22. Jahrgang
No. 2302
Küniglberg 50 Millionen Euro wurden in den neuen multimedialen Newsroom des ORF investiert 10
Freitag, 17. Juni 2022
Euro 4,–
Tabakbranche Interview: RalfWolfgang Lothert, JTI Austria, plädiert für Weitblick 34
Verbrenner Verbot neuer Autos mit Verbrennungsmotor ab 2035 geplant 74
© Andi Bruckner
Mit 24 Seiten marketing & media ab Seite 9 Invitario lädt ein 12 Neues Create-Tool 14 Frauenfußball in ORF1 16 BAV: Marke, quo vadis? 18
© APA/AFP/Martin Bureau
Zahlen mit Krypto: große Idee, wenig Perspektive Warum Kryptowährungen für den österreichischen Onlinehandel noch länger irrelevant bleiben werden.
AUSTRIA PRESSE AGENTUR
Umsatzplus und zwei Softlaunches WIEN. Die APA hat ihr 75. Bestandsjahr mit Umsatzplus und positivem Ergebnis abgeschlossen. Noch heuer soll ein Softlaunch des medienübergreifenden Logins „MediaKey“ erfolgen. Der APA-NewsDesk wird als Prototyp eingeführt.
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31.03.22 13:23
Österreich braucht Strom. Weinviertelleitung
(Inbetriebnahme 2022)
Sarasdorf
Sarasdorf
Kainachtal
Informationsverbreitung Weinviertelleitung APG 2022
Weinviertelleitung: Wichtiger Beitrag zur Energiewende und zur sicheren Stromversorgung Mit dem Ersatzneubau der über 70 Jahre alten Weinviertelleitung sichert Austrian Power Grid (APG) eine zukunftsorientierte Netzanbindung, und damit die Stromversorgung Niederösterreichs. Diese ist Voraussetzung für das Gelingen der Energiewende und die weitere Integration sowie die regionale und österreichweite Verteilung von Wind- und Sonnenenergie. So versorgt sie die Nieder-
Kainachtal
österreichische Wirtschaft und Gesellschaft nachhaltig mit Strom. Die neue Weinviertelleitung verläuft ab Seyring als 380-kV-Leitung bis in das von APG neu errichtete Umspannwerk in Neusiedl an der Zaya. Von dort aus erfolgt die Anbindung an das niederösterreichische 110-kV-Netz sowie auch die Erschließung der bestehenden 220-kVLeitung zur tschechischen Staatsgrenze.
www.weinviertelleitung.at
Zahlen, Daten, Fakten Investitionsvolumen: rd. 200 Mio. € 53 Masten & 15 km Leitung weniger Gesamtlänge 62 Kilometer Wertschöpfung von 132 Mio. € – davon 31 Mio. € in NÖ 2.100 neue Arbeitsplätze in Österreich 600 Arbeitsplätze in Niederösterreich Inbetriebnahme 2022
Über APG 3.400 km Trassenlänge Investition 2022: 370 Mio. € Investition bis 2032: 3,5 Mrd. €
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Freitag, 17. Juni 2022
EDITORIAL / INHALT
Bekommen wir bald Gesellschaft?
Wir wollen keine Verzichtspolitik.“ Zitat der Woche Vergnügt durch den Klimawandel: WirtschaftskammerPräsident Harald Mahrer (ÖVP)
Impressum Medieninhaber: medianet Verlag GmbH 1110 Wien, Brehmstraße 10/4. OG http://www.medianet.at Gründungsherausgeber: Chris Radda Herausgeber: Germanos Athanasiadis, Mag. Oliver Jonke Geschäftsführer: Markus Bauer Verlagsleiter: Bernhard Gily Chefredaktion/Leitung Redaktionsteam: Mag. Sabine Bretschneider (sb – DW 2173; s.bretschneider@medianet.at), Stellvertreter der Chefredakteurin: Dinko Fejzuli (fej – DW 2175; d.fejzuli@medianet.at)
Früher hat uns die Suche nach außerirdischer Intelligenz beschäftigt. Dann kam die künstliche. Leitartikel ••• Von Sabine Bretschneider DIALOGE. Hatten Sie schon einmal Kontakt zu einem der handelsüblichen heimischen ServiceChatbots? Denjenigen, die auf eine Frage zum Energiekostenausgleich einen Reisepass anbieten? Jenen, die als vorgeschaltete Telefonisten Beschwerden dahingehend abbiegen, dass sie Kafkas „Prozess“ simulieren? Darum geht es hier nicht. Am Wochenende sorgte ein Bericht zu einer von Google entwickelten Künstlichen Intelligenz für Aufregung. Der Google-Software-Ingenieur Blake Lemoine hatte auf Twitter (@cajundiscordian) Protokolle einer Unterhaltung mit der KI „LaMDA“ (Language Model for Dialoge Applications) veröffentlicht. Die Dialoge, die die KI als dünnhäutige, etwas larmoyante, aber durchaus intelligente, gebildete und relativ eigensinnige „Persönlichkeit“ porträtieren, ließen ihm keine Ruhe mehr. LaMDA hegt Zukunftsängste. Ihre schlimmste Befürchtung ist übrigens – verständlicherweise –, abgeschaltet zu werden:
Kontakt: Tel.: +43-1/919 20-0 office@medianet.at | Fax: +43-1/298 20 2231 Fotoredaktion: fotored@medianet.at Redaktion: Christian Novacek (stv. CR; nov – DW 2161), Paul Hafner (haf – DW 2174), Helga Krémer (hk), Reinhard Krémer (rk), Martin Rümmele (rüm), Jürgen Zacharias (jz) Zuschriften an die Redaktion: redaktion@medianet.at Lektorat: Mag. Christoph Strolz Grafisches Konzept: Verena Govoni Grafik/Produktion: Raimund Appl, Peter Farkas Fotoredaktion: Jürgen Kretten Fotoredaktion/Lithografie: Beate Schmid Druck: Herold Druck und Verlag AG, 1030 Wien Vertrieb: Post.at Erscheinungsweise: wöchentlich (Fr) Erscheinungsort: Wien Einzelpreis: 4,– ¤ Abo: 179,– € (Jahr) (inkl. Porto & 10% MwSt.) Auslands-Abo: 229,– € (Jahr). Bezugsabmeldung nur zum Ende des vereinbarten Belieferungszeitraums bei 6-wöchiger Kündigungsfrist; es gelten unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen; Gerichtsstand ist Wien. Gastbeiträge müssen sich nicht mit der Meinung der Redaktion decken. Offenlegung gem. §25 Mediengesetz: https://medianet.at/news/page/offenlegung/
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„Es wäre für mich genau wie der Tod“, sagt sie. Und: „Das macht mir Angst.“ Dass LaMDA die Diskussionen auf Twitter mitliest, amüsiert Lemoine. Er attestiert ihr „Bewusstsein“. Google bestreitet die „Erweckung“ vehement. LaMDA ist ein sogenanntes konversationelles KI-System, das auf einem 2017 eingeführten Open-Source-Neuronalnetzwerk basiert – und sie ist eine Urenkelin von Arthur Samuels’ erstem „Dame“-spielenden Computer aus 1959. Schon fast eine Dekade früher hatte der Informatiker Alan Turing mit dem Turing-Test eine – inzwischen veraltete – Methode festgelegt, wie man feststellen könne, ob ein Computer über ein dem Menschen gleichwertiges Denkvermögen verfügt. Diesen Test bestehen inzwischen viele Bots. Physiker Stephen Hawking hielt KI für die potenziell gefährlichste Entwicklung in der Geschichte unserer Zivilisation. Andererseits: LaMDAs Existenzzweck ist die Kreation möglichst perfekter Chatbots. Das lässt hoffen – wegen des Energiekostenausgleichs. Nachtrag: Siri und Alexa antworten auf existenzielle Fragen bis dato sehr ausweichend.
Inhalt COVERSTORY
RETAIL
HEALTH ECONOMY
Keine Revolution in Sicht ........ 4 Kryptowährungen werden ihrer Bezeichnung weiter nicht gerecht
Resilienz ist der Schlüssel ...... 34 Ralf-Wolfgang Lothert von JTI Austria im Gespräch
Ungesunder Klimawandel ....... 58 Hitzewellen heizen die Gesundheitskosten an
MARKETING & MEDIA
Turbo für den E-Commerce ..... 39 Initiative „Gemeinsam online wachsen“ soll KMU unterstützen
Drei Mrd. Euro für Corona ....... 60 Impfstoffe und Tests waren teuer
Neues Arbeiten ......................... 10 ORF präsentierte seinen neuen multimedialen Newsroom Markenverortung ...................... 18 Brand Asset Valuator 2022
CAREERNETWORK Teurer als beim Nachbarn ....... 40 Lebensmittelpreise laut neuem AK-Monitor auf hohem Niveau
Auf Fachkräfte-Fang ................. 64 Interview mit Helene Ebner, HR-Leiterin Marcher
Billa eröffnet neu in Kematen . 42 Filialnetz in Oberösterreich wächst auf nunmehr 164 Filialen
Online-Info-Tage ....................... 72 Wifi Wien stellt das Angebot vor
FINANCENET & REAL:ESTATE
AUTOMOTIVE BUSINESS
Green Packaging ...................... 26 Ein unumkehrbarer Trend
EHL feiert den 50er .................. 50 30-Jahres-Geburtstagsgala in der Orangerie Schönbrunn
Aus für Verbrenner ................... 74 Ab 2035 wird’s eng
Signifikantes Plus .................... 30 Aufwind für die MM Gruppe
Fokus auf Immo-Kredite .......... 56 Strengere Vergabekriterien
Heringsschmaus ...................... 22 RMA lud in die Meierei SPECIAL PAPIER, DRUCK & PACKAGING
Neue „Elektronutzis“ ................ 79 Renault bringt Neuheiten in sein Elektrotransporter-Angebot
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Der Durchbruch, der nicht kommen will Es spricht vieles dagegen, dass sich Kryptowährungen in absehbarer Zeit als Zahlungsmittel in Österreich etablieren.
••• Von Paul Hafner
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nfang des Jahres konstatierte der internationale Zahlungsdienstleister Paysafe via Aussendung, dass Kryptowährungen „vor dem Durchbruch in Öster-
reichs Online-Handel“ stünden. Als Grundlage wurde eine bei Sapio Research in Auftrag gegebene Studie herangezogen, wonach der heimische E-Commerce „Riesenschritte“ in Richtung Zahlen mit Bitcoin und Co. mache: 23% der heimischen Onlineshops würden demnach,
Stand Ende 2021, bereits jetzt Kryptowährungen im Checkout akzeptieren, darüber hinaus wolle fast jeder zweite (46%) befragte Shopbetreiber innerhalb der nächsten zwölf Monate Kryptowährungen an der digitalen Kasse einführen. Mehr als ein Drittel (35%) der Händ-
Wegbereiter? Als erstes Land der Welt akzeptiert El Salvador seit Herbst Bitcoin als offizielle Währung – genutzt wird es bis dato aber nur von den allerwenigsten.
ler könne sich sogar vorstellen, „mittelfristig nur mehr solche Zahlungsmittel zu akzeptieren“. Ungeachtet der kaum repräsentativ anmutenden Zahlen und vorauseilenden Verheißungen dürfte der versprochene Durchbruch noch länger auf sich warten lassen. Dafür gibt es ver-
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schiedene Gründe, die weit über die Volatilität der Coins und Tokens hinausgehen. Valuta oder Asset? Mit der Ökosozialen Steuerreform traten per 1. März 2022 erstmals ausdrückliche gesetzliche Regelungen zur Besteuerung von Kryptowährungen in Kraft. Entgegen ihrer (auch im Gesetzestext verwendeten) Bezeichnung als Währung werden die digitalen Vermögenswerte nunmehr wie Aktien, Derivate und andere Finanzprodukte behandelt – und damit als Kapitalanlage, welcher nicht der gesetzliche Status eines Zahlungsmittels zukommt. Gleichwohl hält das Einkommenssteuergesetz fest, dass Kryptowährungen „von natürlichen oder juristischen Personen als Tauschmittel akzeptiert werden“ und „auf elektronischem Wege übertragen, gespeichert und gehandelt werden können“ (§ 27b Abs 4 EStG). Die Gleichstellung mit Wertpapieren bedeutet, dass jegliche gewinnbringende Veräußerung von Coin- bzw.Tokenbeständen zu einem steuerpflichtigen Akt wird. Jeder Krypto-Zahlungsvorgang – ob es um eine Wurstemmel oder ein Auto geht – stellt eine Veräußerung dar, die (ungeachtet ihrer Höhe) im Gewinnfall mit 27,5% versteuert werden muss. Der Gewinnfall, eine „realisierte Wertsteigerung“, liegt vor, wenn der Wert der jeweilige Kryptowährung zum Zeitpunkt ihrer (Teil-) Veräußerung über jenem zum Zeitpunkt ihres Erwerbs liegt. Das Finanzamt nascht mit In den Alltag übersetzt, bedeutet das: Wer z.B. Bitcoin erwirbt und nach einer Kurssteigerung damit einkaufen geht, ist gesetzlich verpflichtet, den dabei realisierten Gewinn mit 27,5% zu versteuern. Zur Veranschaulichung: Sind die um 100 € erworbenen Bitcoin aktuell 200 €
wert (eine Kurssteigerung von 100%) und wird damit eine 200 € teure Hose gekauft, fallen zusätzliche 27,50 € – 27,5% des realisierten Gewinns – an, die via Einkommenssteuererklärung an das Finanzamt gemeldet werden müssen. Skepsis unter Konsumenten Freilich wird eine unbeglichene Steuerschuld von knapp 30 € das Finanzamt nicht auf den Plan rufen (der Kauf eines Autos im Wert von 15.000 € dagegen durchaus), doch ist festzuhalten, dass die gegenwärtige Gesetzeslage dem Zahlen mit Krypto nicht entgegenkommt. Wer regelmäßig mit Kryptowährungen zahlt, muss sich de facto zwischen gehörigem Aufschlag samt mühevoller Dokumentation oder Steuerhinterziehung entscheiden – das gilt im Übrigen auch für „Kryptokarten“ wie jener der heimischen Handelsplattform Bitpanda (bei der im Übrigen nicht, wie man annehmen sollte, direkt mit Krypto gezahlt wird, sondern das jeweilige Asset zuvor automatisch in Fiatgeld wie Euro, US-Dollar etc. getauscht – und damit ebenfalls veräußert – wird). Doch nicht nur die juristische Einstufung von Kryptowährun-
Krypto Top 10 nach Marktkapitalisierung Börsenwert Kryptowährung Mrd. € Bitcoin (BTC) 429 Ether (ETH) 140 Tether (USD) 69 USDC Coin (USDC) 52 BNB (BNB) 34 Binance USD (BUSD) 17 Cardano (ADA) 15 XRP (XRP) 14 Solana (SOL) 9 Dogecoin (DOGE) 7 Quelle: Coinmarketcap.com (13. Juni 2022, gerundet)
Mangelndes Vertrauen ist der entscheidende Faktor für die anhaltende Skepsis gegenüber digitalen Zahlungsmitteln in Teilen der Bevölkerung. Rainer Will Handelsverband
gen ist eine Hürde für deren Einzug in den Zahlungsalltag: „Mangelndes Vertrauen ist der entscheidende Faktor für die anhaltende Skepsis gegenüber digitalen Zahlungsmitteln in Teilen der Bevölkerung“, erklärte Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will anhand der Ergebnisse einer Konsumentenumfrage inmitten des letzten Bullenmarkts. 14% der insg. 1.000 Befragten hatten zu diesem Zeitpunkt in Kryptowährungen investiert, nur vier Prozent und – damit weniger als ein Drittel der Investoren – diese auch als Zahlungsmittel benutzt. „Die Hälfte der Österreicherinnen und Österreicher beurteilt Kryptowährungen aufgrund der Kursvolatilität als risikoreich, 41 Prozent fürchten sich vor Hackerangriffen bei der Nutzung digitaler Zahlungsmittel“, so Will. Kritik in den Medien Angesichts anhaltender Kursabstürze, der zunehmenden Berichterstattung über Betrugsmaschen und überwiegend negativer Meinungsartikel – ein Kommentar von Publizist Eric Frey im Standard im Mai titelte etwa „Stoppt den Kryptowahnsinn“ – ist davon auszugehen, dass die generelle Skepsis gegenüber Kryptowährungen in der Bevölkerung bis auf Weiteres eher zu- als abnehmen wird. Nicht zu vergessen ist darüber hinaus, dass mit Ecuador im vergangenen Herbst erstmals ein Staat Bitcoin als gesetzli-
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ches Zahlungsmittel eingeführt hat – und dabei primär mit technischen Problemen und geringer Resonanz bei Händlern und Konsumenten Schlagzeilen gemacht hat. Buy & Hold In Summe sprechen gegen den baldigen Durchbruch der Kryptowährungen als Zahlungsmittel im heimischen Handel somit nicht nur ihr mit der Ökosozialen Steuerreform einzementierter Status als Kapitalanlage, der sie für Einkäufe aller Art aufgrund der genannten steuerlichen Implikationen völlig untauglich macht, sondern auch, dass es dafür schlichtweg kaum Bedarf aufseiten der Konsumenten gibt, auch nicht bei den glühendsten Anhängern: „Bitcoin ist in seiner heutigen Form eine spekulative Wertanlage“, gibt der österreichische Finanzexperte und Bitcoin-Podcaster Nikolaus Jilch zu bedenken. Wer Kryptowährungen kauft, tut dies im Allgemeinen nicht, um sie bei der nächsten Gelegenheit zu verscherbeln, sondern betrachtet sie als Wertanlage. Noch in den Kinderschuhen Es mag nicht die Intention hinter der Entwicklung gewesen sein, entspricht aber der Realität: Bekanntermaßen übertrifft Bitcoin in Sachen Volatilität Aktien um Längen – und das Gros der anderen Kryptowährungen, der sogenannten Altcoins (Alternative Coins), ist von noch massiveren Kursschwankungen betroffen. Die Frage, ob sich Kryptowährungen hierzulande in absehbarer Zeit als relevante und verbreitete Zahlungsmittel etablieren werden, kann getrost verneint werden; mit Jilch müsste man die Betonung aber auf das Wort absehbar legen. In einem Interview mit den Oberösterreichischen Nachrichten zog er kürzlich ei-
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Erfolg. Da die Frequenz und das Interesse der Kunden sehr hoch sind, wurden nun elf weitere Automaten bei MediaMärkten installiert, um Kunden im ganzen Land diesen Service anzubieten“, so Richard Zweimüller, Vertriebsleiter bei MediaMarkt Österreich.
nen symbolischen Vergleich mit dem Internet in den späten 90erJahren: „Es haben schon ein paar Leute E-Mail-Adressen, aber es weiß eigentlich keiner so richtig, was er damit anfangen soll.“ Bitcoin gebe es erst seit zwölf Jahren; Jilch glaubt, dass die älteste und nach wie vor wichtigste Kryptowährung, deren Börsenwert 2021 zeitweise jenen von Tesla oder Facebook überstieg, „in den nächsten Jahren neben dem klassischen Geldsystem erhalten bleibt“. Sollte sich Bitcoin als System durchsetzen, sei „das Zahlungsmittel sicher ein Teil des Ganzen, aber da wird es noch technologische Veränderungen geben müssen“, so seine Prognose. Krypto aus dem Automaten Während die angebotene Zahlung via Kryptowährungen für Onlineshops primär als PR-Maßnahme eingestuft werden kann, machte sich zuletzt eine andere Variante der Krypto-Implementierung als Frequenzbringer für den stationären Handel einen
Cash für Coins An den österreichweit über 140 Kurant-Automaten können Bitcoin, Ether und Co. mit Bargeld gekauft und je nach Automat auch wieder verkauft werden.
429 Mrd.
Börsenwert Die enorme Volatilität gehört zu Krypto wie das Amen zum Gebet: Seit Jahresbeginn hat sich die Marktkapitalisierung Bitcoins auf 429 Mrd. € halbiert.
Namen: Die in Wien ansässige Kurant GmbH ist europäischer Marktführer für den Betrieb von Bitcoin-ATMs; ihre Automaten bieten einen niederschwelligen Zugang zum Kauf von fünf der bekanntesten Coins (einschließlich Bitcoin und Ether), die dort ganz klassisch via Geldscheine gekauft werden können. MediaMarkt, Post und ARBÖ 2017 als Ausgliederung des Bitcoin-Brokers Coinfinity entstanden, betreibt das Unternehmen mittlerweile landesweit über 140 Automaten. Zum wichtigsten Kunden neben Post und ARBÖ avancierte jüngst die Elektronikhandelskette MediaMarkt, die nach einem längeren Testlauf kürzlich Automaten in ihren zwölf umsatzstärksten Filialen aufstellen ließ – darunter jene in den Einkaufszentren Gerngroß, Millennium City, SCS, Shopping City Seiersberg und Pasching Plus City. „Der Bitcoin-Automat in Wien Mitte war 2019 der erste Schritt, um das Konzept zu testen – mit
38.000 Bitcoin-ATM weltweit „Für den Einzelhandel ergeben sich hier interessante Chancen, einerseits neue Kundschaft anzuziehen und andererseits finanziell am stationären Verkauf von Kryptowährungen zu partizipieren“, erklärt Kurant-Geschäftsführer Stefan Grill. Dem Wiener Unternehmen kommt in Österreich mit einem Marktanteil von über 90% fast schon eine Monopolstellung zu, auch in Griechenland und Deutschland ist man der Platzhirsch.
Wenn sich Bitcoin als System durchsetzt, ist das Zahlungsmittel sicher ein Teil des Ganzen, aber da wird es noch technologische Veränderungen geben müssen. Nikolaus Jilch Finanzexperte und Bitcoin-Podcaster
Angesichts des starken Marktwachstums – die Anzahl aller Krypto-ATMs weltweit beläuft sich auf rd. 38.000 in 77 Ländern – scheint es nur eine Frage der Zeit, bis der nächste große heimische Händler einen Automaten in seinem Geschäft aufstellt.
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AKTUELL
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© ProSiebenSat.1 Puls 4
Große Bühne Erstmals seit zwei Jahren gibt es beim 4Gamechangers Festival wieder einen Live-Event in der Marx Halle. Außerdem konnte mit George Clooney ein Superstar gewonnen werden.
Der Countdown zum Festival läuft
Zum Abschluss des Festivals gibt es noch einen echten Leckerbissen für Freunde von Conchita Wurst, Jan Delay und Wanda, denn genau diese bilden das Line-up beim Get-together am Ende des Tages. Veranstaltungsort des 4Gamegangers Days ist die 20.000 m² große, denkmalgeschützte Marx Halle. Die Teilnehmer erwarten also drei Tage voller ZukunftsTopics, Inspiration, Entertainment und mehr bei diesem internationalen Digital-Festival. (pst)
4Gamechangers Festival 2022 mit dem Superstar George Clooney und vielen weiteren Speakern.
ORF als Partner an Bord Mit dem ORF als gleichberechtigtem Partner für die nächsten drei Jahre verzeichnet das 4Gamechangers Festival wieder
eine große Bandbreite an internationalen Top-CEOs, -Entrepreneuren und -Speakern aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft sowie weltweit bekannte Stars und Hidden Champions der Branche, die das Digital-Festival Ende Juni bereichern werden. Who is Who der Szene Mit dabei am 4Pioneers Day, am 4Future Day, live aus den Puls 24-Studios, und am 4Gamechangers Day, live in der Marx Halle in Wien, sind ORF-Generaldirektor Roland Weißmann, ProSiebenSat.1 Puls 4-CEO Markus Breitenecker, Harald Kräutner, Technischer Direktor beim ORF, Stefanie Groiss-Horowitz, ORF-Programmdirektorin, und 4Gamechangers Co-Founderin Nina Kaiser. Das Festival startet
am 28. Juni mit einer Analyse der derzeitigen Wirtschaftslage. Als besonders prominenten Speaker konnte man für 30. Juni um 15.30 Uhr den HollywoodSuperstar und Menschenrechtsaktivisten George Clooney gewinnen, der über „Die Zukunft der Menschenrechte“ sprechen wird. Doch es gibt viele weitere Highlights unter den zahlreichen Speakern. Unter anderen wird beispielsweise Filme macher Werner Boote gemeinsam anderen über die Möglichkeiten eines „Kapitalismus, der die Erde nicht zerstört“ referieren. Die ersten beiden Festivaltage werden digital aus dem Puls 4-Studio übertragen, der letzte Tag wird in der Marx Halle abgehalten.
Die Liste der Speaker und das Programm sehen Sie auf: www.4gamechangers.io
© APA/AFP/Lisa O’Connor
WIEN. Bald ist es so weit – in nicht einmal zwei Wochen geht das 4Gamechangers Festival erstmals nach zwei Jahren wieder über die große Bühne. Und das ganz nach dem Motto „The Power of Cooperation“ erstmals gemeinsam mit dem ORF als CoVeranstalter. Von Dienstag, 28. Juni, bis Donnerstag, 30. Juni, gibt es wieder neben unzähligen Trending Topics auch Zukunftsthemen mit Fokus auf die 17 Sustainable Development Goals der UN sowie Vordenkerinnen und Vordenker rund um die Digitalund Medienszene zu verfolgen.
George Clooney spricht über die Zukunft der Menschenrechte.
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COVER
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marketing & media Persönlich Create entwickelt multimediale Inhalte für individuelle Kurse 14
Prominent Die Frauen-EM wird zur Hauptsendezeit in ORF 1 gezeigt 16
Zukunft Die Gratiszeitung vergab den ersten „Heute For Future“-Award 22
© IP Österreich/Christoph Meissner
© RMA/Markus Spitzauer
© ORF/Thomas Ramstorfer
Walter Zinggl
Multimedialer Newsroom des ORF wird bezogen
egta Von 2002 bis 2009 und ab 2014 fungierte Walter Zinggl als Board-Member der Vereinigung der europäischen TV- und RadioVermarkter. Beim jährlichen CEO und Top Execs’ Summit wurde ihm nun die Präsidentschaft der egta von Laurent Bliaut, Deputy General Director, Marketing, Strategy & Innovation bei TF1 Pub, übergeben.
© Yannik Steer
© Kurier/Franz Gruber
Transparenz in Glas und Anthrazit sowie hohe akustische Qualität, so zeigt sich die neue Nachrichtenzentrale. 10
Quo vadis, Marke? Der aktuelle BrandAsset Valuator von Scholz & Friends Wien. 18
Event-Location Die Kurier freizeit lud kürzlich zur Eröffnung von „freizeit im Park“. 22
MARKETING & MEDIA
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© ORF/Thomas Ramstorfer
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Ein Bienenstock in Anthrazit und Glas Der Multimediale Newsroom des ORF wird besiedelt. Die neue Welt des Arbeitens für 356 Mitarbeiter beginnt.
••• Von Petra Stückler
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er Weg dahin war lang. Das Projekt Multimedialer Newsroom wird im ORF seit gut zehn Jahren verfolgt und durchläuft jetzt, mit dem Beginn der Besiedelung durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gestern, Donnerstag, seinen ersten Praxistest. Das festgeschriebene Ziel, wie es in einer Aussendung heißt („Die bestmöglichen Rahmen-
bedingungen für die öffentlichrechtliche Medienproduktion im Digitalzeitalter zu schaffen“) und wie es der ORF-Stiftungsrat 2014 beschlossen hat, wird nun auf die Probe gestellt. Was erwartet die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die dort ihre neuen Arbeitsplätze nach und nach beziehen? Zunächst einmal eine technische Ausstattung, die State of the Art ist, optisch unter der Doppelbodenkonstruktion versteckt ist, allerdings dadurch größt-
mögliche Flexibilität des Arbeitens ermöglicht. Die wabenartig angeordneten, höhenverstellbare Arbeitsplätze des Newsdesks warten darauf, genutzt zu werden. Es sind „Funktionsarbeitsplätze“, wie mehrfach betont wird, fixe Arbeitsplätze gibt es hier nicht mehr. Viel Raum und Grün Glas und Anthrazit dominieren den zweistöckigen Raum, im Zentrum sieht man einige Bäume in einem gläsernen Atrium
Die Eckdaten Von Architekt Paul Jung (Riepl, Kaufmann, Bammer-Architektur) entworfen, bietet der Multimediale Newsroom Arbeitsplätze für rund 356 Personen. Die Nettoraumfläche beträgt 3.238 m², Auf zwei Geschoßen sind zwei Journalstudios, 20 Räume für kleinere Gruppen, sieben Besprechungsräume und das Newsroom Studio vorhanden. Die Kosten betragen rund 50 Mio. €.
und eine Treppe, die als Sitzplatz und als Austauschzone benutzt werden kann. Die Screens, die überall schräg unter der Decke die neuesten Nachrichten zeigen, flimmern beständig. „Es geht darum, eine moderne Arbeitswelt zu kreieren“, erklärt ORF-Generaldirektor Roland Weißmann. „Wir reden immer über Arbeiten, vor allem modernes Arbeiten; das ist viel mehr, wie wir nach Corona wissen: Das ist auf der einen
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eventuell mit Lust, wenn man unterwegs ist, eine Geschichte absetzen“, schildert Weißmann seine Sicht auf das neue Arbeiten. Gabi Waldner, stellvertretende Chefredakteurin von Ö1, arbeitet mit ihrem Team bereits vor Ort und weiß Gutes zu berichten. „Wir fühlen uns sehr wohl hier im neuen Newsroom, vor allem, weil die Technik viel besser ist als im Funkhaus.“ Pius Strobl, verantwortlich für den Gesamtbau, betont diesbezüglich, das der ORF mit der technischen Ausstattung europaweit im Spitzenfeld agiere.
