22. Jahrgang
No. 2297
Im Zeichen des Radios RMS Radio Research Day „live“: Messbarkeit, Musik, Marke & Mental Health 10
Freitag, 13. Mai 2022
Euro 4,–
Wachstum flaut ab Die OnlineRevolution bleibt aus, sagt Handelsobmann Trefelik 34
Standort unter Druck Fachkräfte, Energie und Steuern bereiten Sorge 52
© medianet/Katharina Schiffl
Mit 18 Seiten retail ab Seite 33 ACSP fordert MaskenEnde im Handel S+M Shopping Center Report 2022 Otto eröffnet Showroom in Gerasdorfer G3 Ein Jahr UniBox
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Verbund mit hohem Gewinnplus © Paul Ballot
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KONZERNERGEBNIS/Q1
DMB. vollzieht den Generationswechsel Jürgen Vanicek, Moana Merzel und Marcello Demner führen künftig DMB. Mariusz Jan Demner wird Holding-Chairman. 4
WIEN. Der Stromkonzern Verbund ist mit einem kräftigen Gewinnanstieg ins Jahr gestartet. Im ersten Quartal lag das Konzernergebnis mit 514,4 Mio. € um 256% über dem Vorjahresvergleich. Für das Gesamtjahr werden 1,55 bis 2 Mrd. € Nettogewinn erwartet statt der bisherigen 1,4 bis 2 Mrd. €.
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Wir sind immer noch dieselben Affen. Womöglich einen Tick hygienischer, aber in den basalen Verhaltensmustern machen wir es nicht viel anders.“ Zitat der Woche Gregor Fauma, Evolutions biologe, Business-Coach. Mehr dazu lesen Sie nächste Woche in medianet.
Impressum Medieninhaber: medianet Verlag GmbH 1110 Wien, Brehmstraße 10/4. OG http://www.medianet.at Gründungsherausgeber: Chris Radda Herausgeber: Germanos Athanasiadis, Mag. Oliver Jonke Geschäftsführer: Markus Bauer Verlagsleiter: Bernhard Gily Chefredaktion/Leitung Redaktionsteam: Mag. Sabine Bretschneider (sb – DW 2173; s.bretschneider@medianet.at), Stellvertreter der Chefredakteurin: Dinko Fejzuli (fej – DW 2175; d.fejzuli@medianet.at)
EDITORIAL / INHALT
Das Runde passt auch ins Eckige Photonenflug statt Fußball – und die Lehren, die man daraus ziehen könnte. Leitartikel ••• Von Sabine Bretschneider ZWEIDEUTIG. „Die Quantenphysik hat recht“, betitelt sich die gestrige Aussendung der TU Wien. Ein alter „Schönheitsfehler“ des berühmten Doppelspaltexperiments, so heißt es, konnte an der TU Wien in Kooperation mit der Hiroshima University nun korrigiert werden: „Ein einzelnes Neutron bewegt sich in eindeutig quantifizierbaren Anteilen auf zwei Wegen gleichzeitig.“ Falls Sie Ihr Schulwissen noch abrufen können: Das Doppelspaltexperiment ist ein Experiment zur Quantenmechanik. Licht besteht aus winzigen „Quanten“, den Photonen; manchmal – und gleichzeitig – verhält es sich aber auch wie eine Welle. Und nicht nur (masseloses) Licht: Feuert man ein Elektron, ein Materieteilchen, auf eine Platte mit zwei Schlitzen, schwappt es ebenfalls gleichzeitig durch beide durch. Das verblüffende Ergebnis wurde bis dato durch statistische Untersuchung erzielt – viele Teilchen, viele Durchgänge … Die Wissenschaftler in Wien und Hiroshima schaffen das jetzt
Kontakt: Tel.: +43-1/919 20-0 office@medianet.at | Fax: +43-1/298 20 2231 Fotoredaktion: fotored@medianet.at Redaktion: Christian Novacek (stv. CR; nov – DW 2161), Paul Hafner (haf – DW 2174), Helga Krémer (hk), Reinhard Krémer (rk), Martin Rümmele (rüm), Jürgen Zacharias (jz) Zuschriften an die Redaktion: redaktion@medianet.at Lektorat: Mag. Christoph Strolz Grafisches Konzept: Verena Govoni Grafik/Produktion: Raimund Appl, Peter Farkas Fotoredaktion: Jürgen Kretten Fotoredaktion/Lithografie: Beate Schmid Druck: Herold Druck und Verlag AG, 1030 Wien Vertrieb: Post.at Erscheinungsweise: wöchentlich (Fr) Erscheinungsort: Wien Einzelpreis: 4,– ¤ Abo: 179,– € (Jahr) (inkl. Porto & 10% MwSt.) Auslands-Abo: 229,– € (Jahr). Bezugsabmeldung nur zum Ende des vereinbarten Belieferungszeitraums bei 6-wöchiger Kündigungsfrist; es gelten unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen; Gerichtsstand ist Wien. Gastbeiträge müssen sich nicht mit der Meinung der Redaktion decken. Offenlegung gem. §25 Mediengesetz: https://medianet.at/news/page/offenlegung/
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mit einem einzelnen Teilchen. Quasi ein Quantensprung in der Forschung, um den Begriff so missbräuchlich wie üblich zu verwenden. Warum der Ausflug in den Welle-TeilchenDualismus? Erstens, weil es belegt, zu welcher Exzellenz österreichische Wissenschaftler immer wieder fähig sind – und weil Forschung die alleinige Grundlage für funktionierende Innovation ist. Und zweitens, weil sozioökonomische und politische Dualismen sich in letzter Zeit dermaßen aufdrängen. Man denke etwa an die laufenden Debatten zu Besteuerung und Ukraine-Konflikt. Dass jede, noch so radikale, Position durch beide Schlitze passt – und was diametral anders zu sein scheint, in Wahrheit kein Gegensatz ist, diese Überlegung ist ein Orchideengedanke. Aber ein hübscher. Die Österreichische Akademie der Wissenschaften hat eben einen neuen Campus bekommen – das Viertel rund um die Alte Wiener Universität wurde großzügig saniert. Ein „pulsierendes Wissenszentrum für die Grundlagenforschung“ (ÖAW-Präsident Anton Zeilinger) soll es werden. Möge es gelingen.
Inhalt COVERSTORY
RETAIL
FINANCENET & REAL:ESTATE
Erweiterung des Spielfelds ..... 4 Die Demner.Group entwickelt neue Geschäftsfelder
Evolution statt Revolution ....... 34 Das Wachstum des heimischen E-Commerce verlangsamt sich
Wo Firmen der Schuh drückt . 52 Fokus auf Energieversorgung, Steuern und Arbeitsmarkt
MARKETING & MEDIA
„Warenversorgung ist sicher“ . 36 Spar-Vorstand Fritz Poppmeier über die aktuelle Lage des LEH
Akkus im Trend ......................... 60 IFMS kooperiert mit Makita
RMS Radio Research Day ....... 10 Leistungsshow für das Medium Radio und seine Vorteile Neuer Werbeklimaindex .......... 16 Michael Mrazek zur Situation „Kurier“ baut k-digital aus ....... 20 Wie man Public Relations weiterdenkt und wo Potenziale liegen 10 Jahre Kampagnen ............... 24 Philipp Maderthaner feiert mit seinem Campaigning Bureau kraftwerk Round Table ............. 28 Über Innovationen durch Company Building
HEALTH ECONOMY „Es sind noch alle da!“ ............ 38 S+M Shopping Center Report Kostenfrei ist Auslaufmodell.... 40 EHI-Bestandsaufnahme zur Zukunft der E-Ladestationen Die Brücke geschlagen ........... 42 Otto eröffnet Showroom im G3 Ein Jahr UniBox ........................ 44 UniGruppe-Eigentümer Andreas Haider zieht eine positive Bilanz Bierkultur trotzt der Krise ........ 48 Der Bier Guide 2022 ist da
F&E zieht kräftig an .................. 62 Krebs und Corona kurbeln die Forschung ordentlich an Kritik an Influencern ................ 66 Werbung für Ungesundes INDUSTRIAL TECHNOLOGY Der Wert der Innovation .......... 70 Report der Singularity Group Endlich in der Chefetage ......... 78 IT-Strategieberater Gerald Hübsch über die Schlüsselrolle der IT
© Paul Ballot
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COVERSTORY
Freitag, 13. Mai 2022
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COVERSTORY
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Ausbau des Spielfelds für Werbeagenturen Mariusz Jan und Marcello Demner erweitern und entwickeln gemeinsam mit ihrer Führungsriege die Potenziale und Geschäftsfelder der Demner.Group.
••• Von Dinko Fejzuli
Und dieses Ziel, über die Werbung hinaus alle kundenrelevanten Bereiche mit Kreativität zu versorgen, hat zuletzt im Vorjahr zum viel beachteten und erfolgreichen Launch der Consultingcompany Fly’ – „Creative Strategies for Growth“ geführt.
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Kreativität ist die DNA „Im Zentrum allen Handelns steht die Kreativität, seit jeher Kern der DNA von DMB.“, so quasi das Motto der Agentur, denn ohne sie gäbe es keine spektakulären Kampagnen, keinen Markenmagnetismus und keine wirksame Differenzierung zur Konkurrenz.
Im Zentrum allen Handelns steht die Kreativität, seit jeher Kern der DNA von DMB. Mariusz Jan Demner Chairman Demner.Group
zel, bereits bisher Mitglied der Geschäftsführung, sowie dem bewährten Team der Geschäftsleitung „dafür sorgen, dass die Agentur in ihrer Leistungsfähigkeit für Kunden noch weiter ausgebaut wird, um auch künftig zuzusichern, was bisher schon
© Emma Zimmel
ie Disruption von allem und jedem hat schon seit Jahren auch die Werbebranche gebeutelt und zu massiven Veränderungen, oft genug auch zu Verwerfungen geführt. Statt nicht wiederkehrende Zeiten zu bejammern, haben Mariusz Jan und Marcello Demner gemeinsam mit der Führungsriege ihrer Agenturgruppe an der Weiterentwicklung und Ausweitung von Potenzialen und Geschäftsfeldern gearbeitet, die das bisherige Spielfeld zumindest für die Demner.Group beträchtlich erweitert haben.
entwickelt und ist heuer unter den Top 5 des aktuellen FocusMediaagenturen-Rankings. Seit zwei Jahren ist sie zudem als „Local Planet Austria“ Teil eines globalen, gleichfalls unab hängigen Mediaagenturnetzwerks.
Nachhaltige Arbeit Für den Kunden Zalando inszenierte man gemeinsam mit Kunststudenten Pre-Owned Mode.
Neu in der DMB.Group ist auch die Etablierung des DMB. Accelerator, mit dem nicht nur Start-ups und junge Unternehmen unterstützt werden; man geht auch mit eigenem Geld ins unternehmerische Risiko und lebt quasi jeden Schritt dieser Kunden auch hautnah mit. Auch die Positionierung der ebenfalls zur Holding gehörenden Media1 als Marken- Mediaagentur hat sich ausgezahlt – sie hat sich in den letzten Jahren zur größten unabhän gigen Mediaagentur des Landes
Diese Dynamik der Weiterentwicklungen in der Gruppe führt u.a. auch zu einer Neuverteilung von Aufgaben bei der DMB. und wird durch die nun in ihren verschiedenen Positionen wirkenden Personen auch nach außen sichtbar. Bewährtes Team Marcello Demner, zuständig für New Business & Business Development, sowie Jürgen Vanicek, Leiter Beratung, wurden zu Geschäftsführern bestellt. Sie werden gemeinsam mit Moana Mer-
wichtigstes Ziel von DMB. war: Kunden mit außerordentlichen Strategien und außerordentlichen Ideen zu außerordentlichen Erfolgen zu verhelfen“, so die Agenturvertreter in einem Gespräch mit medianet. Mariusz Jan Demner konzentriert sich künftig auf seine Aufgaben als Chairman der GruppenHolding und sieht sich seinem Ziel einen großen Schritt näher: „Ich habe in den letzten Jahren Weichen gestellt, um die Demner. Group von einer inhabergeführten zu einer inhabergelenkten
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Führungstrio Die neue DMB.Führung Jürgen Vanicek, Moana Merzel, Marcello Demner.
© Paul Ballot
der Kommunikationsbranche, aber auch gerne Kundenberaterinnen und Kundenberater, die selbst früher auf der Kundenseite gestanden sind. „Das Wichtigste in unserem Job sind Neugier, Herz und Verstand“, so Merzel über die Job Description. Und: Man müsse als Agenturleitung auch Veränderung zulassen. „In einer so großen Agentur haben wir viele kreative Köpfe mit unterschiedlichen Talenten, da wollen wir das selbstbestimmte und eigenverantwortli-
Unternehmung zu entwickeln. Da bin ich mit den aktuellen strukturellen und personellen Entwicklungen deutlich weitergekommen. Ich werde zwar für einige langjährige Kunden weiterhin die Letztverantwortung tragen, mich aber künftig deutlich stärker Mentoring- und Coaching-Aufgaben innerhalb des Hauses widmen und – wie schon bisher – in solcher Funktion auch dem Topmanagement von Kunden zur Verfügung stehen.“
hat. „Auch ein Stratege muss ein Kreativer sein, sonst fehlt ihm Wesentliches, um eine Differenzierung zu schaffen. Strategen dürfen heute eben nicht nur in Strategien denken, sondern gleichzeitig auch in Kommunikation, die Unterschiede schafft“, so Mariusz Jan Demner.
Differenzierung schaffen Angesprochen auf die aktuelle und künftige Entwicklung der Agentur, spricht Marcello Demner davon, dass es wichtig sei „das zu eng gewordene klassische Werbeagentur-Spielfeld zu erweitern“. Kreativität stehe immer im Zentrum des Handelns, sie sei die DNA der Agentur, bloß drücke sich Kreativität bei DMB. eben nicht bloß in einem Plakat oder einen Werbespot aus, sondern wird nun in mehr Bereichen wirksam, mit denen sich DMB. einen weitaus größeren Wirkungsradius geschaffen
In einer so großen Agentur haben wir viele kreative Köpfe mit unterschied lichen Talenten, da wollen wir das selbstbestimmte und eigenverantwortliche Arbeiten fördern. Moana Merzel DMB.
Marcello Demner ergänzt: „Ich freue mich, dass wir seit geraumer Zeit nicht mehr warten müssen, bis wir zu Pitches eingeladen werden; viele der New Business-Kunden gewinnen wir bereits bei der Diskussion der Ziele und sind oft schon bei der Erstellung des Briefings eingebunden. Das halte ich letztlich auch für den effizienteren Weg.“ Um all diese Aufgabe zu bewältigen, müsse man aber auch über das entsprechende Personal verfügen, so Moana Merzel, langjähriges Mitglied der DMB.-Führungsriege, die für die kaufmännischen Agenden sowie Human Resources zuständig ist. Hier könne man inhouse auf ein breites Spektrum an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, aber auch Freelancern zurückgreifen; man bilde selbst den Nachwuchs aus, greife aber auch – und das national und international – bei Bedarf auf Externe zu. Dabei suche man nach der idealen Mischung von Kommunikations expertenen aus der Agenturwelt, Absolventen und Quereinsteigerinnen und Quereinsteigern aus
Es ist wichtig, das zu eng gewordene WerbeagenturenSpielfeld deutlich zu erweitern. Marcello Demner DMB.
che Arbeiten fördern. Also schaffen wir Rahmenbedingungen, die das berufliche und private Leben in Einklang bringen. Wir sind bereits letztes Jahr auf ein ‚Full Flex‘-Modell umgestiegen und überlassen es unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Abstimmung mit ihren Leads, von wo und nach Möglichkeit auch wann sie arbeiten wollen“, so Merzel. Den „Niedergang der Netzwerkagenturen in Österreich“, wie Mariusz Jan Demner den in
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den letzten Jahren vollzogenen Rückzug etlicher Internationaler Player aus dem heimischen Markt nennt, sieht er gleichzeitig auch als Quelle für neue Mitarbeiter: „Wenn die Multis hierzulande einen Laden dichtmachen, sind plötzlich Leute verfügbar, die sich unter anderem als One Man/Women Shows selbstständig machen. Man nützt deren Angebot und arbeite auch auf dieser Basis gut zusammen.“ © DMB./Darbo
Wir sind in der Ent scheidungsfindung und Umsetzung von neuen Ideen und Strukturen viel agiler als Netzwerk agenturen.
Darbo, eine erfolgreiche Einführung durch DMB. in Italien.
führung denke man interdisziplinär, um auch die Breite der Kreativität zu fördern. „Und was sich dann nach außen spiegelt, ist das geschärfte Leistungsangebot. Unsere Heritage ist die Markenführung, aber darüber hinaus haben wir durch die unterschiedlichen Initiativen und die starke digitale Ausrichtung der letzten Jahre sehr viele neue Leistungsspektren“, so Vanicek. Betrachtet man die Demner. Group, so hat sich diese über
Jahre auch ein erquickliches Auslandsgeschäft erarbeitet; vor allem Italien hat sich als lohnender Markt erwiesen. So wolle man den Ausbau von Kunden wie Europas größter Apfelmarke „Marlene“, für die nicht nur in Italien, sondern in mehreren Kontinenten DMB.-Werbung zu sehen ist, oder für Darbo weiter vorantreiben, so Marcello Demner. Man wachse aber auch mit Kunden wie der XXXLutzGruppe in der Schweiz und im
© DMB./VOG
Der wesentliche Unterschied Apropos International: Bei DMB. denkt man immer schon über die eigenen Grenzen hinaus – neuerdings auch bei der Kollaboration mit Dritten. So öffnet man sich deutlich in Richtung Partnerschaften. Jürgen Vanicek, der nach mehr als zehn Jahren in der Schweiz zu DMB. gestoßen ist: „Ich war selbst als Business Director und Mitglied der Geschäftsleitung bei einem der großen Multis, die ja internationales Know-how und ein Expertennetzwerk für sich reklamieren. Ich war überrascht, dass ich das auch bei DMB. in Wien vorgefunden habe, wo von Wien aus über ein Dutzend Länder bearbeitet werden. Da konnte ich ansetzen und das noch verstärken.“ Wesentlich dabei sei eben nur, dass man wissen müssen, welche Dinge man inhouse bündeln wolle und was man an Expertise von außen dazuholt. Und, so Vanicek über einen der wesentlichen Unterschiede, die dann für Kunden einen Vorteil bringen würden: „Ich sehe, wir sind in der Entscheidungsfindung und Umsetzung von neuen Ideen und Strukturen viel agiler als Netzwerkagenturen.“ Als Geschäfts-
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„Marlene“-Positionierung und TV-Werbung in Europa und Übersee.
Jürgen Vanicek DMB.
CEE-Raum sowie mit Start-ups wie dem Neoh-Riegel, der gerade am Sprung nach Nordamerika ist. „Wir konnten mit unserer Arbeit zu einer enormen Steigerung in der Unternehmensbewertung beitragen.“ Focus-Ranking: Platz eins Zum Schluss des Interviews kommt man noch darauf zu sprechen, wie wichtig es ist, gerade in Krisen nicht zu erstarren, sondern zu reagieren. „Ich bin bei DMB. ausgerechnet zum ersten Corona-Lockdown angetreten“, so Jürgen Vanicek. „In dieser Zeit haben wir mit einer herausragenden Schar von Talenten und Kämpfern aus der Krise Chancen entwickeln können. Mit Arbeit, die unsere Kunden weitergebracht und damit auch der Agentur weitergeholfen hat. Nach zwei Jahren Corona zeigt das Focus-Ranking DMB. mit Respektabstand zu den Mitbewerbern wiederum auf Platz 1. What a ride.“
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COVER
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marketing & media Kommentar Wichtigste Etappen der Customer Journey bei E-Mails 15
Nachhaltig Die bleibende Wirkung des Humanitarian Broadcasting des ORF 30
Publikation Kurier macht Leserinnen und Lesern Lust auf Österreich 32
© Stefanie J. Steindl
© ORF/Thomas Ramstorfer
© Christoph H. Breneis
Christoph Truppe
„Radio ist mehr als nur eine Abspielplattform“
Führungsposition Der ausgewiesene Digitalexperte Christoph Truppe ist seit Anfang Mai neuer Director Business Development im Führungsteam von adverserve. Der studierte Medienmanager wechselt von smarter ecommerce (smec) zu adverserve. Nach dem Studium war der gut vernetzte Branchenkenner über zehn Jahre bei der Mediaagentur Mindshare tätig.
© Eva trifft.
© Campaigning Bureau, Wien
Diese Woche lud der Privatradio-Werbezeitenvermarkter RMS Austria zum alljährlichen Radio Research Day. 10
Werbeklima WKÖ-Fachverbandsobmann Michael Mrazek über die aktuelle Lage. 16
Jubiläum Das Campaigning Bureau feierte diese Woche seinen zehnten Geburtstag. 24
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Ein Tag ganz im Zeichen des Radios Auch heuer war der RMS Radio Research Day eine einzige Leistungsshow für das Medium Radio und dessen Vorteile.
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ie von RMS Austria gegründete Fachveranstaltung Radio Research Day hat sich längst zu einem fixen Event der Kommunikationsbranche etabliert. Und nach der
langen und anstrengenden Pandemiezeit war es nun endlich wieder so weit, und der Radio Research Day konnte als LiveEvent durchgeführt werden. Über 300 Gäste füllten den Saal im Palais Niederösterreich,
um sich von der Superkraft des Hörens mitreißen zu lassen. Joachim Feher, Geschäftsführer der RMS Austria, ging gleich zu Beginn seiner Begrüßung auf die großen Veränderungen der letzten Jahre ein.
Fachwissen Doris Ragetté (RMS Austria), KeynoteSpeaker Richard David Precht, Ric Scheuss (TRO GmbH), Joachim Feher (RMS Austria).
„Niemand konnte sich vorstellen, dass ein Virus solange die Welt im Würgegriff haben wird, und noch vor wenigen Monaten dachten wir, dass es in Europa nie wieder Krieg geben wird. Beides ist jedoch Realität
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Radio bedeutet Brand-Safety Feher verwies aber noch auf weitere Vorteile von Radio: Werbung im Radio garantiert absolute „Brand-Safety“. Radio ist frei von unpassenden oder gewalttätigen Umfeldern, die eine Marke schwer beschädigen können. Darüber hinaus bietet Radiowerbung den günstigsten TKP ohne galoppierende Inflation wie bei anderen Mediengattungen. Im Vergleich zu anderen Medien verursacht Radiowerbung den geringsten CO2-Ausstoß, und kein anderes Medium ist so klimafreundlich wie Radio. Richard David Precht – Philosoph, Podcaster und BestsellerAutor – begeisterte das Publikum mit seiner Keynote: „Durch
© Christoph H. Breneis
geworden. Und gerade in diesen anstrengenden Zeiten brauchen wir eine starke Mental Health: Emotionales und soziales Wohlbefinden ist wichtiger denn je. Und dabei kommt Audio eine ganz entscheidende Rolle zu: Denn gerade kuratiertes Radio – zusammengestellt von Profis – bietet Momente der Entspannung und schafft Ruhepausen, die gerade jetzt so wichtig sind, ohne aber aktuelle Informationen zu versäumen.“
Radio ist das Unterhaltungsmedium Nummer eins. Im Radio erfährt man aber auch viel Neues, und die Hörer werden oft positiv überrascht. Das beweist, dass kuratiertes Radio mehr als nur eine Musik-Abspielplattform ist. Doris Ragetté RMS Austria
Gerade in diesen a nstrengenden Zeiten brauchen wir eine s tarke Mental Health: E motionales und soziales Wohlbefinden ist wichtiger denn je. Und dabei kommt Audio eine ganz entscheidende Rolle zu. Joachim Feher Geschäftsführer RMS Austria
die ökonomisch-technischen Veränderungen wird sich die Arbeitswelt radikal verändern – wir befinden uns in einer gigantischen Transformation“, so Prechts Aussage gleich zu Beginn. „Durch Deep Learning, Künstliche Intelligenz und selbstlernende Computer ist das zweite Maschinenzeitalter angebrochen, das uns zwingt, den Begriff Arbeit neu zu definieren.“ Politische Themen Und Precht weiter: „Die große Veränderung bedeutet, dass wir uns von der Erwerbsarbeitsgesellschaft hin zur Sinngesellschaft wandeln.“ In weiterer Folge führte Precht aus, dass Arbeit weniger stark besteuert und die
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Lohnnebenkosten gesenkt werden sollten. Stattdessen tritt er für eine Wertschöpfungsabgabe sowie Finanztransaktionssteuer ein. Dadurch sei es möglich, ein bedingungsloses Grundeinkommen für jeden Einzelnen zu ermöglichen und zu finanzieren. „Dieses bedingungslose Grundeinkommen würde auch den Wunsch, zu arbeiten nicht mindern, wenn ein Zuverdienst erleichtert wird. Und wer mehr verdient, gibt naturgemäß auch wieder mehr aus. Das führt wiederum dazu, dass die Steuerlast der Besserverdiener deutlich höher wäre als das Grundeinkommen.“ Die Audiowelt, ein Universum Doris Ragetté, Marktforscherin bei RMS Austria, nahm bei ihrer Präsentation die Zuhörerinnen und Zuhörer mit auf eine Reise durch das Universum der Audiowelt – das Audioversum – und beleuchtete anhand einer aktuellen Studie den Stellenwert von Radio im Vergleich zu anderen Audio-Plattformen. So liege bei den 16- bis 65-Jährigen Radio sowohl bei der wöchentlichen Nutzung als auch bei der strengeren Definition der Tagesreichweite signifikant über der am
RMS Radio Award-Preisträger Top Seller Besonders abverkaufsstarke Sujets, die die Konsumenten stark zum Kauf anregen Kunde Josef Recheis Eierteigwarenfabrik und Walzmühle Spot Recheis Spaghetti Kreativagentur Baschnegger Ammann Mediaagentur Wavemaker
Permanent Performer Marken mit einem hohen Ausgangswert, die ihre starken Leistungswerte nochmals steigern können Kunde Brau Union (Austria) Spot Gösser – Gastro Wiedereröffnung Kreativagentur McCann Wien Mediaagentur Dentsu Austria
Speedy Sujets, die schon nach wenigen Schaltungen eine überproportionale Leistungssteigerung aufweisen Kunde Eduscho Austria Spot Eduscho Image Text/Kreation Lydia Jakl Mediaagentur OMD
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Die Sieger 1. Recheis (Top Seller) 2. Gösser (Performer) 3. Eduscho (Speedy)
rale Rolle Sound in der Markenkommunikation spielt, konnten wir unseren Gästen auch beim 22. Radio Research Day wieder ein breites Spektrum an Themen bieten. Besonders hat uns aber auch gefreut, dass wir uns endlich wieder – nach einer gefühlten Ewigkeit – mit unseren Gästen persönlich austauschen konnten und zumindest für ein paar Stunden die Pandemie und den Krieg vergessen durften“, freut sich Doris Ragetté, Organisatorin des Radio Research Day, über einen besonders gelungenen Event.
Smart Speaker & Co. Weitere Themenbereiche, die in der Audioversum beleuchtet wurden, waren die Nutzung von Smart Speaker und PodcastUsage. Ric Scheuss, Geschäftsführer von TRO GmbH, etwa referierte über die Macht und Messbarkeit von Musik, Klang und Stimme in der Markenkommunikation. Mit Sonic DNA – einem Machine Learning-Algorithmus zur Emotionserkennung in akustischen Mustern – zeigte er das Spannungsfeld zwischen Künstlicher Intelligenz und menschlicher Kreativität auf. Anhand konkreter Fallbeispiele ganzheitlicher, technologiegetriebener Soundstrategien bewies Scheuss, wie Musik, Sound und Stimme in der Markenkommunikation ihre volle Wirkkraft entfalten und welche emotionalen Identifikationen im menschlichen Gehirn ausgelöst werden können. „Mit einem exzellenten Keynote-Speaker wie Richard David Precht, der zu einer Vielzahl an Denkanstößen anregt, mit einer aktuellen Studie, die den hohen Stellenwert von Radio in der gesamten Audiowelt beleuchtet, sowie dem Beweis, welch zent-
© Christoph H. Breneis
häufigsten genutzten Plattform YouTube. Und Ragetté über die wichtigsten Nutzungsgründe: „Radio ist das Unterhaltungsmedium Nummer eins. Im Radio erfährt man aber auch viel Neues, und die Hörerinnen und Hörer werden oft positiv überrascht. Das beweist, dass kuratiertes Radio mehr als nur eine Musik-Abspielplattform ist. Die persönliche Ansprache durch Moderatoren, die menschliche Stimme, die Nähe zu den Usern aufbaut, machen Radio so unverwechselbar und damit unverzichtbar im Medienalltag der Österreicherinnen und Österreichern“, so die Radioexpertin weiter.
RMS Radio Award Den Abschluss bildete die Verleihung des RMS Radio Award, der an Auftraggeber bzw. die Kreativ- und Mediaagentur eines erfolgreichen Hörfunkspots vergeben wird. Ermittelt werden diese aus insgesamt 285 getesteten Spots aus der Sujet-Datenbank von Focus Media Research, die im Erhebungszeitraum von März 2021 bis Februar 2022 neu on Air gegangen sind. Anhand relevanter Kriterien wie Spotbekanntheit, Markenimpact und Imagebeurteilung werden die besten Spots im Rahmen von Umfragestudien ermittelt. Daraus leitet sich der sog. RMS Score ab, der im Durchschnitt über alle 285 neuen Radiospots 48 Punkte beträgt. Alle in diesem Zeitraum analysierten Sujets wurden außerdem mithilfe eines Statistiktools zur Messung der Effizienz in Kategorien eingeteilt, die sich deutlich voneinander unterscheiden. Es wurde aus jeder Kategorie der Beste mit dem Radio Award ausgezeichnet. Und die Jury, die letztlich über die Siegerinnen und Sieger entscheidet, ist eine der objektivsten und unbestechlichsten – nämlich die Hörerinnen und Hörer, also die potenziellen Konsumenten. (fej)
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App spart Zeit und Geld Das Tech-Unternehmen Futured sorgt mit seinen Apps für die Vereinfachung von Arbeitsabläufen und bietet maßgeschneiderte individuelle Lösungen.
© Futured/www.2foto.cz
Mobiles Büro Mobile Apps sind ein Schlüssel element im Business-Bereich. Viele Firmen denken dabei vor allem an Apps für ihre Kunden und lassen solche für ihre An gestellten außer Acht. Für diese jedoch kann eine App ein wichti ges Arbeitswerkzeug darstellen, das Arbeitsprozesse erleichtert und die Produktivität steigert. Nicht alle Angestellten haben die Möglichkeit, an einem Com puter zu arbeiten, oft würde dies auch keinen Sinn ergeben. Meistens sind sie nämlich drau ßen unterwegs, wo sie sich oft Notizen auf Papier machen und später aufbereiten. Dies nimmt viel Zeit in Anspruch, und man
Lukás Strnadel, Geschäftsführer von Futured, bringt digitalen Mehrwert.
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WIEN/BRÜNN/PRAG. Die Kon kurrenz wächst, und es gewinnt, wer die Arbeit am schnellsten erledigt. Gerade bei der Prozess optimierung kann eine gute App den Firmen behilflich sein. Sie spart den Angestellten Zeit und so dem Unternehmen viel Geld. Warum es sich lohnt, über eine B2B-App von Futured nachzu denken.
Das digitale Extra inklusive Unternehmen bekommen von Futured passgenaue Apps – Zeitersparnis inklusive.
weiß: Zeit ist Geld. Die Lösung ist dabei relativ einfach – eine App, die dem Arbeitsrhythmus unterwegs angepasst ist. Mehr Arbeitswerkzeuge Eine gute App sollte alle Mög lichkeiten voll ausnutzen, die Mobiltelefone und Tablets bie ten. Das Tech-Unternehmen Futured begreift Handies vor allem als etwas, das man stän dig dabei hat, das es ermöglicht, online zu sein, das den Standort registriert, mit dem man Dinge fotografieren und scannen kann, das Beschleunigungs- oder Nä herungs-Sensoren hat oder die Verbindung mit anderen Gerä ten per Bluetooth ermöglicht. Apps helfen bei der Erhebung, Organisation und Verarbeitung von Daten, die Unternehmen nützliche Informationen über Geschäftspartner, Kunden und Angestellte liefern. Diese Daten
können mit bestehenden Daten banken und Systemen wie z.B. dem ERP verbunden werden und so einen aktuellen Überblick über Lieferungen, Lagerbestän de oder Transaktionen bieten. Prozesse vereinfachen Auch die Kommunikation und das Versenden von Neuigkeiten per Notification werden durch Apps erleichtert. Man kann so den Betrieb mo dernisieren und beschleunigen, ohne anspruchsvolle Schulun gen anzubieten. Die Angestellten wissen, wie man Apps für die ei gene Produktivität und Kommu nikation benutzt, daher sind die Ausgaben für eine Schulung eher gering und einmalig. Die Mitar beiter sind dabei viel zufriede ner – sie arbeiten schneller und komfortabler und haben mehr Zeit für kreativere Aufgaben. Ein paar Dutzend Menschen nutzen
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eine App und sparen dabei letzt lich Millionen. Individuelle Lösung Firmen und ihre Angestellten haben unterschiedliche Be dürfnisse. Lagerarbeiter zum Beispiel können eine App für die Verwaltung von Beständen oder Lieferanten verwenden, und die Händler wiederum für die Suche nach Lieferadressen und die Aktualisierung der Sen deverfolgung. Das sind nur ein paar Beispiele für Apps, die Fu tured für seine Geschäftskun den entwickelt. Beispielsweise der Handel verlagert sich in den Online-Bereich, die Anforderun gen an eine schnelle und genaue Bestellabwicklung wachsen. Das Team von Futured gestal tet individuelle Apps für jedes Business. Es gibt Standorte in Brünn, Wien und Prag mit 50 Mitarbeitern. (ps)
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Nicht ausgedient: gute, alte E-Mail
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Die wichtigsten E-Mail-Marketing-Etappen in der Customer Journey – ein Überblick.
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eyepin-Gründer und -Geschäftsführer Franz J. Kolostori.
Gastkommentar ••• Von Franz J. Kolostori WIEN. Mehr als 50 Jahre nach ihrer Erfindung ist die E-Mail nach wie vor ein unverzichtbares Marketinginstrument – nicht zuletzt, weil sie mit einem unschlagbaren Return on Investment punktet. Je nach Branche kann jeder eingesetzte Euro zwischen 32 und 45 Euro Umsatz bringen. Doch an welchen Touchpoints der Customer Journey sind E-Mail-Newsletter besonders wirksam? Es beginnt bei der LeadAkquise: Sie benötigen gültige E-Mail-Adressen mit Double Opt-in, um potenzielle Kunden von der Markenbekanntheitsphase zu Marketing Qualified Leads (MQLs) zu machen. Mittels Brand Awareness-Kampagnen, die den Empfängern einen klaren Mehrwert bieten, werden MQLs zu vertriebsqualifizierten Leads (SQLs). Bei diesen ist die Chance auf einen Verkaufsabschluss in greifbarer Nähe. Kundenbindung ist alles Sobald Sie aus Interessenten E-Mail-Abonnenten gemacht haben, können Sie hilfreiche Inhalte direkt in deren Posteingang senden. Dabei müssen Sie wissen, welche Fragen bei der Produktsuche gestellt werden,
und bedenken, dass Ihre Marke mit dem Mitbewerb verglichen wird. Oft entscheidet der Preis. Jetzt könnte der richtige Zeitpunkt sein, um einen Rabatt oder eine kostenlose Testversion anzubieten. Hat der Interessent eine Kaufentscheidung getroffen, haben Transaktions-E-Mails höchste Priorität. Verbraucher möchten umgehend eine Benachrichtigung erhalten, dass ihre Bestellung eingegangen ist, und ihre Sendung tracken können. Die Chancen jetzt nutzen Jetzt fängt die Arbeit erst an! Statistiken zeigen, dass die Chance, einen Verkauf an einen bestehenden Kunden abzuschließen, zwischen 60 und 70 Prozent liegt; bei Interessenten bewegt sich diese Chance nur zwischen fünf und 20 Prozent. Um langfristig erfolgreich zu sein, gilt es, die Kundenbindung laufend zu stärken: Kunden schätzen einen ausgewogenen Mix aus Know-how, Produktinformationen, Related Content, Infotainment und kleinen Aufmerksamkeiten wie z.B. Rabatte. Je nutzbringender die Inhalte sind, desto höher die Loyalität. So werden Interessenten im besten Fall zu Markenbotschaftern, die Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung weiterempfehlen.
Mit unseren Zeitschriften erreichen Sie Expert*innen aus allen Bereichen des Rechts- und Wirtschaftslebens, vom Steuerrecht bis zum Bauwesen, KMU ebenso wie CEOs. Unsere Leser*innen sind hochqualifiziert und beruflich erfolgreich, verfügen über ein hohes Einkommen und leben einen gehobenen Lifestyle.
