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freitag/samstag/sonntag, 10.– 12. februar 2012

Bundes­liga-Vorstand Georg Pangl will mehr Geld von ORF und Sky  Seite 8

der mann der Stunde

Sateks Zielpunkt-Deal: Der alte Chef ist jetzt auch der neue Eigentümer  Seite 14

© Panthermedia/bowie15

Bundesliga im Zahlenmatch

© mn/Szene1/K. Schiffl

© Gepa pictures

business weekend

countdown zur ITB Berlin

Travel technology: Mobile Travel und Social Media treten in den Vordergrund  Seite 56

Schlecker-Statement Die österreichische Auslandstochter soll auch ohne Mutterkonzern weitermachen

„Ich habe aus der Pleite meine Lehren gezogen“ www.palffyclub.at medianet_46x15 27.10.2005

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inhalt

prime news & market watch > Management 2.0: Talkrunde der Leitbetriebe Austria  3 > Feature: Wie man den Vertrieb optimieren kann 4/5

> BigSign feat. Haider-Maurer 9 > rankingweek: „Eine Umfrage ist kein Wunschkonzert“  10 retail > Otto Group: Handelskönig feiert Geburtstag in Wien  16 > Office Opening der CocaCola Company in Wien  18

© medianet/Szene1/Katharina Schiffl

© Marada Media

marketing & media

business weekend

© Danny Lee

Schafft es Schlecker? „Man muss immer mit der Zeit gehen“, konstatiert Lars ­Schlecker in Anbetracht der Insolvenz des Familienunternehmens. Schlecker Öster­reich ist offenbar besser mit der Zeit gegangen als die Konzernmutter. Seite 2 > Islamic Investing zeigt sich langfristig robust  > Die Zukunft der IT schwebt in der Wolke 

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Freitag, 10. Februar 2012

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2 – medianet

Schlecker-Teamge ist

Schlecker-Insovenz 80 Prozent der Lieferanten bleiben im Boot, Restrukturierung wird fortgesetzt

„Wir sind top motiviert, wir geben jetzt alles!“

„Wir halten zusammen wie Pech und Schwefel“, sagte Lars Schlecker im Bezug auf den via Insolvenz erhöhten familiären Zusammenhalt. Aber auch am Management wird nicht gerüttelt (v.li.): Österreich-Vertriebsleiter Andreas Kozik, Lars Schlecker, COO Thorben Rusch und Öster­ reich-Chef Helmut Kampen­ huber werden auch künftig die ­Geschicke des Diskonters leiten.

Tu felix Austria: Selbst wenn die Konzernmutter schwindet, soll es Schlecker-Österreich weiter geben.

Österreich ist unser

Restrukturierung der Geschäfte hilft Schlecker die ländliche Struktur. Insbesonders in Oberösterreich, der Steiermark und Kärnten ist der Drogeriediskonter nach wie vor eine starke Nummer (den Marktanteil national schätzen Branchenexperten auf etwas mehr als 20%) und die Stärke in ländlichen Gefilden definieren Vertriebsleiter Kozik und Lars Schlecker somit als ausbaufähiges Asset: „Wir werden uns weiterhin stark auf die Rolle des Nahversorgers besinnen“, heißt es. Und diese Ansage bedingt gleichfalls ein adaptiertes Sortiment, das mit einer lässigen Selbstverständlichkeit ebenso mit Getränken und Süßwaren punkten will.

stärkstes Land.“

Lieferanten bleiben treu

ist. Dieser auf den ersten Blick nicht zufriedenstellende Zustand differenziert sich auf zwei Arten. Erstens: Die umgestellten Geschäfte machen um 40% mehr Umsatz als zuvor. Ergo wird auch in 2012 das Expansionstempo nicht gerade heruntergefahren. Kampenhuber: „Sicher verursachen die

christian novacek

Wien. Es war die erste SchleckerPressekonferenz in Österreich: Am vergangenen Mittwoch teilten Lars Schlecker, Österreich Vertriebsleiter Andreas Kozik, COO Thorben Rusch sowie Österreich-Chef Helmut Kampenhuber unisono im beschwörenden Tonfall mit: „Schlecker Österreich ist und bleibt eigenständig und erfolgreich!“ Im Verlauf der Pressekonferenz schälte sich sodann die Frage „Ist also bei Schlecker alles im grünen Bereich?“ aus dem Journalistentumult. Darauf entgegnete der cool auftretende Lars: „Wie meinen Sie das? Ich verstehe die Frage nicht!“ Aber seine Ausführungen legen nahe: Das meiste, den Fortbestand Schlecker Österreichs betreffend, ist wohl tatsächlich im grünen Bereich. Oder, wie es der Deutsche aus dem Städtchen Ehingen am Rand der Schwäbischen Alb ausdrückt: „In Österreich funktioniert, was in Deutschland nicht funktioniert, weil wir hier sehr zeitgerecht mit der Restrukturierung begonnen haben.“ Das heißt faktisch: Schlecker Österreich verfügt derzeit über 930 Filialen, von denen rund 50 bereits unter dem neuen, getunten Ladenlayout (Kosten: ca. 30.000 € pro Outlet) laufen. Der Umsatz von gesamt 300 Mio. € lässt aufgrund des relativ niedrigen Durchschnittsumsatzes von somit 320.000 € pro Filiale und Jahr folgern, dass damit auf Dauer gegen Konkurrenten wie Bipa oder dm kein Stich zu machen

