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medianet 08.07.2022

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22. Jahrgang

No. 2305

Mehr Transparenz „IAA-Marketer(in) des Jahres“ – Medienmanager Thomas Prantner über die Wahlreform 10

Freitag, 8. Juli 2022

Euro 4,–

Kaum Entspannung Bei den Handelsflächen ist die ­Pandemie nach wie vor spürbar 62

Fokus Biontech-CEO Ugur Sahin plant Einstieg in Antibiotikaforschung 84

© BioNTech SE 2021

Mit 14 Seiten retail ab Seite 61

© Martina Berger

„Im kraftwerk-Menü ist Werbung der Hauptgang“ Mit den drei Disziplinen Consulting, Kommunikation, Technologie und Daten gut gerüstet für die Zukunft. 4

Liebe Leserinnen und Leser, am Freitag, 19. August 2022, erscheint die nächste Ausgabe von medianet. Während der Print-Pause versorgt Sie der medianetNewsletter mit allem, was Sie wissen sollten!

Auf Schiene Kampagnen auf Werbeflächen der ÖBB werden CO2-neutral umgesetzt. 26

© Steve Haider

© ÖBB Werbung

Österreichische Post AG,WZ 20Z042164 W ••• medianet Verlag GmbH, Brehmstraße 10/4, 1110 Wien ••• Retouren an Postfach 555, 1008 Wien

Gebremstes Wachstum im eCommerce 64 Studie: LEH hinkt bei Innovationen hinterher 66 Billa schluckt Adeg, Marke soll aber bleiben 67 Ausblick auf GetränkeLeitmesse drinktec 71 Lidl setzt auf vegan 73

Zu Wasser Die Positionierung des Hafen Wien als trimodale Logistikdrehscheibe. 90


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Freitag, 8. Juli 2022

EDITORIAL / INHALT

Man bekommt, was man verdient

Geld allein macht nicht glücklich, aber es ist besser, in einem Taxi zu weinen als in der Straßenbahn.“ Zitat der Woche Marcel Reich-Ranicki, deutschpolnischer Autor, Publizist und Literaturkritiker

Impressum Medieninhaber: medianet Verlag GmbH 1110 Wien, Brehmstraße 10/4. OG http://www.medianet.at Gründungsherausgeber: Chris Radda Herausgeber: Germanos Athanasiadis, Mag. Oliver Jonke Geschäftsführer: Markus Bauer Verlagsleiter: Bernhard Gily Chefredaktion/Leitung Redaktionsteam: Mag. Sabine Bretschneider (sb – DW 2173; s.bretschneider@medianet.at), Stellvertreter der Chefredakteurin: Dinko Fejzuli (fej – DW 2175; d.fejzuli@medianet.at)

Die lebensverlängernde Wirkung der richtigen Berufswahl – und die Alternativen. Leitartikel ••• Von Sabine Bretschneider ASPEKTE. Die Debatte dreht sich seit Jahren im Kreis: Wie angemessen sind die Summen, die Politiker als Entschädigung für ihre Arbeit erhalten? Zu viel, weil sie bitteschön einmal versuchen sollen, mit einem österreichischen Durchschnittsgehalt über die Runden zu kommen? Zu wenig, weil man um die paar Netsch keine hochqualifizierten Leute mehr bekommt? Schließlich, das bestätigen auch die renommierten Personalberater, ist das Interesse jener, die Führungspersönlichkeit mit relevanten Fachkenntnissen verbinden, inzwischen endenwollend: „Das tut sich keiner mehr an.“ Eine kürzlich veröffentlichte Studie britischer und australischer Forscher, die Daten von mehr als 57.000 Politikern aus elf Ländern, darunter Österreich, analysiert haben, belegt jetzt, dass ein Aspekt der Politikerkarriere bislang vernachlässigt wurde: Sie leben länger. In Österreich hat der Studie zufolge ein 45-jähriger Politiker eine Lebenserwartung von weiteren 40

Kontakt: Tel.: +43-1/919 20-0 office@medianet.at | Fax: +43-1/298 20 2231 Fotoredaktion: fotored@medianet.at Redaktion: Christian Novacek (stv. CR; nov – DW 2161), Paul Hafner (haf – DW 2174), Helga Krémer (hk), Reinhard Krémer (rk), Martin Rümmele (rüm), Jürgen Zacharias (jz) Zuschriften an die Redaktion: redaktion@medianet.at Lektorat: Mag. ­Christoph Strolz Grafisches ­Konzept: Verena Govoni Grafik/Pro­duktion: ­Raimund Appl, Peter Farkas Fotoredaktion: ­Jürgen Kretten Fotoredaktion/Litho­grafie: Beate ­Schmid Druck: Herold Druck und Verlag AG, 1030 Wien Vertrieb: Post.at Erscheinungs­weise: wöchentlich (Fr) Erscheinungsort: Wien ­Einzel­preis: 4,– ¤ Abo: 179,– € (Jahr) (inkl. ­Porto & 10% MwSt.) Auslands-Abo: 229,– € (Jahr). Bezugsab­meldung nur zum Ende des vereinbarten Belieferungs­zeitraums bei 6-wöchiger Kündi­gungsfrist; es gelten unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen; Ge­richts­stand ist Wien. Gastbeiträge müssen sich nicht mit der Meinung der Redaktion decken. Offenlegung gem. §25 Mediengesetz: https://medianet.at/news/page/offenlegung/

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Jahren, eine gleichaltrige Person aus der Allgemeinbevölkerung hat lediglich 36 weitere Jahre in Aussicht. Der Haken: Der Vergleich mit ähnlich verdienenden Privatwirtschaftlern wurde nicht gezogen. Es könnte weiterhin auf optionalen Ruhm, Macht und TV-Präsenz hinauslaufen, die den Einstieg in die Politik attraktivieren. Ein Vergleich am Rande: Ein Abgeordneter im österreichischen Nationalrat verdient etwa so viel wie ein Fußballspieler in der ersten Liga. Interessanter wird es erst, wenn man drauf schaut, dass man rechtzeitig was draus macht. In der spanischen Liga oder bei russischen Konzernen. Da ist dann aber ohnehin jeder, egal ob am Rasen oder im Parlamentsausweichquartier in der Hofburg, seines Glückes eigener Schmied. Bis bald! Themenwechsel: Die medianet-Printausgabe macht ab nächster Woche Sommerpause. Wir lesen einander an dieser Stelle am 19. August wieder! In der Zwischenzeit informieren wir Sie online und mit unserer Sommer-Edition des Newsletters.

Inhalt COVERSTORY

SPECIAL GREEN MARKETING

FINANCENET & REAL:ESTATE

Transformations-Experten ....... 4 Die kraftwerk-Führungscrew im ausführlichen Interview

ÖBB Werbung goes Green ...... 26 Nachhaltigkeit auf Schiene

Oberbank: Mission Possible.... 76 Daniela Päpkes Auftrag: Kundenzufriedenheit

MARKETING & MEDIA IAA-„Marketer des Jahres“...... 10 Kandidaten sind fix, Thomas Prantner über Neuerungen Wert der Unabhängigkeit ........ 16 APA-Geschäftsführer Clemens Pig kündigt „Media Key“ an Parameter Aufmerksamkeit ..... 18 OMG ergänzt klassische Kriterien mit wichtigem Merkmal

Dialog Marketing Report ......... 28 Wettbewerbsvorteil bei Gen Z

Urlaubszeit ist Reisezeit .......... 78 Elf Geld-Tipps für Ihren Urlaub

RETAIL HEALTH ECONOMY Handelsflächen im Wandel...... 62 Fachmarktagglomerationen trotzen dem Leerstand Nicht am Puls der Zeit ............. 66 Kearney-Studie ortet wenig Innovation im heimischen LEH

Kooperation .............................. 84 Biontech entwickelt Antibiotika Patientenmilliarde? .................. 85 Kritik des Rechnungshofs INDUSTRIAL TECHNOLOGY

Billa integriert Adeg ................. 67 Rewe strukturiert Großhandel um

Digital Brand Intelligence ........ 21 Observer launcht neues Tool Media Intelligence Office (MIO)

Innovationsschub bei Hofer .... 68 Diskonter stockt Logistik-Team auf

RMS Sommerfest ..................... 22 Biz Talk: Große Party in Pink

Lidl erweitert vegane Palette.... 73 Kategorieumsatz wuchs um 17%

Logistikdrehscheibe ................ 90 Die gelungene Positionierung des Standorts Hafen Wien Roam like at home ................... 92 Neue Verordnung verlängert das „Roaming zu Inlandspreisen“


COVERSTORY

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© Martina Berger

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Beyond Digital, beyond Strategy, beyond Creative 1990 gegründet, besteht die international aufgestellte kraftwerk Gruppe heute aus sechs Firmen in drei Ländern und 23 Start-ups mit 63 fixen Mitarbeitern.

••• Von Dinko Fejzuli

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ie Welt verändert sich, die Unternehmen verändern sich, die Konsumenten verändern sich und damit verändert sich vor allem die Kommunikation. Wie muss ein Partner für Kundinnen und Kunden in der Zukunft aufgestellt sein? kraftwerk

definiert sich als interdisziplinäre Agenturgruppe und hat damit großen Erfolg und wächst und wächst. Die international aufgestellte kraftwerk Gruppe besteht aus sechs Firmen in drei Ländern und 23 Start-ups mit über 63 fix angestellten Thinkern, Innovatoren, Kreativen, Data-Scientisten, Software Developern und über 50 externe Expertinnen und Experten.

„Der kraftwerk Umbrella stützt sich auf vier Säulen: ‚Un-Consultancy‘ – weniger Stock im Arsch und mehr Kreativität – neue Kommunikation – wer will schon alte –, neue Technologie – statt never touch a running system – und intelligente Daten – statt Google Analytics für Anfänger“, so kraftwerk-CEO Heimo Hammer. In den letzten zwei Jahren hat kraftwerk an der eigenen Trans-

formation gearbeitet und keinen Stein auf dem anderen gelassen. Neue Ziele, neue Struktur, neue Streams und viele neue Profis – der Erfolg der Kunden gibt kraftwerk recht. Hammer zählt gerne mal seine „glücklichen und erfolgreichen“ Kunden auf. Aktuelle Kunden wie Asfinag, Lkw Walter, Palfinger, Vamed, Wifi, Metro, VIG, die Stadt Wien, beko u.v.m. sind


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COVERSTORY

werk, über den Zugang, wie die Agentur arbeitet. Wesentlich für den Erfolg der eigenen Kunden sei auch die kollaborative Kultur des Arbeitens bei kraftwerk, das sich als Partner seiner Kundinnen und Kunden sieht, so Angelika Hammer, Agenturleitung.

Teamarbeit Heimo Hammer (CEO), Angelika Hammer (Agenturleitung), Clemens Mar (Senior Consultant), Gerhard Grossberger (CTO), Roman Sindelar (CCO), Stefan Reich (Data Scientist), Anna ­Wessely (Head of ­Strategy).

vom „Schmelztiegel der Ideen“, die weit über Werbung hinausgehen, begeistert. Die „Un-Consulter“ Beim Thema „ Un-Consulting“ sei man alles andere als ein „klassischer Berater“, so Clemens Mar, Senior Consultant bei kraftwerk. Anders als andere, gehe man an Aufgaben durchaus unkonventionell heran, und so kann es passieren, dass am Ende eines Prozesses der Kunde gleich ein Start-up mit kraftwerk gründet, um gemeinsam neue Geschäftsfelder mit neuen Geschäftsmodellen zu erobern. „kraftwerk hat so viel Business- und Projekterfahrung, die aus unserer jahrzehntelangen Expertise in den Bereichen Strategie, Behavioral Design und Digitale Transformation kommt, dass Kunden gerne mit uns neue Wege gehen“, so Jürgen Oberguggenberger, Partner bei kraft-

Feelgood als Agenturmotto „Unser Anspruch ist es, mit unseren Kunden immer einen Schritt voraus zu sein, was sie führend am Markt macht. Wir sehen uns relevante neue Entwicklungen aktiv an und versuchen, mit Tests oder Prototypen ein Gefühl für die Marktpotenziale zu entwickeln“, so Anna Wessely, Head of Strategy. Auf die Frage nach dem USP von kraftwerk kommt eine verblüffend ehrliche Antwort: „Man kann Kunden nur verändern, wenn man es selbst kann. kraftwerk hat sich zu einer innovativen, kreativen, technologie- und datengetriebenen Organisation entwickelt, die gemeinsam mit Kunden auch Fehler macht und dabei immer erfolgreicher wird“, so Heimo Hammer. „Das Schöne bei kraftwerk ist die Vernetzung der Brains – nicht nur menschlich, sondern auch bei den Disziplinen“, ergänzt CCO Roman Sindelar. „Denn viele Kundinnen und Kunden erkennen, dass es nicht mehr zeitge-

kraftwerk hat sich zu einer ­innovativen, kreativen, techno­ logie- und datengetriebenen ­Organisation entwickelt, die ­gemeinsam mit Kunden auch Fehler macht und dabei immer erfolgreicher wird Heimo Hammer kraftwerk-CEO

Wir sehen uns relevante neue Entwicklungen aktiv an und ­versuchen, mit Tests oder ­Prototypen ein Gefühl für die Marktpotenziale zu entwickeln. Anna Wessely Head of Strategy

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mäß ist, in Silos zu denken, und wollen diese gezielt abbauen.“ Mit Daten erfolgreich bleiben „Die Märkte und die Kunden verändern sich rasend schnell. Egal ob Innovation oder Transformation – über allem schwebt das Technologiethema und die Daten, die die Grundlage erfolgreichen Handelns sind“, so Gerhard Grossberger, Chief Technology Officer. „De facto ist es so, dass die meisten neuen, digitalen Geschäftsmodelle datengetrieben sind und der Vorteil von kraftwerk in der jahrzehntelangen kreativen Expertise liegt, auf die man hier zurückgreifen kann“, so Stefan Reich, Geschäftsführer von NextOne, dem jüngsten Unternehmen aus dem kraftwerk Ökosystem. Die Frage, ob kraftwerk mit all den neuen Dingen, die man macht, noch eine Werbeagentur sei, bejaht Heimo Hammer: „Im Menü von kraftwerk ist Werbung ein Hauptgang. Denn ohne Werbung geht es nicht. kraftwerk sieht sich als Zukunftsagentur für Kunden, die die Disziplinen – Consulting, Kommunikation, Technologie und Daten – mit einem guten Gefühl aus einer Hand wollen“, so Hammer abschließend.


AKTUELL

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„Die Antwort ist in der Regel: Bildung“ Interview mit Franz-Josef Lackinger, Geschäftsführer BFI Wien, über den Arbeitsmarkt im Wandel, Green & IT-Jobs sowie smarte Maschinen.

••• Von Sabine Bretschneider

© BFI Wien/Sebastian Kaczor

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ach mehr als zwei Jahren Pandemie ist der Arbeitsmarkt von Rekordarbeitslosigkeit in RekordBeschäftigungsniveau gekippt. Dennoch können Hunderttausende offene Stellen nicht besetzt werden. Läutet die Diskrepanz zwischen Arbeitsplätzen und Arbeitsuchenden goldene Zeiten für Schulungsanbieter ein? medianet führte dazu und zu einigen anderen virulenten Themen ein Gespräch mit FranzJosef Lackinger, Geschäftsführer des BFI Wien. Am 16. März 2020 ging die Republik in den ersten CoronaLockdown. Quasi über Nacht musste auch Wiens größtes Institut in der beruflichen Kompetenzförderung – 35.000 Menschen besuchen jährlich die Kurse, Seminare und Lehrgänge des BFI Wien – die Konsequenzen daraus ziehen. Eine dramatische Zäsur. „Alles war plötzlich anders“, sagt Franz-Josef Lackinger. „Wir haben uns allerdings schon lange vor der Pandemie mit Fragen des Distance Learning und der Digitalisierung beschäftigt – und tatsächlich innerhalb von zwei Tagen auf Homeoffice und Distance Learning umgestellt. Es hat sich gelohnt, dass wir schon investiert hatten. Den Rest erledigte das hohe Kreativitäts­niveau unserer Beschäftigten.“ Geblieben sei ein „riesiger Know-how-Schub – bei Kunden und Beschäftigten“. Das Ende des Präsenzunterrichts werde dadurch jedoch nicht eingeleitet: „Der soziale Kontakt ist und bleibt wichtig.“ Feedback, individuelle Beratung und Begleitung seien essenziell. Die Schere am Arbeitsmarkt Mit der Kluft zwischen offenen Stellen und Arbeitsuchenden, so der BFI Wien-Chef, „mit dieser

AKTUELL

Bipolarität werden wir leben lernen müssen“. Am Arbeitsmarkt seien Qualifikationen gefragt, die viele Arbeitsuchende nicht erfüllen. In Wien gebe es derzeit beispielsweise etwa 1.000 vorgemerkte Arbeitslose, die aus der IT kommen. Dennoch und trotz hohen Bedarfs seien sie nicht sofort vermittelbar. Oft, meint Lackinger, sind schlicht die Qualifikationen veraltet: „Die Antwort ist in der Regel: Bildung.“ Grüne Perspektiven Mit der Klimakrise rücken die sogenannten Green Jobs in den Vordergrund. „Dahinter stecken oft ganz traditionelle Berufe“, erklärt Lackinger. „Tischler bzw. Tischlerin war immer und

Projekt „Coders.Bay Vienna“ Im Bereich IT und für dessen steigenden Fachkräftebedarf wurde im Vorjahr die Coders.Bay Vienna des BFI Wien ins Leben gerufen: Binnen sechs Monaten werden Arbeitsuchende, nach entsprechendem Assessment, zu Softwareentwicklern bzw. System- und Netzwerktechnikern ausgebildet – ein niederschwelliger Einstieg. Dabei gehe es nicht darum, das Curriculum eines ganzen Studiums in wenige Monate zu packen, sondern um „solide Coder und Netzwerktechnikerinnen, die unmittelbar nach der Ausbildung in Projekten einsetzbar sind“. Die Wirtschaft begrüßt diesen Zugang: 70% der Absolventinnen und

© medianet

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medianet career studio BFI Wien-Chef Franz-Josef Lackinger im Gespräch mit medianet-Chefredakteurin Sabine Bretschneider.

wird auch in Zukunft ein sehr nachhaltiger Beruf sein. Oder Solartechnik, Klimatechnik … Es braucht gut ausgebildete Techniker und Technikerinnen, Mechatroniker, Elektrotechnikerinnen, Klima- und Lüftungstechniker. Green Jobs per se wird es nicht geben. Es wird darum gehen, den Fokus auf diese Dinge zu legen.“ Um aus dem Techniker einen Solaranlagentechniker zu machen, dafür gebe es dann ergänzende Spezialmodule.

Absolventen werden vom Fleck weg engagiert. Vor Kurzem wurde eine AMSgeförderte „Applikationsentwicklung – Coding“-Lehre für Erwachsene gestartet; außerdem beginnt im Herbst für ausbildungshungrige Privatpersonen der erste berufsbegleitende FullStack-Developer-Diplomlehrgang. Smarte KI-Ideen Wer IT sagt, muss heute auch KI sagen: „Der Begriff ‚Intelligenz‘

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gefällt mir in diesem Kontext nicht. Es geht wohl eher um maschinelles Lernen“, gibt der Bildungsexperte zu bedenken. „Wo die Reise hingeht, ist schwer abzuschätzen. Es gibt Überlegungen, Chatbots in der Beratung einzusetzen oder mittels Logarithmen Bildungsangebote zu empfehlen.“ Aber: Wenn man Lern- und Lesegewohnheiten überwache und speichere, müsse man auch datenschutzrechtliche Bedenken diskutieren. Lackinger: „Es ist, insbesondere auch im öffentlichen Bildungswesen, ein heiklerer Bereich als beim Online-Shopping: Landet das alles dann bei Google oder bei der Wiener Bildungsdirektion? Was nicht passieren darf, ist, dass wir in Europa vorsichtig sind und alle Daten nach Amerika schicken.“ Dinge wie Virtual Reality seien in der technischen Ausbildung am BFI Wien schon im Einsatz: Schweißroboter helfen dabei, eine Schweißnaht – material- und kostensparend – zuerst einmal virtuell zu üben. Jobkiller Automatisierung? Werden uns Roboter irgendwann die Arbeit wegnehmen? Lackinger: „Man kann hier nur aus der Vergangenheit extrapolieren. Wenn es dazu führt, dass wir nicht mehr 50 Kilo schwere Zementsäcke durch die Gegend schleppen müssen oder händisch Gruben ausheben, dann ist es ja gut. Aber man muss gleichzeitig darauf schauen, dass man die Menschen, die das bisher gemacht haben, entsprechend qualifiziert, damit sie auch in einer neuen Berufswelt eine sinnvolle Tätigkeit finden.“ Sehen Sie das gesamte Video ­unter: tv.medianet.at/video/ careernet-der-bildungsmarkt -bleibt-bullish Redaktion TV: Andy Marada


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COVER

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marketing & media Leadership Megaboard-COO Gerald Schlosser führt sein Team auf Augenhöhe 12

Kommentar Über die ­Relevanz von Reichweite zur Meinungsbildung 14

Unabhängig Clemens Pig, APA-Geschäftsführer, im Mediadome-Interview 16

© Monika Saulich/Infoscreen

© APA/Georg Hochmuth

© IAA/Katharina Schiffl

Stefanie ­Paffendorf

„Moderne, notwendige Reformen durchgeführt“

Erfahrene Expertin Infoscreen-Chefredakteurin Stefanie Paffendorf (53) avanciert zur Programmdirektorin des Senders. Damit wird die neu geschaffene Position mit einer Führungskraft besetzt, die seit fast 20 Jahren die Geschicke mitbestimmt. Als Bindeglied zwischen Redaktion und Grafik hat sie die Gesamt­ koordination des Contents inne.

© Fred Reiss

© Andreas Tischler/Vienna Press

Thomas Prantner (IAA) über Neuerungen bei der Wahl zum Marketer bzw. Marketerin des Jahres. 10

Pink Das RMS Sommerfest sorgte für Spaß und Ausgelassenheit bei den Gästen. 22

Frauenpower Brokkoli Advertising holt Silvia Halasek in das Führungsboard. 24


MARKETING & MEDIA

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© IAA/Katharina Schiffl

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IAA: Sechs Marketer des Jahres zur Wahl

Im Gespräch Medienmanager Thomas ­Prantner, Vorstand des IAA Advisory Boards.

Das Advisory Board der IAA hat sechs Personen für das Finale nominiert. Online-Voting ist bis Ende August möglich.

••• Von Petra Stückler

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as Austrian Chapter der IAA (International Advertising Association) vergibt seit 25 Jahren die Auszeichnung „Marketer, Marketerin des Jahres“. Für dieses Jahr stehen die Kandidatinnen und Kandidaten fest. Sechs Personen, drei Frauen und drei Männer, wurden

vom Advisory Board der IAA ausgewählt. Jetzt startet das Online-Voting. medianet hat mit dem Vorsitzenden des Advisory Boards, Medienmanager Thomas Prantner, über Neuerungen, den genauen Ablauf der Wahl und über die Frauenquote gesprochen. medianet: Bei der heurigen Wahl zum Marketer bzw. zur Marketerin des Jahres gibt es Änderun-

gen. Welche Neuerungen sind das und warum sind diese jetzt notwendig geworden? Thomas Prantner: Die vor Jahrzehnten vom Manstein-Verlag ins Leben gerufene IAA-Wahl zur Marketerin, zum Marketer des Jahres gehört zu den absoluten Highlights der österreichischen Werbebranche, ist aber in verschiedener Hinsicht etwas in die Jahre gekommen. Deshalb hat das seit Jänner 2022 neu ge-

wählte Advisory Board der IAA dringend notwendige, moderne Reformen vorgenommen, die frischen Wind und mehr Transparenz in das Auswahl- und Nominierungsprocedere bringen. medianet: Um welche Änderungen handelt es sich im Detail? Prantner: Jedes der 15 Mitglieder des Advisory Boards konnte bis zu drei Kandidatinnen oder Kandidaten für die Longlist no-


MARKETING & MEDIA

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medianet: Zur Wahl stehen dieses Mal auch gleich viele Frauen wie Männer und die Vorgabe sieht das auch so vor – ein Beleg dafür, dass die Quote wirkt, man muss sie nur anwenden? Prantner: Ja, meiner Meinung nach geht es nicht ohne

© VÖM/Sissi Furgler

Helmut Petschar Kärntnermilch reg. Gen.m.b.H.

Andrea Unger-Posch Ströck Brot GmbH

© Woom

© Ströck Brot/Lukas Lorenz

medianet: Wie wird die Shortlist ermittelt? Prantner: Neu ist, dass nicht nur die IAA-Mitglieder die Marketerin, den Marketer des Jahres wählen können, sondern auch die Mitglieder des IAA-Young Chapters sowie alle ehemaligen Marketerinnen und Marketer des Jahres. Diese Erweiterung der aktiv Wahlberechtigten ist einerseits ein Zeichen der Öffnung in Richtung Junge, andererseits eines der Wertschätzung und des Respekts gegenüber den großen Werbe-und MarketingPersönlichkeiten der vergangenen Jahrzehnte, die maßgeblich Anteil am Erfolg dieser Branche hatten und haben.

Sabine Toifl Wiener Städtische Versicherung AG

Marcus Ihlenfeld Gründer und ­Miteigentümer der Woom GmbH

© Österr. Post/Ian Ehm

medianet: Welche Aspekte sind bei der Nominierung besonders im Fokus? Prantner: Wichtiges Kriterium bei der Auswahl ist, dass die nominierten Kandidatinnen und Kandidaten aus einem privatwirtschaftlichen oder öffentlichem Unternehmen sowie Industriebetrieb mit Standort und Wertschöpfung in Österreich oder aus einer Non-Profit-Organisation (NGO) kommen und unabhängig von der Hierarchie gesamtverantwortlich für ihre Produkt- und Unternehmensmarke sind.

© Wiener Städtische Versicherung/Ulrich Zinell

minieren; aus dieser wurde dann in geheimer Abstimmung die Shortlist mit insgesamt sechs Final-Kandidatinnen und -Kandidaten gewählt. Damit sind Objektivität, Fairness, Transparenz und Nachvollziehbarkeit bei der Auswahl der Personen garantiert.

© Erste Bank/Sven Gilmore

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Manuela Bruck Österreichische Post AG

Mario Stadler Erste Group Bank AG

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fixe Quote. Wir haben eine fixe 50:50-Quote eingeführt, also mindestens 50 Prozent der ­Finalkandidatinnen und -Kandidaten müssen Frauen sein. Es ist ein richtiges und starkes Signal, dass über Gleichstellung und Gleichberechtigung nicht nur geredet, sondern diese auch konkret umgesetzt wird. Namen, Marken und Records der sechs nominierten FinalKandidatinnen und -Kandidaten belegen eindrucksvoll, dass wir eine ganz hervorragende Finalauswahl getroffen haben, aus der nunmehr die Wahlberechtigten ihre Entscheidung für die Punktevergabe treffen können. medianet: Die Nominierten kommen aus den unterschiedlichsten Branchen. Was haben sie gemeinsam? Prantner: Alle sechs Kandidatinnen und Kandidaten haben erstklassige Marketingperformance für ihre jeweilige Produkt- oder Unternehmensmarke bewiesen und können nachweisbare Erfolge in Kommunikation und Werbetätigkeit vorweisen. Sie punkten durch Persönlichkeit, Erfolg, Image und Innovationsgeist. Jede und jeder der Sechs hätte sich die Wahl zur Marketerin, zum Marketer des Jahres sehr verdient. Ab sofort bis 31. August haben alle IAA- und IAA Young Professionals-Mitglieder sowie ehemalige Marketerinnen und Marketer des Jahres die Möglichkeit, ihre Stimme online abzugeben. Die Kandidatinnen und Kandidaten sind: Manuela Bruck, Österreichische Post AG, Marcus Ihlenfeld, Woom GmbH, Helmut Petschar, Kärntnermilch reg. Gen.m.b.H, Mario Stadler, Erste Group Bank AG, Sabine Toifl, Wiener Städtische Versicherung AG, Andrea Unger-Posch, Ströck Brot GmbH.


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Führen auf Augenhöhe WIEN. Gerald Schlosser hat als COO bei Außenwerber Megaboard sein Team umgekrempelt. Die „Initial-Zündung“, so Schlosser, lieferte ein Senior Leadership Development-Programm („Pioneers of the 21st Century“) an der WU Executive Academy. Der Anlass: Nach der Fusion der beiden Gewista-Töchter und Außenwerbungs-Dienstleister ISPA Werbung und Megaboard im Jahr 2018 zur Megaboard GmbH galt es, die beiden Mitarbeitergruppen zusammenzufügen. Für Schlosser, der bei der ISPA stv. Geschäftsführer war und nun bei Megaboard als operativer Geschäftsführer im Einsatz ist, eine wichtige Aufgabe. Mit seinem damals rund 15-köpfigen ISPA-Team teilte er sich mit den sechs ursprünglichen Megaboard-Angestellten das neue Büro. Inhaltlich sei die Fusionierung wegen der ähnlichen Produkte und Dienstleistungen eine logische Folge gewesen, allerdings trafen auch unterschiedliche Kulturen aufeinander: „Wir bei der ISPA agierten quasi als Satelliten-Unit

New Leadership Selbstorganisierte Partizipation Die freiwillige Teilnahme an Arbeitsgruppen, eigenverantwortliche Projektgestaltung, eigene Budgetverwaltung, individuelle Auswahl externer Coachings kennzeichnen das New Leadership bei Megaboard. Eigenverantwortung als Credo Bildung des Mindsets durch humorvolle Bewusstmachung mit dem Slogan „Mei Eigenveranwortung is net deppert“. Das Credo ist „Führung auf Augenhöhe“. Ein positives Outcome und motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind das Ergebnis.

© Miriam Mehlman

„Mei Eigenverantwortung is ned deppert“: Megaboard-COO Gerald Schlosser über Leadershipwandel und Selbstorganisation.

„Irgendwie drehten wir uns im Kreis“: Gerald Schlosser erzählt über die Zusammenführung zweier Unternehmenskulturen.

innerhalb des Konzerns sehr eigenständig, fast wie eine eigene Firma. Bei Megaboard war man dagegen operativ sehr nah an der Gewista und der Konzernkultur dran“, erzählt er. Neue Kultur des Arbeitens Nicht nur galt es, unterschiedliche Computersysteme und Arbeitsweisen nach und nach zusammenzuführen, auch das Miteinander und eine gemeinsame Kultur musste erst einmal gefunden werden. Im ersten Schritt half die Kreation der neuen Eigenwerbungslinie mit dem Slogan „Wir machen’s mega“; eine Marketingstrategie allein macht aber noch keine gemeinsame Unternehmenskultur, wie man schnell merkte. Impulse weitergeben Ein Budget für externe Coachings und Organisationsentwicklung gab es nicht, Schlosser beschloss also, die Sache der neuen Kultur selbst in die Hand

Wir bei der ISPA agierten quasi als Satelliten-Unit innerhalb des Konzerns.

zu nehmen. „Ich dachte mir, es müsse doch möglich sein, die Kolleginnen und Kollegen dazu zu bringen, sich mit dem Unternehmen zu identifizieren, selbst Entscheidungen zu treffen und die Verantwortung dafür zu übernehmen, intrinsisch motiviert zu arbeiten, über den Tellerrand zu schauen und den eigenen beruflichen Weg zu bahnen – so wie ich es selbst auch stets gemacht habe“, sagt er.

Die Kommunikationsbranche unter sich

Gerald Schlosser begann also dort, wo es naheliegend war, nämlich bei sich selbst. Er meldete sich für das Senior Leadership Development Program an, „ein richtiger Impuls zur richtigen Zeit“, wie er sagt. „Mit dem Pioneers-Programm, den vielen neuen Denkansätzen, Methoden und Gesprächen konnte ich viele meiner Fragen beantworten und ich wurde mit Mut und den entsprechenden Werkzeugen ausgestattet, die Dinge auch gleich anzupacken“, sagt er. Gerald Schlosser begann, seinen Mitarbeitern Fragen zu stellen und wandte bei seinen Mitarbeitern die zwölf Alignments von Management-Professorin Kathrin Köster für sinnorientierte Transformation sowie Methoden zur Co-Creation und Ansätze zur Entwicklung eines agilen Mindsets an.Vieles sei erst durch die Inputs und Anregungen aus diesem Programm ins Rollen gekommen, ist Schlosser froh über die Transformation. (red)


Der Out of Home Award findet heuer am Mittwoch, 5. Oktober 2022 im MAK Wien statt und ehrt die besten Kampagnen aus dem Jahr 2021. Gerne möchten wir Sie dazu einladen, Ihre kreativsten Außenwerbekampagnen aus dem Jahr 2021 online unter https://ooh-award.gewista.at einzureichen. Die Einreichphase ist im vollen Gange und endet mit Sonntag, 31. Juli 2022!


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© PantherMedia/MahaHeang245789 (YAYMicro)

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Wenn Reichweite Meinungen bestimmt Generiert eine bestimmte Einstellung genügend Reichweite und damit ­Gewichtung, traut sich niemand mehr, eine andere Meinung zu vertreten.

Gastkommentar ••• Von Cosima Serban

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ie Social Media-Welt schafft es immer wieder, zu beweisen, wie stark sie Bewertungen, Meinungen und Weltansichten beeinflussen kann. Der Fokus liegt für Institutionen, Massenmedien – und schon lange für die Allgemeinheit – primär auf der Transparenz der Werbeaktivitäten. Diese werden

gesetzlich geregelt, nachgeschärft und obliegen teilweise einer strengeren Kontrolle, Überprüfung und Freigabe. Jedoch kann eine reine Werbeanzeige einer Marke keine Weltanschauungen verändern, Werteskalen brechen oder Selbstwertgefühle beeinflussen. Wo bleiben die Jungen? Die jüngeren Generationen werden zwar begeistert sein, sich aber nur noch sehr schwer von einem zwar strategisch optimal

strukturierten, jedoch offensichtlichen Werbespot oder einer leicht wahrnehmbaren Anzeige zu etwas überreden lassen. Ältere Generationen haben vielleicht damals bestimmte Komplexe entwickelt, als z.B. nur sehr dünne, perfekt retuschierte Models auf jedem Titelblatt zu sehen waren. Diese Realität ist aber schon längst durchleuchtet und bekannt. Für einige geht es vielleicht immer noch um oberflächliche Merkmale, die zur Identitätsfin-

dung beitragen können. Vielmehr als der Körperkult, der durch die Selbstinszenierung anderer beeinflusst wird, sind es aber die extremen Weltsichten und die Manipulation von Nachrichten, Meinungen, gar Fakten, und Dark Patterns-Mechaniken, die langfristig den größeren Impact generieren, denn diese verändern Wahrnehmungen, Nutzungsverhalten und Gedankenstrukturen. Somit sollten eher die Persönlichkeit und die Gedankenwelt geschützt werden als die


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Schönheitsideale, die ohnehin grundsätzlich nebensächlich sein sollten. So können organische Inhalte, die per Definition andere Ziele verfolgen und ganz andere Produktionsgedanken enthalten, einen wesentlich wichtigeren Einfluss haben. Wenn man ganz genau hinschaut, merkt man heutzutage, dass themenspezifische Bewertungen auf diversen Plattformen oder Meinungen auf den gängigen Social MediaPlattformen nie wirklich neutral sind, Pro und Contra-Argumente enthalten, aber meistens sehr einseitig oder gar extrem sind. Je kategorischer, desto schneller verbreiten sie sich und werden zum Trend. So formieren sich Teams entweder für oder gegen ein Thema, ohne dem objektiveren Mittelweg je eine Chance zu geben. Die Frage ist daher meistens: Wer löst diese Trends aus, wieso und für welche Ziele? Wenn die Masse bestimmt Durch die intensive Auseinandersetzung mit Social MediaTrends (und damit sind nicht die neuesten Dance Moves gemeint), der Cancel Culture und ihren Nebenwirkungen merkt man, dass, sobald eine Einstellung gegenüber einer Sache genügend Reichweite und dadurch Gewichtung generiert, sich niemand mehr traut, eine andere, im Idealfall neutrale Meinung

Eine große Anzahl an Bots kann ganze Trendwellen auslösen.

MARKETING & MEDIA

zu haben, die eine Perspektivenpluralität enthält. So werden Millionen oft sehr junger Nutzerinnen und Nutzer einer vorgekauten Wahrheit ausgeliefert. Sie werden oft damit konfrontiert werden: „Wenn alle das sagen, muss es ja stimmen, und so kann man auch keine andere Meinung dazu äußern, sonst bekommt man womöglich noch Ärger online.“ Nur recherchieren die wenigsten, wer diese „alle“ sind und ob der aktuellen Trendwelle nicht vielleicht doch durch einen extra Push geholfen wurde. Thema Bots & Spam Traffic Wenn man sich realistisch die Zahlen anschaut, sieht man, dass oft ein großer Teil des Traf-

und Personen, die Bots einsetzen, ein bestimmtes Interesse, den eigenen Marktwert oder eine bestimmte Meinung pushen. Dennoch kann eine große Anzahl an Bots ganze Trendwellen auslösen. Aufklärung ist wichtig So müssen Aufklärungsthemen über Meinungsbildung und Informationsrecherche in den Mainstream-Medien öfter diskutiert werden und sollten eigentlich Teil der Schulprogramme sein. Die Social Media-Welt, die Art und Weise, in der sich Informationen grundsätzlich im Internet verbreiten, die Schnelligkeit, mit der neue Plattformen, Accounts und Websites generiert werden können – all das

fics – und davon sind leider nicht nur Social Media-Plattformen betroffen – Bot & Spam Traffic ist. Viele Follower, aber wenig Interaktion, viel Reichweite, aber aus unbekannten Quellen, viele Sichtkontakte, aber keine Klicks, viele Seitenbesuche, aber hohe Bounce Rates – klingt bekannt? Vermutlich! Solche Themen beschäftigen uns erst, sobald Kampagnenbudgets investiert wurden, aber nicht, wenn Bots

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fehlende Akzeptanz gegenüber ihren Anbietern, sondern durch Aufklärung über potenzielle Gefahren, aber auch Chancen. Der sichere Umgang mit Social Media und anderen digitalen Medien entsteht nicht nur durch den Hinweis auf die bezahlten Werbemaßnahmen, sondern durch das Aufzeigen von Präzedenzfällen und Lösungsansätzen im inhaltlichen Bereich. So kann man im digitalen Zeitalter selbstbewusster und analytischer Inhalte konsumieren und produzieren sowie kritisches Denken fördern. Und so können Nutzerinnen und Nutzer etwas gut oder schlecht finden und darüber frei berichten, wissen aber dabei ganz genau, wieso – und

Die Schule kann mit relevanten Inhalten dabei helfen, vieles besser zu verstehen und gesünder mit der digitalen Welt umzugehen.

© contrastblack Studio

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Cosima Serban Selbstständige ­Digitalexpertin

kann nicht mehr gestoppt oder geändert werden. Das, was man aber sehr wohl optimieren kann, ist der Aufklärungs- und Bildungsbeitrag. Die Schule kann mit relevanten Inhalten dabei helfen, vieles besser verstehen zu lernen und gesünder mit der digitalen Welt umzugehen. Die Conclusio: Eine sicherere Digitalwelt entsteht nicht durch die einfache Verneinung der Social Media-Plattformen und die

treffen gut recherchierte und informierte Entscheidungen. Je besser die Mehrheit mit der digitalen Welt umgehen kann, desto signi­fikanter können ihre Transparenz und Qualität gesteigert werden. Cosima Serban beschäftigt sich seit vielen Jahren mit digitalen Strategien für Content und ­Werbung. Infos & Kontakt: hello@cosimaserban.com


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MARKETING & MEDIA

Freitag, 8. Juli 2022

medianet.at

Unabhängigkeit und Qualität sichern Die APA setzt auf redaktionelle Kernkompetenz, bringt Technologie in die Schweiz und launcht demnächst „Media Key“.

G

uten Mutes ging man in das neue Geschäftsjahr 2022, und dann kam der 24. Februar, der laut Clemens Pig, Geschäftsführer und geschäftsführender Vorstand der APA (Austria Presse Agentur), die Weltordnung neu schreibt. Im Gespräch mit medianet-Herausgeber Chris Radda im Rahmen des Mediadome Press Clubs erzählt der Medienexperte über die künftige Ausrichtung der Nachrichtenagentur-Gruppe, über Chancen und Risiken der Digitalisierung und das neue Produkt Media Key, das im Herbst gelauncht wird, sowie über die schwierigen Herausforderungen des Krieges für seine europäischen Kolleginnen und Kollegen. Schwierige Lage Die Inflation ist außer Rand und Band geraten, die Energie- und Strompreise sind in die Höhe geschossen, der Digitalisierungsdruck hat zugenommen. Für Clemens Pig sei dies eine insgesamt sehr herausfordernde Situation, jedoch betont er: „Ich bin letztlich davon überzeugt, wenn man seine Hausaufgaben macht und sehr nah an den Themen dranbleibt, dann ist es doch in Summe auch für die Zukunft schaffbar, das wir unsere Nachrichtenagentur-Gruppe weiterentwickeln können.“ Man müsse jetzt gerade notwendigerweise Flagge zeigen und die Leistungen des Qualitätsjournalismus und der Agenturen hervorheben. In der redaktionellen Unabhängigkeit

der APA sieht Pig „ein Asset, das Dividenden abwirft“. Damit sei die Basis für das Geschäftsmodell der Zukunft gelegt. Denn nichts werde derzeit mehr gebraucht, als unabhängige, zuverlässige, faktenbasierte Nachrichten. Zudem versehe man die Inhalte immer mit den passenden Technologie-Lösungen. Gerade in Kriegszeiten nähmen die Desinformation, Fake News und Hate Speech enorm zu – umso mehr sei es angebracht,

Auslage stellen, sondern ernsthaft daran glauben und auch in Produkte und in Geschäftsmodellen umsetzen“, erklärt Pig. Faktenchecker und Geschäft Beispielsweise sei die APA eines der ersten Medienunternehmen in Österreich, das sich Faktchecker nennen darf. Beim renommierten Poynter Institute für Media Studies wurde zertifiziert. Die Teilnahme im International Factchecking Network ist damit

© Screenshot tv.medianet.at

••• Von Petra Stückler

medianet-Herausgeber Chris Radda und APA-GF Clemens Pig.