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Kontakt Sonja Grobauer Senior Media Consultant
T +43 1 246 30-896 M +43 664 787 333 76 Sonja.Grobauer@lindeverlag.at
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MARKETING & MEDIA
Freitag, 13. Mai 2022
medianet.at
Um die kommenden Monate möglichst effizient zu gestalten, stellen wir uns auf ein Worst-Case-Szenario ein und hoffen trotzdem auf das Beste – die Wahrheit wird sich irgendwo dazwischen einpendeln.
© Eva trifft.
Michael Mrazek Obmann Fachverband Werbung und Marktkommunikation
medianet.at
Freitag, 13. Mai 2022
MARKETING & MEDIA
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Nicht kommunizieren ist gerade jetzt keine Option „Die schwierigen Zeiten zwingen Unternehmen förmlich dazu, miteinander nicht nur zu kommunizieren, sondern dies auch gut zu tun“, so Michael Mrazek.
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ie aktuell instabile Wirtschaftssituation macht auch vor der Werbebranche nicht halt. Zwar liegt der Werbeklimaindex nur leicht unter dem pandemiebedingten Vorkrisenniveau, doch trüben die durch Covid-19 und den Ukrainekrieg ausgelösten Unsicherheiten dann doch die Werbekonjunktur in Österreich. medianet bat Michael Mrazek, Obmann des Fachverbands Werbung und Marktkommunikation in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), um seine Einschätzung der Lage. medianet: Herr Mrazek, der Werbeklimaindex liegt nur leicht unter dem Vorkrisenniveau, aber die Unsicherheiten durch Corona und den Ukrainekrieg bremsen die Werbekonjunktur in Österreich. Welches Feedback erhalten Sie von den Unternehmen? Michael Mrazek: Die Rückmeldungen aus der Branche zeigen sich je nach bedientem Kundensegment sehr unterschiedlich. Als wesentlichster Grund für die Behinderung der Geschäftstätigkeit wurde jedoch eine ‚unzureichende Auftragslage‘ von den Unternehmen gemeldet. Hinsichtlich der zukünftigen Geschäfts- und Nachfrageentwicklung sowie der Beschäftigungsentwicklung zeigt sich die Werbe- und Kommunikationsbranche durchaus optimistisch. medianet: Laut Werbeklimaindex erweist sich die Geschäftslage weiter als schwierig
– daneben kämpfen aber die Unternehmen aber auch damit, fachlich geeignetes Personal zu finden. Wie sieht hier Ihre Wahrnehmung als Fachverbandsobmann speziell für die Werbeund Kommunikationsbranche aus? Mrazek: Gerade in der heutigen Zeit gestaltet es sich außerordentlich schwierig, qualifizierte Mitarbeitende zu rekrutieren. Dies wird maßgeblich dadurch beeinflusst, dass das Stellenangebot seitens Unter-
Gerade in der derzeit anhaltenden Krise gewinnt Kommunikation immer mehr an Bedeutung.
nehmen deutlich größer ist als die zugehörige Nachfrage. Es ist daher unumgänglich, die Unternehmen der Branche daraufhin zu sensibilisieren, dass Arbeitgebende die Bemühungen stetig verfolgen, optimale Rahmenbedingungen für Mitarbeitende zu schaffen, damit dies weiterhin funktioniert. medianet: Als langjähriger Kenner der Branche – wagen Sie eine Einschätzung für die kommenden Monate?
Mrazek: Die größte Herausforderung der Branche wird das Wegfallen von Planbarkeit und Berechenbarkeit sein, wodurch hohe Flexibilität gefordert wird. Um die kommenden Monate möglichst effizient zu gestalten, stellen wir uns auf ein WorstCase-Szenario ein und hoffen trotzdem auf das Beste – die Wahrheit wird sich irgendwo dazwischen einpendeln. medianet: Etwas, worunter die Kommunikationsbranche immer leidet, ist, dass Krisen viel schneller spürbarer werden als die Erholung, die in anderen Sektoren viel früher ankommt als in der Kommunikationsbranche. Hat sich bei dieser Dynamik etwas verändert oder sind die Muster auch in Zeiten von Corona, Inflation und Ukrainekrieg gleich geblieben? Mrazek: Gerade in der derzeit anhaltenden Krise gewinnt Kommunikation immer mehr an Bedeutung, was den guten und erfolgreichen Unternehmen durchaus bewusst geworden ist. Die unsicheren und schwie-
rigen Zeiten zwingen Unternehmen förmlich dazu, miteinander nicht nur zu kommunizieren, sondern dies auch gut zu tun. Resultierend daraus, entsteht kontinuierlich Bedarf, weshalb gerade in der Kommunikationsbranche immer etwas zu tun ist. medianet: Trotz der schwierigen Lage entstehen weiter neue Arbeitsplätze in der Werbe- und Kommunikationsbranche. Welche Art von Stellen sind dies? Mrazek: Hier ist zu erwähnen, dass nicht nur neue Stellen entstehen, sondern bestehende oft durch den Mangel an qualifiziertem Personal nicht besetzt werden können. Die permanente Weiterentwicklung der Branche und Technologien lässt aber vor allem technische Berufe in der Informationstechnologie immer populärer werden. Daher wächst der Bedarf an Stellen immer weiter an, welcher sich über die Gebiete Data Science, Software entwicklung und Programmierung bis hin zu neuartigen und sehr wichtigen Berufen im Meta verse erstreckt.
© Panthermedia.net/Ronalds Stikans
••• Von Dinko Fejzuli
Stagnierende Zahlen, neue Jobs – die Branche ist in Bewegung.
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MARKETING & MEDIA
Freitag, 13. Mai 2022
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„Die richtigen Fragen sind oft viel wichtiger“ PRVA-Kommunikatorin des Jahres und Virologin Monika Redlberger-Fritz über die Aufgabe, mit Corona-Skeptikern sachlich diskutieren zu können.
© APA/Herbert Neubauer
••• Von Dinko Fejzuli
Freitag, 13. Mai 2022
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onika RedlbergerFritz, Virologin der MedUni Wien, ist vom Public Relations Verband Austria (PRVA) im Rahmen des Österreichischen Kommunikationstages als Kommunikatorin des Jahres ausgezeichnet worden. medianet bat sie zum Interview. medianet: Frau RedlbergerFritz, Sie wurden heuer vom PRVA als Kommunikatorin des Jahres ausgezeichnet. Welche Bedeutung hat diese Auszeichnung für sie? Monika Redlberger-Fritz: Ich habe mich allein über die Nominierung schon unendlich gefreut
Ich beherzige den Rat meiner Schwester, die einmal zu mir meinte: ‚Erkläre es so, als wenn du es mir erzählen wür dest‘, und das funk tioniert ganz gut.
und als ich dann gesehen habe, wer die Mitnominierten waren, konnte ich es gar nicht glauben, dass ich die Auszeichnung erhalte und freue mich nun um so mehr. medianet: PRVA-Präsidentin Karin Wiesinger würdigte Ihr unermüdliches Engagement,
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Ein junger Bursch würde vermutlich seinem Sportidol mehr Vertrauen schenken als e inem Politiker oder Mediziner. Monika Redlberger-Fritz Virologin
einer breiten Öffentlichkeit medizinische Fakten betont sachlich, aber einfach verständlich zu vermitteln und damit Ängste abzubauen. Wie schwierig ist es, dies gerade bei so einem Thema wie Corona zu tun? Redlberger-Fritz: Ich glaube, es ist relativ schwierig für jeden Mediziner, der nicht in Kommunikation geschult ist, dies so zu tun, dass es jeder und jede versteht. Ich beherzige den Rat meiner Schwester, die einmal zu mir meinte: ‚Erkläre es so, als wenn du es mir erzählen würdest‘, und das funktioniert ganz gut. (lacht) medianet: In der Coronadiskussion dominieren bei Fake News oft einfache, aber falsche Slogans. Kann man so komplexe Sachverhalte auch mit einfachen Botschaften sachlich erklären? Redlberger-Fritz: Absolut, das ist möglich und das muss man auch versuchen, weil eben, wie erwähnt, nicht alle Menschen einen medizinischen Hintergrund haben. medianet: Aber gerade das Gespräch mit Skeptikern ist oft sehr schwierig. Was würden Sie hier raten? Redlberger-Fritz: Im persönlichen Gespräch versuche ich, solche Menschen nicht noch mehr Informationen zu geben. Viel wichtiger ist es in so einer Situation, die richtigen Fragen zu stellen und das, was man vermitteln möchte, sie selbst herausfinden zu lassen. Das ist oft
viel wirkungsvoller. Etwa wenn man danach fragt, woher ihre Informationen stammen. Hier erkennen Menschen dann oft selbst, dass diese Quellen eventuell doch nicht ganz seriös sind. Oft ist es wichtiger, meinem Gegenüber die richtigen Fragen zu stellen, als Antworten zu geben. medianet: Wie weit hängt die Glaubwürdigkeit der Information von der Glaubwürdigkeit der Person ab, die sie vermittelt? Redlberger-Fritz: Ich bin keine Kommunikationswissenschafterin, aber ich glaube, dass das durchaus eine Rolle spielt. Ein junger Bursch würde vermutlich seinem Sportidol mehr Vertrauen schenken als einem Politiker
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ker schon noch erreichen kann, denn diese sind durchaus bereit, weiterzulesen. Schwierig wird es mit bereits radikalisierten Menschen, die, abgeschottet in ihrer Bubble, nur mehr ganz bestimmte Informationen durchlassen. medianet: Frage zum Schluss. Können Sie sich als Medizinerin auch menschlich erklären, dass es auch Mediziner oder Wissenschaftler gibt, die sich als Coronaleugner entpuppen? Redlberger-Fritz: Sie sagen es selbst. Weil sie eben auch Menschen sind. Jeder hat seine Ängste und Befürchtungen und einen anderen persönlichen Hintergrund und dann passiert
© APA/Daniel Liebl
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Eine kleine, aber radikale Gruppe dominiert oft die Corona-Debatte.
oder Mediziner. Man muss die richtigen Peers haben, die wiederum einen positiven Einfluss auf die Meinung der Betroffenen haben können … medianet: … problematisch wird es aber, wenn diese Informationen nicht von Idolen, sondern aus den Sozialen Medien kommen. Redlberger-Fritz: Ich glaube, dass man hier etwa die Skepti-
es, dass plötzlich ein Mediziner zum Viren-Experten mutiert. Also ich als Virologin würde es mir nicht zutrauen, einen Blinddarm zu operieren und auch ein Automechaniker kann nicht plötzlich eine Flugzeugturbine reparieren. Und genau so sind Mediziner eine diverse Gruppe, die in ihrer Sparte ihre Expertise besitzen, aber noch lange keine ausgesprochene Expertise in anderen Bereichen haben können.
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Freitag, 13. Mai 2022
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Strenge Trennung, gute Geschäfte Der Kurier hat mit k-digital eine eigene Agentur, in der man PR weiterdenkt und klare Grenzen setzt.
••• Von Dinko Fejzuli und Petra Stückler
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PR wird neu gedacht Im Interview erzählen die beiden Medienprofis über aktuelle Entwicklungen, neue digitale Herausforderungen, Lösungsansätze und vor allem, warum man als Kunde bei ihnen richtig ist. Mit der noch recht jungen PRUnit betreut man mittlerweile sechs Kunden und geht dabei neue Wege in der PR-Arbeit, ini tiiert von Thomas Thaler. „Wir sind Agentur und Publisher in einem. Unsere USP ist, dass wir nicht in der PR-Bubble bleiben. Das soll nicht wertend klingen. Es ist Tradition, wenn sich Agenturen rein mit PR beschäftigen. Nur bin ich schon seit Längerem der Meinung, dass man in der heutigen PR-Arbeit die Fachbereiche Marketing, SEO, Social Media Marketing, Affiliate Marketing, Werbung und die Bereiche aller Partneragenturen, die unsere Kunden auch nutzen, immer mitdenken und Synergien nutzen muss. Mit dieser Strategie konnten wir bisher zahlreiche Neukundengewinne für uns verbuchen und einen festen
© Kurier/Jeff Mangione
it k-digital hat das Kurier Medienhaus eine Full-Service PR-Agentur etabliert, die unter der Führung von Martin Gaiger beständig wächst. Nachdem Thomas Thaler im Dezember 2020 die Leitung der PR und Digital Communications Unit übernommen hat und nach einem kürz lichen Rebranding werden die Geschäftsfelder weiter ausgebaut.
Teamarbeit Thomas Thaler (Director PR & Digital Communications, k-digital) und Martin Gaiger (CEO k-digital).
Platz im österreichischen PRMarkt sichern. Überschneidungen mit anderen Abteilungen sind also Programm, jedoch mit klaren Grenzen. Unser Vorteil ist, da wir auf alle Fachbereiche zugreifen, das Maximum an Optimierung für unsere Kunden zu erzielen und so eine moderne PR-Arbeit zu leisten.“
Begehrter Content Martin Gaiger hat k-digital im November 2014 übernommen. Damals noch Telekurier genannt, war es eine Online-Verkaufsgesellschaft. Die Vorgabe war, das Online-Geschäft auszubauen, neue Portale ins Leben zu rufen. Im Laufe der Zeit zeigte sich ein neuer Bedarf. „Es kamen immer
mehr Kunden zu uns und sagten, wir brauchen mehr Werbung, wir wollen mehr Content, Inhalt, müssen uns anders präsentieren, kreativ ausrichten, brauchen Videos und neues Fotomaterial, modernere Texte. Und so haben sich zwei Geschäftsbereiche parallel zueinander entwickelt: eine PR-Unit, die Thomas
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Freitag, 13. Mai 2022
© Kurier/Jeff Mangione (2)
Wie der Name schon sagt, ist der Kern bei k-digital, dass wir uns um das Digitalgeschäft des Medienhaus Kurier kümmern. Thomas Thaler k-digital
Thaler leitet, und eine Content Marketing-Unit, die von Nina Hierzenberger geführt wird. Da gibt es natürlich viele Überschneidungen, aber auch viele Eigenheiten und beides ist zu einem wesentlichen Kern unserer Online-Geschäfte geworden“, erzählt Martin Gaiger. So übernimmt das Team von k-digital nun auch klassische PR-Agenden, man entwickelt neue Inhalte, macht Foto- und Videosessions, es werden Pod casts erstellt, Gewinnspiele konzipiert. „Beachtlich – mit kurier.at sind wir schon 20 Jahre online. Wir haben unzählige Stories publiziert, Tausende Kampagnen abgewickelt, Milliarden Ad-Impressions ausgeliefert. Dadurch wissen wir natürlich ganz genau, welches Publikum sich wofür interessiert und können deshalb viel präziser als andere nicht nur Inhalte aus unserer Redaktion oder Werbung, sondern natürlich auch klassische PR ausspielen. Das ist ein unschätzbarer Wert, den wir da für Kunden anbieten“, so Thaler, und unterstreicht damit den Know-how-Vorsprung seines Unternehmens. „Wie der Name schon sagt, ist der Kern bei k-digital, dass wir uns um das Digitalgeschäft des Medienhaus Kurier kümmern. Dort liegen unsere besonderen Stärken.“ Trend der Großen Der Kurier ist nicht das einzige österreichische Medienhaus, das eine Inhouse-Agentur gegründet hat; zum sich abzeich-
nenden Trend sagt er: „Alle Medienhäuser, die es sich leisten können, machen das. Kurier, aber auch andere Mediengruppen, können in den Aufbau solcher Geschäftsbereiche investieren. Und ja, es ist wohl so, dass gerade diese großen Medienunternehmen mit ihren breiten Angeboten prädestiniert dazu sind, auch diese Dienstleistungen zu übernehmen. Das ist ganz klar eine Entwicklung, die von unseren Kunden getrieben wird. Wir machen das, weil Bedarf und Nachfrage da sind.“ Keine Zuckerl für Kunden Auf die Frage, wie man in der Agentur damit umgehe, wenn Kunden voraussetzen, durch Zahlung von PR-Leistungen auch Anspruch auf redaktionelle Platzierung zu haben, wird Martin Gaiger deutlich: „Wir haben den PR-Geschäftsbereich ja bewusst auch in einer eigenen Gesellschaft verortet, um eine klare Trennung vorzunehmen zwischen der unabhängigen redaktionellen Gebarung und PR-Aktivitäten. In Österreich gibt es ein sehr gut etabliertes Regelwerk, ein gesetzliches und ein institutionell empfohlenes, und an diese Bedingungen und Rahmen halten wir uns. Ich glaube, diesen Anspruch haben Kunden und Qualitätsmedien gleichermaßen.“ Und Thomas Thaler setzt nach: „In allen Briefings, die wir mit unseren Kunden haben, stellen wir klar, was sind wir, was sind wir nicht. Wir stecken das Spektrum ab, in dem
man sich bewegen kann. Das versteht dann auch jeder.“ Punkten mit Erfahrung Die klare Grenze ist gezogen, doch was überzeugt die Kunden noch, k-digital das Vertrauen zu schenken? Einerseits setze man hier „auf die Medienmarken des Kurier Medienhauses als Qualitätsmedien, andererseits arbeiten für das Unternehmen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die schon jahrelang in der Branche tätig sind. Dies steht für Qualität“, so Gaiger. Außerdem würden Kunden bei k-digital neben Know-how auch Angebotsbreite und Diversifikation finden. Man habe eine ganzheitliche Herangehensweise an die Betreuung der Kunden: Man sei eben nicht „nur“ PR-Agentur, sondern verfügt über alle relevanten Spezialisten unter einem Dach – für Konzeption, Strategie, Kreation, Mediaplanung, Social Media, Foto und Video-Produktion und dem gesamten Fulfillment. Kooperation und Synergien So werden im Jahr über 60.000 Stories auf den Portalen des Medienhauses Kurier veröffentlicht. „Zu unseren Online-Angeboten gehören neben kurier.at auch
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freizeit.at, futurezone.at, profil. at, k.at, film.at, events.at und motor.at, allesamt mit einer Nettoreichweite von 53,4 Prozent beim österreichischen Online-Publikum. Wir wissen, was wie zu schreiben ist, wie es strukturiert gehört, wo die Links platziert werden müssen, wo der Teaser hin muss. Das ist Know-how, das wir zur Verfügung stellen. Das ist
Wir haben den PR-Geschäftsbereich ja bewusst auch in einer eigenen Gesellschaft verortet, um eine klare Trennung vorzunehmen zwischen der unabhängigen redaktionellen Gebarung und PR-Aktivitäten. Martin Gaiger CEO k-digital
eine wesentliche USP, die eine klassische PR-Agentur selbst so nicht erfüllen kann. Klarerweise arbeiten wir auch mit vielen PR-Agenturen zusammen, um partnerschaftlich für eine bestmögliche Kundenbetreuung zu sorgen“, schildert Gaiger. Preis-Leistung konkret Man entspricht dem am Markt üblichen Preis-Leistungsverhältnis. „Die Argumentation und Unterscheidung erfolgt über unser Leistungsspektrum und das Engagement unseres Teams für unsere Kunden“, erklärt Thomas Thaler abschließend.
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Freitag, 13. Mai 2022
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Digitaler Zusatznutzen
© Alissar Najjar
Goldbach Round Table: Advanced TV stand im Mittelpunkt der Fachveranstaltung des Screen-Vermarkters.
Sebastian Neumann, Andreas Martin, Barbara Klinser-Kammerzelt, Josef Almer, Christian Russ, Alexander Leitner und Wolfgang Pernkopf.
WIEN. Nach der pandemiebedingten Pause fand erstmals nach über zwei Jahren wieder eine Round Table-Fachveranstaltung von Goldbach Austria statt. Im Fokus stand jener Bereich der fünf Portfolio-Säulen (Online, TV, DOOH, Mobile, Advanced TV), der sich in dieser Zeit rasant weiterentwickelt hat: Advanced TV. Goldbach gilt als Vorreiter, wenn es um die Werbemöglichkeiten rund um das Smart TV geht. Das Portfolio umfasst nicht nur hohe Reichweiten, sondern auch ein großes Angebot an Lösungen für Instream-Werbung mit Connected TV-Spots, eWerbeplatzierungen auf den StartScreens von Samsung und LG TV-Geräten, das Beste aus den Online- und (linearen) TV-Welten mit Addressable TV sowie Werbemöglichkeiten auf StreamingPlattformen wie Dazn.
Die Referenten von Kundenund Anwenderseite – Vermarktung, Technologie-Enabler und Gerätehersteller – berichteten über Zahlen und Fakten und über erprobte und innovative Möglichkeiten im Connected TVUmfeld. Durch die Veranstaltung führte Barbara Klinser-Kammerzelt von dentsu. Kein „Lockdown-Phänomen“ Die Bedeutung des Big ScreenLagerfeuers im Wohnzimmer ist ungebrochen. Dabei hat sich die Aufgabe des Bildschirms in den Haushalten aber vom Empfangsgerät des linearen TV-Programms hin zum „Entertainmentfeuerwerk“, individuell angepasst an die Interessen des Nutzers, gewandelt, sodass man auch die Werbung über diesen neu denken muss. „Dass Advanced TV bzw. das digitale TV dabei nicht nur ein
Lockdown-Phänomen ist, sondern der Höhenflug weiter anhält, zeigen die Entwicklungen der letzten Zeit. Das TV-Gerät wird nicht digital, es ist digital, und somit ist auch TV-Werbung neu zu denken. Das Connected TV ist der Zugang zur individuellen Erlebniswelt des Zusehers geworden, diese Situation gilt es mit unserem Angebot abzudecken“, so Wolfgang Pernkopf, Sales Director Online & Advanced TV beim Gastgeber Goldbach Austria. Er stellte die fünfte Goldbach Advanced TV-Studie vor, die Anfang 2022 im deutschsprachigen Raum durchgeführt wurde. Diese bestätigt, dass Connected TV eine hohe Nutzung aufweist. Geschätzt werde es wegen der Flexibilität und des vielfältigen Angebots, so die Studie. Und die weiteren Ergebnisse der Untersuchung: Werbung ist
im Connected TV-Bereich akzeptiert, wirkt und aktiviert. Die Zielgruppe der 16- bis 49-Jährigen nutzt Connected TV mit über 70%. Auffällig hoch sind die Zahlen der Haushalte mit Kindern: 77% der Personen nutzen Connected TV. Knapp 2,5 Stunden verweilt man bei den Zusatzfunktionen des internetfähigen TV-Geräts, fast gleichauf mit der täglichen Sehdauer im linearen TV mit 2 Stunden 45 min. Während Zusatzfunktionen genutzt werden, sitzen durchschnittlich 2,2 Personen vor dem TV-Gerät, was den TKP dieser Mediengattung attraktiver macht. Drei Viertel der Befragten nutzen den Zugang über das Smart TV, deutlich mehr als die Hälfte der Haushalte tun dies mit einem TV-Gerät von Samsung, gefolgt von LG. Somit deckt das Angebot von Goldbach die beiden
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größten Player ab. Ein Viertel der Befragten erreicht das Internet über Streaming-Boxen, TV-Sticks oder Spielkonsolen. In der diesjährigen Umfrage gaben 55% der Befragten an, mit der Geräteoberfläche zu starten, was wiederum ein Argument für die Möglichkeiten im Bereich Smart TV-Ads auf den Geräten von Samsung und LG darstellt. Content und Consumer In seiner Präsentation erläuterte Christian Russ, Head of Sales D-A-CH bei Samsung Ads, dass die wichtigsten zu beachtenden Auswirkungen bei Konsumenten und somit für Werbetreibende diese drei Fakten sind: „Content is King, Consumer is Queen und Content Experience & Discovery sind Key“, so Russ. Der Experte weiter: „Das Wichtigste ist der Content. Das TV-Gerät ist nicht nur das Empfangsgerät des linearen TV-Programms, sondern der Screen der
individuellen Erlebnisplattform. Aus Werbesicht stellt die Selbstbestimmung des Konsumenten und das immer größer werdende Angebot am Smart TV eine große Chance dar. Der Konsument ist beim Einschalten im lean forward-Modus und nimmt Angebote besonders wohlwollend entgegen, wie etwa Werbung am Startscreen. Diese kann durch weitere interaktive Elemente erweitert werden. Targeting- und datenbasierte Informationen ermöglichen darüber hinaus, Zuschauer im Discovery-Modus genau im passenden Moment zu erreichen, z.B. mit Werbung für Wintersportregionen während eines Skirennens.“ Weiters würden laut der Studie 58% der Zuseher Werbung akzeptieren, wenn sie dafür kostenlose Streaming-Inhalte erhalten. Dies spricht für die Strategie des Samsung Content Network, das die Angebote von Samsung TV Plus, Rakuten TV und Pluto TV
Das TV-Gerät wird nicht digital, es ist digital und somit ist auch TV-Werbung per se neu zu denken. Wolfgang Pernkopf Goldbach Austria
umfasst und auf neuen Geräten vorinstalliert ist. Somit hat auch die Frage, wie man StreamingZuseher mit den Tools Incremental Reach Targeting & Analytics erfasst, eine neue Ebene erreicht. So ist es etwa möglich, Spots im linearen TV zu scannen und zu erkennen, wer damit in Kontakt gekommen ist und wer nicht. Letztere können mittels
Incremental Reach Targeting & Analytics über Smart TV-Ads und CTV-Spots auf Samsung-Geräten erreicht werden. Ein Beispiel des Werbekunden Vodafone in UK hat gezeigt, dass zwölf Prozent der Zuseher zusätzlich angesprochen werden konnten. Andreas Martin, Geschäftsführer von Porsche Media & Creative, skizzierte die Einbindung von Advanced TV in die Bewerbung der „Wiener ElektroTage“. Dieser wurde als Antwort auf die coronabedingte, volatile Situation zur Durchführung von Events und Großveranstaltungen der Automobilindustrie initiiert und findet von 15. bis 19. Juni am Wiener Rathausplatz statt. Neben (D)OOH, Print, TV und Online setzt man vor allem auch auf Advanced TV-Lösungen aus dem Goldbach-Portfolio mit Targeting auf den geografischen Großraum Wien sowie technologie- und nachhaltigkeitsaffine Personen. (red)
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© Campaigning Bureau, Wien
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Zehn Jahre kreatives Campaigning Philipp Maderthaner und Stefanie Winkler-Schloffer über Kompetenz und liebenswürdige Authentizität.
••• Von Dinko Fejzuli und Petra Stückler
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or einem Jahrzehnt gründete Philipp Maderthaner das Campaigning Bureau. Seither haben sich die Rahmenbedingungen geändert, der simple Gründungsgedanke
ist nach zehn Jahren dennoch weiterhin aktuell. „Die Fähigkeit, Menschen für eine Sache zu begeistern und zu bewegen“, sieht Maderthaner auch heute noch als gültige Grundprämisse seines Schaffens. Bei einer breiteren Öffentlichkeit bekannt wurde er durch seine Arbeit für die Politik, beispielsweise durch
den erfolgreichen Wahlkampf für Sebastian Kurz im Jahr 2019. Die Ambition, zu gewinnen Die Entwicklung der letzten zehn Jahre hat das Campaigning Bureau mit vielen Erfolgen hinter sich gebracht, die politische Nähe, die immer wieder Thema ist, lässt sich, obwohl sein Un-
Authentisch Philipp Mader thaner und Stefanie WinklerSchloffer freuen sich über zehn Jahre Campaigning Bureau. Sie haben noch viel vor.
ternehmen laut dem Firmengründer nur 20% seiner Erlöse mit der Politik macht, dennoch nicht so leicht abschütteln. Maderthaner in einem gemeinsamen Gespräch mit Stefanie Winkler-Schloffer, neben Lukas Holter zweite Geschäftsführerin, dazu gegenüber medianet: „Die Zusammenarbeit mit Mi-
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Anziehungskraft schafft Anhängerschaft. Anhängerschaft schafft Mobilisierungskraft. Es kommen große Dinge raus, wenn Menschen über einen gemeinsamen Geist verbunden sind; sie bewirken dann gemeinsam etwas mit ihrer vereinten Kraft.“ Doch für welche Kunden arbeitet das Campaigning Bureau heute? „Derzeit gibt es einen großen Zustrom von Unternehmen, die Unterstützung suchen, wenn es um Transformations- oder Changeprozesse geht. Sie stehen vor großen Herausforderungen, die Mitarbeiter auf diesem Weg mitzunehmen. Aber auch Kundenbegeisterung ist ein großes Thema. Sie alle wollen die Leute involvieren und emotionalisieren. Wüstenrot, die Brau Union, Attensam, Diners Club vertrauen auf unsere Expertise“, er-
nisterien und öffentlichen Stellen macht keine fünf Prozent vom Umsatz aus“, dennoch habe man letztens nicht an öffentlichen Ausschreibungen teilgenommen, da man sich bewusst sei, was passiert wäre, hätte das Campaigning Bureau gewonnen. Thema Politik-Aufträge Die anhaltende Debatte in der Branche empfindet Maderthaner als schwierig: „Ich denke, dass wir extrem gute Karten gehabt hätten, denn ich bin überzeugt, dass es wenige Leute besser können als wir, und wenn wir an einer Ausschreibung teilnehmen, haben wir die Ambition, zu gewinnen.“ Das Campaigning Bureau hat vielfältig gezeigt, was erfolgreiches Campaigning sein kann, das, wie Maderthaner zusammenfasst, einem einfachen Prinzip folgt: „Leidenschaft schafft Anziehungskraft.
Ich bin felsenfest davon überzeugt, so viele Unternehmen da draußen tragen eine liebenswürdige Authentizität in sich, die gilt es hervorzukehren. Philipp Maderthaner Chief Visionary
Stefanie WinklerSchloffer Geschäftsführerin
reichen, reicht es nicht, einfach nur zu informieren. Es reicht nicht, nur einen Zettel an das schwarze Brett zu hängen. Da muss ein Austausch passieren“, erklärt Winkler-Schloffer. „Dafür braucht es eine Kampagne nach innen, mit allem, was dazugehört. Ganz wichtig ist dabei ein Motto, ein Narrativ.“ Um Begeisterung zu schaffen, setzen die Campaigner auf Authentizität. „Wir kommen sicher nicht, um einem abgebrannten Haus eine neue Fassade zu spachteln. Man muss immer authentisch sein und zeigen, was da ist“, stellt Winkler-Schloffer klar. Es ginge um das Aufspüren von extrem netten Momenten, warum beispielsweise Mitarbeiter einen Arbeitgeber zum „Great place to work“ machen. Man solle das zeigen und deutlich nach außen kehren, was wirklich da ist. Man müsse die Geschichten finden, an die man emotional andocken kann. Damit könne jedes Unternehmen authentisch und glaubhaft agieren und kommunizieren.
klärt Geschäftsführerin Stefanie Winkler-Schloffer. Für viele Unternehmen stellt sich bei internen Veränderungsprozessen die Frage, wie man dies bestmöglich bewältigt. Hier hakt das Campaigning Bureau ein. „Die Leute müssen begeistert werden für ein Zukunftsbild. Und um das zu er-
Trend Microinfluencing Der Unterschied zwischen Campaigning für politische Akteure oder Unternehmen werde immer geringer, wie Maderthaner ausführt: „Es geht darum, Menschen zu begeistern und mit Überzeugungen zu bewegen, mit einem Spirit. Man kommt so klarerweise in die DNA gesellschaftlicher Strömungen hinein. Ich
Wir kommen sicher nicht, um einem abgebrannten Haus eine neue Fassade zu spachteln. Man muss immer authentisch sein und zeigen, was da ist.
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bin felsenfest davon überzeugt, so viele Unternehmen da draußen tragen eine liebenswürdige Authentizität in sich, die gilt es hervorzukehren. Echtheit ist ein Garant für Erfolg in den nächsten Jahren.“ Obwohl es für erfolgreiches Campaigning laut Stefanie Winkler-Schloffer durchaus Sinn macht, wenn sich einzelne Personen, beispielsweise CEOs, in die Schlacht werfen, so sieht man im Campaigning Bureau die Zeit der Testimonials für Werbezwecke, die dann aufgrund von Skandalen tief fallen können und damit folglich dem Unternehmen schaden, als nicht mehr zeitgemäß. „Great Place to work“ „Die Sache muss man auf der methodischen und kommunikativen Ebene betrachten. Der Trend geht in Richtung Microinfluencer. Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, die kleine Nischen bedienen, haben oft einen großen Impact. Die Zeit der millionenschweren Gagentestimonials ist vorbei“, erklärt Maderthaner, der sich auf der Homepage des Unternehmens als „Chief Visionary“ betitelt. So werde die Vision von Authentizität auch intern gelebt. Was man Kunden vermittelt, stehe nicht nur auf dem Papier. Maderthaner dazu: „Ein Indiz dafür, dass wir das gut machen, ist, dass wir Platz eins bei ‚Great Place to work‘ geschafft haben. Nach außen hin ist das Campaigning Bureau eine Erfolgsgeschichte. Im Jahr gibt es Tausende Gründungen im Bereich Werbung und Marktkommunikation. Wenn man sich aber Rankings der Branche ansieht, findet man an den vorderen Plätzen immer die alten bekannten Platzhirschen. Es ist uns in den letzten zehn Jahren gelungen, vom belächelten und ignorierten Außenseiter am Top-Spielfeld anzukommen. In bestimmten
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Am Ende wird das Campaigning Bureau eine Markenund Mobilisierungs agentur sein, die die Ambition hat, mit großen Marken Großes zu bewegen. Philipp Maderthaner
Fragen sind wir für bekannte Marken Top of mind“. „Unsere Denkweise und unsere Herangehensweise stiftet offenbar Nutzen. Wir treffen da auf einen ‚Need‘. Was wir sehr oft rückgemeldet bekommen, ist unsere sehr strategische Herangehensweise. Da wird unsere Kompetenz und Expertise sehr wertgeschätzt“, ergänzt Stefanie Winkler-Schloffer. Breiteres Angebot So ist das Angebot des Campaigning Bureaus in den Jahren seit der Gründung sehr viel breiter geworden. Es wird auch in der internen und externen Kommunikation gearbeitet, die Bereiche Branding, Social Media, CEOPositioning werden bearbeitet, und am Ende des Tages ginge es auch darum, Produkte zu verkaufen. All dies steht im Fokus. So sei man von einem engen Suchraster in die Breite gegangen. Sportliche Pitches „In 95 Prozent der Fälle nehmen wir an Pitches nicht teil. Wir werden in der Regel direkt
beauftragt. Es ist aber schon so, dass wir manchmal Dinge aus sportlicher Hinsicht extrem spannend finden. Ein großer Mittelstandsbetrieb in Deutschland hat die berühmten alteingesessenen Namen zum Pitch gemeinsam mit uns eingeladen, da waren wir dann natürlich dabei. In unserer Kernkompetenz sind wir in vielen Bereichen Top of Mind. Da können wir durchaus mit den eingesessenen Agenturen mithalten“, zeigt sich Maderthaner durchaus am Vergleich interessiert. Stetige Entwicklung Derzeit erlebt das Campaigning Bureau eine Transformation – so will man sich hin zur Markenund Mobilisierungsagentur entwickeln. Campaigning ist zwar ein markenbildendes Instrument, aber viele Kunden wollen früher ansetzen. Es sei weiterhin die Speerspitze am Markt mit Mobilisierung gesetzt, dennoch wolle man das Branding-Angebot ausbauen. „Nach zehn Jahren geht es uns nicht darum, den Gründungsgedanken zu Ende zu
Was wir sehr oft rückgemeldet bekommen, ist unsere sehr strategische Heran gehensweise. Da wird unsere Kompetenz und Expertise sehr wertgeschätzt. Stefanie WinklerSchloffer
verwalten, das wäre uns zu billig. Wir wollen uns entwickeln – von der Campaigning-Agentur zur markenbildenden Agentur, Owned Media und Content wollen wir ausbauen“,erzählt Maderthaner mit einem Blick in die Zukunft. Zusätzlich werde man als Agentur auch in den Bereich Accountability gehen, im Bereich
Was ist wo los – schau mal rein!
Growth Hacking will man in die Mitverantwortung für konkrete Geschäftsergebnisse kommen. „Am Ende wird das Campaigning Bureau eine Marken- und Mobilisierungsagentur sein, die die Ambition hat, mit großen Marken Großes zu bewegen“, zeigt sich Maderthaner visionär. Doch was unterscheidet das Campaigning Bureau vom Mitbewerb? Geht es nach Maderthaner, so sind es nicht die Zutaten, die den Sternekoch zum Sternekoch machen. So sei es die bereits genannte Authentizität, die den Unterschied ausmache. Die Art der Zubereitung schaffe das gewisse Etwas. Man erhebe den Anspruch von Besonderheit und Exzellenz. Vor zehn Jahren war man die erste Campaigning-Agentur Österreichs. Heute ist es auf vielen Websiten zu lesen. Doch beim Campaigning Bureau sei dies mehr als ein Angebot. Maderthaner betont: „Das sind wir. Denn alles, was gedacht wird, sieht man durch die Campaigning Brille. Das macht den Unterschied.“
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Freitag, 13. Mai 2022
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Company Building als Innovationstreiber kraftwerk-Round Table: Warum Innovationen durch Company Building erfolgreicher sind und welche Talente man dafür braucht.