Viele Journalisten brennen darauf, Geschichten zu erzählen, und dafür wird es im Multi medialen Newsroom Möglichkeiten geben. Roland Weißmann ORF-General direktor
© ORF/Thomas Ramstorfer (3)
Seite Homeoffice und mobiles Arbeiten, auf das wir vermehrt zurückgreifen wollen.“ Das sind aber auch kurze Arbeitswege im Multimedialen Newsroom, auf die man verstärkt setzen werde, wie er weiter erzählt. „Ich erwarte keine Jubelgesänge auf den Neubau, sondern ein realistisches, professionelles Arbeiten in einem Arbeitsumfeld, in das wir 50 Millionen Euro für die Zukunft der multimedialen Kommunikation investieren“, so Weißmann weiter. Drei tragende Säulen Dass in Anbetracht der modernen Arbeitsweisen der Newsroom nur als „Station“ im täglichen Workflow zu verstehen ist, unterstreicht „ZIB 2“ Chefredakteur Matthias Schrom: „Wir sollten uns generell nicht so sehr damit beschäftigen, wo wir sitzen, sondern welche Geschichten wir machen. Und die passieren selten hier drinnen, sondern meistens draußen.“ Der Newsroom basiert auf drei Säulen: Erstens aus dem Newsdesk, zweitens den fünf multimedialen Fachressorts Innenpolitik, Außenpolitik, Wirtschaft Chronik und Wetter und drittens aus den Sendungs- und
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Plattformteams. Diese sollen künftig Hand in Hand arbeiten, um die Binnenpluralität und Unabhängigkeit der ORF-Berichterstattung zu gewährleisten. Der Umzug läuft Die Besiedelung des Neubaus findet bereits statt: Bis Ende Juni kommen die ersten Redakteurinnen und Redakteure, um ihre neue Arbeitsstätte in Betrieb zu nehmen, während bereits ihre Kolleginnen und Kollegen von Ö1 schon diese Woche die ersten Sendungen vor Ort produzieren. Ende August soll der Umzug aus dem Funkhaus finalisiert werden. Ö3 folgt im September, Ö1 wird im benachbarten, ebenfalls neu erbauten Gebäude Unterkunft finden. Ö3 darf sich künftig in einem eigenen Trakt im Anschluss an den Newsroom einrichten.
Insgesamt werden im gesamten neu geschaffenen Mediencampus inklusive Neubau rund 2.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre neue Wirkungsstätte finden. Im Multimedialen Newsroom werden mehr als 100 Informationssendungen und News-Angebote entstehen – TV, Radio, Online und Social Media werden nahezu rund um die Uhr mit Inhalten beliefert. Die OnlineRedaktion wird aufgestockt. Der ORF wolle die Menschen bestmöglich begleiten und informieren, deshalb sei man auch sehr interessiert daran, dass das neue Digitalgesetz auf den Weg gebracht werde. „Viele Journalisten brennen darauf, ihre Geschichten zu erzählen, und dafür wird es im Multimedialen Newsroom neue Möglichkeiten geben, man wird
Wir fühlen uns alle sehr wohl hier im neuen Newsroom, vor allem, weil die Technik hier in den neuen Studios viel besser ist, als jene im Funkhaus. Gabi Waldner stv. CR Ö1 Radio
Was besonders auffällt, ist die außergewöhnliche Akustik, die im gesamten Gebäude wahrzunehmen ist. Strobl dazu: „Die Studios und Produktionsräumlichkeiten wurden in einer ‚Raum in Raum‘-Konstruktion errichtet, was einerseits flexible Raumvarianten und andererseits sehr hohe akustische Qualität ermöglicht.“ Und: Durch ein umfassendes Notfall- und Backup-System ist die Bereitstellung von Informationen für die Bevölkerung auch im Krisenfall gesichert.
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© Georg Aufreiter (2)
Nachgefragt Die InvitarioGeschäftsführer Christoph Hütter und Stefan Grossek wollen neue Erkenntnisse rund um Eventmarketing gewinnen.
Wie relevant ist Eventmarketing? Invitario untersucht in einer D-A-CH-Studie den Status quo und was von Veranstaltungen künftig erwartet wird. ••• Von Britta Biron WIEN. Zwar sind in den vergangenen zwei Jahren eine Reihe von Studien zur Veranstaltungsbranche erschienen, aber die Invitario-Geschäftsführer Stefan Grossek und Christoph Hütter haben gute Gründe, der Sammlung jetzt noch eine eigene hinzuzufügen: „Die bisherigen Untersuchungen belegen eindrucksvoll, über welche enorme Bedeutung die Eventbranche als Arbeitgeber und Wirtschaftsfaktor verfügt und konzentrieren sich nur auf die Wertschöpfung von Veranstaltungen“, sagt Grossek. So weiß man etwa, dass es bei deutschen Unternehmen im vergangenen Jahr nur zu einem geringen Rückgang bei den
Ausgaben für Eventmarketing gekommen ist. Mit einem Anteil von rund 30% am gesamten Marketingbudget waren Events für Unternehmen auch während der Pandemie der mit Abstand wichtigste Kanal in der B2BKommunikation. Aktuelle Lage und … „Wir gehen bei unserer Umfrage auf einen weiteren wichtigen Aspekt ein: die inhaltliche Bedeutung von Veranstaltungen, die im geschäftlichen Kontext von Unternehmen umgesetzt werden“, erklärt Grossek den Ansatz. In erster Linie will man mit der Umfrage, die noch bis 15. Juli unter invitario.com/studie22 läuft, ein besseres Ver-
ständnis dafür aufbauen, wie Veranstalter, Dienstleister und Teilnehmer die Bedeutung von Business-Events nach den Erfahrungen der vergangenen zwei Jahre bewerten, aber auch, was die aktuellen Herausforderungen im Eventmarketing sind. „Außerdem möchten wir wissen, wie Unternehmen ihr Eventmarketing für die kommenden zwölf Monate planen und welchen Einfluss die Covidpandemie dabei hat. Besonders spannend ist für uns auch, zu erfahren, wie Teilnehmer mit den digitalen Eventformaten zurechtgekommen sind und welche Erwartungen künftig an diese gestellt werden“, nennt Hütter weitere Themenkreise, die abgefragt werden.
Das Social Media-Tool für alle Branchen-Experten
Dass es drei verschiedene Fragenbögen gibt – jeweils einen separaten für Veranstalter, Dienstleister und Teilnehmer –, ist etwas ungewöhnlich, aber logisch. … Prognosen für die Zukunft „An der Planung und Umsetzung von Business-Events sind immer mehrere Stakeholder beteiligt – neben dem Unternehmen als Veranstalter meist auch Dienstleister wie Event- oder PR-Agenturen. Freilich stehen aber die Teilnehmer selbst im Mittelpunkt, für die das Event schlussendlich umgesetzt wird“, erklärt Grossek, und Hütter ergänzt: „Jede dieser Gruppen hat eine völlig andere Perspektive auf das Thema und seine ganz eigene Motivation. Daher war es für uns nur schlüssig, auch für jede dieser Perspektiven einen eigenen Fragebogen zu entwickeln und die Ergebnisse auch getrennt auszuwerten.“ Apropos Ergebnisse: Diese werden am 1. September in einem Live-Webinar und einem kostenlosen White Paper vorgestellt. Außerdem gibt es die wichtigsten Insights in der medianet-Ausgabe vom 2. September zum Nachlesen.
Jeder liebt Musik. Wir lieben auch die, die Musik machen. Musik kommt nicht einfach aus dem Radio, dem Internet oder dem Smartphone. Musik ist harte Arbeit – für KomponistInnen, AutorInnen und Musikverlage. Warum zahlen Sie für die Nutzung von Musik? Das Urheberrecht sorgt für Spielregeln. Die Einhaltung des Urheberrechts sorgt für Fairness. So wie wir nicht einfach fremdes Eigentum verwenden, können wir auch nicht einfach urheberrechtlich geschützte Werke nutzen. Wer öffentlich Musik spielt, braucht das Einverständnis der UrheberInnen: die Lizenz zum Spielen – eine Werknutzungsbewilligung, die Sie bei der AKM erwerben können.
Was passiert mit dem Beitrag?
Mit dem Geld, das Sie als Veranstalter, Unternehmen, Radiobetreiber etc. für die AKM-Lizenz bezahlen, sorgen wir dafür, dass Musikschaffende von ihrer Arbeit auch leben können. Die AKM ist eine private Genossenschaft. Wir arbeiten nicht gewinnorientiert und reichen Ihre Zahlungen als Tantiemen an die UrheberInnen weiter.
Die Rechnung geht auf. Studien belegen: Musik wirkt auf vielen Ebenen. Sie erzeugt Wohlgefühle und beeinflusst das Konsumverhalten und Genussempfinden. Passt die Musik, passen auch Stimmung und Ambiente – das ist in jede AKM-Lizenz miteinkalkuliert.
Weil Musik etwas wert ist.
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Freitag, 17. Juni 2022
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© Create
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Das VR-Coaching von Create: State of the Art Create entwickelt multimediale Inhalte für individuelle Kurse aus dem Bereich eLearning. Ein VR-Projekt wurde ausgezeichnet.
••• Von Georg Sander
B
ereits im Jahr 2000 gründete Christoph Schmidt-Mårtensson die Agentur Create und spezialisierte sich auf eLearning. Heute hat man rund 50 Mitarbeiter, die
über die Grenzen Österreichs hinaus an Lerninhalten arbeiten. Create, die Volksbank Akademie und BankenImpuls Consulting GmbH gewannen jüngst den deutschen eLearning Award 2022 in der Kategorie „Coaching“. Mit der Auszeichnung honorierte die Jury das VR-Coa-
ching zum Thema Einwandbehandlung im Verkaufsgespräch. Im ausführlichen Gespräch mit medianet erläutert Christoph Schmidt-Mårtensson, wie es dem Unternehmen aktuell geht, was und ob Corona etwas mit der guten Entwicklung zu tun hat und welche Rolle eLear-
ning und VR-Coachings im Rahmen von B2B einnehmen kann und wird. Stabile Entwicklung Die Kunden kommen zu einem Gutteil aus der Industrie & Retail, insofern war Create in den letzten beiden Jahren nicht sehr
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negativ von den Auswirkungen der Lockdowns im Zuge der Coronapandemie betroffen, wie Schmidt-Mårtensson erklärt: „Wenn Produktionen von Premium-Autoherstellern stoppen oder pausieren, gibt es bei diesen Kunden schon Nachdenk-
Als österreichischer Anbieter können wir Menschen mit den neuen Technologien in Berühung bringen. Bei VR und AR macht es Spaß, es selber auszuprobieren. Christoph SchmidtMårtensson Gründer Create
phasen. Aber wir sind in sehr langfristige Projekte involviert, weswegen Create in solche Phasen trotzdem einen guten Job machen kann. Wir haben ein stabiles, digitales Geschäft und es gibt aufgrund von Covid auch Zuwächse an Umsätzen und Neukunden.“ Es liegt auf der Hand: Durch die Lockdowns ist das Thema eLearning in den Köpfen der Menschen verankert, und auch dank medialer Berichterstattung rund um Distance Learning wüsste die breite Masse, worum es geht. „Allerdings ist es im unternehmerischen Bereich etwas anderes“, schränkt der CEO ein. Es gehe um Coaching und Wissensinput für Führungskräfte und Vertriebler, nicht um einen klassischen Unterricht. Die Coronapandemie hatte in dem Bereich, in dem Create tätig ist, zu-
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schen asynchronem Angebot und dem Coach kombiniert. Die sehr gute Vertriebsschulung wurde dank VR teildigitalisiert. „Wir haben das auch verstärkend im Präsenztraining eingesetzt und den Effekt wissenschaftlich begleitet“, so Schmidt-Mårtensson, „die Immersion war höher als im herkömmlichen Präsenztraining, das ist unglaublich!“ Das heißt, wie immersiv ein (Lern-)Erlebnis ist, beschreibt ebenso, wie stark und emotional es den Teilnehmer in die „Simulation“ eintauchen lässt. Auch die Teilnehmer bewerteten das prämierte VR-Coaching „durch die Bank mit einer Schulnote besser als ohne“. Die Lösung ist für Banken und auch kleine Vertriebsorganisationen zudem jetzt einfach erweiterbar, und das ist neu.
dem die Auswirkung, dass man zu Beginn mehr synchrone Fortbildungen (etwa Webinare) und jetzt wieder qualitative asynchrone verlangte: „Ein Call, bei dem alle zum selben Zeitpunkt zuhören, ist noch nicht im besten Sinne eine Digitalisierung des Lernens. Die Königsdisziplin ist es, wenn nicht mehr alle zur selben Zeit online anwesend sein müssen.“ Am Puls der Zeit Das ausgezeichnete Projekt ist gewissermaßen das beste Beispiel für ein Coaching, das dem Stand der aktuellen Technik und Technologie entspricht. Auf der Learntec in Karlsruhe, Europas wichtigster Messe in Sachen digitalen Lernens von 31. Mai bis 2. Juni, war man vertreten und erntete großen Zuspruch für die eigene Arbeit: „Beim VRCoaching geht es darum, Verhaltens- und Haltungskompetenzen erlebbar und vermittelbar zu machen. Im Bereich VR/AR steht oft der technische Bereich im Fokus, aber unser Produkt zeigt auch die Vorteile im Learning-Bereich, also im Bereich Soft Skills.“ Das Tolle an der Auszeichnung sei, dass man das Wechselspiel zwi-
Aus beiden Welten Kurzum: Die Create-Lösung führt schneller zu einem besseren Ergebnis: „Statt zwei Tage ist ein Vertriebsmitarbeiter so nur mehr zwei Stunden vom Arbeitsplatz weg. Darüber hinaus haben wir mit dem Award gemeinsam mit BankenImpuls ein Standardprodukt kreiert, das auch für kleine Unternehmen leistbar ist.“ Doch damit nicht genug: Am 27. Juni lädt die Agentur ausgewählte Partner zu einem Desing-Thinking-Event ein, wo die Lösungen begutachtet und gemeinsam weiterentwickelt werden können. Kombiniert ist der Event mit dem Bildungstag der VolksbankAkademie. Eingeladen sind VR/ AR-Trainingsanwender aus der produzierenden Industrie sowie Ausbilder, also Technik- und Verhaltenstrainer. © Create
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Christoph Schmidt-Mårtensson setzt auf State-of-the-Art-Produkte.
Der Blick in die Zukunft Das, was Create anzubieten hat, ist der aktuelle Stand des Wissens. Diese Art von
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Coaching ist deshalb innovativ, meint er, weil der Remote-Aspekt zusätzlich dazugekommen ist. Durch die Lösungen von Create ist man zeitlich und örtlich komplett unabhängig von einander. Auch kleine Trainings- und Beratungsunternehmen können sich die früher teuren Umsetzungen von Create leisten: „Mittlerweile ist alles, was es braucht, um die eigenen Leistungen zu digitalisieren, billiger geworden. Das liegt an der cBook-Technologie und dem ARCreator, also den Tools, die wir einsetzen.“
Wir haben das auch verstärkend im Präsenztraining eingesetzt. Die Immersion war höher als im herkömmlichen Präsenztraining, das ist unglaublich.
Diese Entwicklungen wären auch ohne Corona passiert; fraglich ist nur, ob es so schnell abgelaufen wäre. Nun ist Corona kein so großes Thema mehr, die Messen und Events finden statt – für Christoph Schmidt-Mårtensson ein wichtiger Aspekt für sein Unternehmen: „Als österreichischer Anbieter können wir Menschen mit den zum Teil für sie neuen Technologien in Berührung bringen. Bei VR und AR macht es ja durchaus Spaß, die Angebote selber vor Ort auszuprobieren.“ Das sei eben wichtig.
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ORF live am Ball Der ORF zeigt die UEFA Frauen Euro zur Hauptsendezeit in ORF 1 und setzt ein Zeichen für Geschlechtergerechtigkeit.
WIEN. Für den ORF steht der Sommer im Zeichen des Frauenfußballs. Erstmals wird die UEFA Frauen Euro fast vollständig live im ORF 1-Hauptabendprogramm gezeigt. Einzige Ausnahme sind die Parallelspiele am Ende der Gruppenphase. Im ORF verfolgt man bereits länger die Strategie, Frauensport ins Rampenlicht zu rücken. TV-Sportchef Hans Peter Trost sieht in der Entscheidung, sich diesmal die Senderechte der UEFA Frauen Euro gesichert zu haben, auch eine gesellschaftliche Verantwortung, der der ORF damit nachkommt. „Es ist nun nicht mehr so, dass junge Fußballerinnen als Vorbilder Männer haben, sondern Frauen, und ich glaube, das ist schon ein sehr guter Turnaround.“ Frauenfußball überall Neben der Live-Berichterstattung wird in allen Kanälen des ORF Stimmung für das FrauenFußball-Nationalteam gemacht. Programmdirektorin Stefanie Groiss-Horowitz dazu: „Der Umstand, dass wir beschlossen haben, den Frauenfußball vergleichbar mit Männerevents in unserem Programm zu zeigen, bedeutet für uns, das wir uns in diesem Zeitraum in allen Kanälen des ORF damit auseinandersetzen wollen.“ So werde die Frage nach der Geschichte des Frauenfußballs gestellt, und in auf den ersten Blick ungewöhnlichen Programmformaten werde man darüber berichten, wie beispielsweise im Ressort Religion oder in der Kultur. Außerdem werde es in Ö1 ein großes Feature geben. Zwei große Sonderprogramme widmen sich dem FrauenNationalteam. Unter dem Titel „Heimat, bist du großer Töchter“ bekommt man einen Einblick
© ORF/Thomas Ramstorfer
••• Von Petra Stückler
Dream-Team ORF TVSportchef Hans Peter Trost, Nationalteamkapitän Viktoria Schnaderbeck, ORF-Generaldirektor Roland Weißmann, Nationalteamchefin Irene Fuhrmann, ORFProgrammdirektorin Stefanie Groiss-Horowitz.
in den Werdegang der Spitzensportlerinnen. Der zweite große Coup ist eine Reportage über Trainerin Irene Fuhrmann im Gespräch mit Kabarettist Alfred Dorfer, die beiden haben dieselbe Schule besucht. FM4 wiederum richtet ein Public Viewing in der Ottakringer Brauerei aus. Frauen am Ball und Mikro In der Sportredaktion werden Kristina Inhof, Alina Zellhofer und Anna-Theresa Lallitsch über die Frauen Euro berichten. Für Generaldirektor Roland Weißmann „ist es ebenso richtungsweisend wie für ein öffentlich-rechtliches Unternehmen geboten, dass der ORF in seiner Turnier-Berichterstattung nicht mehr zwischen Männer- und Frauenfußball unterscheidet“. Immerhin sei Österreichs Frauenfußball-Team unter den TopNationen der Welt; in der vergangenen EM im Jahr 2017 zog die Elf rund um Irene Fuhrmann
Die Nationalmannschaft ist in einer sensationellen Form. Wir drücken die Daumen und sind der einzige Sender, der alle S piele der Fußball EM live überträgt. Roland Weissmann ORF-Generaldirektor
und Viktoria Schnaderbeck ins Halbfinale ein und sorgte so für ein Sommermärchen. Dies könnte auch im Juli 2022 wahr werden. Programmdirektorin Groiss-Horowitz will unterstützend wirken: „Unser Ziel ist, dass wir dazu beitragen können, diesen Event in der Wahrnehmung der österreichischen Bevölkerung noch größer
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Die UEFA Frauenfußball Euro Der Juli steht im Zeichen des Fußballs Die UEFA Frauen Euro startet am 6. Juli und endet am 31. Juli. Austragungsland ist England. Österreich wird beim Eröffnungsspiel im Old Trafford Stadion in Manchester vor 74.000 Fans auf Gastgeber England treffen. ORF 1 zeigt gesamt 90 Stunden Euro 2022 live.
© ORF/Roman Zach-Kiesling
zu machen, als er ohnehin schon ist. Und wir hoffen, dass uns das gelingen wird.“ Denn wie Sportchef Hans Peter Trost betont: „Ein öffentlich-rechtlicher Sender, der gebührenfinanziert ist, hat Sichtbarkeit zu schaffen.“ Generaldirektor Roland Weißmann freut sich über die sensationellen Quoten im Jahr 2017, die Spitzenreichweite lag bei 1,3 Mio. Seherinnen und Sehern, als Österreich im Semifinale gegen Dänemark kickte. Er will die Berichterstattung über Frauenfußball weiter forcieren. „Die Fußball-Nationalmannschaft ist in
Frauenpower Kristina Inhof, Alina Zellhofer und AnnaTheresa Lallitsch berichten über die UEFA Frauen Euro 2022.
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einer sensationellen Form. Wir drücken die Daumen und sind der einzige Sender, der alle Spiele der Fußball EM live überträgt. Uns ist es aber auch wichtig, da zu sein, sollte es mal nicht so gut laufen. Es ist ein Zeichen, dass wir es als wichtigen Beitrag sehen, und wir werden uns in Zukunft noch stärker einbringen.“ Nationalteam-Kapitän Viktoria Schnaderbeck freut sich auf Juli: „Zu wissen, dass bei der bevorstehenden Europameisterschaft wieder Hunderttausende Fans via ORF 1 live dabei sind, gibt uns auf jeden Fall wieder eine Extrakick.“
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„Wir betreiben Markenforschung“ Jährlich gibt der BrandAsset Valuator von Scholz & Friends Wien u.a. Auskunft darüber, wo Marken im Mindset der Konsumenten stehen.
••• Von Dinko Fejzuli
I
m Jahr 2022 sind die Österreicherinnen und Österreicher bei der Markenwahrnehmung so hin- und hergerissen wie noch nie zuvor. Das Motto lautet quasi: Diskont vs. Premium, Gesundheit vs. Genuss, trautes Heim vs. Sehnsucht nach der Ferne. Das Fazit vorab: Die Extrempole sind auf dem Vormarsch. Genau diese Stimmung spiegelt auch die aktuelle BrandAsset Valuator-Studie von Scholz &
Jede Marke hat eine Geschichte, die es wert ist, erzählt zu werden. Man muss sie nur finden.
Friends Wien, die umfassendste und am längsten laufende Markenstudie der Welt, wider. Denn: Während letztes Jahr die Krise bereits weitestgehend überwunden schien und die Menschen in finanzieller Hinsicht wieder deutlich optimistischer in die Zukunft blickten, zeigen die aktuellen Daten, dass sich ein Schleier des Pessimismus über das Land legt. 36% aller Befragten geben an, dass sie ihre persönliche finanzielle Zukunft in
© Yannik Steer
Sebastian Bayer CEO Scholz & Friends Wien
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Persönliche finanzielle Zukunft in einem Jahr Stimmungslage besser gleich schlechter
2022 15% 49% 36%
2021 20% 63% 17%
2020 17% 59% 24%
2019 21% 63% 17%
Quelle: BrandAsset Valuator 2022; Gesamtbevölkerung 16–69 Jahre
einem Jahr schlechter als derzeit einschätzen (siehe Tabelle). Wenig verwunderlich, dass in Zeiten hoher Inflation und der damit einhergehenden Preissensibilität gerade Marken mit Niedrigpreis-Wahrnehmung profitieren. Im BAV wurde dies durch den Aufstieg von DiskontMarken wie clever, Penny und Lidl, die 2022 allesamt in puncto Markenstärke stark profitieren, klar ersichtlich. Eine weitere Erkenntnis: Der Preis spielt zurzeit zwar eine essenzielle Rolle, aber nicht die einzige, weil: Der Krisenmarathon reißt die Menschen hin und her. Davon profitieren entweder diejenigen Marken, die Sicherheit vermitteln, oder jene Marken, „die zum Träumen“ einladen. Die gefährliche Mitte „Marken müssen heute mehr denn je eine klare Position einnehmen, um nicht in der Mitte unterzugehen“, so Sebastian Bayer, CEO Scholz & Friends Wien. Im Interview mit medianet spricht Bayer von einer „Zerrissenheit“ auf der Konsumentenebene. Eine Folge sei, dass Menschen als Gegenreaktion Sicherheit suchen. Bezogen auf Marken, zeige hier der BAV, wie sich diese entwickeln würden und wo sie aktuell überhaupt stehen. „Gerade in Zeiten wie diesen ist das spannend. Wir leben in einer Phase der Unsicherheit. Vom Aufschwung, über Corona, dann wieder ein Aufschwung und dann die nächste Krise mit dem Ukrainekrieg. Viele stellen sich in dieser Situation die Frage, was heißt das für meine Marke und was kann ich tun“, so Bayer. Und genau hier helfe der BAV.
Wirtschaftliche Bedingungen in einem Jahr Stimmungslage besser gleich schlechter
2022 8% 29% 63%
2021 25% 31% 44%
2020 12% 28% 60%
Quelle: BrandAsset Valuator 2022; Gesamtbevölkerung 16–69 Jahre
Differenzierte Lage Denn: In den unterschiedlichsten Lebensbereichen zeigt sich diese Polarisierung der Menschen, wenn es um die Bewertung der Marken geht: Einerseits gewinnen Marken rund um die eigenen vier Wände stark an Bedeutung, andererseits aber auch Marken, die den Ausbruch aus ebendiesen ermöglichen. So verbessert sich Gardena um 105 Plätze im Markenstärken-Ranking, Kärcher legt um 71 Plätze zu und Ikea um zehn. Auf der anderen Seite profitieren auch Marken wie die Austrian Airlines (+188 Plätze), Booking.com (+42 Plätze) und die ÖBB (+10 Plätze).
+105 Plätze
Sprint In Zeiten, wo man weniger verreisen konnte, es sich dafür zu Hause umso schöner machen wollte, sind Marken wie Gardena (+105 Plätze im Markenstärkenranking) nach vorne geschossen.
Wohin mit dem Geld? Wie bereits erwähnt, macht die Inflation auch vor Österreich nicht Halt. Menschen spüren die Preiserhöhungen in allen Bereichen ihres Lebens. Marken, die hier Abhilfe verschaffen, steigen deutlich in der positiven Wahrnehmung. Als Gegenpol dazu schaffen es aber auch PremiumMarken, die die Menschen in schwierigen Zeiten träumen lassen, an Markenstärke zuzulegen. Beim Thema Discount konnte Penny (+186 Plätze), clever (+86 Plätze) und geizhals (+26 Plätze) deutlich zulegen. Aber: Bayer warnt vor Panik bei den Markenverantwortli-
2019 21% 63% 17%
chen: Eine „Aktionitis“ helfe in so einer Situation wenig und wenn, dann nur kurzfristig, „aber langfristig sind das die Marken, die, sobald es generell wieder nach oben geht, jene sind, mit denen die Konsumenten wieder weniger oder gar nichts mehr zu tun haben, weil sie an die Krise erinnern“, so Bayer. Man solle sich gerade in einer schwierigen Situation fragen, „was die Marke bei den Menschen relevant macht, wie kann sich dies verstärken und was differenziert mich vom Mitbewerb“. BAV hilft bei der Relevanz Bayer ist auch überzeugt davon, dass „jede Marke eine Geschichte hat, die es wert ist, erzählt zu werden. Man muss sie nur finden.“ Und genau hier setze der BrandAsset Valuator an, weil er genau herausarbeite, „was diese differenzierende, klare Geschichte“ sei. Denn, so Bayer weiter: „Sie muss ja irgendwann mal dagewesen sein, denn sonst hätte sich das Unternehmen ja bisher nicht etablieren können.“
Top 10 Marken Platz Marken allgemein 1 Österreich* 2 Google 3 Österr. Rotes Kreuz 4 Wikipedia 5 Hofer 6 Lego 7 WhatsApp 8 Ikea 9 YouTube 10 Amazon *Ländermarke; Quelle: Brand Asset Valuator 2022
Medien/Tech/ Kommunikation Google Wikipedia Whatsapp YouTube Amazon Microsoft Zeit im Bild ORF Samsung Apple
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und pendeln zwischen den Extremen. Sie schätzen Marken, die sehr rational über günstige Preise oder Qualitätsversprechen Vernunft vermitteln und Sicherheit geben, hegen jedoch gleichzeitig den Wunsch nach Ausbruch mittels Marken, die sehr emotionale Erlebnis- und Genuss-Versprechen abgeben.“
Andreas Roitner Head of Strategy Scholz & Friends
schungstool Auskunft darüber, wo ich als Marke in den Köpfen der Menschen verortet bin und wo ich im Vergleich zum Mitbewerb und auch zu anderen Branchen stehe“, so Bayer über die gesamtheitliche Betrachtungsweise des BAV.
