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medianet 06.05.2022

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Österreichische Post AG,WZ 20Z042164 W ••• medianet Verlag GmbH, Brehmstraße 10/4, 1110 Wien ••• Retouren an Postfach 555, 1008 Wien

Alle Abbildungen sind Symbolfotos. An alle Haushalte. Vorbehaltlich Satz- und Druckfehler.

22. Jahrgang No. 2296 Freitag, 6. Mai 2022

UNSER

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22. Jahrgang

No. 2296

Weils wirkt Effie-Juryvorsitzender Joachim Feher über unabhängige Jurys und den War for Talents 12

Freitag, 6. Mai 2022

Euro 4,–

Man siehts ÖBB Werbung auf der Autobahn: Karin SeywaldCzihak und Jochen Kaiblinger 26

Wie sparen? Die Inflation ist zuück. Was Anleger jetzt tun können 54

© ÖBB/Wegscheider

© medianet/Katharina Schiffl

Hedonismus Top SpiritGeschäftsführer Eugen Lamprecht ortet große Lust am distinguierten Trinkgenuss – und liefert Zahlen, die diesen Eindruck belegen.

Mit 26 Seiten marketing & media ab Seite 11 Viel Neues in ORF III 65 Jahre MCÖ Eine uneitle Agentur Kultur-Strategie

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Special außenwerbung Programmatic-Ausbau 28 Premium DOOH 34

WIEN-KAMPAGNE

„United Cities of Tourism“ WIEN. Die Kampagne von WienTourismus, Austrian und ÖBB rückt den Städtetourismus ins Blickfeld. Die Nahmarktoffensive läuft auf sechs Märkten in 17 Städten. Am 15. Mai „tauschen“ Wien, London, Berlin, Mailand & Barcelona ihren Instagram-Auftritt.

Hilfreich war der Trend zur Premiumisierung 6

© Stellantis

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Schlumberger legte 2021 zweistellig im Umsatz zu, dank Tendenz zum Hochpreisigen und Sekt-Boom.

Es grünt Nachhaltigkeit spielt bei der Urlaubsplanung eine immer größere Rolle.

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Wir teilen Free2move will mit Übernahme von Share Now führender Carsharer werden. 76


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medianet.at

Freitag, 6. Mai 2022

Unter den derzeitigen Umständen sind negative Zinssätze und Nettokäufe von Vermögenswerten möglicherweise nicht mehr notwendig.“ Zitat der Woche EZB-Direktoriumsmitglied ­Fabio Panetta, „La Stampa“ (Donnerstag)

Impressum Medieninhaber: medianet Verlag GmbH 1110 Wien, Brehmstraße 10/4. OG http://www.medianet.at Gründungsherausgeber: Chris Radda Herausgeber: Germanos Athanasiadis, Mag. Oliver Jonke Geschäftsführer: Markus Bauer Verlagsleiter: Bernhard Gily Chefredaktion/Leitung Redaktionsteam: Mag. Sabine Bretschneider (sb – DW 2173; s.bretschneider@medianet.at), Stellvertreter der Chefredakteurin: Dinko Fejzuli (fej – DW 2175; d.fejzuli@medianet.at)

EDITORIAL / INHALT

Weitgehende Planlosigkeit Die US-Notenbank erhöht den Leitzins. Europa debattiert. Gesucht sind Lösungen. Leitartikel ••• Von Sabine Bretschneider WIEDERKEHR. Mit Geld lässt sich viel mehr Geld verdienen als mit Arbeit, schrieb der französische Ökonom Thomas Piketty („Das Kapital des 21. Jahrhunderts“). Sein Bestseller aus 2014 thematisiert vorrangig die Themen Vermögensund Einkommensungleichheit. Nobelpreisträger Paul Krugman postulierte damals, und nach Lektüre des Buchs, Piketty werde „die Art und Weise, wie wir über Wohlstand und Armut denken“, völlig neu ausrichten. Fazit: Nein, tun wir nicht. Die Debatte dreht sich weiterhin im Kreis. Jetzt, wo steigende Preise für Rohstoffe und Energie gesellschaftliche Abstiegsängste befeuern, nehmen jedoch viele, die den 1.000-SeitenWälzer damals ob der Zahlenflut entnervt ins Bücherregal gestellt haben, die Lektüre wieder auf. Einige Fehler in den Daten wurden in der Zwischenzeit entdeckt; die Grundaussagen bleiben zutreffend. Auch Pikettys Warnung, Vermögenskonzentration bedeute Machtkonzentrati-

Kontakt: Tel.: +43-1/919 20-0 office@medianet.at | Fax: +43-1/298 20 2231 Fotoredaktion: fotored@medianet.at Redaktion: Christian Novacek (stv. CR; nov – DW 2161), Paul Hafner (haf – DW 2174), Helga Krémer (hk), Reinhard Krémer (rk), Martin Rümmele (rüm), Jürgen Zacharias (jz) Zuschriften an die Redaktion: redaktion@medianet.at Lektorat: Mag. ­Christoph Strolz Grafisches ­Konzept: Verena Govoni Grafik/Pro­duktion: ­Raimund Appl, Peter Farkas Fotoredaktion: ­Jürgen Kretten Fotoredaktion/Litho­grafie: Beate ­Schmid Druck: Herold Druck und Verlag AG, 1030 Wien Vertrieb: Post.at Erscheinungs­weise: wöchentlich (Fr) Erscheinungsort: Wien ­Einzel­preis: 4,– ¤ Abo: 179,– € (Jahr) (inkl. ­Porto & 10% MwSt.) Auslands-Abo: 229,– € (Jahr). Bezugsab­meldung nur zum Ende des vereinbarten Belieferungs­zeitraums bei 6-wöchiger Kündi­gungsfrist; es gelten unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen; Ge­richts­stand ist Wien. Gastbeiträge müssen sich nicht mit der Meinung der Redaktion decken. Offenlegung gem. §25 Mediengesetz: https://medianet.at/news/page/offenlegung/

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on – und sei letztendlich die größte Bedrohung für die Demokratie, wird anlässlich der Debatte um Elon Musks Twitter-Übernahme wieder überrascht zur Kenntnis genommen. Neu in die Diskussion eingebracht wird, angesichts der Rekordinflation, der CantillonEffekt. Was er beschreibt: Eine Erhöhung der Geldmenge verteilt sich nicht automatisch auf alle Bereiche einer Volkswirtschaft. Sie klumpt zuerst einmal – im Bankensektor, in staatsnahen Unternehmen, in politisch begünstigten Gruppen. Erst dann tröpfelt sie in die restliche Volkswirtschaft – und kommt in den dunkleren Ecken erst gar nie an. Bei wirklich allen kommen nur die gestiegenen Preise an. Diese Weisheit ist beinahe 300 Jahre alt. Es sind auch nicht so sehr die Ölpreise, die Gaspreise, die Lieferkettenprobleme, die kriegsbedingten Engpässe, die die Teuerung antreiben, sondern die radikale Ausweitung der Geldmenge durch die Zentralbanken. Die Fed erhöhte am Mittwoch erneut die Z ­ insen, die EZB wartet, aus Rücksichtnahme auf hochverschuldete Euro-Staaten, weiter zu. Aber der Druck steigt.

Inhalt COVERSTORY

RETAIL

HEALTH ECONOMY

Allen Grund zum Prosten ........ 6 Top Spirit-GF Eugen Lamprecht über ein unerwartet starkes Jahr

Kein Blatt vor dem Mund ......... 38 Nöm-Vorstand Alfred Berger über Aspekte der Teuerungen

Starker Start .............................. 62 Die Quartalsergebnisse der größten Pharmakonzerne

MARKETING & MEDIA

Inflation frisst Umsätze weg ... 40 Der LEH verlor im ersten Quartal real satte 5,8 Prozent

Der neue Präsident .................. 66 Ärzte haben gewählt

Auswahlverfahren .................... 12 Effie-Juryvorsitzender Joachim Feher im Interview

DESTINATION Störfaktor Demonstration ........ 43 Der Wiener Handel leidet unter den Wochenendkundgebungen

Der Urlaub wird grüner ............ 68 Nachhaltige Reise-Trends

65 Jahre MCÖ ........................... 16 Eine Kampagne zum Jubiläum

Hohe Marktkonzentration ........ 44 Spar, Rewe und Hofer halten gemeinsam 84 Prozent Anteil

Hightech-Butler ........................ 70 Zimmerservice-Roboter im Radisson Red Vienna

SPECIAL AUSSENWERBUNG

FINANCENET & REAL:ESTATE

AUTOMOTIVE BUSINESS

ÖBB Werbung unterwegs ........ 26 Künftig auch auf Autobahntafeln

Das Ersparte retten .................. 54 Rekordinflation: Wie man seine Schäfchen trocken hält

Carsharing-Coup ...................... 76 Share Now wird Teil von Stellantis Free2move

Historische Zahlen ................... 58 S Immo mit bestem Ergebnis

Neuer ÖAMTC-Standort .......... 79 Stützpunkt in St. Pölten

ORF III TV-Highlights ............... 14 Neue TV-Saison vorgestellt

Viel Luft nach oben .................. 36 Kommentar von Peter Stark, Infinity, über das DOOH-Potenzial


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COVERSTORY

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medianet.at

„Die Leute haben sich einfach mehr gegönnt“

© medianet/Katharina Schiffl

Massive Absatzsteigerungen beim Sekt und der anhaltende Trend zur Premiumisierung ­bescheren Schlumberger ein ­zweistelliges Umsatzplus.

••• Von Paul Hafner

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as vergangene Jahr ergab für die Marke Schlumberger das historisch beste Ergebnis im LEH“, nimmt Eugen Lamprecht, Mitglied der Geschäftsleitung bei Schlumberger Österreich und Geschäftsführer der nationalen Vertriebstochter Top Spirit, die frohe Kunde gleich zu Beginn

des Pressegesprächs in exklusiver Runde vorweg. In der Gastronomie habe man „natürlich nach wie vor gelitten, wie auch alle anderen“, doch vor allem die „unglaubliche Performance der Sektmarken“ – neben Hochriegl (+19,7% im Absatz) insbesondere Schlumberger (+17,2% im Umsatz), wo man mit über 1,5 Mio. verkauften Flaschen in Österreich einen neuen Höchstwert erreichen konnte – habe wesent-

lich dazu beigetragen, dass man das Jahr aller pandemiebedingten Einschränkungen zum Trotz mit einem „deutlichen zweistelligen Umsatzplus“ abschließen habe können. Auch heuer geht es munter weiter: Beim Handel, der traditionell zwei Drittel des Gesamtumsatzes ausmacht, hat man im ersten Quartal absatzmäßig noch einmal um drei Prozent zugelegt und liegt, was die Ge-

samtabsatzzahlen betrifft, dank Gastro-Comeback (+192%) satte 30% über dem 1. Quartal 2021. „Wir gehen davon aus, dass wir im Laufe des Jahres im LEH nicht mehr wachsen werden, hoffen aber, dass wir den Gastro-Zuwachs draufsetzen können“, so Lamprecht. Woran liegt’s? Zur Einordnung: Schon jetzt liegt Schlumberger in Sachen


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Viele haben ­damit begonnen, zu ­Hause sehr ­elaborierte Cocktails zu mixen. Das gesamte ­Thema Kulinarik und Genuss wird viel mehr zelebriert. Eugen Lamprecht Geschäftsführer Top Spirit

Absatz im gesamten Bereich alkoholische Getränke nur zwei Prozent hinter dem Vorkrisenzeitraum Q1 2019. Dass man diesen in puncto Umsatz längst überflügelt hat, liegt neben der hohen Sektnachfrage auch am sämtliche Alkoholika umfassenden Trend zur Premiumisierung. Lamprecht: „Es wird mehr getrunken, und es wird auch vermehrt zu Hochpreisigerem gegriffen.“

COVERSTORY

Wie passt diese Entwicklung zur allgemein sinkenden Kaufkraft? „Wir sind der Meinung, dass sich die Leute aufgrund der Einschränkungen, die sie sonst erleiden mussten, einfach mehr gegönnt haben.“ Man stelle auch fest, dass viele „damit angefangen haben, zu Hause sehr elaborierte Cocktails und Longdrinks zu mixen – das haben davor die allerwenigsten gemacht“. Ein Trend, den Lamprecht zufolge auch das Wiederaufsperren der Lokalbetriebe nicht stoppt: „Die Gastronomiezahlen gehen durch die Decke, doch die Handelszahlen bleiben stabil. Ich würde sogar so weit gehen, zu sagen, dass sich die österreichische Konsumentin und der österreichische Konsument in der Kategorie alkoholische Getränke deutlich besser auskennt als zuvor; das ist eine Parallelentwicklung zum Kochen – das gesamte Thema Kulinarik und Genuss wird viel mehr zelebriert.“ In der Vorreiterrolle Keine nur temporäre Erscheinung, glaubt der ausgebildete Sommelier: „Wenn Sie einmal einen sehr komplexen Whiskey gewohnt sind, fällt es schwer, auf ein Einstiegsprodukt zurückgehen, unabhängig von Ihrer Kaufkraft.“ Hier liegen auch die Stärken von Top Spirit, die nicht nur Marktführer bei den Spirituosen ist, sondern auch jener Anbieter in Österreich mit den meisten Premiummarken im Portfolio. Apropos Premium: Mit Ende Jänner 2022 trat die neue Verordnung für Österreichischen Sekt in Kraft, die Bezeichnung „Sekt geschützten Ursprungs (g.U.)“ ist „Sekt Austria“ gewichen, vor allem aber wurde bei den Qualitätsansprüchen nachgeschärft. „Bei der Großen Reserve gilt nun eine Mindest-

lagerzeit von 36 statt wie zuvor 30 Monaten – das entspricht einem Jahrgangs-Champagner“, erläutert Lamprecht. „Die Stoßrichtung ist klar: Die Sekt- und Schaumweinqualitäten generell in Österreich sind sehr, sehr gut, aber um international mithalten zu können, müssen wir uns auch beim gesetzlichen Reglement an Franciacorta und Champagne orientieren.“ Dabei komme Schlumberger „als Marktführer und als größtes und ältestes Sekthaus des Landes“ eine Verantwortung und Vorreiterrolle zu, die man auch wahrnehme; Schlumberger-Vorstand Benedikt Zacherl, der Ende Februar 2022 den Vorsitz des Österreichischen Sektkomitees

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– der bedeutendsten Institution der heimischen Sektwirtschaft – übernahm, sei „eine der entscheidenden Figuren gewesen, als die österreichische Sektpyramide 2015 auf den Weg gebracht wurde“; auch der jährlich abgehaltene Tag des österreichischen Sekts wurde 2009 federführend von Zacherl initiiert. Qualitätsoffensive Mit Blick auf die Erfolgsgeschichte und den Wahrnehmungswandel der italienischen Franciacorta ist der gebürtige Südtiroler „der festen Überzeugung, dass der Österreicher eines Tages auch österreichischen Sekt, die Große Reserve, so konsumieren wird wie einen Cham-

© Philipp Lipiarski

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Neues von Hochriegl: Der Oh’Secco erobert die LEH-Regale.


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COVERSTORY

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medianet.at

© medianet/Katharina Schiffl

pagner“; das sei zwar aktuell noch nicht der Fall, doch könne das Österreich „als Land, nicht nur als Region, auch hinkriegen“. Dies bedürfe noch jahrelanger Arbeit, doch man sei auf dem richtigen Weg – und zwar nicht nur als Haus Schlumberger, sondern als österreichische Sektindustrie insgesamt. Innovationen in der Pipeline Neue Wege schlug Schlumberger im Vorjahr mit der Bio-Zertifizierung seines Grünen Velt-

Der Hochriegl Oh’Secco ist ein positives Beispiel dafür, dass ­Lebensmittelhandel und ­Industrie sehr wohl amikal ­zusammenarbeiten können.

Eugen Lamprecht

liner Brut Klassik ein, seit dem vergangenen Winter findet sich der Hochriegl Oh’Secco (Bianco und Rosato) neu in den LEH-Regalen; für Lamprecht „ein positives Beispiel dafür, dass Handel und Industrie sehr wohl amikal zusammenarbeiten können“, immerhin sei der Anstoß zur Entwicklung des Seccos von den Handelspartnern ausgegangen. Zumindest in der Aufmachung mediterran mutet auch der kurz vor dem Markteintritt stehende Gurktaler Alpen-Aperitif an; der fruchtige Sanddornlikör mit himmelblauem Etikett präsentiert sich als österreichische Antwort auf den italienischen Aperol, basiert dabei aber auf

+3% Handelsabsatz Trotz GastroComeback konnte Schlumberger im Q1 2022 bei den Absatzzahlen im Handel noch einmal leicht zulegen.

der älplerischen Superfrucht Sanddorn und frischen Kräutern aus dem Gurktal. Auch dem wachsenden Bedarf nach alkoholfreiem Genuss wird man gerecht: Auf die Aufnahme der alkoholfreien „Spirituosen“ der Marke Undone ins Vertriebsportfolio folgt heuer der Launch des Hochriegl Alkoholfrei Rosé. Aktuelle Herausforderungen Vor der massiven Rohstoffkrise ist freilich auch Schlumberger nicht gefeit: Neben Mehrkosten für Kartonage, Glas und Co. trifft Schlumberger ein rund 25%iges Kostenplus beim Sektgrundwein. „Diese Kostensteigerungen können wir teilweise abfedern, weil die Produkte, die wir aktuell verkaufen, nicht unbedingt davon betroffen sind; der Glaspreis 2022 betrifft uns für das aktuelle Geschäft nicht, die 30 Prozent Mehrkosten kommen erst auf uns zu. Das ist natürlich von Produkt zu Produkt unterschiedlich. Bei Hochriegl etwa wird es uns früher, wahrscheinlich schon Ende des Jahres, treffen, weil die Reifezeit etwas kürzer ist als bei Schlumberger. Deutliche Mehrkosten für Logistik und Kartonagen treffen aber auch uns sofort“, so Lamprecht.

Rekordwert Mit 1,5 Mio verkauften Flaschen Schlumberger in Österreich (ein Umsatzplus von 17,2%) war der PremiumSekt 2021 gemeinsam mit Hochriegl das wichtigste Zugpferd der Sektkellerei.

1,5 Mio.

Wie viele andere Lieferanten der Lebensmittelindustrie werde man die nächsten unvermeidbaren Preissteigerungen voraussichtlich nicht sofort umsetzen, sondern erst nächstes oder übernächstes Jahr. Lob hat Lamprecht für die Handelspartner übrig, die „unsere Situation, anders als geunkt wird, sehr wohl verstehen“. Was Aktionen und Rabatte betrifft, habe man dagegen wenig Handhabe, „Preisschlachten sind natürlich nicht im Sinne der Industrie, das geht definitiv nicht von uns aus“. 180 Jahre Schlumberger Nach dem heuer bereits zum vierten Mal begangenen „Sparkling Spring“ – 2019 von Schlumberger als „zweite Hauptsaison für Schaumwein“ ins Leben gerufen und mit ästhetischen Sonder­ editionen ganz im Zeichen des Rosé-Booms stehend – begeht die 1842 gegründete Sektkellerei ab Herbst ihr 180-jähriges Jubiläum. Lamprecht verspricht eine „richtig tolle Kampagne“, mit der man auch „eine neue Richtung in der Kommunikation und der Art und Weise, wie wir uns präsentieren“, einschlage; der Rollout erfolgt im September, mehr will Lamprecht noch nicht vorwegnehmen.


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AKTUELL

Was tun gegen die große Teuerung? WIEN. Die zentrale Botschaft der Bundesregierung nach dem am Dienstag abgehaltenen Gipfeltreffen zur Lebensmittelsicherheit stellt allenfalls ein versicherndes Update dar: „Der Selbstversorgungsgrad in Österreich ist gesichert“, hieß es im Anschluss an die Gespräche von Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger, man habe „kein Problem mit der Lebensmittelversorgung, sondern mit den Preisen“ seitens Wifo-Chef Gabriel Felbermayr. Ganz ähnliche Worte hatte Katharina Koßdorff, Geschäftsführerin der Lebensmittelindustrie in der Wirtschaftskammer, bereits im März gefunden: „Die Versorgung ist nicht das Problem, aber der Preis.“ Zwecks Entlastung der angespannten Lage brachte Köstinger indes „grüne Korridore“ für Exporte aus der Ukraine ins Spiel – das helfe nicht nur der Ukraine selbst, sondern stütze

Selbstversorgung durch heimische LW VersorgungsLebensmittel grad Trinkmilch 177% Rindfleisch 145% Schweinefleisch 106% Wein 100% Getreide  94% Käse  94% Erdäpfel  90% Gemüse   58% Obst   48% Ölsaaten   47% Quelle: Statistik Austria

Statement Wifo-Chef ­Gabriel Felbermayr, Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger und Landwirschaftskammer-Präsident Josef Moosbrugger traten nach dem Gipfeltreffen vor die Presse.

© APA/Hans Punz

Beim Gipfeltreffen zur Lebensmittelversorgung rückte vor allem die Stärkung der Eigenversorgung in den Fokus.

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auch die Versorgung in Europa. Außerdem könne man damit vermeiden, dass in der „Kornkammer Europas“ unzählige Mengen an Lebensmitteln verrotten, was in manchen ukrainischen Regionen gerade geschehe, so die Ministerin. Rüsten für den Ernstfall Weil man nicht wisse, „was der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine in den kommenden Wochen und Monaten noch bringen“ werde, pochte Köstinger abermals auf die Stärkung der Eigenversorgung. Insbesondere mit Blick auf den nächsten Herbst gelte es, Maßnahmen zur weiteren Sicherung zu ergreifen, so Köstinger, die in diesem Zusammenhang forderte, Brachflächen in Österreich in die Produktion zu bringen und so die Teueurng bei Lebensmitteln abzufedern.

Nach Ansicht Köstingers müsse man sich auch über die Einrichtung einer strategischen Lebensmittelreserve Gedanken machen. Derartige Maßnahmen kenne man von europäischer Ebene mit dem Ziel, die Agrarmärkte zu steuern. Im Ministerium prüfe man derzeit, ob eine solche Reserve auch der Versorgungssicherheit und Preisstabilität zuträglich sein könnte. MwSt-Senkung vom Tisch Nachdem Helmut Petschar, Präsident der Vereinigung Österreichischer Milchverarbeiter (VÖM), im Vorfeld eine „Priorisierung der Milchwirtschaft“ bei der Gasversorgung im Krisenfall eingefordert hatte, trat Landwirtschaftskammer-Präsident Josef Moosbrugger mit Blick auf die Kostenexplosion für Entlastungen der bäuerlichen Betriebe ein, zumal deren

Top-Agenturen Österreichs

Betriebsmittelpreise „ungleich höher als die Lebensmittelpreise“ gestiegen seien. Eine Absage gab es von Köstinger für die Mehrwertsteuersenkung auf Lebensmittel, die zuletzt unter anderem von Handelsverband und SPÖ ins Spiel gebracht worden waren: Sozialpolitischer Ausgleich solle besser dort geleistet werden, wo er wirklich notwendig sei, nämlich bei ärmeren Bevölkerungsschichten. Diesbezüglich werde die bald in Kraft tretende ökosoziale Steuerreform Erleichterung schaffen; auch über weitere Entlastungspakete – etwa eine Abschaffung der kalten Progression – könne man sich Gedanken machen, ergänzte Felbermayr. Aufgrund erwartbar höherer Zinsen dürften diese künftig aber nicht mehr so billig zu finanzieren sein, gab er zu bedenken. (red)


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COVER

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marketing & media Kampagne Der Marketing Club Österreich feiert seine ersten 65 Jahre 16

Teil eines Ganzen Herbert Rohrmair-Lewis im Interview 18

Wahl Monika RedlbergerFritz ist Kommunikatorin des Jahres 24

© ÖGV

© Martina Berger

© Sabine Hauswirth

Clemens Pig

„Das ist der Oscar der Kommunikationsbranche“ 12

© Katharina Schiffl

© ORF/Hans Leitner

Effie-Juryvorsitzender Joachim Feher im Talk über die ­Bedeutung einer unabhängigen und fachkundigen Jury.

Oberster Genossenschafter Clemens Pig, geschäfts­führender Vorstand der Austria Presse Agentur, wurde vom Verbandsrat zum neuen Präsidenten gekürt. Sein Vorgänger im Amt, Volksbank-Vorarlberg-Vorstandsvorsitzender Gerhard Hamel, wird Vizepräsident.

ORF III Die neue TV-Saison bringt noch mehr Kultur, Information und Regionales.

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Vorausblickend Auch Kunst und Kultur brauchen eine Kommunikationsstrategie.

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MARKETING & MEDIA

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Wenn Werbung wirkt Effie-Juryvorsitzender Joachim Feher über die Bedeutung einer unabhängigen Jury, den War for Talents – und den Effie als Wirkungsnachweis.

••• Von Dinko Fejzuli

Neu: Eigennominierung „Das Verfahren, die Jurymitglieder zu finden, ist sehr aufwendig, weil die Unabhängigkeit der Jury unsere oberste Prämisse ist. Dazu haben wir ein Verfahren eingerichtet, das maximal mögliche Objektivität gewährleistet“, so Joachim Feher (RMS Austria), IAA-Vizepräsident, Chair des Effie Board bzw. Juryvorsitzender der Effie-Awards. Es soll bei der Zusammensetzung der Jury eine „bewusste Öffnung in alle Bereiche geben“, so Feher weiter. Neu ist heuer auch, dass unter anderem auch zwei Personen aus den Young Professionals der Jury angehören werden. Insgesamt setzt sich die EffieJury aus namhaften Kunden-, Agentur-, Medien- und Wissenschaftsvertreterinnen und Vertretern mit entsprechendem fachlichem Background zusammen, wobei Frauen und Männer gleichermaßen repräsentiert

© Sabine Hauswirth

A

m 28. September werden die heurigen Effie-Awards in der Marx Halle verliehen. Und so wie sonst kein KPI steht beim Effie die Effektivität als Erfolgsgarant für einen Preis, und genau diese Wirksamkeit der eigenen Kommunikation gilt es nachzuweisen, um eine der begehrten Trophäen nach Hause nehmen zu dürfen. Über die Sieger selbst entscheidet eine hochkarätig besetzte Jury, und damit diese in ihrer Zusammensetzung auch Top-qualifiziert und unabhängig bleibt, wird jedes Jahr an der einen oder anderen Schraube gedreht, um die besten Leute der Branche als Juroren gewinnen zu können.