„Das Auslandsgeschäft hat die beste Perspektive für den Konzern und

lars schlecker

Turbulenzen um die Insolvenz in der Expansion jetzt einen leichten Knick. Wir werden aber auch heuer etwa 25 Filialen auf das neue System umstellen.“ Per Jahresende soll letztlich nach weiterer Bereinigung ein Stand von 900 Filialen zukunftstauglich sein. Zweitens: Neben der laufenden

Stichwort Sortiment und Lieferanten: Vorerst scheint alles in trockenen Tüchern. „Bereits 80 Prozent unserer Lieferanten haben Lieferbereitschaft zugesagt“, erläutert Kampenhuber. Somit sei es möglich, zu den gleichen Konditionen wie vor der Insolvenz der deutschen Konzernmutter einzukaufen. Man müsse auch nicht im Voraus bezahlen. Die Einschränkung ist hier ein Handicap, das der Billig-Drogist bereits über Jahre mit sich schleift:

Aufgrund des Rückgangs im Marktanteil von rund 40 auf heute rund 20% sind die Konditionen in puncto Markenartikel-Einkauf wohl schon lange nicht mehr die besten – Bipa und dm haben Schlecker diesbezüg-

„Dass wir in einigen Gebieten Marktanteil verloren haben, ist von uns so gewollt. Das ist eine Folge der Restrukturierungen.“ thorben rusch coo bei schlecker

lich den Rang bereits abgelaufen. Lieferanten wie Erdal haben schon vor der Pleite für ihren Frosch das Biotop Schlecker als markenunwürdig befunden. Nichtsdestotrotz gilt aber, dass Konzerne wie Unilever schon deswegen Lieferfreudigkeit signalisieren, weil ihnen ein Zustand wie im

LEH, wo im Markenartikelbereich Billa und Spar extrem dominieren, nicht erstrebenswert erscheint.

Nette Gewinne in Österreich Lars und seine Mannen können indes nicht umhin, den Geschäftsgang in Österreich und den angeschlossenen Märkten Polen, Belgien, Luxembourg und Italien ins positivste Licht zu rücken. Ein Verkauf der Auslandstöchter, um damit die notwendige Restrukturierung des Konzerns zu stemmen, ist kein Thema. Im Gegenteil: Lars Schlecker sieht im Ausland die größten Wachstumschancen. In Zahlen bemessen, beschreibt COO Rusch die Schlecker-ÖsterreichSituation wie folgt: „Das Ergebnis war in den vergangenen Jahren immer im siebenstelligen Bereich positiv, auch operativ; für 2012 streben wir ebenfalls ein positives siebenstelliges Ergebnis an.“ Um das Überleben des Unternehmens zu sichern, sei für die deutsche Konzernmutter allerdings ein Investor „wahrscheinlich und notwendig“. Zumal das Privatvermögen von Vater und Firmengründer Anton Schlecker definitiv versiegt sei: „Wäre das nicht so“, sagt Lars Schle­ cker, „dann säßen wir nicht hier!“

Status quo Schlecker Österreich verfügt derzeit über 930 Filialen, die allesamt gemietet sind. Sie stehen für einen Umsatz von 300 Mio. €. Etwa 50 Geschäfte sind auf ein neues Layout umgestellt – dieses bringt laut Österreich-Chef Helmut Kampenhuber eine Umsatzerhöhung von rund 40%. Ausblick Firmengründer Anton Schlecker zieht sich im Sommer 2012 völlig zurück – die neue Generation Schlecker verspricht, vieles besser zu machen. Lars Schlecker: „Ich habe aus der Insovenz die Lehre gezogen, dass man sich immer weiterentwickeln muss.“ In der Jahresperspektive sollten 900 zukunftsfitte Filialen übrig bleiben – bei nahezu gleichem Mitarbeiterstand.