Gegenentwürfe zu bieten. „Wir werden die globale Technologielandschaft und die Sozialen Netzwerke nicht großartig verändern können. Das ist ja eine wichtige Aufgabe der Politik im Land und auf europäischer Ebene, der EU-Kommission, um dementsprechende Rahmenbedingungen, bessere Rahmenbedingungen zu schaffen. Wir können als Medien das Höchste, das wir haben, nämlich die Unabhängigkeit, nicht nur in die

möglich und in Folge die Zusammenarbeit mit Partneragenturen im Ausland. Auch eine eigene Verification-Unit wurde in der Redaktion eingerichtet Zudem erfordere die Digitalisierung ständige Weiterentwicklung. Pig dazu: „Digitalisierung ist immer verbunden mit Investitionen. Das bedeutet, man muss sich immer Luft schaffen, selbst wenn es wirtschaftlich schwierige Rahmenbedingungen gibt,

immer dranzubleiben und zu investieren. Letztlich hat die APA im ersten Pandemiejahr 2020 auch die Investitionen in technologische Infrastruktur und digitale Lösungen verdoppelt, weil der Bedarf danach so groß ist. Es geht darum, nun auch all unsere Plattformen, beispielsweise den APA-OnlineManager, in die nächste Generation zu bringen.“ Technologie dürfe aber nie reiner Selbstzweck sein und müsse immer den Menschen dienen. Smartere Gestaltung der Oberflächen für effizienteres Arbeiten sei ein großes Ziel. So werde künftig Artificial Intelligence eine immer größere Rolle spielen, weshalb die APA auch eine Leitlinie für den Umgang mit AI erstellt hat. Technologie und Know-how So entwickle sich das Kerngeschäft, die unabhängige Redaktion, immer mehr zum digitalen Anbieter, der Stellenwert der begleitenden technologischen und digitalen Lösungen nähme rasant zu; wie Pig erklärt, sei die APA zu einem Technologie- und Digitalunternehmen geworden. „Wenn wir ein Redaktionssystem verkaufen, verkaufen wir nicht nur das technische System, sondern auch die Prozesse dazu; wir sind tatsächlich sehr glaubhaft hier an dieser Stelle.“ Je komplexer Aufgabenstellungen werden, desto eher reüssiere man, wenn man es aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachten könne, und daher setze man bei der APA auf Diversität, wie Pig weiter beschreibt. Mit rund 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erwirtschaftete die APA zuletzt einen Umsatz


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Freitag, 8. Juli 2022

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© APA/Georg Hochmuth

Es geht darum, nun auch all unsere Platt­ formen, beispiels­ weise den APA-On­ lineManager, in die nächste Generation zu bringen.

von 70 Mio. Euro, womit man auf selbstständigen Beinen die Unabhängigkeit der Berichterstattung garantiere. Als Präsident der Europäischen Vereinigung der Nachrichtenagenturen (EANA) hat Clemens Pig Einblick in die düstere Lage der Unabhängigkeit der weltweiten Agenturszene. Weltweit gäbe es 140 Nachrichtenagenturen, davon seien nur rund 20 staatlich unabhängig. Von den 32 Agenturen, die der EANA angehören, seien elf staatlich unabhängig. Im Krieg in der Ukraine sei es nun geboten, der ukrainischen Agentur Ukrinform Unterstützung zu

bieten, während die russische Staatsagentur Tass aus der Vereinigung kurz nach Kriegsbeginn suspendiert wurde. „Der wichtigste Punkt für die ukrainische Agentur ist unser voller Support und unsere volle Empathie“, schildert Pig; man habe auch Hilfsprogramme gestartet, die unter anderem ökonomische Unterstützung geben. Die Zukunft der APA sieht Pig auch in der niederschwelligen Bereitstellung von Inhalten: „Jetzt ist es endlich so weit. Wir stehen fix im September vor dem Softlaunch von Media Key. Media Key ist ein Single Sign-on, ein Log-in, wo zukünftig österrei-

Wir können als ­Medien das Höchste, das wir haben, näm­ lich die Unabhängig­ keit, nicht nur in die Auslage stellen, ­sondern ernsthaft daran glauben. Clemens Pig Geschäftsführer APA

chische Userinnen und User mit einem sehr niederschwelligen und rechtssicheren Zugang verschiedene Medieninhalte konsumieren können. Vom Start weg dabei ist der ORF, der Media Key als einziges und zentrales Log-in verwenden wird, plus eine Reihe von österreichischen Verlagen, die bleiben durchaus auch bei ihren bestehenden Lösungen, setzen zusätzlich aber auch Media Key ein“, so Pig abschließend. Das vollständige Interview: https://tv.medianet.at/video/ mediadome-unabhangige -top-qualitat-als-schlussel Redaktion TV: Andy Marada


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Neu im Portfolio: OMG Attention Planning Die OMG ergänzt klassische Parameter wie Kosteneffizienz, Reichweite und Sichtbarkeit um den aussagekräftigen Parameter Aufmerksamkeit.

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Teamarbeit Roland Führer (OMG Business Insights and Solutions), Susanne Koll (Managing Director OMD/ CEO OMG), Anja Hettesheimer (Managing Director PHD), Andrea Reschreiter (OMG Business Insights and Solutions).

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ufmerksamkeit ist in unserer medienüberfluteten, schnelllebigen Zeit für Marketer eines der wichtigsten Güter. Konsumenten richten Aufmerksamkeit auf etwas. Wir wollen sie entfachen. Sie ist beschränkt und sie ist wertvoll. Ohne „Attention“ werden Marken und Produkte nicht wahrgenommen, nicht begehrt, nicht gekauft“, so Susanne Koll, CEO OMG, über eine der wichtigsten Währungen in der Mediaplanung.

Grund genug, dass OMG und sein Research-Team den Faktor Attention in der Mediaplanung implementiert und nun klassische Parameter wie Kosteneffizienz, Reichweite und Sichtbarkeit um einen aussagekräftigen Wirkungsfaktor, jenen der Attention, ergänzt. OMD & PHD begann bereits vor Jahren mit Forschungsprojekten rund um Attention. „Wir arbeiten und forschen mit einer Vielzahl an Providern & Marken in mehreren Kategorien, Channels und Ländern. Unsere D-A-CH-Partnerschaft mit Amplified Intelligence hat einen empirischen Zusammenhang zwischen Attention und „Mental Availability“ aufgezeigt. Die „Mental Availability“ stellt die Wahrscheinlichkeit dar, dass eine Marke bei einer Kaufgelegenheit in den Sinn kommt. Sie ist ein wichtiger Faktor für das künftige Wachstum des Marktanteils. Die Studie zeigte eine klare Beziehung zwischen der Höhe des Attention-Levels und der Steigerung der „Mental Availability“, so Koll weiter. Empathy & Attention Planning Bereits im strategischen MediaPlanungsprozess wird mittels Empathy & Attention Planning das Augenmerk auf Attention durch Relevanz gelegt – das betrifft nicht nur die inhaltliche Botschaft, sondern auch die Relevanz von Zeitpunkt, Kanal und Zielgruppe. „Das setzt ein tiefes Verständnis für Zielgruppen und ihr Verhalten voraus, welches in Omni mittels Audience Explorer ana-

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Aufmerksamkeit ist in unserer medienüberfluteten, schnelllebigen Zeit für Marketer eines der wichtigsten Güter. Susanne Koll CEO OMG

lysiert wird. Unsere Plattform Omni liefert ein besseres, datengestütztes und einfühlsames Verständnis von Zielgruppen“, so die OMG-CEO. Koll mit einem konkreten Beispiel: „Analysiert man etwa die Anschaffung eines neuen Kühlschranks, steht hier möglicherweise vor allem das Designelement im Vordergrund; targetet man hingegen eine Zielgruppe, deren Kühlschrank gerade defekt wurde, steht hier die Lieferzeit im Vordergrund. Diese Insights wirken auf die Auswahl des Mediakanals und der Werbeform.“ Und: Großformatige Werbeformen im designorientieren Umfeld vs. faktenbasierte Inhalte (Lieferzeit, Preis) im Suchumfeld generieren – aufgrund der

Kunden können sowohl ein maßgeschneidertes ­Research Setup erhalten oder mit unseren bereits erhobenen Netzwerk-Aufmerksamkeitsmetriken aus der D-A-CH-­ Region arbeiten. Andrea Reschreiter Research Director OMG

unterschiedlichen Bedürfnislage der Zielgruppen – beide besondere Attention, sind aber in der Attention-Planung unterschiedlich ausgerichtet. Für die Zielsetzung von Kampagnen wird das Wissen rund um passive und aktive Attention relevant und hat somit einen Einfluss auf die Mediaselektion. Um die Nutzung dieser Erkenntnisse über die Attention zu skalieren und für die eigenen Kunden in Österreich möglich zu machen, hat man Aufmerksamkeitsmetriken in die Planungstools implementiert. „Wir können Tools, wie den OMG Channel Planner, in Österreich schon jetzt für Attention Planning und zur Aktivierung nutzen“, so Koll. Verschiebung von Budgets Andrea Reschreiter, Research Director OMG, über die neuen Möglichkeiten: „Kunden können sowohl ein maßgeschneidertes Research Setup für individuelle Aufmerksamkeitsdaten erhalten oder aber mit unseren bereits erhobenen, standardisierten Netzwerk-Aufmerksamkeitsmetriken aus der D-A-CH-Region arbeiten.“ In der Praxis bedeutet die Anwendung von AttentionPlanning, dass es zu einer Verschiebung der Budgets in den Mediakanälen bzw. Werbeformen und auch in den Zeitzonen kommen kann. „Medien, Werbeformen, Zeitschienen mit guter Attention bekommen dadurch einen Anteil vom Kuchen, da ihr Beitrag zum Kundenerfolg wesentlich ist“, so Reschreiter abschließend. (red)


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© ORF/ORF Burgenland/Gabriele Schiller

Durch das neue Anreizsystem soll Österreich für internationale Film-, TV- und Streamingproduktionen attraktiver werden.

Klappe & Action

Alexander Dumreicher-Ivanceanu, Obmann des WKÖ-Fachverbands der Film- und Musikwirtschaft, der die Verhandlungen zwischen Filmschaffenden und Bundesregierung begleitet hat, sieht in dem neuen Modell „einen Meilenstein der österreichischen Film- und Medienpolitik. Damit schafft das international künstlerisch hoch anerkannte Filmland Österreich mit seinen 6.000 Film- und Musikunternehmen sowie mehr als 20.000 Filmschaffenden jetzt die Strukturen, die Österreich auch filmwirtschaftlich ins Zentrum der europäischen Landkarte setzen.“ (red)

Wunsch der heimischen Filmwirtschaft nach einem konkurrenzfähigen Fördersystem wird Wirklichkeit. WIEN. Während zahlreiche europäische Staaten längst über finanzielle Anreizesysteme verfügen, um internationale Film-, Serien- und Streamingproduktionen anzulocken, haben diese – sehr zum Ärger der heimischen Filmwirtschaft – in Österreich bisher gefehlt. Immer öfter wandern Produktionen daher ins Ausland ab, wodurch Wertschöpfung, Know-how und Fachkräfte in Österreich verloren gehen.

Effizientes Instrument Ab Anfang 2023 wird sich das nun ändern, denn dann soll das von der Bundesregierung Anfang dieser Woche präsentierte neue Fördermodell in Kraft treten. Es sieht einen auf Basis eines Kriterienkatalogs automatisch vergebenen und nicht rückzahlbaren Zuschuss in Höhe von bis zu 35% der in Österreich getätigten Ausgaben vor, davon fünf Prozent für die Berücksichtigung klimaverträglicher

Kriterien. Die Maximalhöhe des Zuschusses liegt bei 5 Mio. € pro Film und bei 7,5 Mio. € für Serien. Erstmals werden auch Streaming-Produktionen unterstützt. „Mit dieser Initiative wird die österreichische Filmwirtschaft in die neuen Zeiten der Contentproduktion katapultiert. Dieses Paket verschafft uns wieder Augenhöhe im internationalen Wettbewerb“, freut sich Alexander Glehr, Präsident der Association of Austrian Filmproducers.

DOOH-Ernährungstipps WIEN. Das Anliegen von foodwatch Österreich, die Menschen über potenziell irreführende Praktiken in der Nahrungsmittelbranche – vom Light-Mythos bis zu vermeintlich gesunden Vitamindrinks – zu informieren und Infos über Inhaltsstoffe, Lagerung oder Verarbeitung von Lebensmitteln zu geben, wird aktuell über 65 DOOH-Screens von Zugkraft verbreitet.

„Es muss nicht immer Werbung sein“, freut sich Manfred Oschounig (Bild) über die Ko­ operation mit foodwatch. „Als erste DOOH-Plattform bieten wir einen echten Mehrwert für Millionen von Verbrauchern, indem wir transparente und wertvolle Informationen zum Thema Lebensmittel über unsere digitalen Screens ausspielen“, so Oschounig. (red)

© Ben Leitner

foodwatch informiert über Zugkraft-Screens.

Damit kann das Potenzial des heimi­ schen Filmschaffens in all seinen Varian­ ten und Vertriebs­ möglichkeiten gezielt ausgeschöpft werden. Alexander Dum­ reicher-Ivanceanu WKO


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© Observer

Entwicklung Der Medien­ beobachter Ob­ server wandelt sein Portfolio vom klassischen Angebot hin zum Media Intel­ ligence Office. MIO ist das neu­ este Produkt, das demnächst gelauncht wird.

Transformation zu Brand Intelligence Der Medienbeobachter Observer launcht im Juli sein neuestes Produkt MIO, das Media Intelligence Office. WIEN. Der Medienbeobachter der ersten Stunde, Observer, transformiert sich. Am 18. Juli geht die neueste Entwicklung an den Start, MIO, das Media Intelligence Office. Dieses Produkt unterstreicht die Transformation des Unternehmens vom klassischen Medienbeobachter hin zur Agentur für Brand Intelligence, die ihren Kundinnen und Kunden die Daten für optimale Entscheidungen in Markenführung und Kommunikation liefert. Smarte IT-Lösung Für die Konzeption und Entwicklung war die Observer-IT verantwortlich, die die vielschichtigen Datenströme und Medienarten zu einem übersichtlichen Informationsstrom zusammenführt. Das Tool ermöglicht das zeit-

sparende Arbeiten an allen Orten und ist optimiert für Handy, Tablets und Co. „Mit dem neuen MIO erhalten unsere Kundinnen und Kunden die digitale Plattform für ihr Kommunikationscontrolling mit Analysen, Charts und Clippings“, so Florian Laszlo, Geschäftsführer des Observer. Neue Features Im neuen Media Intelligence Office werden die Resultate aus allen Ländern und Kanälen zusammen mit allen relevanten Mediendaten und Kennzahlen dargestellt. Die Clippings der Medienbeobachtung in Print, Online, Social Media, Radio und Fernsehen sind in einer Plattform integriert, und die Kundinnen und Kunden können sich zudem

ihr eigenes interaktives Dashboard zusammenstellen und als Reporting im gewünschten Format exportieren. Pressespiegel werden im eigenen Layout auf Knopfdruck erstellt und als digitaler Alert oder PDF verschickt. Eine leistungsstarke Filtersowie Suchfunktion erleichtern den Überblick, und ein automatisiertes Sentiment bzw. eine individuelle Sterne-Bewertung erweitern die Analyse-Möglichkeiten. Für all jene, die es ausgefeilter wünschen, gibt es eine weitere Leistungsstufe: Bei einem Upgrade zu MIO+ können die Analyse-Daten umfassend in einem Chartflow dargestellt sowie Pressespiegel, individuelle Tags und Codierungen verwaltet und ausgewertet werden. Der Newsletter-Bereich ermöglicht die Ab-

Alle Druckhäuser auf einen Blick

bildung vielschichtiger Verteiler für die einzelnen thematischen Pressespiegel. Nach der Integration von Marktforschung in sein Produktportfolio im Jahr 2019 ist das neue Media IntelligenceTool der nächste Innovationsschritt bei Österreichs seit 1896 bestehenden Medienbeobachter. National und International Der Oberserver ist Marktführer für Brand Intelligence in Österreich. Mit mehr als 3.800 Printmedien sowie Online, Social Media, Radio und TV weist man das größte Mediensample im Lande auf. Internationale Medienbeobachtung aus mehr als 80 Ländern wird mit Partnern aus aller Welt abgedeckt. (pst)

Media Intelligence Produktlaunch Zu den neuen Features von MIO, dem Media Intelligence Office, gehören: • easyview-html-Pressespiegel • Optimierte Benutzerführung • Individualisierbares Dashboard, übersichtlicher ClipManager • Neue Filter- und Volltextsuche • Intelligentes Tagging und AutoSentiment • Optimierte mobile Nutzung • Chartflow-Analyse


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MARKETING & MEDIA

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FREUDENAU IN PINK

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RMS-Sommerfest

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© Andreas Tischler/Vienna Press (8)

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HIGHLIGHT. Nach einigen Jahren pandemiebedingter Pause konnte am 30. Juni endlich wieder das legendäre Sommerfest des Privatradiovermarkters RMS Austria (Radio Marketing Service) stattfinden. Bei sommerlichen Temperaturen wurde ganz in Pink unter dem Motto „Pink Summer Vibes“ gefeiert. In Feierlaune strömten die Gäste aus der werbetreibenden Wirtschaft, aus Agenturen, von Radiosendern, Freundinnen und Freunde in die Freudenau und machten das Fest damit zu einem vollen Erfolg. Brigitte Hauser, Mastermind des RMS-Festes, freute sich über die gute Stimmung. (red)

Summer-Vibes 1. Das RMS Austria Team, ganz in den Farben des Abends; 2. Peter Hörlezeder. (LGO), Omid Novidi (MediaCom), John Oakley (Ikea); 3. Alexander Zoubek, GF von Division4, ­Gerald Grünberger (VÖZ), Thomas Bokesz (IPG Mediabrands); 4. Martin Distl und Sandra Rindler (beide [m]Studio); 5. Dinko Fejzuli (media­net), Jürgen ­Hofer (Horizont); 6. Regina Zinöcker (RMS Austria), Kathrin Feher (ORF-Enterprise), Sandra Strobl (RMS Austria); 7. Doris Gapp (Ärztin), Barbara Bleyer-Serentschi (Head of Marketing Volksbank), Florian Zelmanovics (Zeppelin­ EmilLudwig); 8. Das RMS Austria-Team mit der ­legendären ShowEinlage.

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Nachhaltige Geschenkideen aus Österreichs Regionen bauernladen.at ist der führende Anbieter von nachhaltigen & regionalen Mitarbeiter- und Kundengeschenken. WIEN. Nachhaltig schenken war noch nie so einfach! Das Wiener Unternehmen bauernladen.at bietet die sympathische, heimische Alternative zu Supermarktgutscheinen und Wegwerfartikeln aus Fernost – sei es als Gutschein oder Geschenkbox. Die Mission ist: Unternehmen beim verantwortungsvollen und nachhaltigen Schenken zu unterstützen und damit gleichzeitig heimische Kleinproduzenten, bäuerliche Familienbetriebe und Manufakturen zu fördern.

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MARKETING & MEDIA

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Lieblingskinder und andere Medien

Unabhängigkeit schafft Vertrauen, und Vertrauen ist gerade in unserer anonymisierten ­digitalen Medienwelt das höchste Gut.“

In manchen Medien zahlen Ministerien deutlich mehr für einen Kontakt als in anderen. Warum? Kommentar ••• Von Dinko Fejzuli BLACK BOX. Das Medienhaus Wien hat sich wieder angesehen, wie viel Geld die Bundesregierung und die Ministerien in diversen Medien für die eine oder andere Kommunikationskampagne ausgegeben hat – nachzulesen in der aktuellen dritten Auflage der Studie „Scheinbar transparent“. Eine Bundesmedia-Agentur gehört her Medienwissenschafter Andy Kaltenbrunner, der die Erhebung mit dem Medienhaus Wien durchgeführt hat, nennt es im Standard eine „Kakophonie“ der Regierungskommunikation, der jede Logik fehle, und „einen Wirrwarr“, der geprägt sei „von persönlichen und parteipolitischen Vorlieben“. Insgesamt gab die Bundesregierung in den Medien heimischer Zeitungsverlage gut 28 Mio. Euro aus; mit allen anderen Kommunikationsausgaben kommt man auf gut 45 Mio. Euro – ein All-timehigh und von der Politik mit der Notwendigkeit der Corona-Kommunikation begründet.

Und schaut man sich an, wohin das Geld fließt, so landen gut 60 Prozent der entgeltlichen Regierungsinserate in den drei Boulevardmedien Krone, Heute und Österreich. Gut, das sind auch die drei größten EinzelPrintmedien des Landes, könnte man argumentieren und läge damit nicht falsch, wenn da nicht der Blick auf die Kosten pro Leserin und Leser – und damit wird ja immer argumentiert, dass das ja eine Grundlage für den Verteilungsschlüssel unserer Steuergelder sei – eine krasse Schieflage enthüllen würde. Denn: Kostet uns alle ein Kontakt in Österreich bzw. oe24 satte 8,30 Euro, ist der Regierung etwa ein Kontakt in den Salzburger Nachrichten lediglich 3,80 Euro wert und im Standard überhaupt nur 2,20 Euro. Auch in der Krone gibt es den Draht zu den Bürgerinnen und Bürgern mit 3,62 Euro (in absoluten Zahlen übrigens immer noch eine stattliche Summe) deutlich billiger als in zumindest der einen Gratis-Konkurrenz. All das sind Beispiele, warum es eine Art staatliche Media-Agentur benötigt, um endlich die Verteilung unserer Steuergelder zu objektivieren.

Zitat der Woche Clemens Pig, Geschäftsführer der APA

MEDIANET.TV

People first

WERBESCHMIEDE. Der Mehrheitseigentümer und studierte Betriebswirt­ schafter Diego del Pozo von der Digitalagentur ­Tunnel23 im Gespräch im Agency Log #43. tv.medianet.at/video/ agency-log-tunnel -creativity

Brokkoli Advertising mit neuer Partnerin Bislang war sie Beratungschefin, jetzt verstärkt Silvia Halasek das Board.

© medianet (2)

Bewegtes Bild

© Fred Reiss

WIEN. Im Brokkoli Advertising Network verstärkt künftig eine Frau das Board der Agentur. Mit der Beratungschefin Silvia Halasek holen sich Patrik Partl, Phil Hewson, Erich Falkner und Fred Reiss eine erfahrene Mitarbeiterin an die Seite. In der Begründung dieser Entscheidung streuen Partl und Hewson der einzigen Frau in der Führungsriege Rosen: „Silvia ist ein wichtiger Teil unseres Erfolgs, ein absoluter Mehrwert für jede Marke. Und tickt dabei so wie wir: No bullshit. Zuhören, Kritik zulassen, kreativ denken und dabei das Blabla weglassen und dann tun, was richtig ist.“ Auch Erich Falkner und Fred Reiss stehen hinter der Entscheidung: „Gemeinsam mit Silvia haben wir ein wirklich tolles Beratungsteam aufgebaut, das Marken in der jeder Größe gut servicieren kann. Silvia versteht den Wert einer guten Idee und sorgt dann aber auch dafür, dass diese perfekt auf den Boden gebracht wird. Sie ist auch menschlich eine tolle Bereicherung.“ Auch Halasek findet für ihre neuen Partner nur positive Worte: „Ich bin sehr stolz und glücklich, dass Patrik, Phil, Fred und Erich so viel Vertrauen

medianet.at

Erich Falkner, Phil Hewson, Silvia Halasek, Patrik Partl und Fred Reiss, das Board von Brokkoli Advertising.

in mich setzen, um mich zum Partner zu machen. Gemeinsam mit ihnen werde ich mein Bestes tun, um die erfolgreiche Entwicklung von Brokkoli weiterzuführen und die Beratung und Strategie weiter zu stärken.“ Halasek sorgt für zusätzlichen weiblichen Spirit bei den Brokkolis. (red)

AWARD WINNING. Dieter Klein und Thomas Mayer von PPM Film im Gespräch über die Partnerschaft und die Zukunft des Bewegtbilds und veränderte Produktionsweisen. tv.medianet.at/video/ tonfilm-filmkunst -next-generation


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COVER

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marketing & media green marketing

Zertifiziert „Wir sind bereits seit 2015 CO2-neutral zertifiziert“, so Patrik Partl, Agentur Brokkoli 34

Themenwahl tele-Geschäftsführer Hans Metzger über die Notwendigkeit eines ­Klimaressorts in jedem Medium 32

© Stefan Gergely

© Martina Berger

© ÖBB Werbung

Johanna Schönfeldt

Nachhaltigkeitspionier wird jetzt noch grüner

© PID/Votava

© APA/AFP/Louisa Gouliamaki

Künftig sind Kampagnen, umgesetzt auf Werbeflächen der Österreichischen Bundesbahnen, CO2-neutral. 26

Loebell Nordberg Seit Oktober 2021 ist Johanna Schönfeldt bei Loebell Nordberg tätig und unterstützt die Agentur im Rahmen des hauseigenen ESG-Thinktanks „Acker“ rund um die Themen ESG und Nachhaltigkeitskommunikation. Schönfeldt hat am King’s College in London Liberal Arts and Sciences studiert und vertiefte während ihrer A ­ usbildung ihr Interesse für Nachhaltigkeit und Umweltpolitik.

Agendasetting Wer sich mit Nachhaltigkeit beschäftigt, erreicht die junge Generation. 28

Vorausdenker Stadt Wien sucht und ­zeichnet nachhaltig agierende Betriebe aus. 33


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GREEN MARKETING

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medianet.at

••• Von Martina Berger und Dinko Fejzuli

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Neue Art, Marketing grün zu denken Ab sofort werden alle Werbekampagnen auf Werbeflächen der ÖBB CO2-neutral und umweltschonend umgesetzt.

bungskampagne berechnet. Die entstandenen Emissionen kompensieren wir gemeinsam mit

© ÖBB Werbung

medianet: Frau Seywald-Czihak, wie setzen Sie die CO2Neutralität bei Werbekampagnen um und wer sind hier Ihre Partner? Karin Seywald-Czihak: Seit Mai setzen wir all unsere Werbekampagnen, sowohl für die ÖBB als auch für externe Kundinnen und Kunden unserer Out-ofHome-Flächen, CO2-neutral um. Gemeinsam mit der GroupM und ihrem digitalen Mediaplan ‚admosfy‘ werden Emissionen, die bei der Produktion der Werbeträger anfallen, bewertet. Mit wissenschaftlichen Modellen wird im Anschluss der CO2Fußabdruck einer Außenwer-

Klimaschutz Karin SeywaldCzihak (Geschäftsführerin ÖBB Werbung) und Umweltministerin Leonore Gewessler.

© Daniel Mikkelsen

limaschutz und Nachhaltigkeit sind zwei bestimmende Themen in der Medien- und Agenturbranche. Die ÖBB Werbung, Out-of-Home-Anbieter und Inhouse-Agentur der ÖBB, setzt jetzt einen weiteren großen Schritt in ihren Bemühungen für nachhaltige Außenwerbung. Ab sofort werden alle Werbekampagnen auf Werbeflächen der ÖBB CO2-neutral und umweltschonend umgesetzt. medianet nahm dies zum Anlass und bat ÖBB WerbungGeschäftsführerin Karin Seywald-Czihak zum Gespräch zum Thema Green Marketing.

Ein Kampagnensujet zu den CO2-neutralen Werbemaßnahmen der ÖBB.

myclimate über Investitionen in lokale und globale Klimaschutzprojekte. Zusätzlich bewerten wir gerade in Zusammenarbeit mit der Universität für Bodenkultur Wien weitere Kompensationsmöglichkeiten. Mir ist wichtig, dass wir uns nicht fix an einzelne Projekte binden, sondern in der Wahl der Kompensationsmöglichkeiten agil bleiben können. medianet: Welcher Aufwand entsteht hier für die Kundinnen und Kunden und ist dies mit Mehrkosten verbunden? Seywald-Czihak: Der Weg zu einer CO2-neutralen Kampagne ist

denkbar einfach. Jede gebuchte Werbefläche wird im Hintergrund erfasst, bewertet und am Kampagnenende, wenn die exakte Menge an entstandenen Emissionen feststeht, zu 100 Prozent kompensiert. Buchenden Kunden entsteht keinerlei Aufwand – die begleitende Erfassung, Berechnung und Kompensation von CO2 wird komplett von der ÖBB Werbung und ihren Partnern übernommen medianet: Zum Thema Marketing gehören auch Events – oftmals ein vor allem ressourcenintensiver Bereich. Welche


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Möglichkeiten hat man hier als ÖBB, ‚grün‘ zu handeln? Seywald-Czihak: Als InhouseAgentur haben wir eine eigene Event-Unit, die jährlich rund 200 Veranstaltungen umsetzt. Wir agieren dort nachhaltig, wo es möglich ist. Wir haben im Juni dazu auch den Prüfprozess für das österreichische Umweltzeichen für Green Meetings und Green Events erfolgreich abgeschlossen und gesehen, wie viele Hebel man als Veranstalter hat, um diese nachhaltiger zu ­gestalten. Das beginnt vor allem bei der öffentlichen Anreise, über den Einsatz energiesparender Beleuchtung und Klimatechnik, den Verzicht auf Einweggeschirr oder -gebinde bis hin zur Verwendung von regionalen und saisonalen Produkten für das Catering. Wir waren überrascht, mit wie wenig Einsatz von zusätzlichen Ressourcen, dafür aber einfach mit gesundem Hausverstand, wir eine maßgebliche und sinnvolle Reduktion von Emissionen erreichen können. medianet: Die ÖBB sind in Wahrheit ja lange vor vielen anderen Unternehmen eines, das auf Nachhaltigkeit setzt. Wie wichtig ist es, das eigene, aber auch das Bemühen anderer bei diesem Thema gerade jetzt auch sichtbar zu machen? Seywald-Czihak: Nachhaltige Mobilität ist eine der wichtigsten Säulen einer erfolgreichen Klimastrategie, und die ÖBB sind schon viele Jahre in einer Vorreiterrolle. Das kommt uns auf unserem Weg zu einer nachhaltigen Inhouse-Agentur und Werbeflächenvermarkterin sehr zugute. Wir können dazu auf sehr viel bestehendes internes Know-how zurückgreifen. Als wir begonnen haben, uns näher mit dem Thema Nachhaltigkeit im Marketing zu beschäftigen, haben wir festgestellt, dass es dazu schon sehr viel gute Initiativen gibt,

GREEN MARKETING 27

Der Weg zu e­ iner CO2-neutralen ­Kampagne ist denkbar einfach. Jede gebuchte Werbefläche wird im Hintergrund erfasst, … Karin SeywaldCzihak

aber diese zum Teil noch sehr wenig bekannt sind. Daher kam auch die Idee zum ‚Green Marketing Award‘, den wir Ende Mai mit unseren Partnern zum ersten Mal als Green Event veranstaltet haben. Mit dem Award ist es uns gelungen, vielen nachhaltigen Marketingprojekten eine Bühne zu geben und hoffentlich

sind. Es ist eine Zusammenarbeit, die auf vielen Ebenen Sinn macht – Menschen, die nicht selten aus Gründen der Nachhaltigkeit öffentlich unterwegs sind, sehen Werbung von Unternehmen, die sich für Nachhaltigkeit, Klimaschutz oder eines der anderen Sustainable Development Goals einsetzen. Damit ist man mit unseren Werbeflächen punktgenau in der Zielgruppe. medianet: Abseits dieser Kooperationen – die ÖBB stehen täglich mit Tausenden Kundinnen und Kunden in direktem Kontakt. Welche Möglichkeiten, nachhaltig zu handeln, hat man hier – etwa bei den Produkten, die die ÖBB in ihren (Fan)Shops und Zügen vertreibt?

© ÖBB Werbung

medianet.at

Flächen der ÖBB Werbung am Innsbrucker Hauptbahnhof.

als Inspiration für viele weitere Ideen zu dienen. medianet: Die ÖBB haben sehr viele Außenwerbungskunden, die selbst sehr affin bei ‚grünen‘ Themen sind wie u.a. das Netzwerk Bio Austria. Gibt es dafür einen bestimmten Grund? Seywald-Czihak: Der Verein Bio Austria setzt sich schon lange für nachhaltige Landwirtschaft und biologische Lebensmittel aus regionaler Produktion ein. Ich bin sehr froh, dass inzwischen sogar zwei Lokomotiven der ÖBB als fahrende Werbeträger für diese wichtige Botschaft unterwegs

Seywald-Czihak: Das ist ein spannender Punkt, der sehr selten thematisiert wird. Wir betreuen auch den Fanshop der ÖBB – also den Online-Shop, in dem Werbe- und Fanartikel der ÖBB erhältlich sind. Wir sind gerade dabei, das Sortiment komplett umzustellen – unser Ziel ist es, Produkte anzubieten, die regional produziert werden, langlebig und nachhaltig und sinnvoll sind. Und auch hier arbeiten wir mit strategischen Partnerschaften. Mein aktuelles Lieblingsbeispiel: die Zusammenarbeit mit waterdrop, mit denen wir zwei Trinkflaschen als

Limited Edition entwickelt und produziert haben und exklusiv auf shop.oebb.at verkaufen. Wir upcyclen aber auch gebrauchte Trolleys aus dem Railjet als beispielsweise Werkzeugkästen oder mobile Staumöglichkeit. Alles handmade von Kollegen der ÖBB, die diese restaurieren. medianet: Nach so unterschiedlichen Ideen und der praktischen Umsetzung zu einer neuen Denkrichtung im Marketing – wo sehen Sie den Mehrwert von Green Marketing für die vielen Kundinnen und Kunden der ÖBB? Seywald-Czihak: Wir müssen besonders in der Marketingund Kommunikationsbranche mutig sein, neue Lösungen für Probleme zu finden, die wir zu lange nicht angesprochen haben. Green Marketing ist ein ganzheitliches Konzept, das den wirtschaftlichen Erfolg mit dem ökologischen und sozialen Mehrwert für die Gesellschaft verbindet und Menschen dabei ermuntert, ihren Lebensstil nachhaltiger zu gestalten. Mit grünen Produkten und Services wollen wir die Konsumentenen unterstützen, sich bewusst für den Klimaschutz zu entscheiden.

… bewertet und am Kampagnen­ende, wenn die exakte Menge an entstandenen Emissionen feststeht, zu 100 Prozent ­kompensiert. Geschäftsführerin ÖBB Werbung


GREEN MARKETING

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© APA/AFP/Louisa Gouliamaki

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Ökologie-Orientierung spricht die Jungen an Dialog Marketing Report: Wer Nachhaltigkeitsthemen kommuniziert, kann bei der Zielgruppe der Gen Z einen Wettbewerbsvorteil generieren.


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it dem aktuellen Dialog Marketing Report 2022 präsentiert die Österreichische Post AG die bereits neunte Auflage ihrer Marktforschung zum Ausgabeverhalten werbetreibender Unternehmen sowie zur Werbewahrnehmung der Konsumentinnen und Konsumenten in Österreich.

keitsthemen zu bewerben? Gut 55% der befragten Unternehmen meinen, es sei Online Dialog Marketing; gedrucktes Dialog Marketing folgt mit 39%.

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© Österreichische Post

Sonderteil Nachhaltigkeit Die Werbeausgaben der heimischen Unternehmen sind fast wieder auf dem Rekordniveau von 2019 angekommen und mit einem kräftigen Plus von acht Prozent in 2021 auf mehr als sieben Mrd. € gestiegen. Erstmals wurde in einem Sonderteil die Generation Z genauer unter die Lupe genommen und ein eigener Schwerpunkt auf das Trendthema Nachhaltigkeit gelegt. Der Report zeigt: Wer Nachhaltigkeitsthemen kommuniziert, kann bei der jungen Zielgruppe der Gen Z einen Wettbewerbsvorteil generieren.

Persönliche Ansprache zählt Und wie sieht es auf der Konsumentenseite aus? Für knapp 30% von diesen ist es ein ausschlaggebendes Lesemotiv, wenn Flugblätter oder persönlich adressierte Werbepost über Nachhaltigkeit informieren, und 25% lesen E-Mail-Newsletter mit Nachhaltigkeitsthemen. Noch größer ist die Resonanz bei jungen Empfängerinnen und Empfängern: Mehr als die Hälfte der 14- bis 25-Jährigen spricht

Die nun erhobenen Daten zeigen, dass unterhaltende und informierende Inhalte, die über Online-Kanäle oder mittels Bewegtbild vermittelt werden, am beliebtesten sind. Sie wirken sich besonders auf Social Media, Preisvergleichsplattformen und in Flugblättern sehr stark kaufanregend auf die Gen Z aus. Vor allem für Großunternehmen, Markenartikelhersteller, Tourismus und Handel haben die Käuferinnen und Käufer von morgen eine große Bedeutung, aber erst etwas mehr als ein Drittel (36%) der befragten Unternehmen spricht diese Zielgruppe gesondert an. Ökologisches Handeln zählt Insbesondere bei ökologischen Maßnahmen von Unternehmen offenbart der Report, dass es noch viel ungenütztes Potenzial gibt: Nur 15% der Werbeinhalte drehen sich aktuell um die Nachhaltigkeit von Produkten, obwohl rund die Hälfte (48%) der Gen Z-Befragten Informationen zur Nachhaltigkeit als sehr relevant einstuft. „Nachhaltigkeitsthemen sprechen die junge Zielgruppe besonders stark an. Der Großteil

der Unternehmen will daher die werblichen Aktivitäten für die Generation Z intensivieren. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass Unternehmen, die sich für Klima- und Umweltschutz engagieren und ihre soziale Verantwortung wahrnehmen, einen Wettbewerbsvorteil generieren können“, fasst Walter Oblin, Generaldirektor-Stellvertreter und Vorstand für Brief & Finanzen der Österreichischen Post AG, zusammen. Wesentliches Werbeziel Für 27% der Unternehmen ist es ein wesentliches Werbeziel, ihre Nachhaltigkeit im ökologischen Sinne zu betonen. Und was ist nun der effizienteste Kanal sei, um Nachhaltig-

Klassische Werbung Kanal Summe Anzeigen 1.947 Mio. € TV-Werbung 1.676 Mio. € Außenwerbung   291 Mio. € Radiowerbung   266 Mio. € Kinowerbung    8 Mio. € Gesamt 4.188 Mio. € Quelle: Post Dialog Marketing Report 2022

Nachhaltigkeits­ themen sprechen die junge Ziel­gruppe besonders stark an. Der Großteil der Unternehmen will daher die ­werblichen Aktivitäten für die Generation Z ­intensivieren. Walter Oblin Vorstand Brief & Finanz, Österr. Post

Werbung, die Informationen zur Nachhaltigkeit oder sozialen Verantwortung eines Unternehmens beinhaltet, an. Auf der anderen Seite ist fehlende soziale Verantwortung für 45% ein Argument gegen den Kauf von Produkten. Für 63% der jungen Konsumenten ist es wichtig, dass sich ein Unternehmen für Nachhaltigkeit engagiert.