Mit dem Effie belegen wir, dass Kommunikation und Kommunikationsskills unabdingbar sind, wie bunt und facettenreich Kommunikation ist, aber auch, wie schnell man in unserer Branche Karriere machen kann und auf der Bühne steht. Joachim Feher Juryvorsitzender

sind. Neben den von den Mitgliedern des IAA-Vorstands und des IAA Advisory Boards nominierten Jurorinnen und Juroren gibt es auch die Möglichkeit der Eigennominierung. Eine Eigennominierung ist nur für jene möglich, die bisher noch in kei-

ner Effie-Jury tätig waren. Die tatsächliche Zusammensetzung der Jury erfolgt unter notarieller Aufsicht durch Losentscheid. „So schaffen wir einen riesigen Pool an tollen Leuten, um eine fachlich top besetzte und unabhängige Jury zusammenzustellen – 2022 hatten wir übrigens so viele Bewerbungen wie noch nie“, so Feher weiter. Das Juryverfahren selbst ist zweistufig. Unter dem Vorsitz des Effie-Juryvorsitzenden Joachim Feher bewertet diese unabhängige Fachjury die eingereichten Arbeiten in einem zweistufigen Verfahren, wobei die zu vergebenden Punkte entsprechend den Kriterien gewichtet werden: Strategie 20%, Kreative Idee 20%, Umsetzung 10% und Wirkung (Effektivität) 50%. Drei Juries, zwölf Mitglieder Insgesamt gibt es drei Juries mit je zwölf Mitgliedern. Drei deshalb, damit nicht jedes Jurymitglied alle Einreichungen bewerten muss – damit ist sichergestellt, dass sich jedes Jurymitglied intensiv mit jeder Einreichung beschäftigen kann. Übrigens: In der ersten Bewertungsrunde, in der die Jurymitglieder online und alleine bewerten, wissen sie nicht, wer noch juriert und selbst in der Jurysitzung lernen sie nur die Kolleginnen und Kollegen aus der eigenen Jurygruppe kennen. Alle Jurymitglieder werden erst am Galaabend bekannt gegeben. „Wir betreiben hier einen hohen Aufwand, um die Unabhängigkeit der Jury und ihre Anonymität zu wahren“, so Feher. An der Gewichtung der Kriterien lässt sich nochmals der bedeutendste zu bewertende Faktor beim Effie ablesen: Es ist die Wirksamkeit der gesetzten Kommunikationsmaßnahmen.

„Der wesentliche Unterschied zu anderen Awards ist, dass beim Effie zählt, welche Effekte die Kommunikation ausgelöst hat, und meine Aufgabe ist es, die Juroren darauf hinweisen, was der Kernpunkt ist, nämlich die Wirkung zu beurteilen. Die Juroren müssen deshalb herausfiltern, dass der Erfolg nachweislich auf die Kommunikation zurückzuführen ist.“ Im Kontext bewerten So hätten etwa Baumärkte in der Pandemie geboomt, doch die Frage ist, ob das eben allein darauf zurückzuführen ist, dass die Menschen mangels etwa einer Reisemöglichkeit eher dazu übergegangen wären, es sich zu Hause gemütlich zu machen, oder weil die Kampagne des jeweiligen Baumarktes so großartig gewesen war. „Die Juroren sind angehalten, innerhalb des Kontexts einer Branche zu jurieren.“ So sei etwa der Gewinn von wenigen Marktanteilen in einem dicht besetzen Markt höher zu bewerten, als ein hoher Marktanteil in einem bisher völlig unbesetzten Segment, so Feher. Die Aufgabe der Juroren sei eine sehr anspruchsvolle, so der Juryvorsitzende. Verschlanktes Einreichtool Gefragt nach einer persönlichen Bilanz der letzten drei Jahre, war es Feher wichtig, den Effie mit der Branchen nahe an den Kunden weiterzuentwickeln. Man habe das Einreichtool deutlich verschlankt und den Juroren jene Tools an die Hand gegeben, die sie zu einer optimalen Jurierung benötigen. Zusätzlich führe man kontinuierliche Umfragen durch, denn das Feedback aus der Branche für die eigene Weiterentwicklung sei ungemein wichtig. Und


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MARKETING & MEDIA

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© IAA Austria/Katharina Schiffl

medianet.at

dass es eine Weiterentwicklung beim Oscar der Kommunikationsbrache, wie Feher den Effie nennt, gegeben habe, sehe man auch an den Gewinnern der letzten Jahre – auch, weil man an der Zusammenstellung der Kategorien weitergeschraubt habe. Man ist weggegangen von den reinen Branchenkategorien – hin zu jenen, die bestimmten Kommunikationszielen wie etwa Activation, Brand Experience, Employer Brandig, Positive Change, Transformation bis hin zu Digital Businesses entsprechen. Und das Ergebnis sei mehr als erfreulich, so Feher, denn: „Mehr und mehr Spezialagenturen aus dem Content- und Digitalbereich reichen ihre Kampagnen ein – von kleinen, feinen Initiativen bis zu Millionen-Etats ist alles dabei. Das zeigt auch, wie vielfältig die Kommunikation selbst ist“, so Feher.

Fokus auf Nachwuchs Für Feher hat der Effie in Bezug auf das Generalmotto des IAAVorstands – „Generation Talent“ – eine Leuchtturmfunktion. „Mit dem Effie belegen wir, dass Kommunikation und Kommunikationsskills unabdingbar sind, wie bunt und facettenreich Kommunikation ist, aber auch, wie

Im Jahr 2022 hatten wir übrigens so viele Bewerbungen wie noch nie.

schnell man in unserer Branche Karriere machen kann und auf der Bühne steht.“ Neue Start-up-Kategorie Um diesen Weg weiterzugehen, gibt es heuer mit „StartUps/ ScaleUps“ abermals eine neue Kategorie. Feher dazu: „Gerade für Start-ups und Scale-ups ist neben der Produktexperience das Marketing der Schlüssel zu schnellem Skalieren.“ Das hier wäre die Definition der Kategorie: StartUps/ ScaleUps – junge (unter zehn Jahre), aufstrebende Unternehmen, die mittels wirkungsvoller Kommunikationskampagnen und/oder Aktionen ihre (hoch) innovativen Geschäftsidee(n) oder Technologien mit hohem Wachstumspotenzial zeitnah am Markt etablieren. Gewinner dieser Kategorie beweisen, dass herausragende Geschäftsmodel-

le und -ideen durch progressive und kreative Kommunikationsmaßnahmen höchst effektiv und schnell zum Erfolg geführt werden können. Die Effie-Kampagne selbst stammt von Wien Nord Serviceplan, und gefragt danach, warum man beim Effie einreichen sollte, nennt Feher abschließend drei wichtige Punkte: „Erstens, weil es sich um den Oscar der Branche handelt; zweitens, weil Kommunikation ein unverzichtbarer Teil ist, um wirtschaftlich Erfolg zu haben, und drittens, weil es eine Möglichkeit ist, der in den letzten Jahren immer mehr beklagten Einmischung des Controlling in die Kommunikation mit dem Effie einen Beleg für den ROI entgegenzusetzen, und Agenturen damit zeigen können, dass sie in der Lage sind, zum wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens beizutragen.“


MARKETING & MEDIA

Freitag, 6. Mai 2022

medianet.at

© ORF/Hans Leitner

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Eine Erfolgsgeschichte ORF III stellt sein neues Programm vor: Regionalität, Information und Kultur werden weiter ausgebaut, neue Sendereihen wurden vorgestellt.

••• Von Petra Stückler

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nlässlich der Präsentation der Programmhighlights von ORF III im Globe Wien ließ man die Entwicklung des Senders Revue passieren – mit einem erfreulichen Fazit. Denn ORF III produziert heute mehr denn je. Rund 40 Eigenformate werden regelmäßig von rund einer Mio. Zuseherinnen und Zusehern gesehen. Seit dem 26. Oktober 2011 hat sich der Kultur-Spartensender im elften Jahr seines Bestehens zu einer Erfolgsgeschichte entwickelt. Deshalb stieß man auch auf das erste Jahrzehnt pandemiebedingt verspätet an. So be-

zeichnet ORF-Enterprise-CEO Oliver Böhm den Sender gar als „Shootingstar“ der ORF-Familie. Regionalität, Kultur und Information sind die Grundsäulen des Programms. Dank des hohen Zuspruchs werde die LiveBerichterstattung immer weiter ausgebaut. Bedarf an Information Seit November 2020 informiert man werktäglich von 9:30 bis 13:00 Uhr über das Weltgeschehen und Österreichs Innenpolitik. Alleine seit Beginn des Ukrainekriegs wurden 150 Programmstunden ausschließlich darüber gesendet. Ein ständig wachsendes Team vor und hinter der Kamera sowie Korres-

Täglich öffnet sich in ORF III Kultur und Information der Vorhang für eindrucksvolle Werbeerfolge bei der einkommensstarken, gut ­gebildeten und weltoffenen ­Zielgruppe. Oliver Böhm CEO ORF-Enterprise

pondenten in aller Welt arbeiten daran, den Anspruch „immer live und aktuell“ zu erfüllen. Mit der Übernahme der Chefredaktion durch Lou Lorenz-Dittlbacher wird der Ausbau der ORF III Info-Formate weiter vorangetrieben. „In Zeiten der Verunsicherung ist die Kernkompetenz des Journalismus, Antworten auf die großen Fragen zu geben, noch zentraler geworden. ORF III will hier Orientierung liefern und aufzeigen, wie es zu Falschinformationen kommt und wie man Fake News enttarnen kann“, erklärt Dittlbacher. „ORF III Aktuell“, „Politik live“, „Sommer(nach)Gespräche“, und „Österreich wählt“ zur Bundes-


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Vielfalt ORF III bietet Information, Regionalität und Kultur. Es werden 40 Eigenformate produziert.

präsidentenwahl sind eigens entwickelte Infoformate. „Ein besonderes Augenmerk richten wir auf zuverlässige Berichterstattung – Fakten statt Fake News. Die ORF III Information hat sich diesem Motto verpflichtet“, betont ORF Generaldirektor Roland Weißmann.

„Heimat Österreich“ und „Landleben“ mit zahlreichen Neuproduktionen, die in Zusammenarbeit mit den ORF-Landesstudios entstehen, an verschiedene Orte Österreichs und porträtieren das Leben in dörflichen Gemeinschaften. Am Donnerstag im Hauptabend führt „Land der Berge“ durch alpine Landschaften und erzählt von der Beziehung zwischen Mensch und Berg.

Sommerliche Highlights Neben der ORF-Information bietet ORF III auch Kulturberichterstattung in Zusammenarbeit mit heimischen Kulturbetrieben. „Getreu dem Motto ‚viel – mehr – ORF III‘ bauen wir auch in diesem Jahr das Programm aus: Der Kultursommer wartet mit rund 15 Eigenproduktionen auf. Besondere Highlights sind dabei das Konzert von Rudolf Buchbinder aus Grafenegg, das Erfolgsmusical ‚Elisabeth‘ live vor dem Schloss Schönbrunn und natürlich das Donauinselfest – endlich wieder live und in vollem Umfang“, freuen sich die Geschäftsführer von ORF III, Peter Schöber und Kathrin Zierhut-Kunz, über die kommenden Höhepunkte.

© ORF/Clever Contents © ORF/Eagle Rock Entertainment/Brian Rasic

Multimediale Zeitgeschichte Aber auch die Zeitgeschichte kommt nicht zu kurz im Jahr 2022. Die neue Sendereihe „Via Austriae – Von Ostarrichi nach Österreich“ wird noch heuer ausgestrahlt. „Es handelt sich um eine 40-teilige Serie, die die Anfänge und die prägendsten Ereignisse Österreichs multimedial aufbereitet und damit dem öffentlich-rechtlichen Prinzip zutiefst verbunden ist. Sie soll in der Tradition von Hugo Portischs einzigartigen Dokumentationsserien wie ‚Österreich I‘ und ‚Österreich II‘ oder ‚Die Zweite Republik‘ stehen, die wesentlich zur Identitätsstiftung und -findung Österreichs beigetragen haben. Portischs journalistischem Ethos sind wir alle tief verbunden“, schildert Roland Weißmann.

© ORF/PopUp TV

Präsentation Kathrin Zierhut, Lou Lorenz-Dittlbacher, Roland Weißmann, Maya Hakvoort, Barbara Rett, Peter Schöber.

Oliver Böhm, CEO der ORFEnterprise, sieht auch allen Grund zur Freude, ist ORF III doch zum reichweitenstarken Player am heimischen Fernsehmarkt avanciert: „Täglich öffnet sich in ORF III Kultur und Information der Vorhang für eindrucksvolle Werbeerfolge bei der einkommensstarken, gut gebildeten und weltoffenen Zielgruppe. Der unverwechselbare und einzigartige ÖsterreichContent, die Genrevielfalt der heimischen und internationalen Kultur und der Blick auf entdeckenswerte Schätze unseres Landes machen ORF III zur wirkungsstarken Bühne für erfolgreiche Werbeauftritte.“

Steigende Marktanteile „ORF III konnte seit Senderbestehen seinen Marktanteil jedes Jahr steigern und verzeichnete alleine in den vergangenen drei Jahren einen Anstieg um 28 Prozent“, freut sich auch die Kaufmännische Direktorin des ORF, Eva Schindlauer – wohl zu Recht, denn ORF III ist damit der erfolgreichste Kulturspartensender im deutschen Sprachraum. Und damit das so bleibt, wird weiterhin kräftig an innovativen Fernsehformaten gearbeitet. Auch die Themen Heimat, Tradition und Religion haben ihren festen Platz im Programm. Jeden Mittwoch-Hauptabend führen die Programmleisten

Neuer Kulturbeirat Eine weitere Neuerung wurde vorgestellt: Am 26. April hat sich auf Einladung von Generaldirektor Roland Weißmann der neue ORF-III-Kulturbeirat konstituiert. Kernaufgabe des Gremiums und seiner Mitglieder ist es, den raschen und unkomplizierten Austausch zwischen dem Sender und namhaften Vertreterinnen und Vertretern aus dem Kunst- und Kulturbereich zu garantieren. Weiters gewährleistet der Kulturbeirat eine laufende kritische Begleitung und Beratung des Senders und seiner inhaltlichen Qualität. Unter dem Vorsitz von Alexander Wrabetz werden Spitzenrepräsentanten aus Kunst und Kultur Initiativen zur kulturellen Förderung an der Schnittstelle Kunst, Kultur und Fernsehen setzen. ORF III investiert derzeit rund 90% des Programmbudgets in die heimische Produktionswirtschaft.

Getreu dem Motto ‚viel – mehr – ORF III‘ bauen wir auch in diesem Jahr das Programm aus. Peter Schöber Senderchef ORF III


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Marketing Club feiert 65 Jahre Bis in den Spätherbst zelebriert der Marketing Club Österreich seinen Geburtstag, unter anderem auch mit einem Gewinnspiel. ••• Von Petra Stückler WIEN. Mit einer groß angelegten, von der Kommunikationsagentur Momentum konzipierten Kampagne inklusive Gewinnspiel begeht der Marketing Club Österreich seinen 65. Geburtstag. Mitglieder des „MarketingKnow-how-Netzwerks“ ließen sich für die in Print, Out-ofHome und Online ausgerollte Kampagne ablichten und gratulierten auf diese Weise zum Geburtstag. Seit genau 65 Jahren ist der Marketing Club Österreich (MCÖ) bestrebt, die Vermittlung und den Austausch von Marketing-Know-how sowie die Vernetzung der klügsten, besten und renommiertesten Marketingköpfe des Landes unterein-

ander voranzutreiben. 1957 als Club der Verkaufsdirektoren gegründet, zählt der Marketing Club Österreich heute rund 1.000 Mitglieder. Man sieht sich als größtes, renommiertestes und relevantestes Netzwerk von Marketing-Experten in Österreich. Gratulanten gewinnen Die Kampagne läuft von Anfang Mai und bis in den Spätherbst in Fachmedien und auf deren Portalen, in den Digital-OOHNetzwerken von Goldbach und ÖBB sowie auf Facebook. „Im Zentrum stehen knapp 30 bestehende Mitglieder, die sich für ein Shooting vor die Kamera begeben haben und ihre Freude über den runden Geburtstag der renommierten Brancheninsti-

Die Geburtstagskampagne, die nicht zuletzt auch neue Mitglieder für den Marketing Club ­Österreich ­begeistern soll, ­inszeniert das Wichtigste am ­Marketing Club ­Österreich. Niko Pabst Geschäftsführer MCÖ

Hier findest du die Menschen hinter den Unternehmen

Herzlichst Zum Geburtstag gratulieren 30 Mitglieder des MCÖ, darunter Bernhard Gily (medianet), Sylvia Kosbow (Deichmann) und Walter H. Lukner (Payback Austria).

tution zum Ausdruck bringen“, erklärt Maximilian Mondel, CoFounder von Momentum Wien, Vorstandsmitglied des MCÖ und Initiator. „Die Geburtstagskampagne, die nicht zuletzt auch neue Mitglieder für den Marketing Club Österreich begeistern soll, inszeniert das Wichtigste am Marketing Club Österreich: unsere Mitglieder und unser gemeinsames Know-how, das wir in vielen Clubabenden, Workshops, Weiterbildungsevents, Exkursionen und auch Freizeit­ aktivitäten miteinander teilen“, betonen Niko Pabst und Andreas Ladich, Geschäftsführer und Präsident des MCÖ. Infos zum Marketing Club Öster­ reich und zum Gewinnspiel ­unter: www.marketingclub.at


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„Wir stehen auf mündige Kunden“

© Martina Berger

Die Agentur Zum goldenen Hirschen kann auf ein Netzwerk von bis zu 800 Spezialisten zurückgreifen.

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••• Von Dinko Fejzuli und Petra Stückler

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n der Selbstdefinition der Agentur steht: „Zum goldenen Hirschen in Wien ist Teil einer der führenden Agenturgruppen für Relevanz, Ideen und Kreativität in D-A-CH. Wir wollen uns nicht selbst verwirklichen, sondern die Business- und Kommunikationsziele unserer Kunden mit Insight-getriebenen Kreativlösungen erreichen.“ Den Standort gibt es seit dem Jahr 2013, und seit gut fünf Jahren bestimmt Herbert RohrmairLewis federführend die Geschicke der Agentur. Nach einem Umzug in die neue Kreativwerkstatt im 8. Wiener Bezirk Anfang 2022 wird, wie schon seit Beginn der Pandemie, weiterhin auf Flexibilität und auch auf Homeoffice gesetzt. Und das funktioniert sehr gut, so Rohrmair-Lewis im Gespräch mit medianet. Made in Homeoffice „Eine der erfolgreichsten Kampagnen, die wir in den letzten zwei Jahren gemacht haben, war während des ersten Lockdowns und zwar jene, die wir für die Ärztekammer umgesetzt haben. Die Kampagne wurde zu 100 Prozent im Homeoffice beauftragt, gebrieft und in mehreren Sprints umgesetzt. Wir haben den Kunden nicht einmal persönlich gesehen. Abgerechnet, geschaltet, alles online. Und das alles mit Erfolg, die Kampagne hat letztens sogar den Adwin Award gewonnen“, erklärt Rohrmair-Lewis und ergänzt: „Wie sich zeigt: Remote funktioniert und lässt es zu, noch effizienter zu arbeiten.“ Europaweit arbeiten derzeit rund 360 Mitarbeiter bei Zum goldenen Hirschen, zehn davon in Wien, in der gesamten Hirschen Group sind das sogar

900. Über alle Standorte hinweg setzen die Hirschen auf einen flexiblen, barrierefreien und digitalen Austausch als dezentral organisierte Agentur. Eitelkeit habe bei den Hirschen keinen Platz, so der Agenturchef: „Ich glaube, wir sind wahrscheinlich die uneitelste Agentur, die es in Österreich gibt, mit einer Portion von positivem Anarchismus. Bei uns sind jegliche Spielchen bezüglich ‚Wer hat die Idee‘ unmöglich, die gibt es nicht. Jeder und jede trägt bei uns Hirschen einen wesentlichen Beitrag bei. Ganz unabhängig vom Level werden

Tuchfühlung mit den Kunden So nimmt man den kollaborativen Austausch sehr ernst und habe entsprechend auch keinerlei Berührungsängste. Die Wiener begrüßen es sogar, wenn sie als Agentur eng mit ihren Kunden zusammenrücken. Das kann dann auch schon mal dazu führen, dass der Kundengrafiker projektbezogen einen Schreibtisch im Agenturbüro bezieht, oder der Vertrieb die Kreativwerkstatt für einen internen Workshop zur Verfügung gestellt bekommt. „Gemeinsam an einem Projekt zu tüfteln, schweißt zusammen.

© Martina Berger

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Herbert Rohrmair-Lewis im Gespräch mit Dinko Fejzuli.

alle Ideen, Gedanken und Anregungen zur Diskussion gestellt und verflechten sich zum Ende hin zu einem großartigen Resultat. Da schreiben an einem wichtigen Kunden-Claim auch schnell mal alle 360 Hirschinnen und Hirschen in einem Sprint. Ich glaube, das kannst du nur machen, wenn du sehr uneitel bist und das zulässt“, schildert Rohrmair-Lewis die Zutaten des Erfolgsrezepts seiner Agentur. Diesen Ansatz verfolgen die Wiener Hirschen zudem, wenn es um die Zusammenarbeit mit ihren Kunden geht.

Kunden, die ­darauf Bock haben, dass sie was gemeinsam ­machen wollen, die sind zu 100 Prozent richtig bei uns.

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Ich glaube, wir sind wahrscheinlich die uneitelste Agentur, die es in ­Österreich gibt, mit einer ­Portion von positivem ­Anarchismus. Herbert Rohrmair-Lewis Zum goldenen ­Hirschen

Ich bin fest davon überzeugt, dass es gerade eine gute Kunden-Agentur-Beziehung ist, die es vermag, den Unterschied zu machen, ob aus einer guten Idee eine wirklich erfolgreiche Kampagne entsteht. Das meine ich mit der Barrierefreiheit, das ist Plug and Play.“ Damit dabei die Transparenz nicht zu kurz kommt, basiert die bevorzugte Arbeitsweise der Hirschen auf Stundenbasis. Die nachvollziehbare Darstellung des jeweiligen Stundenaufwandes im scope of work ermöglicht dem Kunden Entscheidungsfähigkeit und garantiere die bereits genannte Barrierefreiheit. „Verstehen uns als Enabler“ Für welche Kunden sich dieses Angebot nun eignet, fasst Rohrmair-Lewis so zusammen: „Wir verstehen uns mit unserer Fachexpertise als Enabler. Kunden, die gemeinsam mit uns neue Prozesse anstoßen wollen, sind bei uns bestens aufgehoben. Klar wollen wir, dass unsere Kunden zufrieden sind; wir wollen darüber hinaus mit ihnen gemeinsam die beste Performance hinlegen.“ Mit dieser Herangehensweise ziele man in den kommenden Jahren auf stetiges Wachstum, sowohl was die Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betrifft, als auch was die Akquise von Neukundinnen und Neukunden angehe. Den guten eingeschlagenen Kurs wolle man konsequent weitergehen. „Wir haben jetzt kein Wachstum


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In der Praxis sieht das so aus, dass wir eine Speerspitze von zehn Kolleginnen und Kollegen in Wien haben und auf weitere 360 Mitarbeitende zugreifen. Das macht unser Team zu einem mit größter Spezialexpertise.“ Die Vorteile, die sich daraus ergeben? „Ganz einfach, der Kunde spart sich am Ende Geld und Zeit. Wir können alles inhouse liefern, dieser Prozess ist nicht nur nervenschonend, sondern ideal für den Outcome. Der Kunde hat da-

Facts Zum goldenen Hirschen Am Wiener Standort der goldenen Hirschen sind zehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig, insgesamt sind es im europaweiten Netzwerk an elf Standorten in sechs Städten rund 400 Spezialisten. Zusammen mit allen Partnern kommt man auf 800 Spezialisten. Die Agentur setzt auf Flexibilität, Barrierefreiheit und Nachhaltigkeit. Rund 80 Kunden werden im Netzwerk betreut, darunter Coca-Cola, P&G, Kellogs und Obi, bei einem jährlichen Umsatz von 38 Mio. €.

© Martina Berger

mit der Brechstange vor. Wir glauben an ein gesundes Wachstum und das Miteinander; dies bezieht sich sowohl auf unsere Kunden als auch auf die eigenen Leute und neuen Talente“, stellt Herbert Rohrmair-Lewis klar. Fixthema Nachhaltigkeit Mit Flexibilität, Barrierefreiheit und motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bearbeitet Herbert RohrmairLewis gemeinsam mit seinen europäischen Partnern aus der Hirschen Group-Familie das Thema Nachhaltigkeit. Neben den neuen Arbeitsweisen, die durch die Pandemie befeuert wurden, setzt man verstärkt auf das für uns alle wichtige Zukunftsthema. So habe sich die Agentur in Deutschland ihre Nachhaltigkeitsbemühungen im Umweltbereich zertifizieren lassen. Es wurde investiert, und der Standort in Österreich ­profitiert davon, denn er erhebt beispiels­weise ebenfalls seinen CO2-Fußabdruck, reduziert Ressourcenverbräuche, etwa durch papierlose Buchhaltungsprozesse oder den Verzicht auf einen Dienstwagen.

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Frage nach CO2-Abdruck Eine Zukunftsvision von Rohrmair-Lewis verrät er hierzu auch noch: „In Deutschland ist die Nachhaltigkeit der Agentur auch schon einmal ein Kriterium bei Ausschreibungen. Ich bin davon überzeugt, dass das in Österreich in naher Zukunft auch immer öfter nachgefragt wird.“ Folgende Fragen könnten bei der Auswahl berücksichtigt werden: • Erhebt die Agentur ihren CO2Fußabdruck? • Wie reduziert sie ihre Verbräuche von Strom, Wärme oder auch Papier? • Wo nutzt die Agentur bereits erneuerbare Energien, etwa in der Stromversorgung? Ob diese Führungsstrategie in einem immer heißer umkämpften Markt Erfolg bringt, bleibt offen,

mit Blick auf die Entwicklung zeigt sich Herbert RohrmairLewis realistisch: „Ich glaube, dass das Geschäft in Österreich immer kleiner wird. Weil es immer weniger Marken gibt, die eine Entscheidungshoheit in der Markenführung haben. Wir setzen deshalb auch auf internationale Aufträge und erweitern damit unseren Kundenkreis.“ Das Engagement der Hirschen fasst er abschließend so zusammen: „Wir bedienen große wie kleine Projekte gleichermaßen, beispielsweise die Gestaltung von Foldern, dem klassischen Standardhandwerk, bis zur Brandstrategie. Kurz gesagt, wir passen uns den Bedürfnissen unserer Kunden an und reagieren auf die jeweiligen Anforderungen. Wir machen Aufträge customized.

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Dank unserer flexiblen Arbeitsweise ist es überhaupt kein Thema mehr, ob die Person mit dem besten Know-how in Hamburg, München oder Wien sitzt. Herbert Rohrmair-Lewis

durch unmittelbar Zugriff auf Expertinnen und Experten, die gebraucht werden. Dank unserer flexiblen Arbeitsweise ist es überhaupt kein Thema mehr, ob die Person mit dem besten Know-how in Hamburg, München oder Wien sitzt, Arbeit ist bei uns kein Ort. Entscheidender ist der Fit hinsichtlich der Anforderungen, alles andere ist durch Technologie abbildbar“, subsumiert Herbert Rohrmair-Lewis das Erfolgsrezept der Hirschen.


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What’s your Strategy?

© Katharina Schiffl

Der Branchenverband Strategie Austria startete mit Kunst und Kultur in den Frühling – und mit der Frage, wie sich die Strategie davon inspirieren lässt.

Strategen Jana David-Wiedemann, S ­ ophie Mashraki, Elke ­Hesse, Klaus Albrecht Schröder, Lilli Hollein und Saskia Wallner.