© EPA

facts

Es geht weiter: Schlecker Österreich will sich in 2012 auf 900 Filialen einpendeln, rund 50 sind schon jetzt auf ein neues Ladenlayout umgestellt, 25 sollen noch heuer folgen.


retail medianet

Alpenmilch startet regionale Initiative mit Salzburger Bäckern 

Seite 16

Big Boss

Hugo Boss steht auch 2012 für satte Umsatz- und Gewinnzuwächse  Seite 16

© Shopguard

© sxc

Brot und milch

©dpa/B. Weißbrod

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FREItag, 10. Februar 2012 – 13

© Robomow

der mähteufel

Der Rasenroboter Robomow schafft auch den First Cut zu Saisonbeginn – und das spielend. Seite 18

Special task boss

Peter Freisler ist neuer Geschäftsführer von shopguard Austria  Seite 18

Der Mann der Stunde: Sateks Zielpunkt-Deal

© Unito/APA-Fotoservice/Rastegar

short

© medianet/Szene1/Katharina Schiffl

© Bahlsen

Hamburger-Zar Michael Otto (Bild), Sohn des Ende 2011 im Alter von 102 Jahren verstorbenen Versandhandels-Kaisers Werner Otto, hat es sich nicht nehmen lassen, anlässlich „20 Jahre Otto in Österreich“ persönlich nach Wien zu kommen und zu gratulieren. Zu feiern gab es auch eine glänzende Umsatzentwicklung. Seite 16

Keks-Kaiser Bahlsen bestätigt mit 29,3% die Marktführerschaft in der österreichischen Kekslandschaft. Für 2012 sind einige „klassisch“ angehauchte Innovationen am Start; abgesehen von der volatilen Situation auf den Rohstoffmärkten stehen somit die Zeichen der Zeit auf weitere süße Marktanteilsgewinne. Seite 16

Abgekauft „Warum übernimmst du’s nicht einfach selbst?“, dachte sich Zielpunkt-Chef Jan Satek, als BluO das Unternehmen abstoßen wollte. Jetzt hat er Nägel mit Köpfen gemacht und erzählt, was er mit der Kette noch vorhat. Seite 14

Bierausstoß erhöht Österreichs größte Privatbrauerei pusht Ausstoß über 1 Mio. hl

Umbauplan 8.700 Mitarbeiter müssen gehen

Stiegl-Boss Robert Schraml legt in NÖ kräftig zu und lässt Außenstelle bauen.

für das neue Getränke-Vertriebsund Logistikzentrum erfolgte. Rund 3,5 Mio. € werden in Loosdorf investiert. Zur wachsenden Akzeptanz von Stiegl in NÖ meint GF Robert Schraml: „Wir haben unseren Marktanteil in Niederösterreich in den vergangenen fünf Jahren um mehr als 30 Prozent gesteigert. Im Lebensmittelhandel ist das Stiegl-Goldbräu in der 0,5 Liter-Flasche seit über einem Jahr sogar die Nummer eins in Niederösterreich. Diese Position wollen wir weiter ausbauen und stellen die entsprechenden Weichen dafür.“ (red)

© Pepsi

Salzburg. Das Jahr 2011 war für die Stieglbrauerei erfolgreich: Die 1 Mio. hl-Bierausstoß-Menge konnte erneut überschritten werden (2011: 1,017.000 hl; 2010: 1,005.000 hl). Insgesamt erhöhte sich auch der Getränkeumsatz der StieglUnternehmensgruppe von 150 Mio. € auf 156 Mio. €. Besonders punkten konnten die Salzburger Brauer neben der „Stiegl-Weissen“ vor allem mit den „Stiegl-Radlern“ (+10%) und der saisonalen Bierspezialität „Stiegl-Herbst-Gold“ (+14,6%). Kräftig investiert wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr in Niederösterreich, wo der Spatenstich

© Stiegl

Stiegl baut Marktanteil in NÖ aus Pepsi streicht Jobs

Pepsi will weniger Geld für Manpower und mehr für Werbung ausgeben.

Purchase. Im Kampf mit Coca-Cola um die Gunst der Kundschaft müssen bei Pepsi rund 8.700 Mitarbeiter gehen. Das sind etwa drei Prozent aller Beschäftigten. Bis zum Jahr 2014 sollen 1,13 Mrd. € eingespart werden, erklärte der US-Lebensmittelmulti am Donnerstag. Das eingesparte Geld soll unter anderem in mehr Werbung gesteckt werden. „2012 wird ein Jahr des Umbaus werden“, sagte Konzernchefin Indra Nooyi. Im abgelaufenen Geschäftsjahr stieg der Gewinn des Konzerns um zwei Prozent, der Umsatz um satte 15 Prozent.  (APA)


titelstory

Freitag, 10. Februar 2012

© medianet/Szene1/Philipp Hutter

14 – medianet retail

Jan Satek

Neo-Eigentümer und Vorstandsvorsitzender von Zielpunkt Als Ende 2011 zahlreiche Angebote für die wieder auf Kurs gebrachte Lebensmittelkette abgegeben worden sind, hat der Geschäftsführer gleich selbst zugeschlagen. Nach invensiven Verhandlungen wurden am Montag die Papiere unterschrieben.