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eimo Hammer und sein kraftwerk-Team luden Ende April zur Premiere der neuen kraftwerk Round Tables. Gemeinsam mit Gästen diskutiert man in diesem TalkFormat hochaktuelle Zukunftsthemen und sucht gemeinsam
nach innovativen Ideen und neuen Lösungsansätzen. Am Donnerstag, 5. Mai, gingen die Round Tables in die nächste Runde. Über den Dächern von Wien stand diesmal in der Jaz in the City Rooftopbar in der Windmühlgasse in Wien-Mariahilf zur Diskussion, was über den
Erfolg von Company Building, Start-ups und Innovation-Labs entscheidet. Darüber und zur Frage, welche Unternehmensformen in Zukunft das beste Umfeld für Innovation bieten, tauschten sich Wolfgang Güttel, Wirtschaftswissenschafter und Professor an der Aca-
Debatte Petra Hauser (Brainbirds), Wolfgang Güttel (TU Wien, ACE), Doris Palz (Great Place to Work), Lorenz Edtmayer (Diamir Holding), Heimo Hammer (kraftwerk), Eveline Pupeter (emporia).
demy for Continuing Education (ACE) der TU Wien, Heimo Hammer, CEO der Digitalagentur kraftwerk, Doris Palz, CEO der Great Place to Work gmbH, Petra Hauser, CEO von Brainbirds Österreich, emporia-CEO Eveline Pupeter und Lorenz Edtmayer CEO der Diamir Holding aus.
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Es gibt ‚New ways of Working‘, die absolut passen, wenn das persönliche Mindset dahinter stimmt. Mitarbeiter empowern „Es geht darum, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu empowern, damit sie innovativ sind“, erklärte Heimo Hammer. „Das Wichtigste ist, dass jede und jeder in ihrem bzw. seinem Job den Purpose erkennt, denn man arbeitet nicht für ein Unternehmen, sondern für einen Sinn.“ Die Rolle der richtigen Leadership betonte Doris Palz: Sie ist überzeugt, „dass es die Aufgabe jeder erfolgreichen Führungskraft ist, den Rahmen für ein motiviertes Team aufzustellen“.
Das Wichtigste ist, dass jede und jeder im Job den Purpose erkennt, denn man arbeitet nicht für ein Unternehmen, sondern für einen Sinn.
Videos Round Tables zum Nach-Schauen Die zweite Ausgabe https://youtu.be/ZQDsqZYhOFk Die erste Ausgabe https://www. youtube.com/watch?v=j8cLZ5hkPdc
Nach Petra Hausers Einschätzung kommt es darauf an, dass die Menschen den Purpose hinter einer Innovation oder Unternehmensidee verstehen. „Es gibt ‚New ways of Working‘, die absolut passen, wenn das persönliche Mindset dahinter stimmt“, betonte die Brainbirds-Chefin. Der Sprung in den Markt „Leute nach einem fertigen Studium in die praktische Arbeitswelt zu integrieren“ wiederum hält Lorenz Edtmayer für „eine große Aufgabe“. Wolfgang Güttel hob im Rahmen der Diskus-
sion hervor, dass beim Company Building oft der Sprung hinaus in den Markt fehle. Güttel: „Das liegt mitunter an der Haltung, etwas riskieren zu wollen – oder es mangelt an Wettbewerbs fähigkeit.“ Damit stellt sich die Frage, was für den Erfolg von Innovationen ausschlaggebend ist. Eine passende Antwort darauf hat Edtmayer: „Entscheidend ist das Motiv, aus dem heraus ich ein Unternehmen gründe. Ausschlaggebend für den Erfolg sind Kreativität und Lösungsbegabung und wie die Innovation vorangetrieben wird.“ Den eigenen Weg finden kraftwerk-Geschäftsführer Heimo Hammer legte es so dar: „Es gibt derzeit viele Definitionen von Innovation, aber jedes Unternehmen muss selbst
Petra Hauser CEO Brainbirds
seinen Weg in die Zukunft definieren und beschreiten. Disruptive Innovationen – echte Game Changer – innerhalb einer Unternehmung finden selten bis nie statt. Deshalb stellt Company Building für – familiengeführte – Unternehmen in Österreich einen Weg dar, das Stammgeschäft laufen zu lassen und neue Geschäftsmodelle mit neuen Technologien extern zu erschließen.“ Wer Lust auf visionäre Meinungen in illustrer Runde von Zukunftsdenkern hat,kann sich auf www.kraftwerk-roundtables. com schon für die nächsten Ausgaben der kraftwerk Round Tables einen Platz sichern. (red)
Laut Erhebungen seien allerdings nur 40% der Arbeitnehmerinnen bzw. Arbeitnehmer zufrieden. Palz: „Die Leute haben oft innerlich schon gekündigt. Das Zuhören ist hier das Um und Auf.“ Wichtig sei auch, wie sich Unternehmen nach außen darstellen, um die richtigen Talente zu bekommen. „Arbeitgeber stellen sich oft noch wie in der 80er-Jahren dar“, so Palz. „Selbstreflexion fehlt vielerorts in der Führung.“
© Leadersnet/G. Alarcon
Heimo Hammer CEO kraftwerk
Über den Dächern von Wien, in der Jaz in the City Rooftopbar: Diskutiert werden hochaktuelle Zukunftsthemen.
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„Wird es auch in fünfzig Jahren noch geben“ Pius Strobl, Leiter des ORF Humanitarian Broadcasting, im Interview über die nicht nachlassende Bedeutung der Aktion „Licht ins Dunkel“.
••• Von Dinko Fejzuli
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ereits seit Weihnachten des Jahres 1973 hilft „Licht ins Dunkel“ in enger Kooperation mit dem ORF bedürftigen Menschen. Insgesamt wurden in diesen 50 Jahren 361,7 Mio. € von den Österreicherinnen und Österreichern gespendet. Für „Licht ins Dunkel“ im ORF als Leiter Humanitarian Broadcasting zuständig ist Pius Strobl. medianet bat ihn zum Talk.
© ORF/Hans Leitner
medianet: Herr Strobl, ‚Licht ins Dunkel‘ feiert 50 Jahre. Wie hat sich die Aufgabe dieser Initiative in den letzten fünf Dekaden aus Ihrer Sicht verändert und warum bedarf es in einem reichen Land wie Österreich noch solcher Initiativen? Pius Strobl: Vor fünfzig Jahren entstand diese Aktion im ORFLandesstudio Niederösterreich als ‚Hilfe‘ für das Behindertendorf Sollenau. Wir reden von einer Zeit, als eigene ‚Dörfer für Behinderte‘ als fortschrittlich galten und es im Bewusstsein
der Mehrheit der Menschen reichte, wenn Behinderte ‚versorgt‘ wurden. Davon sind wir heute weit entfernt und nähern uns einer Gesellschaft, in der eines Tages ‚Inklusion‘ und ‚Diversität‘ keine Schlagwörter, sondern Selbstverständlichkeit sein werden. Und dennoch gilt auch, dass noch so gute ‚soziale Netze‘ nicht für jede Situation ausreichend sind, dass gerade die Soforthilfe aus dem ‚Licht ins Dunkel‘-Soforthilfefonds einen besonderen Stellenwert genießt, dass Menschen mit Behinderung auch spezielle Bedürfnisse haben, die in der staatlichen Fürsorge keine Deckung finden – von behindertengerechten Einrichtungen, über Mobilität bis zur Unterstützung bei der Berufsausübung. Lassen Sie mich bitte anmerken: ‚Licht ins Dunkel‘ diente als Weihnachtsspendenmarke in vielen Ländern zuerst den Öffentlich-rechtlichen und inzwischen auch vielen privaten Fernseh- und Radiounternehmen als Vorbild – eine österrei-
50 Jahre und über 361 Mio. Euro an Spenden wurden zusammengetragen.
Ich hoffe noch auf einige gute Arbeits jahre in voller Ge sundheit – nicht nur, weil mir insgesamt große Freude macht, was ich tue und ich fertigstellen will, was nicht fertig ist, sondern weil ich …
chische Marke, die im Wortsinn die Welt erobert hat. Und ganz sicher bin ich: ‚Licht ins Dunkel‘ wird es – immer angepasst an die jeweiligen Bedürfnis- und Bewusstseinslagen der Gesellschaft – sehr wahrscheinlich weitere 50 Jahre geben … medianet: Neben der Verantwortung für Dinge wie den ORF-Umbau oder das FacilityManagement und die Konzernsicherheit sind Sie auch Chef des ORF-Humanitarian Broadcasting. Wie man hört, war Ihnen persönlich dieser Bereich besonders wichtig. Warum? Strobl: Für die großen humanitären und gesellschaftlichen Anliegen des ORF wie ‚Licht ins Dunkel‘, ‚Nachbar in Not‘, ‚Österreich hilft Österreich‘ und dazu noch für die großen Themen wie ‚Nachhaltigkeit‘,
‚Mutter Erde‘ und ‚Sag’s multi‘ verantwortlich zu zeichnen, ist nicht nur eine Herausforderung, sondern vor allem eine große Ehre. Ich bin privat seit Jahrzehnten im Sozialbereich engagiert, und nirgendwo bekommt man für seine Arbeit und seinen Einsatz so viel zurück, wie bei Menschen, die man konkret bei der Teilhabe an der Gesellschaft unterstützen kann. medianet: Allgemein gefragt: Welcher Kriterien für eine Initiative bedarf es, damit die Marke ORF dahinterstehen kann? Strobl: Größtmögliche Transparenz beim Tun und Handeln – die Partner sind immer besonders bewährte, hochprofessionelle und in der Gesellschaft verankerte Organisationen, und die behandelten Themen sind von breitem gesellschaftlichem Interesse. medianet: Unterscheidet sich der Auftrag des ORF, da öffentlich-rechtlich, beim Thema Corporate Social Responsibility von jenem anderer Konzerne? Strobl: Ich bin davon überzeugt, dass der ORF eine ganz besondere Verantwortung gegenüber der Gesellschaft hat und diese auch sehr überzeugend wahrnimmt. CSR wird oft auch als ‚Unternehmerische Sozialverantwortung‘ definiert, und mit Fug und Recht kann der ORF behaupten, dass sie ganz fest in der DNA des ORF verankert ist. Und wahrscheinlich ist es auch nur dem Öffentlich-rechtlichen möglich, im Laufe eines jeden Jahres nicht nur immer wieder über CSR-Angelegenheiten zu berichten, Themen von
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© ORF/Thomas Ramstorfer
Ich bin davon über zeugt, dass der ORF eine ganz b esondere Verantwortung gegenüber der Gesell schaft hat und diese auch sehr über zeugend wahrnimmt.
… insbesondere die Möglichkeiten gerade im CSR-Bereich als Arbeitsprivileg betrachte, in dem man wahnsinnig viel zurückbekommt und besonders befriedi gende Erlebnisse hat. Pius Strobl Leiter ORF Humanitarian Broadcasting
Betroffenen und Minderheiten in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu rücken, sondern wichtige Initiativen und Organisationen mit vielen kostenfreien Spots zu unterstützen. So haben wir z.B. in den letzten Wochen gut 48 Millionen Euro an Spenden für ‚Nachbar in Not – Hilfe für die Ukraine‘ gesammelt. Da haben wir auch gut bei der einen oder anderen Aktion – z.B. Konzert im Praterstadion oder auch am Heldenplatz – mit privaten Medienhäusern zusammengearbeitet. Im Kern ist und wird das aber immer eine große Aufgabe des Öffentlich-rechtlichen sein und bleiben. medianet: Frage zum Schluss: Sie gelten nicht nur als mäch-
tiger Mann im ORF, sondern waren auch maßgeblich daran beteiligt, dem ehemaligen ORFGeneral Alexander Wrabetz über die Jahre die Mehrheiten zu sichern. Wie läuft die Zusammenarbeit mit dem neuen ORFGeneraldirektor Roland Weißmann und wie lange sehen Sie sich selbst generell noch im ORF? Strobl: Danke für die Blumen, in Wahrheit ist vieles einfach das Ergebnis von ganz schön viel und wie ich hoffe auch positiver Arbeitsleistung und der Übernahme von Verantwortung. Darüber hinaus hat mich und verbindet mich mit Alexander Wrabetz eine persönliche Freundschaft. Roland Weißmann und ich kennen uns seit vielen Jahren und ich habe ihn immer als gu-
ten und hochprofessionellen Kollegen mit Handschlagqualität erlebt und geschätzt. Als Generaldirektor des ORF hat er selbstverständlich meinen vollen Respekt und volle Loyalität. Aus meiner Sicht haben wir eine sehr produktive und positive Zusammenarbeit. Ich hoffe noch auf einige gute Arbeitsjahre in voller Gesundheit – nicht nur, weil mir insgesamt große Freude macht, was ich tue und ich fertigstellen will, was noch nicht fertig ist, sondern weil ich insbesondere die Möglichkeiten gerade im CSR-Bereich als Arbeitsprivileg betrachte, in dem man wahnsinnig viel zurückbekommt und besonders befriedigende Erlebnisse hat.
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Die Beliebigkeit als Demokratiekiller
Wir kommen nicht, um einem abgebrannten Haus eine neue F assade zu spachteln. Man muss immer authentisch sein.“
Um Kinderpornografie zu verfolgen, will die EU nun wahllos private Chats von Bürgern scannen. scholtener Betroffener wäre, stellt sich auch die Frage, welchen Nutzen so ein Ansinnen bringt.
THEMENVERFEHLUNG. Die EU-Kommission nimmt sich des Problems Kindesmissbrauch an und hat hier auch vor allem die digitalen Kommunikations- und Verbreitungswege von kinderpornografischem Material im Auge – völlig zu Recht, denn gerade das World Wide Web hat jenen, die diese schrecklichsten Verbrechen begehen, die möglich sind, nämlich die sexuelle Ausbeutung von Kindern, leider viele neue Möglichkeiten eröffnet, ihren Taten nachzugehen und dabei oftmals unerkannt zu bleiben. Dabei hat die Kommission, wie es scheint, vor allem Messengerdienste im Visier und möchte hier gesetzliche Möglichkeiten schaffen, in einer Art Massenscan die privaten Nachrichten Hunderter Millionen Userinnen und User dieser Dienste in Europa – wie es zumindest nach übereinstimmenden Medienberichten aussieht – wahllos und ohne Anlass auszuwerten. Abgesehen davon, dass das ein ungeheurer Eingriff in die Privatsphäre von Millionen unbe-
Das andere, dunkle Web Wer sich etwas mit der Materie beschäftigt, weiß, dass Menschen, die solche Verbrechen begehen, vermutlich eher dazu neigen, alle Vorsichtsmaßnahmen einzugehen, nicht erwischt zu werden, und dazu gehört auch, nicht jene Kommunikationsmittel zu verwenden, die Sie und ich nutzen, sondern technisch ausgefeiltere Wege zu suchen, um eben unerkannt zu bleiben. Vielleicht bin ich nicht mehr jung genug und technisch zu unversiert, aber eines weiß auch ich: Der millionenfache Massenscan von digitalen Konversationen bringt vor allem eines – viele unstrukturierte Daten, die, wenn sie nicht ausgewertet werden, wertlos sind. Und hier mit dem Ansinnen, gegen Kindesmissbrauch vorgehen zu wollen, gleich die komplette Kommunikation der eigenen EU-Bürger überwachen, aufzeichnen und auswerten zu wollen, schießt eindeutig über das Ziel hinaus. Da muss es andere Wege geben.
Zitat des Tages Stefanie Winkler Schloffer, GF Campaigning Bureau
© Siedler Verlag
Kommentar ••• Von Dinko Fejzuli
BUCHTIPP
Tue Gutes und …
„Kurier“ macht dreifach Lust auf Österreich Lust auf Österreich, Reise Genuss & online via www.lust-auf-oesterreich.at.
Onlineportal und zwei Print-Produkte Die Reiseplattform Lust-auf-oesterreich.at bietet Erlesenes für Lebensgenießer mit spannenden Geschichten leidenschaftlicher Pioniere und Abenteurer. Dazu handverlesene Experience Tours – die exklusive Art, sich von Österreichs schönsten Reisedestinationen begeistern zu lassen. Und im Kurier-Magazin Lust auf Österreich durchwandert die Redaktion alle neun Bundesländer und holt die schönsten Reiseziele vor den Vorhang. Für Stefan Lechner, Kurier-Gesamtanzeigenleitung, und Elisabeth Laimighofer, Anzeigen-
© Christian Dusek
WIEN. In den letzten zwei Jahren ist das Interesse an Österreich bei den Österreicherinnen und Österreichern selbst enorm gewachsen und sie haben ihre Heimat wieder neu entdeckt. Darauf reagiert der Kurier gleich mit drei Plattformen. Jede Woche macht der Reise Genuss-Teil am lesestarken Sonntag Gusto auf die schönsten Reisen in Österreich – mit einer Kombination aus authentischem, frischem Content mit kuratierten und ausgesuchten Reiseangeboten.
Michael Rettenegger, Katharina Zimmel, Nicole Ryda, Elisabeth Laimighofer, Axel Halbhuber, Stefan Lechner.
leitung Kurier, ist das Projekt Lust auf Österreich eine Herzensangelegenheit: „Reisen in Österreich genießen bei unserer Reise-Community eine sehr hohe Beliebtheit. Mit den hochwertigen Lust auf Österreich-Plattformen bieten wir der heimischen Reisebranche eine einzigartige Bühne, die unsere Heimat greifbar und spürbar macht.“ (red)
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ELCHTEST. Würden Sie für 100 Euro ein Leben retten? Die Antwort scheint klar, denn wollen wir Menschen nicht immer das Gute? Doch zeigt Armin Falk, Deutschlands führender Verhaltensökonom, dass wir oft das Gute wollen und es dann doch nicht tun – wir sind viel weniger gut, als wir denken. Was hindert uns daran, uns jeden Tag anständig zu verhalten – anhand vieler konkreter Beispiele und auf der Basis langjähriger eigener Studien zeigt uns der Leibniz-Preisträger, unter welchen Umständen sich Menschen moralisch verhalten und wann nicht. Siedler Verlag;336 Seiten; ISBN: 9783827501608
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retail Status quo Spar-Vorstand Fritz Poppmeier über die Situation des LEH 36
Showroom Versandhändler Otto präsentiert sich im Gerasdorfer G3 42
Sauer macht lustig Gösser bringt einen neuen Radler – extrafrisch und limitiert 50
© Ikea Österreich
© Brau Union Österreich
© APA/AFP/Ronny Hartmann
Alexandra Dürr
Die Wachstumskurve im E-Commerce flacht ab Nach +17% im ersten Corona-Jahr legte der heimische Onlinehandel 2021 „nur“ noch um sechs Prozent zu. 34 # #VIELFALTBYMETRO
WENN MAN AUS EINEM MEER DER FRISCHE WÄHLT.
© Unimarkt
metro.at
Etabliert Andreas Haider zieht nach einem Jahr UniBox eine positive Bilanz. 44
Ikea Österreich Über 15 Jahre nach ihrem Start bei Ikea Österreich als Deputy Sales Managerin steigt Alexandra Dürr (40), zuletzt Country Selling Manager, mit 1. Juni zur Area Managerin auf. Damit verantwortet die gebürtige Linzerin künftig die Retail Operations der Ikea-Standorte in Österreich; ihre Vorgängerin Nicole Reitinger bleibt dem Unternehmen erhalten und leitet künftig die Transfor mationsagenden des Händlers.
RETAIL
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„Die große Revolution ist ausgeblieben“ Der Online-Shopping-Report der JKU Linz zeigt für 2021 ein deutliches Abflachen der Online-Wachstumskurve gegenüber dem Vorjahr.
••• Von Paul Hafner
N
ach dem massiven Ausgabensprung im E-Commerce in Österreich im ersten Pandemiejahr hat sich das Wachstum des Onlinehandels 2021 deutlich eingebremst. Kletterten die Umsätze 2020 von 7,2 auf 8,4 Mrd. € – ein
sattes Plus von fast 17% –, stehen die erwirtschafteten 8,9 Mrd. € des Vorjahres für ein vergleichsweise moderates Plus von rund sechs Prozent. EU-weit zeichnet sich ein ähnliches Bild ab, wenngleich – v.a. aufgrund der vor der Pandemie verhältnismäßig niedrigen Onlineshopping-Durchdringung in Märkten wie Bulgarien und Ru-
mänien – auf deutlich höherem Niveau: Ein Umsatzanstieg von 266,5 auf 310,6 Mrd. € steht für ein Plus von 16,6%; im Jahr davor betrug das Wachstum 26,4%. „Der große Sprung ist bereits 2020 passiert. 2021 hingegen ist die Online-Revolution ausgeblieben. Die Kundinnen und Kunden haben offenbar gelernt, mit der Pandemie-Situation
umzugehen und ihr ShoppingVerhalten wieder etwas normalisiert“, fasst Rainer Trefelik, Obmann der Bundessparte Handel in der Wirtschaftskammer Österreich, die Ergebnisse des EU27-Online-Shopping-Reports zusammen, den das Institut für Handel, Absatz und Marketing (IHaM) an der Johannes Kepler Universität Linz (JKU) im Auf-
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trag der Bundessparte Handel erstellt hatte. Besonders bemerkenswert: Während die Zahl der OnlineShopper (16 bis 74 Jahre) im EU-Schnitt gegenüber 2020 von 65% auf 66% noch einmal minimal anstieg, hat sie sich in Österreich von 66% auf 63% sogar reduziert. Dass die Anzahl der Online-Shopper rückläufig ist,
an. Man muss sich vor Augen führen, dass deutlich über 30 Prozent – in Zahlen, 2,5 Mio. von 6,6 Mio. Menschen – nicht online gekauft haben – das ist schon bemerkenswert.“
Der Restart, auch wenn wir in vielen Bereichen vom Vorkrisenjahr noch weit entfernt sind, ist geglückt, die Onlinewelle hat uns nicht weggeschwappt. Rainer Trefelik Handelsspartenobmann WKÖ
kann man durchaus auch als wirkliche Auszeichnung für den stationären Handel sehen“, folgert Trefelik. 2,5 Mio. kaufen nicht online „Durch die anhaltenden Lockdowns war 2021 bereits das zweite Jahr, in dem sich für den Onlinehandel ein ,window of opportunity‘ aufgetan hat, eine zweite riesige Gelegenheit, sich zu profilieren – von der Ausgangslage her war das ein schweres Jahr für den stationären Handel und ein ,Chancenjahr‘ für den Onlinehandel. Vor diesem Hintergrund muss man die Zahlen interpretieren “, führt IHaM-Vorstand Christoph Teller aus, und analysiert: „Angesichts der Tatsache, dass es den ,Betriebstyp‘ E-Commerce jetzt doch schon recht lange gibt, und wir uns seit zwei Jahren in einer Pandemie befinden, muten die Zahlen eher moderat
8,9
Mrd. € Online-Umsatz Die Ausgaben im E-Commerce in Österreich beliefen sich 2021 auf 8,9 Mrd. € – eine Steigerung von rund sechs Prozent gegenüber 2020. 63% davon flossen ins Ausland.
Boom bei Jungen gestoppt Überraschend mutet auch die Entwicklung der Online-Shopping-Durchdringung nach Alterskohorten an: Sie ging bei den 16- bis 24-Jährigen von 87 auf 78%, bei den 25- bis 34-Jährigen von 86 auf 79% und bei den 35- bis 44-Jährigen von 83 auf 73% zurück. „Wir beobachten bei den jüngeren Konsumenten eine Pendelbewegung — sie richten sich wieder mehr am stationären Handel aus“, so Ernst Gittenberger, Leiter des Centre of Retail and Consumer Research an der JKU. Während der Anteil bei den 55- bis 64-Jährigen (47%, –2%) und bei den 65- bis 74-Jährigen (30%, +2%) mehr oder weniger stagniert, hat er sich bei den 45bis 54-Jährigen von 62 auf 70% recht deutlich erhöht. Bis dato ausgabentechnisch klar hinter den drei jüngeren KohortenGruppen, stellte sie 2021 mit 14,7 Mrd. € (+3 Mrd. €) die lukrativste Käufergruppe dar. Kaufkraftabfluss Nicht vergessen werden darf, dass der größte Teil der Ausgaben im E-Commerce ins Ausland abfließt:. Wanderten 2015 bereits 54% des Onlineumsatzes ins Ausland, betrug der Anteil 2021 bereits 63%. „Die ausländischen Online-Plattformen haben zugenommen; für die
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heimischen Händler ist wichtig, dass sie es schaffen, bestehende Kunden zu halten und ihren Kundenstamm auszubauen“, so Iris Thalbauer, Geschäftsführerin der Handelssparte der WKÖ. Jedenfalls, so Trefelik, lasse sich konstatieren: „Der Restart, auch wenn wir in vielen Bereichen noch vom Vorkrisenjahr entfernt sind, ist geglückt, die Onlinewelle hat uns nicht weggeschwappt, und die heimischen Händler haben die Zeit genutzt, ihr Angebot auszubauen und zu optimieren.“
© JKU
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Entlastungen gefordert Weil der (internationale) E-Commerce auch weiterhin – wenn auch abflachend – wachsen werde, müsse „der stationäre Handel gestärkt werden, etwa durch eine leichtere Erreichbarkeit, und es muss faire Spielregeln geben – sowohl zwischen Online- und Offline-Anbietern als auch zwischen den großen
Angesichts der Tatsache, dass es den ,Betriebstyp‘ Online jetzt doch schon recht lange gibt, muten die Wachstumszahlen im CoronaJahr 2021 eher moderat an. Christoph Teller Vorstand Institut für Handel, Absatz und Marketing, JKU Linz
Online-Plattformen und den kleinen Online-Händlern“. Dazu würde etwa die Einführung einer Mindest-Ertragssteuer auf OECD-Ebene zählen, „aber auch eine Abfederung der steigenden Energiepreise für alle heimischen Handelsbetriebe“ sei in der derzeitigen Situation ein wichtiger Punkt.
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RETAIL
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Was will der Handel? Spar-Vorstandssprecher Fritz Poppmeier erwartet keine allzu großen Probleme bei der Warenlieferung; die Mehrwertsteuer auf Grundnahrungssmittel soll bleiben. land, meinte Poppmeier zu einem Bericht über leere Regale ebenda vor einigen Wochen. Wo es geht, erhöhe man die Lagerhaltung, was bei Lebensmitteln aber nur bedingt möglich sei. Die Menschen würden jedoch ganz bewusst auf Diskontpreise schauen.
Abgrenzungsfrage Die vor allem seitens der SPÖ immer öfter ins Treffen geführte Forderung nach einem Aussetzen der Mehrwertsteuer bei Grundnahrungsmitteln erachtet der Spar-Chef als wenig sinnvoll. Einerseits sei die Abgrenzungsfrage schwierig, was Grundnahrungsmittel seien und was nicht, und zweitens bestehe die Gefahr eines zusätzlichen Inflationsschubs, nämlich bei der Streichung und bei der Wiedereinführung. Dass die Händler eine Senkung der Mehrwertsteu-
© Spar/Eva trifft.
WIEN. Im Rahmen eines Wirtschaftsgesprächs im Klub der Wirtschaftspublizisten diese Woche findet Spar-Vorstandssprecher Fritz Poppmeier klare Worte zur aktuellen wirtschaftlichen Situation und welche Maßnahmen zur Eindämmung der Wirtschaftskrise aus Sicht des Handels sinnvoll seien – oder eben nicht.
Spar-Chef Fritz Poppmeier: „Bei uns ist die Warenversorgung gesichert.“
er nicht an die Kunden weiterreichen würden, sei wegen der großen Konkurrenz im Handel nicht zu erwarten; Spar würde das weitergeben. Warenlieferprobleme ortet Poppmeier derzeit nicht, zumindest nicht in großem Stil. Lediglich im Non-Food-Bereich sei man von einigen Lieferverzöge-
rungen durch China betroffen. Einen Run gebe es zeitweise auf bestimmte Produkte, etwa Pflanzenöle. Auch der „Panik-Index“ Klopapier schlage aktuell nicht so an wie einst im März 2020. „Bei uns ist die Warenversorgung gesichert“ – teils auch besser als beim Nachbarn Deutsch-
Gegen die Wegwerfkultur Ein besonderes Anliegen ist Poppmeier die Reduktion der Lebensmittelverschwendung. Viele gekühlte Waren würden länger als das sogenannte Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) halten – man solle nichts nur wegen des Datums wegschmeißen. Vermutlich nur fünf bis sieben Prozent der Lebensmittelverschwendung seien dem Handel anzulasten, der Großteil spiele sich in den Haushalten und der Gastronomie ab. Die Spar-Läden hätten zu 96% Vereinbarungen mit Tafeln für die weitere sinnvolle Nutzung. (red/APA)
Die Kommunikationsbranche unter sich
Der Diskont rockt! Vertrauen ins volle Sortiment der Supermärkte ist gut, die Preiskontrolle beim Diskonter vielleicht bald besser.
Die Finstere Brille ••• Von Christian Novacek PANIK-INDEX. Das Hamstern von Klopapier, von Spar-Chef Fritz Poppmeier diese Woche als Panik-Index bezeichnet, war gestern – heute hat die Krise aufgerüstet. Das wird Verhaltensänderungen zeitigen. Das starke Streben nach vermeintlicher Sicherheit hatte zuletzt darin gemündet,
dass die voll sortierten Supermärkte als die ursprüngliche Wiege der Sicherheit besonders wertgeschätzt wurden – ergo legten die Supermärkte zu, die Diskonter hatten es schwerer. Jetzt stehen wieder die günstigen Preise im Fokus. Die Teuerungsschraube greift so effektiv, dass es sogar mir, der bei Lebensmitteln kaum spart, auffällt: Bei 95 Cent für 0,33 l Coke Zero sprudeln die Preise schon sehr erfrischend! Eventuell wage ich wieder den Besuch beim Diskonter. Muss
ja nicht Hofer, kann auch Penny sein – wo zum Beispiel der exzellente Wiener Gemischte Satz der „Weinmacher“ des Weinguts R&A Pfaffl aus Stetten um wohlfeile 5,99 € ungleich wohliger erfrischt. Penny dürfte ein gutes Jahr vor sich haben. Die wahrscheinliche Ausbaumöglichkeit auf 400 Märkte könnte nämlich durch interne Strukturbereinigungen beschleunigt stattfinden – wo Billa und Billa Plus zu nah aneinanderkleben, könnte Penny Billa ablösen. Ruckzuck quasi.
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RETAIL
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Wie man im Business flüssig bleibt?
© Thomas Steinlechner
Mit 30% weniger Zucker!
Christoph Andexlinger, Obmann des Austrian Council of Shopping Places.
Maskenpflicht „ohne Grundlage“ ACSP-Obmann Christoph Andexlinger sieht die Verlängerung der Maskenpflicht als Willkür. WIEN. Das Austrian Council of Shopping Places (ACSP) kritisiert die Entscheidung des Gesundheitsministers, die Maskenpflicht im LEH bis 8. Juli beizubehalten, scharf. Was an Schulen durch Eigenverantwortung möglich sei, müsse auch im Handel gelten: Das Tragen der Maske könne im gesamten Handel in der aktuell erfreulichen Situation mit stark sinkenden Fallzahlen und äußerst geringen Belegungszahlen der Intensivstationen umgehend auf Freiwilligkeit umgestellt werden. In allen Nachbarländern Österreichs ist beim Einkaufen keine Maske mehr erforderlich. Regelung fragwürdig Christoph Andexlinger, neuer Obmann des ACSP, ortet die Beibehaltung der Maskenpflicht in Teilbereichen des Handels bei gleichzeitig aufgehobener Maskenpflicht an den Schulen als nicht nachvollziehbare Willkür und Ungleichbehandlung. „Die beste Zeit für eine Maskenpause ist jetzt. Wenn die Politik zeigen will, dass sie Vertrauen in eine mündige Gesellschaft hat,
dann muss die Maskenpflicht in der Grundversorgung jetzt ein Ende haben“, so Andexlinger, der ausführt: „Die generelle Tragepflicht von Masken in Handelsbetrieben der Grundversorgung bei gleichzeitiger Aufhebung an den Schulen schürt eine Zweiklassengesellschaft. Schülern und Lehrern wird Eigenverantwortung zugestanden, Menschen, die ihre Versorgungseinkäufe tätigen, jedoch nicht. Das entbehrt jeder Grundlage.“ Nicht zuletzt sei die Aufhebung der Maskenpflicht (wie auch von WKÖ und Handelsverband gefordert) eine Maßnahme für mehr Krisenfestigkeit. (red)
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Masken-Vergleich Maskenpflicht nur in Österreich In Österreich gilt die bestehende Verordnung bis 8. Juli. In vielen Ländern Europas ist die Maskenpflicht längst Geschichte. In Nachbarländern wie Deutschland können die Kunden freiwillig zur Maske greifen und sich selbst schützen. Auch in Italien, Slowenien, Kroatien, Ungarn und Tschechien ist die Maskenpflicht im Handel bereits gefallen.
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RETAIL
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© APA/Erwin Scheriau
Die EKZ füllen sich wieder In Sachen Frequenz liegen Österreichs Einkaufszentren nur noch leicht unter jener von 2019 – sollte im Sommer die Maske fallen, scheint das Vorkrisenniveau in Griffweite.
1,25 Milliarden Euro Umsatzrückgang Trotz saftiger Einbußen halten sich die Leerstände in Österreichs Malls und Fachmarktzentren in Grenzen. WIEN. Seit nunmehr 34 Jahren und im Zwei-Jahres-Rhythmus publiziert Standort + Markt seine Shopping Center-Dokumentation. War die letzte Ausgabe eine „exakte Abbildung der Shopping Center-Szene vor der Coronakrise“, wie es in deren Einleitung hieß, zieht die nun vorliegende Ausgabe 2021/22 einen Vergleich – und offenbart recht deutlich, welche gravierenden Auswirkungen die Pandemie auf Österreichs Shopping Malls und Fachmarktzentren hatte. Die wichtigsten Zahlen: Für 2021 liegt die Umsatzschätzung von Standort + Markt bei 12,35 Mrd. €, flächenbereinigt, also nur bezogen auf jene Zentren, welche in den Vergleichsjahren das gesamte Jahr – wenn auch pandemiebedingt eingeschränkt – umsatzwirksam waren, bedeutet dies ein Minus von rund neun Prozent oder 1,25 Mrd. € gegenüber 2019 für die Händler, Gastronomen und
sonstigen Gewerbetreibenden in den Einkaufszentren. Der Frequenzrückgang wird anhand der erhobenen Daten auf 18,4% geschätzt, der Leerflächenrückgang bleibt mit 4,2% indes überraschend stabil. Fluktuation stabil Zugrunde gegangen ist an der Pandemie kein Einkaufszentrum, „gravierende Auswirkungen“ sind Studienautor Roman Schwarzenecker, Gesellschafter und Prokurist bei Standort + Markt, zufolge ausgeblieben – zum einen dank der staatlichen Hilfen für die Händler, zum anderen aufgrund der langfristigen Mietverträge. Entsprechend ist auch die Fluktuationsrate stabil geblieben und liegt für Shopping Malls bei 14,1% und für Fachmarkzentren bei 9,1%. In puncto Frequenzen nähere man sich den Betreibern zufolge zwar „den Werten von 2019“ an, man liege dereinst aber „noch
leicht darunter“, so Schwarzenecker. Für Hannes Lindner, Geschäftsführender Gesellschafter bei Standort + Markt, befinden sich die Malls „in einer Zwangslage“: Dazu „verdammt, sich weiterzuentwickeln“, wagten sie den Vorwärtsgang, indem sie „ihre Freizeit- und Gastroflächen auf Hochglanz polieren“. Gerade bei ersteren – „in Sachen Rentabilität mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht wirklich der Bringer“ – bleibe aber die Frage offen, ob die Investitionen „gerechtfertigt“ seien: „Wenn durch die Freizeitflächen die Frequenz erhöht wird, heißt das noch lange nicht, dass etwa das Modegeschäft davon profitiert.“ FMZ: „Des Investors Liebling“ Umgekehrt seien die Fachmarktzentren oder Retail Parks „des Investors Liebling“, weil die dort vertretenen Betriebstypen „preisaggressiver sind und
vom E-Commerce nicht so stark ersetzt werden können“ – und umgekehrt auch vonseiten der Mieter sehr gefragt seien. Der am häufigsten in den Einkaufszentren – sowohl Malls als auch Fachmarkzentren – vertretene Händler ist übrigens der Drogeriefachhandels-Marktführer dm; das Ranking der größten Malls führt wie eh und je die Shopping City Süd in Vösendorf vor dem Wiener Donau Zentrum an; auf den Plätzen folgen die PlusCity in Pasching, ShoppingCity Seiersberg und das Gerasdorfer Shopping-Resort G3. Die größten Retail Parks sind der Gewerbepark Stadlau (Wien), die Arena Fohnsdorf und das GEZ West in Gleisdorf. (haf)
Während die Gesamt fläche praktisch gleich geblieben ist, ist die Flächen leistung um 350 Euro gefallen – das ent spricht dem Niveau von 1998. Roman Schwarzenecker Standort+Markt
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Aus Adeg Schnitzer wird Adeg Gratzer
ÜBERNAHME
Mehr Getränke in der Kastner-Welt JENNERSDORF. Mit einem Sortiment von mehr als 7.000 unterschiedlichen Getränken unterstreicht Lebensmittelgroßhändler Kastner seine Getränkekompetenz. Die wird nun deutlich ausgebaut: Kastner übernimmt den regionalen Jennersdorfer Getränkehändler Spirits. Mit der Kastner GetränkeWelt und Kastner AllesWein gehört das Familienunternehmen zu den bedeutendsten Getränkefachgroßhändlern Österreichs.