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Dialog Online

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Kanal Summe Eigene Website 229 Mio. € Display-Werbung 220 Mio. € Paid Social Media 168 Mio. € SEO 163 Mio. € Mobile Marketing   83 Mio. € E-Mail Marketing   57 Mio. € (Online-)Branchen   38 Mio. € bücher Unternehmens   28 Mio. € eigene App Gesamt 986 Mio. € Quelle: Post Dialog Marketing Report 2022

Dialog Print Kanal Summe Unadressierte Werbepostsendung 314 Mio. € Adressierte Werbepostsendung 215 Mio. € Kataloge 194 Mio. € Beilagen in Zeitungen/Zeitschriften 103 Mio. € Kundenzeitungen   95 Mio. € Gesamt 920 Mio. € Quelle: Post Dialog Marketing Report 2022

Doch dieses Potenzial nutzen längst nicht alle Unternehmen: Lediglich rund 15% informieren junge Konsumenten gezielt über ökologische Maßnahmen. Report als Branchenüberblick Generell liefert der jährliche Dialog Marketing Report der Post einen einzigartigen Überblick über den österreichischen Werbemarkt. Er beleuchtet, wie Unternehmen werben und wie unterschiedliche Medienkanäle

Aktivitäten mit Eventcharakter Kanal Messen/Events POS-Aktivitäten Sponsoring Gesamt Quelle: Post Dialog Marketing Report 2022

Summe 367 Mio. € 333 Mio. € 253 Mio. € 952 Mio. €

von Konsumenten wahrgenommen werden. Der frisch veröffentlichte Report zeigt eine überraschend starke Erholung im zweiten Pandemiejahr: Die Werbeausgaben sind 2021 in Österreich erfreulicher Weise gestiegen und mit einem starken Wachstum von acht Prozent im Vergleich zum Vorjahr schon wieder fast auf dem Rekordniveau der Vor-Corona-Zeit angekommen. Klassik bleibt vorne Klassische Werbung nimmt bei fast allen Branchen den größten Ausgabenanteil ein. Am stärksten hat jedoch das Online Dialog Marketing mit einem Plus von 13% zugelegt, die Ausgaben für digitale Werbung haben einen neuen Höchststand von rund einer Mrd. € erreicht. „Digitale Prospektplattformen zur Suche von aktuellen Angeboten und Schnäppchen haben sich bei Konsumenten als besonders beliebt erwiesen. Zudem zeigen die aktuellen Daten eine neue Lust am Lesen, denn Printmedien – vor allem Wochenzeitungen und Fachzeitschriften – werden wieder stärker genutzt“, erläutert Oblin. Aber auch gedrucktes Dialog Marketing verzeichnet eine stabile Entwicklung, sodass Unternehmen derzeit pla-

Feiern, aber … Für gut 30% der befragten Jugendlichen ist auch beim Thema Events die Nachhaltigkeit ein wichtiger Aspekt, der berücksichtigt werden müsse, so ein Ergebnis des Reports.

nen, ihre Ausgaben für diesen Bereich zu erhöhen. „Flugblätter und Prospekte sind nach wie vor die Nummer eins bei der Verkaufsförderung. Der Handel profitiert dabei auch von den stärksten MultiplikatorEffekten, denn rund zwei Drittel der Flugblatt-Leserinnen und -Leser teilen informative Inhalte regelmäßig mit ihrem Umfeld. Darüber hinaus erzeugt persönlich adressierte Werbepost durch die direkte Ansprache der Empfängerinnen und Empfänger höchste Verbundenheit zum Unternehmen“, so Oblin abschließend. (mab)

Nachhaltigkeit als wichtiges Thema für die Generation Z Bereich Lebensmittel Regionale Geschäfte Kosmetik/Drogerie Bekleidung/Schuhe Reise/Urlaub Baumarkt/Gartencenter Möbel Elektronik/Technik Events/Kultur Sportartikel Bücher Quelle: Post Dialog Marketing Report 2022

% 62 51 46 41 36 33 30 30 29 29 25


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Eigenes Klimaressort? Meist Fehlanzeige Warum neben anderen wichtigen Themen der Kampf um unsere Umwelt in den Medien nicht zur Randnotiz verkommen darf. Gastkommentar ••• Von Hans Metzger

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WIEN. Echt jetzt? Oh nein, nicht schon wieder! Ja, ja, wir schreiben eh über den neuen Klimabericht des IP… (wie heißt der Verein noch gleich?). Es gibt aber so viele andere Themen! Der Ukrainekrieg ist aber jetzt schon wichtiger … Klimaschutz und die Medien – nicht gerade eine Love Story. Jahrzehntelang war der Klimawandel ein Thema von vielen. Aktuell wurde nur dann berichtet, wenn es einen neuen alarmierenden Klimabericht gab oder wenn Statistiken zum Artensterben einen Zusammenhang mit der Klimaveränderung aufzeigten. Ein eigenes Klimaressort? Meistens Fehlanzeige. Dann kam Greta Thunberg, und es änderte sich, nun ja, ein bisschen was. Aber immer noch bleibt die Klimakrise nur ein

Aktuell wurde nur dann ­berichtet, wenn es einen ­neuen alar­mierenden K ­ limabericht gab …

Thema, eines von vielen. Dabei sind sich die Experten und die Wissenschaftler der Welt einig:

Das ist keine Krise (denn Krisen gehen irgendwann auch wieder vorbei) und nicht ein Thema wie viele andere auch. Es ist das Thema, denn es geht um die Absicherung unserer Lebensgrundlagen, genauer gesagt um den Fortbestand der Menschheit. Und wir sollten das verinnerlichen. Was können wir Medien tun? Wir können berichten, informieren, den Besorgten eine Plattform geben und den KlimawandelLeugnern mit guten Argumenten den Wind aus den Segeln nehmen. Wir können Klimainitiativen gründen, wir können Orga-

nisationen wie Greenpeace oder den WWF aktiv unterstützen. Oder selbst Vereine gründen, die Umweltprojekte fördern. tele hat all das im Jahr 2019 gemacht. tele hat eine ­Klimainitiative gestartet und wirbt seither weniger für sich als vielmehr für den Klimaschutz. 15 Prominente und unzählige Fachleute sprechen in Anzeigen, TV-Spots und redaktionellen Kolumnen über ihre Sorgen, aber auch ihre eigenen Maßnahmen zum Klimaschutz. 2022 wurde dann, gemeinsam mit den tele-Verlagen der „Verein Klimainitiative“ gegründet, um auch Spendenprojekte umsetzen zu können. Übrigens: Die Organisation heißt IPCC, also Intergovernmental Panel on Climate Change, und veröffentlicht regelmäßig Berichte zum Stand der Klimaveränderung und Erderwärmung. Keiner dieser Berichte ist erfreulich. Es gibt also noch sehr viel zu tun. Wir Medien haben dabei eine große Verantwortung! www.tele-klimainitiative.at www.urwälder.at

… oder wenn Statistiken zum Arten­sterben ­einen ­Zusammenhang mit der ­Klimaveränderung aufzeigten. Hans Metzger Geschäftsführer tele

Alle Kommunikationspartner auf einen Blick


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Gesucht: Green KMU Bis zum 9. September können Wiener Betriebe für den Nachhaltigkeitspreis der Stadt Wien einreichen. wir Betriebe aus, die den Wandel hin zu einer nachhaltigen Unternehmenslandschaft skizzieren und mutig vorangehen, um eine Welt zu ermöglichen, die sich positiv auf unser Klima auswirkt.“ Anreiz für Engagement Thomas Hruschka, Programmmanager OekoBusiness Wien, ergänzt: „Über 1.300 Unternehmen, die im Rahmen von OekoBusiness Wien ausgezeichnet worden sind, engagieren sich Jahr für Jahr dafür, Wien zu einer lebenswerteren Stadt zu machen und die Zukunft für nächste Generationen zu sichern. Mit der Verleihung des Nachhaltigkeits-

Zukunft sichern Im Kampf gegen die Klimakrise sind innovative Ideen gefragt, so Klima­ stadtrat Jürgen ­Czernohorszky.

preises schaffen wir einen weiteren Anreiz, dieses Engagement auch in Zukunft fortzusetzen.“ Die Jury – bestehend aus Stadt Wien und dem OekoBusiness Wien-Beirat (WK Wien, BMK, AK Wien, ÖGB, Wirtschaftsagentur Wien, Gewerbetechnische Sachverständige und Magis­tratische

© PID/Votava

WIEN. Seit dem 18. Juni und noch bis zum 9. September können alle Wiener Betriebe innovative Maßnahmen für den Nachhaltigkeitspreis der Stadt Wien einreichen. Unter dem Motto „Kultur des Wandels – wie Transformation nachhaltig gelingen kann“ können Projekte eingereicht werden, die einen positiven Effekt auf die Umwelt – ökologisch, ökonomisch wie auch sozial – haben. Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky: „Im Kampf gegen die Klimakrise sind innovative Ideen und unternehmerisches Engagement, das über die Pflicht hinausgeht, gefragt. Mit dem Nachhaltigkeitspreis zeichnen

Bezirksämter) – vergibt für alle eingereichten Projekte Punkte in den Kategorien Innovation, Kommunikation und Kooperation. (mab) Infos zur Einreichung: https:// www.wien.gv.at/umweltschutz /oekobusiness/preis.html


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Auch bei Nachhaltigkeit gilt das Motto „No Bullshit“ „Wir sind bereits seit 2015 CO2-neutral zertifiziert“, so Patrik Partl, Inhaber und Mitgründer der Agentur Brokkoli – und das lebe man auch mit den Kunden.

Thema Klimaneutralität „Bei uns steckt nicht nur im Namen viel Grünes. Wir sind bereits seit 2015 CO2-neutral zertifiziert. Wir erarbeiten gerade ein innovatives E-Energy-Projekt mit unserem Kunden UHL, helfen ITdesign bei der strategischen Vermarktung einer IoT Photovoltaik-Lösung. Wir betreuen

Wir versuchen, uns ­gerade zum Thema Nachhaltigkeit viel Wissen anzu­eignen, um auch unseren Kunden relevante Antworten geben zu können. Patrik Partl Brokkoli Advertising

© Patrik Partl, Phil Hewson (3)

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er in Zukunft als Unternehmen erfolgreich sein will, muss heute beginnen, das Thema ESG-Kommunikation ernsthaft zu planen. Alle Unternehmen, für die wir als Agentur arbeiten dürfen, haben das erkannt und arbeiten hier an den Themen der Zukunft – ganz ohne Greenwashing“, so Patrik Partl, einer der Inhaber von Brokkoli, über die Art, wie künftig auch Agenturen, die am Markt erfolgreich bestehen wollen, handeln müssen.

Silvia Halasek (Client Service Director), Patrik Partl und Phil Hewson (Mitbegründer und Eigentümer Brokkoli Advertising).

das grünste Mobilitätsprodukt am Markt, die ÖBB, wir konnten Diners Club International bei der Zertifizierung begleiten.“ Das Motto der Agentur laute „No Bullshit“ und entsprechend verhalte man sich und versuche gerade zum Thema Nachhaltigkeit, sich „viel Wissen anzueignen, um relevante Antworten geben zu können“. Partl weiter: „Das gesamte 22köpfige Team wird daher laufend geschult. Zu Anfang des Jahres luden wir zum Beispiel das CIFS – Copenhagen Institute for Future Studies – nach Wien ein, um uns über die neuesten Trends im Bereich ESG zu erzählen.“ Kunden gehen voran All das tue man zum Vorteil und zum Nutzen der eigenen Kunden. Als Beispiel nennt Partl etwa Fundermax und führt aus:

„Das Unternehmen schaffte es mit dem Inspire 2028-Programm und einer klaren strategischen Ausrichtung nicht nur, tolle Umsatzzuwächse zu generieren, sondern auch in den Bereichen ESG federführend zu werden.“ Der Weltmarktführer für hochwertige Fassadenplatten arbeite etwa intensiv daran, seine Prozesse und Produktion Schritt für Schritt noch nachhaltiger zu gestalten: „Die Reduktion von Plastikverpackung, umweltfreundlichere Logistikprozesse und Lieferketten, Recycling in sämtlichen Arbeitsprozessen, Nutzung erneuerbarer Energien für die eigene Produktion und als Fernwärme für Tausende Haushalte. Fundermax setzt mit dem unternehmenseigenen ‚Green Deal‘ den Fokus auf fünf grüne Themenschwerpunkte:

Verantwortungsbewusstsein, natürliche Rohstoffe, Energieeffizienz, Umweltbewusstsein und Klimaschutz. Damit soll bis 2028 die Verbesserung der Energieeffizienz um 20 Prozent und die Reduktion der fossilen CO2Emissionen (Dekarbonisierung) um 20 Prozent erreicht werden“, führt Partl aus. Neben Fundermax führt der Brokkoli-Co-Inhaber auch den Kunden ITdesign an und nennt sie einen „innovativen Vorreiter, von Security- bis IoT-Lösungen. Die Erzeugung nachhaltiger Energie wurde hier schon früh als eines der wichtigsten Zukunftsthemen im Bereich IoT erkannt. Deshalb entwickelte das Unternehmen ITdesign eine zukunftsweisende Lösung für Photovoltaik-Parks“, und Brokkoli begleite sie in der Kommunikation, so Partl. (red)


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Beraten ­nachhaltig Annabel Köle-Loebell, Johanna Schönfeldt und Grazia NordbergConstantini.

„Haltung zeigen“ Loebell Nordberg baut Portfolio in der Sustainability-Kommunikation aus und startet mit „Acker“ eine neue ESG-Kommunikationsberatung. WIEN. Die Full Service-Kommunikations-Agentur Loebell Nordberg baut ihren Kommunikationsfokus in puncto Nachhaltigkeitskommunikation aus und startet mit der Agenturbrand Acker einen eigenen ESG-Kommunikationshub für strategische Kommunikationsberatung in den Bereichen Environmental, Social und Governance. Neue Wege gehen „ESG ist das Corporate Communications-Thema 2022. Weg von der reinen Markenkommunikation hin zur Wertekommunikation – das ist der Trend, den Konsumenten und die interessierte Öffentlichkeit immer mehr einfordern“, so Annabel Köle-Loebell und Grazia Nordberg-Constantini über diesen unternehmerischen Schritt. Mit Acker werden ab sofort alle Beratungsagenden im Bereich CSR und ESG-Kommunikation gebündelt und aktiv ausgerollt.

„ESG-Themen und welchen Standpunkt Unternehmen und Marken in dieser Hinsicht einnehmen, wird als eigenes ‚Fach‘ immer wichtiger und bietet viel relevanten kommunizierbaren Content für Stakeholder. Genau da setzen wir mit Acker an“, so die beiden Kommunikationsberaterinnen. „Waren Themen wie CSR und Sustainability-Kommunikation bis dato als Nebenfach in der Corporate PR verankert, werden diese in Unternehmen postpandemisch auf C-Level angesiedelt und strategisch vorangetrieben. Die Erarbeitung von Nachhaltigkeitsstrategien und die Erstellung der Nachhaltigkeitsreports bis Ende 2022 sind für viele Unternehmen eine Herausforderung – ebenso an die interne Kommunikation“, so Annabel Köle-Loebell, CEO von Loebell Nordberg. „ESG muss voll und ganz von den Mitarbeiterinnen und Mit-

arbeiterin bottom up gelebt und getragen werden, sonst ist das ein reines Lippenbekenntnis und PR-mäßig ein peinliches Green Washing, das nach hinten losgeht, so wie jede nicht authentische Kommunikation. Der Markt lässt sich nicht für blöd verkaufen“, so NordbergConstantini. Kommunikation statt Reports Als Unterstützung haben sich die beiden Agenturinhaberinnen Johanna Schönfeldt als neue Mitarbeiterin an Bord geholt. Schönfeldt, die zuvor am King’s College in London Liberal Arts u.a. Sustainability studierte und fünf Sprachen spricht, unterstützt bei Acker mit ihrem Know-how bestehende und neue Kunden ab sofort rund um die Themen ESG und Nachhaltigkeitskommunikation. Loebell Nordberg berät in allen relevanten Phasen der ESGKommunikation: Beginnend mit

Top-Agenturen Österreichs

der kommunikativen Beratung zur ESG-Strategie, der Evaluierung, Positionierung und Umsetzung der PR-relevanten ESG-Themen nach innen und außen. Auch die Erstellung der ESG-Reports – oft in Zusammenarbeit mit Wirtschaftsprüfern und anderen externen Beratern – gehört zum Portfolio von Acker, ebenso wie der kreative Input zur Ausgestaltung und – besonders wichtig – Präsentation dieser Reports. Last but not least positionieren die Acker-Experten die CSOs (Chief Sustainability Officers) der Unternehmen als Zugpferde intern und auch als Gesicht dazu in der Öffentlichkeit. Denn: „Gesicht zeigen, heißt Haltung zeigen – im Sinne von Dahinterstehen – und das ist essenziell, um authentisch zu bleiben: Gute ESG-Kommunikation versteckt sich nicht hinter Reports und Claims“, so Johanna Schönfeldt. (mab)


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EDITORIAL

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RAPID: EIN STARKER PARTNER Der SK Rapid legt höchsten Wert auf Tradition und ist ein optimaler Partner für Unternehmen. Der SK Rapid Business Club bietet eine grün-weiße Plattform zum Netzwerken mit echtem Mehrwert. Ein Vorwort von Präsident Martin Bruckner.

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ußball verbindet – eine altbekannte Weisheit, die uns allen gerade in den vergangenen zwei Jahren noch stärker denn zuvor bewusst geworden ist. Gerade in herausfordernden Zeiten ist es wichtig, sich auf eine starke Gemeinschaft verlassen zu können. Auf diese bauen wir beim SK Rapid wie kein anderer Verein in diesem Land – die Rapid-Familie macht uns einzigartig in Österreich. Nicht umsonst ist der Rekordmeister laut einer von der Bundesliga in Auftrag gegebenen Umfrage der beliebteste Fußballklub des Landes und versammelt regelmäßig die meisten Fans aller Bundesligavereine im Stadion. Die grün-weiße Familie steht zusammen – egal ob auf oder neben dem Platz. Das macht Rapid zur attraktiven TopMarke mit starkem Netzwerk. Spieler, Fans und Partner profitieren davon gleichermaßen.

Talente haben Vorrang Den SK Rapid prägt nicht nur seine leidenschaftliche Fankultur, sondern auch ein unbändiger Innovationsdrang sowie höchstes Engagement in der Ausbildung junger Talente: Bei keinem anderen Klub in der Bundesliga haben in der vergangenen Saison mehr in Österreich ausgebildete Spieler unter 23 Jahren ihr Debüt gefeiert. Im Sinne der Rapid-Tugenden Zusammenhalt und Gemeinschaft ist soziale Verantwortung ebenfalls bei allen Aktivitäten fest in unserer DNA verankert. Die Kombination von Tradition und Innovation, einer starken Marke und dem Willen, gemeinsam neue Wege zu beschreiten, bündeln wir im SK Rapid Busi-

ness Club – dem größten Netzwerk seiner Art in Österreich. Wir vernetzen dabei UnternehmerInnen und Unternehmen, die zwei Gemeinsamkeiten haben: Das Streben nach wirtschaftlicher Weiterentwicklung und die Verbundenheit zum SK Rapid. Bereits rund 500 Business Partnerinnen und -Partnern mit gemeinsamer grün-weißer Leidenschaft verschaffen wir in perfekter Atmosphäre Zugang für Netzwerkpflege und neue Kontakte. Darüber hinaus profitieren alle von unseren hochentwickelten Kommunikations- und Marketingleistungen.

Das beste Netzwerk Den Erfolg unseres Angebots zeigt eine aktuelle Umfrage unter den Mitgliedern der Netzwerkplattform, die Ergebnisse finden Sie auf den Folgeseiten. Aber so viel sei vorab verraten: Eine überwältigende Mehrheit der Business Club Mitglieder gibt an, dass sie mithilfe des SK Rapid Business Clubs nicht nur bestehende Kundenkontakte vertiefen, sondern auch die Mitarbeiterbindung im eigenen Unternehmen stärken können. Das zeigt deutlich: Das beste Netzwerk ist Grün-Weiß! In diesem Sinne lade ich Sie ein, Spannendes aus dem Verein und über die Marke SK Rapid zu erfahren sowie den SK Rapid Business Club näher kennenzulernen. Viel Freude bei der Lektüre und grün-weiße Grüße aus Hütteldorf,

Ihr Martin Bruckner, Präsident des SK Rapid

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Liebe LeserInnen, liebe Rapid-Familie!


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INTERVIEW

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„Wir blicken sehr zuversichtlich in die Zukunft“

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Geschäftsführer Wirtschaft/CEO Christoph Peschek über den Wert treuer Partner und Sponsoren, das neue Körner Trainingszentrum powered by VARTA, Erlöspotenziale und die Auswirkungen der Coronapandemie auf den SK Rapid.

Emotionalität auf allen Ebenen: Der SK Rapid steht nicht nur auf dem Rasen für Einsatz, Siegeswillen und Gemeinschaftsgeist – sondern auch abseits davon.

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ach dem Allianz Stadion konnte der SK Rapid mit dem neuen Körner Trainingszentrum powered by VARTA innerhalb kurzer Zeit bereits sein zweites Jahrhundertprojekt realisieren. Mittel- bis langfristig sollen die damit verbundenen neuen Möglichkeiten zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor für den SK Rapid werden, wie

Christoph Peschek erklärt. Der grün-weiße Geschäftsführer Wirtschaft spricht im Interview mit den SK Rapid Business Club News aber auch über weitere Investitionen, die mittel- bis langfristig echte Mehrwerte für Österreichs Rekordmeister generieren sollen. Herr Peschek, hinter uns liegen schwierige Monate und Jahre.

Auch der Sport und insbesondere der SK Rapid wurden durch die Coronapandemie massiv getroffen – wie geht es dem SK Rapid nun? Wie gut ist der Verein durch die Krise gekommen? Christoph Peschek: Es war unser großes Ziel, Rapid stabil durch die Krise zu führen und das ist uns in einer gemeinsamen Kraftanstrengung auch gelungen. Durch

konsequente und harte Arbeit haben wir es zudem geschafft, uns gewisse Handlungsspielräume zu erarbeiten, die auch Investitionen in die Infrastruktur, beispielsweise in unser neues Trainingszentrum, und in die Kaderneuaufstellung möglich gemacht haben. Das alles ist nicht selbstverständlich und dafür gilt es, unseren Fans, Partnern und Sponsoren auch ei-


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INTERVIEW

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Christoph Peschek „Rapid ist mehr als ein Fußballverein. Wir sind der populärste Klub des Landes und haben eine absolute Vorbildwirkung für die Gesellschaft.“

sich aber definitiv beschleunigt und wird auch weiter anhalten.

Kann man damit sagen, Rapid ist gut durch die Krise gekommen? Peschek: Eine Krisenzeit ist immer sehr herausfordernd und mit vielen Sorgen und schwierigen Entscheidungen verbunden. Es hat uns beispielsweise jedes Mal aufs Neue das Herz geblutet, wenn wir aufgrund der behördlichen Zuseherbeschränkungen Regelungen finden mussten. Wir mussten immer wieder viele Menschen enttäuschen, die wir nicht enttäuschen hätten wollen. Insofern würde ich nicht sagen, dass wir ‚gut‘ durch die Krise gekommen sind, aber in jedem Fall ‚stabil‘. Rapid steht bekanntlich für Solidarität und Gemeinschaftsgeist, und Sie haben zuvor von einer ‚gemeinsamen Kraftanstrengung‘ gesprochen, mit der die Coronakrise bewältigt werden konnte. Können Sie ein oder zwei Beispiele nennen, die Ihnen dabei besonders in Erinnerung geblieben sind? Peschek: Ich könnte sogar viele nennen. Sehr eindrucksvoll war beispielsweise, als in der ersten Phase des Lockdowns rund 85 Prozent unserer Jahreskartenbesitzerinnen und Jahreskartenbesitzer auf die Rückerstattung ihres Geldes verzichtet haben, obwohl es ihnen zugestanden wäre und viele von ihnen selbst von der Krise betroffen waren. Parallel dazu haben auch Mann-

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nen großen Dank auszusprechen. Sie sind uns in dieser schweren Zeit treu zur Seite gestanden. Das ist eine unglaubliche Wertschätzung, für die wir sehr dankbar sind.

schaft, Trainerstab und Geschäftsführung auf mehr als ein Drittel ihres Gehalts verzichtet, und nicht zuletzt haben mitten in der Krise viele Sponsoren und Partner ihre bestehenden Verträge verlängert oder sind sogar neu zum SK Rapid gekommen. Das zeigt die enorme Begeisterung und Verbundenheit für den und zum SK Rapid. Die Coronazeit war für viele Betriebe unternehmerisch herausfordernd – mit welchen Argumenten konnten sie trotzdem von einem Engagement beim SK Rapid überzeugt werden? Peschek: Zum einen war natürlich sehr wichtig, dass die Bundesliga-Saison fortgesetzt wird – auch wenn es sehr geschmerzt hat, dass keine Fans im Stadion sein konnten. Es war für uns geradezu überlebenswichtig, dass weitergespielt wurde. So konnten wir unsere Werbeleistungen weiter erbringen und die nötige Aufmerksamkeit für unsere Partner sicherstellen, die mit ihrem Bekenntnis zum SK Rapid sicher massiv Pluspunkte bei unseren Fans sammeln konnten. Das

wird bei aktuellen und zukünftigen Kaufentscheidungen vieler unserer Anhänger sicher eine wichtige Rolle spielen. Hat sich Corona auf die Ausgestaltung der Werbe- und Marketingpartnerschaften ausgewirkt? Legen Partner und Sponsoren nun auf andere Dinge Wert, als noch vor Beginn der Pandemie? Peschek: Es war für uns sehr wichtig, mit unseren Fans auch in Phasen von Lockdowns und Geisterspielen eine gute Bindung aufrechtzuerhalten und Leistungen für Partner weiter umsetzen zu können. Dabei war es von Vorteil, dass wir bereits vor Beginn der Pandemie über zahlreiche Digitalisierungsangebote, Plattformen und Tools verfügt haben und wir dahingehend innerhalb der Bundesliga eine Vorreiterrolle eingenommen haben. Durch Corona haben wir dieses Thema noch mehr forciert, neue Angebote und Tools aufgesetzt, und diese Entwicklung wird auch in den nächsten Jahren anhalten. Also ja, das Thema Digitalisierung wurde schon vor Corona immer wichtiger, dieser Trend hat

Das heißt, wir dürfen uns auf neue Angebote in diesem Bereich freuen? Peschek: Das bleibt ebenso wie die aktive Fanbindung im Fokus. Wir haben beispielsweise auch deshalb unsere erfolgreiche Bundesländer Tour und die Schultage beim SK Rapid ins Leben gerufen und wir setzen auf noch mehr CSR-Aktivitäten (Anm.: siehe dazu auch Beitrag ab Seite 54). Es gilt, mit all diesen Maßnahmen die Rapid-Gemeinschaft wieder zu aktivieren, zu motivieren und zu erweitern. Wie wichtig sind die angesprochenen CSR-Aktivitäten des Vereins mittlerweile auch für Partner und Sponsoren? Peschek: Sehr wichtig. Rapid ist mehr als ein Fußballverein. Wir sind der populärste Klub des Landes mit mehr als eine Million Fans österreichweit und sehen uns als Gemeinschaft, die eine absolute Vorbildwirkung für die Gesellschaft hat. Demzufolge war und ist es uns ein großes Anliegen, dieser Verantwortung gerecht zu werden und dahingehend setzen wir umfangreiche Aktivitäten – vom Pink Ribbon Day bis hin zu ‚Die Rapid-Familie hilft‘ gemeinsam mit der Volkshilfe Wien. Es gilt, im Rahmen unserer Möglichkeiten gemeinsam mit Rapid-Fans unserer Verantwortung gegenüber der Gesellschaft und auch der Region zum Ausdruck zu bringen und zu leben. Kommen wir auf die laufenden Investitionen zu sprechen: Nach


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Das Ziel ist größtmöglicher sportlicher Erfolg Am Ende des Tages sollen alle beim SK Rapid getätigten Investitionen – wie das neue Trainingszentrum – Verein und Mannschaft wettbewerbsfähiger und erfolgreicher machen.

dem Allianz Stadion konnte mit dem Körner Trainingszentrum powered by VARTA nun das nächste Jahrhundertprojekt realisiert werden. Peschek: Das ist ein echter Meilenstein in unserer Vereinshistorie, den wir trotz Coronakrise erreichen konnten und der für die nachhaltige sportliche und wirtschaftliche Weiterentwicklung des SK Rapid von entscheidender Bedeutung sein wird. Das Investitionsvolumen liegt bei rund 10 Millionen Euro, und wir merken schon jetzt, dass das Geld gut investiert ist. Inwiefern? Peschek: Weil damit nicht nur ideale Voraussetzungen für das Training, die Erholung, die Verpflegung und die Vorbereitung auf Spiele geschaffen werden konnten, sondern das Trainingszentrum auch bei Gesprächen mit potenziellen Neuzugängen und Jugendspielern ein absoluter Pluspunkt ist. Zudem haben wir nun dort alle sportlichen Schnittstellen an einem Ort konzentriert – was für Spieler und

den gesamten sportlichen Bereich eine absolute Verbesserung darstellt. Parallel dazu fahren wir aber auch andere Investitionen hoch, um uns sportlich konkurrenzfähiger zu machen. Sie sprechen den im SommerTransferfenster erfolgten Kaderumbau an? Peschek: Auch, aber beispielsweise auch den Tausch des Hauptrasens im Allianz Stadion. Wir haben zudem auf West 1 den Rasen getauscht, wo alle Akademiespiele stattfinden. Wir haben zahlreiche Geräte und Software im Medizinbereich, in der Trainingssteuerung, in der Analyse angeschafft und implementiert. Es passiert also laufend Weiterentwicklung, die uns mittel- bis langfristig enorm weiterhelfen wird. Immer wichtiger wird unabhängig davon auch das Thema Nachhaltigkeit – wir haben daher beim Trainingszentrum auf LEDFlutlicht gesetzt und Photovoltaik-Anlagen implementiert. Unter dem Strich geht es darum, mit all diesen Maßnahmen auch gesellschaftliche Relevanz sicherzu-

stellen, um wirtschaftliches Interesse zu erzeugen und damit die entsprechenden finanziellen Voraussetzungen für sportlichen Erfolg sicherstellen zu können. Alle unsere Aktivitäten sind auf diesen Endzweck ausgerichtet, und ich denke, dass wir mit den zuletzt getroffenen Weichenstellungen – konzeptionell, infrastrukturell und personell – in die richtige Richtung unterwegs sind. Welche Erlöspotenziale versprechen dabei in den kommenden den stärksten Entwicklungsspielraum? Peschek: Wir definieren beim SK Rapid bekanntlich drei Geschäftsfelder: National, Inter­ n ational und das Transfergeschäft. National wäre es die Vision, dass wir auf 25.000 Mitglieder kommen und im Schnitt 20.000 Fans bei den Spielen bei uns im Allianz ­Stadion begrüßen können. Zudem wollen wir die Zahl der Fanklubs auf mehr als 250 steigern, weil das wichtige Multiplikatoren für uns sind. In den Bereichen Merchandising, Sponsoring und Hospitality ­haben wir ein gutes

Niveau, wollen aber in allen Bereichen noch stärker werden. Und natürlich können wir unse­ re internationalen Erlöse durch noch ­regelmäßigere Teilnahmen an europäischen Gruppenphasen steigern. Wieder verstärkt ein Thema sollte in der nächsten Zeit der Transfermarkt werden … … der zuletzt abseits der ganz großen Player am Markt eher schwach war, oder? Peschek: Das ist noch milde ausgedrückt. Während die Topklubs weiter mit Millionenbeträgen gehandelt haben, war der Transfermarkt im Winter 2021 für alle anderen de facto auf der Intensivstation. Seit dem Frühjahr 2022 kommt er langsam wieder auf Touren, was auch bei uns wieder zu steigenden Erlösen führen sollte. Zusammen mit den aus der vergangenen Saison gezogenen Lehren und Erkenntnissen und den darauf basierenden, umgesetzten Änderungen und Adaptionen macht uns das alles schon sehr zuversichtlich, dass wir eine erfolgreiche Zukunft vor uns haben.


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DER SK RAPID BUSINESS CLUB

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Die vergangenen zwei Jahre haben gezeigt, wie wichtig ein starkes Netzwerk ist. Herausforderungen lassen sich am besten meistern, wenn man zusammenhält und alle Kräfte bündelt, Synergien nutzt und auf geballte Innovationskraft setzt. Sei es bei der Entwicklung neuer Produkte oder der Ansprache von Kundinnen und Kunden: Wer gute Kontakte hat, profitiert davon gerade jetzt.

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amit diese Kontakte zustandekommen, schafft der österreichische Rekordmeister mit dem SK Rapid Business Club den passenden Rahmen. Die grün-weiße Netzwerkplattform der Hütteldorfer ist die größte ihrer Art in Österreich und richtet sich an alle, die nicht nur Spieltage in gehobenem Ambiente verbringen,

sondern auch wirtschaftliche Wachstumspotenziale identifizieren und neue Geschäftsbeziehungen anbahnen wollen. Denn die Rapid-Familie besteht nicht nur aus 1,1 Millionen Fans in ganz Österreich, sondern auch aus Entscheidungsträgerinnen und -trägern unterschiedlicher Branchen, die mit dem SK Rapid Business Club eine ideale Mög-

lichkeit finden, das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden.

Gemeinsame Leidenschaft als Bindeglied So können im SK Rapid Business Club Unternehmerinnen und Unternehmer ganz einfach mit anderen in Kontakt treten. Denn wer eine gemeinsame Leidenschaft teilt – nämlich die Verbun-

denheit mit dem Fußball –, dem fällt das Knüpfen neuer Kontakte besonders leicht. So treffen bei den Heimspielen des SK Rapid auf insgesamt vier Ebenen des Business Clubs durchschnittlich rund 2.000 Personen zusammen, um ihre Mannschaft anzufeuern und auch das eigene Netzwerk um Größen aus der Wirtschaft, Politik, Kultur und dem Sport zu


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Tolles Ambiente Der Rapid Business Club bietet seinen Mitgliedern auch abseits der Spieltage jede Menge Möglichkeiten und tolle Veranstaltungen.

Mittendrin statt nur dabei An Spieltagen können die Mitglieder des Business Club auch mit Spielern des SK Rapid hautnah in Kontakt treten.

erweitern. Aber auch zur Kunden- oder Mitarbeiterbindung beziehungsweise -stärkung bietet der Business Club einen optimalen Rahmen – sei es beim Plaudern im Stadion, kurz bevor das Spiel losgeht und die Spannung bereits zum Greifen ist, in der Pause bei Tisch und erstklassigem Catering, bei einem Glas Wein an der Wein Burgenland Bar auf Ebene 1 oder einem Cocktail auf der Cocktailterrasse am Dach des Allianz Stadions.

NETZwerken abseits des Rasens Auch über den Spieltag hinaus bietet der SK Rapid Business Club zahlreiche Möglichkeiten, Networking auf höchstem Niveau zu betreiben. Dafür engagiert sich nicht nur das Vertriebsteam, das als Business Enabler Kontakte vermittelt und Kooperationsmöglichkeiten aufzeigt. Der SK Rapid hat für seine Business Club-Mitglieder und Partnerin-

nen und Partner außerdem einige exklusive Veranstaltungsformate ins Leben gerufen, die als Brückenbauer dienen, um andere Mitglieder, aber auch interessante Gäste aus unterschiedlichen Branchen kennenzulernen. So ist beispielsweise der SK Rapid Doppelpass eine beliebte Veranstaltungsreihe, bei der stets hochkarätige Keynote-Speaker – in der Vergangenheit bereits Peter Filzmaier, Harald Lechner oder Ralph Krueger – am Podium vertreten sind. Auch die SK Rapid Spielverlagerung ist ein weiteres, regelmäßig stattfindendes Netzwerktreffen, bei dem Haupt-, Premium- und Teampartner sowie Business-Logen-Besitzer Gast bei einem Mitglied der grün-weißen Partnerfamilie sind. Im Frühjahr 2022 lud der SK Rapid beispielsweise gemeinsam mit der WESTbahn zu einem Business-Afterwork in einen Zugwaggon mit abwechslungs-

reichem Programm und kulinarischen Highlights.

Großes Werbepotenzial in Grün-Weiß Neben dem Netzwerken stehen aber auch diverse Werbe- und Kommunikationsleistungen im Vordergrund des Business Clubs. Alle Mitglieder sind etwa im grünweißen Branchenbuch sowohl online als auch in gedruckter Form verzeichnet – damit können Rapid-Fans beispielsweise schnell und einfach Dienstleistungen aus der Rapid-Familie in Anspruch nehmen. Zudem bietet das grüne

Bei Interesse am SK

Netzwerk online einen eigenen Bereich, um mit anderen Unternehmen in Verbindung zu treten. Und falls Sie sich jetzt zu Recht die Frage stellen, wie man überhaupt Mitglied im größten Business-Netzwerk seiner Art in Österreich wird: Jede Inhaberin und jeder Inhaber eines BusinessPackages – egal ob VIP-Abo oder Business-Loge – profitiert automatisch von den Vorteilen der grün-weißen Netzwerkplattform. Der exklusive Zutritt zu den Heimspielen des SK Rapid sowie viele weitere Highlights runden das Angebot ab.

Rapid Business Club melden

Sie sich gerne telefonisch unter 01/727 43 64 (werktags von 9–12 Uhr) – oder per Mail unter rapid. businessclub@skrapid.com. Weitere Informationen gibt es unter skrapid.at/business.


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EIN ECHTER MEHRWERT FÜR UNTERNEHMEN

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Fußball ist Sport. Fußball ist aber auch Business, und nirgendwo sonst in österreichischen Stadien lässt sich das eine mit dem anderen so wunderbar verbinden wie im SK Rapid Business Club – das beweist eine aktuelle Umfrage.

Popularitäts-Meister Rapid ist der mit Abstand beliebteste und bekannteste Verein Österreichs und bietet seinen Partnern sehr hohe Werbewerte.

W

er eine gemeinsame Leidenschaft teilt, kommt besonders einfach ins Gespräch.“ Diese Aussage behält insbesondere beim Fußball ihre Richtigkeit: Egal ob über das traumhafte Tor, das gepfiffene Foul oder den strittigen Elf­meter philosophiert wird – Fußball verbindet! Und das erst recht, wenn wir den Kick in einer Gemeinschaft

wie dem Business Club des SK ­Rapid erleben dürfen. Dass der SK Rapid Business Club aber noch weit mehr ist, als „nur“ eine Plattform für Fußball­interessierte und die wertvolle und umfassende Arbeit der Hüttel­ dorfer hinsichtlich der Business Partnerinnen und -­Partner nachhaltig Früchte trägt, zeigt eine aktuelle Umfrage unter den Mitgliedern der Netzwerkplattform.

Mitarbeiter- und Kunden­ bindung der neuen Stufe Denn die Mehrheit der Befragten ist sich der positiven Aspekte dieser Mitgliedschaft bewusst. So heben 89 Prozent hervor, dass sie durch den SK Rapid Business Club insbesondere ihre bestehenden Kundenkontakte vertiefen können. Abseits des Spieltags ist dies auch bei den vielfältigen Netzwerkveranstal-

tungen möglich. Zusätzlich geben 88 Prozent an, dass sie die Mitarbeiterbindung im eigenen Unternehmen stärken können, und mehr als zwei Drittel nutzen die Möglichkeit, neue Kontakte zu knüpfen. Nicht unerwähnt bleiben sollte auch die Tatsache, dass sich auch ein positiver Imagetransfer auf Sponsoren, die sich beim SK Rapid engagieren, vollzieht –


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Starke Werte Der SK Rapid Business Club stärkt aus Sicht der befragten Unternehmer die Mitarbeiterbindung und hilft, Kundenkontakte zu vertiefen – auch deshalb ist die Weiterempfehlungsrate hoch.

demnach geben 87 Prozent der Befragten an, ein Produkt eines Sponsors der Hütteldorfer gegenüber qualitativ und preislich gleichwertigen Produkten vorzuziehen. Hohe Weiterempfehlungsrate Auch die Weiterempfehlungsrate spricht für die Zufriedenheit der Business Club Mitglieder sowie die Richtigkeit der strategischen Zielsetzung, was auch Geschäftsführer Wirtschaft/CEO Christoph Peschek sehr freut: „Das Kernanliegen des SK Rapid Business Clubs ist es, Unternehmen, die

Rapid unterstützen und Teil der Rapid-Familie sind, miteinander zu vernetzen, Werbemöglichkeiten zu bieten und gemeinsame Fußballfeste zu feiern. Wir freuen uns sehr, dass dies nun wieder in all seiner Pracht möglich ist und wir gemeinsam mit unseren Business Partnerinnen und -Partnern in Austausch treten können. Zum wiederholten Male liegt die Weiterempfehlungsrate bei knapp 90 Prozent, was eine schöne Anerkennung für die harte Arbeit aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie für das Gesamterlebnis beim SK Rapid ist.“

Gala Kultur-Event Firmenfeier

Weihnachtsfeier

Grund für diesen hohen Wert ist unter anderem auch das Ambiente im Hospitality-Bereich, das von 92 Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer hervorgehoben wurde, ebenso wie die Freundlichkeit des Servicepersonals, das sogar 97 Prozent Zufriedenheit erzielt. Interesse ungebrochen hoch Zusätzlich stellt auch das Rahmen- und Showprogramm während des Spieltags im Business Club einen wichtigen Baustein dar, denn damit sind mehr als zwei Drittel äußerst zufrieden.

Geburtstagsfest Geschäftsessen

Besonders erfreulich ist zudem das stetig hohe Interesse am ­Traditionsverein, wie Peschek abschließend betont: „Mit 96 Pro­zent ist die Leidenschaft zum SK Rapid unter unseren Business Partnerinnen und -Partnern weiterhin ungebrochen, was nach den letzten, von der Pandemie geprägten Zeiten alles andere als selbstverständlich ist. Wir freuen uns sehr, dass uns Unternehmen den Rücken stärken, Farbe bekennen und das grün-weiße Netzwerk bereichern. So blicken wir gemeinsam voller Energie in eine grün-weiße Zukunft.“

DIE TOP EVENT-LOCATION. Das Allianz Stadion ist nicht nur eines der modernsten Fußballstadien Österreichs, sondern bietet auch zahlreiche Möglichkeiten für Veranstaltungen aller Art. Die Kombination aus einzigartiger Architektur, modernster Raumausstattung und einem umfangreichen Angebot auf mehreren Ebenen, macht das Allianz Stadion zu einer einzigartigen Eventlocation. Der gesamte Hospitality-Bereich steht an spielfreien Tagen als Veranstaltungszentrum zur Verfügung.

Anfragen: event@allianzstadion.at


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INTERVIEW

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„UNSERE REICHWEITE MACHT DEN UNTERSCHIED“

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Erfolgreich netzwerken und die eigene Marke wirtschaftlich weiter­ entwickeln? Wie sich das mit dem SK Rapid Business Club kombinieren lässt, verraten Sebastian Pernhaupt (Direktor Marketing & Sponsoring) und Christoph Schmidt (Direktor Sales) des SK Rapid im Interview.

Sebastian Pernhaupt (Direktor Marketing & Sponsoring, links im Bild) und Christoph Schmidt (Direktor Sales).