Neu positioniert Jan Satek über die Weichenstellungen, die Zielpunkt wieder in die Gewinnzone führen sollen

„Wir sind ein moderner Greißler ohne Firlefanz“

Die Strategie: Gestrafftes Sortiment, gezielte Kundenansprachen, sympathischer werden mit Hans Krankl. natalie oberhollenzer

Wien. Vor gut anderthalb Jahren schickte der Finanzinvestor BluO Jan Satek nach Wien, um die defizitäre Lebensmittelkette Zielpunkt auf Vordermann zu bringen. Dem Sanierer bot sich ein düsteres Bild: „Die Mitarbeiter des Unternehmens waren von den zahlreichen Verkaufsprozessen total demotiviert. In den Geschäftsregalen lagen Artikel mit zentimeterhohen Staubschichten drauf.“ Jetzt hat er den schlingernden Karren einigermaßen herumgerissen – und beschlossen, hierzubleiben. Rückwirkend per Anfang des Jahres, im Zuge eines Management Buy-outs, kaufte Satek am Montag das Unternehmen seinem bisherigen Arbeitgeber BluO ab. Den dem Vernehmen nach „kleinen bis mittleren siebenstelligen Betrag“ hat er im Wesentlichen aus seiner eigenen Tasche bezahlt, zwei stille Beteiligte schossen Geldmittel zu. Aktuell ist er noch auf der Suche nach weiteren Investoren; ihm sei daran gelegen, Zielpunkt richtig auszufinanzieren. Lebensfähig sei das Unternehmen aber schon jetzt allein, wie Satek klarstellt: „Ich bin ja kein Wahnsinniger, der sich auf ein Himmelfahrtskommando einlässt.“ In 2011 machte es 540 Mio. € Umsatz, der EBITDA-Verlust schmolz von 23 auf fünf Mio. €. Die Weichen für rosigere Zielpunkt-Zeiten hat der einstige Profi-Fünfkämpfer jedenfalls gestellt. Ein Drittel des Sortiments, rund

1.700 Artikel, hat er rausgeworfen. Von den einst 93 TengelmannEigenmarken, die kaum jemand kannte und noch weniger einkaufen wollte, ist nicht mehr viel übriggeblieben. Der Anteil der noch vorhandenen Private Labels, darunter „Natürlich für uns“, „Jeden Tag“ und „Lindenhof“, liegt heute bei schmalen 15% und damit deutlich unter jenem der beiden Großen, Billa und Spar. „Wir sind definitiv kein Diskonter mehr. In unseren Geschäften stehen im Schnitt rund 5.000 Artikel“, so Satek zur Sortimentspolitik. Auch die Non-Food-Sparte musste Federn lassen. Sukzessive wurden Teile der Warengruppe ausgelistet, künftig soll es in weniger als 400 m� großen Filialen überhaupt keine derartigen Produkte mehr geben.

Neuer Vierer-Vorstand Großes Aufräumen herrscht auch beim Filialnetz. Einige Schließungen hat es bereits gegeben, weitere Geschäfte, solche, „die zu Plus-Zeiten in die Landschaft geworfen wurden“, sollen folgen. Dafür werden neue aufgesperrt. Eine sanfte Expansion von fünf bis zehn Geschäften im Jahr schwebt ihm vor, in den nächsten Wochen werden zwei in Wien und je einer in Hollabrunn und in Graz eröffnen. Umterm Strich soll sich die Anzahl an Geschäften bei rund 300 bewegen.

fähig. Ich bin ja kein

erfolgreich eingeschlagen habe. Gleichzeitig setzt er auf die gezielte Ansprache von Kundengruppen, wie mit dem mittwöchlichen Seniorentag, an dem ältere Kunden zehn Prozent weniger zahlen. „Die Aktion funktioniert sehr gut. Der Anteil an Senioren steigt an dem Tag immens, sie machen über 50 Prozent der Umsätze aus“, erklärt Satek. Erst unlängst erkor er den Dienstag zum Rabatt-Tag für Schüler, Studenten und Lehrlinge und denkt daran, weitere Themen-Tage zu lancieren: „Das sind die Dinge, mit denen wir uns zu differenzieren versuchen.“ Insgesamt wolle man sich als moderner Greißler ohne Firlefanz, aber mit dem richtigen Warenangebot verstanden wissen.

Wahnsinniger, der sich

Der „Midlife-Greißler“

auf ein Himmelfahrts-

Dabei soll auch weiterhin die Fleisch-Ehe mit der steirischen Firma Schirnhofer eine Rolle spielen: „In über 200 Filialen bieten wir diese Feinkost in Bedienung und auch die nächsten Märkte, die wir neu aufsperren, werden das bieten“, verspricht Satek. Fest steht auch die Fortführung der Partnerschaft mit der Einkaufsgenossenschaft Markant. Deren Geschäftsführer Friedrich Müller ließ nach Vertragsunterzeichnung verlautbaren, dass er Satek als den starken Mann sehe, in den er großes Vertrauen gegenüberbringe. Überhaupt genießt der selbsternannte „Midlife-Greißler“ hohes Ansehen und Wohlwollen