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en Frühling läutete kürzlich der Branchenverband Strategie Austria mit Kunst & Kultur ein und lud zur Podiumsdiskussion mit Kunstschaffenden und Strateginnen und Strategen in den Salon Plafond des Wiener Museums für angewandte Kunst, MAK. MuTh-Direktorin Elke Hesse, Albertina-Direktor Klaus Alb-

recht Schröder, MAK-Generaldirektorin Lilli Hollein sowie Regisseurin und Theaterproduzentin Sophie Mashraki diskutierten über das Zusammenspiel der kreativen Künste mit planvoller Strategie, und die Frage des Abends lautete: Wie können Kunst und Kultur Strategie inspirieren und umgekehrt? Denn: Die Coronakrise hat deutlich gezeigt, wie viel im Leben der Österreicherinnen und

Österreicher fehlt, wenn Kunst und Kultur nur eingeschränkt oder gar nicht erlebbar sind. Wo haben die Künste zwischen Wirtschaftskrise, politischen Unruhen, Krieg in Europa und Corona ihren Platz? Und wie können sich Künstlerinnen und Künstler und Institutionen diesen verschaffen? Vor einem Publikum aus Kreativen, Strategen und Kunstschaffenden diskutierten die Podiumsgäste

in einem regen Austausch zu durchaus spannungsgeladenen Themen. Eine Frage der Relevanz Seit zwei Jahren setzen sich Kunstschaffende und Institutionen mitunter gemeinsam für eine stärkere Wahrnehmung der Relevanz der Künste ein. Um die gesellschaftliche Bedeutung wieder bewusst zu machen und den Fortbestand zahlreicher Kul-


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turangebote zu sichern, braucht es ein planvolles, strategisches Vorgehen. Auch Kunst braucht einen Businessplan: Trotz Überbrückungshilfen, Hilfsfonds und Zuschüssen bedeutete Covid-19 für viele Akteurinnen und Autoren enorme Umsatzeinbußen. Um den wirtschaftlichen Erfolg zu sichern, haben die Podiumsgäste unterschiedliche Strategien verfolgt. Ein Ansatz war es, neue Kanäle und Touchpoints zu schaffen, zum Beispiel über virtuelle Angebote. So brachte das MuTh auch in Lockdownzeiten eine Kinderoper via Videostream in unzählige Klassenzimmer. Für die Albertina setzt Klaus Albrecht Schröder auf das Live-

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Als Branchenverein haben wir uns der Strategie verschrieben. Wir wollen strategischen Themen die verdiente Aufmerksamkeit verschaffen. Jana David Wiedemann Präsidentin Strategie Austria

Erlebnis und schafft virtuell nur Anreize, um die Lust auf den Museumsbesuch zu wecken. Über die Bedeutung dreier Aspekte sind sich die Diskutanten einig: Kreativität, Diversität und Resilienz befähigen Kunst- und Kulturinstitutionen, ihren Fortbestand langfristig zu sichern. Interne Kommunikation spielt dabei eine große Rolle. Nur wer seine Philosophie auch intern lebt, kann sie nach außen hin

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verse Persönlichkeiten ins Team geholt werden, werden künftige Trends sichtbar und können frühzeitig in ein wettbewerbsfähiges Angebot übersetzt werden.

© Katharina Schiffl

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glaubhaft vermitteln und mit Menschlichkeit überzeugen. Zugang zu Kunst und Kultur ist gerade in Krisenzeiten, wenn andere Themen vielleicht wichtiger erscheinen, für die Gesellschaft relevant. Denn die Künste können gesellschaftlichen Entwicklungen und aktuellen Situationen Bedeutung verleihen, sensible Themen und Erlebnisse aufarbeiten, Menschen vereinen und natürlich auch ablenken. Gelebte Offenheit Die strategische Positionierung der eigenen Organisation spielt eine große Rolle. Unter den Diskutanten am Podium waren Führungspersönlichkeiten namhafter und großer Kulturinstitutionen, die ihr Angebot tagtäglich von dem der Konkurrenz abgrenzen müssen. Ein wesentlicher Ansatz ist Offenheit: Kunst- und Kultur-Angebote müssen stets das Publikum in den Mittelpunkt aller Maßnahmen stellen. Während oft intuitiv Altbewährtes in historischen Institutionen erhalten werden möchte, braucht es den Mut zur strategischen Entscheidung, sich davon abzuwenden, um dem Neuen Tür und Tor zu öffnen. Kunst lebt von Veränderung: Neue Strömungen, die nächsten „Hot Topics“, erkennt man von innen heraus. Indem di-

Austausch „Interdisziplinärer Austausch und Zusammenarbeit beflügeln ein gemeinsames Vorankommen“, so Strategie Austria-Präsidentin Jana David Wiedemann.

Bewusstseinsbildung Initiiert wurde die Diskussion vom Branchenverband Strategie Austria, der strategische Denkweisen fördert und Strategie für die breite Öffentlichkeit greifbarer machen möchte. „Als Branchenverein haben wir uns der Strategie verschrieben. Wir wollen strategischen Themen die verdiente Aufmerksamkeit verschaffen, sie gemeinsam beleuchten und diskutieren. Hier lassen sich viele Parallelen ziehen – auch die Künste kämpfen vielfach um Sichtbarkeit. Strategie entdeckt Potenziale, eröffnet Chancen und zeigt Wege auf. Und sie gibt Sicherheit, auch für Kunstschaffende und Kulturinstitutionen. Interdisziplinärer Austausch und Zusammenarbeit beflügeln ein gemeinsames Vorankommen, darum geht es uns “, so Strategie Austria-Präsidentin und Kommunikationsexpertin Jana David-Wiedeman. (fej)

Facts Strategie Austria Im Jahr 2011 gegründet, ist Strategie Austria eine Initiative österreichischer Führungskräfte, die sich als Treiber für die Bedeutung von Strategie in Österreich engagiert. Strategie Austria will den Wert von Strategie sichtbar machen, die Qualität steigern und Klarheit im Bereich Strategie schaffen. Strategie Austria vereint als Plattform Strategieverantwortliche und Strategieinteressierte aus unterschiedlichen Disziplinen und verbindet Gleichgesinnte aus Unternehmen, Agenturen und Institutionen. In unterschiedlichen Veranstaltungsformaten – wie Symposien, Workshops, Seminaren und Vorträgen – macht Strategie Austria Know-how von internationalen und nationalen Experten zugänglich und unterstützt mit themenspezifischen Weiterbildungsmaßnahmen neue Sichtweisen und Erkenntnisse. Präsidentin ist Jana David-Wiedemann, Vizepräsident ist Stefan Schindele und Geschäftsführer ist Leopold Ziereis. www.strategieaustria.at


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Hände falten, Gosch’n halten!

Wir sind wahrscheinlich die uneitelste Agentur, die es in Österreich gibt, mit einer ­Portion von positivem ­Anarchismus.“

Die Länder mauern bei der Abschaffung des Amtsgeheimnisses, und der Bund duckt sich weg.

RECHENSCHAFT. Die Regierung hat Milliarden an Corona-Hilfe an heimische Unternehmen vergeben. Abgewickelt hat das Ganze die Wirtschaftskammer, was praktisch ist, denn dadurch kann nicht mal der Rechnungshof nachsehen, wer wie viel wofür bekommen hat. Gleichzeitig vergeben Bund und Länder Hunderte Millionen an Inseratengeldern an diverse Zeitungen, vieles davon so, dass darüber öffentlich keine Rechenschaft abgelegt werden muss. Kenner der Materie gehen davon aus, dass gut ein Drittel des Geldes vom Medientransparenzgesetz nicht einmal erfasst wird. Gleichzeitig weiß man in Vorarlberg nicht mehr, ob die dort regierende ÖVP und der Wirtschaftsbund Parteien- bzw. Interessensvertreter oder vielleicht doch Anzeigenkeiler im eigenen Interesse sind. Auch dafür gibt es derzeit niemanden, der die Konsequenzen tragen will oder Verantwortung für dieses Treiben übernehmen möchte.

Aber wenn es um die Abschaffung des Amtsgeheimnisses geht, wird diese vor allem von den Ländern bis aufs Äußerste bekämpft. Nach dem Motto „Das wäre ja noch schöner“ ist man nicht bereit, darüber Rechenschaft abzulegen, was man eigentlich mit unseren Steuergeldern macht

Zitat des Tages Herbert Rohrmair-Lewis, Zum goldenen Hirschen

Wieso geht der Bund nicht im Alleingang vor? Und falls es manche nicht wissen: Beim Thema Amtsgeheimnis müsste der Bund bzw. die Regierung nicht auf die Länder warten. Er wäre in der Lage, selbst ein Gesetz zu beschließen, welches uns Bürgerinnen und Bürgern endlich jene Rechte zugestehen würde, die wir über 100 Jahre nach Abschaffung der Monarchie noch immer nicht haben. Was die Regierung umtreibt, hier nicht tätig zu werden, darüber kann man nur Spekulationen anstellen. Mir scheint, beim Thema Amtsgeheimnis wird es der Politik ähnlich ergehen, wie bei manchen Rechten für Homosexuelle: Man wird es mithilfe der Höchstgerichte erkämpfen müssen. Aber das wäre mehr als peinlich und unwürdig für eine Regierung im Jahr 2022

© Verlag Kremayr & Scheriau

Kommentar ••• Von Dinko Fejzuli

BUCHTIPP

Wenn Wände reden könnten

PRVA kürte Kommunikatorin des Jahres Virologin Monika Redlberger-Fritz wurde mit eindeutiger Mehrheit gewählt.

Kontinuierlich kommunizieren Beim Österreichischen Kommunikationstag am 5. Mai wurde dann das Geheimnis gelüftet: Die Virologin Monika Redlberger-Fritz wurde mit großer Mehrheit zur Kommunikatorin des Jahres gewählt. Redlberger-Fritz ist Laborleiterin mit Schwerpunkt Influenzaviren am Zentrum für Virologie der Medizinischen Universität Wien. Seit Beginn der Coronapandemie hat sie die Öffentlichkeit kontinuierlich über die Pandemie, die gesundheitlichen Risiken und Möglichkeiten, sich zu schützen, aufgeklärt. Der Jury gefiel besonders ihr Engagement,

© APA/Herbert Neubauer

WIEN. Seit 1995 zeichnet der Public Relations Verband Austria (PRVA) jährlich den Kommunikator oder die Kommunikatorin des Jahres aus. Hierbei handelt es sich um eine Persönlichkeit, die komplexe, gesellschaftsrelevante Themen kommuniziert, ohne PR-Profi zu sein. Eine neunköpfige Fachjury mit Vertretern und Vertreterinnen aus Journalismus und PR brachte 38 Vorschläge ein, die sieben aus diesem Kreis Nominierten stellten sich im Anschluss einem Online-Voting.

Monika Redlberger-Fritz ist Kommunikatorin des Jahres.

medizinische Fakten sachlich und zugleich verständlich zu vermitteln, sowie Menschen aufzuklären, Angst zu nehmen und Orientierung zu geben. Auf der diesjährigen Shortlist standen neben der Siegerin auch noch Ingrid Brodnig, Fritz Jergitsch, Peter Klimek, Daniel Landau, Roman Scamoni sowie Dorothee von Laer.

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KURIOSES. Abseits der Ringstraßenpalais durchzieht eine große Zahl an Zinshäusern die Stadt; darunter finden sich Mietvillen, Bürgerhäuser und ehemalige Arbeiterkasernen. Die Seele eines Hauses sind seine Bewohner. Im Falle der Wiener Zinshäuser haben stets auch die Eigentümer viel zum Schicksal der Gebäude beigetragen. Silke Farmer-Wichmann und Clemens Riha sind mit Zinshausbesitzerinnen und Besitzern ins Gespräch gekommen und haben dabei Unterhaltsames, Berührendes und Wissenswertes erfahren. K & S Verlag;279 Seiten; ISBN: 978-3-218-01334-5


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COVER

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marketing & media außenwerbung

Fachwissen Einblicke in Außenwerbungstrends in Buchform 30

Bewegung Transport Media Award wurde wieder an die Besten vergeben 32

Potenzial Kreative ­digitale Lösungen sind in der ­Außenwerbung gefragt 36 © Infinity Media/Andreas Aust

Zahl der Woche

© ÖBB Werbung

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Umrüstung Aus analog wird digital: Die Umrüstung von Posterlights zu digitalen LED Screens ist in vollem Gange. Mit Anfang Mai wurden die ersten von insgesamt 23 digitalen Großflächen von Epamedia in Salzburg in Betrieb genommen; Standorte in Tirol und Vorarlberg folgen in den nächsten Wochen. 30

ÖBB Werbung holt sich Asfinag-Werbeflächen 26

© Gewista

© View Elevator

Pitch gewonnen: Künftig wird das gesamte AutobahnPortfolio der Asfinag von der ÖBB Werbung vermarktet.

Aufwärts Goldbach bietet programmatisch buchbare Werbung in Aufzügen an. 28

Multimedia Gewista treibt die Digitalisierung mit Digitalen Premium Boards voran. 34


AUSSENWERBUNG

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© ÖBB/Wegscheider

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Autobahntafeln sind jetzt neu im Portfolio Die ÖBB Werbung verdoppelt auf einen Schlag ihre Reichweite: Karin Seywald-Czihak und Jochen Kaiblinger im Gespräch.

••• Von Martina Berger

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it dem Start der Vermarktung von über 850 Werbetafeln entlang der Autobahnabfahrten eröffnen sich der ÖBB Werbung neue Möglichkeiten. medianet traf Karin Seywald-Czihak, Geschäftsführerin der ÖBB Werbung, und Prokurist und Verkaufsleiter Jochen Kaiblinger zum Gespräch über die Möglichkeiten, die sich dadurch eröffnen. medianet: Die ÖBB Werbung hat die Vermarktung der Werbetafeln auf Österreichs Autobahnen im Auftrag der Asfinag übernommen. Wie lange stand dies auf der Wunschagenda der ÖBB Werbung und was macht diese so interessant? Karin Seywald-Czihak: Wir stehen als Außenwerber aktuell vor einem wichtigen Schritt in unserer Entwicklung. Von unserer Kernkompetenz, Werbung an den Verkehrsknotenpunkten des Landes anzubieten, wachsen wir weiter in den öffentlichen Raum, mit dem Ziel, ein umfassender Gesamtanbieter für OOH zu werden. Seit rund zwei Jahren sind wir aktiv auf der Suche nach neuen Werbeflächen

AUSSENWERBUNG

außerhalb der ÖBB. Nach dem Produktstart der österreichweiten Fahrradständerwerbung im letzten Jahr ist nun der Gewinn der Vermarktungsrechte der Autobahntafeln ein großer Erfolg und ein wichtiger Meilenstein für uns. medianet: Welche Rolle spielt die Autobahnwerbung innerhalb des Portfolios der ÖBB Werbung? Jochen Kaiblinger: Mit unseren bereits bestehenden Werbeflächen erreichen wir rund 1,3 Millionen Menschen täglich – vor allem die heimischen Bahnfahrerinnen und Bahnfahrer. Mit der Vermarktung von über 850 Autobahntafeln erweitern

Künftig vermarktet die ÖBB Werbung die Asfinag-Autobahnabfahrten.

wir unsere tägliche Reichweite um 1,34 Millionen Kontakte auf Österreichs Schnellstraßen und Autobahnen.

Autobahntafeln sind eine sichtbare und exklusive Werbeform in einem streng reglementierten Umfeld. Wo die Werbung steht, ist sonst keine andere Werbung. Karin SeywaldCzihak GF ÖBB Werbung

tobahntafeln eine sehr effiziente Möglichkeit zur Kundinnen- und Kundenlenkung. Kaiblinger: Im Mediamix mit Werbung am Bahnhof, auf Brücken oder auf Bussen sind sie ein wirkungsvoller Verstärker, um Menschen entlang der gesamten Mobilitätskette wiederholt anzusprechen. Viele Pendlerinnen und Pendler in Österreich sind im Modal Split unterwegs, sie fahren mit dem Pkw zum Bahnhof, mit dem Zug in die Stadt, von dort mit dem Bus in die Arbeit. Auf jedem dieser Kontaktpunkte bieten wir attraktive Werbeformen an. Die wiederholten Blickkontakte auf unterschiedlichen Werbeträgern

© ÖBB Werbung

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medianet: Welche Stärken hat das Medium als Stand AloneProdukt und welches in der Kombination mit anderen Produkten der ÖBB Werbung? Seywald-Czihak: Autobahntafeln sind eine sichtbare und exklusive Werbeform in einem streng reglementierten Umfeld. Dort, wo Werbung steht, ist sonst keine andere Werbung im Umfeld. Wenn beispielsweise ein Geschäftsstandort in der Nähe einer Abfahrt liegt, so sind Au-

sind die beste Möglichkeit, den Recall einer Botschaft nachhaltig zu verstärken. medianet: Bei Außenwerbung zeigen die Zeichen der Zeit eindeutig auf Digitalisierung. Die Autobahnwerbung ist analog. Gibt es die Fantasie, auch diesen Bereich irgendwann zu digitalisieren? Seywald-Czihak: Wir haben diese Möglichkeit bereits im Vorfeld der Bewerbung geprüft. Dabei sind vor allem sicherheitstechnische Vorgaben entscheidend, die berücksichtigt werden müssen. Genauso wie das System Bahn ist das System

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Die wiederholten Blickkontakte auf unterschiedlichen Werbeträgern sind die beste ­Möglichkeit, den Recall einer ­Botschaft nachhaltig zu verstärken. Jochen Kaiblinger ÖBB Werbung

Autobahn ein Umfeld, in dem die Sicherheit der Reisenden oberste Priorität haben muss. Die technische Umsetzung von Digital-Out-of-Home-Systemen auf Hochfrequenzstandorten wäre dennoch eine Option. medianet: Wer ist die Zielgruppe? Zum einen seitens der Konsumenten, aber auch mit Blick auf neu Werbepartner? Kaiblinger: Endkunden-Zielgruppe sind alle Autofahrerinnen und Autofahrer auf Österreichs Autobahnen. Wie bei Außenwerbung im Allgemeinen ist der rasche Reichweitenaufbau in einer breiten Zielgruppe bei Autobahntafeln eine Kernstärke des Mediums. Dazu kommt noch der Vorteil der Regionalisierung – die Werbung ist standortgebunden auf der jeweiligen Abfahrt. So kann der buchende Kunde genau entscheiden – handelt es sich um eine Wegstrecke, die meine Kundinnen und Kunden nutzen, setze ich dort einen dauerhaften Verstärker? medianet: Frage zum Schluss: Wie sieht die Gesamtvision in einer möglichen Endausbaustufe beim Portfolio für die ÖBB Werbung aus? Seywald-Czihak: Wer heute in Österreich unterwegs ist, nützt nicht nur mehr ein Verkehrsmittel, sondern kombiniert die Angebote für sich sinnvoll. Genau dort müssen wir ansetzen und auch unser Portfolio entsprechend erweitern.


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Hoch hinaus © View Elevator (2)

Goldbach baut Programmatic ­Channel bei DOOH deutlich aus: Über 350 Screens in Liften von View Elevator programmatisch buchbar.

Bruttokontakte in zwei Wochen österreichweit, mit Schwerpunkt Ostösterreich. Die Spots werden dabei nur angezeigt, wenn sich tatsächlich mindestens eine Person im Aufzug befindet. Echtzeitkampagnen „Programmatic Advertising ist die zeitgemäße Werbeform, um mit VideoAds datenbasierte Echtzeitkampagnen zu ermöglichen. Die Kampagne passt sich somit an das reale Umfeld an und ist damit der nächste Wachstumsmotor im Bereich Bewegtbild. Diese digitale In-

Spots werden nur ausgespielt, wenn mindestens eine Person im Aufzug ist.

freuen uns über die große Akzeptanz von Aufzugswerbung. at – einer kreativen Art, um Rezipienten in einer optimalen, meist ruhigen und ungestörten Situation anzusprechen und dabei die Stärken von DOOH in Verbindung mit der Flexibilität von Online-Werbung zu nutzen. Durch die programmatische Anbindung ist die Werbung für unsere Kunden nun noch effizienter“, zeigt sich Johannes ­Schober, CEO und Founder des oberösterreichischen Unternehmens View Promotion, erfreut. (mab)

novation treibt die Leistung und Attraktivität von DOOH in vielerlei Hinsicht voran: ertragreiche digitale Plakate, die klassische Standorte und neue städtische Nischen besiedeln, eine bessere Publikumsmessung und die Verwendung von Daten zur Optimierung crossmedialer Kampagnen in Echtzeit. Wir freuen uns, dass das Netzwerk durch Aufzugswerbung. at und somit die Möglichkeiten in diesem attraktiven Bereich für unsere Werbekunden ausgebaut werden“, so GoldbachGeschäftsführer Josef Almer. Standorte frei wählbar Für Kampagnen bei Aufzugswerbung.at sind die Standorte frei wählbar bzw. nach Regionen selektierbar, die Ausspielung erfolgt sensorbasiert. Individuelle Filtermöglichkeiten wie Tages- oder Laufzeiten verfeinern das zielgruppengenaue Targeting. Micro-Targeting-Möglichkeiten werden ebeso angeboten. „Seit dem Start unserer Zusammenarbeit mit Goldbach in der Vermarktung im Jahr 2019 ist unser Netzwerk von 114 auf 354 Screens angewachsen. Wir

© Florence Stoiber

WIEN. Werbung auf insgesamt 354 Screens von View Elevator in Liften von Mehrparteienhäusern, Hotels und Bürogebäuden in frequentierter Lage ist ab sofort auch programmatisch im Goldbach Digital-out-of-HomeNetzwerk buchbar. Der Programmatic Channel des reichweitenstärksten österreichischen DOOH-Netzwerks wächst somit weiter und liegt nun bei 67,65 Mio. Bruttokontakten in zwei Wochen. Insgesamt kommt alleine das View Elevator-Netzwerk auf 2,12 Mio. Playouts und 5,73 Mio.

Goldbach-Geschäftsführer Josef Almer baut DOOH weiter aus.


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AUSSENWERBUNG

Freitag, 6. Mai 2022

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Digitaler Ausbau

BUCHTIPP

Know-how in der Außenwerbung WIEN. Diese hier vorliegende Ausgabe der „essentials“Reihe gibt einen aktuellen Einblick in klassische und digitale Außenwerbung mit den wichtigsten Charakteristika, Kanälen, Einsatzfeldern und Wirkweisen. Der Out-of-Home-Kommunikation kommt im Kampf um die Aufmerksamkeit von Käufern und Nutzern wachsende Bedeutung zu.

Epamedia erweitert ihr Portfolio und launcht insgesamt 23 digitale Posterlight-Flächen im Raum Westösterreich.

© Epamedia (2)

Kampf um Aufmerksamkeit Der Autor bietet einen grundlegenden Überblick über Elemente, Formate und Einsatzfelder von Außenwerbung am Rande von Verkehrsnetzen, zentral im Umfeld von Verkehrsknotenpunkten wie Bahnhöfen oder Parkhäusern oder auf Verkehrsträgern wie S-Bahnen, Taxen oder Lkws. Konkrete Beispiele erläutern die Chancen von Out-of-Home im dialogorientierten Marketing mit mobil und digital vernetzten Zielgruppen im öffentlichen Raum.

Epamedia baut aus: Weithin sichtbare Premium LED-Screens in drei Metern Höhe an topfrequentierten Standorten.

© Springer Gabler Verlag

SALZBURG. Aus analog wird digital: Die Umrüstung von Posterlights zu digitalen LED-Screens ist in vollem Gange. Mit Anfang Mai wurden die ersten digitalen Großflächen von Epamedia in Salzburg in Betrieb genommen; Standorte in Tirol und Vorarlberg folgen in den nächsten ­Wochen. Weithin sichtbar „Weithin sichtbare Premium LED-Screens in drei Metern Höhe an top frequentierten Standorten – damit trumpft Außenwerber Epamedia nun auf“, so CEO Brigitte Ecker. Ab sofort sind die ersten digitalen Posterlights in Salzburg buchbar, bis Juni folgen weitere Flächen in Tirol und Vorarlberg. Die innovativen digitalen Großflächen befinden sich an stark befahrenen städtischen Ein- und Ausfahrtstraßen; sie werden ergänzt durch die digitalen Citylights in der Salzburger Innenstadt. „Mit diesen topmodernen Digital-out-of-Home (DOOH)Medien ermöglicht Epamedia in Salzburg ab sofort ein breites Spektrum an OOH-Werbemöglichkeiten.“ Ecker weiter: „Digital-out-of-Home spielt hier in einem unübersehbaren

Format seine Stärken aus, generiert hohe Reichweiten, glänzt mit bester Sichtbarkeit dank hochqualitativer LED-Screens, und es gibt die Möglichkeit des schnellen Zugriffs, eines unkomplizierten Sujet-Wechsels und einer Reaktionsmöglichkeit auf zielgruppenspezifische Anforderungen.“ In Kürze werden auch Digitalwerte des Outdoor Server Aus­ tria (OSA neu) zur Verfügung gestellt werden, die eine optimierte Planung von DOOH-Kampagnen ermöglichen.

„Tolle Reichweiten“ „Digital-out-of-Home ist höchst flexibel, punktet mit tollen Reichweitenwerten und lässt eine ideale Zielgruppenansprache zu. Wir können tagesaktuell auf Kundenwünsche reagieren und auf diese Weise immer die passende Werbung ausspielen. Unseren Kunden ermöglichen wir damit sowohl auf regionaler als auch nationaler Ebene einen zeitgemäßen Werbemix aus analog und digital. Beide Medien­ arten ergänzen sich wunderbar“, so Ecker.

Digital-out-of-Home ist höchst flexibel, punktet mit tollen Reichweiten­werten und lässt eine ­ideale Zielgruppen-­ Ansprache zu . Brigitte Ecker CEO Epamedia


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Freitag, 6. Mai 2022

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Stets in Bewegung

© Gutenberg-Werbering/Autohaus Lietz

Erfolgreiche und kreativ gelöste Werbung im öffentlichen Raum wurde mit dem Transport Media Award prämiert.

GRAZ. Der Transport Media Award kürt mit einer Expertenjury monatlich die jeweils besten Kampagnen aus Oberösterreich, Steiermark, Salzburg und Tirol. Die Gewinner dieses Mal sind: Autohaus Lietz mit dem Cityrunner Total Look, der Campus02 mit einem Total Look Jumbo Heck, die WKS und die Kids World mit klassischen Jumbo Hecks.

Reichweite Werbung auf öffentlichen Verkehrsmitteln schafft Reichweite und fällt auf.

Facts Transport Media Award Die Initiative des Transport Media Award aus den Außenwerbeunternehmen Gutenberg-Werbering, Ankünder, Progress Werbung Salzburg und Tirol kürt mit einer ­Expertenjury monatlich die jeweils besten Kampagnen aus Oberösterreich, Steiermark, Salzburg und Tirol.

Den Oberösterreich-Sieger begründete die Jury folgendermaßen: „Mit der neuen Straßenbahn vom Autohaus Lietz im Cityrunner Total Look hat man ganz klar den richtigen Drive. Auffälliges schwarzes Design auf beiden Seiten, unterschiedliche Automarken links und rechts, großflächig abgebildete Modelle, klare Messages und superedel angebrachtes gelbschwarzes Branding.“ Der Gesamteindruck punktete. In der Steiermark schaffte es der Auftraggeber Campus 02 mit „klarem Design, einer klaren Message und einem überzeugenden Sujet“ aufs Stockerl. „So geht unkomplizierte Zielgruppenansprache“, meinte hier die Jury.

In der Mozartstadt Salzburg überzeugte ebenfalls die Message der Kampagne der WKS Malermeister – für die Jury ein „Blaues Wunder“ und eine „Idealkombination aus Message, Farbenspiel und effizienter Nutzung des Mediums“.