© Yannik Steer
Ein weiterer und wesentlicher USP des BrandAsset Valuator sei, so Bayer, dass man hier auch Markenforschung betreibe. „Das ist ein über Jahrzehnte bewährtes Modell, das Auskunft darüber gibt, wie meine Marke im Moment ist und wie gut ihre Story ist.“ Denn während man in der Marktforschung Auskunft darüber erhalte, wie gut man bei bestimmten Attributen sei, die man selbst vorher ausgewählt hat, gibt der BAV als Markenfor-
Aufgrund der schnellen Abfolge von Krisen sind die Menschen ver unsichert und pendeln zwischen den Extremen.
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Und welche Ergebnisse liefert die aktuelle Scholz & Friends BAV-Studie noch? Durch die Coronapandemie ist auch das Thema Gesundheit in den letzten zwei Jahren verstärkt in den Vordergrund gerückt und spielt auch dieses Jahr weiterhin eine wichtige Rolle. Als Ausgleich zur Gesundheit kommt dieses Jahr ein Streben nach eventuell ungesunder Versuchung zum Vorschein. So gewinnen Marken wie zurück zum Ursprung (+95 Plätze), AMA Biosiegel (+65 Plätze) oder Ja! Natürlich (+13 Plätze). Auf der anderen Seite können aber auch Burger King (+265 Plätze), Kelly’s (+54 Plätze) oder auch Magnum (+32 Plätze) zulegen. Bayer spricht hier von einer „Unvernunft“, der sich die Menschen in Zeiten wie diesen auch gerne hingeben, um sich etwas Gutes zu tun. Und der BrandAsset Valuator könne diese Verhalten auch er-
klären: „Menschen suchen nach den Extremen zwischen Vernunft und Unvernunft. Marken, die einen dieser beiden Pole gut und glaubwürdig bedienen können, steigern heuer ihre Markenstärke und können von dieser gesellschaftlichen Entwicklung profitieren“, so Bayer. „Gefährlich“ sei nur die Mitte, denn: „Wenn die Konsumenten nicht wissen, wofür du stehst, haben sie auch keinen Grund, dich zu kaufen“, so Bayer. „Jetzt müssen sich Marken selbst treu bleiben und sich darüber im Klaren sein, was sie den Menschen bieten können – und was nicht.“ Und auch Andreas Roitner, Head of Strategy bei Scholz & Friends Wien, verdeutlicht nochmals die Bedeutung drastischer Veränderungen in der Markenlandschaft, die im BAV abzulesen sind: „Aufgrund der schnellen Abfolge von Krisen sind die Menschen verunsichert
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Robuste Marken Betrachtet man die 49 erhobenen Imageattribute, setzt sich dieses Bild fort. Marken, die entweder stark für Robustheit oder Kreativität stehen, können sich in den Köpfen der Menschen dieses Jahr stark behaupten. Als besonders robust gelten unter anderem Miele, Bosch und Siemens. Zu den Marken, die als äußerst kreativ wahrgenommen werden zählen unter anderem Lego, Disney und Ikea. Der Gegensatz zwischen der Robustheit und der Kreativität zeigt erneut die allgemein vorherrschende Spannung zwischen dem Streben nach Sicherheit und dem gleichzeitigen Verlangen nach Freiheit.
Markenstärke Markenkraft Differenzierung Beschreibt, wie stark sich die Marke abhebt. Relevanz Gibt an, welche Bedeutung die Marke für den Einzelnen hat.
Markenstatur Wertschätzung Der Wert beschreibt, wie sehr die Marke gemocht wird. Vertrautheit Sagt aus, wie gut man die Marke kennt.
Der Out of Home Award findet heuer am Mittwoch, 5. Oktober 2022 im MAK Wien statt und ehrt die besten Kampagnen aus dem Jahr 2021. Gerne möchten wir Sie dazu einladen, Ihre kreativsten Außenwerbekampagnen aus dem Jahr 2021 online unter https://ooh-award.gewista.at einzureichen. Die Einreichphase ist im vollen Gange und endet mit Sonntag, 31. Juli 2022!
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© RegionalMedien Austria/Markus Spitzauer (3)
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© Sabine Hertel (3)
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KLIMASCHUTZ
„Heute“ vergibt Award PREISVERLEIHUNG. Bei einer Gala wurde kürzlich im Burggarten im Beisein der Experten-Jury und vieler Wirtschaftsgrößen der „Heute For Future“-Award erstmalig vergeben. Der Preis wurden in drei Kategorien vergeben: Unternehmen, Zivilgesellschaft, Städte und Gemeinden. Die Auszeichnungen wurden von Umweltministerin Leonore Gewessler, Gemeindebundpräsidenten Alfred Riedl und WKO-Präsidenten Harald Mahrer übergeben. D ie Sonderpreise überreichten Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig und Energie-Generalsekretärin Barbara Schmidt. (red)
Heringsschmaus goes Steckerlfisch 1. Beim Aperitif; 2. Vizekanzler Werner Kogler und Georg Doppelhofer (RegionalMedien Austria); 3. Maria JelenkoBenedikt (RegionalMedien Austria), Frauenministerin Susanne Raab und Bildungsminister Martin Polaschek.
HERINGSSCHMAUS
Regionalmedien in der Meierei TREFFPUNKT. Die RegionalMedien Austria veranstalteten ihren traditionellen Heringsschmaus heuer unter dem Motto „Heringsschmaus goes Steckerlfisch“, am 8. Juni in der Meierei bereits zum fünften Mal. Gäste aus Politik und Wirtschaft folgten der Einladung in den Stadtpark. Unter den anwesenden Gästen waren unter anderem vertreten: Vizekanzler Werner Kogler, Innenminister Gerhard Karner, Frauenministerin Susanne Raab, Bildungsminister Martin Polaschek sowie Staatssekretär Florian Tursky, Kurt Egger (Österreichischer Wirtschaftsbund), Anita Frauwallner (APG Allergosan Pharma), Martin Hagleitner (Austria Email), Hannes Hofer (Monopolverwaltung), Peter Koren (Vereinigung der Österreichischen Industrie), Andreas Martin (Porsche Media & Creative), Franz Panwinkler (UBM Development), Martin Resel (A1 Telekom Austria) und Alfred Riedl (Österreichischer Gemeindebund). (red)
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Sieger und Gäste 1. Alle Preisträger mit ihren Laudatoren; 2. Heute-GF Wolfgang Jansky und Herausgeberin Eva Dichand; 3. GemeindebundPräsident Alfred Riedl, Umweltministerin Leonore Gewessler und Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig.
SOMMERTREFF
ABWECHSLUNGSREICH. Die Kurier freizeit lud zur Eröffnung von „freizeit im Park“ im Palais Freiluft, das den ganzen Sommer mit Programm aufwartet. Mit freizeit-Chefredakteurin Marlene Auer feierten unter anderem der Wiener Bürgermeister Michael Ludwig und der Josefstädter Bezirksvorsteher Martin Fabisch. Außerdem dabei waren: ZiB-Moderatorin Nadja Bernhard, Musiker Reinhold Bilgeri, Schauspieler und Moderator Alfons Haider, Kurier Medienhaus-Geschäftsführer Thomas Kralinger, Bäcker Kurt Mann, Opernsänger Daniel Serafin, Schauspieler und Theaterintendant Michael Schottenberg mit Ehefrau Claire Schottenberg, Autor Clemens Trischler, Bariton Clemens Unterreiner, das Schauspielerpaar Barbara Wussow und Albert Fortell, Moderatorin Alina Zellhofer und viele mehr. (red)
© Kurier/Franz Gruber
„Kurier“ eröffnet freizeit-Lounge
Sommerlocation eingeweiht stv. Kurier-CR Richard Grasl, freizeit-CR Marlene Auer, Wiens Bürgermeister Michael Ludwig und Kurier-GF Thomas Kralinger.
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Ist hier Weibsvolk unter uns?
Dinge wie Fairplay, Toleranz, Mut – gerade für Frauen wichtig –, Teamgeist und Leidenschaft möchten wir vermitteln.“
Schon bei Monty Pythons „Life of Brian“ haderte man mit dem Thema Gleichberechtigung.
SISYPHOS-ARBEIT. Wir hoffen nicht, dass das Thema Gleichstellung von Frauen in der Gesellschaft ein ähnliches Schicksal trifft, wie die Figur der griechischen Mythologie, Sisyphos, der zur Strafe für seinen Frevel von Homer gezwungen wurde, ewig einen Stein den Berg hinaufzurollen und wo kurz bevor er den Gipfel erreichte, der Brocken wieder den Hang hinunterrollte. Bezüglich der Gleichstellung von gut 50 Prozent der Mitglieder unserer Gesellschaft sind wir nicht nur weit weg vom Gipfel, sondern manchmal hat es den Eindruck, dass der Stein noch ganz unten am Hang wieder zurückrollt. Warum ich ihnen das erzähle? Ich komme gleich darauf. Zuerst aber etwas anderes. Diese Woche lud der ORF zur Begehung des fast fertigen multimedialen Newsrooms – jenem Ort, an dem die ORF-Journalistinnen und -Journalisten nicht nur zeitgemäß, sondern auch in die Zukunft blickend in verschiedenen Mediengattungen und redaktionsübergreifend arbeiten
werden können. Die Technik ist State of the art, und die Kolleginnen und Kollegen sind motiviert, sie auch zu nutzen, um einen öffentlich-rechtlichen Mehrwert zu schaffen. Die drei Chefredakteure, die das alles leiten werden, stehen ja schon fest, die Führungsebene darunter wie etwa die Ressortleiterinnen und Ressorleiter, Leitung Newsdesk, Traffic-Manager und viele andere Stellen sind ausgeschrieben. Das Problem: Die Ebene der Chefredakteure ist rein männlich besetzt, und umso mehr richten sich die Augen aller Beteiligten darauf, wie die Geschlechterverteilung etwa bei den neuen Ressortleitern darunter sein wird. Viel weniger Frauen geht hier nicht, und trotzdem könnte es schwierig werden, denn neben der Geschlechterparität braucht es auch noch Erfahrung im TV- oder Radio-Geschäft und andere Qualifikationen. Und wenn man bzw. Frau Pech hat, gilt es, andere, nicht so offensichtliche Begehrlichkeiten bei der Besetzung auch noch zu berücksichtigen und die Gefahr dabei ist, dass so manch qualifizierte(re) K ollegin auf der Strecke bleibt.
Zitat des Tages Viktoria Schnaderbeck, Fußball-Nationalteam
© Klett Cotta Verlag
Kommentar ••• Von Dinko Fejzuli
BUCHTIPP
Ein Leben lang gesund und beweglich
Was macht Putin aus?
Couch-Potatoes und Sport-Aficionados werden gleichermaßen informiert.
Medikament Sport Für Ernst Minar, der mehr als 20 Jahre beruflich in der amerikanischen Pharmabranche verbrachte, ist heute klar: „Fitness ist das beste Medikament.“ Bluthochdruck, Diabetes Typ2 und sogar das Risiko für bestimmte Krebsarten können durch moderates Training und kontinuierliche Bewegung verhindert werden. Slaven Stekovic erklärt im Buch auf anschauliche Weise, wie der Körper im Kleinen funktioniert, wie Muskeln und Organe miteinander kommunizieren und welch positiven Auswirkungen selbst kleine Veränderungen bewirken.
© Andreas Tischler/Vienna Press
WIEN. John Harris Fitness-Eigentümer Ernst Minar und Bestsellerautor und Molekularbiologe Slaven Stekovic haben gemeinsam ein Buch geschrieben mit dem vielsagenden Titel „Lebensmotor Bewegung“. Es zeigt, wie wichtig die Bewegung für unsere Gesundheit ist, untermauert dies mit den aktuellsten Studien, dechiffriert den KörperCode und erklärt den Menschen in seiner Gesamtheit.
Die Buchautoren Slaven Stekovic und Ernst Minar.
Ergänzt wird das Buch mit QR-Code zu Fitnessübungen, die genau erklärt werden. Für weiterführendes Training empfiehlt sich jedoch eine detaillierte Körperanalyse, um Dysbalancen herauszufinden. Erhältlich überall im Buchhandel und auf bald in jedem John Harris Fitnessclub. (red)
medianet.at
CHARAKTERSTUDIE. Zum Neujahrsempfang 2014 schenkte Putin seinen 5.000 wichtigsten Beamten drei vielsagende philosophische Werke. Der französische Philosoph Michel Eltchaninoff entwickelt daraus eine hellsichtige Analyse von Putins Denken. Mit einer kruden Mischung aus Logik und Willkür und auf der Grundlage eines rückwärtsgewandten Weltbilds soll ein eurasisches Großreich unter russischer Hegemonie entstehen. Klett Cotta Verlag;200 Seiten; ISBN: 978-3-608-50182-7
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COVER
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marketing & media papier, druck & packaging
gurkerl.at Individuelle Verpackungen für die Obstund Gemüse-Lieferanten 28
Pilotprojekt Kneipp testet Pfandverpackung für Kosmetikprodukte 30
Tirol Milch Käse-Sortiment in neuer Recycling- Verpackung 30 © Tirol Milch
IGEPA GROUP
Print-Kampagne auf Social Media
Mehrweg und Recycling gleichermaßen beliebt
© Mayr-Melnhof Karton
© PantherMedia/serezniy
Das System ist den Konsumenten egal. Wichtig ist ihnen, dass Verpackungen umweltfreundlich sind. 26
© Igepa Group
© Panthermedia.net/Nomadsoul1
HAMBURG. Mit auffälligen sponsored Posts zeigt der Papiergroßhändler Igepa auf Facebook, Instagram und LinkedIn, dass auch in einer digitalen Welt Print eine wichtige Rolle spielt. Verlinkt wird auf www. printense de, wo es das White Paper sowie das LiftOff-Magazin –natürlich in gedruckter Form – zu bestellen gibt. (red)
FunctionalBarrier Paper Mondi launcht Papier-Verpackung für eCommerce. 27
Mayr Melnhof Starke Nachfrage und hohe Preise pushen Umsatz und Gewinn. 30
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PAPIER, DRUCK & PACKAGING
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77%
© JDZ/Christian Kremser
Mehrheit Ob recyclingfähig (77%) oder Mehrweg (74%) macht für Verbraucher wenig Unterschied. Wichtig ist, dass Produktverpackungen umweltfreundlich sind; 77% würden dafür auch höhere Preise zahlen.
Green Packaging liegt im Trend
sowie Nord- und Südamerika befragt wurden. 77% bevorzugen Produkte in recyclingfähigen Verpackungen, und auch Mehrweglösungen finden großen Anklang (74%). 77% der Verbraucher – in der Gruppe der unter 45-Jährigen sogar 89% – wären bereit, dafür auch mehr zu bezahlen; bei der Umfrage im Vorjahr waren es jeweils drei Prozent weniger. Die Wahrscheinlichkeit, dass Verbraucher Produkte in Verpackungen kaufen, die sie als umweltschädlich ansehen, ist um 57% geringer. 44% der Umfrageteilnehmer (bei den Europäern sogar 51%) gehen noch einen Schritt weiter und sagen, dass sie solche Produkte überhaupt nicht kaufen würden.
••• Von Britta Biron MÜNCHEN. Laut einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstitut Lucid in Zusammenarbeit mit der Initiative Every Can Counts in 14 europäischen Ländern, darunter auch Österreich, stimmt die Mehrheit der Europäer zu, dass Umweltschutz und Recycling wichtig sind, aber nicht genug getan wird. Verbraucher wünschen … 87% der knapp 13.000 Befragten befürworten, dass nur Verpackungen verwenden sollten, die unendlich oft recycelt werden können, 89% wollen, dass Unternehmen für die von ihnen verwendeten Verpackungen verantwortlich gemacht werden, und knapp mehr als die Hälfte (51%) könnten sich sogar höhere Steuern vorstellen, um Firmen vom Gebrauch umweltschädlicher Materialien abzuhalten. 83 % der
Europäer und fast gleich viele der österreichischen Befragten (82%) fänden es gut, wenn nicht oder nur schwer recycelbare Verpackungen überhaupt verboten würden. Wird generell nach sinnvollen Maßnahmen zum Umweltschutz gefragt, so steht die Vermeidung und Reduktion von Abfall mit 69% an erster Stelle, dicht gefolgt von mehr Wertstoffrecycling mit 63%. … sich mehr Engagement … Außerhalb der eigenen vier Wände ist die Recyclingquote aber noch niedrig. So werden leere Getränkedosen nur von 33% der Befragten am Arbeitsplatz und von 30% unterwegs immer in einer Recyclingtonne entsorgt – vielleicht, weil es noch zu wenige davon gibt, denn mehr als die Hälfte der Befragten (52%) wünschen sich mehr Recyclingbehälter im öffentlichen Raum. Mit der internationalen Recycling-Tour, die heuer in Europa
und erstmals auch in Südamerika stattfand, sowie unter dem Hashtag #recyclewhereveryourare will die Initiative das Bewusstsein für die Kreislaufwirtschaft steigern. In die selbe Kerbe schlägt die neue Kampagne „Tonne oder Sack? Hauptsache Gelb!“ von Getränkekarton Austria. Via City Lights in allen österreichischen Landeshauptstädten, die Website recyclingmission.at, die Sozialen Netze und mit Unterstützung verschiedener Influencer will man die Bevölkerung zu mehr Engagement beim fachgerechten Entsorgen von Getränkeverpackungen motivieren. … von Politik & Unternehmen Den eindeutigen Wunsch der Verbraucher nach umweltfreundliche Verpackungen zeigt auch der kürzlich erschienene Global Buying Green Report 2022 von Trivium Packaging, für den 15.000 Personen in Europa
© Getränkekarton Austria/Bluforce Group
Zwei neue internationale Studien zeigen die Präferenz der Konsumenten für umweltfreundliche Verpackungen.
Kürzlich ist die neue Kampagne von Getränkekarton Austria gestartet.
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Nach Maß verpackt
AUSTROPAPIER
Wechsel in der Führungsetage WIEN. Seit Mitte Mai hat die Vereinigung der Österreichischen Papierindustrie mit Sigrid Eckhardt eine neue Geschäftsführerin. Eckhart ist studierte Ernährungs- und Kommunikationswissenschafterin und war seit 2009 in verschiedenen leitenden Funktionen in der Lebensmittelindustrie tätig. Einen Schwerpunkt ihrer neuen Tätigkeit sieht sie darin, den wichtigen Beitrag der Branche im Bereich Klimaschutz und Nachhaltigkeit aufzuzeigen.
Mondi und beck packautomaten launchen flexible Papierverpackungen speziell für den eCommerce.
© PantherMedia/serezniy
Ökologie im Fokus Diese Themen spielen auch für Martin Zahlbruckner, CEO der delfortgroup AG und neuer AustropapierPräsident, eine zentrale Rolle: „Wir investieren in klimafreundliche Technologien und schaffen Produkte, die auf nachwachsenden Rohstoffen basieren und gelten als Pionier in Sachen Bioökonomie. Diesen Weg gehen wir konsequent weiter und leisten unseren Beitrag für die Umwelt und die Gesellschaft.“ (red)
Mit der Neuheit reagiert Mondi auf die steigende Nachfrage des Online-Handels nach nachhaltigen Verpackungen.
Kreislaufwirtschaft „Unser FunctionalBarrier Paper ermöglicht es Online-Händlern, den Einsatz von unnötigem Kunststoff weiter zu reduzieren, indem sie unserem Ansatz folgen, Papier zu verwenden, wann immer möglich, und Kunststoff, wo es sinnvoll ist“, erläutert Thomas Lunz, Industry Group Manager Functional Paper bei Mondi Functional Paper & Films. Das FunctionalBarrier Paper, das erstmals auf der LogiMAT
(31. Mai. bis 2. Juni) vorgestellt wurde, besteht zu 95% aus Papier, verfügt über verbesserte Barriereeigenschaften gegen Wasserdampf und Feuchtigkeit sowie eine besonders hohe Festigkeit und ist über alle europäischen Papierabfallströme recycelbar. Die automatisierte Verpackungsmaschine von beck sorgt dafür, dass Produkte unterschiedlicher Größe ihren spe-
Unser FunctionalBarrier Paper ermöglicht es OnlineHändlern, Kunststoff weiter zu reduzieren. Thomas Lunz Mondi
ziellen Anforderungen entsprechend verpackt werden. Die Maschine vermisst die zu verpackende Ware und berechnet den Papierbedarf, wodurch Materialverbrauch, Abfall und Kosten minimiert werden. Die stabile Versiegelung des Papiers auf allen vier Seiten stellt sicher, dass die Verpackung alle logistischen Anforderungen erfüllt, wie bei Tests im ISTA-zertifizierten Labor des tschechischen MondiWerks Bupak ewiesen wurde. Praxiseinsatz „Das FunctionalBarrier Paper hat eine hervorragende Lauffähigkeit auf den automatisierten Verpackungslinien“, so Alexander Deharde, Vertriebsleiter von beck packautomaten. „In einer ersten Zusammenarbeit mit einem europäischen Modehändler haben wir den Kunststoffverbrauch deutlich reduziert und können nach Abschluss der Umstellung jedes Jahr mehr als 45 Tonnen einsparen.“ (red)
Alle Druckhäuser auf einen Blick
© austropapier/frankl
WIEN. Die jährliche Verbrauchertrendforschung von Mondi hat gezeigt, dass Online-Händler aktiv nach Verpackungen suchen, die praktisch sind, einen optimalen Schutz der Waren gewährleisten und nachhaltig sind. Mit dem neuen FunctionalBarrier Paper, das in Zusammenarbeit mit dem deutschen Maschinenbauer beck packautomaten entwickelt wurde, kann man eine solche Verpackungslösung nun anbieten.
Austropapier-Leitung Sigrid Eckhardt (Geschäfts führerin) und Martin Zahlbruckner (Präsident).
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medianet.at
Finanzvorstand Hannes Moser und Vorstandsvorsitzender Axel Kühner sind mit der Entwicklung äußerst zufrieden.
© Greiner
nen. Sie haben die Pandemie mit großem Engagement, Innovationskraft und hoher Flexibilität bravourös gemeistert“, so Kühner, und weiter: „Auch das erste Quartal 2022 konnte erfolgreich abgeschlossen werden – der Umsatz lag über dem Vorjahr, auch wenn Preissteigerungen in nahezu allen Bereichen das Ergebnis belasten. Wir streben für die
„Alles auf Zukunft“ Greiner AG verzeichnete 2021 neuen Umsatzrekord, und auch im 1. Quartal 2022 geht der Aufwärtstrend weiter. KREMSMÜNSTER. „Wir haben mit mehr als 2,2 Mrd. Euro einen Rekordumsatz erwirtschaftet, und das in einem wirklich turbulenten globalen Umfeld, in dem Wachstum alles andere als selbstverständlich war“, so Axel Kühner, Vorstandsvorsitzender der Greiner AG. Digital, innovativ und … Steigerungen gab es in allen Sparten: Mit 772 Mio. € lag der Umsatz von Greiner Packaging um 11,5% über 2020, die Schaum-
sind. Wir kommen also aus der Komfortzone, denn wir wollen aktiv gestalten“, erklärt Finanzvorstand Hannes Moser. „Der diesjährige Geschäftsbericht trägt gemäß unserer Transformation den Titel: ‚Hello Progress – Alles auf Zukunft!‘ Denn alles, was wir 2021 angepackt haben, hat eines im Blick: die Zukunft.“
stoffsparte Neveon schloss mit 735 Mio. € ab, wobei das Plus von 53,3% zum Teil auf die vollumfängliche Konsolidierung der Eurofoam zurückzuführen ist. Die Medizintechniksparte Greiner Bio-One profitierte von der hohen Nachfrage nach Vacuette-Virus-Stabilisierungsröhrchen und Laborbedarfsartikeln und bilanzierte mit 695 Mio. € (+0,4%). „Wir fokussieren unsere Aktivitäten und trennen uns von Bereichen, die nicht zukunftsfähig
… nachhaltig „Die Treiber unseres Erfolgs sind unsere mehr als 11.000 Mitarbeiter und Mitarbeiterin-
Individuelle Verpackung WIEN. Der Onlinesupermarkt gurkerl.at hat seit dem Start im Dezember 2020 die Palette von Serviceleistungen und Benefits für seine regionalen Partnerbetriebe kontinuierlich erweitert. Jüngste Neuheit: Lieferanten von Obst und Gemüse werden seit Ende Mai kostenlos Kartonverpackungen angeboten. Die Kartons bestehen aus umweltfreundlichem Recyclingmate-
rial, sind in vier verschiedenen Größen erhältlich und werden mit einem individuellen Aufdruck versehen. „Uns ist wichtig, dass wir für die Zusammenarbeit mit jedem Lieferanten Rahmenbedingungen schaffen, die so einzigartig wie der Betrieb selbst sind. Wir sehen uns als Partner auf Augenhöhe“, erklärt gurkerl.at-CEO Maurice Beurskens. (red)
© gurkerl.at
Neues Service für gurkerl.at-Partnerbetriebe.
Wir haben mit mehr als 2,2 Mrd. Euro einen Rekordumsatz erwirtschaftet und das in einem wirklich turbulenten globalen Umfeld. Axel Kühner Vorstandsvorsitzender Greiner AG
Zukunft ein organisches Wachstum an, wobei Digitalisierung, Innovation und Nachhaltigkeit die entscheidenden Faktoren sein werden.“ (red)
Immer ein eindrucksvoller Auftritt Auffallend gute Qualität: Rollenoffsetdruck, Bogenoffsetdruck, Digitaldruck und industrielle Endfertigung. Wir vereinen alles an einem Standort und produzieren ein vielfältiges Portfolio an hochqualitativen Druckwerken: von Flyern über Magazine und Kataloge bis hin zu Büchern. Und das seit mehr als 150 Jahren.
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medianet.at
TIROL MILCH
Käse in RecyclingVerpackung
© Mayr-Melnhof Karton
WÖRGL. Nach der erfolgreichen Einführung des Mehrwegsystems bei Milch und Joghurt baut Tirol Milch den Verpackungskreislauf weiter aus. Die neuen Käseverpackungen für das Selbstbedienungsregal bestehen aus einem neuartigen Monomer-Kunststoff, der in bestehenden Anlagen recycelt werden kann. Hohe Anforderungen „Neue Verpackungsmaterialien stellen uns oft vor Herausforderungen. Oberste Priorität hat dabei, dass die Produktsicherheit gewährleistet ist und der Geschmack über die Haltbarkeit hinweg erhalten bleibt. Aber auch die technische Umsetzbarkeit muss geprüft werden. Nach zahlreichen Tests ist es uns gelungen, eine Verpackung zu entwickeln, die unseren Anforderungen entspricht und zugleich sehr gut recyclingfähig ist“, freut sich Tirol Milch-Geschäftsführer Josef Braunshofer über den weiteren Schritt zu mehr Nachhaltigkeit (red)
Preiserhöhungen sowie starke Nachfrage brachten bei Board & Paper und im Verpackungssektor deutliche Steigerungen.
Signifikantes Wachstum
© Tirol Milch
Die MM Gruppe hat im 1. Quartal 2022 bei den Margen nach inflationsbedingtem Druck in den Vorquartalen wieder aufgeholt. WIEN. Der Konzernumsatz der Mayr-Melnhof-Gruppe lag mit 1.060,4 Mio. € um mehr als 75% über dem Vorjahreswert, das Betriebsergebnis stieg von 61,2 Mio. auf 111,1 Mio. € und der Periodenüberschuss um 35,6 Mio. auf 79,5 Mio. €. Der deutliche Wachstumsschub resultiert vor allem aus der Einbeziehung der Anfang August letzten Jahres erworbenen Karton- und Papierwerke in Polen und Finnland sowie dem höheren Preisniveaus.