D

er SK Rapid Business Club bietet einen exklusiven Zugang zu Spielen des österreichischen Rekordmeisters, pulsierende Stadionatmosphäre, ein tolles Catering, direkten Kontakt zu Gästen und Entscheidungsträgern aus Wirtschaft und Politik sowie zahlreiche Vernetzungsmöglichkeiten über den Spieltag hinaus. Doch was gibt es im grünweißen Business Club, was es bei anderen Vereinen nicht gibt? Und wie schafft man es, Unternehmen trotz herausfordernder

Zeiten bei der Stange zu halten? Wir haben die verantwortlichen Direktoren der Hütteldorfer zum Gespräch gebeten. Was macht für Sie einen guten Business Club aus? Was muss dieser in jedem Fall können, um damit Unternehmen begeistern zu können? Sebastian Pernhaupt: Ein guter Business Club hilft Unternehmerinnen und Unternehmen, sich untereinander zu vernetzen, Kontakte zu knüpfen, Brücken zu bauen und selbstverständlich die

wirtschaftliche Weiterentwicklung voranzutreiben. Genau aus diesem Grund haben wir unseren Business Club ins Leben gerufen, der einerseits an Spieltagen, aber auch abseits des Rasens einen erheblichen Mehrwert für Wirtschaftstreibende bietet. Christoph Schmidt: Entertainment und der Wohlfühlfaktor im gesamten Stadion sind in diesem Zusammenhang ein großes Thema. Aus vielen Gesprächen wissen wir zudem, dass insbesondere das Cateringangebot mit einem Blick auf die österreichi-

sche Kulinarik großgeschrieben wird, auch das darf nicht außer Acht gelassen werden. Kurz gesagt muss ein guter Business Club die Emotion des Spieltages mit dem passenden Ambiente und unkomplizierten Netzwerkfaktor verbinden – nur dann schafft man einen entsprechenden Vorteil für Unternehmen. Inwieweit kann Rapid diese Wünsche befriedigen und Unternehmen darüber hinaus auch noch andere Mehrwerte bieten? Und welche Rolle spielen bei all dem


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Führungs­ kräfte zu Gast in ­Hütteldorf: Beim gemein­ samen Training können TopEntscheider und Führungs­ kräfte neue Erfahrungen sammeln und wichtige Kon­ takte knüpfen.

Veranstaltungen wie der Doppelpass? Pernhaupt: Wie jedes Jahr haben wir unsere Business PartnerInnen im Rahmen der HospitalityUmfrage – die in der vorliegenden Lektüre detailliert ersichtlich ist – um ihre Meinung gebeten. Hier hat sich deutlich gezeigt, dass wir die Wünsche und Vorstellungen der Mitglieder mit unseren Leistungen, sei es am Spieltag selbst oder darüber hinaus, mehr als zufriedenstellend erfüllen. Rund 70 Prozent der Befragten Business PartnerInnen hoben die Relevanz der Veranstaltungen abseits des Rasens hervor. Bereits seit der Stadion-Eröffnung haben wir vielfältige Formate wie beispielsweise den SK Rapid Doppelpass oder die SK Rapid Spielverlagerung etabliert. Auch beim Führungskräftetraining, bei dem gemeinsam mit unserem Chefcoach trainiert wird, lassen sich auf unterhaltsame Weise Kontakte knüpfen. Und auch für unsere höchsten Partner und Sponsoren, EntscheidungsträgerInnen sowie Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft haben wir mit dem Executive Club eine exklusive Vernetzungsmöglichkeit geschaffen. Schmidt: Mit den Events bieten wir unseren Business Club Mitgliedern also definitiv die Möglichkeit, Unterhaltung und Netzwerken unkompliziert zu kombinieren und den ein oder anderen beruflichen und somit wirtschaftlichen Vorteil zu ziehen. Wir sind uns als Verein zu-

dem unserer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst, weshalb wir auch Charity Events wie das SK Rapid Charity Golfturnier oder das Tennis Turnier, welches heuer erstmals stattgefunden und insgesamt 20.500 Euro erzielt hat, veranstalten. Business Clubs gibt es aber auch bei anderen Vereinen. Was bekommen Unternehmen bei Rapid, was sie anderswo nicht bekommen? Schmidt: Abseits der Netzwerkplattform ist die Nähe zu unserer Profi-Mannschaft auf jeden Fall ein wichtiges Merkmal. Da gibt es nicht nur die Gebrüder Riha Players Lounge, bei der unsere Spieler nach Abpfiff noch vorbeischauen, sondern wir erfüllen auch bei gezielten Logenbesuchen mit unseren Profis Foto- und Autogrammwünsche. Nicht unerwähnt bleiben darf an dieser Stelle auch der Kids Corner, bei dem wir den Business PartnerInnen die Möglichkeit zur Kinderbetreuung während des Heimspiels geben, damit sie sich verstärkt dem Netzwerken widmen können. Pernhaupt: Die Frage lässt sich kurz und bündig beantworten: Das größere und stärkere Netzwerk und eine persönliche, individuelle Betreuung durch die MitarbeiterInnen des SK Rapid. Auch in unserer SK Rapid App bieten wir den Business Club Mitgliedern eine einzigartige Plattform, um sich schnell und einfach zu vernetzen. Mit unserem elektro-

nischen Einladungstool haben LogenbesitzerInnen außerdem die Möglichkeit, die eigenen Gäste auf einfache Art und Weise einzuladen. Wir haben in den vergangenen Jahren auch immer gemerkt, dass andere Vereine

unsere Ideen kopieren, was uns einerseits sehr ehrt und uns andererseits noch mehr anspornt, uns tagtäglich zu verbessern, damit wir immer die sprichwörtliche Nasenspitzenlänge voraus sind.

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Inwieweit kommt Rapid seinen Business Partnern auch bei der Umsetzung von individuellen Wünschen entgegen? Schmidt: Vorab versuchen wir, die einzelnen Bedürfnisse unserer Partner und Sponsoren rasch zu erkennen, um darauf flexibel reagieren zu können. Die Rolle des Vermittlers wollen wir dabei noch stärker in den Vordergrund stellen, damit wir individuelle Wünsche bestmöglich umsetzen können. So kann es schon einmal vorkommen, dass wir direkt am Spieltag einzelne Fotowünsche mit Spielern erfüllen oder Kontakte zwischen einzelnen Unternehmen herstellen. Uns geht es hier insbesondere um die Kundenpflege, denn der ‚Kauf‘ ist für uns nur der Beginn einer guten Beziehung. Pernhaupt: ‚Die Kundin ist Königin‘ beziehungsweise ‚Der Kunde

Was den Werbewert betrifft, haben wir im nationalen Vergleich die höchste Strahlkraft, da medial viel über uns berichtet wird. Sebastian Pernhaupt

Direktor Marketing & Sponsoring

ist König‘ hat selbstverständlich auch beim SK Rapid seine Richtigkeit. Man muss dies allerdings immer mit dem nötigen Fingerspitzengefühl abwägen, um niemanden vor den Kopf zu stoßen. Aber prinzipiell setzen wir alles daran, dass die Beziehung zu unseren Partnern und Sponsoren stets einen regen und vertrauensvollen Austausch darstellt. Inwiefern ist es gerade auch mit diesen Leistungen gelungen, Business Partner und Sponsoren in den zurückliegenden Monaten und Jahren ‚bei der Stange‘ zu halten? Die Coronazeit war für alle von uns schwierig – für einen Fußballverein, der plötzlich vor leeren Rängen spielen muss, muss das aber existenzgefährdend gewesen sein … Pernhaupt: Nun ja, der persönliche Kontakt ist hier wiederum der Schlüssel zum Erfolg. Wer die Vertragsleistungen bestmöglich einhält und die Wünsche und Bedürfnisse der KundInnen in den Mittelpunkt stellt, kann auch in schwierigen Zeiten auf Unterstützung hoffen. Wir haben eine sehr hohe Verweilrate bei den Sponsoren und Partnern, was ein aussagekräftiges Zeichen für die Zufriedenheit und harte Arbeit der MitarbeiterInnen darstellt. Schmidt: Das stimmt, auch hier kommt wieder die Beziehungspflege ins Spiel. Je besser es uns gelingt, nahe an den KundInnen zu sein, desto leichter fällt es uns, in schwierigen Zeiten Rückhalt zu erfahren. Zudem haben wir mit unseren Kompensationsleistungen (da Stadionbesuche ja in gewohnter Art und Weise nicht möglich waren) eindrucksvoll bewiesen, dass uns stets eine vernünftige Lösung für beide Seiten am Herzen liegt – und das ist uns mit einem Blick auf die positiven Rückmeldungen auch gelungen. Wie schwierig war es vor diesem Hintergrund, neue Partner und Sponsoren von einem Engagement bei Rapid zu überzeugen?

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Wir verfügen über eine einzigartige Plattform, die Unternehmen für ihre wirtschaftliche Weiterentwicklung nutzen können. Christoph Schmidt Direktor Sales

Schmidt: Wir sind dankbar und stolz, dass wir trotz der herausfordernden Zeiten neue Partner und Sponsoren in der Rapid-Familie begrüßen durften. Gerade in schwierigen Phasen Farbe zu bekennen, zeichnet unsere Gemeinschaft aus. Das hat sicherlich auch damit zu tun, dass wir von zufriedenen Business Club Mitgliedern weiterempfohlen wurden. Was kann Rapid diesen Unternehmern und Betrieben für ihre Treue und Unterstützung nun zurückgeben? Pernhaupt: Die tägliche Kommunikationsleistung ist sozusagen das größte Gut, das wir zurückgeben können. Was den Werbewert betrifft, haben wir im nationalen Vergleich die höchste Strahlkraft, da die Medien erfreulicherweise sehr fleißig über uns berichten. Dies kommt unseren Business PartnerInnen zugute, da sie durch uns ebenso in der medialen Berichterstattung wahrgenommen werden, und das wirkt sich wiederum auf die

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Kaufbereitschaft aus. Denn laut unserer Hospitality-Umfrage bevorzugt ein großer Teil der Befragten Produkte von Sponsoren, die sich beim SK Rapid engagieren, gegenüber qualitativ gleichwertigen Produkten. So greift ein Rapid-Fan salopp formuliert wohl eher zum Gösser-Bier, als zum Hopfen-Getränk der Konkurrenz. Schmidt: Ich denke außerdem, dass wir als beliebtester Klub des Landes mit 1,1 Millionen Fans über eine einzigartige Plattform verfügen, die Unternehmen für ihre wirtschaftliche Weiterentwicklung nutzen können. Ganz wichtig sind zudem die kleinen Aufmerksamkeiten, die wir uns liebevoll für unsere Business PartnerInnen überlegen. Sei es eine Geburtstagstorte am Spieltag oder ein persönliches Hochzeitsgeschenk – gerade diese Überraschungen machen den Unterschied aus und sind ein Zeichen unserer Dankbarkeit. Werfen wir abschließend noch einen Blick in die Zukunft: Wohin verändern sich aus Ihrer Sicht Business Clubs in den kommenden Jahren und wie reagiert Rapid auf diese Entwicklung? Pernhaupt: So wie in der gesamten Gesellschaft stehen die Zeiger der Uhr auch im Business Club auf Digitalisierung. Mit unserer SK Rapid App und dem ‚grünen Netzwerk‘ bieten wir den NutzerInnen bereits eine Vielzahl an Vernetzungsmöglichkeiten und sind hier in Sachen ‚Digital Content‘ unserer Zeit voraus, doch auch hier entwickeln wir uns laufend weiter und stecken die Köpfe zusammen, um die besten Möglichkeiten für unsere Partner und Sponsoren zu entwickeln. Schmidt: Da kann ich abschließend nur zustimmen. Kurz gesagt wird es auch in Zukunft um Unterhaltung, Netzwerken und das Knüpfen neuer Kontakte gehen. Dass uns hier der Digitalisierungsprozess stark begleiten wird, kann ich nur bestätigen.


(v.l.n.r.) Helmut Mitter (Direktor Klubservice & Events, SK Rapid), lnes Wasner (Direktorin Vertrieb, TUI Österreich). Mathias Dopplinger und Markus Jurasek (Verkaufsleiter, TUI Österreich), Christoph Peschek (GeschäftsführerWirtschaft/CEO, SK Rapid) und Gottfried Math (Geschäftsführer, TUI Österreich) im Allianz Stadion.

RAPID REISEN – powered by TUI hat eröffnet Am 20. Juni 2022 eröffnete im Fanshop des Allianz Stadions das grün-weiße Reisebüro für alle Rapidfans Der österreichische Rekordmeister „Wir haben für den Sommer noch und Österreichs Nummer 1 für sehr attraktive Last-Minute Reisen Urlaub gehen ab sofort gemeinsa- anzubieten und uns für alle Rapidler me Wege und setzen neue Maßein besonderes Eröffnungsangebot stäbe hinsichtlich jeglicher Art von überlegt, mit dem man bis zu Urlaubs- und Fanreisen. 150 Euro sparen kann.“ sagt Markus Jurasek, Verkaufsleiter für TUI Das Dabei unterstützen die Reiseprofis Reisebüro in Österreich. „Alle Invon TUI DAS REISEBÜRO nicht nur formationen dazu gibt es direkt bei bei der Planung von Fanreisen für Gabor und Tommy, den grün-weißen internationale Spiele des SK Rapid, Reiseprofis, direkt im Rapidshop.“ sondern sind DER Ansprechpartner in Sachen Urlaub für die gesamte Zusätzlich zum klassischen SomRapidfamilie. merurlaub, werden auch Reisen zu

Fußballspielen aller internationalen Top-Ligen angeboten, aber auch andere Sportarten wie Tennis oder Formel 1 sind im Repertoire. Auch für Firmenkunden hat TUI eigene Ansprechpartner und steht für Anfragen für Betriebsausflüge, Mitarbeiter-Incentive-Programme, bis hin zu Dienstreisen unter rapidreisen@tui.at gerne zur Verfügung. RAPID REISEN – powered by TUI Das Reisebüro Gerhard-Hanappi-Platz 1, 1140 Wien Tel.: 050 884 1899


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INTERVIEW

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„EINE WIN-WIN-SITUATION“ Dieter Scharitzer, Assistenzprofessor am Institut für Marketing Management der WU Wien und Geschäftsführer von TQS Research & Consulting, im Interview über Trends im Sportsponsoring und erfolgreiche Umsetzungen.

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nehmen – damit einher geht auch entsprechende Verantwortung.

Herr Scharitzer, welchen wirtschaftlichen Einfluss hatten die Krisenereignisse der v­ ergangenen zweieinhalb Jahre auf Sportvereine und was gilt es in diesem ­Bereich im Auge zu behalten? Dieter Scharitzer: Für nach­ haltigen wirtschaftlichen Erfolg empfehle ich den Fokus auf vier zentrale Bereiche: Einnahmen aus TV-Rechten, Erträge aus dem Spielbetrieb (Ticketing), Merchandising sowie klassisches Sponsoring. Dazu kommen noch fallweise Einnahmen aus Spieler­ verkäufen. Die vergangenen Jah­ re haben in all diesen Segmenten zu Veränderungen geführt. Inwiefern? Scharitzer: So war, wie wir uns alle noch schmerzlich erinnern, der Spielbetrieb während der Lockdowns stark eingeschränkt. Wirtschaftlich hat das natürlich zu fehlenden Einnahmen geführt. Hinzu kommt, dass Unterneh­ men nicht nur als Sponsoren in wirtschaftlich turbulenten Zeiten meist weniger Budget für Marke­ ting ausgeben. Auch das ist eine große Herausforderung für Verei­ ne. Jedoch haben die Menschen trotz aller Verwerfungen der ver­ gangenen Jahre die Leidenschaft für den Sport nicht verloren. Fuß­ ball erfreut sich ungebrochen höchster Attraktivität, das stimmt mich positiv für die Zukunft. Gibt es goldene Regeln des Sportsponsorings? Scharitzer: Sportsponsoring ist dann erfolgreich, wenn sowohl für Unternehmen wie auch für

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er SK Rapid ist der be­ liebteste Fußballklub Österreichs und bietet Unternehmen ­attraktive Möglichkeiten für Sportsponso­ ring. Ein Gespräch mit dem Ex­ perten Dieter Scharitzer.

den Verein eine Win-win-Situati­ on geschaffen wird. Einnahmen aus Sponsoring sind eine we­ sentliche Finanzierungsquelle für Vereine, der Sponsor wiederum erreicht damit die angestrebten Kommunikationsziele und Ziel­ gruppen. Durch Präsenz kauft sich der Sponsor Reichweite, die positiven Attribute und ­Werte des Sports übertragen sich wiederum auf die Produkte des S ­ ponsors oder dessen Marke. Wie findet man den richtigen (sportlichen) Werbepartner? Was sind Ihre Empfehlungen? Scharitzer: Marken müssen gut zueinander passen, die Rede ist von Image-Fit. Sie müssen also Werte und Assoziationen bei den KonsumentInnen teilen. Je höher dieser Fit ist, desto wahrschein­ licher ist die Übertragung des Images – und das Sponsoring ist erfolgreich. Mit Fußball verbindet man etwa Dynamik, Teamgeist oder Emotion. Diese Merkmale

sollten sich auch beim Sponsor widerspiegeln. Mit welchen Themen werden sich Vereine in den nächsten Jahren befassen müssen? Scharitzer: Wie die Wirtschaft ist auch der Sport von technologi­ schen, politischen, sozialen und ökonomischen ­Veränderungen getrieben. Einer der prägendsten Trends unserer Zeit ist Nachhal­ tigkeit und soziale Verantwortung. Das bedeutet für den Fußball etwa, weniger Abfälle während des Spielbetriebs zu erzeugen, die Nutzung von erneuer­ barer Energie, die Etablierung innova­ tiver Mobilitätskonzepte, aber auch die Inklusion von Men­ schen mit Behinderung oder das klare Setzen von Zeichen gegen Rassismus, Homophobie und ­ Sexismus. Auch Compliance oder ‚Good Governance‘ gewinnt im Sport immer mehr an Bedeu­ tung. Vereine sind mittlerweile selbstständige Wirtschaftsunter­

Ganz generell gefragt: Wie attraktiv ist der Sport als Werbepartner? Scharitzer: Die Digitalisierung und damit einhergehende Infor­ mationsüberflutung der Konsu­ menten hat dazu geführt, dass klassische Werbung nicht mehr die treibende Kraft für Konsum ist. Heutzutage wird Werbung oft als lästig empfunden oder schlicht nicht wahrgenommen. Im Gegen­ satz dazu wird der Konsument beim Sportsponsoring im priva­ ten Bereich – zu Hause im Wohn­ zimmer – oder vor Ort im Stadion abgeholt. Marken und Sponso­ ren sind in ein Geschehen inte­ griert, das ihnen Freude macht, das Emotionen und Leidenschaft hevorruft. All das erhöht die Auf­ nahmefähigkeit und Identifikation mit Marken und Produkten und macht sie konkret erlebbar. Abschließend: Kann der Erfolg von Sportsponsoring gemessen werden? Scharitzer: In der Erfolgskont­ rolle wird einerseits der ‚Output‘ – also was wurde mit dem inves­ ierten Geld anhand konkreten Kennzahlen als Medienleistung erreicht – und andererseits der ‚Impact‘, also der Eindruck, der bei den BetrachterInnen hin­ terlassen wird, gemessen. Der Output kann durch klassische In­ strumente wie beispielsweise die Medienresonanzanalyse, die die mediale Reichweite misst, oder über die Dauer der Präsenz des Trikots im TV Werte ermitteln und verglichen werden. Der Impact lässt sich wiederum zum Beispiel durch Befragung von Bekanntheit oder Image untersuchen. Es gibt mittlerweile über Jahre erprobte und etablierte Methoden, die den Nutzen von Sportsponsoring klar darstellen.


SK RAPID FACTS & FIGURES

ZUM SPONSORING BEIM SK RAPID ZUM ZUM SPONSORING SPONSORING BEIM BEIM SK SK RAPID RAPID

DER SK RAPID DER SK RAPID IN DEN SOZIALEN IN DEN SOZIALEN MEDIEN MEDIEN

ICH ICH FINDE FINDE ES ES GUT, GUT, DASS DASS DER DER SK SK RAPID RAPID DURCH DURCH SPONSORING SPONSORING GELDER GELDER EINNIMMT, UM Z.B. NEUE SPIELER ZU KAUFEN KAUFEN ICH FINDE ESUM GUT, DASS DER SK RAPID DURCH SPONSORING GELDER EINNIMMT, Z.B. NEUE SPIELER ZU EINNIMMT, UM Z.B. NEUEDURCH SPIELER ZUSPONSORINGENGAGEMENT KAUFEN EIN DURCH EIN SPONSORINGENGAGEMENT BEIM BEIM SK SK RAPID RAPID DOKUMENTIERT DOKUMENTIERT EIN UNTERNEHMEN SEINE DER DURCH EIN SPONSORINGENGAGEMENT BEIM MIT SK RAPID DOKUMENTIERT EIN UNTERNEHMEN SEINE VERBUNDENHEIT VERBUNDENHEIT MIT DER REGION REGION VON SPONSOREN, EIN UNTERNEHMEN SEINEPRODUKTE VERBUNDENHEIT MIT DER REGION PRODUKTE VON SPONSOREN, DIE DIE SICH SICH BEIM BEIM SK SK RAPID RAPID ENGAGIEREN, ENGAGIEREN, ERWERBENVON SICHSPONSOREN, SYMPATHIE BEIM BEIM PUBLIKUM PRODUKTE DIE SICH BEIM SK RAPID ENGAGIEREN, ERWERBEN SICH SYMPATHIE PUBLIKUM ERWERBEN SICH SYMPATHIE BEIM PUBLIKUM PRODUKTE VON SPONSOREN, DIE SICH BEIM SK RAPID PRODUKTE VON SPONSOREN, DIE SICH BEIM SK RAPID ENGAGIEREN, ICH QUALITATIV PRODUKTE VONWÜRDE SPONSOREN, DIE SICHUND BEIM SK RAPID ENGAGIEREN, WÜRDE ICH PREISLICH PREISLICH UND QUALITATIV GLEICHWERTIGEN PRODUKTEN VORZIEHEN ENGAGIEREN, WÜRDE ICH PREISLICH UND QUALITATIV GLEICHWERTIGEN PRODUKTEN VORZIEHEN GLEICHWERTIGEN PRODUKTEN VORZIEHEN

229.000 229.000 229.000

uelle: uelle: uelle: uelle: uelle: Market Market Market Market Market Institut Institut Institut Institut Institut / Fußballinteressierte // Fußballinteressierte /Fußballinteressierte / Fußballinteressierte Fußballinteressierte W/NÖ/BGLD, W/NÖ/BGLD, W/NÖ/BGLD, W/NÖ/BGLD, W/NÖ/BGLD, 2022 2022 2022 2022 2022

ZUFRIEDENHEIT ZUFRIEDENHEIT MIT MIT DER DER ZUFRIEDENHEIT DER FREUNDLICHKEIT DES PERSONALS FREUNDLICHKEIT DESMIT PERSONALS FREUNDLICHKEIT DES PERSONALS

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MEHR ALS NUR EIN VEREIN

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Der SK Rapid ist Österreichs Rekordmeister und kommt seiner ­gesellschaftlichen Verantwortung als beliebtester Klub des Landes mit zahlreichen sozialen Engagements eindrucksvoll nach.

W

as ist der SK Rapid? Eine gute Frage, die viele Fans wohl so beantworten würden: ein Fußballverein. Stimmt. Doch längst ist der Rekordmeister viel mehr als das. Gemeinsam mit seinen vielen treuen Anhängern und zahlreichen Partnern aus der Wirtschaft engagieren sich die Hütteldorfer unter der CSR-Dachmarke „Rapid leben“ weit über den Rasen und die Zuschauertribünen hinaus mit einer Vielzahl an sozialen Projekten für verschiedenste Zielgruppen. Damit nimmt der Verein einerseits seine gesellschaftliche Verantwortung wahr und nutzt seine Popularität und Reichweite, andererseits bleibt er hier auch dem eigenen Leitbild treu, in dem

es unter anderem heißt: „Unsere Ursprünge in der Arbeiterbewegung verpflichten uns, insbesondere sozial Benachteiligte zu unterstützen.“

Soziales trifft auf Digitalisierung Was das soziale Engagement betrifft, sind die Hütteldorfer in mehreren Bereichen auch Vorreiter und haben beispielsweise als erster Fußballverein in Österreich eine Patenschaft für einen Avatar übernommen. Der liebevoll getaufte „Rapidini“ ermöglicht es langzeiterkrankten Kindern und Jugendlichen, die aufgrund einer Krebserkrankung, chronischer Erkrankungen oder Behinderungen langfristig sozial isoliert sind,

am sozialen Leben und in diesem Zusammenhang an einem RapidMatch oder Training teilzunehmen. Der Telepräsenzroboter fungiert dabei als Augen, Ohren und Stimme der kleinen Rapid-Fans, wodurch sie selbst mitbestimmen können, was sie im Allianz Stadion gerne sehen möchten.

Special Needs Team Greifbar werden die sozialen Aktivitäten auch beim SK Rapid Special Needs Team: In Kooperation mit dem Wiener Behindertensportverband können seit 2014 auch Spieler mit Beeinträchtigung (Seh- oder Hörbehinderungen sowie mentale oder körperliche Beeinträchtigungen) ihrem Lieblingssport nachgehen. Das Pro-

jekt, das aktuell u.a. vom Partner Kärcher unterstützt wird, ist auf Nachhaltigkeit und Langfristigkeit angelegt. Das Team beweist stets aufs Neue, dass Kicken mehr als nur Leidenschaft und Inklusion und beim SCR längst gelebter Alltag ist. So erfreut sich auch das jährliche SK Rapid Special Needs Turnier powered by Kärcher stets größter Beliebtheit. Auch das alljährliche SK Rapid Charity Golfturnier steht im Zeichen der guten Sache und kommt voll und ganz den motivierten Spielerinnen und Spielern des Special Needs Teams zugute.

Die Rapid-Familie hilft In diesem Jahr fand auch erstmals ein SK Rapid Charity Tennis Tur-


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die Gruft übergeben. Vor der Coronapandemie wurden die Spenden von Spielern und Vereinsverantwortlichen der Hütteldorfer direkt von den Fans abgeholt, was zukünftig auch wieder so umgesetzt werden soll. Zusätzlich zu diesem Projekt übergibt der Verein auch regelmäßig sportliche Sachspenden (Bälle und Co) an bedürftige Personen oder führt auf der vereinseigenen Online-Auktionsplattform Versteigerungen durch, deren Erlös in soziale Engagements fließt. © SK Rapid/Red Ring Shots

Jugend im Mittelpunkt

Mittendrin statt nur dabei Mithilfe des Telepräsenzroboters „Rapidini“ können langzeiterkrankte Kinder und Jugendliche vor und während der Heimspiele und der Trainings der Grün-Weißen hinter die Kulissen blicken.

gemeinsam mit den großartigen Fans hohe Spenden für das Projekt gesammelt. So steht beispielsweise auch der alljährliche Rapidlauf im Zeichen der guten Sache – ein Teil der Startgebühren kommt dem genannten Hilfefonds zugute (im Jahr 2022 wurden dabei beachtliche 2.500 Euro gesammelt). Weitere Spenden werden bei jedem Heimspiel im Allianz Stadion erzielt: Fans, die ihren Trinkbecher nicht bei den Rückgabestellen retournieren, um dort den Becherpfand zu erhalten, können ihn in einem

der Fanshop-Kioske oder an der Promenade abgeben. Damit geht der Einsatz direkt an Menschen in schwierigen Lebenslagen.

Gute Sache im Fokus Um die Unterstützung Bedürftiger geht es auch beim Projekt „Gemeinsam Wärme spenden“. Hier sammeln die Hütteldorfer gemeinsam mit der Caritas wärmende Sachspenden für die Wiener Gruft. Diese können in den kalten Monaten in den SK Rapid Fanshops abgegeben werden, die Spenden werden in weiterer Folge direkt an

© Fussballfotograf AT | Vrano

© Fussballfotograf AT | Vrano

nier im Colony Club auf der ehemaligen Pfarrwiese statt, bei dem eine beachtliche Summe für die Aktion „Die Rapid-Familie hilft!“ zusammenkam. Mit dem Projekt unterstützt der SK Rapid gemeinsam mit der Volkshilfe Wien armuts- und ausgrenzungsgefährdete Menschen in Österreich. Mit seiner großen Kommunikationskraft machen die Rapidler dabei auf das sensible Thema aufmerksam und möchten der gesamten Rapid-Familie in allen Altersklassen helfen. Im Rahmen verschiedenster Aktivitäten werden dabei

Unter dem Motto „Der SK Rapid – ein Verein zum Anfassen“ startete der österreichische Rekordmeister im Frühling 2015 mit Unterstützung der Käfig League der Caritas an diversen Standorten in Wien außerdem seine große KäfigTour. Dabei kommen Spieler der Kampfmannschaft in die Fußballkäfige der Stadt, um Kindern und Jugendlichen Spaß am Sport und der Bewegung zu vermitteln. Das Miteinander und der Teamgeist stehen dabei im Vordergrund. Neben der Möglichkeit, mit den Spielern zu kicken, werden selbstverständlich auch gerne Foto- und Autogrammwünsche befriedigt. Einen ähnlichen Ansatz verfolgt der Verein bei seinen seit mehr als zwei Jahrzehnten (!) bestens etablierten Jugendcamps, die sich auch in diesem Jahr wieder hoher Beliebtheit erfreuen. Nachwuchstrainer und -betreuerInnen lehren

Einmal mit Yusuf Demir, Bernhard Zimmermann, Guido Burgstaller & Co. Fußball spielen? Dieser Traum wird für viele Kids bei der SK Rapid Käfig-Tour Wirklichkeit. Termine quer durch Käfige in allen Bezirken finden das ganze Jahr über statt.


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Für den guten Zweck laufen Seit 2011 treffen sich beim Rapidlauf jedes Jahr zahlreiche Rapid-Fans im Wiener Prater, um gemeinsam für den guten Zweck zu sporteln und Spenden zu sammeln.

Schultag beim SK Rapid

ney entwickelt hat. Mädchen im Alter zwischen fünf und acht Jahren schlüpfen dabei in die Rolle bekannter Disney-Filmheldinnen und erleben so einen abwechslungsreichen, innovativen Einstieg in den Fußball. Neben Spaß am Sport und ersten Techniken und Tricks mit dem Ball stehen Teamwork, Kreativität und Empowerment im Vordergrund. Die Trainingseinheiten sind kostenlos und finden einmal pro Woche (mittwochs von 15.00 bis 16.00 Uhr) an zwei Standorten (Allianz Stadion und Ernst Happel Stadion) statt.

Apropos Allianz Stadion: Um Kindern und Jugendlichen Werte wie Zusammenhalt und Miteinander auf spielerische Art und Weise zu vermitteln, führt der SK Rapid bereits seit mehreren Jahren das Projekt „Schultag beim SK Rapid“ durch, welches gemeinsam mit der Bildungsdirektion Wien, der Wien Energie und der ÖBB-Infrastruktur AG ins Leben gerufen wurde. Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 14 Jahren haben dabei die Gelegenheit, kostenlos einen Schultag der grün-weißen Art zu erleben. Auf dem Stundenplan ste-

hen Geschichte mit einer Führung durchs vereinseigene Museum Rapideum, eine Unterrichtseinheit zu den Themen kommunikative Kompetenzen und dem verantwortungsbewussten Umgang mit Medien sowie ein Fußballtraining. Optional gibt es mit einem adäquaten Mittagessen auch noch den Punkt bewusste und gesunde Ernährung. Für Spaß und Action sorgen darüber hinaus auch noch Programmpunkte wie die Zielschuss-Challenge oder die grün-weiße Fotobox. Mehr Infos zum sozialen Engagement der Hütteldorfer unter: www.skrapid.at/rapid-leben

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dabei fußballbegeisterten Kindern im Alter von 8 bis 15 Jahren Technik, Koordination, Spielzüge und vieles mehr. Auf dem Programm der Camps in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland stehen zudem viele Freizeitaktivitäten, und die besten Spieler der jeweiligen Wochen werden anschließend sogar zu einem Probetraining nach Hütteldorf eingeladen. Damit auch junge Mädchen noch mehr ans Fußball spielen herangeführt werden, gibt es die SK Rapid Playmakers. Dabei handelt es sich um ein Trainingsangebot, das die UEFA gemeinsam mit Dis-

Spiel, Satz und Spenden Beim SK Rapid Charity Tennis-Turnier matchten sich neben den beiden Rapid-Spielern Jonas Auer und Thorsten Schick auch Andreas Herzog und Tennis-Legende Hans Kary für die gute Sache.

Dein Schultag beim SCR Manches Mal treffen die Schülerinnen und Schüler bei ihrem aufregenden Tag im Allianz Stadion sogar grün-weiße Musterschüler wie Rapid-Kapitän Maximilian Hofmann und Marco Grüll.


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TRAININGSZENTRUM

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DIE INFRASTRUKTUR WÄCHST

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In unmittelbarer Nähe zum Ernst-Happel-Stadion entsteht das nächste große Infrastrukturprojekt des SK Rapid: Das „Körner Trainingszentrum powered by VARTA“ hebt die Zusammenarbeit im Verein auf ein neues Level!

Zufriedene Gesichter Geschäftsführer Wirtschaft/CEO Christoph Peschek, Projektleiter Stefan Ebner und Sportvorstand Zoran Barisic freuen sich über die Realisierung des nächsten Rapid-Meilensteins im Wiener Prater.

N

ach dem Bau und der Inbetriebnahme des Allianz Stadions ist das Trainingszentrum das nächste große Zukunftsprojekt des SK Rapid. Gemeinsam mit der Unterstützung von Partnern soll damit das Fundament für nachhaltige sportliche wie wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit gelegt werden. Die Stadt Wien errichtete und finanzierte im Rahmen ihres Sportstättenentwicklungsplans auf dem Gelände des SK Rapid

Trainingszentrums einen neuen Naturrasenplatz inklusive Rasenheizung, Bewässerungssystem und Flutlichtanlage. Mit der VARTA AG, die mit dem Sponsoring einen wichtigen Teil zur Führung des Trainingszentrums beiträgt, hat Rapid bei der Realisierung zudem einen langfristigen Partner an seiner Seite. Künftig sollen im „Körner Trainingszentrum powered by VARTA“ alle Rapid-Spieler optimale Trainings- und MitarbeiterInnen des sportlichen Bereiches

ideale Arbeitsbedingungen vorfinden. Mit der Namensgebung setzt der SK Rapid den beiden RapidGrößen Alfred „Fredi“ Körner und seinem Bruder Robert Körner ein besonderes Andenken, denn die „Körnerbuam“ kamen 1938 zum Probetraining beim SK Rapid – Alfred Körner war damals gerade einmal zwölf Jahre alt – und schafften es schließlich über den Nachwuchs zu den Profis, wo sie 1942/43 als „Körner I“ und „Körner II“ ihr Debüt gaben.

Erfolgsfaktor Teamgeist Trotz Coronapandemie konnten wie geplant die Bauphasen eins und zwei abgeschlossen werden. Dazu gehören die Kabine der Kampfmannschaft, die Trainerbüros, der Physiotherapiebereich, die Kabinen der Akademiemannschaften, Räumlichkeiten für die Verpflegung sowie Erholung der Spieler, Kraftkammer und modernste Büroräumlichkeiten, aber auch Lern- und Aufenthaltsbereiche für die jungen Spieler.


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TRAININGSZENTRUM

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Das ­Trainingszentrum bringt durch die enorme qualitative ­Verbesserung des Trainingsbetriebs einen ­erheblichen Vorteil für die sportliche Entwicklung des SK Rapid. Dies optimiert insbesondere auch die Zusammenarbeit zwischen Profis, Rapid II und Akademie. Zoran Barisic Ideale Trainingsbedingungen Die Kampfmannschaft des SK Rapid profitiert von den perfekten neuen Möglichkeiten im Prater ebenso wie die Mannschaft von Rapid II und die Akademie-Teams.

Bauphase drei, die Errichtung der beiden neuen Trainingsplätze, komplettiert das Trainingszentrum nunmehr, um alle Chancen der Weiterentwicklung – und damit auch die Zusammenarbeit, das Zusammenhalten und den Teamgeist zwischen Kampfmannschaft, Rapid II und Akademie – noch mehr zu optimieren. Bereits seit Anfang des Jahres rollt der Ball bereits im zweiten Wiener Gemeindebezirk. Das freut auch Geschäftsführer Wirt-

Wir leben

Immobilien.

schaft/CEO Christoph Peschek, der sich für die gute Zusammenarbeit bedankt: „In diesem Zusammenhang möchte ich ein großes Dankeschön an unseren Projektleiter Stefan Ebner, das Projektteam sowie allen ProfessionistInnen aussprechen. Ebenso ein großes Danke an die Stadt Wien, die bekanntlich im Zuge des Wiener Sportstättenentwicklungsplans im ersten Schritt einen neuen Naturrasenplatz bauen sowie im zweiten Schritt

Sanierungs- und Umbaumaßnahmen bei den Trainingsplätzen beim Ernst-Happel-Stadion durchgeführt hat. Mit der VARTA AG konnten wir zudem einen langfristigen, starken Partner als Unterstützer gewinnen.“

Nachhaltiger Schritt für die sportliche Zukunft Mit dem Bau des Trainingszentrums wird zudem ein essenzielles Fundament für den zukünftigen Weg und die Weiterentwicklung

Geschäftsführer Sport des SK Rapid des SK Rapid gelegt, wie auch Geschäftsführer Sport Zoran Barisic betont: „Das Trainingszentrum bringt durch die enorme qualitative Verbesserung des Trainingsbetriebs einen erheblichen Vorteil für die sportliche Entwicklung des SK Rapid. Dies optimiert insbesondere auch die Zusammenarbeit zwischen Profis, Rapid II und Akademie.“ Weitere Informationen zum Projekt gibt es unter: www.skrapid.at

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SHARP Air Purifier jetzt im Rapid-Design!

Die Pandemie hat unser aller Leben stark beeinträchtigt. Coronaviren sind deshalb so hochinfektiös, weil sie als Aerosole über die Luft übertragen werden. Dadurch können sie leicht von Mensch zu Mensch weitergegeben werden. Doch nicht nur Coronaviren, sondern auch Pollen, Feinstaub, Schimmel und andere Viren und Bakterien belasten die Atemluft in Innenräumen. Und: Ein gesundes Raumklima fördert Konzentration und Leistungsfähigkeit - das belegen zahlreiche Studien. Atemluft, die frei von Viren, Bakterien und anderen Schadstoffen ist, ist dabei ein wesentlicher Bestandteil. Hier kommen Luftreiniger ins Spiel!

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Geruchsneutralisierung und einem HEPA-Filter, der selbst kleinste Schwebeteilchen eliminiert. Darüber hinaus ist der Sharp Air Purifier mit einer Luftbefeuchtungsfunktion ausgestattet, die Haut und Rachen feucht und gesund hält.

Bewiesene Wirksamkeit Die Wirksamkeit hat sich Sharp am renommierten österreichischen OFI-Institut bestätigen lassen: Im Laborversuch konnte der Sharp Air Purifier (Modell UA-HG60E) binnen 15 Minuten eine beeindruckende Entkeimungswirkung von 99,86% erzielen. Die Geräte sind damit eine optimale Unterstützung für alle Orte, an denen Menschen in Innenräumen zusammenkommen. Spezielle Betriebsmodi garantieren dabei ein ungestörtes Arbeitsumfeld. Da Sharp bei der Luftreinigung gänzlich auf keimtötende Strahlung (UV), Ozon oder chemische Substanzen verzichtet, sind Sharp Air Purifier besonders für sensible Umgebungen wie Schlafzimmer, Büro- und Meetingräume, Arztpraxen etc. geeignet.

Reinere Luft für echte Rapid-Fans! Zum Saisonstart hat sich Sharp etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Den Air Purifier gibt es ab sofort in einer exklusiven SK Rapid Wien-Sonderedition: Bis zum 31. Juli 2022 gibt es den Sharp Air Purifier statt um 498€ zum Aktionspreis von nur 390€ (Alle Preise inkl. MwSt). Wir meinen: Ein MUSS für alle Rapid-Fans!

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COVER

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retail Abgeflaut Die Zuwächse im E-Commerce lassen mit vier Prozent deutlich nach 64

Innovativ? Laut Kearney ist der heimische LEH wenig innovationsfreudig 66

Biodynamisch Spars neues Bio-Apfelmus darf das Demeter-Logo tragen 74 © Spar

C&C-MÄRKTE

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Optimismus bei Metro angesagt

Wirtschaftskrise stellt Handelswelt auf den Kopf Fachmarktagglomerationen erweisen sich weitgehend als krisenfest, die Mieten in Top-Lagen stagnieren. 62

DÜSSELDORF/WIEN. Der deutsche Großhandelskonzern Metro erwartet wegen der gestiegenen Inflation und guter Geschäfte mit der Gastronomie mehr Umsatz und Gewinn. Im laufenden Geschäftsjahr bis Ende September dürfte der Umsatz währungsbereinigt statt um neun bis 15% um rund 17 bis 22% wachsen. Metro hat als Großhändler in Österreich kürzlich AGMStandorte der Rewe International AG übernommen. Der bereinigte Metro-Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) soll den Vorjahreswert von 1,17 Mrd. € um 150 bis 230 Mio. € übertreffen. (APA)

# #VIELFALTBYMETRO

WENN ES FÜR ALLES EINE METRO MARKE GIBT. © Rewe Group/Gergely

metro.at

ENTDECKEN SIE DIE METRO MARKEN

Konzentriert Brian Beck verantwortet künftig das Großhandelsressort bei Rewe. 67


RETAIL

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© B. Schmid

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Corona putzt einige Handelsflächen durch Während in den Toplagen die Flächenreduktion greift, stemmen sich die Fachmarktagglomerationen gegen den Leerstandstrend.

