Telekommunikationsbranche, bekannt gegeben. Sipwise wird so die Umsetzung einer Expansionsstrategie mit Fokus auf die USA ermöglicht. „‚Sipwise‘ hat eine Marktlücke identifiziert, die es rasch zu schließen gilt“, begründet Doris Agneter, CEO der tecnet equity NÖ TechnologiebeteiligungsInvest GmbH, die Beteiligung. „Denn die technologischen Entwicklungen für Internetdienstleistungen erfolgen sehr dynamisch und wer die richtige Technologie zum richtigen Zeitpunkt hat, muss rasch agieren. So unterstützen wir das Unternehmen nun in einem der wichtigsten Technologiemärkte – den USA.” Damit kann Sipwise mit seinen Lösungen zur kostengünstigen Integration von VoIP zukünftig im wichtigen US-Markt reüssieren. „Unsere Produkte bieten eine neue Generation von Infrastruktur und Software, die es erlauben, VoiceDienste über IP, also das Internet Protocol, bereitzustellen“, sagt Atilla Ceylan, Mitgründer von Sipwise. „Mit 99,999 Prozent Zuverlässigkeit und einer Stimmqualität, die den Festnetzbereich zum Teil übertrifft, haben wir schon Großkunden in Europa überzeugt – und jetzt folgen die USA.”  www.sipwise.com


T o o l s & s e r v ic e s

42 – medianet technology

Freitag, 24. Februar 2012

Test Mit dem „Lumia 710“ hat Nokia sein zweites Smartphone vorgestellt, das auf Windows Phone 7.5 von Microsoft basiert

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Interessanter Einsteiger am Windows Phone-Markt

Laser für den Druck von mobilen Endgeräten

Kompakter Laser mit interessanten Netzwerk-Connectivity-Features.

Wien. Mit dem neuen ML-2160 (79 €) und dem ML-2165/W (89 €) hat Samsung zwei neue Schwarz-Weiß-Monolaserdrucker vorgestellt, die für das Drucken von mobilen Endgeräten aus entwickelt wurden. Druckaufträge werden drahtlos vom mitgeführten Handy oder Tablet an das Gerät geschickt. „Im Gespräch mit unseren Kunden wurde schnell klar: Der Wunsch nach mehr Mobilität und Flexibilität wird immer größer“, sagt Chris Retinger, Direktor IT Business bei Samsung Electronics Austria. „Die Online-Generation, für die der Umgang mit Smartphones und Tablets schon längst natürlich ist, möchte nichts an ihrer neu gewonnen Freiheit einbüßen. Mobile Druckerlösungen sind daher für uns der logische nächste Schritt.“  www.samsung.at

Volltext-Suchfunktionen für SugarCRM-Lösungen Wien. SugarCRM-Experte ­ inamu hat ein FullTextSearch K Add-on entwickelt, das die in der Kernfunktionalität von SugarCRM enthaltene reine Feldsuche grundlegend erweitert. Das auf der Lucene Search Engine basierende Add-on ermöglicht die feldunabhängige Indizierung und Suche nach sämtlichen Objekten, wie beispielsweise archivierten E-Mails oder Dokumenten in ­SugarCRM. Die Suchfunktion umfasst eine einfache Stichwort- und Phrasensuche sowie eine Platzhaltersuche und Boolesche Operatoren („und/oder/ nicht“).  www.kinamu.com

Das Nokia Lumia 710 basiert auf Windows Phone 7.5 (Mango) und bringt eine Social Web- und Office-Ausstattung mit vorinstallierten Apps mit.

gleich zum Android Market und zum AppStore verschwindend klein ist. Viele Apps sind für die Windows-Plattform also (noch) gar nicht vorhanden – schlimm, wenn es sich dabei um Software für den Zugriff auf bestimmte Cloud-Services handelt.