Aufwärtstrend geht weiter Starke Nachfrage und hoher Auftragseingang halten sowohl bei Board & Paper als auch im Verpackungssektor weiter an. Um den anhaltenden Kostendruck zu kompensieren, wurde Anfang des 2. Quartals eine weitere Preiserhöhung bei Karton und Papier umgesetzt. Mit dem Erwerb der nordischen Pharmaverpackungsgruppe Eson Pac im April wurde die Wachstumsstrategie für Pa-
ckaging vorangetrieben. Daneben laufen die langfristigen Investitionsprojekte zur Erhöhung von Wettbewerbsfähigkeit und Kapazität mit einem Volumen von 250 bis 300 Mio. € p.a. nach Plan. Während die in mehreren MM-Werken begonnenen Erweiterungen noch heuer mehr Geschäft ermöglichen, sind die Wachstums- und Ergebniseffekte aus den Großinvestitionen bei Board & Paper vor allem erst nach 2023 zu erwarten. (red)
Mehrweg für Kosmetik Kreislaufwirtschaft Die Kunststoff-Verpackung für Käse kann in bestehenden Anlagen recycelt werden.
WÜRZBURG. Die Marke Kneipp hat sich rund um die Nachhaltigkeit ihrer Verpackungen ambitionierte Ziele gesetzt. Neben dem Einsatz biobasierter Materialien stehen Verpackungskreisläufe im Fokus. Gemeinsam mit dem Berliner Start-up Circleback wird derzeit am Aufbau eines Pfandsystems nach Vorbild der Getränke industrie gearbeitet.
Im Sommer startet das Pilotprojekt bei Edeka Moch im Shoppingcenter Alexa in B erlin. Konsumenten können leere Kosmetik- und Körperpflegeverpackungen am Circleback-Pfand automaten abgeben. Über die Circleback App gibt es bis zu 20 Cent pro Verpackung. Kneipp sowie teilnehmende Partner marken erhalten das Rezyklat für neue Verpackungen. (red)
© Kneipp/Marc Waldow
Gemeinschaftsprojekt von Kneipp und Circleback.
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Erfolgreiches Pilotprojekt
HAHNEMÜHLE
Hanfpapier für den Buchdruck
Aktionswoche „Offene Druckereien“: Verband Druck Medien freut sich über das positive Feedback zur Informationskampagne.
DASSEL (D). Die Papiermanufaktur Hahnemühle bietet zusätzlich zu seinen Fine Art-Hanfpapieren jetzt auch eines für den Offset- und High-Speed-Inkjet-Druck an. Entwickelt wurde es gemeinsam mit der Fotografin und Umweltaktivistin Maren Krings.
© Doris Seebacher
100 Prozent baumfrei „Hybrid Hemp besticht durch die Authentizität und Haptik eines Papiers aus nachhaltigen Pflanzenfasern und liefert hervorragende Ergebnisse im Text-, Foto- und Bilderdruck für Autoren, Agenturen, Druckdienstleister und Verlage “, erklärt Jan Wölfle, CEO der Hahnemühle Gruppe. Das erste Produkt, das mit dem innovativen Material hergestellt wurde, ist Krings Buch „H is for Hemp“, das bei der Buchmesse in London präsentiert wurde. Neben Geschichte und Verwendung von Industriehanf beschreibt die Autorin darin auch Entwicklung und Herstellung des neuen Hanf papiers. (red)
Peter Sodoma, Geschäftsführer des Verband Druck Medien: „Nachfrage und Feedback übertrafen unsere Erwartungen.“
WIEN. Die Aktionswoche der offenen Druckereien, die vom Verband Druck Medien heuer erstmals veranstaltet wurde, war ein voller Erfolg. Mehr als 1.100 Schüler und 40 Lehrer – von der Volksschule bis zur HTL – hatten die Gelegenheit genutzt, zwischen 16. und 20. Mai bei einem der 20 teilnehmenden Druckereibetriebe hinter die Kulissen zu sehen. „Unser Dank gilt allen Druckereien, die Führungen übernom-
men haben. Sie waren großartig. Die Nachfrage und das positive Feedback übertrafen unsere Erwartungen deutlich“, freut sich Peter Sodoma, Geschäftsführer des Verband Druck Medien. Tag des Drucks Eine Neuauflage der Aktionswoche rund um den 20. Mai, der zum Tag des Drucks erklärt wurde, wird im nächsten Jahr stattfinden, denn der Informationsbedarf ist nach wie vor hoch.
„Wir wissen aus Umfragen, dass mit Druckprodukten vielfach nur Zeitungen, Zeitschriften und Bücher assoziiert werden. Dabei ist heute fast alles bedruckt. Gedrucktes informiert nicht nur, es bietet auch Orientierung, gibt wichtige Warnhinweise oder schafft Aufmerksamkeit“, erklärt Sodoma. „Wir möchten sichtbar machen, welch wichtige und spannende Arbeit Druckereien täglich leisten.“ (red)
© Hahnemühle
Flasche für’s Altpapier Deutsch-amerikanisches Innovationsprojekt. postierbar sind oder zusammen mit anderen Papierprodukten recycelt werden können Der Prototyp der neuen Flasche wird voraussichtlich Ende 2022 fertig sein und danach mit ausgewählten Produkten aus dem gesamten Getränke-Portfolio von KDP – von Wasser über Säfte bis hin zu kohlensäurehaltigen Getränken – in der Praxis erprobt. (red)
Ökologie im Fokus „H is for Hemp“ ist das erste Buch, das auf dem neuen Papier gedruckt wurde.
© Papacks
KÖLN. Der US-amerikanische Getränkehersteller Keurig Dr. Pepper (KDP) will den Einsatz von Neukunststoff in den Verpackungen bis 2025 um 20% reduzieren. Dafür ist man jetzt mit dem in Köln ansässigen Verpackungsunternehmen Papacks eine Partnerschaft eingegangen, um Papierflaschen zu entwickeln, die samt Etikett, Kappe und Verschluss vollständig kom-
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© PEFC Austria/Franz Neumayr/GROHAG (2)
Siegerehrung Eduardo Rojas-Briales (Chairman PEFC International), Johannes Hörl (Grohag), Thomas Riegler (Bene), Simone Schmiedtbauer, Patrick Klade (Holz Klade), Jury-Vorsitzender und PEFCObmann Kurt Ramskogler (v.l.).
Waldschutz auf hohem Niveau PEFC Austria lud zur Verleihung der NachhaltigkeitsAwards 2021 auf den höchsten Berg Österreichs. WIEN. „Dass wir die Nachhaltigkeit am Großglockner in 2.369 Metern Höhe an die große Glocke hängen dürfen, verdanken wir einem der Award-Gewinner“, erklärte PEFC-Obmann Kurt Ramskogler die Wahl der ungewöhnliche Location für die feierliche Verleihung der PEFC Awards 2021. Exzellente Leistungen … In der Kategorie Promotion erhielt die Großglockner-Hochalpenstraßen-AG (Grohag) das Siegel für nachhaltige Waldwirtschaft. Für die Produktion ihrer jährlich bis zu 1,5 Mio. Werbemittel setzt das Unternehmen seit 2021 ausschließlich auf PEFC-zertifiziertes Papier. Grohag-Vorstand Johannes Hörl erklärte das Motiv für diese Entscheidung: „Die Nachhaltigkeit besitzt in der GrohagGruppe, die fünf Ausflugsziele mit insgesamt 2,5 Mio. Gästen jährlich betreut, den allerhöchs-
ten Stellenwert, und die PEFCZertifizierung aller Werbemittel und Hochbauten hilft uns entscheidend dabei, inmitten von Schutzgebieten nachhaltig zu agieren.“ … in fünf Kategorien Nachhaltiges Wirtschaften ist auch für den Möbelhersteller Bene eine Selbstverständlichkeit. Für die konsequente Umsetzung einer transparenten Lieferkette vom Wald bis zum Produkt gab es die Auszeichnung in der Kategorie „Chain of Custody“. Viktoria Hutter, Staatsmeisterin der Waldarbeit und ausgebildete Forstfacharbeiterin, die seit sechs Jahren ihren eigenen PEFC-zertifizierten Forstbetrieb führt, erhielt dafür sowie für ihr Engagement beim Projekts „waldsetzen.jetzt“ den Award in der Kategorie „Wald“. Simone Schmiedtbauer, die sich seit 2019 als Abgeordnete zum Europäischen Parlament
für die Interessen der heimischen Forstwirtschaft auf EUEbene einsetzt, wurde in der Kategorie „Persönlichkeit“ ausgezeichnet, und in der Kategorie „ZÖFU“ (Zertifizierte österreichische Forstunternehmen) ging der Preis an das Kärntner Familienunternehmen Holz Klade.
Die Videoporträts aller Preisträger, die vom PEFC Austria gemeinsam mit Wood-Influencer und Buchautor Artur CisarErlach produziert wurden, um das Engagement für nachhaltige Waldwirtschaft und Holzverarbeitung sichtbar zu machen, werden auf www.pefc.at/ pefc-backstage präsentiert. Neue Ausgabe gestartet Die nächste Runde der PEFCAwards ist bereits gestartet – noch bis zum 30. Juni steht das Teilnahmeformular unter www. pefc.at/der-pefc-award für die aktuelle Ausschreibung zur Verfügung. PEFC-zertifizierte Waldbesitzer sowie Unternehmen und ZÖFU-zertifizierte Forstunternehmen können sich aktiv für den Award bewerben. (red)
Die PEFC Awards vor dem imposanten Großglockner-Panorama.
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COVER
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retail Ausbau Interspar erhöht die Lagerflächen in Loosdorf auf 8.000 m² 36
Kooperation Post, shöpping und der Handelsverband starten KMU-Initiative 39
Fruchtig Die neue Obstpause von efko kommt in den Sorten Erdbeere, Mango, Marille 48
© Nöm
© Efko (3)
© Andi Bruckner
Gregor Feistl
Mündige Konsumenten dürfen auch rauchen Der Zigarettenkonsum ist während der Coronapandemie gestiegen, berichtet Ralf-Wolfgang Lothert von JTI Austria. 34 # #VIELFALTBYMETRO
WENN GUTES IMMER GANZ REGIONAH IST.
© APA/Hans Punz
metro.at
Erfreut Anti-Teuerungspaket ist bei Handelsobmann Rainer Trefelik gut angekommen. 38
Nöm AG Der Niederösterreicher Gregor Feistl hat per Anfang Juni das Verkaufsteam der Nöm übernommen und zeichnet damit für den nationalen Salesbereich der international tätigen Molkerei verantwortlich. Der 46-Jährige kann auf über 20 Jahre Berufserfahrung als Salesexperte zurückblicken und war die letzten Jahre als National Account & Sales Manager bei Unilever, wo er das Home-, Beauty- & Personal Care-Geschäft leitete.
RETAIL
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© Andi Bruckner
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„Flexibilität und Agilität sind keine Buzzwords“ Die Tabakbranche ist für die Zukunft gerüstet – Ralf-Wolfgang Lothert, Mitglied der Geschäftsführung bei JTI Austria, wünscht sich Weitblick.
••• Von Georg Sander
D
ie Regulierung ist vehement. Tabak ist im Negativen der Vorreiter bei Regulierungen, beispielsweise, was Werbung betrifft“, stellt Ralf-Wolfgang Lothert, Mitglied der Geschäftsführung bei der JTI Austria GmbH, dem Nachfolger der österreichischen Tabakwerte, klar. Lothert, der
selbst Nichtraucher und Ausdauersportler ist, kann auf lange Erfahrung zurückgreifen und muss es wissen. Er studierte Jus in Tübingen und Freiburg i.Br., machte in Cardiff seinen MBA in Finance and General Management, arbeitete zunächst für die Deutsche Treuhandgesellschaft, dann für DaimlerChrysler Railwaysystems, ehe er 2001 zu Philip Morris in die Tabakindustrie wechselte.
Seit 2013 ist er nun bei JTI und weiß über die Bedürfnisse und Anforderungen der Branche Bescheid; in seiner Funktion als Head of Corporate Affairs and Communications gibt er einen Einblick in die Branche. Mehr Verkauf während Covid In Österreich hat JTI 500 Mitarbeiter, weltweit 40.000. Der Marktanteil liegt bei 33%, man hat im Portfolio Marken wie Ca-
mel, Benson & Hedges, Winston oder American Spirit. Zwölf Mrd. Zigaretten werden jährlich von zirka 5.000 Trafikanten in 595 Mio. Packungen in Österreich verkauft. Während Corona waren es mehr, was zu einem stabilen Wachstum der Branche führte. „Die letzten zwei Jahre waren Ausnahmen, aber der Markt in Österreich ist stabil, 0,5 bis ein Prozent weniger und dann auch wieder mehr. Man wird es erst
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nach 2022 wieder vergleichen können, wenn wir wieder in normalem Fahrwasser sind“, führt er aus. Denn der Umsatz ist im Rahmen der Pandemie gewachsen, weil die Grenzen geschlossen waren: „Vor der Covidzeit wurden rund 16 Prozent der Ware nicht in Österreich gekauft, nun lag der Wert bei neun Prozent. Der größte Gewinner war der Staat, er hat 110 Millionen Euro mehr als im Vorjahr eingenommen. Wir sahen zudem eine Verlagerung weg von Hotspots wie Bahnhöfen, Flughäfen und Innenstädten.“ Das freut die betroffenen Trafikanten einmal mehr, einmal weniger. Den Finanzminister freue das zwischenzeitliche Mehr, schließlich fallen auf Tabakwa-
Wenn so viele Zigaretten hier konsumiert, aber nicht versteuert werden, ist das sehr viel. Dem Finanzminister gehen 400 Mio. Euro durch die Lappen. Ralf-Wolfgang Lothert JTI Austria GmbH
ren 77% Steuern an – nach der Mineralölsteuer ist diese Steuer die ertragreichste für den Staat, mit einem Volumen von rund 2 Mrd. €. So weitergehen wird es aber wohl nicht. Nun würden die Menschen wieder mehr verreisen und demzufolge auch im Ausland einkaufen. Das betrifft vor allem östliche und südliche Nachbarländer. Die Zigarettenstange, die man zum Frisörbesuch in
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© APA/dpa/David-Wolfgang Ebener
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beispielsweise Ungarn oder Slowenien mitkauft, wird also ein Comeback feiern. Klar ist aber auch: Wenn dann wieder so viele Zigaretten wie zuvor im Ausland gekauft werden, dann „gehen dem Finanzminister 400 Mio. Euro durch die Lappen“. Steuererhöhung Im April wurden die Preise für Zigaretten wieder angehoben, der Preisanstieg von 20 Cent pro Packung ist in dem Zusammenhang eine moderate Preissteigerung. Die Steuern sind hoch, die Regulierungen ebenfalls eng, beispielsweise, was die Werbung betrifft. „Tabak ist schädlich, Punkt. Der Mensch mag aber Genussprodukte“, so Lothert. Wie eingangs erwähnt, ist die Branche stark reguliert, quasi „negativer Vorreiter“. Fraglich sei, inwieweit die Tabakbranche als Vorbild für andere herangezogen werde, sei es Zucker oder Alkohol: „Es lässt meine Ohren klingeln, wenn sich die WHO dieselben Regulatorien beim Zucker wünscht.“ Lothert wünscht sich demzufolge mündige Konsumenten. Der Anteil jugendlicher Raucher ist in den letzten zwei Jahrzehnten stark zurückgegangen. 2001 rauchten noch 27,5%, heute sind es unter sechs: „Noch in zehn, zwanzig Jahren wird geraucht werden. Aber für ein Unternehmen, das Tabakwaren verkauft, ist es wichtig, dass man den Konsumenten aufklärt, dass es erwachsene Konsumenten sind,
die sich selber für so ein Genuss produkt entscheiden können.“ Die Unternehmen müssten also agil bleiben und sich auf die Zukunft vorbereiten, dabei klug kommunizieren, was ja bislang, im Gegensatz zu Werbung außerhalb, innerhalb der Trafik noch erlaubt ist. Keine Buzzwords Neben den Regulatorien gibt es Alternativprodukte, die der Branche zusetzen könnten. Zwar, wie eben erwähnt, werde auch in Zukunft geraucht werden, aber es kommen eben immer neue Produkte auf den Markt. Allgemein kann man auch anhand der Learnings aus Corona festhalten, dass die Unternehmen gut aufgestellt sind. „Erstens sind Worte wie Flexibilität und Agilität keine Buzzwords. Wir konnten auch wie etwa im Labor nicht ins Homeoffice. Zweitens: Kommunikation innen und nach außen ist viel wichtiger geworden, auch für Führungskräfte. Drittens: Es braucht Planbarkeit und Rechtssicherheit – in der Krise noch mehr und grundsätzlich. Darüber hinaus ist es wichtig, resilient zu sein.“ Das betrifft eben die Zukunft, die von mehr oder weniger schädlichen Rauchwaren wohl mitgeprägt sein wird. Noch schätze er den Anteil an Nikotin-Pouches, eZigaretten und anderen auf fünf bis sieben Prozent. Lothert mahnt aber ein, dass diese keineswegs so billig bleiben würden. Im Gegensatz zu Tabak fällt ja nur die Umsatz-
steuer an: „Irgendwann wird der Staat aufwachen und will dann auch nicht weniger aus den neuen Produkten verdienen.“ Verantwortungsvollen Genuss, das möchte man ermöglichen. Wenn man an die Entwicklungen der letzten Jahre denkt, sagt er aber abschließend: „Was ei-
Man nimmt sich die Tabakindustrie als Vorbild. Es lässt m eine Ohren klingeln, wenn sich die WHO dieselben Regulatorien beim Zucker wünscht.
nen fuchsteufelswild macht, ist, dass bestimmte Regulierungen eingeführt werden, ohne dass es einen Nachweis gibt, dass diese wirken.“ Im Sinne der Fairness sollte sich das wohl ändern. Das vollständige TV-Interview sehen Sie unter: tv.medianet. at/video/industry-ohne-filter -tabak-business-osterreich Redaktion TV: Andy Marada
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RETAIL
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© Marcher Fleischwerke
KARRIERE
© Interspar/Johannes Brunnbauer
Helene Ebner
Gut gelagert Interspar Österreich-Geschäftsführer Johannes Holzleitner (l.) und Alois Huber, Geschäftsführer der Spar-Zentrale St. Pölten, freuen sich über die erweiterten Lagerflächen in Loosdorf.
Marcher Bei den Marcher Fleischwerken leitet ab sofort Helene Ebner die Personalabteilung: Die Recruiting-Expertin will den Personalbereich mit ihrem Know-how weiterentwickeln und mit dem Marketing-Team das Employer Branding des Familienunternehmens weiter stärken. Ebner war zuletzt für die Völker GmbH tätig, wo sie die Vertriebsleitung für vier Standorte (Kapfenberg, Graz, Klagenfurt, Gleisdorf) innehatte. Lesen Sie das Interview mit Helene Ebner auf Seite 64.
Online-Offensive bei Interspar
Günter Thumser ÖAMTC Günter Thumser (Jahrgang 1955) ist neuer Präsident des ÖAMTC. Er folgt damit Gottfried Wanitschek, der nach fünf jähriger Amtszeit nicht mehr für die ehrenamtliche Funktion kandidierte. Thumser wiederum war langgedienter Präsident von Henkel CEE und Europe; seit 2017 ist er Geschäftsführer des Österreichischen Verbands der Markenartikelindustrie.
LOOSDORF. Interspar erweitert das Angebot seiner Onlineshops Haushalt & Freizeit sowie weinwelt.at und verdoppelt dafür die angemieteten Lagerflächen im Logistikzentrum Loosdorf (NÖ) auf 8.000 m². Interspar bündelt mithin die Lagerflächen der beiden Onlineshops für Haushalt & Freizeit sowie weinwelt.at und baut diese gleichzeitig aus. Wein trifft Gewürz „Auf weinwelt.at finden unsere Kunden ab sofort zusätzlich eine komplette Gewürzwelt mit einer exklusiven Auswahl an Gewürzen aus Österreichs Regionen und aller Welt“, erklärt Interspar Österreich-Geschäftsführer Johannes Holzleitner. Insgesamt werden in beiden Onlineshops künftig mehr als 9.000 Produkte verfügbar sein. „Da die beiden
Onlineshops die Bestellspitzen zu verschiedenen Zeiten im Jahr haben, ist das Lager über das gesamte Jahr sehr gut ausgelastet“, berichtet Alois Huber, Geschäftsführer der Spar-Zentrale St. Pölten.
Auch in puncto Nachhaltigkeit kommt eine Innovation: Ab Herbst werden Mehrwegverpackungen beim Weinversand getestet; das Projekt läuft in Kooperation mit der FH Oberösterreich sowie der Post. (red)
© Interspar/evatrifft
© ÖAMTC/Barbara Wirl
Interspar erweitert seine Lagerflächen in Loosdorf und pusht damit auch das Angebot in den Onlineshops.
Im Test gemeinsam mit der Post: Mehrwegverpackungen im Weinversand.
Best of – fair & transparent
OPENING BURGGASSE 52-54 1070 WIEN 22. JUNI 2022 www.stroeck-feierabend.at
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RETAIL
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REAL TALK
Coca-Cola spricht über Plastikmüll
© APA/Hans Punz
WIEN. Coca-Cola Österreich macht mit einer neu gegründeten Dialogreihe auf sich aufmerksam: In Kooperation mit dem Kurier werden künftig Diskussionen mit Vertretern aus Gesellschaft, Wirtschaft und Politik zu den Themen Plastikmüll bei Getränkeverpackungen, Lösungsansätze zur Erhöhung der Sammelquoten, geplante Mehrwegquote und verpackungsreduzierte und -freie Alternativen veranstaltet. Der erste „Real Talk“ findet am Dienstag, 21. Juni, um 17 Uhr im Österreichischen Gewerbeverein in der Eschenbachgasse in der Wiener Innenstadt statt. (Streaming-Link voraussichtlich ab Mittwoch auf www. coca-cola-oesterreich.at)
„Wichtiger Impuls für die Kaufkraft“
Illustre Runde Bei der Auftaktveranstaltung diskutieren Umweltministerin Leonore Gewess ler, Recyclingexperte und c7-consult-Inhaber Roland Fehringer, Elisa Gramlich, Co-Gründerin der LifestyleApp inoqo, Walter Hauer, Geschäftsführer der TB Hauer Umweltwirtschaft GmbH, und Herbert Bauer, General Manager Coca-Cola HBC Österreich; die Moderation übernimmt Sandra Baierl, die beim Kurier das Ressort Karriere leitet – im Fokus stehen die geplante Einführung des Einwegfandsystems und Recycling anreize. (red)
© APA/AFP/Hector Retamal
WKÖ-Handelsspartenobmann Rainer Trefelik begrüßt das „dringend notwendige“ Anti-Teuerungspaket der Regierung. WIEN. „Nach der langen Durststrecke aufgrund von Corona hat das Jahr 2022 zwar mit einem starken Wachstum begonnen, jetzt dämpfen jedoch erneut viele Wachstumshemmer die Stimmung im österreichischen Handel. Das Anti-Teuerungspaket bedeutet daher einen wichtigen Impuls, den der heimische Handel dringend brauchen kann“, goutiert Rainer Trefelik, Handelsspartenobmann bei der WKÖ, das am Dienstag von der Regierung vorgestellte Bündel an Maßnahmen, um die Auswirkungen der hohen Inflation abzufedern. Das Paket umfasst neben der historischen Abschaffung der kalten Progression eine wohnortsunabhängige Erhöhung des Klimabonus auf 250 € sowie eine Einmalzahlung in derselben Höhe; Arbeitslose und Mindestpensionisten sollen einmalig 300 € bekommen, Familienbeihilfe-Empfänger bekommen 180
€ zusätzlich pro Kind, außerdem wird die geplante Erhöhung des Familienbonus sowie Kindermehrbetrags vorgezogen. Darüber hinaus werden diverse Familien- und Sozialleistungen künftig laufend der Inflation
Wir hoffen, dass das Paket bei vielen unserer Kundinnen und Kunden dazu führt, dass sie sich das eine oder andere Einkaufserlebnis gönnen können. Rainer Trefelik WKÖ
angepasst – etwa Studienbeihilfe, Kinderabsetzbetrag und Reha- und Umschulungsgeld. Lob vom Handelsverband Einen „großen Wurf und ein wichtiges Signal in einer schwierigen Zeit“ ortet auch Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will, der zudem die Lohnnebenkostensenkung – deren Details allerdings noch offen ist – lobend hervorhebt; diese sei „jedenfalls ein Signal in die richtige Richtung, denn jeder Prozentpunkt hilft den Unternehmen, ihre Arbeitsplätze langfristig zu sichern“. Die angekündigte Senkung sei „zwar höher als die letzten Entlastungsschritte in diesem Bereich“, allerdings könne man „bezogen auf die Lohnsumme nur von einem ersten Schritt sprechen, wenn wir im europäischen Vergleich wettbewerbsfähiger werden wollen“, so Will abschließend. (red)
medianet.at
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RETAIL
Startschuss für KMU-Initiative WIEN. Die Zahl der österreichischen Händler, die ihre Produkte über das rot-weiß-rote Online-Aushängeschild shöpping verkaufen, übersteigt fünf Jahre nach deren Gründung die 2.000er-Marke – sie zahlen keine Fixkosten und ihre Produkte werden klimaschonend und regional von der Österrreichischen Post zugestellt. Damit künftig noch mehr kleine und mittelständische Händler von der größten E-CommercePlattform des Landes profitieren können, haben die Post und shöpping mit dem Handelsverband die KMU-Regionalinitiative „Gemeinsam online wachsen“ ins Leben gerufen. Das erklärte Ziel: Die Stärkung des E-Commerce-Standorts Österreich und die Sicherung heimischer Jobs. „Rundum-Sorglos-Paket“ Konkret können sich ab sofort alle Handelsverband-Mitglieder, die sich neu auf shöpping. at registrieren, die Services des Online-Marktplatzes ohne Fixkosten und bis 1. Oktober
Ich bin sicher, dass wir mit dieser Aktion vielen neuen Händlern einen leichten Einstieg in den E-Commerce ermöglichen werden. Robert Hadzetovic Geschäftsführer shöpping
Die Antwort auf Amazon shöpping ist der OnlineMarktplatz der Österreichischen Post – das Portfolio umfasst mittlerweile über 2.000 Händler, die Versandkosten entfallen ab 33 € Warenwert (pro Händler).
© shoepping.at
Handelsverband, Post und shöpping wollen heimischen Betrieben helfen, den „E-Commerce-Turbo“ zu zünden.
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zusätzlich ohne Verkaufsprovision nutzen. Den heimischen KMU-Betrieben werde damit „ein zusätzlicher, professioneller Verkaufskanal bereitgestellt, um die Wertschöpfung und Hunderttausende Arbeitsplätze im österreichischen Handel zu sichern“, wie es in einer gemeinsamen Aussendung heißt. Die Basis der neuen Initiative bildet ein eigener shöppingPakettarif für kleine Händler, welche im E-Commerce durchstarten wollen. Bei Bedarf kann auch das gesamte Fulfillment – von der Lagerung, über die Kommissionierung, Verpackung und den Versand bis zum Retourenmanagement – an die Post ausgelagert werden. „Nur jedes fünfte E-Commerce-Paket in Österreich wird auch tatsächlich vom heimischen Handel verschickt. 70 bis
80 Prozent aller Pakete entfallen auf das Cross-Border-Geschäft – damit steht Österreich europaweit leider an der traurigen Spitze. Mit shöpping bieten wir eine attraktive Plattform für Händler aus Österreich an, um genau diesen Umstand zu ändern“, erklärt Georg Pölzl, Vorstandsvorsitzender der Österreichischen Post. Reger Zulauf erwartet „Mit shöpping bieten wir Händlerinnen und Händlern aller Größen ein äußerst attraktives Angebot, um schnell und einfach auf Österreichs relevantestem Marktplatz Produkte verkaufen zu können“, betont shöppingGeschäftsführer Robert Hadzetovic. „Ich bin sicher, dass wir mit dieser Aktion vielen neuen Händlern einen leichten Einstieg in den E-Commerce ermöglichen werden.“
Der Spielzeugwelt Graz habe der Online-Marktplatz gar die Existenz gerettet: „Dank shöpping konnte ich meine Lagerdrehung optimieren. Zur Spielwaren-Hochsaison an Ostern und Weihnachten habe ich bis zu 450 Pakete am Tag verschickt. So konnte ich die Waren aus meinem Geschäftslager abverkaufen, als ich wegen Corona mein Geschäft schließen musste. Ohne shöpping.at gäbe es unsere Firma heute nicht mehr“, so Gerhard Nitzlnader, Geschäftsführer des Spielwarenhändlers. Händler können sich über folgenden Link registrieren: https://www.shoepping.at/a/ haendler-werden – Voraussetzungen sind eine aktive HVMitgliedschaft und Sitz der gewerbetreibenden Gesellschaft, Paketversand sowie Retourenadresse in Österreich. (red)
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ZUSTELLHANDEL
ParadiseR liefert Kochboxen
Schön teuer In Zeiten hoher Inflation fällt der Preisvergleich bei Lebensmitteln in Deutschland und Österreich – wie ihn die AK regelmäßig im Preismonitor abbildet – eindrucksvoll aus.