4 Transport-Wahl Monatlich kürt eine Expertenjury die besten Kampagnen in vier Bundesländern.

Ein Bus im Spielzeugladen Mit dem Werbeträger „Jumbo Heck“, also einer Beklebung auf der Rückseite eines Busses, schaffte es Kids World in Tirol aufs Stockerl für die beste Transport Media-Werbung. Das Fazit der Jury über dieses Projekt: „Transport Media ist absolut ideal für anziehende Mes­sages bei einer großen Zielgruppe.“ (red)

Marginales Wachstum in Q1 Focus: Höchster Anstieg bei Außenwerbung. DOOH mit einem Plus von 45,5% im Vergleich zum Vorjahresmonat und Transport Media mit 38,4% deutlich zulegen können. TV wächst um 5,2 Prozent Das Werbevolumen im TV bleibt nach wie vor auf einem hohen Niveau und wächst um 5,2%. Die anderen Gattungen bleiben in der Entwicklung relativ konstant. (red)

© Ankünder

WIEN. Die Werbebilanz wächst im März nur marginal und kann in Relation zum Vorjahr um 1,7 % zulegen. Für das gesamte Quartal bedeutet dies ein kumuliertes Wachstum in den ersten drei Monaten von sechs Prozent im Vergleich zu 2021. Den höchsten Anstieg im März verzeichnet die Außenwerbung (+ 8,1%), wobei Ambient Media mit +250% einen wahren Boost hinlegt, aber auch

Laut Focus kann sich vor allem Ambient Media über ein deutliches Plus freuen.


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Freitag, 6. Mai 2022

AUSSENWERBUNG

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Neues Duo Infoscreen: Sonja Hornsteiner und ­Alexander Giay verstärken Sales-Team. seither als Mediaplaner tätig. Als Key Account Managerin und Account Manager verstärken die beiden nunmehr das Team von Marketing & Sales-Leiter HansJörg Steiner. Mixed Sales-Doppel „Sonja Hornsteiner und Alexander Giay sind zwei Verkaufspersönlichkeiten mit völlig unterschiedlichen Ausbildungswegen und Berufserfahrungen. Mit diesen sehr spezifischen Kompetenzen und Branchenkontakten sind die beiden eine wertvolle Bereicherung für unser SalesTeam“, freut sich Hans-Jörg Steiner über das Engagement des Mixed-Doppels.

© Wolfgang Kern/Infoscreen

WIEN. Mit Sonja Hornsteiner und Alexander Giay hat der Fahrgast TV-Sender Infoscreen nicht nur sein Sales-Team verstärkt, sondern auch die Beratungskompetenz wesentlich verbreitert. Während die 53-jährige Hornsteiner über eine höchst abwechslungsreiche Karrierebiografie verfügt, zeichnet sich der 26-jährige Giay durch berufliche Geradlinigkeit aus. Hornsteiner war in mehreren Branchen tätig, zuletzt als Geschäftsführerin eines IT- und Dienstleistungsunternehmens. Giay hat vor fünf Jahren das Studium Media- und Kommunikationsberatung an der FH St. Pölten abgeschlossen und war

Sonja Hornsteiner, Hans-Jörg Steiner und Alexander Giay.

Neben dem Geburtsort Wien und der hohen Identifikation mit Infoscreen haben Hornsteiner und Giay allerdings auch noch eine weitere für die Zusammenarbeit wichtige Gemeinsamkeit:

„Beide zeichnet eine große Begeisterungsfähigkeit aus, die sowohl bei Kunden als auch bei den Kolleginnen und Kollegen sofort positive Resonanz auslöst“, erklärt Steiner. (red)

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AUSSENWERBUNG

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© Gewista

Remote Die digitalen ­Flächen sind auch programmatisch buchbar.

Digitalisierungsoffensive Österreichs Out-of-Home-Marktführer Gewista kündigt mit den neuen Digitalen Premium Boards eine weitere Innovation am Werbemarkt an.

Zur richtigen Zeit … „Die Eismarke bei Schönwetter, der Mantel an verregneten Tagen – so werden in Zukunft unsere Flächen noch effizienter und im Sinne der richtigen Zielgruppenansprache genutzt. Zusätzlich herrscht bei unseren Kundinnen und Kunden der Wunsch nach großflächigen Digitalangeboten, die noch auffälliger sind und mit Bewegtbild neue Möglichkeiten eröffnen“, so Andrea Groh, Chief Sales Officer von Gewista. Neben dem Wetter verstärken unter anderem Tageszeiten und anonymisierte Mobilitätsdaten die Genauigkeit im Targeting

2021 wurde das digitale Angebot auf die beiden größten ShoppingCenter des Landes, Westfield Shopping City Süd und Westfield Donau Zentrum, ausgeweitet. Mit dem Ausbau der Premium Boards wird Gewista bald den Meilenstein von 1.000 digitalen Flächen erreichen. „Internati-

Programmatic Advertising ist der maschinell gesteuerte Einund Verkauf von Werbeflächen. Das einer Auktion gleichende Buchungssystem hat sich in den letzten Jahren im OnlineBereich etabliert und erobert aktuell den Out-of-Home-Markt. Die Gewista startete 2022 mit Programmatic OOH auf allen digitalen Werbeflächen in den Markt; entsprechend werden die Digitalen Premium Boards ebenso für den programmatischen Einkauf verfügbar sein. Meilenstein in Sicht Die neuen Flächen können bereits für das zweite Halbjahr gebucht werden. Sie reihen sich in eine Vielzahl digitaler Screens der Gewista ein. So hat man 2014 die ersten Digitalen City Lights in den wichtigsten U-Bahn-Stationen installiert. Ein Jahr später folgten die wichtigsten Einkaufsstraßen wie die Mariahilfer Straße in Wien.

© Gewista/Andreas Tischler

WIEN. Die Digitalisierung wird bei Gewista mit den neuen Digitalen Premium Boards konsequent vorangetrieben. Der Aufbau der ersten Standorte erfolgt im zweiten Halbjahr 2022, geplant sind 200 nationale Umrüstungen der bisherigen Rolling Boards auf digitale LED-Flächen.

Das Social Media-Tool für alle Branchen-Experten

onal hat die Digitalisierung im OOH-Bereich Hochkonjunktur, und wir sind in Zusammenarbeit mit unserem Mutterkonzern JCDecaux Vorreiter in Öster­ reich. Wir setzen unsere Digitalstrategie konsequent fort und attraktiveren dadurch laufend das Angebot“, so Groh. (mab)

Innovation Andrea Groh, Chief Sales Officer von Gewista: „Mit den neuen Digitalen Premium Boards eröffnen sich für Werbetreibende zusätzliche Möglichkeiten der Buchung von GewistaWerbeflächen.“


Foto: Toni Muhr, Sujet: Ankünder

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Freitag, 6. Mai 2022

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Expansion Auch in Öster­ reich wird das digitale Stellennetz von unterschied­ lichen Anbie­ tern massiv ­ausgebaut.

© Infinity Media

an unterschiedlichen Orten ausgespielt werden, um die jeweilige Zielgruppe punktgenauer zu erreichen. Bei Kampagnen über mehrere Wochen kann die Attraktivität durch Ergänzungen am Sujet erhöht werden, damit beim Betrachter ein Überraschungsmoment entsteht.

DOOH: Da ist noch viel Luft nach oben Innovative Chancen und Kreationen in der digitalen ­Außenwerbung sind gefragt – mehr denn je.

WIEN. In vielen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens hat die Digitalisierung massiv Einzug gehalten – auch in der Außenwerbung. In Umfragen und Markterhebungen wird dieser Bereich des Werbemarkts als der am schnellsten wachsende bezeichnet. Die Flexibilität und kurzfristige Buchbarkeit des Mediums haben Kunden die Möglichkeit gegeben, Budgets zielgenauer zu investieren und auch kleinere Budgets effektiv einzusetzen. Ströer vermarktet in Deutschland rund 6.000 Premium Screens und weitere 70.000 Bildschirme. Auch in Österreich wird das digitale Stellennetz von unterschiedlichen Anbietern massiv ausgebaut. Neben dem Ausbau des Stellennetzes wird durch prgramma-

tische Buchungsmöglichkeiten unter dem Begriff „Programmatic“ die Vereinfachung von Buchungen einzelner Stellen und gewünschter Zeiträume vorangetrieben; zusätzlich sollen übergreifende Leistungsdaten für datengetriebene Kampagnen zur Verfügung gestellt werden. Viele Möglichkeiten Ich möchte hier einen anderen Aspekt betrachten: All diese Stellen bleiben leblose Flächen, bis sie – mit Inhalten bespielt – zum Leben erweckt werden. Welche Möglichkeiten bietet dieses eher neue Medium den Werbenden und den kreativen Köpfen unseres Landes? Hier einige Beispiele: In Fußgänger- und verkehrsberuhigten Zonen kann Bewegtbild ausgespielt werden, was zu größerer Aufmerksamkeit und längerer Verweildauer der Rezipienten führt. Videos können dabei durchaus länger als zehn

Sekunden sein, was zu einer größeren Aufmerksamkeit und längeren Verweildauer der Betrachter führt. Teilanimierte Sujets, aber auch Videos können jederzeit geändert und nur zu den Öffnungszeiten, aber auch zu anderen beliebigen Tageszeiten oder

© Infinity Media/Andreas Aust

Gastkommentar ••• Von Peter Stark

Inhalte höchster Qualität Ein bedeutender Wettanbieter hat bei Champions- und Euroleague-Spielen für jedes Spiel spezifischer Mannschaften eigene Sujets präsentiert und den Vorteil des einfachen und kostenlosen Sujet-Wechsels genutzt. In einem nächsten Schritt kann man Spielstand und Quoten mit eigenem Branding live ausstrahlen. Das ist mit jeder Art von Live-Info möglich. Das kreative Potenzial in Bezug auf digitale Außenwerbung ist enorm. Es wird Zeit, die digitalen Flächen in einem gemeinsamen, kreativen Prozess von Kunden, kreativen Agenturen und Anbietern mit Inhalten höchster Qualität zu füllen. Peter Stark ist CEO und Gründer des auf Großflächen spezialisierten Digital-Out-of-HomeUnternehmens Infinity Media.


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COVER

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retail Schwächeln Inflation und Ukrainekrieg dämpfen die Konsumstimmung 40

Verärgert Händler in der Wiener Innenstadt leiden unter Demonstrationen 43

Sensationell Mit Haselnuss und Mandel punktet die neue Suchard Schokolade 52

© jö Bonus Club/Yeliz Saritas

© Mondelez

© Nöm

Therese Bauer

Nöm zwischen Fairness und hohem Kostendruck

jö Bonus Club Therese Bauer verantwortet seit Mitte April die interne und externe Kommunikation des jö Bonus Clubs. Die 47-Jährige war nach ihrem Studium der internationalen Beziehungen auf politische Kommunikation spezialisiert. Nach Arbeitsaufenthalten in Genf und Brüssel war sie für Austria Tabak und OMV im Bereich Corporate Communications und Corporate Affairs tätig.

Die Kosten explodieren. Lieferstopps bei einigen Produkten sind für Nöm-Chef Alfred Berger nicht ausgeschlossen. 38 # #VIELFALTBYMETRO

WENN ES FÜR ALLES EINE METRO MARKE GIBT. © Freeport Fashion Outlet

metro.at

ENTDECKEN SIE DIE METRO MARKEN

Modecenter Das Fashion-Outlet-Center in Kleinhaugsdorf hat sich in Schale geworfen.

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RETAIL

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© Mario Pampel

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Aufschrei aus der Molkereibranche Mit ungewöhnlich deutlichen Worten hinsichtlich Preissteigerung wandte sich die Nöm an die Öffentlichkeit. medianet fragt nach.

••• Von Georg Sander

medianet.at


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RETAIL

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Alfred Berger Zur aktuellen ­Situation findet der Nöm-Vorstand klare Worte.

E

Kraftfutter und Dünger sind starke Teuerungsfaktoren. Die Konsequenz ist, dass sehr genau ‚berechnet‘ wird und es zu weniger Milch­ produktion kommt. Alfred Berger Vorstand Nöm

rechter Lieferant von qualitativ hochwertigen Milchprodukten, jedoch ist die derzeitige Lage der Energie- und Rohstoffversorgung besonders herausfordernd und veranlasst das Unternehmen sogar dazu, vorsorglich Lieferstopps von bestimmten Produkten anzukündigen. medianet hat bei Vorstand Alfred Berger nachgehakt, was das im Detail heißt. Klartext reden In der Kommunikation nimmt sich Berger aufgrund der au-

der Nöm gewohnt sind. „Die Vorlieferanten sichern sich ab, um nicht auf den sich ständig weiter steigenden Rohstoffkosten sitzen zu bleiben“, äußert er Verständnis, sagt aber auch: „Die Angebote sind zeitlich sehr begrenzt. Wir haben leider mit den Handelspartnern zeitlich längere Rhythmen, das ist im Moment finanziell nicht lustig.“

© Nöm

nergie- und Rohstoffversorgung unsicher“, bettitelte die Nöm eine Aussendung – ungewöhnlich klare Worte eines Lebensmittelproduzenten. Nach zwei Jahren Pandemie, teilweise mit Lieferkettenproblemen, stellt der Krieg gegen die Ukraine mit all seinem Leid die Welt vor eine neue Krise. Eine, von der man zumindest in Europa glaubte, sie käme nie wieder. Die niederösterreichische Molkerei gilt bei ihren Handelspartnern als zuverlässiger und zeitge-

ßergewöhnlichen Situation kein Blatt vor den Mund. Die Nöm ist im Processing aktuell noch zu 100% von Gas abhängig; sollte es hier zu Ausfällen kommen, steht der Betrieb still, inklusive der Abholung der Rohmilch bei allen Bauern. Und nun ist die Steigerung der Energiepreise, besonders bei Gas, enorm. „Der Anteil am Endprodukt ist höher als vermutet. Das ganze Unternehmen, von der Sammlung bis zur Erhitzung, Kühlung, etc. ist auf Gasbetrieb aufgebaut“, stellt Alfred Berger klar. Daher spiele sich dies bei jedem Liter Milch doch im mehrere Cent-Bereich ab. Entgegnen kann man dem nicht: „Eine Umstellung auf Öl haben wir geprüft und wir werden diese als Sicherheitsmaßnahme auch umsetzen; die Energiekosten vervierfachen sich dadurch aber. “ 30 Prozent Steigerung Rohmilch ist um 30% pro Liter teurer, also schon das Ausgangsprodukt; das bedeutet, das kostet die Nöm 44 Mio. €, die bereits ausbezahlt sind. Die Milchbauern brauchen aber diesen fairen Preis, um ihre Kosten zu decken: „Mais hat sich auch verdreifacht und Soja ebenso. Daher ist die Futtergrundlage auch enorm ge-

stiegen. Kraftfutter und Dünger sind ebenso ganz starke Teuerungsfaktoren. Die Konsequenz ist, dass das Futter sehr genau ‚berechnet‘ wird und es daher auch zu weniger Milchproduktion kommen wird.“ Milch hat sich also von einem Überschussprodukt zu einem knappen Gut gewandelt. Dazu noch der Krieg in der Ukraine, das wirkt sich nun alles auf die Weltmarktpreise aus. Schon in der erwähnten Aussendung sind Änderungen im Sortiment angekündigt. Da gehe es laut Berger um viele Faktoren: „Früchte sind nicht nur massiv teurer geworden, wir wissen auch nicht, wie die Ernten werden und ob wir ausreichend bekommen, daher kann es sein, dass gewisse Sorten einfach nicht verfügbar sind.“ Das gelte aber auch für so banale Dinge wie Kartons oder Platinen – hier kann es laut den Vorlieferanten immer wieder Engpässe geben. „Finanziell nicht lustig“ Demzufolge hätten Angebote der Vorlieferanten oftmals nur für ein paar Tage Gültigkeit. Die daraus resultierende Anspannung übertrage sich weiter auf die Handelspartner, die einen professionellen Umgang von

Konkrete Zahlen Um es klar zu sagen: Verpackungen wie Karton haben sich verdoppelt bis verdreifacht. rePET ist auch auf dem Weg zum Dreifachen, und Aluminium für die Platinen kostet auch schon mehr als das Doppelte. All das führe zu einem mehr als herausfordernden Geschäftsjahr 2022 für die Molkerei.

Angebote sind zeit­ lich sehr begrenzt. Wir haben mit den Handelspartnern zeitlich längere Rhythmen, das ist im Moment finanziell nicht lustig.

Der allgemeinen Teuerung zum Trotz versucht man sich bei der Nöm dennoch so gut es geht vorzubereiten und auf das Schlimmste vorbereitet zu sein: „Wir haben in einen Zweistoffbrenner investiert, um bei einem Gasstop weiter produzieren zu können.“


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RETAIL

Freitag, 6. Mai 2022

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BILANZ 2021/22

Rohlik-Gruppe weiter im Aufwind

Schwierige Zeiten Inflation und Ukrainekrieg sorgen für eine schlechte Konsumstimmung: Der Einzelhandel in der Eurozone vermeldete für April das erste Minus des Jahres.

© APA/AFP/Ina Fassbender

WIEN. Die Rohlik Gruppe hat das Geschäftsjahr (Mai 2021 bis April 2022) mit einem Netto-Umsatz von 490 Mio. € abgeschlossen – ein saftiges Plus von 53% gegenüber 2020/21. „Unser Umsatzwachstum ist darauf zurückzuführen, dass die Rohlik Group die Marke von einer Million Kunden übertroffen hat, und wir freuen uns, nach der Coronapandemie weder eine Abschwächung noch eine Verlangsamung des Wachstums feststellen zu müssen. Nicht nur ist unser tschechischer Kernmarkt, bezogen auf das EBITDA seit 2018 profitabel, sondern all unsere vier bestehenden Märkte sind auf dem Weg, im kommenden Geschäftsjahr profitabel zu sein“, so Tomáš Čupr, Gründer und CEO der Gruppe.

Inflationsbereinigt bleibt wenig über

50 Mio. € gurkerl.at-Umsatz Über ein Zehntel des Gruppenumsatzes entfällt auf die Österreich-Tochter gurkerl.at, die laut Unternehmensangaben bei 50 Mio. €, 75.000 Kunden und rund 600.000 Bestellungen hält. In den kommenden Wochen geht die Rohlik-Gruppe in Italien, Rumänien und später in diesem Jahr auch in Spanien unter der neuen Marke Sezamo auf den Markt. (red)

© Philipp Lipiarski

Der heimische Einzelhandel leidet unter der hohen Inflation; generell schwächelt der Handel in der Eurozone. WIEN. Die hohe Inflation knabbert am Wachstum des heimischen Einzelhandels: Im ersten Quartal 2022 verzeichnete die Branche zwar ein Umsatzplus von rund 8,2%, preisbereinigt blieb davon allerdings nur noch ein Plus von 2,3% übrig, wie vorläufige und unbereinigte Zahlen der Statistik Austria zeigen. Im Lebensmittelhandel sind die Umsätze nominell um 1,7% zurückgegangen, was real einem satten Minus von 5,8% entspricht. Deutlich besser erging es dem Non-Food-Handel, wo beim nominellen Wachstum von 13,5% inflationsbereinigt noch immerhin 8,2% übrig bleiben. Die Inflation ist derzeit aufgrund des Ukrainekrieges allgemein auf einem hohen Niveau: In Österreich lag die Teuerung im März bei 6,8%, im April dürfte

die Inflationsrate laut Schnellschätzung der Statistik Austria 7,2% erreichen. Damit liegt sie deutlich über den von der EZB angestrebten zwei Prozent. Im März zehrte die Teuerung das Wachstum im Einzelhandel auf. Lag das Umsatzwachstum in der Branche nominell bei 2,6 Prozent, so wurde unter Berücksichtigung der Preisentwicklung ein Minus von 4,2 Prozent gegenüber 2021 verzeichnet. Der Lebensmittelhandel machte reale Einbußen von 4,6 Prozent, der Nicht-Lebensmittelhandel von 5,5 Prozent. Rückgang in Eurozone Insgesamt schwach fällt die Performance des Einzelhandels in der Eurozone aus: Ein Minus von 0,4% gegenüber dem Vormonat (+0,8% gegenüber dem Vor-

Auf dem schnellsten Weg zur passenden Agentur

jahr) bedeutet das erste Umsatzminus des Jahres; während das Geschäft mit Nahrungsmitteln, Getränken und Tabakwaren um 0,8% zulegen konnte, sank der Umsatz im Versand- und Internethandel um 4,3% zum Februar; binnen Jahresfrist steht gar ein Rückgang von 13% zu Buche. Der Handelsverband Deutschland (HDE) kappte bereits seine Prognose für den E-Commerce: „Nach zwei Rekordjahren in 2020 und 2021 stößt das Umsatzwachstum im Onlinehandel in diesem Jahr mit Blick auf die schlechte Konsumstimmung wegen des russischen Krieges in der Ukraine wohl an seine Grenzen“, erklärte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Die Erlöse wachsen demnach zwar weiter, aber nicht mehr so stark wie zuletzt. (APA/red)


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RETAIL

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© Iglo Österreich

KARRIERE

Nur eine Frage der Zeit? Der Druck auf die Politik, auch die Beschäftigten im Lebensmittelhandel von der Maskenpflicht zu befreien, wächst beständig.

Florian Pesjak © APA/Helmut Fohringer

iglo Österreich Mit Februar 2022 übernahm Florian Pesjak (32) die Rolle des Brand & Communication Managers für iglo Österreich. Der Tiroler studierte Management und Wirtschaft in Innsbruck und wechselte 2019 nach zwei Jahren im Key Account Management von Ferrero zu iglo Österreich, wo er seither im Brand ManagementTeam für den Bereich Gemüse tätig ist. In seiner neuen Rolle erweitert er sein Aufgabengebiet um die Kommunikations-Agenden des Tiefkühlmarktführers.

Schulterschluss gegen die Maske © Efko

Gemeinsam mit der GPA fordern Spar, Rewe, Lidl und Hofer das Ende der FFP2-Pflicht für ihre Mitarbeiter.

Markus Luftensteiner efko Mit 1. Mai 2022 übernahm Markus Luftensteiner (36) die Marketingleitung bei efko. Seit 2011 Teil der efko Gruppe und zuletzt Marketingleiter des Tochterunternehmens machland, wechselte der oberösterreichische Betriebswirt nun zum Mutterunternehmen und verantwortet in seiner neuen Position sämtliche Kommunikationsagenden sowie die strategische Markenführung von efko und aller Marken der Unternehmensgruppe.

WIEN. „Island, Finnland, Schweden, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Norwegen, Dänemark, Belgien, Estland und die Niederlande haben die Maske im gesamten Handel bereits abgeschafft. In Österreich ist das gemeinsame Feiern Tausender maskenlos möglich, aber Beschäftigte im Supermarkt müssen eine Maske tragen. Das ist nicht einzusehen. Wir fordern ein sofortiges Ende der Maske im gesamten Handel, um die Beschäftigten nach zwei Jahren Pandemie endlich zu entlasten“, erklärt Barbara Teiber, Vorsitzende der Gewerkschaft GPA, in einer gemeinsamen Stellungnahme mit den Einzelhandesketten Spar, Rewe, Lidl und Hofer. Stimmen des LEH „Wir müssen unseren Teams in den Filialen im wahrsten Sinne des Wortes wieder Luft zum Atmen geben. Bei den aktuellen Fallzahlen ist ein Fortführen der

Maskenpflicht auch nicht mehr belastbar zu argumentieren“, bekräftigt Alessandro Wolf in der Aussendung die Forderung, während der Spar-Vorsitzende Fritz Poppmeier betont, dass der Einkauf im Lebensmit-

Der Einkauf im LEH ist sicher, und es zeigt sich kein ­erhöhtes Infektions­ risiko. Daher fordern wir das schnellst­ mögliche Ende der Maskenpflicht. Fritz Poppmeier Vorstand Spar

telhandel sicher sei und sich „kein erhöhtes Infektionsrisiko“ ­zeige. Rewe-Vorstand Marcel Haraszti verweist auf die „Ungleichbehandlung des Lebensmittelhandels“, die es zu beseitigen gelte, und Hofer-CEO Horst Leitner plädiert für deren „unverzügliche Abschaffung“. Reger Zuspruch für Petition Bereits zuvor hatten Handelsverband und ShoppingcenterVerband ACSP mit der OnlinePetition „Held:innen der Krise entlasten“ den Wegfall der gesetzlichen Maskenpflicht für alle Handelsmitarbeiter eingefordert; Stand Dienstag hielt die Petition bei knapp unter 25.000 Unterzeichnern. „Die Fortführung der Diskriminierung von 130.000 Beschäftigten ist epidemiologisch nicht länger argumentierbar“, so Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will. (red)


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RETAIL

Umsatzminus durch Ringsperren

PERSONALIE

Concardis mit Duo an der Spitze LEOBERSDORF. Mit Wirkung zum 1. April 2022 wurde Damir Leko (re. im Bild) neben Rudolf Amer zum Geschäftsführer und Country Director Austria von Concardis, Teil des führenden europäischen PayTech-Anbieters Nets / Nexi Group, ernannt. Amer hat die Geschäfte von Concardis in Österreich in den vergangenen 13 Jahren alleine erfolgreich geleitet.

Belastung der Unternehmen: Wirtschaftskammer Wien fordert eine Neuregelung der Demo-Routen.

Wachstum vorantreiben Zentraler Fokus der Doppelspitze Leko und Amer in den kommenden Monaten wird es sein, das Wachstum in Österreich zu forcieren und die Digitalisierung und zunehmende Verschmelzung des Online- und OfflineHandels voranzutreiben. Dabei werden Händler und Dienstleister mittels innovativer Paymentlösungen und unter Berücksichtigung lokaler Bedürfnisse und Besonderheiten unterstützt. Leko hat in seiner beruflichen Laufbahn langjährige und umfangreiche Erfahrungen in diversen Führungspositionen gesammelt. Dabei war er mit acht Jahren die längste Zeit im Einzelhandel tätig, zuletzt bei Swarovski als Leiter des VIP-Kundenteams. Seine Paymentexpertise erwarb er beim Zahlungsdienstleister Wirecard. (red)

Dramatischer Umsatzeinbruch Die Umsatzeinbußen sind nach einer aktuellen Erhebung der Wirtschaftskammer Wien deutlich dokumentiert. „Die wöchentlichen Demos kosten die Händler bis zu 70 Prozent des Umsatzes“, erklärt Margarete Gumprecht, Handelsobfrau in der Wirtschaftskammer Wien. Zwar solle jeder sein Recht auf freie Meinungsäußerung aus-

üben können, problematisch sei es aber dann, wenn die Protestzüge immer dieselben Straßen lahmlegen und immer dieselben Geschäfte betriebswirtschaftlich belasten. Gumprecht fordert mithin eine Neuregelung der Demorouten bzw. eine bessere ­Verteilung der Demonstrationen auf das gesamte Stadtgebiet. Negativ für die Volkswirtschaft Offensichtlich wurde das Problem Ende 2021 – das Weihnachtsgeschäft hatte sich Lockdown-bedingt auf das Ein­k aufs­wochenende am 4. Adventsonntag konzentriert. Gleichzeitig waren zahlreiche Demonstrationen angezeigt, entsprechend schlecht war die Stimmung bei den Händlern. Im Verfahren nach dem Versammlungsgesetz hat die Wiener Polizei deshalb erstmals die Wirtschaftskammer Wien ersucht, die negativen volkswirtschaftlichen Effekte von Demonstrati-

onen auf den Einzelhandel darzulegen. Diese Berechnung liegt nun vor. Sie ergibt, dass im Jahr 2021 alleine den Händlern durch die Demonstrationen rd. 23 Mio. € Umsatz entgingen. Über 300 Arbeitsplätze sind weggefallen bzw. nicht geschaffen worden. Kurz gefasst: Das Recht auf Versammlungsfreiheit hindert die Erwerbsfreiheit. Demos am Wochenende „Meist finden die Demonstrationen an Freitagen und Samstagen statt – also gerade dann, wenn viele Gäste und Wochenend-Touristen nach Wien kommen wollen. Die ständigen Demo-Behinderungen und Beeinträchtigungen sind da ein Spielverderber. Wien ist ja nicht weltbekannt für Demos, sondern für sein unverwechselbares Flair. Und das muss so bleiben“, sagt Markus Grießler, Obmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der WKW. (red)

© Concardis/Nets

© APA/Florian Wieser

Grundgesetz Das Recht auf Versammlungsfreiheit kulminiert in Österreich gern auf der Wiener Ring­ straße – sehr zum Leidwesen der Händler in der Innenstadt.