Die Vorstands-Riege, die diese betreuen wird, steht auch schon so gut wie fest: Der im vergangenen Sommer berufene Thomas Janny wird weiterhin für die VertriebsAgenden zuständig sein, Stephan Seifried, langjähriges Mitglied der Geschäftsleitung, wird FinanzVorstand. Eine weitere, vor allem für Logistik-Belange zuständige Person soll die Vierermannschaft komplettieren. Für den Posten hat

„Zielpunkt ist jetzt schon allein lebens-

kommando einlässt.“ Zielpunkt-eigentümer JAN Satek

Satek schon jemanden im Auge, will aber noch nicht verraten, wen. Nicht mehr mit an Bord wird BluOMann Markus Roschel sein. Was die Positionierung am Markt betrifft, will Satek weiter daran arbeiten, die Kette sympathischer zu machen – eine Strategie, die man mit dem Fußballer Hans Krankl als Markenbotschafter bereits

in der Branche. Als der Firmenchef bei einer Mitarbeiterversammlung die Übernahme bekanntgab, gab es minutenlange Standing Ovations. Die Gewerkschaft GPA djp lobt ihn via Aussendung für seinen eingeschlagenen Weg, bezeichnet ihn als seriösen Verhandlungspartner mit Handschlagqualität. Heuer will Satek den für 2011 angepeilten Turnaround schaffen, 2013 soll Zielpunkt wieder Gewinne schreiben.

facts Zielpunkt-Geschäftsentwicklung 2010 EBITDA -23 Mio. € Umsatz 550 Mio. € 2011 EBITDA -5 Mio. € (Jahresabschluss per März 2012) Umsatz 540 Mio. € 2012 Jänner 2012 Umsatz 3% über Plan und 7% über Vorjahr Ziel: Jahresmitte EBITDA Break-even Umsatzziel: 560 Mio. € Investment: 15 Mio. € Über Jan Satek 1966 in Prag geboren Diplom-Wirtschaftsingenieur (AWA, MBA), Diplomingenieur (Maschinenbau), Sanierer von Unternehmen aus den Branchen Schwerindustrie, Vermögensverwaltung, Maschinenbau Seit 2010 Zielpunkt-Vorstandsvorsitzender


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16 – medianet retail

20 Jahre Otto Group in Österreich: Umsatz von 75 Mio. € im Jahr 1992 auf 360 Mio. € im Jahr 2011 verfünffacht

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Hamburger Handelskönig feiert Geburtstag in Wien

dm steigert Marktanteil auf satte 36 Prozent Salzburg. dm-Kunden kommen häufiger zum Shoppen und kaufen mehr ein – diese doppelt positive Entwicklung bescherte dm drogerie markt in den letzten Jahren ausnahmslos ein Wachstum deutlich über dem Branchenschnitt. Der Marktanteilszugewinne am Drogeriefachhandel stieg von 32,5% im Jahr 2007 auf 36,0% mit Ende 2011. Das teilte das Unternehmen am Mittwochnachmittag in einer Aussendung mit. (red)

Neue Märkte sind vor allem Russland und Brasilien, mittelfristig könnte auch China interessant sein. Wien. Die Otto-Gruppe ist nach Amazon der größte Distanzhändler der Welt. Und: Dieses Unternehmen gehört zu 100% der Hamburger Unternehmerfamilie Otto. Michael Otto, Sohn des Ende 2011 im Alter von 102 Jahren verstorbenen Firmengründers Werner Otto, hat es sich nicht nehmen lassen, anlässlich „20 Jahre Otto in Österreich“ persönlich nach Wien zu kommen und zu gratulieren. „Der heutige Erfolg der Marke ‚Otto‘ ist auf die frühzeitige und konsequente Ausrichtung des Geschäftsmodells auf den boomenden e-Commerce zurückzuführen. Damit startete ich schon in den 1990er-Jahren“, so Michael Otto, „denn schließlich ergibt sich Erfolg dann, wenn es gelingt, Ideen rechtzeitig aufzugreifen und umzusetzen“. Und Harald Gutschi, Sprecher der Geschäftsführung von Otto Österreich, ergänzt: „Der Online-Shop auf ‚ottoversand.at‘ ist der drittgrößte Online-Shop in Österreich und der größte Online-Shop für Mode, Marken und Lifestyle. Aktuell werden mehr als 75 Prozent des Umsatzes im Internet erzielt.“

Hagen. Beim Handelskonzern Douglas bahnt sich laut Vorstandschef Henning Kreke kein Machtkampf mit dem ungeliebten Großaktionär Erwin Müller an. „Wir sind sicherlich Konkurrenten, aber es gibt keinen Krieg zwischen uns“, so Kreke. Zuvor hatte der Vorstandschef die Zahlen für das Weihnachtsquartal präsentiert und einen Gewinnrückgang gemeldet. Vor allem in der Buchsparte Thalia läuft das Geschäft nicht wie gewünscht, weil immer mehr Kunden lieber im Internet einkaufen.  (APA)