••• Von Christian Novacek

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rnährung, Bewegung und Rückzugsorte werden bei einer steigenden Preisspirale zu jenen Bereichen zählen, für die Menschen am ehesten mehr Geld ausgeben werden“,

blickt Stefan Krejci, Geschäftsführender Gesellschafter bei Re/ Max Commercial Austria, in eine auf den ersten Blick hoffnungsvolle Handelszukunft. (Anm.: Re/Max steht für Real Estate Maximums; das US-Immobilienunternehmen agiert weltweit im Franchisesystem).

Speziell in den absoluten TopLagen würden sich immer wieder Einstiegsmöglichkeiten für neue Konzepte ergeben. Diese kommen aus der reinen „Marken-Welt“ und dienen vor allem dem klassischen Branding oder Trend-Bereichen, wie beispielsweise der E-Mobilität.

In der Toplage Beispielsweise in der Wiener Mariahilferstraße sind laut Re/Max immer wieder Einstiegsmöglichkeiten für neue Konzepte vorhanden – Kreativität vorausgesetzt.

Das große Aber: Die Vermietungen in den Toplagen können den langfristigen Trend in Richtung Flächenreduktion, der bereits vor Covid-19 zu beobachten war, nicht aufhalten. So hat beispielsweise der Textilhandel – nach wie vor der zweitwichtigste Mieter in der österreichi-


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RETAIL

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schen Handelslandschaft – im letzten Jahr nach Schätzungen von Standort+Markt und Handelsverband rund zwei Prozent seiner Flächen eingebüßt. Die City-Retail-Studie 2022 von Standort+Markt geht davon aus, dass in den 20 größten Städten hierzulande Verkaufsflächen von rund 54.000 m² aufgegeben worden sind. Allein der Textilhandel hat in den letzten acht Jahren rd. 80.000 m² an Flächen verloren. Gleichzeitig hat sich die Leerstandsrate in den heimischen Groß- und Kleinstädten auf rund 7,5% erhöht. Auf Flächensuche sind indes Diskontkonzepte – neben dem besonders aktiven polnischen Unternehmen Pepco auch langjährige aktive Teilnehmer wie KiK, Tedi, Action oder NKD. Der Haken: Viele dieser Konzepte kommen als Nachmieter für Geschäftsaufgaben nicht infrage. „Das hat vielerlei Gründe wie beispielsweise die Ladengröße, fehlende Kfz-Parkplätze oder regulatorische Hürden“, berichtet Krejci unter Hinweis darauf, dass für B- und C-Lagen Corona ein Brandbeschleuniger in Bezug auf Leerstände sein kann. Kreativität gefragt Bei der Nachverwertung ehemaliger Handelsimmobilien kommt es zukünftig mehr als bisher auf Kreativität bei den Umnutzungen an – die, wenn sie gut umgesetzt werden, laut Re/Max zu entsprechend attraktiven Renditen führen können. „Gastronomie, Sport und Wellnessangebote sowie öffentliche Einrichtungen und Dienstleistungen spielen eine wichtige Rolle bei möglichen Umnutzungen. Obwohl es sich dabei um Branchen handelt, die es teilweise besonders hart getroffen hat, ist der Blick in die Zukunft teilweise recht zuversichtlich“, meint auch Raimund Baumgarten, bei Re/Max Commercial

der Experte für Hotel & Gastronomie. Weiterhin hoch im Kurs stehen auch Fachmarktagglomerationen mit einem Angebot an Gütern des täglichen Bedarfs (Lebensmittel, Drogerie, Apotheken, Tierbedarf, etc.). Spitzenmieten stagnieren Die Spitzenmieten in Wien liegen – wie auch in den letzten Jahren – bei rund 400 € pro m² und damit erneut deutlich über den Landeshauptstädten. Wie schon 2020 konnte keine Landeshauptstadt steigende Spitzenmieten verzeichnen. Die Mietpreissituation stagnierte quer über Öster­ reich.

„Klagenfurt ist bis dato sehr gut durch die Covid-19 Pandemie gekommen. Hochwertige Entwicklungen haben dazu beigetragen, dass sich das Miet­ niveau während der letzten zwei Jahre durchgängig konstant entwickelt hat“, berichtet Daniel Lobnik von Re/Max Commercial in Klagenfurt. Reinhard Götze, Re/Max Commercial in Bregenz, schätzt die Situation im Ländle ein: „Vorarlberg bleibt kaufkraftstark, neue Projekte kommen bei uns de facto nicht mehr auf den Markt. Gleichzeitig haben wir tendenziell von den zwischen den Ländern unterschiedlichen

Es wird ein ordent­ licher Kraftakt der Händler notwendig sein, um Einkaufen wieder mit Freude, Spaß und sozialem Austausch aufzu­ laden. Stefan Krejci Re/Max Commercial

Covid-19 Maßnahmen ein Stück weit profitiert. Dadurch bleibt ein gesunder Wettbewerb um die besten Lagen trotz Corona bestehen und führt zu einer stabilen Mietentwicklung in der Landeshauptstadt, aber auch im gesamten Vorarlberger Raum.“ Städte mit Mieteinbußen Während es 2020 die größten Mieteinbußen in Salzburg, Graz und St. Pölten gegeben hat, haben sich diese drei Landeshauptstädte wieder erholt und auf dem Niveau des Vorjahres eingependelt. „Die etwas negative Entwicklung der Handelsflächenmieten in der Stadt Graz ist im österreichischen Vergleich ein wenig überraschend. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation in Zukunft entwickeln wird. Für die Steiermark sind wohl eher die zahlreichen Einkaufszentren wie z.B. SC Seiersberg die Zieldestinationen für den Handel“, schätzt Alois Marchel von Re/Max Commercial Steiermark die Situation ein. Weniger überraschend ist die Entwicklung in Salzburg, wo die Abhängigkeit vom Tourismus groß ist – die Korrektur war somit unvermeidlich.


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RETAIL

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INFLATION

HV rechnet mit späterem Peak

© APA/AFP/Thomas Samson

WIEN. Noch vor wenigen Monaten ging das Gros der Wirtschaftsexperten davon aus, dass die Inflation im Sommer zurückgehen würde. Von dieser Hoffnung ist man mittlerweile abgekommen – der Juni-Wert von 8,7% markierte einen neuen Jahreshöchstwert, der gleichzeitig das höchste Niveau seit September 1975 markiert. Während WifoChef Gabriel Felbermayr seine Ganzjahres-Prognose neuerlich von 6,5% auf 7,4% anhob, rechnet Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will (Bild) damit, dass „der Inflations-Peak frühestens mit Jahresende“ erreicht werde.

16 Prozent fließen in den eCommerce

Teuerung „verfestigt“ Der Ukrainekrieg und die Zero-Covid-Strategie Chinas würden die globalen Lieferketten weiterhin „massiv belasten“, dadurch habe sich die Teuerungswelle „wie von uns prognostiziert verfestigt“ und stelle „für alle Handelsformate eine existenzielle Herausforderung dar“, erklärte Will im Rahmen einer Pressekonferenz am Mittwoch. Auch die Lebensmittelpreise würden demnach „in den kommenden Wochen weiterhin zumindest leicht zulegen“. (red)

© medianet/Katharina Schiffl

Österreichs Haushalte gaben 2021 11,3 Mrd. Euro im Internet aus – ein Plus von vier Prozent gegenüber 2020. WIEN. Nachdem der Onlinehandel in Österreich von 2019 auf 2020 coronabedingt um fast 20% zulegte, fiel die Steigerung von 2020 auf 2021 mit bescheidenen vier Prozent wieder wesentlich geringer aus, wie eine Analyse von RegioData Research zeigt. Demnach fließen von den österreichischen Haushalten aktuell 11,3 Mrd. € pro Jahr ins Internet – das sind 16,2% aller einzelhandelsrelevanten Konsumausgaben und über 1.265 € pro Einwohner. Für das laufende Jahr 2022 rechnet RegioData wiederum mit einer Steigerung knapp über dem Niveau von 2021, nämlich von 4,3%. Die zu erwartende höhere Inflation wird jedoch letztlich zu einem deutlichen realen Rückgang führen – das gab es seit der Eröffnung des ersten

Onlineshops in den 1990er-Jahren noch nie. 20-Prozent-Marke im Blick Eine Trendumkehr sieht RegioData indes nicht: Durch Corona wurden neue Kundengruppen gewonnen, und die Jungen sind ohnehin deutlich online-affiner, sodass mittel- und langfristig jedenfalls mit Steigerungen zu rechnen sei – je nach Szenario werde der Onlineanteil in Österreich innerhalb der nächsten drei Jahre bereits zwischen 20 und 22% liegen, prognostiziert die Studie. Im europäischen Vergleich hat der digitale Markt in Großbritannien mit 27% den größten Anteil am Einzelhandel – ausschlaggebend hierfür ist den Studienautoren zufolge die hohe Kaufkraft der Bevölke-

Was ist wo los – schau mal rein!

rung in Kombination mit einer geringen Verkaufsflächendichte. Österreich belegt nach Deutschland und Dänemark den vierten Rang. Zu beobachten ist ein Nordwest-Südost-Gefälle, die europäischen Schlusslichter kommen auf lediglich fünf Prozent Onlineanteil. Zur Einordnung: Einige asiatische Länder kommen bereits auf bis zu 40% Anteil des Onlinehandels am Einzelhandel. Online-Buchhandel rückläufig Während die meisten Branchen im österreichischen Einzelhandel ihren Online-Anteil (leicht) ausbauen konnten – am deutlichsten Bau-, Möbel- und Schuhbranche –, zeigen sich im Buchhandel sowie in der Spiele-, Freizeit- und Sportbranche leichte Rückgänge. (red)


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RETAIL

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© Walmart

Innovativ Handelsriese Walmart (im Bild: Kundin, die mit Walmart Pay bezahlt) hat seit 2016 satte 92% seiner 2.000 Patente angemeldet. Da kommen österreichische Händler nicht mit.

Innovationsfauler LEH in Österreich? Eine Kearney-Studie stellt dem LEH ein schlechtes Zeugnis wegen mangelnder Innovationskraft aus.

Einkaufserlebnis mangelhaft Denn während laut Warschun die internationale Konkurrenz Innovationen mit spürbaren Kundenvorteilen zur Marktreife bringt, „bleiben die deutschsprachigen Einzelhändler mehrheitlich in Bereichen, die ihnen beim Einkaufserlebnis nichts bringen“. Die Handelsexperten von Kearney haben die im Lebensmittelhandel weltweit an-

tationen, Kassensystemen und Speisenzubereitung. Auch von Hofer und Billa (Rewe) seien nur geringe Innovationsimpulse zu sehen. Unterdessen konzentrieren sich internationale Einzelhändler und reine Online-Anbieter

gemeldeten Patente im Detail untersucht und zueinander in Relation gebracht. Die Analyse zeigt: Händler in Österreich haben trotz solider Innovationsgeschichte (etwa: Produktdisplays) in den letzten fünf Jahren weniger Innovationen hervorgebracht als die internationale Konkurrenz. Trendsetter Walmart So hat beispielsweise Walmart 92% von seinen mehr als 2.000 Patenten seit 2016 angemeldet, während von Spar nur gut 20% der insgesamt mehr als 100 gemeldeten Patente auf die letzten fünf Jahre entfallen. Die Anzahl der Patente unterstreicht, dass Innovationen einen hohen Stellenwert haben. Dennoch: Die meisten Patente stammen im österreichischen Lebensmitteleinzelhandel nicht aus Spitzentechnologien, sondern aus traditionellen Bereichen wie Produktpräsen-

© Kearney/Sedat Mehder

WIEN/DÜSSELDORF. „Der ohnehin margenschwache Lebensmitteleinzelhandel in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist im internationalen Innovationswettbewerb schlecht aufgestellt“, sagt Mirko Warschun, Handelsexperte und Partner der internationalen Managementberatung Kearney. „Den eskalierenden Kosten und aggressiven Wachstumsstrategien aus dem Online- und Technologiebereich können die Einzelhändler fast nichts entgegensetzen.“

auf Blockchain, das Internet der Dinge, autonome und Drohnenlieferung sowie virtuelles Einkaufen. Zu wenig differenzierbar Die meisten Innovationen der Händler hierzulande seien laut Kearney imitierbar und nicht differenzierbar – sie tragen nicht viel zum Branding bei. Im Gegensatz dazu würden neue Marktteilnehmer wie Technologie-Stasrt-ups disruptive Innovationen inklusive Erlebniseffekte bieten. So stellen etwa die Lebensmittel-Lieferdienste Gorillas und Flink innerhalb von zehn Minuten zu, und der Kochboxen-Anbieter HelloFresh hat die gesunde Ernährung zu Hause neu erfunden. (red)

Bei Innovationen bleiben die deutschsprachigen Einzelhändler mehrheitlich in Bereichen, die ihnen beim Einkaufserlebnis nichts bringen. Mirko Warschun Kearney-Experte


RETAIL

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Brian Beck (l.) leitet das neue Großhandelsressort, Jürgen Öllinger wird neuer (ressortinterner) Adeg-Geschäftsführer.

Billa schluckt Adeg Das Großhandelsgeschäft der Rewe liegt ab sofort bei Billa, Adeg bleibt als operative Einheit und Marke. WIENER NEUDORF. Im Vor­ jahr gab die Rewe International bekannt, sich stärker auf den „Hauptfokus im Lebensmittel­ einzelhandel und -großhandel“ fokussieren zu wollen, und ei­ nigte sich mit der Metro auf die Übernahme der AGM-Zen­ trale samt neun der wichtigs­ ten Standorte; nun ist der Deal durch (medianet berichtete), und Billa strukturiert um: Das Groß­

aus einer Hand betreut“, erklärte Rewe-Vorstand Marcel Haraszti.

handelsgeschäft des Konzerns liegt ab sofort bei Billa, der neue Bereich wird vom bisherigen Adeg-Vorstandssprecher Brian Beck geleitet. „Mit diesem Schritt stärken, bündeln und vereinheitlichen wir unsere Großhandelsakti­ vitäten unter einer Verantwor­ tung. Das Adeg-Großhandels­ geschäft und künftig auch die Billa-Kaufleute werden somit

Marke Adeg besteht weiter Adeg wird organisatorisch als eigene Einheit im Billa-Ressort Großhandel mit den Geschäfts­ feldern Selbstständiger Einzel­ handel und Kooperationspartner weitergeführt – mit eigenständi­ gem Vertrieb, Category Manage­ ment, Marketing und Ladenbau.

Vierte Generation am Ruder TIMMERSDORF. Beim Adeg Sattler in Timmersdorf (Ge­ meinde Traboch, Bezirk Leoben) fand kürzlich ein Generationen­ wechsel statt: 45 Jahre lang war Christian Sattler als Adeg-Kauf­ mann für die Sicherung der lo­ kalen Nahversorgung zuständig, nun übergab er die Geschäfte per 1. Juli und pünktlich zum Pensi­ onsantritt an seinen 26-jährigen Sohn Paul Sattler, der damit be­

reits die vierte Generation der Kaufmannsfamilie darstellt. „Für mich war immer klar, dass ich eines Tages selbst Kauf­ mann werden möchte. Viele un­ serer Stammkunden kenne ich schon von klein auf, bei uns wird fast jeder mit Namen angespro­ chen“, so Paul Sattler (am Bild mit seinem Team), der bereits seit acht Jahren im elterlichen Betrieb beschäftigt ist. (red)

© Adeg/Ibex.agency/Klaus Pressberger

Paul Sattler übernimmt Adeg in Timmersdorf.

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Die Leitung übernimmt Jürgen Öllinger als Geschäftsführer mit der operativen Verantwor­ tung für den Adeg Großhandel, die Adeg-Kaufleute und die Ko­ operationspartner. „Die Adeg bleibt als Marke be­ stehen“, stellt Haraszti klar. Die Adeg-Kaufleute seien „innerhalb des Konzerns die wichtigsten Nahversorger im ländlichen Raum und werden das auch bleiben. Wir bekennen uns klar zum Kaufmannstum, das mit der Adeg in Österreich und der Rewe in Deutschland eine lange und erfolgreiche Historie hat“, so Haraszti abschließend. Zukunft zweier Märkte offen Das Schicksal der zehn Standor­ te, welche die AGM gegenwärtig noch auf ihrer Website ausweist, ist noch nicht zur Gänze geklärt: Während der AGM Wolfsberg zur Kastner Gruppe wandert und die Standorte in Wiener Neu­ stadt, St. Pölten, Neusiedl, Graz, Hartberg, Liezen und Spittal wie geplant von der Metro übernom­ men werden dürfen, ist die lang­ fristige Zukunft der Großmärkte in Bludenz und Klagenfurt noch ungewiss – gemäß Entscheid der Bundeswettbewerbsbehörde muss die Metro diese nach einer Übergangsfrist an den Mitbe­ werb veräußern. (haf)


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RETAIL

Freitag, 8. Juli 2022

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CAUSA EUROPARK

Spar zeigt LH-Stv. Schellhorn an

IT-Expertise Peter Engelhardt, Senior Manager Logistik bei Hofer, mit zwei Mitarbeitern im 2018 errichteten Alpha Retail Network, der „Zukunftsschmiede für Digitalisierung im Handel“ am Standort ­Eberstalzell.

© Hofer

SALZBURG. Der Streit zwischen dem Spar-Konzern und dem Salzburger Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn rund um die Vergrößerung des Einkaufszentrums Europark Salzburg wird ein Fall für die Justiz: Nachdem Schellhorn beharrlich beim Nein zur angestrebten Erweiterung des SESFlaggschiffs bleibt, wobei von Spar allerdings ein Rechtsanspruch gesehen wird, hat der Konzern den Politiker nun wegen Amtsmissbrauchs angezeigt.

Hofer stockt sein Logistik-Team auf

Vorwurf „Symbolpolitik“ Schellhorn werde bei seinem Nein zum Ausbau des Einkaufszentrums bleiben, informierte der Politiker via Presseaussendung – und begründete die Ablehnung damit, dass eine Erweiterung dazu beitragen würde, weiter „den kleinen Händlern die Butter vom Brot“ zu nehmen. Der Spar-Konzern warf Schellhorn wiederum vor, seine Zustimmung „aus rein symbolpolitischen Gründen im Dezember 2021 verweigert“ zu haben. Neben dem positiven Amtsbericht der Fachabteilung des Amtes der Landesregierung würden alle Genehmigungsvoraussetzungen für die Erlassung einer Standortverordnung zur Erweiterung des Einkaufszentrums vorliegen. (APA/red)

© Christof Lackner

Der Diskonter sucht 50 neue Mitarbeiter für das Supply Chain Management im Alpha Retail Network in Eberstalzell. SATTLEDT/EBERSTALZELL. „Selten hat man die Möglichkeit, aus dem eigenen Wirkungsbereich heraus so viele Aspekte des Unternehmens gleichzeitig kennenzulernen, zu sehen und auch zu verstehen wie im Supply Chain Management bei Hofer“, erklärt Peter Engelhardt, Senior Manager in der Logistik bei Hofer, anlässlich der aktuellen Beschäftigungsoffensive des Diskonters. Mehr als 25 Um- und Quereinsteiger wurden für die Lager der sechs HoferZweigniederlassungen in Österreich bereits verpflichtet, für das moderne Alpha Retail Network in Eberstalzell werden aktuell noch 50 weitere Mitarbeiter gesucht. Digitalisierung der Logistik „Im Supply Chain Management beschäftigen wir uns mit der Versorgungskette unserer Filialen und Kundinnen sowie Kunden. Von der Bestellung des

Produkts, über die Anlieferung beim Logistikzentrum bis zur Lieferung in die Filialen steuern wir die Prozesse; der Fokus meines Teams liegt dabei auf der Belieferung unserer Filialen“, erläutert Engelhardt, dessen Hofer-Karriere vor vier Jahren als stellvertretender Bereichsleiter im Wareneingang begann. Nach der Beförderung zum Manager Supply Chain Management folgte Anfang 2022 der nächste Karrieresprung: In der Position des Senior Managers koordiniert Engelhardt gemeinsam mit seinem Team die täglichen Prozesse rund um die Belieferung der Hofer-Filialen. Engelhardt: „Auch in unserem Bereich werden mittlerweile alle Prozesse durch IT-Systeme unterstützt oder sogar durchgeführt. Wir unterstützen aktiv bei der Weiterentwicklung sowie Verbesserung von Systemen und Prozessen und kümmern uns darum, dass die neuen IT-getrie-

benen Prozesse in unseren operativen Einheiten bestmöglich verwendet werden.“ So schreite die „Optimierung, aber auch die Digitalisierung“ bei Hofer ohne Unterbrechung voran. Erweiterung des Standorts Das Alpha Retail Network wurde 2018 als Zukunftsschmiede für Digitalisierung im Handel errichtet und beherbergt aktuell rund 230 Mitarbeiter. Nahe der Unternehmenszentrale in Sattledt gelegen, war in Eberstalzell schon zuvor die IT des Diskonters untergebracht; in die Erweiterung um das 20.000 m² große Innovationszentrum – und die damit verbundene Umgestaltung einer ehemaligen Indus­triehalle – investierte Hofer einen zweistelligen Millionenbetrag. Neben dem Work Space für die HoferBelegschaft sind auch Lehr- und Forschungsräumlichkeiten der FH OÖ im Alpha Retail Network untergebracht. (red)


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RETAIL

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DEUTSCHLAND

Umsätze im Mai wieder mau BERLIN. Die deutschen Einzelhändler haben sich im Mai kaum von dem im Vormonat erlittenen Umsatzeinbruch erholt. Ihre Einnahmen wuchsen laut Statistischem Bundesamt um zwei Prozent im Vergleich zum Vormonat; preisbereinigt bleibt davon allerdings nur ein Anstieg von 0,6% übrig. (APA)

Eröffnung Jakob Leitner, Geschäftsführer der Spar-Zentrale Marchtrenk, mit Marktleiterin Jennifer Peterwagner und ihrem Stellvertreter Amiri Mehdi im neuen SparSupermarkt Linz, Hanuschstraße (v.r.).

DISKONTER © Spar

Hofer aufpoliert in Altenfelden

ALTENFELDEN. Hofer präsentiert sich in Haselbach 30 in der Gemeinde Altenfelden (OÖ) in neuem Glanz. Die modernisierte Filiale punktet mit einer hellen und freundlichen Raumgestaltung. Auf 1.208 m² gibt es den besseren Überblick dank übersichtlichem Regalkonzept und leichter Orientierung. Optimiert für Entspannung Den entspannten Einkauf garantiert nicht zuletzt ein Team von 20 Mitarbeitern plus ein Lehrling. Auch die Kassen wurden für ein komfortables Verpacken der Einkäufe optimiert. Für die gesamte Energieversorgung wird 100% Grünstrom aus Österreich verwendet. Durch den Einsatz von LED-Leuchtmitteln wird aktiv zum Klimaschutz beigetragen und der Stromverbrauch der Beleuchtung um bis zu 50% reduziert. (red)

Im neuen Linzer „Büropark Hanuschstraße“ eröffnete auf 600 m² ein neuer Spar-Supermarkt mit Regional-Kompetenz. LINZ. Im Büropark Hanuschstraße in Linz eröffnete ein neuer Spar und zwar exakt im Erdgeschoß eines neuen Bauteils in der Hanuschstraße 32. Auf 600 m² versorgt er Anrainer für die Stadtbezirke Bindermichl-Keferfeld und Bulgariplatz, ebenso Beschäftigte und Besucher des Neuromed Campus. Der Markt steht für eine abwechslungsreiche Palette an regionalen Spezialitäten sowie eine breite Auswahl an frischen Produkten. „Wir sind in der

aus drei Gebäuden – ein dreistöckiges Hotel mit dem SparSupermarkt im Erdgeschoß, ein Wohn­ gebäude und ein Büroobjekt. Die Wünsche der Kundschaft sind daher vielseitig: „An unserem neu eröffneten Standort versorgen wir Anrainerinnen und Anrainer mit Produkten des täglichen Bedarfs und sind nun Anlaufstelle Nummer eins für die Beschäftigten im Umkreis“, sagt dazu Jakob Leitner, Geschäftsführer der Spar-Zentrale Marchtrenk. (red)

Hanuschstraße 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Gemeinsam werden wir ab jetzt dafür sorgen, dass sich unsere Kunden wohlfühlen und alles bekommen was sie suchen“, berichtet Marktleiterin Jennifer Peterwagner. Standort mit Potenzial Die vielbefahrene Hanuschstraße verbindet in Linz den Stadtteil Bindermichl-Keferfeld mit der Unionstraße. Der neu entstehende Büropark besteht

Le Burger neu in München Wiener Burgerkette expandiert nach Deutschland. WIEN/MÜNCHEN. Das Wiener Familienunternehmen von Thomas und Lukas Tauber – besser bekannt unter dem Namen der Restaurantkette Le Burger – expandiert nach Deutschland. Und zwar in das Olympia-Einkaufszentrum München (OEZ). „Deutschland ist reif für ein neues Geschmackserlebnis, das völlig ohne ConvenienceProdukte auskommt. Wo sonst

kann man seinen individuellen Lieblingsburger aus regionalen und frischen Zutaten selbst zusammenstellen lassen?“, so die Taubers. Beim Design der ersten Burgermanufaktur Deutschlands setzt Le Burger auf Bewährtes: begrünte Innenwände, schicke, aber trotzdem bequeme Designermöbel und Schaukeln im Industrial-Style. (red)

© Le Burger/Guardians

© Hofer

Vom Büro zum Spar


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Freitag, 8. Juli 2022

RETAIL: GETRÄNKE

drinktec 2022 stellt hohe Ansprüche

BRAUEREIEN

Schalkens neue Produktionsanlage WIEN. Die Braumanufaktur Schalken produzierte bisher in der Neulerchenfelder Straße 57 Bier-Spezialitäten wie OPA (Ottakring Pale Ale) und IPA (Indian Pale Ale) sowie Helles und Gemeindebräu. Die steigende Nachfrage hat die Kapazitätsgrenze ausgeschöpft – ein neuer, größerer Produktionsstandort musste her. In der Donaustadt ist Gründer Roland Schalken gemeinsam mit seiner Geschäftspartnerin Anna Haider (Bild) fündig geworden: Am ehemaligen Shell-Gelände in der Lobau wurde die erste Brauerei der Donaustadt errichtet.

Auf nichts weniger als „schneller, höher und stärker“ lautet die Vorgabe für die Weltleitmesse der Getränkebranche.

Zeiten anbieten. Also Antworten auf die Frage, wo die Branche in den kommenden Jahren schneller werden, höhere Ergebnisse erzielen und sich stärker auf nachhaltige Anlagenkonzepte ausrichten kann. Die drinktec 2022 bündelt sämtliche Innovationen für die Getränke- und Liquid-Food-Industrie: Neben dem Aussteller-

Digitalisierung ist zentrales Thema für die Ausrichtung der Getränkebranche.

Kapazitätsboost Die neue Anlage hat eine Braukapazität von 1.000 l (vorher 500 l). Die Gärkapazität wurde verfünffacht und liegt nun sogar bei 10.000 l (vorher 2.000 l) und bietet – als einzige Craftbier Brauerei in Österreich – einen acht Meter langen und 2,5 t schweren Pasteurisierungstunnel. Dadurch wird es möglich, auch Spezialabfüllungen und als einzigartige Besonderheit alkoholfreies Indian Pale Ale zu brauen. Finanziert wurde die neue Schalken Brauerei in der Donaustadt über eine Förderung der Wirtschaftsagentur Wien sowie durch Crowdfunding. (red)

portfolio, das über das Ausstellerverzeichnis bereits jetzt zu den Anbietern der Lösungen für die Digitalisierung der Produktionsbetriebe und deren Supply Chain führt, können Besucher speziell auf das Rahmenprogramm bauen, etwa mit Vorträgen im Schwerpunkt Digitalisierung. Zwischen virtuell und real Derzeit herrscht nicht nur auf Herstellerseite viel Bewegung rund um Datennutzung und Prozessverbesserung; Handel und Konsumenten sind längst mit im Spiel: Die Verschmelzung von virtuellen und realen Welten am Point of Sale der Zukunft wird den Kontakt zum Konsumenten verbessern. Weiters: Bei aller voranschreitenden Digitalisierung ist bei jeder digitalen Anwendung ein NachhaltigkeitsHäkchen zu setzen! Jede Menge spannender Themen also, Infos unter info@drinktec.com. (red)

© Braumanufaktur Schalken/Michael Bauer

© Messe München (2)

Weltleitmesse Auf der letzten drinktec 2017 trafen sich 1.749 Aussteller und über 76.000 Besucher aus der ganzen Welt in München.Im September 2022 soll der Erfolg trotz Coronaverzögerung prolongiert werden.

MÜNCHEN. Die Getränke- und Liquid-Food-Branche trifft sich wieder, nämlich von 12. bis 16. September in München auf der drinktec. Die Weltleitmesse für die Getränke- und LiquidFood-Industrie will mit ihrem Ausstellerspektrum und dem Rahmenprogramm umfassende Ausblicke und lösungsorientierte Ansätze für herausfordernde

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RETAIL

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Transparente Wolle

BIOBIENENAPFEL

Apfel-Tattoo mit Geschmack GRAZ. Der BioBienenApfel ist ab sofort offizielles Mitglied im Tattoo-Club von Mario Barth. Der TattooKünstler ist bekannt dafür, dass er Promis wie Sylvester Stallone, Avril Lavigne, Tommy Lee oder Lenny Kravitz unter die Haut geht. Als BioBienenApfel-Botschafter hat der Grazer jetzt eine Weltpremiere gewagt und Äpfel bzw. Melanzani tätowiert – mit dem BioBienenApfel-Logo. Die Botschaft dazu: Nachhaltig gewachsenes Obst & Gemüse aus der Region ist der Star von heute und Lebensraum für die Bienen.

Baumwolle kann transparent sein, auch und vor allem, wenn es um die Lieferkette geht, weiß man bei Betten Reiter.

© Land OÖ

Geschmacksexplosionen Barth führt in den USA bereits vier erfolgreiche Tattoo-Studios und produziert seine eigenen, veganen Tattoo-Farben. Was dem Steirer in Amerika am meisten fehlt: „Der gute Geschmack bei Obst und Gemüse – da fehlt die Substanz. Jede Rückkehr nach Österreich ist für mich wie eine Geschmacksexplosion.“ (red)

Peter Hildebrand (Geschäftsführer Betten Reiter), Veronika Bohrn Mena (Sprecherin der Gemeinwohlstiftung Común) und Klima- und Umweltlandesrat Stefan Kaineder beim Rundgang in der Betten Reiter Manufaktur.

© Philip Platzer

Pimp my apple Eine Weltpremiere in Graz: Mario Barth tätowiert seinen ersten „BioBienenApfel“.

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LEONDING. Betten Reiter setzt sich für ein Lieferkettengesetz in Österreich ein. „Wir möchten zeigen, dass wirtschaftlicher Erfolg, nachhaltiges Wirtschaften und Transparenz einander nicht ausschließen“, sagt Peter Hildebrand, Geschäftsführer des Heimtextilien-Spezialisten. Als gelungenes Beispiel führt er die Ganzjahresdecke Malaika an. „Sie ist aus der ersten veganen und Fairtrade-zertifizierten Heimtextilien-Kollektion, die zudem in unserer Manufaktur in Leonding produziert wird.“ Transparenz und Vertrauen Malaika konnte bereits 2018 die Fachjury des „Vegan Awards 2018“ überzeugen – nun zog sie die Bürgerinitiative „Lieferkettengesetz“ als Paradebeispiel für eine transparente Lieferkette heran. Die Lieferkette der Decke lässt sich dank der Fairtrade-

Codierung für Baumwollprodukte zu 100% nachvollziehen. Die Baumwolle stammt aus dem Gebiet Dschalalabat im Süden von Kirgisistan. In der gleichnamigen Stadt Dschalalabat sitzt die Baumwollkooperative ACSC („Agricultural Commodity and Service Cooperative“). Die

Wirtschaftlicher ­Erfolg und nach­ haltiges Wirtschaften schließen einander nicht aus. Peter Hildebrand GF Betten Reiter

Connections abseits des Mailverkehrs

Kooperative ist seit 2008 von Fairtrade zertifiziert und vereint rund 1.000 Kleinbauern und Kleinbäuerinnen. „Wir wählen unsere Partner und Lieferanten sehr gewissenhaft aus und arbeiten nur mit jenen zusammen, die ebenso hohe Ansprüche an faire Arbeits- und Produktionsbedingungen legen wie wir“, bekräftigt Hildebrand. Fair auch in Leonding Die Anforderungen an faire Arbeitsbedingungen und Entlohnung sind bei den Partnern ebenso hoch wie in der hauseigenen Manufaktur in Leonding. Dort arbeiten 15 Näherinnen, die angestellt und sozial abgesichert sind. Jede von ihnen ist schon seit Jahrzehnten im Unternehmen und ihre Arbeitsverhältnisse unterliegen einem Kollektivvertrag, der ihre Rechte sicherstellt. (red)


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RETAIL

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RELAUNCH

Neuer Look für Kultgetränk Spezi

© Lidl Österreich

WIEN. 2018 erwarb Almdudler die österreichische Marke Spezi und brachte das Kultgetränk wieder in die Supermarkt-Regale; vier Jahre später bekommt das Mixgetränk aus Cola und Orangenlimonade einen neuen Auftritt verpasst – samt geringfügiger Anpassungen der Rezeptur: „Viele Menschen verbinden besondere Momente voller Spaß mit Spezi, und wir freuen uns, Spezi jetzt mit einer noch fruchtigeren Rezeptur und passendem Look auf den Markt zu bringen“, erklärt Almdudler-Geschäftsführer Gerhard Schilling.

Lidl reüssiert mit veganem Sortiment

Nostalgie im Glas „Spezi hat eine lange Tradition in Österreich. Die ersten Spezi Cola-Mix-Getränke wurden in den Wirtshäusern in den 50er- und 60er-Jahren ausgeschenkt. Mit dem neuen Design wollen wir diese Wurzeln von Spezi in Ehren halten und unseren Konsumentinnen ind Konsumenten ein ,Gefühl wie damals‘ bieten“, führt Schilling aus. Das neue Spezi im RetroLook findet sich seit Kurzem in der Glasmehrwegflasche (0,33 oder 1 l), in der Dose (0,33 l) und in der PET-Flasche (0,5 oder 1,5 l) in den Getränkeregalen des heimischen LEH – beworben mit dem Spruch: „Endlich wieder Saft im Cola!“ (red)

Der Diskonter hat seinen Umsatz mit pflanzlichen Alternativen gegenüber 2020 um 17 Prozent gesteigert.

Zielgruppe Flexitarier Mit dem Angebot wolle man „nicht nur Veganerinnen und Veganer, sondern auch die gro-

ße Gruppe der Flexitarier ansprechen, die sich bewusst für pflanzliche anstelle von tierischen Produkten entscheiden“, so Kremer weiter. Damit liegt man ganz am Puls der Zeit, meint Felix Hnat, Ob-

Wir wollen nicht nur Veganer, sondern auch Flexitarier ansprechen, die sich bewusst für pflanzliche anstelle von tierischen Produkten entscheiden. Karsten Kremer Lidl Österreich

mann des Vereins Vegane Gesellschaft Österreich, und erklärt: „Der Trend geht weg vom Fleisch – laut offiziellen Versorgungsbilanzen sinkt der Fleischverzehr um ein Kilo pro Jahr und Person.“ Die Entwicklung bei Lidl Österreich entspreche „diesen neuen Konsumbedürfnissen sehr gut – sowohl, was das dynamisch steigende Angebot als auch die Kennzeichnung mit unserem V-Label betrifft“, so Hnat. Vegan – und klimaneutral Neben Marken wie Garden Gourmet, Vegini und der Rügenwalder Mühle führt Lidl auch die Eigenmarke Vemondo, deren Produkte dank CO2-Kompensation als klimaneutral fungieren. Auch hier stehen die Zeichen auf stete Erweiterung – „damit sich unsere Kundinnen und Kunden bewusst für klimafreundlichere Alternativen zu herkömmlichen Produkten entscheiden können“, so Kremer abschließend. (red)

© Rafaela Pröll

SALZBURG. Die Nachfrage nach veganen Lebensmitteln ist beständig am Steigen – das zeigen die regelmäßigen neuen Produktlancierungen, lässt sich aber auch an konkreten Zahlen festmachen: In nur einem Jahr hat Lidl Österreich den Umsatz mit rein pflanzlichen Produkten um 17% gesteigert. Aktuell umfasst das dauerhafte Sortiment des Diskonters bereits über 180 vegan gekennzeichnete Artikel, doch Karsten Kremer, Geschäftsleiter Einkauf & Marketing bei Lidl Österreich, sieht noch viel Luft nach oben: „Bis 2025 möchten wir unser Angebot in diesem Bereich auf über 400 Produkte ausbauen. Unser Ziel ist, im Diskontbereich beim veganen Angebot die Nummer eins zu sein.“


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RETAIL

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© WKO/Frank Helmrich Photographie (3)

© Valentin Waltenberger

© Wein & Co

KARRIERE

Hannes Scheufele Im Zuge einer Neuaufstellung des Managements von Wein&Co wurde Hannes Scheufele (32) per 1. Juli zum zweiten Geschäftsführer – neben Wilhelm Klinger – ernannt. Der Münchner Wirtschaftsingenieur war bereits seit 2019 als Prokurist Teil der Geschäftsleitung und rückt nun in die neu geschaffene Position auf.

Ein Herz für Süßes Slalom-Spezialistin ­Michaela Kirchgasser, Snowboard-Weltmeisterin Anna ­Gasser und Ski-Gesamtweltcupsiegerin und Olympia-Gewinnerin Anna Veith.

MARKENRELAUNCH

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Milka, zart wie nie

EXPORTERS’ NITE 2022

Des Handels Vielfalt SIEGERLÄCHELN „Der heimische Handel ist noch vielfältiger und kreativer, als man gemeinhin denkt“, erklärte WKÖ-Handelsspartenobmann Rainer Trefelik anlässlich der Vergabe der Österreichischen Exportpreise im Rahmen der Exporters’ Nite im Wiener MuseumsQuartier. Das Siegerpodest aus APV, Brickcomplete und BR Commerce unterstreicht das: Die Gewinner stammen nicht nur aus drei unterschiedlichen Bundesländern, sondern auch aus ganz unterschiedlichen Bereichen. Unter den Teilnehmern: WKÖ-Präsident Harald Mahrer, Staatssekretärin Susanne Kraus Winkler und Industrie-Spartenobmann Sigi Menz. (red)

SCHOKOTREFF. Anlässlich des größten Marken-Relaunchs der vergangenen 25 Jahre lud der Schokoladenhersteller Milka zum Probier-Event ins Wiener Filmquartier – neben den Milka-Markenbotschafterinnen und heimischen Wintersport-Größen Anna Veith, Michaela Kirchgasser und Anna Gasser waren auch Zauberkünstler Paul Somersguter und das KabarettistenDuo Dr. Bohl zu Gast. „Wir antizipieren die ersten, teilweise entrüsteten Reaktionen der Konsumentinnen und Konsumenten. Der Kampagnen-Claim ‚Erst probieren, dann kommentieren‘ zielt genau auf jene Skeptiker ab, die der weiterentwickelten Rezeptur zuerst eine Chance geben sollen“, so Nina Mahnik, MarketingManagerin Mondelez Österreich. Gewohnheitstiere und Experimentierfreudige hatten an diesem Abend gleichermaßen Gelegenheit, die neue Milka – mit mehr Kakao, abgerundeten Ecken und weichen Formen – zu probieren. Die Kommentare fielen dem Vernehmen nach sehr positiv aus. (red)

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1. WKÖ-Präsident Harald Mahrer, APV-Geschäftsführer Jürgen Schöls, Staatssekretärin Susanne Kraus-Winkler, Spartenobmann Rainer Trefelik; 2. Martin Buritsch, CEO Brickcomplete; 3. Bernhard Rinnerberger, GF BR Commerce.

PRODUKT DER WOCHE

TERMINE

Biodynamisches Mus

Tag des Handels 2022 Ende September geht wieder der alljährliche Tag des ­Handels über die Bühne – wie gewohnt stehen ­nationale und internationale Trends & Heraus­ forderungen des LEH im Mittelpunkt. 29. und 30. September, Toscana Congress, Toscanapark 6, 4810 Gmunden European Retail Start-up Night Das Vernetzungstreffen für Start-ups und heimische Händler findet heuer zum bereits vierten Mal statt – Fokusthema: Sustainability. 13. Oktober, 17–21 Uhr, Talent Garden, Liechtensteinstraße 111, 1090 Wien © Spar

DEMETER. Das neue Spar Natur*pur Bio-Apfelmus ist das erste Eigenmarken-Produkt im gesamten österreichischen LEH, welches das Demeter-Logo tragen darf. Das Verbandslogo steht für die sogenannte biodynamische Landwirtschaft und basiert auf den Richtlinien von Rudolf Steiner, dem Begründer der Anthroposophie. Das Mus mit Schmus (und ohne zugesetzte Ascorbinsäure, vulgo Vitamin C) schmeckt trotzdem – dank der aromatischen Süße der steirischen Golden Delicious-Äpfel.

© Claro Products

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Josef Dygruber Im Jänner bekam Ökopionier Josef Dygruber von Bundespräsident Alexander van der Bellen das Silberne Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich verliehen – nun, einige Monate später, bekam er sie im feierlichen Rahmen von Umweltministerin Leonore Gewessler überreicht. Dygruber ist Gründer des umweltfreundlichen Geschirrspül- und Waschmittelherstellers claro aus Anif bei Salzburg.