Gute Einsteigerlösung Smartphone mit Android oder iOS besitzt, kann seine bisherigen AppsInvestitionen in den Wind schreiben, denn die Mini-Programme sind nicht plattformübergreifend kompatibel. Und plattformübergreifende Lizenzmodelle für den Betrieb von Apps in Versionen für mehrere Betriebssysteme gibt es leider nicht. Bei kostenlosen oder niedrigpreisigen Anwendungen mag das keine Rolle spielen – im professionellen Bereich können dadurch aber Kosten entstehen (beispielsweise für die Anschaffung von Office-Programmen, Transfer-Utilities, Navigationssystemen und ähnlichen). Erschwerend kommt noch hinzu, dass die Basis an Windows Phone Apps im Ver-

Das Problem ist allerdings, dass man sich mit einem Windows Phone auf eine neue Plattform einlassen muss, von der man nicht mit Sicherheit sagen kann, wie sie sich entwickeln wird. Wer bereits ein

Womit wir bei einem weiteren Minuspunkt wären, der aber ebenfalls nicht Nokia, sondern dem Betriebssystem anzulasten ist: Die Synchronisation von Kalender und Adressbuchdaten mit dem PC erfolgt nicht lokal im WLAN oder per Kabel, sondern über einen Account in der Microsoft-Cloud. Das ist in vielen Fällen nicht nur extrem umständlich (und zwingt Anwender außerdem dazu, einen bestimmten Dienst in Anspruch zu nehmen, ob sie wollen oder nicht), es erschwert auch den Abgleich mit einem Notebook, wenn man sich beispielsweise im Ausland befindet und die Provider nicht mit unnötigen Roaming-Gebühren füttern will. Im Prinzip schlagen Microsoft und

Nokia damit einen ähnlichen Kurs ein wie Apple: Auch dort wird die hauseigene iCloud-Funktionalität mit einem Wunder verwechselt und mit vorauseilendem Gehorsam überall eingebaut. Für Smartphone-Einsteiger stellt das Lumia 710 allerdings vom Start weg eine gute Möglichkeit dar. Wie leider jedes neue Gerät ist es in erster Linie Richtung Social Media vorkonfiguriert (mittels diverser Apps und Hubs für Facebook & Co.), darüber hinaus bringt es aber auch noch eine kleine Office-Ausstattung und das Nokia Navigatonssystem mit. Von der Bedienung her ist die Metro-Kacheloberfläche von Windows Phone 7.5 auch für Systemeinsteiger recht leicht fassbar (und in der Übersichtlichkeit in manchen Punkten älteren AndroidVersionen und dem Apple iOS auch überlegen). Wer sich auf die relativ unsichere Weiterentwicklung des Windows Phone-Markts einlassen will, für den stellt das Nokia Lumia 710 sicher eine überlegenswerte Variante dar. An der Hardware sollte es nicht scheitern.  www.nokia.at

Quark Der „Brand Manager“ soll die Regionalisierung von Marketingunterlagen mit Brandingregeln stark vereinfachen

Wien. Korrektes Branding von Produkten gehört zu den MarketingKernaufgaben. Was auf den ersten Blick recht einfach klingt – also die Einhaltung bestimmter Design-Regeln –, kann in der Praxis aber zum umfangreichen Projekt ausarten, wenn Marketingunterlagen beispielsweise in verschiedenen Ländern mit regionalen Anpassungen hergestellt werden. Eine Lösung für dieses Problem will Quark Inc. mit dem „Brand Manager“ anbieten, der es erlauben soll, Marketingmaterial mit einheitlichem Branding „on Demand“ zu erstellen, regional anzupassen oder zu individualisieren und zu veröffentlichen. Quark Brand Manager ist eine SaaS-Anwendung für die Windows Azure-Plattform von Microsoft, befindet sich also in der Cloud.