WIEN. Die Wiener Ringstraße ist nicht nur prächtig, sondern auch eine der Hauptverkehrsadern der Stadt – und als solche allzu häufig für Demonstrationen beansprucht. In 2021 kam es zu 71 „Ringsperren“ – meist am Wochenende, wo Touristen und Flanierer in Shoppinglaune unterwegs sind. Die Unbill für die Händler der Innenstadt prolongiert sich in 2022 weiter: Seit Jahresbeginn 2022 kam es zu 17 Ringsperren und insgesamt 55 Demonstrationen.

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RETAIL

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© Christian Dusek/Billa Merkur Österreich

Allerorts Im Marktanteil die Nummer 2, in der Zahl der Outlets aber noch ein kleines Stück voraus: Die ReweGruppe verfügt in Österreich über die höchste Standortdichte.

Viel Handelsmacht in wenigen Händen Laut RegioData-Analyse preschen die Big Player im Handel weiter voran, speziell im LEH. WIEN. Ein Trend, von dem schwer zu sagen ist, ob er durch Corona verstärkt wurde oder auch ohne stark genug wäre, setzt sich in Österreich fort: jener hin zur höheren Marktkonzentration. Im Lebensmittel-, Sport- und dem Drogerie- und Parfümeriehandel kontrollieren einige wenige Marktteilnehmer de facto die gesamte Branche. Das bestätigt einmal mehr eine aktuelle RegioData-Erhebung. Top 5 halten 95% Marktanteil Speziell der stationäre Lebensmittelhandel ist höchst konzentriert: Die fünf größten Unternehmen im Einzelhandel in Österreich bringen es auf 95% des gesamten Marktvolumens. Im internationalen Vergleich gibt es ähnliche Konzentrationsgrade bis dato nur in der Schweiz und in Skandinavien. Allein die Top 3 Spar, Rewe und Hofer stehen hierzulande für satte 84% Marktanteil. Die-

se Vormachtstellung der „Big Three“ währt gefühlt seit ewig, praktisch aber auch schon seit mittlerweile über einem Dezennium. In Sachen Standortanzahl hat dabei übrigens die ReweGruppe knapp die Nase vorn, dicht gefolgt von Spar. Mehr Spielraum für Marktbewegungen bietet der E-Commerce. Spar und Rewe stehen hier für bald 50% des Onlinehandels, allerdings kämpfen ebenfalls reine Online-Supermärkte wie gurkerl.at, Alfies und Co. zunehmend um Marktanteile. Insgesamt, bezogen auf sechs von acht untersuchten Branchen, halten die je fünf größten Händler über 80% Marktanteil. Wachstum in Form von Übernahmen oder Expansionen wird zwar kaum noch möglich sein, aber einzelne Marktteilnehmer wachsen auch organisch konstant – und gewinnen damit weiterhin an Dominanz, während speziell im Möbelhandel klei-

nere Anbieter allesamt an konstanten Marktanteilsverlusten leiden. Das interessanteste Gefilde in der heimischen Handelslandschaft ist die Modebranche: Während die Konsumausgaben

im LEH mit 84%iger Sicherheit in einen der „Big Three“ fließen, können im Textilhandel H&M (inkl. COS), C&A und Peek&Cloppenburg nicht einmal 1/3 des Umsatzes auf sich vereinen. Selbst wenn man die viertund fünftplatzierten KiK und Zara hinzuzählt, sind es nur 36% Marktanteil für die fünf stärksten Marktteilnehmer. Die Triebkraft für die Verringerung des Konzentrationsgrades in der Modebranche ist die zunehmende Zahl an reinen Internetunternehmen und virtuellen Marktplätzen wie Amazon und Zalando – waren es vor fünf Jahren noch etwa 20% Onlineanteil an den Bekleidungsausgaben, sind es nun 40%. (red)


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Auf einen Kaffee mit Meinl

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MODEHANDEL

Hugo Boss legt deutlich zu

Selecta, der Marktführer in Sachen Betriebsverpflegung, und Julius Meinl unterzeichnen eine Partnerschaft für Officelösungen.

METZINGEN. Der deutsche Modekonzern Hugo Boss sieht sich auf gutem Kurs. „Wir sind mit einem Rekordumsatz im ersten Quartal sehr gut in das Geschäftsjahr 2022 gestartet“, sagte Firmenchef Daniel Grieder. Dank gestiegener Nachfrage in Europa und Amerika schnellte der Umsatz in den ersten drei ­Monaten um 52% auf 772 Mio. € hoch. (APA) AUSGEZEICHNET

© Selecta/Peroutka

Ehrenzeichen für einstigen dm-Chef

WIEN. Ab sofort ist Julius Meinl, Kaffee-Marktführer in der heimischen Gastronomie, Premiumpartner von Selecta Österreich. Selecta, als Anbieter für innovative Lebensmittel- und Getränkelösungen am Arbeitsplatz, führt damit eine der traditionsreichsten Österreichischen Kaffeemarken in seinem Sortiment. Julius Meinl Premium Blends werden in Zukunft im maßgeschneiderten „Julius Meinl Coffee Corner“ in den hei-

mischen Büros zu belebenden Kaffeepausen einladen: vom Blend in bester Wiener Kaffeehaustradition, über eine kräftige italienische Espresso-Mischung bis zum Bio-Fairtrade Blend lautet die Auswahl. Kaffee als „Dankeschön“ Christina Meinl, Geschäftsführerin Julius Meinl Österreich, dazu: „Eine unserer europaweiten Studien ergibt, dass die Einladung auf einen Kaffee von mehr als der

© dm/Neumayr

Andreas Kabela, Managing Director Selecta Österreich, mit Christina Meinl, Geschäftsführerin Julius Meinl Österreich.

Hälfte der Befragten als Dankeschön und Wertschätzung für Kolleginnen und Kollegen empfunden wird, was zeigt, wie wichtig ein gemütlicher Kaffeecorner im Office ist. Ich freue mich, mit Selecta einen Partner zu haben, der ebenso viel Wert auf Qualität legt wie wir. Darüber hinaus verbindet uns Innovationsgeist und unser Anspruch, treibende Kraft am Markt zu sein.“ Somit: Beste Voraussetzungen für die Partnerschaft. (red)

SALZBURG. Manfred Kühner (li. im Bild) wurde das Ehrenzeichen des Landes Salzburg durch LH Wilfried Haslauer verliehen. „Die Auszeichnung ehrt mich sehr, insbesondere da sie nach fast 37 Jahren erfüllter Berufstätigkeit einen erinnerungswürdigen Abschluss meiner Karriere bei dm markiert und gleichzeitig die Entwicklung des Unternehmens würdigt“, freut sich Kühner.

Gemüse vom Schotthof WÖRGL/THAUR. Beste Qualität und nachvollziehbare, regionale Herkunft: Der Schotthof in Thaur von der Familie Josef Norz ist seit fünf Jahrzehnten ein treuer und verlässlicher Partner für erntefrisches Gemüse und knackige Salate aus Tirol. „Gemüse ist eines der wertvollsten Lebensmittel und sollte bei keiner Mahlzeit fehlen. Unser Gemüse wird vollreif geern-

tet und hat keine langen Transportwege. Diesen Unterschied schmeckt man“, weiß Josef Norz. Spar bezieht schon viele Jahre das Gemüse vom Schotthof. Ab sofort sind die erntefrischen Produkte wieder in den Supermärkten erhältlich. Der Schotthof in Thaur ist einer von 154 Tiroler Produzenten, die für Spar knapp 2.400 regionale Produkte liefern. (red)

© Spar

Josef Norz beliefert Spar seit fünf Jahrzehnten.

Theresa & Josef Norz mit Sprösslingen.

Ein Leben für dm Manfred Kühner war jahrzehntelang Teil der Geschäftsführung bei dm und hatte knapp 15 Jahre die Position als stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung von dm Österreich inne. Seit 2010 ist er Obmann im Landesgremium des Handels mit Arzneimitteln, Drogerieund Parfümeriewaren. (red)


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© Eurogast Österreich (2)

Flott ­unterwegs Der Markenrelaunch soll im Herbst abgeschlossen sein und umfasst neben neuer Website, Webshop und EigenmarkenEtiketten auch das Lkw-­ Branding.

Die Eurogast wird größer und bunter Mit der Aufnahme der Zeller Gruppe unterzieht sich der Gastronomiegroßhändler einem Marken-Relaunch. ZAMS. Im Februar hatten Eurogast und die AGM Zeller Gruppe in einem gemeinsamen Statement erklärt, künftig gemeinsame Wege gehen zu wollen – mit 1. Mai wurde das Vorhaben Realität, die Vereinigung selbstständiger Pinzgauer Kaufleute schloss sich mit ihren fünf Cash&Carry-Standorten in Altenmarkt, Bad Hofgastein, Zell am See, Salzburg und Hall in Tirol der Eurogast Österreich an, unter deren Dach zehn private Gastronomiegroßhändler mit 16 Standorten in ganz Österreich vereint sind. Mit der im Zuge der Expansion gen Westösterreich geschlossenen Lücke sowie der im Sommer 2021 beschlossenen Kooperation mit dem Südtiroler Frischlieferanten Gastrofresh (und der damit verbundenen Ausweitung des Liefergebiets bis zum Gardasee) ist die Eurogast massiv gewachsen – und hat parallel dazu auch in Sachen Marken-

auftritt zur Generalüberholung angesetzt: „Während der Pandemie waren wir sehr fleißig und nutzten die Zeit nicht nur, um weiter zu wachsen, sondern auch, um am Markenauftritt der Eurogast zu arbeiten. Unser Motto lautet für dieses Jahr: ‚Alles neu bei Eurogast!“, so Peter Krug, Geschäftsführer von Eurogast Österreich. Präsentation bei der Gast 2022 „Durch die neue Größe, die Verstärkung durch die Zeller Gruppe und die besondere, regional verankerte Struktur der Eurogast sind wir nun noch konkurrenzfähiger, schlagkräftiger, schneller und unterscheidbarer von den großen internationalen Konzernen. Um diesen Wachstumsschritt noch besser nach außen zu tragen, modernisieren und verschönern wir auch unsere bestehende Marke“, führt Krug aus. Die Eurogast befinde sich aktuell „im größten Relaunch der

letzten dreißig Jahre“; mit dem neuem Auftritt soll die Marke bunter und vielfältiger werden: Bis zum Herbst sollen laufend Neuerungen rund um Flugblatt, Website, Webshop, Lkw-Branding und vieles mehr folgen. So werden auch die 300 EurogastEigenmarken in ein vollkommen neues Gewand gehüllt. Auf

der „Gast 2022“ – von 5. bis 9. November in Salzburg – könne man sich einen Eindruck von der „neuen Welt von Eurogast“ machen. Krug: „Unsere bisherigen Werte konnten wir mit dem neuen Auftritt noch weiter festigen und diese noch zusätzlich um neue Werte ergänzen. So legen wir dank unserer heimischen Lieferanten künftig noch mehr Fokus auf Nachhaltigkeit und Regionalität.“ Seit 57 Jahren 1965 gegründet, werden die Geschäfte der Eurogast Gruppe seit der Neuaufstellung 2020 von den beiden Eigentümern Franz Sinnesberger und Alexander Kiennast gemeinsam mit Peter Krug von der neuen Unternehmenszentrale in Zams aus geführt. (red)

Eurogast-Geschäftsführer Peter Krug (r.) mit Rudolf Schwarzenbacher, Geschäftsführender Gesellschafter der Adeg Zell am See GmbH.


KONSUM DIALOGE Woher kommen unsere Lebensmittel? Wer erzeugt und verteilt sie? Wer profitiert davon, wer nimmt dabei schaden? Und wie können wir all das beeinflussen? Gemeinsam mit 3 Minister*innen, über 50 Organisationen und 100 Expert*innen aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft & Landwirtschaft und Gesellschaft suchen wir nach Antworten. Beteiligen Sie sich daran. Die Teilnahme ist kostenfrei möglich!

11. bis 13. Mai 2022 Hallein bei Salzburg Anmeldung zur kostenfreien Teilnahme unter:

www.konsumdialoge.at


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Modische Grenzgänger in Kleinhaugsdorf Einst Duty Free-Shop, nun Destination für Modebewusste: das Freeport Fashion Outlet-Center an der österreichisch-tschechischen Grenze.

••• Von Christian Novacek

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as Freeport Fashion Outlet-Center an der österreichisch-tschechischen Grenze bei Kleinhaugsdorf präsentiert sich im frischen Look. Auf einer vermietbaren Fläche von rund 22.400 m² sind 75 Shops mit rund 250 internationalen Top-Brands wie Tommy Hilfiger, Adidas, Under Armour, Nike, Levi’s, Gap, Guess, Puma, Wellensteyn und Calvin Klein untergebracht. Dem Konzept „Große Marken zu kleinen Preisen“ bleibt man treu – und will es zu Zeiten der Teuerung zur Erfolgsformel upgraden. Das Outlet-Center bietet Mode, Sport- und OutdoorBekleidung, Schuhe, Schmuck, Accessoires und Heimtextilien ganzjährig bis zu 70% günstiger an als der empfohlene Verkaufspreis.

Fashion Outlet

Das österreichische Outlet-Center Freeport hat an 363 Tagen im Jahr von 10:00 bis 21:00 Uhr geöffnet und zählt zu den führenden Outlet-Centern Mitteleuropas. Die Beteiligungsstruktur im Detail: Je 40% die Wiener Immobilienentwickler Franz Kollitsch und Erwin Krause sowie 20% die ­Pensionskasse der Zahnärzte Berlin.

© Freeport Fashion Outlet (2)

75 Shops in 40 Minuten Das Freeport Fashion Outlet-Center in Kleinhaugsdorf liegt an der österreichisch-tschechischen Grenze und verzeichnet jährlich rd. zwei Mio. Besucher. Rund 75 Shops mit über 250 internationalen Top-Marken sind dank der Schnellstraße S3 in 40 min von Wien aus mit dem Pkw erreichbar.

Sonntags offen Auch am Wochenende herrscht im ­Freeport Fashion Outlet in Kleinhaugsdorf reger Betrieb. Da der Einkaufstempel für Fashionistas dem tschechischen Ladenöffnungsgesetz folgt, werden die 1.300 GratisParkplätze an 363 Tagen im Jahr benutzt.


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© Freeport Fashion Outlet (3)

Attraktionen Das Freeport hat einige beliebte Ausflugsziele sozusagen in Griffweite: das Time Travel ­Museum (l.), eine Kart-Bahn sowie die Kinderwelt Merlin.

Modisch affin 75 Top-Brands mit besonders starkem Fashion-Bezug haben im Freeport ein Dach gefunden – wortwörtlich, denn das Outletcenter ist ein wettergeschütztes Indoor-Village.

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Kontinuierliches Upgrade Der Gewinn neuer PremiumShops, allen voran Under Armour, Gap, Gerry Weber, Triumph und Calvin Klein, soll zeigen: Der Standort wird für internationale Designer- und Luxusmarken interessanter. Neue Shops, Cafés, Restaurants sowie attraktive Ausflugsziele und Wellnessmöglichkeiten in unmittelbarer Umgebung sorgen für eine verbesserte Shopping-Atmosphäre. In den Genuss davon kommen immer mehr Familien, die das Shoppingerlebnis mit einem Ausflug kombinieren. Über zwei Mio. Besucher verzeichnet Freeport jährlich. Die Shops sind dank der Schnellstraße S3 in 40 min von Wien aus mit dem Pkw erreichbar. 1.300 Gratis-Parkplätze vor den Toren des Outlet-Centers stehen auch am Wochenende zur Verfügung, denn zu den wesentlichen Erfolgsfaktoren zählt die Sonntagsöffnung. Ein weiterer Erfolgspfeiler: Bei Freeport handelt es sich um ein wettergeschütztes Indoor-Village. Eine markante Wolkendecke, wie im Caesars Palace in Las Vegas, sowie großzügig gestaltete Glasflächen sorgen somit für die angenehme Atmosphäre in der Einkaufsstraße. Highlights & Events Mit den Auflockerungen der Maßnahmen im Zuge der Covid19-Pandemie stehen die Zeichen in der Region um Freeport auf Aufschwung. Dazu tragen die angrenzenden Attraktionen bei – beispielsweise das Time Travel Museum „Terra Technica“, wo auf einer Fläche von rund 8.500 m² 800 Jukeboxen, 250 Flipper, historische Spielkonsolen sowie ein Batmobil und Accessoires diverser Superhelden speziell familienfreundlich punkten.


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© Brau Union Österreich

Sonnenkraft Über 5 Mio. hl Bier setzt die Brau Union ­Österreich in einem Jahr ab – für die Produktion kommt wie in Göss (Bild) zusehends die Sonnenenergie zum Zug.

Die Sonne braut das bessere Bier Brau Union Österreich setzt auf Sonnenenergie und will bis 2030 in der gesamten Produktionskette CO2-neutral sein.

Ein sonniges Herzensanliegen Das Herzensanliegen gestaltet sich vor allem sonnig: „Neben dem kontinuierlichen Bemühen, den Energieverbrauch zu reduzieren, werden fossile Energien in unseren Brauereien kontinuierlich durch erneuerbare Energie ersetzt“, so Straka. Und: „An immer mehr Brauereistandorten ist es auch die Sonne, die hier Wärme und Energie liefert.“ So ist etwa in der Grünen Brauerei

Göss bereits seit 2013 eine Solaranlage in der Größe eines Drittels eines Fußballfelds in Betrieb. Weiters: Seit 2019 wandelt auf dem Dach der Villacher Brauerei eine 5.400 m² große Photovoltaikanlage Sonne in Strom um. Die Fläche, größer als ein Fußballfeld, deckt mehr als ein Drittel des Jahresenergiebedarfs der Brauerei ab. Oder, in Bier gerechnet: Jährlich 18 Mio. Flaschen Villacher Bier werden mit Sonnenergie erzeugt. Noch größer ist die Photovoltaikanlage in der Brauerei Puntigam. Sie wurde Ende 2020 sogar auf 7.000 m² installiert. Mit der Energie aus dieser Anlage können 565 private Haushalte versorgt werden – dafür wurden 3.156 Module auf einer Fläche von rund 14.000 m² verbaut. Eine noch im Bau befindliche Erweiterung soll noch mal 300.000 kWh/Jahr bringen, die direkt in der Brauerei für Produktion und Abfüllung verwendet werden.

Auch die Brauerei Schleppe in Klagenfurt hat 2021 auf einem Hallendach eine PV-Anlage in Betrieb genommen und erzeugt damit rund 170.000 kWh Strom, der zur Gänze von der Brauerei genutzt wird. Im niederösterreichischen Wieselburg wurde

© Brau Union Österreich/Wilke

LINZ. Die Brau Union Österreich will eine nachhaltige Bierkultur schaffen – und setzt sich dafür Ziele, die in Gestalt von Leuchtturmprojekten dem Pariser Klimaabkommen zehn Jahre voraus sein wollen. „Nicht nur am bevorstehenden Tag der Sonne: Nachhaltigkeit ist unser Herzensanliegen“, sagt entsprechend Gabriela Maria Straka, Mitglied des Management Boards und Director Corporate Affairs & CSR.

2021 ebenfalls eine PV-Anlage auf einer Dachfläche von 3.200 m² in Betrieb genommen. Ehrgeizige Ziele „Wir wollen mit unseren nachhaltigen Projekten die großen Herausforderungen unserer Zeit sowie unsere Lösungsansätze dafür aufzeigen und vorleben, wie wir alle verantwortungsvoll und bewusster mit unserer Erde umgehen können – und setzen uns dabei durchaus ehrgeizige Ziele“, erläutert Straka unter Verweis darauf, dass die Brau Union als erstes Brauereiunternehmen weltweit bis zum Jahr 2030 in der gesamten Produktion CO2-neutral sein soll, bis 2040 sogar in der gesamten Wertschöpfungskette. (red)

Wir wollen vorleben, wie wir verantwortungsvoll und bewusster mit unserer Erde umgehen können – und setzen uns dabei ehrgeizige Ziele. Gabriela Maria Straka Brau Union


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Rollercoaster Wellpappe-Markt

OTTAKRINGER

Startschuss für das Maifest WIEN. Die Eventreihe der Ottakringer Brauerei geht in die nächste Runde: Nach der im April veranstalteten offiziellen Grillsaisoneröffnung findet kommende Woche von Mittwoch bis Sonntag (11. bis 14. Mai) das neu inszenierte Ottakringer Maifest statt. „Wir stehen für Vielfalt, das Pulsieren und das bunte Treiben, die das städtische Leben so einzigartig machen. Genau das wird auch wieder bei unserem Maifest zu spüren sein. Wir freuen uns auf alle Gäste, die uns am Ottakringer Standort besuchen und mit uns gemeinsam in feierlicher Stimmung ein frisch gezapftes Ottakringer zu gutem Essen genießen möchten“, so Harald Mayer, Geschäftsführer der Ottakringer Brauerei.

Die heimische Wellpappe-Industrie verzeichnet solides Wachstum, kämpft aber mit extremem Kostendruck.

Wellpappe Austria ein solides Wachstum von plus 3,9%. In absoluten Zahlen ist das eine Fläche von 270 Mio. m², in Tonnen beläuft sich die Steigerung auf 4,5% (129.600 t). Systemrelevanz bewiesen „Ohne Verpackungen aus Wellpappe wäre der moderne Warenverkehr heute nicht machbar“, sagt Kaar. Die Pandemie habe gezeigt, „dass wir systemrelevant sind“. Zwei Drittel aller in Österreich transportierten Waren werden in Wellpappe verpackt, großen Anteil hat dabei die gestiegene Nachfrage aus der Lebensmittel-, Getränke- und Konsumgüterindustrie (54%), gefolgt von Möbel, Elektronikteilen, Maschinen und Fahrzeugen (19%) sowie Logistik und Onlinehandel (zwölf Prozent).

Angetrieben wird die Entwicklung auch von Möbelgigant Ikea, der bis 2028 gänzlich auf Kunststoffverpackungen verzichten will. „Das ist der nächste große Meilenstein auf unserem Weg, Verpackungen nachhaltiger zu machen. Unser Schwerpunkt wird dabei auf Papier und Wellpappe als recycelbarem und erneuerbarem Material liegen“, sagt Florian Thalheimer, Sustainability Manager Ikea Österreich. Während die Lage der Beschäftigten sehr stabil ist – die Branche beschäftigt derzeit rd. 1.900 Mitarbeiter und bildet jährlich 80 Lehrlinge in 14 Lehrberufen aus –, ist bei den Preisen aufgrund der Rohstoffkrise, die seit 2021 Preissprünge von bis zu 70% zur Folge hatte. derzeit keine Besserung in Sicht. (red)

Marketing & Media – hier findest du alle Experten

Eisstockschießen & Quiz Geboten wird den Besuchern – jeweils von 16 bis 22 Uhr – eine Auswahl 26 verschiedener Fassbiere, täglich neue FoodtruckHighlights, abendliche PubQuizzes, eine Eisstock-Bahn und eine Reihe weiterer Outdoor-Aktivitäten. Als Gewinn winkt u.a. eine Otta­ kringer-Ballonfahrt. (red) Der Ottakringer Event­ kalender findet sich unter: ottakringerbrauerei.at

© Ottakringer Brauerei

© Forum Wellpappe/APA-Fotoservice/Schedl

Abschied vom Kunststoff Stephan Kaar (Sprecher Forum Wellpappe Austria), Florian Thalheimer (Ikea Österreich, Sustainability Manager) und Florian Döbl (Forum Wellpappe Austria, v.l.).

WIEN. In der Wellpappe-Indus­ trie geht es seit dem Ausbruch der Pandemie drunter und drüber: Einem massiven Nachfrageplus nach WellpappeVerpackungen folgten extreme Preissprünge bei Rohpapier, aktuell ist die Branche von der angespannten Lage am Energieund Rohstoffmarkt belastet. „Diese Situation fordert all unsere Kräfte“, sagt Stephan Kaar, Sprecher des Forum Wellpappe Austria. „Die Pandemiepläne haben sich bewährt und helfen uns auch in der derzeitigen Situation. Wir haben unsere Lieferketten bestmöglich abgesichert.“ Der Bedarf ist indes ungebrochen hoch, wie die Zahlen für das 1. Quartal 2022 zeigen: Beim mengenmäßigen Absatz (in Mio. m²) verzeichneten die fünf Mitgliedsunternehmen des Forum

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will haben Supersalate und Sensationen © Herbeus Greens

Simply Good gart auch in der Mikrowelle

© Mondelez

••• Von Christian Novacek

„Supersalat“

Neue Sensation

Das österreichische Start-up Herbeus Greens stellt mit der Jungerbse einen „Green ­Hero“ ins Regal. Die Jungerbse punktet neben ihrem knackigfrischen und intensiven Geschmack mit einem besonders hohen Anteil an Protein und Vitamin C – dank innovativer Anbauweise an 365 Tagen im Jahr. Erhältlich ab sofort im gut sortierten Lebensmittel­ einzelhandel, z.B. bei MPreis, gurkerl.at und Metro, im 80 gBeutel zum UVP von 2,29 €.

Langjährige Erfahrung, erlesene Zutaten und gut gehütete Rezepte sind das Erfolgspatent hinter der Suchard-Schokolade. Intensiver Geschmack und Genuss pur sollen ab sofort auch die neueste Sorte Suchard Sensations Haselnuss & Mandel bieten. Die 100 g-Tafel löst Menthe als sechste Sorte im Suchard Sensations-Sortiment ab. Ab sofort ist das Produkt auch auf den neu gestalteten Sensations-Displays zu finden und bleibt fixer Bestandteil des Suchard-Sortiments.

www.herbeusgreens.com

© Billa/Robert Harson

www.suchard.at

Dampfgaren in der Mikrowelle im Sinne des gesunden Lifestyles: Die neuen Gerichte von Simply Good machen’s möglich – ab sofort bei Billa und Billa Plus.