Es bleibt alles in der Familie: Jasmin Gratzer übernimmt den Markt in Weitensfeld von ihrem Vater.
Starker Partner Zuvor hatte Kastner bereits im Jahr 2003 den Großhandel der ehemaligen Firma Brückler in Jennersdorf übernommen – und verdoppelte seitdem den Umsatz auf mehr als 35 Mio. €. Kastner punktet in Jennersdorf überdies mit einem Eventservice – abgesehen von der Belieferung mit Lebensmitteln inkludiert das etwa den Verleih von Gläsern, Gläserspülern, Zapfhähnen, Biertischen und Co. (red)
Spielplatz Adeg Für Jasmin Gratzer ist die Adeg schon seit Kindheitstagen Teil ihres Lebens: „Unser Stammbetrieb in Gurk, den mein Vater bereits seit 40 Jahren führt, war als Kind quasi mein Spielplatz. Ich wusste immer, dass ich eines Tages selbst Adeg-Kauffrau werden möchte. Vor zehn Jahren bin ich dann in den damals neu eröffneten Standort in Weitensfeld mit eingestiegen und darf nun die Geschäfte meines Vaters weiterführen“, erzählt Gratzer. Besonders viel Wert legt die gelernte Hotelkauffrau
auf ein herzliches Miteinander: „Was mir bei Adeg gefällt, ist der fast schon familiäre Umgang mit den Kunden und der persönliche Austausch. Von meinem Vater habe ich gelernt, dass man immer einen direkten Draht zu den Menschen braucht und ihnen zuhören muss, um ganz auf ihre Wünsche eingehen zu können. Dadurch machen wir unsere
Kundschaft glücklich, und die eigene Arbeit bekommt einen zusätzlichen persönlichen Wert.“ Neben dem persönlichen Kontakt steht für Gratzer die Unterstützung lokaler Lieferanten an erster Stelle – aus der unmittelbaren Umgebung stammen Milcherzeugnisse, Eier, Speck, Salami, Hauswürstchen sowie die echten Kärntner Kasnudeln. (red)
© Kastner
© Adeg/Karlheinz Fessl (2)
Engagiert Generationen wechsel in Weitensfeld: Adeg-Kauffrau Jasmin Gratzer übernimmt den AdegMarkt ihres Vaters Andreas Schnitzer.
WEITENSFELD. Am 3. Mai übernahm Jasmin Gratzer ihren ersten eigenen Adeg-Markt – er bleibt in der Familie, denn sie übernimmt ihn von ihrem Vater Andreas Schnitzer, der in Weitensfeld (Bezirk Sankt Veit an der Glan) bereits seit zehn Jahren die Nahversorgung sicherstellt. Für Gratzer geht damit ein Lebenstraum in Erfüllung.
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Expansiv unterwegs Gf. Gesellschafter Christof Kast ner und Kastner-Standortleiter Jennersdorf, Ronald Tanczos.
Das Adeg-Team Gratzer vor dem Geschäft in Weitensfeld.
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ZUSTELLDIENSTE
mjam macht auf flotte Apotheke
Vernetzt Das Ladenetz für E-Autos wird dichter – maßgeblich trägt dazu der Handel mit seinen Parkplätzen bei. Besonders der Lebensmittelhandel ist in diesem Belang gut aufgestellt.
© Panthermedia.net/Dmytrenko.fsk
WR. NEUSTADT. Ab sofort können mjam-Kunden in Wiener Neustadt via mjam App oder unter www.mjam. at über 2.000 nicht rezeptpflichtige Arzneimittel, Nahrungsergänzungsmittel, medizinische Hilfsmittel, Pflege & Wellness- sowie auch Kosmetikprodukte und alles für Familie & Co bestellen. Geliefert wird innerhalb von 30 min. Bestellungen sind unter der Woche inkl. Samstag möglich. Produktpalette erweitert „Wir freuen uns, ab sofort auch unseren Kundinnen und Kunden in Wiener Neustadt mit unserer PartnerApotheke ein neues Service anbieten zu können. Das Sortiment umfasst über 2.000 rezeptfreie Produkte, die von unseren Kurieren innerhalb von 30 Minuten zugestellt werden“, erklärt dazu Chloé Kayser (im Bild), CEO von mjam. mjam ist mit über 5.000 Restaurant-Partnern und rund 2.700 Kurieren eine der größten Essensbestellplattformen in Österreich. „Neben Essenslieferungen und dem kontinuierlichen Ausbau unserer Lebensmittelzustellung ist die Partnerschaft mit ortsansässigen Apotheken ein weiterer Meilenstein auf diesem Weg“, erklärt Kayser abschließend. (red)
E-Autos werden im Handel geladen Speziell der LEH ist mit Ladestationen kundenfreundlich orientiert, allerdings: Kostenfrei laden wird Auslaufmodell.
© mjam
KÖLN/WIEN. E-Autos boomen, nicht zuletzt dank staatlich gelenkter Kaufanreize. In Deutschland sollen es bis 2030 15 Mio. sein. Insbesondere in städtisch verdichteten Gebieten werden öffentliche Ladepunkte benötigt. Der Handel mit seinem breiten und hierzulande besonders dichten Standortnetz ist dafür prädestiniert, auf seinen Parkplätzen eine Ladeinfrastruktur anzubieten. Laut dem EHIWhitepaper „Elektromobilität im Handel 2022“ bietet das Gros des Handels bereits Ladestationen an. Kostenfreies Laden? Im Lebensmitteleinzelhandel bieten 72,2% der Befragten (an der Umfrage beteiligt haben sich 83 Handelsunternehmen mit insgesamt 25.985 Filialen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz) schon jetzt Ladestationen für ihre Kunden. Bei 22,2% sind sie in Planung und für 5,6% nicht relevant (siehe Grafik).
Ähnlich sieht es bei Baumärkten aus; hier besitzen 71,4% Ladestationen, 28,6% planen sie. Die befragten Möbel- und Warenhäuser setzen zu 42,9% aufs Laden, 57,1% haben dies noch vor. In der Bekleidungsbranche spielen La-
destationen kaum eine Rolle: Für 92,9% sind sie nicht relevant, nur 7,1% haben Lademöglichkeiten vor Ort. Dichtes Netz, schnelle Ladung Das Ladenetz wird größer und auch schneller: Zehn Prozent der Ladestationen im Handel sind 2022 High Power-Charger (HPC) (Vergleichsstudie 2021: ein Prozent) und weitere 21% Schnell ladesäulen (2021: 23%). Mit dem Ausbau wächst die Zahl der Händler, die fürs Laden Gebühren verlangen. Bei 42% der befragten Handelsketten ist das Laden im Jahr 2022 nicht mehr grundsätzlich kostenfrei (Vorjahr: 29%). 26% bieten das Laden für die Kundschaft vergünstigt an. Bei 15% Prozent der Händler darf die Kundschaft weiter kostenfrei laden. Weitere 15% bieten das Laden für alle kostenlos an. Um die Ladestationen mit Strom zu versorgen, setzen bereits 40% der Händler Photovoltaikanlagen. (red)
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Click to Pay mit Visa erhöht Chancen auf mehr Umsatz Händler profitieren in ihren Onlineshops jetzt durch Click to Pay mit Visa, da Bezahlvorgänge und der Check-out wesentlich vereinfacht werden. Das Ergebnis: Das nahtlose und sichere Bezahlen bietet die Chance auf mehr Kaufabschlüsse und höhere Umsätze.
Käufer:innen profitieren mehrfach Die Eingabe der Zahlungs- und Lieferdaten bei der erstmaligen Registrierung für Click to Pay mit Visa erfolgt einmalig. Die Informationen werden mittels eines mehrstufigen Sicherheitsverfahrens und der Token-Technologie sicher gespeichert. Konsument:innen können in jedem teilnehmenden Shop weltweit mit jedem Gerät – egal, ob Handy, Tablet oder Laptop – mittels weniger Klicks einkaufen, ohne ein neues Konto einrichten zu müssen. Die Eingabe der Liefer- und Bezahldaten beim Gast-Check-out entfällt auch dann, wenn es sich um den ersten Einkauf im jeweiligen Shop handelt.
Upgrade für den eigenen Onlineshop Als teilnehmender Onlineshop stellen Händler sicher, dass Kund:innen oder auch Gäste mit der schnellen Check-outLösung einfach bezahlen können – für ein reibungsloses Einkaufserlebnis und weniger Kaufabbrüche. Händler, die Click to Pay in ihren Onlineshops anbieten, profitieren also in mehrfacher Hinsicht: einerseits durch die Einbindung einer modernen User Experience in den Bezahlprozess, andererseits durch die Möglichkeit auf mehr Kaufabschlüsse, was sich in Form eines höheren Umsatzes widerspiegeln kann. Besonders erfreulich dabei ist, dass für Click to Pay-Transaktionen keine zusätzlichen Gebühren von Visa anfallen.
Innovationen powered by Visa
Der Online-Handel hat im Zuge der Pandemie erneut stark an Bedeutung gewonnen.* Komplizierte Abläufe, wie das zeitaufwändige Ausfüllen von Adressdaten und Kartennummern, erschweren bis dato den Bezahlvorgang. Dank Click to Pay mit Visa ist Online-Bezahlen jetzt einfach, sicher und vor allem auch schneller.
Click to Pay mit Visa ist ein weiteres Beispiel für die ständige Innovation und symbolisch für die Unternehmensphilosophie von Visa. Im Fokus: digitale Lösungen am Puls der Zeit und Wahlmöglichkeiten für die Konsument:innen. Visa hat sich zum Ziel gesetzt, die digitale Bezahllandschaft einfacher, bequemer und sicher zu gestalten – Click to Pay ist ein weiterer Schritt in diese Richtung.
*Im Vorjahresvergleich sind E-Commerce-Transaktionen mit Visa in vielen europäischen Ländern um 40 Prozent und mehr angestiegen.
Wie genau funktioniert Click to Pay? Die Konsument:innen aktivieren Click to Pay als digitale Check-out-Lösung für Kredit- und Debitkarten durch eine einmalige Registrierung. Danach entfällt die oft mühsame Eingabe der Kartennummer oder verschiedener Passwörter. Händler finden auf www.visaeurope.at alle Informationen, wie sie Click to Pay mit Visa schnell und unkompliziert in ihren Onlineshop integrieren können. Insgesamt wird der Checkout in Onlineshops sowie in Apps wesentlich erleichtert und aufwändige, komplizierte Bezahlvorgänge gehören somit der Vergangenheit an. Online-Zahlungen mit Kredit- oder Debitkarten via Click to Pay mit Visa werden von verschiedenen internationalen Kartenanbietern unterstützt.
Sie sind interessiert? Wenden Sie sich an Ihren Anbieter und nutzen Sie die unkomplizierte Check-out-Lösung für Ihren Onlineshop. Mehr Informationen und wie Sie Click to Pay mit Visa in Ihren Onlineshop integrieren, finden Sie auf: www.visaeurope.at/unser-partner-werden/bezahltechnologie/clicktopay
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RETAIL
Freitag, 13. Mai 2022
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© Otto Österreich (2)
Zeigen, was man hat Der „Otto Showroom“ im G3 Shopping Resort Gerasdorf forciert die physische Präsenz des größten österreichischen Onlinehändlers.
Otto zeigt auch stationär Muskeln Der Versandhändler eröffnet heute das Vorzeigegeschäft in Gerasdorf – weitere Showrooms könnten folgen. GERASDORF. Die entscheidende Frage beim Kauf einer Couch lautet: Wie bequem sitzt es sich darauf? Beim Onlineshopping erhält man bislang keine befriedigende Antwort darauf – Otto Österreich schlägt daher einen weiteren Schritt in Richtung physische Präsenz ein: Heute, Freitag, eröffnet der „Otto Showroom“ im Einkaufszentrum G3 in Gerasdorf. Abholen im Shop „Ganz egal ob Möbel, Mode oder Haushaltstechnik – im Showroom wird unser Sortiment in seiner gesamten Bandbreite spürbar sein“, sagt dazu Harald Gutschi, Sprecher der Geschäftsführung der Unito-Gruppe, in deren Portfolio sich die Marke Otto Österreich befindet. Er hält fest: „Es ist uns als größtem österreichischen Onlinehändler ein Anliegen, auch die Menschen abzuholen, die gegenüber Onlineshopping eventuell noch
Bedenken haben. Wir wollen die Brücke zwischen Online und Offline schlagen. Es freut uns, dass wir ab sofort noch besser auf die Bedürfnisse aller Konsumentinnen und Konsumenten eingehen können.“ Funda Caglar, Centermanagerin im G3 Shopping Resort Gerasdorf, ergänzt: „Ein wesentlicher Aspekt der Weiterentwicklung unseres Centers ist es, Nutzungen und Angebote zu ergänzen. Dazu gehören Inspirationsorte wie der Showroom von Otto, wo der Einkauf zu einem Erlebnis wird.“ Der Showroom wurde bewusst als Wohnung gestaltet, und die präsentierten Artikel werden saisonal adaptiert. So findet man zur Eröffnung etwa die Fashiontrends für Frühling und Sommer 2022 genauso wie aktuell angesagte Outdoor-Möbel. Geordert werden kann via Smartphone, aber auch mittels Tablets, die an Ort und Stelle
zur Verfügung gestellt werden – Ansprechpersonen unterstützen bei der Onlinebestellung. Den Offline-Auftritt in Gerasdorf sieht man bei Otto auch als Test für eine etwaige weitere physische Präsenz der Onlinemarke. Gutschi: „Es ist durchaus denkbar, dass wir die Idee des Showrooms auf weitere Bun-
desländer ausdehnen. Für uns ist es auch eine Art Pilotprojekt. Wir bleiben dran, um stetig noch besser auf die Wünsche unserer Kundinnen und Kunden eingehen zu können.“ 30 Jahre Otto Group Die Eröffnung des Showrooms in Gerasdorf passt zum 30-JahrJubiläum der Marke, die aus dem 1894 in Graz gegründeten und 1988 von der Otto Group erworbenen Versandhaus Moden Müller hervorging. 1992 begann der Wandel vom Katalogversender zum Onlinehändler. Otto Österreich realisierte im Geschäftsjahr 2021 (1. März 2021 bis 28. Februar 2022) einen Gesamtumsatz von 100 Mio. €. Im Dreijahresvergleich 2019 bis 2021 belief sich das Wachstum auf 31%. (red)
Otto Showroom zeigt die Sortimentsbandbreite im Wohnungsambiente.
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RETAIL
Freitag, 13. Mai 2022
© Mario Pernkopf
Mal vegan unterwegs Anton Hauben berger (Haubis), Gernot Gollner (OMV Tank stellen), Cornelia und Andreas Diesenreiter (Unverschwen det, v.l.).
Lebensmittel retten OMV und „Unverschwendet“: Die Kooperation zur Rettung von Lebensmitteln geht schon ins dritte Jahr. WIEN. Vor drei Jahren startete OMV eine Kooperation mit dem Wiener Start-up-Unternehmen Unverschwendet. Sie wird heuer prolongiert und setzt einmal mehr ein Zeichen für Lebensmittelrettung. Unverschwendet rettete im Zuge der Kooperation bereits knapp zwei Tonnen qualitativ hochwertiges Gemüse vor dem Wegwerfen – und kreierte da-
Gastro-Produkte“, sagt Gernot Gollner, Leiter OMV Tankstellengeschäft Österreich. Jährlich werden in Österreich Tausende Tonnen hochqualitatives Obst & Gemüse entsorgt, weil sie den optischen Standards nicht entsprechen. „Kooperationen mit großen Unternehmen wie der OMV helfen uns dabei, noch mehr wertvolle Ressourcen zu retten. Es freut uns, wenn
raus einen zu 100% veganen Brotaufstrich aus Tomaten und Zucchini exklusiv für die OMV Viva Shops. „Ein bewusster Umgang mit Lebensmitteln ist Teil unserer OMV-Nachhaltigkeitsstrategie. Seit Beginn der Viva Shops stehen wir für Top-Qualität und beziehen vorrangig österreichische Produkte von heimischen Familienunternehmen für unsere
Konsumentinnen und Konsumenten anfangen, bei ihren Konsumgütern auf Nachhaltigkeit zu achten. So wird der Genuss noch bewusster“, so die Geschwister Cornelia und Andreas Diesenreiter von Unverschwendet. Ein weiterer, nachhaltiger Stützpfeiler der OMV Viva Shops ist übrigens die Zusammenarbeit mit vorrangig österreichischen Betrieben für den GastroBereich; etwa kommt das vegane Gebäck für das Unverschwendet-Weckerl vom niederösterreichischen Familienunternehmen Haubis. (red)
Seit Beginn der Viva Shops stehen wir für Top-Qualität und beziehen vorrangig österreichische Produkte von Familienunternehmen für unsere Gastro-Produkte. Gernot Gollner Leiter OMV Tankstellengeschäft
Kooperation dm und Henkel „Lernhilfe ist ein wichtiges Thema, das wir im Sinne von sozialer Teilhabe und Chancengleichheit gerne fördern“, sagt Harald Bauer, dm-Geschäftsführer. „Dank dieser Kooperation können dm-Kunden beim Einkaufen im Mai nicht nur ihre Lieblingsprodukte aus dem Hause Henkel besorgen, sondern zugleich Kindern und Jugendlichen etwas Gutes tun.“ (red)
© dm
Mit Haarpflegeprodukten Lernhilfe für Kinder fördern. WIEN. Wer im Mai ein Produkt der Marken Glem Vital, Gliss Kur, taft oder got2b bei dm kauft, unterstützt damit gleichzeitig Lernprojekte in ganz Österreich. Denn pro verkauftem Artikel gehen 10 Cent an die dm {miteinander}-Initiative. Dieses Jahr kommt der Betrag sieben Caritas-Lerncafés sowie der „Rettet das Kind“-Lernbegleitung in Vorarlberg zugute.
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Für jedes im Mai bei dm verkaufte Produkt der Marken Glem Vital, Gliss Kur, taft oder got2b spendet Henkel 10 Cent an Lernprojekte in Österreich.
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„Das ‚Wheel of Retailing‘ dreht sich weiter“ Ein Jahr nach der Eröffnung der ersten UniBox in Enns steht das digitale Kleinflächenkonzept bei zwölf Standorten und hat sich gut etabliert.
••• Von Paul Hafner
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Freitag, 13. Mai 2022
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Rückblick auf 1 Jahr UniBox Andreas Haider (Unimarkt), Thomas Ahörndl (Bgm. Dorf an der Pram), Alexander Palnik (syreta) und Christoph Teller (JKU) vor der UniBox in Dorf an der Pram (Bezirk Schärding).
U
Juristische Hindernisse Prinzipiell wäre man gerne schon weiter gewesen, nämlich bei rund 20 Standorten. Doch weil man aufgrund der je nach Bundesland unterschiedlichen Öffnungszeitengesetze spezielle Standortgenehmigungen brauche, kam und komme es hier beim Rollout je nach Standort zu
Mit der UniBox wollen wir auf die sich verändernden Einkaufs-, Lebens- und Arbeitsgewohnheiten und die dadurch neu entstehenden Bedürfnisse eingehen. Andreas Haider Unimarkt
bensmittelgeschäfte etablieren sich auch an betriebswirtschaftlich schwierigen Standorten“, analysiert Christoph Teller, Vorstand des Instituts für Handel, Absatz und Marketing (IHaM) an der JKU Linz, anhand der ersten Ergebnisse eines Langzeitforschungsprojekts in Kooperation mit der UniGruppe.
© UniGruppe
nsere Intention war es, ein Konzept zu entwickeln, mit dem wir auf die sich verändernden Einkaufs-, Lebens- und Arbeitsgewohnheiten der Menschen und die dadurch neu entstehenden Bedürfnisse eingehen“, blickt Andreas Haider, Eigentümer und Geschäftsführer der UniGruppe, etwas über ein Jahr nach der Eröffnung der ersten UniBox in Enns zurück. Die bisherige Bilanz falle „durchaus positiv“ aus: Aktuell zählt man zwölf Standorte – zehn in Oberösterreich, zwei in Salzburg – und über 20.000 registrierte Kunden. Bis Ende des Jahres soll sich die Zahl noch verdoppeln.
All-in-One Die Unimarkt-App fungiert als Zutrittsberechtigung, ProdukteScanner und Bezahltool. Alternativ gewährt auch die Payback-Karte Einlass.
Verzögerungen von bis zu einem halben Jahr. Ebendiese Gesetzeslagen waren (neben der Standortdichte) auch ein Mitgrund, warum die Rewe ihre im April 2021 – und damit fast zeitgleich mit UniBox – testweise lancierte „Billa Regional Box“ nach nicht einmal einem Jahr wieder einstellte. Auch Haider ärgert sich über die „veralteten gesetzlichen Strukturen“, die den Kunden ein „Einkaufen rund um die Uhr, so wie es auch bei jedem Automaten möglich ist“, verunmöglichen – die Fortführung des Konzepts steht aber außer Zweifel, außerdem befinde man sich „laufend in Gesprächen“ und hoffe auf eine „rasche Neubewertung des Themas“. Eintritt via Bankomatkarte Sonstige Herausforderungen habe man – gemeinsam mit dem Kunden – gemeistert, so Haider: Die ersten Monate seien „ein Lernprozess für die Kundinnen und Kunden, aber natürlich auch für uns“ gewesen, „denn neue Innovationen ziehen natürlich laufende Reflexion und Weiterentwicklung mit sich.“ Einen großen Schritt in Richtung Kundenfreundlichkeit hat man etwa am Standort in Dorf in der Pram mit der Ergänzung der Zutrittsund Bezahlmethoden um die
Bankomatkarte vollzogen; bis jetzt war der Kunde auf App oder Payback-Karte angewiesen. Convenience ist gefragt Learnings hat es auch punkto Produktangebot gegeben: „Das erste Jahr hat gezeigt, dass es in der UniBox stark um Convenience geht, daher werden wir auch unser Sortiment danach ausrichten und weniger attraktive Sortimente kürzen“, erklärt Haider. An vorderster Stelle stehe aber weiterhin die Sicherung der Nahversorgung – was auch Thomas Ahörndl, Bürgermeister von Dorf an der Pram, goutiert: „Es ist sehr wichtig, die lokale und regionale Versorgung langfristig zu sichern, da dies zur Verbesserung der Lebensqualität der Bevölkerung beiträgt. Die Menschen legen großen Wert darauf, dass die Entfernung zum nächsten Nahversorger kurz ist, sodass man die Distanz auch zu Fuß oder mit dem Rad zurücklegen kann, ohne immer auf ein Auto angewiesen zu sein.“ Entsprechend sei die im Vorjahr vor Ort eröffnete UniBox „eine super Bereicherung für unsere Gemeinde“ gewesen. „Das ‚Wheel of Retailing‘ dreht sich weiter, und neue Handelsformate wie unbemannte Le-
Nur der Anfang? Bemerkenswert sei, dass „auch unbemannte Formate die soziale Funktion des Handels vollziehen – anders ausgedrückt: Handels technologie schafft physische Interaktion von Menschen im Umfeld“. Sollte sich die Kundenakzeptanz „auf ein noch höhe-
Die Menschen legen großen Wert darauf, dass die Entfernung zum nächsten Nahversorger kurz ist, sodass man diesen auch zu Fuß oder mit dem Rad erreicht. Thomas Ahörndl Bürgermeister von Dorf an der Pram
res Niveau entwickeln und sich das Format weiterentwickeln – Stichwort unbemannte Nahversorgungszentren –, sind wir heute vielleicht sogar Zeugen des Beginns vom Ende der ‚weißen Flecken‘ in der Nahversorgung Österreichs“, wagt Teller einen radikal anmutenden Ausblick auf künftige Entwicklungen.
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Freitag, 13. Mai 2022
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© hello again
Seit über fünf Jahren dabei 2017 gegründet, ist hello again ein Joint Venture von szene1 und Runtastic – CEO Franz Tretter war Vorstand ersteren und und Produktmanager letzteren Unternehmens.
Loyalty auf der Überholspur Kundenbindungsprogramme werden von 92 Prozent der Österreicher genutzt – Tendenz stark steigend. LEONDING. Eine Studie des Kundenbindungsexperten hello again hat die Erwartungen von Konsumenten an Treue-Programme und ihre Sicht auf deren Prämien und individualisierte Angebote abgefragt. Das Wichtigste vorweg: 92% der im Februar und März 2022 Befragten – 1.000 Personen ab 18 Jahren in Deutschland und Österreich – geben an, Kundenbindungsprogramme zu nutzen; und zwar aktiv und regelmäßig. Das ist gemäß Umfrage ein deutliches Plus von elf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Spaß am Punktesammeln Über die Hälfte der Mitglieder bei Treue-Clubs nutzen diesen mindestens ein Mal in der Woche, mehr als ein Drittel monatlich. Die beliebteste Funktion ist
dabei das klassische Sammeln von Bonuspunkten (77%), gefolgt von den personalisierten Angeboten (51%) und dem Überblick über die Vorteile (41%). Bei den Gründen, warum Kunden einem Unternehmen treu bleiben, ist den Österreichern die gute Betreuung und Beratung am wichtigsten, dicht gefolgt von den Loyalty-Programmen auf Platz 2. Bei den Kundenbindungs-Programmen ist zu unterscheiden zwischen analogen Formaten wie physischen Kunden- und Stempelkarten und digitalen Lösungen, beispielsweise einer App. Es zeigt sich: Die fortschreitende Digitalisierung erreicht auch die Kundenbindung: Bereits 79,9% der Nutzer verwenden eine digitale Lösung, das sind gute vier Prozent mehr als im Vorjahr. Auffällig ist hier,
dass im Vergleich zu 2021 bei den 55+ Jährigen die Nutzungsrate stark gestiegen ist (um 16,2%). Außerdem liegt Österreich bei der digitalen Nutzung drei Prozent vor Deutschland. Faktoren für Online-Nutzung Der Hauptgrund für die OnlineAnwender ist die Flexibilität (73%), da mit dem Smartphone als ständiger Begleiter auch die „Kunden-Karte“ zu jeder Zeit verfügbar ist. Aber auch ein großer Teil der Befragten, die bereits an einem physischen Kundenbindungsprogramm teilnehmen, ließ sich umstimmen. 60% nutzen nur deshalb im Moment keine digitale Lösung, weil diese nicht vorhanden ist; wäre diese aber verfügbar, würden 88% der physischen Nutzer auf die digitale Lösung umsteigen.
Die Branchen, in denen TreueClubs am meisten verwendet werden, sind Handel allgemein (78%), Geschäfte des täglichen Bedarfs (69%), Dienstleister (25%), Gastronomie (20%) und Einkaufszentren/Regionen (zwölf Prozent). Unterschiede offenbaren sich im Ländervergleich in Bezug auf die Regelmäßigkeit der Kommunikation: In Deutschland möchten die Kunden tendenziell öfter Informationen erhalten als in Österreich. Digital ist die Zukunft „Die steigende Zahl der Nutzung von digitalen Treue-Clubs zeigt deutlich, dass diese Art die Zukunft sein wird. Das bedeutet, die analogen Kundenbindungsprogramme werden immer häufiger von den digitalen Angeboten abgelöst werden“, analysiert Franz Tretter, CEO und Gründer von hello again. „Wir unterstützen klein- und mittelständische Unternehmen bei diesem Prozess mit unserer All-in-OneKundenbindungslösung.“ Besagte Lösung setzt sich aus zwei Komponenten zusammen: Einer Steuerungszentrale inklusive Dashboard und CRMSystem für das Unternehmen und einer modular anpassbaren White-Label Loyal-App für den Endkunden. (red)
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Wo die österreichische Bierkultur zuhause ist Die 23. Ausgabe des Bier Guides weist den Weg zu den besten Bierlokalen des Landes und zeichnet zwei Dutzend Innovationen aus.
D
ie massiven Einschränkungen der Pandemie haben der österreichischen Bierkultur keinen Abbruch getan: So schwer die Schließungen Gastronomie und Brauereibetriebe getroffen haben, die heimische Brauwirtschaft steht auch nach über zwei Jahren Corona unvermindert für Vielfalt, Experimentierfreude und Qualität – davon legt der Bier Guide 2022 Zeugnis ab. „Unter den über 1.100 Lokalen, die es heuer ins Listing geschafft haben, sind viele, die in ihrem Rahmen sehr verlässlich für gute Bierpflege sorgen und für ihre jeweilige Umgebung nicht weniger bedeutend sind als etwa das Hofbräuhaus für München. Oft findet man dort auch mehr Lokalkolorit zum Bier als in den international ausgerichteten Betrieben“, so Bierpapst Conrad Seidl anlässlich der Präsentation der 23. Ausgabe des Bier Guides im „Der Garten“ im Wiener Prater, bei der neben dem „Bierlokal des Jahres“ je Bundesland auch die Microbrauerei, der Biergarten, das Biergeschäft und die Bierinitiative des Jahres in Form von Sonderpreisen gewürdigt wurden.
© medianet/APA-Fotoservice/Hörmandinger (2)
Bier-Innovationen im Fokus Der heuer 448 Seiten starke Bier Guide (Auflage: 25.000 Stück) listet erstmals 47 Lokale auf, die weltweit zu den besten Adressen für gutes Bier gezählt werden können. Zu den Lokalen, die mit den berühmtesten und besten Bierbars und Biergärten der Welt verglichen werden können und daher im Bier Guide mit fünf Krügeln ausgezeichnet
Vorgelesen Bierpapst Conrad Seidl (r.) mit Florian Berger, der im Vorjahr die Ge schäftsführung des Brauerei verbands übernahm.
Gabriela Straka, Mitglied der Geschäftsleitung der Brau Union Österreich, mit Stephen Wilkin son, Eigen tümer von SFW Consulting.
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Ausgezeichnet Fritz (l.) und Karin Tösch mit Mounir Hamrou ni vom prämier ten Wirten „das Fritz“ in Weiden am See.
© medianet/APA-Fotoservice/Hörmandinger (3)
Branchenikone Sigi Menz (l.) mit Guide-Heraus geber Germanos Athanasiadis.
Österreichs Brauer exportieren jähr lich 1,5 Mio. Hekto liter – ein Beleg für die Weltklasse un serer Bierkultur.“ Conrad Seidl Bierpapst
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wurden, gehören Brewpubs wie die 1516 Brewing Company oder Beaver Brewing, beide in Wien – „aber auch der immer wieder mit Innovationen beeindruckende Hotel-Ausschank der Brauerei Loncium“ und das „heuer ebenfalls in diese Top-Klasse aufgestiegene“ Brauhaus Breznik, beide in Kärnten. Weiters dabei: Das Steinbach in Attersee, die Bierbotschaft im steirischen Wundschuh und das Brauhaus Gusswerk in Hof bei Salzburg. Experimentelle Vorreiter Dass heute mehr als 300 Brauereiunternehmen in Österreich tätig sind, hat Seidl zufolge auch damit zu tun, dass sich Österreich „früher als viele andere Länder für damals als exotisch empfundene Biere geöffnet hat – importierte Biere waren Trendsetter“. Kreative österreichische Brauer haben diese Trends aufgegriffen und ihrerseits Innovationen geschaffen, die heute auf dem Weltmarkt gefragt sind. „Wie jedes Jahr werden auch heuer rund zwei Dutzend neue in Österreich gebraute Biere vorgestellt, viele davon nach Rezepten, die man noch vor zehn oder zwanzig Jahren allenfalls aus dem Ausland gekannt hat. Aber inzwischen sind Ales und Stouts, belgische Biere aller denkbaren Stärken und baltische Porter in österreichischen Sudkesseln heimisch geworden und stellen sich selbstbewusst der internationalen Konkurrenz“, so Seidl. Österreichs Brauer exportieren jährlich 1½ Mio. hl – für den Bierkenner „ein Beleg für die Weltklasse unserer Bierkultur“. Zu den Bierinnovationen des Jahres zählen heuer u.a. das „Atacama“, ein Brut IPA aus der Carantana Craftbeer Brewery in Klagenfurt, das mit Hanfblüten verfeinerte Kreativbier „Gan scha“ aus dem Mühlviertel und das „Salina“, ein mit Halleiner Salz gebrautes Gose. (haf)
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will haben Smarties treiben’s bunt in weiß Glückliche Schweine in der Steiermark
© Nestlé
© Brau Union Österreich
••• Von Christian Novacek
Weiß & bunt
Dem Vernehmen nach wünscht sich insbesondere die Zielgruppe über 35 Jahre einen Radler, der mit weniger Zucker auskommt. Für alle, die es weniger süß mögen, gibt es nun den neuen Gösser NaturRadler extra-frisch Zitrus-Mix als Limited Edition für die warme Jahreszeit. Verfügbar ist diese neue Variante des beliebten Gösser NaturRadler mit 2,9 g Zucker pro 100 ml ab sofort in der 0,33 l-Kleinflasche; schmeckt nach einer Mischung aus sonnengereiften Zitronen, Orangen, Grapefruit und Limette.
Smarties gibt es jetzt auch mit einem köstlichen Kern aus weißer Schokolade in der bekannten knackig-bunten Hülle. Auch die neuen Smarties White sind mit einer recycelbaren Papierverpackung umhüllt. Der Kakao für die Schokolade ist zu 100% Rainforest Alliancezertifiziert, und die bunten Schokolinsen erhalten ihre Farben aus Bestandteilen der Natur: Bei der Herstellung werden nur natürliche Aromen und Pflanzenkonzentrate wie z.B. Zitronen, Hibiskus, Rettich u.v.m. verwendet. Die Smarties White Riesenrolle 120 g ist seit Mai im Handel erhältlich.
www.brauunion.com
© Trumer Privatbrauerei
Zitrus-Mix
www.nestle.at Braumeister Felix Bussler und die Trumer Privatbrauerei-Inhaber Seppi Sigl und Sophie Leitner präsentieren als erste Brauerei den Bio Haferdrink mit Gerstenmalz.
© Spar/Werner Krug
Tann mit Tierwohl-Schweinefleisch Geschmack, Qualität und Tierwohl – dafür steht das neue Tann Vulkanland-DurocSchweinefleisch. Die Duroc-Schweine stammen alle aus der Südoststeiermark. Sie haben um 100% mehr Platz als gesetzlich vorgegeben und werden artgerecht in Gruppen gehalten. In den Ställen gibt es mit Stroh eingestreute Liegeflächen und einen Außenbereich; gefüttert wird mit gentechnikfreiem Futter. Erzeugt wird das Schweinefleisch von mehreren bäuerlichen Familienbetrieben. Ab sofort sind fünf Vulkanland-Duroc-Produkte in der Selbstbedienungspackung steiermarkweit und im südlichen Burgenland bei Spar, Eurospar und Interspar erhältlich. www.spar.at
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financenet & real:estate Maklertag „grenzen:los“ am 22. Juni im Wiener Palais Auersperg 56
Nachfolge Klemens Haselsteiner wird neuer Strabag-Vorstandschef 59
Kooperation IFMS und Makita bereiten gemeinsam Innovationen vor 60 © Strabag
BESTE ZAHLEN
© PantherMedia/kantver
RBI zeigt zum Quartal auf
Wo die Unternehmen jetzt der Schuh drückt
WIEN. Der Zwischenbericht der Raiffeisenbank International (RBI) zum ersten Quartal 2022 kann sich sehen lassen: Das Konzernergebnis liegt bei 442 Mio. €, das Handelsergebnis bei 184 Mio. €. „Trotz steigender Risikokosten erwarten wir für dieses Jahr einen Konzern-Return-on-Equity in einer Bandbreite von acht bis zehn Prozent“, sagt der Vorstandsvorsitzende der RBI, Johann Strobl. „Wir treiben die Evaluierung unserer strategischen Optionen, die auch einen geordneten Rückzug aus Russland beinhalten, konsequent voran.“ 57
© RE/MAX
© dpa/Andreas Gebert
Energieversorgung, dringende Steuersenkungen und Flexibilisierung des Arbeitsmarkts im Fokus. 52
Akut Größte Teuerungswelle seit mehr als 40 Jahren bringt Haushalte unter Druck. 54
Re/Max Bernhard Reikersdorfer meldet das beste erste Quartal der Firmengeschichte. 58
FINANCENET
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© APA/Barbara Gindl
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Wirtschaftsstandort Österreich unter Druck Unternehmen sorgen sich um die Energieversorgung und fordern Steuersenkungen sowie eine Flexibilisierung des Arbeitsmarkts.