Sichere Wolke Microsoft Azure ist das, was Microsoft-Chef Steve Ballmer im Jahr 2008 noch als Windows Cloud angekündigt hatte, also Microsofts Cloud-Computing-Plattform mit Windows Azure als Betriebssystem

© Quark

Effektives Branding-Tool für das Marketing

© DiTech

Wien. Relativ knapp nach seiner Vorstellung im Jänner auf der „Consumer Electronics Show“ in Las Vegas bietet der Computerfachhändler DiTech das das Sony Xperia S-Smartphone (medianet technology berichtete) bereits in seinen Outlets und im Online-Store an. „Bei DiTech verfolgen wir die neuesten Trends und Innovationen genau. Wir sind auch bei den großen IT-Messen dabei. Nur so bleiben wir am Puls der Zeit und können selbst abwägen, welche Produkte für unsere Kunden interessant sind“, sagt DiTech CEO Damian Izdebski über den Pre-Launch des Geräts.  www.ditech.at

Wien. Als Hersteller von Smartphone-Hardware seine Identität zu bewahren, wird zunehmend schwer. Immer weniger ist es nämlich die Hardware an sich, die ein bestimmtes Gerät definiert, sondern das dahinterstehende Betriebssystem mit den verfügbaren Apps. Nicht anders ist es beim „Nokia Lumia 710“, nach dem Lumia 800 das zweite Smartphone des Herstellers mit Windows Phone 7.5 an Bord (319 €). Die Basisfunktionalität, die die Hardware mitbringen muss, wird von Microsoft vorgeschrieben. Beim Lumia 710 ist eine 5-Megapixel-Kamera mit HD-Videofunktion mit an Bord, das Display besteht aus einem 3,7“-ClearBlack-Touchscreen (800x480 Pixel), der Prozessor ist ein 1,4 GHz Qualcomm Snapdragon und der Speicher beträgt acht Gigabyte. Diese Eckdaten, verbunden mit einem eleganten Design mit nur einem physischen Tastenblock an der Frontseite, machen aus dem Lumia 710 ein äußerst ansprechendes und attraktives Gerät. Die Kamera kommt zwar nicht an eine echte Digitalkamera heran, erfüllt aber ihren Zweck. Das Gerät bietet also alles, was man sich von einem modernen Smartphone erwartet, und das im stilvoll-ergonomischen Gewand. Das Lumia 710 liegt so gut in der Hand, dass man es gar nicht mehr weglegen möchte.

Windows-Zukunft

Xperia S kommt als Pre-Launch bei DiTech

Sony Xperia S mit NFC-Funktionen.

Chris haderer

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Schnelle Hardware und ansprechendes Design stehen einem noch jungen Betriebssystem gegenüber.

Quark Brand Manager verteilt XPress- und InDesign-Dokumente in die Cloud.

und mit Diensten wie AppFabric oder SQL Azure angereichert. Die Plattform richtet sich in erster Linie an Entwickler, die etwa an SaaS-Anwendungen arbeiten. „‚Microsoft Windows Azure‘ bietet Kunden eine einzigartige Performance, Skalierbarkeit und die Möglichkeit, schnelle Marktein-

führungszeiten zu erreichen. So lassen sich vielfältige cloudbasierte Lösungen schnell realisieren“, sagt Mark Hindsbo, Vice President of US Developer & Platform Evangelism bei Microsoft Corp. „Mithilfe der Microsoft Windows Azure Plattform verbindet Quark Brand Manager Marketingabtei-

lungen mit der Cloud. Dadurch erhalten dezentrale Marketing- und Vertriebsteams jederzeit weltweit und zu niedrigen Kosten Zugang zu Materialien mit einheitlichem Branding und können an gemeinsamen Workflows mitwirken.” Mit QuarkXPress und InDesign erstellte Dokumente werden in Quark Brand Manager-Vorlagen umgewandelt, die dann vom Marketing freigegeben und von den externen Teams über eine einfache Web-Schnittstelle regional angepasst oder individualisiert werden können – was laut Quark um bis zu 50% schneller geht als mit konventionellen Methoden. „Da Marketingabteilungen zunehmend die Kontrolle über das Budget erhalten, das früher der IT zugeordnet war, werden effiziente und kostengünstige globale cloudbasierte Lösungen wie ‚Quark Brand Manager‘ zu wichtigen Ressourcen werden“, sagt Ray Schiavone, Präsident und CEO bei Quark. Die Kosten für die Software liegen bei 62,50 USD (46,43 €) pro Monat und Anwender, bei mindestens 40 Anwendern.  www.quark.de


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