© Almdudler/Rafaela Pröll

Zuckerfrei in der Glasflasche Im Idealfall ist es so: Wenn die Natur erwacht, achten wir verstärkt auf unser Wohlbefinden – und bei vielen Menschen rücken zuckerfreie Lebensmittel in den Fokus. „Für all diese haben wir jetzt eine gute Nachricht: Erstmalig gibt es Almdudler Zuckerfrei auch in unserer beliebten ikonischen 0,35 Liter Glas-Mehrweg-Formflasche“, verkündet Sprudelfabrikant Heribert Thomas Klein. Die zuckerfreie Almdudlervariante kleidet sich ab sofort so kultig wie das Original, nur eben mit 0% Zucker und nur 1,4 Kilokalorien pro 100 ml. www.almdudler.at


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COVER

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financenet & real:estate Vorsorge Hoher Anteil der Befragten ist zufrieden mit der Pensionskasse 57

S-Immo Bestes JahresErgebnis der gesamten Unternehmensgeschichte 58

Porr Back in black und mit Klemens Eiter als neuem CFO im Vorstand 60

© Andreas Jakwerth

ERSTE GROUP

© PantherMedia/AndreyPopov

Starke operative Performance

Die Inflation ist zurück – was Anleger tun können

WIEN. Die Erste Group verzeichnete im ersten Quartal 2022 einen Anstieg des Betriebsergebnisses um 10,4% auf 801 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr. Der Zinsüberschuss stieg um 18,8% aufgrund von Zins­ erhöhungen in Tschechien, Ungarn und Rumänien so­ wie aufgrund eines soliden Wachstums des Kreditvo­ lumens, insbesondere bei Hypothekarkrediten und im Unternehmenssegment. Der Provisionsüberschuss stieg um 14%. Stefan Dörfler, CFO Erste Group: „Die Volkswirt­ schaften Zentraleuropas ha­ ben sich bislang als wider­ standsfähig erwiesen.“ (red)

© PantherMedia/Goodluz

© Visualisierungen: Cuubuus architects & developers

Experten sagen, wie es nun weitergehen könnte und wie man den Wertverlust des Ersparten bremst. 54

Merkur Mehr Digitalisierung für mehr Kundenservice mit Kyndryl-Partnerschaft.

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Cuubuus Gründerzeitarchitektur trifft im Projekt „Das Artmann“ auf Innovationen.

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FINANCENET

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© PantherMedia/stocksnapper

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Totgeglaubte leben leider manchmal länger Hohe Inflation und niedriges Zinsumfeld fressen die Ersparnisse auf. Wie es nun weitergehen könnte und man seine Schäfchen trocken hält.

••• Von Reinhard Krémer

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as während der letzten Jahr­ zehnte schon fast völlig in Verges­ senheit geraten war, kam nun mit voller Wucht zurück: Die Inflation ist wieder auferstanden. Im März wurde

der höchste Wert seit 40 Jahren in Österreich gemessen, gleich­ zeitig verharren die Zinsen auf einem tiefem Niveau. Die Experten der Raiffeisen Centrobank (RCB) nehmen das aktuelle Umfeld zum Anlass, Möglichkeiten aufzuzeigen, die zur Verfügung stehen, um ei­ nerseits den Wertverlust des

Ersparten zu bremsen und an­ dererseits Marktchancen zu er­ kennen und zu nutzen. „Das Niedrigzinsumfeld der vergangenen Jahre hat sein Übriges dazu beigetragen, um Gelder auf Sparbüchern oder -konten anzuknabbern. Was wir allerdings jetzt sehen, ist die höchste Inflation seit Jahrzehn­

ten“, sagt Heike Arbter, Mitglied des Vorstands der Raiffeisen Centro Bank (RCB). „Das führt dazu, dass Erspar­ tes sprichwörtlich aufgefressen wird. Wer beispielsweise vor zehn Jahren 10.000 Euro auf einem Sparkonto angelegt hat, hat heute einen Wert von 8.121 Euro zur Verfügung. Der reale


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FINANCENET

erhöhung in einer wirtschaftli­ chen Abschwächung möglichst vermeiden. Die EZB plant wei­ terhin ein Ende der Nettoanlei­ hekäufe für das dritte Quartal. Höhere Leitzinsen sind derzeit erst nach dem Ende der Anleihe­ käufe geplant und dies auch in Abhängigkeit von der Datenlage.

ängste mit Wertpapieren hatten, ist die Zeit gekommen, sich mit Produkten vertraut zu machen, die den realen Wertverlust des Angesparten stoppen können. Zertifikate zählen für mich zu jenen Produkten, die es lohnt, sich näher anzusehen – egal ob mit der Bankberaterin oder dem Bankberater des Vertrauens oder in Eigenrecherche. Wich­ tig ist, den Zeitpunkt zu han­ deln nicht zu übersehen“, sagt ­Arbter.

Erspartes wird sprichwörtlich aufgefressen. Der reale Wert­ verlust ist enorm.

Gekommen, um zu bleiben Hinzu kommt nunmehr die noch weiter steigende Inflation, die sich nach Ansicht der RCB noch länger halten wird. Selbst ein prognostizierter Anstieg des Zinsniveaus kann daher die In­ flation nicht zur Gänze abfedern. Die Zinsen werden weiterhin unter der Inflationsrate bleiben. Auch die gestiegene Unsicher­ heit – ausgedrückt in einer er­ höhten Volatilität – an den Ak­ tienmärkten kann so manchen Anleger nervös machen. Für Zertifikate gilt in solchen Phasen jedoch, dass sich besonders inte­ ressante Möglichkeiten ergeben können. Zertifikate als Polster „Gerade für Anleger, die in der Vergangenheit Berührungs­

+3% Viel zu hoch Die Kerninflation – sie schließt die Preise für Lebensmittel und den Energiesektor aus der Berechnung aus – liegt mit 3% mittlerweile deutlich über der von der Europäischen Zentralbank angestrebten 2%-Marke.

Wie’s jetzt weitergeht Die Europäische Zentralbank (EZB) hat in ihrer jüngsten No­ tenbanksitzung bekräftigt, die Geldpolitik ab dem dritten Quartal 2022 zu normalisieren. Der Einlagezins liegt auf seinem bisherigen Niveau von minus 0,5% und die Leitzinsen bei 0%. Die weitere Entwicklung der Konjunktur und die jeweils ak­ tuelle Datenlage werden von der EZB als Barometer für weitere Entscheidungen herangezogen. Es wird vor allem davon abhän­ gen, ob es zu einem Energieem­ bargo gegen Russland und somit zu einer Rezession durch eine Energiekrise kommt, meinen die Analysten des Salzburger Bank­ hauses Spängler. Keine harte Landung So ist trotz hoher Inflation die zögerliche Haltung der EZB zu erklären. Man möchte eine Zins­

© Raiffeisen Centrobank

Heike Arbter Vorstandsmitglied RCB

Wertverlust ist enorm“, so die RCB-Expertin.

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Das Dilemma der EZB Der europäischen Notenbank ist jedoch bewusst, dass die Kerninflation mit drei Prozent mittlerweile deutlich über der zwei Prozent-Marke liegt. Dies bestärkt sie, die Anleihekäufe auch wirklich zu beenden. Die hohe Inflation spricht eigentlich für eine schnelle Straffung der Geldpolitik. Dies könnte allerdings die durch den Ukrainekrieg ohnehin belastete Wirtschaft weiter schwächen, was eher für eine Fortsetzung der lockeren Geldpolitik spre­ chen würde. Kommt nun die Stagflation? Einige Ökonomen warnen ­bereits vor einer Stagflation, also einer Kombination aus hoher Inflation und wirtschaftlicher Stagnation. Sollte es zu keiner Energiekri­ se und einer Rezession kommen, sind Zinserhöhungen im dritten und vierten Quartal 2022 sowie im ersten Quartal 2023 möglich. Über diesen Zeitpunkt hinaus könnte es zu einer Zinspause kommen, da eine sichtbare Kon­ junkturverlangsamung und eine geringere Inflation den Zinsan­ hebungsdruck abschwächen. Das Abwarten der Europäischen Zentralbank ist erklärbar, jedoch auch riskant, denn die Inflation kann trotz einer schwachen Kon­ junktur weiter steigen, wenn die Geldpolitik zu expansiv ist. Mit Blick auf die gestiegene Unsicherheit in Europa durch den Angriff Russlands auf die Ukraine hält sich die EZB alle Optionen für eine flexible Geld­ politik offen, sind die SpänglerExperten überzeugt.


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© PantherMedia/Goodluz

Assekuranzen Die Versiche­ rungsbranche ist zu einem Ort der digitalen Innova­ tion geworden. Der Trend soll den Kundenser­ vice verbessern helfen.

Merkur setzt mit Kyndryl auf Digital Mehr Digitalisierung für noch mehr Kundenservice – Regionalität und Internationalität als Symbiose.

GRAZ. Digitalisierung ist mittlerweile für jede Branche eine Grundvoraussetzung, um zukunftsfit zu sein und vor allem zu bleiben. Die Grazer Merkur Versicherung hat mit Kyndryl den weltweit größten Anbieter von IT-Infrastrukturleistungen an ihrer Seite, um die Chancen der Digitalsierung für im Sinne ihrer Kunden zu nutzen und auszubauen. Fokus auf Optimierung Dabei liegt der Fokus auf der Optimierung der digitalen Infrastruktur und Prozesse. Denn davon profitieren nicht nur die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sondern primär die Kunden der Versicherung. „Am Ende des Tages muss Innovation für den Kunden spürbar sein. Dazu braucht es Partner, die mit dir die Zukunft

Über Merkur

gestalten und mit Weitblick auch über den Tellerrand hinausblicken. Mit Kyndryl arbeiten wir an der steten Optimierung in den Bereichen Daten- und Ausfallsicherheit. Hier haben wir nicht nur Expertise und Innovationsmut, sondern vor allem einen verlässlichen Mitbegleiter für unsere Zukunftsreise gefunden“, so Christian Kladiva, Vorstandsdirektor der Merkur Versicherung. Digitalisierung legt zu Trotz des hohen Datenaufkommens und prozesslastiger Arbeitsabläufe galt die Versicherungsbranche lange Zeit nicht unbedingt als Digitalisierungspionierin. Heute stellt sich die Situation anders dar: Die Notwendigkeit, aber auch der Mehrwert digitalisierter Produkte und Workflows stehen außer Frage: „Die Versicherungsbranche ist zu einem Ort der digitalen In-

Erfahren Die Merkur Versicherung AG mit Hauptsitz in Graz ist der zweitgrößte private Kranken­ versicherer Österreichs und schöpft Erfahrung aus 223 Jahren Unternehmens­ geschichte.

© Merkur Versicherung

••• Von Reinhard Krémer

novation geworden. Geschäftsmodelle werden überdacht und weiterentwickelt. Es wird in die Stakeholder Experience von Kundinnen und Kunden, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Partnern und anderen Interessensgruppen investiert. Dafür braucht es eine stressresistente IT-Infrastruktur“, sagt Maria Kirschner, Geschäftsführerin von Kyndryl in Österreich. Im Rahmen der Zusammenarbeit mit der Merkur Versicherung bietet Kyndryl Systemintegrations- und Managementdienste an, um das Risikomanagement und die Cyber-Resistenz des Unternehmens zu optimieren. Dank modernster Automatisierungstechnologie werden die Betriebskosten für die ITInfrastruktur zudem deutlich vermindert.

Christian Kladiva, Vorstandsdirektor der Grazer Merkur Versicherung.


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sind hier mit 76% deutlich pessimistischer als Männer (66%). Die 30- bis 39-jährigen haben die geringsten Erwartungen an ihre künftigen Pensionen; in dieser Altersgruppe rechnen 77% damit, dass die späteren staatlichen Leistungen nicht ausreichen werden.

Umfrage: 85% wollen einen Online-Zugang zu ihren Kontoinformationen, 58% ein Portal für Anträge auf Auszahlung.

Rente im Fokus Mehr als zwei Drittel für verpflichtende betriebliche Vorsorge; Pensionskassenkunden auffallend zufrieden. WIEN. Valida Vorsorge Management präsentierte die von ihr beauftragte und vom Marktforschungsinstitut Spectra durchgeführte Trend-Studie zur betrieblichen Pensionsvorsorge. Die repräsentative Studie vergleicht Zahlen von 2018, 2020 und 2022. Studienautor Christian Baumann, Partner bei Spectra, sagt: „Das Thema Betriebliche Vorsorge hat in den vergange-

die künftige Pension zeigen sich Herr und Frau Österreicher nach wie vor skeptisch.

nen Jahren an Aufmerksamkeit und Popularität gewonnen. Die Zustimmung zu einer verpflichtenden Pensionskassenlösung für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, wie es sie in anderen Ländern bereits gibt, ist auf 68 Prozent gestiegen. Mit 30 Prozent gibt knapp ein Drittel an, dass finanzielle Vorsorge seit der Pandemie für sie noch wichtiger wurde.“ Beim Ausblick auf

Dürre Jahre voraus Der verfügbare Betrag in der späteren Pension wird von den Arbeitnehmern von heute im Schnitt auf 1.310 € geschätzt. 71% geben an, von ihrer zukünftigen staatlichen Pension nicht gut leben zu können. Frauen

Vorsorge ist wichtig 89% bezeichnen betriebliche Vorsorge als sehr wichtig oder wichtig. Die Bereitschaft, auch selbst vorzusorgen, ist sehr hoch. Mehr als ein Drittel (37%) aller Befragten mit einem Pensionskassenvertrag durch den Arbeitgeber bezahlt bereits Eigenbeiträge ein, um die spätere Pension zu erhöhen. 80% wünschen sich, dass Eigenbeiträge, frei von Lohnsteuer- und Sozialversicherungspflicht, direkt vom Bruttolohn in eine Pensionskasse übertragen werden können. Aus Sicht der Pensionskassen besonders erfreulich: 75% der Arbeitnehmer, für die ein betriebliches Vorsorgemodell abgeschlossen wurde, sind mit diesem zufrieden bis sehr zufrieden. 57% wissen, dass die Abfertigungsansprüche nicht nur per Einmalzahlung, sondern auch als monatliche Zusatzpension verwendet werden können. (rk)

Zehnjährige Kooperation WIEN. GrECo, Österreichs größter Risiko- und Versicherungsmanager, ordnet die bereits mehr als zehnjährige Zusammenarbeit mit dem strategischen Partner Erste Group im Bereich des Kommerzkundengeschäfts neu. Manfred Siegl, General Manager der VMG Versicherungsmakler GmbH, wechselte mit April 2022 in die GrECo International Holding, als „Head of Erste Group

Cooperation“. Er ist für die gruppenweite Zusammenarbeit und die Stärkung der Partnerschaft mit der Erste Group inklusive Sparkassen verantwortlich. „Künftig werde ich die Kooperation mit der Erste Group und den Sparkassen in allen Märkten der Bankengruppe verantworten sowie neue Vertriebswege erschließen“, sagt der Versicherungsmanager. (rk)

© GreCo

GrECo mit Erste Group und den Sparkassen.

Manfred Siegl, neuer Head of Erste Group Cooperation bei GrECo.


REAL:ESTATE

Freitag, 6. Mai 2022

Historische Zahlen

IMMOVERMITTLUNG

Colliers findet Platz für Zeitgeist

Die börsennotierte S Immo AG erwirtschaftete 2021 ihr bestes Jahresergebnis in der gesamten Unternehmensgeschichte.

WIEN. In Bestlage in der Wiener Innenstadt bekommt das Café „Kaffein Home Base“ einen weiteren Standort, das „Kaffein Zeitgeist“. Es wird auf großzügigen 380 m² auf mehreren Ebenen als Concept Store errichtet. Am neuen Standort könne laut Aussendung „neben qualitativ hochwertigen Bio-Spezialitäten-Kaffees auch biodynamischer Wein zelebriert werden“.

WIEN. „Obwohl uns das Jahr 2021 insbesondere durch das Übernahmeangebot der Immofinanz und das Andauern der Pandemie durchaus gefordert hat, sind wir auf den Wachstumspfad zurückgekehrt und haben bereits zum Halbjahr wieder Vorkrisenniveau erreicht“, sagt S Immo-CEO Bruno Ettenauer zum abgelaufenen Geschäftsjahr und erklärt: „Unser Multi-Asset-Ansatz und die Ausrichtung als Bestandshalter haben sich bewährt, unser Total Return liegt, von einem zehnjährigen Betrachtungszeitraum ausgehend, zweistellig im Plus.“

Prestigevolle Lage Dank der Vermittlung von Colliers & Colourfish wird ab Herbst 2022 der neue Standort in der Schulerstraße 1-3, in der Fußgängerzone direkt hinter dem Stephansdom, bezogen. „Wir freuen uns, mit Kaffein ein für die prestigevolle Lage stimmiges und wertiges Konzept gefunden zu haben, das mit seinem zweiten Standort und erweitertem Angebot die Wiener Kaffeehauskultur bereichern wird“, sagt Tanja Tanczer, Head of Retail bei Colliers.

Einigung mit CPIPG Die Mieterlöse des Geschäftsjahres 2021 beliefen sich auf 131,3 Mio. € (+6,5%). Insgesamt erhöhte sich das EBIT auf mehr als das 2,5-Fache gegenüber dem Vorjahr und betrug 270,3 Mio. € (2020: 101,0 Mio. €). Das Finanz­ ergebnis verbesserte sich auf 0,7 Mio. €. Zurückzuführen sei dies u.a. auf Dividendenerträge aus den Investments in die CA Immo und die Immofinanz. Auch das Ergebnis aus der Immobilienbewertung war mit 198,7 Mio.

Auf Kurs Bruno Ettenauer, CEO der S Immo AG, blickt optimistisch auf die kommenden Monate; das Geschäftsmodell der S Immo habe sich bewährt.

€ deutlich positiv. Ihr Jahresergebnis konnte die S Immo gegenüber dem Vorjahr mehr als vervierfachen – mit 230,6 Mio. € (2020: 56,9 Mio. €) erreichte sie den bislang höchsten Wert ihrer Unternehmensgeschichte. Mit seinem Hauptaktionär CPI Property Group (CPIPG) habe man sich auf ein Über-

nahmeangebot geeinigt, heißt es bei der S Immo. Der Vorstand unterstütze die Aufhebung des Höchststimmrechts in der Satzung, um CPIPG die Legung eines Pflichtangebots zu ermöglichen. Die CPIPG verbessert im Gegenzug den Angebotspreis um 1,50 € je Aktie auf 23,50 € je Aktie (Cum Dividende). (hk)

Neuzugang vieler Assets Michael Mack ergänzt Leitung der Immocontract. WIEN. Die Neuausrichtung der Marke Immocontract geht durch die Bestellung von Michael Mack zum Co-Geschäftsführer weiter. Über die letzten zehn Jahre war Mack maßgeblich am Aufbau der RIV Raiffeisen Immobilien Vermittlung NÖ/Wien/ Burgenland sowie der Dachmarke Raiffeisen Immobilien Österreich beteiligt. Sein Knowhow in den Bereichen Finanzen,

Controlling, IT und Digitalisierung sei für die Immocontract ein besonderes Asset. „Durch meine langjährige Tätigkeit im Raiffeisen-Sektor und die enge Zusammenarbeit mit den Regional- und Landesbanken weiß ich, wie wichtig es ist, auf regionale Gegebenheiten einzugehen und individuelle Lösungen für ein gemeinsames Vorankommen zu finden“, so Mack. (hk)

© Soravia

© Kaffein

Gehörst du dazu?

Stimmiges Konzept Das „Kaffein Zeitgeist“ bietet neben Kaffee auch kaffeespezi­ fische und Lifestyle-Produkte.

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Freitag, 6. Mai 2022

REAL:ESTATE

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Auf zu neuem Glanz Gründerzeitarchitektur trifft im „Das Artmann“ auf Errungenschaften und Innovationen der Gegenwart. Eduard Mair, Geschäftsführer von Cuubuus, überzeugt. Ökologisches Gustostück Heizung und Kühlung werden über eine Wasser-Wärme-Pumpe umgesetzt. Grüner Strom, gemeinsam mit der eigenen Photovoltaikanlage auf dem Dach und in Verbindung mit Geothermie aus dem Donaukanal, machen „Das Artmann“ so weitgehend unabhängig von fossilen Energieträgern. Fernwärme gäbe es nur für die Spitzenabdeckung. Ansprechen möchte man eine breite Zielgruppe im gehobenen Segment, so Architekt Erich Maria Markh: „Verschiedenste Formen in den Grundrissen, unser

© Visualisierungen: Cuubuus architects & developers

WIEN. Kein Geringerer als k.u.k.-Architekt Ferdinand Artmann wurde zum Namensgeber eines neuen Cuubuus-Projekts. Rund eineinhalb Jahrhunderte, nachdem Artmann das Gebäude in der Oberen Donaustraße errichten ließ, führt Cuubuus architects & developer die nunmehr historische Substanz technologisch und in Sachen Wohnkomfort ins 21. Jahrhundert. Besonderes Augenmerk lege man in der Revitalisierung auf Ökologie: „Historische Substanz und zukunftsweisendes Energiemanagement sind kein Widerspruch – ganz im Gegenteil. Und das werden wir mit diesem Projekt unter Beweis stellen“, ist

Historisch Die Backsteinfassade des ehemaligen k.u.k.-Verwaltungsgebäudes der Heeresverpflegung bleibt dem „Artmann“ erhalten.

Anspruch zur Realisierung von Freiflächen und natürlich der geplante Ausbau des Dachgeschoßes haben uns bei aller Komplexität die Chance eröffnet, Apartments zu schaffen, die Menschen unterschiedlichster

Bedürfnisse gleichermaßen ansprechen.“ Die Wohnungsgrößen reichen daher von 40 bis 165 m², ins Dachgeschoß kommen vier Penthouses, zwei von ihnen mit jeweils 290 m² plus 120 m² Terrasse. (hk)


REAL:ESTATE

Freitag, 6. Mai 2022

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Gutes Baujahr – top Bilanz

PREISENTWICKLUNG

Baukosten steigen immer weiter

In einem schwierigen Marktumfeld fand die Porr AG 2021 zurück in die schwarzen Zahlen und sieht sich für 2022 gut aufgestellt.

WIEN. Der rasante Anstieg der Baukosten hat sich auch im März weiter fortgesetzt. Im Vergleich zum Vorjahresmonat erhöhte sich der Baukostenindex für den Wohnhaus- und Siedlungsbau um 15,2%. Allein die Materialkosten seien innerhalb eines Jahres um fast 27% in die Höhe geschossen, so die Agenda Austria. Anfang Mai würden außerdem die kollektivvertraglichen Löhne in der Baubranche um 4,2% erhöht. Der Bau von Wohngebäuden werde sich also weiter verteuern.

WIEN. Die Porr hat mit einem Konzernumsatz in Höhe von 5.170 Mio. € (+11,1%) das coronabedingte Tief von 2020 überwunden und habe, laut eigenen Angaben, trotz des herausfordernden Marktumfelds 2021 ein sehr gutes Baujahr hingelegt. Das EBT 2021 beläuft sich auf 85,4 Mio. €, ein Wert, der an das Vorkrisenniveau anschließt. In diesem Ergebnis seien die Rückstellungen im Zusammenhang mit der Geldbuße der Bundeswettbewerbsbehörde bereits berücksichtigt, so die Porr.

IMMOENTWICKLUNG

Wohntraum im Freizeitparadies

© Squarebytes

Historische Höchstwerte Ergebnis- und Umsatzplus gehen einher mit einer gesteigerten Produktionsleistung: 5.727 Mio. € (+10,5%) stellen den Höchstwert in der Unternehmensgeschichte dar. Unter anderem schlugen sich darin die Fertigstellung von Großprojekten wie das Bahnprojekt StuttgartUlm im Rahmen von Stuttgart 21 sowie die Weiterführung des Abschnitts KAT 3 des Koralmtunnels zu Buche. Aufgrund des gesteigerten Free Cashflows von 262,8 Mio. € konnte die Nettoverschuldung in Richtung Net Cash gedreht werden. „Damit haben wir eine solide Liquidität und eine solide Eigenkapitalbasis geschaffen,

WIEN. An der Alten Donau in Wien entsteht aktuell das neue Wohnprojekt „Floridus 35|37“ von Grossmann + Kaswurm Immobilien. Das Bauvorhaben umfasst insgesamt 40 Appartments sowie vier Townhäuser. Die Wohneinheiten verfügen über Größen zwischen 40 bis 102 m² und eigene Freiflächen. Die Fertigstellung ist für den Sommer 2024 geplant. Der Verkauf der Wohnungen und der Townhäuser werde über Tom Krauss Immobilien abgewickelt. Interessenten haben die Wahl zwischen Eigentum und Baurechtseigentum auf 99 Jahre.

© Astrid Knie

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Branchenkenner Wirtschaftsinformatiker Klemens Eiter bringt ab 1. Mai seine Kapitalmarkt-Expertise und Erfahrung im Bausektor als CFO in die Porr AG ein.

mit der wir gegen die derzeit unsichere Situation auf der internationalen Bühne gewappnet sind“, sagt Porr-CEO Karl-Heinz Strauss. Denn das heurige Jahr berge jede Menge Herausforderungen: Ukrainekonflikt, Materialengpässe und die prekäre Lage am Energiesektor müssten von der Baubranche bewältigt werden. Das gut gelaufene 2021 solle sich auch in der Ausschüttung widerspiegeln – dem Aufsichts-

rat werde eine Dividende von 0,50 €/Aktie vorgeschlagen. Neues Vorstandsmitglied Der Aufsichtsrat der Porr AG hat Klemens Eiter per 1. Mai 2022 einstimmig zum Mitglied des Vorstands und zum neuen CFO bestellt. Nominiert wurde Eiter bereits am 13. Juli des Vorjahres; nach Ablauf seiner Cooling-offPeriode als früherer Abschlussprüfer konnte die Bestellung nun erfolgen. (hk)

Neue Office-Konzepte

© ACP Tekaef

Location alleine reicht bei Büroimmobilien nicht aus. HOHENZELL. Schon bevor Corona Homeoffice in den Büroalltag brachte, setzte das Kompetenzzentrum für moderne Arbeitsplatzlösungen, ACP Tekaef, an seinem neuen Standort auf die sogenannte New-Work-Arbeitsumgebung: etwa RemoteArbeit, hybride Kommunikation, Multimedia, unterschiedliche Raumtypen und natürlich die Möglichkeit zu Homeoffice. Das

neue Bürogebäude wurde für 100 Mitarbeiter konzipiert, um ein weiteres Wachstum zu ermöglichen. Der Plan ging laut ACP TekaefGeschäftsleiter Daniel Rossgatterer voll auf: „Wir spüren die positiven Auswirkungen – seit der Umsetzung unseres New Work-Bürokonzepts hat sich die Anzahl der Initiativbewerbungen vervierfacht.“ (hk)


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Freitag, 6. Mai 2022

COVER

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health economy Warnung In Südafrika rollt neue Corona-Welle. Forscher warnen vor dem Herbst 63

Krebsprävention Ärzte und Apotheker präsentierten HPV-Impfkampagne 66

Präsident Wiener Ärzte haben Johannes Steinhart zum Chef gewählt 66 Bilanz Roland Huemer, CEO, und Florian Fritsch, Eigentümer der Richter Pharma AG, kritisieren Preisdruck und steigende Treibstoffpreise.

© Confare

© APA/Robert Jäger

© Richter Pharma

Auszeichnung für Spitalsmanager

Richter Pharma baut aus und investiert kräftig 64

© APA/AFP/Joel Saget

© Biotech Austria/Alexander Felten

Trotz Pandemie ist die heimische Richter Pharma AG im Vorjahr deutlich gewachsen. Jetzt wird expandiert.