••• Von Reinhard Krémer
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as neue Deloitte Radar belegt: Der österreichische Wirtschaftsstandort ist mit großen Herausforderungen konfrontiert. Die Folgen der Coronapandemie sind noch nicht bewältigt. Gleichzeitig erschüttert der Ukrainekrieg die Wirtschaft. Die Stimmung in den Unternehmen ist gedrückt, vor allem die Sicherheit der Energiever-
sorgung bereitet den Führungskräften Sorgen. Um die Krisensituation zu meistern, fordert die überwiegende Mehrheit eine Senkung der Lohnnebenkosten, eine Flexibilisierung des Arbeitsmarktes und eine stringente Pandemiebekämpfung. Im Rahmen des Deloitte Radar werden jährlich die Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Österreich untersucht. In die Studie fließen die Einschätzungen von mehr als 230 befragten heimischen
Top-Führungskräften sowie die analysierten Indizes globaler Rankings ein. Aus den Ergebnissen lassen sich die wichtigsten Handlungsfelder ableiten. Nicht im Spitzenfeld Bei Betrachtung der Rankings ist zu erkennen, dass die Alpenrepublik seit Jahren nur die Plätze 15 bis 20 einnimmt. Im wichtigsten Ranking, dem World Competitiveness Index (IMD), liegt Österreich global auf Platz 19, im Europa
vergleich auf Platz 11. In Europa belegen die Schweiz, Schweden und Dänemark die ersten drei Ränge; sie punkten mit einer umfassenden Digitalisierung und einer geringeren Steuerbelastung der Unternehmen. „Damit Österreich wettbewerbsfähig und für Investoren attraktiv bleibt, muss es unser Ziel sein, es in den nächsten fünf Jahren unter die Top FünfLänder in Europa zu schaffen. Wir müssen uns an den Besten messen“, sagt Harald Breit, CEO
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Pessimismus als Gefahr Während im vergangenen Spätsommer noch 86% die Stimmung im Management positiv bewertet haben, teilen aktuell nur mehr 52% diese Meinung. Ein Fünftel schätzt die Stimmung sogar als (sehr) negativ ein. In der Beleg-
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von Deloitte Österreich. Hierzulande überwiegen derzeit aber die Sorgenfalten. Die vierte Corona-welle sowie der Ukraine krieg haben die Stimmung unter den Führungskräften gedämpft.
Krieg schwerwiegende Auswirkungen auf Lieferketten, Rohstoffverfügbarkeit sowie Transportpreise haben wird“, so Breit.
Wir müssen uns an den Besten messen. Es muss unser Ziel sein, es in den nächsten fünf Jahren unter die Top Fünf-Länder in Europa zu schaffen.
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Steuersenkung & Erneuerbare Der Standort zeigt sich derzeit zwar resilient, dennoch herrscht laut den Befragten dringender Handlungsbedarf, um ihn nachhaltig zu stärken. Als effizienteste Maßnahmen werden der Umbau des Energiesystems in Richtung erneuerbare Energien (92%), die Digitalisierung der Verwaltung (85%), die Senkung der Lohnnebenkosten (87%) und Einkommensteuern (78%) sowie die Förderungen von Investitionen für Umwelttechnologien (87%) genannt. „Der Staat nimmt durch die Redkordinflation derzeit viele Steuern ein. Um den negativen Dominoeffekt in der Wirtschaft zu unterbrechen, braucht es rasche Erleichterungen für die Betriebe. Der Großteil der Befragten sieht in der Senkung der Lohnnebenkosten einen zentralen Hebel“, sagt Herbert Kovar, Partner bei Deloitte Österreich.
Steuern runter Die Senkung der Lohnnebenkosten (87%) und Einkommensteuern (78%) sowie die Förderungen von Investitionen für Umwelttechnologien (87%) werden als Mittel zur nachhaltigen Stärkung des Standorts gesehen.
Mehr Geld für Forschung „Die Erhöhung der Forschungsprämie wäre ein weiteres hervorragendes Mittel, um den Umbau der Wirtschaft vor dem Hintergrund der geänderten globalen Rahmenbedingungen voranzutreiben“, so Kovar. Die Situation am Arbeitsmarkt wird von den Unternehmen derzeit kritisch gesehen. Für die Verfügbarkeit von Fachkräften vergeben 69% die Noten „Genügend“ oder „Nicht genügend“, nur drei Prozent bewerten diese mit einem „Gut“. Die
schaft sowie unter den Kunden und Lieferanten zeigt sich ein ähnlich pessimistisches Bild. „Die Besorgnis hat in den Unternehmen seit Beginn des Krieges gegen die Ukraine spürbar zugenommen. Wir laufen Gefahr, dass sich dieser Pessimismus verfestigt und zu einer Abwärtsspirale wird – der Hut brennt am Standort Österreich, es muss dringend gegengesteuert werden“, warnt Breit. Sorgenkind Energieversorgung Generell wird die Resilienz des Standorts von der Hälfte der Führungskräfte noch immer als (sehr) positiv betrachtet. Schaut man genauer hin, gibt es aber ein wichtiges Handlungsfeld: Die Sicherheit der Energieversorgung bereitet den Befragten im Moment die größte Sorge. 90% befürchten aufgrund des Ukrainekrieges in der nächsten Zeit nachteilige Folgen. „Neben der Energieversorgung wird die geopolitische Krise weite Kreise ziehen: Fast alle Studienteilnehmer gehen davon aus, dass der
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Harald Breit Deloitte Österreich
Fachkräfte Für die Verfügbarkeit von Fachkräften vergeben 69% die Noten „Genügend“ oder „Nicht genügend“, nur drei Prozent bewerten diese mit einem „Gut“. Die Flexibilität des Arbeitsmarkts beurteilen lediglich 16% als „gut“ oder „sehr gut“.
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Flexibilität des Arbeitsmarkts beurteilen lediglich 16% als „gut“ oder „sehr gut“. Einigkeit herrscht beim Thema Integration von Geflüchteten: Beinahe alle befragten Unternehmen fordern hier verstärkte Anstrengungen und Vereinfachungen. Elisa Aichinger, Partnerin bei Deloitte Österreich, sagt: „Vor dem Hintergrund des allgegenwärtigen Fachkräftemangels ist die flexible Gestaltung von Arbeitszeit und -ort essenziell. Auch gilt es den Zugang für Geflüchtete zum Arbeitsmarkt zu erleichtern – das bestätigen uns 90 Prozent der Führungskräfte.“ Sinkende Zufriedenheit Auch bei der viel gelobten Lebensqualität muss Österreich Einbußen verzeichnen. Beim Vergleich der Umfrageergebnisse vor der Pandemie mit den aktuellen sieht man, dass die Zufriedenheit mit dem Gesundheitssystem und dem sozialen Zusammenhalt in den letzten zwei Jahren jeweils um 20 Prozentpunkte gesunken ist. „Dieser Rückgang ist ein Alarmsignal. Um eine weitere Verschlechterung zu verhindern, müssen Maßnahmen zur Stärkung dieser Assets gesetzt werden“, so Aichinger. Es wird nun entscheidend sein, welche Schritte seitens der Regierung in den nächsten Monaten gesetzt werden. „Die heimische Wirtschaft hat fünf zentrale Forderungen: Senkung der Steuern zur Entlastung der Unternehmen, Förderung von Forschung und Innovationen, Umbau des Energiesystems, Flexibilisierung des Arbeitsmarkts sowie die stringente Bekämpfung der Pandemie. Es gibt viel zu tun und jetzt ist Leadership gefragt“, fasst Deloitte-CEO Harald Breit zusammen.
Das ist Deloitte Professional Services Deloitte Österreich ist ein Anbieter von Professional Services. Mit rund 1.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an 13 Standorten werden Unternehmen und Institutionen in den Bereichen Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Consulting, Financial Advisory und Risk Advisory betreut. Kunden profitieren von der umfassenden Expertise sowie tiefgehenden Branchen-Insights. Deloitte Legal und Deloitte Digital vervollständigen das Serviceangebot.
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Knausern Ein durchschnittlicher Haushalt kann durch Vertragsoptimierungen bei Versicherungen, Banken oder Festnetz und Internet aktuell bis zu 1.900 € jährlich sparen.
Teuerungswelle schockt Haushalte durchblicker-Umfrage: 62% sorgen sich um ihre finanzielle Zukunft, 91% schränken sich im Alltag ein. ••• Von Reinhard Krémer WIEN. Die größte Teuerungswelle seit mehr als 40 Jahren versetzt Österreichs Haushalte unter Schock. Neun von zehn Österreicherinnen und Österreicher sehen sich zu Einschränkungen bei den Ausgaben gezwungen. Unsichere Zukunft Beinahe zwei Drittel blicken sorgenvoll in ihre finanzielle Zukunft, und zwölf Prozent konnten bereits ihre Fixkosten der vergangenen drei Monate nicht mehr aus ihrem Haushaltseinkommen decken. Das zeigt eine aktuelle Einkommensumfrage, bei der das Fixkostenvergleichsportal durchblicker Mitte April österreichweit 1.200 Haushalte befragt hat. Besonders hart trifft die hohe Inflation demnach jene, die nach der Coronakrise wegen Kurzarbeit oder Verlust des Ar-
beitsplatzes nach wie vor mit einem geringeren Haushaltseinkommen auskommen müssen – auch wenn dies mittlerweile bei deutlich weniger Haushalten der Fall ist als noch im Winter. Tanken tut richtig weh Laut Umfrage haben 86% bereits in den vergangenen drei Monaten eine Erhöhung ihrer Fixkosten deutlich wahrgenommen. Subjektiv spüren die Haushalte die Teuerung auf einer Skala von 1 bis 6 am deutlichsten bei Treibstoffen (5,3), bei Lebensmitteln (4,4), im Transport und Verkehr (4,3), bei Strom und Heizen (4,0) und in der Gastronomie (4,0). Mehr als die Hälfte sehen die höheren Preise bereits tatsächlich auf ihren Strom- und Gas-Rechnungen. Praktisch die gesamte Bevölkerung (98%) geht davon aus, dass das tägliche Leben künftig noch teurer wird. Die überwiegende Mehrheit von
62% der Befragten blickt ihrer finanziellen Situation 2022 eher mit Sorge entgegen, jeder fünfte ist extrem beunruhigt. 91% der Österreicher geben an, dass sie ihre Ausgaben bereits im Alltag reduzieren, 38% sagen, sie müssten sich wegen der Teuerungen stark bis sehr stark einschränken. Billigere Wohnung gesucht Gespart wird vor allem bei Gastronomie-Besuchen (75%), bei Autofahren und Kleidung (jeweils 70%), bei Reisen (65%) und bei der Wohnraumausstattung (50%) sowie bei der Freizeitgestaltung (45%). Ein Drittel der befragten Haushalte versucht, weniger zu heizen und Strom zu sparen. 15% der Mieter sind bereits auf der Suche nach einer billigeren Wohnung. Am besorgtesten sind im Bundesländer-Vergleich die Menschen im Burgenland, wo drei Viertel der Haushalte
derzeit pessimistisch in die Zukunft blicken; im Burgenland ist die Lage jetzt schon am prekärsten: 18% der burgenländischen Haushalte, deutlich mehr als in den übrigen Bundesländern, konnten in den vergangenen drei Monaten ihre Fixkosten nicht mit ihrem aktuellen Haushaltsnettoeinkommen decken. Optimismus im Westen Am zuversichtlichsten sind dagegen die Vorarlberger – dort sagen mit 21% auch deutlich mehr Befragte, dass sie sich bisher nicht einschränken müssen. Am stärksten von Einkommenseinbußen betroffen sind nach der Coronakrise derzeit noch Haushalte in Wien und Kärnten (jeweils 23%) sowie Oberösterreich (21%). Österreichweit geben aktuell 18% an, dass sie z.B. aufgrund von Kündigung oder Kurzarbeit nach wie vor mit einem reduzierten Haushaltsnettoeinkommen auskommen müssen. Zu Beginn der Pandemie waren 43% der Haushalte betroffen. Für die immer noch Betroffenen sind die durchschnittlichen Einbußen mit 624 € monatlich jedoch beträchtlich. Drei Viertel gehen nicht oder zumindest nicht fix davon aus, dass sich ihre Situation bis zum Sommer wieder verbessern wird, und ein Viertel kann bereits jetzt seine Fixkosten nicht mehr finanzieren.
VBV: Ihre Vorsorge im grünen Bereich Mehr als drei Millionen Menschen zählt die VBV-Gruppe bei betrieblichen Zusatzpensionen und Abfertigung Neu bereits zu ihren Kunden.
Führend in betrieblicher Vorsorge mit Nachhaltigkeit „Wir verbinden gute Finanzergebnisse mit gelebter Nachhaltigkeit“, erklärt Andreas Zakostelsky, Generaldirektor der VBV-Gruppe. „Kunden erhalten mit unserer Strategie gute langfristige Ergebnisse mittels nachhaltiger Veranlagung. Mehr als drei Millionen Österreicher sind bereits zufriedene VBV-Kunden“, freut sich Andreas Zakostelsky.
reich. Damit haben Kunden ihre Pensionsvorsorge stets im Blick. Beitrag zur Erreichung der Klimaziele Die VBV ist zudem seit rund 20 Jahren als Vorreiter im Bereich der Nachhaltigkeit aktiv. Deshalb veranlagt sie das ihr anvertraute Sozialkapital von beinahe 14 Milliarden Euro
WEITERE INFOS UNTER www.vbv.at
VorDenken Der VBV-Podcast Die VBV-Gruppe betreibt unter dem Motto „VorDenken – Nachhaltige Ansätze für Morgen“ einen eigenen Podcast. In der ersten Staffel geht es um den derzeit größten NachhaltigkeitsHebel unserer Zeit: Green Finance. Mit Beiträgen von Nachhaltigkeits-Expertin Gabriele Faber-Wiener, dem deutschen Sustainable Finance-Top-Experten Prof. Christian Klein, der Gründerin des Instituts für nachhaltiges Finanzwesen, Heidrun Kopp, u.v.m.
Kunden erhalten mit unserer Strategie gute langfristige Ergebnisse mittels nachhaltiger Veranlagung. Mag. Andreas Zakostelsky Generaldirektor VBV-Gruppe
www.vbv.at/nachhaltigkeit/ vordenken-der-vbv-podcast/ © VBV/Tanzer
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Meine VBV – Onlineservice für betriebliche Vorsorge Als Markt- und Innovationsführer setzt die VBV auf ein individuelles Onlineportal für ihre Kunden. Mit „Meine VBV“ hat die VBV-Gruppe das modernste und umfangreichste Onlineservice für betriebliche Vorsorge in Öster-
langfristig ertragreich und bereits zum größten Teil nachhaltig. Die VBV arbeitet daran, den CO2Fußabdruck ihres Aktienportfolios weiter zu reduzieren, um einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele von Paris zu leisten. So hat die VBV im Jahr 2020 in der Pensionskasse und Vorsorgekasse den CO2-Fußabdruck ihrer Aktien-Investments um rund 150.000 Tonnen CO2 reduziert. Dies entspricht der Menge an Treibhausgasemissionen, die im gesamten Jahr von den Einwohnern einer Stadt wie z.B. Tulln an der Donau verursacht wird.
© VBV/ Knight
WIEN. Ihre Vorsorge ist bei der VBV in guten Händen und zahlt sich langfristig aus. Pensionskassen-Angebote sind optimal für die Mitarbeiter-Bindung. Zur Lebensqualität der Kunden sowie zum Umwelt- und Klimaschutz beizutragen, das ist die Vision der VBV-Gruppe, eines heimischen Leitbetriebs und NachhaltigkeitsVordenkers. Mit ihrer Pensionskasse (betriebliche Zusatzpension) und ihrer Vorsorgekasse (Abfertigung Neu) macht die VBV dies seit vielen Jahren – sehr erfolgreich: Die VBV-Gruppe ist seit Jahren Marktführer in Österreich. Die Wertschöpfung des Unternehmens ist beachtlich: Durch die von der VBV im Inland veranlagten Mittel entsteht eine kumulierte Wertschöpfung von rund 1,5 Mrd. Euro jährlich. Damit werden mehr als 16.700 Arbeitsplätze in Österreich gesichert.
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Grenzübertritt gefragt
AGENDA AUSTRIA
Wenn das Gas nicht mehr fließt
Die Wiener Versicherungsmakler laden beim 19. Maklertag am 22. Juni zur „Überwindung von Grenzen“.
Live-Event „grenzen:los“ ist das Motto des 19. Wiener Maklertages, der im Palais Auersperg (Bild) stattfinden wird.
© Palais Auersperg
WIEN. Österreichs Energieversorgung ist ohne die Gaslieferungen Russlands derzeit nicht darstellbar. Zu diesem Schluss kommen Marcell Göttert und Jan Kluge, Ökonomen bei des Think-Tanks Agenda Aus tria, in einem gemeinsamen Policy-Brief: Was passiert, wenn kein Gas mehr fließt? „Kurzfristig kann Österreich diese Energiemengen aus eigener Kraft unmöglich ersetzen“, so die Experten der Agenda Austria.
WIEN. Nach coronabedingter Verschiebung findet der 19. Maklertag am 22. Juni im Palais Auersperg in Wien statt. „Das gewählte Motto ‚grenzen:los‘ ist und bleibt brandaktuell – für die Branche, für die Wirtschaft, für unsere Gesellschaft“, unterstreicht der Obmann der Fachgruppe Wien der Versicherungsmakler, Helmut Mojescick. Hochkarätige Referenten wie Lisz Hirn oder Stephan Eberharter beschäf-
tigen sich mit der Frage, was Grenzen aktuell in unserer globalen Welt bedeuten und ob wir sie überwinden oder nur verschieben. Ein Zeichen setzen „Grenzen sind da, um sie zu überwinden. Gerade jetzt – in einer Zeit mit besonderen Rahmenbedingungen und einer schwierigen Entwicklung in Europa mit spürbaren Auswirkungen auf den Alltag von uns allen –
wollen wir den Zusammenhalt in der Branche stärken und mit dem Maklertag unter dem Motto ‚grenzen:los‘ ein Zeichen setzen“, so Mojescick. „Die Verleihung des Hammurabi-Preises sowie das beliebte ‚talk together‘ zur anschließenden Kontaktpflege sind fixer Bestandteil der Veranstaltung. Einige unserer langjährigen Partnerinnen und Partner haben uns bereits ihre wertvolle Unterstützung für den Maklertag zugesagt.“ (rk)
Sberbank zahlt alle aus Rückerstattung an die Einlagesicherung.
© APA/AFP/Jure Makovec
Lose-lose-Situation 80% des heimischen Gasbedarfs kommen aus Russland. Göttert und Kluge erstellten ihre Berechnungen unter der Annahme, dass die Gaslieferungen noch im Mai gestoppt werden – fast 60% des Jahresverbrauchs wären in diesem Fall betroffen. Die Ökonomen gehen von drei unterschiedlichen Szenarien aus: Im besten Fall gelingt es der EU, zwei Drittel des Einbruchs zu kompensieren, womit Österreich nur auf etwa 15% der Gesamtmenge verzichten muss. Im schlechtesten Fall misslingt der Ersatz fast vollständig; Österreich kann 40% seines jährlichen Gasbedarfs nicht decken. Einen herben Dämpfer erleidet die Wirtschaft in allen drei Szenarien. Die optimistische Annahme führt zu einem Rückgang der realen Wirtschaftsleistung im laufenden Jahr um 1,5 Prozentpunkte. Im mittleren Szenario sinkt das BIP heuer um 2,4 Prozentpunkte. Im Worst Case bricht die Wirtschaft um 4,5 Prozentpunkte ein. Das entspricht einem Gegenwert von fast 17 Mrd. €, annähernd 80.000 Menschen würden arbeitslos werden.
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WIEN. Gute Nachricht für Sberbank-Kunden: Der von der Österreichischen Finanzmarktaufsicht (FMA) eingesetzte Regierungskommissär Gerd Konezny hat der Sberbank Europe AG die Genehmigung erteilt, den Großteil ihres Asset-Portfolios zu verkaufen. Durch die abgeschlossenen Transaktionen konnte die Sberbank Europe AG die Einlagen-
sicherungssumme in Höhe von 926 Mio. €, welche von der Einlagensicherung Austria (ESA) an die Kunden ausbezahlt wurde, vollständig an die ESA zurückzahlen. Über den Sicherungshöchstbetrag von 100.000 € pro Kunde hinaus werden nun von der Sberbank Europe AG auch alle verbliebenen Spareinlagen in voller Höhe rückerstattet. (rk)
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Prozent liegen wird. Aufgrund des Krieges haben wir unseren Ausblick für 2022 angepasst. Trotz steigender Risikokosten erwarten wir für dieses Jahr einen Konzern-Return-on-Equity in einer Bandbreite von acht bis zehn Prozent.“
RBI-CEO Johann Strobl: „Wir erwarten einen Konzern-Return-on-Equity in einer Bandbreite von acht bis zehn Prozent.“
Gutes Quartal Die RBI erwirtschaftete ein Konzernergebnis von 442 Mio. Euro – Provisionsüberschuss legt kräftig zu. WIEN. Der Zwischenbericht der Raiffeisenbank International (RBI) zum ersten Quartal 2022 kann sich sehen lassen: Das Konzernergebnis liegt bei 442 Mio. €, das Handelsergebnis bei 184 Mio. €. Es resultiert vorwiegend aus Absicherungsinstrumenten sowie der Entwicklung des eigenen Credit Spread im Bereich des Zertifikatgeschäfts, ver-
Risikovorsorgen gebildet und dennoch ein deutlich positives Konzernergebnis erzielt. Unsere Eigenkapitalquote ist in Folge der Erhöhung der Risikoaktiva zurückgegangen“, sagt RBI-CEO Johann Strobl. Strobl weiter: „Wir gehen davon aus, dass sie sich im Jahresverlauf wieder stärken und gegen Jahresende sehr nahe bei unserer Zielquote von rund 13
lautet aus der Bank. Der Zinsüberschuss ist, unterstützt von höheren Zinsen, gegenüber dem Vorquartal um ein Prozent gestiegen. „Die RBI ist aus einer Position der Stärke in diese Krise gegangen. Unser Ergebnis spiegelt die starke Ertragskraft der RBI sowie ihre vorausschauende Risikopolitik wider. Wir haben im ersten Quartal hohe
Ukraine und Russland Der Provisionsüberschuss legte im Quartalsvergleich insbesondere aufgrund der Zunahme von Devisentransaktionen in Russland um 22% zu. Das Neugeschäft in Russland wurde übrigens weitgehend eingestellt. In der Ukraine, so Strobl, gibt es keine Probleme: „Unsere Bank in der Ukraine hat trotz der äußerst schwierigen Rahmenbedingungen ihren operativen Betrieb nie unterbrechen müssen. Als Marktführerin im Agrarsektor hat sie die für das Land so wichtige Getreideaussaat maßgeblich finanziert. In Russland haben wir seit Kriegsbeginn unser Neugeschäft weitgehend eingestellt. Wir treiben die Evaluierung unserer strategischen Optionen, die auch einen geordneten Rückzug aus Russland beinhalten, konsequent voran.“ Der Konzern erwartet 2022 ein stabiles Kreditvolumen mit einem Wachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich. (rk)
RCB erhielt Umweltzeichen WIEN. Die Raiffeisen Centrobank (RCB) konnte nach bestandener Prüfung das Österreichische Umweltzeichen entgegennehmen. Philipp Arnold, Head of Sales bei RCB, erhielt die Auszeichnung direkt von Bundesministerin Eleonore Gewessler. Als unabhängiges Gütesiegel mit hoher Glaubwürdigkeit und sehr hohem Wiedererkennungswert zertifiziert das
Österreichische Umweltzeichen im Finanzbereich ethisch orientierte Projekte und Unternehmen, die Gewinne durch nachhaltige Investitionen erzielen. Bereits seit Februar 2022 wurden diverse Kapitalschutz- und Bonus-Zertifikate der RCB auf den MSCI World Climate Change Top ESG Select-Index mit dem Österreichischen Umweltzeichen zertifiziert. (rk)
© BMK/StW
„Gewinne durch nachhaltige Investitionen“.
Bundesministerin Eleonore Gewessler und Philipp Arnold, RCB.
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ÖGNI-ZERTIFIKAT
WIEN. Die Vienna Insurance Group (VIG) hat gemeinsam mit dem Bau- und Gebäudemanagement der Stadt Wien von der Österreichischen Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft (ÖGNI) das Zertifikat in Gold für ihre Immobilie im ersten Wiener Gemeindebezirk, Rathausplatz 2/Ebendorferstraße 2 erhalten. Das im Besitz der VIG befindliche Gebäude in bester Innenstadtlage wurde innerhalb von zwei Jahren generalsaniert, wärmeisoliert und an die Fernwärme angeschlossen. Eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach ist ebenfalls bereits in Umsetzung. Die Sanierung des Gebäudekomplexes wurde in Kooperation mit der Stadt Wien umgesetzt.
© Ikea/Johannes Brunnbauer
VIG erhält Gold für Rathausplatz
Zertifizierungen und nachhaltige Konzepte werden in der Assetklasse Retail immer wichtiger.
Retailmarkt im Umbruch Massive Veränderungen stehen bei den Immomärkten im Retailbereich ins Haus – hier die laut CBRE wichtigsten Trends.
BIG-KONZERN
Neue Mitglieder für Aufsichtsräte
WIEN. Im aktuellen Retailmarktbericht von CBRE analysieren die Experten des Immobilienspezialisten den Immo-Markt und dessen Zukunft. Sie orten mehrere Entwicklungen. Der Online-Einzelhandel boomt: Im Jahr 2020 stiegen die Umsätze im Online Einzelhandel um 16%, im Jahr 2021 um weitere 5,5% – der stationäre Handel wuchs im Jahr 2021 um 3,2%. Für 2022 gehen Experten (Quelle: Euromonitor) von 5,2%
WIEN. Bei der Generalversammlung wurden die Mitglieder für den Aufsichtsrat der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) und ihrer 100%-Tochter ARE Austrian Real Estate neu bestellt. Christine Catasta wird weiterhin als Vorsitzende des Aufsichtsrats der BIG fungieren. Neu im Aufsichtsrat der BIG vertreten sind Edeltraud Stiftinger als Stellvertreterin der Vorsitzenden, Claudia Brey und Andre Martinuzzi, Martin Holzinger und Elisabeth Gruber werden auch weiterhin im Aufsichtsrat vertreten sein. Markus Neurauter, bisher Aufsichtsrat der BIG, übernimmt zukünftig den Vorsitz im Aufsichtsrat der ARE.
Wachstum im Online und 2,4% im stationären Handel aus. Zukunft Omni-Channeling: Webshops und stationärer Handel werden miteinander verknüpft; beide profitieren davon. Alles neu bei Logistik Veränderte Anforderungen an Logistik: „Einkaufserlebnis“ ist die Antwort des stationären Handels auf das wachsende Online Angebot. Immer mehr Flagship-Stores in Bestlagen bieten
Entertainment und persönlichen Kundenservice als Ergänzung zum Online Angebot. Branchendiversität wächst: In den A-Lagen der großen Städte ist der Mieterwechsel seit Beginn der Pandemie auffallend hoch. Frei werdende Flächen boten für (internationale) Newcomer die Gelegenheit, sich in Top-Lagen zu etablieren, was signifikant zur Diversität beitrug. Der wichtigste Zukunftstrend ist die Nachhaltigkeit. (rk)
„Nicht selbstverständlich“
© RE/MAX
Re/Max mit stärkstem 1. Quartal der Firmenhistorie. WIEN. Re/Max konnte im Jahr 2021 laut Immobilien Magazin 05/2022 einen Umsatz von 74 Mio. € erzielen und liegt damit mit großem Vorsprung vor allen anderen heimischen Maklerunternehmen. Im Jahr 2021 hat das Netzwerk knapp 11.000 Transaktionsseiten (das sind mehr als 44 Transaktionsseiten an jedem Arbeitstag) mit einem Transaktionswert von 2,26 Mrd. € abge-
wickelt. Dazu zählen auch über 2.500 Kooperationsgeschäfte. Das Honorarvolumen konnte um +26,3% gesteigert werden. Damit war 2021 mit großem Abstand das erfolgreichste Jahr in der Geschichte von Re/Max in Österreich. „Derartige Steigerungen sind nicht selbstverständlich, dafür sind wir sehr dankbar“, sagt Bernhard Reikersdorfer, Managing Director Re/Max. (rk)
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Stärkste Dachmarke
IMMOBILIENRING
Präsident bleibt, Vize kommt neu
© PantherMedia/nateemee (YAYMicro)
Im alljährlichen Maklerranking ist Raiffeisen Immobilien Österreich zum wiederholten Mal ganz oben am Stockerl.
WIEN/SALZBURG. Im Rahmen der iR Conference’22 des Immobilienring wurde Georg Spiegelfeld (Spiegelfeld Immobilien, Wien) als Präsident in seinem Amt bestätigt. Spiegelfeld ist seit der Gründung des Immobilienring Mitglied und seit 2015 Präsident. Andreas G. Gressenbauer, Initiator der Gründung des Immobilienring 2007, legte sein Amt als Vizepräsident zurück. Neuer Vizepräsident wurde Thomas Lainer (Realwert Immobilientreuhand, Salzburg). Neu im Vorstand sind Michael Pfeifer (MP Immobilien, Wien) und Alexander Stampfer (Concreet. Immobilien, Wien).
Gut verkauft In den Kategorien „Wohnen“, „Grundstücke“ und „Gewerbe“ erreichten die Raiffeisen- Makler Platz 1.
Vorsprung Verglichen mit 2016, als Raiffeisen Immobilien Österreich erstmals am Ranking teilnahm, ist der Vorsprung auf den Zweitplatzierten deutlich gewachsen,
Psssst – hier sind wir unter uns!
Neue Konzernspitze
© Strabag
Klemens Haselsteiner folgt Thomas Birtel. WIEN. Der Bautechnologiekonzern Strabag wird ab 1.1.2023 von einem neuen CEO geführt: Klemens Haselsteiner folgt Thomas Birtel, der aufgrund des Erreichens der festgelegten Altersgrenze nach zehn Jahren als CEO ausscheidet. Haselsteiner ist seit 2020 im Konzernvorstand, als Chief Digital Officer lag sein Augenmerk neben Pilotprojekten, wie etwa
Aussichten & Pläne Der neue Vizepräsident Lainer setzt auf Digitalisierungsprozesse in der Vermarktung: „Wir werden uns mit einem Digitalisierungsschub für die kommenden Herausforderungen gut aufstellen“, ist er überzeugt. Was es brauche, sei, offen über den Tellerrand zu schauen, um Neues ent wickeln zu können. (hk)
aktuell liegt der Umsatz um mehr als 7 Mio. € über jenem der Nummer zwei. Mit einem Umsatz von 206.000 € pro Makler gehören die Raiffeisen Immobilien Makler laut Ranking auch zu den produktivsten Österreichs (zum Vergleich: S-Real 183.000 €, Planet Home 140.000 €, Re/Max 125.000 €), wiewohl hier die Einzelunternehmen aufgrund ihrer schlankeren Strukturen die Nase vorne haben. (hk)
dem ersten Baustelleneinsatz des Roboterhunds Spots, vor allem auf der Definition und Implementierung einer konzernweiten Digitalisierungs- und Nachhaltigkeitsstrategie. „Meine Vision ist es, eine resiliente, nachhaltige und innovative Strabag zu schaffen“, sagt Haselsteiner, der auch als CEO die Themen Innovation und Digitalisierung verantworten wird. (hk)
© Sara Bubna photography
Makler-Organisation der Raiffeisenbanken Gruppe liegt nicht nur insgesamt mit deutlichem Abstand voran, sondern ist auch in den Kategorien „Wohnen“ sowie „Grundstücke“ und „Gewerbe“ die Nummer eins.
WIEN. Raiffeisen Immobilien Österreich ist – mit einem Honorarumsatz von 37 Mio. € – zum siebten Mal in Folge die stärkste Dachmarke unter Österreichs Maklern. Das bestätigt das alljährliche Maklerranking in der aktuellen Ausgabe 05/2022 des Branchen-Fachmediums Immobilien Magazin. Für bessere Vergleichbarkeit wird dort zwischen Einzel-, Verbund- und Franchiseunternehmen unterschieden. Die
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Vorstandsteam Präsident Georg Spiegelfeld (r.) und Vizepräsident Thomas Lainer bilden das Immobilienring Österreich-Führungsduo.
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Kabellos Auch in der Gebäudereinigung ist der Trend zu Akkugeräten angekommen. Innovationen wie der Rucksackstaubsauger erleichtern den Fachkräften in der Reinigung die Arbeit.
Auszeichnung und Akku-Trend IFMS ist erneut als Leitbetrieb zertifiziert und kooperiert mit Akkugerätespezialist Makita. WIEN. Die Infrastrukturelles Facility Management Service GmbH, IFMS, wurde erneut als österreichischer Leitbetrieb zertifiziert. Als Leitbetriebe werden nach einem Qualifikationsverfahren Unternehmen ausgezeichnet, die sich zu nachhaltigem Unternehmenserfolg, Innovation und gesellschaftlicher Verantwortung bekennen. Lobende Worte „Die IFMS ist innerhalb weniger Jahre zu einem der führenden Anbieter von Facility-Management-Dienstleistungen in Österreich aufgestiegen“, so Monica Rintersbacher, Geschäftsführerin Leitbetriebe Austria, anlässlich der Verleihung der Zertifizierungsurkunde. Mit der Spezialisierung auf besonders anspruchsvolle schwierige Auf-
gabenstellungen habe dieser Leitbetrieb „ein Geschäftsmodell etabliert, das ihm nachhaltigen Erfolg in einer äußerst wettbewerbsintensiven Branche sichert“. Beste Ausrüstung Daher sei ein entsprechendes Equipment unerlässlich, betont Andreas Ubl, Eigentümer und Geschäftsführer der IFMS Gruppe. Zudem stehe das „I“ nicht nur für „Infrastrukturelles“, sondern auch für „Innovation“. „Wenn wir unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine Top-Ausrüstung und optimale Bedingungen für die Reinigung unserer Objekte geben, schaffen wir automatisch eine Win-winSituation. Einerseits können wir in unseren Kalkulationen auf unsere ausgezeichneten Ar-
beitsbedingungen vertrauen, andererseits ist unsere Kundschaft mit der Qualität der Leistung zufrieden und wir reduzieren Reklamationen auf ein Minimum“, sagt Ubl. So gehört die genaue Analyse der Saugkraft diverser Staubsaugerhersteller und die Leistungsfähigkeit von Akkugeräten für Ubl ganz klar zur Kostenüberwachung dazu. Denn auch in der Gebäudereinigung sei der Trend zu Akkugeräten angekommen, da kabellose Reinigung das Leben der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einfacher und flexibler mache. Makita federführend Christian Will, Verkaufsleiter Makita: „Der globale Trend geht ja eindeutig in Richtung Akkugeräte und da sind wir feder-
führend. Unsere Idee eines universellen, für alle Makita-Geräte verwendbaren Akkus revolutioniert Unternehmen und natürlich auch die privaten Haushalte. Gerade in der Gebäudereinigung kommt es bei den Kunden auch immer wieder zu kleineren Instandhaltungsarbeiten, und da können wir mit unserem Makita System ein optimales Service bieten. “ „Es treffen sich, sozusagen zwei Innovative. Wir arbeiten seit einiger Zeit mit Makita eng zusammen und sind von deren Akkustaubsaugerwelt und den flexibel einsetzbaren Produkten mehr als überzeugt“, so Ubl. (hk)
IFMS-Geschäftsführer Andreas Ubl mit Christian Will, Verkaufsleiter Makita.
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COVER
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health economy Wachstum Hersteller von Impfstoffen melden im Q1 kräftige Steigerungen 63
Marketing Heftige Kritik an Influencern: Werbung für ungesunde Lebensmittel 66
Marktanteil Grazer Institut Allergosan sieht sich global im Aufwärtstrend 68
© Land-Steiermark
© www.bigshot.at/Christian Jungwirth
© APA/AFP/Vano Shlamov
Neue Chefin für Human-Cluster
Krebs und Corona kurbeln die Forschung kräftig an
© APA/Roland Schlager
© PantherMedia/ra2studio
Mehr neue Produktzulassungen und mehr klinische Studien: Auch in Österreich tut sich viel in der Pharmaforschung. 62
Lejla Pock Die gebürtige Kroatin Lejla Pock wird mit Oktober die Geschäftsführung des Clusters Human. technology Styria von Johann Harer übernehmen, der in Pension geht. Pock ist derzeit noch Finanzleiterin des Clusters und diesem bereits seit fast 20 Jahren verbunden, etwa als Gesellschafterin und Prokuristin des Beratungsunternehmens Austin Pock + Partners.