Umsatztreiber Onlinehandel Und die Umsatzentwicklung ist laut Gutschi beachtlich: von 75 Mio. € im Jahr 1992 – damals ist der erste Otto-Katalog in Österreich erschienen – auf 360 Mio. € . Für das Geschäftsjahr 2011/12 (per Ende Februar) erwartet Gutschi „das beste Ergebnis der Unternehmensgeschichte“. Der Umsatzzuwachs der gesamten Otto-Gruppe wird nach den Worten von Aufsichtsrats-Chef Michael Otto im Geschäftsjahr 2011/12 einstellig sein, nicht wie

Lidl nimmt Müller Brot von der Lieferantenliste Neckarsulm. Die Lage in der vom Hygieneskandal gebeutelten Firma Müller Brot spitzt sich weiter zu: Mit Diskonter Lidl fällt ein weiterer Großabnehmer weg, das Unternehmen hatte am Dienstag angekündigt, keine Ware mehr von Müller Brot beziehen zu wollen.

Erfolgstrio: Eigentümervertreter Michael Otto, Otto-Österreich-Sprecher Harald Gutschi und der aktuelle Katalog des Hauses.

im Vorjahr zweistellig. „Überdurchschnittlich wird wieder der Online-Bereich wachsen“, so Otto. Im Geschäftsjahr 2010/11 ist dieser Bereich um 25% gestiegen und damit das so weitergeht, hat sich die Otto-Group vor drei Wochen an einem Inkubator, also einer Firma, die Existenzgründer fördert, beteiligt. „Hier entwickeln wir unsere eigenen Ideen fürs OnlineGeschäft und finanzieren sie zum Teil mit anderen Geldgebern“, so der Konzernchef, der mittelfristig die größten Wachstumschancen bei m-commerce sieht.

Marktchance in Russland Neben immer wieder neuen Vertriebskanälen setzt der Distanz-

© dpa/Bernd Weißbrod

Insgesamt ist die Otto-Gruppe in Österreich mit 17 Einzelgesellschaften vertreten und macht hier mit 850 Mitarbeitern an fünf Standorten 360 Mio. € Umsatz. Zu den bekanntesten Namen zählen der Spezialversand Witt Weiden, Heinrich Heine, 3 Pagen und der Logistik-Dienstleister Hermes (seit 2007). Begonnen hat Otto in Österreich mit der Übernahme des Grazer Versandhauses Moden Müller im Jahr 1988. Der erste „Otto“-Katalog erschien vor 20 Jahren 1992.

Süßwaren Wachstum 2010 belief sich auf plus 2,4 Prozent

Salzburg. „In meiner Milch und meinem Brot ist Salzburg drin“ – so lautet der Slogan einer landesweiten Kooperation der Alpenmilch Salzburg mit der Innung der Salzburger Bäcker in der Wirtschaftskammer. Auf die Aktion wird aktuell in Bäckereien der Region mit Fahnen, Plakaten und Thekenaufklebern aufmerksam gemacht. „Milch und Brot sind die wichtigsten Produkte des täglichen Bedarfs, beides wird

Wien. Die Bahlsen GmbH & Co. KG in Deutschland zeigt sich mit dem Geschäftsverlauf 2011 zufrieden: „Trotz schwieriger Rahmenbedingungen, vor allem durch die hohen Rohstoffkosten, konnten wir in 2011, sowohl in Deutschland als auch im Ausland, wachsen. Wir sehen in dieser Entwicklung einen positiven Trend, den wir in 2012 fortsetzen wollen“, beurteilt Werner M. Bahlsen, Vorsitzender der Geschäftsführung, die Performance. „Wir haben unsere Marktführerschaft in Deutschland stabilisiert und konnten unsere Position im Ausland ausbauen. Damit haben wir unsere Ziele für 2011 erreicht.“ Sorgen mache nach wie vor die dramatische Preisentwicklung an den Rohstoffmärkten – Werner Bahlsen rechnet damit, dass dies auch das Ergebnis 2012 belasten wird. Bahlsen Österreich geht in 2011 einmal mehr als Sieger im Keksmarkt hervor: Mit 29,3% Marktanteil beansprucht Österreich GF Alexander Konecny die Marktführerschaft. Im Vergleich zum gesamten heimischen Süßwarenmarkt (Wachstum + 1,9 Prozent) zeigt Bahlsen mit einem Plus von 2,4 Prozent stabiles

in Salzburg in bester Qualität und großer Vielfalt angeboten. Kunden erhalten beim Kauf nicht nur höchsten Genuss, sondern unterstützen auch die heimischen Bauern“, kommentiert AlpenmilchGeschäftsführer Christian Leeb die gemeinsame Initiative. Den Konsumenten wird sie mit jahreszeitlich abgestimmten Wochenaktionen schmackhaft gemacht – bestehend jeweils aus Milchprodukten sowie Brot und Gebäck. (red)

© Alpenmilch Salzburg/Foto:Wildbild

Hugo Boss liegt ungebrochen im Trend und setzte 2,06 Mrd. € um.