Christian Neubauer Im Rahmen der „Confare #CIO-Awards“ wurde Christian Neubauer, Chief Information Officer (CIO) der Barmherzigen Brüder Österreich, als „Top CIO des Jahres 2022“ ausgezeichnet. Bereits seit 15 Jahren gibt es ­diesen Preis, mit dem alljährlich die besten IT-Manager Österreichs geehrt werden

Pharma-Branche Die Quartalsergebnisse der Pharmariesen sind durchwegs positiv. 62

Biotech-Branche Österreichs Biotechszene präsentierte ihren Jahresrückblick. 64


HEALTH ECONOMY

Freitag, 6. Mai 2022

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Corona hilft Industrie zu starkem Start Nach Quartalsende präsentierten die größten Pharmakonzerne ihre ­Ergebnisse. Großer Gewinner war Pfizer. Auch andere Riesen profitieren.

© APA/AFP/Joel Saget

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Freitag, 6. Mai 2022

••• Von Katrin Gabner

M

it Anfang des zweiten Quartals veröffentlichten die großen Pharmaunternehmen Europas und der USA ihre Zahlen für das erste Quartal 2022. Der hervorstechende Gewinner dabei ist der weltgrößte Arzneimittelhersteller Pfizer. Dank der Corona-Schutzimpfung und einem Medikament, das vor einem schweren Verlauf der Viruserkrankung schützen soll, konnte der Pharmariese seinen Umsatz im ersten Jahresviertel im Vergleich zum Vorjahr um fast 80% auf nahezu 25,7 Mrd. USD steigern. Der Gewinn beläuft sich unter dem Strich auf knapp 7,9 Mrd. USD – also um 61% mehr als im bereits dank der Impfung erfolgreichen ersten Quartal des Vorjahres. Damit schnitt Pfizer noch besser ab als erwartet. MSD und J&J im Plus Auch der US-Pharmakonzern Merck & Co (MSD) hat durch ein Covid-19-Medikament den Umsatz im ersten Quartal kräftig gesteigert. Insgesamt kommt MSD auf ein Plus von 50%, was einen Umsatz von 15,9 Mrd. USD bedeutet. Und auch der Nettogewinn des Unternehmens legte zu und kletterte von 2,7 Mrd. USD auf 4,3 Mrd. USD in diesem Jahr. Der US-Pharma- und Konsum­ güterkonzern Johnson & Johnson (J&J) blickt nach den ersten drei Monaten etwas verhaltener auf das laufende Jahr. Angesichts des weltweiten Angebotsüberhangs und der unsicheren Nachfrage setze J&J die Umsatzprognose für den Covid-19-Impfstoff aus. Von Jänner bis März konnte der Konzern den Umsatz zwar um fünf Prozent auf rund 23,4 Mrd. USD steigern, der Gewinn ging allerdings um fast 17% auf knapp 5,15 Mrd. USD zurück.

HEALTH ECONOMY

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Bristol-Myers Squibb (BMS) blickt wegen des Generikadrucks für ein Blutkrebsmittel vorsichtiger auf das Gesamtjahr. Im Q1 steigerte das Unternehmen den Umsatz um rund fünf Prozent auf 11,6 Mrd. USD. Der Gewinn sank allerdings um mehr als ein Drittel auf knapp 1,3 Mrd. USD. Das lag aber nicht an der Entwicklung im Tagesgeschäft, sondern an bilanziellen Bewertungseffekten. Schweizer sind stark Die Pandemie bescherte auch dem Schweizer Pharmariesen Roche starke Verkäufe im ersten Quartal. Vor allem das Diagnostik-Geschäft boomte in den ersten drei Monaten dank der ungebrochenen Nachfrage nach Covid-19-Tests. Im ersten Quartal stiegen die Verkaufserlöse des Konzerns währungsbereinigt um elf Prozent auf 16,45 Mrd. CHF. Roche geht aber davon aus, dass die Nachfrage nach Coronatests im weiteren Jahresverlauf nachlässt. Nachbarin Novartis verzeichnete ebenfalls eine Steigerung. So erhöhte sich der Nettoumsatz um ein Prozent auf 12,5 Mrd. USD. Den größten Umsatzbeitrag lieferte wie üblich die Pharmasparte. Sie setzte im ersten Quartal 10,2 Mrd. USD um (+1 Prozent). Bei der Generika-Sparte Sandoz stand ein Umsatz von 2,4 Mrd. zu Buche (+2%). GSK: Erwartungen übertroffen Auch der britisch-schwedische Pharmahersteller AstraZeneca verzeichnete im ersten Quartal unter dem Strich einen Gewinnrückgang um –75% auf 386 Mio. USD. Hohe Kosten durch den Zukauf des US-Konzerns Alexion sowie für Forschung und Entwicklung drückten auf das Ergebnis. Der Umsatz kletterte im Jahresvergleich aber um mehr als die Hälfte auf 11,4 Mrd. USD. Besser ging es dem briti-

© APA/Georg Hochmuth

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Corona bleibt weiterhin bestimmend WHO und Forscher warnen Experten erwarten mittelfristig ein Ende des Rückgangs bei den Coronainfektionen. Gleichzeitig gibt es Meldungen über eine neue Welle in Südafrika. Experten mahnen deshalb zur Vorbereitung für den Herbst. „Die fünfte Welle ist da. Passt auf euch auf“, warnte das Zentrum für Innovation und Reaktion auf Epidemien (CERI). Das CERI wird vom Virologen Tulio de Oliveira geleitet, der durch das Aufspüren der Beta- und Omikron-Varianten bekannt wurde. In Österreich fordert eine breit aufgestellte Fachgruppe in einem noch nicht finalen Arbeitspapier der Forschungsplattform „Covid-19 Future Operations“ eine jetzt beginnende Prozessreflexion zum Pandemie-Management, um für den Herbst und darüber hinaus gerüstet zu sein.

schen Nachbarn GlaxoSmithKline (GSK), der auch die Analystenerwartungen übertraf: In Q1 legte der Erlös um rund ein Drittel auf 9,8 Mrd. £ zu. Der um Sondereffekte bereinigte operative Gewinn stieg um 39% auf 2,6 Mrd. GBP. Franzosen wachsen Sanofi ist überraschend stark in das Jahr gestartet. Konzernweit legte der Erlös der Franzosen um knapp 13% auf rund 9,7 Mrd. € zu. Auch beim Ergebnis schnitt der Konzern in ersten Quartal besser ab, als von Analysten im Mittel erwartet: Das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis verbesserte sich um 16% auf 3,07 Mrd. €.

Novartis ist mit einem soliden Wachstum ins Jahr gestartet. Die Geschäftsdynamik bei Sandoz normalisiert sich nach den Auswirkungen der Covid19-Pandemie weiter. Vas Narasimhan CEO Novartis


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HEALTH ECONOMY

Freitag, 6. Mai 2022

Pandemie getrotzt

BRANCHENTREFF

Biotech-Szene legt Ausblick vor WIEN. Die österreichische Biotechnologie steht für Spitzentechnologie und -forschung und gilt als attraktiver, innovativer Arbeitgeber: Über 150 dezidierte Biotechunternehmen mit mehr als 2.300 Beschäftigten investieren jährlich knapp 300 Mio. € in Forschung und Entwicklung – das entspricht einer Forschungsquote von 70%. Zwischen 2017 und 2020 stieg die Anzahl an Beschäftigten um ein Viertel. Grundsätzlich ist Österreich auch im universitären Umfeld in den Life Sciences gut aufgestellt, mit einem Budget von über 1,3 Mrd. € forschten im Vorjahr etwa 70.000 Studierende in diesem Bereich.

© cs2 Communication & Strategy Services/APA-Fotoservice/Greindl

Richter Pharma legte im Vorjahr wirtschaftlich spürbar zu und sieht sich als Garant für lückenlose Arzneimittelversorgung.

Rückblick nach einem Jahr Diskutiert wurde darüber und auch über künftige Entwicklungen beim ersten „Biotech Circle Austria“ des heimischen Branchenverbands Biotech Austria. Zudem wurde das erste Jahrbuch des Verbandes – ein Jahr nach der Gründung – präsentiert. (red)

Florian Fritsch, Eigentümer, und Roland Huemer, CEO der Richter Pharma AG, sehen sich für harte Zeiten gerüstet.

••• Von Martin Rümmele

© Biotech Austria/Alexander Felten

Diskussion Vertreter der heimischen BiotechSzene trafen sich zum Austausch in der Wiener Börse.

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WELS. Richter Pharma setzt im Vorjahr wirtschaftlich seinen strategischen Wachstumspfad konsequent fort: Der Umsatz stieg 2021 auf ein Rekordniveau von 630 Mio. €, das Ergebnis vor Abschreibungen wuchs auf 12,5 Mio. €. Für heuer plant Richter Pharma eine Verstärkung der Belegschaft um rund 30 neue Beschäftigte und für die kommenden Jahre mit über 100 Mio. € das größte Investmentvolumen in der Unternehmensgeschichte. Kritische Infrastruktur Die Richter Pharma AG zählt heute zu den wenigen österreichischen Pharmabetrieben in Familienbesitz und ist in zwei grundlegenden Sparten tätig: in der Humanmedizin und in der Veterinärmedizin. Beide Sparten seien durch die Coronapandemie und ihre volatile Entwicklung auch 2021 enorm gefordert gewesen. Als Unternehmen der kritischen Infrastruktur habe

man jedoch zu einer stabilen und flächendeckenden Arzneimittelversorgung für Mensch und Tier beigetragen, betonte Roland Huemer, CEO der Richter Pharma AG, der sich bei der Belegschaft bedankt: „Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben 2021 mit vollem Einsatz daran gearbeitet, für die Bevölkerung eine stabile und verlässliche Versorgung mit Arzneimitteln und Impfstoffen si-

Wir setzen auf den Wirtschafts- und Pharmastandort Österreich und wollen unsere Rolle ausbauen. Roland Huemer CEO Richter Pharma

cherzustellen.“ Als vollsortierter Pharmahandel mit gesetzlichem Versorgungsauftrag war und ist Richter Pharma auch wichtiger Partner für die Corona-Impfstoffdistribution und die Verteilung von Antigentests. 2021 habe das Unternehmen gelernt, mit volatilen Pandemiesituationen umzugehen. „Heute gehört die Impfstoff- und Testlogistik zum daily business.“ Auch das 100%ige Tochterunternehmen Pharma Logistik Austria setzte im Vorjahr seinen erfolgreichen Weg fort: Der Umsatz 2021 stieg auf 388 Mio. €. Bei teilweisen Margen von nur wenigen Cent pro Packung bleibe im Großhandel und der Logistik aber kaum Spielraum. „Zudem hat die Regierung im Frühjahr überraschend eine Senkung für bestimmte Arzneimittelpreise fixiert“, beschreibt Huemer die sich zunehmend verschärfenden Rahmenbedingungen. Denn auch die aktuell hohen Treibstoffpreise sieht der Manager als Herausforderung.


Kleines Budget Große Wirkung

Das nachhaltige Geschenk Mit jeder Bestellung wird direkt die österreichische Landwirtschaft gefördert. www.bauernladen.at/mitarbeitergeschenke


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HEALTH ECONOMY

Freitag, 6. Mai 2022

Ärzte haben gewählt

KAMPAGNE

HPV-Impfung: Lücken schließen WIEN. Aktuell beträgt die Durchimpfungsrate bei der HPV-Impfung in Österreich unter 50%, was im internationalen Vergleich ein äußerst schlechter Wert ist. Die HPV-Impfung schützt vor HPV-assoziierten Krebserkrankungen wie Gebärmutterhals-, Anal- und Rachenkrebs sowie vor Genitalwarzen.

Der bisherige Vize Johannes Steinhart wurde, wie erwartet, zum neuen Präsidenten der Wiener Ärztekammer gewählt.

© APA/Robert Jäger

Krebsprävention Um die durch die Covid19-Pandemie noch zusätzlich negativ beeinträchtigte HPV-Durchimpfungsrate anzukurbeln, wurde von Österreichischer Ärztekammer, Apothekerkammer und MSD das Projekt „HPV CatchUp-Impfung 12–18“ ins Leben gerufen. Kinder und Jugendliche können nun ab dem vollendeten 12. bis zum vollendeten 18. Lebensjahr (vom 12. bis zum 18. Geburtstag) die HPV-Impfung nicht nur wie gehabt bei öffentlichen Impfstellen in den Bundesländern nachholen, sondern auch bei niedergelassenen Ärzten zum Selbstkostenpreis. (red)

Johannes Steinhart hat als Wiener Ärztekammerpräsident auch Chancen auf den Posten des österreichweiten Präsidenten.

••• Von Martin Rümmele

© Fine Facts/APA-Fotoservice/Juhasz

Initiative Gerhard Kobinger (Apothekerkammer), Maria Paulke-Korinek (Gesundheitsministerium), Rudolf Schmitzberger (Ärztekammer).

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WIEN. Die Vollversammlung der Wiener Ärztekammer hat den bisherigen Vizepräsidenten Johannes Steinhart am Dienstagnachmittag mit 62 von 81 abgegebenen Stimmen gewählt. Er löst damit Thomas Szekeres ab, der dieses Amt seit 2012 innehatte. Szekeres wird damit auch sein Amt als Präsident der Österreichischen Ärztekammer verlieren, weil nur einer der neun Landespräsidenten am 24. Juni zum Präsidenten der Bundes-Kammer gewählt werden kann. Steinharts Liste, die ÖVP-nahe „Vereinigung österreichischer Ärztinnen und Ärzte – Liste Steinhart“ war wie berichtet aus der Wahl am 19. März als stimmenstärkste Fraktion hervorgegangen. Danach gelang es ihm, eine Koalition aus acht

Es braucht ­dringend Verbesserungen und Reformen im heimischen ­Gesundheitssystem.

Fraktionen zu bilden. Damit ist nach vielen Jahren wieder ein niedergelassener Arzt Präsident der Ärztekammer für Wien. Gesundheits- und standespolitisch möchte sich Steinhart in seiner neuen Position als „Interessenvertreter aller Kolleginnen und Kollegen“ etablieren. Ein

Kreative Jobs zu vergeben? Lass es uns wissen!

geschlossenes und einheitliches Auftreten der Ärzteschaft nach außen sei auch notwendig, um die „dringend anstehenden Verbesserungen und Reformen im heimischen Gesundheitssystem im Sinne einer bestmöglichen medizinischen Versorgung der Patientinnen und Patienten auch zukünftig zu gewährleisten“, betonte Steinhart in einer ersten Stellungnahme. Langjährige Erfahrung Als größte Herausforderung für die nächsten Jahre sieht er die Verbesserung der Arbeitsbedingungen von Spitalsärztinnen und -ärzten, die Attraktivierung des niedergelassenen Kassenbereichs sowie die Sicherstellung einer wohnortnahen, niederschwelligen Gesundheitsversorgung. Steinhart blickt auf eine langjährige standespolitische Karriere zurück.


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destination Stern Schifffahrt ­Umstellung auf umweltfreundlichen Treibstoff 69

NÖ Tourismus Das große Angebot für Radfahrer wird weiter ausgebaut 72

Prodinger-Summit Die ­alpine Ferienhotellerie im Fokus der Investoren 69

© Prodinger Tourismusberatung

TRAVEL TEC 2022

IT-Lösungen für den Tourismus

Erholung für Urlauber und die Umwelt

© IAKW/www.pov.at

© Region Villach Tourismus

WIEN. Im Rahmen der Ös­ terreichischen Tourismus­ tage (ÖTT) findet am 16. Mai im Austria Center Vienna die Travel Tec statt. Mehr als 30 Aussteller, etablierte Unternehmen ebenso wie innovative Start-ups, prä­ sentieren Produktneuheiten und maßgeschneiderte Lösungen. (red)

© Steiner1888

© Philipp Lipiarski

Nachhaltigkeit spielt bei der Urlaubsplanung eine immer größere Rolle – ein positiver Trend für Österreich. 68

Radisson Red Vienna Der Roboter-Butler Jeeves erledigt den Zimmerservice. 70

Innenausstattung Lodenmanufaktur Steiner überzeugt Hotels im Luxussektor. 72


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© Salzburger Sportwelt

Reise-Trend 60% der 25- bis 40-Jährigen gaben in der Umfrage an, dass sie – im Gegensatz zu Zeiten vor der Pandemie – mehr auf die ökologischen Auswirkungen ihrer Reisen achten werden.

Der Urlaub wird nachhaltiger Grüner Tourismus rückt immer stärker in den Fokus, die hohe Inflation bremst aber die Reiselust.

WIEN. Die Erkenntnisse einer aktuellen Umfrage von Foresight Factory, einer Agentur für internationale Verbrauchertrends, des Customer Labs des Versicherungsunternehmens Allianz Partners sowie der Meinungsforscher von Phocuswright, die beim Allianz Partners-Reisegipfel Ende März präsentiert wurden, bestätigen, was viele andere Studien schon gezeigt haben: Umweltbewusstes Reisen gewinnt an Bedeutung. Öko-Bewusstsein und … Insgesamt wurden 23.000 Personen in Europa, Asien und Mittelamerika von der Foresight Factory befragt – 60% der 25- bis 40-Jährigen gaben an, künftig bei ihrer Reiseplanung verstärkt auf die ökologischen Auswirkungen achten zu wollen. Für Österreich ist das grundsätzlich eine positive Entwick-

lung, denn viele Ferienregionen, Hotels und Gastronomiebetriebe haben den Trend längst erkannt, ihre Angebote in Sachen nachhaltiges Reisen und naturnaher Urlaub kräftig ausgebaut und das Land zu einer beliebten grünen Destination gemacht. Erst kürzlich haben weitere 17 Betriebe das Österreichische Umweltzeichen und elf zusätzlich auch das EU Ecolabel erhalten. Zu den neuen Top-Adressen für Green Traveller aus dem Inund Ausland zählen unter anderem die AlpHus Appartements in Warth, das Hotel Alpina und das Aparthotel Rubinius in Wagrein, das Hotel Norica Therme in Bad Hofgastein, The Keep Eco Residence in Hallwang oder das Wiener Bio-Catering Gaumenfreundinnen. Allerdings zeigt die Foresight Factory-Umfrage auch, dass mehr als die Hälfte (56%) der 41- bis 50-Jährigen ihren CO2 Fußabdruck reduzieren wollen,

indem sie weniger reisen. Auch die hohe Inflation sowie geopolitische Unsicherheiten bremsen derzeit die Reiselust. Vorsicht optimistisch sind die Prognosen beim Thema Geschäftsreisen. Zwar haben viele

… Kosten steigen „Nach den Jahren der Pandemie wollen viele wieder frei reisen, aber die Kosten steigen und das Nachhaltigkeitsbewusstsein auch. Es ist unsere oberste Priorität, Kunden und Geschäftspartner hier bestmöglich zu unterstützen“, kommentiert Erik Heusel, CEO bei Allianz Partners Österreich, die Ergebnisse.

Nach den beiden Jahren der Pandemie wollen viele ­Menschen wieder frei reisen, aber die Kosten steigen und das Nachhaltigkeitsbewusstsein auch. Erik Heusel CEO Allianz ­Partners Österreich

© Allianz Partners

••• Von Britta Biron

Unternehmen in den vergangenen beiden Jahren hier kräftig reduziert, was sich positiv auf die Kosten und den CO2-Fußabdruck ausgewirkt hat, allerdings ortet man einen wachsenden Wunsch nach persönlicher Interaktion mit Kunden, Kollegen und Partnern.


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DESTINATION

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Der Ruf der Berge WIEN. Noch besteht der alpine Hotel-Markt zu 71% aus familiengeführten unabhängigen Hotels, aber mittlerweile wächst die Konkurrenz durch nationale und internationale Hotelgruppen wie Dorint, Kempinski, Alps Residence oder Pure Resorts. Zumindest 50 Neu- und Umbauprojekte sind aktuell in der Pipeline.

50 Neu- und Umbau­ projekte sind in den vergangenen ­Monaten allein über unsere Schreibtische gegangen. Natürlich gibt es noch viele andere. Thomas Reisenzahn GF Prodinger ­Tourismusberatung

„Das ist die Dimension, die in den vergangenen Monaten allein über unsere Schreibtische gegangen ist. Natürlich gibt es noch viele andere Projekte – und ebenso selbstverständlich werden keineswegs alle realisiert“, weiß Thomas Reisenzahn, Geschäftsführer der Prodinger Tourismusberatung. Bemerkenswert sei das große Investoren-Interesse auch vor dem Hintergrund betriebswirtschaftlicher Kennzahlen, die belegen, dass die Ertragsperspektiven auch in der Ferienhotellerie alles andere als rosig sind. Fundierte Infos rund um … Doch was genau treibt die Hotels in die Berge, welche Chancen bieten sich dort, wie sehen etablierte Hoteliers die Projekte der „Zuzügler“ und welche Wünsche und Ansprüche haben die Gäste generell an ihr Feriendomizil in den Alpen? Diesen und weiteren Fragen rund um die Zukunft der Berghotellerie widmet sich der Prodinger-Summit am 19. Mai im Hotel Rasmushof in Kitzbühel

© Prodinger Tourismusberatung

Der Prodinger Tourismus-Summit am 19. Mai widmet sich dem steigenden Interesse an der alpinen Ferienhotellerie.

Thomas Reisenzahl ortet einen „erstaunlicher Run auf die alpinen Ferienhotels“.

mit Diskussionsrunden und der Präsentation ausgewählter Best Practice-Beispiele. … einen attraktiven Markt Dafür konnte Prodinger hochkarätige Experten gewinnen, wie z.B. Gerhard Brix, CEO von Alps Resorts, Stefan Rohrmoser,

Managing Directer und CTO der AlpenParks, den Tiroler Raumplaner Andreas Falch, Matthias Matzer, Geschäftsführer Markt der Österreichischen Hotel- und Tourismusbank (ÖHT), oder Erich Bernard, Gründer und Mastermind des renommierten Architekturbüros BWM. (red)

Alle Kommunikationspartner auf einen Blick

Öko schlägt Wellen

© Stern Schifffahrt

Stern Schifffahrt setzt auf nachhaltigen Treibstoff.

Betriebsleiter Stefan Gebetsroither und Geschäftsführerin Doris Cuturi-Stern (Stern Schifffahrt) und CEO Karl Neumann (Stern Holding GmbH).

ATTERSEE. „Mit dem Einsatz des synthetischen Treibstoffs Shell GTL Fuel in all unseren Schiffen am Attersee erfüllen wir die Abgasnormen der neuesten Motorengeneration. Der Treibstoff verbrennt ohne Rußpartikel, hat damit einen deutlich geringeren Schadstoffausstoß, ist nahezu geruchslos und praktisch schwefelfrei“, so Doris Cuturi-Stern, Geschäftsführerin

der Stern Schifffahrt. „Unsere Kunden können das Erlebnis am See und unsere regionalen Schmankerl an Bord noch besser genießen.“ CO2-Reduktion und Nachhaltigkeit sind für Karl Neumann, CEO der Stern Gruppe, essenziell für eine ökologische Zukunft: „Wir bewegen Personen und Güter und schaffen dafür eine innovative Infrastruktur.“ (red)


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DESTINATION

Freitag, 6. Mai 2022

Hightech-Butler

LUXUS-LIFESTYLE

Signa managt Thompson Vienna CHICAGO/WIEN. Bis zur Eröffnung des Thompson Vienna dauert es zwar noch bis Ende 2024, die Entscheidung, wer das dritte Haus der Hyatt Hotel Corporation in der österreichischen Hauptstadt managen wird, steht aber schon fest. „Wir freuen uns sehr, dass wir unsere Zusammenarbeit mit der Signa und Central Group weiter ausbauen können“, so Felicity BlackRoberts, Vice President Development Europe von Hyatt.

Für den Zimmerservice setzt das Radisson Red Vienna den smarten Roboter Jeeves ein.

© Philipp Lipiarski (2)

Hotel & Shopping Das Thompson Vienna ist Teil des Projekts „Mahü 10–18“ auf der Fläche eines ehemaligen Möbelhauses Leiner und vereint Premium-Shopping, Gastronomie, Unterhaltung, Mode und Hotellerie unter einem Dach. Für Architektur und Innenausstattung des Hotels zeichnen das Office for Metropolitan Architecture OMA und die Innenarchitekten Tara Bernerd & Partners verantwortlich. (red)

Der Roboter ist mit vier Laden und einem Kühlschrank ausgestattet, die Produktauswahl erfolgt über den Touchscreen.

••• Von Britta Biron

© Thompson Vienna Mariahilfer Str. 10-18 Immob. GmbH

Besonderes Flair Der Mix aus Hotel und Waren­ haus schafft ein qualitativ ­hochwertiges Lifestyle-Angebot.

medianet.at

WIEN. „Bei der Ausstattung der Zimmer haben wir uns bewusst dazu entschieden, keine Minibar einzubauen. Dank Jeeves können unsere Gäste jedoch trotzdem rund um die Uhr bedient werden, ohne dass das Personal eingespannt werden muss“, erklärt Daniel Twerenbold, Regional Director Switzerland, Italy, Austria & South East Europe der Radisson Hotel Group, die Entscheidung für den HightechButler des deutschen Herstellers Robotise. Entlastung für … Der Roboter ist mit einem integrierten Kühlschrank und vier Schubladen – zwei für Getränke, eine für Snacks und eine für Produkte wie zum Beispiel Zahnbürsten, Decken oder Hausschuhe – ausgestattet. Um eine Bestellung zu tätigen, muss der Gast lediglich die „7“ am Zimmertelefon wählen. Eine Computerstimme fragt die Wünsche ab und informiert darüber,

wann Jeeves losfährt und wann er mit der Lieferung ankommen wird. Der Roboter findet durch Sensoren, die mit der cloudbasierten digitalen Plattform der Kone-Aufzüge vernetzt sind, eigenständig seinen Weg durch die Etagen und Gänge des Hotels. Vor der Türe des Hotelzimmers angekommen, sucht der

Jeeves ist mit der cloudbasierten Plattform der Aufzüge vernetzt.

Kunde sich am Bildschirm die gewünschten Produkte aus, woraufhin sich die entsprechenden Schubladen öffnen. Der Betrag wird auf der Zimmerrechnung verbucht. Das Interesse der Gäste an dem rollenden Kammerdiener ist groß, teilweise wird er nur gerufen, um ein Selfie mit ihm zu machen. … das Hotelpersonal Die bisherigen Erfahrungen mit dem Serviceroboter, der bereits in einigen Radisson-Häusern eingesetzt wird, sind durchwegs positiv, eine Konkurrenz für seine menschlichen Kollegen ist er trotzdem nicht. „Eine Maschine kann Kreativität, Empathie und persönlichen Service nicht ersetzen. Deswegen bauen wir auf unser geschultes und freundliches Service-Personal, das unseren Gästen den bestmöglichen Aufenthalt garantiert, und nutzen Technologie, um den Menschen dafür mehr Zeit einzuräumen“, sagt Twerenbold.


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Freitag, 6. Mai 2022

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AKTIVURLAUB

Niederösterreich setzt auf Radler

© Steiner1888 (2)

ST.PÖLTEN. Ob sportlich oder gemütlich, Radfahren ist ein touristisches Schwerpunktthema in Niederösterreich. Allein in den vergangenen fünf Jahren hat die Wirtschaftsagentur ecoplus rund 32 Mio. € in den Ausbau der Radwege und die Infrastruktur investiert, für die kommenden fünf Jahre sind weitere 13 Mio. € für die Optimierung verschiedener Routen, wie z.B. dem Donauradweg, vorgesehen. Wirtschaftsfaktor „In Schnitt gibt ein Radtourist 94 Euro pro Tag aus. Unser Ziel ist es, dass die Gäste unsere Radstrecken nicht möglichst rasch abfahren, sondern dass wir ihnen viele attraktive Stationen zum Verweilen und Konsumieren bieten. Wir wollen so den Einkehr- und Nächtigungsanteil unserer Radgäste steigern und die Wertschöpfung weiter erhöhen“, betont Tourismuslandesrat Jochen Danninger die wirtschaftliche Bedeutung der Radfahrer. (red)

Edle Optik, einfache Pflege und nachhaltige Herstellung der Stoffe sind wichtige Kaufargumente für Tourismusbetriebe.