Ärztenachwuchs Gesundheitsminister und Ärztekammer schüren Konflikte. 64
Datenvernetzung EU-Kommission will Gesundheitsdaten besser nutzen. 65
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HEALTH ECONOMY
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Umwegrentable F&E
PHARMA
Beruhigungsmittel sind stark gefragt WIEN. Die mehr als 100 Apotheken des Verbandes „ApoLife“ in ganz Österreich gaben die Trends unter ihren Verkaufszahlen bekannt. Diese zeigen deutlich die Auswirkungen der Pandemie auf die Psyche der Menschen. So stieg die Nachfrage nach Beruhigungsmitteln und Stimmungsaufhellern um 30% an. „Aus unseren Kundengesprächen wird deutlich, dass viele Menschen mit psychischen Folgen der Pandemie kämpfen und daher entsprechende Produkte von den Ärzten verschrieben bekommen bzw. nachfragen“, sagt ApoLife-Vorsitzende Corinna Prinz-Stremitzer.
© FOPI/APA-Fotoservice/Hörmandinger
Österreichs Pharmaindustrie investiert jährlich kräftig in Forschung und Entwicklung. Studien fördern auch Spitäler.
Plus bei Tests Aber auch die Vorsorge kommt nicht zu kurz: Mittel zur Stimulierung des Immunsystems werden heuer voraussichtlich um 42% mehr verkauft als noch 2019. Das größte Plus gibt es bei der Warengruppe „Tests und Messinstrumente“, hier legten die Verkaufszahlen um 154% zu. (kagr)
FOPI-Präsident Bernhard Ecker präsentierte mit Experten einen Rückblick auf die Forschungstätigkeit in Österreich.
••• Von Katrin Grabner
© PantherMedia/minervastock
Bilanz Während der Pandemie änderte sich die Nachfrage in den Apotheken teils kräftig.
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WIEN. Europaweit werden jährlich 38 Mrd. € in Forschung und Entwicklung neuer Medikamente und Therapien investiert. Allein in Österreich sind es 311 Mio. €. Für Bernhard Ecker, Präsident des Forums der forschenden pharmazeutischen Industrie (FOPI), sind die Ausgaben ein „Investment für die Zukunft“. „Denn diese – mit mehr als 15 Prozent höchste – Forschungs- und Entwicklungsquote aller Technologiesektoren erzeugt für die Gesellschaft einen hohen Nutzen“, meinte Ecker am Dienstag. In den vergangenen zehn Jahren wurden in Österreich in Summe 378 innovative Arzneimittel zugelassen, die teils große Erfolge feierten. So konnten 95% aller mit Hepatitis-C-infizierten Menschen dank einer Kombinationstherapie geheilt werden. 2021 wurden 41 innovative Wirkstoffe zugelassen, darunter vier Covid-19-Impfstoffe und drei Covid-19-Therapeutika. Die Pan-
Die höchste F&EQuote aller Technologiesektoren erzeugt für die Gesellschaft einen hohen Nutzen.
demie habe den Wert eines guten Gesundheitssystems in den Fokus gerückt: „Bedenkt man, dass die Corona-Lockdowns nach Berechnungen von Agenda Austria rund 17,03 Mrd. Euro gekostet haben, kann man die Investitionen in die Gesundheit der Menschen gar nicht hoch genug einschätzen. Gesundheit ist somit also auch ein Wirtschaftsfaktor“, betont Ecker. Nach 273 in Österreich gestarteten klinischen Stu-
dien 2020 erhöhte sich die Zahl im Vorjahr auf 289 Studien; mehr als acht Prozent davon waren Studien mit Bezug zu Covid-19. Der Wert solcher Studien für die heimische Wirtschaft lasse sich aus einer Studie des Instituts für pharmaökonomische Forschung (IPF) ablesen, hieß es bei einer Pressekonferenz. „Eine Untersuchung des Instituts für pharmaökonomische Forschung ergab etwa, dass im Zuge klinischer Forschung medizinische Behandlung im Wert von 100 Mio. Euro dem Gesundheitssystem erspart wurde“, sagt Ecker. Preisabschlag als Rückschlag Ebenso generiere jeder Euro, der in klinische Studien investiert wird, 1,95 € für die österreichische Wirtschaft. Ziel sei es daher, möglichst viele Studien nach Österreich zu holen. Den Preisabschlag von 6,5% auf „No Box“-Medikamente durch die ASVG-Novellierung im Februar dieses Jahres sieht Ecker als Rückschlag.
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soll sich ebenfalls der Erfolg des Vorjahres fortsetzen. Dank Corona-Impfstoff konnte Valneva seinen Umsatz im Vorjahr von 110,3 auf 348,1 Mio. € mehr als verdreifachen. Heuer erwartet man ein Umsatzwachstum auf 430 bis 590 Mio. €. Die Gesamtumsätze betrugen im ersten Quartal 21,8 Mio. €. Wie vor einem Jahr schloss man das Quartal mit einem Verlust ab, er betrug diesmal 26,0 Mio. €. Biontech entwickelt sich dank des Corona-Impfstoffs vom Biotechunternehmen zum internationalen Pharmariesen.
Entwicklung eines Boosters Der austro-französische Konzern strebt außerdem eine Zulassung seiner Corona-Schutzimpfung VLA2001 als Booster nach anderen Vakzinen oder einer Infektion an. Dafür wurde eine klinische Studie in den Niederlanden gestartet. Für eine mögliche Zulassung als Grundimmunisierung gegen Covid-19 in der EU befindet sich der Totimpfstoff von Valneva weiterhin im Prüfungsverfahren bei der Arzneimittelagentur EMA. Biontech und Pfizer haben für 2022 Lieferverträge über rund 2,4 Mrd. Impfdosen unterzeichnet. 2021 wurden rund 2,6 Mrd. Dosen ausgeliefert. Moderna entwickelt einen Booster, der sich sowohl gegen das ursprüngliche Coronavirus als auch die Omikron-Variante richtet.
Plus dank Covid-19 Impfstoffhersteller präsentierten Quartalsergebnisse. Biontech und Moderna verdreifachen ihre Gewinne. ••• Von Katrin Grabner WIEN. Das deutsche Biotechunternehmen Biontech hat seinen Gewinn im ersten Quartal dank starker Geschäfte mit seinem Covid-19-Impfstoff mehr als verdreifacht. Der Nettogewinn sprang von 1,1 Mrd. € vor Jahresfrist auf knapp 3,7 Mrd. €. Der Umsatz schoss von gut 2 auf 6,4 Mrd. € hoch. Für 2022
rechnet Biontech unverändert mit einem Umsatz mit seinem Covid-19-Impfstoff von 13 bis 17 Mrd. €. Der US-Partner Pfizer, mit dem Biontech zusammenarbeitet, hatte vor Kurzem seine Umsatzprognose von 32 Mrd. USD für das Vakzin bestätigt. 220 Prozent Plus für Moderna Die US-Biotechfirma Moderna macht dank ihres Corona-
Impfstoffs ebenfalls ein starkes Geschäft: Im ersten Quartal 2022 stiegen die Erlöse im Jahresvergleich um rund 220% auf 6,1 Mrd. USD. Unterm Strich verdiente Moderna 3,7 Mrd. – mehr als dreimal so viel wie vor einem Jahr. Der Quartalsbericht übertraf die Erwartungen der Experten deutlich. Bei der französisch-österreichischen Pharmafirma Valneva
Eine Million Euro für Covid-19-Forschung WIEN. Der medizinisch-wissenschaftliche Fonds des Wiener Bürgermeister bietet nach 2020 auch heuer wieder finanzielle Unterstützung für die Forschung zu den Folgen der Corona-Pandemie. Im Fokus stehen dieses Jahr Forschungsprojekten im Zusammenhang von Long Covid-Erkrankungen, neuen Anti-Corona-Medikamenten und psychische und neurologische
Auswirkungen der Covid-19 Erkrankungen gefördert. Insgesamt 1 Mio. € an Fördermittel stehen zur Unterstützung der Projekte bereit. Aufstockung möglich Sollten wie 2020 eine sehr hohe Anzahl an Forschungsarbeiten eingereicht werden, so könnten die Fördermittel wie schon im Vorjahr erhöht werden, stellt
der Vorsitzende des Fonds, Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) in Aussicht. 2020 wurden in Wien insgesamt 47 Arbeiten eingereicht, die schließlich mit 2 Mio. € gefördert wurden. „Das hohe Interesse und die Qualität der Forschungsprojekte gehören zu den Gründen, warum Wien in der Bekämpfung der Covid-19 Pandemie sehr erfolgreich vorgehen konnte“, sagte Hacker. (kagr)
© APA/Hans Punz
Wiener Fonds investiert in Erforschung der Auswirkungen der Pandemie.
Wiens Gesundheitsstadtrat Peter Hacker fördert Corona-Forschung.
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„Verfehlt und undankbar“ Ärztekammerpräsident Johannes Steinhart opponiert gegen die Ideen von Gesundheitsminister Johannes Rauch. Jetzt rüstet man für Verhandlungen.
„Konflikt mit Ärztekammer“ Man müsse darüber reden, ob man Medizin-Absolventen nicht dazu verpflichten könne, für eine bestimmte Zeit als Kassenarzt zu arbeiten – etwa ein, zwei Tage in der Woche, sagte der Minister in der Tiroler Tageszeitung. „Das
wird ein Konflikt mit der Ärztekammer – und den bin ich bereit zu führen.“ In der ORF-“Zeit im Bild 2“ relativierte er dann am vergangenen Wochenende: „Das ist vielleicht ruppiger angekommen, als es gedacht war. Notwendig ist die Debatte deshalb, weil wir ein Problem haben im niedergelassenen Bereich genug Ärzte zu bekommen.“
Ärzte Johannes Steinhart (Wiener Ärztekammer) fordert mehr Angebote und eine Erhöhung der Honorare.
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WIEN. 3,4 Mio. Menschen haben eine private Krankenversicherung. Dort sind zuletzt die Prämien um vier Prozent gestiegen, die Leistungen um 3,9 % gesunken. Die sozialen Krankenversicherungen erwarten kumuliert bis 2026 hingegen Verluste von 1,6 Mrd. €. Zusätzliche Mittel sind nicht in Sicht. Parallel wird derzeit über einen Rechnungshofbericht diskutiert, in dem die steigende Zahl an Wahlärzten kritisiert wird. Diese sind eigentlich für alle Beteiligten eine komfortable Lösung: Die Kassen zahlen den Patienten 80% des Kassentarifs und sparen 20%, die Wahlärzte sind so für die Patienten erschwinglich. Das Problem dabei: Das System lockt junge Ärzte weg vom Kassenvertrag. Der neue Gesundheitsminister Johannes Rauch will das ändern, die ÖGK und manche Bundesländer wollen Wahlärzte auch zu öffentlichen Leistungen verdonnern – ein Konflikt mit der Ärztekammer ist vorprogammiert.
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••• Von Martin Rümmele
Gegenseitige Kritik Rauch stößt sauer auf, dass „der größte Teil der ausgebildeten Ärzteschaft sofort in eine Wahlarztpraxis geht und niemand mehr bereit ist, einen Kassenvertrag im niedergelassenen Bereich anzunehmen“. Dass es in Tirol noch kein Primärversorgungszentrum gibt, liegt für Rauch ebenfalls an der Ärztekammer. Er verstehe nicht, warum sich diese „unter fadenscheinigen Argumenten“ gegen neue Modelle wehrt. Die Österreichische Ärztekammer lehnt diese Überlegungen entschieden ab und spricht von „Zwangsarbeit“. Noch-Präsident Thomas Szekeres verwies auf die
Minister Johannes Rauch (Grüne) will die ärztliche Versorgung ausbauen und auch über neue Systeme und Änderungen reden.
„übermenschlichen“ Leistungen der Ärzte während der Pandemie und hätte sich Anerkennung erwartet. Dadurch sei der drohende Ärztemangel sicherlich nicht abzuwenden, stattdessen müsse man die Tätigkeit des Kassenarztes attraktiveren. „Entsetzt“ zeigte sich auch ÖÄK-Vizepräsident Johannes Steinhart, der nun auch in Wien zum Nachfolger von Szekeres als Landespräsident gewählt worden ist: „Ich habe eigentlich gedacht, dass wir in einem freien Land leben und nicht in einem Land, in dem man offen totalitären Ideen von Zwangsarbeit nachhängt. Der Arztberuf ist ein freier Beruf und das muss auch so bleiben“, sagte Steinhart, der sich für den von Rauch heraufbeschworenen Konflikt „jederzeit bereit“ zeigte. Der neue Wiener Ärztekammerpräsident legte in der Kritik nach: Er sprach von einer „Ungeheuerlichkeit“ und einem „Holzweg“ – und in der Sonntags-Presse von einer „Kriegserklärung des Ministers“, auf die man „entsprechend antworten“ werde. „Ärztestellen fehlen“ „Den Wahlärztinnen und Wahlärzten die Schuld am NichtFunktionieren des Kassensystems zuzuschieben, halte ich für verfehlt und undankbar“, sagt Steinhart im medianetInterview. „Wir haben schon vor über einem Jahrzehnt gesagt, wir brauchen mehr als 1.000 Ordinationen mehr in Österreich. Wenn bestimmte Wünsche der Auslagerung aus dem stationären Bereich im niedergelassenen Bereich wahrgenommen werden sollen, dann brauchen wir mehr Ordinationen. Von diesen 1.000 bis 1.400 Ordinationen mehr kommen allein 300 auf Wien. Wenn die ÖGK das anbietet, dann schreiben wir sofort aus“, sagt Steinhart und fordert mehr Mittel.
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KOMMUNIKATION
Labor-Kunde für PR-Agentur
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WIEN. Die Gruppenpraxis labors.at gehört mit neun Standorten in Wien zu den großen privat geführten Laboren Ostösterreichs und setzt nun in Kommunikationsfragen auf die Wiener Full Service-Kommunikations-Agentur Loebell Nordberg. Das Leistungsportfolio umfasst das gesamte Kommunikationsspektrum von strategischer Beratung und interner Kommunikation, über Expertenpositionierung, Themensetting, Events bis zu Social MediaBeratung für LinkedIn und Instagram.
Was in Österreich mit der ELGA bereits vorbereitet ist, könnte auch bald im gesamten EU-Raum kommen.
Vernetzte Gesundheitsdaten
Lange Erfahrung „Gesundheit braucht eine klare Sprache und bewusst gewählte Worte, um komplexe Inhalte klar und verständlich übermitteln zu können“, sagt Alexander Klaus, Geschäftsführer von labors.at. „Seit 20 Jahren arbeiten wir für führende Krankenhausbetreiber, medizinische Institute und Gesundheitseinrichtungen in Österreich. Wir wissen, wie Medizinerinnen und Mediziner ticken, verstehen ihre Sprache und kennen ihre Umsicht und Bedenken, gerade wenn es um proaktive Kommunikation und Themenführerschaft geht“, betonen Annabel Loebell und Grazia Nordberg. (red)
EU-Kommission will einen „Europäischen Gesundheitsdatenraum“ schaffen. Das soll die Forschung und die Versorgung verbessern. ••• Von Martin Rümmele
Medikamente verschreiben. Unnötige Untersuchungen würden überflüssig. Patienten mit seltenen Krankheiten könnten ihre Daten zudem mit Ärzten in anderen Ländern teilen.
WIEN/BRÜSSEL. Patienten sollen künftig ihre Krankengeschichte, Testergebnisse oder Verschreibungen mit Krankenhäusern und Ärzten in der gesamten EU teilen, schlägt EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides vor. Ein Arzt in Frankreich könne dann etwa die Krankengeschichte eines Portugiesen einsehen, der in Paris krank wird, und die richtigen
Zustimmung von Industrie Das zweite Ziel des Vorschlags ist, dass Forscher, Industrie und öffentliche Institutionen das Potenzial der Daten nutzen können. So könnten etwa Medikamente und medizinische Geräte entwi-
ckelt werden oder die Regierung könne während einer Pandemie besser Entscheidungen treffen. Datenschutz- und Sicherheitsstandards sollten stets beachtet werden, sagte Kyriakides. „Dieses Projekt läutet ein neues Zeitalter in der Zusammenarbeit von Gesundheitsdienstleistern, Politik, Behörden, Forschungsinstitutionen und Unternehmen ein“, sagte Alexander Herzog, Generalsekretär der Pharmig.
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Ambulante Einrichtung mit ELGA-Facharztbefund. WIEN. Seit Anfang Mai steht im Gesundheitszentrum für Selbständige der Sozialversicherung der Selbständigen (SVS) als erste Einrichtung Österreichs die ambulante Befundung von Facharztterminen mittels ELGA zur Verfügung. Patienten spart dies Zeit und erhöht die Patientensicherheit, da das Warten auf den Befund in Papierform entfällt, sie diesen nicht mehr selbst si-
cher verwahren und zu weiteren Terminen, beispielsweise zur Einholung einer Zweitmeinung oder einer geplanten Operation, mitbringen müssen. Zudem vereinfacht die elektronische Befundung die Kommunikation zwischen den diversen berechtigten Gesundheitsdienstanbietern, die nun direkt über das ELGA-Portal auf relevante Gesundheitsdaten zugreifen können. (red)
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Hilfe für Selbstständige
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Kritik an Influencern
KAMPAGNE
Prävention gegen Fettleibigkeit WIEN. Laut dem europäischen Adipositas-Report der WHO sind 54,3% der erwachsenen Österreicher übergewichtig oder adipös, mehr als 60% davon Männer. 20,1% fallen in die Kategorie der Adipösen. Auch bei den 10- bis 19-Jährigen ist das Problem groß: 25,8% sind übergewichtig oder adipös – auch hier trifft es mehr Buben.
Die meisten der von Influencern beworbenen Lebensmittel verstoßen gegen die WHO-Werbestandards für Kinder.
© PantherMedia/Vadymvdrobot
Genaue Daten fehlen Um die Datenlage zu verbessern und der Entwicklung entgegenzuwirken, wird nun ein „Präventionspass“ gefordert: „Wir brauchen einen Jugend-Gesundheitspass bis 18 Jahre. Derzeit ist der nächste Schritt dann die Stellungsuntersuchung. Sie trifft die jungen Männer. Und da ist dann ein Drittel bereits krank, hat Übergewicht, ist herzkrank oder hat andere Leiden“, klagt Kurt Widhalm, Wissenschafter auf dem Gebiet der Kinder- und Jugendheilkunde mit dem Fokus auf Stoffwechselerkrankungen, Ernährung und Adipositas. (kagr)
Experten der MedUni Wien üben Kritik daran, dass Influencer-Werbung für Kinder nicht reguliert und kontrolliert wird.
© Anja/Pixabay
••• Von Katrin Grabner
Forschung Experten fordern mehr Aufklärung zu Adipositas und mehr Forschung.
WIEN/GENF. Drei Viertel der Produkte, die deutschsprachige Influencer auf Social MediaKanälen bewerben, sind so ungesund, dass sie gegen die Werbestandards der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für Kinder verstoßen. Das geht aus neuen Forschungsergebnissen eines Teams um Eva Winzer vom Zentrum für Public Health der MedUni Wien hervor. Die Analyse zeigt, dass Teenager auf TikTok, Instagram und YouTube jede Stunde mit der Werbung von 18 Produkten konfrontiert werden – meist ohne es zu merken. Analyseergebnisse Im Rahmen der Studie wurden Mahlzeiten, Snacks und Getränke aus Posts und Videos von sechs der beliebtesten deutschsprachigen Influencer analy-
siert. Das Ergebnis: 75% der vorgestellten Lebensmittel und Getränke wiesen einen so hohen Salz-, Fett- oder Zuckergehalt auf, dass sie gemäß WHO-Richtlinien nicht an Kinder vermarktet werden dürfen. Außerdem waren die meisten Posts und Videos nicht eindeutig als Wer-
Es braucht Richt linien und eine wirk same Regulierung des Influencer-Marke tings für Kinder. Eva Winzer MedUni Wien
Connections abseits des Mailverkehrs
bung gekennzeichnet. Zusammen erreichen die drei Männer und Frauen mit ihren Beiträgen mehr als 35 Mio. Jugendliche der Altersgruppe 13 bis 17. „Das unterstreicht die dringende Notwendigkeit von Richtlinien und einer wirksamen Regulierung des Influencer-Marketings für Kinder“, betont Winzer. Die Studienergebnisse sind vor dem Hintergrund zu sehen, dass weltweit bereits 20% der Kinder und Jugendlichen übergewichtig oder adipös sind (siehe Randspalte). Denn die Bewerbung ungesunder Produkte gilt als wichtiger Faktor für Übergewicht im Kindesalter und beeinflusst Ernährungspräferenzen sowie Essverhalten nachhaltig. Vor allem über Häufigkeit und Inhalt der visuellen Darstellung von Lebensmitteln durch Influencer im deutschsprachigen Raum war bisher wenig bekannt.
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PROBIOTIKA
Wachstum für Institut Allergosan
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GRAZ. Das vor 30 Jahren gestartete Unternehmen Institut Allergosan wächst mit seiner Marke „OmniBiotic“ rund um den Globus: Im Jahr 2021 war die Marke auf Platz 6 der weltweit stärksten Probiotikamarken und belegt seit Anfang 2022 Platz Nummer 4, teilt das Unternehmen mit Hinweis auf den Marktforscher Iqvia mit. Marke als „Benchmark“ „OmniBotic gilt in Fachkreisen bereits als Benchmark im Bereich Probiotika“, sagt Anita Frauwallner, Gründerin und Leiterin des Instituts Allergosan. „Nicht nur die ausgezeichnete klinische Datenlage, sondern auch der rasche, positiv spürbare Unterschied sind Argumente“, ergänzt Cornelia Schweinzer, verantwortlich für International Business Relations beim Institut Allergosan. „Neben unseren Tochtergesellschaften in Deutschland, den USA, Italien und Kroatien sind wir mittlerweile in mehr als 25 Ländern weltweit vertreten – und das Interesse potenzieller neuer Partner nimmt weiter zu“, kommentiert Christian Gsöll, Director of Business Development beim Institut Allergosan, die Entwicklung. (red)
Biogena ist in den vergangenen Jahren rasant gewachsen und investiert kräftig in die Forschung.
Forschung zu Vitaminen Heimischer Nahrungsergänzungsproduzent Biogena engagiert sich auch bei Studien und legt Ergebnisse zu Vitamin D vor. SALZBURG/WIEN. Biogena, österreichischer Hersteller von Mikronährstoff-Präparaten und Nahrungsergänzungsmitteln, ist in den vergangenen Jahren rasant gewachsen: Über 500.000 aktive Kunden schätzen – laut Unternehmensangaben – Produkte, die ein „gesundes und ausgewogenes Leben“ versprechen. Jetzt wurde die „Biogena Good Health Study“ veröffentlicht, die vom Biochemiker und Ernährungswissenschafter Mi-
zeige einen „Zusammenhang mit dem Herz-Kreislauf-Risiko“, so die Untersuchung; sie bestätigt auch Korrelationen zwischen hohen Vitamin-D-Spiegeln, der psychischen Gesundheit und der Schlafqualität. Die Erkenntnisse wurden durch Regressionsanalysen gewonnen und durch Metaanalysen sowie randomisierte sowie placebokontrollierte Studien aus der Literatur bestätigt, teilte die Unternehmensgruppe mit. (red)
chael Wäger – Leiter des Miracon Science Instituts als Teil der Biogena Group – initiiert wurde. Unterversorgung Das erste nun präsentierte Kapitel stellt die Wichtigkeit der Studie unter Beweis: Der VitaminD-Spiegel von nicht weniger als 91,4% der 1.377 Teilnehmenden befand sich unterhalb des Optimalbereichs, und ganze 81% wiesen einen Mangel auf. Die Höhe des Vitamin-D-Spiegels
Merkur Lifestyle GmbH: Pionier in der Prävention. GRAZ. 1992 als Institut für Vorsorgemedizin und Physiotherapie gegründet, hat sich die damalige Merkur Recreation nach eigenen Angaben zu einem Wegbereiter in der Gesundheitsprävention entwickelt. Bis heute hat die Merkur Lifestyle GmbH, ein Unternehmen der Merkur Gruppe, mit über 150 Beschäftigten mehr als 350.000 Kunden auf ihrem individuellen Weg zu einem
bewussteren und gesünderen Leben begleitet. Und in Zukunft hat man noch einiges vor. „Wir müssen beginnen, Gesundheit in ihrer Gesamtheit zu denken. Als Versicherung geht es uns darum, diesen Vorsorgegedanken zu unterstreichen und die persönliche Gesundheitskompetenz zu stärken“, sagt Christian Kladiva, Vorstandsdirektor der Merkur Versicherung.
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Jubiläum für Vorsorge
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COVER
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industrial technology IT & telecom Ermahnt IV und UBIT orten Aufholbedarf und Wachstum bei Cybersecurity 72
Erprobt Digitale Assistenz nützt auf Arbeitsplätzen im industriellen Umfeld 74
Erwartet Alljährlicher CIO Inside Summit mit speziellen Gustostückerln 78
© Greiner
© Überall scene development
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Axel Kühner
Branchen könnten sich grundlegend verändern
© OMV
© Eco Stor
The Singularity Group überprüfte innovative Technologien auf d eren Relevanz und mögliche zukünftige Effekte. 70
Greiner AG Der oberösterreichische Kunststoff- und Schaumstoff-Hersteller Greiner hat im Jahr 2021 gut gewirtschaftet und erstmals die Umsatzschwelle von 2 Mrd. € überschritten. „Wir haben mit mehr als 2,2 Mrd. Euro einen Rekordumsatz erwirtschaftet und das in einem wirklich turbulenten globalen Umfeld“, bilanzierte Greiner-CEO Axel Kühner. Umsatzwachstum gab es in allen Geschäftssparten, das stärkste im Packaging mit 772 Mio. €.
Alternativ OMV beliefert allgemeine Luftfahrt mit nachhaltigem Flugzeugtreibstoff. 75
Akkumulativ Verbund initiiert Trendwende in Deutschland mit Batteriespeichern. 76
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Wo Innovationen Wert generieren Welche Technologie für welchen Industriezweig die größte B edeutung hat, hinterfragte der Think Tank der Singularity Group.
••• Von Helga Krémer
Now Extremely important
IoT Big Data Considerably important Big Data IoT VR/AR
© The Singularity Group
3DP
Moderately important
Blockchain
AI Advanced Materials
Robotics 3DP Blockchain
AI
Advanced Materials VR/AR
Robotics
● IT sector ● Non-IT sector
Considerably important
Extremely important
Future
Quelle: The Singularity Group – TSG Global Innovation Survey 2022; industry importance of technologies (average ratings)
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ie auf angewandte Innovation spezialisierte Schweizer Investmentboutique The Singularity Group (TSG) veröffentlichte ihre erste globale Innovationsstudie. An der Umfrage nahmen rund 400 Führungskräfte aus weltweiten börsennotierten (67%) und nicht börsennotierten (33%) Unternehmen aller Größen und aller wichtigen Branchen teil. Der Singularity Think Tank ordnete die Ergebnisse in einen größeren Kontext ein und kommentiert, wie und an welchen Stellen angewandte Innovation Wert generiert und hilft, Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Exponentielle Technologien „Ziel der Studie ist es, die Dynamiken und Wirkungstreiber hinter Innovation in Unternehmen weltweit und auf dem Markt heute sowie in Zukunft zu zeigen und besser zu verstehen“, sagt Evelyne Pflugi, CEO und Mitgründerin von The Singularity Group. „Wir wollen mit dieser Studie einen Überblick darüber bieten, in welchen Bereichen exponentielle Technologien Wachstum und Wert generieren.“ Denn es zeige sich, dass technologische Innovationen in zunehmendem Maße auch außerhalb des traditionellen Technologiesektors angenommen und angewendet würden. Untersucht wurden die exponentiellen Technologien Künstliche Intelligenz, Big Data, Internet der Dinge (IoT), Blockchain, Advanced Materials, 3D-Druck, Robotik und virtuelle/erweiterte Realität (VR/AR) auf deren industrielle Relevanz; beleuchtet wurden die Ausgaben für Innovation, um damit schließlich Rückschlüsse über bevorzugte Organisationsmodelle sowie den Beitrag zu Nachhaltigkeitszielen zu ziehen. Mehr als zwei Fünftel
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der Befragten gaben an, dass Big Data, Künstliche Intelligenz und IoT für ihre jeweiligen Branchen in Zukunft extrem wichtig werden – und dies zunehmend auch außerhalb des Technologiesektors. Nachhaltigkeitsziele Der Singularity Think Tank führt aus, warum gerade IoT und Big Data beim Thema Nachhaltigkeit eine wesentliche Rolle spielen: IoT ermögliche Unternehmen in allen Branchen, die Energieeffizienz zu steigern, Ressourcen verantwortungsvoller zu nutzen und Prozesse besser zu organisieren. Intelligente Geräte erkennen, wann Maschinen benötigt
Prozessen, Optimierung der Ressourcennutzung, Anpassung des Verbrauchs von Energie und Wasser usw.). Sowohl in der Entwicklung als auch Herstellung von Produkten können Unternehmen durch die Nutzung von Echtzeitdaten, Simulationen und maschinellem Lernen „Waswäre-wenn“-Szenarien analysieren und Entscheidungen über optimale Prozesse treffen, die wirtschaftliche und ökologische Nachhaltigkeit verbinden. Der Mix macht’s aus „Durch das Zusammenwirken mehrerer Technologien entstehen neue Anwendungsmöglichkeiten, die das Potenzial haben,
Expertin „Neue Anwendungsmöglichkeiten haben das Potenzial, ganze Branchen grundlegend zu verändern“, so TSG-CEO Evelyne Pflugi.
werden, und verhindern so eine Über- oder Unterauslastung. Diese Lösungen helfen bei der nachhaltigen Nutzung von Ressourcen während des gesamten Produktlebenszyklus. Big Data baut auf den gesammelten Daten auf, mit ähnlichen bis identischen Beiträgen zur Nachhaltigkeit in allen Sektoren (z.B. Reorganisation von
ganze Branchen grundlegend zu verändern“, so Pflugi. Bei der Erneuerbaren Energie sei das heute schon erkennbar. IoT kann bei der Erzeugung und Verteilung von erneuerbarer Energie helfen und ist eng mit der Idee der Dezentralisierung von Energie verbunden, um so z.B. die Erzeugung näher am Energieverbrauch anzusiedeln.
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© privat
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Think Tank-Mitglied Zu Andres Gujans Spezialgebieten zählen u.a. Erneuerbare Energie, Stromspeicherung und Industrie 4.0.
Internet der Energie IoT wird dem Singularity Think Tank zufolge nicht nur für den Aufbau eines intelligenten Stromnetzes, sondern auch für den Aufbau eines „Internet der Energie“ von entscheidender Bedeutung sein: „KI-Anwendungen werden bereits zur Vorhersage von Angebot und Nachfrage, zur Steuerung der Verteilung und zur Entwicklung vorausschauender Wartungsmodelle im Energie- und Versorgungssektor eingesetzt. Sie sorgen dafür, dass Energie dann zur Verfügung steht, wenn sie gebraucht wird, und optimiert den Gesamtverbrauch“, sagt der Energiewendeexperte Andres Gujan, Mitglied des Singularity Think Tanks. Innovative Werkstoffe „Neue, fortschrittliche Materialien spielen eine Schlüsselrolle bei der Stromerzeugung und -speicherung. Für die Elektrifizierung werden enorme Mengen an Ressourcen benötigt, und neuartige Materialtechnologien können den Materialverbrauch reduzieren und die Effizienz der Übertragung erhöhen oder die Lebensdauer von Batterien verlängern“, führt Gujan aus. „Ein weiteres Beispiel wäre die Entwicklung von recycelbaren Verbundwerkstoffen, die stabil genug für Windturbinenblätter sind, um das derzeitige Problem zu lösen, dass bestehende Blätter am Ende ihrer Lebensdauer auf der Mülldeponie landen.“
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Cyber-Aufholbedarf Österreichs Cybersecurity müsse stärker werden, fordert die IV; IT-Dienstleister erwarten hier die größten Zuwachsraten. ••• Von Helga Krémer
© Alexander Müller/IV
IT-Spezialisten IV-Vizegeneral sekretär Peter Koren und IT-Berufsgruppensprecher Rüdiger Linhart (u.) warnen vor dem massiven Anstieg der Cyberkriminalität in Österreich.
müsse proaktiv sein, Bewusstsein stärken, Vorreiter sein, das bereits vorhandene Potenzial schützen und die sich neu ergebenden Möglichkeiten aktiv für sich nutzen, fordert Koren. IT-Security wächst Dazu passt eine aktuelle Blitzumfrage der Wiener Wirtschaftskammer Fachgruppe UBIT unter den IT-Dienstleistern. Diese erwarten im Bereich IT-Security in den kommenden drei Jahren die größten Zuwachsraten (+34%), danach folgen Cloud Services (+22%) und Software-Implementierung/Wartung (+15%). Für Rüdiger Linhart, ITBerufsgruppensprecher UBIT Wien, klingt die Tendenz nachvollziehbar: „Die Anzeigen wegen Cyberkriminalität sind im Vorjahr in Österreich um 26 Prozent auf rund 36.000 kräftig gestiegen, wobei KMU als beliebte
Physik Bei der Quantenkryptografie kennen nur Sender und Empfänger den Schlüssel zur Nachricht, durch Einsatz eines Quanten-Kanals. Ein Lauscher würde diesen stören und sofort auffliegen.
© Gerd Altmann/Pixabay
Unsicherer Alltag „Das Thema der Cybersicherheit ist kein Zukunftsthema mehr, sondern eine zentrale Herausforderung im unternehmerischen Alltag. Cyberangriffe sind im vergangenen Jahr um fast 30 Prozent angestiegen, die Attacken werden professioneller, und etwa jedes zweite Unternehmen war bereits mit Internetkriminalität konfrontiert. Die Bedrohung ist real und richtet jährlich Schäden in Millionenhöhe an. Cybersecurity wird damit zum relevanten Wettbewerbsfaktor“, erläutert Peter Koren, IV-VizeGeneralsekretär und Leiter des Bereichs Klima, Infrastruktur, Transport, Ressourcen, Energie in der IV. Um die Resilienz der heimischen Betriebe in diesem Bereich zu stärken, brauche es zum einen gut ausgebildete und verfügbare Fachkräfte und zum anderen eine verstärkte kooperative Zusammenarbeit aller beteiligten Stakeholder. Österreich
© Rüdiger Linhart
WIEN. Internetkriminalität und Cyberattacken haben in den vergangenen Jahren massiv zugenommen. Die Bedrohung für Unternehmen in Österreichs Industrie und den mit ihr verbundenen Sektoren ist real und richtet jährlich Schäden in Millionenhöhe an. Dabei richten sich Attacken vor allem gegen Betriebe, deren Produkte und Dienstleistungen zu den innovativsten und qualitativ höchstwertigsten zählen. Umso wichtiger sei es, den Industrie- und Wirtschaftsstandort stärker zu schützen sowie Unternehmen zu unterstützen. Vor diesem Hintergrund luden die Industriellenvereinigung und das BM für Inneres zu einem Austausch zum Thema „Cybersecurity“ ins Haus der Industrie.
Angriffsziele für Cyberangreifer gelten, weil diese meist keine eigenen IT-Security-Abteilungen haben. Für Klein- und Mittelbetriebe sind daher die selbstständigen IT-Dienstleister die idealen Ansprechpartner und Verbündeten.“ Ein Trend, der sich künftig weiter verstärken dürfte: „So wie heute fast jeder regelmäßig den Zahnarzt oder Automechaniker seines Vertrauens konsultiert, wird vermutlich in fünf oder zehn Jahren jedes Unternehmen wie selbstverständlich einen ITDienstleister als Verbündeten im IT-Security-Bereich haben“, ist Linhart überzeugt. Europa wird abhörsicher Auch auf europäischer Ebene ist das Thema der Cybersicherheit in den Fokus gerückt, die EUKommission hat erst kürzlich ihre ambitionierten Pläne für den Aufbau eines Satellitennetzwerks vorgelegt, mit dem Ziel einer abhörsicheren Kommunikation und dem verstärkten Schutz kritischer Infrastrukturen. Hunderte Satelliten und 6 Mrd. € sollen künftig die europäische Kommunikation unabhängiger von ausländischen Drittstaaten machen. Das Projekt soll seitens der ESA in Partnerschaft mit der Industrie für die EU umgesetzt werden und auf neuester Technologie – der Quantenkryptografie oder Quanten-Schlüsselaustausch – basieren.
| TS11-04G |
Integriert Automation und Safety auf einer Plattform: TwinSAFE PC-based Control
TwinSAFE
Eine Steuerungsplattform für alle Maschinenfunktionen
Systemintegriert und mit Logic in allen Komponenten
Als Spezialist für PC-basierte Steuerungstechnik bietet Beckhoff mit TwinSAFE die Möglichkeit der kompletten Systemintegration einer offenen und hochflexiblen Safety-Lösung. Über die Integration in die zentrale Automatisierungsplattform entstehen homogene Maschinenkonzepte mit direkter SafetyAnbindung an PLC, Motion Control, Messtechnik, IoT und Vision. Maschinen- und Anlagenentwickler können mit Beckhoff auf ein umfassendes Portfolio zurückgreifen, das alle Safety-Komponenten in Hard- und Software abdeckt. Endkunden erhalten Maschinen mit einer ganzheitlichen, hochskalierbaren Steuerungslösung und profitieren zugleich von reduzierten Kosten für die Safety-Integration.