Facts

Regional Alpenmilch & Salzburger Bäcker starten Initiative

Aktion: Brot & Milch aus Salzburg

Hugo Boss steigert Umsatz und Gewinn

man dort als ausländischer Anbieter noch relativ leicht, aber bei den Erträgen schaut es anders aus. Deshalb wollen wir uns in China an bestehenden Unternehmen beteiligen.“

händler auch auf neue Märkte. Diese sind derzeit in erster Linie Russland, Brasilien und die Türkei. Michael Otto: „In Russland entwickelt sich ein Mittelstand, der über Laptops und Smartphones verfügt. Und da es in vielen Städten noch kein vernünftiges Angebot an stationären Läden gibt, ist das unsere Chance. Wir rechnen heuer mit einem Umsatz von 500 Millionen Euro.“ Ähnlich optimistisch ist Otto für das junge, modeaffine Brasilien. Ebenso gut sollte sich die Türkei entwickeln, da viele Türken schon in Deutschland waren und ihnen Otto ein Begriff ist. Skeptisch ist der Unternehmen allerdings im Bezug auf den chinesischen Markt, der aber langfristig interessant ist: „Umsätze macht

Bäcker-Innungsmeister Karl-Heinz Thurnhofer und Alpenmilch-Chef Christian Leeb.

Bahlsen bäckt die größten Kekse

Wachstum. „Wir haben mit neuen Produkten, wie z.B Pick up! Black & White, attraktive Impulse gesetzt. 2012 liegt unser Fokus darauf, unser Kernsortiment zu stärken.“ Unter dem Motto „The Originals Reloaded“ stehen drei Neuprodukte in den Startlöchern, die gemeinsam mit ihren „Originalen“ – Leibniz Choco, Messino und Leibniz Butterkeks – Wachstumsimpulse am Keksmarkt setzen werden. (red)

© Bahlsen

© APA/Harald Schneider

Douglas muss Gewinnrückgang bei seiner Buchsparte Thalia verkraften.

© Unito Versand & Dienstleistungen/APA-Fotoservice/Rastegar

Jutta Maucher

Douglas sieht keinen Machtkampf mit Müller

Frankfurt. Die ungebrochene Lust auf teurere Marken hat Deutschlands größtem Modehersteller Hugo Boss zu einem weiteren Rekordjahr verholfen. Der Damen- und Herrenmodenhersteller steigerte 2011 seinen operativen Gewinn (EBITDA) um 34% auf 469 Mio. €. Das Unternehmen setzte 2,06 Mrd. € um, was 19% mehr war als im Jahr zuvor. Der Nettogewinn schnellte um 53% auf 284 Mio. € in die Höhe. Bereits im Jahr 2010 hatte Hugo Boss Spitzenwerte bei Umsatz und Ergebnis erzielt. (APA)

Freitag, 10. Februar 2012

Bahlsen-GF Alexander Konecny ist mit der Keks-Performance 2012 zufrieden.


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18 – medianet retail

Freitag, 10. Februar 2012

Coca-Cola-Standortwechsel 150 Jahre Bacardi

© Coca-Cola

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Barry O’Connell (GM CCH, Austria & Slovenia), Nikos Koumettis (CC ­President, Business Unit), Dimitris Lois (CEO CCH), Sebastian Kurz, Dirk Veryser (­Operations Director CSE), Philipp Bodzenta.

© Bacardi

Neuer Standort der Coca-Cola Company Austria 2

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1. Matthias Knoll, Yvonne Naber, Mark de Witte; 2. Wotan Wilke Möhring, Ben Sadler; 3. Franziska Knuppe, Kirsten Wilson, Gonzales und Uwe Ochsenknecht; 4. Max Herre, Kelly Rowland, Joy Denalane.

Jubiläumsparty mit besonderen Cocktails in Berlin-Kreuzberg

Legendäre Party mit Promifaktor Rum-Geschichte Der 150. Geburtstag von Bacardi lockte rund 650 Gäste ins Umspannwerk Berlin-Kreuzberg. Mark de Witte, Managing Director Bacardi D-A-CH & Nordics, begrüßte die Besucher: „In unseren 150 Jahren sind Bacardi und legendäre Partys mit ausgezeichneten Cocktails untrennbar miteinander verbunden. Daher haben wir es uns nicht nehmen lassen, unseren 150. Geburtstag mit einer einzigartigen Party und exklusiven Musik-Acts zu begehen.“ Es war Souldiva Joy Denalane, die die Partygäste mit einem exklusiven Konzert begeisterte; dazu kamen gemeinsame Songs mit Max Herre und improvisierte Stücke mit Megaloh und Y’Akoto. Gekommen waren unter anderem: Oliver Korittke, Franziska Knuppe, Till Rönner, Uwe und Gonzales Ochsenknecht, Anna Maria Mühe, Kelly Rowland, Benjamin Sadler.  (jm)