Chic & nachhaltig Heimische Luxushotels setzen beim Interieur gerne auf die edlen Lodenstoffe der steirischen Manufaktur Steiner1888. ••• Von Britta Biron

© Waldviertel Tourismus/Weinfranz

SCHLADMING. Das Familien- und Naturresort Moar Gut in Großarl, das Chaletdorf Priester­egg in Leogang oder das Hotel Bergzeit in Großarl – das sind nur drei Beispiele für Premiumhäuser, in denen die edlen Wollstoffe aus Schladming bei der Raumausstattung zum Einsatz kommen.

Rad-Tourismusstrategie 2025 Insbesondere für Familien mit Kindern soll das Angebot gestärkt und neu positioniert werden.

Schön & robust „Wir fokussieren in unserem Betrieb ganz stark auf Regionalität und Nachhaltigkeit. Das gilt nicht nur für Lebensmittel, sondern auch für die Bezugsstoffe unseres Mobiliars. Bei Steiner können wir sicher sein, dass die Stoffe aus heimischen Naturmaterialien hergestellt werden“, nennt Nora Lipp, Marketingleiterin des Familien- und Naturresorts Moar Gut in Großarl, einen wichtigen Grund. Ein anderer ist die Robustheit des Materials. Besonders bei Familienhotels müssen die

Bezugsstoffe einiges aushalten und gerade im Luxussegment zusätzlich qualitativ hochwertig sein: „Unsere Interieur- und Möbelstoffe sind mit einem Teflonfinish versehen, haben dadurch eine erhöhte Oberflächenspannung und sind kaum fleckenoder schmutzanfällig – das ist gerade bei Bezügen für Essecken und Sessel von Restaurants ein wichtiger Punkt“, betont Johannes Steiner, der das Familienun-

Unsere Interieurund Möbelstoffe sind mit Teflonfinish versehen und daher besonders pflegeleicht. Johannes Steiner Geschäftsführer Steiner1888

ternehmen in fünfter Generation als Geschäftsführer leitet. Lipp kann das aus der täglichen Praxis bestätigen: „Die Stoffe von Steiner haben den Härtetest bestanden. Sie sind wirklich pflegeleicht und gut abwischbar.“ Ein weiterer Pluspunkt neben der umfangreichen Palette an Farben und Mustern ist, so Steiner, der Sicherheitsaspekt: „Die Stoffe sind schwer entflammbar. Gerade bei Ferienwohnungen oder bei Holzhäusern ist das ein entscheidender Faktor.“ Persönliche Beratung Last but not least ist für den Erfolg im Objektgeschäft die Beratung ein wichtiger Punkt, da jeder Hotelbetrieb vor allem im Top-Segment individuelle Ansprüche hat. „Die optimale Ausstattung und Gestaltung der Räume kann nur durch den persönlichen und laufenden Austausch zwischen dem Hotelmanagement und unseren Experten funktionieren“, erklärt Steiner.


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#oett22

Österreichische Tourismustage Unter dem Motto „ReDesign Tourism | now“ finden vom 16. bis 19. Mai 2022 die Österreichischen Tourismustage (ÖTT) im Austria Center Vienna statt. Die ÖTT vereinen die Tourismusfachmesse ATB mit einem Wissenscampus. Zum Programm gehören u. a. das Diskussionspanel „Städte im Fokus“ mit Tourismusministerin Elisabeth Köstinger, eine Innovationsplattform zur „Zukunft des Reisens“ sowie Einblicke in zukunftsweisende Lösungen bei der Travel Tec von Mondial. Ein Schwerpunkt ist auch der ConventionBereich mit Verkaufsgesprächen auf der ATB und einer Branchenveranstaltung zu aktuellen Themen des Tagungssektors. Die ÖTT 2022 finden hybrid statt – mit Livestreams zum Wissens-, Innovations- und Convention-Campus sowie zum Diskussionspanel. Die Österreichischen Tourismustage werden vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus (BMLRT), der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) und der Österreich Werbung (ÖW) veranstaltet. Jetzt anmelden: www.tourismustage.at

austriatourism.com


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Freitag, 6. Mai 2022

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© Tourismusverband St. Johann in Salzburg

„Xund und fit“ So lautet das Motto des diesjährigen Sommerprogramms in der Ferienregion St. Johann in Salzburg.

Family-Business

Neue Attraktion Mit der „JO“ Adventure Minigolfanlage gibt es seit Mai eine zusätzliche familienfreundliche Attraktion in der beliebten Ferienregion. „Es handelt sich um ein gemeinsames EU-gefördertes Leader-Projekt mit der Stadt Salzburg. Unsere regionalen Sehenswürdigkeiten – allen voran der historische Pongauer Dom und die Almwelten – wurden maßstabsgetreu nachgebaut. Unsere Gäste kommen somit in spielerischer Form in den Genuss kultureller, natürlicher und historischer Highlights“, erklärt Jastrinsky. (red)

St. Johann in Salzburg hat sich erfolgreich als sommerliches Ferien-Eldorado für Familien etabliert. ST.JOHANN IN SALZBURG. „Die Marke JO hat die gewünschte Wirkung erzielt“, freut sich Stefanie Jastrinsky, Geschäftsführerin des Tourismusverbands St. Johann in Salzburg, über den Erfolg der 2018 gestarteten Marketingstrategie. „Am deutlichsten sichtbar ist das bei den innovativen Angeboten für Familien mit Kindern. Diese Zielgruppe fühlt sich bei uns rundum wohl – das erklärt auch den hohen Anteil an Stammgästen. Für die

wird zusätzlich ein kostenloses Ferienprogramm für Kinder geboten. Ein besonderes Highlight ist heuer wieder die St. Johanner Kinderwoche „JoKiWo“ vom 9. bis 15. Juli. Auf dem Programm stehen Spiel und Spaß beim Kraxltag am Geisterberg, Märchen und Geschichten beim Kasperltheater im Stadtpark und Kultur und Musik beim großen Highlight, dem Kinderkonzert der Philharmonie Salzburg.

anstehende Sommersaison sind wir sehr optimistisch.“ Abwechslungsreich Das Sommerprogramm steht unter dem Motto „Xund & Fit“ und bietet zahlreiche Aktivitäten für Jung und Alt – von Kräuterspaziergängen und Schmuppergolfkursen, über geführte E-Bike-Touren in verschiedenen Schwierigkeitsgraden bis zum Surfen auf der Salzach und Joga. Von 20. Juli bis 31. August

Neuer Werbeauftritt ST. MARGARETHEN. Corona hat dem beliebten Freizeit schwer zugesetzt, doch man hat die Zeit der Einschränkungen produktiv genutzt. Gemeinsam mit der Werbeagentur Kotschever Weiss hat das Team rund um Marketingleiterin Lisa Wagner-Körmendi die Zeit genutzt, um den Werbeauftritt von Österreich größtem Freizeitpark neu zu gestalten.

Im Zentrum stehen drei Elemente: eine prägnante Headline, ein „Blick“ in den Freizeitpark und das Maskottchen Filippo. „Wir freuen uns über eine weitere sympathische Marke aus der Region mit großer Strahlkraft auf die angrenzenden Regionen und Länder auf unserer Kundenliste“, so Herbert Weiss, Geschäftsführer von Kotschever Weiss. (red)

© Kotschever Weiss

Family Park St. Margarethen stellt sich neu auf.

Für die anstehende Sommersaison sind wir sehr optimistisch. Das Verlangen nach Natur und frischer Bergluft ist nach wie vor ungebrochen. Stefanie Jastrinsky Geschäftsführerin TV St. Johann i. Sbg.


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Freitag, 6. Mai 2022

COVER

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automotive business Wachstum auf allen Linien Zulieferer Miba fast wieder auf Vor-Corona-Niveau 77

Wichtiger Zukunftsmarkt Rosenbauer AG erhöht ­Beteiligung an US-Tochter 77

© KTM Images

© Rosenbauer International

© Stellantis

Stefan Pierer

Share Now wird Teil von Stellantis Free2move

© APA/AFP/Ronny Hartmann

© ÖAMTC/APA-Fotoservice/Haslinger

Free2move will mit der Übernahme der Mercedes- und BMW-Tochter Share Now führender Carsharer werden. 76

Pierer Industrie AG KTM-Chef Stefan Pierer soll laut des diese Woche präsentierten Wahlvorschlags nächster Präsident der Industriellenvereinigung (IV) Oberösterreich werden. Als Vizepräsidenten werden wie bisher die Firmenchefs Elisabeth Engelbrechtsmüller-Strauß, F. Peter Mitterbauer und Herbert Eibensteiner sowie neu Thomas Bründl angeführt. Die ­neunjährige Amtszeit des amtierenden ­Präsidenten Axel Greiner, geht am 13. Juni plangemäß zu Ende.

Mehr rausholen Steirisches Konsortium will Lithium-Ionen-Batterien optimieren. 78

Große Eröffnung Neuer ÖAMTC-Stützpunkt in St. Pölten spielt „alle Stückerl“. 79


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Freitag, 6. Mai 2022

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Stellantis-Coup

PIERER INDUSTRIE AG

2021er-Jahr mit Plus bilanziert WELS. Die Industriegruppe des oberösterreichischen Industriellen Stefan Pierer hat 2021 deutlich mehr Gewinn und Umsatz gemacht. Der Umsatz der Pierer Industrie AG stieg trotz der großen Herausforderungen in den globalen Lieferketten und den Auswirkungen der Coronapandemie um knapp 30% auf einen Rekordwert von 2,73 Mrd. €, wie das Unternehmen mitteilte. Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) konnte auf 220,7 Mio. € (nach rund 97 Mio. €) mehr als verdoppelt werden.

Der Autohersteller stärkt mit der Übernahme von Share Now die Rolle von Free2move als globaler Mobilitätsanbieter.

© Stellantis

Mitarbeiterzuwachs Das operative Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) stieg um rund 50% auf 423,6 Mio. €. Das Ergebnis nach Steuern hat sich laut Jahresfinanzbericht von 49,1 auf 150 Mio. € erhöht. Wesentliche Unternehmensbereiche der Pierer Industrie AG sind die börsennotierte Pierer Mobility und Pankl. Die Pierer Mobility steigerte den Umsatz um ein Drittel auf 2,04 Mrd. €, die Pankl AG von 583 Mio. € auf 709 Mio. €. Beschäftigt waren in der Pierer Industrie-Gruppe 9.530 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (+1.208), davon 6.061 in Österreich. Die Investitionen lagen bei rund 283 Mio. €, nach 188,8 Mio. €. (APA)

Mit der Übernahme von Share Now will sich Free2move als führendes Carsharing-Unternehmen positionieren.

Mobilitätsoptionen zu bedienen, die ihren individuellen Ansprüchen gerecht werden. Diese Übernahme wird auch unser Wachstum in Europa beschleunigen. Gleichzeitig kommen wir unserem Ziel einen Schritt näher, die weltweite Präsenz von Free2move bis 2030 auf 15 Millionen aktive Nutzerinnen und Nutzer auszubauen.“ Die Übernahme soll auch dazu beitragen, das Ziel des Strate-

© KTM/CC BY-SA 4.0

AMSTERDAM. Erste Gerüchte gab es schon in den Tagen davor, am Dienstag dieser Woche hat Stellantis die Katze aber wirklich aus dem Sack gelassen: Die Fiat- und PSA-Mutter übernimmt demnach den nach Fahrzeugen deutlich größeren Carsharing-Rivalen Share Now von BMW und Mercedes und verstärkt damit die Flotte seines eigenen Mobilitätsdienstes Free2move auf einen Schlag um mehr als 10.000 Fahrzeuge in 14 europäischen Großstädten. Bisher umfasste die CarsharingFlotte von Free2move lediglich 2.500 Fahrzeuge. Plan „Dare Forward 2030“ „Die Integration von Share Now mit seiner Präsenz in zahlreichen europäischen Großstädten wird unseren Kundinnen und Kunden einen besseren Zugang zu einer breiteren Palette von Dienstleistungen ermöglichen“, freut sich Brigitte Courtehoux, CEO von Free2move. „Wir freuen uns darauf, unsere Kundinnen und Kunden mit flexiblen

© APA/AFP/Jacques Demarthon

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Brigitte Courtehoux, Geschäftsführerin des Mobilitätsdienstes Free2move.

gieplans „Dare Forward 2030“ zu erreichen: die Steigerung des Nettoumsatzes mit MobilitätsDienstleistungen auf insgesamt 2,8 Mrd. €; ein erster Schritt dahingehend soll bis zum Jahr 2025 mit 700 Mio. € Umsatz erreicht werden. Opel Rent auch integriert Erst kürzlich hatte Free2move die Übernahme von Opel Rent angekündigt und damit sein Wachstum in Deutschland und Österreich beschleunigt. Mit der Akquisition geht auch eine Weiterentwicklung von der reinen Fahrzeugvermietung zum Allin-One-Mobilitäts-Dienstleister einher. Gleichzeitig treibt Free2move auch die Expansion seines Mobility-Hubs in den Vereinigten Staaten voran und bietet seinen Service nun auch in Washington D.C., Portland, Oregon, Denver, Colorado, Columbus, Ohio und Austin, Texas an. In Europa ist das CarsharingAngebot von Free2move bislang in zwei Hauptstädten verfügbar: Paris und Madrid. (red)


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Freitag, 6. Mai 2022

AUTOMOTIVE BUSINESS

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CONTINENTAL

Probleme belasten das Geschäft

© Rosenbauer International

HANNOVER. Beim deutschen Autozulieferer Continental müssen sich Anteilseigner, Belegschaft und Kunden in diesem Jahr auf einen ruppigen Geschäftsverlauf und womöglich weiter steigende Kosten einrichten. Der Ukrainekrieg, neue Coronaprobleme in China sowie die Versorgung mit Chips und Rohstoffen bleiben große Risikofaktoren, wie auf der Hauptversammlung vor wenigen Tagen deutlich wurde. Kalkulierte Mehrkosten Zudem ist die Aufarbeitung der mutmaßlichen Verstrickung in die VWDieselaffäre noch nicht abgeschlossen. Den Ende 2021 zurückgetretenen Finanzvorstand Wolfgang Schäfer entlasteten die Aktionäre vorerst nicht – auch über Abfindungszahlungen wird erst später entschieden. Der DAX-Konzern hatte seine Gewinnerwartungen und Einschätzungen zur Welt-Autokonjunktur für 2022 zuletzt herabgesetzt. Die Hannoveraner kalkulieren 3,5 Mrd. € an Mehrausgaben ein. Einiges davon dürfte auf Produktpreise übergreifen, möglicherweise auch in das Endverbrauchergeschäft mit Reifen und Ersatzteilen. (APA)

Rosenbauer sieht in Nordamerika viel Potenzial – 2021 wurden dort mehr als 6.000 Feuerwehrfahrzeuge beschafft.

Fokus auf Nordamerika Um ihre Geschäfte in den USA und Kanada zu forcieren, hat die Rosenbauer AG ihre Beteiligung an Rosenbauer America erhöht. ist das Beschaffungsvolumen im Vorjahr auf mehr als 6.000 Fahrzeuge gestiegen. Rosenbauer America ist die Holdinggesellschaft für das Nordamerika-Geschäft des Rosenbauer-Konzerns und umfasst die Produktionsunternehmen Rosenbauer South Dakota LLC, Rosenbauer Minnesota LLC, Rosenbauer Motors LLC sowie die Rosenbauer Aerials LLC. Das Geschäftsvolumen belief sich zuletzt auf 262,9 Mio. €. (APA)

auszubauen und die Integration des US-Teilkonzerns zu verstärken“, so der Feuerwehrausrüster in einer Aussendung. Steigende Nachfrage Für Rosenbauer ist Nordamerika ein wichtiger Zukunftsmarkt. 2021 habe sich der dortige Markt trotz Coronapandemie „sehr dynamisch entwickelt“, hieß es vom Unternehmen. Nordamerika ist der weltweit größte Feuerwehrmarkt. Laut Schätzungen

Miba bilanziert auf Vorkrisenniveau LAAKIRCHEN. Der Autozulieferer Miba ist mit neun Prozent Wachstum und einem Umsatz von 971 Mio. € im Geschäftsjahr 2021/22 wieder auf Vor-CoronaNiveau zurück. Gewachsen seien alle Geschäftsbereiche, am stärksten die Reibbelagssparte, die 220 Mio. € zum Umsatz beiträgt. Hoch sei auch die Nachfrage nach Komponenten für energieeffiziente, sparsame An-

© Miba

Energieeffizienz wird beim Zulieferer als Wachstumstreiber immer wichtiger. triebe in den Bereichen Wind, e-Antriebe, Bau- und Landmaschinen gewesen. Unter dem Strich macht Miba bereits elf Prozent seines Umsatzes mit Produkten für Energiegewinnung und -übertragung. Energieeffizienz steht auch im Zentrum seiner Wachstumsstrategie, mit der Miba seinen Umsatz bis 2027 auf 1,5 Mrd. € erhöhen will. (red)

© Continental/Marcus Prell

LEONDING. Der oberösterreichische Feuerwehrausrüster Rosenbauer hat die Beteiligung an der Rosenbauer America LLC von 50 auf 75% erhöht. Die Rosenbauer International AG erwarb die Anteile von einem Minderheitsgesellschafter. Das Closing wurde am Freitag bekannt gegeben, zum Kaufpreis gab es keine Angabe. Die Beteiligungserhöhung biete „die strategische Chance, das Geschäft in dieser Region weiter


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AUTOMOTIVE BUSINESS

Freitag, 6. Mai 2022

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MAGNA

Q1: Umsatz- und Gewinnrückgang

© Wolfgang Wachmann/Virtual Vehicle

AURORA. Der Autozulieferkonzern Magna ist bei Umsatz und Gewinn im Rückwärtsgang ins neue Jahr gestartet. Die Erlöse gingen im Jahresabstand um fünf Prozent von 9,69 Mrd. auf 9,18 Mrd. € zurück, der Periodenüberschuss sank von 585 Mio. auf 347 Mio. €, wie Magna bekannt gab. Die Ergebnisse seien jedoch über den Erwartungen des Konzerns gelegen, betonte CEO Swamy Kotagiri (Bild). Begründet sei der Umsatzrückgang vor allem durch niedrigere weltweite Produktions- und Montage-Volumina für leichte Nutzfahrzeuge und die Abschwächung von Fremdwährungen gegenüber dem US-Dollar. Fremdwährungsbereinigt sei der Umsatz um zwei Prozent gesunken.

Das ambitionierte Projektziel ist die Erhöhung der Energiedichte von Zellen um 20 bis 30 Prozent bei 1.000 Ladungen.

Batterien-Zukunft Projekt „OpMoSi“: Ein steirisches Konsortium forscht an signifikanten Verbesserungen von Lithium-Ionen-Batterien.

© Magna International

Russland-Geschäft steht Wegen der geopolitischen Ereignisse und der Lockdowns in China seien Schätzungen für die Fahrzeugproduktion gesenkt worden. Die Magna-Aktivitäten in Russland sind weiterhin stillgelegt – dabei geht es um sechs Betriebe, die 2021 mit rund 2.000 Mitarbeitern 353 Mio. € Umsatz erzielten. Außerdem sehe sich Magna „mit Inflation und einem Gegenwind für Rohstoffe konfrontiert“, so CEO Kotagiri. (APA)

GRAZ. Die Lithium-Ionen-Batterie hat mit ihrer Markteinführung im Jahr 1991 einen Siegeszug angetreten. Man findet sie unter anderem in Smartphones, Digitalkameras oder Akkuschraubern. Im Bereich der elektrochemischen Energiespeicherung hat sie mittlerweile sämtliche konkurrierenden Technologien verdrängt. Nicht zuletzt durch die rasante Entwicklung im Bereich der E-Mobilität ist die Technologie auch ein Milliardenmarkt mit konstant hohen Wachstumsraten. Ein Grund für diesen Erfolg ist, dass sich die Energiedichte der Batterien in den vergangenen 30 Jahren mehr als verdreifacht hat. Ambitionierte Zielsetzung Ein steirisches Konsortium aus Forschung und Wirtschaft will nun diesen Trend fortsetzen. Für das Projekt „OpMoSi“ haben sich vier heimische Player zusammengetan, um die Weiter-

entwicklung der Lithium-IonenTechnologie voranzutreiben. Koordiniert wird das Konsortium von der Virtual Vehicle Research GmbH. Das Forschungszentrum arbeitet dabei eng mit der Materials Center Leoben Forschung GmbH, der Varta Innovation GmbH und der AVL List GmbH zusammen. Ziel: Höhere Energiedichte Oberstes Ziel der Projektpartner ist es, die Ladungsdichte und die Lebensdauer von LithiumIonen-Batterien zu erhöhen. Gelingen soll dies durch neuartige „Hollow Core-Shell Silizium Kohlenstoff (HCS Si-C) Komposit Anoden“. Diese nächste Generation der Lithium-Ionen-Batterie soll im Vergleich zu bestehenden Technologien eine 30% erhöhte Energiedichte bei gleicher Ladestabilität erreichen. Im Entwicklungsprozess dieser neuen Zellgeneration werden die Kompetenzen der Projektpartner in verschiedenen

Bereichen kombiniert und gebündelt: von Simulation, über Elektroden-/Zellfertigung bis zu Elektrochemie. Künftig soll eine zielgerichtetere, kostengünstigere und ressourcenschonendere Herstellung von verbesserten Lithium-Ionen-Batterien mit SiAnoden ermöglicht werden. Nach erfolgreicher Projektdurchführung ist ein Folgeprojekt auf nationaler oder EU-Ebene geplant. Technologiesprung geplant Virtual Vehicle Research GmbHGeschäftsführer Jost Bernasch: „OpMoSi ist ein Vorzeigeprojekt, in dem die Technologie für Lithium-Ionen-Batterien auf das nächste Level gebracht wird. Als Konsortialführer und wissenschaftlicher Partner forschen wir an einer deutlich verbesserten Energiedichte für künftige Batterien. Wir haben gezeigt, dass wir Ergebnisse der Grundlagenforschung erfolgreich in automotive Anwendung umsetzen können.“ (red)


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Freitag, 6. Mai 2022

AUTOMOTIVE BUSINESS

Neuer ÖAMTC-Standort

AUSZEICHNUNG FÜR TSA

„Humorvollstes“ Unternehmen

Der Automobilclub betreibt seit wenigen Tagen einen neuen Stützpunkt und ein neues Ausbildungszentrum in St. Pölten.

© ÖAMTC/APA Fotoservice/Haslinger

WIEN. Im Anschluss an die erstmals veranstaltete HumorExpo wurde kürzlich im Andaz Hotel in Wien auch erstmals der Humorus Award vergeben. Dabei handelt es sich um eine Auszeichnung für Unternehmen, die Spaß und Humor in ihrer Firmenkultur nicht nur verinnerlicht haben, sondern diesen Erfolgsfaktor auch nach außen präsentieren. Damit ausgezeichnet wurde Zulieferer Traktionssysteme Austria (TSA) für seinen originell gestalteten Clip zu einem Großauftrag über Elektromotoren für die U-Bahn Berlin. (red) WIFI WIEN

Auf einer Grundstücksfläche von rund 6.200 Quadratmeter entstand ein hochmoderner Stützpunkt.

Für den ÖAMTC als verantwortungsbewusste und stetig wachsende Organisation nehmen die Nachhaltigkeit und ökologische Verträglichkeit seiner Infrastruktur einen hohen Stellenwert ein.“ Das inkludierte Ausbildungszentrum wird für die laufende Fortbildung der Techniker und Schaltermitarbeiter genutzt und beinhaltet eine eigene Lehrlingswerkstatt zur Ausbildung des Fachkräfte-Nachwuchses. (red)

Platz für die umfassende Betreuung unserer Mitglieder sowie die optimale Schulung und Ausbildung unserer Mitarbeitenden geschaffen“, so Gottfried Wanitschek, Präsident des ÖAMTC. Neues Ausbildungszentrum Wanitschek weiter: „Nicht zuletzt ist es uns dank eines ökologischen Gesamtkonzepts auch gelungen, einen Standort zu realisieren, der auch den Bedürfnissen der Zukunft gerecht wird.

first pitch goes digital

Volvo Group Austria übersiedelt KOTTINGBRUNN. Die Volvo Group Austria GmbH hat vor wenigen Wochen mit dem Bau ihres neuen Volvo Group Truck Centers Kottingbrunn begonnen. In den kommenden 14 Monaten Bauzeit sollen rund 15 Mio. € in den Standort fließen, der künftig auch den Hauptsitz des Unternehmens in Österreich beherbergen soll. Die Eröffnung der neuen Zentrale ist für den

© Volvo Truck Corporation

Neue Firmenzentrale entsteht im niederösterreichischen Kottingbrunn. Sommer des kommenden Jahres geplant. In dem 4.200 m² großen Gebäude werden 15 Lkw- und zwei Busarbeitsstände untergebracht. Das Dienstleistungsangebot reicht von Service- und Reparaturarbeiten, Überprüfungen und Achsvermessungen bis zu Dienstleistungen rund um Elektro-Lkw samt Ladeinfrastruktur. (red)

Ausbildung für Flottenmanager

© PantherMedia/Arne Trautmann

SANKT PÖLTEN. Vor wenigen Tagen eröffnete der ÖAMTC gemeinsam mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Partnerorganisationen feierlich seinen neuen Standort in St. Pölten. Gleichzeitig feierte der Mobilitätsclub ein weiteres Novum: Erstmals in der Geschichte des Clubs wurde mit dem ÖAMTC-Ausbildungszentrum eine landesweite Bildungseinrichtung geschaffen. „Mit dem neuen ÖAMTC-Standort in St. Pölten haben wir ausreichend

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WIEN. Von 16. bis 19. Mai hält das Wifi Wien eine Ausbildung zum „Geprüften Mobilitäts- und FlottenmanagerIn“ ab. Dabei referieren ausschließlich Praktiker aus dem Flottenmanagement, die ihr Fachwissen in 32 Lehreinheiten an die Teilnehmer weitergeben. Mit der Absolvierung dieses Kurses stehen nicht nur den bereits tätigen Mitarbeitern im Flottenmanagement, sondern auch Neueinsteigern eine fundierte Ausbildung zur Verfügung. (red)


WENN DAS KEIN GRUND ZU FEIERN IST! Der Marketing Club Österreich ist stolze 65 Jahre alt. Seit seiner Gründung 1957 steht der Marketing Club Österreich für die Vermittlung und den Austausch von Marketing-Know-how und die Vernetzung der renommiertesten Marketingköpfe des Landes. Davon profitiert jedes einzelne Mitglied des Marketing Club Österreich – auch Philipp Breitenecker, Head of Marketing LG Electronics. Feiern Sie mit! Gratulieren Sie dem Marketing Club Österreich auf www.marketingclub.at/65Jahre! Unter allen GratulantInnen verlosen wir 65 tolle Preise von Falkensteiner Hotels, Palmers, Swatch, BIPA, Volkshilfe, PAYBACK, Decathlon, Henkel und JETZT Konferenzen.


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medianet 06.05.2022 by medianet - Issuu