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COVER

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financenet & real:estate Coface Kreditversicherer erwartet weiterhin – sehr geringes – Wachstum 80

EHL Der österreichische Immo-Investmentmarkt ist noch immer rege 81

Analytics Wohnen in Wien ist – zumindest gefühlt – teuer geworden 82

© Immokalkulator

30 JAHRE PARTNER BANK

© Panthermedia.net/Benis Arapovic

Fokus auf FrauenFinanzbildung

Customer Experience ist der Schlüssel zum Erfolg 76

© Stefan Diesner

© PantherMedia/haveseen

Daniela Päpke, Oberbank, sagt im medianetExklusivinterview, was Kunden zufrieden macht.

WIEN. 1992 war das Geburtsjahr der Partner Bank in Linz, die mit einer Handvoll Mitarbeiter in Österreich als unabhängige private Bank startete. Heute ist die Vorsorgebank in sechs Ländern tätig und vereint Mitarbeiter aus unterschiedlichen Kulturen, die einen Beitrag zur sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung leisten. Im Jubiläumsjahr legt die Partner Bank das Augenmerk auf die Wissensvermittlung und initiiert gemeinsam mit der TwoWings Stiftung Workshops für Frauen, um deren Finanzbildung zu erweitern. (red)

Urlaubszeit Erste-Experte mit wichtigen Tipps zum Umgang mit Geld im Ausland.

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PWD Happyland bietet dank lokalem Unternehmen ein Höchstmaß an Hygiene.

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FINANCENET

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© PantherMedia/YuriArcurs (YAYMicro)

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Was die Kunden zufrieden macht Daniela Päpke ist seit einem Jahr Oberbankerin. Ihre Mission: Die Ermittlung der Kundenzufriedenheit in der Oberbank AG.

••• Von Reinhard Krémer

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undenzufriedenheit ist, was Unternehmen brauchen und suchen. Dafür sorgt Daniela Päpke bei der Oberbank. Mit einem offenen Ohr für Kritik und Anregungen rückt die gebürtige Ansfeldnerin das Kundenerlebnis in den Vordergrund. Mit medianet sprach die Expertin exklusiv über Customer Experience und ihren Stellenwert.

medianet: Welchen Stellenwert hat für Sie Customer Experience generell? Daniela Päpke: Als unabhängige Regionalbank liegt unser Schwerpunkt in der Beratung. Wir kennen unsere Kunden und ihre Interessen und Bedürfnisse, wir leben und wirtschaften in derselben Region und sind auch in der Lage, schwierige Zeiten gemeinsam durchzustehen. Um unsere Beratungsqualität aufrechtzuerhalten und an die Bedürfnisse unserer Kunden an-

zupassen, vertrauen wir auf die Rückmeldungen, die wir mittels Customer Experience von unseren Kunden erhalten. medianet: Wann haben Sie begonnen, sich dieser Thematik in der Oberbank anzunehmen? Päpke: Ich bin seit Frühling letzten Jahres Teil der Oberbank und wurde von Beginn an in dieses Thema einbezogen. Aufgrund eines internen Wechsels der bisher verantwortlichen Kollegin durfte ich dann im November

2021 das Customer Experience Management in der Oberbank übernehmen. Die Oberbank hat mithilfe von Medallia bereits im Jahr 2019 begonnen, die eigene Customer Experience zu optimieren. Es wurden gemeinsam Ziele und Meilensteine definiert und die beste Medallia-Lösung für die Optimierung ausgewählt. So erfolgte beispielsweise mithilfe von Medallia bereits 2019 die Einführung eines FeedbackButtons im Kundenportal. 2022


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FINANCENET

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Zahlen & Fakten Erfolgreich • Fokus: Beratungsqualität • Ø 9,3 von 10 bei Kontoeröffnung • Ø 9,5 von 10 bei Wertpapierberatung • CX-Tool von Medallia • Hoher NPS mit 68,8

+3,7 Aufwärts Im Vergleich zum Jahr 2021 ist der Net Promoter Score (NPS) der Oberbank um 3,7 Punkte gestiegen.

folgte erstmalig der Einsatz von Medallia Ask Now. Mit dieser Lösung können wir unsere Ideen einfach testen und die Erkenntnisse gewinnen, die wir brauchen, um zu wissen, welche Innovationen sich durchsetzen werden. Die Ergebnisse sind schnell zugänglich, einfach und übersichtlich aufbereitet, sodass wir schnell handeln und auf Bedürfnisse unserer Kunden rasch reagieren können.

Daniela Päpke Oberbank

© Oberbank

medianet: Welche Maßnahmen setzen Sie, um ein besonderes Kundenerlebnis zu schaffen? Päpke: Im Fokus steht bei uns die Beratungsqualität. Beim Thema Beratung hat sich seit 2020 viel getan: Sie erfolgt vermehrt über Telefon oder Video, viele aber wollen auch in Coronazeiten persönliche Präsenztermine. Um unseren Kunden mehr Flexibilität zu bieten, haben wir unsere Filialöffnungszeiten auf 8 bis 19 Uhr ausgeweitet. Das sind ganze elf Stunden Verfügbarkeit pro Tag.

Die ­kontinuierliche Erfassung von Kundenerfahrungen und -feedback ist für uns entscheidend für eine erfolgreiche Customer ExperienceStrategie.

Dieses Angebot wird von unseren Kunden gerne in Anspruch genommen und sehr geschätzt. Außerdem verfügen unsere Filialen über Spezialisten aus dem Privat- und Firmengeschäft sowie dem Private Banking. Mit dem Einsatz von Medallia wird uns eine laufende Abfrage der Zufriedenheit unserer Kunden ermöglicht. Das Kundenfeedback nutzen wir systematisch, um unser Beratungsangebot zu optimieren und individuell an die Kunden anzupassen. medianet: Was sind die Highlights dabei? Päpke: Für Beratungsgespräche wird ausreichend Zeit eingeplant, damit die Träume und Wünsche der Kunden umfassend und ausführlich besprochen werden können – ohne Zeitdruck. Kunden können zufrieden das Beratungszimmer verlassen, mit dem Wissen, dass sie alle Fakten kennen. Auf dieser Basis kann die beste Entscheidung getroffen werden, egal ob es um die maßgeschneiderte Wohnbaufinanzierung oder das ausgewogene Anlageportfolio geht. medianet: Welches Feedback bekommen Sie? Päpke: Wir erfahren von unseren Kunden sehr viel Wertschätzung. Dies bringt natürlich auch eine Portion Motivation mit sich. Besonders hoch gewertet werden unsere individuell auf die Kundinnen und Kunden zugeschnittenen Finanzlösungen. Aber auch im Bereich der Kontoeröffnung und bei der Wertpapierberatung erzielen wir ein ausgezeichnetes Ergebnis. Auf einer Skala zwischen 0 und 10, wobei 10 der höchste Wert ist, liegt die durchschnittliche Zufriedenheit im Bereich der Kontoeröffnung bei 9,3, bei den Wertpapierberatungen bei 9,5. Nach WertpapierberatungsGesprächen geben unsere Kun-

den an, dass sie es besonders schätzen, dass wir ihrer Gesamtvermögenssituation, aber auch ihren Zielen und Erfahrungen hohe Aufmerksamkeit widmen. Neben dem Feedback zu Beratungsgesprächen bekommen wir beispielsweise auch Optimierungswünsche in Bezug auf unser Online-Banking oder die Banking App. Die kontinuierliche Erfassung von Kundenerfahrungen und -feedback ist für uns entscheidend für eine erfolgreiche Customer Experience-Strategie. medianet: Lässt sich der Erfolg in Zahlen darstellen? Päpke: Wir messen unsere Zufriedenheit mit dem Customer Experience-Tool von Medallia. Hier gibt es den internationalanerkannten Net Promoter Score (NPS), der die Weiterempfehlungsrate einer Dienstleistung beschreibt und bei uns aktuell 68,8 Punkte beträgt. Es freut uns, dass wir einen so hohen Wert bei der Kundenzufriedenheit erreichen. Dabei versuchen wir stets, uns zu verbessern. Im Vergleich zum Jahr 2021 ist unser NPS um 3,7 Punkte gestiegen. Das spiegelt unsere hohe Beratungsqualität wider, egal ob direkt in der Filiale, über Videoberatung, telefonisch oder auch durch unser Kundenservicecenter. medianet: Worauf kommt’s bei Customer Experience an? Päpke: Meiner Meinung nach ist es ganz entscheidend, das Feedback unserer Kunden nachhaltig zu verwerten. Hierfür wurde das Customer Experience Management Team der Oberbank (CXMTeam) geschaffen. Mithilfe der CX-Lösungen von Medallia wird das Kundenfeedback in Echtzeit ausgewertet und das CXM-Team sorgt dafür, dass die Erkenntnisse allen relevanten Stakeholdern sofort zur Verfügung gestellt werden.


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© PantherMedia/haveseen

Lust statt Frust Je weiter weg von der Heimat man seinen Urlaub verbringt, desto mehr verhindert eine umsichtige Geldplanung den Reisefrust.

Elf Geld-Tipps für den Urlaub Bei Aufenthalten in Nicht-Euro-Ländern ist Vorsicht rund ums Bezahlen und Geldbeheben angebracht. WIEN. Urlaubszeit ist Reisezeit. Um das Budget möglichst nicht mit zusätzlichen Kosten zu belasten, haben Experten der Sparkassengruppe die wichtigsten Geld-Tipps zusammengefasst. Geld bei Hausbank wechseln Benötigt man Fremdwährung, sollte diese noch vor Urlaubs­ antritt besorgt werden – am besten bei der Hausbank –, um einen schlechteren Kurs und hohe Spesen zu vermeiden, sagt Ertan Piskin, Erste Bank. Ist ein Geldwechsel unvermeidbar, vorher über den aktuellen Währungskurs informieren und Spesen der Wechselstuben vergleichen. Ein wenig Bargeld mitführen „Man sollte immer ausreichend Bargeld für ungeplante Ausgaben wie Taxifahrten, Snacks oder Eintritte mit sich führen – vor allem kleine Geldscheine“ , so Piskin. Kontaktloses Bezahlen

mit der Karte ist aber eine gute und sichere Alternative. Bargeldobergrenzen beachten Barzahlungen können in einigen EU-Ländern nur bis zu einer bestimmten Höhe vorgenommen werden. Zum Beispiel dürfen in Griechenland nur Beträge bis 500 € bar bezahlt werden, in Italien 1.000 €; dort beträgt die Mindeststrafe bei Nichtbeachtung 2.000 €. Mit Karte in Landeswährung In Nicht-Euro-Ländern sollte man immer in Landeswährung zahlen. Grund: Zahlungen in Euro gehen meist mit einer schlechten Kursabrechnung einher. GeoControl überprüfen In Destinationen außerhalb Europas ist GeoControl bei Debitkarten automatisch aktiviert. Das Bargeldbeheben an Geldausgabeautomaten ist so für

bestimmte Regionen außerhalb Europas gesperrt, um Kartenmissbrauch zu verhindern. GeoControl kann für die Reisedauer ganz ausgesetzt werden. Zahlungslimit anpassen Steht eine Reise in ein Land mit erhöhter Kriminalität an, sollten die Kartenlimits überprüft und gegebenenfalls angepasst werden. Kontaktlos bezahlen Grundsätzlich gilt: Kontaktloses Bezahlen mit der Karte ist eine gute und sichere Alternative. Neben einem Mix aus unterschiedlichen Zahlungsmitteln ist auch ein Bankkarten-Backup mit Bankkarte am Handy, zweiter Karte – getrennt verwahren – oder Schlüsselanhänger mit Debit Microkarte ratsam. Behebungen & Euro-Raum Eine Geldbehebung ist in den Urlaubsländern außerhalb des Eu-

ro-Raums mit einer Debitkarte am günstigsten. Vorsicht: Vereinzelt werden in manchen Ländern vom Geldausgabeautomatenbetreiber zusätzliche Entgelte verrechnet. Darauf muss allerdings vor der Behebung hingewiesen werden. Bei der Bargeldbehebung auf die Umrechnung in Euro verzichten – dies kann zu hohen Gebühren führen. Kein Bargeld mit Kreditkarte Bargeldbehebungen mit Kreditkarten sollten aufgrund der relativ hohen Gebühren nur in Notfällen verwendet werden. Sie sind aber wegen ihrer Sicherheit empfehlenswert. Geht die Karte verloren oder wird sie gestohlen, kommt im Falle von Missbrauch die Bank für die Schäden auf – sofern der Inhaber nicht fahrlässig gehandelt hat. Bankkarten-Codes einprägen Persönliche Codes von Debitund Kreditkarten dürfen niemandem zugänglich sein. Deshalb sollte man sich diese gut einprägen und nirgends notieren. Reiseversicherungen prüfen Kreditkartenverträge beinhalten oft Reiseversicherungen. Eine vom Reiseveranstalter angebotene Reiseversicherung ist in manchen Fällen gar nicht notwendig, wenn Reisegepäcksoder Reise-Unfallversicherung in der Karte enthalten sind.


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VIRTUAL REALITY

WIEN. In exklusivem Rahmen hatten Volksbank-Kunden jetzt die Gelegenheit, in das preisgekrönte Blended Learning- und Virtual Reality Coaching-Programm einzutauchen: Die Volksbank Akademie und Create luden zur ersten „Insight 2022“ in das Haus des Österreichischen Genossenschaftsverbands. Zahlreiche Gäste, darunter auch der VolksbankPartner Union Investment, folgten dieser Einladung und durften im Rahmen der Veranstaltung hautnah erleben, wie die Kundenberater der Volksbank Argumentationstechniken in der Beratung erlernen. Durch den Tag führten Barbara Czak-Pobeheim, Geschäftsführerin der Volksbank Akademie, und Christoph Schmidt-Martensson, CEO & Gründer von Create.

© PantherMedia/boggy22

Volksbank & Create luden ein

Coface: Die österreichische Wirtschaft ist grundsätzlich gut aufgestellt, die Auftragsbücher vieler Unternehmen sind voll.

Risiko in Österreich steigt Der Kreditversicherer Coface erwartet weiterhin – sehr geringes – Wachstum. Inflationsraten werden so voraussichtlich abflachen. WIEN. Das Risiko für Zahlungsausfälle in Österreich steigt – zu dieser Einschätzung kommt Coface in seiner vierteljährlich erscheinenden Risikoanalyse für Länder und Branchen und stuft Österreich im Vergleich zur letzten Analyse von A2 auf A3 herab. „Hohe Inflation, zurückhaltende Konsumenten und sinkende Exporte – sowohl die Ausläufer der Coronapandemie als auch die Auswirkungen des Ukrainekonflikts wirken sich derzeit auf

ZERTIFIKATEMARKT

Rekordumsatz im Wonnemonat WIEN. Der österreichische Zertifikatemarkt zeigte sich im Mai von seiner äußerst lebhaften Seite. Das Handelsvolumen stieg gegenüber dem April um rund 50% auf 361,5 Mio. €. Insgesamt wurden somit seit Jahresbeginn mehr als 1,6 Mrd. € in Zertifikaten umgesetzt. Hebelprodukte wurden zwar stärker gehandelt als im April (+ 44%), jedoch verringerte sich das Volumen um 2,8%, wohl analog zur Entwicklung an den Aktienmärkten. Die Nachfrage nach Express-Zertifikaten (+5,4%) und Aktien-Anleihen (+3,8%) war signifikant steigend.

die wirtschaftliche Entwicklung in Österreich aus“, sagt Dagmar Koch, Country Managerin Coface Österreich. Doch damit ist Österreich nicht allein. Vielfältige Ursachen Insgesamt stuft Coface in seiner aktuellen Analyse 19 Länder herab (medianet berichtete). Die Gründe für die Herabstufung Österreichs sind vielfältig: Die Inflation liegt auf einem 40-Jahres-Hoch, was zu zurückhalten-

dem Konsumverhalten bei den Privathaushalten führt. Auch die hohe Abhängigkeit von Energieimporten aus Russland spielt für die Risikoeinschätzung eine wichtige Rolle, 15% des gesamten Energieverbrauchs in Österreich werden durch russische Energiequellen abgedeckt. Als Verbindungsland zwischen Ost- und Westeuropa bekommt Österreich nun von beiden Seiten die Konjunkturprobleme zu spüren. (rk)

Flaute bei Börsengängen

© EY/Robert Herbst

EY: Wiener Börse ist weiterhin Anleihe-Spitzenreiter. WIEN. Angesichts sich zuspitzender geopolitischer Spannungen, steigender Zinsen und einer hohen Volatilität an den Weltbörsen lässt die Erholung auf dem weltweiten IPO-Markt weiter auf sich warten: Insgesamt wagten trotz des schwierigen Kapitalmarktumfelds im zweiten Quartal weltweit 305 Unternehmen den Sprung aufs Parkett – 54% weniger als im

zweiten Quartal des Rekordjahres 2021. Das Emissionsvolumen sank sogar um 65% auf 40,6 Mrd. USD, sagt Gerhard Schwartz vom Beratungsunternehmen EY. Mit mehr als 3.400 neuen Notierungen behauptet der Vienna MTF der Wiener Börse im ersten Halbjahr 2022 trotz aller Turbulenzen die Spitzenposition unter den europäischen Anleihenlistingplätzen. (rk)


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REAL:ESTATE

PWD im Happyland

IMMOBILIENINVESTMENT

Heimischer Markt zeigt sich rege

Das Sport- und Freizeitzentrum in Klosterneuburg bietet dank lokalem Unternehmen künftig ein Höchstmaß an Hygiene.

Happy & sauber Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager, Andreas Ubl (PWD), Aline Basel (Basel Consulting) und Wolfgang Ziegler (Happyland).

KONNEKTIVITÄT

Glücklich zeigt sich auch Klosterneuburgs Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager, dass ein regionales Unternehmen die Ausschreibung für sich entscheiden konnte. „Ich freue mich sehr, dass sich ein Klosterneuburger Unternehmen durchgesetzt hat und wir auch in diesem Fall die regionale Wirtschaft stärken und langfristig nachhaltige Kooperationen aufbauen.“ (hk)

WiredScore Platin für Rivergate

© Lukas Hussmann

Die PWD habe sich dank Qualität, professionellem Auftreten, Flexibilität und einer sehr guten Leistung behaupten können, ergänzt Andreas Ubl, Geschäftsführer PWD Reinigungsdienst: „Wir sind seit Jahrzehnten Hygiene- und Desinfektionsprofis und sind sehr stolz, dass wir mit unserer Spezialisierung der richtige Ansprechpartner waren.“

Die neuesten Kampagnen

WIEN. Das Office Center Rivergate in Wien Brigittenau, das mit seinen markanten zwei Segeln als einer der innovativsten Bürostandorte in Wien gilt, ist als erstes Gebäude in Österreich mit dem internationalen WiredScore Zertifikat in Platin ausgezeichnet worden. Damit ist der Bürokomplex am Handelskai 92 als „best-inclass“ im Hinblick auf die Themen Konnektivität, digitale Infrastruktur und Zukunftssicherheit bewertet.

Der optimale Zeitpunkt kowitsch zur Transaktion. Mit einem Transaktionsvolumen in Höhe von 12,575 Mio. € habe Warimpex einen attraktiven Verkaufspreis erzielen können und setze nun den Fokus weiter auf aktuelle Entwicklungsprojekte sowie den Erwerb von Cashflowbringenden Assets. Der Deal ist bereits am 29. Juni erfolgreich abgeschlossen worden. (hk)

© Warimpex

B52 Office gehört jetzt zur Semmelweis Universität. WIEN/BUDAPEST. Die Warimpex Finanz-und Beteiligungs AG hat den Verkauf des B52 Office in Budapest an die Semmelweis Universität bekannt gegeben. „Seit 2018 hat sich das B52 Office sehr gut entwickelt und ist langfristig zu 100 Prozent vermietet. Nun ist der optimale Zeitpunkt zum Verkauf des Büro-Assets gekommen“, so Warimpex-CEO Franz Jur-

WIEN. Der österreichische Immobilieninvestmentmarkt erfreute sich laut EHL Market Research trotz der sich leicht eintrübenden Rahmenbedingungen (Ukrainekrise, Zinsentwicklung), auch im 2. Quartal 2022 einer regen Transaktionstätigkeit. Nach einem bereits sehr guten Auftakt des Investmentmarkts im 1. Quartal mit einem um­ gesetzten Volumen von ca. 960 Mio. € konnte das Transaktionsvolumen im 2. Quartal mit knapp über 1 Mrd. € noch leicht zulegen. Aufgrund dessen gehen die EHL-Experten im Moment davon aus, dass das Investmentvolumen des vergangenen Jahres von 4,55 Mrd. € übertroffen werden könne.

© Stefan Diesner

KLOSTERNEUBURG. Mit Saisonbeginn hat die familiär geführte PWD Reinigungsdienst die komplette Reinigungsleistung des Happyland, seit den 1980er-Jahren der Sport- und Freizeitmittelpunkt in Klosterneuburg, übernommen. Konkret wird das Tochter-Unternehmen der IFMS Gruppe die multifunktionale Anlage mit einer Gesamtfläche von ca. 100.000 m² betreuen, inklusive aller Außensportanlagen sowie die Gastronomie mit Restaurant, Sportund Saunabuffet. Angebot hinkt hinterher „Hygiene und Sauberkeit haben im Happyland einen sehr hohen Stellenwert. PWD hat sich im Rahmen einer EU-weiten Vergabe als Sieger durchgesetzt. Gemeinsam mit unserem neuen Partner PWD schenken wir dem Thema entsprechende Aufmerksamkeit und wollen Gesundheit und Wohlbefinden steigern. Damit tragen wir den Nutzungsund Sicherheitsbedürfnissen von mehr als 400.000 Besucherinnen und Besuchern im Jahr Rechnung“, so Wolfgang Ziegler, Geschäftsführer Happyland.

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REAL:ESTATE

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Eigene vier Wände Preisentwicklung: Immo Analytics hat sich die Zahlen, Daten und Fakten zum Wiener Wohnungsmarkt genauer angesehen. ••• Von Helga Krémer

cher Effekte, im Konkreten Wert der Lage vs. Wert eines Neubaus, kommt. Ebenso wäre es falsch, aus obigen Zahlen Renditekalkulationen abzuleiten, da die zu Miete und Kauf angebotenen Immobilien nicht die gleichen sind“, betont Pfeiffer. Um die tatsächliche Entwicklung der Miet- und Kaufpreise sowie der Renditen ohne Angebotsveränderung zu analysieren, haben die Immo AnalyticsExperten mittels Korrelationsanalysen die Entwicklung der o.a. Werte anhand unterschiedlicher Wohnungen und Lagen unter die Lupe genommen.

© Immokalkulator

Teureres Wohnen Die angebotenen Netto- und Bruttoverkaufspreise stiegen um 9,8% von 5.287 auf 5.805 € resp. von 5.747 auf 6.322 um zehn Prozent und liegen damit etwas über der allgemeinen Inflation. Vor dem Hintergrund, dass Kaufangebote deutlich häufiger als Mieten etwas nachverhandelt würden, dürften die Immobilienpreise in den vergangenen vier Quartalen somit etwa im Rahmen der Inflation gestiegen sein, so die Analyse. „Auffällig ist, dass die Mietangebote im heurigen zweiten Quartal deutlich stiegen, wogegen sich die Kaufpreisangebote seitlich bewegten“, erläutert Pfeiffer. Warum das? „Eine mögliche Begründung für dieses Verhalten ist die Kombination aus zuletzt hoher Inflation als ­Miettreiber und steigenden Zinsen, durch welche Immobilien weniger interessant werden.“

Expertenblick Die aktuell höchsten erzielbaren Renditen sieht Immo AnalyticsGeschäftsführer Gregor Pfeiffer bei rund 3%, die Mindestrenditen außerhalb der Innenstadt und bei freier Mietzinsbildung bei rund 2%.

Ausblick zweites Halbjahr Aus Sicht der Analysten zeigen die Zahlen eine weitere Seitwärtsbewegung und sogar einen temporären Kaufpreisrückgang bei einzelnen Investments. Eine längere derartige Phase und ein starker Zinsanstieg könnten eigenkapitalschwache Entwickler und Investoren vor Probleme stellen, dennoch erwartet man bei Immo Analytics keinen Absturz des Wiener Wohnungsmarktes. „Die Attraktivität von Immobilieninvestments auf dem Wiener Wohnungsmarkt wird stark durch die Inflation der kommenden Monate und somit mögliche Mietanpassungen bestimmt sein“, meint Immobilienspezialist Pfeiffer abschließend.

Ein ähnliches Bild zeige sich bei den Neubauten der Jahre 2021/2022; diese heben sich im Durchschnitt preislich weder bei Miete noch Kauf wesentlich von der Gesamtheit ab. So betrug die angebotene Nettomiete/ m² im Q2/2022 13,88 € (vs. gesamt 13,83 €) und der Bruttoangebotspreis 6.245 € (vs. gesamt 6.322 €). Die wahrscheinlichste Erklärung sei laut Pfeiffer, dass Neubau vermehrt in Flächenbezirken stattfinde, in denen der Grund relativ zu den Gesamtkosten günstiger sei als in der Gesamtheit aller frei finanzierten Wiener Wohnungen. Der höhere Wert des Neubaus werde also vermutlich durch die günstigere Lage kompensiert. Wien ist nicht gleich Wien „Mit dieser Aussage stoßen wir an die Grenzen der Aussagekraft jedes Vergleichswertverfahrens, bei dem es fast zwingend zu einer Überlagerung unterschiedli-

© Panthermedia.net/Ina Penning

WIEN. Zum Halbjahr hat Immo Analytics die wichtigsten Zahlen, Daten und Fakten zur Preisentwicklung auf dem Wiener Wohnungsmarkt analysiert, Vergleiche und Rückschlüsse gezogen und kann nun auch einen Ausblick auf die kommenden Monate geben. „Bezogen auf den gesamten Wiener Wohnungsmarkt, stiegen die angebotenen Nettomieten pro Quadratmeter im zweiten Quartal 2022 relativ zum Vorjahresquartal um 6,14 Prozent, nämlich von 13,03 auf 13,83 Euro. Dieser Wert lang somit etwas unter der Inflation, welche laut Schnellschätzung der Statistik Austria im Q2/2022 knapp über acht Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal gelegen sein dürfte“, erklärt Gregor Pfeiffer, Geschäftsführer der Immo Analytics.


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COVER

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health economy Preise Pharmafirmen MSD und Novartis zeichnen Patientenideen aus 86

Jobabbau Novartis will 8.000 Jobs streichen. Offen sind Folgen für Österreich 88

Initiativen Minister Rauch lässt nach neuen Konzepten für das System suchen 88

© Richard Tanzer

© Darko Todorovic

© BioNTech SE 2021

Wechsel an der Kassenspitze Ingrid Reischl Mit 1. Juli übernimmt turnusmäßig für das zweite Halbjahr ÖGBGeneralsekretärin Ingrid Reischl die Vorsitzführung in der Konferenz der Sozialversicherungsträger, des geschäftsführenden Organs des Dachverbands der Sozialversicherungsträger. Dienstnehmer-Vertreter Andreas Huss übernimmt den Verwaltungsratsvorsitz der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK).

Biontech entwickelt in Wien neue Antibiotika 84

© Vamed/Pflügl

© APA/Hans Punz

Biotech- und Impfstoffriese Biontech hat in Österreich zugekauft und will hier nun neue Produkte entwickeln.

Auszeichnung Vamed-Chef Ernst Wastler (r.) freut sich über Preis für Exportleistungen. 84

Reformkritik Was die Rechnungshofrüge zur Kassenfusion für Folgen haben kann. 85


HEALTH ECONOMY

Freitag, 8. Juli 2022

Der Coronaimpfstoffhersteller Biontech will mit Wiener Tochterfirma Phagomed künftig neue Antibiotika entwickeln.

Antibiotika aus Wien Nach dem Start-up-Deal in Österreich steigt der deutsche Biotechriese Biontech nun in die Antibiotikaforschung ein. ••• Von Martin Rümmele WIEN/MAINZ. Resistenzen gegen Antibiotika nehmen in bedrohlichem Ausmaß zu. Herkömmliche Antibiotika stoßen immer mehr an ihre Grenzen, weil sich multiresistente Keime verbreiten. In den USA und der EU sterben jährlich bis zu 70.000 Menschen an antibiotikaresistenten Infektionen. Zuletzt

warnte die Umweltschutzorganisation Greenpeace vor hohem Antibiotikaeinsatz in der Tierhaltung. Greenpeace hat Fleisch aus Supermärkten getestet und auf mehr als jeder dritten Probe multiresistente Keime entdeckt. Neuer Forschungsansatz Für die Pharmaindustrie gibt es allerdings wenig Anreize, neue Antibiotika zu entwickeln.

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verstärkt in die Erforschung neuer Antibiotika investieren, wie Biontech bei einer Investorenveranstaltung mitteilte. Die Planungen befänden sich noch in einem frühen Stadium – noch stehe kein Zeitpunkt fest, wann klinische Studien am Menschen beginnen sollen. Im Blick hat Biontech vor allem Endolysine, für die auch die mRNA-Technologie des Unternehmens genutzt werden soll, die als mögliche Alternative zur Bekämpfung antibiotikaresistenter Bakterien gelten. Biontech hatte im vergangenen Oktober wie berichtet sein Portfolio für Infektionskrankheiten durch die Übernahme das österreichischen Biotechunternehmens Phagomed erweitert, das auf die Entwicklung einer neuen Klasse von Antibiotika spezialisiert ist.

© APA/dpa/Nadine Weigel

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Starkes Wachstum Die 2017 von Lorenzo Corsini und Alexander Belcredi Phagomed wurde laut dem Handelsblatt für knapp 150 Mio. € von Biontech gekauft. Der CoronaImpfstoffhersteller Biontech hat im vergangenen Jahr einen Nettogewinn von rund 10,3 Mrd. € erwirtschaftet. Der Umsatz lag bei knapp 19 Mrd. €. 2020 gab es bei einem Umsatz von 482 Mio. einen Gewinn von 15,2 Mio. €.

Denn wenn neue Produkte auf den Markt kommen, werden sie sicherheitshalber nur spärlich und im Notfall eingesetzt, damit sich nicht erneut resistente Keime bilden. Das deutsche Biotechunternehmen Biontech will jetzt dennoch in die Antibiotikaforschung einsteigen. Die für ihren Corona-Impfstoff bekannt gewordene Firma will nun auch

Vamed als Global Player ausgezeichnet WIEN. Die Vamed, weltweit tätiger Gesundheitsdienstleister mit Sitz in Wien, wurde für ihre erfolgreiche Internationalisierung von der Österreichischen Exportpreis-Jury zum Gewinner des Global Player Awards 2022 gekürt. Bereits zum 28. Mal wurde heuer der Exportpreis der Wirtschaftskammer Österreich (WKO) an Unternehmen mit überdurchschnittlichem Erfolg

in Auslandsmärkten verliehen. Vamed-CEO Ernst Wastler nahm den Preis mit der Führungsspitze der europäischen und internationalen Geschäftsbereiche in der Vamed, im Rahmen der Exporters’ Nite der WKO entgegen . Rasche Expansion „Bereits kurz nach Gründung der Vamed haben wir unseren Internationalisierungskurs ge-

startet. Mittlerweile haben wir in 98 Ländern und auf fünf Kontinenten mehr als 1.000 Projekte realisiert und eine Schlüsselrolle im internationalen Gesundheitswesen übernommen“, freute sich Wastler. Ihr umfassendes Leistungsspektrum und die einzigartige Wertschöpfungskette haben die Vamed zum international führenden Gesundheitsdienstleister gemacht. (rüm)

© Vamed/Pflügl

Gesundheitsdienstleister von WKO für Internationalisierungskurs prämiert.

Vamed-CEO Ernst Wastler (r.) freute sich über Export-Preis der WKO.


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HEALTH ECONOMY

Kritik an Reformen

PRÄVENTION

Impfangebot wird ausgebaut WIEN. Erstmals in Österreich wird es ein reguläres öffentliches Impfprogramm für Erwachsene geben. Darauf haben sich Bund, Länder und der Dachverband der Sozialversicherungsträger heute geeinigt. Das Programm war seit Jahren diskutiert worden, um den Zugang zur Impfung auch für Erwachsene zu erleichtern. Gestartet wird im Herbst 2023 mit der Influenza-Impfung, für die nur mehr die Rezeptgebühr fällig wird. Das Programm ist zunächst auf zwei Jahre befristet und soll dann evaluiert werden. © Rechnungshof Österreich/Achim Bielek

Warum die Kassenzusammenlegung durch ÖVP und FPÖ noch nicht die gewünschten Ergebnisse gebracht hat.

Lange Vorlaufzeit Von einem „Paradigmenwechsel hin zur Vorsorge“ sprach Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne) am Rande einer Sitzung der Bundeszielsteuerungskommission. Wegen des langen Vorlaufs bei der Bestellung von Influenza-Impfstoffen ist die Einführung des öffentlichen Impfprogramms für alle Erwachsene erst ab 2023 möglich. (red)

WIEN. Ein Rechnungshof-Rohbericht zur Reform der Krankenkassen befeuert die Kritik am einstigen Prestigeprojekt der ehemaligen türkis-blauen Koalition. Anstelle der von ÖVP und FPÖ damals versprochenen Einsparungen von einer Milliarde ergab sich ein Mehraufwand von knapp 215 Mio. €, stellten die Prüfer fest. Falsche Versprechungen Die Lücke kommt nicht wirklich überraschend – von Beginn an gab es Kritik, dass sich die Rechnung nicht ausgeht. Auch ÖGKGeneraldirektor Bernhard Wurzer gab sich immer vorsichtig und bezeichnete die Zusammenlegung zwar als sinnvoll, aber die Patientenmilliarde als politische Vorgabe. Bei Verwaltungskosten von 600 Mio. € pro Jahr

sind Einsparungen in Milliardenhöhe in diesem Bereich nur langfristig möglich. Und dass es die vom damaligen Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) kritisierten Flotten an Dienstwägen für Funktionäre nicht gibt, war vor dem Start der Reform mit Anfang 2020 schon klar.

Wir haben zwei ­Milliarden mehr für die Versicherten ausgegeben – etwa durch Harmonisierungen. Bernhard Wurzer Generaldirektor ÖGK

Interessant ist, dass der Rechnungshof auf Einsparungen drängt, denn eigentlich sollte eine Patientenmilliarde ja auf Mehrausgaben hindeuten. Erst vor zwei Jahren haben die Prüfer versprochen, Gesundheitsausgaben nicht nach Spargedanken zu bewerten. Fast 20 Jahre hatten sie in regelmäßigen Abständen die Politik aufgefordert, die Zahl der Akut- und der Intensivbetten in den Spitälern zu reduzieren. Befolgt wurden die Ratschläge nur ansatzweise. Das half dann während der Pandemie. RH-Sprecher Christian Neuwirth erklärte im April 2020: „Der Rechnungshof wird bei einigen Themen seine Ansätze neu bewerten. Schon seit Längerem steht – etwa im Bereich Gesundheit – nicht die Konzentration auf Einsparungen im Vordergrund, sondern wie die Leistungen bei den Menschen ankommen.“

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© APA/dpa-Zentralbild/Martin Schutt

Der Rechnungshof kritisiert, dass die Fusion der Sozialversicherungen nicht erzielt hat, was versprochen wurde.

••• Von Martin Rümmele

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Grippeimpfung Bund, Länder und Krankenversicherungen finanzieren ­gemeinsam günstige Impfungen.


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HEALTH ECONOMY

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AUSZEICHNUNG

Kampagne für Jugendgesundheit WIEN. Low Carb? No Carb? Das Netz ist voller Mythen und Fake News über Gesundheit. Wie können sich Jugendliche orientieren? Die Gesundheit Österreich GmbH (GÖG) hat sich – im Auftrag des Gesundheitsministeriums – zum Ziel gesetzt, evidenzbasiert, partizipativ und zielgruppengerecht Mädchen und Jungen zwischen 14 und 17 vertrauenswürdige Infos über Bewegung und Ernährung zu liefern. © MSD

Initiative In Wien wurden innovative Projekte aus­ gezeichnet, die patientenorientiert die Versorgung in der Krebsmedizin verbessern.

#healthhacks Die Agentur bettertogether, die Digitalagentur shift01 und Schrägstrich Kommunikationsdesign haben dies in der Social Media-Kampagne #healthhacks umgesetzt. Die Kampagne wurde nun beim Deutschen Preis für Onlinekommunikation (DPOK) in der Kategorie „Gesundheit & Soziales“ ausgezeichnet und gehört zu den besten Fünf in der Kategorie TikTokKampagnen. Insgesamt gab es beim DPOK heuer über 500 Einreichungen. Der Fokus der Video-Kampagne lag auf der Partizipation von Jugendlichen. So wurden die Themen und Fragen aus den Bereichen Gesundheit und Bewegung von Jugendlichen selbst ausgewählt und von jugendlichen Moderatoren in Clips beantwortet. (red)

Hilfe für Krebspatienten Psychoonkologische Erst- und Übergangsversorgung in Wien gewinnt den „Join4Care Award“ der Pharmafirma MSD. im Frühjahr 2022 im Rahmen der Oncology Days das Gewinnerprojekt aus den drei Finalisten gekürt wurde. „Alle drei Projekte waren extrem relevant für unsere Patienten – sie bringen ihnen wirklich einen Vorteil, schauen auf Dinge, die ganz wesentlich sind in der täglichen Arbeit, Dinge, die ganz wesentlich sind beim Wohlbefinden“, sagte Christoph Höller von der AG Melanom und Dermatologische Onkologie Wien. (red)

der Pharmafirma MSD richtete sich an Angehörige des Gesundheitswesens und prämierte innovative, praxis- und patienten­ orientierte Projekte, die eine Verbesserung der medizinischen Praxis in der Onkologie zeigen. 13 Projekte eingereicht Der Award wurde von unabhängigen, anerkannten Experten aus dem Gesundheitswesen vergeben. Insgesamt wurden 13 Projekte eingereicht, von denen

Preis für Selbsthilfegruppen Novartis zeichnet Patientenorganisationen aus. WIEN. Dieser Tage vergab Novartis zum zweiten Mal den Anerkennungspreis „PIA – Patient Innovation Award“ an Patientenorganisationen. „Wir sind überaus dankbar für die ehrenamtliche Arbeit, die Patientenorganisationen leisten“, sagte Christiane Thielen, Chief Scientific Officer Novartis Österreich und selbst PIA-Jury-Mitglied. Der Award wurde an acht inno-

vative Projekte in vier Kategorien bei insgesamt 21 Einreichungen vergeben. Alle Preisträger erhalten 5.000 € als Beitrag zur Umsetzung des prämierten Projekts. Die Gewinnerprojekte wurden von einer sechsköpfigen Jury aus Experten ausgewählt. Nach einer rein virtuellen Premiere im Vorjahr konnte die Preisverleihung heuer hybrid über die Bühne gehen. (red)

© Novartis/Freynschlag

© tiktok.com/@healthhacks_at

WIEN. Das Gewinnerprojekt des Join4Care Awards, der mit 30.000 € dotiert ist, ermöglicht künftig psychisch belasteten ambulanten Patienten eine psychoonkologische Beratung an der onkologischen und hämatologischen Ambulanz der Inneren Medizin der Meduni Wien. Das Projekt „Integration einer psychoonkologischen Erst- und Übergangsversorgung in das ambulante Setting“ konnte die Fachjury überzeugen. Der Award


Foto: himarkley/Getty Images

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HEALTH ECONOMY

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INDUSTRIE

Novartis baut Konzern um

© Panthermedia.net/Vitalik Radko

BASEL/KUNDL/WIEN. Der Schweizer Pharmakonzern Novartis will weltweit 8.000 Stellen abbauen. Was das für Österreich bedeutet, „können wir im Moment noch nicht sagen“, betont eine Sprecherin auf Anfrage der APA. Am Tiroler Standort werden aber unverändert über 400 Menschen für offene Stellen gesucht, so die Sprecherin. Das Bekenntnis zum Standort in Kundl/Schaftenau sei unverändert stark. Standort am Prüfstand Offen ist allerdings die Zukunft der Generikatochter Sandoz, die, wie berichtet, auf dem Prüfstand gestellt worden ist. Ein Verkauf ist genauso denkbar wie eine Abspaltung oder auch ein Ausbau. Sandoz wiederum betreibt den wichtigen Produktionsstandort in Kundl. Der Arzneimittelhersteller aus Basel hat weltweit 108.000 Beschäftigte. In Österreich sind es rund 5.000 Beschäftigte, davon 4.500 am Produktionsstandort in Tirol und rund 500 in Wien. (red)

Mit einem Call werden interdisziplinäre Förderprojekte unterstützt, die neue Ideen für Gesundheit und Pflege bringen.