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die finstere brille

Der alte Mann & die junge Frau © Robomow

© Shopguard

Alles Neu Die neue Österreich-Zentrale der Coca-Cola Company am Euro Platz 2 im 12. Bezirk in Wien ist laut Barry O’Connell (General Manager CCH, Austria & Slovenia), „ein kraftvolles, modernes Symbol für Offenheit, Integration und Zusammenarbeit in einem wachsenden Europa“. Die Bedeutung des neuen Standorts wurde bei der Eröffnungsfeier auch durch die Anwesenheit von Dominique Reiniche, Europachefin des Weltkonzerns, unterstrichen. Sie betonte: „Coke ist ein lebendiges Symbol aktiver Integration. Coca-Cola bringt Menschen zusammen und vermittelt ein positives Lebensgefühl – unseren Konsumenten ebenso wie unseren Mitarbeitern.“ Im neuen Headquarter arbeiten auf 3.400 m� Bürofläche Menschen aus mehr als 19 Nationen gemeinsam am Erfolg einer Marke. Diese positive Wirkung der Coca-Cola-Unternehmenskultur würdigte auch Das Q19 Einkaufsquartier Sebastian Kurz, Integrati­Döbling und Interspar laden ein onsstaatssekretär, bei seinem zum Heringsschmaus am Rundgang durch das Haus: 15. Februar, ab 20 Uhr. „Es soll nicht die Herkunft Live on stage: Comedy eines Menschen zählen, son­Zauberer Christopher Käs dern die Leistung, die jemand erbringt.“ (jm)

Produkt des tages

Kopf des Tages

Peter Freisler (55) ist neuer Geschäftsführer von shopguard Austria, dem Spezialisten für EAS (Elektronische Artikel-Sicherung) Warensicherungssysteme im Handel. Mit Freisler hat shopguard einen ausgewiesenen Handelsexperten für die Geschäftsführung an Bord geholt. Freisler begann seine Karriere bei PCS IT-Trading, wo er die Verantwortung für den Verkauf von Warenwirtschaftssystemen für den heimischen Handel innehatte. Danach war er Leiter der Retail Division von Wincor Nixdorf, wo er gemeinsam mit seinem Team den Vertrieb von PoS-Lösungen für den Einzelhandel erfolgreich ausbaute.

Der Chef ist zufrieden: Mark de Witte.

Ein Ort der Toleranz und für Integration

Christian Novacek

W First Cut Mit dem Robomow RM510 hält diesen Frühling eine neue Generation von vollautomatischen Rasenrobotern Einzug in die Gärten der Österreicher. Denn anders als andere Rasenroboter schafft der RM510 auch den ersten Schnitt – klassische Rassenmäher gehören somit endgültig der Vergangenheit an. Durch seinen hohen Radstand, die flexible Einstellhöhe und die starke Motorleistung erledigt der Robomow RM510 auch den sogenannten First Cut am Saisonbeginn. Über das Jahr hinweg eignet er sich auch bestens für Grünflächen mit höherem Rasen. Dabei besitzt der RM510 die stärkste Motorleistung in der Kategorie Rasenroboter und schafft damit einen top-gepflegten Rasen in besonders kurzen Mähzeiten. UVP: 1.359 € (inkl. 20% USt).

oran scheitert Schlecker, an dem Zielpunkt nicht gescheitert ist? Beide sind Diskonter, beide hatten mal oder haben eine deutsche Konzernmutter, beide sind in ihrer Struktur nicht jene, die Bestlagen besetzen. In Anbetracht der Schlecker-Insolvenz wäre der Verdacht, dass sich die Zeit der Diskonter dem Ende zuneigt, nahe. Bipa und dm habens dem Schlecker gezeigt - zufällig flattert das mail, in dem dm seinen Marktanteilsgewinn verkündet, an dem Tag rein, an dem Schlecker ob der Pleite seine erste Österreich-Pressekonferenz macht. Bipa hält sich zurück; möglicherweise wollte man dem, der angeknockt ist, nicht noch eins drauf geben. Aber wie ist es mit Billa und Spar - zeigen‘s die Hofer, Lidl und Zielpunkt ebenso wie Bipa und dm dem Schlecker? Nicht ganz, weil die Diskonter hier die Flucht nach vorne antreten: mit Markenartikeln, Backstationen (Lidl), smarten Aktionen (Zielpunkt). Der Endausbau könnte so aussehen: Hofer und Lidl mutieren zu letzten Markenbastionen während Rewe und Spar die Eigenmarkenanteile ins 100 Prozent-Gefilde getrieben haben. Und selbst Schlecker hat sich zwei Zielgruppen ausgemacht, die von den Mitbewerbern kaum besetzt sind: junge Mütter und alte Männer. Wenn das nicht mal gut zusammengeht.c.novacek@medianet.at

D i e z a h l m i t d e m a h a - e f f e k t zum Weitererzählen

Qualitätsmerkmale Rund 13 Prozent des frischen, noch genießbaren Obstes landen im Müll.


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