In alle TwinSAFE-Komponenten integriert: die Safety-Logic
Scannen und alles über die SafetySystemintegration erfahren
Halle 9, Stand F06
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© Evolit Consulting
KARRIERE
Bernhard A. Zimmermann © Zoe Goldstein
Evolit Consulting GmbH Das österreichische SoftwareUnternehmen Evolit forciert seit 1. April mit Bernhard A. Zimmermann (Bild) als Geschäftsführer für Vertrieb und Marketing und Helmut Winhofer als Prokurist und Produktmanager das Wachstum von Kundensegmenten aus Energie und Mobilität. Mit Zimmermann als Geschäftsführer mit dem Schwerpunkt Vertrieb und Marketing treffen sich technologische Kompetenz und fundierte Branchen-Kenntnisse.
Ein Exoskelett als Zuarbeiter
Infineon Technologies AG Der Infineon-Aufsichtsrat beruft Andreas Urschitz zum neuen Chief Marketing Officer der Infineon Technologies AG und Nachfolger von Helmut Gassel, der sein Amt mit 31. Mai niederlegt. Urschitz ist seit 2012 Präsident der Division Power & Sensor Systems (PSS), die den Markt mit einer breiten Auswahl an Leistungshalbleiter-, Hochfrequenz- und Sensortechnologien bedient.
Gadget oder Must-have? Digitale Assistenzsysteme und deren Akzeptanz am Arbeitsplatz. WIEN/LINZ. Die Plattform Industrie 4.0 hat in einem Workshop im Rahmen des Horizon Europe-Projekts „ConnectedFactories2“ den zunehmenden Einsatz von physischen Assistenzsystemen in der Produktion wie Exoskeletten oder Augmented Reality-Brillen näher beleuchtet – besonderes Augenmerk wurde dabei auf deren Auswirkungen auf die Sicherheit und Gesundheit der Mitarbeiter gelegt. Arbeitskreis-Ergebnis „Die Digitalisierung in der Industrie schreitet fortlaufend voran. Wie der Workshop gezeigt hat, können digitale Assistenzsysteme den Mitarbeitenden die Arbeit erleichtern und auch für die Unternehmen Mehrwert schaffen“, sagt Plattform Industrie 4.0 Österreich-Geschäftsführer Roland Sommer und führt aus: „Sie können den Menschen aber natürlich nicht ersetzen, sondern vielmehr wich-
mit 220 Robotern auf 10.000 Mitarbeitende auch deutlich höher als im globalen Vergleich. Zudem würden bereits mehr als 59% der Unternehmen auf digitale Lernassistenzsysteme in der Produktion setzen – Tendenz steigend. Ebenso sei der Einsatz von Cobots, kollaborativen Robotern, deutlich gestiegen. (hk)
tige Unterstützungsleistungen erbringen – genau im Zusammenspiel zwischen Mensch und Maschine liegt die Zukunft der Produktion.“ „Cool“ und komfortabel Das Projekt „ExoBility“ des LIT Robopsychology Lab an der JKU Linz untersucht die Akzeptanz und Wirksamkeit von Exoskeletten im industriellen Arbeitsumfeld: Bei Mitarbeitern steige die Akzeptanz, wenn die Systeme als arbeits- und persönlich relevant gesehen würden. Ebenso, wenn es eine spürbare Arbeitsunterstützung gäbe und die Nutzbarkeit ohne großen Aufwand möglich sei. Exoskelette sollten zudem nicht nur als ästhetisch und „cool“ wahrgenommen werden, sondern auch komfortabel zu tragen sein. Laut des „Made in Austria: Produktionsarbeit in Österreich 2021“-Panels der TU Wien ist die Roboterdichte hierzulande
© Andreas Handl
© Infineon Technologies/Werner Bartsch
Andreas Urschitz
Coole Helfer Sandra Siedl forscht am LIT Robopsychology Lab der JKU Linz zur Akzeptanz von Exoskeletten.
Roland Sommer, Geschäftsführer Plattform Industrie 4.0 Österreich.
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Freitag, 13. Mai 2022
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Grüner fliegen mit SAF
CHEMISCHE INDUSTRIE
Nach Flaute kommt Aufwind
Die OMV beliefert am Flughafen Wien-Schwechat die allgemeine Luftfahrt auf Abruf mit nachhaltigem Flugzeugtreibstoff.
WIEN/DÜSSELDORF. Eine Trendwende zeichnet sich in der Chemischen Industrie ab. So weist die weltweite Studie Chemicals Executive M&A Report 2022 der Unternehmungsberatung Kearney die M&A-Deals in den letzten Jahren als rückläufig aus, während die angekündigten Transaktionen gegenüber dem Pandemiejahr 2020 um 50% anstiegen – ein gutes Zeichen, schließlich gelte die Chemische Indus trie als konjunktureller Frühindikator, so Kearney.
WIEN. Die OMV und die Associated Energy Group, LLC (AEG Fuels) arbeiten zusammen, um den von der OMV in Österreich produzierten regionalen Sustainable Aviation Fuel (SAF) zu vertreiben. Die beiden Unternehmen haben vereinbart, im Jahr 2022 eine On-Demand-Menge von SAF zu vermarkten, sodass Endverbraucher, hauptsächlich aus dem Segment der allgemeinen Luftfahrt, das Produkt als Alternative zu herkömmlichem fossilem Kerosin am Flughafen Wien-Schwechat nutzen können.
ESG als Argument Nr. 1 Die befragten Führungskräfte sehen Environmental Social Governance (ESG) als den wichtigsten Treiber für M&A in der Chemischen Industrie über die nächsten zwölf Monate. 85% der Führungskräfte halten es für notwendig, neue Technologien zu erwerben, um die eigene ESG-Strategie zu erfüllen; 75% sagen, dass die M&A-Aktivitäten die Veräußerung von Unter nehmensteilen betreffe, die die ESG-Ziele nicht unterstützen. (hk)
© OMV
Produziert mit Altspeiseöl SAF wird in der OMV-Raffinerie Schwechat durch die Mitverarbeitung von österreichischem Altspeiseöl, das vom österreichischen Altspeiseölsammler Münzer Bioindustrie bereitgestellt wird, hergestellt. Dieser Ansatz erlaube eine Gestaltung der gesamten Produktionskette nach möglichst regionalen Kriterien und reduziere Transportwege auf ein Minimum, so die OMV. Im Vergleich zu herkömmlichem Flugzeugtreibstoff führt SAF zu einer Reduktion der Treibhausgasemissionen um
Klimaschonend Für 2022 vereinbarten Austrian Airlines und OMV die Produktion und Betankung von 1.500 Tonnen SAF – Einsparung etwa 3.750 Tonnen CO2.
mehr als 80% über den gesamten Lebenszyklus. In technischer Hinsicht bietet SAF den Vorteil, dass die bestehende Infrastruktur für die Lagerung und Betankung genutzt werden kann. Durch die direkte PipelineVerbindung zum Flughafen Wien-Schwechat wird SAF zur Betankung von AUA-Maschinen seit Anfang März an den Flughafen Wien geliefert.
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„Nachhaltige Flugzeugtreibstoffe sind eine Schlüsseltechnologie für eine CO2-ärmere Luftfahrtindustrie. Sie stellen ein bereits heute verfügbares, einfach zu handhabendes Mittel zur Emissionsreduktion dar und entsprechen in Qualität und Leistung herkömmlichem Treibstoff“, sagt Alfred Stern, Vorstandsvorsitzender und Generaldirektor OMV AG. (hk)
Best of – fair & transparent
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Business-Jet-Markt wächst FACC legt im ersten Quartal 2022 deutlich zu. bei 3 Mio. €. Neue Aufträge für die Bombardier Challenger 3500 und die Falcon 10X bestätigen den Trend des wachsenden Business-Jet-Markts, 17% des FACC-Konzernumsatzes kommen aus diesem Bereich. „Für das gesamte Jahr 2022 rechnen wir aus heutiger Sicht weiterhin mit einem Umsatzplus von circa zehn Prozent“, sagt FACC-CEO Robert Machtlinger. (hk)
Chemie erwacht Nach drei Jahren Dornröschenschlaf kündigen sich wieder mehr Deals in der Chemieindustrie an.
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RIED/INNKREIS. Die FACC AG hat das erste Quartal 2022 plangemäß mit einer Umsatzsteigerung von 7,9% im Vergleich zum Vorjahr abgeschlossen. Grund für die positive Entwicklung ist die gute Auftragslage bei Kurzund Mittelstreckenflugzeugen sowie Aufträge im Business Jet-Segment. Das EBIT liegt dank Kostensenkungs- und Effizienzsteigerungsmaßnahmen
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Freitag, 13. Mai 2022
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BUCHTIPP
Power-Frauen und IT-Girls
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WIEN. 18 Frauen aus der Technologiebranche stehen im Mittelpunkt von Christiane Nolls neu im MoldenVerlag erschienenen Buch „IT Girls. Wie Frauen die digitale Welt prägen“. In zahlreichen Interviews schildern „IT Girls“ ihre individuellen Karrierewege, ihre Erfolgsgeheimnisse und ihren Zugang zur Technologie. „Ich will Begeisterung für die IT schaffen und mit den bestehenden Vorurteilen brechen, damit Frauen und Mädchen neue Chancen wahrnehmen“, so die Autorin und Geschäftsführerin Avanade Österreich, Christiane Noll.
Ähnlich dem Batteriespeicher Eisenach gehen zwei weitere Batteriespeicher-Projekte in Bayern bis Jahresende in Betrieb.
VOESTALPINE
Umbau in der Divisionsleitung LINZ. Gerhard Gerstmayr ist seit 1. April Vorstandsmitglied der High Performance Metals Division des voestalpine-Konzerns und folgt damit auf Gerhard Lichtenegger, der seine Vorstandsfunktion zurückgelegt hat. Gerstmayr, der zuletzt als technischer Geschäftsführer der voest alpine Böhler Aerospace tätig war, verantwortet nun als Mitglied des fünfköpfigen Divisionsvorstands unter anderem die Bereiche Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft, Forschung und Entwicklung sowie Luftfahrt.
Mit seiner Expertise leitet das Energieunternehmen Verbund mittels Batteriespeichern eine Trendwende in Deutschland ein. WIEN/EISENACH. Der Verbund hat in der Wartburgstadt Eisenach in Westthüringen Großbatteriespeicher in Betrieb genommen. Als Entwickler und Generalunternehmer hat die deutsch-norwegische ECO Stor GmbH das Projekt für den Energiekonzern realisiert. „Für die Integration neuer Erneuerbarer im Energiesystem spielen Batteriespeicher eine Schlüsselrolle. Wir verknüpfen unser Know-how in den Berei-
netz: Auf Überschuss folgen Phasen, in denen Energie fehlt. Der Batteriespeicher springt ein, wenn das Netz besonders belastet ist – etwa an trüben Wintertagen oder in Phasen mit besonders hohem Energieverbrauch. Der Batteriespeicher besteht aus drei Batteriestationen – in Summe mit einer Leistung von 10 MW – und bietet netzdienliche Services an, um das Verteilnetz zu sichern und erneuerbare Energien zu integrieren. (hk)
chen Speicher und Energiemarkt mit der Expertise für Flexibilitätsvermarktung, leiten so eine Trendwende ein und leisten damit einen wichtigen Beitrag zum Gelingen der Energiewende“, sagt Martin Wagner, Geschäftsführer Verbund Energy4Business GmbH. Entlastung fürs Netz Der zunehmende Ausbau von Wind- und Sonnenkraft bewirkt große Schwankungen im Strom-
Aluminiumpreis-Profiteur Ausgezeichneter Start der AMAG ins Jahr 2022. RANSHOFEN. Die AMAG Austria Metall AG erzielte in den ersten drei Monaten 2022 das höchste Quartalsergebnis in der Unternehmensgeschichte. Die Umsatzerlöse in der AMAG-Gruppe konnten dank der gesteigerten Absatzmengen und dem deutlich höheren Aluminiumpreis auf 399 Mio. € gesteigert werden (Q1/2021: 251,2 Mio. €). Im Detail zeigte sich mit einer Absatz-
menge von 104.600 t ein Plus von über sechs Prozent gegenüber dem Vorjahresvergleichsquartal Das EBITDA wurde mit 68 Mio. € mehr als verdoppelt (Q1/2021: 30,3 Mio. €). Gerald Mayer, Vorstandsvorsitzender der AMAG, hält ein Gesamtjahres-EBITDA – abhängig von den Risiken der Energieversorgung am Standort Ranshofen – von über 200 Mio. € für realistisch. (hk)
© AMAG
© Avanade/Georg Krewenka
Balance im Stromnetz
— Die Zukunft der digitalen Industrie gestalten mit smarten Produkten von ABB.
Industrielle Produktionsverfahren befinden sich im Umbruch: Durch vernetzte Produktionsmittel lassen sich völlig neue Fertigungsmöglichkeiten realisieren, die signifikante Effizienzsteigerungen, Kosteneinsparungen und benutzerfreundlichere Bedienkonzepte ermöglichen. Mit innovativen Technologien, wie z.B. smarten Sensoren für einen optimalen Motorbetrieb, unterstützt ABB Industrieunternehmen schon heute dabei, diesen Umbruch erfolgreich zu gestalten. www.abb.at
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„Digitalisierung ist in der Chefetage angekommen“ IT-Strategieberater Gerald Hübsch über die Schlüsselrolle der IT in der digitalen Transformation, sein Moderatorendebüt am CIO Inside Summit und Vorbilder.
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medianet: Herr Hübsch, Sie sind ein IT-Keyplayer der österreichischen Wirtschaft und verfügen über ein gutes IT-Netzwerk zu Kollegen aus unterschiedlichen Branchen. Sie sind im regelmäßigen Austausch und wissen über die Challenges der ITFachabteilungen Bescheid. Was können Sie uns dazu erzählen? Was sind die derzeitigen Main Points der IT-Führungskräfte? Gerald Hübsch: Nun, IT spielt branchen- und länderübergreifend eine Schlüsselrolle in der sogenannten digitalen Transformation in Unternehmen, Verwaltung und Gesellschaft. Stand früher meist die Unterstützung funktional gegliederter Fachbereiche und Automatisierung konventioneller Prozesse im Vordergrund, hat die IT als ‚Business Technology‘ aktuell das Potenzial, ganze Branchen zu revolutionieren bzw. oft auch Branchengrenzen wegzuwischen. Denken wir nur an volldigitale Marktplätze mit Peer-to-PeerGeschäften in Echtzeit, ohne traditionellen Zwischenhandel, oder das ungeheure Potenzial Künstlicher Intelligenz, die eine kunden- und datenzentrierte Produktentwicklung und Unter-
© Überall scene development
nde Juni trifft sich die heimische IT-Szene am jährlichen CIO Inside Summit auf Schloss Laxenburg, um sich über die neuesten Trends auszutauschen. Dieses Jahr konnte Veranstalterin Sindy Amadei Gerald Hübsch, Business Angel, IT-Strategieberater und Dozent an heimischen Universitäten und Fachhochschulen, als Moderator gewinnen. medianet bat zum Interview.
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nehmenssteuerung erlaubt und den Menschen – beispielsweise im Gesundheitsbereich – viele gute Dienste erweisen kann. Es gilt also für die IT-Expertinnen und -Experten, das eigene Geschäft zu verstehen, die immensen Potenziale moderner Informationstechnologie zu erkennen und die Partner in den Fachbereichen bestmöglich zu beraten und bei der Umsetzung zu begleiten.
Es gilt also für die IT-Expertinnen und -Experten, das eigene Geschäft zu verstehen und die immensen Potenziale moderner Informationstechnologie zu erkennen. Gerald Hübsch Moderator CIO Inside Summit
Wir alle kennen die prominenten Aussagen, wonach (beinahe) jedes Unternehmen mittelfristig zu einem Technologieunternehmen wird. Den CIO/CDO/CTO trifft man in zukunftsgerichteten Unternehmen deshalb immer häufiger in der Geschäftsleitung an – kein Zufall, denke ich. Darüber hinaus spielen Architekturthemen eine wichtige Rolle, beispielsweise die Transformation von SAP-Lösungen Richtung S/4HANA und die Ausschöp-
Über den CIO Inside Summit Panels & Vorträge Top-Speaker aus der heimischen IT-Branche versuchen die brandaktuellen Fragen etwa zu Security oder generellen Umbrüchen zu beantworten. Welchen Schutzbedarf hat das IT-Geschäft und unsere Gesellschaft ganz generell im digitalen Zeitalter? Welche Top-Trends kommen auf uns zu? Welche neuen Dienste, Technologien und Endgeräte stehen uns künftig zur Verfügung?
Zahlreiche Workshops Praktische Beispiele zu den unterschiedlichsten Themen, wie autonome Robotic, erfolgreicher KI-Einsatz, Continous Intelligence und auch Cybersecurity.
fung der damit realisierbaren Geschäftspotenziale. Nicht zu vergessen die – kontrollierte – Migration Richtung Cloud Services samt Integration und Orchestrierung dieser Dienste. Ein Fixpunkt auf der CIO-Agenda ist weiters die Gewährleistung einer adäquaten Informationssicherheit, die transparente Steuerung der Cyberrisiken und ein erprobtes Notfallmanagement, um im Störungsfall rasch wieder auf die Beine zu kommen und Geschäftsschäden zu minimieren. Diese und zahlreiche weitere Herausforderungen verlangen aber auch – und gerade – von der IT Höchstleistungen und die Bereitschaft zur raschen Weiterentwicklung. Ohne leistungsfähige und innovative IT wird kein Unternehmen langfristig bestehen können.
Hübsch: Zu viel der Ehre! Aber natürlich übernehme ich die Moderation beim CIO Inside Summit aus vollem Herzen und danke Sindy Amadei und ihrem Team herzlich dafür, dass die österreichische CIO Community wieder eine Plattform im exklusiven Rahmen bekommt, einander persönlich zu treffen und zahlreiche spannende IT-Themen zu erörtern. Bei allen Vorzügen digitaler Kommunikation ist das persönliche Gespräch doch viel angenehmer und fruchtbarer, wenn es um den Austausch von IT-Tipps oder die Entwicklung neuer Projektideen geht. Die inhaltliche Ausrichtung der Veranstaltung und das angenehme Ambiente von Schloss Laxenburg sind ein Garant für Top-CIOs, wertvolle Kontakte zu knüpfen und mit tollen neuen Ideen in das Unternehmen zurückzukehren. Dazu darf ich einen bescheidenen Beitrag leisten, die Teilnehmer durch die Veranstaltung führen, sie inspirieren und vernetzen und im Vorfeld bei der Auswahl der TopCIO-Themen mitwirken. Die CIOs und weiteren Teilnehmer sollten großen fachlichen wie auch persönlichen Mehr-
medianet: Sie werden erstmalig den CIO Inside Summit moderieren. Laut der Initiatorin, Sindy Amadei, bereichern Sie mit Ihrem Netzwerk und Wissen das Gesamtprogramm und fungieren quasi wie ein ‚Chefredakteur‘ hier. Wie sehen Sie Ihre Rolle, sowohl im Vorfeld der Veranstaltung als auch w ährenddessen?
Top Location Treu bleibt der Summit dem Veranstaltungsort – dem Conference Center Laxenburg – und seinen Möglichkeiten zum Networking.
wert aus diesem Tag mitnehmen, dies ist unser Anspruch. medianet: Was waren Ihre Beweggründe, um in die IT-Branche beruflich einzusteigen? Was fasziniert Sie an der IT-Branche? Hübsch: Wenn wir die Möglichkeiten moderner Informationstechnologie betrachten, die Durchdringung sämtlicher Bereiche unseres Lebens und den nachhaltigen Einfluss darauf, so wird schnell klar, dass die IT hochinteressante und spannende Aufgaben für uns bereithält. Sei es in der Wirtschaft, Verwaltung, Energie- und Umwelttechnologie, im Gesundheitswesen oder im Bereich ‚sozialer‘ Medien – das Berufsangebot ist vielfältig. Eines haben all diese Herausforderungen gemeinsam: Stets am Puls der Zeit und des Geschehens, leisten sie einen wertvollen Beitrag – und halten mental jung. medianet: Haben Sie ein Vorbild, bezogen auf die IT-Branche, und wenn ja, wen und warum? Hübsch: Mit Vorbildern bin ich sehr zurückhaltend – aber Steve Jobs ist in meinen Augen ein Paradebeispiel für einen visionären Menschen, der das Potenzial moderner Informationstechnologie wiederholt erkannt und auf seine ganz persönliche Art und Weise diese Visionen in revolutionäre Produkte umgesetzt hat, die wir tagtäglich in Händen halten und unser Leben damit erleichtern. Wenn Sie nur das nicht mehr wegzudenkende Smartphone betrachten, so ersetzt es eine Vielzahl früherer Dienste und Geräte, welche elegant verschmolzen und durch viele nützliche Anwendungen bereichert wurden. (hk)
ERLEBEN SIE DIE KULTUR DER LOGISTIK. LERNEN SIE UNS KENNEN!
Duvenbeck Logistik GmbH Styriastrasse 35 I A-8042 Graz P +43 316 4075 66 573 sales@duvenbeck.de www.duvenbeck.de
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retail So geht „Marktplatz“ heute
Dossier Unter der Mitwirkung von Conrad Electronic GmbH & Co KG und weiterer führender E-Procurement-Experten
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EDITORIAL / INHALT
Herausgeber Oliver Jonke [o.jonke@medianet.at]
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Editorial Beschaffung. Einfach und schnell.
Liebe Leserinnen und Leser! Kaufentscheidungen bei Technik-Produkten könnten heute durch die rasant anwachsende Angebotsvielfalt zwar immer besser werden, sie sind allerdings auch wesentlich komplizierter geworden – nicht zuletzt aufgrund der Informationsflut, der wir alle mittlerweile ausgesetzt sind. In beiden Bereichen sind wir oft „overentertained und under-informed“. Strukturierung & Automatisierung Insbesondere in Unternehmen ist der Beschaffungsprozess in den letzten Jahr zehnten immer herausfordernder geworden. Natürlich mussten daher die relevanten Angebotsinformationen übersichtlich strukturiert werden, um uns beim Beschaf-
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retail So geht „Marktplatz“ heute
fungsprozess das Leben zu erleichtern: Zunächst etwa mit immer umfassenderen Produkt- bzw. Versandkatalogen, später dann mit Software für elektronische Kataloge und schließlich mit zuverlässigen E-Procurement-Lösungen. Der Nutzen von E-Procurement liegt auf der Hand: So lösen Sie papierbasierte Prozesse durch automatisierte Abläufe ab und bilden alle Prozessschritte in der Beschaffung digital ab – vom Angebotsmanagement bis hin zum Genehmigungsprozess, zu Transaktionen, Trackings, Bezahlung und dem Berichtswesen. Preise, Produkte & Lieferanten Noch schneller hochwertige Produkte von zuverlässigen Lieferanten zu einem interessanten Preis-Leistungs-Verhältnis
nden – ist das nicht genau das, was wir fi alle wollen? In diesem Dossier erfahren Sie am Beispiel der Lösungen von Conrad Electronic, was heute in diesem Bereich state of the art ist. Hier sehen Sie anhand von Praxisbeispielen, wie es funktioniert. Das langjährig etablierte Familienunternehmen verfügt über Know-how im Elektronik-Versandhandel wie kaum ein anderes. Dieses Dossier entstand im Auftrag und unter Mitwirkung von Conrad Electronic sowie unter Einbindung weiterer führender Experten im Bereich der elektronischen Beschaffung. Eine spannende Lektüre wünscht Ihnen Oliver Jonke
Inhalt 6
Dossier
Mehrwert-Plattform Am C onrad Marketplace finden alle zusammen
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Ein Marktplatz, unzählige Vorteile Marketplace-Partner machen One-Stop-Shopping möglich
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Impressum
Gebäude- & Messtechnik Breite Sortimente treffen auf relevante Services
Medieninhaber: medianet Verlag GmbH 1110 Wien, Brehmstraße 10/4. OG http://www.medianet.at
Unter der Mitwirkung von Conrad Electronic GmbH & Co KG und weiterer führender E-Procurement-Experten
Dossier: So geht „Marktplatz“ heute
05.05.22 15:20
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Coverfoto: © PantherMedia/ denisismagilov
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Automation in Vollendung Professionelle Unterstützung sichert ihr Gelingen
Meilensteine einer Erfolgsgeschichte 40 Jahre Voltcraft Vom Entfachen der Liebe zur Technik Conrad Education bringt Spannung ins Klassenzimmer
Von der besten Beschaffung Conrad Sourcing Platform aus Hogast-Kundensicht
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Vom digitalen B2B-Einkauf Mit E-Procurement versteckte Effizienz-Potenziale heben
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Perfekte Prozesse Beschaffungspartnerschaft am Beispiel der AGES
Diese Sonderausgabe wurde von medianet unter Mitwirkung von Conrad Electronic erstellt.
© Gorodenkoff Productions/ stock.adobe.com
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Lernen mit LEGO Eine Entdeckungsreise für Lehrende und Lernende
Konzept: Oliver Jonke (Herausgeber) Kontakt: o.jonke@medianet.at Leitende Redakteurin dieser Ausgabe: Helga Krémer (hk) Lektorat: Christoph Strolz Grafik/Produktion: Raimund Appl, Peter Farkas Fotoredaktion/ Lithografie: Beate Schmid Druck: Ferdinand Berger & Söhne Ges.m.b.H., 3580 Horn Erscheinungsort: Wien Stand: April 2022 Für den Inhalt verantwortlich: Conrad Electronic GmbH & Co KG 4600 Wels, Durisolstraße 2
Abo, Zustellungs- und Adressänderungswünsche: abo@medianet.at oder Tel. 01/919 20-2100
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© Mag. Stefan Beiganz
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„Wir begeistern uns für Innovationen – täglich“ Markus A. Zettl, promovierter Wirtschaftswissenschaftler und Geschäftsführer Conrad Electronic Österreich, über aktuelle Trends.
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onrad Electronic gilt als zentrales Drehkreuz für Sortimente und Services im Bereich der Techniksowie Elektronik-Distribution und bietet dabei seiner Kund-
schaft optimierte Beschaffung aus einer Hand. Über die aktuellen Trends bei Conrad Electronic berichtet Markus A. Zettl, Geschäftsführer von Conrad Electronic Österreich, im medianet-Interview.
medianet: Was genau bedeutet eigentlich der Begriff ‚Conrad Sourcing Platform‘? Markus A. Zettl: Mit der Conrad Sourcing Platform bieten wir unseren Geschäftskunden individuelle Lösungen, um
ihre gesamten Beschaffungsprozesse deutlich effizienter zu gestalten. Anstatt der Notwendigkeit, den technischen Betriebsbedarf bei einer Vielzahl unterschiedlicher Anbieter zu beschaffen,
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Zentrale Conrad Electronic Öster reich wurde 1996 gegründet und ist im ober österreichischen Wels zu Hause.
medianet: Was ist das Erfolgsrezept hinter Conrad? Zettl: Die Stärken von Conrad waren schon immer in seiner Tradition und Innovationskraft begründet. Die starken Wurzeln und Werte eines Familienunternehmens, gepaart mit einem außergewöhnlichen Pioniergeist und unserem Verständnis von ‚Innovate or Die‘. Gleiches gilt für unsere Führungskräfte und Mitarbeiter. Auf der einen Seite bilden unsere Angestellten, die häufig schon Jahrzehnte für das Familienunternehmen tätig sind, unsere Basis für Knowhow und Kompetenz. Auf der anderen Seite sind es oftmals die neuen Führungskräfte und Mitarbeiter, die unsere Überzeugungen und den Status quo infrage stellen und somit neue Lösungswege aufzeigen.
medianet: Welche Rolle spielt Conrad Electronic mit seinen individuellen Lösungen und digitalen Services für die Beschaffungsbranche? Zettl: Die Digitalisierung der Beschaffungsprozesse und somit die Fähigkeit, die Prozesskosten innerhalb der Lieferketten zu reduzieren, sind in den letzten Jahren für Unterneh-
Die starken Wurzeln und Werte eines Fa milienunternehmens, gepaart mit einem außergewöhnlichen Pioniergeist und unserem Verständnis von ‚Innovate or Die‘.
men zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor geworden. Wir möchten mit unserer Conrad Sourcing Platform als zuverlässiger und technisch versierter Partner dazu beitragen, dass unsere Geschäftskunden von der Digitalisierung
© Conrad Electronic Österreich
bieten wir mit unserem ‚OneStop-Shopping‘-Konzept den Zugang zu Millionen von Produktangeboten und einer Vielzahl an Dienstleistungen. Gleichzeitig wollen wir als kompetenter Partner unsere Kunden dabei unterstützen, unnötige Kosten im Zuge des Beschaffungsprozesses zu vermeiden.
profitieren und dabei nicht von ihrem gewohnten Standard abweichen müssen, wenn sie mit Conrad Electronic als Lieferant zusammenarbeiten. medianet: Könnten Sie uns ein Beispiel nennen? Zettl: Wir können beispielsweise auch kleineren Unternehmen, die aktuell noch kein eigenes ERP-System besitzen, mit unserem browserbasierten Conrad Smart Procure ein erstes digitales Einkaufssystem unkompliziert und kostenlos zur Verfügung stellen. Am anderen Ende der Skala können wir unsere Industrieund Großkunden, die bereits Kompetenzen und Erfahrungen im E-Procurement haben, mittels eKatalogen, OCI (Open Cataloge Interfaces) oder EDIund API-Schnittstellen schnell an die Conrad Sourcing Platform anbinden. Unabhängig vom Digitalisierungsgrad unserer Kunden ist
es stets unser Ziel, ihnen einfache, schnelle und umfassende Lösungen anzubieten, damit sie sich auf ihre eigentlichen Kerntätigkeiten konzentrieren können. medianet: Was unterscheidet Conrad Electronic von anderen Plattformen der Branche? Zettl: Bei Conrad sprechen unsere Profis mit Ihren Profis. Wir beraten unsere Kunden mit technischem Fachwissen auf Augenhöhe. Wir bieten hochwertige Sortimente, bestehend aus Millionen von eigens beschafften Produkten und Angeboten ausgewählter Hersteller und Lieferanten. Ergänzende Dienstleistungen, wie beispielsweise die Sonderbeschaffung von Kleinstmengen, ein Kalibrierservice für Messgeräte, unser Kabel-Konfigurationsservice oder auch die Auftragsfertigung für kundenspezifische Modelle, runden unser Angebotsportfolio ab.
medianet: Wie geht C onrad mit dem Thema Nachhaltigkeit um? Zettl: Bei C onrad erkennen wir die Dringlichkeit von verantwortungsvollem Handeln und setzen uns aus diesem Grund bereits seit Jahren aktiv für das Thema der Nachhaltigkeit ein. Es kann und darf nicht sein, dass wir unseren Kindern und Enkeln einen Planeten hinterlassen, auf dem ein Leben, wie wir es heute kennen, nicht mehr möglich ist. Jedoch sind die Wertschöpfungsprozesse und Lieferketten oftmals sehr komplex, global vernetzt und teilweise in der Gesamtheit den Händlern nicht komplett bekannt. Bei den Produkten, die wir selbst herstellen lassen, konnten wir bereits die Verwendung von schadhaften Stoffen komplett ausschließen, was konkret bedeutet, dass unsere Conrad-Marken bereits seit
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Jahren RoHS-konform sind (‚Restriction of Certain Hazardous Substances‘, ‚Richtlinie zur Beschränkung gefährlicher Stoffe‘ in Elektro- und Elektronikgeräten. Verankert ist diese Beschränkung in der EURichtlinie 2011/65/EU, Anm.). Darüber hinaus haben wir den Anteil von Kunststoffen im Verpackungsmaterial erheblich reduziert; im Detail streben wir bei den C onrad-Marken kunststofffreie Verpackungen bis 2025 an. Bei den Produkten, die wir von Markenherstellern beziehen, sind wir im ständigen Austausch mit unseren Lieferanten, um gemeinsam positiv auf die Umweltbilanz der gesamten Wertschöpfungskette einzuwirken. Das bedeutet, dass wir
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bereits bei der Auswahl unserer Lieferanten und auch bei der Auftragsvergabe den Faktor Nachhaltigkeit als gewichtiges Kriterium für unsere Entscheidung einfließen lassen. Weitere und nicht zu unterschätzende Bestandteile zur Förderung der Nachhaltigkeit sind auch unsere Kooperationen im Bereich der Maker und die aktiven Partnerschaften mit Hochschulen und anderen Bildungseinrichtungen, denn dort werden die technischen Fachkräfte und Ingenieure der Zukunft ausgebildet. Wir bei Conrad sehen unser übergeordnetes Ziel, welches aktuell oftmals als Purpose beschrieben wird, in der Befähigung von Menschen, eine bessere Zukunft mittels tech-
Wir bieten hoch wertige Sortimente, bestehend aus Millio nen von eigens be schafften Produkten und Angeboten aus gewählter Hersteller und Lieferanten. Markus A. Zettl Geschäftsführer Conrad Electronic Österreich
nologischer Innovationen zu gestalten. Um die Folgen des Klimawandels zu bekämpfen, benötigen wir neuartige technologische Ansätze und Lösungen. Wir bei Conrad E lectronic möchten daher als Ausstatter unseren Beitrag leisten und den Technikern und Ingenieuren die Basis und das Handwerkszeug für ihre Arbeit bieten.
medianet: Wie sehen bei Conrad die Pläne für die Zukunft aus? Zettl: Ich sehe eine sehr positive Zukunft für C onrad Electronic. Das Wichtigste dabei ist, dass wir unseren Kunden auch weiterhin einen echten Mehrwert bieten können und dass wir unser zukünftiges Tun und Handeln an deren Bedürfnissen orientieren. Ein Großteil unserer Geschäftskunden hat neben der zentralen Rolle von wettbewerbsfähigen Preisen, der Verfügbarkeit und schnellen Lieferzeiten bereits weitere Entscheidungsfaktoren für ihre Beschaffung definiert. Sie wollen und können die gestiegenen Komplexitäten und Aufwendungen im Unternehmen nicht mehr selbsttätig abbilden und benötigen hierzu einen kompetenten Partner. An dieser Stelle kommen wir ins Spiel. Durch unseren Ansatz ‚Einfach–Schnell–Umfassend‘, können wir – mittels digitaler Integration in die Beschaffungsprozesse unserer Kunden – im Gegensatz zu anderen Lieferanten, die ausschließlich den Preis in den Vordergrund stellen, genau diesen Mehrwert bieten. Mit der Entwicklung und dem Ausrollen der C onrad Sourcing Platform in Europa haben wir eine gute Basis geschaffen. Wir werden weiterhin konzentriert und gemeinsam mit unseren Geschäftspartnern an kundenspezifischen Prozessen und Lösungen arbeiten, um die größtmögliche Relevanz sowohl bei unseren Bestands- als auch Neukunden zu erreichen. Wir begeistern uns für Innovationen und stellen es täglich aufs Neue unter Beweis, getreu unserem Motto ‚Change is our Destiny‘.
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Mehrwert-Plattform Am Conrad Marketplace finden alle zusammen: Partner, Geschäftskunden und vor allem das riesige Sortiment.
Seit jeher lösungsorientiert Heute reicht das Sortiment der Conrad Sourcing Platform von A wie Akku bis Z wie Zangenschlüssel. Was sich bis heute allerdings nicht verändert hat, ist der Anspruch, Technik nicht einfach zu verkaufen, sondern kundenorientierte Lösungen anzubieten. Dazu gehört auch der Eintritt ins Online-Geschäft Ende der 90er-Jahre, welcher in der heutigen Ausrichtung des Conrad-Geschäftsmodells hin zum Marketplace bzw. zur Sourcing Platform mit B2BFokus seine konsequente Fortsetzung findet. Als integraler Bestandteil des Conrad-Geschäftsmodells eröffnet diese Fortsetzung Conrads B2B-Kunden ein noch breiteres und tieferes Sortiment und somit die umfassende Deckung des technischen Betriebsbedarfs aus einer Hand. Mehr Produkte … Aber wie ließe sich der Conrad Marketplace in Kürze beschreiben? „Durch die Integration von Angeboten verschiedener Marktplatz-Partner stehen unseren Conrad Geschäftskunden auf conrad.at neben dem bekannten Conrad-Sortiment zusätzliche Produkte professioneller Partner und damit in Summe mehr als 1,5 Mio.