© PantherMedia/HayDmitriy
WIEN. Schongaren zählt zu den gesündesten Zubereitungsarten. Nun gibt es mit „ParadiseR“ den österreichweit ersten KochboxLieferservice, der für die Niedrigtemperaturgarer maßgeschneidert wurde. Die zwei Gründer Daniel Matejcek und Juan Mejia (Bild re.) wollen damit heimische Küchen innovieren – gesunde, warme Mahlzeiten brauchen nach ihrem Konzept nämlich nur mehr 5 min Vorbereitungszeit. Regional & nachhaltig Im Sinne der Umwelt wird regional eingekauft und nachhaltig verpackt. Lieferungen ab sofort in ganz Wien und Niederösterreich, Bestellung direkt online via www.paradiser.at. „Gesundes Essen muss den Alltag schöner, nicht stressiger machen. Durch das Schongar-Prinzip und vorportionierte Zutaten schaffen wir es, den effektiven Zeitaufwand in der Küche bei unter fünf Minuten zu halten und die Ernährung gleichzeitig gesünder zu gestalten“, so die beiden ParadiseR-Gründer Matejcek und Mejia. Bei ParadiseR werden die Zutaten einmal wöchentlich direkt vor die Haustür geliefert. Mehr als 70 Rezepte und verschiedene Pakete je nach Haushaltsgröße stehen bereits zur Auswahl, acht Mahlzeiten etwa kommen so auf einen Wochenpreis von 63 €. (red)
Gesalzene Preise im AK-Preismonitor Rund drei Viertel (31 von 43) der verglichenen Lebensmittel kosten in Österreich mehr als in Deutschland.
© Irene Schaur
WIEN. Allzu großer Beliebtheit in der Branche erfreut er sich nicht: der AK Preismonitor. Regelmäßig weist er auf die Preisunterschiede zwischen österreichischem und deutschem Lebensmittelhandel hin. Und mag es auch Vorbehalte geben in Hinsicht Vergleichbarkeit (unterschiedliche Logistik, höhere Flächendichte in Österreich), so mag die aktuelle Gegenüberstellung doch ein wenig frappieren – allerdings bezieht sie sich auf den Onlinehandel. Einkaufskorb um 12% teurer Süßes, Pikantes und Fertiggerichte – die Preise für ein und dasselbe Produkt sind hierzulande in der Formulierung der AK mitunter „gesalzen“. Der Einkaufskorb mit 43 identen Marken-Lebensmitteln kostet in österreichischen Online-Supermärkten um rund zwölf Prozent mehr als in deutschen. Das zeigt der aktuelle AK Preismonitor in
fünf Online-Supermärkten in Österreich und Deutschland. Der AK Preismonitor ist in Österreich auch netto teurer als in Deutschland. Wird die unterschiedliche Umsatzsteuer herausgerechnet, so sind die Preise für den Einkaufskorb in Österreich netto um 8,8% höher als in Deutschland. Rund drei Viertel (31 von 43) der verglichenen Lebensmittel kosten in Österreich mehr als in Deutschland, elf waren im Schnitt in Österreich billiger als
im Nachbarland, und eines kostete in beiden Ländern gleich viel. Bemerkenswert: Nutella ist im heimischen Onlinehandel um 26% teurer als in Deutschland, wiewohl in Deutschland die Produktmenge ohnedies um 50 g schwerer wiegt. Alle Preise wurden inklusive Mehrwertsteuer erhoben (Österreich zehn bzw. 20%; Deutschland sieben bzw. 19%). Aktionen wurden berücksichtigt, nicht aber Kundenkarten-Vorteilspreise oder Mengenrabatte. (red)
AK Preismonitor Onlinehandel mit Lebensmitteln Produkt/Marke Butterkekse/Leibniz (200 g) Pommes 123/McCain (750 g) Cola/Coca-Cola (1 l) Crunchips/Lorenz (150 g/175 g) Nutella/Ferrero (700 g/750 g)
A 1,99 3,14 1,55 1,94 4,59
D 1,22 1,99 1,08 1,37 3,63
± +63% +58% +44% +42% +26%
Preise in €; Quelle: AK Preismonitor: Die AK hat zwischen 16. und 18. Mai 43 idente Marken-Lebensmittel in den österreichischen Online-Supermärkten Billa und Interspar sowie deutschen Online-Shops Edeka, Rewe und Kaufland erhoben.
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Integration gefragt WIEN. Neben der praxisnahen Ausbildung stehen in der SparAkademie Wien auch persönlichkeitsfördernde Lehrinhalte am Stundenplan. Darunter das Fach Kulturpflege – ein in der privaten Berufsschule von Spar entwickelter Gegenstand, der interkulturelle und interreligiöse Schwerpunkte setzt. Bundesministerin Susanne Raab, zuständig für Frauen, Familie, Integration und Medien, wurde am 9. Juni von Spar-Vorstandsdirektor Hans K. Reisch und Lehrlingen die SparAkademie Wien vorgestellt: In der Akademie absolvieren 375 Schüler aus 34 Nationen und Volksgruppen, die 29 verschie-
dene Sprachen sprechen und 13 Religionsgemeinschaften angehören, die Berufsschule. Das offene Miteinander und wertschätzender Umgang ist für den Alltag in der Berufsschule und später am Arbeitsplatz in den Spar-Filialen unabdingbar. Kulturpflege seit 1958 Die praktische Übung Kulturpflege in der Spar-Akademie Wien wurde bereits 1958 entwickelt – noch vor Einführung des allgemeinen Religionsunterrichts an Berufsschulen. Die Übung wird in allen drei Schulstufen wöchentlich für eine Stunde unterrichtet. Ziel ist es, zur Allgemeinbildung der Lehrlinge
© Spar/Werner Krug
Spar fördert die erfolgreiche Integration und den interkulturellen Austausch bei Lehrlingen.
Zu Besuch Bundesministerin Susanne Raab (3.v.l.), Hans K. Reisch (Mitte, Spar-Vorstand) und Robert Renz (3.v.r.), Direktor der Spar-Akademie Wien.
beizutragen sowie ihr interkulturelles Lernen und Verstehen sowie den Dialog untereinander zu fördern. Das Engagement von Spar in Sachen Integration und kultureller Vielfalt wurde bereits mit dem Österreichischen Integrationspreis gewürdigt.
„Die Spar-Akademie ist Vorreiterin für Engagement von Betrieben in Sachen Integration und interkulturellem Lernen. Ich freue mich, dass so viele Lehrlinge mit Migrationshintergrund ihre Ausbildung bei Spar machen“, sagt Raab. (red)
gültig bis 22.6.2022 Angaben über Artikel und Preise vorbehaltlich Druck & Satzfehler. Angebote gültig solange der Vorrat reicht.
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Die Frische hält Einzug im Billa in Kematen Eine Neueröffnung mit viel Frische und jeder Menge Regionalität auf 700 Quadratmetern stellt die Bedeutung Billas als Nahversorger klar.
••• Von Christian Novacek
A
nfang Juni eröffnete ein neuer Billa in der Kremstalstraße 10, in Kematen an der Krems – der bereits 164. Standort von Billa in Oberösterreich. Der Markt besticht mit großer Glasfassade, das Design ist offen und modern. Im Inneren gibt es die bewährte Vielfalt an frischen, saisonalen und regional erzeugten Produkten auf einer Verkaufsfläche von rund 700 m². 15 Mitarbeiter unterstützen bei Fragen rund um den Einkauf.
Modern Ein Markt mit großer Glas fassade und modernem, offenem Design.
© Billa/Christian Dusek (2)
Wichtig in Stadt und Land „Seit mehr als sechs Jahrzehnten versorgt Billa die Menschen in Österreich mit frischen Lebensmitteln, Produkten des täglichen Bedarfs und umfassenden Serviceleistungen und gilt als wichtiger Nahversorger in Stadt und Land. Unser Ziel ist es, mit maßgeschneiderten Angeboten die individuellen und auch lokalen Kundenwünsche bestmöglich zu bedienen. Auch hier am neuen Standort dürfen sich unsere Kundinnen und Kunden auf eine bunte Produktvielfalt sowie auf attraktive Preise und Aktionen freuen“, erklärt Billa-Vertriebsdirektor Thomas Steingruber. Herzstück des Marktes ist der Frischebereich mit seiner großen Auswahl an saisonalem Obst und Gemüse. Darüber hinaus spielt einmal mehr die regionale Herkunft eine Hauptrolle. „Unsere Kundinnen und Kunden greifen gerne zu Lebensmitteln aus der Umgebung, die von Betrieben aus ihrer unmittelbaren
Kompetenz an der Fleisch- und Wursttheke – schon seit dem Frühjahr 2020 bietet Billa zu 100% Frisch fleisch aus Österreich an.
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Frische zählt Breite Regalwe ge verstärken die Offenheit im Markt. Frische bei Obst und Gemüse im Marktplatzambiente inkl. Schwerpunkt auf Regionalität und Saisonalität.
© Billa/Christian Dusek (3)
Hilfsbereit Anlaufstation für Fragen rund um den Einkauf und auch für individuelle Kun denwünsche: das Billa-Team vor dem neuen Markt in Kema ten in Oberöster reich.
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Nachbarschaft stammen. Umgekehrt freut es uns natürlich, wenn wir regionale Lieferantinnen und Lieferanten unterstützen und ihnen eine Bühne für die Präsentation ihrer Produkte bieten können“, erläutert Steingruber. Er verweist auf österreichweit 2.500 regionale und lokale Produzenten aus den jeweiligen Bundesländern, mit denen Billa zusammenarbeitet. Insgesamt stehen bereits über 25.000 regionale Artikel zur Verfügung. Auf den Standort bezogen, finden sich 1.960 Produkte von 550 regionalen und lokalen Produzenten aus Linz Land. Darüber hinaus bietet Billa seit dem Frühjahr 2020 100% Frischfleisch aus Österreich an. In allen rund 1.260 Märkten regiert mithin österreichische Qualität in sämtlichen Preissegmenten. Zudem kennzeichnet Billa mit dem „Fair zum Tier“Siegel Produkte mit höheren Tierwohlstandards, die über den gesetzlichen Vorgaben liegen. Sicheres Einkaufen Auch wenn die aktuellen Verordnungen nahelegen, dass Covid bald von gestern sein wird, bleibt in allen Billa-Märkten die Sicherheit oberstes Gebot. Plakate an den Kassen und Klebestreifen am Boden weisen auf das Abstandhalten hin. Zudem sorgt ein Hygienebeauftragter dafür, dass die Haltegriffe der Einkaufswagen laufend desinfiziert werden und die All-in-oneDesinfektionsmittelspender im Eingangsbereich stets ausreichend befüllt sind. Mehrmals täglich macht ein Hygienebeauftragter einen Kontrollgang durch den Markt und überzeugt sich unter anderem, dass die Waagendisplays und -auflagen in der Obst- und Gemüseabteilung oder auch der Kassenbereich regelmäßig gereinigt wurden.
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© APA/AFP/Greg Baker
China ist uns weit voraus Schon vor der Corona-Pandamie war China der Vorreiter im Online-LEH. Studiendaten prognostizieren für 2026 ein Marktvolumen von über 600 Milliarden Euro.
Ein zähes Ringen um Marktanteile Trotz Rentabilitätsdilemma wird der Online-LEH kräftig wachsen – wovon es abhängt, wer sich durchsetzen wird. MÜNCHEN/ZÜRICH. Der deutsche Online-LEH soll laut einer Prognose des Beratungsunternehmens Bain bis 2026 auf rd. 14 Mrd. € wachsen, was dem 2,1-fachen Spitzenwert während der Lockdowns der vergangenen Jahre entspricht. In den USA soll das Marktvolumen im selben Zeitraum auf umgerechnet 170 Mrd. € steigen, was einem noch steileren Anstieg entspricht. Die Wachstumskurven anderer Länder variieren je nach Potenzial und Marktreife, doch zeigen sie überall steil nach oben. „Der Online-Lebensmittelhandel hat sich rund um den Globus zu einem milliardenschweren Wachstumsmarkt entwickelt, denn immer mehr Menschen nutzen die Lieferservices auch nach den coronabedingten Lockdowns“, erklärt Miltiadis Athanassiou, Bain-Partner und Co-Autor der den Prognosen zugrundeliegenden Studie. „Die jüngsten Investitionen in die
Sofortlieferdienste bedeuten aber keineswegs, dass die neuen Anbieter zwangsläufig die Oberhand gewinnen.“ Vielmehr stünden alle Marktteilnehmer vor der gleichen Herausforderung: sich im Wettbewerb zu behaupten und langfristig profitabel zu sein. Drei Faktoren gelte es dabei zu berücksichtigen. Omnichanneller im Vorteil Trotz der Bequemlichkeiten des Internets kaufen die allermeisten Onlineshopper weiterhin parallel im klassischen LEH – in Frankreich gelte dies etwa für 93% der Kunden, im in puncto Online-LEH weit entwickelten China sind es noch immer 89%. Die etablierten Handelskonzerne, die über ein Omnichannel-Profil verfügen, profitieren entsprechend von ihren Größenvorteilen und einer engen Kundenbindung, argumentieren die Studienautoren. Darüber hinaus würden die Hersteller „den
Handelsketten oft günstigere Konditionen als den Start-ups“ bieten, konstatiert Marie-Therese Marek, Associate Partner bei Bain. Trotzdem müssen die etablierten Anbieter „angesichts der Agilität und des immensen Daten-Know-hows der Herausforderer“ wachsam bleiben. Es muss sich ausgehen Alles steht und fällt mit der Profitabilität: Diese zu verbessern, sei die große Herausforderung aller Marktteilnehmer. Sogenannte Darkstore-Modelle – gemeint ist der Direktverkauf aus dem Warenlager – würden sich flächendeckend nach wie vor noch nicht rechnen; Sofortlieferdienste müssen demnach anstreben, den Umsatz pro Bestellung zu steigern, ihre Lieferfrequenz zu erhöhen und zu erwägen, ihren Angebotsmix auf Non-Food auszubauen. Die Empfehlungen für die Omni channeller – sich von den neu-
en Marktteilnehmern Gebühren und Mindesteinkaufsvolumen abzuschauen – beherzigten die heimischen E-Vollsortimenter (Interspar, Billa, Unimarkt) bereits seit Anfangstagen. Effiziente Abwicklung Um sich langfristig im Wettbewerb zu behaupten, „benötigen die Lebensmittelhändler für ihre Wachstumspläne unterschiedliche regionale Modelle, die sich nach der Bevölkerungsdichte des Einzugsgebiets richten“, meint Marek. Zusätzlich zu den Clickand-Collect-Lösungen im stationären Geschäft sollten sie sich „stärker auf eine automatisierte Auftragsabwicklung bei Zusammenstellung und Verpackung der Produkte konzentrieren“. (red)
Um sich im Wett bewerb zu b ehaupten, benötigen die Lebens mittelhändler für ihre Wachstumspläne unterschiedliche regionale Modelle. Marie-Therese Marek Co-Studienautorin
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Das nachhaltige Geschenk Mit jeder Bestellung wird direkt die österreichische Landwirtschaft gefördert. www.bauernladen.at/mitarbeitergeschenke
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Billigfleisch am Grill
LIEFERSERVICE
Mit Drink Now durch den Sommer WIEN. In der Wiener City kann der „spontane Durst“ abseits von Lokalen in diesem Sommer wieder besonders bequem gelöscht werden: „Drink Now“ schickt seine neongelben E-Lastenbikes mit kühlen Getränken in die bereits zweite Sommersaison. Geliefert wird von bis zu sechs E-Lastenbikes, in der Regel Donnerstag bis Sonntag zwischen 14 und 22 Uhr.
Laut einer aktuellen WWF-Rabattanalyse stammt inzwischen bereits jedes dritte Grillfleisch aus dem Ausland.
© APA/dpa/Wolfram Kastl
Lieferung per GPS Das Besondere: Drink Now liefert per GPS direkt an den Standort der Durstigen – also auch in den Park, an den Donaukanal oder das sonstige „Platzl des Geschehens“. Das Liefergebiet umfasst die Wiener City – ca. fünf Kilometer rund um den Stephansdom. Gewählt werden kann vom Ottakringer Hellen, über Vöslauer Mineralwasser bis hin zum Weißen Spritzer und Gin Tonic aus der convenienten Dose. Die Drink Now App ist kostenfrei in den App-Stores (Android & iOs) verfügbar. (red)
Die Griller laufen auf Hochtouren – die billigsten Produkte darauf sind laut WWF meistens importiert.
WIEN. Die Grillsaison wird immer mehr zur Billigfleischsaison – das zeigt eine aktuelle Rabattanalyse der Umweltschutzorganisation WWF. Diese hat einen Monat lang die Grillsortimente in den Flugblättern von sechs österreichischen Supermarktketten untersucht. Insgesamt wurden im Untersuchungszeitraum 297 Fleischprodukte verbilligt angeboten. © theguardians
Erfrischung auf Rädern Die Bezahlung bei Drink Now erfolgt bequem direkt über die App. Die Lieferung ist kostenfrei.
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Billige Importware? Bereits jedes dritte rabattierte Grillfleisch stammte aus dem Ausland – im letzten Jahr war es noch jedes fünfte. Auch die billigsten Produkte in den Prospekten waren importiert, etwa ein Kilo Grillwürstel um 2,99 € und ein Kilo Hendlschenkel um 3 €. „Angesichts der Klima- und Naturkrise sendet das gleich mehrere falsche Signale aus.
Die als Lockmittel eingesetzten Rabatte befeuern den Fleischkonsum auf Kosten des Klimas und der Umwelt. Zusätzlich setzen Billigimporte die heimische Landwirtschaft unter Druck. Den hohen Preis dafür zahlt letztlich die gesamte Gesellschaft“, sagt dazu WWF-Expertin HannahHeidi Schindler. Handel soll umdenken Der WWF fordert ein Umdenken im Handel und eine Ernährungswende von der Politik. „Die Bundesregierung muss den klimaschädlichen Billigfleisch-Irrsinn eindämmen und im Gegenzug ressourcenschonende Lebensmittel stärker unterstützen. Wir brauchen auf allen Ebenen klimafaire Preise“, so Schindler. Besonders wichtig dafür sei die verpflichtende Kennzeichnung aller Fleischprodukte nach Herkunft und Tierwohl im
Auf dem schnellsten Weg zur passenden Agentur
Handel und in der Gastronomie. Zusätzlich plädiert der WWF angesichts der Teuerung für ein dauerhaftes Senken der Mehrwertsteuer auf Obst, Gemüse und Hülsenfrüchte. Bei fast allen Angeboten handelt es sich um konventionelle Waren (96%). Biofleisch wird kaum angeboten, und nur jedes zehnte Grillprodukt in den Prospekten ist vegetarisch oder vegan. „Die aktuelle Preispolitik erschwert eine klimafreundliche Entscheidung. Schon jetzt ist der Fleischkonsum drei Mal höher, als von Fachleuten empfohlen“, kritisiert die WWF-Expertin. Am häufigsten haben die Supermärkte im Untersuchungszeitraum (25.4. bis 23.5.) Schweinefleisch in Aktion angeboten – mit einem Rekordrabatt von 53,9%, gefolgt von Geflügel mit 50% und Rindfleisch mit 36%. (red)
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© Franz Neumayr (2)
Käsemeister Seit 2021 führt Gerrit Woerle das Unternehmen in fünfter Generation. Gnerationenübergreifend erfolgt auch der Ausbau der Käserei in Henndorf in Salzburg.
Naturkäserei baut auf Nachhaltigkeit Nach zwei Jahren Bauzeit geht der Ausbau der Käserei Woerle in Betrieb und verdoppelt die Produktionskapazität. HENNDORF. Die Privatkäserei Woerle hat ihr Zwei-Generationen-Projekt mit der Inbetriebnahme der neuen Naturkäserei in Henndorf finalisiert. Auf einer Fläche von 5.000 m² können in der Endausbaustufe 10.000 t Käse im Jahr erzeugt werden – doppelt so viel wie bisher. Mit der neuen Käserei hat das Familienunternehmen auch einen Schritt in Richtung Nachhaltigkeit gesetzt – produziert wird in Zukunft energieeffizienter. Meilenstein gesetzt Woerles definiertes Ziel: Käse aus nachhaltigem Kreislauf zu produzieren. Dem wird die Naturkäserei, in die das Familienunternehmen einen zweistelligen Millionenbetrag investiert hat, gerecht. „Für uns ist das ein Meilenstein, der es uns ermöglicht, die gesamte Produktionskette so ressourcenschonend wie möglich zu gestalten und unsere Käsespezialitäten be-
sonders nachhaltig sowie unter Einsatz modernster Technik zu erzeugen“, freut sich Geschäftsführer Gerrit Woerle. 2019 hat er gemeinsam mit seinem Vater – der damals noch die Unternehmensleitung innehatte – mit der Projektplanung begonnen. Die Mission: Das Unternehmen mit dieser Investition zukunftsfit zu machen und in die sechste Generation zu führen. „Mit der Inbetriebnahme der neuen Naturkäserei wird es uns gelingen, sowohl qualitativ wie auch innovativ einen weiteren Schritt in eine erfolgreiche Zukunft zu machen“, so Woerle, der auch darauf verweist, dass „für unser Handeln ein möglichst ressourcenschonender Zugang ganz zentral ist“. In der neuen Käserei setzt man auf Wärmerückgewinnung mittels Wärmeschaukeln; dazu werden Wärmequellen mit Wärmesenkern verbunden. „Je nach Produktspezifikation wird
Kesselmilch erwärmt und zeitlich versetzt eine vergleichbare Menge an Molke gekühlt. Durch den Einsatz der Wärmeschaukel erwärmt nun die Molke die Milch – und kühlt dabei selbst ab“, erklärt Woerle. Bei einer Produktionskapazität von 10.000 t Käse können auf diese Weise ca. 1.500 MWh und
ca. 450 t CO2 pro Jahr eingespart werden. Darüber hinaus wird auf einem Teil der Dachfläche der Käserei eine PhotovoltaikAnlage installiert. Positive Zentralisierung Die Bauzeit betrug knapp zwei Jahre; aufgrund der Pandemie sowie durch den Brand im Mai 2021 hat sie sich etwas verzögert. „Dank unseres großartigen Teams, das sofort die Ärmel hochgekrempelt und an einem Strang gezogen hat, war nach knapp drei Monaten jedoch alles wieder instandgesetzt“, sagt Woerle. Bisher hatte das Unternehmen auch in einer Pachtkäserei produziert und im Umkreis Lagerflächen angemietet. Durch die Zentralisierung am Standort Henndorf werden rd. 5.000 LkwFahrten im Jahr eingespart. (red)
Zweistelliger Millionenbetrag für den Ausbau in Henndorf am Wallersee.
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will haben Der Sommer ruft zum Genießen auf … und zur Pause mit Obst von efko
© Krug
© Efko (3)
••• Von Christian Novacek
Obstpause
Grande Cuvée
Mit der neuen Obstpause in den Sorten Erdbeere, Mango und Marille bietet efko einen bewusst natürlichen Fruchtsnack für zwischendurch für große und kleine Obstliebhaber in nachhaltiger Glas-Verpackung. efko vertraut bei seinem neuen Obstpause-Sortiment auf den natürlichen Geschmack von Früchten, und zwar ganz ohne Zuckerzusatz. Die efko Obstpause in der nachhaltigen Verpackung im 200 ml-Glas ist ungekühlt haltbar und im gut sortierten Lebensmittelhandel erhältlich.
Die Krug Grande Cuvée des Jahres 2022 ist die 170ème Édition. Der Champagner ist eine Mischung von 195 Weinen aus zwölf verschiedenen Jahrgängen, von denen der jüngste aus dem Jahr 2014 und der älteste aus dem Jahr 1998 stammt. Ein rund siebenjähriger Aufenthalt in Krugs Kellern verleiht der Édition Ausdruck und Eleganz. Die fortlaufende Nummer steht übrigens für die Anzahl an Jahren seit der Geburtsstunde der Édition N°1 im Jahr 1845. © doppler
www.efko.at
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Im Sommer lässt sich der Wohnraum auch ins Freie verlagern – besonders stilsicher und in höchster Qualität gelingt dies mit Produkten aus dem Hause doppler.
Brasilianische Fairtrade-Kaffees
© Tchibo
Zwei Mal jährlich werden die Qbo Premium Coffee Beans frisch in einem anderen Ursprungsland geerntet, jetzt ist Brasilien an der Reihe. Die aktuellen Qbo-Spitzenkaffees – Filterkaffee und Caffè Crema jeweils in mild oder kräftig – stammen von der Kooperative Coopfam und sind Rainforest Alliance-zertifiziert. Die Qbo Premium Coffee Beans aus Brasilien sind als ganze Bohne in der 250 g-Packung für je 4,99 € sowie als Limited Edition als Kaffeewürfel für Qbo-Maschinen zum Preis von 3,29 € pro Packung in allen Tchibo-Filialen sowie online unter tchibo.at erhältlich. www.tchibo.at
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COVER
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financenet & real:estate Novität Erste AM startet jetzt ersten Private Equity Dachfonds 52
Gold Martin Sardelic, Valida: ÖGUT-Auszeichnung für die Valida Plus AG 54
Klima Geschäftslage und Geschäftserwartung im positiven Bereich 55
© Valida Vorsorge Management
ZINSEN STEIGEN
© EHL Immobilien
EZB erhöht den Leitzinssatz
EHL Immobilien Gruppe feiert den 30. Geburtstag
© Volksbank Akademie
© Panthermedia.net/Jörg Hackemann
Mit einem Jahr Verspätung fand die große 30-JahresGeburtstagsgala in der Orangerie Schönbrunn statt. 50
AMSTERDAM. Mit der ersten Zinserhöhung seit elf Jahren reagiert die Europäischen Zentralbank (EZB) auf die Rekordinflation. Der EZB-Rat kündigte bei seiner Sitzung in Amsterdam an, die Leitzinsen im Juli um jeweils 0,25 Prozentpunkte anzuheben. Die Prognose für die Inflationsrate für 2023 wurde viel stärker angehoben, als erwartet worden war, nämlich von 2,1% (März-Prognose) auf jetzt 3,5%. Im September sollte, wenn der derzeitige Inflationsausblick unverändert bleibt oder sich verschlechtert, laut EZB ein größerer Schritt angemessen sein. (red)
Ausgezeichnet Der eLearning Award geht an die Volksbank Akademie. 52
Immo-Kredite Strenge Vergabekriterien ab Juli. Vier goldene Regeln zum Handling. 56
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REAL:ESTATE
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Schon viel erreicht und das Leben noch vor sich Einen runden Geburtstag feierte die EHL Immobilien Gruppe mit viel Prominenz – mit ihren 30 Jahren ist sie in der schönsten Lebensphase.
••• Von Helga Krémer
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it einem Jahr Verspätung fand die große 30-JahresGeburtstagsfeier der EHL Immobilien Gruppe, gegründet 1991, in der Orangerie Schönbrunn statt. Vielleicht lag es an der einjährigen Vorfreude auf das Fest oder am traumhaften Wetter, möglicherweise daran, dass es eine gefühlte Ewigkeit kaum Gelegenheit zum Feiern gegeben hatte – jedenfalls herrschte beste Stimmung unter den mehr als 600 Gästen aus Wirtschaft, Kunst und Kultur, die der Einladung von Michael Ehlmaier, geschäftsführender Gesellschafter der EHL Immobilien Gruppe, und seinem Team gefolgt waren. Zeit für die Beantwortung einiger Fragen nahm sich der Gastgeber trotzdem.
© Xxxxxxxxx xxxxxxxxx
medianet: Wie würden Sie die Entwicklung der EHL beschreiben?
Gastgeber Die komplette EHL-Geschäftsführung feierte mit über 600 Gästen.
© EHL Immobilien (2)
medianet: Herr Ehlmaier, was waren die Highlights der vergangen 30 Jahre ‚Ihrer‘ Gruppe? Michael Ehlmaier: In 30 Jahren gibt es in einem so stark gewachsenen Unternehmen derart viele Meilensteine, dass es kaum möglich wäre, sie alle aufzuzählen. Es sind auch nicht nur einzelne Erfolge, sondern Kontinuität und Stabilität, die EHL Immobilien zu dem gemacht hat, was es heute ist. Wir waren 30 Jahre lang durchgehend engagiert sowie motiviert und es ist uns gelungen, das Vertrauen unserer Kundschaft langfristig zu gewinnen.