Neue Lösungen gesucht WIEN. Die Ludwig Boltzmann Gesellschaft (LBG) und die Gesundheit Österreich GmbH (GÖG) suchen im Rahmen des neu gegründeten Open Innovation in Science Impact Lab „Caring Communitites for Future“ nach innovativen Lösungen für die komplexen Herausforderungen einer alternden Gesellschaft. Durch die Schaffung von Teilhabemöglichkeiten und ein besseres Zusammenspiel von zivilgesellschaftlichen Initiati-

projekte unter Einbindung gesellschaftlicher Akteure. „Der demografische Wandel, der steigende Bedarf an Gesundheitsförderung und Pflege sowie aktuelle sozio-ökonomische Entwicklungen stellen die Gesellschaft, Gemeinden und Städte sowie das Gesundheitsbzw. Pflegewesen vor komplexe Herausforderungen“, erklärt Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne) die Überlegungen zur Initiative. (red)

ven, kommunalen Verwaltungen und professionellen Angeboten sollen die Lebensqualität und Gesundheit von Bürgern gehoben sowie das Gesundheits- und Pflegesystem entlastet werden. Unterstützung des Wandels Das „Caring Communities for Future Lab“ versteht sich als Labor für offene Innovation und Transdisziplinarität in der Wissenschaft. Gefördert werden transdisziplinäre Forschungs-

Förderung für Forschung 14,8 Mio. Euro für Christian Doppler Gesellschaft. WIEN. Für die Christian Doppler Forschungsgesellschaft ist eine neue Zusage von 14,8 Mio. € aus dem Fonds Zukunft Österreich ein bedeutender Schritt: In Kombination mit den in der Finanzierungsvereinbarung mit dem Wirtschaftsministerium festgelegten 34 Mio. € bis Ende 2023 ist nun ein konstantes Weiterbestehen von CD-Labors und JR-Zentren gesichert, sagt

CDG-Präsident Martin Gerzabek (Bild). Die Forschungseinheiten, deren Fortbestand nun gesichert ist, lassen sich in drei große Bereiche einteilen, welche sich allesamt am Puls der Zeit bewegen: Neben dem allgegenwärtigen Thema der Digitalisierung geht es sowohl um die Gesundheit der Menschen (Life Sciences) als auch um jene des gesamten Planeten (Tech for Green). (red)

© CDG/Alice Schnür-Wala

© APA/EXPA/Johann Groder

Die öffentliche Hand sucht über neue Förderwege nach Konzepten für den Umgang mit der alternden Gesellschaft.


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COVER

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industrial technology IT & telecom Konzentriert IT-Szene traf am CIO Inside Summit auf heiße und heikle Themen 91

Indiziert EU-Roaming wurde passend zur Hauptreisezeit bis 2032 verlängert 92

Präsentiert 17. Ausgabe des Möbel & Design Guide lässt Herzen höher schlagen 95 © medianet/APA-Fotoservice/Hautzinger

FLUGHAFEN WIEN

© LBS-Redl

© Flughafen Wien

And the Award goes to …

Auf Wasser, Schiene und Straße flott unterwegs

© Stefan Csaky

© Omega HandelsgesmbH/APA-Fotoservice/Godany

Die trimodale Logistikdrehscheibe Hafen Wien umschiffte im vergangenen Geschäftsjahr alle Hindernisse. 90

WIEN. Der ­internationale Flughafenverband ACI Europe (Airports Council International) hat dem Flughafen Wien den „Best European Airport 2022“-Award“ verliehen. Ausschlaggebend waren die Qualitätssteigerung durch den modernisierten Terminal 2, die hohe Zuverlässigkeit und Servicequalität des Flughafens und seines Teams sowie konsequent umgesetzte Maßnahmen zur CO2-Reduktion.

Clever Omega bringt preislich attraktive realme-Smartphones nach Österreich. 92

Smart Digitalisierungsradar von Accenture und Microsoft ortet ungenutzte Potenziale. 94


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INDUSTRIAL TECHNOLOGY IT & TELECOM

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PAKETLOGISTIK

Smarte Boxen auf Wachstumskurs

© Steve Haider

SALZBURG. Weniger als vier Jahre nach der Gründung steht Myflexbox, das größte anbieterunabhängige Smart-Locker-Netzwerk Österreichs, vor der Expansion nach Deutschland. Mit Herbst 2022 sind die smarten Paketstationen auch in Deutschland verfügbar. Bis 2030 will das Corporate Start-up der Salzburg AG den deutschen Nachbarn eine ähnliche Netzwerkdichte wie in Österreich bieten, um die Smart City-Logistik nachhaltiger zu gestalten. Der Erfolgskurs des jungen Unternehmens setzte sich nun mit der Ausgliederung aus dem Mutterkonzern fort: Seit 1. Juli 2022 ist die Myflexbox eine 100%ige Tochter der Salzburg AG.

Das WienCont-Terminal: Im 1. Quartal 2022 wurde die Terminalfläche um ca. 16.000 m² erweitert.

Zu Lande und zu Wasser Die Positionierung des Standorts Hafen Wien als einzigartige trimodale Logistikdrehscheibe bescherte feine Geschäftszahlen. ••• Von Helga Krémer

© Marc Haader

WIEN. Mit seiner trimodalen Anbindung an die Verkehrsträger Wasser, Schiene und Straße ist der Hafen Wien eine der wichtigsten Güter-Drehscheiben in der Ostregion Europas – im vergangenen Geschäftsjahr kam er dadurch gut durch Herausforderungen und Krisen. Die Hafen Wien-Gruppe erwirtschaftete 2021 einen Umsatz von 51,4 Mio. € (+40%) und ein Betriebsergebnis von 6,6 Mio.

Schöpfungstrio Die drei Gründer der Myflexbox Lukas Wieser, Jonathan Grothaus und Peter Klima (v.l.).

WienCont, ist weiter profitabel gewachsen. „Dank des kontinuierlichen weiteren Ausbaus des internationalen Intermodalnetzwerks über den Standort Wien Freudenau wuchs das Umschlagvolumen der WienCont im Jahr 2021 auf über 488.000 TEU (20-Fuß-Standardcontainer, Anm.) an, was einer Steigerung von mehr als 14 Prozent gegenüber 2020 entspricht“, so Doris Pulker-Rohrhofer, technische Geschäftsführerin Hafen Wien.

€ (+46%). Operativ maßgeblich dazu beigetragen haben der Bereich Immobilien, die Business Units Massen- & Schwergut, Lagerlogistik, der neue Geschäftszweig Spedition der T-Sped, die Bereiche Containerhandel sowie die WienCont. Profitables Wachstum In Summe hat der Hafen Wien im Jahr 2021 3,8 Mio. t Güter umgeschlagen, rd. 1.300 Schiffe abgefertigt. Auch das Tochterunternehmen des Hafen Wien, die

Expansionsstratege Neue Spitze in Berger Logistik-Geschäftsleitung. WÖRGL. Erhard Stadler hat zum 1. Juli 2022 die Geschäftsführung des Tiroler Transport- und Logistikunternehmens Berger Logistik GmbH übernommen. Neben langjähriger Expertise und fundiertem Fachwissen im weltweiten Logistik- und Supply Chain Management bringe er breite internationale Management-Erfahrung für seine neue Rolle bei der Berger Logistik mit,

heißt es aus dem Unternehmen. Sein Know-how werde Stadler künftig maßgeblich in die globale Expansionsstrategie einbringen, um den internationalen Wachstumskurs der Berger Logistik konsequent weiter voranzutreiben. Als Head of Global Supply Chain bleibt er auch weiterhin für die weltweiten Wertschöpfungs- und Lieferketten bei Red Bull verantwortlich. (hk)

© Peakmedia/Dominik Zwerger

System dahinter Die Erfahrungen aus Österreich zeigen, dass anbieterunabhängige SmartLocker-System gerade für Paketdienstleister und E-Commerce-Anbieter einen großen Mehrwert bieten. Endkunden können mit der „Box“ 24/7 kontaktlos Pakete sowie Waren empfangen, versenden und retournieren.


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INDUSTRIAL TECHNOLOGY IT & TELECOM

IT-Treffen im Schloss

AKQUISITION

Wienerberger wächst weiter

Der CIO Inside Summit 2022 lockte nicht nur Chief Information Officer mit spannender Materie und zahlreichen Fachgrößen.

Wissensdurst Cybersecurity diskutieren oder die Kernprozesse der digitalen Transformation erforschen, in den Workshops war für viele Themen Platz.

Referentinnen und Referenten, aber auch vom CIO Inside Summit sehr beeindruckt. Gerlinde Macho, Gründerin und Unternehmerin von MP2 IT-Solutions sowie VÖSIVorständin, brachte es auf den Punkt: „Wir stehen heute mit den neuen, hybriden Arbeitsmodellen vor zusätzlichen Anforderungen. Es braucht daher eine stärkere abteilungsüber-

AUTOMATISIERUNG

greifende Zusammenarbeit, vor allem zwischen IT und HR. Es herrscht ein erhöhter Bedarf an Informationssicherheit und daher auch an passenden Tools und technischen sowie auch organisatorischen Maßnahmen. Aber das Allerwichtigste ist und bleibt der Mensch – er arbeitet mit diesen Technologien und ist zugleich Angriffsstelle und Sicherheitssensor.“ (hk)

Dezentral und ultraschnell © Henrique Silva/stock.adobe.coma

Breites Spektrum Hitzige Diskussionen rund um hochaktuelle Themen wie Cyber Security, Nachhaltigkeit durch Technologie und Daten, Künstliche Intelligenz und Future of Work fanden im wunderschönen Rahmen im Schloss Laxenburg statt. Vertreter der unterschiedlichsten Branchen erhielten eine große Auswahl an Themen für den Erfahrungsaustausch und in den zahlreichen Workshops tiefe Einblicke und ungezählte Gedankenanstöße, etwa zum Thema digitale Transformation oder Dark Data. Gerald Hübsch, ehemals CIO der Energie AG und Moderator des Events, zeigte sich von den Perspektiven und Beiträgen der

Psssst – hier sind wir unter uns!

WELS. Die Konzeption von Automatisierungssystemen ist eines der wichtigsten Themen bei der betrieblichen Digitalisierung. Immer stärker rücke dabei die dezentrale Automatisierung in den Fokus, so Conrad Electronic. Die Vorteile dezentraler Automatisierung lägen auf der Hand: Ultraschnelle Prozesssteuerung, Vermeidung langer Kabelwege, stabilere Netzwerke und damit geringere Instandhaltungsund Wartungskosten.

Wandel vorantreiben zur Energieeffizienz-Initiative verstärke die Bemühungen der Unternehmen, die Grenzen des technologisch Machbaren neu zu definieren und die Kunden auf dem Weg zur Nachhaltigkeit zu unterstützen, so ABB. Die Initiative von ABB führt auch gleichgesinnte führende Industrieunternehmen in dem gemeinsamen Bemühen um Dekarbonisierung zusammen. (hk)

© ABB

ABB und Microsoft sagen CO2 den Kampf an. WIEN. Microsoft hat sich der Energieeffizienz-Initiative von ABB angeschlossen. ABB hat diese Multi-Stakeholder-Initiative im März 2021 mit dem Ziel ins Leben gerufen, für das Thema zu sensibilisieren und Maßnahmen zur Senkung des Energieverbrauchs und der CO2Emissionen anzustoßen, um so den Klimawandel zu bekämpfen. Der Beitritt von Microsoft

WIEN/SALCHING. Zum 1. Juli 2022 hat die Wienerberger GmbH in Deutschland das Unternehmen Mayr Dachkeramik GmbH in Salching, Niederbayern, übernommen. Damit erweitert der Anbieter von Baustoff- und Infrastrukturlösungen sein Produktportfolio und verbessert die Wertschöpfungskette im Bereich des Dach-Zubehörs. Mayr Dachkeramik sei Hersteller von hochwertigem keramischem Zubehör, biete ein breites Artikelund Farbsortiment an und besitze aufgrund ihrer Qualität und der individuellen Auftragsfertigung ein Alleinstellungsmerkmal im Bereich Dach-Zubehör, heißt es bei Wienerberger.

© CIO Inside Summit/Nicole Heidegger

WIEN/LAXENBURG. Knapp 250 Gäste aus der IT- und DigitalSzene Österreichs trafen sich Ende Juni beim CIO Inside Summit zum entspannten Austausch. Es war aber nicht nur ein heißer Sommertag – auch thematisch wurden heiße und sehr heikle Themen angesprochen, die das Business, die allgemeine Wirtschaft und das Arbeitsleben nachhaltig verändern.

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Freitag, 8. Juli 2022

© PantherMedia/Pixinooo

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Relaxen ohne Qualitätsverlust: Die EU-Roaming-Regelung gilt in der EU sowie in Island, Liechtenstein und Norwegen.

Roam like @ Home Die neue Verordnung, die am 1. Juli in Kraft getreten ist, verlängert das „Roaming zu Inlandspreisen“ bis 2032. WIEN. „Rechtzeitig zu Ferienbeginn tritt die neue EU-Roamingverordnung in Kraft und bringt einige wesentliche Verbesserungen für Reisende innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums“, informiert Klaus Steinmaurer, Geschäftsführer der Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH für den Fachbereich Telekommunikation und Post, und führt aus: „Für End-

vorhanden – beispielsweise Anspruch auf die gleiche Internetgeschwindigkeit wie bei der Nutzung in Österreich. Denn die neue EU-Roamingverordnung verbietet es den Anbietern, die Geschwindigkeit der Datenübertragung im Ausland zu drosseln, wie es bisher häufig der Fall war. Pünktlich zur Haupturlaubszeit werde es jetzt auch im EU-Ausland mög-

kunden-Roamingdienste gilt nun nicht mehr nur der gleiche Preis, sondern auch die gleiche Qualität. Das heißt, es gelten die gleichen technischen Bedingungen wie im Inland.“ Allerdings mit einer Voraussetzung: Im ausgewählten ausländischen Mobilfunknetz müssen die Technologien derselben Generation verfügbar sein. So habe man – soweit technisch

medianet.at

lich sein, datenintensive Dienste wie Streaming von Filmen oder Videotelefonie zu nützen. Zwar seien die Beschwerden zu überhöhten Telefonrechnungen aufgrund von Roaming seit der Einführung von Roam like at Home in der Schlichtungsstelle der RTR deutlich zurückgegangen, jedoch „wurden uns immer wieder Fälle, bei denen hohe Telefonrechnungen durch Roaming auf Schiffen entstanden, gemeldet“, so Steinmaurer. Auf Fähren oder Kreuzfahrtschiffen könne es vorkommen, dass sich SIM-Karten automatisch in das Netz des Schiffes einwählen. Sonderfall Schiff und Flieger Mobilfunk-Anbieter sind zwar grundsätzlich dazu angehalten, Roamingdienste vorrangig auf Basis terrestrischer Netze anzubieten, auf manchen Schiffen und in manchen Flugzeugen besteht aber dennoch die Möglichkeit, eine Verbindung zu nichtterrestrischen Netzen (z.B. Satellitennetze) herzustellen und so – meist kostspieligere – Mobilfunkdienste zu nutzen. Hier gilt der Grundsatz „Roam like at Home“ zwar nicht, dennoch muss der Mobilfunkanbieter angemessene Vorkehrungen treffen, um vor „Rechnungsschocks“ zu schützen. (hk)

Die Auswahl wird größer WIEN. „realme ist ein aufstrebender Smartphone-Hersteller, der mit seinen hochwertigen Geräten zu attraktiven Preisen eine Marktlücke schließt. Wir sind stolz darauf, realme den österreichischen Markteintritt zu ermöglichen“, so Omega-CEO Florian Wallner über die neue Partnerschaft. Bereits Anfang 2021 schaffte es realme unter die Top 10 Han-

dyhersteller der Welt und hat sich aufgrund des guten PreisLeistungs-Verhältnisses zu einem der wichtigsten Smartphone-Unternehmen entwickelt. Für den Endkunden sind die Geräte, C35, C31, 9, 9 Pro+ und GT 2 bei mehreren Händlern am freien Markt erhältlich. Es werden außerdem mit allen österreichischen Netzbetreibern Gespräche geführt. (hk)

© Omega HandelsgesmbH/APA-Fotoservice/Godany

Omega bringt realme nach Österreich.

Die realme-Smartphones sind da – mit Omega als einzigem Distributionspartner.


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Das Gebäude der Zukunft kann auch so aussehen Ideal für Modernisierungen: Die offene, PC-basierte Gebäudeautomation von Beckhoff

So wird wertvolle Bausubstanz nicht nur erhalten, sondern zukunftsfit gemacht: Mit der integralen Gebäudeautomation von Beckhoff implementieren Sie alle Möglichkeiten der Kommunikations- und Steuerungstechnik – angepasst an die individuellen Bedürfnisse der Immobilie. Alle Gewerke werden von einer einheitlichen Hard- und Softwareplattform gesteuert: Ganz gleich, ob es um die nutzungsgerechte Beleuchtung, die komfortable Raumautomation oder die hocheffiziente HLK-Regelung geht. Für alle Gewerke stehen vordefinierte Softwarebausteine zur Verfügung, die das Engineering enorm vereinfachen. Funktionserweiterungen oder -änderungen sind jederzeit möglich. Das Ergebnis: Durch die optimale Abstimmung aller Gewerke werden die Energieeinsparpotenziale voll ausgeschöpft und die Effizienz der Bewirtschaftung deutlich erhöht.

Die ganzheitliche Automatisierungslösung von Beckhoff:

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Ungenutzte Kräfte

KONJUNKTUR

Das Internet als Wohlstandsfaktor WIEN. Eine von Eco­Austria präsentierte Studie im Auftrag der ISPA belegt mit Zahlen, was spätestens seit der Pandemie ohnehin den meisten bewusst ist: Ohne das Internet geht nichts mehr in Österreichs Wirtschaft. Von 2012–2021 gingen rund zehn Prozent des Wirtschaftswachstums allein auf die zunehmende Anwendung von BreitbandAnschlüssen zurück, in Summe macht das in diesem Zeitraum rund 39 Mrd. € aus.

Accenture Österreich hat der heimischen ­Digitalisierung auf den Zahn gefühlt. Es besteht Aufholbedarf, so der Befund.

© Stefan Csaky

Förderungen machen Sinn „Das Internet ist einer der zentralen Wohlstandsfaktoren in Österreich, wie diese Studie zeigt. Das heißt auch, dass sich Investitionen massiv auszahlen: Von 2015 bis 2026 werden insgesamt 2,7 Mrd. Euro öffentliche Förderungen bereitgestellt. Man sieht also trotz der unterschiedlichen Zeiträume: Kaum wo machen Förderungen so viel Sinn wie bei den digitalen Technologien der Zukunft“, meint dazu Stefan Ebenberger, Generalsekretär der ISPA.

Digitalisierungsradarentwickler Michael Zettel (Accenture), Christiane Noll (Avanade), Hermann Erlach (Microsoft, v.l.).

© APA-Fotoservice/Jacqueline Godany

ISPA-Generalsekretär Eine gute Wettbewerbssituation bewirke laut Stefan Ebenberger modernen Breitbandausbau.

Freitag, 8. Juli 2022

WIEN. Der Digitalisierungsradar zeigt klar: Österreich hat gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Digitale Transformation, nutzt aber die bestehenden Potenziale zu wenig aus. 93% der Österreicherinnen und Österreicher sehen in digitalen Technologien wesentliche Vorteile für die Wirtschaft und die verschiedensten Lebensbereiche, 91% der heimischen Haushalte haben einen Breitbandanschluss. Gleichzeitig ist Österreich Schlusslicht bei der Nutzung der Digitalisierung. 54% der Bevölkerung nutzen eCommerce, nicht einmal zehn Prozent der Unternehmen setzen auf Big Data. Erkenntnis vs. Handlung Accenture hat gemeinsam mit Microsoft im Zuge der Initiative „Mach heute Morgen möglich“ und auf Basis einer repräsentativen Umfrage den Digitalisierungsradar entwickelt, um den Digitalisierungsstatus Österreichs aufzuzeigen. „Wir müssen die Nutzung klar vorantreiben,

um die vollen Potenziale ausschöpfen zu können“, erklärt Michael Zettel, Country Managing Director Accenture Österreich. „Das Bewusstsein, dass wir von digitalen Technologien profitieren, ist da. Die Österreicherinnen und Österreicher nutzen auch intensiv digitale Endgeräte. 61 Prozent greifen mehrmals täglich zu ihrem Smartphone, 49 Prozent nutzen mehrmals am Tag ihren Laptop oder PC,

Nur sieben Prozent der Unternehmen setzen auf Big Data, Malta ist mit 29 Prozent Spitzenreiter. Michael Zettel Accenture Österreich

25 Prozent täglich. Wearables werden von 13 Prozent mehrmals täglich und von 15 Prozent täglich genutzt“, führt Zettel die Studienergebnisse aus. Österreich sei das Land der ungenutzten Potenziale, ergänzt Zettel. Nur 54% der Österreicher shoppen online – im EU-Schnitt sind es 57%, in den Niederlanden und Dänemark sind es gar 83 beziehungsweise 82%. Ähnlich sehe es beim Einsatz der digitalen Technologien im Unternehmensbereich aus: Nur sieben Prozent der Unternehmen setzen auf Big Data, bei den EU-27 sind es mit 13% fast doppelt so viele. Malta und die Niederlande sind mit 29 resp. 26% absolute Spitzenreiter. Diesen ungenutzten Möglichkeiten seien sich die Einwohner Österreichs jedoch durchaus bewusst: „48 Prozent sehen ungenutzte Potenziale zur Stärkung im internationalen Wettbewerb“, sagt Zettel. Außerdem auffallend: Die private Nutzung dominiert, und die berufliche hinkt hinterher. (hk)


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Freitag, 8. Juli 2022

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Präsentatoren Möbel & Design Guide-Autorin Anna M. Del Medico mit Germanos Athanasiadis (medianet), Alexandra Kaszay (Geschäfts­ führerin Hofburg Vienna) und Herausgeber Michael Stein (v.l.).

Stilvoll, exklusiv und auch prämiert Der Möbel & Design Guide 2022 ist da und lässt die Herzen der Interieur-Aficionados höher schlagen. WIEN. Am 28. Juni präsentierten Autorin Anna M. Del Medico und Herausgeber Michael Stein ihren neuen Möbel & Design Guide 2022 im Schatzkammersaal der Wiener Hofburg. Auch in seiner 17. Ausgabe führt der hochwertige, exklusive Premium-Guide informativ durch die internationale Welt der Gestaltung und ist ein Wegweiser durch den gehobenen Möbelhandel Österreichs, der nicht nur hierzulande geschätzt wird. Branche voller Elan „Die vergangenen beiden Jahre haben auch die Einrichter auf eine harte Probe gestellt, die sie mit Bravour gemeistert haben“, zeigen sich Anna M. Del Medico und Michael Stein beeindruckt vom Elan der Branche. „Das Interesse der Menschen an allen Themen des Wohnens und Einrichtens hat, wenig erstaunlich, ein neues, noch höheres Niveau erreicht. Das ist sehr erfreulich.

Und für diese sehr positive Entwicklung steht auch die brandneue Ausgabe unseres PremiumGuides.“ Die Leser und Nutzer des Möbel & Design Guides sind bekannt designaffin, ambitioniert und blicken weit über die Grenzen des Landes hinaus. Das ist die Messlatte für den ServiceCharakter des Möbel & Design Guides. Um diesen konsequent hochzuhalten bzw. zu gewährleisten, nimmt das Möbel & Design Guide-Team Jahr für Jahr Hunderte Design-Boutiquen und Einrichtungshäuser unter die Lupe und spürt Entwicklungen sowie neue Tendenzen im Inund Ausland auf. Auszeichnungswürdig Alle im Möbel & Design Guide gelisteten Unternehmen zeichnen sich durch besondere und qualitativ hochwertige Produkte, fundierte Beratung sowie hohe Kundenzufriedenheit aus. Die nominierten Betriebe

und Gewinner des diesjährigen Möbel & Design Guide Awards stehen für ganz besondere Standards in Bezug auf individuelle Dienstleistungen, exklusiven Service und Angebotsvielfalt bekannter nationaler und internationaler Top-Marken und eine entsprechend hochwertige Präsentation. Die Kategorie Möbel & Design ging an Grünbeck Ein-

richtungen, Raumausstattung an Lazelberger Interiors, Küche an Sendlhofer, Schlafen an More Than Beds, Bad & Wellness an Sochor Fliesen, Outdoor an Wohndesign Maierhofer, Licht & Leuchten an WienLicht Flagship-Store, Tischkultur an Redl Glas, Porzellan, Geschenke und Multimedia an Audio Exclusive – the higher end. Mit vier Sonderpreisen wurden zudem wieder Unternehmerpersönlichkeiten für deren außergewöhnliche Aktivitäten und Leistungen bedacht: Ladenstein in der Kategorie Familienunternehmen, Martin Mühlböck in Interior Design, Porada in Flagship-Store International und Natuzzi Italia Concept Store in der Kategorie Neueröffnung. (hk) Infos und Bestellung: moebel-guide.at

Herausgeber und Autorin mit den ausgezeichneten Preisträgern 2022.


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So geht Nachhaltigkeit für KMU und Genossenschaften: Schwerpunkt Energiewende

Von Nachhaltigkeit 0.0 zu Nachhaltigkeit 3.0 Wie Unternehmen die Transformation schaffen

Gute Beispiele aus der Praxis

Wie nachhaltig Kunden der Volksbank und ÖGV-Mitglieder bereits sind

Gemeinschaftlich zur ­Energiewende

Wie Energiegenossenschaften f­ unktionieren und wer bei der Gründung hilft


Editorial

So geht die Energiewende Liebe Leserinnen und Leser!

© Robert Polster

IMPRESSUM Medieninhaber und Hersteller VOLKSBANK WIEN AG 1030 1030 Wien, Wien, Dietrichgasse Dietrichgasse 25 25 Telefon: Telefon: +43 +43 (1) (1) 40137-0 40137-0 kundenservice@volksbankwien.at kundenservice@volksbankwien.at volksbankwien.at volksbankwien.at

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Verlag Verlag und und Herstellungsort Herstellungsort Wien Wien Produktion Produktion medianet Verlag GmbH medianet GmbH 10/4. OG 1110 Wien,Verlag Brehmstraße 1110 Wien, Brehmstraße 10/4. OG medianet.at medianet.at Redaktion Friedrich Ruhm Perdomo Redaktion Friedrich Ruhm Perdomo Lektorat Christoph Strolz Lektorat Christoph Strolz Redaktionsschluss Juni 2022 Redaktionsschluss Juni 2022 Druck Ferdinand Berger & Söhne Ges.m.b.H., 3580 Horn Coverfoto © PantherMedia/Chinnapong Coverfoto © PantherMedia/Chinnapong DISCLAIMER Die vorliegende Broschüre, welche keinen DISCLAIMER Emissionsprospekt darstellt,welche dient ausDie vorliegende Broschüre, keinen schließlich der unverbindlichen Information. Emissionsprospekt darstellt, dient ausBei den darin Informationen schließlich derenthaltenen unverbindlichen Information. handelt sich nicht um eine Empfehlung Bei den es darin enthaltenen Informationen für den Anundnicht Verkauf handelt es sich umvon eineFinanzinstru­ Empfehlung menten. Diese nicht für den AnundInformation Verkauf vonersetzt Finanzinstru­ die fachgerechte Beratung für die in dieser menten. Diese Information ersetzt nicht ­Information beschriebenen Finanzinstrudie fachgerechte Beratung für die in dieser und dient insbesondere nicht als ­Imente nformation beschriebenen Finanzinstru­Ersatz für Risikoaufklämente undeine dientumfassende insbesondere nicht als ­E rsatzDiese für eine umfassende Risikoaufklärung. Information stellt weder ein rung. Information stellt ein Anbot Diese noch eine Einladung zurweder Anbots­ Anbot noch eine Einladung zur Anbots­ stellung zum Kauf oder Verkauf von Finanz­ stellung zum Kauf oderpotenzielle Verkauf von Finanz­ instrumenten dar. Der Investor instrumenten Der potenzielle Investor soll sich unterdar. anderem nach rechtlichen, soll sich unter anderem nach rechtlichen, steuerlichen und produktspezifischen steuerlichen und beraten produktspezifischen Gesichtspunkten lassen und sich Gesichtspunkten beraten lassen unddargesich entsprechend informieren. Die hier entsprechend informieren. Die mit hiergrößter dargestellten Informationen wurden stellten Informationen wurden mit größter Sorgfalt recherchiert. Die VOLKSBANK Sorgfalt Die VOLKSBANK WIEN AGrecherchiert. übernimmt keine Haftung für die WIEN AG übernimmt keine Haftung füroder die Richtigkeit, Vollständigkeit, Aktualität Richtigkeit, Vollständigkeit, Aktualität oder Genauigkeit oder den Eintritt der erstellten Genauigkeit oder den Eintritt der erstellten Prognosen und Szenarien. Druckfehler oder Prognosen und Szenarien. Druckfehler oder Irrtümer vorbehalten. Irrtümer vorbehalten. Im Im Interesse Interesse des des Textflusses Textflusses und und der der LeLeserfreundlichkeit werden, werden, wenn wenn möglich, möglich, serfreundlichkeit geschlechterunspezifische Begriffe, geschlechterunspezifische Begriffe, sonst sonst die die grammatikalisch grammatikalisch männliche männliche Form Form ververwendet. Solche Solche Bezeichnungen Bezeichnungen beziehen beziehen ininwendet. haltlich jeweils die weibliche Form mit ein. Informationen betreffend Nachhaltigkeitsstrategie der Volksbank finden Sie unter: volksbank.at/nachhaltigkeit

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Der Klimawandel, die Coronapandemie und zuletzt auch der Ukrainekrieg machen deutlich, dass an Nachhaltigkeit kein Weg mehr vorbeiführt. Neben dem unbeschreiblichen Leid für die von den Kriegshandlungen betroffenen Menschen treffen die wirtschaftlichen Folgen de facto die ganze Welt. Uns in Europa wurde zudem vor Augen geführt, wie abhängig wir noch immer von Öl und Gas sind. Und dass neben den negativen Folgen für das Klima diese Abhängigkeit auch politische Auswirkungen hat. Gleichzeitig wissen wir, dass das nicht sein muss. Österreich hat die Chance, sich unabhängig von fossilen Energieressourcen zu machen und das auch noch nachhaltig. Ob es Biomasse, Geothermie, Photovoltaik, Wind- oder Wasserkraft ist – die Möglichkeiten sind vielfältig und deren Effizienz deutlich gestiegen. Dazu kommen neue Formen der Kooperation wie die erneuerbaren Energiegemeinschaften, die Erzeuger und Abnehmer auf regionaler Ebene verbinden. Sehr oft als Genossenschaft.

Apropos: Im vergangenen Jahr haben der Öster­ reichische Genossenschaftsverband und der Volksbanken-Verbund gemeinsam die Broschüre: „So geht Nachhaltigkeit für KMU und Genossenschaften“ publiziert, um grundlegende Fragen zum Thema zu beantworten und als Wegweiser für die ersten Schritte. Im Fokus dieser Fortsetzung ­stehen aus aktuellem Anlass die Energiewende und Energiegemeinschaften als Weg dorthin. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine anregende Lektüre! Herzlichst, Ihr

Gerald Fleischmann Generaldirektor VOLKSBANK WIEN AG

Inhalt 3

„ Intuitiv haben viele schon reagiert“ Wie Banken das Klima- und Energierisiko ihrer Kunden beurteilen

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on Nachhaltigkeit 0.0 zur Nachhaltigkeit 3.0 V Wie Unternehmen die Transformation schaffen

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„ Nachhaltigkeit heißt auch ­Zukunftsfähigkeit, Weiterentwicklung, Resilienz“ Interview mit Monika Bäumel vom VolksbankenVerbund und Stefan Resetarits vom ÖGV

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ute Beispiele aus der Praxis G Wie nachhaltig Kunden der Volksbank und ÖGV-Mitglieder bereits sind

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I nvestieren in die Energiewende Auch immer mehr Anleger setzen auf ­erneuerbare Energiequellen

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emeinschaftlich zur Energiewende G Wie Energiegenossenschaften funktionieren und wer bei der Gründung hilft

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I nformationen und Kontakte Die wichtigsten Adressen, Links und Tipps zum Thema Nachhaltigkeit

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© ÖGV

S. 8

© Astrid Knie


© Marko Mestrovic

„Intuitiv haben viele schon reagiert“

Wie Banken das Klima- und Energierisiko ihrer Kunden beurteilen, was deren Folgen sind und warum der Weg des Belohnens aus Sicht der Bank zum Ziel führt. Wie beurteilen Banken eigentlich das Umweltrisiko ihrer Kunden? Eine gute Frage, die sich immer mehr Unternehmen stellen oder stellen sollten. Denn neben allen anderen Folgen, die damit verbunden sein können, werden künftig auch Finanzierungen oder zumindest deren Konditionen sehr stark davon abhängen. Nicole Schillig von der Abteilung Geschäftskunden der ­VOLKSBANK WIEN AG klärt auf: „Das Erste, was man sich ansieht, ist die Branche, in der ein Unternehmen tätig ist und wie weit diese betroffen ist.“ Bei der Volksbank wird aber ­darauf geachtet, dass nicht alle Unternehmen „über den gleichen Kamm geschert werden“, so Schillig: „Ein Kleinunternehmen, das vielleicht nur eingemietet ist, hat ein geringeres Umweltrisiko als zum Beispiel ein größeres Produktionsunternehmen mit einem

entsprechend höheren Energieverbrauch und damit auch deutlich höheren CO2-Emissionen.“ Entsprechend werden auch die Möglichkeiten der Unternehmen, sich gegen ihr Umweltrisiko zu schützen, anders beurteilt werden, so Schillig. Folgen treffen alle, auch die Kleinen Aber dennoch, auch bei den typischen KMU wird hinterfragt, ob diese sich bereits mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigt haben, ob vielleicht schon Maßnahmen gesetzt wurden oder welche geplant sind. Denn die möglichen Folgen haben Einfluss auch auf deren Geschäftsmodell. Allem voran kann der Umsatz betroffen sein – das aufgrund neuer Vorschriften oder Normen ebenso wie als Folge einer veränderten Nachfrage der Kunden. Schillig: „Umweltrisiken haben aber auch Einfluss auf die Kostenstruktur. Die Energiekos­

ten werden steigen, aber auch Versicherungsprämien können in dem einen oder anderen Bereich empfindlich teurer werden.“ Und natürlich werden auch die Vermögenswerte eines Unternehmens tangiert. Viele nutzen bereits die Chancen Doch wo Schatten, da bekanntlich auch Licht. Für Schillig ist das Positive, dass es „unglaublich viele Punkte gibt, die Unternehmen verändern können“. Nicht nur, um sich vor negativen Folgen zu schützen, sondern auch, um die Vorteile dieses Wachstumsmarkts für sich zu nutzen. Schillig: „Viele machen das auch intuitiv und haben in den letzten Jahren mit ihrem Angebot auf die neuen Anforderungen reagiert.“ Aber auch die eigene Unabhängigkeit und der Trend zu mehr Regionalität sind Themen, die

nicht erst der Ukrainekrieg, sondern bereits die Coronakrise verstärkt habe, so Schillig: „Das ist sicherlich ein guter Schritt in die richtige Richtung.“ Und ein Schritt, den die Bank massiv unterstützt. Allen voran mit Finanzierungen, aber auch mit Förder- und anderen Beratungs- sowie Informationsangeboten, die Unternehmen helfen sollen, „die für sie richtige Lösung zu finden“, so Schillig. „Wir stehen ja auch selbst am Anfang und haben unsere Transformation als Bank noch nicht abgeschlossen. Daher wollen wir den Weg des Belohnens gehen und unsere Kunden bei ihrer Transformation unterstützen. Es ist auch nicht nötig, Druck auszuüben, weil bei den Kunden ein großes Eigeninteresse vorhanden ist, die Chancen aus der Nachhaltigkeit und dem höheren Fokus auf Regionalität für sich wirtschaftlich zu nutzen.“ 3


Von Nachhaltigkeit 0.0 zur Nachhaltigkeit 3.0

Wie Unternehmen die Transformation zum nachhaltigen Wirtschaften schaffen und warum Volksbanken-Verbund und ÖGV sich auf diesen Weg gemacht haben. Wie geht echte unternehmerische Nachhaltigkeit? Ein Video aus der Serie „Little Green Bags“ beantwortet genau diese Frage, die immer mehr Unternehmen beschäftigt, anhand eines von Thomas Dyllick und Katrin Muff entwickelten Konzepts. Die beiden Wissenschafter der Business School Lausanne unterscheiden vier Phasen nachhaltigen Wirtschaftens. Nachhaltigkeit ist eigentlich sehr alt Die erste Phase wird als Nachhaltigkeit 0.0 bezeichnet. Eine Form des unternehmerischen Handelns, in der Nachhaltigkeit keine relevante ­Dimension ist. Noch oder nicht mehr. Denn historisch betrachtet, hat Nachhaltigkeit eine sehr lange Tradition. Bereits 1713 hatte Carl von Carlowitz den Begriff eingeführt, um damit eine Form der Waldbewirtschaftung zu beschreiben, bei der nur so viel Holz entnommen wird, wie auch wieder nachwächst. Und viele der heutigen Konzerne wurden ursprünglich gegründet, um ein soziales Problem zu lösen oder ein gesellschaftliches Bedürfnis zu befriedigen. Ob gestern oder heute – Unternehmen, für die ausschließlich monetäre Interessen ihrer Eigentümer zählen, sprich die

Maximierung des ShareholderValues, befinden sich in der Phase der Nachhaltigkeit 0.0. In dieser Phase sind Umsatz, Gewinn oder Marktanteil die Kriterien, nach denen Managemententscheidungen getroffen werden. Soziale Themen oder Umweltfragen werden an den Staat ausgelagert. Über das Muss zum Wollen Dennoch kommt es irgendwann zur Konfrontation auch mit diesen Themen: Anrainer beschweren sich über Lärm, Mitarbeiter wollen Rechte, und Behörden verlangen Maßnahmen gegen Umweltverschmutzung. Nolens volens müssen die Unternehmen reagieren. Oder wollen es. Und sie sehen, dass Nachhaltigkeit auch Vorteile bringt und helfen kann, Kosten zu sparen. Schlaue Unternehmen erkennen zudem, dass sie sich damit vom Mitbewerb abheben können und dass das Punkte bringt – bei Kunden, aber auch bei potenziellen Mitarbeitern. In dieser Phase, so die Einschätzung der Experten, befinden sich heute die meisten Unternehmen. Eine Phase, die sie als Nachhaltigkeit 1.0 oder „als ein verfeinertes Shareholder ­Value Management“ bezeichnen. Nachhaltigkeit ist Mittel zum Zweck, der wird aber nach wie

Little Green Bags Die Animationsvideoserie „Little Green Bags“ wird von der Universität St. Gallen herausgegeben und behandelt unter­schiedliche Aspekte rund um das Thema Nachhaltigkeit. Das konkrete Video: „Was ist echte unternehmerische ­Nachhaltigkeit“ ist abrufbar ­unter: youtube.com/watch?v=8rwjMc-Ziug

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vor über den ökonomischen Erfolg definiert. Erst in der dritten Phase, der Nachhaltigkeit 2.0, erweitern Unternehmen das Ziel der Gewinnoptimierung um soziale und ökologische Ziele hin zu einer dreidimensionalen Wertschöpfung, die danach strebt, diese Ziele in ein Gleichgewicht zu bringen. Diese Form unternehmerischer Nachhaltigkeit bedingt bereits eine organisatorische Infrastruktur mit Verantwortlichkeiten, definierten Zielen und Maßnahmen, um deren Umsetzung überprüfen zu können. Es geht aber noch mehr! In der vierten Phase trachten Unternehmen nicht nur danach, negative Folgen ihres Tuns zu vermeiden, sondern sie wollen zur Lösung von Nachhaltigkeitsproblemen beitragen. Vertreter dieser Nachhaltigkeit 3.0 sind insbesondere Social Businesses und grüne Startups, die mit ihrer Innovation ein soziales oder ökologisches Problem lösen wollen. Immer öfter nutzen aber auch etablierte Unternehmen ihr Know-how, ihre Marktposition oder ihre ökonomische Kraft, um für echte Nachhaltigkeit zu sorgen. 170 Jahre Nachhaltigkeit Mit dem genossenschaftlichen Prinzip und seinen Kernwerten „Vertrauen, Regionalität und Kundennähe“ bekennt sich die Volksbank seit ihrer Gründung vor mehr als 170 Jahren zur Nachhaltigkeit. Für die heutige „nachhaltige und regionale Hausbank Österreichs“ ist die

Transformation der Gesellschaft und insbesondere der Wirtschaft daher eine strategische Chance mit einem attraktiven Geschäftspotenzial. Um dieses zu nutzen, wurden 2020 die Kernwerte der Volksbank um die „Mission Nachhaltigkeit“ erweitert. Deren Umsetzung wurde für den Volksbanken-Verbund im „Projekt Nachhaltigkeit“ ausformuliert. Dieses sieht vor, dass Nachhaltigkeit in ­allen Unter-


© Marko Mestrovic

nehmensbereichen des Volksbanken-Verbundes ­etabliert wird. Kunden sowie Mitarbeiter sollen Nachhaltigkeit als Teil der Wertekultur erkennen und erleben. Entsprechend wurde neben der Berück­sichtigung von Nachhaltigkeitsrisiken und Einhaltung regulatorischer Anforderungen eine transparente und klare Kommunikation an alle Stakeholder sichergestellt. Zudem positionieren verschiedene Angebote und Maßnahmen

für Mitarbeiter den VolksbankenVerbund als einen verlässlichen und attraktiven Arbeitgeber. Genossenschaft ist nachhaltig Auch der Österreichische Genossenschaftsverband (ÖGV) verstärkt sein Service zum Thema Nachhaltigkeit. Mit ihren Prinzipien (Selbstverantwortung, Selbsthilfe und Selbstverwaltung) sind Genossenschaften per se nachhaltig. Indem sie den Erwerb ihrer Mitglieder fördern,

stärken sie zudem die Diversität von Wirtschaft und sie sind sehr oft regional stark verwurzelt. Derart verbinden Genossenschaften ökonomische, soziale und auch ökologische Ziele. Für eine nachhaltige Zukunft bieten Genossenschaften daher viel Potenzial. Aktuell etwa beim Thema erneuerbare Energiegemeinschaft, die regionale Erzeuger und Abnehmer von erneuerbarer Energie zusammen-

schließt. Die Genossenschaft ist dafür die ideale Rechtsform. Im Rahmen des „NEW ­ENERGY Service“ bietet der ÖGV zu diesem Thema umfassende Beratung und Begleitung bis zur Gründung. Mehr unter: genossenschaftsverband.at/ gruenderservice Mehr zum Thema Nachhaltigkeit im Volksbanken-Verbund unter: volksbank.at/volksbanken -verbund/nachhaltigkeit 5


„Nachhaltigkeit heißt auch Zukunftsfähigkeit, Weiterentwicklung, Resilienz“

INTERVIEW mit Monika Bäumel und Stefan Resetarits

Monika Bäumel vom Volksbanken-Verbund und Stefan Resetarits vom ÖGV über die aktuellen Entwicklungen rund um das Thema Nachhaltigkeit und Energiewende. Frau Bäumel, da sind wohl Sie als Bank angesprochen?