© Westend61/GettyImages
WELS. Die Lebensqualität der Menschen mithilfe innovativer Technik verbessern und ihren Arbeitsalltag erleichtern, das war schon in den 20er-Jahren des letzten Jahrhunderts das Ziel des Unternehmensgründers Max Conrad. Damals brachte Conrad E lectronic mithilfe von Hörfunk- und TV-Bausätzen die Nachrichten aus aller Welt in viele deutsche Haushalte – inklusive passender Anleitung für den Zusammenbau.
Vorsprung Die Conrad Sourcing Platform ist ein zuverlässiger Vertriebskanal für den gesam ten technischen Betriebsbedarf und stellt eine einfache und umfassende Beschaffung sicher. Auch für die Partner ist es eine einmalige Gelegenheit.
roduktangebote zur VerfüP gung“, erklären die MarktplatzExperten des Unternehmens. „Auf unserer Sourcing Platform werden ausschließlich Produkte gelistet, die die Qualitätsprüfung des MarketplaceTeams absolviert haben oder über eine ISO-Zertifizierung verfügen. Damit schließt Conrad Anbieter mit Produkten von minderwertiger Qualität bewusst aus – auch, um den eigenen Qualitätsanspruch zu untermauern.“ … für mehr Kunden … Über den Marketplace erreichen die C onrad-Partner mehr als 250.000 österreichische B2B-Kunden – ganz ohne zusätzliche Marketingkosten, heißt es bei C onrad. Und: „Als Marketplace-Partner auf der Conrad Sourcing Platform erweitern Sie schnell Ihre Distributionswege, da Sie die Reichweite von C onrad nutzen können, um neue Geschäftskunden zu erreichen – unsere Sourcing Platform ist eine der reich-
weitenstärksten Webseiten in Österreich. Und Sie können Ihre Marken und Produkte in einem qualitativ hochwertigen Umfeld präsentieren.“
1,5 Mio.
Umfassend Auf der Conrad Sourcing Platform stehen Geschäftskun den mehr als 1,5 Mio. Produkt angebote für technischen Betriebsbedarf zur Verfügung. Partner haben Zugang zu über 20.000 täglichen Usern des Marktplatzes und zum beste henden B2BKundenstamm.
… durch viele Partner Die wichtigsten Voraussetzungen für potenzielle Partner sind eine österreichische Umsatzsteuer-Identifikationsnummer und der Versand von Einzelbestellungen muss gewährleistet werden. Selbstverständlich spielt auch das angebotene Produktportfolio eine sehr wichtige Rolle, denn auch dieses muss mit dem Geschäftsfeld von C onrad Electronic übereinstimmen. Möchte ein Distributor, Händler oder Hersteller Partner auf dem C onrad Marketplace werden, begleitet eine persönliche Ansprechperson den gesamten Onboarding-Prozess. „Aber auch danach stehen wir dem Partner jederzeit mit Rat und Tat zur Seite“, betonen die Mitglieder des C onrad Marketplace-Teams.
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Ein Marktplatz, unzählige Vorteile Umfassendes One-Stop-Shopping aus einer Hand: Die Marketplace-Partner machen es möglich. medianet: Wie haben Sie die unterschiedlichen Abläufe und Prozesse im Zuge des Onboardings wahrgenommen? Knapp: Nachdem wir die Programmierung und Entwicklung neuer Prozesse bei uns im Haus haben, sind wir in diesem Bereich relativ flexibel. Das Onboarding selber verlief problemlos, lediglich die anfängliche (einmalige) Kategoriezuordnung war etwas zeitaufwendiger.
GRAZ/WELS. Der C onrad Marketplace bietet unzählige Vorteile und einmalige Möglichkeiten für die PartnerUnternehmen. Eines von ihnen ist der Elektronikspezialist Syswork IT. medianet bat deren Bereichsleiter Karl Knapp zum Interview. medianet: Herr Knapp, wie ließe sich Ihre Geschäftsbeziehung mit C onrad E lectronic mit einem Satz zusammenfassen? Karl Knapp: Seit unserem Start auf dem C onrad Marketplace im April 2021 hat sich dieser als wichtiger Vertriebskanal für Syswork IT etabliert.
medianet: Welche Vorteile bietet der C onrad Marketplace speziell für Ihr Unternehmen? Knapp: Wir profitieren von einem erweiterten Zugang zu dem großen Kundenstamm von Conrad, weil wir damit potenzielle Kunden erreichen, die wir andernfalls nicht ansprechen könnten. Und beim Verkauf unserer Produkte ist die unkomplizierte
© Syswork IT (2)
medianet: Wie relevant ist die Positionierung Ihrer Marke auf der Plattform? Auf welche Aspekte achten Sie dabei besonders? Knapp: Sehr relevant. Dabei legen wir den Fokus darauf, unsere Produktangebote im B2B-Bereich umfassend präsentieren zu können. Durch die Anbindung an die Plattform möchten wir Vertriebsmaßnahmen umsetzen, um unser Sortiment noch stärker im B2B-Bereich zu etablieren und unsere Markenbekanntheit zu steigern.
medianet: Welche Tipps möchten Sie potenziellen Marketplace-Partnern mitgeben? Worauf sollten sie aufpassen? Knapp: Ausschlaggebend ist eine zeitnahe und korrekte Übermittlung der Angebotsund Versanddaten, um die Kundenzufriedenheit gewährleisten zu können.
Vorteilhaft „Der Conrad Marketplace ermöglicht es uns, eine völlig neue Kundenschicht anzusprechen“, sagt Syswork ITBereichsleiter Karl Knapp.
und im Wesentlichen automatisierte Auftragsabwicklung von großem Nutzen. medianet: Welcher Vorteil hat Sie überzeugt? Knapp: Eigentlich keiner dieser Vorteile alleine. Es war vielmehr das Gesamtpaket: Mit dem klaren Fokus auf den B2BBereich ist C onrad der Anbieter in Österreich, den man sofort mit technischer Betriebsausstattung in Verbindung bringt. Dieser Fokus hat uns ganz klar davon überzeugt, unsere Produkte ebenfalls auf dem C onrad Marketplace anzubieten.
medianet: Was macht die Zusammenarbeit mit Conrad als Partner so besonders? Knapp: Der persönliche Kontakt! Wir wurden bei allen Prozessen persönlich begleitet. Das Wissen, dass uns C onrad bei allfälligen Problemen helfend zur Seite steht, um gemeinsam nach der idealen Lösung zu suchen, ist Gold wert.
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Automation in Vollendung WELS. Unter dem doch weitläufig gefassten Ausdruck „Automation“ verbergen sich spannende Themenbereiche – etwa Edge Computing und Machine Learning, Fernwartung und Industrial Ethernet, Modernisierung und Anlagenerweiterung,
dezentrale Automatisierung oder Robotics. Enger gefasst, auf mechanische und elektronische Prozesse in Industrie- und Logistikanlagen, bleibt noch immer ein weites Feld. Und damit einhergehend bleiben Fragen offen.
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Wie mit professioneller Unterstützung Automatisierung mehr als nur gelingt.
Angefangen bei Sensoren, über Steckverbinder bis hin zu Antriebstechnik und Stromversorgung: Einfach, schnell und umfassend wollen Geschäftskunden genau die Automatisierungstechnik, die sie für die Modernisierung, Erweiterung, Wartung und Instandhaltung ihrer Anlagen brauchen, erklärt und geliefert bekommen. „In unserer The-
Bedarf trifft auf Lösung „Die Auswahl zur Deckung des täglichen technischen Betriebsbedarfs in den Bereichen Automatisierungstechnik, Hydraulik und Pneumatik ist riesig“, weiß auch die Conrad Electronic-Fachabteilung.
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Anspruchsvoll Ein möglichst hoher Automatisierungs- und Verfügbarkeitsgrad in Kombination mit minimalem Wartungs- und Instandhaltungsaufwand macht eine moderne Industrieanlage aus.
menwelt Automatisierung haben wir unser Expertenwissen gebündelt, empfehlen spezielle Automatisierungsprodukte und beraten zu speziellen Anwenderbeispielen wie Feld- und Prozesstechnik, Schaltschrankund Sondermaschinenbau oder Digitalisierung“, so die ConradAutomations-Spezialisten. „Holen Sie sich Inspiration für Ihr nächstes Projekt.“
It’s Tool Time!
Massenhafte Möglichkeiten Die Produkte im Bereich Werkzeug und Werkzeugausstattung sind dabei so zahlreich, wie die Anwendungsgebiete vielfältig: Im industriellen Kontext ermöglicht schnell zu beschaf-
fendes und optimal einsetzbares Werkzeug reibungslose Fertigung, Anlagenwartung und Reparatur und verhindert somit ärgerliche Ausfallzeiten. Im Ingenieurbüro, an der Universität oder im Betrieb wird Spezialwerkzeug für präzise Konstruktion, beschleunigtes
Symbiose Wenn Können auf qualitativ hochwertiges Werkzeug trifft, ist der Job so gut wie erledigt.
Bohren, schleifen, sägen – je nach Anforderung das passende Werkzeug.
Prototyping und professionelle Ausbildung benötigt. Und auf der Baustelle, bei der Elektroinstallation und im Facility Management ist eine zuverlässige Ausrüstung das A und O, um Zeit und damit auch Kosten zu sparen. „Um den Anforderungen ihrer jeweiligen Branchen gerecht zu werden und den Einkauf für den technischen Betriebsbedarf zu vereinfachen, können sich die Geschäftskunden von Conrad E lectronic auf eine breite Auswahl verlas-
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WELS. „Ein Werkzeug ist ein nicht zum Körper eines lebenden oder künstlichen Organismus gehörendes Objekt, mit dessen Hilfe die Funktionen des Körpers erweitert werden, um auf diese Weise ein unmittelbares Ziel zu erreichen“, erklärt Wikipedia etwas sperrig. Etwas plakativer: Ein Nagel will mit einem Hammer in die Wand, nicht mit der Faust. Und auch nicht mit z.B. einer Rohrzange. Es hängt also nicht nur vom unmittelbaren Ziel ab, sondern auch vom dafür geeigneten und vorgesehenen Objekt.
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Ihre Ursprünge liegen in der Steinzeit. Schier endlos ist ihre Vielfalt heutzutage. Die Rede ist von Werkzeugen.
sen“, betonen die Fachfrauen und -männer bei Conrad und führen aus: „Dabei sind Verlässlichkeit und Langlebigkeit beim anspruchsvollen Einsatz unerlässlich. Unsere breite Auswahl reicht von ‚A‘ wie Abgleichwerkzeug bis ‚Z‘ wie Zugschraube – wir bieten alles, was Ihr Werkstattherz begehrt.“ Einzeln, im Set, komplette Werkzeugkoffer, Befestigungsund Montagematerial, Schweißund Lötgeräte, Baumaschinen und natürlich auch Elektrowerkzeuge.
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Von der besten Beschaffung Welche Vorteile die Conrad Sourcing Platform in der Praxis bringt, erfährt man am schnellsten beim Kunden.
Zusammenarbeit Die Hogast ist bereits seit 2012 Partner der Conrad Sourcing Platform.
medianet: Wofür steht die Hogast genau? Peter Sigmond: Die Philosophie der Hogast ist, Mitglieder bei allen Beschaffungsfragen tatkräftig zu unterstützen. Das betrifft Food & Beverage, Verbrauchs- und Investitionsgüter genauso wie Personalbeschaffung, Qualitätsmanagement und Verwaltungsarbeiten. Wir verhandeln mit unseren Lieferpartnern ihre Lieferverträge mit den Genossenschaftsmitgliedern und übernehmen das Delkredere und die Zentralregulierung. Unsere Mitglieder kommen so in den Genuss optimaler Konditionen, indivi-
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WELS. Seit mehr als zehn Jahren ist C onrad Lieferpartner bzw. Vertragslieferant der Hogast, mit mehr als 3.200 Mitgliedsbetrieben und einem Umsatz von 415 Mio. Euro das größte Unternehmen für Hotellerie und Gastronomie in Österreich. Was es mit der Partnerschaft auf sich hat, erklärt Hogast-Warengruppen manager Investitionsgüter, Peter S igmond, im Interview.
dueller Beratung und effizienter Prozesse. medianet: Wie relevant ist die Anbindung der Hogast an die Conrad Sourcing Platform? Auf welche Aspekte achten Sie dabei besonders? Sigmond: Die Anbindung ist ganz grundlegend relevant
Peter Sigmond Beschaffungsmeister „Das Sortiment auf der Conrad Sourcing Platform ist sehr umfangreich, jedes Hogast-Mitglied findet immer die gewünschten Produkte im Elektro- oder Non-Food-Bereich. Sollte ein Produkt nicht im Sortiment sein, wird eine Sonderbestellung durch Conrad-Mitarbeiter angeboten“, erläutert P eter Sigmond, Warengruppenmanager Investitions güter der Hogast, einen weiteren Vorteil der Plattform.
für unsere Abläufe. Die Mitglieder kaufen täglich auf der MyHogast-Bestellplattform ein, welche per OCI-Verbindung an die Conrad Sourcing Platform angebunden ist. Die exklusiven Preise und prompten Lieferzeiten sind dabei die wichtigsten Aspekte für uns.
form speziell für Ihr Unter nehmen? Sigmond: Zum einen die attraktiven Preiskonditionen und die schnelle, automatisierte Abwicklung der Aufträge. Und zum anderen die schnelle, professionelle Bearbeitung von Anfragen und Reklamationen – mit sehr kulanten Ansprechpartnern.
medianet: Was unterscheidet Conrad Electronic von anderen Hogast-Lieferpartnern? Was macht die Zusammenarbeit mit Conrad besonders? Sigmond: Conrad stellt tagesaktuelle Artikeldaten und Preise zur Verfügung – so sind diese immer auf dem neuesten Stand. Und die Preise im Non-FoodBereich sind zu 75 Prozent unschlagbar für andere Lieferpartner.
medianet: Welcher Vorteil hat Sie schlussendlich überzeugt? Sigmond: Die Verbindungsqualität und der automatisierte Bestellprozess.
medianet: Welche Vorteile bietet die Anbindung an die Conrad Sourcing Plat-
medianet: Wie können weitere potenzielle Partner von der Conrad Sourcing Platform profitieren? Sigmond: Dadurch, dass die elektronische Anbindung, die Preiskonditionen und die professionellen Ansprechpartner den Bestellvorgang vereinfachen – was dann wiederum den Umsatz steigert.
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Vom digitalen B2B-Einkauf Im Beschaffungsprozess Zeit und Geld sparen? Und dabei Ressourcen für die wichtigen Dinge freibekommen? E-Procurement kann diese Träume erfüllen.
Kosten- und … Laut einer Studie des deutschen Bundesverbandes Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik ließen sich durch die Einführung der elektronischen Beschaffung bis zu 30% der Prozesskosten sparen.
die wirklich wichtigen Dinge zu haben. „Damit wir gezielt auf die Wünsche unserer Geschäftskunden eingehen können, bieten wir eine Vielzahl unterschiedlicher Angebote an, die vom kleinen Betrieb über das mittelständische Unternehmen bis hin zum Grosskonzern die passende Lösung bieten“, so die Spezialisten von C onrad Electronic Österreich. Browser vs. ERP-System In der weiteren Folge kommt dann doch die Unternehmensgröße, zumindest indirekt, ins Spiel. Bzw. vielmehr die Frage nach dem Vorhandensein eines eigenen Procurement-Systems oder -Dienstleisters. Die einfachste Art, EProcurement zu nutzen, sind browserbasierte Lösungen. Sie bieten sich für kleinere und mittlere Unternehmen ohne eigens integriertes ERP-System an. Hierbei stellt C onrad Kataloglösungen bereit, die per
… Zeitvorteil E-Procurement bietet hohe Einsparpotenziale. Der Zeitaufwand für die Beschaffung sinkt, gleichzeitig beschleunigt der Datenaustausch das Rechnungswesen.
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Einkaufsprozesse optimieren Aufwändige und intransparente Prozesse beim Einkauf von Waren für den technischen Betriebsbedarf führen zu unnötig hohen Kosten. Selbst kleine Bestellungen durchlaufen häufig den kompletten Prozess, sodass am Ende die hierfür anfallenden Kosten den eigentlichen Warenwert bei Weitem übersteigen. Nie war effizientes Prozessmanagement wichtiger als heute. Denn je schneller sich die Welt dreht, desto komplexer und anspruchsvoller wird das Business. Mit einfachem und schnellem One-Stop-Shopping und maßgeschneiderten Services auf einer Plattform hilft Conrad Electronic kleinen, mittleren und großen Unternehmen, Zeit und Geld im Beschaffungsprozess zu sparen – um so mehr Ressourcen für
Webbrowser nutzbar sind. So sind Preise und Lagerbestände immer aktuell. Über zusätzliche Schnittstellen ist oft auch eine Datenübernahme in die eigene Buchhaltung möglich. Für Unternehmen mit vorhandenen ERP-Lösungen wie SAP Ariba, Oracle, Coup o. Ä. halten die Conrad-Experten eine Integration von eKatalogen ins eigene System sinnvoll: Bei einer statischen Integration werden die Daten manuell importiert und bleiben bis zum nächsten Update unverändert. Bei der dynamischen Anbindung über ein Open Catalog Interface (OCI) kann der Lieferant die Daten kontinuierlich pflegen und so z.B. Zugriff auf den Lagerbestand oder Angebote von Marktplatzpartnern gewähren. In beiden Fällen können Rechnungsdaten elektronisch ins Rechnungswesen übernommen werden.
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WELS. Elektronische Beschaffung, auf Englisch auch E-Procurement genannt, bezeichnet den Einkauf und die Beschaffung von Gütern und Dienstleistungen über das Internet – so viel zur Begrifflichkeit. Während Buchhaltung und Rechnungsstellung in fast allen Unternehmen digital erfolgen, ist die Beschaffung oft wenig bis gar nicht automatisiert. Eine aktuelle Studie von C onrad zeigt: Nur 21% aller Firmen haben ihren Einkauf vollständig digitalisiert. Die Einführung einer elektronischen Beschaffung würde sich jedoch schnell bezahlt machen. Denn sowohl Einkauf als auch Buchhaltung könnten hiermit beschleunigt werden. Viele Firmen verlieren im Tagesgeschäft die Beschaffung aus dem Auge – ein strategischer Fehler, denn hier lassen sich schnell Effizienz-Potenziale heben.
Kurz zur Datensicherheit Der sichere Austausch der Unternehmensdaten wird entweder durch geprüfte EDI(Elektronischer Datenaustausch; electronic data interchange) und, sofern gewünscht, per API-Schnittstellen oder durch entsprechenden Datentransfer über sichere Übertragungsprotokolle wie etwa SFTP oder HTTPS gewährleistet.
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Perfekte Prozesse Conrad ist maßgeblich an Österreichs Gesundheit beteiligt, ist die AGES doch schon lange E-Procurement-Kunde. Anbindung ist am auffälligsten? Hoffmann: Durch die Anbindung konnten wir unsere Einkaufsprozesse standardisieren und die Nachvollziehbarkeit drastisch erhöhen, da diese revisionssicher sind und somit unserem IKS entsprechen. Dank einfacher Reportings der Bestellungen behalten wir immer den Überblick über die aktuellen Aufträge und können in die Planbarkeit maximieren
medianet: Wie lange nutzen Sie bereits Ihre E-ProcurementAnbindung? Hoffmann: Die AGES ist bereits seit 2011 per E-Procurement an die Conrad Sourcing Platform angebunden. Seither hat auch Conrad das eigene Sortiment regelmäßig erweitert, wodurch die Anbindung für uns an Attraktivität und Relevanz gewonnen hat. medianet: Und warum gerade Conrad?
Simple & easy „Durch die E-ProcurementLösung, die wir nutzen, wird es den Nutzern der AGES ermöglicht, Bestellungen einfach zu tätigen und diese über einen nachvollziehbaren Genehmigungsprozess freizugeben“, sagt AGES-Abteilungsleiter-Stv. Einkauf Christian Hoffmann.
Hoffmann: Mit dem breit gefächerten Sortiment von Conrad werden viele Bereiche abgedeckt, die von der AGES benötigt werden. Neben den Produkten, die wir in den Fokus stellen, stehen auch viele weitere Artikel für unsere bekannten und beliebten Geschäftspartner zur Verfügung. medianet: Für welche der drei angebotenen E-ProcurementAnbindungen haben Sie sich entschieden? Hoffmann: Wir haben uns für die Anbindung des Webshops per OCI-Schnittstelle entschieden. Diese ermöglicht eine einfache Nutzung des gesamten Produktportfolios von C onrad durch die AGES-Nutzer und erfordert keine regelmäßige Wartung. Bei dieser Schnittstelle sind keine Einschränkungen der Produkte per Auswahl durch den Einkauf möglich. medianet: Abgesehen vom Produktportfolio, welcher Vorteil Ihrer E-Procurement-
Anbindung Open Catalog Interface ist eine offene und standardisierte Katalogdatenschnittstelle zum Austausch von Katalogdatensätzen zwischen E-ProcurementSystemen.
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medianet: AGES und C onrad? Gesundheit, Ernährungssicherheit und Elektronik? Das passt zusammen? Christian Hoffmann: Natürlich passen wir zusammen, die Geschäftsbeziehung zwischen Conrad und der AGES hält auch schon sehr lange an. Das Sortiment von C onrad ist mittlerweile seit einigen Jahren per OCI (Open Catalog Interface) an das E-Procurement der AGES angebunden. Die bestehende Partnerschaft funktioniert sehr gut, und wir erhalten stets rasche Unterstützung bei Problemen mit Lieferungen oder z.B. der OCI-Anbindung.
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WIEN/WELS. Die Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH, kurz AGES, gilt als die oberste Gesundheitshüterin im Land. Um mögliche Risiken für Mensch, Tier und Pflanze abzuwehren oder einzudämmen und so für mehr Sicherheit für Verbraucherinnen und Verbraucher in Österreich zu sorgen, analysiert, überwacht, bewertet, forscht und kommuniziert die AGES 365 Tage im Jahr. Welchen Anteil Conrad Electronic daran hat, schildert Christian Hoffmann, AGESAbteilungsleiter-Stellvertreter Einkauf.
medianet: Welche Tipps könnten Sie potenziellen E-Procurement-Kunden mitgeben? Hoffmann: Vor der Integration einer E-Procurement-Lösung ist es wichtig, die eigenen Prozesse im Unternehmen zu analysieren und standardisieren. Am besten wird nur mit einer Handvoll an wichtigsten Lieferanten begonnen und das Angebot schrittweise auf weitere Partner erweitert. So kann gewährleistet werden, dass die Onboarding-Prozesse die Zeit und Aufmerksamkeit erhalten, die sie auch benötigen. medianet: Wäre beim Onboarding noch etwas zu beachten? Wie war das bei Ihnen? Hoffmann: Problemlos. Das Onboarding wurde von den Experten bei C onrad begleitet und ist absolut reibungslos abgelaufen.
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Building Technology Moderne und maßgeschneiderte Gebäudetechnik gewährleistet ganzen Bauten Sicherheit und Komfort. ler Errungenschaften, wie die Conrad Sourcing Platform oder unseren vielfältigen Servicebereich, wünschen sich viele Geschäftskunden nach wie vor persönliche Beratung“, heißt es aus der C onrad-Fachabteilung für Gebäudetechnik. „Diesem Wunsch tragen wir natürlich Rechnung.“
Bauqualität Von der Schraube, über Beleuchtung und IT-Netze bis zum Solarmodul findet sich alles im Bereich der Gebäude technik.
Bedürfnisse und Trends „Auch passen wir unser Sortiment stetig an die sich ändernden Bedürfnisse unserer B2B-Kunden an. In der Gebäudetechnik fokussieren wir uns aktuell vor allem auf die digitale Vernetzung von Gebäuden und die Installationstechnik“,
erklären die Conrad-Experten für Gebäudetechnik. Trends kämen selbstverständlich dennoch nicht zu kurz. Einer dieser Trends betrifft das Energiemanagement und reicht vom Entlarven heimlicher Stromfresser über energetische Sanierungen und
energieeffiziente Neugeräten bis zur Nutzung erneuerbarer Energien. „Das tut nicht nur der Umwelt gut, sondern macht im gleichen Zug auch – aufgrund der langfristig steigenden Energiekosten – den bewussten Umgang mit Energie finanziell lukrativ.“
Biologie, Physik und Chemie bis hin zum Produktions- und Ingenieurswesen sowie für die Baustoff-, Werkstoff- und Lebensmittelprüfung. Für Laboratorien in der Pharmaindustrie, in Apotheken, Krankenhäusern oder bei Juwelieren müssen Präzisionswaagen mit einer Auflösung kleiner 1 mg eine Selbstverständlichkeit sein. Elektroniklaboren muss etwa eine große Bandbreite an Software und Equipment für die digitale Simulation vor der Prototypen- oder Vorserienfertigung zur Verfügung stehen. Darüber
hinaus unterstützen Wärmebildkameras dabei, Hotspots auf einer Leiterplatte schnell und zuverlässig zu identifizieren und fehlerhafte oder falsch dimensionierte Bauteile zu erkennen. Die große Bandbreite an Komponententestern für die Überprüfung von Induktivitäten, Kondensatoren, Dioden und Widerständen gehört freilich auch zur Messtechnik. Egal, ob als Stand-Alone oder Hand-Held, die Geräte der Messtechnik müssen perfekt und absolut zuverlässig funktionieren.
Messen ist Vertrauenssache Zuverlässige Mess- und Prüftechnik bereit für fachkundige Anwendung und Interpretation. Diverse Einsatzgebiete Speziell für Laborbedingungen sind Profimessgeräte für alle möglichen Fachbereiche gefordert – von der Elektrotechnik und Elektronik, über Medizin,
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WELS. Dem Themenkomplex Mess- und Prüftechnik kommt in vielen Fällen eine Schlüsselrolle zu – sei es in der Lehre, in Forschung und Entwicklung oder im Bereich Wartung, Reparatur und Instandhaltung. „Gemäß unserem Leistungsversprechen – ‚einfach, schnell, umfassend‘ – sind wir stolz darauf, unseren Kunden nicht nur ein breites und tiefes Sortiment anbieten zu können, sondern auch passende relevante Services“, betont die Conrad Electronic-Fachabteilung Messund Prüftechnik. Mit seinem eigenen Kalibrierlabor und seinen entsprechenden Partnern bietet C onrad Electronic Kalibrierungen für über 30 Gerätegruppen sowie 100 Messgrößen und das herstellerunabhängig.
© Studio B12
WELS. Ob es nun darum geht, mit patentierten Schutzschaltern lebensbedrohliche Stromunfälle zu vermeiden, mit HighSpeed-Routern schnelles WLAN ins Haus zu bekommen, mit einem digitalen Codeschloss Server- und Büroräume zu sichern: Der Bereich der Gebäudetechnik ist so vielfältig wie die Gebäude selbst. Wer bei Einsätzen in den Bereichen Servicetechnik, Elektroinstallation und Facility Management auf funktionierende Ausstattung angewiesen ist, ist genauso auf einen verlässlichen Partner für reibungslose Beschaffung angewiesen. „Trotz aller digita-
Sind die Geräte einmal kalibriert, sind mit dem passenden Device Messanforderungen leicht zu bewerkstelligen.
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Meilensteine einer Erfolgsgeschichte 40 Jahre zuverlässig und präzise: Seit 1982 entwickelt und fertigt Voltcraft Messtechnik und Laborgeräte mit professionellem Anspruch.
Multimeter 1982 Das Voltcraft 6010 war auf dem damaligen Stand der Technik und unschlagbar günstig.
2022 Inzwischen sind mehr als 100 verschiedene Multimeter lieferbar – für jeden Einsatzzweck das passende Gerät.
Labornetzteile 1982 Das erste regelbare Labornetzteil mit der Bezeichnung TNG 30 erschien auf dem Markt.
2022 Heute produziert Voltcraft über 60 verschiedene Labornetzteile in sämt lichen Leistungsklassen.
Ladetechnik 1995 Der Charge Manager 2000 setzte mit einem prozessor gesteuerten Ladeverfahren dem Akku-Sterben ein Ende.
2022 Es werden deutlich mehr mobile Geräte als Rundzellen-Akkus geladen. Power Delivery ist das Zauberwort. Dabei tauschen Ladegerät und Mobilgerät Informationen aus, wann vom Netzteil oder Powerbank wie viel Leistung geliefert werden darf.
Temperatur-Messtechnik 2003 Die erste berührungslose Temperaturmessung mit der I-360.
2022 Heute gibt es mehr als 260 Produkte in dieser Kategorie bis hin zur Wärmebildkamera für die Arbeitsjacke.
Energiekosten-Messgeräte 2008 Der Energiekostenmonitor EKM 265 konnte bereits Wirk- und Scheinleistung zuverlässig genau abbilden. Fotos: © Voltcraft (10)
2022 Aktuelle Geräte messen sämtliche elektrischen Werte mit beeindruckender Präzision und schreiben die Daten direkt und in unbegrenzter Fülle in die Cloud.
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Learning by Doing Wie lässt sich graue SchulTheorie am besten mit Leben füllen? Richtig, in der praktischen Anwendung.
Vom Entfachen der Liebe zur Technik Das Reden von der Wichtigkeit der MINT-Fächer ist gut, aber zu wenig, ein Partner für die Umsetzung ein Segen.
Top-Thema Transformation Die digitale Transformation ist daher für fast alle Bildungseinrichtungen ein zentrales Thema. Wie sollte eine digitale IT-Infrastruktur aufgebaut sein? Welche Ausstattung benö-
tigen Lehrende und Lernende wirklich? Und welchen Einfluss haben digitale Medien auf die Unterrichtsplanung und -gestaltung? Fast jede Bildungseinrichtung hat individuelle Ansprüche ans Digitale Lernen. Deshalb sind Planung und Beratung entscheidend für den Erfolg. Partner für alle Beteiligten Conrad Electronic unterstützt Bildungseinrichtungen von allgemeinbildenden Schulen, über Berufsschulen bis zu Universitäten bei allen Aspekten der Digitalisierung. Expertinnen und Experten beraten zur ITInfrastruktur in Gebäuden, der Ausstattung von Räumen und der Auswahl von Endgeräten für Lehrpersonal sowie Schüler und Schülerinnen. Auch beim Thema Medienentwicklungsplan und bei Anliegen zur Umsetzung von individuell geplanten Bildungs-
projekten ist C onrad ein kompetenter Partner. Von der Theorie zur Praxis Bei der Umsetzung bietet das Unternehmen umfangreichen Service aus einer Hand. So können Bildungseinrichtungen wichtige Elemente wie ein digitales Klassenzimmer, Lösungen
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WELS. Eine nachhaltige Bildung in den Themengebieten Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik – kurz MINT – ist ein wesentliches Element für eine selbstbestimmte Teilhabe an der modernen, technisierten und vernetzten Gesellschaft. Ein früher, spielerischer und entdeckender Zugang zu MINT sei ebenso notwendig, wie eine systematische Förderung in Bildungseinrichtungen, beginnend im Kindergarten, über Schulen, Hochschulen und Ausbildungsstätten, ist sich die Fachwelt einig. Konsens besteht auch darüber, dass der trockenen Theorie gelebte Praxis folgen muss.
zur zentralen Geräteverwaltung (Mobile Device Management) oder 3D-Druck vorab live t esten. Dadurch lassen sich wichtige Entscheidungen leichter treffen. Bei der Angebotserstellung und beim Einkauf arbeitet Conrad herstellerunabhängig. Bildungseinrichtungen profitieren von Bildungsrabatten und der modernen Beschaffungsplattform E-Procurement. Mit der Beschaffung allein sei es aber nicht getan, meinen die C onrad Education-Experten: „Wir stellen viele didaktische Materialien und detaillierte Handbücher bereit. Gemeinsam erreichen wir das nächste Level im Bereich nachhaltiger Ausstattung und innovativer Bildung – so wird Digitalisierung zum Erfolgsmodell.“
Gut (aus-)gerüstet, ist die Weitergabe von Wissen ein Kinderspiel.
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Lernen mit LEGO Speziell für den Schulunterricht entwickelte Sets nehmen Lehrende und Lernende mit auf eine Entdeckungsreise.
Zug bringt Programmierung Schon im Kindergartenalter lässt sich die Basis für MINTVerständnis und -Begeisterung legen. Ein Beispiel gefällig? Der Digi-Zug, bestehend aus mehr als 200 LEGO DUPLOElementen, u.a. einer Pushand-go-Lokomotive, Schienen und Weichen, ist ein kreatives und intuitives Lernspielzeug, das Kindergartenkinder an die ersten Konzepte der Programmierung heranführt und wichtige Fähigkeiten für das 21. Jahrhundert fördert.
delle und erzählen Geschichten. Sie können Ideen ausprobieren, ihre Kreativität ausleben und ihre Kenntnisse und Fähigkeiten ausbauen. Sie können Dinge lernen und erforschen, ohne Angst vor einer falschen Antwort zu haben oder unbedingt die eine richtige Antwort finden zu müssen. Diese multimodalen Erlebnisse helfen ihnen dabei, MINT-Konzepte schneller und tiefgreifender zu erlernen.
© LEGO Education (2)
WELS. Aufgrund rasanter Entwicklungen, einer zunehmend dynamischen Gesellschaft und dem Einfluss der Technologie auf unsere Arbeit und unser Leben wird die Bereitschaft zum lebenslangen Lernen immer wichtiger. Zwar sind grundlegende Kenntnisse unerlässlich, doch es zeigt sich immer mehr, dass der Fokus auf dem L ernen selbst liegen sollte, sodass die Schülerinnen und Schüler ganzheitliche Kompetenzen entwickeln können, die für die moderne Berufswelt wichtig sind – nämlich in den Bereichen Kommunikation, Zusammen arbeit, Problemlösen und Kreativität. Noch besser, wenn das alles spielerisch gelingen kann. Hier kommt LEGO® – im allerfeinsten Wortsinn – ins Spiel: Seit mehr als 40 Jahren unterstützt LEGO Education Lehrkräfte und Erziehende auf der ganzen Welt dabei, die Freude am Lernen zu entfachen. Die handlungsorientierten Lernkonzepte von LEGO Education nutzen das Potenzial des spielerischen Lernens, um den Forschergeist und die Kreativität der Kinder und Jugendlichen zu wecken, im Idealfall beginnend bei den Kleinsten.
Altbekannt LEGO wurde 1932 vom dänischen Tischlermeister Ole Kirk Christiansen zunächst zur Herstellung von Holzspielzeug gegründet. 1934 erfand er den Namen LEGO als Abkürzung für „leg godt“, dänisch für „spiel gut“.
Er weckt die natürliche Neugier, die Kreativität und den Wunsch, gemeinsam Neues zu entdecken und zu lernen. Mithilfe des Digi-Zugs erlernen sie auf spielerische Weise grundlegende Prinzipien für ihr späteres technologisches Verständnis wie das Ursache-Wirkungs-Prinzip oder die Wenn-dann-Logik und damit die Grundzüge der Programmierung – egal in welcher Programmiersprache –, Sequenzen, Schleifen und bedingte Anweisungen. Und was bei den Allerkleinsten beginnt, kann und sollte in den folgenden Schulstufen weitergeführt werden. Multimodale Erlebnisse Das LEGO Lernsystem ist für Schülerinnen und Schüler jeden Lernstands und jeder Altersklasse geeignet. Nach dem Erforschen einfacher Sachverhalte widmen sie sich immer komplexeren Herausforderungen aus der echten Welt. Sie entwickeln Prototypen, bauen Mo-
Neu gedacht Seit Mitte März findet sich auch ein umfassendes Angebot an LEGO Education Produkten im großen Sortiment der Conrad Sourcing Platform.
Alle lernen mit LEGO Mit dem LEGO Lernsystem lässt sich spielend leicht ein handlungsorientierter, motivierender Unterricht in Grundschulen und weiterführenden Schulen gestalten. Es umfasst eine Reihe einfach zu verwendender Lernkonzepte, die alle miteinander kombinierbar sind. Bei einigen Lernkonzepten können die Modelle mithilfe einer zugehörigen App programmiert werden. Und auch an die Lehrenden wurde gedacht, um die Veränderung von Unterrichts praktiken zu boosten: Die Conrad Education Expertinnen und Experten informieren und beraten umfassend, denn das eingangs erwähnte lebenslange Lernen gilt ja nicht nur für die jetzige Schülerschaft.
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CONRAD MARKETPLACE SERVICES Sonderbeschaffung Auftragsfertigung (ODM) Kalibrierservice Angebotsservice Versandkostenflatrate
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