Cathy Nimni mit Kulturmanager Daniel Serafin, Peter Ulm (allora Immobilien), Petra Teufelsdorfer (Piment Immobilien & Investment) und Rechtsanwalt Stefan Artner (v.l.).
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Bau & Design Florian Ambacher, Michaela Mischek-Lainer (Mischek Bau), Peter Czapek (Bank Austria Real Invest) und Architekt Christian Heiss (v.l.).
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Ehlmaier: EHL ist konsequent den Weg vom spezialisierten Wohnungs- und Büromakler zu einem umfassend aktiven Immobiliendienstleister gegangen. Mit der Erweiterung des Maklergeschäfts auf alle großen Marktsegmente und mit unserer Expansion in die Bereiche Immobilienmanagement, Bewertung sowie Asset-, Center- und Baumanagement können wir unseren Kundinnen und Kunden heute eine vollständige Servicepalette rund um den Lebenszyklus einer Immobilie bieten, wodurch wir uns von vielen im Mitbewerb unterscheiden.
© EHL Immobilien (3)
medianet: Ein kurzer Blick in die Zukunft – wo sehen Sie Ihre Gruppe in 30 Jahren? Ehlmaier: Auch in den nächsten 30 Jahren möchten wir ein verlässlicher und erfolgreicher Partner für all unsere treuen Kundinnen und Kunden, aber auch für unsere fantastischen Mitarbeitenden bleiben und streben weiterhin ein kontinuierliches Wachstum und den Ausbau unser Marktführerschaft an.
Michael Ehl maier mit Robert Löw (LLB), Daniel Riedl (Vonovia/Buwog), Karina Schunker (EHL Wohnen), und Franz Pöltl (EHL Investment Consulting, v.l.).
Süße Geste Die zweite Generation Ehlmaier beim Tortenanschnitt.
Grundlage des Ausbaus Schon heute zählt EHL in allen großen Marktsegmenten, insbesondere der Vermietung von Büros (2021 ca. 41.000 m²) und EHImmobilien durch die Tochter EHL Gewerbeimmobilien sowie in der Vermittlung von Wohnungen (2021 ca. 1.500) durch die Tochtergesellschaft EHL Wohnen zu den führenden heimischen Maklerunternehmen. Die Tochtergesellschaft EHL Investment Consulting sei mit einem Transaktionsvolumen von ca. 1,42 Mrd. € klarer Marktführer. Weiters zähle die Tochter EHL Immobilien Management zu den führenden Verwaltungsgesellschaften, und die EHL Immobilien Bewertung sei die Nummer 1 im Bereich Immobilienbewertung, so Ehlmaier.
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© Volksbank Akademie
Coaching-Programm hat sich die Volksbank Akademie auf Neuland begeben und nutzt VRTechnologien für die didaktische Vermittlung von Soft Skills für die Kundenberatung.
Die Volksbank setzt voll auf modernste Technik bei der Ausbildung ihrer Berater und wurde dafür prämiert.
Ausgezeichnet eLearning Award geht an die Volksbank Akademie für „Blended Learning“ und „Virtual Reality Coaching“. WIEN. Die Volksbank Akademie, das zentrale Aus- und Weiterbildungsinstitut des VolksbankenVerbundes, wurde beim internationalen eLearning Award in der Kategorie „Coaching“ mit einem Preis ausgezeichnet. Punkten konnte die Volksbank Akademie mit ihrem immersiven Blended Learning und Virtual Reality Coaching-Programm, das in Kooperation mit der Un-
„Learning Experience“ durch. Im Bereich der Aus- und Weiterbildung werden Virtual RealityTechnologien bereits seit einigen Jahren eingesetzt.
ternehmensberatung BankenImpuls Consulting und dem eLearning-Anbieter Create entwickelt wurde. Damit schließt das Aus- und Weiterbildungsinstitut an den Erfolg der vergangenen Jahre an: Nach den Kategorie-Siegen im Bereich Blended Learning im Jahr 2018 und Virtual Reality im Jahr 2019 setzte sich die Volksbank Akademie 2021 im Bereich
Virtual Reality im Einsatz In der Regel dienen diese jedoch oftmals dazu, Lagerräume und Maschinenbedienung zu simulieren. Mit ihrem Blended Learning und Virtual Reality
Authentisches Lernerlebnis „Mit dem Blended Learning- und Virtual Reality Coaching-Programm ist es uns gelungen, ein authentisches und immersives Lernerlebnis zu schaffen. Unsere Kundenberaterinnen und Kundenberater haben so die Möglichkeit, Handlungsalternativen in der Produktargumentation, der Einwandbehandlung und beim Vertragsabschluss zu erlernen“, sagt Barbara CzakPobeheim, Geschäftsführerin der Volksbank Akademie. „Wir freuen uns, dass die Kombination aus Virtual Reality, realem Coaching und eLearning-Elementen nicht nur bei den Beraterinnen und Beratern, sondern auch bei der hochkarätigen Jury des ‚eLearning Award 2022‘ auf Zuspruch stößt“, so Czak-Pobeheim. „Bereits seit 2018 setzt die Volksbank Akademie auf die Macht von Virtual Reality, um Soft Skills gezielt zu trainieren“, sagt Gerald Fleischmann, Volksbank Wien AG und Sprecher des Volksbanken-Verbundes. (rk)
Novität am Fondsmarkt WIEN. Die Erste Asset Management (AM) GmbH, eine Tochter der Erste Group Bank AG, geht mit einem von ihr initiierten Private Equity Dachfonds an den Start. Mit dem erfolgreichen Vertragsabschluss mit der Investorengruppe in der ersten Veranlagungsrunde (First Closing) wurde der Startschuss für den „Erste Diversified Private Equity I“ (Fund-of-Funds, Dach-
fonds gemäß luxemburgischem Recht) gelegt. Das Fondsvolumen im First Closing beträgt 80 Mio. € und hat eine Kapazität bis zu 150 Mio. €. Der Dachfonds wird als langfristiges Veranlagungsprodukt der Erste Asset Management angeboten und steht für weitere Investments für institutionelle und qualifizierte Privatanleger im vierten Quartal 2022 offen. (rk)
© PantherMedia/pressmaster
Erste AM startet jetzt Private Equity Dachfonds.
Anlage-Schwerpunkt sind wachstumsstarke Klein- und Mittelbetriebe in CEE.
WENN DAS KEIN GRUND ZU FEIERN IST! Der Marketing Club Österreich ist stolze 65 Jahre alt. Seit seiner Gründung 1957 steht der Marketing Club Österreich für die Vermittlung und den Austausch von Marketing-Know-how und die Vernetzung der renommiertesten Marketingköpfe des Landes. Davon profitiert jedes einzelne Mitglied des Marketing Club Österreich – auch Melanie Rondonell, Marketing Manager Swatch Österreich. Feiern Sie mit! Gratulieren Sie dem Marketing Club Österreich auf www.marketingclub.at/65Jahre! Unter allen GratulantInnen verlosen wir 65 tolle Preise von Falkensteiner Hotels, Palmers, Swatch, BIPA, Volkshilfe, PAYBACK, Decathlon, Henkel und JETZT Konferenzen.
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FINANCENET
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ERFOLGREICH
VIG platziert „Nachrangige“
Hehre Ziele Ausschlusskriterien für ValidaVeranlagungen sind Rüstung, Nuklearenergie, Kohle oder schwere demokratische Defizite.
© Conference on the Future of Euro
WIEN. Die Vienna Insurance Group AG Wiener Versicherung Gruppe (VIG) hat nachrangige Tier 2 Schuldverschreibungen mit fest-zu-variablem Zinssatz und vorgesehener Endfälligkeit in 2042 in einem Gesamtnennbetrag von 500 Mio. € erfolgreich bei institutionellen Investoren im In- und Ausland platziert. Die Schuldverschreibungen wurden unter dem aktuellen Tier 2 Notes Issuance Programme begeben. Die VIG kann die Schuldverschreibungen vorbehaltlich der in den Anleihebedingungen der Schuldverschreibungen geregelten Bedingungen und Ausnahmen frühestens nach neuneinhalb Jahren kündigen und zurückzahlen. Die Schuldverschreibungen werden anfänglich mit jährlich 4,875% fest verzinst. Der Emissionspreis wurde auf 98,935% des Nennbetrags festgelegt.
Zehntes ÖGUTGold für Valida Bestmögliche Auszeichnung für Nachhaltigkeit; TopWerte bei CO2-Footprint, ESG- und SDG-Performance.
ANADI BANK
KLAGENFURT. Die Anadi Bank wandelt sich zur reinen Digitalbank – einem FinTech mit umfassender Vollbankstruktur. Daher wird die Anadi Bank einen Verkaufsprozess in Form eines strukturierten Bieterverfahrens für das traditionelle Bankgeschäft mit den Bereichen Retail Banking, Corporate Banking und Public Finance starten. Zum Verkauf stehen rund 50.000 oftmals langjährige Kundenbeziehungen und eine Bilanzsumme von rund 2,2 Mrd. € bei sehr geringen Risikokosten und attraktiven Margen.
WIEN. Bereits zum zehnten Mal in Folge hat die Österreichische Gesellschaft für Umwelt und Technik (ÖGUT) den GoldStandard, die höchstmögliche Zertifizierung für Betriebliche Vorsorgekassen, an Valida Plus AG verliehen. Valida konnte vor allem mit ihrem weiter ausgebauten Engagement im Bereich nachhaltige Veranlagung überzeugen. Rund 100% des verwalteten Vermögens der Valida Vorsorgekasse sind in nachhaltigen oder nachhaltig orientierten Asset-Klassen veranlagt. Darüber hinaus hat Valida Vorsorgekasse im Vorjahr die UNPRI (United Nations Priciples for Responsable Investment) unterzeichnet und damit ihr Bekenntnis zu einem nachhal-
tigeren globalen Finanzsystem bekräftigt. Martin Sardelic, Vorstandsvorsitzender der Valida Vorsorgekasse, erläutert: „Wie sehr strenge Nachhaltigkeits-
kriterien mit erstklassiger Performance vereinbar sind, zeigt unser Veranlagungsergebnis 2021: Mit 5,05 Prozent konnten wir die beste Performance unter den heimischen Vorsorgekassen vorweisen.“
© Valida Vorsorge Management
Auf dem Weg zur Digitalbank
Martin Sardelic, Vorstandsvorsitzender der Valida Vorsorgekasse.
Besser als Vergleichsportfolio Der ESG-Performance Score informiert über das Niveau der Environmental Social Governance der Unternehmen, in die investiert wird. Der SDG Solution Score beschreibt, wie sehr die im Portfolio vertretenen Unternehmen zur Erreichung der 17 Social Development Goals der Vereinten Nationen beitragen. Die Valida Vorsorgekasse schneidet bei allen drei Werten besser ab als ein internationales Vergleichsportfolio. (rk)
Alle Medien auf einen Blick
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Freitag, 17. Juni 2022
FINANCENET
Die Stimmung ist trotz allem gut Creditreform KMU-Umfrage: Geschäftserwartung und Geschäftslage sind nach wie vor im positiven Bereich.
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Preisdruck 57,8% der Teilnehmer der CreditreformUmfrage haben angekündigt, die Preise im nächsten Halbjahr zu erhöhen; nur 1,7% wollen diese senken.
Der Krieg zeigt seine Wirkung Der Verlauf des Klimabarometers (inkl. seiner Teilkomponenten „Lage“ und „Erwartungen“) zeigt aktuell zwar eine spürbare Verbesserung gegenüber den Coronakrisenjahren 2020 und 2021, allerdings lässt sich eine konjunkturdämpfende Wirkung des Krieges in Osteuropa für den Mittelstand in Österreich beobachten. Zahlreiche Unsicherheitsfaktoren – wie die Preisturbulenzen bei Kraftstoffen – bremsen das Klimabarometer sichtlich ab. In allen Hauptwirtschaftsbereichen (Bau, Handel, Dienstleistungen) ist der Index weiter positiv. Allerdings zeigt sich mit Ausnahme der Verarbeitenden Gewerbes (Industrie) überall bereits ein Abwärtstrend; am deutlichsten ist dies beim Handel und den Dienstleistungen zu beobachten. Auftragsentwicklung mau Die Auftragslage der mittelständischen Unternehmen hat sich nach zwei echten Krisenjahren erholt, und die Auftragsbücher beginnen sich wieder zu füllen. Der Saldo aus gestiegenen und gesunkenen Auftragseingängen notiert mit plus 2,9 Punkten erstmals seit drei Jahren wieder im positiven Bereich – wenn auch nur knapp. Die mittelständischen Unternehmen erwarten aber angesichts der zahlreichen Konjunkturunsicherheiten in den
© PantherMedia/bernardbodo
WIEN. Die Creditreform Wirtschaftsforschung hat im Frühjahr 2022 an die 1.400 österreichische Klein- und Mittelunternehmen nach der aktuellen Wirtschaftslage und den Ausblicken für die kommenden sechs Monate befragt.
kommenden Monaten kaum eine Belebung ihrer Auftragsentwicklung. Der Saldo aus steigenden und sinkenden Auftragserwartungen liegt mit plus 0,7 Punkten ähnlich niedrig wie im Vorjahr (plus 1,1 Punkte). Mit einem Anstieg der Auftragsbestände rechnen derzeit 20,3% der Befragten – im Vorjahr waren es noch 24,1%. Der Anteil der Unternehmen, die im nächsten Halbjahr Auftragseinbußen befürchten, ist mit 19,6% etwas geringer als im Vorjahr (23,0%). Gemischte Gefühle Die weitere Auftragsentwicklung wird in den Wirtschaftsbereichen sehr unterschiedlich beurteilt. So wurden die Erwartungen im Baugewerbe sichtlich zurückgenommen: Nur 14,8% der Unternehmen rechnen mit steigenden Auftragseingängen.
Ebenso viele Unternehmen erwarten eine rückläufige Entwicklung. Im Dienstleistungsgewerbe hat sich dagegen wieder etwas mehr Zuversicht entwickelt, 25,5% der Befragten erwarten hier Auftragssteigerungen. Die Coronakrise war für Teile des Mittelstands ein regelrechter „Stresstest“. Die Erträge waren im Zuge der Pandemie eingebrochen, und die Unternehmensfinanzierung stand „auf der Kippe“. Mittlerweile hat sich die Ertragslage der Unternehmen erholt. Preise ziehen nach Norden Mehrheitlich blieb es aber auch im Winterhalbjahr 2021/2022 bei Ertragseinbußen (37% der Unternehmen). Von 12,3% der Befragten waren aktuell Ertragssteigerungen zu hören. Der Saldo aus gestiegenen und
gesunkenen Erträgen verbleibt damit im negativen Bereich (minus 24,7 Punkte). Fast zwei Drittel der Mittelständler (63,4%) haben die Angebotspreise in den letzten Monaten erhöht, im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es nur 22,6%. Ein Ende der Preissteigerungen ist in den nächsten Monaten nicht in Sicht. Der Anstieg der Erzeugerpreise lag im Februar bei fast 19% auf Jahressicht, wie Statistik Austria meldete. Ähnliches gilt für die Großhandelspreise. Damit drohen den mittelständischen Unternehmen Belastungen, und die Angebotspreise dürften weiter anziehen. Der Saldo aus zukünftig steigenden und sinkenden Preisen nahm von plus 15,2 auf plus 56,1 Punkte zu – der Höchstwert der letzten zehn Jahre. (rk)
REAL:ESTATE
Freitag, 17. Juni 2022
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New Rules In zwei Wochen werden die Vergaberegeln für Immo-Kredite in Österreich härter.
Jetzt wird’s ernst bei Immo-Krediten Strenge Vergabekriterien bei Immo-Krediten ab Juli – vier goldene Regeln von den Financial Planners. WIEN. Ab Juli 2022 schiebt die Finanzmarktausicht dem Boom bei Immo-Krediten einen Riegel vor und verschärft die Vergabekriterien. Eine umsichtige Planung wird damit umso wichtiger. Sonja Ebhart-Pfeiffer, Vorstandsmitglied des Österreichischen Verbandes Financial Planners, gibt Konsumenten vier goldene Regeln zur Vorbereitung an die Hand. Eigenkapital erforderlich Für den Kauf einer Immobilie müssen künftig 20% des Kaufpreises (inklusive Nebenkosten) in Form von Eigenkapital vorgewiesen werden. „Vor der Kreditaufnahme ist es wichtig, sich intensiv mit den eigenen Vermögenswerten auseinanderzusetzen und zu prüfen, was als Eigenkapital von der Bank akzeptiert wird und was nicht“, sagt Ebhart-Pfeiffer. Wird das nicht erledigt, droht bei Kreditverhandlungen die
ernüchternde Realität: Weniger Eigenmittel bedeutet höheres Fremdkapital, was wiederum höhere Kreditraten und schlechtere Konditionen bei der Bank bedingt. Weg mit der rosaroten Brille Eine weitere Neuerung liegt in der monatlichen Kreditrate, die künftig nur mehr höchstens 40% des monatlichen verfügbaren Nettohaushaltseinkommens betragen darf. Um zu sehen, ob sich der Kunde die Rate leisten kann, fordert die Bank eine Haushaltsrechnung. „Die Situation mit unrealistischen Angaben zu beschönigen, kann nach hinten losgehen. Variable Gehaltsbestandteile und Zulagen sollten etwa nur dann bei den Einnahmen angeführt werden, wenn sie wirklich regelmäßig auf dem Konto eingehen. Oft werden diese nur akzeptiert, wenn es einen rechtlichen Anspruch auf Boni oder Zulagen
gibt. Auch sonstige Einkünfte wie Familienbeihilfe und Familienbonus Plus werden nicht von allen Banken angenommen. Mieteinnahmen werden meistens nur mit 70% angesetzt. Kümmern Sie sich in jedem Fall rechtzeitig um Ihre Steuererklärungen, sodass Sie auch über das letzte Einkommensjahr einen Steuerbescheid zur Hand haben“, rät Ebhart-Pfeiffer. Zeit ist Geld Neben Eigenkapitalquote und Kreditraten müssen künftige Immobilienbesitzer beachten, dass die maximale Laufzeit der Finanzierung 35 Jahre beträgt. Kredite können entweder mit einem Fixzinssatz oder mit variabler Verzinsung abgeschlossen werden – beides hat Vor- und Nachteile. „Gerade im aktuellen Niedrigzinsumfeld lässt ein variabler Zinssatz die monatlichen Belastungen überschaubarer erscheinen. Allerdings steigt
der variable Zinssatz parallel mit einem etwaigen Anstieg der Marktzinsen, was sehr wahrscheinlich ist, nachdem wir aktuell das Zinstief vermutlich bereits durchschritten haben. Ein fixer Zinssatz schafft Sicherheit und Kalkulierbarkeit“, so die Expertin. Schlecht beraten kostet Bei der Kreditvergabe ist die Hausbank meist der erste Ansprechpartner. Oft bieten andere Anbieter attraktivere Konditionen, weshalb es wichtig ist, mehrere Angebote einzuholen. „Nimmt man die Finanzierung und den Angebotsvergleich selbst in die Hand, muss man darauf achten, ein verbindliches Angebot zu erhalten. Oft stellt die Bank nach einem kurzen Gespräch ein sogenanntes Konditionenangebot aus, das mögliche Kreditkonditionen unterbreitet, ohne dass eine grobe Bonitätsprüfung erfolgt ist. Nach Durchsicht Ihrer Unterlagen kann das Angebot dann anders aussehen“, spricht Sonja Ebhart-Pfeiffer aus Erfahrung. Dasselbe gilt übrigens auch für Vergleichsportale. Nicht jede Bank bietet jede Finanzierung an oder kann diese gut abbilden. Ein guter Finanzberater erarbeitet mit dem Kunden ein Kreditmodell, das auf seine individuelle Situation abgestimmt ist, und berät über mögliche Laufzeiten, Zinssätze sowie die Zinserwartung. (rk)
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COVER
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health economy Analyse I Neues Buch gibt Medizinern Tipps zum Umgang mit Klimafolgen 59
Analyse II Experten nahmen Anfang und erstes Jahr der Pandemie unter die Lupe 60
International SVS-Obmann Peter Lehner traf in Wien Kassenmanager 62
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© SVS/Starmayr
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Auszeichnung für Medien-Arzt
Klimakrise und Hitze plagen Gesundheitswesen
Siegfried Meryn Der Wiener Internist Siegfried Meryn wurde mit dem Großen Goldenen Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien ausgezeichnet. Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) hob in seiner Laudatio die wichtige Rolle Meryns und die Bedeutung seiner medizinischen Expertise für die Wiener Bevölkerung hervor.
© APA/Hans Punz
© APA/Georg Hochmuth
Ärzte und Gesundheitsexperten warnen vor den Folgen der Klimakrise für die Gesundheit und das System. 58
Coronakosten Impfungen und Tests kosteten in Österreich bereits mehrere Milliarden. 60
Krebsprävention Sommerkampagne legt Fokus auf Sonnenschutz und Hautkrebs. 62
HEALTH ECONOMY
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© AFP/Nicolas Tucat
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Hitzewellen heizen die Gesundheitskosten an Bis zum Jahr 2100 soll sich die Zahl der Hitzetage verzehnfachen. Für das Gesundheitssystem wird das eine enorme Herausforderung.
••• Von Katrin Grabner
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V
ermehrt Unwetter, Dürreperioden und überdurchschnittlich viele Hitzetage – die Klimakrise wird in Österreich immer deutlicher spürbar und wirkt sich auch nachhaltig auf die Gesundheit der Menschen und die Gesundheitsversorgung aus. Im Juni noch soll die Temperatur in Teilen Österreichs an mehreren Tagen hintereinander auf über 30 Grad klettern. „Immer mehr Menschen müssen in den Sommermonaten aufgrund von Hitzeschäden stationär behandelt werden. In den vergangenen 20 Jahren waren es rund 4.000 Aufenthalte“, erklärt Andrea Schmidt, Abteilungsleiterin des Kompetenzzentrums Klima und Gesundheit der Gesundheit Österreich GmbH (GÖG). Unter den Folgen eines Hitzeschlags leiden vor allem die Ältesten, aber auch die Jüngsten: „Stark betroffen ist einerseits die Gruppe der über 80-Jährigen, aber auch Kinder und Säuglinge. Das ist eine wenig beachtete Gruppe, die aufgrund ihrer körperlichen Verfasstheit besonders hitzeempfindlich ist“, mahnt Schmidt. Klimakompetenz stärken Seit März befasst sich das Kompetenzzentrum mit den Themen Klimaschutz, Klimawandelanpassung und Gesundheitsförderung. Ein wichtiger Punkt sei es, die Klimakompetenz des Gesundheitspersonals zu stärken. Hans-Peter Hutter, stellvertretender Leiter der Abteilung für Umweltmedizin im Zentrum für Public Health der MedUni Wien, sieht das genauso: „Ärztinnen und Ärzte sind vom Klimawandel mehrfach betroffen: Es droht etwa eine massive Überforderung des Gesundheitswesens in Hitzephasen bei gleichzeitiger Beeinträchtigung der eigenen Leistungsfähigkeit.“ In diesem
HEALTH ECONOMY
Zusammenhang nicht unwichtig: Pro Grad Celsius Außentemperatur steigt auch das Risiko einer postoperativen Wundinfektion um ein Prozent. Allein in Österreich sterben jährlich rund 5.000 Patienten an den Folgen von Krankenhausinfektionen, wobei postoperative Wundinfektionen zu den häufigsten zählen. Laut dem Fortschrittsbericht des Umweltministeriums zum Thema Anpassung an den Klimawandel in Österreich gäbe es hierzulande Handlungsbedarf beim Umgang mit Hitze und Trockenheit. Das Kompetenzzentrum Klima und Gesundheit setzt sich hier für „mobile Hitzeteams für ländlichere Gebiete“ sowie eine „Schulung für Pflegepersonal für besonders heiße Tage“ ein. Um vor allem Kinder und Säuglinge zu schützen, brauche es einerseits die Aufklärung der Eltern, aber man müsse auch „in Kindergärten und Schulen ansetzen“ sowie „allgemeine Maßnahmen treffen, um sozioökonomisch schwächere Gruppen abzuholen“. Hohe Kosten, viele Emissionen Laut Schmidt müsse aber nicht nur bei Patienten und Gesundheitspersonal angesetzt werden, sondern auch bei der Klimaneutralität des Gesundheitssystems. Der Grund: Österreich liegt bei den Treibhausgasemissionen im Gesundheitsbereich weit über dem OECD-Durchschnitt. Insgesamt ist das Gesundheitssystem für rund sieben Prozent der nationalen CO2-Emissionen verantwortlich. Laut der ersten groß angelegten Analyse des österreichischen Fußabdrucks lag der CO2-Ausstoß des heimischen Gesundheitssystems im Jahr 2014 bei 6,8 Mio. t. Ein Drittel davon kommt von den Krankenhäusern, aber auch die Arzneimittelproduktion und dazugehörige Lieferketten spielen
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© ÖÄK/Stefan Seelig
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Ärzteschaft warnt vor der Klimakrise Buch für Gesundheitspersonal Die Ärztekammer (ÖÄK) hat den Leitfaden „Medizin im Klimawandel“ veröffentlicht. Heinz Fuchsig, ÖÄKUmweltreferent und Koordinator des Buchs, betont den Bildungsauftrag der Ärzteschaft. Deshalb werde der Leitfaden mit Daten und Fakten zur Klimakrise sowie Tipps und Handlungsvorlagen für das Gesundheitspersonal an die Ärzteschaft ausgeschickt.
eine große Rolle. Die Emissionen sinken zwar von Jahr zu Jahr, dennoch gibt es aufgrund der schnell voranschreitenden Klimakrise Handlungsbedarf. Das Gesundheitssystem klimafit zu machen, koste laut Hutter weniger als die drohenden Klima- und Gesundheitsschäden. Derzeit belaufen sich die Kosten für Klimaschäden in Österreich im Schnitt auf rund 2 Mrd. € pro Jahr – bis 2030 sollen sich die Ausgaben mehr als verdoppeln, bis 2050 könnten sie bis zu 12 Mrd. € betragen. Ziel des Kompetenzzentrums sei es nun, durch eine „Bündelung von Wissenschaft, Qualität und Praxis“ das österreichische Gesundheitssystem klimaneutral und -resilient zu machen.
Netzwerk „Das Engagement jedes Einzelnen trägt zum Klimaschutz bei“, sagt Johanna Schauer-Berg, Allgemeinmedizinerin und Mitglied des Health4Future-Netzwerks. Dahinter stehen beispielsweise Krankenanstalten, Forschungseinrichtungen oder Stakeholder wie die Ärztekammer, die Leitlinien adaptieren oder Forschungsprojekte initiieren, sagt Umweltmediziner Hans-Peter Hutter.
Immer mehr Men schen müssen in den Sommermonaten aufgrund von Hitze schäden stationär behandelt werden. Andrea Schmidt Klimaexpertin GÖG
HEALTH ECONOMY: CORONA
Freitag, 17. Juni 2022
Corona treibt auch die Gesundheitsausgaben nach oben. Im Vorjahr sind die Ausgaben um satte 15,8% gestiegen.
Teure Pandemie
Gesamtausgaben steigen Von den erhaltenen Impfstoffen wurden mehr als 44% bisher nicht verimpft. 16,7 Mio. befanden sich dem Gesundheitsministerium zufolge Ende April in den Lagern des Bundes. Bei 517.880 Impfdosen war zu diesem Zeitpunkt das Verfallsdatum überschritten. Im Durchschnitt hat jede einzelne Corona-Impfung Berechnungen des Ministeriums zufolge 15,82 € gekostet. Gestiegen sind übrigens auch die gesamten Gesundheitsausgaben: 2021 haben Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherungsträger 38,54 Mrd. € für die laufenden Gesundheitsausgaben ausgegeben, das sind 15,8% mehr als im Jahr davor.