Welchen Einfluss haben Coronaund Klimakrise und insbesondere der Ukrainekrieg derzeit auf das Thema Nach­haltigkeit? M.B. Corona war die erste Welle, die uns gezeigt hat, dass Krisen unverhofft entstehen und global sehr große Auswirkungen haben. Die zweite ‚Welle‘ wird die Klimakrise sein. Mit dem Krieg in der Ukraine sind ­Nachhaltigkeit und insbesondere die Notwendigkeit der Energiewende noch mehr in den Fokus gerückt. S.R. Die Bewegung in diese Richtung hat zwar schon vor der Coronakrise begonnen, die Pandemie war jedoch wie für die Digitalisierung auch für die Nachhaltigkeit ein starker Motor. Das Interesse der Menschen ist gestiegen, und auf nationaler wie auf europäischer Ebene gibt es viele Initiativen, um das Thema voranzutreiben. Kann uns Nachhaltigkeit helfen, Lieferengpässe oder die Abhängigkeit von russischem Gas zu beenden? Die Abhängigkeit muss mittelfristig beendet werden. Österreich hat sich mit dem Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (EAG) ein sehr ambitioniertes Ziel vorgenommen, nämlich 2040 netto klimaneutral Energie für das gesamte Land zu erzeugen. Um dieses Ziel zu erreichen, braucht es jeden Akteur – auf politischer Ebene, auf Unternehmensebene, und es braucht die Bereitschaft, diese Energiewende zu finanzieren. 6

Vorweg muss man sagen, dass die gestiegenen Energiepreise zwar wehtun, aber im Endeffekt geht es vor allem ­darum, ­Alternativen zu finden, die langfristig tragbar und sinnvoll sind. Und das sind ­erneuerbare Energieprojekte, die Ressourcen nutzen, die bei uns vorhanden sind: Wind, ­Wasser, Sonne … Monika Bäumel leitet die Kommunikation und ist Nachhaltigkeitsverantwortliche für den Volksbanken-Verbund. Zu den Projekten, die ihr besonders viel bedeuten, zählt neben dem Projekt Nachhaltig­ keit, das sie leitet, das Frauenförderungsprogramm der VOLKSBANK WIEN AG, das Mentoring für weibliche High Potentials ebenso beinhaltet wie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Als Volksbanken-Verbund finanzieren wir schon seit Jahren erneuerbare Energieprojekte. Ganz aktuell sind wir eine neue Kooperation gemeinsam mit dem ÖGV und der Firma PowerSolution eingegangen, deren Ziel es ist, die Gründung von erneuerbaren Energiegemeinschaften zu fördern. Diese Möglichkeit gibt es durch das EAG für Private wie für Unternehmen, und die Genossenschaft ist eine gute Rechtsform, um diese geteilte Energieversorgung umzusetzen (Anmerkung: Siehe dazu auch Seite 15). Monika Bäumel

Genossenschaften. Da sind wieder Sie am Ball, Herr ­Resetarits. Warum ist diese Rechtsform ideal für ­Energiegemeinschaften? Die Ausgestaltung ist bei einer Genossenschaft sehr flexibel, man kann sie auf die konkreten Bedürfnisse quasi zuschneidern. Mit dem ‚NEW ENERGY Service‘ bietet der ÖGV dafür auch ein spezifisches Beratungsservice. Außerdem ist die Haftung beschränkt, und die Genossenschaft ist eine vom EAG anerkannte Rechtsform. Die EU-Kommission bezeichnet Genossenschaften als Teil der sozialen Wirtschaft explizit als sozial nachhaltige Wirtschaftsform. Aufgrund ihrer demokratischen Prinzipien könnte auch argumentiert werden, dass Genossenschaften per se das ‚G‘ (Governance – gute Unternehmensführung) aus ESG erfüllen. Apropos. ESG, SDG oder auch Taxonomie und Green Deal … Muss ich mich mit diesen Begriffen beschäftigen, wenn ich KMU irgendwo in Österreich bin?

Stefan Resetarits

Stefan ­Resetarits behandelt als Jurist auch das Thema Nach­haltigkeit im ÖGV. Als Mitglied von Arbeitsgruppen mit Nachhaltigkeitsbezug wie der Europäischen Genossenschaftsbankenvereinigung sind seine Herzensprojekte die Begleitung der verschiedenen regulatorischen Initiativen im Sinne der Volksbanken und Waren- und Dienstleistungsgenossenschaften und daneben sein internes Mülltrennungsprojekt im ÖGV.


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ESG steht für Umwelt, Soziales und Unternehmensführung und ist ein Ansatz, den man wählen kann, um für sich Nachhaltigkeit zu definieren. Die Sustainable Development Goals der UNO sind ein anderer. Da muss man schauen, was zu einem passt oder was für die jeweilige Branche am besten geeignet ist. Dem Thema verschließen wird man sich aber nicht können, denn Nachhaltigkeit heißt auch Zukunftsfähigkeit, Weiterentwicklung, Resilienz … Herr Resetarits, bin ich als Mitglied einer Genossenschaft nachhaltig genug? Wie bereits festgestellt, haben Sie als Genossenschaft mit dem Standort Österreich aufgrund der demokratischen Strukturen und dem sozialen Gedanken eine gute Ausgangsbasis. Trotzdem müssen Sie sich mit den ökologi-

schen Themen beschäftigen und da sind viele unserer Mitglieder sicher Vorreiter. Sich verschließen, wird auch deshalb nicht funktionieren, weil von regulatorischer Seite immer mehr Druck entsteht. Kleinere KMU werden da vielleicht noch einige Zeit ausgenommen sein, aber die Tendenz geht in Richtung mehr und intensivere Dokumentation und das von mehr Akteuren. Die geplante EU-LieferkettenRichtlinie ist ein weiterer ­Motor. Wer keinen CO2-Footprint ausweisen kann oder sich keine Gedanken dazu macht, wird irgendwann aus der Lieferkette ausgeschieden. Von unseren Kunden hören wir auch, dass das durchaus schon Realität ist. Nachhaltigkeit ist also unausweichlich. Wie unterstützt die Volksbank ihre Kunden bei der notwendigen Transformation?

‚Das Wichtigste ist: Anfangen!‘ So haben wir es bereits in der ersten Ausgabe dieser Broschüre formuliert, die genau das sein will: ein Leitfaden für KMU und für Genossenschaften, um die ersten Schritte zu setzen. Und wir wollten damit Bewusstsein schaffen, dass das Thema ­wichtig ist. Weiters organisieren wir Veranstaltungen in ganz Österreich – gemeinsam mit respACT, der größten Unternehmensplattform für verant­wortungsvolles Wirtschaften –, um grundlegende, aber auch spezifische Aspekte von Nachhaltigkeit aufzugreifen. Im letzten Jahr war es vor allem die Frage, wie fange ich an. In diesem Jahr ist es aufgrund der aktuellen Situation die Energiewende, die einen besonderen Schwerpunkt bildet. Und zu guter Letzt haben wir in der persönlichen Beratung nachgezo-

gen. Unsere Kunden merken in den Gesprächen, dass das Thema Nachhaltigkeit eine größere Bedeutung gewinnt. Und wie unterstützt der ÖGV seine Mitglieder bei der Transformation? Das „NEW ENERGY Service“ für die Gründung von erneuerbaren Energiegenossenschaften habe ich bereits erwähnt. Darüber hinaus gibt es ein umfassendes Beratungsangebot. Unsere Aufgabe ist es aber auch, als Interessensvertretung für unsere Mitglieder aufzutreten. Hier bemühen wir uns in Zusammenarbeit mit anderen Verbänden um die Etablierung von Tools, die kleineren KMU, für die ein detailliertes ESG-Rating nicht angemessen wäre, eine pauschalierte Bewertung zu ermöglichen. 7


Gute Beispiele aus der Praxis

Immer mehr Kunden der Volksbank und Mitglieder des ÖGV aus ganz Österreich wirtschaften bereits nachhaltig oder haben Nachhaltigkeit sogar als Geschäftszweck.

WEB Windenergie AG Niederösterreich

Die WEB Windenergie AG (W.E.B) mit Sitz in Pfaffenschlag bei Waidhofen an der Thaya arbeitet seit mehr als zwei Jahrzehnten daran, eine führende Rolle in der dezentralen Energieversorgung zu spielen. Ihr Geschäftsmodell fußt auf drei Säulen: Projektentwicklung, Kraftwerksbetrieb und Stromvermarktung. Dabei ist die W.E.B in acht Ländern in Europa sowie Nordamerika aktiv und setzt dort laufend neue Projekte für eine nachhaltige Zukunft um.

Die W.E.B wurde von Menschen gegründet, die von den Chancen der Erneuerbaren so überzeugt waren, dass sie die ersten Windanlagen fast vollständig aus ­eigenen Mitteln ­finanzierten. Dieser Idee einer breiten wirtschaftlichen Beteiligung der Bürger an der Produktion von Grünstrom ist die W.E.B bis heute treu geblieben. Ein grünes Investment in die W.E.B ist in Form von Aktien und Anleihen möglich. web.energy

© Astrid Knie

Keckex Vorarlberg

© Keckex

2013 war es die Entfernung von Kaugummi, die Michael Keckeis beschäftigte und dazu bewog, ein Unternehmen zu gründen. Daraus wuchs die Idee, Speziallösungen zur chemiefreien Reinigung und Desinfektion, aber auch zur Unkrautbeseitigung als Alternative zum Einsatz von Glyphosat zu entwickeln. 2015 baute er in seiner Garage den ersten Prototypen, der auf großen An-

klang stieß. Die Methode basiert auf einem bis zu 130 Grad heißen Wasserdampfgemisch, das Verunreinigungen, Bakterien sowie Unkraut bis ins Wurzelwerk bekämpft. Die Kunden sind vor allem Kommunen und landwirtschaftliche Betriebe. Seit 2015 wurden mehr als 500 KeckexMaschinen produziert und in 19 Länder exportiert, u.a. auch nach Australien. keckex.com

Dreikanterei Wien

Der Dreikanterei Biohof ist ein Projekt der Familie Bogensberger und liegt in Hochegg in der Buckligen Welt. Um dort den Traum einer ökologischen Landwirtschaft zu verwirklichen, wurde ein alter landwirtschaftlicher Betrieb gekauft, adaptiert und neu bewirtschaftet. Geplant ist der biologische ­Anbau von Obst, Nüssen, Bee8

© Dreikanterei

ren, die Produktion von Bioeiern und der Verkauf von Bio- und Wildhennen. Die VOLKSBANK WIEN AG ist Finanzierungs­

partner dieser durch Erzeugung von einjährigem Gemüse solidarischen Landwirtschaft. Abnehmer sind die Mitglieder,

die einen monatlichen Beitrag ­leisten und 100 Prozent der Ernte erhalten. dreikanterei.at


BeeSaver Kärnten

BeeSaver aus Zell im Bezirk Klagenfurt-Land entwickelt Lösungen, die Sensoren und Künst­ liche Intelligenz (KI) nutzen, um Imkerinnen und Imker bei der Bewirtschaftung ihrer Völker zu unterstützen. Per App können diese jederzeit nachvollziehen, wie es ihren Bienen geht und wie sie sich entwickeln. Auch allfällige Probleme werden frühzeitig erkannt. So erfasst eine Stockwaage das Gewicht, während Sensoren Temperatur und Geräusche im Stock messen. Mittels KI werden diese Daten in der Cloud verarbeitet und Abweichungen über die App sofort mitgeteilt. Die App dient zudem zur Aufzeichnung von Tätigkeiten bei den Bienen und ersetzt damit die analoge Stockkarte. beesaver.at

© BeeSaver

Kasplatzl Tirol

© Kasplatzl

Kreislaufwirtschaft – dieses Stichwort ist grundlegend für den Betrieb Scherrhof der ­Familie Walch in Kirchberg. So wird seit jeher Landwirtschaft betrieben, im Einklang und im Jahresrhythmus der Natur. Und ein Großteil der Milch von 70 Kühen wird dabei veredelt und direkt vermarktet, besonders in den Familienbetrieben Kasplatzl

(Schaukäserei und Gastronomie) sowie im 4*S Hotel Elisabeth in Kirchberg und im nahegelegenen Mittersill in der Tauern­würze. Die Produktpalette erstreckt sich von gut 15 Käsesorten, über hauseigenen Speck und Selchwaren bis hin zu Chutneys, Pesto, Marmeladen und frischer Bauernbutter sowie Bauernbrot. Das alles geschieht energie­

autark; durch die auf der Alm produzierte Wasserkraft kann sogar das 4*S Hotel Elisabeth ganzjährig mit Strom versorgt werden. Und die Photovoltaikanlage auf dem Scherrhof, dem Stammhaus der Familie Walch, versorgt nicht nur die Landwirtschaft mit genügend Ökostrom, auch die Ferienunterkünfte sind energieautark. kasplatzl.at

Beinschab Entsorgung Steiermark

Gegründet wurde die Beinschab Entsorgung GmbH mit Sitz in Fohnsdorf 1997 als Zwei-MannUnternehmen. 25 Jahre später beschäftigt Beinschab fast 20 Mitarbeiter und ist in der Region gut verwurzelt. Das Familien­ unternehmen erbringt eine Vielzahl von Dienstleistungen für eine moderne und nachhaltige Abfallwirtschaft. Neben der Sammlung und Entsorgung von Abfällen und Metallen demontiert Beinschab alte Heizungen,

Tanks und Industrieanlagen. Krisen wie aktuell sieht man bei Beinschab als Chance, um sich weiterzuentwickeln. Dazu Geschäftsführer Wolfgang Beinschab: „Nur mit einem guten Netzwerk ist es möglich, die Herausforderungen unserer Zeit zu meistern. Wir investieren laufend in unser Unternehmen und schätzen dabei eine Bank, die uns unkompliziert auf Augen­ höhe zur Seite steht.“ beinschab-entsorgung.at

© Martin Lifka Photography

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WGE Grätzl-Energiegemeinschaft Wien

© Herbert Mayr

Solar- & Gewerbepark Mettmach Oberösterreich

In Mettmach bei Ried in Innkreis betreibt Herbert Gotthalmseder einen nachhaltigen Solar- und Gewerbepark. Dazu wurden vier Hallen in Kiefernleimholzbauweise errichtet; Kernstück der Energieerzeugung ist ein Sonnenstromkraftwerk mit einer Leistung von 800 kWp, zudem steht ein Stromspeicher mit ­einer Leistung von 200 kW zur Verfügung. Die Wasserversorgung wurde mit einer eigenen

Brunnenanlage umgesetzt. Im Solar- und Gewerbepark werden Gewerbeflächen ab 150 Quadratmeter kurz- oder langfristig vermietet. Angeboten werden auch Zusatzleistungen zur gemeinschaftlichen Nutzung wie beispielsweise ein Elektrogabelstapler. 2022 wurden eine weitere Halle mit 600 Quadratmeter Bürofläche und eine Elektro-Schnellladestelle errichtet. gotthalmseder.at

Ein Pionier unter den Ener­ giegemeinschaften ist die WGE Grätzl-Energiegemein­ schaft im 23. Wiener Gemeinde­ bezirk. Mitbegründer der ­Genossenschaft ist die Power­ Solution, ein auf Energie­ beratung spezialisiertes Unter­ nehmen, dessen Geschäfts-

führer Roland Kuras auch die Vorstandsfunktion innehat. Gründungsmitglieder sind ­überwiegend Unternehmen aus der unmittelbaren Nachbar­ schaft, die beabsichtigen, den von Mitgliedern erzeugten ­Überschussstrom zu beziehen. graetzlenergie.wien

© PowerSolution

Wasserkraftwerk Urslau Maria Alm Salzburg

© EEG Thermenstrom

Erneuerbare Energiegemeinschaft ­Thermenstrom Niederösterreich

Für besonders viel mediale ­Aufmerksamkeit sorgte 2021 die Erneuerbare Energiegemeinschaft Thermenstrom, die auf Initiative der Gemeinde Tattendorf mit breiter Unter­stützung im Gemeinderat und in der Bevölkerung gegründet wurde. Die Genossenschaft möchte eine führende Rolle bei der Energiewende in der Thermenregion übernehmen und auch den ­Gemeinden in der Nachbarschaft

Die Wurzeln der Wasserkraft Urslau Maria Alm GmbH reichen weit zurück. Bereits 1906 wurde an diesem Standort erstmals das Wasserbenutzungsrecht für ein Wasserrad bewilligt und über ein Riemengetriebe eine Mühle sowie ein Sägewerk betrieben. Seit 1980 betreibt die Familie Lohninger, mittlerweile in zweiter Generation, an der Urslau ein Wasserkraftwerk mit einer

sowie deren Bewohnern und den dort ansässigen Unter­ nehmen ihre Dienstleistungen anbieten. Die Bundes­ministerin für Klima­schutz, Umwelt, Energie, ­Mobilität, Innovation und Technologie, Leonore Gewessler, war bei der Präsentation vor Ort, der ORF und mehrere Printmedien berichteten ausführlich über diese Pilotgenossenschaft. thermenstrom.at

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Jahres­produktion von 3,5 bis 3,8 Millionen kWh. Über ein ­eigenes Netz werden neben den Betrieben von Alois Lohninger unter anderem auch ein Restaurant und ein Hotelresort direkt mit sauberem Strom versorgt. Der Rest wird in das öffentliche Netz eingespeist. Insgesamt werden rund 1.000 Haushalte mit Strom aus der Urslau versorgt.


Investieren in die Energiewende

Auch immer mehr Investoren setzen auf erneuerbare Energiequellen. Das beschleunigt nicht nur die Transformation, sondern rechnet sich nachhaltig. Eine Reihe aktueller Umfragen zeigt, dass das Thema Nachhaltigkeit mittlerweile in den Depots angekommen ist, und immer mehr Anleger ihre Strategien nach ESG-Kriterien ausrichten oder ganz bewusst in die Energiewende investieren wollen. Das bestätigt auch Sandra Hofer, Mitglied der Geschäftsführung der Union Investment Austria GmbH: „Unter institutionellen Anlegern ist der Anteil jener, die sich diesem Thema verschrieben haben, schon lange sehr hoch. Jetzt nimmt die Nachfrage vor allem bei privaten Investoren stark zu.“ Entsprechend wachsen auch die Assets in diesem Bereich, so Hofer, und das wiederum führt dazu, dass mehr Geld in die Energiewende fließt.

© Union Investment

Nachhaltig mit Konsequenz Union Investment wurde 1956 in Deutschland als genossenschaftliche Fondsgesellschaft gegründet und hat sich bereits vor mehr als 30 Jahren auf nachhaltige Geldanlagen spezialisiert. Über die Kooperation mit der Volksbank profitieren deren Kunden auch in Österreich von den damit verbundenen Vorteilen.

de Euro, die in 1.346 Fonds veranlagt waren. „Für alle von uns verwalteten Assets gelten nachhaltige Mindeststandards, der überwiegende Teil hat zudem ESG-Kriterien integriert, wovon Stand April 2022 125,8 Milliarden Euro in Fonds und Mandate investiert sind, die nach expliziten Nachhaltigkeitskriterien gemanagt werden.“

Die „Assets under Management“ (das verwaltete Vermögen) der Union Investment beliefen sich zum 31.3.2022 auf 440,7 Milliar-

Und trotz der geführten Diskussionen, ob man angesichts der aktuellen Krise beispielsweise nicht den Ausstieg aus der Kohle

verschieben sollte, bleibt die Union Investment dabei konsequent: „Für uns verdeutlicht gerade die aktuelle Situation, wie notwendig der Umstieg auf eine erneuerbare Energieversorgung ist und dass dieser Umstieg eher noch beschleunigt werden muss.“ Transformation steigert Wert Welche Rolle auch Fondsgesellschaften im Kampf gegen den Klimawandel und für eine Energiewende zukommt, ist der Union Investment jedenfalls be-

Nachhaltiges Private Banking Als erstes Institut im Volksbanken-Verbund unterzeichnete die Volksbank Vorarlberg 2016 die „UN Principles for Responsible Investment“ (UNPRI), also die Prinzipien für verantwortliches Investieren. Dabei handelt es sich um eine 2006 gegründete Investoreninitiative, die von den Vereinten Nationen unterstützt wird und sechs Prinzipien für verantwortungsvolle Investments definiert hat. Insbesondere zählt dazu die Berücksichtigung von Ökologie-, Sozial- und Unternehmensführungs-Themen (die ESG-Themen) in Investmentanalyse- und Entscheidungsfindungsprozessen. Für die Umsetzung hat die Volksbank Vorarlberg als eine der ersten Banken Österreichs über sämtliche

Produkt- und Anlagebereiche ihrer hauseigenen Vermögensverwaltung hinweg einen „achtsamen Investmentansatz“ implementiert. Das bedeutet, dass im Private Banking der Volksbank Vorarlberg alle Produkte und Investments nach wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Faktoren beurteilt werden. Mindestens 90 Prozent des verwalteten Vermögens müssen diesem Nachhaltigkeitsansatz entsprechen. (Abweichungen aufgrund von Kursschwankungen sind möglich.) Die Überprüfung erfolgt in regelmäßigen Abständen und durch externe Partner wie ISS ESG und MSCI ESG Research. Mehr zum nachhaltigen Private Banking der Volksbank Vorarlberg unter: private-banking.at

wusst. Hofer: „Als Manager von Assets, die in Unternehmen investieren, stellen wir diesen Geld zur Verfügung und können damit wesentlich Einfluss nehmen, in welche Richtung es gehen soll.“ Und wie sieht diese grundsätzlich aus? Hofer: „Unsere Strategie ist, dass wir auf Transformation setzen. Das heißt, dass wir in Unternehmen investieren, die sich von einem ,braunen‘ zu einem grünen Unternehmen entwickeln wollen.“ Das wiederum eröffnet gute Chancen auf eine attraktive Wertsteigerung und verringert das Risiko, dass Investments zu „stranded assets“ werden. Darunter versteht man Vermögenswerte, deren Ertragskraft in vergleichsweise kurzer Zeit drastisch sinkt oder die überhaupt wertlos werden. Ein Risiko, das in einer nachhaltigen Finanzwirtschaft vor allem Unternehmen betrifft, die ein erhebliches Umwelt- oder Klimarisiko haben. Hofer: „Allen voran sind das Unternehmen, die überdurchschnittlich von der ­Gewinnung oder Nutzung fossiler Energieträger abhängig sind.“ 11


Gemeinschaftlich zur Energiewende Erneuerbare Energiequellen sind unsere ­Zukunft. Warum Energie­gemeinschaften dabei eine so ­wichtige Rolle spielen, wie sie funktionieren und wer bei der Gründung hilft. Als wäre der Klimawandel nicht Grund genug, führt uns nun der Krieg in der Ukraine abseits des unermesslichen Leids für die betroffenen Menschen deutlich vor Augen, wie dringend eine Energiewende ist – weg von fossilem Öl und Gas, das importiert werden muss, hin zu erneuerbarem und regional produziertem Strom und zu Biogas. Dabei geht es aber nicht alleine um wirtschaftliche Abhängigkeiten und geopolitische Risiken, die es zu vermeiden gilt. Denn längst sind die negativen Folgen des Klimawandels auch bei uns spürbar. Und extreme Hitzewellen, Stürme oder Hochwasser sind nicht nur eine Gefahr für Leib und Leben, sie schaden der Wirtschaft und verursachen ­Kosten für die Gesellschaft. Bis 2040 soll Österreich ­klimaneutral werden Der größte Verursacher des Klimawandels sind bekanntlich die CO2-Emissionen, die durch die Nutzung fossiler Energieformen vor allem im Verkehr und in der Industrie entstehen. Österreich hat sich daher zum Ziel gesetzt, künftig auf diese zu verzichten. „Bis 2030 sollen 100 Prozent des in Österreich benötigten Stroms aus erneuerbaren Energieträgern stammen, bis 2040 soll Österreich klimaneutral werden“, verdeutlicht Maria Löschnauer, Projektleitung Digitalisierung & Nachhaltigkeit, Kooperationen bei respACT – austrian business council for sustainable development. respACT ist Österreichs führende Unternehmensplattform rund um das Thema ­Nachhaltiges Wirtschaften. Seit 12

25 Jahren begleitet und unterstützt respACT seine mittlerweile über 370 Mitgliedsunternehmen ­diverser Größen und Branchen. Im Rahmen von Veranstaltungen und informativen Formaten werden teilnehmende Unternehmensvertreter auf die ökologischen und sozialen Anforderungen der Zukunft vorbereitet. Löschnauer: „Investitionen in Klima-, Umweltschutz und in die Energiewende werden nötiger denn je und das am besten schon gestern. Öffentliche Mittel allein reichen dazu nicht aus – es braucht einen MaßnahmenMix.“ Eine Milliarde Euro pro Jahr für „Erneuerbare“ Dokumentiert ist dieser Maßnahmen-Mix insbesondere im Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (EAG), das im Juli 2021 eingeführt wurde und das bis dahin geltende „Ökostromgesetz“ ablöste. Das neue Klimaschutzgesetz legt nicht nur verbindliche Reduktionspfade bis 2040 und Zwischenziele bis 2030 fest, sondern definiert auch die dafür notwendigen rechtlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen, „um ein langfristig stabiles Investitionsklima zu schaffen“, wie es seitens des zuständigen Bundesministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) heißt. Und es stellt bis 2030 pro Jahr eine Milliarde Euro für den Ausbau der „Erneuerbaren“ zur Verfügung. Konkret soll mit dieser finan­ ziellen Unterstützung bis 2030 die jährliche Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien um

© Marko Mestrovic

27 Terawattstunden (TWh) gesteigert werden. Davon entfallen elf TWh auf die Photovoltaik, zehn TWh auf die Windkraft, fünf TWh auf die Wasserkraft und ein TWh auf die Biomasse. ­Darüber hinaus will das Gesetz laut BMK die Investitionssicherheit für bestehende und zukünftige Anlagen zur Erzeugung von erneuerbarem Gas gewährleisten und den Anteil von national produziertem erneuerbaren Gas am österreichischen Gasabsatz bis 2030 auf fünf TWh erhöhen. Als Förderinstrumente für die

künftige erneuerbare Stromund Gasbereitstellung kommen sowohl Betriebsförderungen in Form von gleitenden Marktprämien als auch Investitions­ zuschüsse zur Anwendung. Energiegemeinschaften als Turbo zur Wende Als ganz wesentlicher Treiber zur Erreichung der ambitionierten Ziele des EAG schafft dieses darüber hinaus die ­Voraussetzungen für die Gründung sogenannter „Erneuer­ bare-Energie-Gemeinschaften“


oder kurz EEG, wie es offiziell heißt. Diese können von Kommunen oder Regionen ebenso gegründet werden wie von Unternehmen oder auch von Privaten. Die Mitglieder profitieren dabei auf mehreren Ebenen: Erzeuger müssen ihre Überschüsse nicht mehr vollständig ins Netz einspeisen, sondern können diese zu besseren Konditionen untereinander anbieten und erwerben. Auch eine Investition in Speicher und deren Nutzung kommt

gemeinsam billiger. Für die Abnehmer in einer EEG reduzieren sich die Kosten für grüne Energie, weil diese gemeinschaftlich günstiger bezogen werden kann als über das Netz. Und nicht zuletzt machen Energiegemeinschaften ihre Mitglieder unabhängiger von zentralistischen Versorgungssystemen und tragen damit zusätzlich zur Reduktion von CO2-Emissionen bei. Um die Aktivitäten rund um die Förderung von ErneuerbareEnergie-Gemeinschaften zu

bündeln, hat das Klimaschutzministerium den Klima- und Energiefonds mit dem Aufbau der „Österreichischen Koordinationsstelle für Energiegemeinschaften“ betraut. Deren Aufgabe ist es, die Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche österreichweite Implementierung des Modells der Energiegemeinschaften zu optimieren und sicherzustellen, dass „Abläufe zur Gründung und zum Betrieb von Energiegemeinschaften unkompliziert, effizient, schnell und transparent gestaltet wer-

den, um die Eintrittsschwelle für neue Energiegemeinschaften bei gleichzeitig gesicherter Qualität niedrig zu halten“, so das offizielle Versprechen. Viel Unterstützung für ­Gründung von EEGs Um die Gründung von Erneuerbare-Energie-Gemeinschaften zu forcieren, werden auf der Webseite der Koordinationsstelle (energiegemeinschaften. gv.at) Musterverträge für EEGs zum kostenlosen Download angeboten, die zuvor von einer 13


© energiegemeinschaften.gv.at

Anwaltskanzlei erstellt und von Experten geprüft wurden. Eine digitale Landkarte gibt zudem Auskunft über bereits eingetragene Energiegemeinschaften. Damit soll es Interessierten erleichtert werden, sich mit anderen EEGs zu vernetzen und auszutauschen; gleichzeitig bietet die Karte eine Möglichkeit, die eigene Energiegemeinschaft neuen Mitgliedern vorzustellen. Ein weiteres Service ist das „Benefit-Tool“, das die Koordinationsstelle bestehenden und geplanten EEGs als Online-Planungswerkzeug zur Verfügung stellt und das vor allem dabei hilft, das optimale Verhältnis von Erzeugung und Verbrauch innerhalb einer EEG zu finden. Aber auch die Volksbank und der Österreichische Genossenschaftsverband unterstützen die Gründung von ErneuerbarenEnergie-Gemeinschaften mit Beratung, Finanzierung und einem eigenen NEW ENERGY Service. Die Volksbank tut dies, weil sie sich zur Finanzierung nachhaltiger Energieprojekte bekennt, der ÖGV, weil die Genossenschaft die ideale Rechtsform für Erneuerbaren-EnergieGemeinschaften ist. So bietet diese nicht nur klare rechtliche Strukturen, um alle Stakeholder unter einem Dach zu vereinen, 14

durch die Miteigentümerschaft aller Akteure genießt sie zudem eine sehr hohe Akzeptanz. Gegründet wird eine Genossen­ schaft einfach und günstig, da

weder ein Notariatsakt erforderlich ist noch ein vorgeschriebenes Mindestkapital. Dazu kommt eine beschränkte Haftung, die mit insgesamt m ­ aximal der doppelten Höhe des Geschäftsan-

So lässt sich eine PV-Anlage finanzieren Ein nachhaltiges Energiesystem braucht eine nachhaltige ­Finanzierung. Die Volksbank bietet für die Finanzierung von PV-Anlagen mehrere Finanzierungsmöglichkeiten. Kreditnehmer = Anlagen-Errichter + Eigentümer der ­Liegenschaft • Eigenmittel: 30% der Gesamtinvestitionskosten • Förderung: kann als Eigenmittelersatz angerechnet werden • Laufzeit: bis 10 Jahre • Sicherheiten: Hypothek, Eigentumsvorbehalt, Vinkulierung der Elementarschadenversicherung Kreditnehmer = Anlagen-Errichter + Anmietung fremdes Dach • Eigenmittel: 30% der Gesamtinvestitionskosten • Förderung: kann als Eigenmittelersatz angerechnet werden • Laufzeit: bis 10 Jahre • Sicherheiten: Eigentumsvorbehalt, Eintragung Dienstbarkeit im Grundbuch, Eintrittsrecht in den Dachmietvertrag Kreditnehmer = Power­Solution Errichtung und Betrieb GmbH (Contracting) • Eigenmittel: 30% der Gesamtinvestitionskosten • Förderung: kann als Eigenmittelersatz angerechnet werden • Laufzeit: bis 10 Jahre • Sicherheiten: Eigentumsvorbehalt, Vinkulierung der Elementar­schadenversicherung, Eintragung Dienstbarkeit im Grundbuch, Eintrittsrecht in Pachtvertrag und Dachmietvertrag, Abtretung der Rechte und Ansprüche aus dem Dachmietvertrag

teils limitiert ist, und im Gegensatz zur GmbH gibt es bei der Genossenschaft keine MindestKörperschaftsteuer. Der Österreichische Genossen­ schaftsverband berät und ­begleitet Interessierte aber nicht nur bei der Gründung im ­Rahmen des NEW ENERGY Service, Mitglieder des ÖGV profitieren in der Folge zudem vom Angebot an Schulungen und Workshops für Genossen­ schaftsorgane und deren Mitarbeiter, einem umfassenden Rechtsservice sowie einer Steuer- und Bilanzberatung. Eine Kernaufgabe des ÖGV als wichtiges Element zur Kontrolle von Qualität und Effizienz der Geschäftsführung ist zudem die Übernahme der vom Gesetz­ geber vorgeschriebenen Revision von EEGs. Für die maßgeschneiderte Finanzierung einer nachhaltigen Energieerzeugung sorgt die Volksbank. Um schließlich auch das komplexe Thema der technischen Umsetzung von Photovoltaik-Anlagen, E-Speichern und Ladestationen abzudecken, haben Volksbank und ÖGV mit dem Wiener Unternehmen Power­ Solution im Frühjahr 2022 eine Allianz geschlossen (mehr dazu auf der folgenden Seite).


Starke Partner für die Energiewende

Gemeinsam mit der Volksbank und dem ÖGV forciert das Unternehmen PowerSolution die Errichtung von Photovoltaik-Anlagen und die Gründung von Energiegenossenschaften. Die raschere Erreichung der österreichischen Klimaziele ist, was die PowerSolution Errichtung und Betrieb GmbH aus Wien, die Volksbank und den Österreichischen Genossenschaftsverband (ÖGV) eint. Und weil drei gemeinsam mehr schaffen als einer alleine, haben diese eine Allianz geschmiedet, in die jeder seine spezifische Expertise und seine Netzwerke einbringt. PowerSolution sorgt für die technische Umsetzung Das 2001 gegründete Unternehmen übernimmt die technischen Analysen, erstellt Umsetzungskonzepte und sorgt für die Umsetzung. Angefangen von der Errichtung und Wartung der Anlagen bis hin zur Kommunikation mit den Netzbetreibern und der Einreichung der Förderungen deckt PowerSolution sämtliche erforderlichen Schritte im Zusammenhang mit der Realisierung von erneuerbaren Energieanlagen ab. Dazu ­Roland Kuras, Geschäftsführer von PowerSolution: „Mit unserer langjährigen Erfahrung in der Energiewirtschaft und unserem hohen technischen Know-how begleiten wir Kunden partnerschaftlich und auf Augenhöhe in die Energiezukunft.“ ÖGV gewährleistet ordentliche Finanzgebarung Der Österreichische Genossenschaftsverband führt die Gründungsberatung für erneuerbare Energiegenossenschaften durch, unterstützt bei der Erstellung der

© LAGOTA Werbeagentur/Veronika Steinberger

Gemeinsam für die ­Energiewende (v.l.): ­Roland Kuras/PowerSolution, ­Monika Bäumel und Robert Walenta/beide Volksbank sowie Barbara Pogacar/ÖGV.

Information und Kontakt Im Rahmen der Partnerschaft treten die drei Organisationen gemeinsam bei Informationsveranstaltungen auf, um Unternehmen und Kommunen zu beraten. Angeboten werden aber auch individuelle Beratungstermine. Das sind Ihre Ansprechpartner PowerSolution Roland Kuras r.kuras@power-solution.eu ÖGV Barbara Pogacar b.pogacar@genossenschaftsverband.at Volksbank Robert Walenta robert.walenta@volksbankwien.at

Satzung, der Vorbereitung der Gründungsunterlagen bis hin zu den Firmenbucheintragungen. Als Service wird aber auch die Auslagerung der Mitgliederverwaltung und der Buchhaltung angeboten und eine externe Revision. „Genossenschaften mit ihrem Prinzip des kooperativen Wirtschaftens eignen sich besonders gut für gemeinschaftliche Vorhaben im Bereich erneuerbarer E ­ nergien. Wir wollen hier eine aktive ­Rolle übernehmen und Teil der ­Lösung sein“, erklärt dazu Peter Haubner, Vorstandsvorsitzender des ÖGV. Volksbank ist ­Finanzierungspartner Die Volksbank ist der Finanzierungspartner und sorgt mit der Bereitstellung sämtlicher

Bankprodukte, aber auch der Versicherung der Anlagen für die reibungslose Führung der erneuerbaren Energiegemeinschaften. Unternehmen werden entweder direkt finanziert oder in einer Contracting-Lösung, gemeinsam mit PowerSolution. Private können die Errichtung von PV-Anlagen über Wohnbaukredite mitfinanzieren. Gerald Fleischmann, Sprecher des Volksbanken-Verbundes und Generaldirektor der VOLKSBANK WIEN AG: „Um die Stärken der jeweiligen Partner zu bündeln und dadurch eine bessere Hebelwirkung zu erzielen, ist es für uns sehr sinnvoll, uns bei solchen Initiativen zu beteiligen, damit auch das ganze Land der Klimaneutralität Stück für Stück immer näherkommt.“ 15


Informationen und Kontakte Die wichtigsten Adressen und Links zum Thema Nachhaltigkeit

Förderungen Österreichische Energieagentur (AEA) In der AEA-Förderdatenbank können derzeit verfügbare Förderungen zu den Themenbereichen Energie, Mobilität und Forschung nach unterschiedlichen Kriterien selektiert werden. energyagency.at/foerderungen Erneuerbares Ausbau-Gesetz (OEMAG) Auch nach dem EAG können Förder­anträge gestellt werden. Für die Neuerrichtung und Erweiterung von Photovoltaikanlagen und die damit verbundene Neuerrichtung von Stromspeichern gibt es Investitions­ zuschüsse. oem-ag.at/de/foerderung/

Transparenzportal Das Transparenzportal des Bundesministeriums für Finanzen bietet einen umfassenden Überblick über die Förderlandschaft Österreich und detaillierte Informationen rund um Förderungsvergaben. transparenzportal.gv.at

Volksbank Der Volksbanken-Verbund hat ein eigenes Förderservice; eine Erstanalyse und einen Überblick über Fördermöglichkeiten liefert zudem der Förder-Check. volksbank.at/unternehmer/ kredit/foerderungen

Umweltförderungen umweltfoerderung.at ist eine Seite der KPC (Kommunalkredit Public Consulting) mit allen Umweltförderungen für Betriebe, ­Gemeinden und Privatpersonen. umweltfoerderung.at

Netzwerke CSR-Consultants Das österreichweite Netzwerk unterstützt Unternehmen bei der Einführung nach­ haltiger Strategien. wko.at/csrconsultants

ESG-Transparency-Initiative Initiative von Interessensvertretungen und Unternehmen für „ehrlich gelebte Nachhaltigkeit und Transparenz“. jetzttun.at

Green Energy Lab Österreichs größtes Innovationslabor für eine nachhaltige Energiezukunft und ein Netzwerk mit über 280 Partnern. greenenergylab.at

klimaaktiv Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie. klimaaktiv.at

Green Investment Pioneers Programm Initiative des Klimaschutzministeriums (BMK) zur Umsetzung grüner Projekte für Unternehmen, Banken und Investoren. klimaaktiv.at

respACT (austrian business council for sustainable development) Österreichs führende Unter­ nehmensplattform für verantwortungs­ volles Wirtschaften. respact.at

Senat der Wirtschaft Parteiunabhängige Unternehmensorganisation für eine ökosoziale Wirtschaft; richtet den Austrian SDG Award aus. sdgaward.senat.at Wirtschaftskammer Österreich (WKO) umfassendes Angebot zum Thema Nachhaltigkeit. Online im Bereich „Umwelt und Energie“. wko.at/service/ umwelt-energie/start.html WWF Österreich Tipps und Ratgeber zu Nachhaltigkeit und Berechnung des eigenen ökologischen ­Fußabdrucks. wwf.at

Qualifizierungen EcoVadis Entgeltliche Bewertung. Aktuell mehr als 75.000 bewertete Unternehmen in über 160 Ländern und mehr als 200 Branchen. ecovadis.com

ESG Cockpit Von allen gängigen Richtlinien anerkanntes Tool für nachhaltige Unternehmens­ steuerung sowie Berichterstattung. esg-cockpit.com

EU Ecolabel EU-Umweltzeichen für Produkte und Dienstleistungen, Antrag auch beim Verein für Konsumenteninformation (VKI). eu-ecolabel.de

EMAS Freiwilliges, europäisches Umweltmanagementsystem; erfüllt Anforderungen der internationalen Umweltmanagementnorm DIN EN ISO 14001. emas.gv.at

Österreichisches Umweltzeichen Unabhängiges Gütesiegel für Produkte oder Dienstleistungen, Antrag beim Verein für Konsumenteninformation (VKI). umweltzeichen.at

ESG Transparency Plattform Vereinfachte Evaluierung und Zertifizierung von ESG-Kriterien, die erste Zertifizierung ist kostenfrei. crif.at/esg

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medianet 08.07.2022 by medianet - Issuu