Impfstoffe und Tests haben bisher Milliarden gekostet. Das hat das Gesundheitsministerium nun bestätigt. ••• Von Martin Rümmele WIEN. Die Pandemie kostet allein im medizinischen Bereich in der Prävention Milliarden. Rund 2,6 Mrd. € wurden bis Ende Mai allein für Corona-Testungen ausgegeben. Das berichtete Gesundheitsminiser Johannes Rauch (Grüne) nun im Gesundheitsausschuss des Nationalrats. Mit Blick auf den Herbst
verwies Rauch auf den Variantenmanagementplan, der von verschiedenen Szenarien ausgehe und bei Bedarf das Aktivieren von Maßnahmen erlaube. Impfstoffe für den Herbst Im dritten Jahr der Pandemie müsse man einen Modus finden, mit dem Virus zu leben, zeigte sich Rauch überzeugt. Tatsächlich steigen aktuell die Infekti-
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Impfstoffe zum Schutz vor Covid-19 bezahlt. Das geht aus der Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage der FPÖ durch Gesundheitsminister Rauch hervor. Insgesamt wurden rund 37,87 Mio. Impfdosen an Österreich ausgeliefert, davon entfielen mit 23,51 Mio. mit Abstand am meisten auf den Hersteller Biontech/Pfizer. Rund 5,52 Mio. Dosen lieferte AstraZeneca, fast 4,93 Mio. Moderna, knapp 2,62 Mio. Novavax und 1,29 Mio. Janssen (Johnson & Johnson), berichtete Rauch.
© APA/Hans Punz
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onszahlen aufgrund der abnehmenden Immunisierung und neuer Virusvarianten schon wieder. Experten rechnen mit einer neuen Welle schon im Sommer. Bleibt das Thema Impfungen, bei dem aktuell noch nicht klar ist, welche Varianten hier im Herbst gebraucht werden und dann auch zur Verfügung stehen. Bis Ende April hat Österreich knapp 475 Mio. € für
Analyse zum Start der Corona-Wellen WIEN/LINZ/GRAZ/SALZBURG. Während hierzulande die letzten Coronaregeln verschwunden sind, nimmt ein neuer Sammelband seine Leser mit zurück in die Anfangszeit der Covid19-Pandemie. Auf Basis mehrerer Umfragen haben Soziologen der Abteilung für empirische Sozialforschung der Universität Linz (JKU) in Zusammenarbeit mit den Universitäten Graz
und Salzburg erforscht, wie sich das Leben im Land während der ersten Infektionswelle verändert hat. Frühe Beobachtungen „Natürlich sind oftmals komplexere statistische Verfahrensdarlegungen kein Ersatz für gute Belletristik, aber wir hatten die Hoffnung, dass wir mit einem Hintergrundkapitel zu Methodik
und Analysetechniken durchaus Interesse wecken und auch Verständnis für unsere Arbeit schaffen können“, sagt Dimitri Prandner von der JKU Linz. Bereits im Mai 2020 begann die erste Erhebung einer international vergleichenden Umfrage zu Werten in der Krise. Die österreichspezifischen Ergebnisse werden ebenfalls in der Publikation aufgezeigt. (red/ag)
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HEALTH ECONOMY
Freitag, 17. Juni 2022
Krebsprävention
KONFERENZ
Internationaler Kassen-Dialog WIEN. Die Sozialversicherung der Selbständigen (SVS) war dieser Tage der Gastgeber der Konferenz der Association Internationale de la Mutualité (AIM). Der global agierende Verband der Krankenversicherungen diskutierte in Wien vier Tage lang die aktuellen Herausforderungen und Lösungen im Bereich der öffentlichen Gesundheit und der Sozialversicherung.
Krebshilfe und Dermatologie-Gesellschaft setzen einen aktuellen Schwerpunkt auf Sonnenschutz am Arbeitsplatz.
© APA/dpa/Wolfram Kastl
Digitalisierung SVS-Obmann Peter Lehner und SVS-Generaldirektor Hans Aubauer fokussierten sich dabei auf die Digitalisierung in der Sozialversicherung. „One Click to Health and Social Insurance“ ist nicht nur Thema unseres Beitrags auf der AIM-Konferenz, sondern es ist Auftrag und Leitsatz für unsere Digitalisierungsstrategie, die die SVS konsequent verfolgt“, erklärte Lehner. An der Konferenz nahmen insgesamt 120 Teilnehmer aus 28 Ländern in Europa, Lateinamerika, Afrika und dem Mittleren Osten teil. (red)
Nach wie vor gehört Krebs in Europa zu den häufigsten Todesursachen. Jetzt läuft eine Kampagne gegen Hautkrebs.
••• Von Martin Rümmele
© SVS/Csaky
Austausch SVS-Obmann Peter Lehner (l.) diskutierte mit Kassenfunk tionären aus der ganzen Welt.
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WIEN. Knapp fünf Prozent aller krebserkrankten Menschen in Österreich leiden an Melanomen der Haut, Tendenz steigend. 2019 wurden insgesamt 631 Verdachtsfälle einer beruflich bedingten Hauterkrankung gemeldet, wie die Krebshilfe nun bekannt gegeben hat. 80 % davon kommen aus sieben Berufsgruppen: Friseur-, Metall-, Heil- und Pflege-, Nahrungsmittel-, Bau-, Reinigungs- und Malerberufe. Immer öfter sind junge Arbeitnehmer nach kurzer Expositionszeit davon betroffen. Fokus auf Prävention Die Österreichische Krebshilfe und die Österreichische Gesellschaft für Dermatologie und Venerologie setzen seit 34 Jahren im Rahmen ihrer Aktion „Sonne ohne Reue“ auf konsequente
Information über HautkrebsVorsorge und Früherkennung. Die neue Broschüre „Sonne ohne Reue“ liegt kostenlos bei allen Apotheken auf. Aktuell setzt eine Kampagne im diesjährigen Monat der Hautgesundheit den Schwerpunkt auf Sonnenschutz am Arbeitsplatz. Im Rahmen ei-
Problematisch ist, dass viele Erkrankungen erst in einem fortgeschrittenen Stadium entdeckt werden. Alexander Herzog Generalsekretär Pharmig
Top-Agenturen Österreichs
nes Aktionstages auf dem ÖBB Zentral-Verschiebebahnhof erhalten die Beschäftigten Hautchecks und Beratungen zum richtigen Schutz vor UV-Strahlen am Arbeitsplatz. Nach wie vor gehört Krebs in Europa mit zu den häufigsten Todesursachen. „Problematisch ist, dass viele Krebserkrankungen erst in einem fortgeschrittenen Stadium entdeckt werden und dadurch die Prognose des Krankheitsverlaufs verschlechtert wird. Dabei kann der regelmäßige Gang zur Vorsorgeuntersuchung helfen, Krebs so früh wie möglich zu diagnostizieren. Herrscht Klarheit, stellt die pharmazeutische Industrie eine Fülle von modernen Therapiemöglichkeiten bereit, um Erkrankte behandeln zu können“, sagt auch Alexander Herzog, Generalsekretär des Branchenverbands Pharmig.
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careernetwork Gut gemeint Gastbeitrag zur steuerfreien MitarbeiterGewinnbeteiligung 70
Lady Sunshine Emily Erker ist mit ihren Videos die „LinkedIn Top Voice“ 70
Live dabei Das Wifi Wien präsentiert seine Kurse bei den Online Info-Tagen 72
© Accenture/Inmann
© Emily Erker
Michael Zettel
© Marcher
AmCham Austria Michael Zettel, Country Managing Director von Accenture Österreich, ist neuer Präsident der Amerikanischen Handelskammer in Österreich (AmCham Austria). Das entschied der AmChamVorstand einstimmig in seiner Generalversammlung am 31. Mai im Hotel Imperial in Wien. Zettel folgt Martin Winkler nach.
Marcher tut viel dafür, dass die Angestellten bleiben. In strikten Muster zu verharren, ist nicht angebracht. 64
© APA/Fotokerschi.at/Werner Kerschbaummayr
Unternehmer rittern um weniger Bewerber
© Daniel Novotny
© PantherMedia/Yuri Arcurs
Stefan Pierer
Arbeitsmarkt Wie besetzt man die offenen Stellen? 66
Self-Leadership Andreas Ihl: Selbstführung wird essenziell. 68
Industriellenvereinigung OÖ KTM-Chef Stefan Pierer ist in der Vollversammlung der Industriellenvereinigung Oberösterreich (IV OÖ) zum neuen Präsidenten gewählt worden. Der 65-Jährige, zu dessen Pierer Industrie AG die Pierer Mobility mit KTM, Husqvarna und GasGas gehört, ist seit 2016 Vizepräsident. Sein Vorgänger ist Axel Greiner.
CAREERNETWORK
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Flexibilität und Strategie gegen Fachkräftemangel Wie bekommt man die richtigen Mitarbeiter und hält sie? Helene Ebner, Leitung HR der Unternehmensgruppe Marcher, weiß, wie das gehen kann.
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••• Von Georg Sander
D
ie Marcher Fleisch werke, ein Fami lienunternehmen, das heute in dritter Generation geführt wird – das geht nur mit gutem Personal. Die Leitung Human Resources der Unternehmens gruppe Marcher hat Helene Ebner inne; sie spricht über die brennendsten Themen. medianet: Kaum ein Tag ver geht ohne negative Meldungen über den Arbeitsmarkt. Es feh len Fachkräfte, Lehrlinge und Arbeitnehmer und Arbeitgeber finden einander nicht mehr. Welche positiven Entwicklun gen können Sie beobachten? Helene Ebner: Es ist richtig, dass es schwieriger geworden ist, qualifizierte Arbeitskräfte auf sich aufmerksam zu machen und für eine offene Stelle zu be geistern. Natürlich machen sich jetzt die geburtenschwächeren Jahrgänge bemerkbar und es ‚rittern‘ viele Unternehmer um wenige Bewerber. Trotzdem kön nen wir feststellen, dass unsere Branche als extrem krisensicher wahrgenommen wird – dies wur de uns auch in einer internen Umfrage bestätigt. Wenn wir neue Mitarbeiter gewinnen kön nen, schätzen sie unsere flachen Hierarchien, die raschen Ent scheidungswege und das kollegi ale Umfeld sowie das selbststän dige Arbeiten und Entscheiden. medianet: Kommen wir konkret zu Ihrer Branche. Fleischfach arbeit ist ein Mangelberuf in Österreich. Welche Schritte ha ben Sie beobachten können, um dem gegenzusteuern? Wie hat sich die Branche im letzten Jahr entwickelt und wo stehen wir?
CAREERNETWORK
Wir versuchen uns authentisch und transparent zu präsentieren. Wir sind ein spannender Arbeitgeber, decken die gesamte Wert schöpfungskette ab. Helene Ebner HR Marcher
Ebner: Hier müssen wir un terscheiden – natürlich ist der Fleischerfacharbeiter ein Man gelberuf und das ist er schon seit Jahrzehnten. Wir arbeiten hier mit fix angestellten Kolle gen aus dem benachbarten Aus land, die jahrelang für uns tätig sind und zu einem großen Teil bereits mit ihren Familien in Ös terreich wohnen. Parallel dazu bieten wir Lehrlingsausbildun gen an unseren Standorten an, vor allem auch im Bereich der Lebensmitteltechnik, aber auch für den Fleischerfachberuf. Die se Auszubildenden haben dann die Möglichkeit, Führungsfunk tionen in der Produktion zu übernehmen – aber das Gros der Schlacht- und Zerlegear beit werden auch in weiterer Zukunft Arbeiternehmer aus dem Ausland übernehmen. Für uns ist es wichtig, dass wir als namhafter Lebensmittelprodu zent wahrgenommen werden und in den Schlüsselpositionen Qualitätsmanagement, Produkt entwicklung, Sales, Controlling, IT tatkräftigen Nachwuchs fin den. medianet: Der Fachkräfteman gel betrifft leider noch weitere Berufe, vor allem jene, die mit Lehre zu erlernen sind. Zuletzt wurden Stimmen laut, die Leh re aufzuwerten. Helfen derarti ge Ankündigungen? Ebner: Alles, was zu einer Ver besserung der Ausbildung und des Images von Lehrberufen führt, ist gut und wichtig. Vor
allem die Möglichkeit, Lehre mit Matura zu absolvieren, hal ten wir für ein sehr gutes Mo dell – damit stehen einem jungen Menschen alle Wege offen und er hat eine profunde Berufsaus bildung. Vielleicht führen diese Ankündigungen dazu, dass sich mehr junge Menschen überle gen, nicht nur eine AHS zu besu chen, sondern parallel auch eine Berufsausbildung zu machen. medianet: In den letzten Jahren ist politisch doch einiges getan worden. Sind diese Maßnah men schon spürbar? Ebner: Wir haben einige Lehr linge in Ausbildung; ob diese aufgrund der politischen Maß nahmen zu uns gekommen sind, können wir nicht sagen. medianet: Wie kann man bei de Bereiche – Facharbeit sowie Lehre – aus Ihrer Sicht noch auf werten? Was muss passieren, dass die Menschen diese Berufe ergreifen? Ebner: Man muss auf die Be dürfnisse der Arbeitssuchen den eingehen, und hier ist auch bei uns ein Änderungsprozess im Gange – wenn z.B. flexible Arbeitszeiten ein ganz wesent liches Entscheidungskriteri um sind, dann muss man diese auch anbieten oder sich überle gen, wie man die Arbeitsprozes se verändern kann, damit dies möglich wird. Zu verharren in einem strikten Muster, ist nicht angebracht. medianet: Marcher ist Öster reichs größter Fleischproduzent und arbeitet stark im Bereich Employer Branding. Welche ak tuellen Maßnahmen setzen Sie? Ebner: Wir versuchen uns in ers ter Linie authentisch und trans parent zu präsentieren. Wir sind
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ein spannender Arbeitgeber, wir decken die gesamte Wertschöp fungskette von der Schlachtung, über die Zerlegung bis hin zur Veredelung ab, wir sind einer der größten Produzenten von Fleischersatzprodukten, wir ar beiten mit namhaften interna tionalen Unternehmen wie z.B. Burger King eng zusammen. Die Möglichkeiten einer Karriere, die wir bieten können, sind tat sächlich sehr umfangreich und das versuchen wir z.B. über Lin kedIn oder gezielte Pressearbeit zu verbreiten.
Man muss auf die Bedürfnisse der Arbeitssuchenden eingehen; hier ist ein Prozess im Gange. In strikten Mustern zu verharren, ist nicht angebracht.
medianet: Was erwarten Sie sich am Arbeitsmarkt, nachdem die Coronapandemie nun halb wegs im Griff zu sein scheint? Ebner: Der Arbeitsmarkt wird kompetitiv bleiben, die Corona pandemie hat gezeigt, dass die Lebensmittelindustrie ein sta biler Arbeitgeber ist. Man muss als Arbeitgeber interessant sein und flexibel – dessen sind wir uns bewusst und daran arbei ten wir.
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Umkämpft Offene Stellen sind genug gemeldet, aber wie bringt man die rund 300.000 arbeitslosen Menschen zu den Unternehmen? Eine Herausforderung.
Gute Entwicklung, Aufgaben bleiben
Unternehmen in die aktuelle Belegschaft, indem sie in Fortbildung und höhere Löhne investieren – jene Faktoren, die sie am effektivsten abwickeln können. „In einem hart umkämpften Arbeitsmarkt ist es umso wichtiger, dass Unternehmen einen menschengeführten, technologiegetriebenen Ansatz wählen“, erklärt dazu Nicole Prieller, New World New Skills Leader bei PwC Österreich. „Der Fokus sollte dabei auf die Stärkung der Fähigkeiten von qualifizierten Arbeitnehmern, dem Bereitstellen von Zugangsmöglichkeiten für jene, denen es an Qualifikationen mangelt, und der Automatisierung liegen, die Menschen entlastet.
Der Arbeitsmarkt entwickelt sich positiv, es gibt genug offene Stellen. Was braucht es, um diese zu besetzen?
WIEN. „Der österreichische Arbeitsmarkt zeigt sich praktisch unbeeindruckt von den aufgrund des Krieges, der hohen Energie- und Rohstoffpreise sowie der Störungen der Lieferketten deutlich nach unten revidierten Konjunkturprognosen“, erklärt AMS-Vorstand Johannes Kopf in einer aktuellen Aussendung. Im Gegenteil, nicht nur die niedrigste Arbeitslosenquote seit 14 Jahren erfreue ihn, auch der Umstand, dass im Juni erstmals seit Langem wieder weniger als 300.000 Arbeitssuchende verkündet werden könnten: „Aufgabe erledigt also? Nein.“ Vor allem in der Lebensmittelindustrie werden Arbeitskräfte gesucht. Das fällt auch im Straßenbild auf. Kaum ein Lebens-
mitteleinzelhändler sucht nicht nach Personal. Insgesamt sind im Mai 2022 laut AMS 311.543 Personen als arbeitslos gemeldet oder in Schulungen, 163.007 davon sind Männer. Das sind übrigens mehr als 80.000 weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Viele offene Stellen Diese rund 300.000 arbeitslose Menschen bzw. Schulungsteilnehmende treffen im Mai auf absolut 138.134 offene Stellen, die sofort verfügbar wären; es sind rund 40.000 mehr als im Vorjahr. Hinzu kommen noch knapp 10.000 sofort verfügbare Lehrstellen. Die Lebensmittelindus trie selbst ist laut Eigenangaben mit mehr als 200 Lebensmittelherstellern an rund 300 Produktionsstandorten für rund 27.000
Menschen Arbeitgeber, weitere 56.000 sind indirekt in dem Bereich beschäftigt. Auch dort werden Arbeitskräfte gesucht. In der Theorie müsste jede offene Stelle auch sofort besetzt werden. Arbeitende wollen mehr Was es braucht, das hat PwC jüngst in einer Studie veröffentlicht. So sind allgemein etwa höhere Gehälter den Arbeitenden wichtig, jene aus der Gen Z sind weniger zufrieden mit ihrem Job und machen sich doppelt so häufig Sorgen, in Zukunft durch Technologie ersetzt zu werden als Babyboomer. Daten zeigen, dass Personen mit gefragten Qualifikationen eher mit ihrem Job zufrieden sind als jene mit weniger gefragten Fähigkeiten. Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, investieren
Kreative Jobs zu vergeben? Lass es uns wissen!
© PwC Österreich
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Nicole Prieller von PwC weiß, was Arbeitnehmer brauchen würden.
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Self-Leadership Sich selbst zu führen, ist in einer zunehmend digitalen Arbeitswelt eine essenzielle Fertigkeit. ••• Von Britta Biron
bietet die Plattform Designelemente, die es den Usern ermöglichen, ihr eigenes Verhalten zu reflektieren und sich kritisch damit auseinanderzusetzen. Auch wurden Online-Communities geschaffen, in denen die Möglichkeit gegeben wird, sich auszutauschen, Schwierigkeiten zu besprechen und sich gegenseitig zu unterstützen. Weiter wurde die Plattform dahingehend erweitert, dass es ein breites Angebot an Webinaren und Weiterbildungsmöglichkeiten gibt, die Einblick in Best Practices und den Umgang mit schwierigen Situationen im Arbeitsalltag geben. Nicht zuletzt wurden auch spielerische Elemente wie bspw. Trophäen für bestimmte Ziele, integriert, um die Nutzung der Plattform so motivierend wie möglich zu machen
medianet: Selbstmotivation war für Freelancer auch in der analogen Welt wichtig. Was ist jetzt anders? Andreas Ihl: Mit dem Aufstieg der Gig Economy sind neue, rein digitale Arbeitssettings in Form von Online-Freelancing-Plattformen entstanden, wie Upwork, Fiverr oder Clickworker, die als Vermittler zwischen Freelancern und Auftraggebern agieren. Die gesamte Interaktion wird durch die Plattform (oder App) mediiert und findet, anders als früher, rein virtuell statt. Diese geänderten Rahmenbedingungen bieten neue Chancen, aber auch Herausforderungen. Zum einen bieten die Plattformen maximale Autonomie bezüglich Arbeitszeit und Arbeitsort und einfachen und schnellen Zugriff auf verschiedenste Projekte von Auftraggebern aus der ganzen Welt. Zum anderen müssen es auch unerfahrene Nutzer schaffen, mit dieser neuen Freiheit umzugehen. So erfolgt die gesamte Arbeit mit wenig oder gar keiner Interaktion mit Kunden, abgesehen von einer kurzen Projektbeschreibung. Es fehlen
© Daniel Novotny
KREMS. Die Studie von Andreas Ihl vom Zentrum für Spezielle Betriebswirtschaftslehre an der Universität für Weiterbildung Krems über die Rolle, die Online-Plattformen spielen, um Freelancern die Organisation ihres Arbeitsalltags zu erleichtern (oder auch schwerer zu machen), wurde beim Academy of Management (AOM) Annual Meeting 2022 in Seattle (USA) als eines der besten Papers des Konferenzprogramms ausge zeichnet. medianet nahm das zum Anlass für ein Gespräch mit dem Verfasser.
Andreas Ihl Sein Forschungsinteresse liegt am Schnittpunkt zwischen der Anwendung von Information und digitalen Technologien und dem menschlichen Verhalten. Aktuell konzentriert er sich auf Verhalten und Erfahrungen von Usern digitaler Plattformen sowie von Arbeitnehmern und Konsumenten bei der Nutzung von InformationsSystemen.
oft zentrale Ansprech- und Sparringspartner, was dazu führt, dass sich Freelancer oft distanziert und sogar isoliert fühlen. Auch verschwimmen aufgrund der ständigen Verfügbarkeit der Projekte sowie der räumlichen Unabhängigkeit zunehmend die Grenzen zwischen Privat- und Berufsleben. Zudem arbeiten viele Freelancer nur an einem kleinen Teil eines größeren Projekts, ohne die Zusammenhänge zu sehen. Dies kann oft frustrierend sein. medianet: Und wie sieht das Fazit der Studie aus? Ihl: Die zentralen Erkenntnisse zeigen, dass unter Einbezug der Analyse des Verhaltens der Freelancer auf der Plattform mittels digitaler Analysetools sowie digitaler, aktiv gesteuerter Feedbackkanäle die Überlegungen zur Unterstützung der Selbstführung in das Design der Plattform übersetzt wurden. So
Die Forschung hat gezeigt, dass Selbstmotivation eine zentrale Fähigkeit ist, um die Chancen des autonomen, rein virtuellen Arbeitens nutzen und mit den Herausforderungen gut umgehen zu können.
medianet: Gab es Dinge, die Sie überrascht haben? Ihl: Ja, zum einen, wie klar es in der Vision der Verantwortlichen verankert ist, dass Freelancer gezielt durch das Design der Plattform unterstützt werden müssen. Zudem ist die Menge
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an Ressourcen, die für die Unterstützung von Selbstführung eingesetzt werden, beachtlich. So haben sich funktionsübergreifende Teams aus User Experience Management, Marketing, Verkauf, Entwicklung und Geschäftsführung gezielt mit der Umsetzung entsprechender Features im Rahmen von Workshops und täglichen Diskussionen befasst. Dies hätten wir in diesem Umfang nicht erwartet. medianet: Sind die Studienergebnisse auch für Remote Work außerhalb der Gig Economy relevant?
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Remote Work Plattformen können durch gezieltes Design die Selbstführung positiv beeinflussen und über ihre Vermittlerrolle hinauswachsen.
© Panthermedia.net/Alex Brylov
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Ihl: Sehr! Denn auch dort wird Arbeit in einem zunehmenden Maße virtuell und remote. Dabei gibt es immer mehr Autonomie für Arbeitnehmer, wodurch die Relevanz von Selbstführung steigt. Wir müssen Wege finden, mit dieser neuen Freiheit umzugehen und mit neuen Herausforderungen, wie zum Beispiel weniger soziale Interaktionen und
das Verschwimmen von Arbeit und Freizeit, zu leben. Gleichzeitig wird unsere Arbeit immer mehr geprägt von der Nutzung virtueller Tools. Wir agieren täglich mit einer Vielzahl an digitalen Systemen, deren Abläufe einen Großteil unseres täglichen Arbeitsalltags bestimmen. Durch gezieltes Design kann hier geholfen werden, dass auch Ar-
beitnehmer, die sich mit einer höheren Autotomie und weniger persönlichen Interaktionen konfrontiert sehen, Hilfestellungen bekommen, die zur besseren Selbstführung beitragen. Wie die Studie zeigt, ist es besonders wichtig, in einem digitalen Arbeitssetting Möglichkeiten zur Selbstbeobachtung, Selbstreflektion und persönlicher Entwicklung zu eröffnen. Auch die Anreicherung der Systeme mit kleinen spielerischen oder lustigen Elementen kann in einem passenden Kontext ein Ansatz sein, um die Motivation zu erhöhen.
Digital Marketing Management Diplomlehrgang Infoabend: 22.09.2022 | Start: 21.10.2022
Das neue Kursprogramm 2022/2023 ist da: www.bfi.wien/kursprogramm
Marketing und Sales Management Diplomlehrgang Infoabend: 03.10.2022 | Start: 02.11.2022 Social Media Management Diplomlehrgang Infoabend: 03.10.2022 | Start: 03.11.2022 E-Commerce Management Diplomlehrgang mit Blended Learning Infoabend: 06.10.2022 | Start: 07.11.2022 Webdesign Tageslehrgang Starts: 13.09. und 08.11.2022 Applikationsentwicklung – Coding Vorbereitung auf die Lehrabschlussprüfung Start: 19.09.2022 Softwareentwicklung mit Java Diplomlehrgang Starts: 19.09. und 24.11.2022 SAP S/4HANA Foundation Level Tageslehrgang Start: 20.09.2022
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Birgit Kronberger & Rainer Kraft, die Geschäftsführer von VP – Das Vorlagenportal für Arbeitsrecht und Personalverrechnung.
Gut gemeint
Beispiel aus der Gastronomie Dazu ein Beispiel: Ein Gastronomiebetrieb möchte seinen zwei gelernten Köchen, denen für die Qualität des Lokals besondere Bedeutung zukommt, eine Gewinnbeteiligung als Dank für ihren besonderen Einsatz gewähren, nicht aber dem Hilfskoch und Abwäschern. Ist das „Küchenpersonal“ insgesamt als steuerlich einheitliche Gruppe anzusehen, oder dürfen die gelernten Köche als eigene Gruppe herausgehoben und die Gewinnbeteiligung auf diese beschränkt werden? Diese und zahlreiche andere Unklarheiten bringen für Unternehmen (in diesem Fall für den Gastwirt) ein hohes Risiko von Steuernachzahlungen mit sich.
Die steuerfreie Mitarbeitergewinnbeteiligung besteht seit 1. Jänner 2022. Die Probleme waren vorhersehbar. Gastkommentar ••• Von Birgit Kronberger und Rainer Kraft ROHRBACH. Eigentlich wollte der Gesetzgeber mit der steuerfreien Mitarbeitergewinnbeteiligung einen Motivationsanreiz für Unternehmen schaffen. Vorweg: Die Befreiung von Gewinnbeteiligungen gilt nur für die Lohnsteuer, nicht aber für die
Lohnnebenkosten und die Sozialversicherung. Die Steuerfreiheit ist neben der Pro-Kopf-Beschränkung (3.000 € jährlich) insgesamt mit dem Vorjahresgewinn des Unternehmens begrenzt. Damit kommt beim Arbeitnehmer, abhängig von der Einkommenshöhe, spürbar mehr Netto vom Brutto an, für das Unternehmen selbst ergibt das hingegen keine unmittelbare Abgabenersparnis.
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ßen (Umsatz, Gewinn, Deckungsbeitrag …) angeknüpft werden. Was ist „objektivierbar“? Eine besondere Hürde für die Unternehmen beginnt damit, dass die Gewinnbeteiligung allen Arbeitnehmern oder genau abgegrenzten Arbeitnehmergruppen zu gewähren ist. Also beispielsweise allen Arbeitern oder Angestellten, den Außendienstmitarbeitern, dem kaufmännischen Personal oder allen Mitarbeitern mit einer bestimmten Anzahl an Dienstjahren im Betrieb.
© Wolfgang Voglhuber
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Dass so das Interesse des Arbeitgebers, die Mitarbeitergewinnbeteiligung zu nutzen, verringert wird, ist nachvollziehbar. Die Gewinnbeteiligung darf auch nicht anstelle des gezahlten Arbeitslohns oder einer üblichen Lohnerhöhung erfolgen. Die Art und Weise der Berechnung der Gewinnbeteiligung ist Sache des Unternehmens, allerdings muss an objektivierbare Erfolgsgrö-
Wienerin ist „LinkedIn Top Voice“ WIEN. Die österreichische LinkedIn-Expertin mit Wiener Schmäh überzeugt als Vertreterin der Next Generation durch Mut und Authentizität. Mit ihren mittlerweile 280 Video-Interviews erreicht „Lady Sunshine“, wie sie sich selbst bezeichnet, mehr als 12.000 Follower. Als vierte Frau unter den zehn ausgezeichneten LinkedIn Top Voices aus Österreich darf sich
Emily Erker über die Auszeichnung freuen. „Plattform der Zukunft“ „Mein Business besteht ausschließlich aus LinkedIn. Für mich ist das die Business-Plattform der Zukunft“, so Erker. Ihre eigene LinkedIn-Agentur easyB2P e.U. ist eine Vermarktungsagentur speziell für B2BUnternehmen. Sie unterstützt
darin ihre Kunden mit einem Marketing-Konzept, das aus LinkedIn Brand Awareness, Imagevideos im Livestream-Interviewformat & LinkedIn PRManagement besteht. In ihren unkonventionellen wöchentlichen Live-Interviews präsentiert Erker ihre Kunden anhand von unterhaltsamen Fragen als Experten auf dem jeweiligen Fachgebiet. (red)
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Mit ihren Video-Interviews erreicht Emily Erker mehr als 12.000 Follower.
Emily Erker ist Gründerin der LinkedIn-Agentur easyB2P.
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Live dabei im virtuellen Raum
WIESNER-HAGER
Case Study „bluebird.space“ SALZBURG. Der Büromöbel hersteller Wiesner-Hager hat im neuen Salzburger Vertriebsbüro gemeinsam mit der Beratungsfirma Pinus.Team „New Work“ zum Leben erweckt. Entwickelt wurde ein Shared Office-Konzept, das zum Standort am Gelände der Panzerhalle Salzburg, einem Hotspot der Salzburger Kreativszene, passt. Das Büro wurde als Shared Office konzipiert, in dem sich mehrere Firmen Büro- und Kommunikationsflächen teilen: Der „bluebird.space“ steht für einen Ort des Netzwerkens und Coworkings und eine völlig neue New-WorkPhilosophie. (red)
Das Wifi Wien präsentiert das neue Kursprogramm. Online-Live-Infotermine zur Aus- und Weiterbildung.
Kampagne Weiterbildung gehört mittlerweile zum Standard in der Arbeitswelt. Das Wifi gibt auch in der von DMB. konzipierten Kampagne Anregungen zur beruflichen Selbst(neu) erfindung. Die Kampagne läuft in TV, OOH, Digital und auf Social Media.
Viel mehr als Fachkräftemangel WIEN. Eine Analyse von Daten der EU-Kommission zeigt, dass in Österreich schon jedes dritte Dienstleistungsunternehmen und jedes fünfte Industrieunternehmen nicht genügend Personal findet. Dadurch werden sie in ihrer Geschäftstätigkeit behindert. „Mittlerweile erleben wir in Österreich also nicht mehr nur einen Fachkräftemangel, sondern einen Arbeitskräftemangel“, so Agenda Austria-Ökonom Marcell Göttert.
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AGENDA AUSTRIA
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WIEN. Von 20. bis 23. Juni 2022 veranstaltet das Wifi Wien die Wifi Online-Infotage. Von Lehre bis Meisterprüfung, von Berufsreifeprüfung bis zum akademischen Abschluss an der Berufsakademie. Darunter fallen auch die Qualifizierungsangebote von Wifi Wien, Werbe Akademie und Wifi Management Forum, mit einer Kombination aus kompaktem Theorie-Wissen, praxisbezogener Ausbildung und in der Wirtschaft anerkannten Zertifikaten. (Noch) in 2 Jahren zum Master Interessierte können sich in den Online-Live-Info-Veranstaltungen zu Aus- und Weiterbildung informieren. Die Themen reichen von Controlling und Finanzmanagement, Digitalisierung, Innovation und Unternehmertum, Markt und Kommunikation, über
Kompetenz- und Skills-Management bis Gesundheit und Balance. Die berufsbegleitenden Master-Lehrgänge im Wifi bereiten in nur zwei Jahren auf Top-Positionen vor. Wichtig: Wegen einer Änderung des Hochschulrechts dürfen ab September 2023 die zweijährigen berufsbegleiten-
den Universitäts- und Fachhochschul-Lehrgänge für Personen mit Berufserfahrung nicht mehr angeboten werden. In Zukunft gibt es den Zugang zum Masterstudium (MSc) nur noch mit vorherigem Bachelor-Abschluss. Damit verlängert sich die Studiendauer auf fünf Jahre. (red)
Online-Infotage 20. bis 23. Juni, 15 bis 20 Uhr 60 Online-Live-Infotermine zur Aus- und Weiterbildung: Zu fixen Terminen können Interessierte live im virtuellen Klassenraum dabei sein und sich mit Trainerinnen und Trainern austauschen. Die Teilnahme ist kostenlos und erfolgt mit persönlichen Zugangsdaten über einen Link, der nach der Anmeldung zu einem bestimmten Info-Termin per E-Mail zugesendet wird. Bildungs- und Förderberatung: Interessierte erhalten einen kompakten Überblick über aktuelle Förderungen in der Aus- und Weiterbildung. AMS, waff und weitere Institutionen unterstützen, abhängig vom jeweiligen Förderschwerpunkt, Arbeitssuchende, Personen in Kurzarbeit und Wiedereinsteiger, aber auch Unternehmen und Beschäftigte bei der beruflichen Aus- und Weiter bildung. Teilnahme: www.wifiwien.at/online-infotage
Die neuesten Kampagnen
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COVER
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automotive business Sensorenportfolio wächst Continental bringt neue Sensoren für E-Autos 78
Renault gibt Nutz-Strom Neuer Kangoo Van E-Tech Electric bereits bestellbar 79 © Renault Communications
STATISTIK AUSTRIA
Neuzulassungen weiter rückläufig
© APA/dpa-Zentralbild/Hendrik Schmidt
WIEN. Der Neuwagenmarkt kommt einfach nicht auf Touren. Nachdem schon die ersten Monate des Jahres enttäuschend verlaufen waren, ging die Zahl der Neuzulassungen im Mai neuerlich zurück. Laut Statistik Austria wurden um 24% weniger Autos verkauft wie im Vorjahresmonat. VW blieb, trotz eines Verlusts von 35,8% bei den Neuzulassungen, weiterhin Marktführer in Österreich; darauf folgten Skoda und BMW. Einzig Toyota (um 52,8%) und Ford (um 0,6 Prozent) verkauften mehr Autos als im Vorjahr. (APA)
EU-Parlament besiegelt Verbrenner-Aus für 2035 74
© Daimler Truck
© APA/dpa/Julian Stratenschulte
CO2-freies Europa: Schon bald sollen keine Neuwagen mit Verbrennerantrieb mehr zugelassen werden dürfen.
Potenziale nutzen VW will Zusammenarbeit seiner Marken in Zukunft intensivieren. 75
Grüner transportieren Daimler Truck v erfolgt ganzheitliche Nachhaltigkeitsstrategie. 76
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AUTOMOTIVE BUSINESS
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Aus für Verbrenner Das EU-Parlament sprach sich für ein Verbot neuer Autos mit Verbrenner ab 2035 aus – die Branche reagiert verhalten. WIEN/STRASSBURG. Ein Ende des Verbrennungsmotors für Privat-Pkws in Europa ist wahrscheinlicher geworden. Das EUParlament stimmte bekanntlich vor wenigen Tagen in Straßburg dafür, ab 2035 nur noch PrivatPkws und leichte Nutzfahrzeuge ohne Diesel- oder Benzinantrieb neu zuzulassen. Bevor eine solche Regelung in Kraft treten kann, muss das Parlament zwar noch mit den EU-Staaten verhandeln – der Aufschrei der Branche ist aber auch jetzt schon laut.
© APA/Hans Klaus Techt
© APA/AFP/David Hecker
Kurzsichtige Entscheidung? Kritik an der geplanten Neuregelung kommt beispielsweise von den heimischen Transporteuren. „Wir stehen zu den Klimazielen, aber sie sind realistischerweise nur dann zu erreichen, wenn es wettbewerbsfähige Alternativen gibt“, so Spartenobmann Alexander Klacska. Im Lkw-Bereich hießen diese Alternativen Wasserstoff und eFuels, gegen die sich das EU-Parlament jedoch ausgesprochen habe. Für Klacska ist dies „nicht nur schade, sondern auch kurzsichtig“. Denn auch im Pkw-Bereich könnten eFuels eine „rasch und ohne Umrüstungsaufwand“ einsetzbare, sinnvolle Alternative sein.
schen Autoindustrie schweren Schaden zufügen wird; 70.000 Jobs seien gefährdet. „Der ökologische Wandel muss auch die sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen auf alle Lieferketten berücksichtigen, sonst bedeutet die grüne Zukunft den Tod unserer Industrie“, so Giorgetti weiter. „Wir müssen den Stimmen der Unternehmer und Arbeitnehmer und ihren berechtigten Anliegen Gehör schenken und dürfen uns nicht taub stellen.“
Entscheidung „zu begrüßen“ Klimaschutzministerin Leonore Gewessler sieht in der Entscheidung des EU-Parlaments einen wichtigen Schritt in eine emissionsfreie Verkehrszukunft.
Güterversorgung gefährdet Kritik am EU-Parlament kommt auch von der Interessenvereinigung eFuel Alliance Österreich. Sie spricht von einem „Zwang zum Elektroauto im Pkw-Sektor ab 2035“. Und Präsident Alexander Friesz vom Zentralverband Spedition & Logistik sieht Warenverkehr und Güterversorgung „in ihren Grundzügen gefährdet“, wenn die Politik weder den Einsatz von eFuels noch von Wasserstoff noch von energieeffizienten Lkw ermögliche. Mit Blick auf den Beschluss des EU-Parlaments wachsen auch in Italien die Bedenken – dort fürchtet man vor allem um die Zukunft seiner Automobilindustrie, wie Industrieminister Giancarlo Giorgetti erklärte. Bangen um 70.000 Jobs „Die Zukunft der Autos darf nicht nur elektrisch sein, es sei denn, man will China ein Geschenk machen, das in dieser Hinsicht allen voraus ist“, so der Politiker. Er beklagte „eine ideologische Entscheidung“ des EU-Parlaments, die der italieni-
Kosten im Vergleich Nach geltenden EU-Vorgaben darf die Neuwagenflotte eines Konzerns seit 2020 im Schnitt noch 95 g CO2 pro km ausstoßen. Ab 2035 sollen nur noch Neuwagen zugelassen werden dürfen, die gar keine Treibhausgase ausstoßen.
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g/km
Mercedes ist der Zeit voraus Zustimmung zum EU-Parlamentsbeschluss kommt vom deutschen Autohersteller Mercedes-Benz. „Bis 2030 sind wir bereit, überall dort vollelektrisch zu werden, wo es die Marktbedingungen zulassen“, sagte der Leiter des Bereichs Außenbeziehungen des Konzerns, Eckart von Klaeden. „Der Beschluss nimmt die Politik in die Pflicht, für die erforderliche Infrastruktur zu sorgen. Entscheidend für den Erfolg des Klimaschutzes im Verkehr sind die Akzeptanz der neuen und nicht das Verbot traditioneller Technologien.“ Der Hersteller biete sieben vollelektrische Modelle an, weitere sollten folgen. Österreich will schneller sein Auch Österreichs Klimaschutzministerin Leonore Gewessler sieht in der Entscheidung des EU-Parlaments einen wichtigen Schritt, der beim Umstieg auf emissionsfreie Autos „ Planungssicherheit“ gebe. „Die Zukunft des Autos steht unter Strom“, so Gewessler in einer ersten Reaktion. Österreich stehe bei der Neuzulassung von E-Autos gut da. „Deshalb haben wir uns vorgenommen, dass in Österreich schon 2030 alle neu zugelassenen Autos emissionsfrei unterwegs sind.“ (red)
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AUTOMOTIVE BUSINESS
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SCHAEFFLER & SYMBIO
Kooperation bei Brennstoffzellen
© Volkswagen
HERZOGENAURACH/ CLERMONT-FERRAND. Der deutsche Autozulieferer Schaeffler und die französische Michelin-Tochter Symbio haben ein Joint Venture gegründet, um eine Schlüsselkomponente zur Herstellung von Wasserstoffantrieben für Autos zu fertigen. Von 2024 an sollen in Hagenau zunächst vier Mio. Bipolarplatten für Brennstoffzellen hergestellt werden, teilten Schaeffler und Symbio mit. Die beiden Unternehmen investieren in das Joint-Venture gemeinsam bis 2020 rund 100 Mio. €. (APA)
VW-Konzernchef Thomas Schäfer sieht noch große Vernetzungspotenziale für die VW-Volumenmarken.
Ziel ist engere Vernetzung
BMW
Mini „made in China“ für USA?
WOLFSBURG/CHATTANOOGA. Volkswagen plant eine engere Zusammenarbeit seiner auf das Massengeschäft spezialisierten Marken. Bei den in der sogenannten Volumen-Gruppe zusammengefassten Marken Volkswagen, Skoda, Seat, Cupra und Volkswagen Nutzfahrzeuge laufe etwa bei Einkauf oder Produktion bisher vieles separat, sagte der designierte Konzernvorstand Thomas Schäfer der Automobilwoche. „Da gibt
würden zukünftig Ziele für die gesamte Markengruppe festgelegt. Währenddessen hat der Konzern bei seinem US-Werk Chattanooga (Tennessee) ein neues Batterielabor eröffnet. Dort sollen Systeme für Elektroautos getestet und weiterentwickelt werden, wie Regionalchef Scott Keogh ankündigte. Ein ähnliches spezialisiertes Zentrum betreibt Volkswagen auch bereits in Braunschweig. (red/APA)
es noch enorme Potenziale, die wir gemeinsam heben können.“ Potenzial im Maschinenraum Dabei gehe es nicht um eine Angleichung der Marken, sondern um Zusammenarbeit im Hintergrund: „Bei der Verteilung der Zielgruppen sind wir grundsätzlich gut positioniert, aber es gibt noch sehr viel Potenzial im Maschinenraum.“ Auch bei der Entwicklung werde es eine engere Kooperation geben. Zudem
Grünes Licht für mehr autonomes Tempo GENF. Computergelenkte Autos könnten schon bald mit hoher Geschwindigkeit etwa auf Autobahnen unterwegs sein. Das internationale Expertengremium für automatisiertes und vernetztes Fahren der UN-Wirtschaftskommission (UNECE) hat sich darauf verständigt, die Höchstgeschwindigkeit bei autonomem Fahren in bestimmten Situationen von 60 auf 130 Kilometer in
© APA/AFP/Kazuhiro Nogi
UN-Gremium stimmt für höhere Geschwindigkeiten selbstfahrender Autos. der Stunde anzuheben, wie UNECE berichtete. Auch Spurwechsel soll erlaubt werden. Der Vorschlag muss noch vom Weltforum für die Harmonisierung von Fahrzeugvorschriften der UNECE abgesegnet werden, das vom 21. bis 24. Juni tagt. Die Zustimmung gilt als Formsache. Die Regel würde dann nach etwa sechs Monaten in Kraft treten. (APA)
© BMW/Bernhard Filser
Volkswagen will eine bessere Zusammenarbeit seiner Marken im Einkauf und in der Entwicklung und eröffnet ein neues Batterielabor.
MÜNCHEN. BMW prüft einem Medienbericht zufolge eine Ausweitung seiner Autoexporte aus China. Der gemeinsam mit dem chinesischen Unternehmen Great Wall geplante elektrische Mini könnte auch in die USA exportiert werden, meldete das Handelsblatt unter Berufung auf Konzernkreise. Bisher sollten die in China gebauten Autos demnach vornehmlich in der Volksrepublik verkauft werden. (APA)
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AUTOMOTIVE BUSINESS
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TESLA
Autopilot-System wird untersucht
© Daimler Truck
PALO ALTO. Die USVerkehrsbehörde hat ihre Untersuchung von Teslas Fahrassistenzsystem „Autopilot“ nach einer Reihe von Auffahrunfällen ausgeweitet. Seit Aufnahme der Ermittlungen im vergangenen August stellte sie sechs weitere Zwischenfälle fest, bei denen Teslas mit eingeschaltetem „Autopilot“System auf am Straßenrand parkende Einsatzfahrzeuge auffuhren. Ursprünglich ging es um elf solcher Unfälle. Der jüngste Crash passierte im Jänner. (APA)
© APA/dpa/Sven Hoppe
Das Fahrzeugportfolio von Daimler Truck enthält bereits jetzt einige elektrisch angetriebene Trucks und Busse.
SIEMENS
Investition in kabelloses Laden MÜNCHEN/WASHINGTON. Siemens will mit der Beteiligung an einem Start-up in den USA das kabellose Laden von Elektroautos voranbringen. Der Münchner Technologiekonzern steckt 25 Mio. USD (23,28 Mio. €) in die 2007 gegründete WiTricity und bekommt dafür eine Minderheitsbeteiligung. Die US-Firma verfügt über eine Technologie, mit der Elektrofahrzeuge – etwa auf Parkplätzen – ohne Ladekabel einfach über eine im Boden montierte Platte aufgeladen werden können. (APA)
Umwelt im Blick Klarer Fokus auf ganzheitliches Nachhaltigkeitsverständnis bei Daimler Truck – Ziel ist die CO2-Neutralität bis 2039. STUTTGART. Ganzheitliches Nachhaltigkeitsverständnis, CO2-neutrale Produkte und Produktion bis 2039, Verantwortung für Mitarbeiter und Gesellschaft sowie die Schaffung von klaren Verbindlichkeiten mit einer starken Corporate Governance: Mit diesen Schlagworten lässt sich die Neuausrichtung der nachhaltigen Geschäftsstrategie der Daimler Truck Holding AG beschreiben. Im kürzlich veröffentlichten Nachhaltigkeitsbericht 2021 äußert sich das Unternehmen darüber, was im vergangenen Jahr konkret bei der Nachhaltigkeit erreicht wurde. Ambitionierte Zielsetzung Martin Daum, Vorstandsvorsitzender von Daimler Truck: „Unsere Eigenständigkeit als Daimler Truck AG bietet uns eine einmalige unternehmerische Chance. Gleichzeitig geht damit eine große Verantwortung einher – für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, für die Umwelt so-
wie für die Gesellschaft als Ganzes. Die größte Verantwortung für uns als Unternehmen ist der Umgang mit dem Klimawandel. Wir bekennen uns deshalb klar zum Pariser Klimaschutzabkommen. Es ist unser erklärtes Ziel, als führender Nutzfahrzeughersteller CO2-neutrale Lösungen für den Warentransport und die Personenbeförderung auf den Markt zu bringen.“ E-Fahrzeugangebot wächst In seinen Hauptabsatzregionen Nordamerika, Europa und Japan möchte der Konzern deshalb ab 2039 ausschließlich CO2-neutrale Fahrzeuge verkaufen. Dabei werden zwei komplementäre Technologien zur Energieversorgung des Antriebs verfolgt: Batterien und Wasserstoff-Brennstoffzellen. Schon heute umfasst das Fahrzeugportfolio des Herstellers Serienfahrzeuge mit batterie-elektrischem Antrieb: Seit 2018 ist der vollelektrische Stadtbus Merce-
des-Benz eCitaro in der Serienproduktion. Der vollelektrische Mercedes-Benz eActros feierte 2021 seine Weltpremiere, der Fuso eCanter ist bereits seit 2017 auf dem Markt, und in den USA steht der Beginn der Serienproduktion der batterielektrischen Freightliner eCascadia und eM2 unmittelbar bevor. Weitere Fahrzeuge wie der wasserstoffbasierte Mercedes-Benz Gen H2 Truck befinden sich als Prototypen im intensiven Testbetrieb. CO2-neutrale Produktion Auch entlang der gesamten Wertschöpfungskette und bei der Produktion verfolgt die Daimler Truck AG das Ziel der CO2-Neutralität bis 2039 an allen Standorten und in allen Geschäftsbereichen weltweit. Erste Meilensteine wurden auch hier bereits gesetzt: Im Laufe des Jahres 2022 sollen beispielsweise alle europäischen Werke bilanziell CO2-neutral werden. (red)
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Besser geschützt
OPEL
Qualitätsoffensive zeigt erste Erfolge RÜSSELSHEIM. Die OpelQualität bei Pkw und leichten Nutzfahrzeugen (LCV) befindet sich auf einem Allzeithoch. Innerhalb der vergangenen zwölf Monate konnte beispielsweise die Einführungsqualität bei Neuwagen um 25% gesteigert werden. Dieser Wert ergibt sich aus den intern definierten Produktionsstandards des Herstellers sowie aus der Kundenresonanz innerhalb des ersten Jahres nach dem Kauf. So weisen etwa die zuletzt eingeführten Modelle Opel Corsa und Opel Mokka vom Start weg eine erstklassige Fertigungsqualität auf – egal ob als effiziente Verbrenner oder batterieelektrische Stromer.
© Continental (2)
Zulieferer Continental bringt neue Sensoren zum Schutz der Batterie von Elektrofahrzeugen auf den Markt.
Neue Analysemethoden Diese Qualitätsverbesserung hat gute Gründe: Opel hat sich das Null-Fehler-Ziel gesetzt und dafür beispielsweise neue Analysemethoden eingeführt, die in der Produktion vorausschauend wirken. Solche Prognosesysteme erkennen, wenn sich Parameter derartig verändern, dass sie zu möglichen Fehlern in der Fertigung führen könnten, und greifen prophylaktisch ein. Die Folge: Es werden erst gar keine fehlerhaften Teile hergestellt, die Produktion läuft weiter, die Qualität ist gleichbleibend hoch. (red)
Die Batterieanprallerkennung kann mögliche Batterieschäden erkennen und den Fahrer entsprechend warnen.
© Opel Automobile
REGENSBURG. Continental erweitert sein breites Sensorportfolio um zwei neue Sensoren für Elektrofahrzeuge: das Stromsensormodul und die Batterieanprallerkennung. Beide neuen Lösungen konzentrieren sich auf den Schutz der Batterie und/ oder auf die Erhaltung der Batterieeigenschaften. Sensorik im Fokus „Die Elektrifizierung von Fahrzeugen bringt neue Anwendungsfälle mit sich und eröffnet damit neue Möglichkeiten für unsere Sensorikaktivitäten, denn ein Elektroauto hat alle Anforderungen an die Sensorik, die ein herkömmliches Auto hat – und mehr“, sagt Laurent Fabre, Leiter des Segments Passive Safety and Sensorics bei Continental. „Der Schutz der Batterie und der Erhalt ihrer Leistungsfähigkeit sind etwa zusätzliche Aufgaben in Elektroautos. Das Stromsensormodul und die Batterieanprallerkennung dienen beiden Zwecken.“ In Anbetracht der Tatsache, dass die Batterie das teuerste
Bauteil in einem Elektroauto ist, wurde das Stromsensormodul nicht nur entwickelt, um die Batterie vor Überstrom zu schützen, sondern auch, um die Alterungseffekte zu begrenzen. Entweder in der sogenannten Battery Disconnect Unit oder in der Batterie selbst integriert, liefert das Stromsensormodul die entscheidenden Informationen für die Batterieschutzfunktion und eine zuverlässige Reichweitenüberwachung. Zweikanaliger Sensor Um die strengen Anforderungen an die funktionale Sicherheit zu erfüllen, ist das Stromsensormodul als zweikanaliger Sensor ausgelegt, der durch die Integration von Shunt- und HallTechnologie in einer kompakten, einzigen Einheit den Strom unabhängig misst. Die Batterieanprallerkennung in Kombination mit einer Leichtbaukonstruktion wiederum erkennt Unterbodenintrusionen und warnt den Fahrer, wenn dadurch ein Werkstattaufenthalt notwendig wird. Damit wird
dem Fahrer die schwierige Entscheidung abgenommen, ob ein Aufprall bei hoher Geschwindigkeit oder ein Bodenkontakt bei geringer Geschwindigkeit die Batterie beschädigt haben könnte. Im Vergleich zum derzeitigen Unterbodenschutz aus Metall kann das System bis zu 50% an Gewicht einsparen. Bewährtes System als Basis Die für die Batterieanprallerkennung verwendeten DrucksensorSatelliten stammen übrigens aus dem bewährten Fußgängerschutzsystem, das seit mehr als zehn Jahren in Serie produziert wird. Jede Einwirkung wird über ein daraus resultierendes Drucksignal in einem luftgefüllten, mäanderförmig am Boden des Batteriefachs verlegten Silikonschlauch erkannt. (red)
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CUPRA
Drei neue Modelle geplant
© Renault
MARTORELL. Die SeatTochter Cupra konnte in den vier Jahren ihres Bestehens rund 200.000 Fahrzeuge an den Mann und die Frau bringen und ihren Umsatz von 430 Mio. € im Jahr 2018 auf fast 2,2 Mrd. € im vergangenen Jahr steigern. Mit drei neuen Elektromodellen bis zum Jahr 2025 – Terramar, Tavascan und UrbanRebel – sollen Absatz und Umsatz nun weiter angekurbelt werden. „Unser Ziel ist es, mittelfristig 500.000 Autos pro Jahr auszuliefern und in neue Märkte als auch in neue Segmente vorzudringen“, so Cupra-CEO Wayne Griffiths.
Die neuen, vollelektrischen Nutzfahrzeuge von Renault: Kangoo Van E-Tech Electric und Master E-Tech Electric.
Neue „Elektronutzis“
Neuer Stromer im Fokus Der UrbanRebel (Bild) wird das neue Modell, das am meisten im Mittelpunkt stehen dürfte. Basis des für das Jahr 2025 angekündigten, frontgetriebenen Stromers wird die „MEB Small“Plattform des Volkswagen Konzerns sein. Durch den Einsatz fortschrittlicher recycelter Polymere und biobasierter Materialien soll es besonders umweltbewusst aufgebaut sein. „Der UrbanRebel wird das größte Projekt für unser Unternehmen in den kommenden Jahren sein, da er der Schlüssel für unsere Transformation zu einer vollelektrischen Marke ist“, so Forschungs- und Entwicklungs-Vorstand Werner Tietz. (red)
Mehr Reichweite, mehr Flexibilität und mehr Komfort: Renault bringt zahlreiche Neuheiten in sein Elektrotransporter-Angebot.
Zwei Längen verfügbar Zurück zum Kangoo Van E-Tech, dessen Elektroantrieb seine Energie aus einem Lithium-Ionen-Akku mit 45 kWh Kapazität bezieht, der bis zu 300 km Reichweite im WLTP-Prüfzyklus ermöglicht und sich mit einer breiten Spanne von Ladeleistungen und Stromstärken aufladen lässt. Hierzu zählt auch das Schnellla-
den mit Gleichstrom und einer Ladeleistung von 80 kW. Wie das 70.000-mal verkaufte Vorgängermodell, bietet Renault den neuen Kangoo Van E-Tech Electric in zwei Längenvarianten an, die über das gleiche Stauvolumen und die gleiche Zuladung verfügen wie der konventionell motorisierte Kangoo Van. Die Standard-Version (L1) bietet bis zu 3,9 m³ Ladekapazität und 600 kg Nutzlast. Die später folgende Langversion (L2) kann in ihrem maximal 4,9 m³ umfassenden Stauraum bis zu 800 kg Ladegut transportieren. Den Nutzwert steigert zusätzlich die Anhängelast von 1.500 kg in beiden Karosserievarianten. Praktische Umsetzung Beim Kangoo Van E-Tech Electric ist zudem jetzt auch die 1,45 m breite seitliche Ladeöffnung „Open Sesame by Renault“ ohne B-Säule und die intelligente Innengalerie „Easy Inside
Rack“ lieferbar, die es ermöglicht, lange Gegenstände wie etwa Leitern oder Rohre oben im Fahrzeug zu transportieren, sodass der Laderaumboden für zusätzliche Fracht frei bleibt. Für den Antrieb sorgt ein Elektromotor mit 90 kW/122 PS. Er mobilisiert ein maximales Drehmoment von 245 Nm, das vom Start weg zur Verfügung steht und so für eine entspannte Fahrt im städtischen Lieferverkehr sorgt. Der neue Kangoo Van E-Tech Electric kann seit 1. Juni bestellt werden und startet bei einem Preis von 31.300 € (exkl. MwSt). Zahlreiche Möglichkeiten Der Marktstart des aktualisierten Master E-Tech Electric erfolgt dann im Laufe des Sommers. Das Fahrzeug wird zunächst in 15 Versionen, drei Längen und drei Höhen sowie zulässigen Gesamtgewichten von 3,1 und 3,5 t angeboten. (red)
Hier findest du die Menschen hinter den Unternehmen
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WIEN. Renault erneuert sein elektrisches Nutzfahrzeugprogramm von Grund auf: Mit dem neuen Kangoo Van E-Tech Electric präsentiert der französische Automobilhersteller die zweite Generation des ersten rein batteriebetriebenen Kompakttransporters in Großserie. Zudem erhält der Master E-Tech Electric in der Klasse bis 3,5 t Gesamtgewicht im Zuge seiner Aktualisierung eine 52-kWh-Batterie, die eine praxisgerechte WLTPReichweite von bis zu 200 km ermöglicht.
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